Ad-hoc | 14 November 1996 10:24
Ad hoc-Service: Jungheinrich AG
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Ad hoc-Service: Jungheinrich AG
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Verstärkte Restrukturierungsmaßnahmen bei Jungheinrich
Von 20 Mio. DM Verlust in 1996 über zweistelligen Gewinn in 1997
zur guten Rendite 1998
Vor dem Hintergrund der Marktschwäche bei Flurförderzeugen in
1996 in Europa – vor allem in Deutschland – hat der Vorstand der
Jungheinrich AG, Hamburg zusätzliche Restrukturierungs- und
Kostenmaßmahmen eingeleitet. Das Programm wird durch
vertriebsstärkende Maßnahmen zur Ausschöpfung weiterer
Marktpotentiale ergänzt. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Dr.
Hans-Peter Schmohl heute in einer Presseerklärung mit.
Die für das zweite Halbjahr 1996 erhoffte Marktstabilisierung
auf niedrigem Niveau bei Flurförderzeugen in West-und
Zentraleuropa ist nicht eingetreten. Vielmehr setzte sich die
Marktschwäche verstärkt fort, so daß nach neuester Einschätzung
für das Gesamtjahr 1996 mit einem Volumen von 171 Tsd. Fahrzeugen
ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 8% erwartet wird. Durch
diese schlechte Marktverfassung im Neugeschäft bei verschärftem
Preisdruck wurde die Geschäftsentwicklung des Jungheinrich-
Konzerns vor allem in der zweiten Jahreshälfte belastet. Der
konsolidierte Außenumsatz (Konzernumsatz) zum 30.09.1996 erhöhte
sich um 8% auf 1.691 Mio. DM (Vorjahr 1.566 Mio. DM); der
Auftragseingang im Neugeschäft reduzierte sich leicht auf 1.078
Mio. DM (Vorjahr 1.093 Mio. DM). Der Auftragsbestand nahm um 14%
ab. Das Working Capital konnte durch ein verbessertes Forderungs-
und Bestandsmanagement deutlich abgebaut werden. Damit wurde
trotz Ergebnisverschlechterung das hohe Investitionsvolumen im
laufenden Geschäftsjahr aus dem Cash flow finanziert.
Das Ende 1995 aufgelegte Sanierungsprogramm der Tochter-
gesellschaft Wap Reinigungssysteme (Bellenberg) wurde
konsequent und zügig umgesetzt und befindet sich auf dem Weg in
die Gewinnzone in 1997.
In den Produktionswerken Norderstedt (Jungheinrich) und Moosburg
(Steinbock) führte die verschlechterte Absatzlage zu einer
Ergebnisbelastung. Vorteile aus den zwischenzeitlich weiter
umgesetzten Werkstruktur- und Restrukturierungskonzepten zur
Kostensenkung und die vereinbarte Arbeitszeitflexibilisierung zur
Kapazitätsanpassung werden jedoch erst ab 1997 wirksam.
Im Produktionswerk Leighton Buzzard (Boss) entstand aufgrund des
um sechs Monate beschleunigten Werkstrukturkonzeptes und weiterer
Rationalisierungsmaßnahmen zusätzlicher Restrukturierungsaufwand.
Damit erhöhen sich die ursprünglich geplanten Einmalaufwendungen
aus diesen Strukturprojekten in 1996 um weitere 8 Mio. DM auf 35
Mio. DM. Obwohl im zweiten Halbjahr 1996 eine leichte
Verbesserung des operativen Ergebnisses eingetreten ist, wird
sich somit für das Gesamtjahr 1996 ein Konzern-Fehlbetrag in Höhe
von 20 Mio. DM ergeben.
Die laufenden Restrukturierungsprojekte werden bereits in
wesentlichen Teilen zu einer deutlichen Ertragsverbesserung im
nächsten Jahr führen , so daß trotz unserer zurückhaltenden
Einschätzung des Marktvolumens für 1997 ein zweistelliges
positives Ergebnis erwartet wird.
Nach Abschluß der Produktionsverlagerungen innerhalb des Konzerns
und der Einführung neuer Fahrzeugmodelle mit Schwerpunkt im
verbrennungsmotorischen Segment wird Jungheinrich auf der Basis
seiner traditionell hohen Kundennähe zusätzliche Marktpotentiale
ausschöpfen, so daß 1998 wieder mit einer guten Rendite zu
rechnen ist.
Ende der Mitteilung