![]() Intershop Communications AGJenaZwischenbericht zum 31. März 2016Zwischenbericht über die ersten drei Monate 20161. Januar bis 31. März 2016Brief an die AktionäreSehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde, der Start ins neue Geschäftsjahr lag zwar zahlenmäßig unter den Erwartungen, unsere
Planung und unser strategischer Fokus haben dennoch weiterhin Bestand. Wie im Februar
anlässlich der Geschäftszahlen 2015 kommuniziert, bleibt unser Hauptaugenmerk auf
Profitabilität bei gleichzeitigem Ausbau des Produktgeschäfts gerichtet. Das erste
Quartal ist diesbezüglich nicht repräsentativ. Der Rückgang der Umsatzerlöse um 27
% auf 7,3 Mio. Euro und der operative Quartalsverlust zeichnen kein realistisches
Bild der Geschäftslage, sondern spiegeln lediglich mehrere Projektverzögerungen aufgrund
längerer Akquisitionszyklen wieder. Unsere Prognose für das Gesamtjahr 2016 wird bestätigt
und wir blicken angesichts der gut gefüllten Pipeline zuversichtlich auf die nächsten
Quartale. Dabei konzentrieren wir uns weiterhin auf den Ausbau wichtiger Wachstumsfelder,
wie unser erweitertes Cloud-Angebot und die konsequente Erschließung des B2B-Segments,
das vielversprechende Perspektiven bietet. Bei der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft setzen wir auch auf die Unterstützung
unseres neuen Großaktionärs Shareholder Value Management AG und der künftigen Aufsichtsratsmitglieder.
Gleichzeitig möchten wir uns an dieser Stelle für das langjährige Engagement der ausscheidenden
Aufsichtsratsmitglieder Dr. Herbert May und Dr. Kai Hudetz bedanken. Am 2. Juni 2016 findet unsere diesjährige Hauptversammlung in Jena statt. Wir freuen
uns auf den aktiven Dialog mit allen interessierten Aktionären. An dieser Stelle möchten
wir Sie gern auf unseren Investoren-Newsletter hinweisen, mit dem wir Sie über alle
relevanten Entwicklungen auf dem Laufenden halten und für den Sie sich auf unserer
Investor-Relations-Webseite unter http://www.intershop.de/investoren anmelden können. Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Mit besten Grüßen scroll
Konzernkennzahlenscroll
KonzernlageberichtGesamtwirtschaft und BrancheDie Weltwirtschaft befindet sich nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF)
weiterhin auf Wachstumskurs, allerdings schwächer als in den Vorjahren und wird im
Jahr 2016 insgesamt um 3,2 % wachsen. Dies stellt eine Verringerung der Prognose von
Januar um 0,2 Prozentpunkte dar. In den Industriestaaten, darunter wichtige Zielmärkte
von Intershop, wird das zusammengefasste Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,9 % steigen.
Für Deutschland wird ein Zuwachs von 1,5 % prognostiziert. Die globalen E-Commerce-Märkte sind von einer kontinuierlich hohen Dynamik gekennzeichnet.
Für das Jahr 2016 prognostiziert das US-Marktforschungsunternehmen eMarketer ein Wachstum
des B2C-E-Commerce-Handels von rund 23 %. Auch in den wichtigen Zielregionen der Intershop-Geschäftstätigkeit
fällt das Wachstum des B2C-E-Commerce in 2016 zweistellig aus. In Deutschland soll
das Wachstum laut eMarketer mit rund 13 % überdurchschnittlich stark ausfallen. Etwas
konservativer ist die Schätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE), der in 2016
mit einem deutschlandweiten Plus von 11 % auf ein Volumen von rund 46,3 Mrd. Euro
rechnet. Die Analysten des US-Marktforschers IDC gehen für 2016 von einem Wachstum des weltweiten
IT-Markts von 2,8 % aus. Dabei sollen die Ausgaben für Software um 7 % steigen. Der
deutsche IT-Markt entwickelt sich ebenfalls positiv und wird in 2016 nach Angaben
des Branchenverbands BITKOM mit einem Wachstum von 3,0 % ein Marktvolumen von 83,5
Mrd. Euro erreichen. Geschäftsentwicklung in den ersten drei Monaten 2016Intershop hat in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 einen Umsatz von 7,3 Mio.
Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) erzielt, wovon 2,7 Mio. Euro (38 %) auf den Produkt-
und 4,5 Mio. Euro (62 %) auf den Servicebereich entfielen. Das geringere Umsatzniveau
ist primär auf Verzögerungen bei mehreren Projekten (Lizenzen und Serviceaufträge)
zurückzuführen, deren Realisierung in den nächsten Monaten erwartet wird. Mit Blick
auf das Gesamtjahr 2016 bleibt der Vorstand bei seiner Erwartung eines Gesamtumsatzes
auf Vorjahresniveau und einer leicht verbesserten Profitabilität. Intershop setzt Transformation zum Omni-Commerce-Lösungsanbieter fortIntershop hat im ersten Quartal 2016 seinen Umbau vom Serviceunternehmen zu einem
ganzheitlichen Omni-Commerce-Lösungsanbieter mit Fokus auf Produktangebote fortgesetzt.
Alle technischen Lösungsangebote von Intershop sind unter dem Dach Intershop Commerce
Suite gebündelt und werden entsprechend vermarktet. Unter dem Bereich Commerce Services
subsummieren alle angebotenen Serviceleistungen von der ersten Ideenentwicklung über
fundierte Consulting-Leistungen bis zur Inbetriebnahme, Wartung und Weiterentwicklung
einer Handelsplattform. Zur Vermarktung seiner Lösungsangebote präsentierte sich Intershop im Berichtszeitraum
erneut auf zahlreichen Messen und internationalen Veranstaltungen, darunter die Internet
World in München und die E-World energy & water in Essen. Auf letzterer präsentierte
Intershop ein leistungsstarkes Onlinekundenportal, welches speziell auf die Bedürfnisse
der Energiebranche zugeschnitten ist. Versorgerunternehmen haben damit die Möglichkeit,
ihren Neu- und Bestandskunden online attraktive Produkte und zusätzliche Services
rund um die Energielieferung anzubieten und gleichzeitig für effizientere Geschäftsabläufe
zu sorgen. Auf der Internet World Anfang März trat Intershop gemeinsam mit dem Partner
ModusLink auf und demonstrierte Lösungen insbesondere für schnellwachsende Onlinehändler
mit internationalem Fokus. Daneben war Intershop im ersten Quartal mit weiteren Partnern
auf Branchenveranstaltungen in den Niederlanden, in Schweden sowie in Italien präsent. Zu den Neukunden im ersten Quartal gehörten vor allem mittelständische Unternehmen.
Im Großkundensegment gab Intershop im Januar die erfolgreiche Migration des langjährigen
Kunden MUSIC STORE auf die Intershop 7.4 Plattform bekannt. Realisiert wurde das anspruchsvolle
Migrationsprojekt mit dem langjährigen Partner dotSource GmbH. Im März gab Intershop
die Erweiterung der bestehenden Zusammenarbeit mit der Würth-Gruppe, Weltmarktführer
im Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial, bekannt. Besonders hervorzuheben
sind die gemeinsamen Entwicklungspläne im B2B-Bereich, in dem Intershop vielversprechende
Umsatzpotentiale ausmacht. Das lässt neben den Lizenzerlösen, die bereits im Dezember
2015 realisiert wurden, weitere Serviceumsätze für die Zukunft erwarten. Auf Seiten der Partner erhöhte die stärkere Fokussierung auf das Produktgeschäft mit
Softwarelizenzen und Wartungserlösen in den letzten Monaten die Attraktivität von
Intershop spürbar. Daraus resultierten die Festigung der Zusammenarbeit mit einigen
langjährigen Partnern sowie die Ergänzung des umfangreichen Partnernetzwerks um neue
Dienstleister zur Optimierung des Leistungsangebots und der regionalen Abdeckung von
Intershop. Zu den wichtigsten neuen Partnerschaften zählt die globale Kooperation mit Wincor
Nixdorf, führender Anbieter von IT-Lösungen und -Services für Banken und Handelsunternehmen
mit einer weltweiten Präsenz in 130 Ländern. Kernthema der Zusammenarbeit ist die
nahtlose Integration von E-Commerce- und Point-of-Sales(POS)-Lösungen zur Nutzung
von Kundendaten über alle Vertriebskanäle von Einzelhandelsunternehmen hinweg. Eine
weitere Partnerschaft wurde mit Business & Decision aus Frankreich eingegangen, um
Big Data und E-Commerce Potentiale zu vereinen. So bietet die französische Agentur
ihren Kunden bei Digitalisierungsprojekten die Intershop Plattform an, die über den
Synaptic-Commerce-Ansatz eine reibungslose Integration in bestehende IT-Landschaften
bietet. UmsatzentwicklungDer Intershop Konzern hat im ersten Quartal 2016 einen Umsatz von 7,3 Mio. Euro erzielt,
ein Rückgang von 27 % gegenüber dem Vorjahr. Die geringeren Umsätze spiegeln nicht
die aktuelle Nachfragesituation wider, sondern resultieren aus den zum Teil längeren
Akquisitionszyklen im Softwaregeschäft. Der Abschluss mehrerer Projekte, die Intershop
Ende letzten Jahres und im Berichtszeitraum angestoßen hat, wird für die nächsten
Monate erwartet, so dass sich die Umsatzentwicklung gegenüber dem ersten Quartal deutlich
verbessern sollte. Bei den strategisch wichtigen Produktumsätzen kam Intershop in
den ersten drei Monaten auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro), im Servicebereich
erlöste das Unternehmen rund 4,5 Mio. Euro gegenüber 6,7 Mio. Euro im ersten Quartal
