infas Holding Aktiengesellschaft

Bonn

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2024

In den Berechnungen kann es durch mathematische Rundungen zu geringfügigen Abweichungen kommen, weil in den meisten Tabellen die Werte in T€ angegeben werden.

Kurt-Schumacher-Straße 24

53113 Bonn T +49 (0)228 33 60 72 39

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www.infas-holding.de info@infas-holding.de

Sitz der Gesellschaft:

53113 Bonn Vorstand der Gesellschaft:

Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO)

Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke (CFO)

Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Dr. Oliver Krauß

Amtsgericht Bonn HRB 17379

USt.-Ident.-Nr. DE 155601174

St.Nr. 205/​5725/​1339

ISIN: DE0006097108

WKN: 609710

Notiert: Regulierter Markt (General Standard) in Frankfurt am Main

1 Der Konzern infas Holding Aktiengesellschaft

Der infas Konzern besteht zum 30.06.2024 aus der Muttergesellschaft infas Holding Aktiengesellschaft sowie folgenden, in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften:

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Gesellschaft Beteiligungsquote
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 100 %
CATI-LAB GmbH, Bonn 100 %
infas 360 GmbH, Bonn 100 %
infas quo GmbH, Nürnberg 100 %

Im Geschäftsjahr wurde der von der infas 360 GmbH gehaltene Anteil i. H. v. 33,33 % an der im August 2016 mit einem Stammkapital i. H. v. 30 T€ gegründeten BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, veräußert. Die Gesellschaft wurde als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Die infas Holding AG als Konzernmuttergesellschaft ist eine Holding, ohne eigenes operatives Geschäft. Die Aktien der infas Holding AG sind im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Gesteuert wird der Konzern durch den Vorstand der infas Holding AG.

Der Konzern ist mit seinen Tochtergesellschaften in der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung sowie angrenzenden Bereichen tätig. Die Tochtergesellschaften erzielen ihren Umsatz im Wesentlichen in Deutschland.

Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH ist eine unabhängige Forschungs-GmbH, die Forschungs- und Beratungsleistungen für die Wissenschaft, die Politik, einschließlich der Verwaltung, für Unternehmen aller Branchen sowie die EU erbringt. Die CATI-LAB GmbH führt telefonische Befragungen zu wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen durch, vorwiegend im Auftrag des infas Instituts. Die infas 360 GmbH betreibt eine innovative, datengetriebene Marketingforschung, die auf eine Regionalisierung und Lokalisierung von Zielgruppen und Potenzialen mittels Software ausgerichtet ist. Die infas quo GmbH ist auf die Analyse von Finanzdienstleistungen spezialisiert und vor allem im Bereich der digitalen Marktforschung aktiv.

2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das ifo Institut, das auf wirtschaftliche Prognosen spezialisiert ist, stellt fest, dass die deutsche Wirtschaft in der Krise "feststeckt". Anfang September 2024 wird prognostiziert, dass die Wirtschaft 2024 stagniert und 2025 um 0,9 % wachsen wird. Damit fällt die Prognose noch schlechter aus als die vom März 2024, als das ifo Institut erwartete, dass die Wirtschaft 2024 um 0,2 % und 2025 um 1,5 % wachsen wird. Positiv ist, dass sich die Inflation der Verbraucherpreise deutlich abgeschwächt hat: Für 2024 werden durchschnittlich 2,2 %, für 2025 dann 2,0 % vorausgesagt. Hierdurch wird die Kaufkraft der privaten Haushalte steigen. Entsprechend wird erwartet, dass sich der private Konsum in diesem Jahr preisbereinigt um 0,4 % und 2025 um 1,4 % erhöht. Die Ausgaben des Staates werden in diesem Jahr voraussichtlich um 1,8 % steigen, 2025 um 1,0 %. Die Arbeitslosenquote ist mit 6,0 % für 2024 weiterhin auf einem niedrigen Niveau, wobei der Arbeitsmarkt durch die schwache Konjunktur an Robustheit einbüßt. 1

