![]() Infineon Technologies AGNeubibergQuartalsfinanzbericht zum 30. Juni 2016Q3Quartalsfinanzbericht 30. Juni 2016
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Investitionen: Summe aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte,
einschließlich aktivierter Forschungs- und Entwicklungskosten Konzernzwischenlagebericht (ungeprüft)Geschäftsentwicklung von Infineon in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016:
"Umsatz, Ergebnis und Marge sind im vergangenen Quartal wie erwartet gestiegen. Besonders
gefragt waren unsere Lösungen für Automobilelektronik, erneuerbare Energien und Stromversorgungen.
Trotz eines derzeit zurückgehenden Halbleitermarkts ist Infineon im Vergleich zum
Vorjahresquartal erneut gewachsen - anders als viele Wettbewerber. Infineon konzentriert
sich auf strukturell wachsende Teilmärkte. Langfristig erwarten wir deshalb auch weiterhin
ein durchschnittliches Wachstum von 8 Prozent", sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender
des Vorstands von Infineon. "Wir ermöglichen umweltfreundlichere und sicherere Autos,
saubere Energie und noch schnellere mobile Kommunikation. Mit dem geplanten Kauf von
Wolfspeed sichern wir uns langfristig einen entscheidenden Technologievorsprung und
bauen unser Systemverständnis aus. Damit setzen wir auf vielversprechende Wachstumsfelder
wie Elektromobilität und das Internet der Dinge." Entwicklung der operativen Segmente im dritten Quartal des Geschäftsjahres 20161Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorquartal
von €1.611 Millionen auf €1.632 Millionen. Zum Umsatzanstieg von 1 Prozent haben die
Segmente Automotive, Industrial Power Control und Power Management & Multimarket beigetragen.
Der Umsatz im Segment Chip Card & Security war wie erwartet leicht rückläufig. Im Vergleich mit dem dritten Quartal des Vorjahres weisen die Segmente Automotive
und Industrial Power Control Umsatzsteigerungen auf. Im Segment Chip Card & Security
blieb der Umsatz im Jahresvergleich unverändert. Das Segment Power Management & Multimarket
weist hingegen einen Umsatzrückgang im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres
auf. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security
entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket
und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend
angepasst. Automotivescroll
Der Umsatz im Segment Automotive betrug im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016
€676 Millionen nach €670 Millionen im Vorquartal. Insbesondere Radar-Lösungen für
Fahrerassistenzsysteme waren sehr gefragt. Die Nachfrage nach Lösungen für Hybrid-
und Elektrofahrzeuge war weiterhin hoch. Der Bereich Premiumfahrzeuge zeigte global
eine unverändert gute Nachfrage. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €94 Millionen
im zweiten Quartal auf €104 Millionen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres.
Die Segmentergebnis-Marge stieg auf 15,4 Prozent nach 14,0 Prozent im Vorquartal. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Segment Automotive
im Jahresvergleich um 9 Prozent auf €676 Millionen. Im dritten Quartal des Vorjahres
hatte er €621 Millionen betragen. Das Segmentergebnis verbesserte sich von €79 Millionen
im Vorjahresquartal auf €104 Millionen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016.
Die Segmentergebnis-Marge betrug 15,4 Prozent nach 12,7 Prozent im Vorjahresquartal. Industrial Power Controlscroll
Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz von €265 Millionen im zweiten
Quartal um 6 Prozent auf €280 Millionen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016.
Besonders positiv entwickelte sich die Nachfrage im Bereich erneuerbare Energien.
Die Umsätze in den Bereichen elektrische Antriebe und Haushaltsgeräte blieben stabil,
während sie im Bereich Züge etwas zurückgingen. Das Segmentergebnis verbesserte sich
von €26 Millionen im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf €42 Millionen
im dritten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge stieg auf 15,0 Prozent nach 9,8 Prozent
im Vorquartal. Im Segment Industrial Power Control stieg der Umsatz von €269 Millionen im Vorjahr
um 4 Prozent auf €280 Millionen im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016. Das Segmentergebnis
verbesserte sich ebenfalls und betrug €42 Millionen nach €30 Millionen im dritten
Quartal des Vorjahres. Die Segmentergebnis-Marge erreichte 15,0 Prozent nach 11,2
Prozent im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2015. Power Management & Multimarketscroll
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 stieg der Umsatz im Segment Power Management
& Multimarket um 3 Prozent auf €509 Millionen. Im zweiten Quartal waren €496 Millionen
erzielt worden. Das Geschäft in den Bereichen Wechselspannungs- und Gleichspannungswandlung
stieg saisonal an. Bei Komponenten für Mobilkommunikation entwickelte sich der Umsatz
- entgegen der normalen Saisonalität - nur flach. Das Segmentergebnis verbesserte
sich im dritten Quartal auf €79 Millionen nach €74 Millionen im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge
betrug 15,5 Prozent nach 14,9 Prozent im Vorquartal. Der Umsatz im Segment Power Management & Multimarket verringerte sich im Jahresvergleich
um 2 Prozent auf €509 Millionen. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte der Umsatz
€517 Millionen betragen. Das Segmentergebnis sank von €98 Millionen auf €79 Millionen
im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug
im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2016 15,5 Prozent nach 19,0 Prozent im entsprechenden
Vorjahresquartal. Chip Card & Securityscroll
Der Umsatz im Segment Chip Card & Security verringerte sich im dritten Quartal des
Geschäftsjahres 2016 gegenüber dem Vorquartal um 4 Prozent von €180 Millionen auf
€172 Millionen. Während der Bedarf für Bezahlkarten aufgrund der schwächeren Marktentwicklung
rückläufig war, stieg die Nachfrage nach Chips für Authentisierungslösungen saisonal
an. Das Segmentergebnis verringerte sich um €4 Millionen von €36 Millionen im zweiten
Quartal auf €32 Millionen im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge
betrug im dritten Quartal 18,6 Prozent nach 20,0 Prozent im Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahr blieb der Umsatz im Segment Chip Card & Security im dritten
Quartal des laufenden Geschäftsjahres unverändert bei €172 Millionen. Das Segmentergebnis
verringerte sich um €3 Millionen auf €32 Millionen. Im dritten Quartal des Vorjahres
hatte es €35 Millionen betragen. Die Segmentergebnis-Marge erreichte im dritten Quartal
des laufenden Geschäftsjahres 18,6 Prozent nach 20,3 Prozent im entsprechenden Vorjahresquartal. Bedeutende Ereignisse in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016Januar 2016Infineon zum sechsten Mal in Folge eines der nachhaltigsten Unternehmen der WeltInfineon ist zum sechsten Mal in Folge in das Sustainability Yearbook des Schweizer
Investmentunternehmens RobecoSAM aufgenommen worden. Damit gehört Infineon weiterhin
zu den 15 Prozent der Firmen mit der besten unternehmerischen Leistung im Bereich
Nachhaltigkeit weltweit und zu den Top-Ten-Unternehmen der Halbleiterbranche. April 2016Infineon schließt Platzierung von Anleihen über US$935 Millionen in den USA erfolgreich abInfineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (sogenannte
USPP) mit einem Nominalwert von US$935 Millionen abgeschlossen und das bisherige US-Dollar-Darlehen
in Höhe von US$934 Millionen, welches im Zusammenhang mit der Akquisition von International
Rectifier aufgenommen wurde, anschließend zurückgezahlt. Das USPP-Anleihevolumen verteilt sich auf drei Tranchen mit Laufzeiten von acht, zehn
und zwölf Jahren. Die Transaktion optimiert somit das Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten
von Infineon weiter und führt zu einer Diversifizierung der Finanzierungsquellen. Mai 2016Start der Serienfertigung in Kulim 2Nachdem im Januar 2016 in Kulim 2, der zweiten Fertigungshalle in Kulim (Malaysia),
mit der Ausstattung des Reinraums mit Fertigungsanlagen begonnen worden war, startete
am 13. Mai 2016 offiziell die Serienfertigung. Der seit 2006 bestehende Standort ist
Infineons bisher einziger Frontend-Standort in Asien. Mit der Eröffnung des zweiten
Werks in Kulim verdoppelt Infineon die Kapazität. Bei voller Auslastung beider Werke
werden später circa 3.000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die auf den Wafern produzierten
Chips werden für Produkte in Automobilanwendungen und Stromversorgungen eingesetzt.
