InVision Software AGRatingenGeschäftsbericht 2010Geschäftsbericht 2010 InVision Software AGÜberblick1995 wurde InVision Software mit der Mission gegründet, für jedes Unternehmen die
möglichst beste Lösung zum Workforce Management anzubieten. Dieses Ziel haben wir
nie aus den Augen verloren und inzwischen gehören wir mit unseren Lösungen zum Workforce
Management zu den weltweit führenden Unternehmen und setzen in diesem Bereich vielfach
die technologischen Trends. Unsere internationalen Kunden optimieren mit unseren Produkten und Dienstleistungen
den Personaleinsatz und steigern die Produktivität. Gleichzeitig reduzieren sie den
Planungs- und Administrationsaufwand und verbessern signifikant die Motivation ihrer
Mitarbeiter. Dadurch amortisieren sich Investitionen in unsere Workforce-Management-Lösungen
in der Regel innerhalb von wenigen Monaten und liefern einen beeindruckenden Return-On-Investment. Weitere Informationen: www.invision.de Highlights 2010Umsatz +34%![]() Software & Abonnements +33%Dienstleistungen +35%![]() EBIT Δabs. +8,0 Mio. €![]() Aktienkurs +135%![]() Ausgewählte Kennzahlenscroll
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Angaben jeweils XETRA-Kursdaten
VorwortLiebe Aktionäre, die meisten wissen es bereits: 2010 war für InVision ein gutes Jahr. Alle Maßnahmen, die wir 2009 eingeleitet haben, haben 2010 ausnahmslos die erwarteten
Resultate gebracht. Wir sind im Umsatz mit mehr als 30 Prozent wesentlich stärker
als Markt und Wettbewerb gewachsen. Wir konnten unser Ergebnis vor Steuern und Zinsen
um 8 Mio. Euro verbessern. Wir sind wieder profitabel. Wir haben einen positiven Cashflow
erwirtschaftet. Und wir haben unsere hervorragende Eigenkapitalbasis weiter gestärkt. Daher an erster Stelle: Danke für das Vertrauen. Dies ist insbesondere an unsere großartigen
Mitarbeiter gerichtet, die trotz der schlechten Nachrichten von Ende 2008 bis Anfang
2010 mit beispielhaftem Enthusiasmus, Engagement und Kreativität dafür gesorgt haben,
dass wir heute die Finanz- und Wirtschaftskrise im Rückspiegel betrachten können. Der Blick in den Rückspiegel ist aber nur kurz erlaubt. 2011 wird nach meiner Einschätzung
eines der spannendsten Jahre in der Unternehmensgeschichte. Wir werden in diesem Jahr
den Kern unseres Geschäftsmodells radikal und vollständig auf Cloud-Computing umstellen.
Damit werden wir erneut unsere Position als technologisch führendes Unternehmen durch
eines der weltweit ersten Angebote dieser Art unterstreichen. Bereits seit Jahresanfang
haben wir in den USA den Verkauf von klassischen Softwarelizenzen eingestellt und
bieten mit iWFM.com unsere Lösungen zum Workforce Management ausschließlich in der
Cloud an. Die ersten Wochen der Pilotphase haben gezeigt, dass wir mit unserem Angebot
den Nerv der Kunden treffen. Das bestärkt uns, den eingeschlagenen Weg konsequent
und mit aller Kraft weiter zu verfolgen. Wir sind der Meinung, dass sich zur Zeit einer der wenigen Momente zeigt, in denen
eine Branche vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Wir müssen dieses Zeitfenster
mit Mut zur Veränderung - auch und insbesondere Mut zur eigenen Veränderung - zu unserem
Vorteil nutzen. Dazu besitzen wir eine außerordentlich gute strategische Ausgangsposition.
Es gibt weltweit keinen weiteren Anbieter von Lösungen zum abteilungsübergreifenden
Workforce Management, der eine vergleichbare internationale Marktabdeckung mit eigenen
Tochtergesellschaften in Europa, Amerika und Afrika vorweisen könnte. Und mit der
laufenden Umstellung des Geschäftsmodells werden wir weltweit der einzige börsennotierte
Anbieter von Workforce-Management-Lösungen sein, der sein Angebot hauptsächlich als
Cloud-Services bereitstellt. Ich bin mir sicher: First Mover werden belohnt. Und daher freue ich mich darauf, 2011
mit Ihnen zusammen neue Wege zu beschreiten.
Herzliche Grüße Peter Bollenbeck Corporate-Governance-BerichtCorporate Governance bedeutet für die InVision Software AG eine verantwortungsvolle,
transparente und auf die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtete
Führung und Kontrolle des Unternehmens. Corporate Governance sind Standards guter
und verantwortungsvoller Unternehmensführung, bei der für unseren Vorstand und Aufsichtsrat
Werte wie Nachhaltigkeit, Transparenz und Wertorientierung im Vordergrund stehen.
Der Corporate-Governance-Bericht der InVision Software AG erfolgt gemäß Ziffer 3.10
des Deutschen Corporate Governance Kodex durch Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam. Weitere Informationen zu der Führungs- und Kontrollstruktur sowie den Grundsätzen
der Investorenkommunikation der InVision Software AG finden sich im Internet unter
www.invision.de/corporate_governance. Wertpapiergeschäfte und Anteilsbesitz der OrganeNach §15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sind die Mitglieder des Vorstands sowie Mitglieder
des oberen Managements und des Aufsichtsrats der InVision Software AG verpflichtet,
eigene Geschäfte mit InVision-Aktien zu melden. Die Meldepflicht besteht für alle
Transaktionen, die eine Gesamtsumme von EUR 5.000 pro Kalenderjahr überschreiten. Für das Geschäftsjahr 2010 sind uns die folgenden meldepflichtigen Transaktionen mitgeteilt
worden: scroll
Der Vorstandsvorsitzende Peter Bollenbeck ist zu 50% an der InVision Holding GmbH
beteiligt. Zum Geschäftsjahresende wurde uns der folgende meldepflichtige Besitz gemäß Ziffer
6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex mitgeteilt: scroll
Peter Bollenbeck, Matthias Schroer und Armand Zohari haben sich in einem Stimmenpool
zusammengeschlossen. Darüberhinaus sind Peter Bollenbeck und Armand Zohari zu jeweils
50% an der InVision Holding GmbH beteiligt. Damit sind Peter Bollenbeck und Matthias
Schroer insgesamt direkt und indirekt 1.668.275 Aktien - dies entspricht einem Anteil
von 74,6% am Grundkapital - zuzurechnen.. EntsprechenserklärungAufsichtsrat und Vorstand der InVision Software AG haben die Empfehlungen der Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex zur Unternehmensleitung und -überwachung (Fassung
vom 26. Mai 2010) diskutiert und festgestellt, in welchen Punkten Abweichungen zu
den Verhaltensempfehlungen bestehen. Demnach verabschiedeten Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gem.
§ 161 AktG, in der bestätigt wird, dass den Empfehlungen der Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und
zukünftig wird:
AbschlussprüferDie Hauptversammlung der InVision Software AG hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Verhülsdonk & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer
der InVision Software AG gewählt. Geschäftliche, finanzielle, persönliche oder sonstige
Beziehungen zwischen der Prüfungsgesellschaft und ihren Organen und Prüfungsleitern
einerseits und der InVision Software AG und ihren Organmitgliedern andererseits, die
Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen können,
haben zu keinem Zeitpunkt bestanden. Verhülsdonk & Partner berät die Gesellschaft
seit 1999 auch in Steuerfragen. Auf der Basis der Wahl des Abschlussprüfers durch die Hauptversammlung erteilt der
Aufsichtsrat der InVision Software AG dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und
trifft mit ihm die Honorarvereinbarung. Im Rahmen der Erteilung des Prüfungsauftrags
vereinbart der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer auch die Berichtspflichten gemäß
dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und
Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. VergütungsberichtDie Vorstandsvergütung richtet sich nach branchenüblichen Standards und besteht aus
einem festen Grundgehalt, welches sich bei Erreichen einer vertraglich näher bestimmten
Umsatzschwelle erhöht. Im Einzelfall wurde zusätzlich zum Grundgehalt ein variabler
Bonus bei Erreichen von Profitabilitätszielen vereinbart. Zusätzlich haben die Mitglieder
des Vorstands Anspruch auf die Nutzung eines durch die Gesellschaft geleasten Dienstwagens.
Darüberhinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zu ihren Kranken- und
Pflegeversicherungskosten. Für die Vorstandsmitglieder besteht über die Gesellschaft
eine private Haftpflichtversicherung, soweit kein eigener Haftpflichtschutz besteht.
Außerdem ist durch die Gesellschaft eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden. Mitglieder des Vorstands sind:
Die Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft erhalten neben dem Ersatz der ihnen
bei der Ausübung ihrer Amtstätigkeit erwachsenden Auslagen eine Festvergütung in Höhe
von EUR 5.000. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter
das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung wird jeweils hälftig nach Ablauf
eines Geschäftshalbjahres gezahlt. Zu dem Auslagenersatz und den Vergütungen werden
anfallende Umsatzsteuern erstattet. Mitglieder des Aufsichtsrates sind:
Die drei Mitglieder des Aufsichtsrates wurden von der ordentlichen Hauptversammlung
der Gesellschaft am 13. März 2007 bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung,
die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 beschließt, in den Aufsichtsrat
der Gesellschaft gewählt. Die Bezüge des Vorstands setzten sich im Geschäftsjahr wie nachfolgend aufgeführt
zusammen: scroll
Die Bezüge des Aufsichtsrates setzten sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: scroll
An die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr keine Kredite
vergeben, Vorschüsse auf zukünftige Gehaltszahlungen gewährt oder Haftungsverhältnisse
zugunsten dieser Personen eingegangen.
Ratingen, 31. Januar 2011 Vorstand und Aufsichtsrat der InVision Software AG Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat der InVision Software AG hat den Vorstand im Sinne des Deutschen
Corporate Governance Kodex während des Geschäftsjahres 2010 überwacht und sich unter
Berücksichtigung aller wesentlichen Geschäftsvorgänge eingehend über die Entwicklung
des Konzerns informiert. Er ist im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammengekommen. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die laufende Geschäftsentwicklung
analysiert und die strategische Ausrichtung beraten. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher
oder satzungsgemäßer Bestimmungen der Genehmigung des Aufsichtsrats bedürfen, hat
der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden. Die Beratungen erstreckten sich sowohl auf die wirtschaftliche Lage der InVision Software
AG und deren Tochtergesellschaften als auch auf die aktuelle und längerfristige Entwicklung
sowie die Produkt-, Vertriebs- und Marketingstrategie. Darüber hinaus hat der Vorstand
den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie den Aufsichtsrat bei Bedarf schriftlich und fernmündlich
über den Geschäftsgang informiert. Ebenso befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Corporate Governance sowie dem
Deutschen Corporate Governance Kodex. Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr
die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um den Empfehlungen des Kodex weitgehend zu entsprechen. In der gemeinsam mit dem Vorstand abgegebenen Erklärung gemäß § 161 AktG wird festgestellt,
dass die InVision Software AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni
2009 und in der Neufassung vom 26. Mai 2010 im Geschäftsjahr 2010 mit wenigen Ausnahmen
entsprochen hat und auch künftig weitgehend entsprechen wird. Die Entsprechenserklärung
ist im Geschäftsbericht 2010 sowie auf der Website der Gesellschaft www.invision.de/corporate_governance
veröffentlicht.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 25. März 2011 folgende Beschlüsse gefasst: 1. Bei der Auswahl von Vorstandsmitgliedern wird insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen angestrebt, wobei die konkrete Besetzungsentscheidung immer am Unternehmenswohl orientiert werden muss. 2. Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates sollten praktische Erfahrung bei der Unternehmensführung, gesamtbetriebswirtschaftliche und juristische Kenntnisse vertreten sein.
Im Geschäftsjahr 2010 hatten die Sitzungen des Aufsichtsrates die folgenden Schwerpunkte:
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss
des Geschäftsjahres 2010 ordnungsgemäß an die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer
gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Verhülsdonk & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
mbH, Düsseldorf, erteilt. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung nach
Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erklärung bestätigt,
dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer,
seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern
andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht
sind unter Einbeziehung der Buchführung von Verhülsdonk & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
mbH, Düsseldorf, geprüft worden. Sie hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
erteilt. Die Prüfungsberichte wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und dem gesamten Aufsichtsrat
und dem Vorstand durch den für die Durchführung der Prüfung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer
persönlich erläutert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte auf der Sitzung am 25. März
2011 eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung
angeschlossen und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Damit ist
der vorgelegte Jahresabschluss festgestellt. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 wurde Herr Mauro Marengo als Vorstand der InVision
Software AG berufen. Er vertritt die Gesellschaft gemeinschaftlich mit einem anderen
Vorstandsmitglied oder mit einem Prokuristen. Im Aufsichtsrat der InVision Software
AG gab es im Geschäftsjahr 2010 keine personellen Veränderungen. Der Aufsichtsrat
dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr
2010 geleistete Arbeit. Ratingen, den 25. März 2011 Der Aufsichtsrat scroll
Konzernabschlussder InVision Software AG zum 31. Dezember 2010 gemäß IFRS und §315a HGB sowie Lagebericht nach §315 HGBBilanzscroll
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Gesamtergebnisrechnungscroll
Kapitalflussrechnungscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
Anhangzum Konzernjahresabschluss der InVision Software AG zum 31.12.2010 I. Allgemeine Angaben1. Allgemeine Angaben zur GesellschaftDie Geschäftstätigkeit der InVision Software Aktiengesellschaft, Ratingen, (nachfolgend
auch "InVision AG" oder "Gesellschaft" genannt) zusammen mit ihren Tochtergesellschaften
(nachfolgend auch "InVision-Gruppe" oder "Konzern" genannt) umfasst die Entwicklung
und den Vertrieb von softwarebasierten Produkten sowie Dienstleistungen zum Workforce
Management. Die InVision-Gruppe ist hauptsächlich in Europa und den USA tätig. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Halskestraße 38, 40880 Ratingen, Deutschland.
Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 44338
eingetragen. Die InVision Software AG ist seit dem 18. Juni 2007 im Prime Standard
der Frankfurter Wertpapierbörse, Deutschland, unter der Wertpapierkennnummer 585969
notiert. Der IFRS-Konzernabschluss wird voraussichtlich am 25. März 2011 durch den Aufsichtsrat
der InVision Software AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. 2. Grundlagen der RechnungslegungGrundlagen der Erstellung des AbschlussesDie InVision Software AG stellt aufgrund der Zulassung zum regulierten Markt ihren
Konzernabschluss nach IFRS auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 ist nach
den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standard (IFRS)
des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden
sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International
Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS)
sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen
des § 315a HGB berücksichtigt. Es werden im Konzernabschluss alle für das zum 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr
gültigen IFRS, IAS, IFRIC und SIC angewendet. Anwendung von neuen und geänderten StandardsIm Geschäftsjahr 2010 wurden die nachfolgend aufgeführten IAS/IFRS/IFRIC von der EU
in EU-Recht übernommen (endorsed) bzw. sind erstmals anzuwenden. Sie haben überwiegend
geringe oder keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der InVision Software AG. scroll
Folgende Änderungen des IASB wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig
angewendet. Sofern die Änderungen die InVision Software AG betreffen, werden die künftigen
Auswirkungen auf den Konzernabschluss geprüft. Zum überwiegenden Teil steht auch die
Übernahme durch die EU aus. scroll
3. KonsolidierungskreisDer konsolidierte Abschluss umfasst die InVision Software AG sowie die folgenden Tochterunternehmen:
Sofern nicht anders angegeben hält die InVision Software AG an den Tochterunternehmen
jeweils unmittelbar 100% der Anteile. 4. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss umfasst den Abschluss der InVision Software AG und ihrer Tochterunternehmen
zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften
werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen
Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Abschlussstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist
der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres. Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen, Gewinne und Verluste
aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten enthalten sind,
werden in voller Höhe eliminiert. Tochterunternehmen werden ab dem Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt,
an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in
den konsolidierten Abschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen
nicht mehr besteht. Die Konsolidierung von neu gegründeten Tochtergesellschaften erfolgt unter Anwendung
der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Danach werden Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen
identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und
Eventualschulden entsprechend ihrer beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt verteilt.
Im konsolidierten Abschluss sind entsprechend die Aufwendungen und Erträge enthalten,
die seit dem Erwerb angefallen sind. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze5. AllgemeinesDer Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten
aufgestellt. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen
auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögenswert entrichteten
Gegenleistung. Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert.