Die Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft lassen sich in der Regel nicht unmittelbar auf die Markt-, Meinungs- und Sozialforschungsbranche übertragen. Deshalb lohnt ein Blick auf die Stimmung in der Branche: Der Branchenverband ADM e. V. titelt in seiner Konjunkturprognose im Sommer 2024 "Stabile Auftragslage, moderate Erwartungen", was sich insgesamt etwas positiver als die gesamtwirtschaftliche Lage liest. Der Verband führt aus, dass 45 % der befragten Institute davon ausgehen, dass sich der Umsatz im Jahresverlauf weitgehend stabil entwickeln wird (Vorjahr 50 %), und dass 35 % mit einer positiven Umsatzentwicklung rechnen (Vorjahr 36 %). 2 Im Jahresbericht 2023, der am 03.09.2024 erschienen ist, stellt der Verband dar, dass der Umsatz der im ADM organisierten Unternehmen 2023 gegenüber 2022 lediglich insgesamt um 1,3 % gestiegen ist (von 2021 auf 2022 um 4,7 %). Daraus lässt sich ableiten, dass sich die Branche der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung weiterhin konsolidiert. 3

1 Vgl. ifo Konjunkturprognose Herbst 2024 vom 05.09.2024, https:/​/​www.ifo.de/​fakten/​2024-09-05/​ifo-konjunkturprog-nose-herbst-2024-deutsche-wirtschaft-steckt-in-krise-fest, im Vgl. zur ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024 vom 06.03.2024, https:/​/​www.ifo.de/​fakten/​2024-03-06/​ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt.
2 Vgl. Pressemitteilung vom 25.07.2024, https:/​/​www.adm-ev.de/​2024/​07/​25/​stabile-auftragslage-moderate-erwartun-gen-adm-konjunkturumfrage-zur-ersten-jahreshaelfte-2024/​.
3 Vgl. Pressemitteilung vom 03.09.2024, https:/​/​www.adm-ev.de/​2024/​09/​03/​herausforderungen-wandel-und-fortschritt-adm-zieht-im-jahresbericht-2023-bilanz/​, sowie den Jahresbericht 2023, https:/​/​www.adm-ev.de/​der-adm/​jahresbe-richte/​.

3 Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung

3.1 Ertragslage

Der Konzernumsatz ist im ersten Halbjahr 2024 von 21.683 T€ im Vorjahresvergleichszeitraum um 9.551 T€ auf 31.235 T€ stark gestiegen, und damit um 44,0 %. Dieser Umsatzanstieg entstand im Wesentlichen im infas Institut, wo der Außenumsatz um 9.525 T€ auf 28.661 T€ wuchs. Der Außenumsatz im Segment infas 360 lag in etwa auf dem Niveau des Vorjahres: 1.899 T€ im Vergleich zu 1.892 T€. Das Segment infas quo erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen Außenumsatz von 675 T€, und damit 21 T€ mehr als im Vorjahreszeitraum. Die CATI-LAB machte keine Außenumsätze.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von 9.179 T€ auf 19.061 T€ gestiegen. Dies liegt zum einen am Wachstum des Konzerns, weil sich viele Kosten proportional zum Umsatz erhöhen. Zum anderen steigen noch immer die Kosten, die vor allem im infas Institut durch Face-to-Face-Interviews (CAPI) und neue Projekte mit einem hohen Bedarf an Briefversand entstehen. Der Anteil des Materialaufwands im Verhältnis zu den Umsatzerlösen wuchs dadurch von 42,3 % im ersten Halbjahr 2023 auf 61,0 % im ersten Halbjahr 2024.

Der Personalaufwand ist als Folge der höheren Anzahl von Mitarbeitenden im Vergleich zum Vorjahr von 9.463 T€ auf 10.685 T€ gestiegen.

Die Abschreibungen liegen im ersten Halbjahr 2024 mit 1.447 T€ über dem Vorjahresniveau von 1.290 T€. Dies ist im Wesentlichen auf Investitionen ins Sachanlagevermögen sowie auf die Anwendung von IFRS 16 zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2.362 T€ auf 2.437 T€ leicht gestiegen, was die Folge verschiedener, teilweise gegenläufiger Effekte ist.

Das EBIT liegt mit -2.286 T€ zum 30.06.2024 deutlich unter dem Niveau von -465 T€ im ersten Halbjahr 2023. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Umsatz sowie dem deutlich angestiegenen Materialaufwand.

Das Finanzergebnis hat sich von -348 T€ im ersten Halbjahr 2023 auf -249 T€ zum 30.06.2024 verbessert.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich von -813 T€ im ersten Halbjahr 2023 auf -2.535 T€ zum 30.06.2024 verringert.

Das erste Halbjahr 2024 schließt die infas Holding AG mit einem Konzernjahresfehlbetrag i. H. v. -2.153 T€ ab (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag -778 T€).

