![]() JENOPTIK AGJenaZwischenbericht des Jenoptik-Konzerns Januar - September 2017(ungeprüft)
Jenoptik-Konzern auf einen Blickscroll
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Die Ermittlung der Kennzahlen zur Ertragslage erfolgte auf Basis der fortgeführten
Geschäftsbereiche. Es wird darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Zwischenbericht Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Die Monate Januar bis September 2017 im Überblick
Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitJenoptik ist ein international agierender Photonik-Konzern und Lieferant von hochwertigen
und innovativen Investitionsgütern. Damit ist der Konzern vorrangig Technologiepartner
von Industrieunternehmen. In den Segmenten Mobility sowie Defense & Civil Systems
liefern wir zudem an öffentliche Auftraggeber, zum Teil indirekt über Systemintegratoren. Zu den Schlüsselmärkten zählen vor allem Halbleiterausrüstung, Medizintechnik, Automotive
und Maschinenbau, Verkehr, Luftfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik. Der Jenoptik-Konzern ist aktiv in den drei Segmenten
Ziele und StrategienDer Jenoptik-Konzern ist konsequent auf attraktive Markt- und Kundensegmente ausgerichtet.
Die erfolgreiche Entwicklung dieser Märkte wird dabei begünstigt durch globale Trends
wie digitale Welt, Gesundheit, Mobilität und Effizienz, Infrastruktur und Sicherheit.
Um auch künftig weiter wachsen zu können und unsere Profitabilität zu verbessern,
setzen wir verstärkt auf Internationalisierung, Innovation und effiziente Prozesse.
Wir positionieren uns als verlässlicher Technologiepartner internationaler Kunden,
um mit ihnen gemeinsam zukunftsweisende und effiziente Lösungen zu gestalten. Um unsere Wachstumsstrategie erfolgreich fortzusetzen,
Unser organisches Wachstum wollen wir auch künftig durch Akquisitionen ergänzen. Im Geschäftsjahr 2017 hat Jenoptik zwei kleinere Akquisitionen getätigt und sich damit
zum einen im Bereich der Verkehrsüberwachung und öffentlichen Sicherheit verstärkt.
Zum anderen sicherte sich der Konzern wesentliches Know-how bei der Prozessautomation
und erschließt sich durch die Kombination mit dem Laseranlagengeschäft neue Wachstumspotenziale
im US-Markt. Weitere Informationen zu den Akquisitionen finden Sie im Segmentbericht auf der Seite
12 und im Anhang ab Seite 25. Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie investierte Jenoptik in den USA rund
14 Mio Euro in einen neuen Standort in Rochester Hills, Michigan. Dort entstand, insbesondere
für die Kunden des nordamerikanischen Automobilmarktes, ein moderner Technologie-Campus
für Messtechnik und Laseranlagen, der im Juni 2017 offiziell eröffnet wurde. Für zusätzliche Informationen zur strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns
verweisen wir auf den im März 2017 veröffentlichten Geschäftsbericht 2016 mit den
umfassenden Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien" ab Seite 58. Die Jenoptik-AktieDie weltweiten Aktienmärkte zeigten auch im 3. Quartal 2017 eine anhaltend positive
Entwicklung. Einige der Börsenindizes markierten neue Rekordstände. Der Dax schloss
am 29. September 2017 bei 12.829 Punkten und legte so in den ersten neun Monaten des
Jahres um 10,6 Prozent zu. Der TecDax konnte sich noch besser entwickeln. Am letzten
Handelstag im 3. Quartal notierte er bei 2.434 Punkten, was einem Zuwachs im kumulierten
Berichtszeitraum von Januar bis September von 32,2 Prozent entspricht. ![]() Die Jenoptik-Aktie entwickelte sich in den ersten neun Monaten 2017 deutlich besser
als der Gesamtmarkt. Die Aktie startete zu Jahresbeginn mit einem ersten Schlusskurs
von 16,77 Euro und kletterte zunächst auf ihren vorläufigen Höchststand von 26,60
Euro am 4. Mai 2017. Im September konnte das Jenoptik-Papier nochmals deutlich zulegen
und schloss am 29. September 2017 bei 28,04 Euro, was zugleich den Höchststand der
Aktie in den ersten neun Monaten des Jahres markierte. Unsere Aktien verzeichneten
somit im Berichtszeitraum ein Plus von 67,2 Prozent. Die Gesamtrendite (Total Shareholder
Return) betrug im Neun-Monats-Zeitraum 68,7 Prozent (i.Vj. 13,0 Prozent). Bis zum
Handelsschluss am 30. Oktober 2017 legte die Aktie weiter bis auf einen Kurs von 28,91
Euro zu. Bei der Marktkapitalisierung verzeichnete Jenoptik Ende September 2017 mit
1.605,0 Mio Euro ein neues Allzeithoch. Zum 30. Oktober verbesserte sich die Marktkapitalisierung
des Konzerns infolge der guten Kursentwicklung weiter auf 1.654,5 Mio Euro. Im Juni 2017 reduzierte J.P. Morgan die bestehende Beteiligung an Jenoptik von 3,01
Prozent auf 2,97 Prozent. Zuvor hatte J.P. Morgan erst im Mai 2017 den Erwerb von
insgesamt 1.720.604 Jenoptik-Aktien gemeldet. Im September 2017 informierte uns die
Dimensional Holdings Inc., dass sich der Anteilsbesitz von 3,01 Prozent auf 2,99 Prozent
reduziert hat. Die Liquidität der TecDax-Werte und damit auch der Jenoptik-Aktie hat sich in den
vergangenen zwölf Monaten wieder spürbar verbessert. So konnte der Handel an den deutschen
Börsen (Xetra, deutsche Parkettbörsen sowie Tradegate) in den ersten neun Monaten
2017 mit durchschnittlich 163.856 Jenoptik-Aktien pro Tag um 43,4 Prozent gegenüber
dem Vergleichszeitraum zulegen (i.Vj. 114.233). Im TecDax-Ranking verbesserte sich
Jenoptik zum 30. September 2017 bei der Marktkapitalisierung auf Basis des Freefloats
von 89,0 Prozent auf Platz 16 (i.Vj. Platz 17). Beim Börsenumsatz lag Jenoptik unverändert
auf Rang 21 (i.Vj. Rang 21). Auf der 19. ordentlichen Hauptversammlung am 7. Juni 2017 in Weimar beschlossen die
Aktionäre unter anderem die Zahlung einer erhöhten Dividende von 0,25 Euro je Aktie
(i.Vj. 0,22 Euro). Auf Basis der Dividendensumme von 14,3 Mio Euro betrug die Ausschüttungsquote
bezogen auf das 2016 erzielte Ergebnis der Aktionäre 25,0 Prozent (i.Vj. 25,4 Prozent). Das Jenoptik-Management präsentierte in den ersten neun Monaten 2017 das Unternehmen
vor Investoren und Analysten auf Konferenzen in Barcelona, Berlin, Frankfurt/Main,
Lyon, Madrid, München, Warschau und Zürich sowie auf zwölf Roadshows an wichtigen
europäischen Finanzplätzen sowie in Chicago und New York. Aktuell berichten insgesamt 13 Research-Häuser bzw. Banken regelmäßig über Jenoptik.
Nach dem deutlichen Kursanstieg haben einige Analysten das Jenoptik-Papier herabgestuft.
Ende Oktober 2017 empfahlen vier Analysten die Aktie zu kaufen, sieben Analysten rieten
zum Halten und zwei zum Verkaufen der Anteilsscheine. Das durchschnittliche Kursziel
aller Analysten belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 23,46 Euro (i.Vj. 15,90 Euro). Ergebnis je Aktiescroll
Das Ergebnis je Aktie Konzern entspricht dem Ergebnis der Aktionäre inklusive aufgegebener
Geschäftsbereich dividiert durch den gewichteten Durchschnitt ausstehender Aktien. Kennzahlen zur Jenoptik-Aktiescroll
Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der BranchenDie Weltwirtschaft ist dieses Jahr im Aufschwung: Der Internationale Währungsfonds
(IWF) verzeichnete vor allem in Europa, Japan, China und in den USA eine zunehmende
Wachstumsdynamik. Das Bruttoinlandsprodukt in den USA stieg im 3. Quartal 2017 nach Angaben des Handelsministeriums
um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im 2. Quartal lag der Zuwachs bei 3,1 Prozent.
