![]() Jenoptik AGJenaZwischenbericht des Jenoptik-Konzerns Januar bis September 2016Auf einen Blick - Jenoptik-Konzernscroll
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Es wird darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Zwischenbericht Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Die Monate Januar bis September 2016 im Überblick
KONZERNLAGEBERICHT1 Geschäft und Rahmenbedingungen1.1 Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitDer Jenoptik-Konzern ist aktiv in den drei Segmenten
Jenoptik ist ein international agierender integrierter Photonik-Konzern und Lieferant
von hochwertigen und innovativen Investitionsgütern. Damit ist der Konzern vorrangig
Partner von Industrieunternehmen. In den Segmenten Mobility sowie Defense & Civil
Systems liefern wir zudem an öffentliche Auftraggeber, zum Teil indirekt über Systemintegratoren. Zu den Schlüsselmärkten zählen vor allem Halbleiterausrüstung, Medizintechnik, Automotive
und Maschinenbau, Verkehr, Luftfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik. Seit dem 1. Januar 2016 haben wir uns mit einer neuen Organisationsstruktur konsequenter
an den Markterfordernissen ausgerichtet und sind damit noch näher an unseren Kunden
positioniert. Die Geschäftsaktivitäten wurden neu geordnet und so stärker auf Wachstumsmärkte
wie zum Beispiel Medizintechnik, Automotive und Halbleiterausrüstung fokussiert. 1.2 Ziele und StrategienFür das nachhaltig profitable Wachstum haben wir den Jenoptik-Konzern in unseren strategischen
Kernfeldern Internationalisierung, Innovation und operative Exzellenz konsequent weiterentwickelt.
Wir etablieren uns zunehmend als strategischer Systempartner internationaler Kunden
und gestalten mit ihnen gemeinsam zukunftsweisende Lösungen. Um unsere Wachstumsstrategie umzusetzen,
Unser organisches Wachstum wollen wir durch Akquisitionen ergänzen. Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie investiert Jenoptik rund 14 Mio Euro
am US-Standort in Rochester Hills, Michigan. Dort entsteht ein neuer moderner Technologie-Campus
für Messtechnik und Laseranlagen. Für zusätzliche Informationen zur strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns
verweisen wir auf den im März 2016 veröffentlichten Geschäftsbericht 2015 mit den
umfassenden Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien" ab Seite 65. ![]() 1.3 Entwicklung des Kapitalmarktes und der Jenoptik-AktieAuch im 3. Quartal 2016 prägten geopolitische Ereignisse und Verwerfungen im Nahen
Osten das internationale Börsengeschehen. Hinzu kam der US-Wahlkampf, der den Finanzmärkten
einige Turbulenzen bescherte. Die europäische Flüchtlingskrise, terroristische Anschläge
und die Situation in der Türkei sorgten vor allem im 1. Halbjahr für viel Nervosität.
Um das Wachstum in der Euro-Zone anzukurbeln, senkte die Europäische Zentralbank (EZB)
im März den Leitzins erstmals auf null Prozent und erhöhte zugleich das Volumen des
Anleihekaufprogramms auf 80 Mrd Euro pro Monat. Den gravierendsten Einschnitt bildete
jedoch der Ende Juni per Volksentscheid beschlossene Austritt des Vereinigten Königreichs
aus der EU, der sogenannte Brexit. Der Dax wies mit 10.753 Punkten am 7. September den Höchststand der ersten neun Monate
aus und pendelte sich am 30. September auf einen Schlusskurs von 10.511 Punkten ein.
Damit beendete er den Berichtszeitraum mit einem Plus von 2,2 Prozent. Der TecDax
entwickelte sich ähnlich volatil und gewann im Berichtszeitraum 0,5 Prozent an Wert.
Er schloss am 30. September 2016 mit 1.802 Punkten. Die Jenoptik-Aktie entwickelte sich in den ersten neun Monaten im Einklang mit dem
Gesamtmarkt. Der Kurs der Aktie fiel von 14,59 Euro am 4. Januar 2016 auf seinen niedrigsten
Stand von 11,14 Euro am 11. Februar 2016. Danach erholte er sich wieder auf 16,27
Euro am 30. September 2016 und beendete den Berichtszeitraum mit einem Plus von 11,5
Prozent. Die Gesamtrendite (Total Shareholder Return) betrug in den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 13,0 Prozent (i.Vj. 21,4 Prozent). Den höchsten Xetra-Schlusskurs
in den ersten drei Quartalen verzeichnete das Papier mit 16,65 Euro am 20. September.
Die Jenoptik-Aktie schloss am 31. Oktober 2016 bei 15,62 Euro, was einem Anstieg von
7,1 Prozent im laufenden Jahr entspricht. ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis der Aktionäre dividiert durch den gewichteten
Durchschnitt ausstehender Aktien. Im Januar 2016 reduzierte Oddo Asset Management seine bestehende Beteiligung an Jenoptik
von 3,02 Prozent auf 2,97 Prozent. Templeton Investment hat seine Anteile im Februar
2016 von 5,09 Prozent auf 4,69 Prozent verringert. Anfang November erhöhte die Norges
Bank ihren Anteil an Jenoptik auf 3,06 Prozent. Im TecDax verbesserte sich Jenoptik zum 30. September 2016 bei der Marktkapitalisierung
auf Basis des Freefloats von 89,0 Prozent auf Platz 17 (i.Vj. Platz 18). Beim Börsenumsatz
lag Jenoptik auf Rang 21 (i.Vj. Rang 20). Auf der 18. ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juni 2016 in Weimar beschlossen die
Anteilseigner unter anderem die Zahlung einer Dividende von 0,22 Euro je Aktie (i.Vj.
0,20 Euro). Auf Basis der Dividendensumme von 12,6 Mio Euro betrug die Ausschüttungsquote
bezogen auf das 2015 erzielte Ergebnis der Aktionäre 25,4 Prozent (i.Vj. 27,5 Prozent). Insgesamt 16 Research-Institute bzw. Banken berichteten regelmäßig über Jenoptik.
Ende Oktober empfahlen sieben Analysten, die Aktie zu kaufen, und neun rieten zum
Halten der Anteilsscheine. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten belief sich
zum 31. Oktober 2016 auf 15,90 Euro. KENNZAHLEN ZUR JENOPTIK-AKTIEscroll
1.4 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Jenoptik-BranchenDie Weltwirtschaft entwickelte sich nicht so stark wie zu Jahresbeginn erwartet: Der
Internationale Währungsfonds (IWF) verzeichnete in der ersten Jahreshälfte eine gedämpfte
Handelsdynamik und Industrieproduktion, die zuletzt aber wieder etwas anzog. Die geringere
Dynamik resultierte vor allem aus der Schwäche in Industriestaaten, allen voran den
USA. Die Brexit-Entscheidung hatte dagegen - abgesehen von einer deutlichen Abwertung
des britischen Pfunds - bislang kaum Auswirkungen. In den Schwellenländern wurde infolge
der niedrigen Ölpreise weniger investiert. Nach einem schwachen 1. Halbjahr erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den
USA im 3. Quartal 2016 um 2,9 Prozent auf das Jahr hochgerechnet, so stark wie zuletzt
vor zwei Jahren. Maßgeblich beeinflusst wurde dies durch einen Anstieg bei Exporten
und Staatsausgaben. Der Privatkonsum blieb hinter den Erwartungen zurück. Chinas Wirtschaft ist im 3. Quartal um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
gewachsen. Angetrieben von einem guten Immobilienmarkt wurde damit der gleiche Wert
wie im 2. Quartal erreicht. Allerdings fiel das Wachstum bei den Anlageinvestitionen
im Juli auf den niedrigsten Wert seit mehr als 16 Jahren. Für die ersten neun Monate
2016 ergab sich ein Minus im Export von 7,5 Prozent und beim Import von 8,2 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr. Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im bisherigen Jahresverlauf verhalten gewachsen.