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Das langfristige Vermögen hat sich von 23.203 T€ zum 31.12.2023 auf 24.383 T€ zum 30.06.2024 leicht erhöht. Das ist im Wesentlichen auf den Anstieg der latenten Steueransprüche von 847 T€ zum 31.12.2023 auf 2.636 T€ zum 30.06.2024 zurückzuführen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31.12.2023 von 42.515 T€ auf 25.433 T€ verringert. Insbesondere sind die liquiden Mittel von 33.011 T€ auf 10.914 T€ zum 30.06.2024 gesunken. Dies entspricht der normalen Entwicklung im Jahresverslauf, wobei sie 2024 durch das starke Umsatzwachstum und den damit zusammenhängenden hohen Materialaufwand besonders deutlich ausfällt. Im Gegenzug haben sich vor allem durch das starke Wachstum die vertraglichen Vermögenswerte von 4.950 T€ auf 11.742 T€ erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten von 2.456 T€ auf 1.545 T€ verringert werden, die Ertragsteuerforderungen von 1.374 T€ auf 482 T€.

Das Eigenkapital ist von 10.932 T€ zum 31.12.2023 auf 8.521 T€ zum 30.06.2024 gesunken. Dies ist auf den Rückgang des Konzernbilanzergebnisses zurückzuführen. Dennoch blieb die Eigenkapitalquote im Konzern zum 30.06.2024 mit 17,1 % auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr; zum 31.12.2023 betrug sie 16,6 %.

Die langfristigen und kurzfristigen Schulden sanken im Vergleich zum 31.12.2023 insgesamt von 54.786 T€ auf 41.295 T€. Die langfristigen Schulden erhöhten sich leicht von 24.202 T€ zum 31.12.2023 auf 24.676 T€ zum 30.06.2024. Dies ergab sich aus mehreren gegenläufigen Effekten: Während die Rückstellungen für Pensionen um 315 T€ und die Leasingverbindlichkeiten um 573 T€ zurückgingen, stiegen die latenten Steuerschulden um 1.363 T€. Die kurzfristigen Schulden sind von 30.584 T€ zum 31.12.2023 auf 16.619 T€ zum 30.06.2024 gesunken. Grund hierfür sind vor allem geringere vertragliche Verbindlichkeiten, die im genannten Zeitraum von 17.239 T€ auf 6.352 T€ zurückgingen, sowie geringere sonstige Verbindlichkeiten, die sich von 6.437 T€ auf 3.765 T€ beinahe halbierten, was dem üblichen Jahresverlauf entspricht.

Der operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit war im ersten Halbjahr 2024 mit 19.924 T€ negativ (Vorjahreszeitraum -7.576 T€), was grundsätzlich typisch für die Jahresmitte ist. Der deutlich höhere Wert gegenüber dem 30.06.2023 wird hauptsächlich darauf zurückgeführt, dass sich durch das Wachstum im infas Institut und die Abarbeitung der Aufträge die vertraglichen Vermögenswerte und die vertraglichen Verbindlichkeiten verändert haben. Hinzukommen die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

4 Entwicklung der Segmente

Segment Meinungs- und Sozialforschung: infas Institut

Die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2024 bei einem Gesamtumsatz i. H. v. 28.916 T€ (Vorjahr 19.430 T€) ein EBIT von -1.076 T€ (Vorjahr 372 T€). Dies liegt zum einen am starken Wachstum der Gesellschaft (+48,8 % bezogen auf den Gesamtumsatz), weil viele Kosten proportional zum Umsatz ansteigen. Zum anderen gibt es immer noch Kostensteigerungen, vor allem bei den persönlichen Interviews (face-to-face bzw. CAPI). Hier lässt sich ein Preisanstieg durch eine geringere Produktivität der Interviewenden sowie durch die immer schwierigere Kontaktierung bei Registerstichproben beobachten. Zudem haben sich die Kosten für Briefversand deutlich erhöht. Dies ist fast ausschließlich auf neue Projekte zurückzuführen, die im ersten Halbjahr 2023 noch nicht im Bestand waren.

Positiv und zugleich herausfordernd ist, dass das offene Auftragsvolumen weiterhin auf einem hohen Niveau liegt. Durch die große Vielfalt der Projekte ist eine gleichartige Auslastung schwer realisierbar, sodass fortwährend Anpassungen im Geschäftsbetrieb des Instituts notwendig werden, um den unverändert hohen Projektstand abzuarbeiten.