Der neue Produktionsstandort wurde nach Industrie-4.0-Standards ausgestattet, das
heißt, intelligente Fertigungs- und Regalsysteme tragen hier zu einer erhöhten Effizienz
der Arbeitsabläufe bei. Mai 2016Neue Zusammensetzung des Infineon-VorstandsInfineon erweitert den Vorstand von drei auf vier Mitglieder. Das Führungsteam wird
so nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre und der erfolgreichen Integration
von International Rectifier für die Fortführung des Erfolgskurses gestärkt. Jochen
Hanebeck, bisher Präsident des Segments Automotive, wurde zum 1. Juli 2016 als Vorstand
für das neu geschaffene Ressort Operations berufen. Ebenfalls zum 1. Juli 2016 wurde
Dr. Helmut Gassel, bisher Präsident des Segments Industrial Power Control, zum Vorstand
für Strategieentwicklung, Sales & Marketing und Regionen berufen. Arunjai Mittal,
der als Mitglied des Vorstands bisher für diese Bereiche verantwortlich war, wird
Infineon aus familiären Gründen zum 30. September 2016 verlassen. Juni 2016Infineons 3D-Bildsensor bringt Augmented Reality ins SmartphoneDer 3D-Bildsensorchip REAL3™ von Infineon ermöglicht ein dreidimensionales Abbild
der Umgebung in Echtzeit. Das weltweit erste Smartphone, das diesen Sensor verwendet,
ist das PHAB2 Pro von Lenovo. Dank der Fähigkeiten des Sensors ermöglicht das Smartphone
direkten Zugriff auf die sogenannte Augmented Reality: Durch Motion-Tracking reagiert
es auf Positionsveränderungen, die Tiefenwahrnehmung misst die Entfernung von Objekten,
und räumliches Lernen lässt das Gerät einmal erfasste Orte wiedererkennen. Die Fähigkeit
von Geräten zum dreidimensionalen Sehen wird zu einer Vielzahl neuer Anwendungen für
Endverbraucher und in der Automobilbranche führen - zum Beispiel zur Fahrerüberwachung
oder zur Gestenerkennung im Fahrzeug. Die Infineon-AktieDie Infineon-Aktie beendete die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 mit einem
Kurs von €12,98 und somit 29 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs von €10,06 zum 30.
September 2015. Nachdem die Dividende für das Geschäftsjahr 2014 bereits von €0,12 auf €0,18 erhöht
worden war, hatten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am
18. Februar 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine weitere Anhebung der Dividende auf
€0,20 je Aktie vorzuschlagen. Die Aktionäre stimmten diesem Vorschlag zu, womit am
19. Februar 2016 ein Betrag von €225 Millionen an die Aktionäre ausbezahlt wurde.
Zum 30. Juni 2016 belief sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien auf 1.132.136.071.
Hierin enthalten sind unverändert 6 Millionen Aktien in Eigenbesitz, die nicht dividendenberechtigt
sind. Entwicklung des wirtschaftlichen UmfeldsIn seinem jüngsten Wachstumsausblick für die Weltwirtschaft hat der Internationale
Währungsfonds (IWF) seine Erwartung für das Kalenderjahr 2016 in Höhe von 2,5 Prozent
nahezu unverändert gelassen (IWF, Juli 2016). Nach Einschätzung des IWF sind die Risiken
für die Weltwirtschaft zwar weiter gestiegen, allerdings hat sich auch die Erholung
an den Finanz- und Ölmärkten im Laufe des ersten Halbjahres des Kalenderjahrs 2016
weiter fortgesetzt. Für das Kalenderjahr 2017 prognostiziert der IWF aktuell ein Plus
von 2,8 Prozent gegenüber dem Kalenderjahr 2016. Im April 2016 lag die Wachstumserwartung
für das Kalenderjahr 2017 noch bei 2,9 Prozent. Der Halbleitermarkt insgesamt hat sich in den letzten Monaten weiter abgeschwächt
und zwar insbesondere wegen des hohen Preisdrucks bei Speicherprodukten und der Schwäche
im Smartphone-Markt. Für den Smartphone-Markt wird zwar weiterhin von einem Wachstum
ausgegangen, allerdings gehören die zweistelligen Wachstumsraten früherer Jahre nun
wohl endgültig der Vergangenheit an. Zu den Wachstumstreibern zählen unverändert erneuerbare
Energien (Wind und Solar) sowie die Elektromobilität und Fahrerassistenzsysteme. Laut dem Marktforschungsunternehmen IHS Markit wird der Industrie-Halbleitermarkt
im Kalenderjahr 2016 mit einem erwarteten Plus von 6,0 Prozent Spitzenreiter im Wachstum
sein. Auch der Automobil-Halbleitermarkt dürfte laut IHS Markit mit 4,5 Prozent im
Kalenderjahr 2016 überdurchschnittlich wachsen. Für den Industrie-Halbleitermarkt
wird zudem ein Wachstum von 7,6 Prozent für das Kalenderjahr 2017 vorhergesagt; für
den Automobil-Halbleitermarkt ein Wachstum von 6,3 Prozent im gleichen Zeitraum. Für
den Gesamthalbleitermarkt prognostiziert IHS Markit nun einen Rückgang um 4,5 Prozent
im Kalenderjahr 2016 (im April dieses Jahres lag die Schätzung für das Kalenderjahr
2016 noch bei minus 2,9 Prozent), gefolgt von einem Anstieg um plus 2,5 Prozent für
das Kalenderjahr 2017. Darstellung der Ertragslage in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016scroll
Konzernüberschuss verbessertIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat sich der Konzernüberschuss
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um €209 Millionen auf €518 Millionen verbessert. Der
Umsatzbeitrag von International Rectifier, die positive Geschäftsentwicklung von Infineon
sowie der starke US-Dollar ließen die Umsatzerlöse um 14 Prozent auf €4.798 Millionen
steigen. Der Ergebnisbeitrag durch den Umsatzanstieg sowie geringere Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss unter Nr. 5)
führten zu einem Anstieg des Konzernüberschusses um 68 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
bei akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen in Höhe von €149
Millionen (Vorjahr: €213 Millionen) für International Rectifier (insbesondere Ergebniseffekte
aus der Kaufpreisallokation). Während im Vorjahresvergleichszeitraum International Rectifier ab dem 13. Januar 2015
einzubeziehen war, beinhalten die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 International
Rectifier über den vollen Berichtszeitraum. International Rectifier, positive Geschäftsentwicklung und Stärke des US-Dollars führen zu UmsatzanstiegDie Umsatzerlöse erhöhten sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um €601 Millionen auf €4.798 Millionen (Vorjahr: €4.197
Millionen). Aufgrund der am 13. Januar 2015 abgeschlossenen Akquisition von International
Rectifier, der Gewinnung von Marktanteilen durch organisches Wachstum sowie der Stärke
des US-Dollars (Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,11 gegenüber 1,16 im Vorjahresvergleichszeitraum)
konnten alle vier operativen Segmente die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
steigern. Die Bedeutung von Asien-Pazifik und China nimmt weiterhin zuDurch die Akquisition von International Rectifier wurde der Marktzugang in China und
den USA deutlich gestärkt, was sich in einem überproportionalen Anstieg der Umsatzerlöse
in diesen Regionen zeigt. Auch in den übrigen Regionen ist Infineon gewachsen. Mit €347 Millionen entfiel mehr als die Hälfte des Umsatzwachstums (58 Prozent) auf
die Region Asien-Pazifik (ohne Japan), gefolgt von der Region Europa, Naher Osten
und Afrika mit einem Anstieg um €117 Millionen (entspricht 19 Prozent des Umsatzanstiegs). War die Region Asien-Pazifik (ohne Japan) bereits im Vorjahr mit 46 Prozent die nach
Umsatz stärkste Region vor Europa, Naher Osten und Afrika mit 36 Prozent, so erhöhte
sich die Bedeutung im abgelaufenen Quartal weiter. Asien-Pazifik (ohne Japan) repräsentierte
nun mit 47 Prozent vom Umsatz knapp die Hälfte des weltweiten Infineon-Umsatzes, vor
Europa, Naher Osten und Afrika mit 34 Prozent. Innerhalb der Region Asien-Pazifik
(ohne Japan) wies China mit einem Anteil von €1.152 Millionen oder 24 Prozent am weltweiten
Infineon-Umsatz den höchsten Anteil auf Länderebene auf. scroll
scroll
Anstieg der BruttomargeDas Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten) belief sich in
den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf €1.722 Millionen und stieg damit
