![]() Jenoptik AGJenaZwischenbericht des Jenoptik-Konzerns Januar bis September 2019(ungeprüft)Jenoptik-Konzern auf einen Blickscroll
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Es wird darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Zwischenbericht Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. ÜberblickDie Monate Januar bis September 2019 im Überblick
Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitJenoptik ist ein international agierender Photonik-Konzern und Lieferant von hochwertigen
und innovativen Investitionsgütern. Damit ist der Konzern vorrangig Technologiepartner
von Industrieunternehmen. In den Divisionen Light & Safety und VINCORION liefern wir
zudem an öffentliche Auftraggeber, zum Teil indirekt über Systemintegratoren. Mit
dem überwiegenden Teil des Leistungsspektrums ist Jenoptik im Photonik-Markt tätig.
Zu den Schlüsselmärkten zählen vor allem Halbleiterausrüstung, Medizintechnik, Automotive
und Maschinenbau, Verkehr, Luftfahrt sowie Sicherheits- und Wehrtechnik. Der Jenoptik-Konzern ist seit 1. Januar 2019 in den folgenden Divisionen aktiv: Light
& Optics, Light & Production, Light & Safety und VINCORION. Mit der im Januar 2019 in Kraft getretenen neuen Organisationsstruktur haben wir unsere
Markt- und Kundenorientierung weiter verbessert. Die Geschäftsaktivitäten innerhalb
unserer bisherigen Segmente wurden neu geordnet und die betreffenden Teile des operativen
Geschäfts nach einem ähnlichen Markt und Kundenverständnis anhand gleicher Geschäftsmodelle
zusammengefasst. Dies hilft, unsere Produkte und Lösungen noch näher am Kunden zu
positionieren und eröffnet uns bessere Wachstumschancen. In der neuen Division Light & Optics wurden die beiden bisherigen Sparten Optical
Systems und Healthcare & Industry sowie die photonischen Aktivitäten der früheren
Sparte Defense & Civil Systems zusammengeführt. Die Division Light & Production entspricht
der früheren Sparte Automotive und die Division Light & Safety der Sparte Traffic
Solutions. Die Vorjahresangaben zu den Divisionen wurden im vorliegenden Zwischenbericht
entsprechend der neuen Struktur angepasst. Darüber hinaus wurde die rechtliche Verschmelzung
der JENOPTIK AG und der JENOPTIK SSC GmbH im 1. Halbjahr 2019 abgeschlossen. Die drei entstandenen photonischen Divisionen Light & Optics, Light & Production sowie
Light & Safety bauen auf einem umfassenden Know-how rund um Optik, Sensorik, Imaging,
Robotik, Datenanalyse und Mensch-Maschine-Schnittstellen auf. Die mechatronischen
Aktivitäten aus dem ehemaligen Segment Defense & Civil Systems werden unter der Marke
VINCORION geführt. Damit sind wir in der Lage, auf Basis der mechatronischen Produkte
und Lösungen die Kunden aus der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie deutlich fokussierter
als bisher anzusprechen. Ziele und StrategienIm Mittelpunkt der Strategie 2022 und der künftigen Entwicklung steht die Konzentration
auf photonische Technologien für wachstumsstarke Märkte. So soll sich Jenoptik in
den kommenden Jahren zu einem globalen und fokussierten Photonik-Unternehmen entwickeln.
Die Strategie steht unter dem Motto "More Light" und beinhaltet die drei Bausteine
"More Focus", "More Innovation" und "More International". Die stärkere Konzentration
auf die Kernkompetenzen soll zu einem optimalen Einsatz der vorhandenen Kapazitäten
und damit einer effizienteren Ressourcenverteilung beitragen. Bis 2022 wollen wir
unsere Entwicklungsleistung, inklusive der Entwicklungen im Kundenauftrag, auf ca.
10 Prozent des Umsatzes steigern. Zudem soll internationale Vielfalt das Unternehmen
stärker als bisher prägen. Das bedeutet internationale Teams aus unterschiedlichen
Kulturkreisen und mehr lokale Entscheidungen vor Ort. Mindestens eine Division soll
bis 2022 ihren Hauptsitz im Ausland haben. Um die Strategie 2022 umzusetzen,
Im Zuge der neuen Strategie hat der Jenoptik-Vorstand für das laufende Geschäftsjahr
2019 folgende Prioritäten definiert:
Vorstand und Aufsichtsrat von Jenoptik haben Ende Juli mit dem Start des Verkaufsprozesses
der Division VINCORION, die das mechatronische Geschäft des Konzerns betreibt, eine
neue Phase der Transformation des Konzerns eingeleitet. Damit soll die Fokussierung
der Geschäftsaktivitäten auf die Kompetenzfelder Optik und Photonik weiter vorangetrieben
werden. Die Mittel aus einem möglichen Verkauf von VINCORION sollen dazu dienen, die internationale
Aufstellung und die Wertschöpfungstiefe des Jenoptik-Konzerns insbesondere in den
strategischen Wachstumsregionen Amerika und Asien auszubauen. Durch arrondierende
und transformatorische Übernahmen sollen zudem das Produktportfolio weiter optimiert
sowie neue Kunden- und Marktzugänge erschlossen werden. Zugleich soll das mechatronische
Geschäft unter der Führung von VINCORION die Chance erhalten, sich unter einem neuen
Eigentümer erfolgreich weiterzuentwickeln. Für zusätzliche Informationen zur strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns
verweisen wir auf unseren Geschäftsbericht 2018 mit den umfassenden Angaben im Kapitel
"Ziele und Strategien" ab Seite 75 und auf die Jenoptik-Website. Die Jenoptik-AktieAuch im 3. Quartal 2019 setzte sich der globale Konjunktur-abschwung durch die anhaltenden
Spannungen im Handel und in der Politik fort. Diese Themen spiegelten sich in einer
volatilen Entwicklung der Kapitalmärkte wider. Dennoch konnten die deutschen Indizes
in den ersten neun Monaten des Jahres eine Steigerung verzeichnen. Der deutsche Technologieindex
(TecDax) erreichte Ende September 2019 einen Stand von 2.814 Punkten und konnte damit
seit Jahresbeginn um 14,2 Prozent zulegen. Der SDax notierte am letzten Handelstag
des 3. Quartals bei 1 1.027 Zählern, was einer Zunahme von 15,2 Prozent entsprach. Die Jenoptik-Aktie zeigte bis Ende April 2019 eine sehr beeindruckende Entwicklung.
Am ersten Handelstag 2019 startete die Aktie mit einem Schlusskurs von 23,74 Euro.
Im weiteren Verlauf legte das Papier kontinuierlich zu und notierte am 24. April auf
einem Hoch von 36,45 Euro. Danach verlor die Aktie vor allem aufgrund der zunehmenden
konjunkturellen Unsicherheiten deutlich an Wert und wurde am Ende des Berichtszeitraums
für 22,74 Euro gehandelt, ein Minus von 4,2 Prozent seit Jahresbeginn. Die Marktkapitalisierung
von Jenoptik betrug zu diesem Zeitpunkt 1.301,6 Mio Euro. Die Gesamtrendite (Total
Shareholder Return) lag im Neun-Monats-Zeitraum bei minus 2,7 Prozent (i.Vj. 15,3
Prozent). ![]() Im Oktober konnte die Aktie wieder an Wert zulegen und ging am 31. Oktober 2019 mit
26,70 Euro aus dem Handel. Die Allianz Global Investors hatte im Sommer ihre Position aufgebaut und meldete uns
im August einen Anteil von 3,05 Prozent. Nach der jüngsten Stimmrechtsmeldung von
Templeton im Oktober 2019 beträgt deren Anteil 2,97 Prozent. Der Handel mit Jenoptik-Aktien fiel nicht so stark aus wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Durchschnittlich wechselten an den deutschen Börsen (Xetra, Parkett sowie Tradegate)
in den ersten neun Monaten pro Tag 149.808 Aktien ihren Besitzer (i.Vj. 171.529),
ein Minus von 12,7 Prozent. Im TecDax-Ranking lag Jenoptik im September 2019 bei der
Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes von 89,0 Prozent auf Platz 22 (i.Vj.
19), beim Börsenumsatz auf Rang 26 (i.Vj. Rang 25). Ergebnis je Aktiescroll
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Ergebnis der Aktionäre dividiert durch den gewichteten
Durchschnitt ausstehender Aktien. Kennzahlen zur Jenoptik-Aktiescroll
Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Juni 2019 beschlossen die Aktionäre eine
Erhöhung der Dividende auf 0,35 Euro je Aktie (i.Vj. 0,30 Euro). Damit stieg die Dividendensumme
auf einen Ausschüttungsbetrag von 20,0 Mio Euro (i.Vj. 17,2 Mio Euro). Die JENOPTIK
AG zahlt bereits seit 2011 ununterbrochen eine Gewinnbeteiligung an ihre Aktionäre
aus. In den letzten fünf Jahren konnte die Dividende jährlich gesteigert werden. Aktuell berichten elf Research-Häuser bzw. Banken regelmäßig über Jenoptik. Zum Zeitpunkt
der Berichterstellung empfahlen drei Analysten, die Aktie zu kaufen, acht rieten zum
Halten der Anteilsscheine. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten belief sich
Ende Oktober auf 27,93 Euro. Das Jenoptik-Management präsentierte in den ersten neun Monaten 2019 das Unternehmen
vor Investoren und Analysten auf Konferenzen in Baden-Baden, Berlin, Frankfurt/Main,
Hamburg, Lyon, New York, Warschau und Zürich sowie auf Roadshows unter anderem in
Brüssel, Chicago, Genf, Helsinki, London, Luxemburg, Madrid, Mailand und Paris. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Jenoptik-BranchenDie Weltwirtschaft wuchs im laufenden Jahr deutlicher langsamer als von Ökonomen erwartet.
Verschiedene geo- und handelspolitische Konflikte wie der Handelsstreit zwischen USA
und China oder der weiterhin unklare Brexit beeinflussten die Weltkonjunktur stark,
nicht zuletzt, weil sich Unternehmen bei Investitionen und dem Kauf neuer Maschinen
und anderer Kapitalgüter zurückhielten. Im Oktober einigten sich China und die USA
im Handelsstreit auf ein Teilabkommen, das durch ein umfassendes Handelsabkommen ergänzt
werden soll, sofern der Handelsstreit nicht eskaliert. Allerdings wurden mögliche
Strafzölle für andere Industrien weiterhin nicht ausgeschlossen. So erheben die USA
seit Oktober - mit Genehmigung der Welthandelsorganisation (WTO) - neue Zölle für
Importe aus der EU im Wert von 7,5 Mrd Euro, vor allem für Verkehrsflugzeuge, Lebensmittel
und Konsumwaren. Das Wirtschaftswachstum in den USA hat sich laut Handelsministerium trotz Handelskonflikten
nur wenig verändert. Auf das Jahr hochgerechnet erzielte die Wirtschaft im 3. Quartal
laut der ersten Schätzung ein Wachstum von 1,9 Prozent (nach 2,0 Prozent im 2. Quartal).