Segment CATI: CATI-LAB

Die CATI-LAB erwirtschaftete lediglich Innenumsätze i. H. v. 2.632 T€ (Vorjahr 2.423 T€), was dem Plan für das erste Halbjahr entspricht. Die Aufwendungen liegen derzeit noch etwas über der Planung, was zu dem negativen EBIT i. H. v. -365 T€ führt (Vorjahr 362 T€). Es ist davon auszugehen, dass sich das im Jahresverlauf nivelliert.

Segment Marketingforschung: infas 360

Der Gesamtumsatz von infas 360 lag zum 30.06.2024 bei 2.069 T€ und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (2.071 T€) kaum verändert. Das EBIT verbesserte sich mit -195 T€ deutlich gegenüber dem ersten Halbjahr 2023 (Vorjahr -403; der Vorjahreswert beinhaltet die konsolidierte Sicht aus infas 360 GmbH und infas LT GmbH, die mit Handelsregistereintragung zum 25.10.2023 rückwirkend zum 01.01.2023 auf die infas 360 verschmolzen wurde, weshalb die interne Berichtsstruktur angepasst wurde). Dies ist auf eine positive Auftragsentwicklung und geringere Mietkosten durch den Zusammenzug beider Gesellschaften zurückzuführen. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung kann davon ausgegangen werden, dass infas 360 zum Jahresende einen positiven Ergebnisbeitrag liefert.

Segment Marktforschung: infas quo

Im ersten Halbjahr 2024 erreichte infas quo einen Gesamtumsatz i. H. v. 710 T€ gegenüber 700 T€ im ersten Halbjahr 2023. Das entspricht einem leichten Anstieg von 1,4 %. Das EBIT verbesserte sich mit -22 T€ gegenüber dem Vorjahr mit -106 T€, was im Wesentlichen auf geringere Kosten zurückzuführen ist. Bis zum Jahresende ist mit erhöhten Kosten für strategische Projekte zu rechnen, sodass - der Planung entsprechend - ein negatives Ergebnis erwartet wird.

5 Geschäftsstrategie

Der infas Konzern sieht sein Geschäftsfeld in der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung sowie angrenzenden Bereichen. Der Konzern verfolgt konsequent die Geschäftsstrategie, auf Basis einer exzellenten Dienstleistung und höchster Qualitätsmaßstäbe in einer immer unübersichtlicheren Welt der präferierte Partner für die Markt-, Meinungs- und Sozialforschung zu sein, die sich um gesicherte, evidenzbasierte Aussagen bemüht. Diesem Ziel widmet sich der infas Konzern mit hoher Kompetenz und Akribie.

Das Kerngeschäft der infas Gruppe besteht mit dem infas Institut in der Meinungs- und Sozialforschung. Zugleich sieht sich der Konzern mit den anderen Tochtergesellschaften als Pionier moderner Markt- und Marketingforschung. Das hohe Innovationspotenzial, das in den Leistungen der "kleinen" Tochtergesellschaften liegt, befruchtet den Konzern insgesamt und sorgt dafür, dass sich die infas Gruppe kontinuierlich weiterentwickelt und Service für Kundinnen und Kunden auf höchstem Niveau bietet.

6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (pro Kopf) im Konzern lag zum Stichtag 30.06.2024 bei 519 (Vorjahr 484). Das Vollzeitäquivalent stieg von 338 zum 30.06.2023 auf 376 zum 30.06.2024, was ein Anstieg i. H. v. 5,8% bedeutet. Dies ist insbesondere auf das Wachstum des Konzerns zurückzuführen. Der Personalaufwand erhöhte sich von 9.463 T€ im ersten Halbjahr 2023 auf 10.685 T€ zum 30.06.2024 (+12,9 %). Der leicht überproportionale Anstieg des Personalaufwands ergab sich durch durch die Bildung von Personalrückstellungen.