Nach 0,6 Prozent im 1. Quartal erhöhte sich das BIP in den zwei Folgequartalen jeweils
um 0,3 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat ermittelte. Die Schwäche liege vor allem an der Stagnation in Frankreich und Italien. Die deutsche Wirtschaft befindet sich laut Ökonomen und Instituten in einem moderaten
Aufschwung. Exporte, Industrieproduktion und -aufträge lagen bis August zum Teil über
den erwarteten Werten. Im 2. Quartal war das BIP nur um 0,4 Prozent gestiegen nach
0,7 Prozent im Vorquartal; Investitionen und die Industrieproduktion waren spürbar
gesunken. Im "Weltmarktindex Optische Technologien" erfasst der deutsche Industrieverband Spectaris
die Umsatzentwicklung von 16 internationalen Photonik-Unternehmen, darunter Jenoptik.
Im 2. Quartal 2016 stieg dieser Index auf 145,4 Punkte und damit auf ein neues Allzeithoch.
Im Vergleich zum Vorquartal erhöhte sich der Wert um 11,4 Prozent, im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 11,2 Prozent. Aktuellere Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Berichterstellung
noch nicht vor. Für die Halbleiterausrüstungsindustrie veröffentlichte der Verband Semiconductor Equipment
and Materials International (SEMI) bislang nur die Umsatzzahlen für das 2. Quartal:
Mit 10,5 Mrd US-Dollar lagen die weltweiten Umsätze 26 Prozent über dem Wert des Vorquartals
und 11 Prozent über dem Vorjahresquartal. Die Halbleiterindustrie erzielte nach Angaben
der Semiconductor Industry Association (SIA) im 3. Quartal 2016 weltweit 88,3 Mrd
US-Dollar, 11,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dieser bislang höchste Quartalswert
bestätigte die deutliche Erholung in der Branche in den letzten Monaten. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) verzeichnete
die Branche eine schwache Nachfrage: Im 3. Quartal blieb der Auftragseingang 7 Prozent
unter dem Vorjahreswert, maßgeblich bedingt durch das Minus von 12 Prozent bei den
Inlandsordern. Im Neun-Monats-Zeitraum ergab sich laut VDMA ein Nullwachstum beim
Auftragseingang. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) blieb die Entwicklung in China in den
ersten neun Monaten mit fast 18 Prozent mehr Neuzulassungen sehr dynamisch, auch Westeuropa
und Indien waren mit 7 bzw. 9 Prozent deutlich im Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
In den USA erreichte die Zahl der Neuzulassungen nur knapp den Vorjahreswert, in Russland
und Brasilien ging sie weiter zurück. Marktanalysten von SCI Verkehr und von McKinsey haben anlässlich der Fachmesse Innotrans
im September die Entwicklung der globalen Bahntechnik-Branche beurteilt. Nach einer
Wachstumsphase leidet die Branche nun unter erheblichen Überkapazitäten, rückläufigen
Margen und hohem Wettbewerbsdruck. Vor allem Bahnkonzerne aus China setzen zunehmend
auf Export, weil die Investitionen im Inland zurückgehen, und bedrängen damit die
etablierten Bahntechnik-Hersteller. Für die deutsche Sicherheits- und Wehrtechnikbranche veröffentlichte die Bundesregierung
im Oktober den Rüstungsexportbericht für das 1. Halbjahr 2016. Bis Ende Juni wurden
demnach Einzelgenehmigungen für Rüstungsexporte im Wert von 4,03 Mrd Euro erteilt,
über eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahreszeitraum. 2 Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIn den Tabellen des Lageberichts, die wichtige Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern,
sind in der Position "Sonstige" das Corporate Center, das Shared Service Center, die
Immobilien sowie Konsolidierungseffekte enthalten. 2.1 ErtragslageJenoptik konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 den Umsatz leicht
um 1,0 Prozent auf 492,6 Mio Euro steigern (i.Vj. 487,7 Mio Euro). Zugelegt haben
die Segmente Optics & Life Science sowie Defense & Civil Systems. Der Anstieg im Vorjahr
war unter anderem auf positive Währungseffekte aufgrund des starken US-Dollars zurückzuführen.
Die Umsätze im 3. Quartal lagen abrechnungsbedingt 3,4 Prozent unter dem Vorjahr. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2015 stieg der Umsatz in Deutschland um 9,4
Prozent auf 171,1 Mio Euro (i.Vj. 156,4 Mio Euro) und im restlichen Europa um 1,6
Prozent auf 144,6 Mio Euro (i.Vj. 142,3 Mio Euro). Auch die Region Asien/Pazifik erzielte
ein signifikantes Umsatzwachstum von 19,5 Prozent. In Amerika hingegen lag der Umsatz
11,2 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert, der 2015 von realisierten Großaufträgen
im Segment Defense & Civil Systems geprägt war. Auch in der Region Mittlerer Osten
und Afrika lagen die Umsätze mit 14,4 Mio Euro unter Vorjahr, insbesondere infolge
der Investitionsschwäche der Erdöl exportierenden Länder. Der Umsatzanteil der beiden
Wachstumsregionen Amerika und Asien/Pazifik betrug zusammen 33,0 Prozent des Konzernumsatzes
(i.Vj. 33,2 Prozent). Der Anteil des Auslandsumsatzes ging durch die überdurchschnittliche
Entwicklung in Deutschland leicht auf 65,3 Prozent zurück (i.Vj. 67,9 Prozent). Eine
Übersicht über die regionale Verteilung der Umsätze ist auf Seite 23 zu finden. UMSATZscroll
Die Umsatzkosten stiegen nur leicht um 0,5 Prozent auf 319,6 Mio Euro (i.Vj. 318,1
Mio Euro). Im Ergebnis verbesserte sich die Bruttomarge auf 35,1 Prozent (i.Vj. 34,8
Prozent). Eine wesentliche Bedeutung für die künftige Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des
Konzerns haben die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F+E), die auch in den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres ein vergleichsweise hohes Niveau erreichten. Die
F+E-Gesamtleistung betrug 42,3 Mio Euro nach 37,8 Mio Euro im Vorjahreszeitraum, das
entspricht 8,6 Prozent des Umsatzes (i.Vj. 7,8 Prozent). Die Kennzahl enthält die
F+E-Kosten, die Entwicklungskosten im Kundenauftrag sowie die Amortisation aus den
im Anlagevermögen aktivierten Entwicklungsleistungen. Die F+E-Kosten betrugen 30,5
Mio Euro (i.Vj. 30,9 Mio Euro), die in den Umsatzkosten enthaltenen Entwicklungskosten
im Kundenauftrag stiegen im Berichtszeitraum auf 12,0 Mio Euro (i.Vj. 7,9 Mio Euro). ENTWICKLUNGSLEISTUNGscroll
Die Vertriebskosten blieben im Berichtszeitraum mit 55,7 Mio Euro leicht unter dem
Vorjahresniveau (i.Vj. 56,7 Mio Euro). Die Vertriebskostenquote lag mit 11,3 Prozent
ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert von 11,6 Prozent. Die Verwaltungskosten erhöhten
sich auf 42,8 Mio Euro (i.Vj. 40,5 Mio Euro). Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr. Der Saldo aus beiden Positionen lag bei
0,9 Mio Euro (i.Vj. 2,8 Mio Euro). Der Vorjahressaldo war vor allem von positiven
Währungseffekten und Wertaufholungen auf veräußerte Immobilien geprägt. EBITscroll
Das EBIT verbesserte sich überproportional zum Umsatz um 6,2 Prozent auf 47,1 Mio
Euro (i.Vj. 44,3 Mio Euro) und erreichte damit den höchsten Wert in einem Neun-Monats-Zeitraum.
