Infineon Technologies AGNeubibergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis zum 31.03.2023Ausgewählte Konzernkennzahlenscrollen
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1 Abweichungen von Summen durch
Rundungsdifferenzen möglich.
2 Definition siehe Kapitel "Darstellung der
Ertragslage".
3 Definition siehe Kapitel "Darstellung der
Finanzlage".
5 Eigenkapitalquote = Eigenkapital/Bilanzsumme.
Konzernzwischenlageberichtscrollen
"Infineon ist sehr gut unterwegs. Unsere Geschäfte
rund um Elektromobilität, erneuerbare Energieerzeugung
und Energieinfrastruktur entwickeln sich stark. Wir
bedienen genau diese Schlüsselanwendungen zur
Dekarbonisierung", sagt Jochen Hanebeck,
Vorstandsvorsitzender von Infineon. "In
Konsumgüter-Märkten wie Smartphones, PCs und
Haushaltsgeräte ist zwar noch keine Verbesserung
erkennbar. Insgesamt sind wir für die weitere
Geschäftsentwicklung von Infineon jedoch sehr
zuversichtlich. Daher passen wir unsere Erwartungen
für Umsatz und Profitabilität im laufenden
Geschäftsjahr wie bereits Ende März
angekündigt nach oben an."
Konzernentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023
erhöhten sich die Umsatzerlöse um €1.614
Millionen auf €8.071 Millionen (Vorjahr: €6.457
Millionen). Der Umsatzanstieg um 25 Prozent resultierte vor
dem Hintergrund der hohen Nachfrage nach Halbleitern und
dem Anstieg von verfügbaren Fertigungskapazitäten
im Wesentlichen aus einem gestiegenen Volumen. Zudem
wirkten sich Preiserhöhungen, Produktmixverbesserungen
sowie Währungseffekte, vor allem aufgrund des im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärkeren US-Dollars,
positiv auf die Umsatzerlöse aus.
Das Segmentergebnis konnte entsprechend von €1.478
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022
um 55 Prozent auf nun €2.287 Millionen im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 gesteigert werden.
Die Segmentergebnis-Marge lag im Berichtszeitraum bei
28,3 Prozent (Vorjahr: 22,9 Prozent).
Entwicklung der operativen Segmente im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023Automotivescrollen
Der Umsatz im Segment Automotive stieg im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 um 37 Prozent auf
€3.951 Millionen (Vorjahr: €2.881 Millionen).
Grund für den Umsatzanstieg war vor allem die hohe
Nachfrage nach Komponenten für Elektrofahrzeuge und
Fahrerassistenzsysteme. Steigende Preise für
Halbleiter sowie der gegenüber dem Vorjahreszeitraum
stärkere US-Dollar haben den Umsatz ebenfalls positiv
beeinflusst. Das Segmentergebnis erhöhte sich im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 auf
€1.180 Millionen. Der Anstieg gegenüber dem
Vorjahreswert von €585 Millionen betrug102 Prozent.
Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich von 20,3 Prozent
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 auf 29,9
Prozent im Berichtszeitraum.
Green Industrial Power
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| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Umsatz | 1.058 | 812 | 246 | 30% |
| Anteil am Konzernumsatz | 13% | 13% | ||
| Segmentergebnis | 325 | 166 | 159 | 96% |
| Anteil am Konzern-Segmentergebnis | 14% | 11% | ||
| Segmentergebnis-Marge | 30,7% | 20,4% | 1.030 bp | |
Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde das Segment
"Industrial Power Control" in "Green Industrial Power"
umbenannt. Dekarbonisierung, Elektrifizierung und
Energieeffizienz sind wichtige Treiber des Geschäfts
in diesem Segment. Diese Ausrichtung und der entscheidende
Beitrag, den das Segment zur CO2-Reduzierung leistet,
spiegeln sich nun auch im neuen Namen wider. Die
Namensänderung hat keine Auswirkungen auf die
Organisationsstruktur, die Strategie oder den
Geschäftsumfang.
Im Segment Green Industrial Power stieg der Umsatz von
€812 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 um 30 Prozent auf €1.058
Millionen im ersten Halbjahr des laufenden
Geschäftsjahres. Das Umsatzwachstum war die Folge
gestiegener Nachfrage, höherer Preise sowie positiver
Effekte aus der Entwicklung des US-Dollar-Kurses. Besonders
erfreulich entwickelte sich die Nachfrage in den Bereichen
Automatisierung und Industrieantriebe, erneuerbare Energie,
Energieinfrastruktur und Transport. Das Segmentergebnis
verbesserte sich im ersten Halbjahr des laufenden
Geschäftsjahres um 96 Prozent auf €325 Millionen
nach €166 Millionen im entsprechenden
Vorjahreszeitraum. Die Segmentergebnis-Marge erhöhte
sich auf 30,7 Prozent nach 20,4 Prozent im Vorjahr.
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Umsatz | 1.969 | 1.880 | 89 | 5% |
| Anteil am Konzernumsatz | 25% | 29% | ||
| Segmentergebnis | 498 | 522 | -24 | -5% |
| Anteil am Konzern-Segmentergebnis | 22% | 35% | ||
| Segmentergebnis-Marge | 25,3% | 27,8% | -250 bp | |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023
verbesserte sich der Umsatz im Segment Power & Sensor
Systems um 5 Prozent auf €1.969 Millionen. Im gleichen
Zeitraum des Vorjahres lag der Umsatz bei €1.880
Millionen. Der Umsatzanstieg war die Folge des
stärkeren US-Dollars und höherer Preise. Einen
gegenläufigen Effekt hatte die vor allem im zweiten
Quartal des laufenden Geschäftsjahres nachlassende
Nachfrage. Das Segmentergebnis erreichte im ersten Halbjahr
des laufenden Geschäftsjahres 498 Millionen.
Gegenüber dem Segmentergebnis von €522 Millionen
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 entspricht
dies einem Rückgang von 5 Prozent. Die
Segmentergebnis-Marge belief sich auf 25,3 Prozent nach
27,8 Prozent im Vorjahr.
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Umsatz | 1.081 | 875 | 206 | 24% |
| Anteil am Konzernumsatz | 13% | 13% | ||
| Segmentergebnis | 280 | 208 | 72 | 35% |
| Anteil am Konzern-Segmentergebnis | 12% | 14% | ||
| Segmentergebnis-Marge | 25,9% | 23,8% | 210 bp | |
Der Umsatz im Segment Connected Secure Systems
verbesserte sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 auf €1.081 Millionen nach
€875 Millionen im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zu
dem Umsatzanstieg um 24 Prozent haben neben der guten
Nachfrage, vor allem in den Bereichen Bezahlkarten,
hoheitliche Dokumente, embedded SIM, Konnektivität und
Mikrocontroller, auch die gestiegenen Preise und der
stärkere US-Dollar beigetragen. Das Segmentergebnis
verbesserte sich um 35 Prozent auf €280 Millionen im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023. Im gleichen
Vorjahreszeitraum hatte der Umsatz €208 Millionen
betragen. Die Segmentergebnis-Marge stieg von 23,8 Prozent
im ersten Halbjahr des Vorjahrs auf 25,9 Prozent im ersten
Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres.
Die Infineon-Aktie beendete das erste Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 mit einem Kurs von €37,68
und notierte somit 66 Prozent über dem
Xetra-Schlusskurs von €22,71 am 30. September 2022.
Für das Geschäftsjahr 2022 hatten Vorstand und
Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am 16.
Februar 2023 eine Dividende von €0,32 je Aktie
vorzuschlagen. Die Aktionäre haben diesem Vorschlag
zugestimmt und somit wurde im abgelaufenen Halbjahr ein
Betrag von €417 Millionen an die Aktionäre
ausbezahlt.
Am letzten Geschäftstag des ersten Halbjahres des
laufenden Geschäftsjahres belief sich die Anzahl der
ausgegebenen Aktien auf 1.305.921.137. Hierin enthalten
sind 3.199.077 Aktien in Eigenbesitz, die nicht
dividendenberechtigt sind.
Die Weltwirtschaft hat sich im Kalenderjahr 2022 weiter
erholt. Mit einem Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem
Vorjahr fiel das Wachstum robust aus (Internationaler
Währungsfonds, World Economic Outlook, April 2023).
Für das Kalenderjahr 2023 prognostizieren die Experten
des Internationalen Währungsfonds ein Wachstum von 2,4
Prozent. Damit wurde die Prognose gegenüber dem Herbst
2022 um 0,3 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Zwar
würde damit eine globale Rezession vermieden, die
Risiken bleiben aber hoch. Auch wenn die Inflation
zurückgeht, ist auf absehbare Zeit nicht mit
größeren Zinssenkungen zu rechnen. Des Weiteren
belasten die verschiedenen geopolitischen Verwerfungen die
wirtschaftlichen Aussichten. Nach der jüngsten
Prognose des Internationalen Währungsfonds soll die
Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2024 um 2,4 Prozent wachsen
und würde damit in beiden Jahren nur relativ moderat
zulegen können. Die Wachstumsangaben beziehen sich auf
Marktgrößen, die zu Marktwechselkursen in
US-Dollar umgerechnet wurden.