Wachstumstreiber war erneut der Privatkonsum, aber auch die Investitionen von Unternehmen
in Ausrüstung stiegen deutlich. Chinas Wirtschaft ist im 3. Quartal 2017 um 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
gewachsen und damit nur geringfügig schwächer als in den Vorquartalen. Ökonomen begründen
das weiterhin kräftige Wachstum mit der anhaltend hohen Kreditvergabe, die den Bau-
und Immobiliensektor stützt. Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist im bisherigen Jahresverlauf stärker gewachsen
als erwartet. Nach 0,5 Prozent im 1. Quartal erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt
in den zwei Folgequartalen jeweils um 0,6 Prozent, wie Statistik- und Wirtschaftsinstitute
ermittelten. Treiber der Entwicklung waren Investitionen aufgrund niedriger Zinsen
und verbesserter Kreditbedingungen sowie der Privatkonsum. Im Außenhandel wurde die
Nachfrage leicht gebremst durch einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit infolge der
Aufwertung des Euros, so Ökonomen. Die deutsche Wirtschaft befand sich laut dem Bundeswirtschaftsministerium im Aufschwung,
getrieben durch Privatkonsum und höhere Unternehmensinvestitionen. Für die Halbleiterausrüstungsindustrie veröffentlichte der Fachverband Semiconductor
Equipment and Materials International (SEMI) bislang nur die Umsatzzahlen für das
2. Quartal 2017: Mit 14,1 Mrd US-Dollar wurde ein historischer Rekordwert für ein
Quartal erzielt. Der Umsatz lag 8 Prozent über dem Vorquartal und 35 Prozent über
dem Vorjahresquartal. Korea blieb der größte Markt vor Taiwan und China. Auch die Halbleiterindustrie erlebte eine starke Nachfrage. So erlöste die Branche
nach Angaben der Semiconductor Industry Association (SIA) im 3. Quartal 2017 weltweit
10,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Summe von 107,9 Mrd US-Dollar war
zudem der bislang höchste Wert für ein Quartal. Nach Angaben des Verbands Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) verzeichnete die Branche
im Inlandsgeschäft eine schwache Nachfrage nach Maschinen: Die Aufträge aus dem Inland
legten in den ersten neun Monaten nur marginal um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
zu, die Auslandsbestellungen dagegen um 10 Prozent und verstetigten damit den Zuwachs
auf den Exportmärkten des Maschinenbaus. In der Summe erhöhte sich der Auftragseingang
im Jahresverlauf um 7 Prozent. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) legte der Markt in China und Westeuropa
in den ersten neun Monaten zu, auch wenn Westeuropa im September einen leichten Rückgang
bei Neuzulassungen verzeichnen musste. In den USA war die Nachfrage nach Light Vehicles
im September infolge der Hurrikane zwar stärker als in den Vormonaten, doch in Summe
der ersten neun Monate sank das Volumen -als einziger Hauptmarkt - um knapp 2 Prozent. Im Straßenverkehr sterben wieder mehr Menschen. Dies geht aus jüngsten Statistiken
in Deutschland und den USA hervor. In den ersten sechs Monaten verloren 6,2 Prozent
mehr Menschen ihr Leben auf deutschen Straßen als im Vorjahreszeitraum. Einer Statistik
der National Highway Traffic Safety Administration zufolge, veröffentlicht im Oktober
2017, starben in den USA letztes Jahr 37.461 Menschen, davon rund zehntausend durch
Unfälle mit zu hoher Geschwindigkeit, die um 4 Prozent zunahmen. Für die deutsche Sicherheits- und Wehrtechnik veröffentlichte die Bundesregierung
im August einen vorläufigen Rüstungsexportbericht für das 1. Halbjahr 2017. Bis Ende
Juni wurden demnach Einzelgenehmigungen für Rüstungsexporte im Wert von 3,5 Mrd Euro
erteilt und damit etwa 0,5 Mrd Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Für die anderen Branchen, die für Jenoptik relevant sind, wurden bis zur Abschlusserstellung
keine wesentlichen neuen Berichte veröffentlicht. Wir verweisen deshalb auf die Angaben
im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 69 ff. und den Bericht über das 1. Halbjahr
2017. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
In den Tabellen des Lageberichts, die wichtige Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern,
sind in der Position "Sonstige" das Corporate Center, das Shared Service Center, die
zentral verwalteten Immobilien sowie die Konsolidierungseffekte enthalten. ErtragslageJenoptik konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 den Umsatz um
7,0 Prozent auf 526,8 Mio Euro steigern (i.Vj. 492,6 Mio Euro). Das 3. Quartal ist
mit 7,7 Prozent sogar etwas stärker gewachsen. Zugelegt haben die Segmente Optics
& Life Science sowie Mobility. Zurückzuführen war das auf die gute Nachfrage vor allem
nach optischen Systemen für die Halbleiterausrüstungsindustrie, aber auch nach Systemen
aus dem Bereich Healthcare & Industry sowie nach Verkehrssicherheitstechnik. Der Anteil des Auslandsumsatzes erhöhte sich auf 71,3 Prozent (i.Vj. 65,3 Prozent).
Die Erlöse in den beiden Wachstumsregionen Amerika und Asien/Pazifik entwickelten
sich sehr positiv und konnten zusammen auf 38,2 Prozent des Konzernumsatzes gesteigert
werden (i.Vj. 33,0 Prozent). Alle Segmente, vor allem jedoch das Segment Defense &
Civil Systems, verzeichneten Zuwächse in Amerika, sodass der Umsatz in dieser Region
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um 34,9 Prozent auf 120,0 Mio Euro zulegte
(i.Vj. 89,0 Mio Euro). Auch in der Region Asien/Pazifik konnte der Umsatz durch höhere
Erlöse der Segmente Optics & Life Science sowie Mobility gesteigert werden. In Deutschland
gingen die Umsätze hingegen um insgesamt 11,8 Prozent auf 150,9 Mio Euro zurück (i.Vj.
171,1 Mio Euro). Eine Übersicht über die regionale Verteilung der Umsätze ist im Bericht
auf Seite 24 zu finden. Umsatzscroll
Die Umsatzkosten stiegen unterproportional zum Umsatz um 5,0 Prozent auf 335,7 Mio
Euro (i.Vj. 319,6 Mio Euro). Im Ergebnis verbesserte sich aufgrund des positiven Produktmixes
die Bruttomarge auf 36,3 Prozent (i.Vj. 35,1 Prozent). Durch intensivere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F+E) im Konzern erhöhten
sich die F+E-Kosten in den ersten neun Monaten 2017 auf 32,8 Mio Euro (i.Vj. 30,5
Mio Euro). Auch die in den Umsatzkosten enthaltenen Entwicklungskosten im Kundenauftrag
stiegen im Berichtszeitraum auf 14,2 Mio Euro (i.Vj. 12,0 Mio Euro). Die F+E-Gesamtleistung
lag mit 47,8 Mio Euro deutlich über Vorjahresniveau (i.Vj. 42,5 Mio Euro) und entspricht
9,1 Prozent des Umsatzes (i.Vj. 8,6 Prozent). Die Kennzahl enthält die F+E-Kosten,
die Entwicklungskosten im Kundenauftrag sowie im Anlagevermögen aktivierte Entwicklungsleistungen. Entwicklungsleistungscroll
Die Vertriebskosten stiegen in den ersten neun Monaten 2017 auf 60,1 Mio Euro (i.Vj.
55,7 Mio Euro), insbesondere aufgrund des Ausbaus des internationalen Vertriebs. Die
Vertriebskostenquote lag mit 11,4 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (i.Vj. 11,3 Prozent).
Die Verwaltungskosten reduzierten sich im Berichtszeitraum leicht auf 42,1 Mio Euro
(i.Vj. 42,8 Mio Euro). Sowohl im Vorjahr als auch im Berichtszeitraum sind Aufwendungen
im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel sowie die gestiegene Bewertung aktienbasierter
Vergütungen (LTI) für Vorstand und Teile des Top-Managements enthalten. Die Verwaltungskostenquote
lag mit 8,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau (i.Vj. 8,7 Prozent). Während die sonstigen betrieblichen Erträge auf Vorjahresniveau lagen, erhöhten sich
die sonstigen betrieblichen Aufwendungen vor allem aufgrund höherer Währungsverluste.
Der Saldo aus beiden Positionen betrug minus 4,1 Mio Euro (i.Vj. minus 0,9 Mio Euro). Das EBIT der fortgeführten Geschäftsbereiche verbesserte sich durch einen profitableren
Produktmix überproportional zum Umsatz. Mit 52,0 Mio Euro übertraf es den Vorjahreswert
um 15,9 Prozent (i.Vj. 44,9 Mio Euro) insbesondere aufgrund des starken Beitrags aus
dem Segment Optics & Life Science. Die EBIT-Marge lag mit 9,9 Prozent über dem Vorjahreswert
(i.Vj. 9.1 Prozent) und auch über den Werten des 1. und 2. Quartals 2017 (6,7 und
8,4 Prozent). Das EBIT der aufgegebenen Geschäftsbereiche betrug 0,2 Mio Euro (i.Vj.
