Intershop Communications AG

Jena

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013

Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht

DER INTERSHOP-KONZERN

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die INTERSHOP Communications AG mit Sitz in Jena ist die Muttergesellschaft des Intershop-Konzerns. Sie hält zum Stichtag 31. Dezember 2013 unmittelbar 100 % der Anteile an der Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA, der Online-Marketing-Tochtergesellschaft SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, dem Berliner Tochterunternehmen The Bakery GmbH, der Intershop Communications Australia Pty Ltd., Melbourne, Australien, der Intershop Communications Asia Limited, Hongkong, China sowie weiteren nicht operativ tätigen ehemaligen Vertriebsgesellschaften. Die INTERSHOP Communications AG hat in Deutschland Zweigniederlassungen in Stuttgart, Nürnberg, Hamburg und Ilmenau. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Repräsentanzen in London, Amsterdam, Mailand, Göteborg, Paris und Rio de Janeiro.

Intershop ist ein global ausgerichteter Anbieter integrierter Enterprise-Lösungen für B2C- und B2B-Commerce. Im Mittelpunkt des Leistungsspektrums steht die Intershop Commerce-Plattform, die 1996 als weltweit erste Standardsoftware für den elektronischen Handel auf den Markt gebracht wurde. Das Geschäft von Intershop gliedert sich in die zwei Hauptgeschäftsbereiche "Lizenzen" sowie "Serviceleistungen, Wartung und Sonstige". Zu den Serviceleistungen zählen neben den genannten Segmenten Wartung und Sonstige (Full Service und TheBakery-Geschäft) die Bereiche Beratung und Schulung sowie Online Marketing. Beratung und Schulung ist das mit Abstand umsatzstärkste Segment der Gruppe (2013: 48 % der Nettoumsätze).

Das Geschäftsmodell von Intershop umfasst die Orchestrierung der gesamten Prozesskette im Omni-Channel-Commerce - angefangen bei der Konzeption von Online-Kanälen über die Implementierung der Software-Plattform bis hin zur Koordinierung der Auslieferung der Ware, dem Fulfillment. Dazu wird die Software kontinuierlich verbessert und die Leistungstiefe des Unternehmens über eigene Entwicklungen oder Akquisitionen systematisch erweitert und ergänzt. Seit Januar 2014 liegt die neue Version 7.4 vor, die den Vertrieb über mehrere Online- und Offline-Touchpoints vereinfacht und B2C- und B2B-Unternehmen dabei unterstützt, hochgradig individualisierte und personalisierte Markenerfahrungen zu bieten.

Intershop zählt zu den führenden Anbietern von Commerce-Lösungen weltweit. Über 300 Intershop-Kunden vertreiben ihre Produkte mit Hilfe der Omni-Channel-Software von Intershop in mehr als 75 Ländern und 50 verschiedenen Sprachen. Durch die Expertise aus über 20 Jahren Softwareentwicklung für den Internethandel verfügt Intershop über eine, gemessen an der Transaktionszahl pro Tag, außerordentlich leistungsfähige und skalierbare Plattform für den Online-Handel. Unter den Kunden sind bedeutende Technologie- und Telekommunikationskonzerne wie Hewlett Packard und die Deutsche Telekom, zahlreiche namhafte Modemarken wie Mexx oder G-Star sowie Automobilhersteller wie BMW und Daimler. Intershop ist in Europa, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum vorwiegend in Australien tätig. Im Jahr 2013 lag der Umsatz mit Kunden außerhalb Europas bei 38 %.

SYSTEMATISCHER AUSBAU DES PARTNERNETZWERKS FORTGESETZT

Ein wichtiger Eckpfeiler der Intershop-Strategie ist der systematische Ausbau des internationalen Partnernetzwerks. Dieser wurde im Jahr 2013 konsequent fortgesetzt. Die Erweiterung des Netzwerks ist wesentlicher Bestandteil der Vertriebsstrategie von Intershop. Dabei geht es zum einen um die Erhöhung der Reichweite in der Kundenansprache und zum anderen um die Bündelung des Know-hows und der Erfahrung der Unternehmen im Partnernetzwerk. Die E-Commerce-Branche unterliegt einem stetigen Wandel, Technologien werden in immer kürzeren Entwicklungszyklen erneuert, so dass es für einzelne Unternehmen sehr herausfordernd ist, ihren Kunden permanent die bestmögliche Lösung anzubieten.

1 "Intershop" das "Unternehmen", die "Gesellschaft", "Intershop-Konzern"

Mit Hilfe des Partnernetzwerks können heterogene Märkte und Kunden unterschiedlicher Branchen und Kulturen kontinuierlich mit State-of-the-Art-Technologien bedient werden.

Insgesamt schloss die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 19 neue Kooperationsvereinbarungen in den Bereichen Systemintegration, Technologie und Dienstleistungen und erhöhte die Gesamtzahl der Partnerunternehmen auf weltweit rund 150. Im ersten Quartal eröffnete Intershop ein Büro in Hongkong und gewann mit Shinetec einen starken Partner für den boomenden chinesischen Onlinehandel. Darüber hinaus stärkte Intershop seine Präsenz in den schnell wachsenden E-Commerce-Märkten Brasilien und Russland über neue Kooperationen. Weiterhin im Fokus standen auch die bedeutenden europäischen Märkte, allen voran der größte E-Commerce-Markt des Kontinents, Großbritannien, für den mehrere zusätzliche Partner gewonnen wurden. Im Jahr 2014 wird ein Schwerpunkt des Ausbaus in den USA liegen.

FORRESTER RESEARCH POSITIONIERT INTERSHOP 7 ALS GLOBALEN LEADER BEI B2B-PLATTFORMEN

Mit der Entwicklung von Intershop 7 wurde im Jahr 2012 der Grundstein für den weiteren Erfolg der Gesellschaft gelegt. Im Mai 2013 stellte die Gesellschaft die Version Intershop 7.3 vor, die insbesondere erweiterte Möglichkeiten für den Multi-Channel-Handel im B2B-Bereich bietet. Die starke Positionierung von Intershop in diesem Segment wurde in der Anfang Oktober 2013 veröffentlichten Studie des renommierten US-Marktforschungsinstituts Forrester Research bestätigt. Nach Einschätzung der Forrester-Analysten zählt Intershop im Segment B2B-Commerce-Lösungen auf Basis der aktuellen Suite Intershop 7.3 zu den vier führenden Gesellschaften weltweit (Leader) und ist der einzige konzernunabhängige Anbieter unter den Top 4. In der Studie wurden die Anbieter von E-Commerce-Lösungen nach drei Hauptkriterien bewertet: Aktuelles Angebot, Marktposition und Strategie. Diese Bereiche waren wiederum in insgesamt 66 Einzelkriterien wie Sicherheitsmerkmale, technische Architektur, geplante Updates und Anzahl der Neukundenzugänge untergliedert. Die Branchenanalysten unterstrichen in dem Report die langjährige B2B-Expertise von Intershop, die sich in der neu entwickelten Softwareplattform widerspiegele. Intershop ist seit mehr als 20 Jahren im Geschäftskundensegment aktiv. Die Intershop-Lösung für B2B-Organisationen zeichne sich vor allem durch die umfassende technische Architektur, die Eignung für die Internationalisierung des Geschäfts, ausgeprägte Sicherheitsmerkmale sowie die nahtlose Integration in die bestehende IT-Landschaft der Kunden aus.

Auch in der Magic-Quadrant-Analyse des US-Marktforschungsunternehmens Gartner zur Bewertung von Commerce-Plattformen für den B2B- und B2C-Bereich vom Mai 2013 konnte sich Intershop mit seiner Lösung Intershop 7 sehr gut positionieren und gehört aus Sicht von Gartner aktuell zu den Top-8-Anbietern weltweit.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit (F&E) von Intershop konzentriert sich im Wesentlichen auf die Weiterentwicklung der innovativen Commerce-Plattform Intershop 7. Da sich die Innovationszyklen im stark wachsenden Commerce-Sektor deutlich verkürzt haben und der Wettbewerb sich verschärft hat, gilt es, innerhalb der bestehenden Produktzyklen innovative Funktionen und Erweiterungen bereitzustellen, um die eigene Marktposition zu verteidigen und auszubauen. Intershop verfügt über ein schlagkräftiges und erfahrenes Entwicklerteam, das beständig am weiteren Erfolg der Produkte des Unternehmens arbeitet.

Konkret gehörte zu den wesentlichen Entwicklungsschritten das Update der Intershop 7 Plattform mit der Version 7.3, die gezielt die bisherigen Funktionen für Multi-Channel-Shops im B2B-Bereich erweitert. Sie beinhaltet eine schlüsselfertige Lösung für einen sofort einsatzbereiten Multi-Channel-B2B-Shop, die Möglichkeit individuelle Nutzererlebnisse zu realisieren, Bestellprozesse zu vereinfachen und die Komplexität kundengerecht zu reduzieren. B2B-Händler können somit noch einfacher und schneller Online-Shops für Geschäftskunden aufsetzen. Zudem ermöglicht Intershop als erster Anbieter seinen Kunden Echtzeitanalysen in ihren Online-Shops. In der zweiten Jahreshälfte 2013 wurde an einem weiteren umfassenden Update gearbeitet, das im Januar 2014 in der Version Intershop 7.4 vorgestellt wurde. Zu den Neuerungen gehört die Möglichkeit, unterschiedliche On- und Offlinevertriebswege mit der Intershop-Plattform zu verknüpfen und damit die komplexe Interaktion eines Multi-Channel-Unternehmens mit seinen Kunden weiter zu vereinfachen. Version 7.4 bietet externen Entwicklern neue Möglichkeiten, die Einkaufsumgebung unkompliziert zu erweitern. Ein vereinfachtes Content Management, zusätzliche Personalisierungsoptionen für B2B-Kunden und die Reduzierung des Aufwands bei der Einrichtung neuer Bezahlsysteme in eine bestehende Plattform runden das Produktupdate ab. Damit trägt Intershop der weiter fortschreitenden Veränderung des klassischen Online-Handels hin zu einem Omni-Channel-Handel Rechnung, der die Absatzkanäle Katalog, Filiale, PC und Smartphone oder Tablet miteinander verknüpft.

Insgesamt beliefen sich die F&E-Ausgaben auf 5,8 Mio. Euro gegenüber 7,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter Berücksichtigung der Aktivierung von Softwareentwicklungskosten betrugen die F&E-Aufwendungen rund 3,5 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahr, was einen Anteil am Gesamtumsatz von 6 % (2012: 9 %) entspricht. Unter den F&E-Aufwendungen sind primär die auf diesen Bereich entfallenden Personalkosten einschließlich Fremdleistungen erfasst. Vor allem die Fremdleistungen gingen im vergangenen Jahr zurück. Gleichzeitig fiel die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten geringer aus. Der Anteil der aktivierten Softwareentwicklungskosten am Gesamtumsatz sank von 7 % auf 4 %.

Der Ausbau des Partnernetzwerks ist auch für den Bereich Forschung &Entwicklung von zentraler Bedeutung. Der Austausch mit den Partnern wurde im Jahr 2013 deutlich intensiviert, um für den Kunden kontinuierlich Best-in-Class-Lösungen bereitzuhalten.

Steuerungssystem

Intershop ist in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 14 % pro Jahr gewachsen. Auch in Zukunft bleibt die Steigerung der Nettoumsatzerlöse und damit die Gewinnung weiterer Marktanteile in einem wettbewerbsintensiven, dynamischen Markt das oberste Ziel. Aus diesem Grund wird auf allen Managementebenen beobachtet, wie sich die Umsätze über den Zeitablauf entwickeln. Weitere relevante Kennzahlen neben den Nettoumsätzen sind das Bruttoergebnis (Nettoumsatz abzüglich Herstellungskosten) und die dazugehörige Bruttomarge, die die Gesellschaft nachhaltig zu steigern beabsichtigt, um einen höheren Deckungsbeitrag für zusätzliche Investitionen in Vertrieb und Marketing zu erwirtschaften. Darüber hinaus zählt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zu den wichtigen Erfolgskennzahlen.

Insgesamt strebt Intershop an, seinen Umsatz in den kommenden Jahren deutlich zu steigern, weitere Marktanteile zu gewinnen, insbesondere in den USA und in den wichtigsten Schwellenländern. Darüber hinaus verfolgt Intershop eine stärkere Fokussierung auf seine Kernkompetenz, die Entwicklung von Commerce Software. Mittelfristig wird eine deutliche Verbesserung der Bruttomarge und des EBIT angestrebt.

DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

Gesamtwirtschaft und Branche

Die Weltwirtschaft wuchs im vergangenen Jahr langsamer als ursprünglich erwartet. Wichtige Gründe waren die andauernden Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise, der Haushaltsstreit in den USA, gestiegene Wachstumsrisiken in den Schwellen- und Entwicklungsländern und die negative Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone. In Summe wird das weltweite Wachstum für 2013 in einer aktuellen Schätzung der Weltbank mit 3,1 % veranschlagt. In den Schwellen- und Entwicklungsländern lag das Wachstum mit 4,8 % auf Vorjahresniveau und damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. In den Industriestaaten waren mit insgesamt 1,3 % nur geringe Zuwachsraten zu verzeichnen. In der Eurozone sank das reale Inlandsprodukt sogar um 0,4 %. In Deutschland stieg nach Schätzungen der Bundesbank das Bruttoinlandsprodukt im vergangenen Jahr um 0,5 %.

Für Intershop sind zwei Märkte von besonderer Bedeutung für eine Branchenbetrachtung: zum einen die Nachfrageentwicklung der Endkunden im Online-Handel (Commerce-Markt) als Treiber für den Ausbau der Commerce-Infrastruktur und zum anderen die Bereitschaft der Unternehmen, in neue Softwarelösungen zu investieren (Softwaremarkt und IT-Dienstleistungen).

Der weltweite E-Commerce-Sektor ist nach Schätzungen des Marktforschungsunternehmens eMarketer im Jahr 2013 um 17,1 % gewachsen. Der globale Online-Einzelhandel erreichte damit ein neues Rekordvolumen von rund 900 Mrd. Euro. Der größte nationale Markt sind die USA. Dort wurden nach Prognosen von Forrester Research in 2013 Waren im Wert von rund 191 Mrd. Euro umgesetzt. China ist innerhalb weniger Jahre zum mittlerweile zweitgrößten E-Commerce-Markt der Welt aufgestiegen, vor Großbritannien und Japan. In Deutschland, dem fünftgrößten Markt der Welt, hat die E-Commerce-Branche in 2013 ebenfalls neue Rekordmarken erreicht. Zwei Mal innerhalb eines Jahres korrigierte der Bundesverband für Versandhandel (BVH) seine Prognose von Februar 2013 nach oben und ging zuletzt von einem Umsatzwachstum von 44,2 % für das Gesamtjahr aus. Insgesamt hat der Einzelhandel demnach in 2013 Waren im Wert von 39,8 Mrd. Euro über das Internet verkauft.

Weltweit an Bedeutung gewinnt neben dem Online-Einzelhandel der Handel zwischen Geschäftskunden, der sich zunehmend digitalisiert. Anders als der B2C-Handel ist der B2B-Online-Handel aber nur in Ansätzen erfasst. Forrester beziffert das Volumen des amerikanischen B2B-Online-Handels mit 411 Mrd. Euro in 2013 und damit doppelt so hoch wie die Umsätze im digitalen Einzelhandel. Das Institut für Handelsforschung (IFH) schätzt, dass im deutschen B2B-Handel im Jahr 2012 bereits Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 52 Mrd. Euro online umgesetzt wurden. Die Handelsexperten gehen davon aus, dass klassische Onlineshops, wie sie im Privatkundenbereich eingesetzt werden, in Zukunft auch für den B2B-Bereich immer stärker zum Einsatz kommen werden. Laut Forrester Research investieren US-Firmen im B2B-Bereich mittlerweile erhebliche Ressourcen in die Verbesserung ihrer E-Commerce-Technologieinfrastruktur, im Durchschnitt etwa 4 % der Online-Umsätze.

Auch die IT-Branche konnte nach Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO) 2013 zulegen, um insgesamt 3,3 %. Damit liegt das derzeitige IT-Marktvolumen bei rund 1,18 Billionen Euro. Das Geschäft mit Software entwickelte sich mit einem Zuwachs von 5,5 % überdurchschnittlich positiv (Marktvolumen 2013: 302 Mrd. Euro). Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen kam auf ein Volumen von 510 Mrd. Euro in 2013 und wuchs damit um 3,4 %. Für Deutschland geht der Branchenverband BITKOM laut Prognosen von Oktober 2013 von einem IT-Marktwachstum von 2,8 % für das vergangene Jahr aus. Auch in Deutschland hat sich demnach die Softwarebranche besonders dynamisch gezeigt, die nach BITKOM-Schätzung um 4,9 % auf ein Gesamtvolumen von 18,1 Mrd. Euro wuchs. Mit IT-Dienstleistungen wurden rund 35,7 Mrd. Euro umgesetzt, was einem Plus von 2,4 % entspricht.

Zusammenfassung der Entwicklung im Geschäftsjahr 2013

Der Intershop-Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 seine Nettoumsatzerlöse um 3 % auf 53,6 Mio. Euro gesteigert und damit die im Oktober 2013 revidierte Umsatzprognose leicht übertroffen. Zu diesem Zeitpunkt war Intershop von einem Gesamtjahresumsatz für 2013 auf Vorjahresniveau (51,8 Mio. Euro) ausgegangen. Die außerordentlich starke Umsatzentwicklung im vierten Quartal, getragen von hohen Lizenzerlösen, führte zu der Umsatzverbesserung. Dagegen verliefen die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2013 sowohl im Beratungsgeschäft als auch bei Lizenzverkäufen verhalten. Hoher Wettbewerbsdruck und langwierige Entscheidungsprozesse insbesondere bei Großkunden führten zu Verzögerungen bei Projekten. Deshalb musste Intershop im Oktober 2013 neben der Anpassung der Umsatzplanung, die von einer Steigerung der Nettoerlöse im einstelligen Prozentbereich ausging, auch seine Ergebniserwartung von einem annähernd ausgeglichenen Ergebnis auf ein negatives EBIT im unteren einstelligen Millionen-Euro-Bereich anpassen. Der Umsatz- und Ergebnissprung im vierten Quartal konnte die Verluste aus den ersten neun Monaten nicht ausgleichen, so dass im Geschäftsjahr 2013 ein negatives EBIT von 3,2 Mio. Euro erzielt wurde (Vorjahr: -0,6 Mio. Euro). Die verstärkten Investitionen in Marketing und Vertrieb zur Erhöhung der Marktpräsenz führten zu gestiegenen Kosten und sind neben dem moderat ausgefallenen Umsatzanstieg die wesentliche Ursache für das negative Ergebnis in 2013.

Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Intershop einen Nettoumsatz von 53,6 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 3 % gegenüber der Vorjahresperiode. Der Umsatzzuwachs im Gesamtjahr 2013 war vor allem das Ergebnis eines starken vierten Quartals. Nach wie vor größter Umsatzposten bei Intershop ist das Beratungsgeschäft. Die Nettoerlöse aus Beratungsprojekten beliefen sich auf 25,8 Mio. Euro, was jedoch einen Rückgang um 9 % bedeutet. Wesentliche Gründe für diese Entwicklung sind geringere Erlöse bei Großkunden. Das wettbewerbsintensive Lizenzgeschäft verlief in den ersten neun Monaten des Jahres ebenfalls schwächer, zeigte aber im letzten Quartal 2013 eine deutliche Erlössteigerung von 105 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dadurch erreichte Intershop im Gesamtjahr eine Steigerung der Lizenzerlöse um 20 % auf insgesamt 6,3 Mio. Euro. Diese Zahl ist ein positives Signal dafür, dass die gesteigerten Marketing- und Vertriebsaktivitäten erste Früchte tragen und die Intershop-Plattform auf einem umkämpften Markt für Commerce-Softwarelösungen kontinuierlich höhere Akzeptanz erfährt. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Sonstigen Erlöse, worunter primär das Full-Service-Geschäft subsumiert. Nachdem sich dieser Bereich bereits im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt hatte, verbuchte Intershop in 2013 eine weitere Steigerung um 72 % auf Gesamterlöse von 8,7 Mio. Euro. Die Online-Marketing-Erlöse erhöhten sich um 2 % auf 4,4 Mio. Euro, was die solide Entwicklung der Online-Marketing-Tochter Soquero unterstreicht. Weiterhin leicht rückläufig ist der Bereich Wartung. Dort wurden im Geschäftsjahr Nettoumsätze in Höhe von 8,3 Mio. Euro erzielt, ein Minus von 6 %. Insgesamt stiegen im Bereich Serviceleistungen, Wartung und Sonstige die Erlöse um 2 % auf 47,2 Mio. Euro.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Nettoumsatzerlöse:

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in TEUR 2013 2012 Veränderung
Lizenzen   6.318 5.278 20 %
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige   47.237 46.488 2 %
  Beratung/Schulung 25.775 28.253 -9 %
  Wartung 8.306 8.822 -6 %
  Online Marketing 4.417 4.338 2 %
  Sonstige Erlöse 8.739 5.075 72 %
Gesamtnettoumsatz   53.555 51.766 3 %

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse der INTERSHOP Communications AG als Einzelgesellschaft erhöhten sich um 5 % auf 42,0 Mio. Euro. Die Lizenzerlöse der AG sanken von 4,7 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro. Die Erlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige stiegen um 6 % auf 37,5 Mio. Euro.