Auch die Nachfrage nach Halbleitern ist im Kalenderjahr
2022 gestiegen. Allerdings kann von einem zweigeteilten
Markt gesprochen werden. Während der Markt für
Speicherchips signifikant geschrumpft ist, konnte der
Halbleitermarkt in anderen Bereichen deutlich zulegen. Laut
World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) konnte der
Infineon-Referenzmarkt, also der Halbleitermarkt ohne DRAM-
und NAND-Flash-Speicherchips sowie Mikroprozessoren,
gemessen in US-Dollar, im Kalenderjahr 2022 um 14 Prozent
zulegen (WSTS, 4th Quarter 2022 Forecast Update, März
2023). Für das Kalenderjahr 2023 prognostiziert der
Verband eine Stagnation des Infineon-Referenz-marktes
gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der
gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten
streuen die Prognosen für den Infineon-Referenzmarkt
aktuell um den Nullpunkt. So erwarten Omdia und
TechInsights für das Kalenderjahr 2023 ein Wachstum
von plus 1 Prozent (basiert auf Informationen von Omdia,
AMFT Shipment - World & Regions - 1Q23 Update, April
2023; Techinsights, Semiconductor Forecast, März
2023), während Gartner ein Minus von 3 Prozent
prognostiziert (Gartner, Semiconductor Forecast Database,
Worldwide, 1Q23 Update, März 2023). Für das
Kalenderjahr 2024 liegen die Wachstumsprognosen für
den Infineon-Referenzmarkt derzeit zwischen plus 4 Prozent
(WSTS) und plus 8 Prozent (Gartner).
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Ergebnis je Aktie | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Umsatzerlöse | 8.071 | 6.457 | 1.614 | 25% |
| Umsatzkosten | -4.285 | -3.729 | -556 | 15% |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.786 | 2.728 | 1.058 | 39% |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -971 | -847 | -124 | 15% |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | -804 | -699 | -105 | 15% |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, Saldo | 28 | 53 | -25 | -47% |
| Betriebsergebnis | 2.039 | 1.235 | 804 | 65% |
| Finanzergebnis (Finanzerträge und -aufwendungen, Saldo) | -41 | -88 | 47 | 53% |
| Anteiliges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 11 | 20 | -9 | -45% |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -454 | -237 | -217 | 92% |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 1.555 | 930 | 625 | 67% |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2 | -3 | 1 | 33% |
| Ergebnis nach Steuern | 1.553 | 927 | 626 | 68% |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert | 1,18 | 0,70 | 0,48 | 69% |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert | 1,18 | 0,70 | 0,48 | 69% |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) -verwässert | 1,33 | 0,85 | 0,48 | 56% |
Infineon konnte die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2023 um €1.614 Millionen
beziehungsweise 25 Prozent auf €8.071 Millionen
(Vorjahr: €6.457 Millionen) erhöhen. Der
Umsatzanstieg resultierte vor dem Hintergrund der hohen
Nachfrage nach Halbleitern und dem Anstieg von
verfügbaren Fertigungskapazitäten im Wesentlichen
aus gestiegenem Volumen. Zudem wirkten sich
Preiserhöhungen, Produktmixverbesserungen sowie
Währungseffekte, vor allem aufgrund des starken
US-Dollars, positiv auf die Umsatzerlöse aus. Der
durchschnittliche Euro/US-Dollar-Wechselkurs betrug 1,05
gegenüber 1,13 im Vorjahreszeitraum.
Alle operativen Segmente konnten die Umsatzerlöse
gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum erhöhen
(siehe "Entwicklung der operativen Segmente im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2023"). Insbesondere bei
Leistungshalbleitern und Produkten für Embedded
Control & Konnektivität war ein deutlicher
Umsatzanstieg zu verzeichnen (siehe Konzernanhang Nr. 11).
Mit €2.600 Millionen beziehungsweise 32 Prozent
(Vorjahr: 37 Prozent) entfiel etwa ein Drittel der
Umsatzerlöse im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 auf die Region Greater China,
gefolgt von der Region Europa, Naher Osten und Afrika mit
€2.092 Millionen beziehungsweise 26 Prozent (Vorjahr:
24 Prozent). Auf die Region Asien-Pazifik entfielen
€1.302 Millionen beziehungsweise 16 Prozent (Vorjahr:
17 Prozent) und auf die Region Amerika €1.195
Millionen beziehungsweise 15 Prozent (Vorjahr: 12 Prozent).
Zu den Umsatzerlösen nach Regionen siehe auch
Konzernanhang Nr. 11.
Die Umsatzkosten lagen im Berichtszeitraum mit
€4.285 Millionen um €556 Millionen oder 15
Prozent über dem Wert im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 in Höhe von €3.729
Millionen. Der Anstieg ist damit unterproportional zum
Umsatzwachstum. Dies ist im Wesentlichen auf höhere
Absatzpreise und Produktmixeffekte
zurückzuführen.
In den Umsatzkosten sind Abschreibungen auf sonstige
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die im
Zuge von Kaufpreisallokationen zu beizulegenden Zeitwerten
neu bewertet wurden, sowie akquisitionsbedingte
Aufwendungen in Höhe von insgesamt €144 Millionen
(Vorjahr: €145 Millionen) enthalten.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse
abzüglich Umsatzkosten) belief sich im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2023 auf €3.786 Millionen und
lag damit um 39 Prozent über dem Vorjahreswert von
€2.728 Millionen.
Die Bruttomarge erhöhte sich demgemäß
von 42,2 Prozent im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 auf 46,9 Prozent im
Berichtszeitraum.
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Umsatzkosten | 4.285 | 3.729 | 556 | 15% |
| Prozent vom Umsatz | 53,1% | 57,8% | -470 bp | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.786 | 2.728 | 1.058 | 39% |
| Prozent vom Umsatz (Bruttomarge) | 46,9% | 42,2% | 470 bp | |
Die Betriebskosten, bestehend aus den Forschungs- und
Entwicklungskosten sowie den Vertriebskosten und
allgemeinen Verwaltungskosten, lagen mit €1.775
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023
um €229 Millionen über dem Vorjahreswert von
€1.546 Millionen. Damit betrugen die Betriebskosten
22,0 Prozent (Vorjahr: 23,9 Prozent) vom Umsatz.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit
€971 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 im Vergleich zu €847
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022
um €124 Millionen beziehungsweise 15 Prozent
gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der
Anzahl der Mitarbeiter*innen in diesem Bereich
zurückzuführen. Zum 31. März 2023 waren im
Bereich Forschung und Entwicklung 12.430 Mitarbeiter*innen
beschäftigt (31. März 2022: 11.028). Das
Verhältnis der Forschungs- und Entwicklungskosten zum
Umsatz verringerte sich von 13,1 Prozent im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2022 auf 12,0 Prozent im
Berichtszeitraum.
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 971 | 847 | 124 | 15% |
| Prozent vom Umsatz | 12,0% | 13,1% | -110 bp | |
Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten
erhöhten sich im Berichtszeitraum um 15 Prozent
beziehungsweise €105 Millionen und beliefen sich auf
€804 Millionen (Vorjahr: €699 Millionen). Das
Verhältnis der Vertriebskosten und allgemeinen
Verwaltungskosten zum Umsatz lag mit 10,0 Prozent unter dem
Wert in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres
2022 von 10,8 Prozent. Die darin enthaltenen
Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen sowie
akquisitionsbedingten Aufwendungen lagen im
Berichtszeitraum nahezu unverändert bei €88
Millionen (Vorjahr: €85 Millionen).
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | 804 | 699 | 105 | 15% |
| Prozent vom Umsatz | 10,0% | 10,8% | -80 bp | |
Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen
und Aufwendungen betrug im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 €28 Millionen (Vorjahr:
€53 Millionen). Darin enthalten ist ein Ertrag aus dem
Verkauf des Geschäfts mit
HiRel-Gleichspannungs-wandlern an Micross Components, Inc.
("Micross"). Der Vorjahreszeitraum war aufgrund von
Versicherungserstattungen und der Auflösung einer
Rückstellung positiv beeinflusst.
Die Veränderung des Finanzergebnisses von minus
€88 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2022 auf minus €41 Millionen im
Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf höhere
Zinserträge aufgrund gestiegener Zinsen
zurückzuführen. Die Zinsaufwendungen aus
Finanzierungen hingegen unterliegen aufgrund der
vertraglich fixierten Zinsen nahezu keinen Schwankungen.
Der Steueraufwand im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 betrug €454 Millionen
(Vorjahr: €237 Millionen). Der Anstieg des
Steueraufwands resultierte aus dem Anstieg des Ergebnisses
vor Steuern. Bezogen auf das Ergebnis vor Steuern von
€2.009 Millionen (Vorjahr: €1.167 Millionen), lag
die Steuerquote im Berichtszeitraum bei 22,6 Prozent
(Vorjahr: 20,3 Prozent), siehe Konzernanhang Nr. 3.
Nach Abzug des Steueraufwands und des Ergebnisses aus
nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von
minus €2 Millionen (Vorjahr: minus €3 Millionen)
erzielte Infineon im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 ein Ergebnis nach Steuern von
€1.553 Millionen (Vorjahr: €927 Millionen).
Das höhere Ergebnis nach Steuern führte zu
einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses je Aktie.
Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je
Aktie für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres
2023 belief sich auf €1,18 (Vorjahr: €0,70).
Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl
durch Effekte aus der Kaufpreisallokation für
Akquisitionen (insbesondere Cypress) als auch durch weitere
Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der
operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen,
ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie
(verwässert) wie folgt:
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen (wenn nicht anders angegeben) | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten - verwässert | 1.555 | 930 | 625 | 67% |
| Vergütung der Hybridkapitalinvestor*innen 1 | -15 | -15 | - | 0% |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionär*innen der Infineon Technologies AG - verwässert | 1.540 | 915 | 625 | 68% |
| Zuzüglich/Abzüglich: | ||||
| Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung | 34 | 20 | 14 | 70% |
| Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen | 244 | 244 | - | 0% |
| Verluste (Gewinne) aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo | -30 | - | -30 | - |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo | - | -21 | 21 | 100% |
| Akquisitionsbedingte Aufwendungen im Finanzergebnis | 1 | 4 | -3 | -75% |
| Steuereffekt auf Bereinigungen | -57 | -53 | -4 | -8% |
| Wertminderungen (Wertaufholungen) von aktiven latenten Steuern, die aus der jährlich zu aktualisierenden Ertragsprognose resultieren | - | -2 | 2 | 100% |
| Bereinigtes Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten, zurechenbar auf Aktionär*innen der Infineon Technologies AG -verwässert | 1.732 | 1.107 | 625 | 56% |
| Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien (in Millionen) - verwässert | 1.305 | 1.303 | 2 | 0% |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie (in Euro) - verwässert 2 | 1,33 | 0,85 | 0,48 | 56% |
1 Einschließlich des kumulierten
Steuereffekts.
2 Die Berechnung des bereinigten Ergebnisses je
Aktie basiert auf ungerundeten Werten.
Das bereinigte Ergebnis nach Steuern und das bereinigte
Ergebnis je Aktie (verwässert) sind kein Ersatz oder
keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als
zusätzliche Information zu dem nach IFRS ermittelten
Ergebnis nach Steuern beziehungsweise Ergebnis je Aktie
(verwässert) aufzufassen.
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % |
| AKTIVA | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Finanzinvestments | 3.446 | 3.717 | -271 | -7% |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.960 | 1.887 | 73 | 4% |
| Vorräte | 3.499 | 3.081 | 418 | 14% |
| Sachanlagen | 5.946 | 5.545 | 401 | 7% |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 6.356 | 7.083 | -727 | -10% |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.053 | 3.483 | -430 | -12% |
| Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte | 2.175 | 2.116 | 59 | 3% |
| Summe Aktiva | 26.435 | 26.912 | -477 | -2% |
| PASSIVA | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.078 | 2.260 | -182 | -8% |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.261 | 1.161 | 100 | 9% |
| Finanzschulden | 5.428 | 5.662 | -234 | -4% |
| Rückstellungen | 896 | 1.272 | -376 | -30% |
| Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten | 1.582 | 1.613 | -31 | -2% |
| Eigenkapital | 15.190 | 14.944 | 246 | 2% |
| Summe Passiva | 26.435 | 26.912 | -477 | -2% |
Die Geschäfts- und Firmenwerte verringerten sich
zum 31. März 2023 um €727 Millionen auf
€6.356 Millionen. Der Rückgang resultierte fast
ausschließlich aus Währungseffekten,
insbesondere aus dem im Vergleich zum 30. September 2022
schwächeren US-Dollar. Auch die sonstigen
immateriellen Vermögenswerte gingen im Wesentlichen
aufgrund von Abschreibungen und Währungseffekten um
€430 Millionen auf €3.053 Millionen zurück.
Die Vorräte, und hierbei insbesondere die
unfertigen Erzeugnisse, stiegen zum 31. März 2023 um
€418 Millionen auf€3.499 Millionen (30. September
2022: €3.081 Millionen). Dies ist vor allem auf das
gestiegene Geschäftsvolumen zurückzuführen.
Das Sachanlagevermögen erhöhte sich zum 31.
März 2023 um €401 Millionen auf €5.946
Millionen. Die Zugänge in Höhe von €1.058
Millionen überstiegen hierbei die Abschreibungen von
€556 Millionen deutlich. Weitere Ausführungen zu
den Investitionen des ersten Halbjahres des
Geschäftsjahres 2023 finden sich im Kapitel
"Darstellung der Finanzlage".
Die Rückstellungen gingen um €376 Millionen
zurück. Die für das Vorjahr getätigten
Zahlungen für die erfolgsabhängige
Mitarbeiter*innenvergütung überstiegen die
ratierliche Neubildung für den Berichtszeitraum.
Die Finanzschulden gingen fast ausschließlich
aufgrund von Währungseffekten aus dem im Vergleich zum
30. September 2022 schwächeren US-Dollar um €234
Millionen zurück (siehe ausführlicher
Konzernanhang Nr. 5).
Das Eigenkapital ist zum 31. März 2023 um €246
Millionen auf €15.190 Millionen gestiegen, im
Wesentlichen bedingt durch das im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 erzielte Ergebnis nach Steuern
von €1.553 Millionen. Gegenläufig wirkten im
sonstigen Ergebnis erfasste Währungseffekte von
€928 Millionen, vor allem aufgrund des gegenüber
dem Euro schwächeren US-Dollars. Ebenfalls
eigenkapitalmindernd wirkte die für das
Geschäftsjahr 2022 gezahlte Dividende von €417
Millionen.
Die Eigenkapitalquote stieg damit zum 31. März 2023
auf 57,5 Prozent (30. September 2022: 55,5 Prozent).
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | 1.277 | 1.411 | -134 | -9% |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -788 | -659 | -129 | -20% |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | -491 | -1.223 | 732 | 60% |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -1 | -2 | 1 | 50% |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -3 | -473 | 470 | 99% |
| Währungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -12 | 8 | -20 | -250% |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -15 | -465 | 450 | 97% |
Der um €134 Millionen auf €1.277 Millionen
gesunkene Cash-Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit aus fortgeführten
Aktivitäten resultierte insbesondere aus der
Entwicklung des Working Capital. Hier kam es vor allem
durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum zu einem
negativen Effekt, wohingegen der Anstieg der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im
Vorjahreszeitraum einen positiven Effekt auf das Working
Capital hatte. Ebenso wirkte sich der im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum stärkere Anstieg der Vorräte
sowie im geringen Maße der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen negativ auf das Working Capital
aus. Gegenläufig wirkte die deutliche Verbesserung des
Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten um
€625 Millionen.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist
im Vergleich zum Vorjahr um €129 Millionen auf
€788 Millionen gestiegen. Dies resultierte
insbesondere aus den um €249 Millionen höheren
Investitionen in Sachanlagen. Die Investitionsschwerpunkte
des ersten Halbjahres 2023 lagen im Ausbau der
Frontend-Fertigungen in Kulim (Malaysia), Villach
(Österreich) und Dresden (Deutschland).
Gegenläufig wirkte der Mittelzufluss in Höhe von
€92 Millionen aus dem Verkauf des Geschäfts mit
HiRel-Gleichspannungs-wandlern an Micross.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit hat
sich im Vergleich zum Vorjahr um €732 Millionen
verringert. Einer um €832 Millionen geringeren
Nettorückzahlung von Finanzschulden stand eine um
€66 Millionen höhere Dividendenzahlung
gegenüber.
Weitere Informationen zu den Finanzschulden finden sich
im Konzernanhang Nr. 5.
Infineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow,
definiert als Cash-Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit und Cash-Flow aus
Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten
Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem
Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow
dient als zusätzliche Kenngröße, da
Infineon einen Teil der Liquidität in Form von
Finanzinvestments hält. Das bedeutet nicht, dass der
so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben
verwendet werden kann, da Dividenden,
Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste
Auszahlungen noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow
ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl, sondern
stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow
gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung, zu anderen
Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß
IFRS ermittelten Kennzahlen aufzufassen. Der Free-Cash-Flow
wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
hergeleitet:
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1 | 1.277 | 1.411 | -134 | -9% |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 1 | -788 | -659 | -129 | -20% |
| Auszahlungen (+)/Einzahlungen (-) für Finanzinvestments, Saldo | -271 | -253 | -18 | -7% |
| Free-Cash-Flow | 218 | 499 | -281 | -56% |
1 Aus fortgeführten Aktivitäten.
Die folgende Tabelle stellt die Brutto- und die
Netto-Cash-Position dar. Da Infineon einen Teil der
liquiden Mittel in Form von Finanzinvestments hält,
die nach IFRS nicht als Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert sind,
berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position,
um Investor*innen die Liquiditätslage besser zu
erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position
werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet:
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.423 | 1.438 | -15 | -1% |
| Finanzinvestments | 2.023 | 2.279 | -256 | -11% |
| Brutto-Cash-Position | 3.446 | 3.717 | -271 | -7% |
| Abzüglich: | ||||
| Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden | 752 | 752 | - | 0% |
| Langfristige Finanzschulden | 4.676 | 4.910 | -234 | -5% |
| Bruttofinanzschulden | 5.428 | 5.662 | -234 | -4% |
| Netto-Cash-Position | -1.982 | -1.945 | -37 | -2% |
Im Februar 2023 hat S&P Global Ratings das
Investment-Grade-Rating von Infineon von "BBB" mit stabilem
Ausblick auf "BBB" mit positivem Ausblick angehoben.
Zum 31. März 2023 stieg die Anzahl der
Mitarbeiter*innen auf 57.217. In der Region Amerika ging
die Anzahl der Mitarbeiter*innen vor allem durch die
Schließung des Fertigungsstandorts Temecula
(Kalifornien, USA) und den Verkauf des Geschäfts mit
HiRel-Gleichspannungswandlern an Micross um 375
zurück.