2015. Damit stieg der Anteil der Produktumsätze am Gesamtumsatz von 33 % auf 38 %.
Von den Produkterlösen erzielte Intershop rund 730 TEUR mit Lizenzen und 2,0 Mio.
Euro durch Wartungsaufträge. Im Servicebereich reduzierte sich der Umsatz mit Beratungs-
und Schulungsaufträgen von 5,1 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro und die Full-Service-Erlöse
gingen von 1,6 Mio. Euro auf 1,1 Mio. Euro zurück. Sowohl bei Lizenzen als auch bei
Serviceaufträgen kam es zu Projektverschiebungen, so dass die Pipeline für das zweite
Quartal entsprechend gut gefüllt ist. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Bereichen (in TEUR): scroll
In der regionalen Umsatzverteilung dominiert weiterhin klar der europäische Markt.
In dieser Region belief sich der Quartalsumsatz auf rund 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 6,5
Mio. Euro), der Anteil europäischer Kunden am Gesamtumsatz betrug 72 %. Die Region
Asien-Pazifik kam auf rund 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro), was einem Anteil
von 18 % an den gesamten Intershop-Erlösen entspricht. Die im US-Markt erzielten Erlöse
verringerten sich mangels neuer Lizenzen und ausgelaufener Serviceaufträge auf 0,7
Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro), das entspricht einem Umsatzanteil von 10 %. ErgebnisentwicklungIntershop hat in den ersten drei Monaten ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von
3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 3,9 Mio. Euro) erzielt. Die Bruttomarge verbesserte sich von
39 % auf 44 %. Die betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich leicht von 4,3 Mio. Euro
auf 4,6 Mio. Euro, was jedoch primär an den Sondereffekten in Folge der Kurzarbeit
zu Beginn des Jahres 2015 liegt, die zu geringeren Personalaufwendungen im Vorjahresquartal
führte. Die Verwaltungskosten sanken aufgrund reduzierter Personal- und Beratungskosten
um 26 % auf knapp 1,0 Mio. Euro, die Vertriebs- und Marketingkosten lagen mit 1,8
Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Die Kosten für Forschung und Entwicklung stiegen infolge
des genannten Sondereffekts bei den Personalaufwendungen um 19 % auf 1,7 Mio. Euro.
Die Abschreibungen reduzierten sich auf 0,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro). Das
operative Ergebnis vor Abzug der Abschreibungen (EBITDA) lag aufgrund der geringeren
Umsatzbasis entsprechend mit -0,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) im negativen
Bereich, ebenso wie das EBIT, das auf -1,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro) kam.
Das Periodenergebnis belief sich auf -1,5 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro), was
einem Quartalsergebnis je Aktie von -0,05 Euro (Vorjahr: -0,02 Euro) entspricht. Finanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme des Intershop-Konzerns lag zum Zwischenbilanztag 31. März 2016 bei
30,9 Mio. Euro und damit 6 % unter dem Stand zum 31. Dezember 2015. Wesentliche Veränderungen
auf der Aktivseite waren die Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
um 14 % auf 4,6 Mio. Euro und der liquiden Mittel um knapp 1,1 Mio. Euro (-7 %) auf
14,2 Mio. Euro. Auf der Passivseite fiel das Eigenkapital gegenüber dem Jahresende
2015 mit 17,6 Mio. Euro um 8 % geringer aus. Die kurzfristigen Schulden reduzierten
sich um rund 6 % auf 8,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Intershop-Konzerns lag
mit 57 % nahezu auf dem Niveau per 31. Dezember 2015. Der operative Cashflow belief sich im Berichtszeitraum auf -0,9 Mio. Euro (Vorjahr:
1,5 Mio. Euro). Der betriebliche Mittelabfluss ist hauptsächlich auf das negative
Quartalsergebnis zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit fiel
von 0,5 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro. Insgesamt lagen die liquiden Mittel zum 31. März
2016 mit 14,2 Mio. Euro um gut 6,9 Mio. Euro über dem Stand per 31. März des Vorjahres.