REKORLIZENZERLÖSE IM VIERTEN QUARTAL 2013

Wesentlich für das Neukundengeschäft 2013 waren die Weiterentwicklung von Intershop 7 sowie die Verstärkung der Vertriebs- und Marketingaktivitäten. Erste Erfolge der ergriffenen Maßnahmen zeigten sich zum Ende des Jahres in einem außerordentlich starken Schlussquartal, das beste seit dem zweiten Quartal 2001. Beim Verkauf von Softwarelizenzen wurden die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppelt.

Insgesamt gewann die Gesellschaft als Resultat der Vermarktungsoffensive für Intershop 7 weltweit zahlreiche Neukunden. Größere Lizenzabschlüsse verbuchte Intershop mit der australischen Tochter eines der weltweit führenden Händler und Dienstleister für Mobilfunklösungen, einem stark wachsenden, sehr erfolgreichen Online-Optiker sowie einer der größten Supermarktketten im Benelux-Raum, die ihr Geschäftsmodell um den Online-Kanal ergänzt hat. Auch der weltweit führende Anbieter von professionellem Foto-Equipment und Profidiensten, Calumet, treibt seit 2013 die globale Expansion seiner Online-Präsenz gemeinsam mit Intershop voran. In Italien konnte mit dem Uhrenhersteller Binda Group ebenfalls ein neuer Kunde gewonnen werden. Weitere Neuzugänge sind der australische Anbieter von Heimtextilien Linen House und die Australia Post, deren Shops im letzten Jahr an den Start gingen. Mit letzterem wurde zudem ein mehrjähriger Folgevertrag für Serviceleistungen abgeschlossen.

Zu den weiteren Go-Lives in 2013 gehörte der Intershop 7-basierte B2B-Shop der Styrolution Group, ein Kundenportal des in Deutschland beheimateten Weltmarktführers für Styrolkunststoffe. Zudem starteten die E-Commerce-Komplettlösung für das Berliner Buchhandelsunternehmen Ocelot sowie der Shop für eine Marke des belgischen Lingerie-Herstellers Van de Velde. Gemeinsam mit seinem Partner Fenego wird Intershop in Zukunft sämtliche deutschen Online-Shops der Marken des Unternehmens umsetzen. In Finnland wird der größte Magazinverlag des Landes, Sanoma Magazines, sämtliche Online-Shops seiner Magazin-, Comic- und Buchclubsparten gemeinsam mit Intershop umsetzen. Auch im Energiebereich war Neugeschäft zu verzeichnen. Mit den Stadtwerken Rostock gewann Intershop einen neuen Kunden für das gemeinsam mit T-Systems entwickelte schlüsselfertige Online-Portal für Energiedienstleister.

Auch das internationale Netzwerk wurde im Jahr 2013 maßgeblich ausgebaut. In China gewann Intershop mit Shinetec einen der weltweit größten Outsourcing-Dienstleister für Softwareentwicklung als Partner. Gemeinsam soll die Multi-Channel-Plattform von Intershop auf dem stark wachsenden chinesischen Einzelhandelsmarkt eingeführt werden. Weitere Partnerschaften wurden mit dem britischen Payment Service Provider Computop, dem Anbieter von Cloud-Hosting-Lösungen Carrenza und dem weltweit aktiven Anbieter für Online-Zahlungsabwicklung World Pay geschlossen. Im Mai gab Intershop die Zusammenarbeit mit der britischen Markenagentur Coolpink bekannt, die vor allem auf die gemeinsame Optimierung der Webauftritte britischer Einzelhändler abzielt. Im weiteren Jahresverlauf kam mit PEER 1 Hosting ein weiterer Partner aus Großbritannien hinzu. Großbritannien ist der größte E-Commerce-Markt Europas und somit für Intershop von herausragender Bedeutung. Für den US-Markt schloss Intershop eine Vereinbarung mit Rackspace Hosting zur Vermarktung von cloud-basierten E-Commerce-Lösungen.

Auf dem niederländischen Markt wird Intershop seit Mitte letzten Jahres von dem Software- und Dienstleistungsanbieter Calago bei der Implementierung seiner B2B-Commerce-Plattform unterstützt. In Frankreich wurde mit Compario ein führender Dienstleister in den Bereichen Merchandising, Produktempfehlungen und Personalisierung für alle digitalen Kanäle gewonnen. Für den schnell wachsenden brasilianischen E-Commerce-Markt wurde mit PayPal eine Erweiterung der bestehenden Partnerschaft vereinbart. Seit November ist Intershop über seinen neuen Kooperationspartner KORUS Consulting, einem führenden russischen IT-Beratungsunternehmen, im stark wachsenden russischen Markt präsent. Die E-Commerce-Branche in Russland bietet noch viel Potenzial und soll nach Prognosen der Investmentbank Morgan Stanley von einem geschätzten Marktvolumen von 12 Mrd. in 2012 auf 35 Mrd. Euro in 2015 anwachsen. Ende Dezember hat Intershop einen Partnerschaftsvertrag mit Euro.message, dem führenden türkischen Anbieter für E-Mail-Marketing, geschlossen. Die Unternehmen werden gemeinsam Kunden in der Türkei, Deutschland und anderen Ländern in Europa und dem Nahen Osten kombinierte Services im Bereich Omni-Channel-Commerce und digitales Marketing anbieten. In Deutschland ergänzte zuletzt mit Jankofsky e-commerce eine weitere namhafte Agentur zur Implementierung von Intershop 7 das Partnernetzwerk.

Auf dem niederländischen Markt wird Intershop seit Mitte letzten Jahres von dem Software- und Dienstleistungsanbieter Calago bei der Implementierung seiner B2B-Commerce-Plattform unterstützt. In Frankreich wurde mit Compario ein führender Dienstleister in den Bereichen Merchandising, Produktempfehlungen und Personalisierung für alle digitalen Kanäle gewonnen. Für den schnell wachsenden brasilianischen E-Commerce-Markt wurde mit PayPal eine Erweiterung der bestehenden Partnerschaft vereinbart. Seit November ist Intershop über seinen neuen Kooperationspartner KORUS Consulting, einem führenden russischen IT-Beratungsunternehmen, im stark wachsenden russischen Markt präsent. Die E-Commerce-Branche in Russland bietet noch viel Potenzial und soll nach Prognosen der Investmentbank Morgan Stanley von einem geschätzten Marktvolumen von 12 Mrd. in 2012 auf 35 Mrd. Euro in 2015 anwachsen. Ende Dezember hat Intershop einen Partnerschaftsvertrag mit Euro.message, dem führenden türkischen Anbieter für E-Mail-Marketing, geschlossen. Die Unternehmen werden gemeinsam Kunden in der Türkei, Deutschland und anderen Ländern in Europa und dem Nahen Osten kombinierte Services im Bereich Omni-Channel-Commerce und digitales Marketing anbieten. In Deutschland ergänzte zuletzt mit Jankofsky e-commerce eine weitere namhafte Agentur zur Implementierung von Intershop 7 das Partnernetzwerk.

Bei der regionalen Umsatzverteilung dominiert weiterhin Europa vor den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Intershop mit europäischen Kunden einen Umsatz von 33 Mio. Euro, was einer Steigerung von 7 % entspricht. Damit stieg der Anteil am gesamten Nettoumsatz auf 62 % nach 60 % im Vorjahr. Nach einer Steigerung um 10 % im letzten Jahr gingen die Umsätze in den USA um 3 % auf nun 14,8 Mio. Euro zurück, was einem Erlösanteil von rund 28 % entspricht. Die im Vorjahr rückläufigen Umsätze in Asien-Pazifik stabilisierten sich durch zahlreiche Neukundengewinne und kamen auf 5,7 Mio. Euro, ein Anteil von rund 11 % am Gesamterlös.

Ergebnisentwicklung

Die wichtigsten Konzernergebnis-Kennzahlen stellen sich wie folgt dar:

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  2013 2012 Veränderung
EBIT (in TEUR) -3.228 -594 -443 %
EBIT-Marge -6 % -1 %  
EBITDA (in TEUR) 488 1.754 -72 %
EBITDA-Marge 1 % 3 %  
Konzernjahresergebnis (in TEUR) -3.327 -579 -475 %

Intershop hat im vergangenen Jahr das Bruttoergebnis von 17,4 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro gesteigert, ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge lag bei 35 % gegenüber 34 % im Vorjahr. Grund für den leichten Anstieg sind vor allem die höheren Lizenzerlöse im Berichtszeitraum. Das operative Ergebnis vor Abzug der Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich von 1,8 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge kam auf 1 % gegenüber 3 % im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2013 lagen bei knapp 3,7 Mio. Euro im Vergleich zu 2,3 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) fiel von -0,6 Mio. Euro auf -3,2 Mio. Euro. Der Jahresfehlbetrag lag bei -3,3 Mio. Euro nach -0,6 Mio. Euro im Jahr 2012. Das Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) belief sich auf -0,11 Euro (Vorjahr: -0,02 Euro). Ursachen für das negative Ergebnis sind zum einen der moderat ausgefallene Umsatzanstieg, zum anderen die gestiegenen Kosten für den notwendigen Ausbau der Bereiche Marketing und Vertrieb sowie Einmalaufwendungen durch Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro.

Die Marketing- und Vertriebskosten erhöhten sich im Jahresvergleich kräftig um 3,6 Mio. Euro auf 11,9 Mio. Euro, im Wesentlichen durch gestiegene Personalkosten infolge des Personalaufbaus. Die Aufwendungen für Forschung &Entwicklung verringerten sich von 4,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,5 Mio. Euro. Die allgemeinen Verwaltungskosten fielen um 1 % auf 5,8 Mio. Euro. Die saldierten betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich von 18,0 Mio. Euro auf 22,1 Mio. Euro. Insgesamt lag die Betriebskostenquote mit 41 % (Vorjahr: 35 %) deutlich über dem Niveau der letzten Jahre. Das Finanzergebnis reduzierte sich um knapp 60 TEUR auf 21 TEUR. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen 120 TEUR im Vergleich zu 69 TEUR im Vorjahr.

Der handelsrechtliche Jahresfehlbetrag der AG reduzierte sich auf 2,6 Mio. Euro in 2013 nach einem Jahresfehlbetrag von 3,5 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 2,3 Mio. Euro auf 1,8 Mio. Euro. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen reduzierten sich durch den Abbau von Fremdleistungen um 37 % auf 5,8 Mio. Euro. Dagegen erhöhte sich der Personalaufwand auf 24,4 Mio. Euro im Vergleich zu 23,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 14,1 Mio. Euro, ein Anstieg von 2 % gegenüber 2012. Die sonstigen Zinserträge in Höhe von 0,1 Mio. Euro resultierten im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf -2,6 Mio. Euro nach 3,5 Mio. Euro in 2012. Insgesamt erhöhte sich der handelsrechtliche Bilanzverlust auf 14,1 Mio. Euro gegenüber 11,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Darstellung der Vermögens- und Finanzlage

Die Intershop-Bilanz bleibt auch im Jahr 2013 frei von Finanzverbindlichkeiten und weist eine sehr hohe Eigenkapitalquote auf dem Niveau des Vorjahres von 72 % (Vorjahr: 71 %) auf. Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 hat sich allerdings deutlich um 4,9 Mio. Euro auf 33,7 Mio. Euro reduziert. Wesentliche Effekte der Bilanzverkürzung sind auf der Aktivseite die Verringerung der liquiden Mittel von 14,4 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro sowie auf der Passivseite der Rückgang des Eigenkapitals von 27,6 Mio. Euro auf 24,2 Mio. Euro. Die langfristigen Schulden subsumieren Rückstellungen in Höhe von 58 TEUR und Umsatzabgrenzungsposten in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich vor allem aufgrund geringerer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-36 % auf 3,1 Mio. Euro) um insgesamt 11 % auf 9,0 Mio. Euro. Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte von 13,9 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro, was primär auf die höheren Abschreibungen bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich ebenfalls von 24,7 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro. Hier schlug vor allem die Reduzierung der liquiden Mittel um 48 % auf 7,4 Mio. Euro bei gleichzeitiger Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 31 % auf 12,6 Mio. Euro zu Buche.

Intershop hat im Geschäftsjahr 2013 einen negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von -4,1 Mio. Euro realisiert. Im Vorjahr lag dieser bei 2,0 Mio. Euro. Gründe für die Reduzierung sind im Wesentlichen das negative Jahresergebnis sowie die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich auf 2,8 Mio. Euro im Vergleich zu 4,5 Mio. Euro im Vorjahr, insbesondere durch die gesunkenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Nettoabfluss an liquiden Mitteln von 6,9 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des Berichtszeitraumes von 7,4 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme der Einzelgesellschaft im handelsrechtlichen Jahresabschluss reduzierte sich um 15 % auf 29,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2013. Das Anlagevermögen sank um 3 % auf 11,4 Mio. Euro. Das Umlaufvermögen sank im Wesentlichen durch geringere Guthaben bei Kreditinstituten (2013: 5,8 Mio Euro; 2012: 12,2 Mio. Euro) insgesamt um 23 % auf 17,3 Mio. Euro. Die im Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 6,9 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro. Das Eigenkapital reduzierte sich von 25,2 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro durch einen erhöhten Bilanzverlust. Die Rückstellungen sanken um 39 % auf 2,7 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten um 35 % auf 2,6 Mio. Euro. Die flüssigen Mittel reduzierten sich von 12,2 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro. Der Mittelabfluss resultierte im Wesentlichen aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Personal

Intershop beschäftigte zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013 weltweit insgesamt 535 Mitarbeiter. Das sind fünf Beschäftigte mehr als ein Jahr zuvor. Davon entfielen 404 Fachkräfte auf die Technischen Bereiche, darunter insbesondere F&E und Beratung. Wie angekündigt hat Intershop im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Vertriebsaktivitäten zur Vermarktung der Intershop 7 Plattform weiter deutlich ausgebaut. Dagegen wurden die F&E-Aktivitäten entsprechend zurückgefahren. Das Vertriebs- und Marketing-Team wurde im Jahresverlauf 2013 von 52 auf 73 Mitarbeiter verstärkt. Die Zahl der Mitarbeiter in Verwaltungsfunktionen stieg von 52 auf 58 Vollzeitkräfte.

Im Wettbewerb um hochqualifizierte IT-Fachkräfte setzt Intershop auf die Kooperation mit den Forschungseinrichtungen und entsprechenden Lehrstühlen anerkannter Hochschulen. Wie wichtig das Thema Nachwuchs von IT-Fachkräften für Intershop ist, wird auch am Anteil der Hochschulabsolventen an der Belegschaft der AG deutlich, der mit 76 % überdurchschnittlich hoch ist. Intershop achtet durch flexible Arbeitszeitmodelle auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bietet seinen Mitarbeitern fachliche und persönliche Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Neueinsteigern spezielle Einarbeitungsprogramme an. Anfang September 2013 wurde Intershop als "Fair Company" ausgezeichnet. Die Initiative des Handelsblatts zeichnet Unternehmen aus, die Praktikanten, Trainees und Berufseinsteigern faire Bedingungen für eine Beschäftigung bieten. Das Gütesiegel "Fair Company" untermauert das Selbstverständnis von Intershop als Arbeitgeber mit flachen Hierarchien und einer offenen, fairen Unternehmenskultur und unterstützt die Rekrutierung hochqualifizierter IT-Fachkräfte. Im Januar 2014 platzierte sich Intershop in einer unabhängigen Datenerhebung des Magazins Focus unter den besten Arbeitgebern Deutschlands. In der gemeinsam mit dem Business-Netzwerk Xing und Statista durchgeführten Umfrage erreichte Intershop den sechsten Platz in den Branchen Telekommunikation und IT.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr:

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Mitarbeiter nach Bereichen (Vollzeitkräfte) 31.12.2013 31.12.2012
Technische Abteilungen (Servicebereiche und F&E-Bereich) 404 426
Vertrieb und Marketing 73 52
Allgemeine Verwaltung 58 52
  535 530

Die regionale Verteilung der Mitarbeiter hat sich gegenüber Ende 2012 weiter leicht zugunsten der außereuropäischen Niederlassungen verändert. Am 31. Dezember 2013 arbeiteten 90 % der Beschäftigten (480 Mitarbeiter) innerhalb Europas, ein Jahr zuvor waren es noch 92 % (488 Mitarbeiter) gewesen. Auf die Niederlassung in San Francisco, USA, entfielen 6 % (Ausbau von 26 auf 31 Mitarbeiter). Der Anteil der Beschäftigten in der asiatisch-pazifischen Region erhöht sich von 1 % auf 3 % (Erhöhung von 16 auf 24 Mitarbeiter).

Die AG als Einzelgesellschaft beschäftigte zum Bilanzstichtag 410 Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 418 Mitarbeiter).

Vorstand und Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2013 gab es bei der INTERSHOP Communications AG drei Organänderungen. Zwei neue Aufsichtsratsmitglieder wurden gewählt sowie ein neues Vorstandsmitglied berufen.

Seit 1. August 2013 verstärkt Dr. Jochen Wiechen als Chief Technical Officer (CTO) das Vorstandsteam um Jochen Moll und Ludwig Lutter. Er verantwortet den Bereich Produktentwicklung, die technischen Abteilungen und den Full-Service-Bereich. Vor seinem Engagement bei Intershop war Dr. Jochen Wiechen bei der SAP AG als Vice President für die Produktstrategieentwicklung sowie das Management, die Entwicklung und den Support des "Workforce Performance Builders" verantwortlich. Zu seinen weiteren beruflichen Stationen zählen die datango AG, die Beteiligungsgesellschaft Martlet Venture Management Ltd., die Psipenta GmbH sowie die PSI AG. Dr. Jochen Wiechen hält einen Doktortitel in Physik.

Mit Wirkung zum 31. Mai 2013 legten die Aufsichtsratsmitglieder Bob van Dijk, Vice und Tobias Hartmann ihre Aufsichtsratsmandate bei der INTERSHOP Communications AG nieder. Tobias Hartmann gehörte dem Aufsichtsrat seit Juli 2011 und Bob van Dijk seit Februar 2012 an.

Auf der Jahreshauptversammlung am 12. Juni 2013 wurden Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer der IFH Institut für Handelsforschung GmbH, sowie Professor Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer und Managing Partner der Mücke, Sturm &Company GmbH, als neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt. Beide Mitglieder verfügen über langjährige und umfangreiche Erfahrungen in den Branchen Einzelhandel, IT und E-Commerce.

VERGÜTUNGSBERICHT

VERGÜTUNG VORSTAND

Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable Bestandteile. Die fixen Bestandteile sind das Festgehalt sowie Nebenleistungen wie geldwerter Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen und werden monatlich ausgezahlt. Die variable, jährlich wiederkehrende Vergütung ist an unterschiedliche jährliche und mehrjährige quantitative und qualitative Ziele gebunden, deren Bemessung in Abhängigkeit vom Grad der Zielerreichung erfolgt. Bemessungsgrundlage für die quantitativen Ziele, die eine größere Gewichtung haben, sind das Konzern-EBIT, der Konzernumsatz und der Aktienkurs. Qualitative Ziele beziehen sich auf strategische Vorgaben.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich auf 823 TEUR (2012: 752 TEUR), davon entfielen 591 TEUR (2012: 620 TEUR) auf die feste Vergütung und 232 TEUR (2012: 132 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Die festen Vergütungsbestandteile umfassen 542 TEUR Festgehalt und 49 TEUR Nebenleistungen (2012: 588 TEUR Festgehalt, 32 TEUR Nebenleistungen).

