Infineon Technologies AGNeubibergHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2023 bis zum 31.03.2024Infineon Technologies AG
Ausgewählte Konzernkennzahlenscrollen
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1 Prozentuale Veränderungen von mehr als
+/-99,5% werden in den Tabellen im Halbjahresfinanzbericht
als "+++" beziehungsweise "-" dargestellt.
Konzernzwischenlageberichtscrollen
"In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld hat Infineon
ein solides zweites Quartal abgeliefert.", sagt Jochen
Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon. "Viele
Endmärkte entwickeln sich konjunkturbedingt schwach
und der Abbau der Halbleiterbestände bei Kunden und
Distributoren dauert an. Die Nachfrageschwäche bei
verbrauchernahen Anwendungen zieht sich hin. Zudem sehen
wir eine spürbare Verlangsamung des Wachstums im
Automobilbereich. Deshalb blicken wir zurückhaltend
auf den Rest des Geschäftsjahres und reduzieren unsere
Prognose. Mittel- und langfristig bleiben Dekarbonisierung
und Digitalisierung starke strukturelle Treiber für
unseren profitablen Wachstumskurs."
Konzernentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 sanken
die Umsatzerlöse um €737 Millionen auf
€7.334 Millionen (Vorjahr: €8.071 Millionen). Der
Umsatzrückgang um 9 Prozent resultierte im
Wesentlichen aus der Marktschwäche in Consumer-,
Kommunikations-, Computing- und loT-Anwendungen sowie
teilweise aus Absatzpreisreduzierungen. Die gestiegene
Nachfrage nach Komponenten für Elektrofahrzeuge und
Fahrerassistenzsysteme im Berichtszeitraum wirkte sich
hingegen positiv aus. Währungseffekte, vor allem
aufgrund des im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
schwächeren US-Dollars, hatten einen negativen Effekt
auf die Umsatzerlöse.
Das Segmentergebnis sank von €2.287 Millionen im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 um 33 Prozent
auf nun €1.538 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024. Hierzu trug neben den Volumen-
und Preisrückgängen auch der Anstieg der
Leerkosten bei.
Die Segmentergebnis-Marge lag im Berichtszeitraum bei
21,0 Prozent (Vorjahr: 28,3 Prozent).
Entwicklung der operativen Segmente im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024Automotivescrollen
Der Umsatz im Segment Automotive stieg im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 auf €4.163
Millionen nach €3.951 Millionen im entsprechenden
Vorjahrszeitraum. Grund für den Umsatzanstieg um 5
Prozent war vor allem die gestiegene Nachfrage nach
Komponenten für Elektrofahrzeuge und
Fahrerassistenzsysteme im Berichtszeitraum. Das
Segmentergebnis erreichte im ersten Halbjahr des laufenden
Geschäftsjahres €1.077 Millionen. Der
Rückgang gegenüber dem Vergleichswert des
Vorjahres in Höhe von €1.180 Millionen betrug 9
Prozent. Grund hierfür waren neben
Absatzpreisreduzierungen vor allem der Anstieg der
Leerkosten sowie negative Effekte aus der Bewertung des
Vorratsvermögens. Die Segmentergebnis-Marge betrug im
ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 25,9
Prozent nach 29,9 Prozent im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023.
Green Industrial Powerscrollen
Im Segment Green Industrial Power verminderte sich der
Umsatz von €1.058 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 um 10 Prozent auf €956
Millionen in den ersten sechs Monaten des laufenden
Geschäftsjahres. Der Umsatzrückgang war die Folge
hoher Lagerbestände bei Direktkunden und Distributoren
und einer schwächeren Nachfrage in allen
Applikationsbereichen mit Ausnahme des Bereichs elektrisch
betriebene Busse, LKWs und Züge. Das Segmentergebnis
betrug im ersten Halbjahr des laufenden
Geschäftsjahres €219 Millionen. Gegenüber
dem Segmentergebnis im ersten Halbjahr des Vorjahres von
€325 Millionen betrug der Rückgang 33 Prozent.
Die Segmentergebnis-Marge erreichte 22,9 Prozent nach 30,7
Prozent im Vorjahr.
Power & Sensor Systemsscrollen
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 sank
der Umsatz im Segment Power & Sensor Systems um 25
Prozent auf €1.478 Millionen. Im gleichen Zeitraum des
Vorjahres hatte er €1.969 Millionen betragen. Der
Umsatzrückgang war hauptsächlich die Folge hoher
Lagerbestände bei Direktkunden und Distributoren und
einer schwachen Nachfrage nach Komponenten für PCs,
Notebooks, USB-Controller, Unterhaltungselektronik,
batteriebetriebene Geräte sowie Mikroinverter für
Aufdachsolaranlagen. Das Segmentergebnis betrug im ersten
Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres €163
Millionen. Gegenüber dem Segmentergebnis von €498
Millionen in den ersten sechs Monaten des Vorjahres
entspricht dies einem Rückgang um 67 Prozent. Die
Segmentergebnis-Marge belief sich auf 11,0 Prozent nach
25,3 Prozent im Vorjahr.
Connected Secure Systemsscrollen
Der Umsatz im Segment Connected Secure Systems
verminderte sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 um 32 Prozent auf €734
Millionen nach €1.081 Millionen im entsprechenden
Vorjahreszeitraum. Eine geringere Nachfrage sowie die
Anpassung von Lagerbeständen bei Distributoren
führten zu niedrigeren Umsätzen. Das
Segmentergebnis reduzierte sich um 72 Prozent auf €79
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024.
Im entsprechenden Vorjahreszeitraum belief sich das
Segmentergebnis auf €280 Millionen. Die
Segmentergebnis-Marge erreichte im ersten Halbjahr des
laufenden Geschäftsjahres 10,8 Prozent nach 25,9
Prozent im ersten Halbjahr des Vorjahres.
Die Infineon-AktieDie Infineon-Aktie beendete das erste Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 mit einem Kurs von €31,52
und notierte somit mit 1 Prozent leicht über dem
Xetra-Schlusskurs von €31,36 zum 30. September 2023.
Der deutliche Anstieg der amerikanischen
Vergleichsindizes Philadelphia Semiconductor Index (SOX)
und Dow Jones US Semiconductor Index war positiv
beeinflusst durch die gute Kursentwicklung einzelner
Technologieaktien im Zusammenhang mit dem Thema
künstliche Intelligenz.
Für das Geschäftsjahr 2023 hatten Vorstand und
Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung am 23.
Februar 2024 eine Dividende in Höhe von €0,35 je
Aktie vorzuschlagen. Die Aktionäre haben diesem
Vorschlag zugestimmt und somit wurde im abgelaufenen
Halbjahr ein Betrag von €456 Millionen an sie
ausbezahlt.
Am letzten Geschäftstag des ersten Halbjahres des
laufenden Geschäftsjahres belief sich die Anzahl der
ausgegebenen Aktien auf 1.305.921.137 und war damit
unverändert zum 30. September 2023. Hierin enthalten
sind 8.605.554 Aktien in Eigenbesitz, die nicht
dividendenberechtigt sind (30. September 2023: 2.171.026).
Im Rahmen eines limitierten Aktienrückkaufprogramms
hat Infineon im Zeitraum vom 26. Februar 2024 bis 18.
März 2024 7 Millionen Aktien für einen
Gesamtkaufpreis von €233 Millionen zurückgekauft.
Das Rückkaufprogramm erfolgte ausschließlich
für den Zweck der Zuteilung von Aktien an
Beschäftigte der Gesellschaft oder verbundener
Unternehmen, Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
sowie Mitglieder des Vorstands und der
Geschäftsführungen verbundener Unternehmen im
Rahmen der bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Entwicklung des wirtschaftlichen UmfeldsDas Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Kalenderjahr
2023 gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Mit einem Plus
von 2,7 Prozent lag es aber noch in der Nähe des
historischen Durchschnitts und eine globale Rezession
konnte vermieden werden (Internationaler
Währungsfonds, World Economic Outlook, Januar 2024).
Für das Kalenderjahr 2024 prognostiziert der
Internationale Währungsfonds aktuell ebenfalls ein
Plus von 2,7 Prozent. Damit wurde die Prognose
gegenüber dem Herbst 2023 um 0,3 Prozentpunkte nach
oben angepasst. Sinkende Inflationsraten lassen ein etwas
früheres Einsetzen der Zinswende erwarten. Dennoch
wird davon ausgegangen, dass die hohen Zinsen im
Kalenderjahr 2024 noch konjunkturdämpfend wirken. Des
Weiteren sind die geopolitischen Risiken und deren
Eskalationspotenzial unverändert hoch. Insgesamt haben
sich die Aussichten für das Kalenderjahr 2024 etwas
verbessert, die wirtschaftliche Expansion dürfte aber
moderat bleiben. Nach der jüngsten Prognose des
Internationalen Währungsfonds dürfte die
Weltwirtschaft im Kalenderjahr 2025 mit einem Plus von 2,7
Prozent etwas zulegen. Die Wachstumsangaben beziehen sich
auf Marktgrößen, die zu Marktwechselkursen in
US-Dollar umgerechnet wurden.
Die Nachfrage nach Halbleitern ist im Kalenderjahr 2023
zurückgegangen. Laut World Semiconductor Trade
Statistics (WSTS) ist der Welt-Halbleitermarkt im
Kalenderjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozent
geschrumpft. Dagegen verzeichnete der
Infineon-Referenzmarkt, also der Halbleitermarkt ohne
DRAM-und NAND-Flash-Speicherchips sowie Mikroprozessoren,
gemessen in US-Dollar im Kalenderjahr 2023 lediglich einen
Rückgang um 1 Prozent (WSTS, 4th Quarter 2023 Forecast
Update, Februar 2024).
