![]() JENOPTIK AGJenaZwischenbericht des Jenoptik-Konzerns(ungeprüft)
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| in Mio Euro | Jan. - März 2017 | Jan. - März 2016 | Veränderung in % |
| Umsatz | 163,7 | 158,2 | 3,5 |
| Optics & Life Science | 59,0 | 52,2 | 13,0 |
| Mobility | 54,8 | 52,1 | 5,1 |
| Defense & Civil Systems | 50,2 | 54,4 | - 7,7 |
| Sonstige1 | - 0,3 | - 0,6 | |
| EBITDA | 17,7 | 16,6 | 6,5 |
| Optics & Life Science | 11,7 | 7,2 | 63,4 |
| Mobility | 2,9 | 4,4 | - 33,8 |
| Defense & Civil Systems | 4,3 | 4,3 | 0,0 |
| Sonstige1 | - 1,2 | 0,7 | |
| EBIT | 11,0 | 9,7 | 13,0 |
| Optics & Life Science | 9,7 | 5,2 | 87,1 |
| Mobility | 0,9 | 2,3 | - 59,7 |
| Defense & Civil Systems | 3,2 | 3,2 | 0,0 |
| Sonstige1 | - 2,8 | - 1,0 | |
| EBIT-Marge | 6,7% | 6,1% | |
| Optics & Life Science | 16,5% | 10,0% | |
| Mobility | 1,7% | 4,4% | |
| Defense & Civil Systems | 6,3% | 5,8% | |
| Ergebnis nach Steuern | 8,3 | 6,4 | 29,3 |
| Ergebnis je Aktie in Euro | 0,15 | 0,11 | 29,4 |
| Free Cashflow | 10,2 | 12,0 | - 15,0 |
| Auftragseingang | 221,3 | 158,4 | 39,7 |
| Optics & Life Science | 77,1 | 59,1 | 30,5 |
| Mobility | 74,5 | 64,8 | 15,0 |
| Defense & Civil Systems | 69,8 | 37,6 | 85,7 |
| Sonstige1 | - 0,1 | - 3,0 |
| 31. März 2017 | 31. Dez. 2016 | 31. März 2016 | |
| Auftragsbestand (in Mio Euro) | 461,0 | 405,2 | 368,5 |
| Optics & Life Science | 97,2 | 80,7 | 75,7 |
| Mobility | 128,1 | 108,3 | 104,6 |
| Defense & Civil Systems | 237,1 | 217,8 | 192,7 |
| Sonstige1 | - 1,3 | - 1,6 | - 4,4 |
| Kontrakte (in Mio Euro) | 156,5 | 160,9 | 57,1 |
| Optics & Life Science | 14,1 | 14,5 | 6,4 |
| Mobility | 80,8 | 79,1 | 12,6 |
| Defense & Civil Systems | 61,6 | 67,4 | 38,1 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) | 3.574 | 3.539 | 3.492 |
| Optics & Life Science | 1.110 | 1.123 | 1.132 |
| Mobility | 1.268 | 1.229 | 1.200 |
| Defense & Civil Systems | 888 | 881 | 879 |
| Sonstige1 | 308 | 306 | 281 |
Die Ermittlung der Kennzahlen zur Ertragslage erfolgte, sofern nicht abweichend indiziert,
auf Basis der fortgeführten Geschäftsbereiche. Es wird darauf hingewiesen, dass im
vorliegenden Zwischenbericht Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden
Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
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Gelungener Jahresauftakt: Konzernumsatz wuchs um 3,5 Prozent auf 163,7 Mio Euro (i.Vj. 158,2 Mio Euro). Umsatzsteigerungen wurden insbesondere in Amerika erzielt. Der Anteil der Auslandserlöse erhöhte sich auf 69 Prozent (i.Vj. 65 Prozent). |
| ― |
Der Konzern erreichte mit einem EBIT von 11,0 Mio Euro (i.Vj. 9,7 Mio Euro) ein Plus von 13,0 Prozent und eine EBIT-Marge von 6,7 Prozent (i.Vj. 6,1 Prozent). Das EBITDA stieg überproportional zum Umsatz auf 17,7 Mio Euro (i.Vj. 16,6 Mio Euro). Das Ergebnis nach Steuern nahm um 29,3 Prozent auf 8,3 Mio Euro zu (i.Vj. 6,4 Mio Euro). |
| ― |
Ein signifikanter Zuwachs von 39,7 Prozent auf 221,3 Mio Euro wurde beim Auftragseingang erzielt (i.Vj. 158,4 Mio Euro). Die Book-to-Bill-Rate übertraf mit 1,35 den Vorjahreswert von 1,00 deutlich. |
| ― |
Finanzkraft weiter gestärkt: Der Free Cashflow lag aufgrund höherer Investitionen unter dem guten Vorjahresniveau und erreichte 10,2 Mio Euro (i.Vj. 12,0 Mio Euro). Die Nettoverschuldung betrug minus 21,8 Mio Euro. |
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Segment-Highlights: |
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Ausblick 2017: Nach einer wie erwartet positiven Geschäftsentwicklung im 1. Quartal
2017 und auf Basis der sehr guten Auftrags- und Projektpipeline bestätigt der Vorstand
seine im März 2017 veröffentlichte Prognose. Der Konzernumsatz wird in einer Spanne
zwischen 720 und 740 Mio Euro erwartet. Die EBIT-Marge soll je nach Umsatzentwicklung
in einer Bandbreite von 9,5 bis 10,0 Prozent liegen. |
Der Jenoptik-Konzern ist aktiv in den drei Segmenten
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Optics & Life Science |
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Mobility |
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Defense & Civil Systems. |
Jenoptik ist ein international agierender integrierter Photonik-Konzern und Lieferant
von hochwertigen und innovativen Investitionsgütern. Damit ist der Konzern vorrangig
Partner von Industrieunternehmen. In den Segmenten Mobility sowie Defense & Civil
Systems liefern wir zudem an öffentliche Auftraggeber, zum Teil indirekt über Systemintegratoren.
Zu den Schlüsselmärkten zählen vor allem Halbleiterausrüstung, Medizintechnik, Automotive
und Maschinenbau, Verkehr, Luftfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik.
Zur Fortsetzung des nachhaltig profitablen Wachstums entwickeln wir den Jenoptik-Konzern
in seinen strategischen Kernfeldern Internationalisierung, Innovation und operative
Exzellenz gezielt weiter. Wir haben den Konzern konsequent auf unsere Wachstumsmärkte
ausgerichtet und profitieren von den globalen Megatrends Digitale Welt, Gesundheit,
Mobilität und Effizienz, Infrastruktur und Sicherheit. Wir positionieren uns als strategischer
Systempartner internationaler Kunden und gestalten mit ihnen gemeinsam zukunftsweisende
Lösungen.
Um unsere Wachstumsstrategie erfolgreich fortzusetzen,
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setzen wir die 2016 begonnene Ausrichtung der Segmente an Wachstumsmärkten und Megatrends weiter fort, |
| ― |
arbeiten wir konsequent an der Internationalisierung, verbunden mit einer höheren Wertschöpfungstiefe in unseren Wachstumsregionen Amerika und Asien/Pazifik, |
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bauen wir unsere System- und Applikationskompetenz aus und verfolgen damit fokussiert die Vorwärtsintegration unserer Geschäftsmodelle, |
| ― |
setzen wir unser Exzellenzprogramm mit erweiterten Schwerpunkten fort und |
| ― |
stärken wir unsere Finanzkraft. |
Unser organisches Wachstum wollen wir darüber hinaus durch Akquisitionen ergänzen.
Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie investiert Jenoptik rund 14 Mio Euro
am US-Standort in Rochester Hills, Michigan. Dort entsteht ein moderner Technologie-Campus
für Messtechnik und Laseranlagen.
Für zusätzliche Informationen zur strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns
verweisen wir auf den im März 2017 veröffentlichten Geschäftsbericht 2016 mit den
umfassenden Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien" ab Seite 58.

Die Konjunkturdaten bestätigten der Weltwirtschaft einen gelungenen Start ins Jahr
2017, wenn auch die Stimmung an den internationalen Kapitalmärkten weiterhin von einer
expansiven Geldpolitik gekennzeichnet war. Nach den zum Teil kräftigen Kurssteigerungen
der letzten Monate geriet die Aufwärtsbewegung an den Börsen am Ende des 1. Quartals
leicht ins Stocken. Insbesondere Zweifel an einer raschen Umsetzung der fiskalpolitischen
Maßnahmen der Trump-Administration belasteten die gute Stimmung an den Börsen, aber
auch die deutlich gestiegenen Aktienbewertungen dürften zu Gewinnmitnahmen beigetragen
haben. Der Dax ging am 31. März 2017 mit 12.313 Punkten aus dem Handel und legte somit
im 1. Quartal um 6,2 Prozent zu. Der TecDax schloss bei 2.047 Zählern und verzeichnete
ein Plus von 11,2 Prozent.
Die Jenoptik-Aktie entwickelte sich in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich
besser als der Gesamtmarkt. Die Aktie startete mit einem ersten Schlusskurs von 16,77
Euro am 2. Januar 2017 und kletterte bis zum Ende des 1. Quartals auf einen Wert von
23,24 Euro, was einer Marktkapitalisierung von 1,33 Mrd Euro entsprach. Das Jenoptik-Papier
verzeichnete somit im Berichtszeitraum ein Plus von 38,6 Prozent. Bis zum Handelsschluss
am 28. April 2017 stieg die Aktie weiter bis auf einen Kurs von 24,71 Euro.
Im TecDax verbesserte sich Jenoptik zum 31. März 2017 bei der Marktkapitalisierung
auf Basis des Freefloats von 89,0 Prozent auf Platz 15 (i.Vj. Platz 19). Beim Börsenumsatz
lag Jenoptik auf Rang 25 (i.Vj. Rang 22).
