Intershop Communications AG

Jena

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT

DER INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHÄFTSERGEBNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2011

Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat im Geschäftsjahr 2011 ihren profitablen Wachstumskurs fortgesetzt. Sowohl auf Konzernebene1 als auch auf AG-Ebene2 wies die Gesellschaft eine deutlich positive Entwicklung der Erträge auf. Mit einem Umsatzplus von 29 % auf 49,2 Mio. Euro übertraf der Intershop-Konzern seine im Herbst erhöhte Prognose einer Umsatzsteigerung von 20 bis 25 % um vier Prozentpunkte. Auch beim operativen Ergebnis schnitt die Gesellschaft deutlich besser ab. Mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 2,6 Mio. Euro verbesserte Intershop das vergleichbare Vorjahresresultat um 381 TEUR oder 17 %. Größter Umsatztreiber war wie in den Vorjahren das Beratungsgeschäft. Doch auch die Lizenzerlöse entwickelten sich überdurchschnittlich und legten um 31 % auf 5,5 Mio. Euro zu.

1 "Intershop", das "Unternehmen", die "Gesellschaft"
2 Die "AG" oder "Einzelgesellschaft"

AUSBAU DER ALLIANZ FÜR DEN ONLINEHANDEL

Die im Jahr 2010 eingeläutete Strategie zum Aufbau internationaler Allianzen wurde im vergangenen Geschäftsjahr konsequent weiterverfolgt. Neben der strategischen Kooperation mit dem führenden amerikanischen Anbieter von E-Commerce und interaktivem Marketing für große Marken und Einzelhändler kam im Jahr 2011 als weiterer Partner ein weltweit agierender Technologiekonzern dazu. Von der Bündelung des Know-hows verspricht sich Intershop erheblich kürzere Entwicklungszyklen für seine Softwareplattform und eine stark erhöhte Innovationskraft. Insgesamt sieht das Intershop-Management in der Allianz aus international führenden E-Commerce-Playern eine gute Chance, die Technologieplattform des Unternehmens vor allem außerhalb Europas schneller auf den Markt zu bringen und Produktinnovationen kurzfristiger umzusetzen. Durch "Code Sharing" innerhalb der Partnerschaften wird die gemeinsame Produktentwicklung zum Wettbewerbsvorteil für alle Partner gleichermaßen.

NEUE SHOP-SOFTWARE INTERSHOP 7 IM FOKUS

In Zusammenarbeit mit den Partnern der neu formierten Allianz stand im Geschäftsjahr 2011 vor allem die Entwicklung der neuen Shop-Software im Fokus, die auf der CeBIT im März 2012 vorgestellt wurde. Mit über 1.500 neuen Features, entwickelt auf Basis einer Marktuntersuchung und in enger Zusammenarbeit mit 150 Online-Händlern weltweit, bietet die unter dem Namen "Intershop 7" laufende E-Commerce Software ein schlagkräftiges Werkzeug für den umfassenden Multi-Channel-Vertrieb. Bedeutende Änderungen im Vergleich zur Vorgängerversion Enfinity Suite 6.4 betreffen insbesondere die verbesserte Internationalität, die Multichannel-Verknüpfungen, das Kampagnen- und Promotion-Management sowie die Analyse des Einkaufsverhaltens der Kunden im Onlineshop. So können Shop Manager künftig Webseiten, Kampagnen oder Testvarianten einfach konfigurieren, statt sie zu programmieren oder programmieren zu lassen. Damit haben sie zu jeder Zeit volle Kontrolle über ihr Geschäft und können schnell und flexibel agieren. Weltweiter Vertriebsstart für die neue Software, die sowohl als Lizenz wie auch per Software as a Service(SaaS)-Lösung angeboten wird, ist im ersten Quartal 2012.

KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des IntershopKonzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2011 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt, dem Berliner E-Commerce(SaaS)-Dienstleister The Bakery GmbH, der Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien sowie weiteren nicht operativ tätigen ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Ilmenau. Die Tochtergesellschaft SoQuero GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt/Main und die Tochtergesellschaft The Bakery GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Im Jahr 2011 wurden im Rahmen einer umfassenden Vertriebsoffensive Repräsentanzen in London, Mailand, Amsterdam, Stockholm und Paris gegründet.

Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter E-Commerce Lösungen. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop E-Commerce-Software, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde. Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die Hauptgeschäftsbereiche Lizenzen sowie Serviceleistungen, Wartung und Sonstige. Die Servicedienstleistungen sind unterteilt in die Segmente Beratung und Schulung, Wartung, Online Marketing sowie Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft).

Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die Orchestrierung der gesamten E-Commerce-Prozesskette von der Konzeption des Onlineshops über die Implementierung der Software-Plattform bis hin zur Auslieferung der Ware, dem Fulfillment. Im Mittelpunkt des Intershop Angebots steht der Shop Manager, der die E-Commerce-Aktivitäten des Kunden verantwortet. Die Intershop E-Commerce-Lösungen sollen den Shop Manager in die Lage versetzen, auf allen Stufen der E-Commerce-Prozesskette möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen. Dazu wird die Software kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt. Im März 2012 hat die Gesellschaft die gemeinsam mit den strategischen Partnern entwickelte neue Version "Intershop 7" vorgestellt, die im ersten Quartal 2012 auf den Markt kommt.

Intershop zählt zu den größten Anbietern von E-Commerce-Lösungen weltweit. Über 300 Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Multisite-Technologie von Intershop über viele elektronische Vertriebskanäle gleichzeitig. Unter den Kunden sind einige der größten Online-Händler weltweit, wie die Otto Group, Telekommunikationskonzerne wie die Deutsche Telekom und die australische Telstra sowie Automobilkonzerne wie BMW und Daimler. Das Unternehmen verfügt über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum, vorwiegend in Australien, tätig. Im Jahr 2011 lag der Umsatz mit Kunden außerhalb Europas mit 44 % auf dem Niveau des Vorjahres. Die Enfinity-Plattform ist in über 30 Ländern und in mehr als 20 verschiedenen Sprachen im Einsatz.

GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2011 lediglich um 3,8 % zu. Im Vorjahr lag die Steigerung der weltweiten Wirtschaftsleistung noch bei 5,2 %, allerdings basierend auf dem niedrigeren Niveau des Jahres 2009, das unter dem Einfluss der Finanzkrise stand. Wachstumstreiber im Jahr 2011 waren wie in den vergangenen Jahren die Schwellen- und Entwicklungsländer, deren Output um 6,2 % zulegte. China verbuchte ein Plus von 9,2 %, Indiens Wirtschaft wuchs um 7,4 %. Im Gegensatz dazu verzeichnete Europas Wirtschaft 2011 lediglich ein Wachstum von 1,6 %. Auch die amerikanische Wirtschaft konnte die optimistischen Erwartungen zu Beginn des Jahres 2011 nicht erfüllen und wuchs lediglich um gut 1,8 %, wobei das vierte Quartal deutlich stärker ausfiel. Innerhalb Europas war ein großes Wachstumsgefälle zu beobachten. Während die Wirtschaft in Deutschland nach Angaben des IWF ein Wachstum von 3,0 % erzielte, wiesen andere europäische Staaten wie Spanien (+ 0,7 %) oder Italien (+ 0,4 %) nur geringe Wachstumsquoten auf. In Portugal und Griechenland schrumpfte die Wirtschaft. Beide Länder leiden unter einer, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, erheblichen Schuldenlast. Insgesamt wird die Lösung der europäischen Schuldenkrise den weiteren Konjunkturverlauf nicht nur im Euro-Raum, sondern weltweit bestimmen.

Im E-Commerce-Sektor zeigten sich im Jahr 2011 keine Anzeichen für ein Ende des Wachstums - im Gegenteil. Das Internet gewinnt als Vertriebskanal rund um den Globus an Bedeutung. Nach Marktforschungsangaben der Internet World Stats besaßen im Jahr 2011 rund 2,1 Milliarden Menschen einen Zugang zum World Wide Web. Das entspricht rund 29 % der Weltbevölkerung. Damit hat sich die Anzahl der Internetnutzer seit 2000 mehr als versechsfacht und wächst kontinuierlich weiter. Rund 80 % aller Internetnutzer kommen aus Europa, Nordamerika und Asien. In Asien kamen innerhalb eines Jahres fast 100 Millionen (+ 11,8 %) Internetnutzer dazu. Innerhalb Europas führt Deutschland das Feld mit über 65 Millionen Nutzern an. Mit steigenden Nutzerzahlen und der stetigen Weiterentwicklung der Einkaufsmöglichkeiten im Internet wächst auch das Volumen der Umsätze aus dem Onlinehandel. In Deutschland rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) für das Gesamtjahr 2011 mit einem Online-Umsatz von 26,1 Mrd. Euro, ein Plus von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Dennoch hat der Onlinemarkt hierzulande noch erhebliches Potenzial, wie internationale Vergleiche zeigen. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom Dezember 2011 kaufen deutsche Konsumenten dreimal pro Monat online ein. In China liegt die Quote hingegen bei 8,4 Einkäufen, in den USA bei durchschnittlich 5,2 Onlinetransaktionen pro Monat. Zudem sorgt der steigende Absatz von Smartphones und Tablet-Computern für ein dynamisches Wachstum bei der mobilen Internetnutzung. Allein in Deutschland wuchs der Umsatz mit mobilen Datendiensten nach Prognosen des Branchenverbandes BITKOM um 12 % auf rund 7,0 Mrd. Euro.

Auch der deutsche Softwaremarkt zeigte im Jahr 2011 eine positive Entwicklung. Nach Schätzungen des BITKOM stiegen die Erlöse in dem Segment von 15,4 Mrd. Euro im Jahr 2010 auf 16,2 Mrd. Euro und sollen im laufenden Jahr um weitere 5,2 % auf dann rund 17,0 Mrd. Euro wachsen. Der weltweite IT-Markt hat nach Prognosen des Branchenverbandes von Juni im Gesamtjahr 2011 um 4,3 % auf 963,4 Mrd. Euro zugelegt. Wesentliche Garanten des Wachstums sind auch hier die großen Schwellenländer China, Russland, Indien und Brasilien, die weiterhin massiv in moderne Technologien investieren.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

UMSATZENTWICKLUNG

Intershop hat im Geschäftsjahr 2011 einen Nettoumsatz von 49,2 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 29 % gegenüber der Vorjahresperiode. Damit hat die Gesellschaft ihre erst im Herbst 2011 erhöhte Prognose einer "Umsatzsteigerung von 20 % bis 25 %" übertroffen. Ursache für die kräftige Erlössteigerung sind die positive Entwicklung im Geschäft mit großen strategischen Kunden (Platinum Accounts) sowie die Gewinnung zahlreicher neuer Kunden und Projekte im E-Commerce- und Online-Marketing-Bereich. Allein im vierten Quartal 2011 setzte die Gesellschaft netto rund 13,6 Mio. Euro um und erzielte damit das beste Quartalsergebnis der letzten zehn Jahre.

