Intershop Communications AG

Jena

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHÄFTSERGEBNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2012

Der Intershop-Konzern1 verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 eine positive Umsatzentwicklung. Die Gesellschaft baute ihr Geschäft mit E-Commerce-Lösungen weiter aus und übertraf erstmals nach den Boomjahren um die Jahrtausendwende wieder die Marke von 50 Mio. Euro Nettoumsatz. Insgesamt steigerte Intershop die Nettoerlöse um 5 % auf 51,8 Mio. Euro und lag damit am unteren Rand der Prognose einer Umsatzsteigerung von 5 % bis 10 % gegenüber dem Vorjahr. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kam die Gesellschaft auf -0,6 Mio. Euro. Die im Ergebnis enthaltenen Einmalaufwendungen, insbesondere für die Neuausrichtung des Vertriebs, beliefen sich auf 1,4 Mio. Euro. Bereinigt um diese einmaligen Sondereffekte betrug das operative Ergebnis 0,8 Mio. Euro. Angestrebt war ein ausgeglichenes operatives Ergebnis. Im Vorjahr hatte Intershop einen Gewinn von 2,6 Mio. Euro ausgewiesen.

1 "Intershop", das "Unternehmen", die "Gesellschaft"

AUSBAU DES INTERNATIONALEN PARTNERNETZWERKS

Einer der strategischen Schwerpunkte der Gesellschaft im vergangenen Jahr war der zielgerichtete Ausbau des internationalen Partnernetzwerks. Er ist wesentlicher Bestandteil der künftigen Vertriebsstrategie von Intershop. Die E-Commerce-Branche unterliegt einem stetigen Wandel, Technologien werden in immer kürzeren Entwicklungszyklen erneuert, sodass es für einzelne Unternehmen sehr herausfordernd ist, seinen Kunden permanent die bestmögliche Lösung anzubieten. Das gelingt durch die Bündelung des Know-hows und der Erfahrung der Unternehmen im Partnernetzwerk. So können heterogene Märkte und Kunden unterschiedlicher Branchen und Kulturen kontinuierlich mit State-of-the-Art-Technologien bedient werden.

Neben den bestehenden Kooperationen mit dem international führenden E-Commerce-Anbieter GSI Commerce und dem global agierenden Technologiekonzern Hewlett Packard (HP) hat Intershop im Geschäftsjahr 2012 weitere namhafte Partner hinzugewonnen. Dazu zählen Chapter Media und Javelin Group (beide Großbritannien), der schwedische Systemintegrator Sigma AB, die führende Full-Service-Web-Agentur Mirabeau in den Niederlanden sowie die neuen Technologiepartner Shopatron (USA) und Tenzing Managed IT Services (Kanada). Insgesamt sieht das Intershop-Management in der Partnerstrategie einen wichtigen Baustein, die Technologieplattform des Unternehmens vor allem außerhalb Europas schneller auf den Markt zu bringen und Produktinnovationen kurzfristiger umzusetzen.

INTERSHOP 7 MIT "BEST OF 2012" PRÄDIKAT

Mit der neuen Cross-Channel-Software Intershop 7, Nachfolger der "Enfinity Suite", sowie der innovativen Cloud-Lösung "Commerce Cloud Services", vorgestellt auf der IT-Messe CeBIT im März 2012, hat Intershop in der Branche ein deutliches Zeichen gesetzt. Mit über 1.500 neuen Features, entwickelt auf Basis einer Marktuntersuchung in Kooperation mit 150 Online-Händlern weltweit, bildet Intershop 7 ein schlagkräftiges Werkzeug für den umfassenden Multi-Channel-Vertrieb. Die neue Plattform wurde von der Initiative Mittelstand in der Kategorie "E-Commerce" mit dem Prädikat "Best of 2012" ausgezeichnet und wurde als CeBIT Highlight ausgewählt. Ende August 2012 sowie Ende November 2012 wurden mit Intershop 7.1 und Intershop 7.2 die Instrumente für kundenspezifische Werbekampagnen noch einmal erweitert. So können Multi-Channel-Händler ihre On- und Offline-Promotions noch besser steuern und verknüpfen und das Design und Layout ihrer Shops schneller und flexibler anpassen. Seit Mitte 2012 laufen die ersten Implementierungen. Größtes Intershop-7-Projekt bislang ist neben GSI Commerce die europaweite ShoppingPlattform eines der führenden europäischen Einzelhandelsunternehmen im Fashion-Bereich.

KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die INTERSHOP Communications AG mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des Intershop-Konzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2012 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, dem Berliner E-Commerce-Dienstleister TheBakery GmbH, der Intershop Communications Australia Pty Ltd., Melbourne, Australien sowie weiteren nicht operativ tätigen ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Die INTERSHOP Communications AG hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Ilmenau. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Repräsentanzen in London, Mailand und Amsterdam.

Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter E-Commerce-Lösungen. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop-E-Commerce-Software, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde. Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die zwei Hauptgeschäftsbereiche Lizenzen sowie "Serviceleistungen, Wartung und Sonstige". Zu den Serviceleistungen zählen neben den genannten Segmenten Wartung und Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft) die Bereiche Beratung und Schulung sowie Online Marketing. Beratung und Schulung ist das mit Abstand umsatzstärkste Segment der Gruppe.

Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die Orchestrierung der gesamten E-Commerce-Prozesskette von der Konzeption des Onlineshops über die Implementierung der Software-Plattform bis hin zur Koordinierung der Auslieferung der Ware, dem Fulfillment. Im Mittelpunkt des Intershop-Angebots steht der Shop-Manager, der die E-Commerce-Aktivitäten des Kunden verantwortet. Die Intershop-E-Commerce-Lösungen sollen den Shop-Manager in die Lage versetzen, auf allen Stufen der E-Commerce-Prozesskette möglichst optimale Ergebnisse zu erzielen, um den Umsatz unserer Kunden zu steigern. Dazu wird die Software kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt. Im März 2012 hat die Gesellschaft die gemeinsam mit Partnern entwickelte neue Version "Intershop 7" vorgestellt, die seit November 2012 als Version 7.2 erhältlich ist.

Intershop zählt zu den größten Anbietern von E-Commerce-Lösungen weltweit. Über 300 Intershop-Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Cross-Channel-Software von Intershop. Intershop verfügt über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Unter den Kunden sind mit der Otto Group der zweitgrößte Online-Händler weltweit, bedeutende Technologie- und Telekommunikationskonzerne wie Hewlett Packard und die Deutsche Telekom sowie Automobilhersteller wie BMW und Daimler. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum vorwiegend in Australien tätig. Im Jahr 2012 lag der Umsatz mit Kunden außerhalb Europas bei rund 40 %.

GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr verlangsamt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2012 um 3,2 % zu, verglichen mit 3,9 % im Jahr 2011. Wie in den Jahren zuvor wurde das Wachstum im Wesentlichen von den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, deren Wirtschaftsleistung um 5,1 % zunahm. Dagegen verbuchten die Industriestaaten lediglich ein Wachstum von 1,3 % im vergangenen Jahr. In der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft nach IWF-Angaben um 0,4 %. Die USA lag im abgelaufenen Jahr mit einem Zuwachs von 2,3 % an der Spitze der großen Industriestaaten, während bei den Schwellenländern China mit einem Plus von 7,8 % die Führungsposition behauptete. Deutschland blieb mit einem Zuwachs von 0,9 % die treibende Wirtschaftskraft innerhalb der Eurozone.

Bei der Branchenbetrachtung sind für Intershop zwei Märkte von besonderer Bedeutung: zum einen die Nachfrageentwicklung der Endkunden im Online-Handel (E-Commerce-Markt) als Treiber für den Ausbau der E-Commerce-Infrastruktur und zum anderen die Bereitschaft der Unternehmen, in neue Softwarelösungen zu investieren (Softwaremarkt).

Das Wachstum im E-Commerce-Sektor erwies sich im Jahr 2012 als äußerst robust. Der Online-Handel wächst seit Jahren kontinuierlich und kam im vergangenen Jahr nach Prognosen des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. auf ein Umsatzvolumen von 29,4 Mrd. Euro, ein Plus von 15 %. Davon entfallen rund 2,8 Mrd. Euro auf den Bereich M-Commerce (Verkäufe über mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones). Laut einer repräsentativen Studie des BVDW ist die Kauflust der Deutschen ungebrochen. Bereits ein Viertel aller Einkäufe erledigen die deutschen Internetnutzer mittlerweile über das World Wide Web. Nach Erhebungen des Branchenverbands BITKOM kaufen neun von zehn Internetnutzern regelmäßig online ein, allein im letzten Jahr mehr als zehn Mal. Auf Unternehmensseite nutzen inzwischen 20 % der Anbieter von Waren und Dienstleistungen das Internet zum Verkauf. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf Rang acht, jedoch klar über dem EU-Durchschnitt.

Die wichtigsten Trends im Online-Handel sind Social Commerce und M-Commerce. Nach einer in Deutschland durchgeführten Studie des BITKOM von Dezember 2012 spielt der Austausch zwischen Verbrauchern eine zunehmend bedeutende Rolle. Fast drei Viertel aller Internetnutzer lesen vor einer Bestellung die Bewertungen anderer Kunden. Die Transaktionen über Smartphones und Tablet-Computer nehmen deutlich zu. Jeder zweite Smartphone-Nutzer kauft bereits Waren oder Dienstleistungen über sein Mobilgerät. Ähnliche Entwicklungen sind in anderen Weltregionen, insbesondere in Asien, das als Vorreiter in Sachen M-Commerce gilt, zu beobachten.