2,2 Mio Euro). EBIT*scroll
*
nur fortgeführte Geschäftsbereiche In den ersten neun Monaten 2017 stieg aus den zuvor genannten Gründen auch das EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inkl. Wertminderungen und Wertaufholungen)
um 11,6 Prozent auf 72,9 Mio Euro (i.Vj. 65,4 Mio Euro). Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum mit 2,3 Mio Euro deutlich über dem Vorjahreswert
(i.Vj. minus 2,9 Mio Euro), im Wesentlichen aufgrund eines deutlich positiven Beteiligungsergebnisses.
Dies war auf den Gewinn aus dem Abgang einer ausländischen Minderheitsbeteiligung
zurückzuführen. Der Konzern erzielte mit 54,3 Mio Euro (i.Vj. 42,0 Mio Euro) ein im
Vergleich zum Vorjahr deutlich besseres Ergebnis vor Steuern. Die Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag inklusive aufgegebenem Geschäftsbereich beliefen sich auf 9,6 Mio Euro
(i.Vj. 6.2 Mio Euro), was einer liquiditätswirksamen Steuerquote von 17,7 Prozent
(i.Vj. 13,6 Prozent) entspricht. Der Anstieg der Steuerquote begründet sich insbesondere
in geringeren steuerfreien Erträgen sowie gestiegenen Auslandsergebnissen, die auch
Gewinne aus dem Abgang einer Minderheitsbeteiligung beinhalten. Das Konzernergebnis
nach Steuern verbesserte sich um 13,0 Prozent auf 44,3 Mio Euro (i.Vj. 39,2 Mio Euro).
Das Ergebnis je Aktie der fortgeführten Geschäftsbereiche stieg auf 0,77 Euro (i.Vj.
0,62 Euro). Das Ergebnis je Aktie des Konzerns belief sich auf 0,77 Euro (i.Vj. 0,69
Euro). Der Auftragseingang des Jenoptik-Konzerns erreichte bis Ende September 2017 mit 576,2
Mio Euro einen Anstieg von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (i.Vj. 547,7 Mio Euro),
zu dem die Segmente Optics & Life Science sowie Mobility beigetragen haben. Die Book-to-Bill-Rate,
das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz, betrug 1,09 (i.Vj. 1,11). Der Auftragsbestand
lag mit 453,0 Mio Euro um 11,8 Prozent über dem Wert von 405,2 Mio Euro am Jahresende
2016. Vom Auftragsbestand sollen 44,3 Prozent noch in diesem Geschäftsjahr zu Umsatz
führen und das geplante Wachstum unterstützen. Darüber hinaus bestanden Kontrakte in Höhe von 132,0 Mio Euro (31.12.2016: 160,9 Mio
Euro). Bei Kontrakten handelt es sich um Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen, deren
genaue Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit noch nicht exakt bekannt sind. Auftragslagescroll
scroll
Mitarbeiter & Management. Die Zahl der Mitarbeiter des Jenoptik-Konzerns erhöhte sich
zum 30. September 2017 im Vergleich zum Jahresende 2016 auf 3.646 (31.12.2016: 3.539
Mitarbeiter). Vor allem im Ausland stieg die Mitarbeiteranzahl im Zuge des internationalen
Geschäftsausbaus sowie von Erstkonsolidierungen. Ende September 2017 waren 773 Mitarbeiter
an den ausländischen Standorten beschäftigt (31.12.2016: 686 Mitarbeiter). Mitarbeiter (inkl. Auszubildende)
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Zum 30. September 2017 hatte Jenoptik insgesamt 115 Auszubildende (31.12.2016: 123
Auszubildende). In Deutschland waren 138 Leiharbeiter beschäftigt (31.12.2016: 64
Leiharbeiter). Neuer Vorstandsvorsitzender des Jenoptik-Konzerns ist seit 1. Mai 2017 Dr. Stefan
Traeger. Im September hat der Aufsichtsrat der JENOPTIK AG beschlossen, den Vertrag
von Finanzvorstand Hans-Dieter Schumacher um fünf Jahre bis zum 31. März 2023 zu verlängern. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Segmente finden Sie im Segmentbericht
ab Seite 11. Finanz- und VermögenslageZum Ende der ersten neun Monate 2017 lag der Verschuldungsgrad, das Verhältnis von
Fremdkapital zu Eigenkapital, mit 0,70 nur leicht unter dem Wert zum Jahresende 2016
(31.12.2016: 0,71). Trotz der Ausschüttung einer höheren Dividende, gestiegener Investitionen und der
Auszahlung für den Erwerb des US-amerikanischen Unternehmens Five Lakes Automation
und des britischen Verkehrstechnikspezialisten ESSA Technology blieb die Nettoverschuldung
mit minus 16,9 Mio Euro (31.12.2016: minus 17,9 Mio Euro) fast auf dem Niveau zum
Jahresende 2016. Damit war Jenoptik auch zum 30. September 2017 nettoschuldenfrei. In den ersten neun Monaten 2017 gab der Konzern 24,0 Mio Euro für Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte aus, deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum (i.Vj. 18,9
Mio Euro). Mit 21,8 Mio Euro floss der größte Teil der Mittel in die Sachanlagen (i.Vj.
17,1 Mio Euro). Investitionen erfolgten zur Unterstützung des weiteren Wachstums,
unter anderem für den Neubau am US-Standort Rochester Hills, Michigan, für neue Kundenaufträge
sowie in die technische Neuausstattung und Kapazitätserweiterung im Fertigungsbereich.
Insbesondere infolge der getätigten Unternehmenserwerbe überstiegen die Investitionen
in immaterielle Vermögenswerte mit 2,2 Mio Euro Ende September 2017 das Vorjahresniveau
(i.Vj. 1,8 Mio Euro). Die planmäßigen Abschreibungen betrugen 20,9 Mio Euro (i.Vj.
20,5 Mio Euro) und lagen damit unter den Gesamtinvestitionen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde vor allem durch gestiegene Auszahlungen
für das Working Capital beeinflusst. Trotz des höheren Ergebnisses vor Steuern reduzierte
er sich daher zum 30. September 2017 auf 50,2 Mio Euro (i.Vj. 56,3 Mio Euro). Zum 30. September 2017 betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit 46,8 Mio Euro
(i.Vj. 11,2 Mio Euro). Beeinflusst wurde der Mittelabfluss im Berichtszeitraum insbesondere
durch die Auszahlungen für die genannten Akquisitionen, für Investitionen in Sachanlagen
sowie für Finanzmittelanlagen im Rahmen des kurzfristigen Kapitalmanagements. Der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern
abzüglich der Ein- und Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen)
lag im Berichtszeitraum mit 32,2 Mio Euro unter anderem aufgrund der höheren Ausgaben
für das Working Capital und gestiegener Investitionen unter dem sehr guten Vorjahresniveau
(i.Vj. 43,1 Mio Euro). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug minus 12,3 Mio Euro (i.Vj. minus 8,6
Mio Euro). Er wurde positiv von den Einzahlungen aus der Aufnahme eines Kredites für
den Bau des Technologiecampus in Rochester Hills, Michigan, beeinflusst. Die im 2.
Quartal erfolgte Zahlung der Dividende in Höhe von 14,3 Mio Euro wirkte dagegen negativ
(i.Vj. 12,6 Mio Euro). Zum 30. September 2017 lag die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns mit 852,7 Mio Euro
über dem Wert zum Jahresende 2016 (31.12.2016: 813,1 Mio Euro). Die langfristigen Vermögenswerte sanken auf 365,1 Mio Euro (31.12.2016: 371,9 Mio
Euro). Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf geringere Finanzanlagen.