Die Bezüge teilen sich wie folgt auf die Vorstandsmitglieder auf:

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  Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Jochen Moll 280 195 117 68 397 263
Ludwig Lutter 220 212 85 45 305 257
Dr. Jochen Wiechen (ab 01.08.2013) 92 - 30 - 122 -
in 2012 ausgeschiedene Vorstände - 212 - 18 - 232
  591 620 232 132 823 752

Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern nicht gewährt. Im Fall einer Umwandlung des Unternehmens (Verschmelzung, Aufspaltung oder Formwechsel) enden die Vorstandsmandate. Der Vorstand erhält dann als Entschädigung eine Abfindung von zwölf Monatsgehältern; ist die Restlaufzeit des Vorstandsvertrages kleiner als ein Jahr, verringert sich die Abfindung entsprechend. Mit den Vorstandsmitgliedern wurde ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vereinbart, das eine von der Gesellschaft zu zahlende Entschädigung für ein Jahr vorsieht. Die Entschädigung umfasst 75 % der zuletzt bezogenen (Grund-)Vergütung ausschließlich Nebenleistungen. Die Entschädigungszahlung entfällt, wenn Intershop auf das Wettbewerbsverbot innerhalb einer bestimmten Frist verzichtet. Die Vorstandsverträge beinhalten im Krankheitsfall einen Anspruch auf sechsmonatige Fortzahlung der festen Grundbezüge bis maximal zum Ende der Laufzeit der Verträge. Im Falle des Todes eines Vorstandsmitglieds haben die Hinterbliebenen einen Anspruch auf die feste monatliche Grundvergütung für den Sterbemonat sowie für die sechs folgenden Monate. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Kredite oder ähnliche Leistungen wurden Mitgliedern des Vorstands nicht gewährt. Die Vorstände haben im Geschäftsjahr keine Leistungen Dritter erhalten, die im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstand zugesagt oder gewährt worden sind.

VERGÜTUNG AUFSICHTSRAT

Die Vergütung des Aufsichtsrats beinhaltet fixe und variable Bestandteile. Die fixe Vergütung besteht aus einer festen Vergütung in Höhe von 12.500 Euro pro Jahr sowie einem Sitzungsgeld von 2.500 Euro pro Sitzung bzw. in Höhe von 500 Euro, sofern anstelle einer Sitzung eine Telefonkonferenz abgehalten wird. Zusätzlich erhalten die Aufsichtsratsmitglieder eine erfolgsabhängige Vergütung, sofern das im gebilligten Konzernabschluss ausgewiesene Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) der Gesellschaft für das betreffende Geschäftsjahr positiv war und festgelegte quantitative Ziele erreicht wurden: 5.000 Euro werden jeweils gewährt, wenn a) das Vorjahres-EBIT erreicht wird, b) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 % gesteigert wurde, c) das EBIT gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 % gesteigert wurde sowie d) bei einer Steigerung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 %. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte der sich ergebenden fixen und variablen Vergütung. Gehören Aufsichtsratsmitglieder nur einen Teil des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat an, erhalten sie eine zeitanteilige Vergütung. Die den Aufsichtsratsmitgliedern für ihre Aufsichtsratstätigkeit entstehenden Auslagen werden von der Gesellschaft ersetzt.

Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2013 eine Gesamtvergütung in Höhe von 111 TEUR (2012: 113 TEUR) zu, davon entfielen 111 TEUR (2012: 113 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2012: 0 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Der Vergütungsanspruch teilt sich wie folgt auf die Aufsichtsratsmitglieder auf:

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  Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamtbezüge
in TEUR 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Dr. Herbert May 59 65 0 0 59 65
Prof. Dr. Nikolaus Mohr (ab 12.06.2013) 16 - 0 - 16 -
Dr. Kai Hudetz (ab 12.06.2013) 18 - 0 - 18 -
Tobias Hartmann (bis 31.05.2013) 9 24 0 0 9* 24*
Bob van Dijk (bis 31.05.2013) 9 23 0 0 9* 23*
in 2012 ausgeschiedener Aufsichtsrat - 1 - 0 - 1*
  111 113 0 0 111 113

* Das Aufsichtsratsmitglied verzichtete auf seine ihm nach der Satzung zustehende Aufsichtsratsvergütung

Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann und Bob van Dijk verzichteten auf ihre Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 18 TEUR. Infolge dieser Verzichte belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2013 auf 93 TEUR (2012: 65 TEUR).

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Prognosebericht

RAHMENBEDINGUNGEN

In 2014 soll die globale Wirtschaft wieder nachhaltig an Schwung gewinnen. Die Weltbank geht in ihrer aktuellen Schätzungen von Mitte Januar von einem globalen Weltwirtschaftswachstum von 3,2 % aus. Insbesondere in den Industriestaaten sieht die Weltbank nach jahrelanger Krise Zeichen der Erholung. Die größere Stabilität in diesen Ländern werde in 2014 ein Wachstum von 2,2 % generieren. Dadurch wird auch die Konjunktur in den Schwellen- und Entwicklungsländern wieder stärker anziehen und nach Einschätzung der Experten um 5,3 % wachsen. Für Deutschland geht die Bundesbank derzeit von einem Wachstum in 2014 von 1,7 % aus.

Das hohe Wachstum im E-Commerce-Markt hält weiter kontinuierlich an. Die Analysten von eMarketer prognostizieren allein in 2014 ein weltweiten Anstieg um rund 18 %. Bis 2017 wird der Markt dann weiter jährlich um durchschnittlich 13 % wachsen und ein Volumen von rund 1,5 Billionen Euro erreichen. Der amerikanische Markt wird nach Angaben von Forrester Research jährlich um rund 10 % wachsen und bis Ende 2017 ein Gesamtvolumen von 268 Mrd. Euro erreichen. China wird die USA in den nächsten Jahren voraussichtlich als größten E-Commerce-Markt ablösen. Für 2018 prognostiziert Forrester ein Umsatzvolumen im chinesischen Online-Handel von 496 Mrd. Euro. Der gesamteuropäische Markt wird bis 2017 um jährlich 10,5 % wachsen und das Volumen der umgesetzten Waren 183 Mrd. Euro erreichen.

Wichtiger Treiber für die Verlagerung des Handels ins Internet ist der Ausbau der Breitbandnetze. Hier hat nach Angaben von BITKOM Deutschland in den vergangenen Jahren stark aufgeholt. 85 % der Haushalte nutzen mittlerweile einen Breitbandanschluss. Vor fünf Jahren waren es noch 55 % gewesen. Zunehmende Bedeutung bekommen mobile Netze, denn Einkaufen per Smartphone oder Tablet wird immer beliebter. Das Softwareunternehmen Adobe schätzt, dass der Anteil der mobilen Online-Einkäufe im Weihnachtsgeschäft 2013 in den USA bei 14 %, in Europa bei 12,4 % und in Deutschland bei 10,6 % lag.

Auch der globale IT-Markt profitiert vom fortschreitenden Ausbau der Breitband- und Mobilnetze. Die Marktforscher von Gartner prognostizieren bei den weltweiten IT-Ausgaben für 2014 ein Plus von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in den Bereichen Software (+6,8 %) und IT-Dienstleistungen (+4,5 %) sind hohe Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert für den weltweiten Softwaremarkt ein durchschnittliches jährliches Wachstum von knapp 6 % bis 2017. Der deutsche Softwaremarkt wird nach Prognosen von BITKOM im laufenden Jahr um 5,1 % auf ein Volumen von 19 Mrd. Euro wachsen. Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen soll um 3,2 % auf knapp 37 Mrd. Euro zulegen.

UNTERNEHMENSAUSBLICK

Wie der Branchenausblick zeigt, entwickeln sich die für Intershop relevanten Marktsegmente sehr dynamisch, was die Abgabe zuverlässiger Prognosen erschwert. Der Geschäftsverlauf in 2013 hat gezeigt, dass die Gewinnung insbesondere von Großprojekten im Lizenzgeschäft langwierig und volatil verläuft. Während in den ersten neun Monaten nur wenige neue Lizenzen verkauft wurden, verzeichnete Intershop im vierten Quartal einen kräftigen Umsatzzuwachs in diesem Segment. Das Neugeschäft ist Resultat der verstärkten Investitionen in Marketing und Vertrieb und in den Ausbau des globalen Partnernetzwerks.

Beide Initiativen dienen der Erhöhung der Reichweite zur Vermarktung der Intershop 7 Software und der Gewinnung weiterer Marktanteile. Diese Maßnahmen sollen in 2014 konsequent fortgesetzt werden, was auch mit einem weiteren Ausbau des Vertriebsteams und des Partnernetzwerks einhergeht. Ein regionaler Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten wird im Jahr 2014 auf dem US-Markt liegen. Hier hat Intershop die Mannstärke seines Vertriebsteams bereits deutlich erhöht und plant eine Vermarktungsoffensive auf Basis der positiven Analystenurteile zur Intershop 7 Plattform.

Klarer Fokus innerhalb der Geschäftsbereiche liegt auf dem hochmargigen Lizenzgeschäft, das für Intershop essentiell ist, um weiter wachsen zu können. Denn die Lizenzverkäufe ziehen in der Regel auch Beratungs- und Wartungsumsätze nach sich. Es wird erwartet, dass die weiter verstärkten Vertriebsmaßnahmen zu stark steigenden Umsätzen im Lizenzbereich führen werden. Das Beratungsgeschäft lag im letzten Jahr leicht unter den Erwartungen. Hier ist mit einer leicht positiven Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Für den Bereich Wartung, der im vergangenen Jahr an Umsatz verloren hat, wird aufgrund der gesteigerten Lizenzverkäufe für 2014 eine Stabilisierung prognostiziert. Für die Sonstigen Erlöse erwartet Intershop nach der sehr kräftigen Steigerung im Vorjahr ein etwas geringeres bis stabiles Umsatzniveau. Im Online Marketing rechnet der Vorstand weiter mit leicht steigenden Erlösen bei der Tochter SoQuero. Bei der Umsatzentwicklung der Segmente Europa, USA und Asien/Pazifik wird eine gleichbleibende Verteilung des jeweiligen Erlösanteils am gesamten Nettoumsatz erwartet.

GESAMTAUSSAGE FÜR DAS JAHR 2014

Basierend auf den Annahmen für die jeweiligen Geschäftsbereiche erwartet die Gesellschaft für 2014 eine Steigerung der Nettoumsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich bei moderat steigender Bruttomarge. Aufgrund der anhaltenden Wachstumsinvestitionen in den Bereichen Vertrieb und Marketing geht Intershop für das Gesamtjahr 2014 von einem negativen operativen Ergebnis (EBIT) im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich aus.

Chancen- und Risikobericht

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Intershop agiert in einem dynamischen Markt, der von kontinuierlichen Veränderungen und damit behafteten Umfeldrisiken unterschiedlichster Natur geprägt ist. Gleichzeitig unterliegt die Gesellschaft Risiken, die aus der Geschäftspolitik, der Struktur des Unternehmens oder der Organisation der internen Prozesse heraus entstehen und die Ziele des Unternehmens gefährden können. Intershop bekennt sich zum Schutz des Eigentums der Aktionäre und zur Existenzsicherung als Grundlage seiner unternehmerischen Tätigkeit. Zur frühzeitigen Erkennung unbekannter Risiken (Frühwarnfunktion) sowie zur Steuerung der Risiken hat der Vorstand eine Risikopolitik verabschiedet, in der die Methoden und Prozesse des unternehmensweiten Risikomanagements beschrieben und festgelegt wurden. Dazu wurde ein Risikohandbuch mit der Beschreibung des Risikomanagementsystems erstellt, welches regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Risiken sind darin definiert als die Möglichkeit, von geplanten Zielen abzuweichen, und umfassen sowohl positive Abweichungen (Chancen) wie auch negative Abweichungen (Risiken). Im Fokus des Risikomanagementsystems stehen besonders gravierende mögliche negative Abweichungen, die die Unternehmensentwicklung beeinflussen und das Eigenkapital stark belasten können. Regelmäßig (mindestens quartalsweise) wird der Vorstand vom ernannten Risikomanager des Unternehmens über die Risikosituation des Unternehmens informiert. Die weitere Ausgestaltung der Risikomanagementorganisation ist dezentral. Die Bereichsleiter der einzelnen Unternehmensbereiche sind für die Identifizierung und Bewältigung der Risiken ihrer Bereiche verantwortlich. Im Falle von bedeutenden und insbesondere bestandsgefährdenden Risiken sind die Bereichsleiter verpflichtet, den Vorstand sofort und umfassend zu informieren. Der Vorstand seinerseits informiert sich je nach Bedarf über die Risikosituation im Unternehmen. Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und eine offene Kommunikationskultur stellen sicher, dass wichtige Risikoinformationen umgehend an den Vorstand gelangen.

Zusätzlich bestehen zentrale Informationssysteme, mit deren Hilfe der Vorstand über Risiken der Unternehmensentwicklung direkt, zeitnah und regelmäßig informiert wird. Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand mindestens einmal im Quartal, in der Regel aber häufiger, über wichtige Entwicklungen im Unternehmen informiert. Der operative Prozess des Risikomanagements umfasst die Risikoidentifikation, Risikobewertung, Risikoaggregation und Risikobewältigung.

Zur Risikoidentifikation erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung des Umfelds in Bezug auf definierte Risikofelder und Risiken durch Risikoeigner (in der Regel die Intershop-Bereichsleiter), denen klar abgegrenzte Unternehmensbereiche und alle daraus entstandenen möglichen Risiken operativ zugeordnet sind. Zusätzlich wird eine jährliche (mit quartalsweiser Aktualisierung) Risikoinventur durchgeführt, in deren Rahmen die Relevanzskala und die Risikoeigner festgelegt, bereits identifizierte Risiken überprüft sowie neue Risiken erfasst werden. Zusätzlich findet eine Abweichungsanalyse des Controllings zur Identifikation von Planabweichungen statt. Dazu wird auf Finanzbuchhaltungs- und Controllingsoftware von SAP zurückgegriffen. Wenn möglich oder sinnvoll, werden alle Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet. Der Umfang des Gesamtrisikos von Intershop wird durch eine Risikoaggregation bestimmt. Intershop wendet zur Risikobewältigung je nach Stadium Maßnahmen an, die die Eintrittswahrscheinlichkeiten senken oder die Schadenshöhe vermindern.

Intershop hat im Zug der Risikoinventuren in allen Bereichen des Unternehmens Risiken identifiziert, die die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können.

UMFELDRISIKEN UND BRANCHENRISIKEN

Intershop agiert als führender Anbieter innovativer Commerce-Lösungen in einem sehr dynamischen Markt. Dieser Markt ist kontinuierlichen Veränderungen etwa durch technologischen Fortschritt, Veränderungen in der IT-Landschaft von Unternehmen oder durch neue Strategien oder Verhaltensmuster von Akteuren im Online-Handel unterworfen. Prinzipiell besteht das Risiko, dass Intershop Produkte und Dienstleistungen anbietet, die nicht den Kundenbedürfnissen und Markterwartungen entsprechen. Gelingt es nicht, die Zielmärkte adäquat zu beobachten, die Mitbewerber einzuschätzen und neue innovative Produkt- und Lösungsstrategien anzubieten, kann dies zu einer zukünftigen negativen Umsatzentwicklung führen, weil Kunden zu Wettbewerbern wechseln und die Neukundengewinnung erschwert wird. Intershop begegnet diesem Risiko durch eine ständige Marktbeobachtung und Analyse der Kundenbedürfnisse in Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und Marktanalysten. So wurde die aktuelle Product Roadmap auf der Basis von Kunden- und Partner-Feedback erarbeitet und in Gesprächen mit Industrieanalysten wie Forrester evaluiert. Dieses Vorgehen führte dazu, dass Intershop in der B2B Forrester Wave 2013 in das Segment Market Leader eingeordnet wurde.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Übergeordnetes strategisches Ziel von Intershop ist die Entwicklung der Gesellschaft vom reinen Technologieanbieter zu einem ganzheitlichen Anbieter von Omni-Channel-Commerce-Lösungen.

Die Markenbekanntheit spielt für Intershop eine zentrale Rolle, da sonst potenzielle Kunden das Unternehmen nicht als möglichen Lösungspartner wahrnehmen. Intershop setzt dazu im Rahmen seiner Markenstrategie auf ein Re-Branding und Re-Positionierung unter Beachtung eines Added-Value-Ansatzes, um den bestehenden Markenwert nicht zu gefährden und insbesondere in wichtigen außereuropäischen Absatzmärkten die Markenbekanntheit zu erhöhen. Parallel dazu erfolgen der Ausbau der Mitarbeiterzahl in den Auslandsmärkten und eines Netzes von internationalen Vertriebspartnern, die mit unterschiedlichsten Vertriebs- und Werbemaßnahmen zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Marke Intershop beitragen werden.

Ein großer Geschäftsbereich von Intershop sind die Beratungsdienstleistungen, welche vor allem im Rahmen von Projekten erbracht werden. Dabei ist die Kundenbindung ein sehr wichtiger Faktor. Um diese gewährleisten zu können, ist es von Bedeutung, die vom Kunden geforderte Qualität zu erbringen, aber auch den Kostenrahmen zu beachten. Gelingt dies nicht, so hat dies Auswirkungen auf das Kundenvertrauen. Zukünftige Aufträge könnten verloren gehen oder die Gewinnspanne der Projekte würde sich dauerhaft reduzieren.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, werden zu den Projekten Ressourcenplanungen durchgeführt. Regelmäßige Berichte dokumentieren die aktuellen Projektstände. Intershop begegnet diesem Risiko auch durch ein permanentes Monitoring der Kundenzufriedenheit. Risiken, welche sich aus den Projekten ergeben, sind somit für Intershop besser beherrschbar.

Hinsichtlich der Intershop-Software besteht ein für Software typisches Produktmangelrisiko. Durch Fehler in der Entwicklung kann es möglich sein, dass das Produkt mangelhaft ist und insbesondere hinsichtlich Produktsicherheit nicht den Kunden- und Marktanforderungen entspricht. Produktmängel könnten zu einer potenziellen oder tatsächlichen Beeinträchtigung des Betriebs beim Kunden führen und bei schweren Mängeln die Akzeptanz der Produkte von Intershop erheblich mindern. Für Intershop fielen in Folge dessen Zusatzkosten zur Mängelbeseitigung und/oder Kosten für mögliche juristische Auseinandersetzungen/Schadenersatz beim Kunden an. Außerdem ist ein Umsatzrückgang möglich. Das Risiko wird jedoch als gering angesehen, weil ein aufwendiger Qualitätssicherungsprozess die Möglichkeit des Auftretens unerkannter Produktfehler minimiert.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Für Intershop sind Abweichungen von geplanten Zielen durch die Nichtgenerierung einer ausreichenden Anzahl von Neukunden, insbesondere im Lizenzbereich, oder nicht-zielführende Marketing- und Vertriebsaktivitäten nicht auszuschließen. Diesem Risiko wird durch entsprechende Zielmodelle im Vertrieb, eine deutlich erweiterte Vertriebsstruktur und verstärkte Schulungsmaßnahmen entgegengesteuert, sodass ein Risiko hieraus als gering eingeschätzt wird. Wichtigste Maßnahmen sind eine vorausschauende Produktpolitik, die Angebotserweiterung über mehrere Märkte sowie die kontinuierliche Produktentwicklung, um die technologische Leistungsfähigkeit zu fokussieren. Dazu greift Intershop auf hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter zurück.

Aufgrund der Komplexität der Produkte gestaltet sich der Vertrieb über Partner als anspruchsvoll. Intershop setzt vor allem in ausländischen Märkten zwangsläufig auf Vertriebspartner, da der Aufbau eigener Vertriebsstrukturen zu hohe Kosten nach sich zieht. Um Risiken aus einer fehlerhaften Beratung potenzieller Kunden durch Partner zu vermeiden, setzt Intershop auf gezielte Schulungen, Weiterentwicklung der Partnerprogramme sowie einen Auswahlprozess der Partner, der einem umfangreichen Anforderungskatalog genügen muss.

PERSONALRISIKEN

Die Leistungen und das Know-how der Mitarbeiter und Führungskräfte sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Dabei besteht insbesondere bei Personal in Schlüsselpositionen das Risiko, dass das spezifische Wissen dieser Mitarbeiter bei einem Wechsel zu einem Wettbewerbsunternehmen dort eingesetzt wird. Ferner ist es grundsätzlich schwieriger, diese Mitarbeiter zu ersetzen. Ein Verlust von Schlüsselpersonen könnte die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg von Intershop verringern. Durch den Einsatz eines modernen Personalmanagements mit individuellen Personalentwicklungsmaßnahmen in Verbindung mit der offenen Unternehmenskultur und flachen Hierarchien wird diesen Risiken entgegengewirkt. Intershop hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass durch die genannten Maßnahmen, die hohe Qualifikation der Mitarbeiter und auch durch ein ausgeprägtes Netz an externen Dienstleistern Personalabgänge aufgefangen werden können, sodass dieses Risiko als gering einzuschätzen ist.

INFORMATIONSTECHNISCHE RISIKEN

Die Geschäftsprozesse bei Intershop basieren auf Informationstechnologien. Dabei besteht ein typisches inhärentes Datenverlustrisiko. Ferner ist Intershop dem Risiko von Angriffen auf die Software ausgesetzt, was den Funktionsumfang und die Verfügbarkeit beim Kunden einschränken kann. Zusätzlich besteht das Risiko, dass Informationen an Wettbewerber abfließen, die ihnen Wettbewerbsvorteile verschaffen. Laufend werden dabei die schon bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit sowie Datensicherungsverfahren weiterentwickelt, damit die mit der IT-gestützten Integration verbundenen Risiken begrenzt werden. Sicherheitsrichtlinien und Sicherheitsprozesse werden regelmäßig aktualisiert. Intershop schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Risiko realisiert, daher als gering ein.