um 18 Prozent gegenüber €1.456 Millionen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2015. Damit entwickelte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz besser im Vergleich zur
Umsatzsteigerung von 14 Prozent. Die Bruttomarge erhöhte sich demgemäß in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2016 auf 35,9 Prozent gegenüber 34,7 Prozent in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2015. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist im Wesentlichen auf
geringere Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und sonstige akquisitionsbedingte
Aufwendungen für International Rectifier in Höhe von €73 Millionen (Vorjahresvergleichszeitraum:
€117 Millionen), zurückzuführen (insbesondere höhere Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation zu beizulegenden
Zeitwerten bewertet wurden sowie im Vorjahr enthaltene zusätzliche Aufwendungen aus
dem Verbrauch von zu Marktwerten bewerteten Vorräten). scroll
Im Verhältnis zum Umsatz leicht gesunkene BetriebskostenBei den Betriebskosten (Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und
allgemeine Verwaltungskosten) war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016
ein Anstieg um €102 Millionen oder 9 Prozent auf €1.185 Millionen zu verzeichnen (Vorjahreszeitraum:
€1.083 Millionen). Im Verhältnis zum Umsatz betrugen die Betriebskosten 24,7 Prozent
im abgelaufenen Neun-Monats-Zeitraum und 25,8 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit €590 Millionen in den ersten neun
Monaten des Geschäftsjahres 2016 im Vergleich zu €520 Millionen in den ersten neun
Monaten des Geschäftsjahres 2015 um €70 Millionen beziehungsweise 13 Prozent angestiegen.
Der Anstieg resultiert im Wesentlichen zum einen aus der zeitlich vollen Einbeziehung
von International Rectifier im Berichtszeitraum im Vergleich zu den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 2015, und zum anderen wurden, um die Grundlage für künftiges Wachstum
zu schaffen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert und zusätzliche
Mitarbeiter eingestellt. Zum 30. Juni 2016 waren im Bereich Forschung und Entwicklung
5.994 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.670) beschäftigt. In Prozent vom Umsatz gingen die Forschungs-
und Entwicklungskosten von 12,4 Prozent im Vorjahresvergleichszeitraum auf 12,3 Prozent
im abgelaufenen Neun-Monats-Zeitraum leicht zurück. scroll
Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich in den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf 12,4 Prozent vom Umsatz (Vorjahreszeitraum:
13,4 Prozent). Im Vorjahresvergleichszeitraum waren insbesondere auch direkte Erwerbsnebenkosten
(Rechtsberatungskosten sowie Bankprovisionen) für International Rectifier enthalten. scroll
Ergebnis je Aktie verbessertDer verbesserte Konzernüberschuss führte zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses
je Aktie. Beliefen sich das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie für
die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 auf €0,27, lagen die entsprechenden
Werte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei €0,46. Bereinigtes Ergebnis je Aktie gesteigertDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisallokation
für Akquisitionen (insbesondere International Rectifier) als auch durch weitere Sondersachverhalte
beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen,
ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) wie folgt: scroll
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Die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten. Der bereinigte Konzernüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert)
sind kein Ersatz oder keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als zusätzliche
Information zu dem nach IFRS ermittelten Konzernüberschuss beziehungsweise Ergebnis
je Aktie (verwässert) aufzufassen. Darstellung der Vermögenslagescroll
Kurzfristige Vermögenswerte gestiegenDie kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. Juni 2016 um €208 Millionen
auf €4.323 Millionen, verglichen mit €4.115 Millionen zum 30. September 2015. Darin
erhöhte sich Infineons Brutto-Cash-Position (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
sowie Finanzinvestments) um €70 Millionen (siehe "Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position"
im Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Darüber hinaus erhöhten sich die Vorräte
und die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte in Summe um €137 Millionen. Leichter Rückgang der langfristigen VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte gingen von €4.626 Millionen zum 30. September 2015
auf €4.532 Millionen zum 30. Juni 2016 leicht zurück. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen
lagen mit €464 Millionen unter den Abschreibungen von €504 Millionen im selben Zeitraum.
Investiert wurde unter anderem in die Fertigungsstätten in Kulim und Malakka (beide
Malaysia), Regensburg (Deutschland) sowie Villach (Österreich). Auch bei den immateriellen
Vermögenswerten lagen die Investitionen mit €85 Millionen unter den Abschreibungen
von €126 Millionen. Zahlungen für variable Gehaltskomponenten verringern kurzfristige VerbindlichkeitenZum 30. Juni 2016 lagen die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei €1.466 Millionen und
damit €119 Millionen oder 8 Prozent unter denen zum 30. September 2015 (€1.585 Millionen).
Ursächlich hierfür war der Rückgang der Rückstellungen und Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern um €68 Millionen, da die für das Vorjahr getätigten Zahlungen der erfolgsabhängigen
Mitarbeitervergütung die Neubildung für den Berichtszeitraum überstiegen. Des Weiteren
verringerten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um €24 Millionen. Die langfristigen Verbindlichkeiten sind von €2.491 Millionen zum 30. September 2015
leicht auf €2.549 Millionen zum 30. Juni 2016 gestiegen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
stiegen hierbei um €153 Millionen hauptsächlich aufgrund versicherungsmathematischer
Verluste. Der gegenläufige Rückgang der latenten Steuerverbindlichkeit in Höhe von
€100 Millionen resultierte im Wesentlichen aus der Auflösung latenter Steuerverbindlichkeiten
im Zusammenhang mit dem Erwerb von International Rectifier sowie aus der Zuschreibung
aktiver latenter Steuern im In- und Ausland. Das Darlehen in Höhe von US$934 Millionen,
welches Infineon im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier bei
verschiedenen internationalen Banken aufgenommen hatte, wurde am 13. April 2016 vollständig
mit den Mitteln aus der Begebung von USPP-Anleihen (US-Privatplatzierungen von Anleihen)
zurückgezahlt. Eigenkapital vor allem aufgrund Konzernüberschuss gestiegenDas Eigenkapital ist zum 30. Juni 2016 um €175 Millionen (4 Prozent) auf €4.840 Millionen
gestiegen (30. September 2015: €4.665 Millionen). Ursächlich hierfür war vor allem
der in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 erzielte Konzernüberschuss
von €518 Millionen. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr
2015 gezahlte Dividende von €225 Millionen sowie im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische
Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von
€140 Millionen nach Steuern (ausführlich hierzu siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
unter Nr. 2). Die Eigenkapitalquote stieg zum 30. Juni 2016 auf 54,7 Prozent (30. September 2015:
53,4 Prozent). Darstellung der FinanzlageCash-Flowscroll
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten deutlich gesteigertIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ergab sich ein Mittelzufluss aus
laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €866 Millionen, eine
Verbesserung um €338 Millionen im Vergleich zu €528 Millionen im Vorjahresvergleichszeitraum.