Die Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 6. BerichtswährungDer Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen
diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche
Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (T€) auf- oder abgerundet. Die
Betragsangaben erfolgen in Euro (€), Tausend Euro (T€) und Millionen Euro (Mio. €). 7. FremdwährungsumrechnungJedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest.
Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung
dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu
dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag
unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle
Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind Währungsdifferenzen
aus Fremdwährungsgeschäften, soweit sie zur Sicherung einer Nettoinvestition eines
ausländischen Geschäftsbetriebes eingesetzt werden. Diese werden bis zur Veräußerung
der Nettoinvestition direkt im Eigenkapital und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis
erfasst. Aus den Währungsdifferenzen dieser Fremdwährungskredite entstehende latente
Steuern werden ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst. Nicht-monetäre Posten, die
zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet
wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung
bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung
des beizulegenden Zeitwerts gültig ist. Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe werden zum Stichtagskurs
in Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Durchschnittskurs
des Geschäftsjahres. Die hieraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen werden als
separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebes entstehenden
Geschäfts- und Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichtete Anpassungen
der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen
Geschäftsbetriebes resultieren, werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Folgende Kurse wurden berücksichtigt (für 1,00 €): scroll
8. Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden dann erfasst, wenn sie identifizierbar
sind und es wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der künftige wirtschaftliche Nutzen
aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten
des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Für die Folgebewertung werden
immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst,
abzüglich der kumulierten Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungsaufwendungen
(ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte werden linear über
ihre geschätzte Nutzungsdauer (3-5 Jahre) abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum
und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Bei der Erstellung neuer Software und der Weiterentwicklung bestehender Software ist
es der InVision-Gruppe nicht möglich, die jeweilige Software klar und eindeutig abzugrenzen,
da die aus der Erstellung neuer Software und der Weiterentwicklung bestehender Software
gewonnenen Erkenntnisse und Verbesserungen in weitere Produkte der InVision-Gruppe
einfließen. Da nicht sämtliche Kriterien gemäß IAS 38.57 bis zum 31. Dezember des
Geschäftsjahres erfüllt waren, wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. 9. SachanlagevermögenSachanlagen (Computer-Hardware, Mietereinbauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung)
werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierte Abschreibungen
bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer der einzelnen
Anlagegüter vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt für Computer-Hardware 3 bis 5 Jahre,
für Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10 Jahre. Mietereinbauten werden über
die Laufzeit des Mietverhältnisses oder, wenn kürzer, über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Nachträgliche Ausgaben für eine Sachanlage werden zu Anschaffungskosten bilanziert,
wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gruppe daraus ein zukünftiger wirtschaftlicher
Nutzen entsteht und die Kosten für das Anlagegut verlässlich bewertet werden können.
Ausgaben für Reparaturen und Unterhalt, welche nicht die geschätzte Nutzungsdauer
der Sachanlage erhöhen, werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam
erfasst. 10. Bilanzierung von LeasingverhältnissenDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird
auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine
Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines
bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die
Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt. Der Konzern tritt nur als Leasingnehmer auf. Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen, bei denen im Wesentlichen alle
mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert
auf den Konzern übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden
Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen,
sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über
den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der
wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjektes abgeschrieben. Leasingzahlungen
werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld
aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten
Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag
werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses
als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. 11. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen
sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die
Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapitalkosten
den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden
von der InVision-Gruppe qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert. 12. Wertminderungen von nicht-finanziellen VermögenswertenNicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn
Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines
Vermögenswertes nicht erzielbar sein könnte. Für die Werthaltigkeitsprüfung ist der
erzielbare Betrag ("recoverable amount") des Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden
Einheit ("ZGE") zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge
aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ("fair value less costs
to sell") und dem Nutzungswert ("value in use"). Der beizulegende Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten ist definiert als der Preis, der im Rahmen des Verkaufs eines Vermögenswerts
oder einer ZGE zwischen zwei sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen
Geschäftspartnern abzüglich der Veräußerungskosten erzielt werden kann. Der Nutzungswert
eines Vermögenswerts oder einer ZGE wird durch den Barwert eines im Rahmen der gegenwärtigen
Verwendung geschätzten, erwarteten Cashflows ermittelt. Unterschreitet der erzielbare
Betrag den Buchwert erfolgt in Höhe der Differenz eine sofort erfolgswirksame Abschreibung. Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert (außer
für Firmenwerte) aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen, wenn Anhaltspunkte
dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben
könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Werterhöhung (bzw. Verringerung der Wertminderung) eines Vermögenswertes wird
jedoch nur soweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich ergeben
hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre (unter
Berücksichtigung der Abschreibungseffekte). 13. Finanzinvestitionen und andere finanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als finanzielle Vermögenswerte,
die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen,
als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare
Finanzinvestitionen klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der
erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien hängt
von ihrer Art und dem Verwendungszweck ab und erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz.
Umwidmungen werden, sofern diese zulässig und erforderlich sind, zum Ende des Geschäftsjahres
vorgenommen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2010 über ausgereichte Kredite und Forderungen. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag,
das heißt an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des
Vermögenswertes eingegangen ist, erfasst. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe
und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte
innerhalb eines durch Marktvorschriften oder Marktkonventionen festgelegten Zeitraumes
vorschreiben. Ausgereichte Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte
mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind.
Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode bewertet. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst,
wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen
von Amortisationen. Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag auf Wertminderung überprüft.
Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen
Vermögenswerten die Gesellschaft nicht alle laut Vertragsbedingungen fälligen Beträge
von Darlehen, Forderungen oder von bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen
eintreiben kann, so wird eine Wertminderung oder Wertberichtigung auf Forderungen
ergebniswirksam erfasst. Der Wertminderungsverlust ist definiert als Differenz zwischen
dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows
bewertet mit der Effektivzinsmethode. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung
eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam
erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert,
wenn die nachfolgende teilweise Werterholung (bzw. Verringerung der Wertminderung)
objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt
zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, als
sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben
hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre. Eine Ausbuchung des finanziellen
Vermögenswerts erfolgt, wenn dieser als uneinbringlich eingestuft wird. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen wie
im Vorjahr im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten. 14. Unfertige LeistungenUnfertige Leistungen werden nach der "Percentage-of-Completion"-Methode bewertet.
Demnach wurden Kundenprojekte nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts
zum Bilanzstichtag erfasst. Der Fertigstellungsgrad wird auf Basis der geleisteten
Stunden im Verhältnis zu den prognostizierten Stunden ermittelt. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann,
werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich
einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als
Aufwand erfasst. Die unfertigen Leistungen werden nach Abzug der erhaltenen Anzahlungen in den Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. 15. Finanzielle Vermögenswerte des UmlaufvermögensFinanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsabhängigen Wertberichtigung bilanziert. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen werden vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht
der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann.
Die Höhe der Wertberichtigungen entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren
Betrages, der dem Barwert der erwarteten Geldflüsse entspricht. 16. Sonstige kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt, und falls
sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt. 17. ZahlungsmittelDie Zahlungsmittel bestehen aus Guthaben bei Kreditinstituten, die kurzfristig valutiert
werden können. Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. 18. SteuernDie tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode
und frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung
von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Behörden erwartet wird. Latente Steuern werden, unter Verwendung der Verbindlichkeiten-Methode, für alle temporären
Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte/Verbindlichkeiten (tax base)
und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss erfasst. Darüber hinaus werden latente Steuern
auf Verlustvorträge bilanziert. Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet,
die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und
deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der
Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Latente Steuerforderungen werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist,
dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz
verwendet werden kann. Die Bewertung der latenten Steuern auf Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen
ist abhängig von den zukünftigen steuerlichen Ergebnissen der Gesellschaften der InVision-Gruppe.
