![]() Infineon Technologies AGNeubibergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018Geschäftsbericht 2018Infineon auf einen BlickDie Infineon Technologies AG ist ein weltweit führender Anbieter von Halbleiterlösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Mikroelektronik von Infineon ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Mit weltweit rund 40.100 Beschäftigten erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018 (Ende September) einen Umsatz von rund €7,6 Milliarden. Infineon ist in Frankfurt unter dem Symbol "IFX" und in den USA im Freiverkehrsmarkt OTCQX International Premier unter dem Symbol "IFNNY" notiert. AutomotiveSeite 40Anwendungsfelder
Produktspektrum
Schlüsselkunden1Aptiv / Bosch / BYD / Continental / Delphi / Denso / Hella / Hitachi / Hyundai / Keihin / Lear / Mando / Mitsubishi Electric / Omron / Preh / Valeo / Veoneer / ZF Marktposition22 mit 10,8 % Marktanteil Quelle: Strategy Analytics, April 2018 Industrial Power ControlSeite 42Anwendungsfelder
Produktspektrum
Schlüsselkunden1ABB / Alstom / Bombardier / CRRC / Danfoss / Eaton / Emerson / Goldwind / Inovance / Midea / Nidec / Rockwell / Schneider Electric / Siemens / Sungrow / Toshiba / Vestas / Yaskawa Marktposition21 mit 27,1 % Marktanteil bei IGBT-basierten Leistungshalbleitern Quelle: IHS Markit, Technology Group, September 2018 Power Management & MultimarketSeite 45Anwendungsfelder
Produktspektrum
Schlüsselkunden1Airbus / Alibaba / Artesyn / Baidu / Boeing / Cisco / Dell / Delta / Ericsson / Google / Hewlett Packard Enterprise / HP / Huawei / Lenovo / LG Electronics / Lite-On / Makita / Nokia / Osram / Panasonic / Quanta / Samsung / ZTE Marktposition21 mit 26,3 % Marktanteil bei Standard-MOSFET-Leistungstransistoren Quelle: IHS Markit, Technology Group, September 2018 Digital Security Solutions(vormals Chip Card & Security) Seite 47Anwendungsfelder
Produktspektrum
Schlüsselkunden1Gemalto / Giesecke & Devrient / Google / HP / Idemia / Lenovo / Microsoft / Samsung / US Government Publishing Office / Watchdata Marktposition21 mit 24,2 Marktanteil bei Smartcard- und Sicherheits-ICs Quelle: ABI Research, Oktober 2018
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In alphabetischer Reihenfolge. Wesentliche
Distributionskunden für Infineon sind Arrow, Avnet, Intron, Jingchuan,
Macnica, Weikeng und WPG Holding (SAC). Infineon-Kennzahlenfür die am 30. September endenden Geschäftsjahre (nach IFRS)1scroll
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Abweichungen von Summen durch Rundungsdifferenzen
möglich. Unser Jahr 2018Im Geschäftsjahr 2018 hat Infineon seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf €7,599 Milliarden. Das Segmentergebnis steigerten wir auf €1,353 Milliarden. Dies entspricht einer Marge von 17,8 Prozent. Unser zu Beginn des Geschäftsjahres ausgegebenes Umsatz- und Profitabilitätsziel wurde im Verlauf des Geschäftsjahres währungsbedingt angepasst und erreicht. Mit führender Technologie und Systemverständnis machen wir unsere Kunden erfolgreicher. Dabei profitieren wir von langfristigen, globalen Megatrends und entwickeln Lösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Unsere traditionellen Kernkompetenzen sind heute gefragter denn je. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Wachstumsstrategie weiter und stellen die Weichen für den Erfolg von morgen. So haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals große Fortschritte bei strategischen Projekten erzielt. Infineon definiert Erfolg nicht allein über die erreichten Ziele, sondern auch über den Weg dorthin: Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle in unserem Denken und Handeln. Platzierungen im Dow Jones Sustainability(tm) Europe Index und im Dow Jones Sustainability(tm)-Weltindex sind für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich. Unser Jahr in KürzeIm Geschäftsjahr 2018 hat Infineon seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf €7,599 Milliarden. Das Segmentergebnis steigerten wir auf €1,353 Milliarden. Dies entspricht einer Marge von 17,8 Prozent. Unser zu Beginn des Geschäftsjahres ausgegebenes Umsatz- und Profitabilitätsziel wurde im Verlauf des Geschäftsjahres währungsbedingt angepasst und erreicht. Mit führender Technologie und Systemverständnis machen wir unsere Kunden erfolgreicher. Dabei profitieren wir von langfristigen, globalen Megatrends und entwickeln Lösungen, die das Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Unsere traditionellen Kernkompetenzen sind heute gefragter denn je. Gleichzeitig entwickeln wir unsere Wachstumsstrategie weiter und stellen die Weichen für den Erfolg von morgen. So haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals große Fortschritte bei strategischen Projekten erzielt. Infineon definiert Erfolg nicht allein über die erreichten Ziele, sondern auch über den Weg dorthin: Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle in unserem Denken und Handeln. Platzierungen im Dow Jones Sustainability(tm) Europe Index und im Dow Jones Sustainability(tm)-Weltindex sind für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich. Umsatz €7,599 Milliarden +8 Prozent Segmentergebnis & -Marge €1,353 Milliarden = 17,8 Prozent Bonitätsrating von S&P Global Ratings "BBB" (Ausblick "stabil") Platzierung im Dow Jones Sustainability(tm) Index Brief an die Aktionäre
Neubiberg, im November 2018
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftspartner, liebe Mitarbeiter von Infineon, Infineon schreibt seine Erfolgsgeschichte fort. Das Geschäftsjahr 2018 war sowohl wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich als auch zukunftsweisend. Wir haben gleich mehrere wesentliche Weichen für langfristiges, profitables Wachstum für Infineon gestellt. Zunächst zu den Zahlen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 8 Prozent auf €7.599 Millionen. Die tatsächliche Dynamik unseres Geschäfts wurde dabei zum Teil von einer ungünstigen Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses überlagert. Dieser lag im Jahresdurchschnitt bei 1,19. Wäre er bei dem Wert von 1,11 aus dem Vorjahr geblieben, hätte unser Umsatzwachstum im zurückliegenden Geschäftsjahr bei 12 Prozent gelegen und damit deutlich oberhalb der ursprünglichen Prognose von 9 Prozent. Wir sind nicht nur stark gewachsen, sondern auch profitabler geworden. Das Segmentergebnis stieg auf €1.353 Millionen, die Segmentergebnis-Marge lag bei 17,8 Prozent. Damit gehört auch 2018 zur langen Reihe erfolgreicher Geschäftsjahre: Bereits zum fünften Mal hintereinander konnten wir Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Unsere Strategie trägt Früchte, die Ausrichtung des Unternehmens verspricht langfristigen Erfolg. Daran wollen wir unsere Aktionäre angemessen teilhaben lassen. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung am 21. Februar 2019 zum fünften Mal in Folge eine Erhöhung der Dividende auf nun 27 Cent je Aktie vorschlagen. Unsere Welt steht vor gravierenden Herausforderungen: demografischer und sozialer Wandel, Klimaveränderung und Ressourcenknappheit, Urbanisierung und digitaler Wandel. Unsere Lösungen sind der Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft, denn sie machen es möglich, dass wir mehr erreichen und dabei weniger Ressourcen verbrauchen. Unser heutiges Geschäft ist seit Beginn der Eigenständigkeit im Geschäftsjahr 1999 organisch mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 9 Prozent und damit schneller als der Gesamthalbleitermarkt gewachsen. Dieser Erfolg beruht sowohl darauf, dass wir in unserem Kerngeschäft Marktanteile gewonnen haben ("grow in scale"), als auch darauf, dass wir unseren Aktionsradius mit neuen Produkten und Lösungen kontinuierlich erweitert haben ("grow in scope"). Bei der konsequenten Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts hilft uns unser strategischer Ansatz "Vom Produkt zum System". Ausgehend von einem umfassenden Verständnis von Kundenanforderungen entwickeln wir Lösungen, die das Gesamtsystem des Kunden im Blick haben und ihm so einen Wettbewerbsvorteil bieten. Dabei spielt Software eine immer wichtigere Rolle. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel "Konzernstrategie". Durch unsere Ausrichtung auf Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und unsere technologische Stärke zeichnen sich für die Zukunft hervorragende Wachstumschancen ab. Aus diesem Grund haben wir unser Zielgeschäftsmodell angepasst und am 12. Juni 2018 auf unserem Kapitalmarkttag in London Investoren und Analysten erläutert. Die Wachstumstreiber haben zum überwiegenden Teil Lebenszyklen von mehreren Jahren, in manchen Fällen auch einer Dekade oder mehr. Gleiches gilt für viele Plattformen, in die unsere Produkte verkauft werden. Dies ermöglicht uns, belastbare langfristige Ziele zu setzen. An diesen wollen wir uns messen lassen:
Aktuell sehen wir sogar leicht höheres Wachstum, für den Konzern gehen wir aufgrund der gut gefüllten Auftragsbücher für das Geschäftsjahr 2019 von einer Umsatzsteigerung von 11 Prozent plus/minus 2 Prozentpunkte aus. Im Mittelpunkt der Umsatzspanne erwarten wir eine Segmentergebnis-Marge von etwa 18 Prozent und Investitionen in Höhe von €1,6 Milliarden bis €1,7 Milliarden. Wir wollen in all unseren Geschäftsfeldern eine führende Position einnehmen oder in absehbarer Zeit erreichen können, sprich: schneller als der Markt wachsen. So erkennen wir, dass wir richtig unterwegs sind, und können für unsere Kunden der bevorzugte Partner und Berater sein. Unsere angehobenen Geschäftsziele zeigen, dass wir in der Vergangenheit die richtigen Schritte gegangen sind. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir weitere Maßnahmen ergriffen, um unseren Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren fortsetzen zu können. Auf einige möchte ich hier genauer eingehen. Technologieführerschaft und die Breite des Technologieportfolios sind wichtige Elemente unseres Erfolgs. In unserem Kerngeschäft der Leistungshalbleiter haben wir neue Technologien auf Basis von Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) entwickelt. Diese Materialien haben überlegene technische Eigenschaften gegenüber Silizium; für die Fertigung in hoher Stückzahl und zu vertretbaren Kosten sind noch technische Herausforderungen zu lösen. Im noch relativ jungen SiC-Markt haben wir uns inzwischen mit unserem CoolSiC(tm) MOSFET und unserer Modulfertigungskompetenz etabliert. Unseren Bedarf an SiC-Wafern haben wir durch einen langfristigen Liefervertrag mit Cree, Inc. (USA) abgesichert. Somit sind wir bestens positioniert, um die Marktdurchdringung von Siliziumkarbid voranzutreiben: Infineon ist das Unternehmen, das bei Leistungshalbleitern eine passende Lösung für jede Anwendung bieten kann. Darüber hinaus haben wir eine Reihe weiterer Schritte unternommen, um unsere Position durch Portfolioverbreiterung zu stärken. Durch die Akquisition der dänischen Firma Merus Audio haben wir beispielsweise unser Portfolio bei integrierten Class-D-Audioverstärkern abgerundet. Und mit den beiden chinesischen Internet-Konzernen Alibaba Cloud und JD haben wir Absichtserklärungen für die Zusammenarbeit bei Anwendungen für das Internet der Dinge (IoT) unterzeichnet. Hier wird dann auch Kompetenz aus Dresden (Deutschland) zum Tragen kommen: An unserem Standort in Sachsen haben wir ein neues Entwicklungszentrum aufgebaut, das sich auf die Entwicklung von Lösungen für Automobil- und Leistungselektronik sowie für Künstliche Intelligenz (KI) konzentriert. Angesichts der zunehmenden Vernetzung von Verkehrssystemen spielen Algorithmen, KI und das Internet der Dinge bereits heute eine zentrale Rolle. Dieses Know-how werden wir nutzen, um langfristig KI-Lösungen auch für andere Zielmärkte anzubieten. Das Kompetenzumfeld in Dresden bietet hierfür hervorragende Rahmenbedingungen. Ein weiterer Meilenstein ist das im Februar gegründete Joint Venture mit SAIC Motor Corporation Ltd., dem größten Automobilhersteller Chinas. Es verschafft uns einen noch besseren Zugang zum weltweit größten und am schnellsten wachsenden Markt für Elektromobilität. Die Volumenfertigung der Leistungshalbleiter-Module hat im August am Infineon-Standort in Wuxi (China) begonnen. Ziel ist es, alle Kunden, die in China produzieren, zu beliefern. Kunden außerhalb Chinas werden weiterhin von Infineon direkt bedient. Nach dem Nicht-zustande-Kommen der Übernahme von Wolfspeed 2017 haben wir unsere Optionen bei Hochfrequenz-Leistungskomponenten evaluiert und den größten Teil des Geschäfts für rund €345 Millionen an Cree, Inc. verkauft. Der Schritt war eine logische Konsequenz der nicht zustande gekommenen Übernahme. Ohne die Akquisition von Wolfspeed sehen wir unter den heutigen Rahmenbedingungen keine Möglichkeit, mit adäquatem Aufwand eine starke Position in diesem Markt für Hochfrequenz-Leistungskomponenten zu erreichen. Cree wiederum ist mit seinem exzellenten Ruf der ideale Eigentümer für diesen Teil unseres Portfolios. Seit dem 1. Oktober 2018 führen wir unser Geschäft mit Sicherheitstechnologien unter dem neuen Namen Digital Security Solutions. Neben den nach wie vor sehr umsatzstarken Lösungen für Bankkarten oder elektronische Ausweise sprechen wir mit Embedded-Security-Lösungen schon seit einigen Jahren ganz neue Kunden mit einer deutlich größeren Zahl an Anwendungen an. Das neue Geschäftsjahr 2019 ist deshalb ein guter Zeitpunkt, uns mit Digital Security Solutions einen Namen zu geben, der viel besser beschreibt, was wir heute schon tun. Mit großen und kleinen Maßnahmen wie den hier genannten wollen wir das Unternehmen weiterentwickeln und unsere Erfolgsgeschichte fortsetzen. Manches können wir jedoch nicht beeinflussen. Wir profitieren von einer guten konjunkturellen Lage und dem Wachstum der Weltwirtschaft; uns helfen offene Märkte und niedrige Handelsbarrieren. Insofern sehen wir die gegenwärtigen protektionistischen Tendenzen mit großer Sorge. Wir beobachten die Situation genau, um bei Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung unser Vorgehen zügig anzupassen. Sie können sich darauf verlassen, dass wir Infineon mit Verantwortungsbewusstsein und Augenmaß in die Zukunft führen. Wir bedauern es sehr, dass Wolfgang Mayrhuber uns dabei nicht mehr mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Er ist nach der Hauptversammlung im Februar 2018 auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als dessen Vorsitzender hat er die jüngere Geschichte von Infineon mit seiner Persönlichkeit und durch seine Erfahrung entscheidend mitgeprägt. Dafür möchte ich ihm an dieser Stelle noch einmal persönlich - und in Ihrem Namen - danken und alles Gute wünschen. Mit Dr. Wolfgang Eder hat die Hauptversammlung eine ebenfalls sehr profilierte Unternehmerpersönlichkeit in den Aufsichtsrat gewählt. Den Vorsitz des Gremiums hat Dr. Eckart Sünner übernommen, der als bisheriger Vorsitzender des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses Infineon seit vielen Jahren sehr gut kennt. Wir haben im Geschäftsjahr 2018 viel bewegt. Wir haben an morgen gedacht, ohne das Heute zu vernachlässigen. Wir haben gesät und geerntet. Diese Herausforderung kann ein Unternehmen nur meistern, wenn es auf qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen kann. Ihnen danke ich deshalb im Namen des gesamten Vorstands sehr herzlich für ihre Begeisterung und ihren Einsatz, mit dem sie Infineon erfolgreich machen. Die Zukunft bietet uns viele Chancen - gemeinsam werden wir sie nutzen.
Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands Der VorstandDominik AsamFinanzvorstandDominik Asam ist seit 2011 Finanzvorstand der Infineon Technologies AG, verantwortlich für Accounting & Reporting, Financial Controlling, Financial Planning, Investor Relations, Tax, Treasury, Audit, Compliance, Export Control, Risk Management, Business Continuity, Information Technology. Dominik Asam wurde am 6. März 1969 in München geboren. Er hat an der Technischen Universität München sowie an der École Centrale Paris studiert und ist Diplom-Ingenieur Maschinenwesen und Ingenieur des Arts et Manufactures. Zudem absolvierte er einen MBA an der INSEAD in Fontainebleau (Frankreich). Seine erste Position bei Infineon trat er 2003 an. Dr. Reinhard PlossVorsitzender des VorstandsReinhard Ploss ist seit 2007 Mitglied des Vorstands der Infineon Technologies AG. Seit 1. Oktober 2012 ist er Vorsitzender des Vorstands, verantwortlich für die Segmente, die Konzernstrategie, Communications & Government Relations, Human Resources (Arbeitsdirektor), Legal, Forschung und Entwicklung. Reinhard Ploss wurde am 8. Dezember 1955 in Bamberg geboren. Er hat Verfahrenstechnik an der Technischen Universität München studiert und promovierte 1986 zum Dr.-Ingenieur. Im selben Jahr begann er seine Laufbahn bei Infineon (bis 1999 Siemens AG). Dr. Helmut GasselChief Marketing OfficerHelmut Gassel ist seit 2016 Mitglied des Vorstands der Infineon Technologies AG und Chief Marketing Officer. Er ist verantwortlich für Marketing und Vertrieb, Regionen, Strategieentwicklung sowie Mergers & Acquisitions und Intellectual Property. Helmut Gassel wurde am 13. März 1964 in Dortmund geboren. Er studierte Physik an der Ruhr-Universität in Bochum (Diplom) und promovierte im Fach Elektrotechnik an der Universität Duisburg. Seit 1995 ist er bei Infineon (bis 1999 Siemens AG). Jochen HanebeckChief Operations OfficerJochen Hanebeck ist seit 2016 Mitglied des Vorstands der Infineon Technologies AG und Chief Operations Officer. Er ist verantwortlich für Operations, einschließlich Manufacturing, Logistics, Quality, Customs und Purchasing. Jochen Hanebeck wurde am 2. Februar 1968 in Dortmund geboren. Er hat ein Diplom in Elektrotechnik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Seit 1994 ist er bei Infineon (bis 1999 Siemens AG). Bericht des Aufsichtsrats an die HauptversammlungSehr geehrte Damen und Herren, Infineon bleibt auf Erfolgs- und Wachstumskurs. Davon zeugen vor allem zwei Meldungen, mit denen das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr an die Öffentlichkeit gegangen ist. Zum einen wird Infineon an seinem Standort im österreichischen Villach eine neue 300-Millimeter-Fabrik für Leistungshalbleiter errichten und dafür über einen Zeitraum von sechs Jahren insgesamt rund €1,6 Milliarden investieren. Zum anderen hat der Vorstand das Zielgeschäftsmodell, das vor allem die Planungen des Unternehmens in Bezug auf Umsatz, Segmentergebnis-Marge und Investitionsquote abbildet, angepasst und auf ein stärkeres Langfristwachstum ausgerichtet. Der Aufsichtsrat hat beide Vorstandsentscheidungen nach ausführlicher Erörterung mitgetragen. Denn globale Entwicklungen wie der Klimawandel, demografische Veränderungen und die zunehmende Digitalisierung werden das Wachstum von Infineon in den nächsten Jahren weiter antreiben. Elektrofahrzeuge, vernetzte batteriebetriebene Geräte, Rechenzentren und auch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen benötigen effiziente und zuverlässige Leistungshalbleiter. In seinen Märkten hat sich Infineon dank führender Technologien und intelligenter Fertigungsstrategien eine ausgezeichnete Position erarbeitet. Die sich dadurch auch künftig bietenden Chancen für ein fortgesetztes, nachhaltiges Wachstum wird Infineon nutzen. Wie in den vergangenen Jahren ist es uns ein besonderes Anliegen, dass Sie als Aktionäre am Erfolg und Wachstum von Infineon teilhaben, nicht zuletzt auch durch eine angemessene Dividende. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen daher erneut eine Erhöhung, in diesem Jahr auf €0,27 je Aktie. Tätigkeitsschwerpunkte des AufsichtsratsAuch im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit größter Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand gleichermaßen konstruktiv beraten und überwacht. Grundlage dafür waren vor allem die ausführlichen Berichte des Vorstands in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen über die aktuelle Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle, die Quartalsabschlüsse sowie die Unternehmensplanung. Der Vorstand stimmte nicht nur die strategische Ausrichtung, sondern auch wesentliche operative Themen mit uns ab. Der Aufsichtsrat hatte immer ausreichend Gelegenheit, sich mit den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen. Wir haben uns dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsleitung überzeugt. In der quartalsweisen schriftlichen Berichterstattung wurde der Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf, die wesentlichen Finanzdaten, Risiken und Chancen, bedeutende Rechtsstreitigkeiten sowie andere wichtige Einzelthemen in Kenntnis gesetzt. Zwischen den Quartalsberichten informierte uns der Vorstand zusätzlich in Monatsberichten (ber die aktuelle Geschäftslage. Als Vorsitzende des Aufsichtsrats standen zunächst Herr Wolfgang Mayrhuber und - nach seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 22. Februar 2018 - sodann ich darüber hinaus in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Finanzvorstand. Gleiches gilt für Herrn Peter Bauer und mich in unseren Funktionen als Vorsitzende des Strategie- und Technologieausschusses beziehungsweise des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses. Über für das Unternehmen wesentliche Ereignisse wurde ich durch den Vorsitzenden des Vorstands stets unverzüglich und unabhängig von den Sitzungen informiert. Im Geschäftsjahr 2018 fanden insgesamt sieben Sitzungen (davon fünf ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen) sowie eine schriftliche Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums statt. Darauf bezogen lag die Präsenz bei knapp 92 Prozent. Entschuldigt fehlten Herr Dr. Diess, Frau Engelfried und Herr Dr. Puffer bei jeweils zwei Sitzungen sowie Herr Holdenried, Frau Picaud und Frau Prof. Köcher bei jeweils einer Sitzung. Bei den Sitzungen der Aufsichtsratsausschüsse betrug die Präsenz gut 96 Prozent. Herr Dr. Eder ließ sich für eine Sitzung des Strategie- und Technologieausschusses entschuldigen, Herr Holdenried für eine Präsidialausschusssitzung. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben damit im abgelaufenen Geschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen sie angehören, teilgenommen. Finanz- und InvestitionsplanungIn der Sitzung vom 21. November 2017 billigte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses die vom Vorstand vorgelegte Finanz- und Investitionsplanung einschließlich des Investitionsgesamtbudgets für das Geschäftsjahr 2018. In der Sitzung vom 16. Mai 2018 stimmte der Aufsichtsrat - ebenfalls auf Empfehlung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses - einer Erhöhung des zuvor beschlossenen Investitionsgesamtbudgets zu. Strategische Ausrichtung des Unternehmens; WachstumsperspektivenWie schon in den vergangenen Jahren fand auch im Berichtsjahr wieder eine eigens für die Behandlung strategischer Themen reservierte Sitzung des Aufsichtsratsplenums statt. In dieser Strategiesitzung stellte der Vorstand die globalen Megatrends und spezifische Markt- und Produkttrends dar, erklärte die externen Einflüsse auf die Halbleiterindustrie, etwa die Risiken aus globalen Handelskonflikten, beschrieb die Positionierung Infineons im internationalen Wettbewerb und erläuterte die unter Berücksichtigung der vorgenannten Rahmenparameter entwickelte Unternehmensstrategie. Vor diesem Hintergrund wurde intensiv die strategische Ausrichtung des Unternehmens diskutiert - angefangen beim Ausbau der Kompetenzen in den Kernmärkten über die Verbreiterung des Produktportfolios bis hin zur Optimierung der Fertigungsstrategie. Des Weiteren ging es im Rahmen der Strategiesitzung auch um die Frage, inwieweit sich Infineon stärker im Bereich der Entwicklung von Software für den Einsatz in den vom Unternehmen produzierten Hardware-Komponenten engagieren sollte. Teil der Unternehmensstrategie ist nachhaltiges Wachstum. Die entsprechenden Wachstumsperspektiven wurden ebenfalls in der Strategiesitzung behandelt, waren in Bezug auf konkrete Entscheidungsvorlagen des Vorstands aber auch Gegenstand weiterer Aufsichtsratssitzungen. Wie eingangs erwähnt, befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der geplanten Großinvestition in Villach (Österreich) zum Bau einer neuen Fabrik für Leistungshalbleiter und der Anpassung des Zielgeschäftsmodells von Infineon an die erwartete Wachstumsdynamik und stimmte beiden Vorstandsentscheidungen zu. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch weiterhin mit möglichen Opportunitäten im M&A-Bereich. Zur unmittelbaren Entscheidung stand eine Desinvestition, nämlich der Verkauf der RF-Power-Produktlinie an das amerikanische Halbleiterunternehmen Cree, Inc. für etwa €345 Millionen. Infineon und Cree arbeiten seit Langem als Technologieführer zusammen. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung des Vorstands, dass die Abgabe des verkauften Geschäfts an Cree unternehmerisch sinnvoll ist und auch für die betroffenen Mitarbeiter eine gute Perspektive darstellt. Der Aufsichtsrat hat der Transaktion daher seine Zustimmung erteilt. Vorstandsbezogene PersonalthemenVerlängerung von VorstandsmandatenAngesichts der erfolgreichen Arbeit des Vorstands hat der Aufsichtsrat zum einen entschieden, das zum 31. Dezember 2018 auslaufende Mandat von Herrn Asam um fünf weitere Jahre und damit bis zum 31. Dezember 2023 zu verlängern. Zum anderen wurden die zum 30. Juni 2019 auslaufenden Mandate von Herrn Dr. Gassel und Herrn Hanebeck ebenfalls um fünf weitere Jahre bis zum 30. Juni 2024 verlängert. Der Aufsichtsrat würdigt mit den Mandatsverlängerungen die ausgezeichneten Beiträge der Vorstandsmitglieder zum nachhaltigen, profitablen Wachstumskurs des Unternehmens und dankt ihnen für die geleistete, herausragende Arbeit. Diversitätskonzept zur Zusammensetzung des VorstandsDie europäische Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie beziehungsweise das deutsche CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz sieht für große börsennotierte Gesellschaften wie Infineon vor, dass diese über die für die Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats verfolgten Diversitätskonzepte berichten. Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gibt es bei Infineon bereits seit Längerem ein solches Diversitätskonzept. In dem vom Aufsichtsrat für die eigene Zusammensetzung beschlossenen (zuletzt im August 2017 aktualisierten) Kompetenzprofil und Zielekatalog geht es neben allgemeinen Besetzungskriterien nicht zuletzt auch um Diversitätsaspekte. Für die Zusammensetzung des Vorstands existierte hingegen bislang kein dezidiertes Diversitätskonzept. Der Aufsichtsrat hat sich daher eingehend mit dieser Thematik befasst und im Berichtsjahr ein umfängliches Diversitätskonzept beschlossen. Dabei ist dem Aufsichtsrat wichtig, dass für die Entscheidung über die Besetzung einer konkreten Vorstandsposition stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls maßgeblich sein muss. Im Vordergrund soll dabei die fachliche und persönliche Eignung stehen. Es ist sicherzustellen, dass die Mitglieder des Vorstands insgesamt über die zur bestmöglichen Erfüllung der Vorstandsaufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, wie sie für ein Technologieunternehmen erforderlich sind. Im Rahmen dieser Anforderungen berücksichtigt der Aufsichtsrat auch Diversitätsaspekte, insbesondere Alter, Geschlecht, Bildungs- und Berufshintergrund sowie Internationalität. Dabei ist das Ziel, neben der höchstmöglichen individuellen Eignung der einzelnen Mitglieder durch eine diverse Zusammensetzung des Vorstands unterschiedliche Perspektiven in die Unternehmensleitung einfließen zu lassen. Die jeweiligen Diversitätsaspekte sind somit integraler Bestandteil, aber nicht ausschließliches Kriterium bei Besetzungsentscheidungen. Die Zielquote für den Frauenanteil im Vorstand liegt unverändert bei 20 Prozent. Näheres zu den Diversitätskonzepten (sowohl für die Zusammensetzung des Vorstands als auch des Aufsichtsrats), deren Zielen, der Art und Weise ihrer Umsetzung und den im Berichtsjahr erreichten Ergebnissen finden Sie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internet-Seite von Infineon. @ www.infineon.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung VorstandsvergütungIn Übereinstimmung mit Ziffer 4.2.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) lässt der Aufsichtsrat das Vorstandsvergütungssystem regelmäßig durch einen unabhängigen Vergütungsexperten sowohl auf seine rechtliche Konformität als auch auf seine Angemessenheit überprüfen. Eine solche Überprüfung hatte zuletzt im Jahr 2016 stattgefunden. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr erneut einen unabhängigen externen Vergütungsexperten beauftragt, das Vergütungssystem bei Infineon sowie die Zieljahreseinkommen der Vorstandsmitglieder zu überprüfen. Der Vergütungsexperte ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Vergütungssystem sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den Kodexempfehlungen entspricht. Insbesondere sei die Vorstandsvergütung im Vergleich zum Markt üblich und angemessen sowie die variable Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Zudem seien die Zieljahreseinkommen der Vorstandsmitglieder grundsätzlich angemessen. Ungeachtet dessen ergäben sich aber insbesondere beim Vorsitzenden des Vorstands Spielräume für eine Anhebung der Vergütung. Die Ergebnisse der Überprüfung durch den Vergütungsexperten wurden am 25. Oktober 2018 im Präsidialausschuss und am 20. November 2018 im Plenum eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung des Vergütungsexperten. Bereits im Geschäftsjahr 2017 hatte der Aufsichtsrat beschlossen, den Zuteilungstag für die den Vorstandsmitgliedern als langfristige Vergütungskomponente (Long Term Incentive, LTI) zu gewährenden Performance Shares vom 1. Oktober auf den 1. März eines Geschäftsjahres zu verschieben. Diese Änderung ist erstmals für die Zuteilung im Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung gekommen. Nach umfassenden, durch den Präsidialausschuss vorbereiteten Diskussionen im Aufsichtsrat wurde eine neue, vereinfachte Regelung für die Behandlung laufender LTI-Tranchen im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds beschlossen, die mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 in Kraft getreten ist. Einzelheiten dazu sind im Vergütungsbericht ausführlich dargestellt. Am Ende des Berichtsjahres ist das zweite Mal eine Tranche von Performance Shares fällig geworden. Da die vorgesehene Performance-Hürde übertroffen wurde, war die im Jahr 2014 zugeteilte Tranche nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist nunmehr in vollem Umfang zu erfüllen. Wie im Vorjahr hat der Aufsichtsrat beschlossen, den aus dieser Tranche resultierenden Anspruch der Vorstandsmitglieder nicht in Aktien, sondern in bar zu erfüllen. Damit wird eine Gleichbehandlung zu den Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern erreicht, für die der Vorstand ebenfalls eine Barerfüllung der aktuellen Tranche beschlossen hat. Einzelheiten zur Vorstandsvergütung - insbesondere zu den im Geschäftsjahr 2018 im Einzelnen gezahlten Bezügen - entnehmen Sie bitte dem ausführlichen Vergütungsbericht im Geschäftsbericht. RechtsstreitigkeitenDer Aufsichtsrat wurde auch im Geschäftsjahr 2018 regelmäßig und ausführlich über wichtige Rechtsstreitigkeiten informiert und hat sich über diese eingehend mit dem Vorstand beraten. Hierzu zählten insbesondere der vor den europäischen Gerichten geführte Rechtsstreit gegen die von der EU-Kommission 2014 verhängte kartellrechtliche Geldbuße sowie die Auseinandersetzung mit dem Insolvenzverwalter der Qimonda AG über einen angeblichen Differenzhaftungsanspruch. Corporate GovernanceEntsprechenserklärung 2018Die Entsprechenserklärung aus dem November 2017 wurde durch die Erklärung aus dem Februar 2018 insoweit aktualisiert, als ich in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 22. Februar 2018 parallel zu meiner bisherigen Funktion als Vorsitzender des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt wurde. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Abweichung von Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK erklärt, wonach der Vorsitzende des Aufsichtsrats nicht zugleich den Vorsitz im Prüfungsausschuss innehaben soll. Die Abweichung wurde damit begründet, dass es im Unternehmensinteresse liegt, dass ich meine Finanzexpertise und langjährige Erfahrung in Angelegenheiten des Prüfungsausschusses auch weiterhin als Vorsitzender des Prüfungsausschusses einbringe. In der aktuellen Entsprechenserklärung aus dem November 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat erklärt, dass mit der oben beschriebenen Ausnahme einer Abweichung von Ziffer 5.3.2 Abs. 3 Satz 3 DCGK ansonsten sämtlichen Empfehlungen entsprochen wurde und die Gesellschaft ihnen auch zukünftig entsprechen wird. Die Entsprechenserklärungen im Wortlaut finden Sie auf der Internet-Seite von Infineon. @ www.infineon.com/cms/de/about-infineon/investor/corporate-governance/declaration-of-compliance/ Effizienzprüfung der Tätigkeit des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat überprüft jährlich die Effizienz seiner Tätigkeit. Nachdem die Prüfung im Geschäftsjahr 2017 mit der Unterstützung eines externen, unabhängigen Beraters durchgeführt wurde, hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Berichtsjahr wieder mittels eines strukturierten Fragebogens vorbereitet. Die Prüfung hat ein positives Bild der Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Zusammenarbeit mit dem Vorstand ergeben. Nennenswerte Defizite konnten nicht festgestellt werden. Prüfung möglicher InteressenkonflikteDie Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen dem Aufsichtsrat etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2018 sind von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte mitgeteilt worden. Der DCGK verlangt vor der Übernahme von Nebentätigkeiten, insbesondere externer Aufsichtsratsmandate, durch Mitglieder des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat beziehungsweise der Präsidialausschuss haben im Berichtsjahr Mandaten von Herrn Dr. Ploss und Herrn Dr. Gassel zugestimmt; diesbezügliche Interessenkonflikte waren nicht erkennbar. Weitere Ausführungen zur Corporate Governance finden sich im Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung. Beide Dokumente sind über die Internet-Seite von Infineon öffentlich zugänglich. Dort stehen auch sämtliche Geschäftsordnungen der Organe der Gesellschaft beziehungsweise ihrer Ausschüsse zur Verfügung. @ www.infineon.com/corporate-governance-bericht @ www.infineon.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung Zusammensetzung des Aufsichtsrats; AusschussarbeitZusammensetzung des AufsichtsratsMit Wirkung zur Beendigung der Hauptversammlung am 22. Februar 2018 hat Herr Mayrhuber sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied und -vorsitzender niedergelegt. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats, aber auch des Vorstands und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens danke ich Herrn Mayrhuber herzlich für sieben außerordentlich verdienstvolle und erfolgreiche Jahre an der Spitze unseres Aufsichtsrats. Herr Mayrhuber hat mit seiner Kompetenz und seinem Weitblick verbunden mit seiner konstruktiven und verbindlichen Art einen erheblichen Anteil am Erfolg von Infineon. Ich freue mich, dass Herr Mayrhuber dem Unternehmen als Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats auch weiterhin verbunden bleiben wird. Zur Besetzung des frei werdenden Aufsichtsratsmandats war die Wahl eines neuen Aufsichtsratsmitglieds erforderlich. Auf Empfehlung des Nominierungsausschusses und Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung am 22. Februar 2018 Herrn Dr. Wolfgang Eder in den Aufsichtsrat gewählt. In der Aufsichtsratssitzung unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung wurde ich als Nachfolger von Herrn Mayrhuber zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Damit verbunden ist der Vorsitz sowohl im Vermittlungs- als auch im Präsidialausschuss. Herr Dr. Eder wurde in den Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss, den Strategie- und Technologieausschuss sowie den Nominierungsausschuss gewählt; den Nominierungsausschuss leitet Herr Dr. Eder als Vorsitzender. AusschussarbeitDie Ausschüsse bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen für die Plenumssitzungen vor. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat im gesetzlich zulässigen Rahmen bestimmte Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat aus den Sitzungen der Ausschüsse routinemäßig in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung. Nominierungs- und VermittlungsausschussDer Nominierungsausschuss trat im Berichtsjahr zu einer Sitzung zusammen und beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung Herrn Dr. Wolfgang Eder zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Dieser Entscheidung waren mehrere Sitzungen des Nominierungsausschusses im Geschäftsjahr 2017 vorausgegangen, in denen auch die Nachfolge auf der Anteilseignerbank insgesamt erörtert wurde. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. PräsidialausschussIm Berichtsjahr fanden eine ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen statt. Der Schwerpunkt der ordentlichen Sitzung lag in der Vorbereitung der Beschlussfassungen des Aufsichtsrats zur Festlegung der variablen Vergütung des Vorstands. Hierzu gehörten insbesondere die Bestimmung der Zielerreichungsgrade für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Festlegung neuer Zielwerte für das Geschäftsjahr 2018. Des Weiteren ging es um die Anpassung der LTI-Ausscheidensregelung sowie die anstehenden Mandatsverlängerungen. In den außerordentlichen Sitzungen wurde das LTI-Thema weiter vertieft und ein Diversitätskonzept für die Zusammensetzung des Vorstands beraten. Des Weiteren hat der Präsidialausschuss einer neuen Dienstreiseregelung für den Vorstand zugestimmt. Investitions-, Finanz- und PrüfungsausschussIm Berichtsjahr fanden vier Sitzungen des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses statt. Die Schwerpunkte der Ausschusstätigkeit waren die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Prüfung des Halbjahresabschlusses und der Quartalsabschlüsse, die Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts für die Infineon Technologies AG und den Infineon-Konzern sowie die Erörterung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Zudem prüfte der Ausschuss die Finanz- und Investitionsplanung. Darüber hinaus befasste sich der Ausschuss mit der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Revisionssystems, des Risikomanagementsystems und des Compliance-Management-Systems. Die Ausschussmitglieder ließen sich zudem regelmäßig vom Compliance-Officer berichten. Auch wurde der Ausschuss kontinuierlich über die wesentlichen Rechtsstreitigkeiten informiert. Bevor der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum empfahl, der Hauptversammlung 2018 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München ("KPMG") als Abschlussprüfer vorzuschlagen, wurde eine Unabhängigkeitserklärung der KPMG eingeholt. Des Weiteren hat sich der Ausschuss eingehend mit den von KPMG erbrachten Nichtprüfungsleistungen befasst. Es wurden dabei keine Anhaltspunkte für Ausschluss- oder Befangenheitsgründe oder für eine Gefährdung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers festgestellt. Der Empfehlung lag zudem die Erklärung des Ausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei. Der Ausschuss beschäftigte sich auch mit den Honorarvereinbarungen und erteilte die entsprechenden Prüfungsaufträge. Zudem wurden die ergänzenden Prüfungsschwerpunkte festgelegt. Der Ausschuss befasste sich des Weiteren eingehend mit der CSR-Richtlinie beziehungsweise dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz und den Auswirkungen für die nichtfinanzielle Berichterstattung. Er bereitete die Entscheidung des Aufsichtsratsplenums vor, KPMG mit der freiwilligen Prüfung der gesonderten nichtfinanziellen Berichterstattung mit dem insoweit üblichen Prüfungsmaßstab "limited assurance" zu beauftragen. Der Abschlussprüfer nahm an den Sitzungen des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses teil und berichtete dort ausführlich über die Prüfungstätigkeit. Strategie- und TechnologieausschussDer Strategie- und Technologieausschuss des Aufsichtsrats kam im Berichtsjahr zu drei Sitzungen zusammen. Er ließ sich ausführlich zu den Wachstumsperspektiven des Unternehmens, Elektromobilitätsszenarien und zur Positionierung von Infineon im Vergleich zu den wesentlichen Wettbewerbern berichten. Auch wurden Fertigungsstrategien diskutiert und einzelne Geschäftsbereiche von Infineon näher vorgestellt. Eingehend behandelt wurde im Ausschuss zudem das Thema Digitalisierung bei Infineon. Jahres- und KonzernabschlussKPMG hat den Jahresabschluss der Infineon Technologies AG und den Konzernabschluss zum 30. September 2018 sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Infineon Technologies AG und den Infineon-Konzern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Zudem wurde der Halbjahresabschluss einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Es wurden keine Sachverhalte festgestellt, die zu der Annahme veranlasst hätten, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den maßgeblichen Vorschriften aufgestellt wurden. KPMG ist seit dem Geschäftsjahr 1999 (Rumpfgeschäftsjahr 1. April 1999 bis 30. September 1999) Abschlussprüfer für die Infineon Technologies AG, Konzernabschlussprüfer für den Infineon-Konzern sowie Prüfer für die prüferische Durchsicht der Zwischenfinanzberichte. Herr Karl Braun hat erstmals für das Geschäftsjahr 2012 (1. Oktober 2011 bis 30. September 2012) den Bestätigungsvermerk unterzeichnet, Herr Michael Pritzer erstmals für das Geschäftsjahr 2017 (1. Oktober 2016 bis 30. September 2017). In der Sitzung des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses vom 9. November 2018, fortgeführt im Rahmen einer Telefonkonferenz am 19. November 2018, wurde mit dem Abschlussprüfer intensiv über den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und die Gewinnverwendung sowie die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers diskutiert. Hierbei hat sich der Ausschuss ausführlich mit den im Bestätigungsvermerk dargestellten besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) und den hierauf bezogenen Prüfungshandlungen des Abschlussprüfers befasst. Der Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss hat beschlossen, dem Aufsichtsrat vorzuschlagen, die vorgelegten Abschlüsse nach deren Aufstellung durch den Vorstand zu billigen und die beabsichtigte Gewinnverwendung mitzutragen. In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 20. November 2018 lagen dem Aufsichtsrat der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die schriftlichen Berichte der KPMG über die Prüfung vor. Der Vorsitzende des Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschusses erläuterte in dieser Sitzung ausführlich die entsprechenden Empfehlungen des Ausschusses. Zudem wurden alle wesentlichen abschluss- und prüfungsrelevanten Themen, einschließlich der Key Audit Matters, mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert und vom Aufsichtsrat geprüft. Die Prüfung des Aufsichtsrats umfasste auch die beabsichtigte Ausschüttung einer Dividende von €0,27 je dividendenberechtigte Aktie. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen die Abschlüsse und die Prüfung durch den Abschlussprüfer zu erheben sind. Der zusammengefasste Lagebericht entspricht nach der Überzeugung des Aufsichtsrats den gesetzlichen Anforderungen. Der Aufsichtsrat stimmt den Aussagen im Lagebericht zur weiteren Unternehmensentwicklung zu. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und den Jahresabschluss der Infineon Technologies AG und den Konzernabschluss des Infineon-Konzerns gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Zudem hat sich der Aufsichtsrat dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss sowie das Aufsichtsratsplenum haben sich ferner mit dem im Rahmen der Vorlage des Nachhaltigkeitsberichts vom Vorstand erstmalig erstellten gesonderten nichtfinanziellen Bericht und Konzernbericht für die Infineon Technologies AG zum 30. September 2018 befasst. Die beauftragte KPMG hat eine Prüfung mit dem Maßstab "limited assurance" durchgeführt und einen uneingeschränkten Vermerk erstellt. Die Unterlagen wurden vom Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 9. November 2018, fortgeführt in einer Telefonkonferenz am 19. November 2018, und vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom 20. November 2018 umfassend geprüft. Der Aufsichtsrat hat den gesonderten nichtfinanziellen Bericht und Konzernbericht des Vorstands zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Infineon für ihren großartigen Einsatz und die erneut herausragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2018.