Auch der deutsche Softwaremarkt zeigte im Jahr 2012 eine positive Entwicklung. Nach Angaben der Herbstprognose des BITKOM stiegen die Erlöse in dem Segment um mehr als 4 % auf 16,9 Mrd. Euro, das Geschäft mit IT-Dienstleistungen und Wartung legte um 2 % auf 35 Mrd. Euro zu. Der weltweite Softwaremarkt befindet sich nach Prognosen des US-Marktforschungsunternehmens IDC ebenfalls auf Wachstumskurs. Allerdings fällt der Zuwachs im Jahr 2012 nach IDC-Angaben mit 6 % geringer aus als im Vorjahr, als ein Plus von knapp 10 % zu Buche stand. Wesentliche Garanten des Wachstums sind weiterhin die amerikanischen Märkte sowie die großen Schwellenländer vor allem in Asien.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

UMSATZENTWICKLUNG

Intershop hat im Geschäftsjahr 2012 einen Nettoumsatz von 51,8 Mio. Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 5 % gegenüber der Vorjahresperiode. Die Erlössteigerung resultierte sowohl aus dem Geschäft mit großen strategischen Kunden als auch aus der Gewinnung neuer Kunden und Projekte in den Bereichen E-Commerce-Lösungen und Online Marketing. Mit dem Umsatzzuwachs im Gesamtjahr 2012 setzt Intershop seinen seit 2008 anhaltenden Wachstumskurs weiter fort. Das schwächere Wachstumstempo war unter anderem auf die Verzögerung bei einigen größeren Projekten sowie den erforderlichen Vorlauf für die Etablierung der neuen E-Commerce-Plattform Intershop 7 im Markt zurückzuführen. Wie in den Vorjahren war das Beratungsgeschäft der dominierende Umsatzträger bei Intershop. Die Nettoerlöse aus Beratungsprojekten beliefen sich auf 28,3 Mio. Euro, was einen Anstieg von 5 % bedeutete. Eine sehr erfreuliche Entwicklung zeigten auch die Bereiche Online Marketing sowie Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft). Die Erlöse mit Marketingkampagnen im Internet erreichten einen Rekordwert von 4,3 Mio. Euro, ein Plus von 24 % gegenüber dem Jahr 2011. Die Sonstigen Erlöse, worunter auch das wichtige Full-Service-Geschäft subsumiert wird, kamen auf eine Steigerung von 47 % auf 5,1 Mio. Euro. Hier machte sich das umsatzbasierte Erlösmodell durch höhere Verkaufserlöse bezahlt. Weniger Umsatz als erwartet erzielte Intershop mit neuen Software-Lizenzen. Hier lagen die Nettoerlöse bei 5,3 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro im Vorjahr. Durch veränderte Rahmenbedingungen mit zwei Großkunden sanken die Wartungserlöse auf 8,8 Mio. Euro nach 9,9 Mio. Euro im Vorjahr. Dagegen entwickelte sich das übrige Wartungsgeschäft positiv und verzeichnete einen Erlösanstieg von 8 %.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:

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in TEUR 2012 2011 Veränderung
Lizenzen 5.278 5.500 -4 %
Beratung/Schulung 28.253 26.807 5 %
Wartung 8.822 9.899 -11 %
Online Marketing 4.338 3.504 24 %
Sonstige Erlöse 5.075 3.446 47 %
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige 46.488 43.656 6 %
Gesamtnettoumsatz 51.766 49.156 5 %

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der INTERSHOP Communications AG als Einzelgesellschaft beliefen sich auf 40,0 Mio. Euro nach 40,4 Mio. Euro im Vorjahr. Die Lizenzerlöse der AG sanken leicht von 5,0 Mio. Euro auf 4,7 Mio. Euro. Die Erlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige betrugen 35,3 Mio. Euro (Vorjahr: 35,4 Mio. Euro).

MARKTEINFÜHRUNG VON INTERSHOP 7

Wichtigster Treiber für das Neukundengeschäft 2012 waren die neue Cross-Channel-Software Intershop 7 sowie die Cloud-Lösung "Commerce Cloud Services", die auf der IT-Messe CeBIT im März 2012 vorgestellt wurde. Die Implementierung erster Shops auf Basis der innovativen E-Commerce-Plattform läuft planmäßig. Größter Neukunde, dessen europaweiter Shop künftig auf Intershop 7 betrieben wird, ist ein führendes europäisches Einzelhandelsunternehmen im Fashion-Bereich. Ebenfalls auf Intershop 7 basiert der geplante B2B-Shop der Styrolution Group GmbH, eines weltweit führenden Anbieters von Styrolkunststoffen. Beide Neukundengewinne unterstreichen die Branchenkompetenz von Intershop in den Bereichen Fashion und Chemicals. Im Fashion-Bereich stehen bereits der weltgrößte Modehändler Otto Group sowie zahlreiche Markenshops wie Mexx, G-Star, Rösch oder Runner's Point auf der Referenzliste. Im Chemiesektor hat Intershop mit Merck Millipore eines der bedeutendsten B2B-Portale für hochwertige Industrie- und Laborchemikalien entwickelt.

Weitere wichtige Neukunden des vergangenen Jahres waren die LEDON Lamp GmbH, eine Tochter der börsennotierten österreichischen Zumtobel AG, die französische Raja-Gruppe, einer der führenden Distributoren für Verpackungslösungen in Europa, und der Pottermore-Shop. Letzterer ist Exklusivhändler der E-Bücher und digitalen Hörbücher der Harry-Potter-Reihe. Intershops umfassende E-Commerce-Lösung bildet die Grundlage des gesamten Pottermore-Einkaufserlebnisses.

Im ersten Halbjahr 2012 gingen Intershop und die in London ansässige Chapter Media eine Partnerschaft ein, um den E-Commerce-Markt in der Unterhaltungs- und Medienbranche verstärkt zu bedienen. Weitere Partnerschaften wurden mit der Javelin Group, Europas führendem Beratungsunternehmen und Systemintegrator für den Multi-Channel-Handel und E-Commerce, der schwedischen Sigma AB sowie dem US-E-Commerce-Spezialisten Shopatron vereinbart. Ziel der Partnerschaft mit Sigma ist die Vermarktung der Intershop-E-Commerce-Lösungen in Skandinavien. Bei der Shopatron-Kooperation bündeln die Partner ihre Kompetenzen im Multi-Channel-Vertrieb und beim Order-Management. Shopatron hat sich auf technische Lösungen zur Verknüpfung des Filialgeschäfts (stationärer Handel) mit dem Online-Handel spezialisiert und zählt über 1.000 Markenartikler zu seiner Kundschaft.

Zu den umsatzstärksten Bestandskunden von Intershop im Jahr 2012 zählten der US-Konzern HP, der Versandhändler Otto einschließlich Tochtergesellschaften, der australische Telekommunikationskonzern Telstra, GSI Commerce sowie Daimler, die Deutsche Telekom und die Merck-Gruppe.

Bei der regionalen Umsatzverteilung dominiert weiterhin Europa vor den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Intershop mit europäischen Kunden einen Umsatz von 31 Mio. Euro, was einer Steigerung von 13 % entspricht. Damit stieg der Anteil am gesamten Nettoumsatz auf 60 % nach 56 % im Vorjahr. In den USA erzielte Intershop eine Steigerung von 10 % auf 15,3 Mio. Euro, was einem Erlösanteil von rund 29 % entspricht. Die Umsätze in Asien-Pazifik waren rückläufig und kamen auf 5,5 Mio. Euro, ein Anteil von 11 % am Gesamterlös. Ursache für den Rückgang in dieser Region sind vor allem geringere Wartungserlöse mit dem Großkunden Telstra.

ERGEBNISENTWICKLUNG

In der folgenden Übersicht sind die wichtigsten Konzernergebnis-Kennzahlen dargestellt:

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  2012 2011 Veränderung
EBIT (in TEUR) -594 2.627 -123 %
EBIT-Marge -1 % 5 %  
EBITDA (in TEUR) 1.754 4.514 -61 %
EBITDA-Marge 3 % 9 %  
Konzernjahresergebnis (in TEUR) -579 3.040 -119 %

Intershop hat im vergangenen Jahr ein Bruttoergebnis in Höhe von 17,4 Mio. Euro erzielt und damit 13 % weniger als 2011. Die Bruttomarge lag bei 34 % gegenüber 41 % im Vorjahr. Grund für den Rückgang sind Lizenzerlöse, die niedriger als erwartet ausfielen, höhere Abschreibungen auf die selbsterstellte Software sowie margenschwächere Beratungserlöse im Berichtszeitraum. Das operative Ergebnis vor Abzug der Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich von 4,5 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge kam auf 3 % gegenüber 9 % im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2012 lagen bei knapp 2,4 Mio. Euro. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) lag bei -0,6 Mio. Euro. Im Vorjahr war ein EBIT von 2,6 Mio. Euro angefallen. Der Nettoverlust belief sich ebenfalls auf -0,6 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro im Jahr 2011. Das Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) fiel von 0,10 Euro auf -0,02 Euro. Ursachen für den Verlust sind zum einen geringer als erwartete Umsatzerlöse, zum anderen höhere Kosten für die Markteinführung von Intershop 7 sowie Einmalaufwendungen, insbesondere im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Vertriebs. Die Maßnahmen waren notwendig, um eine effiziente und zukunftsfähige Vertriebsstruktur zu etablieren. Insgesamt beliefen sich die Einmalaufwendungen auf 1,4 Mio. Euro. Korrigiert um diese Einmaleffekte betrug das operative Ergebnis 0,8 Mio. Euro.

Die Marketing- und Vertriebskosten erhöhten sich im Jahresvergleich um 1,7 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung verringerten sich von 6,4 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,5 Mio. Euro. Hier machten sich die Fertigstellung der Intershop-7-Plattform mit höherer Aktivierung von Softwareentwicklungskosten sowie geringere Fremdarbeiten bemerkbar. Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen um 12 % auf 5,9 Mio. Euro. Die saldierten betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich von 17,3 Mio. Euro auf 18,0 Mio. Euro. Insgesamt lag die Betriebskostenquote mit 35 % auf dem Niveau des Jahres 2011. Gleiches gilt für das Finanzergebnis, das mit 0,09 Mio. Euro dem Vorjahreswert entsprach. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 0,07 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte Intershop von einer Steuererstattung in Höhe von 0,3 Mio. Euro profitiert.

Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag der AG belief sich auf 3,5 Mio. Euro in 2012 nach einem Jahresüberschuss von 0,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 3,1 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro. Die darin enthaltenen Zuschüsse der öffentlichen Hand betrugen wie im Vorjahr 0,5 Mio. Euro. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich um 7 % auf 9,3 Mio. Euro. Der Personalaufwand erhöhte sich durch Neueinstellungen von Mitarbeitern, insbesondere im Forschungs- und Entwicklungsbereich und im Vertrieb, auf 23,1 Mio. Euro im Vergleich zu 20,9 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 12,5 Mio. Euro auf 13,8 Mio. Euro. Die sonstigen Zinserträge in Höhe von 0,2 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug -3,5 Mio. Euro nach 0,4 Mio. Euro in 2011. In 2012 belief sich der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag auf 0,02 Mio. Euro nach einem Steuerertrag in Höhe von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt erhöhte sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 11,5 Mio. Euro gegenüber 7,9 Mio. Euro in 2011.