Mit Stand per 31. März 2017 berichteten insgesamt 13 Research-Institute bzw. Banken
regelmäßig über unser Unternehmen. Nach dem deutlichen Kursanstieg des Jenoptik-Papiers
seit Jahresbeginn und infolge des erreichten Preisniveaus haben einige Analysten ihre
Anlageempfehlung von Kaufen auf Halten geändert. Zum Quartalsende empfahlen somit
drei Analysten, die Aktie zu kaufen, zehn Analysten rieten zum Halten der Anteilsscheine.
Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten belief sich zu diesem Zeitpunkt auf
20,63 Euro.
| 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 | |
| Ergebnis der Aktionäre in TEUR | 8.387 | 6.479 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien | 57.238.115 | 57.238.115 |
| Ergebnis je Aktie in Euro | 0,15 | 0,11 |
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis der Aktionäre dividiert durch den gewichteten
Durchschnitt ausstehender Aktien.
| 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 | |
| Schlusskurs (Xetra) am 31.3. in Euro | 23,24 | 14,05 |
| Höchstkurs (Xetra) in Euro | 23,50 | 14,59 |
| Tiefstkurs (Xetra) in Euro | 16,11 | 11,14 |
| Marktkapitalisierung am 31.3. in Mio Euro | 1.330,1 | 804,2 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz in Stück1 | 176.166 | 126.347 |
Die Weltwirtschaft hat die Dynamik, die sie im 4. Quartal des Vorjahres gewonnen hatte,
auch im 1. Quartal 2017 gehalten, berichtete der Internationale Währungsfonds (IWF)
in seinem "World Economic Outlook" im April 2017. Bestätigt wurde diese positive Bilanz
durch robuste Finanzmärkte und eine lang erwartete zyklische Erholung in Produktion
und Handel. Verschärft haben sich dagegen in den ersten Monaten dieses Jahres geopolitische
Konflikte, vor allem infolge der jüngsten Raketentests in Nordkorea. Im Nahen Osten
haben der Krieg in Syrien und damit verbundene Militärschläge unter anderem die diplomatischen
Spannungen zwischen den USA und Russland weiter verstärkt.
Die Wirtschaft in den USA ist im 1. Quartal dieses Jahres um den niedrigsten Wert
seit drei Jahren gewachsen. Wie das US-Handelsministerium in einer ersten Schätzung
mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Januar und März um 0,7 Prozent
auf das Jahr gerechnet zu.
In China wuchs die Wirtschaft im 1. Quartal 2017 überraschend stark. Das Bruttoinlandsprodukt
erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent, so das chinesische
Statistikamt. Die globale Nachfrage sei besser und Infrastrukturinvestitionen zur
Ankurbelung der Konjunktur hätten gewirkt. Die Industrieproduktion legte in den ersten
drei Monaten um 6,8 Prozent zu, die Anlageinvestitionen um 9,2 Prozent, davon ein
Fünftel für Immobilien. Wirtschaftsexperten warnten allerdings vor der steigenden
Verschuldung und Unsicherheiten durch Konflikte mit Nordkorea und den USA.
Industrie und Dienstleistungssektor der Euro-Zone wuchsen in den ersten drei Monaten
stark, so IHS Markit in seinen monatlichen Einkaufsmanagerindizes. Getrieben vom Binnenmarkt
stieg der Index auf seinen höchsten Wert seit sechs Jahren.
Die deutsche Wirtschaft hat laut dem Frühjahrsgutachten deutscher Wirtschaftsinstitute
im 1. Quartal 2017 nochmals an Tempo zugelegt. Getragen werde dieser Aufschwung vor
allem durch den Konsum, weniger durch Investitionen. Laut Bundeswirtschaftsministerium
stiegen Industrieaufträge, Produktion und Exporte im Februar gegenüber dem Vormonat
stark an.
Für die Halbleiterausrüstungsindustrie veröffentlichte der Fachverband Semiconductor
Equipment and Materials International (SEMI) im März 2017 die finalen Ergebnisse für
2016. Die weltweiten Umsätze der Ausrüster stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 13
Prozent auf 41,2 Mrd US-Dollar.
Nach einem starken Januar 2017 im deutschen Maschinen- und Anlagenbau folgten im Februar
eine Stagnation bei den Auftragseingängen und ein Minus von 4 Prozent im März, so
der Fachverband VDMA. In Summe gingen im 1. Quartal nur 1 Prozent mehr Bestellungen
ein als im Vorjahr, das jedoch durch Großaufträge geprägt war. Dieses Ergebnis entspreche
den Erwartungen für die leichte Produktionssteigerung im laufenden Jahr.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zog eine positive Bilanz für das 1. Quartal
2017: Die großen Automobilmärkte China und Westeuropa legten bei den Neuzulassungen
im Vorjahresvergleich zu. Auch in Indien und Japan erhöhte sich das Absatzvolumen
deutlich. Dagegen blieb der Markt für Light Vehicles in den USA leicht unter dem Vorjahreswert.
In Russland und Brasilien zog die Nachfrage zuletzt nach schwachen Vormonaten wieder
an.
In der Sicherheits- und Wehrtechnik veröffentlichte das schwedische Friedensforschungsinstitut
SIPRI im April 2017 einen Bericht zu weltweiten Rüstungsexporten. Diese stiegen 2016
um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf knapp 1,6 Billionen Euro. Regional zeigten
sich deutliche Unterschiede: Wachstum wurde in Asien, Mittel- und Osteuropa sowie
Nordafrika verzeichnet, während die Ausgaben unter anderem in Mittel- und Südamerika
und im Nahen Osten rückläufig waren, darunter Saudi-Arabien. SIPRI führt Letzteres
auf gesunkene Erdöl-Einnahmen zurück. Die USA gaben am meisten für Rüstungsgüter aus,
gefolgt von China und Russland. Deutschland liegt in dieser Rangfolge auf Platz 9.
Für die anderen Branchen, die für Jenoptik relevant sind, wurden bis zur Abschlusserstellung
keine wesentlichen neuen Berichte veröffentlicht. Wir verweisen deshalb auf die Angaben
im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 69 ff.
In den Tabellen des Lageberichts, die wichtige Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern,
sind in der Position "Sonstige" das Corporate Center, das Shared Service Center, die
zentral verwalteten Immobilien sowie die Konsolidierungseffekte enthalten.
Jenoptik konnte in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2017 den Umsatz wie
geplant leicht um 3,5 Prozent auf 163,7 Mio Euro steigern (i.Vj. 158,2 Mio Euro).
Zugelegt haben die Segmente Optics & Life Science sowie Mobility aufgrund der hohen
Nachfrage nach optischen Systemen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie
sowie der Halbleiterausrüstungsindustrie, nach Medizintechnik, nach Verkehrssicherheit
sowie nach Messtechnik aus der Automobilindustrie.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz vor allem in Amerika deutlich um
38,8 Prozent auf 34,9 Mio Euro (i.Vj. 25,1 Mio Euro), aufgrund der positiven Entwicklung
aller Segmente. Auch in den Regionen Mittlerer Osten/Afrika sowie Europa konnten die
Umsätze auf 6,7 Mio Euro (i.Vj. 6,2 Mio Euro) bzw. 49,0 Mio Euro (i.Vj. 48,3 Mio Euro)
leicht zulegen. In DeutschIand gingen die Erlöse um insgesamt 6,2 Prozent auf 51,5
Mio Euro zurück (i.Vj. 54,8 Mio Euro). Auch die Region Asien/Pazifik erzielte mit
einem Umsatz von 21,7 Mio Euro 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatzanteil
der beiden Wachstumsregionen Amerika und Asien/Pazifik konnte jedoch zusammen auf
34,6 Prozent des Konzernumsatzes gesteigert werden (i.Vj. 30,8 Prozent). Der Anteil
des Auslandsumsatzes erhöhte sich ebenfalls auf 68,6 Prozent (i.Vj. 65,3 Prozent).
Eine Übersicht über die regionale Verteilung der Umsätze ist auf Seite 22 zu finden.
Die Umsatzkosten stiegen unterproportional zum Umsatz um 0,5 Prozent auf 106,2 Mio
Euro (i.Vj. 105,7 Mio Euro). Im Ergebnis verbesserte sich die Bruttomarge auf 35,1
Prozent (i.Vj. 33,1 Prozent).
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F+E) erreichten auch im 1. Quartal
2017 ein vergleichsweise hohes Niveau. Die F+E-Kosten beliefen sich mit 10,6 Mio Euro
auf Vorjahresniveau (i.Vj. 10,6 Mio Euro). Die in den Umsatzkosten enthaltenen Entwicklungskosten
im Kundenauftrag reduzierten sich im Berichtszeitraum auf 2,3 Mio Euro (i.Vj. 3,7
Mio Euro). Die F+E-Gesamtleistung betrug 12,9 Mio Euro nach 14,4 Mio Euro im Vorjahreszeitraum,
das entspricht 7,9 Prozent des Umsatzes (i.Vj. 9,1 Prozent). Die Kennzahl enthält
die F+E-Kosten, die Entwicklungskosten im Kundenauftrag sowie im Anlagevermögen aktivierte
Entwicklungsleistungen.
Die Vertriebskosten stiegen im 1. Quartal 2017 leicht auf 19,3 Mio Euro (i.Vj. 18,4
Mio Euro). Die Vertriebskostenquote lag mit 11,8 Prozent nahezu auf dem Niveau des
Vorjahres (i.Vj. 11,6 Prozent). Die Verwaltungskosten erhöhten sich im Berichtszeitraum
auf 15,8 Mio Euro (i.Vj. 13,0 Mio Euro). Im Wesentlichen war dies auf Aufwendungen
im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel, der gestiegenen Bewertung aktienbasierter
Vergütungen (LTI) für Vorstand und Teile des Top-Managements sowie Tarif- und Gehaltsanpassungen
zurückzuführen.
Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr. Der Saldo aus beiden Positionen lag mit
minus 0,8 Mio Euro (i.Vj. minus 0,7 Mio Euro) auf Vorjahresniveau.
