![]() Jungheinrich AGHamburgKonzern- und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011Jungheinrich profitierte vom weltweiten Wirtschaftswachstum und blickt auf das ertragreichste
Jahr seiner Unternehmensgeschichte zurück. Wachstum und Zukunftsgestaltung bestimmten
die Geschäftsentwicklung 2011. Die Flurförderzeugbranche setzte ihren Erholungskurs
fort und verzeichnete einen Anstieg des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge um 23
Prozent und übertraf damit das bisherige Rekordniveau des Jahres 2007. In den Kernmärkten
von Jungheinrich in Europa stieg das Marktvolumen um rund 24 Prozent. Das Unternehmen
behauptete seine Marktposition in Europa in allen Produktsegmenten. Der Jungheinrich-Konzern
schloss das Berichtsjahr mit einem Rekordergebnis ab. Die Ertragsentwicklung profitierte
von der höheren Auslastung der Werke und einem günstigen Produktmix. 2012 steht unter
dem Motto "Investing in the Future". Investitionsschwerpunkte sind ein neues Ersatzteilzentrum
und zwei neue Produktionswerke. Geschäft und RahmenbedingungenUnternehmensporträtJungheinrich, 1953 gegründet, ist eines der international führenden Unternehmen auf
dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt
Jungheinrich - wie im Vorjahr - in der Rangliste in Europa den zweiten und weltweit
den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik
steht Jungheinrich auf Basis seines Geschäftsmodells seinen Kunden mit einem umfassenden
Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite.
Die Dienstleistungen umfassen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte,
Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten.
Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in konzerneigenen
Werken in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt (Schleswig-Holstein)
und in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt), Gegengewichts- und Schmalgangstapler
in Moosburg (Bayern) gefertigt. Am Standort Lüneburg (Niedersachsen) produziert Jungheinrich
Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen sowie
Elektro-Gegengewichtsstaplern wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt.
Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz
mit konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Europa und im außereuropäischen
Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler
vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und
als Onlineshop betriebenen Versandhandel. OrganisationDie Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen
Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten
und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung
unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen
zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung
der Immobilien tätig. Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich
AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns und die Festlegung und Kontrolle
der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs-
und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der
Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich
AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt.
Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe
von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten
Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen
Steuerungsgrößen. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für
alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist
die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes.
Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der
Flurförderzeug- und Lagertechnik. Die Segmentberichterstattung von Jungheinrich folgt der internen Organisations- und
Berichtsstruktur. Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die beiden berichtspflichtigen
Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt. Das Segment "Intralogistik"
umfasst die Entwicklung, die Produktion, den Verkauf sowie die Vermietung von Neuprodukten
der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie
den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend
aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen"
erstrecken sich auf die europaweite Nutzenüberlassung und Absatzfinanzierung von Produkten
der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt
dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes
"Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen" schließt dabei die Finanzierung
für den eigenen Bereich ein. Im Rahmen der strategischen Zielsetzung strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables
Wachstum und die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei weltweit führenden produzierenden
Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an. Die Ertragserwartungen orientieren
sich insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite.
In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, vor
allem im Bereich der Lagertechnik. Deshalb strebt das Unternehmen ergänzend in Europa
den Ausbau seiner strategischen Position im Bereich der Logistiksysteme und eine wesentliche
Verbesserung der Marktposition im Produktsegment der Gegengewichtsstapler, insbesondere
mit verbrennungsmotorischem Antrieb, an. Im asiatischen Wachstumsmarkt mit China als
Schwerpunkt baut der Konzern sein Vertriebsnetz und den Produktionsstandort aus. In
Nordamerika setzt Jungheinrich auf einen leistungsfähigen Vertriebspartner mit starker
Händlerpräsenz. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Region | 2011 | 2010 |
| Welt | 3,7 | 4,9 |
| USA | 1,7 | 3,0 |
| China | 9,2 | 10,3 |
| Eurozone | 1,5 | 1,7 |
| Deutschland | 3,0 | 3,6 |
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2012)
Im Berichtszeitraum 2011 blieb die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs, wenngleich sie
im Jahresverlauf zunehmend an Schwung verlor. Dabei verstärkten sich die regionalen
Unterschiede. In nur kurzen Zeitintervallen passten führende Wirtschaftsforschungsinstitute
ihre Prognosen dem jeweils veränderten Wirtschaftsszenario an. Nachdem sie in den
ersten Monaten des Jahres 2011 noch ein freundliches Bild der künftigen Konjunkturentwicklung
zeichneten, senkten sie bereits mit Beginn des 2. Halbjahres 2011 ihre Wachstumserwartungen.
Zunächst setzte sich im 1. Quartal 2011 die dynamische Wirtschaftsentwicklung aus
2010 fort. Allerdings nahm die Wachstumsdynamik aufgrund der hohen Wachstumsraten
des Vorjahres ab. Die japanische Wirtschaft fasste nach der dramatischen Naturkatastrophe
im März 2011 erfreulich schnell wieder Tritt, sodass die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche
Entwicklung begrenzt blieben.
Auch die politischen Umbrüche in Nordafrika, die vorübergehend zu einem Anstieg der
Rohölpreise führten, hatten bisher keinen wesentlichen Einfluss auf die Weltkonjunktur.
Dennoch trübten sich die Konjunkturaussichten ein. Der Grund hierfür waren die Wachstumsschwäche
in den USA, das Auslaufen der 2009 weltweit geschnürten Stabilitätsprogramme und die
nachlassende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Erste Frühindikatoren, wie
der ifo-Geschäftsklimaindex, wiesen auf den sich abschwächenden Wachstumstrend hin.
In Europa wurde die konjunkturelle Entwicklung in der 2. Jahreshälfte 2011 von der
Staatsschulden- und Eurokrise an den Finanzmärkten gedämpft. Dabei ergab sich zwischen
den einzelnen Euroländern ein großes Konjunkturgefälle. Die wesentlichen Wachstumsimpulse
für die Weltwirtschaft gingen demgemäß erneut von den Schwellen- und Entwicklungsländern
aus, während die meisten Industrieländer nur ein verhaltenes Wachstum aufwiesen.
Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft erhöhte sich 2011 mit abnehmender Wachstumsdynamik
um 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Ein stärkeres Wirtschaftswachstum entfaltete
insbesondere Asien mit kräftigen Zuwächsen in China und Indien. Gleichwohl ließ das
Wachstumstempo auch in diesen Ländern etwas nach. Während China eine Zuwachsrate von
9,2 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent) aufwies, erreichte Indien 7,6 Prozent (Vorjahr:
9,2 Prozent). Doch auch die USA und Europa trugen trotz der sich verstärkenden Staatsschuldenkrise
zur gestiegenen Wirtschaftsleistung bei. In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaft
leicht abgeschwächt um 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent). Die für Jungheinrich neben
Deutschland wichtigsten europäischen Abnehmerländer Frankreich, Italien, Großbritannien
und Spanien wiesen Wachstumsraten zwischen 0,6 und 1,6 Prozent auf (Vorjahr: minus
0,1 Prozent bis plus 1,5 Prozent). Basierend auf der engen Verflechtung mit den westeuropäischen
Volkswirtschaften entwickelte sich die Wirtschaftsleistung der meisten Staaten Mittel-
und Osteuropas noch unverändert dynamisch. In den USA verringerte sich die Wachstumsrate
deutlich auf 1,7 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent). Mit einer Steigerungsrate um 3,0
Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent) verzeichnete Deutschland im Berichtszeitraum ein überproportionales
Wachstum in Europa. Getragen wurde diese Entwicklung zu einem guten Teil von der um
8,2 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent) gestiegenen Ausfuhr und einem Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen
um 8,3 Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent). Der stark exportorientierte deutsche Maschinenbau
zeigte sich weiter erholt, wenngleich die dynamischen Wachstumsraten des Vorjahres
nicht wiederholt werden konnten. Dort stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern
aus dem Ausland um 9 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) und aus dem Inland um 13 Prozent
(Vorjahr: 29 Prozent). Die Produktionsleistung der Maschinenbaubranche erhöhte sich
um 12 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent).
| Region | 2011 | 2010 |
| Welt | 974,6 | 794,5 |
| Europa | 330,6 | 267,4 |
| davon Osteuropa | 54,2 | 39,2 |
| Asien | 380,0 | 315,4 |
| davon China | 238,3 | 200,3 |
| Nordamerika | 169,6 | 136,1 |
| Übrige Regionen | 94,4 | 75,6 |
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)
Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum vom weltweiten Wirtschaftswachstum
und setzte die dynamische Markterholung aus dem Vorjahr im 1. Halbjahr 2011 mit hohen
Marktzuwächsen fort. Erst im Laufe des 2. Halbjahres 2011 nahmen die Wachstumsraten
als Folge des im Vorjahr höheren Vergleichsniveaus erwartungsgemäß ab. In den Absatzregionen
Europa und USA setzte sich das Erholungswachstum in der ersten Jahreshälfte mit besonders
kräftigen Zuwächsen fort, ehe auch hier die Dynamik nachließ. Insgesamt stieg das
Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum um rund 23 Prozent auf 974,6 Tsd. Flurförderzeuge
(Vorjahr: 794,5 Tsd. Einheiten) und überschritt das bisherige Rekordniveau von 951
Tsd. Fahrzeugen des Jahres 2007. Das erreichte Marktvolumen lag damit deutlich über
der Einschätzung zu Jahresbeginn 2011, die nach dem bereits kräftigen Nachholeffekt
im Jahr 2010 eine stärkere Abschwächung der Marktdynamik berücksichtigte und von einer
Steigerung des Marktvolumens um rund 10 Prozent ausging. Am Marktwachstum waren alle
Regionen mit nahezu gleich hohen zweistelligen Steigerungsraten beteiligt. Europa,
wichtigster Absatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete mit einem Anstieg um rund 24
Prozent auf 330,6 Tsd. Stapler (Vorjahr: 267,4 Tsd. Einheiten) einen erfreulich starken
Zuwachs. Während die Nachfrage in Westeuropa um 21 Prozent zulegte, wies Osteuropa
einen überproportionalen Anstieg um 38 Prozent auf und unterstrich mit einem Anteil
von 16 Prozent am europäischen Marktvolumen seine wachsende Bedeutung. Die Marktentwicklung
in Russland, größter Einzelmarkt in Osteuropa, verlief mit einer Wachstumsrate von
51 Prozent besonders dynamisch. Die für Jungheinrich in Westeuropa bedeutendsten Absatzmärkte
Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien entwickelten sich stark
unterschiedlich mit Steigerungsraten zwischen 4 und 27 Prozent. Dennoch blieb das
Marktvolumen in Europa wie auch in Nordamerika unter dem Rekordniveau des Jahres 2007.
Das Marktvolumen in Asien erhöhte sich leicht unterdurchschnittlich um 20 Prozent
auf 380,0 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 315,4 Tsd. Einheiten). Hierzu trug China mit einem
etwas geringeren Anstieg um 19 Prozent auf 238,3 Tsd. Geräte (Vorjahr: 200,3 Tsd.
Einheiten) bei. Der nordamerikanische Markt legte mit einer Steigerung von 25 Prozent
auf 169,6 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 136,1 Tsd. Einheiten) ein erneut kräftiges Marktwachstum
an den Tag.
Vom weltweiten Marktwachstum profitierten alle Produktsegmente. Der Zuwachs bei Fahrzeugen
der Lagertechnik fiel mit 22 Prozent geringfügig niedriger aus als bei den Gegengewichtsstaplern
mit 23 Prozent. Hier zeigten die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb mit
fast 24 Prozent eine etwas höhere Wachstumsrate. Diese Antriebsart dominiert weiterhin
das Produktspektrum in den Absatzregionen Asiens und Lateinamerikas. In China deutet
sich mit einer Steigerungsrate von 42 Prozent bei lagertechnischen Fahrzeugen bereits
eine leichte Verschiebung zugunsten der Lagertechnik an. Von diesem Markttrend wird
der Jungheinrich-Konzern in Zukunft stärker durch die Erweiterung seiner Produktpalette
und den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in China profitieren.
Das Geschäftsjahr 2011 des Jungheinrich-Konzerns stand ganz im Zeichen von Wachstum
und Zukunftsgestaltung. Nach Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Krisenjahr
2009 in den ersten Monaten des Berichtszeitraumes waren die Schwerpunkte auf die Teilhabe
an der weiter dynamischen Marktentwicklung, den Baubeginn für ein neues Produktionswerk
und ein Ersatzteilzentrum, den Messeauftritt auf der CeMAT in Hannover sowie die Fortführung
der IT-Projekte gerichtet.
Die stark anziehende Nachfrage nach Flurförderzeugen sorgte für eine zunehmende Kapazitätsauslastung
in den Werken und erforderte wieder eine deutliche personelle Verstärkung an den Produktionsstandorten.
Sowohl die Stammbelegschaft als auch die Anzahl der Leiharbeitnehmer wurden aufgestockt.
Im Werk Norderstedt wurden die Neugestaltung der Produktionsabläufe und die Optimierung
der Fertigungsprozesse zum Abschluss gebracht. Im Mittelpunkt stand die neu errichtete,
nach modernsten Umweltgesichtspunkten konzipierte Pulverbeschichtungsanlage, die wesentlich
zur Verbesserung des innerbetrieblichen Transportes beiträgt.
In China wurde im Herbst 2011 mit der Errichtung eines neuen Produktionswerkes in
Qingpu (Shanghai) begonnen, um der steigenden Nachfrage nach Staplern in Asien gerecht
zu werden. Nach Fertigstellung wird es das bisherige in gemieteten Hallen betriebene
Werk in Qingpu ablösen. Dort sind seit Aufnahme der Fertigung eines Schubmaststaplers
zur Versorgung des asiatischen Marktes mit regionalspezifischen Produkten die Kapazitäten
weitgehend ausgeschöpft.
Auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wurde im Herbst 2011 mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums
in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, begonnen. Mit diesem Investitionsprojekt in
Höhe von über 35 Mio. € soll insbesondere dem internationalen Wachstum des Unternehmens,
dem Sortimentswachstum aus dem erweiterten Fahrzeugportfolio und den steigenden Anforderungen
der Vertriebsorganisation sowie des Händlergeschäftes Rechnung getragen werden. Der
Bau des Ersatzteilzentrums soll bis Ende dieses Jahres fertiggestellt werden, der
Vollbetrieb ist ab Mitte 2013 vorgesehen.
Im Mai 2011 präsentierte Jungheinrich mit großem Erfolg auf der weltweit größten Branchenmesse
CeMAT in Hannover, die regelmäßig alle drei Jahre stattfindet, zahlreiche Produktneuheiten
und maßgeschneiderte Intralogistik-lösungen. Ein zentrales Thema bildete die Energieeffizienz
von Antriebssystemen. Besondere Aufmerksamkeit fand in diesem Zusammenhang der erste
serienreife Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen mit zukunftsweisender Lithium-Ionen-Technologie.
Weitere Produktneuheiten waren u. a. ein deutlich leistungsgesteigerter Schubmaststapler,
ein selbstständig fahrendes Flurförderzeug (fahrerloses Transportsystem) sowie ein
Schlepper für Lasten von bis zu 4 Tonnen. Neu entwickelte Staplersoftware wie die
Lagernavigation oder das Staplerleitsystem rundeten das vielfältige Spektrum ab.
Vertriebsseitig lag ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Schärfung des Markenprofils.
Hierzu wurde ein neuer Markenclaim entwickelt, der den seit 2003 weltweit einheitlichen
Markenauftritt stärkt. Der Claim "Jungheinrich - Machines. Ideas. Solutions.", der
die Markenattribute auf wenige klare Botschaften konzentriert, wurde erstmals im Mai
2011 auf der CeMAT vorgestellt.
In der Informationstechnologie war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die IT-Systeme
und -Prozesse produktiver, sicherer und kostengünstiger zu gestalten. Eine Vielzahl
von IT-Projekten wurde im Berichtszeitraum realisiert bzw. in Angriff genommen, u.
a. die Modernisierung der IT-Infrastruktur und die Umstellung der Softwareausstattung
aller Arbeitsplätze auf aktuelle Windows- und Microsoft-Versionen.
Der Jungheinrich-Konzern setzte im Berichtszeitraum seinen profitablen Wachstumskurs
aus dem Vorjahr fort und schloss das Geschäftsjahr mit kräftigen Steigerungen bei
Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erfolgreich ab. Begünstigt durch stabile weltwirtschaftliche
Rahmenbedingungen bestimmte vor allem die weltweit gestiegene Nachfrage nach Flurförderzeugen
die Geschäftsentwicklung 2011. Da auch das Mietgeschäft und in besonderem Maße der
Kundendienst vom Konjunkturverlauf profitierten, stieg das Geschäftsvolumen kräftig
an. Entsprechend günstig verlief die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum 2011
für den Jungheinrich-Konzern.
|
|
|
2011 | 2010 |
| Auftragseingang | Mio. € | 2.178 | 1.924 |
| Produktion | Stück | 75.700 | 60.400 |
| Auftragsbestand 31.12. | Mio. € | 329 | 281 |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 2.116 | 1.816 |
Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft stieg konzernweit um 21 Prozent
auf 78,7 Tsd. Stapler (Vorjahr: 64,9 Tsd. Einheiten). Der Trend hin zu Großfahrzeugen,
der zu einem deutlich verbesserten Produktmix führte, hielt weiter an. Parallel zur
kräftigen Kundennachfrage wurden aufgrund der höheren Auslastung auch wieder wesentlich
mehr Fahrzeuge als im Vorjahr in die Mietflotte eingestellt. Der wertmäßige Auftragseingang,
der alle Geschäftsfelder umfasst, erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 13 Prozent auf 2.178 Mio. € (Vorjahr: 1.924 Mio. €). Beim Vergleich mit der stückzahlbezogenen
Steigerung des Auftragseinganges im Neugeschäft ist zu berücksichtigen, dass die Wachstumsraten
im Kundendienst generell etwas geringer ausfallen.
Das Produktionsvolumen, das zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges folgt,
erhöhte sich 2011 um 25 Prozent auf 75,7 Tsd. Stapler (Vorjahr: 60,4 Tsd. Einheiten).
Hieran war das Werk Landsberg, das 2010 die Produktion aufgenommen hatte, erstmals
von Jahresbeginn an mit seinem kompletten Produktionsprogramm der Elektro-Niederhubwagen
beteiligt. An den inländischen Produktionsstandorten Norderstedt und Moosburg legte
das Produktionsvolumen ebenfalls zu und führte zu einer deutlich höheren Kapazitätsauslastung.
Insgesamt lag das Produktionsvolumen des Jungheinrich-Konzerns aber noch um 9 Prozent
unter dem Vorkrisenniveau 2007. Am Standort Norderstedt wurde die Anzahl der eingesetzten
Leiharbeitnehmer weiter aufgestockt, in Moosburg die Kurzarbeit entsprechend der verbesserten
Auftragsentwicklung schrittweise reduziert und Ende Mai 2011 beendet. Dadurch standen
dem Unternehmen in der 2. Jahreshälfte 2011 zunehmend höhere Produktionskapazitäten
zur Verfügung, die sich in einem entsprechenden Anstieg der Produktionsleistung niederschlugen.
Der Auftragsbestand des Neugeschäftes stieg unterjährig kräftig an und erhöhte sich
zum 31. Dezember 2011 auf 329 Mio. € (Vorjahr: 281 Mio. €). Damit ergab sich im Vergleich
zum Bestandswert des Vorjahres ein Aufbau um 48 Mio. € bzw. 17 Prozent. Entsprechend
der gestiegenen Produktionsleistung verkürzte sich die Auftragsreichweite auf rund
drei Monate (Vorjahr: rund vier Monate).
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Deutschland | 571 | 493 |
| Übriges Europa | 1.394 | 1.197 |
| Übrige Länder | 151 | 126 |
| Gesamt | 2.116 | 1.816 |
Die Umsatzerlöse profitierten von der kräftigen Steigerung des Produktionsvolumens
und erhöhten sich im Berichtsjahr 2011 um 300 Mio. € bzw. fast 17 Prozent auf 2.116
Mio. € (Vorjahr: 1.816 Mio. €). Alle Regionen waren an der Umsatzsteigerung beteiligt.
Das Inlandsgeschäft legte um 16 Prozent auf 571 Mio. € (Vorjahr: 493 Mio. €) zu. Die
Auslandsumsätze erhöhten sich etwas stärker um 17 Prozent auf 1.545 Mio. € (Vorjahr:
1.323 Mio. €). Die Auslandsquote lag wie im Vorjahr bei 73 Prozent. Die Umsatzerlöse
außerhalb Europas zogen um 20 Prozent auf 151 Mio. € (Vorjahr: 126 Mio. €) an. Dennoch
blieb der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz mit 7 Prozent auf
dem Niveau des Vorjahres.
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Neugeschäft | 1.135 | 914 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 349 | 328 |
| After Sales | 649 | 607 |
| Geschäftsbereich "Intralogistik" | 2.133 | 1.849 |
| Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" | 451 | 395 |
| Überleitung | -468 | -428 |
| Jungheinrich-Konzern | 2.116 | 1.816 |
Nahezu alle Geschäftsfelder trugen zum hohen Umsatzwachstum bei. Entsprechend der
Marktentwicklung entfiel der größte Zuwachs auf das Neugeschäft mit einer Steigerungsrate
von rund 24 Prozent auf 1.135 Mio. € (Vorjahr: 914 Mio. €). Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft
verzeichnete insgesamt einen Zuwachs von 6 Prozent auf 349 Mio. € (Vorjahr: 328 Mio.
€). Während die Nachfrage nach Mietgeräten kräftig anzog, wies das Geschäft mit Gebrauchtgeräten
einen geringfügigen Umsatzrückgang auf. Maßgebend hierfür war der hohe Umsatz im Vorjahr
aufgrund des krisenbedingt starken Abverkaufes von Fahrzeugen zur Reduktion der Mietflotte.
Der Kundendienstumsatz (After Sales) verzeichnete mit einem Anstieg von 7 Prozent
auf 649 Mio. € (Vorjahr: 607 Mio. €) ein für dieses Geschäftsfeld überdurchschnittliches
Wachstum. Dennoch nahm der Anteil des After Sales am Gesamtumsatz aufgrund des stark
überproportional gestiegenen Neugeschäftes auf 31 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent) ab.
Die Umsatzkosten entwickelten sich proportional zum Konzernumsatz und erhöhten sich
um 17 Prozent auf 1.482 Mio. € (Vorjahr: 1.271 Mio. €). Der Anteil der Umsatzkosten
am Konzernumsatz blieb dadurch mit 70 Prozent konstant auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Vertriebskosten erhöhten sich stark unterproportional um 9 Prozent auf 396 Mio.
€ (Vorjahr: 362 Mio. €). Ihr Anteil am Konzernumsatz verminderte sich entsprechend
auf 19 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent). Hier wirkte sich der nach regionalen Erfordernissen
ausgerichtete und mit Augenmaß betriebene Ausbau des weltweiten Vertriebsnetzes vorteilhaft
aus.
Der Jungheinrich-Konzern investierte als Premiumanbieter auf unverändert hohem Niveau
in die Entwicklung seiner Produkte, um seine Kunden auch künftig mit maßgeschneiderten
Intralogistik-Lösungen versorgen zu können und zukunftsweisende Technologien voranzutreiben.
Solche Produktneuheiten wurden mit großem Erfolg auf der weltweit größten Branchenmesse
CeMAT im Mai 2011 in Hannover vorgestellt. Wie die nachfolgende Tabelle zeigt, erhöhten
sich die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Konzern auf rund 38 Mio. €
(Vorjahr: 36 Mio. €).
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten gesamt | 37,6 | 36,3 |
| davon aktivierte Entwicklungskosten | 5,4 | 8,8 |
| Aktivierungsquote | 14,4% | 24,2% |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 4,6 | 8,1 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn- und-Verlust-Rechnung | 36,8 | 35,6 |
Aufgrund geringerer aktivierungspflichtiger Entwicklungsaufwendungen sank die Aktivierungsquote
deutlich auf 14,4 Prozent (Vorjahr: 24,2 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten
laut Gewinn- und-Verlust-Rechnung stiegen leicht auf 37 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €).
Dabei stand dem im Vergleich zum Vorjahr geringeren Aktivierungsvolumen ein niedrigeres
Abschreibungsvolumen gegenüber. Im Berichtszeitraum fielen keine Wertminderungen auf
aktivierte Entwicklungskosten (Vorjahr: 3 Mio. €) an.
Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich unterproportional zum Konzernumsatz
um 11 Prozent auf 59 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €). Der gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnende
Kostenanstieg ist im Wesentlichen auf den Personalaufbau, insbesondere zur Stärkung
des IT-Bereiches, zurückzuführen.
Der Jungheinrich-Konzern setzte seinen Aufwärtstrend aus dem Vorjahr mit einer weiteren
kräftigen Ergebnissteigerung im Berichtszeitraum 2011 fort. Grundlage bildete vor
allem die dynamische Markt- und Nachfrageentwicklung bei Flurförderzeugen und der
sich daraus ergebende Ergebnishub in den Werken.
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 633,9 | 544,9 |
| EBIT vor Abschreibungen (EBITDA) | 297,5 | 239,1 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 145,8 | 97,6 |
| Finanzergebnis | 2,5 | -1,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 148,3 | 95,8 |
| Ertragsteuern | 42,8 | 13,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 105,5 | 82,3 |
Der Jungheinrich-Konzern schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einem Ergebnis auf Rekordniveau
ab. Dabei profitierte die Ertragsentwicklung vor allem von der Produktionssteigerung
in den Werken und der damit verbundenen höheren Kapazitätsauslastung sowie einem verbesserten
Produktmix. Der abschließenden Auflösung von im Jahr 2009 gebildeten Rückstellungen
für Personalanpassungsmaßnahmen stand die Bildung von Gewährleistungsrückstellungen
gegenüber. Zum Ertragsanstieg trug ferner das starke Wachstum des Miet- und Kundendienstgeschäftes
bei.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 89 Mio. € bzw. 16 Prozent auf 634 Mio. € (Vorjahr:
545 Mio. €). Dieser Anstieg war zum überwiegenden Teil auf die Umsatzsteigerung im
Neugeschäft um 221 Mio. € zurückzuführen. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Amortisation), in dem das operative liquiditätswirksame Ergebnis
zum Ausdruck kommt, erhöhte sich im Berichtsjahr um 59 Mio. € auf 298 Mio. € (Vorjahr:
239 Mio. €). Bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen
ergab sich ein EBITDA von 245 Mio. € (Vorjahr: 186 Mio. €). Im Berichtszeitraum 2011
stieg das erwirtschaftete operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 48 Mio.
€ bzw. um 49 Prozent auf 146 Mio. € (Vorjahr: 98 Mio. €) und übertraf damit das Rekordniveau
des Jahres 2007. Die entsprechende EBIT-Umsatzrendite stieg auf 6,9 Prozent (Vorjahr:
5,4 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich auf 148 Mio. € (Vorjahr:
96 Mio. €). Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein positives Finanzergebnis vor allem
aus dem weiterhin hohen Bestand an liquiden Mitteln und einer optimierten, aber weiterhin
konservativen Anlagepolitik. Für den Jungheinrich-Konzern erhöhte sich die Ertragsteuerbelastung
auf 43 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €). Dieser starke Anstieg ist darauf zurückzuführen,
dass im Vergleich zum Vorjahr steuerlich zu berücksichtigende Sondereffekte entfielen.
Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 24 Mio. € auf 106 Mio. € (Vorjahr: 82
Mio. €). Damit wurde das bisherige Rekordergebnis des Vorjahres deutlich übertroffen.
Das Ergebnis je Vorzugsaktie stieg entsprechend auf 3,13 € (Vorjahr: 2,45 €).
Aufgrund der wesentlich verbesserten Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der
Jungheinrich AG vor, eine Dividende in Höhe von 0,70 € (Vorjahr: 0,49 €) je Stammaktie
und in Höhe von 0,76 € (Vorjahr: 0,55 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.
Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung
zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und
Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und
Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der
kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten
an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt.
Die Vermögens- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2011
vor allem von der starken Geschäftsbelebung und der damit verbundenen Ertragssteigerung
bestimmt. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2011 um 186 Mio. € auf 2.580
Mio. € (Vorjahr: 2.394 Mio. €).
Beim Ausweis des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist zu beachten, dass die zwischen
den Kunden und den Jungheinrich-Gesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung
von Leasinggesellschaften geschlossenen langfristigen Finanzdienstleistungsverträge
entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart auf der Aktivseite entweder
im Anlagevermögen als Leasinggeräte ("Operating Lease") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen
("Finance Lease") ausgewiesen werden. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge
erfolgt laufzeitkongruent und wird auf der Passivseite unter den Verbindlichkeiten
aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Hieraus ergibt sich eine Bilanzverlängerung.
Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen
mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft herrühren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten
ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens
die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft.
Weiterführende Informationen zum Finanzdienstleistungsgeschäft sind der im Bericht
noch folgenden ausführlichen Darstellung zum Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen"
und dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen.
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.329 | 1.101 |
| Anlagevermögen | 761 | 679 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 372 | 342 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 84 | 80 |
| Wertpapiere | 112 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.251 | 1.293 |
| Vorräte | 248 | 198 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 407 | 355 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 163 | 155 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 36 | 36 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 397 | 549 |
| Bilanzsumme | 2.580 | 2.394 |
Das Anlagevermögen erhöhte sich um 82 Mio. € auf 761 Mio. € (Vorjahr: 679 Mio. €).
Von diesem Anstieg entfiel der überwiegende Teil auf den Aufbau des Bestandes an aktivierten
Mietfahrzeugen auf rund 26 Tsd. Geräte (Vorjahr: 23 Tsd. Einheiten) als Folge der
konjunkturbedingt gestiegenen Nachfrage. Der Bestandswert der Mietgeräte nahm um 62
Mio. € auf 221 Mio. € (Vorjahr: 159 Mio. €) zu. Darüber hinaus wirkten sich die Investitionen
in die Produktionswerke, insbesondere an den Standorten Norderstedt und Qingpu, sowie
in das im Bau befindliche Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen stark erhöhend aus. Außerdem
stieg infolge der stärkeren Nachfrage nach Leasingfahrzeugen das im Anlagevermögen
enthaltene Fahrzeugvolumen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft um 7 Mio. € auf 211
Mio. € (Vorjahr: 204 Mio. €).
Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen um insgesamt
38 Mio. € auf 535 Mio. € (Vorjahr: 497 Mio. €) zu. Die Vorräte erhöhten sich konjunkturbedingt
um 50 Mio. € auf 248 Mio. € (Vorjahr: 198 Mio. €) Die kurzfristigen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbezogen aufgrund der starken Umsatzsteigerung
im 4. Quartal 2011 um 52 Mio. € auf 407 Mio. € (Vorjahr: 355 Mio. €). Die Finanzmittel
aus liquiden Mitteln und Wertpapieren verringerten sich um 40 Mio. € auf 509 Mio.
€ (Vorjahr: 549 Mio. €). Der Grund hierfür liegt vor allem in der Tilgung des 2011
fälligen Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2004 in Höhe von 55 Mio. €.
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | 718 | 633 |
| Langfristige Schulden | 1.040 | 962 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 146 | 144 |
| Finanzverbindlichkeiten | 216 | 184 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 534 | 499 |
| Übrige langfristige Schulden | 144 | 135 |
| Kurzfristige Schulden | 822 | 799 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen | 154 | 152 |
| Finanzverbindlichkeiten | 131 | 162 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 233 | 216 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 172 | 146 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 132 | 123 |
| Bilanzsumme | 2.580 | 2.394 |
Durch den kräftigen Ergebnisanstieg im Berichtszeitraum, dem im Wesentlichen nur die
Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von rund 18 Mio. € (Vorjahr:
2 Mio. €) gegenüberstand, erhöhte sich das Eigenkapital um 85 Mio. € auf 718 Mio.
€ (Vorjahr: 633 Mio. €). Dadurch verbesserte sich die Eigenkapitalquote trotz der
gestiegenen Bilanzsumme auf 28 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). Das Anlagevermögen -ohne
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen -war zum Bilanzstichtag zu 131 Prozent (Vorjahr:
133 Prozent) durch das Eigenkapital gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war jederzeit
in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen und seine
Finanzierung über den im Berichtszeitraum benötigten Finanzbedarf hinaus sicherzustellen.
Das Unternehmen wies ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, die durch
entsprechende Kundenforderungen gedeckt waren, keine Nettoverschuldung auf. Dadurch
war der Verschuldungsgrad von Jungheinrich -gemessen als Relation der Nettoverschuldung
zu EBITDA (bereinigt um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen)
- wie im Vorjahr negativ. Die Pensionsrückstellungen blieben im Rahmen planmäßiger
Zuführungen mit 146 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €) nahezu auf Vorjahresniveau. Die übrigen
lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich insgesamt nur leicht um 3 Mio.
€ auf 210 Mio. € (Vorjahr: 207 Mio. €). Dabei standen der abschließenden Auflösung
der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 gebildeten Rückstellungen für den mit
den Kapazitätsanpassungsmaßnahmen verbundenen Personalabbau vor allem die mit dem
erneut kräftigen Geschäftswachstum verbundenen Rückstellungen im Berichtszeitraum
gegenüber. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen
nur leicht um 2 Mio. € auf 348 Mio. € (Vorjahr: 346 Mio. €) zu. Hierbei stand der
Rückzahlung des fälligen Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2004 in Höhe von 55 Mio.
€ eine kräftige Ausweitung der Refinanzierung der Mietflotte gegenüber. Unter Einbeziehung
des Finanzmittelbestandes einschließlich Wertpapieren in Höhe von insgesamt 509 Mio.
€ ergab sich erneut der Ausweis eines Netto-Guthabens in Höhe von 161 Mio. € (Vorjahr:
203 Mio. €). Wachstumsbedingt erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen um 26 Mio. € auf 172 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €) sowie die lang- und
kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen um 52 Mio. € auf 767 Mio.
€ (Vorjahr: 715 Mio. €).
Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich
AG zu entnehmen.
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Ergebnis nach Steuern | 106 | 82 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 152 | 142 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen
aus Finanzdienstleistungen |
-218 | -130 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen | 89 | 40 |
| Veränderung aus Working Capital | -78 | -12 |
| Sonstige Veränderungen | 14 | -9 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 65 | 113 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit1) | -56 | -40 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -51 | -14 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1) | -42 | 59 |
Die Cashflow-Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns wurde im Berichtszeitraum von der
stark zunehmenden Geschäftstätigkeit, dem damit verbundenen Aufbau des Working Capital
sowie der erheblich verbesserten Ergebnisentwicklung bestimmt. Der Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 65 Mio. € (Vorjahr: 113 Mio.
€). Dem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Ergebnis nach Steuern (plus 24 Mio.
€) zuzüglich der Veränderung aus den Abschreibungen und Wertminderungen (plus 10 Mio.
€) stand ein wesentlich höheres Zugangsvolumen an Miet- und Leasinggeräten sowie an
Forderungen aus Finanzdienstleistungen (minus 88 Mio. €) abzüglich der Veränderung
aus der entsprechenden Finanzierung (plus 49 Mio. €) gegenüber. Zudem ergab sich im
Vergleich zum Vorjahr wachstumsbedingt ein höherer Bedarf an Working Capital (minus
66 Mio. €), der wesentlich durch die Fakturierungen zum Jahresende und dem damit verbundenen
Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt war.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde aus Vergleichsgründen um den in dieser
Position enthaltenen Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem
Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 26 Mio. € (Vorjahr: minus 36
Mio. €) bereinigt.
Der sich so ergebende vergleichbare Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit
minus 56 Mio. € um 16 Mio. € über dem Vorjahresniveau (minus 40 Mio. €). Im Vergleich
zum Vorjahr zeigte sich eine leicht anspringende Investitionstätigkeit. Die im Herbst
2011 in Angriff genommenen Bauvorhaben sind erst anteilig, im Wesentlichen mit den
Aufwendungen für den Erwerb von Grund und Boden bzw. eines Landnutzungsrechtes, enthalten.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug minus 51 Mio. € (Vorjahr: minus
14 Mio. €). Dabei standen der Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 55 Mio.
€ und der Dividendenausschüttung in Höhe von 18 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) ein Aufbau
der Bankverbindlichkeiten aus der Aufnahme von langfristigen Investitionskrediten
gegenüber.
Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug minus 42 Mio. €
(Vorjahr: plus 59 Mio. €). Unter Einbeziehung des Erwerbes bzw. Verkaufes von Wertpapieren
lag die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes bei minus 68 Mio. €
(Vorjahr: plus 23 Mio. €).
Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG
zu entnehmen.
Aus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich
die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 erwirtschafteten Leistungen abzüglich sämtlicher
Vorleistungen und Abschreibungen sowie ihre Verwendung. Die Wertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns
hat sich wie folgt entwickelt:
| in Mio. € | 2011 | % | 2010 | % |
| Entstehung |
|
|
|
|
| Unternehmensleistung1) | 2.169 | 100,0 | 1.864 | 100,0 |
| Material- und Sachkosten | 1.197 | 55,2 | 1.002 | 53,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 152 | 7,0 | 142 | 7,6 |
| Nettowertschöpfung | 820 | 37,8 | 720 | 38,6 |
| Verwendung |
|
|
|
|
| Mitarbeiter | 629 | 76,7 | 582 | 80,8 |
| Öffentliche Hand | 43 | 5,3 | 14 | 1,9 |
| Darlehensgeber | 43 | 5,3 | 42 | 5,8 |
| Aktionäre | 18 | 2,1 | 2 | 0,3 |
| Unternehmen | 87 | 10,6 | 80 | 11,2 |
| Nettowertschöpfung | 820 | 100,0 | 720 | 100,0 |
1)
inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge
Die Nettowertschöpfung des Jungheinrich-Konzerns, die den erfolgreichen Verlauf des
Geschäftsjahres 2011 widerspiegelt, erreichte 820 Mio. € (Vorjahr: 720 Mio. €). Sie
lag damit um 14 Prozent über dem Wert des Vorjahres. Die Verwendungsrechnung ergab,
dass wie im Vorjahr der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel;
dies waren 629 Mio. € bzw. 77 Prozent (Vorjahr: 582 Mio. € bzw. 81 Prozent). Die öffentliche
Hand erhielt 43 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 14 Mio. € bzw. 2 Prozent). Die Darlehensgeber
partizipierten mit 43 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 42 Mio. € bzw. 6 Prozent). Den
Stamm- und Vorzugsaktionären flossen rund 18 Mio. € bzw. 2 Prozent (Vorjahr: rund
2 Mio. € für Vorzugsaktionäre bzw. weniger als 1 Prozent) zu. Dem Unternehmen standen
zur Innenfinanzierung des Geschäftes 87 Mio. € bzw. 11 Prozent (Vorjahr: 80 Mio. €
bzw. 11 Prozent) aus der Nettowertschöpfung zur Verfügung.
Die weiter verbesserte Ertrags- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns im Geschäftsjahr
2011 spiegelt sich entsprechend in der positiven Entwicklung der Umsatz- und Kapitalrenditen
wider.
| in % | 2011 | 2010 |
| EBIT-Umsatzrendite (ROS) | 6,9 | 5,4 |
| EBIT-Kapitalrendite (ROCE) | 26,2 | 22,7 |
| Eigenkapitalrendite | 15,6 | 14,0 |
| Gesamtkapitalrendite | 6,3 | 5,5 |
EBIT-Umsatzrendite (ROS) = EBIT : Umsatzerlöse x 100
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital1)
x 100
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Ergebnis nach Steuern : durchschnittliches
Eigenkapital x 100
Gesamtkapitalrendite = Ergebnis nach Steuern2)
+ Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital3)
x 100
1)
Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten - Liquide Mittel und Wertpapiere
2)
bereinigt um das Zinsergebnis Finanzdienstleistungen
3)
bereinigt um die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) verbesserte sich kräftig auf 6,9 Prozent (Vorjahr: 5,4
Prozent). Damit blieb sie nur geringfügig unter der Rekordmarke von 7,0 Prozent aus
dem Jahr 2007. Dies ist auf die im Berichtszeitraum überproportionale Umsatzsteigerung
im Neugeschäft zurückzuführen. Die entsprechende Kapitalrendite auf das eingesetzte
zinspflichtige Kapital (ROCE) erhöhte sich mit 26,2 Prozent (Vorjahr: 22,7 Prozent)
ebenfalls stark. Damit wurde das langfristige Kapitalrenditeziel des Jungheinrich-Konzerns
von über 20 Prozent deutlich überschritten. Die Eigenkapitalrendite verbesserte sich
2011 auf 15,6 Prozent (Vorjahr: 14,0 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite, die um die
Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt wird,
stieg auf 6,3 Prozent (Vorjahr: 5,5 Prozent).
Der Jungheinrich-Konzern, der seinen profitablen Wachstumskurs aus dem Vorjahr im
Geschäftsjahr 2011 fortsetzte, profitierte - trotz der Staatsschuldenkrise in Europa
und den USA - von stabilen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu einem nochmaligen
starken Anstieg des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge gegenüber 2010 führten.
Dabei begünstigte insbesondere das starke Marktwachstum in Europa, dem Kernmarkt von
Jungheinrich, das Neugeschäft ebenso wie die übrigen Geschäftsbereiche. Entsprechend
war die Geschäftsentwicklung des Unternehmens von Wachstum und weiterer Ertragsverbesserung
geprägt. Hieran hatte die Nachfragesteigerung im Neugeschäft mit der steigenden Auslastung
der Werke und dem damit verbundenen Ergebnishub wesentlichen Anteil. Diese Entwicklung,
verbunden mit effektiveren und flexibleren Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und
Produktion, ermöglichte dem Jungheinrich-Konzern die Rückkehr zu alter Umsatz- und
Ertragsstärke. Jungheinrich schloss das Geschäftsjahr 2011 mit Ergebnissen auf Rekordniveau
ab. Eine solche positive Entwicklung war zu Beginn des Berichtsjahres 2011 nicht zu
erwarten gewesen.
Die im Berichtsjahr 2011 getätigten Investitionen des Jungheinrich-Konzerns in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte - ohne aktivierte Entwicklungskosten - erhöhten sich
um 19 Mio. € auf 52 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €). Dieser Anstieg signalisiert die Rückkehr
des Jungheinrich-Konzerns zu einer auf Wachstum und Zukunftsgestaltung ausgerichteten
Investitionstätigkeit. Zu dieser zählen die beiden 2011 ausgelösten großen Zukunftsinvestitionen:
der Bau des neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, und der
Neubau des Werkes Qingpu, das den asiatischen Markt mit regionalspezifischen Produkten
versorgt. An beiden Standorten fand im vergangenen Herbst die Grundsteinlegung bzw.
der "Erste Spatenstich" statt. Die Investitionsquote erhöhte sich auf 2,5 Prozent
vom Umsatz (Vorjahr: 1,8 Prozent). Daneben wurde im Berichtszeitraum in den Ausbau
der inländischen Produktionswerke mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt investiert.
Ferner wurden die Konzernvertriebsgesellschaften weiter ausgebaut.
Der Jungheinrich-Konzern als eines der international führenden Unternehmen auf dem
Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik investierte auch im Geschäftsjahr
2011 kräftig in die Produktentwicklung, um seine Kunden mit maßgeschneiderten Intralogistik-Lösungen
zu versorgen und Zukunftstechnologien voranzutreiben. Dabei blieb die Energieeffizienz
von Antriebssystemen ein Schlüsselthema der Forschung. Seine Leistungsfähigkeit stellte
das Unternehmen überzeugend auf der CeMAT 2011 in Hannover, der Weltleitmesse der
Intralogistik, unter Beweis.
Die Aufwendungen des Jungheinrich-Konzerns für Forschung und Entwicklung einschließlich
der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter betrugen 38 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €).
Das waren 4,4 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) des im Berichtsjahr stark gestiegenen
Umsatzes aus dem Neufahrzeuggeschäft. Im Bereich Forschung und Entwicklung, der personell
verstärkt wurde, waren im vergangenen Jahr konzernweit durchschnittlich 342 (Vorjahr:
322) Mitarbeiter tätig.
Der Aufgabenschwerpunkt lag auch im Berichtsjahr auf der Vorbereitung neuer Produkte
zur nachhaltigen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Jungheinrich. 2011 wurden
konzernweit 80 (Vorjahr: 64) Schutzrechte angemeldet; erteilt wurden 47 (Vorjahr:
66) Patente. Damit konnten weitere Innovationen in bedeutende Produktverbesserungen
umgesetzt werden, die wesentlich zur Steigerung des Kundennutzens beitragen.
In den Entwicklungsabteilungen standen im Berichtszeitraum folgende Arbeitsfelder
im Blickfeld:
In der Grundlagenentwicklung wurde unter Beteiligung aller wichtigen Bereiche wie
Vertrieb, Produktmanagement, Einkauf und Produktion sowie der betreffenden Entwicklungsabteilungen
eine sogenannte Technologie-Roadmap erstellt. Hierbei handelt es sich um ein Planungsinstrument
für die Identifizierung erfolgversprechender Zukunftstechnologien und deren Verknüpfung
mit kommenden Serienentwicklungen.
Die seit einigen Jahren als ein möglicher Energiespeicher der Zukunft untersuchten
Lithium-Ionen-Batterien wurden im Berichtsjahr erstmalig in einem Serienprodukt eingeführt.
Die Schnellladefähigkeit und das geringe Gewicht der Batterien eröffnen neue Einsatzfelder.
Jungheinrich entwickelt das Batteriemanagementsystem und produziert die Batterien
unter Verwendung zugekaufter Zellen im eigenen Fertigungswerk in Norderstedt. Die
Entwicklung größerer Lithium-Ionen-Batterien wird geprüft, die technologischen Fortschritte
bei den Herstellern von Batteriezellen beobachtet.
Die Forschungsanstrengungen im Bereich der Automatisierung von Flurförderzeugen wurden
intensiviert. Auf der Basis von Serienfahrzeugen und einer standardisierten Steuerung
geht der Trend weg von projektspezifischen Spezial- hin zu Standardlösungen. Durch
diesen Wechsel kann die Qualität erhöht und eine effiziente After-Sales-Betreuung
sichergestellt werden.
In der zentralen Entwicklung wurde die Konstruktion weiterer Konzernkomponenten gestartet,
die die einheitliche Verwendung über alle Fahrzeugplattformen gestattet.
Jungheinrich wurde als erstem Hersteller von Flurförderzeugen das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz" vom TÜV-Nord verliehen. Es bestätigt die deutliche Reduzierung der CO2 -Emissionen über die komplette Fahrzeugflotte. Diese Einsparung betrug über 25 Prozent in den letzten zehn Jahren im klassischen Segment der Elektro-, Diesel-/Treibgas-Gabelstapler sowie der Schubmaststapler. Bis zu 90 Prozent aller CO2 -Emissionen entstehen in der Nutzungsphase. Eine Verringerung bedeutet damit gleichzeitig eine Senkung der Energiekosten und eine Erhöhung der Einsatzreichweite der Fahrzeuge.
Jungheinrich wird auch in Zukunft durch neue Methoden Maßstäbe für die weitere Verbesserung
der Energieeffizienz seiner Fahrzeuge setzen und damit einen maßgeblichen Beitrag
zur Nachhaltigkeit beim Betrieb von Flurförderzeugen leisten.
Im Mai 2011 präsentierte Jungheinrich seine neuesten Produkte auf der weltgrößten
Branchenmesse CeMAT in Hannover. Es zeigte sich ein Trend zu Systemen und Produkten
zur Prozessverbesserung wie z. B. ISM Online, einem Informationssystem für das Staplermanagement.
Auf Basis des leistungsfähigen Jungheinrich EDV-Netzwerkes sowie der Betreiber- und
Fahrzeugdaten kann der Kunde Flurförderzeugflotten beliebiger Größe und Komplexität
managen. Zu den fahrzeugübergreifenden Systemen zählt außerdem das vorgestellte Staplerleitsystem,
das Transportaufträge gezielt an dazu passende Flurförderzeuge im Lager verteilt.
Zu den Messehighlights gehörte ein fahrerloses Transportsystem (Auto Pallet Mover),
das auf Serienfahrzeugen aufbaut und sich per Lasernavigation orientiert. Jungheinrich
rüstet derzeit erste Serienfahrzeugtypen mit dieser Automatisierung aus.
Eine Weltneuheit stellte das erste Flurförderzeug mit Lithium-Ionen-Batterie (EJE
112i) aus Serienfertigung dar. Durch Einsatz der in den letzten Jahren intensiv untersuchten
Technologie konnte hier die Fahrzeuglänge wesentlich verkürzt und das Batteriegewicht
von 150 auf 14 Kilogramm verringert werden. Damit ist ein Schnellwechsel der Batterie
im laufenden Betrieb möglich. Die Batterie ist wartungsfrei, 15 Prozent effizienter
als herkömmliche Batterien und kann innerhalb von 30 Minuten mit einem speziellen
Jungheinrich-Ladegerät (SLH 40i) bereits bis zu 50 Prozent aufgeladen werden. Als
mögliche Einsatzbereiche bieten sich Geschäftsfilialen und Lkws an.
Präsentiert wurde auch das erste Fahrzeug einer neuen, leistungsfähigen Schubmaststapler-Generation
(ETM/ETV 214/216). Eines der Hauptmerkmale ist seine um bis zu 10 Prozent höhere Umschlagleistung.
Diese resultiert im Wesentlichen aus den erhöhten Hub- und Senkgeschwindigkeiten sowie
einer deutlich verbesserten Fahrbeschleunigung des Staplers. Trotz der höheren Umschlagleistung
konnte der Energieverbrauch um weitere 10 Prozent gesenkt werden.
Auf der Messe wurde erstmals ein Schlepper (EZS C40) mit Superelastikreifen und hoher
Bodenfreiheit für den Außeneinsatz vorgestellt.
Die Entwicklung der Elektro-Hochhubwagen konnte im Berichtszeitraum nahezu abgeschlossen
werden. Dazu gehören verschiedene Ausprägungen von zwei Deichselstaplerbaureihen (ERC
und EJC). Eine geregelte Hydraulik sorgt für den sicheren Umgang bei erhöhter Hubleistung.
Es sind eine elektrische Lenkung und ein Einbaulader verfügbar. Die intensive Untersuchung
neuer Materialien führte zum Einsatz von robusten Kunststoffen, womit sich die von
Kunden geforderten Ablagen in hoher Qualität realisieren lassen.
Im Jungheinrich Design Center Houston (Texas) in den USA wurde ein Deichselstapler
mit Fahrerstandplattform (ECR 327/336) als End Rider speziell für den US-amerikanischen
Markt entwickelt. Dieses Fahrzeug wird von MCFA (Mitsubishi Caterpillar Forklift America
Inc.) in Houston produziert und unter den Marken Jungheinrich und Mitsubishi vertrieben.
Im Jungheinrich-Werk Qingpu (Shanghai) in China wurde - ergänzend zum bereits verfügbaren
Produktspektrum - ein Schubmaststapler (ETV 114/116n) zur Serienreife gebracht. Dabei
wurde neben der Anpassung an die asiatischen Kundenanforderungen auch auf einen hohen
Anteil hochwertiger, lokal bezogener Komponenten geachtet.
Die Anpassung der Personalkapazitäten an die dynamische Markt- und Nachfrageentwicklung
führte zum 31. Dezember 2011 zu einer Erhöhung der Stammbelegschaft des Jungheinrich-Konzerns
um insgesamt 573 Beschäftigte auf 10.711 (Vorjahr: 10.138) Mitarbeiter.
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Vertrieb | 7.877 | 7.421 |
| Fertigung | 2.374 | 2.308 |
| Servicecenter/Verwaltung | 460 | 409 |
| Gesamt | 10.711 | 10.138 |
Von dem Aufbau entfiel der überwiegende Teil auf die Vertriebsgesellschaften im In-
und Ausland sowie auf das Werk Qingpu (China). Der Ausbau in den aufstrebenden Regionen
Russland und Asien sorgte dort für überproportionale Zuwächse. In den Werken Norderstedt
und Moosburg zeigte sich eine nahezu stabile Entwicklung. Im Personalbestand waren
309 (Vorjahr: 300) Auszubildende enthalten. Dieses hohe Niveau belegt den großen Stellenwert,
den Jungheinrich der Ausbildung eigener Nachwuchskräfte beimisst.
Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Leiharbeitnehmer erhöhte sich nachfragebedingt
im Berichtszeitraum insgesamt um 197 Beschäftigte, davon überwiegend in den Werken.
In Norderstedt wurde angesichts der verbesserten Auftragslage die Anzahl der Leiharbeitnehmer
um 42 Beschäftigte aufgestockt. In Moosburg lief die Kurzarbeit im Mai 2011 aus, ehe
auch hier in Anpassung der auftragsbezogenen Fertigung an die höhere Nachfrage im
2. Halbjahr 2011 über 100 Leiharbeitnehmer eingesetzt wurden. Ebenso erhöhten 20 Leiharbeitnehmer
die Produktionskapazität im Werk Landsberg.
Insgesamt wies der Jungheinrich-Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Aufbau von 770
Arbeitsplätzen (Stammbelegschaft und Leiharbeitnehmer) auf. Von der Stammbelegschaft
waren 78 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) in Vertrieb und Verwaltung sowie 22 Prozent
(Vorjahr: 23 Prozent) in der Fertigung tätig. Der Anteil der in der Kundendienstorganisation
beschäftigten Mitarbeiter betrug wie im Vorjahr rund 46 Prozent der Belegschaft. Innerhalb
der Serviceorganisation waren über 3.550 (Vorjahr: über 3.400) Kundendiensttechniker
im Einsatz.
| in % | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Deutschland | 46,0 | 46,0 |
| Frankreich | 8,6 | 8,9 |
| Italien | 7,4 | 7,6 |
| Großbritannien | 6,8 | 7,2 |
| Spanien | 3,1 | 3,3 |
| Übriges Europa | 22,2 | 22,0 |
| China | 3,6 | 2,8 |
| Übrige Regionen | 2,3 | 2,2 |
| Gesamt | 100,0 | 100,0 |
Zum 31. Dezember 2011 waren 5.786 (Vorjahr: 5.477) Mitarbeiter im Ausland und 4.925
(Vorjahr: 4.661) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Damit entfielen wie im Vorjahr
rund 46 Prozent der Arbeitsplätze auf Deutschland. Im Ausland hatte unverändert Frankreich
mit knapp 9 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Italien und Großbritannien mit
jeweils rund 7 Prozent. Der Anteil der in Übersee beschäftigten Mitarbeiter stieg
durch den planmäßigen Ausbau der außereuropäischen Vertriebsaktivitäten auf 6 Prozent
(Vorjahr: 5 Prozent). Dabei erhöhte sich der Anteil Chinas für Vertrieb und Produktion
auf 3,6 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent).
Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hatte die Jungheinrich AG die im Jahr 2010 getroffenen
tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat
eine Laufzeit bis zum 31. März 2012.
Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung.
Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet
sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten
sowie Kapitalrenditen.
Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat
zuständig, der nach Vorbereitung durch den Personalausschuss das Vergütungssystem
hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt, die Bezüge sowie die jährlichen Zielvorgaben
für die variable Vergütung festsetzt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit
der Vergütung überprüft.
Das 2010 überarbeitete Vergütungssystem der Jungheinrich AG kam für die Mitglieder
des Vorstandes bei neu abgeschlossenen Dienstverträgen ab dem 1. Januar 2011 zur Anwendung.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen
Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten
mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist performanceorientiert.
Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil
wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung
betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter
des variablen Bestandteiles sind das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum
des Jungheinrich-Konzerns sowie Marktanteilswachstumsvorgaben für einzelne Produktbereiche.
Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft
und anhand der Mehrjahresziele angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles
erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen
Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses des Vorjahres fällig werden.
Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren
bei Jungheinrich mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfall-barkeitsanspruches.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt,
Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des
Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer.
Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses
Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich,
zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus
für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für
jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag
der oben genannten Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes; über die Aufteilung
beschließt der jeweilige Ausschuss.
Die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 hat ein neues Vergütungsmodell für die Mitglieder
des Aufsichtsrates mit Wirkung ab 1. Januar 2012 beschlossen, welches ab dem vorgenannten
Zeitpunkt die durch die Hauptversammlung am 3. Juni 2003 beschlossenen Regelungen
ersetzt. Nach dieser neuen Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben
dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich
eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite
(ROCE) des Jungheinrich-Konzerns. Für jeden vollen Prozentpunkt, um den die erreichte
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Schwellenwert von 15 Prozent überschreitet, beträgt
die variable jährliche Vergütung 4.000 €. Erreicht die EBIT-Kapitalrendite (ROCE)
den Zielwert von 20 Prozent, beträgt die variable jährliche Vergütung somit 20.000
€. Überschreitet die erreichte EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Zielwert, so erhöht
sich die variable jährliche Vergütung für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert
um weitere 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000
€. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der
vorgenannten Vergütungsbeträge.
Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine
feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses
bzw. für Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse
erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses
erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser
Vergütung.
Der Einkauf von Jungheinrich gliedert sich in die Bereiche
| ― |
Einkauf Technik für Produktionsmaterialien, |
| ― |
Zentraler Einkauf für indirekte Einkaufsgüter, Dienstleistungen und Handelswaren sowie |
| ― |
Ersatzteileinkauf für das After-Sales-Geschäft. |
Im Berichtszeitraum lagen die Schwerpunkte des Einkaufes in der Fortführung der 2010
gestarteten Projekte und Initiativen zur weiteren Standardisierung der Methoden und
Prozesse sowie in der Umsetzung der auf Warengruppenebene definierten Einkaufsprojekte
und -maßnahmen. Hervorzuheben ist hierbei die Neustrukturierung des Batteriegeschäftes,
das 2011 mit einem Einkaufsvolumen von mehr als 140 Mio. € auch die größte Hauptwarengruppe
darstellte. Außerdem war das Augenmerk auf die Durchführung mehrerer weltweiter Beschaffungsmarktanalysen
für A-Komponenten und neue Technologien gerichtet.
Durch die Naturkatastrophe Anfang des Jahres 2011 in Japan ergab sich ein - in seiner
Wirkung allerdings begrenztes - Beschaffungsrisiko. Es handelte sich um vorübergehende
Versorgungsengpässe bei Elektronikbauteilen und wenigen anderen Zulieferkomponenten.
Zur Absicherung der Versorgungssituation wurde umgehend eine Task Force aufgebaut,
die alle betroffenen Bauteile einem permanenten Monitoring unterzog und die Teileversorgung
sicherstellte. Soweit erforderlich wurden alternative Lösungen erarbeitet und umgesetzt.
Hierzu gehörten auch die Identifizierung und der Aufbau neuer Bezugsquellen.
Der Aufbau der Abteilung "Methoden und Prozesse" wurde im Berichtsjahr abgeschlossen.
Neben der Einführung eines Einkaufscockpits auf Basis des SAP Business Warehouse zur
Steuerung und Überwachung der Einkaufsleistungen wurden neue Methoden und Standards
für den Einkauf entwickelt und Einkaufsprojekte methodisch betreut.
Durch das anhaltende Marktwachstum bei Flurförderzeugen stieg das Einkaufsvolumen
im Berichtszeitraum um 14 Prozent auf 1,35 Mrd. € (Vorjahr: 1,18 Mrd. €) an. Das Volumen
des Produktionsmaterials erhöhte sich entsprechend der Nachfragesteigerung um rund
26 Prozent auf 612 Mio. € (Vorjahr: 484 Mio. €). Das entsprach einem Anteil von 45
Prozent (Vorjahr: 41 Prozent) des gesamten Einkaufsvolumens. Mit einer Steigerung
um 27 Prozent auf 304 Mio. € erreichten die Handelswaren 23 Prozent des Einkaufsvolumens
(Vorjahr: 239 Mio. € bzw. 20 Prozent). Das Einkaufsvolumen für indirektes Material
verringerte sich dagegen um 6 Prozent auf 430 Mio. € und entsprach damit nur noch
32 Prozent des konzernweiten Einkaufsvolumens (Vorjahr: 458 Mio. € bzw. 39 Prozent).
Im Hinblick auf die informationstechnologische Entwicklung zeigten die Maßnahmen und
Entscheidungen der 2010 formulierten IT-Strategie zur Harmonisierung und Zentralisierung
der Abläufe und Prozesse 2011 ihre Wirkung. Wesentliche IT-Projekte wurden gestartet,
um die Vernetzung mit Standardsoftware weiter voranzutreiben. Mit der Konsolidierung
der bisherigen Technik SAP-Systeme auf eine gemeinsame Systembasis wurde begonnen.
Die IT-Infrastruktur wurde weiter modernisiert, die Virtualisierung von Servern fortgeführt
und eine Private Cloud geschaffen. Die konzernweite Umstellung der Softwareausstattung
aller Arbeitsplätze auf aktuelle Windows- und Microsoft-Versionen wurde gestartet.
Wichtige kundenbezogene Projekte, die eine direkte Wechselwirkung mit den Kunden fördern,
das Management großer Kundenflotten vereinfachen oder den Kunden einen direkten Informationsservice
bieten, wurden aufgebaut und den Kunden zugänglich gemacht. Beispiele hierfür sind
das Rental Fleet Management oder das innovative Flottenmanagement-Modul ISM Online.
Für den Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen wurde im Rahmen der neuen Europa-Plattform
der Rollout des ABCP-Refinanzierungsprogramms (Asset Backed Commercial Papers) nach
erfolgter Umsetzung in Deutschland auf Frankreich ausgedehnt.
Im Rahmen des Working Capital Managements wird durch die Einbeziehung der SAP-FSCM-Komponente
"Dispute & Collections Management" in Zukunft ein noch effektiveres und effizienteres
Forderungsmanagement konzernweit ermöglicht.
Als wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung sind gemäß der IT-Governance
unter dem Vorstand ein "IT-Board" sowie ein "Architecture and Infrastructure Council"
ins Leben gerufen worden. Diese beiden Gremien sind mit Führungskräften aus den Geschäftsbereichen
und aus der IT besetzt. Zusammen treffen sie wesentliche Entscheidungen zu IT-Projekten
und Investitionen. Hierdurch wird für eine zuverlässige Unterstützung der Kernprozesse
gesorgt, die eine zukunftssichere, konzernweit vernetzte IT-Basis gewährleistet.
Das Jungheinrich-Qualitätsmanagement wurde auch im Geschäftsjahr 2011 dem Anspruch
gerecht, das bereits hohe Qualitätsniveau der Konzernprodukte weiter zu verbessern.
So konnten als wichtige Indikatoren die Qualitäts- und Gewährleistungskosten erneut
deutlich gesenkt werden. In seinem Selbstverständnis als Premiumhersteller von Flurförderzeugen
hob das Unternehmen die Qualitätsziele für die nächsten Jahre weiter an.
Die Grundlage für den Qualitätserfolg sind die Produkt- und Servicedaten aus dem Jungheinrich-Direktvertrieb,
die gebündelt im SAP BW (Business Warehouse) eine hohe Transparenz und Reaktionsfähigkeit
zu den Qualitätsthemen im Feld sicherstellen. Diesem Grundsatz folgend wurde Russland,
das zunehmend an Bedeutung gewinnt, als weitere Vertriebseinheit über die SAP-Einführung
in das Qualitätsberichtswesen eingebunden. Entsprechendes gilt für die Gebrauchtgeräte
aus dem konzerneigenen Aufarbeitungswerk in Klipphausen bei Dresden, für die im SAP
BW ein eigenes Reporting aufgebaut wurde.
Im 1. Halbjahr 2011 wurde das Qualitätsmanagementsystem des Werkes Landsberg, der
jüngsten Produktionsstätte im Konzern, erfolgreich durch den externen Dienstleister
SGS-International nach dem Standard ISO 9001:2008 zertifiziert.
Parallel zu diesen Maßnahmen wurden Grundlagen erarbeitet, um zukünftig eine einheitliche
interne Auditierung der Prozesse über die Jungheinrich-Werke hinweg durchzuführen.
Wichtige Ziele des gemeinsamen Auditmanagementsystems sind, die Schnittstellen im
Produktionsverbund weiter zu optimieren und eine Beteiligung der Werke an Best-Practice-Ansätzen
eines Standortes werksübergreifend zu erreichen.
Jungheinrich ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, im Rahmen seiner
unternehmerischen Tätigkeit und seines wirtschaftlichen Erfolges Umweltbelastungen
so gering wie möglich zu halten. Das Unternehmen entwickelt und produziert hochwertige
Produkte, die den Ansprüchen seiner Kunden an Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit,
Sicherheit und Qualität gleichermaßen gerecht werden. Sowohl bei der Herstellung,
Nutzung und Aufarbeitung von Produkten als auch bei der Erbringung von Dienstleistungen
achtet der Jungheinrich-Konzern auf sparsamen Umgang mit Ressourcen sowie kontinuierliche
Verbesserung der Umweltverträglichkeit. Das Unternehmen führt einen offenen Dialog
mit gesellschaftlichen Gruppen, stellt Medien umweltrelevante Informationen zur Verfügung
und arbeitet mit Behörden, Verbänden und anderen Institutionen vertrauensvoll zusammen.
So engagiert sich Jungheinrich z. B. in einem Forschungsprojekt "Umweltauswirkungen
Intralogistik" an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, u. a. in Zusammenarbeit
mit Vertretern des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau).
Die Verantwortung von Jungheinrich für umweltbewusstes Handeln zeigt sich in besonderer
Weise in der ersten vom TÜV-Nord systematisch analysierten und gemäß DIN EN ISO 14040
zertifizierten Produkt-Ökobilanz der Flurförderzeugbranche. Die Ökobilanz umfasst
die Analyse der Umweltauswirkungen der Jungheinrich-Flurförderzeugflotte im Zeitraum
der Jahre 2000 bis 2010. Diese Untersuchung beinhaltet den Rohstoffeinsatz, die Produktion,
den Transport der Geräte in der Herstellungsphase, den Energieeinsatz über die Nutzungsphase
der Geräte sowie die Aufarbeitung von Geräten für eine zweite Einsatzperiode. Resultat
war, dass die CO₂-Emissionen des kompletten Fahrzeugprogramms in den letzten zehn
Jahren wesentlich gesenkt wurden, u. a. mit einer Reihe von technologischen Innovationen,
die heute den Vergleichsmaßstab beim CO₂-Ausstoß setzen. Im klassischen Segment der
Elektro- und Diesel-/Treibgas-Gabelstapler sowie der Schubmaststapler betrug die Reduzierung
mehr als 25 Prozent.
Innovationen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen prägen heute den gesamten Jungheinrich-Produktzyklus.
Speziell in der Nutzungsphase, in der 80 bis 90 Prozent aller Emissionen entstehen,
sind Hightech-Lösungen von Jungheinrich der Maßstab. Stark verringerte CO₂-Emissionen
bei höchster Umschlagleistung bedeuten deutlich verringerte Umweltbelastungen und
niedrigere Energiekosten zum Wohle der Kunden und der Umwelt. Der Erfolg, als erster
Flurförderzeughersteller mit dem Umweltprädikat ausgezeichnet worden zu sein, ist
Ansporn für Jungheinrich, diesen Weg fortzusetzen und weitere Verbesserungen zu erreichen.
Auch im Berichtsjahr 2011 wurde der Compliance ein hoher Stellenwert eingeräumt. Jungheinrich
versteht unter Compliance die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen
Richtlinien. Das Unternehmen hat diese Funktion zentral mit den Aufgaben der Konzernrevision
verknüpft.
Alle Führungskräfte wurden seitens des Vorstandes und des Chief Compliance Officers
(CCO) aufgefordert, in ihrem Handeln die vielfältigen internen Vorschriften und externen
gesetzlichen Vorgaben zu beachten.
