![]() JENOPTIK AGJenaZwischenbericht des Jenoptik-Konzerns Januar bis September 2018Jenoptik-Konzern auf einen Blickscroll
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Es wird darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Zwischenbericht Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Die Monate Januar bis September 2018 im Überblick
Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitJenoptik ist ein international agierender Photonik-Konzern und Lieferant von hochwertigen
und innovativen Investitionsgütern. Damit ist der Konzern vorrangig Technologiepartner
von Industrieunternehmen. In den Segmenten Mobility sowie Defense & Civil Systems
liefern wir zudem an öffentliche Auftraggeber, zum Teil indirekt über Systemintegratoren. Mit dem überwiegenden Teil des Leistungsspektrums ist Jenoptik im Photonik-Markt tätig.
Zu den Schlüsselmärkten zählen vor allem Halbleiterausrüstung, Medizintechnik, Automotive
und Maschinenbau, Verkehr, Luftfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik. Der Jenoptik-Konzern ist aktiv in den drei Segmenten
Ziele und StrategienIm Februar 2018 stellte der Vorstand der JENOPTIK AG seine Strategie 2022 vor. Im
Mittelpunkt der künftigen Entwicklung steht die Konzentration auf photonische Technologien
für wachstumsstarke Märkte. Aktivitäten werden anhand gleicher Geschäftsmodelle sowie
ähnlichem Markt- und Kundenverständnis neu zusammengefasst. So soll Jenoptik in den
kommenden Jahren zu einem globalen und fokussierten Photonik-Unternehmen entwickelt
werden. Die stärkere Konzentration auf die Kernkompetenzen soll auch zu einem optimalen
Einsatz der vorhandenen Kapazitäten und damit einer effizienteren Ressourcenverteilung
beitragen. Die neue Strategie steht unter dem Motto "More Light" und beinhaltet die drei Bausteine
"More Focus", "More Innovation" und "More International". Bis 2022 wollen wir unsere
Entwicklungsleistung inklusive der Entwicklungen im Kundenauftrag auf ca. 10 Prozent
des Umsatzes steigern. Zudem soll internationale Vielfalt das Unternehmen stärker
als bisher prägen. Das bedeutet internationale Teams aus unterschiedlichen Kulturkreisen
und mehr lokale Entscheidungen vor Ort. In diesem Zusammenhang hat der Vorstand im
Frühjahr sein operatives Führungsgremium um internationale Manager erweitert. Mindestens
eine Division soll bis 2022 ihren Hauptsitz im Ausland haben. Um die Strategie 2022 umzusetzen,
Im Zuge der neuen Strategie hat sich der Jenoptik-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr
2018 folgende Prioritäten gesetzt:
Im Juni verabschiedete Jenoptik die neue Organisationsstruktur für Asien, mit der
die komplexen Unternehmensstrukturen vereinfacht und die Zuständigkeiten klar definiert
wurden. Die Zusammenarbeit in Asien, mit den Divisionen und mit den Zentralfunktionen
wird damit schneller und einfacher. Unter der Marke VINCORION vermarktet der Konzern künftig sein Angebot an mechatronischen
Leistungen für die Märkte Luftfahrt, Sicherheit und Verteidigung sowie Bahn. Die Einführung
der Marke erfolgte im September. Für zusätzliche Informationen zur strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns
verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2017 mit den umfassenden Angaben im Kapitel
"Ziele und Strategien" ab Seite 70 und auf die Jenoptik-Website. Im Juli 2018 hat Jenoptik das kanadische Unternehmen Prodomax Automation Ltd. erworben
und damit die größte Akquisition der jüngeren Unternehmensgeschichte abgeschlossen.
Mit dem Erwerb erschließt sich damit zusätzliches Wachstumspotenzial im Bereich Advanced
Manufacturing. Mit dem Erwerb der Otto-Gruppe im August stärkt Jenoptik das Messtechnik-Geschäft. Weitere Informationen zu den Akquisitionen finden Sie im Segmentbericht auf Seite
14 und im Anhang ab Seite 29. Die Jenoptik-AktieIn der ersten Jahreshälfte 2018 war die Stimmung an den internationalen Kapitalmärkten
noch positiv. Sie trübte sich jedoch durch die unsicheren Aussichten im Verlauf des
3. Quartals ein. Der deutsche Leitindex Dax schloss Ende September 2018 bei 12.247
Punkten, was im Berichtszeitraum Januar bis September 2018 einem Minus von rund 5
Prozent entsprach. Der TecDax notierte am 28. September 2018 bei 2.813 Punkten und
konnte somit um ca. 10 Prozent zulegen. Die Jenoptik-Aktie zeigte in den ersten neun Monaten eine volatile Entwicklung, aber
mit positivem Trend. Der Kurs stieg nach anfänglichen Schwankungen zur Jahresmitte
auf seinen Höchststand von 39,48 Euro am 13. Juni. Danach verlor das Papier wieder
und entwickelte sich seitwärts. Am letzten Handelstag im September 2018 notierte die
Jenoptik-Aktie bei 31,74 Euro, ein Plus von 14,2 Prozent seit Jahresbeginn. Die Gesamtrendite
(Total Shareholder Return) betrug im 9-Monats-Zeitraum 15,3 Prozent (i.Vj. 13,0 Prozent).
Bis zum Handelsschluss am 31. Oktober 2018 verlor die Aktie aufgrund der allgemein
schlechten Gesamtmarktsituation bis auf einen Kurs von 26,64 Euro. Die Marktkapitalisierung
von Jenoptik betrug Ende Oktober 1.524,8 Mio Euro. Neben den bereits im 1. Halbjahr veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen erhielten
wir im Oktober zwei weitere: Die Capital Research and Management Company informierte
uns, dass sie 1.720.171 Jenoptik-Aktien halten. Das entspricht einem Anteil von 3,01
Prozent. Den Erwerb von 3,34 Prozent der Anteile bzw. 1.910.288 Aktien meldete der
SMALLCAP World Fund. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni 2018 beschlossen die Aktionäre eine
um 20 Prozent erhöhte Dividende von 0,30 Euro pro Aktie (i.Vj. 0,25 Euro). Auf Basis
der Dividendensumme von 17,2 Mio Euro betrug die Ausschüttungsquote bezogen auf das
2017 erzielte Ergebnis der Aktionäre 23,7 Prozent (i.Vj. 25,0 Prozent). Aktuell berichten elf Research-Häuser bzw. Banken regelmäßig über Jenoptik. Zum Zeitpunkt
der Berichterstellung empfahlen vier Analysten, die Aktie zu kaufen, sechs rieten
zum Halten und ein Analyst zum Verkaufen der Anteilsscheine. Das durchschnittliche
Kursziel aller Empfehlungen belief sich Ende Oktober auf 31,82 Euro. Im September 2018 hat die Deutsche Börse Veränderungen an ihrer Indexlandschaft vorgenommen.
Seitdem können börsennotierte Unternehmen, die zum Beispiel Mitglied im TecDax sind,
zusätzlich einem weiteren Index wie dem Dax, MDax oder SDax angehören. Jenoptik wird
als Technologiewert unverändert im TecDax geführt und ist nach der Neueinteilung gleichzeitig
im SDax gelistet. Im 20. Jahr der Börsennotierung hat der Jenoptik-Konzern sein Grundkapital von Inhaberaktien
im Verhältnis 1:1 auf Namensaktien umgestellt. Die Aktiengattung wird seit dem 3.
September unter der neuen Wertpapierkennnummer (WKN) A2NB60 an den Börsenplätzen gehandelt.
Weitere Informationen zur Umstellung finden Sie unter: www.jenoptik.de/investoren/
namensaktie. Die Kapitalmarktkommunikation von Jenoptik wurde im jährlich stattfindenden Wettbewerb
"Investors' Darling" der HHL Leipzig Graduate School of Management und dem manager
magazin mit der Silbermedaille im TecDax ausgezeichnet. Entscheidend für die Platzierung
waren vor allem die Erläuterung der Strategie, die Qualität der digitalen IR-Aktivitäten
und die überdurchschnittliche Aktienkursperformance. Mit der Auszeichnung konnte sich
Jenoptik von Platz fünf im vergangenen Jahr auf den zweiten Rang im TecDax verbessern. Ergebnis je Aktiescroll
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis der Aktionäre dividiert durch den gewichteter
Durchschnitt ausstehender Aktien. Kennzahlen zur Jenoptik-Aktiescroll
Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Jenoptik-BranchenIn der Weltwirtschaft bestimmten der zunehmende Protektionismus und Handelsbarrieren,
geopolitische Unsicherheiten zum Beispiel in der Türkei, Argentinien und Saudi-Arabien
und der möglicherweise bevorstehende Brexit die ersten neun Monate 2018. Das Bruttoinlandsprodukt der USA stieg im 3. Quartal 2018 nach vorläufigen Angaben
des Handelsministeriums auf das Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal,
nachdem im 2. Quartal ein Plus von 4,2 Prozent verzeichnet wurde. Wachstumstreiber
waren der Privatkonsum und Staatsausgaben, während die Exporte im 3. Quartal zurückgingen. Chinas Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im 3. Quartal 2018 um 6,5 Prozent gegenüber
dem Vorjahreszeitraum, so das Statistikamt in Peking, und verfehlte damit die Erwartungen.
Auch die Industrieproduktion fiel niedriger aus als angenommen. Nach dem verhaltenen Start ins Jahr legte die deutsche Wirtschaft im 2. Quartal 2018
wieder etwas stärker zu. Laut dem Statistischen Bundesamt erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt
trotz des Handelskonflikts mit den USA um 0,5 Prozent, was vor allem an einer starken
Binnenkonjunktur durch Privatkonsum und Staatsausgaben lag. Die Unternehmen zögerten
jedoch bereits trotz hoher Kapazitätsauslastung mit Investitionsentscheidungen, so
Konjunkturexperten. Die Produktion wurde bis einschließlich August gedrosselt. Auch
der ifo-Geschäftsklimaindex deutete in den letzten Monaten eine leichte Abkühlung
an. Für die Geschäftsentwicklung der Photonik-Industrie ermittelt Spectaris anhand der
Umsätze von 16 internationalen Unternehmen den Weltmarktindex "Optische Technologien".