Für das Kalenderjahr 2024 sagt WSTS für den
Infineon-Referenzmarkt ein Wachstum von 9 Prozent
gegenüber dem Vorjahr voraus. Aktuell liegen die
Wachstumsprognosen für den Infineon-Referenzmarkt
zwischen 7 und 10 Prozent. So erwartet Techlnsights
für das Kalenderjahr 2024 ebenfalls ein Plus von 9
Prozent, während Gartner von 7 Prozent ausgeht und
Omdia 10 Prozent prognostiziert (basiert auf Informationen
von Omdia, AMFT Shipment -World & Regions - 1Q24
Update, März 2024; Gartner, Semiconductor Forecast
Database, Worldwide, 1Q24 Update, März 2024;
Techlnsights, Semiconductor Forecast, März 2024).
Für das Kalenderjahr 2025 liegen die
Wachstumsprognosen für den Infineon Referenzmarkt
derzeit zwischen 6 Prozent (WSTS) und 15 Prozent
(Techlnsights).
Darstellung der Ertragslagescrollen
Schwaches Marktumfeld und negative Währungseffekte führten zu UmsatzrückgangDie Umsatzerlöse sanken im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 um €737 Millionen
beziehungsweise 9 Prozent auf €7.334 Millionen
(Vorjahr: €8.071 Millionen). Der Umsatzrückgang
resultierte vor allem aus der Marktschwäche in
Consumer-, Kommunikations-, Computing- und loT-Anwendungen
sowie teilweise aus Absatzpreisreduzierungen.
Des Weiteren führten negative Währungseffekte,
vor allem aufgrund des im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
schwächeren US-Dollars, zu einem Umsatzrückgang.
Der durchschnittliche Euro/US-Dollar-Wechselkurs betrug
1,08 gegenüber 1,05 im Vorjahreszeitraum.
Die Umsatzentwicklung der operativen Segmente verlief
unterschiedlich. Weitere Informationen zur Umsatz- und
Ergebnisentwicklung der Segmente finden sich unter
"Entwicklung der operativen Segmente im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024". Die Umsätze nach
Produktkategorien sind im Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss unter Nr. 11 dargestellt.
Regionale UmsatzverteilungMit €2.463 Millionen beziehungsweise 33 Prozent
(Vorjahr: 32 Prozent) entfiel etwa ein Drittel der
Umsatzerlöse im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 auf die Region Greater China
(Festland-China, Taiwan und Hongkong), gefolgt von der
Region Europa, Naher Osten und Afrika mit €1.951
Millionen beziehungsweise 27 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent).
Auf die Region Asien-Pazifik entfielen €1.170
Millionen beziehungsweise 16 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent)
und auf die Region Amerika €1.012 Millionen
beziehungsweise 14 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent). Zu den
Umsatzerlösen nach Regionen siehe auch Anhang zum
verkürzten Konzernzwischenabschluss Nr. 11.
Höhere Leerkosten belasten die UmsatzkostenDie Umsatzkosten sanken im Berichtszeitraum um 1 Prozent
auf €4.331 Millionen (Vorjahr: €4.285 Millionen).
Die gesunkenen Absatzvolumina sowie positive
Währungseffekte führten zu einem Rückgang
der Umsatzkosten. Der Anstieg der Leerkosten und negative
Effekte aus der Bewertung von Vorratsvermögen hatten
hingegen einen gegenläufigen Effekt.
In den Umsatzkosten sind außerdem Abschreibungen
auf sonstige immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen, die im Zuge von Kaufpreisallokationen zu
beizulegenden Zeitwerten neu bewertet wurden, sowie
akquisitionsbedingte Aufwendungen in Höhe von
insgesamt €136 Millionen (Vorjahr: €144
Millionen) enthalten.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Umsatzerlöse
abzüglich Umsatzkosten) belief sich im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2024 auf €3.003 Millionen und
lag damit um 21 Prozent unter dem Vorjahreswert von
€3.786 Millionen.
Die Bruttomarge reduzierte sich demgemäß von
46,9 Prozent im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2023 auf 40,9 Prozent im Berichtszeitraum.
scrollen
Betriebskosten auf dem Niveau des VorjahresDie Betriebskosten, bestehend aus den Forschungs- und
Entwicklungskosten sowie den Vertriebskosten und
allgemeinen Verwaltungskosten, lagen mit €1.770
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024
auf dem Niveau des Vorjahreswertes (Vorjahr: €1.775
Millionen). Damit betrugen die Betriebskosten 24,1 Prozent
(Vorjahr: 22,0 Prozent) vom Umsatz.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind mit
€1.000 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 im Vergleich zu €971
Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023
leicht gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg
der Anzahl der Mitarbeiterinnen in diesem Bereich
zurückzuführen. Zum 31. März 2024 waren im
Bereich Forschung und Entwicklung 13.194 Mitarbeiterinnen
beschäftigt (31. März 2023:12.430). Das
Verhältnis der Forschungs- und Entwicklungskosten zum
Umsatz erhöhte sich von 12,0 Prozent im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 auf 13,6 Prozent im
Berichtszeitraum.
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Die Vertriebskosten und allgemeinen Verwaltungskosten
sanken im Berichtszeitraum um €34 Millionen und
beliefen sich auf €770 Millionen (Vorjahr: €804
Millionen). Hierzu trug auch der geringere
Rückstellungsaufbau für die variable
Vergütung bei.
Das Verhältnis der Vertriebskosten und allgemeinen
Verwaltungskosten zum Umsatz lag mit 10,5 Prozent leicht
über dem Wert in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres 2023 von 10,0 Prozent. Die darin
enthaltenen Ergebniseffekte aus Kaufpreisallokationen sowie
akquisitionsbedingten Aufwendungen lagen im
Berichtszeitraum bei €76 Millionen (Vorjahr: €88
Millionen).
scrollen
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und AufwendungenDer Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen
und Aufwendungen betrug im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 minus €35 Millionen
(Vorjahr: €28 Millionen). In den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen ist eine Wertminderung in
Höhe von €37 Millionen aus der Abwertung von
Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem geplanten
Verkauf von zwei Backend-Fertigungsstätten in Cheonan
(Südkorea) und Cavite (Philippinen) erfasst, siehe
hierzu auch Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss Nr. 4. Des Weiteren war der
Vorjahreszeitraum aufgrund eines Ertrags aus dem Verkauf
des Geschäfts mit HiRel-Gleichspannungswandlern an
Micross Components, Inc. ("Micross") positiv beeinflusst.
FinanzergebnisDie Veränderung des Finanzergebnisses von minus
€41 Millionen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 auf plus €13 Millionen im
Berichtszeitraum ist im Wesentlichen auf höhere
Zinserträge aufgrund gestiegener Zinsen
zurückzuführen. Des Weiteren ist im
Berichtszeitraum ein Zinsertrag in Höhe von €32
Millionen im Zusammenhang mit der Auflösung einer
steuerlichen Risikorückstellungenthalten. Die
Zinsaufwendungen aus Finanzierungen sind hingegen leicht
gestiegen.
Rückgang der Steuerquote auf 18,6 ProzentDer Steueraufwand im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 betrug €226 Millionen
(Vorjahr: €454 Millionen). Der Rückgang des
Steueraufwands resultierte weitgehend aus dem Rückgang
des Ergebnisses vor Steuern. Des Weiteren ist im
Steuerergebnis ein Steuerertrag in Höhe von €33
Millionen aus der Auflösung einer steuerlichen
Risikorückstellungenthalten. Bezogen auf das Ergebnis
vor Steuern von €1.218 Millionen (Vorjahr: €2.009
Millionen), lag die Steuerquote im Berichtszeitraum bei
18,6 Prozent (Vorjahr: 22,6 Prozent).
Rückgang des Ergebnisses nach Steuern und damit des Ergebnisses je AktieNach Abzug des Steueraufwands und des Ergebnisses aus
nicht fortgeführten Aktivitäten in Höhe von
minus €11 Millionen (Vorjahr: minus €2 Millionen)
erzielte Infineon im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 ein Ergebnis nach Steuern von
€981 Millionen (Vorjahr: €1.553 Millionen).
Das geringere Ergebnis nach Steuern führte zu einem
entsprechenden Rückgang des Ergebnisses je Aktie.
Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je
Aktie für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres
2024 belief sich auf €0,74 (Vorjahr: €1,18).
Bereinigtes Ergebnis je Aktie gesunkenDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl
durch Effekte aus der Kaufpreisallokation für
Akquisitionen (insbesondere Cypress) als auch durch weitere
Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit der
operativen Performance im Zeitablauf zu erhöhen,
ermittelt Infineon das bereinigte Ergebnis je Aktie
(verwässert) wie folgt:
scrollen
1 Einschließlich des kumulierten
Steuereffekts.
Das bereinigte Ergebnis nach Steuern und das bereinigte
Ergebnis je Aktie (verwässert) sind kein Ersatz oder
keine höherwertigen Kennzahlen, sondern stets als
zusätzliche Information zu dem nach IFRS ermittelten
Ergebnis nach Steuern beziehungsweise Ergebnis je Aktie
(verwässert) aufzufassen.
Darstellung der Vermögenslagescrollen
Verkauf von FinanzinvestmentsDie Finanzinvestments sind insbesondere aufgrund von
Verkäufen zum 31. März 2024 um €973
Millionen auf €797 Millionen zurückgegangen (30.
September 2023: €1.770 Millionen). Details zur
Verwendung der aus dem Verkauf der Finanzinvestments frei
gewordenen liquiden Mittel ergeben sich aus der
Kapitalflussrechnung, siehe hierzu auch das Kapitel
"Darstellung der Finanzlage".
Anstieg der Vorräte deutlich verlangsamtDie Vorräte, und hierbei insbesondere die
unfertigen Erzeugnisse, stiegen zum 31. März 2024 um
€430 Millionen auf €4.404 Millionen (30.
September 2023: €3.974 Millionen), wobei sich der
Bestandsaufbau im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten
Quartal des Berichtszeitraums deutlich verlangsamte.
Erhöhung der Sachanlagen aufgrund von InvestitionenDas Sachanlagevermögen erhöhte sich zum 31.
