![]() Jungheinrich AGHamburgKonzern- und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012In einem von konjunkturellen Unsicherheiten geprägten Umfeld hat Jungheinrich sich im Berichtsjahr gut behauptet. Auftragseingang und Umsatz übertrafen die Vorjahreswerte. Der Jungheinrich-Konzern erzielte mit einem EBIT von 150 Mio. € einen neuen Höchstwert. Der Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte eine nahezu stabile Seitwärtsbewegung. In den Kernmärkten von Jungheinrich in Europa sank das Marktvolumen allerdings um 6 Prozent. Das Unternehmen konnte auch in diesem schwierigen Marktumfeld seine Marktposition in Europa festigen. 2012 wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich verstärkt. Die strategischen Investitionsprojekte, die dem Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten dienen, haben große Fortschritte gemacht. Geschäftstätigkeit und OrganisationUnternehmensporträtJungheinrich ist als Intralogistik-Spezialist eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt das Unternehmen - wie im Vorjahr - in der Rangliste der Flurförderzeughersteller in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren bzw. Niederlassungen in Deutschland und konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel. Werke und ProduktspektrumNahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge stellt Jungheinrich in vier konzerneigenen Werken in Deutschland her: Lagertechnische Geräte werden in Norderstedt (Schleswig-Holstein) und in Landsberg bei Halle (Sachsen-Anhalt), Gegengewichts- und Schmalgangstapler in Moosburg (Bayern) gefertigt. Am Standort Lüneburg (Niedersachsen) produziert Jungheinrich Kleinserien- und Sonderbaufahrzeuge. Eine Auswahl an Nieder- und Hochhubwagen, Elektro-Gegengewichtsstaplern sowie seit 2012 auch Schubmaststaplern wird in Qingpu (China) für den asiatischen Markt hergestellt. Ein weiteres Werk für Lager- und Systemfahrzeuge in Degernpoint (Bayern) in unmittelbarer Nähe zum Stammwerk in Moosburg befindet sich zurzeit im Bau. Nach Fertigstellung werden die entsprechenden Produkte, die bisher im Werk in Moosburg hergestellt wurden, am neuen Werksstandort produziert. In Qingpu (China) wird derzeit ebenfalls ein Werk errichtet. Nach Fertigstellung wird die Produktion aus dem bisher angemieteten Werksstandort in das eigene Werk verlagert. Daneben werden Gebrauchtgeräte für den europäischen Markt in einem eigens dafür vorgesehenen Werk in der Nähe von Dresden industriell aufgearbeitet. KonzernstrukturDie Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Aktivität als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Tochtergesellschaften im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Bewirtschaftung der Immobilien tätig. Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns sowie die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie die Verteilung der Ressourcen. Die Tochtergesellschaften stehen dabei unter der Kontrolle der Jungheinrich AG, wobei die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt bleibt. Die operative Steuerung obliegt der jeweiligen Geschäftsführung, die bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt wird. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Demzufolge werden Geschäftsaktivitäten in den beiden berichtspflichtigen Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" dargestellt. Das Segment "Intralogistik" umfasst die folgenden Geschäftsfelder:
Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützen die Finanzdienstleistungen die operativen Vertriebseinheiten. Die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erfolgt dabei eigenständig. Strategische ZielsetzungenIm Rahmen der strategischen Fokussierung strebt das Unternehmen ein konzernweit profitables Wachstum und die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei weltweit führenden produzierenden Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an. Die Ertragserwartungen orientieren sich insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. In Europa verfügt Jungheinrich bereits heute über eine führende Marktposition, vor allem im Produktsegment der Lagertechnik. Ergänzend strebt das Unternehmen in Europa den Ausbau seiner strategischen Position im Logistiksystemgeschäft und eine wesentliche Verbesserung der Marktposition im Produktsegment der Gegengewichtsstapler, insbesondere mit verbrennungsmotorischem Antrieb, an. Im asiatischen Wachstumsmarkt, mit Schwerpunkt China, baut der Konzern sein Vertriebsnetz und den Produktionsstandort aus. In Nordamerika setzt Jungheinrich auf seinen leistungsfähigen Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift Inc. (MCFA) mit starker Händlerpräsenz. KonzernsteuerungJungheinrich richtet seine Konzernsteuerung an ausgewählten Kennzahlen aus. Die wichtigsten Steuerungskennzahlen sind der Auftragseingang in Stück, der Umsatz, die EBIT-Rendite (ROS) sowie die Marktanteile. Der Vorstand verfolgt die Entwicklung dieser Kennzahlen anhand eines monatlichen Berichtswesens. Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Rendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital (Return on Capital Employed). Gesamtwirtschaftliche LageDie Weltkonjunktur hat im Jahr 2012 an Schwung verloren. Dies lag im Wesentlichen an der Staatsschuldenkrise in Europa. Die damit verbundenen Unsicherheiten wirkten sich negativ auf die Konjunktur aus. Die weltwirtschaftliche Entwicklung war weiterhin von großen regionalen Unterschieden gekennzeichnet. Während sich das Wachstum in China und anderen Schwellenländern teilweise deutlich verlangsamte, zeigten die USA ein vergleichsweise robustes Wachstum. Japan trug aufgrund der positiven Impulse im Zuge des Wiederaufbaues nach der Naturkatastrophe im Jahr 2011 ebenfalls zur Stabilisierung der Weltwirtschaft bei. Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank im September 2012, unter bestimmten Bedingungen an den Anleihemärkten einzugreifen und unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen, hat die Unsicherheit insgesamt verringert und das Risiko eines Zerfalles der Währungsunion vorerst reduziert. Im letzten Quartal 2012 hat sich die Eurokrise mit den nach wie vor ungelösten Problemen, insbesondere in Griechenland und Spanien, erneut verschärft. In den USA war bis zum Jahresende 2012 das Thema "Fiskalklippe" dominierend: Demokraten und Republikaner standen unter dem Druck, sich auf einen Haushalt für 2013 zu einigen, da ansonsten Ausgabenkürzungen und massive Steuererhöhungen die US-Wirtschaft in eine Rezession gestürzt hätten. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im Jahresverlauf 2012 ebenfalls verlangsamt. Der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, erreichte im Oktober 2012 den niedrigsten Stand seit Februar 2010. Anschließend zeigte er wieder leicht steigende Werte. Die inländische Investitionstätigkeit ging zurück, während die Exporte in einem schwierigen Umfeld maßgeblich zum Wachstum beitrugen. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2013) Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2012 bei abnehmender Wachstumsdynamik um 3,0 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent). Ein stärkeres Wirtschaftswachstum entfaltete insbesondere Asien mit kräftigen Zuwächsen in China und Indien. Gleichwohl ließ das Wachstumstempo auch in diesen Ländern nach. Während China eine Zuwachsrate von 7,8 Prozent (Vorjahr: 9,3 Prozent) aufwies, erreichte Indien 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent). In den Ländern der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft um 0,5 Prozent (Vorjahr: plus 1,5 Prozent). In den für Jungheinrich neben Deutschland wichtigsten europäischen Abnehmerländern Frankreich, Italien und Großbritannien lag das Bruttoinlandsprodukt auf bzw. unter dem Vorjahresniveau. In Frankreich stagnierte die Wirtschaft (Vorjahr: plus 1,7 Prozent), in Italien und Großbritannien sank die Wirtschaftsleistung um 2,2 bzw. 0,1 Prozent (Vorjahr: plus 0,5 bzw. plus 0,9 Prozent). Wachstumsimpulse kamen aus den osteuropäischen Ländern Polen und Russland. In Polen stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,0 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent), in Russland lag das Wirtschaftswachstum bei 3,4 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). In den USA stieg die Wachstumsrate auf 2,2 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). Mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,7 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent) blieb Deutschland im Berichtszeitraum deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Im deutschen Maschinenbau sank der inländische Auftragseingang 2012 um 8 Prozent, während er im Vorjahr noch um 13 Prozent zugelegt hatte. Die Nachfrage aus dem Ausland blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Marktentwicklung FlurförderzeugeNach dem dynamischen Wachstum im Jahr 2011 schwenkte der Weltmarkt für Flurförderzeuge im Berichtsjahr in eine nahezu stabile Seitwärtsbewegung ein. Dabei entwickelten sich insbesondere Europa und Nordamerika in entgegen gesetzte Richtungen. Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stückscroll
