Intershop Communications Aktiengesellschaft

Jena

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Hinweis: Gemäß § 315 Abs. 3 HGB i.V.m. § 298 Abs. 3 HGB wurden der Lagebericht der INTERSHOP Communications AG, als Mutterunternehmen des INTERSHOPs-Konzerns und der Lagebericht des INTERSHOP-Konzerns zusammengefasst. Soweit keine anderweitigen einschränkenden Hinweise gegeben werden, gelten die nachfolgenden Ausführungen im Lagebericht sowohl für die INTERSHOP Communications AG als auch für den Konzern.

Konzernlagebericht und Lagebericht

der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft

Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat das Geschäftsjahr 2009 sowohl auf Konzernebene1) als auch auf AG-Ebene2) erneut mit einem positiven Nettoergebnis abgeschlossen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen erstmals die Gewinnschwelle überschritten und ein positives Jahresergebnis von 1,5 Mio. Euro nach Steuern ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 belief sich der Nettogewinn auf 1,7 Mio. Euro, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Die positive Ergebnisentwicklung war insbesondere ein Resultat der Erhöhung der Lizenzumsätze von 4,1 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 6,9 Mio. Euro im Berichtsjahr 2009. Insgesamt erhöhten sich die Nettoumsatzerlöse des Konzerns um 13 % auf 31,8 Mio. Euro. Damit übertraf das Unternehmen seine ursprüngliche Prognose für das Jahr 2009, die einen Umsatzanstieg von 7 bis 11% avisierte. Umsatzstärkster Bereich der Gesellschaft war erneut das Beratungsgeschäft, dessen Volumen 12,1 Mio. Euro betrug. Neben dem verbesserten Lizenzgeschäft verzeichnete auch der Bereich Wartung eine kräftige Steigerung um 22 % auf 8,8 Mio. Euro. Das Online-Marketing-Geschäft der Tochtergesellschaft SoQuero wurde leicht ausgebaut und erreichte einen Nettoumsatz von 2,7 Mio. Euro (+4 %).

1 "Intershop", das "Unternehmen", "die Gesellschaft"
2 Die "AG" oder "Einzelgesellschaft"

Ziele 2009 erreicht

Die für das Jahr 2009 gesteckten strategischen, finanziellen und operativen Ziele hat Intershop erreicht. Beim wichtigsten Unternehmensziel, dem Ausbau des Leistungsspektrums entlang der E-Commerce-Prozesskette, hat Intershop weitere Fortschritte gemacht. Bereits heute bietet das Unternehmen seinen Kunden das komplette Outsourcing des Online-Handels von der Konzeption des Shops bis hin zur Auslieferung der Ware, die über Partnerunternehmen aus dem Logistiksektor abgewickelt wird. Pilotkunde für das Full-Service-E-Commerce-Angebot von Intershop war der Modekonzern Mexx, dessen Online-Shop Anfang des Jahres 2009 startete. Im Jahresverlauf wurde das Full-Service-Geschäft über den Gewinn des Modeunternehmens Rösch als Kunden ausgebaut, weitere Kundenabschlüsse stehen bevor. Die Gewinnung neuer Kunden, insbesondere von strategisch bedeutenden "Platinum Accounts", zählte ebenfalls zu den wichtigsten Zielen des Jahres 2009. Hier verbuchte Intershop mehrere Erfolge durch den Ausbau der Kundenbeziehungen zum Pharmakonzern Merck, den größten Service-Auftrag der Unternehmensgeschichte durch den australischen Telekommunikationskonzern Telstra sowie den Großauftrag eines weltweit agierenden Technologieunternehmens im Dezember 2009. Durch die gute Entwicklung bei neuen Aufträgen wurden die negativen Auswirkungen der im Sommer 2009 angekündigten Insolvenz des Großkunden Quelle Deutschland mehr als kompensiert.

Das Kernprodukt von Intershop, die E-Commerce-Standardsoftware Enfinity, wurde im Geschäftsjahr wie geplant weiterentwickelt und um zahlreiche neue Features ergänzt. Seit Ende Januar 2010 ist die neue modular aufgebaute Enfinity Suite 6.4 verfügbar. Das Produkt wurde vor allem in puncto Flexibilität in Kombination mit anderen Produkten und Erweiterbarkeit verbessert und lässt sich noch einfacher und effizienter in bestehende IT-Landschaften der Kunden integrieren. Die Online-Marketing-Sparte erweiterte ihr Produktportfolio um zusätzliche Funktionen ihrer Feed Engine. Damit können die Betreiber von Online-Shops die Performance ihres Produktdatenmarketings maximieren, indem sie die Anzahl der Listungen in Preissuchmaschinen und Produktportalen deutlich steigern. Ein weiteres wichtiges Projekt im Jahr 2009 war die Entwicklung des Kernprodukts der neuen Tochtergesellschaft The Bakery zur Marktreife. Die neuartige Software zur Integration von Lieferantendaten in die Intershop-E-Commerce-Plattform wurde im November 2009 fertiggestellt und auf den Markt gebracht.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des Intershop-Konzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2009 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Intershop Communications Australia Pty Ltd., Sydney, Australien, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt, sowie weiteren nicht operativ tätigen, ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Darüber hinaus ist die Gesellschaft seit Februar 2009 mit einer Anteilsquote von 60 % an dem Berliner Softwarehaus The Bakery GmbH beteiligt. Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter E-Commerce-Lösungen. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop-E-Commerce-Software, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde.

Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die beiden Hauptgeschäftsbereiche Lizenzen sowie Serviceleistungen, Wartung und Sonstige. Letzterer ist unterteilt in die Segmente Beratung und Schulung, Wartung, Online Marketing sowie Sonstige und Full Service. Im Geschäftsjahr 2009 entfielen 22 % der Nettoumsätze auf den Bereich Lizenzen und 78 % auf Serviceleistungen, Wartung und Sonstige. Im Vorjahr lag das Verhältnis bei 15 % zu 85 %. Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die gesamte E-Commerce-Prozesskette - angefangen bei der Standardsoftware Enfinity Suite 6 über maßgeschneidertes Online Marketing bis hin zur Auslagerung der gesamten Wertschöpfungskette (Full Service E-Commerce). Langfristiges Ziel ist es, den Kunden getreu der Unternehmensleitlinie "Enable the Shop Manager" in allen Bereichen der Prozesskette des Online-Verkaufs mit eigenen Dienstleistungen oder unter Einbindung von Partnern zu unterstützen. Dazu wird die Enfinity-Plattform kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt.

Intershop zählt zu den größten Anbietern von E-Commerce-Lösungen weltweit. Über 300 Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Multichannel-Technologie von Intershop über bis zu 25 elektronische Vertriebskanäle gleichzeitig. Das Unternehmen verfügt über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Im Jahr 2009 hat die Intershop-Software im Rahmen des Abverkaufs beim Versandhändler Quelle ein Rekordvolumen von 85.000 Bestellungen pro Tag abgewickelt. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum vorwiegend in Australien tätig. Die Enfinity-Plattform ist in über 30 Ländern und in mehr als 20 verschiedenen Sprachen im Einsatz.

Gesamtwirtschaft und Branche

Nach dem drastischen Einbruch der Weltwirtschaft in Folge der Finanzkrise Ende 2008 und in den ersten Monaten 2009 befindet sich die Weltkonjunktur seit Mitte des vergangenen Jahres wieder auf Erholungskurs. Nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ist das Weltwirtschaftsvolumen im Jahr 2009 um insgesamt 1,0 % gesunken. Das ist der erste Rückgang der globalen Konjunktur seit 1946. Der Einbruch war jedoch geringer als zu Jahresanfang befürchtet. Dank umfangreicher Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors und der expansiven Finanz- und Geldpolitik vieler Industriestaaten wurde das Weltfinanzsystem stabilisiert. Die weltweit aufgesetzten Konjunkturpakete zeigten erste Wirkung und insbesondere die asiatischen Schwellenländer setzten ihr dynamisches Wachstum fort. So wird für China ein Zuwachs der Wirtschaftsleistung von 8,6 % und für Indien von 6,8 % im Jahr 2009 erwartet. Dem steht ein kräftiger Rückgang in den Industriestaaten gegenüber: In den USA um 2,5 % und im Euroraum um 4,0 %. In Deutschland sank nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts das Bruttoinlandsprodukt um 5,0 %. Die Rezession hierzulande ist insbesondere auf einen Einbruch bei den Exporten um 17,3 % zurückzuführen. Auch die Bruttoanlageinvestitionen lagen um 9 % unter dem Niveau von 2008. Diese negativen Entwicklungen konnten durch die leicht gestiegenen Konsumausgaben nicht aufgefangen werden. Im Vergleich zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verlief das Jahr 2009 in dem für Intershop wichtigen E-Commerce-Sektor insgesamt erfreulich. Die Zahl der Internetnutzer und ihre Verweildauer im World Wide Web nehmen stetig zu. Insbesondere der Online-Handel erfreut sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wachsender Beliebtheit. So kauften 2009 in Deutschland 1,1 Mio. Menschen mehr im Internet ein als ein Jahr zuvor. Sie bestellten Waren im Wert von 15,5 Mrd. Euro. Das sind über 2 Mrd. Euro mehr als im Jahr 2008 und entspricht einem Anstieg von 16 %. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) hat damit der E-Commerce-Umsatz erstmals mehr als die Hälfte zum gesamten Versand- und Online-Handel in Deutschland beigetragen. Neben Waren wurden Dienstleistungen wie Flugtickets oder Mietwagenverträge im Wert von 6,2 Mrd. Euro (2008: 5,9 Mrd. Euro) im Internet geordert. Das Jahr 2009 war nicht nur für den Online-Handel erneut ein Rekordjahr, sondern auch für Werbung im Internet. Gemäß einer Erhebung des Branchenverbandes BITKOM stieg der Umsatz mit Werbebannern, Pop-ups und Streaming Ads im Vergleich zu 2008 um 17,8 % auf 1,5 Mrd. Euro. Damit trotzte der Bereich der allgemeinen Werbeflaute. Die deutsche IT-Branche konnte sich dagegen nicht von der allgemeinen Wirtschaftskrise abkoppeln und war nach dem Wachstum der vergangenen Jahre im Jahr 2009 von Investitionszurückhaltung geprägt. Nach Einschätzung des Branchenverbandes BITKOM fielen die Softwareinvestitionen 2009 um 2,7 % auf 14,6 Mrd. Euro (Stand: Oktober 2009).

