![]() Infineon Technologies AGNeubibergHalbjahresfinanzbericht zum 31. März 2016Q2
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| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Ergebnis je Aktie, Segmentergebnis-Marge sowie Bruttomarge | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Ausgewählte Daten der Ertragslage | ||||
| Umsatzerlöse | 1.611 | 1.483 | 3.166 | 2.611 |
| Bruttomarge | 35,1% | 32,2% | 35,5% | 34,7% |
| Segmentergebnis | 228 | 198 | 448 | 366 |
| Segmentergebnis-Marge | 14,2% | 13,4% | 14,2% | 14,0% |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 195 | 180 | 393 | 319 |
| Investitionen1 | 163 | 150 | 329 | 291 |
| Abschreibungen | 213 | 203 | 424 | 344 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 177 | 65 | 329 | 195 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3 | - | 3 | 6 |
| Konzernüberschuss | 180 | 65 | 332 | 201 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert | 0,18 | 0,13 | 0,36 | 0,26 |
| Ausgewählte Daten der Finanzlage | ||||
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | 195 | 135 | 370 | 96 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -5 | -2.220 | -183 | -1.707 |
| Darin: Auszahlungen (-)/Einzahlungen (+) für Finanzinvestments, Saldo | 145 | -205 | 142 | 440 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -225 | 1.386 | -233 | 1.388 |
| Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten2 | 45 | -1.880 | 45 | -2.051 |
| Zum | ||
| € in Millionen, außer Mitarbeiterzahlen | 31. März 2016 | 30. September 2015 |
| Ausgewählte Daten der Vermögenslage | ||
| Summe Aktiva | 8.470 | 8.741 |
| Summe Eigenkapital | 4.781 | 4.665 |
| Eigenkapitalquote | 56,4% | 53,4% |
| Brutto-Cash-Position3 | 1.803 | 2.013 |
| Gesamte Finanzverbindlichkeiten | 1.776 | 1.793 |
| Netto-Cash-Position3 | 27 | 220 |
| Marktkapitalisierung4 | 14.073 | 11.294 |
| Mitarbeiter5 | 35.978 | 35.424 |
1
Investitionen: Summe aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte,
einschließlich aktivierter Forschungs- und Entwicklungskosten.
2
Der Free-Cash-Flow ist definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
aus fortgeführten Aktivitäten und Mittelzufluss/ -abfluss aus Investitionstätigkeit
aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf
von Finanzinvestments.
3
Die Brutto-Cash-Position ist definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
zuzüglich Finanzinvestments. Die Netto-Cash-Position ist definiert als Brutto-Cash-Position
verringert um kurzfristige und langfristige Finanzverbindlichkeiten.
4
Die Berechnung erfolgt auf Basis ungerundeter Werte. Die Aktien in Eigenbesitz wurden
bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
5
Der Begriff Mitarbeiter wird im vorliegenden Quartalsfinanzbericht für Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter gleichermaßen verwendet.
Geschäftsentwicklung von Infineon im abgelaufenen Halbjahr:
| ― |
Umsatzerlöse und Segmentergebnis leicht besser als erwartet |
| ― |
Konzernüberschuss, Ergebnis je Aktie und bereinigtes Ergebnis je Aktie gegenüber Vorjahresvergleichszeitraum deutlich gesteigert |
| ― |
Wachstumsprognose für das Gesamtjahr aufgrund aktueller Währungsentwicklung angepasst |
"Wir haben ein schwieriges Quartal sehr gut gemeistert. Umsatz und Ergebnis fielen
leicht besser aus als erwartet", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands
der Infineon Technologies AG. "Bei Zukunftstechnologien mit hoher Wachstumsdynamik
sind wir sehr erfolgreich: Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme und erneuerbare
Energien. Trotz des schwächeren Dollars und eines eher stagnierenden Halbleitermarkts
werden wir im laufenden Geschäftsjahr beim Umsatz zweistellig wachsen."
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorquartal
von €1.556 Millionen auf €1.611 Millionen. Zum Umsatzanstieg von 4 Prozent hat vor
allem das Segment Automotive beigetragen. Auch die Segmente Industrial Power Control
und Chip Card & Security verzeichneten einen Anstieg des Umsatzes, während der Umsatz
im Segment Power Management & Multimarket gegenüber dem Vorquartal leicht zurückging.
Im Jahresvergleich mit dem zweiten Quartal des Vorjahres weisen die Segmente Automotive,
Industrial Power Control und Power Management & Multimarket Umsatzsteigerungen auf.
Im Segment Chip Card & Security ging der Umsatz im Jahresvergleich leicht zurück.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security
entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket
und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend
angepasst.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 670 | 598 | 1.285 | 1.115 |
| Anteil am Gesamtumsatz | 42% | 40% | 41% | 43% |
| Segmentergebnis | 94 | 72 | 174 | 151 |
| Anteil am Segmentergebnis von Infineon | 41% | 36% | 39% | 41% |
| Segmentergebnis-Marge | 14,0% | 12,0% | 13,5% | 13,5% |
Aufgrund einer sehr guten Nachfrage stieg der Umsatz im Segment Automotive im zweiten
Quartal des Geschäftsjahres 2016 um 9 Prozent auf €670 Millionen. Im ersten Quartal
hatte er €614 Millionen betragen. In den für Infineon wichtigen Märkten Europa, Nordamerika
und China stieg der Fahrzeugabsatz im weltweiten Vergleich überdurchschnittlich an.
Das Segmentergebnis verbesserte sich von €81 Millionen im ersten Quartal auf €94 Millionen
im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug
14,0 Prozent nach 13,2 Prozent im Vorquartal.
Aufgrund einer sehr guten Entwicklung der Nachfrage stieg der Umsatz im Segment Automotive
im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres im Jahresvergleich um 12 Prozent
auf €670 Millionen. Im zweiten Quartal des Vorjahres hatte der Umsatz €598 Millionen
betragen. Das Segmentergebnis verbesserte sich ebenfalls von €72 Millionen im Vorjahresquartal
auf €94 Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Die Segmentergebnis-Marge
betrug 14,0 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahresquartal.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 265 | 241 | 513 | 431 |
| Anteil am Gesamtumsatz | 16% | 16% | 16% | 17% |
| Segmentergebnis | 26 | 18 | 48 | 45 |
| Anteil am Segmentergebnis von Infineon | 11% | 9% | 11% | 12% |
| Segmentergebnis-Marge | 9,8% | 7,5% | 9,4% | 10,4% |
Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz von €249 Millionen im ersten
Quartal um 6 Prozent auf €265 Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016.
Der Umsatzanstieg war getrieben durch bessere Nachfrage in den Bereichen Züge, Haushaltsgeräte
und insbesondere erneuerbare Energie. Der Umsatz im Bereich elektrische Antriebe stagnierte
hingegen. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €23 Millionen im ersten Quartal
des laufenden Geschäftsjahres auf €26 Millionen im zweiten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge
betrug 9,8 Prozent nach 9,2 Prozent im Vorquartal.
Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber
dem Vorjahr von €241 Millionen um 10 Prozent auf €265 Millionen. Das Segmentergebnis
verbesserte sich ebenfalls und betrug €26 Millionen nach €18 Millionen im zweiten
Quartal des Vorjahres. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 9,8 Prozent nach 7,5 Prozent
im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 496 | 464 | 1.006 | 744 |
| Anteil am Gesamtumsatz | 31% | 31% | 32% | 28% |
| Segmentergebnis | 74 | 75 | 153 | 115 |
| Anteil am Segmentergebnis von Infineon | 32% | 38% | 34% | 31% |
| Segmentergebnis-Marge | 14,9% | 16,2% | 15,2% | 15,5% |
Im Segment Power Management & Multimarket verminderte sich der Umsatz im zweiten Quartal
des Geschäftsjahres 2016 um 3 Prozent auf €496 Millionen. Im ersten Quartal hatte
er €510 Millionen betragen, vor allem getrieben durch eine starke Nachfrage im Bereich
Gleichspannungswandlung. Im zweiten Quartal schwächte sich diese Nachfrage ab, ebenso
saisonal die Nachfrage nach Komponenten für mobile Endgeräte. Diesen Rückgang konnten
ein starker Umsatzanstieg im Bereich Mobilfunk-Infrastruktur, sowie ein anziehendes
Geschäft mit Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in China im Bereich Wechselspannungswandlung
nicht vollständig ausgleichen. Das Segmentergebnis betrug im zweiten Quartal €74 Millionen
nach €79 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge sank von 15,5 Prozent
auf 14,9 Prozent.
Im Jahresvergleich stieg der Umsatz im Segment Power Management & Multimarket um 7
Prozent von €464 Millionen im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2015 auf €496 Millionen
im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Das Segmentergebnis blieb mit €74
Millionen nach €75 Millionen im Vorjahresquartal nahezu unverändert. Dementsprechend
sank die Segmentergebnis-Marge im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 von 16,2
Prozent im Vorjahresquartal auf 14,9 Prozent.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatz | 180 | 182 | 353 | 314 |
| Anteil am Gesamtumsatz | 11% | 12% | 11% | 12% |
| Segmentergebnis | 36 | 33 | 70 | 53 |
| Anteil am Segmentergebnis von Infineon | 16% | 17% | 16% | 14% |
| Segmentergebnis-Marge | 20,0% | 18,1% | 19,8% | 16,9% |
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz im Segment Chip Card
& Security gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent auf €180 Millionen. Im ersten Quartal
waren €173 Millionen erzielt worden. Während der Umsatz im Bereich Authentifizierung
saisonal zurückging, stieg die Nachfrage in den Bereichen Bezahlkarten, behördliche
Dokumente sowie Absicherung mobiler Endgeräte. Das Segmentergebnis erhöhte sich von
€35 Millionen im ersten Quartal auf €36 Millionen im zweiten Quartal des laufenden
Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug 20,0 Prozent nach 20,2 Prozent im
ersten Quartal.
Der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von €180 Millionen
lag 1 Prozent unter dem Umsatz im entsprechenden Vorjahresquartal von €182 Millionen.