Neben dem Anstieg der Bruttomarge beeinflussten Erträge aus einem aufgegebenen Geschäftsbereich
von ca. 2,2 Mio Euro das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die EBIT-Marge übertraf
mit 9,6 Prozent das Vorjahr (i.Vj. 9,1 Prozent) deutlich. In den ersten neun Monaten 2016 steigerte der Konzern aus den zuvor genannten Gründen
auch das EBITDA überproportional zum Umsatz um 5,8 Prozent auf 67,5 Mio Euro (i.Vj.
63,8 Mio Euro). Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum mit minus 1,4 Mio Euro trotz geringer Währungsverluste
über dem Vorjahr (minus 3,0 Mio Euro). Positiv wirkten Zinserträge im Zusammenhang
mit dem bereits genannten aufgegebenen Geschäftsbereich. Infolge erhaltener Dividendenzahlungen
verbesserte sich zudem das Beteiligungsergebnis signifikant auf 1,6 Mio Euro (i.Vj.
0,3 Mio Euro). Der Konzern erzielte mit 45,6 Mio Euro (i.Vj. 41,3 Mio Euro) somit
ein im Vergleich zum Vorjahr besseres Ergebnis vor Steuern. Die Steuern vom Einkommen
und Ertrag beliefen sich auf 6,2 Mio Euro (i.Vj. 4,7 Mio Euro), was einer liquiditätswirksamen
Steuerquote von 13,6 Prozent (i.Vj. 11,5 Prozent) entspricht. Jenoptik konnte das
Ergebnis nach Steuern um mehr als 5,0 Mio Euro auf 39,2 Mio Euro steigern (i. Vj.
34,1 Mio Euro), das EPS (Ergebnis je Aktie) erhöhte sich um ganze 10 Cent pro Aktie
auf 0,69 Euro (i.Vj. 0,59 Euro). Der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns erreichte mit 547,7 Mio Euro bis Ende September
2016 einen neuen Spitzenwert, der mit 14,3 Prozent weit über dem Vorjahreswert von
479,0 Mio Euro lag. Im 3. Quartal hatte Jenoptik mehrere Großaufträge gewonnen. Auch
die Book-to-Bill-Rate, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, übertraf mit
1,11 den Vorjahreswert deutlich (i.Vj. 0,98). AUFTRAGSLAGEscroll
scroll
Der Auftragsbestand lag mit 415,0 Mio Euro um 11,1 Prozent über dem Vergleichswert
(31.12.2015: 373,4 Mio Euro). Vom Auftragsbestand sollen 40,3 Prozent noch in diesem
Geschäftsjahr zu Umsatz führen und das geplante Wachstum im 4. Quartal unterstützen. Darüber hinaus bestehen Kontrakte in Höhe von 144,0 Mio Euro (31.12.2015: 59,2 Mio
Euro). Bei Kontrakten handelt es sich um Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen, deren
genaue Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit noch nicht exakt angegeben werden können. Mitarbeiter & Management. Die Zahl der Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns erhöhte sich
zum 30. September 2016 im Vergleich zum Jahresende 2015 mit 3.545 moderat (31.12.2015:
3.512 Mitarbeiter). Im Ausland stieg im Zuge des internationalen Geschäftsausbaus
die Mitarbeiteranzahl leicht. Ende September 2016 waren 679 Mitarbeiter an den ausländischen
Standorten beschäftigt (31.12.2015: 629 Mitarbeiter). MITARBEITER (INKL. AUSZUBILDENDE)scroll
Zum 30. September 2016 hatte Jenoptik insgesamt 126 Auszubildende (31.12.2015: 125
Auszubildende). In Deutschland waren konzernweit 128 Leiharbeiter beschäftigt (31.12.2015:
101 Leiharbeiter). Am 20. September 2016 wurde bekannt gegeben, dass Dr. Michael Mertin seinen Vorstandsdienstvertrag
mit der JENOPTIK AG nicht über den 30. Juni 2017 hinaus verlängert. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Segmente finden Sie im Segmentbericht
ab Seite 11. 2.2 Finanz- und VermögenslageMit einer soliden Eigenkapitalquote, den Schuldscheindarlehen sowie dem Konsortialkredit
verfügt der Konzern über eine tragfähige Finanzierungsstruktur für das organische
Wachstum und strategische Akquisitionen. Vor allem aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals verbesserte sich der Verschuldungsgrad,
das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, von 0,77 zum Jahresende 2015 weiter
auf 0,73 zum 30. September 2016. Die Nettoverschuldung wurde infolge des sehr guten Free Cashflows deutlich auf 14,9
Mio Euro zum 30. September 2016 gesenkt (31.12.2015: 43,9 Mio Euro). Trotz Ausschüttung
der höheren Dividende und Zahlung der variablen Gehaltsbestandteile der Mitarbeiter
im 2. Quartal wurde damit der niedrigste Stand der letzten Jahre erreicht. In den ersten neun Monaten gab der Konzern 18,9 Mio Euro für Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte aus (i.Vj. 13,4 Mio Euro). Mit 17,1 Mio Euro floss der größte Teil
der Mittel in die Sachanlagen (i.Vj. 11,7 Mio Euro). Investitionen erfolgten unter
anderem in die technische Neuausstattung und Kapazitätserweiterung im Fertigungsbereich
sowie für den Erwerb des Grundstücks und den Neubau am US-Standort Rochester Hills,
Michigan. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte lagen zum 30. September
2016 mit 1,8 Mio Euro auf Vorjahresniveau (i.Vj. 1,8 Mio Euro). Die planmäßigen Abschreibungen
betrugen 20,5 Mio Euro (i.Vj. 21,3 Mio Euro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde vor allem durch geringere Auszahlungen
für das Working Capital positiv beeinflusst, unter anderem infolge eines verbesserten
Bestands- und Forderungsmanagements. Zum 30. September 2016 verbesserte er sich mit
56,3 Mio Euro deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von 33,5 Mio Euro. Insbesondere Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen und aus nicht operativen
Beteiligungserträgen (Dividendenzahlung) sowie erhaltene Zinsen beeinflussten den
Cashflow aus Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr positiv. Dem standen höhere
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen gegenüber. Zum 30. September 2016 betrug
