Intershop Communications AG

Jena

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Hinweis: Gemäß § 315 Abs. 3 HGB i.V.m. § 298 Abs. 3 HGB wurden der Lagebericht der INTERSHOP Communications AG, als Mutterunternehmen des INTERSHOPs-Konzerns und der Lagebericht des INTERSHOP-Konzerns zusammengefasst. Soweit keine anderweitigen einschränkenden Hinweise gegeben werden, gelten die nachfolgenden Ausführungen im Lagebericht sowohl für die INTERSHOP Communications AG als auch für den Konzern.

KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT DER INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

Zusammenfassung der Geschäftsergebnisse im Geschäftsjahr 2010

Die INTERSHOP Communications AG ist im Geschäftsjahr 2010 sowohl auf Konzernebene1 als auch auf AG-Ebene2 deutlich gewachsen und hat zum dritten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis erreicht. Damit stellt die Gesellschaft die Nachhaltigkeit des im Jahr 2007 erfolgten Turnarounds unter Beweis. Die Umsatzerlöse des Konzerns erhöhten sich von 31,8 Mio. Euro auf 38,3 Mio. Euro, ein Plus von 20 %. Umsatzstärkster Bereich der Gesellschaft war dabei wie im Vorjahr das Beratungsgeschäft. Das Lizenzgeschäft entsprach mit 4,2 Mio. Euro der Planung. Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 1,9 Mio. Euro nach 1,7 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie blieb mit 0,07 Euro konstant, da sich die Anzahl der Aktien durch Kapitalmaßnahmen erhöhte.

Auf strategischer Ebene hat die Gesellschaft im vergangenen Jahr einen wichtigen Schritt im Rahmen der Internationalisierung des Geschäfts vollzogen. Mit dem US-Unternehmen GSI Commerce Solutions Inc.3 , King of Prussia, Pennsylvanien, USA gewann die Gesellschaft einen starken Kooperationspartner, der zu den weltweit größten Anbietern von Full-Service-, E-Commerce- und Multi-Channel-Lösungen zählt und im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,36 Mrd. US-Dollar erzielt hat.

1 "Intershop", das "Unternehmen", "der Konzern"
2 Die "AG" oder "Einzelgesellschaft"
3 Im Folgenden "GSI"

Strategische Partnerschaft markiert Meilenstein

Die im April 2010 veröffentlichte Vereinbarung mit GSI ist für Intershop von herausragender Bedeutung. Die Geschäftsmodelle beider Gesellschaften ergänzen sich hervorragend. GSI setzt auf die Intershop-Standardsoftware und schließt zudem eine Angebotslücke, denn der US-Konzern bietet seine globalen E-Commerce-Lösungen bislang ausschließlich als On-demand-Version an. Intershop profitiert im Gegenzug vom Know-how des amerikanischen Partners als vollintegrierter E-Commerce-Lösungsanbieter und schafft den nachhaltigen Markteintritt in den USA. Bestandteil der Vereinbarung ist neben dem Erwerb einer Lizenz der Intershop-Standardsoftware Enfinity Suite einschließlich Service- und Wartungsleistungen zudem ein Reseller-Abkommen. Darin ist vereinbart, dass GSI als Vertriebspartner der Intershop-Softwarelösung auf dem amerikanischen Markt und als nicht-exklusiver Partner in weiteren Auslandsmärkten fungiert.

Derzeit arbeiten Intershop- und GSI-Entwickler gemeinsam an einer neuen E-Commerce-Plattform, deren erste Version für das Jahr 2011 vorgesehen ist. Bereits mit der allgemeinen Verfügbarkeit der neuen E-Commerce-Plattform werden erste GSI-Kunden auf die neue Plattform migriert sein. Darüber hinaus erwartet Intershop erste Umsätze aus der Reseller-Vereinbarung im Laufe des Jahres 2011.

Zur Untermauerung der Partnerschaft hat GSI in mehreren Schritten bis zum 10. Juni 2010 eine Beteiligung von 27,24 % an Intershop erworben und ist damit größter Einzelaktionär der Gesellschaft.

Investitionen in Innovationen

Neben der GSI-Partnerschaft stand das Geschäftsjahr 2010 ganz im Zeichen von Investitionen in Innovationen. Mit einer neuen Einstellungsinitiative passt Intershop seine Strukturen an das kontinuierlich wachsende Geschäftsvolumen an. Im Jahresverlauf wurden bereits mehr als 50 neue Mitarbeiter eingestellt. Zum Jahresende hat Intershop einen neuen Standort nahe der Technischen Universität in Ilmenau eröffnet, mit der seit Jahren eine enge Zusammenarbeit im Bereich Softwareentwicklung besteht. Dadurch steigt die Attraktivität von Intershop im Wettbewerb um talentierte Absolventen der renommierten Hochschule. Auch beim Ausbau der Kundenbeziehungen mit bestehenden Kunden und der Gewinnung neuer Kunden erzielte Intershop große Erfolge in 2010. Zu den wichtigsten Neukunden zählte neben GSI das US-Unternehmen Hubert, einer der weltweit führenden Versandhändler für die Gastronomieausstattung. Weiteres Neugeschäft kam unter anderen von Betzold, BMW, CANCOM, G-Star, L&H Group, Miele, Otelo, ProMarkt, SportScheck und Würth. Darüber hinaus hat Intershop im vergangenen Jahr zahlreiche neue Partnerschaften abgeschlossen, darunter mit der dotSource GmbH zur Einbindung von Social-Commerce- Anwendungen in Online-Shops, mit Easynet Global Services zum Ausbau der Cloud-Aktivitäten, mit Sevenval im Bereich Mobile Commerce sowie mit dem Implementierungspartner DMC (Digital Media Center).

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die INTERSHOP Communications AG mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des Intershop-Konzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2010 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt, dem Berliner Softwarehaus The Bakery GmbH, der Intershop Communications Australia Pty Ltd., Melbourne, Australien, sowie weiteren nicht operativ tätigen ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Die INTERSHOP Communications AG hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Ilmenau. Die Tochtergesellschaft SoQuero GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt/Main. Die Tochtergesellschaft The Bakery GmbH hat ihren Sitz in Berlin.

Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter E-Commerce-Lösungen. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop E-Commerce-Software, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde. Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die Hauptgeschäftsbereiche Lizenzen sowie Serviceleistungen, Wartung und Sonstige. Die Servicedienstleistungen sind unterteilt in die Segmente Beratung und Schulung, Wartung, Online Marketing sowie Sonstige (Full Service).

Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die Orchestrierung der gesamten E-Commerce-Prozesskette von der Konzeption des Shops über die Implementierung der Software-Plattform bis hin zur Auslieferung der Ware, dem Fulfillment. Im Mittelpunkt des Intershop-Angebots steht der Shop Manager, der die E-Commerce-Aktivitäten des Kunden verantwortet. Die Intershop-E-Commerce-Lösungen sollen den Shop Manager in die Lage versetzen, auf allen Stufen der E-Commerce-Prozesskette optimale Ergebnisse zu erzielen. Dazu wird die Enfinity-Plattform kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt.

Intershop zählt zu den größten E-Commerce-Spezialisten weltweit. Über 300 Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Multisite-Technologie von Intershop über bis zu 25 elektronische Vertriebskanäle gleichzeitig. unter den Kunden sind einige der größten Online-Händler weltweit, wie die Otto Group oder der australische Telekommunikationskonzern Telstra. Das Unternehmen verfügt über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum, vorwiegend in Australien, tätig. Im Jahr 2010 stieg der Umsatz mit Kunden außerhalb Europas von 34 % auf 44 %. Die Enfinity-Plattform ist in über 30 Ländern und in mehr als 20 verschiedenen Sprachen im Einsatz.

Gesamtwirtschaft und Branche

Die Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2010 von dem starken Einbruch in Folge der globalen Finanzkrise wieder erholt. Dem Rückgang im Jahr 2009 um 0,6 % folgte ein kräftiger Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts, der sich nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 5,0 % beläuft.

Auch die deutsche Wirtschaft zeigte sich unerwartet robust im Jahr 2010. Getragen von einem signifikanten Exportwachstum um 18,5 % legte die Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik im Jahr 2010 gemäß Statistischem Bundesamt um insgesamt 3,6 % zu. Damit wuchs das Bruttoinlandsprodukt so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Größte Nachfrager nach deutschen Investitionsgütern waren die asiatischen Schwellenländer. Mit dem Wirtschaftswachstum 2010 liegt Deutschland unter den führenden Industrieländern in der Spitzengruppe. In der Europäischen Union erreichte die Wirtschaftsleistung laut Europäischer Statistikbehörde Eurostat eine durchschnittliche Steigerung von rund 1,8 %. In den Vereinigten Staaten fiel die konjunkturelle Erholung mit 2,8 % ebenfalls schwächer als in Deutschland aus.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Erholung der Weltkonjunktur verzeichnete auch der Handel über das Internet einen kräftigen Aufschwung. Immer mehr Menschen kaufen Waren im World Wide Web und verlagern ihre Konsumgewohnheiten vom klassischen Einzelhandel auf den Online-Kanal. In Deutschland kam der Online-Handel laut Handelsverband Deutschland (HDE) auf einen Umsatz von 23,7 Mrd. Euro im Gesamtjahr 2010, ein Plus von 8,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Auch in der IT-Branche stehen die Zeichen nach dem Rückgang im Jahr 2009 wieder auf Wachstum. Nach den Prognosen des Hightech-Verbandes BITKOM beträgt das gesamte 2010 mit Software umgesetzte Volumen in Deutschland 14,6 Mrd. Euro, ein Zuwachs von 2,4 % im Vergleich zu 2009. Damit liegt das Wachstum 2010 in Deutschland leicht unter der Steigerung des globalen Software-Markts, der nach Angaben des Marktforschungsinstituts International Data Corporation (IDC) um 3,6 % auf rund 300 Mrd. USD zulegte.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Umsatzentwicklung

Der Intershop-Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 einen Nettoumsatz von 38,3 Mio. Euro erzielt. Das bedeutet eine Steigerung um 20 % gegenüber dem Vorjahreswert von 31,8 Mio. Euro. Damit hat die Gesellschaft ihre Prognose für das Geschäftsjahr erfüllt und die Wachstumsrate des Jahres 2009 von 13 % deutlich übertroffen. Wesentliche Ursachen für die gute Entwicklung waren wichtige Neukundengewinne sowie der Ausbau der Service-Aufträge mit bestehenden Großkunden. Maßgeblich für den deutlichen Umsatzanstieg waren die Umsätze mit GSI, die als Beratungsumsätze dargestellt wurden, sowie das weitere Beratungsgeschäft mit den Platinum Accounts in Summe 19,6 Mio. Euro. Auch die Bereiche Wartung und sonstige Erlöse (Full-Service-Geschäft) trugen zum Umsatzanstieg bei. Die Wartungserlöse stiegen um 8 % auf 9,5 Mio. Euro, die sonstigen Erlöse erhöhten sich um 55 % auf 2,0 Mio. Euro. Das Online Marketing-Geschäft blieb mit 2,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der Lizenzumsatz mit 4,2 Mio. Euro entsprach den Planwerten.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:

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in TEUR 2010 2009 Veränderung
Lizenzen 4.184 6.897 -39 %
Wartung 9.471 8.764 8 %
Beratung/Schulung 19.915 12.149 64 %
Online Marketing 2.649 2.654 0 %
Sonstige Erlöse 2.031 1.313 55 %
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige 34.066 24.880 37 %
Gesamtnettoumsatz 38.250 31.777 20 %

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der AG erhöhten sich im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf 31,8 Mio. Euro. Die Steigerung wird im Wesentlichen von den um 40 % auf 28,2 Mio. Euro gestiegenen Erlösen aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige getragen. Maßgeblich waren hierbei die Umsätze mit GSI sowie die Umsätze mit weiteren Platinum Accounts. Die Lizenzerlöse der AG stiegen von 3,4 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro.