Die folgende Übersicht zeigt die Zusammensetzung
der Infineon-Belegschaft nach Regionen zu den jeweiligen
Stichtagen:
| Veränderung | ||||
| 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % | |
| Europa | 23.371 | 22.586 | 785 | 3% |
| Darin: Deutschland | 14.564 | 14.099 | 465 | 3% |
| Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) | 24.968 | 24.450 | 518 | 2% |
| Greater China 1 | 3.010 | 2.919 | 91 | 3% |
| Darin: Festland-China, Hongkong | 2.603 | 2.516 | 87 | 3% |
| Japan | 665 | 661 | 4 | 1% |
| Amerika | 5.203 | 5.578 | -375 | -7% |
| Darin: USA | 3.665 | 4.055 | -390 | -10% |
| Gesamt | 57.217 | 56.194 | 1.023 | 2% |
1 Zu Greater China gehören Festland-China,
Hongkong und Taiwan.
Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 wird
ohne Berücksichtigung der geplanten Akquisition von
GaN Systems Inc., insbesondere ohne Berücksichtigung
der Kaufpreiszahlung, dargestellt, da die Transaktion noch
den üblichen Abschlussbedingungen und
behördlichen Genehmigungen unterliegt (siehe
Konzernanhang Nr. 2).
Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung im
Berichtszeitraum, vor allem in den Kernbereichen Automobil
und Industrie, hat Infineon den Ausblick für das
Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu den Angaben in der
Konzernzwischenmitteilung für das erste Quartal des
laufenden Geschäftsjahres angehoben.
Trotz eines nun unterstellten ungünstigeren
Euro/US-Dollar-Wechselkurses von 1,10 nach zuvor 1,05
1 wird die Prognose für den Umsatz im
Geschäftsjahr 2023 von €15,5 Milliarden (plus
oder minus €500 Millionen) auf€16,2 Milliarden
(plus oder minus €300 Millionen) angehoben. Dies
entspricht einem Wachstum von 14 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr.
Dementsprechend hat sich auch die Prognose für die
Umsatzentwicklung der Segmente geändert. In den
Segmenten Automotive und Green Industrial Power wird
erwartet, dass der Umsatzanstieg jeweils über dem
Konzerndurchschnitt liegt. Beim Segment Connected Secure
Systems wird das Umsatzwachstum voraussichtlich in etwa dem
Konzerndurchschnitt entsprechen. Für das Segment Power
& Sensor Systems wird von einem Rückgang des
Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Im
Mittelpunkt der Umsatzspanne wird nun eine
Segmentergebnis-Marge von rund 27 Prozent (zuvor etwa 25
2 Prozent) erwartet.
Für das Geschäftsjahr 2023 sind Investitionen,
vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen
und sonstige immaterielle Vermögenswerte
einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, in
Höhe von etwa €3,0 Milliarden geplant.
Schwerpunkte sind dabei der Bau des dritten, für
sogenannte Verbundhalbleiter vorgesehenen
Fertigungsgebäudes am Standort Kulim (Malaysia), der
geplante Baubeginn des vierten, für
Analog-/Mixed-Signal Komponenten und Leistungshalbleiter
vorgesehenen Fertigungsgebäudes in Dresden
(Deutschland), und die kontinuierliche Erweiterung der
Kapazitäten in der Frontend-Fertigung insbesondere in
Dresden und Villach (Österreich).
Die Abschreibungen sollten im Geschäftsjahr 2023
nun etwa €1,8 Milliarden (zuvor etwa €1,9
Milliarden) betragen. Davon entfallen etwa €450
Millionen auf Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen,
hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb von
Cypress.
Der Free-Cash-Flow wird nun voraussichtlich etwa
€1,1 Milliarden (zuvor etwa €0,8 Milliarden)
erreichen.
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) wird im
Geschäftsjahr 2023 in etwa 15 Prozent (zuvor etwa 12
Prozent) betragen.
Im Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und
angesichts der internationalen Aufstellung und des breiten
Produktportfolios eröffnen sich für Infineon
einerseits viele Chancen, andererseits ist das Unternehmen
zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen
Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter
Risiken und Chancen setzt Infineon verschiedene aufeinander
abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das
Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der
Unternehmensplanung verknüpft und integraler
Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse
im Konzern und unterstützt so die nachhaltige
Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.
Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige
Auswirkungen auf Infineons Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das
Rahmenkonzept des Risikomanagementsystems sind im
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022
(Seiten 64 bis 75) dargestellt.
Infineon hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2023 keine wesentlichen Änderungen identifiziert, die
über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im
Geschäftsbericht 2022 dargestellt sind. Lediglich die
Risiken zur Coronavirus-Pandemie wurden im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2023 aufgrund der allgemeinen
weltweiten Pandemie-Lage nunmehr als unwesentlich
eingestuft. Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht
bekannt sind oder die gegenwärtig als unwesentlich
eingeschätzt werden, könnten Infineons
Geschäftsaktivitäten ebenfalls
beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des
Unternehmens gefährden könnten, sind Infineon
derzeit nicht bekannt.
| Anhang | 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | Nr. | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Umsatzerlöse | 11 | 8.071 | 6.457 | 1.614 | 25% |
| Umsatzkosten | -4.285 | -3.729 | -556 | 15% | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.786 | 2.728 | 1.058 | 39% | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -971 | -847 | -124 | 15% | |
| Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten | -804 | -699 | -105 | 15% | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 79 | 76 | 3 | 4% | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -51 | -23 | -28 | 122% | |
| Betriebsergebnis | 2.039 | 1.235 | 804 | 65% | |
| Finanzerträge | 37 | 3 | 34 | 1.133% | |
| Finanzaufwendungen | -78 | -91 | 13 | -14% | |
| Anteiliges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 11 | 20 | -9 | -45% | |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.009 | 1.167 | 842 | 72% | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3 | -454 | -237 | -217 | 92% |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 1.555 | 930 | 625 | 67% | |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4 | -2 | -3 | 1 | 33% |
| Ergebnis nach Steuern | 1.553 | 927 | 626 | 68% | |
| Davon entfallen auf: | |||||
| Aktionär*innen und Hybridkapitalinvestor*innen der Infineon Technologies AG | 1.553 | 927 | 626 | 68% | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro), zurechenbar auf Aktionär*innen der Infineon Technologies AG - unverwässert/verwässert: 1 | |||||
| Ergebnis je Aktie (in Euro) aus fortgeführten Aktivitäten -unverwässert/verwässert | 1,18 | 0,70 | 0,48 | 69% | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) aus nicht fortgeführten Aktivitäten - unverwässert/verwässert | - | - | - | - | |
| Ergebnis je Aktie (in Euro) - unverwässert/verwässert | 1,18 | 0,70 | 0,48 | 69% | |
1 Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie
basiert auf ungerundeten Werten.
| Anhang | 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | Nr. | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Ergebnis nach Steuern | 1.553 | 927 | 626 | 68% | |
| Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 1 | 88 | -87 | -99% | |
| Summe der Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 1 | 88 | -87 | -99% | |
| Währungseffekte | -928 | 317 | -1.245 | -393% | |
| Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsgeschäften | 2 | 5 | -3 | -60% | |
| Kosten der Absicherung | -4 | - | -4 | - | |
| Summe der Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können | -930 | 322 | -1.252 | -389% | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -929 | 410 | -1.339 | -327% | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 624 | 1.337 | -713 | -53% | |
| Davon entfallen auf: | |||||
| Aktionär*innen und Hybridkapitalinvestor*innen der Infineon Technologies AG | 624 | 1.337 | -713 | -53% | |
| Anhang | Veränderung | ||||
| € in Millionen | Nr. | 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.423 | 1.438 | -15 | -1% | |
| Finanzinvestments | 2.023 | 2.279 | -256 | -11% | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.960 | 1.887 | 73 | 4% | |
| Vorräte | 3.499 | 3.081 | 418 | 14% | |
| Kurzfristige Ertragsteuerforderungen | 41 | 58 | -17 | -29% | |
| Vertragsvermögenswerte | 112 | 85 | 27 | 32% | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 757 | 625 | 132 | 21% | |
| Zur Veräußerung stehende Vermögenswerte | 15 | - | 15 | - | |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 9.830 | 9.453 | 377 | 4% | |
| Sachanlagen | 5.946 | 5.545 | 401 | 7% | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 6.356 | 7.083 | -727 | -10% | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.053 | 3.483 | -430 | -12% | |
| Nutzungsrechte | 405 | 405 | - | 0% | |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 98 | 100 | -2 | -2% | |
| Langfristige Ertragsteuerforderungen | 1 | 2 | -1 | -50% | |
| Aktive latente Steuern | 401 | 527 | -126 | -24% | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 345 | 314 | 31 | 10% | |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 16.605 | 17.459 | -854 | -5% | |
| Summe Aktiva | 26.435 | 26.912 | -477 | -2% | |
| Anhang | Veränderung | ||||
| € in Millionen | Nr. | 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % |
| Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden | 5 | 752 | 752 | - | 0% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.078 | 2.260 | -182 | -8% | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 6 | 606 | 983 | -377 | -38% |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 449 | 356 | 93 | 26% | |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 71 | 76 | -5 | -7% | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.261 | 1.161 | 100 | 9% | |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 5.217 | 5.588 | -371 | -7% | |
| Langfristige Finanzschulden | 5 | 4.676 | 4.910 | -234 | -5% |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 290 | 297 | -7 | -2% | |
| Passive latente Steuern | 274 | 371 | -97 | -26% | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 6 | 290 | 289 | 1 | 0% |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 314 | 310 | 4 | 1% | |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 184 | 203 | -19 | -9% | |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 6.028 | 6.380 | -352 | -6% | |
| Summe Verbindlichkeiten | 11.245 | 11.968 | -723 | -6% | |
| Eigenkapital: | 7 | ||||
| Grundkapital | 2.612 | 2.612 | - | 0% | |