Mit der starken Umsatzentwicklung im Jahr 2011 setzt Intershop seinen seit 2008 anhaltenden Wachstumskurs mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten weiter fort. Alle Geschäftsbereiche trugen zu der anhaltend positiven Entwicklung im Berichtszeitraum bei. Dominierend ist nach wie vor das Beratungsgeschäft, das mit einem Nettoumsatz von 26,8 Mio. Euro rund 55 % der Gesamtnettoerlöse ausmachte. Damit erzielte der Bereich eine Steigerung von 35 % gegenüber dem Vorjahr. Das Lizenzgeschäft verbesserte sich ebenfalls deutlich gegenüber der Vergleichsperiode 2010. Hier erlöste Intershop im vergangenen Jahr 5,5 Mio. Euro, ein Plus von 31 %. Kräftige Zuwächse verzeichnete auch das Segment Sonstige (Full-Service-Geschäft und TheBakery-Geschäft), welches mit 3,4 Mio. Euro um 70 % über dem Vorjahresumsatz lag. Hier wirkten sich vor allem Neukundengewinne wie der TV-Shoppingkanal Channel21 positiv aus, welcher die innovative Transaktionsplattform der Intershop-Tochter The Bakery einsetzt. Auch im Online-Marketing-Bereich erwirtschaftete die Intershop-Tochter SoQuero einen deutlich höheren Nettoumsatz als im Vorjahr. Die in Frankfurt am Main ansässige Agentur erzielte einen Erlös von 3,5 Mio. Euro, eine Steigerung um 32 %. Die Wartungserlöse legten ebenfalls zu und kamen auf 9,9 Mio. Euro (+ 5 %).

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:

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in TEUR 2011 2010 Veränderung
Lizenzen 5.500 4.184 31 %
Beratung/Schulung 26.807 19.915 35 %
Wartung 9.899 9.471 5 %
Online Marketing 3.504 2.649 32 %
Sonstige Erlöse 3.446 2.031 70 %
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige 43.656 34.066 28 %
Gesamtnettoumsatz 49.156 38.250 29 %

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der AG erhöhten sich im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 27 % auf 40,4 Mio. Euro. Die Lizenzerlöse der AG stiegen um 36 % von 3,7 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro. Die Erlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige betrugen 35,4 Mio. Euro und wuchsen somit um 26 % zum Vergleichszeitraum. Maßgeblich waren hierbei die Umsätze mit den Platinum Accounts.

BREITES SPEKTRUM AN INTERNATIONALEN KUNDEN

Intershop hat im Geschäftsjahr 2011 seine Zusammenarbeit mit bedeutenden Bestandskunden gefestigt und zahlreiche neue Kunden hinzugewonnen. Mit bedeutenden Platinum Accounts wurden Verträge verlängert und die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Zu den größten Platinum Accounts gehörten neben GSI Commerce, ein weltweit agierender Technologiekonzern, der australische Telekommunikationskonzern Telstra sowie die Otto-Gruppe. Mit dem weltweit agierenden Technologiekonzern wurde im September 2011 ein Vertrag mit einer Laufzeit von zunächst zehn Jahren unterzeichnet. Die Vereinbarung, die auch Lizenzen und Beratungsdienstleistungen beinhaltet, regelt die Zusammenarbeit der Partner bei der Entwicklung von Intershop-Produkten. Im März 2011 erneuerte die Otto-Gruppe, welche bereits seit mehr als zehn Jahren auf Intershop-Lösungen setzt, seinen Service-Vertrag mit Intershop für weitere drei Jahre. Die Otto-Gruppe gilt nach Amazon als zweitgrößter Internethändler weltweit und als globale Nr. 1 im Bereich Fashion und Lifestyle. Weitere umsatzstarke Großkunden des abgelaufenen Jahres waren die Deutsche Telekom, die Merck KGaA und Daimler. Mit dem Pharma- und Chemiekonzern Merck wurde im Juli 2011 der bestehende Rahmenvertrag für weitere drei Jahre verlängert.

Zu den wichtigsten Neukunden in der Berichtsperiode zählte der Shoppingsender Channel21, der neben der Intershop E-Commerce-Software auch die innovative Transaktionsplattform der Intershop-Tochter The Bakery und die Online-Marketing-Dienste von SoQuero einsetzt. Der TV-Sender beabsichtigt mit der Verknüpfung unterschiedlicher Vertriebskanäle eine Führungsposition im deutschen Teleshopping-Markt zu erobern. Ein internationaler Neukunde ist der US-Einzelhändler für hochwertige Schuh- und Bekleidungsprodukte Red Wing Shoe Company. Intershop implementiert bei dem amerikanischen Traditionsunternehmen eine komplette E-Commerce-Lösung, die das umfangreiche Distributionsnetz von Red Wing Shoes und den Multichannel-Vertrieb unterstützt. Weitere bedeutende neue Projekte im Geschäftsjahr 2011 waren die Ausweitung des Vertrages mit der Würth-Gruppe, Weltmarktführer im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial, der neue internationale B2B-Shop des Hydraulikspezialisten BoschRexroth, der Accessoires-Shop der Marke Mercedes-Benz sowie der Webshop des größten russischen Online-Buchhändlers Mir Knigi. Beispiele für die Innovationskraft von Intershop sind ein Projekt zur Integration sozialer Netzwerke in den Webshop des Versandhändlers Baur, die Erweiterung der Mobile-Commerce-Plattform der Heimwerkerkette Hagebau sowie die neu entwickelte SmartHome-Plattform des Energiekonzerns RWE, mit der Kunden die Energieeffizienz ihrer Elektrogeräte und ihrer Heizung steuern können. Insgesamt gewann Intershop 80 neue Kunden und Projekte im Jahr 2011.

In 2011 hat Intershop eine Wachstumsinitiative gestartet, die sich ein zweistelliges Umsatzwachstum sowie ein überproportionales Wachstum der Lizenzumsätze zum Ziel gesetzt hat. Hauptelement dieser Initiative ist eine deutlich verbesserte Marktbeobachtung durch Investitionen in Lead-Generierung. In dieser Initiative wurde die Menge der Leads durch ein neues Tool messbar gemacht und ein Lead-Management-Prozess eingeführt. Durch den performance-orientierten, balancierten Einsatz von Suchmaschinen, Direktmail- und E-Mail-Kampagnen, eine neue Inside-Sales-Organisation und Events zur Lead-Generierung konnte die Menge der qualifizierten Leads in Europa sehr deutlich gesteigert werden. Daraus resultierten bereits einige Neukunden in 2011. Als weiteres Hauptelement dieser Initiative wurden Vertriebskapazitäten für einen zusätzlichen Direktvertrieb in mehreren europäischen Ländern aufgebaut, so wurden Büros in London, Mailand, Amsterdam, Paris und Stockholm eröffnet. In allen Ländern wurden neue Partner gewonnen, so die Javelin Group in England, SMC Consulting und Reply in Italien, Symfony in Benelux sowie Valtec und Altima in Frankreich. Im Ergebnis hat sich der Lizenzumsatz in Europa (ohne Deutschland) mehr als verdoppelt und ist weltweit überproportional gewachsen. Die Ziele in 2011 wurden erreicht. Die Wachstumsinitiative wird auch in 2012 fortgesetzt werden und die Vertriebs- und Marketing-Organisation weiter gestärkt.

Besonders das Neugeschäft im Bereich Lizenzen ist wichtig, da es zukünftige Beratungs- und Wartungsleistungen nach sich zieht. Mit der auf der CeBIT 2012 vorgestellten neuen Software Intershop 7 wird die Gesellschaft im laufenden Jahr erneut ihren Fokus konsequent auf die Ausweitung der Lizenzumsätze setzen.

Wie schon im Vorjahr verzeichnete Intershop auch im Jahr 2011 im US-Markt die höchsten Steigerungsraten. Mit einem Plus von 46 % auf 13,8 Mio. Euro war der amerikanische Markt nach Europa die zweitwichtigste Region. Das Geschäft mit europäischen Kunden wuchs ebenfalls kräftig von 21,3 Mio. Euro auf 27,5 Mio. Euro. Dagegen erhöhte sich der Umsatzanteil in der Region Asien/Pazifik nur geringfügig um 0,3 Mio. Euro auf 7,8 Mio. Euro. Insgesamt blieb der Anteil des außerhalb von Europa erzielten Umsatzes im Vergleich zur Vorjahresperiode mit 44 % konstant.

ERGEBNISENTWICKLUNG

In der folgenden Übersicht sind die wichtigsten Konzernergebnis-Kennzahlen dargestellt:

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  2011 2010 Veränderung
EBIT (in TEUR) 2.627 2.246 17 %
EBIT-Marge 5 % 6 % -9 %
EBITDA (in TEUR) 4.514 5.075 -11 %
EBITDA-Marge 9 % 13 % -31 %
Konzernjahresüberschuss (in TEUR) 3.040 1.865 63 %

Intershop hat im Geschäftsjahr 2011 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 2,6 Mio. Euro erwirtschaftet und damit um 0,4 Mio. Euro mehr als in der Vorjahresperiode. Der Konzern übertraf mit dem Ergebnis seine Prognose eines operativen Ergebnisses auf Vorjahresniveau. Die Gesellschaft ist damit das vierte Jahr in Folge profitabel und hat den Gewinn über diesen Zeitraum hinweg kontinuierlich gesteigert. Trotz deutlich gestiegener Aufwendungen, die im Zuge der Investitionen in Ressourcen und Innovationen zu Buche schlugen, lag die EBIT-Marge mit 5 % auf Vorjahresniveau. Das EBITDA betrug 4,5 Mio. Euro, was einer EBIT-Marge von 9 % entspricht. Die Abschreibungen sanken von 2,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,9 Mio. Euro. Nach Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 3,0 Mio. Euro im Vergleich zu 1,9 Mio. Euro im Jahr 2010. Das Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) lag mit 0,10 Euro um 67 % über dem Niveau des Vorjahres. Ursachen für die positive Ergebnisentwicklung waren das intakte Wachstum bei den Umsatzerlösen sowie eine konstante Betriebskostenquote von rund 35 %. Das Bruttoergebnis erhöhte sich um 27 % auf 20,0 Mio. Euro. Die Bruttomarge lag wie im Vorjahr bei 41 %. Die saldierten betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich von 13,5 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2011 bei 6,4 Mio. Euro nach 4,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Zuwachs resultierte primär aus höheren Personalkosten aufgrund der gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter. Die Aufwendungen für Vertrieb und Marketing lagen mit 6,7 Mio. Euro um 56 % über dem Vorjahresniveau. Hier schlugen vor allem höhere Ausgaben für Vertriebspartner und intensivierte Marketingaktivitäten im Zuge der internationalen Vertriebsoffensive 2011 zu Buche. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich um 13 %, was primär aus gestiegenen Personalkosten resultierte.