Das verdeutlicht die verbesserte Finanzausstattung der Gesellschaft durch die im vergangenen
Jahr erfolgten Finanzierungsmaßnahmen. Forschung und EntwicklungIm Mittelpunkt der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) steht die
permanente Weiterentwicklung der Omni-Commerce-Plattform Intershop 7. Im ersten Quartal
arbeiteten die Intershop-Entwickler an sogenannten Patches (Software-Updates) für
die Intershop Commerce Suite 7.6.1 in der B2C und der B2X Version für das Business-to-Business-Geschäft.
Darüber hinaus wurde ein neues Release des Omni-Channel Services Toolset (OCST) entwickelt,
welchem Kunden die Entwicklung eigener einfacher Applikationen für ihren Webshop ermöglicht. Neben den laufenden Updates der Plattform steht in diesem Jahr die Weiterentwicklung
der Intershop Commerce Suite Cloud im Vordergrund. Das Hosting des Online-Shops findet
dabei vollständig in der Cloud statt, so dass zu jeder Zeit die notwendigen Kapazitäten
on Demand verfügbar gehalten werden. Dadurch können die Kosten gesenkt und die Effizienz
gesteigert werden. Ein aktuelles Beispiel ist der Online-Shop von Tassimo, eine Full-Service-Lösung
von Intershop auf Basis einer Private Cloud. Als Vorreiter im E-Commerce Software-Business setzt Intershop immer wieder neue Akzente,
die sich branchenweit zu Standards entwickeln. Mit seinem Lösungsansatz "Synaptic
Commerce" erarbeitet das Unternehmen Commerce-Lösungen, die sich nahtlos in die individuellen
IT Landschaften der Kunden einfügen und flexibel auf Systemveränderungen reagieren.
Ende Januar hat Intershop die Marke "Synaptic Commerce" auf dem europäischen Binnenmarkt
für die INTERSHOP Communications AG geschützt. PersonalIntershop beschäftigte per Ende März 2016 weltweit 381 Vollzeitarbeitskräfte. Gegenüber
dem Vorjahreszeitpunkt bedeutet dies einen leichten Rückgang um acht Mitarbeiter.
Im Vergleich zum Jahresende 2015 hat sich die Zahl um einen Mitarbeiter erhöht. Die folgende Übersicht zeigt die Aufteilung der Vollzeitkräfte nach Unternehmensbereichen. scroll
In den europäischen Niederlassungen waren zum Zwischenbilanzstichtag mit 336 Mitarbeitern
88 % der Belegschaft beschäftigt (Vorjahr: 87 %). Der Anteil der in der Region Asien-Pazifik
beschäftigten Mitarbeiter betrug 7 % (26 Mitarbeiter), in den USA lag der Anteil bei
5 % (19 Mitarbeiter) und damit leicht unter Vorjahresniveau (24 Mitarbeiter). KonzernrisikenIn Bezug auf die Risiken wird auf die ausführliche Darstellung im Geschäftsbericht
201 5 verwiesen. NachtragsberichtWie am 20. April 2016 per Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben, hat die eBay Enterprise
Inc. (vormals GSI Commerce Solutions Inc.) die Beteiligung in Höhe von 24,9 % der
Stimmrechtsanteile an der INTERSHOP Communications AG veräußert. Die Beteiligung wird
nunmehr von der Shareholder Value Management AG gehalten, die bereits in der Vergangenheit
einmal Aktionärin der Gesellschaft war. Die Shareholder Value Management AG mit Sitz
in Frankfurt ist eine Fondsberatungsgesellschaft mit dem Fokus auf Nebenwerteaktien. Am 29. April 2016 gab Intershop bekannt, dass die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Herbert
May und Dr. Kai Hudetz die Gesellschaft darüber informiert haben, dass sie ihre Ämter
mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 2. Juni 2016 niederlegen werden. Auf
der Hauptversammlung am 2. Juni 2016 sollen zwei neue Aufsichtsratsmitglieder nachgewählt
werden. Die Tagesordnung wird auf Verlangen einer Aktionärsgruppe entsprechend erweitert.