Im 2.Quartal 2018 erreichte der Index mit 174,3 Punkten seinen zweithöchsten Wert
insgesamt und den höchsten Wert für ein zweites Quartal. Im Vergleich zum 1. Halbjahr
2017 stiegen die Umsätze der betrachteten Unternehmen in den ersten sechs Monaten
2018 um 9,4 Prozent. Die globale Halbleiterindustrie verzeichnete bisher eine starke Nachfrage im Vergleich
zum Vorjahr. Laut der Semiconductor Industry Association (SIA) lagen die weltweiten
Umsätze im 3.Quartal 2018 bei 122,7 Mrd US-Dollar. Das waren 4,1 Prozent mehr als
im Vorquartal und 13,8 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Obwohl sich das
Wachstum zuletzt gegenüber den Vormonaten etwas verlangsamte, waren sowohl der September
als auch das 3. Quartal 2018 die bislang umsatzstärksten Berichtsperioden der Branche.
Wegen einer anhaltend guten Nachfrage nach Lithographiesystemen für die Chipherstellung
haben auch große Halbleiterausrüster im 3. Quartal 2018 sehr gute Ergebnisse erzielt.
Für die Branche veröffentlichte der Fachverband Semiconductor Equipment and Materials
International (SEMI) bislang jedoch nur die Umsatzzahlen für das 2. Quartal: Mit 16,7
Mrd US-Dollar lag der Umsatz nur 1 Prozent unter dem Rekordwert vom Vorquartal. Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stieg der Auftragseingang
in den ersten neun Monaten 2018 um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, im 3.
Quartal nur um 3 Prozent. In den ersten sieben Monaten erreichte die Industrie einen
Produktionszuwachs von 2,9 Prozent, der Auftragseingang legte um 7 Prozent zu. Allerdings
seien die Handelskonflikte und protektionistischen Tendenzen vor allem in den USA
und China bereits spürbar. Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) verzeichneten die internationalen Automärkte
in den ersten neun Monaten 2018 ein anhaltendes Wachstum bei Pkw-Neuzulassungen. Autohersteller
und Zulieferer in Europa meldeten vor allem im 3. Quartal deutliche Belastungen ihrer
Bilanzen und des operativen Geschäfts, unter anderem wegen der Auswirkungen des Dieselskandals,
Nachrüstungs- und Gewährleistungsmaßnahmen sowie wegen des Handelskonflikts zwischen
den USA und China. Die Folge waren mehrere Gewinnwarnungen für das laufende Jahr.
Fast die gesamte Branche kritisiert die im Sommer 2017 beschlossene Einführung der
neuen Verbrauchs- und Abgastests nach dem sogenannten WLTP-Standard. Eine langsame
Zulassung nach dem neuen Standard führte zu erhöhtem Wettbewerbsdruck in der Branche,
weshalb einige Hersteller ihre Produktion zurückfuhren. Wegen einer zu hohen Stickstoffdioxid-Belastung
wurden Fahrverbote in mehreren deutschen Städten beschlossen. Insgesamt gibt es laut
der Bundesregierung 14 besonders belastete Städte, die Maßnahmen erforderten. Für die anderen Branchen, die für Jenoptik relevant sind, wurden keine wesentlichen
neuen Berichte veröffentlicht. Wir verweisen deshalb auf die Seiten 83 ff. im Geschäftsbericht
2017 und auf die bisherigen Zwischenberichte für 2018. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIn den Tabellen des Lageberichts, die wichtige Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern,
sind in dem Posten "Sonstige" die Holding, das Shared Service Center, die zentral
verwalteten Immobilien sowie die Konsolidierungseffekte enthalten. Im 3. Quartal 2018 hat Jenoptik zwei Akquisitionen abgeschlossen, die sich auf die
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns auswirken. Ausführlichere Informationen
dazu im Segmentbericht auf Seite 14 und im Anhang ab Seite 29. ErtragslageJenoptik steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten 2018 deutlich um 12,6 Prozent
auf 593,4 Mio Euro (i.Vj. 526,8 Mio Euro). Das organische Wachstum betrug 8,5 Prozent.
Zugelegt haben alle drei Segmente. Zurückzuführen war der Anstieg auf die gute Nachfrage
nach optischen Systemen für die Halbleiterausrüstungsindustrie und Systemen aus dem
Bereich Healthcare & Industry. Auch der Bereich der Verkehrssicherheit trug erheblich
zu diesem Wachstum bei. Zudem leisteten die Akquisitionen im Bereich Automotive, vor
allem die der Prodomax Automation Ltd., einen deutlichen Umsatzbeitrag in Höhe von
insgesamt 21,8 Mio Euro. Jenoptik erzielte in den ersten neun Monaten 2018 Zuwächse im In- und Ausland. Die
Umsätze in Deutschland stiegen deutlich um insgesamt 19,4 Prozent auf 180,1 Mio Euro
(i.Vj. 150,9 Mio Euro), insbesondere aufgrund der Auslieferungen der Mautkontrollsäulen
im Segment Mobility. Auch in Europa, Amerika und der Region Mittlerer Osten / Afrika
konnten die Erlöse weiter zulegen. In Europa wurde mit einem Umsatzplus von 12,0 Prozent
eine deutliche Steigerung erreicht. Die Erlöse in den beiden Wachstumsregionen Amerika
und Asien / Pazifik lagen mit 217,9 Mio Euro über dem Vorjahr (i.Vj. 201,1 Mio Euro).
Prozentual fiel ihr Anteil am Konzernumsatz mit 36,7 Prozent jedoch etwas geringer
aus (i.Vj. 38,2 Prozent). In der Region Asien / Pazifik war der Umsatz im Berichtszeitraum
projektbedingt rückläufig. In Amerika stieg der Umsatz auch aufgrund der Akquisition
signifikant um 24,7 Prozent. Der Anteil des Auslandsumsatzes reduzierte sich insgesamt
leicht auf 69,6 Prozent (i.Vj. 71,3 Prozent). Eine Übersicht über die regionale VerteiIung
der Umsätze ist im Bericht auf Seite 25 zu finden. Die Umsatzkosten stiegen um 14,3 Prozent und damit etwas stärker als der Umsatz auf
383,8 Mio Euro (i.Vj. 335,7 Mio Euro), unter anderem im Zusammenhang mit den Akquisitionen.
Im Ergebnis blieb die Bruttomarge mit 35,3 Prozent (i.Vj. 36,3 Prozent) leicht unter
Vorjahresniveau. Durch zunehmende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F+E) im Konzern erhöhten
sich die F+E-Kosten im Berichtszeitraum auf 34,7 Mio Euro (i.Vj. 32,8 Mio Euro). Die
in den Umsatzkosten enthaltenen Entwicklungskosten im Kundenauftrag betrugen 15,2
Mio Euro (i.Vj. 14,2 Mio Euro). Die F+E-Gesamt-leistung lag mit 51,3 Mio Euro über
dem Vorjahresniveau (i.Vj. 47,8 Mio Euro) und entsprach 8,6 Prozent des Konzernumsatzes
(i.Vj. 9,1 Prozent). Die Kennzahl enthält die F+E-Kosten, die Entwicklungskosten im
Kundenauftrag sowie im Anlagevermögen aktivierte Entwicklungsleistungen. Insbesondere aufgrund des Ausbaus der internationalen Aktivitäten stiegen die Vertriebskosten
in den ersten neun Monaten 2018 auf 64,3 Mio Euro (i.Vj. 60,1 Mio Euro). Die Vertriebskostenquote
lag mit 10,8 Prozent allerdings leicht unter dem Vorjahresniveau (i.Vj. 11,4 Prozent).
Reduziert haben sich die Verwaltungskosten. Diese sanken im Berichtszeitraum auf 39,7
Mio Euro (i.Vj. 42,1 Mio Euro). Im Vorjahr waren unter anderem Aufwendungen im Zusammenhang
mit dem Vorstandswechsel enthalten. Die Verwaltungskostenquote fiel dementsprechend
auf 6,7 Prozent (i.Vj. 8,0 Prozent). Umsatzscroll
Entwicklungsleistungscroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen lagen in den ersten neun Monaten
2018 auf Vorjahresniveau. Hervorzuheben sind hier vor allem positive Währungseffekte
von insgesamt 0,1 Mio Euro (i.Vj. minus 4,0 Mio Euro), denen Aufwendungen für Prozessoptimierung
und Kosten im Zusammenhang mit den Akquisitionen gegenüberstanden. Der Saldo aus beiden
Positionen betrug minus 4,1 Mio Euro (i.Vj. minus 3,9 Mio Euro). Der Umsatzzuwachs und ein unterproportionaler Anstieg der Funktionskosten führten
zu einer signifikanten Verbesserung des EBIT. Mit 66,7 Mio Euro übertraf es den Vorjahreswert
um 27,8 Prozent (i.Vj. 52,2 Mio Euro). Alle Segmente haben mit deutlich verbesserten
Ergebnissen zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Dabei belief sich das EBIT
der erworbenen Unternehmen auf insgesamt minus 0,2 Mio Euro. Darin berücksichtigt
sind Effekte aus der Kaufpreisallokation, die nach vorläufigen Berechnungen bei minus
6,3 Mio Euro lagen. Die Kosten für die Erwerbe betrugen 1,8 Mio Euro. Die EBIT-Marge
des Konzerns kletterte auf 11,2 Prozent (i.Vj. 9,9 Prozent). EBITscroll
In den ersten neun Monaten 2018 stieg aus den zuvor genannten Gründen auch das EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inkl. Wertminderungen und Wert-aufholungen)
deutlich um 21,7 Prozent auf 89,0 Mio Euro (i.Vj. 73,1 Mio Euro). Die EBITDA-Marge
erhöhte sich auf 15,0 Prozent (i.Vj. 13,9 Prozent). Im EBITDA sind nach vorläufigen
Berechnungen Effekte aus der Kaufpreisallokation in Höhe von minus 4,8 Mio Euro und
Erwerbskosten von 1,8 Mio Euro enthalten. EBITDAscroll
Das Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum minus 2,0 Mio Euro (i.Vj. 2,3 Mio Euro).