Das EBIT verbesserte sich durch einen profitableren Umsatzmix überproportional zum
Umsatz. Mit 11,0 Mio Euro übertraf es den Vorjahreswert um 13,0 Prozent (i.Vj. 9,7
Mio Euro) aufgrund des starken Beitrags aus dem Segment Optics & Life Science. Die
EBIT-Marge lag mit 6,7 Prozent deutlich über dem Vorjahr(i .Vj. 6,1 Prozent).
| in Mio Euro | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 | Veränderung |
| in % | |||
| Gesamt | 163,7 | 158,2 | 3,5 |
| Optics & Life Science | 59,0 | 52,2 | 13,0 |
| Mobility | 54,8 | 52,1 | 5,1 |
| Defense & Civil Systems | 50,2 | 54,4 | - 7,7 |
| Sonstige | - 0,3 | - 0,6 |
| in Mio Euro | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 | Veränderung |
| in % | |||
| F+E-Leistung | 12,9 | 14,4 | -10,6 |
| F+E-Kosten | 10,6 | 10,6 | 0,0 |
| Aktivierte Entwicklungsleistung | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Entwicklungen im Kundenauftrag | 2,3 | 3,7 | -39,1 |
In den ersten drei Monaten 2017 steigerte der Konzern aus den zuvor genannten Gründen
auch das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inkl. Wertminderungen
und Wertaufholungen) überproportional zum Umsatz um 6,5 Prozent auf 17,7 Mio Euro
(i.Vj. 16,6 Mio Euro).
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtszeitraum mit minus 1,0 Mio Euro unter
anderem aufgrund geringerer Währungsverluste (i.Vj. minus 2,1 Mio Euro). Der Konzern
erzielte mit 10,0 Mio Euro (i.Vj. 7,6 Mio Euro) ein im Vergleich zum Vorjahresquartal
besseres Ergebnis vor Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich
auf 1,5 Mio Euro (i.Vj. 1,2 Mio Euro), was einer liquiditätswirksamen Steuerquote
von 15,2 Prozent (i.Vj. 15,7 Prozent) entspricht. Das Konzernergebnis nach Steuern
stieg damit signifikant um 29,5 Prozent auf 8,4 Mio Euro (i.Vj. 6,5 Mio Euro). Das
Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 0,15 Euro (i.Vj. 0,11 Euro).
Der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns erreichte bis Ende März 2017 einen Spitzenwert
für ein 1. Quartal. Mit 221,3 Mio Euro lag er 39,7 Prozent über dem Vorjahreswert
von 158,4 Mio Euro. Die Book-to-Bill-Rate, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz,
übertraf folglich mit 1,35 den Vorjahreswert deutlich (i.Vj. 1,00). Der Auftragsbestand
lag mit 461,0 Mio Euro um 13,8 Prozent über dem Vergleichswert (31.12.2016: 405,2
Mio Euro). Vom Auftragsbestand sollen noch in diesem Geschäftsjahr 67,2 Prozent zu
Umsatz führen und das geplante Wachstum unterstützen.
Darüber hinaus bestanden Kontrakte in Höhe von 156,5 Mio Euro (31.12.2016: 160,9 Mio
Euro). Bei Kontrakten handelt es sich um Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen, deren
genaue Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit noch nicht exakt angegeben werden können.
Mitarbeiter & Management. Die Zahl der Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns erhöhte sich
zum 31. März 2017 im Vergleich zum Jahresende 2016 mit 3.574 leicht (31.12.2016: 3.539
Mitarbeiter). Im Ausland stieg die Mitarbeiteranzahl im Zuge des internationalen Geschäftsausbaus
sowie aufgrund von Erstkonsolidierungen. Ende März 2017 waren 730 Mitarbeiter an den
ausländischen Standorten beschäftigt (31.12.2016: 686 Mitarbeiter).
Zum 31. März 2017 hatte Jenoptik insgesamt 97 Auszubildende (31.12.2016: 123 Auszubildende).
In Deutschland waren konzernweit 103 Leiharbeiter beschäftigt (31.12.2016: 64 Leiharbeiter).
Neuer Vorstandsvorsitzender des Jenoptik-Konzerns ist seit 1. Mai 2017 Dr. Stefan
Traeger. Der 49-Jährige folgte auf Dr. Michael Mertin, der nach knapp zehn Jahren
als Jenoptik-Chef das Unternehmen verlassen hat.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Segmente finden Sie im Segmentbericht
ab Seite 11.
| in Mio Euro | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 | Veränderung |
| in % | |||
| Gesamt | 11,0 | 9,7 | 13,0 |
| Optics & Life Science | 9,7 | 5,2 | 87,1 |
| Mobility | 0,9 | 2,3 | - 59,7 |
| Defense & Civil Systems | 3,2 | 3,2 | - 0,6 |
| Sonstige | - 2,8 | - 1,0 |
| in Mio Euro | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 | Veränderung |
| in % | |||
| Auftragseingang | 221,3 | 158,4 | 39,7 |
| 31.3.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | |
| in % | |||
| Auftragsbestand | 461,0 | 405,2 | 13,8 |
| Kontrakte | 156,5 | 160,9 | -2,8 |
| 31.3.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | |
| in % | |||
| Gesamt | 3.574 | 3.539 | 1,0 |
| Optics & Life Science | 1.110 | 1.123 | -1,2 |
| Mobility | 1.268 | 1.229 | 3,2 |
| Defense & Civil Systems | 888 | 881 | 0,9 |
| Sonstige | 308 | 306 | 0,7 |
Mit einer soliden Eigenkapitalquote, den Schuldscheindarlehen sowie dem Konsortialkredit
verfügt der Konzern über eine tragfähige Finanzierungsstruktur für weiteres organisches
Wachstum und für strategisch wertsteigernde Akquisitionen.
Zum Ende des 1. Quartals 2017 stieg der Verschuldungsgrad, das Verhältnis von Fremdkapital
zu Eigenkapital, von 0,71 zum Jahresende 2016 auf 0,73, da sich das Fremdkapital stärker
als das Eigenkapital erhöhte.
Zum 31. März 2017 war der Jenoptik-Konzern weiter nettoschuldenfrei. Die Nettoverschuldung
lag bei minus 21,8 Mio Euro (31.12.2016: minus 17,9 Mio Euro).
Mit 9,8 Mio Euro gab der Konzern in den ersten drei Monaten 2017 mehr für Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte aus als im Vorjahreszeitraum (i.Vj. 5,5 Mio Euro).
Mit 9,4 Mio Euro floss der größte Teil der Mittel in die Sachanlagen (i.Vj. 5,1 Mio
Euro). Investitionen erfolgten zur Unterstützung des weiteren Wachstums, unter anderem
für neue Kundenaufträge, in die technische Neuausstattung und Kapazitätserweiterung
im Fertigungsbereich sowie für den Neubau am US-Standort Rochester Hills, Michigan.
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte blieben zum 31. März 2017 mit 0,4
Mio Euro auf Vorjahresniveau (i.Vj. 0,4 Mio Euro). Die planmäßigen Abschreibungen
betrugen 6,7 Mio Euro (i.Vj. 6,9 Mio Euro) und lagen damit unter den Gesamtinvestitionen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde neben dem Ergebnisanstieg und
positiven Effekten aus der Veränderung sonstiger Vermögenswerte und Schulden vor allem
durch höhere Auszahlungen für das Working Capital beeinflusst.
Zum 31. März 2017 verbesserte er sich mit 18,4 Mio Euro gegenüber dem Vorjahreswert
von 15,4 Mio Euro.
Negativ beeinflusst wurde der Cashflow aus Investitionstätigkeit insbesondere durch
höhere Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, Auszahlungen für den Erwerb
des britischen Verkehrstechnikspezialisten ESSA Technology sowie die Auszahlungen
aufgrund von Finanzmittelanlagen in Höhe von 20,2 Mio Euro. Zum 31. März 2017 betrug
der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit 34,7 Mio Euro (i.Vj. 3,9 Mio Euro).
Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern
abzüglich der Ein- und Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen)
lag im Berichtszeitraum mit 10,2 Mio Euro aufgrund höherer Investitionen unter dem
Vorjahresniveau (i.Vj. 12,0 Mio Euro).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 1,9 Mio Euro (i.Vj. minus 1,3 Mio Euro).
Er wurde positiv von den Einzahlungen aus der Begebung von Krediten für den Bau des
Technologiecampus in Rochester Hills, Michigan, beeinflusst.
Zum 31. März 2017 lag die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns mit 839,4 Mio Euro über
dem Wert vom Jahresende 2016 (31.12.2016: 813,1 Mio Euro). Zurückzuführen ist der
Anstieg insbesondere auf höhere Vorräte und kurzfristige Schulden.
Die Zunahme der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen führte zu einem leichten
Anstieg der langfristigen Vermögenswerte auf 375,5 Mio Euro (31.12.2016: 371,9 Mio
Euro), hauptsächlich bedingt durch den Erwerb des britischen Unternehmens ESSA Technology
und höhere Investitionen in Sachanlagen.
Einen Anstieg von 22,7 Mio Euro auf 463,9 Mio Euro verzeichneten die kurzfristigen
Vermögenswerte (31.12.2016: 441,2 Mio Euro). Innerhalb dieses Bilanzpostens gab es
unterschiedliche Entwicklungen. Die Vorräte erhöhten sich auf 178,8 Mio Euro (31.12.2016:
159,3 Mio Euro), da auftragsbedingt wie in den Vorjahren Vorleistungen für künftige
Umsätze erbracht wurden. Die Forderungen lagen mit 126,2 Mio Euro unter dem Wert vom
Jahresende 2016 (31.12.2016: 129,8 Mio Euro). Darüber hinaus stiegen die kurzfristigen
Finanzanlagen auf 70,8 Mio Euro (31.12.2016: 50,5 Mio Euro), da weitere Geldanlagen
mit kurzer Laufzeit getätigt wurden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
dagegen reduzierten sich auf 77,9 Mio Euro (31.12.2016: 92,0 Mio Euro), im Wesentlichen
bedingt durch die zuvor genannten Geldanlagen.