Umsatzentwicklung

Intershop hat im Geschäftsjahr 2009 seine Nettoumsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 31,8 Mio. Euro gesteigert. Damit übertraf die Gesellschaft ihre Prognose von 7 bis 11 % Wachstum für 2009. Besonders die Zusammenarbeit und Vertragsabschlüsse mit den strategischen Kunden, den Platinum Accounts", waren für das deutliche Umsatzplus maßgeblich. Dem standen geringer als erwartete Umsätze beim Großkunden Quelle gegenüber, dessen deutsche Einheit im Juni 2009 Insolvenz anmelden musste. Die dadurch erwarteten Umsatzeinbußen im Jahr 2010 werden durch neu gewonnene, zum Teil langfristige Serviceaufträge großer Kunden kompensiert. Insgesamt hat Intershop im Jahr 2009 über 70 neue Projekte gewonnen.

Die Lizenzerlöse erhöhten sich deutlich um 69 % auf 6,9 Mio. Euro. Sie liegen damit auf dem höchsten Stand der vergangenen sechs Jahre. Die Steigerung ist Resultat des verstärkten Vertriebsfokus auf das Lizenzgeschäft, welches die Basis für langfristig steigende Service- und Wartungserlöse bildet. Im Bereich Serviceleistungen, Wartung und Sonstige, der im Geschäftsjahr um 4 % auf 24,9 Mio. Euro zulegte, blieb das Segment Beratung umsatzstärkster Posten mit 12,1 Mio. Euro. Das Segment Wartung wuchs um 22 % auf 8,8 Mio. Euro und war zweitstärkster Umsatzbereich. Die Full-Service-Umsätze erhöhten sich ebenfalls kräftig und erreichten ein Plus von 138 % auf 1,3 Mio. Euro. Im Segment Online Marketing baute Intershop das Geschäft leicht aus und verbuchte Nettoumsatzerlöse von 2,7 Mio. Euro (+4 %) im Jahr 2009. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:

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in TEUR 2009 2008 Veränderung
Lizenzen 6.897 4.083 69 %
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige 24.880 24.035 4 %
Gesamtnettoumsatz 31.777 28.118 13 %

Strategisch bedeutende Großaufträge im Jahr 2009

Intershop hat im vergangenen Geschäftsjahr mehrere Aufträge von strategischer Bedeutung gewonnen. Im März gab die Gesellschaft den Gewinn eines ersten Großkunden im Bereich Full Service E-Commerce bekannt. Für das international agierende Modeunternehmen Mexx hat Intershop gemeinsam mit Partnern den Online-Shop und alle dazugehörigen Prozesse neu gestaltet. Der Auftrag kann für das Unternehmen ein Gesamtvolumen von bis zu 6,0 Mio. Euro haben, verteilt über fünf Jahre. Am 30. Juni gab Intershop den Abschluss des größten Serviceauftrags der Unternehmensgeschichte mit dem australischen Telekommunikationskonzern Telstra bekannt. Der Vertrag umfasst Leistungen im Gesamtwert von 22,6 Mio. Australischen Dollar, umgerechnet etwa 14,4 Mio. Euro, über eine Laufzeit von drei Jahren. Der Vertrag resultiert aus einem vorausgegangenen Projekt für die australische Gruppe. Bereits im Jahr 2008 hatte Intershop auf Basis der Enfinity-Software für die Telstra-Tochter Sensis eine C-to-C-Plattform für Auktionen und Kleinanzeigen entwickelt, die sich in ihrer Kategorie zur führenden Shopping-Plattform Australiens entwickelt hat. Der Folgeauftrag beinhaltet verschiedene Dienstleistungen für Portale der Sensis-Gruppe, darunter Betriebsunterstützung, Wartung und Testing. Der Vertrag hat für Intershop erhebliche strategische Bedeutung, denn er markiert einen wichtigen Schritt zum Ausbau der Marktposition in der Region Asien/ Pazifik. Ebenfalls im Juni gab Intershop den Launch des Portals Merck Chemicals bekannt. Intershop hatte die weltweite B-to-B-Plattform für den Pharmakonzern auf Enfinity migriert und große Teile des Internetauftritts neu konzipiert. Im August meldete Intershop einen weiteren großen Lizenzauftrag der Messe München International (MMI). Künftig werden sämtliche Internetauftritte der MMI-Fachmessen auf der Intershop-Plattform basieren. Ende August gab das Unternehmen den Relaunch des T-Home-Online-Shops bekannt. Deutschlands führender Telekommunikationskonzern hatte Intershop mit einem Projekt zur Effizienzsteigerung des T-Home-Online-Auftritts beauftragt. Im Oktober gab der Insolvenzverwalter des Arcandor-Konzerns bekannt, dass eine Lösung zur Sanierung des angeschlagenen Versandhändlers Quelle gescheitert sei. Quelle war in den vergangenen Jahren einer der wichtigsten Kunden von Intershop. Ende Oktober verzeichnete Intershop einen weiteren Auftragsgewinn. Der zweitgrößte Schweizer Telekommunikationskonzern Sunrise überarbeitet seinen Online-Auftritt und stellt seine E-Commerce-Aktivitäten auf die Enfinity Suite 6.3. um. Im Dezember sorgte der Großauftrag eines weltweit tätigen Technologiekonzerns für einen positiven Jahresausklang. Das Gesamtvolumen des Lizenz- und Serviceauftrags liegt im mittleren siebenstelligen Euro-Bereich über eine Laufzeit von sechs Jahren. Bei der Umsatzverteilung nach Regionen entfiel im Jahr 2009 der größte Anteil weiterhin auf Europa (66 %), gefolgt von USA (19 %) und Asien/Pazifik (15 %). Damit erzielte Intershop ein Drittel seiner Nettoumsätze außerhalb des Heimatmarktes Europa. Im Vorjahreszeitraum hatte der außereuropäische Anteil noch bei 30 % gelegen, davon 14 % in den USA und 16 % in Asien/Pazifik. Die Entwicklung spiegelt die Fortschritte bei der Internationalisierung des Intershop-Geschäfts wider.

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der AG erhöhten sich im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1 % auf 23,5 Mio. Euro. Die in den Umsatzerlösen enthaltenen Lizenzerlöse sanken um 2 % von 3,5 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Die Erlöse aus Serviceleistungen (Beratung, Wartung und Sonstiges) stiegen um 2 % von 19,8 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro. Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg und Hamburg. Die Tochtergesellschaft SoQuero GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt/Main. Die Tochtergesellschaft The Bakery GmbH hat ihren Sitz in Berlin.

Ergebnisentwicklung

Intershop hat im Geschäftsjahr 2009 den seit 2006 anhaltenden Trend zu einem nachhaltig profitablen Unternehmen bestätigt. Das operative Ergebnis EBIT stieg um 7 % auf 2,0 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich kräftig um 61 % auf 3,8 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 12 %. Der Konzern-Jahresüberschuss lag mit 1,7 Mio. Euro um 14 % über dem guten Ergebnis des Vorjahres.

Einer der wesentlichen Einflussfaktoren für die positive Ergebnisentwicklung ist die Steigerung der Konzernnettoumsätze von 28,1 Mio. Euro auf 31,8 Mio. Euro bei weitgehend konstanten Herstellungskosten. Das Bruttoergebnis 2009 stieg um 31 % auf 14,9 Mio. Euro, die Bruttomarge lag bei 47 % nach 41 % im Geschäftsjahr 2008. Dabei kompensierten sinkende Herstellungskosten im Bereich Serviceleistungen, Wartung und Sonstige den Anstieg der Kosten bei Lizenzen, der durch den Zukauf von OEM-Lizenzen verursacht wurde.