der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit 11,2 Mio Euro (i.Vj. 4,8 Mio Euro). Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Ertragsteuern
abzüglich der Zahlungen für operative Investitionstätigkeiten) wurde im Berichtszeitraum
vor allem durch den bereits genannten geringeren Aufbau von Working Capital positiv
beeinflusst. Er stieg um rund 50 Prozent auf 43,1 Mio Euro (i.Vj. 28,6 Mio Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug minus 8,6 Mio Euro (i.Vj. minus 63,7
Mio Euro). Er wurde im Vorjahr maßgeblich geprägt durch die Begebung und Tilgung von
Anleihen und Krediten sowie die Veränderungen in der Konzernfinanzierung, vor allem
infolge der Auszahlung an den letzten stillen Immobilieninvestor. Zum 30. September 2016 lag die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns mit 788,6 Mio Euro
über dem Wert vom Jahresende 2015 (31.12.2015: 769,2 Mio Euro). Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen führte
zu einer Abnahme der langfristigen Vermögenswerte auf 366,7 Mio Euro (31.12.2015:
382,8 Mio Euro), hauptsächlich bedingt durch planmäßige Abschreibungen, Währungseffekte
sowie den Abgang von Finanzanlagen. Die Vorräte stiegen auf 176,1 Mio Euro (31.12.2015: 167,1 Mio Euro), da auftragsbedingt
wie in den Vorjahren Vorleistungen für künftige Umsätze erbracht wurden. Dies sowie
die deutliche Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf 120,2 Mio
Euro (31.12.2015: 83,8 Mio Euro) infolge des sehr guten Free Cashflows führte im Vergleich
zum Jahresende 2015 zu einer Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte auf 421,9 Mio
Euro (31.12.2015: 386,3 Mio Euro). Die Forderungen lagen trotz des leichten Umsatzanstiegs
mit 124,8 Mio Euro unter dem Wert vom Jahresende 2015 (31.12.2015: 135,0 Mio Euro). Das Working Capital erhöhte sich zum Ende des 3. Quartals 2016 auf 222,3 Mio Euro
(31.12.2015: 215,5 Mio Euro), blieb aber unter dem Wert der Vorjahresperiode (30.9.2015:
239,9 Mio Euro). Mit 33,0 Prozent lag die Working-Capital-Quote, das Verhältnis von
Working Capital zu Umsatz auf Basis der letzten zwölf Monate, zwar leicht über dem
Niveau vom Jahresende 2015 (31.12.2015: 32,2 Prozent), aber deutlich unter dem Wert
der Vorjahresperiode (30.9.2015: 36,4 Prozent). Das Ende September ausgewiesene Ergebnis nach Steuern gemindert um die ausgezahlte
Dividende sowie um Währungseffekte aus der Umrechnung konsolidierter Abschlüsse führte
zu einem Anstieg des Eigenkapitals auf 457,0 Mio Euro (31.12.2015: 435,1 Mio Euro).
Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit weiter auf 58,0 Prozent (31.12.2015:
56,6 Prozent). Im Vergleich zu Ende Dezember 2015 blieben die langfristigen Schulden mit 172,7 Mio
Euro fast unverändert (31.12.2015: 169,5 Mio Euro). Die darin enthaltenen langfristigen
Finanzverbindlichkeiten legten zu, während sich die anderen langfristigen Verbindlichkeiten
reduzierten. Wesentlicher Bestandteil der langfristigen Schulden sind die 2011 bzw.
2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 125 Mio Euro und einer
ursprünglichen Laufzeit von fünf beziehungsweise sieben Jahren. Die im Oktober 2016
fällige Tranche umfasst ein Volumen von 11 Mio Euro. Diese ist in den kurzfristigen
Schulden enthalten. Die kurzfristigen Schulden verminderten sich im Vergleich zum Jahresende 2015 auf
158,9 Mio Euro (31.12.2015: 164,5 Mio Euro). Der Rückgang ist unter anderem auf niedrigere
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Bei den übrigen Positionen
gab es insgesamt nur geringe Veränderungen. Unternehmenskäufe und -verkäufe. In den ersten neun Monaten 2016 gab es keine Unternehmenskäufe
und -verkäufe. Bei den nicht bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten verweisen wir auf
die Angaben im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 98 und die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten
auf Seite 186. 3 Segmentbericht3.1 Segment Optics & Life ScienceUmsatz. Das Segment Optics & Life Science verzeichnete in den ersten neun Monaten
2016 mit 164,5 Mio Euro ein Umsatzplus von 4,5 Prozent (i.Vj. 157,4 Mio Euro). Treiber
dieser Entwicklung war vor allem das Geschäft mit Lösungen für die Informations- und
Kommunikationsbranche und zum Teil für die Halbleiterausrüstungsindustrie. Der Absatz
im Medizintechnik- und Life-Science-Markt entwickelte sich stabil. Das Segment steuerte
insgesamt 33,4 Prozent zum Konzernumsatz bei (i.Vj. 32,3 Prozent). Die Umsätze in
Deutschland gingen von 38,2 Mio Euro auf 34,9 Mio Euro zurück. Die Erlöse in Europa
(ohne Deutschland) legten dagegen auf 54,7 Mio Euro deutlich zu (i.Vj. 44,9 Mio Euro).
Auch die Umsätze in der Region Asien/Pazifik und in Amerika konnten gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr legte das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung
(EBITDA) um 48,7 Prozent auf 30,6 Mio Euro zu (i.Vj. 20,6 Mio Euro). Das Ergebnis
der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) verbesserte sich sogar um 71,6 Prozent auf 24,5
Mio Euro (i.Vj. 14,3 Mio Euro). Im EBIT enthalten ist unter anderem ein Ertrag von
rund 2,8 Mio Euro aus einer für Jenoptik positiven Entscheidung eines Schiedsgerichts
zu den Folgen der vorzeitigen Beendigung eines Vertragsverhältnisses. Verglichen mit
dem Vorjahresquartal stieg das EBIT um 180,9 Prozent. In den ersten neun Monaten 2016
erzielte das Segment damit eine EBIT-Marge von 14,9 Prozent (i.Vj. 9,1 Prozent), im
3. Quartal von 19,9 Prozent (i.Vj. 7,5 Prozent). Der Auftragseingang stieg um 18,7 Prozent auf 172,2 Mio Euro (i.Vj. 145,1 Mio Euro).