Mit Hilfe des in der Vergangenheit implementierten Compliance-Systems konnte eine
Vielzahl von Themenbereichen durch spezielle revisorische Untersuchungen im gesamten
Konzern weltweit analysiert werden. Hinweise erhielt der CCO überwiegend intern aus
allen Bereichen des Unternehmens. Auch extern steht Kunden und Interessenten über
das Internet die Möglichkeit offen, vertraulich auf eventuelle Unregelmäßigkeiten
hinzuweisen.
Über geplante revisorische Prüfungen hinaus wurden noch weitere Aspekte in den internen
Abläufen auf Einhaltung der externen und internen Vorgaben untersucht. Jede Revisionsuntersuchung
enthält einen gesonderten Hinweis auf die Einhaltung der Compliance, die gegebenenfalls
durch weitere Handlungsempfehlungen zur Beachtung ergänzt werden.
Der Vorstand und der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wurden laufend
vom CCO über mögliche Compliance-Vorfälle informiert.
Gemäß den eigenen Sicherheitsgrundsätzen von Jungheinrich sind alle Führungskräfte
und Mitarbeiter des Konzerns weltweit verpflichtet, mit persönlichen Daten von Kunden
und Mitarbeitern unter Beachtung der aktuellen datenschutzrechtlichen Vorgaben verantwortungsvoll
umzugehen. Hierauf wurden im Berichtsjahr erneut alle Mitarbeiter umfassend hingewiesen
und zur Einhaltung - insbesondere der jeweiligen Landesgesetzgebung - verpflichtet.
Vielfältige Anfragen zu datenschutzrechtlichen Themen hinsichtlich der Speicherung
von Daten, zu Sicherheitsüberprüfungen von Mitarbeitern oder zur Nutzung neuer Medien
wurden zeitnah und umfassend vom Datenschutzbeauftragten des Konzerns geprüft und
beantwortet. Bei diesen Anfragen wurden pragmatische Lösungen angestrebt, die - bezogen
auf das Jungheinrich-Geschäftsmodell - eine Sicherstellung der Vorgaben ermöglichen.
Dabei unterstützen einzelne Datenschutzkoordinatoren in Fachabteilungen die Tätigkeit
des Datenschutzbeauftragten. Die sogenannten Verfahrensverzeichnisse, die einen genauen
Überblick über die im Konzern eingesetzten Datenverarbeitungsverfahren geben, wurden
konzernweit erneuert.
Nennenswerte Beanstandungen oder Verstöße gegen die konzerninternen Vorgaben zur Einhaltung
des Schutzes der persönlichen Daten wurden seitens interner Überprüfungen durch die
Konzernrevision nicht festgestellt.
Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen"
wird auf die Erläuterung unter "Geschäft und Rahmenbedingungen" verwiesen.
Das Jungheinrich-Geschäftsmodell hat die Betreuung des Kunden aus einer Hand über
den Lebenszyklus eines Fahrzeuges zum Ziel. Dabei ist der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen"
mit seinen Angeboten für Nutzenüberlassung und Absatzfinanzierung ein Dienstleister
für den Jungheinrich-Vertrieb zur Förderung des Absatzes von Jungheinrich-Staplern.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes ist eine enge Kundenbindung gegeben.
Diese ermöglicht es, flexible und für den Kunden individuelle Lösungen anzubieten.
Dabei sind mit den Finanzdienstleistungsverträgen grundsätzlich Full-Service- bzw.
Wartungsverträge verbunden. Jungheinrich kann durch seine europaweite Direktvertriebsstruktur
mit eigener Service-Organisation die Kundenerwartungen nach einer länderübergreifenden
Betreuung von Fahrzeugen und unter Einbeziehung individueller, flexibler und wettbewerbsfähiger
Finanzdienstleistungen marktgerecht erfüllen.
Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird innerhalb des Jungheinrich-Konzerns
als "interne" Leasinggesellschaft im Sinne eines "Non Profit Centers" geführt. Er
hat somit keinen eigenständigen Gewinnanspruch. Sämtliche Chancen und Risiken, die
aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme
des Kundenbonitäts- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten
zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den mit den Finanzdienstleistungsverträgen
verbundenen Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die sich aus Restwertgarantien
bzw. aus der Vermarktung der von Kunden zurückgenommenen Fahrzeuge (sogenannte Fahrzeug-Rückläufer)
ergeben.
Die Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns laufen im Geschäftsbereich
"Finanzdienstleistungen" zusammen und werden zentral über die in Deutschland ansässigen
Gesellschaften Jungheinrich Financial Services GmbH und Jungheinrich Finance AG &
Co. KG gesteuert. In den wesentlichen für Jungheinrich relevanten Märkten in Europa
ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Dies gilt
neben Deutschland für Italien, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Spanien.
Es ist ein kontinuierlicher Ausbau von eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften
in weiteren Kernmärkten -als nächstes in Österreich - vorgesehen.
Im Berichtszeitraum 2011 überschritt der europaweite Vertragsbestand erstmals die
Marke von 100 Tsd. Fahrzeugen.
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Vertragszugang zum Neuwert | 391 | 334 |
| Vertragsbestand zum Neuwert 31.12. | 1.611 | 1.531 |
Im Geschäftsjahr 2011 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen
391 Mio. € (Vorjahr: 334 Mio. €). Damit wurde von Jungheinrich mehr als jedes dritte
Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Rental, Leasing etc.) in
Europa abgesetzt. Vom Zugangsvolumen entfielen rund 79 Prozent auf die Länder mit
Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum Jahresende 2011 wuchs
der europaweite Vertragsbestand um rund 5 Prozent auf 101,2 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr:
96,7 Tsd. Einheiten). Dieser Bestand entsprach einem Neuwert von 1.611 Mio. € (Vorjahr:
1.531 Mio. €).
Die Bilanzierung des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" umfasst sowohl die
rechtlich eigenständigen Finanzdienstleistungsgesellschaften als auch die separat
abgebildeten Buchungskreise für das Finanzdienstleistungsgeschäft in den Ländern ohne
rechtlich eigenständige Finanzdienstleistungsgesellschaft.
Der kontinuierliche Ausbau des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" spiegelt
sich in der Bilanz wider. Die Erhöhung der im Anlagevermögen aktivierten Leasinggeräte
aus Finanzdienstleistungen "Operating Leases" sowie die Zunahme der Forderungen aus
Finanzdienstleistungen "Finance Leases" sind vor allem auf den Anstieg von Kundenverträgen
mit den Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften zurückzuführen. Deshalb
nahm das Volumen aus Kundenverträgen unter Zwischenschaltung fremder Leasinggesellschaften
ab.
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Langfristige Vermögenswerte | 647 | 608 |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | 269 | 261 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 372 | 342 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 6 | 5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 314 | 292 |
| Vorräte | 23 | 25 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 58 | 48 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 163 | 155 |
| Übrige kurzfristige Vermögenswerte | 50 | 51 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 20 | 13 |
| Bilanzsumme | 961 | 900 |
Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen resultiert aus der laufzeit-
und zinskongruenten Refinanzierung der angestiegenen "Operating Leases"- und "Finance
Leases"-Kundenverträge.
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | 26 | 18 |
| Langfristige Schulden | 577 | 545 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 534 | 499 |
| Übrige langfristige Schulden | 43 | 46 |
| Kurzfristige Schulden | 358 | 337 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 233 | 216 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 78 | 77 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 47 | 44 |
| Bilanzsumme | 961 | 900 |
Der Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen" wird in seiner Funktion als Dienstleister
zur Unterstützung des Jungheinrich-Vertriebes als "Non Profit Center" ohne eigenständigen
Gewinnanspruch gesteuert.
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Umsatzerlöse | 451 | 395 |
| Umsatzkosten | 448 | 397 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3 | -2 |
| Vertriebskosten | 6 | 5 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | -3 | -6 |
| Finanzergebnis | 14 | 12 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 11 | 6 |
Das Geschäftssegment "Finanzdienstleistungen" hat mit seinen Vermögenswerten und den
entsprechend zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur
des Jungheinrich-Konzerns.
Um bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten des Konzerns die Aussagekraft und Vergleichbarkeit
zu anderen Unternehmen zu verbessern, orientiert sich die finanzwirtschaftliche Steuerung
des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes
bei bonitäts- bzw. ratingbestimmten Kenndaten. Insbesondere bei den Kenndaten zur
Kapitalstruktur, den Netto-Finanzverbindlichkeiten und dem Finanzergebnis werden aus
den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Geschäftssegmentes "Finanzdienstleistungen"
herausgerechnet. Damit beziehen sich diese Kenndaten ausschließlich auf das Geschäftssegment
"Intralogistik".
|
|
|
Jungheinrich-Konzern inkl. Finanzdienstteistungen |
Jungheinrich-Konzern Segment "Intralogistik" |
||
|
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | Mio. € | 718 | 633 | 783 | 698 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 2.580 | 2.394 | 1.823 | 1.693 |
| Eigenkapitalquote | % | 28 | 26 | 43 | 41 |
| Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | 348 | 346 | 344 | 345 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | Mio. € | 767 | 715 | - | - |
| Sonstige Verbindlichkeiten/Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
Mio. € | - | - | 25 | 31 |
|
|
Mio. € | 1.115 | 1.061 | 369 | 376 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | Mio. € | 509 | 549 | 490 | 537 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | Mio. € | 606 | 512 | -121 | -161 |
| Finanzergebnis | Mio. € | 2 | -2 | -12 | -14 |
Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst
Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit
und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der
maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem,
soweit es sich auf den Konzernrechnungslegungsprozess bezieht.
Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll-
und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen
sich wie folgt beschreiben:
| ― |
Der Jungheinrich-Konzern zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus. |
| ― |
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem. |
| ― |
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. |
| ― |
Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme). |
| ― |
Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung. |
| ― |
Ein umfangreiches Konzernbilanzierungshandbuch, das alljährlich aktualisiert und den am Rechnungslegungsprozess beteiligten Bereichen zur Verfügung gestellt wird, sichert die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie Berichterstattung von Geschäftsvorgängen. |
| ― |
Die Mitarbeiter der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen im Jungheinrich-Konzern und in seinen in- und ausländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen. |
| ― |
Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft. |
| ― |
Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrich-spezifischen Systems berücksichtigt. |
| ― |
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, die durch die interne Revision überprüft werden, wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
| ― |
Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements sowie der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte. |
Durch die wachsenden internationalen Geschäftstätigkeiten des Jungheinrich-Konzerns
sind das frühzeitige Erkennen von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen
wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie
sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen
definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems
sind fester Bestandteil regelmäßiger Überprüfungen durch die interne Revision vor
Ort und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden
bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems
berücksichtigt.
Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-,
Planungs- und Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:
| ― |
der Konzernrichtlinie Risikomanagement |
| ― |
dem Konzernrisikoausschuss |
| ― |
den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften |
| ― |
den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen |
| ― |
der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern |
| ― |
der Konzernrevision |
Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement
ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen
sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine
Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch
Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt
wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur
mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. Danach erfolgen die Bewertungen der
Inventuren auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden
unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet.
Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand
vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen
abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden
zwischen den Inventurstichtagen Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten,
ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren.
Die Konzernrevision ist durch ihre vielfältigen und systematischen Prüfungen in allen
Vorstandsbereichen des Konzerns ein wichtiger Baustein im Risikomanagement-System
von Jungheinrich. So wurden im Berichtsjahr weltweit Untersuchungen in allen Bereichen
und Gesellschaften durchgeführt, die auf einem vom Vorstand festgelegten Revisionsplan
basieren und gegebenenfalls um Sonderthemen ergänzt werden. Einzelne Risikoaspekte
wurden umfassend in den jeweiligen Revisionsberichten dargelegt und mit den zuständigen
Geschäftsführern und Bereichsleitern erörtert. Maßnahmen zur Begrenzung von Risiken
wurden umgehend vereinbart und deren Umsetzung durch die Konzernrevision im Rahmen
von sogenannten Follow-Ups (Nachbeobachtungen) abschließend überprüft. Darüber hinaus
wurden Sonderuntersuchungen über aktuell aufgetretene Risikothemen, vorwiegend zu
organisatorischen Veränderungen, zeitnah durchgeführt.
Um die Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben
könnten, zu erfassen und laufend bewerten zu können, hat der Konzern ein separates,
stringentes Risikomanagement-System implementiert. Durch eine zentrale europaweite
Leasing-Vertragsdatenbank auf Basis von SAP ERP steht eine konzerneinheitliche Erfassung
und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System
zur Verfügung.
Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2011 durch den Risikoausschuss bestehen
weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten.
Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt.
Sie beinhalten auch die Risiken, die insbesondere durch die Staatsschuldenkrise in
Europa und in den USA an Bedeutung gewonnen haben. Hierzu zählen das Risiko aus der
Unternehmensfinanzierung, das Liquiditätsrisiko, das Restwertrisiko, das Forderungsausfallrisiko,
das Währungsrisiko und das Lieferantenrisiko.
Im Gegensatz zum vielfältigen Dienstleistungsgeschäft von Jungheinrich hängen die
Herstellung und der Vertrieb von Neufahrzeugen stark von der konjunkturzyklischen
Nachfrage ab. Deshalb wird auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes
für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im
Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, die Konjunkturentwicklung -mit Schwerpunkt
in Europa - laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige
Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapazitäten werden laufend
an die zu erwartenden Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das Risiko aus einer
Unterauslastung der Werke für Jungheinrich wesentlich. In die Risikobetrachtung eingeschlossen
sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation
bei Tochtergesellschaften.
Nach dem massiven Markteinbruch im Jahr 2009 setzte sich die 2010 einsetzende kräftige
Markterholung im Berichtszeitraum weiter fort. Das Marktvolumen in der Flurförderzeugbranche
stieg 2011 weltweit um 23 Prozent. Der europäische Markt wuchs um rund 24 Prozent,
in den Ländern Osteuropas sogar um 38 Prozent. Dennoch wurde in Europa das Vorkrisenniveau
noch nicht wieder erreicht.
Für den Geschäftsverlauf im Jahr 2012 wird das gestiegene Risiko aus den Folgen der
Staatsschuldenkrise im Euroraum bestimmend sein. Konjunkturelle Stimmungsindikatoren
und in der Folge nach unten korrigierte Wachstumsprognosen, insbesondere für Deutschland
und den Euroraum, weisen auf ein Übergreifen der Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft
hin. Der politischen Lösung zur nachhaltigen Stabilisierung der Finanzmärkte und damit
der weltwirtschaftlichen Entwicklung kommt eine entscheidende Bedeutung zu. Für die
Märkte der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik in Europa ist daher vor
dem Hintergrund der verschlechterten Rahmenbedingungen aus heutiger Sicht für das
Geschäftsjahr 2012 nicht von einem weiteren Wachstum auszugehen. Es bestehen nach
wie vor erhebliche Unsicherheiten in der Einschätzung des Ausmaßes einer konjunkturellen
Abkühlung der Weltwirtschaft. Weiterhin wird aber ein Rezessionsszenario wie im Jahr
2009 als unwahrscheinlich angesehen.
Aus Ertragssicht wird 2012 bei stabiler Auslastung in den Werken nur mit einem moderaten
Anstieg der Materialkosten gerechnet, wohingegen die Personalkosten deutlich ansteigen
werden. Basierend auf dem durch die starke Nachfrage getriebenen Aufbau der Mietflotte
im Jahr 2011 wird für 2012 bei weiterhin guter Auslastung eine stabile Entwicklung
erwartet. Für das After-Sales-Geschäft geht Jungheinrich für 2012 von einer moderaten,
gegenüber 2011 abgeschwächten Wachstumsrate aus.
Die europäische Staatsschuldenkrise wird sich 2012 voraussichtlich auf die Geschäftsentwicklung
auswirken. Dennoch bestehen durch die voranschreitende Globalisierung und die damit
einhergehende Arbeitsteilung sowie die wirtschaftliche Entwicklung in Asien und Südamerika
weiterhin vorteilhafte Rahmenbedingungen für regionale Wachstumsmöglichkeiten der
Intralogistik. Immer mehr Länder benötigen in steigendem Maße moderne Flurförderzeugtechnik
und Logistiksysteme. Durch den Ausbau der lokalen Standorte in den Wachstumsregionen
sowie das innovative Produktprogramm, die breite internationale Kundenbasis und die
Positionierung als Vollsortimenter sowie Intralogistik-dienstleister ist Jungheinrich
gut aufgestellt, um an dieser Entwicklung maßgeblich partizipieren zu können.
Nicht einzuschätzen bleiben die Risiken, die sich gegenwärtig aus den politischen
Umwälzungen in den nordafrikanischen Staaten und weiteren Krisenregionen sowie vor
allem aus steigenden Rohölpreisen ergeben könnten.
Die Konsolidierung in der Flurförderzeugbranche schreitet weiter voran wie der jüngst
angekündigte Zusammenschluss von zwei japanischen Herstellern zeigt. Dies dürfte den
Verdrängungs- und Preiswettbewerb weiter verschärfen. Jungheinrich sieht sich dank
seines Geschäftsmodells gut positioniert, um jetzt und in Zukunft im harten Wettbewerb
erfolgreich bestehen zu können.
Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt
zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit ein laufendes Risiko dar.
Jungheinrich begegnet dem insbesondere dadurch, dass das Unternehmen sein Produkt-
und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird
eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht.
Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge mieten, wird sich im laufenden Jahr
weiter fortsetzen. Als Folge der Finanzkrise und der steigenden Anforderungen im finanzwirtschaftlichen
Umfeld (u. a. durch Basel III) wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen
aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot
von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für den Kunden. Den sich aus
solchen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken wird durch ein speziell auf das
Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Diese
Risiken sind zusammenfassend unter "Risiken aus Finanzdienstleistungen" dargestellt.
Jungheinrich unterhielt 2011 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 24 Tsd. Fahrzeugen
(Vorjahr: 22 Tsd. Einheiten). Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende
Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die
Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert.
Einkaufs- und Beschaffungsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten,
Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert
Jungheinrich im Rahmen seines Risikomanagements. Jungheinrich setzt u. a. Kontrollsysteme
zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung der für Jungheinrich relevanten Rohstoffe
ein. Diese Systeme unterstützen das Management des Unternehmens, Entwicklungen, die
einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und
entsprechend handeln zu können.
Derzeit ist kein besonders hohes Risiko für 2012 von der Preisentwicklung bei Rohstoffen
zu erwarten. Das Preisniveau für Stahl, Aluminium, Kupfer und Blei schwächte sich
nach Höchstständen im 2. und 3. Quartal 2011 zum Jahresende hin stark ab und lag unter
dem Preisgefüge zu Beginn des Berichtsjahres.
Für das Jahr 2012 ist von einer differenzierten Preisentwicklung bei Rohstoffen auszugehen.
Während sich die Stahlpreise 2012 leicht über den Durchschnittswerten des Vorjahres
halten dürften, wird ein niedrigeres Preisniveau für Kupfer und Aluminium, insbesondere
aber für Blei erwartet. Es ist nicht auszuschließen, dass die weltweit zu verzeichnende
Abschwächung der Weltkonjunktur zu einer weiteren Reduzierung der Einstandspreise
bei rohstoffpreisintensiven Produkten gegenüber dem Durchschnittswert des Jahres 2011
führen könnte.
Im Falle einer stärkeren konjunkturellen Abschwächung ist nicht ausgeschlossen, dass
die Insolvenzen bei Lieferanten zunehmen. Derzeit sind jedoch keine Risiken aus möglichen
Lieferantenausfällen erkennbar, die zu einer Versorgungslücke führen könnten.
Um informationstechnische Risiken zu vermeiden und die Sicherheit und Effizienz der
Geschäftsprozesse laufend und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme fortwährend
überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen
Systemen, Websites und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische
Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Im Rahmen der IT-Strategie
wurden konzernweit weitere Bereiche und Gesellschaften in die transparenzerhöhende,
standardisierte SAP-Systemvernetzung einbezogen.
Jungheinrich zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert.
Eigenverantwortliches unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln von
Mitarbeitern und Führungskräften bilden das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg
und die zukünftige Entwicklung von Jungheinrich. Hierzu dienen im Rahmen des Hochschulmarketings
enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen, um den für das
Unternehmen wichtigen Ingenieur-Nachwuchs zu rekrutieren. Dem intensiven Wettbewerb
um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in
Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit
attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen.
So werden z. B. Mitarbeiter mit besonderer Eignung und Führungskräfte im Rahmen des
sogenannten "Talent Managements" erkannt, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen
sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern
besetzen. Um den künftigen Facharbeiterbedarf abzusichern, erhöht das Unternehmen
die Anzahl an Auszubildenden. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche,
bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig.
Zu den wesentlichen Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich
ergeben können, gehören das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen
sowie das Restwertrisiko.
Das Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen
unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden-
und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation
des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit
einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und
ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können mit der in 2010 etablierten
Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur
Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung.
Der Ausfall von Kundenforderungen konnte in den vergangenen Jahren auf sehr niedrigem
Niveau gehalten werden. Auch im vergangenen Jahr hat sich das Bonitätsrisiko trotz
der schwierigen Marktbedingungen nicht erhöht. Hierzu haben insbesondere die umfassenden
Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der
Vertragslaufzeit beigetragen. Darüber hinaus erfolgt die Vermarktung vorzeitig zurückgeholter
Fahrzeuge durch die operativen Vertriebseinheiten mit dem Geschäftsbereich "Finanzdienstleistungen"
zu festgelegten Rücknahmekonditionen. Durch eine professionelle Vermarktung von Gebrauchtgeräten
innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem
und ergänzend über die Internet-Plattform "Supralift" verfügt Jungheinrich über ausgezeichnete
Instrumente zur Wiedervermarktung.
Auf Basis einer internen Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Geschäftsbereich
"Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der
Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser
Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal
zulässiger Restwerte durch den Geschäftsbereich "Gebrauchtgeräte" innerhalb des Vertriebes.
Sowohl aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns als auch des Geschäftsbereiches "Finanzdienstleistungen"
wird eine Risikobewertung aller Finanzdienstleistungsverträge vorgenommen. Mit Hilfe
der zentralen Leasing-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsbezogen die Bewertung aller
Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. In den Fällen, in denen
der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird
diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen
Rechnung getragen.
Bei den Finanzrisiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken.
Sie unterliegen einem regelmäßigen Monitoring. Aus der Veränderung von Zinssätzen
und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im
Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur
Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-,
Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen
an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie
Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört
u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling.
Die anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum (Eurokrise) und deren Auswirkungen
auf die Finanzmärkte haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Sicherung
des finanziellen Spielraumes von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung
des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz
erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen
verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von über 300 Mio. € zur Finanzierung
des operativen Geschäftes. Darüber hinaus besteht ein im Dezember 2009 begebenes Schuldscheindarlehen
in Höhe von 100 Mio. € mit einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren. Damit ist eine
solide Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Die Ergebniserwartungen für
2012 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich
vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Ein zunehmender Druck auf die Kreditmarge
ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den weiterhin hohen
Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen
erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine
konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier
Bonität.
Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von
vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale
Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Jungheinrich-Konzern eingesetzten
Risikoindikatoren, insbesondere des Ratings über die Vertragspartner, das von anerkannten
Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert wird, besteht für Jungheinrich
kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine
Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich
gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen
Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt.
Zum 31. Dezember 2011 bestanden im Jungheinrich-Konzern Devisensicherungsgeschäfte
im Volumen von 196,9 Mio. € (Vorjahr: 177,0 Mio. €). Die bestehenden Devisensicherungsgeschäfte
haben überwiegend eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zinssicherungen für Grundgeschäfte
zum 31. Dezember 2011 bestanden in Höhe von 93,6 Mio. € (Vorjahr: 63,8 Mio. €).
Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der
Jungheinrich AG zu entnehmen.
Allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien weitgehend
ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung
zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen.
Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten sind in
angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Des Weiteren bestehen derzeit keine
wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten.
Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres
2011 eingetreten sind, liegen nicht vor.
In der Einschätzung der Entwicklung des Welthandels im Jahr 2012 geht Jungheinrich
von einer abnehmenden Wachstumsdynamik mit weiterhin stark regionalen Unterschieden
aus. Maßgebend hierfür ist die sich weltweit abzeichnende Wirtschaftseintrübung als
Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum und in den USA. So weisen reduzierte Wirtschaftsprognosen
für die Eurozone einen leichten Konjunkturrückgang auf. Allerdings haben sich jüngste
Konjunkturindikatoren in den Industrieländern bereits etwas aufgehellt und deuten
auf eine wieder freundlichere Konjunkturentwicklung ab dem Frühjahr 2012 hin. Osteuropa
dürfte demgegenüber weiterhin noch mit einem leichten Wachstum aufwarten. Mit einem
moderaten Wachstum ist auch in den USA zu rechnen. Die Volkswirtschaften Asiens und
Lateinamerikas werden weiter von der hohen Eigendynamik und der Inlandsnachfrage in
den Schwellenländern China, Indien und Brasilien sowie der Sondersituation "Aufbau
in Japan" profitieren. Dies wird einen stabilisierenden Effekt auf das weltweite Wirtschaftswachstum
haben. Etwaige wirtschaftliche Einflüsse aus den politischen Veränderungen in den
nordafrikanischen Staaten bleiben weiterhin ungewiss und sind in den Wachstumsprognosen
nicht enthalten.
| Region | Prognose 2012 | Prognose 2013 |
| Welt | 3,4 | 3,8 |
| USA | 2,0 | 2,5 |
| China | 7,5 | 7,5 |
| Eurozone | -0,4 | 0,8 |
| Deutschland | 0,5 | 1,3 |
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2012)
Trotz des merklich verschlechterten wirtschaftlichen Umfeldes - insbesondere für Europa
-sollten die Aussichten für die Flurförderzeugindustrie insgesamt stabil in einer
Seitwärtsbewegung mit leichten Wachstumschancen bleiben, wenngleich mit zum Teil deutlich
regionalen Unterschieden. Daher dürfte sich nach dem starken Marktwachstum im Vorjahr
die Marktdynamik deutlich verringern. Für das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge
geht Jungheinrich daher nur noch von einer stückzahlbezogenen Steigerung von unter
5 Prozent auf rund 1 Mio. Einheiten aus. Dabei dürfte sich das Marktwachstum vor allem
auf Asien, Lateinamerika und die USA erstrecken. Da in diesen Regionen die Gegengewichtsstapler
eine dominierende Rolle einnehmen, sollte dieses Produktsegment gegenüber dem Segment
der lagertechnischen Fahrzeuge etwas höhere Zuwächse aufweisen. Die Marktentwicklung
in Europa könnte von einer soliden Basis in Deutschland, Frankreich und Großbritannien
und einem stärkeren Wachstum in Osteuropa profitieren. Dem stehen sich abschwächende
Märkte wie z. B. Spanien gegenüber. Für den Jungheinrich-Konzern werden sich sowohl
aus der Marktentwicklung und den jüngst auf den Markt gebrachten Fahrzeugen als auch
durch die verstärkten Vertriebsmaßnahmen zusätzliche Absatzchancen ergeben. Insgesamt
geht Jungheinrich für den Geschäftsverlauf 2012 von einer stabilen Seitwärtsbewegung
mit leichten Wachstumschancen aus. Auf der Grundlage des erwarteten Marktwachstums
und in Anlehnung an die Geschäftsentwicklung in den ersten Wochen des laufenden Jahres
erwartet das Unternehmen zumindest, dass sich der Auftragseingang in einer Bandbreite
zwischen 2,0 und 2,1 Mrd. € und der Konzernumsatz dazu korrespondierend bewegen dürften.
Dabei sollte die Umsatzentwicklung von dem hohen Auftragsbestand zu Jahresbeginn profitieren.
Nicht auszuschließen bleibt, dass es entgegen dieser Einschätzung aufgrund der Staatsschuldenkrise
zu einem deutlichen Marktrückgang kommen könnte. In diesem Fall wäre das Unternehmen
mit seiner Positionierung als Vollsortimenter und Intralogistikdienstleister mit Schwerpunkt
im weniger volatilen Food-Bereich und seinem hohen Serviceanteil gut aufgestellt,
um auch ein negatives Marktszenario mit heute optimierten und flexibleren Strukturen
in Verwaltung, Vertrieb und Produktion erfolgreich zu bestehen.
Die Ertragsentwicklung 2012 wird vor allem durch die Nachfrage im Neugeschäft und
die damit verbundene Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken sowie das
weiter wachsende After-Sales-Geschäft bestimmt werden. Dabei hängt der Ergebnisbeitrag
im Neugeschäft wesentlich von der Marktentwicklung in den bedeutenden europäischen
Ländern sowie vom Produktmix ab. Für die Auslastung in den Werken bildet der hohe
Auftragsbestand zum Jahresende 2011 eine solide Ausgangsbasis. Ergebnisbelastungen
werden sich 2012 vor allem aus höheren Personalkosten, u. a. aus Tarifabschlüssen
in Deutschland, ergeben. Unter der Voraussetzung, dass sich die weltweiten Märkte
der Flurförderzeugindustrie wie prognostiziert entwickeln werden und der Geschäftsverlauf
entsprechend eintritt, bestehen gute Chancen, dass der Jungheinrich-Konzern ein operatives
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) voraussichtlich auf Vorjahresniveau erwirtschaften
könnte.
Der Jungheinrich-Konzern wird 2012 seine Entwicklungstätigkeit ausweiten und damit
seiner Rolle als eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der
Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik auch im laufenden Jahr gerecht werden.
Das gilt sowohl für die konzernübergreifende Grundlagenentwicklung in Schlüsseltechnologien
wie der Antriebstechnik als auch für die Produktentwicklung mit marktspezifischen
Lösungen. Mit Neuentwicklungen wird Jungheinrich auch 2012 als produzierender Dienstleistungs-
und Lösungsanbieter der Intralogistik seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.
Im Markenclaim "Jungheinrich - Machines. Ideas. Solutions." kommt dies zusammengefasst
zum Ausdruck.
Nach einer möglichen leichten Wachstumsdelle im Jahr 2012 erwartet Jungheinrich wieder
wachsende Märkte. Entsprechend dieser Einschätzung wird das Unternehmen unter dem
Motto 2012 "Investing in the Future" in größerem Umfang Investitionen tätigen, um
langfristig profitables Wachstum zu generieren. Um der steigenden Nachfrage nach Flurförderzeugen
in Asien zu entsprechen, wurde mit dem Neubau des Werkes Qingpu (Shanghai) begonnen.
Nach seiner Fertigstellung wird es das derzeitige Werk ablösen und eine noch bessere
Versorgung dieser zentralen Absatzregion mit regionalspezifischen Produkten gewährleisten.
Zu den weiteren Zukunftsprojekten gehören die Errichtung des neuen Ersatzteilzentrums
zum Ausbau des After-Sales-Geschäftes und der Neubau von Vertriebszentren zur Stärkung
der Vertriebsorganisation. Mit dem Startschuss zum Bau eines Produktionswerkes für
Schmalgangstapler am Standort Degernpoint (Bayern) wurden im Februar 2012 die Weichen
für ein weiteres eigenständiges "Centre of Excellence" für Lager- und Systemfahrzeuge
gestellt. Diese Fahrzeuge werden derzeit im Moosburger Stammwerk produziert. Das Projektvolumen
für das neue Werk liegt bei rund 40 Mio. €. Nach Inbetriebnahme in der 2. Jahreshälfte
2013 ist die Modernisierung der Fertigungsflächen für die am Produktionsstandort Moosburg
verbleibenden Gegengewichtsstapler geplant. Hierdurch sollen entsprechende Kosteneinsparpotenziale
gehoben werden.
Die Höhe des Investitionsvolumens - ohne Berücksichtigung der Investitionen in das
Miet- und Finanzdienstleistungsgeschäft - wird 2012 aufgrund dieser großen zukunftsgerichteten
Investitionsprojekte, deren Realisierung sich jeweils über einen Zeitraum von zwei
Jahren erstrecken wird, mit über 80 Mio. € das Niveau des Vorjahres deutlich übersteigen.
Ferner wird mit der Gründung neuer Finanzierungsgesellschaften in Österreich der Ausbau
des Finanzdienstleistungsgeschäftes in Europa vorangetrieben. Durch die gesicherte
Unternehmensfinanzierung einschließlich der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes
ist auch hier die Basis für zukünftiges Wachstum gelegt.
Vertriebsseitig werden die Marktpositionen in einzelnen Regionen verbessert und die
Vertriebspräsenz in den Wachstumsmärkten in Osteuropa, Asien und Lateinamerika ausgeweitet.
2012 wird die Marktbearbeitung in Indien über eine neu zu gründende Vertriebsgesellschaft
ausgebaut. Darüber hinaus wird Jungheinrich den Ausbau seines weltweiten Händlergeschäftes
in Ländern ohne eigene Vertriebsgesellschaft und in strategisch wichtigen Regionen
vorantreiben. Des Weiteren bleiben der Ausbau des Geschäftes mit verbrennungsmotorischen
Gegengewichtsstaplern und der Ausbau des Systemgeschäftes wesentliche Schwerpunkte.
Im Jahr 2013 könnte wieder mit einer stärkeren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet
werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf
wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur
der Flurförderzeugindustrie auslösen. Steigende Auftragseingänge im Neugeschäft, die
zu einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken führen, würden
zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns beitragen.
Der Jungheinrich-Konzern verfügt über effektive und flexible Strukturen und sieht
sich von daher gut aufgestellt, um auch zukünftig im Wettbewerb - ungeachtet des Konsolidierungsprozesses
in der Flurförderzeugbranche - erfolgreich zu bestehen. Mit den auf den Weg gebrachten
großen Investitionsprojekten sind die Weichen gestellt, dass der Jungheinrich-Konzern
innerhalb und außerhalb Europas nachhaltig profitabel wachsen und seine Marktstellung
langfristig ausbauen kann. Durch die strategischen Investitionsentscheidungen sind
die Produktionsstandorte umfassend auf die Wachstumsperspektiven ausgerichtet. Jungheinrich
wird überall dort seine Aktivitäten verstärken, wo sich Umsatz- und Ergebnischancen
im Rahmen des Geschäftsmodells bzw. der strategischen Ausrichtung folgend kurz- und
mittelfristig umsetzen lassen. Das gilt sowohl für die weitere Erschließung aufstrebender
Märkte, wie beispielsweise in Indien, als auch im Hinblick auf die Produktentwicklung.