Bei den betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich insbesondere der Posten für Forschung und Entwicklung. Die F&E-Aufwendungen 2009 lagen bei 4,3 Mio. Euro nach 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der kräftige Zuwachs resultierte aus höheren Personalkosten aufgrund der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter, darunter die Beschäftigten der neu erworbenen Beteiligung The Bakery, Abschreibungen auf im Vorjahr aktivierte Softwareentwicklungsleistungen sowie dem höheren Aufwand für Fremdleistungen (Offshore-Mitarbeiter) bei Entwicklungsprojekten. Insgesamt beträgt der negative Ergebnisbeitrag der The Bakery GmbH 1,0 Mio. Euro durch die getätigten Anfangsinvestitionen im Geschäftsjahr 2009, die maßgeblich dem Bereich F&E zugeordnet werden. Die Aufwendungen für Vertrieb und Marketing lagen bei 4,5 Mio. Euro und damit 24 % über Vorjahresniveau. Hier machten sich vor allem höhere Personalkosten und umfangreichere Marketingmaßnahmen zur Leadgenerierung bemerkbar. Die allgemeinen Verwaltungskosten summierten sich auf 3,9 Mio. Euro, ein Plus von 11 % gegenüber 2008. Auch bei diesem Posten waren höhere Personalkosten sowie gestiegene Beratungskosten die Ursache. Dagegen verringerten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich um 47 % auf 0,9 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltenen Währungsverluste von mehr als 0,6 Mio. Euro zurückzuführen. Im Jahr 2009 beliefen sich die Verluste aus Währungsdifferenzen lediglich auf 0,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich leicht von 0,6 Mio. auf 0,7 Mio. Euro. Sie enthalten unter anderem Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 0,2 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2009 auf 0,1 Mio. Euro nach -0,1 Mio. Euro im Vorjahr. Ende 2008 hatte Intershop eine Wandelanleihe zurückgeführt, so dass im Jahr 2009 keine nennenswerten Zinsaufwendungen mehr anfielen.

Insgesamt erreichte Intershop trotz der vor allem im F&E-Bereich getätigten Aufwendungen ein Ergebnis vor Steuern von 2,1 Mio. Euro und verbesserte damit den Vorjahresgewinn um 22 %. Nach Steuern verblieb ein Konzern-Jahresüberschuss von 1,7 Mio. Euro respektive ein Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) von 0,08 Euro (Vorjahr: 0,06 Euro unverwässert und verwässert).

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der AG belief sich auf 2,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2009 nach 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich um 22 % auf 3,4 Mio. Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich dagegen um 14 % von 11,8 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro. Die Abschreibungen sanken um 68 % auf 1,3 Mio. Euro. Die Reduzierung ist auf niedrigere Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen leicht um 2 % auf 8,4 Mio. Euro. Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen resultierten 0,4 Mio. Euro aus verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr waren es noch 6,4 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 2,3 Mio. Euro, in 2008 war es 1,8 Mio. Euro. Insgesamt belief sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro).

Forschung und Entwicklung

Unter den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen sowie Abschreibungen auf aktivierte Softwareentwicklungsleistungen erfasst. Der Saldo aus Aktivierung von Softwareentwicklungsleistungen und Abschreibungen auf in 2008 aktivierte Entwicklungsleistungen betrug rund 1,2 Mio. Euro. Im Vorjahr betrug die Softwareaktivierung 2,1 Mio. Euro. Darüber hinaus enthalten die Aufwendungen rund 0,9 Mio. Euro Vorlaufkosten, die bei der neu erworbenen Tochtergesellschaft The Bakery anfielen. Insgesamt erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von 1,2 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro.

Der Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009 lag auf der Entwicklung der neuen Version der Standardsoftware Enfinity Suite 6.4, deren weltweiter Vertrieb im Januar 2010 startete. Die neue Softwareversion zeichnet sich aus durch die vereinfachte Integration von Drittsoftware, die erweiterten Möglichkeiten zur Verkaufsförderung, die verbesserte Verwaltung von Produktinformationen und den kostengünstigeren Betrieb. Im Bereich Online Marketing wurde die Feed Engine durch die Anbindung weiterer Portale, erweiterte Reporting-Funktionen und ein marketingorientiertes Produkt-Content-Management-System wesentlich ausgebaut. In der Tochtergesellschaft The Bakery wurde ein Bestellmanagementsystem geschaffen.

Auch im laufenden Geschäftsjahr wird Intershop weiter in F&E investieren. Ziel ist es, auf jährlicher Basis Kundenwünsche und Impulse aus dem Marktumfeld, von Implementierungs- und Technologiepartnern sowie Innovationen des Intershop-Entwicklungs- und Beratungsteams in die Softwareentwicklung einfließen zu lassen. So wird die neue Enfinity-Version 6.5 Anfang 2011 in den Vertrieb gehen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Intershop hat im Geschäftsjahr 2009 den Vorstand personell verstärkt. Im April 2009 gab die Gesellschaft die Berufung von Peter Mark Droste in das Führungsgremium bekannt. Herr Droste, der auf mehrere Jahrzehnte Führungserfahrung in der internationalen Soft- und Hardware-Industrie zurückblickt, verantwortet im Vorstand die Ressorts Mergers & Acquisitions (M&A), Marketing, PR und IR sowie die Abteilungen Finance, Operations, Legal und Human Resources.

Im Nachgang der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Juni 2009 hat der Aufsichtsrat einen neuen Vorsitzenden ernannt. Das Mitglied Joachim Sperbel übernahm das Amt vom bisherigen Vorsitzenden des Gremiums, Michael Sauer. Herr Sauer übernahm dessen Funktion als stellvertretender Vorsitzender. Die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 umfasst fixe und variable Bestandteile. Zu Details über die Vergütung der Organe verweisen wir auf den Konzernanhang.

Personal

Intershop beschäftigte zum 31. Dezember 2009 weltweit 303 Mitarbeiter. Damit stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahresverlauf um 39 Mitarbeiter, wovon allein 13 Vollzeitkräfte auf die neue Tochtergesellschaft The Bakery entfallen.

Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte)

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  31.12.2009 31.12.2008
Technische Abteilungen    
(Servicebereiche und F&E-Bereich) 241 202
Vertrieb und Marketing 32 31
Allgemeine Verwaltung 30 31
  303 264

Die regionale Verteilung der Mitarbeiter zeigte keine Veränderung im Vergleich zum Jahresende 2008. Am 31. Dezember 2009 waren 94 % (287 Mitarbeiter) in Europa tätig, 6 % (17 Mitarbeiter) entfielen auf die Niederlassung in San Francisco, USA.

Die INTERSHOP Communications AG (Einzelgesellschaft) beschäftigte zum Bilanzstichtag 253 Mitarbeiter (31. Dezember 2008: 221 Mitarbeiter).

Darstellung der Finanzlage

Intershop hat auch im vergangenen Geschäftsjahr 2009 einen positiven operativen Cashflow erwirtschaftet. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2009 rund 0,8 Mio. Euro im Vergleich zu einem Mittelzufluss von rund 3,0 Mio. Euro im Vorjahr. Wichtigste Ursache für den rückläufigen Zufluss aus operativer Tätigkeit sind die deutlich gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die insbesondere im Zusammenhang mit dem zum Jahresende abgeschlossenen großen Lizenz- und Serviceauftrag standen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf 2,8 Mio. Euro nach 0,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2008. Im Vorjahr waren noch liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von rund 2,7 Mio. Euro in frei verfügbare Zahlungsmittel zurückgeführt worden. Diese Position reduzierte sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 0,4 Mio. Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit war aufgrund des Wegfalls der Wandelanleihe im Geschäftsjahr 2008 mit 0,2 Mio. Euro positiv. Im Jahr 2009 wurden drei Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt 0,12 Mio. Euro aus dem Genehmigten Kapital II infolge der Ausübung von Mitarbeiteroptionen durchgeführt. Der Gesellschaft flossen dadurch 0,1 Mio. Euro zu; die Kosten betrugen 0,02 Mio. Euro. Das Grundkapital erhöhte sich entsprechend. Zu Details verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital im Konzernanhang. Insgesamt verfügte Intershop zum 31. Dezember 2009 über liquide Mittel von 6,3 Mio. Euro (31. Dezember 2008: 8,1 Mio. Euro).

Darstellung der Vermögenslage

Die Konzernbilanz von Intershop zum 31. Dezember 2009 zeigt eine weiterhin sehr solide Vermögenslage. Das Unternehmen weist keine Finanzverbindlichkeiten aus und verfügt über eine Eigenkapitalquote von 64 % (Vorjahr: 66 %). Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 16 % auf 28,7 Mio. Euro. Ursache für den Anstieg waren im Wesentlichen erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 10,6 Mio. Euro (+84 %), die größtenteils auf den zum Jahresende gebuchten siebenstelligen Lizenzumsatz, aber auch auf den unterjährigen Gewinn weiterer Neu- und Großkunden zurückzuführen sind. Darüber hinaus stiegen die immateriellen Vermögenswerte primär aufgrund der Aktivierung von Softwareentwicklungsleistungen um 26 % auf rund 9,5 Mio. Euro. Insgesamt erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 19 % auf rund 10,9 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte beliefen sich auf 17,9 Mio. Euro, ein Plus von 14 %. Die liquiden Mittel verringerten sich von 9,3 Mio. Euro Ende des Jahres 2008 auf 7,2 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009. Darin enthalten waren rund 0,9 Mio. Euro Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung, deren Bestand sich um 0,4 Mio. Euro reduzierte.