Ursächlich hierfür war vor allem das um €256 Millionen verbesserte Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Abschreibungen, Zinsen und Ertragsteuern von €1.164 Millionen (Vorjahreszeitraum:
€908 Millionen). Darüber hinaus haben im Vorjahreszeitraum die Zahlung von €104 Millionen
für die Beilegung der Streitigkeiten um den Fortbestand der Nutzungsrechte an den
Qimonda-Patenten und die Zahlung von €83 Millionen an die EU-Kommission für die verhängte
Geldbuße im Chipkarten-Kartellverfahren als Sondereffekte den Cash-Flow belastet. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten geprägt durch Investitionen in das SachanlagevermögenDer Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich
in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 auf €676 Millionen. Dieser resultierte
im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen von €464 Millionen sowie €85 Millionen
für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte. Ebenfalls
zu einem Mittelabfluss führten mit einem Saldo von €132 Millionen Auszahlungen für
den Kauf von Finanzinvestments. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte in
den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 €2.143 Millionen betragen. Davon
entfielen €1.866 Millionen nach Abzug übernommener Zahlungsmittel auf die Akquisition
von International Rectifier. Investitionen in Sachanlagen sowie in immaterielle und
sonstige Vermögenswerte betrugen in Summe €506 Millionen. Gegenläufig wirkten mit
einem Saldo von €216 Millionen Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzinvestments. Auszahlung der Dividende führt zu Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten AktivitätenDer Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten war im
Wesentlichen durch die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2015 von €225
Millionen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 geprägt und lag damit
im Saldo bei €228 Millionen. Darüber hinaus hat Infineon im April 2016 erfolgreich
eine US-Privatplatzierung von Anleihen (USPP) mit einem Volumen von US$935 Millionen
abgeschlossen, wodurch es zu einem Netto-Mittelzufluss in Höhe von €819 Millionen
kam. Im Gegenzug wurde das US-Dollar-Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches
im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier aufgenommen wurde,
zurückgezahlt, was zu einem Mittelabfluss in Höhe von €820 Millionen führte. Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte in
den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 €1.364 Millionen betragen. Im Rahmen
der Finanzierung der Akquisition von International Rectifier kam es zu einem Nettomittelzufluss
von €1.584 Millionen. Daneben erfolgte die Auszahlung der Dividende von €202 Millionen
für das Geschäftsjahr 2014. Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten negativDer Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres 2016 belief sich auf €17 Millionen, im Wesentlichen im Zusammenhang
mit Zahlungen von €14 Millionen an den Insolvenzverwalter von Qimonda für erzielte
Vergleichsvereinbarungen über Nachhaftungsansprüche von ehemaligen Mitarbeitern von
Qimonda Dresden. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 hatte der Mittelabfluss aus nicht
fortgeführten Aktivitäten €138 Millionen betragen. Davon entfielen nach Erstattung
von Umsatzsteuerbeträgen €125 Millionen auf Zahlungen im Rahmen des mit dem Insolvenzverwalter
von Qimonda geschlossenen Teilvergleichs. Free-Cash-FlowInfineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/-abfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit,
jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und
Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow dient als zusätzliche Kenngröße,
da Infineon einen Teil der Liquidität in Form von Finanzinvestments hält. Das bedeutet
nicht, dass der so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben verwendet werden
kann, da Dividenden, Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste Auszahlungen
noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl,
sondern stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung,
zu anderen Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen
aufzufassen. Der Free-Cash-Flow beinhaltet nur Werte aus fortgeführten Aktivitäten
und wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitet: scroll
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übersteigt InvestitionenDer Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten betrug in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 2016 €322 Millionen. Der Free-Cash-Flow hatte im Vorjahresvergleichszeitraum demgegenüber bei minus €1.831
Millionen gelegen. Davon entfielen €1.866 Millionen, nach Abzug übernommener Zahlungsmittel,
auf die Akquisition von International Rectifier. Die Zahlungen an den Insolvenzverwalter
von Qimonda und die EU-Kommission belasteten in Summe den Free-Cash-Flow aus fortgeführten
Aktivitäten mit €208 Millionen. Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-PositionDie folgende Tabelle stellt die Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position sowie
die Finanzverbindlichkeiten dar. Da Infineon einen Teil der liquiden Mittel in Form
von Finanzinvestments hält, die unter IFRS nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
klassifiziert sind, berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position, um
Investoren die Liquiditätslage besser zu erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position
werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet: scroll
Die Brutto-Cash-Position, die sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten
sowie Finanzinvestments zusammensetzt, betrug zum 30. Juni 2016 €2.083 Millionen und
war damit um €70 Millionen höher verglichen mit €2.013 Millionen zum 30. September
2015. Der Free-Cash-Flow von €322 Millionen überstieg die Zahlung der Dividenden für
das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von €225 Millionen. Die Netto-Cash-Position, definiert als Brutto-Cash-Position abzüglich kurzfristiger
und langfristiger Finanzverbindlichkeiten, stieg zum 30. Juni 2016 um €79 Millionen
auf €299 Millionen (30. September 2015: €220 Millionen). MitarbeiterIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 ist die Anzahl der Mitarbeiter
leicht gestiegen. Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung unserer Belegschaft
nach Regionen zu den jeweiligen Stichtagen: scroll
Ereignisse nach dem BilanzstichtagInfineon plant Akquisition von Wolfspeed für US$850 MillionenAm 14. Juli 2016 haben die Gesellschaft und Cree Inc. ("Cree"), USA, einen Vertrag
über den Kauf des WolfspeedGeschäfts von Cree unterzeichnet. Infineon beabsichtigt,
Wolfspeed (inklusive des damit verbundenen Materialgeschäfts) für einen Kaufpreis
von US$850 Millionen zu erwerben. Das Board of Directors von Cree und der Aufsichtsrat von Infineon haben der Akquisition
bereits zugestimmt. Zum Abschluss der Transaktion bedarf es noch der Zustimmung der
zuständigen Aufsichtsbehörden. Der Abschluss und Vollzug der Transaktion wird gegen
Ende des Kalenderjahres 2016 erwartet (siehe Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
unter Nr. 3). AusblickAusblick für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2016Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 erwartet das Unternehmen einen Anstieg
des Umsatzes von 3 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal.