Das Finanzergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 von 0,01 Mio. Euro auf 0,09 Mio. Euro. Der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich auf 0,3 Mio. Euro. Im Vorjahr betrugen der Steueraufwand 0,4 Mio. Euro.

Der handelsrechtliche Jahresüberschuss der AG belief sich auf 0,6 Mio. Euro in 2011 nach 1,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 2,3 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Zuschüsse der öffentlichen Hand betrugen 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen aufgrund erhöhter Inanspruchnahme von Fremdleistungen auf 10,0 Mio. Euro gegenüber 5,6 Mio. im Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich durch Neueinstellungen von Mitarbeitern, insbesondere im Forschungs- und Entwicklungsbereich, auf 20,9 Mio. Euro im Vergleich zu 16,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 10,0 Mio. Euro auf 12,5 Mio. Euro. Die sonstigen Zinserträge in Höhe von 0,6 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 0,4 Mio. Euro nach 1,7 Mio. Euro in 2010. In 2011 belief sich der Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 0,2 Mio. Euro nach einem Steueraufwand in Höhe von 0,5 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt reduzierte sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 7,9 Mio. Euro von 8,5 Mio. Euro im Vorjahr.

DARSTELLUNG DER FINANZLAGE

Intershop hat im Geschäftsjahr 2011 einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 3,1 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag dieser bei 7,4 Mio. Euro. Der reduzierte Mittelzufluss resultierte im Wesentlichen aus der Veränderung der Bilanzposten. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich insbesondere durch die gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 3,1 Mio. Euro gegenüber 1,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 0,7 Mio. Euro. Im Vorjahr lag dieser durch diverse Kapitalerhöhungen bei 4,1 Mio. Euro. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2011 ein Nettozufluss an liquiden Mitteln von 0,5 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des Berichtszeitraumes von 16,9 Mio. Euro.

Bei der Einzelgesellschaft erhöhten sich die flüssigen Mittel um 4,6 Mio. Euro auf 14,7 Mio. Euro. Der Mittelzufluss resultierte im Wesentlichen aus der Darlehensrückzahlung einer Tochtergesellschaft.

DARSTELLUNG DER VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 14 % auf 41,2 Mio. Euro. Auf der Aktivseite stiegen die immateriellen Vermögenswerte von 8,5 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro, was primär auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten zurückzuführen ist. Die Sachanlagen erhöhten sich von 0,7 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro. Insgesamt lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 11,8 Mio. Euro um 15 % über dem Vorjahr. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten fiel vor allem die stichtagsbedingte Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 46 % auf 11,8 Mio. Euro ins Gewicht, die jedoch durch hohe Zahlungseingänge kurz nach dem Bilanzstichtag relativiert wird. Die liquiden Mittel ohne Verfügungsbeschränkung zum 31. Dezember 2011 erhöhten sich ebenfalls leicht um 3 % auf 16,9 Mio. Euro. Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte von 26,0 Mio. Euro auf 29,4 Mio. Euro.

Das Eigenkapital erhöhte sich in der Berichtsperiode um 15 % auf 28,2 Mio. Euro, was aus dem Konzernjahresüberschuss sowie dem leicht gestiegenen Gezeichneten Kapital durch kleinere Kapitalerhöhungen durch Ausübung von Mitarbeiteroptionen resultiert. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich um 1 Prozentpunkt auf 69 % zum Jahresultimo 2011.

Die langfristigen Schulden verringerten sich um 0,6 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro primär durch den niedrigeren Umsatzabgrenzungsposten. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich, vor allem aufgrund gestiegener Verbindlichkeiten aus Lieferungen, und Leistungen um 21 % auf 11,5 Mio. Euro. Zum 31. Dezember 2011 bestanden wie zum Jahresultimo 2010 keine Finanzverbindlichkeiten. Insgesamt verfügt die Gesellschaft über eine sehr solide Vermögenslage mit einer für mittelständische Unternehmen weit überdurchschnittlichen Eigenkapitalausstattung.

Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft im handelsrechtlichen Jahresabschluss erhöhte sich um 11 % auf 38,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011. Das Umlaufvermögen stieg im Wesentlichen aus dem gestiegenen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (+ 46 % auf 14,7 Mio. Euro) sowie erhöhten Forderungen auf Lieferungen und Leistungen (+ 47 % auf 8,1 Mio. Euro) insgesamt um 15 % auf 26,9 Mio. Euro. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich von 5,7 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 2,2 Mio. Euro durch die Teilrückzahlung eines Darlehens einer Tochtergesellschaft. Das Eigenkapital stieg von 27,4 Mio. Euro auf 28,7 Mio. Euro. Die Rückstellungen erhöhten sich um 24 % auf 5,0 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten von 2,2 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro. Der Anstieg der Verbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,1 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro).

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Unter den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen erfasst. Die beiden Posten erhöhten sich aufgrund des deutlichen Ausbaus der Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr 2011 und der Einbindung zusätzlicher Partner für die Softwareentwicklung. Insgesamt lagen die F&E-Aufwendungen im Jahr 2011 mit 6,4 Mio. Euro um 59 % über dem Vorjahreswert.

Der Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 lag auf der Entwicklung der Intershop 7, der nächsten Generation der Intershop-E-Commerce-Plattform, die im ersten Halbjahr 2012 in den weltweiten Vertrieb gehen soll. Insgesamt wird die Version über 1.500 Neuerungen enthalten. Im Zentrum der Entwicklungsstrategie stand der Intershop Leitgedanke "Enable the Shop Manager". Das Ergebnis sind zahlreiche Verbesserungen und innovative Anwendungen vor allem in den Bereichen Multichannel, Internationalisierung sowie Kampagnen-Management und Analyse. Dazu zählt die neue Design-Vorschau, die dem Shop Manager ein zentrales Steuerungsinstrument für sämtliche Kommunikationskanäle wie Web, mobile Endgeräte, Filiale, Callcenter, E-Mail oder Social Commerce an die Hand gibt. Ein sogenanntes Multi-Applikations-Framework garantiert dabei einheitliche Ansichten, Inhalte und Promotion-Aktionen über alle Plattformen hinweg. Mit einer regelbasierten Promotion Engine lassen sich Marketing-Kampagnen noch besser planen und budgetabhängig steuern. Für die Erfolgskontrolle haben die Intershop-Entwickler multivariate Analyseverfahren eingebaut, die dem Shop Manager jederzeit die Möglichkeit geben, den Erfolg verschiedener Layouts, Navigationsvarianten und Rabattaktionen zu überprüfen und Geschäftsprozesse dadurch zu optimieren. Die neue Software basiert auf einer umfangreichen Marktanalyse sowie Interviews mit über 150 Shop Managern. Darüber hinaus flossen in das Projekt zusätzlich die Erfahrungen unserer strategischen Partner ein. Sämtliche bei der Entwicklung der Intershop-Software geschaffenen Werte, auch in Zusammenarbeit mit Partnern, stellen für Intershop einen auch über die bilanzierten Vermögenswerte hinausgehenden Mehrwert dar.

PERSONAL

Intershop beschäftigte zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2011 weltweit insgesamt 470 Mitarbeiter. Davon entfielen 384 Fachkräfte auf die technischen Bereiche, darunter insbesondere F&E und Beratung, 38 Mitarbeiter auf Vertrieb und Marketing sowie 48 Mitarbeiter auf die Verwaltungsfunktionen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten wurde die Belegschaft um 111 Beschäftigte ausgeweitet. Dies war notwendig, um den Wachstumskurs der letzten Jahre auch künftig fortsetzen zu können. Der Wettbewerb um hochqualifizierte IT-Fachkräfte stellt mittelständische Unternehmen wie Intershop vor große Herausforderungen. Deshalb setzt das Unternehmen bei der Anwerbung von Fachkräften vor allem auf die Kooperation mit den Forschungseinrichtungen und entsprechenden Lehrstühlen anerkannter Hochschulen, um sich möglichst frühzeitig talentierte Nachwuchskräfte zu sichern. Intershop betreibt seit Jahren ein akademisches Partnerprogramm, in das inzwischen 25 Hochschulen eingebunden sind, darunter zum Beispiel die Universität und die Fachhochschule Jena, die Universität Leipzig und die TU Ilmenau. Die Bildungsstätten erhalten von Intershop eine Softwarelizenz für Ausbildungs- und Forschungszwecke, umfangreiche technische Unterstützung, Schulung von Mitarbeitern und einen dezidierten Ansprechpartner für ihre spezifischen Belange. Intershop erhält seinerseits regelmäßig Informationen über den Ausbildungsfortgang und aktuelle Projekte sowie einen guten Zugang zur Rekrutierung von Absolventen. Bei Intershop liegt der Anteil der Mitarbeiter mit Hochschulabschluss mit 74 % auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr:

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Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte) 31.12.2011 31.12.2010
Technische Abteilungen (Servicebereiche und F&E-Bereich) 384 289
Vertrieb und Marketing 38 34
Allgemeine Verwaltung 48 36
  470 359

Die regionale Verteilung der Mitarbeiter zeigte nur geringe Veränderungen im Vergleich zum Jahresende 2010. Am 31. Dezember 2011 waren 94 % der Beschäftigten (442 Mitarbeiter) in Europa tätig, 5 % (22 Mitarbeiter) entfielen auf die Niederlassung in San Francisco, USA, und knapp 1 % (6 Mitarbeiter) auf die Region Asien/Pazifik, welche zusätzlich durch eine große Anzahl von Mitarbeitern aus anderen Regionen, insbesondere Deutschland, unterstützt werden.