Die Schätzung dieser steuerlichen Ergebnisse erfolgt zum Bilanzstichtag unter Verwendung
der aktuellsten Planung für einen Planungszeitraum von sieben Jahren. Für die Aktivierung
latenter Steuern aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen wird lediglich der Teil
angesetzt, der sich aufgrund des zu erwartenden zu versteuernden Einkommens auf Grundlage
der vorliegenden Planung wahrscheinlich realisieren wird. 19. RückstellungenEine Rückstellung wird lediglich dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige,
gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt,
es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln
führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung
der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Konnte keine Rückstellung gebildet
werden, weil eines der genannten Kriterien nicht erfüllt war, sind die entsprechenden
Verpflichtungen unter den Eventualschulden ausgewiesen. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und an die gegenwärtige beste
Schätzung angepasst. Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer zurückgestellten
Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei
erstattet werden, wird die Erstattung erst dann erfasst, wenn es so gut wie sicher
ist, dass der Konzern die Erstattung erhält. 20. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten umfassen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen,
gegenüber Gesellschaftern, Steuerschulden, Zinsschulden, Verbindlichkeiten gegenüber
Mitarbeitern sowie sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung
mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen
Gegenleistung entsprechen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind in den Folgejahren mit
den fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Die Ausbuchung erfolgt, wenn die Verbindlichkeit beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen
ist. 21. Ertrags- und AufwandsrealisierungDie Umsatzerlöse der InVision-Gruppe werden hauptsächlich durch die Erbringung der
folgenden Leistungen erzielt:
Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonto, Preisnachlässen, Kundenboni und Rabatten ausgewiesen.
Vereinbarungen mit mehreren Komponenten (z.B. Lizenzen, Wartung/Betrieb, Dienstleistungen)
werden intern auf ihre einzelnen Bestandteile aufgeteilt und der Umsatz entsprechend
der einzelnen Komponenten realisiert. Erträge werden grundsätzlich nur dann realisiert, wenn der Verkaufspreis fest oder
bestimmbar ist, keine wesentlichen Verpflichtungen bestehen und die Einbringung der
Forderungen als wahrscheinlich gilt. Erträge aus der zeitlich unbefristeten Überlassung
von Nutzungsrechten werden dann realisiert, wenn die entsprechenden Lizenzschlüssel
geliefert wurden. Erträge aus Abonnements werden linear pro rata temporis über den
Zeitraum hinweg realisiert, für den sie berechnet wurden. Erträge aus Projekt- und
Dienstleistungen werden realisiert, sobald die Dienstleistung erbracht wurde. Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung
bilanziell erfasst. Zinsen sind periodengerecht unter Verwendung der Effektivzinsmethode
als Aufwand bzw. Ertrag ausgewiesen. Mietaufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen
werden unabhängig von den Zahlungsvereinbarungen ebenfalls linear über den Gesamtmietvertragszeitraum
berücksichtigt. 22. Eventualschulden und EventualforderungenEventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von
Ressourcen führen können, deren Existenz aber durch das Eintreten oder Nichteintreten
eines oder mehrerer zukünftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, oder gegenwärtige
Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im
Anhang separat angegeben, es sei denn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen
mit wirtschaftlichem Nutzen ist unwahrscheinlich. Im Geschäftsjahr bestehen neben
den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37
passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang
angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. 23. Ermessensausübung des Managements und Hauptquellen von SchätzunsicherheitenBei der Aufstellung des konsolidierten Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen
zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden
der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, die Bewertung aktiver latenter
Steuern, die Bemessung des Fertigstellungsgrades von Aufträgen ("Percentage-of-Completion"),
der konzerneinheitlichen Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen
sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen
liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen.
Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die
zum Zeitpunkt der Aufstellung des konsolidierten Abschlusses vorliegenden Umstände
ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des Umfelds zugrunde
gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des
Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden
Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. III. Erläuterungen zur Bilanz24. ZahlungsmittelDie Zahlungsmittel gliedern sich wie folgt auf: scroll
Die liquiden Mittel und Wertpapiere enthalten ausschließlich solche Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente, die geringen Wertschwankungen unterliegen und gerechnet
vom Erwerbszeitpunkt eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten haben. 25. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (netto) haben eine Restlaufzeit bis
zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Forderungen aus POC beinhalten Forderungen, welche durch die Teilrealisierung
von Kundenprojekten entstanden sind. Diese sind durch Multiplikation des geschätzten
Fertigstellungsgrades je Projekt mit dem jeweiligen Projektvolumen unter Abzug von
bereits gestellten Rechnungen und Berücksichtigung noch zu erbringender Leistungen
ermittelt worden. Die direkt zurechenbaren Kosten für die Forderungen aus POC betragen
im Geschäftsjahr 77 TEUR (Vorjahr: 107 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden jeweils bei Bedarf einzeln wertberichtigt. 26. ErtragssteueransprücheDie Ertragssteueransprüche enthalten Erstattungsansprüche aus Vorjahren. 27. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenständescroll
28. Latente SteuernDer Bestand an aktiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen ergibt sich aus der
nachfolgenden Aufstellung: scroll
Der Bestand an passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen ergibt sich aus der
nachfolgenden Aufstellung: scroll
Die steuerlichen Verlustvorträge für den Konzern betragen insgesamt 16.000 TEUR. Davon
wurden 13.407 TEUR bewertet und darauf latente Steuern in Höhe von 4.310 TEUR angesetzt.
Für weitere Verlustvorträge in Höhe von 2.953 TEUR wurden keine latenten Steuern angesetzt. 29. Entwicklung des AnlagevermögensIm Geschäftsjahr 2010 hat sich das Anlagevermögen des Konzerns wie folgt entwickelt:scroll
Im Geschäftsjahr 2009 hat sich das Anlagevermögen des Konzerns wie folgt entwickelt:scroll
Bei den Finanzanlagen handelt es sich um ein langfristiges Darlehen.
30. Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software
und gewerbliche Schutzrechte. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten
vermindert um planmäßige Abschreibung. Bei der planmäßigen Abschreibung wurden die
entgeltlich erworbene Software und die gewerblichen Schutzrechte ihrem voraussichtlichen
Nutzungsverlauf über 3 Jahre abgeschrieben. Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen
werden planmäßig über die Laufzeit des Leasingverhältnisses von 3 Jahren abgeschrieben. 31. Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr auf
5.325 TEUR (Vorjahr 5.290 TEUR). 32. SachanlagenDie Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Betriebs- und Geschäftsausstattungen
zusammen, die jeweils mit den historischen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit
abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Die Abschreibungen der
Sachanlagen wurden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögenswerte über 3 - 10 Jahre
linear vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wurde überprüft. Außerplanmäßige
Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. 33. Sonstige langfristige VermögenswerteDie sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten ausschließlich gezahlte Kautionen
für gemietete Büros. 34. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:scroll
Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um bereits erfasste Rechnungsbeträge
für Wartungsleistungen des jeweiligen Folgejahres. 35. Ertragssteuerverbindlichkeiten und RückstellungenDie Ertragssteuerverbindlichkeiten und Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Rückstellungen für Personalkosten betreffen im Wesentlichen Provisionen, ausstehende
Bonuszahlungen und Urlaubsgelder. 36. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige VerbindlichkeitenDer Ausweis der Rechnungsabgrenzungsposten und sonstigen Verbindlichkeiten beinhaltet: scroll
37. Gezeichnetes KapitalAls gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der InVision Software AG ausgewiesen.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 2.235.000 EUR ist aufgeteilt in 2.235.000 Stückaktien
mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1 EUR am Grundkapital der Gesellschaft. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis
zum 23. August 2015 einmalig oder mehrmalig um bis zu 1.117.500 EUR (Genehmigtes Kapital
2010) zu erhöhen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2010 ist das Grundkapital um bis
zu EUR 1.117.500 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Des Weiteren wurde die Gesellschaft
durch Beschluss der Hauptversammlung am 24. August 2010 zum Erwerb eigener Aktien
bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals ermächtigt.
Die Ermächtigung gilt bis zum 23. August 2015. 38. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 18. Juni 2007 durchgeführten
Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz an der Frankfurter Börse. Mit der Kapitalrücklage
wurden die IPO-Kosten unter Berücksichtigung von Steuereffekten ergebnisneutral verrechnet. 39. GewinnrücklagenUnter den Gewinnrücklagen werden die Einstellungen in die gesetzlichen Rücklagen sowie
die Anpassungen an die Konzerneröffnungsbilanz zum 1. Januar 2004 ausgewiesen. 40. Eigenkapitaldifferenz aus WährungsumrechnungDie Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ist Folge der Umrechnung nach der
modifizierten Stichtagsmethode. Die Differenz ergibt sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen
der Tochtergesellschaften, die in Fremdwährung bilanziert haben, zum Durchschnittskurs
und des Eigenkapitals der jeweiligen Tochtergesellschaften zum historischen Kurs der
Erstkonsolidierung einerseits und dem Stichtagskurs andererseits. IV. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung41. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt: scroll
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen:scroll
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Zielbranchen:scroll
42. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:scroll
Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wurden im Berichtsjahr gemäß IAS37
in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. 43. MaterialaufwandIm Berichtsjahr sind keine Materialkosten angefallen. 44. PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Bei den Direktversicherungen handelt es sich um einen beitragsorientierten Plan. 45.