Diese reduzierten sich infolge des Abgangs der Anteile an einer ausländischen Minderheitsbeteiligung
in den USA. Die immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen stiegen dagegen,
hauptsächlich bedingt durch die Unternehmenskäufe und höhere Investitionen in Sachanlagen. Einen Anstieg von 46,5 Mio Euro auf 487,6 Mio Euro verzeichneten die kurzfristigen
Vermögenswerte (31.12.2016: 441,2 Mio Euro). Die Vorräte erhöhten sich auf 189,6 Mio
Euro (31.12.2016: 159,3 Mio Euro). Sie beinhalten wie in den Vorjahren auftragsbedingt
Vorleistungen für künftige Umsätze. Die kurzfristigen Finanzanlagen stiegen, da weitere
Geldanlagen mit kurzer Laufzeit getätigt wurden. Darüber hinaus erhöhten sich die
sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte aufgrund des noch ausstehenden
Zahlungseingangs aus dem genannten Abgang der Anteile an einer Minderheitsbeteiligung.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken dagegen auf 82,3 Mio Euro
(31.12.2016: 92,0 Mio Euro), im Wesentlichen bedingt durch die zuvor genannten Geldanlagen
und den Erwerb von Five Lakes Automation. Die operativen Forderungen reduzierten sich
geringfügig auf 128,0 Mio Euro (31.12.2016: 129,8 Mio Euro). Im Vergleich zum Jahresende 2016 erhöhte sich das Working Capital zum 30. September
2017 auf 225,3 Mio Euro (31.12.2016: 209,9 Mio Euro / 30.9.2016: 222,3 Mio Euro),
vor allem infolge der gestiegenen Vorräte. Die Working-Capital-Quote, das Verhältnis
von Working Capital zu Umsatz auf Basis der letzten zwölf Monate, stieg dementsprechend
auf 31,3 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2016 (31.12.2016: 30,7 Prozent), blieb
jedoch unter dem Wert der Vorjahresperiode (30.9.2016: 33,0 Prozent). Insbesondere das zum Ende des Berichtszeitraums ausgewiesene Ergebnis nach Steuern
führte zu einem Anstieg des Eigenkapitals auf 501,8 Mio Euro (31.12.2016: 476,4 Mio
Euro). Die Eigenkapitalquote lag mit 58,8 Prozent leicht über dem guten Niveau zum
Jahresende 2016 (31.12.2016: 58,6 Prozent). Im Vergleich zu Ende Dezember 2016 reduzierten sich die langfristigen Schulden auf
172,3 Mio Euro (31.12.2016: 175,4 Mio Euro). Wesentlicher Bestandteil der langfristigen
Schulden sind die 2011 bzw. 2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen
von 125 Mio Euro und einer ursprünglichen Laufzeit von fünf beziehungsweise sieben
Jahren. Bei allen in den langfristigen Schulden enthaltenen Posten gab es nur geringe
Veränderungen. Die kurzfristigen Schulden stiegen seit Jahresende 2016 auf 178,6 Mio Euro (31.12.2016:
161,3 Mio Euro). Mit Ausnahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen legten alle
in den kurzfristigen Schulden enthaltenen Posten zu, insbesondere die kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Steuerrückstellungen. Diese
nahmen infolge des höheren Ergebnisses vor Steuern sowie geringerer enthaltener steuerfreier
Erträge zu. Die sonstigen kurzfristigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten erhöhten
sich aufgrund gestiegener Abgrenzungen für künftige Umsätze sowie unterjähriger Verbindlichkeiten
für Urlaubsansprüche der Mitarbeiter. Einen Anstieg zeigten auch die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten. Aufgrund der Auszahlung der variablen Gehaltsbestandteile
der Mitarbeiter reduzierten sich dagegen die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen. Unternehmenskäufe und -verkäufe: Im Januar erwarb der Jenoptik-Konzern alle Anteile
am britischen Unternehmen ESSA Technology (Domestic and Commercial Security Limited).
Das Unternehmen wurde in das Jenoptik-Segment Mobility integriert. Im August 2017 übernahm der Jenoptik-Konzern 100 Prozent der Anteile an dem US-amerikanischen
Unternehmen Five Lakes Automation LLC, das ebenfalls dem Segment Mobility zugeordnet
wurde. Weitere Informationen zum Erwerb der beiden Unternehmen finden Sie im Segmentbericht
auf Seite 12 und im Anhang ab Seite 25. Weitere Unternehmenskäufe und -verkäufe fanden in den ersten neun Monaten 2017 nicht
statt. Auch bei den nicht bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gab es keine
Änderungen, für Informationen dazu verweisen wir auf die Angaben im Geschäftsbericht
2016 auf Seite 83 und die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten auf Seite 178. Segmentbericht
Segment Optics & Life ScienceDer Umsatz im Segment Optics & Life Science legte in den ersten neun Monaten 2017
um 16,3 Prozent auf 191,3 Mio Euro kräftig zu (i.Vj. 164,5 Mio Euro). Treiber dieser
Entwicklung war wie bereits in den beiden vorangegangenen Quartalen vor allem ein
anhaltend gutes Geschäft mit Lösungen für die Halbleiterausrüstungsindustrie. Der
Absatz im Bereich Healthcare & Industry entwickelte sich ebenfalls positiv. Das Segment
steuerte insgesamt 36,3 Prozent zum Konzernumsatz bei (i.Vj. 33,4 Prozent). Die Erlöse
in Europa (ohne Deutschland) legten am stärksten zu und stiegen auf 71,6 Mio Euro
(i.Vj. 54,7 Mio Euro). Neben dem Wachstum in Deutschland konnten auch die Umsätze
in der Region Asien/Pazifik gesteigert werden. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) verbesserte sich insbesondere aufgrund
der hohen Nachfrage nach optischen Systemlösungen und der guten Entwicklung im Bereich
Healthcare & Life Science signifikant um 50,6 Prozent auf 36,9 Mio Euro (i.Vj. 24,5
Mio Euro). Im Neun-Monats-Zeitraum erzielte das Segment damit eine EBIT-Marge von
19,3 Prozent (i.Vj. 14,9 Prozent). Im 3. Quartal verbesserte sich die Marge im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum auf 21,9 Prozent (i.Vj. 19,9 Prozent). Auch das Ergebnis der
betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) legte deutlich um 40,2 Prozent auf
43,0 Mio Euro zu (i.Vj. 30,6 Mio Euro). Der Auftragseingang stieg um 29,4 Prozent auf 222,8 Mio Euro (i.Vj. 172,2 Mio Euro).
Sowohl bei den optischen Systemen als auch im Bereich Healthcare & Industry wurden
Zuwächse bei neuen Aufträgen erzielt. Im Verhältnis zum Umsatz ergibt sich damit eine
Book-to-Bill-Rate von 1,16 (i.Vj. 1,05). Der Auftragsbestand im Segment lag über dem Wert vom 31. Dezember 2016 und betrug
Ende September 2017 105,8 Mio Euro (31.12.2016: 80,7 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden
Kontrakte in Höhe von 13,5 Mio Euro (31.12.2016: 14,5 Mio Euro). Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs und der starken Ergebnissituation verbesserte
sich auch der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern) auf 24,3 Mio Euro (i.Vj. 15,4
Mio Euro). Das Segment Optics & Life Science auf einen Blickscroll
1Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016 Segment MobilityDer Umsatz des Segmentes Mobility in den ersten neun Monaten 2017 lag mit 180,6 Mio
Euro über dem Vorjahr (i.Vj. 169,0 Mio Euro). Beide Geschäftszweige, Anwendungen für
die Automobilindustrie und die Verkehrssicherheitstechnik, konnten dabei zulegen.
Regional betrachtet sind die Umsätze insbesondere in Amerika sowie in der Region Asien/Pazifik
gestiegen. Der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz betrug 34,3 Prozent (i.Vj. 34,3
Prozent). Trotz des guten Verlaufs im 3. Quartal konnten die hohen Anlaufkosten im Projekt zur
Entwicklung einer Mautkontrollsäule aus dem 1. Halbjahr nicht vollständig kompensiert
werden, sodass das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) im Neun-Monats-Zeitraum
8,6 Mio Euro betrug und damit 32,3 Prozent unter dem Vorjahreswert lag (i.Vj. 12,7
Mio Euro). Die EBIT-Marge fiel daher im kumulierten Berichtszeitraum mit 4,8 Prozent
noch deutlich schwächer aus als im Vorjahr (i.Vj. 7,5 Prozent). Im 3. Quartal verbesserte
sich das EBIT im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 11,4 Prozent auf 6,2 Mio Euro (i.Vj.
5,6 Mio Euro). Die EBIT-Marge konnte demnach von 9,3 Prozent auf 9,9 Prozent gesteigert
werden. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) ging im
Berichtszeitraum um 18,4 Prozent auf 15,1 Mio Euro zurück (i.Vj. 18,5 Mio Euro). Es
wurde unter anderem durch die Effekte aus den Akquisitionen beeinflusst. Da der Auftragseingang im Segment Mobility den Umsatz der Berichtsperiode deutlich
überstieg, erreichte die Book-to-Bill-Rate in den ersten neun Monaten 2017 einen Wert
von 1,11 (i.Vj. 1,16). Der Auftragseingang lag mit 200,7 Mio Euro über dem Vorjahreswert
(i.Vj. 196,9 Mio Euro). So hat Jenoptik im 3. Quartal unter anderem 3D-Laseranlagen
an führende deutsche Automobilhersteller und Zulieferunternehmen verkauft. Diese hocheffizienten
roboterbasierten 3D-Laserbearbeitungs-anlagen werden zum Beispiel für den Konturbeschnitt
sogenannter Strukturbauteile auch für Elektroautos kommender Generationen eingesetzt. Der Auftragsbestand des Segmentes wuchs zum Ende des 3. Quartals um 25,0 Prozent auf
135,3 Mio Euro (31.12.2016: 108,3 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden Kontrakte in
Höhe von 68,9 Mio Euro (31.12.2016: 79,1 Mio Euro). Die Investitionen im Segment Mobility nahmen in den ersten neun Monaten 2017 deutlich
auf 14,4 Mio Euro zu (i.Vj. 7,7 Mio Euro). Zurückzuführen ist dies zum einen auf selbst
erstellte Anlagen, die Jenoptik im Rahmen eines kanadischen Verkehrssicherheitsprojektes
betreibt. Zum anderen investierte der Konzern in einen neuen Technologie-Campus am
US-Standort Rochester Hills, Michigan. Die Fertigstellung und der Einzug in das neue
Firmengebäude erfolgten planmäßig im 2. Quartal 2017. Die getätigten Investitionen und das rückläufige Ergebnis waren wesentliche Gründe
für den Rückgang des Free Cashflows (vor Zinsen und Steuern) auf 0,3 Mio Euro (i.Vj.
