![]() Jenoptik AGJenaZwischenbericht des Jenoptik-Konzerns Januar bis März 2016(UNGEPRÜFT)Auf einen Blick - Jenoptik-Konzernscroll
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Es wird darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Zwischenbericht Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Die Monate Januar bis März 2016 im Überblick
KONZERNLAGEBERICHT1 Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit![]() Der Jenoptik-Konzern ist aktiv in den drei Segmenten
Jenoptik ist ein international agierender integrierter Photonik-Konzern und Lieferant
von hochwertigen und innovativen Investitionsgütern. Damit ist der Konzern vorrangig
Partner von Industrieunternehmen. In den Segmenten Mobility sowie Defense & Civil
Systems liefern wir zudem an öffentliche Auftraggeber, zum Teil indirekt über Systemintegratoren. Unser Angebot umfasst OEM- bzw. Standardkomponenten, Module und Subsysteme bis hin
zu komplexen Systemen und Produktionsanlagen. Das Leistungsspektrum schließt auch
umfassende Gesamtlösungen bzw. Betreibermodelle ein. Dazu gehören die Integration
von Systemen und Anlagen und deren entsprechende Vernetzung sowie Projektmanagement,
Datenverarbeitung und Service. Zu den Schlüsselmärkten zählen vor allem Halbleiterausrüstung, Medizintechnik, Automotive
und Maschinenbau, Verkehr, Luftfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik. Seit dem 1. Januar 2016 haben wir uns mit einer neuen Organisationsstruktur konsequenter
an den Markterfordernissen ausgerichtet und sind damit noch näher an unseren Kunden
positioniert. Die Geschäftsaktivitäten wurden neu geordnet und so stärker auf Wachstumsmärkte
wie zum Beispiel Medizintechnik, Automotive und Halbleiterausrüstung fokussiert. 1.2 Ziele und StrategienFür das nachhaltig profitable Wachstum haben wir den Jenoptik-Konzern in unseren strategischen
Kernfeldern Internationalisierung, Innovation und operative Exzellenz konsequent weiterentwickelt.
Wir etablieren uns als strategischer Systempartner internationaler Kunden und gestalten
mit ihnen gemeinsam zukunftsweisende Lösungen. Um unsere Wachstumsstrategie umzusetzen,
Unser organisches Wachstum wollen wir durch Akquisitionen ergänzen. Für zusätzliche Informationen zur strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns
verweisen wir auf den im März 2016 veröffentlichten Geschäftsbericht 2015 mit den
umfassenden Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien" ab Seite 65. 1.3 Entwicklung des Kapitalmarktes und der Jenoptik-AktieAm weltweiten Kapitalmarkt herrschte in den ersten Monaten des Jahres 2016 viel Nervosität.
Neben den andauernden geopolitischen Konflikten - der europäischen Flüchtlingskrise,
jüngsten terroristischen Anschlägen auf europäischem Boden und der Brexit-Debatte
- waren enttäuschende Daten der deutschen Industrie, eine schleppende Nachfrage aus
der Euro-Zone und die schwächelnde Konjunktur in den Schwellenländern Gründe für die
Börsenturbulenzen. Um das Wachstum in der Euro-Zone anzukurbeln, senkte die Europäische
Zentralbank (EZB) den Leitzins im März erstmals auf null Prozent und erhöhte zugleich
das Volumen des Anleihekaufprogramms auf 80 Mrd Euro pro Monat. Der deutsche Leitindex Dax startete mit dem Höchstwert von 10.283 Punkten am 4. Januar
2016. Zum Handelsschluss am 31. März 2016 notierte er bei 9.965 Punkten und beendete
nach volatilem Verlauf das 1. Quartal mit einem Verlust von 3,1 Prozent. Der TecDax
verlor im Berichtszeitraum 9,4 Prozent an Wert und schloss nach einem Start bei 1.794
Zählern am 31. März 2016 mit 1.626 Punkten. Die Jenoptik-Aktie zeigte bis Ende März ebenfalls eine sehr volatile Entwicklung.
Der Kurs der Aktie fiel seit Jahresbeginn vom höchsten Xetra-Schlusskurs von 14,59
Euro am 4. Januar 2016 auf seinen niedrigsten Stand von 11,14 Euro am 11. Februar
2016. Danach kletterte der Aktienkurs wieder auf 14,05 Euro am 31. März 2016. Die
Jenoptik-Aktie schloss am 29. April 2016 bei 13,66 Euro, was einem Minus von rund
6,4 Prozent im laufenden Jahr entspricht. Im 1. Quartal 2016 reduzierte Oddo Asset Management seine bestehende Beteiligung an
Jenoptik von 3,02 Prozent auf 2,97 Prozent. Templeton Investment hat seine Anteile
an der JENOPTIK AG von vorher 5,09 Prozent auf 4,69 Prozent verringert. Im TecDax
nahm Jenoptik zum 31. März 2016 bei der Marktkapitalisierung auf Basis des Freefloats
(89,0 Prozent) Platz 19 (i.Vj. Platz 18), beim Börsenumsatz unverändert Rang 22 ein. Insgesamt berichteten 16 Research-Institute bzw. Banken in den ersten drei Monaten
2016 regelmäßig über Jenoptik. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung empfahlen neun
Analysten, die Aktie zu kaufen, und sieben rieten zum Halten der Anteilsscheine. Das
durchschnittliche Kursziel aller Analysten belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 14,74
Euro. ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis der Aktionäre dividiert durch den gewichteten
Durchschnitt ausstehender Aktien. KENNZAHLEN ZUR JENOPTIK-AKTIEscroll
1.4 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Jenoptik-BranchenDie Weltwirtschaft entwickelte sich nach Angaben des Internationalen Währungsfonds
(IWF) im 1. Quartal 2016 mit einer nachlassenden Dynamik. Das lag unter anderem an
einer allgemeinen Handels- und Investitionszurückhaltung, sinkenden Rohstoffpreisen
und der weiteren Abschwächung des Wachstums in China, dessen Bruttoinlandsprodukt
sich in den ersten drei Monaten 2016 im Vergleich zum Vorjahresquartal nur um 6,7
Prozent erhöhte. Entgegen den Erwartungen stiegen im März die chinesischen Exporte,
Anlageinvestitionen und die Industrieproduktion wieder, was als Zeichen der Stabilisierung
gewertet wurde. Die US-Wirtschaft ist im 1. Quartal auf das Jahr gerechnet nur um 0,5 Prozent gewachsen.