Dieser Prognose liegt ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,10 zugrunde. In der Mitte der
Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich 17 Prozent betragen. Ausblick für das Geschäftsjahr 2016Aufgrund der Prognose für das vierte Quartal ergeben sich für das Geschäftsjahr 2016
ein erwartetes Umsatzwachstum und eine erwartete Segmentergebnis-Marge innerhalb der
in den Vorquartalen prognostizierten Spanne. Für das Geschäftsjahr 2016 sind weiterhin Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten in Höhe von etwa €850
Millionen geplant. Das Verhältnis von Investitionen zum für das Geschäftsjahr 2016
erwarteten Umsatz liegt bei rund 13 Prozent. Die Abschreibungen werden ungefähr €850
Millionen betragen. Risiken und ChancenIm Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und angesichts der internationalen Aufstellung
und des breiten Produktportfolios eröffnen sich für Infineon einerseits viele Chancen,
andererseits ist das Unternehmen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen
Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter Risiken und Chancen setzt Infineon
verschiedene aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das
Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der Unternehmensplanung verknüpft und integraler
Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse im Konzern und unterstützt
so die nachhaltige Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs. Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige Auswirkungen auf Infineons Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das Rahmenkonzept des
Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 (Seite
149 bis 160) dargestellt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat Infineon keine wesentlichen
Änderungen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht
2015 und im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 unter
Nr. 11 dargestellt sind. Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht bekannt sind oder die gegenwärtig als
unwesentlich eingeschätzt werden, könnten Infineons Geschäftsaktivitäten ebenfalls
beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten,
sind Infineon derzeit nicht bekannt. Konzern-Gewinn- und- Verlust-Rechnung(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015scroll
1
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf ungerundeten Werten. Konzern-Gesamtergebnisrechnung(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015scroll
Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2016 und 2015(ungeprüft) und 30. September 2015AKTIVA:scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015scroll
Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung(ungeprüft) für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015scroll
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Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss (ungeprüft)1 GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNGDer verkürzte Konzernzwischenabschluss der Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"),
bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend auch "die Gesellschaft") und
deren Tochtergesellschaften, für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und 2015
wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen International
Financial Reporting Standards ("IFRS") aufgestellt, soweit diese von der Europäischen
Union ("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde
gemäß IAS 34, "Zwischenberichterstattung", erstellt. Entsprechend wurden bestimmte
Informationen und Anhangangaben, die üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten
sind, gekürzt oder weggelassen. Obwohl die hierin abgebildete Konzern-Bilanz zum 30.
September 2015 aus dem geprüften Konzernabschluss abgeleitet wurde, sind nicht alle
erforderlichen Anhangangaben der Berichterstattung nach IFRS übernommen worden. Der
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss
des Geschäftsjahres 2015 gelesen werden. Dieser wurde gemäß IFRS aufgestellt, soweit
diese von der EU übernommen worden sind. Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss
entsprechen den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 angewandten Grundsätzen.
Eine Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer sowie überarbeiteter
Standards und Interpretationen, die für ab dem 1. Januar 2015 beginnende Geschäftsjahre
gültig sind. Die Anwendung dieser neuen sowie überarbeiteten Standards hat keine wesentlichen
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und
gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen
entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der Zwischenberichtsperioden
kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses erfordert Schätzungen und
Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen der Berichtsperioden. Die tatsächlichen
Beträge können wesentlich von den Schätzungen des Managements abweichen. Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss ausgewiesenen Beträge sind in Euro
("€"), außer wenn anders angegeben. Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich. 2 BILANZIERUNG UND BEWERTUNGPensionen und ähnliche VerpflichtungenIAS 34 "Zwischenberichterstattung" verlangt bei unerwarteten wesentlichen Veränderungen
der Marktbedingungen eine unterjährige Anpassung der Bewertung von Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen. Als Folge der Zinsentwicklungen an den Finanzmärkten in den abgelaufenen
neun Monaten ergab sich zum 30. Juni 2016 eine deutliche Verringerung des zur Bewertung
von leistungsorientierten Versorgungsplänen anzuwendenden Abzinsungsfaktors mit einem
wesentlichen Effekt auf die Anwartschaftsbarwerte (DBO) der leistungsorientierten
Versorgungspläne. Der Abzinsungsfaktor für inländische leistungsorientierte Versorgungspläne
verringerte sich zum 30. Juni 2016 auf 1,2 Prozent (30. September 2015: 2,4 Prozent).
Gegenläufig hat sich der beizulegende Zeitwert des Planvermögens erhöht. Daraus ergibt
sich zum 30. Juni 2016 eine Anpassung der Pensionsverpflichtungen von insgesamt €141
Millionen, die als versicherungsmathematischer Verlust aus Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen im Sonstigen Ergebnis auszuweisen ist. 3 AKQUISITIONENInternational Rectifier CorporationAm 13. Januar 2015 hat Infineon die am 20. August 2014 angekündigte Akquisition von
100 Prozent der Aktien sowie der damit verbundenen Stimmrechte von International Rectifier
Corporation ("International Rectifier") mit Sitz im kalifornischen El Segundo (USA)
abgeschlossen. Die Kaufpreisallokation für International Rectifier wurde im Januar 2016 abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich keine Anpassungen. WolfspeedAm 14. Juli 2016 haben die Gesellschaft und Cree Inc. ("Cree"), USA, einen Vertrag
über den Kauf des WolfspeedGeschäfts von Cree unterzeichnet. Infineon beabsichtigt,
Wolfspeed (inklusive des damit verbundenen Materialgeschäfts) für einen Kaufpreis
von US$850 Millionen zu erwerben. Infineon erweitert mit der Akquisition sein strategisches
Portfolio im Bereich Verbindungshalbleiter. Das Board of Directors von Cree und der Aufsichtsrat von Infineon haben der Akquisition
bereits zugestimmt. Zum Abschluss der Transaktion bedarf es noch der Zustimmung der
zuständigen Aufsichtsbehörden. Der Abschluss und Vollzug der Transaktion wird gegen
Ende des Kalenderjahres 2016 erwartet. Infineon finanziert den Kauf über Bankkredite in Höhe von US$720 Millionen sowie eigene
Barmittel in Höhe von US$130 Millionen. 4 GESCHÄFTSANTEILSVERÄUSSERUNGEN UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTENAm 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"), eine sich im Mehrheitsbesitz
von Infineon befindende Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung
des Insolvenzverfahrens. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverfahren
wurden auch über weitere in- und ausländische Tochtergesellschaften von Qimonda eröffnet.
Einige dieser Insolvenzverfahren sind bereits abgeschlossen. Auswirkungen dieser Vorgänge
sind, sofern die zugrunde liegenden Ereignisse vor der Eröffnung der Insolvenzverfahren
eintraten, in allen ausgewiesenen Berichtsperioden in der Konzern-Gewinn- und- Verlust-Rechnung
sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt.
Sofern Ereignisse nach der Eröffnung der Insolvenzverfahren eingetreten sind, werden
ihre Auswirkungen als Teil der fortgeführten Aktivitäten dargestellt. In den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 und 2015 waren Anpassungen bei einzelnen
Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda beziehungsweise sonstigen
nicht fortgeführten Aktivitäten an die aktuellen Entwicklungen erforderlich und führten
zu den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Erträgen nach Ertragsteuern. scroll
Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und Rückstellungen
sind unter Anhang Nr. 11 ("Rechtliche Risiken - Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda")
ausführlich beschrieben. 5 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGIn den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 wirkten sich, im Vergleich zu den drei
und neun Monaten zum 30. Juni 2015, im Wesentlichen latente Steuererträge aus der
Zuschreibung aktiver latenter Steuern im In- und Ausland sowie aus der Auflösung latenter
Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier
auf die Steuerquote aus. scroll
6 FINANZVERBINDLICHKEITENDie Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Infineon hat im April 2016 erfolgreich eine US-Privatplatzierung von Anleihen (sogenannte
USPP) mit einem Nominalwert von US$935 Millionen abgeschlossen. Die nicht nachrangigen,
unbesicherten USPP-Anleihen, welche im Durchschnitt mit 4,09 Prozent pro Jahr verzinst
werden, teilen sich wie folgt auf:
Das Darlehen in Höhe von US$934 Millionen, welches Infineon im Zusammenhang mit der
Akquisition von International Rectifier bei verschiedenen internationalen Banken aufgenommen
hatte, wurde am 13. April 2016 vollständig mit den Mitteln aus der Begebung von USPP-Anleihen
zurückgezahlt. 7 EIGENKAPITALDas Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum 30. Juni 2016 €2.264.272.142,
eingeteilt in 1.132.136.071 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Zum 30. September 2015 betrug das Grundkapital
€2.258.542.962, eingeteilt in 1.129.271.481 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.