Ein weiteres Risiko stellt die Verfügbarkeit von Drittsoftware dar, welche den Markt- und Kundenanforderungen entsprechen muss. Ist eingesetzte Drittsoftware nicht rechtzeitig verfügbar oder schadhaft, kann dies das Betriebsergebnis beeinflussen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, werden langfristige Lieferverträge mit Drittsoftwareanbietern geschlossen und deren Qualität wird kontinuierlich überprüft. Des Weiteren besteht auch die Möglichkeit, auf alternative Anbieter zurückzugreifen.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Intershop verfügt zum Bilanzstichtag über eine angemessene Liquiditätssituation und finanzielle Stärke. Zinsänderungsrisiken sowie Kreditrisiken sind momentan nicht nennenswert vorhanden, da keine Finanzverbindlichkeiten bestehen. Währungsrisiken aus dem Engagement im Ausland treten durch die Umsätze in US-Dollar und in Australischen Dollar auf. Maßnahmen zur Absicherung von Währungsrisiken werden getroffen.

Darüber hinaus besteht das Risiko von Forderungsausfällen. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zumindest einzugrenzen, führt Intershop regelmäßig Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden durch. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko zusätzlich durch die Vereinbarung von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es wird hierzu zusätzlich auf den Konzernanhang, Abschnitt "(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" und "Angaben zu den Finanzinstrumenten" verwiesen.

SONSTIGE RISIKEN

Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Aktuell geht der Vorstand davon aus, dass, über die im Konzernanhang angegebenen Rechtsstreitigkeiten hinaus, aus laufenden Rechtsstreitigkeiten keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen auf die Gesellschaft zukommen. Diese Risiken werden zudem durch Versicherungen abgesichert bzw. es wurden vorsorglich Rückstellungen gebildet. Es wird auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rechtsstreitigkeiten/ Eventualverbindlichkeiten" verwiesen.

Dritte könnten Intershop der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum, wie zum Beispiel Patenten oder Urheberrechten, bezichtigen und Schadenersatzforderungen geltend machen oder auch versuchen, den Vertrieb der Intershop-Software zukünftig zu beschränken. Dies gilt vornehmlich für die Staaten, in denen Softwareverfahrenspatente existieren. Intershop prüft zur generellen Risikominimierung daher insbesondere und regelmäßig die Einhaltung von Lizenzbestimmungen Dritter bereits im Entwicklungsprozess.

Für den Vertrieb von Intershop-Produkten werden spezialisierte und standardisierte Verträge und AGBs benutzt. Es kann vorkommen, dass von diesen Verträgen, zum Beispiel auf Kundenwunsch, abgewichen werden muss. In diesen Fällen besteht das Risiko, dass die abweichende vertragliche Regelung von Nachteil für das Unternehmen ist. Dieses Risiko wird begrenzt, in dem grundsätzlich alle Verträge, die von der Standardvorlage bzw. von den Standards-AGBs abweichen, durch die Rechtsabteilung zu prüfen sind.

Das Tochterunternehmen The Bakery GmbH wirtschaftet noch defizitär, deshalb wird die Abdeckung der entstehenden Kosten durch die Kreditzusage von Intershop finanziert. Gelingt es The Bakery GmbH nicht, seine Planwerte bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen, besteht ein Insolvenzrisiko. Die Folgen für Intershop wären der Wegfall der geplanten Umsätze sowie zusätzliche Kosten. Intershop begegnet diesem Risiko durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten, insbesondere durch die erweiterte Integration des The-Bakery-Produktportfolios in das Intershop-Produktportfolio. Die Gesellschaft erwartet dadurch Kosteneinsparungseffekte.

Durch Veränderungen der Ranking-Algorithmen von Suchmaschinen kann es schwieriger oder aufwendiger werden, Dienstleistungen zur Suchmaschinenoptimierung anzubieten. Das kann zu einem Umsatzrückgang im Bereich Online Marketing führen und die Ertragslage entsprechend negativ beeinflussen. Das Unternehmen schätzt dieses Risiko jedoch als sehr gering ein.

CHANCEN

Intershop agiert in einem sehr dynamischen und wachsenden Marktumfeld. Im E-Commerce-Sektor ergeben sich ständig neue Chancen. Diese zu identifizieren und zu nutzen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen, ist ein wesentlicher Treiber für das nachhaltige Wachstum des Unternehmens. Deshalb sind bei Intershop das Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Das Chancenmanagement ist Teil des strategischen Planungsprozesses bei Intershop - hier werden regelmäßig interne und externe Potenziale evaluiert, die sich positiv auf die Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Unternehmens auswirken können.

Hervorzuheben sind im Wesentlichen die folgenden Chancen: Intershop-Kunden haben eine hohe Zufriedenheit, wie regelmäßige Befragungen und die langjährige Kundenbindung bei Intershop bestätigen. Daraus können sich auch kurzfristige und außerhalb von Wettbewerbsverfahren nennenswerte Nachfolgeaufträge ergeben. Die Kundenstruktur von Intershop mit einem hohen Umsatzanteil von Großkunden bietet die Chance, ohne erneuten Akquise-Aufwand auch weitere Umsätze mit diesen Kunden und deren verbundenen Unternehmen zu realisieren, da sie aufgrund der finanziellen und zeitlichen Wechselhürden weniger geneigt sind, den Anbieter zu wechseln. Als Pionier der Branche mit der längsten Erfahrung im Marktsegment hat Intershop den Ruf, ein besonders verlässlicher Projektpartner zu sein, der auch unter schwierigen Voraussetzungen Projekte in Time und Budget zum Erfolg führt. Dies kann zu kurzfristigen Kundengewinnen führen, insbesondere, wenn Kunden zuvor mit anderen Anbietern in einem Projekt gescheitert sind. Weiterhin sieht Intershop erhebliche Chancen bei der Erweiterung der Partner- und Vertriebsstruktur. Dadurch können der Zugang zu bisher nicht erreichbaren Kundensegmenten geöffnet und zusätzliche Umsatzpotenziale ausgeschöpft werden. Durch die Vermarktung von neuen Preismodellen können sich erweiterte Umsatzchancen ergeben, da neue potenzielle Kundenkreise angesprochen werden.

GESAMTRISIKOPOSITION

Unter der Gesamtrisikoposition sind alle Einzelrisiken zu verstehen, welchen Intershop in der Gesamtheit ausgesetzt ist. Es sind keine Risiken zu erkennen, die allein oder in Wechselwirkungen miteinander den Fortbestand von Intershop gefährden können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Das interne Kontrollsystem von Intershop umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur organisatorischen Umsetzung von dessen Entscheidungen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Intershop-Konzern ist entsprechend der Vorstandsressorts gegliedert, deren verschiedene Abteilungen zu dem jeweils verantwortlichen Vorstand berichten. Die Abteilungen sind unterteilt in verschiedene Kostenstellen bzw. Profitcenter, für die je ein Abteilungsleiter verantwortlich ist. Die Abteilungsleiter haben entweder Gewinn- und Kostenverantwortung oder ausschließlich Kostenverantwortung.

Die geschäftlichen Bestell- und Genehmigungsprozesse einschließlich Zeichnungsberechtigungen und Wertgrenzen sind in einer vom Vorstand eingeführten Genehmigungsrichtlinie ("Global Authorization Policy") geregelt, welche regelmäßig überprüft und wenn notwendig angepasst wird. Die Genehmigungsrichtlinie beinhaltet drei Regelungsfelder: den Einkauf von Waren und Dienstleistungen, Angebote an und Verträge mit Kunden sowie Personalangelegenheiten. Bevor Aktivitäten ausgeführt werden, sind festgelegte Abläufe einzuhalten. Werden beispielsweise Waren bestellt oder Dienstleistungen beauftragt, bestehende Verträge verändert oder gekündigt, sind verschiedene Genehmigungen in Form von Unterschriften einzuholen. Deren Umfang ist abhängig von der Art des Vertrages und vom Auftragsvolumen. Es sind Angaben über finanzielle und bilanzielle Auswirkungen sowie Budgeteffekte darzulegen und Alternativen (z. B. Angebote weiterer Lieferanten oder Dienstleister) zu erläutern. Alle Bestellungen bzw. Beauftragungen dürfen nur erfolgen, wenn die jeweils entsprechend der Richtlinie notwendigen Genehmigungen der Fachabteilungen, Abteilungsleiter und/oder Vorstände vorliegen. Neben der Genehmigungsrichtlinie existieren bei Intershop weitere Richtlinien für verschiedene Geltungsbereiche, zum Beispiel die Reisekostenrichtlinie, die Mobiltelefonrichtlinie oder die Firmenwagenrichtlinie. Diese werden ebenfalls regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. In den mindestens zweiwöchentlichen Vorstandsbesprechungen werden neben anderen Themen auch externe Beauftragungen diskutiert und überwacht.

Die buchhalterischen Vorgänge werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften durch Buchhaltungssysteme erfasst. Dabei erfolgt die Erfassung, bis auf eine Tochtergesellschaft, von der zentralen Finanzabteilung im SAP-System der Muttergesellschaft. Die Konsolidierung und Aufstellung des Konzernabschlusses von Intershop erfolgt mit einer zentralen Konsolidierungssoftware. Die Bilanzierungsvorschriften des Konzerns berücksichtigen die Anforderungen der IFRS, HGB und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgen interne Kontrollen unter Wahrung des Vier-Augen-Systems zur Sicherstellung der Verlässlichkeit der eingehenden Einzelabschlüsse und des Konzernabschlusses. Vom Konzerncontrolling werden monatlich Detailauswertungen erstellt, um die Entwicklung des Konzerns, der Einzelgesellschaften sowie der Kostenstellen und Profitcenter aufzuzeigen. Die Werthaltigkeitstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten werden zentral auf Konzernebene durchgeführt, um einheitliche Bewertungskriterien sicherzustellen. Auf Konzernebene erfolgt durch das Konzerncontrolling die Aufbereitung und Zusammenfassung der Daten für die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts, welche durch die Finanzabteilung überprüft werden.

NACHTRAGSBERICHT

Die Gesellschaft macht seit Januar 2014 Zahlungsansprüche aus einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahr 2013 klageweise geltend.

ANGABEN NACH § 289 ABSATZ 4 HGB BZW. § 315 ABSATZ 4 HGB NEBST ERLÄUTERNDEM BERICHT

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30.183.484 Euro und ist eingeteilt in 30.183.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Eine Aktie hat einen Anteil am Grundkapital von 1 Euro. Es existieren keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die GSI Commerce Solutions Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist zum Bilanzstichtag mit 26,14 % am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt. Die GSI Commerce Inc., King of Prussia, Pennsylvanien, USA, ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,14 % an der INTERSHOP Communications AG beteiligt. Die eBay Inc., San Jose, Kalifornien, USA, hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,14 % der Stimmrechtsanteile an der INTERSHOP Communications AG. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen zum Bilanzstichtag am Grundkapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, wurden der INTERSHOP Communications AG nicht mitgeteilt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, also insbesondere Entsendungsrechte in den Aufsichtsrat, gibt es nicht. Es gibt keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, so dass eine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, ohne dass sie gleichzeitig die Kontrollrechte unmittelbar ausüben können, ebenfalls nicht existiert.

Die Ernennung und Abberufung des Vorstands ist in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 6 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Gemäß Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Satzungsänderungen erfolgen nach den §§ 179 ff. AktG sowie nach § 28 der Satzung. Nach letztgenannter Vorschrift ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, insbesondere auch Änderungen der Angaben über das Grundkapital, entsprechend dem jeweiligen Umfang von Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital und genehmigtem Kapital sowie von Kapitalherabsetzungen aufgrund der Einziehung von Aktien zu beschließen.

Hinsichtlich der Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien verweisen wir auf den Konzernanhang, Abschnitt "Eigenkapital", bzw. auf den Anhang des Einzelabschlusses der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft. Die Gesellschaft unterhält keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Datum vom 12. Februar 2014 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese zusammen mit dem Bericht über die Unternehmensführung (Corporate-Governance-Bericht) auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung öffentlich zugänglich gemacht.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat rein vorsorglich für das Geschäftsjahr 2013 einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG aufgestellt. In diesem Bericht werden auch die Beziehungen zu GSI Commerce Solutions Inc. dargestellt. Der Vorstand geht zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht von dem Bestehen eines Abhängigkeitsverhältnisses zur GSI Commerce Solutions Inc. aus. Der Vorstand ist sich jedoch bewusst, dass diese Einschätzung von Unwägbarkeiten und Unsicherheiten abhängt, insbesondere von der Prognose zukünftiger Hauptversammlungsmehrheiten, die sich nicht sicher vorhersehen lassen. Daher wurde der Abhängigkeitsbericht vorsorglich und freiwillig erstattet. Er enthält die folgende Schlusserklärung:

"Die INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft hat für die in dem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

 

Jena, 3. März 2014

Der Vorstand der INTERSHOP Communications AG

Jochen Moll

Ludwig Lutter

Dr. Jochen Wiechen

Konzernabschluss

Konzernbilanz

AKTIVA

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in TEUR Anhang Nr. 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (1) 11.104 11.618
Sachanlagen (2) 1.026 1.380
Sonstige langfristige Vermögenswerte (4) 20 26
Latente Steuern (21) 895 895
    13.045 13.919
Kurzfristige Vermögenswerte      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 12.555 9.613
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (4) 716 726
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung   0 65
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (5) 7.389 14.314
    20.660 24.718
SUMME AKTIVA   33.705 38.637

Passiva

     
in TEUR Anhang Nr. 31. Dezember 2013 31. Dezember 2012
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (6) 30.183 30.183
Kapitalrücklage (6.1) 7.751 7.751
Andere Rücklagen (6.2) -13.752 -10.322
    24.182 27.612
Langfristige Schulden      
Sonstige langfristige Rückstellungen (11) 58 0
Umsatzabgrenzungsposten (10) 421 878
    479 878
Kurzfristige Schulden      
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (11) 347 352
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (7) 3.057 4.771
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (8) 72 412
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (9) 2.940 2.794
Umsatzabgrenzungsposten (10) 2.628 1.818
    9.044 10.147
SUMME PASSIVA   33.705 38.637

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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  Anhang Nr. 1. Januar bis 31. Dezember
in TEUR   2013 2012
Bruttoumsatzerlöse (12)    
Lizenzen   6.318 5.278
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige   51.020 51.447
    57.338 56.725
Mediakosten (13) -3.783 -4.959
Nettoumsatzerlöse (12)    
Lizenzen   6.318 5.278
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige   47.237 46.488
    53.555 51.766
Herstellungskosten (14)    
Lizenzen   -2.880 -1.928
Serviceleistungen, Wartung und Sonstige   -31.827 -32.473
    -34.707 -34.401
Bruttoergebnis vom Umsatz   18.848 17.365
Betriebliche Aufwendungen und Erträge      
Forschung und Entwicklung (15) -3.463 -4.542
Vertrieb und Marketing (16) -11.946 -8.383
Allgemeine Verwaltungskosten (17) -5.814 -5.898
Sonstige betriebliche Erträge (18) 499 1.149
Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) -1.352 -285
    -22.076 -17.959
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   -3.228 -594
Zinserträge (20) 25 86
Zinsaufwendungen   -4 -2
Finanzergebnis   21 84
Ergebnis vor Steuern   -3.207 -510
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (21) -120 -69
Ergebnis nach Steuern   -3.327 -579
Sonstiges Ergebnis      
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen: aus Währungsumrechnung   -103 -38
Gesamtergebnis   -3.430 -617
Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert) (22) -0,11 -0,02
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert) (22) -0,11 -0,02
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert)   30.183 30.183
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert)   30.183 30.183

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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  Anhang Nr. 1. Januar bis 31. Dezember
in TEUR   2013 2012
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT      
Ergebnis vor Steuern   -3.207 -510
Anpassungen zur Überleitung Periodenergebnis      
Finanzergebnis   -21 -84
Abschreibungen   3.716 2.348
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge   -958 -15
Veränderung der operativen Vermögenswerte und Schulden      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   -2.253 2.190
Sonstige Vermögenswerte   -41 -346
Verbindlichkeiten und Rückstellungen   -1.426 -1.521
Umsatzabgrenzungsposten   448 -206
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern und Zinsen   -3.742 1.856
Erhaltene Zinsen   25 86
Gezahlte Zinsen   -4 -2
Erhaltene Ertragsteuern   39 66
Gezahlte Ertragsteuern   -449 -10
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   -4.131 1.996
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT      
Liquide Mittel mit Verfügungsbeschränkung   65 2
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte   -2.506 -3.604
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen   10 2
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen   -364 -905
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -2.795 -4.505
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT      
Einzahlungen aus der Ausgabe von Stammaktien   0 26
Kosten aus der Ausgabe von Stammaktien   0 -16
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   0 10
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands   1 -71
Netto-Veränderung der liquiden Mittel   -6.925 -2.570
Liquide Mittel zu Beginn des Berichtszeitraumes (5) 14.314 16.884
Liquide Mittel am Ende des Berichtszeitraumes   7.389 14.314

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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        ANDERE RÜCKLAGEN
in TEUR Stammaktien (Anzahl Aktien) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Umstellungsrücklage Kumulierte Gewinne/Verluste Kumulierte Währungsdifferenzen
Stand 1. Januar 2013 30.183.484 30.183 7.751 -93 -12.469 2.240
Gesamtergebnis         -3.327 -103
Stand 31. Dezember 2013 30.183.484 30.183 7.751 -93 -15.796 2.137
Stand 1. Januar 2012 30.170.984 30.171 7.753 -93 -11.890 2.278
Gesamtergebnis         -579 -38
Ausgabe neuer Aktien 12.500 12 -2      
Stand 31. Dezember 2012 30.183.484 30.183 7.751 -93 -12.469 2.240
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in TEUR Summe Eigenkapital
Stand 1. Januar 2013 27.612
Gesamtergebnis -3.430
Stand 31. Dezember 2013 24.182
Stand 1. Januar 2012 28.219
Gesamtergebnis -617
Ausgabe neuer Aktien 10
Stand 31. Dezember 2012 27.612

Konzernanhang

ALLGEMEINE ANGABEN

Die Gesellschaft

Die INTERSHOP Communications AG ("Intershop", das "Unternehmen", die "Gesellschaft", der "Konzern" oder der "Intershop-Konzern) ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Intershop Tower, Leutragraben 1 in 07740 Jena. Die Gesellschaft ist an der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und wird im Prime Standard geführt.

Die INTERSHOP Communications AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Jena unter der Nummer HRB 209419 eingetragen.

Intershop ist ein führender Anbieter innovativer und umfassender Lösungen für den Omni-Channel-Commerce. Das Unternehmen bietet leistungsstarke Standardsoftware für den Vertrieb über das Internet sowie alle zugehörigen Dienstleistungen, inklusive des Online-Marketings. Darüber hinaus übernimmt Intershop im Auftrag seiner Kunden die gesamte Prozesskette des Online-Handels einschließlich Fulfillment.

Die Gesellschaft hat ihren Konzernabschluss unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zum 31. Dezember 2013 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel im Wert von 7,4 Mio. Euro (31. Dezember 2012: 14,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 72 % (Vorjahr: 71 %). Die Gesellschaft hat keine Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten sind in diesem Zusammenhang als finanzielle verzinsliche Verpflichtungen gegenüber dem Kapitalmarkt oder Kreditinstituten anzusehen). Wir verweisen auf die Aussagen im Konzernlagebericht.

Rechnungslegungsgrundsätze (compliance statement)

Der Konzernabschluss der INTERSHOP Communications AG zum 31. Dezember 2013 wurde in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - sowie den nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde für das Jahr 2013 (1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013) in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Für das Geschäftsjahr 2013 waren folgende Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden:

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

IAS 19 (überarbeitet 2011) "Leistungen an Arbeitnehmer"

IAS 12 "Ertragsteuern"

Änderung an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS"

Änderung an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben"

IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts"

Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Mai 2012)

Die Änderungen an IAS 1 fordern, dass die Posten des sonstigen Ergebnisses in Beträge unterteilt werden, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, und in solche, bei denen keine Umgliederung erfolgt. Es wird nicht dargestellt, welche Posten unter dem sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Für Intershop hatten diese Änderungen keine Auswirkungen im Konzernabschluss des Berichtsjahres. Die Überarbeitung des IAS 19 betrifft die Abschaffung der Korridor-Methode und die Ermittlung der Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die Änderungen des IAS 12 befassen sich mit der Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte. Auf den Konzernabschluss von Intershop haben diese Änderungen keine Auswirkungen. Die Änderung an IFRS 1 betrifft die Bilanzierung von öffentlichen Darlehen bei der erstmaligen Anwendung von IFRS. Da Intershop kein Erstanwender der IFRS ist, gibt es keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. Die Änderung an IFRS 7 bewirkt eine Klarstellung einiger Vorschriften zur Saldierung von Vermögenswerten und Schulden. Durch die neuen Angaben soll der Vergleich von IFRS-Abschlüssen und US-GAAP-Abschlüssen erleichtert werden. Für Intershop kann das zu erweiterten Angabepflichten führen. IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu definieren ist, und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Für Intershop können sich Änderungen bezüglich des Umfangs der Angabepflichten ergeben.