Neubiberg, im November 2018 Für den Aufsichtsrat Dr. Eckart Sünner, Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusammengefasster LageberichtDieser Bericht fasst den Konzernlagebericht der Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Unternehmen"), bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachstehend auch "die Gesellschaft") und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, mit dem Lagebericht der Infineon Technologies AG zusammen. Der zusammengefasste Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 hat sich der Name des Segments "Chip Card & Security" in "Digital Security Solutions" geändert. Die Namensänderung hat keine Auswirkungen auf die Organisationsstruktur, die Strategie oder den Geschäftsumfang. Unser KonzernFinanzen und StrategieDas Geschäftsjahr 2018
Umsatzerlöse um 8 Prozent gesteigert; Segmentergebnis-Marge von 17,8 Prozent erzieltIm Geschäftsjahr 2018 erzielte Infineon einen Umsatz von €7.599 Millionen, das entspricht einem Anstieg von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von €7.063 Millionen und liegt damit innerhalb des zu Beginn des Geschäftsjahres prognostizierten Anstiegs von 9 Prozent plus/minus 2 Prozentpunkte (siehe Kapitel "Prognosebericht"). Damit konnte Infineon zum fünften Mal in Folge die Umsatzerlöse deutlich steigern. Vor allem die starke Nachfrage nach Halbleitern in den Bereichen Automobil, Industrie, Stromversorgungen sowie Hochfrequenz und Sensorik führte zum Umsatzwachstum. Unser umsatzstärkstes Segment Automotive trug mit 55 Prozent mehr als die Hälfte zum Umsatzwachstum von €536 Millionen bei. Demgegenüber verzeichnete das Segment Digital Security Solutions einen Umsatzrückgang von 6 Prozent im Wesentlichen bedingt durch geringere Umsätze im Bereich SIM-Karten für Mobilkommunikation (siehe Kapitel "Die Segmente"). Die tatsächliche Dynamik unseres Geschäfts wurde dabei zum Teil von einer ungünstigen Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses überlagert. Dieser notierte im Jahresdurchschnitt bei 1,19. Wäre er bei dem Wert von 1,11 aus dem Vorjahr geblieben, hätte unser Umsatzwachstum im zurückliegenden Geschäftsjahr bei 12 Prozent gelegen. Umsatzwachstum der Segmente im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum VorjahrUmsatzverteilung nach Segmenten im Geschäftsjahr 2018China ist für Infineon seit mehreren Jahren der wichtigste Absatzmarkt. Das Land steht mit €1.921 Millionen für einen Umsatzanteil von 25 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent). Darauf folgen als größte Einzelmärkte Deutschland mit €1.171 Millionen Umsatz und einem Anteil von 15 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent), die USA mit €719 Millionen und einem Anteil von 9 Prozent (Vorjahr: 10 Prozent) sowie Japan mit €534 Millionen und einem Anteil von 7 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent). Regionale Umsatzverteilung von Infineon im Geschäftsjahr 2018
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Greater China umfasst China und Taiwan. Infineon ist nicht nur stark gewachsen, sondern auch profitabler geworden. Das Segmentergebnis betrug im Geschäftsjahr 2018 €1.353 Millionen, ein Anstieg von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von €1.208 Millionen. Die Segmentergebnis-Marge von 17,8 Prozent (Vorjahr: 17,1 Prozent) lag damit über dem zu Beginn des Geschäftsjahres prognostizierten Wert in Höhe von 17 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzprognose und bestätigt unsere im Geschäftsjahr 2018 angepassten Geschäftsziele (siehe Kapitel "Konzernstrategie" beziehungsweise "Prognosebericht"). Verbesserung wesentlicher KonzernkennzahlenDer Konzernjahresüberschuss erhöhte sich bedingt durch den positiven Segmentergebnisbeitrag sowie den Gewinn aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. in Höhe von €270 Millionen bei jedoch gegenläufig höheren Aufwendungen aus nicht fortgeführten Aktivitäten und Ertragsteuern auf €1.075 Millionen (siehe Kapitel "Darstellung der Ertragslage"). Das entspricht einem Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von €790 Millionen. Das daraus resultierende Ergebnis je Aktie betrug im Geschäftsjahr 2018 €0,95 (verwässert und unverwässert) und lag damit um 36 Prozent über dem Vorjahreswert von €0,70 (verwässert und unverwässert). Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) konnte im Berichtszeitraum von €0,85 auf €0,98 verbessert werden (hinsichtlich Details zur Ermittlung des bereinigten Ergebnisses je Aktie siehe Kapitel "Darstellung der Ertragslage"). Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten (Definition siehe Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem") belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf €618 Millionen, was einem Anstieg um €24 Millionen beziehungsweise 4 Prozent gegenüber €594 Millionen im Geschäftsjahr 2017 entspricht. Die im Berichtszeitraum getätigten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von €1.254 Millionen (Vorjahr: €1.022 Millionen) waren geringer als der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von €1.571 Millionen (Vorjahr: €1.728 Millionen). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return on Capital Employed, RoCE) lag im Geschäftsjahr 2018 bei 20,5 Prozent und verbesserte sich gegenüber 14,9 Prozent im Vorjahr. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Steigerung des Betriebsergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern von €847 Millionen auf €1.263 Millionen zurückzuführen (hinsichtlich Definition sowie Details zur Berechnung des RoCE siehe Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem" beziehungsweise Kapitel "Darstellung der Vermögenslage"). Die Brutto-Cash-Position (Definition: siehe Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem") betrug am 30. September 2018 €2.543 Millionen, was einem Anstieg um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von €2.452 Millionen entspricht. Der bereits erläuterte Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten von €618 Millionen überstieg die Dividendenzahlung von €283 Millionen für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Rückzahlung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von €321 Millionen (darin enthalten die Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von €300 Millionen aus der Finanzierung des Erwerbs von International Rectifier). Die Netto-Cash-Position (Definition: siehe Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem") erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 64 Prozent und lag zum Ende des Geschäftsjahres 2018 bei €1.011 Millionen (30. September 2017: €618 Millionen). Erhöhung der Dividende um 8 Prozent geplantUnsere Dividendenpolitik setzt darauf, einerseits unsere Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen und andererseits auch in Zeiten stagnierender oder rückläufiger Ergebnisse zumindest eine konstante Dividende auszuschütten. Für das Geschäftsjahr 2018 soll der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Februar 2019 aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gegenüber dem Vorjahr um 2 Cent oder 8 Prozent höhere Dividende von €0,27 je Aktie vorgeschlagen werden. Dividende je Aktie für die Geschäftsjahre 2010 bis 2018in €-Cent
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Vorschlag an die ordentliche Hauptversammlung
am 21. Februar 2019. Entwicklung der HalbleiterindustrieBetrachtung des Geschäftsjahres 2018 (in Euro)Der weltweite Halbleiterumsatz betrug im Geschäftsjahr 2018 €392,020 Milliarden (Quelle: Halbleiterbranchenverband WSTS). Dies entspricht einem Anstieg um 10,8 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahreszeitraums von €353,966 Milliarden. Das Wachstum ist wie im Vorjahr auf den Preisanstieg der Produktkategorie Speicher zurückzuführen. Diese Produktkategorie - hierzu zählen im Wesentlichen DRAM- und Flash-Speicherprodukte - wuchs um 34 Prozent und repräsentierte mit €133 Milliarden rund 34 Prozent des gesamten Halbleitermarktes. Der Halbleitermarkt ohne Speicherprodukte wuchs um 1,7 Prozent. Infineon hat im gleichen Zeitraum seinen Umsatz um 7,6 Prozent gesteigert. Betrachtung des Kalenderjahres 2017 (in US-Dollar)Im Kalenderjahr 2017 erreichte der weltweite Halbleiterumsatz eine Größe von US$429,674 Milliarden; ein Anstieg um 21,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr von US$352,597 Milliarden (Quelle: Marktforschungsunternehmen IHS Markit). Nur die vier größten Wettbewerber hatten einen Marktanteil von mehr als 5 Prozent. Samsung kam mit einem Umsatz von US$62,031 Milliarden auf 14,4 Prozent, und Intel erreichte mit einem Umsatz von US$61,406 Milliarden einen Anteil von 14,3 Prozent. Mit großem Abstand folgen die beiden Speicherhersteller SK Hynix (Umsatz von US$26,638 Milliarden; Marktanteil von 6,2 Prozent) und Micron (Umsatz von US$22,843 Milliarden; Marktanteil von 5,3 Prozent). Infineon steht mit einem Umsatz von US$8,148 Milliarden und einem Marktanteil von 1,9 Prozent auf Position 13. Die 20 größten Halbleiterhersteller im Kalenderjahr 2017Umsatz in Milliarden US$Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "Competitive Landscaping Tool - 2018 (Q2 Update)", August 2018. In dieser Betrachtung sind Frontend-Auftragsfertiger nicht enthalten. Samsung, SK Hynix und Micron sind führend im Bereich Speicher. Die drei Firmen erzielten aufgrund des Speicherbooms die höchsten Umsatzwachstumsraten von 53,6 Prozent beziehungsweise 81,2 Prozent beziehungsweise 79,7 Prozent. Intel ist führend im Bereich Prozessoren. In den Produktkategorien Speicher und Prozessoren ist Infineon nicht tätig. Somit steht Infineon mit diesen vier Unternehmen bei diesen Produktkategorien nicht im direkten Wettbewerb. Von den 20 größten Halbleiterfirmen stehen folgende Firmen im Wettbewerb zu Infineon: Samsung (nur bei Sicherheits-ICs; dieser Umsatz beträgt unter 1 Prozent des Umsatzes von Samsung), Texas Instruments, Toshiba, NXP, STMicroelectronics, Renesas und ON Semiconductor. Die 20 größten Unternehmen repräsentierten 74,4 Prozent (Vorjahr: 70,5 Prozent) des globalen Umsatzes. Die verbleibenden 25,6 Prozent (Vorjahr: 29,5 Prozent) verteilten sich auf über 1.500 weitere Halbleiterunternehmen. Die Halbleiterbranche ist also sehr stark fragmentiert. Je nach Produktkategorie ist der Konsolidierungsprozess mehr oder weniger weit fortgeschritten. Im Juli 2018 wurde die im Oktober 2016 angekündigte Übernahme von NXP durch Qualcomm abgesagt. Die geplante Übernahme von Qualcomm durch Broadcom kam ebenfalls nicht zustande. Sie wurde im November 2017 angekündigt und im März 2018 abgesagt. Bezüglich des regionalen Absatzes von Halbleitern spielt China seit Jahren die dominierende Rolle. 47 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) aller Halbleiter wurden im Kalenderjahr 2017 dort verbaut. In China spielen die Auftragsfertiger - in der Branche auch EMS (Electronic Manufacturing Services) genannt - eine besondere Rolle. Diese Firmen fertigen Elektronikprodukte für meist westliche Auftraggeber. Das Geschäftsmodell spielt vor allem bei Gebrauchsgütern sowie bei Produkten der Informations- und Telekommunikationsindustrie wie Servern, PCs, Notebooks und Mobiltelefonen eine bedeutende Rolle. Ein Großteil der in China verbauten Halbleiter wird als Teil des Endprodukts wieder exportiert. Weltweiter Halbleiterabsatz 2017 in Höhe von US$430 Milliarden nach RegionenQuelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "Application Market Forecast Tool - Q3 2018", September 2018. Bezüglich des Beschaffungsvolumens vereinnahmen die 20 größten Firmen mit US$191 Milliarden 44,3 Prozent des gesamten Marktes. Wie bei den Halbleiterherstellern führen wenige Firmen die Rangliste deutlich an. Hier sind Apple und Samsung die mit Abstand größten Halbleiterkäufer. Die 20 größten Halbleiterkäufer im Kalenderjahr 2017Einkaufsvolumen in Milliarden US$Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "OEM Semiconductor Spend Tracker - H1 2018", Juli 2018. Durch den großen Erfolg der chinesischen Hersteller in den letzten Jahren, insbesondere im Bereich Smartphones, stieg die Zahl der chinesischen Halbleiterkäufer von zwei im Jahr 2013 auf sieben im Jahr 2017: Lenovo, Huawei, Oppo, Xiaomi, Vivo, ZTE und TCL. Mit Bosch und Continental sind zwei europäische Unternehmen unter den Top 20 vertreten. Dass der Markt für Automobilhalbleiter ein überdurchschnittliches Wachstum aufweist, zeigt sich auch an der Entwicklung von Bosch. Nach US$2,7 Milliarden Einkaufsvolumen und Platz 19 im Jahr 2013 lag Bosch im Jahr 2017 mit einem Einkaufsvolumen von US$4,9 Milliarden auf Platz 14. GeschäftsausrichtungKonzernstrategieWir wollen weiter wachsen und Wert schaffen. Sowohl für unsere Kunden und unsere Aktionäre als auch für unsere Mitarbeiter und die Gesellschaft. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir uns auf globale Megatrends ausgerichtet, die die Welt von heute maßgeblich prägen: demografischer und sozialer Wandel, Klimawandel und Ressourcenknappheit, Urbanisierung und digitale Transformation. Die Fokussierung auf Energieeffizienz, Mobilität, Sicherheit, das Internet der Dinge (IoT) und Big Data eröffnet uns überdurchschnittliches Wachstumspotenzial, welches wir mit innovativen Ansätzen nutzen wollen. Wir leisten mit unseren Produkten und Lösungen einen unmittelbaren Beitrag zur Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit und sind deshalb auch als Arbeitgeber besonders attraktiv. Laut den Vereinten Nationen werden im Jahr 2030 rund 8,6 Milliarden Menschen auf der Erde leben, eine Milliarde mehr als heute. Dank besserer Versorgung und Fortschritten in der Medizin leben die Menschen immer länger. Gleichzeitig werden fossile Brennstoffe knapper und bisherige Konzepte - etwa für Verkehr, Industrie und Kommunikation - stoßen an ihre Grenzen. Mikroelektronik leistet einen entscheidenden Beitrag, um die immer zahlreicheren Menschen mit Energie zu versorgen, ihnen einen höheren Lebensstandard zu ermöglichen und dabei die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. "Mehr aus weniger" lautet das Ziel. Halbleiter machen erneuerbare Energiequellen überhaupt erst nutzbar. Ferner reduzieren sie den Strombedarf elektrisch betriebener Geräte, von denen es nicht zuletzt dank der oben beschriebenen Entwicklungen immer mehr gibt. Darüber hinaus ermöglichen Halbleiter Systeme, mit denen Verkehrsmittel sauberer, sicherer und intelligenter werden, und bilden das technologische Fundament der modernen Kommunikation und Datentechnik. Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit sind daher ohne Halbleiter nicht denkbar. Das gilt umso mehr, je stärker die reale und die digitale Welt miteinander verschmelzen. Mit der Digitalisierung und Vernetzung steigt die Produktivität industrieller Fertigungsprozesse. Diese Entwicklung, auch Industrie 4.0 genannt, geht weit über die Automatisierung hinaus. Die Landwirtschaft erzielt zum Beispiel dank Digitalisierung mit umweltschonenderen Verfahren höhere Erträge. Und auch dem Endverbraucher eröffnet der digitale Wandel neue Möglichkeiten. Grundvoraussetzung ist, dass der Austausch von Daten vor Missbrauch geschützt und damit die Akzeptanz der zunehmenden Vernetzung gewährleistet ist. Strategische Leitlinie:Stärkung des Kerngeschäfts und Erschließung neuer WachstumsmärkteMit der strategischen Ausrichtung auf die oben genannten Megatrends sichern wir das langfristige strukturelle Wachstum von Infineon. Wie wir in den einzelnen Märkten agieren, hängt von unserer Wettbewerbsposition ab, die wir im Hinblick auf Technologien, Produkte und Applikationsverständnis analysieren. Für unsere Ausgangssituation ergeben sich dadurch drei mögliche Kategorien: das Kerngeschäft (core), angrenzende Geschäfte (adjacent) und neue Anwendungen (new). Zum Kerngeschäft gehören all jene Bereiche, in denen wir die Applikationen vollumfänglich verstehen oder die zugrunde liegenden Technologien beherrschen und für die wir folglich ein differenzierendes Produktportfolio anbieten können. Hier wollen wir mindestens mit dem Markt wachsen und so unsere führenden Positionen sichern oder sogar ausbauen ("grow in scale"). Ein Beispiel: Leistungshalbleiter kommen bei der Erzeugung, Übertragung und Nutzung elektrischer Energie zum Einsatz. Wir verstehen, wie die dabei eingesetzten Systeme elektrische Energie wandeln, und liefern für diesen Zweck besonders kompakte und energieeffiziente MOSFETs und IGBTs. Als unangefochtener Weltmarktführer in diesem Bereich gestalten wir mit einem breiten Technologie- und Produktportfolio aktiv den Übergang bestimmter Applikationen zu neuen Halbleitermaterialien wie Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) und bieten unseren Kunden die optimale Lösung für ihren Bedarf. Mit unserer Hochvolumenfertigung erzielen wir Skaleneffekte, sind aber auch in der Lage, Kapazität bereitzustellen und gemeinsam mit den Kunden zu wachsen. Marktanteil bei diskreten Leistungshalbleitern und -modulen im Jahr 2017Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "Power Semiconductor Annual Market Share Report", September 2018. Das größte Wachstumspotenzial bieten Märkte, die an unser Kerngeschäft angrenzen, die wir bisher aber noch nicht oder nur zum Teil adressieren. Bereits entwickelte Technologien und Produkte können wir zum Beispiel mit vertretbarem Aufwand für weitere Applikationen adaptieren und so das Absatzpotenzial steigern. Und in den von uns bereits adressierten Anwendungsfeldern können wir unser Systemverständnis nutzen, um mit einem breiteren Produkt- und Lösungsportfolio mehr Umsatz zu erzielen ("grow in scope"). Der eingangs erwähnte Kern ist also nicht als ein statisches Portfolio von Aktivitäten zu verstehen. Vielmehr gehen die angrenzenden Bereiche mittelfristig in unserem Kerngeschäft auf, der Kern wächst, die Grenzen verschieben sich. Denn wenn wir in bestimmten Märkten Fortschritte hinsichtlich Technologie, Produkten und Applikationsverständnis erzielen, ändert sich auch ihre Klassifikation entsprechend. Um beim Beispiel der Leistungshalbleiter zu bleiben: "Power" zählen wir mit Stolz zu unseren originären Kernkompetenzen. Aber auch hier entwickeln wir uns kontinuierlich weiter. Wir erweitern unser Portfolio, um unseren Kunden neben der "Power" zunehmend auch Intelligenz anbieten zu können. Konkret bedeutet das, dass wir unser Angebot an effizienten Leistungstransistoren seit einiger Zeit gezielt um Lösungen ergänzen, mit denen diese in eine digitale Regelschleife eingebunden werden können. Die Produkte, die für die intelligente Ansteuerung der Schalter benötigt werden, sind tendenziell komplexer und höherwertiger, weil sie mehr Funktionalität integrieren. Angesichts immer komplexerer Systeme und kürzerer Entwicklungszeiten schätzen viele Kunden Lösungen, in denen wir "Power" und Intelligenz kombinieren. Technologischer Fortschritt ermöglicht auch völlig neue Anwendungsfelder, deren breite Kommerzialisierung erst noch bevorsteht. Mal sind es Innovationen in der Halbleitertechnologie, die den Impuls für neue Applikationen geben (beispielsweise Time-of-Flight-Technologie für 3D-Sensorik), mal sind es bahnbrechende Konzepte auf Kundenseite, die die Entwicklung geeigneter Halbleiterlösungen erfordern (etwa bei der Kombination verschiedener Sensortechnologien für die leichtere Interaktion zwischen Mensch und Maschine (englisch: "Human Machine Interaction", kurz: HMI)). Durch unser Engagement in diesen neuen Geschäftsfeldern wollen wir uns rechtzeitig eine gute Ausgangsposition in vielversprechenden Zukunftsmärkten verschaffen. Unser organisches Wachstum ergänzen wir gezielt durch Akquisitionen. Diese müssen drei Kriterien erfüllen: strategisch sinnvoll im obigen Sinne, finanziell vernünftig und kulturell passend. Ein Zukauf muss also entsprechend der strategischen Ausrichtung die Marktposition von Infineon stärken und unser Kompetenzspektrum sinnvoll ergänzen. Das akquirierte Geschäft muss unser Ergebnis steigern, zu unserem Margenziel von durchschnittlich mindestens 17 Prozent über den Zyklus beitragen sowie mindestens die Kapitalkosten verdienen. Und schließlich soll auch die Unternehmenskultur eines möglichen Akquisitionsziels zu der von Infineon passen oder sie sogar um wertvolle Elemente ergänzen. Strategische Handlungsfelder:Faktoren für die erfolgreiche UmsetzungIn den letzten Jahren haben wir ein stabiles Fundament geschaffen, um in unseren Zielmärkten erfolgreich zu sein. Wir haben uns auf Kernkompetenzen fokussiert, die angesichts globaler Megatrends heute gefragter sind denn je. Die hierfür nötige technische Expertise haben wir über viele Jahre aufgebaut und systematisch erweitert. Und weil gute Ideen erst durch ihren Markterfolg zur Innovation werden, haben wir auch die passenden Konzepte entwickelt, um unsere Strategie wertschaffend umzusetzen. Im Zentrum steht unser strategischer Ansatz "Vom Produkt zum System", durch den wir unsere gesamte Wertschöpfungskette auf den Erfolg des Kunden ausrichten. Dieser Ansatz wird durch weitere Elemente flankiert: durch eine fest verankerte Innovationskultur, das kontinuierliche Streben nach Technologieführerschaft, ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein, differenzierende Eigenfertigung und eine auf die verschiedenen Märkte zugeschnittene Vertriebsstrategie. Wir sind dadurch in der Lage, unseren Kunden führende Produkte, höchste Qualität und Liefersicherheit zu bieten und so das Ziel zu erreichen, profitabel und schneller als der Markt zu wachsen. Der strategische Ansatz "Vom Produkt zum System" prägt unser HandelnUnser strategischer Ansatz "Vom Produkt zum System" geht deutlich über das Denken in Technologien und Produkten hinaus. Wir wollen verstehen, was die Märkte verlangen und wie sie sich verändern. Nur dann können wir auch verstehen, wie wir im Gegenzug die Märkte verändern können. Wir betrachten daher nicht nur die direkten Absatzmöglichkeiten für unsere Produkte, sondern ebenso die Erfolgsfaktoren unserer Kunden und die Entwicklung der Endmärkte. Wir wollen frühzeitig erkennen, wenn sich die Basis unseres Geschäfts verändert. Nur dann können wir rechtzeitig entsprechend handeln, nachhaltige Differenzierung in Wachstumsapplikationen sicherstellen und das Ergebnis steigern. Damit das gelingt, müssen wir verstehen, in welchem Umfeld die Produkte unserer Kunden eingesetzt werden, wie sie in größere Systeme eingebettet sind, mit welchen anderen Geräten sie interagieren, welche Anforderungen an sie gestellt werden und welche Funktion sie erbringen sollen. Und wir müssen berücksichtigen, welche aktiven und passiven Komponenten sie verwenden, welche Algorithmen zum Einsatz kommen und welche Fähigkeiten unsere Kunden im Wertschöpfungsprozess einbringen. Mit diesem Wissen können wir unsere Kompetenz noch besser ausspielen: Wir übersetzen das technologisch Mögliche in ein marktfähiges Produkt, das den größtmöglichen Nutzen für unseren Kunden stiftet. Sensorsysteme erfassen beispielsweise nicht nur Umgebungsinformationen, sondern interpretieren und verarbeiten die gewonnenen Daten, um eine bestimmte Aktion zu initiieren. Digitale Regelung ermöglicht bei Stromversorgungen einen hohen Wirkungsgrad sowohl bei niedriger als auch bei hoher Belastung. Sicherheitscontroller müssen erlaubte Zugriffe von unerlaubten unterscheiden können. In allen drei Fällen wird neben den Hardware-Komponenten auch mehr oder weniger umfangreiche Software benötigt. Systemverständnis bedeutet deshalb zu einem gewissen Teil auch: Software-Verständnis. Systemverständnis bildet die Brücke zwischen Basistechnologie und ZielapplikationTechnologiekompetenz ist seit jeher die Grundlage unseres Geschäftsmodells, und zwar in Form von diskreten Bauelementen, integrierten Lösungen oder Produkten, die sowohl analoge als auch digitale Funktionalität bieten (sogenannte Mixed-Signal-Komponenten). Unser breites Portfolio reicht von Einzelkomponenten bis hin zu Lösungen mit hardwarenaher Software. Dadurch sind wir in der Lage, Kunden mit ganz unterschiedlichen Ansätzen zielgerichtet zu unterstützen. So gibt es Abnehmer, die sich durch ihre eigene Software vom Wettbewerb differenzieren und die von uns die erforderliche Hardware beziehen. Einen Schritt weiter gehen wir bei Automotive-Mikrocontrollern oder Sicherheitscontrollern, die wir mit spezieller Firmware liefern. Diese ermöglicht gewissermaßen die Grundfunktionalität der Hardware und ist nicht veränderbar. Weiter reichende Funktionen können schließlich durch zusätzlichen Programmcode realisiert werden. Die zweite Generation unserer digitalen Motorsteuerungsplattform iMOTION(tm) wurde zum Beispiel für den Einsatz in Haushaltsgroßgeräten entwickelt und umfasst standardmäßig ein Entwicklungskit, das den Prioritäten unserer Kunden in diesem Markt Rechnung trägt: niedrigere Systemkosten, kompakter Aufbau, geringer Entwicklungsaufwand, kurze Entwicklungszeiten und hohe Zuverlässigkeit. Der iMOTION(tm)-Baustein enthält bereits alle Algorithmen für die Ansteuerung eines Elektromotors, es müssen nur wenige anwendungsspezifische Parameter festgelegt werden, um die Programmierung abzuschließen. Weil wir in Systemen denken, können wir all diese unterschiedlichen Herangehensweisen unterstützen. Nicht immer ist es die vollumfängliche Lösung, die den größten Mehrwert für den Kunden schafft. Mitunter genügen Standardkomponenten. Dennoch entsteht aus dem Systemverständnis ein Wettbewerbsvorteil, weil wir es im Dialog mit unseren Kunden und zur Entwicklung besserer Produkte nutzen können. In den letzten Jahren haben wir unsere Aktivitäten im Bereich Software intensiviert, sowohl durch strategische Partnerschaften als auch durch eigene Entwicklung. Die Fortschritte werden zunehmend sichtbar und kommen unseren Kunden zugute. Die zweite Generation unserer erfolgreichen Automotive-Mikrocontroller-Familie AURIX(tm) kann beispielsweise die von unseren Radarchips erfassten Signale vorverarbeiten. Dieses sogenannte Pre-Processing haben wir zwar in Hardware realisiert, dazu waren wir jedoch erst deshalb in der Lage, weil wir die zugrunde liegenden Algorithmen verstanden haben. Technologieführerschaft erzeugt Mehrwert für KundenKunden entscheiden sich für Infineon, weil wir für höchste Qualität, Zuverlässigkeit und technologischen Vorsprung stehen. Unsere Ingenieure antizipieren bereits viele Herausforderungen, noch bevor unsere Kunden davon betroffen sind. Wir erfüllen die hohen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie, erzielen die höchsten Wirkungsgrade beim Schalten von Strom und liefern Lösungen für die herausforderndsten Sicherheitsprojekte der Welt. Außerdem sind wir in der Lage, dieses spezifische Know-how im gesamten Konzernverbund zu nutzen. Ein Beispiel: Seit 31. März 2018 müssen alle neuen Pkw- und leichten Nutzfahrzeuge-Modelle in der EU über eine automatische Notruffunktion (kurz: eCall) verfügen. Das betrifft circa 20 Millionen Neuwagen jährlich. Bei einem Unfall dient eCall dazu, eigenständig einen Notruf über das Mobilfunknetz an die Notrufzentrale abzusetzen. Dabei werden zum Beispiel Standortdaten, die genaue Unfalluhrzeit, Zahl der Insassen und Art des Treibstoffs übermittelt. Für die Identifizierung des Fahrzeugs im Mobilfunknetzwerk wäre normalerweise eine SIM-Karte nötig. Nun erledigt das ein fest verbauter eSIM-Chip von Infineon. Neben dem eCall ermöglicht die eSIM noch viele weitere Funktionen, die die Fahrt in Zukunft sicherer und komfortabler machen - zum Beispiel die Aktualisierung von Software over-the-air (SOTA), Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation oder auch On-Board-Multimedia. Für die Entwicklung von eSIMs bündelt Infineon die Expertise aus den Bereichen Sicherheit, Telekommunikation und Automotive. Bereits vor zehn Jahren hat Infineon eSIM-Chips entwickelt und ist heute führend bei ihrer automobilen Implementierung. Darüber hinaus nutzen wir unsere technologische Führungsposition, um systematisch zusätzliche Kompetenzen aufzubauen und so unser Kerngeschäft zu stärken und zu verbreitern - zum Beispiel, wenn sich die Anforderungen unserer Märkte verändern, aber auch wenn wir in einem angrenzenden Geschäftsfeld langfristiges Wachstumspotenzial sehen. So haben wir als Marktführer frühzeitig an neuen Materialien für Leistungshalbleiter geforscht. Insbesondere Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) eignen sich gut für den Einsatz in der Leistungselektronik. Typischerweise sind diese Komponenten teurer als siliziumbasierte Produkte, eröffnen aber dank neuer Systemarchitekturen viele Dimensionen an zusätzlichem Kundennutzen wie zum Beispiel eine kleinere Baugröße, einen höheren Wirkungsgrad und auch geringere Systemkosten. Die Realisierung dieser Vorteile geht einher mit einem höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwand für unsere Kunden. Um die Einführung solcher neuen Technologien zu unterstützen, arbeiten wir deshalb einerseits eng mit innovationsstarken Kunden zusammen und erleichtern andererseits weniger technologieorientierten Kunden den Umstieg durch passende Lösungen. Angesichts der zunehmenden Relevanz von SiC für bestimmte Leistungshalbleiter-Applikationen haben wir im Februar 2018 einen langfristigen, strategischen Liefervertrag mit Cree, Inc. (USA) geschlossen. Damit sichern wir unsere Versorgung mit fortschrittlichsten SiC-Wafern von 150 Millimeter Durchmesser und bereiten uns auf weiteres strukturelles Wachstum in der Automobil- und Industrieelektronik vor. Wir haben nun alle Voraussetzungen geschaffen, um auch künftig im wachsenden SiC-Markt erfolgreich zu sein: Zugang zu qualitativ hochwertigen Wafern, führende Technologie auf Produktebene (Trench-MOSFET) und Modul-Expertise. Ausgehend von unserer Technologieführerschaft bei Transistoren wollen wir auch unsere Position bei Lösungen für deren Ansteuerung stärken und unser Produktportfolio erweitern. Als Nummer eins bei MOSFETs und IGBTs sehen wir interessante Möglichkeiten, um in diesem Bereich stärker als bisher zu wachsen. Diese Vorgehensweise ist exemplarisch für die oben erläuterte Strategie, aus einem starken Kerngeschäft heraus in angrenzende Märkte vorzudringen. Auf dem Gebiet der Sensorik haben wir vor vielen Jahren bewusst neues Terrain betreten - im Wissen, dass die Erfassung von Umgebungsdaten in unseren Zielmärkten massiv an Bedeutung gewinnen wird. Heute haben wir ein umfassendes Portfolio an Sensoren für diverse Systeme im Auto, für mobile Endgeräte, Unterhaltungselektronik und das Internet der Dinge. Das Beispiel der Silizium-Mikrofone zeigt, dass wir flexibel agieren und uns auf Markterfordernisse einstellen: Inzwischen bieten wir unsere führende MEMS-Technologie (Mikroelektro-mechanische Systeme) auch im eigenen Gehäuse an und arbeiten zusammen mit unserem Partner XMOS, um Hard- und Software für zuverlässige Sprachsteuerung zu optimieren. Innovation ermöglicht DifferenzierungInnovation ist einer der grundlegenden Erfolgsfaktoren in der Halbleiterindustrie, so differenzieren wir uns vom Wettbewerb. In der Vergangenheit hat Infineon immer wieder gezeigt, dass wir durch Technologie- und Produktinnovation schneller als der Markt wachsen und die Profitabilität steigern können. Doch die Herausforderungen wachsen: Der Wettbewerb wird intensiver und es bedarf eines immer breiteren Technologieportfolios, um in unseren Märkten in allen Applikationen wettbewerbsfähig zu sein. Auch nimmt der Entwicklungsaufwand mit jedem weiteren Schritt überproportional zu, denn die Technologien nähern sich sukzessive physikalischen Grenzen. Dieser Umstand unterstreicht die Bedeutung von Skaleneffekten und den Zusammenhang zwischen Technologieführerschaft und Größe. Bisherige Erfolgskonzepte greifen unter diesen Bedingungen zu kurz und müssen entweder erweitert oder durch neue ersetzt werden. Innovation und Systemdenken ergänzen sich daher ideal. Wir überlegen uns, welches die Schlüsselfaktoren sind und wie wir mehrere innovative, manchmal auch scheinbar nur kleinere Schritte zu einem größeren Ganzen zusammenfügen, das dann wiederum einen spürbaren, zusätzlichen Kundennutzen liefert. Und so umfasst unser Innovationsanspruch heute alle Bereiche unseres Unternehmens: Logistik, Fertigungstechnik, Technologie, Produkte, Systemlösungen und Zusammenarbeit mit Kunden. Je nach Markterfordernis setzen wir unterschiedliche Schwerpunkte. Innerhalb des Konzerns agieren einige Einheiten wie Start-ups, andere verwenden einen umfassenden Ansatz, um neues Differenzierungspotenzial zu erschließen. Natürlich nutzen sie dabei das gesamte Spektrum der Möglichkeiten und Kompetenzen, die Infineon bietet. Möglich wird das durch eine ausgeprägte Kultur der Zusammenarbeit, die für uns ein nachhaltig differenzierendes Element darstellt. Eine besondere Rolle spielt dabei die digitale Transformation, von der wir als global tätiger Halbleiterhersteller in zweierlei Hinsicht profitieren: als Anwender sowie als Anbieter digitaler Lösungen. In unseren weit über 100 Digitalisierungsprojekten erzielen wir gute Fortschritte. So vernetzen wir zum Beispiel unsere Standorte und organisieren unsere globalen Lieferketten wie eine virtuelle Fabrik. Im Vertrieb verbessern wir mit neuen Methoden zur Analyse von Big Data unser Cross-Selling und können damit den Bedarf unserer Kunden noch zielgerichteter bedienen. Mit Initiativen wie diesen bauen wir digitale Kompetenz auf und werden noch wettbewerbsfähiger. Um das Potenzial des digitalen Wandels bestmöglich zu nutzen, verfolgen wir einen explorativen Ansatz. Auf diese Weise sammeln wir anhand konkreter Anwendungsfälle Erfahrungen und nähern uns der Lösung in einem iterativen Prozess. Die Digitalisierung bietet also einerseits die Chance, unsere Wertschöpfung zu optimieren. Andererseits sehen wir, dass durch sie in unseren Märkten ein signifikantes Umsatzwachstumspotenzial entsteht, beispielsweise im Bereich des automatisierten Fahrens oder bei der Steuerung von Geräten und Maschinen durch Stimme und Gesten. Die Hersteller wetteifern darum, im Entstehen begriffene Märkte möglichst früh und mit der innovativsten Lösung zu bedienen. Dadurch entsteht ein Bedarf für entsprechende Halbleiterlösungen, den wir mit unserem Portfolio an Sensoren, Mikrocontrollern, Leistungshalbleitern und Sicherheitscontrollern sowie mit spezifischer Software bedienen und uns somit von unseren Wettbewerbern differenzieren. Mit dem neuen Entwicklungszentrum in Dresden (Deutschland) werden wir die Attraktivität unseres Angebots künftig weiter steigern. Dessen Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Lösungen für Automobil- und Leistungselektronik sowie für Künstliche Intelligenz (KI). Angesichts der zunehmenden Vernetzung von Verkehrssystemen spielen Algorithmen, KI und das Internet der Dinge bereits heute eine zentrale Rolle. Langfristig werden wir das Know-how nutzen, um auch in anderen Zielmärkten KI-Lösungen anzubieten. In Dresden treffen Entwicklung, Design und Fertigung aufeinander. Hier heben wir Synergien und sind in der Lage, neue Produkte schneller zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Die Digitalisierung verändert auch die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten. Hier haben wir erfolgreich neue Konzepte etabliert, die keinem hierarchischen Ansatz folgen, sondern auf der Eigeninitiative der Mitarbeiter basieren. Langfristig erfordert dies neue Prozesse und Methoden, die den veränderten Arbeits- und Führungsweisen gerecht werden. Eigenfertigung bietet strategischen VorteilAll unsere Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, Mehrwert für den Kunden und Differenzierungspotenzial für uns zu schaffen. Das gilt auch für die Fertigung. Wir fertigen Produkte selbst, wenn wir uns dadurch vom Wettbewerb durch niedrigere Kosten oder höhere Performance abheben können. Bei Standardtechnologien arbeiten wir hingegen vornehmlich mit Auftragsfertigern zusammen. In erster Linie sind das hochintegrierte Produkte wie Mikrocontroller und Chipkarten-ICs. So nutzen wir unser eingesetztes Kapital am effektivsten und optimieren unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung. In vielen Anwendungsfeldern, etwa bei Leistungselektronik und Sensorik, verschaffen uns unsere herausragende Fertigungstechnik und unser Prozess-Know-how einen strategischen Vorteil, weil wir dadurch differenzierende Komponenten anbieten können. So haben wir vor einigen Jahren als erstes Unternehmen weltweit hochintegrierte Radarsensor-ICs für den Frequenzbereich von 77 Gigahertz entwickelt, die auf der Siliziumgermanium-Technologie basieren. Das senkt die Kosten für Radarsysteme, die deshalb zunehmend auch in Fahrzeugen unterhalb der Premiumklasse eingesetzt werden und den Straßenverkehr sicherer machen. Im Frontend stellt unsere 300-Millimeter-Dünnwafer-Fertigung für Leistungshalbleiter einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil dar. Die verfügbare Reinraumfläche in Dresden (Deutschland) statten wir sukzessive mit weiteren Anlagen aus und profitieren dadurch von der höheren Produktivität und dem geringeren Kapitaleinsatz im Vergleich zur Fertigung auf 200-Millimeter-Wafern. Am 18. Mai 2018 haben wir darüber hinaus den Bau einer zweiten, vollautomatisierten 300-Millimeter-Fabrik am Standort Villach (Österreich) angekündigt. Damit schaffen wir als Marktführer bei Leistungshalbleitern die Grundlage für langfristiges, profitables Wachstum. Über einen Zeitraum von sechs Jahren investieren wir insgesamt rund €1,6 Milliarden. Die Bauarbeiten haben im November 2018 begonnen, die Fertigung soll Anfang 2021 starten. Wir erwarten, dass die Reinraumfläche der 300-Millimeter-Fertigung in Dresden bis dahin ausgelastet ist. Das geschätzte zusätzliche Umsatzpotenzial durch die neue Fabrik liegt bei circa €1,8 Milliarden pro Jahr. In Villach werden wir auf den Automatisierungs- und Digitalisierungskonzepten aus Dresden aufsetzen und diese im Verbund weiterentwickeln, um die Produktivität zu erhöhen und um Synergien bei Systemen und Prozessen an beiden Standorten sicherzustellen. Durch die signifikante Erweiterung unserer Fertigungskapazitäten senden wir außerdem ein starkes Signal an unsere Kunden: Infineon ist der ideale Partner für künftiges Wachstum. Wesentliche Aspekte bei der Ausrichtung unserer Fertigungslandschaft sind neben Innovationskraft und Lieferfähigkeit auch Qualität und Kosten. Innovation von Fertigungsprozessen findet schwerpunktmäßig in Europa statt. Unsere asiatischen Standorte haben den Fokus auf Effizienz und sollen das weitere Wachstum abdecken. In Kulim (Malaysia) haben wir die Kapazität des zweiten Fertigungsmoduls wie geplant gesteigert. Damit stellen wir auch unsere Lieferfähigkeit sicher, die besonders für unsere Automobilkunden von großer Bedeutung ist. Der starke Ausbau der Elektromobilität in der Automobilindustrie führt zu einem wachsenden Bedarf an Leistungshalbleitern. Gemeinsam mit der SAIC Motor Corporation Ltd. haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Joint Venture zur Fertigung von Leistungshalbleiter-Modulen gegründet. Das Joint Venture SIAPM (SAIC Infineon Automotive Power Modules (Shanghai) Co., Ltd.) bietet Leistungshalbleiterlösungen für Elektrofahrzeuge in China, dem weltweit größten und am schnellsten wachsenden Markt für Elektromobilität. Seit August 2018 läuft die Serienfertigung am Standort von Infineon in Wuxi. SAIC Motor ist als größter Autoproduzent in China ein sehr guter Partner, um die Position von Infineon weiter zu stärken und auszubauen. Indem wir unsere Kräfte bündeln, können wir unsere Fertigungskapazitäten deutlich erweitern und die stetig wachsende Nachfrage im gesamten chinesischen Markt bedienen. Zusammen wollen wir unsere Geschäfte noch stärker ausbauen - mit Produkten, die genau auf die Bedürfnisse der chinesischen Elektrofahrzeugindustrie zugeschnitten sind. Flexible Vermarktungsansätze ermöglichen Anpassung an sich schnell verändernde MärkteUm mehr Kunden zu erreichen, werden wir in Zukunft noch flexibler vorgehen und neue Ansätze entwickeln. Infineon ist in der Vergangenheit durch eine enge Zusammenarbeit mit Schlüsselkunden gewachsen. Mit diesen haben wir erfolgreich Produkte definiert und den Markt dafür dann in der Breite erschlossen. Eine Vielzahl kleinerer Kunden erreichen wir über Distributoren. Das große Potenzial des Distributionskanals werden wir noch stärker mit konfigurierbaren Standardprodukten für den breiten Markt ausschöpfen. Hier sind wir in den letzten Jahren bereits gut vorangekommen, weil wir auf kurzfristige Lieferfähigkeit, kontinuierliche, zielgerechte Anpassung des Produktportfolios und eine enge Zusammenarbeit mit den Distributoren gesetzt haben. Mit der Digitalisierung und dem Internet der Dinge entstehen neue Geschäftsmodelle. Vom Thermostat bis hin zum Auto sind heute immer mehr Geräte mit dem Internet verbunden und gewinnen dadurch neue Funktionen hinzu. Die Hersteller konzentrieren sich in der Regel darauf, die Geräte durch die bestmögliche Erfassung und Verarbeitung von Daten "smart" zu machen. Mit der zugrunde liegenden Halbleitertechnologie können und wollen sie sich nicht beschäftigen. Für diese Anbieter wollen wir unsere Produkte und Lösungen einfacher verfügbar machen, etwa durch optimierte Produktkombinationen und Hilfestellung in Form von Referenzdesigns. Gerade hier können wir mit Systemverständnis punkten. Gleichzeitig bringen wir uns in Netzwerken aus Distributoren, Entwicklungsdienstleistern und Fertigungsdienstleistern ein. Diese Netzwerke ermöglichen es kleineren Firmen und auch Start-ups, Elektronik für neue Funktionen oder neue Endgeräte im Verbund zu entwickeln und herzustellen und damit das Internet der Dinge Realität werden zu lassen. Mit diesem breiten Vertriebsansatz wollen wir den Umsatz mit vorhandenen Technologien maximieren und letztlich auch die Rendite unserer Investitionen in Forschung und Entwicklung steigern. Strategische Ausrichtung der SegmenteInfineon gliedert sich heute in vier Segmente, deren strategische Ausrichtung sich aus der bereits beschriebenen Konzernstrategie ableitet. Diese Struktur hat sich über viele Jahre bewährt. Alle Aktivitäten werden damit primär einem von vier übergreifenden Themen zugeordnet. Das Geschäft mit Halbleitern für Automobilelektronik wird von Automotive verantwortet. Industrial Power Control konzentriert sich auf Leistungshalbleiter für industrielle Anwendungen, während Power Management & Multimarket die konsumentennäheren Applikationen und Stromversorgungen im Allgemeinen adressiert. Aktivitäten rund um klassische und neue Sicherheitsanwendungen sind im Segment Digital Security Solutions gebündelt. Diese Zuordnungen sind nicht im Sinne harter organisatorischer Trennungen zu verstehen. Da unsere Märkte immer mehr zusammenwachsen, passen auch wir unsere Vorgehensweise an und agieren zunehmend themenorientiert. Nicht zuletzt die digitale Transformation erfordert neue Ansätze. Teams aus unterschiedlichen Organisationseinheiten arbeiten losgelöst von gewohnten Zuständigkeiten zusammen, indem sie Verantwortung übernehmen oder abgeben. Das bedeutet auch, dass die Trends und Wachstumstreiber, die wir in diesem Geschäftsbericht beschreiben (siehe Kapitel "Wachstumstreiber"), oftmals mehrere Segmente betreffen. In solchen Fällen übernimmt ein Segment die Hoheit über das Gesamtsystem und entwickelt die Roadmap für die Applikation, während die Verantwortung für die benötigten Technologien und Produkte in den angestammten Organisationseinheiten verbleibt. Die Elektromobilität wirkt sich beispielsweise am stärksten auf Automotive aus, das folglich die Verantwortung für das System hat. Allerdings profitieren auch Industrial Power Control und Power Management & Multimarket vom Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur. AutomotiveDas Segment Automotive verfügt über mehr als 40 Jahre Erfahrung im Bereich der Automobilelektronik. Unser Fokus liegt auf den wesentlichen Applikationen innerhalb des Fahrzeugs: Antrieb, Sicherheit, Komfort. Wir profitieren in stärkerem Maße als andere Halbleiterhersteller sowohl vom Trend zur Elektromobilität als auch zum automatisierten Fahren. Beide Entwicklungen lassen den durchschnittlichen Halbleiterbedarf pro Fahrzeug besonders stark ansteigen und werden in den nächsten fünf Jahren für rund die Hälfte unseres Wachstums im Segment Automotive sorgen. Daneben profitieren wir weiterhin von neuen Funktionen in den Bereichen Lichttechnik, Komfort und Fahrsicherheit sowie von der weiteren Elektrifizierung der klassischen Fahrzeugfunktionen. Mit einem industrieweit führenden Portfolio an Leistungshalbleitern, Sensoren und Mikrocontrollern sind wir hervorragend positioniert, um einerseits die heutigen Systeme zu adressieren und andererseits den Wandel der Automobilbranche aktiv zu gestalten. Bei siliziumbasierten IGBTs und IGBT-Modulen sind wir unangefochtener Marktführer und treiben mit unserer Kompetenz die Entwicklung von Leistungshalbleitern auf Basis von Siliziumkarbid voran. Als Nummer zwei bei Sensoren profitieren wir schon heute stark von den immer zahlreicheren Fahrerassistenzsystemen. Mit zunehmendem Automatisierungsgrad steigt deren Stückzahl pro Fahrzeug. Langfristig werden Radarsysteme durch weitere Sensortechnologien ergänzt, worauf wir uns beispielsweise durch die Entwicklung einer Lidarlösung (Lidar: light detection and ranging) vorbereiten. Auch bei den Mikrocontrollern der AURIX(tm)-Familie profitieren wir vom Trend zur stärkeren Automatisierung. Sie steuern elektronische Systeme (zum Beispiel Lenkung und Bremse) und fungieren auch als Host-Controller, die die funktionale Sicherheit zentraler Rechenplattformen gewährleisten. Industrial Power ControlDas Segment Industrial Power Control ist spezialisiert auf die effiziente Wandlung elektrischer Energie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg: Erzeugung, Übertragung und Nutzung - mit dem Schwerpunkt bei elektrischen Antrieben. Die Anwendungen reichen von der Windkraftanlage über Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, Systeme zur Energiespeicherung bis hin zum Kühlschrank. Strategisch betrachtet sind diskrete IGBTs, ungehäuste IGBT-Chips, die der Kunde selbst weiterverarbeitet, IGBT-Module und zugehörige Treiber das Kerngeschäft von Industrial Power Control. Bei IGBT-basierten Leistungshalbleitern (diskrete und Module) ist Infineon Weltmarktführer. Diese Position wollen wir weiter ausbauen und Skalenvorteile sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in der Fertigung nutzen. Diesen Kern stärken wir, indem wir auch bei Siliziumkarbid die Technologieführerschaft anstreben und in ein attraktives Produktportfolio für unsere Kunden übersetzen. Das Know-how bezüglich der Anwendung von IGBTs nutzt Industrial Power Control, um in angrenzenden Produktbereichen zusätzliches Wachstumspotenzial zu erschließen. Das gilt zum einen für Produkte zur digitalen Leistungssteuerung einschließlich der Entwicklung von Treiber-Algorithmen und zum anderen für die sogenannten Intelligent Power Modules (IPM), also die Kombination aus Controller, Treiber und Schalter. Auf Basis dieses Portfolios adressiert Industrial Power Control einerseits besonders wachstumsstarke Anwendungsfelder wie Industrieautomatisierung, erneuerbare Energien und Haushaltsgeräte und bedient andererseits aufkommende Applikationen für Leistungshalbleiter wie zum Beispiel die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge oder elektrifizierte Nutzfahrzeuge. Power Management & MultimarketDas Segment Power Management & Multimarket umfasst das Geschäft mit Leistungshalbleitern für Energiemanagement, Komponenten für Mobilfunk-Infrastruktur und mobile Endgeräte sowie mit hochzuverlässigen Komponenten für spezielle Anwendungsumgebungen. Bei Leistungshalbleitern verfügt Power Management & Multimarket über führende Technologie für niedrige (bis 40 Volt), mittlere (von 40 Volt bis 500 Volt) und höhere Spannungen (über 500 Volt). Gemeinsam mit entsprechenden Treibern bilden die MOSFETs der CoolMOS(tm)- und OptiMOS(tm)-Familie den Schwerpunkt des Power Management & Multimarket-Leistungshalbleitergeschäfts. Zu den wachstumsstärksten Applikationen für diese Produkte gehören batteriebetriebene Geräte (meist in Verbindung mit bürstenlosen Gleichstrommotoren). Im weltweiten MOSFET-Markt ist Infineon die klare Nummer eins und profitiert sowohl bei Forschung und Entwicklung als auch in der Fertigung von Skaleneffekten. Das Portfolio an siliziumbasierten Leistungshalbleitern wird durch Schalter auf Basis von Galliumnitrid ergänzt. Darüber hinaus erweitert Power Management & Multimarket kontinuierlich sein Produktportfolio zur (digitalen) Leistungssteuerung und nimmt technologisch benachbarte Märkte in den Fokus, beispielsweise Point-of-Load-Controller für Rechenzentren oder Class-D-Audioverstärker. Bei letzteren haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Akquisition des dänischen Start-up-Unternehmens Merus Audio unser Portfolio erweitert. Im Hochfrequenz- und Sensorikgeschäft - dem zweiten Standbein von Power Management & Multimarket neben Leistungshalbleitern - verfügt Infineon über eine starke Technologiebasis bei MEMS (insbesondere Silizium-Mikrofone), Time-of-Flight für 3D-Kamera-Anwendungen sowie Radar und ist in den jeweiligen Märkten schon heute sehr erfolgreich. Zugleich lässt sich diese Expertise in immer mehr Anwendungsfeldern nutzen, die in den nächsten Jahren Fahrt aufnehmen dürften, beispielsweise Mensch-Maschine-Interaktion und Gesichtserkennung. Darüber hinaus bietet Power Management & Multimarket Hochfrequenzbausteine an, die beispielsweise für die Signalverstärkung in Mobiltelefonen oder für die Kommunikation zwischen Mobilgerät und Basisstation eingesetzt werden. Digital Security SolutionsDas Segment Digital Security Solutions verfügt über 30 Jahre Erfahrung in den anspruchsvollsten und weltweit größten Projekten für digitale Sicherheit. Grundlage für unsere Tätigkeit ist die umfassende Expertise bei klassischen Smartcard-Anwendungen. Die Kernkompetenz bei Bezahlkarten und hoheitlichen Dokumenten übertragen wir auf den wachstumsstarken Bereich der Embedded-Security-Anwendungen. Denn die Digitalisierung durchdringt immer mehr Bereiche des täglichen Lebens - und Sicherheit wird zum zentralen Aspekt für viele Anwendungen, beispielsweise im Bereich Computing, Automotive Security, Industrie 4.0 oder Smart Home. Ein wichtiger Unterschied zum Geschäft mit kartenbasierten Sicherheitslösungen besteht in der weniger ausgeprägten Sicherheitsexpertise unserer Kunden. Deshalb ist es hier besonders wichtig, die Kundensysteme zu verstehen und einfach zu integrierende Sicherheitslösungen anzubieten. Neben seiner Rolle als eigenständige Geschäftseinheit erfüllt das Segment Digital Security Solutions eine zweite wichtige Funktion innerhalb des Infineon-Konzerns, nämlich die, die drei anderen Segmente - gewissermaßen als Kompetenzzentrum - dabei zu unterstützen, Sicherheit als Funktion in ihre Systemlösungen zu integrieren und sich so zusätzliches Differenzierungspotenzial zu schaffen. Finanzziele unterstreichen unseren WachstumsanspruchAuch in den nächsten Jahren werden mehrere strukturelle Trends unser Wachstum treiben, insbesondere Elektromobilität, erneuerbare Energien, Fertigungsautomatisierung, Rechenzentren und eine steigende Zahl batteriebetriebener, vernetzter Geräte (die Beschreibung der wichtigsten Wachstumstreiber folgt im nächsten Kapitel) - teilweise noch stärker als in der Vergangenheit angenommen. In diesen Märkten haben wir uns dank unserer führenden Technologien, unseres Applikations- und Systemverständnisses und unserer differenzierenden Fertigungsexpertise eine hervorragende Position erarbeitet. Die sich dadurch bietenden Chancen wollen wir nutzen und weiterhin schneller als der jeweilige Markt wachsen. Dazu investieren wir konsequent. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Geschäftsziele im abgelaufenen Geschäftsjahr angepasst. Ziel 1: Durchschnittlich 9 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr (bisher 8 Prozent)Wir nehmen führende Positionen in unseren Kernmärkten ein, haben über die Jahre hinweg systematisch angrenzende Märkte erschlossen und sind mit unseren vier Segmenten auf die eingangs erwähnten Megatrends ausgerichtet. Diese entfalten eine ungebrochene, teilweise sogar eine sich weiter beschleunigende Nachfragedynamik für unsere Produkte. Unser strategischer Ansatz "Vom Produkt zum System" hilft uns dabei, bessere Lösungen aus unserer breiten Technologie- und Produktkompetenz zu entwickeln und so einen signifikanten Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Für diese werthaltigeren Lösungen sind sie auch bereit, mehr zu bezahlen. Darüber hinaus verbreitern wir durch maßgeschneiderte Vermarktungsstrategien unsere Kundenbasis und generieren dadurch mehr Geschäft. Im Geschäftsjahr 2018 betrug das Umsatzwachstum 8 Prozent, bei einem im Vergleich zum Vorjahr konstanten US-Dollar-Wechselkurs wären es knapp 12 Prozent gewesen. Angesichts der hohen Kundennachfrage erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 11 Prozent, plus oder minus 2 Prozentpunkte. Für die Geschäftsjahre im Anschluss an diesen Zeitraum erhöhten Umsatzwachstums gehen wir von einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 9 Prozent aus. Damit setzt Infineon seinen langjährigen Wachstumspfad fort: Unser heutiges Geschäft ist seit Beginn der Eigenständigkeit im Jahr 1999 organisch, das heißt ohne Berücksichtigung des Umsatzhubs durch die Akquisition von International Rectifier, jährlich durchschnittlich um rund 9 Prozent gewachsen. Ziel 2: 17 Prozent Segmentergebnis-Marge mit sukzessiver Steigerung über den Zyklus (bisher 17 Prozent)Wachstum ist nur eine Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Eine weitere ist die Profitabilität. Wenn wir nachhaltig profitabel arbeiten, bedeutet das, dass wir unsere Entwicklungen gezielt dort hinlenken, wo sie unseren Kunden am meisten nützen und von ihnen entsprechend honoriert werden. Darüber hinaus wollen wir auch in schwierigen Marktphasen unsere Entwicklungsaufgaben mit unverminderter Geschwindigkeit fortführen können. Im Zyklusdurchschnitt streben wir eine Segmentergebnis-Marge in Höhe von 17 Prozent vom Umsatz an und planen, diese sukzessive zu erhöhen. Dabei setzen wir sowohl auf Skaleneffekte und Kostenvorteile durch den steigenden Anteil der 300-Millimeter-Fertigung am gesamten Fertigungsvolumen als auch auf einen unterproportionalen Aufbau von Funktionskosten. Forschungs- und Entwicklungskosten dürfen sich parallel zum Umsatz entwickeln. Vertriebskosten sollen sich um 90 Prozent des Umsatzwachstums und allgemeine Verwaltungskosten um 60 Prozent des Umsatzwachstums erhöhen. Und nicht zuletzt ermöglichen uns die Technologieführerschaft und der strategische Ansatz "Vom Produkt zum System" eine höhere Differenzierung. Im Geschäftsjahr 2018 erzielten wir eine Segmentergebnis-Marge von 17,8 Prozent. Ziel 3: Investitionen in Höhe von 15 Prozent vom Umsatz (bisher 13 Prozent)Unsere Planung ist darauf ausgerichtet, die erforderliche Fertigungskapazität für das erwartete Wachstum bereitzustellen. Da das beschleunigte Wachstum insbesondere von starker Nachfrage nach Leistungshalbleitern getrieben wird, bei denen Infineon über eine wettbewerbsdifferenzierende Eigenfertigung verfügt, haben wir das Ziel für die Investitionsquote angepasst. Im Mittel sollen die jährlichen Investitionen 15 Prozent (vorher 13 Prozent) vom Umsatz betragen. Darin enthalten sind unverändert rund 2 Prozentpunkte für die Aktivierung von Entwicklungskosten gemäß IFRS; der Rest entfällt weit überwiegend auf Investitionen in Produktionsanlagen und IT-Ausrüstung. Das Wachstums- und das Investitionsziel sind eng miteinander verknüpft. Eine Erhöhung/Verminderung der Umsatzwachstumsrate gegenüber 9 Prozent zieht eine leicht unterproportionale Änderung der Investitionsquote nach sich. In den kommenden Jahren planen wir außerdem Investitionen in Höhe eines in Summe niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, um mögliche zusätzliche Umsatzchancen zu nutzen und strukturellen Veränderungen folgen zu können. Diese sind nicht in der oben beschriebenen Quote von 15 Prozent enthalten. Hinzu kommen bereits angekündigte Investitionen in Frontend-Reinräume und bestimmte größere Bürogebäude, darunter der 300-Millimeter-Reinraum und das Forschungs- und Entwicklungsgebäude am Standort Villach (Österreich). Im Geschäftsjahr 2019 fallen davon etwa €200 Millionen an. Bei einer Umsetzung dieser Maßnahmen wird es vorübergehend zu einer Investitionsquote deutlich oberhalb der im Zielgeschäftsmodell vorgesehenen Quote kommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Investitionsquote bei 16,5 Prozent. Kapitalstrukturziele belegen unsere ZuverlässigkeitUnseren Kunden ist es wichtig, mit Infineon einen verlässlichen Partner zu haben, der auch noch in vielen Jahren sicher liefert und dadurch ihr Wachstum ermöglicht. Unsere Fremdkapitalgeber verlassen sich darauf, dass Zins- und Rückzahlungen über einen langen Horizont sicher erfolgen. Diese langfristige Verlässlichkeit wollen wir auch als Arbeitgeber unseren Mitarbeitern bieten, und dies weit über ihr aktives Arbeitsleben hinaus bei der Altersversorgung. Entsprechend legen wir großen Wert auf eine solide Bonität. Dies spiegelt sich in unseren konservativen Kapitalstrukturzielen wider. Für unsere Bruttoliquidität streben wir einen Zielwert von €1 Milliarde plus 10 bis 20 Prozent des Umsatzes an. Mit dem fixen Sockelbetrag von €1 Milliarde halten wir eine solide Liquiditätsreserve für Eventual- und Pensionsverbindlichkeiten vor, welche unabhängig vom Umsatz sind. Darüber hinaus stehen uns mit 10 bis 20 Prozent des Umsatzes jederzeit ausreichend Barmittel zur Verfügung, um das operative Geschäft und die Entwicklungen für die Zukunft in allen Zyklusphasen finanzieren zu können. Für unsere Bruttofinanzschulden gilt die Obergrenze von höchstens dem Zweifachen des operativen Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization - EBITDA). Durch das moderate Verschuldungsniveau und das ausgeglichene Fälligkeitsprofil bis 2028 sind wir in der Lage, unsere Verbindlichkeiten unabhängig vom jeweiligen Kapitalmarktumfeld zuverlässig zu bedienen. Die Ratingagentur S&P Global Ratings (S&P) bewertet die Bonität von Infineon unverändert mit "BBB" (Ausblick "stabil"). Damit hält Infineon die derzeit beste S&P-Bewertung eines europäischen Halbleiterherstellers. Nachhaltige Wertsteigerung für unsere AktionäreUnsere Strategie hat sich bewährt. Infineon wächst nachhaltig profitabel. Aufgrund unserer operativen Rentabilität und unserer gesunden Kapitalstruktur sind wir finanziell handlungsfähig und können in künftiges Wachstum investieren. Die kontinuierliche Wertsteigerung hat sich in den letzten Jahren auch in einem stetig wachsenden Gewinn je Aktie und regelmäßigen Dividendenerhöhungen niedergeschlagen. Mit unserer Dividendenpolitik verfolgen wir das Ziel, die Anteilseigner angemessen an der wirtschaftlichen Entwicklung von Infineon zu beteiligen und auch in Zeiten langsameren Wachstums eine mindestens konstante Dividende ausschütten zu können. Relative Entwicklung der Aktie von Infineon, des DAX, des Philadelphia Semiconductor Index (SOX) sowie des Dow Jones US Semiconductor Index im Geschäftsjahr 2018 (Tagesschlusskurse)WachstumstreiberIn jedem der vier von Infineon adressierten Haupttrends - Energieeffizienz, Mobilität, Sicherheit sowie Internet der Dinge & Big Data - zeigen sich zahlreiche Anwendungsfelder mit hoher Entwicklungsdynamik. Diese Anwendungen bedienen wir mit unseren Lösungen und erzielen so nachhaltiges Wachstum. EnergieeffizienzErneuerbare EnergienDie Nutzung erneuerbarer Energiequellen ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Infineon profitiert davon, dass Wind- und Fotovoltaikkraftwerke je Gigawatt erzeugter Leistung ein Vielfaches an Leistungshalbleitern verglichen mit konventionellen Kraftwerken erfordern. Im Gegensatz zu Kohle-, Gas- oder Atomkraftwerken gibt es keine Turbine, die mit ihrem gleichmäßigen Lauf eine konstante 50-Hertz-Wechselspannung erzeugt, sodass der erzeugte Strom nicht direkt in das Netz eingespeist werden kann. Vielmehr bedarf es leistungselektronischer Systeme zur Konversion. Infineon beliefert alle großen Hersteller von Windkraftanlagen und Fotovoltaik-Wechselrichtern. WindBesonders zwei Trends sind es, die den Halbleiterbedarf treiben: Zum einen werden ältere, leistungsschwache Windkraftanlagen durch moderne, leistungsstarke Windturbinen ersetzt - "Repowering" genannt. Zum anderen kommen bei der Erstinstallation immer stärkere Generatoren zum Einsatz. Wurden bis vor einigen Jahren vor allem Turbinen mit einer Leistung von bis zu 1,5 Megawatt installiert, sind derzeit verstärkt Turbinen mit einer Generatorleistung von 2 bis 3 Megawatt im Einsatz. Zukünftig wird mit Turbinen mit einer Leistung von 5 Megawatt projektiert. FotovoltaikInfineon ist international sehr breit aufgestellt und kooperiert seit Jahren mit den weltweit führenden Herstellern von Fotovoltaik-Wechselrichtern. Wir profitieren unter anderem vom Wachstum der chinesischen Wechselrichterhersteller - und zwar sowohl im Hinblick auf den Fotovoltaikausbau in China selbst als auch beim Export der Wechselrichter in andere Regionen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit führenden europäischen Herstellern zusammen, die auch in den USA sehr erfolgreich sind. Effiziente Wandlung und niedrige Systemkosten tragen dazu bei, die Stromentstehungskosten in Fotovoltaikkraftwerken zu senken und Netzparität im Vergleich zu herkömmlich erzeugtem Strom herzustellen. Dadurch kann der weitere Ausbau ohne Fördermittel bewerkstelligt werden. EnergiespeicherungDie Nutzung von erneuerbaren Energien geht mit spezifischen Anforderungen an die gesamte Energieversorgungskette einher. Die Stromerzeugung mithilfe von Wind und Sonne erfolgt nicht mehr nur zentral in einigen wenigen Kraftwerken, sondern dezentral an vielen unterschiedlichen Orten. Hinzu kommt, dass die fluktuierende Stromerzeugung nicht immer dem aktuellen Bedarf angepasst werden kann. Deshalb muss die Energie vorübergehend gespeichert werden. Auf diese Weise lassen sich auch die Kosten für konventionelle Kraftwerke reduzieren, die bislang als Ersatz für oder Ergänzung zu erneuerbaren Energiequellen bereitgehalten werden. Marktforscher prognostizieren für den Zeitraum von 2017 bis 2025 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Umrichterleistung von 22 Prozent auf dann rund 9.200 Megawatt. StromversorgungenAC-DC-WandlungDas Wachstum im Bereich Stromversorgung hängt von der Leistung und noch mehr vom Stückzahlwachstum der Geräte ab. Das höchste Stückzahlwachstum sehen wir bei Servern. Aufgrund der hohen Leistung werden hier auch entsprechend viele Leistungshalbleiter für die Stromversorgung benötigt. Die Nachfrage nach Rechenleistung und Speicherkapazität wird derzeit getrieben durch soziale Netzwerke und zunehmend durch maschinelles Lernen. Das Internet der Dinge und Industrie 4.0 werden diesen Trend in Zukunft noch beschleunigen. Darüber hinaus sehen wir auch im Geschäft mit kompakten Ladegeräten und Lösungen für kabelloses Laden für Smartphones, Tablets und leichte Notebooks (sogenannte Portables) Wachstumschancen. DC-DC-WandlungBei der DC-DC-Wandlung setzt sich zunehmend die intelligente Stromversorgung vor Ort, Point-of-Load genannt, durch. Server, PCs und Kommunikationsgeräte werden mit höheren Spannungen versorgt, die dann direkt beim Prozessor präzise auf die benötigte niedrige Spannung heruntergesetzt werden. Ein weiterer Wachstumsmotor ist die Digitalisierung der Regelschleife. Die Anforderungen an Dynamik, Wirkungsgrad und Stand-by-Verbrauch steigen kontinuierlich. Analoge Regelsysteme kommen hier zunehmend an ihre Grenzen und werden durch digitale ersetzt. (Smarte) Motorsteuerung und AntriebeAutomatisierungElektrische Antriebe bilden das Herzstück einer Vielzahl von Systemen, wie zum Beispiel Kränen, Förderbändern und Robotern. Wo immer etwas bewegt oder transportiert wird, kommen sie zum Einsatz. Elektromotoren sind für rund 28 Prozent des weltweiten Strombedarfs verantwortlich. Entsprechend groß ist der Hebel für Einsparungen bei einer Erhöhung des Wirkungsgrads. Eine Möglichkeit, den Energieverbrauch eines Elektromotors zu reduzieren, besteht in der Verwendung einer elektronischen Steuerung zur Drehzahlregelung, also der Anpassung der Leistung an den aktuellen Bedarf. Die Marktdurchdringung von drehzahlgeregelten Motorsteuerungen wird also zunehmen. Die Umsetzung einer drehzahlgeregelten Motorsteuerung erfordert eine Vielzahl der von uns angebotenen Leistungshalbleiter. Deren Anzahl und Wert hängen von der Leistungsklasse des Motors ab. Die nächste Stufe der Automatisierung durch verstärkte Vernetzung wird mit Industrie 4.0 erreicht werden. Diese wird einen neuen Investitionszyklus auslösen. Hierunter fallen auch die kollaborativen Roboter, siehe weiter hinten im Abschnitt "Internet der Dinge & Big Data". HaushaltsgroßgeräteDie Hersteller von Haushaltsgeräten setzen ebenfalls zunehmend auf Motoren mit moderner Drehzahlregelung durch sogenannte Umrichter. Diese sind deutlich energieeffizienter, geräuschärmer und haben eine längere Lebensdauer als ungeregelte Motoren. Und: Der Wert der verbauten Halbleiter steigt auf mehr als das Zehnfache. Beispiele sind die Motoren in der Waschmaschine und im Geschirrspüler, der Kompressor im Kühlschrank oder der Ventilator in der Klimaanlage. Im Jahr 2017 verfügte erst rund ein Drittel aller verkauften Haushaltsgroßgeräte über einen geregelten Motor. Marktforscher gehen davon aus, dass sich dieses Verhältnis bis zum Jahr 2022 umkehrt. Dann werden rund 65 Prozent der Geräte über eine Drehzahlregelung verfügen. Batteriebetriebene GeräteEine wichtige Bauart elektrischer Motoren sind sogenannte bürstenlose Gleichstrommotoren. Bei diesen erfolgt die Kommutierung elektronisch, abhängig von der Rotorposition, der Rotordrehzahl und dem Drehmoment. Dafür werden entsprechende Leistungshalbleiter und - je nach Ausstattung - auch Komponenten für Diagnose- und Sicherheitsfunktionen benötigt. Aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz und ihres geringen Leistungsgewichts eignen sich bürstenlose Gleichstrommotoren besonders gut für den Einsatz in batteriebetriebenen Systemen. Beispiele sind kabellose Haushaltsgeräte wie Saugroboter, Akkuschrauber oder elektrische Rasenmäher. Neben den Motoren werden auch die Akkus immer leichter und erlauben längere Betriebszeiten. Dadurch werden batteriebetriebene Geräte zunehmend auch für professionelle Handwerker interessant. Gleiches gilt für Drohnen. Diese ferngesteuerten Fluggeräte sind längst nicht mehr nur bei Freizeitpiloten beliebt, sondern werden immer häufiger auch für kommerzielle Zwecke genutzt. Sie erfordern eine Vielzahl von Halbleitern für die Steuerung der Gleichstrommotoren, angefangen bei Mikrocontrollern, über Sensoren, Treiber und MOSFET-Leistungstransistoren bis hin zu Hochfrequenzkomponenten für die Navigation, Kollisionsvermeidung und Kommunikation. Hinzu kommen in allen genannten Beispielen weitere Leistungshalbleiterkomponenten für die Ladestationen. MobilitätDurch das weltweite Bevölkerungswachstum und die zunehmende Industrialisierung steigt der Bedarf an Verkehrsmitteln aller Art. Angefangen bei Massentransportmitteln wie Flugzeugen und Zügen bis hin zu privat genutzten Fahrzeugen wie Autos und Pedelecs. Das Auto gilt als Ausdruck von Wohlstand und als Schlüssel zu individueller Mobilität. Für die weltweite Automobilproduktion wird für die Jahre 2017 bis 2022 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2 Prozent gerechnet. Infineon profitiert davon in zweierlei Hinsicht: durch die höheren Stückzahlen und viel mehr noch durch die ebenfalls wachsende Zahl elektronischer Systeme pro Fahrzeug. Rund 90 Prozent der Innovationen im Fahrzeug beruhen mittlerweile auf Elektronik. Dieser Anteil dürfte nach Einschätzung von Marktexperten auch in den kommenden Jahren auf diesem Niveau bleiben. ElektromobilitätDie Automobilindustrie arbeitet kontinuierlich daran, den Schadstoffausstoß zu senken. Eine Vorgabe der Europäischen Kommission verlangt beispielsweise die Reduzierung des durchschnittlichen Flottenausstoßes auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer bis zum Jahr 2021. Realitätsnähere Abgas-Testverfahren, wie der seit 2017 geltende WLTP-Zyklus (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure), bedeuten eine weitere, implizite Verschärfung der CO2 -Reduktionsvorgaben. Deshalb werden vermehrt Halbleiter eingesetzt. Um die gesetzlichen Zielvorgaben zu erreichen und den Kundenwunsch nach nachhaltiger Mobilität zu erfüllen, reicht die Optimierung des Verbrennungsmotors alleine nicht mehr aus. Vielmehr müssen im Fahrzeug verstärkt elektrische Verbraucher effizienter gemacht und hydraulische oder mechanische Lösungen durch effizientere elektromechanische und damit halbleiterbasierte Systeme ersetzt werden. Um den Flottendurchschnitt auf den geforderten CO2 -Zielwert zu senken, erweitern viele Fahrzeughersteller ihre Produktpalette um Modelle mit Hybrid- oder reinem Elektroantrieb. Diese weisen einen deutlich höheren Halbleiteranteil auf als herkömmliche Fahrzeuge. Infineon bietet dafür eine Vielzahl an Leistungshalbleiterkomponenten an. Werden in einem Auto mit herkömmlichem Verbrennungsmotor im Schnitt derzeit Halbleiter im Wert von US$375 verbaut, so liegt dieser Betrag für Voll- oder Plug-in-Hybridfahrzeuge bei US$740, für reine Elektrofahrzeuge sogar bei US$750. Dabei entfallen etwa drei Viertel des zusätzlichen Halbleiterwerts auf Leistungshalbleiter. Beim Übergang von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zum Hybridfahrzeug steigt der Wert der Leistungshalbleiter im Antriebsstrang um den Faktor ~19in US$Quellen: Strategy Analytics, "Automotive Semiconductor Demand Forecast 2016 - 2025", Mai 2018; Infineon Daneben gibt es auch die sogenannten Mild-Hybridfahrzeuge basierend auf der 48-Volt-Technologie. Zum einen kann mit ihnen in gewissem Umfang Energie beim Bremsen zurückgewonnen werden, zum anderen lassen sich Schadstoffemissionen durch effizientere Systeme reduzieren. Mechanische Funktionen werden zunehmend elektrisch ausgeführt, das 48-Volt-Teilbordnetz übernimmt die Versorgung leistungsstarker Verbraucher, zum Beispiel elektrischer Turbolader, elektrisch unterstützter Lenkung und Wankstabilisierung, und ermöglicht eine bessere Energierekuperation beim Bremsen. Für die Ansteuerung dieser Verbraucher sowie die Kopplung beider Bordnetze rechnen Marktforscher mit rund US$75 zusätzlichem Leistungshalbleiterbedarf. Neben CO2 rücken auch gesundheitsschädliche Stickstoffoxide, kurz NCx , immer mehr in den Fokus. Sie entstehen bei der Verbrennung fossiler Energieträger und führen neben einer Reihe weiterer Faktoren zu erhöhter Feinstaubbelastung. In Städten verursachen Dieselmotoren den Großteil der NOx -Emissionen, weshalb bereits erste Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge verhängt wurden. Das Risiko, solche Fahrverbotszonen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ansteuern zu können, dürfte bei vielen Kunden die Kaufentscheidung beeinflussen und stellt dadurch mittel- bis langfristig einen Wettbewerbsnachteil für den Diesel gegenüber anderen Antriebsformen dar. Ladeinfrastruktur für ElektromobilitätDie immer stärkere Verbreitung von Elektrofahrzeugen erfordert auch eine entsprechende Ladeinfrastruktur. Ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen erhöht den Anreiz zum Kauf eines Elektrofahrzeugs. Um die Akzeptanz der Elektromobilität zu fördern, hat China damit begonnen, Ladestationen entlang der acht wichtigsten Autobahnen des Landes in Betrieb zu nehmen. Dazu gehört auch die wichtige Verbindung zwischen Peking und Shanghai. Bis 2020 sollen 10.000 Ladestationen mit 120.000 Ladepunkten entstehen, das Investitionsvolumen beträgt rund US$770 Millionen. Auch in anderen Ländern dürfte das Netz an öffentlich zugänglichen Ladestationen in den nächsten Jahren stetig erweitert werden. Je nach Systemtopologie kommen in den Ladesäulen unterschiedliche Arten von Leistungshalbleitern zum Einsatz, wie sie von unseren Segmenten Industrial Power Control beziehungsweise Power Management & Multimarket angeboten werden. Automatisiertes Fahren"Vision Zero" beschreibt eines der großen Ziele der Automobilindustrie: Die Fahrzeuge sollen so sicher werden, dass keine schweren oder gar tödlichen Unfälle mehr auftreten, von denen heute rund 90 Prozent auf menschliches Versagen zurückzuführen sind. Aktive Sicherheitssysteme können einen Unfall durch direkten Eingriff in das Fahrgeschehen entweder komplett verhindern oder zumindest seine Auswirkungen deutlich reduzieren. Beispiele sind Fußgängererkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie Totwinkel-Erkennung. Diese Funktionen sind nicht mehr nur Oberklassefahrzeugen vorbehalten, sondern gehören inzwischen auch zur gängigen Ausstattung in der Mittelklasse. Die aktiven Sicherheitssysteme werden mehr und mehr zu Fahrerassistenzsystemen erweitert. Indem sie den Fahrer bei seinen Aufgaben unterstützen, steigern sie sowohl den Komfort als auch die Verkehrssicherheit. Sie assistieren beispielsweise in kritischen Situationen oder helfen gegebenenfalls dabei, einen Fahrfehler zu korrigieren - etwa durch das automatische Einleiten einer Notbremsung. Systeme für das teil- beziehungsweise vollautomatisierte Fahren bestehen im Wesentlichen erstens aus den Sensoren (zum Beispiel Radar, Innenraum- oder Außenkamera), zweitens aus einem zentralen Hochleistungsrechner für die Auswertung der Sensordaten sowie die Berechnung der Fahrstrategie (gewissermaßen die Intelligenz des Systems) und drittens aus den Aktuatoren (Lenkung, Bremse, Motorsteuerung und Getriebe). Als führender Anbieter von Systemlösungen verfügt Infineon über ein umfassendes Produktportfolio für Assistenzsysteme und das automatisierte Fahren. ZugsystemeNachhaltige und optimal vernetzte Mobilität innerhalb der Ballungsräume ebenso wie zwischen den Metropolen ist eines der Schlüsselthemen des 21. Jahrhunderts. Ein verlässlicher und schneller öffentlicher Personenverkehr entscheidet heute mehr denn je über Lebensqualität und Wettbewerbsfähigkeit in vielen Regionen und Städten weltweit. Unsere Komponenten kommen sowohl in Nahverkehrszügen, Metro- und Straßenbahnen als auch in Hochgeschwindigkeitszügen zum Einsatz. China ist einer der größten Schienenfahrzeugmärkte der Welt. Auch im restlichen Asien sehen wir eine Belebung des Marktes für Zugsysteme. Dort werden als Konsequenz der Industrialisierung und Urbanisierung vor allem Metrobahnen und Regionalzüge nachgefragt. SicherheitHoheitliche DokumenteUnter hoheitlichen Dokumenten versteht man Reisepässe, Personalausweise, Führerscheine und im weiteren Sinne auch Gesundheitskarten. Solche Dokumente werden zunehmend mit einem Sicherheitschip ausgestattet. Die Marktdurchdringung von chipbasierten behördlichen Dokumenten erhöht sich stetig. Immer mehr Länder stellen erstmalig um beziehungsweise führen weitere chipbasierte Dokumente ein. Infineon ist der führende Anbieter von Sicherheitslösungen für Ausweisprojekte in Europa. Darüber hinaus ist Infineon laut US-Bundesdruckerei einer der Hauptlieferanten für die Sicherheitstechnologie in den elektronischen Reisepässen der USA. Infineon beliefert die US-Bundesdruckerei seit Projektbeginn im Jahre 2005. Sicherheit für mobile GeräteMit der Entwicklung von Smartphones und Wearables, dem mobilen Internet und der Near Field Communication (NFC)-Technologie lassen sich Bezahldienste heute in Mobilgeräte integrieren. Bargeldloses Bezahlen ist jedoch nur eine von vielen Funktionen von mobilen Endgeräten, für die sensible Daten gespeichert und verarbeitet werden müssen. Menschen erleben zum Beispiel eine neue Form des Komforts durch das Reisen in öffentlichen Verkehrsmitteln mit mobilen Tickets anstelle von Münzen und physischen Fahrscheinen. Für alle diese Anwendungen liefert Infineon den Sicherheitschip, das sogenannte Secure Element (SE). Das SE kann entweder in das Smartphone eingebaut werden (als "embedded SE" (eSE) bezeichnet), in die SIM-Karte integriert werden oder in einer microSD-Karte untergebracht sein. Für alle drei Alternativen bietet Infineon eine entsprechende Lösung an. Sichere Authentifizierung für das Internet der DingeAls Internet der Dinge werden Geräte und Maschinen bezeichnet, die mit dem Internet verbunden sind und über dieses Daten austauschen beziehungsweise gesteuert werden (zum Beispiel Haushaltsgeräte, Stromzähler, Sensoren, Webcams). Der Trend der zunehmenden Vernetzung wirkt sich vor allem in den Bereichen Automobil, Industrie 4.0, Smart Home sowie der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur aus. Sicherheit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Die steigende Anzahl an Hackerangriffen unterstreicht die Bedeutung entsprechender Vorkehrungen. Um elektronische Systeme abzusichern, ist es wichtig, nur autorisierte und authentifizierte Geräte miteinander zu verbinden und sie so gegen Manipulation der Daten oder Cyberattacken zu schützen. Sicherheit muss somit möglichst in jedem kritischen Endpunkt Einzug halten, daher wird in diesem Zusammenhang von Embedded Security (eingebettete Sicherheitscontroller) gesprochen. Infineon liefert mit der Produktreihe OPTIGA(tm) verschiedene Sicherheitschips und Sicherheitslösungen für die Authentifizierung elektronischer Systeme: von der komplexen IT-Infrastruktur mit zahlreichen Servern und Routern bis hin zu Computern und Tablets. Sicherheit für Industrieanwendungen (Smart Factories)Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Im Zeitalter von Industrie 4.0 nutzen Unternehmen modernste Technologie, um ihre Produktion schneller und kostengünstiger zu gestalten, Ausschuss zu reduzieren oder um durch vorausschauende Wartung Störungen und Ausfallzeiten zu minimieren. Durch die Vernetzung und Digitalisierung der Fabriken entstehen jedoch Angriffspunkte für Hacker. Um sich zu schützen, müssen Unternehmen bei Industrie-4.0-Projekten daher von Anfang an die Sicherheit berücksichtigen. Mit einer Kombination aus software- und hardwarebasierten Sicherheitslösungen können vernetzte Maschinen und Kommunikationsknoten geschützt werden. Beispiele sind die OPTIGA(tm) TPM-Chips von Infineon. Sie lassen sich in Router, Industrie-PCs oder komplexe Steuereinheiten einbauen und dienen den Kommunikationspartnern im Netz als Ausweis der Geräte. Damit authentifizieren sie sich im Netzwerk und sichern die Datenübertragung. Sicherheit für vernetzte FahrzeugeDie immer stärkere Vernetzung von Fahrzeugen bietet Möglichkeiten für viele neue Dienstleistungen, birgt aber auch die Gefahr unbefugter Zugriffe. Daher muss der sichere Austausch von Daten sowohl zwischen den verschiedenen Systemen an Bord als auch mit anderen Fahrzeugen und der Infrastruktur gewährleistet sein. Die Fahrzeug- und Personensicherheit auf der einen Seite sowie Daten- und IT-Sicherheit auf der anderen Seite können nicht mehr unabhängig voneinander betrachtet werden. Das Fahrzeug wird zum vernetzten Computer auf vier Rädern und zu einem Teil des Internet der Dinge. Der Bedarf an Daten- und IT-Sicherheit im Fahrzeug steigt. Wir sehen unsere Chance in diesem Umfeld in der hardwarebasierten Sicherheit, wie wir sie mittels unserer Sicherheitscontroller anbieten - entweder als separater Baustein oder in unseren Automobil-Mikrocontrollern integriert. Seit März 2018 müssen alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in der Europäischen Union über eine Notruffunktion (kurz: eCall) verfügen. Dafür wird eine eingebettete SIM-Karte, kurz: eSIM, benötigt. Neben dem eCall ermöglicht sie noch viele weitere Funktionen, die die Fahrt sicherer und komfortabler machen - zum Beispiel die Aktualisierung von Software over-the-air (SOTA) und Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation. Internet der Dinge & Big DataKollaborative RoboterDas Feld der Robotik erfährt seit einigen Jahren erhöhte Aufmerksamkeit. Neben der Weiterentwicklung der herkömmlichen Industrieroboter werden in immer mehr Bereichen der Industrie kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, eingesetzt. Cobots kommen in Zusammenarbeit mit Menschen im Produktionsprozess zum Einsatz und sind dabei nicht mehr wie der typische industrielle Roboter durch Schutzeinrichtungen von ihren menschlichen Kollegen getrennt. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an ihre Zuverlässigkeit und Sicherheit. Cobots werden den Menschen bei schweren und gefährlichen Aufgaben entlasten und ihn unterstützen. Mit ihrer Weiterentwicklung geht der Trend hin zu intuitiver Roboterprogrammierung und selbstlernenden Robotern. Infineon bietet nicht nur entsprechende Sensoren, Mikrocontroller und Leistungshalbleiter, sondern stellt in diesem Markt zahlreichen Start-ups Know-how im Bereich Motorsteuerung, Sensorsysteme, Kommunikationsanbindung und Sicherheit zur Verfügung. Mensch-Maschine-InteraktionBei der Mensch-Maschine-Interaktion geht es darum, wie Menschen und Systeme miteinander interagieren und kommunizieren. Es handelt sich dabei längst nicht mehr nur um klassische Maschinen in der Industrie, sondern um Computer, digitale Systeme oder Geräte für das Internet der Dinge (IoT) - also um die Verbindung der realen mit der digitalen Welt. Immer mehr Geräte sind vernetzt und führen Aufgaben automatisch aus. Die Bedienung all dieser Maschinen, Systeme und Geräte muss möglichst intuitiv erfolgen und darf den Nutzer nicht überfordern. Damit die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine reibungslos funktioniert, muss es Schnittstellen geben. Ein System kann beispielsweise über Texteingabe via Tastatur und Maus gesteuert werden, natürlicher sind aber Touchscreens, Sprache oder Gesten. StimmeSysteme wie zum Beispiel Amazon Alexa, Google Assistant, Apple Siri, Samsung Bixby oder Microsoft Cortana steuert der Nutzer mit seiner Stimme. Das ist für den Nutzer weniger aufwendig - und intuitiver. Um den Anwendern einen noch größeren Komfort zu ermöglichen, muss die Fehlerquote bei der Verarbeitung von Sprachbefehlen reduziert werden. Daran arbeiten wir gemeinsam mit unserem Partner XMOS Ltd. in England. Infineon liefert hochentwickelte Silizium-Mikrofone, XMOS Sprachverarbeitungsmodule für Geräte im Internet der Dinge. Mit zunehmender technologischer Reife dürfte Sprachsteuerung für immer mehr Geräteklassen relevant werden und zu einer der wichtigsten Steuerungsarten werden. GestenDie Gestensteuerung hat gegenüber Touchscreens einige Vorteile: Der Nutzer muss das Gerät beispielsweise nicht berühren und kann somit aus der Distanz Befehle erteilen. Gestensteuerung eröffnet zugleich die dritte Dimension, weg von zweidimensionalen Benutzeroberflächen. Google und Infineon haben eine neue Art der Gestensteuerung unter dem Namen "Soli" entwickelt. Sie setzen dazu auf Radartechnik: Der Radarchip von Infineon kann Wellen erzeugen, senden und empfangen, wenn sie vom Finger des Nutzers reflektiert werden. Bewegt also jemand die Hand, entsteht ein anderes Reflexionsmuster. Google-Algorithmen erkennen aus dem zeitlichen Verlauf dieser Reflexionsmuster die Bewegung der Hand beziehungsweise einzelner Finger und damit die Geste. Das klappt sogar im Dunkeln und mit schmutzigen Fingern in Küche, Werkstatt oder im Labor. Virtual Reality/Augmented RealityVirtual und Augmented Reality werden nicht nur spielerisch eingesetzt, sondern auch in der Industrie 4.0. Apps für Microsofts Hololens ermöglichen zum Beispiel virtuelle Trainings von Technikern. Das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) vermietet sein Mixed-Reality-Labor Elbedome an Unternehmen. Auf einer 360-Grad-Projektionsfläche können diese mithilfe von sechs Laserprojektoren Maschinen, Fabriken oder komplette Städte darstellen. Entwickler oder Kunden haben so den Eindruck, inmitten der geplanten Fabrik zu stehen. Ein dreidimensionales Abbild der Umwelt in einer guten Bildqualität liefert unser 3D-Bildsensorchip REAL3(tm). Er kommt sowohl in Smartphones als auch in Fahrerassistenzsystemen zum Einsatz. Smart HomeDie "Smartifizierung" macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Während es im industriellen Kontext in erster Linie um die Steigerung der Produktivität geht, steht bei Anwendungen im privaten Umfeld meistens der Komfort im Mittelpunkt. Ein smartes Zuhause ist in der Lage, sämtliche Impulse für die Maschinen zu setzen und jedes Gerät zum passenden Zeitpunkt zu aktivieren. Neben dem erhöhten Komfort sind eine bessere Energieeffizienz und eine höhere Sicherheit weitere wichtige Aspekte. Mit seinem Portfolio an Sensoren, Leistungshalbleitern und Sicherheitscontrollern bietet Infineon passende Lösungen für ein vernetztes Zuhause. MobilkommunikationDer mobile Datenverkehr nimmt kontinuierlich zu: Wurden im Jahr 2017 noch 15 Exabyte (das sind 15 Milliarden Gigabyte) pro Monat über Mobilfunk transferiert, rechnen Experten für das Jahr 2023 mit 107 Exabyte pro Monat. Um sich für das exponentiell steigende Datenaufkommen zu wappnen, höhere Datenraten zu erzielen und die Netzabdeckung zu verbessern, setzen Netzbetreiber auf eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Umstellung der Netzwerkarchitektur auf kleinere Funkzellen ermöglicht unter anderem die Nutzung höherer Frequenzbereiche und eine bessere Ausnutzung des verfügbaren Frequenzspektrums. Hochfrequenz (HF)-Komponenten werden sowohl für die Kommunikation zwischen Mobilgerät und Basisstation als auch für die drahtlose Breitbandanbindung (Wireless Backhaul) von lokalen Netzwerken an das Hauptnetz benötigt. Hochfrequenztechnik kommt ebenso in mobilen Endgeräten zum Einsatz. Mit jeder neuen Smartphone-Generation müssen mehr Frequenzbänder unterstützt werden. Beim Übergang von einem Mobilfunkstandard zum nächsten steigen die Anforderungen an die Signalqualität. Mit unseren Bauelementen helfen wir, enger beieinanderliegende Frequenzbänder sauber zu trennen und schwache Signale rauscharm zu verstärken. Mit dem Übergang auf den 5G-Standard wird die Komplexität weiter zunehmen, was zusätzliches Potenzial für unsere leistungsstarken Bauelemente bietet. PersonalstrategieUnsere Personalstrategie leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Infineon die Wachstums- und Profitabilitätsziele erreichen kann. Dazu zählen ein wettbewerbsfähiges Talentmanagement, attraktive Arbeitswelten sowie leistungsfähige Personalprozesse. Um auch in Zukunft innovativ, wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein, ist Infineon stets auf der Suche nach den besten Talenten. Keine einfache Aufgabe - denn die Zahl der Experten wächst längst nicht so schnell wie die der neu zu besetzenden Stellen. Das betrifft besonders den MINT-Bereich, also genau jene Felder, die für Infineon besonders wichtig sind: Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technik. Daher überprüfen und verbessern wir regelmäßig unsere Recruiting-Maßnahmen und arbeiten an einem integrierten System für das Talentmanagement. Ein großer Vorteil ist das positive Arbeitgeber-Image von Infineon, das uns dabei hilft, Talente zu gewinnen und zu halten. Dass wir an zukunftsträchtigen Produkten arbeiten und einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen, macht unser Unternehmen für viele potenzielle Mitarbeiter sehr interessant. Zudem definieren wir uns auch über unsere Art der Zusammenarbeit: mit einer ausgeprägten Feedback-Kultur, gelebter "Leadership Excellence" und einem internationalen Arbeitsumfeld mit Kolleginnen und Kollegen aus mehr als 100 Nationen. Auf diese Vielfalt sind wir stolz. Die jüngste Great Place to Work(r)-Befragung bestätigt die Zufriedenheit der Belegschaft - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Infineon haben ihrem Arbeitgeber ein großartiges Zeugnis ausgestellt: "Alles in allem ist das ein sehr guter Arbeitsplatz." Gleichzeitig bereiten wir das Unternehmen auf die Arbeitswelten der Zukunft vor - nicht zuletzt, um attraktiv zu sein für neue Generationen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Das betrifft die flexible Gestaltung von Arbeitsbedingungen (zum Beispiel Arbeitszeit, mobiles Arbeiten, Sabbatical) ebenso wie die Weiterentwicklung der Arbeitsplätze im Produktionsbereich ("Industrie 4.0"). Dabei legen wir großen Wert auf den konstruktiven Dialog und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretungen. Auch unsere Lernformate richten wir auf die Arbeitswelten der Zukunft aus. So bieten wir zum Beispiel mobiles Lernen per App sowie virtuelle Lerngruppen an. Damit wollen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kontinuierlich fördern und sie ermutigen, neue Methoden auszuprobieren, wofür wir die Chancen der Digitalisierung gezielt nutzen. Darüber hinaus arbeiten wir an einer hocheffizienten HR-Infrastruktur, die es der Organisation erlaubt, flexibel auf Wachstum und veränderte Anforderungen zu reagieren - ohne dass die Kosten im selben Maße ansteigen wie der Umsatz. Deshalb verbessern wir konsequent die Kernprozesse im Personalwesen, zum Beispiel das Performancemanagement, den Prozess der Nachfolgeplanung und die Organisationsentwicklung. Durch die neuen Prozesse und Tools stärken wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin, ihre Rollen und Verantwortlichkeiten für ihre persönliche Entwicklung selbstbestimmt wahrzunehmen. Der Mensch steht im Fokus unseres Handelns. Denn nur zufriedene, gesunde und erfolgreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen langfristig unternehmerische Höchstleistungen möglich. Weitere Informationen inklusive detaillierter Statistiken finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht 2018 und im Personalbericht 2018. @ www.infineon.com/nachhaltigkeit_reporting @ www.infineon.com/personalbericht Die SegmenteAutomotiveUMSATZ €3.284 Millionen SEGMENTERGEBNIS €466 Millionen Das Segment Automotive im Geschäftsjahr 2018UmsatzentwicklungIm Segment Automotive erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von €3.284 Millionen; ein Wachstum von 10 Prozent verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von €2.989 Millionen. Das Segment steuerte 43 Prozent des Konzernumsatzes bei. Umsatz und Segmentergebnis des Segments Automotive€ in MillionenDie bestimmenden Wachstumstreiber waren wie schon in den Jahren zuvor die Megatrends Elektromobilität und automatisiertes Fahren. Beide Entwicklungen lassen den durchschnittlichen Halbleiterbedarf pro Fahrzeug besonders stark ansteigen und werden voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren für über die Hälfte unseres Wachstums im Segment Automotive sorgen. Sie gehören zu den strukturellen Wachstumsfaktoren, die wesentlich das überdurchschnittliche Wachstum von Infineon unterstützen. Daneben profitieren wir weiterhin von neuen Funktionen in den Bereichen Beleuchtung, Komfort und Fahrsicherheit sowie von der weiteren Elektrifizierung der bislang hydraulischen beziehungsweise elektromechanischen Aggregate. Wir bieten Antriebslösungen für alle Arten von Elektrofahrzeugen: reine Elektrofahrzeuge sowie Hybrid- und Plug-in-Hybridfahrzeuge einschließlich 48-Volt-Technologie. In China, dem weltweit größten Markt für Elektromobilität, nahm die Zahl der produzierten und zugelassenen Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid- oder reinem Elektroantrieb weiterhin stark zu. Hier stieg die Zahl der produzierten Einheiten von 517.000 im Kalenderjahr 2016 um 53,6 Prozent auf 794.000 Stück im Kalenderjahr 2017. Auch in den anderen Regionen stieg der Absatz von Elektrofahrzeugen, vor allem durch eine größere Modellvielfalt, wodurch neue Käuferschichten adressiert werden konnten. Neben dem Stückzahlwachstum sahen wir in diesem Jahr innovative Antriebskonfigurationen, die die Nachfrage nach Leistungsmodulen weiter erhöhen werden. Um die Leistung zu steigern, kommt dabei zum Beispiel ein Elektromotor auf jeder Achse zum Einsatz. Darüber hinaus werden die Motoren leistungsstärker ausgelegt, wodurch oftmals zwei IGBT-Module pro Motor erforderlich sind. Aus beiden Trends resultieren vier IGBT-Module statt einem IGBT-Modul pro Fahrzeug. Die mit dem automatisierten Fahren in Verbindung stehende Verbreitung von Fahrerassistenzsystemen führte zu einer steigenden Nachfrage nach unseren Radarsensor-ICs sowie nach unseren 32-Bit-Mehrkern-Mikrocontrollern der AURIX(tm)-Familie. Speziell die AURIX(tm)-Mikrocontroller profitierten von den in den Vorjahren gewonnenen Kundenaufträgen im Bereich Sicherheitssysteme, zum Beispiel in der elektrischen Servolenkung. Infineon nimmt bei 32-Bit-Mikrocontrollern traditionell eine starke Position im Bereich Antriebsstrang ein. Durch die Entwicklung entsprechender 32-Bit-Mikrocontroller-Derivate, insbesondere in der neuen, zweiten Generation der AURIX(tm)-Familie, adressiert Infineon nun speziell die Bereiche Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme. Zum Beispiel ergänzen wir mit neuen Funktionen für die Radarsignal-Vorverarbeitung unsere Radarsensor-ICs. Unsere Kunden profitieren dabei von aufeinander abgestimmten Komponenten. Wir erweitern unseren Anwendungsbereich also vom Antriebsstrang in den Bereich Sicherheit und erschließen uns damit neue Wachstumsmärkte. Die steigende Nachfrage nach Radarsensor-ICs kam einerseits von der zunehmenden Marktdurchdringung von radarbasierten Fahrerassistenzsystemen und andererseits von der höheren Anzahl an Radarsensoren pro Fahrzeug. Insbesondere unsere 77-Gigahertz-Radarlösungen für Fahrerassistenzsysteme waren weiterhin sehr gefragt. Infineon ist einer der führenden Zulieferer der wichtigsten Hersteller von Radarsystemen in allen Regionen. Die hohe Nachfrage nach Fahrzeugen der Oberklasse und der oberen Mittelklasse - insbesondere nach sportlichen Geländefahrzeugen, sogenannte SUVs (Sport Utility Vehicles) - hielt global an. Dieser Fahrzeugtyp ist üblicherweise mit deutlich mehr Sicherheits- und Komfortfunktionen ausgestattet. Entwicklung des SegmentergebnissesDas Segmentergebnis betrug €466 Millionen und war damit leicht rückläufig verglichen mit dem Segmentergebnis des Vorjahres in Höhe von €474 Millionen. Bezogen auf den Umsatz betrug die Segmentergebnis-Marge 14,2 Prozent (Vorjahr: 15,9 Prozent). Das Segmentergebnis wurde durch einen höheren Ergebnisbeitrag aus dem gestiegenen Umsatz sowie durch Produktivitätsfortschritte positiv beeinflusst. Der Rückgang der Segmentergebnis-Marge erklärt sich im Wesentlichen durch das sehr starke Umsatzwachstum der Produkte für Elektromobilität. Ihr Anteil am Segmentumsatz liegt nach rund 7 Prozent im Vorjahr inzwischen bei rund 10 Prozent; die Profitabilität dieser Produkte liegt aufgrund hoher Investitionen in Entwicklung und Fertigung jedoch noch nicht auf dem durchschnittlichen Margenniveau des Segments Automotive. Um das weitere Wachstum darstellen zu können, haben wir bereits im letzten Geschäftsjahr mit der Errichtung weiterer Backend-Fertigungslinien für Produkte im Bereich Elektromobilität begonnen, wodurch weiterhin temporäre Anlaufkosten entstanden sind: einerseits in Warstein (Deutschland) und andererseits in die erste Fertigungshalle in Wuxi (China). Ferner wurden die positiven Effekte durch höhere Forschungs- und Entwicklungskosten - hauptsächlich im Bereich Fahrerassistenzsysteme - kompensiert. Anwendungsfelderscroll
MarktpositionDer Weltmarkt für Automobilhalbleiter wuchs von US$30,214 Milliarden im Kalenderjahr 2016 um 14,1 Prozent auf US$34,469 Milliarden im Kalenderjahr 2017 (Quelle: Strategy Analytics). Alle Regionen trugen zum Wachstum bei. Europa blieb mit großem Abstand die größte Region. China hat erstmals Nordamerika als zweitgrößte Region abgelöst. Infineon konnte in China im Kalenderjahr 2017 seinen Umsatz mit Automobilhalbleitern um 23,6 Prozent steigern und den Marktanteil um 1,1 Prozentpunkte auf 12,0 Prozent erhöhen. Erfreulich ist ebenfalls unser starker Umsatzanstieg von 18,5 Prozent in Japan. In dieser Region wird Infineon zunehmend als kompetenter Systempartner, der die gewünschte Qualität liefern kann, wahrgenommen und mit immer größeren Aufträgen betraut. Infolgedessen hat sich unser Marktanteil in Japan von 3,1 Prozent im Jahr 2010 auf 6,1 Prozent im Jahr 2017 nahezu verdoppelt. Marktanteil bei Automobilhalbleitern im Jahr 2017Quelle: Strategy Analytics, "Automotive Semiconductor Vendor Market Shares", April 2018 Während es auf den Positionen zwei bis fünf nur zu Änderungen im Promillebereich bei den Marktanteilen kam, verlor der Marktführer 1,5 Prozentpunkte, hauptsächlich durch den Verkauf wesentlicher Teile seines Leistungshalbleiter-Portfolios. Infineon legte im Umsatz um 15,8 Prozent zu und steigerte damit seinen Marktanteil um 0,1 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent. Die fünf größten Marktteilnehmer kamen zusammen auf einen Marktanteil von 48,4 Prozent. Industrial Power ControlUMSATZ €1.323 Millionen SEGMENTERGEBNIS €256 Millionen Das Segment Industrial Power Control im Geschäftsjahr 2018UmsatzentwicklungIm Segment Industrial Power Control erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von €1.323 Millionen; ein Wachstum von 10 Prozent verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von €1.206 Millionen. Das Segment steuerte 17 Prozent des Konzernumsatzes bei. Umsatz und Segmentergebnis des Segments Industrial Power Control€ in MillionenIm abgelaufenen Geschäftsjahr trugen nahezu alle Bereiche zum Umsatzanstieg bei. Die Wachstumsraten der Bereiche elektrische Antriebe, Zugsysteme, industrielle Stromversorgungen und Haushaltsgeräte lagen dabei deutlich über dem Segmentdurchschnitt. Den höchsten absoluten Umsatzanstieg steuerte der Bereich elektrische Antriebe bei. Elektrische Antriebe sind der größte Bereich und stehen für rund ein Drittel des Segmentumsatzes. Hier stieg der Umsatz in jedem einzelnen Quartal und erreichte ein neues Allzeithoch. Der Grund hierfür war im Wesentlichen ein anziehendes Geschäft im Bereich Fabrikautomatisierung. Die Nachfrage erstreckte sich dabei auf alle Leistungsklassen. Der Bereich Haushaltsgeräte, mit rund 20 Prozent Umsatzbeitrag der inzwischen zweitgrößte Bereich des Segments, erzielte ebenfalls ein Umsatzwachstum deutlich über dem Segmentdurchschnitt. In den letzten drei Jahren hat sich der Umsatz dieses Bereichs mehr als verdoppelt. Ausschlaggebend für diesen Erfolg sind sowohl unsere IPMs (Intelligent Power Modules) der CIPOS(tm)-Familie als auch Motion-Control-Bausteine unserer iMOTION(tm)-Familie. Für diese kompakten Module bieten wir Referenzdesigns und schlüsselfertige Lösungen an. Sie finden Verwendung in Haushaltsgeräten aller Art, vom Haarfön über die Waschmaschine bis zur Klimaanlage. Die Marktakzeptanz unserer Produkte zeigt sich auch an der Steigerung unseres Marktanteils für IPMs. Mit knapp 40 Prozent Wachstum gegenüber 2016 wuchs diese Produktkategorie im Kalenderjahr 2017 doppelt so schnell wie der Vergleichsmarkt (siehe Abschnitt "Marktposition"). Der Bereich erneuerbare Energien war leicht rückläufig. Durch die Ankündigung der chinesischen Regierung Anfang Juni, den Zubau der Stromerzeugung durch Fotovoltaik im Jahr 2018 auf rund 50 Gigawatt zu begrenzen und die Einspeisevergütungen abzusenken, kam es in China, dem mit Abstand größten Markt für Fotovoltaik und für rund die Hälfte des weltweiten Zubaus verantwortlich, zu einer Stagnation. Die Auswirkung dieses Effekts wurde dadurch gemildert, dass andere Regionen ihre Ausbauziele anhoben. Hierzu zählen Europa, der Nahe Osten, Afrika sowie Südostasien. Im Bereich Windturbinen kam es trotz einer stabilen Entwicklung bei uns zu einem merklichen Umsatzrückgang. Die geringere Nachfrage nach kompletten Leistungsstufen in Umrichtersystemen konnte durch die deutlich höhere Nachfrage nach Leistungsmodulen nicht ganz kompensiert werden. Im Bereich Energieverteilung profitieren wir nun von der Erweiterung unseres Produktportfolios in den letzten Jahren, speziell in der Spannungsklasse 4.500 Volt. Die Akzeptanz unserer IGBT-Module bei Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, insbesondere bei der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz an Land, bescherte uns ein sehr hohes Wachstum in diesem Bereich. Der Bereich Zugsysteme zeigte wie im Vorjahr wieder rund 20 Prozent Wachstum. Die Nachfrage war in allen Quartalen auf hohem Niveau. Schwerpunktregion war weiterhin China. Dort bestand Bedarf bei allen Zugvarianten: Hochgeschwindigkeitszüge, Metrobahnen sowie elektrische beziehungsweise teilelektrische Lokomotiven für Güterzüge. Die anderen Bereiche - unter anderem Industriefahrzeuge - trugen nur unwesentlich zur Umsatzsteigerung bei. Entwicklung des SegmentergebnissesDas Segmentergebnis betrug €256 Millionen, ein Anstieg um 40 Prozent verglichen mit dem Segmentergebnis des Vorjahres in Höhe von €183 Millionen. Bezogen auf den Umsatz betrug die Segmentergebnis-Marge 19,3 Prozent (Vorjahr: 15,2 Prozent). Das Segmentergebnis wurde im Wesentlichen positiv beeinflusst durch einen höheren Ergebnisbeitrag aus dem gestiegenen Umsatz. Darüber hinaus wirkten sich eine Produktivitätssteigerung - unter anderem eine höhere Auslastung der 300-Millimeter-Fertigungslinie in Dresden - sowie strukturelle Verbesserungen in den einzelnen Produktkategorien positiv auf die Profitabilität aus. Anwendungsfelderscroll
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Hierzu zählen Motoren, Kompressoren, Pumpen
und Ventilatoren. MarktpositionDer Weltmarkt für IGBT-basierte Leistungshalbleiter - diskrete IGBT-Leistungstransistoren und IGBT-Module - erreichte im Kalenderjahr 2017 eine Größe von US$5,255 Milliarden. Das entspricht einem Anstieg um 16,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von US$4,510 Milliarden (Quelle: IHS Markit). Infineon konnte mit einem Marktanteil von 27,1 Prozent seine Führungsposition weiter ausbauen (plus 1,2 Prozentpunkte). Die fünf größten Marktteilnehmer kamen zusammen auf einen Marktanteil von 67,5 Prozent. Marktanteil bei IGBT-basierten Leistungshalbleitern im Jahr 2017Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "Power Semiconductor Annual Market Share Database 2017", September 2018. Ein wichtiger Teilmarkt der IGBT-basierten Leistungshalbleiter umfasst die IPMs (Intelligent Power Modules). Im Kalenderjahr 2017 konnten wir unseren Umsatz in diesem Bereich mit 39,2 Prozent rund doppelt so stark steigern wie das Marktwachstum mit 19,9 Prozent. Dadurch gewannen wir 1,4 Prozentpunkte Marktanteil auf 10,3 Prozent. Wir erreichten erstmals einen zweistelligen Marktanteil und stiegen damit in die Top 3 in diesem Bereich auf. Marktanteil bei IPMs im Jahr 2017Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "Power Semiconductor Annual Market Share Database 2017", September 2018. In der Kategorie diskrete IGBTs konnten wir unseren Marktanteil um 2,0 Prozentpunkte auf 38,5 Prozent steigern. Power Management & MultimarketUMSATZ €2.318 Millionen SEGMENTERGEBNIS €532 Millionen Das Segment Power Management & Multimarket im Geschäftsjahr 2018UmsatzentwicklungIm Segment Power Management & Multimarket erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von €2.318 Millionen. Das bedeutet ein Wachstum von 8 Prozent verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von €2.148 Millionen. Das Segment steuerte 31 Prozent des Konzernumsatzes bei. Umsatz und Segmentergebnis des Segments Power Management & Multimarket€ in MillionenDer Umsatzanstieg war im Wesentlichen durch unser Geschäft mit Leistungshalbleitern getrieben. Hierzu zählen unsere Geschäftsfelder AC-DC-Stromversorgung und DC-DC-Stromversorgung. Beide Geschäftsfelder wuchsen kräftig und stellen zusammen rund zwei Drittel des Segmentumsatzes dar. Einen umsatzmindernden Effekt hatte der zum 6. März 2018 getätigte Verkauf des größten Teils unseres Geschäfts mit Hochfrequenz-Leistungskomponenten an das US-amerikanische Unternehmen Cree, Inc. Das zu Beginn des Geschäftsjahres ausgegebene Umsatzziel für das Segment wurde dennoch aufrechterhalten und erreicht. Die Nachfrage im Geschäftsfeld DC-DC-Stromversorgung kam hauptsächlich aus zwei Anwendungsfeldern: batteriebetriebene Geräte und Rechenzentren. Von der steigenden Anzahl an Anwendungen mit Gleichstrommotor, insbesondere mit bürstenlosen Gleichstrommotoren, profitierten unsere OptiMOS(tm)-Leistungstransistoren der unteren und mittleren Spannungsklassen. Beispiele für solche Anwendungen sind Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Rasenmäher, Heckenscheren, Motorsägen sowie Multikopter für Transport, Landwirtschaft und Freizeit. Darüber hinaus sahen wir steigende Nachfrage nach elektrischen Zweirädern wie eBikes, Pedelecs und eScootern. In Rechenzentren sind wir in der DC-DC-Stromversorgung wie auch in der AC-DC-Stromversorgung vertreten. In der DC-DC-Stromversorgung tragen neben unseren OptiMOS(tm)-Niedervolt-Leistungstransistoren auch unsere Ansteuer- sowie Treiber-ICs und somit komplette Lösungen für die digitale Regelung zum Umsatz bei. Die AC-DC-Stromversorgung in Rechenzentren sorgte im abgelaufenen Geschäftsjahr für den größten Bedarf an Hochvolt-Leistungstransistoren unserer CoolMOS(tm)-Familie. Einerseits werden klassische Rechenzentren weiter ausgebaut. Andererseits entstand eine starke Nachfrage nach Servern, die für maschinelles Lernen optimiert sind. Diese speziellen Server haben oftmals eine höhere Rechenleistung und erfordern dadurch eine stärkere Stromversorgung. Der Umsatzschub bei AC-DC-Stromversorgungen kam darüber hinaus aus einem guten konjunkturellen Umfeld über alle Anwendungsbereiche hinweg sowie aus einer Erweiterung der Modellpalette der CoolMOS(tm)-Familie. Der technologische Vorsprung dieser Produkte zeigte sich unter anderem am großen Markterfolg bei der Ausstattung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in China sowie am weltweiten Einsatz in On-Board-Ladeeinheiten in Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen. Die Bereiche Hochfrequenz und Sensorik zeigten ebenfalls hohes Wachstum. Während im ersten Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres noch eine Schwäche im Bereich Smartphones zu erkennen war, zog die Nachfrage im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder an. Davon profitierten insbesondere unsere Silizium-Mikrofone sowie verschiedene Hochfrequenzkomponenten wie zum Beispiel rauscharme Verstärker, Antennenschalter und Antennen-Tuner. Entwicklung des SegmentergebnissesDas Segmentergebnis betrug €532 Millionen; ein Anstieg um 25 Prozent verglichen mit dem Segmentergebnis des Vorjahres in Höhe von €427 Millionen. Bezogen auf den Umsatz betrug die Segmentergebnis-Marge 23,0 Prozent (Vorjahr: 19,9 Prozent). Das Segmentergebnis wurde positiv beeinflusst durch einen höheren Ergebnisbeitrag aus dem gestiegenen Umsatz. Darüber hinaus wirkten sich eine Produktivitätssteigerung - unter anderem durch eine höhere Auslastung der 300-Millimeter-Fertigungslinie in Dresden (Deutschland) - sowie strukturelle Verbesserungen in den einzelnen Produktkategorien positiv auf die Profitabilität aus. Anwendungsfelderscroll
MarktpositionDer Weltmarkt für Standard-MOSFET-Leistungstransistoren erreichte im Kalenderjahr 2017 eine Größe von US$6,650 Milliarden. Dies entspricht einem Anstieg um 13,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von US$5,851 Milliarden (Quelle: IHS Markit). Der Umsatz von Infineon wuchs um 15,1 Prozent. Durch unseren Kapazitätsaufbau - insbesondere der Ausbau der 300-Millimeter-Fertigungskapazität in Dresden (Deutschland) sowie der Ausbau der 200-Millimeter-Fertigungskapazität in Kulim (Malaysia) - konnten wir die hohe Marktnachfrage besser als alle Wettbewerber bedienen und mit 0,3 Prozentpunkten den höchsten Marktanteilsgewinn erzielen. Marktanteil bei Standard-MOSFET-Leistungstransistoren im Jahr 2017Quelle: Basiert auf oder enthält Inhalte, die von IHS Markit, Technology Group, zur Verfügung gestellt wurden, "Power Semiconductor Annual Market Share Database 2017", September 2018. Infineon ist mit einem Marktanteil von 26,3 Prozent weiterhin klarer Marktführer (Vorjahr: 26,0 Prozent). Die Distanz zur Nummer zwei betrug 13,5 Prozentpunkte (Vorjahr: 13,0 Prozentpunkte). Die fünf größten Marktteilnehmer kamen zusammen auf einen Marktanteil von 62,5 Prozent. Digital Security Solutions(vormals Chip Card & Security)UMSATZ €664 Millionen SEGMENTERGEBNIS €105 Millionen Das Segment Digital Security Solutions im Geschäftsjahr 2018Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 haben wir den Namen des Segments "Chip Card & Security" in "Digital Security Solutions" geändert. Der bisherige Name wird zu sehr mit dem Formfaktor Chipkarte und Hardware in Verbindung gebracht. Wir sprechen jedoch seit einigen Jahren mit unseren Embedded-Security-Lösungen auch ganz neue Kunden mit einer insgesamt deutlich größeren Zahl an Anwendungen an. Der neue Name spiegelt die wachsende Bedeutung von Sicherheitslösungen in einer zunehmend vernetzten Welt wider, mit einem Chip als hochzuverlässigem Anker für Sicherheit. Die Namensänderung hat keine Auswirkungen auf die Organisationsstruktur, die Strategie oder den Geschäftsumfang. UmsatzentwicklungIm Segment Digital Security Solutions erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz in Höhe von €664 Millionen; ein Rückgang um 6 Prozent verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres in Höhe von €708 Millionen. Das Segment steuerte 9 Prozent des Konzernumsatzes bei. Umsatz und Segmentergebnis des Segments Digital Security Solutions€ in MillionenDer Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf den Bereich SIM-Karten für Mobilkommunikation zurückzuführen. Aus strategischen Gründen nehmen wir seit einigen Jahren nur noch selektiv an Projektausschreibungen teil. Infolgedessen verringerte sich der Umsatz in diesem Bereich kontinuierlich und repräsentiert inzwischen nur noch einen niedrigen einstelligen Prozentsatz am Umsatz. Die beiden größten Bereiche - behördliche Dokumente und Bezahlkarten; sie tragen zusammen rund zwei Drittel zum Umsatz bei - konnten in Summe diese Entwicklung nicht kompensieren. Im Bereich behördliche Dokumente kam es projektbedingt zu einem Umsatzrückgang. Ein großes Projekt zum Ersatz konventioneller durch digitale Pässe erreichte im letzten Geschäftsjahr seinen Höhepunkt und läuft seither auf niedrigerem Niveau weiter. Der Bereich Bezahlkarten hingegen erwirtschaftete einen Umsatzzuwachs. Hierzu trug vor allem der Übergang von reinen kontaktbasierten zu sogenannten Dual-Interface-Karten bei, die sowohl kontaktbasiert als auch kontaktlos genutzt werden können. Durch unsere Kernkompetenz im Bereich Kontaktlos-Technologie profitieren wir von diesem Trend besonders. Der Bereich embedded SIM (eSIM), dessen Umsatz sich im Vorjahr nahezu verdoppelt hatte, legte nochmals leicht zu. eSIMs werden als Ersatz für klassische SIM-Karten fest in das Kundengerät eingebaut und stellen die Identifikation gegenüber dem Netzbetreiber sicher. Auch im Auto kommen eSIMs zum Einsatz: Unsere zertifizierten eSIM-Sicherheitscontroller werden für die Notruffunktion (Emergency Call, kurz eCall) verwendet, die seit dem 31. März 2018 in der EU für alle rund 17 Millionen Neuwagen verpflichtend ist. Neben vielen anderen Automobilherstellern setzt Daimler auch auf unsere eSIMs. Das System von Mercedes-Benz "MercedesMe connect" bietet zusätzlich zur gesetzlich geforderten Notruffunktionalität auch wesentlich weitergehende Dienste wie zum Beispiel Unfallmanagement, Pannen- und Wartungsmanagement sowie Fahrzeugferndiagnose. Im Bereich Transport und Ticketing sahen wir zunehmende Akzeptanz des Ticketing-Standards CIPURSE(tm) bei Betreibern von Nahverkehrsnetzen, zum Beispiel in Barcelona. CIPURSE(tm) ist ein offener Standard der OSPT (Open Standard for Public Transportation). Infineon hat die Entwicklung und Einführung von CIPURSE(tm) maßgeblich unterstützt. Bei einigen in den Vorjahren gewonnenen Projekten wurden nun im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals Umsätze erzielt. Einen weiteren Erfolg konnten wir mit unserer Trusted Platform Module (TPM)-Familie erzielen. Juniper, der führende Anbieter im Bereich automatisierter, skalierbarer und sicherer Netzwerke, integriert nun in seinen Routern, Firewalls und anderen Geräten unsere OPTIGA(tm) TPM-Sicherheitslösungen. Ferner stieg der Umsatz im Bereich Authentifizierung. Unsere Kunden setzen auf unsere Sicherheitskompetenz, um ihre Produkte, ihr Geschäftsmodell und nicht zuletzt ihre Kunden zu schützen. In den Bereichen Internet der Dinge, Industrie 4.0, Smart Home, Smart City sowie vernetzte Fahrzeuge haben wir Designs gewonnen und weitere strategische Kooperationen etabliert. Einige dieser Projekte sind Teil von Testfeldern beziehungsweise haben Prototypencharakter. Entsprechend gering ist in diesem Stadium noch der Umsatz. Das Umsatzwachstumspotenzial ist jedoch enorm, wenn diese Anwendungen den entsprechenden Reifegrad erreichen. Es ist Teil unserer strategischen Ausrichtung, der führende Anbieter für Sicherheitslösungen, bestehend aus Sicherheitschip und Software, zu sein. Solche Sicherheitslösungen sind insbesondere in den oben genannten Anwendungen der entscheidende Erfolgsfaktor. Sehr erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass wir inzwischen rund ein Viertel unseres Umsatzes mit Lösungen erzielen, bei denen unsere Sicherheitscontroller in einem engen Zusammenhang mit Software (zum Beispiel Firmware, Treibersoftware, hardwarenahe Anwendungssoftware) stehen. Aufgrund unserer Software- und Systemkompetenz sind wir in der Lage, Referenzdesigns und einfach integrierbare Sicherheitsmodule zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus bieten wir Unterstützung bei der Zertifizierung von Sicherheitslösungen. Mit diesen Serviceleistungen reduzieren wir die Entwicklungsaufwendungen unserer Kunden und beschleunigen die Markteinführung ihrer Produkte. Die in den Vorjahren gestarteten Investitionen in diesen Bereichen beginnen sich nun auszuzahlen. Ein Beispiel hierfür sind unsere SECORA(tm) Pay-Sicherheitslösungen, mit denen Kartenhersteller besonders einfach die Dual-Interface-Chip-Technologie in ihr Produktportfolio integrieren und dabei flexibel auf regionale Marktanforderungen eingehen können. Die hohe Akzeptanz der Marke SECORA(tm) Pay zeigt sich an den vielen Projektgewinnen bereits im Geschäftsjahr 2018, wobei die Markteinführung erst im November 2017 stattfand. Entwicklung des SegmentergebnissesDas Segmentergebnis betrug €105 Millionen; ein Rückgang um 15 Prozent verglichen mit dem Segmentergebnis des Vorjahres in Höhe von €124 Millionen. Bezogen auf den Umsatz betrug die Segmentergebnis-Marge 15,8 Prozent (Vorjahr: 17,5 Prozent). Das Segmentergebnis wurde im Wesentlichen negativ beeinflusst durch einen geringeren Ergebnisbeitrag aus dem rückläufigen Umsatz. Ferner waren gestiegene Betriebskosten zu verzeichnen, einerseits bedingt durch den strategisch langfristig geplanten Aufbau von Mitarbeitern in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Verwaltung und Vertrieb und andererseits durch höhere Entwicklungskosten aufgrund einer höheren Anzahl an Kundenprojekten und der Erweiterung des Produktportfolios. Wir wollen hierdurch insbesondere unsere Software- und Systemkompetenz weiter ausbauen. Anwendungsfelderscroll