7 Chancen und Risiken

Gegenüber gesamtwirtschaftlichen (Markt-)Risiken und Absatzrisiken zeigt sich die infas Gruppe weiterhin resilient. Die Coronakrise und die aktuellen geopolitischen Spannungen wirkten sich bisher kaum auf den Konzern aus. Im Gegenteil, das kontinuierlich anhaltende Umsatzwachstum verdeutlicht, wie krisensicher das Geschäftsmodell der infas Gruppe ist. Allerdings haben sich - bedingt durch die Kapazitätsengpässe im infas Institut - die Projektrisiken sowie die Risiken in der technologischen Infrastruktur erhöht. Das infas Institut hat mehrere strategische Projekte initiiert, um diesen Risiken entgegenzuwirken. Das starke Wachstum beeinflusst auch die Liquidität. In den vielen erfolgreichen vergangenen Geschäftsjahren konnte infas ein deutliches Polster aufbauen, sodass die potenziellen Auswirkungen von Liquiditätsrisiken unverändert gering sind. Das starke Wachstum verdeutlicht auch, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit von Wettbewerbs- und Innovationsrisiken nach wie vor niedrig ist. Der hohe Auftragsbestand und die anhaltende Nachfrage nach wissenschaftlich fundierten Studien auf Basis repräsentativer Befragungen sowie nach verlässlichen Daten zeigen, dass infas mit ihrem Angebot auf das richtige Marktsegment setzt. Es liegt in der DNA des infas Konzerns, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und das Angebot stetig durch Innovationen zu verbessern und darin auch neue Entwicklungen der Branche zu berücksichtigen. Nicht selten initiiert sie diese Neuerungen selbst oder treibt sie an vorderster Stelle mit voran. Der allgemeine Fachkräftemangel führt dazu, dass auch die infas Gesellschaften kontinuierlich ihre Arbeitgeberattraktivität verbessert.

Neben diesen Risiken ergeben sich aus den Veränderungen gleichzeitig auch Chancen: Neue Themen entstehen, die Dienstleistungen der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung bedürfen. Die Sozialforschung ist gerade in Krisen eine wichtige Ansprechpartnerin, weil Politik und Verwaltung mit Transparenz und Klarheit über die genauen Entwicklungen informiert werden müssen, um ihre Entscheidungen zu fundieren. Die Marktforschung wird dynamischer, weil die rasanten Marktentwicklungen in den Unternehmen einen Veränderungsdruck auslösen. Die infas Gruppe hat es bisher ausgezeichnet verstanden, sich in diesen Situationen zu behaupten und damit ihre Marktposition kontinuierlich gefestigt. Dieser Pfad wird weiter beschritten, um auch in den aktuell herausfordernden Zeiten den bisherigen, sehr erfolgreichen Kurs fortzusetzen.

Der Konzernlagebericht 2023 enthält eine ausführliche Darstellung und Erläuterung der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken, worauf an dieser Stelle für weitere Details verwiesen wird.

8 Ausblick

Im Geschäftsbericht 2023 haben wir prognostiziert, dass wir im Geschäftsjahr 2024 mit einem Konzernumsatz zwischen 52 und 58 Mio. € und einem EBIT im Konzern von bis -1,5 Mio. € rechnen. 4 Obwohl sich im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutliche Abweichungen zeigen, über die wir bereits in der Ad-hoc-Mitteilung vom 06.09.2024 kommunizierten, halten wir an der Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2024 fest. Der zum 30.06.2024 erwirtschaftete Umsatz i. H. v. 31,2 Mio. € lässt klar erwarten, dass der prognostizierte Umsatz für das Gesamtgeschäftsjahr 2024 erreicht wird. Dies gilt voraussichtlich auch für das prognostizierte EBIT, da sich der Materialaufwand der Projekte in der zweiten Jahreshälfte unterproportional entwickeln sollte.

4 Siehe Konzernlagebericht zum 31.12.2023 im Geschäftsbericht 2023, Seite 34.

Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen im vorliegenden Dokument basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten, zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht.

Konzernbilanz zum 30. Juni 2024

Aktiva

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30.06.2024
30.06.2023
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 762.666,73 336.693,35
Geschäfts- oder Firmenwert 1.389.794,83 1.389.794,83
Sachanlagen 1.726.820,09 2.001.055,97
Anteile an at equity bilanzierten Unternehmen 0,00 58.310,53
Sonstige Finanzanlagen 100.000,00 100.000,00
Latente Steueransprüche 2.636.258,36 838.898,04
Sonstige Vermögenswerte 40.000,00 68.209,00
Nutzungsrechte 17.727.451,58 19.542.504,01
Langfristige Vermögenswerte gesamt 24.382.991,59 24.335.465,73
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 3.000,00 18.499,60
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.545.276,80 2.583.178,07
Vertragliche Vermögenswerte 11.741.631,31 6.467.086,45
Ertragsteuerforderungen 482.313,63 301.144,44
Sonstige Vermögenswerte 746.882,93 881.283,24
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.913.596,78 19.316.307,56
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 25.432.701,45 29.567.499,36
49.815.693,04 53.902.965,09