Das Segmentergebnis und die Segmentergebnis-Marge betrugen €36 Millionen beziehungsweise
20,0 Prozent und lagen damit über den entsprechenden Vorjahreswerten von €33 Millionen
beziehungsweise 18,1 Prozent Segmentergebnis-Marge.
Künftig können mobile Endgeräte ihre Umgebung schnell und realitätsnah dreidimensional
erfassen. Das ermöglicht der SD-Bildsensorchip REAL3™ von Infineon. Eingebaut in einer
Virtual-Reality-Brille, lassen sich damit sehr realistische Spieleerlebnisse erzeugen.
Weitere Anwendungen sind die Vermessung von Räumen und Objekten, die Navigation innerhalb
von Gebäuden sowie die Umsetzung von speziellen Fotoeffekten. Der neue Sensorchip
wurde auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas Anfang Januar vorgestellt.
Infineon ist zum sechsten Mal in Folge in das Sustainability Yearbook des Schweizer
Investmentunternehmens RobecoSAM aufgenommen worden. Damit gehört Infineon weiterhin
zu den 15 Prozent der Firmen mit der besten unternehmerischen Leistung im Bereich
Nachhaltigkeit weltweit und zu den Top-Ten-Unternehmen der Halbleiterbranche.
Am 15. Januar 2016 wurde in Kulim 2, der zweiten Fertigungshalle in Kulim (Malaysia),
mit der Ausstattung des Reinraums mit Fertigungsanlagen begonnen. Für Mai 2016 sind
die Feierlichkeiten zum offiziellen Start der Serienfertigung geplant. Die ersten
vollständig prozessierten Wafer sollen noch im Geschäftsjahr 2016 das Werk verlassen.
Samsung setzt erneut beim Premium-Smartphone Galaxy S7 und bei den Galaxy A-Produkten
auf Sicherheits- und Hochfrequenz-Komponenten von Infineon. Die rauscharmen Vorverstärker,
Antennentuner und Hochfrequenzschalter steigern die Übertragungsgeschwindigkeit und
senken den Stromverbrauch. Daneben schützen die Embedded-Secure-Element(eSE)-Chips
sicherheitskritische Funktionen des Mobilgeräts.
Im Februar 2016 erhielt Infineon erstmalig ein langfristiges Kreditrating (BBB mit
stabilem Ausblick) von der internationalen Ratingagentur Standard & Poor's (S&P).
Mit dieser soliden Investment-Grade-Bewertung hält Infineon die derzeit beste S&P-Bewertung
eines europäischen Halbleiterherstellers und erweitert somit seinen finanziellen Handlungsspielraum.
Die Analyse würdigt das im Branchenvergleich überdurchschnittlich starke Wachstum
von Infineon, die führende Marktposition in mehreren Bereichen sowie das starke Finanzprofil.
Eingeflossen sind dabei auch die angepassten Kapitalstrukturziele: Die Brutto-Cash-Position
soll künftig €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Umsatzes betragen.
Für die Bruttoverschuldung von Infineon gilt unverändert die Obergrenze von höchstens
dem Zweifachen des EBITDA (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter
Nr. 7).
Infineon wird in den kommenden drei Jahren rund €100 Millionen in den Ausbau seiner
Fertigungsanlagen in Regensburg (Deutschland) investieren. Damit schafft Infineon
weitere Kapazitäten für die wachsende Nachfrage nach Halbleitern für die Automobilindustrie,
insbesondere Radar-Sensoren. Durch den geplanten Anbau wird die Reinraumfläche um
rund 2.000 Quadratmeter erweitert; dies entspricht einer Vergrößerung um circa 10
Prozent.
Die Infineon-Aktie beendete das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 mit einem
Kurs von €12,51 und somit 24 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs von €10,06 zum 30.
September 2015.
Nachdem die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 bereits von €0,12 auf €0,18 erhöht
worden war, hatten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am
18. Februar 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Anhebung der Dividende auf
€0,20 je Aktie vorzuschlagen. Die Aktionäre stimmten diesem Vorschlag zu, womit am
19. Februar 2016 ein Betrag von €225 Millionen an die Aktionäre ausbezahlt wurde.
Zum 31. März 2016 belief sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien auf 1.131.349.870.
Hierin enthalten sind unverändert 6 Millionen Aktien in Eigenbesitz, die nicht dividendenberechtigt
sind.
Im ersten Quartal des Kalenderjahres 2016 zeigte sich die Weltwirtschaft erneut schwächer
als erwartet. Infolgedessen hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem Frühjahresausblick
die Wachstumserwartung für das Kalenderjahr 2016 auf 2,5 Prozent gesenkt. Im Januar
wurde für das Kalenderjahr 2016 noch ein Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr
vorhergesagt. Nach Einschätzung des IWF sind die Risiken für die Weltwirtschaft in
den letzten Monaten weiter gestiegen. Auch die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft
steht unverändert im Fokus. Allerdings erwartet der IWF nach wie vor keine "harte
Landung", sondern lediglich eine Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums
von 6,9 Prozent im Kalenderjahr 2015 auf 6,5 Prozent im Kalenderjahr 2016 (IWF, April
2016).
Auch wenn sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in China abschwächt, so ist die
Entwicklung in den Märkten, in denen Infineon vertreten ist, trotzdem gut. Zu den
Wachstumstreibern zählen alternative Energien (Wind und Solar), die Fahrzeugproduktion
sowie insbesondere auch die Elektromobilität. Vom Marktforschungsunternehmen IHS Inc.
(IHS) wird zum Beispiel für die Automobilproduktion in China für das Kalenderjahr
2016 ein Plus von 5,8 Prozent auf etwas mehr als 25 Millionen Fahrzeuge vorhergesagt
(IHS, März 2016).
Der weltweite Umsatz mit Halbleitern betrug im Kalenderjahr 2015 laut IHS US$347 Milliarden
(IHS, April 2016). Dies entspricht einem Rückgang um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für das Kalenderjahr 2016 prognostiziert IHS einen weiteren Rückgang um 2,9 Prozent
im Vergleich zum Kalenderjahr 2015. Für die für Infineon relevanten Halbleitermärkte
prognostiziert IHS, trotz des schrumpfenden Gesamtmarktes, unverändert ein Wachstum:
Der Automobil-Halbleitermarkt soll im Kalenderjahr 2016 gegenüber dem Kalenderjahr
2015 um 5,0 Prozent und bis 2020 um durchschnittlich jährlich 5,8 Prozent wachsen;
der Industrie-Halbleitermarkt um 6,4 Prozent im Kalenderjahr 2016 beziehungsweise
8,4 Prozent im Jahresdurchschnitt bis 2020; und der Markt für Smart Card ICs um 7,8
Prozent im Kalenderjahr 2016 beziehungsweise 4,6 Prozent im Jahresdurchschnitt bis
2019. (IHS, August 2015 und April 2016).
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Ergebnis je Aktie | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatzerlöse | 1.611 | 1.483 | 3.166 | 2.611 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 566 | 478 | 1.124 | 905 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -195 | -180 | -393 | -319 |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | -195 | -218 | -395 | -354 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Saldo | -2 | -1 | 4 | - |
| Betriebsergebnis | 174 | 79 | 340 | 232 |
| Finanzergebnis (Finanzerträge und -aufwendungen, Saldo) | -19 | -16 | -31 | -15 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 1 | 2 | 1 | 2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 21 | - | 19 | -24 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 177 | 65 | 329 | 195 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3 | - | 3 | 6 |
| Konzernüberschuss | 180 | 65 | 332 | 201 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert | 0,18 | 0,13 | 0,36 | 0,26 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 hat sich der Konzernüberschuss gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um €131 Millionen auf €332 Millionen verbessert. Der Umsatzbeitrag
von International Rectifier, die positive Geschäftsentwicklung von Infineon sowie
der starke US-Dollar ließen die Umsatzerlöse um 21 Prozent auf €3.166 Millionen steigen.
Der Ergebnisbeitrag durch den Umsatzanstieg sowie geringere Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 4)
führten zu einem Anstieg des Konzernüberschusses um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
bei akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen in Höhe von €102
Millionen (Vorjahr: €115 Millionen) für International Rectifier (insbesondere Ergebniseffekte
aus der Kaufpreisallokation).
Während im Vorjahresvergleichszeitraum International Rectifier ab dem 13. Januar 2015
einzubeziehen war, beinhaltet das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 International
Rectifier über den vollen Berichtszeitraum.
Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 gegenüber
dem Vorjahreszeitraum um €555 Millionen auf €3.166 Millionen (Vorjahr: €2.611 Millionen).
Aufgrund der am 13. Januar 2015 abgeschlossenen Akquisition von International Rectifier,
der Gewinnung von Marktanteilen durch organisches Wachstum sowie der Stärke des US-Dollars
(Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,10 gegenüber 1,19 im Vorjahresvergleichszeitraum)
konnten alle vier operativen Segmente die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
steigern.
Durch die Akquisition von International Rectifier wurde der Marktzugang in China und
den USA deutlich gestärkt, was sich in einem überproportionalen Anstieg der Umsatzerlöse
in diesen Regionen zeigt. Auch in den übrigen Regionen ist Infineon gewachsen.
Mit €325 Millionen entfiel mehr als die Hälfte des Umsatzwachstums (59 Prozent) auf
die Region Asien-Pazifik (ohne Japan), gefolgt von der Region Europa, Naher Osten
und Afrika mit einem Anstieg um €103 Millionen (entspricht 19 Prozent des Umsatzanstiegs).