Im Vergleich zum Jahresende 2016 erhöhte sich das Working Capital zum 31. März 2017
auf 218,9 Mio Euro (31.12.2016: 209,9 Mio Euro), blieb aber gegenüber der Vorjahresperiode
fast konstant (31.3.2016: 218,0 Mio Euro). Die Working-Capital-Quote, das Verhältnis
von Working Capital zu Umsatz auf Basis der letzten zwölf Monate, lag mit 31,7 Prozent
zwar über dem Niveau vom Jahresende 2016 (31.12.2016: 30,7 Prozent), blieb aber unter
dem Wert der Vorjahresperiode (31.3.2016: 32,0 Prozent).
Insbesondere das Ende März ausgewiesene Ergebnis nach Steuern führte zu einem Anstieg
des Eigenkapitals auf 484,3 Mio Euro (31.12.2016: 476,4 Mio Euro). Die Eigenkapitalquote
lag mit 57,7 Prozent unter dem Wert vom Jahresende 2016 (31.12.2016: 58,6 Prozent),
da das Fremdkapital und damit auch die Bilanzsumme in den ersten drei Monaten stärker
angestiegen waren.
Im Vergleich zu Ende Dezember 2016 blieben die langfristigen Schulden mit 176,6 Mio
Euro fast unverändert (31.12.2016: 175,4 Mio Euro). Wesentlicher Bestandteil der langfristigen
Schulden sind die 2011 bzw. 2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen
von 125 Mio Euro und einer ursprünglichen Laufzeit von fünf beziehungsweise sieben
Jahren. Bei den anderen, in den langfristigen Schulden enthaltenen Posten gab es nur
geringe Veränderungen.
Die kurzfristigen Schulden stiegen im Vergleich zum Jahresende 2016 auf 178,5 Mio
Euro (31.12.2016: 161,3 Mio Euro). Zurückzuführen ist die Zunahme vor allem auf höhere
sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten infolge gestiegener Abgrenzungen
für künftige Umsätze sowie unterjähriger Verbindlichkeiten für Urlaubsansprüche der
Mitarbeiter. Auch die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen und die kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen legten zu. Bei den übrigen Positionen
gab es insgesamt nur geringe Veränderungen.
Unternehmenskäufe und -verkäufe. Im Januar erwarb der Jenoptik-Konzern alle Anteile
am britischen Unternehmen ESSA Technology (Domestic and Commercial Security Limited),
einem Spezialisten für Software zur Verkehrsüberwachung und für zugehörige Back-Office-Lösungen,
vor allem zur polizeilichen automatischen Kennzeichenerfassung (ANPR, automatic number
plate recognition). Das Unternehmen erzielte im letzten Jahr einen Umsatz im unteren
einstelligen Millionen-Euro-Bereich und wird in das Jenoptik-Segment Mobility integriert.
Weitere Unternehmenskäufe und -verkäufe fanden in den ersten drei Monaten 2017 nicht
statt.
Auch bei den nicht bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gab es keine
Änderungen, für Informationen dazu verweisen wir auf die Angaben im Geschäftsbericht
2016 auf Seite 83 und die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten auf Seite 178.
Das Segment Optics & Life Science verzeichnete in den ersten drei Monaten 2017 mit
59,0 Mio Euro beim Umsatz ein Plus von 13,0 Prozent (i.Vj. 52,2 Mio Euro). Treiber
dieser Entwicklung war vor allem das Geschäft mit Lösungen für die Informations- und
Kommunikationstechnologie sowie Halbleiterausrüstungsindustrie. Der Absatz im Markt
für Medizintechnik und Life Science entwickelte sich ebenso positiv. Das Segment steuerte
insgesamt 36,0 Prozent zum Konzernumsatz bei (i.Vj. 33,0 Prozent). Die Umsätze in
Deutschland stiegen von 9,2 Mio Euro auf 11,8 Mio Euro. Die Erlöse in Europa (ohne
Deutschland) legten auf 21,7 Mio Euro zu (i.Vj. 18,1 Mio Euro). Die Umsätze in Amerika
konnten deutlich um 26,2 Prozent auf 11,6 Mio Euro gesteigert werden (i.Vj. 9,2 Mio
Euro).
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) verbesserte sich insbesondere aufgrund
der hohen Nachfrage nach optischen Systemlösungen und der guten Entwicklung im Bereich
Laser infolge der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen signifikant um 87,1 Prozent
auf 9,7 Mio Euro (i.Vj. 5,2 Mio Euro). In den ersten drei Monaten 2017 erzielte das
Segment damit eine EBIT-Marge von 16,5 Prozent (i.Vj. 10,0 Prozent). Im Vergleich
zum Vorjahr legte auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA)
deutlich um 63,4 Prozent auf 11,7 Mio Euro zu (i.Vj. 7,2 Mio Euro).
Der Auftragseingang stieg sehr erfreulich um 30,5 Prozent auf 77,1 Mio Euro (i.Vj.
59,1 Mio Euro). Im Verhältnis zum Umsatz ergibt sich damit eine Book-to-Bill-Rate
von 1,31 (i.Vj. 1,13).
Der Auftragsbestand im Segment lag über dem Stand vom 31. Dezember 2016 und betrug
Ende März 2017 97,2 Mio Euro (31.12.2016: 80,7 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden
Kontrakte in Höhe von 14,1 Mio Euro (31.12.2016: 14,5 Mio Euro).
| Veränderung | |||
| in Mio Euro | 31.3.2017 | 31.3.2016 | in % |
| Umsatz | 59,0 | 52,2 | 13,0 |
| EBITDA | 11,7 | 7,2 | 63,4 |
| EBITDA-Marge in % | 19,9 | 13,8 | |
| EBIT | 9,7 | 5,2 | 87,1 |
| EBIT-Marge in % | 16,5 | 10,0 | |
| Investitionen | 1,2 | 1,0 | 20,1 |
| Free Cashflow | 1,7 | -0,3 | |
| Auftragseingang | 77,1 |
59,1 | 30,5 |
| Auftragsbestand1 | 97,2 | 80,7 | 20,4 |
| Kontrakte1 | 14,1 | 14,5 | -2,5 |
| Mitarbeiter1 | 1.110 | 1.123 | -1,2 |
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016
Der Umsatz des Segmentes Mobility in den ersten drei Monaten 2017 lag mit 54,8 Mio
Euro leicht über dem Vorjahresniveau (i.Vj. 52,1 Mio Euro). Der Bereich Automotive
entwickelte sich im 1. Quartal stabil. Das Geschäft mit Verkehrssicherheitstechnik
konnte leicht zulegen. Das Segment steigerte seine Umsätze in Europa, Amerika und
in der Region Mittlerer Osten/Afrika. In Deutschland sowie im asiatisch-pazifischen
Raum fielen sie dagegen niedriger aus. Der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz nahm
von 33,0 Prozent im Vorjahr auf 33,5 Prozent leicht zu.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) des Segmentes fiel um 59,7 Prozent
auf 0,9 Mio Euro (i.Vj. 2,3 Mio Euro). Diese Entwicklung war hauptsächlich bedingt
durch den Markteintritt in neue Geschäftsfelder und Anlaufkosten für kundenspezifische
Projekte. Hierzu zählen beispielsweise das Mautprojekt, für das Jenoptik 2016 den
Zuschlag erhalten hatte und als Entwicklungs- und Technologiepartner bis 2018 neue
Anlagen zur Kontrolle der LKW-Maut auf deutschen Bundesstraßen liefern wird. Die EBIT-Marge
reduzierte sich dementsprechend im 1. Quartal auf 1,7 Prozent (i.Vj. 4,4 Prozent).
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) ging im Berichtszeitraum
um 33,8 Prozent auf 2,9 Mio Euro zurück (i.Vj. 4,4 Mio Euro).
Da der Auftragseingang im Segment Mobility den Umsatz der Berichtsperiode deutlich
überstieg, erreichte die Book-to-Bill-Rate in den ersten drei Monaten 2017 einen Wert
von 1,36 (i.Vj. 1,24). Der Auftragseingang lag mit 74,5 Mio Euro über dem Vorjahreswert
(i.Vj. 64,8 Mio Euro).
Der Auftragsbestand des Segmentes wuchs zum Ende des 1. Quartals um 18,3 Prozent auf
128,1 Mio Euro an (31.12.2016: 108,3 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden Kontrakte
in Höhe von 80,8 Mio Euro (31.12.2016: 79,1 Mio Euro).
Die Investitionen im Segment Mobility nahmen im 1. Quartal 2017 deutlich auf 6,4 Mio
Euro zu (i.Vj. 0,8 Mio Euro). Zurückzuführen ist dies zum einen auf bereits produzierte
Anlagen, im Rahmen eines kanadischen Verkehrssicherheitsprojektes. Zum anderen investierte
der Jenoptik-Konzern auch im 1. Quartal weiter in den Bau seines Technologie-Campus
am US-Standort Rochester Hills, Michigan. Die Fertigstellung und der Bezug des neuen
Firmengebäudes erfolgen planmäßig im 2. Quartal 2017.
Die Investitionen und das rückläufige Ergebnis waren wesentliche Gründe für den Rückgang
des Free Cashflows auf 1,0 Mio Euro (i.Vj. 3,7 Mio Euro).
| Veränderung | |||
| in Mio Euro | 31.3.2017 | 31.3.2016 | in % |
| Umsatz | 54,8 |
52,1 |
5,1 |
| EBITDA | 2,9 |
4,4 |
-33,8 |
| EBITDA-Marge in % | 5,3 |
8,4 |
|
| EBIT | 0,9 |
2,3 |
-59,7 |
| EBIT-Marge in % | 1,7 |
4,4 |
|
| Investitionen | 6,4 |
0,8 |
|
| Free Cashflow | 1,0 |
3,7 | -73,3 |
| Auftragseingang | 74,5 |
64,8 |
15,0 |
| Auftragsbestand1 | 128,1 |
108,3 |
18,3 |
| Kontrakte1 | 80,8 |
79,1 |
2,2 |
| Mitarbeiter1 | 1.268 |
1.229 | 3,2 |
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016
Nach den ersten drei Monaten realisierte das Segment Defense & Civil Systems Umsätze
in Höhe von 50,2 Mio Euro. Damit lagen die Erlöse erwartungsgemäß 7,7 Prozent unter
dem vergleichbaren Vorjahresquartal (i.Vj. 54,4 Mio Euro), das im Bereich Energie-
und Sensorsysteme durch die Abrechnung mehrerer Großprojekte besonders umsatzstark
war. Der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz reduzierte sich auf 30,7 Prozent (i.Vj.