März 2024 um €487 Millionen auf €7.532
Millionen. Dabei standen den Zugängen in Höhe von
€1.156 Millionen Abschreibungen und negative
Währungseffekte in Höhe von insgesamt €636
Millionen gegenüber. Weitere €33 Millionen
betrafen die Umgliederung von Sachanlagen in die zur
Veräußerung stehenden Vermögenswerte, siehe
hierzu auch Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss unter Nr. 4.
Weitere Ausführungen zu den Investitionen im ersten
Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 finden sich im
Kapitel "Darstellung der Finanzlage".
Akquisitionsbedingter Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der sonstigen immateriellen VermögenswerteDie Geschäfts- oder Firmenwerte erhöhten sich
zum 31. März 2024 um €483 Millionen auf
€7.030 Millionen. Der Anstieg resultierte im
Wesentlichen aus dem Erwerb sämtlicher Anteile an der
GaN Systems Inc. ("GaN Systems") mit Sitz im kanadischen
Ottawa. Aus der Kaufpreisallokation ergab sich zum
Erwerbszeitpunkt der Ansatz eines Geschäfts- oder
Firmenwerts in Höhe von €599 Millionen, der
originär in US-Dollar geführt wird.
Währungseffekte in Höhe von €138 Millionen,
die sich vor allem aus dem im Vergleich zum 30. September
2023 schwächeren US-Dollar ergaben, hatten einen
gegenläufigen Effekt auf die Geschäfts- oder
Firmenwerte. Weitere Informationen zu der Akquisition sind
im Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
unter Nr. 2 dargestellt.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte stiegen
um €25 Millionen auf €3.002 Millionen. Hier
standen den Zugängen aus der Akquisition von GaN
Systems sowie weiteren sonstigen Zugängen - vor allem
bei den aktivierten Entwicklungskosten - in Höhe von
insgesamt €341 Millionen Abschreibungen in Höhe
von €264 Millionen sowie negative Währungseffekte
von €43 Millionen gegenüber.
Rückgang der Rückstellungen vor allem durch Auszahlung variabler VergütungDie Rückstellungen gingen um €300 Millionen
zurück. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen
aus den für das Vorjahr getätigten Zahlungen
für die erfolgsabhängige
Mitarbeiter*innenvergütung.
Aufnahme von FinanzschuldenDie Finanzschulden sind im Vergleich zum 30. September
2023 um €1.208 Millionen gestiegen. Der Anstieg
resultierte im Wesentlichen aus der Ziehung von
Kreditlinien (Inanspruchnahme in Höhe von €750
Millionen zum 31. März 2024) sowie aus der Platzierung
einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von €500
Millionen unter dem EMTN-Programm (European Medium Term
Notes). Der im Vergleich zum 30. September 2023
schwächere US-Dollar führte hingegen zu einem
Rückgang der Finanzschulden. Weitere Details zu den
Finanzschulden finden sich im Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss unter Nr. 5.
Übrige kurz- und langfristige VerbindlichkeitenDer Anstieg der übrigen kurz- und langfristigen
Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf Vorauszahlungen
von Kunden in Höhe von über einer halben
Milliarde Euro zurückzuführen.
Eigenkapital im Wesentlichen durch Ergebnis nach Steuern gestiegenDas Eigenkapital ist zum 31. März 2024 um €158
Millionen auf €17.202 Millionen gestiegen, im
Wesentlichen bedingt durch das im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 erzielte Ergebnis nach Steuern
von €981 Millionen. Gegenläufig wirkten die
für das Geschäftsjahr 2023 gezahlte Dividende von
€456 Millionen sowie der im Rahmen eines limitierten
Aktienrückkaufprogramms erfolgte Erwerb eigener
Aktien. Im Zeitraum vom 26. Februar 2024 bis 18. März
2024 hat Infineon 7 Millionen Aktien für einen
Gesamtkaufpreis von €233 Millionen zurückgekauft,
siehe hierzu auch Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss Nr. 7. Ebenfalls
eigenkapitalmindernd wirkten im sonstigen Ergebnis erfasste
Währungseffekte von €194 Millionen, vor allem
aufgrund des gegenüber dem Euro schwächeren
US-Dollars.
Die Eigenkapitalquote sank zum 31. März 2024 auf
59,1 Prozent (30. September 2023: 59,9 Prozent).
Darstellung der FinanzlageCash-Flowscrollen
Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
aus fortgeführten Aktivitäten ist im
Berichtszeitraum um €678 Millionen auf €599
Millionen gesunken. Der Rückgang resultierte
einerseits aus dem im Vergleich zum Vorjahr um €572
Millionen geringeren Ergebnis nach Steuern. Zudem wurden
Finanzmittel durch den Aufbau von Vorräten,
Forderungen aus Lieferungen Leistungen sowie durch die
Rückführung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistung und Rückstellungen in Höhe von
insgesamt €1.505 Millionen (Vorjahr: €1.183
Millionen) gebunden. Die im Berichtszeitraum erhaltenen
Kundenvorauszahlungen beeinflussten den Cash-Flow aus
laufender Geschäftstätigkeit positiv mit einem
Betrag von über einer halben Milliarde Euro.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist
im Vergleich zum Vorjahr um €376 Millionen auf
€1.164 Millionen gestiegen. Dieser Anstieg resultierte
aus der Netto-Kaufpreiszahlung für die Akquisition von
GaN Systems in Höhe von €769 Millionen (siehe
hierzu auch Anhang zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss Nr. 2). Des Weiteren erhöhten
sich die Investitionen in Sachanlagen im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um €104 Millionen. Die
Investitionsschwerpunkte des ersten Halbjahres 2024 lagen
weiterhin im Ausbau der Frontend-Fertigungen in Kulim
(Malaysia), Villach (Österreich) und Dresden
(Deutschland). Der Verkauf von Finanzinvestments im
Berichtszeitraum hatte einen positiven Effekt auf den
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von
€951 Millionen (Vorjahr: €271 Millionen).
Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit hat sich
im Vergleich zum Vorjahr um €1.028 Millionen
erhöht und betrug im ersten Halbjahr 2024 €537
Millionen (Vorjahr: minus €491 Millionen). Hierbei
standen dem Mittelzufluss aus der Aufnahme von kurz- und
langfristigen Finanzschulden im Berichtszeitraum in
Höhe von insgesamt €1.250 Millionen (Vorjahr:
€1 Million Nettorückzahlung) die Auszahlungen
für die Dividende in Höhe von €456 Millionen
(Vorjahr: €417 Millionen) sowie für den
Rückkauf eigener Aktien in Höhe von €233
Millionen gegenüber. Siehe hierzu auch Anhang zum
verkürzten Konzernzwischenabschluss Nr. 5 und 7.
Free-Cash-FlowInfineon berichtet die Kennzahl Free-Cash-Flow,
definiert als Cash-Flow aus laufender
Geschäftstätigkeit und Cash-Flow aus
Investitionstätigkeit, jeweils aus fortgeführten
Aktivitäten, bereinigt um Zahlungsströme aus dem
Kauf und Verkauf von Finanzinvestments. Der Free-Cash-Flow
dient als zusätzliche Kenngröße, da
Infineon einen Teil der Liquidität in Form von
Finanzinvestments hält. Das bedeutet nicht, dass der
so ermittelte Free-Cash-Flow für sonstige Ausgaben
verwendet werden kann, da Dividenden,
Schuldendienstverpflichtungen oder andere feste
Auszahlungen noch nicht abgezogen sind. Der Free-Cash-Flow
ist kein Ersatz oder höherwertige Kennzahl, sondern
stets als zusätzliche Information zum Cash-Flow
gemäß Konzern-Kapitalflussrechnung, zu anderen
Liquiditätskennzahlen sowie sonstigen gemäß
IFRS ermittelten Kennzahlen aufzufassen. Der Free-Cash-Flow
wird wie folgt aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
hergeleitet:
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1 Aus fortgeführten Aktivitäten.
Brutto-Cash-Position und Netto-Cash-PositionDie folgende Tabelle stellt die Brutto- und die
Netto-Cash-Position dar. Da Infineon einen Teil der
liquiden Mittel in Form von Finanzinvestments hält,
die nach IFRS nicht als Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente klassifiziert sind,
berichtet Infineon die Brutto- und die Netto-Cash-Position,
um lnvestor*innen die Liquiditätslage näher zu
erläutern. Die Brutto- und die Netto-Cash-Position
werden wie folgt aus der Konzern-Bilanz hergeleitet:
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Hochstufung des Investment-Grade-Ratings von S&P Global RatingsIm Februar 2024 hat S&P Global Ratings das
Investment-Grade-Rating von Infineon von "BBB" mit
positivem Ausblick auf "BBB+" mit stabilem Ausblick
hochgestuft.
Mitarbeiter*innenZum 31. März 2024 stieg die Anzahl der
Mitarbeiterinnen auf 59.364. Die folgende Übersicht
zeigt die Zusammensetzung der Infineon-Belegschaft nach
Regionen zu den jeweiligen Stichtagen:
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1 Zu Greater China gehören Festland-China,
Hongkong und Taiwan.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2024Aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche in
wesentlichen Zielmärkten und des andauernden
Lagerabbaus bei Kunden und Distributoren hat Infineon den
Ausblick für das Geschäftsjahr 2024 im Vergleich
zu den Angaben in der Konzernzwischenmitteilung für
das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres
angepasst.
Bei einem unterstellten Euro/US-Dollar-Wechselkurses von
1,10 nach zuvor 1,05 wurde die Prognose für den Umsatz
im Geschäftsjahr 2024 von €16,0 Milliarden (plus
oder minus €500 Millionen) auf €15,1 Milliarden
(plus oder minus €400 Millionen) angepasst
1.