Weiterhin waren folgende Verbesserungen an den IFRS 2011 ab dem Geschäftsjahr 2013 anzuwenden:

IFRS 1 "Erstmalige Anwendung von IFRS"

IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"

IAS 16 "Sachanlagen"

IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung"

IAS 34 "Zwischenberichterstattung"

Die aufgezählten Verbesserungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss im Berichtsjahr.

Der International Accounting Standards Board (IASB) hat weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist. Von einer vorzeitigen Anwendung dieser Standards wurde kein Gebrauch gemacht und auch künftig ist keine vorzeitige Anwendung geplant:

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IFRS Änderung Änderung für Geschäftsjahr ab
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2014
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an Unternehmen 01.01.2014
IFRS 10, 11, 12 Änderungen der Übergangsvorschriften 01.01.2014
IAS 27 Einzelabschlüsse 01.01.2014
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2014
IAS 32 Finanzinstrument: Darstellung - Saldierung 01.01.2014
IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag 01.01.2014
IAS 39 Novationen von Derivaten 01.01.2014
IFRIC 21 Abgaben 01.01.2014
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung 01.01.2015
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01.01.2016

Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, was auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Durch die in IFRS 11 geänderten Definitionen gibt es nun zwei Arten gemeinsamer Vereinbarungen: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Das Wahlrecht der Quotenkonsolidierung wurde bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen abgeschafft. Der IFRS 12 regelt insgesamt die Angabepflichten zu Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Zweckgesellschaften. IFRS 9 befasst sich mit der Klassifizierung, dem Ansatz und der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die konkreten Auswirkungen von IFRS 9, 10, 11 und 12 sowie der anderen genannten Standards für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzerns sind noch zu überprüfen.

Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2013 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Intershop-Konzerns.

Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zu ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Es wird kaufmännisch gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Das Geschäftsjahr der INTERSHOP Communications AG und ihrer in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Vorstand der INTERSHOP Communications AG hat den vorliegenden IFRS-Konzernabschluss am 3. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses macht es erforderlich, dass der Vorstand Schätzungen und Annahmen trifft, welche die Beträge, die im Konzernabschluss und im dazugehörigen Anhang ausgewiesen werden, beeinflussen. Die Schätzungen basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit und anderen Kenntnissen der zu bilanzierenden Geschäftsvorfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse können von solchen Schätzungen abweichen. Daher werden Schätzungen und diesen zugrunde liegende Annahmen regelmäßig überprüft und auf mögliche Auswirkungen auf die Bilanzierung beurteilt. Der Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen erfolgt auf Basis von finanziellen Schätzungen und Daten, anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für die Verpflichtung gegenüber Dritten muss hinreichend wahrscheinlich sein. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen. Eine entsprechende Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden ergäbe sich innerhalb des nächsten Geschäftsjahres.

Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei dem Ansatz und der Bemessung der Rückstellungen für Rechtskosten und Prozessrisiken, Gewährleistungsrückstellungen und Ertragsteuerrückstellungen sowie bei der Beurteilung der Notwendigkeit sowie der Bemessung einer außerplanmäßigen Abschreibung bzw. Wertberichtigung. Bei den Umsatzerlösen für Beratungsleistungen ist eine Schätzung für den Erfüllungsgrad von Verträgen aus Festpreisprojekten erforderlich. Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 insgesamt auf 405 TEUR, davon 50 TEUR für Prozessrisiken für Rechtsstreitigkeiten. Die entsprechende Aufwandsbuchung wurde in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Allgemeine Verwaltungskosten erfasst. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1.096 TEUR berücksichtigt. Wir verweisen auf die Abschnitte "(3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Angaben zu den Finanzinstrumenten". Die Prüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes erfolgt nach dem im Abschnitt "Wertminderungen von Vermögenswerten" beschriebenen Werthaltigkeitstest. In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 bestand kein Wertminderungsbedarf. Zur Schätzung bei Umsatzerlösen verweisen wir auf das Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden", Abschnitt "(12) Umsatzerlöse".

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasste zum 31. Dezember 2013 neben der Muttergesellschaft die Tochterunternehmen Intershop Communications, Inc., SoQuero GmbH, The Bakery GmbH, Intershop Communications Australia Pty Ltd, Intershop Communications Nordics AB, Intershop Communications Ventures GmbH sowie die Intershop Communications Asia Limited. Die Tochtergesellschaft Intershop Communications Asia Limited mit Sitz in Hongkong wurde neu gegründet. Die Anschaffungskosten in Höhe von 5.000 HKD entsprechen der Kapitaleinlage.

Der Anteilsbesitz der INTERSHOP Communications AG am 31. Dezember 2013 gliedert sich wie folgt:

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  Anteil
in %
Eigenkapital*
in TEUR
Jahresergebnis
in TEUR
Intershop Communications, Inc., San Francisco, USA 100 -212 219
SoQuero GmbH, Frankfurt/Main, Deutschland 100 213 349***
The Bakery GmbH, Berlin, Deutschland 100 -3.292 -1.253
Intershop Communications Australia Pty Ltd, Melbourne, Australien 100 158 151
Intershop Communications Ventures GmbH, Jena, Deutschland 100 -2.253 -29
Intershop Communications Nordics AB, Malmö, Schweden 100 24 -2
Intershop Communications Asia Limited, Hongkong, China 100 14 14

* Eigenkapital zum 31.12.2013 umgerechnet zum Stichtagskurs
** (vorläufiges) Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2013, umgerechnet zum Jahresdurchschnittskurs
*** Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Muttergesellschaft INTERSHOP Communications AG

Das Tochterunternehmen SoQuero GmbH hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und ist damit von der Pflicht zur Aufstellung nach § 264 ff. HGB, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2013 befreit.

Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss der INTERSHOP Communications AG sind die konsolidierten Ergebnisse der Muttergesellschaft und aller in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die INTERSHOP Communications AG direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik der jeweiligen Gesellschaft hat. Der Einbezug der Gesellschaft erfolgt ab dem Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf den Intershop-Konzern. Eine Endkonsolidierung wird in der Regel zum Zeitpunkt der Liquidation des Tochterunternehmens bzw. zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs auf Dritte durchgeführt.

TOCHTERUNTERNEHMEN:

Die Kapitalkonsolidierung für von fremden Dritten erworbene Unternehmen erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Hierbei werden die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag aus Kaufpreis und ermittelten Zeitwerten wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand erfasst. Bei Folgekonsolidierungen werden die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden hinsichtlich seiner Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich überprüft und bei Vorliegen einer Wertminderung außerplanmäßig auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Schulden zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert.

Währungsumrechnung

In den in lokalen Währungen aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften und im Abschluss der Muttergesellschaft werden monetäre Positionen in fremder Währung zum Stichtagskurs bewertet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Die funktionale Währung einer Tochtergesellschaft ist die lokale Währung des Landes, in dem die Tochtergesellschaft ansässig ist. Die funktionale Währung der Gesellschaft ist der Euro. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der Tochtergesellschaften außerhalb der Euro-Zone erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist grundsätzlich die funktionale Währung identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Die Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs, die Erlöse und Aufwendungen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert unter "Andere Rücklagen" (kumulierte Währungsdifferenzen) ausgewiesen. Im Zeitpunkt des Ausscheidens eines Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst.

Transaktionen in Fremdwährungen werden zu dem am Datum der Transaktion gültigen Umtauschkurs umgerechnet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Kursen angesetzt. Differenzen im Umtauschkurs zwischen dem Datum, an dem ein auf eine Fremdwährung lautendes Geschäft getätigt wird, und dem Datum, an dem es ab- oder umgerechnet wird, sind in der Gesamtergebnisrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die kumulierten Gewinne und Verluste aus Währungsumrechnungen betrugen im Geschäftsjahr -290 EUR (2012: 121 TEUR).

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse wichtiger Währungen ergeben sich aus folgender Tabelle:

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  Währung Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
Land 1 Eur = 31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
USA USD 1,38 1,32 1,33 1,29
Australien AUD 1,55 1,27 1,38 1,25
Hongkong HKD 10,68 10,25 10,50 9,98

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im gesamten Intershop-Konzern und für alle im Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitlich angewendet.

Geschäfts- und Firmenwert

Der im Rahmen der Konsolidierung entstehende Geschäfts- oder Firmenwert stellt nach IFRS 3 den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit gemäß IAS 36 überprüft. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwertes wird auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Dabei wird der Geschäfts- oder Firmenwert auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgeteilt. Soweit der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der den höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert repräsentiert, den Buchwert unterschreitet, wird eine Wertminderung vorgenommen (ausführliche Erläuterung im Abschnitt "Wertminderungen von Vermögenswerten"). Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in Folgeperioden nicht wieder aufgeholt.

Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte wie Software, Patente und Kundenbeziehungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten wirtschaftlichen Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger kumulierter Abschreibungen unter Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen und Wertaufholungen bewertet und linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer liegt zwischen zwei und drei Jahren.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer wie Geschäfts- und Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet und sowohl jährlich als auch bei vorliegenden Anhaltspunkten auf Wertminderung geprüft. Es wird hierzu auf Abschnitt "Wertminderungen von Vermögenswerten" verwiesen.

Softwareentwicklungskosten

Entwicklungskosten für neu entwickelte (Software-)Produkte werden nach IAS 38 mit den Herstellungskosten aktiviert, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: die technische Realisierbarkeit, die Verwertungs- oder Verkaufsabsicht, die Sicherstellung der Vermarktung der neu entwickelten Produkte, das zukünftige Nutzenpotenzial, die Verfügbarkeit ausreichender technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen sowie eine eindeutige Aufwandszuordnung. Die Aktivierung von Softwareentwicklungskosten erfolgt dann grundsätzlich ab dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit des Produkts, welches die Gesellschaft als Entwicklung eines Prototyps und zusätzlich als Entwicklung einer Betaversion des Software-Produkts definiert. Die aktivierten Softwareentwicklungskosten enthalten die direkten Personalkosten der Mitarbeiter, die Personalnebenkosten sowie direkt zurechenbare Fremdleistungen und angemessene Teile der vernünftig abgrenzbaren Gemeinkosten. Die Abschreibung beginnt mit dem Zeitpunkt der Verfügbarkeit des jeweils neuen Software-Releases für den Kunden und erfolgt leistungsorientiert über die geplante Nutzungsdauer von drei Jahren. Die aktivierten Kosten unterliegen dem Wertminderungstest. Forschungskosten sind gemäß IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen unter Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen und Wertaufholungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Anlagegegenstände berechnet. Den planmäßigen Abschreibungen liegt hauptsächlich folgende Nutzungsdauer zugrunde:

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Computer 3 Jahre
Büromöbel/Präsentationsgeräte 4-5 Jahre

Mietereinbauten werden linear über den jeweils kürzeren Zeitraum entweder der Laufzeit des Mietvertrages oder der geschätzten gewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Wenn Sachanlagen stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Wertminderungen von Vermögenswerten

Für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter und unbestimmter Nutzungsdauer wird an jedem Abschlussstichtag eingeschätzt, ob für die entsprechenden Vermögenswerte Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen nach IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwandes zu bestimmen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird der Betrag bezeichnet, der durch den Verkauf eines Vermögenswertes in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen vertragswilligen Parteien erzielt werden könnte. Die Bestimmung des Nutzungswerts erfolgt anhand der abgezinsten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse unter Zugrundelegung eines marktgerechten Zinssatzes, der die Risiken des Vermögenswertes widerspiegelt, die sich noch nicht in den geschätzten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüssen niederschlagen. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als sein Buchwert, so ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Die außerplanmäßigen Abschreibungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. In den Jahren 2013 und 2012 gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Bei Wertaufholung in einer Folgeperiode wird der Buchwert des Vermögenswertes entsprechend dem festgestellten erzielbaren Betrag angepasst, es ist jedoch höchstens bis zu dem Betrag zuzuschreiben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte. Die Zuschreibung ist sofort erfolgswirksam zu erfassen. In den Jahren 2013 und 2012 wurden keine derartigen Zuschreibungen vorgenommen.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes wird auf der Ebene zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt. Der Firmenwert wird dieser zugeordnet. Der Firmenwert beinhaltet das Knowhow an der Software, die aus früheren Unternehmenskäufen erworben wurde (Nettobuchwert zum 31. Dezember 2013: 4.473 TEUR, erzielbarer Betrag: 31.103 TEUR), sowie den Firmenwert, der aus dem Erwerb der SoQuero GmbH für die Erwartung zukünftiger positiver Zahlungsströme aufgrund langfristiger Kundenbeziehungen (Nettobuchwert zum 31. Dezember 2013: 754 TEUR, erzielbarer Betrag: 6.346 TEUR) resultiert. Für den Firmenwert, der aus dem Erwerb der SoQuero GmbH resultiert, entspricht die zahlungsmittelgenerierende Einheit der Tochtergesellschaft SoQuero GmbH. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit, die dem Firmenwert aus dem Know-how an der Software zugeordnet wurde, entspricht dem Segment Europa abzüglich der Bereiche Online Marketing, Full Service und The Bakery GmbH. Es werden im ersten Schritt die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit dem Nutzungswert verglichen. Zusätzlich werden die Buchwerte in Summe mit dem Marktwert des Unternehmens verglichen. Der Marktwert wird dabei aus der Börsenkapitalisierung der Gesellschaft abgeleitet. Nur wenn der Nutzungswert oder Marktwert unter dem Buchwert liegt, wird in einem zweiten Schritt der Abwertungsbedarf für den Firmenwert ermittelt. Zur Bestimmung der Nutzungswerte für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden die Net-Cashflows für die Jahre 2014 bis 2017 und für die Zeit ab 2018 eine "Ewige Rente" (ohne Wachstumsrate) ermittelt. Die Berechnungen basieren auf der vom Management der Intershop genehmigten Unternehmensplanung für den Zeitraum von 2014 bis 2017, die auf einer Marktprognose unter Berücksichtigung von Parametern wie u. a. Kundenbindung, Marktanteilen und Branchenwachstum aufbaut. Bei der Nutzungswertermittlung wurden Barwerte auf der Grundlage eines Diskontierungszinssatzes von 10,19 % (WACC) errechnet. In 2013 und 2012 waren keine Wertminderungen auf Firmenwerte zu berücksichtigen. Wertberichtigungen von Firmenwerten werden nicht zurückgenommen (keine Zuschreibungen). Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes um 1,0 %-Punkte oder eine Reduktion der Umsätze um 10 % gegenüber der Planung hätte keine Auswirkungen auf das Ergebnis des Tests.

Leasingverhältnisse

Gemäß IAS 17 sind Leasingverträge in Finanzierungsleasing- und Operating-Leasing-Verhältnisse zu klassifizieren. Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert. Beim Finanzierungsleasing werden die gemieteten Anlagen zum Zeitpunkt des Zugangs zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die Nutzungsdauer. Leasingzahlungen innerhalb des Operating-Leasings werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Intershop hat ausschließlich Operating-Leasing-Verhältnisse.

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, wozu Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkungen gehören, werden zu dem Zeitpunkt in der Konzernbilanz berücksichtigt, an dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Erwerbe oder Verkäufe erfolgen in der Regel zum Handelstag.

Finanzinstrumente werden bei ihrem Erwerb mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung richtet sich nach der folgenden Kategorisierung der Finanzinstrumente: a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, unterschieden nach "zu Handelszwecken gehalten" und "designiert", b) Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte, c) Kredite und Forderungen, d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie e) Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Zuordnung zur Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" erfolgt, wenn ein finanzieller Vermögenswert mit kurzfristiger Absicht der Veräußerung erworben wurde bzw. zu Handelszwecken gehalten wird. Derivate werden als zu "Handelszwecken gehalten" kategorisiert, wenn sie nicht in eine Sicherungsbeziehung designiert sind. Ist deren Marktwert negativ, führt dies zu einer finanziellen Verbindlichkeit. In dieser Kategorie werden im Rahmen der Folgebewertung die finanziellen Vermögenswerte mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit halten will und kann. Diese werden nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn dieser Vermögenswert ausgebucht oder wertgemindert wird. Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Folgebewertung erfolgt in dieser Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zuzuordnen sind oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Hier erfolgt die Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden nach der erstmaligen Erfassung grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, mit Ausnahme von finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Bei Intershop bestehen derzeit als finanzielle Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Bilanzstichtag hält Intershop keine Finanzinstrumente, die nach IAS 39 als "bis zur Endfälligkeit gehalten" oder bei erstmaligem Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft sind sowie keine Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind..

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel den Anschaffungskosten entspricht, ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen. Forderungen aus der Vergabe von Softwarelizenzen werden erst dann bilanziert, wenn ein unterzeichneter Vertrag mit dem Kunden vorliegt, eventuell eingeräumte Rückgaberechte verstrichen sind, die Software entsprechend dem Vertrag zur Verfügung gestellt wurde und die Realisierung der Forderung hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Realisation dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Längerfristige Fälligkeiten (> 1 Jahr) sind durch marktübliche Abzinsungen berücksichtigt.

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen.

Die Gesellschaft bewertet ihre Fähigkeit, ausstehende Forderungen einzuziehen, und bildet Wertberichtigungen für den Teil der Forderungen, bei dem der Zahlungseingang zweifelhaft ist. Wertberichtigungen werden nach einer gesonderten Prüfung aller größeren noch offenstehenden Rechnungen durchgeführt. Für die Rechnungen, die nicht im Einzelnen untersucht werden, werden Wertberichtigungen je nach Alter der jeweiligen Forderungen in unterschiedlichem Umfang gebildet. Bei der Festsetzung dieser Prozentzahlen berücksichtigt Intershop seine Erfahrung mit dem Einzug in der Vergangenheit und die aktuellen Tendenzen in der Wirtschaft. Falls die historischen Daten, die das Unternehmen zur Berechnung der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen ansetzt, nicht die Fähigkeit widerspiegeln, die ausstehenden Forderungen in der Zukunft einziehen zu können, sind möglicherweise zusätzliche Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen nötig, wodurch die künftige Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflusst werden könnte.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben bei Kreditinstituten, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 90 Tagen beträgt und die zum Nennwert bilanziert werden.

Sonstige Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, soweit gegenüber Dritten eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder faktisch) aus einem vergangenen Ereignis besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die erwarteten Kostensteigerungen. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.

Eventualverbindlichkeiten stellen zum einen mögliche Verpflichtungen dar, deren tatsächliche Existenz aber erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Zum anderen sind darunter bestehende Verpflichtungen zu verstehen, die aber wahrscheinlich zu keinem Vermögensabfluss führen oder deren Vermögensabfluss sich nicht zuverlässig quantifizieren lässt. Die Eventualverbindlichkeiten sind gemäß IAS 37 nicht in der Bilanz zu erfassen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden in kurzfristige und langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterteilt. Als kurzfristig werden alle Verbindlichkeiten betrachtet, deren Restlaufzeit kleiner als ein Jahr ist. Langfristige Verbindlichkeiten sind dementsprechend Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeit größer als ein Jahr ist.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stammen aus folgenden Hauptquellen: Erlöse aus Softwarelizenzen und Umsatzerlöse aus Serviceleistungen, die Umsätze aus Wartung, Beratung und Schulungen, Online Marketing, Full Service und TheBakery-Geschäft beinhalten.

Die Gesellschaft beurteilt, ob vereinbarte Lizenzgebühren zum Zeitpunkt des Verkaufs festgelegt oder bestimmbar sind, und realisiert diese dann als Umsatz, wenn alle anderen Bedingungen für eine Umsatzrealisierung gegeben sind. Bei Lizenzvereinbarungen, die keine wesentliche Änderung oder Anpassung der zugrunde liegenden Software erfordern, weist die Gesellschaft ihre erbrachten Leistungen als Umsatz aus, wenn: (1) sie mit einem Kunden für die Lizenz der Software eine rechtlich verbindliche Vereinbarung eingeht, (2) sie die Produkte liefert und (3) die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Im Wesentlichen werden alle Lizenzerlöse der Gesellschaft auf diese Weise ausgewiesen.