Im Verhältnis zum Umsatz ergibt sich damit eine Book-to-Bill-Rate von 1,05 (i.Vj.
0,92). Beide Sparten des Segments trugen zu dieser Verbesserung bei. Im Juni erhielt
die Sparte Healthcare & Industry einen Rahmenauftrag über mehr als 11 Millionen US-Dollar
und liefert Laser für den medizinischen Einsatz an einen US-amerikanischen Kunden. Der Auftragsbestand im Segment lag etwas über dem Vorjahresniveau und betrug Ende
September 2016 75,6 Mio Euro (31.12.2015: 73,7 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden
Kontrakte in Höhe von 14,6 Mio Euro (31.12.2015: 5,5 Mio Euro). In der Berichtsperiode verbesserte das Segment den Free Cashflow auf 15,4 Mio Euro
(i.Vj. 11,8 Mio Euro), vor allem infolge des verbesserten Ergebnisses und geringerer
Auszahlungen für das Working Capital. Zum 30. September 2016 beschäftigte das Segment 1.149 Mitarbeiter (31.12.2015: 1.144
Mitarbeiter). DAS SEGMENT OPTICS & LIFE SCIENCE AUF EINEN BLICKscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 3.2 Segment MobilityDer Umsatz des Segmentes in den ersten neun Monaten 2016 lag mit 169,0 Mio Euro unter
dem Vorjahresniveau (i.Vj. 176,2 Mio Euro). Die Sparte Automotive entwickelte sich
positiv, insbesondere im Bereich der Laseranlagen. Aufgrund der Investitionsschwäche
der Erdöl exportierenden Länder und des erwartungsgemäß weiter verhaltenen US-Marktes
blieb hingegen das Geschäft mit Verkehrssicherheitstechnik auch nach neun Monaten
unter dem Niveau des Vorjahres. In Amerika zeigten beide Sparten daher eine unterschiedliche
Entwicklung, konnten insgesamt aber die Erlöse steigern. Das Segment steigerte seine
Umsätze auch in Deutschland sowie im asiatisch-pazifischen Raum. In Europa (ohne Deutschland)
fielen dagegen die Erlöse niedriger aus. Der Rückgang des Umsatzes im Raum Mittlerer
Osten und Afrika ist auf die zuvor genannte Investitionsschwäche zurückzuführen. Der
Anteil des Segmentes am Konzernumsatz reduzierte sich von 36,1 Prozent im Vorjahr
auf 34,3 Prozent. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) ging im Berichtszeitraum
um 16,7 Prozent auf 18,5 Mio Euro zurück (i.Vj. 22,2 Mio Euro). Das Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT) des Segmentes fiel um 20,1 Prozent auf 12,7 Mio Euro (i.Vj. 15,9
Mio Euro). Diese Entwicklung ist unter anderem auf den gesunkenen Umsatz, einen veränderten
Umsatzmix und Vorlaufkosten für neue Projekte zurückzuführen. Die EBIT-Marge erreichte
dementsprechend 7,5 Prozent (i.Vj. 9,0 Prozent). Im 3. Quartal lag die EBIT-Marge
bei 9,3 Prozent (i.Vj. 13,3 Prozent). Da der Auftragseingang im Segment Mobility den Umsatz der Berichtsperiode deutlich
überstieg, erreichte die Book-to-Bill-Rate in den ersten neun Monaten 2016 einen Wert
von 1,16 (i.Vj. 1,11). Der Auftragseingang lag mit 196,9 Mio Euro auf dem Niveau des
Vorjahres (i.Vj. 195,7 Mio Euro). Im Verlauf des 3. Quartals 2016 gewann die Sparte Traffic Solutions mehrere Großaufträge.
Sie wird unter anderem bis zu 600 Systeme zur Kontrolle der LKW-Maut auf Bundesstraßen
an Toll Collect liefern. Darüber hinaus erhielt die Sparte mehrjährige Großaufträge
im jeweils mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich in Kanada und Australien.
Diese wurden überwiegend auch als Kontrakte erfasst. Der Auftragsbestand des Segmentes lag mit 117,5 Mio Euro um 26,8 Prozent über dem
Wert vom Jahresende 2015 (31.12.2015: 92,7 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden Kontrakte
in Höhe von 78,3 Mio Euro (31.12.2015: 11,5 Mio Euro). Zum 30. September 2016 waren im Segment 1.230 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2015:
1.207 Mitarbeiter). Der Jenoptik-Konzern investiert insgesamt rund 14 Mio Euro in seinen US-Standort Rochester
Hills, Michigan. Dort entsteht ein neuer moderner Technologie-Campus für Messtechnik
und Laseranlagen für die nordamerikanische Automobilindustrie. DAS SEGMENT MOBILITY AUF EINEN BLICKscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 3.3 Segment Defense & Civil SystemsNach neun Monaten lag der Umsatz des Segmentes bei 162,2 Mio Euro, ein Plus von 4,9
Prozent (i Vj. 154,7 Mio Euro). Zurückzuführen ist diese gute Entwicklung überwiegend
auf die Bereiche Energiesysteme und Luftfahrtsysteme sowie auf das Servicegeschäft.
Der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz erhöhte sich auf 32,9 Prozent (i.Vj. 31,7
Prozent). In Deutschland - dem größten Absatzmarkt des Segmentes - stieg der Umsatz
infolge des guten Geschäfts mit inländischen Systemhäusern auf 94,0 Mio Euro (i.Vj.
80,9 Mio Euro). Zuwächse wurden auch in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum erzielt. Das Segment erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2016 ein Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) von 16,7 Mio Euro (i Vj. 16,3 Mio Euro). Das Ergebnis
der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) verbesserte sich von 12,4 Mio Euro im Vorjahr um
6,5 Prozent auf 13,2 Mio Euro. Hauptursachen hierfür waren zum einen die gute Umsatzentwicklung
und zum anderen ein veränderter Produktmix. Die EBIT-Marge lag in den ersten neun
Monaten bei 8,2 Prozent (i.Vj. 8,0 Prozent), im Soloquartal bei 7,9 Prozent (i Vj.
11,6 Prozent). Auch das Segment Defense & Civil Systems erhielt im 3. Quartal mehrere Großaufträge.