In den neun Monaten zum 30. Juni 2016 sind 2.864.590 neue Aktien ausgegeben worden
(davon in den drei Monaten zum 30. Juni 2016: 786.201), die infolge der Ausübungen
von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder
entstanden sind. In der Hauptversammlung am 18. Februar 2016 wurde beschlossen, aus dem Bilanzgewinn
der Infineon Technologies AG für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende in Höhe von
€0,20 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Unter Berücksichtigung der
fehlenden Dividendenberechtigung eigener Aktien sowie junger Aktien, die infolge der
Ausübung von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder
ausgegeben wurden, führte dies zu einer Ausschüttung von €225 Millionen. 8 KAPITALMANAGEMENTDas primäre Ziel von Infineon im Hinblick auf das Kapitalmanagement besteht darin,
finanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen.
Wie bei vergleichbaren Unternehmen der Halbleiterbranche steht dabei eine ausreichende
Liquiditätsausstattung im Vordergrund, um die laufende Geschäftstätigkeit finanzieren
und geplante Investitionen in allen Phasen des Geschäftszyklus vornehmen zu können.
Andererseits soll die Verschuldung nur einen moderaten Anteil am Finanzierungsmix
ausmachen. Auf Basis dieser Leitlinien hat Infineon Hauptziele für sein Kapitalmanagement
definiert. Die Kapitalstrukturziele wurden im Februar 2016 angepasst, um dem starken
Umsatzwachstum und der positiven Entwicklung der Ertragskraft von Infineon Rechnung
zu tragen. Infineon plant, mindestens €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Umsatzes
an Liquidität (Brutto-Cash-Position) vorzuhalten. Die bisherige Zielbandbreite für
die Brutto-Cash-Position belief sich auf 30 bis 40 Prozent des Umsatzes. Die Bruttoverschuldung
soll weiterhin das Zweifache des EBITDA nicht übersteigen. Die Resultante aus diesen
beiden Kapitalstrukturzielen wird nicht mehr mit einem eigenen Ziel belegt (bisher:
positive Netto-Cash-Position). Infineon unterliegt keinen satzungsmäßigen oder gesetzlichen Auflagen im Hinblick
auf die Kapitalausstattung. Im Februar 2016 erhielt Infineon von der internationalen Ratingagentur Standard &
Poor's (S&P) erstmalig ein langfristiges Kreditrating (BBB mit stabilem Ausblick).
Das solide Investment-Grade-Rating berücksichtigt unter anderem auch die angepassten
Kapitalstrukturziele von Infineon. 9 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENInfineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch Transaktionen mit assoziierten und
anderen verbundenen Unternehmen vor ("nahestehende Unternehmen"). Nahestehende Personen
sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens, namentlich Mitglieder des Vorstands
und des Aufsichtsrats und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen"). Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen von und verkauft bestimmte Produkte
und Leistungen an nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und Verkäufe an nahestehende
Unternehmen erfolgen in der Regel zu fremdüblichen Bedingungen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen bestehen ausschließlich
aus Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen
Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber assoziierten Unternehmen
und anderen verbundenen Unternehmen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber nahestehenden
Unternehmen setzen sich zum 30. Juni 2016 und 30. September 2015 wie folgt zusammen: scroll
Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit beziehungsweise empfangene Lieferungen
und Leistungen von nahestehenden Unternehmen setzen sich in den drei und neun Monaten
zum 30. Juni 2016 und 2015 wie folgt zusammen: scroll
scroll
Zum 1. Oktober 2015 wurden dem Vorstand 80.964 (virtuelle) Performance Shares mit
einem beizulegenden Zeitwert von €7,07 je Performance Share zugeteilt. Herr Arunjai Mittal hat mit Wirkung zum 30. Juni 2016 sein Amt als Vorstandsmitglied
der Infineon Technologies AG aus familiären Gründen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat
niedergelegt. Für die Herrn Mittal insbesondere aus seinem am 30. September 2016 endenden
Dienstvertrag noch zustehenden Leistungen wurde zum 30. Juni 2016 eine Rückstellung
in Höhe von weniger als €1 Million gebildet. Darüber hinaus gab es in den drei und neun Monaten zum 30. Juni 2016 und 2015 keine
Transaktionen zwischen Infineon und nahestehenden Personen, die über das bestehende
Anstellungs-, Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche
Vergütung hierfür hinausgingen. 10 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDie mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden gemäß IFRS
13 den folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung zu den verschiedenen
Levels erfolgt nach der Marktnähe der in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden Bewertungsparameter:
Die Fair-Value-Hierarchie der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente
stellt sich zum 30. Juni 2016 und 30. September 2015 wie folgt dar: scroll
Für die in den Finanzinvestments enthaltenen Wertpapiere besteht kein aktiver Markt.
Der beizulegende Zeitwert wird als Barwert der zukünftig erwarteten Cash-Flows unter
Berücksichtigung am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter ermittelt (Level 2). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten enthalten
derivative Finanzinstrumente (einschließlich der Cash-Flow-Hedges). Deren beizulegender
Zeitwert wird mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode
ermittelt. Als Bewertungsparameter werden, soweit möglich, die am Stichtag beobachtbaren
relevanten Marktdaten (wie Währungskurse oder Rohstoffpreise) verwendet, die von anerkannten
externen Quellen bezogen werden (Level 2). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Beteiligungen. Soweit die Anteile
an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis
der aktuell notierten Preise ermittelt (Level 1). Bei Beteiligungen, die über keinen
auf einem aktiven Markt notierten Marktpreis verfügen, werden bestehende vertragliche
Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren Dividendenpolitik) zur Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (Level 3). Darüber hinaus enthalten die sonstigen langfristigen Vermögenswerte eine Option zum
Verkauf von Aktien an einer Beteiligung zu einem festen Preis. Die Option wird als
derivatives Finanzinstrument bilanziert und ist nicht zu Sicherungszwecken designiert.
Der beizulegende Zeitwert wird mittels des Black-Scholes-Optionspreismodells ermittelt
(Level 3). Innerhalb der Fair-Value-Hierarchien haben keine Umgliederungen stattgefunden. Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien, die Bewertungsverfahren und wesentlichen
Annahmen sind unverändert gegenüber dem 30. September 2015 und ausführlich im Anhang
zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick über
Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen Risikofaktoren und das Management finanzieller
Risiken ist im Anhang zum Konzernabschluss 2015 unter Nr. 30 und 31 enthalten. 11 RECHTLICHE RISIKENRechtsstreitigkeiten und staatliche UntersuchungsverfahrenWettbewerbsrechtliche Verfahren SmartcardsIm Oktober 2008 hat die EU-Kommission gegen die Gesellschaft und weitere Hersteller
von Chips für Smartcards ein kartellrechtliches Untersuchungsverfahren eingeleitet.
Die EU-Kommission hat am 3. September 2014 eine Geldbuße in Höhe von €83 Millionen
gegen Infineon verhängt, die im Oktober 2014 bezahlt wurde. Infineon weist sämtliche
Vorwürfe als unbegründet zurück. Zudem sieht Infineon seine Verfahrensrechte durch
die EU-Kommission verletzt und hat Mitte November 2014 Klage gegen die Bußgeldentscheidung
beim Europäischen Gericht in Luxemburg eingelegt. Die mündliche Verhandlung hat am
28. April 2016 stattgefunden. Im Zusammenhang mit dem Verfahren der EU-Kommission wurden in Kanada zwei Sammelklagen
auf Schadensersatz in unbezifferter Höhe eingereicht: die erste Klage in der Provinz
British Columbia im Juli 2013 und eine weitere Klage in der Provinz Quebec im September
2014. Die Klagen folgten jeweils Presseberichten über die Untersuchung beziehungsweise
Entscheidung der EU-Kommission. Es wurden von den Gerichten noch keine Verfahrenstermine
angesetzt. Im Dezember 2014 hat ein indirekter Kunde in London (Großbritannien) Klage gegen Infineon
und Renesas eingereicht, die der Gesellschaft am 20. April 2015 zugestellt wurde.