Erfolgreicher Ausbau der Kundenbasis

Intershop hat im Geschäftsjahr 2010 seine Kundenbasis weiter ausgebaut und die Beziehungen zu den großen Bestandskunden gefestigt. Größter Kunde im vergangenen Jahr war der australische Telekommunikationskonzern Telstra, für den Intershop umfangreiche Dienstleistungen in den Bereichen Betriebsunterstützung, Wartung und Testing erbringt. Neben Telstra zählten der Neukunde GSI und die Otto Group einschließlich Tochtergesellschaften zu den Top 3 Platinum Accounts 2010. Letztere ist im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auch dank der leistungsstarken Intershop-Plattform im Online-Bereich um 30 % gewachsen. Die Otto Group ist inzwischen der weltweit größte Online-Händler für Fashion und Lifestyle und will auch im kommenden Jahr zweistellig wachsen. Weitere umsatzstarke Kunden im Jahr 2010 waren die Deutsche Telekom, der Technologiekonzern Mettler Toledo und die Merck KGaA. Wichtiger Neuzugang unter den großen Kunden ist das US-Unternehmen Hubert, einer der weltweit führenden Versandspezialisten für die Gastronomieausstattung. Weitere namhafte Neuzugänge im Kundenportfolio waren Betzold, BMW, CANCOM, G-Star, L&H Group, Miele, Otelo, ProMarkt, SportScheck und Würth. Deutschlands führender Lehrmittelversender Betzold nutzt seit 2010 die Transaktionsplattform der Intershop-Tochtergesellschaft The Bakery und das Full-Service-Angebot von Intershop. BMW nutzt die Intershop-Software für seine E-Commerce-Plattform, auf der mehrere Konzernmarken auf einer Enfinity-Plattform geführt werden. Mit der CANCOM-Gruppe gewann Intershop einen wachstumsstarken Anbieter von IT-Infrastruktur und Dienstleistungen. Der auf Intershop-basierte Eu-Bookshop ging 2010 mit seinen über 110.000 Publikationen in 23 Sprachen live. Beim Werkzeugversender Otelo integriert die Intershop-Software B2C-, B2B- und Partnerkanal und bietet eine komfortable zentrale Produktdatenverwaltung für alle Zielgruppen. Der Elektronikfachhändler ProMarkt entschied sich für die Multi-Channel-Lösung von Intershop und vernetzt somit seine stationären Geschäfte und den Web-Shop. SportScheck nutzt den Mobile Connector von Intershop, um sein Sortiment auf mobilen Endgeräten zu präsentieren, und erleichtert gleichzeitig die Produktsuche auf Smartphones. Der weltgrößte Händler von Befestigungs- und Montagematerial Würth plant seine verschiedenen Online-Shops auf die Intershop-Software zu integrieren und weitere Online-Shops anzubinden. Als neue Online Marketing-Kunden gewann Intershop u. a. 7trends, Accedo, Acredis, Tradoria sowie Zalando. Insgesamt gewann Intershop 65 neue Kunden und Projekte. Besonders der Neukunde und strategische Partner GSI eröffnet Intershop für die kommenden Jahre attraktive Wachstumschancen. Durch das Reseller-Abkommen mit GSI gewinnt die Gesellschaft einen starken Vertriebspartner im uS-Markt mit mehr als 500 bestehenden Kundenverbindungen und einer sehr starken Vertriebsbasis.

Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete Intershop im uS-Markt die höchsten Steigerungsraten. Mit einem Plus von 54 % auf 9,5 Mio. Euro war der uS-Markt nach Europa die zweitwichtigste Region. Das Geschäft mit europäischen Kunden wuchs nur leicht von 20,9 Mio. Euro auf 21,3 Mio. Euro. Dagegen erhöhte sich der Umsatzanteil in der Region Asien/Pazifik vor allem durch den Platinum-Kunden Telstra um 58 % auf 7,5 Mio. Euro. Insgesamt stieg der außereuropäische Umsatz am Gesamtumsatz deutlich von 34 % im Jahr 2009 auf 44 % in der Berichtsperiode.

Ergebnisentwicklung

Die folgende Tabelle zeigt einen Überblick über die wichtigsten Konzernergebnis-Kennzahlen:

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  2010 2009 Veränderung
EBIT (in TEUR) 2.246 2.000 12 %
EBIT-Marge 6 % 6 % 0 %
EBITDA (in TEUR) 5.075 3.765 35 %
EBITDA-Marge 13 % 12 % 12 %
Konzernjahresüberschuss (in TEUR) 1.865 1.707 9 %

Intershop hat im Geschäftsjahr 2010 ein operatives Ergebnis (EBIT) von über 2,2 Mio. Euro erwirtschaftet, nach 2,0 Mio. Euro in der Vorjahresperiode und 1,8 Mio. Euro in 2008. Sie ist damit das dritte Jahr in Folge profitabel, was die Nachhaltigkeit der eingeschlagenen Strategie belegt. Dies gilt umso mehr, als im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich höhere Aufwendungen zu Buche schlugen, die im Zuge der Investitionen in Ressourcen und Innovationen erfolgten. Vor Abschreibungen zeigt sich die operative Stärke der Gesellschaft noch deutlicher: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 35 % auf 5,1 Mio. Euro und erreichte damit eine EBITDA-Marge von 13 %. Nach Steuern verblieb ein Konzernjahresüberschuss von 1,9 Mio. Euro im Vergleich zu 1,7 Mio. Euro im Jahr 2009. Das Ergebnis je Aktie lag mit 0,07 Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 13 % von 13,9 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro. In den Herstellungskosten der Lizenzen sind auch die Abschreibungen auf die aktivierten Softwareentwicklungskosten enthalten. Diese erhöhten sich von 1,1 Mio. Euro auf 2,2 Mio. Euro. Dadurch sank die Bruttomarge von 43,6 % auf 41,1 %.

Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich von 11,9 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2010 bei 4,0 Mio. Euro nach 3,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg resultierte aus höheren Personalkosten aufgrund der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Vertrieb und Marketing lagen bei 4,3 Mio. Euro und damit 4 % unter Vorjahresniveau. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 19 %, was primär aus gestiegenen Personalkosten und einem höheren Aufwand für Rechts- und Beratungskosten resultierte, die vor allem im Zusammenhang mit den drei Hauptversammlungen und den Kapitalmaßnahmen des vergangenen Jahres standen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich wie im Vorjahr auf 0,4 Mio. Euro.

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der AG belief sich auf 1,1 Mio. Euro in 2010 nach 2,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich aufgrund gestiegener Fremdleistungen von 3,4 Mio. Euro auf 5,6 Mio. Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich durch den Anstieg der Mitarbeiteranzahl auf 16,0 Mio. Euro im Vergleich zu 13,4 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 8,4 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro. Die sonstigen Zinsen und Erträge in Höhe von 0,5 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 1,7 Mio. Euro, in 2009 betrug es 2,3 Mio. Euro. Im Vorjahr waren jedoch in den sonstigen betrieblichen Erträgen Zuschreibungen von bereits wertberichtigten Darlehen in Höhe von 4,2 Mio. Euro enthalten. Insgesamt reduzierte sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 8,5 Mio. Euro von 9,6 Mio. Euro im Vorjahr.

Darstellung der Finanzlage

Intershop hat im Geschäftsjahr 2010 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 7,4 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag der Mittelzufluss bei 0,8 Mio. Euro. Die deutliche Zunahme des operativen Cashflows ist insbesondere auf den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Im Vorjahr war noch ein Großauftrag Ende 2009 abgeschlossen worden, der zu einem Ausweis von Forderungen führte, die in 2010 beglichen werden. Weitere Gründe für den Anstieg des betrieblichen Cashflows waren vorausgezahlte Umsatzerlöse und der deutliche Anstieg der Betriebsleistungen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug minus 1,6 Mio. Euro, darunter ein Großteil für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 4,1 Mio. Euro, ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahreswert von 0,2 Mio. Euro. Hierfür waren im Wesentlichen die beiden Kapitalerhöhungen im Mai und Juni 2010 verantwortlich. Wir verweisen auf Abschnitt "Darstellung der Vermögenslage". Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2010 ein Nettozufluss an liquiden Mitteln von 10,1 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des Berichtszeitraums von 16,4 Mio. Euro. Der Anstieg der flüssigen Mittel bei der Einzelgesellschaft resultierte hauptsächlich aus den Kapitalerhöhungen.

Darstellung der Vermögenslage

Die Vermögenslage von Intershop zum 31. Dezember 2010 hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag erneut verbessert. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 26 % auf 36,2 Mio. Euro. Mit zwei Kapitalerhöhungen unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals I wurde die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt. Bei der ersten Maßnahme wurden 559.555 neue Aktien zum Preis von 1,72 Euro je Aktie ausgegeben. Die zweite Kapitalerhöhung erfolgte mit Bezugsrecht für die Aktionäre im Verhältnis 14:1 und hatte ein Volumen von 1.925.342 Aktien zum Preis von 1,42 Euro je Aktie. Wir verweisen auf den Konzernanhang, Abschnitt "Kapitalerhöhungen im Geschäftsjahr 2010". Insgesamt flossen der Gesellschaft aus beiden Kapitalmaßnahmen rund 3,7 Mio. Euro brutto an flüssigen Mitteln zu. Das Grundkapital erhöhte sich von 26.309.094 Euro per 31. Dezember 2009 auf 29.582.305 Euro zum Bilanzstichtag. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund der Kapitalmaßnahmen sowie des Jahresüberschusses um 34 % von 18,4 Mio. Euro auf 24,6 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich in diesem Zeitraum von 64 % auf 68 %.

Die immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 10 % auf 8,5 Mio. Euro. Ursache waren primär die Abschreibungen auf aktivierte Softwareentwicklungskosten, die über der Neuaktivierung des abgelaufenen Geschäftsjahres lagen. Insgesamt verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte um 6 % auf 10,2 Mio. Euro. Bei den kurzfristigen Aktiva fiel vor allem die kräftige Erhöhung der liquiden Mittel (ohne Verfügungsbeschränkung) um 160 % auf 16,4 Mio. Euro ins Gewicht. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ging um 23 % auf 8,1 Mio. Euro zurück, die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich von 0,6 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro. Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte auf 26,0 Mio. Euro - ein Plus von 45 %.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich von 0,8 Mio. Euro auf 2,1 Mio. Euro, was auf die Erhöhung des Umsatzabgrenzungspostens zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Schulden blieben nahezu konstant bei 9,5 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft betrug im handelsrechtlichen Jahresabschluss 34,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010. Dies ist ein Anstieg um 18 % gegenüber dem Vorjahr. Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 28 % auf 23,4 Mio. Euro. Die Erhöhung resultierte im Wesentlichen aus dem gestiegenen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten von 5,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 10,1 Mio. Euro per 31. Dezember 2010. Das Eigenkapital stieg von 21,7 Mio. Euro auf 27,4 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von 1,8 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro, die sonstigen Rückstellungen stiegen von 2,8 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Unter den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen erfasst. Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich von 3,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,0 Mio. Euro im Berichtszeitraum. Der Zuwachs resultierte aus höheren Personalkosten aufgrund der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter. Die F&E-Aufwendungen enthielten rund 1,1 Mio. Euro Vorlaufkosten für die Tochtergesellschaft The Bakery. Die im Rahmen des Dienstleistungsvertrags mit GSI angefallenen Kosten werden analog zu den dargestellten Beratungsumsätzen als Herstellungskosten ausgewiesen.

Der Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit lag im Geschäftsjahr 2010 auf der Weiterentwicklung der Standardsoftware Enfinity Suite. Einen Meilenstein in der Produktentwicklung stellte die Fertigstellung der neuen Version 6.4 des Standardproduktes Enfinity Suite dar. Darüber hinaus ging der erste Kunde auf der innovativen Transaktionsplattform The Bakery live und immer mehr Kunden entschieden sich für die neuentwickelte Feed Engine der Intershop Tochter SoQuero.

2011 soll ein neues Release des Intershop-Standardproduktes in den Vertrieb gehen. Kern der Intershop Produktstrategie ist die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen des E-Commerce-Verantwortlichen. Unter dem Leitmotiv "Enable the Shop Manager" werden die vier Prozessschritte Kundengewinnung, Kundenbindung, Prozessoptimierung und Erfolgsanalyse mit der neuen Intershop-Version durch über 1.500 neue Features systematisch aufgewertet.

So werden beim neuen Release die Werkzeuge zur Internationalisierung komplett überarbeitet und durch eine erweiterte Suchmaschinenoptimierung (SEO Marketing) der Radius zur Kundengewinnung deutlich erweitert. Dies wird unterstützt durch neue Features wie Meta Tagging, verbessertes URL Rewriting und Domain Split Funktionen. Darüber hinaus wird es deutliche Verbesserungen im Bereich Mobile Commerce, wie optimiertes Gerätemanagement oder ein erweitertes Rich Internet Application Framework geben.

Auch die Mulit-Channel Funktionalitäten werden durch eine erweiterte Filialfunktion verbessert. In puncto Kundenbindung sorgt die erweiterte Bandbreite an Promotion und Merchandizing Tools sowie verbesserte Auswahl- und Suchfunktionen für eine personalisierte und konsistente Einkaufserfahrung. So verwaltet etwa die neue Rule Engine regelbasiert alle Aktivitäten im Bereich Promotions. Erweiterbare Wunschlisten, alternative Produktempfehlungen und nicht zuletzt ein verbessertes Retourenmanagement runden das Angebot für den Kunden ab.

Zur Prozessoptimierung setzt Intershop mit dem neuen Release auf eine ablaufzentrierte Verwaltung, erweitertes objektbasiertes Rollen- und Rechtemanagement sowie verbesserte Workflow- und Katalogmanagement-Funktionen. Über das neue Rich Media Interface werden alle Funktionalitäten, Prozesse und Workflows einfach, schnell und übersichtlich gesteuert.

Das bereits erfolgreich eingesetzte Reporting Tool zur Analyse des Einkaufsverhaltens der Kunden wird ebenfalls umfassend erweitert und bietet in der neuen Version noch mehr Auswertungsmöglichkeiten und Statistiken. Damit können Shop Manager den Geschäftserfolg auf einen Blick analysieren und Optimierungsmöglichkeiten für den Shop identifizieren.

Gemäß Plan fließen über 15.000 Manntage Entwicklung und zusätzlich Aufwände für Qualitätssicherung und Projektierung dabei in die zahlreichen Innovationen der nächsten Generation der Intershop Software. Dieses neue "Shop-Manager Release" manifestiert Intershop's Anspruch, nicht nur Technologie-Experte zu sein, sondern auch als ausgezeichneter Kenner und Lösungsanbieter für die Herausforderungen der Shop-Manager im eCommerce-Alltag.

Sämtliche dabei geschaffenen Werte stellen für Intershop einen auch über die bilanzierten Vermögenswerte hinausgehenden Mehrwert dar.

Darüber hinaus identifizierte Intershop im Rahmen seiner strategischen Innovationsinitiative permanent neue Trends und investierte in neue Lösungen. So bietet die Gesellschaft seit Ende September 2010 den Mobile Connector an, der die Nutzung mobiler Kanäle für den Online-Absatz ermöglicht und den Online-Shop für jedes Endgerät - ob Smartphone, Tablet-PC oder Spielekonsole - automatisch anpasst. Nach Informationen der Mobile Marketing Association (MMA) nutzen bereits 13 % der Deutschen das Handy für den Einkauf im Netz. Weitere Innovationstreiber sind Social Commerce sowie Cloud-Lösungen für den Online-Handel, die Intershop gemeinsam mit dem Partner Easynet Global Services entwickelt hat.

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

In der Zusammensetzung des Vorstands gab es im Geschäftsjahr 2010 keine Veränderung. Es kam jedoch zu mehreren Veränderungen im Aufsichtsratsgremium. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Sperbel legte am 1. Februar 2010 sein Amt mit Wirkung zum 31. März 2010 nieder. Herr Sperbel gehörte dem Aufsichtsrat von Intershop seit dem 9. Mai 2007 an. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2010 trat Michael Sauer als Aufsichtsratsmitglied mit sofortiger Wirkung zurück. Er gehörte seit dem 1. November 2006 zum Aufsichtsrat. Zu den Nachfolgern von Herrn Sperbel und Herrn Sauer wählte die außerordentliche Hauptversammlung den IT-Manager Bernhard Wöbker mit Wirkung zum 1. April 2010 und den Unternehmensberater Peter Georg von der Howen mit Wirkung zum 29. März 2010. Herr Wöbker wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und Herr von der Howen zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit Wirkung zum 31. Mai 2010 legte Benedikt Wahler sein Aufsichtsratsmandat nieder. Er war Aufsichtsratsmitglied seit dem 24. Juni 2008. Durch Beschluss des Amtsgerichts Jena vom 20. Mai 2010 wurde James W. MacIntyre, Leiter des Bereichs E-Commerce-Technologie bei GSI, mit Wirkung zum 1. Juni 2010 zum neuen Aufsichtsrat bestellt und in der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juli 2010 in seinem Amt von den Aktionären bestätigt. In Reaktion auf das Verlangen der Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung durch GSI haben die Aufsichtsräte Bernhard Wöbker und Peter Georg von der Howen ihre Ämter zum 30. September 2010 niedergelegt. GSI hatte die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung mit dem einzigen Tagesordnungspunkt der Abwahl der beiden Aufsichtsratsmitglieder verlangt. Der Antrag wurde nach deren Rücktritt zurückgezogen. Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 19. Oktober 2010 den ehemaligen BMW-Vorstand Günter Lorenz sowie Dr. Herbert May, ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutsche Telekom AG, zu neuen Mitgliedern des Gremiums bestellt. Am 22. Oktober 2010 gab Intershop den Erhalt eines Antrags der GSI auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung gemäß § 122 Abs. 1 AktG bekannt. Mit dem Einberufungsverlangen forderte GSI die Neuwahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern anstelle der gerichtlich bestellten Aufsichtsratsmitglieder Günter Lorenz und Dr. Herbert May. Am 3. November 2010 wurde die außerordentliche Hauptversammlung von der Gesellschaft für den 14. Dezember 2010 einberufen. Auf dieser außerordentlichen Hauptversammlung wurde Dr. Herbert May als Aufsichtsratsmitglied gewählt. Für das mit Beendigung der außerordentlichen Hauptversammlung ausscheidende Mitglied Günter Lorenz wählten die Aktionäre Michael R. Conn, Finanzvorstand (CFO) der GSI, als neues Aufsichtsratsmitglied. In der konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. May als Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn MacIntyre als seinen Stellvertreter.

Die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 umfasst fixe und variable Bestandteile. Zu Details über die Vergütung der Organe verweisen wir auf den Konzernanhang.

PERSONAL

Intershop hat im Geschäftsjahr 2010 seine Beschäftigtenzahl deutlich ausgebaut und plant weitere Neueinstellungen, vor allem in den Bereichen Engineering (F&E) und Consulting sowie Lead Generierung und Vertrieb. Angesichts des konstanten Wachstums und zahlreicher neuer Projekte ist der Bedarf an Fachkräften aus dem Informatik-Bereich deutlich gestiegen. Zum 31. Dezember 2010 beschäftigte der Intershop-Konzern weltweit 359 Mitarbeiter, davon allein 289 in den technischen Abteilungen (F&E und Servicebereiche). Damit stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahresverlauf um 56 Mitarbeiter. Alle Bereiche stellten neue Vollzeitkräfte ein - der größte Zuwachs entfiel mit 48 Mitarbeitern auf die technischen Abteilungen. Intershop setzt bei den Neueinstellungen nicht nur auf erfahrene IT-Spezialisten, sondern auch auf junge Nachwuchskräfte von anerkannten Universitäten und Fachhochschulen. Das Durchschnittsalter der Intershop-Belegschaft beträgt 35,5 Jahre und 74 % der Mitarbeiter verfügen über einen Hochschulabschluss. Intershop betreibt seit Jahren ein akademisches Partnerprogramm, in das inzwischen 21 Hochschulen eingebunden sind. Die Bildungsstätten erhalten von Intershop eine Softwarelizenz für Ausbildungs- und Forschungszwecke, umfangreiche technische Unterstützung, Schulung von Mitarbeitern und einen dezidierten Ansprechpartner für ihre spezifischen Belange. Intershop erhält seinerseits regelmäßig Informationen über den Ausbildungsfortgang und aktuelle Projekte sowie einen guten Zugang zur Rekrutierung von Absolventen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Konzern-Mitarbeiter:

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Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte) 31.12.2010 31.12.2009
Technische Abteilungen (Servicebereiche und F&E-Bereich) 289 241
Vertrieb und Marketing 34 32
Allgemeine Verwaltung 36 30
  359 303

Die regionale Verteilung der Mitarbeiter zeigte nur geringe Veränderungen im Vergleich zum Jahresende 2009. Am 31. Dezember 2010 waren 94 % der Beschäftigten (336 Mitarbeiter) in Europa tätig, 5 % (20 Mitarbeiter) entfielen auf die Niederlassung in San Francisco, USA, und knapp 1 % (3 Mitarbeiter) auf die Region Asien/Pazifik, welche zusätzlich durch eine große Anzahl von Mitarbeitern aus anderen Regionen, insbesondere Deutschland, unterstützt werden.

Die Einzelgesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 289 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 253 Mitarbeiter).

RISIKOBERICHT

Risikomanagementsystem

Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des Unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Regelmäßig (mindestens quartalsweise) wird der Vorstand vom ernannten Risikomanager des Unternehmens über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentralistisch. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Neu erkannte oder veränderte Risiken werden zeitnah an den Vorstand gemeldet. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen. Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert.

Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.

Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird eine jährliche (mit quartalsweiser Aktualisierung) Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen eine Überprüfung bereits identifizierter Risiken stattfindet, neue Risiken erfasst und die Risikoeigner festgelegt werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP und Software für das Kundenbeziehungsmanagement (sog. Customer-Relationship-Management(CRM)-Software) von Siebel Systems zurückgegriffen. Wenn möglich oder sinnvoll werden alle Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und, soweit möglich, Schadenshöhe bewertet. Der umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern. Weiterhin wird zwischen präventiven und reaktiven Maßnahmen unterschieden.

Intershop hat im Zug der Risikoinventuren in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.

Umfeldrisiken und Branchenrisiken

Intershop agiert als europäischer Marktführer in dem sehr dynamischen Markt für E-Commerce-Lösungen. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. So haben sich beispielsweise in den vergangenen Jahren neue Distributionsmodelle für Software etabliert, die Unternehmen E-Commerce-Lösungen nach dem sogenannten Software-as-a-Service(SaaS)-Modell zur Verfügung stellen. Dabei wird die Software von einem Dienstleister betrieben und der Kunde greift über das Internet darauf zu, ohne eine eigene umfassende IT-Infrastruktur vorzuhalten. Dieser Trend könnte, sofern er sich verstärkt, zu einem Absatzpreisrisiko für Intershop führen, da die Modelle für Unternehmen günstiger sind. Andererseits bergen die Modelle auch erhebliche Nachteile, insbesondere was den Sicherheitsaspekt im Umgang mit Kundendaten betrifft. Vor diesem Hintergrund sieht Intershop keine Gefahr, dass das auf Lizenzen basierende Geschäftsmodell des Unternehmens verdrängt wird. Zudem bietet Intershop Unternehmen, die eine SaaS-Lösung präferieren, seit dem Geschäftsjahr 2010 gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Easynet Global Services maßgeschneiderte Lösungskonzepte auf Basis des SaaS-Modells an.

Generell könnte eine unzureichende Produktqualität oder die mangelnde Funktionsabdeckung entsprechend der Kundenanforderungen zu Risiken führen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien voranzutreiben, kann dies zu einem Abgang von (Groß-)Kunden führen und die Gewinnung neuer Kunden erschweren. Intershop begegnet diesem Risiko insbesondere durch die kontinuierliche Optimierung seiner Standardsoftware Enfinity, die seit 2007 im Jahresrhythmus in einer neuen, verbesserten Version aufgelegt wird. Das Risiko von Kundenabgängen besteht generell. Derzeit verfügt die Gesellschaft über eine breite Kundenbasis, so dass Ausfälle einzelner Kunden nicht bestandsgefährdend sind und durch Neukunden oder Folgeaufträge bei bestehenden Kunden kompensiert werden können.

Unternehmensstrategische Risiken

Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem Anbieter sämtlicher Dienstleistungen entlang der E-Commerce-Prozesskette. Da Intershop nicht alle Dienstleistungen selbst erbringen kann, muss die Gesellschaft, um ihren Kunden das Full-Service-E-Commerce-Angebot zur Verfügung zu stellen, auf Partner zurückgreifen. Dadurch entsteht das Risiko der Sicherstellung der Qualität der angebotenen Leistung. Intershop kooperiert bei seinen Full-Service-Angeboten stets mit etablierten Partnerunternehmen, deren Erfahrung und Know-how eine der Intershop-Philosophie entsprechende, hohe Produkt- und Servicequalität garantieren.

Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei steht die Kundenbindung an erster Stelle. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch eine starke Kundenorientierung und ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop beherrschbar.

Auch die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potentielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Dies ist vor allem im außereuropäischen Ausland der Fall, wenngleich auch im Jahr 2010 sowohl in den USA als auch in der asiatisch-pazifischen Region neue Aufträge gewonnen wurden. Intershop begegnet diesem Risiko mit einem Ausbau der Mitarbeiterzahl in den Auslandsmärkten sowie einem Netz an internationalen Vertriebspartnern, die mit unterschiedlichsten Vertriebs- und Werbemaßnahmen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke Intershop beitragen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch eine ineffiziente Vertriebsorganisation, die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden oder nicht-zielführende Marketingaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, verstärkte Schulungsmaßnahmen und wöchentliche Berichterstattung über den Stand aktueller Vertriebsaktivitäten entgegengesteuert, so dass eine Bedrohung hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.

Aufgrund der Komplexität unserer Produkte gestaltet sich der Vertrieb über Partner als anspruchsvoll. Intershop setzt vor allem in ausländischen Märkten zwangsläufig auf Vertriebspartner, da der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen zu hohe Kosten nach sich zieht. um Risiken aus einer fehlerhaften Beratung potentieller Kunden durch Partner zu vermeiden, setzt Intershop auf gezielte Schulungen und einen Auswahlprozess der Partner, der einem umfangreichen Anforderungskatalog genügen muss.

Personalrisiken

Die Leistungen der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Sollte die Motivation negativ beeinträchtigt werden und sich dies in einer erhöhten Fluktuation ausdrücken, könnte dies das Betriebsergebnis des Unternehmens negativ beeinflussen. Zudem sind einige Positionen mit Schlüsselpersonen besetzt, was zusätzliche Risiken birgt. Das gute Personalmanagement von Intershop führte zu einer kontinuierlichen Verringerung der Fluktuationsrate des Unternehmens. Intershop hat auch in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter und ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, so dass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.

Informationstechnische Risiken

Intershop ist als Softwareanbieter dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit in diesem Bereich als gering ein.

Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Durch die kontinuierliche Verbesserung der Eigenkapitalstruktur hat Intershop aktuell eine hohe Liquiditätsbasis und finanzielle Stärke, um Risiken tragen zu können. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Es wurden Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken getroffen.

Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es wird hierzu zusätzlich auf den Konzernanhang Abschnitt "Angaben zu den Finanzinstrumenten" verwiesen.

Sonstige Risiken

Im Bereich Full Service E-Commerce werden in der Regel Verträge mit einem umsatzbasierten Abrechnungsmodell abgeschlossen. Hierbei besteht ein Rentabilitätsrisiko für Intershop, wenn der Kunde dauerhaft niedrige oder sinkende Umsätze hat. Intershop versucht dieses Risiko durch vertragliche Vereinbarungen über garantierte Mindestumsätze zu minimieren.

Das Tochterunternehmen The Bakery GmbH befindet sich in der Aufbauphase. Die Abdeckung der entstehenden Kosten wird durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es The Bakery GmbH nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze. Intershop beugt diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, welche von Marketingmaßnahmen flankiert werden, vor.

Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass, über die im Konzernanhang angegebenen Rechtsstreitigkeiten, aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Diese Risiken werden zudem durch Versicherungen abgesichert bzw. wurden vorsorglich Rückstellungen gebildet. Es wird auf den Konzernanhang Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/Eventualverbindlichkeiten" verwiesen.

Lizenzen machen einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz des Unternehmens aus. Wegen der Unsicherheit bezüglich der Länge der Verkaufs- und Implementierungszyklen, die maßgeblich durch die Kunden beeinflusst werden, können die Umsätze, insbesondere auf Quartalsbasis, starken Schwankungen unterliegen. Dies gilt umso mehr, als häufig nur wenige große Aufträge einen erheblichen Teil der Umsätze ausmachen. Da die operativen Kosten, die in hohem Maße von der Zahl der beschäftigten Mitarbeiter abhängen, kurzfristig nur in geringem Maße beeinflusst werden können, können Schwankungen auf der Umsatzseite zu entsprechend schwankenden Betriebsergebnissen führen.

In der Softwarebranche wird ein Großteil der Lizenzumsätze nicht gleichmäßig über ein Quartal, sondern häufig erst gegen Quartalsende realisiert. Dies ist darin begründet, dass die Verträge oft erst im letzten Drittel eines Quartals vergeben werden. Deshalb besteht gewöhnlich bis weit in ein Quartal hinein Unsicherheit darüber, ob das geplante Umsatzziel erreicht wird. Darum wurde die Abhängigkeit von dem Lizenzmodell weiter zurückgefahren und die Wachstumsanteile wurden in andere Bereiche gelegt. Mittelfristig ist eine Ergänzung oder ein Wechsel vom CPU-basierten Modell mit einmaliger Lizenzzahlung zu Modellen, die laufend Umsätze bringen, vorgesehen. Ein Beispiel für ein solches neues Modell ist das Umsatzbeteiligungsmodell.

Intershop erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes mit Großkunden. Damit besteht das Risiko, dass der Verlust eines oder mehrerer Großkunden einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Intershop sieht dieses Risiko jedoch als sehr gering an, da seitens der Kunden eine hohe zeitliche und finanzielle Wechselhürde besteht. Zudem wird das Risiko durch langfristige Verträge und eine breite Kundenbasis zusätzlich minimiert. Darüber hinaus erfolgt permanent eine systematische Projektanalyse um im Bedarfsfall bei Planabweichungen frühzeitig reagieren zu können. Für das entsprechende Projekt wird vor Projektstart ein Projektplan mit Aufwandsschätzung erstellt. Während des Projektes werden die Schätzungen und Projektfortschritte regelmäßig überprüft. Das Projektcontrolling ermittelt mögliche Abweichungen hinsichtlich Aufwand, Umsatz und Marge, Projektdauer bzw. Erreichung bestimmter Meilensteine und schlägt bei Abweichungen mögliche Gegenmaßnahmen vor.

Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es unmöglich werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.

Trotz einer weltweiten konjunkturellen Erholung sind die Aussichten über den Konjunkturverlauf 2011 mit Unsicherheiten behaftet, die auch bei der einer Unternehmensplanung zugrunde liegenden Prognose zu berücksichtigen sind.

Chancen

All die Risiken und Ungewissheiten des Marktes sind unmittelbar mit Chancen für Intershop verbunden. Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Viele Unternehmen benötigen effiziente Wege für Vertrieb und Marketing, um dem wirtschaftlichen Kosten- und Absatzdruck standhalten zu können. Intershop bietet hier mit seinen Produkten und Dienstleistungen im Online-Handel und Online-Marketing alternative Lösungsmöglichkeiten für Unternehmen.

Im Bereich Online Marketing können zudem Veränderungen von Suchalgorithmen zu Erhöhungen der Kundennachfrage nach Online-Marketing-Lösungen führen und damit steigende Umsätze bei der Tochtergesellschaft SoQuero bewirken.

Eine weitere Chance bietet sich aus der Kundenzufriedenheit, welche für Intershop von besonderer Bedeutung ist. Regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen die hohe Zufriedenheit der Kunden. Dadurch können sich Nachfolgeprojekte ergeben. Die Kundenstruktur von Intershop mit dem hohen Umsatzanteil von Großkunden gibt die Chance, auch zukünftig Umsätze mit diesen Großkunden zu realisieren, da diese Kunden aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln.

Durch die solide Finanzierungslage von Intershop und die etablierte Marktposition bietet sich die Chance, selektiv Unternehmen zu akquirieren, um strategisch entlang der E-Commerce-Prozesskette zu wachsen.

Gesamtrisikoposition

Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Intershop-Konzern ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung.

Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt. Diese beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Zusätzlich sind Angaben über die Auswirkungen auf Budget, Bilanz und Cash darzulegen und Alternativen (z. B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Global Authorization Policy existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. In den mindestens wöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.

Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften durch Buchhaltungssysteme erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf zwei Tochtergesellschaften, von der zentralen Finanzabteilung im SAP-System der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt zentral und manuell bei der Muttergesellschaft. Die Ordnungsmäßigkeit der Datenübernahme im Rahmen der konsolidierenden vorbereitenden Zusammenführung der Einzelabschlüsse wird unter Einhaltung der Funktionstrennung kontrolliert. Sämtliche Konsolidierungsvorgänge werden in einer separaten Datei erfasst und dokumentiert. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt auch die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts.

ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 HGB BZW. § 315 ABSATZ 4 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 29.582.305 Euro und ist eingeteilt in 29.582.305 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die GSI Commerce Solutions Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist zum Bilanzstichtag mit 26,67 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die GSI Commerce Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist über die GSI Commerce Solutions Inc., indirekt mit 26,67 % an Intershop beteiligt. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen zum Bilanzstichtag am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden Intershop nicht mitgeteilt. Wegen der für den Anteilsbesitz zum Bilanzstichtag relevanten Stimmrechtsmitteilungen verweisen wir auf die Anhangsangaben zum Eigenkapital.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden Arbeitnehmer nicht am Kapital beteiligt, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können. Die Ernennung und Abberufung des Vorstandes ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letzterer Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen.

Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt "Eigenkapital" bzw. auf den Anhang der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft. Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Dezember 2010 befristet bis zum 31. Dezember 2012 ermächtigt, bis zu 2.479.379 eigene Aktien zu erwerben. Gegen diesen Beschluss sind drei Anfechtungsklagen vor dem Landgericht Gera anhängig.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGB

Der Vorstand hat mit Datum vom 28. März 2011 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html allgemein zugänglich gemacht.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand der INTERSHOP Communications AG hat für das Geschäftsjahr 2010 einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG aufgestellt. In diesem Bericht werden auch die Beziehungen zu GSI Commerce Solutions Inc. dargestellt. Der Vorstand geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von dem Bestehen eines Abhängigkeitsverhältnisses zur GSI Commerce Solutions Inc. aus. Der Vorstand ist sich jedoch bewusst, dass diese Einschätzung von Unwägbarkeiten und Unsicherheiten abhängt, insbesondere von der Prognose zukünftiger Hauptversammlungsmehrheiten, die sich nicht sicher vorhersehen lassen. Daher wurde der Abhängigkeitsbericht vorsorglich und freiwillig erstattet. Er enthält die folgende Schlusserklärung:

"Die INTERSHOP Communications AG hat für die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die genannten Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum weder getroffen noch unterlassen."

NACHTRAGSBERICHT

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft hat sich am 8. Februar 2011 durch die Ausgabe von Aktien aus dem Genehmigten Kapital II um 382.479 Euro auf 29.964.784 Euro erhöht.

Im Januar und Februar 2011 wurden Intershop vier Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen von Aktionären zugestellt. Die Klagen richten sich gegen Beschlüsse, die auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2010 gefasst worden waren. Wir verweisen auf den Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/Eventualverbindlichkeiten" im Konzernanhang.

Intershop hat am 18. Februar 2011 von seinem strategischen Partner und Großkunden GSI Commerce Solutions Inc. einen Auftrag über weitere Serviceleistungen erhalten. Der Auftrag erfolgt im Rahmen der im April 2010 getroffenen Vereinbarung und lässt bei Abruf der angebotenen Beratungsleistungen zusätzliche Umsatzerlöse im mittleren siebenstelligen Euro-Bereich bis zum 31. Dezember 2011 erwarten. Am 4. März 2011 hat Intershop einen Vertrag mit der CANCOM-Gruppe, einem herstellerunabhängigen Anbieter von IT-Infrastruktur und -Dienstleistungen über Consulting-Leistungen mit einem Gesamtvolumen von über einer Million Euro abgeschlossen. Er hat eine Laufzeit von einem Jahr. Am 18. März 2011 hat Intershop seinen Servicevertrag über Consulting- und Support-Dienstleistungen mit der Otto Group erneuert. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und das Gesamtvolumen bewegt sich im mittleren siebenstelligen Euro-Bereich.

Mit Wirkung zum 1. April 2011 wird Ludwig Lutter neuer Finanzvorstand bei Intershop. Er tritt die Nachfolge von Peter Mark Droste an, dessen Vertrag zum 31. März 2011 ausläuft.

PROGNOSEBERICHT

Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft soll sich im laufenden Jahr im Vergleich zu 2010 wieder verlangsamen. Nach den jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das globale Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 4,4 % zunehmen. Der IWF erwartet für die USA einen soliden Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in 2011 um 3,0 %, und für die Euro-Zone von 1,8 %. Für Deutschland geht der IWF im laufenden Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 % aus. Damit wird Deutschland weiterhin als wichtige Stütze des konjunkturellen Aufschwungs in der Euro-Zone gesehen.

Im E-Commerce-Sektor stehen die Zeichen ebenfalls weiter auf Wachstum. Für den Internethandel werden nach wie vor hohe Zuwachsraten prognostiziert. Die weltweit rasant wachsende Anzahl der Internetnutzer und Breitbandanschlüsse stützt diese Erwartung. Nach dem Ziel der Vereinten Nationen soll in den nächsten fünf Jahren die Hälfte der Weltbevölkerung mit einem Zugang zum schnellen Internet versorgt werden.

In Deutschland rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) für 2011 mit einer Umsatzsteigerung im Online-Handel um 10 % auf 26,1 Mrd. Euro. Die deutsche Software-Branche soll laut BITKOM beim Umsatz in 2011 wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008 erreichen und um 4,2 % auf 15,2 Mrd. Euro zulegen. Dem weltweiten Software-Markt trauen die Marktforscher von IDC und Gartner für die kommenden Jahre ein Wachstum zwischen 6 und 7 % jährlich zu.

Unternehmensausblick

Intershop erwartet für das Jahr 2011 eine Verstärkung des Wachstumskurses der vergangenen Jahre. Anlass für den optimistischen Ausblick geben die Fortschritte in der Umsetzung der Unternehmensstrategie vom Technologieanbieter zum E-Commerce-Prozessanbieter, die bei Shop Managern auf eine breite positive Resonanz stößt. Dies zeigt sich an der Gewinnung neuer großer Aufträge von namhaften Kunden und dem Ausbau der Beziehungen und des Geschäfts mit Bestandskunden. Darüber hinaus eröffnet die strategische Partnerschaft mit GSI großes Umsatzpotential für Intershop. Bereits im vergangenen Jahr hat sich das US-Unternehmen binnen weniger Monate nach Beginn der Zusammenarbeit zum zweitgrößten Kunden entwickelt. Auch für 2011 hat GSI einen Service-Auftrag im mittleren siebenstelligen Euro-Bereich an Intershop vergeben. Darüber hinaus erwartet die Gesellschaft erste substantielle Umsätze aus einer Vertriebsvereinbarung mit GSI (Reseller Agreement), nach der die Amerikaner die Intershop-Standardsoftware im US-Markt als Vertriebspartner vermarkten werden.

Neben dem US-Markt stehen für Intershop in den kommenden Jahren der Ausbau der führenden Marktstellung unter den E-Commerce-Softwareanbietern in Europa sowie weitere Neukundengewinne in der Region Asien-Pazifik im Fokus. In Europa dient Intershop dazu ein eingespieltes Team von Partnern, auf die in den wichtigsten Märkten außerhalb der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) zurückgegriffen wird. In 2011 ist eine Wachstumsinitiative angelaufen, die sich ein zweistelliges Umsatzwachstum zwischen 10 % und 20 % sowie ein überproportionales Wachstum der Lizenzumsätze zum Ziel gesetzt hat. Hauptelement dieser Initiative ist die deutlich verbesserte Marktbeobachtung durch Investitionen in Lead-Generierung; darüber hinaus werden Vertriebskapazitäten für einen zusätzlichen Direktvertrieb in mehreren europäischen Ländern aufgebaut.

Weiteres wichtiges Ziel für 2011 ist die Gewinnung neuer hochqualifizierter Mitarbeiter für Intershop. Bereits im vergangenen Jahr sind bei Intershop 56 Beschäftigte hinzugekommen. Zum Jahresanfang 2011 haben erneut 20 weitere Mitarbeiter ihre Tätigkeit aufgenommen. Diese Investitionen sind notwendig, um das anhaltende starke Wachstum zu stützen und die Innovationskraft des Unternehmens zu erhalten. Daher ist die Weiterführung der Einstellungsinitiative für das Jahr 2011 geplant.

Für die Schließung von Angebotslücken im Rahmen der Unternehmensstrategie "Enable the Shop Manager", sind im Jahr 2011 und 2012 kleinere Akquisitionen zur Ergänzung des E-Commerce-Leistungsspektrums vorgesehen.

Darüber hinaus plant Intershop die Weiterentwicklung seines Kernprodukts, der E-Commerce Standardsoftware. Für das Jahr 2011 ist die Markteinführung einer neuen Version vorgesehen. Ein wichtiger Baustein zur Ergänzung von Enfinity ist die seit Ende 2009 im Markt eingeführte Plattform der Tochtergesellschaft The Bakery, die im vergangenen Jahr bei ersten Kunden implementiert worden ist.

Gesamtaussage für 2011 und 2012

Insgesamt geht Intershop - vorausgesetzt die Gesamtmarktentwicklung bleibt stabil - für 2011 von einem organischen Umsatzwachstum in der Größenordnung zwischen 10 % und 20 % aus. Dieses wird auch wie im vergangenen Geschäftsjahr maßgeblich durch das Beratungsgeschäft geprägt sein. Darüber hinaus erwartet Intershop für 2011 deutliche Impulse aus der strategischen Partnerschaft mit GSI zum Ausbau des US-Geschäfts. Des Weiteren wird das Lizenzgeschäft in 2011 deutlich forciert, um die Erlöse in diesen Bereich überproportional zu steigern. Für die Region Asien/Pazifik rechnet Intershop mit stabilen Umsätzen. Beim Ergebnis sind die anstehenden Investitionen in Produktentwicklung und die verbesserte Marktbeobachtung und den Vertrieb zu berücksichtigen. Deshalb erwartet Intershop für 2011 ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Dieser Ausblick gilt auch für das Jahr 2012. Der Vorstand geht davon aus, dass die Investitionen der Jahre 2010 und 2011 ab 2012 schrittweise greifen und zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr führen werden.

 

Jena, den 30. März 2011

Der Vorstand

Heinrich Göttler

Dr. Ludger Vogt

Peter Mark Droste

Jahresabschluss

BILANZ INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

AKTIVA

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in EUR 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Softwarelizenzen 153.362 93.506
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 588.231 456.978
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.491.261 10.484.514
  11.232.854 11.034.998
Umlaufvermögen    
Vorräte    
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 171.738 210.879
Geleistete Anzahlungen 0 3.089
  171.738 213.968
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.495.309 5.742.350
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.682.079 6.163.018
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.273.855 0
Sonstige Vermögensgegenstände 704.055 358.249
  13.155.298 12.263.617
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.110.580 5.900.576
  23.437.616 18.378.161
Rechnungsabgrenzungsposten 108.450 123.956
AKTIVA, insgesamt 34.778.920 29.537.115

PASSIVA

   
in EUR 31. Dezember 2010 31. Dezember 2009
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 29.582.305 26.309.094
Bedingtes Kapital: 59.584 Euro (Vorjahr: 92.917 Euro)    
Kapitalrücklage 6.288.368 5.055.512
Bilanzverlust -8.510.793 -9.629.026
  27.359.880 21.735.580
Rückstellungen    
Steuerrückstellungen 471.946 912.047
Sonstige Rückstellungen 3.606.570 2.839.786
  4.078.516 3.751.833
Verbindlichkeiten    
Erhaltene Anzahlungen 0 172.380
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.096.068 1.758.384
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.081 423.514
Sonstige Verbindlichkeiten 1.026.241 457.396
davon aus Steuern: 388.516 Euro (Vorjahr: 296.131 Euro)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 16.895 Euro (Vorjahr: 11.804 Euro)    
  2.248.390 2.811.674
Rechnungsabgrenzungsposten 1.092.134 1.238.028
PASSIVA, insgesamt 34.778.920 29.537.115

Gewinn- und Verlustrechnung

INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

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  1. Januar bis 31. Dezember
in EUR 2010 2009
Umsatzerlöse 31.848.021 23.545.468
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -39.141 -621.579
Sonstige betriebliche Erträge 2.292.465 5.731.444
Materialaufwand    
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -272.124 -123.132
Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.563.116 -3.404.241
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter -13.847.523 -11.614.228
Soziale Abgaben -2.137.655 -1.835.663
Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -327.703 -257.900
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -999.506 -1.029.503
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.013.401 -8.354.491
Erträge/Verluste aus Gewinnabführungsverträgen 269.491 -39.059
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 509.433 519.498
davon aus verbundenen Unternehmen: 476.462 Euro (Vorjahr: 382.092 Euro)    
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.274 -216.506
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -45.908 -1
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.668.059 2.300.107
Außerordentliche Aufwendungen -10.360 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -539.466 -320.248
Sonstige Steuern 0 -2.629
Jahresüberschuss 1.118.233 1.977.230
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -9.629.026 -11.606.256
Bilanzverlust -8.510.793 -9.629.026

Anhang

INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des AktG nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Zuge der Änderung des HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

Die Anpassung an die neuen Vorschriften erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2010. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen ist nach Artikel 67 Abs. 8 EGHGB nicht erforderlich und wurde dementsprechend auch nicht vorgenommen.

Aus der Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen zum 1. Januar 2010 mit dem Kassakurs zum 31. Dezember 2009/1. Januar 2010 ergaben sich keine Wertanpassungen.

Zum 1. Januar 2010 wurde die Drohverlustrückstellung für Vermietungsverträge neu berechnet, indem bei der Diskontierung ein fristenkongruenter Marktzins verwendet worden ist, der von der Deutschen Bundesbank monatlich veröffentlicht wird und 4,31 % zum 1. Januar 2010 betrug. Bei der Rückstellungsberechnung wurde vereinfachend eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von vier Jahren angenommen. Bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte eine Abzinsung der Mietverpflichtungen mit 5,0 %. Die Neuberechnung der Rückstellung zum 1. Januar 2010 ergab gegenüber dem 31. Dezember 2009 eine Erhöhung der Rückstellung von 10 TEUR, die gem. Art. 67 Abs. 7 EGHGB unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen wird.

Auf eine Abzinsung der Rückstellung für Archivierungskosten wurde verzichtet. Abgesehen davon, dass dem Effekt aus der Abzinsung die gegenläufig wirkenden künftigen Kostensteigerungen gegenüberstehen würden, ist die Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage zu vernachlässigen. Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge führen zu aktiven latenten Steuern. Auf die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wird entsprechend des Wahlrechts nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet. Damit ergeben sich keine Anpassungen zum 1. Januar 2010. Von dem Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten hat Intershop keinen Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige und gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um erforderliche Wertberichtigungen.

Die Vorräte wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zu ihrem Nennwert bzw. zum Devisenkassamittelkurs. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, vermindert um gegebenenfalls erforderliche Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Anteil der Ausgaben/Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwendungen/Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgte in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Marktzinssatz für entsprechende Laufzeiten diskontiert. Bei der Rückstellungsbewertung wurden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR Immaterielle Vermögensgegenstände Softwarelizenzen Sachanlagen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Gesamt
Anschaffungskosten        
Stand zum 01.01.2010 2.985 2.770 50.837 56.592
Zugänge 114 404 11 529
Abgänge 0 -252 -4.703 -4.955
Stand zum 31.12.2010 3.099 2.922 46.145 52.166
Abschreibungen        
Stand zum 01.01.2010 2.891 2.313 40.352 45.556
Zugänge 55 273 5 333
Abgänge 0 -252 -4.703 -4.955
Stand zum 31.12.2010 2.946 2.334 35.654 40.934
Nettobuchwert zum 31.12.2009 94 457 10.485 11.036
Nettobuchwert zum 31.12.2010 153 588 10.491 11.233

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 5.320 TEUR (Vorjahr: 5.000 TEUR) aus der Konzernfinanzierung, mit 269 TEUR aus der Ergebnisübernahme (Vorjahr: Verlustübernahme von 39 TEUR) von der Tochtergesellschaft SoQuero GmbH und im Übrigen aus laufenden Leistungsbeziehungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die im Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen liquiden Mittel sind im Gesamtbetrag von 456 TEUR (Vorjahr: 858 TEUR) als Sicherheit für Mietverpflichtungen mit einem Pfandrecht belegt (liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung).

Das Grundkapital in Höhe von 29.582.305 Euro besteht aus 29.582.305 Stück auf den Inhaber lautenden nennwertlose Stückaktien.

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt (in TEUR):

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Stand 31.12.2009 5.056
Zuführung Agio aus Kapitalerhöhung 1.211
Zuführung Agio aus Aktienoptionsausübung 21
Stand 31.12.2010 6.288

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 9.629 TEUR enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen und schwebenden Geschäften (490 TEUR; Vorjahr: 641 TEUR), ausstehende Rechnungen (702 TEUR; Vorjahr: 598 TEUR) und Provisionen (601 TEUR; Vorjahr: 402 TEUR). Die übrigen Rückstellungen betreffen Derivate, Rechtsstreitigkeiten, Prozesskosten, Kosten des Jahresabschlusses und der Hauptversammlung, Urlaubsansprüche sowie Lizenzgebühren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern aus Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm in Höhe von 516 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR). Im Übrigen werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der laufenden Personalabrechnung ausgewiesen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Der Posten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurde im Berichtsjahr neu gebildet. Der Vorjahreswert wurde aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen ist wie folgt:

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in TEUR 2010 2009
Inland 15.163 14.565
Europäisches Ausland 3.329 3.610
Außereuropäisches Ausland 13.356 5.370
  31.848 23.545

Die Umsatzerlöse resultieren mit 3.679 TEUR (Vorjahr 3.408 TEUR) aus Lizenzerlösen und mit 28.169 TEUR (Vorjahr 20.137 TEUR) aus Erlösen für Serviceleistungen (Beratung, Wartung und Sonstiges).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträge enthaltenen Erträge aus Währungsumrechnung betrugen 250 TEUR (Vorjahr: 216 TEUR).

Es wurden Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.030 TEUR), die die üblichen Abschreibungen überschreiten, vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von 237 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus dem seit dem Geschäftsjahr 2008 bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der SoQuero GmbH.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren mit 476 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR) aus verbundenen Unternehmen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind der Effekt aus der Aufzinsung und der Zinssatzänderung von langfristigen Rückstellungen von 22 TEUR enthalten.

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten den Aufwand aus der BilMoG-Eröffnungsbilanz, der sich aus der Neubewertung der Rückstellungen ergeben hat.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 158 TEUR enthalten.

Sonstige Angaben

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2010 verfügte die Gesellschaft über genehmigte Kapitalia in Höhe von insgesamt 5.032.919 Euro (31. Dezember 2009: 8.272.797 Euro). Gemäß Satzung der INTERSHOP Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:

Um bis zu insgesamt 4.553.103 Euro gegen Bar- oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital I). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis 4. Juli 2012. Bei der Erhöhung ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter bestimmten Bedingungen berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Aufgrund zweier Barkapitalerhöhungen verringerte sich das Genehmigte Kapital I um 2.484.897 Euro von 7.038.000 Euro zum 31. Dezember 2009 auf 4.553.103 Euro zum 31. Dezember 2010.

Um bis zu insgesamt 479.816 Euro gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2007 (Genehmigtes Kapital II). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis 4. Juli 2012. Aufgrund der Ausübungen von Mitarbeiteroptionen erfolgten in 2010 fünf Kapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt 754.981 Euro. Dementsprechend verringerte sich das Genehmigte Kapital II von 1.234.797 Euro zum 31. Dezember 2009 auf 479.816 Euro zum 31. Dezember 2010.

Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2010 um bis zu 59.584 Euro durch Ausgabe von bis zu 59.584 Aktien bedingt erhöht. Aufgrund des Verfalls und der Nichtentstehung von Bezugsrechten können jedoch maximal noch 12.500 Aktien aus dem bedingten Kapital herausgegeben werden. Das bedingte Kapital setzt sich wie folgt zusammen:

Zur Gewährung von Vorstandsoptionen entfallen 59.584 Euro auf Bezugsrechte entsprechend § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG (Bedingtes Kapital I), wobei jedoch maximal 12.500 Aktien aufgrund eines Verzichts auf 30.556 Bezugsrechte und des Verfalls von 16.528 Bezugsrechten ausgegeben werden können. Das Bedingte Kapital I ist zur Bedienung ausgeübter Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 1999 vorgesehen (siehe auch Abschnitt Aktienoptionsplan 1999). Im Geschäftsjahr 2010 verringerte sich das Bedingte Kapital I durch die Ausübung von Bezugsrechten um 33.333 Euro von 92.917 Euro zum 31. Dezember 2009. Die deklaratorische Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 8. Februar 2011.

Das Bedingte Kapital II wurde im Geschäftsjahr 2008 aufgehoben.

Das Bedingte Kapital III wurde im Geschäftsjahr 2009 aufgehoben.

Die Anzahl der ausgegebenen Optionen aus den Aktienoptionsplänen der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 902.312 Optionen.

Zum Bilanzstichtag hielt die GSI Commerce Solutions Inc., 26,67 % der Anteile an der INTERSHOP Communications AG. Dieser Angabe liegen folgende von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs.1 WpHG bekanntgemachte Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Stimmrechtsveränderungen im Berichtszeitraum zugrunde: Der Stimmrechtsanteil von GSI Commerce Solutions Inc. an der Gesellschaft hat am 10. Juni 2010 die Schwelle von 25 % überschritten und betrug sodann 27,24 % (7.887.080 Stimmrechte). Der Stimmrechtsanteil der NETRADA Management GmbH an der Gesellschaft hat am 8. Juni 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten und betrug 0,29 % (82.949 Stimmrechte). Der Stimmrechtsanteil der D+S europe AG an der Gesellschaft hat am 8. Juni 2010 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten und betrug sodann 0,42 % (120.805 Stimmrechte); hiervon waren der D+S europe AG 0,29 % (82.949 Stimmrechte), die von der NETRADA Management GmbH gehalten wurden, zuzurechnen. Der Stimmrechtsanteil von Herr Michael Sauer an der Gesellschaft hat am 10. Juni 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten und betrug sodann 0,00 % (0 Stimmrechte). Der Streubesitz der INTERSHOP Communications AG beträgt somit zum Bilanzstichtag insgesamt 73,33 %.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2010 wurden währungsbezogene Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Australischen Dollars abgeschlossen. Das Nominalvolumen der Sicherungsgeschäfte beträgt 2,7 Mio. Australische Dollar. Der Marktwert für diese Devisentermingeschäfte wurde auf Basis am Markt beobachtbarer vergleichbarer Geschäfte zum Bilanzstichtag ermittelt. Dieser beizulegende Zeitwert ist negativ und wurde mit 229 TEUR als Rückstellung passiviert. Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine für die Finanzinstrumente liegen innerhalb von neun Monaten nach dem Bilanzstichtag.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2010 finanzielle Verpflichtungen von 7,8 Mio. Euro, die bis zum Ende der Mietlaufzeit bis 14. November 2013 ratierlich fällig werden. Daneben bestehen aus weiteren Mietverträgen sowie aus Leasingverhältnissen zu Fahrzeugen und Büroausstattung sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich 270 Mitarbeiter beschäftigt (ausschließlich Angestellte). Nicht berücksichtigt wurden ruhende Arbeitsverhältnisse von durchschnittlich 8 Mitarbeitern.

Organe der Gesellschaft

DEM AUFSICHTSRAT GEHÖRTEN AN:

Dr. Herbert May

Mitglied seit 19.10.2010

Aufsichtsratsvorsitzender seit 17.11.2010

Dipl.-Ingenieur, selbständiger Unternehmensberater

Weitere Aufsichtsratsmandate:

Ubidyne Inc., Scottsdale, AZ, USA

Versant Corp., Redwood City, CA, USA

KEWEGO S. A. Paris (Aufsichtsratsvorsitzender)

Certon GmbH, Heidelberg

Communology GmbH, Köln (Beiratsmitglied)

James W. MacIntyre

Mitglied seit 01.06.2010

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 14.12.2010

Leiter des Bereichs E-Commerce-Technologie bei GSI Commerce, Inc.

Weitere Mandate:

Direktor und Mitglied der Geschäftsführung, Arimor, LLC, McLean, Virginia, USA

Direktor und Mitglied der Geschäftsführung, Product Laboratory, LLC, McLean, Virginia, USA

Michael R. Conn

Mitglied seit 14.12.2010

Finanzvorstand der GSI Commerce, Inc. und deren Tochtergesellschaften

Günter Lorenz

Mitglied vom 19.10.2010 bis 14.12.2010

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vom 17.11.2010 bis 14.12.2010

Rechtsanwalt

Weitere Aufsichtsratsmandate:

ProCar Automobile AG, Essen

Wells Deutschland GmbH, München Weitere Mandate:

Bridgehouse Law GmbH, München (Anwalt)

Peter Georg Baron von der Howen

Mitglied vom 29.03.2010 bis 30.09.2010

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vom 01.04.2010 bis 30.09.2010

Dipl.-Wirtschaftsingenieur, selbständiger Unternehmensberater und Partner der DV-Ratio SMC GmbH

Weiteres Aufsichtsratsmandat:

DV-Ratio AG, München (Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Bernhard Wöbker

Aufsichtsratsvorsitzender vom 01.04.2010 bis 30.09.2010

Selbständiger Unternehmensberater

Weitere Aufsichtsratsmandate:

Brainloop AG, München

Open Xchange AG, Nürnberg

Versant Corp. Redwood City, CA

Wortal Inc., Palo Alto, CA, USA

City Squares Inc., Boston, MA, USA

UGC Ltd., London, Großbritannien

Collax GmbH, Ismaning (Beiratsvorsitzender)

Benedikt Wahler

Mitglied vom 24.06.2008 bis 31.05.2010

Senior Consultant, Roland Berger Strategy Consultants GmbH

Joachim Sperbel

Mitglied vom 09.05.2007 bis 31.03.2010

Aufsichtsratsvorsitzender vom 19.06.2009 bis 31.03.2010

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vom 25.06.2008 bis 19.06.2009

selbständiger Unternehmensberater

Michael Sauer

Mitglied vom 01.11.2006 bis 29.03.2010

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vom 19.06.2009 bis 29.03.2010

Aufsichtsratsvorsitzender vom 02.04.2007 bis 19.06.2009

Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Music Store A. Sauer GmbH

Geschäftsführer und Gesellschafter der Firma Kölner Parkhaus und Parkplatz GmbH

Teilhaber der Rams-Sauer GbR

Teilhaber der Gruhl-Sauer GbR

DEM VORSTAND GEHÖRTEN AN:

Heinrich Göttler

Vorstandsmitglied seit 23.06.2008

Dr. Ludger Vogt

Vorstandsmitglied seit 01.12.2008

Peter Mark Droste

Vorstandsmitglied seit 01.04.2009

Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vergütung Vorstand

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist abhängig vom erzielten um Sonderfälle bereinigten finanziellen Konzern-Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern. Die variable Vergütung für Herrn Göttler ist ab der zweiten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie für Herrn Droste bis Ende des ersten Quartals 2010 von unterschiedlichen quantitativen und qualitativen Zielen abhängig, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 934 TEUR (2009: 579 TEUR), davon entfielen 528 TEUR (2009: 459 TEUR) auf die feste Vergütung und 406 TEUR (2009: 120 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die festen Vergütungsbestandteile umfassen 490 TEUR Festgehalt und 38 TEUR Nebenleistungen (2009: 429 TEUR Festgehalt, 30 TEUR Nebenleistungen). Die variable Vergütung von Herrn Droste beinhaltet zusätzlich eine Erfolgsprämie in Höhe von 136 TEUR für seine M&A-Tätigkeit.

Die Bezüge teilen sich wie folgt auf die Vorstandsmitglieder auf:

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  Festvergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Heinrich Göttler 189 167 90 60 279 227
Dr. Ludger Vogt 164 164 90 60 254 224
Peter Mark Droste 175 128 226 0 401 128
  528 459 406 120 934 579

Den Vorstandsmitgliedern wurden keine neuen Aktienoptionen gewährt. Herr Göttler und Herr Dr. Vogt können jedoch die Optionen, die bis zu ihrer Bestellung als Vorstand ausübbar waren, während ihrer Vorstandstätigkeit ausüben. Im Dezember 2010 übte Herr Dr. Vogt 70.000 Aktienoptionen zu einem Ausübungspreis von 1,00 Euro pro Option aus. Die Lieferung der 70.000 Aktien erfolgte im Februar 2011.

Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) endet ein Vorstandsmandat. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Mit Herrn Göttler wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart, das eine von der Gesellschaft zu zahlenden Entschädigung für ein Jahr vorsieht. Die Entschädigung umfasst 75 % der zuletzt bezogenen Vergütung ausschließlich Nebenleistungen. Die Entschädigungszahlung entfällt, wenn Intershop das Wettbewerbsverbot innerhalb einer bestimmten Frist widerruft. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.

Vergütung Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats beinhaltet feste und variable Bestandteile. Die feste Vergütung enthält eine in der Satzung festgelegte, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, der Stellvertreter das Eineinhalbfache des für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder festzusetzenden Betrages. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder laut Satzung jeweils eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von 5 TEUR pro Geschäftsjahr, wenn die Gesellschaft in dem festgestellten Jahresabschluss für das jeweilige Geschäftsjahr einen Gewinn ausweist. Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 78 TEUR (2009: 79 TEUR), davon betreffen 63 TEUR (2009: 64 TEUR) die feste Vergütung und 15 TEUR (2009: 15 TEUR) den erfolgsabhängigen Anteil.

Die Vergütung teilt sich wie folgt auf die Aufsichtsratsmitglieder auf:

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  Festvergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Dr. Herbert May 5 - 1 - 6 -
James W. Maclntyre 9 - 3 - 12 -
Michael R. Conn 1 - 0 - 1 -
Günter Lorenz 3 - 1 - 4 -
Peter Georg Baron von der Howen 11 - 3 - 14 -
Bernhard Wöbker 15 - 3 - 18 -
Benedikt Wahler 6 15 2 5 8 20
Joachim Sperbel 8 25 1 5 9 30
Michael Sauer 5 24 1 5 7 29
  63 64 15 15 78 79

Per 31. Dezember 2010 hielten keine Organmitglieder der INTERSHOP Communications AG direkt oder indirekt Intershop-Inhaberstammaktien.