4,4 Mio Euro). Im Januar 2017 hat sich der Jenoptik-Konzern durch die Akquisition von ESSA Technology
im Bereich Verkehrsüberwachung und öffentliche Sicherheit verstärkt. Das Unternehmen
mit Sitz im englischen Saltash ist Spezialist für Software zur Verkehrsüberwachung
und für das dazugehörige BackOffice, vor allem zur polizeilichen automatischen Kennzeichenerfassung.
Im August dieses Jahres hat Jenoptik die Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens
Five Lakes Automation (FLA) abgeschlossen. Mit der Übernahme von FLA sichert sich
Jenoptik wesentliches Know-how bei der Prozessautomation für die Metall- und Kunststoffbearbeitung.
Jenoptik bietet damit nicht mehr nur einzelne Anlagen für die Laserbearbeitung an,
sondern kann mit dem Know-how von FLA künftig automatisierte Produktionslinien komplett
aus einer Hand anbieten. Geplant ist, die Aktivitäten von FLA auf dem Gebiet automatisierter
Produktionsprozesse in der Automobilindustrie mit dem Laseranlagengeschäft von Jenoptik
zusammenzuführen. Durch diese Kombination erschließt sich Jenoptik neue Wachstumspotenziale
im US-Markt. Das Segment Mobility auf einen Blickscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016 Segment Defense & Civil SystemsIn den ersten neun Monaten realisierte das Segment Defense & Civil Systems Umsätze
in Höhe von 155,1 Mio Euro. Damit lagen die Erlöse erwartungsgemäß 4,4 Prozent unter
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (i.Vj. 162,2 Mio Euro), der im Bereich Energie-
und Sensorsysteme durch die Abrechnung mehrerer Großprojekte besonders umsatzstark
war. Der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz reduzierte sich auf 29,4 Prozent (i.Vj.
32,9 Prozent). Einen signifikanten Umsatzzuwachs verzeichnete das Segment in Amerika,
insbesondere durch die Aufträge für das Patriot-Raketenabwehrsystem. In Deutschland
war der Umsatz mit 68,0 Mio Euro hingegen projektbedingt niedriger als im vergleichbaren
Vorjahreszeitraum (i.Vj. 93,8 Mio Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) fiel mit 12,3 Mio Euro unter das Vorjahresniveau
(i.Vj. 13,2 Mio Euro). Zurückzuführen war dies unter anderem auf die Umsatzentwicklung
und die mit 9,3 Mio Euro signifikant höheren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
(i.Vj. 4,9 Mio Euro) - insbesondere für neue Projekte in den Bereichen Aviation und
Energy & Drive. Die EBIT-Marge sank im Berichtszeitraum dementsprechend auf 7,9 Prozent
(i.Vj. 8,2 Prozent). Das Segment erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2017
ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) von 15,8 Mio Euro
(i.Vj. 16,7 Mio Euro). Das Segment Defense & Civil Systems meldete im kumulierten Berichtszeitraum verschiedene
internationale Großprojekte, die entweder direkt im Auftragseingang oder in den Kontrakten
erfasst wurden. So verzeichnete Jenoptik beispielsweise einen Folgeauftrag im Rahmen des polnischen
Modernisierungsprogramms für Leopard 2-Panzer. Dazu gehört unter anderem die Lieferung
von Hilfsstromaggregaten im Wert von rund 11 Mio Euro. Darüber hinaus gab Rheinmetall
im Berichtsquartal Wärmebildgeräte vom Typ NYXUS BIRD im Wert von rund 5 Mio Euro
in Auftrag. Allerdings erhielt das Segment im vergleichbaren Vorjahreszeitraum mehrere
Großprojekte, sodass der Auftragseingang der aktuellen Berichtsperiode mit 154,4 Mio
Euro um 14,8 Prozent geringer ausfiel (i.Vj. 181,1 Mio Euro). Die Book-to-Bill-Rate
lag entsprechend bei 1,00 nach 1,12 im Vorjahr. Infolge des unter Vorjahr liegenden Auftragseingangs sank auch der Auftragsbestand
des Segmentes leicht um 2,9 Mio Euro auf 214,9 Mio Euro (31.12.2016: 217,8 Mio Euro).
Darüber hinaus bestanden Kontrakte in Höhe von 49,6 Mio Euro (31.12.2016: 67,4 Mio
Euro). Der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern) war mit 17,6 Mio Euro im Vergleich zum
Vorjahr deutlich schwächer (i.Vj. 25,3 Mio Euro). Dies war hauptsächlich auf die Veränderungen
bei den Rückstellungen sowie im Working Capital aufgrund des Vorratsaufbaus und des
geringeren Abbaus von Forderungen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Bereits im 1. Halbjahr 2017 wurde Jenoptik im Segment Defense & Civil Systems von
zwei US-amerikanischen Kunden - Raytheon und Boeing - für überdurchschnittliche Lieferleistungen
ausgezeichnet. Das Segment Defense & Civil Systems auf einen Blickscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016 Nachtragsbericht
Es gab zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
30. September 2017, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern waren bzw. die
einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten. Risiko- und Chancenbericht
Im Rahmen der Berichterstattung zum Risiko- und Chancenbericht verweisen wir auf die
Ende März 2017 veröffentlichten Angaben im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 101
bis 110. Wesentliche Änderungen dort beschriebener Risiken und Chancen sind im Verlauf der
ersten neun Monate 2017 nicht eingetreten. PrognoseberichtAusblick auf Gesamtwirtschaft und BranchenDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose im Oktober erneut erhöht.
Aktuell rechnet er mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,6 Prozent im laufenden
Jahr (vorherige Prognose: 3,5 Prozent). Leicht gesenkt wurden die Werte im Vergleich
zur Frühjahrsprognose für Großbritannien und die USA aufgrund unveränderter Steuerpolitik.
Risiken für die Weltwirtschaft sieht der IWF in finanziellen Schwächen der Schwellenländer,
darunter die Kreditprobleme in China, sowie einer niedrigen Inflationsrate in den
Industriestaaten. Die Euro-Zone wird mit über 2 Prozent 2017 voraussichtlich das stärkste Wirtschaftswachstum
seit einem Jahrzehnt verzeichnen. Die Bundesregierung hat nach einem starken Jahresverlauf ihre Wachstumsprognose für
2017 von 1,5 auf 2,0 Prozent erhöht. Für 2018 in Deutschland wird beim BIP mit einem
Plus von 1,9 Prozent gerechnet. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt
vor einem "harten Brexit", denn der geplante Austritt Großbritanniens aus der EU könnte
die Automobilindustrie, den Energiebereich, Finanz- und Versicherungskonzerne sowie
die Logistikbranche stark treffen. Eine hohe Nachfrage wird der Halbleiterindustrie und deren Ausrüstern vorhergesagt:
Der IT-Analyst Gartner rechnet für 2017 mit einem Anstieg der weltweiten Halbleiterumsätze
gegenüber dem Vorjahr um 19,7 Prozent auf 411,1 Mrd US-Dollar. Das wäre das stärkste
Wachstum seit der Erholung von der Finanzkrise im Jahr 2010. Auch 2018 werde die Branche
wachsen, bevor 2019 ein leichter Rückgang einsetzen könnte. Den Halbleiterausrüstern
prognostiziert Gartner ein zweistelliges Wachstum von 10,2 Prozent im laufenden Jahr,
während bereits 2018 etwa 0,5 Prozent und 2019 rund 7,0 Prozent weniger Umsätze als
im jeweiligen Vorjahr prognostiziert werden. Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Oktober 2017 Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für das Segment Robotik
und Automation in Deutschland mit einem Rekordumsatz von über 14 Mrd Euro, nachdem
sowohl Auftragseingänge als auch Umsätze im laufenden Jahr die Erwartungen übertroffen
hätten. Weltweit wird der Robotik-Boom vom Internationalen Roboter-Verband (IFR) bestätigt,
der global einen Zuwachs von knapp 20 Prozent bei Roboterinstallationen erwartet.