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Es lagen keine Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen vor.
Ausgewiesen werden daher ausschließlich planmäßige Abschreibungen. 46. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll
47. FinanzergebnisDas Finanzergebnis gliedert sich wie folgt: scroll
Fremdkapitalkosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen
sind. 48. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedern sich wie folgt: scroll
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden
Abschnitt 28. zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Ertragssteuersatz
von 30% für die inländische Kapitalgesellschaft zugrunde gelegt, für die ausländischen
Tochtergesellschaften jeweils der zukünftige lokale Steuersatz. Weiter wurde unterstellt,
dass die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge auf Basis der derzeitigen Gesetzeslage
unbegrenzt nutzbar bleiben. Die aktiven latenten Steuern aus den bewerteten steuerlichen
Verlustvorträgen werden zukünftig in dem Maße gemindert, in dem die Gesellschaften
Gewinne erzielen.
Die tatsächliche Steuerquote ergibt sich wie folgt: scroll
Der Unterschied zwischen dem rechnerischen Ertragssteueraufwand bei Anwendung des
für den InVision-Konzern gültigen Steuersatzes und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand
ist auf folgende Ursachen zurückzuführen: scroll
In den Bilanzen der französischen, schwedischen und italienischen Töchter wurden aufgrund
zukünftig erwarteter lokaler Gewinne innerhalb der kommenden Jahre die aktiven latenten
Steuern um insgesamt 901 TEUR abgewertet. Die Zwischenergebniseliminierung führt zu latenten Steuern in Höhe von 365 TEUR, davon
entfallen 519 TEUR auf eine Steuersatzänderung. V. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des InVision-Konzerns
durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend
IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions-
und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der
Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, d.h. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten,
soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte
Wertschwankungen verfügbar sind, abzüglich kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten.
Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d.h.
zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber
aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet. Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten: scroll
Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Nettofinanzposition leitet sich vom Bestand
der in der Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel wie folgt ab: scroll
VI. Sonstige Angaben49. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
im Wesentlichen für immaterielle Vermögenswerte, Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung
in folgender Höhe: scroll
50. Haftungsverhältnissescroll
51. Finanzielle Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDie im Konzern bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind kurzfristige Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen. Die wesentlichen Vermögenswerte des Konzerns bestehen
aus liquiden Mitteln und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Buchwert
der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen
stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es beträgt insgesamt 5.104 TEUR (Vorjahr: 7.064
TEUR). Geschäftsverbindungen werden nur mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen.
Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare
Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von Kunden unterschiedlicher
Branchen und Regionen. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen
Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30
Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe
von 1.942 TEUR (Vorjahr: 2.218 TEUR), welche zum Bilanzstichtag überfällig waren,
wurden keine Wertberichtigungen gebildet, da keine wesentlichen Veränderungen der
Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden
Beträge gerechnet wird. Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder
Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für
den Konzern wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.
Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden
dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in EUR bzw. in lokaler
Währung fakturiert. Der Konzern verfügte weder 2010 noch 2009 über zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte
oder über erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten.
Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen. Neueinstufungen wurden
weder 2010 noch 2009 vorgenommen. Bei den ausgewiesenen Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
existieren keine nennenswerten Differenzen zu den Zeitwerten. 52. KapitalrisikomanagementDer Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich Zahlungsmittel)
mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger
Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie
ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden
die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten
überprüft. Die Kapitalstruktur stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar: scroll
*
berechnet als Verbindlichkeiten abzgl. flüssige Mittel im Verhältnis zum Eigenkapital
Der Konzern hat eine Zieleigenkapitalquote von langfristig 50%. 53. FinanzrisikomanagementDie Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die
einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen
Liquiditäts- und Kreditrisiken. Geschäftsverbindungen werden grundsätzlich nur mit
kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit
insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen
herangezogen. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, so dass
der InVision-Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale
Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte
begrenzt. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen,
Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzuflüsse
und -abflüsse. 54. MarktrisikenMarktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder
Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für
den Konzern, wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.
Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden
dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in EUR bzw. lokaler
Währung fakturiert. Die Fremdwährungsforderungen betragen zum Bilanzstichtag 722 TEUR
(Vorjahr: 1.280 TEUR) und die Fremdwährungsverbindlichkeiten 22 TEUR (Vorjahr: 94
TEUR). Wenn der EUR gegenüber sämtlichen konzernrelevanten Währungen zum 31. Dezember 2010 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre
das Vorsteuerergebnis um 36 TEUR (Vorjahr: 126 TEUR) niedriger (höher) gewesen. 55. Transaktionen mit nahe stehenden PersonenLiefer- und Leistungsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen werden
grundsätzlich zu Marktpreisen abgewickelt. Folgende Leistungen wurden von nahe stehenden
Unternehmen und Personen gem. IAS 24 in Anspruch genommen: scroll
56. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach Ablauf des Geschäftsjahres gab es keine besonderen Ereignisse, die für den Konzernabschluss
von wesentlicher Bedeutung sind. 57. Anzahl der MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2010 wurden ohne Vorstand durchschnittlich 170 (Vorjahr: 223) Mitarbeiter beschäftigt. 58. Angaben zu den UnternehmensorganenDem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr an:
Im Geschäftsjahr erhielt der Vorstand die nachfolgend aufgeführten Bezüge: scroll
Der Aufsichtsrat wird gebildet von:
Dr. Thomas Hermes ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft
Essen-Nord eG. Dr. Christof Nesemeier ist Aufsichtsratsvorsitzender der Delignit AG,
Blomberg. Prof. Dr. Wilhelm Mülder hat keine weiteren Aufsichtsratsmandate. Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug im Geschäftsjahr 2010 insgesamt 29 TEUR (Vorjahr:
30 TEUR). 59. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2010 erfasste Honorar gliedert sich wie
folgt: scroll
60. Angaben zur SegmentberichterstattungDa die internen und externen Geschäftsprozesse für alle Produkte und Dienstleistungen
weitestgehend identisch sind, bilden dieselben ein einziges operatives Segment im
Sinne des IFRS 8. 61. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wurde durch die Division des den Aktionären der InVision Software
AG zurechenbaren Periodenergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl
der im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien errechnet und ausgewiesen. Die InVision
Software AG hat ausschließlich Stammaktien emittiert. Im Geschäftsjahr 2010 waren
im Durchschnitt 2.235.000 Aktien im Umlauf. Das Ergebnis je Aktie beträgt in diesem
Zeitraum 0,45 EUR, während es im Vorjahr bei gleicher Aktienanzahl -2,15 EUR betrug. 62. Erklärung gemäß §161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben am 31. Januar 2011 gemäß §161 AktG für die Gesellschaft