DARSTELLUNG DER VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanz von Intershop zeigt nach wie vor eine sehr solide Vermögenslage. Bei leichtem Rückgang der Bilanzsumme von 41,2 Mio. Euro auf 38,6 Mio. Euro stieg die Eigenkapitalquote von 69 % auf 71 %. Damit liegt das Unternehmen weit über dem Durchschnitt des deutschen Mittelstands. Unverändert weist die Konzernbilanz von Intershop keine Finanzverbindlichkeiten aus. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 27,6 Mio. Euro im Vergleich zu 28,2 Mio. Euro zum Vorjahresbilanzstichtag. Die langfristigen Schulden subsumierten lediglich Umsatzabgrenzungsposten in Höhe von 0,9 Mio. Euro. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich vor allem aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-15 % auf 4,8 Mio. Euro) und kurzfristiger Rückstellungen (-66 % auf 0,4 Mio. Euro) um insgesamt 12 % auf 10,2 Mio. Euro. Auf der Aktivseite stiegen die immateriellen Vermögenswerte von 9,7 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro, was primär auf die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten zurückzuführen ist. Die Sachanlagen erhöhten sich von 1,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro. Insgesamt lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 13,9 Mio. Euro um 18 % über dem Vorjahr. Dagegen reduzierten sich die kurzfristigen Vermögenswerte von 29,4 Mio. Euro auf 24,7 Mio. Euro. Hier schlug vor allem die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 19 % auf 9,6 Mio. Euro zu Buche. Die liquiden Mittel ohne Verfügungsbeschränkung zum 31. Dezember 2012 verringerten sich um 15 % auf 14,3 Mio. Euro. Insgesamt bleibt die Liquiditätslage der Gesellschaft komfortabel.

Intershop hat im Geschäftsjahr 2012 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 2,0 Mio. Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr lag dieser bei 3,1 Mio. Euro. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit erhöhte sich von 3,1 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro, insbesondere durch die gestiegenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 0,01 Mio. Euro nach 0,7 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2012 ein Nettoabfluss an liquiden Mitteln von 2,6 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des Berichtszeitraumes von 14,3 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft im handelsrechtlichen Jahresabschluss reduzierte sich um 11% auf 34,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2012. Das Anlagevermögen erhöhte sich leicht von 11,6 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro durch den Zukauf von Sachanlagen. Das Umlaufvermögen sank im Wesentlichen durch niedrigere Forderungen auf Lieferungen und Leistungen (-14 % auf 6,9 Mio. Euro) sowie geringere Guthaben bei Kreditinstituten (-18 % auf 12,2 Mio. Euro) insgesamt um 17 % auf 22,3 Mio. Euro. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich von 2,2 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 1,3 Mio. Euro durch die Teilrückzahlung eines Darlehens einer Tochtergesellschaft. Das Eigenkapital reduzierte sich von 28,7 Mio. Euro auf 25,2 Mio. Euro durch einen erhöhten Bilanzverlust. Die Rückstellungen sanken um 13 % auf 4,4 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten um 11 % auf 3,9 Mio. Euro. Bei den Verbindlichkeiten entwickelten sich die erhaltenen Anzahlungen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenläufig. Den erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 1,5 Mio. Euro stehen entsprechende Aufträge in gleicher Höhe gegenüber.

Bei der Einzelgesellschaft reduzierten sich die flüssigen Mittel von 14,8 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro. Der Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Forschung und Entwicklung

Der Personalaufbau der letzten Jahre im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) ist vorerst abgeschlossen. Die Innovationszyklen im boomenden E-Commerce-Sektor haben sich deutlich verkürzt und der Wettbewerb hat sich verschärft. Mit dem erweiterten Team fühlt sich Intershop gut aufgestellt, seine Rolle als Branchenpionier zu verteidigen.

Mit Einführung der neuen Softwareplattform Intershop 7 sind die F&E-Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Rekordniveau von 2011 zurückgegangen. Die gesamten F&E-Ausgaben beliefen sich auf 7,9 Mio. Euro gegenüber 8,7 Mio. Euro im Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Aktivierung von Softwareentwicklungskosten betrugen die F&E-Aufwendungen rund 4,5 Mio. im Vergleich zu 6,4 Mio. Euro im Vorjahr. Es erfolgte eine höhere Aktivierung von Softwareentwicklungskosten im Vergleich zum Vorjahr. Unter den F&E-Aufwendungen sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen erfasst. Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund des Ausbaus der Beschäftigtenzahl im Vorjahreszeitraum. Dagegen reduzierten sich die Fremdleistungen, da die Notwendigkeit der Einbindung zusätzlicher Partner für die Softwareentwicklung entfiel.

Der Schwerpunkt der F&E-Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 lag nach wie vor auf der Weiterentwicklung des Kernprodukts Intershop 7, der nächsten Generation der Intershop-E-Commerce-Plattform, die im ersten Halbjahr 2012 in den weltweiten Vertrieb ging. Intershop 7 bietet mehr als 1.500 neue Features gegenüber dem Vorgängerprodukt Enfinity Suite und fungiert als Cross-Channel-Lösung für Internet, mobile Endgeräte, Call-Center und Point of Sale. Darüber hinaus entwickelte Intershop in Zusammenarbeit mit HP eine cloud-basierte Lösung für den Online-Handel als flexible, kosteneffiziente Alternative zu traditionellen Implementierungen.

Das Ergebnis der kontinuierlichen Entwicklungsarbeit sind zahlreiche Verbesserungen und innovative Anwendungen vor allem in den Bereichen Multichannel, Internationalisierung sowie Kampagnen-Management und Analyse. Ende November 2012 wurden mit der neuesten Version Intershop 7.2 die Instrumente für kundenspezifische Werbekampagnen noch einmal erweitert. So können Multi-Channel-Händler ihre On- und Offline-Promotions noch besser steuern und verknüpfen und das Design und Layout ihrer Shops schneller und flexibler anpassen. Die neue Software basiert auf einer umfangreichen Marktanalyse sowie Interviews mit über 150 E-Commerce-Verantwortlichen. Darüber hinaus flossen in das Projekt zusätzlich die Erfahrungen unserer strategischen Partner ein. Der Ausbau des Partnernetzwerks ist auch für den Bereich Forschung & Entwicklung von zentraler Bedeutung. Künftig wird der Austausch mit den Partnern deutlich intensiviert, um für den Kunden kontinuierlich Best-in-Class-Lösungen bereitzuhalten.

Personal

Intershop beschäftigte zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2012 weltweit insgesamt 530 Mitarbeiter (Vorjahr: 470 Mitarbeiter). Davon entfielen 426 Fachkräfte auf die Technische Bereiche, darunter insbesondere F&E und Beratung, 52 Mitarbeiter auf Vertrieb und Marketing sowie 52 Mitarbeiter auf die Verwaltungsfunktionen. Den größten Zuwachs verbuchten mit 42 zusätzlichen Fachkräften die Technische Bereiche, im Vertrieb kamen 14 Mitarbeiter hinzu, die Verwaltung wurde um vier Mitarbeiter erweitert. Der Schwerpunkt des Personalausbaus wird künftig im Vertriebs- und Marketingbereich liegen, wobei die Steigerung der Beschäftigtenzahl in den nächsten Jahren deutlich moderater ausfallen wird.

Der Wettbewerb um hochqualifizierte IT-Fachkräfte ist unverändert groß. Deshalb setzt das Unternehmen bei der Anwerbung von Fachkräften vor allem auf die Kooperation mit den Forschungseinrichtungen und entsprechenden Lehrstühlen anerkannter Hochschulen, um sich möglichst frühzeitig talentierte Nachwuchskräfte zu sichern. Darüber hinaus ist Intershop auf Hochschul- und Absolventenmessen deutschlandweit regelmäßig vertreten. Insgesamt verfügt Intershop über eine besonders junge Belegschaft mit einem Durchschnittsalter von 35,6 Jahren. Der Anteil an Hochschulabsolventen an der Gesamtbelegschaft liegt bei 77 %. Neueinsteigern werden Mentoren an die Seite gestellt; zusätzlich gibt es ein spezielles Einarbeitungsprogramm. Intershop bietet seinen Mitarbeitern individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten und setzt verstärkt auf die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Mit 17 % Frauenanteil bei den Führungskräften präsentiert sich Intershop weit über dem Durchschnitt von IT-Unternehmen. Intershop achtet durch flexible Arbeitszeitmodelle auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bietet seinen Mitarbeitern Möglichkeiten zur betrieblichen Altersvorsorge. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung wird bei Intershop großgeschrieben, mit modernen ergonomischen Arbeitsplätzen und viel Raum für soziale Interaktion. Nicht umsonst zählt Intershop in Umfragen regelmäßig zu den beliebtesten Arbeitgebern der Branche.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr:

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Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte) 31.12.2012 31.12.2011
Technische Abteilungen (Servicebereiche und F&E-Bereich) 426 384
Vertrieb und Marketing 52 38
Allgemeine Verwaltung 52 48
  530 470

Die regionale Verteilung der Mitarbeiter zeigt nur geringe Veränderungen gegenüber dem Jahresultimo 2011. Am 31. Dezember 2012 waren 92 % der Beschäftigten (488 Mitarbeiter) in Europa tätig, ein Jahr zuvor waren es 94 % (443 Mitarbeiter). Auf die Niederlassung in San Francisco, USA, entfielen unverändert 5 % (Ausbau von 21 auf 26 Mitarbeiter). Der Anteil der asiatisch-pazifischen Region erhöht sich von 1 % auf 3 % (Erhöhung von 6 auf 16 Mitarbeiter).

Die AG als Einzelgesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 418 Mitarbeiter (31. Dezember 2011: 384 Mitarbeiter).

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2012 gab es bei der INTERSHOP Communications AG drei Organänderungen, eine im Aufsichtsrat und zwei weitere im Vorstand.

Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 26. Januar 2012 Bob van Dijk, Vice President eBay Europe, zum Aufsichtsratsmitglied der INTERSHOP Communications AG mit Wirkung zum 1. Februar 2012 bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied James MacIntyre hat sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 30. Mai 2012 wurde Bob van Dijk als Aufsichtsratsmitglied für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 Beschluss fasst, gewählt.

Mit Wirkung zum 1. April 2012 gab es einen Wechsel im Vorstand. Das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Ludger Vogt hat zum 1. April 2012 sein Mandat mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Zum 1. April 2012 trat Herr Jochen Moll sein Amt als Mitglied und Sprecher des Vorstands an. Er verantwortet die Ressorts Vertrieb, Marketing und Consulting.