Das Eigenkapital erhöhte sich von 16,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 18,4 Mio. Euro, was einer Steigerung um 13 % entspricht. Hauptursache war die Rücklagenerhöhung durch den positiven Konzern-Jahresüberschuss. Die langfristigen Schulden verringerten sich von 1,2 Mio. Euro auf 0,8 Mio. Euro. Die kurzfristigen

Schulden stiegen um 31 % auf rund 9,6 Mio. Euro. Die deutliche Steigerung resultierte im Wesentlichen aus den erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+52 %) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (+34 %), die unter anderem auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, insbesondere aus Provisionen und erfolgsabhängiger Vergütung, zurückzuführen sind.

Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft betrug im handelsrechtlichen Jahresabschluss 29,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2009, was einer Steigerung von 15 % entspricht. Das Anlagevermögen erhöhte sich um 1 % auf 11,0 Mio. Euro und das Umlaufvermögen um 26 % auf 18,4 Mio. Euro. Die Erhöhung des Umlaufvermögens ist insbesondere auf gestiegene Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen (von 1,1 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro). Das Eigenkapital stieg um 11 % von 19,6 auf 21,7 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wuchsen von 0,7 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Dabei strebt das Unternehmen an, die Gesamtrisiken durch das Vorhalten von ausreichend Eigenkapital auf dem 99 % -Niveau zu decken, um eine Ausfallwahrscheinlichkeit von nicht mehr als 1 % einhalten zu können.

Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Einmal jährlich berichtet der vom Vorstand ernannte Risikomanager des Unternehmens in einem detaillierten Bericht über die Risikosituation des Unternehmens. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentralistisch. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Neu erkannte oder veränderte Risiken werden zeitnah an den Vorstand gemeldet. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen. Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert.

Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.

Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird mindestens einmal jährlich eine Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen eine Überprüfung bereits identifizierter Risiken stattfindet, neue Risiken erfasst und die Risikoeigner festgelegt werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP und Software für das Kundenbeziehungsmanagement (sog. Customer-Relationship-Management[CRM]-Software) von Siebel Systems zurückgegriffen.

Alle Risiken werden mit Eintrittswahrscheinlichkeit und, soweit möglich, Schadenshöhe bewertet. Der Umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern. Weiterhin wird zwischen präventiven und reaktiven Maßnahmen unterschieden.

Intershop hat im Zug der jährlichen Risikoinventur in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.

Umfeldrisiken und Branchenrisiken

Intershop agiert als europäischer Marktführer in dem sehr dynamischen Markt für E-Commerce-Lösungen. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. So haben sich beispielsweise in den vergangenen Jahren neue Distributionsmodelle für Software etabliert, die Unternehmen E-Commerce-Lösungen nach dem so genannten Software-as-a-Service(SaaS)-Modell zur Verfügung stellen. Dabei wird die Software von einem Dienstleister betrieben und der Kunde greift über das Internet darauf zu, ohne eine eigene umfassende IT-Infrastruktur vorzuhalten. Dieser Trend könnte, sofern er sich verstärkt, zu einem Absatzpreisrisiko für Intershop führen, da die Modelle für Unternehmen günstiger sind. Andererseits bergen die Modelle auch erhebliche Nachteile, insbesondere was den Sicherheitsaspekt im Umgang mit Kundendaten betrifft. Vor diesem Hintergrund sieht Intershop keine Gefahr, dass das auf Lizenzen basierende Geschäftsmodell des Unternehmens verdrängt wird.

Generell könnte eine unzureichende Produktqualität oder die mangelnde Funktionsabdeckung entsprechend der Kundenanforderungen zu Risiken führen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien voranzutreiben, kann dies zu einem Abgang von (Groß-)Kunden führen und die Gewinnung neuer Kunden erschweren. Intershop begegnet diesem Risiko insbesondere durch die kontinuierliche Optimierung seiner Standardsoftware Enfinity, die seit 2007 im Jahresrhythmus in einer neuen verbesserten Version aufgelegt wird. Das Risiko von Kundenabgängen besteht generell. Derzeit verfügt die Gesellschaft über eine breite Kundenbasis, so dass Ausfälle einzelner Kunden nicht bestandsgefährdend sind und durch Neukunden oder Folgeaufträge bei bestehenden Kunden kompensiert werden können.

Unternehmensstrategische Risiken

Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem Anbieter sämtlicher Dienstleistungen entlang der E-Commerce-Prozesskette. Da Intershop nicht alle Dienstleistungen selbst erbringen kann, muss die Gesellschaft, um ihren Kunden das Full-Service-E-Commerce-Angebot zur Verfügung zu stellen, auf Partner zurückgreifen. Dadurch entsteht das Risiko der Sicherstellung der Qualität der angebotenen Leistung. Intershop kooperiert bei seinen Full-Service-Angeboten stets mit etablierten Partnerunternehmen, deren Erfahrung und Know-how eine der Intershop-Philosophie entsprechende, hohe Produkt- und Servicequalität garantieren. Neben der Einbindung von Partnern beabsichtigt Intershop, sein Angebot an E-Commerce-Lösungen durch kleinere Zukäufe zu komplettieren. Ein Scheitern solcher M&A-Transaktionen aufgrund fehlerhafter Managemententscheidungen oder Problemen bei der Integration der Zielgesellschaft könnte den Fortgang der Unternehmensstrategie gefährden respektive behindern. Intershop setzt bei seinen M&A-Transaktionen auf die Erfahrung des Managements und, falls notwendig, externe Gutachter und Berater. Damit wird das Risiko eines Scheiterns solcher Transaktionen eingedämmt.

Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei steht die Kundenbindung an erster Stelle. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch eine starke Kundenorientierung und ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop beherrschbar.

Auch die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potentielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Dies ist vor allem im außereuropäischen Ausland der Fall, wenngleich auch im Jahr 2009 sowohl in den USA als auch in der asiatisch-pazifischen Region neue Aufträge gewonnen wurden. Intershop begegnet diesem Risiko mit unterschiedlichsten Werbemaßnahmen zur Verbreitung der Marke Intershop sowie entsprechender Markenpflege im Rahmen des Marketings.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch eine ineffiziente Vertriebsorganisation, die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden oder nicht-zielführende Marketingaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, verstärkte Schulungsmaßnahmen und wöchentliche Berichterstattung über den Stand aktueller Vertriebsaktivitäten entgegengesteuert, so dass eine Bedrohung hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.

Personalrisiken

Die Leistungen der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Sollte die Motivation negativ beeinträchtigt werden und sich dies in einer erhöhten Fluktuation ausdrücken, könnte dies das Betriebsergebnis des Unternehmens negativ beeinflussen. Zudem sind einige Positionen mit Schlüsselpersonen besetzt, was zusätzliche Risiken birgt. Das gute Personalmanagement von Intershop führte zu einer kontinuierlichen Verringerung der Fluktuationsrate des Unternehmens. Intershop hat auch in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die hohe Qualifikation der Mitarbeiter und ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, so dass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.

Informationstechnische Risiken

Intershop ist als Softwareanbieter dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit in diesem Bereich als gering ein.

Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die kontinuierliche Verbesserung der Eigenkapitalstruktur hat Intershop aktuell eine ausreichende Liquidität und finanzielle Stärke, um Risiken tragen zu können. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Im vergangenen Jahr wurden Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken getroffen. Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Im Jahr 2009 buchte Intershop Forderungsausfälle beim Kunden Quelle Deutschland. Der Versandhändler musste im Juni 2009 Insolvenz beantragen und teilte im Oktober 2009 mit, dass der Geschäftsbetrieb eingestellt wird. Intershop hat durch Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter und die Bereitstellung von Leistungen gegen Vorkasse einen Großteil seiner Forderungen erhalten. Dennoch musste ein Teil der Forderungen wertberichtigt werden, was die Ertragslage und die Liquiditätssituation negativ beeinflusst hat. Intershop erwartet für das Jahr 2010, dass die Umsatzeinbußen durch den Wegfall von Quelle durch andere Aufträge kompensiert werden können.

Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert.

Es wird hierzu zusätzlich auf das Kapitel "Finanzielle Risiken" im Konzernanhang der Gesellschaft verwiesen.

Sonstige Risiken

Im Bereich Full Service E-Commerce werden in der Regel Verträge mit einem umsatzbasierten Abrechnungsmodell abgeschlossen. Hierbei besteht ein Rentabilitätsrisiko für Intershop, wenn der Kunde dauerhaft niedrige oder sinkende Umsätze hat. Intershop versucht dieses Risiko durch vertragliche Vereinbarungen über garantierte Mindestumsätze zu minimieren.

Das neu gegründete Unternehmen The Bakery GmbH, bei dem Intershop mit 60 % beteiligt ist, befindet sich in der Aufbauphase. Die Abdeckung der entstehenden Kosten wird durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es The Bakery nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze. Intershop beugt diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, welche von Marketingmaßnahmen flankiert werden, vor.

Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Sämtliche Rechtskosten in Verbindung mit einer Niederlage werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam berücksichtigt. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Zudem werden diese Risiken durch Versicherungen abgesichert.

Lizenzen machen einen beträchtlichen Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens aus. Wegen der Unsicherheit bezüglich der Länge der Verkaufs- und Implementierungszyklen, die maßgeblich durch die Kunden beeinflusst werden, können die Umsätze, insbesondere auf Quartalsbasis, starken Schwankungen unterliegen. Dies gilt umso mehr, als häufig nur wenige große Aufträge einen erheblichen Teil der Umsätze ausmachen. Da die operativen Kosten, die in hohem Maße von der Zahl der beschäftigten Mitarbeiter abhängen, kurzfristig nur in geringem Maße beeinflusst werden können, können Schwankungen auf der Umsatzseite zu entsprechend schwankenden Betriebsergebnissen führen.

In der Softwarebranche wird ein Großteil der Lizenzumsätze nicht gleichmäßig über ein Quartal, sondern häufig erst gegen Quartalsende realisiert. Dies ist darin begründet, dass die Verträge oft erst im letzten Drittel eines Quartals vergeben werden. Deshalb besteht gewöhnlich bis weit in ein Quartal hinein Unsicherheit darüber, ob das geplante Umsatzziel erreicht wird. Darum wurde die Abhängigkeit von dem Lizenzmodell weiter zurückgefahren und die Wachstumsanteile wurden in andere Bereiche gelegt. Mittelfristig ist eine Ergänzung oder ein Wechsel vom CPU-basierten Modell mit einmaliger Lizenzzahlung zu Modellen, die laufend Umsätze bringen, vorgesehen. Ein Beispiel für ein solches neues Modell ist das Umsatzbeteiligungsmodell.

Intershop erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes mit Großkunden. Damit besteht das Risiko, dass der Verlust eines oder mehrerer Großkunden einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Intershop sieht dieses Risiko jedoch als sehr gering an, da seitens der Kunden eine hohe zeitliche und finanzielle Wechselhürde besteht. Zudem wird das Risiko durch langfristige Verträge zusätzlich minimiert.

Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es unmöglich werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.

Für das Gebäude des Firmensitzes in Jena hat Intershop einen langfristigen Mietvertrag bis 2013 abgeschlossen. Die angemieteten Flächen werden derzeit nicht in vollem Umfang für betriebliche Zwecke benötigt und wurden daher bereits teilweise aufgrund der Marktlage nicht voll kostendeckend untervermietet. Für den verbleibenden Leerstand und die Verluste aus Untervermietung hat Intershop bereits Rückstellungen für realistische Zeiträume gebildet. Es besteht jedoch das Risiko, dass es Intershop nicht gelingt, den noch bestehenden Leerstand binnen dieser Zeiträume zu vermieten oder dass sich weitere Verluste aus Untervermietung mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage ergeben.

Trotz einer weltweiten konjunkturellen Erholung sind die Aussichten über den Konjunkturverlauf 2010 mit einer hohen Unsicherheit behaftet, die auch bei der einer Unternehmensplanung zugrunde liegenden Prognose zu berücksichtigen ist.

Chancen

All die Risiken und Ungewissheiten des Marktes sind unmittelbar mit Chancen für Intershop verbunden. Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Viele Unternehmen benötigen effiziente Wege für Vertrieb und Marketing, um dem wirtschaftlichen Kosten- und Absatzdruck standhalten zu können. Intershop bietet hier mit seinen Produkten und Dienstleistungen im Online-Handel und Online-Marketing alternative Lösungsmöglichkeiten für Unternehmen. Insbesondere durch die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise besteht für Intershop die Chance, dass der Rationalisierungsdruck vieler Unternehmen zu erhöhten Kundennachfragen führt.Im Bereich Online Marketing können zudem Veränderungen von Suchalgorithmen zu Erhöhungen der Kundennachfrage nach Online-Marketing-Lösungen führen und damit steigende Umsätze bei der Tochtergesellschaft SoQuero bewirken.

Eine weitere Chance bietet sich aus der Kundenzufriedenheit, welche für Intershop von besonderer Bedeutung ist. Regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen die hohe Zufriedenheit der Kunden. Dadurch können sich Nachfolgeprojekte ergeben. Die Kundenstruktur von Intershop mit dem hohen Umsatzanteil von Großkunden gibt die Chance, auch zukünftig Umsätze mit diesen Großkunden zu realisieren, da diese Kunden aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln.

Durch die solide Finanzierungslage von Intershop und die etablierte Marktposition bietet sich gerade durch die unsichere allgemeine Wirtschaftlage die Chance, selektiv Unternehmen zu akquirieren, um strategisch entlang der E-Commerce-Prozesskette zu wachsen.

Gesamtrisikoposition

Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Intershop-Konzern ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung.

Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt. Diese beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren Umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Zusätzlich sind Angaben über die Auswirkungen auf Budget, Bilanz und Cash darzulegen und Alternativen (z.B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Global Authorisation Policy existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. In den mindestens wöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.

Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften im Wesentlichen durch das SAP-Buchhaltungssystem erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf zwei Tochtergesellschaften, von der zentralen Finanzabteilung der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt zentral bei der Muttergesellschaft. Die Ordnungsmäßigkeit der Datenübernahme im Rahmen der konsolidierenden vorbereitenden Zusammenführung der Einzelabschlüsse wird unter Einhaltung der Funktionstrennung kontrolliert. Sämtliche Konsolidierungsvorgänge werden in einer separaten Datei erfasst und dokumentiert. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt auch die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts.

Angaben nach § 289 Absatz 4 HGB bzw. § 315 Absatz 4 HGB nebst erläuterndem Bericht

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 26.309.094 Euro und ist eingeteilt in 26.309.094 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Am Grundkapital der Gesellschaft bestehen keine direkten oder indirekten Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden Arbeitnehmer nicht am Kapital beteiligt, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.

Die Ernennung und Abberufung des Vorstandes ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letzterer Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen Umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen. Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Eigenkapital" bzw. auf den Anhang der INTERSHOP Communications AG. Darüber hinaus war der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2008 befristet bis zum 30. November 2009 ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Der Vorstand der Intershop hat mit Datum vom 30. März 2010 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html allgemein zugänglich gemacht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Sperbel hat am 1. Februar 2010 sein Amt vorzeitig mit Wirkung zum 31. März 2010 niedergelegt. Am 18. Februar 2010 wurde eine außerordentliche Hauptversammlung vom Vorstand auf Antrag von Aktionären für den 29. März 2010 einberufen. Tagesordnungspunkte waren die vorzeitige Abberufung eines Aufsichtsratsmitglieds, Beschlussfassungen zur Durchführung von Sonderuntersuchungen sowie die Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Michael Sauer hat sein Amt im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung niedergelegt. Als Nachfolger für Herrn Sauer wählten die anwesenden Aktionäre Herrn Peter Georg von der Howen, selbständiger Unternehmensberater. Darüber hinaus wählten die Aktionäre Herrn Bernhard Wöbker, IT-Manager, als Nachfolger des zurückgetretenen, bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Sperbel mit Wirkung zum 1. April 2010. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung waren rund 190 Intershop-Aktionäre vertreten, die einen Anteil von rund 38 % des Grundkapitals repräsentierten.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft hat sich am 5. Februar 2010 durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital II um 25.500 Euro auf 26.334.594 Euro erhöht.

Prognosebericht

Rahmenbedingungen

Nach der durch die Finanzkrise ausgelösten Rezession wächst die Weltwirtschaft seit Mitte 2009 wieder. Für 2010 erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), dass die Weltkonjunktur um 3,6 % zulegen wird. In 2011 rechnen die Experten mit einem Anstieg von 3,9 %. Wie in 2009 werden voraussichtlich aber auch in den kommenden Jahren die Schwellenländer den größten Anteil zu diesem Wachstum beitragen. In den Industriestaaten rechnet das IfW für 2010 nur mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von durchschnittlich 1,4 %. Für Deutschland liegt die Prognose bei 1,2 %. Zum Wachstum sollen hierzulande sowohl die privaten Konsumausgaben, die durch geplante Steuerentlastungen steigen sollen, als auch die nach dem Einbruch im vergangenen Jahr wieder steigenden deutschen Exporte beitragen. Das Branchenumfeld von Intershop bleibt auch im Jahr 2010 sehr dynamisch. Die Bedeutung des Internets für den Handel nimmt weltweit stetig zu. Der Online-Handel wird 2010 nicht nur von der erwarteten konjunkturellen Erholung profitieren, sondern auch gegenüber den klassischen Vertriebskanälen weiter zulegen. Damit sind die Perspektiven für Intershop weiterhin positiv. Für Deutschland erwartet der Bundesverband des deutschen Versandhandels (bvh), dass die Branche insgesamt zulegen wird. Wachstumsmotor wird erneut das E-Commerce-Geschäft sein, für das mit zweistelligen Zuwachsraten gerechnet wird. Für den Werbemarkt im Internet sieht es ebenfalls positiv aus. Der Branchenverband BITKOM erwartet im Jahr 2010 ein stabiles Wachstum in Deutschland. Auch in Europa werden Unternehmen ihre Ausgaben für Online-Werbung weiter erhöhen. Das geht aus einer Umfrage der European Interactive Advertising Association (EIAA) unter 500 Unternehmen hervor. Die IT-Branche wird sich im Jahr 2010 voraussichtlich stabilisieren. Laut BITKOM wird das Marktvolumen leicht um 0,1 Mrd. Euro auf 142,1 Mrd. Euro zulegen. Im Softwaresegment wird mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau in Höhe von 14,6 Mrd. Euro gerechnet.