Bis 2023 soll der Bestand auf 3 Mio Einheiten wachsen - nach 1,8 Mio in 2016. Der Verband der Automobilindustrie erhöhte seine Absatzprognose für Deutschland: Angetrieben
von der Umstiegs-prämie für ältere Dieselfahrzeuge werden 2017 rund 3,5 Mio Neufahrzeuge
zugelassen und damit 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr. In China soll ab 2019 eine Quote
für Elektroautos gelten: Autobauer werden dann verpflichtet, Mindestziele für den
Anteil alternativer Antriebe in Produktion und Verkauf einzuhalten. Im Bereich der Verkehrssicherheit und öffentlichen Sicherheit gibt es eine große Nachfrage
für die automatische Kennzeichenerfassung (englisch abgekürzt ANPR). Der Markt werde
bis 2025 um jährlich durchschnittlich 12 Prozent wachsen, so Marktforscher von Research
and Markets. Treiber der Entwicklung sind Anwendungen für Sicherheit und Verkehrsmanagement,
darunter auch Monitoring- und Mautlösungen. In der weltweiten Bahnindustrie ändern sich die etablierten Strukturen durch den geplanten
Zusammenschluss von Siemens und dem französischen Hersteller Alstom, um dem Wettbewerb
im Bahngeschäft, hauptsächlich aus China, besser entgegenzuwirken. Dem Marktforscher
SCI Verkehr zufolge wird die deutsche Bahnwirtschaft bis 2021 um jährlich durchschnittlich
3,4 Prozent wachsen und damit stärker als der globale Markt. Zunehmend mehr Bedeutung
tragen die Digitalisierung und Anforderungen an umweltfreundlichere Lösungen, so die
SCI-Marktstudie vom September 2017. Die Flugzeugbauer Airbus und Bombardier haben eine Kooperation im Mittelstreckensegment
angekündigt. Airbus übernimmt die Hälfte der Anteile an der C-Serie von Bombardier,
bis 2023 das gesamte Programm des Mittelstreckenjets, der vor allem in großen Märkten
wie den USA und China mittelgroße Städte verbinden könnte. Im Dezember wollen die EU-Staaten die Zusammenarbeit ihrer Streitkräfte auf eine neue
Ebene heben und dazu einen 5 Mrd Euro umfassenden Verteidigungsfonds beschließen.
Damit soll die Entwicklung von neuen Rüstungstechnologien und -projekten gefördert
werden. In Deutschland steht die Branche vor einer "Trendumkehr", so der Defence Industry
Compass der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik. In dieser jährlichen Branchenumfrage
bewerten die Firmen der Verteidigungsindustrie ihre Geschäftserwartungen besser als
in den Vorjahren, vor allem für die Zeit nach der Regierungsbildung. Für die anderen Branchen wurden keine wesentlichen neuen Prognosen veröffentlicht.
Wir verweisen deshalb auf die Angaben im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 111
ff. und auf den im August veröffentlichten Bericht über das 1. Halbjahr 2017. Mittel- und langfristige PrognosenJenoptik will den eingeschlagenen Kurs des profitablen Wachstums fortsetzen. Um dies
auch mittel- bis langfristig sicherzustellen, setzen wir weiterhin auf Internationalisierung,
Innovation und effiziente Prozesse, aber auch auf die konsequente Ausrichtung unseres
Technologieportfolios auf zukunftsweisende Markt- und Kundensegmente. Unser organisches
Wachstum soll dabei durch Akquisitionen ergänzt und die Profitabilität weiter verbessert
werden. Voraussetzung für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung ist selbstverständlich,
dass sich die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern.
Dazu gehören unter anderem die nach wie vor schwer abzuschätzenden ökonomischen Auswirkungen
des Brexits, sonstige wirtschaftspolitische Regulierungen auf europäischer Ebene,
Exportrestriktionen und Handelsprotektionismus sowie die weiteren Entwicklungen in
der Türkei und den USA. Für weitere Informationen zum mittel- bis langfristigen Ausblick verweisen wir auf
den im März 2017 veröffentlichten Geschäftsbericht 2016, insbesondere auf die Angaben
im Kapitel "Ziele und Strategien" ab Seite 58 sowie im Prognosebericht ab Seite 111,
und auf die Berichte über das 1. Quartal und das 1. Halbjahr 2017. Künftige Entwicklung der GeschäftslageDer Jenoptik-Konzern verfolgt konsequent sein Ziel, auch 2017 profitables Wachstum
in allen Segmenten sicherzustellen. Dazu beitragen sollen die Ausweitung des internationalen
Geschäfts und daraus resultierende Skaleneffekte, höhere Margen aus einem optimierten
Produktmix sowie einem zunehmendem Servicegeschäft, aber auch Kostendisziplin. Maßnahmen
zur Prozessoptimierung und Projekte zur Konzernentwicklung werden fortgesetzt. Mit
dem Erwerb der ESSA Technology, UK, und der Five Lakes Automation, USA, hat Jenoptik
in diesem Geschäftsjahr zwei Akquisitionen erfolgreich abgeschlossen, die bereits
2017, aber auch künftig zum profitablen Wachstum des Jenoptik-Konzerns beitragen sollen.
Weitere Akquisitionen werden intensiv geprüft. Durch die gute Vermögenslage und eine
tragfähige Finanzierungsstruktur verfügt Jenoptik über ausreichend Handlungsspielraum,
um sowohl das organische als auch das anorganische Wachstum zu finanzieren. Nach einer positiven Entwicklung in den ersten neun Monaten 2017 und auf Basis der
guten Auftrags- und Projektpipeline erwartet der Vorstand jetzt für das Gesamtjahr,
dass der Umsatz am oberen Ende der im März 2017 veröffentlichten Spanne von 720 und
740 Mio Euro liegen wird - inklusive der Akquisitionen sogar leicht darüber. Nach
Einschätzung des Vorstands wird die EBIT-Marge am oberen Ende der bisher prognostizierten
Spanne von 9,5 bis 10 Prozent liegen. Auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs erwartet
der Vorstand, wie bereits im Halbjahresbericht veröffentlicht, dass das EBIT im Segment
Optics & Life Science stärker als ursprünglich geplant steigen wird. Das EBIT im Segment
Mobility wird hingegen deutlich unter den Erwartungen liegen. Der Konzern plant unverändert, bis Ende 2018 inklusive kleinerer Akquisitionen einen
Jahresumsatz von rund 800 Mio Euro bei einer durchschnittlichen EBIT-Marge von etwa
10 Prozent zu erreichen. Um diese Ziele zu realisieren, strebt das Unternehmen ein
überproportionales Wachstum im Ausland an, insbesondere in Amerika und im Raum Asien/Pazifik. Für den Ausblick auf weitere Kenngrößen der Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung
der Segmente in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2016 ab Seite 114. Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Geschäftslage wurden auf Basis
des Informationsstands zum Zeitpunkt der Berichterstellung getroffen. Sie erfolgen
unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Lage im Rahmen der Konjunktur-
und Branchenprognosen entwickelt, die in diesem Bericht, in den Berichten über das
1. Quartal und 1. Halbjahr 2017 sowie im Geschäftsbericht 2016 ab Seite 114 gegeben
wurden. KonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngewinn- und -verlustrechnungscroll
Gesamtergebnisscroll
KonzernbilanzAktiva
scroll
Passivascroll
Konzernkapitalflussrechnungscroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
Informationen nach Segmenten1. Januar bis 30. September 2017scroll
Vorjahreswerte in Klammern 1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2016 Konzernanhang über die ersten neun Monate 2017MutterunternehmenDas Mutterunternehmen des Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen im Handelsregister Jena unter der Nummer HRB 200146. Die JENOPTIK AG ist
an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert und wird unter anderem im TecDax geführt. Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 30. September 2017,
der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt wurde, werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016. Dieser wurde nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden
sind. Diese Methoden sind im Anhang des Geschäftsberichts 2016 im Einzelnen veröffentlicht
und detailliert beschrieben. Der Geschäftsbericht ist auf unserer Internetseite www.jenoptik.de
unter der Rubrik Investoren/Berichte und Präsentationen abrufbar. Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt und wird, wenn nicht
anders vermerkt, in TEUR angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält dieser Konzernzwischenabschluss alle üblichen,
laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens im Berichtszeitraum darzustellen. Die folgenden IFRS wurden im Geschäftsjahr 2017 erstmalig angewendet: Änderung IAS 12 "Erfassung latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste".