Dementsprechend hat sich auch die Prognose für die
Umsatzentwicklung der Segmente geändert. Im Segment
Automotive wird jetzt ein Umsatzwachstum im unteren bis
mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Der Umsatz
im Segment Green Industrial Power sollte nun im Vergleich
zum Vorjahr um einen niedrigen lOer-Prozentbereich
zurückgehen. Für das Segment Power & Sensor
Systems wird jetzt von einem Umsatzrückgang im hohen
lOer-Prozentbereich und bei Connected Secure Systems von
einem Rückgang im niedrigen 20er-Prozentbereich
ausgegangen.
Im Mittelpunkt der Umsatzspanne wird nun eine
Segmentergebnis-Marge von etwa 20 Prozent erwartet (zuvor
niedriger bis mittlerer 20er-Prozentsatz
2).
Die Investitionen, vom Unternehmen definiert als
Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle
Vermögenswerte einschließlich aktivierter
Entwicklungskosten, für das Geschäftsjahr 2024
werden nun leicht auf etwa €2,8 Milliarden angepasst
(zuvor etwa €2,9 Milliarden)
3. Schwerpunkte sind dabei Investitionen in die
Fertigungsgebäude an den Standorten in Kulim
(Malaysia) für sogenannte Verbundhalbleiter, sowie in
Dresden (Deutschland) für
Analog-/Mixed-Signal-Komponenten.
1 Im Prognosebericht des Geschäftsberichts
2023 wurde für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatz
von €17 Milliarden (plus oder minus €500
Millionen) erwartet.
Die Abschreibungen sollten im Geschäftsjahr 2024
etwa €1,9 Milliarden betragen
4. Davon entfallen etwa €400 Millionen auf
Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen,
hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Erwerb von
Cypress.
Die Prognose für den Free-Cash-Flow liegt bei etwa
€0 Millionen (zuvor etwa €200 Millionen)
5.
Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) wird im
Geschäftsjahr 2024 in etwa 9 Prozent (zuvor etwa 11
Prozent) betragen
6.
Risiken und ChancenIm Rahmen der unternehmerischen Aktivitäten und
angesichts der internationalen Aufstellung und des breiten
Produktportfolios eröffnen sich für Infineon
einerseits viele Chancen, andererseits ist das Unternehmen
zahlreichen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen
Identifizierung und erfolgreichen Steuerung relevanter
Risiken und Chancen setzt Infineon verschiedene aufeinander
abgestimmte Risikomanagement- und Kontrollsysteme ein. Das
Risikomanagement bei Infineon ist eng mit der
Unternehmensplanung verknüpft und integraler
Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse
im Konzern und unterstützt so die nachhaltige
Sicherung unseres künftigen Unternehmenserfolgs.
Bestimmte Risiken, die wesentliche nachteilige
Auswirkungen auf Infineons Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage haben könnten, bestimmte Chancen sowie das
Rahmenkonzept des Risikomanagementsystems sind im
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023
(Seiten 65 bis 78) dargestellt.
Infineon hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2024 keine wesentlichen Änderungen identifiziert, die
über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im
Geschäftsbericht 2023 dargestellt sind. Lediglich die
Klassifizierung der Unterrisikokategorie "Risiken in den
Bereichen Cybersecurity, Informationssicherheit und
IT-Security" hat sich von (C) auf (B) verändert.
Weitere Risiken, die Infineon derzeit nicht bekannt sind
oder die gegenwärtig als unwesentlich
eingeschätzt werden, könnten Infineons
Geschäftsaktivitäten ebenfalls
beeinträchtigen. Risiken, die den Fortbestand des
Unternehmens gefährden könnten, sind Infineon
derzeit nicht bekannt.
4 Im Prognosebericht des Geschäftsberichts
2023 wurden für das Geschäftsjahr 2024
Abschreibungen von €2,1 Milliarden geplant.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
1 Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie
basiert auf ungerundeten Werten.
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Konzern-BilanzAKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
1 In den Sachanlagen sind Vermögenswerte
mit einem Buchwert von €126 Millionen enthalten, die
im Berichtszeitraum als Sicherheit für erhaltene
Vorauszahlungen verpfändet wurden.
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
Konzern-Eigenkapital-Veränderungsrechnung
|
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| Andere Rücklagen | ||||||
| € in Millionen | Anhang
Nr. |
Grundkapital | Kapital-
rücklage |
Gewinn-
rücklage |
Währungs-
effekte |
Sicherungs-
geschäfte |
| Stand zum 1. Oktober 2023 | 7 | 2.612 | 6.684 | 6.204 | 342 | 16 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 961 | - | - | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | -14 | -194 | 7 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 947 | -194 | 7 | |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | ||||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | ||||||
| Dividenden | - | - | -456 | - | - | |
| Aktienbasierte Vergütung | - | 60 | - | - | - | |
| Bedienung aktienbasierte Vergütung | - | -12 | - | - | - | |
| Abgang (Erwerb) eigener Aktien | - | - | - | - | - | |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 5 | - | - | - | |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 53 | -456 | - | - | |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | 53 | -456 | - | ||
| Stand zum 31. März 2024 | 2.612 | 6.737 | 6.695 | 148 | 23 | |
| Andere Rücklagen | |||||
| € in Millionen | Kosten der Absicherung | Eigene Aktien | Eigenkapital
der Aktio- när*innen der Infineon Technologies AG |
Eigenkapital
der Hybrid- kapital- investor* innen |
Summe Eigenkapital |
| Stand zum 1. Oktober 2023 | -4 | -13 | 15.841 | 1.203 | 17.044 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | |||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 961 | 20 | 981 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 6 | - | -195 | - | -195 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 6 | - | 766 | 20 | 786 |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | |||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | |||||
| Dividenden | - | - | -456 | - | -456 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | - | 60 | - | 60 |
| Bedienung aktienbasierte Vergütung | - | 12 | - | - | - |
| Abgang (Erwerb) eigener Aktien | - | -237 | -237 | - | -237 |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | - | 5 | - | 5 |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | -225 | -628 | - | -628 |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | -225 | -628 | - | -628 |
| Stand zum 31. März 2024 | 2 | -238 | 15.979 | 1.223 | 17.202 |
| Andere Rücklagen | ||||||
| € in Millionen | Anhang Nr. | Grundkapital | Kapital-
rücklage |
Gewinn-
rücklage |
Währungs-
effekte |
Sicherungs-
geschäfte |
| Stand zum 1. Oktober 2022 | 7 | 2.612 | 6.579 | 3.506 | 1.060 | 7 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | ||||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.533 | - | - | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | 1 | -928 | 2 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 1.534 | -928 | 2 | |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | ||||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | ||||||
| Dividenden | - | - | -417 | - | - | |
| Aktienbasierte Vergütung 1 | - | 34 | - | - | - | |
| Bedienung aktienbasierte Vergütung 1 | - | -3 | - | - | - | |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 5 | - | - | - | |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 36 | -417 | - | - | |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | 36 | -417 | - | - | |
| Stand zum 31. März 2023 | 2.612 | 6.615 | 4.623 | 132 | 9 | |
| Andere Rücklagen | |||||
| € in Millionen | Kosten der Absicherung | Eigene Aktien | Eigenkapital
der Aktio- när*innen der Infineon Technologies AG |
Eigenkapital der
Hybridkapital- investor* innen |
Summe Eigenkapital |
| Stand zum 1. Oktober 2022 | - | -23 | 13.741 | 1.203 | 14.944 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | |||||
| Ergebnis nach Steuern | - | - | 1.533 | 20 | 1.553 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -4 | - | -929 | - | -929 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -4 | - | 604 | 20 | 624 |
| Transaktionen mit Aktionär*innen | |||||
| Einzahlungen und Ausschüttungen | |||||
| Dividenden | - | - | -417 | - | -417 |
| Aktienbasierte Vergütung 1 | - | - | 34 | - | 34 |
| Bedienung aktienbasierte Vergütung 1 | - | 3 | - | - | - |
| Sonstige Einzahlungen und Ausschüttungen | - | - | 5 | - | 5 |
| Gesamte Einzahlungen und Ausschüttungen | - | 3 | -378 | - | -378 |
| Gesamte Transaktionen mit Aktionär*innen | - | 3 | -378 | - | -378 |
| Stand zum 31. März 2023 | -4 | -20 | 13.967 | 1.223 | 15.190 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der
Infineon-Gruppe ("Infineon" oder "Infineon-Konzern"),
bestehend aus der Infineon Technologies AG (nachfolgend
auch "die Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften,
für das erste Halbjahr der Geschäftsjahre 2024
und 2023 wurde gemäß den vom International
Accounting Standards Board ("IASB") erlassenen
International Financial Reporting Standards ("IFRS")
aufgestellt, soweit diese von der Europäischen Union
("EU") übernommen worden sind. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss wurde gemäß IAS 34
"Zwischenberichterstattung" erstellt. Entsprechend wurden
bestimmte Informationen und Anhangangaben, die
üblicherweise in Konzernabschlüssen enthalten
sind, gekürzt oder weggelassen. Der verkürzte
Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem
geprüften Konzernabschluss des Geschäftsjahres
2023 gelesen werden. Dieser wurde gemäß IFRS
aufgestellt, soweit diese von der EU übernommen worden
sind. Die Ertragsteueraufwendungen werden in
Zwischenberichtsperioden auf Grundlage des aktuell
erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr
ermittelt.
Die angewandten Bilanzierungsgrundsätze für
den beiliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss
entsprechen den im Konzernabschluss für das
Geschäftsjahr 2023 angewandten Grundsätzen. Eine
Ausnahme von diesem Grundsatz bildet die Anwendung neuer
sowie überarbeiteter Standards und Interpretationen,
die seit dem am 1. Oktober 2023 beginnenden
Geschäftsjahr für Infineon relevant sind. Die
Anwendung dieser neuen beziehungsweise überarbeiteten
Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Infineon.
Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss
enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach
Auffassung des Managements ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen
Abgrenzungen entsprechen der üblichen
Periodenabgrenzung. Aus den Ergebnissen der
Zwischenberichtsperioden kann nicht notwendigerweise auf
das Jahresergebnis geschlossen werden.