Die AG als Einzelgesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 384 Mitarbeiter (31. Dezember 2010: 289 Mitarbeiter).

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Im Geschäftsjahr 2011 gab es bei den Organen der Gesellschaft zwei personelle Veränderungen, eine im Vorstand und eine weitere im Aufsichtsrat. Mit Wirkung zum 1. April 2011 wurde Ludwig Lutter zum Mitglied des Vorstands bestellt. Ludwig Lutter verantwortet bei Intershop als Finanzvorstand die Bereiche Finance, Mergers and Acquisitions, IR sowie die Abteilungen Operations, Legal und Human Resources. Er trat die Nachfolge von Peter Mark Droste an, dessen Vertrag zum 31. März 2011 ausgelaufen ist. Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 29. Juni 2011 wurde Tobias Hartmann, Chief Executive Officer Global Operations der GSI Commerce, Inc., als neues Mitglied des Aufsichtsrats ab 1. Juli 2011 gewählt. Das bis zu diesem Zeitpunkt amtierende Mitglied, Michael Conn, schied aus dem Gremium zum 30. Juni 2011 aus.

VERGÜTUNGSBERICHT

Vergütung Vorstand

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist an unterschiedliche, jährliche und mehrjährige, quantitative und qualitative Ziele gebunden, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele, die eine größere Gewichtung haben, sind das Konzern-EBIT, der Konzernumsatz und der Aktienkurs. Qualitative Ziele beziehen sich auf strategische Vorgaben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 880 TEUR (2010: 934 TEUR), davon entfielen 624 TEUR (2010: 528 TEUR) auf die feste Vergütung und 256 TEUR (2010: 406 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die festen Vergütungsbestandteile umfassen 582 TEUR Festgehalt und 42 TEUR Nebenleistungen (2010: 490 TEUR Festgehalt, 38 TEUR Nebenleistungen).

Die Bezüge teilen sich wie folgt auf die Vorstandsmitglieder auf:

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  Feste Vergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Heinrich Göttler 212 189 100 90 312 279
Dr. Ludger Vogt 201 164 100 90 301 254
Ludwig Lutter 159 - 56 - 216 -
Peter Mark Droste 52 175 0 226 52 401
  624 528 256 406 880 934

Neue Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Die Vorstandsmitglieder besitzen auch keine Aktienoptionen aus den Vorjahren.

Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) endet ein Vorstandsmandat. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Mit den Vorstandsmitgliedern wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart, das eine von der Gesellschaft zu zahlenden Entschädigung für ein Jahr vorsieht. Die Entschädigung umfasst 75 % der zuletzt bezogenen Vergütung ausschließlich Nebenleistungen. Die Entschädigungszahlung entfällt, wenn Intershop das Wettbewerbsverbot innerhalb einer bestimmten Frist widerruft. Die Vorstandsverträge beinhalten im Krankheitsfall einen Anspruch auf sechsmonatige Fortzahlung der festen Grundbezüge bis maximal zum Ende der Laufzeit der Verträge. Im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds haben die Hinterbliebenen einen Anspruch auf die feste monatliche Grundvergütung für den Sterbemonat sowie für die sechs folgenden Monate. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstandes nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.

Vergütung Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats hat sich mit Wirkung zum 1. Januar 2011 durch die Neufassung des § 13 der Satzung auf Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2011 geändert. Die Vergütung beinhaltet weiterhin fixe und variable Bestandteile. Die fixe Vergütung besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12.500 Euro pro Jahr sowie einem Sitzungsgeld von 2.500 Euro pro Sitzung bzw. in Höhe von 500 Euro, sofern anstelle einer Sitzung eine Telefonkonferenz abgehalten wird. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung, sofern das im gebilligten Konzernabschluss ausgewiesene Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr positiv war und festgelegte quantitative Ziele erreicht wurden: 5.000 Euro werden jeweils gewährt, wenn a) das Vorjahres-EBIT erreicht wird, b) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 % gesteigert wurde, c) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % gesteigert wurde sowie d) bei einer Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich ergebenden fixen und variablen Vergütung. Gehören Aufsichtsratsmitglieder nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat an, erhalten sie eine zeitanteilige Vergütung. Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt. Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2011 eine Gesamtvergütung in Höhe von 161 TEUR (2010: 78 TEUR) zu, davon entfielen 101 TEUR (2010: 63 TEUR) auf die fixe Vergütung und 60 TEUR (2010: 15 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Der Vergütungsanspruch teilt sich wie folgt auf die Aufsichtsratsmitglieder auf:

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  Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Dr. Herbert May 53 5 30 1 83 6
James W. MacIntyre 24 9 15 3 39* 12*
Tobias Hartmann 11 - 8 - 19* -
Michael R. Conn 13 1 8 0 21* 1*
in 2010 ausgeschiedene Aufsichtsräte - 48   11 - 59
  101 63 60 15 161 78

* Das Aufsichtsratsmitglied verzichtete auf seine ihm nach der Satzung zustehende Aufsichtsratsvergütung.

Die Aufsichtsratsmitglieder James W. MacIntyre, Tobias Hartmann sowie Michel R. Conn verzichteten auf ihre Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 78 TEUR (davon entfallen 48 TEUR auf die fixe Vergütung und 30 TEUR auf die variablen Bezüge). Infolge dieser Verzichte belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2011 auf 83 TEUR (2010: 65 TEUR). Die Aufsichtsratsmitglieder James W. MacIntyre und Michael R. Conn verzichteten auf ihre Vergütung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von gesamt 13 TEUR.

RISIKOBERICHT

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Dazu wurde ein Risikohandbuch mit der Beschreibung des Risikomanagementsystems erstellt, welches regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Regelmäßig (mindestens quartalsweise) wird der Vorstand vom ernannten Risikomanager des Unternehmens über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentralistisch. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Neu erkannte oder veränderte Risiken werden zeitnah an den Vorstand gemeldet. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen. Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert.

Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.

Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird eine jährliche (mit quartalsweiser Aktualisierung) Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen eine Überprüfung bereits identifizierter Risiken stattfindet, neue Risiken erfasst und die Risikoeigner festgelegt werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP und Software für das Kundenbeziehungsmanagement (sog. Customer-Relationship-Management[CRM]-Software) von Siebel Systems und von Salesforce zurückgegriffen. Wenn möglich oder sinnvoll, werden alle Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und, soweit möglich, Schadenshöhe bewertet. Der Umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern. Weiterhin wird zwischen präventiven und reaktiven Maßnahmen unterschieden.

Intershop hat im Zug der Risikoinventuren in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.

UMFELDRISIKEN UND BRANCHENRISIKEN

Intershop agiert als europäischer Marktführer in dem sehr dynamischen Markt für E-Commerce-Lösungen. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. Prinzipiell besteht das Risiko, dass Intershop Produkte und Dienstleistungen anbietet, die nicht den Kundenbedürfnissen und Markterwartungen entsprechen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien voranzutreiben, kann dies zu einer zukünftigen negativen Umsatzentwicklung führen, weil Kunden zu Wettbewerbern wechseln und die Neukundengewinnung erschwert wird. Intershop begegnet diesem Risiko durch eine ständige Marktbeobachtung und Analyse der Kundenbedürfnisse in Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Marktanalysten. So wurde die neue Intershop-Software "Intershop 7" in Zusammenarbeit mit den Partnern der Allianz sowie auf Basis einer Marktuntersuchung in Kooperation mit 150 Online-Händlern weltweit entwickelt.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem Anbieter sämtlicher Dienstleistungen entlang der E-Commerce-Prozesskette. Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei steht die Kundenbindung an erster Stelle. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch eine starke Kundenorientierung und ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop beherrschbar.

Hinsichtlich der Intershop-Software besteht ein für Software typisches Produktmangelrisiko. Durch Fehler in der Entwicklung kann es möglich sein, dass das Produkt mangelhaft ist und insbesondere hinsichtlich Produktsicherheit nicht den Kunden- und Marktanforderungen entspricht. Produktmängel könnten zu einer potentiellen oder tatsächlichen Beeinträchtigung des Betriebs beim Kunden führen und bei schweren Mängeln die Akzeptanz der Produkte von Intershop erheblich mindern. Für Intershop fielen in Folge dessen Zusatzkosten zur Mängelbeseitigung und/oder Kosten für mögliche juristische Auseinandersetzungen/Schadensersatz beim Kunden an. Außerdem ist ein Umsatzrückgang möglich. Das Risiko wird jedoch als gering angesehen, weil ein aufwendiger Qualitätssicherungsprozess die Möglichkeit des Auftretens unerkannter Produktfehler minimiert.

Auch die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potentielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Dies ist vor allem im außereuropäischen Ausland der Fall, wenngleich auch im Jahr 2011 sowohl in den USA als auch in der asiatisch-pazifischen Region neue Aufträge gewonnen wurden. Intershop begegnet diesem Risiko mit einem Ausbau der Mitarbeiterzahl in den Auslandsmärkten sowie einem Netz an internationalen Vertriebspartnern, die mit unterschiedlichsten Vertriebs- und Werbemaßnahmen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke Intershop beitragen.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch eine ineffiziente Vertriebsorganisation, die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden oder nicht-zielführende Marketingaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, verstärkte Schulungsmaßnahmen und wöchentliche Berichterstattung über den Stand aktueller Vertriebsaktivitäten entgegengesteuert, so dass eine Bedrohung hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.

Aufgrund der Komplexität der Produkte gestaltet sich der Vertrieb über Partner als anspruchsvoll. Intershop setzt vor allem in ausländischen Märkten zwangsläufig auf Vertriebspartner, da der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen zu hohe Kosten nach sich zieht. Um Risiken aus einer fehlerhaften Beratung potentieller Kunden durch Partner zu vermeiden, setzt Intershop auf gezielte Schulungen und einen Auswahlprozess der Partner, der einem umfangreichen Anforderungskatalog genügen muss.