eine Erklärung abgegeben, inwieweit sie den Empfehlungen der "Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex" entspricht, und im Internet unter www.invision.de/corporate_governance
veröffentlicht. 63. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger
Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,
der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Ratingen, den 21. März 2011 scroll
Lageberichtder InVision Software AG zum 31.12.2010Der folgende Lagebericht wurde nach den Vorgaben des §315 HGB aufgestellt und enthält
Informationen über die InVision Software AG, Ratingen (im Folgenden auch "AG", "InVision
AG" oder "Gesellschaft" genannt) sowie ihre konsolidierten Tochtergesellschaften (zusammen
mit der Gesellschaft im Folgenden auch "InVision", "InVision-Gruppe", "InVision-Konzern"
oder "Konzern" genannt). Die InVision Software AG nimmt als Muttergesellschaft des
Konzerns konzernleitende Funktionen wahr und ist gleichzeitig wesentlicher Bestandteil
der InVision-Gruppe. Die Ausführungen beziehen sich grundsätzlich auf den Konzern,
sofern nicht ausdrücklich auf die Gesellschaft verwiesen wird. 1. Das UnternehmenGeschäftstätigkeit & StrategieDie InVision-Gruppe entwickelt und vertreibt seit ihrer Gründung im Jahr 1995 IT-Lösungen
im Bereich Workforce Management und erbringt damit zusammenhängende Dienstleistungen
wie Beratung, Implementierung und Betrieb. InVision hat sich zum Ziel gesetzt, auf dem Markt für Workforce-Management-Lösungen
eine international führende Stellung einzunehmen und maßgebliche Standards im Bereich
des Workforce Managements zu setzen. Eckpunkte ihrer Strategie sind die nachhaltige
Durchdringung internationaler Märkte und die sukzessive Diversifizierung der Zielbranchen
und Einsatzgebiete. MitarbeiterAm 31. Dezember 2010 waren inklusive Vorstand weltweit 163 Mitarbeiter bei der InVision-Gruppe
beschäftigt. Damit ist die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Ende des Vorjahres um
20 Prozent gesunken (31. Dezember 2009: 203 Mitarbeiter). Im Inland waren zum Jahresende 76 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 86 Mitarbeiter)
beschäftigt, während 87 Mitarbeiter (31. Dezember 2009: 117 Mitarbeiter) in den ausländischen
Tochtergesellschaften beschäftigt waren. Die Anzahl der Mitarbeiter ist im Bereich Forschung und Entwicklung auf 77 gesunken
(Vorjahr: 86 Mitarbeiter). Im Bereich Professional Services sank die Mitarbeiterzahl
um 37 Prozent auf 38 (Vorjahr: 60 Mitarbeiter). Im Vertrieb reduzierte sich die Mitarbeiteranzahl
zum 31. Dezember 2010 um 28 Prozent auf 26 Mitarbeiter (Vorjahr: 36 Mitarbeiter). Forschung & EntwicklungFür InVision ist die Weiterentwicklung ihrer IT-Lösungen zum Workforce Management
ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor. Die dafür notwendigen Aktivitäten werden aus diesem
Grund in mehreren Standorten im In- und Ausland kontinuierlich durchgeführt. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand ist im Geschäftsjahr mit 5.325 TEUR nahezu
gleich geblieben (Vorjahr: 5.290 TEUR). Der Anteil des F&E-Aufwands am Umsatz beträgt
33 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent). Im Geschäftsjahr 2010 wurden insbesondere mehrere Service Packs für die im Markt befindlichen
Releases veröffentlicht und die Arbeit an für 2011 zur Veröffentlichung vorgesehenen
Produktversionen von InVision Enterprise WFM sowie iWFM.com fortgesetzt. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGBGemäß § 315 Abs. 4 HGB muss der Lagebericht nachfolgende Punkte beinhalten. Die Ausführungen
enthalten auch die notwendigen Erläuterungen gemäß § 175 Abs. 2 AktG. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 2.235.000 Euro und ist in 2.235.000 nennwertlose
Inhaberaktien eingeteilt. Auf jede Aktie entfällt ein rechnerischer Anteil von 1,00
Euro am Grundkapital. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Aktionäre nehmen nach Maßgabe der Satzung und
der gesetzlichen Vorschriften ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort
ihr Stimmrecht aus. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2010 ist der Vorstand nach § 4
Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates
der Gesellschaft bis zum 23. August 2015 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig
oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 1.117.500 gegen Bar- und/oder Sacheinlage gegen
Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital
2010). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen, das den Aktionären
im Wege des mittelbaren Bezugsrechts (§ 186 Abs. 5 AktG) gewährt werden soll. Der
Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der
Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2010 ist das Grundkapital um bis
zu EUR 1.117.500 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung
ist nur soweit durchzuführen, wie die Gläubiger von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen,
welche von der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung
vom 24. August 2010 bis zum 23. August 2015 ausgegeben wurden, von ihrem Wandlungsrecht
Gebrauch gemacht haben und die Gesellschaft nicht den Wandlungsanspruch auf andere
Weise erfüllt hat. Die neuen Aktien sind ab dem Beginn des Geschäftsjahres gewinnbezugsberechtigt,
indem sie ausgegeben werden. Der Vorstand ist unter Zustimmung des Aufsichtsrates
ermächtigt, die Einzelheiten der Durchführung der jeweiligen bedingten Kapitalerhöhung
festzulegen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. August 2010 ist die Gesellschaft ermächtigt,
eigene Aktien einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt EUR 223.500 zu
erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, welche
die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder welche ihr nach den §
71 a ff. AktG zuzurechnen sind, 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen.
Die Ermächtigung gilt bis zum 23. August 2015. Die aufgrund der Ermächtigung erworbenen
Aktien können zu allen gesetzlichen Zwecken verwendet werden. Die Gesellschaft hält
derzeit keine eigenen Aktien. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist der Gesellschaft eingeräumt worden,
um u.a. das Eigenkapital flexibel den jeweiligen geschäftlichen Erfordernissen anpassen
und auf günstige Börsensituationen reagieren zu können. Darüber hinaus können erworbene
Aktien als Gegenleistung verwendet werden, um Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen
zu erwerben. Nach Kenntnis der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2010 folgende Aktionäre mit
mehr als 10% am Grundkapital der Gesellschaft beteiligt:
Vorstandsmitglieder werden gemäß §§ 84 f. AktG bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs.
1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestellung von
stellvertretenden Mitgliedern des Vorstands ist zulässig. Gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung
erfolgt die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder
und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder sowie der Widerruf der Bestellung durch
den Aufsichtsrat, ebenso die Ernennung eines Mitglieds des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden
sowie weiterer Vorstandsmitglieder zu stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. Satzungsänderungen werden gemäß § 179 AktG durch die Hauptversammlung mit einer Mehrheit
von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals
beschlossen. Gemäß § 10 Abs. 2 der Satzung ist der Aufsichtsrat zur Vornahme von Satzungsänderungen
berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 21 Abs. 1 der Satzung bedürfen
Beschlüsse der Hauptversammlung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit
nicht das Gesetz zwingend etwas anderes vorschreibt. In den Fällen, in denen das Gesetz
eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erfordert, genügt
danach, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist,
die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge
eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht. Ebenso wurden keine Entschädigungsvereinbarungen
mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes
getroffen. 2. Wirtschaftliche RahmenbedingungenDer Internationale Währungsfond (IWF) geht in seinen Prognosen vom 25. Januar 2011
für das Jahr 2010 von einer Steigerung der weltweiten Wirtschaftsleistung von 5,0
Prozent nach einem Rückgang von -0,6 Prozent im Vorjahr aus. Dabei ist in den entwickelten
Volkswirtschaften den Prognosen zufolge die Wirtschaftsleistung 2010 um 3,0 Prozent
gestiegen (Vorjahr: -3,4 Prozent Rückgang). In dem für die InVision-Gruppe wichtigen Euroraum ist den Prognosen zufolge die Wirtschaftsleistung
um 1,8 Prozent gewachsen (Vorjahr: -4,1 Prozent Rückgang). Deutschland als wichtigster
Einzelmarkt der InVision-Gruppe ist mit einem Wachstum von 3,6 Prozent besonders hervorzuheben. 3. GeschäftsentwicklungErtragslageUmsatzDer Konzernumsatz belief sich im Berichtsjahr auf 16.006 TEUR (Vorjahr: 11.972 TEUR)
und stieg damit um 34 Prozent. Die Lizenzerlöse konnten um 51 Prozent auf 7.057 TEUR
(Vorjahr: 4.689 TEUR) gesteigert werden. Die Wartungserlöse sind um 15 Prozent auf 4.967 TEUR gestiegen (Vorjahr: 4.331 TEUR).