Passiva

30.06.2024
30.06.2023
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 9.000.000,00 9.000.000,00
Gesetzliche Rücklage 534.027,14 403.394,34
Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme -4.002.480,65 -4.002.480,65
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis -807.400,29 -668.165,06
Konzernbilanzgewinn 3.796.740,13 5.812.038,21
Eigenkapital gesamt 8.520.886,33 10.544.786,84
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen 4.711.592,00 4.442.017,00
Latente Steuerschulden 3.555.979,92 2.217.217,73
Leasingverbindlichkeiten 16.408.597,01 17.997.118,13
Langfristige Schulden gesamt 24.676.168,93 24.656.352,86
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 870.551,80 622.573,68
Sonstige Rückstellungen 2.379.863,70 2.065.713,72
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.270.252,17 1.326.775,25
Vertragliche Verbindlichkeiten 6.351.507,23 8.765.065,02
Sonstige Verbindlichkeiten 3.764.792,42 3.823.538,51
Leasingverbindlichkeiten 1.981.670,46 2.098.159,21
Kurzfristige Schulden gesamt 16.618.637,78 18.701.825,39
49.815.693,04 53.902.965,09

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Periode vom 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2024

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30.06.2024 30.06.2023
Umsatzerlöse 31.234.592,18 21.683.322,24
Sonstige betriebliche Erträge 109.927,46 145.344,18
Materialaufwand/​Aufwendungen für bezogene Leistungen -19.060.968,04 -9.178.807,62
Personalaufwand -10.685.217,07 -9.462.526,21
Abschreibungen -1.447.458,17 -1.289.945,12
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.436.782,84 -2.362.305,02
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -2.285.906,48 -464.917,55
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 171.710,01 98.171,59
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -420.599,70 -445.988,01
Finanzergebnis -248.889,69 -347.816,42
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.534.796,17 -812.733,97
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 382.176,58 34.274,40
Konzernjahresfehlbetrag -2.152.619,59 -778.459,57
Ergebnis je Aktie -0,24 -0,09

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Periode vom 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2024

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30.06.2024
30.06.2023
Konzernjahresfehlbetrag -2.152.619,59 -778.459,57
Posten, die zukünftig nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen 286.078,75 -168.355,16
Latente Steuereffekte -94.405,99 55.557,20
Sonstiges Konzernergebnis 191.672,76 -112.797,96
Konzerngesamtergebnis -1.960.946,83 -891.257,53

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Periode vom 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2024

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30.06.2024
30.06.2023
Periodenergebnis vor Ertragsteuern -2.534.796,17 -778.459,57
Abschreibungen 1.447.458,17 1.289.945,12
Erhöhung/​Verminderung der Rückstellungen -306.178,98 -422.582,72
Zinsaufwendungen/​Zinserträge 186.105,94 92.388,88
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte 884.268,74 -735.189,66
Veränderung vertraglicher Vermögenswerte -6.791.388,63 -3.150.220,92
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten -2.700.645,69 -770.728,17
Veränderung vertraglicher Verbindlichkeiten -10.887.514,19 -4.064.021,27
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/​Aufwendungen 25.775,56 0,00
Steuererstattung (+)/​Gezahlte Ertragsteuern (-) 753.001,54 962.482,23
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -19.923.913,71 -7.576.386,08
Auszahlungen für den Erwerb von langfristigen Vermögenswerten -207.476,63 -449.906,25
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen -656.417,96 0,00
Auszahlungen für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen 0,00 -100.000,00
Erhaltene Zinsen 145.799,76 0,00
Cashflow aus Investitionstätigkeit -718.094,83 -549.906,25
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -673.437,32 -673.492,34
Gezahlte Dividende -450.000,00 -450.000,00
Gezahlte Zinsen -331.905,70 -940,88
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.455.343,02 -1.124.433,22
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -22.097.351,56 -9.250.725,55
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 33.010.948,34 28.567.033,11
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.913.596,78 19.316.307,56