Mit Wirkung zum 30. September 2012 legte Heinrich Göttler im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Amt als Vorstand der Gesellschaft nieder. Sein Ressort Produktbereiche und New Services wird zunächst von den Vorstandsmitgliedern Ludwig Lutter und Jochen Moll gemeinsam übernommen.

Vergütungsbericht

Vergütung Vorstand

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist an unterschiedliche jährliche und mehrjährige quantitative und qualitative Ziele gebunden, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele, die eine größere Gewichtung haben, sind das Konzern-EBIT, der Konzernumsatz und der Aktienkurs. Qualitative Ziele beziehen sich auf strategische Vorgaben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich auf 752 TEUR (2011: 880 TEUR), davon entfielen 620 TEUR (2011: 624 TEUR) auf die feste Vergütung und 132 TEUR (2011: 256 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die festen Vergütungsbestandteile umfassen 588 TEUR Festgehalt und 32 TEUR Nebenleistungen (2011: 582 TEUR Festgehalt, 42 TEUR Nebenleistungen). Die Bezüge teilen sich wie folgt auf die Vorstandsmitglieder auf:

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  Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Ludwig Lutter 212 159 45 56 257 216
Jochen Moll (ab 01.04.2012) 195 - 68 - 263 -
Dr. Ludger Vogt (bis 01.04.2012) 53 201 6 100 60 301
Heinrich Göttler (bis 30.09.2012) 159 212 12 100 172 312
in 2011 ausgeschiedener Vorstand - 52 - 0 - 52
  620 624 132 256 752 880

Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Aktienoptionen der Gesellschaft besitzt kein Vorstandsmitglied.

Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) enden die Vorstandsmandate. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Mit den Vorstandsmitgliedern wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart, das eine von der Gesellschaft zu zahlende Entschädigung für ein Jahr vorsieht. Die Entschädigung umfasst 75 % der zuletzt bezogenen (Grund-)Vergütung ausschließlich Nebenleistungen. Die Entschädigungszahlung entfällt, wenn Intershop auf das Wettbewerbsverbot innerhalb einer bestimmten Frist verzichtet. Die Vorstandsverträge beinhalten im Krankheitsfall einen Anspruch auf sechsmonatige Fortzahlung der festen Grundbezüge bis maximal zum Ende der Laufzeit der Verträge. Im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds haben die Hinterbliebenen einen Anspruch auf die feste monatliche Grundvergütung für den Sterbemonat sowie für die sechs folgenden Monate. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.

Mit dem Vorstandsmitglied Dr. Ludger Vogt, das mit Wirkung zum 1. April 2012 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat als Vorstand ausschied, wurde eine vertragliche Vereinbarung über die vorzeitige Beendigung seines Vorstandsdienstvertrages getroffen. Die Vereinbarung beinhaltet die Zahlung einer Abfindung in Höhe von 464 TEUR im Geschäftsjahr 2012 zur Abgeltung aller Ansprüche für die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages; das nachvertragliche Wettbewerbsverbot aus dem Vorstandsvertrag wurde einvernehmlich aufgehoben.

Mit dem Vorstandsmitglied Heinrich Göttler, der mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2012 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Mandat als Vorstand der Gesellschaft niederlegte, wurde eine Vereinbarung getroffen, die eine Freistellung unter Fortzahlung seiner festen Vergütung inklusive Nebenleistungen und der variablen Vergütung über die Restlaufzeit seines Dienstvertrages vorsieht. Zusätzlich steht Herr Göttler der Gesellschaft als Berater über einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung. Weiterhin besteht ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot über einen bestimmten Zeitraum, für das Herr Göttler eine Karenzentschädigung in Höhe von 75 % der zuletzt bezogenen Leistungen ohne Nebenleistungen und variable Vergütung erhält. Insgesamt beträgt der von Intershop zu zahlende Maximalbetrag aus dieser Vereinbarung 369 TEUR. Im Geschäftsjahr 2012 wurden davon 72 TEUR ausbezahlt und 297 TEUR als Rückstellung gebildet, welche in 2013 in Anspruch zu nehmen sind.

Vergütung Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats beinhaltet fixe und variable Bestandteile. Die fixe Vergütung besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12.500 Euro pro Jahr sowie einem Sitzungsgeld von 2.500 Euro pro Sitzung bzw. in Höhe von 500 Euro, sofern anstelle einer Sitzung eine Telefonkonferenz abgehalten wird. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung, sofern das im gebilligten Konzernabschluss ausgewiesene Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr positiv war und festgelegte quantitative Ziele erreicht wurden: 5.000 Euro werden jeweils gewährt, wenn a) das Vorjahres-EBIT erreicht wird, b) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 % gesteigert wurde, c) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % gesteigert wurde sowie d) bei einer Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich ergebenden fixen und variablen Vergütung. Gehören Aufsichtsratsmitglieder nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat an, erhalten sie eine zeitanteilige Vergütung. Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt.

Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2012 eine Gesamtvergütung in Höhe von 113 TEUR (2011: 161 TEUR) zu, davon entfielen 113 TEUR (2011: 101 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2011: 60 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Der Vergütungsanspruch teilt sich wie folgt auf die Aufsichtsratsmitglieder auf:

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  Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Dr. Herbert May 65 53 0 30 65 83
Tobias Hartmann 24 11 0 8 24* 19*
Bob van Dijk 23 - 0 - 23* -
James W. MacIntyre 1 24 0 15 1* 39*
in 2011 ausgeschiedener Aufsichtsrat - 13 - 8 - 21*
  113 101 0 60 113 161

* Das Aufsichtsratsmitglied verzichtete auf seine ihm nach der Satzung zustehende Aufsichtsratsvergütung.

Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann, Bob van Dijk sowie James W. MacIntyre verzichteten auf ihre Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 48 TEUR. Infolge dieser Verzichte belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2012 auf 65 TEUR (2011: 83 TEUR). Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann, James W. MacIntyre und Michael R. Conn verzichteten auf ihre Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von insgesamt 78 TEUR.

Risikobericht

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Dazu wurde ein Risikohandbuch mit der Beschreibung des Risikomanagementsystems erstellt, welches regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Regelmäßig (mindestens quartalsweise) wird der Vorstand vom ernannten Risikomanager des Unternehmens über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentral. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Neu erkannte oder veränderte Risiken werden zeitnah an den Vorstand gemeldet. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen. Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert.

Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.

Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird eine jährliche (mit quartalsweiser Aktualisierung) Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen die Relevanzskala und die Risikoeigner festgelegt, bereits identifizierte Risiken überprüft sowie neue Risiken erfasst werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP zurückgegriffen. Wenn möglich oder sinnvoll werden alle Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und, soweit möglich, Schadenshöhe bewertet. Der Umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern.

Intershop hat im Zug der Risikoinventuren in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.

UMFELDRISIKEN UND BRANCHENRISIKEN

Intershop agiert als führender Anbieter innovativer E-Commerce-Lösungen in einem sehr dynamischen Markt. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. Prinzipiell besteht das Risiko, dass Intershop Produkte und Dienstleistungen anbietet, die nicht den Kundenbedürfnissen und Markterwartungen entsprechen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien anzubieten, kann dies zu einer zukünftigen negativen Umsatzentwicklung führen, weil Kunden zu Wettbewerbern wechseln und die Neukundengewinnung erschwert wird. Intershop begegnet diesem Risiko durch eine ständige Marktbeobachtung und Analyse der Kundenbedürfnisse in Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Marktanalysten. So wurde die neue Intershop-Software Intershop 7 in Zusammenarbeit mit Partnern sowie auf Basis einer Marktuntersuchung in Kooperation mit 150 Online-Händlern weltweit entwickelt. Eine unabhängige Studie im Auftrag von Intershop untersuchte in 2012 Herausforderungen für europäische Händler.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem Lösungsanbieter für Businessmodelle im E-Commerce.

Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei ist die Kundenbindung ein sehr wichtiger Faktor. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop besser beherrschbar.

Hinsichtlich der Intershop-Software besteht ein für Software typisches Produktmangelrisiko. Durch Fehler in der Entwicklung kann es möglich sein, dass das Produkt mangelhaft ist und insbesondere hinsichtlich Produktsicherheit nicht den Kunden- und Marktanforderungen entspricht. Produktmängel könnten zu einer potentiellen oder tatsächlichen Beeinträchtigung des Betriebs beim Kunden führen und bei schweren Mängeln die Akzeptanz der Produkte von Intershop erheblich mindern. Für Intershop fielen in Folge dessen Zusatzkosten zur Mängelbeseitigung und/oder Kosten für mögliche juristische Auseinandersetzungen/Schadensersatz beim Kunden an. Außerdem ist ein Umsatzrückgang möglich. Das Risiko wird jedoch als gering angesehen, weil ein aufwendiger Qualitätssicherungsprozess die Möglichkeit des Auftretens unerkannter Produktfehler minimiert.

Auch die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potentielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Dies ist vor allem im außereuropäischen Ausland der Fall, wenngleich auch im Jahr 2012 sowohl in den USA als auch in der asiatisch-pazifischen Region neue Aufträge gewonnen wurden. Intershop begegnet diesem Risiko mit einem Ausbau der Mitarbeiterzahl in den Auslandsmärkten sowie einem Netz an internationalen Vertriebspartnern, die mit unterschiedlichsten Vertriebs- und Werbemaßnahmen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke Intershop beitragen.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch eine ineffiziente Vertriebsorganisation, die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden oder nicht-zielführende Marketingaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, erweiterte Vertriebsstruktur und verstärkte Schulungsmaßnahmen entgegengesteuert, sodass ein Risiko hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.

Aufgrund der Komplexität der Produkte gestaltet sich der Vertrieb über Partner als anspruchsvoll. Intershop setzt vor allem in ausländischen Märkten zwangsläufig auf Vertriebspartner, da der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen zu hohe Kosten nach sich zieht. Um Risiken aus einer fehlerhaften Beratung potentieller Kunden durch Partner zu vermeiden, setzt Intershop auf gezielte Schulungen und einen Auswahlprozess der Partner, der einem umfangreichen Anforderungskatalog genügen muss.