Mit der Änderung wird klargestellt, dass ein Unternehmen berücksichtigen muss, ob
Steuergesetze die Quellen für ein künftiges zu versteuerndes Einkommen beschränken,
gegen das es Abzüge aus der Auflösung der entsprechenden abzugsfähigen temporären
Differenzen verwenden kann. Des Weiteren enthält die Änderung Leitlinien, wie ein
Unternehmen künftiges zu versteuerndes Einkommen zu ermitteln hat, und erläutert die
Umstände, unter denen künftiges zu versteuerndes Einkommen Beträge aus der Realisation
von Vermögenswerten über deren Buchwert hinaus enthalten kann. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens
war der 1. Januar 2017. Diese Neuerungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den
Konzernabschluss. Änderungen an IAS 7: Offenlegungsinitiative. Die Änderung von IAS 7 "Kapitalflussrechnungen"
ist Teil der Offenlegungs-initiative des IASB und verpflichtet Unternehmen, Angaben
zu machen, die es Abschlussadressaten ermöglichen, Änderungen der Schulden nachzuvollziehen,
die aus der Finanzierungstätigkeit resultieren. Bei erstmaliger Anwendung der Änderungen
müssen Unternehmen keine Vergleichsinformationen für vorherige Berichtsperioden angeben.
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens war der 1. Januar 2017. Infolge der Anwendung der
Änderungen wird der Konzern die zusätzlich erforderlichen Anhangangaben im Geschäftsbericht
für das Geschäftsjahr 2017 machen. Bezüglich der Ausführungen im Geschäftsbericht 2016 zu den ab dem Geschäftsjahr 2018
erstmalig anzuwendenden IFRS haben sich, ausgenommen die Anwendung des IFRS 15 "Erlöse
aus Verträgen mit Kunden", keine veränderten Erkenntnisse zu den Auswirkungen auf
den Konzernabschluss ergeben. Im Rahmen der Umsetzung des IFRS 15 und der weiteren Analyse wurden Aufträge identifiziert,
die als kundenspezifische Serienfertigung zu qualifizieren und künftig zeitraumbezogen
zu verumsatzen sind, was zu einer früheren Umsatzrealisierung und einer leichten Erhöhung
des Eigenkapitals im Erstanwendungszeitpunkt führt. Die Einschätzung der voraussichtlichen
Gesamtauswirkung des IFRS 15 auf das Eigenkapital im Umstellungszeitpunkt verbleibt
dennoch bei einer Reduktion um einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. KonsolidierungskreisIm Konzernabschluss der JENOPTIK AG sind 35 (31.12.2016: 32) vollkonsolidierte Tochtergesellschaften
enthalten. Davon haben 12 (31.12.2016: 12) ihren Sitz im Inland und 23 (31.12.2016:
20) im Ausland. Zum Konsolidierungskreis gehört unverändert eine gemeinschaftliche
Tätigkeit. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 19. Januar 2017 hat Jenoptik über die britische
Gesellschaft JENOPTIK Traffic Solutions UK Ltd. 100 Prozent der Anteile an der Domestic
and Commercial Security Limited (nachfolgend: ESSA Technology), Saltash, Großbritannien,
erworben. ESSA Technology ist Spezialist für Software zur Verkehrsüberwachung und
für das dazugehörige Back-Office, vor allem zur polizeilichen automatischen Kennzeichenerfassung
(ANPR, automatic number plate recognition). Mit dem Erwerb der Gesellschaft erweitert
der Jenoptik-Konzern sein Portfolio im Bereich der Verkehrssicherheit und setzt die
Entwicklung hin zum Anbieter integrierter Lösungen für öffentliche Sicherheit und
Smart Cities fort. Da Jenoptik an der erwerbenden Gesellschaft JENOPTIK Traffic Solutions UK Ltd. 94,64
Prozent der Anteile hält, sind 5,36 Prozent der Ergebnisse von ESSA Technology ab
dem Erwerbszeitpunkt den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen. Die nachfolgenden Angaben beruhen auf vorläufigen Beträgen. Die Vorläufigkeit betrifft
die Feststellung des erworbenen Nettovermögens und die Feststellung des Kaufpreises
im Hinblick auf die Finalisierung der sogenannten Completion Accounts. Die Finalisierung
der Erstkonsolidierung wird bis zum Ende des Bewertungszeitraums erfolgen. Der Kaufpreis besteht aus einer fixen Barkomponente in Höhe von 4.610 TGBP (5.354
TEUR). Im Gegenzug haben wir folgendes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
erworben: scroll
In den übernommenen Vermögenswerten sind Forderungen mit einem Bruttowert von 808
TEUR enthalten, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Eine Uneinbringlichkeit
der erworbenen Forderungen wird nicht erwartet. Ebenfalls in den übernommenen Vermögenswerten
enthalten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 265 TEUR. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der ESSA Technology wurden insbesondere
ein Kundenstamm, Technologien, Markenrechte und ein Auftragsbestand als immaterielle
Vermögenswerte identifiziert. Die Abschreibungsdauern der immateriellen Vermögenswerte
liegen zwischen drei und zehn Jahren. Außerdem wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 3.376 TEUR für die Übernahme des geschulten Personals sowie für Synergieeffekte
aus der Erweiterung des Angebotsspektrums hin zu integrierten Lösungen erfasst. Der
Geschäfts- oder Firmenwert ist der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten "Traffic
Solutions" zugeordnet und steuerlich nicht abzugsfähig. Eventualverbindlichkeiten wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht bilanziert. Kosten für den Erwerb der ESSA Technology entstanden im Geschäftsjahr 2017 in Höhe
von 46 TEUR (i.Vj. 148 TEUR). Diese wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ausgewiesen. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 27. Juli 2017 und mit Erfüllung der aufschiebenden
Bedingungen am 21. August 2017 hat Jenoptik über die US-amerikanische Gesellschaft
JENOPTIK Automotive North America LLC 100 Prozent der Anteile an der Five Lakes Automation
LLC, Novi (MI), USA, erworben. Die erworbene Gesellschaft ist ein junges Unternehmen,
das sich auf die Produktionsautomation für Automobilhersteller und Zulieferer spezialisiert
hat. Jenoptik bietet damit nicht mehr nur einzelne Anlagen für die Laserbearbeitung
an, sondern kann mit dem Know-how von Five Lakes Automation künftig automatisierte
Produktionslinien komplett aus einer Hand planen und umsetzen. Die nachfolgenden Angaben beruhen auf vorläufigen Beträgen. Die Vorläufigkeit betrifft
die Feststellung des erworbenen Nettovermögens, die Bewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation
identifizierten immateriellen Vermögenswerte und die Feststellung des Kaufpreises
im Hinblick auf die Finalisierung der sogenannten Completion Accounts. Die Finalisierung
der Erstkonsolidierung wird bis zum Ende des Bewertungszeitraums erfolgen. Der Kaufpreis (13.550 TUSD, 11.450 TEUR) setzt sich aus einer Barkomponente in Höhe
von 10.550 TUSD (8.932 TEUR) sowie einer bedingten Komponente in Höhe von 3.000 TUSD
(2.518 TEUR) zusammen, die auf dem Erreichen definierter Budgetziele für bestehende
Kundenprojekte basiert. Die bedingte Komponente wurde mit dem wahrscheinlichsten Wert
als Verbindlichkeit erfasst. Im Gegenzug haben wir folgendes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
erworben: scroll
In den übernommenen Vermögenswerten sind Forderungen mit einem Bruttowert von 2.899
TEUR enthalten, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Eine Uneinbringlichkeit
der erworbenen Forderungen wird nicht erwartet. Ebenfalls in den übernommenen Vermögenswerten
enthalten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 20 TEUR. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Five Lakes Automation LLC wurden
insbesondere ein Kundenstamm, Auftragsbestand und Wettbewerbsverbote als immaterielle
Vermögenswerte identifiziert. Die Abschreibungsdauern der immateriellen Vermögenswerte
liegen zwischen einem halben und neun Jahren. Außerdem wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 4.736 TEUR für die Übernahme des geschulten Personals sowie für Synergieeffekte
aus der Erweiterung des Angebotsspektrums hin zu automatisierten Produktionslinien
erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Gruppe zahlungsmittelgenerierender
Einheiten "Automotive" zugeordnet und steuerlich voll abzugsfähig. Eventualverbindlichkeiten wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht angesetzt. Die als separate Transaktion eingeschätzte Weiterbeschäftigung eines Mitglieds der
Geschäftsführung wird künftig über den Zeitraum der zu erbringenden Managementleistungen
erfasst. Kosten für den Erwerb der Fives Lakes Automation LLC entstanden im Geschäftsjahr 2017
in Höhe von 460 TEUR. Diese wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Quartalsabschluss enthält aus der Einbeziehung der ESSA Technology Umsätze in
Höhe von 1.047 TEUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 75 TEUR. Aus der Konsolidierung
der Five Lakes Automation enthält der Konzernabschluss Umsätze in Höhe von 1.855 TEUR
und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von minus 6 TEUR. Im Ergebnis nach Steuern sind
jeweils die Aufwendungen aus der planmäßigen Abschreibung der im Rahmen der Kaufpreisallokation