Mit der Klage macht der Kläger Schadensersatz in noch zu bestimmender Höhe im Zusammenhang
mit den von der EU-Kommission erhobenen Vorwürfen geltend. Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesen Verfahren könnte daher die
Position der Gesellschaft in diesen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen. Vorgänge im Zusammenhang mit QimondaMit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurden alle wesentlichen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsaktivitäten, die dem Speichergeschäft ("Memory
Products") zuzuordnen waren, aus Infineon ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage
in Qimonda eingebracht. Am 23. Januar 2009 hat Qimonda beim Amtsgericht München Antrag
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren
eröffnet. Aus der Insolvenz von Qimonda haben sich verschiedene Streitigkeiten zwischen
dem Insolvenzverwalter und Infineon entwickelt. Am 11. September 2014 haben die Gesellschaft und der Insolvenzverwalter einen Teilvergleich
geschlossen, der den Erwerb des Qimonda-Patentgeschäfts beinhaltet und der am 9. Oktober
2014 vollzogen wurde. Am Vollzugstag hat die Gesellschaft für diesen Teilvergleich
€260 Millionen an den Insolvenzverwalter bezahlt. Mit dem Teilvergleich wurden sämtliche
Ansprüche des Insolvenzverwalters erledigt, solange diese nicht im Zusammenhang mit
dem Verfahren zur angeblichen wirtschaftlichen Neugründung und Differenzhaftung sowie
der Nachhaftung Qimonda Dresden stehen. Angebliche wirtschaftliche Neugründung und DifferenzhaftungDer Insolvenzverwalter hat im November 2010 beim Landgericht München I eine unbezifferte
Feststellungsklage gegen die Infineon Technologies AG und - im Wege der Streitverkündung
- gegen die Infineon Technologies Holding B.V. sowie die Infineon Technologies Investment
B.V. eingereicht. Er hat beantragt festzustellen, dass Infineon verpflichtet sei,
die Unterbilanz von Qimonda auszugleichen, die im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
über das Vermögen von Qimonda bestand, das heißt, Qimonda denjenigen Betrag zu erstatten,
um den das tatsächliche Gesellschaftsvermögen von Qimonda im Zeitpunkt der Eröffnung
des Insolvenzverfahrens hinter dem Betrag des Grundkapitals von Qimonda zurückblieb.
Der Insolvenzverwalter ist der Auffassung, dass es sich bei der Aufnahme der operativen
Tätigkeit durch Qimonda um eine von der Rechtsprechung sogenannte wirtschaftliche
Neugründung handele, die nicht formgerecht offengelegt worden sei. Am 6. März 2012
hat der Bundesgerichtshof in einem in anderer Sache ergangenen Grundsatzurteil entschieden,
dass es für eine etwaige Haftung im Fall der wirtschaftlichen Neugründung allerdings
nicht - wie vom Insolvenzverwalter behauptet - auf den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung,
sondern lediglich den Zeitpunkt der Neugründung ankommt. Am 14. Februar 2012 hat der Insolvenzverwalter zusätzlich zu seiner unbezifferten
Feststellungsklage hilfsweise einen Zahlungsantrag gestellt und zudem weitere Ansprüche
geltend gemacht. Wegen der angeblichen wirtschaftlichen Neugründung verlangte der
Insolvenzverwalter mit seinem Hilfsantrag die Zahlung von mindestens €1,71 Milliarden
zuzüglich Zinsen. Am 15. Juni 2012 hat der Insolvenzverwalter seinen Zahlungsantrag
vom 14. Februar 2012 erhöht. Seinen angeblichen Anspruch aus wirtschaftlicher Neugründung
beziffert der Insolvenzverwalter nunmehr mit mindestens rund €3,35 Milliarden zuzüglich
Zinsen. Außerdem stützt er einen wesentlichen Teil seiner Ansprüche zusätzlich auf
die - schon im August 2011 unbeziffert außergerichtlich geltend gemachte - sogenannte
Differenzhaftung. Dem liegt die Behauptung zugrunde, das von Infineon ausgegliederte
Speichergeschäft habe von Anfang an einen negativen Wert in Milliardenhöhe gehabt.
Die Differenz zum geringsten Ausgabebetrag der an Infineon im Zuge der Ausgliederung
von Qimonda ausgegebenen Aktien habe Infineon dem Insolvenzverwalter zu erstatten.
Weiterhin macht der Insolvenzverwalter einen Zahlungsanspruch aus Qimonda angeblich
zu Unrecht weiterbelasteten Beraterkosten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Börsengang
von €10 Millionen geltend. Die behauptete Differenzhaftung steht im Widerspruch zu zwei Wertgutachten, die in
Vorbereitung der Kapitalerhöhung von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
angefertigt wurden, und zwar von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag
von Infineon und von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als gerichtlich
bestelltem Sacheinlage- und Nachgründungsprüfer. In ihrem damaligen Wertgutachten
kam die von Infineon beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis,
dass der Wert des eingebrachten Geschäftsbereichs den geringsten Ausgabebetrag der
ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches überstieg. Die gerichtlich bestellte Sacheinlage-
und Nachgründungsprüferin hat dem Gericht bestätigt, dass der geringste Ausgabebetrag
der ausgegebenen Aktien - wie vom Gesetz gefordert - durch den Wert der Sacheinlagen
gedeckt sei. Außerdem hat Infineon im Rahmen der Verteidigung gegen die vom Insolvenzverwalter
geltend gemachten Ansprüche mehrere gutachterliche Stellungnahmen in Auftrag gegeben,
die ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten
Einwendungen gegen die Bewertung der Sacheinlage nicht bestehen. Der Rechtsstreit fokussiert sich mittlerweile auf die wegen angeblich fehlender Werthaltigkeit
geltend gemachten Ansprüche. Am 29. August 2013 hat das Gericht einen unabhängigen
Sachverständigen zur Klärung der vom Insolvenzverwalter aufgeworfenen Bewertungsfragen
bestellt, der sich auch mit technischen Fragestellungen beschäftigen wird. Der Rechtsstreit wird von beiden Parteien mit sehr hohem Aufwand geführt. Die Parteien
haben bereits eine Vielzahl äußerst umfangreicher Schriftsätze ausgetauscht. Für beide
Seiten sind zahlreiche Experten und Sachverständige tätig, die den jeweiligen Parteivortrag
mit Gutachten und Stellungnahmen stützen. Angesichts der hohen Komplexität der zu entscheidenden Fragen und der Höhe der geltend
gemachten Ansprüche ist derzeit nicht absehbar, ob dieser Rechtsstreit ebenfalls durch
eine außergerichtliche Einigung beendet werden könnte und, wenn dies nicht der Fall
sein sollte, wann es zu einer erstinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung kommt. Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHGInfineon war bis zur Ausgliederung des Speichergeschäfts persönlich haftende Gesellschafterin
von Qimonda Dresden. Bestimmte Altgläubiger haben deshalb sogenannte Nachhaftungsansprüche
gegen Infineon. Diese kann nur der Insolvenzverwalter im Namen dieser Gläubiger geltend
machen. Mit den meisten wesentlichen Nachhaftungsgläubigern konnten zwischenzeitlich
Vergleiche erzielt werden. Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit QimondaInfineon erfasst Rückstellungen und Verbindlichkeiten für solche Verpflichtungen und
Risiken, von denen Infineon zum jeweiligen Bilanzstichtag annimmt, dass sie wahrscheinlich
zu einer Zahlung führen können - das heißt, dass aus Sicht von Infineon zum jeweiligen
Beurteilungszeitpunkt überwiegende Gründe für eine Verpflichtung oder ein Risiko sprechen
-, und wenn die Verpflichtung oder das Risiko zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt
mit hinreichender Genauigkeit eingeschätzt werden kann. Wie oben beschrieben, sieht sich Infineon im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren
über das Vermögen von Qimonda und deren Tochtergesellschaften bestimmten Risiken ausgesetzt.