PERSONALRISIKEN

Die Leistungen und das Know-how der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Dabei besteht insbesondere bei Personal in Schlüsselpositionen das Risiko, dass das spezifische Wissen dieser Mitarbeiter bei einem Wechsel zu einem Wettbewerbsunternehmen dort eingesetzt wird. Ferner ist es grundsätzlich schwieriger, diese Mitarbeiter zu ersetzen. Ein Verlust von Schlüsselpersonen könnte die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg von Intershop verringern. Durch den Einsatz eines modernen Personalmanagements mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen in Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur und flachen Hierarchien wird diesen Risiken entgegengewirkt. Intershop hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die genannten Maßnahmen, die hohen Qualifikationen der Mitarbeiter und auch durch ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, so dass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Die Geschäftsprozesse bei Intershop basieren auf Informationstechnologien. Dabei besteht ein typisches inhärentes Datenverlustrisiko. Ferner ist Intershop dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Zusätzlich besteht das Risiko, das Informationen an Wettbewerber abfließen, die ihnen Wettbewerbsvorteile schaffen. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit sowie Datensicherungsverfahren weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Sicherheitsrichtlinien und Sicherheitsprozesse werden regelmäßig aktualisiert. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Risiko realisiert, daher als gering ein.

Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Intershop hat aktuell eine hohe Liquiditätsbasis und finanzielle Stärke, um Risiken tragen zu können. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken werden getroffen.

Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es wird hierzu zusätzlich auf den Konzernanhang, Abschnitt "Angaben zu den Finanzinstrumenten" verwiesen.

SONSTIGE RISIKEN

Mit Intershop 7 führt Intershop alternativ ein neues Lizenzmodell ein: eine Miete der Software auf Basis der Anzahl der Transaktionen. Dieses transaktionsbasierte Preismodell orientiert sich an den Kennzahlen und der Denkweise des Kunden. Es bedeutet aber für Intershop, dass sich im Vergleich zum Lizenzkaufmodell die Umsätze mit dem jeweiligen Kunden über mehrere Jahre strecken, was zu einem Lizenzumsatzeinbruch in der Einführungsphase führen könnte, sofern sich eine große Anzahl von Intershop-7-Kunden für dieses Modell entscheidet. Im Gegenzug würde Intershop in den Folgejahren von den zeitlich verschobenen Lizenzeinnahmen sowie von einer noch stärkeren langfristigen Kundenbindung profitieren. Zusätzlich können aus dem neuen Modell Risiken aus der Umsatzbestimmung resultieren. Außerdem besteht ein strategisches Risiko für Intershop, wenn der Kunde dauerhaft niedrige oder sinkende Umsätze bzw. Transaktionen hat. Intershop versucht das Risiko durch vertragliche Vereinbarungen über garantierte Mindestumsätze sowie vorab festgelegte Transaktionsvolumina zu minimieren.

Das Tochterunternehmen TheBakery GmbH befindet sich in der Entwicklungsphase. Die Abdeckung der entstehenden Kosten wird durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es TheBakery GmbH nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze sowie zusätzliche Kosten. Intershop begegnet diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, welche von Marketingmaßnahmen flankiert werden, sowie durch Erweiterung des TheBakery-Produktportfolios.

Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass, über die im Konzernanhang angegebenen Rechtsstreitigkeiten hinaus, aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Diese Risiken werden zudem durch Versicherungen abgesichert bzw. es wurden vorsorglich Rückstellungen gebildet. Es wird auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/ Eventualverbindlichkeiten" verwiesen.

Dritte könnten Intershop der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, wie zum Beispiel Patenten oder Urheberrechten, bezichtigen und Schadenersatzforderungen geltend machen oder auch versuchen, den Vertrieb der Intershop-Software zukünftig zu beschränken. Dies gilt vornehmlich für die Staaten, in denen Softwareverfahrenspatente existieren. Intershop prüft zur generellen Risikominimierung daher insbesondere und regelmäßig die Einhaltung von Lizenzbestimmungen Dritter bereits im Entwicklungsprozess.

Intershop erwirtschaftet rund die Hälfte seines Umsatzes mit Großkunden. Damit besteht das Risiko, dass der Verlust eines oder mehrerer Großkunden einen negativen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben könnte. Intershop sieht dieses Risiko jedoch als sehr gering an, da seitens der Kunden eine hohe zeitliche und finanzielle Wechselhürde besteht. Zudem wird das Risiko durch langfristige Verträge und eine breite Kundenbasis, die gute Kompensationsmöglichkeiten bietet, zusätzlich minimiert. Darüber hinaus erfolgt permanent eine systematische Projektanalyse um im Bedarfsfall bei Planabweichungen frühzeitig reagieren zu können. Für das entsprechende Projekt wird vor Projektstart ein Projektplan mit Aufwandsschätzung erstellt. Während des Projektes werden die Schätzungen und Projektfortschritte regelmäßig überprüft. Das Projektcontrolling ermittelt mögliche Abweichungen hinsichtlich Aufwand, Umsatz und Marge, Projektdauer bzw. Erreichung bestimmter Meilensteine und schlägt bei Abweichungen mögliche Gegenmaßnahmen vor.

Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es unmöglich werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.

CHANCEN

Intershop agiert in einem sehr dynamischen und wachsenden Marktumfeld. Im E-Commerce-Sektor ergeben sich ständig neue Chancen. Diese zu identifizieren und zu nutzen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen, ist ein wesentlicher Treiber für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens. Deshalb sind bei Intershop das Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Das Chancenmanagement ist Teil des strategischen Planungsprozesses bei Intershop - hier werden regelmäßig interne und externe Potenziale evaluiert, die sich positiv auf die Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Unternehmens auswirken können.

Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Intershop-Kunden haben eine hohe Zufriedenheit, wie regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen. Daraus können sich auch kurzfristige und außerhalb von Wettbewerbsverfahren nennenswerte Nachfolgeaufträge ergeben. Die Kundenstruktur von Intershop mit einem hohen Umsatzanteil von Großkunden bietet die Chance, ohne erneuten Akquise-Aufwand auch weitere Umsätze mit diesen Kunden zu realisieren, da sie aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln. Als Pionier der Branche mit der längsten Erfahrung im Marktsegment hat Intershop den Ruf, ein besonders verlässlicher Projektpartner zu sein, der auch unter schwierigen Voraussetzungen Projekte in Time und Budget zum Erfolg führt. Dies kann zu kurzfristigen Kundengewinnen führen, insbesondere wenn Kunden zuvor mit anderen Anbietern in einem Projekt gescheitert sind. Weiterhin sieht das Unternehmen erhebliche Chancen in einer forcierten Optimierung der Vertriebs- und Partnerstruktur und der Erweiterung der Vertriebsgebiete.

GESAMTRISIKOPOSITION

Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Intershop-Konzern ist entsprechend der Vorstandressorts gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung. Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt, welche regelmäßig überprüft und wenn notwendig angepasst wird. Die Genehmigungsrichtlinie beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren Umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Es sind Angaben über finanzielle und bilanzielle Auswirkungen sowie Budgeteffekte darzulegen und Alternativen (z. B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Genehmigungsrichtlinie existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. Diese werden ebenfalls regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. In den mindestens wöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.

Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften durch Buchhaltungssysteme erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf eine Tochtergesellschaft, von der zentralen Finanzabteilung im SAP-System der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt mit einer zentralen Konsolidierungssoftware. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Vom Konzerncontrolling werden monatlich Detailauswertungen erstellt, um die Entwicklung des Konzerns, der Einzelgesellschaften sowie der Kostenstellen und Profitcenter aufzuzeigen. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt auch die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts.

Angaben nach § 289 Absatz 4 HBG bzw. § 315 Absatz 4 HBG nebst erläuterndem Bericht

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30.183.484 Euro und ist eingeteilt in 30.183.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die GSI Commerce Solutions Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist zum Bilanzstichtag mit 26,14 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die GSI Commerce Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,14 % an der INTERSHOP Communications AG beteiligt. Die eBay Inc., San Jose, Kalifornien, USA, hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,14 % der Stimmrechtsanteile an der INTERSHOP Communications AG. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen zum Bilanzstichtag am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden der INTERSHOP Communications AG nicht mitgeteilt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen werden Arbeitnehmer nicht am Kapital beteiligt, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können.

Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letztgenannter Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen Umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen.

Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang, Abschnitt "Eigenkapital" bzw. auf den Anhang der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft.

Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäss § 289a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum vom 19. Februar 2013 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese zusammen mit dem Bericht über die Unternehmensführung (Corporate-Governance-Bericht) auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung öffentlich zugänglich gemacht.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat rein vorsorglich für das Geschäftsjahr 2012 einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG aufgestellt. In diesem Bericht werden auch die Beziehungen zu GSI Commerce Solutions Inc. dargestellt. Der Vorstand geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von dem Bestehen eines Abhängigkeitsverhältnisses zur GSI Commerce Solutions Inc. aus. Der Vorstand ist sich jedoch bewusst, dass diese Einschätzung von Unwägbarkeiten und Unsicherheiten abhängt, insbesondere von der Prognose zukünftiger Hauptversammlungsmehrheiten, die sich nicht sicher vorhersehen lassen. Daher wurde der Abhängigkeitsbericht vorsorglich und freiwillig erstattet. Er enthält die folgende Schlusserklärung:

"Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat für die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die genannten Maßnahmen getroffen wurden, nicht benachteiligt worden. Berichtspflichtige andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum weder getroffen noch unterlassen."

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft veröffentlichte gemäß §15a WpHG, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Herbert May am 25. Februar 2013 10.000 Intershop-Aktien im Gesamtwert von 18.200 Euro und der Vorstandssprecher Jochen Moll am 1. März 2013 10.000 Intershop-Aktien im Gesamtwert von 19.270 Euro gekauft haben.

Prognosebericht

RAHMENBEDINGUNGEN

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner jüngsten Prognose mit einer schrittweisen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2013. Allerdings wird für die Eurozone auch im laufenden Jahr noch eine leichte Rezession mit einer Reduzierung der Wirtschaftsleistung um 0,2 % erwartet. In 2014 wird dann ein Turnaround auf 1,0 % prognostiziert. Für die USA wird mit einem leicht reduzierten Wachstumstempo von 2,0 % gerechnet, während für die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Zuwachs von 5,5 % veranschlagt wird. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins Jahr 2013. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar 2013 zum dritten Mal in Folge gestiegen. Der Wert für die Zukunftserwartungen der gewerblichen Wirtschaft hat sich ebenfalls verbessert und liegt so hoch wie seit Mai 2012 nicht mehr. Insgesamt zeigt sich die Wirtschaft optimistischer als die Politik. Im Jahreswirtschaftsbericht 2013 geht die Bundesregierung nur von einem Wachstum von 0,4 % aus und kürzt damit ihre Prognose vom Herbst 2012.