Im Vorjahr waren Einmalerträge aus dem Abgang von nicht operativen Finanzanlagen in
Höhe von 5,6 Mio Euro enthalten. Der Konzern erzielte mit 64,7 Mio Euro (i.Vj. 54,5
Mio Euro) somit auch ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich besseres Ergebnis vor Steuern.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 11,0 Mio Euro (i.Vj. 10,2
Mio Euro), was einer liquiditätswirksamen Steuerquote von 14,5 Prozent (i.Vj. 17,7
Prozent) entsprach. Der Rückgang der Steuerquote ist unter anderem auf die Steuerreform
in den USA zurückzuführen. Das Konzernergebnis nach Steuern verbesserte sich um 21,4
Prozent auf 53,7 Mio Euro (i.Vj. 44,3 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie des Konzerns
(EPS) kletterte auf 0,94 Euro (i.Vj. 0,77 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Auftragseingang des Konzerns bis Ende September
2018 auf 588,4 Mio Euro (i.Vj. 576,2 Mio Euro). Zugelegt haben die beiden Segmente
Optics & Life Science sowie Mobility. Die Book-to-Bill-Rate betrug 0,99 (i.Vj. 1,09),
das heißt, der Auftragseingang lag knapp unter dem Umsatz der ersten neun Monate 2018. Der Auftragsbestand erreichte mit 480,9 Mio Euro ein neues Rekordniveau und überstieg
den Wert vom Jahresende 2017 (31.12.2017: 453,5 Mio Euro). Vom Auftragsbestand sollen
48,1 Prozent (i.Vj. 57,8 Prozent) noch in diesem Geschäftsjahr zu Umsatz führen und
das geplante Wachstum unterstützen. Darüber hinaus bestanden zum 30. September 2018 Kontrakte in Höhe von 78,0 Mio Euro
(31.12.2017: 87,6 Mio Euro). Bei Kontrakten handelt es sich um Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen,
deren genaue Höhe und Eintrittszeitpunkt noch nicht exakt bekannt sind. Auftragslagescroll
scroll
Die Zahl der Jenoptik-Mitarbeiter erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2018 auf
3.984 (31.12.2017: 3.680 Mitarbeiter). Im Ausland stieg die Zahl der Beschäftigten,
unter anderem infolge der Akquisition in Kanada. Ende September 2018 waren 962 Mitarbeiter
an den ausländischen Standorten beschäftigt (31.12.2017: 802 Mitarbeiter). Zum 30. September 2018 hatte Jenoptik insgesamt 118 Auszubildende (31.12.2017: 109
Auszubildende). In Deutschland waren 129 Leiharbeiter beschäftigt (31.12.2017: 114
Leiharbeiter). Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Segmente finden Sie im Segmentbericht
ab Seite 12. Mitarbeiter (inkl. Auszubildende)scroll
Finanz- und VermögenslageZum Ende der ersten neun Monate 2018 stieg der Verschuldungsgrad, das Verhältnis von
Fremdkapital zu Eigenkapital, von 0,68 zum Jahresende 2017 auf 0,70, blieb aber damit
auf einem guten Niveau. Grund für den Anstieg war ein stärkerer Zuwachs des Fremdkapitals
im Vergleich zum Eigenkapital. Trotz der Auszahlungen für die getätigten Akquisitionen und der höheren Dividendensumme
lag die Nettoverschuldung zum 30. September 2018 nur bei 16,6 Mio Euro (31.12.2017:
minus 69,0 Mio Euro). In den ersten neun Monaten 2018 gab der Konzern 26,8 Mio Euro für Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte aus, wie angekündigt mehr als im Vorjahreszeitraum (i.Vj.
24,0 Mio Euro). Auch auf das Gesamtjahr bezogen erwartet Jenoptik insgesamt höhere
Investitionen als 2017. Mit 22,5 Mio Euro floss der größte Teil der Investitionen
in die Sachanlagen (i.Vj. 21,8 Mio Euro), vor allem um die Voraussetzungen zu schaffen
für weiteres Wachstum und neue Kundenaufträge sowie in die technische Neuausstattung
und Kapazitätserweiterung im Fertigungsbereich. Insbesondere infolge höherer Lizenzkosten
und aktivierter Entwicklungskosten überstiegen die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
mit 4,4 Mio Euro das Vorjahresniveau (i.Vj. 2,2 Mio Euro). Die planmäßigen Abschreibungen
lagen bei 21,1 Mio Euro (i.Vj. 20,9 Mio Euro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg zum 30. September 2018 auf 72,8
Mio Euro (i.Vj. 50,2 Mio Euro), was hauptsächlich auf ein besseres Ergebnis vor Steuern
zurückzuführen war. Negativ beeinflusst wurde der operative Cashflow vor allem durch
ein höheres Working Capital, da infolge des größeren Geschäftsvolumens mehr Vorleistungen
erbracht wurden. Ende September 2018 betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit minus 82,4 Mio Euro
(i.Vj. minus 46,8 Mio Euro). Dieser wurde im Berichtszeitraum hauptsächlich durch
die Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen negativ beeinflusst.
Weitere wesentliche Positionen waren neben den Investitionen die Ein- bzw. Auszahlungen
aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Geldanlage. Aufgrund des deutlich verbesserten Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte
sich der Free Cashflow im Berichtszeitraum auf 57,2 Mio Euro (i.Vj. 32,2 Mio Euro).
Die Verbesserung war trotz der umsatzbedingt gestiegenen Auszahlungen für das Working
Capital und der über dem Vorjahr liegenden Investitionen möglich. Der Free Cashflow
wird berechnet aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern
abzüglich der Ein- und Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Vor allem infolge der Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Krediten reduzierte
sich der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auf minus 46,3 Mio Euro (i.Vj. minus
12,3 Mio Euro). In diesem Posten sind insbesondere Auszahlungen für die Ablösung von
Darlehen im Rahmen der Unternehmenskäufe enthalten. Zudem war er von der Dividendenzahlung
in Höhe von 17,2 Mio Euro beeinflusst (i.Vj. 14,3 Mio Euro). Zum 30. September 2018 lag die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns mit 959,7 Mio Euro
aufgrund der Unternehmenserwerbe, der Einführung von IFRS 15 und der Maßnahmen, um
die geplanten Wachstumsziele zu realisieren, über dem Wert zum Jahresende 2017 (31.12.2017:
889,1 Mio Euro). Der Zuwachs der langfristigen Vermögenswerte auf 485,8 Mio Euro (31.12.2017: 376,2
Mio Euro) war insbesondere auf höhere immaterielle Vermögenswerte zurückzuführen.
Diese stiegen vor allem, da im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Prodomax
Automation Ltd. sowie der Otto-Gruppe im Rahmen der Kaufpreisallokation verschiedene
immaterielle Vermögenswerte wie Kundenstämme und Auftragsbestände identifiziert und
darüber hinaus Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst wurden. Auch die Sachanlagen erhöhten
sich, unter anderem aufgrund der vorgenommenen Investitionen sowie der Akquisitionen.
Die Finanzanlagen legten infolge der Equity-Bewertung einer Unternehmensbeteiligung
zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 39,0 Mio Euro auf 473,9 Mio Euro
(31.12.2017: 512,9 Mio Euro). Die im Berichtszeitraum getätigten Übernahmen wurden
vollständig aus den liquiden Mitteln bezahlt, was zu einem Rückgang des Postens Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente auf 76,5 Mio Euro (31.12.2017: 132,3 Mio Euro) führte.
Die kurzfristigen Finanzanlagen verringerten sich durch die Rückzahlung von Geldanlagen.
Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 wurde der Posten Vertragsvermögenswerte
mit 27,4 Mio Euro neu ausgewiesen. Vor allem infolge dieser Ausweisänderung sanken
die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 121,5 Mio Euro (31.12.2017:
136,0 Mio Euro). Die Vorräte erhöhten sich auf 196,9 Mio Euro (31.12.2017: 168,6 Mio
Euro), da der Anstieg aufgrund der operativen Tätigkeit (39,4 Mio Euro) den Effekt
aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 (minus 11,1 Mio Euro) überkompensierte. Vor allem infolge höherer operativer Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte) und Vorräte legte das Working Capital zum
30. September 2018 auf 239,9 Mio Euro zu (31.12.2017: 214,8 Mio Euro/ 30.9.2017: 225,3
Mio Euro). Die Working-Capital-Quote, das Verhältnis von Working Capital zu Umsatz
auf Basis der letzten zwölf Monate, stieg dementsprechend im Vergleich zum Jahresende
2017 auf 29,5 Prozent (31.12.2017: 28,7 Prozent), blieb jedoch unter dem Wert der
Vorjahresperiode (30.9.2017: 31,3 Prozent). Insbesondere das zum Ende des Berichtszeitraums ausgewiesene, deutlich bessere Ergebnis
nach Steuern, verringert um die Dividendenzahlung, führte zu einem Anstieg des Eigenkapitals
auf 565,3 Mio Euro (31.12.2017: 529,9 Mio Euro). Die Eigenkapitalquote lag vor dem
Hintergrund der Bilanzverlängerung mit 58,9 Prozent leicht unter dem Niveau vom Jahresende
2017 (31.12.2017: 59,6 Prozent). Bedingt durch einen deutlichen Anstieg der passiven latenten Steuern im Zusammenhang
mit der Akquisition von Prodomax sowie einer Zunahme sowohl der langfristigen Finanzverbindlichkeiten
(neue Finanzierungsleasingverträge) als auch der sonstigen langfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten (variable Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb der Otto-Gruppe)
erhöhten sich die langfristigen Schulden auf 176,6 Mio Euro (31.12.2017: 162,1 Mio
Euro). Wesentlicher Bestandteil der langfristigen Schulden sind die 2015 begebenen
Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von derzeit noch 103 Mio Euro und einer ursprünglichen
Laufzeit von fünf beziehungsweise sieben Jahren. Die kurzfristigen Schulden stiegen seit Jahresende 2017 auf 217,8 Mio Euro (31.12.2017:
197,1 Mio Euro). Erstmals ausgewiesen wurde aufgrund von IFRS 15 der Posten Vertragsverbindlichkeiten.
Die sonstigen kurzfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich
hauptsächlich aufgrund der Umgliederung von erhaltenen Anzahlungen in die Vertragsverbindlichkeiten.