34,4 Prozent). Zuwächse verzeichnete das Segment in Amerika, insbesondere durch die
planmäßige Abarbeitung der Aufträge für das Patriot-Raketenabwehrsystem.
Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) konnte trotz einer schwächeren Umsatzentwicklung
mit 3,2 Mio Euro stabil auf dem Vorjahresniveau gehalten werden (i.Vj. 3,2 Mio Euro).
Hauptursachen hierfür waren ein gutes Servicegeschäft und ein veränderter Produktmix.
Die EBIT-Marge verbesserte sich im Berichtszeitraum dementsprechend auf 6,3 Prozent
(i.Vj. 5,8 Prozent). Das Segment erwirtschaftete in den ersten drei Monaten 2017 ein
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) von 4,3 Mio Euro (i.Vj.
4,3 Mio Euro).
Das Segment Defense & Civil Systems meldete im 1. Quartal verschiedene internationale
Großprojekte, die entweder direkt im Auftragseingang oder in den Kontrakten erfasst
wurden. Zum einen erhielt der Konzern den Zuschlag für die Lieferung von Stromaggregaten
für die Bordnetzversorgung in Passagierzügen. Zum anderen verzeichnete Jenoptik einen
Folgeauftrag im Rahmen des polnischen Modernisierungsprogramms für Leopard 2-Panzer.
Dazu gehört unter anderem die Lieferung von Hilfsstromaggregaten im Wert von rund
11 Mio Euro. Der Auftragseingang stieg um 85,7 Prozent auf 69,8 Mio Euro (i.Vj. 37,6
Mio Euro). Die Book-to-Bill-Rate erhöhte sich dementsprechend deutlich auf 1,39 nach
0,69 im Vorjahr.
Infolge des sehr guten Auftragseingangs stieg der Auftragsbestand des Segmentes um
19,2 Mio Euro auf 237,1 Mio Euro (31.12.2016: 217,8 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden
Kontrakte in Höhe von 61,6 Mio Euro (31.12.2016: 67,4 Mio Euro).
| Veränderung | |||
| in Mio Euro | 31.3.2017 | 31.3.2016 | in % |
| Umsatz | 50,2 |
54,4 |
-7,7 |
| EBITDA | 4,3 |
4,3 |
0,0 |
| EBITDA-Marge in % | 8,6 |
8,0 | |
| EBIT | 3,2 |
3,2 |
0,0 |
| EBIT-Marge in % | 6,3 |
5,8 |
|
| Investitionen | 1,0 |
0,9 |
9,9 |
| Free Cashflow | 8,4 |
9,3 |
-9,9 |
| Auftragseingang | 69,8 |
37,6 | 85,7 |
| Auftragsbestand1 | 237,1 |
217,8 | 8,8 |
| Kontrakte1 | 61,6 |
67,4 |
-8,7 |
| Mitarbeiter1 | 888 |
881 |
0,9 |
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016
Jenoptik hat im Rahmen der laufenden Übernahme eines US-amerikanischen Unternehmens
ein Angebot erhalten, diesem Verfahren beizutreten und seine im Jahr 2011 erworbene
Minderheitsbeteiligung an diesem Unternehmen zu veräußern. Das Angebot wird aktuell
geprüft.
Darüber hinaus gab es zum Zeitpunkt der Berichterstellung keine weiteren Vorgänge
nach dem Bilanzstichtag 31. März 2017, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern
waren bzw. die einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
von Jenoptik hatten.
Im Rahmen der Berichterstattung zum Risiko- und Chancenbericht verweisen wir auf die
Ende März 2017 veröffentlichten Angaben im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 101
bis 110.
Wesentliche Änderungen dort beschriebener Risiken und Chancen sind im Verlauf der
ersten drei Monate 2017 nicht eingetreten.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in seinem World Economic Outlook, veröffentlicht
im April 2017, die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft leicht erhöht (siehe Tabelle)
und rechnet 2017 mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent nach 3,1 Prozent im letzten
Jahr. Begünstigt werde diese Entwicklung durch eine wieder anziehende Wirtschaftsleistung
in China, steigende Verbraucher- und Ölpreise sowie robuste Finanzmärkte. Risiken
sieht der IWF in der zunehmenden Gefahr geopolitischer Spannungen, Protektionismus
im weltweiten Handel sowie steigenden Zinsen in den USA.
Für die USA rechnet der IWF mit einem stärkeren Wachstum des Bruttoinlandsproduktes
(BIP) als im Vorjahr von 2,3 Prozent, während die Wirtschaft in der Euro-Zone mit
1,7 Prozent Wachstum auf Vorjahresniveau bleiben soll.
China hat Anfang März sein Wachstumsziel für 2017 auf rund 6,5 Prozent gesenkt und
bewegt sich damit im Rahmen des eigenen Fünfjahresplanes, der bis 2020 einen durchschnittlichen
Anstieg des BIP von 6,5 Prozent vorsieht.
Für Deutschland hat der IWF seine BIP-Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent
angehoben. Diese Wachstumsrate liegt leicht über dem Frühjahrsgutachten der deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute. Deren Gemeinschaftsprognose von 1,5 Prozent stützt
sich hauptsächlich auf den Privatkonsum. Ein erhebliches Risiko für die exportorientierte
deutsche Industrie sei die geplante protektionistische Handelspolitik der USA, so
die Institute in ihrem Gutachten. Weitere Risiken sehen die Wirtschaftsinstitute in
politischen Entwicklungen in Europa wie die Folgen der Brexit-Verhandlungen und der
Wahlen in Frankreich.
| Veränderung zur Prognose von Januar | |||
| in % | 2017 | 2017 | 2018 |
| Welt | 3,5 | 0,1 | 3,6 |
| USA | 2,3 | 0,0 | 2,5 |
| Euro-Zone | 1,7 | 0,1 | 1,6 |
| Deutschland | 1,6 | 0,1 | 1,5 |
| China | 6,6 | 0,1 | 6,2 |
| Schwellenländer | 4,5 | 0,0 | 4,8 |
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, April 2017
Laut dem "World Fab Forecast", den der Fachverband SEMI im März 2017 für die Halbleiterausrüster
veröffentlichte, wird diese Industrie 2017 einen neuen Umsatzrekord erreichen: Nach
41,2 Mrd US-Dollar im Jahr 2016 sollen die weltweiten Umsätze auf 46 Mrd US-Dollar
steigen. Infolge zahlreicher Modernisierungen könne dieser Wert 2018 mit knapp 50
Mrd US-Dollar erneut übertroffen werden. Insbesondere in China rechnet SEMI mit hohen
Ausgaben für die Halbleiterausrüstung, da bis 2018 mehrere neue Chipfabriken gebaut
bzw. ausgerüstet werden sollen.
Mit einer ähnlich starken Dynamik rechnet der IT-Analyst Gartner für die Halbleiterbranche
und erhöhte deshalb seine Umsatzprognose: Einer Pressemeldung von Mitte April zufolge
soll der weltweite Umsatz 2017 um 12,3 Prozent auf 386 Mrd US-Dollar zulegen. Im Januar
2017 war Gartner noch von 364 Mrd US-Dollar ausgegangen.
Für die anderen Branchen wurden keine wesentlichen neuen Prognosen veröffentlicht.
Wir verweisen deshalb auf die Angaben im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 111
ff.
Im Fokus der strategischen Entwicklung steht für Jenoptik, den eingeschlagenen Kurs
des profitablen Wachstums fortzusetzen. Um dies auch mittel- bis langfristig sicherzustellen,
haben wir die Konzernstruktur konsequent an globalen Megatrends sowie auf Markt- und
Kundenbedürfnisse ausgerichtet und setzen dabei auf Internationalisierung, Innovation
und operative Exzellenz. Das organische Wachstum soll darüber hinaus durch geeignete
Akquisitionen ergänzt und die Profitabilität weiter verbessert werden.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung ist es, dass sich die politischen
und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. Dazu gehören unter anderem
die noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des Brexits, sonstige Regulierungen auf
europäischer Ebene, Export- und Handelsrestriktionen sowie die weiteren Entwicklungen
in der Türkei, den USA und China sowie die Konflikte im Nahen Osten.
Für weitere Informationen zum mittel- bis langfristigen Ausblick verweisen wir auf
den im März 2017 veröffentlichten Geschäftsbericht 2016, insbesondere auf die Angaben
im Kapitel "Ziele und Strategien" ab Seite 58 sowie im Prognosebericht ab Seite 111.
Umsatzwachstum, daraus resultierende Skaleneffekte, aber auch Kostendisziplin, höhere
Margen aus einem zunehmenden System- und Servicegeschäft sowie der Ausbau internationaler
Vertriebsstrukturen sollen auch 2017 zu einer Steigerung und Nachhaltigkeit der Ergebnisse
führen. Maßnahmen zur Prozessoptimierung und Projekte zur Konzernentwicklung werden
im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Der Jenoptik-Konzern verfolgt so konsequent
sein Ziel, profitables Wachstum in allen Segmenten sicherzustellen. Wertsteigernde
Akquisitionen werden intensiv geprüft.
Nach einer wie erwartet positiven Entwicklung im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres
und auf Basis der sehr guten Auftrags- und Projektpipeline bestätigt der Vorstand
die im März 2017 veröffentlichte Prognose. Er geht für 2017 von einem organischen
Umsatz- und Ergebniswachstum aus. Der Konzernumsatz wird in einer Spanne zwischen
720 und 740 Mio Euro erwartet. Alle drei Segmente sollen zum Umsatzwachstum beitragen.