Die Dienstleistungsumsätze sind um 35 Prozent auf 3.982 TEUR (Vorjahr: 2.952 TEUR)
gestiegen. Die Steigerung der Lizenzumsätze ist Ergebnis der höheren Vertriebseffizienz aufgrund
von Änderungen in der Ausrichtung der Vertriebsorganisation auf Projekte mit hohem
Umsatzpotenzial. Der Anstieg der Wartungsumsätze ist eine direkte Folge der erhöhten
Wartungsbasis aufgrund der Lizenzumsätze mit Neu- und Bestandskunden im Vorjahr sowie
einer gleich bleibend hohen Kundentreue. Der Zuwachs der Dienstleistungsumsätze ist
hauptsächlich durch die hohe Auslastung der Servicekapazitäten infolge des starken
Lizenzgeschäftes in der zweiten Jahreshälfte 2010 begründet. Der Umsatz der Region Deutschland, Österreich und Schweiz stieg um 42 Prozent auf
7.947 TEUR (Vorjahr: 5.601 TEUR) und macht einen Anteil von 50 Prozent aus (Vorjahr:
47 Prozent). Der Umsatz des restlichen Auslands stieg auf 8.059 TEUR (Vorjahr: 6.371
TEUR) und liegt damit um 26 Prozent höher als im Jahr zuvor. Der Anteil des restlichen
Auslands am Gesamtumsatz beträgt somit 50 Prozent (Vorjahr: 53 Prozent). Der Umsatz mit Kunden aus der Contact-Center-Branche erhöhte sich um 32 Prozent auf
10.245 TEUR (Vorjahr: 7.753 TEUR) und macht damit 64 Prozent aus (Vorjahr: 65 Prozent).
Der Umsatz mit anderen Kunden stieg um 37 Prozent auf 5.761 TEUR (Vorjahr: 4.219 TEUR)
und macht somit 36 Prozent aus (Vorjahr: 35 Prozent). Personalaufwand und sonstiger betrieblicher AufwandDer Personalaufwand sank im Berichtsjahr auf 10.568 TEUR (Vorjahr: 12.619 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken aufgrund von Kostensparmaßnahmen um
33 Prozent auf 4.351 TEUR (Vorjahr: 6.513 TEUR). Der Reiseaufwand ist dabei um 11
Prozent auf 402 TEUR (Vorjahr: 454 TEUR) und die Marketingaufwendungen um 21 Prozent
auf 501 TEUR (Vorjahr: 631TEUR) gesunken. Die übrigen Aufwendungen konnten mit 420
TEUR (Vorjahr: 1.165 TEUR) um rund 750 TEUR reduziert werden. Betriebs- und FinanzergebnisDas Betriebsergebnis (EBIT) hat sich im Berichtszeitraum auf 1.051 TEUR (Vorjahr:
-6.994 TEUR) verbessert. Die EBIT-Marge lag im Berichtszeitraum bei +7 Prozent (Vorjahr:
-58 Prozent). Die Zinserträge sanken um 30 Prozent auf 61 TEUR (Vorjahr: 86 TEUR). Der Zinsaufwand
sank ebenfalls um 50 Prozent auf 33 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR). Die starken Wechselkursschwankungen vornehmlich bei US-Dollar und Britischen Pfund
gegenüber dem Euro führten zu einem Währungsgewinn in Höhe von 45 TEUR (Vorjahr: Währungsverlust
119 TEUR). KonzernergebnisIm Geschäftsjahr 2010 beträgt der Konzernüberschuss 1.010 TEUR (Vorjahr Fehlbetrag:
-4.800 TEUR). Das Ergebnis je Aktie beträgt entsprechend 0,45 EUR (Vorjahr: -2,15
EUR), jeweils bezogen auf 2.235.000 Aktien. Finanz- und VermögenslageDie Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2010 war vor allem
durch das positive Konzernergebnis geprägt. Die liquiden Mittel sind zum Ende des Geschäftsjahres durch den positiven operativen
Cashflow auf 5.723 TEUR gestiegen (Vorjahr: 4.512 TEUR). Der Bestand an Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen nahm zum Ende des Geschäftsjahres durch ein erfreuliches
Zahlungsverhalten der Kunden um 16 Prozent auf 4.660 TEUR ab (Vorjahr: 5.532 TEUR).
Die Ertragssteueransprüche haben sich um 84 Prozent auf 66 TEUR reduziert (Vorjahr:
414 TEUR). Die Rechnungsabgrenzungsposten und sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände
haben sich um 45 Prozent auf 294 TEUR verringert (Vorjahr: 531 TEUR). Die immateriellen
Vermögenswerte sind im Berichtsjahr mit 119 TEUR nahezu unverändert geblieben (Vorjahr:
118 TEUR). Die Finanzanlagen belaufen sich auf 150 TEUR. Das Sachanlagevermögen sank
um 17 Prozent auf 315 TEUR (Vorjahr: 378 TEUR). Die aktiven latenten Steuern reduzierten
sich um 2 Prozent auf 4.934 TEUR (Vorjahr: 5.054 TEUR). Die sonstigen langfristigen
Vermögensgegenstände stiegen um 25 Prozent auf 44 TEUR (Vorjahr: 35 TEUR). Die Finanzverbindlichkeiten sind auf 291 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) gestiegen. Gleichzeitig
sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 31 Prozent auf 567
TEUR (Vorjahr: 822 TEUR). Die Rückstellungen sanken um 5 Prozent auf 1.233 TEUR (Vorjahr:
1.300 TEUR). Die Steuerrückstellungen stiegen um 66 Prozent auf 34 TEUR (Vorjahr:
20 TEUR). Der kurzfristige Anteil der Rechnungsabgrenzungsposten und die sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um 35 Prozent auf 2.079 TEUR (Vorjahr: 3.218
TEUR). Die passiven latenten Steuern haben um 64 Prozent auf 45 TEUR abgenommen (Vorjahr: 125 TEUR). Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember der Berichtsperiode 16.305 TEUR (Vorjahr:
16.574 TEUR). Das Eigenkapital liegt nunmehr bei 12.055 TEUR (Vorjahr: 11.080 TEUR),
die Eigenkapitalquote beträgt 74 Prozent (Vorjahr: 67 Prozent). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte in der Berichtsperiode 1.184
TEUR (Vorjahr: -7.326 TEUR) und entspricht einem Anteil von 7 Prozent am Konzernumsatz
(Vorjahr: -61 Prozent). Der Cashflow wurde wesentlich durch die Abnahme von Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen um 872 TEUR und die Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände
um 508 TEUR bestimmt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist aufgrund des Verkaufs von Wertpapieren
auf 744 TEUR gestiegen (Vorjahr: -32 TEUR). 4. Grundzüge des VergütungssystemsDie Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft erhalten neben dem Ersatz der ihnen
bei der Ausübung ihrer Amtstätigkeit erwachsenden Auslagen eine Festvergütung in Höhe
von EUR 5.000. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter
das Eineinhalbfache dieses Betrages. Die Vergütung wird nach Ablauf des jeweiligen
Geschäftshalbjahres gezahlt. Zu dem Auslagenersatz und den Vergütungen werden anfallende Umsatzsteuern erstattet. Die Vorstandsvergütung richtet sich nach branchenüblichen Standards und besteht aus
einem festen Grundgehalt, welches sich bei Erreichen einer vertraglich näher bestimmten
Umsatzschwelle erhöht. Im Einzelfall wurde zusätzlich zum Grundgehalt ein variabler
Bonus bei Erreichen von Profitabilitätszielen vereinbart. Zusätzlich haben die Mitglieder
des Vorstands Anspruch auf die Nutzung eines durch die Gesellschaft geleasten Dienstwagens.
Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zu ihren Kranken- und
Pflegeversicherungskosten. Für die Vorstandsmitglieder besteht über die Gesellschaft
eine private Haftpflichtversicherung, soweit kein eigener Haftpflichtschutz besteht.
Außerdem ist durch die Gesellschaft eine D&O-Versicherung abgeschlossen worden. 5. RisikoberichtGrundzüge des Risikomanagementsystems und des rechnungslegungsbezogenen internen KontrollsystemsFür den InVision-Konzern ist ein ganzheitliches Risikomanagement wesentlicher Bestandteil
der Unternehmensstrategie. Ein unternehmensweites Überwachungssystem sorgt für die
systematische Identifikation sowie die Bewertung von Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit
sowie der möglichen quantitativen Auswirkungen auf den Unternehmenswert. Mit dem Risikomanagement sollen vor allem bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt
werden, um effektive Gegenmaßnahmen zur Abwendung der Risiken einleiten zu können.