Der Wachstumstrend im E-Commerce-Sektor ist ungebrochen. Der Handel über das Internet ist zu einem bedeutenden Standbein der Wirtschaft avanciert, von dem nicht nur Markenartikler profitieren. So hat beispielsweise die Deutsche Post Tochter DHL dank des Booms im Online-Handel im letzten Jahr so viel Pakete ausgeliefert wie noch nie. Noch beträgt der Anteil der über das Internet erzielten Erlöse nur rund 7,5 % der gesamten Einzelhandelsumsätze in Deutschland. Doch alle Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass dieser Anteil zumindest in den kommenden zehn Jahren weiter steigen wird. Auch international wird für 2013 von einem kräftigen Wachstum ausgegangen. Nach Angaben der Analysten von Goldman Sachs erreicht das weltweite Online-Handelsvolumen im kommenden Jahr knapp die Marke von einer Billion USD (+17 %), wobei Asien mit 323 Mrd. USD zum größten Internetmarkt der Welt avanciert. Für Europa prognostiziert Goldman Sachs ein Volumen von 283 Mrd. USD und damit einen Anteil von rund 29 % am globalen Online-Handel und für die USA ein Volumen von 253 Mrd. USD.

Eines der wichtigsten Themen im Jahr 2013 bleibt die intelligente Verknüpfung von On- und Offlinekanälen. Einzelhändler, die nicht auf den Onlinevertrieb setzen, verlieren zunehmend Marktanteile. Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt spricht von einem "neuen Handelskrieg" zwischen klassischen Einzelhändlern und der wachsenden Zahl an Onlineshops. Branchenverbände erwarten eine weitere Verschmelzung und Integration der Vertriebs- und Marketingkanäle. Kunden wollen künftig selbst entscheiden, wann, wo und wie sie einkaufen, daher wird die Omnipräsenz der Anbieter ein entscheidendes Kriterium für den Verkaufserfolg. Nach Prognosen des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. wächst der Online-Handel in Deutschland im Jahr 2013 um 14 % auf 33,6 Mrd. Euro. Davon entfallen nach BVDW-Angaben 4,3 Mrd. Euro auf den Bereich M-Commerce.

Der deutsche IT-Markt wird nach Prognosen von BITKOM im laufenden Jahr ebenfalls weiter zulegen. Das erwartete Volumen von 74,9 Mrd. Euro liegt um 2,9 % über dem Umsatz des Jahres 2012. Besonders zuversichtlich sind die Anbieter von IT-Dienstleistungen und Software. Acht von zehn Unternehmen (81 bzw. 79 Prozent) gehen laut BITKOM von Umsatzsteigerungen im Jahr 2013 aus. Auch für Europa insgesamt wird ein wachsender IT-Markt prognostiziert. Nach Einschätzung der European Information Technology Observatory (EITO) steigt das Umsatzvolumen in 2013 um 2,8 % auf 330 Mrd. Euro.

UNTERNEHMENSAUSBLICK

Die hohe Marktdynamik, aber auch der verschärfte Wettbewerb um große Mandate mit zum Teil erheblichen Preisnachlässen von oftmals defizitären Wettbewerbern machen es für Intershop schwierig, Vorhersagen zum eigenen Geschäftsverlauf zu treffen. Die Unwägbarkeiten und Projektverzögerungen haben im vergangenen Jahr dazu geführt, dass die Gesellschaft ihre Prognose im dritten Quartal 2012 senken musste. Im Lizenzbereich hat Intershop im vergangenen Jahr sein Ziel einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr nicht erreicht. Die Markteinführung unserer innovativen E-Commerce-Plattform Intershop 7 hat zu ersten Akquisitionserfolgen geführt, einige Projekte sind in der Pipeline. Die neue Software hat mehr Neuerungen als jedes andere Release-Update der Intershop-Standardsoftware in der Historie. Sie untermauert den Anspruch der Technologie- und Marktführerschaft von Intershop. Jetzt gilt es, die technische Überlegenheit in weitere Mandate umzumünzen.

Vor diesem Hintergrund hat das Management eine grundlegende Neuausrichtung des Vertriebs vorgenommen. Insbesondere der Ausbau des Partnernetzwerks zählt zu den wichtigsten Unternehmenszielen von Intershop. Insgesamt sieht das Intershop-Management in der Partnerstrategie einen wichtigen Baustein, die Technologieplattform des Unternehmens vor allem außerhalb Europas schneller auf den Markt zu bringen und Produktinnovationen kurzfristiger umzusetzen.

Das Beratungsgeschäft hat sich im letzten Jahr planmäßig entwickelt, wenngleich die Marge unter dem Durchschnitt der Vorjahre lag. Hier ist mit einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung zu rechnen. Für den Bereich Wartung, der im vergangenen Jahr an Umsatz verloren hat, wird aufgrund von Nachlaufeffekten für 2013 noch eine leichte Reduzierung prognostiziert. Für die Sonstigen Erlöse erwartet Intershop eine Fortsetzung des deutlichen Wachstums sowohl durch das Full-Service-Geschäft als auch durch steigende Umsätze mit der TheBakery-Plattform. Im Online Marketing rechnet der Vorstand ebenfalls mit weiter steigenden Erlösen bei der Tochter SoQuero. Durch die Auswirkungen von Vertriebsmaßnahmen wird im Lizenzbereich wieder von steigenden Umsätzen in 2013 ausgegangen.

GESAMTAUSSAGE FÜR 2013 UND 2014

Basierend auf den Annahmen für die jeweiligen Geschäftsbereiche erwartet Intershop auf Konzernebene und für die Einzelgesellschaft in 2013 eine Steigerung der Nettoerlöse im einstelligen Prozentbereich. Aufgrund der steigenden Investitionen in den Bereichen Vertrieb und Marketing geht Intershop von einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2013 aus. Für das Jahr 2014 prognostiziert Intershop weiter steigende Nettoumsätze bei einem positiven operativen Ergebnis.

 

Jena, den 11. März 2013

Der Vorstand

Jochen Moll

Ludwig Lutter

JAHRESABSCHLUSS

INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

BILANZ

INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

AKTIVA

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in EUR 31. Dezember 2012 31. Dezember 2011
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen 171.306 208.098
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.135.210 929.810
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.496.834 10.496.834
  11.803.350 11.634.742
Umlaufvermögen    
Vorräte    
Unfertige Leistungen 1.468.818 443.793
Geleistete Anzahlungen 128.105 15.000
  1.596.923 458.793
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.875.802 8.065.124
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.319.625 2.242.870
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 243.995 1.090.251
Sonstige Vermögensgegenstände 135.159 298.912
  8.574.581 11.697.157
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 12.170.992 14.749.472
  22.342.496 26.905.422
Rechnungsabgrenzungsposten 303.782 192.029
AKTIVA, insgesamt 34.449.628 38.732.193

Passiva

   
in EUR 31. Dezember 2012 31. Dezember 2011
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 30.183.484 30.170.984
Bedingtes Kapital: 0 Euro (Vorjahr: 59.584 Euro)    
Kapitalrücklage 6.445.281 6.431.531
Bilanzverlust -11.462.119 -7.913.658
  25.166.646 28.688.857
Rückstellungen    
Steuerrückstellungen 388.918 568.777
Sonstige Rückstellungen 4.014.988 4.474.445
  4.403.906 5.043.222
Verbindlichkeiten    
Erhaltene Anzahlungen 1.524.480 707.273
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.592.374 2.491.777
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 71.420 544.090
Sonstige Verbindlichkeiten 729.565 612.813
davon aus Steuern: 574.419 Euro (Vorjahr: 343.373 Euro)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 34.272 Euro (Vorjahr: 35.044 Euro)    
  3.917.839 4.355.953
Rechnungsabgrenzungsposten 961.237 644.161
PASSIVA, insgesamt 34.449.628 38.732.193

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

INTERSHOP COMMUNICATIONS AG

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  1. Januar bis 31. Dezember
in EUR 2012 2011
Umsatzerlöse 39.996.160 40.448.126
Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 1.025.026 272.055
Sonstige betriebliche Erträge 2.293.267 3.092.763
Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Waren -562.214 -429.203
Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.281.355 -9.983.071
Personalaufwand    
Löhne und Gehälter -19.946.268 -18.019.739
Soziale Abgaben -3.124.316 -2.847.945
Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -684.896 -497.779
Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.863.307 -12.516.930
Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 428.211 312.836
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 202.901 556.729
davon aus verbundenen Unternehmen: 114.547 Euro (Vorjahr: 472.105 Euro)    
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.297 -14.124
davon aus Aufzinsung: 0 Euro (Vorjahr: 12.190 Euro)    
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.519.088 373.718
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -29.373 223.417
Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -3.548.461 597.135
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7.913.658 -8.510.793
Bilanzverlust -11.462.119 -7.913.658

ANHANG

INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft (Intershop), Jena, für das Geschäftsjahr 2012 wird nach den Vorschriften des HGB sowie des AktG aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare und gegebenenfalls erforderliche außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert in Höhe von 150 Euro bis 1.000 Euro wird ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird. Von dieser steuerlichen Regelung wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung im Handelsrecht Gebrauch gemacht.

Von dem Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten hat Intershop keinen Gebrauch gemacht.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um erforderliche Wertberichtigungen.

Die Vorräte werden mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zu ihrem Nennwert bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert, vermindert um gegebenenfalls erforderliche Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen).

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Anteil der Ausgaben/Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, die Aufwendungen/Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen decken sämtliche erkennbaren Risiken. Die Bewertung erfolgte in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre für entsprechende Laufzeiten diskontiert. Bei der Rückstellungsbewertung wurden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge führen zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern. Auf die Bilanzierung der aktiven latenten Steuern wird entsprechend des Wahlrechts nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Erläuterungen zu den Posten des Jahresabschlusses

Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

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  Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Gesamt
in TEUR Entgeltlich erworbene Softwarelizenzen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anteile an verbundenen Unternehmen  
Anschaffungskosten        
Stand zum 01.01.2012 3.256 3.273 46.151 52.680
Zugänge 125 730 0 855
Abgänge -1.427 -2 -82 -1.511
Stand zum 31.12.2012 1.954 4.001 46.069 52.024
Abschreibungen        
Stand zum 01.01.2012 3.048 2.343 35.654 41.045
Zugänge 162 523 0 685
Abgänge -1.427 0 -82 -1.509
Stand zum 31.12.2012 1.783 2.866 35.572 40.221
Nettobuchwert zum 31.12.2011 208 930 10.497 11.635
Nettobuchwert zum 31.12.2012 171 1.135 10.497 11.803

Die Abgänge bei den Immateriellen Vermögensgegenständen resultieren aus einer Inventur.