Alle in diesem verkürzten Konzernzwischenabschluss
ausgewiesenen Beträge sind in Euro ("€"),
außer wenn anders angegeben.
Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind
aufgrund von Rundungen möglich.
Am 6. Mai 2024 hat der Vorstand der Gesellschaft den
Halbjahresfinanzbericht aufgestellt.
Die Erstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses erforderte Schätzungen und
Annahmen des Managements, die Auswirkungen auf ausgewiesene
Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben
haben.
Schätzungen und Annahmen unterliegen einer
regelmäßigen Überprüfung und
müssen gegebenenfalls angepasst werden.
Obwohl diese Annahmen und Schätzungen nach bestem
Wissen des Managements, basierend auf den
gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen,
erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen
insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen
geopolitischen Lage zu wesentlichen Abweichungen von diesen
Schätzungen kommen.
Bereiche, die Schätzungen und Annahmen beinhalten
sind im Anhang zum Konzernabschluss 2023 unter Nr. 2
eingehender erläutert. Sofern sich im
Zwischenberichtszeitraum wesentliche Änderungen an den
Schätzungen und Annahmen beziehungsweise an den
zugrunde liegenden Parametern ergeben haben, so wird darauf
im Rahmen dieses Konzernzwischenabschlusses gesondert
eingegangen.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren
auf den Verhältnissen und Beurteilungen am
Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der bis zur
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
durch den Vorstand am 6. Mai 2024 erlangten Erkenntnisse.
Am 24. Oktober 2023 hat Infineon sämtliche Anteile
an der GaN Systems Inc. ("GaN Systems") mit Sitz im
kanadischen Ottawa erworben. GaN Systems entwickelt
GaN-basierte Lösungen für die Energiewandlung.
Infineon stärkt mit dieser Akquisition seine
Führungsposition im Bereich Power-Systeme. Die
Anschaffungskosten betrugen €828 Millionen, von denen
€825 Millionen zum Erwerbszeitpunkt zu einem
Finanzmittelabfluss geführt haben und €3
Millionen zu späteren Auszahlungen an ehemalige
Anteilseigner im Rahmen eines abgelösten
Aktienoptionsprogramms führen. Das erworbene
Nettovermögen von GaN Systems vor Durchführung
der Kaufpreisallokation betrug €58 Millionen. Die
erworbenen Vermögenswerte entfallen im Wesentlichen
auf Barmittel, Vorräte, Sachanlagen und Nutzungsrechte
aus Leasingverhältnissen. Die erworbenen
Verbindlichkeiten betreffen in erster Linie
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
Leasingverbindlichkeiten. Der Kaufpreisüberschuss
betrug €770 Millionen.
Aus der Kaufpreisallokation, die grundsätzlich auf
Basis der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen
Vermögenswerte und übernommenen Schulden
erfolgte, ergab sich insbesondere der Ansatz von
immateriellen Vermögenswerten wie Technologien und
Kundenbeziehungen sowie eines Geschäfts- oder
Firmenwerts. Die wesentlichen im Rahmen der
Kaufpreisallokation getroffenen Annahmen betrafen die
Umsatz- und Margenentwicklung in der Unternehmensplanung
des erworbenen Geschäftsbetriebs, die erwarteten
Synergien sowie die Kapitalkosten.
Die nachfolgende Tabelle stellt die erworbenen
Vermögenswerte und übernommenen Schulden unter
Berücksichtigung der Kaufpreisallokation zum
Erwerbszeitpunkt dar:
| € in Millionen | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 56 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3 |
| Vorräte | 19 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 38 |
| Sachanlagen | 5 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 187 |
| Nutzungsrechte | 4 |
| Summe Vermögenswerte | 312 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 1 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 1 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 55 |
| Passive latente Steuern | 21 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 3 |
| Summe Verbindlichkeiten | 83 |
| Erworbenes Nettovermögen | 229 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 599 |
| Übertragene Gegenleistung (Kaufpreis) | 828 |
| Durch Zahlungsmittel beglichen bis zum 31. März 2024 | 825 |
Der aus der Akquisition von GaN Systems entstandene
Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von €599
Millionen, der originär in US-Dollar geführt
wird, ist vor allem auf Synergien, erwartete
Kostenvorteile, Erlöse aus dem zukünftigen
Technologie- und Kundenportfolio sowie das Know-how des
Mitarbeiterstamms zurückzuführen. Der
Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht
abzugsfähig.
Die mit der Akquisition verbundenen Kosten für die
Durchführung des Unternehmenszusammenschlusses, im
Wesentlichen Rechtsberatungskosten, Bankprovisionen und
sonstige Beraterkosten, wurden in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erfasst und beliefen sich auf
€9 Millionen.
Der Bruttobuchwert der erworbenen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen betrug zum Erwerbszeitpunkt
€3 Millionen und entsprach im Wesentlichen dem
beizulegenden Zeitwert.
Die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis von GaN
Systems, die seit dem Erwerbszeitpunkt in der
Konzern-Gewinn- und- Verlustrechnung für den
Berichtszeitraum berücksichtigt wurden, stellten sich
wie folgt dar:
| € in Millionen | |
| Umsatzerlöse | 9 |
| Ergebnis nach Steuern | -29 |
Das Ergebnis nach Steuern von GaN Systems wurde
wesentlich durch akquisitionsbedingte Abschreibungen,
insbesondere auf im Rahmen der Kaufpreisallokation
identifizierte sonstige immaterielle Vermögenswerte,
und sonstige Aufwendungen belastet.
Wäre GaN Systems bereits zum 1. Oktober 2023
erworben und konsolidiert worden, hätte Infineon in
der Konzern-Gewinn- und- Verlustrechnung für das erste
Halbjahr 2024 Umsatzerlöse von €7.335 Millionen
erfasst. Das Ergebnis nach Steuern hätte €978
Millionen betragen. Dabei wurden insbesondere
planmäßige Abschreibungen auf die im Rahmen der
Kaufpreisallokation identifizierten sonstigen immateriellen
Vermögenswerte, die annahmegemäß auch zum
1. Oktober 2023 gültig gewesen wären,
berücksichtigt.
Die Geschäftsbereiche von GaN Systems wurden
vollständig in das bestehende Segment Power &
Sensor Systems integriert.
Am 4. Oktober 2023 hat Infineon zudem sämtliche
Anteile des in Zürich (Schweiz) ansässigen
Start-ups 3db Access AG erworben. Das Start-up ist ein
Pionier im Bereich energieeffizienter
Ultra-Breitband-Technologie. Die Übernahme stärkt
das Portfolio von Infineon für gesicherte und
intelligente Zugangssteuerung, präzise Lokalisierung
und verbesserte Impulsmessung.
Die Übernahme hatte im Berichtszeitraum nur
unwesentliche finanzielle Auswirkungen.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 wurde
die effektive Steuerquote durch ausländische
Steuersätze, nicht abzugsfähige Aufwendungen,
steuerfreie Erträge, Steuervergünstigungen,
Steuern für frühere Geschäftsjahre und
Änderungen der Wertberichtigungen auf aktive latente
Steuern beeinflusst. Der Steueraufwand ist um
periodenfremde Effekte aus der Auflösung von
Steuerrückstellungen in Höhe von €33
Millionen vermindert.
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2024 | 2023 | absolut | in % |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.218 | 2.009 | -791 | -39 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -226 | -454 | 228 | 50 |
| Effektive Steuerquote | 18,6% | 22,6% | -400 bp | |
Mit Verträgen vom 22. Februar 2024 wurde der
Verkauf von zwei Backend-Fertigungsstätten in Cheonan
(Südkorea) und Cavite (Philippinen) an Advanced
Semiconductor Engineering (ASE) vereinbart. Zeitgleich und
unter Berücksichtigung der Veräußerung
wurden Beschaffungsverträge über fünf Jahre
mit ASE abgeschlossen. Die Verträge werden für
Bilanzierungszwecke als "verbundene Verträge"
angesehen. Im Zusammenhang mit den
Beschaffungsverträgen ist bei Vollzug der
Veräußerung eine passivische Abgrenzung zu
erfassen, die über die Dauer der
Beschaffungsverträge realisiert wird. Der Vollzug der
Veräußerung unterliegt den üblichen
Abschlussbedingungen, deren Erfüllung jedoch als hoch
wahrscheinlich angesehen wird. Die Übertragung der
veräußerten Vermögenswerte und Schulden
wird für das dritte Quartal des Geschäftsjahres
2024 erwartet. Insgesamt wurden Vermögenswerte mit
einem Buchwert von €94 Millionen in die zur
Veräußerung stehenden Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten mit einem Buchwert von €24 Millionen
in die zur Veräußerung stehenden
Verbindlichkeiten umgebucht. Da der erwartete
Verkaufserlös unter Berücksichtigung der
passivischen Abgrenzung unter dem Buchwert des
Nettovermögens liegt, wurde eine Abwertung der
Vermögenswerte in Höhe von €37 Millionen
vorgenommen, welche im Berichtszeitraum in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde.
Am 23. Januar 2009 stellte die Qimonda AG ("Qimonda"),
eine sich im Mehrheitsbesitz von Infineon befindende
Tochtergesellschaft, beim Amtsgericht München Antrag
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens (siehe im Anhang
zum Konzernabschluss 2023 unter Nr. 7). Die im Zusammenhang
mit der Insolvenz von Qimonda bestehenden Risiken und
Rückstellungen sind im Anhang zum Konzernabschluss
2023 unter Nr. 24 ausführlich beschrieben.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 ergaben
sich Anpassungen bei einzelnen Rückstellungen an die
aktuelle Entwicklung im Zusammenhang mit der Insolvenz von
Qimonda (siehe Konzernanhang Nr. 8), die zu Aufwendungen in
Höhe von €11 Millionen nach Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag führten und die in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung im Ergebnis aus nicht
fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen sind.