Einige der Softwarevereinbarungen der Gesellschaft beinhalten zusätzlich Installationsdienste, die über Beraterverträge separat verkauft werden. Umsatzerlöse aus diesen Vereinbarungen werden in der Regel getrennt von den Lizenzerlösen ausgewiesen. Zu den wesentlicheren Faktoren, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden, ob Umsatzerlöse getrennt auszuweisen sind, gehören die Art der Dienstleistung (d. h., es wird berücksichtigt, ob die Serviceleistungen für die Funktionalität des lizenzierten Produktes notwendig sind), die Höhe des Risikos, die Verfügbarkeit von Serviceleistungen von anderen Anbietern, die Zahlungsziele und der Einfluss von Meilensteinen oder Akzeptanzkriterien auf die Realisierbarkeit der Lizenzgebühr.

Soweit mehrere Leistungen Gegenstand einer Vereinbarung sind (sog. Mehrkomponentenverträge), teilt die Gesellschaft den Gesamterlös auf die einzelnen Elemente der Transaktion auf Basis ihrer jeweiligen Marktwerte auf. Die Marktwerte werden anhand von anbieterspezifischen, objektiven Nachweisen (sog. Vendor-Specific Objective Evidence, "VSOE") bestimmt. Die VSOE basiert auf den normalen Preis- und Preisnachlasspraktiken für die betreffenden Produkte und Serviceleistungen, wenn diese einzeln verkauft werden. Wenn die VSOE noch nicht erbrachter Leistungen, die in gebündelten Software- und Servicevereinbarungen enthalten sind, nicht bestimmt werden kann, wird der Umsatz bereits erbrachter Leistungen so lange abgegrenzt, bis alle Leistungen ohne VSOE erbracht wurden oder bis die VSOE aller noch nicht erbrachten Leistungen bestimmbar ist. Im letzteren Fall erfolgt die Umsatzrealisierung für bereits erbrachte Leistungen nach der Residualwertmethode. Danach werden die auf Basis der VSOE ermittelten Marktwerte der noch nicht erbrachten Leistungen abgegrenzt und der verbleibende Teil des Gesamterlöses wird als Umsatz realisiert.

Intershops Lizenzvereinbarungen beinhalten in der Regel keine Akzeptanzbestimmungen. Wenn jedoch Akzeptanzbestimmungen innerhalb von zuvor festgelegten Geschäftsbedingungen, auf die in der vorliegenden Vereinbarung Bezug genommen wird, bestehen, bewertet die Gesellschaft die Bedeutung dieser Bestimmung. Wenn die Gesellschaft davon ausgeht, dass die Wahrscheinlichkeit einer Nichtakzeptanz in diesen Vereinbarungen gering ist, wird der Umsatz realisiert, wenn alle oben stehenden beschriebenen Kriterien erfüllt sind. Falls eine solche Feststellung nicht getroffen werden kann, werden die Umsätze zum früheren Zeitpunkt der Zustimmung oder des Ablaufs des Zustimmungszeitraums realisiert.

Umsatzerlöse aus Beratungsleistungen werden in der Regel zum Zeitpunkt der Erbringung der Serviceleistung realisiert. Wenn es beträchtliche Zweifel an der Vollendung eines Projekts oder am Erhalt der Zahlung für die Beratertätigkeiten gibt, wird der Umsatz so lange abgegrenzt, bis diese Unsicherheit in ausreichendem Maße beseitigt ist.

Die Bestimmung der zu realisierenden Umsatzerlöse basiert teilweise auf Schätzungen und Annahmen. So schätzt die Gesellschaft beispielsweise den prozentualen Grad der Erfüllung von Verträgen (Percentage-of-Completion) mit fixen oder "nicht zu übersteigenden" Gebühren auf monatlicher Basis, indem sie die Stunden ansetzt, die bisher als prozentualer Anteil der gesamten geschätzten Stunden für die Fertigstellung des Projektes geleistet worden sind. Dies findet Anwendung im Beratungsbereich bei Festpreisprojekten. Falls Intershop keine ausreichende Grundlage hat, um den Fortschritt hin zur Vollendung des Projektes zu messen, wird der Umsatz realisiert, wenn Intershop die endgültige Zustimmung von Seiten des Kunden erhält. Wenn die geschätzten Gesamtkosten die vertraglich vereinbarten Erlöse übersteigen, bildet Intershop für den geschätzten Fehlbetrag Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Tagessatzes und sämtlicher Aufwendungen von Dritten.

Die Komplexität der Schätzungen und der Fragen in Zusammenhang mit den Annahmen, Risiken und Unsicherheiten, die mit der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode in Verbindung stehen, beeinflussen die Höhe der Umsätze und die damit in Zusammenhang stehenden Aufwendungen, die im Konzernabschluss der Gesellschaft ausgewiesen werden. Eine Reihe interner und externer Faktoren können Intershops Schätzungen beeinträchtigen, einschließlich der Kosten für Arbeitskräfte, Schwankungen in der Auslastung und Effizienz sowie Veränderungen der Spezifikations- und Testanforderungen.

Umsatzerlöse aus Wartung werden ratierlich über den Leistungszeitraum realisiert.

Im Bereich Full Service werden umsatzbasierte Abrechnungsmodelle verwendet. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis vereinbarter Prozentsätze am Warenumsatz des entsprechenden Online-Shops.

Die Umsätze aus dem TheBakery-Geschäft bestimmen sich aus einem vereinbarten Preis pro Transaktion aus den kundenspezifischen Verträgen. Eine Transaktion ist dabei ein mit dem Kunden definierter Geschäftsvorgang auf der Transaktionsplattform der TheBakery.

Bei den Umsatzerlösen aus dem Bereich Online Marketing erfolgt eine Saldierung der Bruttoumsatzerlöse mit den Mediakosten, sodass die Nettoumsatzerlöse ausgewiesen werden. In der Gesamtergebnisrechnung werden sowohl die Brutto- als auch die Nettoumsatzerlöse gezeigt.

Herstellungskosten

In den Herstellungskosten sind die zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Kosten ausgewiesen. Das betrifft insbesondere alle Kosten der Bereiche Beratung, Wartung, Schulung, Full Service, The Bakery und Online Marketing. In den Herstellungskosten der Lizenzen sind zusätzlich die Abschreibungen auf die aktivierten Softwareentwicklungskosten enthalten. Im Online-Marketing-Bereich werden jedoch die Kosten, die direkt an den Kunden weitergereicht werden (Mediakosten), von den Umsatzerlösen direkt abgezogen.

Fremdkapitalkosten

Zinsaufwendungen werden in der Periode aufwandswirksam erfasst, in der sie entstehen. Bei Erstellung qualifizierter Vermögenswerte werden grundsätzlich die Zinsen dafür aktiviert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. IAS 20 sieht grundsätzlich eine ergebniswirksame und periodengerechte Behandlung der Zuwendungen vor. Die Gesellschaft weist, wenn alle Auflagen erfüllt sind, Ertragszuschüsse ohne Rückzahlungsforderung als "sonstige betriebliche Erträge" aus.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Gemäß IAS 12 werden unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der IFRS-Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz latente Steuern gebildet. Für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften werden latente Steueransprüche in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.

Latente Steuern werden zu den Steuersätzen bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Die Wirkung von Steuersatzänderungen auf latente Steuern wird mit Inkrafttreten der gesetzlichen Änderung erfasst.

Geschäftssegmente

Die Segmente werden nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" dargestellt. Die Segmentberichterstattung erfolgt strukturell und inhaltlich entsprechend der internen Berichterstattung an das Management. Ein Geschäftssegment ist ein Unternehmensbereich, das Geschäftstätigkeiten mit Erträgen und Aufwendungen betreibt, dessen Ergebnisse vom Management regelmäßig überprüft werden und für das Finanzinformationen vorliegen. Das Geschäftssegment wird zum berichtspflichtigen Segment, wenn es abgegrenzt werden kann und bestimmte quantitative Schwellenwerte übersteigt. Die Zurechnungen von Aufwendungen erfolgt grundsätzlich prozentual zur Umsatzverteilung.

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33"Ergebnis je Aktie" für alle dargestellten Zeiträume ermittelt. Dabei wird das Ergebnis unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Zahl der ausgegebenen Stammaktien ermittelt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter Berücksichtigung der gewichteten durchschnittlichen Zahl der ausgegebenen Stammaktien und der noch nicht ausgegebenen Stammaktien und der möglichen Zahl von Stammaktien aufgrund von Optionen oder Garantien, solche Aktien zu erwerben, dargestellt. Bei wandelbaren Wertpapieren wird das verwässerte Ergebnis je Aktie unter der Annahme einer Wandlung ("if-converted method") berechnet. Alle möglicherweise noch entstehenden Stammaktien sind nicht in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie einbezogen worden, da dies ansonsten dem Verwässerungseffekt entgegenwirken würde.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

(1) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

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in TEUR Software Selbst erstellte Software Sonstige immaterielle Vermögenswerte Firmenwert Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten          
Stand am 01.01.2012 4.570 9.529 1.895 24.851 40.845
Zugänge 151 3.454 0 0 3.605
Abgänge -3.545 0 -10 0 -3.555
Währungsänderungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2012 1.176 12.983 1.885 24.851 40.895
Zugänge 113 2.392 0 0 2.505
Abgänge -190 0 -73 0 -263
Währungsänderungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2013 1.099 15.375 1.812 24.851 43.137
Abschreibungen          
Stand am 01.01.2012 4.350 5.235 1.895 19.624 31.104
Zugänge 168 1.559 0 0 1.727
Abgänge -3.544 0 -10 0 -3.554
Währungsänderungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2012 974 6.794 1.885 19.624 29.277
Zugänge 169 2.851 0 0 3.020
Abgänge -191 0 -73 0 -264
Währungsänderungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2013 952 9.645 1.812 19.624 32.033
Nettobuchwert am 31.12.2012 202 6.189 0 5.227 11.618
Nettobuchwert am 31.12.2013 147 5.730 0 5.227 11.104

Zur "Selbst erstellten Software" gehören die aktivierten Softwareentwicklungskosten für die Fortentwicklung der Intershop-Software sowie die aktivierten Entwicklungskosten für die Erstellungen von Online-Shops für die Full-Service-Kunden. In die Gesamtergebnisrechnung gehen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit 2.917 TEUR (2012: 1.641 TEUR) in die Herstellungskosten, mit 28 TEUR (2012: 24 TEUR) in die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, mit 9 TEUR (2012: 0 TEUR) in die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sowie mit 66 TEUR (2012: 61 TEUR) in die allgemeinen Verwaltungskosten ein. Mit Ausnahme des Firmenwerts sind keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer vorhanden.

(2) SACHANLAGEN

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in TEUR Computer Betriebs- und Geschäftsausstattung Mietereinbauten Summe
Anschaffungskosten        
Stand am 01.01.2012 7.599 2.077 281 9.957
Zugänge 689 214 2 905
Abgänge -5.566 -740 -8 -6.314
Währungsänderungen -2 1 -1 -2
Stand am 31.12.2012 2.720 1.552 274 4.546
Zugänge 186 176 10 372
Abgänge -331 -73 0 -404
Währungsänderungen -11 -9 -3 -23
Stand am 31.12.2013 2.564 1.646 281 4.491
Abschreibungen        
Stand am 01.01.2012 7.066 1.567 226 8.859
Zugänge 405 192 24 621
Abgänge -5.580 -739 -2 -6.321
Währungsänderungen 12 1 -6 7
Stand am 31.12.2012 1.903 1.021 242 3.166
Zugänge 459 216 21 696
Abgänge -322 -64 0 -386
Währungsänderungen -8 -3 0 -11
Stand am 31.12.2013 2.032 1.170 263 3.465
Nettobuchwert am 31.12.2012 817 531 32 1.380
Nettobuchwert am 31.12.2013 532 476 18 1.026

In die Gesamtergebnisrechnung gehen die Abschreibungen auf Sachanlagen mit 338 TEUR (2012: 304 TEUR) in die Herstellungskosten, mit 175 TEUR (2012: 177 TEUR) in die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, mit 44 TEUR (2012: 34 TEUR) in die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sowie mit 139 TEUR (2012: 106 TEUR) in die allgemeinen Verwaltungskosten ein.

(3) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen zum Bilanzstichtag Forderungen aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und der Erbringung von Serviceleistungen in Höhe von 12.555 TEUR (2012: 9.613 TEUR) mit einer Restlaufzeit kleiner als ein Jahr (kurzfristige Vermögenswerte). Davon sind insgesamt Forderungen in Höhe von 7.782 TEUR (2012: 6.372 TEUR) noch nicht fällig. Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der noch nicht fälligen Forderungen aus Lieferung und Leistungen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Fällig bis 30 Tage 5.624 4.677
Fällig 31 bis 60 Tage 945 1.544
Fällig 61 Tage bis 1 Jahr 1.213 151
  7.782 6.372

Zum 31. Dezember 2013 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.781 TEUR überfällig, aber nicht wertgemindert (31.12.2012: 1.414 TEUR). Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Verzug bis 30 Tage 2.017 1.028
Verzug 31 bis 60 Tage 339 134
Verzug 61 bis 90 Tage 1.426 37
Verzug über 90 Tage 0 215
  3.781 1.414

Einzelwertberichtigungen erfolgen nach 90 Tagen. Im Folgejahr können sich Wertberichtigungen für die überfälligen, bisher nicht wertgeminderten Forderungen ergeben.

Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 1.096 TEUR (2012: 124 TEUR) berücksichtigt. Die Wertminderungen veränderten sich wie folgt:

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in TEUR 2013 2012
Stand zu Beginn des Jahres 124 952
Wertminderungen von Forderungen 994 15
Aufgrund von Uneinbringlichkeit ausgebuchte Beträge -22 -843
Während des Geschäftsjahres eingegangene Beträge aus abgeschriebenen Forderungen 0 0
Wertaufholung 0 0
Stand zum Ende des Jahres 1.096 124

(4) SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte in Höhe von 20 TEUR (2012: 26 TEUR) beinhalten Mietkautionen. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Vermögenswerte enthalten:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Vorauszahlungen 614 515
Sonstige Steuerforderungen 37 117
Forderungen gegen Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter 13 0
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 0 30
Sonstige 52 64
  716 726

(5) LIQUIDE MITTEL

Die liquiden Mittel beinhalten kurzfristige Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten die Guthabenbestände bei verschiedenen Kreditinstituten, die jederzeit verfügbar sind, sowie Kassenbestände und Schecks.

(6) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung des Eigenkapitals der INTERSHOP Communications AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag 30.183.484 Euro zum 31. Dezember 2013 und ist eingeteilt in 30.183.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, welche voll eingezahlt sind. Es bestehen keine Beschränkungen der Stimmrechte.

Zum Bilanzstichtag hielten die eBay Inc. über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. und GSI Commerce Solutions Inc. 26,14 % sowie die Axxion S.A. 5,07 % der Anteile an der INTERSHOP Communications AG. Den Angaben zu der Beteiligung der eBay Inc. liegt die von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekanntgemachte Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG über Stimmrechtsveränderungen im Geschäftsjahr 2011 zugrunde. Den Angaben zu der Beteiligung der Axxion S.A. liegt die von der Gesellschaft gemäß § 26 Abs. 1 WpHG bekanntgemachte Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG über das Überschreiten der 5 %-Schwelle am 31. Dezember 2013 zugrunde, wonach der Stimmrechtsanteil der Axxion S.A. 5,07 % (1.530.622 Stimmrechte) am Bilanzstichtag betrug. Der Streubesitz der INTERSHOP Communications AG beträgt zum Bilanzstichtag 68,79 %.

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2013 verfügte die Gesellschaft über Genehmigte Kapitalia von 7.500.000 Euro (31. Dezember 2012: 7.656.137 Euro). Gemäß der Satzung der INTERSHOP Communications AG ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital durch Ausgabe neuer Stammaktien wie folgt zu erhöhen:

Um bis zu insgesamt 7.500.000 Euro gegen Bareinlagen (Genehmigtes Kapital I). Die Ermächtigung des Vorstands gilt bis zum 21. Juli 2016. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.

Die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 hatte beschlossen, das Genehmigte Kapital II in Höhe von 156.137 Euro aufzuheben. Die Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister erfolgte am 14. August 2013.

Bedingtes Kapital

Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über kein Bedingtes Kapital.

Aktienoptionspläne

Zum Bilanzstichtag existieren keine Aktienoptionsrechte. Sämtliche von Intershop gewährten Aktienoptionsrechte waren bereits zum Vorjahresbilanzstichtag verfallen.

(6.1) KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält den Aufwand aus den Aktienoptionen sowie die bei der Ausgabe von Aktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge. Es wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

(6.2) ANDERE RÜCKLAGEN

In den anderen Rücklagen sind eine Umstellungsrücklage, Rücklagen aus kumulierten Gewinnen/ Verlusten sowie kumulierte Währungsdifferenzen enthalten. Die Umstellungsrücklage beinhaltet den Aufwand aus Aktienoptionen, welcher im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zu erfassen war. Die Rücklage aus kumulierten Währungsdifferenzen zeigt die Differenzen, die aus Währungsumrechnung von Abschlüssen mit den Tochtergesellschaften in Euro resultieren.

(7) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen offene Verpflichtungen aus Lieferungs- und Leistungsverkehr und beliefen sich auf 3.057 TEUR (2012: 4.771 TEUR).

(8) VERBINDLICHKEITEN AUS ERTRAGSTEUERN

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern beliefen sich auf 72 TEUR (2012: 412 TEUR) und betreffen ausländische Ertragsteuern für das Jahr 2013. Zu latenten Steuern verweisen wir auf Abschnitt "(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".

(9) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen nur aus kurzfristigen Verbindlichkeiten und enthalten:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Verbindlichkeiten gegen Mitarbeiter 890 1.097
Sonstige Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und Lohnsteuer 829 757
Verbindlichkeiten aus ausstehendem Urlaubsanspruch 594 579
Verbindlichkeiten Berufsgenossenschaft 158 130
Sonstige Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 79 52
Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen aus Festpreisprojekten 0 32
Übrige Verbindlichkeiten 390 147
  2.940 2.794

Die Verbindlichkeiten gegen Mitarbeiter beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Provisionen und erfolgsabhängigen Vergütungen.

(10) UMSATZABGRENZUNGSPOSTEN

Die Umsatzabgrenzungsposten betreffen Vorauszahlungen von Kunden, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Erlösen aus Wartungsverträgen. Die Auflösung der Umsatzabgrenzungsposten und die Umsatzrealisierung erfolgen in der Periode, in der die Leistung von Intershop erbracht wird. Bei den kurzfristigen Umsatzabgrenzungsposten erfolgt die Auflösung und Umsatzrealisierung innerhalb eines Jahres.

(11) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betragen 58 TEUR (2012: 0 TEUR). Sie beinhalten die Rückstellungen für Verluste aus Untervermietung für angemietete Büroflächen für das Jahr 2015. Diese Rückstellungen wurden zum 31. Dezember 2013 mit dem abgezinsten Betrag angesetzt, da sie nicht zu einem Ressourcenabfluss in 2014 führen.

Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen beliefen sich auf 347 TEUR (2012: 352 TEUR).

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist im Folgenden dargestellt.

Sonstige langfristige Rückstellungen:

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in TEUR  
Stand 01.01.2013 0
Zuführung 58
Inanspruchnahme 0
Auflösung 0
Währungsanpassungen 0
Stand 31.12.2013 | 58

Sonstige kurzfristige Rückstellungen:

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in TEUR Prozessrisiken Übrige Summe
Stand 01.01.2013 0 352 352
Zuführung 50 295 345
Inanspruchnahme 0 -337 -337
Auflösung 0 -12 -12
Währungsanpassungen 0 -1 -1
Stand 31.12.2013 50 297 347

Die übrigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für die Hauptversammlung, Gewährleistungsrückstellungen sowie Rückstellungen für Verluste aus Untervermietung für die angemieteten Büroflächen für das Jahr 2014.

ERLÄUTERUNGEN ZU DEN EINZELNEN POSTEN DER GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(12) UMSATZERLÖSE

Bei den Umsatzerlösen wird zwischen Bruttoumsatzerlösen und Nettoumsatzerlösen unterschieden. Die Bruttoumsätze enthalten die Mediakosten, die an den Kunden weitergereicht werden. Die Nettoumsätze resultieren aus den Bruttoumsätzen abzüglich der Mediakosten. Diese Kosten entstehen ausschließlich bei den Online-Marketing-Umsätzen. Damit gibt es Unterschiede zwischen Bruttoumsatzerlösen und Nettoumsatzerlösen nur bei Online-Marketing-Umsätzen.

Die Lizenzerlöse betrugen 6.318 TEUR (2012: 5.278 TEUR). Die Nettoerlöse aus Serviceleistungen, Wartung und Sonstige setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Beratung/Schulung 25.775 28.253
Wartung 8.306 8.822
Online Marketing 4.417 4.338
Sonstige Erlöse 8.739 5.075
  47.237 46.488

Die Sonstigen Erlöse beinhalten die Full-Service-Erlöse sowie die Erlöse aus dem TheBakery-Geschäft. Die Bruttoumsätze für Online Marketing betragen 8.200 TEUR (2012: 9.297 TEUR).