Die technologische Entwicklungskompetenz, die Konzentration auf nur eine Produktmarke,
das integrierte Geschäftsmodell und das - insbesondere in Europa - flächendeckende
eigene Vertriebs- und Servicenetz sowie die solide Finanzkraft sind die Basis für
das Unternehmen, um die Herausforderungen, die sich aus Markt und Wettbewerb ergeben,
erfolgreich zu meistern.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung
von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen könnten,
gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs-
und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung
einiger europäischer Länder und der USA sowie die Auswirkungen aus den politischen
Umwälzungen in Nordafrika, insbesondere aus einem möglichen Anstieg der Rohölpreise.
|
|
|
Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1),2) | Finanzdienstleistungen2) | ||
|
|
Anhang | 2011 in Tausend € |
2010 in Tausend € |
2011 in Tausend € |
2010 in Tausend € |
2011 in Tausend € |
| Umsatzerlöse |
(3) | 2.116.283 | 1.816.192 | 1.664.893 | 1.420.563 | 451.390 |
| Umsatzkosten3) |
(4) | 1.482.383 | 1.271.325 | 1.034.652 | 873.889 | 447.731 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz |
|
633.900 | 544.867 | 630.241 | 546.674 | 3.659 |
| Vertriebskosten3) |
|
395.670 | 362.193 | 389.360 | 357.132 | 6.310 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten |
(12) | 36.846 | 35.598 | 36.846 | 35.598 | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten3) |
|
59.278 | 53.351 | 59.278 | 53.351 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge |
(7) | 4.071 | 4.468 | 4.071 | 3.942 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
(8) | 2.474 | 3.655 | 2.473 | 3.653 | 1 |
| Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen |
(16) | 2.182 | 3.056 | 2.182 | 3.056 | - |
| Übriges Beteiligungsergebnis |
(9) | -70 | - | -70 | - | - |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern |
|
145.815 | 97.594 | 148.467 | 103.938 | -2.652 |
| Finanzergebnis |
(10) | 2.488 | -1.753 | -11.545 | -14.032 | 14.033 |
| Ergebnis vor Steuern |
|
148.303 | 95.841 | 136.922 | 89.906 | 11.381 |
| Ertragsteuern |
(11) | 42.761 | 13.502 |
|
|
|
| Ergebnis nach Steuern |
|
105.542 | 82.339 |
|
|
|
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) |
(38) |
|
|
|
|
|
| Stammaktien |
|
3,07 | 2,39 |
|
|
|
| Vorzugsaktien |
|
3,13 | 2,45 |
|
|
|
|
|
Finanzdienstleistungen2) |
|
|
2010 in Tausend € |
| Umsatzerlöse |
395.629 |
| Umsatzkosten3) |
397.436 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -1.807 |
| Vertriebskosten3) | 5.061 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten |
- |
| Allgemeine Verwaltungskosten3) | - |
| Sonstige betriebliche Erträge |
526 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen |
2 |
| Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen |
- |
| Übriges Beteiligungsergebnis |
- |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | -6.344 |
| Finanzergebnis |
12.279 |
| Ergebnis vor Steuern | 5.935 |
| Ertragsteuern |
|
| Ergebnis nach Steuern |
|
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) |
|
| Stammaktien |
|
| Vorzugsaktien |
|
1)
inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen"
2)
Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.
3)
Aufgrund einer geänderten konzerninternen Verrechnung zentraler Kosten ergibt sich
seit Beginn des Berichtsjahres eine neue Kostenstruktur. Die im Vorjahr unter den
Umsatz- (8,5 Mio. €) und Vertriebskosten (18,3 Mio. €) ausgewiesenen Beträge wurden
entsprechend in die allgemeinen Verwaltungskosten (26,8 Mio. €) umgegliedert.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Ergebnis nach Steuern | 105.542 | 82.339 |
| Unterschiedsbetrag aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten |
|
|
| Nicht realisierte Gewinne/Verluste | -3.285 | -5.849 |
| Realisierte Gewinne/Verluste | -287 | 4.528 |
| Latente Steuern | 682 | 532 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung |
|
|
| Nicht realisierte Gewinne/Verluste | 81 | 6.452 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -2.809 | 5.663 |
| Gesamtergebnis | 102.733 | 88.002 |
|
|
|
Jungheinrich- Konzern | Intralogistik1),2) | Finanzdienstleistungen2) | ||
|
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 |
|
|
Anhang | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Immaterielle Vermögenswerte |
(12) | 31.681 | 26.396 | 31.672 | 26.387 | 9 |
| Sachanlagen |
(13) | 283.724 | 275.289 | 283.711 | 275.277 | 13 |
| Mietgeräte |
(14) | 220.569 | 159.125 | 220.569 | 159.125 | - |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen |
(15) | 210.995 | 203.850 | (58.189) | (56.671) | 269.184 |
| Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen |
(16) | 13.708 | 14.312 | 13.708 | 14.312 | - |
| Übrige Finanzanlagen |
(16) | 163 | 415 | 163 | 415 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
(18) | 8.378 | 7.439 | 8.378 | 7.439 | - |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
(19) | 371.721 | 341.563 | - | - |
371.721 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
(36) | 68 | - | 68 |
|
- |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
(20) | 9.225 | 9.285 | 9.225 | 9.285 | - |
| Wertpapiere |
(21) | 111.949 | - | 111.949 | - | - |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
(23) | 161 | 273 | (5.704) | (4.696) | 5.865 |
| Latente Steueransprüche |
(11) | 66.907 | 62.813 | 66.600 | 62.620 | 307 |
|
|
|
1.329.249 | 1.100.760 | 682.150 | 493.493 | 647.099 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Vorräte |
(17) | 248.038 | 197.644 | 224.626 | 172.821 | 23.412 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
(18) | 406.578 | 355.118 | 348.393 | 307.227 | 58.185 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
(19) | 163.403 | 154.590 | - | - |
163.403 |
| Ertragsteuerforderungen |
|
869 | 8.161 | 807 | 7.183 | 62 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
(36) | 1.130 | 1.736 | 1.130 | 1.736 | - |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
(20) | 24.144 | 19.230 | (20.474) | (28.098) | 44.618 |
| Wertpapiere |
(21) | 14.563 | 100.700 | 14.563 | 100.700 | - |
| Liquide Mittel |
(22) | 382.815 | 448.716 | 363.233 | 435.983 | 19.582 |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
(23) | 9.211 | 7.595 | 4.490 | 3.702 | 4.721 |
|
|
|
1.250.751 | 1.293.490 | 936.768 | 1.001.254 | 313.983 |
|
|
|
2.580.000 | 2.394.250 | 1.618.918 | 1.494.747 | 961.082 |
|
|
Finanzdienstleistungen2) |
|
|
31.12.2010 |
|
|
in Tausend € |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
| Immaterielle Vermögenswerte |
9 |
| Sachanlagen |
12 |
| Mietgeräte |
- |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen |
260.521 |
| Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen |
- |
| Übrige Finanzanlagen |
- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
- |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
341.563 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
- |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
- |
| Wertpapiere |
- |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
4.969 |
| Latente Steueransprüche |
193 |
|
|
607.267 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
| Vorräte |
24.823 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
47.891 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen |
154.590 |
| Ertragsteuerforderungen | 978 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
- |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
47.328 |
| Wertpapiere |
- |
| Liquide Mittel |
12.733 |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
3.893 |
|
|
292.236 |
|
|
899.503 |
1)
inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen"
2)
Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.
|
|
|
Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1),2) | Finanzdienstleistungen2) | ||
|
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2011 |
|
|
Anhang | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € | in Tausend € |
| Eigenkapital |
(24) |
|
|
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital |
|
102.000 | 102.000 | 93.284 | 95.217 | 8.716 |
| Kapitalrücklage |
|
78.385 | 78.385 | 78.350 | 78.350 | 35 |
| Gewinnrücklagen |
|
516.017 | 428.095 | 498.387 | 417.043 | 17.630 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen |
|
21.358 | 24.167 | 21.584 | 23.867 | (226) |
|
|
|
717.760 | 632.647 | 691.605 | 614.477 | 26.155 |
| Langfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
(25) | 145.631 | 144.377 | 145.590 | 144.338 | 41 |
| Übrige Rückstellungen |
(26) | 55.694 | 54.682 | 55.020 | 53.948 | 674 |
| Latente Steuerschulden |
(11) | 12.970 | 8.188 | 9.667 | 4.507 | 3.303 |
| Finanzverbindlichkeiten |
(27) | 216.023 | 184.569 | 216.023 | 184.569 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
(28) | 533.884 | 499.441 | - | - |
533.884 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
(36) | 3.550 | - |
2.633 | - |
917 |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
(31) | 72.470 | 70.924 | 34.274 | 30.290 | 38.196 |
|
|
|
1.040.222 | 962.181 | 463.207 | 417.652 | 577.015 |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| Ertragsteuerschulden |
|
9.499 | 3.593 | 8.845 | 3.073 | 654 |
| Übrige Rückstellungen |
(26) | 153.846 | 151.913 | 152.140 | 151.003 | 1.706 |
| Finanzverbindlichkeiten |
(27) | 131.540 | 161.776 | 128.309 | 160.345 | 3.231 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
(28) | 232.748 | 215.674 | - | - | 232.748 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
(29) | 172.111 | 146.130 | 94.080 | 68.903 | 78.031 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
(36) | 3.146 | 4.957 | 3.146 | 4.921 | - |
| Übrige Verbindlichkeiten |
(30) | 83.152 | 77.690 | 61.711 | 60.561 | 21.441 |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
(31) | 35.976 | 37.689 | 15.875 | 13.812 | 20.101 |
|
|
|
822.018 | 799.422 | 464.106 | 462.618 | 357.912 |
|
|
|
2.580.000 | 2.394.250 | 1.618.918 | 1.494.747 | 961.082 |
|
|
Finanzdienstleistungen2) |
|
|
31.12.2010 |
|
|
in Tausend € |
| Eigenkapital |
|
| Gezeichnetes Kapital | 6.783 |
| Kapitalrücklage | 35 |
| Gewinnrücklagen | 11.052 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 300 |
|
|
18.170 |
| Langfristige Schulden |
|
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
39 |
| Übrige Rückstellungen |
734 |
| Latente Steuerschulden |
3.681 |
| Finanzverbindlichkeiten |
- |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
499.441 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
- |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
40.634 |
|
|
544.529 |
| Kurzfristige Schulden |
|
| Ertragsteuerschulden | 520 |
| Übrige Rückstellungen |
910 |
| Finanzverbindlichkeiten |
1.431 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
215.674 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
77.227 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
36 |
| Übrige Verbindlichkeiten |
17.129 |
| Rechnungsabgrenzungsposten |
23.877 |
|
|
336.804 |
|
|
899.503 |
1)
inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Geschäftssegmenten "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen"
2)
Die Aufteilung stellt keine Pflichtangabe nach IFRS dar und ist daher ungeprüft.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Ergebnis nach Steuern | 105.542 | 82.339 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 42.410 | 45.399 |
| Abschreibungen auf Miet- und Leasinggeräte | 109.285 | 96.146 |
| Wertminderungen auf Finanzanlagen | 2 | 3 |
| Veränderung der Rückstellungen | 4.199 | 10.521 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) | -179.097 | -111.041 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten | 161 | 228 |
| Ergebnis aus der Equity-Bewertung | 604 | -2.614 |
| Veränderung der latenten Steueransprüche und Steuerschulden | 688 | -3.578 |
| Veränderung bei übrigen Bilanzpositionen |
|
|
| Vorräte | -50.394 | -24.811 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -52.398 | -49.444 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -38.971 | -19.248 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 25.981 | 49.908 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 51.517 | 47.280 |
| Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten | 37.519 | -7.591 |
| Sonstige betriebliche Aktiva | -1.917 | -13.582 |
| Sonstige betriebliche Passiva | 9.584 | 12.976 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 64.715 | 112.891 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -57.137 | -41.147 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 903 | 1.606 |
| Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen | 180 | -133 |
| Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | -25.812 | -35.620 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -81.866 | -75.294 |
| Gezahlte Dividenden | -17.620 | -1.920 |
| Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | 15.983 | -8.664 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Finanzkrediten | 14.462 | 693 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von langfristigen Finanzkrediten | -63.389 | -4.515 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -50.564 | -14.406 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -67.715 | 23.191 |
| Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes | -51 | 2.253 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -67.766 | 25.444 |
| Finanzmittelbestand am 01.01. | 446.505 | 421.061 |
| Finanzmittelbestand am 31.12. | 378.739 | 446.505 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein-
und Auszahlungen:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Gezahlte Zinsen | 51.703 | 50.361 |
| Erhaltene Zinsen | 45.592 | 40.547 |
| Ertragsteuern | 32.533 | 17.356 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert.
|
|
Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Sonstige Eigenkapital- veränderungen |
Gesamt | |
| in Tausend € |
|
|
|
Unterschieds- betrag aus der Währungs- umrechnung |
Unterschieds- betrag aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente |
|
| Stand am 01.01.2011 | 102.000 | 78.385 | 428.095 | 25.197 | -1.030 | 632.647 |
| Dividende für das Vorjahr | - | - | -17.620 | - | - | -17.620 |
| Gesamtergebnis 2011 | - | - | 105.542 | 81 | -2.890 | 102.733 |
| Stand am 31.12.2011 | 102.000 | 78.385 | 516.017 | 25.278 | -3.920 | 717.760 |
| Stand am 01.01.2010 | 102.000 | 78.385 | 347.676 | 18.745 | -241 | 546.565 |
| Dividende für das Vorjahr | - | - | -1.920 | - | - | -1.920 |
| Gesamtergebnis 2010 | - | - | 82.339 | 6.452 | -789 | 88.002 |
| Stand am 31.12.2010 | 102.000 | 78.385 | 428.095 | 25.197 | -1.030 | 632.647 |
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert.
Die Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg
(Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister
eingetragen.
Der Jungheinrich-Konzern ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als
Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller
damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung
der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten
sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme.
Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten
Gesamtanlagen.
Der Produktionsverbund umfasst unverändert die Werke in Norderstedt, Moosburg, Landsberg
und Lüneburg (jeweils Deutschland) Die Fertigung für den ostasiatischen Markt im Werk
in Qingpu/Shanghai (China) umfasst Elektro-Hubwagen sowie Elektro-Gegengewichtsstapler.
Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen.
Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum
in Klipphausen/Dresden (Deutschland).
Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 17
Vertriebszentren/Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften
im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Singapur
und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt
über einen exklusiven Vertriebspartner.
Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben.
Die Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden
alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International
Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der
EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften beachtet.
Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung
wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde am 6. März 2012 durch den Vorstand
zur Veröffentlichung freigegeben.
Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich
AG, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen,
an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern
einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode
bilanziert. Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen assoziierte
Unternehmen und Joint Ventures. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt,
da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich
ermittelt werden kann.
Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und
der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.
Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt.
Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden
mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten
der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird
dieser aktive Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens
einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Ist
der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten,
ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort
ertragswirksam erfasst.
Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse
innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten
angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb
werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns
an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte.
Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht
separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert
des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken
des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen.
In Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag
geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam
erfasst.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen
werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige
Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum
ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist
die funktionale Währung die Landeswährung.
Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden
alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet.
Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und-Verlust-Rechnungen
erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber
der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen
Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und
der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige
Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen.
Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb
der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert:
|
|
|
Mittelkurs am Bilanzstichtag | Jahresdurchschnittskurs | ||
| Währung | Basis 1 € | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 2011 | 2010 |
| GBP |
|
0,83530 | 0,86075 | 0,86788 | 0,85784 |
| CHF |
|
1,21560 | 1,25040 | 1,23260 | 1,38030 |
| PLN |
|
4,45800 | 3,97500 | 4,12060 | 3,99470 |
| NOK |
|
7,75400 | 7,80000 | 7,79340 | 8,00430 |
| SEK |
|
8,91200 | 8,96550 | 9,02980 | 9,53730 |
| DKK |
|
7,43420 | 7,45350 | 7,45060 | 7,44730 |
| CZK |
|
25,78700 | 25,06100 | 24,59000 | 25,28400 |
| TRY |
|
2,44320 | 2,06940 | 2,33780 | 1,99650 |
| RUB |
|
41,76500 | 40,82000 | 40,88460 | 40,26290 |
| HUF |
|
314,58000 | 277,95000 | 279,37000 | 275,48000 |
| CNY |
|
8,15880 | 8,82200 | 8,99600 | 8,97120 |
| USD |
|
1,29390 | 1,33620 | 1,39200 | 1,32570 |
Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit
dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen
der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis
fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist.
Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages
als sogenannter "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes
und im Fall eines sogenannten "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten erfasst.
Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer
vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, der
Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie
umsatzwirksam aufgelöst.
Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen
werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden
unter den Umsatzkosten ausgewiesen.
Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen
für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge.
Aufwendungen für Forschung und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden
in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst.
Investitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit
besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass
die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten
der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer
der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro
rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Das Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während
des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2011
und 2010 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis
der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und -sofern
deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden
Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Das Nutzungsrecht an einem chinesischen
Grundstück ist auf 50 Jahre begrenzt.
Entwicklungskosten werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der
entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen
wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden
können. Die aktivierten Entwicklungskosten umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess
zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte
Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene
Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben.
Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten
zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich
Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten
neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten
sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und
Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer
Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte
führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear
abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam
berücksichtigt.
Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Gebäude | 10-50 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen, Einbauten in Gebäude | 10-50 Jahre |
| Betriebsvorrichtungen | 8-15 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5-10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-10 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer
werden nicht planmäßig abgeschrieben.
Jungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge, denen
keine Leasingtransaktionen zugrunde liegen. Diese Mietgeräte werden zu historischen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Sie werden
über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent
und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die
wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt.
Für alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit
mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass
eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag
des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird
für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt
Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte
oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der
erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes
abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen
Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet,
wird eine Wertminderung erfasst.
Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt
eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein
für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden
nicht aufgeholt.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften
direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden
ab.
Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung
richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance
Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei
den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig
zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres
Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit
stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt
wird.
Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt
ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte
aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die
Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren
über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen
werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils
30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer
abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw.
9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit
erfasst.
Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Leases" und "Operating
Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen
in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen
Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig
fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten
Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der
Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert
sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes
gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft
kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an
und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus
werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden
Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse
erfolgswirksam verteilt.
Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche
Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes
beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften
verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren
sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven
Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen"
erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde
liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die
abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie
umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien
werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen.
Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften
als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten
"Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder
Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert
der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der
Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte
und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei
Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten
Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst.
Gemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig
bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen
zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen.
Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden 4 Kategorien zuzuordnen:
| ― |
Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten |
| ― |
bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen |
| ― |
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― |
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. |
Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten
handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie
Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile an verbundenen Unternehmen. At-equity-bilanzierte
Unternehmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und
anschließend entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens
fortgeführt.
Wertpapiere, die der Kategorie "bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen"
zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert.
Die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordneten, zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente
werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente.
Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizulegende
Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger
Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle,
ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft.
Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten
dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur
vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit
wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar
sein muss.
Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung
von Leasingverhältnissen verwiesen.
Verbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen
sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung
von Leasingverhältnissen wird verwiesen.
Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu
Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und
ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten
Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.
Die unter der Position "Wertpapiere" ausgewiesenen Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet, da Absicht und Fähigkeit bestehen, sie bis zur Endfälligkeit
zu halten. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit
rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Zudem
hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen.
Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert
werden ergebniswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich zu Sicherungszwecken eingesetzt.
IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des
Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow
Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen)
berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung
derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen
der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven
Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die Gewinn-
und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes.
Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis berücksichtigt.
Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen,
werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Gewinne und Verluste dieser derivativen
Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren,
werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt.
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der
in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in
Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe
erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar
nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich
bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren
Inputfaktoren:
Stufe 1 - auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert
oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet
aus Preisen) beobachten lassen,
Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für
die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.
Liquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche
Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten
("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen
neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen.
Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird
die Durchschnittskostenmethode angewendet.
Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer
Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die
Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten
Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen
der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich
für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung.
Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher
Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich
ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen
Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit
anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet.
Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt,
in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden.
Die Buchwerte der aktiven latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung
aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich
oder nicht zu erwarten ist.
In dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen,
soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen
die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente,
die im Rahmen einer effektiven Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Veränderungen
des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung erläutert.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage
versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren
für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben
den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig
zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen
berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften
sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet,
wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Anwartschaftsbarwert
und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie
über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der betreffenden Arbeitnehmer
verteilt.
Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden
Funktionsbereiche enthalten.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn
das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet
wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis
ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines
detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer
individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses
und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung
des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert.
Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen
Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen
an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS
19 bilanziert.
Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der
Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss
von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche
Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung
der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur
Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt
sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen,
wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der
Mittelwert.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit
ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt
worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah.
Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten
Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet.
Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden
werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte
und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung
innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden
Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter
als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden
gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten
und Schulden zugeordnet.
Einzelne Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst.
Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen.
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen
getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden
zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode
bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche
Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte,
für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung
und Bewertung von Rückstellungen, u.a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien,
Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen
Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren
und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen
einschließen.
Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn
die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und
- soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend
angepasst.
Im Berichtszeitraum 2011 blieb die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs, wenngleich sie
im Jahresverlauf zunehmend an Schwung verlor. Zunächst setzte sich im 1. Quartal 2011
die dynamische Wirtschaftsentwicklung aus 2010 fort. Allerdings nahm die Wachstumsdynamik
aufgrund der hohen Wachstumsraten des Vorjahres ab. Die japanische Wirtschaft fasste
nach der dramatischen Naturkatastrophe im März 2011 erfreulich schnell wieder Tritt,
sodass die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Entwicklung begrenzt blieben.
Auch die politischen Umbrüche in Nordafrika, die vorübergehend zu einem Anstieg der
Rohölpreise führten, hatten bisher keinen wesentlichen Einfluss auf die Weltkonjunktur.
Dennoch trübten sich die Konjunkturaussichten ein. Die Gründe hierfür waren die Wachstumsschwäche
in den USA, das Auslaufen der 2009 weltweit geschnürten Stabilitätsprogramme und die
nachlassende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern.
In Europa wurde die konjunkturelle Entwicklung in der 2. Jahreshälfte 2011 von der
Staatsschulden- und Eurokrise an den Finanzmärkten gedämpft.
Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum vom weltweiten Wirtschaftswachstum
und setzte die dynamische Markterholung aus dem Vorjahr im 1. Halbjahr 2011 mit hohen
Marktzuwächsen fort. Erst im Laufe des 2. Halbjahres 2011 nahmen die Wachstumsraten
als Folge des im Vorjahr höheren Vergleichsniveaus erwartungsgemäß ab.
Der Jungheinrich-Konzern, der seinen profitablen Wachstumskurs aus dem Vorjahr im
Geschäftsjahr 2011 fortsetzte, profitierte - trotz der Staatsschuldenkrise in Europa
und den USA -von stabilen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu einem nochmaligen
starken Anstieg des Weltmarktvolumens für Flurförderzeuge gegenüber 2010 führten.
Dabei begünstigte insbesondere das starke Marktwachstum in Europa, dem Kernmarkt von
Jungheinrich, das Neugeschäft ebenso wie die übrigen Geschäftsbereiche. Entsprechend
war die Geschäftsentwicklung des Unternehmens von Wachstum und weiterer Ertragsverbesserung
geprägt. Hieran hatte die Nachfragesteigerung im Neugeschäft mit der steigenden Auslastung
der Werke und dem damit verbundenen Ergebnishub wesentlichen Anteil. Diese Entwicklung,
verbunden mit effektiveren und flexibleren Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und
Produktion, ermöglichte dem Jungheinrich-Konzern die Rückkehr zu alter Umsatz- und
Ertragsstärke. Jungheinrich schloss das Geschäftsjahr 2011 mit Ergebnissen auf Rekordniveau
ab.
In der Einschätzung der Entwicklung des Welthandels im Jahr 2012 geht Jungheinrich
von einer abnehmenden Wachstumsdynamik mit weiterhin stark regionalen Unterschieden
aus. Maßgebend hierfür ist die sich weltweit abzeichnende Wirtschaftseintrübung als
Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum und in den USA. So weisen reduzierte Wirtschaftsprognosen
für die Eurozone einen leichten Konjunkturrückgang aus. Allerdings haben sich jüngste
Konjunkturindikatoren in den Industrieländern bereits etwas aufgehellt und deuten
auf eine wieder freundlichere Konjunkturentwicklung ab dem Frühjahr 2012 hin. Der
Jungheinrich-Konzern verfügt über effektive und flexible Strukturen und sieht sich
von daher gut aufgestellt, um auch zukünftig im Wettbewerb - ungeachtet des Konsolidierungsprozesses
in der Flurförderzeugbranche - erfolgreich zu bestehen. Mit den auf den Weg gebrachten
großen Investitionsprojekten sind die Weichen gestellt, dass der Jungheinrich-Konzern
innerhalb und außerhalb Europas nachhaltig profitabel wachsen und seine Marktstellung
langfristig ausbauen kann.
Aus der Überprüfung des Wertminderungsbedarfes der zum 31. Dezember 2011 bilanzierten
Vermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns ergaben sich keine Wertminderungen.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung
von Jungheinrich stützen, abweichen. Eine verlässliche Schätzung der wirtschaftlichen
Entwicklung über das Geschäftsjahr 2012 hinaus ist nicht möglich.
Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen
sind mit vielen Unsicherheiten behaftet.
Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt
werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile
zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten
Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit
Sicherheit vorausbestimmt werden können.
Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens
neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der
zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen
für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer
Weise übersteigen.
Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode
die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis
von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen
Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen
Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden.
Die im Berichtsjahr 2011 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 erstmals verpflichtend anzuwendenden,
vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Änderungen an Standards und
Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Standards sind für Jungheinrich relevant und
waren im Berichtsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden.
Im November 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen am IFRS 7 "Finanzinstrumente:
Angaben". Der überarbeitete IFRS 7, der für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.
Juli 2011 beginnen, anzuwenden ist, fordert zusätzliche Angaben bei der Übertragung
finanzieller Vermögenswerte. Diese zusätzlichen Informationen sollen einen besseren
Einblick in die beim abgebenden Unternehmen zurückbleibenden Risiken ermöglichen.
Darüber hinaus werden ergänzende Angaben von Transaktionen, die in zeitlicher Nähe
zum Bilanzstichtag vorgenommen werden, gefordert. Der neue IFRS 7 wurde im Jahr 2011
durch die EU übernommen.
Noch nicht von der EU übernommen wurden die folgenden Standards:
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards sowie mit IAS 27 "Einzelabschlüsse"
und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" zwei
überarbeitete Standards zur bilanziellen Abbildung von Konsolidierung, gemeinsamen
Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen. IFRS 10 "Konzernabschlüsse"
führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage
von Beherrschung ein. Der neue Standard ersetzt die im bisherigen IAS 27 "Konzern-
und Einzelabschlüsse" enthaltenen Vorschriften über Beherrschung und Konsolidierung.
Der neue IAS 27 "Einzelabschluss" beinhaltet nur noch die bisherigen Regelungen für
separate Abschlüsse. Mit IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" wird die Bilanzierung
von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten neu geregelt. Zukünftig ist zu entscheiden,
ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegt. Für
die Bilanzierung der Gemeinschaftsunternehmen ist die Equity-Methode verpflichtend
anzuwenden, das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung entfällt. Der bisherige
IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" wurde in Folge der Veröffentlichung von
IFRS 10 und IFRS 11 entsprechend angepasst. IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen
Unternehmen" führt die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinsamen
Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten
in einem umfassenden Standard zusammen. Dazu wurden viele Angabepflichten aus den
bisherigen IAS 27, IAS 31 oder IAS 28 übernommen und um neue Angabepflichten erweitert.
Die fünf Standards sind erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die
am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Dabei fordern IFRS 10 und IFRS 11 eine retrospektive
Anwendung, IFRS 12 ist prospektiv anzuwenden. Jungheinrich untersucht derzeit die
Auswirkungen der neuen Standards. Aus der erstmaligen Anwendung werden jedoch keine
wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet. Die Quotenkonsolidierung wurde
bei Jungheinrich auch bisher nicht angewendet.
Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen am IAS 1 "Darstellung des Abschlusses",
die unter anderem einen veränderten Ausweis der im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung
dargestellten Posten verlangen. Danach sind Posten des sonstigen Ergebnisses, die
in Zukunft ergebniswirksam über die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung gebucht werden
(sogenanntes Recycling) getrennt von Posten, die dauerhaft erfolgsneutral sind, also
nicht recycelt werden, zu berichten. Die Änderung am IAS 1 ist erstmalig verpflichtend
auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Jungheinrich
wird die geänderte Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses ab dem Geschäftsjahr
2013 entsprechend berichten.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert".
Dieser Standard beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert
die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Dabei macht der Standard jedoch keine Vorgaben,
ob und wann zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist. IFRS 13 ist erstmalig verpflichtend
für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Das IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projektes zur Überarbeitung der Rechnungslegung
für Finanzinstrumente den IFRS 9 "Finanzinstrumente" herausgegeben, der sich auf finanzielle
Vermögenswerte bezog. Im Oktober 2010 wurden Regelungen für finanzielle Verbindlichkeiten
bis auf neue Regelungen zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos bei Ausübung
der Fair Value Option unverändert aus IAS 39 übernommen. Der neue Standard regelt
die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. IFRS 9 ist retrospektiv erstmalig
verpflichtend anzuwenden für Berichtsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.
Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen auch dieser neuen Standards auf den
Konzernabschluss. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden jedoch keine
wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet.
Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht,
die zur Abschaffung der Korridormethode führen. Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste sind künftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Erträge des
Planvermögens können zukünftig lediglich in Höhe des Diskontierungszinssatzes, der
für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte verwendet wird, ergebniswirksam in der
Gewinn- und-Verlust-Rechnung berücksichtigt werden. Die Änderungen an IAS 19 sind
retrospektiv erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach
dem 1. Januar 2013 beginnen. Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen des
neuen IAS 19. Ein wesentlicher Effekt bei erstmaliger Anwendung des geänderten Standards
wird sein, dass der Saldo bisher nicht bilanzierter versicherungsmathematischer Verluste
ergebnisneutral im Eigenkapital zu erfassen ist und somit das Konzerneigenkapital
vermindern wird.
Im Dezember 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung"
sowie IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten
Voraussetzungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
wurden im Grundsatz beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien
konkretisiert. Der IFRS 7 wurde um zusätzliche Anhangsangaben im Zusammenhang mit
bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen erweitert. Die ergänzten Leitlinien im IAS 32
sind erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Januar 2014 beginnen. Die neuen Angabevorschriften im IFRS 7 treten bereits für Berichtsperioden,
die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Die Auswirkungen dieser Änderungen
auf den Konzernabschluss werden derzeit von Jungheinrich untersucht.
In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich AG, Hamburg, als Mutterunternehmen und
alle Tochterunternehmen einbezogen. Der gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte Konsolidierungskreis
umfasst nun 48 (Vorjahr: 45) ausländische und weiterhin 13 (Vorjahr: 13) inländische
Gesellschaften. Vier Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert.
Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangsangabe
(43) dargestellt.
Für die Ausweitung des niederländischen Finanzdienstleistungsgeschäftes wurden im
3. Quartal 2011 die Jungheinrich Financial Services B.V. und die Jungheinrich Finance
B.V., jeweils Alphen a. d. Rijn (Niederlande), gegründet.
In Vorbereitung auf die für das Jahr 2012 geplante Ausweitung des Finanzdienstleistungsgeschäftes
in Österreich wurde im 4. Quartal 2011 die Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien
(Österreich), gegründet.
Aus der Erstkonsolidierung der drei gegründeten Gesellschaften ergaben sich keine
Unterschiedsbeträge.
Die Umsatzerlöse in den Geschäftsbereichen des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich
wie folgt:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Neugeschäft | 1.135.132 | 914.354 |
| Erlöse aus Vermietung, Verkauf von Gebrauchtgeräten | 349.223 | 327.639 |
| After Sales | 648.987 | 606.705 |
| Intralogistik | 2.133.342 | 1.848.698 |
| Finanzdienstleistungen | 451.390 | 395.629 |
| Summe Segmente | 2.584.732 | 2.244.327 |
| Überleitung | -468.449 | -428.135 |
| Jungheinrich-Konzern | 2.116.283 | 1.816.192 |
In den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.079.185 T€ (Vorjahr: 883.908
T€) enthalten.
Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 2.311 T€ (Vorjahr: 6.901 T€) enthalten,
die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung
und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren.
In den Aufwandspositionen der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ist der folgende Personalaufwand
erfasst:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Gehälter | 505.102 | 463.050 |
| Soziale Abgaben | 104.791 | 98.375 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
|
|
| Leistungsorientierte Pläne | 14.490 | 16.417 |
| Beitragsorientierte Pläne | 2.374 | 2.183 |
| Sonstige Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.224 | 2.316 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | -9.125 | -3.631 |
|
|
619.856 | 578.710 |
Die Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten im Berichtsjahr
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für im Geschäftsjahr 2009 beschlossene
Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt und Moosburg (Vorjahr: 3.519
T€). Diese Erträge wurden in den Umsatzkosten erfasst.
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt
auf:
|
|
2011 | 2010 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 5.139 | 5.051 |
| Angestellte | 4.981 | 4.749 |
| Auszubildende | 285 | 275 |
|
|
10.405 | 10.075 |
Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer
in Höhe von 16.932 T€ (Vorjahr: 6.577 T€).