identifizierten immateriellen Vermögenswerte enthalten. Unter der Fiktion, dass alle Unternehmenserwerbe bereits zum 1. Januar 2017 stattgefunden
hätten, würden der Umsatz des Jenoptik-Konzerns 539.209 TEUR und das Konzernergebnis
nach Steuern 44.704 TEUR betragen. Zur Bestimmung dieser Angaben wurde angenommen,
dass die beizulegenden Zeitwerte der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten
immateriellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2017 mit denen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
identisch sind. Diese Pro-forma-Zahlen wurden ausschließlich zu Vergleichszwecken
erstellt. Sie geben weder zuverlässig Aufschluss über die operativen Ergebnisse, die
tatsächlich erzielt worden wären, wenn die Übernahme zu Beginn der Periode erfolgt
wäre, noch über zukünftige Ergebnisse. Zum 1. Januar 2017 wurde die Gesellschaft JENOPTIK India Private Limited, Bangalore,
Indien, erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Der Neun-Monats-Abschluss enthält
aus der neu konsolidierten Gesellschaft JENOPTIK India Umsätze in Höhe von 447 TEUR
und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von minus 98 TEUR. Außerdem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 die nicht konsolidierte JENOPTIK KATASORB
GmbH, Jena, Deutschland, auf die vollkonsolidierte JENOPTIK Automatisierungstechnik
GmbH, Jena, Deutschland, verschmolzen. Diese Verschmelzung hat keine wesentliche Auswirkung
auf die Konzerngewinn- und -verlustrechnung, da die Gesellschaft nahezu ausschließlich
konzerninterne Umsätze tätigte und aufgrund der Zugehörigkeit zum ertragsteuerlichen
Organkreis der Ergebnisabführung an die JENOPTIK Automatisierungstechnik unterlag. Es ergaben sich folgende Zugänge in den Aktiva und Passiva aufgrund der Erstkonsolidierung
der JENOPTIK India und der Verschmelzung der JENOPTIK KATASORB: scroll
Unternehmensveräußerungen fanden nicht statt. Wesentliche GeschäftsvorfälleAuf der ordentlichen Hauptversammlung der JENOPTIK AG am 7. Juni 2017 wurde die Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 0,25 Euro pro Aktie beschlossen. Die Auszahlung der Dividende
führte zu einer Minderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 14.310
TEUR. Der neue Technologie-Campus für Messtechnik und Laseranlagen am US-Standort Rochester
Hills, Michigan, wurde nach etwa einjähriger Bauzeit im 2. Quartal 2017 fertiggestellt.
Das Gesamtinvestitionsvolumen für dieses Projekt belief sich auf 13.969 TEUR, wovon
2.180 TEUR auf den Erwerb des Grundstücks und 11.790 TEUR auf die Errichtung des Gebäudes
entfielen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde im Berichtszeitraum in Höhe
von 5.173 TEUR negativ beeinflusst. Im Rahmen der Übernahme eines US-amerikanischen Unternehmens ist die im Jahr 2011
erworbene Minderheitsbeteiligung der Jenoptik an diesem Unternehmen im 2. Quartal
2017 rechtlich auf den Erwerber übergegangen. Auf Basis der angebotenen Gegenleistung
für die Anteile wurde der Beteiligungsbuchwert neu bewertet und die daraus resultierenden
Erträge in Höhe von 5.739 TEUR bisher erfolgsneutral im sonstigen Eigenkapital erfasst.
Im 3. Quartal 2017 sind nunmehr alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Erwerber
übergegangen, sodass die Erträge erfolgswirksam im Beteiligungsergebnis realisiert
wurden. Mit dem Zahlungseingang wird bis zum Jahresende gerechnet. Für ein kundenspezifisches Projekt des Segmentes Mobility wurde im 1. Halbjahr 2017
im Rahmen der regelmäßigen Projektbewertung eine Erhöhung der geplanten Projektkosten
identifiziert. Im Ergebnis führte dies im 2. Quartal zu einer Neueinschätzung des
Projektfortschritts und einer EBIT-Belastung in Höhe eines mittleren einstelligen
Millionenbetrags. Darüber hinaus gab es keine weiteren Geschäftsvorfälle, die einen wesentlichen Einfluss
auf den Zwischenabschluss der Jenoptik im 3. Quartal oder kumuliert bis 30. September
2017 hatten. Aufgliederung wesentlicher AbschlusspostenSachanlagenscroll
Vorrätescroll
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Langfristige Finanzverbindlichkeitenscroll
Kurzfristige Finanzverbindlichkeitenscroll
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeitenscroll
FinanzinstrumenteDie im Folgenden aufgeführten Buchwerte der Posten zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte, Zahlungsmittel, bedingte Verbindlichkeiten und Derivate mit und ohne
Hedge-Beziehung entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte der übrigen
Posten stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die lang- und kurzfristigen Anteile der jeweiligen Bilanzposten wurden in der folgenden
Darstellung zusammengefasst. Finanzielle Vermögenswertescroll
1)
LAR = Loans and receivables (Forderungen und Ausleihungen) HTM = Held to maturity (bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen) AFS = Available for sale (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) FVTPL = Fair value through Profit & Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Verlustrechnung) Finanzielle Verbindlichkeitenscroll
FVTPL = Fair value through Profit & Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Verlustrechnung) Im Rahmen des Kapitalmanagements werden regelmäßig neue Geldanlagen getätigt sowie
Auszahlungen zum planmäßigen Fälligkeitstermin vereinnahmt. Im Rahmen dieser Transaktionen
haben sich die Wertpapiere im Berichtszeitraum um insgesamt 11.489 TEUR erhöht. Die übrigen finanziellen Vermögenswerte enthalten zum Stichtag eine Forderung aus
dem o.g. Anteilsübergang der Minderheitsbeteiligung an einem US-amerikanischen Unternehmen. Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
aus folgender Übersicht: scroll
Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr. Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die als quotierte Marktpreise
jederzeit verfügbar sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die
auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern ermittelt werden. Der
Stufe 3 liegen Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen. Die beizulegenden Zeitwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte
werden auf Basis von Börsenkursen (Stufe 1) beziehungsweise abgezinsten Zahlungsflüssen
(Stufe 3) ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte aller Derivate werden anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden
ermittelt. Dabei werden die über den jeweils vereinbarten Terminkurs bzw. Zinssatz
determinierten zukünftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktdaten diskontiert. Die
verwendeten Marktdaten sind führenden Finanzinformationssystemen, wie beispielsweise
Reuters, entnommen. Kommt eine Interpolation von Marktdaten zur Anwendung, erfolgt
diese linear. Die beizulegenden Zeitwerte von bedingten Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der erwarteten, zum Stichtag abgezinsten Zahlungsabflüsse bewertet. Die im Rahmen
des Unternehmenserwerbs der britischen Vysionics-Gruppe vereinbarte Put-Option für
den Kauf der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile wurde unter Anwendung eines
Abzinsungssatzes von 0,47 Prozent mit dem Barwert des erwarteten Ausübungspreises
in Höhe von 1.251 TEUR erfasst. Im Zusammenhang mit der Akquisition der Five Lakes
Automation LLC wurden bedingte Verbindlichkeiten mit den Verkäufern vereinbart und
mit dem wahrscheinlichsten Wert von 2.541 TEUR bilanziert. Die Auszahlungen werden
erwartungsgemäß 2018 und 2019 erfolgen. Für den langfristigen Anteil wurde aus Wesentlichkeitsgründen
auf eine Abzinsung verzichtet. Die Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Stufe 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden: scroll
Angaben über Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen getätigt. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Jenoptik-Internetseiten unter
www.jenoptik.de unter Investoren/Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.
Des Weiteren ist die Erklärung am Sitz der Gesellschaft einsehbar. RechtsstreitigkeitenDie JENOPTIK AG und ihre Konzerngesellschaften sind an mehreren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt. Für mögliche finanzielle Belastungen aus laufenden Gerichts- oder Schiedsverfahren
wurden in angemessener Höhe Rückstellungen für Prozessrisiken bzw. Prozesskosten gebildet.
Sofern diese Verfahren erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns
haben könnten, sind sie im Konzernabschluss 2016 beschrieben. Bis zum 30. September
2017 haben sich keine weiteren Rechtsstreitigkeiten ergeben, die auf Basis der aktuellen
Einschätzung wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben
könnten. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs gab zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
zum 30. September 2017, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern waren bzw.
die einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Jena, 7. November 2017 scroll
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