Dazu gehört die Lieferung von Ausrüstung für militärische Landfahrzeuge im Wert von
22 Mio Euro nach Polen. Zudem werden wesentliche Komponenten für insgesamt mehr als
40 Mio Euro für das Flugabwehrraketensystem Patriot an Raytheon geliefert, die Auslieferung
beginnt bereits 2016. Der Auftragseingang stieg in der Folge um 30,6 Prozent auf 181,1 Mio Euro (i Vj. 138,7
Mio Euro). Die Book-to-Bill-Rate erhöhte sich auf 1,12 nach 0,90 im Vorjahr. Infolge des sehr guten Auftragseingangs stieg der Auftragsbestand des Segmentes um
insgesamt 14,2 Mio Euro auf 223,9 Mio Euro (31.12.2015: 209,7 Mio Euro). Darüber hinaus
bestanden Kontrakte in Höhe von 51,1 Mio Euro (31.12.2015: 42,1 Mio Euro). Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs, der guten Ergebnissituation sowie unter
anderem eines optimierten Forderungs- bzw. Liquiditätsmanagements verbesserte sich
der Free Cashflow des Segmentes signifikant von 2,2 Mio Euro auf 25,3 Mio Euro. Zum 30. September 2016 waren im Segment 870 Mitarbeiter beschäftigt (31.12.2015: 881
Mitarbeiter). DAS SEGMENT DEFENSE & CIVIL SYSTEMS AUF EINEN BLICKscroll
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Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 4 NachtragsberichtEs gab keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 30. September
2016. 5 Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen der Berichterstattung zum Risiko- und Chancen bericht verweisen wir auf
die Ende März 2016 veröffentlichten Angaben im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten
110 bis 121. Wesentliche Änderungen dort beschriebener Risiken und Chancen sind im Verlauf der
ersten neun Monate 2016 nicht eingetreten. Gleichwohl werden mögliche Auswirkungen des Brexit auf die Geschäftsentwicklung des
Jenoptik-Konzerns kontinuierlich analysiert. Die Abstimmung der wahlberechtigten britischen
Bevölkerung über den Austritt aus der Europäischen Union birgt in erster Linie Risiken
für die volkswirtschaftliche Entwicklung in Großbritannien. Diese wiederum könnten
auch Auswirkungen auf Kontinentaleuropa, insbesondere den deutschen exportorientierten
Markt, mit sich bringen. Potenziell entstehende Handelshemmnisse auf europäischer
Ebene könnten somit auch die Entwicklung der Jenoptik nachteilig beeinflussen. 6 Prognosebericht6.1 Ausblick auf Gesamtwirtschaft und BranchenDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen im Oktober erneut
korrigiert. Aktuell rechnet der IWF mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,1
Prozent im laufenden Jahr (vorherige Prognose: 3,2 Prozent). Die leichte Abstufung
liegt vor allem an der bislang schwachen Entwicklung in den USA. Mittelfristig werde
das Wachstum in den Industriestaaten weiter enttäuschen, während die Konjunktur in
den Schwellen- und Entwicklungsländern nach fünf schwachen Jahren wieder etwas anziehen
sollte. Die Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung liege unter anderem
an politischen Aspekten: Die Auswirkungen der Brexit-Entscheidung sind noch nicht
kalkulierbar. Ähnliche separatistische Tendenzen in anderen EU-Ländern könnten zu
Protektionismus und einer Aufschiebung von Investitionen führen. Weitere Risiken sind
für den IWF der wirtschaftliche Wandel in China, Kreditprobleme und deutlich reduzierte
Investitionen in Schwellenländern sowie eine über die Erwartungen steigende Inflation. Die deutsche Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2016 leicht von 1,7 auf
1,8 Prozent erhöht, rechnet jedoch mit weniger Wachstum im kommenden Jahr. In einem
schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld sei der Aufschwung der deutschen Wirtschaft
solide, maßgeblich getrieben vom niedrigen Ölpreis, von niedrigen Zinsen, der hohen
Nachfrage nach Wohnungen und zunehmenden öffentlichen Investitionen. Auch der Privatkonsum
soll das Wachstum weiter stützen. Die Investitionen in Anlagen und Maschinen dagegen
werden voraussichtlich erst 2018 wieder spürbar steigen. WACHSTUMSPROGNOSE FÜR DAS BRUTTOINLANDSPRODUKTscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, Oktober 2016 Die weltweite Halbleiterausrüstungsindustrie wird 2016 laut dem IT-Analysten Gartner
einen Umsatzrückgang von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. 2017 könne
wieder ein Umsatzplus von 7,4 Prozent erzielt werden. Markttreiber bleiben zum Beispiel
mobile Endgeräte und in naher Zukunft auch Anwendungen im Bereich Internet der Dinge
(IoT). Der Fachverband SEMI sieht darüber hinaus auch den Automotive-Bereich als Wachstumstreiber.
SEMI rechnet in einem Prognose-Update vom August mit einem Umsatzplus von 4,1 Prozent
im laufenden und 10,6 Prozent im kommenden Jahr. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet weiterhin mit einer
Stagnation der Produktion im laufenden Jahr, weil das schwache weltwirtschaftliche
Umfeld die Geschäfte spürbar belaste. Im kommenden Jahr soll die Produktion nur um
1 Prozent wachsen. China falle als Wachstumsmotor aus; andere Länder und Regionen
könnten die Investitionsschwäche nicht ausgleichen. Hinzu kommen neue Unsicherheiten
in wichtigen Absatzmärkten wie Großbritannien und der Türkei. Investitionshemmend
sei zudem der offene Ausgang der Präsidentenwahl in den USA. Chancen auf neues Wachstum
habe der Maschinenbau durch die Automatisierung der Produktion und den Fortschritt
der Digitalisierung. Anlässlich der Leitmesse IAA Nutzfahrzeuge stellte der Verband der Automobilindustrie
(VDA) im September aktuelle Trends und Zahlen der Branche vor. Der Nutzfahrzeugmarkt
in Westeuropa wird sich 2016 um 8 Prozent vergrößern, auch in China wird es ein deutliches
Plus geben. In den USA nimmt die Dynamik im Automobilmarkt ab. Die weltweite Bahnindustrie steht vor einem grundlegenden Wandel: Den Marktforschern
von SCI Verkehr und McKinsey zufolge müssen Hersteller ihr Geschäftsmodell hin zu
mehr Service und After-Sales-Geschäft weiterentwickeln. Denn das globale Wachstum
im Neugeschäft verliert an Dynamik und wird in den kommenden fünf Jahren nur bei 1,3
Prozent liegen, unter anderem, weil die Nachfrage wegen verhaltener Investitionspläne
in China zurückgeht. Dagegen werden Service und Instandhaltungen künftig den Großteil
des Umsatzes ausmachen. Zusammengefasst soll der globale Markt für Bahn- und Schienentechnik
in den nächsten fünf Jahren im Durchschnitt um 2,3 Prozent wachsen, so SCI. Asien
bleibe der größte Regionalmarkt. Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing erhöhte seine regionale Langzeitprognose für
die Luftfahrtindustrie: In den kommenden 20 Jahren werden in China über 6.800 neue
Flugzeuge gebraucht, das entspreche einem Wert von mehr als einer Billion US-Dollar.
Gemeinsam mit dem Unternehmen Siemens will Airbus bis 2020 die technische Machbarkeit
von hybrid-elektrischen Antrieben für Flugzeuge nachweisen. Der Etat für die deutsche Verteidigungsindustrie soll in den kommenden Jahren deutlich
erhöht werden, wie die Bundesregierung Mitte Oktober ankündigte. Bislang ist vorgesehen,
den Etat von 34,3 Mrd Euro im laufenden Jahr bis 2020 auf 39,2 Mrd Euro zu erhöhen.