Die Finanzschulden setzten sich wie folgt zusammen:
| € in Millionen | 31. März 2024 | 30. September 2023 |
| USPP-Anleihe US$350 Millionen, Zinssatz 3,94%, fällig 2024 | 324 | 330 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Durchschnittszinssatz 4,51% | 750 | - |
| Anleihe €500 Millionen, Kupon 0,625%, fällig 2025 | 499 | - |
| Kurzfristige
Finanzschulden sowie kurzfristig fällige
Bestandteile langfristiger
Finanzschulden |
1.573 | 330 |
| Anleihe €500 Millionen, Kupon 0,625%, fällig 2025 | - | 498 |
| Anleihe €750 Millionen, Kupon 1,125%, fällig 2026 | 747 | 746 |
| Anleihe €500 Millionen, Kupon 3,375%, fällig 2027 | 497 | - |
| Anleihe €750 Millionen, Kupon 1,625%, fällig 2029 | 744 | 743 |
| Anleihe €650 Millionen, Kupon 2,00%, fällig 2032 | 640 | 640 |
| USPP-Anleihen US$585
Millionen, Durchschnittszinssatz: 4,18%, fällig
2026 -
2028 |
541 | 552 |
| USPP-Anleihen US$1.300
Millionen, Durchschnittszinssatz: 2,88%, fällig
2027 -
2033 |
1.199 | 1.224 |
| Langfristige Finanzschulden | 4.368 | 4.403 |
| Gesamt | 5.941 | 4.733 |
Am 19. Februar 2024 emittierte die Infineon Technologies
AG unter ihrem EMTN-Programm (European Medium Term Notes)
eine nicht nachrangige, unbesicherte Anleihe mit einem
Nominalwert von €500 Millionen, einem Kupon von 3,375
Prozent pro Jahr und einer Fälligkeit im Jahr 2027.
Die Anleihe ist an der Luxemburger Wertpapierbörse
gelistet.
Im Februar 2024 hat S&P Global Ratings das
Investment-Grade-Rating von Infineon von "BBB" mit
positivem Ausblick auf "BBB+" mit stabilem Ausblick
angehoben.
Am 5. April 2024 wurde eine USPP-Anleihe in Höhe
von US$350 Millionen planmäßig
zurückgezahlt.
Infineon hat im Dezember 2023 nicht fest zugesagte,
bilaterale Geldmarkt-Finanzierungs-Fazilitäten mit
einem Gesamtbetrag von €1 Milliarde abgeschlossen. Die
Fazilitäten sind zum 31. März 2024 in Höhe
von €750 Millionen in Anspruch genommen.
Die Kreditlinien zum 31. März 2024 und 30.
September 2023 setzten sich insgesamt wie folgt zusammen:
| 30. September 2023 | ||||||
| €. in Millionen | Gesamt-
höhe |
In Anspruch
genommen |
Verfügbar | |||
| Kurzfristige Kreditlinien | 1.064 | 750 | 314 | 69 | - | 69 |
| Langfristige Kreditlinien | - | - | - | - | - | - |
| Gesamt | 1.064 | 750 | 314 | 69 | - | 69 |
Die kurz- und langfristigen Rückstellungen setzten
sich wie folgt zusammen:
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 31. März 2024 | 30. September 2023 | absolut | in % |
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiterinnen | 459 | 785 | -326 | -42 |
| Rückstellungen im
Zusammenhang mit Qimonda
(siehe Konzernanhang Nr. 4 und Nr. 8) |
225 | 212 | 13 | 6 |
| Gewährleistungen | 71 | 50 | 21 | 42 |
| Sonstige | 44 | 52 | -8 | -15 |
| Summe Rückstellungen | 799 | 1.099 | -300 | -27 |
| Davon kurzfristig | 473 | 799 | -326 | -41 |
| Davon langfristig | 326 | 300 | 26 | 9 |
Das Grundkapital der Infineon Technologies AG betrug zum
31. März 2024 €2.611.842.274 (30. September 2023:
€2.611.842.274), eingeteilt in 1.305.921.137 (30.
September 2023:1.305.921.137) auf den Namen lautende
nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen
Anteil von €2 am Grundkapital.
Zum 31. März 2024 hielt die Gesellschaft von der
oben genannten Gesamtzahl ausgegebener Aktien 8.605.554
eigene Aktien (30. September 2023: 2.171.026). Die
Gesellschaft hat im Zeitraum vom 26. Februar 2024 bis 18.
März 2024 im Rahmen eines limitierten
Aktienrückkaufprogramms 7 Millionen eigene Aktien
erworben. Der gezahlte Gesamtkaufpreis für die Aktien
betrug €233 Millionen. Der Rückkauf erfolgte im
Auftrag von Infineon durch ein unabhängiges
Kreditinstitut. Die zurückgekauften Aktien dienen
ausschließlich dem Zweck der Zuteilung von Aktien an
Arbeitnehmerinnen von Infineon, Mitglieder des Vorstands
der Gesellschaft sowie Mitglieder des Vorstands und der
Geschäftsführungen verbundener Unternehmen im
Rahmen der aktienbasierten Vergütung. Die
gegenüber dem Kreditinstitut zu bilanzierende
Verpflichtung zum Rückkauf von 7 Millionen Aktien
wurde bei Beauftragung mit €237 Millionen bewertet und
führte zu einer entsprechenden Verringerung des
Eigenkapitals. Die Differenz von €4 Millionen zwischen
erwartetem Rückkaufswert und Gesamtkaufpreis der
Aktien wurde ertragswirksam als sonstiger Finanzertrag
erfasst.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024 wurden
565.472 eigene Aktien an Arbeitnehmerinnen von Infineon,
Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie Mitglieder
des Vorstands und der Geschäftsführungen
verbundener Unternehmen im Rahmen des Performance
Share-Plans und des Restricted Stock Unit-Plans (siehe im
Anhang zum Konzernabschluss 2023 unter Nr. 22) zugeteilt.
In der Hauptversammlung am 23. Februar 2024 wurde
beschlossen, aus dem Bilanzgewinn der Infineon Technologies
AG für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in
Höhe von €0,35 je dividendenberechtigte
Stückaktie auszuschütten. Unter
Berücksichtigung der fehlenden Dividendenberechtigung
eigener Aktien führte dies zu einer Ausschüttung
von €456 Millionen.
Die Infineon Technologies AG hat am 1. Oktober 2019 eine
unbefristete Hybridanleihe zur Refinanzierung der
Akquisition von Cypress ausgegeben, die ein
Eigenkapitalinstrument nach IAS 32 ist (siehe im Anhang zum
Konzernabschluss 2023 unter Nr. 20).
Für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres
2024 wurden €20 Millionen als Vergütung der
Hybridkapitalinvestor*innen im Eigenkapital erfasst.
Für Zwecke der Berechnung des Ergebnisses je Aktie
wurde das auf die Aktionäre der Infineon Technologies
AG entfallende Ergebnis nach Steuern von €981
Millionen um die Vergütung der
Hybridkapitalinvestor*innen im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2024 in Höhe von €15
Millionen (netto, nach Steuern) auf €966 Millionen
vermindert.
Die Auszahlung der Vergütung an die
Hybridkapitalinvestor*innen erfolgt jährlich
nachträglich am 1. April eines jeden Jahres
vorbehaltlich einer Rückzahlung oder eines
Rückkaufs. Am 2. April 2024 wurden €39 Millionen
ausgezahlt.
Hinsichtlich der Darstellung der Rechtsstreitigkeiten
und staatlichen Untersuchungsverfahren (insbesondere zu
"Vorgänge im Zusammenhang mit Qimonda") sowie anderer
Rechtsstreitigkeiten und Verfahren sowie der damit
verbundenen Risiken siehe im Anhang zum Konzernabschluss
2023 unter Nr. 24.
Am 8. Januar 2024 hat der im Qimonda-Verfahren
gerichtlich bestellte Sachverständige sein Gutachten
zum Wert der Sacheinlagen vorgelegt. Der
Sachverständige hat für den Geschäftsbereich
Inland einen negativen Wert von minus €72,3 Millionen
und für den Geschäftsbereich Ausland einen
negativen Wert von minus €1.045,4 Millionen ermittelt.
Diese Werte liegen um einen Betrag von €1.717,7
Millionen unter den für die Sacheinlagen
maßgeblichen Werten von insgesamt €600
Millionen.
Die Vorlage des Gutachtens stellt einen Zwischenschritt
im anhängigen Rechtsstreit dar. Die Höhe einer
möglichen Haftung von Infineon ist von weiteren
Aspekten abhängig. Insbesondere kann der Wert der als
Geschäftsbereich Ausland eingebrachten,
haftungsbeschränkten Geschäftsanteile
grundsätzlich nicht negativ sein, wie auch im
Gutachten ausgeführt wird. Dies würde die
Differenzhaftung für den Geschäftsbereich Ausland
erheblich, nämlich um €1.045,4 Millionen,
reduzieren.
Ferner wurden im Gutachten die Liquidationswerte nicht
ermittelt. Diese sind, gemäß Gutachten,
ebenfalls zu berücksichtigen. Nach Auffassung von
Infineon erreichen die Liquidationswerte die erforderlichen
Einbringungswerte, sodass der vom Insolvenzverwalter
erhobene Anspruch aus Differenzhaftung nicht gegeben ist.
Die Parteien tauschen weitere Schriftsätze aus. Das
Gericht hat am 27. November 2024 eine mündliche
Verhandlung angesetzt.
Infineon ist grundsätzlich weiterhin bereit,
Gespräche über eine außergerichtliche
Beilegung des Rechtsstreits zu führen. Es ist derzeit
nicht absehbar, ob der Rechtsstreit tatsächlich durch
eine außergerichtliche Einigung beendet werden kann
und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, wann es zu einer
erstinstanzlichen gerichtlichen Entscheidung kommt.