MarktpositionDer Weltmarkt für Sicherheits-ICs erreichte im Kalenderjahr 2017 eine Größe von US$3,260 Milliarden. Dies entspricht einem Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von US$3,266 Milliarden (Quelle: ABI Research). Der Umsatz von Infineon wuchs um 0,6 Prozent. Infineon gewann 0,2 Prozentpunkte Marktanteil und ist nun mit knappem Vorsprung neuer Marktführer. Unser Marktanteilsgewinn ist im Wesentlichen auf Veränderungen in den beiden großen Bereichen hoheitliche Dokumente sowie Bezahlkarten zurückzuführen. In beiden Bereichen konnte Infineon seinen Absatz deutlich über dem Marktwachstum steigern, während der bisherige Marktführer teilweise signifikant an Marktanteil verlor. Die fünf größten Marktteilnehmer kamen zusammen auf einen Marktanteil von 73,1 Prozent. Marktanteil bei Smartcard- und Sicherheits-ICs im Jahr 2017Quelle: ABI Research, "Smart Card & Secure ICs", Oktober 2018. Bis letztes Jahr diente als Quelle IHS Markit. Da IHS Markit den Markt für Sicherheits-ICs nicht mehr analysiert, beziehen wir uns nun auf die Marktstudie von ABI Research. Im Unterschied zu unserer Marktbetrachtung in den letzten Jahren sind nun auch speicherbasierte Sicherheits-ICs sowie verschiedene embedded Sicherheits-ICs enthalten. Forschung und EntwicklungDie Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) betrugen im Geschäftsjahr 2018 €836 Millionen nach €776 Millionen im Vorjahr; ein Anstieg um €60 Millionen beziehungsweise 8 Prozent. Sie sind damit proportional zum Umsatz angestiegen, der ebenfalls 8 Prozent zulegte. In Relation zum Umsatz haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr 11 Prozent für F&E aufgewendet. Mit dieser Quote liegen wir weiterhin in unserem angestrebten Zielkorridor, nämlich bei einem Prozentsatz vom Umsatz im niedrigen bis mittleren Zehnerbereich. Um unsere Innovationskraft zu erhalten, sollen die F&E-Kosten auch in Zukunft proportional mit dem Umsatz wachsen. Forschungs- und Entwicklungskosten€ in MillionenAn unseren Forschungs- und Entwicklungsstandorten beschäftigten wir zum Ende des Geschäftsjahres 2018 weltweit 7.161 Mitarbeiter (18 Prozent der Belegschaft), zum Ende des Geschäftsjahres 2017 waren es 6.362 Mitarbeiter (17 Prozent der Belegschaft). Infineon unterhält F&E-Abteilungen an 35 Standorten in 15 Ländern: Peking und Xi'an (beide China); Herlev (Dänemark); Augsburg, Dresden, Duisburg, Erlangen, Karlsruhe, Neubiberg bei München, Regensburg und Warstein (alle Deutschland); Le Puy-Sainte-Réparade (Frankreich); Bristol und Reigate (beide Großbritannien); Bangalore (Indien); Padua und Pavia (beide Italien); Seoul (Korea); Ipoh und Melaka (beide Malaysia); Nimwegen (Niederlande); Graz, Linz und Villach (alle Österreich); Muntinlupa (Philippinen); Bukarest (Rumänien); Singapur; Chandler, El Segundo, Leominster, Mesa, Milpitas, San José, Tewksbury und Warwick (alle USA). Die aktivierten Entwicklungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf €143 Millionen (Vorjahr: €129 Millionen). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2018 €50 Millionen (Vorjahr: €39 Millionen). Vereinnahmte Zulagen und Zuschüsse für F&E stiegen von €68 Millionen im Geschäftsjahr 2017 auf €86 Millionen im Geschäftsjahr 2018. Wesentliche Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenF&E-Kosten entstehen nicht nur für Produktentwicklungen, sondern zunehmend auch für Plattformentwicklungen, neue Technologien, Produktfamilien sowie für neue Fertigungstechnologien. Hierzu zählen zum Beispiel die digitale Steuerung der Stromversorgung, Technologieplattformen für Nieder- und Hochvolt-Leistungsschalter, Leistungshalbleiter basierend auf den neuen Materialien Siliziumkarbid und Galliumnitrid sowie neue Sensortypen, insbesondere solche basierend auf unseren Magnetfeld-, Radar-, Lidar-, Infrarot- und MEMS-Technologien. Während in der Vergangenheit sowohl Forschung als auch Entwicklung meist technologie- beziehungsweise komponentenorientiert waren, spielen zunehmend die Systeme, in denen die Bauelemente zur Anwendung kommen, eine maßgebliche Rolle. Innovative Systemlösungen gehen von einer Optimierung der Systemfunktionalität aus. Wenn durch Einsparungen und Verbesserungen - zum Beispiel bei passiven Komponenten, Kühlung, Gehäuse, Gewicht, Zuverlässigkeit - ein Mehrwert für den Kunden entsteht, ist dieser bereit, für die dafür ursächlichen Halbleiterkomponenten einen höheren Preis zu bezahlen. Oft wird dabei die digitale Mikroelektronik mit Komponenten aus den Bereichen Hochfrequenz, Ansteuerung von Leistungsbauelementen, Sensorik oder Aktuatorik kombiniert, was zu einem deutlichen Leistungssprung führt. Zunehmend wird die Hardware auch durch Software ergänzt. Ein Schwerpunkt unserer Forschung liegt im Bereich Sensorik. Mit Sensoren wird die reale, analoge Welt erfasst. Die gemessenen Signale werden zunächst digitalisiert und entsprechend den Anforderungen der Anwendung als digitale Werte verarbeitet, übertragen und gespeichert. Sensoren spielen auch bei der Bedienung von Maschinen und Geräten, der sogenannten Mensch-Maschine-Interaktion, eine immer bedeutendere Rolle. In diesem Bereich entwickeln wir unser Portfolio an MEMS-basierten Silizium-Mikrofonen und Drucksensoren sowie an 3D-ToF-Sensoren und Radarsensoren weiter. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Sensortypen zur Erfassung weiterer physikalischer Messgrößen. Infineon verfügt über rund 40 Jahre Erfahrung in Sensordesign und Sensorfertigung und bietet das umfassendste Portfolio an Druck- und Magnetfeldsensoren für Automobilanwendungen an. Im Bereich Hochfrequenz-Anwendungen ist unser Ziel, zukünftig Hochfrequenzlösungen für Smartphones und Mobilfunk-Infrastruktur anbieten zu können. Hierzu werden wir zu den heutigen Komponenten - im Wesentlichen rauscharme Signalverstärker, Antennenschalter und Antennen-Tuner - weitere Produkte hinzufügen, unter anderem Frequenzfilter und 5G-Antennenmodule. Weiterhin bilden Fertigungstechnologien und Transistorarchitekturen für Leistungshalbleiterkomponenten auf Basis neuer Materialien einen Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten. Auf der Suche nach immer effizienteren Leistungshalbleitern für immer kompaktere Netzteile und Steuerungen haben sich vor allem Siliziumkarbid (SiC; eine Verbindung aus Silizium und Kohlenstoff) und Galliumnitrid (GaN; eine Verbindung aus Gallium und Stickstoff) als die bevorzugten Materialien erwiesen. Diese neuen Halbleitermaterialien können, verglichen mit siliziumbasierten Komponenten, hohe Spannungen beziehungsweise hohe Ströme bei kleineren Abmessungen und geringeren Verlusten schalten. SiC- und GaN-Komponenten adressieren aufgrund ihrer Materialeigenschaften unterschiedliche Spannungsklassen. Während die SiC-Technologie bei Spannungen über 1.000 Volt ihre Vorteile ausspielt, kommt die GaN-Technologie bei 600 Volt und darunter zum Einsatz. Als Marktteilnehmer mit dem wohl umfassendsten Portfolio an Leistungshalbleitern steht für Infineon das Verständnis der Kundenanwendung im Mittelpunkt. Das Ziel ist, unseren Kunden die Lösung mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten. Eine solche Lösung kann auch auf einer abgestimmten Kombination aus Silizium- und Siliziumkarbid (SiC)-Komponenten basieren. Erst die Balance aus Kosten- und Performancevorteilen der einzelnen Komponenten führt zu einer nachhaltigen Verbesserung des Kundensystems. Dies kann die Effizienz, die Kosten, die Baugröße, das Gewicht oder die Zeit bis zur Markteinführung betreffen. Die heutigen Hauptanwendungen für SiC sind Fotovoltaik-Wechselrichter, Industrie-Stromversorgungen sowie die Infrastruktur für Elektromobilität, insbesondere Ultraschnellladestationen. Als zukünftige Anwendungen sehen wir Hilfsaggregate in Zügen. Mittelfristig kommen Steuerungen für geregelte Motorantriebe für die unterschiedlichsten Motorarten und Betriebsmodi (Schrittmotoren, Robotik, hohe Drehzahl, hohes Drehmoment) als interessantes Anwendungsfeld infrage. Darüber hinaus bietet der Einsatz im Bereich Elektrofahrzeuge enormes Potenzial. Anwendungen hierbei sind zunächst die On-Board-Batterieladeeinheit sowie in der Folge der Hauptumrichter für den Antriebsstrang. Der Schwerpunkt unserer künftigen Entwicklungsaktivitäten im Bereich SiC liegt in der Erweiterung des Produktportfolios, und zwar sowohl bezüglich weiterer Bauformen (dies betrifft die Gehäuse und die Topologien in den Modulen) als auch bezüglich höherer Spannungsklassen (ausgehend von 1.200 Volt hin zu 1.700 Volt und 3.300 Volt). Auch Galliumnitrid (GaN)-Transistoren bieten gegenüber Silizium-Transistoren ganz neue, interessante Eigenschaften, die zum Beispiel in Netzteilen genutzt werden können. Die Vorteile werden erst mit ganz neuen Netzteiltopologien erreicht. Dann lässt sich der maximale Effizienzgewinn bei besonders kompaktem Aufbau des Gesamtsystems realisieren. Die Hauptanwendungen dieser GaN-Produkte sind auf höchste Effizienz optimierte Netzteile für leistungsstarke Server in Rechenzentren und Telekommunikationseinrichtungen. Die bis zu 3.000 Watt starken Netzteile, die GaN nutzen, können anders gestaltet werden als siliziumbasierte Netzteile. Je nach Konfiguration sind dadurch Systemkostenvorteile realisierbar. Die höhere Effizienz verringert den Kühlaufwand, und die Kosten für Kühlkörper und Klimatisierung sinken. Höchste Effizienz und damit eine Minimierung der laufenden Betriebskosten werden von den Betreibern der Rechenzentren - wie zum Beispiel Google, Facebook, Amazon Web Services oder Microsoft - gefordert, liegt doch die Leistungsaufnahme solcher Rechenzentren mit bis zu 40.000 Servern im zweistelligen Megawattbereich. Eine Verbesserung des Wirkungsgrads um 1 Prozentpunkt bedeutet dann eine Einsparung von mehreren Hundert Kilowatt. Ebenso kann die Kompaktheit - also Leistungsdichte, gemessen in Watt pro Kubikzentimeter - erhöht werden. Das ist wichtig, weil jeder Quadratmeter Stellfläche in den klimatisierten Räumen teuer ist. Neben Servern spielt die Leistungsdichte auch bei extrem dünnen Flachbildschirmen sowie bei kompakten Ladegeräten und Adaptern von mobilen Endgeräten eine Rolle. Bei diesen preissensitiven Märkten wird es allerdings noch länger dauern, bis eine breite Akzeptanz von GaN-Transistoren erreicht wird. Im Bereich GaN haben wir bedeutende Fortschritte erzielt. Die ersten Produkte unserer CoolGaN(tm)-Familie, verschiedene 600-Volt-GaN-Leistungstransistoren basierend auf einem sogenannten Enhancement-Mode (e-Mode)-GaN-Transistor, haben Serienreife erreicht. Die Entwicklung der nächsten Generation unserer GaN-Transistoren hat bereits begonnen. Mit dieser neuen Architektur lassen sich kleinere und somit günstigere Transistoren realisieren. Dies wird die Einführung der GaN-Technologie auch in preissensitiven Märkten begünstigen. Ferner arbeiten wir an integrierten GaN-Lösungen, in denen entweder mehrere Transistoren oder Transistor und Ansteuerung monolithisch verbunden oder gemeinsam verpackt werden. Diese kompakten Lösungen können zum Beispiel für Motorsteuerungen in Waschmaschinen oder Klimaanlagen zum Einsatz kommen. In den kommenden Monaten werden wir auf verschiedenen Messen mehrere dieser neuen Produkte vorstellen. Die Serienfertigung unserer GaN-Produkte erfolgt in Villach (Österreich) auf einer 150-Millimeter-Wafer-Fertigungslinie. Der Übergang der Serienfertigung auf 200-Millimeter-Wafern ist in Planung. Neben den neuen Materialien für Leistungshalbleiter liegt ein weiterer Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung der Ansteuerung von Leistungshalbleitern. Wir befinden uns im Übergang von der analogen Ansteuerung zur digitalen Ansteuerung von Leistungsschaltern. Digitale Ansteuerungen ermöglichen eine wesentlich bessere Anpassung an die verschiedenen Betriebszustände (zum Beispiel Stand-by, Teillast, Volllast), aber auch eine bessere Nutzung der immer komplexeren Leistungsbauelemente. Durch die Programmierfähigkeit der Ansteuer-ICs ist es für den Kunden bei kürzeren Lernzyklen einfacher, die Funktion der Steuerung ihren Bedürfnissen anzupassen. Bei MOSFET-basierten Steuerungen hat der Übergang bereits vor einigen Jahren begonnen; bei IGBT-basierten Steuerungen hat dieser Trend nun eingesetzt. Infineon ist bei der Digitalisierung der gesamten Kette, bestehend aus Ansteuer-IC, Treiber-ICs und Leistungsschalter, vertreten. Insbesondere die Controller der iMOTION(tm)-Familie finden großes Interesse im Markt. Wir werden diese erfolgreiche Familie erweitern und Produkte mit integriertem Treiber und integriertem Leistungsschalter entwickeln. Infineon nimmt eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Verschlüsselungsmechanismen ein. Ein überragender Erfolg gelang uns bei Chiffrierverfahren, die der Rechenkraft künftiger Quantencomputer standhalten. So demonstrierten wir letztes Jahr als weltweit erstes Unternehmen die Implementierung eines Algorithmus für die sogenannte Post-Quantum-Kryptografie in kontaktlosen Sicherheitschips. Die kleine Chipgröße und der begrenzte Speicherplatz zum Ablegen und Ausführen eines so komplexen Algorithmus wie auch die Übertragungsgeschwindigkeit waren herausfordernd. Infineon hat im November 2017 für diese Leistung den renommierten Branchenpreis Sesames Award gewonnen, und zwar gleich in zwei von sechs Kategorien: "Cyber Security" und "eGovernment". Der Sesames Award wird jährlich an die besten Innovationen im Bereich der digitalen Sicherheit verliehen und zählt zu den höchsten Auszeichnungen der Branche. Gründung eines neuen Entwicklungszentrums in DresdenIm Mai 2018 gab Infineon die Gründung eines neuen Entwicklungszentrums in Dresden bekannt. Das Entwicklungszentrum soll die Entwicklung neuer Produkte für Automobil- und Leistungselektronik sowie Lösungen für Künstliche Intelligenz (KI) vorantreiben. Für das komplexe Zusammenspiel von Halbleitern in technisch immer anspruchsvolleren Fahrzeugen gewinnt die Systemintegration an Bedeutung. Die Modellierung komplexer Systeme und die Entwicklung hochintegrierter Produkte werden neben dem Chipdesign zu den Kernaufgaben des Entwicklungszentrums gehören. Bei der zunehmenden Vernetzung von Verkehrssystemen spielen Algorithmen, KI und das Internet der Dinge eine zentrale Rolle. Hier erwarten wir in den kommenden Jahren deutliche Wachstumsimpulse. Auch mit diesen Themen wird sich das Entwicklungszentrum intensiv beschäftigen. Was gegebenenfalls zunächst im Automobilumfeld entwickelt wird, kann auch in anderen Geschäftsfeldern, etwa der Robotik, übernommen werden. Es soll ausgelotet werden, wie wir universelle KI-Funktionen entwickeln können, die wir in eine Vielzahl von Chips für unterschiedliche Zielsysteme integrieren können. Eine große Herausforderung ist dabei die stetig wachsende Komplexität der Chips. Erkenntnisse über Kosten und Herstellbarkeit solcher komplexen Chips beziehungsweise die Verteilung der Funktionen auf mehrere Chips sind von besonderer Bedeutung. Deshalb ist das Entwicklungszentrum am Schnittpunkt zwischen Entwicklung, Design und Fertigung angesiedelt. Durch die Rückkopplung aus der Fertigungslinie werden Synergien geschaffen. Dadurch können neue Produkte schneller entwickelt und früher auf den Markt gebracht werden. Der Start ist für Ende des Kalenderjahres 2018 geplant. Zunächst sollen 100, mittelfristig rund 250 Arbeitsplätze entstehen. PatenteDie Innovationskraft und langfristige Wettbewerbsfähigkeit von Infineon zeigt sich auch in der Anzahl und Qualität unserer Patente. Weltweit haben wir im Geschäftsjahr 2018 rund 1.550 Patente angemeldet gegenüber rund 1.800 Patentanmeldungen im Vorjahr. Das Patentportfolio bestand zum Ende des Geschäftsjahres 2018 weltweit aus rund 26.850 Patenten und Patentanmeldungen (Vorjahr: rund 27.300). OperationsUnsere Investitionen im Geschäftsjahr 2018 betrugen €1.254 Millionen. Dies ist ein Anstieg um €232 Millionen beziehungsweise 23 Prozent im Vergleich zu den Investitionen des Vorjahres in Höhe von €1.022 Millionen. Die Investitionen bezogen auf den Umsatz erhöhten sich von 14,5 Prozent im Vorjahr auf 16,5 Prozent im Geschäftsjahr 2018. Von den gesamten Investitionen entfielen €1.090 Millionen auf Sachanlagen (Vorjahr: €874 Millionen) und €164 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte inklusive aktivierter F&E-Kosten (Vorjahr: €148 Millionen). Investitionen1€ in Millionen
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Von den Investitionen in Sachanlagen entfiel der weitaus größte Anteil auf Investitionen in Fertigungsanlagen. Davon wiederum entfielen rund zwei Drittel auf Frontend-Fertigungsanlagen, der Rest im Wesentlichen auf Backend-Fertigungsanlagen. Infineon unterhält insgesamt 17 Fertigungsstandorte in zehn Ländern: Peking und Wuxi (beide China); Dresden, Regensburg und Warstein (alle Deutschland); Batam (Indonesien); Cheonan (Korea); Melaka und Kulim (beide Malaysia); Tijuana (Mexiko); Villach (Österreich); Singapur; Cegléd (Ungarn) sowie Leominster, Mesa, San José und Temecula (alle USA). Zum 30. September 2018 waren an diesen Fertigungsstandorten 28.532 Mitarbeiter in der Fertigung beschäftigt (Vorjahr: 27.105 Mitarbeiter). Meilensteine und wesentliche Investitionsschwerpunkte in der Fertigung im Geschäftsjahr 2018Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich folgende Investitionsschwerpunkte: 1. Ausbau der 300-Millimeter-Frontend-Fertigungskapazität in Dresden in differenzierenden Fertigungstechnologien für Leistungshalbleiter wie zum Beispiel Hochvolt-MOSFETs unserer CoolMOS(tm)-Familie und IGBT-Leistungsschalter. 2. Ausbau der 200-Millimeter-Frontend-Fertigungskapazität in Kulim in differenzierenden Fertigungstechnologien für Sensoren sowie diskrete und integrierte Leistungshalbleiter. 3. Weiterer Hochlauf der Serienfertigung unserer Siliziumkarbid (SiC)-MOSFETs und SiC-Dioden auf 150-Millimeter-Wafern. Damit fertigt Infineon als eines der ersten Unternehmen weltweit das gesamte SiC-Portfolio auf Wafern mit 150 Millimeter Durchmesser. 4. Ausbau der Backend-Fertigungskapazität für IGBT-Module für Industrie- und Automobilanwendungen. Aufgrund der starken Nachfrage nach IGBT-Modulen für den Antriebsstrang von Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen wurden die entsprechenden Backend-Fertigungskapazitäten erweitert. Der Ausbau erfolgte für die IGBT-Module der HybridPACK(tm)-Familie einerseits in Warstein und andererseits in dem neu gegründeten Joint Venture mit dem chinesischen Automobilhersteller SAIC Motor Corporation Ltd. in Wuxi. Das Joint Venture mit dem Namen SIAPM (SAIC Infineon Automotive Power Modules (Shanghai) Co., Ltd.) wurde am 7. Februar 2018 gegründet und fertigt seit August 2018. 5. Aufgrund der Kostenposition ist geplant, den Standort Temecula (USA) nur bis 2021 zu betreiben und dann zu schließen oder bis dahin zu verkaufen. Die dort gefertigten Produkte werden an andere Infineon-Standorte transferiert beziehungsweise zur Fertigung an externe Partner vergeben. Darüber hinaus wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr an den Frontend- und Backend-Standorten hauptsächlich in folgende Bereiche investiert:
Infineon schreibt nächstes Kapitel seiner Wachstumsstrategie: Entscheidung für zweite 300-Millimeter-Fabrik getroffenWir sehen seit einiger Zeit eine rasant steigende Nachfrage nach Leistungselektronik. Um den zunehmenden Bedarf unserer Kunden in den kommenden Jahren bedienen zu können, haben wir uns im Mai 2018 für den Bau einer zweiten 300-Millimeter-Fabrik entschieden. Am Standort Villach (Österreich), unserem langjährigen Kompetenzzentrum für Leistungselektronik, werden wir eine vollautomatisierte 300-Millimeter-Dünnwafer-Fertigung errichten. Die Bauarbeiten haben im November 2018 begonnen. Die Serienfertigung soll Anfang 2021 starten; die maximale Fertigungskapazität soll bereits 2026 erreicht werden. Die Investitionen betragen insgesamt rund €1,6 Milliarden. Bei voller Auslastung liegt das geschätzte zusätzliche Umsatzpotenzial durch diese Fabrik bei rund €1,8 Milliarden pro Jahr. Mit dem deutlichen Ausbau unserer Fertigungskapazität erhöhen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Strategie ist dabei langfristig und unabhängig von möglichen kurzzeitigen zyklischen Abschwüngen ausgelegt. Wir wollen die Chancen, die sich durch das starke prognostizierte Marktwachstum ergeben, konsequent nutzen. Die neue Fabrik kann am Standort Villach deutlich rascher realisiert werden als eine Fabrik an einem neuen Standort, denn Villach besitzt einerseits bereits eine 300-Millimeter-Dünnwafer-Pilotlinie und andererseits das Know-how der verschiedenen Fertigungstechnologien. Mit dem Ausbau erreichen wir deutliche Skaleneffekte und steigern somit unsere Effizienz. Nicht zuletzt ermöglicht der Ausbau der Fertigungskapazität für Silizium auch den Ausbau der Fertigungskapazität für die Fertigungstechnologien Siliziumkarbid und Galliumnitrid. Bestehende Gebäude und Fertigungslinien können für diese Verbindungshalbleiter nachgenutzt werden. Damit wird eine kapitaleffiziente Kapazitätserweiterung erreicht. Unternehmensinternes SteuerungssystemDas unternehmensinterne Steuerungssystem von Infineon ist darauf ausgelegt, die Umsetzung der Konzernstrategie zu unterstützen, die im Kapitel "Konzernstrategie" dargestellt ist. Dementsprechend werden Steuerungskennzahlen verwendet, die profitables Wachstum und effizienten Kapitaleinsatz messbar machen. Über den Konjunkturzyklus hinweg hat Infineon sich vorgenommen,
In den kommenden Jahren planen wir außerdem Investitionen in Höhe eines in Summe niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, um mögliche zusätzliche Umsatzchancen zu nutzen und strukturellen Veränderungen folgen zu können. Diese sind nicht in der oben genannten Quote von 15 Prozent enthalten. Hinzu kommen bereits angekündigte Investitionen in Frontend-Reinräume und bestimmte größere Bürogebäude, darunter der 300-Millimeter-Reinraum und das Forschungs- und Entwicklungsgebäude am Standort Villach (Österreich). Im Geschäftsjahr 2019 fallen davon etwa €200 Millionen an. Bei einer Umsetzung dieser Maßnahmen wird es vorübergehend zu einer Investitionsquote deutlich oberhalb der im Zielgeschäftsmodell vorgesehenen Quote kommen. Aufgrund der starken Kundennachfrage im Geschäftsjahr 2019 rechnet Infineon mit einem Umsatzwachstum von 11 Prozent, plus oder minus 2 Prozentpunkte. Die Segmentergebnis-Marge soll im Mittelpunkt der Umsatzwachstumsspanne bei 18 Prozent liegen (siehe Kapitel "Prognosebericht"). Die Erreichung dieser finanziellen Ziele führt in Summe durch die dauerhafte Erzielung einer Prämie auf die Kapitalkosten zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Dabei bedingen Wachstum, Profitabilität und Investitionen einander: Profitabilität ist die Voraussetzung dafür, das Geschäft aus eigenen Mitteln finanzieren, also Wachstumspotenziale erschließen zu können. Wachstum wiederum erfordert einerseits kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Fertigungskapazitäten. Durch entsprechendes Wachstum wird Infineon in die Lage versetzt, führende Marktpositionen zu erreichen und Größenvorteile zu realisieren, um so die Profitabilität zu erhöhen. Entscheidend hierfür ist die effiziente Nutzung finanzieller Ressourcen. Infineon setzt ein umfassendes Controllingsystem zur Steuerung des Geschäfts entlang der strategischen Ziele ein. Dies umfasst sowohl finanzielle als auch operative Kennzahlen. Die zur Steuerung herangezogenen Informationen stammen aus der jährlichen Langfristplanung, den quartalsweisen Prognosen, dem wöchentlichen Auftragseingang sowie aus den monatlichen Ist-Daten. Dies erlaubt es dem Management, Entscheidungen zu treffen, die auf einer fundierten Informationsbasis bezüglich der aktuellen Situation und der erwarteten wirtschaftlichen und operativen Entwicklung beruhen. Für den langfristigen Erfolg von Infineon sind nachhaltiges Wirtschaften sowie die Einbeziehung von zukunftsgerichteten qualitativen Faktoren wichtig. Als ein Unternehmen, das sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist, berücksichtigt Infineon auch nichtfinanzielle Faktoren, hauptsächlich aus den Bereichen Nachhaltigkeit (siehe hierzu den Bericht "Nachhaltigkeit bei Infineon" im Internet @ www.infineon.com/nachhaltigkeit_reporting) und Mitarbeiter (siehe Kapitel "Personalstrategie"). Diese Faktoren werden nicht zur Unternehmenssteuerung genutzt, sie tragen aber zur Erreichung der finanziellen Ziele von Infineon bei. Im Rahmen der Unternehmenssteuerung legt die Unternehmensleitung zudem größten Wert darauf, dass das Handeln von Infineon streng an den rechtlichen Rahmenbedingungen ausgerichtet ist und die internen Corporate Governance Standards eingehalten werden (siehe Kapitel "Corporate Governance"). SteuerungskennzahlenHauptsteuerungskennzahlenUm den Erfolg der Umsetzung seiner Strategie zu bewerten, nutzt Infineon die folgenden drei übergreifenden Unternehmenskennzahlen:
Das Segmentergebnis ist die wichtigste Kennzahl des Konzerns, um den operativen Erfolg zu messen. In Prozent vom Umsatz (Segmentergebnis-Marge) ausgedrückt wird die Profitabilität des Umsatzes dargestellt und gezeigt, wie erfolgreich das operative Geschäft gesteuert wird. Die Steuerung der Aktivitäten der Segmente erfolgt auf Basis des Segmentergebnisses. Die Optimierung des Segmentergebnisses im Rahmen der vom Vorstand verabschiedeten Konzernstrategie liegt dabei in der Verantwortung des Managements der jeweiligen Segmente, erfolgt jedoch in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten dokumentiert, wie sich operative Rentabilität in Zuflüssen von liquiden Mitteln niederschlägt. Gleichzeitig liefert diese Kennzahl auch eine Aussage über die Effizienz des Einsatzes von Betriebskapital und Sachanlagen. Überdies vergleicht Infineon die tatsächlich erzielte und die geplante Kapitalverzinsung (RoCE) mit den Kapitalkosten, um sicherzustellen, dass ein Mehrwert geschaffen wird. Die drei dargestellten Finanzkennzahlen sind auch die Eckpfeiler des Systems zur variablen Vergütung. Der überwiegende Anteil der variablen Gehaltsbestandteile von Mitarbeitern und Führungskräften ist direkt an diese Kennzahlen gekoppelt. Alle drei Kennzahlen, insbesondere das Segmentergebnis, korrelieren stark mit dem Umsatzwachstum. Insofern ist das Umsatzwachstum keine eigene Hauptsteuerungskennzahl, wird aber indirekt über die drei Kennzahlen mit abgedeckt. SegmentergebnisDas Segmentergebnis ist definiert als Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung von: Saldo aus Wertminderungen und Wertaufholungen von Vermögenswerten (ausgenommen aktivierte Entwicklungskosten); Ergebniseffekten aus Umstrukturierungsmaßnahmen und Schließungen; Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen; akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen; Gewinnen (Verlusten) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften sowie sonstigen Erträgen (Aufwendungen), einschließlich Kosten für Gerichtsverfahren (zur betragsmäßigen Ermittlung siehe im Konzernanhang unter Nr. 24). Gerichts- und Rechtsanwaltskosten im Zusammenhang mit der aktiven Lizenzierung von Infineon-Patenten werden im Segmentergebnis erfasst, genauso wie die zugehörigen Erträge. Das Segmentergebnis ist die Kennzahl, mit der Infineon die operative Ertragskraft seiner Segmente bewertet (zur Entwicklung des Segmentergebnisses von Infineon und der einzelnen Segmente im Geschäftsjahr 2018 siehe Kapitel "Die Segmente" sowie "Das Geschäftsjahr 2018"). Free-Cash-FlowInfineon verwendet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelabfluss/-zufluss aus Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow misst die Fähigkeit, operativen Erfolg in Mittelzuflüsse umzuwandeln, um so den laufenden Betrieb und die notwendigen Investitionen aus dem eigenen Geschäft heraus zu finanzieren. Es ist das Ziel von Infineon, einen nachhaltig positiven Free-Cash-Flow zu generieren (zur Erläuterung der Entwicklung des Free-Cash-Flows im Geschäftsjahr 2018 siehe Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Die wesentlichen Einflussgrößen auf den Free-Cash-Flow sind neben der Profitabilität ein wirksames Management des Nettoumlaufvermögens sowie die Höhe der Investitionen. Infineon steuert sein operatives Nettoumlaufvermögen, indem fortlaufend auf die Optimierung der Vorräte sowie der Forderungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geachtet wird. Das effektive Management der Investitionen nimmt eine zentrale Rolle im Hinblick auf den Free-Cash-Flow ein. Hierzu passt unser Ziel, die Höhe der Investitionen systematisch zu steuern. Der Free-Cash-Flow wird bei Infineon nur auf Unternehmens- und nicht auf Segmentebene betrachtet. Return on Capital Employed (RoCE)Die Kennzahl RoCE bewertet die Kapitalrentabilität und ist definiert als Betriebsergebnis aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern, dividiert durch das eingesetzte Kapital. Langfristige Vermögenswerte und Nettoumlaufvermögen bilden das eingesetzte Kapital. Die Kennzahl RoCE zeigt den Zusammenhang zwischen der Profitabilität und dem für den Geschäftsbetrieb notwendigen Kapital auf. RoCE = Betriebsergebnis aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern / Eingesetztes Kapital Die Kennzahl verdeutlicht, wie effizient ein Unternehmen seine Ressourcennutzung steuert. Der RoCE wird bei Infineon nur auf Unternehmens- und nicht auf Segmentebene berichtet. Die Gegenüberstellung des RoCE mit den gewichteten Kapitalkosten eines Unternehmens gibt Auskunft darüber, wie viel Wert nach Erfüllung der Renditeerwartungen der Eigen- und Fremdkapitalgeber geschaffen wurde. Somit dient der RoCE als Instrument der wertorientierten Unternehmenssteuerung. Neben der Profitabilität wird der RoCE von der Kapitalintensität in Bezug auf die langfristigen Vermögenswerte sowie auf das Nettoumlaufvermögen beeinflusst. Die Kapitalintensität beschreibt, in welchem Umfang Vermögenswerte eingesetzt werden müssen, um einen bestimmten Umsatz zu realisieren (zur rechnerischen Ableitung und Entwicklung des RoCE im Geschäftsjahr 2018 siehe Kapitel "Darstellung der Vermögenslage"). Ergänzende SteuerungskennzahlenDie Hauptsteuerungskennzahlen werden durch weitere Steuerungskennzahlen ergänzt, welche Auskunft über das Wachstumspotenzial, die Kosteneffizienz der verschiedenen Funktionsbereiche sowie die Liquidität geben. Wachstums- und RentabilitätskennzahlenDas Umsatzwachstum wird laufend dem Wachstum der jeweiligen Zielmärkte gegenübergestellt. Dies knüpft unmittelbar an dem strategischen Ziel an, kontinuierlich vom Wachstum unserer Zielmärkte zu profitieren. Als Indikator für eine zukünftige Umsatzentwicklung werden auch die sogenannten Design-Wins herangezogen, deren Zielwert laufend gegen die tatsächliche Entwicklung abgeglichen wird. Um die operative Rentabilität im Detail zu analysieren, werden die dem Segmentergebnis vorgelagerten Ergebnis- und Kostenblöcke betrachtet. Dabei handelt es sich um das Bruttoergebnis vom Umsatz, die F&E-Kosten, die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sowie deren Relation zu den Umsatzerlösen. Diese Kennzahlen werden sowohl zur Unternehmens- als auch zur Segmentsteuerung herangezogen (zur Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr siehe Kapitel "Darstellung der Ertragslage"). LiquiditätskennzahlenEine rollierende Liquiditätsplanung dient der Sicherstellung einer ausreichenden Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Optimierung der Kapitalstruktur. Die Liquidität wird nicht auf Segmentebene, sondern nur auf Unternehmensebene gesteuert, wofür die folgenden Kennzahlen zur Anwendung kommen:
Zur Entwicklung der Kennzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr siehe Kapitel "Darstellung der Finanzlage". Des Weiteren werden zur Vermeidung von Kapazitätsleerstand beziehungsweise Kapazitätsengpässen regelmäßig die operativen Kenngrößen Kapazitätsauslastung und prognostizierter Kapazitätsbedarf analysiert. Das Ergebnis dieser Analyse fließt in die Bestimmung des Investitionsbedarfs ein. Ist- und Zielwerte der SteuerungskennzahlenIm Kapitel "Prognosebericht" findet sich eine tabellarische Gegenüberstellung der im Geschäftsjahr 2018 erzielten Werte für die Steuerungskennzahlen mit den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018 und das Geschäftsjahr 2019. Nachhaltigkeit bei InfineonDie Nachhaltigkeitsaktivitäten werden im separaten Bericht "Nachhaltigkeit bei Infineon" beschrieben. Aus den Anforderungen des deutschen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes leitet sich für die Infineon Technologies AG für das Berichtsjahr 2018 erstmals die Pflicht zur Veröffentlichung eines nichtfinanziellen Berichts auf Gesellschafts- und Konzernebene ab. Dieser wird gemeinsam für die Infineon Technologies AG und die Infineon-Gruppe als zusammengefasster gesonderter nichtfinanzieller Bericht innerhalb des Nachhaltigkeitsberichts veröffentlicht. Die gesetzlich erforderlichen Informationen sind entsprechend gekennzeichnet, um sie von der freiwilligen Berichterstattung nach den GRI-Standards abzugrenzen. Der gesamte Bericht "Nachhaltigkeit bei Infineon" inklusive der Kapitel, die zum nichtfinanziellen Bericht gehören, wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München (Deutschland), einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Der separate Bericht "Nachhaltigkeit bei Infineon" einschließlich des zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Berichts findet sich im Internet unter @ www.infineon.com/nachhaltigkeit_reporting. Die Infineon-Aktie@ Die Teilnahme an den Telefonkonferenzen ist im Internet als Webcast auf unseren Investor-Relations-Seiten (www.infineon.com/ boerse) möglich. Unseren Privataktionären stehen wir für Fragen per E-Mail (investor.relations @infineon.com) und per Telefon (+49 89 234-26655) zur Verfügung. Basisinformationen zur Aktiescroll
@ Eine ausführliche Übersicht über weitere wichtige Indizes, in denen die Infineon-Aktie vertreten ist, finden Sie im Internet unter www.infineon.com/cms/de/about-infineon/investor/ infineon-share/index-membership/
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Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beinhaltet
die Aktien in Eigenbesitz. Basisinformationen zu den Anleihenscroll
AktienkursentwicklungRelative Entwicklung der Aktie von Infineon, des DAX, des Philadelphia Semiconductor Index (SOX) sowie des Dow Jones US Semiconductor Index im Geschäftsjahr 2018 (Tagesschlusskurse)Die Infineon-Aktie beendete das Geschäftsjahr 2018 mit einem Schlusskurs von €19,57. Gegenüber dem Schlusskurs zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres in Höhe von €21,27 beträgt der Kursrückgang 8 Prozent. In den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres war die Aktienkursentwicklung insgesamt positiv. Der Aktienkurs schwankte zwischen Kursen von um die €21 und um die €25 und erreichte Mitte Juni mit €25,49 den Jahreshöchstkurs. Danach setzte ein stärkerer Kursrückgang ein. Mitte September wurde mit €18,71 der Tiefstkurs im abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht. Die Wertentwicklung der Vergleichsindizes war recht unterschiedlich. Während der DAX im gleichen Zeitraum mit minus 5 Prozent ebenfalls eine negative Kursentwicklung aufwies, stiegen die entsprechenden Branchenindizes im gleichen Zeitraum deutlich an. Der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) erzielte ein Plus von 17 Prozent und der Dow Jones US Semiconductor Index von 19 Prozent. Hierbei profitierten diese von der Euro-Stärke. Auf die in US-Dollar gemessene Wertentwicklung der Infineon-Aktie hatte die Abwertung des US-Dollars hingegen einen negativen Einfluss. Handelsvolumen und AktienindizesDas durchschnittliche Handelsvolumen der Infineon-Aktie auf Xetra gemessen in Stück stieg im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent. Nach einem Tagesumsatz von durchschnittlich 4,1 Millionen Aktien im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2018 täglich 5,4 Millionen Aktien umgesetzt. Gemessen in Euro stieg das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen sogar um 65 Prozent. Im Geschäftsjahr 2017 hatte es pro Tag €74,3 Millionen betragen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden täglich Infineon-Aktien im Wert von €122,6 Millionen gehandelt. In den USA wird die Infineon-Aktie als ADS (American Depositary Share) außerbörslich am OTCQX-Markt mit dem Börsenkürzel IFNNY gehandelt. Auch das durchschnittliche Volumen der pro Tag gehandelten ADS stieg im Geschäftsjahr 2018. Nachdem im vorangegangenen Geschäftsjahr 98 Tausend ADS pro Tag gehandelt wurden, erhöhte sich diese Zahl im Geschäftsjahr 2018 auf 165 Tausend. Die Anzahl der ausstehenden ADS wuchs von 21,8 Millionen ADS zum 30. September 2017 auf 31,7 Millionen Stück zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres. In der DAX-Rangliste verbesserte sich Infineon beim Kriterium der Marktkapitalisierung um eine Position von Platz 16 zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf Rang 15 am Ende des Geschäftsjahres 2018. Beim gehandelten Volumen in Euro während der letzten zwölf Monate auf Xetra und dem Frankfurter Parkett ging es sieben Plätze nach oben. Nach Platz 19 im Vorjahr erreichte Infineon zum Ende des Geschäftsjahres 2018 Platz 12. Seit dem 25. September 2018 ist die Infineon-Aktie auch Teil des TecDAX und belegte zum 30. September 2018 bei der Marktkapitalisierung und beim Handelsvolumen jeweils Rang 3. AktionärsstrukturZum 30. September 2018 hielten drei Aktionäre jeweils 3 Prozent beziehungsweise mehr als 3 Prozent der ausgegebenen Aktien von Infineon. Am Ende des Geschäftsjahres 2017 waren die gleichen drei Aktionäre mit jeweils mehr als 3 Prozent der Aktien am Unternehmen beteiligt. Das von Privataktionären gehaltene Aktienkapital stieg leicht von 9,52 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf 9,81 Prozent am Ende des Geschäftsjahres 2018. AktionärsstrukturDividendeIn den letzten Jahren hat Infineon seine Dividendenzahlung kontinuierlich erhöht. Für das Geschäftsjahr 2017 betrug die Dividende €0,25 je Aktie. Insgesamt wurde am 27. Februar 2018, dem dritten Geschäftstag nach der Hauptversammlung, ein Betrag von €283 Millionen ausbezahlt. Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 1.130.200.929 Stück. Zum 30. September 2018 waren 1.136.995.834 Aktien ausgegeben. Hierin enthalten sind unverändert 6 Millionen Aktien in Eigenbesitz, die nicht dividendenberechtigt sind. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung soll den Aktionären auf der Hauptversammlung 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Erhöhung der Dividende um 2 Cent von €0,25 auf €0,27 je Aktie vorgeschlagen werden. Zur Dividendenpolitik siehe "Nachhaltige Wertsteigerung für unsere Aktionäre" im Kapitel "Konzernstrategie". Unser Geschäftsjahr 2018Geschäftsentwicklung des KonzernsDarstellung der ErtragslagePosten der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Konzernjahresüberschuss deutlich verbessertIm Geschäftsjahr 2018 hat sich der Konzernjahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um €285 Millionen auf €1.075 Millionen verbessert. Die positive Geschäftsentwicklung ließ die Umsatzerlöse trotz der ungünstigen Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses um 8 Prozent auf €7.599 Millionen steigen. Im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzanstieg sowie den Gewinn aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. erhöhte sich das Betriebsergebnis um 49 Prozent oder €486 Millionen auf €1.469 Millionen. Mindernd auf das Betriebsergebnis wirkten gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten, gestiegene Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten. Im Betriebsergebnis sind akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen in Höhe von €118 Millionen (Vorjahr: €153 Millionen) hauptsächlich für International Rectifier (insbesondere Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation) enthalten. Darüber hinaus wirkten sich höhere Steuern vom Einkommen und Ertrag (siehe Konzernanhang Nr. 5) sowie höhere Aufwendungen aus nicht fortgeführten Aktivitäten (siehe Konzernanhang Nr. 6) reduzierend auf den Konzernjahresüberschuss aus. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) liegt mit €0,95 je Aktie entsprechend über dem Ergebnis je Aktie des Vorjahres in Höhe von €0,70. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) konnte von €0,85 auf €0,98 je Aktie weiter verbessert werden (zur Ermittlung siehe "Bereinigtes Ergebnis je Aktie weiter verbessert" in diesem Kapitel). Positive Geschäftsentwicklung führt zu UmsatzanstiegDie Umsatzerlöse erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 um €536 Millionen auf €7.599 Millionen (Vorjahr: €7.063 Millionen). Das umsatzstärkste Segment Automotive trug mit 55 Prozent mehr als die Hälfte zum Umsatzwachstum bei. Vor allem die starke Nachfrage nach Halbleitern in den Bereichen Automobil, Industrie, Stromversorgungen sowie Hochfrequenz und Sensorik führte zum Umsatzwachstum. Demgegenüber verzeichnete das Segment Digital Security Solutions einen Umsatzrückgang von 6 Prozent im Wesentlichen bedingt durch geringere Umsätze im Bereich SIM-Karten für Mobilkommunikation. Hinsichtlich Details siehe Kapitel "Die Segmente". Umsatzerlöse nach Segmenten€ in MillionenAnteil am Konzernumsatz 2018Negativer Einfluss der Währungseffekte auf UmsatzwachstumEin Großteil der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2018 ist in Fremdwährungen angefallen. Umsatzerlöse in US-Dollar haben daran den größten Anteil. Im Jahresdurchschnitt veränderte sich der Euro/US-Dollar-Wechselkurs von rund 1,11 im Vorjahr auf 1,19 im Geschäftsjahr 2018. Insbesondere bedingt durch die ungünstige Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses verminderten die Währungseffekte über alle Währungen und das gesamte Geschäftsjahr hinweg gesehen den Umsatzanstieg um circa 4 Prozentpunkte. Der Währungseffekt im Vergleich zum Vorjahr wird ermittelt, indem auf die Umsatzerlöse des aktuellen Geschäftsjahres die jeweiligen durchschnittlichen Wechselkurse des vorherigen Geschäftsjahres angewendet werden. Die Bedeutung von Greater China unverändert stark; China vor Deutschland wichtigster Absatzmarktscroll
Der mit Abstand größte Teil des Umsatzanstiegs entfällt mit €223 Millionen (42 Prozent) auf die Region Greater China, gefolgt von der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit einem Anstieg von €171 Millionen (entspricht 32 Prozent des Umsatzanstiegs), Japan mit einem Anstieg von €71 Millionen (entspricht 13 Prozent des Umsatzanstiegs) und der Region Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) mit einem Anstieg von €58 Millionen (entspricht 11 Prozent des Umsatzanstiegs). Prozentual wurde mit 15 Prozent das höchste Umsatzwachstum in Japan erzielt. Die Umsatzverteilung nach den Regionen ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie im Vorjahr ist die Region Greater China die nach Umsatz größte Region und repräsentiert weiterhin 34 Prozent vom Umsatz gefolgt von der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit 32 Prozent. China wies mit einem Anteil von €1.921 Millionen oder 25 Prozent am weltweiten Infineon-Umsatz den höchsten Umsatz auf Länderebene auf, gefolgt von Deutschland mit €1.171 Millionen oder 15 Prozent. Anstieg der BruttomargeDie Bruttomarge verbesserte sich im Geschäftsjahr 2018 mit 38,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 37,1 Prozent. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Umsatzsteigerung sowie geringere Ramp-Up-Kosten zurückzuführen. Gegenläufig wirkten steigende Preise für Rohscheiben sowie für weitere Materialien wie Kupfer. Weiterhin werden in den Umsatzkosten Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation sowie akquisitionsbedingte Aufwendungen für International Rectifier (insbesondere höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation zu beizulegenden Zeitwerten bewertet wurden) in Höhe von €67 Millionen (Vorjahr: €89 Millionen) erfasst. scroll
Betriebskosten im Verhältnis zum Umsatz weiter rückläufigBei den Betriebskosten (Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten) war im Geschäftsjahr 2018 ein Anstieg um €91 Millionen auf €1.686 Millionen zu verzeichnen (Vorjahr: €1.595 Millionen). Damit betrugen die Betriebskosten 22,2 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 22,6 Prozent). Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten)Die ausgewiesenen F&E-Kosten sind gemindert um vereinnahmte Zulagen und Zuschüsse zu F&E-Projekten sowie aktivierte Entwicklungskosten: scroll
Die F&E-Kosten sind mit €836 Millionen im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zu €776 Millionen im Geschäftsjahr 2017 um €60 Millionen beziehungsweise 8 Prozent angestiegen. Der prozentuale Anstieg der F&E-Kosten im Geschäftsjahr 2018 korrespondiert mit dem Umsatzwachstum. Der prozentuale Anteil der F&E-Kosten am Umsatz liegt unverändert zum Vorjahr bei 11,0 Prozent. Um die Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen, wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert und unter anderem weitere Mitarbeiter eingestellt. Zum 30. September 2018 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 7.161 Mitarbeiter beschäftigt (30. September 2017: 6.362). Die wesentlichen F&E-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2018 werden im Kapitel "Forschung und Entwicklung" näher erläutert. Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskostenscroll
Mit 11,2 Prozent vom Umsatz verringerten sich die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr (11,6 Prozent). Absolut erhöhten sich die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten um €31 Millionen beziehungsweise um 4 Prozent auf €850 Millionen und damit unterproportional zum Anstieg der Umsatzerlöse. Sonstige betriebliche Erträge gestiegenDer Saldo aus Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen hat sich gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt und ist von minus €43 Millionen auf €270 Millionen angestiegen. Im Saldo enthalten ist insbesondere der mit dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts mit Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. erzielte Gewinn in Höhe von €270 Millionen (siehe Konzernanhang Nr. 6). Effektive Steuerquote von 13,7 ProzentBei Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von €193 Millionen im Geschäftsjahr 2018 beläuft sich die Steuerquote, bezogen auf ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von €1.411 Millionen, auf 13,7 Prozent. Im Vorjahr lag der Steueraufwand bei €142 Millionen und damit bei 15,2 Prozent bezogen auf ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von €933 Millionen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Geschäftsjahr 2018, wie im Vorjahreszeitraum, durch ausländische Steuersätze, nicht abzugsfähige Aufwendungen, Steuervergünstigungen und Änderungen der Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern beeinflusst. Für weitere Erläuterungen hinsichtlich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag siehe Konzernanhang Nr. 5. Negatives Ergebnis aus nicht fortgeführten AktivitätenDas Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und Ertrag, belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf minus €143 Millionen (Vorjahr: minus €1 Million). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung von Rückstellungen für Qimonda im Zusammenhang mit dem anhängigen Gerichtsverfahren. Bezüglich der Risiken aus der Qimonda-Insolvenz wird auf den Konzernanhang Nr. 19 verwiesen. Ergebnis je Aktie deutlich verbessertDer verbesserte Konzernjahresüberschuss führte zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses je Aktie. Beliefen sich das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2017 auf jeweils €0,70, lagen die entsprechenden Werte im Geschäftsjahr 2018 bei €0,95. Bereinigtes Ergebnis je Aktie weiter verbessertDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisallokation für Akquisitionen (insbesondere International Rectifier) als auch durch weitere Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen, ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) wie folgt: scroll
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Ab dem 1. Oktober 2017 ohne Wertaufholungen/Wertminderungen
auf aktivierte Entwicklungskosten. Wertminderungen auf aktivierte
Entwicklungskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des größten Teils
des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc.
sind jedoch enthalten. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Der bereinigte Konzernjahresüberschuss und das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) sind kein Ersatz oder keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als zusätzliche Information zu dem nach IFRS ermittelten Konzernjahresüberschuss beziehungsweise Ergebnis je Aktie (verwässert) aufzufassen. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie nach IFRS ist im Konzernanhang unter Nr. 7 dargestellt. Darstellung der Vermögenslagescroll
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Gesamtkapitalrendite = Konzernjahresüberschuss/Summe
Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte vor allem geprägt durch Anstieg der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 30. September 2018 um 11 Prozent auf €5.423 Millionen, verglichen mit €4.871 Millionen zum 30. September 2017. Darin erhöhten sich die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um in Summe €360 Millionen infolge des Umsatzwachstums der Segmente. Darüber hinaus stieg Infineons Brutto-Cash-Position (Summe aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments) um €91 Millionen (siehe ausführlich "Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position" im Kapitel "Darstellung der Finanzlage"). Anstieg der langfristigen Vermögenswerte durch gesteigerte InvestitionstätigkeitDie langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von €5.074 Millionen zum 30. September 2017 um €382 Millionen auf €5.456 Millionen zum 30. September 2018. Die Investitionen ins Sachanlagevermögen lagen mit €1.090 Millionen über den Abschreibungen von €702 Millionen im selben Zeitraum. Investiert wurde unter anderem in die Fertigungsstätten in Dresden, Regensburg (beide Deutschland), Kulim, Melaka (beide Malaysia) sowie Villach (Österreich). Bei den immateriellen Vermögenswerten lagen die Investitionen mit €164 Millionen knapp über den Abschreibungen von €159 Millionen. Bilanzstruktur Aktivascroll
Bilanzstruktur Passivascroll
Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Rückstellungen überkompensiert Rückgang der FinanzverbindlichkeitenZum 30. September 2018 lagen die Verbindlichkeiten bei €4.433 Millionen und damit um €124 Millionen (3 Prozent) über denen zum 30. September 2017 (€4.309 Millionen). Hierbei erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um €161 Millionen unter anderem im Zuge des Umsatzwachstums der Segmente und aufgrund des hohen Investitionsvolumens. Die kurz- und langfristigen Rückstellungen stiegen in Summe um €147 Millionen (siehe ausführlich Konzernanhang unter Nr. 13), die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um €49 Millionen (siehe ausführlich Konzernanhang unter Nr. 14). Gegenläufig verringerten sich die Finanzverbindlichkeiten um insgesamt €302 Millionen. Darin enthalten ist die Rückzahlung einer Anleihe in Höhe von €300 Millionen aus der Refinanzierung des Erwerbs von International Rectifier. Die Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeiten werden im Konzernanhang unter Nr. 12 erläutert. Finanzverbindlichkeiten nach Währungenscroll
Eigenkapital im Wesentlichen bedingt durch Konzernjahresüberschuss gestiegenDas Eigenkapital ist zum 30. September 2018 um €810 Millionen (14 Prozent) auf €6.446 Millionen gestiegen (30. September 2017: €5.636 Millionen). Ursächlich hierfür war vor allem der im Geschäftsjahr 2018 erzielte Konzernjahresüberschuss von €1.075 Millionen. Gegenläufig wirkte im Wesentlichen die für das Geschäftsjahr 2017 gezahlte Dividende von €283 Millionen. Die Eigenkapitalquote stieg zum 30. September 2018 auf 59,3 Prozent (30. September 2017: 56,7 Prozent). RoCE von 20,5 Prozent erzieltIm Geschäftsjahr 2018 erhöhte sich das Betriebsergebnis aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern signifikant um 49 Prozent von €847 Millionen im Vorjahr auf €1.263 Millionen. Das eingesetzte Kapital stieg hingegen lediglich um 8 Prozent von €5.695 Millionen zum 30. September 2017 auf €6.168 Millionen zum 30. September 2018. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) stieg entsprechend deutlich von 14,9 Prozent auf 20,5 Prozent. Damit hat Infineon auch im Geschäftsjahr 2018 erneut mehr als seine Kapitalkosten erwirtschaftet. Der RoCE für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 ermittelt sich wie folgt: scroll
Der angegebene RoCE wurde mit einem nicht um Sondereffekte bereinigten eingesetzten Kapital berechnet. Etwaige Beispiele für solche das eingesetzte Kapital beeinflussende Sondereffekte sind die sich aus der Qimonda-Insolvenz ergebenden Rückstellungen, Effekte aus der Kaufpreisallokation für Akquisitionen sowie Änderungen der aktiven und passiven latenten Steuern. Darstellung der FinanzlageCash-Flowscroll
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten rückläufigIm Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €1.571 Millionen, eine Verringerung um €157 Millionen im Vergleich zu €1.728 Millionen im Vorjahr. Ausgehend von einem Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Abschreibungen, Wertminderungen, Zinsen, Ertragsteuern und dem Gewinn aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. von €2.054 Millionen (Vorjahr: €1.806 Millionen) wirkten insbesondere Veränderungen der Vorräte sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von in Summe €209 Millionen mindernd auf den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten (im Vorjahr erhöhend um €13 Millionen). Der Mittelabfluss für Ertragsteuern und Zinsen belief sich auf zusammen €262 Millionen (Vorjahr: €191 Millionen). Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten geprägt durch Investitionen in das SachanlagevermögenDer Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf €1.163 Millionen. Davon entfielen auf Investitionen in Sachanlagen €1.090 Millionen, €164 Millionen auf immaterielle und sonstige Vermögenswerte sowie im Saldo €210 Millionen auf Auszahlungen aus dem Kauf von Finanzinvestments. Gegenläufig wirkte der Mittelzufluss für den Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. von €323 Millionen (siehe hierzu Konzernanhang Nr. 6). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte im Geschäftsjahr 2017 €1.131 Millionen betragen. Investitionen in Sachanlagen sowie in immaterielle Vermögenswerte betrugen in Summe €1.022 Millionen. Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und Auszahlung der Dividende führen zu Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten AktivitätenDer Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf €542 Millionen und war im Wesentlichen durch die Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in Höhe von €321 Millionen geprägt (siehe hierzu Konzernanhang Nr. 12). Darüber hinaus wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2017 von €283 Millionen ausgezahlt. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten hatte im Geschäftsjahr 2017 €340 Millionen betragen. Darin enthalten war im Wesentlichen die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von €248 Millionen. Free-Cash-FlowInfineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow, definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow dient als zusätzliche Kenngröße, da Infineon einen Teil der Liquidität in Form von Finanzinvestments hält. Das bedeutet nicht, dass der so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben verwendet werden kann, da Dividenden, Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste Auszahlungen noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl, sondern stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung, zu anderen Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen aufzufassen. Der Free-Cash-Flow beinhaltet nur Werte aus fortgeführten Aktivitäten und wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung hergeleitet: scroll
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit übersteigt InvestitionenDer Free-Cash-Flow betrug €618 Millionen im Geschäftsjahr 2018. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €1.571 Millionen überstieg die Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle und sonstige Vermögenswerte von gesamt €1.254 Millionen. Der Free-Cash-Flow enthält den Mittelzufluss für den Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. (siehe Konzernanhang Nr. 6). Der Free-Cash-Flow des Vorjahres lag bei €594 Millionen. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten von €1.728 Millionen überstieg die Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle und sonstige Vermögenswerte sowie die Auszahlung für den Erwerb der Anteile an der MoTo Objekt Campeon GmbH & Co. KG von insgesamt €1.134 Millionen deutlich. Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-PositionDie folgende Tabelle stellt die Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-Position sowie die Finanzverbindlichkeiten dar. Da Infineon einen Teil der liquiden Mittel in Form von Finanzinvestments hält, die unter IFRS nicht als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert sind, berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position, um Investoren die Liquiditätslage besser zu erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet: scroll