Das war die schwächste Wachstumsrate seit zwei Jahren. Als Gründe nannte das Handelsministerium
geringere Ausgaben im Privatkonsum und einen Rückgang der Unternehmensinvestitionen. In der deutschen Wirtschaft hat sich der ifo-Geschäftsklimaindex zum Ende des 1. Quartals
wieder verbessert, nachdem er mehrere Monate in Folge zum Teil deutlich gesunken war.
Sowohl die aktuelle Lage als auch die Aussichten bewerteten die Unternehmer wieder
positiver. Für die Halbleiterausrüstungsindustrie veröffentlichte der Fachverband Semiconductor
Equipment and Materials International (SEMI) im März 2016 die finalen Ergebnisse für
2015. Die weltweiten Umsätze der Ausrüster gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent
auf 36,5 Mrd US-Dollar zurück. Auch die Umsätze der Halbleiterindustrie waren rückläufig,
insbesondere in Nordamerika und Europa, so der IT-Analyst Gartner in seinem Bericht
vom April 2016: Infolge einer schwächeren Nachfrage nach elektronischen Endgeräten,
erhöhten Lagerbeständen und einem starken US-Dollar fielen die Umsätze 2015 um 2,3
Prozent auf 334,8 Mrd US-Dollar. Dieser Trend setzte sich auch im 1. Quartal fort.
Die Halbleiterindustrie und die verbundene Wertschöpfungskette befinden sich derzeit
in einer Konsolidierungsphase, was sich in einer hohen Anzahl von Übernahmen widerspiegelt. Dank eines starken Wachstums im März stieg der Auftragseingang der deutschen Maschinenbauer
im 1. Quartal insgesamt um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, so der Branchenverband
VDMA. Während die Inlandsorders von Januar bis März stagnierten, legten die Auslandsbestellungen
um 7 Prozent zu. Nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ist das 1. Quartal 2016 für
die drei großen Automobilmärkte China, USA und Westeuropa gut verlaufen. Begünstigt
wurde diese Entwicklung vom niedrigen Zinsniveau, einem hohen Ersatzbedarf (vor allem
in Südeuropa) sowie Steuererleichterungen in China. Dagegen blieben die Neuzulassungen
in Russland, Brasilien und Japan deutlich unter den Vorjahreswerten. Erstmals seit 2011 sind die weltweiten Ausgaben für Sicherheits- und Wehrtechnik 2015
wieder angestiegen: laut dem schwedischem Friedensforschungsinstitut SIPRI um 1 Prozent
auf insgesamt rund 1,68 Billionen US-Dollar. Aufgrund der Krisen in Osteuropa und
im Nahen Osten erhöhten vor allem Staaten in diesen Regionen ihre Militärausgaben,
während die Investitionen in Nordamerika, Westeuropa und Lateinamerika zurückgingen.
Die USA hatten dennoch das weltweit größte Militärbudget, gefolgt von China und Saudi-Arabien. Für die anderen Branchen wurden bis zur Abschlusserstellung keine wesentlichen neuen
Berichte veröffentlicht. Wir verweisen deshalb auf die Angaben im Geschäftsbericht
2015 auf den Seiten 85 ff. 2 Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIn den Tabellen des Lageberichts, die wichtige Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern,
sind in der Position "Sonstige" das Corporate Center, das Shared Service Center, die
Immobilien sowie Konsolidierungseffekte enthalten. 2.1 ErtragslageUmsatzentwicklung. Jenoptik startete gut ins Jahr 2016 und erzielte in den ersten drei Monaten mit einem
Umsatz von 158,2 Mio Euro (i.Vj. 145,8 Mio Euro) im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum
von 8,5 Prozent. Zugelegt haben alle drei Segmente, insbesondere das Segment Defense
& Civil Systems sowie die Bereiche Optische Systeme und Laseranlagen. Der Anteil des Auslandsumsatzes konnte auf 65,3 Prozent (i.Vj. 64,3 Prozent) gesteigert
werden. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2015 stieg der Umsatz in Europa (ohne
Deutschland) deutlich um rund 11 Prozent auf 48,3 Euro (i.Vj. 43,5 Mio Euro). Zuwächse
erzielte Jenoptik auch in Deutschland sowie in der Region Asien/Pazifik. Die Umsatzkosten stiegen um 10,6 Prozent auf 105,7 Mio Euro (i.Vj. 95,6 Mio Euro).