(13) MEDIAKOSTEN

Intershop plant und führt für seine Kunden Werbekampagnen im Internet durch. Für die Realisierung der Werbekampagnen kauft Intershop auf eigene Rechnung Werbeplätze bei verschiedenen Anbietern wie beispielsweise Google oder Yahoo ein. Die Kosten für den Einkauf dieser Werbeplätze werden den Kunden in der Regel mit einem fest vereinbarten Aufschlag weiterberechnet. Außerdem bietet Intershop seinen Kunden eine Softwarelösung an, die es ermöglicht, Produkte in verschiedenen Online-Vertriebskanälen listen zu lassen. Die Kosten der Anbieter der Online-Vertriebskanäle werden den Kunden von Intershop weiterberechnet.

(14) HERSTELLUNGSKOSTEN

Die Herstellungskosten für Lizenzen in Höhe von 2.880 TEUR (2012: 1.928 TEUR) beinhalten im Wesentlichen die Abschreibungen auf die Softwareentwicklungskosten. Die Herstellungskosten für Serviceleistungen, Wartung und Sonstige teilen sich wie folgt auf:

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in TEUR 2013 2012
Beratung/Schulung 19.549 21.854
Wartung 1.470 2.140
Online Marketing 2.842 2.813
Sonstige Herstellungskosten 7.966 5.666
  31.827 32.473

Die sonstigen Herstellungskosten beinhalten die Full-Service-Kosten sowie die zurechenbaren Kosten für das TheBakery-Geschäft.

(15) FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen sämtliche den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zurechenbare Aufwendungen, wobei der wesentliche Teil Personalaufwand ist. Die Reduzierung der Forschungs- und Entwicklungskosten von 4.542 TEUR auf 3.463 TEUR resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Fremdleistungskosten. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernlagebericht im Abschnitt "Forschung und Entwicklung".

(16) AUFWENDUNGEN FÜR VERTRIEB UND MARKETING

Zu den Vertriebs- und Marketingaufwendungen gehören im Wesentlichen Personalkosten für Vertriebs- und Marketingmitarbeiter, Vertriebsprovisionen, Aufwendungen für Vertriebspartner, Werbung und Ausstellungskosten für verschiedene Messen. Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen stiegen um 43 % von 8.383 TEUR auf 11.946 TEUR. Der Kostenanstieg resultiert insbesondere aus höheren Personalkosten durch Personalaufbau sowie intensivierten Marketingaktivitäten. Der Anteil der Aufwendungen für Vertrieb und Marketing am Gesamtumsatz betrug 22 % (2012: 16 %).

(17) ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN

Die allgemeinen Verwaltungskosten beinhalten vor allem Personal- und Sachkosten sowie Abschreibungen, die auf den Verwaltungsbereich entfallen. Hierin enthalten sind u. a. Kosten für Investor Relations wie Kosten der Hauptversammlung sowie sämtliche Rechtsberatungskosten. Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken leicht von 5.898 TEUR auf 5.814 TEUR.

(18) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Erträge aus Währungsgewinnen 79 352
Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 252 515
Übrige 168 282
  499 1.149

Aus den Erträgen aus Währungsgewinnen resultieren 79 TEUR aus Finanzinstrumenten. Die Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden in 2013 ausbezahlt. Diese Zuwendungen betreffen Forschungs- und Entwicklungsprojekte, welche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von der Thüringer Aufbaubank gefördert werden.

(19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren aus folgenden Positionen:

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in TEUR 2013 2012
Währungsverluste 368 231
Übrige 984 54
  1.352 285

Die Aufwendungen aus Währungsverlusten resultieren mit 364 TEUR aus Finanzinstrumenten. In der Position "Übrige" sind im Wesentlichen Wertberichtigungen enthalten.

(20) ZINSERTRÄGE

Die Zinserträge in Höhe von 25 TEUR (2012: 86 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Zinsen aus Bankguthaben.

(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Gesellschaft bilanziert und bewertet Ertragsteuern unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (sog. Liability-Methode) nach IAS 12. Latente Steuern werden mit den jeweiligen nationalen Ertragsteuersätzen berechnet. Bei der Berechnung der latenten Steuern der inländischen Gesellschaften wurde zum 31. Dezember 2013 ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (2012: 15 %) zzgl. des Solidaritätszuschlages von 5,5 % (2012: 5,5 %) sowie eines effektiven Gewerbesteuersatzes von 14,70 % (2012: 14,70 %) zugrunde gelegt.

Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:

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in TEUR   2013 2012
Laufende Steuern      
  Ausland 120 40
  Inland 0 29
Latente Steuern      
  Ausland 0 0
  Inland 0 0
    120 69

Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wurde der im Geschäftsjahr 2013 gültige Konzernsteuersatz von 30,525 % (2012: 30,525 %) mit dem IFRS-Ergebnis vor Steuern multipliziert. Für die ausländischen Tochtergesellschaften wurden Steuersätze in einer Bandbreite von 16 bis 40 % berücksichtigt.

Die steuerliche Überleitungsrechnung stellt sich im Detail wie folgt dar:

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in TEUR 2013 2012
IFRS-Ergebnis vor Steuern -3.207 -510
Konzernsteuersatz 30,53 % 30,53 %
Erwarteter Steuerertrag -979 -156
Effekte aus Steuersatzänderung und unterschiedlichen ausländischen Steuersätzen 17 -1
Nichtansatz von latenten Steuern 1.077 311
Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen 0 -66
Permanente Effekte, Steuererstattungen -7 1
Effekte aus Veränderung des Konsolidierungskreises und Übrige 12 -20
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 120 69

Die latenten Steuern setzen sich folgendermaßen zusammen:

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in TEUR 2013 2012
Steuern auf anrechenbare Verlustvorträge 2.499 2.821
Rückstellungen/Verbindlichkeiten 145 66
  2.644 2.887
Saldierung -1.749 -1.992
Aktive latente Steuern nach Saldierung 895 895
Immaterielle Vermögenswerte 1.749 1.889
Übrige 0 103
  1.749 1.992
Saldierung -1.749 -1.992
Passive latente Steuern nach Saldierung 0 0
Nettobetrag der aktiven latenten Steuern 895 895

Latente Steueransprüche für temporäre Differenzen und für steuerliche Verlustvorträge werden in der Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet, sofern deren Nutzung wahrscheinlich ist. Zum 31. Dezember 2013 wurden aktive latente Steuern gem. IAS 12.24 nur in Höhe des Betrages angesetzt, in dem hinreichend wahrscheinlich ein zu versteuerndes Ergebnis künftig verfügbar sein wird. Die latenten Steuern sind überwiegend als langfristig anzusehen. Latente Steuerverbindlichkeiten für anfallende Kapitalertragsteuern für Tochterunternehmen waren nicht anzusetzen.

Zum 31. Dezember 2013 hatte die Gesellschaft folgende steuerliche Verlustvorträge unter verschiedenen Steuerhoheiten:

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in TEUR 2013 2012
US-Bundessteuern 89.260 91.723
US-Landessteuern 76.596 78.297
Deutsche Körperschaftsteuer 177.059 172.690
Deutsche Gewerbesteuer 172.500 167.755

Die Verlustvorträge für US-Bundes- und Landessteuern verfallen in verschiedenen Geschäftsjahren bis zum Jahr 2033. Die Minderung resultiert aus der Nutzung sowie aus der Währungsumrechnung. Die Verlustvorträge für deutsche Ertragsteuern betreffen die Körperschafts- und Gewerbesteuer und sind unbegrenzt vortragsfähig. Die Veränderung der deutschen Verlustvorträge resultiert aus laufenden Verlusten des Jahres 2013. Hinsichtlich der verbleibenden Verlustvorträge werden für körperschaftsteuerlich Zwecke in Höhe von 174.124 TEUR (2012: 171.297 TEUR) und für gewerbesteuerliche Zwecke in Höhe von 169.568 TEUR (2012: 166.968 TEUR) keine aktiven latenten Steuern bilanziert. Latente Steuern auf ausländische Verlustvorträge wurden nicht angesetzt.

(22) ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf folgenden Daten:

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in TEUR 2013 2012
Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Ergebnis nach Steuern für die Aktionäre der Intershop) -3.327 -579
Basis für das verwässerte Ergebnis -3.327 -579

Die Anzahl der Aktien berechnet sich wie folgt:

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  2013 2012
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis je Aktie 30.183 30.183
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis 30.183 30.183
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  2013 1 2012
Ermittlung Ergebnis je Aktie (unverwässert)    
Basis für das unverwässerte Ergebnis (in TEUR) -3.327 -579
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (unverwässert) 30.183 30.183
Ergebnis je Aktie (unverwässert) (in EUR) -0,11 -0,02
Ermittlung Ergebnis je Aktie (verwässert)    
Basis für das verwässerte Ergebnis (in TEUR) -3.327 -579
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien (verwässert) 30.183 30.183
Ergebnis je Aktie (verwässert) (in EUR) -0,11 -0,02
Anpassung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) (in EUR) -0,11 -0,02

Die ausgegebenen Aktienoptionen werden gemäß IAS 33.47 nur in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses einbezogen, wenn der durchschnittliche Börsenkurs der Intershop-Stammaktien während des Geschäftsjahrs den Ausübungspreis der Aktienoptionen übersteigt. Wenn das verwässerte Ergebnis den Verlust je Aktie reduziert bzw. das Ergebnis je Aktie erhöht, erfolgt eine Anpassung auf den Betrag des unverwässerten Ergebnisses pro Aktie (Verwässerungsschutz) gemäß IAS 33.43. Gemäß IAS 33.64 wurde die Ermittlung der Aktienanzahl rückwirkend für den Vorjahreswert angepasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die liquiden Mittel umfassen ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung wurden nicht mit einbezogen. In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme getrennt nach Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft, aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit erläutert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, welches um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt wird, und aus der Veränderung der operativen Vermögenswerte und Schulden im Vergleich zur Bilanz des Vorjahres abgeleitet.

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 4.131 TEUR in 2013 im Vergleich zu einem Mittelzufluss von 1.996 TEUR in 2012. Gründe für die Reduzierung sind im Wesentlichen das negative Jahresergebnis sowie die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die zahlungsunwirksamen Abschreibungen erhöhten sich von 2.348 TEUR auf 3.716 TEUR. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich insbesondere durch die gesunkenen Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 2.795 TEUR (2012: 4.505 TEUR). Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrugen 2.506 TEUR (2012: 3.604 TEUR). Insgesamt ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Nettoabfluss von 6.925 TEUR gegenüber einem Mittelabfluss im Vorjahr von 2.570 TEUR. Insgesamt verfügte Intershop zum 31. Dezember 2013 über liquide Mittel von 7.389 TEUR (31. Dezember 2012: 14.314 TEUR). Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung nicht zahlungswirksam sind und eliminiert werden.

SONSTIGE ANGABEN

Segmentberichterstattung

Segmentbericht zum 31. Dezember 2013

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in TEUR Europa USA Asien/ Pazifik Konsolidierung Konzern
Nettoumsatz mit externen Kunden          
Lizenzen 4.347 467 1.504 0 6.318
Beratung und Schulung 10.541 12.491 2.743 0 25.775
Wartung 6.206 935 1.165 0 8.306
Online Marketing 4.417 0 0 0 4.417
Andere 7.580 857 302 0 8.739
Gesamtnettoumsatz mit externen Kunden 33.091 14.750 5.714 0 53.555
Zwischen-Segment-Umsatz 490 457 132 -1.079 0
Gesamtnettoumsatz 33.581 15.207 5.846 -1.079 53.555
Herstellungskosten 21.449 9.544 3.714 0 34.707
Bruttoergebnis vom Umsatz 11.642 5.206 2.000 0 18.848
Betriebliche Aufwendungen und Erträge 13.643 6.071 2.362 0 22.076
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -2.001 -865 -362 0 -3.228
Finanzergebnis         21
Ergebnis vor Steuern         -3.207
Steuern         -120
Ergebnis nach Steuern         -3.327
Vermögen 20.830 9.269 3.606 0 33.705
planmäßige Abschreibung 2.296 1.022 398 0 3.716
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen 592 263 103 0 958

Segmentbericht zum 31. Dezember 2012

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in TEUR Europa USA Asien/ Pazifik Konsolidierung Konzern
Nettoumsatz mit externen Kunden          
Lizenzen 4.570 543 165 0 5.278
Beratung und Schulung 12.344 12.934 2.975 0 28.253
Wartung 5.561 907 2.354 0 8.822
Online Marketing 4.338 0 0 0 4.338
Andere 4.201 874 0 0 5.075
Gesamtnettoumsatz mit externen Kunden 31.014 15.258 5.494 0 51.766
Zwischen-Segment-Umsatz 766 734 710 -2.210 0
Gesamtnettoumsatz 31.780 15.992 6.204 -2.210 51.766
Herstellungskosten 20.606 10.148 3.647 0 34.401
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.408 5.110 1.847 0 17.365
Betriebliche Aufwendungen und Erträge 10.757 5.298 1.904 0 17.959
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -349 -188 -57 0 -594
Finanzergebnis         84
Ergebnis vor Steuern         -510
Steuern         -69
Ergebnis nach Steuern         -579
Vermögen 23.143 11.398 4.096 0 38.637
planmäßige Abschreibung 1.406 693 249 0 2.348

Die Segmentberichterstattung ist nach IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Managements. Das Geschäftssegment wurde vor allem durch den Faktor bestimmt, dass unternehmerische Tätigkeiten in unterschiedlichen geografischen Regionen erbracht werden. Intershop unterscheidet hierbei zwischen den Segmenten "Europa", "USA" und "Asien/Pazifik". Die berichtspflichtigen Geschäftssegmente erzielen ihre Umsätze mit dem Verkauf von Softwarelizenzen (Lizenzen) und verschiedenen Dienstleistungen dafür, die wiederum unterteilt werden in Beratung und Schulung, Wartung, Online Marketing und Sonstige, wobei Letzteres Full Service und TheBakery-Geschäft umfasst. Die Geschäftssegmente setzen sich wie folgt zusammen:

Das Segment "Europa" beinhaltet die vertrieblichen Aktivitäten der INTERSHOP Communications AG, der SoQuero GmbH sowie der The Bakery GmbH in Europa. Zum Segment "USA" gehören der Vertrieb der Intershop Communications, Inc., der sich auf Nordamerika erstreckt, sowie die vertrieblichen Aktivitäten der INTERSHOP Communications AG in dieser Region. Zum Segment "Asien/Pazifik" gehört der Vertrieb des Konzerns, der in dieser Region erfolgt, inklusive der vertrieblichen Aktivitäten der Intershop Communications Australia Pty Ltd. sowie der Intershop Communications Asia Limited. Das Segment "Konsolidierung" beinhaltet alle Geschäftsvorfälle innerhalb der einzelnen Segmente.

Erläuterungen zu den Inhalten der einzelnen Berichtszeilen:

Der Nettoumsatz mit externen Kunden repräsentiert den Umsatz der Segmente mit Konzern-Externen.

Der Zwischensegmentumsatz beinhaltet den Umsatz aus den intersegmentiellen Beziehungen. Dabei werden die Umsätze wie auch bei fremden Dritten abgerechnet.

Die Herstellungskosten beinhalten die Kosten, die jedem Geschäftssegment für die Erzielung seiner Segmentumsätze zugeordnet werden.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz, das sich aus der Differenz der Segmentumsätze und der Herstellungskosten ermittelt, stellt die erste Beurteilungsstufe für Managemententscheidungen dar.

Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge beinhalten die Forschungs- und Entwicklungskosten, die Kosten für Vertrieb und Marketing, allgemeine Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge, die auf die Segmente entsprechend entfallen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sind auch Effekte aus Einmalaufwendungen bzw. -erträgen wie Wertberichtigungen, Währungsverluste bzw. -gewinne berücksichtigt.

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ist das Bruttoergebnis abzüglich der betrieblichen Aufwendungen und Erträge als Basis für die Leistungsbeurteilung der Segmente.

Zinseinkünfte und Zinserträge sowie Ertragsteuern werden nicht auf die Segmente verteilt, da die Steuerung dieser Geschäftsvorfälle vom Konzern erfolgt.

Das Segmentvermögen setzt sich aus den langfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Vermögenswerten des Intershop-Konzerns zusammen, welche dem jeweiligen Segment anhand der prozentualen Umsatzverteilung zugeordnet werden. Es wird keine andere Bewertung des Segmentvermögens angewandt.

Die Abschreibungen betreffen die Abschreibungen auf die den einzelnen Regionen zugeordneten Segmentvermögen.

Zu den nicht zahlungswirksamen Aufwendungen in 2013 gehören die Wertberichtigungen. Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen gab es in 2012 nicht. Wesentliche zahlungsunwirksame Erträge gab es in beiden Geschäftsjahren nicht und wurden deshalb nicht explizit ausgewiesen.

Sämtliche im Segmentbericht ausgewiesenen Beträge der Spalte "Konzern" spiegeln die Konzernzahlen aus der Gesamtergebnisrechnung bzw. der Bilanz wider. Die Addition der Geschäftssegmente ergibt die Konzernwerte.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Deutschland. Die Umsätze mit externen Kunden, die in Deutschland erzielt wurden, betrugen 22.953 TEUR (2012: 25.045 TEUR). Mit externen Kunden in anderen Ländern wurden Umsätze von 30.602 TEUR (2012: 26.721 TEUR) erwirtschaftet. Davon entfielen 14.750 TEUR (2012: 15.258 TEUR) der Umsätze auf Kunden in den USA. Die Summe der langfristigen Vermögenswerte, ausgenommen latente Steuern, beträgt 12.217 TEUR (2012: 12.926 TEUR) in Deutschland sowie 83 TEUR (2012: 98 TEUR) in den anderen Ländern. Vermögensgegenstände aus Finanzinstrumenten, im Zusammenhang mit Pensionen oder Rechte aufgrund von Versicherungsverträgen existieren nicht. Im Geschäftsjahr 2013 wurde mit einem einzelnen Kunden ein Umsatz von 8.090 TEUR erzielt (2012: 7.467 TEUR). Die Erlöse entfielen auf das Segment "USA".

Operating-Leasing

Im Rahmen eines "Operating-Leasing" werden Büroräume und Geschäftsausstattungen gemietet. Die langfristigen Mindestleasingraten betreffen im Wesentlichen die Mietverpflichtungen für das Gebäude des Firmensitzes in Jena.

Die zukünftig zu zahlenden kumulierten Mindestleasingraten aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
bis 1 Jahr 3.068 3.198
1 bis 5 Jahre 5.096 5.866
über 5 Jahre 0 59
Gesamt 8.164 9.123

Die Summe aus künftigen Mindestzahlungen aus Untermietverhältnissen beträgt zum Bilanzstichtag 334 TEUR (2012: 318 TEUR). Es wurden 2.662 TEUR an Mietaufwendungen (2012: 2.512 TEUR) aufwandswirksam berücksichtigt. Die Mieterträge beliefen sich auf 806 TEUR (2012: 653 TEUR), welche komplett mit den Mietaufwendungen verrechnet wurden.

Rechtsstreitigkeiten/Eventualverbindlichkeiten

Die Gesellschaft ist Beklagte in verschiedenen aus der normalen Geschäftstätigkeit resultierenden Prozessen. Ein negatives Urteil in einem solchen Rechtsstreit bzw. in mehreren oder allen solchen Rechtsstreiten könnte die Ertragslage der Gesellschaft nachteilig beeinflussen. Sämtliche Rechtskosten in Verbindung mit einer Niederlage werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam berücksichtigt.

Aus einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahr 2013 macht die Gesellschaft Zahlungsansprüche geltend. In diesem Zusammenhang wurde eine Wertberichtigung im oberen sechsstelligen Euro-Bereich vorgenommen.

Neben der im Einzelnen aufgeführten Rechtstreitigkeit ist die Gesellschaft darüber hinaus Beklagte in verschiedenen weiteren Prozessen, die aus der normalen Geschäftstätigkeit resultieren. Obwohl der Ausgang dieser Verfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann, ist die Gesellschaft der Auffassung, dass der Ausgang der Verfahren keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft hat.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Intershop unterliegt hinsichtlich der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Transaktionen gewissen Risiken, insbesondere Liquiditäts- und Ausfallrisiken. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird im Lagebericht näher erläutert.

Die Gesellschaft steuert ihre Kapitalstruktur mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität ihre Unternehmensziele zu erreichen. Die Kenngröße ist dabei die Eigenkapitalquote. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist zum Vorjahr unverändert. Die Kapitalstruktur hat sich wie folgt verändert und liegt damit im Planbereich:

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in TEUR 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Eigenkapital 24.182 27.612 -12 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.057 4.771 -36 %
Sonstige Schulden 6.466 6.254 3 %
Eigenkapitalquote 72 % 71 %  

Die Eigenkapitalquote wurde aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme ermittelt.