Gegenläufig wirkte der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern unter
anderem für Urlaubsansprüche. Auch die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stiegen,
vor allem infolge der Zuführungen zu den Personalrückstellungen für das Geschäftsjahr
2018. Folgende wesentliche Unternehmenskäufe und -verkäufe fanden in den ersten neun Monaten
2018 statt: Prodomax Automation Ltd. Im Juli erwarb Jenoptik über die US-amerikanische Gesellschaft JENOPTIK North America
Inc. 100 Prozent der Anteile an der Prodomax Automation Ltd., Barrie (Ontario), Kanada. OTTO Vision Technology GmbH und OVITEC GmbH Jenoptik hat am 31. August 2018 100 Prozent der Anteile an der OTTO Vision Technology
GmbH und der OVITEC GmbH übernommen (Otto-Gruppe). Weitere Informationen zu den Unternehmenserwerben sind im Segmentbericht auf Seite
14 und im Anhang ab Seite 29 zu finden. Bei den nicht bilanzierten Werten und Verpflichtungen gab es keine Änderungen, für
Informationen dazu verweisen wir auf die Angaben im Geschäftsbericht 2017 auf Seite
96 und die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten auf Seite 184. SegmentberichtSegment Optics & Life ScienceDer Umsatz im Segment Optics & Life Science legte in den ersten neun Monaten 2018
um 10,4 Prozent auf 211,2 Mio Euro erfreulich zu (i.Vj. 191,3 Mio Euro). Getrieben
wurde diese Entwicklung wie bereits in den vergangenen Quartalen zum einen durch ein
anhaltend gutes Geschäft mit Lösungen für die Halbleiterausrüstungsindustrie. Aber
auch der Absatz im Bereich Healthcare & Industry entwickelte sich sehr positiv. Das
Segment steuerte insgesamt 35,6 Prozent des Konzernumsatzes bei (i.Vj. 36,3 Prozent).
Die Erlöse in Europa (ohne Deutschland) stiegen auf 81,2 Mio Euro (i.Vj. 71,6 Mio
Euro) und legten damit am stärksten zu. Außer in der Region Asien / Pazifik konnten
die Umsätze in allen Regionen gesteigert werden. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) verbesserte sich insbesondere aufgrund
des positiven Produktmixes und der guten Auslastung signifikant um 23,3 Prozent auf
45,5 Mio Euro (i.Vj. 36,9 Mio Euro). In den ersten neun Monaten konnte das Segment
damit seine EBIT-Marge auf 21,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessern (i.Vj.
19,3 Prozent). Auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA)
legte deutlich um 18,9 Prozent auf 51,1 Mio Euro zu (i.Vj. 43,0 Mio Euro). Das Segment Optics & Life Science auf einen Blickscroll
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Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2017 Bis zum 30. September 2018 stieg der Auftragseingang aufgrund des Wachstums im Bereich
der optischen Systeme um 4,8 Prozent auf 233,4 Mio Euro (i.Vj. 222,8 Mio Euro). Im
Verhältnis zum Umsatz ergab sich damit eine Book-to-Bill-Rate von 1,11 (i.Vj. 1,16). Der Auftragsbestand im Segment lag Ende September 2018 mit 127,6 Mio Euro über dem
Wert vom 31. Dezember 2017 (31.12.2017: 109,1 Mio Euro). Darüber hinaus bestanden
Kontrakte in Höhe von 13,3 Mio Euro (31.12.2017: 11,1 Mio Euro). Aufgrund deutlich gestiegener Investitionen und wachstumsbedingter Steigerungen des
Working Capitals blieb der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern) trotz des positiven
Geschäftsverlaufs mit 16,4 Mio Euro (i.Vj. 24,3 Mio Euro) unter dem Vorjahresniveau.
Investiert wurde insbesondere in neue Fertigungsanlagen und somit in die Erweiterung
der Produktionskapazität. Jenoptik modernisiert und erweitert zum Beispiel die Produktionsanlagen
in Berlin und sichert sich damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit im photonischen
Kerngeschäft: Für die Fertigung von Hochleistungs-Laserdioden im Berliner Technologiepark
Adlershof beschleunigt Jenoptik dank neuer Anlagen die Auftragsabwicklung und rüstet
sich damit für die anhaltend hohe Nachfrage nach Halbleiterlasern. Um den wachsenden Anforderungen unserer internationalen Kunden stärker gerecht zu
werden, eröffnete Jenoptik zu Beginn des Geschäftsjahres 2018 einen neuen Standort
im Silicon Valley, im kalifornischen Fremont, und positioniert sich damit in unmittelbarer
Nähe zu den Kunden an der US-Westküste. Jenoptik kann so die speziellen Bedürfnisse
in dieser Region vor allem im Applikations-Engineering und der Produktentwicklung
gezielt ansprechen und das eigene Wachstum insbesondere in den USA weiter vorantreiben. Am Standort Jupiter, USA, werden die Produktionskapazitäten für optische Systeme erweitert. Segment MobilityDer Umsatz des Segments Mobility stieg in den ersten neun Monaten 2018 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 23,7 Prozent auf 223,4 Mio Euro (i.Vj. 180,6 Mio Euro). Das organische
Wachstum betrug 11,6 Prozent. Beide Bereiche, Systeme und Anlagen für die Automobilindustrie
und die Verkehrssicherheitstechnik, konnten dabei erfolgreich zulegen, letzterer insbesondere
aufgrund der Auslieferungen der Mautkontrollsäulen. Auch die Akquisitionen der Prodomax
Automation Ltd. sowie der Otto-Gruppe trugen mit 21,8 Mio Euro zum Umsatzwachstum
bei. Regional betrachtet sind die Umsätze vor allem in Deutschland infolge des Mautprojekts
gestiegen. Der Zuwachs in der Region Amerika resultierte vor allem aus dem Unternehmenserwerb
in Kanada. Etwas zurückgegangen sind projektbedingt die Erlöse in Asien. Der Anteil
des Segmentes am Konzernumsatz legte auf 37,6 Prozent zu (i.Vj. 34,3 Prozent). Aufgrund der guten Umsatzentwicklung wies das Segment mit einem Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT) von 16,9 Mio Euro in den ersten neun Monaten plangemäß wieder eine
deutlich verbesserte Ertragsqualität auf (i.Vj. 8,6 Mio Euro). Das Ergebnis berücksichtigt
ebenfalls Effekte im Zusammenhang mit den genannten Akquisitionen. Dabei belief sich
das EBIT der erworbenen Unternehmen auf insgesamt minus 0,2 Mio Euro. Darin berücksichtigt
sind Effekte aus der Kaufpreisallokation, die nach vorläufigen Berechnungen bei minus
6,3 Mio Euro lagen. Die Kosten für die Erwerbe betrugen 1,8 Mio Euro. Im Vorjahres-EBIT
des Konzerns waren Einmalkosten für das Projekt zur Auslieferung von Mautkontrollsäulen
enthalten. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 7,6 Prozent (i.Vj. 4,8 Prozent). Das
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) konnte ebenfalls signifikant
um 68,4 Prozent auf 25,4 Mio Euro gesteigert werden (i.Vj. 15,1 Mio Euro). Die EBITDA-Marge
betrug 11,4 Prozent nach 8,3 Prozent im Vorjahr. Im EBITDA sind nach vorläufigen Berechnungen
ergebnismindernde Effekte aus der Kaufpreisallokation in Höhe von minus 4,8 Mio Euro
und Erwerbskosten von 1,8 Mio Euro enthalten. Das Segment Mobility auf einen Blickscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2017 Der Auftragseingang im Segment Mobility lag bei 212,3 Mio Euro (i.Vj. 200,7 Mio Euro).
Das Geschäft mit der Automobilindustrie konnte weiter ausgebaut werden. Im Auftragseingang
enthalten sind auch die seit dem Erwerbszeitpunkt erlangten Aufträge von Prodomax
und der Otto-Gruppe in Höhe von 5,9 Mio Euro. Die Book-to-Bill-Rate erreichte in den
ersten neun Monaten 2018 ein Niveau von 0,95 (i.Vj. 1,11). Der Auftragsbestand des Segmentes betrug Ende September 176,2 Mio Euro (31.12.2017:
144,7 Mio Euro). Der darin enthaltene Auftragsbestand der erworbenen Unternehmen belief
sich auf 32,3 Mio Euro. Darüber hinaus bestanden Kontrakte in Höhe von 21,5 Mio Euro
(31.12.2017: 30,1 Mio Euro). Nach den umfangreichen Investitionen im vergangenen Jahr, unter anderem in selbsterstellte
Anlagen für ein kanadisches Verkehrssicherheitsprojekt und den Technologie-Campus
am US-Standort Rochester Hills, gingen diese zum 30. September 2018 mit 6,0 Mio Euro
deutlich zurück (i.Vj. 14,4 Mio Euro). Die niedrigeren Investitionen und das gestiegene Ergebnis waren wesentliche Gründe
für die signifikante Verbesserung des Free Cashflows (vor Zinsen und Steuern) auf
28,0 Mio Euro (i.Vj. 0,3 Mio Euro). Jenoptik investiert erneut in den Ausbau und die Modernisierung eigener Entwicklungs-
und Produktionsstätten. Für rund 13 Mio Euro entstehen am Standort Villingen-Schwenningen
modernste Entwicklungs-, Produktions- und Büroflächen für den Bereich industrielle
Messtechnik. Die Bauarbeiten werden im Frühjahr 2019 starten, ein Jahr später soll
der Geschäftsbetrieb am neuen Standort planmäßig anlaufen. Im 3. Quartal wurde der Erwerb von drei Unternehmen erfolgreich abgeschlossen: Prodomax Automation Ltd. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 10. Juli 2018 und mit Closing am 23. Juli 2018
hat Jenoptik über die US-amerikanische Gesellschaft JENOPTIK North America Inc. 100
Prozent der Anteile an der Prodomax Automation Ltd., Barrie (Ontario), Kanada, erworben. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf Prozessautomation in der Automobilindustrie.