Zum 30. Juni 2016 und zum 30. September 2015 hat Infineon daher im Zusammenhang mit
einigen der oben genannten Sachverhalte Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt
€32 Millionen beziehungsweise €55 Millionen bilanziert. Von den zum 30. Juni 2016
bilanzierten Rückstellungen und Verbindlichkeiten entfallen €15 Millionen auf die
Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden. Für die
Verteidigung im weiterhin anhängigen Rechtsstreit um die angebliche wirtschaftliche
Neugründung und Differenzhaftung hat die Gesellschaft zum 30. Juni 2016 eine Rückstellung
von €15 Millionen erfasst. Übrige Rückstellungen im Zusammenhang mit der Insolvenz
von Qimonda belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf €2 Millionen. Es gibt keine Sicherheit, dass die für Qimonda erfassten Rückstellungen ausreichen,
um allen Verpflichtungen nachzukommen, die sich im Zusammenhang mit der Insolvenz
von Qimonda, insbesondere mit den oben dargestellten Angelegenheiten, ergeben können.
Außerdem könnten möglicherweise Verpflichtungen und Risiken eintreten, die momentan
nicht als wahrscheinlich angesehen werden und daher nicht von den Rückstellungen erfasst
sind und insoweit eine Eventualverbindlichkeit darstellen. Dies gilt insbesondere
für den oben ausgeführten Rechtsstreit aus angeblicher wirtschaftlicher Neugründung
und Differenzhaftung. Sollten die geltend gemachten Ansprüche Bestand haben, könnten
erhebliche finanzielle Verpflichtungen für Infineon entstehen, welche einen negativen
Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesem Verfahren könnte die Position
der Gesellschaft in diesem Verfahren ernsthaft beeinträchtigen. SonstigesGegen Infineon laufen verschiedene andere Rechtsstreitigkeiten und Verfahren im Zusammenhang
mit der jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit. Diese können Produkte, Leistungen,
Patente, Umweltangelegenheiten und andere Sachverhalte betreffen. Infineon ist nach derzeitigem Kenntnisstand der Auffassung, dass aus dem Ausgang dieser
anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren jeweils kein wesentlicher negativer Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Allerdings kann nicht
ausgeschlossen werden, dass dies in Zukunft anders bewertet werden muss und sich aus
der Neubewertung der anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren eine wesentliche negative
Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere zum Zeitpunkt
der Neubewertung, ergeben könnte. Darüber hinaus ist Infineon im Zusammenhang mit seiner jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit
vielfältigen rechtlichen Risiken ausgesetzt, die bisher nicht zu Rechtsstreitigkeiten
führten. Dazu zählen unter anderem Risiken aus Produkthaftungs-, Umwelt-, Kapitalmarkt-,
Antikorruptions-, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie sonstigen Compliance-Vorschriften.
In diesem Zusammenhang könnte Infineon auch für Gesetzesverstöße einzelner Mitarbeiter
oder Dritter in Anspruch genommen werden. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse RechtspositionenRückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen werden
gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, und
der entsprechende Betrag zumindest annähernd geschätzt werden kann. Soweit Verpflichtungen
aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen ungewissen Rechtspositionen nicht überwiegend
wahrscheinlich sind oder nicht annähernd verlässlich geschätzt werden können, sind
diese als Eventualverbindlichkeiten zu qualifizieren. Sobald weitere Informationen verfügbar sind, wird eine mögliche Haftung erneut überprüft
und, wenn notwendig, werden die Schätzungen entsprechend angepasst. Die in Bezug auf
diese Vorgänge gebildeten Rückstellungen sind abhängig von künftigen neuen Entwicklungen
oder veränderten Umständen in jedem der Vorgänge, welche erhebliche negative Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Eine vergleichsweise Erledigung oder negative gerichtliche Entscheidung in jeder der
oben beschriebenen Angelegenheiten könnte erhebliche finanzielle Verpflichtungen begründen
und andere negative Auswirkungen haben, was wiederum einen wesentlichen nachteiligen
Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon
haben kann. Unabhängig von der Richtigkeit der Vorwürfe und dem Erfolg der genannten
Klagen und anderen oben beschriebenen Angelegenheiten, können erhebliche Kosten im
Zusammenhang mit der Verteidigung gegen diese Angelegenheiten entstehen. 12 SEGMENTBERICHTERSTATTUNGSegmentdarstellungDas Geschäft von Infineon ist in die vier operativen Segmente Automotive, Industrial
Power Control, Power Management & Multimarket und Chip Card & Security strukturiert. Die Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen verbleibende Aktivitäten von veräußerten
Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten und enthalten seit dem Verkauf des Wireline-Communications-Geschäfts
sowie des Mobilfunkgeschäfts, entsprechend den abgeschlossenen Produktionsvereinbarungen,
Produktlieferungen an IMC, sofern diese nicht den nicht fortgeführten Aktivitäten
zugeordnet sind. Konzernfunktionen und Eliminierungen erfassen die Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse
und Ergebnisse sowie bestimmte Konzernfunktionen, die nicht auf die operativen Segmente
allokiert werden. Segmentdatenscroll
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde das von Automotive und Chip Card & Security
entwickelte Geschäft mit XMC Industrie-Mikrocontrollern auf Power Management & Multimarket
und Industrial Power Control übertragen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend
angepasst. In den Umsatzerlösen der Segmente für die drei und neun Monate zum 30. Juni 2016 und
2015 sind keine intersegmentären Umsätze enthalten. scroll
Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom Segmentergebnis auf das Ergebnis aus
fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dar: scroll
In den drei Monaten zum 30. Juni 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen
und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €47 Millionen €24 Millionen auf die Umsatzkosten,
€2 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €21 Millionen auf die
Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten. In den neun Monaten zum 30. Juni 2016 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen
und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €149 Millionen €73 Millionen auf die Umsatzkosten,
€8 Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €68 Millionen auf die
Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
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Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn den Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG, Neubiberg Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapital-Veränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Infineon Technologies AG, Neubiberg, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2015 bis
30. Juni 2016, die Bestandteile des Quartalsfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernabschlusses
nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der Europäischen Union (EU)
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Zusatzinformationen (ungeprüft)VorausschauDieser Quartalsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft,
die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren
Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von
Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher
wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung,
in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Finanzterminescroll
Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts für das dritte Quartal des Geschäftsjahres
2016: 5. August 2016 KontaktadresseInfineon Technologies AG Investor Relations Am Campeon 1-12 85579 Neubiberg bei München, Deutschland Telefon: +49 89 234-26655 Fax: +49 89 234-9552987 E-Mail: investor.relations@infineon.com Besuchen Sie http://www.infineon.com/investor für eine elektronische Version des Quartalsberichts
und für weitere Informationen. HERAUSGEGEBEN VON DER INFINEON TECHNOLOGIES AGAm Campeon 1-12, 85579 Neubiberg bei München (Deutschland) |
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