Beeinflusst wurden sie unter anderem durch den veränderten Produktmix, mit einem höheren
Anteil des Segments Defense & Civil Systems. Im Ergebnis verringerte sich die Bruttomarge
auf 33,1 Prozent (i.Vj. 34,4 Prozent). Eine wesentliche Bedeutung für die künftige Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des
Konzerns haben die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F+E), die auch im 1. Quartal
2016 auf einem hohen Niveau blieben. Die F+E-Gesamtleistung betrug 14,2 Mio Euro nach
13,4 Mio Euro im Vorjahreszeitraum, das entspricht 9,0 Prozent des Umsatzes (i.Vj.
9,2 Prozent). Die Kennzahl enthält die F+E-Kosten, die Entwicklungskosten im Kundenauftrag
sowie die Amortisation aus den im Anlagevermögen aktivierten Entwicklungsleistungen.
Die in den Umsatzkosten enthaltenen Entwicklungskosten im Kundenauftrag erhöhten sich
im Berichtszeitraum auf 3,7 Mio Euro (i.Vj. 2,4 Mio Euro), die F+E-Kosten betrugen
10,6 Mio Euro (i.Vj. 11,2 Mio Euro). Die Vertriebskosten reduzierten sich im 1. Quartal 2016 auf 18,4 Mio Euro (i.Vj. 19,3
Mio Euro). Die Vertriebskostenquote lag infolge des stärkeren Umsatzanstiegs mit 11,6
Prozent unter dem Vorjahreswert von 13,2 Prozent. Die Verwaltungskosten blieben mit
13,0 Mio Euro nahezu auf Vorjahresniveau (i.Vj. 13,3 Mio Euro). Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der Saldo aus beiden Positionen
lag bei minus 0,7 Mio Euro (i.Vj. 2,3 Mio Euro). Der Vorjahressaldo war vor allem
von positiven Währungseffekten geprägt. UMSATZscroll
Ergebnisentwicklung. In den ersten drei Monaten 2016 steigerte der Konzern das EBITDA um 5,2 Prozent auf
16,7 Mio Euro nach 15,8 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBIT stieg überproportional um 11,7 Prozent auf 9,8 Mio Euro (i.Vj. 8,7 Mio Euro)
- im Wesentlichen infolge des gestiegenen Bruttoergebnisses sowie gesunkener Funktionskosten.
Die EBIT-Marge konnte von 6,0 Prozent auf 6,2 Prozent gesteigert werden. Das Finanzergebnis im 1. Quartal 2016 lag mit minus 2,1 Mio Euro unter dem Vorjahreswert
(i.Vj. 1,1 Mio Euro), der vor allem durch Währungskursgewinne aus der Bewertung von
Finanzanlagen positiv beeinflusst war. Trotz gesunkener Zinsaufwendungen im Berichtszeitraum
erzielte der Konzern aufgrund der nicht mehr gegebenen Währungseffekte mit 7,7 Mio
Euro (i.Vj. 9,8 Mio Euro) ein niedrigeres Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr. Die
Steuern vom Einkommen und Ertrag beliefen sich auf 1,2 Mio Euro (i.Vj. 1,6 Mio Euro),
was einer liquiditätswirksamen Steuerquote von 15,7 Prozent (i.Vj. 16,0 Prozent) entspricht.
Das Ergebnis nach Steuern betrug 6,5 Mio Euro nach 8,3 Mio Euro im Vorjahr. EBITscroll
Auftragslage. Mit 158,4 Mio Euro lag der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns in den ersten drei
Monaten 2016 um 5,0 Prozent unter dem Vorjahreswert (i.Vj. 166,8 Mio Euro). Die Book-to-Bill-Rate,
das heißt das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, erreichte 1,00 (i.Vj. 1,14).
Im Vorjahr war der Auftragseingang insbesondere durch einen Großauftrag im Bereich
der Energiesysteme des Segments Defense & Civil Systems beeinflusst Dementsprechend
blieb der Auftragseingang in diesem Segment sowie im Segment Mobility unter dem Vorjahr
zurück. Das Segment Optics & Life Science verzeichnete hingegen einen deutlichen Anstieg. Der geringere Auftragseingang führte insgesamt zu einer Abnahme des Konzern-Auftragsbestands.
Dieser lag mit 368,5 Mio Euro um 1,3 Prozent leicht unter dem Vergleichswert (31.12.2015:
373,4 Mio Euro). Vom Auftragsbestand werden 66,1 Prozent noch in diesem Geschäftsjahr
zu Umsatz führen und das geplante Wachstum in den Folgequartalen unterstützen. Darüber
hinaus bestehen Kontrakte in Höhe von 19,0 Mio Euro, die nicht im Auftragsbestand
2016 enthalten sind. Dabei handelt es sich um längerfristige Rahmenverträge mit flexiblen
Konditionen. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Segmente finden Sie im Segmentbericht
ab Seite 10. AUFTRAGSEINGANGscroll
AUFTRAGSBESTANDscroll
ENTWICKLUNGSLEISTUNGscroll
Mitarbeiter & Management. Die Zahl der Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns reduzierte sich zum 31. März 2016
auf 3.492 (31.12.2015: 3.512 Mitarbeiter / 31.3.2015: 3.570 Mitarbeiter). Die Zahl
der Mitarbeiter im Ausland erhöhte sich im Zuge des internationalen Geschäftsausbaus
leicht. Ende März 2016 waren 638 Mitarbeiter an den ausländischen Standorten beschäftigt
(31.12.2015: 629 Mitarbeiter/ 31.3.2015: 629 Mitarbeiter). Zum 31. März 2016 hatte Jenoptik insgesamt 104 Auszubildende (31.12.2015: 125 Auszubildende).