Allerdings gingen die Investitionen von Unternehmen und die Exporte im Vergleich zum
Vorquartal zurück, nicht zuletzt, weil die Ausfuhren von Verkehrsflugzeugen nach dem
weltweiten Flugverbot für die Boeing-Maschinen vom Typ 737 Max deutlich einbrachen.
Mit Japan schlossen die USA im Oktober ein neues Handelsabkommen; davon unberührt
bleibt aber der Automobilmarkt. Der Handelsstreit mit den USA und die damit verbundenen gegenseitig verhängten Strafzölle
belasteten auch die chinesische Wirtschaft in den vergangenen Monaten stark. Das Bruttoinlandsprodukt
erhöhte sich im 3. Quartal nur um 6,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und
wuchs damit so langsam wie seit 27 Jahren nicht mehr. Vor allem das Exportgeschäft
schwächte sich ab: Die chinesischen Ausfuhren sanken im September im Vergleich zum
Vorjahr um 3,2 Prozent, die in die USA sogar um 21,9 Prozent, so die chinesische Zollbehörde.
Auch die Importe gingen im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,5 Prozent
zurück. Dagegen stieg die Industrieproduktion zuletzt an. Die derzeitige Lage der deutschen Wirtschaft ist laut der Bundesbank zweigeteilt:
Während die Binnenwirtschaft weiterhin aufwärtsgerichtet blieb, setzte sich ein Abschwung
in der Industrie fort. Indikatoren waren rückläufige Zahlen für Auftragseingänge und
Produktion im verarbeitenden Gewerbe. Auch die Exporte gingen im August im Vergleich
zum Vormonat unerwartet stark zurück. Im September verbesserte sich der Ifo-Geschäftsklimaindex
leicht bei der Bewertung der aktuellen Lage; im Oktober bezüglich der Aussichten. Photonik gilt als Schlüsseltechnologie für die Zukunft, die Branchenentwicklung wird
von Themen wie autonomes Fahren, digitale Produktion und neuen Entwicklungen im medizinischen
Bereich getrieben. Allerdings zeigte der vom Industrieverband Spectaris ermittelte
Weltmarktindex Photonik eine leichte Abschwächung: Im 2. Quartal 2019 lagen die Umsätze
der betrachteten Marktteilnehmer knapp 1 Prozent unter dem Wert des Vorquartals und
5,5 Prozent unter Vorjahr. Der weltweite Umsatz in der Halbleiterindustrie betrug laut der Semiconductor Industry
Association (SIA) im 3. Quartal 106,7 Mrd US-Dollar. Dies entspricht einem Rückgang
von 14,6 Prozent gegenüber dem Rekordjahreswert aus dem Vorjahreszeitraum, aber einem
Plus von 8,2 Prozent im Vergleich zum 2. Quartal. Die Umsätze waren zuletzt drei Monate
in Folge leicht angestiegen, was die SIA als leichte Markterholung wertete. Im laufenden
Jahr haben die M&A-Aktivitäten in der Branche zugenommen, die bis einschließlich August
insgesamt einen Wert von 28 Mrd US-Dollar hatten (i.Vj. 25,9 Mrd US-Dollar), so Marktanalysten
von IC Insights. Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete in den vergangenen Monaten einen
Rückgang von Produktion und Auftragseingang. In den ersten neun Monaten und im 3.
Quartal blieben die Bestellungen 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, bis August ging
die Produktion um 1,6 Prozent zurück. Aufgrund der globalen Handelskonflikte wurden
die deutschen Exporte, die 70 Prozent des Geschäfts ausmachen, stark beeinträchtigt
und stiegen im Jahresvergleich nur minimal. Weitere Belastungen entstanden durch den
Strukturwandel bei wichtigen Kundengruppen wie der Autoindustrie. In der Robotik-Branche meldete der Weltverband International Federation of Robotics
(IFR) im September die finalen Ergebnisse für das Rekordjahr 2018: Rund 422.000 Roboter
im Wert von 16,5 Mrd US-Dollar wurden im vergangenen Jahr weltweit verkauft, ein Plus
von 6 Prozent zum Vorjahr. Rund 30 Prozent davon wurden in der Automobilindustrie
eingesetzt, gefolgt von der Elektro- und Elektronikindustrie mit 14 Prozent. Allerdings
machte sich das schwache konjunkturelle Umfeld in Abnehmerbranchen in den letzten
Monaten im Auftragseingang großer Roboterhersteller bemerkbar. Die Automobilindustrie ist derzeit stark rückläufig; ein Ende des jahrelangen Branchenwachstums
offenbarte sich nicht zuletzt in diversen Umsatz- und Gewinnwarnungen von Autobauern
und -zulieferern sowie Ankündigungen von Werkschließungen und Stellenabbau. Aufgrund
des Brexits gingen auch Produktion und die Auslandsinvestitionen in der britischen
Autoindustrie stark zurück, so der britische Branchenverband SMMT. Auf dem chinesischen
Markt waren die Autoverkäufe im September 6,6 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum,
so der Branchenverband China Passenger Car Association (PCA). Zusätzlich herrschte weiterhin Unsicherheit über künftige Antriebstechnologien und
Umweltregulierungen, zum Beispiel durch ein neues Abgasmessverfahren. Im Bereich der Verkehrssicherheit drehte sich in Deutschland in den vergangenen neun
Monaten vieles um die geplante Pkw-Maut. Nach langen Diskussionen wurde dieses Vorhaben
im Juni durch den Europäischen Gerichtshof als ein Verstoß gegen EU-Recht bewertet.
Für Deutschland meldete das Statistische Bundesamt im August die vorläufige Verkehrsstatistik
für das 1. Halbjahr 2019. Demnach wurden mehr Unfälle als im Vergleichszeitraum 2018
gemeldet, jedoch gab es 2,7 Prozent weniger Verkehrstote. In der Luftfahrtbranche offenbarten sich im bisherigen Jahresverlauf Unsicherheiten
durch politische Entscheidungen: So wurden zum Beispiel im Oktober in den USA Strafzölle
auf Flugzeugkomponenten aus der EU in Kraft gesetzt. Der US-amerikanische Flugzeugbauer
Boeing ist nach zwei Flugzeugabstürzen weiterhin durch das im März 2019 erteilte Flugverbot
für die Boeing 737 Max und damit verbundene Ausfälle und Sonderzahlungen auch kommerziell
in Bedrängnis. In ähnlicher Weise belastete die Krise auch Zulieferer. In der Sicherheits- und Wehrtechnik stiegen bis Ende September 2019 die deutschen
Ausfuhrgenehmigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 Prozent auf 6,35 Mrd
Euro, so das Wirtschaftsministerium, und könnten damit einen neuen Jahresrekord erreichen.
Hauptabnehmer waren Ungarn und Äqypten. Im September verlängerte die Bundesregierung
das Rüstungsembargo gegen Saudi-Arabien und andere am JemenKrieg beteiligte Länder
erneut um ein halbes Jahr bis März 2020. Im August sind die USA aus dem INF-Vertrag
über Mittelstreckenraketen ausgestiegen und kündigten ein neues Raketensystem an.
Gleichzeitig wurde im September über einen Rüstungsdeal zwischen der Türkei und den
USA diskutiert. Nachdem die Türkei zunächst russische Luftabwehrsysteme gekauft hat,
wird nun über den Kauf von amerikanischen Patriot-Raketen verhandelt. Für die anderen Branchen, die für Jenoptik relevant sind, wurden keine wesentlichen
neuen Berichte veröffentlicht. Wir verweisen deshalb auf die Seiten 88 ff. im Geschäftsbericht
2018 und auf die bisherigen Zwischenberichte für 2019. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIn den Tabellen des Lageberichts, die wichtige Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern,
sind in dem Posten "Sonstige" das Corporate Center (Holding, Shared Services, Immobilien)
sowie Konsolidierungseffekte enthalten. Seit dem 1. Januar 2019 hat Jenoptik folgende
berichtspflichtige Segmente: die Divisionen Light & Optics, Light & Production, Light
& Safety sowie VINCORION. ErtragslageDer Konzern realisierte in den ersten neun Monaten 2019 einen Umsatz in Höhe von 595,7
Mio Euro. Damit übertraf Jenoptik leicht das hohe Niveau des Vorjahreszeitraums (i.Vj.
593,4 Mio Euro). Auch im Jahresverlauf 2019 legten die Umsätze weiter zu und betrugen
nach 184,0 Mio Euro im 1. Quartal und 199,1 Mio Euro im 2. Quartal im Zeitraum Juli
bis September dieses Jahres 212,7 Mio Euro. Zugelegt hat die Division Light & Production,
vor allem infolge des Umsatzbeitrags der 2018 akquirierten Unternehmen und des guten
Geschäftsverlaufs im Bereich Automation. Die Erlöse der Division Light & Optics übertrafen
aufgrund des guten Geschäfts mit der Halbleiterausrüstungsindustrie das Vorjahresniveau
leicht. Der Umsatz der Division Light & Safety enthielt 2018 einen Beitrag von rund
25 Mio Euro aus der Abrechnung des Mautprojektes, der bereits zu einem großen Teil
kompensiert werden konnte. Bei VINCORION wirkte sich vor allem die Verlängerung der
Rüstungsexportrestriktionen nachteilig auf den Geschäftsverlauf aus. Jenoptik erzielte im Berichtszeitraum Umsatzzuwächse vor allem in Nordamerika. Der
Umsatz stieg hier insbesondere aufgrund des Beitrags von Prodomax um 14,5 Prozent.