Beim EBIT - auf Basis der fortgeführten Geschäftsbereiche - rechnet Jenoptik 2017
ebenfalls mit einem Anstieg. Die EBIT-Marge soll dabei je nach Umsatzentwicklung in
einer Bandbreite von 9,5 bis 10,0 Prozent liegen.
Die gute Vermögenslage und eine tragfähige Finanzierungsstruktur bieten Jenoptik ausreichend
Handlungsspielraum für die Finanzierung des weiteren Wachstums und von Akquisitionen.
Der Konzern plant unverändert, bis Ende 2018 inklusive kleinerer Akquisitionen einen
Jahresumsatz von rund 800 Mio Euro bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von etwa
10 Prozent zu erreichen. Um diese Ziele zu realisieren, strebt das Unternehmen ein
überproportionales Wachstum im Ausland an, insbesondere in Amerika und im Raum Asien/Pazifik.
Mehr als 40 Prozent des Umsatzes (2016: 34,4 Prozent) sollen bis 2018 in den beiden
genannten Fokusregionen erzielt werden.
Für den Ausblick auf weitere Kenngrößen der Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung
der Segmente in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2016 ab Seite 114.
Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Geschäftslage wurden auf Basis
des Informationsstands zum Zeitpunkt der Berichtserstellung getroffen. Sie erfolgen
unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Lage im Rahmen der in diesem
Bericht sowie im Geschäftsbericht 2016 ab Seite 114 gegebenen Konjunktur- und Branchenprognosen
entwickelt.
| in TEUR | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 |
| Fortgeführte Geschäftsbereiche | ||
| Umsatzerlöse | 163.716 | 158.167 |
| Umsatzkosten | 106.243 | 105.744 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 57.474 | 52.422 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 10.578 | 10.632 |
| Vertriebskosten | 19.322 | 18.389 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 15.770 | 12.961 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.045 | 4.132 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.879 | 4.865 |
| EBIT | 10.969 | 9.708 |
| Beteiligungsergebnis | - 76 | - 70 |
| Finanzerträge | 176 | 2.159 |
| Finanzaufwendungen | 1.113 | 4.195 |
| Finanzergebnis | - 1.013 | - 2.106 |
| Ergebnis vor Steuern | 9.956 | 7.602 |
| Ertragsteuern | - 1.655 | - 1.182 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.301 | 6.419 |
| Aufgegebener Geschäftsbereich | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 75 | 50 |
| EBIT | 75 | 50 |
| Ergebnis vor Steuern | 75 | 50 |
| Ergebnis nach Steuern | 75 | 50 |
| Konzern | ||
| Ergebnis nach Steuern | 8.376 | 6.469 |
| Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile | - 11 | - 10 |
| Ergebnis der Aktionäre | 8.387 | 6.479 |
| Ergebnis je Aktie in Euro - fortgeführte Geschäftsbereiche | 0,15 | 0,11 |
| Ergebnis je Aktie in Euro - aufgegebener Geschäftsbereich | 0,00 | 0,00 |
| Ergebnis je Aktie in Euro - Konzern (unverwässert=verwässert) | 0,15 | 0,11 |
| in TEUR | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.376 | 6.469 |
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 216 | - 436 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus der Bewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 216 | - 436 |
| Posten, die zukünftig möglicherweise in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 258 | - 2.945 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 92 | - 211 |
| Cashflow Hedge | 788 | 803 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | - 386 | - 3.293 |
| Latente Steuern | - 236 | - 244 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | 474 | - 3.381 |
| Gesamtergebnis | 8.850 | 3.088 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Nicht beherrschende Anteile | 22 | 123 |
| Aktionäre | 8.828 | 2.965 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | 31.3.2016 |
| Langfristige Vermögenswerte | 375.550 | 371.891 | 3.658 | 372.820 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 115.048 | 111.352 | 3.696 | 117.785 |
| Sachanlagen | 160.662 | 157.882 | 2.780 | 152.288 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4.420 | 4.444 | - 23 | 4.514 |
| Finanzanlagen | 17.383 | 19.034 | - 1.651 | 19.677 |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.544 | 1.923 | - 380 | 2.617 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.698 | 1.926 | - 228 | 1.386 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 1.020 | 1.108 | - 88 | 1.385 |
| Latente Steuern | 73.774 | 74.223 | - 448 | 73.168 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 463.867 | 441.159 | 22.708 | 393.489 |
| Vorräte | 178.779 | 159.324 | 19.455 | 173.628 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 126.163 | 129.821 | - 3.659 | 114.576 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 938 | 2.422 | - 1.484 | 2.448 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte | 9.279 | 7.091 | 2.188 | 8.702 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 70.817 | 50.540 | 20.277 | 397 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 77.891 | 91.961 | - 14.070 | 93.738 |
| Summe Aktiva | 839.417 | 813.051 | 26.366 | 766.309 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | 31.3.2016 |
| Eigenkapital | 484.306 | 476.379 | 7.927 | 438.220 |
| Gezeichnetes Kapital | 148.819 | 148.819 | 0 | 148.819 |
| Kapitalrücklage | 194.286 | 194.286 | 0 | 194.286 |
| Andere Rücklagen | 141.510 | 133.604 | 7.905 | 96.073 |
| Nicht beherrschende Anteile | - 308 | - 330 | 22 | - 958 |
| Langfristige Schulden | 176.602 | 175.358 | 1.243 | 170.281 |
| Pensionsverpflichtungen | 37.144 | 37.630 | - 486 | 36.253 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 12.077 | 12.339 | - 262 | 10.491 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 122.798 | 120.479 | 2.319 | 113.285 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 666 | 680 | - 13 | 1.183 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.758 | 3.485 | - 728 | 3.224 |
| Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 865 | 655 | 209 | 3.951 |
| Latente Steuern | 294 | 90 | 203 | 1.894 |
| Kurzfristige Schulden | 178.508 | 161.313 | 17.195 | 157.807 |
| Steuerrückstellungen | 3.578 | 3.380 | 198 | 2.264 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 49.150 | 46.152 | 2.998 | 45.999 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.072 | 4.129 | - 57 | 14.258 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 52.179 | 48.402 | 3.777 | 44.411 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 4.990 | 5.642 | - 651 | 5.218 |
| Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten | 64.539 | 53.609 | 10.930 | 45.656 |
| Summe Passiva | 839.417 | 813.051 | 26.366 | 766.309 |
| in TEUR | 1.1. bis 31.3.2017 | 1.1. bis 31.3.2016 |
| Ergebnis vor Steuern - fortgeführte Geschäftsbereiche | 9.956 | 7.602 |
| Ergebnis vor Steuern - aufgegebener Geschäftsbereich | 75 | 50 |
| Ergebnis vor Steuern | 10.031 | 7.652 |
| Finanzerträge und Finanzaufwendungen | 937 | 2.036 |
| Abschreibungen | 6.739 | 6.916 |
| Wertminderungen / Wertaufholungen | 76 | 72 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang Anlagevermögen | 13 | 87 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | - 28 | - 343 |
| Operatives Ergebnis vor Veränderungen des Working Capital und weiterer Bilanzposten | 17.769 | 16.419 |
| Veränderung der Rückstellungen | 2.283 | 3.231 |
| Veränderung Working Capital | - 6.657 | - 4.615 |
| Veränderung sonstiger Vermögenswerte und Schulden | 6.169 | 2.351 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern | 19.565 | 17.387 |
| Ertragsteuerzahlungen | - 1.175 | - 2.031 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 18.389 | 15.356 |
| davon aufgegebener Geschäftsbereich | 75 | 50 |
| Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | 3 | 23 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 365 | - 437 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen | 374 | 83 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | - 9.406 | - 5.097 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | 0 | 1.500 |
| Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | - 87 | - 107 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen | - 5.089 | 0 |
| Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition | - 20.204 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 97 | 118 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 34.676 | - 3.918 |
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und Krediten | 2.354 | 0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Krediten | - 31 | - 465 |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing | - 40 | - 8 |
| Veränderung der Konzernfinanzierung | - 59 | - 419 |
| Gezahlte Zinsen | - 288 | - 376 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.936 | - 1.268 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | - 14.351 | 10.171 |
| davon aufgegebener Geschäftsbereich | 75 | 50 |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 193 | - 257 |
| Veränderung Finanzmittelfonds aus Konsolidierungskreisänderungen | 89 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 91.961 | 83.824 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 77.891 | 93.738 |
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Kumulierte Gewinne | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Cashflow Hedge | Kumulierte Währungsdifferenzen |
| Stand am 1.1.2016 | 148.819 | 194.286 | 111.508 | 802 | - 399 | 9.273 |
| Bewertung Finanzinstrumente | - 211 | 563 | ||||
| Bewertung Pensionsverpflichtung | ||||||
| Währungsveränderungen | - 3.453 | |||||