In Deutschland waren konzernweit 111 Leiharbeiter beschäftigt (31.12. 2015: 101 Leiharbeiter). MITARBEITER (INKL. AUSZUBILDENDE)scroll
2.2 Finanz- und VermögenslageMit einer soliden Eigenkapitalquote, den Schuldscheindarlehen sowie dem Konsortialkredit
verfügt der Konzern über eine tragfähige Finanzierungsstruktur für das organische
Wachstum und potenzielle Akquisitionen. Im Vergleich zum Jahresende 2015 verbesserte sich zum 31. März 2016 der Verschuldungsgrad,
das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, von 0,77 auf 0,75, was insbesondere
auf das gestiegene Eigenkapital zurückzuführen ist. Nach einer signifikanten Reduzierung der Nettoverschuldung auf 43,9 Mio Euro zum 31.
Dezember 2015 konnte diese aufgrund des guten Free Cashflows zum 31. März 2016 um
mehr als 10 Mio Euro auf 33,4 Mio Euro weiter gesenkt werden. Investitionen. Im 1. Quartal 2016 wandte der Konzern 5,5 Mio Euro für Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte auf (i.Vj. 5,9 Mio Euro). Mit 5,1 Mio Euro floss der größte Teil der
Mittel in die Sachanlagen (i.Vj. 5,2 Mio Euro), unter anderem in die technische Neuausstattung
und Kapazitätserweiterung im Fertigungsbereich. Die Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte blieben in den ersten drei Monaten mit 0,4 Mio Euro unter dem Wert
der Vorjahresperiode (i.Vj. 0,7 Mio Euro). Die regelmäßigen Abschreibungen betrugen
6,9 Mio Euro (i.Vj. 7,1 Mio Euro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde vor allem durch geringere Auszahlungen
für das Working Capital positiv beeinflusst. Zum 31. März 2016 verbesserte er sich
mit 15,4 Mio Euro deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von minus 0,8 Mio Euro. Insbesondere Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen beeinflussten den Cashflow
aus Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr positiv. Im 1. Quartal 2016 betrug
der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit 3,9 Mio Euro (i.Vj. 6,1 Mio Euro). Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Ertragsteuern
abzüglich der Zahlungen für operative Investitionstätigkeiten) wurde im Berichtszeitraum
vor allem durch den oben erläuterten geringeren Aufbau von Working Capital beeinflusst.
Er lag mit 12,0 Mio Euro deutlich über dem Vorjahreswert von minus 3,3 Mio Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug minus 1,3 Mio Euro (i.Vj. minus 15,8
Mio Euro). Er wurde im Vorjahr maßgeblich durch die Veränderungen in der Konzernfinanzierung
geprägt, vor allem infolge der Auszahlung an den letzten stillen Immobilieninvestor. Mit 766,3 Mio Euro lag die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns zum 31. März 2016 leicht
unter dem Wert zum Jahresende 2015 (31.12.2015: 769,2 Mio Euro). Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen führte
zu einer Abnahme der langfristigen Vermögenswerte auf 372,8 Mio Euro (31.12.2015:
382,8 Mio Euro). Die Zunahme der Vorräte sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente führte
im Vergleich zum Jahresende 2015 zu einer Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte
auf 393,5 Mio Euro (31.12.2015: 386,3 Mio Euro). Die Vorräte legten auf 173,6 Mio
Euro (31.12.2015: 167,1 Mio Euro) zu, da auftragsbedingt Vorleistungen für künftige
Umsätze erbracht wurden. Der Anstieg der Zahlungsmittel auf 93,7 Mio Euro (31.12.2015:
83,8 Mio Euro) resultierte aus dem guten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit,
der in den ersten drei Monaten erzielt wurde. Die Forderungen dagegen lagen unter
anderem aufgrund größerer Zahlungseingänge mit 125,7 Mio Euro unter dem Wert vom Jahresende
2015 (31.12.2015: 135,0 Mio Euro). Beeinflusst durch die gestiegenen Vorräte und gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie Forderungen erhöhte sich das Working Capital zum Ende des 1.