Die Erlöse in den beiden Wachstumsregionen Amerika und Asien/Pazifik lagen mit 240,2
Mio Euro bzw. 40,3 Prozent spürbar über dem Vorjahr (i.Vj. 217,9 Mio Euro bzw. 36,7
Prozent). Auch der Umsatz in Europa (ohne Deutschland) legte mit 172,8 Mio Euro leicht
zu (i.Vj. 170,2 Mio Euro). Der Anteil des Auslandsumsatzes stieg insgesamt auf 72,9
Prozent (i.Vj. 69,6 Prozent). Im Inland sanken die Erlöse hingegen um 10,5 Prozent
auf 161,2 Mio Euro (i.Vj. 180,1 Mio Euro). Im Vorjahr waren hier die Beiträge aus
der Abrechnung des Mautprojekts enthalten. Eine Übersicht über die regionale Verteilung
der Umsätze ist im Bericht auf Seite 27 zu finden. Ähnlich wie der Umsatz erhöhten sich die Umsatzkosten leicht auf 386,2 Mio Euro (i.Vj.
383,8 Mio Euro). Dies führte zu einem Bruttoergebnis auf Vorjahresniveau von 209,5
Mio Euro (i.Vj. 209,6 Mio. Euro) und einer Bruttomarge von 35,2 Prozent (i.Vj. 35,3
Prozent). Die F+E-Kosten betrugen in den ersten neun Monaten 34,4 Mio Euro (i.Vj. 34,7 Mio Euro).
Die in den Umsatzkosten verbuchten Entwicklungsaufwendungen im Kundenauftrag lagen
mit 15,4 Mio Euro auf Vorjahresniveau (i.Vj. 15,2 Mio Euro). Die F+E-Gesamtleistung
belief sich auf 51,6 Mio Euro (i.Vj. 51,3 Mio Euro), das entspricht einem Anteil am
Konzernumsatz von 8,7 Prozent (i.Vj. 8,6 Prozent). Bedingt durch den weiteren Ausbau der internationalen Aktivitäten und im Zusammenhang
mit den Akquisitionen stiegen die Vertriebskosten bis Ende September 2019 auf 68,2
Mio Euro (i.Vj. 64,3 Mio Euro). Die Vertriebskostenquote lag mit 11,4 Prozent somit
leicht über dem Vorjahresniveau von 10,8 Prozent. Die Verwaltungskosten erhöhten sich
ebenfalls auf 44,5 Mio Euro (i.Vj. 39,7 Mio Euro), im Wesentlichen aufgrund gestiegener
Personalkosten infolge von Tarifanpassungen, der Verwaltungskosten der 2018 akquirierten
Unternehmen, die im Vorjahr noch nicht enthalten waren, sowie Kosten für Projekte
zur Optimierung von Unternehmensabläufen. Ergebniserhöhend wirkten dagegen Effekte
aus der Bewertung aktienbasierter Vergütungen für das Top-Management. Die Verwaltungskostenquote
stieg auf 7,5 Prozent (i.Vj. 6,7 Prozent). Umsatzscroll
Entwicklungsleistungscroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen lagen im Saldo bei minus 4,4
Mio Euro (i.Vj. minus 4,1 Mio Euro). Trotz vorgenommener Ausgaben für künftiges Wachstum und der im Vergleich zum Vorjahr
gestiegenen Funktionskosten erhöhte sich das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen inkl. Wertminderungen und Wertaufholungen) um 2,7 Prozent auf 91,4
Mio Euro (i.Vj. 89,0 Mio Euro). Dies resultierte hauptsächlich aus den Beiträgen der
2018 erworbenen Unternehmen sowie positiven Effekten aus der Einführung von IFRS 16
in Höhe von 8,9 Mio Euro. Die EBITDA-Marge stieg folglich auf 15,3 Prozent (i.Vj.
15,0 Prozent). Auf Quartalsbasis betrachtet, hat sich das EBITDA mit 37,4 Mio Euro
sowohl gegenüber dem Vorquartal (30,2 Mio Euro) als auch im Vergleich zum Vorjahresquartal
(32,8 Mio Euro) spürbar weiter verbessert. EBITDAscroll
Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) lag in den ersten neun Monaten 2019
mit 58,1 Mio Euro wie erwartet unter dem Vorjahreswert von 66,7 Mio Euro, ein Rückgang
von 13,0 Prozent. Dabei belief sich das EBIT der 2018 erworbenen Unternehmen auf insgesamt
4,8 Mio Euro inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation von minus 4,2 Mio Euro
(i.Vj. Ergebnis minus 0,2 Mio Euro bzw. PPA minus 6,3 Mio Euro). Die EBIT-Marge des
Konzerns sank auf 9,7 Prozent (i.Vj. 11,2 Prozent). Auch beim EBIT ist im Jahresverlauf
eine Steigerung zu verzeichnen, von 12,8 Mio Euro im 1. Quartal 2019 und 19,4 Mio
Euro im 2. Quartal auf 25,9 Mio Euro im 3. Quartal. EBITscroll
Das Finanzergebnis verbesserte sich mit minus 1,6 Mio Euro im Berichtszeitraum im
Vergleich zum Vorjahr (i.Vj. minus 2,0 Mio Euro). Durch Erträge aus der Bewertung
von Cash-Positionen sowie geringere Zinsaufwendungen gegenüber Dritten konnten die
im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsaufwendungen aufgrund der Erstanwendung von
IFRS 16 kompensiert werden. Der Konzern erzielte mit 56,5 Mio Euro (i.Vj. 64,7 Mio Euro) ein deutlich geringeres
Ergebnis vor Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beliefen sich auf 12,1
Mio Euro (i.Vj. 11,0 Mio Euro). Die Gesamtsteuerquote stieg vor allem durch die Inanspruchnahme
von aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge auf 21,5 Prozent (i.Vj. 16,9
Prozent). Die liquiditätswirksame Steuerquote stieg dabei aufgrund des höheren Gewinnanteils
im Ausland auf 14,9 Prozent (i.Vj. 14,5 Prozent). Das Konzernergebnis nach Steuern
reduzierte sich um 17,5 Prozent auf 44,3 Mio Euro (i.Vj. 53,7 Mio Euro). Das Ergebnis
je Aktie des Konzerns (EPS) betrug dementsprechend 0,77 Euro (i.Vj. 0,94 Euro). Der Auftragseingang blieb mit 574,9 Mio Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres
(i.Vj. 588,4 Mio Euro), ein Minus von 2,3 Prozent. Die Division Light & Optics, die
aufgrund von vorgezogenen Auftragseingängen einen sehr starken Zuwachs Ende 2018 verzeichnete,
lag nun erwartungsgemäß unter Vorjahr. Die Division Light & Production konnte mehr
neue Aufträge verbuchen. Die Book-to-Bill-Rate des Konzerns reduzierte sich leicht
auf 0,96 (i.Vj. 0,99). Auftragslagescroll
scroll
Nach dem sehr hohen Niveau des Auftragsbestandes Ende 2018 verringerte sich dieser
zum 30. September 2019 auf 491,2 Mio Euro (31.12.2018: 521,5 Mio Euro), lag damit
allerdings noch über dem hohen Niveau des Vorjahreszeitraumes (30.09.2018: 480,9 Mio
Euro). Vom Auftragsbestand sollen 226,1 Mio Euro bzw. 46,0 Prozent (i.Vj. 231,3 Mio
Euro bzw. 48,1 Prozent) noch in diesem Geschäftsjahr zu Umsatz führen und das geplante
Wachstum unterstützen. Darüber hinaus bestanden zum 30. September 2019 Kontrakte in Höhe von 52,2 Mio Euro
(31.12.2018: 62,5 Mio Euro). Bei Kontrakten handelt es sich um Verträge bzw. Rahmenvereinbarungen,
deren genaue Höhe und Eintrittszeitpunkt noch nicht exakt bekannt sind. Die Zahl der Jenoptik-Mitarbeiter stieg in den ersten neun Monaten 2019 leicht auf
4.126 (31.12.2018: 4.043 Mitarbeiter). 992 Mitarbeiter arbeiteten Ende September 2019
an den ausländischen Standorten (31.12.2018: 981 Mitarbeiter). In Deutschland waren
115 Leiharbeiter beschäftigt (31.12.2018: 107 Leiharbeiter). Jenoptik investiert stark in die Ausbildung junger Menschen, so hat sich die Zahl
der Auszubildenden in den ersten neun Monaten deutlich erhöht. Zum 30. September 2019
hatte Jenoptik insgesamt 151 Auszubildende (31.12.2018: 117 Auszubildende). Im Juli wurde der CEO Dr. Stefan Traeger vom Aufsichtsrat in seinem Amt bestätigt.
Er wird den Jenoptik-Konzern im Anschluss an seine bis Juni 2020 laufende Bestellung
für weitere fünf Jahre als Vorstandsvorsitzender leiten. Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Divisionen finden Sie im Segmentbericht
ab Seite 13. Mitarbeiter (inkl. Auszubildende)scroll
Finanz- und VermögenslageZum Ende der ersten neun Monate 2019 stieg der Verschuldungsgrad, das Verhältnis von
Fremdkapital zu Eigenkapital, auf 0,67 (31.12.2018: 0,65). Grund war ein stärkerer
Zuwachs des Fremdkapitals im Vergleich zum Eigenkapital, im Wesentlichen durch die
Erstanwendung von IFRS 16. Die Zunahme der Finanzverbindlichkeiten infolge der Einführung von IFRS 16 um 55,9
Mio Euro sowie geringere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente führten zu einer
Nettoverschuldung von 57,4 Mio Euro zum 30. September 2019 (31.12.2018: minus 27,2
Mio Euro). Bis Ende September 2019 investierte der Konzern 31,6 Mio Euro liquiditätswirksam in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, und damit wie angekündigt mehr als im
Vorjahreszeitraum (i.Vj. 26,8 Mio Euro). Mit 24,9 Mio Euro floss der größte Teil der
Investitionen in die Sachanlagen (i.Vj. 22,5 Mio Euro), vor allem in den Neubau am
Standort Villingen-Schwenningen sowie die technische Neuausstattung und Kapazitätserweiterung
im Fertigungsbereich. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
erhöhten sich auf 6,7 Mio Euro (i.Vj. 4,4 Mio Euro), auch bedingt durch die Einführung
eines SAP S/4 HANA Systems. Insbesondere infolge der Anwendung von IFRS 16 und der
Effekte aus der Kaufpreisallokation stiegen die planmäßigen Abschreibungen auf 32,5
Mio Euro (i.Vj. 21,1 Mio Euro). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank zum 30. September 2019 trotz der
geänderten Darstellung durch IFRS 16 auf 27,4 Mio Euro (i.Vj. 72,8 Mio Euro). Negativ
beeinflusst wurde der operative Cashflow vor allem von der Veränderung des Working
Capitals. In den ersten neun Monaten wurden mehr Vorleistungen für künftige Umsätze
erbracht. Die Vorräte und Vertragsvermögenswerte stiegen, auch aufgrund der verlängerten
Rüstungsexportbeschränkungen (Genehmigung wurde erst Anfang Oktober erteilt) und des
gestiegenen Anteils an angearbeiteten Kundenprojekten, für die nach IFRS 15 eine zeitraumbasierte
Umsatzrealisierung erfolgt. Hinzu kam, dass ursprünglich für Anfang 2019 erwartete
Kundenzahlungen bereits Ende 2018 erfolgten. Darüber hinaus war eine stärkere Veränderung
der Rückstellungen zu verzeichnen, unter anderem durch den Abbau von Personal- und
Gewährleistungsrückstellungen. Ende September 2019 betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit 3,6 Mio Euro (i.Vj.