Die Abschreibungen und Wertminderungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen
Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten
Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen
und Wertminderungen sind in den Funktionskosten enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 739 T€ (Vorjahr:
474 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie
in Höhe von 793 T€ (Vorjahr: 770 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen
der öffentlichen Hand erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten in Höhe von
830 T€ (Vorjahr: 702 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten.
Das übrige Beteiligungsergebnis des Berichtsjahres enthält mit 70 T€ Aufwendungen
aus der Liquidation einer bereits im Vorjahr inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis
einbezogenen, ehemaligen ausländischen Holding-Gesellschaft.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 45.909 | 40.570 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 42.672 | 41.810 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -749 | -513 |
|
|
2.488 | -1.753 |
Das Finanzergebnis enthält Zinserträge in Höhe von 38.383 T€ (Vorjahr: 36.200 T€)
und Zinsaufwendungen in Höhe von 23.788 T€ (Vorjahr: 23.548 T€), die aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft
des Jungheinrich-Konzerns resultieren.
Das sonstige Finanzergebnis enthält im Wesentlichen Kursgewinne und -verluste aus
Finanzvorgängen in Fremdwährung. Diese Ergebnisse resultieren hauptsächlich aus konzerninternen
Finanzierungen in Fremdwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften.
Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Effektive Steuern |
|
|
| Deutschland | 19.246 | 3.624 |
| Ausland | 22.149 | 13.502 |
| Latente Steuern |
|
|
| Deutschland | 11.482 | 4.654 |
| Ausland | -10.116 | -8.278 |
| Steueraufwand | 42.761 | 13.502 |
Ursache für den Anstieg des effektiven Steueraufwandes in Deutschland ist der vollständige
Verbrauch bestehender Verlustvorträge im Berichtsjahr 2011. Nachdem die Gewinne des
Jahres 2010 noch der Mindestbesteuerung unterlagen, wurden die Gewinne des Berichtsjahres
2011, soweit die Verlustvorträge aufgebraucht waren, nunmehr voll besteuert. Ferner
ist ein Aufwand aus Vorjahressteuern von 1,4 Mio. € berücksichtigt. Der latente Steueraufwand
2011 für Deutschland resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung der latenten
Steueransprüche für Verlustvorträge.
Der gegenüber dem Jahr 2010 erhöhte effektive Steueraufwand im Ausland ist Folge der
bei den Vertriebsgesellschaften im Berichtsjahr gestiegenen Gewinne. Der latente Steuerertrag
steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit latenten Steuererträgen auf Konsolidierungen.
Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2011 30,5 Prozent (Vorjahr
30,0 Prozent). Er setzt sich zusammen aus unverändert 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung
zuzüglich des unveränderten Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung.
Der Gewerbesteuersatz hat sich von 14,2 Prozent auf 14,7 Prozent erhöht.
Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten
wie im Vorjahr zwischen 12,5 Prozent und 35,0 Prozent.
Zum 31. Dezember 2011 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge
von rund 95 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge
von rund 3 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt
vortragsfähig. Die Minderung der Verlustvorträge ist überwiegend auf die Nutzung in
Deutschland und Frankreich zurückzuführen. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen
auf aktive latente Steuern in Höhe von 12,9 Mio. € (Vorjahr: 18,3 Mio. €) vorgenommen
worden.
Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich
aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden
voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven
und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr
veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steuerertrag
von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit
von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere
Wertminderung erforderlich machen.
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden
sowie noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 117.915 | 99.382 |
| Vorräte | 9.813 | 5.311 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 31.546 | 16.136 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 32.029 | 47.017 |
| Pensionsrückstellungen | 7.863 | 8.563 |
| Übrige Rückstellungen | 16.939 | 7.220 |
| Verbindlichkeiten | 232.608 | 208.192 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 14.745 | 18.124 |
| Sonstige | 6.209 | 12.294 |
| Wertminderungen | -29.815 | -29.893 |
| Aktive latente Steuern | 439.852 | 392.346 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 57.196 | 59.962 |
| Vorräte | 6.495 | 4.600 |
| Forderungen | 234.926 | 211.645 |
| Pensionsrückstellungen | 181 | 149 |
| Übrige Rückstellungen | 4.279 | 814 |
| Verbindlichkeiten | 80.199 | 58.740 |
| Sonstige | 2.639 | 1.811 |
| Passive latente Steuern | 385.915 | 337.721 |
| Netto-Betrag der latenten Steuern | 53.937 | 54.625 |
Nach Saldierungen werden die aktiven und passiven latenten Steuern wie folgt ausgewiesen:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Latente Steueransprüche | 66.907 | 62.813 |
| Latente Steuerschulden | 12.970 | 8.188 |
| Netto-Betrag der latenten Steuern | 53.937 | 54.625 |
| davon aus Verrechnung mit dem Eigenkapital | 1.396 | 714 |
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand
dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter
Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,5
Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Erwarteter Steueraufwand | 45.232 | 28.752 |
| Änderung des Steuersatzes | -765 | -1 |
| Besteuerungsunterschied Ausland | -3.593 | -1.580 |
| Veränderung der Wertminderungen | -1.387 | -11.063 |
| Veränderung aus Vorjahressteuern | 1.385 | -2.206 |
| Nicht abziehbare Betriebsausgaben und steuerfreie Erträge | 2.849 | 218 |
| Sonstiges | -960 | -618 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 42.761 | 13.502 |
Die Konzernsteuerquote 2011 betrug 28,8 Prozent (Vorjahr: 14,1 Prozent).
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| in Tausend € | Nutzungs- rechte und Software |
Aktivierte Entwicklungs- kosten |
Firmenwerte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2011 | 24.768 | 74.529 | 6.181 | 105.478 |
| Währungsdifferenzen | 119 | - | - | 119 |
| Zugänge | 6.148 | 5.382 | - | 11.530 |
| Abgänge | 195 | - | - | 195 |
| Stand am 31.12.2011 | 30.840 | 79.911 | 6.181 | 116.932 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2011 | 21.452 | 53.331 | 4.299 | 79.082 |
| Währungsdifferenzen | -106 | - | - | -106 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 1.873 | 4.596 | - | 6.469 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 194 | - | - | 194 |
| Stand am 31.12.2011 | 23.025 | 57.927 | 4.299 | 85.251 |
| Buchwert am 31.12.2011 | 7.815 | 21.984 | 1.882 | 31.681 |
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | Nutzungs- rechte und Software |
Aktivierte Entwicklungs- kosten |
Firmenwerte | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2010 | 23.208 | 69.234 | 6.181 | 98.623 |
| Währungsdifferenzen | 132 | - | - | 132 |
| Zugänge | 1.701 | 8.815 | - | 10.516 |
| Abgänge | 343 | 3.520 | - | 3.863 |
| Umbuchungen | 70 | - | - | 70 |
| Stand am 31.12.2010 | 24.768 | 74.529 | 6.181 | 105.478 |
| Abschreibungen und Wertminderungen Stand am 01.01.2010 | 19.693 | 48.697 | 4.299 | 72.689 |
| Währungsdifferenzen | 111 | - | - | 111 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 1.950 | 5.189 | - | 7.139 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | 2.934 | - | 2.934 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 302 | 3.489 | - | 3.791 |
| Stand am 31.12.2010 | 21.452 | 53.331 | 4.299 | 79.082 |
| Buchwert am 31.12.2010 | 3.316 | 21.198 | 1.882 | 26.396 |
Die Zugänge des Berichtsjahres in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe
von 6.148 T€ (Vorjahr: 1.701 T€) beinhalten in Höhe von 2.211 T€ den Erwerb eines
auf 50 Jahre befristeten Nutzungsrechtes an einem chinesischen Grundstück. Bei den
übrigen Zugängen in dieser Position handelt es sich vor allem um erworbene Softwarelizenzen.
Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungskosten in Höhe von 5.382 T€ (Vorjahr: 8.815
T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS.
In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten
erfasst:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 32.250 | 27.475 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 4.596 | 5.189 |
| Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten | - | 2.934 |
|
|
36.846 | 35.598 |
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungskosten
erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows.
Aus der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahr 2011 resultierten keine Wertminderungsaufwendungen.
Die Restbuchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2011 entfallen mit 1.771 T€ auf
die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich) sowie mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft
in Warschau (Polen).
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte erfolgt auf Grundlage der Bestimmung
des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode.
Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den legalen Konzerneinheiten.
Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up-erstellten und durch
das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünfjahresplanung verwendet.
Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt.
Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor
Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz
sowie konzerneinheiten- bzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital.
Im Jahr 2011 betrug der Gesamtkapitalkostensatz 8,5 Prozent (Vorjahr: 9,7 Prozent).
Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag resultierten
keine Wertminderungsaufwendungen.
Die Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Anlagen im Bau |
Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2011 | 259.748 | 102.622 | 175.796 | 12.178 | 550.344 |
| Währungsdifferenzen | -298 | 108 | -172 | 38 | -324 |
| Zugänge | 3.397 | 5.928 | 19.629 | 16.653 | 45.607 |
| Abgänge | 14 | 1.965 | 10.559 | 6 | 12.544 |
| Umbuchungen | 9.121 | 4.967 | 3.045 | -17.133 | - |
| Stand am 31.12.2011 | 271.954 | 111.660 | 187.739 | 11.730 | 583.083 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2011 | 82.931 | 68.713 | 123.411 | - | 275.055 |
| Währungsdifferenzen | 25 | 52 | -162 | - | -85 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 7.881 | 11.043 | 17.017 | - | 35.941 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 12 | 1.870 | 9.670 | - | 11.552 |
| Umbuchungen | 4.171 | -3.774 | -397 | - | - |
| Stand am 31.12.2011 | 94.996 | 74.164 | 130.199 | - | 299.359 |
| Buchwert am 31.12.2011 | 176.958 | 37.496 | 57.540 | 11.730 | 283.724 |
Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäfts- ausstattung |
Anlagen im Bau |
Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01.2010 | 254.701 | 100.242 | 171.140 | 3.252 | 529.335 |
| Währungsdifferenzen | 3.190 | 173 | 1.430 | 2 | 4.795 |
| Zugänge | 1.302 | 4.101 | 13.155 | 12.356 | 30.914 |
| Abgänge | 447 | 2.809 | 11.368 | 6 | 14.630 |
| Umbuchungen | 1.002 | 915 | 1.439 | -3.426 | -70 |
| Stand am 31.12.2010 | 259.748 | 102.622 | 175.796 | 12.178 | 550.344 |
| Abschreibungen Stand am 01.01.2010 | 74.764 | 60.392 | 115.451 | - | 250.607 |
| Währungsdifferenzen | 973 | 112 | 905 | - | 1.990 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 7.592 | 10.754 | 16.980 | - | 35.326 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 398 | 2.545 | 9.925 | - | 12.868 |
| Stand am 31.12.2010 | 82.931 | 68.713 | 123.411 | - | 275.055 |
| Buchwert am 31.12.2010 | 176.817 | 33.909 | 52.385 | 12.178 | 275.289 |
In den Sachanlagen sind in Höhe von 27.166 T€ (Vorjahr: 28.308 T€) gemietete Immobilien
enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte
"Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden.
Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt
897 T€ (Vorjahr: 947 T€).
Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 33.365 T€ (Vorjahr: 32.595 T€) verpfändet.
Die Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01. | 301.787 | 272.903 |
| Währungsdifferenzen | -4.067 | 8.285 |
| Zugänge | 151.220 | 83.903 |
| Abgänge | 70.297 | 63.304 |
| Stand am 31.12. | 378.643 | 301.787 |
| Abschreibungen Stand am 01.01. | 142.662 | 131.780 |
| Währungsdifferenzen | -1.797 | 3.893 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 57.014 | 42.905 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 39.805 | 35.916 |
| Stand am 31.12. | 158.074 | 142.662 |
| Buchwert am 31.12. | 220.569 | 159.125 |
Der Gesamtbestand enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 4.773 T€ (Vorjahr: 3.284
T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance
Leases"1 dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen
des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 1.173 T€ (Vorjahr: 741 T€).
Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind
Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 83.305 T€ (Vorjahr: 53.874 T€) als Sicherheit
für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt.
Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und
im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand am 01.01. | 333.003 | 312.290 |
| Währungsdifferenzen | 1.626 | 4.856 |
| Zugänge | 81.816 | 80.448 |
| Abgänge | 78.421 | 64.591 |
| Stand am 31.12. | 338.024 | 333.003 |
| Abschreibungen Stand am 01.01. | 129.153 | 112.754 |
| Währungsdifferenzen | 579 | 1.828 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 52.271 | 53.241 |
| Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge | 54.974 | 38.670 |
| Stand am 31.12. | 127.029 | 129.153 |
| Buchwert am 31.12. | 210.995 | 203.850 |
Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Kundenverträge "Operating Lease" | 162.553 | 145.974 |
| Verträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft | 48.442 | 57.876 |
|
|
210.995 | 203.850 |
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften
als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert,
bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als
"Operating Lease" zu klassifizieren ist.
Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 98.210 T€ (Vorjahr: 86.161 T€) waren
am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
gestellt.
Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund
der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes
ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen".
Aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den
nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen
fällig:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 62.120 | 56.120 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 92.996 | 91.466 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 457 | 339 |
|
|
155.573 | 147.925 |
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 36.245 T€ (Vorjahr: 30.940 T€) erfolgt
die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen
aus Untermietverhältnissen betragen 27.240 T€ (Vorjahr: 23.835 T€).
Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten
sich im Berichtsjahr wie folgt:
|
|
Anteile an at-equity- bilanzierten Unternehmen |
Übrige Finanzanlagen |
|
|
| in Tausend € | Anteile an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Ausleihungen |
Gesamt | |
| Anschaffungskosten Stand am 01.01.2011 | 16.812 | 475 | 139 | 614 |
| Zugänge | - | - | - | - |
| Abgänge | 604 | 400 | - | 400 |
| Stand am 31.12.2011 | 16.208 | 75 | 139 | 214 |
| Wertminderungen Stand am 01.01.2011 | 2.500 | 150 | 49 | 199 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | - | 2 | 2 |
| Kumulierte Wertminderungen auf Abgänge | - | 150 | - | 150 |
| Stand am 31.12.2011 | 2.500 | - | 51 | 51 |
| Buchwert am 31.12.2011 | 13.708 | 75 | 88 | 163 |
Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit
zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2011 keine Wertminderungsaufwendungen.
Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten
sich im Vorjahr wie folgt:
|
|
Anteile an at-equity- bilanzierten Unternehmen |
Übrige Finanzanlagen |
|
|
| in Tausend € | Anteile an verbundenen Unternehmen |
Sonstige Ausleihungen |
Gesamt | |
| Anschaffungskosten Stand am 01.01.2010 | 14.066 | 475 | 139 | 614 |
| Zugänge | 2.746 | - | - | - |
| Abgänge | - | - | - | - |
| Stand am 31.12.2010 | 16.812 | 475 | 139 | 614 |
| Wertminderungen Stand am 01.01.2010 | 2.500 | 150 | 46 | 196 |
| Wertminderungen des Geschäftsjahres | - | - | 3 | 3 |
| Stand am 31.12.2010 | 2.500 | 150 | 49 | 199 |
| Buchwert am 31.12.2010 | 14.312 | 325 | 90 | 415 |
Die wesentlichen Beteiligungen an at-equity-bilanzierten Unternehmen stellen sich
wie folgt dar:
|
|
|
Buchwerte | |
| in Tausend € | Anteil in % | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| JULI Motorenwerk s.r.o., Tschechien | 50 | 8.201 | 8.476 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland | 50 | 402 | 383 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China | 25 | 2.716 | 3.028 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich | 25 | 2.364 | 2.400 |
Aufgrund der Anteilsquote an at-equity-bilanzierten Unternehmen sind dem Konzern folgende
Werte zuzurechnen:
|
|
2011 | 2010 | ||
| in Tausend € | Joint Ventures |
Assoziierte Unternehmen |
Joint Ventures |
Assoziierte Unternehmen |
| Vermögenswerte | 21.502 | 10.924 | 21.510 | 10.704 |
| Schulden | 11.060 | 5.623 | 10.234 | 5.386 |
| Umsatzerlöse | 52.750 | 18.705 | 42.560 | 17.753 |
| Jahresergebnis | 2.384 | -202 | 2.496 | 560 |
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 57.832 | 40.864 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 14.593 | 12.013 |
| Fertige Erzeugnisse | 68.260 | 55.407 |
| Waren | 60.844 | 49.224 |
| Ersatzteile | 37.037 | 29.653 |
| Geleistete Anzahlungen | 9.472 | 10.483 |
|
|
248.038 | 197.644 |
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 22.871 T€ (Vorjahr: 24.721 T€) zum Nettoveräußerungswert
angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 33.387 T€
(Vorjahr: 34.643 T€).
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 430.504 | 377.602 |
| Wertberichtigungen | -15.548 | -15.045 |
|
|
414.956 | 362.557 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von
7.147 T€ (Vorjahr: 5.835 T€). Am Bilanzstichtag waren keine Besitzwechsel zum Diskont
gegeben (Vorjahr: 94 T€).
Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Wertberichtigungen am 01.01. | 15.045 | 14.636 |
| Währungsdifferenzen | -28 | 168 |
| Verbrauch | 3.035 | 2.338 |
| Auflösung | 960 | 1.222 |
| Zuführung | 4.526 | 3.801 |
| Wertberichtigungen am 31.12. | 15.548 | 15.045 |
Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen waren folgende Forderungen überfällig:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Überfällig weniger als 30 Tage | 55.609 | 46.127 |
| Überfällig zwischen 30 und 60 Tagen | 13.545 | 10.926 |
| Überfällig zwischen 61 und 90 Tagen | 6.983 | 3.826 |
| Überfällig zwischen 91 und 180 Tagen | 3.675 | 3.768 |
| Überfällig mehr als 180 Tage | 131 | 162 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen überfällig, aber nicht wertberichtigt | 79.943 | 64.809 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 315.362 T€ (Vorjahr: 277.379
T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag
deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht
nachkommen können.
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften
als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge
mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen
aus Finanzdienstleistungen aktiviert.
Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Summe der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 612.438 | 566.612 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 196.274 | 185.351 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 400.002 | 368.894 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 16.162 | 12.367 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 535.124 | 496.153 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 163.403 | 154.590 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 356.394 | 329.874 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 15.327 | 11.689 |
| Noch nicht realisierte Zinserträge | 77.314 | 70.459 |
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen
in Höhe von 164.555 T€ (Vorjahr: 139.578 T€) enthalten.
Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 286.404 T€ (Vorjahr:
265.223 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
gestellt.
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 13.712 | 10.065 |
| Vermögenswerte aus der Bewertung fondsfinanzierter Pensionsverpflichtungen | 9.225 | 7.938 |
| Forderungen aus Darlehen und Vorschüssen an Mitarbeiter | 558 | 598 |
| Sonstige Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2 | 3 |
| Sonstige Vermögenswerte | 9.872 | 9.911 |
|
|
33.369 | 28.515 |
Zum Bilanzstichtag waren sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte
weder überfällig noch wertgemindert. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin,
dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können.
Der Bestand an Wertpapieren setzt sich wie folgt zusammen:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Schuldverschreibungen | 66.519 | 5.000 |
| Anleihen | 34.993 | 25.375 |
| Schuldscheindarlehen | 15.000 | - |
| Pfandbriefe | 10.000 | 20.305 |
| Schatzanweisungen | - | 40.015 |
| Übrige Wertpapiere | - | 10.005 |
|
|
126.512 | 100.700 |
Jungheinrich will und kann sämtliche Wertpapiere bis zur jeweiligen Endfälligkeit
halten. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2011 im Bestand von Jungheinrich
befanden, werden in den Jahren 2012 bis 2014 endfällig. Aus der Prüfung der Wertpapiere
auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2011 keine Wertminderungsaufwendungen.
Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2010 im Bestand von Jungheinrich befanden
und im Jahr 2011 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit.
Die liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks.
Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten. Zum Bilanzstichtag
bestanden Bankguthaben in Höhe von 4.076 T€ (Vorjahr: 2.211 T€), die an Kreditinstitute
verpfändet waren.
Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf
Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen.
Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), ist zum Bilanzstichtag
voll eingezahlt und beträgt 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es ist wie im Vorjahr
eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem
rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämtliche Aktien waren zum
Bilanzstichtag ausgegeben.
Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden
Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung
eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung
gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der
auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals
verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende
von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse
aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren.
Die Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse
der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen
sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich
aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar
2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst.
Die Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen
Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich
AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 24.760 T€
zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,70 € je Stammaktie und 0,76 € je Vorzugsaktie
zu verwenden.
Jungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen.
Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite
des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE).
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften
erfolgt auf Basis der Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad". Die Kennzahl
"Net Gearing" ist definiert als prozentuales Verhältnis der Nettoverschuldung zum
Eigenkapital. Die Kennzahl "Verschuldungsgrad" ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung
zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).
Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden
vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen
eingeleitet werden können.
Die in die beiden Steuerungsgrößen einfließende Nettoverschuldung ergibt sich aus
den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere.
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Finanzverbindlichkeiten | 347.563 | 346.345 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | -509.327 | -549.416 |
| Nettoverschuldung | -161.764 | -203.071 |
Die Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad" befinden sich weiterhin auf dem
guten Niveau der Vorjahre:
| in Tausend € |
|
31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Nettoverschuldung |
|
-161.764 | -203.071 |
| Eigenkapital |
|
717.760 | 632.647 |
| EBITDA (bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen) |
|
245.241 | 185.902 |
| Net Gearing | in % | < 0 | < 0 |
| Verschuldungsgrad | in Jahren | < 0 | < 0 |
Die Gesamtstrategie des Konzerns in Bezug auf das Kapitalmanagement ist im Vergleich
zum Vorjahr unverändert.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis
von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen
geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private
Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden
Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst.
Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten
einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen
an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen
Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches
ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles
zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen
des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich
Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Arbeiter
und Angestellte geschlossen.
Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer
und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte
Fonds finanziert.
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet.
Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und
die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte
Pensionszusagen dargestellt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen
entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden
Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche unter anderem aus Änderungen versicherungsmathematischer
Berechnungsparameter (finanziell und demografisch) resultieren. Die kumulierten, noch
nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des
höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens
übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der
vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt.
Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen
Annahmen zugrunde gelegt:
| in % | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Abzinsungssatz | 4,8 | 5,1 |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 2,9 | 3,1 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,3 | 2,2 |
Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen
Bewertungsfaktoren verwendet:
| in % | 2011 | 2010 |
| Abzinsungssatz | 5,1 | 5,4 |
| Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens | 4,4 | 4,1 |
| Erwartete Gehaltssteigerungen | 3,1 | 3,5 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 2,2 | 2,5 |
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 203.665 | 177.377 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 201.334 | 166.891 |
| Unterdeckung | 2.331 | 10.486 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 159.811 | 153.762 |
| Nettoverpflichtungen | 162.142 | 164.248 |
| Nicht amortisierte versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) | -25.736 | -27.809 |
| Bilanzierte Nettoverpflichtungen | 136.406 | 136.439 |
| davon Pensionsrückstellungen | 145.631 | 144.377 |
| davon sonstige Vermögenswerte | 9.225 | 7.938 |
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 331.139 | 301.686 |
| Währungsdifferenzen | 5.031 | 7.169 |
| Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche | 5.102 | 5.320 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen | 16.648 | 16.335 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 2.054 | 1.965 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 16.948 | 10.169 |
| Pensionszahlungen | -13.425 | -11.692 |
| Plankürzungen | -21 | 187 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 363.476 | 331.139 |
Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung
der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds
sind ausschließlich für Pensionszahlungen und für die Aufwendungen der Verwaltung
der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich
mit externen Investmentmanagern zusammen.
Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die am 31. Dezember 2011
vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestanden.
Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u.a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital
und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des
Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten
Pensionspläne zu minimieren.
Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend
Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Pensionszahlungen an Versorgungsberechtigte
leisten zu können.
| in % | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 84 | 87 |
| Aktien | 13 | 1 |
| Immobilien | 2 | 4 |
| Liquide Mittel | - | 7 |
| Sonstiges | 1 | 1 |
|
|
100 | 100 |
Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr,
keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens
langfristig eine Rendite von 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent).
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 01.01. | 166.891 | 136.283 |
| Währungsdifferenzen | 4.863 | 6.295 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 7.388 | 5.848 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) | 19.206 | 4.364 |
| Zuwendungen durch Arbeitgeber | 6.329 | 16.417 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 2.054 | 1.965 |
| Pensionszahlungen | -5.397 | -4.281 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. | 201.334 | 166.891 |
Die Zuwendungen durch Arbeitgeber im Jahr 2010 enthalten eine Einmalzahlung in den
Pensionsfonds für leistungsorientierte Pläne in Großbritannien in Höhe von 12 Mio.
€.
Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Jungheinrich zahlungswirksame Zuwendungen an das
Planvermögen in Höhe von rund 7,1 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen
zu erfüllen.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 5.102 | 5.320 |
| Zinsaufwand | 16.648 | 16.335 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -7.388 | -5.848 |
| Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste | 149 | 259 |
| Aufwand (+) / Ertrag (-) aus Plankürzungen | -21 | 351 |
|
|
14.490 | 16.417 |
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 26.594 T€ (Vorjahr:
10.212 T€).
Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche
enthalten.
| in Tausend € | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 363.476 | 331.139 | 301.686 | 265.784 | 311.908 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 31.12. | 201.334 | 166.891 | 136.283 | 123.988 | 123.174 |
| Nettoverpflichtungen | 162.142 | 164.248 | 165.403 | 141.796 | 188.734 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt die Unterschiede zwischen den früheren
versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen
auf den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen am 31. Dezember, können der folgenden
Tabelle entnommen werden:
| in % | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) des Anwartschaftsbarwertes | -0,1 | -1,1 | - |
0,2 | 6,3 |
| Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) des Planvermögens | 9,5 | 1,8 | -4,0 | -4,2 | -2,1 |
Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden
Tabelle dargestellt:
| in Tausend € | Stand 01.01.2011 |
Währungs- differenzen |
Zuführung | Verbrauch | Auflösung | Stand 31.12.2011 |
| Rückstellungen im Personalbereich | 137.111 | 173 | 86.497 | 83.695 | 11.373 | 128.713 |
| Rückstellungen für Garantieverpflichtungen | 20.519 | 34 | 39.809 | 31.313 | 1.133 | 27.916 |
| Rückstellungen für belastende Verträge | 29.814 | 143 | 11.441 | 5.099 | 1.506 | 34.793 |
| Sonstige Rückstellungen | 19.151 | 18 | 10.142 | 6.215 | 4.978 | 18.118 |
| Übrige Rückstellungen | 206.595 | 368 | 147.889 | 126.322 | 18.990 | 209.540 |
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen Rückstellungen für Urlaubsansprüche,
Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, Leistungen aus Anlass der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses und andere abgegrenzte Personalkosten.
Die Verpflichtungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr 2009 beschlossenen Personalanpassungsmaßnahmen
in den Werken Norderstedt und Moosburg entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr
wie folgt:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Stand am 01.01. | 15.220 | 29.630 |
| Aufzinsung | - | 52 |
| Zuführung | - | 1.386 |
| Verbrauch | 5.828 | 10.891 |
| Auflösung | 9.125 | 4.957 |
| Stand am 31.12. | 267 | 15.220 |
Infolge der weiterhin stabilen Wirtschaftslage und der damit im Zusammenhang stehenden
Nachfragesteigerung nach Flurförderzeugen im Neugeschäft im Jahr 2011 konnten im Berichtsjahr
weitere Verpflichtungen in Höhe von 9.125 T€ aufgelöst werden.
Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe
von 17.622 T€ (Vorjahr: 19.798 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 10.197 T€ (Vorjahr:
10.047 T€) saldiert waren. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der
im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter
gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere
stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit
aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den
Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus
wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse
entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 12.359 T€ (Vorjahr: 12.378
T€) gebildet.
Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge
in Höhe von insgesamt 1.733 T€ (Vorjahr: 2.126 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich
weisen Beträge in Höhe von 38.866 T€ (Vorjahr: 39.929 T€) eine Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr auf.
Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer
Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten.
Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen
und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten
sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen
als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen
zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen
des Jahres 2011 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge.
Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge
für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes
vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende
Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen
für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 14.621 T€ (Vorjahr: 11.884 T€)
eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten,
Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen.
Zum 31. Dezember 2011 waren in den sonstigen Rückstellungen Beträge in Höhe von 2,0
Mio. € für weiterhin bestehende Risiken aus der im Rahmen der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes
erfolgten Kündigung sämtlicher Händlerverträge enthalten.
Für die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten)
Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt:
| in Tausend € | Verbindlich- keiten gegen- über Kredit- instituten |
Schuld- schein- darlehen |
Verbindlich- keiten Finanzierung Mietgeräte |
Leasing- verbindlich- keiten Sachanlagen |
Wechsel- verbindlich- keiten |
Finanz- verbindlich- keiten |
| 31.12.2011 |
|
|
|
|
|
|
| Summe der künftigen Cashflows | 147.080 | 116.346 | 99.367 | 23.763 | 1.014 | 387.570 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 99.206 | 5.449 | 33.530 | 3.577 | 1.014 | 142.776 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 26.708 | 110.897 | 56.354 | 7.049 | - |
201.008 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 21.166 | - |
9.483 | 13.137 | - |
43.786 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 137.398 | 100.000 | 91.820 | 17.331 | 1.014 | 347.563 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 97.040 | - | 30.708 | 2.778 | 1.014 | 131.540 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 21.316 | 100.000 | 52.028 | 4.368 | - |
177.712 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 19.042 | - |
9.084 | 10.185 | - |
38.311 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 9.682 | 16.346 | 7.547 | 6.432 | - | 40.007 |
| 31.12.2010 |
|
|
|
|
|
|
| Summe der künftigen Cashflows | 125.180 | 179.088 | 56.748 | 27.788 | 1.194 | 389.998 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 86.922 | 62.738 | 19.077 | 3.882 | 1.194 | 173.813 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 19.319 | 116.350 | 33.376 | 9.272 | - |
178.317 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 18.939 | - |
4.295 | 14.634 | - |
37.868 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 115.389 | 154.952 | 54.302 | 20.508 | 1.194 | 346.345 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 84.441 | 54.952 | 18.160 | 3.029 | 1.194 | 161.776 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 14.434 | 100.000 | 31.922 | 6.401 | - |
152.757 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 16.514 | - |
4.220 | 11.078 | - |
31.812 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 9.791 | 24.136 | 2.446 | 7.280 | - | 43.653 |
Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres
ausgewiesen.
Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der
folgenden Tabelle:
| Währung | Zins- kondition |
Restlaufzeit der Zinsbindung zum 31.12.2011 |
Nominal- volumen zum 31.12.2011 in Tausend € |
Bandbreite effektive Zinssätze 2011 |
Buchwerte zum 31.12.2011 in Tausend € |
Nominal- volumen zum 31.12.2010 in Tausend € |
| EUR | variabel | <1 Jahr | 10.302 | EURIBOR + Marge | 10.302 | 10.644 |
| USD | variabel | <1 Jahr | 11.417 | LIBOR + Marge | 11.417 | 10.465 |
| GBP | variabel | <1 Jahr | 5.247 | LIBOR + Marge | 5.247 | 4.850 |
| BRL | variabel | <1 Jahr | 7.631 | LIBOR + Marge | 7.631 | 4.460 |
| CNY | variabel | <1 Jahr | 17.553 | LIBOR + Marge | 17.553 | 13.118 |
| SGD | variabel | < 1 Jahr | 14.216 | LIBOR + Marge | 14.216 | 13.749 |
| PLN | variabel | < 1 Jahr | 15.007 | LIBOR + Marge | 15.007 | 12.435 |
| Andere | variabel | < 1 Jahr | 10.990 | LIBOR + Marge | 10.990 | 6.658 |
| EUR | fest | 8-15 Jahre | 46.624 | 3,1% - 5,3% | 38.622 | 34.124 |
| BRL | fest | < 1-2 Jahre | 4.476 | 16,9% - 19,3% | 1.413 | 9.152 |
| Andere | fest | < 1-11 Jahre | 7.557 | 5,2% - 13,9% | 5.000 | 6.226 |
| Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 151.020 |
|
137.398 | 125.881 | ||
| Währung | Bandbreite effektive Zinssätze 2010 |
Buchwerte zum 31.12.2010 in Tausend € |
| EUR | EURIBOR + Marge | 10.644 |
| USD | LIBOR + Marge | 10.465 |
| GBP | LIBOR + Marge | 4.850 |
| BRL | LIBOR + Marge | 4.460 |
| CNY | LIBOR + Marge | 13.118 |
| SGD | LIBOR + Marge | 13.749 |
| PLN | LIBOR + Marge | 12.435 |
| Andere | LIBOR + Marge | 6.658 |
| EUR | 4,7% - 5,3% | 28.626 |
| BRL | 17,2% - 21,4% | 6.415 |
| Andere | 5,2% - 6,7% | 3.969 |
| Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
|
115.389 |
Das Schuldscheindarlehen im Jungheinrich-Konzern setzte sich am 31. Dezember 2011
wie folgt aus zwei Tranchen zusammen:
|
|
Endfälligkeit | Nominalzins | Nominalbetrag |
|
|
im Jahr |
|
in Tausend € |
| Jungheinrich AG 2009 (I) | 2014 | Festzins + Marge | 46.500 |
| Jungheinrich AG 2009 (II) | 2014 | EURIBOR + Marge | 53.500 |
| Schuldscheindarlehen |
|
|
100.000 |
Zur Absicherung der variablen Zinsen des Schuldscheindarlehens (II) wurde eine Zinssicherung
durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert.
Ein im Jahr 2004 aufgenommenes Schuldscheindarlehen wurde im Berichtsjahr, mit Erreichen
der Endfälligkeit, zurückgezahlt. Der Nominalbetrag des Schuldscheindarlehens lautete
auf 55.000 T€.
Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von
85.988 T€ (Vorjahr: 50.547 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen
Mietkaufverträgen.
Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 5.832 T€ (Vorjahr: 3.755 T€) im Zusammenhang
mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige
Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge
zu klassifizieren sind, sind mit 6.647 T€ (Vorjahr: 4.446 T€) in den Cashflows für
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten.
Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren.
Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt.
Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die Leasingverbindlichkeiten
Sachanlagen, denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen.
Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 24.292 T€ (Vorjahr:
28.753 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen
mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte
mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen.
Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 742.340 T€ (Vorjahr:
686.362 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung
der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen
Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen
("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating
Leases") aktiviert werden.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthalten in Höhe von 38.250 T€ (Vorjahr:
7.489 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte
Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden,
waren am Bilanzstichtag wie folgt fällig:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Summe der künftigen Cashflows | 808.196 | 748.298 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 255.890 | 234.812 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 534.450 | 499.463 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 17.856 | 14.023 |
| Barwert der künftigen Cashflows | 742.340 | 686.362 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 227.154 | 207.109 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 497.818 | 465.589 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 17.368 | 13.664 |
| Künftige Zinsaufwendungen | 65.856 | 61.936 |
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen
aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 205.326 T€ (Vorjahr:
175.872 T€) enthalten.
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen in Höhe von 32 T€ (Vorjahr: 31 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten
Unternehmen in Höhe von 5.712 T€ (Vorjahr: 4.235 T€) enthalten.
Die sämtlich zum Rückzahlungsbetrag bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 26.421 | 27.601 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 34.771 | 28.913 |
| Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit | 11.099 | 9.194 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 2.616 | 1.920 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | - | 203 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.245 | 9.859 |
|
|
83.152 | 77.690 |
| in Tausend € | Umsatzabgren- zungen aus Finanz- dienstleistungen |
Gewinnabgren- zungen aus Finanz- dienstleistungen |
Sonstige Abgrenzungen |
Rechnungs- abgrenzungs- posten |
| 31.12.2011 | 44.540 | 41.499 | 22.407 | 108.446 |
| Davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 17.263 | 12.161 | 6.552 | 35.976 |
| Davon Restlaufzeit über ein Jahr | 27.277 | 29.338 | 15.855 | 72.470 |
| 31.12.2010 | 50.855 | 34.801 | 22.957 | 108.613 |
| Davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 19.973 | 9.873 | 7.843 | 37.689 |
| Davon Restlaufzeit über ein Jahr | 30.882 | 24.928 | 15.114 | 70.924 |
Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit
Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum
trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten
Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften
liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung
der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen
werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam
aufgelöst.
Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus
der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt
über die Laufzeit der Leasingverträge.
Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 6.440 T€ (Vorjahr:
7.018 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand.
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für
das Berichtsjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
|
|
|
|
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 |
|
|
|
| in Tausend € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2011 |
Fortgeführte Anschaf- fungskosten |
Beizu- legender Zeitwert |
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 |
Beizu- legender Zeitwert 31.12.2011 |
| Aktiva |
|
|
|
|
|
|
| Liquide Mittel | LaR | 382.815 | 382.815 | - | - | 382.815 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 414.956 | 414.956 | - |
- |
414.956 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | n.a. | 535.124 | - | - |
535.124 | 539.842 |
| Wertpapiere | FAHtM | 126.512 | 126.512 | - | - | 126.321 |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 88 | 88 | - | - | 88 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 705 | - |
705 | - |
705 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 493 | - | 493 | - | 493 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 558 | 558 | - |
- |
558 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 172.111 | 172.111 | - |
- |
172.111 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 137.398 | 137.398 | - |
- |
138.230 |
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 100.000 | 100.000 | - | - | 102.509 |
| Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte | FLAC/n.a. | 91.820 | 85.988 | - |
5.832 | 91.820 |
| Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen | n.a. | 17.331 | - |
- |
17.331 | 18.038 |
| Wechselverbindlichkeiten | FLAC | 1.014 | 1.014 | - | - | 1.014 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | FLAC/n.a. | 766.632 | 579.617 | - |
187.015 | 774.134 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 886 | - |
886 | - |
886 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 5.810 | - | 5.810 |
|
5.810 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 1.182 | 1.182 | - |
- |
1.182 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: |
|
|
|
|
|
|
| Loans and Receivables (LaR) |
|
798.417 | 798.417 | - | - | 798.417 |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) |
|
126.512 | 126.512 | - |
- |
126.321 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) |
|
705 |
|
705 | - |
705 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) |
|
1.077.310 | 1.077.310 | - |
- |
1.086.163 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) |
|
886 |
|
886 | - |
886 |
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für
das Vorjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
|
|
|
|
Wertansatz Bilanz nach IAS 39 |
|
|
|
| in Tausend € | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.12.2010 |
Fortgeführte Anschaf- fungskosten |
Beizu- legender Zeitwert |
Wertansatz Bilanz nach IAS 17 |
Beizu- legender Zeitwert 31.12.2010 |
| Aktiva |
|
|
|
|
|
|
| Liquide Mittel | LaR | 448.716 | 448.716 | - | - | 448.716 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 362.557 | 362.557 | - |
- |
362.557 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | n.a. | 496.153 | - |
- |
496.153 | 500.998 |
| Wertpapiere | FAHtM | 100.700 | 100.700 | - | - | 100.704 |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 90 | 90 | - | - | 90 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 525 | - |
525 | - |
525 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 1.211 | - | 1.211 | - | 1.211 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 598 | 598 | - |
- |
598 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 146.130 | 146.130 | - |
- |
146.130 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 115.389 | 115.389 | - |
- |
115.090 |
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 154.952 | 154.952 | - | - | 156.505 |
| Verbindlichkeiten Finanzierung Mietgeräte | FLAC/n.a. | 54.302 | 50.547 | - |
3.755 | 54.302 |
| Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen | n.a. | 20.508 | - |
- |
20.508 | 20.888 |
| Wechselverbindlichkeiten | FLAC | 1.194 | 1.194 | - | - | 1.194 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | FLAC/n.a. | 715.115 | 555.383 | - |
159.732 | 720.535 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 2.002 | - |
2.002 | - |
2.002 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n.a. | 2.955 | - | 2.955 | - | 2.955 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 436 | 436 | - |
- |
436 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: |
|
|
|
|
|
|
| Loans and Receivables (LaR) |
|
811.961 | 811.961 | - | - | 811.961 |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) |
|
100.700 | 100.700 | - |
- |
100.704 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) |
|
525 | - |
525 | - |
525 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) |
|
1.024.031 | 1.024.031 | - |
- |
1.029.471 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) |
|
2.002 | - |
2.002 | - |
2.002 |
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind
gemäß IFRS 7 einer von 3 Bewertungsstufen zuzuordnen. Jungheinrich ermittelt die beizulegenden
Zeitwerte dieser Finanzinstrumente ausschließlich basierend auf Informations- und
Inputfaktoren der Stufe 2.
Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung
wird verwiesen.
Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden
auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der
nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert
wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf
Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen
für ähnliche Instrumente bestimmt.
Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen
Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.
Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere entsprechen den
verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag.
Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle
Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte
zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der
kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen
wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen,
da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind.
Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd
den beizulegenden Zeitwerten.
|
|
|
aus der Folgebewertung |
|
|
|
| in Tausend € | aus Zinsen |
zum beizulegenden Zeitwert |
Wert- berichtigungen |
Netto- ergebnis 2011 |
Netto- ergebnis 2010 |
| Loans and Receivables (LaR) | 5.317 | - | -3.566 | 1.751 | 685 |
| Financial Assets Held to Maturity (FAHtM) | 2.209 | - | - | 2.209 | 1.106 |
| Financial Instruments Held for Trading (FAHfT/FLHfT) |
- |
-287 | - |
-287 | -4.528 |
| Financial Liabilities Measured at Amortized Costs (FLAC) |
-40.815 | - | - | -40.815 | -40.860 |
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren
(FAHtM) werden im Finanzergebnis erfasst.
Die Nettoergebnisse aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten
(FAHfT/FLHfT) sind in den Umsatzkosten sowie im Finanzergebnis enthalten.
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur
dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit
sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions-
und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet,
der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet.
Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge
und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der
Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die
Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance
Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte
resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über
"Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte,
insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wird
der Erwerb bzw. Verkauf von Wertpapieren mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von
mehr als 3 Monaten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, erfasst.
Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen
die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie
die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt.
Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen
Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht
frei zur Verfügung stehen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 4.076 T€ (Vorjahr:
2.211 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand
umfasste im Berichtsjahr unverändert fast ausschließlich Bankguthaben.
Die Höhe der Eventualschulden ist nicht quantifizierbar.
Konzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren
beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns
haben könnten oder innerhalb der letzten 2 Jahre hatten.
Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren
sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet
worden.
Zum Bilanzstichtag bestanden keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse.
Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag
in Höhe von 20 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Es betrifft im Wesentlichen den Bau eines
neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen (Deutschland).
Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating
Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen.
Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin
sind wie folgt fällig:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 36.744 | 34.765 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 51.615 | 57.040 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 17.305 | 20.160 |
|
|
105.664 | 111.965 |
Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den "Operating Leases" beliefen sich für
2011 auf 44.299 T€ (Vorjahr: 43.605 T€).
Der Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende
Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsrisiko,
frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell
und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche
Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen
Voraussetzungen vorhanden sind.
Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren,
die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen.
Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung
der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme.
Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig.
Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten
bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden.
Die Verantwortung für die Einleitung von erforderlichen organisatorischen Maßnahmen
zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein
Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation,
Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement
umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung,
die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen
Berichtswesens.
Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft
zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind
dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements.
Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch
das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko.
Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist
eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche
Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als
durchgängiges Risikomanagement-System ermöglicht.
Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des
Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag.
Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen
zu den Ausfallrisiken verwiesen.
Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von
Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt.
Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen
vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit
ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber
dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen
Rechnung getragen.
Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben
eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko
aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung
getragen.
Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern,
wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken
resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen
Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern
das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen
stellen für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum
keine Anteile in Aktien hielt.
Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des
Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt
voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden
Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen.
Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt.
Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel
verzinslichen Finanzinstrumenten. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse
unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende
der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war.
Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher (niedriger)
gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 924 T€ (31. Dezember 2010: 764 T€) höher (niedriger)
gewesen.
Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge
und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung
der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure,
das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter
Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum
ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte
sowie Devisenswapgeschäfte ein.
Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den
Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum
Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau)
nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen
bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen
der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem
einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet.
Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze
für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf
Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt
diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber.
Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2011 ergab sich, dass bei einer
Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent
den Betrag von 686 T€ (Vorjahr: 485 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk
bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 499 T€ (Vorjahr:
292 T€) und einem Maximum von 1.355 T€ (Vorjahr: 722 T€). Der Jahresdurchschnitt lag
bei 841 T€ (Vorjahr: 444 T€).
Jungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft
ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral
von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird
durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen
Rechnung getragen.
Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten
Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden
nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten.
Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen
und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung
des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale
sowie den Abschluss von Kreditversicherungen.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten
finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen,
das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen
vor.
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns
sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln
vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten
und durch ein bestehendes Schuldscheindarlehen sowie kurzfristige Kreditlinien einzelner
Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt.
Der Konzern ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung
von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Zur Begrenzung
dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten
abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner
erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt
wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend
überwacht. Zum Bilanzstichtag bestand für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus
der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten.
Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches
entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt
nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten.
Der Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings u. a. zukünftige
variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten
hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige
Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation
gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als
Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden.
Zur Sicherung der Zinsrisiken werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent
und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert.
Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes
über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg,
bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken
gesichert.
Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die
Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum
Ende eines jeden Quartals.
Die Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente wiesen zum Bilanzstichtag die
folgenden Restlaufzeiten auf:
|
|
Nominalvolumen der Sicherungsinstrumente für Cashflow Hedges |
Nominal- volumen übriger Derivate |
|
| in Tausend € | Währungs- sicherungs- kontrakte |
Zinsswaps | Währungs- sicherungs- kontrakte |
| 31.12.2011 |
|
|
|
| Nominalvolumen Gesamt | 106.101 | 93.622 | 90.797 |
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 88.008 | 8.634 | 90.797 |
| Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 18.093 | 84.988 | - |
| Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | - | - | - |
| 31.12.2010 |
|
|
|
| Nominalvolumen Gesamt | 102.127 | 63.802 | 74.754 |
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 86.197 | 2.157 | 74.754 |
| Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 15.930 | 61.574 | - |
| Restlaufzeit mehr als fünf Jahre | - | 71 | - |
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten Devisentermingeschäfte,
die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen
eingesetzt werden.
Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche
zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen
abgeschlossen wurden.
Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den
in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet.
Der Marktwert eines Sicherungsinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem
das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der
Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend
dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts
variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am
Markt realisierten Werten abweichen.
Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen
unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Der Marktwert
von Zinsderivaten wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung
der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt.
Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 1.198 | 1.736 |
| Devisentermingeschäfte | 1.198 | 1.736 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 6.696 | 4.957 |
| Devisentermingeschäfte | 3.636 | 3.761 |
| Zinsswaps | 3.060 | 1.196 |
Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten
verbunden.
Jungheinrich ist - mit Schwerpunkt in Europa -international tätig als Hersteller und
Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller
damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen.
Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für
alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist
die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes.
Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der
Flurförderzeug- und Lagertechnik.
Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur
und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen".
Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie
die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik
einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen
und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice.
Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite
Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik.
Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich
die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Das Segment "Finanzdienstleistungen"
schließt dabei die eigene Finanzierungsstruktur ein.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden
wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt
nicht vor.
Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt. Die
Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil
der Darstellung. Das Ergebnis des Geschäftssegmentes "Intralogistik" enthält in Höhe
von 2.182 T€ (Vorjahr: 3.056 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten
Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei
Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem
Grunde werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen.
Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern.
Die Investitionen, Abschreibungen und Wertminderungen betreffen immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte
bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind, und entsprechen der Bilanzsumme.
Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern
betreffen.
Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden
konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.
Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2011 dargestellt:
| in Tausend € | Intralogistik | Finanzdienst- leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich- Konzern |
| Außenumsatzerlöse | 1.712.321 | 403.962 | 2.116.283 | - | 2.116.283 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 421.020 | 47.428 | 468.448 | -468.448 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.133.341 | 451.390 | 2.584.731 | -468.448 | 2.116.283 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 159.056 | -2.652 | 156.404 | -10.589 | 145.815 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 8.284 | 38.579 | 46.863 | -954 | 45.909 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 19.080 | 24.546 | 43.626 | -954 | 42.672 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -749 | - | -749 | - | -749 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 147.511 | 11.381 | 158.892 | -10.589 | 148.303 |
| Ertragsteuern |
|
|
|
|
42.761 |
| Ergebnis nach Steuern |
|
|
|
|
105.542 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| Investitionen | 57.127 | 10 | 57.137 | - | 57.137 |
| Abschreibungen | 42.401 | 9 | 42.410 | - | 42.410 |
| Segmentvermögen | 1.822.855 | 961.082 | 2.783.937 | -203.937 | 2.580.000 |
| Eigenkapital | 782.610 | 26.155 | 808.765 | -91.005 | 717.760 |
| Schulden | 1.040.245 | 934.927 | 1.975.172 | -112.932 | 1.862.240 |
| Segmentschulden | 1.822.855 | 961.082 | 2.783.937 | -203.937 | 2.580.000 |
Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2010 dargestellt:
| in Tausend € | Intralogistik | Finanzdienst- leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich- Konzern |
| Außenumsatzerlöse | 1.464.282 | 351.910 | 1.816.192 | - | 1.816.192 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 384.416 | 43.719 | 428.135 | -428.135 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.848.698 | 395.629 | 2.244.327 | -428.135 | 1.816.192 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 116.105 | -6.344 | 109.761 | -12.167 | 97.594 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4.855 | 36.306 | 41.161 | -591 | 40.570 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 18.374 | 24.027 | 42.401 | -591 | 41.810 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -513 | - | -513 | - | -513 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 102.073 | 5.935 | 108.008 | -12.167 | 95.841 |
| Ertragsteuern |
|
|
|
|
13.502 |
| Ergebnis nach Steuern |
|
|
|
|
82.339 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
| Investitionen | 41.411 | 19 | 41.430 | - | 41.430 |
| Abschreibungen | 42.455 | 10 | 42.465 | - | 42.465 |
| Wertminderungen | 2.934 | - | 2.934 | - | 2.934 |
| Segmentvermögen | 1.693.457 | 899.503 | 2.592.960 | -198.710 | 2.394.250 |
| Eigenkapital | 697.966 | 18.170 | 716.136 | -83.489 | 632.647 |
| Schulden | 995.491 | 881.333 | 1.876.824 | -115.221 | 1.761.603 |
| Segmentschulden | 1.693.457 | 899.503 | 2.592.960 | -198.710 | 2.394.250 |
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame
Posten - neben den planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen - die ergebniswirksamen
Veränderungen bei den Rückstellungen für Leistungen aus Anlass der Beendigung des
Arbeitsverhältnisses im Rahmen von Personalanpassungsmaßnahmen in den Werken Norderstedt
und Moosburg in Höhe von insgesamt 9,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) Ertrag sowie die
ergebniswirksamen Veränderungen der Pensionsrückstellungen enthalten.
Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen
Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen,
nach Regionen aufgegliedert.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Deutschland | 571.145 | 493.399 |
| Übriges Europa | 1.393.918 | 1.196.973 |
| Übrige Länder | 151.220 | 125.820 |
|
|
2.116.283 | 1.816.192 |
| in Tausend € | 31.12.2011 |
31.12.2010 |
| Deutschland | 222.180 |
212.307 |
| Übriges Europa | 86.398 |
86.432 |
| Übrige Länder | 6.716 |
2.835 |
| Konsolidierung | 111 |
111 |
|
|
315.405 | 301.685 |
In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen
Kunden, deren Umsatzanteil - gemessen am Konzernumsatz - wesentlich war.
Für Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses
vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach
Steuern.
|
|
|
2011 | 2010 |
| Konzernergebnis | in Tausend € | 105.542 | 82.339 |
| Im Umlauf befindliche Stückaktien |
|
|
|
| Stammaktien | in Tsd. Stück | 18.000 | 18.000 |
| Vorzugsaktien | in Tsd. Stück | 16.000 | 16.000 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) |
|
|
|
| Ergebnis je Stammaktie | in € | 3,07 | 2,39 |
| Ergebnis je Vorzugsaktie | in € | 3,13 | 2,45 |
Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres
im Umlauf befindlichen Stamm- bzw. Vorzugsaktien.
In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die
das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben.
Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres
2011 eingetreten sind, liegen nicht vor.
Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Hamburg, für das Berichtsjahr und Vorjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Abschlussprüfung | 492 | 478 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 54 | 42 |
| Steuerberatungsleistungen | 18 | 26 |
| Sonstige Leistungen | 96 | 52 |
|
|
660 | 598 |
Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und
die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich
Aktiengesellschaft Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften.
Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen
abgewickelt.
Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen
des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahestehenden Gesellschaften ist den folgenden
Tabellen zu entnehmen:
| in Tausend € | Anteil in % | 2011 | 2010 |
| JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien | 50 | 39.903 | 31.210 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Deutschland | 50 | 221 | 219 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China | 25 | 10.776 | 7.322 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich | 25 | 4.260 | 2.793 |
| in Tausend € | Anteil in % | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| JULI Motorenwerk s.r.o.,Tschechien | 50 | 2.055 | 2.397 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co. Ltd., China | 25 | 2.212 | 1.014 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Österreich | 25 | 1.445 | 824 |
Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder
in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich
AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte
mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011 betrugen
998 T€ (Vorjahr: 839 T€).
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2011 auf 3.451
T€ (Vorjahr: 4.684 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2011 den Pensionsrückstellungen
für Mitglieder des Vorstandes 311 T€ (Vorjahr: 283 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge
jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen
und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB, unterbleibt,
da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat,
der für die Dauer von 5 Jahren gilt.
Am 31. Dezember 2011 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder
der Jungheinrich AG.
Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 659 T€ (Vorjahr: 651
T€).
Zum 31. Dezember 2011 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes
Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 9.783 T€ (Vorjahr: 9.633 T€) gebildet.
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 sind die
folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
| Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg | 100 |
| Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis | 100 |
| Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Elbe River Capital S.A., Luxemburg | 100 |
| TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg | 94 |
| Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg | 100 |
| Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich | 100 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden | 100 |
| Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 |
| Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 |
| Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate/Mailand, Italien | 100 |
| Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate/Mailand, Italien | 100 |
| Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate/Mailand, Italien | 100 |
| Jungheinrich de Espana S.A.U., Abrera/Barcelona, Spanien | 100 |
| Jungheinrich Rental S.L., Abrera/Barcelona, Spanien | 100 |
| Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera/Barcelona, Spanien | 100 |
| Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande | 100 |
| Jungheinrich Finance B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande | 100 |
| Jungheinrich Financial Services B.V., Alphen a. d. Rijn, Niederlande | 100 |
| Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz | 100 |
| Jungheinrich n.v./s.a., Leuven, Belgien | 100 |
| Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich | 100 |
| Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien, Österreich | 100 |
| Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki/Warschau, Polen | 100 |
| Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen | 100 |
| Jungheinrich (ČR) s.r.o., Říčany/Prag, Tschechien | 100 |
| Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden | 100 |
| Jungheinrich Hungária Kft., Biatorbagy/Budápest, Ungarn | 100 |
| Jungheinrich Danmark A/S, Tåstrup, Dänemark | 100 |
| Jungheinrich d.o.o., Trzin, Slowenien | 100 |
| Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro/Lissabon, Portugal | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland | 100 |
| Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes/Athen, Griechenland | 100 |
| Jungheinrich Istif Makinalari San. ve Tic. Ltd. Şti., Alemdağ/Istanbul, Türkei | 100 |
| Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiaí - SP, Brasilien | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck, OOO, Moskau, Russland | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu/Shanghai, China | 100 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn/Bangkok, Thailand | 100 |
| Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston/Texas, USA | 100 |
| SOMA Grundstücks- und Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG, Düsseldorf1) | 0 |
1)
Einbeziehung als Zweckgesellschaft gemäß SIC 12
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 sind die
folgenden Unternehmen at equity einbezogen:
| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
| JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien | 50 |
| Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus | 50 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China | 25 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich | 25 |
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 sind die
folgenden Unternehmen nicht einbezogen:
| Name und Sitz | Anteil am Kapital % |
| Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg1) | 100 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs-GmbH, Klipphausen/Dresden1) | 100 |
| Mécanique Industrie Chimie MIC S.A., Rungis, Frankreich2) | 100 |
| Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA1) | 100 |
| Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg1) | 100 |
| FORTAL Administracào e Participacoes S.A., Rio des Janeiro, Brasilien1) | 100 |
| Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien1) | 50 |
| Supralift Beteiligungs- und Kommunikations-Gesellschaft mbH, Hofheim am Taunus1) | 50 |
1)
nicht einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung
2)
nicht einbezogen aufgrund Insolvenz zum 14. Dezember 2005
Die nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen
Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264
Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
| ― |
Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg |
| ― |
Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg |
| ― |
Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg |
| ― |
Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg |
| ― |
Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis |
| ― |
Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg |
| ― |
Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg |
| ― |
Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg |
| ― |
Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden |
| ― |
TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg |
Im Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach §
161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft
öffentlich zugänglich gemacht.
Hamburg, den 6. März 2012
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Hamburg, den 6. März 2012
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Hans-Georg Frey | Dr. Volker Hues | Dr. Helmut Limberg | Dr. Klaus-Dieter Rosenbach |
Wir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss
- bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz,
Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung
von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a
Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung
des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie
in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 6. März 2012
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| (Dinter) | (ppa. Deutsch) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
Die Jungheinrich AG ist mit ihren Beteiligungsunternehmen eines der international
führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik.
Branchenbezogen nimmt Jungheinrich - wie im Vorjahr - in der Rangliste in Europa den
zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter
der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm
an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Nahezu alle motorisch
betriebenen Flurförderzeuge werden in konzerneigenen Werken in Deutschland hergestellt.
Eine kleine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt produziert.
Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz
mit eigenen Vertriebszentren/Niederlassungen in Deutschland und konzerneigenen Vertriebs-
und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus
werden Jungheinrich-Produkte in Übersee über lokale Händler vertrieben. Abgerundet
wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen
Versandhandel.
Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen
Teil operativ tätig. Ihre Tätigkeit als geschäftsführende Holding umfasst das Halten
und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland und deren Zusammenfassung
unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen
zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung
der Immobilien tätig. Sie führt mit ihren in der Form der AG & Co. KG gehaltenen Tochtergesellschaften
Jungheinrich Vertrieb Deutschland, Jungheinrich Export, Jungheinrich Norderstedt und
Jungheinrich Landsberg (Produktion) sowie Jungheinrich Ersatzteillogistik verbundene
Geschäfte durch, wie z. B. Handelstätigkeiten, Beratung und Erbringung von Dienstleistungen
für Unternehmen. Sofern die Jahresergebnisse der vorgenannten Kommanditgesellschaften
positiv und bestehende Verlust-vorträge ausgeglichen waren, wurden diese zeitgleich
im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen.
| Region | 2011 | 2010 |
| Welt | 3,7 | 4,9 |
| USA | 1,7 | 3,0 |
| China | 9,2 | 10,3 |
| Eurozone | 1,5 | 1,7 |
| Deutschland | 3,0 | 3,6 |
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2012)
Im Berichtszeitraum 2011 blieb die Weltwirtschaft auf Wachstumskurs, wenngleich sie
im Jahresverlauf zunehmend an Schwung verlor. Dabei verstärkten sich die regionalen
Unterschiede. Die japanische Wirtschaft fasste nach der dramatischen Naturkatastrophe
im März 2011 erfreulich schnell wieder Tritt, sodass die Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche
Entwicklung begrenzt blieben. Auch die politischen Umbrüche in Nordafrika hatten bisher
keinen wesentlichen Einfluss auf die Weltkonjunktur. In Europa dagegen wurde die konjunkturelle
Entwicklung in der 2. Jahreshälfte 2011 von der Staatsschulden- und Eurokrise an den
Finanzmärkten gedämpft. Dabei ergab sich zwischen den einzelnen Euroländern ein großes
Konjunktur-gefälle. Die wesentlichen Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft gingen
demgemäß erneut von den Schwellen- und Entwicklungsländern aus, während die meisten
Industrieländer nur ein verhaltenes Wachstum aufwiesen.
Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft erhöhte sich 2011 mit abnehmender Wachstumsdynamik
um 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent). Ein stärkeres Wirtschaftswachstum entfaltete
insbesondere Asien mit kräftigen Zuwächsen in China und Indien. Gleichwohl ließ das
Wachstumstempo auch in diesen Ländern etwas nach. Während China eine Zuwachsrate von
9,2 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent) aufwies, erreichte Indien 7,6 Prozent (Vorjahr:
9,2 Prozent). Doch auch die USA und Europa trugen trotz der sich verstärkenden Staatsschuldenkrise
zur gestiegenen Wirtschaftsleistung bei. In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaft
leicht abgeschwächt um 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent); in den USA verringerte
sich die Wachstumsrate deutlich auf 1,7 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent). Basierend
auf der engen Verflechtung mit den westeuropäischen Volkswirtschaften entwickelte
sich die Wirtschaftsleistung der meisten Staaten Mittel- und Osteuropas noch unverändert
dynamisch. Mit einer Steigerungsrate um 3,0 Prozent (Vorjahr: 3,6 Prozent) verzeichnete
Deutschland im Berichtszeitraum ein überproportionales Wachstum in Europa. Getragen
wurde diese Entwicklung zu einem guten Teil von der um 8,2 Prozent (Vorjahr: 14,2
Prozent) gestiegenen Ausfuhr und einem Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen um 8,3
Prozent (Vorjahr: 10,5 Prozent). Der stark exportorientierte deutsche Maschinenbau
zeigte sich weiter erholt, wenngleich die dynamischen Wachstumsraten des Vorjahres
nicht wiederholt werden konnten. Dort stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern
aus dem Ausland um 9 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent) und aus dem Inland um 13 Prozent
(Vorjahr: 29 Prozent).
| Region | 2011 | 2010 |
| Welt | 974,6 | 794,5 |
| Europa | 330,6 | 267,4 |
| davon Osteuropa | 54,2 | 39,2 |
| Asien | 380,0 | 315,4 |
| davon China | 238,3 | 200,3 |
| Nordamerika | 169,6 | 136,1 |
| Übrige Regionen | 94,4 | 75,6 |
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)
Die Flurförderzeugindustrie profitierte im Berichtszeitraum vom weltweiten Wirtschaftswachstum
und setzte die dynamische Markterholung aus dem Vorjahr im 1. Halbjahr 2011 mit hohen
Marktzuwächsen fort. Erst im Laufe des 2. Halbjahres 2011 nahmen die Wachstumsraten
als Folge des im Vorjahr höheren Vergleichsniveaus erwartungsgemäß ab. In den Absatzregionen
Europa und USA setzte sich das Erholungswachstum in der ersten Jahreshälfte mit besonders
kräftigen Zuwächsen fort, ehe auch hier die Dynamik nachließ. Insgesamt stieg das
Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum um rund 23 Prozent auf 974,6 Tsd. Flurförderzeuge
(Vorjahr: 794,5 Tsd. Einheiten) und überschritt das bisherige Rekordniveau von 951
Tsd. Fahrzeugen des Jahres 2007. Am Marktwachstum waren alle Regionen mit nahezu gleich
hohen zweistelligen Steigerungsraten beteiligt. Europa, wichtigster Absatzmarkt für
Jungheinrich, verzeichnete mit einem Anstieg um rund 24 Prozent auf 330,6 Tsd. Stapler
(Vorjahr: 267,4 Tsd. Einheiten) einen erfreulich starken Zuwachs. Während die Nachfrage
in Westeuropa um 21 Prozent zulegte, wies Osteuropa einen überproportionalen Anstieg
um 38 Prozent auf. Dennoch blieb das Marktvolumen in Europa wie auch in Nordamerika
unter dem Rekordniveau des Jahres 2007. Das Marktvolumen in Asien erhöhte sich leicht
unterdurchschnittlich um 20 Prozent auf 380,0 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 315,4 Tsd.
Einheiten). Hierzu trug China mit einem etwas geringeren Anstieg um 19 Prozent auf
238,3 Tsd. Geräte (Vorjahr: 200,3 Tsd. Einheiten) bei. Der nordamerikanische Markt
legte mit einer Steigerung von 25 Prozent auf 169,6 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 136,1
Tsd. Einheiten) ein erneut kräftiges Marktwachstum an den Tag. Vom weltweiten Marktwachstum
profitierten alle Produktsegmente. Der Zuwachs bei Fahrzeugen der Lagertechnik fiel
mit 22 Prozent geringfügig niedriger aus als bei den Gegengewichtsstaplern mit 23
Prozent. Hier zeigten die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb mit fast 24
Prozent eine etwas höhere Wachstumsrate. Diese Antriebsart dominiert weiterhin das
Produktspektrum in den Absatzregionen Asiens und Lateinamerikas. In China deutet sich
mit einer Steigerungsrate von 42 Prozent bei lagertechnischen Fahrzeugen bereits eine
leichte Verschiebung zugunsten der Lagertechnik an.
Das Geschäftsjahr 2011 der Jungheinrich AG stand ganz im Zeichen von Wachstum und
Zukunftsgestaltung. Nach Abschluss der Konsolidierungsmaßnahmen aus dem Krisenjahr
2009 in den ersten Monaten des Berichtszeitraumes waren die Schwerpunkte auf die Teilhabe
an der weiter dynamischen Marktentwicklung, den Baubeginn für ein neues Ersatzteilzentrum,
den Messeauftritt auf der CeMAT in Hannover sowie die Fortführung der IT-Projekte
gerichtet. Die stark anziehende Nachfrage nach Flurförderzeugen sorgte für eine zunehmende
Kapazitätsauslastung in den Werken und erforderte wieder eine deutliche personelle
Verstärkung an den Produktionsstandorten. Im Werk Norderstedt wurden die Neugestaltung
der Produktionsabläufe und die Optimierung der Fertigungsprozesse zum Abschluss gebracht.
Im Mittelpunkt stand die neu errichtete, nach modernsten Umweltgesichtspunkten konzipierte
Pulverbeschichtungsanlage, die wesentlich zur Verbesserung des innerbetrieblichen
Transportes beiträgt.
Auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wurde im Herbst 2011 mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums
in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, begonnen.
Mit diesem Investitionsprojekt in Höhe von über 35 Mio. € soll insbesondere dem internationalen
Wachstum des Unternehmens, dem Sortimentswachstum aus dem erweiterten Fahrzeugportfolio
und den steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation sowie des Händlergeschäftes
Rechnung getragen werden. Als Maßnahme zur Finanzierung wurde bereits ein Darlehensvertrag
über 19 Mio. € geschlossen. Der Bau des Ersatzteilzentrums soll bis Ende dieses Jahres
fertiggestellt werden, der Vollbetrieb ist ab Mitte 2013 vorgesehen.
Im Mai 2011 präsentierte Jungheinrich mit großem Erfolg auf der weltweit größten Branchenmesse
CeMAT in Hannover, die regelmäßig alle drei Jahre stattfindet, zahlreiche Produktneuheiten
und maßgeschneiderte Intralogistiklösungen. Ein zentrales Thema bildete die Energieeffizienz
von Antriebssystemen. Besondere Aufmerksamkeit fand in diesem Zusammenhang der erste
serienreife Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen mit zukunftsweisender Lithium-Ionen-Technologie.
Weitere Produktneuheiten waren u. a. ein deutlich leistungsgesteigerter Schubmaststapler,
ein selbstständig fahrendes Flurförderzeug (fahrerloses Transportsystem) sowie ein
Schlepper für Lasten von bis zu 4 Tonnen. Neu entwickelte Staplersoftware wie die
Lagernavigation oder das Staplerleitsystem rundeten das vielfältige Spektrum ab.
Vertriebsseitig lag ein wesentlicher Schwerpunkt auf der Schärfung des Markenprofils.
Hierzu wurde ein neuer Markenclaim entwickelt, der den seit 2003 weltweit einheitlichen
Markenauftritt stärkt. Der Claim "Jungheinrich - Machines. Ideas. Solutions.", der
die Markenattribute auf wenige klare Botschaften konzentriert, wurde erstmals im Mai
2011 auf der CeMAT vorgestellt.