Der Finanzmittelfonds beinhaltet nur die liquiden Mittel und stimmt mit den entsprechenden Bilanzposten überein.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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30.06.2024 Gezeichnetes Kapital
Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme
Stand 01.01.2024 9.000.000,00 534.027,14 -999.073,05 -4.002.480,65
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2024 0,00 0,00 191.672,76 0,00
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00 0,00
Stand 30.06.2024 9.000.000,00 534.027,14 -807.400,29 -4.002.480,65
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30.06.2024 Konzern Bilanzgewinn
Konzern Eigenkapital
Stand 01.01.2024 6.399.359,72 10.931.833,16
Dividende für das Vorjahr -450.000,00 -450.000,00
Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2024 -2.152.619,59 -1.960.946,83
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
Stand 30.06.2024 3.796.740,13 8.520.886,33
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30.06.2023 Gezeichnetes Kapital
Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Eigenkapitalminderung infolge vollständiger Anteilsübernahme
Stand 01.01.2023 9.000.000,00 403.394,34 -555.367,10 -4.002.480,65
Dividende für das Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2023 0,00 0,00 -112.797,96 0,00
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00 0,00
Stand 30.06.2023 9.000.000,00 403.394,34 -668.165,06 -4.002.480,65
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30.06.2023 Konzern Bilanzgewinn
Konzern Eigenkapital
Stand 01.01.2023 7.040.497,78 11.886.044,37
Dividende für das Vorjahr -450.000,00 -450.000,00
Konzerngesamtergebnis 01.01. - 30.06.2023 -778.459,57 -891.257,53
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
Stand 30.06.2023 5.812.038,21 10.544.786,84

Konzern-Segmentberichterstattung

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30.06.2024 Holding
T€
infas Institut
T€
CATI
T€
infas 360
T€
infas quo
T€
Konsolidierung
T€
Außenumsatz 0 28.661 0 1.899 675 0
Konzerninterner Umsatz 13 255 2.632 170 35 -3.105
Umsatz gesamt 13 28.916 2.632 2.069 710 -3.105
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -571 -1.076 -365 -195 -22 -57
Mitarbeitende (FTE Jahresdurchschnitt) 1 194 131 41 10 0
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30.06.2024 Konzern
T€
Außenumsatz 31.235
Konzerninterner Umsatz 0
Umsatz gesamt 31.235
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -2.286
Mitarbeitende (FTE Jahresdurchschnitt) 376
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30.06.2023 Holding
T€
infas Institut
T€
CATI
T€
infas 360
T€
infas quo
T€
Konsolidierung
T€
Außenumsatz 0 19.136 0 1.892 654 0
Konzerninterner Umsatz 11 294 2.423 179 46 -2.953
Umsatz gesamt 11 19.430 2.423 2.071 700 -2.953
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -661 372 362 -403 -106 67
Mitarbeitende (FTE Jahresdurchschnitt) 1 164 120 41 12 0
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30.06.2023 Konzern
T€
Außenumsatz 21.682
Konzerninterner Umsatz 0
Umsatz gesamt 21.682
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) -369
Mitarbeitende (FTE Jahresdurchschnitt) 338

Konzernanhang zum 30. Juni 2024

1 Grundlagen

Der Halbjahresfinanzbericht der infas Holding Aktiengesellschaft zum 30.06.2024 wurde entsprechend dem Konzernabschluss zum 31.12.2023 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. In diesem Zwischenabschluss wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Berechnungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31.12.2023. Eine detaillierte Beschreibung der angewandten Methoden ist im Konzernanhang 2023 enthalten.

Änderungen durch Standards und Interpretationen, die durch die EU übernommen wurden und ab dem 01.01.2024 verpflichtend anzuwenden sind, gab es nicht.

Die im Bericht enthaltene Konzernbilanz zum 30.06.2024, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (jeweils für die ersten sechs Monate 2024 und 2023) wurden keiner Prüfung nach § 317 HGB unterzogen und sind in Verbindung mit dem Konzernabschluss des Jahres 2023 zu lesen.

Der Halbjahresfinanzbericht ist in Euro aufgestellt.

Konsolidierungskreis

Aufgrund der Beherrschung durch die Muttergesellschaft, infas Holding AG, werden die Unternehmen nach IFRS 10 in den Konzernabschluss einbezogen.

Die infas Holding AG erlangt die Beherrschung, wenn sie Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Der Konsolidierungskreis zum 30.06.2024 umfasst insofern folgende inländische Tochtergesellschaften:

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Anteil am Kapital
infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn 100 %
CATI-LAB GmbH, Bonn 100 %
infas 360 GmbH, Bonn 100 %
infas quo GmbH, Nürnberg 100 %

Im Geschäftsjahr wurde der von der infas 360 GmbH gehaltene Anteil i. H. v. 33,33 % an der im August 2016 mit einem Stammkapital i. H. v. 30 T€ gegründeten BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, veräußert. Die Gesellschaft wurde als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaft entstand ein Entkonsolidierungsverlust in Höhe von 4 T€.

Die Segmentberichterstattung wurde aufgrund veränderter interner Berichtsstrukturen im Geschäftsjahr an die neue Berichtsstruktur angepasst. Das Vorjahr wurde dementsprechend angeglichen.