Mit der Übernahme stärkt der Konzern seine Position als Komplettanbieter von automatisierten
Fertigungslösungen, die Jenoptik mit der Akquisition von Five Lakes Automation 2017
aufgebaut hat. Durch die Kombination von Automationslösungen und Laserbearbeitungsanlagen
erschließt sich der Jenoptik-Konzern zusätzliches Wachstumspotenzial im Bereich Advanced
Manufacturing. OTTO Vision Technology GmbH und OVITEC GmbH Jenoptik hat 100 Prozent der Anteile an beiden Schwestergesellschaften OTTO Vision
Technology GmbH und OVITEC GmbH übernommen. Beide Unternehmen sind spezialisiert auf optische Prüfsysteme zur Produktkontrolle
und Prozessoptimierung sowie auf komplexe Bildverarbeitungssysteme für Anwendungen
in der Teilevermessung, Oberflächenprüfung und Lageerkennung. Der Jenoptik-Konzern
stärkt mit der Übernahme sein Leistungsangebot an innovativen Metrology-Lösungen im
Segment Mobility und baut seine Marktstellung als Systemanbieter für Fertigungsmesstechnik
sowie Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung weiter aus. Segment Defense & Civil SystemsIn den ersten neun Monaten 2018 realisierte das Segment Defense & Civil Systems Umsätze
in Höhe von 160,9 Mio Euro (i.Vj. 155,1 Mio Euro). Die Umsatzzuwächse wurden in Europa
und Amerika verzeichnet. In Deutschland war der Umsatz mit 66.2Mio Euro hingegen projektbedingt
etwas niedriger (i.Vj. 68,0 Mio Euro). Der Anteil des Segmentes am Konzernumsatz reduzierte
sich auf 27,1 Prozent (i.Vj. 29,4 Prozent). Trotz des im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegenen Umsatzes konnte das Ergebnis
der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) deutlich verbessert werden und stieg auf 15,4 Mio
Euro (i.Vj. 12,3Mio Euro). Zurückzuführen war dies unter anderem auf einen geänderten
Produktmix, niedrigere Währungsverluste sowie gesunkene Vertriebskosten durch Kosteneinsparungen.
Die EBIT-Marge legte im Berichtszeitraum dementsprechend auf 9,6 Prozent zu (i.Vj.
7,9 Prozent), im 3. Quartal betrug sie sogar 11,1 Prozent. Das Segment erwirtschaftete
in den ersten neun Monaten 2018 ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung
(EBITDA) von 18,6 Mio Euro (i.Vj. 15,8 Mio Euro). Auch hier verbesserte sich die Marge
von 10,2 Prozent im Vorjahr auf aktuell 11,6 Prozent. Das Segment Defense & Civil Systems auf einen Blickscroll
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Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2017 Der Auftragseingang der aktuellen Berichtsperiode fiel mit 144,0 Mio Euro um 6,7 Prozent
geringer aus als im Vorjahr (i.Vj. 154,4 Mio Euro). Insbesondere im 1. Quartal 2017
hatte Jenoptik verschiedene Großaufträge im Bereich der Energie- und Sensorsysteme
sowohl für Verteidigungszwecke als auch zivile Anwendungen erhalten. Im 4. Quartal
2018 wird mit einer Verbesserung des Auftragseingangs in Vergleich zu den Vorquartalen
gerechnet. Die Book-to-Bill-Rate reduzierte sich auf 0,89 nach 1,00 im Vorjahr. Infolge des unter Vorjahr liegenden Auftragseingangs sank auch der Auftragsbestand
des Segmentes absolut um 23,5 Mio Euro auf 179,1 Mio Euro (31.12.2017: 202,6 Mio Euro).
Darüber hinaus bestanden Kontrakte in Höhe von 43,3 Mio Euro (31.12.2017: 46,3 Mio
Euro). Der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern) war mit 26,5 Mio Euro im Vergleich zum
Vorjahr deutlich stärker (i.Vj. 17,6 Mio Euro), was unter anderem auf das verbesserte
Ergebnis sowie die Veränderungen im Working Capital, unter anderem durch vorfristige
Zahlungseingänge aus Forderungen, zurückzuführen war. Im September wurde die neue Marke für das mechatronische Geschäft vorgestellt. Unter
"VINCORION" präsentiert der Konzern künftig sein Leistungsangebot an mechatronischen
Lösungen für die Märkte Luftfahrt, Sicherheit und Verteidigung sowie Bahn. NachtragsberichtEs gab zum Zeitpunkt der Berichterstellung keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
30. September 2018, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern waren bzw. die
einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten. Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen der Berichterstattung zum Risiko- und Chancenbericht verweisen wir auf die
Ende März 2018 veröffentlichten Angaben im Geschäftsbericht 2017 auf den Seiten 108
ff. Wesentliche Änderungen dort beschriebener Risiken und Chancen sind im Verlauf
der ersten neun Monate 2018 nicht eingetreten. Gleichwohl analysieren wir kontinuierlich
mögliche Auswirkungen der handelspolitischen Maßnahmen der aktuellen US-Regierung
sowie Folgen eines möglichen Brexits. PrognoseberichtAusblick auf Gesamtwirtschaft und BranchenDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose im Oktober 2018
gesenkt. Für die Weltwirtschaft rechnet er mit einem Wachstum von 3,7 Prozent im laufenden
Jahr (vorherige Prognose: 3,9 Prozent). Belastend seien vor allem Handelskonflikte,
insbesondere zwischen den USA und China, wachsende politische Unsicherheit zum Beispiel
durch den möglichen Brexit sowie zunehmende Schwierigkeiten in Schwellen- und Entwicklungsländern,
nicht zuletzt durch verschärfte Finanzierungsmöglichkeiten und höhere Ölpreise. Die USA wollen im November ein neues Handelsabkommen mit Kanada und Mexiko unterzeichnen
und damit das NAFTA-Abkommen ersetzen. Dabei soll die Einführung von Zöllen vermieden
werden. Nachdem das Wirtschaftswachstum in China zuletzt geringer ausfiel als erwartet, sollen
Infrastrukturprojekte neue Impulse bringen; auch die Geld- und Haushaltspolitik wurde
gelockert, was jedoch zu einer hohen Verschuldung und weiteren Finanzrisiken führen
kann. Der Handelskonflikt mit den USA wird laut Ökonomen voraussichtlich ab dem 4.
Quartal stärker spürbar, da die USA erst seit September 2018 etwa die Hälfte aller
chinesischen Wareneinfuhren mit Sonderzöllen belegten. Ab 2019 sollen diese von 10
auf 25 Prozent angehoben werden. Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Oktober 2018 Die deutsche Bundesregierung hat wegen des schwächeren außenwirtschaftlichen Umfeldes
ihre Wachstumsprognose für 2018 von 2,3 auf 1,8 Prozent reduziert. Für 2019 rechnet
sie beim Bruttoinlandsprodukt mit einem Plus von ebenfalls 1,8 Prozent statt 2,1 Prozent.
Auch die führenden Forschungsinstitute senkten ihre Gemeinschaftsprognose. Mit Blick
auf den Außenhandel reduzierte der Bundesverband Groß- und Außenhandel (BGA) im Oktober
2018 seine Jahresprognose und rechnet nur noch mit einem Exportplus von 3,5 Prozent
gegenüber 2017 und damit 1,5 Prozentpunkten weniger als bisher. Offen ist zum Zeitpunkt der Berichterstellung die wirtschaftliche Perspektive infolge
eines möglichen Brexits, insbesondere für den Fall, dass Großbritannien den europäischen
Binnenmarkt und die Zollunion ohne Übergangsvereinbarung verlassen sollte. Die großen Halbleiterausrüster rechnen mit einem Rekordjahr 2018 und sind auch zuversichtlich
für 2019. Das wird vom Fachverband SEMI bestätigt, der zur Jahresmitte seine Umsatzprognose
aktualisierte. So sollen die Umsätze für Halbleiterausrüstung 2018 um 10,8 Prozent
gegenüber dem Vorjahr auf 62,7 Mrd US-Dollar steigen. Ein weiteres Rekordjahr wird
für 2019 erwartet mit einem Umsatzanstieg von 7,7 Prozent auf 67,6 Mrd US-Dollar.
Die Unternehmen profitieren von einer zunehmenden Nachfrage nach kleineren sogenannten
"Logic Chips" bzw. der "7-Nanometer-Generation". Diese Chips sind für die Datenverarbeitung
in hochwertigen elektronischen Geräten nötig. Darüber hinaus würden viele Kunden planen,
ihre Systeme zu modernisieren bzw. deren Kapazität zu maximieren. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet angesichts einer guten
Auftragslage und eines hohen Auftragsbestands auch für 2019 mit einem Produktionsplus.
Allerdings werde das nur bei 2 Prozent im Vergleich zu 2018 liegen, was der Verband
mit dem hohen Vorjahresniveau, einer zyklischen aber branchentypischen Verlangsamung,
dämpfenden Effekten aus Zollbelastungen und einer steigenden Verunsicherung durch
politische Risiken begründet. Für das laufende Jahr geht der VDMA davon aus, dass
das prognostizierte Produktionsplus von 5 Prozent nur noch mit Mühe erreicht werden
kann. Die bislang positive Entwicklung in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie bestätigt
den Branchenverband VDW in seiner Prognose für das laufende Jahr, der zufolge die
Produktion um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht werden soll. Risiken seien der
mögliche Brexit, zunehmende Turbulenzen in der Türkei, Handelskonflikte und Sanktionsandrohungen. Eben diese Risiken belasten auch die Automobilindustrie. Große deutsche Autobauer
warnen davor, dass sie ihre internationale Spitzenposition verlieren könnten, und
verweisen auf den Handelskonflikt und drohende amerikanische Importzölle für Fahrzeuge
aus deutscher Produktion, auf weltweite politische Instabilität sowie auf neue, sehr
strenge Technik- und Umweltvorgaben. So wollen die EU-Staaten die Kohlendioxidgrenzen
für Neuwagen verschärfen: Der noch nicht finale Kompromiss sieht vor, dass von 2020
bis 2030 die Grenzwerte um 35 Prozent gesenkt und die Anzahl der Elektro- und Hybridfahrzeuge
in der EU erhöht werden sollen. Für Letzteres will das EU-Parlament die Autohersteller
mit einer Quote verpflichten, bis 2030 mindestens 35 Prozent emissionsarme Fahrzeuge
zu verkaufen. Der europäische Autoherstellerverband Acea kritisiert die Ziele, die
die Hersteller zu einer "dramatischen Umwandlung in Rekordzeit" zwinge und Arbeitsplätze
gefährde. Außerdem würden bislang die Voraussetzungen für die Elektromobilität in
dieser Größenordnung fehlen. Im Bereich der Verkehrssicherheit verzögert sich der Start des Pilotversuches für
die Abschnittskontrolle in Deutschland weiter. Dabei soll in Niedersachsen eine Jenoptik-Anlage
zur Section Control eingesetzt werden. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt könne
noch nicht sagen, wann die Zulassung und Zertifizierung der Technik abgeschlossen
werden. In der weltweiten Bahnindustrie werden sich die etablierten Strukturen durch den geplanten
Zusammenschluss von Siemens und dem französischen Hersteller Alstom ändern, um dem
Wettbewerb im Bahngeschäft, hauptsächlich aus China, besser entgegenzuwirken. Die großen Flugzeugbauer haben im Sommer 2018 ihre Langzeitprognosen für die Luftfahrt
erhöht, so konzerneigene Meldungen von Airbus und Boeing. Airbus rechnet im "Global
Market Forecast" damit, dass Fluggesellschaften bis zum Jahr 2037 insgesamt knapp
37.400 neue Passagierjets und Frachtmaschinen im Wert von 5,8 Billionen US-Dollar
kaufen werden. Boeing prognostiziert einen Bedarf von 42.730 Maschinen im Wert von
6,3 Billionen US-Dollar. In Deutschland sollen die Ausgaben für Sicherheit und Wehrtechnik nach Plänen des
Verteidigungsministeriums deutlich steigen: von knapp 43 Mrd Euro im Jahr 2019 auf
60 Mrd Euro bis 2023. Das entspräche voraussichtlich 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Für Ausrüstung und Personal der Bundeswehr seien mehrere Vier-Jahres-Schritte vorgesehen,
so Koalitionskreise laut Handelsblatt. Die Investitionen seien auf die Anforderungen
der NATO ausgerichtet, mehr Ausgaben für die Bündnis- und Landesverteidigung bereitzustellen.