Die Brutto-Cash-Position zum 30. September 2018 erhöhte sich demgemäß um €91 Millionen. Der Free-Cash-Flow von €618 Millionen überstieg die Dividendenzahlung von €283 Millionen sowie die Rückzahlung von langfristigen Finanzverbindlichkeiten von €321 Millionen. Ebenfalls erhöhend wirkte die Freigabe von €75 Millionen als Sicherheitsleistung hinterlegter liquider Mittel. Unter Berücksichtigung der verfügbaren finanziellen Ressourcen, einschließlich der intern vorhandenen sowie künftig generierten Zahlungsmittel und der aktuell verfügbaren Kreditlinien (€72 Millionen; Vorjahr: €72 Millionen; hierzu siehe ausführlich im Konzernanhang unter Nr. 12), gehen wir davon aus, unseren derzeit geplanten Kapitalbedarf für das Geschäftsjahr 2019 decken zu können. Darin eingeschlossen sind fest vereinbarte vertragliche Verpflichtungen, wie zum Beispiel für Investitionen, Leasingvereinbarungen, fest eingegangene Liefer- und Dienstleistungsverträge für Rohstoffe, Vorprodukte, Strom/Gas und Ähnliches (hierzu siehe ausführlich im Konzernanhang unter Nr. 18). Zu den geplanten Investitionen siehe ausführlich im Kapitel "Prognosebericht". Infineons Treasury-Leitlinien und -StrukturFinanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen, ist die Maxime des Konzern-Treasury von Infineon. Wie bei vergleichbaren Unternehmen der Halbleiterbranche steht dabei eine ausreichende Liquiditätsausstattung im Vordergrund, um die laufende Geschäftstätigkeit finanzieren und geplante Investitionen in allen Phasen des Geschäftszyklus vornehmen zu können. Die Verschuldung soll dabei nur einen moderaten Anteil am Finanzierungsmix ausmachen, sodass jederzeit Handlungsspielraum gewahrt ist. Die Treasury-Grundsätze des Konzerns regeln konzernweit die Vorgehensweise bei sämtlichen Themen, die Liquidität und Finanzierung betreffen. Hierzu zählen die Bankenpolitik und -strategie, der Abschluss von Finanzierungsvereinbarungen, das weltweite Liquiditäts- und Anlagemanagement, die Steuerung von Währungs- und Zinsrisiken sowie das Abwickeln externer und konzerninterner Zahlungsflüsse. Unsere Treasury-Grundsätze verfolgen einen stark zentralisierten Ansatz mit der Konzern-Finance & Treasury-Abteilung als weltweit verantwortlicher Stelle für alle wesentlichen Aufgaben und Prozesse im Bereich Finanzierung und Treasury. Im Rahmen eines zentralisierten Liquiditätsmanagements werden Cash-Pool-Strukturen betrieben, soweit gesetzlich zulässig und wirtschaftlich vertretbar, um eine optimale Verteilung der flüssigen Finanzmittel innerhalb des Konzerns sicherzustellen und den externen Finanzierungsbedarf zu reduzieren. Die auf Ebene des Konzerns zusammengeführte Liquidität wird von der Konzern-Finance & Treasury-Abteilung zentral veranlagt. Dabei verfolgen wir grundsätzlich eine konservative Anlagestrategie, bei der Sicherheit vor Rendite geht. Eine weitere Aufgabe der Konzern-Finance & Treasury-Abteilung ist das Management unserer Währungs- und Zinsrisiken. Zu Hedgingzwecken setzen wir folgende derivative Finanzinstrumente ein: Fremdwährungstermingeschäfte zur Reduktion von Währungsschwankungen (soweit sich Fremdwährungszahlungsströme im Konzern nicht ausgleichen) sowie Rohstoffswaps zur Verringerung der Preisrisiken bei erwarteten Goldeinkäufen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht zu Handels- oder spekulativen Zwecken eingesetzt. Für weitere Informationen zu derivativen Finanzinstrumenten und dem Management von finanziellen Risiken siehe im Konzernanhang unter Nr. 22 und 23. Des Weiteren werden gemäß unseren Treasury-Grundsätzen, soweit gesetzlich zulässig, alle weltweiten Finanzierungen und Kreditlinien direkt oder indirekt von der zentralen Finance & Treasury-Abteilung arrangiert, strukturiert und verwaltet. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und ChancenPrognoseberichtIst- und Zielwerte der SteuerungskennzahlenDie folgende Tabelle sowie die anschließenden Erläuterungen vergleichen für das abgelaufene Geschäftsjahr (GJ) die Ist-Werte der von Infineon verwendeten Steuerungskennzahlen mit den prognostizierten Werten und zeigen den Ausblick für das Geschäftsjahr 2019. scroll
Vergleich ursprünglicher Prognose mit Ist-Werten für das Geschäftsjahr 2018Für das Geschäftsjahr 2018 war ein Umsatzwachstum von 9 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte erwartet worden. Mit einem Zuwachs von 8 Prozent lag das Wachstum des Umsatzes innerhalb der erwarteten Spanne. Negativ beeinflusst wurde das Umsatzwachstum durch den im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 niedrigeren US-Dollar. Für die Segmentergebnis-Marge war im Mittelpunkt der Spanne des Umsatzwachstums ein Wert von 17 Prozent erwartet worden. Obwohl der Umsatzzuwachs leicht unterhalb des Mittelpunkts der prognostizierten Spanne lag, betrug die Segmentergebnis-Marge 17,8 Prozent. Der Free-Cash-Flow betrug im Geschäftsjahr 2018 €618 Millionen und lag damit leicht über der erwarteten Spanne von €500 Millionen bis €600 Millionen. In dieser Zahl enthalten sind die Erlöse aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. Gegenläufig wirkten dabei höher als erwartete Investitionen sowie Zahlungsabflüsse im Zusammenhang mit der Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures mit der SAIC Motor Corporation Limited (China) und dem Erwerb des Start-up-Unternehmens Merus Audio (Dänemark). Bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) war gegenüber dem Vorjahreswert von 14,9 Prozent eine leichte Steigerung erwartet worden. Aufgrund des guten operativen Geschäfts und des Gewinns aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten erreichte der RoCE 20,5 Prozent und war damit besser als erwartet. Wie geplant hat sich die Bruttomarge verbessert und erreichte im Geschäftsjahr 2018 38,0 Prozent nach 37,1 Prozent im Vorjahr. Die Betriebskosten entwickelten sich wie erwartet beziehungsweise leicht besser. Bei den Forschungs- und Entwicklungskosten war ein Anstieg etwas stärker als das Umsatzwachstum erwartet worden. Mit 8 Prozent konnte der Kostenanstieg auf die Höhe des Umsatzwachstums begrenzt werden. Bei den Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten war erwartet worden, dass der Anstieg geringer als beim Umsatzwachstum sein würde. Mit einem Anstieg von 4 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr war dies der Fall. Erläuterung der Prognose für das Geschäftsjahr 2019Unterstellter Euro/US-Dollar-WechselkursAls weltweit tätiges Unternehmen erzielt Infineon Umsatzerlöse nicht nur in Euro, sondern auch in Fremdwährungen, vornehmlich in US-Dollar. Des Weiteren hat das Unternehmen auch Kosten in US-Dollar und teilweise mit dem US-Dollar korrelierten anderen Währungen wie beispielsweise dem Singapur-Dollar, dem malaysischen Ringgit oder dem chinesischen Renminbi. Das Verhältnis der Umsatzerlöse zu Kosten in Fremdwährungen ist nicht vollständig ausgeglichen. Daher haben Veränderungen von Wechselkursen, insbesondere des US-Dollars gegenüber dem Euro, Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Ein steigender US-Dollar führt zu positiven Effekten, während sich ein fallender US-Dollar umsatz- und ergebnismindernd auswirkt. Ohne Berücksichtigung von Währungssicherungsgeschäften führt eine Abweichung von 1 Cent im tatsächlichen Euro/US-Dollar-Wechselkurs gegenüber dem Plankurs dazu, dass sich das Segmentergebnis um etwa €3 Millionen pro Quartal oder etwa €12 Millionen pro Geschäftsjahr gegenüber dem Planwert verändert. Dies setzt allerdings voraus, dass sich die Wechselkurse der mit dem US-Dollar korrelierten Währungen, in denen für Infineon Kosten anfallen, parallel zum Wechselkurs des US-Dollars zum Euro entwickeln. Beim Umsatz beschränken sich die Wechselkurseffekte im Wesentlichen auf die Relation US-Dollar zu Euro. Hier führt eine Abweichung des tatsächlichen Euro/US-Dollar-Wechselkurses von 1 Cent gegenüber dem Plankurs weiterhin zu einer Umsatzveränderung von etwa €9 Millionen pro Quartal oder etwa €36 Millionen pro Geschäftsjahr. Für die Planung des Geschäftsjahres 2019 wird ein Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,15 unterstellt. Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft und den HalbleitermarktDas Wachstum der Weltwirtschaft betrug im Kalenderjahr 2017 3,2 Prozent. Im Frühjahr 2018 hatten die Experten des Internationalen Währungsfonds mit einem Wachstum von 3,4 Prozent für das Kalenderjahr 2018 zunächst einen leichten Anstieg erwartet. Über den Sommer und Herbst 2018 wurden diese Erwartungen schrittweise leicht korrigiert und der Internationale Währungsfonds erwartet nun auch für das Kalenderjahr 2018 ein Wachstum von 3,2 Prozent. Für das Kalenderjahr 2019 gehen die Experten aktuell von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1 Prozent aus. Der schwelende Handelskonflikt mit den USA, zunehmende protektionistische Tendenzen sowie steigende Zinsen und Ölpreise werden jedoch als mögliches Risiko für die weitere Entwicklung gesehen. Die Märkte, die Infineon mit seinen Produkten beliefert, profitieren von dem weiterhin erwarteten soliden Wachstum der Weltwirtschaft. Der für Infineon relevante Welt-Halbleitermarkt ohne Speicher-ICs und Mikroprozessoren war im Kalenderjahr 2017 auf US-Dollar-Basis um 9,7 Prozent gestiegen. Das Marktforschungsunternehmen IHS Markit erwartet, dass im Kalenderjahr 2018 ein Zuwachs von 8,6 Prozent erreicht wird. Für das Kalenderjahr 2019 wird ein Wachstum von 6,1 Prozent prognostiziert. Das heißt, für den für Infineon relevanten Welt-Halbleitermarkt wird ein Rückgang der Wachstumsrate prognostiziert, diese liegt jedoch über der erwarteten Wachstumsrate für den gesamten Welt-Halbleitermarkt inklusive Speicher-ICs und Mikroprozessoren. Im Kalenderjahr 2017 wuchs dieser Markt mit 21,9 Prozent. Für das Kalenderjahr 2018 wird ein Zuwachs von 15,8 Prozent und für das Kalenderjahr 2019 ein Rückgang der Wachstumsrate auf 4,3 Prozent erwartet. Hier spiegelt sich vor allem die Entwicklung bei Speicher-ICs wider. Diese waren im Kalenderjahr 2017 mit 60,7 Prozent gewachsen. Für das Kalenderjahr 2018 wird ein Anstieg von 31,8 Prozent prognostiziert und für das Kalenderjahr 2019 nur noch ein Zuwachs von 2,4 Prozent. Alle Wachstumsangaben beziehen sich auf die in US-Dollar betrachteten Marktgrößen. Anstieg des Umsatzes gegenüber Vorjahr um 11 Prozent plus oder minus 2 ProzentpunkteIn Anbetracht der oben geschilderten Erwartungen für das Wachstum der Weltwirtschaft und der für Infineon relevanten Teilbereiche des Halbleitermarktes sowie eines bei der Prognose unterstellten Euro/US-Dollar-Wechselkurses von 1,15 rechnet das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um 11 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte. Für das Segment Automotive wird erwartet, dass das Umsatzwachstum deutlich über dem Konzerndurchschnitt liegen wird. Beim Segment Power Management & Multimarket sollte das Umsatzwachstum in etwa auf der Höhe des Konzerndurchschnitts liegen, während beim Segment Industrial Power Control ein etwas geringeres Wachstum als der Konzerndurchschnitt erwartet wird. Aufgrund der schwierigen Marktlage wird der Umsatz im Segment Digital Security Solutions voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Bruttomarge voraussichtlich leicht steigendFür das Geschäftsjahr 2019 wird erwartet, dass im Mittelpunkt der Spanne für das Umsatzwachstum die Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr leicht ansteigt. Die Bruttomarge wird dabei weiterhin durch akquisitionsbedingte Kosten negativ beeinflusst. Steigende Betriebskosten erwartetAufgrund des prognostizierten Umsatzwachstums geht Infineon davon aus, dass die Betriebskosten in absoluten Werten ansteigen. Dabei werden die Forschungs- und Entwicklungskosten in etwa wie der Umsatz steigen. Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten sollten hingegen prozentual weniger als der Umsatz ansteigen. Die in den Betriebskosten enthaltenen akquisitionsbedingten Kosten werden im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger ausfallen. Segmentergebnis-Marge bei etwa 18 Prozent vom Umsatz erwartetAufgrund der oben beschriebenen Prognosen für die Umsatz- und Kostenentwicklung wird erwartet, dass die Segmentergebnis-Marge im Geschäftsjahr 2019 bei Erreichen des Mittelpunkts der Spanne für das Umsatzwachstum bei etwa 18 Prozent liegen wird. Das nicht den Segmenten zugeordnete ErgebnisInfineon erwartet, dass das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis, vor allem aufgrund von akquisitionsbedingten Aufwendungen, im Geschäftsjahr 2019 zwischen minus €100 Millionen und minus €150 Millionen liegen wird (Geschäftsjahr 2018: minus €116 Millionen). Rund €90 Millionen des prognostizierten Betrags entfallen auf nicht zahlungswirksame Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation. FinanzergebnisIm Geschäftsjahr 2018 belief sich das Finanzergebnis, der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen, auf minus €53 Millionen. Mitte September hat Infineon die mit 1,0 Prozent verzinste Anleihe mit einem Volumen von €300 Millionen planmäßig zurückbezahlt. Für das Geschäftsjahr 2019 wird erwartet, dass sich das negative Finanzergebnis leicht verbessert. Steuern vom Einkommen und vom ErtragIm Geschäftsjahr 2019 wird der Steuersatz des Infineon-Konzerns beim laufenden Steueraufwand voraussichtlich bei etwa 15 Prozent liegen. Dieser Steuersatz ist insbesondere beeinflusst durch steuerliche Verlustvorträge in Deutschland. In Deutschland wirkt sich beim laufenden Steueraufwand im Wesentlichen die sogenannte Mindestbesteuerung aus, da durch die Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen nur 40 Prozent der inländischen Einkünfte der laufenden Besteuerung unterliegen. Dies führt zu einem laufenden inländischen Steuersatz von etwa 12 Prozent. Zum 30. September 2018 belief sich der Verlustvortrag für Körperschaftsteuerzwecke auf €1,6 Milliarden und der Verlustvortrag für Gewerbesteuerzwecke auf €2,6 Milliarden. NettoumlaufvermögenFür das Geschäftsjahr 2019 wird erwartet, dass das Nettoumlaufvermögen zum 30. September 2019 zwischen €1,0 Milliarden und €1,2 Milliarden liegen wird. Investitionen und AbschreibungenFür das Geschäftsjahr 2019 wird ein Anstieg der Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, auf eine Spanne zwischen €1,6 Milliarden und €1,7 Milliarden erwartet. Im Geschäftsjahr 2018 wurden €1.254 Millionen investiert. Diese teilten sich auf in €1.090 Millionen für Sachanlagen und €164 Millionen für aktivierte Entwicklungskosten und immaterielle Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr 2019 sollten die Investitionen in aktivierte Entwicklungskosten und immaterielle Vermögenswerte einen leicht geringeren Wert als im Geschäftsjahr 2018 erreichen. Die im Geschäftsjahr 2019 geplanten Investitionen in die Fertigung dienen schwerpunktmäßig der Kapazitätserweiterung im Frontend-Bereich. So ist geplant, die Produktionskapazitäten sowohl bei der 300-Millimeter- als auch bei der 200-Millimeter-Fertigung in Dresden (Deutschland) beziehungsweise Kulim (Malaysia) weiter auszubauen. Für die Anpassung der bestehenden Frontend-Produktion werden ebenfalls erhebliche Investitionsmittel zur Verfügung gestellt. Diese dienen dazu, die bestehenden Produktionskapazitäten im Hinblick auf Automatisierung, Qualität, Innovation und Infrastruktur auf dem erforderlichen Stand der Technik zu halten. Ein bedeutender Betrag ist auch für Anpassungen und Kapazitätserweiterungen im Backend-Bereich vorgesehen. Wie bereits angekündigt, wird weiterhin ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag in neue Gebäude, hauptsächlich in die neue 300-Millimeter-Fabrik in Villach (Österreich), investiert. Die Abschreibungen werden voraussichtlich etwa €1.000 Millionen betragen. Rund €90 Millionen des prognostizierten Betrags entfallen auf nicht zahlungswirksame Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen hauptsächlich in Zusammenhang mit dem Erwerb von International Rectifier. Free-Cash-Flow aus fortgeführten AktivitätenFür das Geschäftsjahr 2019 wird erwartet, dass der Free-Cash-Flow leicht positiv sein wird und bis zu €200 Millionen betragen kann. Brutto-Cash-PositionDie Brutto-Cash-Position wird zum Ende des Geschäftsjahres 2019 voraussichtlich in einer Spanne zwischen €1,9 Milliarden und €2,7 Milliarden liegen. Damit erwartet Infineon, auch im Geschäftsjahr 2019 seine Kapitalstrukturziele in Bezug auf die Liquidität einzuhalten. Zu den Kapitalstrukturzielen siehe "Kapitalstrukturziele belegen unsere Zuverlässigkeit" im Kapitel "Konzernstrategie". RoCEDie Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) wird im Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich moderat rückläufig sein. Der RoCE für das Geschäftsjahr 2018 von 20,5 Prozent enthielt unter anderem den Gewinn aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten an Cree, Inc. Für das Geschäftsjahr 2019 wird erwartet, dass der Konzernjahresüberschuss zurückgeht, während das eingesetzte Kapital ansteigt. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Infineon-KonzernsAufgrund der Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft und des Halbleitermarktes im Kalenderjahr 2019 erwartet das Unternehmen ein Wachstum des Konzernumsatzes gegenüber dem Vorjahr von 11 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte. Die Bruttomarge sollte dabei leicht steigen. Bei Erreichen des Mittelpunkts der Umsatzprognose wird die Segmentergebnis-Marge in etwa bei 18 Prozent vom Umsatz liegen. Die Investitionen werden auf eine Spanne zwischen €1,6 Milliarden und €1,7 Milliarden steigen. Die Abschreibungen werden voraussichtlich etwa €1.000 Millionen betragen. Der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten sollte leicht positiv sein und kann einen Wert bis zu €200 Millionen erreichen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) wird voraussichtlich moderat zurückgehen. Risiko- und ChancenberichtRisikopolitik: Grundlage unseres Risiko- und ChancenmanagementsEffektives Risiko- und Chancenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit und unterstützt die Umsetzung unserer im Kapitel "Konzernstrategie" erläuterten strategischen Ziele, nachhaltig profitabel zu wachsen und durch effizienten Kapitaleinsatz finanzielle Mittel zu schonen. Geprägt wird die Risiko- und Chancenlage von Infineon vom regelmäßigen Wechsel von Perioden des Marktwachstums mit Perioden des Marktrückgangs, von einem hohen Investitionsbedarf zur Erreichung und Absicherung der Marktposition sowie einem außerordentlich schnellen technologischen Wandel. Der Wettbewerb um Innovationsvorsprünge wird dabei auch auf rechtlicher Ebene ausgetragen. Vor diesem Hintergrund ist unsere Risikopolitik darauf ausgerichtet, einerseits die sich ergebenden Chancen zeitnah in einer den Unternehmenswert steigernden Weise zu realisieren, andererseits Risiken aktiv mittels Gegenmaßnahmen zu reduzieren, um insbesondere bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Hierzu ist das Risikomanagement eng mit der Unternehmensplanung und der Umsetzung unserer Strategie verknüpft und obliegt der übergeordneten Verantwortung des Vorstands. Zur Umsetzung unserer Risikopolitik haben wir aufeinander abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsystem-Elemente etabliert. Hierzu gehören neben den im Folgenden dargestellten Systemen "Risiko- und Chancenmanagement" und "Internes Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess" insbesondere die damit verbundenen Planungs-, Steuerungs- und internen Berichterstattungsprozesse sowie unser Compliance-Management-System. Risiko- und ChancenmanagementsystemDas zentrale Risikomanagementsystem basiert konzeptionell auf einem unternehmensweiten und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-Ansatz mit dem Ziel, alle relevanten Risiken und Chancen zu erfassen. Diesem Ansatz liegt das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO)" entwickelte Rahmenkonzept "Enterprise Risk Management (ERM) - Integrated Framework" zugrunde. Ziel des Systems ist die frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung jener Risiken und Chancen, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen, rechtlichen und Compliance-Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Wir definieren daher Risiko/Chance als Eintritt zukünftiger Unsicherheiten mit einer negativen beziehungsweise positiven Abweichung von der Geschäftsplanung. Wir beziehen alle relevanten Organisationseinheiten des Konzerns in die Analyse mit ein und decken alle Segmente sowie wesentliche Zentralfunktionen und Regionen ab. Die Prozess- und Systemverantwortung für das Risiko- und Chancenmanagement obliegt der im zentralen Finanzressort angesiedelten Funktion für Risikomanagement und internes Kontrollsystem (IKS) sowie den auf Ebene der Segmente, der Zentralfunktionen und der Regionen etablierten Risikobeauftragten. Die Identifikation, die Bewertung sowie das Management und die Berichterstattung von Risiken und Chancen liegen in der Verantwortung des Managements der betroffenen Organisationseinheiten. Organisatorisch wird das Risiko- und Chancenmanagementsystem durch einen mehrstufigen, in sich geschlossenen Prozess umgesetzt. Dieser legt insbesondere die Vorgehensweise sowie die Kriterien zur Identifikation von Risiken und Chancen, deren Bewertung, Steuerung und Berichterstattung sowie die Überwachung des Gesamtsystems verbindlich fest. Wesentliche Bestandteile hierbei sind die quartalsweise Risiko- und Chancenanalyse, die Berichterstattung aller einbezogenen Einheiten, die Analyse der Gesamtsituation auf Segment-, Regionen- und Konzernebene, die Berichterstattung der Risiko- und Chancensituation sowie wesentlicher zugehöriger Steuerungsmaßnahmen an den Vorstand. Der Vorstand informiert wiederum regelmäßig den Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Der Regelprozess wird, sofern erforderlich, durch eine Ad-hoc-Berichterstattung von wesentlichen, zwischen den regulären Berichtszeitpunkten identifizierten Risiken ergänzt. Die Bewertung von Risiken und Chancen erfolgt nach dem Nettoprinzip unter Berücksichtigung vorhandener Steuerungs- und Absicherungsmaßnahmen, jedoch ohne Saldierung mit eventuell gebildeten Rückstellungen. Der Betrachtungshorizont und die Bewertungskategorien sind hierbei eng mit unserer kurz- und mittelfristigen Unternehmensplanung und unseren unternehmerischen Zielen verknüpft. Alle relevanten Risiken und Chancen werden konzernweit einheitlich aus quantitativer beziehungsweise qualitativer Perspektive in den Dimensionen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, Cash-Flow und Reputation sowie Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Skalen zur Messung dieser beiden Bewertungsgrößen (Grad der Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie die daraus resultierende Risikoklassifizierungsmatrix sind in der folgenden Grafik dargestellt. RisikoklassifizierungsmatrixGrad der AuswirkungGrad der Auswirkung auf das Segmentergebnisscroll
Eintrittswahrscheinlichkeitscroll
Entsprechend dem potenziellen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, Cash-Flow und Reputation sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit wird das Risiko als "Hoch", "Mittel" oder "Gering" klassifiziert. Die Gesamtheit der gemeldeten Risiken und Chancen wird für den Infineon-Konzern hinsichtlich möglicher Korrelations- sowie Aggregationseffekte überprüft. Die Analyse von Risiken und Chancen wird hierbei durch ein Infineon-spezifisches Kategorisierungsmodell unterstützt. Die Analyse von Risiken und Chancen sowie die Weiterentwicklung unserer Risiko- und Chancenmanagementkultur werden durch interdisziplinäre Workshops auf Ebene von Segmenten, Zentralfunktionen und Regionen unterstützt. Wesentliche Informationen zum Risiko- und Chancenmanagementsystem von Infineon sind für alle Mitarbeiter über unser Intranet verfügbar. Dieses beinhaltet unter anderem unsere ERM-Werkzeuge, unsere ERM-Richtlinien einschließlich der Aufgabenbeschreibung aller am Prozess beteiligten Funktionen sowie alle notwendigen Daten zur Berichterstattung. Zur Steuerung und Überwachung der identifizierten Risiken und Chancen werden entsprechend ihrer Relevanz Risiko-/Chancenverantwortliche auf einer jeweils angemessenen Hierarchieebene benannt. Diese Verantwortlichen legen eine angemessene Strategie zur Risiko-/Chancensteuerung formal fest (Vermeidung, Verminderung, Übertragung, Akzeptanz). In Abstimmung mit unterstützenden Zentralfunktionen und einzelnen Maßnahmenverantwortlichen definiert und überwacht der Risiko-/Chancenverantwortliche zudem die Maßnahmen zur Umsetzung der Steuerungsstrategie. Die aktive und spezifische Steuerung und Überwachung von Risiken und Chancen ist erfolgskritisch für unser System. Die Einhaltung des ERM-Ansatzes wird prozessbegleitend durch die zentrale Funktion für Risikomanagement und IKS überwacht. Zudem prüft die Konzernrevision die Einhaltung bestimmter gesetzlicher Rahmenbedingungen und konzerneinheitlicher Richtlinien und bei Bedarf die Vorgaben zum Risiko- und Chancenmanagement und initiiert korrigierende Maßnahmen. Auf der Ebene des Aufsichtsrats überwacht der Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss die Effektivität des Risikomanagementsystems. Durch unseren Wirtschaftsprüfer wird zudem unser Risikofrüherkennungssystem im Sinne des § 91 Abs. 2 AktG im Rahmen der Abschlussprüfung auf seine Eignung geprüft, bestandsgefährdende Risiken des Unternehmens frühzeitig zu erkennen. Er berichtet hierzu jährlich dem Finanzvorstand und dem Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Internes Kontrollsystem im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessIm Vergleich zum Risikomanagementsystem liegt der Schwerpunkt des internen Kontrollsystems (IKS) auf dem Rechnungslegungsprozess mit dem Ziel der Überwachung der Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der Rechnungslegung und der Finanzberichterstattung. Das IKS zielt darauf ab, das Risiko der Falschaussage in der Konzernrechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung zu minimieren und einen mit hinreichender Sicherheit regelkonformen Konzernabschluss zu erstellen. Die unternehmensweite Einhaltung gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften muss dafür gewährleistet werden. Den Prozessen sind jeweils eindeutige Verantwortlichkeiten zugeordnet. Das IKS ist Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses in allen bedeutenden rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen. Das System überwacht die Grundsätze und Verfahren anhand von präventiven und aufdeckenden Kontrollen. Unter anderem prüfen wir regelmäßig, ob
Beurteilung der WirksamkeitDie Wirksamkeit des IKS im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird systematisch bewertet. Zunächst erfolgt eine jährliche Risikoanalyse und Überarbeitung der definierten Kontrollen bei Bedarf. Dabei identifizieren und aktualisieren wir bedeutende Risiken im Hinblick auf die Rechnungslegung und Finanzberichterstattung in den bedeutenden rechtlichen Einheiten und Zentralfunktionen. Die für die Identifizierung der Risiken definierten Kontrollen werden gemäß konzernweiten Vorgaben dokumentiert. Um die Wirksamkeit der Kontrollen zu beurteilen, führen wir regelmäßig Tests auf Basis von Stichproben durch. Diese bilden die Grundlage für eine Einschätzung, ob die Kontrollen angemessen ausgestaltet und wirksam sind. Die Ergebnisse werden in einem globalen IT-System dokumentiert und berichtet. Erkannte Kontrollschwächen werden unter Beachtung ihrer potenziellen Auswirkungen behoben. Zusätzlich bestätigen alle rechtlichen Einheiten, Segmente und bedeutenden Zentralfunktionen durch eine Vollständigkeitserklärung, dass alle buchungspflichtigen Geschäftsvorfälle, sämtliche bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte und Verpflichtungen in der Bilanz sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge erfasst sind. Die wesentlichen rechtlichen Einheiten überprüfen und bestätigen am Ende des jährlichen Zyklus die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Der Vorstand und der Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden über festgestellte wesentliche Kontrollschwächen sowie die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen regelmäßig informiert. Das Risiko- und Chancenmanagement als auch das interne Kontrollsystem werden kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert, um den internen und externen Anforderungen zu entsprechen. Die Verbesserung des Systems dient der fortlaufenden Überwachung der relevanten Risikofelder einschließlich der verantwortlichen Organisationseinheiten. Wesentliche RisikenNachfolgend beschreiben wir Risiken, die wesentliche beziehungsweise erheblich nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, Cash-Flow und Reputation haben können und damit den Risikoklassen Hoch oder Mittel angehören. Gemäß dem potenziellen Grad der Auswirkung und der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit wird für jedes dieser Risiken in Klammern die Risikoklasse (zum Beispiel "RK: Hoch") angegeben. Strategische RisikenUnsichere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen (RK: Hoch)Als global agierendes Unternehmen ist unser Geschäft stark von der weltweiten konjunkturellen Entwicklung abhängig. Eine weltweite konjunkturelle Abschwächung - insbesondere in den von uns bedienten Märkten - kann dazu führen, dass wir unsere geplanten Umsätze nicht erreichen. Darüber hinaus könnten durch politische und gesellschaftliche Veränderungen vor allem in Ländern, in denen wir unsere Produkte herstellen und/oder vermarkten, Risiken entstehen. Handels- und Zollstreitigkeiten können den globalen Handel und damit das Weltwirtschaftswachstum beeinträchtigen. Ursache hierfür können politische Spannungen beziehungsweise Handelskonflikte zwischen einzelnen Ländern oder Regionen sein, die durch deren kurzfristige und auch unvorhersehbare Entscheidungen erheblichen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ertragslage haben können. Zehn Jahre nach Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers Holding Inc. ist die Schuldensituation in manchen europäischen Ländern weiterhin stark angespannt. Auch die Bedingungen des Brexits sind weiterhin ungeklärt. Ein erneut überdurchschnittliches Umsatzwachstum konnten wir in China erreichen, wo der Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2018 wie im Vorjahr bei 25 Prozent lag. Unsere Abhängigkeit vom chinesischen Markt bleibt damit unverändert bestehen. Dieses Risiko beinhaltet eine aus chinesischer Sicht zurückgehende Auslandsnachfrage und einen damit einhergehenden Rückgang der chinesischen Fertigungsauslastung. Zudem besteht das Risiko einer künftig verstärkten Eigenfertigung von bisher zugelieferten Halbleitern in China und eines zunehmenden Exports der in China produzierten Halbleiter. Ungeachtet der von uns bewerteten Szenarien und möglichen Reaktionen in diesem komplexen Risikofeld können diese Entwicklungen unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Zyklische Markt- und Branchenentwicklungen (RK: Hoch)Der weltweite Halbleitermarkt ist vom globalen Wirtschaftswachstum abhängig und somit Schwankungen ausgesetzt. So besteht auch weiterhin in den von uns adressierten Märkten das Risiko von kurzfristigen Marktschwankungen. Dadurch bedingt unterliegen unsere Prognosen der eigenen Geschäftsentwicklung starker Unsicherheit. So ist es zum Beispiel möglich, dass künftige Marktrückgänge sich strukturell anders zeigen, etwa eine L-Form annehmen. Ein Ausbleiben oder ein Rückgang des Marktwachstums würde die Realisierung unseres eigenen Wachstumsziels erheblich erschweren. Sollten uns Marktschwankungen unvorbereitet treffen oder sich die von uns festgelegte Reaktionsstrategie als nicht geeignet erweisen, kann das eine langfristige Beeinträchtigung der Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Folge haben. Wettbewerbsintensität und Austauschbarkeit der Produkte (RK: Hoch)Die Geschwindigkeit technologischer Neuentwicklungen im Markt führt auch zu einer erhöhten Austauschbarkeit der Produkte. Durch den daraus entstehenden Preiswettbewerb ist es möglich, dass wir unsere langfristigen sowie strategischen Ziele hinsichtlich der Erhöhung beziehungsweise Aufrechterhaltung von Marktanteilen und der Preissetzung nicht erreichen. Darüber hinaus können verstärkte M&A-Aktivitäten (Mergers & Acquisitions) in der Halbleiterbranche möglicherweise zu einer weiteren Verschärfung der Wettbewerbssituation führen. Daraus zu erwartende Vorteile des Wettbewerbers sind zum Beispiel in der Verbesserung der Kostenstruktur beziehungsweise in der Verstärkung von Vertriebswegen zu sehen. Im Ergebnis würden sich hieraus negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage ergeben. Operative RisikenDatensicherheit und Sicherheit unserer IT-Systeme (RK: Hoch)Die Zuverlässigkeit und die Sicherheit der Informationstechnologie sind von großer Bedeutung. Gleichzeitig ist ein allgemein bekannter weltweiter Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit zu verzeichnen. Dies gilt in zunehmendem Maße sowohl für den Einsatz informationstechnologischer Systeme zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch für die Unterstützung der internen und externen Kommunikation. Trotz aller technischen Vorsichtsmaßnahmen kann jede gravierende Störung dieser Systeme zu Risiken in Bezug auf die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten und Systemen in Entwicklung, Produktion, Vertrieb oder Administration führen, was sich wiederum negativ auf unsere Reputation, Wettbewerbsfähigkeit sowie Geschäftslage auswirken kann. Mögliche Virusangriffe, insbesondere in Bezug auf IT-Systeme, die in unseren Fertigungen verwendet werden, stellen darüber hinaus Risiken dar, die in Produktionsausfällen und Lieferengpässen resultieren können. Zunehmende Dynamik der Märkte (RK: Hoch)Die zunehmend dynamischen Märkte und Kundenanforderungen an Flexibilität, verbunden mit kurzfristigen Anpassungen von Bestellmengen, können zu steigenden Kosten durch Unterauslastung der Produktion, erhöhten Lagerbeständen sowie nicht eingehaltenen Verpflichtungen gegenüber Lieferanten führen. Somit besteht ungeachtet der gesteigerten Flexibilität in unseren Prozessen und Produktionsstätten weiterhin ein Kostenrisiko durch Auslastungsschwankungen oder eingegangene Abnahmeverpflichtungen, einhergehend mit Leerstandskosten in den Fertigungsstätten. Dies kann unsere auf Zyklusdurchschnitte angelegten Wachstums- und Profitabilitätsziele gefährden. Hinzu kommt, dass unsere Produkte eine starke Abhängigkeit vom Geschäftserfolg einzelner Kunden in ihren Märkten haben. Zudem besteht das Risiko des Verlusts von zukünftigem Geschäft und Design-Wins, wenn wir nicht entsprechend den Kundenerwartungen auch über unsere vertraglichen Verpflichtungen hinaus liefern können. Dadurch entsteht faktischer Druck, durch ausreichend bemessene Investitionen auch bei unerwartet hoher Nachfrage über die vertraglich zugesagten Mengen hinaus lieferfähig zu sein. Dies könnte negative Auswirkungen auf unsere geplante Investitionsquote und somit auch auf die Ertragslage zur Folge haben. Die Abhängigkeit vom Geschäftserfolg einzelner Kunden kann zudem wachsen, indem einzelne Kunden einen überdurchschnittlich hohen Umsatz- und Ergebnisanteil in unserem Geschäft erreichen. Dies kann getrieben sein durch einen außerordentlichen Geschäftserfolg des jeweiligen Kunden zum Beispiel durch überdurchschnittliche Nachfrage bei seinen Produkten oder auch durch Konsolidierungstendenzen insbesondere bei einem unserer Tier1- oder Tier2-Kunden. Entwicklung der Produktqualität (RK: Mittel)Die Sicherstellung der Qualität unserer ausgelieferten Produkte ist für den geschäftlichen Erfolg von zentraler Bedeutung. Mögliche Qualitätsrisiken, zum Beispiel durch hohe Fertigungsauslastung, können Einfluss auf die Ausbeute und somit die Liefertreue haben. Mangelnde Produktqualität kann zu Rückrufaktionen bei unseren Kunden und damit verbundenen Kosten im Rahmen von Haftungsansprüchen führen. Mögliche negative Auswirkungen aus Qualitätsrisiken auf die Reputation von Infineon können zusätzlich die zukünftige Ertragslage unseres Geschäfts in hohem Maße beeinflussen. Verzögerungen bei der Produktentwicklung (RK: Mittel)Die kontinuierlich steigende Komplexität von Technologien und Produkten, reduzierte Entwicklungszyklen sowie dynamisierte Kundennachfragen führen zu einem erhöhten Anspannungsgrad im Bereich der Produktentwicklung. Zeitliche Puffer zur Kompensation möglicher Verzögerungen werden in diesem Zusammenhang reduziert. Gelingt es uns nicht, dennoch unsere festgelegte Entwicklungsplanung in der erwarteten Qualität umzusetzen, würde das in Zeitverzug sowie erhöhten Entwicklungskosten resultieren und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Entwicklung der Herstellungskosten - Rohstoffpreise, Materialeinsatz und Prozesskosten (RK: Mittel)Unserer mittel- und langfristigen Ergebnisplanung liegt eine erwartete Entwicklung der Herstellungskosten unserer Produkte zugrunde. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Maßnahmen zur Optimierung der Herstellungskosten im Bereich von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie, Personaleinsatz und Automatisierung sowie in der Zusammenarbeit mit externen Partnern nicht wie geplant umgesetzt werden können. Zudem sind wir erheblichen Preisrisiken aufgrund unserer Abhängigkeit von verschiedenen in der Produktion verwendeten Materialien (zum Beispiel Rohscheiben), Rohstoffen (unter anderem Gold und Kupfer) sowie im Bereich Energie ausgesetzt. Hierzu gehört auch die Abhängigkeit von seltenen Erden, die wir für ausgewählte Einzelprozesse im Rahmen der Prozessintegration in der Fertigung benötigen. Aktuell haben wir daher das Preisrisiko bezüglich der geplanten Bedarfsmenge an Golddraht für das Geschäftsjahr 2019 mit Finanzinstrumenten abgesichert. In letzter Zeit unterlagen Rohstoffe sowie Energie erheblichen Marktpreisschwankungen, die voraussichtlich andauern werden. Wenn es uns in einer derartigen Situation nicht gelingt, Kosten zu kompensieren oder mittels Preisanpassungen an unsere Kunden weiterzugeben, könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Abstimmung und flexible Anpassung der Fertigung (RK: Mittel)Frontend- und Backend-Fertigung sollten optimal synchronisiert sein, um die Entwicklung wettbewerbsfähiger und qualitativ hochwertiger Produkte für neue technologische Lösungen zu ermöglichen. Beeinflusst durch den schnellen technologischen Wandel sowie die bereits angesprochene Dynamik der Kundenanforderungen erachten wir diese Abstimmung als zunehmend anspruchsvoller. Sofern uns dies nicht gelingt, kann das Qualitätsprobleme, Verzögerungen in der Produktentwicklung/Marktreife sowie erhöhte Forschungs- und Entwicklungskosten zur Folge haben und somit negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Ein für Halbleiterunternehmen mit eigener Fertigung geschäftstypisches Risiko sind Verzögerungen beim Hochlauf neuer Fertigungsstandorte beziehungsweise bei Technologietransfers. Die zum Beispiel in unserem Segment Automotive zeitlich gestreckten Freigabe- und Qualifikationsprozesse unserer Kunden beeinflussen unsere globale Fertigungsstrategie sowie die kurz- und mittelfristige Auslastung unserer Fertigungskapazitäten. Eine unzureichende Antizipation dieser Veränderungen im Fertigungsprozess kann zu fehlenden Kapazitäten und somit Umsatzrückgängen einerseits sowie Kosten durch nicht ausgelastete Kapazitäten und somit negativen Ergebniseffekten andererseits führen. Abhängigkeit von einzelnen Produktionsstandorten (RK: Mittel)Unsere südostasiatischen Fertigungsstandorte sind für unsere Fertigung von essenzieller Bedeutung. Sollten wir zum Beispiel im Fall von politischen Unruhen oder Naturkatastrophen in der Region nicht mehr in der Lage sein, an diesen Standorten im geplanten Umfang zu fertigen oder die dort gefertigten Produkte auszuführen, hätte das negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unsere derzeitigen Fertigungskapazitäten in dieser Region sind größtenteils nicht gegen politische Risiken wie zum Beispiel Enteignung versichert. Der Transfer der Fertigung aus diesen Standorten wäre also nicht nur mit hohem technischem und zeitlichem Aufwand verbunden, sondern die hierfür erforderlichen Investitionen müssten komplett von Infineon selbst aufgebracht werden. Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten (RK: Mittel)Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Lieferanten zusammen, die uns mit Materialien, Dienstleistungen oder durch Übernahme bestimmter Unteraufträge unterstützen, für die nicht immer mehrere Alternativen bestehen. Wir sind damit zum Teil von der Lieferfähigkeit und Qualität dieser Zulieferungen abhängig. Sofern einer oder mehrere dieser Lieferanten ihre Verpflichtungen gegenüber Infineon nicht erfüllen würden, könnte das negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern (RK: Mittel)Ein wichtiger Baustein unseres Unternehmenserfolgs ist die jederzeitige Verfügbarkeit der benötigten Anzahl qualifizierter Mitarbeiter. Es besteht aber generell das Risiko, qualifizierte Mitarbeiter zu verlieren oder nicht genügend qualifiziertes Personal für unser Unternehmen gewinnen, entwickeln und binden zu können. Dies würde unter anderem durch Lücken in der Nachfolge von Fach- und Führungskräften unser Wachstum einschränken und damit negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben. FinanzrisikenWährungsrisiken (RK: Mittel)Die internationale Ausrichtung unserer Geschäftstätigkeit bringt eine Vielzahl von nicht Euro-basierten Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen, vor allem in US-Dollar, mit sich. Ein großer Anteil unserer Umsatzerlöse einerseits sowie der Betriebskosten und Investitionsausgaben andererseits entfallen auf US-Dollar und korrelierte Währungen, wobei sich in aller Regel ein US-Dollar-Überschuss ergibt. Bestimmte Währungsrisiken sind konzernweit durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Diesen Sicherungen liegen Prognosen über zukünftige Zahlungsströme zugrunde, deren Eintritt unsicher ist. Dies kann dazu führen, dass Wechselkursschwankungen unsere Ergebnisse trotz Sicherungen negativ beeinflussen. Ausfallrisiken von Bankpartnern (RK: Mittel)Bedingt durch unseren vergleichsweise hohen Bestand an flüssigen Mitteln (Brutto-Cash-Position) sind wir Risiken hinsichtlich eines möglichen Ausfalls eines oder mehrerer unserer ausgewählten Bankpartner ausgesetzt. Diesen Risiken, die trotz teils staatlich unterstützter Einlagensicherungsmechanismen bestehen können, begegnen wir durch geeignete Analysen zur Risikovermeidung und Maßnahmen zur Risikostreuung. Sollten diese ihre Wirkung verfehlen, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf unsere Vermögens- und Finanzlage haben. Ergänzende Beschreibungen zum Management finanzieller Risiken können dem Konzernanhang unter Nr. 23 entnommen werden. Rechtliche und Compliance-RisikenQimonda-Insolvenz (RK: Hoch)Aufgrund des Insolvenzverfahrens von Qimonda und der damit in Verbindung stehenden Klage des Insolvenzverwalters sind wir erheblichen potenziellen Risiken ausgesetzt, die detailliert im Konzernanhang unter Nr. 19 beschrieben sind. Wir haben Rückstellungen zum 30. September 2018 für solche Sachverhalte erfasst, von denen wir annehmen, dass sie wahrscheinlich eintreten können, und die mit hinreichender Genauigkeit zum jetzigen Zeitpunkt geschätzt werden können. Es gibt keine Sicherheit, dass diese Rückstellungen ausreichen, um allen Verpflichtungen nachzukommen, die im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren von Qimonda entstehen können. Urheberrechte und Patente (RK: Mittel)Wie bei vielen Unternehmen in der Halbleiterbranche wird auch uns gegenüber verschiedentlich vorgebracht, wir hätten gewerbliche Schutzrechte verletzt. Ungeachtet der Erfolgsaussichten derartiger Ansprüche können im Zusammenhang mit ihrer Abwehr hohe Verteidigungskosten für Anwälte entstehen. Während wir im Patentbereich von Lizenzaustauschverträgen mit wichtigen Wettbewerbern profitieren, besteht gegenüber reinen Patentverwertungsgesellschaften keine solche Möglichkeit zur vertraglichen Absicherung. Wir können nicht ausschließen, dass etwaige Vorwürfe der Patentverletzung vor Gericht Bestand haben, woraus signifikante Schadensersatzansprüche oder Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten resultieren könnten, was wiederum einen negativen Einfluss auf unsere Ertragslage hätte. Weitere Informationen zu Rechtsstreitigkeiten und staatlichen Untersuchungsverfahren sind dem Konzernanhang unter Nr. 19 zu entnehmen. Auswirkungen unserer globalen Aktivitäten (RK: Mittel)Unsere weltweite Strategie sieht vor, Forschungs- und Entwicklungs- sowie Fertigungsstandorte über den ganzen Globus verteilt zu unterhalten. Dafür sind Marktzugangs- oder auch Technologie- sowie Kostengründe maßgeblich. Es können daher Risiken entstehen, die sich daraus ergeben, dass wirtschaftliche und geopolitische Krisen Auswirkungen auf regionale Märkte haben, länderspezifische Gesetze und Regelungen den Investitionsrahmen und die Möglichkeiten, freien Handel zu betreiben, beeinflussen und dass unterschiedliche Praktiken bei der Auslegung von steuerlichen, juristischen oder administrativen Regeln die Ausübung unternehmerischer Tätigkeiten einschränken. Außerdem könnten wir Strafzahlungen, Sanktionen und Reputationsschäden ausgesetzt sein. Insbesondere die asiatischen Märkte sind für unsere langfristige Wachstumsstrategie von großer Bedeutung und unsere Geschäftstätigkeit in China wird dort von einem Rechtssystem beeinflusst, das Änderungen unterliegen kann. Zum Beispiel könnten lokale Regulierungen uns dazu verpflichten, Partnerschaften mit nationalen Unternehmen einzugehen. In der Folge besteht die Möglichkeit, dass zum einen unser geistiges Eigentum nicht mehr ausreichend geschützt ist und zum anderen geistiges Eigentum, das wir in China entwickeln, nicht frei in andere Länder und Standorte transferiert werden kann, wodurch Umsätze und Profitabilität beeinträchtigt werden könnten. Akquisitionen und Kooperationsvereinbarungen (RK: Mittel)Um unser bestehendes Geschäft zu entwickeln oder auch weiter auszubauen, könnten wir weitere Akquisitionen vornehmen oder andere Formen der Partnerschaft mit externen Unternehmen eingehen. Es besteht prinzipiell das Risiko, dass wir im Fall eines Kaufs, insbesondere in Bezug auf die Integration von Mitarbeitern und Produkten in bestehende operative Strukturen, nicht erfolgreich sind. Dies könnte die Vermögens- und Ertragslage unseres Unternehmens negativ beeinflussen. Gleichzeitig besteht auch im Fall von kleineren Akquisitionen oder Portfolio-Entscheidungen immer die Möglichkeit, dass mangels Wissen oder Sensibilisierung der handelnden Personen gegen kartellrechtliche Bestimmungen verstoßen wird. Dies kann zu hohen Kosten (signifikante zeitliche Einbringung des Managements, Beauftragung von Anwälten), zu Geldstrafen sowie Reputationsschäden führen. Steuerliche, wettbewerbs- und kapitalmarktrechtliche Regelungen können ebenfalls Unternehmensrisiken beinhalten. Wir lassen uns deshalb umfassend von internen und externen Fachleuten beraten und schulen dazu unsere Mitarbeiter laufend. Maßnahmen zur Umsetzung der RisikosteuerungsstrategieIm Bereich der strategischen Risiken begegnen wir den für das Halbleitergeschäft typischen Konjunktur- und Nachfrageschwankungen und den damit zusammenhängenden Risiken für unsere Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter anderem dadurch, dass wir die Entwicklung von aus unserer Sicht wichtigen Frühwarnindikatoren fortlaufend überwachen und in Teilen mit spezifisch festgelegten Reaktionsstrategien der aktuellen Position im Konjunkturzyklus begegnen. Dies erfolgt zum Beispiel mit der frühzeitigen und konsequenten Anpassung von Kapazitäten und Beständen, der Initiierung von Einsparmaßnahmen sowie der flexiblen Nutzung von externen Produktionsmöglichkeiten sowohl im Frontend als auch im Backend. Im Bereich der operativen Risiken setzen wir zur Vermeidung von Qualitätsrisiken spezifische Qualitätsmanagementstrategien wie "Zero Defect" und "Six Sigma" zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung aller unserer Geschäftsprozesse ein. Das unternehmensweit gültige Qualitätsmanagementsystem ist seit Jahren nach den Normen ISO 9001 beziehungsweise ISO/TS 16949 zertifiziert und bezieht auch die Entwicklung unserer Lieferanten mit ein. Unsere Prozesse und Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung haben unter anderem zum Ziel, im Fall von Qualitätsproblemen die Ursachen zeitnah zu ermitteln und zu beheben. Für unsere oftmals kundenspezifischen Entwicklungsprojekte haben wir unter anderem ein systematisches Projektmanagement etabliert. Eindeutige Projektmeilensteine und Überprüfungsstufen während des Projektfortgangs sowie klar festgelegte Genehmigungsprozesse unterstützen uns dabei, mögliche Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und diesen durch gezielte Maßnahmen zu begegnen. Risiken im Beschaffungsbereich versuchen wir durch unsere Einkaufsstrategien und durch den Einsatz geeigneter Methoden wie stetiger Produkt- und Kostenanalysen ("Best Cost Country Sourcing" und "Focus-on-Value") zu minimieren. Diese Programme beinhalten funktionsübergreifende Expertenteams zur Standardisierung der Einkaufsprozesse für Material und technische Anlagen. Vor dem Hintergrund der allgemein gestiegenen Bedrohungen für die Informationssicherheit und des höheren Maßes an Professionalität in der Computerkriminalität haben wir unter anderem ein Programm für Informationssicherheit initiiert mit dem Ziel, die Absicherung gegenüber möglichen Hacking-Angriffen und damit verbundenen Risiken für unsere Informationssysteme, Netzwerke, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen weiter zu verbessern. Diese Absicherung erreichen wir im Wesentlichen durch den Betrieb unseres globalen Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS). Mit dem systematischen Ansatz des Managementsystems versuchen wir, alle möglichen IT-Risiken zu identifizieren, zu bewerten und sicherzustellen, dass wir wirksame Prozesse und Tools zur Risikominimierung und -vermeidung anwenden. Unser ISMS deckt alle Unternehmensbereiche ab und ist gemäß der weltweit anerkannten Norm ISO/IEC 27001 zertifiziert. Im Rahmen regelmäßiger interner und externer Audits werden alle relevanten Risikobereiche kontinuierlich überprüft und optimiert. Im Bereich der rechtlichen Risiken begegnen wir Risiken im Zusammenhang mit Schutzrechten und Patenten unter anderem durch eine spezifische Patentstrategie, die eine umfangreiche Patentrecherche, die gezielte Entwicklung und Anmeldung eigener Patente und den Schutz durch Verträge mit wichtigen Wettbewerbern einschließt. Keine solche Möglichkeit zur vertraglichen Absicherung besteht allerdings bei reinen Patentverwertungsgesellschaften. Zur systematischen, umfassenden und nachhaltigen Steuerung von Compliance-Risiken haben wir ein konzernweites Compliance-Management-System etabliert, das wichtige präventive Bestandteile kontinuierlich weiterentwickelt, Elemente neu gestaltet beziehungsweise verstärkt und angemessene Reaktionen auf mögliche oder tatsächliche Verstöße gegen interne oder externe Regeln gewährleistet. Der Compliance-Officer berichtet quartalsweise an den Finanzvorstand und halbjährlich an den Investitions-, Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Des Weiteren haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken teilweise Versicherungen abgeschlossen, um negative Auswirkungen auf unsere Vermögens- und Finanzlage zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns durch die UnternehmensleitungDie Einschätzung der gesamten Risikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind uns derzeit nicht bekannt. ChancenIm Folgenden beschreiben wir unsere bedeutendsten Chancen. Diese stellen jedoch nur einen Ausschnitt der sich uns bietenden Möglichkeiten dar. Unsere Bewertung der Chancen ist zudem fortlaufenden Änderungen unterworfen, da sich unser Unternehmen, unsere Märkte und die Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Aus diesen Entwicklungen können sich neue Chancen ergeben, bereits existierende können an Relevanz verlieren oder die Bedeutung einer Chance kann sich für uns verändern. Gemäß dem potenziellen Grad der Auswirkung und der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit wird für jede dieser Chancen in Klammern die Chancenklasse (CK) analog zur Risikoklasse (zum Beispiel "CK: Mittel") angegeben. Neue Technologien/Materialien (CK: Mittel)Eigenständig und gemeinsam mit unseren Kunden streben wir fortlaufend an, neue Technologien, Produkte und Lösungen zu entwickeln sowie bestehende zu verbessern. Hierfür investieren wir unter anderem in die Forschung und Entwicklung zum Einsatz neuer Technologien und Materialien. Die aktuell eingesetzten Technologien und Materialien könnten in absehbarer Zeit ihre Vorteile verlieren, so wie zum Beispiel Silizium in absehbarer Zeit in manchen Anwendungen seine physikalischen Grenzen erreicht. Wir sehen daher unterschiedliche Chancen und Möglichkeiten, durch den Einsatz neuer Materialien, wie beispielsweise Siliziumkarbid oder Galliumnitrid, leistungsfähigere und/oder kostengünstigere Produkte zu entwickeln. Diese könnten die Erreichung unserer strategischen Wachstums- und Profitabilitätsziele positiv beeinflussen. Strategischer Ansatz "Vom Produkt zum System" (CK: Mittel)Mit dem strategischen Ansatz "Vom Produkt zum System" wollen wir zusätzlichen Kundennutzen auf Systemebene aus unserem breiten Technologie- und Produktportfolio identifizieren. Das ermöglicht uns, weiteres Umsatzwachstumspotenzial auszuschöpfen und damit unsere Wachstums- und Margenziele zu realisieren. Durch diesen Ansatz reduzieren wir darüber hinaus den Entwicklungsaufwand beim Kunden und verkürzen so die Zeit bis zur Markteinführung der Produkte. Unterstützung der Energiewende und der Adressierung des Klimawandels (CK: Mittel)Mit der ständig wachsenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Industrialisierung steigt auch der globale Energiebedarf. Elektrizität wird dabei zum wichtigsten Energieträger des 21. Jahrhunderts. Erneuerbare Energien spielen dabei eine entscheidende Rolle, um die CO2 -Emissionen zu begrenzen. Das Fernziel ist die auf dem Klimagipfel von Paris (Frankreich) im Dezember 2015 beschlossene Dekarbonisierung der Welt bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Halbleiter von Infineon ermöglichen die effizientere Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energieträgern. Zudem bieten sie Effizienzgewinne in allen Wertschöpfungsstufen der Energiewirtschaft: bei der Erzeugung, der Übertragung und insbesondere der Nutzung von elektrischer Energie. Sie bilden die Grundlage für die intelligente und effiziente Nutzung von elektrischer Energie zum Beispiel in Industrieanwendungen, Stromversorgungen für Computer und Unterhaltungselektronik sowie in Fahrzeugen. Digitalisierung (CK: Mittel)Der Trend zur Digitalisierung birgt für Infineon ein hohes Geschäftspotenzial. Es spiegelt sich zum einen in der Optimierung interner Prozessabläufe wider, wie zum Beispiel in unseren weltweiten Fertigungslinien und deren Zusammenspiel. Zum anderen besitzen wir mit unserem Portfolio an Sensoren, Mikrocontrollern, Leistungshalbleitern und Sicherheitscontrollern sowie spezifischer Software eine ausgezeichnete Ausgangsposition, um das entstehende Marktpotenzial erfolgreich zu bedienen. Hierbei sind wir mit unserem bereits implementierten strategischen Ansatz "Vom Produkt zum System" bestens für die Marktdurchdringung und -entwicklung vorbereitet. Zu den Beispielen, die heute bereits sichtbar sind, zählen automatisiertes Fahren, Steuerung von Geräten und Maschinen durch Stimme und Gesten und die voranschreitende Entwicklung des Internet der Dinge und von Big Data. Lieferfähigkeit aufgrund vorhandener Kapazität (CK: Mittel)Unsere eigenen Fertigungskapazitäten sowie die Fertigungskapazitäten unserer externen Fertigungspartner bieten uns genügend Flexibilität hinsichtlich der Deckung der Nachfrage. Insbesondere wird mit dem sukzessiven Ausbau der 300-Millimeter-Fertigung in Dresden (Deutschland), des zweiten Fertigungsmoduls in Kulim (Malaysia) und dem geplanten Bau einer zweiten, vollautomatisierten 300-Millimeter-Fabrik am Standort Villach (Österreich) dem zunehmenden Bedarf nach Leistungshalbleitern Rechnung getragen. Die verfügbaren Kapazitäten in Verbindung mit aktiver strategischer und operativer Planung der internen und externen Ressourcen ermöglichen es uns, im Fall einer Marktbelebung auch kurzfristig steigende Nachfragen unserer bestehenden und neuen Kunden zu decken. Von dieser Entwicklung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr profitiert. Marktzugang und Aktivitäten in China (CK: Mittel)China ist für Infineon das umsatzstärkste Land. Dementsprechend sind die dortigen Entwicklungen und Wachstumschancen für uns von höchster Bedeutung und betreffen folgende von uns bediente Märkte: Die Autoproduktion in China wächst weiterhin, wenngleich auch mit einer geringeren Wachstumsrate. Das hohe Wachstum bei der Produktion von Plug-in-Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen macht China seit einigen Jahren zum weltgrößten Markt für Elektromobilität. Aus diesem Grund hat Infineon im Geschäftsjahr 2018 das Joint Venture SIAPM für Leistungshalbleiterlösungen für Elektrofahrzeuge mit dem größten Autoproduzenten in China SAIC Motor gegründet, das bereits mit der Serienfertigung begonnen hat. Dies stärkt unsere Position in China und bietet weiteres Geschäftspotenzial für unser zukünftiges globales Geschäft. China repräsentiert den größten Schienenfahrzeugmarkt der Welt und verfügt mit CRRC über den mit Abstand größten Zughersteller der Welt, der ein Kunde von Infineon ist. Neben dem weiteren Ausbau des inländischen Schienennetzes spielen internationale Infrastrukturprojekte eine zunehmende Rolle, von denen Infineon zunehmend profitiert. China hat auf dem G20-Gipfel in Hangzhou (China) im September 2016 das Pariser Klimaabkommen ratifiziert und damit einer Reduzierung seiner CO2 -Emissionen formal zugestimmt. Dadurch gewinnt der Ausbau der erneuerbaren Energien in China enorm an Bedeutung. Unsere dortige Präsenz und unsere Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der Wind- und Solarbranche bieten uns weitere langfristige Wachstumschancen. Wenn es gelingt, uns in China als Teil der chinesischen Industrie und somit als Element der chinesischen Gesellschaft zu positionieren, könnte das zu einer Vielzahl neuer und zusätzlicher Chancen führen und sich positiv auf Wachstum und Profitabilität unseres Geschäfts auswirken. Weiteres Wachstum des Halbleiteranteils im Automobil (CK: Mittel)Wir erwarten eine weitere Zunahme des Halbleiterwerts pro Fahrzeug. Treibende Kraft hierfür ist vor allem eine steigende Nachfrage nach Elektromobilität, aktiven Sicherheitsfunktionen und Fahrerassistenzsystemen. Wir glauben auch, dass die weltweit gültigen CO2 -Ziele ohne weitere Elektrifizierung nicht zu erreichen sind. Dies umfasst nicht nur die Elektromobilität, also Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge, sondern vor allem auch die Elektrifizierung von Aggregaten in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Zudem gewinnt auch das Thema IT-Sicherheit im Fahrzeug an Bedeutung. Mit unserer Kompetenz auf dem Gebiet der Sicherheitscontroller sind wir hier sehr gut positioniert. Wachstum bei mobilen Anwendungen (CK: Mittel)Der weiter voranschreitende Trend zur Mobilität drückt sich auch in der weiterhin hohen Nachfrage nach Smartphones und Tablets aus. Wir profitieren hiervon in zweifacher Weise: erstens durch die Komponenten, die wir für die mobilen Endgeräte liefern (Silizium-MEMS-Mikrofone, TVS-Dioden, GPS-Empfangssignalverstärker, Hochfrequenz-Antennenschalter), und zweitens durch Leistungshalbleiter, die die Schlüsselkomponente für energieeffiziente Ladegeräte darstellen (Hochvolt- und Niedervolt-Leistungstransistoren, Treiber-ICs und Ansteuer-ICs). Sicherheitsanwendungen (CK: Mittel)Der Trend zu elektronischen Identitätsausweisen stärkt den Umsatz des Segments Digital Security Solutions. Aufgrund der höheren Sicherheit von chipbasierten Ausweisen werden die papierbasierten Ausweise immer stärker verdrängt. Ferner eröffnen sich durch das Internet der Dinge beziehungsweise Industrie 4.0 neue Märkte. Hier spielt die Authentifizierung von Geräten eine zunehmende Rolle, wofür wir entsprechende Sicherheitschips anbieten. Finanzielle Position (CK: Mittel)Unsere aktuelle finanzielle Situation, die wir unter anderem im Kapitel "Darstellung der Finanzlage" erläutern, ermöglicht es uns, gute Refinanzierungskonditionen angeboten zu bekommen und, sofern erforderlich, zu nutzen. Hieraus ergibt sich für Infineon ein finanzieller Spielraum, der uns unternehmerische Flexibilität bei der Umsetzung unserer Strategien und Initiativen gewährleistet. Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses BerichtsBereits zum fünften Mal hintereinander konnten wir Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf €7.599 Millionen gegenüber €7.063 Millionen im Vorjahr, trotz einer für uns ungünstigen Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses. Das Segmentergebnis verbesserte sich bei einer Marge von 17,8 Prozent auf €1.353 Millionen um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von €1.208 Millionen. Unser im Geschäftsjahr 2018 angehobenes Margenziel von mindestens 17 Prozent über den Zyklus haben wir trotz der bereits erwähnten US-Dollar-Schwäche und weiterhin stark steigender Preise für Rohscheiben sowie für weitere Materialien wie Kupfer erreicht. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) erhöhte sich auf €0,98 Cent. Trotz höherer Investitionen verbesserte sich der Free-Cash-Flow aus fortgeführten Aktivitäten auf €618 Millionen gegenüber €594 Millionen im Vorjahr. Weiterhin bewertet die internationale Ratingagentur S&P Global Ratings (S&P) die Bonität von Infineon mit "BBB" (Ausblick "stabil") im Investment-Grade-Bereich. Damit hält Infineon die derzeit beste S&P-Bewertung eines europäischen Halbleiterherstellers. An unserer positiven Entwicklung wollen wir unsere Anteilseigner angemessen beteiligen. Der Hauptversammlung am 21. Februar 2019 soll daher eine um 2 Cent höhere Dividende von €0,27 je Aktie vorgeschlagen werden. Das Geschäftsjahr 2018 war nicht nur wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich, sondern auch richtungsweisend für Infineons Weg in die Zukunft. Durch unsere Ausrichtung auf Themen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und unsere technologische Stärke erwarten wir für die nächsten Jahre hervorragende Wachstumschancen. Deshalb haben wir unsere langfristigen Finanzziele durch den Zyklus angepasst und streben künftig ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 9 Prozent, eine Segmentergebnis-Marge von 17 Prozent mit sukzessiver Steigerung sowie eine Investitionsquote von 15 Prozent an. Um dieses Wachstum zu ermöglichen, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr wichtige Weichen gestellt. So haben wir beispielsweise den Bau einer zweiten 300-Millimeter-Fabrik in Villach (Österreich) angekündigt und ein Fertigungs-Joint-Venture mit dem größten Automobilhersteller Chinas, SAIC Motors, gegründet, durch das wir einen noch besseren Zugang zum größten und am schnellsten wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge schaffen. Unsere Wachstumsstrategie basiert auf drei Säulen: Realisierung von Größenvorteilen im Kerngeschäft, Ausweitung des Aktionsradius auf angrenzende Märkte und Erschließung neuer, langfristiger Wachstumsfelder. Bei der konsequenten Weiterentwicklung unseres Kerngeschäfts hilft uns unser strategischer Ansatz "Vom Produkt zum System". Ausgehend von einem umfassenden Verständnis von Kundenanforderungen entwickeln wir Lösungen, die das Gesamtsystem des Kunden im Blick haben und ihm so einen Wettbewerbsvorteil bieten. Nach währungsbeeinträchtigt 8 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr erwarten wir angesichts der hohen Kundennachfrage ein Umsatzwachstum von 11 Prozent, plus oder minus 2 Prozentpunkte, wobei wir einen Euro/ US-Dollar-Wechselkurs von 1,15 unterstellen. Für die Geschäftsjahre im Anschluss an diesen Zeitraum erhöhten Umsatzwachstums gehen wir von einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 9 Prozent aus. Für den Mittelpunkt der Umsatzspanne erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 eine Segmentergebnis-Marge von etwa 18 Prozent. Die für das Geschäftsjahr 2019 geplanten Investitionen belaufen sich auf eine Spanne zwischen €1,6 Milliarden und €1,7 Milliarden. Infineon Technologies AGErgänzend zur Berichterstattung über den Infineon-Konzern erläutern wir im Folgenden die Entwicklung der Infineon Technologies AG. Die Infineon Technologies AG ist die Muttergesellschaft des Infineon-Konzerns und führt die entsprechenden Leitungs- und Zentralfunktionen aus. Die Infineon Technologies AG übernimmt wesentliche übergreifende Aufgaben, wie das konzernweite Finanz- und Rechnungswesen, Corporate Compliance, das Personalwesen, strategische und produktionsorientierte F&E-Aktivitäten sowie die weltweite Unternehmens- und Marketingkommunikation, und steuert die logistischen Prozesse im Konzern. Sie verfügt über eigene Fertigungen in Regensburg und Warstein (beides Deutschland). Die Infineon Technologies AG stellt ihren Jahresabschluss im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den International Financial Reporting Standards ("IFRS"), sondern nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs ("HGB") auf. Der vollständige Jahresabschluss wird separat veröffentlicht. ErtragslageGewinn-und-Verlust-Rechnung nach HGB (Kurzfassung)der Infineon Technologies AGscroll
Das Bruttoergebnis vom Umsatz verminderte sich im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent auf 27 Prozent des Umsatzes. Der im Geschäftsjahr 2018 erzielte Jahresüberschuss der Infineon Technologies AG beläuft sich auf €982 Millionen. Darin enthalten ist eine Gewinnausschüttung der Infineon Technologies Holding B.V., Rotterdam (Niederlande), in Höhe von €744 Millionen (Vorjahr: €337 Millionen). Nach Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt €491 Millionen verbleibt ein Bilanzgewinn von €491 Millionen. Vermögens- und FinanzlageBilanz nach HGB (Kurzfassung)der Infineon Technologies AGscroll
Die Aktiva erhöhten sich zum 30. September 2018 um 9 Prozent auf €11.789 Millionen verglichen mit €10.792 Millionen zum 30.September 2017. Dabei erhöhte sich das Umlaufvermögen um €926 Millionen. Zum 30. September 2018 belaufen sich die Zahlungsmittel und Wertpapiere auf €2.318 Millionen (Vorjahr: €2.216 Millionen) und machen 50 Prozent des Umlaufvermögens aus. Die Erhöhung des Eigenkapitals (€705 Millionen) ist im Wesentlichen durch den im Geschäftsjahr 2018 erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von €982 Millionen bedingt. Gegenläufig wirkte sich die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2017 von €283 Millionen aus. Im Bereich der Rückstellungen erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um €76 Millionen bedingt durch den rückläufigen zur Bewertung heranzuziehenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Bei den übrigen Rückstellungen war ein Anstieg von insgesamt €174 Millionen zu verzeichnen, im Wesentlichen aufgrund höherer Rückstellungen für Qimonda im Zusammenhang mit dem anhängigen Gerichtsverfahren (siehe Konzernanhang Nr. 19). Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018 um 1 Prozent auf €3.329 Millionen verglichen mit €3.296 Millionen zum 30. September 2017. Die Eigenkapitalquote beträgt 65,3 Prozent nach 64,8 Prozent im Vorjahr. Für Angaben zu eigenen Aktien wird auf die Ausführungen zu § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Jahresabschluss der Infineon Technologies AG verwiesen. @ www.infineon.com/boerse DividendeNach dem Aktiengesetz richtet sich der Betrag, der zur Dividendenzahlung an die Aktionäre zur Verfügung steht, nach dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft, der nach den Vorschriften des HGB ermittelt wird. Für das Geschäftsjahr 2018 weist der Jahresabschluss der Muttergesellschaft Infineon Technologies AG einen Bilanzgewinn von €491 Millionen aus. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung soll den Aktionären auf der Hauptversammlung 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Erhöhung der Dividende um 2 Cent von €0,25 auf €0,27 vorgeschlagen werden. Die Ausschüttung der vorgeschlagenen Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft eine Dividende von €0,25 je Aktie beziehungsweise von €283 Millionen ausgeschüttet. Zur langfristigen Dividendenpolitik von Infineon siehe "Nachhaltige Wertsteigerung für unsere Aktionäre" im Kapitel "Konzernstrategie". Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und ChancenDie voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen der Infineon Technologies AG ist im Wesentlichen identisch mit der des Infineon-Konzerns. Ferner gehen wir davon aus, dass das Beteiligungsergebnis wesentlich zum Ergebnis der Infineon Technologies AG beitragen wird. An den Risiken der Tochtergesellschaften und Beteiligungen partizipiert die Infineon Technologies AG grundsätzlich entsprechend ihrer Beteiligungsquote. Die Infineon Technologies AG als Mutterunternehmen des Infineon-Konzerns ist in das konzernweite Risikomanagement- und interne Kontrollsystem eingebunden. Hierzu und zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und Chancen verweisen wir auf das Kapitel "Risiko- und Chancenbericht". Der größte Teil der Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten für den Infineon-Konzern wird von der Infineon Technologies AG abgewickelt. Es gelten die Ausführungen unter "Infineons Treasury-Leitlinien und -Struktur" im Kapitel "Darstellung der Finanzlage" zu Art und Umfang der Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten sowie zu den abgesicherten Risiken auch für die Infineon Technologies AG. Ergänzend verweisen wir auf den Anhang der Infineon Technologies AG. @ www.infineon.com/boerse Corporate GovernanceAngaben nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsZum 30. September 2018 betrug das Grundkapital der Gesellschaft €2.273.991.668. Es ist eingeteilt in 1.136.995.834 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Jede Aktie gewährt eine Stimme und den gleichen Anteil am Gewinn nach Maßgabe der von der Hauptversammlung beschlossenen Gewinnverwendung. Zum 30. September 2018 hielt die Gesellschaft von der oben genannten Gesamtzahl ausgegebener Aktien selbst 6 Millionen (Vorjahr: 6 Millionen) eigene Aktien. Am Tag der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien sind weder stimm- noch gewinnberechtigt. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenBeschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich insbesondere aus den Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) ergeben. Beispielsweise unterliegen Aktionäre unter bestimmten Voraussetzungen nach § 136 AktG einem Stimmverbot. Weiter steht der Infineon Technologies AG gemäß § 71b AktG aus eigenen Aktien kein Stimmrecht zu. Auch können Verstöße gegen die Mitteilungspflichten nach § 33 Abs. 1 oder 2 sowie § 38 Abs. 1 oder § 39 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien - darunter das Stimmrecht - zumindest zeitweise nicht bestehen. Vertragliche Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt im Verhältnis zur Infineon Technologies AG nur als Aktionär, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Die Aktionäre haben der Infineon Technologies AG zur Eintragung im Aktienregister ihren Namen beziehungsweise ihre Firma, ihre Anschrift, gegebenenfalls ihren Sitz und ihr Geburtsdatum sowie die Zahl der von ihnen gehaltenen Aktien mitzuteilen. Die Infineon Technologies AG ist nach § 67 Abs. 4 AktG berechtigt, von der im Aktienregister eingetragenen Person Auskunft darüber zu verlangen, inwieweit die Aktien, auf die sich die Eintragung im Aktienregister bezieht, tatsächlich der eingetragenen Person gehören, und, soweit dies nicht der Fall ist, die zur Führung des Aktienregisters notwendigen Informationen über denjenigen zu erhalten, für den die Aktien gehalten werden. Solange einem solchen Auskunftsverlangen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird, bestehen die Stimmrechte aus dem betreffenden Aktienbestand nach § 67 Abs. 2 AktG nicht. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreitenNach § 33 Abs. 1 WpHG hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unverzüglich mitzuteilen. Uns sind hiernach zum 30. September 2018 keine direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital bekannt, die 10 Prozent der Stimmrechte erreichen oder überschreiten. Die uns gemeldeten und zum 30. September 2018 bestehenden Beteiligungen sind im Anhang des Jahresabschlusses der Infineon Technologies AG unter den Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG dargestellt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenArbeitnehmer, die am Kapital der Infineon Technologies AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der SatzungDer Vorstand der Infineon Technologies AG besteht nach § 5 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Derzeit gehören dem Vorstand vier Mitglieder an. Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 Abs. 1 AktG durch den Aufsichtsrat. Da die Infineon Technologies AG unter das Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) fällt, ist für die Bestellung beziehungsweise Abberufung von Vorstandsmitgliedern eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder des Aufsichtsrats erforderlich (§ 31 Abs. 2 MitbestG). Kommt eine solche Mehrheit in der ersten Abstimmung nicht zustande, kann die Bestellung auf Vorschlag des Vermittlungsausschusses in einer zweiten Abstimmung mit einfacher Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgen (§ 31 Abs. 3 MitbestG). Wird auch hierbei die erforderliche Mehrheit nicht erreicht, erfolgt eine dritte Abstimmung, in der dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats jedoch zwei Stimmen zustehen (§ 31 Abs. 4 MitbestG). Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat gemäß § 85 Abs. 1 AktG in dringenden Fällen das Amtsgericht (München) auf Antrag eines Beteiligten ein Vorstandsmitglied zu bestellen. Vorstandsmitglieder dürfen gemäß § 84 Abs. 1 Satz 1 AktG für höchstens fünf Jahre bestellt werden. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig (§ 84 Abs. 1 Satz 2 AktG). Der Aufsichtsrat kann gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung und § 84 Abs. 2 AktG einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§ 84 Abs. 3 AktG). Für Änderungen der Satzung ist gemäß § 179 Abs. 1 AktG die Hauptversammlung zuständig. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 10 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen, wie zum Beispiel Änderungen der Grundkapitalziffer infolge einer Kapitalerhöhung aus bedingtem oder genehmigtem Kapital oder einer Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Aktien. Soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, bedürfen Beschlüsse der Hauptversammlung über Änderungen der Satzung gemäß § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Die Satzung der Infineon Technologies AG sieht in § 17 Abs. 1 vor, dass Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst werden können, sofern nicht nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften oder anderen Satzungsbestimmungen eine größere Mehrheit erforderlich ist. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDie Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien ergeben sich aus § 4 der Satzung der Gesellschaft in Verbindung mit den gesetzlichen Bestimmungen. Nähere Angaben zu den bestehenden genehmigten und bedingten Kapitalia der Gesellschaft finden sich im Konzernanhang unter Nr. 15. Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder OptionsschuldverschreibungenDie Hauptversammlung vom 22. Februar 2018 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 21. Februar 2023 einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (gemeinsam "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu €4.000.000.000 zu begeben und für solche von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebenen Schuldverschreibungen die Garantie zu übernehmen und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte auf insgesamt bis zu 130.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu €260.000.000 nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszuschließen,
Der Wandlungs- oder Optionspreis muss - auch bei Anwendung der Regelungen zum Verwässerungsschutz - mindestens 80 Prozent des arithmetischen Mittelwerts der Schlusskurse der Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) betragen; weitere Einzelheiten dazu - auch zu den Voraussetzungen, unter denen der Wandlungs- beziehungsweise Optionspreis ermäßigt werden kann - sind der Ermächtigung zu entnehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, unter Beachtung der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Schuldverschreibungen und deren Bedingungen festzulegen. Ermächtigung zum Erwerb eigener AktienDie Infineon Technologies AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Februar 2018 bis zum 21. Februar 2023 ermächtigt, im Rahmen der gesetzlichen Grenzen eigene Aktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Betrag geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots beziehungsweise einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder über ein Kreditinstitut beziehungsweise ein anderes die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllendes Unternehmen. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung differenzierende Anforderungen, vor allem hinsichtlich des zulässigen Kaufpreises. Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden oder werden, dürfen außer durch Veräußerung über die Börse oder über ein Veräußerungsangebot an alle Aktionäre zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken verwendet werden. Insbesondere können sie eingezogen oder Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen angeboten werden, unter bestimmten Voraussetzungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte auch anders als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, zur Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Wandel- und Optionsschuldverschreibungen sowie Aktienoptionsplänen genutzt oder Organmitgliedern und Arbeitnehmern im Konzern zum Erwerb angeboten beziehungsweise als Vergütungsbestandteil zugewendet und schließlich zur Rückführung von Wertpapierdarlehen verwendet werden. In den genannten Fällen, mit Ausnahme der Einziehung, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Darüber hinaus ist im Fall der Veräußerung der Aktien über ein Veräußerungsangebot an alle Aktionäre das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausgeschlossen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Februar 2018 darf der Erwerb von Aktien der Infineon Technologies AG auch durch den Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchgeführt werden. Aktienerwerbe unter Einsatz von Derivaten sind dabei auf Aktien im Umfang von insgesamt höchstens 5 Prozent des Grundkapitals beschränkt, und zwar bezogen sowohl auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung als auch ihrer Ausübung durch den Einsatz des Derivats. Die in Ausübung dieser Ermächtigung erworbenen Aktien sind darüber hinaus auf die Erwerbsgrenze für die gemäß der oben beschriebenen Ermächtigung zum unmittelbaren Erwerb eigener Aktien erworbenen Aktien anzurechnen. Die Ermächtigung enthält weitere Beschränkungen für den Einsatz von Derivaten, unter anderem zur Durchführung, zur Laufzeit, zur Bedienung der Derivate und zum Erwerbspreis. Werden eigene Aktien unter Einsatz von Derivaten unter Beachtung der in der Ermächtigung aufgeführten Vorgaben erworben, ist ein Recht der Aktionäre, solche Derivatgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen, in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgeschlossen. Ein Recht der Aktionäre auf Abschluss von Derivatgeschäften besteht nicht. Aktionäre haben ein Recht auf Andienung ihrer Infineon-Aktien nur, soweit die Gesellschaft ihnen gegenüber aus den Derivatgeschäften zur Abnahme der Aktien verpflichtet ist. Ein etwaiges weitergehendes Andienungsrecht ist ausgeschlossen. Für die Verwendung eigener Aktien, die unter Einsatz von Derivaten erworben werden, gelten die Regelungen zum unmittelbaren Erwerb eigener Aktien entsprechend. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen sindDiverse Finanzierungsverträge mit kreditgebenden Banken und Kapitalmarktgläubigern (siehe hierzu im Konzernanhang unter Nr. 12) sehen im Fall eines definierten Kontrollwechsels Klauseln vor, die für den Gläubiger das Recht zur vorzeitigen Fälligstellung enthalten; diese Klauseln entsprechen der marktüblichen Praxis. Darüber hinaus ist in einem Finanzierungsvertrag vorgesehen, dass im Falle eines Kontrollwechsels von der Infineon Technologies AG anstelle einer gewährten Garantie eine Barsicherheit verlangt werden kann. Darüber hinaus enthalten einige Patentlizenzaustauschverträge, Entwicklungskooperationen, Förderverträge beziehungsweise -bescheide, Lieferverträge, Joint-Venture-Vereinbarungen und Lizenzverträge marktübliche "Change of Control"-Klauseln, die dem Vertragspartner bei einer Änderung der Kontrolle über die Infineon Technologies AG das Recht zur Kündigung oder andere für die Gesellschaft unter Umständen nachteilige Sonderrechte einräumen oder die Fortsetzung des Vertrags von der Zustimmung des Vertragspartners abhängig machen. Sofern ein Vorstandsmitglied im Rahmen eines definierten Kontrollwechsels (Halten von mindestens 50 Prozent der Stimmrechte an der Infineon Technologies AG) ausscheidet, hat es derzeit Anspruch auf Fortzahlung seines Jahreseinkommens bis zum Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit, im Fall einer Amtsniederlegung/Kündigung durch das betreffende Vorstandsmitglied aufgrund des ihm eingeräumten Sonderkündigungsrechts jedoch für maximal 36 Monate, im Fall einer Abberufung/Kündigung durch die Infineon Technologies AG für mindestens 24 und maximal 36 Monate. Nähere Einzelheiten hierzu finden sich im Vergütungsbericht. Die mit den Mitgliedern des Vorstands vereinbarten "Change of Control"-Klauseln entsprechen der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 5 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie sollen dazu dienen, die Vorstandsmitglieder im Fall eines Kontrollwechsels wirtschaftlich abzusichern, um auf diese Weise in einer Übernahmesituation ihre Unabhängigkeit zu erhalten. Die Bedingungen sowohl für den Performance Share-Plan, an dem neben den Vorstandsmitgliedern auch die Führungskräfte und weitere ausgewählte Mitarbeiter des Unternehmens weltweit teilnehmen, als auch für den Restricted Stock Unit-Plan, der ergänzend für bestimmte Mitarbeiter von Infineon in den USA zum Tragen kommt, enthalten Regelungen für den Fall eines definierten Kontrollwechsels (Halten von mindestens 30 Prozent der Stimmrechte an der Infineon Technologies AG). Diese Regelungen haben im Wesentlichen zum Gegenstand, dass die in den Planbedingungen vorgesehenen Wartefristen im Falle des Kontrollwechsels vorzeitig enden; die entsprechende Regelung im Performance Share-Plan gilt wegen der insoweit vorrangigen Dienstverträge jedoch nicht für die Vorstandsmitglieder. Corporate Governance BerichtDer Corporate Governance Bericht ist öffentlich zugänglich. @ www.infineon.com/corporate-governance-bericht Erklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB ist öffentlich zugänglich. @ www.infineon.com/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und erläutert entsprechend den gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung vom 7. Februar 2017 die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG sowie die Vergütung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder. Die transparente und verständliche Berichterstattung hierüber stellt für Infineon ein wesentliches Element guter Corporate Governance dar. Vergütung des VorstandsVergütungssystemDas Vergütungssystem für den Vorstand wird - ebenso wie die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder - vom Aufsichtsratsplenum auf Vorschlag des Präsidialausschusses festgelegt und regelmäßig überprüft. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands soll sich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des DCGK an der üblichen Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen sowie an der wirtschaftlichen Lage und den Zukunftsaussichten des Unternehmens orientieren. Zusätzlich sollen die Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds und das Gehaltsgefüge innerhalb des Unternehmens berücksichtigt werden. Hierfür ist das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft des Unternehmens insgesamt, auch in der zeitlichen Entwicklung, zu beachten. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten; für außerordentliche Entwicklungen soll eine Begrenzungsmöglichkeit bestehen. Die Vergütung soll schließlich so bemessen sein, dass sie im nationalen und internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist und damit Anreize für eine engagierte und erfolgreiche Arbeit in einem dynamischen Umfeld bietet. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 einen unabhängigen externen Vergütungsexperten mit der turnusmäßigen Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand beauftragt. Die Überprüfung kommt zu dem Ergebnis, dass das Vergütungssystem der Gesellschaft konform mit den Vorgaben des Aktiengesetzes und des DCGK ist und den marktüblichen Bedingungen entspricht (zu Einzelheiten siehe "Überprüfung des Vorstandsvergütungssystems, der Vergütungsbestandteile und der individuellen Vorstandsvergütungen" in diesem Kapitel). Bestandteile des Vergütungssystems für den VorstandIm Geschäftsjahr 2018 haben sich am Vergütungssystem für den Vorstand gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben. Sämtliche Vorstandsmitglieder erhalten als Vergütung für ihre Tätigkeit ein Jahreseinkommen, das sich - basierend auf einer 100-prozentigen Zielerreichung - zu circa 45 Prozent aus einer fixen Vergütung und zu circa 55 Prozent aus variablen Vergütungsbestandteilen zusammensetzt:
Der Short Term Incentive ("STI") soll im Einklang mit der kurzfristigen Unternehmensentwicklung die Leistung im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr honorieren. Der STI entspricht (bei einer angenommenen Zielerreichung der variablen Vergütungsbestandteile von jeweils 100 Prozent) circa 20 Prozent des Zieljahreseinkommens. Er wird vom Aufsichtsrat in einem zweistufigen Verfahren festgelegt: (i) Zunächst werden zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres einheitlich für alle Vorstandsmitglieder Zielfunktionen hinsichtlich der beiden für die Gesellschaft maßgeblichen Erfolgsgrößen "Free-Cash-Flow" und "Return on Capital Employed" (RoCE) definiert. Im Sinne einer einheitlichen Unternehmenssteuerung sind die gleichen Erfolgsgrößen - ergänzt um das Segmentergebnis - auch für die variablen Vergütungsbestandteile (Bonuszahlungen) der Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens maßgeblich. Für die Bemessung des STI sind beide genannten Erfolgsgrößen gleichwertig; sie werden im Kapitel "Unternehmensinternes Steuerungssystem" näher beschrieben. (ii) Nach Ablauf des Geschäftsjahres werden vom Aufsichtsrat, in Abhängigkeit von der auf Basis des testierten Jahresabschlusses ermittelten Zielerreichung für Free-Cash-Flow und RoCE, der konkrete Zielerreichungsgrad und die STI-Auszahlungsbeträge festgestellt. Ein STI wird nur gezahlt, wenn bei beiden Erfolgsgrößen (Free-Cash-Flow, RoCE) ein Schwellenwert von jeweils mindestens 50 Prozent der vereinbarten Zielfunktion erreicht wird. Wird auch nur eines der beiden Mindestziele verfehlt, entfällt eine STI-Zahlung für das betreffende Geschäftsjahr insgesamt. Bei Überschreiten der Schwellenwerte wird das arithmetische Mittel der beiden Zielerreichungsgrade gebildet. Aus der so errechneten Prozentzahl ergibt sich der konkrete STI-Auszahlungsbetrag. Dabei gilt jedoch eine Obergrenze (Cap) von 250 Prozent, das heißt, es wird unabhängig von einem tatsächlich höheren Zielerreichungsgrad maximal das Zweieinhalbfache des Ziel-STI (= 100 Prozent) ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann den jeweiligen Auszahlungsbetrag in Abhängigkeit von der Leistung des gesamten Vorstands, der Lage des Unternehmens und eventuellen besonderen Entwicklungen nach seinem billigen Ermessen um bis zu 50 Prozent erhöhen oder reduzieren, wobei das Limit für eine Anpassung nach unten bei dem sich aus einer 50-prozentigen Zielerreichung ergebenden Auszahlungsbetrag, für eine Anpassung nach oben beim Cap (250 Prozent) liegt. Beginnt oder endet das Amt als Vorstand während des Geschäftsjahres, wird der STI-Anspruch auf Monatsbasis zeitanteilig gekürzt (um ein Zwölftel für jeden an der vollständigen STI-Tranche fehlenden ganzen Monat). Der Anspruch auf einen STI-Bonus für das Geschäftsjahr des Ausscheidens entfällt bei einer vom Vorstandsmitglied erklärten Amtsniederlegung (es sei denn, diese erfolgt aus einem wichtigen, von dem Vorstandsmitglied nicht zu vertretenden Grund) sowie dann, wenn dem Vorstandsmitglied seitens der Gesellschaft aus wichtigem Grund gekündigt wird. Der Mid Term Incentive ("MTI") soll im Einklang mit der mittelfristigen Unternehmensentwicklung eine über einen längeren Zeitraum wirksame Leistung des Vorstands belohnen. Der MTI stellt auf diese Weise zusammen mit dem Long Term Incentive sicher, dass die Vergütungsstruktur für den Vorstand - wie das Aktiengesetz dies fordert - auf eine "nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet" ist. Bei einer angenommenen Zielerreichung der variablen Vergütungsbestandteile von jeweils 100 Prozent entspricht der MTI circa 20 Prozent des Zieljahreseinkommens. Jedes Geschäftsjahr beginnt eine neue, jeweils dreijährige MTI-Tranche zu laufen. Am Ende der drei Jahre erfolgt eine Auszahlung in bar. Die Höhe der Auszahlung hängt wiederum von den während des Dreijahreszeitraums jeweils erzielten Ergebnissen für RoCE und Free-Cash-Flow ab. Dabei entsprechen die Zielwerte für RoCE und Free-Cash-Flow für die einzelnen Jahre einer MTI-Tranche den jährlich vorab festgelegten STI-Zielen. Pro Jahr eines jeden Dreijahreszeitraums müssen sowohl für das RoCE- als auch das Free-Cash-Flow-Ziel jeweils mindestens 50 Prozent der vereinbarten Zielfunktion erreicht werden; andernfalls wird die für den MTI maßgebliche Zielerreichung für beide Zielgrößen für das betreffende Jahr mit null angesetzt. Bei Überschreiten der Schwellenwerte gilt für die betreffende Jahresscheibe des MTI der für den STI ermittelte Zielerreichungsgrad. Für die Berechnung des nach Ablauf des Dreijahreszeitraums zu zahlenden MTI ist der arithmetische Durchschnitt der drei jährlichen Zielerreichungsgrade zu bilden. Dabei kommt es - anders als beim STI - auch dann zu einer Auszahlung des MTI, wenn der durchschnittliche Zielerreichungsgrad für den Dreijahreszeitraum unter dem Wert von 50 Prozent liegt. Nach oben gilt eine Begrenzung (Cap) von 200 Prozent, das heißt, es wird unabhängig vom tatsächlichen Zielerreichungsgrad maximal das Zweifache des Ziel-MTI (= 100 Prozent) ausgezahlt. Der Aufsichtsrat kann den MTI-Auszahlungsbetrag nach seinem billigen Ermessen in Abhängigkeit von der Leistung des gesamten Vorstands, der Lage des Unternehmens und eventuellen besonderen Entwicklungen um bis zu 50 Prozent erhöhen oder reduzieren. Als Orientierungspunkt für eine solche Ermessensausübung zieht der Aufsichtsrat unter anderem heran, inwieweit die von ihm jährlich, ausschließlich für diesen Zweck festgelegten Dreijahresziele für Umsatzwachstum und Segmentergebnis erreicht wurden und welcher Erfolg bei der Komplementierung des organischen Wachstums durch M&A-Aktivitäten zu verzeichnen ist. Anders als für den STI gilt für die Ermessensanpassung durch den Aufsichtsrat keine Untergrenze; die Obergrenze bildet jedoch in jedem Fall das Cap (200 Prozent). Im Fall des unterjährigen Amtsantritts wird die MTI-Tranche auf Monatsbasis zeitanteilig gekürzt (um 1/36 für jeden an der vollständigen MTI-Tranche fehlenden ganzen Monat). Für den Fall des Ausscheidens ist grundsätzlich sichergestellt, dass das Vorstandsmitglied höchstens die seiner Amtszeit entsprechende Anzahl an - gegebenenfalls zeitanteilig gekürzten - MTI-Tranchen verdienen kann. Bereits begonnene MTI-Tranchen verfallen ersatzlos, wenn Vorstandsmandat oder Dienstverhältnis außerplanmäßig beendet werden, etwa bei einer vom Vorstandsmitglied erklärten Amtsniederlegung (es sei denn, diese erfolgt aus einem wichtigen, von dem Vorstandsmitglied nicht zu vertretenden Grund) sowie dann, wenn dem Vorstandsmitglied seitens der Gesellschaft aus wichtigem Grund gekündigt wird. Der Long Term Incentive ("LTI") soll eine langfristige und - wie der MTI - nachhaltige Leistung der Vorstandsmitglieder belohnen und zusätzlich einen Gleichlauf mit dem Interesse der Aktionäre an einer positiven Entwicklung des Aktienkurses sicherstellen. Der LTI entspricht (bei einer angenommenen Zielerreichung der variablen Vergütungsbestandteile von jeweils 100 Prozent) circa 15 Prozent des Zieljahreseinkommens. Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird der LTI in Form sogenannter Performance Shares gewährt. Der neue LTI kommt nicht nur für die Vorstandsmitglieder, sondern - mit geringfügigen, sachlich bedingten Abweichungen, allerdings als freiwillige Unternehmensleistung - auch für die Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter des Unternehmens weltweit zum Einsatz. Die - zunächst noch vorläufige - Zuteilung der (virtuellen) Performance Shares erfolgte im Geschäftsjahr 2018 erstmals zum 1. März für das am vorhergehenden 1. Oktober begonnene Geschäftsjahr; der vierjährigen Laufzeit der jeweiligen Tranche entsprechend erfolgt damit auch die endgültige Zuteilung der (echten) Infineon-Aktien mit Ablauf des Monats Februar vier Jahre später (siehe hierzu "Überprüfung des Vorstandsvergütungssystems, der Vergütungsbestandteile und der individuellen Vorstandsvergütungen" in diesem Kapitel). Vorläufig zugeteilt werden Performance Shares im Umfang des mit jedem Vorstandsmitglied vertraglich vereinbarten LTI-Zuteilungsbetrags in Euro; bei unterjährigem Amtsantritt erfolgt eine entsprechende Kürzung (um ein Zwölftel für jeden an dem jeweiligen Geschäftsjahr fehlenden ganzen Monat). Die Anzahl der Performance Shares ergibt sich aus der Division des LTI-Zuteilungsbetrags durch den Durchschnittskurs der Infineon-Aktie (Xetra-Schlusskurs) in den letzten neun Monaten vor dem Zuteilungstag. Voraussetzungen für die endgültige Zuteilung der - auch dann noch virtuellen - Performance Shares sind (i) ein im Zusammenhang mit der vorläufigen Zuteilung zu tätigendes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds in Infineon-Aktien in Höhe von 25 Prozent seines individuellen LTI-Zuteilungsbetrags und (ii) der Ablauf einer vierjährigen, sowohl für das Eigeninvestment als auch die Performance Shares geltenden Haltefrist. 50 Prozent der Performance Shares sind zudem erfolgsabhängig; sie werden nur dann endgültig zugeteilt, wenn sich (iii) die Infineon-Aktie zwischen dem Tag der vorläufigen Zuteilung der Performance Shares und dem Ende der Haltefrist besser als der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) entwickelt. Sind am Ende der Haltefrist die Bedingungen für eine endgültige Zuteilung von Performance Shares - entweder sämtlicher oder nur der nicht erfolgsabhängigen Shares - erfüllt, erwirbt das Vorstandsmitglied einen Anspruch gegen die Gesellschaft auf Übertragung der entsprechenden Anzahl (realer) Infineon-Aktien; Performance Shares, die das Erfolgsziel nicht erreicht haben, verfallen ersatzlos. Der Wert der dem Vorstandsmitglied nach Ablauf der Haltefrist je LTI-Tranche endgültig zugeteilten Performance Shares darf 250 Prozent des jeweiligen LTI-Zuteilungsbetrags nicht übersteigen; oberhalb dieser Grenze liegende Performance Shares erlöschen (Cap). Die Übertragung der Infineon-Aktien erfolgt in ein Depot des Vorstandsmitglieds. Über die übertragenen Aktien kann das Vorstandsmitglied anschließend frei verfügen. Das Gleiche gilt für die als Eigeninvestment erworbenen Infineon-Aktien nach dem Ablauf der Haltefrist. Der Aufsichtsrat hat das Recht, dem Vorstandsmitglied nach der Haltefrist statt der Übertragung von Infineon-Aktien einen wertentsprechenden Ausgleich in Geld zu leisten. Wie im Vorjahr hat der Aufsichtsrat am 3. August 2018 beschlossen, die mit Ablauf des 30. September 2018 fällig werdenden Performance Shares der am 1. Oktober 2014 ausgegebenen Tranche nicht in Form von Infineon-Aktien zuzuteilen, sondern in Übereinstimmung mit dem im Performance Share-Plan vorgesehenen Wahlrecht in bar auszugleichen. Die Regelungen zum Ein- und Austritt von Vorstandsmitgliedern während laufender LTI-Tranchen sind im Geschäftsjahr 2018 überarbeitet worden (siehe "Überprüfung des Vorstandsvergütungssystems, der Vergütungsbestandteile und der individuellen Vorstandsvergütungen" in diesem Kapitel). Ist die Bereitstellung eines LTI in ausreichender Höhe auf Basis des Performance Share-Plans nicht möglich oder vom Aufsichtsrat nicht gewünscht, ist der Aufsichtsrat verpflichtet, geeignete andere LTI-Instrumente mit einem entsprechenden Wert festzusetzen. Vor der Einführung des Performance Share-Plans hat die Gesellschaft als LTI einen von der Hauptversammlung 2010 beschlossenen Aktienoptionsplan unterhalten. Die den Mitgliedern des Vorstands auf der Basis dieses sogenannten "Aktienoptionsplans 2010" zugeteilten Aktienoptionen wurden bereits im Geschäftsjahr 2017 vollständig ausgeübt. Schließlich hat der Aufsichtsrat die - allerdings stets an sein pflichtgemäßes Ermessen gebundene - Möglichkeit, unter anderem bei besonderen Leistungen des Vorstands oder einzelner seiner Mitglieder eine Sonderleistung zu gewähren. Sie ist jedoch in jedem Fall wertmäßig auf maximal 30 Prozent der fixen Vergütung des betreffenden Vorstandsmitglieds beschränkt. Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2018 nach DRs 17GesamtvergütungDie den Mitgliedern des Vorstands gewährte Gesamtvergütung nach DRS 17 sowie die Bezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder - ebenfalls dargestellt nach DRS 17 - sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
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Die Werte enthalten die im jeweiligen Geschäftsjahr
gewährte Jahresscheibe der MTI-Tranche auf Basis der Erfüllung der
planmäßigen Bedingungen. Die Mitglieder des Vorstands haben weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Geschäftsjahr 2017 vom Unternehmen Kredite erhalten. Die Mitglieder des Vorstands haben weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Geschäftsjahr 2017 Leistungen von Dritten erhalten, die ihnen im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind. NebenleistungenGemäß ihren Dienstverträgen haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf einen Dienstwagen (mit Fahrer), der auch zu Privatfahrten genutzt werden kann. Die Betriebs- und Unterhaltungskosten des Dienstwagens sowie die Kosten für den Fahrer trägt die Gesellschaft. Die Versteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung geht zulasten der Vorstandsmitglieder. Weiterhin unterhält die Gesellschaft zugunsten ihrer Vorstandsmitglieder eine Unfallversicherung für den Todesfall (€3 Millionen) und den Fall der Invalidität (€5 Millionen). Die übrigen Nebenleistungen beruhen im Wesentlichen auf gesetzlichen Verpflichtungen wie die Zahlung von Erfindervergütungen oder gehen zurück auf allgemeine, sämtlichen Mitarbeitern von Infineon zugängliche Vergünstigungen. Aktienbasierte VergütungWie unter "Vergütung des Vorstands" beschrieben, wird der den Vorstandsmitgliedern vertraglich zustehende LTI vom Unternehmen in Form sogenannter Performance Shares gewährt. Der für die Anzahl der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Performance Shares maßgebliche Durchschnittskurs der Infineon-Aktie betrug €21,48 (Vorjahr: €13,01). Pro für das Geschäftsjahr 2018 gewährter Performance Share wurde ein beizulegender Zeitwert von €15,25 (Vorjahr: €11,25) zugrunde gelegt. Darin sind das für den LTI geltende Cap von 250 Prozent des LTI-Zuteilungsbetrags sowie die Performance-Hürde berücksichtigt. Der nachfolgenden Tabelle sind die den Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2018 gewährten Performance Shares zu entnehmen. scroll
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Der Aktienkurs der im Geschäftsjahr 2018 fällig
gewordenen virtuellen Performance Shares beträgt €21,90. scroll
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Bezüglich der mit Ablauf des 30. September 2017 fällig gewordenen Performance Shares sowie der am 1. März 2018 für das Geschäftsjahr 2018 an die Mitglieder des Vorstands gewährten Performance Shares verweisen wir auf den Konzernanhang unter Nr. 17. SonderleistungenSonderleistungen wurden den Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2018 vom Aufsichtsrat nicht gewährt. Sonstige ZusagenBereits im Geschäftsjahr 2009 hat die Gesellschaft mit den damals amtierenden Vorstandsmitgliedern (von den derzeit aktiven Vorstandsmitgliedern ist nur Herr Dr. Ploss betroffen) eine sogenannte Erstattungsvereinbarung abgeschlossen. Danach erstattet die Gesellschaft Kosten und Auslagen im Zusammenhang mit gerichtlichen, behördlichen, regulatorischen oder parlamentarischen Verfahren und Untersuchungen sowie Schiedsverfahren, an denen das Vorstandsmitglied aufgrund seiner Vorstandstätigkeit beteiligt ist. Eine Kostenerstattung ist aber insbesondere dann ausgeschlossen, wenn es sich um ein Verfahren der Gesellschaft gegen das Vorstandsmitglied wegen einer Sorgfaltspflichtverletzung im Sinne des § 93 Abs. 2 AktG handelt. Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2018 nach dem Deutschen Corporate Governance KodexDer DCGK empfiehlt, einzelne Vergütungskomponenten für jedes Vorstandsmitglied nach bestimmten Kriterien individuell offenzulegen. Er empfiehlt weiter, für deren - teils vom DRS 17 abweichende - Darstellung die dem DCGK beigefügten Mustertabellen zu verwenden. Gewährte Zuwendungen gemäß DCGKIn der nachfolgenden Tabelle werden die für die Geschäftsjahre 2017 und 2018 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen sowie die im Geschäftsjahr 2018 erreichbaren Minimal- und Maximalvergütungen dargestellt. Abweichend zur Darstellung nach DRS 17 ist der STI den Anforderungen des DCGK entsprechend mit dem Zielwert, das heißt dem Wert, der bei einer Zielerreichung von 100 Prozent an den Vorstand gewährt wird, anzugeben. Der MTI ist, anders als nach DRS 17, bereits im Zeitpunkt der Zusage mit dem Zielwert eines "mittleren Wahrscheinlichkeitsszenarios" anzugeben. Infineon geht dabei bei einer von 0 bis 200 Prozent reichenden Skala von einer Zielerreichung von 100 Prozent aus. Des Weiteren ist der Versorgungsaufwand, das heißt der Dienstzeitaufwand nach IAS 19 (siehe hierzu "Zusagen an Mitglieder des Vorstands für den Fall einer Beendigung ihrer Tätigkeit" in diesem Kapitel), in die Gesamtvergütung nach DCGK einzurechnen. Die den einzelnen Mitgliedern des Vorstands nach DCGK gewährten Zuwendungen (Gesamtvergütung und Vergütungsbestandteile) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalvergütungen sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
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Die Werte für die im Geschäftsjahr 2018 aktiven
Vorstandsmitglieder basieren auf einem beizulegenden Zeitwert je Performance
Share in Höhe von €15,25 (Vorjahr: €11,25), der unter Berücksichtigung
des wertmindernden Cap mittels eines Monte-Carlo-Simulationsmodells
ermittelt wurde. Zufluss gemäß DCGKDa die den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 gewährte Vergütung teilweise nicht mit einer Zahlung in dem jeweiligen Geschäftsjahr einhergeht, wird - in Übereinstimmung mit der entsprechenden Empfehlung des DCGK - in einer gesonderten Tabelle dargestellt, in welcher Höhe ihnen für das Geschäftsjahr 2018 Mittel zugeflossen sind. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK sind die fixe Vergütung sowie der STI als Zufluss für das jeweils zugehörige Geschäftsjahr anzugeben. Der MTI ist gemäß den Empfehlungen des DCGK in dem Geschäftsjahr als Zufluss zu zeigen, in dem die Planlaufzeit der jeweiligen MTI-Tranche endet. Neben der für 2018 gewährten fixen Vergütung und dem STI ist den Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 damit die MTI-Tranche 2016 - 2018 zugeflossen. Aktienbasierte Vergütungen gelten gemäß DCGK zu dem nach deutschem Steuerrecht maßgeblichen Zeitpunkt und Wert als zugeflossen. Die am 1. Oktober 2014 ausgegebenen Performance Shares, welche den Mitgliedern des Vorstands nach Ende des Geschäftsjahres 2018 in bar ausgezahlt werden (siehe "Bestandteile des Vergütungssystems für den Vorstand" in diesem Kapitel), werden erst im Geschäftsjahr 2019 als Zufluss ausgewiesen. Den Empfehlungen des DCGK folgend, entspricht der Versorgungsaufwand im Sinne des Dienstzeitaufwands nach IAS 19 bei den Angaben zum Zufluss den gewährten Beträgen (siehe vorhergehende Tabelle), obwohl er keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt. Die den einzelnen Mitgliedern des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 nach dem DCGK zugeflossene Gesamtvergütung ist - aufgegliedert in ihre jeweiligen Bestandteile - der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
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Entspricht 250 Prozent des LTI-Zuteilungsbetrags
(Cap) zum Zeitpunkt der Gewährung der virtuellen Performance Shares
im Geschäftsjahr 2013. Zusagen an Mitglieder des Vorstands für den Fall einer Beendigung ihrer TätigkeitVersorgungszusagen und Ruhegehälter im Geschäftsjahr 2018In Übereinstimmung mit dem seit 2010 geltenden Vorstandsvergütungssystem haben alle Mitglieder des Vorstands mittlerweile eine beitragsorientierte Ruhegehaltszusage, die sich im Wesentlichen nach dem für die Infineon-Mitarbeiter geltenden Infineon-Pensionsplan richtet. Danach hat die Gesellschaft für die Begünstigten ein persönliches Versorgungskonto (Basiskonto) eingerichtet und stellt jährliche Versorgungsbeiträge zur Gutschrift hierauf bereit. Die Gesellschaft verzinst den erreichten Stand des Basiskontos jährlich bis zum Eintritt des Versorgungsfalls mit dem jeweils gültigen Höchstrechnungszins der Lebensversicherungswirtschaft (Garantiezins); zusätzlich kann sie Überschussgutschriften erteilen. Mögliche Erträge über die Garantieverzinsung hinaus werden zu 95 Prozent dem Versorgungskonto - entweder im Leistungsfall, spätestens jedoch mit Vollendung des 60. Lebensjahres - gutgeschrieben. Der im Versorgungsfall (Alter, Invalidität, Tod) erreichte Stand des Basiskontos - bei Invalidität oder Tod ergänzt um einen Anhebungsbetrag - ist das Versorgungsguthaben, das in zwölf, auf Antrag des Vorstandsmitglieds auch in acht Jahresraten, als Einmalkapital oder als lebenslange Rente an das Vorstandsmitglied beziehungsweise dessen Hinterbliebene ausgezahlt wird. Für Herrn Dr. Ploss besteht neben der seit dem 1. Januar 2016 laufenden beitragsorientierten Zusage eine bereits vollständig erdiente, sich nicht weiter erhöhende Festbetragszusage für die Vorstandstätigkeit bis zum 31. Dezember 2015 über ein jährliches Ruhegehalt in Höhe von €210.000. Soweit die Versorgungsansprüche der Vorstandsmitglieder (i) noch nicht gesetzlich unverfallbar geworden oder (ii) zwar gesetzlich unverfallbar geworden, aber nicht durch den Pensionssicherungsverein abgesichert sind, unterhält die Gesellschaft Rückdeckungsversicherungen zugunsten der betreffenden Vorstandsmitglieder, die zu ihrem Schutz an sie verpfändet sind. Unterschiede zwischen den Versorgungsregelungen der Mitglieder des Vorstands bestehen beim Initialbaustein, bei der jährlichen Dotierung des Versorgungskontos und bei der Unverfallbarkeit:
Die für die Mitglieder des Vorstands jeweils bereitgestellten Versorgungsguthaben werden - entsprechend der Regelung für die Infineon-Mitarbeiter - nach Vollendung des 67. Lebensjahres ausgezahlt, sofern das Dienstverhältnis dann bereits beendet ist. Auf Antrag kann auch eine vorzeitige Auszahlung erfolgen, soweit das Dienstverhältnis nach Vollendung des 60. Lebensjahres endet. Wählen die Begünstigten im Leistungsfall die Verrentung, findet eine automatische jährliche Anpassung des Rentenbetrags nach Maßgabe des Infineon-Pensionsplans statt. Der nachfolgenden Tabelle sind neben den jährlichen Ruhegehaltsansprüchen beziehungsweise den jeweiligen Versorgungsbeiträgen die Barwerte der bisher bei Eintritt in den Ruhestand erworbenen Ansprüche und der Dienstzeitaufwand nach IFRS zu entnehmen. Der in der Tabelle ausgewiesene Dienstzeitaufwand für die Herren Dr. Gassel und Hanebeck bezieht sich alleine auf die Zeiten aktiver Vorstandstätigkeit. Der Barwert der Ruhegehalts- beziehungsweise der Versorgungsansprüche hängt insbesondere von der Entwicklung des anzuwendenden Rechnungszinssatzes (30. September 2018: 1,7 Prozent, 30. September 2017: 1,8 Prozent) ab. Ruhegehaltsansprüchescroll
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In der ersten Zeile betreffend das Geschäftsjahr
2018 beziehungsweise 2017 werden für Herrn Dr. Ploss der Versorgungsbeitrag,
der Barwert und der Dienstzeitaufwand aus seiner zum 1. Januar 2016
zusätzlich gewährten beitragsorientierten Ruhegehaltszusage gezeigt.
Die zweite Zeile des Geschäftsjahres 2018 beziehungsweise 2017 zeigt
die Ruhegehaltsansprüche und den Barwert seiner Festbetragszusage.
Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Ertrag aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand
in Höhe von €1.114.773 berücksichtigt. Vorzeitige Beendigung des DienstvertragsDie Dienstverträge der Mitglieder des Vorstands enthalten eine sogenannte "Change of Control"-Klausel, die die Bedingungen einer Beendigung der Vorstandstätigkeit im Fall einer wesentlichen Änderung der Eigentümerstruktur von Infineon regelt. Ein Kontrollwechsel im Sinne dieser Klausel liegt vor, wenn ein Dritter einzeln oder gemeinsam mit einem anderen im Sinne von § 30 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) mindestens 50 Prozent der Stimmrechte an der Infineon Technologies AG hält. Bei einem Kontrollwechsel sind die Mitglieder des Vorstands berechtigt, innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach Bekanntwerden des Kontrollwechsels ihre Mandate niederzulegen und ihre Dienstverträge zu kündigen. In diesem Fall haben die Mitglieder des Vorstands Anspruch auf Fortzahlung ihres Jahreseinkommens bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Laufzeit, maximal jedoch für 36 Monate. Im Fall einer Abberufung oder Kündigung durch die Infineon Technologies AG innerhalb von zwölf Monaten nach Bekanntwerden eines Kontrollwechsels haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf Fortzahlung ihres Jahreseinkommens bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Laufzeit, mindestens jedoch für 24, maximal für 36 Monate. Im Übrigen enthalten die Vorstandsverträge für den Fall einer vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses keine Abfindungszusage. Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2018Den früheren Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) von €1.527.437,89 (Vorjahr: €1.324.427,14) gewährt. Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen zum 30. September 2018 insgesamt €68.838.837 (Vorjahr: €67.862.601). Überprüfung des Vorstandsvergütungssystems, der Vergütungsbestandteile und der individuellen VorstandsvergütungenÜberprüfung des VorstandsvergütungssystemsIn Übereinstimmung mit Ziffer 4.2.2 DCGK hat der Aufsichtsrat das seit dem 1. Oktober 2010 bestehende Vorstandsvergütungssystem durch einen unabhängigen Vergütungsexperten sowohl auf seine rechtliche Konformität als auch auf seine sachliche Angemessenheit überprüfen lassen. Bei dieser Gelegenheit sind auch die individuellen Zieljahreseinkommen der einzelnen Vorstandsmitglieder einer genauen Prüfung unterzogen worden. Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass das Vergütungssystem der Gesellschaft sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den Empfehlungen des DCGK entspricht. Insbesondere sei die Vorstandsvergütung im Vergleich zum Markt üblich und angemessen sowie die variable Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die individuellen Zieljahreseinkommen der Vorstandsmitglieder seien sowohl im horizontalen (also anderen vergleichbaren Unternehmen gegenüber) als auch im vertikalen Vergleich (den Mitarbeitergruppen von Infineon gegenüber) angemessen. Ungeachtet dessen ergäben sich aber insbesondere beim Vorsitzenden des Vorstands Spielräume für eine Anhebung der Vergütung. Die vorgelegten Ergebnisse der Überprüfung durch den Vergütungsexperten wurden am 25. Oktober 2018 im Präsidialausschuss sowie am 20. November 2018 im Aufsichtsratsplenum eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat schloss sich der Einschätzung des externen Gutachters an. Anhebung der VorstandsvergütungDie vom Aufsichtsrat bereits im Geschäftsjahr 2017 beschlossenen Erhöhungen der Bezüge der Vorstandsmitglieder - im Fall von Herrn Dr. Ploss um circa 15 Prozent und im Fall der Herren Asam, Dr. Gassel und Hanebeck um jeweils circa 10 Prozent - sind mit dem Beginn des Geschäftsjahres 2018 wirksam geworden. Das Verhältnis der einzelnen Vergütungskomponenten untereinander und damit die Vergütungsstruktur insgesamt sind dabei jedoch unverändert geblieben. Sonstige AnpassungenBereits am 3. August 2017 hatte der Aufsichtsrat beschlossen, den Zuteilungstag für die den Vorstandsmitgliedern unter dem LTI zu gewährenden Performance Shares - im Gleichlauf mit der Regelung für die Führungskräfte und Mitarbeiter des Unternehmens - vom 1. Oktober auf den 1. März eines Geschäftsjahres zu verschieben. Diese Änderung ist erstmals für die LTI-Zuteilung im Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung gekommen. Nach ausführlichen, durch den Präsidialausschuss vorbereiteten Diskussionen in den Aufsichtsratssitzungen vom 21. November 2017, 16. Mai 2018 und 3. August 2018 ist mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 ferner die neue, vereinfachte Ausscheidensregelung für den LTI in Kraft getreten:
Vergütung des AufsichtsratsVergütungsstrukturDie Vergütung des Aufsichtsrats (Gesamtvergütung) ist in § 11 der Satzung der Gesellschaft geregelt und setzt sich wie folgt zusammen:
Bei einem unterjährigen Eintritt in den (oder Ausscheiden aus dem) Aufsichtsrat, einen seiner Ausschüsse oder eine mit einem Zuschlag vergütete Funktion erfolgt eine anteilige Kürzung der betreffenden Vergütungskomponente (Zahlung von einem Zwölftel des betreffenden jährlichen Vergütungsteils für jeden angefangenen Monat der Mitgliedschaft beziehungsweise Funktionsausübung). Mitgliedern des Aufsichtsrats werden zudem sämtliche Auslagen, die ihnen im Zusammenhang mit der Ausübung des Aufsichtsratsmandats entstehen, sowie die von ihnen insoweit etwa abzuführende Umsatzsteuer erstattet. Die Gesellschaft zahlt den Aufsichtsratsmitgliedern des Weiteren die auf ihre Gesamtvergütung (einschließlich des Sitzungsgelds) etwa anfallende Umsatzsteuer. Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2018Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018 jeweils gewährte Gesamtvergütung (einschließlich Sitzungsgeld) setzt sich wie folgt zusammen (hierin nicht enthalten ist die Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent): Aufsichtsratsvergütungscroll
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Mitglied des Aufsichtsrats seit dem 22. Februar
2018. Die Vergütung für 2018 wurde daher zeitanteilig gewährt. Mitglieder des Aufsichtsrats haben weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Geschäftsjahr 2017 vom Unternehmen Kredite erhalten.
Neubiberg, den 20. November 2018 Der Vorstand Dr. Reinhard Ploss Dominik Asam Dr. Helmut Gassel Jochen Hanebeck Anlage zum Lagebericht Geschäftsjahr 2018 der Infineon Technologies AGBericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit gemäß § 21 Absatz 1 Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG)1. Angaben zu Maßnahmen zur Förderung der GleichstellungWir fördern aktiv die Gleichstellung im Unternehmen durch unterschiedlichste Programme. Dazu gehören flexible Arbeitszeit- und Teilzeitmodelle, Telearbeit- und Homeoffice-Angebote sowie umfangreiche Kinderbetreuungsangebote mit Kooperationspartnern oder firmeneigenen Kindertagesstätten. Seit 2007 hat Infineon die "Charta der Vielfalt" zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen unterschrieben. 2. Angaben zu Maßnahmen zur Herstellung von EntgeltgleichheitWir vergüten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Regel anhand des Tarifvertrages. Leitende und nichtleitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden unabhängig vom Geschlecht vergütet. Die Höhe der Vergütung orientiert sich am Markt und basiert auf der Wertigkeit der ausgeübten Stelle. Die Wertigkeit der Stelle ist dabei unabhängig vom Stelleninhaber/in und somit auch vom Geschlecht. Durch diese Vergütungssystematik stellen wir sicher, dass Frauen und Männer gleich vergütet werden. Aufgrund dieser Systematik besteht zwischen der Vergütung von Männern und Frauen nur ein unwesentlicher Unterschied bezogen auf alle Beschäftigten in Deutschland. Angaben zu Beschäftigten 2016: scroll
KonzernabschlussKonzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungfür das am 30. September 2018 und 2017 endende Geschäftsjahrscroll
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Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert
auf ungerundeten Werten. Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das am 30. September 2018 und 2017 endende Geschäftsjahrscroll
Konzern-Bilanz zum 30. September 2018 und 2017AKTIVA scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für das am 30. September 2018 und 2017 endende Geschäftsjahrscroll
Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung für das am 30. September 2018 und 2017 endende Geschäftsjahrscroll
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KonzernanhangDie Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"), bestehend aus der Infineon Technologies AG ("die Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften, entwirft, entwickelt, fertigt und vermarktet ein breites Spektrum an Halbleiterprodukten und damit verbundene Systemlösungen. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf Anwendungen der Automobilelektronik, Industrieelektronik, Informations- und Kommunikationsinfrastruktur sowie auf hardwarebasierter Sicherheit. Das Produktspektrum umfasst Standard-, anwendungsspezifische und kundenspezifische Komponenten sowie Systemlösungen für Leistungs-, Digital-, Analog-, Hochfrequenz- und Mixed-Signal-Anwendungen. Rund zwei Drittel des Umsatzes erzielt Infineon mit Leistungshalbleitern, der übrige Umsatz entfällt auf Hochfrequenzkomponenten, Sensoren sowie Mikrocontroller für Automobil-, Industrie- und Sicherheitsanwendungen. Forschungs- und Entwicklungsstandorte, Fertigungsstätten, Beteiligungen und Kunden befinden sich hauptsächlich in Europa, Asien und Nordamerika. Die Infineon Technologies AG ist eine börsennotierte Gesellschaft nach deutschem Recht und Mutterunternehmen des Infineon-Konzerns. Sie hat ihren Firmensitz Am Campeon 1-15, 85579 Neubiberg (Deutschland), und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München (Deutschland) unter der Registernummer HRB 126492 eingetragen. 1 Grundlagen des KonzernabschlussesDer von der Infineon Technologies AG als oberstes Mutterunternehmen aufgestellte Konzernabschluss zum 30. September 2018 wurde gemäß den vom International Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen International Financial Reporting Standards ("IFRS") und den diesbezüglichen Interpretationen, die zum 30. September 2018 anzuwenden waren, soweit die IFRS und Interpretationen von der Europäischen Union ("EU") übernommen sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs ("HGB") anzuwendenden Vorschriften erstellt. Die vorgenannten Standards wurden vollständig erfüllt. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Das Geschäftsjahr von Infineon und der Gesellschaft endet jeweils zum 30. September eines Jahres. Die Konzernwährung lautet auf Euro ("€"). Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich. Am 20. November 2018 hat der Vorstand der Gesellschaft den Konzernabschluss aufgestellt. Erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenDas IASB hat folgende Standards geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die verpflichtend im Konzernabschluss zum 30. September 2018 anzuwenden sind: scroll
Erlassene, noch nicht angewendete RechnungslegungsvorschriftenDas IASB hat folgende, aus heutiger Sicht für Infineon grundsätzlich relevante, neue beziehungsweise geänderte Standards verabschiedet. Da diese Standards jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden sind beziehungsweise eine Übernahme durch die EU noch aussteht, wurden sie im Konzernabschluss zum 30. September 2018 nicht angewendet. Die neuen Standards beziehungsweise Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem jeweiligen Zeitpunkt des Inkrafttretens beginnen. Eine vorzeitige Anwendung erfolgt für gewöhnlich nicht, auch wenn einzelne Standards dies zulassen. scroll
IFRS 9 "Finanzinstrumente"IFRS 9 enthält neue Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie neue Regelungen zu Wertminderungen, wohingegen die für Infineon einschlägigen Vorschriften für finanzielle Verbindlichkeiten weitestgehend aus IAS 39 übernommen wurden. Darüber hinaus enthält der neue Standard neue umfangreichere Anhangangaben sowie Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. IFRS 9 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Infineon wird daher den neuen Standard ab dem Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 2018 beginnt, anwenden. Die Erstanwendung wird durch eine Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts im Eigenkapital in Höhe des kumulativen Effekts erfolgen und die Vergleichsperiode entsprechend den bisherigen Regelungen dargestellt (modifizierte retrospektive Anwendung). In einem bereichsübergreifenden IFRS 9-Projekt, welches sich in eine Analyse- und Designphase sowie in eine Implementierungsphase aufteilt, hat Infineon die Auswirkungen auf den Konzernabschluss erfasst und gewürdigt. Die konzernweite Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 ist abgeschlossen. Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten beruhen künftig auf dem zugrunde liegenden Geschäftsmodell des Portfolios, nach dem der finanzielle Vermögenswert gesteuert wird, sowie der konkreten Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme. In begrenztem Umfang sind bei Infineon finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), die derzeit zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert auszuweisen. Sämtliche zum Zeitpunkt der Umstellung vorhandenen Eigenkapitalinstrumente werden bei Infineon zukünftig grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Erfassung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach IFRS 9 künftig nach den erwarteten Verlusten statt wie bislang unter IAS 39 nach den eingetretenen Verlusten. Hierzu wurden unter anderem Modelle zur Ermittlung zukünftig erwarteter Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (das sogenannte vereinfachte Wertminderungsmodell) sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Finanzinvestments (das sogenannte allgemeine Wertminderungsmodell) entwickelt, welche in die bestehenden Kreditrisikomanagementprozesse integriert werden. Infineon erwartet keinen wesentlichen Effekt aus der Umstellung auf das Wertminderungsmodell. Die neuen Regelungen zur Anwendung von Hedge-Accounting, welche auf eine bessere Abbildung der Risikomanagementstrategie abzielen, haben bei Infineon vor allem Änderungen der Dokumentations- und Effektivitätsanforderungen zur Folge. Alle bestehenden Sicherungsbeziehungen erfüllen die Voraussetzungen zum Hedge-Accounting nach IFRS 9 und werden wie bisher fortgeführt. Bezüglich der bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten werden sich für Infineon keine Änderungen ergeben. Zudem ergeben sich für Infineon erweiterte quantitative und qualitative Anhangangaben, insbesondere zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen. Die Anwendung von IFRS 9 führt zu Anpassungen von Prozessen und Systemen. Aus Änderungen in den Klassifizierungs- und Bewertungskategorien zum 1. Oktober 2018 ergibt sich bei Infineon kein Umstellungseffekt. Infineon erwartet aus der Anwendung von IFRS 9 eine Erhöhung der Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Finanzinvestments in Höhe von circa €2 Millionen. Der Bestand an Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringert sich um circa €2 Millionen. Insgesamt ergibt sich aus der Einführung von IFRS 9 zum 1. Oktober 2018 unter Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuereffekte gerundet keine Auswirkung auf den Verlustvortrag. IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen"Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt beziehungsweise über welchen Zeitraum hinweg Umsatzerlöse zu erfassen sind, und ersetzt alle bisherigen Standards und Interpretationen zur Umsatzlegung einschließlich IAS 11, IAS 18, IFRIC 13, IFRIC 15 und IFRIC 18 sowie SIC 31. Hierfür gibt der Standard ein prinzipienbasiertes einheitliches, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Kategorien von Umsatztransaktionen mit Kunden anzuwenden ist. Im Kern erfolgt die Umsatzlegung der Leistung bei Kontrollübergang an den Kunden. Die Umsatzerlöse sind mit dem Betrag der Gegenleistung zu bewerten, die das Unternehmen zu erhalten erwartet. IFRS 15 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Infineon wird den neuen Standard ab dem Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 2018 beginnt, anwenden. Die Erstanwendung wird durch eine Anpassung des Eigenkapitals in Höhe des kumulativen Effekts erfolgen und die Vergleichsperiode entsprechend den bisherigen Regelungen dargestellt (modifizierte retrospektive Anwendung). In einem bereichsübergreifenden IFRS 15-Projekt, welches sich in eine Analyse- und Designphase sowie in eine Implementierungsphase aufteilt, hat Infineon die Auswirkungen auf den Konzernabschluss erfasst und gewürdigt. Die konzernweite Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 ist abgeschlossen. Demnach wird für bestimmte Vertragsarten künftig eine zeitraum- anstatt einer zeitpunktbezogenen Umsatzrealisierung erfolgen. Diese betrifft bei Infineon vorrangig kundenspezifische Produkte ohne alternativen Nutzen, für die Infineon einen ausreichenden Zahlungsanspruch besitzt. Dies führt tendenziell zu einer früheren Umsatzlegung im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise. Bei einigen Kunden, bei denen Infineon ein Konsignationslager unterhält, wird sich der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung von der Entnahme der Waren und Produkte durch den Kunden auf den Zeitpunkt der Einlieferung in das Kundenkonsignationslager verschieben. Auf Basis der Analysen erwartet Infineon keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage, was darauf zurückzuführen ist, dass aus den Verträgen mit Kunden bei Infineon üblicherweise lediglich jeweils eine Leistungsverpflichtung resultiert, die entweder über einen Zeitraum oder zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllt wird. Änderungen werden sich in der Bilanz durch den separaten Ausweis von Vertragsvermögenswerten sowie durch erweiterte quantitative und qualitative Anhangangaben ergeben. Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 15 führen zu Anpassungen bei IT-Prozessen sowie IT-Systemen und wo notwendig zu neuen Prozessen. Die Umstellung auf IFRS 15 führt insbesondere durch die Erfassung von Vertragsvermögenswerten und einer Verringerung der Vorräte zu einer Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte von circa €43 Millionen, sodass der Verlustvortrag zum 1. Oktober 2018 sich unter Berücksichtigung gegenläufiger latenter Steuereffekte um circa €31 Millionen verringert. IFRS 16 "Leasingverhältnisse"Mit IFRS 16 wird ein einheitliches Rechnungslegungsmodell eingeführt, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind, und ersetzt alle bisherigen Standards und Interpretationen zur Leasingbilanzierung einschließlich IAS 17, IFRIC 4 sowie SIC 15 und SIC 27. Dies führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen künftig zu bilanzieren sind, es sei denn, es handelt sich um kurzfristige Leasingverhältnisse (Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger) oder Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Vermögenswerte (jeweils Wahlrecht). Die Rechnungslegung beim Leasinggeber sieht weiterhin die Einstufung nach Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen vor und unterscheidet sich hierbei nicht wesentlich von IAS 17 "Leasingverhältnisse". Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Demnach wird Infineon den Standard ab dem Geschäftsjahr, das am 1. Oktober 2019 beginnt, anwenden. In einem bereichsübergreifenden IFRS 16-Projekt würdigt Infineon die voraussichtlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Dabei teilt sich das IFRS 16-Projekt in eine Analyse- und Designphase sowie in eine Implementierungsphase auf. Die Analysephase ist zum Bilanzstichtag fortgeschritten, jedoch noch nicht abgeschlossen. Infineon schließt Leasingverträge im Wesentlichen als Leasingnehmer ab. Die Leasingverträge betreffen hauptsächlich Operating-Leasingverhältnisse. Die Anwendung von IFRS 16 wird bei Infineon daher voraussichtlich zu einem Anstieg der Vermögenswerte sowie der finanziellen Verbindlichkeiten führen. Infineon wird die Wahlrechte in Bezug auf kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Vermögenswerte voraussichtlich in Anspruch nehmen. In Bezug auf die Übergangsvorschriften wird Infineon voraussichtlich den modifizierten retrospektiven Ansatz anwenden. Eine verlässliche Quantifizierung der Bilanzierungseffekte ist zum derzeitigen Projektstand nicht möglich, sondern erst nach Abschluss der systemseitigen Implementierung des Fachkonzepts. 2 Zusammenfassung wesentlicher RechnungslegungsgrundsätzeKonsolidierungskreisDer vorliegende Konzernabschluss umfasst auf konsolidierter Basis die Einzelabschlüsse der Infineon Technologies AG und ihrer direkten und indirekten Tochtergesellschaften. Als Tochtergesellschaft gilt ein Unternehmen, das von der Infineon Technologies AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht wird. Beherrschung liegt vor, wenn Infineon variablen Rückflüssen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist oder Rechte auf solche hat und die Fähigkeit besitzt, diese Rückflüsse über seine Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Verfügungsgewalt bedeutet, dass Infineon über bestehende Rechte verfügt, die Infineon ermöglichen, die relevanten Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, also die Aktivitäten, die im Wesentlichen die vorgenannten Rückflüsse bestimmen. Ein Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem der Konzern Beherrschung erlangt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) und dem anteiligen beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird, falls aktivisch, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder, falls passivisch, erfolgswirksam vereinnahmt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bewertungs- und Bilanzierungsgrundsätzen erstellt. Die bilanziellen Effekte konzerninterner Transaktionen sowie Gewinne und Verluste aus konzerninternen Geschäftsbeziehungen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften der Infineon Technologies AG ist im Konzernanhang Nr. 26 enthalten. Funktionale Währung, Berichtswährung und WährungsumrechnungDie funktionale Währung der Infineon Technologies AG ist der Euro. Der Konzernabschluss wird in Euro als Berichtswährung aufgestellt. Fremdwährungstransaktionen werden von Konzernunternehmen mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkurs in deren funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden zu dem am jeweiligen Bilanzstichtag geltenden Stichtagskurs umgerechnet. Kursgewinne und -verluste aus der Währungsumrechnung von Fremdwährungstransaktionen werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Stichtagskurs zum Ende des Berichtszeitraums in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen dieser Gesellschaften werden mit dem durchschnittlichen Wechselkurs des Berichtszeitraums umgerechnet. Sämtliche aus der Konsolidierung resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral verrechnet und innerhalb des Eigenkapitals als "Andere Rücklagen" ausgewiesen. Für die Erstellung des Konzernabschlusses ist insbesondere der Euro/US-Dollar-Wechselkurs wesentlich. Zum Stichtag 30. September 2018 betrug dieser 1,1576 (Vorjahr: 1,1806) sowie im Jahresdurchschnitt für das Geschäftsjahr 2018 1,1892 (Vorjahr: 1,1060). Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer folgenden Tabelle können die wichtigsten Bewertungsgrundsätze bei der Erstellung des Konzernabschlusses entnommen werden: scroll
Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteAls Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden Bargeld sowie alle Finanzmittel mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten zum Erwerbszeitpunkt ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. FinanzinstrumenteDie Zugangsbewertung von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die dem Erwerb oder der Emission von Finanzinstrumenten direkt zurechenbaren Transaktionskosten gehen nur in den Buchwert ein, soweit die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus der Investition ausgelaufen sind oder übertragen wurden und Infineon alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbunden sind, übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn diese getilgt sind, das heißt, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Infineon unterscheidet finanzielle Vermögenswerte nach folgenden Kategorien: "Kredite und Forderungen", "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte". Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen des Weiteren "Designierte Sicherungsinstrumente (Cash-Flow-Hedges)". Finanzinstrumente der Kategorie "Bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte" bestanden bei Infineon nicht. Infineon unterteilt seine finanziellen Verbindlichkeiten in die Kategorien: "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" und "Andere finanzielle Verbindlichkeiten". Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen des Weiteren "Designierte Sicherungsinstrumente (Cash-Flow-Hedges)". Kredite und ForderungenGewährte Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Bei Infineon enthalten die Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente", "Finanzinvestments", "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie kurz- und langfristige "Sonstige Vermögenswerte" finanzielle Vermögenswerte, welche der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet werden. Gewährte Kredite und Forderungen werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert, unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und beinhaltet eine Werthaltigkeitsprüfung. Eine Wertminderung wird angenommen, wenn objektive Hinweise darauf schließen lassen, dass Infineon zum jeweiligen Fälligkeitstermin nicht alle vertraglich vereinbarten Beträge erhalten wird. Objektive Hinweise, die auf eine zu erfassende Wertminderung hindeuten, sind zum Beispiel bekannte Zahlungsschwierigkeiten oder die Insolvenz des Schuldners. Die Wertminderung wird indirekt erfasst (über ein gesondertes Wertminderungskonto). Wenn der Zahlungsausfall sicher ist, werden gewährte Kredite und Forderungen als uneinbringlich eingestuft und zusammen mit gegebenenfalls hierfür zuvor erfassten Wertminderungen ausgebucht. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle VermögenswerteZur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert oder keiner der übrigen (siehe oben) Kategorien zugeordnet sind. Sie werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert, unter Einbeziehung von Anschaffungsnebenkosten, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zum jeweiligen Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten mit einer endlichen Laufzeit und festen oder bestimmbaren Zahlungen werden aktiviert und unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Liegt der beizulegende Zeitwert dauerhaft beziehungsweise wesentlich unter den fortgeführten Anschaffungskosten, liegt eine erfolgswirksam zu erfassende Wertminderung vor. Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird ein erheblicher beziehungsweise dauerhafter Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen Vermögenswerts unter seine Anschaffungskosten als Anhaltspunkt für eine Wertminderung angesehen. Sofern ein solches Anzeichen vorliegt, wird der bisher direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Verlust in Höhe der Differenz zwischen Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert abzüglich etwaiger aufwandswirksam verbuchter Wertminderungen ergebniswirksam aus dem Eigenkapital ausgebucht. Wenn als zur Veräußerung verfügbar eingestufte finanzielle Vermögenswerte verkauft werden, werden die bereits zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder VerbindlichkeitenErfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten umfassen bei Infineon ausschließlich Derivate zur Absicherung von Währungsrisiken, für die kein Hedge-Accounting erfolgt. Designierte Sicherungsinstrumente (Cash-Flow-Hedges)Bestimmte derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken oder Risiken der Rohstoffpreisentwicklung (wie beispielsweise des Goldpreises) werden erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden zukünftigen Transaktionen als Sicherungsinstrumente zugeordnet, um das damit verbundene Risiko abzusichern (Absicherung von Zahlungsströmen). Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert als "sonstige kurzfristige Vermögenswerte" oder "sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten" bilanziert. Der effektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Zahlungsströmen designiert sind und die Voraussetzungen zur Bilanzierung als Teil einer Sicherungsbeziehung erfüllen, wird unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Unter "effektiv" versteht man den Grad, zu dem Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme des Grundgeschäfts, die aus einem gesicherten Risiko resultieren, durch Änderung des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme des Sicherungsgeschäfts kompensiert werden. Der Gewinn oder Verlust aus dem ineffektiven Teil wird erfolgswirksam gebucht. Im Eigenkapital direkt erfasste Beträge werden in den Perioden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in denen das Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Wenn ein Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert wird oder wenn die Voraussetzungen zur Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleibt der bis zu diesem Zeitpunkt erfasste Gewinn oder Verlust im Eigenkapital, bis das entsprechende Grundgeschäft tatsächlich stattfindet. Sofern ein erwartetes Grundgeschäft nicht mehr eintreten wird, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Auflösung des im Eigenkapital aufgelaufenen Gewinns oder Verlusts. Andere finanzielle VerbindlichkeitenAndere finanzielle Verbindlichkeiten werden beim Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Abzug von Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. VorräteVorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den unter Anwendung der Durchschnittsmethode ermittelten historischen Anschaffungskosten beziehungsweise Herstellungskosten (produktionsbezogene Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert angesetzt. Letzterer entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten noch zu erwartenden Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Die Herstellungskosten beinhalten die Materialkosten, Fertigungslöhne und angemessene Teile der zurechenbaren Gemeinkosten, wozu auch zurechenbare Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte zählen. Die Berechnung der Gemeinkostenzuschläge wird auf der Grundlage einer Normalauslastung der Produktionskapazität ermittelt. Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert der Vorräte werden konzerneinheitlich auf Produktebene für technisch obsolete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit beziehungsweise auf Basis der voraussichtlichen Absatzmöglichkeiten des jeweiligen Produkts vorgenommen. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen und unter Berücksichtigung etwaiger Wertminderungen. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Grund und Boden, grundstücksgleiche Rechte und Anlagen im Bau werden nicht planmäßig abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert)Immaterielle Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus erworbenen immateriellen Vermögenswerten wie Lizenzen, Technologien und Kundenbeziehungen, die zu Anschaffungskosten angesetzt werden, sowie aus aktivierten Entwicklungskosten. Diese immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer und werden unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte liegen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Geschäftsjahr 2017 verfügte Infineon über immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer. Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderem AnlagevermögenGeschäfts- oder FirmenwertDer im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ist der Betrag, um den die übertragene Gegenleistung (Kaufpreis) für Anteile an einem Unternehmen den beizulegenden Nettozeitwert der erworbenen, separat identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten am Tag des Unternehmenszusammenschlusses übersteigt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in dem Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte" ausgewiesen und denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sogenannte Cash Generating Units - "CGUs") oder Gruppen von CGUs zugeordnet, die aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses Nutzen ziehen. Eine CGU stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse aus fortgeführter Tätigkeit erzeugt. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird nur bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird von Infineon auf Ebene der operativen Segmente einmal jährlich zum 30. Juni sowie dann, wenn Ereignisse oder veränderte Rahmenbedingungen darauf hindeuten, dass der erzielbare Betrag unter den Buchwert gesunken sein könnte, auf eventuelle Wertminderungen überprüft. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert des jeweiligen operativen Segments, dem der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, den erzielbaren Betrag dieser Einheit, wird zunächst der Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Für erfasste Wertminderungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sind Wertaufholungen in Folgeperioden nicht zulässig. Infineon bestimmt den erzielbaren Betrag der jeweiligen Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, anhand des Nutzungswerts. Der Nutzungswert wird unter Anwendung eines angemessenen Diskontierungssatzes aus dem Barwert der künftigen Zahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung dieser Einheit ermittelt. Die Bestimmung der künftigen Zahlungsströme und der diesen zugrunde liegenden Parameter wie Umsatzwachstum und Bruttomargen erfolgt auf der Grundlage von in der Vergangenheit erlangten Sachkenntnissen, den aktuellen wirtschaftlichen Ergebnissen und der im abgelaufenen Geschäftsjahr verabschiedeten Unternehmensplanung über einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Planung wird unter Verwendung von bestimmten konzerneinheitlichen Annahmen "von unten nach oben" (Bottom-up-Methode) aufgestellt. Die durchschnittlichen Wachstumsraten der Umsatzerlöse im Planungszeitraum liegen zwischen 9,3 Prozent und 11,8 Prozent und übersteigen nicht die langfristigen durchschnittlichen historischen Wachstumsraten des Geschäftsfelds, in dem das betreffende Segment tätig ist. Kapazitätserweiternde Investitionen, für die noch keine Mittelabflüsse stattgefunden haben, werden nicht berücksichtigt. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden mit der Methode der ewigen Rente geschätzt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsströme erforderliche Diskontierungssatz wird aus den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - "WACC") der betreffenden Einheit nach Steuern ermittelt; für die Schätzung der Eigenkapitalkosten wird das Capital Asset Pricing Model ("CAPM") verwendet. Der gemäß IAS 36 relevante Vorsteuer-WACC wird unter Verwendung von typisierten Steuersätzen für jedes Berichtssegment aus den geschätzten künftigen Zahlungsströmen nach Steuern und dem Nachsteuer-WACC abgeleitet. Dabei wird der risikolose Zinssatz nach der Svensson-Methode unter Berücksichtigung von Risikozuschlägen und das Beta sowie die Verschuldungsgrade aus einer Gruppe von Vergleichsunternehmen für jedes operative Segment abgeleitet. Der Diskontierungssatz spiegelt damit die gegenwärtigen Marktrenditen sowie die speziellen Risiken des jeweiligen operativen Segments wider. Die folgende Tabelle zeigt die den Segmenten zugeordneten Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die verwendeten Bewertungsparameter: scroll
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Bewertungsparameter zum 30. Juni 2018 und
2017. Zusätzlich führt Infineon Sensitivitätsanalysen durch, in denen für Umsatzwachstum, Bruttomargen, WACC sowie Wachstumsraten in der ewigen Rente von den ursprünglichen Schätzungen abweichende Annahmen getroffen werden, die von Infineon für nicht wahrscheinlich, aber noch für möglich gehalten werden. Damit berücksichtigt Infineon Unsicherheiten im Rahmen von Schätzungen und analysiert die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts auch für Szenarien, die ungünstiger als geschätzt sind. Für möglich gehaltene Änderungen der genannten Parameter hätten keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts. Auf der Grundlage der durchgeführten Werthaltigkeitstests sowie der in diesem Rahmen durchgeführten Sensitivitätsanalysen kam Infineon zu dem Ergebnis, dass sich im Berichtsjahr bei keinem der operativen Segmente eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert ergibt. Zum Bilanzstichtag lagen keine Indikatoren dafür vor, dass der erzielbare Betrag einer Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, unter den Buchwert gesunken sein könnte. Immaterielle Vermögenswerte und anderes AnlagevermögenInfineon überprüft langfristige Vermögenswerte einschließlich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf mögliche Wertminderungen, wenn Ereignisse oder Veränderungen der Umstände darauf hinweisen, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht mehr erzielbar sein könnte. Unabhängig davon, ob irgendein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, werden noch nicht der planmäßigen Abschreibung unterliegende immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten (siehe auch "Forschungs- und Entwicklungskosten" in diesem Kapitel) einem jährlichen Wertminderungstest unterzogen. Die Werthaltigkeit eines Vermögenswerts wird durch einen Vergleich seines Buchwerts mit seinem erzielbaren Betrag ermittelt. Sofern es nicht möglich ist, den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts zu ermitteln, wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert zugeordnet ist, mit ihrem erzielbaren Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert wird anhand diskontierter zukünftiger Zahlungsströme berechnet. Um die zukünftigen Zahlungsströme abschätzen zu können, ist erhebliches Ermessen des Managements erforderlich. Wird ein Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit als wertgemindert eingestuft, bemisst sich die Höhe der zu erfassenden Abschreibung nach dem Betrag, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag überschreitet. Liegt der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert der Einheit, wird die Wertminderung pro rata auf die darin enthaltenen Vermögenswerte verteilt. In Vorjahren erfasste Wertminderungen für Vermögenswerte werden zurückgenommen, soweit sich seit der Erfassung der letzten Wertminderung eine Änderung der zugrunde liegenden Schätzung ergeben hat und sich in der Folge ein geringerer Wertminderungsbedarf ergibt. Es erfolgt maximal eine Zuschreibung bis zu dem Buchwert, der bestimmt worden wäre (abzüglich der planmäßigen Abschreibungen), wenn in früheren Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Leistungsorientierte PensionspläneDie für die leistungsorientierten Pensionspläne ausgewiesene Nettopensionsverpflichtung umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung sowie der daraus resultierende Aufwand werden gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" für jeden Plan separat jährlich durch unabhängige, qualifizierte Versicherungsmathematiker mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Die Berechnung unterliegt unter anderem Annahmen zu den Personalkostensteigerungen, der künftigen Entwicklung der Renten sowie der Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten. Die ermittelten Verpflichtungen werden auf Basis der Rendite erstrangiger festverzinslicher Unternehmensanleihen von Schuldnern sehr hoher Bonität zum Bilanzstichtag abgezinst. Im Rahmen der Bilanzierung der leistungsorientierten Pläne werden, mit Ausnahme des Nettozinsergebnisses, sämtliche Aufwendungen und Erträge per saldo in den Funktionsbereichen im Betriebsergebnis erfasst. Das Nettozinsergebnis, das sich aus der Multiplikation der Nettopensionsverpflichtungen (Pensionsverpflichtungen abzüglich Planvermögen) mit dem Diskontierungssatz ergibt, wird in den Finanzaufwendungen ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Schätzungsänderungen in Bezug auf versicherungsmathematische Annahmen sowie die Differenz zwischen dem normierten und dem tatsächlichen Ertrag aus dem Planvermögen werden direkt im Eigenkapital verrechnet und periodengerecht in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. RückstellungenRückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche und/oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einem künftigen Abfluss von wirtschaftlichen Ressourcen führen, dessen Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Im Hinblick auf Rechts- und Klageverfahren, wie beispielsweise die Insolvenz von Qimonda, beurteilt Infineon regelmäßig die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Verfahrensausgänge. Infineon erfasst Rückstellungen und Verbindlichkeiten für solche Verpflichtungen und Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten, darunter Rückstellungen für wesentliche Rechtskosten, von denen zum jeweiligen Bilanzstichtag angenommen wird, dass sie wahrscheinlich eintreten können - das heißt, dass aus Sicht von Infineon zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt überwiegende Gründe für eine Verpflichtung oder ein Risiko sprechen - und die Verpflichtung oder das Risiko zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt mit hinreichender Genauigkeit eingeschätzt werden kann. Sobald zusätzliche Informationen verfügbar sind, werden, sofern notwendig, die möglichen Rückstellungen für diese Verfahren neu bewertet und getroffene Einschätzungen überprüft. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgabe dar. Die Schätzungen von Ergebnis und finanzieller Auswirkung hängen von der Bewertung des Managements zusammen mit Erfahrungswerten und gegebenenfalls der Einschätzung unabhängiger Sachverständiger ab. Wenn der zu bewertende Sachverhalt eine große Anzahl von möglichen künftigen Entwicklungen aufweist, wird die Verpflichtung durch Gewichtung aller möglichen Ergebnisse mit ihren jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeiten geschätzt (Erwartungswertmethode). Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet waren. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren tatsächliche Existenz vom Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig beeinflusst werden können, abhängt. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, die aber wahrscheinlich zu keinem Vermögensabfluss führen oder deren Vermögensabfluss sich nicht zuverlässig quantifizieren lässt. Die Eventualverbindlichkeiten werden nicht in der Konzern-Bilanz erfasst, sondern im Konzernanhang ausgewiesen und beschrieben (siehe Konzernanhang Nr. 18 und Nr. 19). UmsatzrealisierungInfineon erwirtschaftet Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Halbleiterprodukten und damit verbundenen Systemlösungen. Die Halbleiterprodukte von Infineon beinhalten ein weites Spektrum von Chips und Komponenten, die in elektronischen Applikationen für Fahrzeugelektronik über Industrieanwendungen bis hin zu Chipkarten zum Einsatz kommen. Ferner werden die Produkte von Infineon in einer Vielzahl mikroelektronischer Anwendungen wie Computersystemen, Telekommunikationssystemen und Konsumgütern eingesetzt. Die Unterschiede in den Produktarten und Applikationen sind Differenzierungsmerkmal hinsichtlich der Zuordnung der Umsatzerlöse zu den einzelnen Segmenten. Umsatzerlöse aus Produktverkäufen werden zum Zeitpunkt der Übertragung der maßgeblich mit dem Eigentum der verkauften Ware verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass Infineon der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird. Die Höhe der erfassten Umsatzerlöse basiert auf den beizulegenden Zeitwerten der erhaltenen oder zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung von Skonti und Boni. Infineon realisiert bei Verkäufen an Großhändler (Distributoren) den Umsatz grundsätzlich, wenn das Produkt an den Großhändler verkauft wird (sogenannte Sell-in-Methode). Gemäß der üblichen Vorgehensweise in der Halbleiterindustrie können Großhändler unter bestimmten Umständen eine Preisabsicherung sowie sogenannte Ship-and-Debit-Gutschriften ersuchen. Preisabsicherungen ermöglichen den Großhändlern, eine Gutschrift (Nachbelastung) für noch nicht verkaufte Vorräte zu beantragen, wenn Infineon die Standardlistenpreise für solche Produkte reduziert (erhöht) hat. Daneben können Großhändler in bestimmten Fällen Ship-and-Debit-Gutschriften für Preisanpassungen beantragen. Infineon passt die Umsatzerlöse im Hinblick auf Preisabsicherungen und Ship-and-Debit in der Periode an, in der der relevante Umsatz gelegt wird. Die Anpassung für Ship-and-Debit basiert auf rollierenden historischen Preistrends, welche aus der Differenz zwischen den Angebotspreisen und den Standardlistenpreisen für Großhändler ermittelt werden. Die Anpassung für Preisabsicherungen wird unter Berücksichtigung aktueller Listenpreise und des Vorratsbestands der jeweiligen Großhändler ermittelt. Aufgrund der Verfügbarkeit von detaillierten Vorratsdaten der Großhändler, der Transparenz der allgemeinen Preisbildung für Vorratsvermögen von Standardprodukten sowie der langjährigen Erfahrung bei der Preisbildung mit Großhändlern ist Infineon in der Lage, die Anpassung für Preisabsicherungen und Ship-and-Debit-Gutschriften zum Periodenende verlässlich zu schätzen. Großhändler können unter bestimmten Voraussetzungen begrenzt Bestände zurückgeben ("Warenrückgabe") oder Verwurfsgutschriften ersuchen. Rückgabegutschriften werden auf Grundlage der erwarteten Warenrückgabe entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen und historischen Erfahrungswerten abgegrenzt. Verwurfsgutschriften werden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen abgegrenzt und bei berechtigtem Anspruch bis zur Höhe eines bestimmten Maximalbetrags bezogen auf den Umsatz der Periode gewährt. Infineon überwacht fortwährend derartige Rückgaben und passt die Abgrenzungsannahmen entsprechend an. Andere Warenrückgaben sind nur innerhalb der regulären Gewährleistungsfrist aufgrund von Qualitätsmängeln zulässig. Teilweise werden mit bestimmten Kunden oder Großhändlern Rabatte vereinbart, welche bei Erreichung bestimmter Umsatzgrenzen gewährt werden. Derartige Rabatte werden im Rahmen der Umsatzrealisierung berücksichtigt. UmsatzkostenDie Umsatzkosten umfassen die Herstellungskosten der in der Berichtsperiode veräußerten Produkte. Darüber hinaus enthalten die Umsatzkosten unter anderem Aufwendungen für Leerkosten, Vorratsrisiken, Gewährleistungsfälle sowie Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten. Ergebniswirksam zu erfassende Fremdwährungseffekte sowie Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte undesignierter derivativer Finanzinstrumente, die mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden als Teil der Umsatzkosten erfasst. Forschungs- und EntwicklungskostenDie Kosten für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand erfasst. Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, sofern die Ergebnisse in einen Plan oder einen Entwurf für die Produktion von neuen oder deutlich verbesserten Produkten oder für verbesserte Prozesse münden. Voraussetzung für die Aktivierung ist, dass die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger Nutzen daraus wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Infineon die Absicht haben und in der Lage sein, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Die aktivierten Kosten umfassen die Materialkosten, die Personalkosten und die direkt zurechenbaren Gemeinkosten, soweit diese dazu dienen, die Nutzung des Vermögenswerts vorzubereiten. Die aktivierten Kosten sind als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in dem Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Vermögenswerte" enthalten (siehe Konzernanhang Nr. 11). Entwicklungskosten, welche die Aktivierungsvoraussetzungen nicht erfüllen, werden als Aufwand erfasst. Die aktivierten Entwicklungskosten werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten werden nach Abschluss der Entwicklung und mit dem Hochlaufen der Produktion als Teil der Umsatzkosten in der Regel über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Zuschüsse und ZulagenZuschüsse und Zulagen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem hinreichend sichergestellt ist, dass einerseits Infineon die Förderbedingungen erfüllt und andererseits die Fördermittel ausgezahlt werden. Investitionszuschüsse werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und reduzieren damit die Abschreibungen der künftigen Perioden. Zuschüsse und Zulagen zu Aufwendungen werden mit der entsprechenden Aufwandsposition in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung verrechnet (siehe Konzernanhang Nr. 3). Laufende und latente ErtragsteuernDie Ermittlung der laufenden Ertragsteuern erfolgt gemäß den zum Bilanzstichtag geltenden steuerrechtlichen Bestimmungen. Infineon ermittelt latente Steuern für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden sowie für steuerliche Verlustvorträge, während auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen keine latenten Steuern zu erfassen sind. Ebenso erfolgt keine Berücksichtigung latenter Ertragsteuern im Rahmen des erstmaligen Ansatzes eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Zusammenhang mit einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das IFRS-Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Die Bewertung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt anhand der Steuersätze und steuerlichen Vorschriften, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden und die anzuwenden sind, wenn die aktiven latenten Steuern realisiert beziehungsweise die passiven latenten Steuern erfüllt werden. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen, die passive latente Steuern aus zu versteuernden temporären Differenzen übersteigen, werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem wahrscheinlich ist, dass die jeweilige Konzerngesellschaft ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Vorteils erzielen wird. Infineon überprüft aktivierte latente Steuern an jedem Bilanzstichtag auf ihre Werthaltigkeit. Die Einschätzung erfordert Annahmen des Managements im Hinblick auf die Höhe des zukünftig zu versteuernden Gewinns sowie weitere positive und negative Einflussgrößen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie dieselbe Steuerbehörde und dasselbe Steuersubjekt oder eine Gruppe verschiedener Steuersubjekte, die gemeinsam ertragsteuerlich veranlagt werden, betreffen. Ertragsteuern werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst mit Ausnahme derer, die sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im sonstigen Ergebnis oder im übrigen Eigenkapital erfasst worden sind. Für unsichere Ertragsteuerpositionen wird eine Steuerrückstellung gebildet beziehungsweise bei Bestehen eines Verlustvortrags die darauf entfallende aktive latente Steuer entsprechend reduziert. Bei der Einschätzung der unsicheren Ertragsteuerposition wird die beste Schätzung zugrunde gelegt. Schätzungen und AnnahmenDie Erstellung von Abschlüssen in Übereinstimmung mit IFRS erfordert vom Management Annahmen und Schätzungen, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben. Schätzungen und Annahmen unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung und müssen gegebenenfalls angepasst werden. Sie können sich von Periode zu Periode ändern und einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon haben. Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem Wissen des Managements, basierend auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen, erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Bereiche, die Schätzungen und Annahmen beinhalten und folglich am ehesten davon betroffen sind, wenn die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen, sind:
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses durch den Vorstand am 20. November 2018 erlangten Erkenntnisse. 3 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-RechnungUmsatzerlöseAufgliederungen der Umsatzerlöse nach Segmenten, Produktgruppen und Regionen sind im Konzernanhang Nr. 24 dargestellt. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen sowie PersonalaufwendungenIn der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) sind die nachfolgend aufgeführten Aufwendungen für bezogene Leistungen, Material und Personal enthalten. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Material setzen sich für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nach Regionen für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 ist in folgender Übersicht dargestellt: scroll
Zuschüsse und ZulagenInfineon hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen staatlichen Stellen Fördermittel erhalten, unter anderem für die Errichtung von Fertigungsstätten, für Forschung und Entwicklung sowie Mitarbeiterentwicklung. Die im Konzernabschluss berücksichtigten, ertragswirksamen Zuschüsse und Zulagen stellen sich für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 wie folgt dar: scroll
Bezüglich der Erfüllung der Bedingungen für die erhaltenen Zuschüsse und Zulagen beziehungsweise möglicher Rückerstattungspflichten bei Nichterfüllung siehe Konzernanhang Nr. 18. 4 Nach der Equity-Methode bilanzierte BeteiligungenDie nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen umfassen die Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG und SAIC Infineon Automotive Power Modules (Shanghai) Co., Ltd. Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KGDie Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG ("Bipolar"), mit Sitz in Warstein (Deutschland), entwickelt und produziert Produkte der bipolaren Leistungselektronik. Die Bilanzierung des von Infineon gehaltenen 60 Prozent-Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen erfolgt unter Anwendung der Equity-Methode, weil es Infineon aufgrund bestimmter vertraglicher Mitbestimmungsrechte der Mitgesellschafterin Siemens AG an beherrschendem Einfluss fehlt. Die Beteiligung an Bipolar ist dem Segment Industrial Power Control zugeordnet. SAIC Infineon Automotive Power Modules (Shanghai) Co., Ltd.Am 7. Februar 2018 hat Infineon gemeinsam mit der SAIC Motor Corporation Ltd. das Gemeinschaftsunternehmen SAIC Infineon Automotive Power Modules (Shanghai) Co., Ltd. ("SIAPM"), mit Sitz in Shanghai (China) gegründet. Infineon hält 49 Prozent der Gesellschaftsanteile. SIAPM bietet Leistungshalbleiterlösungen für Elektrofahrzeuge in China. Seit August 2018 läuft die Serienfertigung am Standort von Infineon in Wuxi (China). Die Beteiligung an SIAPM ist dem Segment Automotive zugeordnet. Zusammengefasste FinanzinformationenZum 30. September 2018 und 2017 betrug der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen €37 Millionen und €28 Millionen. Die anteilig erfassten Ergebnisse von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stellten sich in Summe für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 wie folgt dar: scroll
Das Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ist nicht Bestandteil des Segmentergebnisses (siehe Konzernanhang Nr. 24). Für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 stellten sich die anteilig auf Infineon entfallenden Beträge ausgewählter Posten der Gesamtergebnisrechnungen der Gemeinschaftsunternehmen aggregiert wie folgt dar: scroll
Zum 30. September 2018 und 2017 bestanden nicht in der Bilanz erfasste Verpflichtungen zu Kapitaleinlagen in Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von €5 Millionen und €10 Millionen. 5 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus fortgeführten Aktivitäten ermitteln sich für die zum 30. September 2018 und 2017 endenden Geschäftsjahre wie folgt: scroll
Der laufende Steueraufwand beinhaltet einen Steueraufwand von €23 Millionen (Vorjahr: €4 Millionen) für frühere Geschäftsjahre. Ein latenter Steuerertrag von €37 Millionen (Vorjahr: €51 Millionen) resultiert aus der Bildung und der Auflösung temporärer Differenzen. Für das Geschäftsjahr 2018 beträgt der deutsche Gesamtsteuersatz für die Infineon Technologies AG 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Dieser setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent und dem Gewerbesteuersatz von 12 Prozent zusammen. Das von ausländischen Gesellschaften erwirtschaftete steuerliche Einkommen wird auf Basis der länderspezifischen Steuergesetzgebung ermittelt und mit dem maßgeblichen landesspezifischen Steuersatz besteuert. Die folgende Überleitung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus fortgeführten Aktivitäten zum 30. September 2018 und 2017 erfolgt unter Zugrundelegung des deutschen Gesamtsteuersatzes in Höhe von 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent): scroll
Die Effekte aufgrund von Steuersatzänderungen resultieren im Wesentlichen aus Änderungen des anwendbaren sowie zukünftig anwendbaren Steuersatzes in den USA sowie in Singapur. Im Geschäftsjahr 2018 hat sich die Wertberichtigung aktiver latenter Steuern auf Steuergutschriften in Höhe von €0 Millionen (Vorjahr: €4 Millionen) sowie auf temporäre Differenzen in Höhe von €14 Millionen (Vorjahr: €15 Millionen) ergebniswirksam ausgewirkt. Eine Zuschreibung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge wurde in Höhe von €81 Millionen (Vorjahr: €76 Millionen) vorgenommen. Bei den temporären Differenzen beträgt die Zuschreibung im Geschäftsjahr 2018 €31 Millionen (Vorjahr: €17 Millionen), bei den Steuergutschriften €19 Millionen (Vorjahr: €6 Millionen). Aufgrund der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge, Steuervergünstigungen und temporärer Differenzen, für die bisher keine aktiven latenten Steuern angesetzt waren, resultiert im Geschäftsjahr 2018 ein laufender Steuerertrag in Höhe von €2 Millionen (Vorjahr: €13 Millionen). Die angesetzten aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich zum 30. September 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
In Deutschland hatte die Infineon Technologies AG zum 30. September 2018 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von €1,6 Milliarden (Vorjahr: €1,8 Milliarden) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von €2,6 Milliarden (Vorjahr: €2,9 Milliarden). Im Ausland bestehen körperschaftsteuerähnliche Verlustvorträge in Höhe von €33 Millionen (Vorjahr: €31 Millionen) sowie Verlustvorträge aus lokalen Ertragsteuern in Höhe von €92 Millionen (Vorjahr: €216 Millionen). Weiterhin bestehen ungenutzte Vorträge aus Steuervergünstigungen und Anrechnungsüberhängen aus ausländischen Steuern in Höhe von €360 Millionen (Vorjahr: €401 Millionen). Infineon hat die aktiven latenten Steuern auf die Notwendigkeit einer Wertberichtigung überprüft. Basierend auf den Ergebnissen der Überprüfung der aktiven latenten Steuern und unter Abwägung aller positiven und negativen Faktoren und Informationen im Hinblick auf die vorhersehbare Zukunft hat Infineon nach Saldierung zum 30. September 2018 aktive latente Steuern in Höhe von €648 Millionen (Vorjahr: €612 Millionen) angesetzt. Keine aktiven latenten Steuern wurden auf folgende Sachverhalte gebildet (Bruttobeträge): scroll
Es gibt keine Verlustvorträge, für die wesentliche aktive latente Steuern nicht angesetzt wurden und die nach gesetzlichen Regelungen verfallen. Von den Steuervergünstigungen, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, verfallen €39 Millionen (Vorjahr: €27 Millionen) innerhalb der nächsten fünf Jahre. Die Veränderung des Saldos der aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz stellt sich wie folgt dar: scroll
Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften bestehen zu versteuernde temporäre Differenzen in Höhe von €120 Millionen (Vorjahr: €668 Millionen), auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, da der zeitliche Verlauf der Auflösung gesteuert werden kann und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren. Unter Berücksichtigung der direkten Eigenkapitalbuchungen und der Aufwendungen/Erträge aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten ergeben sich folgende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag: scroll
Die direkt im Eigenkapital erfassten Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ganz überwiegend die Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus den Pensionsverpflichtungen. 6 Geschäftsanteilsveräußerungen und nicht fortgeführte Aktivitäten sowie zur Veräußerung stehende VermögenswerteQimonda - nicht fortgeführte AktivitätenAm 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"), eine sich im Mehrheitsbesitz von Infineon befindende Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverfahren wurden auch über weitere in- und ausländische Tochtergesellschaften von Qimonda eröffnet. Einige dieser Insolvenzverfahren sind bereits abgeschlossen. Auswirkungen dieser Vorgänge sind, sofern die zugrunde liegenden Ereignisse vor der Eröffnung der Insolvenzverfahren eintraten, in allen ausgewiesenen Berichtsperioden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt. Sofern Ereignisse nach der Eröffnung der Insolvenzverfahren eingetreten sind, werden ihre Auswirkungen als Teil der fortgeführten Aktivitäten dargestellt. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 ergaben sich Anpassungen bei einzelnen Rückstellungen an die aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda sowie nachlaufende Erträge im Zusammenhang mit sonstigen nicht fortgeführten Aktivitäten. Diese führten zu den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Ergebnissen nach Ertragsteuern. Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und Rückstellungen sind im Konzernanhang Nr. 19 unter "Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda" ausführlich beschrieben. Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertragscroll
Geschäft für Hochfrequenz-LeistungskomponentenAm 6. März 2018 wurde der größte Teil des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten für €345 Millionen an Cree, Inc. verkauft. Die Vermögenswerte und ausgewählte Verbindlichkeiten wurden einzeln übertragen. Insgesamt wurde Nettovermögen mit einem Buchwert von €25 Millionen übertragen. Zudem ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von €28 Millionen abgegangen. €22 Millionen des Kaufpreises wurden im Zusammenhang mit der langfristigen Liefervereinbarung für LDMOS-Wafer und zugehörige Komponenten von Infineon an Cree, Inc. passivisch abgegrenzt. Der im Geschäftsjahr 2018 aus dem Verkauf erzielte Gewinn vor Steuern in Höhe von €270 Millionen wurde in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Zur Veräußerung stehende VermögenswerteAm 30. September 2018 wurden Grundstücke und Gebäude sowie Technische Anlagen und Maschinen mit einem Buchwert in Höhe von €11 Millionen (Vorjahr: €23 Millionen) als zur Veräußerung stehende Vermögenswerte ausgewiesen. 7 Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss, dividiert durch den gewichteten Durchschnitt der während der Berichtsperiode ausstehenden Aktien. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf der Annahme einer Umwandlung aller potenziell verwässernden Instrumente in Stammaktien - mit der Folge einer entsprechenden Erhöhung der Aktienanzahl auf der einen sowie einer entsprechenden Reduzierung der Ergebnisbelastung aus diesen Instrumenten, wie zum Beispiel Zinsaufwand, auf der anderen Seite. Zum 30. September 2018 und 2017 ermitteln sich das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie wie folgt: scroll
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Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert
auf ungerundeten Werten. 8 FinanzinvestmentsFinanzinvestments umfassen Festgeldanlagen bei Kreditinstituten, Investmentfonds, Geldmarktfonds und Wertpapiere. Während die Festgeldanlagen bei Kreditinstituten mit ursprünglichen Laufzeiten von mehr als drei Monaten sowie Geldmarktfonds nach IAS 39, "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", als Kredite und Forderungen qualifiziert werden, sind die Investmentfonds und die Wertpapiere als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert (zur Bewertung siehe Konzernanhang Nr. 2). Die Finanzinvestments setzen sich zum 30. September 2018 und 2017 wie folgt zusammen (weitere Informationen siehe Konzernanhang Nr. 22 und Nr. 23): scroll
9 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die innerhalb eines Jahres fällig sind, setzen sich zum 30. September 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 wie folgt entwickelt: scroll
Die zum Stichtag ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte nach Wertberichtigungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag nicht überfällig und nicht wertberichtigt sind, gibt es keine Hinweise, dass die Kunden, basierend auf der Kredithistorie und den aktuellen Bonitätseinstufungen, nicht imstande sind, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. 10 VorräteDie Vorräte setzen sich zum 30. September 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Auf die Umsatzkosten der Geschäftsjahre 2018 und 2017 entfielen in wesentlichen Teilen Aufwendungen mit Bezug auf das Vorratsvermögen. Zum 30. September 2018 und 2017 betrugen die Wertberichtigungen auf Vorräte €138 Millionen und €131 Millionen. 11 Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle VermögenswerteDie Zusammenfassung der Entwicklung der Sachanlagen sowie der Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immaterieller Vermögenswerte in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 ist in der folgenden Übersicht dargestellt: Entwicklung des Sachanlagevermögens und der Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immaterieller Vermögenswerte 2018scroll
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Entwicklung des Sachanlagevermögens und der Geschäfts- oder Firmenwerte und anderer immaterieller Vermögenswerte 2017scroll
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Zum 30. September 2017 beziehen sich die unter
Sachanlagen als "Zugänge durch Unternehmenserwerb" gezeigten Beträge
auf im Zusammenhang mit der Akquisition von der MoTo erworbene Vermögenswerte. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung mehrheitlich in den Umsatzkosten erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten werden mehrheitlich unter den Umsatzkosten sowie den Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zum 30. September 2018 dient Sachanlagevermögen in Höhe von €200 Millionen (Vorjahr: €210 Millionen) im Wesentlichen als Sicherheit für bestehende Finanzierungen der MoTo Objekt Campeon GmbH & Co. KG ("MoTo"). Die künftig zu erhaltenden nicht abgezinsten Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen stellen sich für Infineon als Leasinggeber wie folgt dar: scroll
12 FinanzverbindlichkeitenDie Finanzverbindlichkeiten setzen sich zum 30. September 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Die am 10. September 2018 fällige Anleihe über €300 Millionen wurde planmäßig zurückgezahlt. Infineon hat weitere voneinander unabhängige kurz- und langfristige Kreditlinien zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit vereinbart. Die Kreditlinien zum 30. September 2018 und 2017 setzen sich insgesamt wie folgt zusammen: scroll
Von den Finanzverbindlichkeiten werden in den nächsten Jahren folgende Beträge sowie Zinsen fällig: scroll
Für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 sind €45 Millionen beziehungsweise €56 Millionen Nettozinsaufwendungen im Finanzergebnis enthalten, die über Fremdkapitalzinsen hinausgehend weitere Zinsaufwendungen, wie beispielsweise Nettozinsaufwand im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen, enthalten. 13 RückstellungenDie kurz- und langfristigen Rückstellungen setzen sich zum 30. September 2018 wie folgt zusammen: scroll
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern beinhalten unter anderem Kosten für variable Vergütungen, ausstehenden Urlaub und Gleitzeit, Jubiläumszahlungen, andere Personalkosten sowie Sozialabgaben. Rückstellungen für Gewährleistungen spiegeln im Wesentlichen die geschätzten zukünftigen Kosten zur Erfüllung vertraglicher Anforderungen bezüglich verkaufter Produkte wider. Sonstige Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten (außer im Zusammenhang mit Qimonda), Rückbauverpflichtungen, belastende Verträge sowie diverse andere Verpflichtungen. Bei einem Betrag von €590 Millionen und €422 Millionen der Rückstellungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 wird der Zahlungsmittelabfluss innerhalb eines Jahres erwartet. Für die langfristigen Rückstellungen werden die Zahlungsmittelabflüsse nach mehr als einem Jahr erwartet. Von ihnen entfallen €31 Millionen und €27 Millionen zum 30. September 2018 beziehungsweise 2017 auf dienstzeitabhängige Jubiläumszahlungen. 14 PensionspläneLeistungsorientierte PläneFür die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen bei Infineon im In- und Ausland sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungspläne für Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen. Die im Infineon-Konzern wesentlichen Versorgungspläne in Deutschland betreffen die Infineon Technologies AG und bei den ausländischen Versorgungsplänen die Infineon Technologies Austria AG. In Deutschland gewährt Infineon im Wesentlichen beitragsorientierte Leistungszusagen, die die Mitarbeiter bei Eintritt ins Rentenalter, im Invaliditäts- und im Todesfall absichern. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen bilden das Betriebsrentengesetz (BetrAVG) und das Arbeitsrecht im Allgemeinen. Neueintritte erhalten mit dem Infineon-Pensionsplan, dessen Dotierung durch Infineon erfolgt, eine beitragsorientierte Leistungszusage. Die Leistungen aus dem Infineon-Pensionsplan werden in der Regel in zwölf Raten ausgezahlt. Bei aktiven Mitarbeitern, die vor Inkrafttreten des Infineon-Pensionsplans Ansprüche auf Leistungszusagen in Rentenform hatten, wurden diese Zusagen in den Infineon-Pensionsplan überführt und dabei die Möglichkeit auf Verrentung garantiert. Diese Gruppe macht zusammen mit ehemaligen Mitarbeitern, deren Rentenleistungszusagen nicht mehr in den Infineon-Pensionsplan überführt wurden, derzeit den größten Teil der Verpflichtung aus. Für die leistungsorientierten Pensionspläne in Deutschland ist eine entsprechende Rückstellung erfasst, die zum Teil durch Planvermögen gedeckt ist. Für die Mitglieder des Vorstands von Infineon existieren individuelle Zusagen, die durch Planvermögen abgedeckt sind (siehe ausführlich Kapitel "Vergütungsbericht" im zusammengefassten Lagebericht). Das wesentliche Planvermögen wird durch eine Pensionstreuhand in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins verwaltet. Dieser setzt sich aus leitenden Angestellten der Infineon Technologies AG zusammen und die Anlagestrategie wird von der Infineon Technologies AG vorgegeben. Die Versorgungsverpflichtung bemisst sich bei einigen ausländischen Versorgungsplänen nach dem Einkommen im letzten Monat oder letzten Jahr der Betriebszugehörigkeit, andere sind vom durchschnittlichen Einkommen während der Betriebszugehörigkeit abhängig. Im Ausland werden die Pensionspläne landesspezifisch von externen Pensionskassen oder anderen Pensionseinrichtungen verwaltet. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen im Ausland sind in bestimmten Ländern teilweise durch Planvermögen gedeckt. Die Verwaltung des bestehenden Planvermögens im Ausland erfolgt über die jeweilige Pensionseinrichtung. Der Bewertungsstichtag der deutschen und ausländischen Pensionspläne ist jeweils der 30. September. Die leistungsorientierten Pensionspläne des Konzerns sehen sich Risiken aus Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen, wie Rechnungszins, Gehalts- und Rententrend, dem Kapitalanlagerisiko sowie dem Langlebigkeitsrisiko, ausgesetzt. Ein niedrigerer Abzinsungsfaktor führt zu höheren Pensionsverpflichtungen. Entsprechend kann eine niedriger als erwartet ausfallende Entwicklung des Planvermögens zu einer Verschlechterung des Finanzierungsstatus führen oder die Zahlung von zusätzlichen Beiträgen erforderlich machen. Die Entwicklung der Pensionspläne sowie der Planvermögen von Infineon ist für die deutschen ("Inland") und die ausländischen Versorgungspläne ("Ausland") zum 30. September 2018 und 2017 in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die Pensionsverpflichtungen werden in der Konzern-Bilanz unter "Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen. Der Finanzierungsstatus der Pensionspläne von Infineon entspricht den in der Konzern-Bilanz zum 30. September 2018 und 2017 ausgewiesenen Beträgen, da keine Vermögenswertobergrenzen ("Asset-Ceilings") zur Anwendung kamen. Die Finanzierung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungspläne setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Versicherungsmathematische AnnahmenDer Ermittlung der versicherungsmathematischen Werte der Versorgungspläne lagen folgende durchschnittliche gewichtete Annahmen zugrunde: scroll
Die Abzinsungsfaktoren werden auf der Basis erstrangiger festverzinslicher Unternehmensanleihen von Schuldnern sehr hoher Bonität gebildet. Für Deutschland wurden hinsichtlich der Sterblichkeit die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und für Österreich die AVÖ 2018-P verwendet. SensitivitätenDie nachfolgende Tabelle zur Sensitivitätsanalyse zeigt, wie der Barwert aller leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch eine Änderung der oben genannten versicherungsmathematischen Annahmen beeinflusst würde. Sie betrachtet jeweils eine Änderung einer versicherungsmathematischen Annahme bei ansonsten unveränderten übrigen Annahmen. scroll
InvestitionsstrategieDas Vermögen der Pensionspläne wird von mehreren Fondsmanagern angelegt. Die Anlagerichtlinien sehen eine Kombination aus aktiven und passiven Investitionsprogrammen über verschiedene Anlageklassen hinweg vor. Unter Berücksichtigung der Laufzeit der zugrunde liegenden Verpflichtungen wird ein Portfolio der Investitionen des Planvermögens, bestehend aus Anteils-, Gläubiger- und anderen Wertpapieren sowie Immobilien und Rückdeckungsversicherungen, angestrebt, das die langfristige Gesamtkapitalrendite bei einem festgelegten Risiko maximiert. Das Investitionsrisiko wird laufend durch periodenweise Überprüfungen des Portfolios, durch Abstimmung mit Anlageberatern und durch jährliche Verbindlichkeitsberechnungen kontrolliert. Die Investitionsmethoden und -strategien werden periodisch im Rahmen detaillierter Vermögens-/Verbindlichkeitsstudien von unabhängigen Anlageberatern und Versicherungsfachleuten überprüft, um sicherzustellen, dass die Ziele der Versorgungspläne unter Berücksichtigung von Änderungen im Aufbau des Versorgungsplans, der Marktbedingungen oder anderer wesentlicher Punkte erreicht werden. Zielsetzung ist die Optimierung des Ertrag-Risiko-Profils des Planvermögens relativ zu den Verpflichtungen, unter Verwendung eines diversifizierten Investitionsportfolios innerhalb eines definierten Risikobudgets, um dadurch den Deckungsgrad langfristig zu steigern. Verteilung des PlanvermögensAm 30. September 2018 und 2017 stellt sich die Verteilung des investierten Planvermögens in den wesentlichen Anlagekategorien wie folgt dar: scroll
Die Staats- und Unternehmensanleihen werden an liquiden Märkten gehandelt und haben mehrheitlich ein Investment-Grade-Rating. Die geografische Allokation des Aktienanteils am Planvermögen orientiert sich überwiegend am MSCI World Index. Gemäß den Richtlinien von Infineon investieren die Pensionspläne nicht in Aktien oder Schuldtitel von Infineon. Der in der obigen Tabelle aufgeführte Posten "Sonstiges" beinhaltet Exchange-traded Commodities (ETC) und sonstige Investmentfonds. Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen im Geschäftsjahr zum 30. September 2018 betrug €7 Millionen (Vorjahr: €6 Millionen). In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Gesamtergebnisrechnung erfasste BeträgeDie Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 beinhalten: scroll
Die Dienstzeitaufwendungen wurden in den Umsatzkosten, soweit produktionsbezogen, beziehungsweise in den Forschungs- und Entwicklungskosten, Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung und der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen wurden saldiert unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen. Versicherungsmathematische Verluste für das aktuelle Geschäftsjahr von €28 Millionen und versicherungsmathematische Gewinne von €115 Millionen für das vergangene Geschäftsjahr sind außerhalb des Konzernjahresüberschusses im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten versicherungsmathematischen Verluste betrugen zum 30. September 2018 und 2017 €400 Millionen und €368 Millionen. Im aktuellen Geschäftsjahr sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von €7 Millionen enthalten. Darüber hinaus sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste von €1 Million, die aus Plänen für medizinische Leistungen resultieren, ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst. Für das Geschäftsjahr 2019 werden Einzahlungen in das Planvermögen von €30 Millionen aus Leistungen erwartet, die von den Konzerngesellschaften direkt an die Leistungsempfänger gezahlt werden. Die gewichtete durchschnittliche Duration der leistungsorientierten Pensionspläne beträgt zum 30. September 2018 und 2017 jeweils rund 17 Jahre. Die nachfolgende Tabelle zeigt die erwarteten Auszahlungen für die leistungsorientierten Pensionspläne für die nächsten zehn Geschäftsjahre zum 30. September 2018 und 2017: scroll
Beitragsorientierte PläneIm Rahmen beitragsorientierter Pläne werden festgelegte Beiträge an externe Versicherungen oder Fonds entrichtet. Über die Bezahlung der festgelegten Beiträge hinaus bestehen für Infineon grundsätzlich keine weiteren Leistungsverpflichtungen oder Risiken aus diesen Pensionsplänen. Zudem entrichtet der Konzern Beiträge an gesetzliche Rentenversicherungsträger. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 betrugen die Aufwendungen im Zusammenhang mit beitragsorientierten Plänen €183 Millionen und €165 Millionen. 15 EigenkapitalGrundkapitalDas Grundkapital der Infineon Technologies AG hat sich im Geschäftsjahr 2018 um €1.589.810 erhöht. Es wurden 794.905 neue Aktien ausgegeben (Vorjahr: 3.527.820), die infolge der Ausübung von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder entstanden sind. Zum 30. September 2018 betrug das Grundkapital damit €2.273.991.668 und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 1.136.995.834 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von €2 am Grundkapital. Jede Aktie gewährt eine Stimme und den gleichen Anteil am Gewinn nach Maßgabe der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenausschüttung. Zum 30. September 2018 hielt die Gesellschaft von der oben genannten Gesamtzahl ausgegebener Aktien 6 Millionen eigene Aktien (Vorjahr: 6 Millionen). Am Tag der Hauptversammlung von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien sind weder stimm- noch gewinnberechtigt. KapitalrücklageIm Geschäftsjahr 2018 verringerte sich die Kapitalrücklage im Konzernabschluss um €288 Millionen. Davon entfielen allein €283 Millionen auf die im Februar 2018 gezahlte Dividende. Infolge der Ausübung von Aktienoptionen durch Arbeitnehmer sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder erhöhte sich die Kapitalrücklage um €4 Millionen. Die anteiligen Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung führten im Geschäftsjahr 2018 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um €11 Millionen. Daneben wurden im Geschäftsjahr 2018 minus €20 Millionen im Wesentlichen in Verbindung mit der Begleichung der Tranche für das Geschäftsjahr 2015 des Performance Share-Plans in der Kapitalrücklage erfasst (netto nach Steuern). Durch Vorstand und Aufsichtsrat wurde beschlossen, die Tranche für das Geschäftsjahr 2015 in Barmitteln zu begleichen. Dieser Betrag wurde in die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgebucht (siehe ausführlich Konzernanhang Nr. 17). Im Geschäftsjahr 2017 verringerte sich die Kapitalrücklage im Konzernabschluss um €242 Millionen. Davon entfielen €248 Millionen auf die im Februar 2017 gezahlte Dividende. Infolge der Ausübung von Aktienoptionen durch Mitarbeiter sowie aktuelle und ehemalige Vorstandsmitglieder erhöhte sich die Kapitalrücklage um €19 Millionen. Die anteiligen Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2017 auf €13 Millionen; die Kapitalrücklage erhöhte sich im selben Umfang. Daneben wurden im Geschäftsjahr 2017 minus €26 Millionen in Verbindung mit der Begleichung der Tranche für das Geschäftsjahr 2014 des Performance Share-Plans in der Kapitalrücklage erfasst (netto nach Steuern). Genehmigtes KapitalZum 30. September 2018 sieht die Satzung der Gesellschaft zwei genehmigte Kapitalia über insgesamt bis zu €706.000.000 vor:
Bedingtes KapitalZum 30. September 2018 sieht die Satzung der Gesellschaft zwei bedingte Kapitalia über insgesamt bis zu €267.855.198 vor:
Andere RücklagenDie Veränderungen der anderen Rücklagen in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 stellen sich wie folgt dar: scroll
VerlustvortragDie folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des Verlustvortrags zum 30. September 2018 und 2017: scroll
DividendenFür das Geschäftsjahr 2017 wurde eine Bardividende in Höhe von €0,25 je Aktie (Gesamtbetrag: €283 Millionen) ausgeschüttet. Für das Geschäftsjahr 2016 sind im Vorjahr €0,22 je Aktie (Gesamtbetrag: €248 Millionen) ausgeschüttet worden. Aufgrund der im Berichtszeitraum erzielten Ergebnisse sowie eines positiven Geschäftsausblicks soll vorgeschlagen werden, aus dem Bilanzgewinn der Infineon Technologies AG in Höhe von €491 Millionen für das Geschäftsjahr 2018 eine gegenüber dem Vorjahr um €0,02 höhere Dividende in Höhe von €0,27 je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Dies würde zu einer voraussichtlichen Ausschüttung von etwa €305 Millionen führen. Die Zahlung dieser Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 21. Februar 2019. 16 KapitalmanagementDas primäre Ziel von Infineon im Hinblick auf das Kapitalmanagement besteht darin, finanzielle Flexibilität auf Grundlage einer soliden Kapitalstruktur sicherzustellen. Wie bei vergleichbaren Unternehmen der Halbleiterbranche steht dabei eine ausreichende Liquiditätsausstattung im Vordergrund, um die laufende Geschäftstätigkeit finanzieren und geplante Investitionen in allen Phasen des Geschäftszyklus vornehmen zu können. Andererseits soll die Verschuldung nur einen moderaten Anteil am Finanzierungsmix ausmachen. Auf Basis dieser Leitlinien hat Infineon Hauptziele für sein Kapitalmanagement definiert. Infineon plant demzufolge, mindestens €1 Milliarde sowie zusätzlich 10 bis 20 Prozent des Umsatzes an Liquidität (Brutto-Cash-Position) vorzuhalten. Die Bruttoverschuldung soll das Zweifache des EBITDA nicht übersteigen. Infineon unterliegt keinen satzungsmäßigen oder gesetzlichen Auflagen im Hinblick auf die Kapitalausstattung. Das Kapitalmanagement sowie dessen Ziele und Definitionen basieren auf Kennziffern, die auf Grundlage des IFRS-Konzernabschlusses ermittelt werden. Die Brutto-Cash-Position setzt sich aus Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten sowie Finanzinvestments zusammen. Infineon definiert EBIT als den Überschuss (Fehlbetrag) aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen und Steuern. EBITDA wiederum ist EBIT zuzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Brutto-Cash-Position erhöhte sich von €2.452 Millionen zum 30. September 2017 auf €2.543 Millionen zum 30. September 2018 (siehe ausführlich Kapitel "Darstellung der Finanzlage" im zusammengefassten Lagebericht). Auf Basis von Umsatzerlösen von €7.599 Millionen lag das Verhältnis von Brutto-Cash zu Umsatz zum 30. September 2018 bei €1 Milliarde sowie zusätzlich 20,3 Prozent des Umsatzes und damit leicht oberhalb des angestrebten Zielkorridors. Für das Vorjahr lag das Verhältnis von Brutto-Cash zu Umsatz bei €1 Milliarde sowie zusätzlich 20,6 Prozent des Umsatzes. Bei einer Bruttoverschuldung in Höhe von €1.532 Millionen zum 30. September 2018 (Vorjahr: €1.834 Millionen) und einem EBITDA von €2.317 Millionen für das Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: €1.801 Millionen) lag das Verhältnis von Bruttoverschuldung zu EBITDA per 30. September 2018 bei 0,7 (Vorjahr: 1,0). Infineon verfügt weiterhin über ausreichend finanzielle Flexibilität und ist in der Lage, neben der Durchführung der geplanten Investitionen auch regelmäßige Dividenden (siehe Konzernanhang Nr. 15) auszuschütten. Die USPP-Anleihen von US$935 Millionen, welche im April 2016 aufgenommen wurden, beinhalten eine Reihe von marktüblichen Auflagen, unter anderem "Change of Control"-Klauseln sowie die Einhaltung einer Finanzrelation ("Debt Coverage Ratio"), die ein bestimmtes Verhältnis von einer Schuldengröße (adjustiert) zu einer Ergebnisgröße (adjustiert) vorsieht. Auch die übernommenen Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der MoTo beinhalten drei marktübliche Auflagen in Form gewisser Finanzrelationen ("Eigenkapital-Ratio", "Verschuldungs-Ratio" und "Liquiditäts-Ratio"). Infineon lag im Geschäftsjahr 2018 deutlich über den vorgesehenen Mindestanforderungen aller Auflagen. Sollten die Auflagen der USPP-Anleihen seitens Infineon nicht eingehalten werden, dann können die zum 30. September 2018 ausstehenden USPP-Anleihen von US$935 Millionen (siehe Konzernanhang Nr. 12) zur sofortigen Rückzahlung fällig werden. Im Falle der Nichteinhaltung der Auflagen der übernommenen Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der MoTo würden sich lediglich die jährlichen Gebühren dafür erhöhen, ohne dass es zu einer Rückzahlungsverpflichtung käme. 17 Aktienbasierte VergütungDie Gesellschaft nutzt für die aktienbasierte Vergütung den Aktienoptionsplan 2010, ab dem Geschäftsjahr 2014 den Performance Share-Plan und ab dem Geschäftsjahr 2017 den Restricted Stock Unit-Plan. Performance Share-PlanAls Nachfolger für den Aktienoptionsplan 2010 wurde für den Vorstand und ausgewählte Führungskräfte ein neuer Long Term Incentive ("LTI")-Plan entwickelt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Performance Share-Plan. Unter diesem Plan werden jeweils am 1. März (bis zum Geschäftsjahr 2017: am 1. Oktober) des laufenden Geschäftsjahres (virtuelle) Performance Shares entsprechend einem festgelegten LTI-Zuteilungsbetrag in Euro zunächst vorläufig zugeteilt. Mit der Zuteilung einer (virtuellen) Performance Share erwirbt der Planteilnehmer das Recht auf Übertragung einer (realen) Infineon-Aktie, wenn ein von Position und LTI-Zuteilungsbetrag abhängiges Eigeninvestment in Infineon-Aktien über eine vierjährige Haltefrist gehalten wird. Die Performance Shares teilen sich in jeweils 50 Prozent erfolgsabhängige und 50 Prozent erfolgsunabhängige Anteile auf. Die erfolgsabhängigen Performance Shares werden nur dann endgültig zugeteilt, wenn sich die Infineon-Aktie vom Tag der vorläufigen Zuteilung der Performance Shares bis zum Ende der Haltefrist besser als der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) entwickelt. Sind am Ende der Haltefrist die Bedingungen für eine endgültige Zuteilung der Performance Shares - entweder sämtlicher oder nur der nicht erfolgsabhängigen - erfüllt, ist der Anspruch auf Übertragung der entsprechenden Anzahl (realer) Infineon-Aktien erworben. Dabei darf bei Vorstandsmitgliedern der Wert der je LTI-Tranche endgültig zugeteilten Performance Shares 250 Prozent des jeweiligen LTI-Zuteilungsbetrags nicht übersteigen; oberhalb dieser Grenze erlöschen die Performance Shares (Cap). Der beizulegende Zeitwert der Performance Shares zum Zeitpunkt der Zuteilung wurde durch einen externen Gutachter nach einem anerkannten finanzmathematischen Verfahren (Monte-Carlo-Simulationsmodell zur Prognose von Aktienkurs-/Indexentwicklungen) ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Instrumente wird unter Berücksichtigung zukünftiger Dividenden sowie der Auszahlungsbegrenzung (Cap) ermittelt. Die erfolgten Zuteilungen stellen sich im Überblick wie folgt dar: scroll
Durch den Vorstand (für Mitarbeiter) beziehungsweise den Aufsichtsrat (für den Vorstand) wurde beschlossen, die im Oktober 2018 fällige Tranche für das Geschäftsjahr 2015 in Barmitteln zu begleichen. Demzufolge wurden zu diesem Zeitpunkt €21 Millionen, bei einem Aktienkurs von €19,99, von der Kapitalrücklage in die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umgebucht. Die Bilanzierung der ausstehenden Tranchen nach der Equity-Methode wird beibehalten. Anlass für die Begleichung der im Oktober 2018 fälligen Tranche für das Geschäftsjahr 2015 in bar ist die noch offene Frage der Abzugsfähigkeit der Aufwendungen aus dem Performance Share-Plan als Betriebsausgaben bei einer Begleichung in eigenen Aktien. Sollte der Betriebsausgabenabzug bei einer Begleichung in eigenen Aktien nicht anerkannt werden und die Absicht bestehen, ausstehende Tranchen in bar zu begleichen, wären die zeitanteiligen Verpflichtungen aus den dann noch ausstehenden Tranchen in die Verbindlichkeiten umzugliedern und zu jedem Stichtag ergebniswirksam neu zu bewerten. Aktienoptionsplan 2010Zum 30. September 2018 beziehungsweise 2017 waren 1,2 Millionen und 2,5 Millionen Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von €7,00 und €7,08 je Aktienoption ausstehend. Davon sind zum 30. September 2018 beziehungsweise 2017 1,2 Millionen und 2,5 Millionen Aktienoptionen ausübbar. Restricted Stock Unit-PlanIm Geschäftsjahr 2017 wurde der Restricted Stock Unit-Plan (RSUP) eingeführt, der Infineon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in den USA adressiert und sich an den lokalen Marktbedingungen orientiert. Die Restricted Stock Units werden jeweils zum beizulegenden Zeitwert ihres Zuteilungsdatums ausgewiesen. Zum 30. September 2018 waren 0,4 Millionen (Vorjahr: 0,3 Millionen) Restricted Stock Units mit tranchenabhängigen beizulegenden Zeitwerten zwischen €18,32 und €21,56 ausstehend. Aufwendungen für aktienbasierte VergütungenDie Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen beliefen sich in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 auf jeweils €13 Millionen. 18 Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige nicht in der Konzern-Bilanz zu erfassende finanzielle Verpflichtungen. Diese resultieren insbesondere aus Leasingverhältnissen sowie aus unbedingten Abnahmeverpflichtungen, die im Nachfolgenden näher erläutert werden. Die künftig zu leistenden nicht abgezinsten Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen stellen sich für Infineon als Leasingnehmer wie folgt dar: scroll
Die Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse betrugen €59 Millionen im Geschäftsjahr 2018 und €60 Millionen im Geschäftsjahr 2017 und betrafen jeweils im Wesentlichen geleistete Mindestleasingzahlungen. Aus bereits erteilten Aufträgen für begonnene oder geplante Investitionsvorhaben in Sachanlagen (Bestellobligo) bestehen zum 30. September 2018 Verpflichtungen in Höhe von €557 Millionen (Vorjahr: €359 Millionen). Infineon erhält im Rahmen seiner Investitionstätigkeit Zuwendungen der öffentlichen Hand für den Bau und die Finanzierung von bestimmten Fertigungsstätten. Darüber hinaus erhält Infineon Zuwendungen für ausgewählte Projekte im Rahmen seiner Forschungs- und Entwicklungstätigkeit. Infineon hat bestimmte Zuwendungen unter der Voraussetzung erhalten, dass bestimmte projektbezogene Kriterien erfüllt werden, wie zum Beispiel die Schaffung einer gewissen Anzahl von Arbeitsplätzen über einen gewissen Zeitraum. Von der Erfüllung dieser Bedingungen geht Infineon derzeit aus. Sollten jedoch diese Bedingungen nicht erfüllt werden, können maximal €145 Millionen der bis zum 30. September 2018 (Vorjahr: €131 Millionen) erhaltenen Zuwendungen zurückgefordert werden. Im Zusammenhang mit seiner regelmäßigen Geschäftstätigkeit kann Infineon bei bestimmten Umsätzen und anderen Verträgen verpflichtet sein, die Vertragspartner unter bestimmten Voraussetzungen vom Schadensersatz bei Gewährleistungsfällen, Patentverletzungen und anderen Vorfällen freizustellen. Der Höchstbetrag von eventuellen zukünftigen Zahlungen für diese Art von Vereinbarungen kann nicht zuverlässig geschätzt werden, da die eventuellen Verpflichtungen von Vorkommnissen, deren Eintrittswahrscheinlichkeiten nicht bestimmbar sind, und von bestimmten vertragsspezifischen Fakten und Umständen abhängig sind. In der Vergangenheit hatten Zahlungen für diese Art von Vereinbarungen keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Rahmen einer Feststellung der Betriebsprüfung zur steuerlichen Behandlung von Verlusten aus dem Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 besteht eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von €55 Millionen für nachzuzahlende Kapitalertragsteuer. Infineon geht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit davon aus, nach Eingang des Steuerbescheids unter Aussetzung der Vollziehung im Rechtsbehelfsverfahren oder einem potenziellen Klageverfahren zu obsiegen. 19 Rechtliche RisikenRechtsstreitigkeiten und staatliche UntersuchungsverfahrenWettbewerbsrechtliche Verfahren SmartcardsIm Oktober 2008 hat die EU-Kommission gegen die Gesellschaft und weitere Hersteller von Chips für Smartcards ein kartellrechtliches Untersuchungsverfahren eingeleitet. Im September 2014 hat die EU-Kommission eine Geldbuße in Höhe von €83 Millionen gegen Infineon verhängt. Im November 2014 hat Infineon Klage gegen die Bußgeldentscheidung beim Europäischen Gericht eingelegt. Das Gericht hat die Klage abgewiesen und Infineon hat Ende Februar 2017 beim Europäischen Gerichtshof ein Rechtsmittel gegen diese Entscheidung eingereicht. Der Europäische Gerichtshof hat den Fall am 26. September 2018 an die erste Instanz zurückverwiesen, um die Verhältnismäßigkeit der Geldbuße nochmals überprüfen zu lassen. Im Zusammenhang mit dem Verfahren der EU-Kommission wurden in Kanada zwei Sammelklagen auf Schadensersatz in unbezifferter Höhe eingereicht: die erste Klage in der Provinz British Columbia im Juli 2013 und eine weitere Klage in der Provinz Quebec im September 2014. Die Klagen folgten jeweils Presseberichten über die Untersuchung beziehungsweise Entscheidung der EU-Kommission. Es wurden von den Gerichten noch keine Verfahrenstermine angesetzt. Jegliche weitere Stellungnahme der Gesellschaft zu diesen Verfahren könnte die Position der Gesellschaft in diesen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen. Vorgänge im Zusammenhang mit QimondaMit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurden alle wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsaktivitäten, die dem Speichergeschäft ("Memory Products") zuzuordnen waren, aus Infineon ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage in Qimonda eingebracht. Am 23. Januar 2009 hat Qimonda beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. April 2009 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Aus der Insolvenz von Qimonda haben sich verschiedene Streitigkeiten zwischen dem Insolvenzverwalter und Infineon entwickelt. Angebliche wirtschaftliche Neugründung und DifferenzhaftungDer Insolvenzverwalter hat im November 2010 beim Landgericht München I eine unbezifferte Feststellungsklage gegen die Infineon Technologies AG und - im Wege der Streitverkündung - gegen die Infineon Technologies Holding B.V. sowie die Infineon Technologies Investment B.V. eingereicht. Er hat beantragt festzustellen, dass Infineon verpflichtet sei, die Unterbilanz von Qimonda auszugleichen, die im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen von Qimonda bestand, das heißt, Qimonda denjenigen Betrag zu erstatten, um den das tatsächliche Gesellschaftsvermögen von Qimonda im Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinter dem Betrag des Grundkapitals von Qimonda zurückblieb. Der Insolvenzverwalter ist der Auffassung, dass es sich bei der Aufnahme der operativen Tätigkeit durch Qimonda um eine von der Rechtsprechung sogenannte wirtschaftliche Neugründung handele, die nicht formgerecht offengelegt worden sei. Am 6. März 2012 hat der Bundesgerichtshof in einem in anderer Sache ergangenen Grundsatzurteil entschieden, dass es für eine etwaige Haftung im Fall der wirtschaftlichen Neugründung allerdings nicht - wie vom Insolvenzverwalter behauptet - auf den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung, sondern lediglich den Zeitpunkt der Neugründung ankommt. Am 14. Februar 2012 hat der Insolvenzverwalter zusätzlich zu seiner unbezifferten Feststellungsklage hilfsweise einen Zahlungsantrag gestellt und zudem weitere Ansprüche geltend gemacht. Wegen der angeblichen wirtschaftlichen Neugründung verlangte der Insolvenzverwalter mit seinem Hilfsantrag die Zahlung von mindestens €1,71 Milliarden zuzüglich Zinsen. Am 15. Juni 2012 hat der Insolvenzverwalter seinen Zahlungsantrag vom 14. Februar 2012 erhöht. Seinen angeblichen Anspruch aus wirtschaftlicher Neugründung beziffert der Insolvenzverwalter nunmehr mit mindestens rund €3,35 Milliarden zuzüglich Zinsen. Außerdem stützt er einen wesentlichen Teil seiner Ansprüche zusätzlich auf die - schon im August 2011 unbeziffert außergerichtlich geltend gemachte - sogenannte Differenzhaftung. Dem liegt die Behauptung zugrunde, das von Infineon ausgegliederte Speichergeschäft habe von Anfang an einen negativen Wert in Milliardenhöhe gehabt. Die Differenz zum geringsten Ausgabebetrag der an Infineon im Zuge der Ausgliederung von Qimonda ausgegebenen Aktien habe Infineon dem Insolvenzverwalter zu erstatten. Weiterhin macht der Insolvenzverwalter einen Zahlungsanspruch aus Qimonda angeblich zu Unrecht weiterbelasteten Beraterkosten im Zusammenhang mit dem Qimonda-Börsengang von €10 Millionen geltend. Die behauptete Differenzhaftung steht im Widerspruch zu zwei Wertgutachten, die in Vorbereitung der Kapitalerhöhung von unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angefertigt wurden, und zwar von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag von Infineon und von einer anderen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als gerichtlich bestelltem Sacheinlage- und Nachgründungsprüfer. In ihrem damaligen Wertgutachten kam die von Infineon beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu dem Ergebnis, dass der Wert des eingebrachten Geschäftsbereichs den geringsten Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien um ein Vielfaches überstieg. Die gerichtlich bestellte Sacheinlage- und Nachgründungsprüferin hat dem Gericht bestätigt, dass der geringste Ausgabebetrag der ausgegebenen Aktien - wie vom Gesetz gefordert - durch den Wert der Sacheinlagen gedeckt sei. Außerdem hat Infineon im Rahmen der Verteidigung gegen die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Ansprüche mehrere gutachterliche Stellungnahmen in Auftrag gegeben, die ebenfalls zu dem Ergebnis kommen, dass die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Einwendungen gegen die Bewertung der Sacheinlage nicht bestehen. Der Rechtsstreit fokussiert sich mittlerweile auf die wegen angeblich fehlender Werthaltigkeit geltend gemachten Ansprüche. Am 29. August 2013 hat das Gericht einen unabhängigen Sachverständigen zur Klärung der vom Insolvenzverwalter aufgeworfenen Bewertungsfragen bestellt, der sich auch mit technischen Fragestellungen beschäftigt. Der Rechtsstreit wird von beiden Parteien mit sehr hohem Aufwand geführt. Die Parteien haben bereits eine Vielzahl äußerst umfangreicher Schriftsätze ausgetauscht. Für beide Seiten sind zahlreiche Experten und Sachverständige tätig, die den jeweiligen Parteivortrag mit Gutachten und Stellungnahmen stützen. Am 21. September 2018 hat der gerichtlich bestellte Sachverständige in Abstimmung mit den Parteien einen Zwischenbericht über seine vorläufige Einschätzung zum Wert der Sacheinlagen vorgelegt. Die Gesellschaft ist grundsätzlich bereit, auf Basis dieses Zwischenberichts Gespräche über eine außergerichtliche Beilegung des Rechtsstreits zu führen. Es ist derzeit nicht absehbar, ob der Rechtsstreit tatsächlich durch eine außergerichtliche Einigung beendet werden kann und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, wann es zu einer erstinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung kommt. Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHGInfineon war bis zur Ausgliederung des Speichergeschäfts persönlich haftende Gesellschafterin von Qimonda Dresden. Bestimmte Altgläubiger haben deshalb sogenannte Nachhaftungsansprüche gegen Infineon. Diese kann nur der Insolvenzverwalter im Namen dieser Gläubiger geltend machen. Mit den meisten wesentlichen Nachhaftungsgläubigern konnten zwischenzeitlich Vergleiche erzielt werden. Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit QimondaInfineon erfasst Rückstellungen und Verbindlichkeiten für solche Verpflichtungen und Risiken, von denen Infineon zum jeweiligen Bilanzstichtag annimmt, dass sie wahrscheinlich zu einer Zahlung führen können - das heißt, dass aus Sicht von Infineon zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt überwiegende Gründe für eine Verpflichtung oder ein Risiko sprechen -, und wenn die Verpflichtung oder das Risiko zum jeweiligen Beurteilungszeitpunkt mit hinreichender Genauigkeit eingeschätzt werden kann. Wie oben beschrieben, sieht sich Infineon im Zusammenhang mit dem Insolvenzverfahren über das Vermögen von Qimonda und deren Tochtergesellschaften bestimmten Risiken ausgesetzt. Zum 30. September 2018 hat Infineon daher unter Würdigung des Zwischenberichts des gerichtlich bestellten Sachverständigen Rückstellungen im Zusammenhang mit Qimonda von insgesamt €185 Millionen bilanziert. Darin sind im Wesentlichen Rückstellungen für den weiterhin anhängigen Rechtsstreit um die angebliche wirtschaftliche Neugründung und Differenzhaftung inklusive Verteidigungskosten enthalten. Zum 30. September 2017 beliefen sich die Rückstellungen im Zusammenhang mit Qimonda auf €33 Millionen. Es gibt keine Sicherheit, dass die für Qimonda erfassten Rückstellungen ausreichen, um allen Verpflichtungen nachzukommen, die sich im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda, insbesondere mit den oben dargestellten Angelegenheiten, ergeben können. Außerdem könnten möglicherweise Verpflichtungen und Risiken eintreten, die momentan nicht als wahrscheinlich angesehen werden und daher nicht von den Rückstellungen erfasst sind und insoweit eine Eventualverbindlichkeit darstellen. Sollten die in dem Rechtsstreit aus wirtschaftlicher Neugründung und Differenzhaftung geltend gemachten Ansprüche Bestand haben, könnten - über die gebildeten Rückstellungen hinaus - erhebliche finanzielle Verpflichtungen für Infineon entstehen, welche einen negativen Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. SonstigesGegen Infineon laufen verschiedene andere Rechtsstreitigkeiten und Verfahren im Zusammenhang mit der jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit. Diese können Produkte, Leistungen, Patente, Umweltangelegenheiten und andere Sachverhalte betreffen. Infineon ist nach derzeitigem Kenntnisstand der Auffassung, dass aus dem Ausgang dieser anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren jeweils kein wesentlicher negativer Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass dies in Zukunft anders bewertet werden muss und sich aus der Neubewertung der anderen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren eine wesentliche negative Beeinflussung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere zum Zeitpunkt der Neubewertung, ergeben könnte. Darüber hinaus ist Infineon im Zusammenhang mit seiner jetzigen oder früheren Geschäftstätigkeit vielfältigen rechtlichen Risiken ausgesetzt, die bisher nicht zu Rechtsstreitigkeiten führten. Dazu zählen unter anderem Risiken aus Produkthaftungs-, Umwelt-, Kapitalmarkt-, Antikorruptions-, Wettbewerbs- und Kartellrecht sowie sonstigen Compliance-Vorschriften. In diesem Zusammenhang könnte Infineon auch für Gesetzesverstöße einzelner Mitarbeiter oder Dritter in Anspruch genommen werden. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse RechtspositionenRückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und sonstige ungewisse Rechtspositionen werden gebildet, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entstanden ist, und der entsprechende Betrag zumindest annähernd geschätzt werden kann. Soweit Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und sonstigen ungewissen Rechtspositionen nicht überwiegend wahrscheinlich sind oder nicht annähernd verlässlich geschätzt werden können, sind diese als Eventualverbindlichkeiten zu qualifizieren. Sobald weitere Informationen verfügbar sind, wird eine mögliche Haftung erneut überprüft und, wenn notwendig, werden die Schätzungen entsprechend angepasst. Die in Bezug auf diese Vorgänge gebildeten Rückstellungen sind abhängig von künftigen neuen Entwicklungen oder veränderten Umständen in jedem der Vorgänge, welche erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Eine vergleichsweise Erledigung oder negative gerichtliche Entscheidung in jeder der oben beschriebenen Angelegenheiten könnte erhebliche finanzielle Verpflichtungen begründen und andere negative Auswirkungen haben, was wiederum einen wesentlichen nachteiligen Einfluss auf das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon haben kann. Unabhängig von der Richtigkeit der Vorwürfe und dem Erfolg der genannten Klagen und anderen oben beschriebenen Angelegenheiten können erhebliche Kosten im Zusammenhang mit der Verteidigung gegen diese Angelegenheiten entstehen. 20 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenInfineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen und anderen verbundenen Unternehmen ("nahestehende Unternehmen") vor. Die nahestehenden Unternehmen sind im Konzernanhang Nr. 26 dargestellt. Nahestehende Personen sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens, namentlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats (siehe Konzernanhang Nr. 26) und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen"). Nahestehende UnternehmenInfineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen von und verkauft bestimmte Produkte und Leistungen an nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und Verkäufe an nahestehende Unternehmen erfolgen in der Regel zu fremdüblichen Bedingungen. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen beziehungsweise gegenüber nahestehenden Unternehmen setzen sich zum 30. September 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit beziehungsweise empfangene Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Unternehmen setzen sich im Geschäftsjahr 2018 und 2017 wie folgt zusammen: scroll
Im Rahmen von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen bestehen Abnahmeverpflichtungen zum 30. September 2018 in Höhe von €9 Millionen (Vorjahr: €23 Millionen). Nahestehende PersonenDie im Geschäftsjahr 2018 aktiven Mitglieder des Vorstands erhielten für ihre Tätigkeit eine erfolgsunabhängige fixe Vergütung in Höhe von €3,7 Millionen (Vorjahr: €3,4 Millionen). Die Vorstandsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 außerdem eine variable, erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von €3,6 Millionen (Vorjahr: €3,8 Millionen). Diese setzte sich aus einem Short Term Incentive in Höhe von €1,9 Millionen (Vorjahr: €2,0 Millionen) und einem Mid Term Incentive in Höhe von €1,7 Millionen (Vorjahr: €1,8 Millionen) zusammen. Darüber hinaus erhielt der Vorstand einen Long Term Incentive (LTI), welcher seit dem Geschäftsjahr 2014 in Form von Performance Shares gewährt wird. Der aus dem LTI resultierende Aufwand belief sich auf €0,8 Millionen (Vorjahr: €0,9 Millionen). Die an die aktiven Mitglieder des Vorstands für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 gewährte Gesamtvergütung betrug €8,1 Millionen (Vorjahr: €8,1 Millionen). Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Infineon Technologies AG einschließlich des an sie gezahlten Sitzungsgelds betrug im Geschäftsjahr 2018 €2,0 Millionen (Vorjahr: €2,0 Millionen). Die bei Infineon beschäftigten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bezogen zudem für ihre Tätigkeit als Arbeitnehmer ein Gehalt. Den früheren Mitgliedern des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge (insbesondere Versorgungsleistungen) in Höhe von €1,5 Millionen gewährt (Vorjahr: €1,3 Millionen). Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands betrugen zum 30. September 2018 €68,8 Millionen (Vorjahr: €67,9 Millionen). Hinsichtlich der Angaben zur individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 315e Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB wird auf die Ausführungen im Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 gab es keine weiteren bedeutenden Transaktionen zwischen Infineon und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-, Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür hinausgehen. 21 Ergänzende Informationen zur Konzern-KapitalflussrechnungVon den zum 30. September 2018 und 2017 bilanzierten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von €732 Millionen und €860 Millionen unterlagen €100 Millionen beziehungsweise €128 Millionen rechtlichen Transfereinschränkungen und standen somit nicht zur generellen Verfügung von Infineon. Es handelt sich dabei um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von konsolidierten Gesellschaften, die in Ländern mit rechtlichen Transfereinschränkungen ansässig sind, wie zum Beispiel China. Die unten stehende Überleitungsrechnung zeigt Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten und Absicherungsgeschäfte, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. scroll
22 Zusätzliche Angaben zu FinanzinstrumentenNachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente nach den jeweiligen Klassen sowie eine Aufgliederung in die verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 dar. scroll
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Für die der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordneten Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die gleiche Annahme gilt für die der Kategorie "Andere finanzielle Verbindlichkeiten (Restbuchwert)" zugeordneten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, basiert entweder auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag (Level 1) oder wird auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme ermittelt, die mit einem aktuellen Marktzinssatz diskontiert werden (Level 3). Innerhalb der sonstigen langfristigen Vermögenswerte sind €4 Millionen (Vorjahr: €9 Millionen) aus einer Vereinbarung im Zusammenhang mit der Nachhaftung als persönlich haftende Gesellschafterin der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG (siehe Konzernanhang Nr. 19) enthalten, die zur Sicherung möglicher Ansprüche gegen Infineon auf einem Treuhandkonto hinterlegt sind. Als Sicherheitsleistung hinterlegte liquide Mittel in Höhe von €75 Millionen wurden im Geschäftsjahr 2018 an Infineon zurückgezahlt. Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 der folgenden Fair-Value-Hierarchie zugeordnet. Die Zuordnung zu den verschiedenen Levels erfolgt nach der Marktnähe der in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden Bewertungsparameter:
Die Einteilung in die Levels zum 30. September 2018 und 2017 stellt sich wie folgt dar: scroll
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten enthalten derivative Finanzinstrumente (einschließlich der Cash-Flow-Hedges). Deren beizulegender Zeitwert wird mittels Diskontierung künftiger Zahlungsströme nach der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Bewertungsparameter werden, soweit möglich, die am Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten (wie Währungskurse oder Rohstoffpreise) verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen werden (Level 2). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Beteiligungen und Fondsanteile. Soweit diese an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der aktuell notierten Preise ermittelt (Level 1). Für Beteiligungen, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Marktpreis verfügen, werden bestehende vertragliche Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren Dividendenpolitik) zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt (Level 3). Die aus Finanzinstrumenten erzielten Nettogewinne beziehungsweise -verluste (einschließlich Zinserträgen und -aufwendungen) innerhalb der fortgeführten Aktivitäten in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung betragen: scroll
Die in den Nettogewinnen beziehungsweise -verlusten enthaltenen Nettowährungseffekte belaufen sich auf insgesamt minus €9 Millionen (Vorjahr: plus €5 Millionen). Diese Nettowährungseffekte resultieren ausschließlich aus bilanzierten Finanzinstrumenten. Die aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, erzielten Zinserträge betrugen im Geschäftsjahr 2018 €15 Millionen (Vorjahr: €9 Millionen); die Zinsaufwendungen aus solchen Finanzinstrumenten beliefen sich auf €50 Millionen (Vorjahr: €49 Millionen). Infineon nimmt bei Finanzinstrumenten keine Saldierung vor. Der Infineon-Konzern schließt gemäß den Global-Netting-Vereinbarungen (Rahmenvertrag) der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) und anderen vergleichbaren nationalen Rahmenvereinbarungen Derivatgeschäfte ab. Aus den genannten Vereinbarungen würden sich unter der Bedingung des Eintritts bestimmter zukünftiger Ereignisse aus der Saldierung keine wesentlichen Effekte auf die bilanzielle Darstellung dieser Finanzinstrumente ergeben. Derivative Finanzinstrumente und SicherungsbeziehungenDerivative Finanzinstrumente werden bei Infineon ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Dabei kommen Devisentermingeschäfte und Rohstoffswaps zum Einsatz. Ziel ist die Verringerung der Auswirkungen von Währungs- und Rohstoffpreisschwankungen auf künftige Nettozahlungsströme. Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der von Infineon zum 30. September 2018 und 2017 gehaltenen Derivate sind im Folgenden dargestellt: scroll
Infineon schließt Fremdwährungsderivate ab, um das Währungsrisiko erwarteter Zahlungseingänge aus laufender Geschäftstätigkeit auszugleichen. Wie im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2018 keine Fremdwährungsderivate zur Absicherung des laufenden Geschäfts als Cash-Flow-Sicherungsbeziehung bestimmt. Zur Absicherung des Preisrisikos für sehr wahrscheinliche Goldeinkäufe des jeweils kommenden Geschäftsjahres hat Infineon Swapgeschäfte abgeschlossen und als Cash-Flow-Sicherungsbeziehung bilanziert. Zum 30. September 2018 beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Swapgeschäfte minus €3 Millionen (Vorjahr: plus €1 Million). Im Geschäftsjahr 2018 sind für diese Geschäfte €4 Millionen unrealisierte Verluste angefallen (Vorjahr: €2 Millionen); diese haben die anderen Rücklagen entsprechend gemindert. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine wesentlichen Gewinne oder Verluste aus den im Vorjahr abgeschlossenen Swapgeschäften realisiert (Vorjahr: €1 Million Verlust); der Betrag wurde von den anderen Rücklagen in die Umsatzkosten umgegliedert. Infineon hat wie im Vorjahr hierfür keine Ineffektivitäten in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Wie im Vorjahr wurden keine Gewinne und Verluste aus den anderen Rücklagen erfolgswirksam erfasst, die daraus resultierten, dass Cash-Flow-Sicherungsbeziehungen für zukünftige Rohstoffeinkäufe aufgehoben wurden, da der Eintritt der abgesicherten Transaktion als unwahrscheinlich anzunehmen war. 23 Management finanzieller RisikenInfineon ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit einer Vielfalt von finanziellen Risiken ausgesetzt: Marktrisiken (einschließlich Währungsrisiken, Zinsrisiken und Preisrisiken), Kreditrisiken sowie Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken. Das Risikomanagement von Infineon bezüglich finanzieller Risiken soll mögliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage und Liquiditätssituation begrenzen. Zur Begrenzung bestimmter Risiken, denen Infineon ausgesetzt ist, werden derivative Finanzinstrumente genutzt. Das Management finanzieller Risiken wird durch die zentrale Finance & Treasury-Abteilung (FT) anhand von Richtlinien, die durch den Finanzvorstand genehmigt sind, vorgenommen. In enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten werden die finanziellen Risiken durch FT identifiziert, bewertet und abgesichert. Die Richtlinien von FT umfassen neben Grundsätzen bezüglich des allgemeinen Risikomanagements Vorgaben im Hinblick auf einzelne Bereiche, wie beispielsweise Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Kreditrisiken, den Einsatz derivativer und nicht derivativer Finanzinstrumente oder die Anlage freier Liquidität. MarktrisikoDas Marktrisiko ist definiert als das Verlustrisiko, das aus einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise von Finanzinstrumenten resultiert. Unter dem Marktrisiko werden sowohl das Währungsrisiko, das Zinsrisiko als auch die sonstigen Preisrisiken subsumiert. Im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist Infineon dem Marktrisiko in verschiedener Weise ausgesetzt, im Wesentlichen durch Änderungen von Fremdwährungskursen und Zinssätzen. Um diesem Risiko zu begegnen, schließt Infineon verschiedene derivative Finanzgeschäfte mit diversen Vertragspartnern ab. Derivate werden ausschließlich zur Absicherung, nicht jedoch zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. WährungsrisikoDas Währungsrisiko im Sinne von IFRS 7 ist das Risiko von Veränderungen von Wechselkursen. Wechselkursrisiken in diesem Sinne treten bei monetären Finanzinstrumenten auf, die auf eine fremde Währung, das heißt auf eine andere Währung als die funktionale Währung, lauten, wobei die fremde Währung die relevante Risikovariable darstellt. Risiken aus Umrechnungen in die Berichtswährung stellen keine Risiken im Sinne von IFRS 7 dar. Obgleich Infineon den Konzernabschluss in Euro aufstellt, fallen in unterschiedlicher Höhe bedeutende Anteile der Umsatzerlöse wie auch der Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie der Vertriebskosten der Produkte in anderen Währungen, hauptsächlich in US-Dollar, an. Schwankungen der Wechselkurse dieser Währungen im Vergleich zum Euro hatten in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 Auswirkungen auf die Ergebnisse von Infineon. Der Vorstand hat Richtlinien erlassen, welche die einzelnen Unternehmen der Infineon-Gruppe verpflichten, die Währungsrisiken gegenüber ihrer funktionalen Währung zu steuern. Zur Ermittlung der Währungsrisiken erstellen die Konzerngesellschaften monatlich eine rollierende währungsspezifische Finanzplanung. Die daraus ermittelten Nettowährungspositionen müssen gesichert werden. Dies erfolgt in der Regel durch den Abschluss von internen Sicherungsgeschäften. Die Geschäftspolitik von Infineon zur Begrenzung kurzfristiger Fremdwährungsrisiken sieht grundsätzlich vor, mindestens 75 Prozent des erwarteten Nettozahlungsmittelzuflusses über einen Zeitraum von zwei Monaten, mindestens 50 Prozent des erwarteten Nettozahlungsmittelzuflusses im dritten Monat und, in Abhängigkeit von der Art des Grundgeschäfts, einen Anteil in nachfolgenden Zeiträumen abzusichern. Ein Teil des Fremdwährungsrisikos bleibt aufgrund des Unterschieds zwischen tatsächlichen und erwarteten Beträgen bestehen. Infineon ermittelt dieses Restrisiko auf Basis der Zahlungsflüsse unter Berücksichtigung der Bilanzposten, von eingegangenen oder vergebenen Aufträgen sowie auf Basis aller anderen geplanten Einzahlungen und Auszahlungen. Bezüglich des im Konzernjahresüberschuss erfassten Nettoergebnisses aus Fremdwährungssicherungsgeschäften und Fremdwährungstransaktionen siehe Konzernanhang Nr. 22. Das Währungsrisiko resultiert bei Infineon im Wesentlichen aus den Positionen in US-Dollar. Das Nettorisiko zum 30. September 2018 und 2017 ist im Folgenden dargestellt: scroll
Die folgende Tabelle stellt die Auswirkungen einer Änderung des Wechselkurses um 10 Prozent auf die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 sowie das Eigenkapital für die fortgeführten Aktivitäten zum 30. September 2018 und 2017 dar. Die unterstellten Wechselkursänderungen betreffen ausschließlich Finanzinstrumente im Sinne des IFRS 7. scroll
ZinsrisikoEntsprechend IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" ist das Zinsrisiko definiert als das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts oder zukünftiger Zahlungen eines Finanzinstruments aufgrund von Zinssatzänderungen. Die Zinsrisikopositionen von Infineon resultieren aus Geldanlageinstrumenten sowie Finanzverbindlichkeiten, die sich aus Wertpapieremissionen und Kreditaufnahmen zusammensetzen. Vor dem Hintergrund der Zyklizität des Kerngeschäfts sowie zur Erhaltung hoher operativer Flexibilität hält Infineon einen vergleichsweise hohen Bestand an flüssigen Finanzmitteln, der in Instrumente mit kurzer Zinsbindungsdauer angelegt wird. Diese Vermögenswerte werden hauptsächlich mit Vertragslaufzeiten zwischen einem Monat und zwölf Monaten zu kurzfristig erzielbaren Zinssätzen angelegt. Das damit einhergehende Zinsrisiko ist in der aktuellen Niedrig- beziehungsweise Nullzinsphase nicht materiell. Zur Reduzierung des verbleibenden Nettozinsänderungsrisikos kann Infineon Zinsderivate nutzen, um die aktivische und passivische Zinsbindungsdauer einander anzunähern. Gemäß IFRS 7 ist eine Sensitivitätsanalyse durchzuführen, welche die Auswirkungen möglicher Änderungen der Marktzinsen auf das Ergebnis sowie das Eigenkapital darstellt. Infineon nutzt hierfür die Iterationsmethode. Infineon hält keine festverzinslichen finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Des Weiteren hält Infineon unverändert zum Vorjahr keine festverzinslichen, zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte. Sonstige PreisrisikenIFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" definiert das sonstige Preisrisiko als das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Zahlungen eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken können (bei denen es sich nicht um jene handelt, die sich aus dem Zinsrisiko oder dem Wechselkursrisiko ergeben), und zwar unabhängig davon, ob diese Änderungen durch Faktoren verursacht werden, die für jedes einzelne Finanzinstrument oder seinen Emittenten spezifisch sind, oder durch Faktoren, die alle ähnlichen auf dem Markt gehandelten Finanzinstrumente betreffen. Infineon hielt Finanzinstrumente, welche Preisrisiken ausgesetzt sind. Eine Änderung der relevanten Marktpreise im Geschäftsjahr 2018 und 2017 hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis. Weiterhin ist Infineon aufgrund seiner Abhängigkeit von verschiedenen Materialien Preisrisiken ausgesetzt. Infineon versucht, diese Risiken durch seine Einkaufsstrategie (einschließlich des Warenbezugs bei unterschiedlichen Anbietern, soweit möglich) und betriebliche Maßnahmen zu minimieren. Zusätzlich schließt Infineon derivative Finanzinstrumente für bestimmte Rohstoffeinkäufe (Gold) des folgenden Geschäftsjahres ab, um das verbleibende Risiko aus einer Schwankung der Rohstoffpreise zu begrenzen. Änderungen der relevanten Marktpreise im Geschäftsjahr 2018 und 2017 hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das Eigenkapital. KreditrisikoEin Kreditrisiko konkretisiert sich, wenn ein Kunde oder eine andere Gegenpartei eines Finanzinstruments nicht den vertraglichen Verpflichtungen nachkommt. Infineon ist diesem Risiko infolge seiner laufenden Geschäftstätigkeit, seiner Finanzmittelanlage und bestimmter Finanzierungsaktivitäten ausgesetzt. Die Kreditrisiken von Infineon resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Finanzinvestments sowie aus derivativen Finanzinstrumenten. Ohne Berücksichtigung etwaiger zusätzlicher Sicherheiten entspricht der Buchwert der Finanzinvestments, der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem maximalen Kreditrisiko. Das Kreditrisiko bei Forderungen ist aufgrund der großen Anzahl sowie wegen der regionalen Verteilung der Kunden begrenzt. Infineon steuert Kreditrisiken durch umfassende Kreditprüfung aller wesentlichen Kunden, Kreditlimitvergabe sowie Überwachungsprozesse. Gemäß den Richtlinien des Konzerns werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft. Außerdem bestehen für den einzelnen Kunden Kreditlimits. Bonität und Kreditlimits werden ständig überwacht. Andere Aktivitäten zur Senkung des Kreditausfallrisikos beinhalten Eigentumsvorbehaltsklauseln. Trotz kontinuierlicher Überwachungen kann Infineon die Möglichkeit eines Verlusts aus einem Kreditausfall einer der Vertragsparteien nicht im vollen Umfang ausschließen. Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte sowie die Anlage flüssiger Mittel in Zahlungsmitteläquivalenten und Finanzinvestments werden weltweit mit großen Kreditinstituten mit hoher Kreditwürdigkeit getätigt. Infineon setzt zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit der Kreditinstitute eine Methodik ein, mit deren Hilfe täglich und auf Basis der aktuellen Ratings (von S&P, Moody's oder Fitch) sowie der Credit-Default-Swap-Prämien Anlagegrenzen für die einzelnen Kreditinstitute neu berechnet werden. Eventuelle Überziehungen der errechneten Anlagegrenzen haben eine unmittelbare Meldung und Aufforderung zur Reduzierung des Risikos zur Folge. Infineon hat seine Geldanlagen auf mehr als zehn Kreditinstitute verteilt. Zum 30. September 2018 war kein Kreditinstitut für mehr als 13 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent) der Geldanlagen verantwortlich. Daraus resultiert ein maximales Risiko von €199 Millionen (Vorjahr: €181 Millionen) bei Ausfall eines einzelnen Kreditinstituts, vorausgesetzt, dass keine Form der Einlagensicherung greift. Zudem hielt Infineon derivative Finanzinstrumente mit einem positiven beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2018 von €3 Millionen (Vorjahr: €4 Millionen). Finanzierungs- und LiquiditätsrisikoDas Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass ein Unternehmen Schwierigkeiten bei der Erfüllung seiner sich aus den finanziellen Verbindlichkeiten ergebenden Verpflichtungen hat. Liquiditätsrisiken könnten aus einem potenziellen Unvermögen von Infineon resultieren, fällige finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Das Liquiditätsmanagement von Infineon sieht vor, ausreichende Zahlungsmittelbestände und kurzfristig verfügbare Finanzmittel vorzuhalten und zusätzlich die Verfügbarkeit einer Finanzierung durch adäquate zugesagte Kreditmittel erschließen zu können. Nachfolgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur nicht derivativer Finanzverbindlichkeiten sowie eine Analyse der Zahlungsmittelabflüsse aus derivativen Finanzinstrumenten mit negativen beizulegenden Zeitwerten. Die Tabelle stellt die jeweiligen vertraglichen undiskontierten Zahlungen aus Finanzverbindlichkeiten dar. Zahlungen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem Infineon Vertragspartner eines Finanzinstruments geworden ist. Beträge in Fremdwährung sind mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Die Beträge in Bezug auf variabel verzinsliche Finanzinstrumente sind unter Verwendung der Zinssätze der letzten Zinsfestsetzung vor dem 30. September 2018 ermittelt. Zahlungen, die jederzeit geleistet werden können, sind dem Zeitraum zugeordnet, zu dem die früheste Tilgung möglich ist. scroll
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24 SegmentberichterstattungSegmentdarstellungBasis für die Identifizierung der berichtspflichtigen Segmente sind die Unterschiede zwischen den Produkten und Anwendungen. Im Geschäftsjahr 2018 war das Geschäft von Infineon in die vier operativen Segmente Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket und Digital Security Solutions strukturiert. Daneben differenziert Infineon in Sonstige Geschäftsbereiche sowie Konzernfunktionen und Eliminierungen. AutomotiveDas Segment Automotive entwirft, entwickelt, fertigt und vertreibt Halbleiterprodukte für Anwendungen in der Automobilindustrie. Industrial Power ControlDas Segment Industrial Power Control entwirft, entwickelt, fertigt und vertreibt Halbleiterprodukte für die Wandlung elektrischer Energie für kleine, mittlere und große Leistungen. Die Produkte finden in der Erzeugung, der verlustarmen Übertragung und der effizienten Nutzung elektrischer Energie Anwendung. Power Management & MultimarketDas Segment Power Management & Multimarket entwirft, entwickelt, fertigt und vertreibt Halbleiterprodukte für effiziente Stromversorgungen, mobile Endgeräte, Mobilfunk-Infrastruktur, Mensch-Maschine-Interaktion sowie Anwendungen mit besonderen Anforderungen an deren Robustheit und Verlässlichkeit. Digital Security SolutionsMit Wirkung zum 1. Oktober 2018 hat sich der Name des Segments "Chip Card & Security" in "Digital Security Solutions" geändert. Die Namensänderung hat keine Auswirkungen auf die Organisationsstruktur, die Strategie oder den Geschäftsumfang. Das Segment Digital Security Solutions entwirft, entwickelt, fertigt und vertreibt halbleiterbasierte Sicherheitsprodukte für kartenbasierte Anwendungen, hoheitliche Dokumente sowie Sicherheitsfunktionen in vernetzten Geräten. Sonstige GeschäftsbereicheDie Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen verbleibende Aktivitäten von veräußerten Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten. Darin enthalten sind seit dem Verkauf des Mobilfunkgeschäfts Lieferungen an Intel Mobile Communications. Zudem enthalten sie, seit dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten, Lieferungen von LDMOS-Wafern und zugehörigen Komponenten an sowie Packaging- und Test-Dienstleistungen für Cree, Inc. Konzernfunktionen und EliminierungenKonzernfunktionen und Eliminierungen dient der Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse und Ergebnisse, soweit diese zwischen den Segmenten vorliegen. Ebenfalls sind bestimmte Posten in Konzernfunktionen und Eliminierungen enthalten, die nicht auf die übrigen Segmente umgelegt werden. Das gilt insbesondere für bestimmte Kosten der Konzernzentrale sowie ausgewählte Themen, die nicht den Segmenten zugeordnet sind, da sie zentral entschieden werden und nicht der direkten Kontrolle des Segmentmanagements obliegen. Darüber hinaus stehen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die unfertigen Erzeugnisse der gemeinsamen Frontend-Fertigung und die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der gemeinsamen Backend-Fertigung nicht unter der Kontrolle oder in Verantwortung des Managements der operativen Segmente, sondern sind den Konzernfunktionen zugeordnet. Lediglich die unfertigen Erzeugnisse der Backend-Fertigung und die fertigen Erzeugnisse sind den operativen Segmenten zugeordnet. Hauptentscheidungsträger, Definition Segmentergebnis und Zurechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf die SegmenteDer Vorstand als gemeinschaftlicher Hauptentscheidungsträger (Chief Operating Decision Maker) entscheidet über die Ressourcenzuteilung auf die Segmente. Anhand der Umsatzerlöse und des Segmentergebnisses beurteilt der Vorstand den Erfolg und legt operative Ziele sowie Budgets für die Segmente fest. Das Segmentergebnis ist definiert als Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung von: Wertminderungen von Vermögenswerten (abzüglich Wertaufholungen) ausgenommen aktivierte Entwicklungskosten; Ergebniseffekten aus Umstrukturierungsmaßnahmen und Schließungen; Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen; akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen; Gewinnen (Verlusten) aus dem Verkauf von Vermögenswerten, Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften sowie sonstigen Erträgen (Aufwendungen), einschließlich Kosten für Gerichtsverfahren. Finanzierungsentscheidungen sowie Entscheidungen über die Anlage von verfügbaren Finanzmitteln erfolgen nicht auf Segment-, sondern auf Unternehmensebene. Daher werden weder Finanzerträge noch Finanzaufwendungen (einschließlich Zinserträgen und Zinsaufwendungen) unternehmensintern auf die Segmente allokiert. Weder werden Vermögenswerte, Verbindlichkeiten oder der Cash-Flow pro Segment regelmäßig dem Vorstand berichtet, noch werden die Segmente auf Basis dieser Größen beurteilt. Die Ausnahme bilden bestimmte Vorratsinformationen, die unternehmensintern regelmäßig auf Segmentbasis analysiert werden. Ebenfalls werden den einzelnen Segmenten die Aufwendungen für Abschreibungen nach Maßgabe des Produktionsvolumens und der erzeugten Produkte auf Basis von Standardkosten zugeordnet. Segmentdatenscroll
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Zwischen den operativen Segmenten bestehen derzeit Leistungsbeziehungen in geringem Umfang. Kosten werden grundsätzlich ergebnisneutral weiterbelastet. scroll
Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom Segmentergebnis auf das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag dar: scroll
Die Wertminderungen/Wertaufholungen von Vermögenswerten und zur Veräußerung stehenden Vermögenswerten entfielen im Geschäftsjahr 2018 mit €10 Millionen auf das Segment Power Management & Multimarket (Vorjahr: €3 Millionen), mit €0 Millionen (Vorjahr: €2 Millionen) auf das Segment Digital Security Solutions sowie mit €1 Million (Vorjahr: €0 Millionen) auf Sonstige Geschäftsbereiche. Auf die Konzernfunktionen und Eliminierungen entfielen minus €4 Millionen (Vorjahr: €0 Millionen). Im Geschäftsjahr 2018 entfallen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €118 Millionen (Vorjahr: €153 Millionen) €67 Millionen auf die Umsatzkosten (Vorjahr: €89 Millionen), €2 Millionen (Vorjahr: €2 Millionen) auf die Forschungs- und Entwicklungskosten sowie €49 Millionen (Vorjahr: €62 Millionen) auf die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten. scroll
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Unternehmensweite Angaben gemäß IFRS 8Die Umsatzerlöse für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 und die langfristigen Vermögenswerte nach Regionen zum 30. September 2018 und 2017 stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Regionszuordnung der Umsatzerlöse mit Dritten richtet sich nach den Standorten der Kunden. Eine Aufgliederung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen nach Regionen ist im Konzernanhang Nr. 3 dargestellt. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10 Prozent des Gesamtumsatzes. scroll
Nicht enthalten in den langfristigen Vermögenswerten sind Finanzinstrumente, aktive latente Steuern und Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer. 25 Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagErwerb von 100 Prozent der Anteile an der Siltectra GmbHIm November 2018 hat Infineon sämtliche Anteile an der Siltectra GmbH ("Siltectra") mit Sitz in Dresden (Deutschland) erworben. Der vorläufige Kaufpreis beträgt €124 Millionen. Siltectra hat eine Technologie entwickelt, mit der Siliziumkarbid (SiC)-Kristalle sehr präzise und effizient bearbeitet werden können. Dabei entstehen insbesondere im Vergleich zum Sägen nahezu keine Materialverluste. Diese Technologie kann auf zweierlei Weise verwendet werden. Zum einen kann sie zum Sägen eines Siliziumkarbid-Rohlings in Wafer genutzt werden, wobei gegenüber dem herkömmlichen Verfahren deutlich mehr Wafer entstehen. Zum anderen ermöglicht es die Technologie, eine sehr dünne Schicht von der Oberseite eines Wafers abzutrennen und den verbleibenden Wafer erneut zu verwenden. Diese Vorgehensweise "aus eins mach zwei" ist von großer Bedeutung, da die Versorgung mit SiC-Wafern noch für längere Zeit ein limitierender Faktor sein wird - vor allem, wenn das Material künftig in größerem Umfang im Bereich Elektromobilität eingesetzt wird. Infineon wird in den kommenden Jahren daran arbeiten, die Technologie in der Serienfertigung nutzbar zu machen. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Gesellschaftserwerbs zur Aufstellung des Konzernabschlusses können die weiteren nach IFRS 3 verlangten Angaben nicht gemacht werden. 26 Ergänzende Erläuterungen nach HGBAngabe gemäß § 161 AktGDie nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Sie ist auf der Internet-Seite von Infineon veröffentlicht. @ www.infineon.com/cms/de/about-infineon/investor/corporate-governance/declaration-of-compliance/ Gebühren für Prüfungs- und Beratungsleistungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGBGebühren für AbschlussprüfungDie Aktionäre haben in der Hauptversammlung am 22. Februar 2018 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München ("KPMG"), zum Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss 2018 der Infineon Technologies AG gewählt. Im Geschäftsjahr 2018 betrug das Prüfungshonorar der KPMG insgesamt €1,9 Millionen für die Konzernabschlussprüfung und verschiedene Jahresabschlussprüfungen einschließlich einer integrierten prüferischen Durchsicht eines Zwischenabschlusses. Gebühren für sonstige BestätigungsleistungenZusätzlich zu den oben genannten Beträgen berechnete KPMG im Geschäftsjahr 2018 insgesamt €0,1 Millionen für sonstige Bestätigungsleistungen, die vor allem die Prüfung von Angaben des Nachhaltigkeitsberichts umfassen sowie andere gesetzlich oder vertraglich vorgeschriebene Prüfungen betreffen, wie zum Beispiel Prüfungen nach dem EEG, EMIR-Prüfung nach § 20 WpHG, Bestätigungen der Einhaltung vertraglicher Bedingungen. Gebühren für SteuerberatungsleistungenZusätzlich zu den oben genannten Beträgen berechnete KPMG im Geschäftsjahr 2018 €0,1 Millionen für steuerliche Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Beurteilung steuerlicher Einzelsachverhalte. Gebühren für sonstige Leistungen€0,2 Millionen wurden im Geschäftsjahr 2018 von KPMG für sonstige Leistungen an die Gesellschaft berechnet. Diese betrafen die Qualitätssicherung bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen und IT-Systemänderungen sowie Leistungen zur Beurteilung von IT-Security-Management- und Business-Continuity-Management-Systemen. Vorstand und AufsichtsratVergütungen im Geschäftsjahr 2018Hinsichtlich der Angaben zur individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB wird auf die Ausführungen im Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist. Der VorstandIm Geschäftsjahr 2018 setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen: scroll
Der AufsichtsratDie Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018, deren Position im Aufsichtsrat, deren Beruf und deren Mitgliedschaften in anderen Aufsichts- und Kontrollgremien sind nachfolgend dargestellt: scroll
Ausschüsse des AufsichtsratsVermittlungsausschussDr. Eckart Sünner (Vorsitzender) Johann Dechant Hans-Ulrich Holdenried Jürgen Scholz PräsidialausschussDr. Eckart Sünner (Vorsitzender) Johann Dechant Gerhard Hobbach Hans-Ulrich Holdenried Investitions-, Finanz- und PrüfungsausschussDr. Eckart Sünner (Vorsitzender) Johann Dechant Dr. Wolfgang Eder Annette Engelfried Strategie- und TechnologieausschussPeter Bauer (Vorsitzender) Dr. Wolfgang Eder Peter Gruber Hans-Ulrich Holdenried Dr. Susanne Lachenmann Jürgen Scholz NominierungsausschussDr. Wolfgang Eder (Vorsitzender) Prof. Dr. Renate Köcher Dr. Manfred Puffer Der Anteilsbesitz der Mitglieder des Aufsichtsrats an Aktien der Infineon Technologies AG einzeln oder gesamt betrug zum 30. September 2018 weniger als 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Die Geschäftsadresse jedes der Aufsichtsratsmitglieder ist: Infineon Technologies AG, Am Campeon 1-15, D-85579 Neubiberg (Deutschland). Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und andere verbundene Unternehmen zum 30. September 2018scroll
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Bei einigen Tochtergesellschaften wurde auf
die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung
verzichtet.
Neubiberg, 20. November 2018 Infineon Technologies AG Der Vorstand Dr. Reinhard Ploss Dominik Asam Dr. Helmut Gassel Jochen Hanebeck Weitere InformationenVersicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Infineon Technologies AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Neubiberg, 20. November 2018 Infineon Technologies AG Dr. Reinhard Ploss Dominik Asam Dr. Helmut Gassel Jochen Hanebeck Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Infineon Technologies AG, Neubiberg Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Infineon Technologies AG, Neubiberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 30. September 2018, der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Infineon Technologies AG und des Konzerns (im Folgenden "Konzernlagebericht") für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Risiken im Zusammenhang mit der Insolvenz der Qimonda AGZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang. Die der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen finden sich unter Ziffer 2. Die Angaben zu den rechtlichen Risiken sind unter Ziffer 19 dargestellt. Das Risiko für den AbschlussFür Risiken im Zusammenhang mit der Insolvenz der Qimonda AG wurden zum 30. September 2018 Rückstellungen in Höhe von EUR 185 Mio (zum 30. September 2017 EUR 33 Mio) gebildet. Außerdem wurden Angaben zu Eventualverbindlichkeiten sowie weitere Erläuterungen in den Anhang aufgenommen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2006 wurden alle wesentlichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Geschäftsaktivitäten, die dem Speichergeschäft zugeordnet waren, aus der Infineon Technologies AG ausgegliedert und im Wege der Sacheinlage in die Qimonda AG eingebracht. Am 23. Januar 2009 hat die Qimonda AG beim Amtsgericht München Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, das am 1. April 2009 eröffnet wurde. Aus der Insolvenz der Qimonda AG haben sich verschiedene Rechtsstreitigkeiten zwischen dem Insolvenzverwalter und Infineon entwickelt. Die Rechtsstreitigkeiten fokussieren sich auf die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Ansprüche im Zusammenhang mit der Bewertung der Sacheinlagen in die Qimonda AG. Die Bewertung der Sacheinlagen durch Infineon erfolgte unter Verwendung eines Gutachtens. Am 21. September 2018 hat der gerichtlich bestellte Sachverständige seine vorläufige Wertermittlung des Ertragswerts der Sacheinlagen (in einer Bandbreite) in Form eines Zwischenberichts vorgelegt. Der Ansatz einer Rückstellung, Erläuterungen zu Eventualverbindlichkeiten oder weitere Angaben zu Risiken aus der Insolvenz der Qimonda AG sind in hohem Maße von den Einschätzungen und Annahmen des Vorstands unter Würdigung des Zwischenberichts des gerichtlich bestellten Sachverständigen abhängig. Gleiches gilt für die Bewertung gebildeter Rückstellungen. Damit bestehen Risiken für die standardkonforme Abbildung der betreffenden Risiken sowie deren Bewertung. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungIm Rahmen unserer Prüfung haben wir den von der Gesellschaft eingerichteten Prozess, der die Erfassung, die Einschätzung hinsichtlich des Verfahrensausgangs sowie die Darstellung des Rechtsstreites im Abschluss sicherstellt, beurteilt. Wir haben regelmäßig Gespräche mit dem Vorstand und der internen Rechtsabteilung der Gesellschaft geführt, um uns über die aktuellen Entwicklungen und Gründe, die zu den entsprechenden Einschätzungen geführt haben, ein Verständnis zu verschaffen. Hierzu holten wir eine schriftliche Stellungnahme der Gesellschaft ein. Durch Einsichtnahme in die der Einschätzung des Vorstands zugrunde liegenden Dokumente, insbesondere die schriftliche Stellungnahme des gerichtlich bestellten Sachverständigen, haben wir die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung der Inanspruchnahme durch den Vorstand nachvollzogen. Für die Prüfung der von dem Vorstand getroffenen Risikoeinschätzung holten wir eine externe Rechtsanwaltsbestätigung ein. Zusätzlich haben wir den von der Gesellschaft beauftragten Bewertungsgutachter zu den für die Gesellschaft erstellten Stellungnahmen im Rahmen der Verteidigung gegen die vom Insolvenzverwalter geltend gemachten Ansprüche befragt und die methodische Angemessenheit unter Hinzuziehung eines Bewertungsspezialisten gewürdigt. Schließlich haben wir uns von der Vollständigkeit der Angaben zu den Eventualverbindlichkeiten sowie weiterer Angaben im Anhang überzeugt. Unsere SchlussfolgerungenDie Annahmen des Vorstands sind insgesamt ausgewogen und angemessen. Die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten sowie weitere Angaben im Anhang sind vollständig und angemessen. Genauigkeit der Ermittlung des Abgangserfolgs aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-LeistungskomponentenZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang. Angaben zum Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten finden sich im Konzernanhang im Abschnitt "Geschäftsanteilsveräußerungen und nicht fortgeführte Aktivitäten sowie zur Veräußerung stehende Vermögenswerte". Das Risiko für den AbschlussInfineon weist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in dem Geschäftsjahr 2018 einen Gewinn vor Steuern aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten am 6. März 2018 in Höhe von EUR 270 Mio aus. Der Abgangserfolg entspricht der Differenz von Kaufpreis und dem Buchwert der veräußerten Vermögenswerte und Schulden. Teil des abgehenden Reinvermögens ist auch ein durch den Verkauf mit abgehender Geschäfts- oder Firmenwert, der mithin den Abgangserfolg mindert. Weiterhin wurde ein im Rahmen der Veräußerung abgeschlossener langfristiger Liefervertrag berücksichtigt. In diesem Zusammenhang wurde ein Teil der erhaltenen Kaufpreiszahlung für zukünftige Lieferungen von Infineon an den Käufer passivisch abgegrenzt und mindert somit zusätzlich den Abgangserfolg. Das übertragene Reinvermögen wies einen Buchwert von EUR 53 Mio aus. Darin enthalten ist der anteilig abgegangene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 28 Mio der dem Segment "Power Management & Multimarket" zugeordnet war. In Bezug auf die mit dem Käufer abgeschlossene langfristige Liefervereinbarung wurden EUR 22 Mio passivisch abgegrenzt. Diese werden über die Vertragslaufzeit umsatzwirksam vereinnahmt. Sowohl die Ermittlung des abgehenden Geschäfts- oder Firmenwerts als auch die Ermittlung des passivischen Abgrenzungsbetrages sind ermessensbehaftet. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass der Abgangserfolg nicht sachgerecht ermittelt wurde. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungDer gezahlte Kaufpreis wurde mit dem uns vorgelegten Vertragswerk und Zahlungsnachweisen abgestimmt. Darüber hinaus haben wir alle relevanten mit dieser Transaktion in Zusammenhang stehenden Verträge im Hinblick auf deren bilanzielle Auswirkungen geprüft. Die ordnungsgemäße und vollständige Ausbuchung des auf den Käufer übergegangenen Reinvermögens haben wir mit dem Vertragswerk abgestimmt und nachvollzogen. Die Methodik und die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen zur Ermittlung des anteilig abgegangenen Geschäfts- oder Firmenwerts haben wir geprüft. Wir haben darüber hinaus die Marktüblichkeit von relevanten Lieferverträgen gewürdigt. Die Ermittlung der passivischen Abgrenzung für zukünftige Lieferungen von Infineon an den Käufer haben wir nachvollzogen. Unsere SchlussfolgerungenDie Ermittlung des Abgangserfolgs aus dem Verkauf des größten Teils des Geschäfts für Hochfrequenz-Leistungskomponenten sowie die der Ermittlung zugrunde liegenden Methoden und getroffenen Annahmen sind sachgerecht. Sonstige InformationenDer Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Übrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 22. Februar 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. Mai 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999/2000 als Konzernabschlussprüfer der Infineon Technologies AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Pritzer.
München, den 20. November 2018 KPMG AG gez. Braun, Wirtschaftsprüfer gez. Pritzer, Wirtschaftsprüfer Abkürzungsverzeichnisscroll
FinanztermineDienstag, 5. Februar 20191Veröffentlichung der Ergebnisse des 1. Quartals 2019 Donnerstag, 21. Februar 2019Ordentliche Hauptversammlung 2019 (Beginn: 10.00 Uhr) ICM - Internationales Congress Center München (Deutschland) Dienstag, 7. Mai 20191Veröffentlichung der Ergebnisse des 2. Quartals 2019 Donnerstag, 1. August 20191Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals 2019 Dienstag, 12. November 20191Veröffentlichung der Ergebnisse des 4. Quartals und des Geschäftsjahres 2019 Besuchen Sie uns im Internet: www.infineon.com Impressumscroll
Hinweis:Die folgenden Bezeichnungen waren im Geschäftsjahr 2018 Markennamen der Infineon Technologies AG: Infineon, das Infineon-Logo, AURIX(tm), CIPOS(tm), CIPURSE(tm), CoolGaN(tm), CoolMOS(tm), CoolSiC(tm), HybridPACK(tm), iMOTION(tm), OPTIGA(tm), OptiMOS(tm), REAL3(tm), SECORA(tm), XENSIV(tm). Mitarbeiter:Der Begriff Mitarbeiter wird im vorliegenden Geschäftsbericht für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gleichermaßen verwendet. In die Zukunft gerichtete Aussagen:Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge des Infineon-Konzerns. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Infineon übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. Spezifischer Haftungsausschluss für Berichte, Daten und Informationen von IHS Markit, auf die in diesem Dokument verwiesen wird:Die Berichte, Daten und Informationen von IHS Markit, auf die hier verwiesen wird (die "IHS Markit-Materialien"), sind das urheberrechtlich geschützte Eigentum von IHS Markit Ltd. und ihren Tochtergesellschaften ("IHS Markit") und repräsentieren Daten, Forschungen, Meinungen oder Standpunkte von IHS Markit und sind keine Darstellungen von Tatsachen. Die IHS Markit-Materialien beziehen sich auf deren ursprüngliches Veröffentlichungsdatum und nicht auf das Datum dieses Dokuments. Die in den IHS Markit-Materialien enthaltenen Informationen und Meinungen können ohne Vorankündigung geändert werden. Weder IHS Markit noch Infineon können als Folge einer solchen Änderung verpflichtet oder dafür verantwortlich gemacht werden, die IHS Markit-Materialien oder diese Präsentation zu aktualisieren. Darüber hinaus sind die hierin wiedergegebenen IHS Markit-Materialien zwar aus Quellen, die als zuverlässig gelten, jedoch wird weder für die Richtigkeit und Vollständigkeit noch für die Meinungen und Analysen, die darauf beruhen, eine Gewähr übernommen. IHS Markit und das IHS Markit globe design sind Marken von IHS Markit. Andere Marken, die in den IHS Markit-Materialien vorkommen, sind Eigentum von IHS Markit oder ihrer jeweiligen Inhaber. INFINEON TECHNOLOGIES AGscroll
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