2 Angaben zu erheblichen Ereignissen und Geschäftsvorfällen

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres sind keine Geschäftsvorfälle mit erheblichen Auswirkungen zu verzeichnen.

3 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien dargestellt.

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Bewertung nach IFRS 9
Buchwert lt. Bilanz 30.06.2024
T€
(Fortgeführte) Anschaffungskosten
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
T€
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 40 40
Fortgeführte Anschaffungskosten 40
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.545 1.545
Fortgeführte Anschaffungskosten 1.545
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 530 530
Fortgeführte Anschaffungskosten 530
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.914 10.914
Fortgeführte Anschaffungskosten 10.914
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.270 1.270
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.270
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.646 2.646
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.646
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Beizulegender Zeitwert 30.06.2024
T€
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 40
Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.545
Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 530
Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.914
Fortgeführte Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.270
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.646
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
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Bewertung nach IFRS 9
Buchwert lt. Bilanz 30.06.2023
T€
(Fortgeführte) Anschaffungskosten
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam
T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
T€
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 68 68
Fortgeführte Anschaffungskosten 68
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.583 2.583
Fortgeführte Anschaffungskosten 2.583
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 662 662
Fortgeführte Anschaffungskosten 662
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19.316 19.316
Fortgeführte Anschaffungskosten 19.316
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.327 1.327
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.327
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.318 3.318
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 3.318
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Beizulegender Zeitwert 30.06.2023
T€
Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 68
Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.583
Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 662
Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19.316
Fortgeführte Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.327
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.318
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Für die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Dies gilt auch für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, hier entspricht der Buchwert ebenfalls dem beizulegenden Zeitwert.

4 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen

Die infas Holding AG war mittelbar über die Tochtergesellschaft infas 360 GmbH zu 33,33 % an der BNS - Business Network Solutions GmbH, Bonn, beteiligt. Die Gesellschaft wurde im Mai 2024 veräußert und entkonsolidiert, daraus entstand ein Entkonsolidierungsverlust in Höhe von 4 T€.

5 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2024 hat sich von -348 T€ im Vorjahreszeitraum auf -249 T€ verringert. Die Zinserträge liegen mit 172 T€ über dem Vorjahresvergleichswert von 98 T€. Die Zinsaufwendungen liegen mit 421 T€ unter dem Vorjahresvergleichswert von 446 T€.

6 Ertragsteuern

Ertragsteuern werden in der Berichtsperiode auf Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr pro Gesellschaft erwartet wird.

Auf die Erläuterungen im Konzernanhang 2023 zum Ansatz und zur Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern wird verwiesen.

7 Sonstiges Konzernergebnis

Im Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2024 sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen i. H. v. 286 T€ (Vorjahr -168 T€) im sonstigen Ergebnis berücksichtigt worden. Die latenten Steuern aus der Erfassung dieser Gewinne im sonstigen Ergebnis betragen -94 T€ (Vorjahr 56 T€) und führen zu einem positiven sonstigen Konzernergebnis i. H. v. 192 T€ (negatives Ergebnis des Vorjahres -113 T€).

8 Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

In der Berichtsperiode haben sich keine hier anzuführenden Sachverhalte ergeben.

9 Organe der infas Holding Aktiengesellschaft

Die Geschäfte des Unternehmens werden durch Herrn Dipl.-Soz. Menno Smid (CEO) und Frau Dr. Isabell Nehmeyer-Srocke (CFO) geführt.

10 Ereignisse nach der Berichtsperiode

Mit Vertrag vom 05.07.2024 hat die infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH, Bonn, 75 % der Anteile der PI Health Solutions GmbH, Berlin, erworben. Eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern wird durch den Erwerb nicht erwartet.

Am 23.08.2024 hat die infas Holding AG, Bonn, mittels einer Ad-hoc-Mitteilung informiert, dass das weltweit tätige Sozial-, Politik- und Marktforschungsunternehmen Ipsos S.A. entschieden hat, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der infas Holding AG zum Erwerb aller Inhaberaktien gegen Zahlung einer Barleistung abzugeben. Weitere Informationen dazu können auf der Internetseite der infas Holding AG www.infas-holdding.de/​news abgerufen werden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Bonn, im September 2024

infas Holding Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Disclaimer

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden, und die tatsächlichen Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen Prognosen abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der infas Holding AG unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Synergieeffekte sowie gesetzliche, juristische und politische Entscheidungen. Die infas Holding AG sieht sich auch nicht dazu verpflichtet, Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum eingetreten sind.