Quartals 2016 leicht auf 218,0 Mio Euro im Vergleich zum Jahresende 2015 (31.12.2015:
215,5 Mio Euro), lag aber unter dem Wert der Vorjahresperiode (31.3.2015: 237,3 Mio
Euro). Der Anstieg fiel jedoch geringer als das Umsatzwachstum aus. Die Working-Capital-Quote,
das Verhältnis von Working Capital zu Umsatz auf Basis der letzten zwölf Monate, sank
mit 32,0 Prozent unter den Vergleichswert vom Jahresende 2015 (31.12.2015: 32,2 Prozent)
und den Wert der Vorjahresperiode (31.3.2015: 35,2 Prozent). Das Ende März ausgewiesene Ergebnis nach Steuern gemindert um Währungskurseffekte
aus der Umrechnung konsolidierter Abschlüsse führte zu einem Anstieg des Eigenkapitals
auf 438,2 Mio Euro (31.12.2015: 435,1 Mio Euro). Die Eigenkapitalquote verbesserte
sich damit auf 57,2 Prozent (31.12.2015: 56,6 Prozent). Im Vergleich zu Ende Dezember 2015 bleiben die langfristigen Schulden mit 170,3 Mio
Euro nahezu unverändert (31.12.2015: 169,5 Mio Euro). Auch bei den darin enthaltenen
Positionen, wie beispielsweise langfristige Finanzverbindlichkeiten und Pensionsverpflichtungen,
gab es keine größeren Veränderungen. Wesentlicher Bestandteil der langfristigen Schulden
sind die 2011 bzw. 2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von
125 Mio Euro und einer ursprünglichen Laufzeit von fünf beziehungsweise sieben Jahren. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich im Vergleich zum Jahresende 2015 auf
157,8 Mio Euro (31.12.2015: 164,5 Mio Euro), unter anderem aufgrund der gesunkenen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den übrigen Positionen gab es
insgesamt nur geringe Veränderungen. Unternehmenskäufe und -verkäufe. Im 1. Quartal 2016 gab es keine Unternehmenskäufe
und -verkäufe. Bei den nicht bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten verweisen wir auf
die Angaben im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 98 und die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten
auf Seite 186. 3 Segmentbericht3.1 Segment Optics & Life ScienceDas Segment Optics & Life Science verzeichnete in den ersten drei Monaten 2016 einen
soliden Start in das neue Geschäftsjahr. Mit 52,2 Mio Euro lag der Umsatz im Segment
1,7 Prozent über dem Vorjahr (i.Vj. 51,3 Mio Euro). Ein leicht besseres Geschäft mit
Lösungen für die Informations- und Kommunikationsbranche sowie neue Produkte für die
Halbleiterausrüsterindustrie waren wesentliche Treiber dieser Entwicklung. Der Absatz
von Lasersystemen sowie optoelektronischen Modulen für die Medizintechnik hat sich
zu Jahresbeginn hingegen unterdurchschnittlich entwickelt. Das Segment steuerte insgesamt
33,0 Prozent zum Konzernumsatz bei (i.Vj. 35,2 Prozent). Während die Umsätze in Deutschland
von 11,9 Mio Euro auf 10,2 Mio Euro zurückgingen, entwickelten sich die übrigen europäischen
Länder besser. Die Erlöse in Europa (ohne Deutschland) legten auf 18,1 Mio Euro zu
(i.Vj. 14,9 Mio Euro). Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik konnten ebenfalls gesteigert
werden. Das Geschäft in Amerika hingegen verzeichnete einen Umsatzrückgang. Das EBITDA lag mit 7,2 Mio Euro nahezu auf Vorjahresniveau (i.Vj. 7,3 Mio Euro). Das
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) erreichte mit 5,2 Mio Euro ebenfalls das
Niveau des Vorjahreszeitraums (i.Vj. 5,2 Mio Euro). Die EBIT-Marge belief sich auf
10,0 Prozent (i.Vj. 10,2 Prozent). Der Auftragseingang des Segments lag mit 59,1 Mio Euro um 20,3 Prozent über dem Vorjahreswert
(i.Vj. 49,1 Mio Euro) sowie um 6,9 Mio Euro über dem Umsatz in der Berichtsperiode.
Im Verhältnis zum Umsatz ergibt sich daraus eine Book-to-Bill-Rate von 1,13 (i.Vj.
0,96). Die erfreuliche Entwicklung im Auftragseingang ging zu einem überwiegenden
Teil von der Sparte Healthcare & Industry aus. Der Auftragsbestand im Segment stieg im Vergleich zum Vorjahresende und betrug Ende
März 2016 75,7 Mio Euro (31.12.2015: 73,7 Mio Euro). Die Mitarbeiterzahl blieb in den ersten drei Monaten 2016 mit 1.132 Mitarbeitern leicht
unter dem Niveau von Ende 2015 (31.12.2015: 1.144 Mitarbeiter). DAS SEGMENT OPTICS & LIFE SCIENCE AUF EINEN BLICKscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 3.2 Segment MobilityDie noch zu Jahresbeginn vorherrschende Investitionszurückhaltung im Zusammenhang
mit einer sich leicht abkühlenden Konjunktur führten im Berichtsquartal zu einem gebremsten
Wachstum im Segment Mobility. Der Segmentumsatz in den ersten drei Monaten 2016 lag mit 52,1 Mio Euro leicht über
dem Vorjahresniveau (i.Vj. 51,7 Mio Euro). Positiv entwickelte sich die Sparte Automotive.
Die Umsätze in Europa (inklusive Deutschland) fielen 7,4 Prozent niedriger aus. Die
Erlöse in Amerika nahmen hingegen um 7,2 Prozent zu. Im asiatisch-pazifischen Raum
stieg der Segmentumsatz sogar um 37,8 Prozent. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz
reduzierte sich von 35,5 Prozent im Vorjahr auf 33,0 Prozent. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) konnte im Berichtszeitraum
um 3,9 Prozent auf 4,4 Mio Euro gesteigert werden (i.Vj. 4,2 Mio Euro). Das EBIT des
Segments verbesserte sich sogar um 7,9 Prozent auf 2,3 Mio Euro (i.Vj. 2,1 Mio Euro).