Darüber hinaus sollen die möglichen negativen Auswirkungen aller Risiken auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage bei weitgehender Wahrung der korrespondierenden Chancen minimiert
werden. Zu den möglichen Gegenmaßnahmen gehören beispielhaft das Unterlassen von risikobehafteten
Aktivitäten, die Verminderung einzelner Risikopotenziale durch Nutzung von weniger
risikobehafteten Handlungsalternativen, die Diversifikation und Limitierung von einzelnen
Risiken sowie die Übertragung von Risiken auf Vertragspartner oder Versicherungen. Das Risikomanagement wird durch den Vorstand gepflegt. Eine grundsätzliche Überprüfung
aller Risiken findet einmal jährlich statt. Es bestehen einheitliche Regelungen zur
Rechnungslegung in den Unternehmen des Konzerns, deren Einhaltung fortlaufend kontrolliert
wird. Dabei wird auch die Konformität der Abschlüsse mit den jeweils geltenden Regelwerken
gewährleistet. Bei wesentlichen Änderungen und neu auftretenden Risiken erfolgt eine
interne Ad-Hoc-Berichterstattung. Alle risikorelevanten Themen sowie die aktuelle
wirtschaftliche Situation im Vergleich zur Geschäftsplanung werden in regelmäßig stattfindenden
ReviewMeetings besprochen. Sofern notwendig werden dabei einzelne Fachbereiche mit
dem jeweiligen Abteilungsleiter oder externe Spezialisten hinzugezogen. Das Risikomanagement wird in einer konzernweiten Risikomanagement-Richtlinie beschrieben,
festgelegt und jährlich im Rahmen der Jahresabschlussprüfung hinsichtlich Eignung
und Funktionalität geprüft. Wesentliche Risiken der GeschäftstätigkeitRisiken für die geschäftliche Entwicklung der InVision-Gruppe ergeben sich aus den
häufig langwierigen Verkaufsprozessen, die den Vertragsabschlüssen der Gesellschaft
vorangehen und mit einem hohen personellen und zeitlichen Aufwand verbunden sowie
für die potenziellen Kunden unverbindlich und meist vollständig kostenlos sind. Die
in diesen Verkaufsprozessen gebundenen Ressourcen stehen für anderweitige Verkaufsbemühungen
nicht zur Verfügung. Wettbewerber können möglicherweise Vorteile daraus ziehen und
Kundenaufträge zu Lasten der InVision-Gruppe akquirieren. Das Jahresergebnis der InVision-Gruppe hängt regelmäßig von einer geringen Anzahl
von Projekten ab, die in dem jeweiligen Geschäftsjahr durchgeführt werden können.
Es kann daher zu erheblichen Ergebnisschwankungen kommen. Ergebnisschwankungen können
sich insbesondere auch von Berichtsperiode zu Berichtsperiode ergeben, etwa infolge
von Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten. Neben diesen Ergebnisschwankungen
liegt der Schwerpunkt der Umsatzerlöse üblicherweise in den letzten Monaten des Geschäftsjahres.
Die Finanzangaben der InVision-Gruppe in den Jahres- und Zwischenberichten sind wegen
des zyklischen Geschäftsverlaufs von eingeschränkter Aussagekraft. Der wirtschaftliche Erfolg von InVision ist vor allem von dem Abschluss neuer Lizenzverträge
oder der Erweiterung bestehender Lizenzverträge mit Bestands-oder Neukunden abhängig.
Eine unzureichende Zahl abgeschlossener Lizenzverträge kann nicht durch Erträge aus
Wartungsverträgen oder aus Dienstleistungen kompensiert werden. InVision ist nur bedingt
in der Lage, ihre Kosten einer fehlenden Nachfrage kurzfristig anzupassen. InVision ist auf gut eingespielte und geschulte Teams von Vertriebsmitarbeitern und
hoch qualifizierte Mitarbeiter aus dem Bereich Professional Services angewiesen, die
den Vertrieb bei seinen Verkaufsbemühungen in technischen Fragen in erheblichem Maß
unterstützen. Der Erfolg von InVision wird auch in Zukunft davon abhängen, hochqualifizierte
Mitarbeiter für diese Bereiche zu finden und dauerhaft an sich zu binden. Gerade in
wirtschaftlichen Wachstumsperioden herrscht um Mitarbeiter mit wissenschaftlichem,
technischem oder branchenspezifischem Fachwissen ein intensiver Wettbewerb. Dadurch
ist es möglich, dass eine Anwerbung neuer Mitarbeiter über den Arbeitsmarkt nicht
unverzüglich erfolgen und zusätzliche Kosten verursachen kann. Der Verlust von qualifizierten
Mitarbeitern oder anhaltende Schwierigkeiten bei der Einstellung geeigneter Mitarbeiter
könnten dazu führen, dass es InVision nicht gelingt, wichtige Entscheidungen und Maßnahmen
erfolgreich umzusetzen, was ihre Geschäftstätigkeit beeinträchtigen würde und sich
auch erheblich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
auswirken könnte. Die Entwicklung neuer und die Verbesserung existierender Software und Dienstleistungen
erfordern ebenso wie das laufende Geschäft insgesamt, einen umfassenden Ressourceneinsatz.
Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass sie aufgrund der vorhandenen liquiden Mittel
unter Berücksichtigung der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung über eine
hierzu ausreichende Eigenmittelausstattung verfügt. Es kann aber nicht ausgeschlossen
werden, dass die Gesellschaft sich möglicherweise auch zusätzliche Mittel über öffentliche
oder private Finanzierungsformen, einschließlich Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung,
oder anderen Vereinbarungen erschließen wird, insbesondere wenn negative Abweichungen
von der Liquiditätsplanung auftreten. Jede zusätzliche Eigenkapitalbeschaffung kann
einen Verwässerungseffekt für die Aktionäre zur Folge haben. Eine Fremdkapitalfinanzierung
kann die Gesellschaft Beschränkungen hinsichtlich der Dividendenausschüttung oder
sonstigen Einschränkungen unterwerfen und das Risiko der Geschäftstätigkeit negativ
beeinflussen. Auch kann es sein, dass adäquate Mittel, sei es durch Beschaffung über
die Finanzmärkte oder von anderen Quellen, nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen,
oder wenn verfügbar, zu nicht akzeptablen Bedingungen. Dies könnte zu nachteiligen
Auswirkungen auf die allgemeine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
und der InVision-Gruppe insgesamt führen. 6. NachtragsberichtNach dem Geschäftsjahresende gab es keine besonderen Ereignisse, die von wesentlicher
Bedeutung für den Jahresabschluss sind. 7. Prognosebericht & ChancenVoraussichtliche weltwirtschaftliche EntwicklungNach der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom 25. Januar 2011 wird
im laufenden Jahr die Weltwirtschaft um 4,4 Prozent wachsen (Vorjahr: 5,0 Prozent). Während in den USA 2011 die Wirtschaftsleistung um 3,0 Prozent steigen soll (Vorjahr:
2,8 Prozent), geht der IWF in der Eurozone für 2011 von einem Wachstum von 1,5 Prozent
nach 1,8 Prozent 2010 aus. Die Wirtschaftsleistung soll in Deutschland um 2,2 Prozent
steigen (2010: 3,6 Prozent). Voraussichtliche Entwicklung von InVisionSeit Jahresanfang 2010 ist eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach Lösungen zur
Kostenreduzierung und Verbesserung der Produktivität spürbar, da diese Themen im aktuellen
Fokus der Geschäftskunden sind. Die InVision-Gruppe kann mit Lösungen zur Optimierung
des Personaleinsatzes erhebliche Kosteneinsparungen nachweisen und damit Absatzpotenziale
nutzen. Der Markt für Workforce-Management-Systeme bietet für die InVision-Gruppe
somit auch auf lange Sicht ein Wachstumspotenzial. InVision rechnet daher im Zeitraum 2011 bis 2012 insgesamt mit einem Umsatzwachstum
sowie jeweils einem positiven Ergebnis.
Ratingen, den 21. März 2011 scroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die InVision Software Aktiengesellschaft Wir haben den von der InVision Software AG aufgestellten IFRS Konzernabschluss - bestehend
aus Konzernbilanz, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,
Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang sowie den Konzernlagebericht - für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung
von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden
sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften liegt in
der Verantwortung des Vorstandes der InVision Software AG. Unsere Aufgabe ist es,
auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den IFRS
Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den IFRS Konzernabschluss unter
Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht
vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken,
mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen
werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und
rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im IFRS Konzernabschluss und Konzernlagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung
der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung
des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze
und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des IFRS Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes. Wir
sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der IFRS Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser
Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit
dem IFRS Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
Düsseldorf, den 22. März 2011 Verhülsdonk & Partner GmbH scroll
Finanzkalenderscroll
Investor Relations InVision Software AG Tel.: +49 (2102) 728-444 InVision |
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