Von den Finanzanlagen entfallen 8.863 TEUR auf die Intershop Communications Inc. und 1.628 TEUR auf die SoQuero GmbH Auf die Anteile an der Intershop Communications Inc. wurden in Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Aufgrund der positiven operativen Ergebnisse in der Folgezeit und im Berichtsjahr sowie nach der aktuellen Unternehmensplanung liegen derzeit keine Anhaltpunkte für einen weiteren Wertberichtigungsbedarf bei Intershop Communications Inc. oder der SoQuero GmbH vor.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit 360 TEUR (Vorjahr: 1.527 TEUR) aus der Konzernfinanzierung, mit 428 TEUR aus der Ergebnisübernahme (Vorjahr: 313 TEUR) von der Tochtergesellschaft SoQuero Gmbh und im Übrigen aus laufenden Leistungsbeziehungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, analog zum Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, analog zum Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die im Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesenen liquiden Mittel sind im Gesamtbetrag von 65 TEUR (Vorjahr: 67 TEUR) als Sicherheit für Mietverpflichtungen mit einem Pfandrecht belegt (liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung).

Das Grundkapital in Höhe von 30.183.484 Euro besteht aus 30.183.484 Stück auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien.

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt (in TEUR):

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Stand 31.12.2011 6.432
Zuführung Agio aus Aktienoptionsausübung 13
Stand 31.12.2012 6.445

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag aus den Vorjahren in Höhe von 7.914 TEUR enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (1.859 TEUR; Vorjahr: 1.602 TEUR) und Provisionen (816 TEUR; Vorjahr: 947 TEUR). Die übrigen Rückstellungen betreffen Kosten des Jahresabschlusses und der Hauptversammlung, Urlaubsansprüche, drohende Verluste aus Dauerschuldverhältnissen und schwebenden Geschäften sowie Lizenzgebühren.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der laufenden Personalabrechnung sowie zu zahlende Umsatzsteuer.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, analog zum Vorjahr, aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen ist wie folgt:

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in TEUR 2012 2011
Inland 18.609 17.131
Europäisches Ausland 5.971 5.723
Außereuropäisches Ausland 15.416 17.594
  39.996 40.448

Die Umsatzerlöse resultieren mit 4.735 TEUR (Vorjahr 5.018 TEUR) aus Lizenzerlösen und mit 35.261 TEUR (Vorjahr 35.430 TEUR) aus Erlösen für Serviceleistungen (Beratung, Wartung und Sonstiges).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Erträge aus Währungsumrechnung betragen 345 TEUR (Vorjahr: 241 TEUR).

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen betreffen 237 TEUR vorhergehende Perioden.

Die Aufwendungen für bezogene Waren beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzgebühren an Dritte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.323 TEUR (Vorjahr: 868 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von 213 TEUR (Vorjahr: 486 TEUR).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren aus dem seit dem Geschäftsjahr 2008 bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der SoQuero Gmbh.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus Vorjahren in Höhe von 31 TEUR enthalten.

Sonstige Angaben

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2012 verfügte die Gesellschaft unverändert gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag über Genehmigte Kapitalia von 7.656.137 Euro. Kapitalerhöhungen aus den Genehmigten Kapitalia fanden im Geschäftsjahr 2012 nicht statt. Gemäß der Satzung der Intershop Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:

Um bis zu insgesamt 7.500.000 Euro gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis zum 21. Juli 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.

Um bis zu insgesamt 156.137 Euro gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre (Genehmigtes Kapital II). Die Ermächtigung galt befristet bis zum 31. Dezember 2012. Das Genehmigte Kapital II diente der Bedienung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsplan 2001. Alle Bezugsrechte sind zum Bilanzstichtag verfallen, somit können keine weiteren Aktien aus dem Genehmigten Kapital II ausgegeben werden.

Bedingtes Kapital

Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über kein Bedingtes Kapital. Das Bedingte Kapital I der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012 durch Beschluss der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 aufgehoben. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 28. Juni 2012. Das Bedingte Kapital I war zur Bedienung ausübbarer Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsplan 1999 vorgesehen. Im März 2012 wurden 12.500 Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 1999 ausgeübt und 12.500 neue Aktien aus dem Bedingten Kapital I zur Erfüllung dieser Bezugsrechte zum 28. März 2012 ausgegeben. Damit reduzierte sich das Bedingte Kapital I auf 47.084 Euro. Die deklaratorische Eintragung dieser Aktienausgabe in das Handelsregister erfolgte am 24. April 2012. Aufgrund des Verfalls und der Nichtentstehung von Bezugsrechten konnten jedoch keine weiteren Aktien aus dem Bedingten Kapital I ausgegeben werden, welches daher durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 30. Mai 2012 aufgehoben wurde.

Zum Bilanzstichtag sind keine Optionen aus den Aktienoptionsplänen der Gesellschaft ausgegeben.

Zum Bilanzstichtag hielten die eBay Inc. über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. und GSI Commerce Solutions Inc. 26,14 % sowie die Cyrte Investments B.V. 7,15 % der Anteile an der INTERSHOP Communications AG. Den Angaben zu der Beteiligung der eBay Inc. liegt die von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekanntgemachte Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG über Stimmrechtsveränderungen im Geschäftsjahr 2011 zugrunde. Der letzten Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG vom 14. Oktober 2011 zufolge betrug der Stimmrechtsanteil der cyrte Investments B.V. an der INTERSHOP Communications AG 5,01 %. Aufgrund der Anmeldung der Cyrte Investments B.V. zur ordentlichen Hauptversammlung im Jahre 2012 hat die Gesellschaft jedoch Kenntnis darüber, dass die Beteiligung sich nunmehr auf 7,15 % beläuft.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Rechnungen in ausländischer Währung mit Währungsoptionen gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Währungsoptionen.

Angaben nach § 285 Nr. 3 HGB, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus einem Mietvertrag für die Geschäftsräume der Gesellschaft bestehen zum 31. Dezember 2012 finanzielle Verpflichtungen von 6,6 Mio. Euro, die bis zum Ende der Mietlaufzeit bis Ende November 2015 ratierlich fällig werden. Daneben bestehen aus weiteren Mietverträgen sowie aus Leasingverhältnissen zu Fahrzeugen und Büroausstattung sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 1,3 Mio. Euro. Die Miet- und Leasingverhältnisse enthalten die vertragstypischen Vorteile und Risiken. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr gegenüber der nicht operativen Tochtergesellschaft Intershop Communications Ventures GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Von einer Inanspruchnahme wird nicht ausgegangen, da die Tochtergesellschaft nur Verbindlichkeiten gegenüber Intershop hat.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2012 waren durchschnittlich 403 Mitarbeiter (im Vorjahr: 354 Mitarbeiter) beschäftigt (ausschließlich Angestellte).

Organe der Gesellschaft

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

DR. HERBERT MAY

Aufsichtsratsvorsitzender seit 17.11.2010

Mitglied seit 19.10.2010

Dipl.-Ingenieur, Geschäftsführender Gesellschafter der Dr. May Management

Beratungs- und Beteiligungs GmbH

Weitere Aufsichtsratsmandate:

Ubidyne Inc., Scottsdale, AZ, USA (Chairman Board)

Versant corp., Redwood City, CA, USA

Certon GmbH, Heidelberg (Beirat)

Communology GmbH, Köln (Beiratsvorsitz bis 31.10.2012)

TOBIAS HARTMANN

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 30.05.2012

Mitglied seit 01.07.2011

CEO des Bereichs Global Operations von GSI Commerce Inc.

BOB VAN DIJK

Mitglied seit 01.02.2012

Vice President eBay Europe, eBay Inc.

JAMES W. MACINTYRE

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vom 14.12.2010 bis 31.01.2012

Mitglied vom 01.06.2010 bis 31.01.2012

Direktor und Mitglied der Geschäftsführung, Arimor, LLC, McLean, Virginia, USA

Direktor und Mitglied der Geschäftsführung, Product Laboratory, LLC, McLean, Virginia, USA

Dem Vorstand gehörten an:

JOCHEN MOLL

Sprecher des Vorstands und Vorstandsmitglied seit 01.04.2012

LUDWIG LUTTER

Vorstandsmitglied seit 01.04.2011

HEINRICH GÖTTLER

Vorstandsmitglied vom 23.06.2008 bis 30.09.2012

DR. LUDGER VOGT

Vorstandsmitglied vom 01.12.2008 bis 01.04.2012

Bezüge der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 beliefen sich auf 752 TEUR (2011: 880 TEUR), davon entfielen 620 TEUR (2011: 624 TEUR) auf die feste Vergütung und 132 TEUR (2011: 256 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die Leistungen für die vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit für die im Geschäftsjahr 2012 ausgeschiedenen Vorstände betrugen 833 TEUR.

Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2012 eine Gesamtvergütung in Höhe von 113 TEUR (2011: 161 TEUR) zu, davon entfielen 113 TEUR (2011: 101 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2011: 60 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Durch den Vergütungsverzicht von Aufsichtsratsmitgliedern belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat auf 65 TEUR (2011: 83 TEUR). Einzelheiten zur Vergütung der Vorstände und Aufsichtsräte werden im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichts und Lageberichts der INTERSHOP Communications AG dargestellt.

Zum 31. Dezember 2012 hielt kein Organmitglied der Gesellschaft Intershop-Inhaberstammaktien.

Konzernzugehörigkeit

Als börsennotiertes Unternehmen stellt die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft gemäß § 315a HGB einen Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss wird beim Bundesanzeiger eingereicht. Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2012 neben der Muttergesellschaft die Tochterunternehmen Intershop Communications, Inc., SoQuero GmbH, TheBakery GmbH, Intershop Communications Australia Pty Ltd, Intershop Communications Nordics AB sowie Intershop Communications Ventures GmbH.

Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft am 31. Dezember 2012 gliedert sich wie folgt:

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  Anteil
in %
Währung Eigenkapital* Jahresergebnis**
Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA 100 Euro -429.837 511.770
SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland 100 Euro 213.151 428.211***
TheBakery GmbH, Berlin, Deutschland 100 Euro -2.039.060 -989.679
Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien 100 Euro 27.574 14.883
Intershop Communications Ventures GmbH, Jena, Deutschland 100 Euro -2.224.125 -28.267
Intershop Communications Nordics AB, Malmö, Schweden 100 Euro 25.069 -1.947

* Eigenkapital zum 31.12.2012 umgerechnet zum Stichtagskurs
** (vorläufiges) Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2012 umgerechnet zum Jahresdurchschnittskurs
*** Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft INTERSHOP Communications AG

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers sind im Konzernanhang der Gesellschaft enthalten.

Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz

Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 11. Januar 2013 abgegeben und auf der Unternehmensinternetseite unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance öffentlich zugänglich gemacht.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft schlägt vor, den Bilanzverlust von 11.462.119 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Gesellschaft beschrieben sind.

 

Jena, den 11. März 2013

Der Vorstand

Jochen Moll

Ludwig Lutter

BESTÄTIGUNGSVERMERK

INTERSHOP COMMUNICATIONS AKTIENGESELLSCHAFT

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, den 13. März 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat kontinuierlich die Führung der Geschäfte durch den Vorstand entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben überwacht und sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt.

AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND INHALTE

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2012 in zwölf Sitzungen, von denen vier als Präsenzsitzungen stattfanden und acht telefonisch abgehalten wurden. Schwerpunkte der Sitzungen waren die aktuelle wirtschaftliche Unternehmensentwicklung, insbesondere die Umsatz- und Ergebnislage, die Mitarbeiterentwicklung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an mehr als der Hälfte der Sitzungen teil. Lediglich Herr James W. MacIntyre, der sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt hat, nahm nicht mehr an der einzigen Sitzung während seiner Restamtszeit im Berichtsjahr teil.

Gegenstand der Sitzungen am 12. Januar 2012 und am 15. Februar 2012 war das Budget für das Geschäftsjahr 2012, welches in letzterer Sitzung verabschiedet wurde. Außerdem berichtete der Vorstand über die Geschäftsergebnisse des Geschäftsjahres 2011. In den Aufsichtsratssitzungen am 19. März 2012 und 1. April 2012 erfolgten Beschlussfassungen zu Vorstandspersonalien. Im Mittelpunkt der Sitzungen am 3. Mai 2012 sowie am 1. August 2012 standen die Berichte des Vorstands zur aktuellen Quartalsentwicklung sowie die zu erwartende Geschäftsentwicklung mit potentiellen Vertriebsprojekten.

In der Sitzung am 29. Mai 2012 war neben Personalthemen im Wesentlichen die Vorbereitung der Hauptversammlung Gegenstand der Tagesordnung. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung unmittelbar nach der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 wählte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Herbert May als Aufsichtsratsvorsitzenden wieder sowie Herrn Tobias Hartmann als seinen Stellvertreter.

In den Sitzungen am 24. Oktober, 6. Dezember sowie 20. Dezember 2012 erörterte der Aufsichtsrat neben der Geschäftsjahresentwicklung die Planung und Strategien für das Geschäftsjahr 2013 sowie für die darauffolgenden zwei Jahren. Ferner waren auch Personalthemen Gegenstand dieser Sitzungen.

Zusätzlich zu den Sitzungen gab es schriftliche Umlaufbeschlüsse zu Personalthemen sowie zu zustimmungspflichtigen Verträgen.

Bedeutende Geschäftsvorgänge für das Unternehmen wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Die nach der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte hat der Vorstand dem Aufsichtsrat stets zur Zustimmung vorgelegt. Bei den zustimmungspflichtigen Verträgen und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat die Beschlussvorlagen detailliert geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsratsvorsitzenden neben den Berichten in den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft, der Planung, der Risikolage und des Risikomanagements und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen. Im ständigen Kontakt haben der Aufsichtsratsvorsitzende und die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand wichtige Themen des Unternehmens erörtert, analysiert und überwacht.

Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2012 über seine Zustimmung zu mehreren Änderungsvereinbarungen zu einer im Geschäftsjahr 2010 abgeschlossenen Vereinbarung mit der GSI commerce Solutions Inc. bzw. zur Annahme von Einzelaufträgen im Rahmen dieser Vereinbarung zu beschließen. In diesen Fällen sind die Aufsichtsratsmitglieder James W. MacIntyre und Tobias Hartmann bzw. nach dem 1. Februar 2012 Bob van Dijk vorsorglich von einem potentiellen Interessenkonflikt wegen ihrer jeweiligen hauptberuflichen Tätigkeit bei GSI commerce Inc. bzw. eBay Inc. ausgegangen. Sie haben dies der Gesellschaft im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen corporate Governance Kodex angezeigt. Aufgrund dieses potentiellen Interessenkonfliktes haben sie sich vorsorglich in den relevanten Einzelfällen regelmäßig ihrer Stimme enthalten.

Die Vergütungen der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder, individualisiert und nach Bestandteilen untergliedert, sind im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der INTERSHOP Communications AG ausgewiesen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND

Im Geschäftsjahr 2012 gab es drei Organveränderungen: eine im Aufsichtsrat und zwei weitere im Vorstand.

Das Amtsgericht Jena hat mit Beschluss vom 26. Januar 2012 Herrn Bob van Dijk, Vice President eBay Europe, zum Aufsichtsratsmitglied der INTERSHOP Communications AG mit Wirkung zum 1. Februar 2012 bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung bestellt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied James W. MacIntyre hat sein Amt zum 31. Januar 2012 niedergelegt. Auf der Hauptversammlung des Unternehmens am 30. Mai 2012 wurde Herr van Dijk als Aufsichtsratsmitglied für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 Beschluss fasst, gewählt.

Mit Wirkung zum 1. April 2012 gab es einen Wechsel im Vorstand. Das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Ludger Vogt hat zum 1. April 2012 sein Mandat mit sofortiger Wirkung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt. Zum 1. April 2012 trat Herr Jochen Moll sein Amt als Mitglied und Sprecher des Vorstands an. Er verantwortet die Ressorts Vertrieb, Marketing und Consulting. Herr Moll verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus verschiedenen Management-Funktionen in der IT-Industrie. Herr Dr. Vogt war seit 1999 im Intershop-Konzern tätig. Bis Ende 2006 leitete er als Vice President die Bereiche Consulting, Customer Support und Technical Training, bevor er 2007 die Verantwortung für den Vertrieb übernahm und 2008 zum Vorstandsmitglied berufen wurde. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Vogt für seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren, insbesondere in den Geschäftsjahren 2010 und 2011, bei der 2007 vollzogenen Restrukturierung sowie beim Aufbau der strategischen Partnerschaft mit GSI commerce, Inc.

Mit Wirkung zum 30. September 2012 legte das langjährige Vorstandsmitglied Henry Göttler im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Amt als Vorstand der Gesellschaft nieder. Das Ressort von Herrn Göttler wird zunächst zwischen den Vorstandsmitgliedern Jochen Moll und Ludwig Lutter aufgeteilt. Herr Göttler begann seine Tätigkeit bei Intershop im Jahr 2001 als Director Customer Support Global und war seit 2008 als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft verantwortlich für die Produktbereiche und die New Services. Er hat den Turnaround von Intershop im Jahr 2008 und den nachfolgenden Wachstumskurs der Gesellschaft maßgeblich mitgeprägt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Göttler für sein langjähriges großes Engagement für die Gesellschaft. Er hat mit dafür gesorgt, dass Intershop heute nicht nur technologisch zu den weltweit führenden Anbietern von integrierten E-Commerce-Lösungen zählt.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABHÄNGIGKEITSBERICHT, ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Jahres- und Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 30. Mai 2012 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Pricewaterhousecoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden.

Außerdem wurde von den Abschlussprüfern der von der Gesellschaft nach § 312 AktG erstellte Abhängigkeitsbericht geprüft und darüber gemäß § 313 Abs. 3 AktG berichtet sowie der folgende uneingeschränkte Vermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Nach eingehender eigener Prüfung, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt der Aufsichtsrat gegen die Abschlüsse und den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Prüfung des Abhängigkeitsberichts an. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 20. März 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge im Geschäftsjahr 2012 noch keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen für ihr großes Engagement und die erbrachten Leistungen sowie den Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen im Geschäftsjahr 2012.

 

Jena, im März 2013

Für den Aufsichtsrat

Dr. Herbert May, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der INTERSHOP Communications AG ("Intershop") begrüßen den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Mai 2012 aktualisierten Deutschen Corporate Governance Kodex. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2012 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 11. Januar 2013 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:

Die INTERSHOP Communications AG hat seit der Aktualisierung der Entsprechungserklärung 2011 vom 17. April 2012 bis zum 15. Mai 2012 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und ab dem 16. Mai 2012 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen in der Fassung vom 15. Mai 2012 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen zukünftig entsprechen:

a) Der bestehende D&O-Versicherungsschutz sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor (Kodex-Ziffer 3.8), da der Gesellschaft eine solche nicht zu vergleichsweise günstigeren Konditionen angeboten worden ist. Ferner sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihre Pflichten auch ohne Selbstbehalt verantwortungsbewusst ausüben.

b) Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben (Kodex-Ziffer 5.1.2). Nach Auffassung des Aufsichtsrats ist dieses Kriterium nicht geeignet, für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern den alleinigen Ausschlag zu geben. Bei der Zusammensetzung des Vorstands sollten die fachlichen und persönlichen Qualifikationen der Bewerberin oder des Bewerbers für die Auswahl eines geeigneten Kandidaten vorrangig maßgeblich sein, weil nur hierdurch die Interessen der Gesellschaft bestmöglich gewahrt werden können.

c) Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele benannt, die die Vielfalt (diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsieht (Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2). Auch hat er keine Anzahl von unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern im Sinne von Kodex-Ziffer 5.4.2 festgelegt. Der Aufsichtsrat ist auch vor dem Hintergrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder der Ansicht, dass die konkrete Festlegung von Zielen die Auswahl von geeigneten Aufsichtsratsmitgliedern beschränkt. Vielmehr möchte der Aufsichtsrat über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der entsprechenden Situation individuell frei entscheiden. Da der Aufsichtsrat nach § 100 Abs. 5 AktG ohnehin mit einem unabhängigen Finanzexperten zu besetzen ist, sieht der nur dreiköpfige Aufsichtsrat auch keine Veranlassung, darüber hinaus eine Anzahl von unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern festzulegen. Er hält die Besetzung mit einem unabhängigen Mitglied für angemessen.

d) Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 wurde 13 Tage nach der im Kodex genannten Frist, jedoch innerhalb der nach § 62 Abs. 3 der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse, nach § 37v Abs. 1 WpHG sowie nach § 325 Abs. 4 HGB anwendbaren 4-Monats-Frist veröffentlicht (Kodex-Ziffer 7.1.2). Ein früherer Termin für die Veröffentlichung war aufgrund der zeitlichen Abläufe für die Aufstellung, Prüfung und Feststellung des Konzernabschlusses nicht möglich. Wesentliche vorläufige Kennzahlen wurden jedoch vorab veröffentlicht. Zukünftig wird die Gesellschaft dieser Empfehlung des Kodex entsprechen.

Diese Entsprechenserklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht worden.