Bis zur Aufklärung des Todes eines saudi-arabischen Journalisten Anfang Oktober will
die deutsche Bundesregierung keine weiteren Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien genehmigen.
Fraglich ist ein Stopp von bereits genehmigten Lieferungen. Für die anderen Branchen wurden keine wesentlichen neuen Prognosen veröffentlicht.
Wir verweisen deshalb auf die Seiten 119 ff. im Geschäftsbericht 2017 und auf bisherige
Zwischenberichte für 2018. Künftige Entwicklung der GeschäftslageDer Jenoptik-Konzern verfolgt konsequent sein Ziel, dauerhaft profitables Wachstum
sicherzustellen. Dazu beitragen sollen die Ausweitung des internationalen Geschäfts
und daraus resultierende Skaleneffekte, höhere Margen aus einem optimierten Produktmix
sowie einem zunehmenden Servicegeschäft, aber auch Kostendisziplin. Im 3. Quartal
2018 hat Jenoptik zwei Akquisitionsvorhaben erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere die Prodomax Automation Ltd. trägt bereits in diesem Jahr deutlich zum
Wachstum bei. Weitere Akquisitionen werden intensiv geprüft. Durch die gute Vermögenslage
und eine tragfähige Finanzierungsstruktur verfügt Jenoptik über ausreichend Handlungsspielraum,
um sowohl das organische als auch das anorganische Wachstum zu finanzieren. Mit der Übernahme von Prodomax und der Anwendung der konzernweit gültigen internationalen
Rechnungslegungsstandards IFRS für diese Gesellschaft hat sich ein höherer Umsatz
ergeben als ursprünglich erwartet. Der Vorstand geht deshalb jetzt davon aus, dass
der Konzernumsatz 2018 zwischen 820 und 830 Mio Euro liegen wird (bisher 805 bis 820
Mio). Trotz der signifikanten ergebnismindernden Effekte aus der Kaufpreisallokation
im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen, die bereits berücksichtigt wurden
bzw. noch im 4. Quartal erwartet werden, sollen die Margen im Geschäftsjahr 2018 unverändert
bei den im Sommer angehobenen Werten von rund 15 Prozent beim EBITDA und ca. 11 Prozent
beim EBIT liegen. Für den Ausblick auf weitere Kenngrößen der Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung
der Segmente im Geschäftsjahr 2018 verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017 ab
Seite 121. Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Geschäftslage wurden auf Basis
des Informationsstands zum Zeitpunkt der Berichterstellung getroffen. Sie erfolgen
unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Lage im Rahmen der Konjunktur-
und Branchenprognosen entwickelt, die in diesem Bericht, in den Berichten über das
1. Quartal und das 1. Halbjahr 2018 sowie im Geschäftsbericht 2017 ab Seite 119 dargelegt
wurden. KonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngewinn- und -verlustrechnungscroll
Konzerngesamtergebnisscroll
Konzernbilanzscroll
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Konzerneigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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geändert aufgrund Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 15 Konzernkapitalflussrechnungscroll
Informationen nach Segmenten1. Januar bis 30. September 2018scroll
EBITDA = Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen, Zinsen EBIT = Betriebsergebnis Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr. 1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2017 Konzernanhang über die ersten neun Monate 2018MutterunternehmenDas Mutterunternehmen des Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen im Handelsregister Jena unter der Nummer HRB 200146. Die JENOPTIK AG ist
an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert und wird unter anderem im TecDax und SDax
geführt. Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 30. September 2018,
der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt wurde, werden grundsätzlich - mit Ausnahme der erstmalig im Geschäftsjahr
2018 anzuwendenden Standards - die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet wie im
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017. Dieser wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind.
Diese Methoden sind im Anhang des Geschäftsberichts 2017 im Einzelnen veröffentlicht
und detailliert beschrieben. Der Geschäftsbericht ist über die Jenoptik-Internetseite
unter www.jenoptik.de unter der Rubrik Investoren/Berichte und Präsentationen abrufbar. Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt und wird, wenn nicht
anders vermerkt, in TEUR angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält dieser Konzernzwischenabschluss alle üblichen,
laufend vorzunehmenden Anpassungen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild des Geschäftsverlaufs des Unternehmens im Berichtszeitraum darzustellen. Die folgenden IFRS werden im Geschäftsjahr 2018 erstmalig angewendet: IFRS 9 "Finanzinstrumente". Dieser Standard ersetzt alle früheren Fassungen von IAS
39 zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
sowie zur Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten. Er enthält überarbeitete Leitlinien
zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der
erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er
übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanz instrumenten
aus IAS 39. IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem
1. Januar 2018 beginnen. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist
der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen
nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden. Insgesamt ergaben sich für Jenoptik folgende Auswirkungen auf die Bilanz, die Gewinn-
und Verlustrechnung und das Eigenkapital: a) Klassifizierung und Bewertung: Für Eigenkapitalinstrumente, die bisher als zur
Veräußerung verfügbar bewertet wurden, wird im Wesentlichen das einzelfallbezogen
ausübbare Wahlrecht einer erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in
Anspruch genommen. Infolgedessen werden nunmehr alle Wertschwankungen dieser Eigenkapitalinstrumente
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, ohne die Möglichkeit einer späteren
Reklassifizierung in das Periodenergebnis. Bezüglich der zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten Vermögenswerte ergeben sich nach IFRS 9 ebenfalls keine materiellen Änderungen.
Kredite und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gehalten, um die vertraglichen
Cashflows zu vereinnahmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf die
ausstehenden Nominalbeträge darstellen. Jenoptik hat die vertraglichen Cashflows analysiert
und kam zu dem Ergebnis, dass die Zahlungsstrombedingung erfüllt und keine Reklassifizierung
notwendig ist. b) Wertminderungen: Auf kurzfristige Geldanlagen und Bankeinlagen wurde zur Abdeckung
des Ausfallrisikos des Schuldners zum Erstanwendungszeitpunkt erstmalig eine Risikovorsorge
von 0,6 Mio EUR erfasst. Der Konzern wendet zudem für alle Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen den vereinfachten Ansatz für die Ermittlung des Expected-Credit-Loss
aus der Gesamtlaufzeit an. c) Bilanzierung von Sicherungsgeschäften: Der Konzern hat ermittelt, dass alle zum
Erstanwendungszeitpunkt als effektive Sicherungsbeziehungen designierten Sicherungsgeschäfte
auch die nach IFRS 9 vorgesehenen Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft
erfüllen. Da IFRS 9 keine Änderung der allgemeinen Grundsätze für die Bilanzierung
effektiver Sicherungsbeziehungen vorsieht, ergeben sich keine wesentlichen Änderungen
hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Konzernabschluss. Aus der geänderten Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
haben sich die folgenden Auswirkungen zum Zeitpunkt der Erstanwendung ergeben: Überleitung der finanziellen Vermögenswerte von IAS 39 auf IFRS 9scroll
1)
LAR = Loans and receivables (Forderungen und Ausleihungen) AFS = Available for sale (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) HTM = Held to maturity (bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen FVTPL = Fair value through Profit & Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch
die Gewinn- und Verlustrechnung) AC = Amortised costs (fortgeführte Anschaffungskosten) FVTOCI = Fair value through other comprehensive income (Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert durch das sonstige Ergebnis) Für die finanziellen Verbindlichkeiten haben sich zum Zeitpunkt der Erstanwendung
keine Auswirkungen ergeben. Der Konzern hat die Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 kumulativ im Eigenkapital
erfasst. Unter Berücksichtigung des Ansatzes von aktiven latenten Steuern in Höhe
von 173 TEUR haben sich die anderen Rücklagen um 409 TEUR verringert. Auf die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung kumuliert bis zum 30. September 2018
hatte die Anwendung von IFRS 9 nur einen unwesentlichen Einfluss. Wesentliche Auswirkungen
auf die Kapitalflussrechnung bestanden ebenfalls nicht. IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden". IFRS 15 führt ein fünfstufiges Modell für
die Bilanzierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Danach werden Erlöse in
Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung
von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis).
Der neue Standard ersetzt alle bestehenden Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen,
darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme.
Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, ist entweder die
vollständige retrospektive Anwendung oder eine modifizierte retrospektive Anwendung
vorgeschrieben. Klarstellungen zu IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden". Mit den Klarstellungen
werden Implementierungsfragen geklärt, die von der Joint Transition Group for Revenue
Recognition erörtert wurden. Diese Fragen betreffen die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen,
die Anwendungsleitlinien für Principal-Agent-Verhältnisse und Lizenzen für geistiges
Eigentum (intellectual property) sowie die Übergangsbestimmungen. Darüber hinaus sollen
mit den Änderungen eine einheitlichere Vorgehensweise bei der Umsetzung von IFRS 15
sichergestellt und die mit dessen Anwendung verbundenen Kosten und Komplexität verringert
werden. Die Änderungen traten am 1. Januar 2018 in Kraft und betreffen bei Jenoptik
im Wesentlichen: a) Kundenspezifische Entwicklungsprojekte mit anschließender Serienfertigung: Bisher
erfolgte eine Umsatzrealisierung nach Lieferung des Produkts, sofern nicht IAS 11
Anwendung fand (Sukzessivlieferverträge). Der Konzern kommt zu dem Ergebnis, dass
Entwicklungsleistungen nach IFRS 15 als separate Leistungsverpflichtungen eingestuft
und über die Dauer der Entwicklung als Umsatzerlös und nicht mehr über die Serienfertigung
realisiert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen werden die Änderungen im Geschäftsjahr
2018 zu einer Reduzierung der Umsatzerlöse von 1,5 Mio EUR bis 2,5 Mio EUR und einer
Verringerung der Umsatzkosten von ca. 4,5 Mio EUR bis 5,5 Mio EUR führen, wobei sich
die Effekte nicht kontinuierlich realisieren werden. b) Kundenspezifische Serienfertigung: Bis einschließlich des Geschäftsjahres 2017
erfolgte die Umsatzrealisierung mit dem Gefahrenübergang nach Auslieferung bzw. bei
Kundenabnahme. Unter IFRS 15 kommt Jenoptik zu der Einschätzung, dass diese Aufträge
unter den Voraussetzungen von IFRS 15.35(c) zeitraumbezogen zu bilanzieren sind, was
zu einer früheren Umsatzrealisierung führt. Eine Auswirkung auf die Höhe der Umsätze
im Geschäftsjahr 2018 hängt von der Kontinuität dieses Geschäfts ab, wird aber aufgrund
der aktuellen Umsatzprognose nicht im materiellen Umfang erwartet. Darüber hinaus führt die Anwendung von IFRS 15 in Einzelfällen zu einer Änderung der
Umsatzrealisierung für zuvor nach IAS 11 als Fertigungsaufträge bilanzierte Kundenverträge,
die nunmehr zeitpunktbezogen realisiert werden. Daraus ergab sich bis zum 3. Quartal
2018 keine wesentliche Erhöhung der Umsatzerlöse und Umsatzkosten im Geschäftsjahr
2018. Durch die Akquisition von Prodomax im 3. Quartal 2018 hat sich das Volumen der
Geschäftsvorfälle, die nach IAS 11 nach der zeitraumbezogenen POC-Methode realisiert
worden wären, jedoch nach IFRS 15 zeitpunktbezogen zu realisieren sind, deutlich erhöht.
Dies führt im hypothetischen Vergleich mit den 2017 gültigen Rechnungslegungsstandards
im Geschäftsjahr 2018 zu höheren Umsätzen im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich,
da im Zeitraum zwischen der Akquisition und dem 30. September 2018 umfangreiche Leistungsverpflichtungen
erfüllt wurden. Der Konzern hat die Umstellungseffekte zum 1. Januar 2018 für alle zu diesem Zeitpunkt
noch nicht abgeschlossenen Kundenaufträge kumulativ im Eigenkapital erfasst (modifizierte
retrospektive Methode). Insgesamt haben sich aufgrund der Erstanwendung von IFRS 15
folgende Änderungen der Posten in der Konzernbilanz ergeben: scroll
Die Posten der Konzernbilanz sowie der Konzerngewinn- und -verlustrechnung des 9-Monats-Zeitraums
2018 wurden durch die Anwendung von IFRS 15 im Vergleich zu den im Geschäftsjahr 2017
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie folgt beeinflusst: scroll
scroll
Es gab keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernkapitalflussrechnung. Des Weiteren ergeben sich für Jenoptik infolge der Anwendung von IFRS 15 erweiterte
Anhangangaben hinsichtlich Art, Betrag und Terminierung der Umsatzerlöse und Cashflows
aus Verträgen mit Kunden im Sinne von IFRS 15. KonsolidierungskreisIm Konzernabschluss der JENOPTIK AG sind 40 (31.12.2017: 35) vollkonsolidierte Tochtergesellschaften
enthalten. Davon haben 16 (31.12.2017: 12) ihren Sitz im Inland und 24 (31.12.2017:
23) im Ausland. Zum Konsolidierungskreis gehört unverändert eine gemeinschaftliche
Tätigkeit. Zum 1. Januar 2018 wurde die Gesellschaft RADARLUX Radar Systems GmbH, Leverkusen,
Deutschland (nachfolgend: Radarlux), erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
Wesentliche Effekte auf den Konzern haben sich hieraus nicht ergeben. Ebenfalls zum 1. Januar 2018 wurde die TELSTAR-HOMMEL CORPORATION, Ltd., Pyeongtaek,
Korea, als assoziiertes Unternehmen nach der at-Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Jenoptik zustehenden anteiligen Nettovermögen
und dem Anteilsbuchwert im Zeitpunkt der erstmaligen at-Equity-Konsolidierung wurde
in Höhe von 3.614 TEUR erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die Jenoptik
zustehenden Anteile am laufenden Ergebnis nach Steuern sowie am sonstigen Ergebnis
werden aus Wesentlichkeitsgründen nicht separat in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Außerdem wurden mit Vertrag vom 13. Februar 2018 durch die JENOPTIK Optical Systems
GmbH, Jena, Deutschland, 94 Prozent des Kommanditanteils an der ASAM Grundstücksverwaltungsgesellschaft
mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, Deutschland (nachfolgend: ASAM), erworben. Die Gesellschaft
ist Eigentümerin des von der JENOPTIK Polymer Systems GmbH genutzten Produktions-
und Verwaltungsgebäudes am Standort Triptis. Der fixe Barkaufpreis betrug 5 TEUR.
Da die erworbene Gesellschaft keinen Geschäftsbetrieb aufweist, liegt kein Unternehmenszusammenschluss
im Sinne von IFRS 3 vor, sondern ein Erwerb der einzelnen Vermögenswerte und Schulden
der Gesellschaft. Es ergaben sich folgende Zugänge in den Aktiva und Passiva im Erstkonsolidierungszeitpunkt: scroll
Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung sowie die Konzernkapitalflussrechnung wurden
nur unwesentlich beeinflusst. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 10. Juli 2018 und mit Erfüllung der aufschiebenden
Bedingungen am 23. Juli 2018 hat Jenoptik über die US-amerikanische Gesellschaft JENOPTIK
North America Inc. 100 Prozent der Anteile an der Prodomax Automation Ltd., Barrie
(Ontario), Kanada, erworben. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf Prozessautomation
in der Automobilindustrie. Mit der Übernahme stärkt der Konzern seine Position als
Komplettanbieter von automatisierten Fertigungslösungen, die Jenoptik mit der Akquisition
von Five Lakes Automation 2017 aufgebaut hat. Die nachfolgenden Angaben beruhen auf vorläufigen Beträgen. Die Vorläufigkeit betrifft
die Feststellung des erworbenen Nettovermögens und die Bewertung der im Rahmen der
Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte. Die Finalisierung
der Erstkonsolidierung wird bis zum Ende des Bewertungszeitraums erfolgen. Der Kaufpreis besteht aus einer fixen Barkomponente in Höhe von 120.197 TCAD (78.125
TEUR). Im Gegenzug haben wir folgendes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
erworben: scroll
In den übernommenen Vermögenswerten sind Forderungen mit einem Bruttowert von 12.815
TEUR enthalten, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Eine Uneinbringlichkeit
der erworbenen Forderungen wird nicht erwartet. Ebenfalls in den übernommenen Vermögenswerten
enthalten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 3.156 TEUR
und durch Jenoptik übernommene Bankverbindlichkeiten in Höhe von 22.786 TEUR. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Prodomax Automation Ltd. wurden
im Rahmen der Kaufpreisallokation neben der Neubewertung unfertiger Leistungen insbesondere
ein Kundenstamm, Auftragsbestand, Marke sowie vorteilhafte Verträge als immaterielle
Vermögenswerte identifiziert. Die Abschreibungsdauern der immateriellen Vermögenswerte
liegen zwischen einem halben Jahr und zehn Jahren. Außerdem wurde ein Geschäfts- oder
Firmenwert in Höhe von 53.176 TEUR für die Übernahme des geschulten Personals sowie
für Synergieeffekte aus der Kombination von Automationslösungen und Laserbearbeitungsanlagen,
der Erweiterung der Kundenbasis und Erschließung neuer Märkte erfasst. Der Geschäfts-
oder Firmenwert ist der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten "Automotive"
zugeordnet und steuerlich nicht abzugsfähig. Eventualverbindlichkeiten wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht angesetzt. Kosten für den Erwerb der Prodomax Automation Ltd. entstanden im Zeitraum bis 30.