Unternehmensausblick

Intershop blickt ebenfalls zuversichtlich auf das Jahr 2010. Die im vergangenen Jahr erzielten Fortschritte bei der Erweiterung des Leistungsspektrums und die kontinuierliche Verbesserung des bestehenden E-Commerce-Angebots haben am Markt eine gute Resonanz gefunden, was sich an den Erfolgen bei der Gewinnung neuer großer Aufträge von namhaften Kunden ablesen lässt. Die zum Teil mehrjährigen Rahmenverträge wie beispielsweise mit Telstra schaffen Planungssicherheit und stärken die internationale Marktposition von Intershop. Das Unternehmen ist bereits heute Marktführer in Europa. Im Jahr 2009 wurden wichtige Erfolge bei der weiteren Erschließung des US-Marktes sowie in Australien verbucht. Für 2010 gilt es, die Position in diesen Regionen zu festigen und weitere Neukunden zu gewinnen. Auch kleinere Akquisitionen zur Ergänzung des E-Commerce-Leistungsspektrums sind möglich.

Im Vertrieb plant Intershop, seine Initiativen des vergangenen Jahres fortzusetzen. Im Fokus stehen die Shop Manager und ihre Bedürfnisse. Das neue Intershop-Motto "Enable the Shop Manager" soll nicht nur ein Leitgedanke auf dem Papier, sondern mit maßgeschneiderten Angeboten entlang der E-Commerce-Prozesskette "gelebt" werden. Die kontinuierliche Komplettierung des Intershop-Portfolios um Elemente der E-Commerce-Prozesskette eröffnet Intershop eine breitere Angebotspalette und damit neue Ergebnisbeiträge.

Das Kernprodukt, die E-Commerce-Standardsoftware Enfinity, wird wie geplant im laufenden Jahr weiterentwickelt. Im Januar 2010 wurde die Enfinity Suite 6.4 auf den Markt gebracht. Die Markteinführung der Folgeversion ist für den Jahresanfang 2011 geplant. Auch im Online-Marketing-Bereich erwartet die Gesellschaft weitere Wachstumsimpulse, insbesondere durch die neue Feed Engine, mit der Shop-Betreiber ihr Produktdatenmarketing deutlich verbessern können. Als ein weiterer Baustein für die Akquisition neuer Kunden ist die im November 2009 im Markt eingeführte Plattform unserer Tochtergesellschaft The Bakery geplant.

Insgesamt geht Intershop - vorausgesetzt die Marktprognosen für 2010 sind valide - von einem organischen Umsatzwachstum in der Größenordnung von 7 bis 13 % und einem nachhaltig positiven Ergebnis aus. Konkretere Angaben zur Ergebnisplanung wird das Unternehmen im Jahresverlauf bekannt geben, sobald eine ausreichende Planungsgrundlage gewährleistet ist. Auch für das Jahr 2011 erwartet die Gesellschaft weitere Umsatzzuwächse mit positivem Konzernergebnis.

 

Jena, den 31. März 2010

Der Vorstand

Heinrich Göttler

Dr. Ludger Vogt

Peter Mark Droste

Bilanz Jahresabschluss

INTERSHOP Communications AG

AKTIVA

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in EUR 31. Dezember 2009 31. Dezember 2008
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Softwarelizenzen 93.506 13.058
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.978 429.668
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.484.514 10.447.260
  11.034.998 10.889.986
Umlaufvermögen    
Vorräte    
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 210.879 832.459
Geleistete Anzahlungen 3.089 0
  213.968 832.459
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.742.350 4.068.767
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.163.018 1.091.011
Sonstige Vermögensgegenstände 358.249 520.820
  12.263.617 5.680.598
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.900.576 8.084.731
  18.378.161 14.597.788
Rechnungsabgrenzungsposten 123.956 107.464
AKTIVA, insgesamt 29.537.115 25.595.238

PASSIVA

   
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital    
Bedingtes Kapital: 92.917 Euro (Vorjahr: 826.101 Euro) 26.309.094 26.192.767
Kapitalrücklage 5.055.512 5.043.472
Bilanzverlust -9.629.026 -11.606.256
  21.735.580 19.629.983
Rückstellungen    
Steuerrückstellungen 912.047 591.799
Sonstige Rückstellungen 2.839.786 2.869.177
  3.751.833 3.460.976
Verbindlichkeiten    
Erhaltene Anzahlungen 172.380 114.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.181.898 741.554
Sonstige Verbindlichkeiten 457.396 441.944
davon aus Steuern: 296.131 Euro (Vorjahr: 316.302 Euro)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 11.804 Euro (Vorjahr: 24.960 Euro)    
  2.811.674 1.297.498
Rechnungsabgrenzungsposten 1.238.028 1.206.781
PASSIVA, insgesamt 29.537.115 25.595.238

Gewinn- und Verlustrechnung

INTERSHOP Communications AG

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  1. Januar bis 31. Dezember
in EUR 2009 2008
Umsatzerlöse 23.545.468 23.258.528
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -621.579 -385.143
Sonstige betriebliche Erträge 5.731.444 878.279
Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -123.132 -119.918
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.4 04.241 -4.374.969
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter -11.614.228 -10.173.071
Soziale Abgaben -1.835.663 -1.591.640
Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -257.900 -226.342
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -1.029.503 -3.733.275
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.354.491 -8.191.939
Verluste/Erträge aus Gewinnabführungsverträgen -39.059 68.863
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 519.498 6.699.299
davon aus verbundenen Unternehmen: 382.092 Euro (Vorjahr: 6.430.857 Euro)    
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -216.506 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -321.839
davon an verbundene Unternehmen: 0 Euro (Vorjahr: 0 Euro)    
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.300.107 1.786.833
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -320.248 -591.799
Sonstige Steuern -2.629 0
Jahresüberschuss 1.977.230 1.195.034
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -11.606.256 -12.801.290
Bilanzverlust -9.629.026 -11.606.256

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

Intershop Communications Aktiengesellschaft, Jena

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des AktG nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen angesetzt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um erforderliche Wertberichtigungen.

Die Vorräte wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zu ihren Nennwert bzw. zum Devisenkassamittelkurs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, vermindert um gegebenenfalls erforderliche Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Anteil der Ausgaben/Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwendungen/Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgte in der Höhe, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. des Imparitätsprinzips bewertet. Die Umrechnung der Forderungen erfolgt zum Anschaffungskurs oder am Bilanzstichtag zum niedrigeren Umrechnungskurs. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungskurs oder zum höheren Umrechnungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

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in EUR Immaterielle Vermögensgegenstände Softwarelizenzen Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Gesamt
Anschaffungskosten        
Stand zum 01.01.2009 2.883.103 2.968.524 50.589.708 56.441.335
Zugänge 101.703 264.051 253.760 619.514
Abgänge 0 -462.743 -6.747 -469.490
Stand zum 31.12.2009 2.984.806 2.769.832 50.836.721 56.591.359
Abschreibungen        
Stand zum 01.01.2009 2.870.045 2.538.856 40.142.447 45.551.348
Zugänge 21.255 236.645 216.506 474.406
Abgänge 0 -462.647 -6.746 -469.393
Stand zum 31.12.2009 2.891.300 2.312.854 40.352.207 45.556.361
Nettobuchwert zum 31.12.2008 13.058 429.668 10.447.260 10.889.986
Nettobuchwert zum 31.12.2009 93.506 456.978 10.484.514 11.034.998

Zum 1. Januar 2003 wurde die Intershop Software Entwicklungs GmbH auf die INTERSHOP Communications AG verschmolzen. Mit der Verschmelzung ging ein Firmenwert mit einem Buchwert von 0 Euro auf die INTERSHOP Communications AG über. Da kein Buchwert mehr vorhanden war, wurde auf den Ausweis des Firmenwerts in der Bilanz und im Anlagenspiegel verzichtet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ausschließlich sonstige Vermögensgegenstände) resultieren aus der Konzernfinanzierung und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Alle sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die im Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen liquiden Mittel sind im Gesamtbetrag von 858.102 Euro (Vorjahr: 1.220.101 Euro) mit einem Pfandrecht besichert (liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung).

Das Grundkapital in Höhe von 26.309.094 Euro besteht aus 26.309.094 Stück auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2009 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von 8.272.797 Euro. Gemäß Satzung der INTERSHOP Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:

Um bis zu insgesamt 7.038.000 Euro gegen Bar- oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis 4. Juli 2012. Bei der Erhöhung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Im Geschäftsjahr 2009 gab es keine Veränderung im Genehmigten Kapital I.