Der Intershop Vorstand begrüßt die Wahlvorschläge dieser Aktionäre für die Nachwahl
der Herren Christian Oecking und Prof. Dr. Louis Velthuis. Weitere wesentliche berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht
eingetreten. AusblickLaut der aktuellen Prognose des IWF wird die Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,2
% und im kommenden Jahr um 3,5 % zulegen. Auch der globale E-Commerce-Markt wird in
diesem und den kommenden Jahren weiter deutlich wachsen. Die Marktforscher von eMarketer
erwarten, dass der B2C-Onlinehandel bis 2019 jährlich um durchschnittlich 22 % zulegen
wird. Auch der B2B-Onlinehandel wird in den kommenden Jahren sein Potenzial stärker
entfalten. Nach Angaben des US-Unternehmens Frost & Sullivan werden die weltweiten
B2B-E-Commerce-Umsätze bis 2020 auf 12 Billionen US-Dollar anwachsen, was einer jährlichen
Wachstumsrate von 8 % entspräche. Langfristiges Ziel von Intershop ist es, auf Basis einer kundenzentrierten Omni-Channel-Commerce-Lösung
seine Marktpräsenz in Kernmärkten Europas, Asiens und in den USA sukzessive auszubauen
und sich als führender Innovator im E-Commerce-Markt zu positionieren. Dabei steht
ein nachhaltig profitables Wachstum im Fokus. Im Geschäftsjahr 2016 wird Intershop
den eingeschlagenen Konsolidierungskurs fortsetzen und die Fortschritte des abgelaufenen
Geschäftsjahres bestätigen. Die rückläufige Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum spiegelt nicht die aktuelle
Nachfragesituation wider, sondern resultiert aus den längeren Akquisitionszyklen im
Softwaregeschäft. Der Abschluss mehrerer Projekte, die Intershop Ende letzten Jahres
und im ersten Quartal angestoßen hat, wird für die nächsten Monate erwartet, was zu
deutlich steigenden Umsätzen gegenüber dem Berichtszeitraum führen sollte. Für das laufende Geschäftsjahr 2016 erwartet der Vorstand im Produktgeschäft weiter
steigende Lizenzumsätze und eine Erhöhung der nachgelagerten Wartungsumsätze. Die
Beratungserlöse werden im laufenden Jahr voraussichtlich weiter leicht sinken. Im
Full-Service-Bereich erwartet Intershop ein stabiles Umsatzniveau. Basierend auf den genannten Annahmen bestätigt der Vorstand seine Prognose für das
Geschäftsjahr 2016 und geht demnach von Gesamtumsatzerlösen auf Vorjahresniveau und
einer leichten Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) aus. KonzernbilanzAKTIVA
scroll
PASSIVAscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
Konzernanhang zum 31. März 2016Allgemeine AngabenDer Konzernabschluss der INTERSHOP Communications AG zum 31. Dezember 2015 wurde in
Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards
Board (IASB) - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - sowie den
nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden Vorschriften aufgestellt.
Dementsprechend wurde auch der Konzernzwischenbericht zum 31. März 2016 in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Dieser Konzernzwischenbericht zum 31. März 2016 ist ungeprüft und ist im Zusammenhang
mit dem Konzernabschluss und dem dazugehörigen Konzernanhang für das Geschäftsjahr
2015 zu lesen. Der Konzernabschluss und der Konzernanhang sind im Geschäftsbericht
des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2015 enthalten. Der Geschäftsbericht 2015 ist
auf der Internetseite des Unternehmens unter http://www.intershop.de/investoren-finanzberichte
verfügbar. Rechnungslegungsgrundsätze (Compliance statement)Der Konzernzwischenabschluss der INTERSHOP Communications AG wurde in Übereinstimmung
mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards
(IFRS), die die vom IASB verabschiedeten Standards (IFRS, IAS) und die Interpretationen
(IFRIC, SIC) des International Financial Reporting Standard Interpretations Committee
(IFRS IC) umfassen, erstellt, wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden
sind. Der Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders
vermerkt, werden alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben. Es wird kaufmännisch
gerundet. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen kommen. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der
INTERSHOP Communications AG umfasste zum 31. März 2016 unverändert neben der Muttergesellschaft
die Tochterunternehmen Intershop Communications, Inc., Intershop Communications Australia
Pty Ltd, Intershop Communications Asia Limited, The Bakery GmbH, Intershop Communications
Ventures GmbH, Intershop Communications SARL sowie die Intershop Communications LTD. In den Konzernzwischenabschluss sind die konsolidierten Ergebnisse der Gesellschaft
und aller in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die INTERSHOP
Communications AG direkt oder indirekt die Möglichkeit zur Beherrschung der Finanz-
und Geschäftspolitik dieser Gesellschaften hat. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung des Konzernzwischenberichts wurden die gleichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden wie beim Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 verwendet.