PERSONALRISIKEN

Die Leistungen und das Know-how der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Dabei besteht insbesondere bei Personal in Schlüsselpositionen das Risiko, dass das spezifische Wissen dieser Mitarbeiter bei einem Wechsel zu einem Wettbewerbsunternehmen dort eingesetzt wird. Ferner ist es grundsätzlich schwieriger, diese Mitarbeiter zu ersetzen. Ein Verlust von Schlüsselpersonen könnte die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg von Intershop verringern. Durch den Einsatz eines modernen Personalmanagements mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen in Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur und flachen Hierarchien wird diesen Risiken entgegengewirkt. Intershop hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die genannten Maßnahmen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter und auch durch ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, so dass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Die Geschäftsprozesse bei Intershop basieren auf Informationstechnologien. Dabei besteht ein typisches inhärentes Datenverlustrisiko. Ferner ist Intershop dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Zusätzlich besteht das Risiko, das Informationen an Wettbewerber abfließen, die ihnen Wettbewerbsvorteile schaffen. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit sowie Datensicherungsverfahren weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Sicherheitsrichtlinien und Sicherheitsprozesse werden regelmäßig aktualisiert. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit in diesem Bereich als gering ein.

Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Durch die kontinuierliche Verbesserung der Eigenkapitalstruktur hat Intershop aktuell eine hohe Liquiditätsbasis und finanzielle Stärke, um Risiken tragen zu können. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Es wurden Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken getroffen.

Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es wird hierzu zusätzlich auf den Konzernanhang, Abschnitt "Angaben zu den Finanzinstrumenten" verwiesen.

SONSTIGE RISIKEN

Mit Intershop 7 führt Intershop alternativ ein neues Lizenzmodell ein: eine Miete der Software auf Basis der Anzahl der Transaktionen. Dieses transaktionsbasierte Mietmodell orientiert sich an den Kennzahlen und der Denkweise des Shop Managers. Es bedeutet aber für Intershop, dass sich im Vergleich zum Lizenzkaufmodell die Lizenzeinnahmen über mehrere Jahre strecken, was zu einem Lizenzumsatzeinbruch im Jahr der Einführung führen könnte, sofern sich eine große Anzahl von Intershop-7-Kunden für dieses Modell entscheidet. Im Gegenzug würde Intershop in den Folgejahren von den zeitlich verschobenen Lizenzeinnahmen sowie von einer noch stärkeren langfristigen Kundenbindung profitieren.

Intershop bietet umsatzbasierte bzw. transaktionsbasierte Abrechnungsmodelle, insbesondere im Full-Service-Bereich und beim TheBakery-Geschäft, an. Hierbei besteht ein Rentabilitätsrisiko für Intershop, wenn der Kunde dauerhaft niedrige oder sinkende Umsätze bzw. Transaktionen hat. Außerdem besteht allgemein das Risiko der zeitlichen Verschiebung von Umsatzanteilen. Intershop versucht das Risiko durch vertragliche Vereinbarungen über garantierte Mindestumsätze sowie vorab festgelegte Transaktionsvolumina zu minimieren.

Das Tochterunternehmen The Bakery GmbH befindet sich in der Entwicklungsphase. Die Abdeckung der entstehenden Kosten wird durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es The Bakery GmbH nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze. Intershop beugt diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, welche von Marketingmaßnahmen flankiert werden, sowie durch organisatorische Umstrukturierungsmaßnahmen vor.

Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass, über die im Konzernanhang angegebenen Rechtsstreitigkeiten hinaus, aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Diese Risiken werden zudem durch Versicherungen abgesichert bzw. es wurden vorsorglich Rückstellungen gebildet. Es wird auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/ Eventualverbindlichkeiten" verwiesen.

Dritte könnten Intershop der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, wie zum Beispiel Patenten oder Urheberrechten, bezichtigen und Schadenersatzforderungen geltend machen oder auch versuchen, den Vertrieb der Intershop-Software zukünftig zu beschränken. Dies gilt vornehmlich für die Staaten, in denen Softwareverfahrenspatente existieren. Intershop prüft zur generellen Risikominimierung daher insbesondere und regelmäßig die Einhaltung von Lizenzbestimmungen Dritter bereits im Entwicklungsprozess.

Intershop erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes mit Großkunden. Damit besteht das Risiko, dass der Verlust eines oder mehrerer Großkunden einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Intershop sieht dieses Risiko jedoch als sehr gering an, da seitens der Kunden eine hohe zeitliche und finanzielle Wechselhürde besteht. Zudem wird das Risiko durch langfristige Verträge und eine breite Kundenbasis zusätzlich minimiert. Darüber hinaus erfolgt permanent eine systematische Projektanalyse um im Bedarfsfall bei Planabweichungen frühzeitig reagieren zu können. Für das entsprechende Projekt wird vor Projektstart ein Projektplan mit Aufwandsschätzung erstellt. Während des Projektes werden die Schätzungen und Projektfortschritte regelmäßig überprüft. Das Projektcontrolling ermittelt mögliche Abweichungen hinsichtlich Aufwand, Umsatz und Marge, Projektdauer bzw. Erreichung bestimmter Meilensteine und schlägt bei Abweichungen mögliche Gegenmaßnahmen vor.

Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es unmöglich werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.

Trotz einer weltweiten konjunkturellen Erholung sind die Aussichten über den Konjunkturverlauf 2012 mit Unsicherheiten behaftet, die auch bei der einer Unternehmensplanung zugrunde liegenden Prognose zu berücksichtigen sind.

CHANCEN

Intershop agiert in einem sehr dynamischen Marktumfeld. Im E-Commerce Sektor ergeben sich ständig neue Chancen. Diese zu identifizieren und zu nutzen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen, ist ein wesentlicher Treiber für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens. Deshalb sind bei Intershop das Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Das Chancenmanagement ist Teil des strategischen Planungsprozesses bei Intershop - hier werden regelmäßig interne und externe Potenziale evaluiert, die sich positiv auf die Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Unternehmens auswirken können. Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Viele Unternehmen benötigen effiziente Wege für Vertrieb und Marketing, um dem wirtschaftlichen Kosten- und Absatzdruck standhalten zu können. Intershop bietet hier mit seinen innovativen E-Commerce-Produkten und -dienstleistungen alternative Lösungsmöglichkeiten für Unternehmen. Eine weitere Chance bietet sich aus der Kundenzufriedenheit, welche für Intershop von besonderer Bedeutung ist. Regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen die hohe Zufriedenheit der Kunden. Daraus können sich Nachfolgeprojekte ergeben.

Die Kundenstruktur von Intershop mit dem hohen Umsatzanteil von Großkunden gibt die Chance, auch zukünftig Umsätze mit diesen Großkunden zu realisieren, da diese Kunden aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln.

Durch die solide Finanzierungslage von Intershop und die etablierte Marktposition bietet sich die Chance, selektiv Unternehmen zu akquirieren, um strategisch entlang der E-Commerce-Prozesskette zu wachsen.

GESAMTRISIKOPOSITION

Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Intershop-Konzern ist in drei Geschäftsbereiche gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung.

Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt, welche regelmäßig überprüft und wenn notwendig angepasst wird. Die Genehmigungsrichtlinie beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren Umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Es sind Angaben über finanzielle und bilanzielle Auswirkungen sowie Budgeteffekte darzulegen und Alternativen (z. B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Genehmigungsrichtlinie existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. Diese werden ebenfalls regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. In den mindestens wöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.

Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften durch Buchhaltungssysteme erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf eine Tochtergesellschaft, von der zentralen Finanzabteilung im SAP-System der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt zentral und manuell bei der Muttergesellschaft. Die Ordnungsmäßigkeit der Datenübernahme im Rahmen der konsolidierenden vorbereitenden Zusammenführung der Einzelabschlüsse wird unter Einhaltung der Funktionstrennung kontrolliert. Sämtliche Konsolidierungsvorgänge werden in einer separaten Datei erfasst und dokumentiert. Ab dem Geschäftsjahr 2012 wird die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses mit einer zentralen Konsolidierungssoftware erfolgen. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Vom Konzerncontrolling werden monatlich Detailauswertungen erstellt, um die Entwicklung des Konzerns, der Einzelgesellschaften sowie der Kostenstellen und Profitcenter aufzuzeigen. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt auch die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts.

ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 HGB BZW. § 315 ABSATZ 4 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30.170.984 Euro und ist eingeteilt in 30.170.984 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Die Optionsberechtigten, welche neue Aktien aus Genehmigtem Kapital II erwerben, müssen sich jedoch nach Maßgabe des Ermächtigungsbeschlusses bei Ausgabe dieser Aktien verpflichten, die Aktien für die Dauer von sechs Monaten nach der Optionsausübung nicht zu veräußern.

Die GSI Commerce Solutions Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist zum Bilanzstichtag mit 26,15 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die GSI Commerce Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,15 % an Intershop beteiligt. Die eBay Inc., San Jose, Kalifornien, USA, hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,15 % der Stimmrechtsanteile an Intershop. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen zum Bilanzstichtag am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden Intershop nicht mitgeteilt. Wegen der für den Anteilsbesitz zum Bilanzstichtag relevanten Stimmrechtsmitteilungen verweisen wir auf die Anhangsangaben zum Eigenkapital.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden Arbeitnehmer nicht am Kapital beteiligt, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.

Die Ernennung und Abberufung des Vorstandes ist in §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letzterer Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen Umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und Genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen.

Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang, Abschnitt "Eigenkapital" bzw. auf den Anhang der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft. Darüber hinaus ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Dezember 2010 bzw. vom 29. Juni 2011 befristet bis zum 31. Dezember 2012 ermächtigt, bis zu 2.479.379 eigene Aktien zu erwerben. Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB

Der Vorstand hat mit Datum vom 13. März 2012 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite des Unternehmens unter

http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html allgemein zugänglich gemacht.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat für das Geschäftsjahr 2011 einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG aufgestellt. In diesem Bericht werden auch die Beziehungen zu GSI Commerce Solutions Inc. dargestellt. Der Vorstand geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von dem Bestehen eines Abhängigkeitsverhältnisses zur GSI Commerce Solutions Inc. aus. Der Vorstand ist sich jedoch bewusst, dass diese Einschätzung von Unwägbarkeiten und Unsicherheiten abhängt, insbesondere von der Prognose zukünftiger Hauptversammlungsmehrheiten, die sich nicht sicher vorhersehen lassen. Daher wurde der Abhängigkeitsbericht vorsorglich und freiwillig erstattet. Er enthält die folgende Schlusserklärung:

"Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat für die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die genannten Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum weder getroffen noch unterlassen."

NACHTRAGSBERICHT

Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 26. Januar 2012 Bob van Dijk zum neuen Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied James MacIntyre hat sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt. Bob van Dijk ist als Vice President eBay Europe tätig.