War die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) bereits im Vorjahr mit 45 Prozent die nach
Umsatz stärkste Region vor Europa, Naher Osten und Afrika mit 37 Prozent, so erhöhte
sich die Bedeutung im abgelaufenen Quartal weiter. Asien-Pazifik (ohne Japan) repräsentierte
nun mit 48 Prozent vom Umsatz knapp die Hälfte des weltweiten Infineon-Umsatzes, vor
Europa, Naher Osten und Afrika mit 33 Prozent. Innerhalb der Region Asien-Pazifik
(ohne Japan) wies China mit einem Anteil von €772 Millionen oder 24 Prozent am weltweiten
Infineon-Umsatz den höchsten Anteil auf Länderebene auf.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | |||
| Europa, Naher Osten, Afrika | 562 | 35% | 538 | 36% | 1.052 | 33% |
| Darin: Deutschland | 261 | 16% | 242 | 16% | 494 | 16% |
| Asien-Pazifik (ohne Japan) | 748 | 46% | 663 | 45% | 1.510 | 48% |
| Darin: China | 377 | 23% | 331 | 22% | 772 | 24% |
| Japan | 91 | 6% | 89 | 6% | 206 | 6% |
| Amerika | 210 | 13% | 193 | 13% | 398 | 13% |
| Darin: USA | 169 | 10% | 156 | 11% | 320 | 10% |
| Gesamt | 1.611 | 100% | 1.483 | 100% | 3.166 | 100% |
| Sechs Monate zum 31. März | ||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2015 | |
| Europa, Naher Osten, Afrika | 949 | 37% |
| Darin: Deutschland | 443 | 17% |
| Asien-Pazifik (ohne Japan) | 1.185 | 45% |
| Darin: China | 584 | 22% |
| Japan | 160 | 6% |
| Amerika | 317 | 12% |
| Darin: USA | 250 | 10% |
| Gesamt | 2.611 | 100% |
Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten) belief sich im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 auf €1.124 Millionen und stieg damit um 24
Prozent gegenüber €905 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015. Damit
entwickelte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz leicht besser im Vergleich zur Umsatzsteigerung
von 21 Prozent.
Die Bruttomarge erhöhte sich demgemäß im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016
auf 35,5 Prozent gegenüber 34,7 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015.
Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist im Wesentlichen auf die
Umsatzsteigerung sowie auf positive Effekte aufgrund des starken US-Dollars beziehungsweise
des schwachen Malaysischen Ringgit zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die in den
Umsatzkosten berücksichtigten Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation sowie akquisitionsbedingte
Aufwendungen für International Rectifier in Höhe von €49 Millionen (insbesondere höhere
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Rahmen der
Kaufpreisallokation zu beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden).
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatzkosten | 1.045 | 1.005 | 2.042 | 1.706 |
| Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum | 4% | 20% | ||
| Prozent des Umsatzes | 64,9% | 67,8% | 64,5% | 65,3% |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 566 | 478 | 1.124 | 905 |
| Prozent vom Umsatz (Bruttomarge) | 35,1% | 32,2% | 35,5% | 34,7% |
Bei den Betriebskosten (Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und
allgemeine Verwaltungskosten) war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 ein
Anstieg um €115 Millionen oder 17 Prozent auf €788 Millionen zu verzeichnen (Vorjahreszeitraum:
€673 Millionen). Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die Betriebskosten 24,9 Prozent
im abgelaufenen Halbjahr und 25,8 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit €393 Millionen im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zu €319 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2015 um €74 Millionen beziehungsweise 23 Prozent angestiegen. Der Anstieg resultiert
im Wesentlichen aus der zeitlich vollen Einbeziehung von International Rectifier im
Berichtszeitraum im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Des Weiteren wurden, um die
Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
intensiviert und zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Zum 31. März 2016 waren im Bereich
Forschung und Entwicklung 5.993 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.652) beschäftigt. In Prozent
vom Umsatz erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von 12,2 Prozent im
Vorjahresvergleichszeitraum auf 12,4 Prozent im abgelaufenen Halbjahr.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 195 | 180 | 393 | 319 |
| Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum | 8% | 23% | ||
| Prozent vom Umsatz | 12,1% | 12,1% | 12,4% | 12,2% |
Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2016 auf 12,5 Prozent vom Umsatz (Vorjahreszeitraum: 13,6 Prozent).
Im Vorjahresvergleichszeitraum waren insbesondere auch direkte Erwerbsnebenkosten
(Rechtsberatungskosten sowie Bankprovisionen) für International Rectifier enthalten.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | 195 | 218 | 395 | 354 |
| Prozentuale Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum | -11% | 12% | ||
| Prozent vom Umsatz | 12,1% | 14,7% | 12,5% | 13,6% |
Der verbesserte Konzernüberschuss führte zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses
je Aktie. Beliefen sich das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie für
das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 auf €0,18, lagen die entsprechenden Werte
im abgelaufenen Halbjahr bei €0,30.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisallokation
für Akquisitionen (insbesondere International Rectifier) als auch durch weitere Sondersachverhalte
beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen,
ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) wie folgt:
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
|||
| € in Millionen (wenn nicht anders angegeben) | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert |
177 | 64 | 330 | 194 |
| Zuzüglich/Abzüglich: | ||||
| Wertaufholungen/Wertminderungen von Vermögenswerten und von zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten, Saldo |
3 | - | 8 | 2 |
| Ergebniseffekte aus Umstrukturierungen und Schließungen, Saldo | 1 | 1 | -9 | 2 |
| Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen | 2 | 2 | 4 | 3 |
| Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen | 47 | 108 | 103 | 116 |
| Verluste (Gewinne) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo |
- | - | 1 | - |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo | 1 | 8 | 1 | 11 |
| Steuereffekt auf Bereinigungen | -14 | -33 | -20 | -35 |
| Wertaufholung beziehungsweise Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern, die aus der Ertragsprognose resultieren |
-10 | - | -17 | - |
| Bereinigter Konzernüberschuss aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert |
207 | 150 | 401 | 293 |
| Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - verwässert | 1.130 | 1.124 | 1.129 | 1.123 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert1 | 0,18 | 0,13 | 0,36 | 0,26 |
1
Die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.
Der bereinigte Konzernüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert)
sind kein Ersatz oder keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als zusätzliche
Information zu dem nach IFRS ermittelten Konzernüberschuss beziehungsweise Ergebnis
je Aktie (verwässert) aufzufassen.
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 31. März 2016 | 30. September 2015 | Veränderung |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.970 | 4.115 | -4% |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.500 | 4.626 | -3% |
| Summe Vermögenswerte | 8.470 | 8.741 | -3% |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.104 | 1.585 | 33% |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1.585 | 2.491 | -36% |
| Summe Verbindlichkeiten | 3.689 | 4.076 | -9% |
| Summe Eigenkapital | 4.781 | 4.665 | 2% |
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum 31. März 2016 um €145 Millionen
auf €3.970 Millionen, verglichen mit €4.115 Millionen zum 30. September 2015. Darin
verringerte sich Infineons Brutto-Cash-Position (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
sowie Finanzinvestments) um €210 Millionen (siehe "Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position"
im Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Gegenläufig erhöhten sich die Vorräte und
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um in Summe €51 Millionen.
Die langfristigen Vermögenswerte gingen von €4.626 Millionen zum 30. September 2015
auf €4.500 Millionen zum 31. März 2016 leicht zurück. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen
lagen mit €272 Millionen unter den Abschreibungen von €339 Millionen im selben Zeitraum.
Investiert wurde unter anderem in die Fertigungsstätten in Kulim (Malaysia), Regensburg
(Deutschland), Dresden (Deutschland) sowie Villach (Österreich). Auch bei den immateriellen
Vermögenswerten lagen die Investitionen mit €57 Millionen unter den Abschreibungen
von €85 Millionen.
Zum 31. März 2016 lagen die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei €2.104 Millionen und
damit €519 Millionen oder 33 Prozent über denen zum 30. September 2015 (€1.585 Millionen).
Ursächlich dafür war vor allem das US-Dollar-Darlehen in Höhe von US$934 Millionen
(€835 Millionen), welches Infineon im Zusammenhang mit der Akquisition von International
Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen hatte. Das Darlehen
wurde vollständig durch eine US-Privatplatzierung von Anleihen (USPP) refinanziert
und am 13. April 2016 zurückgezahlt, weshalb es zum 31. März 2016 als kurzfristige
Finanzverbindlichkeit ausgewiesen wurde (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
unter Nr. 5). Gegenläufig wirkte der Rückgang der Rückstellungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Mitarbeitern um €162 Millionen, da die für das Vorjahr getätigten Zahlungen
der erfolgsabhängigen Mitarbeitervergütung die Neubildung für den Berichtszeitraum
überstiegen. Des Weiteren verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen um €112 Millionen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten sind von €2.491 Millionen zum 30. September 2015
auf €1.585 Millionen zum 31. März 2016, vor allem aufgrund der oben beschriebenen
Refinanzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, vorübergehend deutlich zurückgegangen.
Das Eigenkapital ist zum 31. März 2016 um €116 Millionen (2 Prozent) auf €4.781 Millionen
gestiegen (30. September 2015: €4.665 Millionen). Ursächlich hierfür war vor allem
der im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 erzielte Konzernüberschuss von €332
Millionen. Gegenläufig wirkte die für das Geschäftsjahr 2015 gezahlte Dividende von
€225 Millionen.
Die Eigenkapitalquote stieg zum 31. März 2016 auf 56,4 Prozent (30. September 2015:
53,4 Prozent).
| Sechs Monate zum 31. März | ||
| € in Millionen | 2016 | 2015 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | 370 | 96 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -183 | -1.707 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -233 | 1.388 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -16 | -136 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -62 | -359 |
| Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -5 | 39 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -67 | -320 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 ergab sich ein Mittelzufluss aus laufender
Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €370 Millionen, eine Verbesserung
um €274 Millionen im Vergleich zu €96 Millionen im Vorjahresvergleichszeitraum. Ursächlich
hierfür war vor allem das um €183 Millionen höhere Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten
vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern von €764 Millionen (Vorjahreszeitraum:
€582 Millionen). Darüber hinaus haben im Vorjahreszeitraum die Zahlung von €104 Millionen
für die Beilegung der Streitigkeiten um den Fortbestand der Nutzungsrechte an den
Qimonda-Patenten und die Zahlung von €83 Millionen an die EU-Kommission für die verhängte
Geldbuße im Chipkarten-Kartellverfahren als Sondereffekte den Cash-Flow belastet.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 auf €183 Millionen. Dieser resultierte
im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen von €272 Millionen sowie €57 Millionen
für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte. Gegenläufig
wirkten mit einem Saldo von €142 Millionen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzinvestments.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 betrug €1.707 Millionen. Davon entfielen €1.864
Millionen nach Abzug übernommener Zahlungsmittel auf die Akquisition von International
Rectifier. Investitionen in Sachanlagen sowie in immaterielle und sonstige Vermögenswerte
betrugen in Summe €291 Millionen. Gegenläufig wirkten mit einem Saldo von €440 Millionen
Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzinvestments.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten war im
Wesentlichen durch die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 von €225
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 geprägt und lag damit im Saldo
bei €233 Millionen.
Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 betrug €1.388 Millionen. Im Rahmen der Finanzierung
der Akquisition von International Rectifier kam es zu einem Nettomittelzufluss von
€1.584 Millionen. Daneben erfolgte die Auszahlung der Dividende von €202 Millionen
für das Geschäftsjahr 2014.
Der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2016 belief sich auf €16 Millionen, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Zahlungen
von €14 Millionen an den Insolvenzverwalter von Qimonda für erzielte Vergleichsvereinbarungen
über Nachhaftungsansprüche von ehemaligen Mitarbeitern von Qimonda Dresden.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015 belief sich der Mittelabfluss aus nicht
fortgeführten Aktivitäten auf €136 Millionen. Davon entfielen nach Erstattung von
Umsatzsteuerbeträgen €125 Millionen auf Zahlungen im Rahmen des mit dem Insolvenzverwalter
von Qimonda geschlossenen Teilvergleichs.
Infineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/-abfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit,
jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und
Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow dient als zusätzliche Kenngröße,
da Infineon einen Teil der Liquidität in Form von Finanzinvestments hält. Das bedeutet
nicht, dass der so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben verwendet werden
kann, da Dividenden, Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste Auszahlungen
noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl,
sondern stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung,
zu anderen Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen
aufzufassen. Der Free-Cash-Flow beinhaltet nur Werte aus fortgeführten Aktivitäten
und wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitet:
| Sechs Monate zum 31. März | ||
| € in Millionen | 2016 | 2015 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | 370 | 96 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -183 | -1.707 |
| Auszahlungen (+)/Einzahlungen (-) für Finanzinvestments, Saldo | -142 | -440 |
| Free-Cash-Flow | 45 | -2.051 |
Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten betrug im ersten Halbjahr 2016 €45
Millionen.
Der Free-Cash-Flow lag im Vorjahresvergleichszeitraum demgegenüber bei minus €2.051
Millionen. Davon entfielen €1.864 Millionen, nach Abzug übernommener Zahlungsmittel,
auf die Akquisition von International Rectifier. Die Zahlungen an den Insolvenzverwalter
von Qimonda und die EU-Kommission belasteten in Summe den Free-Cash-Flow aus fortgeführten
Aktivitäten mit €208 Millionen.
Die folgende Tabelle stellt die Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position sowie
die Finanzverbindlichkeiten dar. Da Infineon einen Teil der liquiden Mittel in Form
von Finanzinvestments hält, die unter IFRS nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
klassifiziert sind, berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position, um
Investoren die Liquiditätslage besser zu erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position
werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet:
| € in Millionen | 31. März 2016 | 30. September 2015 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 606 | 673 |
| Finanzinvestments | 1.197 | 1.340 |
| Brutto-Cash-Position | 1.803 | 2.013 |
| Abzüglich: | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 848 | 33 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 928 | 1.760 |
| Gesamte Finanzverbindlichkeiten | 1.776 | 1.793 |
| Netto-Cash-Position | 27 | 220 |
Die Brutto-Cash-Position, die sich aus Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten
sowie Finanzinvestments zusammensetzt, betrug zum 31. März 2016 €1.803 Millionen und
war damit um €210 Millionen niedriger verglichen mit €2.013 Millionen zum 30. September
2015. Bei einem Free-Cash-Flow von €45 Millionen führte vor allem die Zahlung der
Dividenden für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von €225 Millionen zu diesem Rückgang.
Die Netto-Cash-Position, definiert als Brutto-Cash-Position abzüglich kurzfristiger
und langfristiger Finanzverbindlichkeiten, verringerte sich zum 31. März 2016 entsprechend
um €193 Millionen auf €27 Millionen (30. September 2015: €220 Millionen).
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 ist die Anzahl der Mitarbeiter leicht
gestiegen. Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft nach
Regionen zu den jeweiligen Stichtagen:
| Zum | |||
| 31. März 2016 | 30. September 2015 | Veränderung | |
| Regionen: | |||
| Europa | 14.933 | 14.533 | 3% |
| Darin: Deutschland | 9.692 | 9.426 | 3% |
| Asien-Pazifik (ohne Japan) | 17.150 | 17.035 | 1% |
| Darin: China | 1.993 | 1.986 | 0% |
| Japan | 167 | 174 | -4% |
| Amerika | 3.728 | 3.682 | 1% |
| Darin: USA | 2.120 | 2.136 | -1% |
| Gesamt | 35.978 | 35.424 | 2% |
Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (USPP)
mit einem Volumen von US$935 Millionen abgeschlossen und das bisherige US-Dollar-Darlehen
in Höhe von US$934 Millionen, welches im Zusammenhang mit der Akquisition von International
Rectifier aufgenommen wurde, anschließend zurückgezahlt.
Das USPP-Anleihevolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von acht, zehn
und zwölf Jahren (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 5).
Die Transaktion optimiert somit das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten
von Infineon weiter und führt zu einer Diversifizierung der Finanzierungsquellen des
Unternehmens.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 erwartet das Unternehmen einen Anstieg
des Umsatzes von 2 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.
Dieser Prognose liegt nunmehr ein EUR/US$-Wechselkurs von 1,15 für das zweite Halbjahr
des Geschäftsjahres 2016 zugrunde. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge
voraussichtlich 16 Prozent betragen.
Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Infineon, wiederum bei einem unterstellten EUR/US$-Wechselkurs
von 1,15 einen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von etwa 12 Prozent plus
oder minus 2 Prozentpunkte mit einer Segmentergebnis-Marge von voraussichtlich 15
bis 16 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzprognose.
Für das Segment Power Management & Multimarket wird ein Wachstum über dem Konzerndurchschnitt
erwartet. Das Umsatzwachstum der Segmente Industrial Power Control und nun auch Automotive
sollte in etwa auf dem Niveau des Konzerndurchschnitts liegen. Im Segment Chip Card
& Security wird das Umsatzwachstum voraussichtlich etwas geringer als der Konzerndurchschnitt
ausfallen.
Für das Geschäftsjahr 2016 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von etwa €850 Millionen geplant.
Das Verhältnis von Investitionen zum Mittelpunkt der prognostizierten Umsatzspanne
für das Geschäftsjahr 2016 liegt bei rund 13 Prozent. Die Abschreibungen werden ungefähr
€850 Millionen betragen.
Im Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und angesichts der internationalen Aufstellung
und des breiten Produktportfolios eröffnen sich für Infineon einerseits viele Chancen,
andererseits ist das Unternehmen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen
Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter Risiken und Chancen setzt Infineon
verschiedene aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das
Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der Unternehmensplanung verknüpft und integraler
Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse im Konzern und unterstützt
so die nachhaltige Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.
Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Infineons Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das Rahmenkonzept des
Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 (Seite
149 bis 160) dargestellt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat Infineon keine wesentlichen
Änderungen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht
2015 und im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 unter
Nr. 10 dargestellt sind.
Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als
unwesentlich eingeschätzt werden, könnten Infineons Geschäftsaktivitäten ebenfalls
beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten,
sind Infineon derzeit nicht bekannt.
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
||||
| € in Millionen | Anhang Nr. | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatzerlöse | 1.611 | 1.483 | 3.166 | 2.611 | |
| Umsatzkosten | -1.045 | -1.005 | -2.042 | -1.706 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 566 | 478 | 1.124 | 905 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -195 | -180 | -393 | -319 | |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | -195 | -218 | -395 | -354 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4 | 4 | 8 | 10 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6 | -5 | -4 | -10 | |
| Betriebsergebnis | 174 | 79 | 340 | 232 | |
| Finanzerträge | 1 | 2 | 2 | 7 | |
| Finanzaufwendungen | -20 | -18 | -33 | -22 | |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 1 | 2 | 1 | 2 | |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 156 | 65 | 310 | 219 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4 | 21 | - | 19 | -24 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 177 | 65 | 329 | 195 | |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3 | 3 | - | 3 | 6 |
| Konzernüberschuss | 180 | 65 | 332 | 201 | |
| Davon entfallen auf: | |||||
| Nicht beherrschende Anteile | - | 1 | -1 | 1 | |
| Aktionäre der Infineon Technologies AG | 180 | 64 | 333 | 200 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - unverwässert:1 | |||||
| Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten - unverwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - unverwässert | - | - | - | - | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionäre der Infineon Technologies AG - verwässert:1 | |||||
| Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten - verwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - verwässert | - | - | - | - | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert | 0,16 | 0,06 | 0,30 | 0,18 | |
1
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten.