Um bis zu insgesamt 1.234.797 Euro gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2007 (Genehmigtes Kapital II). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis 4. Juli 2012.

Aufgrund der Ausübungen von Mitarbeiteroptionen erfolgten in 2009 drei Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt 116.327 Euro. Dementsprechend verringerte sich das Genehmigte Kapital II von 1.351.124 Euro zum 31. Dezember 2008 auf 1.234.797 Euro zum 31. Dezember 2009.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2009 um bis zu 92.917 Euro durch Ausgabe von bis zu 92.917 Aktien bedingt erhöht. Aufgrund von Anpassungen der Bezugsrechte infolge der Kapitalherabsetzungen, des Verfalls und der Nichtentstehung von Bezugsrechten können jedoch maximal noch 45.833 Aktien aus dem bedingten Kapital herausgegeben werden. Das bedingte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:

Zur Gewährung von Vorstandsoptionen entfallen 92.917 Euro auf Bezugsrechte entsprechend § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG (Bedingtes Kapital I), wobei jedoch maximal 45.833 Aktien aufgrund eines Verzichts auf 30.556 Bezugsrechte und Verfalls von 16.528 Bezugsrechten ausgegeben werden können. Das Bedingte Kapital I ist zur Bedienung ausgeübter Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 1999 vorgesehen (siehe auch Abschnitt Aktienoptionsplan 1999). Im Geschäftsjahr 2009 gab es keine Veränderung des Bedingten Kapital I.

Das Bedingte Kapital II wurde im Geschäftsjahr 2008 aufgehoben.

Das Bedingte Kapital III in Höhe von 733.184 Euro wurde durch den Beschluss der Hauptversammlung am 19. Juni 2009 aufgehoben. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 06. Oktober 2009. Das Bedingte Kapital III diente der Gewährung von Umtauschrechten und/oder zur Begründung von Umtauschpflichten nach Maßgabe der jeweiligen Umtauschbedingungen für die Inhaber der von der Gesellschaft gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 13. Juni 2001 bis zum 31. Mai 2006 ausgegebenen Wandelanleihen. Die Laufzeit der aufgrund dieser ausgelaufenen Ermächtigung in 2004 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen ist vor dem Jahresende 2008 ausgelaufen. Umtauschrechte bestanden nicht mehr.

Die Anzahl der ausgegebenen Optionen aus den Aktienoptionsplänen der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 2.860.762 Optionen.

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt (in EUR):

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Stand 31.12.2008 5.043.472
Zuführung Agio aus Aktienoptionsausübung 12.040
Stand 31.12.2009 5.055.512

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 11.606.256 Euro enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen und schwebenden Geschäften, Prozessrisiken und Festpreisprojekten, Kosten des Jahresabschlusses und der Hauptversammlung, ausstehenden Rechnungen, Gewährleistungen, Urlaubsansprüchen, Lizenzgebühren und Provisionen.

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
    davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr   davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Erhaltene Anzahlungen 172 172 114 114
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.182 2.182 741 741
Sonstige Verbindlichkeiten 458 458 442 442
  2.812 2.812 1.297 1.297

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2009 wurden währungsbezogene Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Australischen Dollars abgeschlossen. Der Marktwert für diese Devisentermingeschäfte wurde auf Basis am Markt beobachtbarer vergleichbarer Geschäfte zum Bilanzstichtag ermittelt. Dieser beizulegende Zeitwert ist negativ und wurde mit 115 TEUR als Rückstellung passiviert. Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für die Finanzinstrumente liegen innerhalb von neun Monaten nach dem Bilanzstichtag.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2009 finanzielle Verpflichtungen von 9,9 Mio. Euro, die bis zum Ende der Mietlaufzeit bis 14. November 2013 ratierlich fällig werden. Daneben bestehen aus weiteren Mietverträgen sowie aus Leasingverhältnissen zu Fahrzeugen und Büroausstattung sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 590 TEUR.

Gewinnabführungsvertrag

Mit der Intershop Communications Online Marketing GmbH, nunmehr SoQuero GmbH, besteht ein Gewinnabführungsvertrag seit dem Geschäftsjahr 2008.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen ist wie folgt:

Die Umsatzerlöse resultieren mit 3.407.869 Euro aus Lizenzerlösen und mit 20.137.599 Euro aus Erlösen für Serviceleistungen (Beratung, Wartung und Sonstiges).

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in EUR  
Inland 14.564.857
Europäisches Ausland 3.609.913
Außereuropäisches Ausland 5.370.698
  23.545.468

Die sonstigen betrieblichen Erträge (5.731.444 Euro) enthalten 171.342 Euro (Vorjahr: 53.159 Euro) periodenfremde Erträge sowie Erträge von 4.213.642 Euro (Vorjahr: 0 Euro) aus Zuschreibungen von Darlehen gegenüber der Intershop Communications Inc., die in den Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit wertberechtigt worden.

Es wurden Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.029.503 Euro (Vorjahr: 3.733.275 Euro), die die üblichen Abschreibungen überschreiten, vorgenommen. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren mit 382.092 Euro (Vorjahr: 6.430.857 Euro) aus verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr 2009 waren durchschnittlich 245 Mitarbeiter beschäftigt (ausschließlich Angestellte). Nicht berücksichtigt wurden ruhende Arbeitsverhältnisse von durchschnittlich 8 Mitarbeitern.

DEM AUFSICHTSRAT GEHÖRTEN AN:

Joachim Sperbel

(bis 31.03.2010)

(Aufsichtsratsvorsitzender seit 19.06.2009, Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bis 19.06.2009) selbständiger Unternehmensberater

Michael Sauer

(bis 29.03.2010)

(Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 19.06.2009, Aufsichtsratsvorsitzender bis 19.06.2009)

Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Music Store A. Sauer GmbH

Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Kölner Parkhaus und Parkplatz GmbH

Teilhaber der Rams-Sauer GbR

Teilhaber der Gruhl-Sauer GbR

Benedikt Wahler

Investmentberater, Active Value Investors AG

Peter Georg Baron von der Howen

(seit 29.03.2010)

Selbstständiger Unternehmensberater Partner der DV-Ratio SMC GmbH

DEM VORSTAND GEHÖRTEN AN:

Heinrich Göttler

Vorstand

Dr. Ludger Vogt

Vorstand

Peter Mark Droste

(seit 01.04.2009)

Vorstand

Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vergütung Vorstand

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist abhängig vom erzielten um Sonderfälle bereinigten finanziellen Konzern-Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern. Bei dem in 2009 ernannten Vorstandsmitglied ist die variable Vergütung von unterschiedlichen quantitativen und qualitativen Zielen abhängig, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Die Gesamtbezüge des Vorstands (ohne Abfindungen) beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 579 TEUR (2008: 295 TEUR), davon entfielen 459 TEUR (2008: 240 TEUR) auf fixe Bestandteile (2009: 429 TEUR Festgehalt, 30 TEUR Nebenleistungen; 2008: 227 TEUR Festgehalt, 13 TEUR Nebenleistungen) und 120 TEUR (2008: 55 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Herr Droste verzichtete auf seinen variablen Gehaltsbestandteil für 2009 in Höhe von 113 TEUR. Den Vorstandsmitgliedern wurden keine neuen Aktienoptionen gewährt. Die beiden in 2008 ernannten Vorstände können jedoch die Optionen, die bis zu ihrer Bestellung als Vorstand ausübbar waren, während ihrer Vorstandstätigkeit ausüben. In 2008 sind durch einen Vorstandsaustritt 300.000 Optionen verfallen.

Die Bezüge teilen sich wie folgt auf:

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  Festvergütung Variable Vergütung Abfindungen Gesamtbezüge
in TEUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008 2009 2008
Heinrich Göttler 167 95 60 37 0 - 227 132
Dr. Ludger Vogt 164 14 60 18 0 - 224 32
Peter Mark Droste 128 - 0 - 0 - 128 0
in 2008 ausgeschiedene Vorstände   132     - 250   382
  459 240 120 55 250 250 579 545

Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) endet ein Vorstandsmandat. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Für ein Vorstandsmitglied behält sich der Aufsichtsrat im Fall der Beendigung des Vorstandsvertrages eine angemessene freiwillige Bonuszahlung vor, wenn ein Anspruch auf eine festgelegte variable Vergütung nicht besteht. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden.

Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.

Vergütung Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 79 TEUR. Die Vergütung des Aufsichtsrats beinhaltet feste und variable Bestandteile. Die feste Vergütung enthält eine in der Satzung festgelegte, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache des für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder festzusetzenden Betrages. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder laut Satzung jeweils eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 5 TEUR pro Geschäftsjahr, wenn die Gesellschaft in dem festgestellten Jahresabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr einen Gewinn ausweist.

Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt.

Der Aufsichtsrat erhielt die folgende feste und variable Vergütung.

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  Festvergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2009 2008 2009 2008 2009 2008
Joachim Sperbel 25 19 5 5 30 24
Michael Sauer 24 30 5 5 29 35
Benedikt Wahler 15 8 5 3 20 11
in 2008 ausgeschiedene AR-Mitglieder 0 7 0 2 0 9
  64 64 15 15 79 79

Zum 31. Dezember 2009 hielt der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Michael Sauer 1.092.413 Inhaberstammaktien der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft direkt und indirekt sowie der Vorstand Peter Mark Droste 100.000 Inhaberstammaktien direkt.