September 2018 in Höhe von 1.728 TEUR. Diese wurden in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 31. August 2018 hat Jenoptik über die JENOPTIK
Industrial Metrology Germany GmbH 100 Prozent der Anteile an der OTTO Vision Technology
GmbH, Jena, sowie deren Schwestergesellschaft OVITEC GmbH, Jena, (im Folgenden: Otto-Gruppe)
erworben. Die Otto-Gruppe ist spezialisiert auf optische Prüfsysteme zur Produktkontrolle
und Prozessoptimierung sowie auf komplexe Bildverarbeitungssysteme für Anwendungen
in der Teilevermessung, Oberflächenprüfung und Lageerkennung. Der Jenoptik-Konzern
stärkt mit der Übernahme sein Leistungsangebot an innovativen Metrology-Lösungen im
Segment Mobility und baut seine Marktstellung als Systemanbieter für Fertigungsmesstechnik
sowie Anwendungen der industriellen Bildverarbeitung weiter aus. Die nachfolgenden Angaben beruhen auf vorläufigen Beträgen. Die Vorläufigkeit betrifft
die Feststellung des erworbenen Nettovermögens, die Bewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation
identifizierten immateriellen Vermögenswerte und die Feststellung des Kaufpreises
im Hinblick auf die Finalisierung der Stichtagsbilanz. Die Finalisierung der Erstkonsolidierung
wird bis zum Ende des Bewertungszeitraums erfolgen. Der vorläufige Kaufpreis in Höhe von 7.629 TEUR setzt sich aus einer fixen Barkomponente
(6.395 TEUR) sowie einer bedingten Komponente (1.234 TEUR) zusammen, die auf dem Erreichen
vereinbarter Ertragskennzahlen in den Jahren 2018 und 2019 basiert und mit dem beizulegenden
Zeitwert erfasst wurde. Im Gegenzug haben wir folgendes Nettovermögen zum Zeitpunkt
der Erstkonsolidierung erworben: scroll
In den übernommenen Vermögenswerten sind Forderungen mit einem Bruttowert von 1.447
TEUR enthalten, der dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Eine Uneinbringlichkeit
der erworbenen Forderungen wird nicht erwartet. Ebenfalls in den übernommenen Vermögenswerten
enthalten sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 1.701 TEUR. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Otto-Gruppe wurden im Rahmen der
Kaufpreisallokation neben der Neubewertung unfertiger und fertiger Erzeugnisse insbesondere
ein Kundenstamm, Auftragsbestand sowie selbsterstellte Software als immaterielle Vermögenswerte
identifiziert. Die Abschreibungsdauern der immateriellen Vermögenswerte liegen zwischen
einem halben Jahr und fünf Jahren. Außerdem wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in
Höhe von 3.704 TEUR für die Übernahme des geschulten Personals sowie für Synergieeffekte
aus weiteren Anwendungsgebieten im Bereich der 2D- und 3D-Messtechnik, der Erweiterung
der Kundenbasis und Erschließung neuer Märkte erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert
ist der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten "Automotive" zugeordnet und steuerlich
nicht abzugsfähig. Eventualverbindlichkeiten wurden im Rahmen des Unternehmenserwerbs nicht angesetzt. Kosten für den Erwerb der Otto-Gruppe entstanden im Zeitraum bis 30. September 2018
in Höhe von 38 TEUR. Diese wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der Otto-Gruppe wurde gleichzeitig ein
Vertrag über den Erwerb der Betriebsimmobilie durch die JENOPTIK Industrial Metrology
Germany GmbH abgeschlossen. Vereinbarungsgemäß wird der Eigentumsübergang erst nach
dem 30. September 2018 erfolgen. Der Quartalsabschluss enthält aus der Einbeziehung der Prodomax Umsätze in Höhe von
21.460 TEUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von minus 891 TEUR. Aus der Konsolidierung
der Otto-Gruppe enthält der Konzernabschluss Umsätze in Höhe von 365 TEUR und ein
Ergebnis nach Steuern in Höhe von minus 90 TEUR. Ursache für das jeweils negative
Ergebnis nach Steuern sind insbesondere die Aufwendungen aus der planmäßigen Abschreibung
der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte
sowie die erhöhten Umsatzkosten aus dem Verbrauch der neubewerteten Vorratsbestände. Unter der Fiktion, dass alle Unternehmenserwerbe bereits zum 1. Januar 2018 stattgefunden
hätten, würden der Umsatz des Jenoptik-Konzerns 623.672 TEUR und das Konzernergebnis
nach Steuern 52.760 TEUR betragen. Zur Bestimmung dieser Angaben wurde angenommen,
dass die beizulegenden Zeitwerte und Nutzungsdauern der im Rahmen der Kaufpreisallokation
identifizierten immateriellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2018 mit denen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt
identisch sind. Diese Pro-Forma-Zahlen wurden ausschließlich zu Vergleichszwecken
erstellt. Sie geben weder zuverlässig Aufschluss über die operativen Ergebnisse, die
tatsächlich erzielt worden wären, wenn die Übernahme zu Beginn der Periode erfolgt
wäre, noch über zukünftige Ergebnisse. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 27. Juli 2017 und mit Erfüllung der aufschiebenden
Bedingungen am 21. August 2017 hat Jenoptik über die US-amerikanische Gesellschaft
JENOPTIK Automotive North America LLC 100 Prozent der Anteile an der Five Lakes Automation
LLC, Novi (MI), USA, erworben. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss 2017 gemäß IFRS 3 beruhte auf vorläufigen
Beträgen. Die Vorläufigkeit betraf die Feststellung des erworbenen Nettovermögens
und die Bewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen
Vermögenswerte. Die Finalisierung erfolgte bis zum Ende des Bewertungszeitraums und
führte zu einer Anpassung der im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen
Vermögenswerte um 1.177 TEUR. Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus
dieser Akquisition bis zum 30. September 2018 stellt sich wie folgt dar: scroll
Unternehmensveräußerungen fanden nicht statt. Wesentliche GeschäftsvorfälleDie ordentliche Hauptversammlung der JENOPTIK AG beschloss am 5. Juni 2018 die Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 0,30 Euro pro Aktie. Die Auszahlung der Dividende führte
zu einer Minderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 17.171 TEUR. Darüber hinaus gab es neben den vorgenannten Unternehmenserwerben keine weiteren Geschäftsvorfälle,
die einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss der Jenoptik im 3. Quartal
oder kumuliert bis 30. September 2018 hatten. Aufgliederung wesentlicher AbschlusspostenUmsatzerlöse. Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden hinsichtlich
Segmenten und geografischen Regionen ist in der Segmentberichterstattung auf Seite
25 dargestellt. Die Umsätze wurden überwiegend zeitpunktbezogen realisiert. Die zeitraumbezogen
realisierten Umsätze enthalten Dienstleistungen, wie zum Beispiel kundenspezifische
Entwicklungsprojekte, sowie insbesondere in den Segmenten Optics & Life Science sowie
Defense & Civil Systems zeitraumbezogen realisierte Umsätze aus kundenspezifischen
Serienfertigungen. Sachanlagenscroll
Vorrätescroll
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Langfristige Finanzverbindlichkeitenscroll
Kurzfristige Finanzverbindlichkeitenscroll
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeitenscroll
FinanzinstrumenteDie im Folgenden aufgeführten Buchwerte der Posten zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte, Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungen,
Zahlungsmittel, bedingte Verbindlichkeiten und Derivate mit und ohne Hedge-Beziehung
entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte der übrigen Posten stellen
einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Die lang- und
kurzfristigen Anteile der jeweiligen Bilanzposten wurden in der folgenden Darstellung
zusammengefasst. Finanzielle Vermögenswertescroll
1)
AC = Amortised costs (fortgeführte Anschaffungskosten) FVTPL = Fair value through Profit & Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch
die Gewinn- und Verlustrechnung) FVTOCI = Fair value through other comprehensive income (Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert durch das sonstige Ergebnis) Finanzielle Verbindlichkeitenscroll
1)
AC = Amortised costs (fortgeführte Anschaffungskosten) FVTPL = Fair value through Profit & Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch
die Gewinn- und Verlustrechnung) Im Rahmen des Kapitalmanagements werden regelmäßig neue Geldanlagen getätigt sowie
Rückzahlungen zum planmäßigen Fälligkeitstermin vereinnahmt. Im Rahmen dieser Transaktionen
haben sich die kurzfristigen Geldanlagen im Berichtszeitraum um insgesamt 24.329 TEUR
verringert. Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
aus folgender Übersicht: scroll
Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr. Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die als quotierte Marktpreise
jederzeit verfügbar sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die
auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern ermittelt werden. Der
Stufe 3 liegen Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen. Die beizulegenden Zeitwerte der Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen werden auf Basis von abgezinsten Zahlungsflüssen (Stufe 3) ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte aller Derivate werden anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden
ermittelt. Dabei werden die über den jeweils vereinbarten Terminkurs bzw. Zinssatz
determinierten zukünftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktdaten diskontiert. Die
verwendeten Marktdaten sind führenden Finanzinformationssystemen, wie beispielsweise
Reuters, entnommen. Kommt eine Interpolation von Marktdaten zur Anwendung, erfolgt
diese linear. Die beizulegenden Zeitwerte von bedingten Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der erwarteten, zum Stichtag abgezinsten Zahlungsabflüsse bewertet. Die im Rahmen
des in 2014 erfolgten Unternehmenserwerbs der britischen Vysionics-Gruppe vereinbarte
Put-Option für den Kauf der verbleibenden nicht beherrschenden Anteile wurde mit dem
beizulegenden Zeitwert des erwarteten Ausübungspreises in Höhe von 627 TEUR bewertet.
Die im Zusammenhang mit der in 2017 erfolgten Akquisition der Five Lakes Automation
LLC mit den Verkäufern vereinbarten bedingten Verbindlichkeiten wurden mit dem beizulegenden
Zeitwert in Höhe von 432 TEUR bewertet. Der Abgang in Höhe von 2.165 TEUR betrifft
die Auszahlung der ersten Tranche der genannten Verbindlichkeit. Der Zugang resultiert
aus den im Rahmen des Erwerbs der Otto-Gruppe vereinbarten variablen Kaufpreisbestandteilen,
die mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.234 TEUR als Verbindlichkeit erfasst
wurden. Die Auszahlung dieser variablen Kaufpreisbestandteile wird erwartungsgemäß
2020 erfolgen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf eine Abzinsung verzichtet. Die Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Stufe 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden: scroll
Angaben über Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen getätigt. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Jenoptik-Internetseiten unter
www.jenoptik.de unter Investoren/Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.
Des Weiteren ist die Erklärung am Sitz der Gesellschaft einsehbar. RechtsstreitigkeitenDie JENOPTIK AG und ihre Konzerngesellschaften sind an mehreren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt. Für mögliche finanzielle Belastungen aus laufenden Gerichts- oder Schiedsverfahren
wurden in angemessener Höhe Rückstellungen für Prozessrisiken bzw. Prozesskosten gebildet.
Sofern diese Verfahren erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns
haben könnten, sind sie im Konzernabschluss 2017 beschrieben. Bis zum 30. September
2018 haben sich keine weiteren Rechtsstreitigkeiten ergeben, die auf Basis der aktuellen
Einschätzung wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben
könnten. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs gab zum Zeitpunkt der Berichterstellung keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
zum 30. September 2018, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern waren bzw.
die einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Jena, 8. November 2018 scroll
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