Diese Entwicklung ist vor allem auf niedrigere Funktionskosten zurückzuführen. Die EBIT-Marge lag dementsprechend mit 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 4,1
Prozent. Der Auftragseingang im Segment Mobility lag mit 64,8 Mio Euro über dem Umsatz der
Berichtsperiode (i.Vj. 68,6 Mio Euro). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist vorrangig
in der Verkehrssicherheit begründet, jedoch befinden sich einige größere Projekte
derzeit noch in der Ausschreibungsphase. Hier wird im weiteren Jahresverlauf mit einer
Auftragsvergabe gerechnet. Die Book-to-Bill-Rate, das Verhältnis von Auftragseingang zum realisierten Umsatz,
erreichte in den ersten drei Monaten 2016 mit 1,24 ein gutes Niveau (i.Vj. 1,33).
Der Auftragsbestand des Segments lag mit 104,6 Mio Euro 12,9 Prozent über dem Wert
vom Jahresende 2015 (31.12. 2015: 92,7 Mio Euro). Zum 31. März 2016 waren im Segment 1.200 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2015: 1.207
Mitarbeiter). DAS SEGMENT MOBILITY AUF EINEN BLICKscroll
3.3 Segment Defense & Civil SystemsDer Umsatz des Segments Defense & Civil Systems konnte wie geplant in den ersten drei
Monaten mit 54,4 Mio Euro um 27,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden
(i.Vj. 42,7 Mio Euro). Zurückzuführen ist diese Entwicklung überwiegend auf einen
guten Jahresstart im Bereich der Energie- und Sensorsysteme. Der Anteil des Segments
am Konzernumsatz erhöhte sich auf 34,4 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal (i.Vj.
29,3 Prozent). In allen Berichtsregionen konnte ein Wachstum erzielt werden. In Deutschland
- dem größten Absatzmarkt im Segment - stieg der Umsatz infolge des guten Geschäfts
mit inländischen Systemhäusern auf 31,4 Mio Euro (i.Vj. 27,6 Mio Euro). Das Segment erwirtschaftete im 1. Quartal 2016 ein EBITDA von 4,3 Mio Euro (i.Vj.
2,0 Mio Euro). Das EBIT verbesserte sich von 0,8 Mio Euro im Vorjahr deutlich auf
aktuell 3,2 Mio Euro. Hauptursachen hierfür waren zum einen die gute Umsatzentwicklung
und zum anderen ein margenstarker Produktmix. Der Auftragseingang reduzierte sich im Berichtszeitraum um 25,8 Prozent auf 37,6 Mio
Euro (i.Vj. 50,7 Mio Euro). Im Vorjahr war hier ein Großauftrag über die Lieferung
mobiler Stromerzeuger-Aggregate für das Flugabwehrraketensystem Patriot an das US-amerikanische
Unternehmen Raytheon enthalten. Die Book-to-Bill-Rate des Segments betrug 0,69 nach
1,19 im Vorjahr. Der Auftragsbestand des Segments sank um insgesamt 17,0 Mio Euro auf 192,7 Mio Euro
(31.12.2015: 209,7 Mio Euro), was im Wesentlichen auf die Abarbeitung langfristiger
Großprojekte zurückzuführen ist. Zum 31. März 2016 waren im Segment 879 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2015: 881 Mitarbeiter). DAS SEGMENT DEFENSE & CIVIL SYSTEMS AUF EINEN BLICKscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 4 NachtragsberichtEs gab keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. März
2016. 5 Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen der Berichterstattung zum Risikobericht verweisen wir auf die Ende März
2016 veröffentlichten Angaben im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 110 bis 121. Wesentliche Änderungen dort beschriebener Risiken sind im Verlauf der ersten drei
Monate 2016 bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts nicht eingetreten. 6 Prognosebericht6.1 Ausblick auf Gesamtwirtschaft und BranchenDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat zum vierten Mal in Folge seine globale
Wachstumsprognose gesenkt (siehe Tabelle) und rechnet 2016 mit einem Wachstum der
Weltwirtschaft um 3,2 Prozent (vorher: 3,4). Die Risiken sind deutlich gewachsen.