Als börsennotiertes Unternehmen stellt die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger elektronisch eingereicht und abgedruckt werden. Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2009 neben der Muttergesellschaft folgende Unternehmen:

Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA Intershop Communications Ventures GmbH, Jena Intershop Communications AB, Stockholm, Schweden SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland The Bakery GmbH, Berlin, Deutschland

Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2009 gliedert sich wie folgt:

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  Anteil
in %
Währung Nennkapital Eigenkapital Jahresergebnis
Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA 100 Euro 7.332.682 -2.848.865 125.481.317
Intershop Communications Ventures GmbH, Jena 100 Euro 1.000.000 -2.540.961 -126.327
Intershop (UK) Ltd., London, Großbritannien 100 Euro 1.586 0 0
Intershop Communications AB, Stockholm, Schweden 100 Euro 11.437 14.866 -4.251
Intershop Communications Hong Kong Co. Ltd., Hong Kong, China 100 Euro 1.378 0 0
Intershop Communications Korea Co. Ltd., Seoul, Korea 100 Euro 50.940 0 0
Intershop Communications Taiwan, Taipei, Taiwan 100 Euro 32.393 0 0
SoQuero GmbH, Frankfurt/Main 100 Euro 75.000 242.955 -39.059
The Bakery GmbH, Berlin 60 Euro 200.000 -818.613 -957.302
Intershop Communications Australia Pty Ltd., Sydney, Australien 100 AUD 2 2 0

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Gesellschaft enthalten.

Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz

Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 4. Januar 2010 abgegeben und auf der Unternehmensinternetseite unter:

http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance.html öffentlich zugänglich gemacht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft schlägt vor, den Bilanzverlust von 9.629.026 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Gesellschaft beschrieben sind.

 

Jena, den 31. März 2010

Der Vorstand

Heinrich Göttler

Dr. Ludger Vogt

Peter Mark Droste

Bestätigungsvermerk

INTERSHOP Communications AG

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, den 31. März 2010

Pricewaterhouse Coopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heinrich Peters, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben kontinuierlich überwacht, sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt und stand dem Vorstand beratend zur Seite. Im vergangenen Jahr befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens, hierbei insbesondere mit M&A-Themen, mit der aktuellen und zukünftigen wirtschaftlichen Unternehmensentwicklung und deren Auswirkungen, der Unternehmensplanung sowie dem internen Kontrollsystem. Dem Aufsichtsrat war es bei seiner Beratung des Vorstands besonders wichtig, dass die Geschäftspolitik der Gesellschaft das Vertrauen ihrer Aktionäre und das Ansehen der Gesellschaft am Kapitalmarkt mit positiver Folge auch für den Aktienkurs steigert.

Aufsichtsratssitzungen und Inhalte

Der Aufsichtsrat trat insgesamt zu fünf Sitzungen zusammen. Er traf sich am 29. Januar 2009, 20. April 2009, 18. Juni 2009, 8. September 2009 sowie am 16. Dezember 2009 in Jena. Zu jeder Sitzung waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich anwesend. Darüber hinaus gab es mehrere telefonische Abstimmungen und Zusammenkünfte zwischen Teilen des Aufsichtsrats und dem Vorstand. In der Sitzung vom 20. April 2009 wurde der Jahresabschluss vom Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. In den übrigen Aufsichtsratssitzungen wurden insbesondere operative und strategische Fragestellungen der einzelnen Unternehmensbereiche und des gesamten Intershop-Konzerns sowie die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung erörtert und - soweit erforderlich - entsprechende Beschlüsse gefasst.

Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Die nach der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte hat der Vorstand dem Aufsichtsrat stets zur Zustimmung vorgelegt. Bei diesen zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat die Beschlussvorlagen detailliert geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen.

Neben den Berichten in den Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig über wichtige aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen sowie über die Vorschau auf zukünftige Quartale. In regelmäßigem Kontakt haben der Aufsichtsratsvorsitzende und die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand vertieft aktuelle Themen des Unternehmens erörtert, analysiert und überwacht.

Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.

Interessenkonflikte

Für keines der Aufsichtsratsmitglieder sind im Geschäftsjahr 2009 Interessenkonflikte im Sinne von Ziff. 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt worden.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

In der Zusammensetzung des Aufsichtsratsgremiums gab es im Geschäftsjahr 2009 keine Veränderung. Es änderten sich jedoch die Funktionen. Herr Joachim Sperbel wurde am 19. Juni 2009 zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Der bisher amtierende Vorsitzende, Herr Michael Sauer, wurde zum Stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden benannt.

Als drittes neues Vorstandsmitglied, neben den amtierenden Vorstandsmitgliedern Herr Heinrich Göttler und Herr Dr. Ludger Vogt, wurde Herr Peter Mark Droste am 21. April 2009 mit Wirkung zum 1. April 2009 bestellt. Damit war eine Umverteilung der Aufgabenbereiche innerhalb des Vorstandes möglich, die nun eine stärkere Fokussierung der einzelnen Mitglieder auf ihre Kernaufgaben gewährleistet. Als Vorstand verantwortet Herr Droste die Bereiche Mergers and Acquisitions, Marketing, PR und IR sowie die Abteilungen Finance, Operations, Legal und Human Resources. Für Vertrieb und Consulting ist das Vorstandsmitglied Herr Dr. Vogt zuständig. Herr Göttler trägt die Verantwortung für die übrigen Bereiche, insbesondere Forschung und Entwicklung, Support, Full Service und Online Marketing.

Jahresabschluss

Die Buchführung, der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 19. Juni 2009 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung nach eingehender eigener Prüfung zu, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt gegen die Abschlüsse keine Einwendungen und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 26. April 2010 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge in 2009 trotz eines positiven operativen Ergebnisses noch keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.

Der Aufsichtsrat dankt allen Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeitern des Intershop-Konzerns für ihren Einsatz und die erzielten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch den Beitrag jedes Einzelnen konnte Intershop ein erfolgreiches Jahr 2009 abschließen. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat besonders für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Jena, im April 2010

Für den Aufsichtsrat

Bernhard Wöbker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Entsprechenserklärung

Intershop begrüßt den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Juni 2009 aktualisierten "Deutschen Corporate Governance Kodex". Den Empfehlungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" wurde im Geschäftsjahr 2009 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Erklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 4. Januar 2010 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:

1. Die INTERSHOP Communications AG hat seit der letzten Entsprechenserklärung vom 29. Januar 2009 bis zum 4. August 2009 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 und ab dem 5. August 2009 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen in der Fassung vom 18. Juni 2009 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

a) Für Aufsichtsrat und Vorstand bestand eine D&O-Versicherung. Ein Selbstbehalt war für Vorstand und Aufsichtsrat bisher nicht vorgesehen (Kodex-Ziffer 3.8 Abs. 2), da die abgeschlossene D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt, als die Versicherungsverträge mit Selbstbehalt, die der Gesellschaft angeboten wurden, günstiger war.

b) Der Vorstand hatte keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Kodex-Ziffer 4.2.1). Eine Benennung dessen erfolgte aus Gleichstellungsgründen nicht, da die Vorstandsmitglieder vertrauensvoll zusammenarbeiten und die Geschäftsordnung insoweit organisatorische Vorkehrungen getroffen hat.

c) Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder bestand aufgrund der befristeten Anstellungsverträge und des Eintrittsalters der Vorstandsmitglieder nicht (Kodex-Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3).

d) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 wurde 22 Tage nach der im Kodex genannten Frist, innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren Frist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2), weil eine darüber hinausgehende Beschleunigung der Abschlussaufstellung angesichts interner Kapazitätsgrenzen nur mit erheblichem Mehraufwand hätte erfolgen können.

2. Die INTERSHOP Communications AG wird den Empfehlungen des Kodexes künftig mit folgenden Ausnahmen entsprechen:

a) Ein Selbstbehalt für die bestehende D&O-Versicherung (Kodex-Ziffer 3.8) ist bis zum Jahresende 2009 nicht vorgesehen, weil erst dann die derzeit geltende D&O-Versicherung ausläuft. Ab Januar 2010 soll ein solcher nach wie vor für den Aufsichtsrat nicht vorgesehen werden (Kodex-Ziffer 3.8), da die Versicherungsprämie hierdurch nicht günstiger wird.

b) Aus den bereits oben bei 1. b) angegebenen Gründen wird es auch zukünftig keinen Vorstandsvorsitzenden oder -sprecher geben (Kodex-Ziffer 4.2.1).

c) Es wird im Hinblick auf das Eintrittsalter der gegenwärtigen Vorstandsmitglieder und die Befristung der Dienstverträge auch zukünftig keine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands geben (KodexZiffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3).

d) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wird aus den bereits oben unter 1. d) genannten Gründen spätestens 30 Tage nach der im Kodex genannten Frist, innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren Frist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2).

Diese Erklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance.html dauerhaft zugänglich gemacht worden.