Am 28. März 2012 gab Intershop bekannt, dass das australische Telekommunikationsunternehmen Telstra seinen bestehenden Servicevertrag mit Intershop verlängert hat. Die Vereinbarung verlängert vorzeitig den laufenden Servicevertrag aus dem Jahr 2009 und umfasst Beratungs- und Supportleistungen im Zusammenhang mit der bestehenden E-Commerce-Plattform auf Basis der Intershop-Software Enfinity. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und markiert ein Umsatzvolumen bei Abruf aller Leistungen von rund 11 Mio. Euro.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft hat sich am 28. März 2012 durch die Ausgabe von Aktien aus dem Bedingten Kapital I um 12.500 Euro auf 30.183.484 Euro erhöht.

PROGNOSEBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich nach Angaben der meisten Wirtschaftsforschungsinstitute in 2012 weiter verlangsamen. Unter dem Eindruck der europäischen Staatsschuldenkrise wurden zuletzt die Mehrzahl der Wirtschaftsprognosen für das Gesamtjahr 2012 nach unten korrigiert. Der IWF reduzierte seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum um 0,7 % auf 3,3 Prozent, die Weltbank geht sogar nur von einer 2,5-prozentigen Steigerung aus. Beide Institutionen warnen zudem vor hohen Konjunkturrisiken. Für die Industrieländer erwartet der IWF einen leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 %. Der amerikanischen Wirtschaft wird mit 1,8 % ein etwas stärkeres Wachstum als den anderen Industrieländern zugetraut. Beeinflusst von der Abkühlung der Konjunktur in den Industriestaaten fällt auch die Prognose für die Entwicklungs- und Schwellenländern schwächer als in den Jahren zuvor aus. Erwartet wird für das Gesamtjahr ein Wachstum von 5,4 %.

Für Deutschland rechnet der IWF in diesem Jahr mit einem geringen Wachstum von 0,3 %, das Institut für Weltwirtschaft in Kiel ist mit einem Zuwachs von 0,5 % etwas optimistischer. Erst im Jahr 2013 wird wieder von einer stärkeren Konjunktur in Deutschland mit einem Wachstum von 1,5 bis 1,7 % ausgegangen.

Für den Internethandel werden weiterhin erfreuliche Zuwachsraten prognostiziert. Die weltweit rasant wachsende Anzahl der Internetnutzer und Breitbandanschlüsse stützt diese Erwartung. Die Marktforschungsagentur IDATE schätzt, dass bis Ende 2012 knapp 750 Millionen Anschlüsse weltweit über Breitbandgeschwindigkeiten verfügen werden. Dazu steigen dank des Absatzes internetfähiger Smartphones und Tablet PCs die Zahl der mobilen Nutzer und der Umsatzanteil des mobilen elektronischen Handels. Im Januar 2012 hat die Europäische Kommission eine Zielvorgabe beschlossen, nach der der Anteil des Onlinehandels am gesamten Handel in den europäischen Mitgliedstaaten bis 2015 verdoppelt werden soll. Derzeit liegt dieser Anteil laut dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) noch bei 3,4 %. Um dies zu erreichen, sollen diverse Hürden beseitigt werden, die ein schnelleres Wachstum bisher verhindert haben. Die Europäische Kommission will den grenzübergreifenden Zugang zu Internetprodukten und -dienstleistungen erleichtern und Probleme mit Zahlungen und Lieferungen beseitigen. Zudem sollen die Beilegung von Streitigkeiten und die Entfernung illegaler Inhalte erleichtert, Investitionen in drahtlose Anschlüsse und feste Infrastrukturen begünstigt und die Entwicklung von Cloud-Computing-Diensten verbessert werden.

In Deutschland rechnet der Handelsverband Deutschland mit einer Umsatzsteigerung aus dem OnlineHandel im Jahr 2012 um rund 13 % auf 29,5 Mrd. Euro. Die deutsche Software-Branche soll nach Schätzungen des Branchenverbands BITKOM beim Umsatz um 5,2 % auf 17,0 Mrd. Euro zulegen. Der europäische Software-Markt wird laut Prognose des europäischen Marktforschungsinstituts EITO um 4,6 % auf 70 Mrd. Euro wachsen.

UNTERNEHMENSAUSBLICK

Das Jahr 2012 ist für Intershop ein Jahr mit einem entscheidenden Meilenstein. Im ersten Quartal 2012 kommt die neue Software-Version Intershop 7 auf den Markt. Intershop erwartet bereits im März das Going-Live der B2C-Site eines großen weltweiten IT-Konzerns sowie im Laufe des zweiten Quartals eine Reihe von weiteren Going-Live auf Basis der Intershop-7-Vorversion. Die neue Plattform hat mehr Neuerungen als jedes andere Release-Update in der Entwicklungshistorie des Intershop-Standardprodukts Enfinity Suite. Insofern sind die Erwartungen des Managements in Bezug auf das internationale Absatzpotenzial des neuen Shopsystems entsprechend hoch. Hier kommt zum ersten Mal die von Intershop ins Leben gerufenen Allianz für den Onlinehandel zum Tragen. Ein weiterer Faktor, der im laufenden Jahr die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft bestimmt, ist die erfolgreiche Integration der zahlreichen neuen Mitarbeiter. Allein im vergangenen Jahr wuchs die Intershop-Mannschaft um 111 auf 470 Mitarbeiter zum Jahresultimo 2011.

Intershop wird seinen seit 2008 anhaltenden profitablen Wachstumskurs fortsetzen. Die Gewinnung zahlreicher Neukunden sowie die Festigung der Zusammenarbeit mit unseren Platinum Accounts, die zum Teil durch langjährige Rahmenverträge unterlegt sind, sprechen für diesen positiven Ausblick. In Europa herrscht ein intensiver Wettbewerb um die beste E-Commerce-Lösung im Markt. Intershop plant hier seine technologische Marktführerschaft mit der neuen Plattform weiter auszubauen. Übergeordnetes strategisches Ziel ist die Gewinnung weiterer Anteile in einem globalen Lizenzmarkt, der nach Angaben des US-Marktforschungsunternehmens Forrester auf ein Volumen von 500 Mio. Euro beziffert wird. Demnach hatte Intershop im Jahr 2011 einen Marktanteil von 1 bis 2 %. Ziel ist es, den Anteil auf 10 % bis zum Jahr 2016 zu erhöhen und damit mit Wettbewerbern wie IBM oder Oracle zu konkurrieren.

GESAMTAUSSAGE FÜR 2012 UND 2013

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage und anhaltender Eurokrise erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 eine Steigerung des Nettoumsatzes zwischen 10 % und 20 %. Dies entspricht einer Umsatzspanne von 54,1 bis 59,0 Mio. Euro. Für das operative Ergebnis (EBIT) erwartet Intershop ebenfalls einen Anstieg zwischen 10 % und 20 % gegenüber 2011. Dies entspricht einem Ergebniskorridor von 2,9 bis 3,2 Mio. Euro. Diese Erwartung berücksichtigt bereits, dass der Vorstand einmalig im ersten Quartal 2012 aufgrund der hohen geplanten Einmalkosten im Zusammenhang mit der anstehenden Markteinführung von Intershop 7 mit einem negativen Geschäftsergebnis rechnet. Für das Jahr 2013 werden die gleichen Steigerungsraten für Nettoumsatz und EBIT wie im Jahr 2012 prognostiziert.

 

Jena, den 28. März 2012

Der Vorstand

Heinrich Göttler

Dr. Ludger Vogt

Ludwig Lutter

JAHRESABSCHLUSS INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

BILANZ

INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

AKTIVA

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in EUR 31. Dezember 2011 31. Dezember 2010
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Softwarelizenzen 208.098 153.362
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 929.810 588.231
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.496.834 10.491.261
  11.634.742 11.232.854
Umlaufvermögen    
Vorräte    
Unfertige Leistungen 443.793 171.738
Geleistete Anzahlungen 15.000 0
  458.793 171.738
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.065.124 5.495.309
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.242.870 5.682.079
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.090.251 1.273.855
Sonstige Vermögensgegenstände 298.912 704.055
  11.697.157 13.155.298
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.749.472 10.110.580
  26.905.422 23.437.616
Rechnungsabgrenzungsposten 192.029 108.450
AKTIVA, insgesamt 38.732.193 34.778.920

Passiva

   
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 30.170.984 29.582.305
Bedingtes Kapital: 59.584 Euro (Vorjahr: 59.584 Euro)    
Kapitalrücklage 6.431.531 6.288.368
Bilanzverlust -7.913.658 -8.510.793
  28.688.857 27.359.880
Rückstellungen    
Steuerrückstellungen 568.777 471.946
Sonstige Rückstellungen 4.474.445 3.606.570
  5.043.222 4.078.516
Verbindlichkeiten    
Erhaltene Anzahlungen 707.273 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.491.777 1.096.068
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 544.090 126.081
Sonstige Verbindlichkeiten 612.813 1.026.241
davon aus Steuern: 343.373 Euro (Vorjahr: 388.516 Euro)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 35.044 Euro (Vorjahr:16.895 Euro)    
  4.355.953 2.248.390
Rechnungsabgrenzungsposten 644.161 1.092.134
PASSIVA, insgesamt 38.732.193 34.778.920

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

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  1. Januar bis 31. Dezember
in EUR 2011 2010
Umsatzerlöse 40.448.126 31.848.021
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 272.055 -39.141
Sonstige betriebliche Erträge 3.092.763 2.292.465
Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Waren -429.203 -272.124
Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.983.071 -5.563.116
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter -18.019.739 -13.847.523
Soziale Abgaben -2.847.945 -2.137.655
Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -497.779 -327.703
auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0 -999.506
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.516.930 -10.013.401
Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 312.836 269.491
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 556.729 509.433
davon aus verbundenen Unternehmen:    
472.105 Euro (Vorjahr: 476.462 Euro)    
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 -5.274
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -14.124 -45.908
davon aus Aufwendungen aus Aufzinsung :    
12.190 Euro (Vorjahr: 22.391 Euro)    
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 373.718 1.668.059
Außerordentliche Aufwendungen 0 -10.360
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 223.417 -539.466
Jahresüberschuss 597.135 1.118.233
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -8.510.793 -9.629.026
Bilanzverlust -7.913.658 -8.510.793

ANHANG

INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, für das Geschäftsjahr 2011 wurde nach den Vorschriften des HGB sowie des AktG nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Postenbezeichnung "Aufwendungen für bezogene Waren" wurde im Berichtsjahr an den Posteninhalt angepasst.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare und gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Von dem Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten hat Intershop keinen Gebrauch gemacht.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um erforderliche Wertberichtigungen.

Die Vorräte wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zu ihrem Nennwert bzw. zum Devisenkassamittelkurs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, vermindert um gegebenenfalls erforderliche Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Anteil der Ausgaben/Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwendungen/Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgte in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für entsprechende Laufzeiten diskontiert. Bei der Rückstellungsbewertung wurden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge führen zu aktiven latenten Steuern. Auf die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wird entsprechend des Wahlrechts nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

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  Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Gesamt
in TEUR Softwarelizenzen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anteile an verbundenen Unternehmen  
Anschaffungskosten        
Stand zum 01.01.2011 3.099 2.922 46.145 52.166
Zugänge 157 743 6 906
Abgänge 0 -392 0 -392
Stand zum 31.12.2011 3.256 3.273 46.151 52.680
Abschreibungen        
Stand zum 01.01.2011 2.946 2.334 35.654 40.934
Zugänge 102 396 0 498
Abgänge 0 -387 0 -387
Stand zum 31.12.2011 3.048 2.343 35.654 41.045
Nettobuchwert zum 31.12.2010 153 588 10.491 11.232
Nettobuchwert zum 31.12.2011 208 930 10.497 11.635

Von den Finanzanlagen entfallen 8.863 TEUR auf die Intershop Communications Inc. und 1.628 TEUR auf die SoQuero GmbH. Auf die Anteile an der Intershop Communications Inc. wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Aufgrund der positiven operativen Ergebnisse in der Folgezeit und im Berichtsjahr sowie nach der aktuellen Unternehmensplanung liegen derzeit keine Anhaltpunkte für einen weiteren Wertberichtigungsbedarf bei Intershop Communications Inc. oder der SoQuero GmbH vor.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 1.527 TEUR (Vorjahr: 5.320 TEUR) aus der Konzernfinanzierung, mit 313 TEUR aus der Ergebnisübernahme (Vorjahr: 269 TEUR) von der Tochtergesellschaft SoQuero GmbH und im Übrigen aus laufenden Leistungsbeziehungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, analog zum Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, analog zum Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die im Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen liquiden Mittel sind im Gesamtbetrag von 67 TEUR (Vorjahr: 456 TEUR) als Sicherheit für Mietverpflichtungen mit einem Pfandrecht belegt (liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung).

Das Grundkapital in Höhe von 30.170.984 Euro besteht aus 30.170.984 Stück auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien.

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt (in TEUR):

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Stand 31.12.2010 6.288
Zuführung Agio aus Aktienoptionsausübung 143
Stand 31.12.2011 6.432

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 8.511 TEUR enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (1.602 TEUR; Vorjahr: 702 TEUR) und Provisionen (947 TEUR; Vorjahr: 601 TEUR). Die übrigen Rückstellungen betreffen Rechtsstreitigkeiten, Prozesskosten, Kosten des Jahresabschlusses und der Hauptversammlung, Urlaubsansprüche, drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen und schwebenden Geschäften sowie Lizenzgebühren.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern aus Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 516 TEUR). Im Übrigen werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der laufenden Personalabrechnung ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, analog zum Vorjahr, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen ist wie folgt:

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in TEUR 2011 2010
Inland 17.131 15.163
Europäisches Ausland 5.723 3.329
Außereuropäisches Ausland 17.594 13.356
  40.448 31.848

Die Umsatzerlöse resultieren mit 5.018 TEUR (Vorjahr 3.679 TEUR) aus Lizenzerlösen und mit 35.430 TEUR (Vorjahr 28.169 TEUR) aus Erlösen für Serviceleistungen (Beratung, Wartung und Sonstiges).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus Währungsumrechnung betrugen 241 TEUR (Vorjahr: 250 TEUR).

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen betreffen 482 TEUR vorhergehende Perioden.

Die Aufwendungen für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzgebühren an Dritte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 868 TEUR.

Im Vorjahr wurden Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.000 TEUR, die die üblichen Abschreibungen überschreiten, vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von 486 TEUR (Vorjahr: 237 TEUR).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus dem seit dem Geschäftsjahr 2008 bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der SoQuero GmbH.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge resultieren mit 472 TEUR (Vorjahr: 476 TEUR) aus verbundenen Unternehmen.

Die im Vorjahr ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Neubewertung von Rückstellungen in Folge der erstmaligen Anwendung des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus Vorjahren in Höhe von 320 TEUR enthalten.

SONSTIGE ANGABEN

Genehmigtes Kapital

Auf der Hauptversammlung am 29. Juni 2011 wurden durch satzungsändernde Beschlüsse, die Genehmigten Kapitalia I und II (Genehmigte Kapitalia 2011) unter Aufhebung der bisherigen Ermächtigungen und Genehmigten Kapitalia (Genehmigte Kapitalia 2007) - soweit sie noch nicht verbraucht waren - neu geschaffen. Die Eintragungen der neuen Genehmigten Kapitalia und korrespondierenden Satzungsänderungen im Handelsregister erfolgten am 21. Juli 2011. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft insgesamt über neue genehmigte Kapitalia von 7.656.137 Euro. Zum 31. Dezember 2010 betrugen die nunmehr aufgehobenen Genehmigten Kapitalia 2007 5.032.919 Euro.

Gemäß Satzung der INTERSHOP Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:

Um bis zu insgesamt 7.500.000 Euro gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I 2011). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis zum 21. Juli 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Zum 31. Dezember 2010 betrug das nun aufgehobene Genehmigte Kapital I 2007 4.553.103 Euro. Kapitalerhöhungen aus Genehmigtem Kapital I 2007 bzw. 2011 fanden im Geschäftsjahr 2011 nicht statt.

Um bis zu insgesamt 156.137 Euro gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Genehmigtes Kapital II 2011). Die Ermächtigung gilt bis 31. Dezember 2012. Zum 31. Dezember 2010 betrug das aufgehobene Kapital 479.816 Euro, welches infolge der Ausübungen von Mitarbeiteroptionen durch die drei folgenden Kapitalerhöhungen verbraucht wurde: Kapitalerhöhungen per 8. Februar 2011 in Höhe von 382.479 Euro, per 4. Mai 2011 in Höhe von 87.200 Euro und per 8. Juli 2011 in Höhe von 10.137 Euro. Das Genehmigte Kapital II 2011 wurde in Höhe von 265.000 Euro mit Wirkung zum 21. Juli 2011 neu geschaffen. Zum 30. September 2011 fand eine Kapitalerhöhung durch Ausübung von Mitarbeiteroptionen von 108.863 Euro aus dem neuen Genehmigten Kapital II statt. Damit betrug das Genehmigte Kapital II 2011 zum Bilanzstichtag noch 156.137 Euro. Dieses genehmigte Kapital in Höhe von 156.137 Euro dient der Bedienung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2001, wobei jedoch maximal 118.000 Aktien aufgrund des Verfalls von Bezugsrechten ausgegeben werden können.

Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital änderte sich im Geschäftsjahr 2011 nicht. Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2011 um bis zu 59.584 Euro durch Ausgabe von bis zu 59.584 Aktien bedingt erhöht. Zur Gewährung von Vorstandsoptionen entfallen diese 59.584 Euro auf Bezugsrechte entsprechend § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG (Bedingtes Kapital I), wobei jedoch maximal 12.500 Aktien aufgrund des Verfalls und der Nichtentstehung von Bezugsrechten ausgegeben werden können. Das Bedingte Kapital I ist zur Bedienung ausübbarer Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 1999 vorgesehen.

Die Anzahl der ausgegebenen Optionen aus den Aktienoptionsplänen der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 130.500 Optionen.

Zum Bilanzstichtag hielten die eBay Inc. über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. und GSI Commerce Solutions Inc. 26,15 % sowie die Cyrte Investments 5,01 % der Anteile an der INTERSHOP Communications AG. Diesen Angaben liegen folgende von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekannt gemachte Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG über Stimmrechtsveränderungen im Berichtszeitraum zugrunde: Der Stimmrechtsanteil von eBay Inc. an der Gesellschaft hat am 17. Juni 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten und betrug sodann 26,25 % (7.889.222 Stimmrechte). Der Stimmrechtsanteil der Cyrte Investments hat am 11. Juli 2011 die Schwelle von 3 % überschritten und betrug an diesem Tag 3,32 % (996.170 Stimmrechte) sowie am 13. Oktober 2011 die Schwelle von 5 % überschritten und betrug sodann 5,01 % (1.510.170 Stimmrechte). Der Streubesitz der INTERSHOP Communications AG beträgt somit zum Bilanzstichtag insgesamt 68,84 %.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Rechnungen in ausländischer Währung mit Währungsoptionen gesichert. Das Nominalvolumen der Sicherungsgeschäfte beträgt 1,2 Mio. Australische Dollar. Der beizulegende Zeitwert ist 2 TEUR zum Bilanzstichtag. Die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine liegen innerhalb von zwei Monaten nach dem Bilanzstichtag.

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2011 finanzielle Verpflichtungen von 9,2 Mio. Euro, die bis zum Ende der Mietlaufzeit bis Ende November 2015 ratierlich fällig werden. Daneben bestehen aus weiteren Mietverträgen sowie aus Leasingverhältnissen zu Fahrzeugen und Büroausstattung sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 1,2 Mio. Euro. Die Miet- und Leasingverhältnisse enthalten die vertragstypischen Vorteile und Risiken.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2011 waren durchschnittlich 354 Mitarbeiter (im Vorjahr: 270 Mitarbeiter) beschäftigt (ausschließlich Angestellte). Nicht berücksichtigt wurden ruhende Arbeitsverhältnisse von durchschnittlich 5 Mitarbeitern (im Vorjahr: 8 Mitarbeiter).

Organe der Gesellschaft

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

DR. HERBERT MAY

Aufsichtsratsvorsitzender seit 17.11.2010

Mitglied seit 19.10.2010

Dipl.-Ingenieur, selbständiger Unternehmensberater

Weitere Aufsichtsratsmandate:

Ubidyne Inc., Scottsdale, AZ, USA

Versant Corp., Redwood City, CA, USA

Certon GmbH, Heidelberg

Communology GmbH, Köln (Beiratsmitglied)

JAMES W. MACINTYRE

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 14.12.2010 (bis 31.01.2012)

Mitglied seit 01.06.2010 (bis 31.01.2012)

Direktor und Mitglied der Geschäftsführung, Arimor, LLC, McLean, Virginia, USA

Direktor und Mitglied der Geschäftsführung, Product Laboratory, LLC, McLean, Virginia, USA

MICHAEL R. CONN

Mitglied vom 14.12.2010 bis 30.06.2011

Finanzvorstand der GSI Commerce, Inc. und deren Tochtergesellschaften

TOBIAS HARTMANN

Mitglied seit 01.07.2011

CEO des Bereichs Global Operations von GSI Commerce Inc.

Dem Vorstand gehörten an:

HEINRICH GÖTTLER

Vorstandsmitglied seit 23.06.2008

DR. LUDGER VOGT

Vorstandsmitglied seit 01.12.2008

LUDWIG LUTTER

Vorstandsmitglied seit 01.04.2011

PETER MARK DROSTE

Vorstandsmitglied vom 01.04.2009 bis 31.03.2011

BEZÜGE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf 880 TEUR (2010: 934 TEUR), davon entfielen 624 TEUR (2010: 528 TEUR) auf die feste Vergütung und 256 TEUR (2010: 406 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2011 eine Gesamtvergütung in Höhe von161 TEUR (2010: 78 TEUR) zu, davon entfielen 101 TEUR (2010: 63 TEUR) auf die fixe Vergütung und 60 TEUR (2010: 15 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Durch den Vergütungsverzicht von Aufsichtsratsmitgliedern belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat auf 83 TEUR (2010: 65 TEUR). Einzelheiten zur Vergütung der Vorstände und Aufsichtsräte werden im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichts und Lageberichts der INTERSHOP Communications AG dargestellt.

Per 31. Dezember 2011 hielt das Vorstandmitglied Herr Dr. Ludger Vogt 70.000 Intershop-Inhaberstammaktien.

Konzernzugehörigkeit

Als börsennotiertes Unternehmen stellt die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger elektronisch eingereicht und abgedruckt werden. Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2011 neben der Muttergesellschaft die Tochterunternehmen Intershop Communications, Inc., SoQuero GmbH, The Bakery GmbH, Intershop Communications Australia Pty Ltd, Intershop Communications AB, Aktienbolaget Grundstenen 137724 sowie Intershop Communications Ventures GmbH.

Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2011 gliedert sich wie folgt:

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  Anteil
in %
Währung Eigenkapital* Jahresergebnis**
Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA 100 Euro -914.728 -318.531
Intershop Communications Ventures GmbH, Jena, Deutschland 100 Euro -2.195.858 475.200
Intershop Communications AB, Stockholm, Schweden 100 Euro 21.147 608
Intershop Communications Korea Co. Ltd., Seoul, Korea 100 Euro 0 0
Intershop Communications Taiwan Co. Ltd., Taipei, Taiwan 100 Euro 0 0
SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland 100 Euro 213.151 312.327***
The Bakery GmbH, Berlin, Deutschland 100 Euro -1.049.381 609.036
Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien 100 Euro 13.039 2.602
Aktienbolaget Grundstenen 137724, Malmö, Schweden 100 Euro 5.603 0

* Eigenkapital zum 31.12.2011 umgerechnet zum Stichtagskurs
** (vorläufiges) Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2011 umgerechnet zum Jahresdurchschnittskurs
*** Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft INTERSHOP Communications AG

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Gesellschaft enthalten.

Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz

Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 15. Februar 2012 abgegeben und auf der Unternehmensinternetseite unter

http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance.html öffentlich zugänglich gemacht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft schlägt vor, den Bilanzverlust von 7.913.658 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Gesellschaft beschrieben sind.

 

Jena, den 28. März 2012

Der Vorstand

Heinrich Göttler

Dr. Ludger Vogt

Ludwig Lutter

BESTÄTIGUNGSVERMERK

INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, den 28. März 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heinrich Peters, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat kontinuierlich die Führung der Geschäfte durch den Vorstand entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben überwacht und sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt.

AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND INHALTE

Im Geschäftsjahr 2011 tagte der Aufsichtsrat insgesamt zwölf Mal, davon neun telefonische Beratungen. Schwerpunkte der Sitzungen waren die aktuelle wirtschaftliche Unternehmenslage, insbesondere Ergebnis-, Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens, insbesondere die strategischen Partnerschaften. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an sämtlichen Sitzungen teil.

In der Sitzung am 13. April 2011 befasste sich der Aufsichtsrat in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2010 sowie mit dem Bericht über die Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat billigte in dieser Sitzung den Konzernabschluss und den Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG. Ferner wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2011 bestätigt. In den Sitzungen am 25. Januar, 5. August und 3. November 2011 berichtete der Vorstand über die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung und stellte wichtige Vertriebsprojekte vor. In den übrigen Aufsichtsratssitzungen vom 21. Februar, 2. Mai, 18. Mai, 25. Mai, 1. Juli, 14. Juli, 19. August und 2. September 2011 wurden u. a. Beschlüsse über Kapitalerhöhungen gefasst, eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand beschlossen, zustimmungspflichtige Verträge und Personalthemen erörtert. Zusätzlich zu den Sitzungen gab es schriftliche Umlaufbeschlüsse zu Vorstandsbestellungen sowie zu zustimmungspflichtigen Verträgen.

Bedeutende Geschäftsvorgänge für das Unternehmen wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Die nach der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte hat der Vorstand dem Aufsichtsrat stets zur Zustimmung vorgelegt. Bei den zustimmungspflichtigen Verträgen und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat die Beschlussvorlagen detailliert geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsratsvorsitzenden neben den Berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen. Im ständigen Kontakt haben der Aufsichtsratsvorsitzende und die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand wichtige Themen des Unternehmens erörtert, analysiert und überwacht.

Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.

CORPORATE COVERNANCE

In drei Einzelfällen hatte der Aufsichtsrat im Februar, März und September 2011 über seine Zustimmung zu Änderungsvereinbarungen zur 2010 abgeschlossenen Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft mit der GSI Commerce Solutions Inc. bzw. zur Annahme von Einzelaufträgen im Rahmen dieser strategischen Partnerschaft zu beschließen. In diesen Fällen sind die Aufsichtsratsmitglieder James W. MacIntyre und Michael Conn bzw. nach dem 1. Juli 2011 Tobias Hartmann vorsorglich von einem potentiellen Interessenkonflikt wegen ihrer jeweiligen hauptberuflichen Tätigkeit bei GSI Commerce Inc. ausgegangen und haben dies der Gesellschaft im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex angezeigt. Sie haben sich in diesen Fällen der Stimme enthalten.

Die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Februar 2012 vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder, individualisiert und nach Bestandteilen untergliedert, sind im Lagebericht sowie im Bericht über die Unternehmensführung (Corporate-Governance-Bericht) ausgewiesen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND

Im Geschäftsjahr 2011 gab es zwei Organveränderungen, eine im Aufsichtsrat und eine weitere im Vorstand. Mit Ablauf des 30. Juni 2011 schied das Aufsichtsratsmitglied Michael Conn aus dem Gremium aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Conn für die Zusammenarbeit. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Juni 2011 wurde Tobias Hartmann, Chief Executive Officer, Global Operations der GSI Commerce, Inc., als neues Mitglied des Aufsichtsrates zum 1. Juli 2011 gewählt.

Das Vorstandsmitglied Peter Mark Droste schied zum 31. März 2011 mit Ablauf seines Vertrages aus. Herr Droste war im April 2009 zum Vorstand bestellt worden mit dem primären Ziel, einen strategischen Partner zu suchen, mit dem Intershop die Internationalisierung seines E-Commerce-Geschäfts vorantreiben und das Wachstum beschleunigen kann. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Droste für sein großes Engagement für die Gesellschaft.

Am 24. März 2011 hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. April 2011 Ludwig Lutter zum Mitglied des Vorstands bestellt. Der Finanzfachmann trat die Nachfolge von Peter Mark Droste an und verantwortet bei Intershop als Finanzvorstand seitdem die Bereiche Finance, Mergers and Acquisitions und IR sowie die Abteilungen Operations, Legal und Human Resources.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABHÄNGIGKEITSBERICHT, ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 29. Juni 2011 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Außerdem wurde von den Abschlussprüfern der von der Gesellschaft nach § 312 AktG erstellte Abhängigkeitsbericht geprüft und darüber gemäß § 313 Abs. 3 AktG berichtet sowie der folgende uneingeschränkte Vermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Nach eingehender eigener Prüfung, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt der Aufsichtsrat gegen die Abschlüsse und den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Prüfung des Abhängigkeitsberichts an. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 11. April 2012 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge in 2011 trotz eines positiven operativen Ergebnisses noch keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Intershop-Konzerns für ihre engagierte Arbeit. Den Aktionären dankt der Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Jena, im April 2012

Für den Aufsichtsrat

Dr. Herbert May, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Intershop begrüßt den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Mai 2010 aktualisierten Deutschen Corporate Governance Kodex. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2011 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Erklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 15. Februar 2012 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:

Die Intershop Communications AG hat seit der letzten Entsprechungserklärung vom 23. Februar 2011 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen zukünftig entsprechen:

a) Der bestehende D&O-Versicherungsschutz sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor (Kodex-Ziffer 3.8), da der Gesellschaft eine solche nicht zu vergleichsweise günstigeren Konditionen angeboten worden ist. Ferner sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihre Pflichten auch ohne Selbstbehalt verantwortungsbewusst ausüben.

b) Der Vorstand hatte keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Kodex-Ziffer 4.2.1). Eine Benennung erfolgt aus Gleichordnungsgründen nicht, da die Vorstandsmitglieder vertrauensvoll zusammenarbeiten und die Geschäftsordnung insoweit organisatorische Vorkehrungen getroffen hat.

c) Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele benannt, die die Vielfalt (diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen (Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2). Der Aufsichtsrat ist auch vor dem Hintergrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder der Ansicht, dass die konkrete Festlegung von Zielen die Auswahl von geeigneten Aufsichtsratsmitgliedern beschränkt. Vielmehr möchte der Aufsichtsrat über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der entsprechenden Situation individuell frei entscheiden.

d) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde 20 Tage nach der im Kodex genannten Frist, jedoch innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren 4-Monatsfrist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2). Ein früherer Termin für die Veröffentlichung ist aufgrund der zeitlichen Abläufe für die Aufstellung, Prüfung und Feststellung des Konzernabschlusses nicht möglich. Wesentliche vorläufige Kennzahlen werden jedoch vorab veröffentlicht.

Diese Erklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance.html dauerhaft zugänglich gemacht worden.