Wenn der Etat jedoch, wie von der NATO gefordert, bei 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes
liegen soll, müsste er auf mehr als 60 Mrd Euro steigen, also über 20 Mrd Euro mehr
als bisher geplant. Als Ergänzung zur NATO wollen Deutschland, Frankreich, Italien
und Spanien künftig enger zusammenarbeiten. Der Luftfahrtkonzern Airbus meldete Anfang
Oktober, dass die Endmontage des Eurofighters in Deutschland und in Spanien ohne neue
Aufträge im Jahr 2018 auslaufen wird. Gründe sind neben dem geringen Auftragsbestand
auch die auf vier Standorte verteilte Montage sowie eine komplizierte Zuständigkeit
für die Exporte. Modernisierungs- und Wartungsarbeiten werde es aber weiterhin geben. 6.2 Langfristige Prognosen und ZieleFür den mittel- bis langfristigen Ausblick verweisen wir auf den im März 2016 veröffentlichten
Geschäftsbericht 2015, insbesondere auf die Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien"
ab Seite 65 sowie im Prognosebericht ab Seite 122. Jenoptik plant unverändert, bis Ende 2018 inklusive kleinerer Akquisitionen einen
Jahresumsatz von rund 800 Mio Euro bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von 9 bis
10 Prozent über die Zyklen hinweg zu erreichen. Um diese Ziele zu realisieren, strebt
das Unternehmen ein überproportionales Wachstum im Ausland an, insbesondere in Amerika
und Asien/Pazifik. Mehr als 40 Prozent des Umsatzes (2015: 32,7 Prozent) sollen bis
2018 in den beiden Zielregionen erzielt werden. Voraussetzung dafür ist, dass sich die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen
nicht verschlechtern. 6.3 Künftige Entwicklung der GeschäftslageDer Jenoptik-Konzern verfolgt seine strategische Agenda konsequent weiter mit dem
Ziel, profitables Wachstum in allen Segmenten zu erreichen. Umsatzwachstum, daraus
resultierende Skaleneffekte, aber auch Kostendisziplin und höhere Margen aus dem zunehmenden
System- und Servicegeschäft sowie der Ausbau internationaler Vertriebsstrukturen sollen
zu einer Steigerung und Nachhaltigkeit der Ergebnisse führen. Maßnahmen zur Prozessoptimierung
und Projekte zur Konzernentwicklung werden im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt.
Wertsteigernde Akquisitionen prüft Jenoptik intensiv. Die gute Vermögenslage und eine tragfähige Finanzierungsstruktur bieten Jenoptik ausreichend
Handlungsspielraum für die Finanzierung des weiteren Wachstums und Akquisitionen. Nachdem die Entwicklung in den ersten neun Monaten 2016 wie erwartet gut verlaufen
ist, geht der Vorstand jetzt davon aus, dass die EBIT-Marge des Konzerns 2016 am oberen
Ende der bisher prognostizierten Spanne von 9,0 bis 9,5 Prozent (i.Vj. 9,2 Prozent)
liegen wird. Er rechnet unverändert mit einem Konzernumsatz zwischen 680 und 700 Mio
Euro (i.Vj. 668,6 Mio Euro). Das Ergebnis vor Steuern soll 2016 eine ähnliche Entwicklung
wie das EBIT zeigen. In Abhängigkeit vom künftigen Steueraufwand wird sich dies auch
im Ergebnis nach Steuern widerspiegeln. Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs erwartet der Vorstand für das Segment Defense
& Civil Systems jetzt eine leichte EBIT-Steigerung, im Segment Mobility soll das EBIT
leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Im Segment Optics & Life Science rechnet
der Vorstand unverändert damit, dass das EBIT stärker als der Umsatz steigen wird.
Für den Ausblick auf weitere Kenngrößen der Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung
der Segmente 2016 verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015 ab Seite 125. Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Geschäftslage wurden auf Basis
des aktuellen Informationsstands getroffen. Sie erfolgen unter der Voraussetzung,
dass sich die wirtschaftliche Lage im Rahmen der in diesem Bericht sowie im Geschäftsbericht
2015 ab Seite 122 gegebenen Konjunktur- und Branchenprognosen entwickelt. KONZERNABSCHLUSSKonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngewinn- und -verlustrechnungscroll
Sonstiges Ergebnisscroll
KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
Konzernkapitalflussrechnungscroll
Informationen nach Segmenten1. Januar - 30. September 2016scroll
Vorjahreswerte in Klammern 1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2015 Konzernanhang über die ersten neun Monate 2016MutterunternehmenDas Mutterunternehmen des Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen im Handelsregister Jena unter der Nummer HRB 200146. Die JENOPTIK AG ist
an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert und wird unter anderem im TecDax geführt. Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 30. September 2016,
der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt wurde, werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Dieser wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden
sind. Diese Methoden sind im Anhang des Geschäftsberichts 2015 im Einzelnen veröffentlicht
und detailliert beschrieben. Der Geschäftsbericht ist auf unserer Internetseite unter
www.jenoptik.de unter Investoren/Berichte und Präsentationen abrufbar. Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt und wird, wenn nicht
anders vermerkt, in TEUR angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält dieser Konzernzwischenabschluss alle üblichen,
laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens im Berichtszeitraum darzustellen. Die folgenden IFRS wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmalig angewendet: Verbesserungen IFRS (2012-2014). Das Annual Improvements Project hat Änderungen an vier Standards vorgenommen. Neben
der Klarstellung bestehender Regelungen wurden Änderungen mit Auswirkungen auf die
Bilanzierung und Anhangangaben aufgenommen. Betroffen sind die Standards IAS 19, IAS
34, IFRS 5 und IFRS 7. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 1. Januar 2016. Diese
Neuerungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss. Änderungen lAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben
nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit
auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen
zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung
aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at
equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich
erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs hin zur Berücksichtigung von
Inhalten, die für das jeweilige Unternehmen relevant sind. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens
war der 1. Januar 2016. Diese Änderungen haben keine wesentliche Auswirkung auf den
Konzernabschluss. Änderung lAS 16 "Sachanlagen" und lAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte". Mit der Änderung werden weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode
zur Verfügung gestellt. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen
nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare
Vermutung der Unangemessenheit) zulässig. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der
1. Januar 2016. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. Änderung IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen". Mit der Änderung regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer
gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung
von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen
Fällen die Angabepflichten des IFRS 3. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 1.