KATEGORIEN VON FINANZINSTRUMENTEN

Die folgende Tabelle zeigt die Umsetzung der nach IFRS 7 geforderten Klassifizierung von Finanzinstrumenten sowie die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz angesetzt werden, und deren Buchwerte:

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in TEUR Bewertung Kategorien 31.12.2013 Buchwert 31.12.2012 Buchwert
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten      
AKTIVA      
Sonstige langfristige Vermögenswerte Kredite und Forderungen 20 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 12.555 9.613
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung Kredite und Forderungen 0 65
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Kredite und Forderungen 7.389 14.314
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte   716 726
davon Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden   0 30
PASSIVA      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.057 4.771
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten   2.940 2.794
davon finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten   93 65
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Buchwert aggregiert nach Bewertungskategorien 2013 2012
Kredite und Forderungen 19.964 24.018
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.150 4.836
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Nettoergebnis pro Bewertungskategorie aus Zinsen aus Wertberichtigungen
  2013 2012 2013 2012
Kredite und Forderungen 22 84 994 15
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0

Für die vorhandenen Finanzinstrumente liegen die vertraglich vereinbarten Fälligkeitstermine im Wesentlichen innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag. Daher weichen die Buchwerte nicht von den beizulegenden Zeitwerten ab.

AUSFALLRISIKEN

Einem möglichen Ausfallrisiko ist die Gesellschaft hauptsächlich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Die Gesellschaft führt fortlaufend Kreditwürdigkeitsprüfungen bezüglich ihrer Kunden durch. Außerdem wird das Ausfallrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dadurch begrenzt, dass die Gesellschaft über eine breit gestreute Kundenstruktur verfügt. Die Gesellschaft verlangt darüber hinaus keine Besicherung ihrer Forderungen. Bei größeren Aufträgen wird das Risiko durch Vereinbarungen von Anzahlungen oder Teilzahlungen nach Projektfortschritt verringert. Es werden außerdem angemessene Wertberichtigungen gebildet. Gründe für Wertberichtigungen sind insbesondere verspätete Zahlungen oder Bonitätsschwierigkeiten des Kunden sowie Rechtsstreitigkeiten mit dem Kunden. Anhand der Einschätzung und Beurteilung der Erfolgsaussichten wird die Wertberichtigung bemessen. Insbesondere bei Rechtsstreitigkeiten mit Kunden besteht ein erhöhtes Restrisiko zur Bildung weiterer Wertberichtigungen in den folgenden Geschäftsjahren, da die Einschätzung des Managements über den Prozessausgang von der gerichtlichen Entscheidung abweichen kann.

Die liquiden Mittel sind im Wesentlichen bei deutschen und US-amerikanischen Banken in sicheren Anlagen angelegt. Es besteht hier kein wesentliches Ausfallrisiko. Die laufende und zukünftige Rendite wird von der Gesellschaft regelmäßig überwacht. Das maximale Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte entspricht den in der Bilanz angesetzten Buchwerten.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Intershop hat keine Kredite oder sonstige Bankverbindlichkeiten. Über die vorhandenen Bankguthaben stellt Intershop die Liquiditätsversorgung sicher. Am Bilanzstichtag betrugen die Bankguthaben 7.389 TEUR. Die folgende Tabelle zeigt den künftigen undiskontierten Cashflow der finanziellen Verbindlichkeiten, die Auswirkungen auf die künftige Liquiditätslage haben:

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Finanzverbindlichkeiten
in TEUR
Buchwert zum 31.12.2012 Cashflow in 2013 Buchwert zum 31.12.2013 Cashflow in 2014 Cashflow nach 2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.771 4.771 3.057 3.057 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.794 2.215 2.940 2.346 0

ZINSRISIKEN

Ein Zinsrisiko kann grundsätzlich aufgrund der Änderung von Marktzinssätzen mittel- und langfristiger Verbindlichkeiten bestehen. Intershop hat keine Kredite, sodass ein Zinsrisiko nicht besteht.

WÄHRUNGSRISIKEN

Im Intershop-Konzern lauten bestimmte Geschäftsvorfälle auf fremde Währungen. Es entstehen daher Risiken aus Wechselkursschwankungen. Intershop sichert Rechnungen in ausländischer Währung in der Regel mit Währungsoptionen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Währungsoptionen. Intershop ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollars und des Australischen Dollars ausgesetzt.

Der Buchwert der auf diese Währungen lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Bilanzstichtag ist wie folgt:

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  Vermögenswerte Schulden
in TEUR 2013 2012 2013 2012
in USD 504 1.249 45 31
in AUD 0 666 0 98

In der folgenden Tabelle wird aus Konzernsicht die Sensitivität eines 10 %igen Anstiegs oder Falls des Euros gegenüber den beiden Währungen dargestellt. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Posten und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10 %igen Änderung der Wechselkurse an.

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  Ergebnis nach Steuern USD Ergebnis nach Steuern AUD
in TEUR 2013 2012 2013 2012
Veränderung durch 10 % Aufwertung des Euros -42 -111 0 -52
Veränderung durch 10 % Abwertung des Euros 51 135 0 63

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschaft macht seit Januar 2014 Zahlungsansprüche aus einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahr 2013 klageweise geltend.

Angaben zu nahe stehenden Personen

Neben den Geschäftsbeziehungen zu den konsolidierten Tochterunternehmen existieren Beziehungen zu einem Unternehmen, welches an Intershop beteiligt ist. Die GSI Commerce Solutions Inc. als größter Einzelaktionär der Gesellschaft besaß zum Bilanzstichtag 26,14 % der Anteile an der Gesellschaft. Die GSI Commerce Inc. ist über die GSI Commerce Solutions Inc. indirekt mit 26,14 % an Intershop beteiligt. Die eBay Inc. hält über die von ihr kontrollierte GSI Commerce Inc. sowie GSI Commerce Solutions Inc. indirekt 26,14 % der Stimmrechtsanteile an Intershop. Wir verweisen auf den Lagebericht, Abschnitt "Angaben nach § 289 Absatz 4 HGB bzw. § 315 Absatz 4 HGB nebst erläuterndem Bericht".

Die mit dem beteiligten Unternehmen erzielten Erträge beliefen sich auf 3.042 TEUR (2012: 3.850 TEUR). Die Erträge enthalten Beratungs-, Wartungs- und Lizenzumsätze. Der offene Saldo an Forderungen belief sich zum 31. Dezember 2013 auf 174 TEUR (2012: 244 TEUR). Die Forderungen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche noch nicht fällig waren. Es wurden in 2013 und 2012 keine Lieferungen und Leistungen von dem beteiligten Unternehmen bezogen. Zu den Bilanzstichtagen bestanden keine Verbindlichkeiten.

Bezüglich der Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen wir auf den Vergütungsbericht im Lagebericht.

Lokale Offenlegungserfordernisse

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand bestand in 2013 aus folgenden Mitgliedern:

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Name Vorstandsfunktion Mitgliedszeitraum
Jochen Moll Sprecher des Vorstands seit 01.04.2012
Ludwig Lutter Vorstand seit 01.04.2011
Dr. Jochen Wiechen Vorstand seit 01.08.2013

Folgende Mitglieder gehörten im Geschäftsjahr 2013 dem Aufsichtsrat an:

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Name Aufsichtsratsfunktion Mitgliedszeitraum
Dr. Herbert May Aufsichtsratsvorsitzender seit 19.10.2010 (Vorsitz seit 17.11.2010)
Prof. Dr. Nikolaus Mohr Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 12. Juni 2013
Dr. Kai Hudetz Aufsichtsratsmitglied seit 12. Juni 2013
Tobias Hartmann Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 01.07.2011 bis 31.05.2013 (Stellvertreter 30.05.2012 bis 31.05.2013)
Bob van Dijk Aufsichtsratsmitglied 01.02.2012 bis 31.05.2013

Die Gesamtbezüge des Vorstands für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich auf 823 TEUR (2012: 752 TEUR), davon entfielen 591 TEUR (2012: 620 TEUR) auf die feste Vergütung und 232 TEUR (2012: 132 TEUR) auf die variablen Bestandteile. Den Aufsichtsratsmitgliedern stand im Geschäftsjahr 2013 eine Gesamtvergütung in Höhe von 111 TEUR (2012: 113 TEUR) zu, davon entfielen 111 TEUR (2012: 113 TEUR) auf die fixe Vergütung und 0 TEUR (2012: 0 TEUR) auf den erfolgsabhängigen Anteil. Durch den Vergütungsverzicht von Aufsichtsratsmitgliedern belaufen sich die tatsächlich zu zahlenden Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat auf 93 TEUR (2012: 65 TEUR). Die Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat sind ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen. Einzelheiten zur Vergütung der Vorstände und Aufsichtsräte werden im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichts und Lageberichts der INTERSHOP Communications AG dargestellt.

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERBESTÄNDE UND WERTPAPIERGESCHÄFTE

Zum 31. Dezember 2013 hielten die folgenden Organmitglieder der Gesellschaft Intershop-Inhaberstammaktien:

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Name Funktion Aktien
Dr. Herbert May Aufsichtsratsvorsitzender 18.000
Jochen Moll Sprecher des Vorstands 32.500
Ludwig Lutter Mitglied des Vorstands 10.874
Dr. Jochen Wiechen Mitglied des Vorstands 10.000

Im Geschäftsjahres 2013 wurden folgende Käufe von Intershop-Inhaberstammaktien durch Organmitglieder der Gesellschaft getätigt:

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Name Datum Geschäftsart Stück Gesamtwert
(EUR)
Aufsichtsrat:        
Dr. Herbert May 25.02.2013 Kauf 10.000 18.200
Dr. Herbert May 13.08.2013 Kauf 8.000 9.334
Vorstand:        
Jochen Moll 01.03.2013 Kauf 10.000 19.270
Jochen Moll 10.05.2013 Kauf 10.000 14.780
Jochen Moll 14.08.2013 Kauf 7.500 8.850
Jochen Moll 20.08.2013 Kauf 5.000 5.445
Ludwig Lutter 17.05.2013 Kauf 6.000 9.322
Ludwig Lutter 22.05.2013 Kauf 2.258 3.771
Ludwig Lutter 23.05.2013 Kauf 516 846
Ludwig Lutter 24.05.2013 Kauf 1.100 1.848
Ludwig Lutter 28.05.2013 Kauf 1.000 1.670

MITARBEITER

Im Geschäftsjahr 2013 hatte der Intershop-Konzern durchschnittlich 538 Vollzeit-Mitarbeiter, davon waren 536 Angestellte und 2 Organmitglieder (2012: 505 Vollzeit-Mitarbeiter, davon 502 Angestellte und 3 Organmitglieder).

PERSONAL- UND MATERIALAUFWAND

Die Personalaufwendungen betrugen 33.395 TEUR (2012: 30.574 TEUR). Die davon von der Gesellschaft geleisteten Rentenversicherungsbeiträge an die gesetzliche Rentenversicherung beliefen sich auf 1.916 TEUR (2012: 1.844 TEUR). Der Materialaufwand betrug 7.956 TEUR (2012: 10.711 TEUR), davon entfielen 7.727 TEUR (2012: 10.095 TEUR) auf bezogene Leistungen.

HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2013 Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen gemäß § 285 Nr. 17 und § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB in Höhe von 116 TEUR (2012: 105 TEUR), für andere Bestätigungsleistungen 6 TEUR (2012: 6 TEUR) und für sonstige Leistungen 12 TEUR (2012: 20 TEUR). Die Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen betrugen 16 TEUR (2012: 71 TEUR).

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Die Gesellschaft hat die nach § 161 Aktiengesetz erforderliche Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2013 abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Jena, 3. März 2014

Der Vorstand der INTERSHOP Communications AG

Jochen Moll

Ludwig Lutter

Dr. Jochen Wiechen

BESTÄTIGUNGSVERMERK KONZERN

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht der INTERSHOP Communications Aktiengesellschaft, Jena, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Erfurt, den 5. März 2014

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf-Peter Stockmeyer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2013 seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben war. Er hat kontinuierlich die Führung der Geschäfte durch den Vorstand überwacht und begleitet und sich von der Ordnungs- und Rechtmäßigkeit der Unternehmensführung überzeugt.

AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND INHALTE

Im Geschäftsjahr 2013 fanden zehn Sitzungen statt, von denen sechs telefonisch abgehalten wurden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an sämtlichen Sitzungen teil. Der Vorstand nahm an den Sitzungen nur insoweit teil, als es die Erfüllung seiner Berichtspflichten erforderte. Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzungen waren die aktuelle Unternehmenslage, insbesondere die Umsatz-, Ergebnis- und Cashentwicklung, die zukünftige strategische Ausrichtung von Intershop sowie Personalentwicklungen.

In der Sitzung am 11. Januar 2013 stand die Genehmigung des Budgets für das Geschäftsjahr 2012 im Mittelpunkt der Beratung. Des Weiteren wurde die Entsprechenserklärung 2012 beschlossen. In der Sitzung am 20. März 2013 wurde in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer der Jahres- und Konzernabschluss 2012 gebilligt. Ferner fand die Beschlussfassung über die Tagesordnungspunkte der ordentlichen Hauptversammlung 2013 statt. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung unmittelbar nach der Hauptversammlung am 12. Juni 2013 wählte der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Nikolaus Mohr als seinen stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. In den Sitzungen am 1. August, 25. September und 29. Oktober 2013 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der aktuellen und zu erwartenden Geschäftsentwicklung. Schwerpunkte der Sitzung am 5. Dezember 2013 waren das Budget 2014 und die strategischen Entwicklungsmöglichkeiten des Unternehmens. Ferner wurde die Entsprechenserklärung 2013 verabschiedet. In den übrigen Sitzungen (19. Februar, 15. Mai sowie 23. Juli 2013) erörtere und beschloss der Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Verträge und Personalthemen. Zusätzlich zu den in den Sitzungen gefassten Beschlüssen gab es auch Beschlüsse zu Verträgen und Personalfragen im Wege des Umlaufverfahrens.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat Geschäfte, die nach der Geschäftsordnung des Vorstands vom Aufsichtsrat zustimmungspflichtig sind, stets zur Zustimmung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat die Beschlussvorlagen dazu gründlich geprüft und entsprechende Entscheidungen getroffen. Bedeutende Geschäftsvorgänge für das Unternehmen wurden anhand der Berichte des Vorstands vom Aufsichtsrat ausführlich diskutiert und kritisch begleitet. Der Aufsichtsrat stand neben den Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand im regelmäßigen Kontakt und wurde über die aktuellen Entwicklungen der Gesellschaft sowie der Risikolage und des Risikomanagements und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen informiert.

Ausschüsse wurden nicht gebildet, da nur ein dreiköpfiger Aufsichtsrat besteht.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hatte im Januar 2013 über seine Zustimmung zur Annahme eines Einzelauftrags zu einer im Geschäftsjahr 2010 abgeschlossenen Vereinbarung mit der GSI Commerce Solutions Inc. zu beschließen. In diesem Fall gingen die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann und Bob van Dijk vorsorglich von einem potenziellen Interessenkonflikt wegen ihrer jeweiligen hauptberuflichen Tätigkeit bei GSI Commerce Inc. bzw. eBay Inc. aus. Sie haben dies der Gesellschaft im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex angezeigt und sich in diesem Fall der Stimme enthalten.

Die neue Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Dezember 2013 vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben. Die Vergütungen der jeweiligen Aufsichtsratsmitglieder, individualisiert und nach Bestandteilen untergliedert, sind im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der INTERSHOP Communications AG ausgewiesen.

PERSONELLE VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND

Im Geschäftsjahr 2013 gab es drei Veränderungen bei den Verwaltungsorganen, zwei im Aufsichtsrat und eine im Vorstand.

Die Aufsichtsratsmitglieder Tobias Hartmann und Bob van Dijk legten mit Wirkung zum 31. Mai 2013 ihre Aufsichtsratsmandate nieder. Tobias Hartmann gehörte dem Aufsichtsrat seit Juli 2011 an, seit Mai 2012 als deren stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Bob van Dijk trat dem Gremium im Februar 2012 infolge seiner Bestellung bei. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Hartmann und Herrn van Dijk für ihren Einsatz für Intershop. Als neue Aufsichtsratsmitglieder wählte die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 Herrn Prof. Dr. Nikolaus Mohr und Herrn Dr. Kai Hudetz jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 Beschluss fasst. In der anschließenden konstituierenden Sitzung wählte der Aufsichtsrat Herrn Prof. Dr. Mohr als stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Im Mai 2013 bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. August 2013 Herrn Dr. Jochen Wiechen zum Mitglied des Vorstands. Er ist als Chief Technical Officer (CTO) für die Produktentwicklung, die technischen Abteilungen und den Full-Service-Bereich verantwortlich. Mit Herrn Dr. Wiechen gewinnt Intershop einen versierten Technologieexperten und Marktkenner für das Management, die Entwicklung sowie die Marktpositionierung von Software-Lösungen. Der Aufsichtsrat wünscht ihm viel Erfolg.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABHÄNGIGKEITSBERICHT, ABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der INTERSHOP Communications AG sind von der durch die Hauptversammlung am 12. Juni 2013 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft eingehend geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden.

Außerdem wurde von den Abschlussprüfern der von der Gesellschaft nach § 312 AktG erstellte Abhängigkeitsbericht geprüft und darüber gemäß § 313 Abs. 3 AktG berichtet sowie der folgende uneingeschränkte Vermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Nach eingehender eigener Prüfung, insbesondere nach Einsicht der Berichte des Abschlussprüfers sowie der detaillierten Erörterung mit dem Abschlussprüfer über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, erhebt der Aufsichtsrat gegen die Abschlüsse und den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung und der Prüfung des Abhängigkeitsberichts an. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss in seiner Sitzung am 11. März 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde damit festgestellt. Da die Gesellschaft infolge der noch bestehenden handelsrechtlichen Verlustvorträge sowie des negativen operativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2013 keinen Bilanzgewinn erzielt hat, bedurfte es keiner Prüfung eines Gewinnverwendungsvorschlags.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Intershop-Konzerns für den geleisteten Einsatz sowie den Aktionärinnen und Aktionären für das erneut entgegengebrachte Vertrauen im Geschäftsjahr 2013.

 

Jena, im März 2014

Für den Aufsichtsrat

Dr. Herbert May, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der INTERSHOP Communications AG ("Intershop") begrüßen den von der Regierungskommission vorgelegten und zuletzt im Mai 2013 aktualisierten Deutschen Corporate Governance Kodex. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2013 weitgehend entsprochen; Abweichungen wurden in der Entsprechenserklärung erläutert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand gaben am 5. Dezember 2013 gemeinschaftlich die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) ab:

Die INTERSHOP Communications AG hat seit der Entsprechenserklärung vom 11. Januar 2013 bis zum 13. Mai 2013 den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 und ab dem 14. Mai 2013 bis zum heutigen Tag den Empfehlungen in der Fassung vom 13. Mai 2013 ("Kodex") mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen zukünftig entsprechen:

a) Der bestehende D&O-Versicherungsschutz sieht für Aufsichtsratsmitglieder keinen Selbstbehalt vor (Kodex-Ziffer 3.8), da der Gesellschaft eine solche nicht zu vergleichsweise günstigeren Konditionen angeboten worden ist. Ferner sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Aufsichtsratsmitglieder ihre Pflichten auch ohne Selbstbehalt verantwortungsbewusst ausüben.

b) Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben (Kodex-Ziffer 5.1.2). Nach Auffassung des Aufsichtsrats ist dieses Kriterium nicht geeignet, für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern den alleinigen Ausschlag zu geben. Bei der Zusammensetzung des Vorstands sollten die fachlichen und persönlichen Qualifikationen der Bewerberin oder des Bewerbers für die Auswahl eines geeigneten Kandidaten vorrangig maßgeblich sein, weil nur hierdurch die Interessen der Gesellschaft bestmöglich gewahrt werden können.

c) Für seine Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat keine konkreten Ziele benannt, die die Vielfalt (diversity) berücksichtigen und eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsieht (Kodex-Ziffer 5.4.1 Abs. 2). Auch hat er keine Anzahl von unabhängigen Aufsichtsratsmitgliedern im Sinne von Kodex-Ziffer 5.4.2 festgelegt. Der Aufsichtsrat ist auch vor dem Hintergrund der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder der Ansicht, dass die konkrete Festlegung von Zielen die Auswahl von geeigneten Aufsichtsratsmitgliedern beschränkt. Vielmehr möchte der Aufsichtsrat über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der entsprechenden Situation individuell frei entscheiden. Gegenwärtig sind jedoch alle drei Aufsichtsratsmitglieder unabhängig.

Diese Entsprechenserklärung sowie alle bisherigen Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://www.intershop.de/investoren-corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht worden.