| Kapitalrücklage | 6.615 | 6.579 | 36 | 1% | |
| Gewinnrücklage | 4.623 | 3.506 | 1.117 | 32% | |
| Andere Rücklagen | 137 | 1.067 | -930 | -87% | |
| Eigene Aktien | -20 | -23 | 3 | -13% | |
| Hybridkapital | 1.223 | 1.203 | 20 | 2% | |
| Summe Eigenkapital | 15.190 | 14.944 | 246 | 2% | |
| Summe Passiva | 26.435 | 26.912 | -477 | -2% | |
| Anhang | 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | Nr. | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Ergebnis nach Steuern | 1.553 | 927 | 626 | 68% | |
| Zuzüglich: Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4 | 2 | 3 | -1 | -33% |
| Anpassungen zur Überleitung des Ergebnisses nach Steuern auf Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit: | |||||
| Planmäßige Abschreibungen | 863 | 798 | 65 | 8% | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 3 | 454 | 237 | 217 | 92% |
| Zinsergebnis | 57 | 87 | -30 | -34% | |
| Verluste (Gewinne) aus dem Abgang von Sachanlagen | -16 | -5 | -11 | -220% | |
| Verluste (Gewinne) aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten, Anteilen an Tochtergesellschaften und Beteiligungen | -30 | - | -30 | - | |
| Erhaltene Dividenden | 7 | 3 | 4 | 133% | |
| Wertminderungen (Wertaufholungen) | 15 | - | 15 | - | |
| Aktienbasierte Vergütung | 34 | 20 | 14 | 70% | |
| Sonstiges nicht zahlungswirksames Ergebnis | -16 | -20 | 4 | 20% | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -145 | -111 | -34 | -31% | |
| Veränderung der Vorräte | -567 | -331 | -236 | -71% | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -128 | 198 | -326 | -165% | |
| Veränderung der Rückstellungen | -343 | -286 | -57 | -20% | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und sonstigen Verbindlichkeiten | -174 | 32 | -206 | -644% | |
| Erhaltene Zinsen | 23 | 2 | 21 | 1.050% | |
| Gezahlte Zinsen | -49 | -60 | 11 | 18% | |
| Gezahlte Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -263 | -83 | -180 | -217% | |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten | 1.277 | 1.411 | -134 | -9% | |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit aus nicht fortgeführten Aktivitäten | -1 | -2 | 1 | -50% | |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.276 | 1.409 | -133 | -9% | |
| Auszahlungen für Finanzinvestments | -2.624 | -3.313 | 689 | 21% | |
| Einzahlungen aus Finanzinvestments | 2.895 | 3.566 | -671 | -19% | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Geschäftsaktivitäten und Anteilen an Tochtergesellschaften, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel | 92 | - | 92 | - | |
| Investitionen in nahestehende Unternehmen | -2 | - | -2 | - | |
| Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel | - | -19 | 19 | 100% | |
| Auszahlungen für sonstige immaterielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte | -119 | -99 | -20 | -20% | |
| Auszahlungen für Sachanlagen | -1.052 | -803 | -249 | -31% | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten | 22 | 9 | 13 | 144% | |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -788 | -659 | -129 | -20% | |
| Erhöhung langfristiger Finanzschulden | - | 500 | -500 | -100% | |
| Rückzahlungen langfristiger Finanzschulden | -1 | -1.333 | 1.332 | 100% | |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | -48 | -40 | -8 | -20% | |
| Veränderung der als Sicherheitsleistungen hinterlegten liquiden Mittel | - | 1 | -1 | -100% | |
| Auszahlungen für sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -25 | - | -25 | - | |
| Dividendenzahlungen | -417 | -351 | -66 | -19% | |
| Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -491 | -1.223 | 732 | 60% | |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -3 | -473 | 470 | 99% | |
| Währungseffekte auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -12 | 8 | -20 | -250% | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenanfang | 1.438 | 1.749 | -311 | -18% | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Periodenende | 1.423 | 1.284 | 139 | 11% | |
| Anhang | Andere Rücklagen | |||||
| € in Millionen | Nr. | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Währungseffekte | Sicherungsgeschäfte |
| Stand zum 1. Oktober 2022 | 7 | 2.612 | 6.579 | 3.506 | 1.060 | 7 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.533 | - | - | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 1 | -928 | 2 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 1.534 | -928 | 2 | |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | ||||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | ||||||
| Dividenden | - | - | -417 | - | - | |
| Aktienbasierte Vergütung | - | 31 | - | - | - | |
| Abgang (Erwerb) eigener Aktien | - | - | - | - | - | |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 5 | - | - | - | |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 36 | -417 | - | - | |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | 36 | -417 | - | - | |
| Stand zum 31. März 2023 | 2.612 | 6.615 | 4.623 | 132 | 9 | |
| Andere
Rücklagen |
|||||
| € in Millionen | Kosten der
Absicherung |
Eigene
Aktien |
Eigenkapital der
Aktionär*innen der Infineon Technologies AG |
Eigenkapital der
Hybridkapitalinvestor* innen |
Summe
Eigenkapital |
| Stand zum 1. Oktober 2022 | - | -23 | 13.741 | 1.203 | 14.944 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | |||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.533 | 20 | 1.553 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -4 | - | -929 | - | -929 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -4 | - | 604 | 20 | 624 |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | |||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | |||||
| Dividenden | - | - | -417 | - | -417 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | - | 31 | - | 31 |
| Abgang (Erwerb) eigener Aktien | - | 3 | 3 | - | 3 |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | - | 5 | - | 5 |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 3 | -378 | - | -378 |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | 3 | -378 | - | -378 |
| Stand zum 31. März 2023 | -4 | -20 | 13.967 | 1.223 |
| Anhang | Andere Rücklagen | |||||
| € in Millionen | Nr. | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Währungseffekte | Sicherungsgeschäfte |
| Stand zum 1. Oktober 2021 | 7 | 2.612 | 6.513 | 1.407 | -309 | 3 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 907 | - | - | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 88 | 317 | 5 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 995 | 317 | 5 | |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | ||||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | ||||||
| Dividenden | - | - | -351 | - | - | |
| Aktienbasierte Vergütung | - | 18 | - | - | - | |
| Abgang (Erwerb) eigener Aktien | - | - | - | - | - | |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 5 | - | - | - | |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 23 | -351 | - | - | |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | 23 | -351 | - | - | |
| Stand zum 31. März 2022 | 2.612 | 6.536 | 2.051 | 8 | 8 | |
| € in Millionen | Eigene
Aktien |
Eigenkapital der
Aktionär*innen der Infineon Technologies AG |
Eigenkapital der
Hybridkapitalinvestor* innen |
Summe
Eigenkapital |
| Stand zum 1. Oktober 2021 | -28 | 10.198 | 1.203 | 11.401 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||||
| Ergebnis nach Steuern | - | 907 | 20 | 927 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | 410 | - | 410 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | 1.317 | 20 | 1.337 |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | ||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | ||||
| Dividenden | - | -351 | - | -351 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | 18 | - | 18 |
| Abgang (Erwerb) eigener Aktien | 3 | 3 | - | 3 |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 5 | - | 5 |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | 3 | -325 | - | -325 |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | 3 | -325 | - | -325 |
| Stand zum 31. März 2022 | -25 | 11.190 | 1.223 | 12.413 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der
Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"),
bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend
auch "die Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften,
für das erste Halbjahr der Geschäftsjahre 2023
und 2022 wurde gemäß den vom International
Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen
International Financial Reporting Standards ("IFRS")
aufgestellt, soweit diese von der Europäischen Union
("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss wurde gemäß IAS 34
"Zwischenberichterstattung" erstellt. Entsprechend wurden
bestimmte Informationen und Anhangangaben, die
üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten
sind, gekürzt oder weggelassen. Obwohl die hierin
abgebildete Konzern-Bilanz zum 30. September 2022 aus dem
geprüften Konzernabschluss abgeleitet wurde, sind
nicht alle erforderlichen Anhangangaben der
Berichterstattung nach IFRS übernommen worden. Der
verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in
Verbindung mit dem geprüften Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2022 gelesen werden. Dieser wurde
gemäß IFRS aufgestellt, soweit diese von der EU
übernommen worden sind. Die Ertragsteueraufwendungen
werden in Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des
aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das
Gesamtjahr ermittelt.
Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für
den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss
entsprechen den im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2022 angewandten Grundsätzen. Eine
Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer
sowie überarbeiteter Standards und Interpretationen,
die seit dem am 1. Oktober 2022 beginnenden
Geschäftsjahr für Infineon relevant sind. Die
Anwendung dieser neuen beziehungsweise überarbeiteten
Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon.
Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss
enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach
Auffassung des Managements ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen
Abgrenzungen entsprechen der üblichen
Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der
Zwischenberichtsperioden kann nicht notwendigerweise auf
das Jahresergebnis geschlossen werden.
Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss
ausgewiesenen Beträge sind in Euro ("€"),
außer wenn anders angegeben.
Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind
aufgrund von Rundungen möglich.
Am 3. Mai 2023 hat der Vorstand der Gesellschaft den
Halbjahresfinanzbericht aufgestellt.