Januar 2016. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss. KonsolidierungskreisIm Konzernabschluss der JENOPTIK AG sind 31 (31.12.2015: 33) vollkonsolidierte Tochtergesellschaften
enthalten. Davon haben 12 (31.12.2015: 14) ihren Sitz im Inland und 19 (31.12.2015:
19) im Ausland. Hintergrund der Verringerung der Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften
ist eine Vereinfachung in der Beteiligungsstruktur des Konzerns. Zum Konsolidierungskreis
des Jenoptik-Konzerns gehört unverändert eine gemeinschaftliche Tätigkeit. Im 3. Quartal 2016 haben nicht beherrschende Gesellschafter der JENOPTIK Holdings
UK Ltd. (vormals: Vysionics Ltd.) bestehende Put-Optionen ausgeübt. Dies führte zu
einer Erhöhung der Beteiligungsquote von Jenoptik an der Vysionics-Gruppe von 91,97
Prozent auf 92,90 Prozent und einer entsprechenden Verringerung der nicht beherrschenden
Anteile. Die Änderung ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung als Konsolidierungskreisänderung
dargestellt. Seit dem 1. Januar 2016 hat sich Jenoptik mit der neuen Organisationsstruktur konsequenter
an den Markterfordernissen ausgerichtet. Die Geschäftsaktivitäten wurden neu geordnet
und so stärker auf Wachstumsmärkte fokussiert. Die Segmentberichterstattung folgt
dieser neuen Organisationsstruktur. Die Vorjahresvergleichsinformationen wurden entsprechend
angepasst. Wesentliche GeschäftsvorfälleAuf der ordentlichen Hauptversammlung der JENOPTIK AG am 8. Juni 2016 wurde die Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 0,22 Euro pro Aktie beschlossen. Die Auszahlung der Dividende
führte zu einer Minderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 12.592
TEUR. Für die Errichtung des neuen Technologie-Campus für Messtechnik und Laseranlagen am
US-Standort Rochester Hills, Michigan, wurden bisher Investitionen von 5.308 TEUR
getätigt, welche den Cashflow aus Investitionstätigkeit negativ beeinflusst haben.
Insgesamt sind Investitionen in Höhe von ca. 14 Mio Euro geplant. Im Zusammenhang mit dem Verkauf der M+W Zander Holding AG im Jahr 2005 wurde im 3.
Quartal 2016 eine abschließende Einigung über kaufpreisrelevante Sachverhalte mit
dem Erwerber erzielt, aus der Jenoptik insgesamt ein Zahlungsanspruch zusteht. Der
daraus resultierende Ertrag in Höhe von 1.986 TEUR zuzüglich Zinsen in Höhe von 1.458
TEUR wird separat unter aufgegebenem Geschäftsbereich in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung
und der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt. Ertragsteuern entstanden in diesem
Zusammenhang in Höhe von minus 174 TEUR. Im EBIT enthalten ist ein Ertrag in Höhe von 2.817 TEUR aus einer für Jenoptik positiven
Entscheidung eines Schiedsgerichts zu den Folgen der vorzeitigen Beendigung eines
Vertragsverhältnisses. Am 20. September 2016 wurde bekannt gegeben, dass der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael
Mertin seinen Vorstandsdienstvertrag mit der JENOPTIK AG nicht verlängern wird. Bereits im 1. Halbjahr 2016 wurde von einer Beteiligungsgesellschaft eine Dividende
an Jenoptik in Höhe von 1.693 TEUR ausgezahlt. Die Erträge werden im Beteiligungsergebnis
ausgewiesen und sind dem Segment Mobility zuzuordnen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit
wurde in gleicher Höhe positiv beeinflusst. Darüber hinaus gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle, die einen wesentlichen Einfluss
auf den Zwischenabschluss der Jenoptik im 3. Quartal oder kumuliert bis 30. September
2016 hatten. Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteAufgrund einer geplanten Veräußerung innerhalb eines Zwölf-Monats-Zeitraums wurde
im 1. Halbjahr 2016 eine Beteiligung gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten eingestuft.
Die Veräußerung der Beteiligung fand im 3. Quartal 2016 statt. Der Veräußerungsgewinn
ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten und die Zahlungsmittelzuflüsse
werden in der Kapitalflussrechnung als Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen
ausgewiesen. Der zur Veräußerung gehaltene Vermögenswert war dem Segment Optics &
Life Science zugehörig. Aufgliederung wesentlicher AbschlusspostenSACHANLAGENscroll
VORRÄTEscroll
FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITENscroll
KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITENscroll
ANDERE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
FinanzinstrumenteDie im Folgenden aufgeführten Buchwerte der Posten Zahlungsmittel, zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte, bedingte Verbindlichkeiten und Derivate mit
Hedge-Beziehung entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte der übrigen
Posten stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. scroll
Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
aus folgender Übersicht: scroll
Vorjahreswerte in Klammern Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die als quotierte Marktpreise
jederzeit verfügbar sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die
auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern ermittelt werden. Der
Stufe 3 liegen Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte
werden auf Basis von Börsenkursen (Stufe 1) beziehungsweise abgezinsten Zahlungsflüssen
(Stufe 3) ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Derivate mit Hedge-Beziehung werden anhand anerkannter
Bewertungsmethoden ermittelt. Dabei werden aktuelle Marktdaten herangezogen und diese
den Parametern gegenübergestellt, die dem jeweiligen Derivat zugrunde liegen. Die
verwendeten Marktdaten werden führenden Informationssystemen wie beispielsweise Reuters
entnommen. Kommt eine Interpolation von Marktdaten zur Anwendung, erfolgt diese linear. Die beizulegenden Zeitwerte von bedingten Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der erwarteten, zum Stichtag abgezinsten Zahlungsabflüsse bewertet. Die im Rahmen
des Unternehmenserwerbs der britischen Vysionics-Gruppe vereinbarte Put-Option für
den Kauf der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 1.542 TEUR wurde
mit dem Barwert des erwarteten Ausübungspreises erfasst. Im 1. Quartal wurden die
erwarteten Zahlungsabflüsse auf Basis aktueller Informationen neu bewertet und laufzeitadäquat
abgezinst mit Zinssätzen zwischen 0,62 und 0,71 Prozent. Die erfolgswirksame Verbuchung
hat das Finanzergebnis in Höhe von 555 TEUR negativ beeinflusst. Die im operativen
Ergebnis erfassten Gewinne von 241 TEUR resultieren aus der Bewertung dieser in Fremdwährung
bilanzierten Verbindlichkeit. Im 3. Quartal wurden Put-Optionen über einen Teil der
nicht beherrschenden Anteile ausgeübt. Dies führte zu einem Abgang der bedingten Verbindlichkeiten
in Höhe von 195 TEUR. Die Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Stufe 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden: scroll
Angaben über Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden
Unternehmen und Personen getätigt. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Jenoptik-Internetseiten unter
www.jenoptik.de/Investoren/Corporate-Governance dauerhaft zugänglich gemacht. Des
Weiteren ist die Erklärung am Sitz der Gesellschaft einsehbar. RechtsstreitigkeitenDie JENOPTIK AG und ihre Konzerngesellschaften sind an mehreren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt. Bis zum 30. September 2016 haben sich keine weiteren Rechtsstreitigkeiten
ergeben, die auf Basis der aktuellen Einschätzung wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche
Lage des Konzerns haben könnten. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag 30. September 2016 lagen
nicht vor. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Jena, 8. November 2016 scroll
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