Dazu zählt der IWF die Entwicklung in China (auch wenn der IWF diese wieder etwas
zuversichtlicher bewertet), eine verbreitete Investitionszurückhaltung, niedrige Öl-
und Rohstoffpreise und die Schwankungen bei Wechselkursen. Hinzu kommen geopolitische
Unsicherheiten: Insbesondere der mögliche britische Austritt aus der EU könne zu erheblichen
regionalen und weltweiten Verwerfungen führen. Weitere Risiken sind die Terrorismusgefahr
und die Flüchtlingskrise. Für die USA rechnet der IWF mit einem stabilen Wachstum
des Bruttoinlandsproduktes von 2,4 Prozent, für die Euro-Zone und Deutschland mit
moderaten 1,5 Prozent. Den Prognosen des Fachverbands SEMI zufolge wird 2016 den Halbleiterausrüstern höchstens
eine Stagnation der Umsätze bringen. Eine Rückkehr zum Wachstum, dann mit einer zweistelligen
Rate, erwartet der Verband erst 2017. Die Halbleiterindustrie wird im laufenden Jahr
nach Schätzungen des IT-Analysten Gartner vom April 2016 weltweit etwa 333 Mrd US-Dollar
Umsatz erzielen und damit 0,6 Prozent weniger als 2015. Es fehle an einem neuen Wachstumstreiber,
so Gartner. Laut einer Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) planen
knapp 60 Prozent der deutschen Maschinenbauer, in den nächsten drei Jahren in den
USA zu investieren, rund die Hälfte will Produktions- und Montagekapazitäten auf-
oder ausbauen. Der VDA hat seine Prognose für den chinesischen Automobilmarkt erhöht und rechnet
mit einem Plus von 6 Prozent. Das werde sich auch positiv auf den Weltmarkt auswirken,
der 2016 erstmals die 80-Millionen-Marke erreichen könnte. Auch der westeuropäische
Nutzfahrzeugmarkt soll laut VDA 2016 weiter wachsen. Für die anderen Branchen wurden keine wesentlich neuen Prognosen veröffentlicht. Wir
verweisen deshalb auf die Angaben im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 122 ff. WACHSTUMSPROGNOSE FÜR DAS BRUTTOINLANDSPRODUKTscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, April 2016 6.2 Langfristige Prognosen und ZieleFür den mittel- bis langfristigen Ausblick verweisen wir auf den im März 2016 erschienenen
Geschäftsbericht 2015, insbesondere auf die Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien"
ab Seite 65 sowie im Prognosebericht ab Seite 122. Jenoptik plant, bis Ende 2018 inklusive kleinerer Akquisitionen unverändert einen
Jahresumsatz von rund 800 Mio Euro bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 9 bis
10 Prozent über die Zyklen hinweg zu erreichen. Um diese Ziele zu realisieren, strebt
das Unternehmen ein überproportionales Wachstum im Ausland an, insbesondere in Amerika
und Asien/Pazifik. Mehr als 40 Prozent des Umsatzes (2015: 32,7 Prozent) sollen bis
2018 in den beiden Zielregionen erzielt werden. 6.3 Künftige Entwicklung der GeschäftslageDie Angaben erfolgen unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Lage im
Rahmen der in diesem Bericht sowie im Geschäftsbericht 2015 ab Seite 122 gegebenen
Konjunktur- und Branchenprognosen entwickelt. Der Jenoptik-Konzern verfolgt seine strategische Agenda konsequent weiter mit dem
Ziel, profitables Wachstum in allen Segmenten zu erreichen. Umsatzwachstum, daraus
resultierende Skaleneffekte, aber auch Kostendisziplin und höhere Margen aus dem zunehmenden
System- und Servicegeschäft sowie der Ausbau internationaler Vertriebsstrukturen sollen
zu einer Steigerung und Nachhaltigkeit der Ergebnisse führen. Die Maßnahmen zur internen
Prozessoptimierung und die Projekte zur Konzernentwicklung werden auch im laufenden
Geschäftsjahr fortgesetzt. Wertsteigernde Akquisitionen werden intensiv geprüft. Die gute Vermögenslage und eine tragfähige Finanzierungsstruktur bieten Jenoptik ausreichend
Handlungsspielraum für die Finanzierung des weiteren Wachstums und von Akquisitionen. Nachdem die Entwicklung im 1. Quartal 2016 wie erwartet gut verlaufen ist, bestätigt
der Jenoptik-Vorstand die im März veröffentlichte Prognose. Er erwartet 2016 einen
Konzernumsatz zwischen 680 und 700 Mio Euro (i.Vj. 668,6 Mio Euro). Das Konzern-EBIT
soll ebenfalls moderat steigen, die EBIT-Marge zwischen 9,0 und 9,5 Prozent (i.Vj.
9,2 Prozent) liegen. Das Ergebnis vor Steuern soll 2016 eine ähnliche Entwicklung
wie das EBIT zeigen. In Abhängigkeit vom künftigen Steueraufwand wird sich dies auch
im Ergebnis nach Steuern widerspiegeln. Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Geschäftslage wurden auf Basis
des aktuellen Informationsstands getroffen. Für den Ausblick auf weitere Kenngrößen
der Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Segmente 2016 verweisen wir auf
den Geschäftsbericht 2015 ab Seite 125. KONZERNABSCHLUSS
KonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngewinn- und -verlustrechnungscroll
Sonstiges Ergebnisscroll
KonzernbilanzAktiva
scroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
Konzernkapitalflussrechnungscroll
Informationen nach Segmenten1. Januar - 31. März 2016scroll
Vorjahreswerte in Klammern 1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 Konzernanhang über die ersten drei Monate 2016MutterunternehmenDas Mutterunternehmen des Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen im Handelsregister Jena unter der Nummer HRB 200146. Die JENOPTIK AG ist
an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert und wird unter anderem im TecDax geführt. Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 31. März 2016,
der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt wurde, werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Dieser wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden
sind. Diese Methoden sind im Anhang des Geschäftsberichts 2015 im Einzelnen veröffentlicht
und detailliert beschrieben. Der Geschäftsbericht ist auf unserer Internetseite unter
www.jenoptik.de unter Investoren/Berichte und Präsentationen abrufbar. Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt und wird, wenn nicht
anders vermerkt, in TEUR angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält dieser Konzernzwischenabschluss alle üblichen,
laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens im Berichtszeitraum darzustellen. Die folgenden IFRS werden im im Geschäftsjahr 2016 erstmalig angewendet: Verbesserungen IFRS (2012-2014). Das Annual Improvements Project hat Änderungen an vier Standards vorgenommen. Neben
der Klarstellung bestehender Regelungen wurden Änderungen mit Auswirkungen auf die
Bilanzierung und Anhangangaben aufgenommen. Betroffen sind die Standards IAS 19, IAS
34, IFRS 5 und IFRS 7. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 1. Januar 2016. Diese
Neuerungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss. Änderungen IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben
nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit
auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen
zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung
aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at-Equity
bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich
erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs hin zur Berücksichtigung von
Inhalten, die für das jeweilige Unternehmen relevant sind. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens
war der 1. Januar 2016. Diese Änderungen haben keine wesentliche Auswirkung auf den
Konzernabschluss. Änderung IAS 16 "Sachanlagen" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte". Mit der Änderung werden weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode
zur Verfügung gestellt. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen
nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare
Vermutung der Unangemessenheit) zulässig. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der
1. Januar 2016. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. Änderung IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen". Mit der Änderung regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer
gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung
von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen
Fällen die Angabepflichten des IFRS 3. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 1.
Januar 2016. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. KonsolidierungskreisIm Konzernabschluss der JENOPTIK AG sind 32 (31.12.2015: 33) vollkonsolidierte Tochtergesellschaften
enthalten. Davon haben 13 (31.12.2015: 14) ihren Sitz im Inland und 19 (31.12.2015: 19) im Ausland.
Hintergrund der Verringerung der Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften
ist eine Vereinfachung in der Beteiligungsstruktur des Konzerns. Zum Konsolidierungskreis
des Jenoptik-Konzerns gehört unverändert eine gemeinschaftliche Tätigkeit. Seit dem 1. Januar 2016 hat sich Jenoptik mit der neuen Organisationsstruktur konsequenter
an den Markterfordernissen ausgerichtet. Die Geschäftsaktivitäten wurden neu geordnet
und so stärker auf Wachstumsmärkte wie zum Beispiel Medizintechnik, Automotive und
Halbleiterausrüstung fokussiert. Die Segmentberichterstattung folgt dieser neuen Organisationsstruktur.
Die Vorjahresvergleichsinformationen wurden entsprechend angepasst. Wesentliche GeschäftsvorfälleEs gab keine Geschäftsvorfälle, die einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss
der Jenoptik zum 31. März 2016 hatten. Aufgliederung wesentlicher AbschlusspostenSACHANLAGENscroll
VORRÄTEscroll
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITENscroll
KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITENscroll
ANDERE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
FinanzinstrumenteDie im Folgenden aufgeführten Buchwerte der Posten Zahlungsmittel, zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte, bedingte Verbindlichkeiten und Derivate mit
Hedge-Beziehung entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte der übrigen
Posten stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. scroll
Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
aus folgender Übersicht: scroll
Vorjahreswerte in Klammern Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die als quotierte Marktpreise
jederzeit verfügbar sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die
auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern ermittelt werden. Der
Stufe 3 liegen Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte
werden auf Basis von Börsenkursen (Stufe 1) beziehungsweise abgezinsten Zahlungsflüssen
(Stufe 3) ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Derivate mit Hedge-Beziehung werden anhand anerkannter
Bewertungsmodelle ermittelt und uns durch Kreditinstitute zur Verfügung gestellt sowie
zunehmend mithilfe unseres Treasury-Management-Systems selbst ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte von bedingten Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der erwarteten, zum Stichtag abgezinsten Zahlungsabflüsse bewertet. Die im Rahmen
des Unternehmenserwerbs der britischen Vysionics-Gruppe vereinbarte Put-Option für
den Kauf der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 1.871 TEUR wurde
mit dem Barwert des erwarteten Ausübungspreises erfasst. Im abgelaufenen Quartal wurden
die erwarteten Zahlungsabflüsse auf Basis aktueller Informationen neu bewertet und
laufzeitadäquat abgezinst mit Zinssätzen zwischen 0,62 und 0,71 Prozent. Die erfolgswirksame
Verbuchung hat das Finanzergebnis in Höhe von 551 TEUR negativ beeinflusst. Die im
operativen Ergebnis erfassten Verluste von minus 103 TEUR resultieren aus der Bewertung
dieser in Fremdwährung bilanzierten Verbindlichkeit. Die Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet und der Stufe 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden: scroll
Angaben über Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden
Unternehmen und Personen getätigt. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Jenoptik-Internetseiten unter
www.jenoptik.de/investoren/corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht. Des
Weiteren ist die Erklärung am Sitz der Gesellschaft einsehbar. RechtsstreitigkeitenDie JENOPTIK AG und ihre Konzerngesellschaften sind an mehreren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt. Sofern diese erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns
haben könnten, sind die Verfahren im Konzernabschluss 2015 beschrieben. Bis zum 31.
März 2016 haben sich keine weiteren Rechtsstreitigkeiten ergeben, die wesentlichen
Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag 31. März 2016 lagen nicht
vor. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Jena, 9. Mai 2016 scroll
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