| Ergebnis nach Steuern | 6.479 | |||||
| Stand am 31.3.2016 | 148.819 | 194.286 | 117.987 | 591 | 164 | 5.820 |
| Stand am 1.1.2017 | 148.819 | 194.286 | 155.016 | 515 | - 1.577 | 8.108 |
| Bewertung Finanzinstrumente | 92 | 552 | ||||
| Bewertung Pensionsverpflichtung | ||||||
| Währungsveränderungen | - 386 | |||||
| Ergebnis nach Steuern | 8.387 | |||||
| Übrige Veränderungen | - 944 | |||||
| Stand am 31.3.2017 | 148.819 | 194.286 | 162.459 | 607 | - 1.025 | 7.722 |
| in TEUR | Neubewertung | Den Aktionären der JENOPTIK AG zustehendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt |
| Stand am 1.1.2016 | - 28.076 | 436.213 | - 1.081 | 435.132 |
| Bewertung Finanzinstrumente | 352 | 352 | ||
| Bewertung Pensionsverpflichtung | - 436 | - 436 | - 436 | |
| Währungsveränderungen | 23 | - 3.430 | 133 | - 3.297 |
| Ergebnis nach Steuern | 6.479 | - 10 | 6.469 | |
| Stand am 31.3.2016 | - 28.489 | 439.178 | - 958 | 438.220 |
| Stand am 1.1.2017 | - 28.457 | 476.710 | - 331 | 476.379 |
| Bewertung Finanzinstrumente | 644 | 644 | ||
| Bewertung Pensionsverpflichtung | 216 | 216 | 216 | |
| Währungsveränderungen | - 11 | - 397 | 33 | - 364 |
| Ergebnis nach Steuern | 8.387 | - 11 | 8.376 | |
| Übrige Veränderungen | - 944 | - 944 | ||
| Stand am 31.3.2017 | - 28.252 | 484.616 | - 309 | 484.307 |
| in TEUR | Optics & Life Science | Mobility | Defense & Civil Systems | Sonstige | Konsolidierung | Konzern |
| Umsatzerlöse | 58.968 | 54.824 | 50.221 | 9.460 | - 9.756 | 163.716 |
| (52.175) | (52.146) | (54.436) | (8.548) | (- 9.138) | (158.167) | |
| davon konzerninterne Umsätze | 1.026 | 22 | 16 | 8.692 | - 9.756 | 0 |
| (1.253) | (39) | (87) | (7.760) | (- 9.138) | (0) | |
| davon konzernexterne Umsätze | 57.942 | 54.802 | 50.205 | 767 | 0 | 163.716 |
| (50.922) | (52.107) | (54.350) | (788) | (0) | (158.167) | |
| Deutschland | 11.762 | 12.390 | 26.616 | 683 | 0 | 51.452 |
| (9.223) | (13.477) | (31.359) | (766) | (0) | (54.825) | |
| Europa | 21.725 | 16.557 | 10.732 | 0 | 0 | 49.014 |
| (18.073) | (14.830) | (15.417) | (0) | (0) | (48.319) | |
| Amerika | 11.555 | 13.463 | 9.870 | 0 | 0 | 34.888 |
| (9.155) | (11.904) | (4.080) | (0) | (0) | (25.138) | |
| Mittlerer Osten / Afrika | 3.021 | 2.460 | 1.199 | 0 | 0 | 6.680 |
| (3.692) | (1.684) | (871) | (0) | (0) | (6.247) | |
| Asien / Pazifik | 9.880 | 9.932 | 1.787 | 84 | 0 | 21.683 |
| (10.779) | (10.212) | (2.624) | (22) | (0) | (23.637) | |
| EBITDA | 11.735 | 2.900 | 4.300 | - 1.164 | - 63 | 17.709 |
| (7.182) | (4.381) | (4.334) | (709) | (20) | (16.626) | |
| EBIT | 9.716 | 930 | 3.156 | - 2.771 | - 61 | 10.969 |
| (5.192) | (2.310) | (3.175) | (- 990) | (20) | (9.708) | |
| Beteiligungsergebnis | - 76 | 0 | 0 | 0 | 0 | - 76 |
| (- 70) | (0) | (0) | (0) | (0) | (- 70) | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 3.757 | 4.316 | 2.387 | 127 | - 9 | 10.578 |
| (3.763) | (5.187) | (1.680) | (96) | (- 94) | (10.632) | |
| Free Cashflow (vor Zinsen und Ertragsteuern) | 1.670 | 989 | 8.395 | - 905 | 20 | 10.170 |
| (- 324) | (3.710) | (9.320) | (- 1.027) | (280) | (11.959) | |
| Working Capital1 | 65.530 | 65.363 | 91.439 | - 3.288 | - 144 | 218.900 |
| (56.563) | (64.668) | (93.514) | (- 4.717) | (- 111) | (209.917) | |
| Auftragseingang | 77.122 | 74.457 | 69.828 | 9.378 | - 9.455 | 221.330 |
| (59.076) | (64.750) | (37.606) | (7.969) | (- 10.988) | (158.413) | |
| Kontrakte1 | 14.118 | 80.824 | 61.556 | 0 | 0 | 156.498 |
| (14.480) | (79.054) | (67.408) | (0) | (0) | (160.942) | |
| Vermögenswerte1 | 205.664 | 237.708 | 184.704 | 719.073 | - 507.732 | 839.417 |
| (190.624) | (225.286) | (176.851) | (718.487) | (- 498.198) | (813.051) | |
| Schulden1 | 53.901 | 158.197 | 134.089 | 197.534 | - 188.612 | 355.110 |
| (48.058) | (146.245) | (129.538) | (193.311) | (- 180.479) | (336.672) | |
| Investitionen | 1.170 | 6.413 | 993 | 395 | 0 | 8.970 |
| (974) | (819) | (903) | (481) | (0) | (3.178) | |
| Planmäßige Abschreibungen | 2.020 | 1.970 | 1.144 | 1.608 | - 2 | 6.739 |
| (1.988) | (2.071) | (1.158) | (1.698) | (0) | (6.916) | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 1.087 | 1.226 | 830 | 304 | 0 | 3.446 |
| ohne Auszubildende | (1.108) | (1.174) | (830) | (276) | (0) | (3.388) |
Vorjahreswerte in Klammern
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016
Das Mutterunternehmen des Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen im Handelsregister Jena unter der Nummer HRB 200146. Die JENOPTIK AG ist
an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert und wird unter anderem im TecDax geführt.
Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 31. März 2017,
der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt wurde, werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016. Dieser wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden
sind. Diese Methoden sind im Anhang des Geschäftsberichts 2016 im Einzelnen veröffentlicht
und detailliert beschrieben. Der Geschäftsbericht ist auf unserer Internetseite unter
www.jenoptik.de unter Investoren/ Berichte und Präsentationen abrufbar.
Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt und wird, wenn nicht
anders vermerkt, in TEUR angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können.
Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält dieser Konzernzwischenabschluss alle üblichen,
laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens im Berichtszeitraum darzustellen.
Die folgenden IFRS wurden im Geschäftsjahr 2017 erstmalig angewendet:
Änderung IAS 12 "Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste".
Mit der Änderung wird klargestellt, dass ein Unternehmen berücksichtigen muss, ob
Steuergesetze die Quellen für ein künftiges zu versteuerndes Einkommen beschränken,
gegen das es Abzüge aus der Auflösung der entsprechenden abzugsfähigen temporären
Differenzen verwenden kann. Des Weiteren enthält die Änderung Leitlinien, wie ein
Unternehmen künftiges zu versteuerndes Einkommen zu ermitteln hat, und erläutert die
Umstände, unter denen künftiges zu versteuerndes Einkommen Beträge aus der Realisation
von Vermögenswerten über deren Buchwert hinaus enthalten kann. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens
war der 1. Januar 2017. Diese Neuerungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den
Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 7: Offenlegungsinitiative. Die Änderung von IAS 7 "Kapitalflussrechnungen"
ist Teil der Offenlegungsinitiative des IASB und verpflichtet Unternehmen, Angaben
zu machen, die es Abschlussadressaten ermöglichen, Änderungen der Schulden nachzuvollziehen,
die aus der Finanzierungstätigkeit resultieren. Bei erstmaliger Anwendung der Änderungen
müssen Unternehmen keine Vergleichsinformationen für vorherige Berichtsperioden angeben.
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 1. Januar 2017. Infolge der Anwendung der
Änderungen wird der Konzern die zusätzlich erforderlichen Angaben im Geschäftsbericht
für das Geschäftsjahr 2017 machen.
Im Konzernabschluss der JENOPTIK AG sind 34 (31.12.2016: 32) vollkonsolidierte Tochtergesellschaften
enthalten. Davon haben 12 (31.12.2016: 12) ihren Sitz im Inland und 22 (31.12.2016:
20) im Ausland. Zum Konsolidierungskreis gehört unverändert eine gemeinschaftliche
Tätigkeit.
Mit Unterzeichnung des Vertrages am 19. Januar 2017 hat Jenoptik über die britische
Gesellschaft JENOPTIK Traffic Solutions UK Ltd. 100 Prozent der Anteile an der Domestic
and Commercial Security Limited (nachfolgend: ESSA Technology), Saltash, Großbritannien,
erworben. ESSA Technology ist Spezialist für Software zur Verkehrsüberwachung und
für das dazugehörige Back-Office, vor allem zur polizeilichen automatischen Kennzeichenerfassung
(ANPR, automatic number plate recognition). Mit dem Erwerb der Gesellschaft erweitert
der Jenoptik-Konzern sein Portfolio im Bereich der Verkehrssicherheit und setzt die
Entwicklung hin zum Anbieter integrierter Lösungen für öffentliche Sicherheit und
Smart Cities fort.
Da Jenoptik an der erwerbenden Gesellschaft JENOPTIK Traffic Solutions UK Ltd. 94,64
Prozent der Anteile hält, sind 5,36 Prozent der Ergebnisse von ESSA Technology ab
dem Erwerbszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen.
Die nachfolgenden Angaben beruhen auf vorläufigen Beträgen. Die Vorläufigkeit betrifft
die Feststellung des erworbenen Nettovermögens, insbesondere hinsichtlich erworbener
immaterieller Vermögenswerte, und die Feststellung des Kaufpreises im Hinblick auf
die Finalisierung der sogenannten Completion Accounts. Diese haben Auswirkungen auf
die Berechnung des Kaufpreises und somit auf die Kaufpreisallokation und die Höhe
des zu aktivierenden Geschäfts- oder Firmenwerts. Weiterhin betrifft die Vorläufigkeit
die Angaben zu außerbilanziellen Eventualverbindlichkeiten. Die Finalisierung der
Erstkonsolidierung wird bis zum Ende des Bewertungszeitraums erfolgen.
Der Kaufpreis besteht aus einer fixen Barkomponente in Höhe von 4.610 TGBP (5.354
TEUR). Im Gegenzug haben wir folgendes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
erworben:
| in TEUR |
Zugänge |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.528 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.117 |
| Langfristige Schulden | 264 |
| Kurzfristige Schulden | 402 |
In den übernommenen Vermögenswerten sind Forderungen mit einem Bruttowert von 808
TEUR enthalten, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Eine Uneinbringlichkeit
der erworbenen Forderungen wird nicht erwartet.