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Entwicklung nach RegionenInsgesamt sank das Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum leicht von 974,6 Tsd. Einheiten um 3 Prozent auf 944,4 Tsd. Flurförderzeuge. Europa, Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete einen spürbaren Rückgang von 6 Prozent auf 310,5 Tsd. Stück (Vorjahr: 330,6 Tsd. Einheiten). Während die Nachfrage in Westeuropa um 7 Prozent nachließ, sank das osteuropäische Marktvolumen nur um 1 Prozent. Der nordamerikanische Markt wies eine kräftige Steigerung um 7 Prozent auf 181,2 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 169,6 Tsd. Einheiten) auf. Das Marktvolumen in Asien sank um 5 Prozent auf 362,9 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 380,0 Tsd. Einheiten). China trug dazu mit einem deutlichen Rückgang von 9 Prozent auf 216,7 Tsd. Geräte (Vorjahr: 238,3 Tsd. Einheiten) bei, der durch das kräftige Wachstum in Japan von 6 Prozent nicht kompensiert werden konnte. Entwicklung nach ProduktsegmentenDie Entwicklung in den Produktsegmenten zeigte deutliche Unterschiede. Das Marktvolumen für Fahrzeuge der Lagertechnik war weltweit mit 2 Prozent leicht rückläufig, wozu Europa mit einem Minus von 6 Prozent beitrug. Bei den Gegengewichtsstaplern wurden weltweit die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb weniger nachgefragt, entsprechend ging das Marktvolumen um 5 Prozent zurück. Die Stapler mit elektrischem Antrieb wiesen weltweit gegenüber dem Vorjahr mit minus 1 Prozent ein fast stabiles Marktvolumen auf. Der europäische Markt zeigte in beiden Fahrzeugkategorien um jeweils über 6 Prozent rückläufige Marktvolumina. Schwerpunkte und AktivitätenDas Geschäftsjahr 2012 stand ganz im Zeichen von "Investing in the Future". Entsprechend waren die strategischen Großprojekte zur Kapazitätsausweitung, der Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, IT-Projekte und die Stärkung des Vertriebes im Fokus. Strategische InvestitionsprojekteDie zukunftsgerichteten Investitionsprojekte umfassen Großprojekte zum Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten sowie den Neubau mehrerer Vertriebsstandorte. Insgesamt werden hierfür im Berichtsjahr und im Geschäftsjahr 2013 rund 100 Mio. € investiert. Auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wurde bereits im Herbst 2011 mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, begonnen. Mit diesem Investitionsprojekt mit einem Volumen von über 35 Mio. € soll insbesondere dem internationalen Wachstum des Unternehmens, dem Sortimentswachstum aufgrund des erweiterten Fahrzeugportfolios und den steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation sowie des Händlergeschäftes Rechnung getragen werden. Im 2. Quartal dieses Jahres soll der erste Testlauf starten. Der Vollbetrieb ist für das 3. Quartal 2013 vorgesehen. Die Grundsteinlegung für das neue Werk für Lager- und Systemgeräte mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Mio. € am Standort Degernpoint (Bayern) erfolgte im Juli 2012. Der Rohbau wurde bis Jahresende fertiggestellt. Der Innenausbau wurde bereits begonnen. Die Eröffnung ist für das 4. Quartal des laufenden Jahres geplant. Für das Werk in Qingpu (China), für das eine Investitionssumme von rund 18 Mio. € veranschlagt ist, wurden im Berichtsjahr alle Fundamentarbeiten abgeschlossen. Die weiteren Bauarbeiten sind im Plan. Die Einweihung soll im 3. Quartal 2013 erfolgen. Zukünftig sollen dort auch speziell für den asiatischen Markt entwickelte Geräte hergestellt werden. Außerdem sind neue Gebäude für drei Vertriebsstandorte geplant, zwei in Deutschland und eines in Slowenien. Die Bauanträge für die beiden deutschen Vertriebszentren wurden im Berichtsjahr eingereicht, und die entsprechenden Bauleistungen wurden bereits vergeben. Diese Bauvorhaben sollen im 4. Quartal 2013 abgeschlossen werden, die Fertigstellung in Slowenien ist für 2014 geplant. Forschung und EntwicklungUm seine technologische Innovationskraft zu stärken, hat das Unternehmen im Berichtszeitraum seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich ausgeweitet. Schwerpunkte waren hierbei unter anderem die Energieeffizienz von Antriebssystemen, die Automatisierung von Flurförderzeugen sowie die Weiterentwicklung von Gegengewichtsstaplern mit Verbrennungsmotor. IT-ProjekteIn der Informationstechnologie