Die angewandten Methoden sind im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 49 bis 55 detailliert
beschrieben. EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals der INTERSHOP Communications AG ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
dargestellt. Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 31.683.484 Euro zum 31. März
2016 und ist eingeteilt in 31.683.484 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.
Zum 31. März 2016 verfügte die Gesellschaft unverändert über Genehmigtes Kapital von
6.000.000 Euro (Genehmigtes Kapital I). Ergebnis je AktieDie Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf
folgenden Daten: scroll
Wenn das verwässerte Ergebnis den Verlust je Aktie reduziert bzw. das Ergebnis je
Aktie erhöht, erfolgt eine Anpassung auf den Betrag des unverwässerten Ergebnisses
pro Aktie (Verwässerungsschutz) gemäß IAS 33.43. Stimmen unverwässertes und verwässertes
Ergebnis überein, kann der Ausweis gemäß IAS 33.67 in einer Zeile erfolgen. Gemäß
IAS 33.64 wurde die Ermittlung der Aktienanzahl rückwirkend für den Vorjahreswert
angepasst. SegmentberichterstattungSegmentbericht Quartal zum 31. März 2016 scroll
Segmentbericht Quartal zum 31. März 2015 scroll
RechtsstreitigkeitenIn den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2016 hat sich zu den im Geschäftsbericht
2015 auf Seite 70 aufgeführten Rechtsstreitigkeiten die folgende Änderung ergeben:
In dem Anfechtungs- und Nichtigkeitsverfahren vor dem Landgericht Gera wurde der durch
gerichtlichen Beschluss festgestellte Vergleich bestätigt, das Verfahren ist damit
beendet. Angabe zu nahe stehenden PersonenIntershop unterhielt neben den Geschäftsbeziehungen zu den konsolidierten Tochterunternehmen
Beziehungen zu einem Unternehmen, welches an Intershop beteiligt ist. Die eBay Enterprise
Inc. als größter Einzelaktionär der Gesellschaft besaß zum Zwischenbilanzstichtag
24,90 % der Anteile der Gesellschaft. Im ersten Quartal 2016 wurden keine Umsätze
mit dem Unternehmen erzielt (Vorjahreszeitraum: 171 TEUR). Zum 31. März 2016 bestanden
keine Forderungen und Verbindlichkeiten (31. März 2015: 41 TEUR offene Forderungen),
auch hat Intershop keine Lieferungen und Leistungen von dem beteiligten Unternehmen
bezogen. Meldepflichtige Wertpapierbestände und WertpapiergeschäftePer 31. März 2016 hielten die folgenden Organmitglieder der Gesellschaft Intershop-Inhaberstammaktien: scroll
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2016 wurden keine Wertpapiergeschäfte
von Intershop-Inhaberstammaktien durch Organmitglieder der Gesellschaft getätigt. Intershop-AktieBörsendaten zur Intershop-Aktiescroll
Kennzahlen zur lntershop-Aktiescroll
1
Basis: Xetra KontaktInvestor Relations KontaktINTERSHOP Communications AG Dieser Zwischenbericht enthält Aussagen über zukünftige Ereignisse bzw. die zukünftige
finanzielle und operative Entwicklung von Intershop. Die tatsächlichen Ereignisse
und Ergebnisse können von den in diesen zukunftsbezogenen Aussagen dargestellten bzw.
von den nach diesen Aussagen zu erwartenden Ergebnissen signifikant abweichen. Risiken
und Unsicherheiten, die zu diesen Abweichungen führen können, umfassen unter anderem
die begrenzte Dauer der bisherigen Geschäftstätigkeit von Intershop, die geringe Vorhersehbarkeit
von Umsätzen und Kosten sowie die möglichen Schwankungen von Umsätzen und Betriebsergebnissen,
die erhebliche Abhängigkeit von einzelnen großen Kundenaufträgen, Kundentrends, den
Grad des Wettbewerbs, saisonale Schwankungen, Risiken aus elektronischer Sicherheit,
mögliche staatliche Regulierung und die allgemeine Wirtschaftslage. |
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