minus 82,4 Mio Euro). Er wurde im Berichtszeitraum hauptsächlich durch die Auszahlungen
für Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte beeinflusst. Im Vorjahr führten
die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe zu einem signifikant negativen Cashflow aus
Investitionstätigkeit. Weitere wesentliche Posten waren neben den Investitionen die
Ein- bzw. Auszahlungen aufgrund von kurzfristigen Geldanlagen, deren Nettozufluss
über dem Vorjahreswert lag. Bedingt durch den niedrigeren Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und die gestiegenen
Investitionen aus operativer Investitionstätigkeit fiel der Free Cashflow im Berichtszeitraum
auf 7,3 Mio Euro (i.Vj. 57,2 Mio Euro). Der Free Cashflow ergibt sich aus dem Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern abzüglich der Ein- und Auszahlungen
für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug in den ersten neun Monaten minus 46,4
Mio Euro (i.Vj. minus 46,3 Mio Euro). Beeinflusst wurde er unter anderem durch die
Auszahlungen für Leasing, die im Zuge der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 stiegen.
Die Tilgung von Anleihen und Krediten reduzierte sich dagegen im Vorjahresvergleich,
da im Vorjahr Darlehen im Rahmen der Unternehmenserwerbe abgelöst wurden. Im Berichtszeitraum
erfolgte auch die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 20,0 Mio Euro. Zum 30. September 2019 lag die Bilanzsumme des Jenoptik-Konzerns mit 1.043,9 Mio Euro
insbesondere aufgrund der Einführung von IFRS 16 über dem Wert zum Jahresende 2018
(31.12.2018: 985,9 Mio Euro). Auf der Aktivseite führte IFRS 16 vor allem zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte
auf 552,6 Mio Euro (31.12.2018: 491,8 Mio Euro). Besonders stark war dabei der Zuwachs
bei den Sachanlagen, der sowohl auf die Effekte von IRFS 16 als auch auf die getätigten
Investitionen zurückzuführen war. Zum Anstieg der immateriellen Vermögenswerte trugen
neben den getätigten Investitionen auch positive Währungseffekte bei. Die kurzfristigen Vermögenswerte blieben mit 491,3 Mio Euro (31.12.2018: 494,1 Mio
Euro) fast konstant. In Vorbereitung auf künftige Umsätze, aber auch durch die Verlängerung
der Rüstungsexportbeschränkungen der Bundesregierung, legten die Vorräte stichtagsbezogen
auf 196,9 Mio Euro zu (31.12.2018: 175,6 Mio Euro). Auch die Vertragsvermögenswerte
stiegen auf 41,6 Mio Euro (31.12.2018: 23,4 Mio Euro). Diese Zunahme war unter anderem
im Projektgeschäft auf die zeitraumbezogene Umsatzlegung nach Projektfortschritt zurückzuführen.
Die kurzfristigen Finanzanlagen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
reduzierten sich dagegen aufgrund des durch Darlehensrückzahlung und Dividende negativen
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Höhere Vorräte und operative Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie Vertragsvermögenswerte) führten zum 30. September 2019 zu einem deutlichen Anstieg
des Working Capitals auf 257,3 Mio Euro (31.12.2018: 216,8 Mio Euro / 30.9.2018: 239,9
Mio Euro). Die Working-Capital-Quote, das Verhältnis von Working Capital zu Umsatz
auf Basis der letzten zwölf Monate, stieg dementsprechend im Vergleich zum Jahresende
2018 und zur Vorjahresperiode auf 30,7 Prozent (31.12.2018: 26,0 Prozent / 30.9.2018:
29,5 Prozent). Zum 30. September 2019 lag das Eigenkapital mit 624,4 Mio Euro über dem Niveau vom
Jahresende 2018 (31.12.2018: 598,0 Mio Euro). Dazu trugen insbesondere das positive
Periodenergebnis, aber auch positive Währungseffekte, bei. Eigenkapitalmindernd wirkten
dagegen neben der Dividendenzahlung versicherungsmathematische Effekte im Zusammenhang
mit den Pensionsrückstellungen sowie Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 16. Die
Eigenkapitalquote lag vor dem Hintergrund der Bilanzverlängerung mit 59,8 Prozent
unter dem Niveau vom Jahresende 2018 (31.12.2018: 60,6 Prozent). Die langfristigen Schulden stiegen auf 183,2 Mio Euro (31.12.2018: 170,3 Mio Euro).
Zurückzuführen war dies zum einen auf die Zunahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten
(Effekte aus IFRS 16). Zum anderen erhöhten sich die Pensionsverbindlichkeiten infolge
der anzuwendenden Diskontierungssätze. Wesentlicher Bestandteil der langfristigen
Schulden sind die 2015 begebenen Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von derzeit
noch 69,0 Mio Euro (31.12.2018: 103,0 Mio Euro) und einer ursprünglichen Laufzeit
von fünf bzw. sieben Jahren. Eine Tranche dieser Schuldscheindarlehen im Umfang von
12,5 Mio Euro wurde im April 2019 vorzeitig zurückgezahlt, eine weitere von 21,5 Mio
Euro wurde aufgrund der Fälligkeit im April 2020 in die kurzfristigen Schulden umgegliedert. Vor allem höhere kurzfristige Finanzverbindlichkeiten trugen zum Anstieg der kurzfristigen
Schulden auf 236,2 Mio Euro bei (31.12.2018: 217,7 Mio Euro). Hier wirkte sich neben
der Anwendung von IFRS 16 auch die zuvor genannte Umgliederung einer Tranche der Schuldscheindarlehen
aus. Aufgrund von geringeren Personal- und Gewährleistungsrückstellungen reduzierten
sich zudem die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen. Dagegen stiegen stichtagsbedingt
die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Weitere Informationen zu den Effekten von IFRS 16 sind im Anhang ab Seite 28 zu finden. In den ersten neun Monaten 2019 fanden keine Unternehmenskäufe und -verkäufe statt. Bei den nicht bilanzierten Werten und Verpflichtungen gab es keine Änderungen, für
Informationen dazu verweisen wir auf die Angaben im Geschäftsbericht 2018 auf Seite
101 und die Angaben zu Eventualverbindlichkeiten auf Seite 198. SegmentberichtSeit dem 1. Januar 2019 hat Jenoptik folgende berichtspflichtige Segmente: die Divisionen
Light & Optics, Light & Production, Light & Safety sowie VINCORION. Die Vorjahresangaben
im Segmentbericht wurden an die neue Struktur des Jenoptik-Konzerns angepasst. Light & OpticsIn den ersten neun Monaten 2019 erzielte die Division Light & Optics mit 250,8 Mio
Euro einen Umsatz über Vorjahresniveau (i.Vj. 246,6 Mio Euro). Das gute Geschäft mit
der Halbleiterausrüstungsindustrie hielt auch im 3. Quartal an, der Bereich Industrial
Solutions verzeichnete hingegen einen Rückgang. Die Division steuerte 42,1 Prozent
des Konzernumsatzes bei (i.Vj. 41,6 Prozent). Die Erlöse in Amerika stiegen unter
anderem aufgrund des guten Geschäfts im Lithografie- und Inspektionsbereich auf 57,4
Mio Euro (i.Vj. 45,1 Mio Euro) und legten damit am stärksten zu. In der Region Asien/Pazifik
konnten die Umsätze leicht auf 37,2 Mio Euro gesteigert werden (i.Vj. 34,7 Mio Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibung (EBITDA) reduzierte sich
im Vergleich zum Vorjahr trotz guter Geschäfte in der Halbleiterausrüstungsindustrie
und positiver Effekte aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 vorrangig aufgrund des
Margenrückgangs im Bereich Industrial Solutions um 10,5 Prozent auf 49,5 Mio Euro
(i.Vj. 55,2 Mio Euro). Die EBITDA-Marge lag jedoch mit 19,6 Prozent weiter auf einem
sehr guten Niveau (i.Vj. 22,2 Prozent). Light & Optics auf einen Blickscroll
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Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2018 Bis zum 30. September 2019 verzeichnete die Division Auftragseingänge in Höhe von
233,0 Mio Euro, dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 Prozent
(i.Vj. 264,5 Mio Euro). Ursache dafür war unter anderem, dass eine großvolumige Bestellung
im Bereich Halbleiterausrüstung vorgezogen und bereits Ende 2018 ausgelöst wurde.
Im Verhältnis zum Umsatz ergab sich für den Berichtszeitraum eine Book-to-Bill-Rate
von 0,93 (i.Vj. 1,07). Im März gab die Division Light & Optics den Start einer langfristigen Kooperation
mit einem führenden internationalen Life-Science-Unternehmen bekannt. Nach dem erfolgreichen
Abschluss der Entwicklungsphase ist geplant, ab 2020 im nennenswerten Umfang Systeme
für die digitale Bildverarbeitung für diesen Kunden zu produzieren, die auf der Jenoptik-eigenen
Imaging-Plattform "SYIONS" basieren. Der Auftragsbestand lag Ende September 2019 bei 154,0 Mio Euro (31.12.2018: 180,6
Mio Euro). Trotz eines stabilen Geschäftsverlaufs blieb der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern)
mit 11,8 Mio Euro deutlich unter dem Vorjahreswert (i.Vj. 18,2 Mio Euro). Dies resultierte
vor allem aus einer stichtagsbedingten Erhöhung des Working Capitals aufgrund des
Anstiegs der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vertragsvermögenswerte. Investiert wurden 12,2 Mio Euro (i.Vj. 12,2 Mio Euro), insbesondere in neue Fertigungsanlagen
und somit in die Erweiterung der Produktionskapazität. Jenoptik modernisiert und erweitert
zum Beispiel die Produktionsanlagen zur Fertigung von Hochleistungs-Laserdioden in
Berlin und sichert sich damit langfristig Wettbewerbsvorteile im photonischen Kerngeschäft. Im Rahmen der Jenoptik-Strategie 2022 konnte die Division Light & Optics unter dem
Motto "More Focus" eine wichtige Initiative zur Vereinfachung der Konzernstrukturen
erfolgreich abschließen. Dabei hat die Division ihr Geschäft rund um photonische Technologien
für OEM-Kunden samt allen deutschen Legaleinheiten in einer Gesellschaft gebündelt.
Das Know-how und die langjährigen Erfahrungen in Optik und Photonik werden in einem
weltweiten Produktions-, Service- und Vertriebsnetzwerk zusammengeführt, um so für
die Zukunft verstärkt Lösungen aus einer Hand anbieten zu können. Light & ProductionDer Umsatz der Division Light & Production stieg in den ersten drei Quartalen 2019
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 22,0 Prozent auf 170,9 Mio Euro (i.Vj. 140,1 Mio
Euro). Der Bereich Automation & Integration trug maßgeblich zum Umsatzwachstum bei.
Die 2018 akquirierten Unternehmen steuerten rund 52 Mio Euro (i.Vj. 21,8 Mio Euro)
zu den Erlösen bei. Regional betrachtet stiegen die Umsätze vor allem in Amerika,
was in erster Linie aus dem Unternehmenserwerb in Kanada resultierte. Aber auch in
Deutschland konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Der Anteil am Konzernumsatz
legte auf 28,7 Prozent zu (i.Vj. 23,6 Prozent). Aufgrund der guten Umsatzentwicklung wies Light & Production mit einem EBITDA von
19,2 Mio Euro in den ersten neun Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahr eine signifikant
verbesserte Ertragsqualität auf (i.Vj. 14,3 Mio Euro). Die EBITDA-Marge erhöhte sich
auf 11,2 Prozent nach 10,2 Prozent im Vorjahr. Das EBIT konnte um 8,7 Prozent auf 10,4 Mio Euro gesteigert werden (i.Vj. 9,6 Mio
Euro). Dabei belief sich das EBIT der im Vorjahr erworbenen Unternehmen auf insgesamt
4,8 Mio Euro inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA), die bei minus
4,2 Mio Euro lagen (i.Vj. Ergebnis minus 0,2 Mio Euro bzw. PPA minus 6,3 Mio Euro).
Die EBIT-Marge fiel entsprechend auf 6,1 Prozent (i.Vj. 6,8 Prozent). Light & Production auf einen Blickscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2018 Der Auftragseingang von Light & Production legte auf 158,7 Mio Euro zu (i.Vj. 138,4
Mio Euro). Zum Wachstum trug ausschließlich der Bereich Automation & Integration bei.
Die Book-to-Bill-Rate erreichte in den ersten neun Monaten 2019 ein Niveau von 0,93
(i.Vj. 0,99). In den ersten Monaten des Jahres erhielt die Division großvolumigere Aufträge für
Automatisierungslösungen mit einem Gesamtwert von mehr als 30 Mio Euro von nordamerikanischen
OEMs und Automobilzulieferunternehmen. Dies zeigt die erwartet gute Nachfrage in diesem
Bereich. Geliefert werden unter anderem mehrere Montagelinien sowie modernste Anlagen
für die Materialbearbeitung und das Materialhandling. Der Auftragsbestand der Division betrug Ende September 100,6 Mio Euro (31.12.2018:
112,5 Mio Euro). Wie geplant, stiegen die Investitionen für 2019, unter anderem in die Modernisierung
unserer Standorte sowie den Ausbau unserer Produktionskapazitäten, deutlich an. Zum
30. September 2019 betrugen die Investitionen 7,1 Mio Euro (i.Vj. 3,4 Mio Euro). Für
insgesamt rund 13 Mio Euro entstehen am Standort Villingen-Schwenningen modernste
Entwicklungs-, Produktions- und Büroflächen für die industrielle Messtechnik. Die
Bauarbeiten starteten im März 2019. Im Frühjahr 2020 soll der Geschäftsbetrieb am
neuen Standort anlaufen. Im Frühjahr 2019 wurde das neue Produktionsgebäude in Bayeux, Frankreich, für die
rund 60 Jenoptik-Mitarbeiter planmäßig eröffnet. Mit der Investition hat Jenoptik
ein modernes Produktions- und Vertriebsumfeld für die industrielle Messtechnik geschaffen.
In Frankreich zählen namhafte Automobil- und Zulieferunternehmen zu den Kunden von
Jenoptik. Für das globale Industriegeschäft ist Bayeux das Kompetenzzentrum für pneumatische
Messtechnik. Das gestiegene EBITDA in den ersten neun Monaten war ausschlaggebend für die Verbesserung
des Free Cashflows (vor Zinsen und Steuern) auf 8,8 Mio Euro (i.Vj. 6,7 Mio Euro). Light & SafetyIn den ersten neun Monaten 2019 realisierte die Division Light & Safety Umsätze in
Höhe von 75,1 Mio Euro (i.Vj. 83,3 Mio Euro). Im Vorjahr hatte die Auslieferung von
Mautkontrollsäulen mit rund 25 Mio Euro zu einem starken Wachstum beigetragen. Allerdings
verbesserte sich der Umsatz im 3. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 24,5 Prozent auf
26,7 Mio Euro. Signifikante Zuwächse waren im Berichtszeitraum in Amerika (61,2 Prozent)
sowie im Mittleren Osten/Afrika (60,4 Prozent) zu verzeichnen. In Deutschland konnte
der hohe Umsatz aus dem Mautprojekt vom Vorjahr wie erwartet nicht vollständig kompensiert
werden und so fielen die Erlöse mit 21,1 Mio Euro im aktuellen Berichtszeitraum deutlich
niedriger aus (i.Vj. 43,3 Mio Euro). Der Anteil der Division am Konzernumsatz reduzierte
sich auf 12,6 Prozent (i.Vj. 14,0 Prozent). Das EBITDA wurde in der Berichtsperiode trotz des Umsatzrückgangs auf 11,9 Mio Euro
gesteigert (i.Vj. 11,0 Mio Euro). Zurückzuführen war der Zuwachs auf höhere Abschreibungen
infolge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16. Die EBITDA-Marge verbesserte sich folglich
deutlich auf 15,9 Prozent (i.Vj. 13,3 Prozent). Der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2019 ging leicht auf 72,2 Mio Euro
zurück (i.Vj. 73,8 Mio Euro). Die Book-to-Bill-Rate verbesserte sich dennoch infolge
der Umsatzentwicklung auf 0,96 nach 0,89 im Vorjahr. Light & Safety auf einen Blickscroll
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Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2018 Der Auftragsbestand der Division verringerte sich um 3,4 Prozent auf 67,2 Mio Euro
(31.12.2018: 69,5 Mio Euro). Mit 2,5 Mio Euro fiel der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern) im Vergleich zum
Vorjahr deutlich niedriger aus (i.Vj. 21,3 Mio Euro), was im Berichtszeitraum vor
allem auf den Anstieg der Vorräte sowie auf den hohen Zahlungseingang aus dem Mautprojekt
im Vorjahr zurückzuführen war. Im März konnte Jenoptik nach umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in
Großbritannien die sogenannte HOTA-Zulassung (Home Office Type Approval) für ein neues
Kamerakonzept zur Geschwindigkeitskontrolle ohne Personaleinsatz erlangen. Gegenstand
der Neuzulassung war die Kombination der in Großbritannien sehr erfolgreich eingesetzten
Kameras zur Messung von Durchschnittsgeschwindigkeiten mit Lösungen für die punktuelle
Geschwindigkeitsüberwachung. Um dem Trend nach mehr Verkehrssicherheit nachzukommen,
können mit der neuen Überwachungstechnologie Kollisions- und Unfallschwerpunkte landesweit
eingedämmt werden. Anfang Juli 2019 veröffentlichte der Saarländische Verfassungsgerichtshof ein Urteil
zu einer Verfassungsbeschwerde im Zusammenhang mit einem Geschwindigkeitsverstoß.
Das Gericht war der Auffassung, dass der Beschwerdeführer ein Recht auf Erhalt und
Überprüfung der vom Jenoptik-Messgerät TraffiStar S350 erzeugten, aber nicht gespeicherten
Rohmessdaten hat. Die Messtechnik funktioniert zuverlässig und korrekt. Unsere Messgeräte
erfüllen alle bestehenden gesetzlichen Regelungen für eichpflichtige Geräte nach dem
Mess- und Eichgesetz sowie der Mess- und Eichverordnung. Die Zulassung für das Messgerät
durch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) wird durch das Urteil nicht
aufgehoben. Jenoptik hält das Urteil für nicht richtig. Auch haben bereits mehrere
Oberlandesgerichte ausdrücklich gegen die Entscheidung aus dem Saarland geurteilt
(so z.B. OLG Oldenburg, OLG Köln, OLG Düsseldorf, OLG Stuttgart) und damit die uneingeschränkte
Verwendbarkeit des Messgerätes TraffiStar S350 bestätigt. Jenoptik wird jedoch die
Zulassung eines Software-Updates durch die PTB beantragen, die eine Wiederinbetriebnahme
der Anlagen im Saarland ermöglichen würde. VINCORIONIn den ersten drei Quartalen erwirtschaftete VINCORION Umsätze in Höhe von 96,8 Mio
Euro. Damit lagen die Erlöse 20,4 Prozent unter dem Vorjahr (i.Vj. 121,6 Mio Euro).
Zurückzuführen war dieser Geschäftsverlauf insbesondere auf die verlängerten Rüstungsexportbeschränkungen
der deutschen Bundesregierung, unter anderem infolge der Sanktionen gegen einige arabische
Staaten. Die größten Umsatzrückgänge hatte die Division in Amerika sowie in Deutschland
zu verzeichnen. Der Anteil am Konzernumsatz reduzierte sich von 20,5 Prozent auf 16,3
Prozent. Aufgrund des rückläufigen Umsatzes lag das EBITDA nach den ersten neun Monaten 2019
bei 10,6 Mio Euro (i.Vj. 14,4 Mio Euro). Die EBITDA-Marge reduzierte sich von 11,8
Prozent im Vorjahr auf aktuell 10,9 Prozent. Der Auftragseingang der Berichtsperiode erreichte mit 108,0 Mio Euro fast das Vorjahresniveau
(i.Vj. 109,8 Mio Euro). Im 3. Quartal konnte die Division sogar einen um 2,4 Prozent
höheren Auftragseingang verbuchen. Die Book-to-Bill-Rate verbesserte sich aufgrund
der Umsatzentwicklung deutlich auf 1,12 nach 0,90 im Vorjahr. Infolge der verzögerten Umsatzrealisierung, unter anderem durch die Rüstungsexportbeschränkungen,
erhöhte sich auch der Auftragsbestand der Division um 9,8 Mio Euro auf 168,7 Mio Euro
(31.12.2018: 158,9 Mio Euro). Der Free Cashflow (vor Zinsen und Steuern) fiel aufgrund der gestiegenen Vorräte,
auch infolge der Exportrestriktionen, mit minus 5,1 Mio Euro im Vergleich zum Vorjahr
deutlich schwächer aus (i.Vj. 24,7 Mio Euro). Anfang Oktober 2019 erhielt die Division vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie die Genehmigung zum Export von Stromversorgungsaggregaten für das Flugabwehrraketensystem
"Patriot" in die Vereinten Arabischen Emirate (VAE). Der Umfang der Lieferung liegt
bei rund 10 Mio Euro. Die Auslieferung der Aggregate wird wie erwartet und in der
aktuellen Prognose berücksichtigt noch in diesem Jahr erfolgen. Jenoptik hat Ende Juli den Verkaufsprozess der Division VINCORION gestartet. Mit einem
möglichen Verkauf beabsichtigt der Konzern, die Fokussierung der Geschäftsaktivitäten
auf die Kompetenzfelder Optik und Photonik weiter voranzutreiben. VINCORION auf einen Blickscroll
1
Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2018 NachtragsberichtEs gab zum Zeitpunkt der Berichtserstellung keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
30. September 2019, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern waren bzw. die
einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten. Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen der Berichterstattung zum Risiko- und Chancenmanagement verweisen wir auf
die Ende März 2019 veröffentlichten Angaben im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten
113 ff. Anfang Oktober erhielt Jenoptik vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die
Genehmigung zum Export von Stromversorgungsaggregaten für das Flugabwehrraketensystem
"Patriot" in die Vereinten Arabischen Emirate (VAE). Damit ist das in den Berichten
über das 1. Quartal und 1. Halbjahr beschriebene Risiko hinsichtlich eines Geschäftsausfalles
obsolet geworden. Die Möglichkeit, dass die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes
im Saarland bezüglich unseres Verkehrsüberwachungssystems TraffiStar S350 (siehe Seite
15) sowohl Umsatz als auch Ergebnis negativ beeinflussen könnte, besteht weiterhin. In unserer Division Light & Production sind wir an die Entwicklung der Automobilindustrie
und deren Investitionen gekoppelt. Aus den aktuellen Herausforderungen der Branche,
basierend auf technologischen Transformationen und Absatzentwicklungen, können Risiken
für unseren Geschäftserfolg als Ausrüster dieser Branche erwachsen. Weitere wesentliche Änderungen der im Bericht beschriebenen Risiken und Chancen sind
im Verlauf der ersten neun Monate 2019 nicht eingetreten. Gleichwohl analysieren wir
kontinuierlich mögliche Auswirkungen der handelspolitischen Maßnahmen der aktuellen
US-Regierung sowie Folgen eines möglichen Brexits. PrognoseberichtAusblick auf Gesamtwirtschaft und Jenoptik-BranchenFür das laufende Jahr prognostiziert die OECD mit 2,9 Prozent das niedrigste Wachstum
der Weltwirtschaft seit der globalen Finanzkrise 2009. Ökonomen warnen aufgrund des
Handelskonflikts zwischen USA und China weiterhin vor einem weltweiten Abschwung.
Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) könnte die globale Wirtschaftsleistung
nächstes Jahr um bis zu 700 Mrd US-Dollar sinken. Für Großbritannien sieht die OECD
die Gefahr einer Rezession, falls ein Brexit ohne Einigung eintritt. Dies wiederum
würde sich stark auf das Wachstum in Europa auswirken. Durch die US-Sanktionen drohten
zudem globale Lieferketten im Technologiesektor unterbrochen zu werden. Der IWF hat
seine globale Konjunkturprognose für 2019 bereits zum vierten Mal gesenkt und erwartet
im laufenden Jahr nur noch ein Wachstum von 3,0 Prozent und wertet das auch als das
langsamste Wachstum seit der weltweiten Finanzkrise. Für 2020 fällt die Prognose zwar
besser aus, wurde aber ebenfalls gegenüber den vorherigen Annahmen gesenkt. Wachsende
Spannungen im Nahen Osten sowie eine mögliche Eskalation des Handelskonfliktes zwischen
den USA und China könnte dazu führen, dass die Weltwirtschaft nur um 3,4 Prozent wächst. Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook, Oktober 2019 In den vergangenen Monaten fehlten in den USA verstärkt Wachstumsbeiträge aus der
Exportwirtschaft. Dennoch ist die Mehrheit der US-Unternehmen weiterhin optimistisch,
so die Federal Reserve (Fed) in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book". Für 2020 prognostiziert
die Fed ein Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent. Die OECD sieht für China die Gefahr eines stärkeren Abschwungs. Dies könnte zu einer
Phase von schwachen Importnachfragen führen. Bei anhaltendem Handelsstreit prognostizieren
Harvard-Ökonomen eine Verringerung des Wirtschaftswachstums auf 3 oder 4 Prozent im
Jahr. Die Bundesregierung hat ihre Wirtschaftsprognose für das nächste Jahr gesenkt und
rechnet in Deutschland nur noch mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von
1 Prozent. Noch im April war sie von 1,5 Prozent ausgegangen, was dem Niveau von 2018
entspricht. Gründe sind die Handelskonflikte, Brexit und die Unsicherheiten bezüglich
Investitionen vor allem im Auto- und Maschinenbau sowie der Elektroindustrie. Für
das laufende Jahr bleibt die Prognose unverändert bei 0,5 Prozent Wachstum gegenüber
dem Vorjahr; eine Krise erwartet die Regierung nicht, da der Binnenkonsum weiter stark
sei. Auch die Bundesbank sieht keine Anzeichen für eine Rezession im Sinne eines breit
angelegten, länger anhaltenden Rückgangs der Wirtschaftsleistung, allerdings aktuell
auch keine Anzeichen für eine nachhaltige Belebung der Exporte oder eine Stabilisierung
in der Industrie. Das Ifo-Institut rechnet mit einem weiteren Rückgang in der Industrieproduktion
im letzten Quartal 2019. Für 2020 prognostiziert das Ifo-Institut ein Wachstum von
1,1 Prozent, für 2021 1,4 Prozent. Dank der Digitalisierung befindet sich die Photonik-Branche weiterhin in einem wachsenden
Umfeld. Der Einsatz von Lichttechnologien trägt essenziell zum globalen Marktwachstum
bei und ist eine unverzichtbare Technologie für viele Innovationen geworden, unter
anderem als Basistechnologie für das autonome Fahren. Für den globalen Photonik-Markt
erwartet das Marktforschungsunternehmen Marketsand-Markets ein Wachstum von 556,4
Mrd US-Dollar im Jahr 2018 auf 780,4 Mrd US-Dollar bis 2023 bei einer durchschnittlichen
jährlichen Wachstumsrate von 7,0 Prozent. Der deutsche Industrieverband Spectaris
rechnet damit, dass aufgrund der Handelsstreitigkeiten und konjunkturellen Eintrübungen
die Wachstumsprognose vom Jahresbeginn in Höhe von 4 Prozent voraussichtlich nicht
erreicht wird, und hofft auf ein leichtes Plus, mindestens aber auf eine schwarze
Null für Hersteller von Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik. Da die Branche
Zukunftsmärkte bedient, ist sie dennoch krisenresistenter als andere. Im September korrigierte der Marktbeobachter World Semiconductor Trade Statistics
(WSTS) seine Prognose für die Halbleiterindustrie nach unten. So werden dieses Jahr
voraussichtlich 60 Mrd US-Dollar bzw. 13,3 Prozent weniger als im Vorjahr umgesetzt.
Für das Jahr 2020 wird mit einem Wachstum von 4,8 Prozent gerechnet. Der Marktanalyst
IC Insights rechnet im kommenden Jahr mit einer Erholung und weiteren M&A-Aktivitäten
in der Branche. Dank Trends wie Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen
wird noch in diesem Jahr die Überschreitung der 20-Mrd-Dollar-Marke auf dem Markt
für KI-Chips prognostiziert, so Marktanalyst ABI Research. Zu den wichtigen Absatzmärkten
für die Branche wird künftig die Automobilindustrie gehören. Für den Maschinen- und Anlagenbau erwartet der Industrieverband VDMA für 2019 und
2020 jeweils ein Minus von 2 Prozent in der Produktion. Gründe dafür sind die anhaltende
globale Konjunkturschwäche, Handelskonflikte und Protektionismus und ein Strukturwandel
in wichtigen Kundengruppen. Unternehmen der Branche schätzen laut dem Maschinenbau-Barometer
der Beratungsgesellschaft PwC die Entwicklung mit einem Umsatzrückgang von 2,6 Prozent
pessimistischer ein und planen aufgrund des schlechten Investitionsklimas auch für
das 4. Quartal 2019 weniger Investitionen. Der VDMA korrigierte seit Anfang des Jahres
die Wachstumsprognose der Branche mehrmals nach unten. Die Branche muss sich daher
weiterhin auf Belastungen einstellen, da keine baldige positive Veränderung absehbar
ist, so der VDMA. In der Robotik-Branche erwartet der Branchenverband International Federation of Robotics
(IFR) für das laufende Jahr eine Wachstumspause auf dem Niveau von 2018. Für die Jahre
bis 2022 blickt man optimistisch in die Zukunft. Dank des anhaltenden Automatisierungstrends
prognostiziert der IFR ab 2020 im Durchschnitt ein jährliches globales Wachstum von
12 Prozent. Die Automobilindustrie muss sich weiterhin auf Belastungen einstellen. Das deutsche
Forschungsinstitut CAR erwartet aufgrund neuer Antriebstechnologien den Wegfall von
mehr als 100.000 Arbeitsplätzen in Deutschland in den kommenden zehn Jahren. Zusätzlich
werden im Vergleich zu 2018 im laufenden Jahr voraussichtlich 5 Prozent weniger Autos
in Deutschland produziert, so die Excelliance Industry Taskforce. Die schwache Konjunktur
und Nachfrage bei Autobauern beeinträchtigt auch die Aussichten der Zulieferer: Große
deutsche Autozulieferer rechnen nicht damit, dass sich die weltweite Produktion von
Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den kommenden fünf Jahren wesentlich belebt. Auf
lange Sicht bleibe Mobilität ein globaler Wachstumstreiber ebenso wie die Optimierung
von Verbrennern, die Transformation hin zur Elektromobilität sowie Fahrassistenzsysteme. Mit Blick auf den Bereich der Verkehrssicherheit scheiterte im Oktober im Bundestag
ein Antrag auf ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf deutschen Autobahnen.
Dennoch rechnen einige Parteien und der Bundesverband der Verbraucherzentrale damit,
dass es künftig wie in anderen europäischen Ländern auch in Deutschland ein Tempolimit
auf Autobahnen geben wird, nicht nur wegen Klimaschutz und der Reduzierung von Unfällen
und Verkehrstoten, sondern auch, um automatisiertes Fahren auf Autobahnen zu ermöglichen. Die künftige Entwicklung der Luftfahrt-Branche wird unter anderem durch den allgemeinen
Rückgang in der Weltkonjunktur und das politische Umfeld belastet. Nach zwei Flugzeugabstürzen
ist derzeit noch nicht klar, ob und wann der Flugzeugtyp Boeing 737 Max wieder starten
darf. Laut dem Weltluftfahrtverband IATA werden Flugreisen in den nächsten Jahren
um jährlich 5 Prozent zunehmen. Der Flugzeugbauer Airbus rechnet für die nächsten
20 Jahre mit einem Bedarf von 39.120 neuen Flugzeugen, was einer Verdoppelung der
aktuellen weltweiten Flotte entspricht. Die jährlich aktualisierte Langzeitprognose
wurde auch nur minimal von 4,4 auf 4,3 Prozent durchschnittlich jährliches Wachstum
reduziert. Boeing erwartet, dass der weltweite Bedarf in den kommenden 20 Jahren auf
rund 35.000 Flugzeuge ansteigt. Aktuell anhaltende Diskussionen über den Klimaschutz
sieht der Flugzeughersteller nicht als Gefahr, sondern als Chance, Innovationen zur
Senkung der Emissionen zu entwickeln. Die Planung langfristiger Projekte in der Sicherheits- und Wehrtechnik wird in Deutschland
bis mindestens Frühjahr 2020 von derzeit geltenden Exportrestriktionen beeinträchtigt,
da die Bundesregierung den Ausfuhrstopp gegen Saudi-Arabien und andere am Jemen-Krieg
beteiligte Länder bis März 2020 verlängert hat. Infolge der Militäroffensive in Syrien
will die Bundesregierung künftig keine neuen Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter
erteilen, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten. Drei weitere EU-Länder
setzten ähnliche Exportstopps in die Türkei in Kraft. Mit Frankreich einigte sich
die Bundesregierung im Oktober auf gemeinsame Richtlinien für Rüstungsexporte auf
Basis der sogenannten De-Minimis-Regel mit einem Schwellenwert von 20 Prozent. Das
bedeutet, dass Deutschland den Export von Rüstungsgütern aus deutsch-französischen
Gemeinschaftsprojekten nicht blockiert, wenn diese Güter weniger als 20 Prozent Bauteile
aus deutscher Produktion haben. Bei der gemeinsamen Rüstungskooperation zum Bau eines
neuen Kampfpanzers haben sich die bereits in einer Holding verbundenen Unternehmen
Krauss-Maffei Wegmann und Nexter mit Rheinmetall auf die Zusammenarbeit in einem Konsortium
- ohne Fusion -geeinigt. Der Panzer soll voraussichtlich 2038 zum Einsatz kommen und
den Leopard 2 ersetzen. Dagegen ist die Zusammenarbeit im Projekt für das neue Kampfflugzeug
FCAS, insbesondere bei der Triebwerksentwicklung, wegen Streitigkeiten über die Projektsteuerung
und Nutzungsrechten noch nicht geregelt. Für die anderen Branchen wurden keine wesentlichen neuen Prognosen veröffentlicht.
Wir verweisen deshalb auf die Seiten 124 ff. im Geschäftsbericht 2018 und die bisherigen
Zwischenberichte für 2019. Künftige Entwicklung der GeschäftslageDer Jenoptik-Konzern verfolgt konsequent sein Ziel, dauerhaft profitables Wachstum
sicherzustellen. Dazu beitragen sollen die Ausweitung des internationalen Geschäfts
und daraus resultierende Skaleneffekte, höhere Margen aus einem optimierten Produktmix
sowie einem zunehmenden Servicegeschäft, aber auch Kostendisziplin. Im vergangenen
Jahr hatte Jenoptik mit Prodomax und der OTTO-Gruppe zwei Akquisitionsvorhaben abgeschlossen,
die in diesem Jahr ebenfalls zu der nachhaltig erfolgreichen Entwicklung des Konzerns
beitragen. Weitere Akquisitionen werden intensiv geprüft. Ende Juli 2019 hat Jenoptik
den Verkaufsprozess der mechatronischen Division VINCORION gestartet. Damit sollen
die Geschäftsaktivitäten des Konzerns noch stärker auf die Kompetenzfelder Optik und
Photonik fokussiert werden. Durch die gute Vermögenslage und eine tragfähige Finanzierungsstruktur
verfügt Jenoptik über ausreichend Handlungsspielraum, um sowohl das organische als
auch das anorganische Wachstum zu finanzieren. Der Jenoptik-Konzern geht 2019 weiterhin von einem Wachstum aus. Der Umsatz wird ohne
größere Portfolioänderungen im Bereich zwischen 850 Mio Euro und 860 Mio Euro erwartet
(i.Vj. 834,6 Mio Euro). Das Wachstum soll aus den photonischen Bereichen kommen. Im
Geschäftsjahr 2019 rechnet Jenoptik auch beim EBITDA mit einem Zuwachs (i.Vj. 127,5
Mio Euro), die EBITDA-Marge soll bei rund 15,5 Prozent liegen. Im 4. Quartal erwartet
der Vorstand einen guten Auftragseingang und einen starken Cashflow im Vergleich zu
den Vorquartalen. Aufgrund der bisher schwächer als erwarteten Auftragseingangsentwicklung,
insbesondere in der Automobilindustrie, wird der Konzern 2019 jedoch nicht den sehr
hohen Vorjahreswert beim Auftragseingang erreichen können. Für den Ausblick auf weitere Kenngrößen der Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung
der Divisionen im Geschäftsjahr 2019 verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2018 ab
Seite 130. Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung der Geschäftslage wurden auf Basis
des Informationsstands zum Zeitpunkt der Berichterstellung getroffen. Sie erfolgen
unter der Voraussetzung, dass sich die wirtschaftliche Lage im Rahmen der Konjunktur-
und Branchenprognosen entwickelt, die in diesem Bericht, in den Zwischenberichten
2019 sowie im Geschäftsbericht 2018 ab Seite 124 dargelegt wurden. KonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngewinn- und -verlustrechnungscroll
Konzerngesamtergebnisscroll
KonzernbilanzAktivascroll
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geändert aufgrund Erstanwendung IFRS 9 und IFRS 15 Konzernkapitalflussrechnungscroll
Informationen nach Segmenten1. Januar bis 30. September 2019scroll
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EBITDA = Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen, Zinsen EBIT = Betriebsergebnis Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr.
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Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2018 Konzernanhang über die ersten neun Monate 2019MutterunternehmenDas Mutterunternehmen des Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena in der Abteilung B unter
der Nummer HRB 200146. Die JENOPTIK AG ist an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert
und wird unter anderem im TecDax und SDax geführt. Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS)Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 30. September 2019,
der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt wurde, werden grundsätzlich - mit Ausnahme der erstmalig im Geschäftsjahr
2019 anzuwendenden Standards - die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet wie im
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018. Dieser wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind.
Diese Methoden sind im Anhang des Geschäftsberichts 2018 im Einzelnen veröffentlicht
und detailliert beschrieben. Der Geschäftsbericht ist über die Jenoptik-Internetseite
unter www.jenoptik.de unter der Rubrik Investoren/Berichte und Präsentationen abrufbar. Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung Euro erstellt und wird, wenn nicht
anders vermerkt, in TEUR angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen
zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können. Die folgenden IFRS werden im Geschäftsjahr 2019 erstmalig angewendet: IFRS 16 "Leasing". IFRS 16 beinhaltet umfangreiche Neuregelungen für die Bilanzierung
von Leasingverhältnissen und löst die bisherigen Regelungen des IAS 17 Leasingverhältnisse
sowie einiger Interpretationen ab. Ziel ist es, die mit den Leasingverhältnissen verbundenen Rechte und Verpflichtungen
in der Bilanz des Leasingnehmers auszuweisen. Für kurzfristige Leasingverhältnisse
und Leasinggegenstände von geringem Wert sind Erleichterungen vorgesehen. Die Bilanzierung
der Leasingverhältnisse beim Leasinggeber richtet sich unverändert nach der Klassifizierung
in Finanzierungs- oder Operating-Leasing, wobei die Kriterien des IAS 17 Anwendung
finden. Darüber hinaus enthält IFRS 16 weitere Regelungen zum Ausweis und zu Anhangangaben. Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 führte zu wesentlichen Auswirkungen
auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, da der Konzern als Leasingnehmer überwiegend
Verträge über bewegliche Vermögenswerte sowie Immobilien abgeschlossen hat, die als
Operating-Leasingverhältnisse bilanziert wurden. Der Konzern wählte für die Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 den modifiziert
retrospektiven Ansatz und nahm die Bewertung der Nutzungsrechte in Höhe der fortgeführten
Buchwerte vom Beginn der Leasingverhältnisse unter Anwendung der Zinssätze vom Erstanwendungszeitpunkt
vor. Der Konzern nutzt die Erleichterung des IFRS 16 und erfasst bei kurzfristigen Leasingverhältnissen
sowie bei Leasinggegenständen von geringem Wert die Leasingzahlungen linear über die
Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand. Zudem wendet der Konzern IFRS 16 nicht
auf Leasingverhältnisse von immateriellen Vermögenswerten an. Der Ausweis der Nutzungsrechte
in der Bilanz erfolgt nicht gesondert, sondern in der gleichen Bilanzposition, in
dem der zugrunde liegende Vermögenswert dargestellt werden würde, wenn er Eigentum
des Konzerns wäre. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 resultierte zum 1. Januar 2019 eine Erhöhung
des Anlagevermögens um einen Betrag von 54.372 TEUR. Die Schulden erhöhten sich durch
die erstmalige Erfassung der Leasingverbindlichkeiten als Barwert der noch ausstehenden
Leasingzahlungen um 58.636 TEUR. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug zum 1. Januar 2019
2,7 Prozent. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten
führte unter Berücksichtigung von latenten Steuern (1.229 TEUR) zu einer Minderung
des Eigenkapitals in Höhe von 3.034 TEUR. Aus der sich ergebenden Erhöhung der Bilanzsumme um 55.601 TEUR resultiert ein Rückgang
der Eigenkapitalquote. Auswirkungen IFRS 16 auf Eröffnungsbilanzscroll
Ausgehend von den Sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen
zum 31. Dezember 2018 ergab sich die in der nachfolgenden Tabelle dargestellte Überleitungsrechnung
auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019. Zum 30. September 2019 führte die Anwendung von IFRS 16 im Vergleich zu den Regelungen
des IAS 17 zu einer Erhöhung des Anlagevermögens um 50.998 TEUR. Die Schulden stiegen
insbesondere durch die Erfassung der Leasingverbindlichkeiten als abgezinster Wert
der noch ausstehenden Leasingzahlungen um 55.491 TEUR. Weiterhin führte die geänderte Erfassung der Leasingaufwendungen in den ersten neun
Monaten 2019 in der Gewinn- und Verlustrechnung zu einer Verbesserung des EBITDA um
8.905 TEUR und des EBIT um 1.534 TEUR. Die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte betrugen
7.372 TEUR. Der Zinsaufwand belief sich auf 1.145 TEUR. Überleitung zu den Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16scroll
Auswirkungen IFRS 16 auf laufende Bilanzscroll
In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse nunmehr
im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen, was zu einer Verbesserung des
Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit um einen Betrag von 8.905 TEUR im Vergleich
zu den Regelungen des IAS 17 führte Auswirkungen IFRS 16 auf laufende Gewinn- und Verlustrechnungscroll
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wenn IFRS 16 keine Anwendung finden würde Die Vergleichszahlen der Vorjahresperiode waren nicht anzupassen. Für den Konzern
als Leasinggeber ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen. KonsolidierungskreisIm Konzernabschluss der JENOPTIK AG sind 37 (31.12.2018: 40) vollkonsolidierte Tochtergesellschaften
enthalten. Davon haben 12 (31.12.2018: 16) ihren Sitz im Inland und 25 (31.12.2018:
24) im Ausland. Zum Konsolidierungskreis gehört eine gemeinschaftliche Tätigkeit (31.12.2018:
1) sowie ein nach der at-Equity-Methode einbezogenes assoziiertes Unternehmen (31.12.2018:
1). Der Rückgang der Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen resultiert aus Verschmelzungen
im 1. Halbjahr 2019. Mit Eintragung in das Handelsregister am 15. März 2019 sind sämtliche
Vermögenswerte und Schulden einschließlich aller bestehender Vertragsverhältnisse
der JENOPTIK Laser GmbH, Jena, der JENOPTIK Polymer Systems GmbH, Triptis, und der
JENOPTIK Diode Lab GmbH, Berlin, auf die JENOPTIK Optical Systems GmbH übergegangen.
Ferner sind mit Eintragung in das Handelsregister am 2. Mai 2019 die Vermögenswerte
und Schulden der JENOPTIK SSC GmbH, Jena, auf die JENOPTIK AG übergegangen. Unternehmenserwerbe oder Unternehmensveräußerungen fanden in den ersten neun Monaten
2019 nicht statt. Mit Unterzeichnung des Vertrags am 10. Juli 2018 und mit Closing am 23. Juli 2018
hat Jenoptik über die US-amerikanische Gesellschaft JENOPTIK North America Inc. 100
Prozent der Anteile an der Prodomax Automation Ltd. (Prodomax), Barrie (Ontario),
Kanada, erworben. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss 2018 gemäß IFRS 3 beruhte
auf vorläufigen Beträgen. Die Vorläufigkeit betraf die Bewertung der im Rahmen der
Kaufpreisallokation identifizierten immateriellen Vermögenswerte. Die Finalisierung
erfolgte im 1. Quartal 2019 und führte zu einer Anpassung der im Rahmen der Kaufpreisallokation
identifizierten immateriellen Vermögenswerte um minus 463 TEUR und in der Folge (unter
der Berücksichtigung der Bildung passiver latenter Steuern in Höhe von 116 TEUR) zu
einer Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts um 347 TEUR. Wesentliche GeschäftsvorfälleDie ordentliche Hauptversammlung der JENOPTIK AG beschloss am 12. Juni 2019 die Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 0,35 Euro pro Aktie. Die Auszahlung der Dividende führte
zu einer Minderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 20.033 TEUR. In seiner außerordentlichen Sitzung am 29. Juli 2019 bestätigte der Aufsichtsrat der
JENOPTIK AG Dr. Stefan Traeger in seinem Amt. Er wird somit im Anschluss an seine
bis Juni 2020 laufende Bestellung Jenoptik für weitere fünf Jahre als Vorstandsvorsitzender
leiten. Gleichzeitig stimmte der Aufsichtsrat dem Start eines strukturierten Verkaufsprozesses
für die mechatronische Division VINCORION zu, um eine aktive Portfolio-Politik sowie
die Fokussierung der Geschäftsaktivitäten auf die Kompetenzfelder Optik und Photonik
weiter voranzutreiben. Darüber hinaus gab es keine Geschäftsvorfälle, die wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss
der Jenoptik im 3. Quartal oder kumuliert bis 30. September 2019 hatten. Aufgliederung wesentlicher AbschlusspostenUmsatzerlöse. Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Divisionen
und Regionen ist in der Segmentberichterstattung auf Seite 27 dargestellt. Die Aufgliederung
der Umsatzerlöse nach zeitraum- und zeitpunktbezogener Erlöserfassung i.S.d. IFRS
15 ist der untenstehenden Tabelle zu entnehmen. Die zeitraumbezogen realisierten Umsätze
enthalten Dienstleistungen, wie zum Beispiel kundenspezifische Entwicklungsprojekte,
sowie insbesondere in den Divisionen Light & Optics sowie VINCORION realisierte Umsätze
aus kundenspezifischen Serienfertigungen. Konzernexterne Umsätzescroll
Sachanlagen. Der Anstieg der Sachanlagen resultierte insbesondere aus der erstmaligen
Anwendung von IFRS 16 und der damit verbundenen Bilanzierung von Nutzungsrechten (vgl.
Ausführungen zu IFRS 16). Sachanlagenscroll
Vorrätescroll
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Langfristige Finanzverbindlichkeitenscroll
Kurzfristige Finanzverbindlichkeitenscroll
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeitenscroll
FinanzinstrumenteDie aufgeführten Buchwerte der Posten Anteile an nicht konsolidierten verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen, Zahlungsmittel, bedingte Verbindlichkeiten und Derivate
mit und ohne Hedge-Beziehung entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Buchwerte
der übrigen Posten stellen einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden
Zeitwert dar. Die lang- und kurzfristigen Anteile der jeweiligen Bilanzposten wurden
in der folgenden Darstellung zusammengefasst. Finanzielle Vermögenswertescroll
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AC = Amortized costs (fortgeführte Anschaffungskosten)FVTPL = Fair value through Profit
& Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Verlustrechnung)FVTOCI
= Fair value through other comprehensive income (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
durch das sonstige Ergebnis) Im Rahmen des Kapitalmanagements werden regelmäßig neue Geldanlagen getätigt sowie
Rückzahlungen zum planmäßigen Fälligkeitstermin vereinnahmt. Im Berichtszeitraum haben
sich die kurzfristigen Geldanlagen um insgesamt 34.548 TEUR verringert. Finanzielle Verbindlichkeitenscroll
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AC = Amortized costs (fortgeführte Anschaffungskosten)FVTPL = Fair value through Profit
& Loss (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Verlustrechnung) Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
aus der folgenden Übersicht: scroll
Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr. Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die als quotierte Marktpreise
jederzeit verfügbar sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet, die
auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern ermittelt werden. Der
Stufe 3 liegen Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten
beruhen. Die beizulegenden Zeitwerte aller Derivate werden anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden
ermittelt. Dabei werden die über den jeweils vereinbarten Terminkurs bzw. Zinssatz
determinierten zukünftigen Zahlungsströme mit aktuellen Marktdaten diskontiert. Die
verwendeten Marktdaten sind führenden Finanzinformationssystemen, wie beispielsweise
Reuters, entnommen. Kommt eine Interpolation von Marktdaten zur Anwendung, erfolgt
diese linear. Die beizulegenden Zeitwerte von bedingten Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung
der erwarteten, zum Stichtag abgezinsten Zahlungsabflüsse bewertet. Die zum 30. September 2019 passivierten bedingten Verbindlichkeiten resultierten im
Wesentlichen aus den im Rahmen des Erwerbs der OTTO-Gruppe vereinbarten variablen
Kaufpreisbestandteilen, die mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1.234 TEUR
als Verbindlichkeit erfasst wurden. Die Auszahlung dieser variablen Kaufpreisbestandteile
wird erwartungsgemäß 2020 erfolgen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurde auf eine Abzinsung
verzichtet. Die Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der Stufe 3 zugeordnet sind, kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden: scroll
Angaben über Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen getätigt. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuelle Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zum Deutschen
Corporate Governance Kodex wurde den Aktionären über die Jenoptik-Internetseite unter
www.jenoptik.de unter Investoren/Corporate Governance dauerhaft zugänglich gemacht.
Des Weiteren ist die Erklärung am Sitz der Gesellschaft einsehbar. RechtsstreitigkeitenDie JENOPTIK AG und ihre Konzerngesellschaften sind an mehreren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt. Für mögliche finanzielle Belastungen aus laufenden Gerichts- oder Schiedsverfahren
wurden in angemessener Höhe Rückstellungen für Prozessrisiken bzw. Prozesskosten gebildet.
Sofern diese Verfahren erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns
haben könnten, sind sie im Konzernabschluss 2018 beschrieben. Bis zum 30. September
2019 haben sich keine weiteren Rechtsstreitigkeiten ergeben, die auf Basis der aktuellen
Einschätzung wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben
könnten. Ereignisse nach dem BilanzstichtagBis zum Zeitpunkt der Berichterstellung gab es keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag
30. September 2019, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzern waren bzw. die
einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Jena, 11. November 2019 scroll
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