Im Zusammenhang mit Qimonda hat Infineon zum 31.
März 2024 Rückstellungen von insgesamt €225
Millionen bilanziert (30. September 2023: €212
Millionen).
Infineon nimmt im laufenden Geschäftsbetrieb auch
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten
Unternehmen und anderen verbundenen Unternehmen
("nahestehende Unternehmen") vor. Nahestehende Personen
sind Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens,
namentlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
und deren nahe Angehörige ("nahestehende Personen").
Infineon bezieht bestimmte Vorprodukte und Leistungen
von und verkauft bestimmte Produkte und Leistungen an
nahestehende Unternehmen.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen
beziehungsweise gegenüber nahestehenden Unternehmen
setzten sich zum 31. März 2024 und 30. September 2023
wie folgt zusammen:
| 31. März 2024 | 30. September 2023 | |||||
| € in Millionen | Gemein-
schafts- unter- nehmen |
Assoziierte
Unter- nehmen |
Andere
nahe- stehende Unter- nehmen |
Gemein-
schafts- unter- nehmen |
Assoziierte
Unter- nehmen |
Andere
nahe- stehende Unter- nehmen |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
10 | 3 | 1 | 16 | 3 | 1 |
| Finanzielle Forderungen | - | - | 2 | 12 | - | 1 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
21 | - | 2 | 30 | - | 2 |
| Finanzielle
Verbindlichkeiten |
- | - | 1 | - | - | 1 |
Die Umsätze und Leistungsverrechnungen mit
beziehungsweise empfangene Lieferungen und Leistungen von
nahestehenden Unternehmen setzten sich im ersten Halbjahr
der Geschäftsjahre 2024 und 2023 wie folgt zusammen:
| 1. Halbjahr | ||||||
| 2024 | 2023 | |||||
| € in Millionen | Gemein-
schafts- unter- nehmen |
Assoziierte
Unter- nehmen |
Andere
nahe- stehende Unter- nehmen |
Gemein-
schafts- unter- nehmen |
Assoziierte
Unter- nehmen |
Andere
nahe- stehende Unter- nehmen |
| Umsätze und
Leistungsverrechnungen |
65 | 7 | 1 | 68 | 6 | 1 |
| Empfangene Lieferungen
und Leistungen |
56 | - | 13 | 58 | - | 12 |
Dr. Manfred Puffer ist mit Wirkung zur Beendigung der
Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Februar 2024 aus
dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Zudem ist
die Amtszeit von Ute Wolf als gerichtlich bestellte
Anteilseignervertreterin im Aufsichtsrat zum gleichen
Zeitpunkt ausgelaufen.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 23. Februar
2024 Ute Wolf und Prof. Dr. Hermann Eul mit Wirkung ab der
Beendigung der Hauptversammlung am 23. Februar 2024 bis zur
Beendigung der Hauptversammlung, die über die
Entlastung des Aufsichtsrats für das
Geschäftsjahr 2027 beschließt, als Vertreter der
Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt.
Die Einteilung der Finanzinstrumente in Kategorien nach
IFRS 9, die Bewertungsverfahren und wesentlichen Annahmen
sind unverändert gegenüber dem 30. September 2023
und ausführlich im Anhang zum Konzernabschluss 2023
unter Nr. 2 dargestellt. Ein detaillierter Überblick
über Infineons Finanzinstrumente, die finanziellen
Risikofaktoren und das Management finanzieller Risiken ist
im Anhang zum Konzernabschluss 2023 unter Nr. 27 und Nr. 28
enthalten.
Die aktuell bestehenden gesamtwirtschaftlichen
Unsicherheiten und geopolitischen Verwerfungen könnten
mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf Infineons
finanzielle Risiken wie Währungsrisiko, Zinsrisiko,
Kreditrisiko sowie Liquiditätsrisiko und sonstige
Risiken haben. Der Verlauf der Ereignisse und deren Folgen
auf die Risikoposition von Infineon werden laufend
überwacht und in den zur Steuerung der finanziellen
Risiken verwendeten Methoden, Modellen und Prozessen
berücksichtigt.
Bezüglich der zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Finanzinstrumente können zukünftig -
abhängig von der weiteren Entwicklung auf den
Märkten -größere Schwankungen der
beizulegenden Zeitwerte auftreten, die zu einer
entsprechenden Volatilität innerhalb der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung respektive
Konzern-Bilanz führen können.
Die mit dem beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Finanzinstrumente werden gemäß IFRS 13 den
folgenden Fair-Value-Hierarchien zugeordnet. Die Zuordnung
zu den verschiedenen Levels erfolgt nach Marktnähe der
in die Fair-Value-Ermittlung einfließenden
Bewertungsparameter:
| ― |
Level 1: notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden, |
| ― |
Level 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Level 1 berücksichtigten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachten lassen, |
| ― |
Level 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte und Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
Die Buch- und beizulegenden Zeitwerte sowie die
Einteilung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Finanzinstrumente in die Levels zum 31. März 2024 und
30. September 2023 stellte sich wie folgt dar:
| Buchwert | Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nach Kategorien) | Beizulegender
Zeitwert |
|||
| € in Millionen | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |||
| 31. März 2024 | ||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.786 | 516 | 1.270 | - | - | 1.786 |
| Finanzinvestments | 797 | - | 797 | - | - | 797 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.000 | 2.000 | - | - | - | 2.000 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 338 | 334 | - | 4 | - | 338 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 266 | 115 | 122 | - | 31 | 266 |
| Gesamt | 5.187 | 2.965 | 2.189 | 4 | 31 | 5.187 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Kurzfristige
Finanzschulden sowie kurzfristig fällige
Bestandteile langfristiger
Finanzschulden |
1.573 | 1.573 | 487 | 1.086 | - | 1.573 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.003 | 2.003 | - | - | - | 2.003 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.003 | 1.000 | - | 3 | - | 1.003 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Langfristige Finanzschulden | 4.368 | 4.368 | 2.496 | 1.580 | - | 4.076 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 517 | 517 | - | - | - | 517 |
| Gesamt | 9.464 | 9.461 | 2.983 | 2.669 | - | 9.172 |
| Buchwert | Zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet |
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (nach Kategorien) | Beizulegender
Zeitwert |
|||
| € in Millionen | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |||
| 30. September 2023 | ||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte: | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.820 | 651 | 1.169 | - | - | 1.820 |
| Finanzinvestments | 1.770 | - | 1.770 | - | - | 1.770 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.991 | 1.991 | - | - | - | 1.991 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 363 | 353 | - | 2 | 8 | 363 |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 208 | 95 | 103 | - | 10 | 208 |
| Gesamt | 6.152 | 3.090 | 3.042 | 2 | 18 | 6.152 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten: | ||||||
| Kurzfristige
Finanzschulden sowie kurzfristig fällige
Bestandteile langfristiger
Finanzschulden |
330 | 330 | - | 333 | - | 333 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.765 | 2.765 | - | - | - | 2.765 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 993 | 987 | - | 5 | 1 | 993 |
| Langfristige Verbindlichkeiten: | ||||||
| Langfristige Finanzschulden | 4.403 | 4.403 | 2.370 | 1.545 | - | 3.915 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 130 | 130 | - | - | - | 130 |
| Gesamt | 8.621 | 8.615 | 2.370 | 1.883 | 1 | 8.136 |
Mit Ausnahme von kurz- und langfristigen Finanzschulden
stellen für die Finanzinstrumente, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, die
Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für
den beizulegenden Zeitwert dar.
Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Zahlungsmitteläquivalente beziehungsweise
Finanzinvestments enthielten Investitionen in geldmarktnahe
Fonds beziehungsweise Investmentfonds (Level 1).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
beziehungsweise die sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, enthielten derivative Finanzinstrumente
(einschließlich Cash-Flow-Hedges). Deren
beizulegender Zeitwert wurde mittels Diskontierung
künftiger Zahlungsströme nach der
Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als
Bewertungsparameter wurden, soweit möglich, die am
Stichtag beobachtbaren relevanten Marktdaten (wie
Währungskurse, Zinssätze oder Rohstoffpreise)
verwendet, die von anerkannten externen Quellen bezogen
wurden (Level 2). Sofern beizulegende Zeitwerte auf Basis
nicht beobachtbarer Inputfaktoren geschätzt wurden,
wurden diese dem Level 3 der Kategorie der beizulegenden
Zeitwerte zugeordnet.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, enthielten
Beteiligungen und Fondsanteile. Soweit diese an einem
aktiven Markt gehandelt werden, wurde der beizulegende
Zeitwert auf Basis der aktuell notierten Preise ermittelt
(Level 1). Daneben enthielten die sonstigen langfristigen
Vermögenswerte derivative Finanzinstrumente, deren
beizulegender Zeitwert mittels anerkannter
finanzmathematischer Modelle berechnet wurde, wobei
ausschließlich beobachtbare Input-Parameter in die
Bewertung eingeflossen sind (Level 2). Für
Beteiligungen, die über keinen auf einem aktiven Markt
notierten Marktpreis verfügen, wurden bestehende
vertragliche Regelungen (auf Basis der extern beobachtbaren
Dividendenpolitik) zur Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts berücksichtigt (Level 3).
Der beizulegende Zeitwert von kurz- und langfristigen
Finanzschulden, die zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet werden, basiert entweder auf
den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag (Level 1) oder wird
auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme
ermittelt, die mit einem aktuellen Marktzinssatz
diskontiert werden (Level 2).
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der
in Level 3 eingeordneten Finanzinstrumente (vor Steuern):
| € in Millionen | Deal Contingent Forward | Deal Contingent Option | Beteiligungen |
| 30. September 2023 | -1 | 8 | 10 |
| Käufe (inklusive Zugänge) 1 | - | - | 21 |
| Verkäufe (inklusive Abgänge) | 2 | -7 | - |
| Realisierte erfolgswirksame Gewinne 2 | - | 2 | - |
| Verluste im Eigenkapital | -1 | -3 | - |
| 31. März 2024 | - | - | 31 |
1 Bei den Zugängen handelt sich im
Wesentlichen um die Beteiligung an der European
Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) GmbH, an der
Infineon 10% hält.