In der Informationstechnologie war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die IT-Systeme
und -Prozesse produktiver, sicherer und kostengünstiger zu gestalten. Eine Vielzahl
von IT-Projekten wurde im Berichtszeitraum realisiert bzw. in Angriff genommen, u.
a. die Modernisierung der IT-Infrastruktur und die Umstellung der Softwareausstattung
aller Arbeitsplätze auf aktuelle Windows- und Microsoft-Versionen.
Die Ertragslage der Jungheinrich AG wurde vom positiven Geschäftsverlauf der operativen
Tochtergesellschaften und den sich daraus ergebenden höheren Beteiligungserträgen
bestimmt. Neben der konjunkturbedingt deutlich verbesserten Ergebnisentwicklung fielen
im Vergleich zum Vorjahr keine Einmaleffekte aus der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
(BilMoG) an.
Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG erhöhten sich im Berichtsjahr um rund 7 Prozent
auf 214,8 Mio. € (Vorjahr: 201,5 Mio. €). Hierin sind Umsätze aus Lizenzerlösen in
Höhe von 21,3 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €) aus Schutzrechten für Produkt-Knowhow
enthalten. Die Umsätze mit Ersatzteilen stiegen konjunkturbedingt um 8 Prozent auf
160,5 Mio. € (Vorjahr: 148,3 Mio. €). Es handelte sich hierbei vorwiegend um Ersatzteillieferungen
an die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Diese Entwicklung war auf die konjunkturbedingt
höhere Kundennachfrage nach Serviceleistungen aufgrund der Zunahme an Jungheinrich-Fahrzeugen
und der gestiegenen Auslastung der weltweit im Einsatz befindlichen Fahrzeuge zurückzuführen.
Die Umsätze aus Holding-Aktivitäten, im Wesentlichen die Berechnung von erbrachten
Servicecenter-Leistungen, verminderten sich auf 18,5 Mio. € (Vorjahr: 22,7 Mio. €).
Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen nahmen
um 7 Prozent auf 14,4 Mio. € (Vorjahr: 13,5 Mio. €) zu.
Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt:
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Materialaufwand | 80,3 | 71,5 |
| Personalaufwand | 74,9 | 66,5 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 15,2 | 15,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 97,3 | 98,2 |
Der Materialaufwand erhöhte sich überproportional zur Umsatzentwicklung um 12 Prozent
auf 80,3 Mio. € (Vorjahr: 71,5 Mio. €). Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen enthalten die Verwaltungskosten der in der Jungheinrich AG geführten
Holding- und Zentralbereiche. Der Personalaufwand stieg entsprechend des Personalaufbaues
und der Gehaltssteigerungen um 13 Prozent auf 74,9 Mio. € (Vorjahr: 66,5 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch Kosten für Entwicklungsdienstleistungen
beinhalten, verminderten sich nur leicht auf 97,3 Mio. € (Vorjahr: 98,2 Mio. €).
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betreffen Abschreibungen auf Immobilien,
Betriebs- und Geschäftsausstattung, Ersatzteilbelieferungsrechte sowie Schutzrechte
für Produkt-Know-how. Das Abschreibungsvolumen betrug kaum verändert 15,2 Mio. € (Vorjahr:
15,1 Mio. €).
Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigt im Berichtszeitraum folgendes Bild:
| in Mio. € | 2011 | 2010 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern | 29,0 | -8,3 |
| Zinsergebnis | -2,5 | -5,2 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 26,5 | -13,5 |
| Außerordentliches Ergebnis | - | -8,8 |
| Ertrag- und sonstige Steuern | -7,2 | -2,2 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 33,7 | -20,1 |
Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, das um Steuerumlagen gekürzte Beteiligungserträge
und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen von 58,6 Mio. € (Vorjahr: 17,7 Mio. €)
beinhaltet, stieg auf 29,0 Mio. € (Vorjahr: minus 8,3 Mio. €). Das Zinsergebnis verbesserte
sich um 2,7 Mio. € auf minus 2,5 Mio. € (Vorjahr: minus 5,2 Mio. €). Maßgebend hierfür
waren höhere Zinserträge aufgrund einer veränderten, optimierten Anlagepolitik. Das
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich damit auf 26,5 Mio.
€ (Vorjahr: minus 13,5 Mio. €). Im Berichtszeitraum ergaben sich keine außerordentlichen
Aufwendungen (Vorjahr: 8,8 Mio. €). Die Ertrag- und sonstigen Steuern führten im Berichtsjahr
zu Erträgen von 7,2 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Diese beinhalten Erträge aus Ertragsteuerumlagen
in Höhe von 24,0 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €), die die Jungheinrich AG von den erwähnten
operativen Gesellschaften erhob, weil deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert
werden. Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einem Jahresüberschuss
von 33,7 Mio. € (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 20,1 Mio. €) ab. Aus dem Jahresüberschuss
wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 9,0 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Der
Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 0,70 € (Vorjahr:
0,49 €) je Stammaktie und in Höhe von 0,76 € (Vorjahr: 0,55 €) je Vorzugsaktie auszuschütten.
Das Investitionsvolumen hat sich im Berichtsjahr 2011 um 9,6 Mio. € auf 18,5 Mio.
€ (Vorjahr: 8,9 Mio. €) erhöht. Hiervon entfiel der wesentliche Teil auf die im Herbst
2011 begonnene Errichtung des neuen Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, nahe dem
Norderstedter Werk, das ein Zentrallager nebst Verwaltung beinhaltet. Darüber hinaus
wurde im Berichtszeitraum in den Ausbau der Immobilien an den deutschen Standorten
des Vertriebes und der Produktionswerke mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt investiert.
Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung
zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und
Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und
Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der
kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten
an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt. Die Bilanzsumme verminderte
sich zum Jahresende 2011 auf 989,4 Mio. € (Vorjahr: 1.015,0 Mio. €).
Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar:
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Anlagevermögen | 361,9 | 358,6 |
| Vorräte | 29,0 | 22,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 140,6 | 131,5 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 456,7 | 501,8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,2 | 1,0 |
| Bilanzsumme | 989,4 | 1.015,0 |
Das Anlagevermögen erhöhte sich um 3,3 Mio. € auf 361,9 Mio. € (Vorjahr: 358,6 Mio.
€). Dieser Anstieg war u. a. durch den Baubeginn des neuen Ersatzteilzentrums bestimmt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrugen 131,6 Mio. € (Vorjahr: 124,1
Mio. €). Sie beinhalten neben den Ansprüchen aus dem Warenverkehr mit Tochtergesellschaften
auch die Bereitstellung von liquiden Mitteln an die Gesellschaften. Im Wesentlichen
bedingt durch die Tilgung des 2011 fälligen Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2004
in Höhe von 55,0 Mio. € ergab sich insgesamt ein Rückgang der liquiden Mittel und
Wertpapiere um 45,1 Mio. € auf 456,7 Mio. € (Vorjahr: 501,8 Mio. €). Der Netto-Cashflow
der Jungheinrich AG stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr als Folge der verbesserten
Ergebnisentwicklung um 44,5 Mio. € auf 49,2 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €).
Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild:
| in Mio. € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Eigenkapital | 550,8 | 534,6 |
| Rückstellungen für Pensionen | 32,0 | 31,7 |
| Übrige Rückstellungen | 25,8 | 28,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 104,5 | 155,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10,7 | 7,7 |
| Übrige Passiva | 265,6 | 257,6 |
| Bilanzsumme | 989,4 | 1.015,0 |
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 16,2 Mio.
€ auf 550,8 Mio. € (Vorjahr: 534,6 Mio. €) als Folge des hohen Jahresüberschusses.
Dieser wurde wesentlich bestimmt durch die konjunkturell verbesserte Ergebnissituation
der Tochtergesellschaften, das deutlich verbesserte Finanzergebnis und die gegenüber
dem Vorjahr höheren Steuererträge. Im Vergleich zum Vorjahr entfielen zudem die außerordentlichen
Aufwendungen aus dem Einmaleffekt aus der Umstellung auf das Bilanz-rechtsmodernisierungsgesetz
(BilMoG). Die Eigenkapitalquote stieg dadurch auf 55,7 Prozent (Vorjahr: 52,7 Prozent).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um 50,5 Mio. €
auf 104,5 Mio. € (Vorjahr: 155,0 Mio. €). Hierin enthalten ist die Rückzahlung des
fälligen Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2004 in Höhe von 55,0 Mio. €. Die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 4,9 Mio. € auf 259,8 Mio. € (Vorjahr:
254,9 Mio. €).
Die Renditezahlen der Jungheinrich AG entwickelten sich wie folgt:
| in % |
2011 | 2010 |
| Eigenkapitalrendite | 6,2 |
-2,1 |
| Gesamtkapitalrendite | 4,3 |
-0,2 |
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) vor außerordentlichem
Ergebnis : durchschnittliches Eigenkapital x 100 Gesamtkapitalrendite = Jahresüberschuss
(Jahresfehlbetrag) vor außerordentlichem Ergebnis + Zinsaufwand (exklusive der Aufzinsungen
für langfristige Rückstellungen) : durchschnittliches Gesamtkapital x 100
Die deutlich verbesserte Ertrags- und Vermögenslage der Jungheinrich AG spiegelt sich
in den Kapitalrenditen wider. Die Eigenkapitalrendite erhöhte sich auf 6,2 Prozent
nach minus 2,1 Prozent im Vorjahr. Die Gesamtkapitalrendite verbesserte sich entsprechend
auf 4,3 Prozent (Vorjahr: minus 0,2 Prozent).
Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2011 insgesamt 973 Mitarbeiter,
davon 135 Auszubildende (Vorjahr: 863 Mitarbeiter, davon 136 Auszubildende). Darüber
hinaus waren 13 (Vorjahr: 8) Leiharbeitnehmer im Unternehmen eingesetzt. Als Mitglied
des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2010 getroffenen tarifvertraglichen
Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum
31. März 2012.
Für das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten Unternehmensführung.
Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet
sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten
sowie Kapitalrenditen.
Für die Festlegung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes ist der Aufsichtsrat
zuständig, der nach Vorbereitung durch den Personalausschuss das Vergütungssystem
hinsichtlich seiner Zusammensetzung beschließt, die Bezüge sowie die jährlichen Zielvorgaben
für die variable Vergütung festsetzt und in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit
der Vergütung überprüft. Das 2010 überarbeitete Vergütungssystem der Jungheinrich
AG kam für die Mitglieder des Vorstandes bei neu abgeschlossenen Dienstverträgen ab
dem 1. Januar 2011 zur Anwendung. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält
einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen
Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für
den Vorstand ist performanceorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen
Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis
über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe
des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das
Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie
Marktanteilswachstumsvorgaben für einzelne Produktbereiche. Die Zielvorgaben werden
entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele
angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter
Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils
nach Feststellung des Jahresabschlusses des Vorjahres fällig werden. Die Pensionsregelung
für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren bei Jungheinrich mit
einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches.
Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in § 18 der Satzung der Jungheinrich AG geregelt,
Höhe und Fälligkeit werden durch die Hauptversammlung festgelegt. Die Mitglieder des
Aufsichtsrates erhalten außer dem Ersatz ihrer Auslagen eine Vergütung zuzüglich Umsatzsteuer.
Der Vorsitzende erhält das Zweifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses
Betrages. Die Vergütung für jedes Mitglied des Aufsichtsrates beträgt 15.000 € jährlich,
zuzüglich eines Betrages von 2.000 € je 1 Prozent Dividende, die über 4 Prozent hinaus
für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet wird. Für
jeden Aufsichtsratsausschuss erhalten dessen Mitglieder zusammen den zweifachen Betrag
der oben genannten Gesamtvergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes; über die Aufteilung
beschließt der jeweilige Ausschuss.
Die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 hat ein neues Vergütungsmodell für die Mitglieder
des Aufsichtsrates mit Wirkung ab 1. Januar 2012 beschlossen, welches ab dem vorgenannten
Zeitpunkt die durch die Hauptversammlung am 3. Juni 2003 beschlossenen Regelungen
ersetzt. Nach dieser neuen Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben
dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich
eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite
(ROCE) des Jungheinrich-Konzerns. Für jeden vollen Prozentpunkt, um den die erreichte
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Schwellenwert von 15 Prozent überschreitet, beträgt
die variable jährliche Vergütung 4.000 €. Erreicht die EBIT-Kapitalrendite (ROCE)
den Zielwert von 20 Prozent, beträgt die variable jährliche Vergütung somit 20.000
€. Überschreitet die erreichte EBIT-Kapitalrendite (ROCE) den Zielwert, so erhöht
sich die variable jährliche Vergütung für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert
um weitere 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000
€. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der
vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses
zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses
bzw. für Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse
erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses
erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Ausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser
Vergütung.
Die Jungheinrich AG ist zuständig für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung.
Die Aufwendungen der Jungheinrich AG für Forschung und Entwicklung einschließlich
der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und von Leistungen verbundener Unternehmen
betrugen 27,1 Mio. € (Vorjahr: 27,7 Mio. €).
In der Grundlagenentwicklung wurde unter Beteiligung aller wichtigen Bereiche wie
Vertrieb, Produktmanagement, Einkauf und Produktion sowie der betreffenden Entwicklungsabteilungen
eine sogenannte Technologie-Roadmap erstellt. Hierbei handelt es sich um ein Planungsinstrument
für die Identifizierung erfolgversprechender Zukunftstechnologien und deren Verknüpfung
mit kommenden Serienentwicklungen.
Die seit einigen Jahren als ein möglicher Energiespeicher der Zukunft untersuchten
Lithium-Ionen-Batterien wurden im Berichtsjahr erstmalig in einem Serienprodukt eingeführt.
Die Schnellladefähigkeit und das geringe Gewicht der Batterien eröffnen neue Einsatzfelder.
Jungheinrich entwickelt das Batteriemanagementsystem und produziert die Batterien
unter Verwendung zugekaufter Zellen im eigenen Fertigungswerk in Norderstedt. Die
Entwicklung größerer Lithium-Ionen-Batterien wird geprüft, die technologischen Fortschritte
bei den Herstellern von Batteriezellen beobachtet.
Die Forschungsanstrengungen im Bereich der Automatisierung von Flurförderzeugen wurden
intensiviert. Auf der Basis von Serienfahrzeugen und einer standardisierten Steuerung
geht der Trend weg von projektspezifischen Spezial- hin zu Standardlösungen. Durch
diesen Wechsel kann die Qualität erhöht und eine effiziente After-Sales-Betreuung
sichergestellt werden. In der zentralen Entwicklung wurde die Konstruktion weiterer
Konzernkomponenten gestartet, die die einheitliche Verwendung über alle Fahrzeugplattformen
gestattet.
Jungheinrich wurde als erstem Hersteller von Flurförderzeugen das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz" vom TÜV-Nord verliehen. Es bestätigt die deutliche Reduzierung der CO2 -Emissionen über die komplette Fahrzeugflotte. Diese Einsparung betrug über 25 Prozent in den letzten zehn Jahren im klassischen Segment der Elektro-, Diesel-/Treibgas-Gabelstapler sowie der Schubmaststapler. Bis zu 90 Prozent aller CO2 -Emissionen entstehen in der Nutzungsphase. Eine Verringerung bedeutet damit gleichzeitig eine Senkung der Energiekosten und eine Erhöhung der Einsatzreichweite der Fahrzeuge. Jungheinrich wird auch in Zukunft durch neue Methoden Maßstäbe für die weitere Verbesserung der Energieeffizienz seiner Fahrzeuge setzen und damit einen maßgeblichen Beitrag zur Nachhaltigkeit beim Betrieb von Flurförderzeugen leisten.
Gemäß § 289a HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft verpflichtet,
eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite
des Unternehmens unter www.jungheinrich.de nachzulesen.
Das interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze,
Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen
Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den
Rechnungslegungsprozess bezieht.
Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll-
und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich
wie folgt beschreiben:
| ― |
Die Jungheinrich AG zeichnet sich durch eine differenzierte Organisations- und Unternehmensstruktur mit einheitlicher und straffer Kontrolle aus. |
| ― |
Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken bestehen konzernweit abgestimmte Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse sowie ein Risiko-Früherkennungssystem. |
| ― |
Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Finanzbuchhaltung, Controlling und interne Revision) sind eindeutig zugeordnet. |
| ― |
Bei den im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systemen, die gegen unbefugte Zugriffe geschützt werden, handelt es sich überwiegend um Standardsoftware (im Wesentlichen SAP-Systeme). |
| ― |
Es besteht ein umfassendes internes Managementsystem, das die Zuständigkeiten und Abläufe für alle Prozesse und deren Wechselwirkung über Richtlinien regelt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer kontinuierlichen Anpassung und Weiterentwicklung. |
| ― |
Die Mitarbeiter der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften entsprechen sowohl den quantitativen als auch den qualitativen Anforderungen. |
| ― |
Die Vollständigkeit und Richtigkeit von Daten der Rechnungslegung werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitäten sowohl durch manuelle Kontrollen als auch durch eingesetzte Software überprüft. |
| ― |
Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind Gegenstand der jährlichen Abschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des bestehenden konzernweiten Jungheinrichspezifischen Systems berücksichtigt. |
| ― |
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, die durch die interne Revision überprüft werden, wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet. |
| ― |
Der Aufsichtsrat befasst sich u. a mit wesentlichen Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, der Prüfungsaufträge und -schwerpunkte. |
Das frühzeitige Erkennen von Risiken und die daraus abzuleitenden Gegenmaßnahmen sind
wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie
sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen
definiert worden. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems
sind fester Bestandteil regelmäßiger Überprüfungen durch die interne Revision vor
Ort und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse, die sich daraus ergeben, werden
bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrichspezifischen Risikomanagement-Systems
berücksichtigt.
Das Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil des Führungs-,
Planungs- und Controllingprozesses. Es besteht aus folgenden Elementen:
| ― |
der Konzernrichtlinie Risikomanagement |
| ― |
dem Konzernrisikoausschuss |
| ― |
den operativen Chancen- und Risikoinventuren der Vertriebs- und Produktionsgesellschaften |
| ― |
den zentralen Chancen- und Risikoinventuren der Geschäftsfeldverantwortlichen und der Leiter der Querschnittsfunktionen |
| ― |
der allgemeinen Reporting-Struktur im Konzern |
| ― |
der Konzernrevision |
Die Leiter der operativen Gesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement
ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen auf den Geschäftsführungssitzungen
sind sie verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine
Risikoinventur durchzuführen. Diese Inventuren beinhalten sowohl Risiken als auch
Chancen, sodass ein wirklichkeitsnahes Bild der jeweils aktuellen Risikolage erzielt
wird. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur
mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. Danach erfolgen die Bewertungen der
Inventuren auf Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung. Diese Bewertungen werden
unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen zu einer Konzernrisikoinventur verdichtet.
Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Konzernrisikoausschusses, in dem auch der Vorstand
vertreten ist, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen
abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. Werden
zwischen den Inventurstichtagen Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten,
ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch Ad-hoc-Risikomeldungen zu informieren.
Die Konzernrevision ist durch ihre regelmäßigen Prüfungen vor Ort, die mit dem Vorstand
und dem Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG abgestimmt
sind, und durch anlassbezogene Sonderprüfungen ein wichtiger Teil des Risikomanagements.
Nach der Analyse der letzten Risikoinventur 2011 durch den Risikoausschuss bestehen
weiterhin keine Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten.
Die für die Jungheinrich AG bedeutenden Risikofelder sind nachfolgend aufgeführt:
| ― |
Gesamtwirtschaftliche Risiken und Branchenrisiken |
| ― |
Operative Geschäftsrisiken |
| ― |
Finanzrisiken |
| ― |
Rechtsrisiken |
Nach Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses durch die Kommanditistin hat die Jungheinrich
AG als Komplementärin der TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg,
im Wege der Anwachsung am 1. Januar 2012 alle Vermögenswerte und Schulden der damit
untergehenden Gesellschaft, im Wesentlichen die Immobilien in Höhe von 34,2 Mio. €,
übernommen.
In der Einschätzung der Entwicklung des Welthandels im Jahr 2012 geht die Jungheinrich
AG von einer abnehmenden Wachstumsdynamik mit weiterhin stark regionalen Unterschieden
aus. Maßgebend hierfür ist die sich weltweit abzeichnende Wirtschaftseintrübung als
Folge der Staatsschuldenkrise im Euroraum und in den USA. So weisen reduzierte Wirtschaftsprognosen
für die Eurozone einen leichten Konjunkturrückgang auf. Allerdings haben sich jüngste
Konjunkturindikatoren in den Industrieländern bereits etwas aufgehellt und deuten
auf eine wieder freundlichere Konjunkturentwicklung ab dem Frühjahr 2012 hin. Osteuropa
dürfte demgegenüber weiterhin noch mit einem leichten Wachstum aufwarten. Mit einem
moderaten Wachstum ist auch in den USA zu rechnen. Die Volkswirtschaften Asiens und
Lateinamerikas werden weiter von der hohen Eigendynamik und der Inlandsnachfrage in
den Schwellenländern China, Indien und Brasilien sowie der Sondersituation "Aufbau
in Japan" profitieren. Dies wird einen stabilisierenden Effekt auf das weltweite Wirtschaftswachstum
haben. Etwaige wirtschaftliche Einflüsse aus den politischen Veränderungen in den
nordafrikanischen Staaten bleiben weiterhin ungewiss und sind in den Wachstumsprognosen
nicht enthalten.
| Region | Prognose 2012 | Prognose 2013 |
| Welt | 3,4 | 3,8 |
| USA | 2,0 | 2,5 |
| China | 7,5 | 7,5 |
| Eurozone | -0,4 | 0,8 |
| Deutschland | 0,5 | 1,3 |
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2012)
Trotz des merklich verschlechterten wirtschaftlichen Umfeldes - insbesondere für Europa
- sollten die Aussichten für die Flurförderzeugindustrie insgesamt stabil in einer
Seitwärtsbewegung mit leichten Wachstumschancen bleiben, wenngleich mit zum Teil deutlich
regionalen Unterschieden. Daher dürfte sich nach dem starken Marktwachstum im Vorjahr
die Marktdynamik deutlich verringern. Für das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge
geht Jungheinrich daher nur noch von einer stückzahlbezogenen Steigerung von unter
5 Prozent auf rund 1 Mio. Einheiten aus. Dabei dürfte sich das Marktwachstum vor allem
auf Asien, Lateinamerika und die USA erstrecken. Die Marktentwicklung in Europa sollte
von einem stärkeren Wachstum in Osteuropa profitieren können. Entsprechend dürften
sich die Absatzmöglichkeiten der inländischen Tochtergesellschaften der Jungheinrich
AG für 2012 auf stabilem Niveau bewegen.
Die Jungheinrich AG wird auch in diesem Jahr ihre konzernübergreifende Grundlagen-
und Produktentwicklung in Schlüsseltechnologien auf hohem Niveau fortführen bzw. gezielt
verstärken. Das gilt weiterhin insbesondere für Antriebstechniken und marktspezifische
Produktentwicklungen.
Nach einer möglichen leichten Wachstumsdelle im Jahr 2012 erwartet Jungheinrich wieder
wachsende Märkte. Entsprechend dieser Einschätzung wird das Unternehmen in größerem
Umfang in die Zukunft investieren, um langfristig profitables Wachstum zu generieren.
Zu den Zukunftsprojekten gehören die Errichtung des neuen Ersatzteilzentrums zum Ausbau
des After-Sales-Geschäftes und der Neubau von Vertriebszentren zur Stärkung der Vertriebsorganisation.
Der Startschuss zum Bau eines Produktionswerkes für Schmalgangstapler am Standort
Degernpoint wurde gegeben. Diese Maßnahme erlaubt zu einem späteren Zeitpunkt die
Modernisierung der Fertigungsflächen für die am Produktionsstandort Moosburg verbleibenden
Gegengewichtsstapler mit entsprechend verbundener Kostenreduzierung.
Die Ertragslage im Jahr 2012 wird vor allem von der Nachfrageentwicklung bei Flurförderzeugen
und der damit verbundenen Auslastung der Fertigungskapazitäten in den Werken sowie
einem erwarteten weiter wachsenden After-Sales-Geschäft bestimmt werden. Dabei hängt
der Ergebnisbeitrag im Neugeschäft wesentlich von der Marktentwicklung in den bedeutenden
europäischen Ländern sowie vom Produktmix ab. Ergebnisbelastungen werden sich 2012
vor allem aus höheren Personalkosten, u.a. aus vereinbarten Tarifabschlüssen in Deutschland,
ergeben. Die Höhe des Ertragsniveaus der Jungheinrich AG wird hauptsächlich von der
Ertragsentwicklung und den Ergebnissen ihrer deutschen Tochterunternehmen abhängen.
Im Jahr 2013 könnte wieder mit einer stärkeren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet
werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf
wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur
der Flurförderzeugindustrie auslösen. Steigende Auftragseingänge im Neugeschäft, die
zu einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken führen, würden
zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG über die Ergebnisse
ihrer Beteiligungen beitragen.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung
der Jungheinrich AG stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen
könnten, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld,
Wechselkurs- und Zinsschwankungen, nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung
einiger europäischer Länder und der USA sowie die Auswirkungen aus den politischen
Umwälzungen in Nordafrika, insbesondere aus einem möglichen Anstieg der Rohölpreise.
Hamburg, den 6. März 2012
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
|
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|
|
Anhang | in Tausend € | in Tausend € | |
| A. | Anlagevermögen | (1) |
|
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
15.673 | 21.204 |
|
|
II. Sachanlagen |
|
79.556 | 70.743 |
|
|
III. Finanzanlagen |
|
266.690 | 266.692 |
|
|
|
|
361.919 | 358.639 |
| B. | Umlaufvermögen |
|
|
|
|
|
I. Vorräte | (2) | 29.015 | 22.119 |
|
|
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (3) | 140.584 | 131.460 |
|
|
III. Wertpapiere | (4) | 126.512 | 100.700 |
|
|
IV. Liquide Mittel | (5) | 330.134 | 401.102 |
|
|
|
|
626.245 | 655.381 |
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten |
|
1.224 | 976 |
|
|
|
|
989.388 | 1.014.996 |
|
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|
|
Anhang | in Tausend € | in Tausend € | |
| A. | Eigenkapital |
|
|
|
|
|
I. Gezeichnetes Kapital | (6) | 102.000 | 102.000 |
|
|
II. Kapitalrücklage |
|
76.952 | 76.952 |
|
|
III. Gewinnrücklagen | (7) | 347.031 | 338.049 |
|
|
IV. Bilanzgewinn |
|
24.760 | 17.620 |
|
|
|
|
550.743 | 534.621 |
| B. | Rückstellungen |
|
|
|
|
|
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (8) | 32.024 | 31.723 |
|
|
2. Übrige Rückstellungen | (9) | 25.833 | 28.381 |
|
|
|
|
57.857 | 60.104 |
| C. | Verbindlichkeiten | (10) |
|
|
|
|
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitituten |
|
104.523 | 155.000 |
|
|
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
10.685 | 7.652 |
|
|
3. Übrige Verbindlichkeiten |
|
263.491 | 257.619 |
|
|
|
|
378.699 | 420.271 |
| D. | Passive latente Steuern | (20) | 2.089 | - |
|
|
|
|
989.388 | 1.014.996 |
|
|
|
Anhang | 2011 in Tausend € |
2010 in Tausend € |
| 1. | Umsatzerlöse | (13) | 214.753 | 201.472 |
| 2. | Bestandsveränderung |
|
-30 | 20 |
|
|
Gesamtleistung |
|
214.723 | 201.492 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | (14) | 23.295 | 23.751 |
| 4. | Materialaufwand | (15) | 80.264 | 71.469 |
| 5. | Personalaufwand | (16) | 74.858 | 66.470 |
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
15.182 | 15.082 |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | (17) | 97.320 | 98.245 |
| 8. | Finanz- und Beteiligungsergebnis | (18) | 56.087 | 12.478 |
| 9. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|
26.481 | -13.545 |
| 10. | Außerordentliche Aufwendungen | (19) | - | 8.755 |
| 11. | Außerordentliches Ergebnis |
|
- | -8.755 |
| 12. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (20) | -7.538 | -2.380 |
| 13. | Sonstige Steuern |
|
277 | 188 |
| 14. | Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
|
33.742 | -20.108 |
| 15. | Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen |
|
- | 37.728 |
| 16. | Einstellung in andere Gewinnrücklagen |
|
8.982 | - |
| 17. | Bilanzgewinn |
|
24.760 | 17.620 |
|
|
|
Anschaffungs-/Herstellungskosten |
|
Kumulierte Abschreibungen |
||
| in Tausend € | Stand am 01.01.2011 |
Zugänge | Um- buchungen |
Abgänge | Stand am 31.12.2011 |
Stand am 01.01.2011 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 74.691 | 2.386 | - | 40 | 77.037 | 53.487 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 104.513 | 3.282 | 4.241 | - | 112.036 | 46.221 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.875 | 213 | - | 9 | 2.079 | 1.297 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.499 | 4.247 | 9 | 2.259 | 25.496 | 16.043 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 4.417 | 8.355 | -4.250 | 5 | 8.517 | - |
|
|
134.304 | 16.097 | - | 2.273 | 148.128 | 63.561 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 265.944 | - | - | - | 265.944 | - |
| 2. Beteiligungen | 3.650 | - | - | - | 3.650 | 2.987 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 138 | - | - | - | 138 | 53 |
|
|
269.732 | - | - | - | 269.732 | 3.040 |
|
|
478.727 | 18.483 | - | 2.313 | 494.897 | 120.088 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||
| in Tausend € | Zugänge | Abgänge | Stand am 31.12.2011 |
Stand am 31.12.2011 |
Stand am 31.12.2010 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte |
7.918 | 41 | 61.364 | 15.673 | 21.204 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
3.352 | - | 49.573 | 62.463 | 58.292 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 152 | 9 | 1.440 | 639 | 578 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.760 | 2.244 | 17.559 | 7.937 | 7.456 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | 8.517 | 4.417 |
|
|
7.264 | 2.253 | 68.572 | 79.556 | 70.743 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | - | 265.944 | 265.944 |
| 2. Beteiligungen | - | - | 2.987 | 663 | 663 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 2 | - | 55 | 83 | 85 |
|
|
2 | - | 3.042 | 266.690 | 266.692 |
|
|
15.184 | 2.294 | 132.978 | 361.919 | 358.639 |
Der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 wurde
nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Die zur Verbesserung der Klarheit
der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zusammengefassten
Posten werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige Abschreibungen, bewertet.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich kumulierter
Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen und
degressiven Methode vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 410 € werden im
Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.
Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen von Sachanlagen werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten
bilanziert. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren
beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Sonstige Ausleihungen werden zu
ihrem Nominalwert angesetzt.
Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten
umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material-
und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen.
Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit
dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung
des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1
Prozent gebildet.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren
Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet.
Die Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter
Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem jährlichen Zinsfuß von
5,14 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr.
Heubeck ermittelt. Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,0 Prozent und die jährliche
Rentenanpassung mit 2,0 Prozent berücksichtigt. Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen
für Deferred-Compensation-Pläne werden saldiert mit Verpflichtungen aus diesen Plänen
ausgewiesen.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer
Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck
sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,24 Prozent und einer jährlichen
Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent berechnet.
Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren
unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 5,14
Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten
Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Die übrigen Rückstellungen sind
in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen
wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,25 Prozent berücksichtigt. Diese Rückstellungen
mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden pauschal mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz angesetzt, der sich bei einer angenommenen durchschnittlichen Restlaufzeit
von 7 Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als
ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
bewertet. Die Anwendung dieser Bewertungsvorschriften führte im Berichtsjahr zu einem
unrealisierten Kursgewinn in Höhe von 116 T€.
Für Fremdwährungsdarlehen mit Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns
angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden
mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten; daher wurden die Darlehen zu den
entsprechenden Devisenterminkursen bewertet.
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt.
Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (26) dargestellt.
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Ersatzteile | 28.790 | 21.878 |
| Unfertige Erzeugnisse | 14 | 44 |
| Waren | 128 | - |
| Geleistete Anzahlungen | 83 | 197 |
|
|
29.015 | 22.119 |
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 926 | 1.582 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - T€; Vorjahr 21.725 T€) |
131.569 | 124.093 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 8.089 | 5.785 |
|
|
140.584 | 131.460 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen in Höhe von 32.684 T€ (Vorjahr: 37.813 T€) sowie die Bereitstellung
von liquiden Mitteln an Tochtergesellschaften in Höhe von 98.885 T€ (Vorjahr: 86.280
T€).
Die Wertpapiere enthalten sonstige Wertpapiere in Höhe von 126.512 T€. Sämtliche Wertpapiere
sind frei verfügbar.
Die liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten
aus Festgeldern und auf Girokonten.