Die Erstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses erforderte Schätzungen und
Annahmen des Managements, die Auswirkungen auf ausgewiesene
Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben
haben.
Schätzungen und Annahmen unterliegen einer
regelmäßigen Überprüfung und
müssen gegebenenfalls angepasst werden.
Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem
Wissen des Managements, basierend auf den
gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen,
erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu
Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Dies gilt
insbesondere vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine
und den damit verbundenen möglichen Risiken, wie die
mögliche Verknappung von Energie und Rohstoffen sowie
Preiserhöhungen. Eine Ausweitung dieses Konflikts
würde das Risiko eines weltweiten wirtschaftlichen
Abschwungs weiter erhöhen, welcher in Verbindung mit
der aktuellen Inflations- und Zinsentwicklung zu einem
erheblichen Konsumrückgang führen könnte.
Sowohl Zollstreitigkeiten als auch
Handelsbeschränkungen, zum Beispiel zwischen den USA
und China, könnten den globalen Handel und damit das
Weltwirtschaftswachstum zusätzlich
beeinträchtigen. Die Entwicklungen im Zuge dieser
Risiken sind dynamisch, sodass nicht auszuschließen
ist, dass die tatsächlichen Ergebnisse deutlich von
den im Rahmen dieses verkürzten
Konzernzwischenabschlusses getroffenen Schätzungen und
Annahmen abweichen beziehungsweise in künftigen
Perioden eine Anpassung der getroffenen Schätzungen
und Annahmen erforderlich wird und dies einen wesentlichen
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
von Infineon haben kann.
Bereiche, die Schätzungen und Annahmen beinhalten
sind im Anhang zum Konzernabschluss 2022 unter Nr. 2
eingehender erläutert und betreffen im
Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2023 im
Wesentlichen: Den Ansatz und die Bewertung von aktiven
latenten Steuern sowie von unsicheren
Ertragsteuerpositionen, die Bewertung des
Vorratsvermögens, die zeitraumbezogene
Umsatzrealisierung sowie solche Umsatzerlöse, deren
Transaktionspreis eine variable Komponente enthält,
die Werthaltigkeit nichtfinanzieller Vermögenswerte,
insbesondere der Geschäfts- oder Firmenwerte, den
Ansatz und Bewertung von Rückstellungen sowie die
Bewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen.
Sofern sich im Zwischenberichtszeitraum wesentliche
Änderungen an den Schätzungen und Annahmen
beziehungsweise an den zugrunde liegenden Parametern
ergeben haben, so wird darauf im Rahmen dieses
Konzernzwischenabschlusses gesondert eingegangen.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren
auf den Verhältnissen und Beurteilungen am
Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der bis zur
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
durch den Vorstand am 3. Mai 2023 erlangten Erkenntnisse.
Am 2. März 2023 haben Infineon und GaN Systems Inc.
("GaN Systems"), Kanada, einen Vertrag unterzeichnet,
demzufolge GaN Systems erworben werden soll. GaN Systems
ist ein weltweiter Technologieführer bei der
Entwicklung von GaN-basierten Lösungen für die
Energiewandlung. Infineon stärkt mit dieser
Akquisition die Führungsposition im Bereich
Power-Systems. Es wurde ein Kaufpreis in Höhe von
US$830 Millionen vereinbart, welcher üblichen
Kaufpreisanpassungsmechanismen unterliegt.
Die Transaktion unterliegt den üblichen
Abschlussbedingungen und behördlichen Genehmigungen.
Die geplante Übernahme von GaN Systems wird aus
vorhandenen liquiden Mitteln finanziert.
Für die Sicherung der Fremdwährungsrisiken aus
der Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit der
geplanten Akquisition von GaN Systems wurden ein
transaktionsabhängiges
Euro/US-Dollar-Fremdwährungstermingeschäft ("Deal
Contingent Forward") und ein transaktionsabhängiges
Euro/US-Dollar-Fremdwährungsoptions-geschäft
("Deal Contingent Option") mit einem Nominalvolumen von
jeweils US$415 Millionen abgeschlossen (siehe Konzernanhang
Nr. 10).
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 wurde
die effektive Steuerquote durch ausländische
Steuersätze, nicht abzugsfähige Aufwendungen,
steuerfreie Erträge, Steuervergünstigungen und
Änderungen der Wertberichtigungen auf aktive latente
Steuern beeinflusst.
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.009 | 1.167 | 842 | 72% |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -454 | -237 | -217 | 92% |
| Effektive Steuerquote | 22,6% | 20,3% | 230 bp | |
Am 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"),
eine sich im Mehrheitsbesitz von Infineon befindende
Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens (siehe im Anhang
zum Konzernabschluss 2022 unter Nr. 6).
Die im Zusammenhang mit der Insolvenz von Qimonda
bestehenden Risiken und Rückstellungen sind im Anhang
zum Konzernabschluss 2022 unter Nr. 23 ausführlich
beschrieben.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 ergaben
sich Anpassungen bei einzelnen Rückstellungen an die
aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit der Insolvenz von
Qimonda. Im Wesentlichen ergaben sich aus der Aufzinsung
von Rückstellungen Aufwendungen in Höhe von
€2 Millionen, die in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung im Ergebnis aus nicht fortgeführten
Aktivitäten, abzüglich Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag ausgewiesen sind.
Die Finanzschulden setzten sich wie folgt zusammen:
| € in Millionen | 31. März 2023 | 30. September 2022 |
| Kurzfristige
Finanzschulden sowie kurzfristig fällige
Bestandteile der langfristigen Finanzschulden,
Durchschnittszinssatz 0,83%
(30. September 2022: 0,87%) |
2 | 3 |
| Anleihe €750 Millionen, Kupon 0,75%, fällig 2023 | 750 | 749 |
| Kurzfristige Finanzschulden sowie kurzfristig fällige Bestandteile langfristiger Finanzschulden | 752 | 752 |
| Anleihe €500 Millionen, Kupon 0,625%, fällig 2025 | 498 | 497 |
| Anleihe €750 Millionen, Kupon 1,125%, fällig 2026 | 746 | 745 |
| Anleihe €750 Millionen, Kupon 1,625%, fällig 2029 | 742 | 742 |
| Anleihe €650 Millionen, Kupon 2,00%, fällig 2032 | 639 | 639 |
| USPP-Anleihen US$935 Millionen, Durchschnittszinssatz: 4,09%, fällig 2024 - 2028 | 859 | 958 |
| USPP-Anleihen US$1.300 Millionen, Durchschnittszinssatz: 2,88%, fällig 2027 - 2033 | 1.192 | 1.329 |
| Langfristige Finanzschulden | 4.676 | 4.910 |
| Gesamt | 5.428 | 5.662 |
Im Februar 2023 hat S&P Global Ratings das
Investment-Grade-Rating von Infineon von "BBB"
bestätigt und den Ausblick von "stabil" auf "positiv"
angehoben.
Die Kreditlinien zum 31. März 2023 und 30.
September 2022 setzten sich insgesamt wie folgt zusammen:
| 31. März 2023 | 30. September 2022 | |||||
| Laufzeit, € in Millionen | Gesamthöhe | In Anspruch genommen | Verfügbar | Gesamthöhe | In Anspruch genommen | Verfügbar |
| Kurzfristig | 75 | 2 | 73 | 83 | 3 | 80 |
| Gesamt | 75 | 2 | 73 | 83 | 3 | 80 |
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen setzten
sich wie folgt zusammen:
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % |
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiterinnen | 590 | 952 | -362 | -38% |
| Gewährleistungen | 38 | 39 | -1 | -3% |
| Rückstellungen im Zusammenhang mit Qimonda (siehe Konzernanhang Nr. 4 und Nr. 8) | 213 | 211 | 2 | 1% |
| Sonstige | 55 | 70 | -15 | -21% |
| Summe Rückstellungen | 896 | 1.272 | -376 | -30% |
| Davon kurzfristig | 606 | 983 | -377 | -38% |
| Davon langfristig | 290 | 289 | 1 | 0% |
Das Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum
31. März 2023 €2.611.842.274 (30. September 2022:
€2.611.842.274), eingeteilt in 1.305.921.137 (30.
September 2022: 1.305.921.137) auf den Namen lautende
nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen
Anteil von €2 am Grundkapital. Zum 31. März 2023
hielt die Gesellschaft von der oben genannten Gesamtzahl
ausgegebener Aktien 3.199.077 eigene Aktien (30. September
2022: 3.689.901). Die Veränderung der Anzahl eigener
Aktien ist auf die Übertragung von 490.824 eigenen
Aktien an Arbeitnehmer*innen und Vorstandsmitglieder im
Rahmen des Performance Share-Plans und des Restricted Stock
Unit-Plans (siehe im Anhang zum Konzernabschluss 2022 unter
Nr. 21) zurückzuführen.
In der Hauptversammlung am 16. Februar 2023 wurde
beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Infineon Technologies
AG für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in
Höhe von €0,32 je dividendenberechtigte
Stückaktie auszuschütten. Unter
Berücksichtigung der fehlenden Dividendenberechtigung
eigener Aktien führte dies zu einer Ausschüttung
von €417 Millionen.
Die Infineon Technologies AG hat am 1. Oktober 2019 eine
unbefristete Hybridanleihe zur Refinanzierung der
Akquisition von Cypress ausgegeben, die ein
Eigenkapitalinstrument nach IAS 32 ist (siehe im Anhang zum
Konzernabschluss 2022 unter Nr. 19).
Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres
2023 wurden €20 Millionen als Vergütung der
Hybridkapitalinvestor*innen im Eigenkapital erfasst.
Für Zwecke der Berechnung des Ergebnisses je Aktie
wurde das auf die Aktionäre der Infineon Technologies
AG entfallende Ergebnis nach Steuern von €1.553
Millionen um die Vergütung der
Hybridkapitalinvestor*innen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 in Höhe von €15
Millionen (netto, nach Steuern) auf €1.538 Millionen
vermindert.
Die Auszahlung der Vergütung an die
Hybridkapitalinvestor*innen erfolgt jährlich
nachträglich am 1. April eines jeden Jahres
vorbehaltlich einer Rückzahlung oder eines
Rückkaufs. Am 1. April 2023 wurden €39 Millionen
ausgezahlt.
Hinsichtlich der Darstellung der Rechtsstreitigkeiten
und staatlichen Untersuchungsverfahren (insbesondere zu
"Wettbewerbsrechtliche Verfahren Smartcard-Chips" und
"Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda") sowie anderer
Rechtsstreitigkeiten und Verfahren sowie der damit
verbundenen Risiken siehe im Anhang zum Konzernabschluss
2022 unter Nr. 23. Die im Juli 2019 von einem
Smart-Card-Chip-Kunden in London eingereichte Klage wurde
im Dezember 2022 vom UK Supreme Court abschließend
abgewiesen.
Infineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten
Unternehmen und anderen verbundenen Unternehmen
("nahestehende Unternehmen") vor. Nahestehende Personen
sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens,
namentlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen").
Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen
von und verkauft bestimmte Produkte und Leistungen an
nahestehende Unternehmen. Diese Käufe von und
Verkäufe an nahestehende Unternehmen erfolgen in der
Regel zu fremdüblichen Bedingungen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen
beziehungsweise gegenüber nahestehenden Unternehmen
setzten sich zum 31. März 2023 und 30. September 2022
wie folgt zusammen:
| 31. März 2023 | 30. September 2022 | |||||
| € in Millionen | Gemeinschafts-
unternehmen |
Assoziierte
Unternehmen |
Andere
verbundene Unternehmen |
Gemeinschafts-
unternehmen |
Assoziierte
Unternehmen |
Andere
verbundene Unternehmen |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 4 | 4 | - | 8 | 2 | - |
| Finanzielle Forderungen | 33 | - | - | 35 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 10 | - | 2 | 8 | - | 2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | 1 | - | - | 1 |
Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit
beziehungsweise empfangene Lieferungen und Leistungen von
nahestehenden Unternehmen setzten sich im ersten Halbjahr
der Geschäftsjahre 2023 und 2022 wie folgt zusammen:
| 1. Halbjahr | ||||||
| 2023 | 2022 | |||||
| € in Millionen | Gemeinschafts-
unternehmen |
Assoziierte
Unternehmen |
Andere
verbundene Unternehmen |
Gemeinschafts-
unternehmen |
Assoziierte
Unternehmen |
Andere
verbundene Unternehmen |
| Umsätze und Leistungsverrechnungen | 68 | 6 | 1 | 49 | 10 | - |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 58 | - | 12 | 44 | - | 9 |
Geraldine Picaud hat ihr Aufsichtsratsmandat
niedergelegt und ist mit Wirkung zum Ablauf des 2. Februar
2023 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden.
Das Amtsgericht München (Handelsregister) hat mit
Beschluss vom 19. April 2023 Ute Wolf befristet bis zur
nächsten ordentlichen Hauptversammlung der
Gesellschaft im Februar 2024 zum neuen
Aufsichtsratsmitglied bestellt. Der Aufsichtsrat hat Ute
Wolf zudem zum weiteren Mitglied des Investitions-, Finanz-
und Prüfungsausschusses gewählt.
Mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 16.
Februar 2023 ist Dr. Wolfgang Eder als Mitglied und
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gesellschaft
ausgeschieden. Dr. Herbert Diess wurde von der
Hauptversammlung bis zur Beendigung der Hauptversammlung
2027 als neues Aufsichtsratsmitglied gewählt. Der
Aufsichtsrat hat in seiner anschließenden Sitzung Dr.
Herbert Diess zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats
gewählt.
Zudem hat Hans-Ulrich Holdenried sein Mandat mit Wirkung
zum Ende der Hauptversammlung am 16. Februar 2023
niedergelegt. Klaus Helmrich wurde von der Hauptversammlung
bis zur Beendigung der Hauptversammlung 2027 als neues
Aufsichtsratsmitglied gewählt.
Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien nach
IFRS 9, die Bewertungsverfahren und wesentlichen Annahmen
sind unverändert gegenüber dem 30. September 2022
und ausführlich im Anhang zum Konzernabschluss 2022
unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick
über Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen
Risikofaktoren und das Management finanzieller Risiken ist
im Anhang zum Konzernabschluss 2022 unter Nr. 26 und Nr. 27
enthalten.
Die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und
geopolitischen Verwerfungen könnten für Infineon
mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf seine
finanziellen Risiken wie Währungsrisiko, Zinsrisiko,
Kreditrisiko sowie Liquiditätsrisiko und sonstige
Risiken haben. Der Verlauf der Ereignisse und deren Folgen
auf die Risikoposition von Infineon werden laufend
überwacht und in den zur Steuerung der finanziellen
Risiken verwendeten Methoden, Modellen und Prozessen
berücksichtigt.
Im Hinblick auf Kreditrisiken bei zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerten wie Bankanlagen und Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie
Vertragsvermögenswerten wird durch eine umfassende
Kreditprüfung der Geschäftspartner,
Kreditlimitvergabe sowie Überwachungsprozesse der
aktuellen Situation Rechnung getragen. Bei Ermittlung der
zu berücksichtigenden erwarteten Kreditverluste
berücksichtigt Infineon alle relevanten Informationen,
die derzeit zum einen ohne unangemessenen Kosten- oder
Zeitaufwand verfügbar und zum anderen angemessen und
belastbar sind. Dazu zählen Ratings,
Credit-Default-Swap-Prämien, Analysen von
Bilanzkennzahlen und Zahlungsverhalten der Kunden sowie
Länderrisiken. Bei Vorliegen entsprechender
einzelfallbezogener Umstände beziehungsweise weiteren
Risikoindikatoren werden bei Bedarf individuelle
Wertberichtigungen gebildet. Die Entwicklungen auf den
Märkten sind sehr dynamisch, sodass nicht
auszuschließen ist, dass die tatsächlichen
eingetretenen Kreditverluste deutlich von den anhand der
aktuellen Schätzungen und Annahmen ermittelten
erwarteten Kreditverlusten abweichen beziehungsweise in
künftigen Perioden eine Anpassung der getroffenen
Schätzungen und Annahmen erforderlich wird und dies
einen wesentlichen Einfluss auf die erwarteten
Kreditverluste von Infineon haben kann. Mögliche
weitere längerfristige Auswirkungen auf Infineon durch
die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten und
geopolitischen Verwerfungen sowie die damit verbundene
Volatilität der Finanzmärkte sind derzeit nicht
abschätzbar.
Bezüglich der zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Finanzinstrumente können zukünftig -
abhängig von der weiteren Entwicklung auf den
Märkten - größere Schwankungen der
beizulegenden Zeitwerte auftreten, die zu einer
entsprechenden Volatilität innerhalb der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung respektive
Konzern-Bilanz führen können.
Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 den
folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung
zu den verschiedenen Levels erfolgt nach Marktnähe der
in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden
Bewertungsparameter:
| ― |
Level 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden, |
| ― |
Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen, |
| ― |
Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
Die Einteilung in die Levels zum 31. März 2023 und
30. September 2022 stellte sich wie folgt dar:
| Beizulegender
Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert nach Kategorie | |||
| € in Millionen | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
| 31. März 2023 | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte: | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.008 | 1.008 | - | - |
| Finanzinvestments | 2.023 | 2.023 | - | - |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 15 | - | 6 | 9 |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 108 | 95 | - | 13 |
| Gesamt | 3.154 | 3.126 | 6 | 22 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten: | ||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 15 | - | 4 | 11 |
| Gesamt | 15 | - | 4 | 11 |
| 30. September 2022 | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte: | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.045 | 1.045 | - | - |
| Finanzinvestments | 2.039 | 2.039 | - | - |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5 | - | 5 | - |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 108 | 94 | - | 14 |
| Gesamt | 3.197 | 3.178 | 5 | 14 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten: | ||||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 25 | - | 25 | - |
| Gesamt | 25 | - | 25 | - |
Zahlungsmitteläquivalente beziehungsweise
Finanzinvestments enthielten Investitionen in geldmarktnahe
Fonds beziehungsweise Investmentfonds (Level 1).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
beziehungsweise die sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten enthielten derivative Finanzinstrumente
(einschließlich Cash-Flow-Hedges). Deren
beizulegender Zeitwert wurde mittels Diskontierung
künftiger Zahlungsströme nach der
Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als
Bewertungsparameter wurden, soweit möglich, die am
Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten (wie
Währungskurse, Zinssätze oder Rohstoffpreise)
verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen
wurden (Level 2). Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis
nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden,
wurden diese dem Level 3 der Kategorie der beizulegenden
Zeitwerte zugeordnet.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte
enthielten Beteiligungen und Fondsanteile. Soweit diese an
einem aktiven Markt gehandelt werden, wurde der
beizulegende Zeitwert auf Basis der aktuell notierten
Preise ermittelt (Level 1). Daneben enthielten die
sonstigen langfristigen Vermögenswerte derivative
Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert mittels
anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet wurde,
wobei ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in
die Bewertung eingeflossen sind (Level 2). Für
Beteiligungen, die über keinen auf einem aktiven Markt
notierten Marktpreis verfügen, wurden bestehende
vertragliche Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren
Dividendenpolitik) zur Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts berücksichtigt (Level 3).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der
in Level 3 eingeordneten Finanzinstrumente (vor Steuern):
| € in Millionen | 30. September 2022 | Käufe
(inklusive Zugängen) |
Unrealisierte
erfolgswirksame Gewinne/ Verluste 1 |
Gewinne/Verluste
im Eigenkapital |
31. März 2023 |
| Beteiligungen | 14 | - | -1 | - | 13 |
| Deal Contingent Forward | - | - | - | -11 | -11 |
| Deal Contingent Option 1 | - | 13 | - | -4 | 9 |
| Gesamt | 14 | 13 | -1 | -15 | 11 |
Für die Sicherung der Fremdwährungsrisiken aus
der Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit der
geplanten Akquisition von GaN Systems (siehe Konzernanhang
Nr. 2) wurden ein transaktionsabhängiges
Euro/US-Dollar-Fremdwährungstermin-geschäft
("Deal Contingent Forward") und ein
transaktionsabhängiges
Euro/US-Dollar-Fremdwährungsoptionsgeschäft
("Deal Contingent Option") mit einem Nominalvolumen von
jeweils US$415 Millionen abgeschlossen und als
Cash-Flow-Sicherungsbeziehung bilanziert. Die Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte der als Cash-Flow-Hedges
designierten Deal Contingent Forward und Deal Contingent
Option erfolgte auf der Grundlage von am Markt
beobachtbaren Faktoren, wie Terminkursen, Zinskurven und
Volatilitäten. Zusätzlich wurde als nicht
beobachtbarer Faktor das wahrscheinlichste Datum des
Abschlusses der geplanten Akquisition berücksichtigt.