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
|||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Konzernüberschuss | 180 | 65 | 332 | 201 |
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| Positionen, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können: | ||||
| Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | - | -149 | 1 | -149 |
| Summe der Positionen, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können | - | -149 | 1 | -149 |
| Positionen, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können: | ||||
| Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen | -43 | 150 | -15 | 157 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsgeschäften | 4 | -99 | 3 | -38 |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte | - | 2 | - | -1 |
| Summe der Positionen, die in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden können | -39 | 53 | -12 | 118 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -39 | -96 | -11 | -31 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 141 | -31 | 321 | 170 |
| Davon entfallen auf: | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | - | 2 | - | 2 |
| Aktionäre der Infineon Technologies AG | 141 | -33 | 321 | 168 |
| € in Millionen | Anhang Nr. | 31. März 2016 | 31. März 2015 | 30. September 2015 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 606 | 738 | 673 | |
| Finanzinvestments | 1.197 | 918 | 1.340 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 757 | 739 | 742 | |
| Vorräte | 1.165 | 1.012 | 1.129 | |
| Ertragsteuerforderungen | 2 | 10 | 2 | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 243 | 237 | 229 | |
| Zur Veräußerung stehende Vermögenswerte | - | 21 | - | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 3.970 | 3.675 | 4.115 | |
| Sachanlagen | 2.014 | 2.028 | 2.093 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte | 1.694 | 1.824 | 1.738 | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 34 | 36 | 33 | |
| Langfristige Ertragsteuerforderungen | 3 | - | 3 | |
| Aktive latente Steuern | 600 | 395 | 604 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 155 | 165 | 155 | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 4.500 | 4.448 | 4.626 | |
| Summe Aktiva | 8.470 | 8.123 | 8.741 |
| € in Millionen | Anhang Nr. | 31. März 2016 | 31. März 2015 | 30. September 2015 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten |
5 | 848 | 39 | 33 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 690 | 677 | 802 | |
| Rückstellungen | 269 | 315 | 402 | |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 131 | 60 | 123 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 166 | 187 | 225 | |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.104 | 1.278 | 1.585 | |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 5 | 928 | 1.793 | 1.760 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 433 | 537 | 426 | |
| Passive latente Steuern | 70 | 176 | 147 | |
| Langfristige Rückstellungen | 73 | 75 | 72 | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 81 | 84 | 86 | |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 1.585 | 2.665 | 2.491 | |
| Summe Verbindlichkeiten | 3.689 | 3.943 | 4.076 | |
| Eigenkapital: | 6 | |||
| Grundkapital | 2.263 | 2.258 | 2.259 | |
| Zusätzlich eingezahltes Kapital (Kapitalrücklage) | 5.004 | 5.222 | 5.213 | |
| Verlustvortrag | -2.563 | -3.451 | -2.897 | |
| Andere Rücklagen | 114 | 182 | 126 | |
| Eigene Aktien | -37 | -37 | -37 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der Infineon Technologies AG | 4.781 | 4.174 | 4.664 | |
| Nicht beherrschende Anteile | - | 6 | 1 | |
| Summe Eigenkapital | 4.781 | 4.180 | 4.665 | |
| Summe Passiva | 8.470 | 8.123 | 8.741 |
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
|||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Konzernüberschuss | 180 | 65 | 332 | 201 |
| Abzüglich: Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-3 | - | -3 | -6 |
| Anpassungen zur Überleitung des Konzernüberschusses auf Mittelzufluss (-abfluss) aus laufender Geschäftstätigkeit: |
||||
| Planmäßige Abschreibungen | 213 | 203 | 424 | 344 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -21 | - | -19 | 24 |
| Zinsergebnis | 19 | 16 | 30 | 19 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | - | - | 1 | - |
| Dividende von assoziierten Unternehmen | - | 1 | - | 1 |
| Wertminderungen | 3 | - | 8 | 2 |
| Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis | 2 | - | 3 | -3 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -90 | -147 | -14 | -55 |
| Veränderung der Vorräte | 17 | 38 | -39 | -8 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -66 | -4 | -112 | -78 |
| Veränderung der Rückstellungen | 54 | 36 | -128 | -155 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | -76 | -35 | -50 | -130 |
| Erhaltene Zinsen | 1 | 2 | 3 | 5 |
| Gezahlte Zinsen | -13 | -2 | -18 | -3 |
| Gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -25 | -38 | -48 | -62 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | 195 | 135 | 370 | 96 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -1 | 4 | -16 | -136 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 194 | 139 | 354 | -40 |
| Auszahlungen für Finanzinvestments | -1.011 | -495 | -1.904 | -630 |
| Einzahlungen aus Finanzinvestments | 1.156 | 290 | 2.046 | 1.070 |
| Auszahlungen für Investitionen in sonstige Beteiligungen | - | -7 | - | -14 |
| Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel | - | -1.864 | -9 | -1.864 |
| Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte | -28 | -24 | -57 | -84 |
| Auszahlungen für Sachanlagen | -135 | -126 | -272 | -207 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten | 13 | 6 | 13 | 22 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -5 | -2.220 | -183 | -1.707 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten | - | - | - | - |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -5 | -2.220 | -183 | -1.707 |
| Veränderungen der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten | - | 2 | -7 | 1 |
| Erhöhung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | 1 | 2.385 | 4 | 2.394 |
| Rückzahlungen langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -5 | -807 | -21 | -812 |
| Veränderung der als Sicherheitsleistungen hinterlegten liquiden Mittel | 1 | - | 1 | -1 |
| Einzahlungen aus Ausgabe von Aktien | 3 | 8 | 15 | 8 |
| Dividendenzahlungen | -225 | -202 | -225 | -202 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | -225 | 1.386 | -233 | 1.388 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten | - | - | - | - |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit | -225 | 1.386 | -233 | 1.388 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -36 | -695 | -62 | -359 |
| Währungsumrechnungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -9 | 40 | -5 | 39 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 651 | 1.393 | 673 | 1.058 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 606 | 738 | 606 | 738 |
| € in Millionen, außer Anzahl von Aktien | Anhang Nr. | Ausgegebene Stückaktien |
Andere Rücklagen | |||
| Anzahl | Betrag | Zusätzlich eingezahltes Kapital (Kapital- rücklage) |
Verlust- vortrag |
Fremdwährungs- -umrechnungs- differenzen |
||
| Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 | 6 | 1.127.739.230 | 2.255 | 5.414 | -3.502 | 26 |
| Konzernüberschuss | - | - | - | 200 | - | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | -149 | 157 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | - | 51 | 157 | |
| Dividenden | - | - | -202 | - | - | |
| Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien: | ||||||
| Ausübung von Aktienoptionen | 1.138.934 | 3 | 7 | - | - | |
| Aktienbasierte Vergütungen | - | - | 3 | - | - | |
| Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien | - | - | - | - | - | |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - | - | - | |
| Konzern-Bilanz zum 31. März 2015 | 1.128.878.164 | 2.258 | 5.222 | -3.451 | 183 | |
| Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 | 1.129.271.481 | 2.259 | 5.213 | -2.897 | 126 | |
| Konzernüberschuss | - | - | - | 333 | - | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | 1 | -15 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | - | 334 | -15 | |
| Dividenden | - | - | -225 | - | - | |
| Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien: | ||||||
| Ausübung von Aktienoptionen | 2.078.389 | 4 | 11 | - | - | |
| Aktienbasierte Vergütungen | - | - | 4 | - | - | |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | 1 | - | - | |
| Konzern-Bilanz zum 31. März 2016 | 1.131.349.870 | 2.263 | 5.004 | -2.563 | 111 | |
| € in Millionen, außer Anzahl von Aktien | Andere Rücklagen | |||||
| Wertpapiere | Sicherungs- geschäfte |
Eigene Aktien |
Put-Optionen auf eigene Aktien |
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Infineon Technologies AG |
Nicht beherrschende Anteile |
|
| Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 | 3 | 35 | -37 | -40 | 4.154 | 4 |
| Konzernüberschuss | - | - | - | - | 200 | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -1 | -38 | - | - | -31 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -1 | -38 | - | - | 169 | - |
| Dividenden | - | - | - | - | -202 | - |
| Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien: | ||||||
| Ausübung von Aktienoptionen | - | - | - | - | 10 | - |
| Aktienbasierte Vergütungen | - | - | - | - | 3 | - |
| Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien | - | - | - | 40 | 40 | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - | - | - | 2 |
| Konzern-Bilanz zum 31. März 2015 | 2 | -3 | -37 | - | 4.174 | 6 |
| Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 | -1 | 1 | -37 | - | 4.664 | 1 |
| Konzernüberschuss | - | - | - | - | 333 | -1 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | 3 | - | - | -11 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | 3 | - | - | 322 | -1 |
| Dividenden | - | - | - | - | -225 | - |
| Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien: | ||||||
| Ausübung von Aktienoptionen | - | - | - | - | 15 | - |
| Aktienbasierte Vergütungen | - | - | - | - | 4 | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - | - | 1 | - |
| Konzern-Bilanz zum 31. März 2016 | -1 | 4 | -37 | - | 4.781 | - |
| € in Millionen, außer Anzahl von Aktien | Gesamt |
| Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2014 | 4.158 |
| Konzernüberschuss | 200 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -31 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 169 |
| Dividenden | -202 |
| Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien: | |
| Ausübung von Aktienoptionen | 10 |
| Aktienbasierte Vergütungen | 3 |
| Saldo Zu-/Abgänge Put-Optionen auf eigene Aktien | 40 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 2 |
| Konzern-Bilanz zum 31. März 2015 | 4.180 |
| Konzern-Bilanz zum 1. Oktober 2015 | 4.665 |
| Konzernüberschuss | 332 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -11 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 321 |
| Dividenden | -225 |
| Ausgabe von auf den Namen lautenden Stückaktien: | |
| Ausübung von Aktienoptionen | 15 |
| Aktienbasierte Vergütungen | 4 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 1 |
| Konzern-Bilanz zum 31. März 2016 | 4.781 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"),
bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") und
deren Tochtergesellschaften, für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016 und 2015
wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen International
Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellt, soweit diese von der Europäischen
Union ("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde
gemäß IAS 34, "Interim Financial Reporting", erstellt. Entsprechend wurden bestimmte
Informationen und Anhangangaben, die üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten
sind, gekürzt oder weggelassen. Obwohl die hierin abgebildete Konzern-Bilanz zum 30.
September 2015 aus dem geprüften Konzernabschluss abgeleitet wurde, sind nicht alle
erforderlichen Anhangangaben der Berichterstattung nach IFRS übernommen worden. Der
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss
des Geschäftsjahres 2015 gelesen werden. Dieser wurde gemäß IFRS aufgestellt, soweit
diese von der EU übernommen worden sind.
Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss
entsprechen den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 angewandten Grundsätzen.
Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer sowie überarbeiteter
Standards und Interpretationen, die für ab dem 1. Januar 2015 beginnende Geschäftsjahre
gültig sind. Die Anwendung dieser neuen sowie überarbeiteten Standards hat keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon.
Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und
gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen
entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der Zwischenberichtsperioden
kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses erfordert Schätzungen und
Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperioden. Die tatsächlichen
Beträge können wesentlich von den Schätzungen des Managements abweichen.
Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Beträge sind in Euro
("€"), außer wenn anders angegeben.
Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich.
Am 13. Januar 2015 hat Infineon die am 20. August 2014 angekündigte Akquisition von
100 Prozent der Aktien sowie der damit verbundenen Stimmrechte von International Rectifier
Corporation ("International Rectifier") mit Sitz im kalifornischen El Segundo (USA)
abgeschlossen.
Die Kaufpreisallokation für International Rectifier wurde im Januar 2016 abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich keine Anpassungen. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben
sich nach dem 31. März 2015 nachstehende Anpassungen, die rückwirkend zum Erwerbszeitpunkt
erfasst wurden.
| € in Millionen | |
| (Anpassung) | |
| Sachanlagen | -3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 58 |
| Aktive latente Steuern | 1 |
| Summe Vermögenswerte | 56 |
| Passive latente Steuern | 9 |
| Langfristige Rückstellungen | 1 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | -2 |
| Summe Verbindlichkeiten | 10 |
| Erworbenes Nettovermögen | 46 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | -54 |
| Kaufpreis | -8 |
Am 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"), eine sich im Mehrheitsbesitz
von Infineon befindende Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung
des Insolvenzverfahrens. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverfahren
wurden auch über weitere in- und ausländische Tochtergesellschaften von Qimonda eröffnet.
Einige dieser Insolvenzverfahren sind bereits abgeschlossen. Auswirkungen dieser Vorgänge
sind, sofern die zugrunde liegenden Ereignisse vor der Eröffnung der Insolvenzverfahren
eintraten, in allen ausgewiesenen Berichtsperioden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt.
Sofern Ereignisse nach der Eröffnung der Insolvenzverfahren eingetreten sind, werden
ihre Auswirkungen als Teil der fortgeführten Aktivitäten dargestellt.
In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 und 2015 waren Anpassungen bei einzelnen
Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda an die aktuellen Entwicklungen
erforderlich und führten zu den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Erträgen
nach Ertragsteuern.
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
|||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Qimondas Anteil am Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag |
3 | - | 3 | 6 |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3 | - | 3 | 6 |
Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und Rückstellungen
sind unter Anhang Nr. 10 ("Rechtliche Risiken - Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda")
ausführlich beschrieben.
In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 wirkten sich, im Vergleich zu den
drei und sechs Monaten zum 31.März 2015, im Wesentlichen latente Steuererträge aus
der Zuschreibung aktiver latenter Steuern im In- und Ausland sowie aus der Auflösung
latenter Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von International
Rectifier auf die Steuerquote aus.
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
|||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 156 | 65 | 310 | 219 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 21 | - | 19 | -24 |
| Steuerquote | -13% | 0% | -6% | 11% |
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| € in Millionen | 31. März 2016 | 30. September 2015 |
| Kurzfristig fällige Bestandteile der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, Durchschnittszinssatz 2,27% (30. September 2015: 3,48%) |
848 | 25 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Durchschnittszinssatz 30. September 2015: 4,35%) |
- | 8 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten sowie kurzfristige Bestandteile langfristiger Finanzverbindlichkeiten |
848 | 33 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: | ||
| Unbesicherte Darlehen, Durchschnittszinssatz 0,57% (30. September 2015: 1,76%), fällig 2017-2023 |
135 | 968 |
| Anleihe €300 Millionen, Kupon 1,00%, fällig 2018 | 298 | 298 |
| Anleihe €500 Millionen, Kupon 1,50%, fällig 2022 | 495 | 494 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 928 | 1.760 |
| Gesamt | 1.776 | 1.793 |
Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (sogenannte
USPP) mit einem Nominalwert von US$935 Millionen abgeschlossen. Die nicht nachrangigen,
unbesicherten USPP-Anleihen, welche im Durchschnitt mit 4,09 Prozent pro Jahr verzinst
werden, teilen sich wie folgt auf:
| ― |
Anleihen mit einem Nominalwert von US$350 Millionen sind im Jahr 2024 fällig, |
| ― |
Anleihen mit einem Nominalwert von US$350 Millionen sind im Jahr 2026 und |
| ― |
Anleihen mit einem Nominalwert von US$235 Millionen sind im Jahr 2028 fällig. |
Das Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches Infineon im Zusammenhang mit der
Akquisition von International Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen
hatte, wurde am 13. April 2016 vollständig mit den Mitteln aus der Begebung von USPP-Anleihen
zurückgezahlt. Daher wird das US-Dollar-Darlehen zum 31. März 2016 als kurzfristige
Finanzverbindlichkeit ausgewiesen.
Das Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum 31. März 2016 €2.262.699.740,
eingeteilt in 1.131.349.870 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Zum 30. September 2015 betrug das Grundkapital
€2.258.542.962, eingeteilt in 1.129.271.481 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.
In den sechs Monaten zum 31. März 2016 sind 2.078.389 neue Aktien ausgegeben worden
(davon in den drei Monaten zum 31. März 2016: 401.537), die infolge der Ausübungen
von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder
entstanden sind.
In der Hauptversammlung am 18. Februar 2016 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn
der Infineon Technologies AG für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von
€0,20 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Unter Berücksichtigung der
fehlenden Dividendenberechtigung eigener Aktien sowie junger Aktien, die infolge der
Ausübung von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder
ausgegeben wurden, führte dies zu einer Ausschüttung von €225 Millionen.
Das primäre Ziel von Infineon im Hinblick auf das Kapitalmanagement besteht darin,
finanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen.
Wie bei vergleichbaren Unternehmen der Halbleiterbranche steht dabei eine ausreichende
Liquiditätsausstattung im Vordergrund, um die laufende Geschäftstätigkeit finanzieren
und geplante Investitionen in allen Phasen des Geschäftszyklus vornehmen zu können.
Andererseits soll die Verschuldung nur einen moderaten Anteil am Finanzierungsmix
ausmachen. Auf Basis dieser Leitlinien hat Infineon Hauptziele für sein Kapitalmanagement
definiert. Die Kapitalstrukturziele wurden im Februar 2016 angepasst, um dem starken
Umsatzwachstum und der positiven Entwicklung der Ertragskraft von Infineon Rechnung
zu tragen.
Zukünftig plant Infineon, mindestens €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent
des Umsatzes an Liquidität (Brutto-Cash-Position) vorzuhalten. Die bisherige Zielbandbreite
für die Brutto-Cash-Position belief sich auf 30 bis 40 Prozent des Umsatzes. Die Bruttoverschuldung
soll weiterhin das Zweifache des EBITDA nicht übersteigen. Die Resultante aus diesen
beiden Kapitalstrukturzielen wird nicht mehr mit einem eigenen Ziel belegt (bisher:
positive Netto-Cash-Position).
Infineon unterliegt keinen satzungsmäßigen oder gesetzlichen Auflagen im Hinblick
auf die Kapitalausstattung.
Im Februar 2016 erhielt Infineon von der internationalen Ratingagentur Standard &
Poor's (S&P) erstmalig ein langfristiges Kreditrating (BBB mit stabilem Ausblick).
Das solide Investment-Grade-Rating berücksichtigt unter anderem auch die angepassten
Kapitalstrukturziele von Infineon.
Infineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch Transaktionen mit assoziierten und
anderen verbundenen Unternehmen vor ("nahestehende Unternehmen"). Nahestehende Personen
sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens, namentlich Mitglieder des Vorstands
und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen").
Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen von und verkauft bestimmte Produkte
und Leistungen an nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und Verkäufe an nahestehende
Unternehmen erfolgen in der Regel zu fremdüblichen Bedingungen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen bestehen ausschließlich
aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber assoziierten Unternehmen
und anderen verbundenen Unternehmen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber nahestehenden
Unternehmen setzen sich zum 31. März 2016 und 30. September 2015 wie folgt zusammen:
| 31. März 2016 | 30. September 2015 | |||
| € in Millionen | Assoziierte Unternehmen |
Andere verbundene Unternehmen |
Assoziierte Unternehmen |
Andere verbundene Unternehmen |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 2 | 1 | 1 | 1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 7 | 1 | 8 | 1 |
| Finanzverbindlichkeiten | - | 1 | - | 1 |
Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit beziehungsweise empfangene Lieferungen
und Leistungen von nahestehenden Unternehmen setzen sich in den drei und sechs Monaten
zum 31. März 2016 und 2015 wie folgt zusammen:
| Drei Monate zum 31. März | ||||
| 2016 | 2015 | |||
| € in Millionen | Assoziierte Unternehmen |
Andere verbundene Unternehmen |
Assoziierte Unternehmen |
Andere verbundene Unternehmen |
| Umsätze und Leistungsverrechnungen | - |
- | 1 | 1 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 19 | 8 | 20 | 7 |
| Sechs Monate zum 31. März | ||||
| 2016 | 2015 | |||
| € in Millionen | Assoziierte Unternehmen |
Andere verbundene Unternehmen |
Assoziierte Unternehmen |
Andere verbundene Unternehmen |
| Umsätze und Leistungsverrechnungen | 2 | 1 | 3 | 1 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 37 | 12 | 36 | 11 |
Zum 1. Oktober 2015 wurden dem Vorstand 80.964 (virtuelle) Performance Shares mit
einem beizulegenden Zeitwert von €7,07 je Performance Share zugeteilt.
In den drei und sechs Monaten zum 31. März 2016 und 2015 gab es keine Transaktionen
zwischen Infineon und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-,
Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür
hinausgingen.
Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden gemäß IFRS
13 den folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung zu den verschiedenen
Levels erfolgt nach der Marktnähe der in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden Bewertungsparameter:
| ― |
Level 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden, |
| ― |
Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen, |
| ― |
Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
Die Fair-Value-Hierarchie der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente
stellt sich zum 31. März 2016 und 30. September 2015 wie folgt dar:
| € in Millionen | Beizulegender Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert nach Kategorie | ||
| 31. März 2016 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte: | ||||
| Finanzinvestments | 327 | 267 | 60 | - |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 3 | - | 3 | - |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 32 | 19 | - | 13 |
| Gesamt | 362 | 286 | 63 | 13 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten: | ||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1 | - | 1 | - |
| Gesamt | 1 | - | 1 | - |
| 30. September 2015 | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte: | ||||
| Finanzinvestments | 184 | 122 | 62 | - |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1 | - | 1 | - |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 32 | 19 | - | 13 |
| Gesamt | 217 | 141 | 63 | 13 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten: | ||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 9 | - | 9 | - |
| Gesamt | 9 | - | 9 | - |
Für die in den Finanzinvestments enthaltenen Wertpapiere besteht kein aktiver Markt.
Der beizulegende Zeitwert wird als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows unter
Berücksichtigung am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter ermittelt (Level 2).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten enthalten
derivative Finanzinstrumente (einschließlich der Cash-Flow-Hedges). Deren beizulegender
Zeitwert wird mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode
ermittelt. Als Bewertungsparameter werden, soweit möglich, die am Stichtag beobachtbaren
relevanten Marktdaten (wie Währungskurse oder Rohstoffpreise) verwendet, die von anerkannten
externen Quellen bezogen werden (Level 2).
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Beteiligungen. Soweit die Anteile
an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis
der aktuell notierten Preise ermittelt (Level 1). Bei Beteiligungen, die über keinen
auf einem aktiven Markt notierten Marktpreis verfügen, werden bestehende vertragliche
Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren Dividendenpolitik) zur Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (Level 3).
Darüber hinaus enthalten die sonstigen langfristigen Vermögenswerte eine Option zum
Verkauf von Aktien an einer Beteiligung zu einem festen Preis. Die Option wird als
derivatives Finanzinstrument bilanziert und ist nicht zu Sicherungszwecken designiert.
Der beizulegende Zeitwert wird mittels des Black-Scholes-Optionspreismodells ermittelt
(Level 3).
Innerhalb der Fair-Value-Hierarchien haben keine Umgliederungen stattgefunden.
Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien, die Bewertungsverfahren und wesentlichen
Annahmen sind unverändert gegenüber dem 30. September 2015 und ausführlich im Anhang
zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick über
Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen Risikofaktoren und das Management finanzieller
Risiken ist im Anhang zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 30 und 31 enthalten.
Im Oktober 2008 hat die EU-Kommission gegen die Gesellschaft und weitere Hersteller
von Chips für Smartcards ein kartellrechtliches Untersuchungsverfahren eingeleitet.
Die EU-Kommission hat am 3. September 2014 eine Geldbuße in Höhe von €83 Millionen
gegen Infineon verhängt, die im Oktober 2014 bezahlt wurde. Infineon weist sämtliche
Vorwürfe als unbegründet zurück. Zudem sieht Infineon seine Verfahrensrechte durch
die EU-Kommission verletzt und hat Mitte November 2014 Klage gegen die Bußgeldentscheidung
beim Europäischen Gericht in Luxemburg eingelegt. Die mündliche Verhandlung hat am
28. April 2016 stattgefunden.
Im Zusammenhang mit dem Verfahren der EU-Kommission wurden in Kanada zwei Sammelklagen
auf Schadensersatz in unbezifferter Höhe eingereicht: die erste Klage in der Provinz
British Columbia im Juli 2013 und eine weitere Klage in der Provinz Quebec im September
2014. Die Klagen folgten jeweils Presseberichten über die Untersuchung beziehungsweise
Entscheidung der EU-Kommission. Es wurden von den Gerichten noch keine Verfahrenstermine
angesetzt.
Im Dezember 2014 hat ein indirekter Kunde in London (Großbritannien) Klage gegen Infineon
und Renesas eingereicht, die der Gesellschaft am 20. April 2015 zugestellt wurde.
Mit der Klage macht der Kläger Schadensersatz in noch zu bestimmender Höhe im Zusammenhang
mit den von der EU-Kommission erhobenen Vorwürfen geltend.
Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesen Verfahren könnte daher die
Position der Gesellschaft in diesen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurden alle wesentlichen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsaktivitäten, die dem Speichergeschäft ("Memory
Products") zuzuordnen waren, aus Infineon ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage
in Qimonda eingebracht. Am 23. Januar 2009 hat Qimonda beim Amtsgericht München Antrag
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren
eröffnet. Aus der Insolvenz von Qimonda haben sich verschiedene Streitigkeiten zwischen
dem Insolvenzverwalter und Infineon entwickelt.
Am 11. September 2014 haben die Gesellschaft und der Insolvenzverwalter einen Teilvergleich
geschlossen, der den Erwerb des Qimonda-Patentgeschäfts beinhaltet und der am 9. Oktober
2014 vollzogen wurde. Am Vollzugstag hat die Gesellschaft für diesen Teilvergleich
€260 Millionen an den Insolvenzverwalter bezahlt. Mit dem Teilvergleich wurden sämtliche
Ansprüche des Insolvenzverwalters erledigt, solange diese nicht im Zusammenhang mit
dem Verfahren zur angeblichen wirtschaftlichen Neugründung und Differenzhaftung sowie
der Nachhaftung Qimonda Dresden stehen.
Der Insolvenzverwalter hat im November 2010 beim Landgericht München I eine unbezifferte
Feststellungsklage gegen die Infineon Technologies AG und - im Wege der Streitverkündung
- gegen die Infineon Technologies Holding B.V. sowie die Infineon Technologies Investment
B.V. eingereicht. Er hat beantragt festzustellen, dass Infineon verpflichtet sei,
die Unterbilanz von Qimonda auszugleichen, die im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
über das Vermögen von Qimonda bestand, das heißt, Qimonda denjenigen Betrag zu erstatten,
um den das tatsächliche Gesellschaftsvermögen von Qimonda im Zeitpunkt der Eröffnung
des Insolvenzverfahrens hinter dem Betrag des Grundkapitals von Qimonda zurückblieb.
Der Insolvenzverwalter ist der Auffassung, dass es sich bei der Aufnahme der operativen
Tätigkeit durch Qimonda um eine von der Rechtsprechung sogenannte wirtschaftliche
Neugründung handele, die nicht formgerecht offengelegt worden sei. Am 6. März 2012
hat der Bundesgerichtshof in einem in anderer Sache ergangenen Grundsatzurteil entschieden,
dass es für eine etwaige Haftung im Fall der wirtschaftlichen Neugründung allerdings
nicht - wie vom Insolvenzverwalter behauptet - auf den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung,
sondern lediglich den Zeitpunkt der Neugründung ankommt.
Am 14. Februar 2012 hat der Insolvenzverwalter zusätzlich zu seiner unbezifferten
Feststellungsklage hilfsweise einen Zahlungsantrag gestellt und zudem weitere Ansprüche
geltend gemacht. Wegen der angeblichen wirtschaftlichen Neugründung verlangte der
Insolvenzverwalter mit seinem Hilfsantrag die Zahlung von mindestens €1,71 Milliarden
zuzüglich Zinsen. Am 15. Juni 2012 hat der Insolvenzverwalter seinen Zahlungsantrag
vom 14. Februar 2012 erhöht. Seinen angeblichen Anspruch aus wirtschaftlicher Neugründung
beziffert der Insolvenzverwalter nunmehr mit mindestens rund €3,35 Milliarden zuzüglich
Zinsen. Außerdem stützt er einen wesentlichen Teil seiner Ansprüche zusätzlich auf
die - schon im August 2011 unbeziffert außergerichtlich geltend gemachte - sogenannte
Differenzhaftung. Dem liegt die Behauptung zugrunde, das von Infineon ausgegliederte
Speichergeschäft habe von Anfang an einen negativen Wert in Milliardenhöhe gehabt.
Die Differenz zum geringsten Ausgabebetrag der an Infineon im Zuge der Ausgliederung
von Qimonda ausgegebenen Aktien habe Infineon dem Insolvenzverwalter zu erstatten.
Weiterhin macht der Insolvenzverwalter einen Zahlungsanspruch aus Qimonda angeblich
zu Unrecht weiterbelasteten Beraterkosten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Börsengang
von €10 Millionen geltend.
Die behauptete Differenzhaftung steht im Widerspruch zu zwei Wertgutachten, die in
Vorbereitung der Kapitalerhöhung von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
angefertigt wurden, und zwar von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag
von Infineon und von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als gerichtlich
bestelltem Sacheinlage- und Nachgründungsprüfer. In ihrem damaligen Wertgutachten
kam die von Infineon beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis,
dass der Wert des eingebrachten Geschäftsbereichs den geringsten Ausgabebetrag der
ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches überstieg. Die gerichtlich bestellte Sacheinlage-
und Nachgründungsprüferin hat dem Gericht bestätigt, dass der geringste Ausgabebetrag
der ausgegebenen Aktien - wie vom Gesetz gefordert - durch den Wert der Sacheinlagen
gedeckt sei. Außerdem hat Infineon im Rahmen der Verteidigung gegen die vom Insolvenzverwalter
geltend gemachten Ansprüche mehrere gutachterliche Stellungnahmen in Auftrag gegeben,
die ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten
Einwendungen gegen die Bewertung der Sacheinlage nicht bestehen.
Der Rechtsstreit fokussiert sich mittlerweile auf die wegen angeblich fehlender Werthaltigkeit
geltend gemachten Ansprüche. Am 29. August 2013 hat das Gericht einen unabhängigen
Sachverständigen zur Klärung der vom Insolvenzverwalter aufgeworfenen Bewertungsfragen
bestellt. Offen ist die Frage, ob ein zusätzlicher Gutachter zu technischen Fragestellungen
bestellt wird.
Der Rechtsstreit wird von beiden Parteien mit sehr hohem Aufwand geführt. Die Parteien
haben bereits eine Vielzahl äußerst umfangreicher Schriftsätze ausgetauscht. Für beide
Seiten sind zahlreiche Experten und Sachverständige tätig, die den jeweiligen Parteivortrag
mit Gutachten und Stellungnahmen stützen.