Angaben gemäß § 160 AktG:
|
|
Anzahl | Betrag in T€ |
| Stammaktien | 18.000.000 | 54.000 |
| Vorzugsaktien | 16.000.000 | 48.000 |
|
|
34.000.000 | 102.000 |
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich Aktiengesellschaft wurde gemäß
§ 25 Abs. 1 WpHG am 31. Oktober 2002 Folgendes veröffentlicht:
| ― |
Frau Ursula Lange, Deutschland, hat uns gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 50 Prozent betrug. Davon sind ihr 28,3 Prozent gemäß § 22 Abs. 2 WpHG und 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Herrn Wolff Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihm gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hadmut von Kameke, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Frau Petra Lange, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil der Lange Pool GbR, Wohltorf, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Diese Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, betrug am 1. April 2002 21,7 Prozent. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil der LJH-Holding GmbH, Wohltorf, hat am 28. Mai 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten und die Schwelle von 50 Prozent erreicht. Der Stimmrechtsanteil beträgt nun 50 Prozent. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil der Ursula-Lange-Stiftung, Liechtenstein, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. Davon sind ihr 21,7 Prozent gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft hat am 21. Dezember 2001 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und betrug 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Am 1. April 2002 betrug der Stimmrechtsanteil der WJH-Holding GmbH, Wohltorf, an unserer Gesellschaft 50 Prozent. 29,06 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug am 1. April 2002 jeweils 50 Prozent. 42,75 Prozent der Stimmrechte der vier aufgeführten Aktionäre sind ihnen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihnen auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, betrug am 1. April 2002 50 Prozent. 49,94 Prozent der Stimmrechte sind ihr gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen und 20,94 Prozent sind ihr auch nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Frau Hildegard Wolf, Deutschland, an unserer Gesellschaft betrug am 1. April 1995 50 Prozent. 25 Prozent der Stimmrechte waren ihr gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen. |
| ― |
Der Stimmrechtsanteil von Frau Gabriele Klosterhalfen, Frau Susanne Piehl, Herrn Andreas Wolf und Herrn Thomas Wolf, sämtlich Deutschland, betrug ab 1. April 1995 jeweils 50 Prozent. Jeweils 43,75 Prozent der Stimmrechte waren ihnen gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 3 WpHG zuzurechnen. |
Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 von 33.742 T€ wurden gemäß § 58
Absatz 2 AktG 8.982 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
In den Pensionsrückstellungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus
Anwartschaften ausgewiesen.
Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
von insgesamt 34.649 T€ (Vorjahr: 34.783 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen
in Höhe von 2.625 T€ (Vorjahr: 3.060 T€) mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen
in gleicher Höhe saldiert ausgewiesen.
| in Tausend € | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Steuerrückstellungen | 894 | 756 |
| Sonstige Rückstellungen | 24.939 | 27.625 |
|
|
25.833 | 28.381 |
Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Gewerbesteuern in Höhe von 894
T€.
Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Rückstellungen
für Altersteilzeit, Treueprämien, Verpflichtungen gegenüber Kunden, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten
und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr
wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 5.778 T€ (Vorjahr: 5.971 T€)
mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 2.249 T€ (Vorjahr: 2.238 T€) saldiert
ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beliefen sich auf 2.279
T€. Im Geschäftsjahr 2011 betrugen die verrechneten Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen
30 T€.
|
|
31.12.2011 | 31.12.2010 | ||
| in Tausend € |
|
Davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr |
|
Davon mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 104.523 | 523 | 155.000 | 55.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.685 | 10.685 | 7.652 | 7.652 |
| Übrige Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 259.841 | 259.841 | 254.891 | 254.891 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
1.329 | 1.329 | 476 | 476 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern 1.295 T€; Vorjahr 976 T€) (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - T€; Vorjahr 1 T€) |
2.321 | 2.321 | 2.252 | 2.252 |
|
|
378.699 | 274.699 | 420.271 | 320.271 |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Schuldscheindarlehen in
Höhe von 100.000 T€ mit einer Endfälligkeit im Jahr 2014 enthalten, das sich aus den
folgenden zwei Tranchen zusammensetzt:
|
|
Nominalzins | Nominalbetrag |
|
|
|
in Tausend € |
| Fixe Tranche | Festzins + Marge | 46.500 |
| Floating-Tranche | Euribor + Marge | 53.500 |
|
|
|
100.000 |
Für die Floating-Tranche wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag
dieses Schuldscheindarlehens entspricht dem Buchwert. Darüber hinaus besteht in Höhe
von 4.000 T€ ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020.
Die Tilgung erfolgt ab 2013. Ein Betrag von 2.000 T€ hat eine Restlaufzeit von mehr
als fünf Jahren.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 32.005 T€ (Vorjahr: 25.586 T€) sowie sonstige
Verbindlichkeiten in Höhe von 227.836 T€ (Vorjahr: 229.305 T€).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, bestanden wie im Vorjahr in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.
Die Jungheinrich Aktiengesellschaft hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen
für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 175.786 T€ (Vorjahr: 119.613 T€) abgegeben
und ist eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag über 8.500 T€ eingegangen.
Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den Unternehmen in allen Fällen
erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im
Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen
finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus
der Stellung der Jungheinrich Aktiengesellschaft als persönlich haftende Gesellschafterin
und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und des
Fuhrparks sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben.
| in Tausend € |
|
| 2012 | 100.693 |
| 2013 bis 2016 | 159.777 |
| Nach 2016 | 23.265 |
|
|
283.735 |
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Nach Regionen |
|
|
| Deutschland | 111.342 | 107.382 |
| Übriges Europa | 90.567 | 83.919 |
| Übrige Länder | 12.844 | 10.171 |
|
|
214.753 | 201.472 |
| Nach Bereichen |
|
|
| Ersatzteile | 160.497 | 148.253 |
| Dienstleistungen | 18.522 | 22.668 |
| Erlöse aus Vermietung | 14.422 | 13.491 |
| Lizenzerlöse | 21.312 | 17.060 |
|
|
214.753 | 201.472 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von den
ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 16.257 T€
enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 2.152 T€. Ebenfalls
in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 112 T€ (Vorjahr: 211 T€).
Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Buchgewinne aus dem Abgang
von Gegenständen des Anlagevermögens, Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen
und andere betriebliche Erträge erfasst.
Im Materialaufwand sind überwiegend Aufwendungen für Ersatzteileinkäufe enthalten.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Gehälter | 64.854 | 57.485 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (davon für Altersversorgung 591 T€; Vorjahr 966 T€) |
10.004 | 8.985 |
|
|
74.858 | 66.470 |
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
teilt sich wie folgt auf:
|
|
2011 | 2010 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 21 | 22 |
| Angestellte | 779 | 676 |
| Auszubildende | 126 | 131 |
|
|
926 | 829 |
Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an
ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 8.123 T€. Darüber hinaus beinhaltet
dieser Posten Kursverluste in Höhe von 384 T€ (Vorjahr: 191 T€). Dieser Sammelposten
enthält ebenfalls Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen,
Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich
Instandhaltungsaufwendungen.
| in Tausend € | 2011 | 2010 |
| Erträge aus Beteiligungen | 56.210 | 14.202 |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 2.399 | 3.520 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen 2.738 T€; Vorjahr 2.490 T€) | 9.282 | 5.982 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -2 | -4 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon an verbundene Unternehmen 945 T€; Vorjahr 78 T€) | -11.802 | -11.222 |
|
|
56.087 | 12.478 |
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren wie im Vorjahr aus verbundenen inländischen
Unternehmen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von 1.916 T€ (Vorjahr:
1.808 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.
Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahres resultierten aus der Umbewertung
der Rückstellungen gemäß BilMoG zum 1. Januar 2010 für Pensionen in Höhe von 7.596
T€, Altersteilzeit von 929 T€, Treueprämien von 182 T€ und Sterbegeld von 48 T€.
Die im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 7.538 T€ beinhalten
Erträge aus Steuerumlagen in Höhe von 23.981 T€ von inländischen, in der Rechtsform
der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften, effektive Steueraufwendungen in Höhe von
14.354 T€ sowie latente Steueraufwendungen in Höhe von 2.089 T€.
Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform
der AG & Co. KG für Zwecke der Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Hiervon
ausgenommen ist die TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG.
Zur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,5 Prozent angewendet.
In 2011 hat die Jungheinrich AG ihre körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen
Verlustvorträge vollständig genutzt.
Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels-
und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren
steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten der Beteiligungsgesellschaften
in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt.
Aktive latente Steuern wurden dabei für die Bilanzposten der Sachanlagen, des Umlaufvermögens
und der Verbindlichkeiten ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die
Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, der Finanzanlagen und Rückstellungen
sowie für den Gesamtsaldo aller Bilanzposten.
Der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2011 führte zu
einem passiven Überhang und damit zur Bildung von passiven latenten Steuern in Höhe
von 2.089 T€.
Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken
ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte
abgeschlossen.
Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen.
Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte
wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten
gemäß § 254 HGB gegeben. Die Überprüfung der Effektivitäten erfolgt sowohl durch eine
prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive
Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit Hypothetischer-Derivate-Methode).
Darlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich
durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin-
und Devisenswapgeschäfte. Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Geschäfte, die
im Wesentlichen zur Absicherung des rollierenden 12-Monats-Horizontes in den einzelnen
Währungen eingesetzt werden. Die Dauer dieser meist laufzeitkongruenten Kontrakte
geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus. Die Intercompany-Darlehen
werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet.
Die Nominalwerte der in der Jungheinrich Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag bestehenden
Währungssicherungskontrakte beliefen sich auf 36.114 T€ (Vorjahr: 25.327 T€). Die
Sicherungsgeschäfte entsprechen in ihrem Umfang den zu sichernden Grundgeschäften.
Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen
unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen
werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden
keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte
wurden positive Marktwerte in Höhe von 490 T€ und negative Marktwerte in Höhe von
91 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten ist eine Aufwertung der
Intercompany-Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften
in Höhe von 476 T€ unterblieben.
Zur Sicherung der Zinsrisiken der Floating-Tranche eines Schuldscheindarlehens werden
die Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten
laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps
gesichert.
Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beliefen sich zum Bilanzstichtag wie
im Vorjahr auf 53.500 T€ und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen.
Die Laufzeit und der Umfang der Zinssicherung entsprechen dem des abgesicherten Grundgeschäftes
und weist eine Laufzeit bis zum Jahr 2014 auf.
Der Marktwert des Zinsswapgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen
unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Für das zum Bilanzstichtag
bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von 2.140
T€ ermittelt (Vorjahr: -1.146 T€).
Das Schuldscheindarlehen wird zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und der zukünftig
fällige Zinsswap im handelsrechtlichen Jahresabschluss nicht angesetzt.
Im Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach §
161 AktG abgegeben und danach auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft
dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Für das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:
| ― |
Abschlussprüfungsleistungen: 212 T€ |
| ― |
Andere Bestätigungsleistungen: 54 T€ |
| ― |
Steuerberatungsleistungen: 19 T€ |
| ― |
Sonstige Leistungen: 96 T€ |
Vorsitzender
Unternehmensberater
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Faber-Castell AG, Nürnberg (Vorsitz) (bis 31.07.2011)
Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen
Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck
Stellvertretender Vorsitzender
Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Region Hamburg
Lehrbeauftragte für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich)
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Hansa-Heemann AG, Rellingen (stellv. Vorsitz)
Kabel Deutschland Holding AG, Unterföhring (seit 01.11.2011)
Tomorrow Focus AG, München (seit 01.06.2011)
Vergleichbares Kontrollgremium:
Sanoma Group, Helsinki/Finnland
ASR Nederland N.V., Utrecht/Niederlande
V-Ventures B.V., Hilversum/Niederlande (stellv. Vorsitz)
Vorsitzender des Betriebsrates
Vertrieb Kundendienst Norderstedt
Vorsitzender des Betriebsrates des Vertriebszentrums Südwest der Jungheinrich Vertrieb
Deutschland AG & Co. KG, Hamburg
Mitglied des Betriebsrates Technik Norderstedt
2. Bevollmächtigte der IG Metall, Landshut
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
Mitglied des Gesamtbetriebsrates der Jungheinrich AG
Leitender Angestellter der Jungheinrich AG
Unternehmensberater
Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitz)
Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitz)
BKN biostrom AG, Vechta
Vergleichbares Kontrollgremium:
WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden
Rechtsanwalt
Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Hardenberg-Wilthen AG, Göttingen (stellv. Vorsitz)
Vergleichbares Kontrollgremium:
"Der Lachs" Branntwein- und Liqueur-Fabrik GmbH & Co. KG, Nörten-Hardenberg
Betriebswirt
Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates
Leitender Angestellter der Jungheinrich AG
Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Wohltorf
Weitere Mandate
Vergleichbares Kontrollgremium:
LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitz)
Die Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen
Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden
gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien:
Vorsitzender des Vorstandes
Weitere Mandate
Aufsichtsrat:
Fielmann AG, Hamburg
Mitglied des Vorstandes
Konzernmandat:
Aufsichtsrat:
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (stellv. Vorsitz)
Mitglied des Vorstandes
Mitglied des Vorstandes
Konzernmandat:
Aufsichtsrat:
Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitz)
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011 betrugen
998 T€. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich in 2011 auf 3.451
T€. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung,
aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr.
9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen
entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt.
Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 659 T€.
Zum 31. Dezember 2011 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes
Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 10.476 T€ gebildet.
|
|
|
|
Eigenkapital | Jahresüberschuss/ (-fehlbetrag) |
| Name und sitz | Anteil am Kapital % |
|
in Tausend Landeswährung |
in Tausend Landeswährung |
| Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 34.733 | 24.586 |
| Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 57.386 | 27.452 |
| Jungheinrich Export AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 2.999 | 1.611 |
| Jungheinrich Ersatzteillogistik AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | 349 | 268 |
| Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg | 100 | EUR | 247.479 | 50.369 |
| Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg2) | 100 | EUR | 10.300 | - |
| Jungheinrich Landsberg AG & Co. KG, Landsberg/Saalekreis1) | 100 | EUR | 1.000 | 7.835 |
| Jungheinrich Financial Services GmbH, Hamburg2) | 100 | EUR | 5.121 | - |
| Jungheinrich Finance AG & Co. KG, Hamburg1) | 100 | EUR | -11.656 | 4.644 |
| Elbe River Capital S.A., Luxemburg | 100 | EUR | 31 | - |
| TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg1) | 94 | EUR | 23 | 257 |
| Jungheinrich Katalog GmbH & Co. KG, Hamburg | 100 | EUR | 6.973 | 3.117 |
| Jungheinrich Profishop GmbH, Wien, Österreich | 100 | EUR | -733 | 117 |
| Jungheinrich Katalog Verwaltungs-GmbH, Hamburg | 100 | EUR | 20 | 1 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden GmbH & Co. KG, Klipphausen/Dresden | 100 | EUR | 606 | 1.294 |
| Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden Verwaltungs-GmbH, Klipphausen/Dresden | 100 | EUR | 23 | 1 |
| Jungheinrich Finances Holding SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | 28.384 | 1.868 |
| Jungheinrich France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | 25.358 | 5.071 |
| Jungheinrich Finance France SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | -519 | -1.496 |
| Jungheinrich Financial Services SAS, Vélizy-Villacoublay, Frankreich | 100 | EUR | 1.000 | 17.103 |
| Mécanique Industrie Chimie, MIC S.A., Rungis, Frankreich3) | 100 | EUR | - | - |
| Jungheinrich UK Holdings Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | -4.755 | -94 |
| Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | 10.284 | 3.302 |
| Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard, Großbritannien | 100 | GBP | -38.098 | -429 |
| Jungheinrich Lift Truck Finance Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | 341 | 194 |
| Jungheinrich Financial Services Ltd., Milton Keynes, Großbritannien | 100 | GBP | 2.926 | 1.091 |
| Jungheinrich Italiana S.r.l., Rosate/Mailand, Italien | 100 | EUR | 47.197 | 4.439 |
| Jungheinrich Finance S.r.l., Rosate/Mailand, Italien | 100 | EUR | 6.908 | 1.298 |
| Jungheinrich Financial Services S.r.l., Rosate/Mailand, Italien | 100 | EUR | 38 | -194 |
| Jungheinrich de España S.A.U., Abrera/Barcelona, Spanien | 100 | EUR | 11.753 | 2.465 |
| Jungheinrich Rental S.L., Abrera/Barcelona, Spanien | 100 | EUR | 400 | -424 |
| Jungheinrich Fleet Services S.L., Abrera/Barcelona, Spanien | 100 | EUR | 701 | -3 |
| Jungheinrich Nederland B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande | 100 | EUR | 12.800 | 4.044 |
| Jungheinrich Finance B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande | 100 | EUR | 1.001 | 1 |
| Jungheinrich Financial Services B.V., Alphen a.d. Rijn, Niederlande | 100 | EUR | 1.001 | 1 |
| Jungheinrich AG, Hirschthal, Schweiz | 100 | CHF | 17.700 | 3.565 |
| Jungheinrich n.v./s.a., Leuven, Belgien | 100 | EUR | 9.340 | 1.961 |
| Jungheinrich Austria Vertriebsges. m.b.H., Wien, Österreich | 100 | EUR | 6.146 | 2.222 |
| Jungheinrich Finance Austria GmbH, Wien, Österreich | 100 | EUR | 35 | - |
| Jungheinrich Polska Sp. z o.o., Ozarow Mazowiecki/Warschau, Polen | 100 | PLN | 36.714 | 11.237 |
| Jungheinrich Norge AS, Oslo, Norwegen | 100 | NOK | 47.206 | 12.633 |
| Jungheinrich (ČR) s.r.o., Říčany / Prag, Tschechien | 100 | CZK | 231.670 | 66.460 |
| Jungheinrich Svenska AB, Arlöv, Schweden | 100 | SEK | 36.238 | 4.918 |
| Jungheinrich Hungária Kft., Biatorbágy/Budapest, Ungarn | 100 | HUF | 1.140.180 | 323.525 |
| Jungheinrich Danmark A/S, Tåstrup, Dänemark | 100 | DKK | 12.954 | 2.141 |
| Jungheinrich, d.o.o., Trzin, Slowenien | 100 | EUR | 1.758 | 235 |
| Jungheinrich Portugal Equipamentos de Transporte, Lda., Rio de Mouro/Lissabon, Portugal | 100 | EUR | 2.100 | 224 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Maynooth, Co. Kildare, Irland | 100 | EUR | 2.119 | -33 |
| Jungheinrich Hellas EPE, Acharnes/Athen, Griechenland | 100 | EUR | 308 | 23 |
| Jungheinrich İstif Makinalari San. ve Tic. Ltd. Şti., Alemdağ/Istanbul, Türkei | 100 | TRY | 3.499 | 1.251 |
| Jungheinrich spol. s.r.o., Senec, Slowakei | 100 | EUR | 2.579 | 616 |
| Multiton MIC Corporation, Richmond, Virginia, USA4) | 100 | USD | - | - |
| Jungheinrich Lift Truck Singapore Pte Ltd., Singapur | 100 | SGD | -1.042 | 1.391 |
| Jungheinrich Lift Truck Comercio de Empilhadeiras Ltda., Jundiai - SP, Brasilien | 100 | BRL | 5.327 | -575 |
| Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond, Virginia, USA | 100 | USD | -14.747 | -751 |
| Jungheinrich Lift Truck OOO, Moskau, Russland | 100 | RUB | 264.320 | 183.438 |
| Jungheinrich Lift Truck TOV, Kiew, Ukraine | 100 | UAH | 4.803 | 6.172 |
| Jungheinrich Lift Truck SIA, Riga, Lettland | 100 | LVL | 576 | 48 |
| Jungheinrich Lift Truck UAB, Vilnius, Litauen | 100 | LTL | 267 | 89 |
| Jungheinrich Lift Truck Oy, Kerava, Finnland | 100 | EUR | 608 | 213 |
| Jungheinrich Lift Truck (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China | 100 | CNY | 25.875 | 4.704 |
| Jungheinrich Lift Truck Manufacturing (Shanghai) Co., Ltd., Qingpu/Shanghai, China | 100 | CNY | 19.904 | 2.599 |
| Jungheinrich Lift Truck Ltd., Samuthprakarn/Bangkok, Thailand | 100 | THB | 37.530 | 6.939 |
| Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston/Texas, USA | 100 | USD | 222 | 85 |
| Jungheinrich Unterstützungskasse GmbH, Hamburg | 100 | EUR | 28 | -3 |
| FORTAL Administracào e Parti cipacoes S.A., Rio de Janeiro, Brasilien5) | 100 | BRL | - | - |
| JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany, Tschechien | 50 | CZK | 518.019 | 116.273 |
| Motorenwerk JULI CZ s.r.o., Moravany, Tschechien4) | 50 | CZK | - | - |
| Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus | 50 | EUR | 797 | 38 |
| Supralift Beteiligungs- und Kommunikationsgesellschaft mbH, Hofheim am Taunus | 50 | EUR | 19 | 1 |
| Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang, China6) | 25 | CNY | 170.824 | 14.052 |
| ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Graz, Österreich | 25 | EUR | 1.762 | 444 |
1)
Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich AG persönlich haftende Gesellschafterin.
2)
kein Jahresergebnis aufgrund Ergebnisabführungsvertrag
3)
keine Jahresabschlussdaten vorhanden
4)
keine aktive Geschäftstätigkeit
5)
in Liquidation
6)
Jahresabschluss 31. Dezember 2010
Die verwendeten Umrechnungskurse nach § 256a HGB (Devisenkassamittelkurs) sind der
folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Währung | 31.12.2011 |
| BRL | 2,41590 |
| CHF | 1,21560 |
| CNY | 8,15880 |
| CZK | 25,7870 |
| DKK | 7,43420 |
| GBP | 0,83530 |
| HUF | 314,580 |
| LTL | 3,45280 |
| LVL | 0,69950 |
| NOK | 7,75400 |
| PLN | 4,45800 |
| RUB | 41,7650 |
| SEK | 8,91200 |
| SGD | 1,68190 |
| THB | 40,9910 |
| TRY | 2,44320 |
| UAH | 10,3969 |
| USD | 1,29390 |
Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 24.760.000,-
€ wie folgt zu verwenden:
| in € |
|
| Zahlung einer Dividende von 0,70 € je Stammaktie | 12.600.000 |
| Zahlung einer Dividende von 0,76 € je Vorzugsaktie | 12.160.000 |
|
|
24.760.000 |
Hamburg, den 6. März 2012
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich
AG beschrieben sind.
Hamburg, den 6. März 2012
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Hans-Georg Frey | Dr.Volker Hues | Dr.Helmut Limberg | Dr.Klaus-Dieter Rosenbach |
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jungheinrich
Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember
2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht
nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Hamburg, den 6. März 2012
Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| (Dinter) | (ppa. Deutsch) |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüferin |
Im ersten Halbjahr 2011 war die Tätigkeit der Gesellschaft bestimmt von einer hohen
Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Konzerns infolge des stark ausgeprägten
Wachstums der globalen Flurförderzeugmärkte. Demgegenüber war das zweite Halbjahr
2011 geprägt von den zunehmenden Rezessionssorgen infolge der Staatsschuldenkrise
in Europa und den westlichen Industrienationen. Der befürchtete Nachfrageeinbruch
blieb zwar glücklicherweise aus, trotzdem war die Verunsicherung allerorten deutlich
spürbar. Aufgrund der Restrukturierung des Konzerns während des Jahres 2009 war das
Unternehmen deutlich flexibler aufgestellt - sowohl im Hinblick auf starkes Wachstum
wie auch auf mögliche Nachfragerückgänge. In dieser von äußeren Unsicherheiten geprägten
Situation lag der Schwerpunkt der Arbeit des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2011
in der Beratung des Vorstandes bei der Festlegung der strategischen Zielsetzungen
des Unternehmens im mittelfristigen Zeitrahmen.
Neben der ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Überwachungsaufgabe
nahm das Thema der strategischen Ausrichtung des Konzerns breiten Raum in den Diskussionen
des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse ein. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei
der Leitung des Unternehmens eingehend beraten und die Geschäftsführung des Vorstandes
kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit,
Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und
Konzernleitung. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der Überwachungsaufgabe waren
die mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstandes.
Wie stets in den vergangenen Jahren ist der Aufsichtsrat frühzeitig in sämtliche für
das Unternehmen wichtigen Entscheidungen eingebunden worden. Die Informationen und
Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat bezogen sich auf die strategischen Eckpunkte,
die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften, die Finanzlage, die
Personalsituation sowie auf sehr große Investitionsvorhaben und Projekte. Eingehend
befasste sich der Aufsichtsrat und der Finanz- und Prüfungsausschuss mit den Risiken
bzw. dem Risikomanagement, dem internen Kontrollsystem, der gesetzes- und richtlinienkonformen
Unternehmensführung sowie der Compliance-Organisation des Unternehmens. Die einzelnen
Mitglieder des Vorstandes berichteten in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner
Ausschüsse anhand detaillierter Unterlagen in mündlicher Form. Hinzu kamen gemäß der
Informationsordnung für den Vorstand die schriftlichen Berichte des Vorstandes im
monatlichen, viertel- und halbjährlichen Turnus. Neben der Information über den allgemeinen
Geschäftsverlauf erstreckten sie sich auch auf das zeitnahe Eingehen auf Abweichungen
des Geschäftsverlaufes von der Planung. Das in der Konsolidierungsphase des Geschäftsjahres
2010 im Fokus stehende Thema der Erhaltung der Konzernfinanzierung war angesichts
des starken Wachstums während des Berichtszeitraumes bei gleichzeitig eingetretener
Verknappung der für Kredite zur Verfügung gestellten Mittel ein Schwerpunktthema.
Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses
haben mit dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen zahlreiche Themen beraten und
Entscheidungen des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse vorbereitet.
Mit den nachfolgenden Themen befasste sich der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum 2011
in fünf ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung besonders intensiv.
Schwerpunkt der deutlich früher als in der Vergangenheit angesetzten Bilanzsitzung
am 17. März 2011 war im Beisein der Jahresabschlussprüfer die eingehende Durchsprache
des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2010
und deren Billigung. Hierzu trug der Finanz- und Prüfungsausschuss umfassend über
seine vorangegangene Analyse der Prüfberichte der Jahresabschlussprüfer vor. Die Entwürfe
der Berichte der Jahresabschlussprüfer wurden dem Finanz- und Prüfungsausschuss -
und zeitgleich allen Mitgliedern des Aufsichtsrates - zugeleitet, sodass jedes Mitglied
des Aufsichtsrates neben seiner Teilnahme an den vorbereitenden Sitzungen des Finanz-
und Prüfungsausschusses frühzeitig Gelegenheit hatte, sich ein Bild von den Prüfberichten
zu machen und Fragen sowie Hinweise hierzu vorzubringen. Die Jahresabschlussprüfer
berichteten dem Aufsichtsrat über ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse. Es wurden
darüber hinaus der Bericht des Aufsichtsrates, der Corporate-Governance-Bericht von
Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung sowie die Erklärung zur Unternehmensführung
diskutiert und verabschiedet. Infolge des gebilligten Konzernabschlusses konnte auch
die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010 verabschiedet
werden. Des Weiteren wurde die weichenstellende Entscheidungsvorlage zum Bau des neuen
Produktionswerkes in China verabschiedet und diejenige für das neue Logistikkonzept
des Konzerns für den Bereich After Sales vorbereitet. Und schließlich befasste sich
der Aufsichtsrat mit dem Thema Diversity im Konzern und verabschiedete eine intensiv
vorbereitete Vorlage an die Hauptversammlung zur Neuregelung der Aufsichtsratsvergütung.
In einer außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 31. Mai 2011 wurde Herr Dr.
Hues für weitere drei Jahre zum Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für das Ressort
Finanzen, wiederbestellt. Schwerpunkt der Sitzung war die Verabschiedung der Entscheidungsvorlage
zum Neubau eines Logistikzentrums im norddeutschen Raum basierend auf dem neuen Ersatzteilmanagementkonzept
des Konzerns. Außerdem trug der Vorstand ausführlich zur IT-Strategie vor.
In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung am 15. Juni
2011 konstituierten sich der neu gewählte Aufsichtsrat und seine Ausschüsse.
In der Sitzung am 13. September 2011 wurden das Kataloggeschäft vorgestellt und die
Grundzüge der internationalen Personalstrategie diskutiert und verabschiedet. Des
Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Entscheidungsvorlage des
Vorstandes zur Errichtung des neuen Produktionswerkes für Lager- und Systemgeräte
in Moosburg, die genehmigt wurde. Ebenfalls genehmigt wurde die Gründung einer Direktvertriebsgesellschaft
im wichtigen Markt Indien.
Die Sitzung am 17. November 2011 befasste sich neben der Entwicklung auf den Weltmärkten
vor allem mit einer Entscheidungsvorlage zur Vereinheitlichung der komplexen SAP-Systeme
im Bereich der Technik.
In der Sitzung am 22. Dezember 2011 stand die Verabschiedung der Planung 2012 im Mittelpunkt
der Arbeit des Aufsichtsrates. Dabei mussten die Unsicherheiten über die weitere konjunkturelle
Entwicklung in den für den Konzern relevanten Weltmärkten abgewogen und entsprechend
bei der Festlegung der Ziele berücksichtigt werden. Weitere Themen waren die Zielwerte
für die variable Vergütung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2012 nach entsprechendem
Vorschlag des Personalausschusses sowie die Verabschiedung der jährlichen Erklärung
des Aufsichtsrates zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz. Ein weiterer
Schwerpunkt der Sitzung war die Verabschiedung einer strategisch bedeutsamen Entscheidungsvorlage
zur Produktneuentwicklung im Bereich der Gegengewichtsstapler einschließlich der dazugehörenden
Markterschließungsmaßnahmen.
In den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse gab es in der Sache zwar
naturgemäß unterschiedliche Standpunkte und Diskussionsbeiträge. Diese waren stets
von hoher Objektivität und dem Bestreben geprägt, den Konzern langfristig gut auszurichten
und damit seine Unabhängigkeit, sein Wachstum und seine Profitabilität sicherzustellen.
Die Ausschüsse des Aufsichtsrates wurden aufgrund der personellen Veränderungen im
Aufsichtsrat während des Berichtsjahres teilweise neu zusammengesetzt. Der Paritätische
Ausschuss musste auch im Berichtszeitraum nicht tagen. Der aus drei Mitgliedern bestehende
Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr siebenmal getagt. In diesen Sitzungen,
aber durch den Vorsitzenden des Ausschusses auch außerhalb der Sitzungen, hat dieser
wichtige Ausschuss sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen
Aufgaben effizient und äußerst gründlich wahrgenommen und damit hervorragend zur Vorbereitung
von Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrates beigetragen.
Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2011 zu vier ordentlichen
Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen.
Über die Diskussionen sowie den Findungsprozess von Empfehlungen bzw. Beschlüssen
aller Ausschuss-Sitzungen wurde umfassend in der folgenden Sitzung des Aufsichtsrates
durch die Vorsitzenden der Ausschüsse berichtet.
Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und der
Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2011 wurden erneut
von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft.
Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies
in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und der Konzernlagebericht wurden ebenfalls
durch Deloitte geprüft und ebenfalls mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen.
Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat die Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte
von Deloitte intensiv analysiert sowie detailliert durchgearbeitet und dem Aufsichtsrat
hierüber eingehend berichtet. Die vorerwähnten Unterlagen lagen auch allen Mitgliedern
des Aufsichtsrates vor und wurden von ihnen unter Berücksichtigung des Berichtes des
Finanz- und Prüfungsausschusses geprüft. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag
des Vorstandes zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer
nahmen an der Sitzung des Aufsichtsrates am 20. März 2012 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt
teil und berichteten in dieser Sitzung ausführlich und abschließend über die Ergebnisse
ihrer Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dabei stellten die Abschlussprüfer
fest, dass das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das Compliance-System
nicht zu beanstanden waren.
Auf Basis der eingehenden und abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes,
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes durch den Aufsichtsrat hatte der
Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der
Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In seiner Sitzung am 20. März 2012 billigte
der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011.
Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem
Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres
2011 an.
Die Bestellung und der Dienstvertrag für Herrn Dr. Hues als Vorstand Finanzen wurden
um drei Jahre verlängert.
Der Aufsichtsrat wurde im Berichtsjahr neu zusammengesetzt. Die Arbeitnehmervertreter
wurden durch die deutsche Belegschaft neu gewählt. Die Hauptversammlung am 15. Juni
2011 wählte zwei neue Vertreter der Anteilseigner. Allen mit Ablauf der Hauptversammlung
2011 ausgeschiedenen Mitgliedern ist der Aufsichtsrat zu großem Dank für ihre intensive
und gestalterische Arbeit in diesem Gremium im langfristigen Interesse des Unternehmens
verpflichtet.
Hamburg, den 20. März 2012
Für den Aufsichtsrat
Jürgen Peddinghaus
Vorsitzender
Für die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt
die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex
in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 bezieht.
Vorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Empfehlungen der
"Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 26.
Mai 2010 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden
wird bzw. in der Vergangenheit entsprochen wurde.
Im Einzelnen handelt es sich um nachstehende Abweichungen, die danach erläutert werden:
1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates
keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8).
Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für eine Vielzahl von Mitarbeitern
des Konzerns im In- und Ausland. Eine Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern
wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Durch die verpflichtenden
Regelungen des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der
Vorstandsvergütung wurde ab dem dort vorgesehenen Zeitpunkt die Versicherungspolice
der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes ergänzt.
Nachdem der Gesetzgeber die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die
Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen hat, sieht der Aufsichtsrat
keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen.
2. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity).
Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei jedoch nicht im Mittelpunkt
(Kodex Ziffer 5.1.2).
Frauen werden bei der Besetzung von Vorstandsmandaten durch den Aufsichtsrat selbstverständlich
in gleicher Weise in Erwägung gezogen wie männliche Kandidaten. Es steht jedoch stets
die fachliche und persönliche Eignung für das betreffende Vorstandsmandat im Vordergrund.
3. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden im
Vergütungsbericht, der Bestandteil des Corporate Governance Berichts ist, sowie im
Anhang des Konzernabschlusses nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise
dargestellt (Kodex Ziffern 4.2.4 und 5.4.6).
Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates
aufgeschlüsselt und individualisiert auszuweisen, folgt die Gesellschaft nicht. Zum
einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass nicht auf einzelne Organmitglieder
abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die mit einer solchen Veröffentlichung
verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds
- als in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen einer solchen Veröffentlichung
für die Anleger stehend an. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss
vom 15. Juni 2011 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren
erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit.
4. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich
der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet
(Kodex Ziffer 5.3.3).
Die Gesellschaft hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters einer Familiengesellschaft
für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre
entsandt, die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter
der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet.
5. Der Aufsichtsrat hat noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt
(Kodex Ziffer 5.4.1).
Der Aufsichtsrat wird im Laufe des Jahres 2012 darüber beraten, wie die Kodexempfehlung
vor dem unternehmensspezifischen Hintergrund der Gesellschaft angemessen umgesetzt
werden kann.
6. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird
abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1).
Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft,
für den Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen
könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall
der Vorzug gegeben.
Hamburg, im Dezember 2011