Ebenfalls in den übernommenen Vermögenswerten enthalten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Höhe von 265 TEUR.
Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der ESSA Technology wurden insbesondere
ein Kundenstamm, Technologien, Markenrechte und ein Auftragsbestand als immaterielle
Vermögenswerte identifiziert. Die Abschreibungsdauern der immateriellen Vermögenswerte
liegen zwischen drei und zehn Jahren. Außerdem wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 3.376 TEUR für die Übernahme des geschulten Personals sowie für Synergieeffekte
aus der Erweiterung des Angebotsspektrums hin zu integrierten Lösungen erfasst. Der
Geschäfts- oder Firmenwert ist der Gruppe zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Traffic
Solutions" zugeordnet und steuerlich nicht abzugsfähig.
Eventualverbindlichkeiten wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht übernommen.
Kosten für den Erwerb der ESSA Technology entstanden im Geschäftsjahr 2017 in Höhe
von 46 TEUR (i.Vj. 148 TEUR). Diese wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ausgewiesen.
Der Quartalsabschluss enthält aus der Einbeziehung der ESSA Technology Umsätze in
Höhe von 269 TEUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 21 TEUR. Unter der Fiktion,
dass der Unternehmenserwerb bereits zum 1. Januar 2017 stattgefunden hätte, würden
die Konzernumsätze 163.821 TEUR betragen und das Konzernergebnis nach Steuern würde
sich auf 8.419 TEUR belaufen. Zur Bestimmung dieser Angaben wurde angenommen, dass
die beizulegenden Zeitwerte der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten
immateriellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2017 identisch sind mit denen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt.
Diese Pro-Forma-Zahlen wurden ausschließlich zu Vergleichszwecken erstellt. Sie geben
weder zuverlässig Aufschluss über die operativen Ergebnisse, die tatsächlich erzielt
worden wären, wenn die Übernahme zu Beginn der Periode erfolgt wäre, noch über zukünftige
Ergebnisse.
Zum 1. Januar 2017 wurde die Gesellschaft JENOPTIK India Private Limited, Bangalore,
Indien, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Es ergaben sich folgende Zugänge
in den Aktiva und Passiva zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung:
| in TEUR |
Zugänge |
| Langfristige Vermögenswerte | 16 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 529 |
| Langfristige Schulden | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 276 |
Der Quartalsabschluss enthält aus der neu konsolidierten Gesellschaft Umsätze in Höhe
von 65 TEUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von minus 62 TEUR.
Unternehmensveräußerungen fanden nicht statt.
Es gab keine Geschäftsvorfälle, die einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss
der Jenoptik zum 31. März 2017 hatten.
| in TEUR |
31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Grundstücke, Bauten | 83.570 | 84.396 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 38.506 | 39.730 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 22.057 | 21.546 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16.529 | 12.210 |
| Gesamt | 160.662 | 157.882 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 62.595 | 54.924 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 93.082 | 84.400 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 21.943 | 18.738 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.159 | 1.261 |
| Gesamt | 178.779 | 159.324 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 120.081 | 124.608 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 5.457 | 4.419 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 583 | 562 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 42 | 232 |
| Gesamt | 126.163 | 129.821 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 122.722 | 120.434 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 76 | 45 |
| Gesamt | 122.798 | 120.479 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.051 | 4.088 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 21 | 41 |
| Gesamt | 4.072 | 4.129 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 51.585 | 48.020 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 94 | 293 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Beteiligungsunternehmen | 500 | 89 |
| Gesamt | 52.179 | 48.402 |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | 33.284 | 29.461 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Betriebsangehörigen | 14.030 | 12.816 |
| Abgrenzungen | 9.022 | 3.295 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 6.134 | 4.183 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.069 | 3.854 |
| Gesamt | 64.539 | 53.609 |
Die im Folgenden aufgeführten Buchwerte der Posten zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte, Zahlungsmittel, bedingte Verbindlichkeiten und Derivate mit und ohne
Hedge-Beziehung entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte der übrigen
Posten stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die lang- und kurzfristigen Anteile der jeweiligen Bilanzposten wurden in der folgenden
Darstellung zusammengefasst.
| Bewertungskategorie nach IAS 391) | Buchwert | Buchwert | |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 | |
| Finanzanlagen | |||
| Wertpapiere | LAR | 69.950 | 49.746 |
| Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | AFS | 14.934 | 16.598 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 1.757 | 1.656 |
| Ausleihungen | LAR | 1.280 | 1.294 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte | HTM | 280 | 280 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LAR | 127.706 | 131.745 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | - | 720 | 845 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | - | 64 | 43 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 1.510 | 1.599 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | LAR | 342 | 1.862 |
| Zahlungsmittel | LAR | 77.891 | 91.961 |
| Bewertungskategorie nach IAS 391) | Buchwert | Buchwert | |
| in TEUR | 31.3.2017 | 31.12.2016 | |
| Finanzverbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 126.773 | 124.521 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | - | 97 | 86 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 52.846 | 49.082 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Bedingte Verbindlichkeiten | FVTPL | 1.287 | 1.284 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | - | 1.741 | 2.770 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVTPL | 574 | 567 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 4.147 | 4.506 |
Im Rahmen des Kapitalmanagements wurde im 1. Quartal 2017 eine weitere Geldanlage
in Höhe von 20.204 TEUR vorgenommen. Diese ist unter den kurzfristigen Finanzanlagen
in der Kategorie Wertpapiere enthalten.
Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
aus folgender Übersicht:
| Buchwerte | ||||
| in TEUR | 31.3.2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle | 1.757 | 1.387 | 0 | 370 |
| Vermögenswerte | (1.656) | (1.295) | (0) | (361) |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 64 | 0 | 64 | 0 |
| (Vermögenswerte) | (43) | (0) | (43) | (0) |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.510 | 0 | 1.510 | 0 |
| (Vermögenswerte) | (1.599) | (0) | (1.599) | (0) |
| Bedingte Verbindlichkeiten | 1.287 | 0 | 0 | 1.287 |
| (1.284) | (0) | (0) | (1.284) | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.741 | 0 | 1.741 | 0 |
| (Verbindlichkeiten) | (2.770) | (0) | (2.770) | (0) |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 574 | 0 | 574 | 0 |
| (Verbindlichkeiten) | (567) | (0) | (567) | (0) |
Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr.
Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die als quotierte Marktpreise
jederzeit verfügbar sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die
auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern ermittelt werden. Der
Stufe 3 liegen Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen.
Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte
werden auf Basis von Börsenkursen (Stufe 1) beziehungsweise abgezinsten Zahlungsflüssen
(Stufe 3) ermittelt.
Die beizulegenden Zeitwerte aller Derivate werden anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden
ermittelt. Dabei werden die über den jeweils vereinbarten Terminkurs bzw. Zinssatz
determinierten zukünftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktdaten abdiskontiert.
Die dabei verwendeten Marktdaten sind führenden Finanzinformationssystemen, wie beispielsweise
Reuters, entnommen. Kommt eine Interpolation von Marktdaten zur Anwendung, erfolgt
diese linear.
Die beizulegenden Zeitwerte von bedingten Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der erwarteten, zum Stichtag abgezinsten Zahlungsabflüsse bewertet. Die im Rahmen
des Unternehmenserwerbs der britischen Vysionics-Gruppe vereinbarte Put-Option für
den Kauf der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile wurde unter Anwendung eines
Abzinsungssatzes von 0,47 Prozent mit dem Barwert des erwarteten Ausübungspreises
in Höhe von 1.287 TEUR erfasst. Die erfolgswirksame Verbuchung der Aufzinsung hat
das Finanzergebnis in Höhe von 2 TEUR negativ beeinflusst. Die im operativen Ergebnis
erfassten Verluste von 1 TEUR resultieren aus der Bewertung dieser in Fremdwährung
bilanzierten Verbindlichkeit.
Die Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Stufe 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden:
| in TEUR | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Bedingte Verbindlichkeiten |
| Stand zum 1.1.2017 | 361 | 1.284 |
| Zugänge | 87 | 0 |
| Im operativen Ergebnis erfasste Gewinne/Verluste | 0 | 1 |
| Im Finanzergebnis erfasste Gewinne/ Verluste | -76 | 2 |
| Stand zum 31.3.2017 | 370 | 1.287 |
Im aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden
Unternehmen und Personen getätigt.
Die aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Jenoptik-Internetseiten unter
www.jenoptik.de/Investoren/Corporate-Governance dauerhaft zugänglich gemacht. Des
Weiteren ist die Erklärung am Sitz der Gesellschaft einsehbar.
Die JENOPTIK AG und ihre Konzerngesellschaften sind an mehreren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt. Für mögliche finanzielle Belastungen aus laufenden Gerichts- oder Schiedsverfahren
wurden in angemessener Höhe Rückstellungen für Prozessrisiken bzw. Prozesskosten gebildet.
Sofern diese Verfahren erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns
haben könnten, sind sie im Konzernabschluss 2016 beschrieben. Bis zum 31. März 2017
haben sich keine weiteren Rechtsstreitigkeiten ergeben, die auf Basis der aktuellen
Einschätzung wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben
könnten.
Jenoptik hat im Rahmen der laufenden Übernahme eines US-amerikanischen Unternehmens
ein Angebot erhalten, diesem Verfahren beizutreten und seine im Jahr 2011 erworbene
Minderheitsbeteiligung an diesem Unternehmen zu veräußern. Das Angebot wird aktuell
geprüft. Darüber hinaus gab es zum Zeitpunkt der Berichterstellung keine weiteren
Vorgänge nach dem Bilanzstichtag 31. März 2017, die von wesentlicher Bedeutung für
den Konzern waren bzw. die einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage von Jenoptik hatten."
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Jena, 9. Mai 2017
| Dr. Stefan Traeger | Hans-Dieter Schumacher |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand |