JENOPTIK AktiengesellschaftJenaKonzernzwischenbericht - Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024Jenoptik-Konzern auf einen Blickscrollen
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2 Basierend auf Summe aus externem und internem
Umsatz
Es wird darauf hingewiesen, dass Rundungsdifferenzen zu
den sich mathematisch genau ergebenden Werten
(Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
Die Geschäftsentwicklung Januar bis Juni 2024 im Überblickscrollen
Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitOptische Technologien sind die Basis des Geschäfts
des Jenoptik-Konzerns. Zu den Schlüsselmärkten
zählen vor allem die Halbleiterausrüstungs- &
Elektronikindustrie, Life Science & Medizintechnik
sowie Smart Mobility.
Als global agierender Technologie-Konzern ist Jenoptik
in den beiden auf Photonik basierenden Divisionen Advanced
Photonic Solutions und Smart Mobility Solutions aktiv. Die
nicht-photonischen, insbesondere auf den Automobilmarkt
ausgerichteten Geschäftsaktivitäten werden
innerhalb des Jenoptik-Konzerns unter den Non-Photonic
Portfolio Companies geführt.
Weitere Informationen zur Konzernstruktur und zur
Geschäftstätigkeit finden Sie im
Geschäftsbericht 2023 ab Seite 26.
Ziele und StrategienMit der strategischen Agenda 2025 "More Value" setzt
Jenoptik auf nachhaltiges profitables Wachstum in den
photonischen Marktsegmenten. Die Transformation zu einem
global aufgestellten Photonik-Konzern ist weitgehend
abgeschlossen. Organisches Wachstum, operative Exzellenz,
Innovation und Kundenfokus sind die Schwerpunkte für
die Umsetzung der Agenda 2025 im verbleibenden Zeitraum der
aktuellen Strategieperiode.
Jenoptik profitiert insbesondere von den globalen Trends
Digitalisierung, Gesundheit, Mobilität sowie
Nachhaltigkeit und etabliert sich zunehmend als
strategischer Systempartner internationaler Kunden, mit
denen gemeinsam zukunftsweisende Lösungen gestaltet
werden.
Für zusätzliche Informationen zur
strategischen Ausrichtung des Jenoptik-Konzerns verweisen
wir auf unseren Geschäftsbericht 2023 mit den
umfassenden Angaben im Kapitel "Ziele und Strategien" ab
Seite 32 und auf die Jenoptik-Website.
Die Jenoptik-AktieDer deutsche Leitindex Dax verzeichnete im 1. Halbjahr
2024 eine sehr erfreuliche Entwicklung, trotz verhaltener
wirtschaftlicher Entwicklung in Deutschland, einem auch
nach ersten Zinssenkungen immer noch relativ hohen
Zinsniveau und geopolitischer Unsicherheiten. Weniger
positiv war der Trend bei den deutschen Small und
Midcap-Unternehmen. Der MDax notierte am letzten Handelstag
des 1. Halbjahres bei 25.176,06 Zählern, was einem
Minus von 7,2 Prozent entsprach. Der deutsche
Technologieindex TecDax verzeichnete Ende Juni 2024 einen
Stand von 3.326,63 Punkten und damit ein leichtes Minus von
0,3 Prozent seit Ende 2023.
Die Jenoptik-Aktie beendete den Xetra-Handel am 30. Juni
2024 mit 27,02 Euro. Ausgehend von einem Schlusskurs von
28,44 Euro am letzten Handelstag 2023 bedeutet das ein
Minus von 5,0 Prozent. Die Marktkapitalisierung von
Jenoptik betrug Ende Juni 2024 1.546,6 Mio Euro.
Kursentwicklung 2. Januar 2024 bis 31. Juli 2024 (indexiert in EUR)
In den ersten sechs Monaten 2024 erhielt die
Gesellschaft Stimmrechtsmitteilungen vom Amundi S.A. und
der DWS Investment GmbH. Eine detaillierte Auflistung der
Stimmrechtsmitteilungen ist auf der Internetseite von
Jenoptik unter www.jenoptik.de/investoren/aktie abrufbar.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wechselten auf Xetra,
den Parkettbörsen sowie Tradegate insgesamt
durchschnittlich 118.049 Jenoptik-Aktien täglich ihren
Besitzer, mehr als im Vorjahreszeitraum (i. Vj. 104.299).
Im TecDax-Ranking lag Jenoptik im Juni 2024 bei der
Marktkapitalisierung auf Basis des Streubesitzes von 89,0
Prozent auf Platz 16 (i. Vj. 16). Im MDax rangierte das
Papier bei der Marktkapitalisierung (Streubesitz) auf Platz
42 (i. Vj. 36) des 50 Werte umfassenden Index.
Auf der erneut in Präsenz durchgeführten
ordentlichen Hauptversammlung am 18. Juni 2024 beschlossen
die Aktionäre unter anderem die Zahlung einer
erhöhten Dividende von 0,35 Euro je Aktie (i. Vj. 0,30
Euro), das sind rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Das
entspricht einem Ausschüttungsbetrag von 20,0 Mio
Euro. Auch allen anderen Tagesordnungspunkten stimmten die
Aktionäre mit großer Mehrheit zu.
Aktuell berichten vierzehn Research-Häuser bzw.
Banken regelmäßig über Jenoptik. Zum
Zeitpunkt der Berichterstellung empfahlen zehn Analysten
die Aktie zu kaufen, vier sie zu halten. Das
durchschnittliche Kursziel aller Analysten belief sich Ende
Juni auf 33,79 Euro.
Kennzahlen zur Jenoptik-Aktiescrollen
Ergebnis je Aktiescrollen
Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Jenoptik-BranchenDie Branchen, in denen der Jenoptik-Konzern tätig
ist, sind in unterschiedlichem Maß von der Konjunktur
abhängig. So ist die Nachfrage in den Bereichen Life
Science & Medizintechnik und Smart Mobility in Teilen
unabhängig von wirtschaftlichen Schwankungen.
Demgegenüber ist das Geschäft mit der
Halbleiterausrüstungs- und Elektronik-Industrie
stärker von konjunkturellen Einflüssen
geprägt.
Die Weltwirtschaft zeigte sich laut dem Internationalen
Währungsfonds (IWF) zu Jahresbeginn trotz
verschiedener geopolitischer Herausforderungen mit einem
moderaten Wachstum insgesamt robust, insbesondere
angetrieben durch starke Exportaktivitäten aus dem
asiatischen Wirtschaftsraum. Die 2022 eingeleitete massive
Straffung der Geldpolitik zur Eindämmung der hohen
Inflation zeigte Wirkung, ohne zu einem Schrumpfen der
Weltwirtschaft zu führen.
Das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union
stieg im 1. Quartal 2024 laut Angaben der OECD
geringfügig um 0,4 Prozent (i. Vj. plus 1,2 Prozent).
In Deutschland schrumpfte die Wirtschaft leicht um 0,2
Prozent (i. Vj. plus 0,1 Prozent). Die französische
Wirtschaft legte im 1. Quartal um 0,9 Prozent zu (i. Vj.
plus 1,8 Prozent). Großbritannien als ein weiterer
wichtiger europäischer Markt wuchs im 1. Quartal 2024
geringfügig um 0,2 Prozent nach 0,3 Prozent im
Vorjahr.
Das Expansionstempo der weltgrößten
Volkswirtschaft USA verlief im 1. Quartal 2024 mit einem
Plus von 3,0 Prozent (i. Vj. 1,7 Prozent) vergleichsweise
dynamisch, vor allem angetrieben durch einen weiterhin
robusten privaten Konsum sowie eine starke Staatsnachfrage.
Die chinesische Wirtschaft verzeichnete auf Basis der
Daten von Statistika unter anderem aufgrund gestiegener
staatlicher Investitionen ein Wachstum von 5,3 Prozent im
1. Quartal 2024 (i. Vj. 4,5 Prozent).
Die Photonik-Branche befindet sich laut dem deutschen
Industrieverband SPECTARIS angesichts der voranschreitenden
Digitalisierung weiterhin in einem wachsenden Umfeld. Der
Einsatz von Lichttechnologien bildet ein Fundament für
viele Innovationen, unter anderem als Basistechnologie
für autonomes Fahren, für KI-Anwendungen,
für das sogenannte "Smarte Labor" in der Analyse- und
Biotechnologie sowie der Quantentechnologie. In Deutschland
hat die Industrie ihren Umsatz im vergangenen Jahr laut
aktuellen Zahlen um mehr als 7 Prozent auf rund 54 Mrd Euro
gesteigert.
Die weltweite Halbleiterindustrie verzeichnete auf Basis
der Daten der Semiconductor Industry Association (SIA) in
den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen
Umsatzanstieg von mehr als 15 Prozent gegenüber einem
schwachen Vorjahresquartal, das vor allem durch die hohe
Inflation und geopolitische Unsicherheiten, die sich
entsprechend belastend auf das Konsumverhalten für
Elektronikprodukte auswirkten, geprägt war.
Demgegenüber verzeichnete die weltweite
Halbleiterausrüstungsindustrie aufgrund geringerer
Investitionen vor allem in Taiwan und Nordamerika im 1.
Quartal 2024 einen leichten Umsatzrückgang von 2
Prozent laut Angaben des Branchenverbandes Semiconductor
Equipment and Materials International (SEMI).
Die Nachfrage im weltweiten Medizintechnik-Markt wird
unter anderem durch eine alternde Gesellschaft, eine
Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den
Schwellenländern sowie neue Behandlungsmethoden
angetrieben. Laut Angaben des Marktbeobachters Frost &
Sullivan wird für diesen Markt bis 2025 mit einem
durchschnittlichen jährlichen Wachstum von mehr als 6
Prozent gerechnet. Nach Angaben des Industrieverbands
SPECTARIS erzielte die deutsche Medizintechnik-Industrie
2023 ein nominales Umsatzplus von 5,1 Prozent (letzte
verfügbare Daten).
Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau wirkten sich
globale Konflikte und Protektionismus laut Angaben des
Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zu
Jahresbeginn weiter belastend aus. So lagen die
Auftragseingänge im 1. Quartal 2024 noch um etwa 13
Prozent unter dem Vorjahreswert.
Für die anderen Branchen, die für Jenoptik
relevant sind, wurden keine wesentlichen neuen Berichte
veröffentlicht. Wir verweisen deshalb auf die Seiten
45 ff. im Geschäftsbericht 2023.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIn den Tabellen des Halbjahresberichts, die wichtige
Kennzahlen nach Segmenten aufgliedern, sind in dem Posten
"Sonstige" das Corporate Center (Holding, Shared Services,
Immobilien) sowie Konsolidierungseffekte enthalten.
Jenoptik hat folgende berichtspflichtige Segmente: die
Divisionen Advanced Photonic Solutions und Smart Mobility
Solutions sowie die Non-Photonic Portfolio Companies.
ErtragslageDer Jenoptik-Konzern verbesserte im 1. Halbjahr 2024 den
Umsatz auf 540,8 Mio Euro, ein deutliches Plus von 7,1
Prozent im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. 504,9 Mio Euro).
In der Division Advanced Photonic Solutions wurde der
spürbare Anstieg des Umsatzes insbesondere von einem
anhaltend guten Geschäft im Bereich
Halbleiterausrüstung gestützt. Auch die
Non-Photonic Portfolio Companies konnten in den ersten
sechs Monaten 2024 den Umsatz signifikant verbessern. Einen
Umsatzrückgang gegenüber einem starken
Vorjahreswert verbuchte dagegen die Division Smart Mobility
Solutions.
Umsatz nach Segmenten (in Mio EUR)scrollen
Im Zeitraum Januar bis Juni 2024 steigerte Jenoptik den
Umsatz sowohl in Deutschland als auch im europäischen
Ausland, während in den anderen Regionen wie Amerika
und in der Region Asien/Pazifik das Vorjahresniveau nicht
erreicht wurde. Zum zweistelligen Umsatzzuwachs in Europa
(inkl. Deutschland) von 276,4 Mio Euro auf 328,6 Mio Euro
trug vor allem die Division Advanced Photonic Solutions
bei. Der Anteil des Auslandsumsatzes lag mit 70,7 Prozent
unter dem Vorjahreswert von 75,2 Prozent.
Die Umsatzkosten erhöhten sich auf 358,6 Mio Euro
(i. Vj. 329,8 Mio Euro) und legten damit prozentual leicht
stärker als der Umsatz zu. Hierzu trugen vor allem
höhere Materialkosten sowie investitionsbedingt
gestiegene Abschreibungen bei. Das Bruttoergebnis lag mit
182,2 Mio Euro vor allem aufgrund des höheren Beitrags
der Non-Photonic Portfolio Companies über dem
Vorjahresniveau von 175,1 Mio Euro. Die Bruttomarge
verringerte sich auf 33,7 Prozent (i. Vj. 34,7 Prozent).
Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im
Berichtszeitraum auf 31,7 Mio Euro (i. Vj. 29,8 Mio Euro).
Die in den Umsatzkosten verbuchten Entwicklungsaufwendungen
aus Kundenaufträgen erhöhten sich auf 17,2 Mio
Euro (i. Vj. 14,1 Mio Euro), insbesondere durch den Anstieg
in der Division Advanced Photonic Solutions. Die
F+E-Leistung lag mit 52,8 Mio Euro dementsprechend
über dem Vorjahresniveau von 47,0 Mio Euro. Das
entspricht einem Anteil am Umsatz von 9,8 Prozent (i. Vj.
9,3 Prozent).
Entwicklungsleistung (in Mio EUR)scrollen
Im Berichtszeitraum blieben die Vertriebskosten mit 52,9
Mio Euro trotz der Umsatzsteigerung auf dem Vorjahresniveau
(i. Vj. 52,9 Mio Euro), die Vertriebskostenquote lag mit
9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 10,5 Prozent.
Die Verwaltungskosten erhöhten sich auf 34,6 Mio
Euro (i. Vj. 33,0 Mio Euro). In Relation zum Umsatz
verringerte sich die Verwaltungskostenquote mit 6,4 Prozent
leicht gegenüber dem Vorjahr (i. Vj. 6,5 Prozent).
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und
Aufwendungen betrug 0,7 Mio Euro gegenüber dem
Vorjahreswert von minus 5,5 Mio Euro, in dem eine
Wertminderung im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile
an der TELSTAR-HOMMEL von 4,0 Mio Euro enthalten war.
Darüber hinaus wurden im 1. Halbjahr geringere
Währungsverluste verzeichnet.
Vor allem aufgrund der Steigerung bei den Non-Photonic
Portfolio Companies, aber auch einer guten Performance der
Division Advanced Photonic Solutions erhöhte sich das
EBITDA in den ersten sechs Monaten 2024 auf 101,4 Mio Euro
und lag damit 10,7 Prozent über dem Vorjahreswert von
91,6 Mio Euro. Die EBITDA-Marge im 1. Halbjahr 2024
erreichte 18,8 Prozent (i. Vj. 18,1 Prozent).
Die positive Entwicklung spiegelte sich auch im Ergebnis
aus betrieblicher Tätigkeit (EBIT) wider, das in den
ersten sechs Monaten 2024 mit 63,7 Mio Euro ebenfalls
deutlich über dem Vorjahreswert von 53,9 Mio Euro lag.
Die entsprechende Marge verbesserte sich von 10,7 Prozent
auf 11,8 Prozent.
EBITDA (in Mio EUR)scrollen
EBIT (in Mio EUR)scrollen
Das Finanzergebnis verringerte sich im Berichtszeitraum
vor allem infolge höherer Währungsverluste auf
minus 8,5 Mio Euro (i. Vj. minus 7,8 Mio Euro).
Jenoptik erzielte im Berichtszeitraum mit 55,2 Mio Euro
(i. Vj. 46,1 Mio Euro) ein deutlich verbessertes Ergebnis
vor Steuern. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen
bei 15,0 Mio Euro (i. Vj. 13,4 Mio Euro). Die Steuerquote
betrug 27,1 Prozent (i. Vj. 29,2 Prozent). Die
liquiditätswirksame Steuerquote stieg auf 22,4 Prozent
(i. Vj. 17,8 Prozent).
Das Konzernergebnis nach Steuern erhöhte sich auf
40,2 Mio Euro (i. Vj. 32,7 Mio Euro). Das Ergebnis je Aktie
des Konzerns betrug dementsprechend 0,69 Euro (i. Vj. 0,56
Euro).
AuftragslageIm 2. Quartal zeigte sich wie erwartet eine Belebung der
Nachfrage. Im 1. Halbjahr 2024 blieb der Auftragseingang
mit 524,4 Mio Euro jedoch noch um 4,1 Prozent unter dem
Vorjahreswert von 546,9 Mio Euro. Während die
Nachfrage im Halbleiterausrüstungsbereich
unverändert robust blieb, war sie bei Optical Test
& Measurement und in einigen konjukturabhängigen
Anwendungen im Bereich Life Science und Medizintechnik
sowie bei den Non-Photonic-Portfolio Companies, hier
aufgrund von Projektverschiebungen im 1. Quartal,
gedämpft. Die Book-to-Bill-Rate des Konzerns lag bei
0,97 (i. Vj. 1,08).
Der Auftragsbestand ging zwar um 1,5 Prozent auf 734,1
Mio Euro leicht zurück, lag damit aber immer noch auf
einem guten Niveau (31.12.2023: 745,0 Mio Euro). Vom
Auftragsbestand sollen rund 420 Mio Euro bzw. rund 57
Prozent (i. Vj. rund 460 Mio Euro bzw. rund 60 Prozent)
noch in diesem Geschäftsjahr zu Umsatz führen.
Auftragslage (in Mio EUR)scrollen
scrollen
MitarbeiterDie Zahl der Jenoptik-Mitarbeiter (inkl. Auszubildende
und Aushilfen) blieb zum 30. Juni 2024 mit 4.659
Mitarbeitern fast unverändert gegenüber dem Stand
vom Jahresende 2023 (31.12.2023: 4.658 Mitarbeiter). Ende
Juni 2024 arbeiteten 1.689 Mitarbeiter an den
ausländischen Standorten (31.12.2023: 1.677
Mitarbeiter). Die Zahl der Mitarbeiter auf Basis
Vollzeitäquivalente (FTE) betrug zum 30. Juni 2024
4.304 Mitarbeiter (31.12.2023: 4.280 Mitarbeiter).
Mitarbeiter (in Köpfen, inkl. Auszubildende und Aushilfen)scrollen
Zum 30. Juni 2024 hatte Jenoptik insgesamt 134
Auszubildende (31.12.2023: 163 Auszubildende).
Ausführliche Informationen zur Entwicklung der
Divisionen finden Sie im Segmentbericht ab Seite 13.
Finanz- und VermögenslageDer Jenoptik-Konzern stellte auch im 1. Halbjahr 2024
gesunde Bilanzrelationen und eine komfortable
Liquiditätssituation sicher.
FinanzlageDie Nettoverschuldung lag zum 30. Juni 2024 mit 429,6
Mio Euro leicht über dem Niveau von Ende Dezember 2023
(31.12.2023: 423,1 Mio Euro). Zum 30. Juni 2024
verfügte der Konzern zudem über ungenutzte
Kreditlinien von ca. 400 Mio Euro. Der Leverage, das
Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA, blieb
unverändert auf einem Wert von 2,0x (31.12.2023:
2,0x). Damit hat der Konzern auch weiterhin sehr guten
finanziellen Spielraum für die Sicherstellung des
geplanten strategischen Wachstums.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
verbesserte sich im 1. Halbjahr 2024 auf 67,4 Mio Euro (i.
Vj. 50,6 Mio Euro). Zum Anstieg trugen neben einem deutlich
besseren Ergebnis vor Steuern auch niedrigere
Ertragsteuerzahlungen bei.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug bis
Ende Juni 2024 minus 35,1 Mio Euro (i. Vj. minus 30,2 Mio
Euro). Im Vorjahr waren unter anderem Einzahlungen aus der
Veräußerung der Anteile an der HILLOS GmbH
enthalten. Die Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen
unter dem Vorjahresniveau.
Der Free Cashflow ergibt sich aus dem Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit vor
Ertragsteuerzahlungen abzüglich der Ein- und
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen. Aufgrund des verbesserten Cashflows aus
laufender Geschäftstätigkeit vor Steuern und der
geringeren Auszahlungen für Investitionen erhöhte
sich der Free Cashflow deutlich auf 41,5 Mio Euro (i. Vj.
26,1 Mio Euro). Die Cash-Conversion-Rate überstieg in
den ersten sechs Monaten 2024 mit 40,9 Prozent signifikant
den Vorjahreswert von 28,5 Prozent.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verringerte
sich im Berichtszeitraum deutlich auf minus 39,6 Mio Euro
(i. Vj. minus 25,2 Mio Euro). Beeinflusst wurde er vor
allem durch die Veränderung von
Kreditverbindlichkeiten, die Zahlung der Dividende von 20,0
Mio Euro (i. Vj. 17,2 Mio Euro) an die Aktionäre der
JENOPTIK AG sowie die gezahlten Zinsen.
VermögenslageIm Berichtszeitraum investierte Jenoptik 42,9 Mio Euro
in Sachanlagen (inkl. Leasing i. H. v. 8,7 Mio Euro) und
immaterielle Vermögenswerte (i. Vj. 53,2 Mio Euro,
inkl. Leasing i. H. v. 16,5 Mio Euro). Mit 38,4 Mio Euro
erfolgte der größte Teil der Investitionen in
die Sachanlagen (i. Vj. 48,3 Mio Euro), unter anderem in
die technische Neuausstattung und
Kapazitätserweiterung im Fertigungsbereich,
insbesondere für die
Halbleiterausrüstungsindustrie sowie für den Bau
der Fabrik in Dresden. Die Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte lagen mit 4,5 Mio Euro leicht unter dem
Vorjahresniveau von 4,9 Mio Euro. Die
planmäßigen Abschreibungen betrugen 37,7 Mio
Euro (i. Vj. 33,7 Mio Euro). Sie enthalten auch die Effekte
aus der Kaufpreisallokation der in den letzten Jahren
getätigten Akquisitionen.
Zum 30. Juni 2024 lag die Bilanzsumme des
Jenoptik-Konzerns mit 1.676,3 Mio Euro fast auf dem Wert
vom Jahresende 2023 von 1.666,9 Mio Euro.
Die langfristigen Vermögenswerte blieben
gegenüber dem Jahresende 2023 mit 1.090,4 Euro nahezu
unverändert (31.12.2023: 1.099,8 Mio Euro). Der
Anstieg bei den Sachanlagen war vor allem auf die
geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau
zurückzuführen. Die immateriellen
Vermögenswerte gingen dagegen vor allem aufgrund von
Abschreibungen und Währungseffekten zurück.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 567,1
Mio Euro Ende 2023 auf 585,9 Mio Euro Ende Juni 2024.
Zurückzuführen war das vor allem auf die Zunahme
der Vorräte. Diese legten auf 295,3 Mio Euro zu
(31.12.2023: 269,3 Mio Euro). Gestiegen sind außerdem
die Vertragsvermögenswerte. Reduziert haben sich
dagegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Grund dafür war vor allem ein saisonal bedingter hoher
Forderungsbestand im 4. Quartal 2023.
Vor allem bedingt durch den Anstieg der Vorräte
erhöhte sich das Working Capital zum 30. Juni 2024 im
Vergleich zum Jahresende 2023 auf 321,6 Mio Euro
(31.12.2023: 304,4 Mio Euro / 30.6.2023: 313,1 Mio Euro).
Die Working-Capital-Quote, das Verhältnis von Working
Capital zu Umsatz auf Basis der letzten zwölf Monate,
lag mit 29,2 Prozent geringfügig über dem Wert
zum Jahresende 2023 (31.12.2023: 28,6 Prozent / 30.6.2023:
30,2 Prozent).
Mit 909,3 Mio Euro erreichte das Eigenkapital zum 30.
Juni 2024 in etwa das Niveau des Jahresendes 2023
(31.12.2023: 903,3 Mio Euro). Das bessere Periodenergebnis
konnte insbesondere negative Währungseffekte
kompensieren. Die Eigenkapitalquote blieb mit 54,2 Prozent
unverändert im Vergleich zu Ende Dezember 2023.
Auch die langfristigen Schulden veränderten sich
nur geringfügig auf 494,0 Mio Euro (31.12.2023: 496,0
Mio Euro). Sowohl beim wesentlichsten Posten, den
langfristigen Finanzverbindlichkeiten, als auch bei den
anderen Posten gab es kaum Veränderungen.
Die kurzfristigen Schulden stiegen geringfügig auf
273,0 Mio Euro (31.12.2023: 267,6 Mio Euro).
SegmentberichtDie zwei Divisionen Advanced Photonic Solutions und
Smart Mobility Solutions sowie die Non-Photonic Portfolio
Companies stellen die Segmente im Sinne von IFRS 8 dar.
Bei den im Segmentbericht aufgeführten Angaben zum
Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand handelt es sich
ausschließlich um Geschäfte mit konzernexternen
Dritten.
Advanced Photonic SolutionsVon Januar bis Juni 2024 erzielte die Division Advanced
Photonic Solutions mit 422,0 Mio Euro einen Umsatz, der mit
einem Plus von 8,2 Prozent deutlich über dem
Vorjahresniveau von 390,0 Mio Euro lag. Vor allem im
Geschäft mit der Halbleiterausrüstungsindustrie
legte in den ersten sechs Monaten 2024 der Umsatz zu.
Die Umsätze stiegen in Europa (inkl. Deutschland)
von 218,1 Mio Euro auf 268,0 Mio Euro. In den anderen
Regionen lagen die Umsätze unter den Vorjahreswerten.
Die Division Advanced Photonic Solutions steuerte im 1.
Halbjahr 2024 insgesamt 78,0 Prozent des Jenoptik-Umsatzes
bei (i. Vj. 77,2 Prozent).
Das EBITDA verbesserte sich auf 87,0 Mio Euro, ein
Zuwachs von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 85,9
Mio Euro. Ein höherer Ergebnisbeitrag kam aus dem
Halbleiterausrüstungsgeschäft, während unter
anderem aufgrund der schwächeren Nachfrage in einigen
Bereichen der Medizintechnik & Life Science sowie bei
Optical Test & Measurement weniger Erlöse erzielt
wurden. Die EBITDA-Marge der Division erreichte 20,3
Prozent (i. Vj. 21,8 Prozent).
Im Vergleich zur Vorjahresperiode reduzierte sich auch
das EBIT auf 60,2 Mio Euro (i. Vj. 62,4 Mio Euro).
Der Auftragseingang der Division Advanced Photonic
Solutions erreichte trotz einer anziehenden Nachfrage im 2.
Quartal mit 415,8 Mio Euro den Wert des Vorjahreszeitraums
von 422,4 Mio Euro nicht ganz. Während die Nachfrage
aus der Halbleiterausrüstungsindustrie robust blieb,
verbuchten die Bereiche Optical Test & Measurement
sowie Medizintechnik & Life Science weniger neue
Aufträge als von Januar bis Juni 2023. Im
Verhältnis zum Umsatz ergab sich für den
Berichtszeitraum eine Book-to-Bill-Rate von 0,99 nach 1,08
im Vorjahr.
Advanced Photonic Solutions auf einen Blick (in Mio EUR)scrollen
1 Basierend auf Summe aus externem und internem
Umsatz
2 Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2023
Mit 576,1 Mio Euro lag der Auftragsbestand zum 30. Juni
2024 nur etwas unter dem Wert vom Jahresende 2023
(31.12.2023: 579,8 Mio Euro) und blieb damit auf einem
guten Niveau.
Von Januar bis Juni 2024 betrugen die Investitionen
(inkl. Leasing) der Division Advanced Photonic Solutions
30,2 Mio Euro (i. Vj. 38,9 Mio Euro). Investiert wurde
insbesondere in die neue Fab in Dresden. Infolge der
steigenden Nachfrage nach Optiken und Sensoren für die
Halbleiterindustrie erweitert Jenoptik am Standort Dresden
die Fertigungskapazitäten und wird 90 bis 100 Mio Euro
in ein hochmodernes Fertigungsgebäude für
Mikrooptiken und Sensoren investieren. Anfang 2025 soll wie
geplant die Produktion in der neuen Fabrik starten.
Vor allem bedingt durch einen geringeren Aufbau von
Working Capital und einen höheren Cashflow aus
operativer Investitionstätigkeit verbesserte sich der
Free Cashflow (vor Zinsen und Ertragsteuerzahlungen) auf
32,8 Mio Euro, nach 10,9 Mio Euro im Vorjahr. Die
Cash-Conversion-Rate stieg in der Folge auf 37,7 Prozent
(i. Vj. 12,7 Prozent).
Smart Mobility SolutionsIm 1. Halbjahr 2024 erzielte die Division Smart Mobility
Solutions einen Umsatz von 52,4 Mio Euro, der damit 4,1
Prozent unter dem starken Vorjahreswert lag (i. Vj. 54,7
Mio Euro). Mehr Umsatz wurde in Europa (inkl. Deutschland)
generiert, in den anderen Regionen war er
rückläufig. Der Anteil der Division am
Jenoptik-Umsatz lag von Januar bis Juni 2024 bei 9,7
Prozent (i. Vj. 10,8 Prozent).
Das EBITDA ging im Berichtszeitraum auf 3,2 Mio Euro
zurück (i. Vj. 4,4 Mio Euro). Gründe für den
Rückgang waren neben dem niedrigeren Umsatz unter
anderem höhere F+E-Kosten. Die EBITDA-Marge lag bei
6,0 Prozent, nach 8,1 Prozent in den ersten sechs Monaten
des vergangenen Jahres.
Der Auftragseingang der Division unterliegt den
typischen Schwankungen des Projektgeschäfts. Im 1.
Halbjahr 2024 lag er mit 63,3 Mio Euro leicht über dem
Vorjahreswert von 62,5 Mio Euro. Die Division erhielt unter
anderem Aufträge in den USA, Ecuador und Kuwait. Die
Book-to-Bill-Rate erreichte im Berichtszeitraum 1,21 (i.
Vj. 1,14).
Im Vergleich zum Jahresende 2023 erhöhte sich der
Auftragsbestand der Division um 19,7 Prozent auf 72,1 Mio
Euro (31.12.2023: 60,2 Mio Euro).
Vor allem bedingt durch das niedrigere Ergebnis vor
Steuern sowie einen geringeren Cashflow aus operativer
Investitionstätigkeit lag der Free Cashflow (vor
Zinsen und Ertragsteuerzahlungen) der Division im 1.
Halbjahr 2024 mit 0,2 Mio Euro unter dem Vorjahreswert von
1,5 Mio Euro.
Smart Mobility Solutions auf einen Blick (in Mio EUR)scrollen
1 Basierend auf Summe aus externem und internem
Umsatz
2 Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2023
Non-Photonic Portfolio CompaniesDie Non-Photonic Portfolio Companies erreichten im
Zeitraum von Januar bis Juni 2024 einen Umsatzanstieg auf
65,3 Mio Euro nach 58,2 Mio Euro in der Vorjahresperiode.
Umsatzzuwachs wurde im Berichtszeitraum vor allem in
Nordamerika erzielt. Der Anteil der Non-Photonic Portfolio
Companies am Jenoptik-Umsatz stieg leicht auf 12,1 Prozent
(i. Vj. 11,5 Prozent).
Zum Anstieg des EBITDA des Segments auf 12,3 Mio Euro
(i. Vj. 7,0 Mio Euro) in den ersten sechs Monaten 2024
trugen sowohl Prodomax als auch HOMMEL ETAMIC bei. Die
EBITDA-Marge verbesserte sich von 11,7 Prozent im
Vorjahreszeitraum auf 18,5 Prozent im 1. Halbjahr 2024.
Das EBIT stieg auf 8,6 Mio Euro nach minus 0,5 Mio Euro
im Vorjahr. Im Vorjahr war das EBIT durch eine
Wertminderung von 4,0 Mio Euro im Zusammenhang mit dem
Verkauf der Anteile an der TELSTAR-HOMMEL belastet.
Beim Auftragseingang war im 2. Quartal 2024 eine
positive Entwicklung erkennbar. Prodomax erhielt mehrere
Aufträge für Automatisierungslösungen in
Nordamerika. Nach einem schwachen 1. Quartal blieb der
Auftragseingang mit 44,2 Mio Euro im gesamten 1. Halbjahr
jedoch noch unter dem Vorjahreswert von 59,7 Mio Euro. Die
Book-to-Bill-Rate lag im Berichtszeitraum mit 0,68 daher
ebenfalls signifikant unter dem Vorjahreswert von 1,03.
Aufgrund des zurückgegangenen Auftragseingangs
verzeichneten die Non-Photonic Portfolio Companies zum Ende
des Berichtszeitraums mit 85,9 Mio Euro einen
Auftragsbestand unter dem Niveau vom Jahresende 2023
(31.12.2023: 104,9 Mio Euro).
Der Free Cashflow (vor Zinsen und Ertragsteuerzahlungen)
betrug 15,1 Mio Euro (i. Vj. 16,0 Mio Euro). Das bessere
Ergebnis wurde insbesondere durch einen geringeren Abbau
von Working Capital ausgeglichen.
Im Zuge der Umsetzung der strategischen Agenda 2025 hat
der Vorstand entschieden, HOMMEL ETAMIC intern
weiterzuentwickeln. Mit der bisher stark auf den
Verbrennungsmotor ausgerichteten Messtechnik sollen
künftig stärker Applikationen in
Wachstumsmärkten adressiert werden. Zudem sollen die
vorhandenen Messtechnik-Kapazitäten innerhalb des
Konzerns besser genutzt werden. Für Prodomax wird
unverändert ein Verkauf innerhalb der aktuellen
Strategieperiode angestrebt.
Non-Photonic Portfolio Companies auf einen Blick (in Mio EUR)scrollen
1 Basierend auf Summe aus externem und internem
Umsatz
2 Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2023
Risiko- und ChancenberichtIm Rahmen der Berichterstattung zum Risiko- und
Chancenmanagement verweisen wir auf die Angaben im
Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 72 ff.
Unsicherheiten aus Handelskonflikten und der
geopolitischen Situation bleiben bestehen und können
sich aufgrund verschiedener Faktoren dynamisch entwickeln.
Während sich im vergangenen Geschäftsjahr die
wirtschaftliche Entkopplung zwischen den USA und China
aufgrund steigender Handelshemmnisse und technischer
Regulierungen mit negativem Einfluss auf das globale
Wachstum nicht signifikant geändert hat, ist das
Risiko, dass sich die Spannungen zwischen China auf der
einen Seite und den Partnern Taiwan und USA auf der anderen
Seite weiter verschärfen, immer noch hoch. Die USA
beschränken Technologie-Exporte in den chinesischen
Markt, um den Zugang zu modernsten Anlagen für die
Chipfertigung zu erschweren, da diese von politischen
Akteuren als Schlüsseltechnologie für ihre
Technologieführerschaft angesehen wird. Dies kann
Umsatzauswirkungen bei Kunden haben, denen wiederum
Jenoptik als Zulieferer in der
Halbleiterausrüstungsindustrie ausgesetzt sein kann.
Trotz der internationalen Ausrichtung der
Halbleiterindustrie kann in einem möglichen
Eskalationsfall aufgrund Taiwans starker Position in
einigen Fertigungsstufen von einer signifikanten Auswirkung
auf den globalen Halbleitermarkt ausgegangen werden.
Der im Jahr 2023 eskalierte Israel-Gaza-Konflikt
hält an und kann sich ebenfalls weiter
verschärfen. Es besteht weiterhin das Potenzial, dass
ein größerer regionaler Konflikt im Nahen Osten
ausgelöst wird, in den weitere geopolitische Akteure
involviert werden. Für Jenoptik hat der Konflikt
aktuell kunden- und lieferantenseitig keine wesentlichen
direkten Auswirkungen. Der russische Krieg gegen die
Ukraine mit den verbundenen Sanktionen birgt aufgrund der
kaum vorhandenen Geschäftstätigkeit mit beiden
Ländern keine direkten Risiken. Indirekt können
beide Konflikte Auswirkungen vor allem auf die Lieferketten
und die Versorgung mit Energie haben bzw. deren
Preisentwicklung sowie die kurzfristige Verfügbarkeit
von Rohstoffen beeinflussen. Risiken aus der aktuellen,
mittlerweile regional unterschiedlichen
Inflationsentwicklung bestehen fort und basieren zum Teil
sowohl auf globalen als auch regionalen Ursachen. Zu nennen
sind hier u. a. strukturelle Probleme wie
Fachkräftemangel, geopolitische Spannungen und die
damit verbundene Entwicklung von Energiekosten, die nicht
kurzfristig beeinflussbar sind. Den Inflationsrisiken wirkt
Jenoptik aktiv sowohl durch einkaufs- als auch
vertriebsseitige Maßnahmen entgegen.
Durch den weltweiten Bau einer großen Anzahl neuer
Halbleiterfabriken aufgrund der Bestrebungen nach
technologischer Souveränität besteht die Chance,
dass die Halbleiterindustrie im Laufe des nächsten
Jahrzehnts stark wächst und sich eine spürbare
Nachfrage für die Ausrüstung der Fabriken z. B.
mit lithografischer Technik ergibt.
Als Zulieferer der Halbleiterausrüstungsindustrie
besteht für Jenoptik das Risiko, dass sich
Aufträge verschieben. Ebenso haben sich die
technologischen Anforderungen durch die industrieseitige
Fokussierung, z. B. in Datencentern auf
leistungsfähigere und effizientere Grafikprozessoren
(GPUs) statt traditioneller Prozessoren (CPUs), in kurzer
Zeit verändert. Hierdurch kann es möglicherweise
zu veränderter bzw. verzögerter Nachfrage kommen,
was Risiken für die Division Advanced Photonic
Solutions birgt.
Aufgrund dieser Risiken und der zu erwartenden
wirtschaftlichen Folgen können sich negative
Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage ergeben.
Weitere wesentliche Änderungen der im
Geschäftsbericht beschriebenen Risiken und Chancen
sind im Verlauf des 1. Halbjahres 2024 nicht eingetreten.
Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die
entweder einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken
den Fortbestand des Unternehmens gefährden
könnten.
PrognoseberichtAusblick auf die Gesamtwirtschaft und die Jenoptik-BranchenDie Weltwirtschaft dürfte sich laut dem
Internationen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr trotz
kriegs- und handelsbedingter geopolitischer
Herausforderungen robust entwickeln. Wenngleich die
Inflationsrisiken aus Sicht des IWF jüngst gestiegen
sind, wird unverändert im zweiten Halbjahr mit
Zinssenkungen wesentlicher Zentralbanken gerechnet. Die
Arbeitsmärkte seien laut IWF weiterhin stark. Die
mittelfristigen Wachstumsperspektiven bleiben durch eine
zunehmende Geofragmentierung bedroht, die sich bereits in
einer steigenden Anzahl politischer Handelsbarrieren zeigt
und zu Effizienzverlusten führen dürfte.
Insgesamt geht der Internationale Währungsfonds in
seiner jüngsten Prognose für das laufende Jahr
von einem globalen Wachstum von 3,2 Prozent aus. Für
das Jahr 2025 wird mit einem Wachstum von 3,3 Prozent
gerechnet.
Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (in Prozent)scrollen
Quelle: Internationaler Währungsfonds, World
Economic Outlook, Juli und April 2024
Die weltweite Photonik-Industrie wird durch eine Reihe
langfristiger Trends beeinflusst. Die zunehmende
Digitalisierung und der daraus resultierende stetig
steigende Bedarf an Mikrochips, neue Anwendungen z. B. in
der Mobilität und Gesundheit sowie eine zunehmende
Orientierung auf mehr Nachhaltigkeit stellen wesentliche
Treiber dar. In Summe rechnen die Marktbeobachter von
Verified Market Research für den weltweiten
Photonik-Markt mit einem durchschnittlichen Wachstum von
rund 6 Prozent pro Jahr bis 2030.
Die globale Halbleiterindustrie sieht sich nach einem
Jahr der spürbaren Konsumzurückhaltung und hohen
Vorratsbeständen einer anziehenden Nachfrage
ausgesetzt. Die Semiconductor Industry Association (SIA)
erwartet, dass die Nachfrage nach Halbleitern langfristig
steigen wird, da die Chips die Welt intelligenter,
effizienter und besser vernetzt machen. Geopolitische
Spannungen und damit verbundene Sanktionen führen zu
Unsicherheiten für die globale Halbleiterindustrie und
können grundsätzlich die regionale
Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen und Lieferketten
stören. Per Saldo rechnet SIA für die weltweite
Halbeiterindustrie mit einem Umsatzwachstum von rund 16
Prozent im Jahr 2024.
Für den globalen Markt der
Halbleiterausrüstung erwartet der Verband SEMI nach
einem Rückgang 2023 auf 87,4 Mrd US-Dollar im Jahr
2024 ein erneutes Umsatzwachstum auf ein Niveau von rund
100 Mrd US-Dollar. Angetrieben wird das Marktwachstum durch
den Aufbau neuer Kapazitäten unter anderem aufgrund
verschiedener Förderprogramme (z. B. in den USA und
Europa).
Der Weltmarkt der Medizintechnik wird bis 2025 nach
Schätzung von Frost & Sullivan durchschnittlich
jährlich um rund 6 Prozent wachsen. Der Marktforscher
Fortune Business Insights prognostiziert dem globalen Markt
für Medizintechnikgeräte ein durchschnittliches
jährliches Wachstum von 5,9 Prozent bis 2030. Diese
Marktentwicklung werde unter anderem angetrieben durch den
allgemeinen medizinischen Fortschritt, eine zunehmende
Nachfrage z. B. aufgrund der Ausbreitung von chronischen
Erkrankungen und der Verlagerung auf häusliche Pflege,
die tragbare, einfach nutzbare Ausrüstung erfordert.
Für 2024 rechnet der Industrieverband VDMA für
den deutschen Maschinen- und Anlagenbau unverändert
mit einem Produktionsminus von real 4 Prozent. Neben der
anhaltenden Flaute der globalen Konjunktur dürfte sich
das sinkende Auftragspolster der Industrie 2024
spürbar auswirken, so der Industrieverband.
Der globale Markt der Verkehrssicherheit wird bis 2026
voraussichtlich um jährlich durchschnittlich 9,6
Prozent auf 5,8 Mrd US-Dollar wachsen, so das
US-Marktforschungsunternehmen MarketsandMarkets.
Wesentliche Treiber hierfür seien die zunehmende
Urbanisierung und der Ausbau im Transport- und
Verkehrswesen, die Weiterentwicklung von intelligenten
Systemen sowie Initiativen für mehr Verkehrssicherheit
wie "Vision Zero".
Für die anderen Branchen wurden keine wesentlichen
neuen Prognosen veröffentlicht. Wir verweisen deshalb
auf die Seiten 85 ff. im Geschäftsbericht 2023.
Künftige Entwicklung der GeschäftslageDer Jenoptik-Konzern verfolgt auch weiterhin sein Ziel,
mittel- und langfristig profitables Wachstum zu erzielen.
Dazu beitragen sollen vor allem unsere starke Position in
den Kernmärkten Halbleiter & Elektronik, Life
Science & Medizintechnik und Smart Mobility sowie ein
sich stetig verbessernder Produktmix und Skaleneffekte.
Jenoptik ist in ihren Kernmärkten gut aufgestellt
und verfügt über ein gut ausbalanciertes
Angebotsportfolio, das in Krisen Stabilität verleiht
und hilft, Schwankungen zu kompensieren.
Der Vorstand der JENOPTIK AG geht aufgrund des weiterhin
guten Auftragsbestands sowie der starken Positionierung in
den Kernmärkten des Konzerns trotz des schwierigeren
allgemeinen Marktumfelds unverändert davon aus, im
Geschäftsjahr 2024 weiteres profitables Wachstum zu
erzielen. Dabei wird in der zweiten Jahreshälfte mit
einer weiteren Belebung der Nachfrage gerechnet. Vor diesem
Hintergrund bestätigt der Vorstand seine im März
2024 gegebene Prognose und erwartet 2024 ein Umsatzwachstum
im mittleren einstelligen Prozentbereich (2023: 1.066,0 Mio
Euro) sowie eine EBITDA-Marge von 19,5 bis 20,0 Prozent
(2023: 19,7 Prozent), einschließlich einer erwarteten
Belastung von etwa 0,5 Prozentpunkten für den Umzug an
den neuen Halbleiterstandort in Dresden. Jenoptik wird auch
im Geschäftsjahr 2024 weiter in den Ausbau ihrer
Produktionskapazitäten investieren und geht daher
davon aus, dass die Investitionen leicht über dem
Vorjahresniveau von 110,4 Mio Euro liegen werden.
Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die
politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht
verschlechtern. Hierzu gehören insbesondere
konjunkturelle Trends, der Krieg in der Ukraine, der
Konflikt im Nahen Osten, Regulierungen auf
europäischer und internationaler Ebene sowie
makropolitische Entwicklungen. Mögliche
Portfolioveränderungen sind in dieser Prognose nicht
berücksichtigt.
Sämtliche Aussagen zur zukünftigen Entwicklung
der Geschäftslage wurden auf Basis des
Informationsstands zum Zeitpunkt der Berichterstellung
getroffen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte
Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, wie z. B.
Portfolioänderungen, können dazu führen,
dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die
Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft
wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen
abweichen.
Jena, 8. August 2024
KonzerngesamtergebnisrechnungKonzerngewinn- und -verlustrechnungscrollen
Konzerngesamtergebnisscrollen
KonzernbilanzAktivascrollen
Passivascrollen
1 angepasst aufgrund Änderung an IAS 1
(Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig)
Konzernkapitalflussrechnungscrollen
Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
Angaben zur SegmentberichterstattungJenoptik hat folgende berichtspflichtige Segmente: die
Divisionen Advanced Photonic Solutions und Smart Mobility
Solutions sowie die Non-Photonic Portfolio Companies.
Informationen nach Segmenten für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 30. Juni 2024scrollen
Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr
1 Vorjahreswerte betreffen den 31. Dezember 2023
Überleitung des SegmentergebnissesDas EBITDA ermittelt sich als Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen inkl. Wertminderungen und
Wertaufholungen. Die Überleitung des EBITDA zum in der
Konzerngewinn- und -verlustrechnung berichteten EBIT stellt
sich wie folgt dar:
scrollen
Konzernanhang über die ersten sechs Monate 2024MutterunternehmenJenoptik ist ein international aufgestellter
Technologiekonzern. Das Mutterunternehmen des
Jenoptik-Konzerns ist die JENOPTIK AG mit Sitz in Jena,
eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena in
der Abteilung B unter der Nummer 200146. Die JENOPTIK AG
ist an der Deutschen Börse, Frankfurt, notiert und
wird unter anderem im TecDax und MDax geführt.
RechnungslegungsgrundsätzeIm vorliegenden Konzernzwischenabschluss
("Zwischenabschluss") zum 30. Juni 2024, der auf Basis des
International Accounting Standard (IAS) 34
"Zwischenberichterstattung" erstellt wurde, werden
grundsätzlich - mit Ausnahme der erstmalig im
Geschäftsjahr 2024 anzuwendenden Standards bzw.
Änderungen an den Standards - die gleichen
Bilanzierungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss
für das Geschäftsjahr 2023. Entsprechend ist der
vorliegende Zwischenabschluss in Verbindung mit dem
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zu
lesen, der über die Jenoptik-Internetseite unter
www.jenoptik.de in der Rubrik Investoren / Berichte und
Präsentationen abrufbar ist. Dieser wurde nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS)
erstellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind.
Geänderte Rechnungslegungsmethoden: Änderung an IAS 1 - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristigSchulden sind - unabhängig von der
Rückzahlungsabsicht des Unternehmens - als langfristig
auszuweisen, sofern ein substanzielles Recht besteht, die
Erfüllung der Schulden um mindestens zwölf Monate
zu verschieben. Jenoptik nutzt im Rahmen des
Konsortialkredits bilaterale Kreditlinien bzw.
Kontokorrentkredite, die im Geschäftsjahr 2023
aufgrund der kurzfristigen Rückzahlungsabsicht als
kurzfristige Schulden klassifiziert wurden. Da Jenoptik die
Erfüllung dieser Kredite bis zum Ende der Laufzeit des
Konsortialkredits (Dezember 2028) verschieben kann, erfolgt
der Ausweis ab dem Geschäftsjahr 2024 als langfristige
Schulden. Infolge der erstmaligen Anwendung werden zum 30.
Juni 2024 Inanspruchnahmen unter dem Konsortialkredit von
3.634 TEUR (31. Dezember 2023: 5.836 TEUR) in den
langfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen, die vor
Erstanwendung der Änderung an IAS 1 als kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten klassifiziert wurden.
Darüber hinaus traten Änderungen an Standards
in Kraft, aus denen sich jedoch keine Auswirkungen auf die
Rechnungslegung des Jenoptik-Konzerns ergaben.
Der Zwischenabschluss wurde in der Konzernwährung
Euro erstellt und wird, wenn nicht anders vermerkt, in TEUR
angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass
Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau
ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
auftreten können.
Die Geschäftstätigkeit im Jenoptik-Konzern
unterliegt in gewissem Umfang dem Einfluss saisonaler
Schwankungen. In der Vergangenheit waren Umsatz- und
Ergebnisbeiträge vor allem im 4. Quartal höher
als in den einzelnen vorangehenden Quartalen, geprägt
durch ein stärkeres Jahresendgeschäft. Daher
können die Zwischenergebnisse nur eingeschränkt
als Indikator für die Ergebnisse des gesamten
Geschäftsjahres herangezogen werden.
Der Zwischenabschluss wurde weder entsprechend §
317 HGB geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
SchätzungenDie Erstellung des Zwischenberichts unter Beachtung der
IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, erfordert bei
einigen Posten, Annahmen zu treffen, die sich auf den
Ansatz in der Bilanz bzw. in der Gesamtergebnisrechnung des
Konzerns sowie auf die Angabe von Eventualforderungen und
-verbindlichkeiten auswirken. Alle Annahmen und
Schätzungen werden nach bestem Wissen und Gewissen
getroffen und fortlaufend überprüft, um ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
zu vermitteln.
Die zur Erstellung des vorliegenden Zwischenabschlusses
getroffenen wesentlichen Annahmen und Schätzungen
beziehen sich unverändert auf die im Konzernanhang
2023 ab Seite 172 des Geschäftsberichts dargestellten
Angaben.
DividendeDie ordentliche Hauptversammlung der JENOPTIK AG
beschloss am 18. Juni 2024 die Ausschüttung einer
Dividende in Höhe von 0,35 Euro je
dividendenberechtigter Stückaktie. Die Auszahlung der
Dividende führte zu einer Minderung des Cashflows aus
Finanzierungstätigkeit in Höhe von 20.033 TEUR.
UmsatzerlöseEine Aufgliederung der Umsatzerlöse aus
Verträgen mit Kunden nach Divisionen und Regionen ist
in der Tabelle zu den Informationen nach Segmenten auf
Seite 24 dargestellt. Der Zeitpunkt der Übertragung
von Gütern oder Dienstleistungen (zeitraum- und
zeitpunktbezogene Erlöserfassung) gliedert sich wie
folgt:
scrollen
Die Werte in Klammern betreffen das Vorjahr
Die zeitraumbezogen realisierten Umsätze enthalten
insbesondere Erlöse aus kundenspezifischen
Serienfertigungen in der Division Advanced Photonic
Solutions, kundenspezifischen Einzelfertigungen sowie
erbrachten Dienstleistungen, wie zum Beispiel aus
Entwicklungsprojekten und aus
Traffic-Service-Provision-Verträgen.
Aufgliederung wesentlicher BilanzpostenImmaterielle Vermögenswertescrollen
Sachanlagenscrollen
Vorrätescrollen
Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswertescrollen
Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeitenscrollen
FinanzinstrumenteIm Rahmen seiner operativen Tätigkeit ist der
Jenoptik-Konzern Kredit- und Ausfallrisiken,
Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken ausgesetzt.
Diese Risiken wirken sich in den nachfolgend dargestellten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
aus. Die lang- und kurzfristigen Anteile der jeweiligen
Bilanzposten wurden in den Tabellen zusammengefasst:
Finanzielle Vermögenswertescrollen
Finanzielle Verbindlichkeitenscrollen
Die Einstufung in der Hierarchie der beizulegenden
Zeitwerte ergibt sich für die finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, aus der folgenden
Übersicht:
scrollen
Die Werte in Klammern betreffen den 31. Dezember 2023
Der Stufe 1 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet,
die als quotierte Marktpreise jederzeit verfügbar
sind. Der Stufe 2 werden beizulegende Zeitwerte zugeordnet,
die auf Basis von direkt oder indirekt beobachtbaren
Parametern ermittelt werden. Der Stufe 3 liegen
Bewertungsparameter zugrunde, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten beruhen.
Die beizulegenden Zeitwerte aller Derivate werden anhand
allgemein anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt. Dabei
werden die über den jeweils vereinbarten Terminkurs
bzw. Zinssatz determinierten zukünftigen
Zahlungsströme mit aktuellen Marktdaten diskontiert.
Die verwendeten Marktdaten sind führenden
Finanzinformationssystemen entnommen. Kommt eine
Interpolation von Marktdaten zur Anwendung, erfolgt diese
linear.
Angaben über Beziehungen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenIm aktuellen Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
getätigt.
Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs gab keine Vorgänge nach dem Bilanzstichtag 30.
Juni 2024, die von wesentlicher Bedeutung für den
Konzern waren bzw. die einen nennenswerten Einfluss auf die
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Jenoptik
hatten.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben
sind.
Jena, 8. August 2024
scrollen
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