Konzernzugehörigkeit

Als börsennotiertes Unternehmen stellt die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger elektronisch eingereicht und abgedruckt werden. Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2010 neben der Muttergesellschaft folgende Unternehmen:

Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA

Intershop Communications Ventures GmbH, Jena

Intershop Communications AB, Stockholm, Schweden

SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland

The Bakery GmbH, Berlin, Deutschland

Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien

Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2010 gliedert sich wie folgt:

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  Anteil
in %
Währung Nennkapital Eigenkapital Jahresergebnis
Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA 100 Euro 7.332.682 -1.860.097 812.205
Intershop Communications Ventures GmbH, Jena 100 Euro 1.000.000 -2.671.057 -130.097
Intershop (UK) Ltd., London, Großbritannien 100 Euro 1.586 0 0
Intershop Communications AB, Stockholm, Schweden 100 Euro 11.437 20.539 -5.327
Intershop Communications Korea Co. Ltd., Seoul, Korea 100 Euro 50.940 0 0
Intershop Communications Taiwan, Taipei, Taiwan 100 Euro 32.393 0 0
SoQuero GmbH, Frankfurt/Main 100 Euro 75.000 213.151 269.491*
The Bakery GmbH, Berlin 100 Euro 200.000 -1.658.417 -839.804
Intershop Communications Australia Pty Ltd., Melbourne, Australien 100 Euro 1 -96.963 -87.450

* Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft INTERSHOP Communications AG

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Gesellschaft enthalten.

Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz

Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 23. Februar 2011 abgegeben und auf der Unternehmensinternetseite unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance.html öffentlich zugänglich gemacht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft schlägt vor, den Bilanzverlust von 8.510.793 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Gesellschaft beschrieben sind.

 

Jena, den 30. März 2011

Der Vorstand

Heinrich Göttler

Dr. Ludger Vogt

Peter Mark Droste

BESTÄTIGUNGSVERMERK

INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, den 30. März 2011

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heinrich Peters, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben kontinuierlich überwacht und sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt, auch wenn das Geschäftsjahr 2010 durch ständigen Wechsel im Aufsichtsrat und den damit verbundenen zwei außerordentlichen Hauptversammlungen geprägt war.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Die Zusammensetzung des Aufsichtsratsgremiums änderte sich im Geschäftsjahr 2010 insgesamt sieben Mal. Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Joachim Sperbel legte am 1. Februar 2010 sein Amt mit Wirkung zum 31. März 2010 nieder. Herr Sperbel gehörte dem Aufsichtsrat von Intershop seit dem 9. Mai 2007 an. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 29. März 2010 trat Michael Sauer als Aufsichtsratsmitglied mit sofortiger Wirkung zurück. Er gehörte seit dem 1. November 2006 zum Aufsichtsrat. Zu den Nachfolgern von Herrn Sperbel und Herrn Sauer wählte die außerordentliche Hauptversammlung den IT-Manager Bernhard Wöbker mit Wirkung zum 1. April 2010 und den Unternehmensberater Peter Georg von der Howen mit Wirkung zum 29. März 2010. Herr Wöbker wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt und Herr von der Howen zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Mit Wirkung zum 31. Mai 2010 legte Benedikt Wahler sein Aufsichtsratsmandat nieder. Er war Aufsichtsratsmitglied seit 24. Juni 2008. Durch Beschluss des Amtsgerichts Jena vom 20. Mai 2010 wurde James W. MacIntyre, Leiter des Bereichs E-Commerce-Technologie bei GSI Commerce Inc., mit Wirkung zum 1. Juni 2010 zum neuen Aufsichtsrat bestellt und in der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juli 2010 in seinem Amt von den Aktionären bestätigt. In Reaktion auf das Verlangen der Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung durch GSI haben Herr Wöbker und Herr von der Howen ihre Ämter zum 30. September 2010 niedergelegt. GSI hatte die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung mit dem einzigen Tagesordnungspunkt der Abwahl der beiden Aufsichtsratsmitglieder verlangt. Der Antrag wurde nach deren Rücktritt zurückgezogen. Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 19. Oktober 2010 den ehemaligen BMW-Vorstand Günter Lorenz sowie Dr. Herbert May zu neuen Mitgliedern des Gremiums bestellt. Am 22. Oktober 2010 gab Intershop den Erhalt eines Antrags der GSI, auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung gemäß § 122 Abs. 1 AktG bekannt. Mit dem Einberufungsverlangen forderte die Aktionärin die Neuwahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern anstelle der gerichtlich bestellten Aufsichtsratsmitglieder Herrn Lorenz und Herrn Dr. May, deren Bestellung nach Ablauf der außerordentlichen Hauptversammlung enden würde. Am 3. November 2010 wurde die außerordentliche Hauptversammlung von der Gesellschaft für den 14. Dezember 2010 einberufen. Auf dieser außerordentlichen Hauptversammlung wurde Herr Dr. May als Aufsichtsratsmitglied wieder gewählt. Für das mit Beendigung der außerordentlichen Hauptversammlung ausscheidende Mitglied Herrn Lorenz wählten die Aktionäre Herrn Michael R. Conn, CFO der GSI, als neues Aufsichtsratsmitglied. In der konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. May als Aufsichtsratsvorsitzenden und Herrn MacIntyre als Stellvertreter. In der Zusammensetzung des Vorstands gab es im Geschäftsjahr 2010 keine Veränderung.

Aufsichtsratssitzungen und Inhalte

Der Aufsichtsrat trat zu vier Sitzungen mit dem Vorstand (6. April, 26. April, 1. Juli sowie 27. Juli 2010) zusammen. Darüber hinaus gab es neun telefonische Abstimmungen oder Zusammenkünfte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an sämtlichen Sitzungen teil. Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen waren im Berichtszeitraum die Entwicklung des Umsatzes, des Ergebnisses und der Mitarbeiter des Intershop-Konzerns sowie die Partnerschaft mit dem strategischen Partner und Mehrheitsaktionär GSI.

In der Sitzung am 6. April 2010 wurde ausschließlich die beabsichtigte Vereinbarung mit GSI ausführlich erläutert und erörtert. In der Sitzung am 26. April 2010 wurde in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer der Jahres- und Konzernabschluss 2009 vom Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. Ferner wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2010 diskutiert, insbesondere die Personalplanung, sowie wichtige Vertriebsprojekte vorgestellt. In den Sitzungen am 1. Juli und 27. Juli 2010 wurden die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung besprochen sowie operative und strategische Fragestellungen des Intershop-Konzerns behandelt.

In den übrigen Aufsichtsratssitzungen erfolgten die Wahlen zum Aufsichtsratsvorsitzenden und seinem Stellvertreter (1. April, 17. November sowie 14. Dezember 2010), Vertragsverlängerungen der Vorstände wurden genehmigt sowie sonstige zustimmungspflichtige Personalthemen erörtert und Beschlüsse über Kapitalerhöhungen gefasst.

Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Die nach der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte hat der Vorstand dem Aufsichtsrat stets zur Zustimmung vorgelegt. Bei den zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat die Beschlussvorlagen detailliert geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen.

Neben den Berichten in den Aufsichtsratssitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig über wichtige aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen. In regelmäßigem Kontakt haben der Aufsichtsratsvorsitzende und die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand aktuelle Themen des Unternehmens erörtert, analysiert und überwacht.

Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.

Corporate Governance

Für keines der Aufsichtsratsmitglieder sind im Geschäftsjahr 2010 Interessenkonflikte im Sinne von Ziff. 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex offengelegt worden. Im Februar 2011 wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder, individualisiert und nach Bestandteilen untergliedert, sind im Konzernanhang sowie im Bericht über die Unternehmensführung (Corporate-Governance-Bericht) ausgewiesen.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 2. Juli 2010 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Außerdem wurde von den Abschlussprüfern der von der Gesellschaft erstellte Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG geprüft und darüber gemäß § 313 Abs. 3 AktG berichtet. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung nach eingehender eigener Prüfung zu, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt gegen die Abschlüsse keine Einwendungen und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 13. April 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge in 2010 trotz eines positiven operativen Ergebnisses noch keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Intershop-Konzerns für ihre engagierten Leistungen im abgelaufenen spannenden Geschäftsjahr. Allen Aktionären dankt der Aufsichtsrat besonders für ihre Geduld und das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Jena, im April 2011

Für den Aufsichtsrat

Dr. Herbert May, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Intershop begrüßt den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Mai 2010 aktualisierten Deutschen Corporate Governance Kodex. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2010 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Erklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 23. Februar 2011 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:

1. Die INTERSHOP Communications AG hat seit der letzten Entsprechungserklärung vom 4. Januar 2010 bis zum 26. Mai 2010 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 und ab dem 27. Mai 2010 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen in der Fassung vom 26. Mai 2010 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen:

a) Der bestehende D&O-Versicherungsschutz sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Vorbehalt vor (Kodex-Ziffer 3.8), da der Gesellschaft eine solche nicht zu vergleichsweise günstigeren Konditionen angeboten worden ist und angesichts der geringen Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder die Gesellschaft dies auch als unangemessen empfände.

b) Der Vorstand hatte keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Kodex-Ziffer 4.2.1). Eine Benennung erfolgt aus Gleichordnungsgründen nicht, da die Vorstandsmitglieder vertrauensvoll zusammenarbeiten und die Geschäftsordnung insoweit organisatorische Vorkehrungen getroffen hat.

c) Der Aufsichtsrat hat bisher kein Vergütungssystem für den Vorstand beschlossen (Kodex-Ziffer 4.2.2 Abs. 1), weil die Vorstandsmitglieder bisher unterschiedliche Vorstandsverträge haben, die zu unterschiedlichen Zeiten abgeschlossen bzw. verlängert worden sind.

d) Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat bisher keine konkreten Ziele benannt, die die Vielfalt (diversity) berücksichtigen (Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2 letzter Halbsatz). Insbesondere gehören dem Aufsichtsrat bisher keine Frauen an. Dies beruht auf der Tatsache, dass die gegenwärtigen Aufsichtsratsmitglieder nicht vom Aufsichtsrat, sondern von Aktionärsvertretern vorgeschlagen worden sind.

e) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde 27 Tage nach der im Kodex genannten Frist, innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren 4-Monatsfrist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2), weil eine darüber hinausgehende Beschleunigung der Abschlussaufstellung angesichts interner Kapazitätsgrenzen sich nur mit erheblichem Mehraufwand hätte erreichen lassen.

2. Die INTERSHOP Communications AG wird den Empfehlungen des Kodexes künftig mit folgenden

Ausnahmen entsprechen:

a) Ein Selbstbehalt für den bestehenden D&O-Versicherungsschutz (Kodex-Ziffer 3.8) ist auch weiterhin aus den unter 1. a) genannten Gründen nicht vorgesehen.

b) Aus den unter 1. b) angegebenen Gründen wird es auch zukünftig keinen Vorstandsvorsitzenden oder -sprecher geben (Kodex-Ziffer 4.2.1).

c) Da im laufenden Geschäftsjahr die Aufsichtsratszusammensetzung keine Änderung erfahren soll, wird der Empfehlung der Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2 letzter Halbsatz zur diversity auch zukünftig nicht entsprochen werden.

d) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wird wegen den bereits oben unter 1. e) genannten Gründen spätestens 30 Tage nach der im Kodex genannten Frist, innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren Frist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2).

Diese Erklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http:// www.intershop.de/investoren-corporate-governance.html dauerhaft zugänglich gemacht worden.