2 Es handelt sich um Gewinne in den
Finanzerträgen beziehungsweise um Verluste in den
Finanzaufwendungen.
Für die Sicherung der Fremdwährungsrisiken aus
der Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit der
Akquisition von GaN Systems (siehe Konzernanhang Nr. 2)
wurden ein transaktionsabhängiges
Euro/US-Dollar-Fremdwährungstermingeschäft ("Deal
Contingent Forward") und ein transaktionsabhängiges
Euro/US-Dollar-Fremdwährungsoptionsgeschäft
("Deal Contingent Option") mit einem Nominalvolumen von
jeweils US$415 Millionen abgeschlossen und als
Cash-Flow-Sicherungsbeziehung bilanziert. Die Ermittlung
der beizulegenden Zeitwerte der als Cash-Flow-Hedges
designierten Deal Contingent Forward und Deal Contingent
Option erfolgte auf der Grundlage von am Markt
beobachtbaren Faktoren, wie Terminkursen, Zinskurven und
Volatilitäten. Zusätzlich wurde als nicht
beobachtbarer Faktor das wahrscheinlichste Datum des
Abschlusses der Akquisition berücksichtigt. Mit
Abschluss der Akquisition von GaN System am 24. Oktober
2023 wurden der Deal Contingent Forward und die Deal
Contingent Option beglichen.
Eine hypothetische Änderung der wesentlichen nicht
beobachtbaren Bewertungsparameter zum Bilanzstichtag um
± 10 Prozent hätte zu einer theoretischen
Minderung der beizulegenden Zeitwerte um €1 Million
beziehungsweise zu einem Anstieg um €1 Million
geführt.
Zwischen den Levels haben in der Berichtsperiode - wie
im Vorjahreszeitraum -keine Umqualifizierungen
stattgefunden.
Das Geschäft von Infineon ist in die vier
operativen Segmente Automotive, Green Industrial Power,
Power & Sensor Systems und Connected Secure Systems
strukturiert.
Die Sonstigen Geschäftsbereiche umfassen
verbleibende Aktivitäten von veräußerten
Geschäften und andere Geschäftsaktivitäten.
Konzernfunktionen und Eliminierungen dient der
Eliminierung konzerninterner Umsatzerlöse und
Ergebnisse, soweit diese zwischen den Segmenten vorliegen.
Die folgende Tabelle stellt die Umsätze der
Segmente nach Produktkategorien dar:
| Gesamt | Leistungshalbleiter | Embedded Control & Konnektivität | ||||
| 1. Halbjahr | ||||||
| € in Millionen | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden: | ||||||
| Automotive | 4.163 | 3.951 | 1.967 | 2.000 | 1.554 | 1.239 |
| Green Industrial Power | 956 | 1.058 | 956 | 1.058 | - | - |
| Power & Sensor Systems | 1.478 | 1.969 | 1.130 | 1.583 | 81 | 169 |
| Connected Secure Systems | 734 | 1.081 | - | - | 734 | 1.081 |
| Zwischensumme | 7.331 | 8.059 | 4.053 | 4.641 | 2.369 | 2.489 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | 3 | 12 | ||||
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | - | - | ||||
| Gesamt | 7.334 | 8.071 | ||||
| Hochfrequenz & Sensoren | Speicher
für spezifische
Anwendungen |
|||
| 1. Halbjahr | ||||
| € in Millionen | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden: | ||||
| Automotive | 342 | 362 | 300 | 350 |
| Green Industrial Power | - | - | - | - |
| Power & Sensor Systems | 267 | 217 | - | - |
| Connected Secure Systems | - | - | - | - |
| Zwischensumme | 609 | 579 | 300 | 350 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | ||||
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | ||||
| Gesamt | ||||
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 31. März 2024 | 30. September 2023 | absolut | in % |
| Vorräte: | ||||
| Automotive | 2.468 | 2.039 | 429 | 21 |
| Green Industrial Power | 335 | 336 | -1 | -0 |
| Power & Sensor Systems | 752 | 736 | 16 | 2 |
| Connected Secure Systems | 408 | 461 | -53 | -11 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | - | 1 | -1 | --- |
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | 441 | 401 | 40 | 10 |
| Gesamt | 4.404 | 3.974 | 430 | 11 |
| 1. Halbjahr | Veränderung | |||
| € in Millionen | 2024 | 2023 | absolut | in % |
| Segmentergebnis: | ||||
| Automotive | 1.077 | 1.180 | -103 | -9 |
| Green Industrial Power | 219 | 325 | -106 | -33 |
| Power & Sensor Systems | 163 | 498 | -335 | -67 |
| Connected Secure Systems | 79 | 280 | -201 | -72 |
| Sonstige Geschäftsbereiche | -1 | 3 | -4 | --- |
| Konzernfunktionen und Eliminierungen | 1 | 1 | - | - |
| Gesamt | 1.538 | 2.287 | -749 | -33 |
Die folgende Tabelle stellt die Überleitung vom
Segmentergebnis auf das Ergebnis aus fortgeführten
Aktivitäten vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
dar:
| Veränderung | ||||
| € in Millionen | 2023 | absolut | in % | |
| Segmentergebnis: | 1.538 | 2.287 | -749 | -33 |
| Zuzüglich/Abzüglich: | ||||
| Bestimmte Wertaufholungen (Wertminderungen) | -37 | - | -37 | --- |
| Gewinne (Verluste) aus Umstrukturierungen und Schließungen | -13 | - | -13 | --- |
| Aufwendungen für aktienbasierte Vergütung | -60 | -34 | -26 | -76 |
| Akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen | -216 | -244 | 28 | 11 |
| Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen oder Beteiligungen an Tochtergesellschaften | - | 30 | -30 | --- |
| Sonstige Erträge und Aufwendungen | -14 | - | -14 | --- |
| Betriebsergebnis | 1.198 | 2.039 | -841 | -41 |
| Finanzerträge | 70 | 37 | 33 | 89 |
| Finanzaufwendungen | -57 | -78 | 21 | 27 |
| Anteiliges Ergebnis von
nach der Equity-Methode
bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
7 | 11 | -4 | -36 |
| Ergebnis aus
fortgeführten Aktivitäten vor Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag |
1.218 | 2.009 | -791 | -39 |
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024
entfielen von den "akquisitionsbedingten Abschreibungen und
sonstigen Aufwendungen" in Höhe von €216
Millionen €136 Millionen auf die Umsatzkosten, €9
Millionen auf die Forschungs- und Entwicklungskosten,
€76 Millionen auf die Vertriebskosten und allgemeinen
Verwaltungskosten sowie minus €5 Millionen auf den
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen
beziehungsweise Aufwendungen.
Die Umsatzerlöse nach Regionen für das erste
Halbjahr der Geschäftsjahre 2024 und 2023 stellten
sich wie folgt dar:
| 1. Halbjahr | ||||
| € in Millionen, außer Prozentsätze | 2024 | 2023 | ||
| Europa, Naher Osten, Afrika | 1.951 | 27% | 2.092 | 26% |
| Darin: Deutschland | 871 | 12% | 974 | 12% |
| Asien-Pazifik (ohne Japan, Greater China) | 1.170 | 16% | 1.302 | 16% |
| Greater China 1 | 2.463 | 33% | 2.600 | 32% |
| Darin: Festland-China, Hongkong | 1.958 | 27% | 1.977 | 24% |
| Japan | 738 | 10% | 882 | 11% |
| Amerika | 1.012 | 14% | 1.195 | 15% |
| Darin: USA | 822 | 11% | 1.014 | 13% |
| Gesamt | 7.334 | 100% | 8.071 | 100% |
1 Zu Greater China gehören Festland-China,
Hongkong und Taiwan.
Neubiberg, 6. Mai 2024
Infineon Technologies AG
| Der Vorstand | ||
| Jochen Hanebeck | Dr. Sven Schneider | |
| Elke Reichart | Andreas Urschitz | Dr. Rutger Wijburg |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der verkürzte
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Neubiberg, 6. Mai 2024
| Jochen Hanebeck | Dr. Sven Schneider | |
| Elke Reichart | Andreas Urschitz | Dr. Rutger Wijburg |
An die Infineon Technologies AG, Neubiberg
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus der Konzern-Bilanz, der Konzern-Gewinn und
Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der
Konzern-Kapitalflussrechnung und der
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie
ausgewählten erläuternden Konzernanhangangaben -
und den Konzernzwischenlagebericht der Infineon
Technologies AG, Neubiberg, für den Zeitraum vom 1.
Oktober 2023 bis zum 31. März 2024, die Bestandteile
des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind,
einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die
Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses
nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)
für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU
anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist
es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten
Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben
wir die prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss der Infineon Technologies AG,
Neubiberg, in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit den IFRS für
Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden
sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 6. Mai 2024
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Christoph Schenk | Alexander Hofmann |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die
Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft,
die finanzielle Entwicklung und die Erträge des
Infineon-Konzerns.
Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde,
die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und
aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer
Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der
tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher
wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen.
Infineon übernimmt über die gesetzlichen
Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft
gerichtete Aussagen zu aktualisieren.
Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts zum
31. März 2024
Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals
2024
Veröffentlichung der Ergebnisse des 4. Quartals und
des Geschäftsjahres 2024
Infineon Technologies AG
Investor Relations
Am Campeon 1-15
85579 Neubiberg bei München, Deutschland
Telefon: +49 89 234-26655
Fax: +49 89 234-9552987
E-Mail: investor.relations@infineon.com
Besuchen Sie http://www.infineon.com/investor für
eine elektronische Version des Halbjahresfinanzberichts und
für weitere Informationen.
Public
Am Campeon 1-15, 85579 Neubiberg bei München
(Deutschland)