Eine hypothetische Änderung der wesentlichen nicht
beobachtbaren Bewertungsparameter zum Bilanzstichtag um
± 10 Prozent beziehungsweise um einen Monat
hätte zu einer theoretischen Minderung der
beizulegenden Zeitwerte um €0 Millionen
beziehungsweise zu einem Anstieg um €1 Million
geführt.
Zwischen den Levels haben in der Berichtsperiode - wie
im Vorjahreszeitraum - keine Umqualifizierungen
stattgefunden.
Mit Wirkung zum 1. April 2023 wurde das Segment
"Industrial Power Control" in "Green Industrial Power"
umbenannt. Dekarbonisierung, Elektrifizierung und
Energieeffizienz sind wichtige Treiber des Geschäfts
in diesem Segment. Diese Ausrichtung und der entscheidende
Beitrag, den das Segment zur CO2-Reduzierung leistet,
spiegeln sich nun auch im neuen Namen wider. Die
Namensänderung hat keine Auswirkungen auf die
Organisationsstruktur, die Strategie oder den
Geschäftsumfang.
Das Geschäft von Infineon ist in die vier
operativen Segmente Automotive, Green Industrial Power,
Power & Sensor Systems und Connected Secure Systems
strukturiert.
Die Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen
verbleibende Aktivitäten von veräußerten
Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten.
Darin enthalten sind seit dem Verkauf des
Mobilfunkgeschäfts Dienstleistungen an Intel Mobile
Communications und MaxLinear sowie Lieferungen an
MaxLinear. Zudem enthalten sie seit dem Verkauf des
größten Teils des Geschäfts für
Hochfrequenz-Leistungskomponenten auch Lieferungen von
LDMOS-Wafern und zugehörigen Komponenten sowie
Dienstleistungen an Wolfspeed, Inc. (vormals Cree, Inc.).
Konzernfunktionen und Eliminierungen dient der
Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse und
Ergebnisse, soweit diese zwischen den Segmenten vorliegen.
Die folgende Tabelle stellt die Umsätze der
Segmente nach Produktkategorien dar:
| Produktkategorie | ||||||
| Gesamt | Leistungshalbleiter | Embedded Control & Konnektivität | ||||
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | ||||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden: | ||||||
| Automotive | 3.951 | 2.881 | 2.000 | 1.463 | 1.239 | 734 |
| Green Industrial Power | 1.058 | 812 | 1.058 | 812 | - | - |
| Power & Sensor Systems | 1.969 | 1.880 | 1.583 | 1.377 | 169 | 157 |
| Connected Secure Systems | 1.081 | 875 | - | - | 1.081 | 875 |
| Zwischensumme | 8.059 | 6.448 | 4.641 | 3.652 | 2.489 | 1.766 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | 12 | 9 | ||||
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | - | - | ||||
| Gesamt | 8.071 | 6.457 | ||||
| Produktkategorie | ||||
| Hochfrequenz & Sensoren | Speicher für spezifische Anwendungen | |||
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | |||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden: | ||||
| Automotive | 362 | 347 | 350 | 337 |
| Green Industrial Power | - | - | - | - |
| Power & Sensor Systems | 217 | 346 | - | - |
| Connected Secure Systems | - | - | - | - |
| Zwischensumme | 579 | 693 | 350 | 337 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | ||||
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | ||||
| Gesamt | ||||
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 31. März 2023 | 30. September 2022 | absolut | in % |
| Vorräte: | ||||
| Automotive | 1.593 | 1.337 | 256 | 19% |
| Green Industrial Power | 342 | 290 | 52 | 18% |
| Power & Sensor Systems | 799 | 798 | 1 | 0% |
| Connected Secure Systems | 393 | 311 | 82 | 26% |
| Sonstige Geschäftsbereiche | 1 | 3 | -2 | -67% |
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | 371 | 342 | 29 | 8% |
| Gesamt | 3.499 | 3.081 | 418 | 14% |
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Segmentergebnis: | ||||
| Automotive | 1.180 | 585 | 595 | 102% |
| Green Industrial Power | 325 | 166 | 159 | 96% |
| Power & Sensor Systems | 498 | 522 | -24 | -5% |
| Connected Secure Systems | 280 | 208 | 72 | 35% |
| Sonstige Geschäftsbereiche | 3 | 2 | 1 | 50% |
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | 1 | -5 | 6 | 120% |
| Gesamt | 2.287 | 1.478 | 809 | 55% |
Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom
Segmentergebnis auf das Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
dar:
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2023 | 2022 | absolut | in % |
| Segmentergebnis: | 2.287 | 1.478 | 809 | 55% |
| Zuzüglich/Abzüglich: | ||||
| Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung | -34 | -20 | -14 | 70% |
| Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen | -244 | -244 | - | 0% |
| Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften, Saldo | 30 | - | 30 | - |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen, Saldo | - | 21 | -21 | -100% |
| Betriebsergebnis | 2.039 | 1.235 | 804 | 65% |
| Finanzerträge | 37 | 3 | 34 | 1.133% |
| Finanzaufwendungen | -78 | -91 | 13 | -14% |
| Anteiliges Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 11 | 20 | -9 | -45% |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.009 | 1.167 | 842 | 72% |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023
entfielen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und
sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €244
Millionen €144 Millionen auf die Umsatzkosten, €6
Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten,
€88 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen
Verwaltungskosten sowie €6 Millionen auf den Saldo aus
sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise
Aufwendungen.
Die Umsatzerlöse nach Regionen für das erste
Halbjahr der Geschäftsjahre 2023 und 2022 stellten
sich wie folgt dar:
| 1. Halbjahr | ||||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2023 | 2022 | ||
| Europa, Naher Osten, Afrika | 2.092 | 26% | 1.576 | 24% |
| Darin: Deutschland | 974 | 12% | 747 | 12% |
| Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) | 1.302 | 16% | 1.072 | 17% |
| Greater China 1 | 2.600 | 32% | 2.362 | 37% |
| Darin: Festland-China, Hongkong | 1.977 | 24% | 1.829 | 28% |
| Japan | 882 | 11% | 642 | 10% |
| Amerika | 1.195 | 15% | 805 | 12% |
| Darin: USA | 1.014 | 13% | 674 | 10% |
| Gesamt | 8.071 | 100% | 6.457 | 100% |
1 Zu Greater China gehören Festland-China,
Hongkong und Taiwan.
Neubiberg, 3. Mai 2023
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der verkürzte
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Neubiberg, 3. Mai 2023
| Jochen Hanebeck | Dr. Sven Schneider | |
| Constanze Hufenbecher | Andreas Urschitz | Dr. Rutger Wijburg |
An die Infineon Technologies AG, Neubiberg
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung,
Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Infineon Technologies AG,
Neubiberg, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis
31. März 2023, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem
International Accounting Standard IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 3. Mai 2023
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Huber-Straßer | Schmitt |
| Wirtschaftsprüferin | Wirtschaftsprüfer |
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die
Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft,
die finanzielle Entwicklung und die Erträge des
Infineon-Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde,
die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und
aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer
Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der
tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher
wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.
Infineon übernimmt über die gesetzlichen
Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft
gerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals
2023
Veröffentlichung der Ergebnisse des 4. Quartals und
des Geschäftsjahres 2023
Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts zum
31. März 2023: 4. Mai 2023
Infineon Technologies AG
Investor Relations
Am Campeon 1-15
85579 Neubiberg bei München, Deutschland
Telefon: +49 89 234-26655
Fax: +49 89 234-9552987
E-Mail: investor.relations@infineon.com
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