Ad-hoc | 25 May 1999 10:37
Ad hoc-Service: C.H.A. Bauelemente AG
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Kurzfassung der Rede des Vorstands zur Bilanzpressekonferenz der C.H.A. Bau-
elemente AG am 25.05.1999 in Muenchen
I. RUECKBLICK AUF DAS GESCHAEFTSJAHR 1998
Der Verkauf von Unternehmensteilen war das bestimmende Ereignis fuer die C.H.A.
im
Geschaeftsjahr 1998. Mit der Veraeusserung des Fenster- und Innentuer-
geschaeftes ist
es gelungen, nach der Restrukturierung auch die Voraussetzungen fuer eine
Neuausrichtung zu legen.
Notwendig war dieser Schritt, um die hohe Verschuldung des Konzerns abzubauen.
Hohe Zins- und Tilgungslasten in der Zukunft haetten dem Unternehmen wie auch
den Aktionaeren kaum mehr Perspektiven geboten.
Der geschlossene Kaufvertrag zwischen der Lapeyre Deutschland GmbH und der
C.H.A. Bauelemente AG wurde mit Zustimmung der Hauptversammlung im Juli 1998
wirksam.
Die Kaeuferin hat die Geschaeftsanteile mit allen ihren Aktiva und Passiva gegen
eine Kaufpreiszahlung von DM 62 Mio uebernommen. Der Verkauf ist mittlerweile
voll-staendig abgewickelt.
Die durchgefuehrte Transaktion hat die C.H.A. in 1998 bilanziell erheblich
beeinflusst und uns operativ stark gebunden.
AG-ABSCHLUSS DURCH SONDEREINFLUESSE GEPRAEGT
Infolge der guten Ergebnisse der verbleibenden Geschaeftseinheiten Tueren und
Bauspezialwerte konnten DM 13,4 Mio Beteiligungsertraege (Vj. DM 15,4 Mio) in
der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden.
Die Holdingkosten i. H. v. DM 3,8 Mio und das Finanzergebnis i. H. v.
DM -5,3 Mio stellen, wie in den Vorjahren, die beiden wesentlichen Aufwands-
bereiche der AG dar.
Die massive Entschuldung durch den Verkauf im August 1998 hat bereits zu einer
Verbesserung des Finanzergebnisses gefuehrt. Der Ganzjahreseffekt wird jedoch
erst 1999 deutlich werden.
Die C.H.A. Bauelemente AG ist mit einem Jahresueberschuss von DM 0,6 Mio (Vj.
DM -49,5 Mio) nach zwei defizitaeren Jahren mit hohen a.o. Restrukturierungs-
aufwendungen wieder in die Gewinnzone zurueckgekehrt.
Deutlich wird dies auch am Ergebnis der gewoehnlichen Geschaeftstaetigkeit,
welches 1998 bei DM 6,1 Mio (Vj. DM -9,7 Mio) liegt.
Die Veraeusserung von Geschaeftsanteilen hat zu einer deutlichen Reduzierung
der Bilanzsumme i. H. v. DM 71,2 Mio oder 41 v. H. gefuehrt. Durch den verein-
nahmten Kaufpreis konnten die Verbindlichkeiten um DM 67,6 Mio auf DM 51 Mio
deutlich zurueckgefuehrt werden.
Der Anteil der Verbindlichkeiten sank von 69 v. H. der Bilanzsumme auf nur noch
50 v. H. in 1998. Damit wurde die Verschuldung der AG erheblich reduziert.
Die Eigenkapitalquote stieg durch die Bilanzverkuerzung von 27 v. H. in 1997
auf 47 v. H. in 1998.
Die C.H.A hat sich somit nach Abschluss der Restrukturierung und der Ent-
schuldung auf ein geringeres, jedoch wesentlich solideres Geschaeftsniveau
zurueckentwickelt. Dies bietet die Plattform fuer eine Neuausrichtung.
KONZERN DURCH ENDKONSOLIDIERUNG GEPRAEGT
Durch den Verkauf des Geschaeftsfeldes Fassade in 1997 und der Fenster- und
Innentueraktivitaeten in 1998 sank das Umsatzvolumen des Konzerns im Zeit-
verlauf auf ein Niveau von nunmehr DM 142,9 Mio (Vj. DM 362,9 Mio). Die
vollstaendige Endkonsolidierung des Bereiches Fenster verringerte den Umsatz
des Konzerns um DM 166 Mio. Die Endkonsolidierung von Teilen der Tueraktivi-
taeten brachte ein um DM 47,6 Mio reduziertes Umsatzvolumen.
Die guten Ergebnisbeitraege der verbleibenden Geschaeftseinheiten tragen in
Verbindung mit dem hohen a.o. Ertrag aus der Veraeusserung i. H. v. DM 41,6 Mio
massgeblich zu dem guten Konzernergebnis bei. Nach Abzug der Holdingkosten, die
den Entschuldungseffekt nur in geringen Teilen antizipierten, schliesst der
Konzern mit einem Jahresueberschuss i. H. v. DM 43,6 Mio ab (Vj. DM -23,9 Mio).
Mit diesem Ergebnis wird deutlich, dass der Konzern die krisenreichen Jahre mit
hohen Verlusten hinter sich gelassen hat.
Die Endkonsolidierung der veraeusserten Gesellschaften brachte auch zwei
wichtige Veraenderungen in der Konzernbilanz mit sich:
Zum einen konnte die Bankverschuldung ganz erheblich um DM 126,4 Mio bzw.
61 v. H. auf DM 81,9 Mio zurueckgefuehrt werden. Der Anteil der Bankverbindlich-
keiten am Bilanzvolumen liegt damit bei 72 v. H..
Zum anderen fuehrte der Jahresueberschuss wieder zu einem positiven Konzern-
eigenkapital i. H. v.DM 3,6 Mio (Vj. DM -39,7 Mio). Verzerrt wird der
Eigenkapitalausweis weiterhin durch die in der Vergangenheit getaetigte direkte
Verrechnung von Firmen-
werten mit Ruecklagen i. H. v. DM 34 Mio.
Das DVFA-Ergebnis 1998 i. H. v. DM 3,5 Mio resultiert vor allem aus der Berei-
nigung um den Endkonsolidierungseffekt (DM 41,9 Mio) und den Firmenwertabschrei-
bungen (DM 1,8 Mio). Zu einer Verzerrung des DVFA-Ergebnisses kommt es, da
sich der Gegenwert zu den veraeusserten Ergebnissen (die positiven Effekte aus
der Entschuldung ab August) nur zu einem Drittel im DVFA-Ergebnis bemerkbar
macht. Fuer 1999 rechnen wir mit einer Verbesserung von DM 0,46 auf ca. DM 0,90
je Aktie.
ENTWICKLUNG UNSERER GESCHAEFTSBEREICHE TUEREN UND BAUSPEZIALWERTE
Auch nach dem Verkauf der Innentueraktivitaeten bleibt die GE Tueren das
bedeutendste Geschaeftsfeld des Konzerns.
Der Umsatz 1998 i. H. v. DM 112,7 Mio liegt um 4,5 v. H. unter dem vergleich-
baren Vj.. Trotz dieser Entwicklung konnten unsere Gesellschaften ihre dominante
Marktposition weiter ausbauen und gelten heute als fuehrende Hersteller fuer
Haustuerfuellungen. Das gegenueber Vj. (DM 16,8 Mio) geringere Ergebnis
i. H.v. DM 8,2 Mio resultiert im wesentlichen aus dem Verkauf der Innentuer-
aktivitaeten und einer Immobiliengesellschaft.
Auch die GE Bauspezialwerte hat sich in 1998 in ihren weiterhin hart
umkaempften Marktsegmenten behaupten koennen. Der Umsatz konnte mit DM 31,1 Mio
nahezu gehalten werden. Das Ergebnis von DM 3,6 Mio oder 12 v. H. Umsatzrendite
entspricht damit unseren Erwartungen.
II.STRATEGIE UND MARKT IN UNSEREM KERNGESCHAEFT
Nach mehreren Jahren ist es auch in 1998 zu keiner Trendwende in der Baubranche
gekommen. Die Bauinvestitionen sanken im vergangenen Jahr real um 4 v. H.;
im wesentlichen infolge einer ruecklaeufigen Entwicklung in den Neuen Bundes-
laendern.Fuer 1999 wird das Ende der Talsohle erwartet, ab dem Jahr 2000 ist
wieder mit einer Belebung zu rechnen. Folge dieser rezessiven Phase ist ein
anhaltender Preisverfall. Der Wettbewerbsdruck wird auch zu einer beschleunigten
Marktbereinigung fuehren.
Obwohl fuer 1999 mit keiner entscheidenden Verbesserung im Markt zu rechnen
ist, sind wir zuversichtlich, unsere Ergebnisse steigern zu koennen. Dies be-
gruendet sich zum einen in unserer innovativen Produktpalette und zum anderen
in ange-passten Kostenstrukturen und einem erhoehten Finanzergebnis.
Damit koennen wir zwei Geschaeftsfelder bieten, in denen wir eine exzellente
Wettbewerbsposition haben. Unsere Strategie ist es weiterhin, unsere Unternehmen
durch entsprechende strategische Ergaenzungen auszubauen und zu staerken.
Fortsetzung im zweiten Teil der Ad-hoc-Mitteilung
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Ende der Mitteilung