Angesichts der hohen Komplexität der zu entscheidenden Fragen und der Höhe der geltend
gemachten Ansprüche ist derzeit nicht absehbar, ob dieser Rechtsstreit ebenfalls durch
eine außergerichtliche Einigung beendet werden könnte und, wenn dies nicht der Fall
sein sollte, wann es zu einer erstinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung kommt.
Infineon war bis zur Ausgliederung des Speichergeschäfts persönlich haftende Gesellschafterin
von Qimonda Dresden. Bestimmte Altgläubiger haben deshalb sogenannte Nachhaftungsansprüche
gegen Infineon. Diese kann nur der Insolvenzverwalter im Namen dieser Gläubiger geltend
machen. Mit den meisten wesentlichen Nachhaftungsgläubigern konnten zwischenzeitlich
Vergleiche erzielt werden.
Infineon erfasst Rückstellungen und Verbindlichkeiten für solche Verpflichtungen und
Risiken, von denen Infineon zum jeweiligen Bilanzstichtag annimmt, dass sie wahrscheinlich
zu einer Zahlung führen können - das heißt, dass aus Sicht von Infineon zum jeweiligen
Beurteilungszeitpunkt überwiegende Gründe für eine Verpflichtung oder ein Risiko sprechen
-, und wenn die Verpflichtung oder das Risiko zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt
mit hinreichender Genauigkeit eingeschätzt werden kann.
Wie oben beschrieben, sieht sich Infineon im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren
über das Vermögen von Qimonda und deren Tochtergesellschaften bestimmten Risiken ausgesetzt.
Zum 31. März 2016 und zum 30. September 2015 hat Infineon daher im Zusammenhang mit
einigen der oben genannten Sachverhalte Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt
€35 Millionen beziehungsweise €55 Millionen bilanziert. Von den zum 31. März 2016
bilanzierten Rückstellungen entfallen €15 Millionen auf die Nachhaftung als persönlich
haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden. Für die Verteidigung im weiterhin anhängigen
Rechtsstreit um die angebliche wirtschaftliche Neugründung und Differenzhaftung hat
die Gesellschaft zum 31. März 2016 eine Rückstellung von €16 Millionen erfasst. Übrige
Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda belaufen sich zum 31.
März 2016 auf €4 Millionen.
Es gibt keine Sicherheit, dass die für Qimonda erfassten Rückstellungen ausreichen,
um allen Verpflichtungen nachzukommen, die sich im Zusammenhang mit der Insolvenz
von Qimonda, insbesondere mit den oben dargestellten Angelegenheiten, ergeben können.
Außerdem könnten möglicherweise Verpflichtungen und Risiken eintreten, die momentan
nicht als wahrscheinlich angesehen werden und daher nicht von den Rückstellungen erfasst
sind und insoweit eine Eventualverbindlichkeit darstellen. Dies gilt insbesondere
für den oben ausgeführten Rechtsstreit aus angeblicher wirtschaftlicher Neugründung
und Differenzhaftung. Sollten die geltend gemachten Ansprüche Bestand haben, könnten
erhebliche finanzielle Verpflichtungen für Infineon entstehen, welche einen negativen
Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesem Verfahren könnte die Position
der Gesellschaft in diesem Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.
Gegen Infineon laufen verschiedene andere Rechtsstreitigkeiten und Verfahren im Zusammenhang
mit der jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit. Diese können Produkte, Leistungen,
Patente, Umweltangelegenheiten und andere Sachverhalte betreffen.
Infineon ist nach derzeitigem Kenntnisstand der Auffassung, dass aus dem Ausgang dieser
anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren jeweils kein wesentlicher negativer Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Allerdings kann nicht
ausgeschlossen werden, dass dies in Zukunft anders bewertet werden muss und sich aus
der Neubewertung der anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren eine wesentliche negative
Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere zum Zeitpunkt
der Neubewertung, ergeben könnte.
Darüber hinaus ist Infineon im Zusammenhang mit seiner jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit
vielfältigen rechtlichen Risiken ausgesetzt, die bisher nicht zu Rechtsstreitigkeiten
führten. Dazu zählen unter anderem Risiken aus Produkthaftungs-, Umwelt-, Kapitalmarkt-,
Antikorruptions-, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie sonstigen Compliance-Vorschriften.
In diesem Zusammenhang könnte Infineon auch für Gesetzesverstöße einzelner Mitarbeiter
oder Dritter in Anspruch genommen werden.
Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen werden
gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, und
der entsprechende Betrag zumindest annähernd geschätzt werden kann. Soweit Verpflichtungen
aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen ungewissen Rechtspositionen nicht überwiegend
wahrscheinlich sind oder nicht annähernd verlässlich geschätzt werden können, sind
diese als Eventualverbindlichkeiten zu qualifizieren.
Sobald weitere Informationen verfügbar sind, wird eine mögliche Haftung erneut überprüft
und, wenn notwendig, werden die Schätzungen entsprechend angepasst. Die in Bezug auf
diese Vorgänge gebildeten Rückstellungen sind abhängig von künftigen neuen Entwicklungen
oder veränderten Umständen in jedem der Vorgänge, welche erhebliche negative Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Eine vergleichsweise Erledigung oder negative gerichtliche Entscheidung in jeder der
oben beschriebenen Angelegenheiten könnte erhebliche finanzielle Verpflichtungen begründen
und andere negative Auswirkungen haben, was wiederum einen wesentlichen nachteiligen
Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon
haben kann. Unabhängig von der Richtigkeit der Vorwürfe und dem Erfolg der genannten
Klagen und anderen oben beschriebenen Angelegenheiten, können erhebliche Kosten im
Zusammenhang mit der Verteidigung gegen diese Angelegenheiten entstehen.
Das Geschäft von Infineon ist in die vier operativen Segmente Automotive, Industrial
Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security strukturiert.
Die Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen verbleibende Aktivitäten von veräußerten
Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten und enthalten seit dem Verkauf des Wireline-Communications-Geschäfts
sowie des Mobilfunkgeschäfts, entsprechend den abgeschlossenen Produktionsvereinbarungen,
Produktlieferungen an IMC, sofern diese nicht den nicht fortgeführten Aktivitäten
zugeordnet sind.
Konzernfunktionen und Eliminierungen erfassen die Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse
und Ergebnisse sowie bestimmte Konzernfunktionen, die nicht auf die operativen Segmente
allokiert werden.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Umsatzerlöse: | ||||
| Automotive | 670 | 598 | 1.285 | 1.115 |
| Industrial Power Control | 265 | 241 | 513 | 431 |
| Power Management & Multimarket | 496 | 464 | 1.006 | 744 |
| Chip Card & Security | 180 | 182 | 353 | 314 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | 2 | 4 | 4 | 9 |
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | -2 | -6 | 5 | -2 |
| Gesamt | 1.611 | 1.483 | 3.166 | 2.611 |
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security
entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket
und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend
angepasst.
In den Umsatzerlösen der Segmente für die drei und sechs Monate zum 31. März 2016
und 2015 sind keine intersegmentären Umsätze enthalten.
| Drei Monate zum 31. März | Sechs Monate zum 31. März | |||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Segmentergebnis: | ||||
| Automotive | 94 | 72 | 174 | 151 |
| Industrial Power Control | 26 | 18 | 48 | 45 |
| Power Management & Multimarket | 74 | 75 | 153 | 115 |
| Chip Card & Security | 36 | 33 | 70 | 53 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | 2 | 1 | 4 | |
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | -2 | -2 | 2 | -2 |
| Gesamt | 228 | 198 | 448 | 366 |
Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom Segmentergebnis auf das Ergebnis aus
fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dar:
| Drei Monate zum 31. März |
Sechs Monate zum 31. März |
|||
| € in Millionen | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| Segmentergebnis | 228 | 198 | 448 | 366 |
| Zuzüglich/Abzüglich: | ||||
| Wertaufholungen/Wertminderungen von Vermögenswerten und von zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten, Saldo |
-3 | - | -8 | -2 |
| Ergebniseffekte aus Umstrukturierungen und Schließungen, Saldo | -1 | -1 | 9 | -2 |
| Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen | -2 | -2 | -4 | -3 |
| Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen | -47 | -108 | -103 | -116 |
| Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo |
- | - | -1 | - |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo | -1 | -8 | -1 | -11 |
| Betriebsergebnis | 174 | 79 | 340 | 232 |
| Finanzerträge | 1 | 2 | 2 | 7 |
| Finanzaufwendungen | -20 | -18 | -33 | -22 |
| Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 1 | 2 | 1 | 2 |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
156 | 65 | 310 | 219 |
In den drei Monaten zum 31. März 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen
und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €47 Millionen, €22 Millionen auf die Umsatzkosten,
€2 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €23 Millionen auf die
Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.
In den sechs Monaten zum 31. März 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen
und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €103 Millionen, €49 Millionen auf die Umsatzkosten,
€6 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €48 Millionen auf die
Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.
Neubiberg, 9. Mai 2016
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Neubiberg, 9. Mai 2016
| Dr. Reinhard Ploss | Dominik Asam | Arunjai Mittal |
An den Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG, Neubiberg
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital-Veränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Infineon Technologies AG, Neubiberg, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis
31. März 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU)
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 9. Mai 2016
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Braun | Wolper |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Dieser Quartalsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft,
die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren
Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von
Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher
wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.
Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung,
in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Drittes Quartal Geschäftsjahr 2016
Viertes Quartal und Geschäftsjahr 2016
Erstes Quartal Geschäftsjahr 2017
Zweites Quartal Geschäftsjahr 2017
30. Juni 2016
30. September 2016
31. Dezember 2016
31. März 2017
2. August 2016
23. November 2016
2. Februar 2017
4. Mai 2017
Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts zum 31. März 2016: 10. Mai 2016
Infineon Technologies AG
Investor Relations
Am Campeon 1-12
85579 Neubiberg bei München, Deutschland
Telefon: +49 89 234-26655
Fax: +49 89 234-9552987
E-Mail: investor.relations@infineon.com
Besuchen Sie http://www.infineon.com/investor für eine elektronische Version des Quartalsberichts
und für weitere Informationen.
Am Campeon 1-12, 85579 Neubiberg bei München (Deutschland)