war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die unterschiedlichen SAP-Produktionssysteme an den deutschen Produktionsstandorten, in Houston und in Qingpu auf einer Plattform zusammenzuführen. Mit dem Flottenmanagementsystem ISM Online wurde eine Internet- und System-Plattform entwickelt, über die kaufmännische und technische Daten der Kundenstapler-Flotten aus den Jungheinrich-SAP-Systemen für den Endkunden aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden können. Des Weiteren wurde der Konzern-Internetauftritt u. a. als Vertriebskanal mit zahlreichen neuen Inhalten ausgebaut. In neuem Corporate Design und mit klarer Navigation bietet er allen Interessengruppen ein umfassendes Angebot. Außerdem wurde an allen Büroarbeitsplätzen weltweit die Arbeitsumgebung durch die Umstellung auf Windows 7 und Office 2010 erneuert. Mit der gleichzeitigen Inbetriebnahme der Systemplattform SharePoint wurde die Arbeit im Tagesgeschäft und in Projekten stark vereinfacht und es wurden neue Möglichkeiten der standort-übergreifenden Zusammenarbeit geschaffen. Stärkung der VertriebsstrukturDer Ausbau des Vertriebes führte im Berichtsjahr zu einer deutlichen personellen Aufstockung in den in- und ausländischen Tochtergesellschaften. Von dem konzernweiten Kapazitätsaufbau um 550 Mitarbeiter entfielen gut 80 Prozent auf den Vertrieb. Unter anderem wurde zum 1. Juli 2012 eine eigene Vertriebsgesellschaft in Indien gegründet. MietflotteJungheinrich unterhielt 2012 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 31 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 27 Tsd. Einheiten). Das Mietstellennetz wurde insbesondere in den Wachstumsmärkten Russland und China erweitert. Mietgeräte können in der Regel für einen Zeitraum von bis zu maximal 24 Monaten angemietet werden. Stärkung der Kompetenz für LogistiksystemeMit der Komplettübernahme der ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), zum 1. Januar 2013 wurde die Kompetenz des Jungheinrich-Konzerns als Anbieter von Logistiksystemen weiter gestärkt. Seit dem Jahr 2009 war Jungheinrich mit 25 Prozent an der ISA beteiligt. Zum Angebotsspektrum der Gesellschaft gehören die Software für integrierte, ganzheitliche Materialfluss- und Lagerlogistiklösungen sowie die damit verbundenen Dienstleistungen wie Projektierung, Implementierung, Schulung und Service. GeschäftsverlaufGesamtaussage zum Geschäftsverlauf 2012In einem von konjunkturellen Unsicherheiten geprägten Umfeld hat Jungheinrich sich im Berichtsjahr gut behauptet. In Europa ging die Nachfrage nach Flurförderzeugen um 6 Prozent zurück. Das spiegelte sich auch in den um 7 Prozent niedrigeren Auftragseingangsstückzahlen des Unternehmens wider. Über 90 Prozent des Konzernumsatzes wurden in Europa erzielt. Hier hat das Unternehmen seine Marktposition als Nummer zwei unter den Flurförderzeugherstellern gefestigt. Die Werte für Auftragseingang und Umsatz übertrafen trotz eines rückläufigen Marktes die jeweiligen Zahlen des Vorjahres. Die Umsatzentwicklung profitierte vom starken Wachstum im Geschäft mit Logistiksystemen sowie der gestiegenen Nachfrage nach Mietgeräten. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern übertraf -trotz um gut 7 Mio. € höherer Forschungs- und Entwicklungskosten - mit 150 Mio. € das bisherige Rekordniveau des Vorjahres. Die Umsatzrendite erreichte 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Eine derartig positive Entwicklung war zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 nicht erwartet worden. Daher wurden die Auftragseingangs- und die Umsatzprognose zur Halbjahres-Berichterstattung im August 2012 angehoben. Im Zuge der Neun-Monats-Berichterstattung im November 2012 wurde die Umsatzprognose noch einmal leicht erhöht. Das Ergebnis nach Steuern belief sich für den Konzern auf 110 Mio. €. Das Eigenkapital stieg aufgrund der guten Ertragslage auf über 800 Mio. €, demzufolge erreichte die Eigenkapitalquote einen Wert von 29 Prozent. Wie im Vorjahr ergab sich erwartungsgemäß keine Nettoverschuldung für den Jungheinrich-Konzern. Die Liquidität des Konzerns war jederzeit gesichert. Im Berichtsjahr wurden große Fortschritte bei den Baumaßnahmen erzielt, die der Kapazitätserweiterung dienen und damit für die zukünftige strategische Positionierung des Jungheinrich-Konzerns von großer Bedeutung sind. Insgesamt hat der Jungheinrich-Konzern damit seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt. Kennzahlen zum Geschäftsverlaufscroll
1)
inklusive Auftragskorrekturen aus Vorjahren
in Höhe von 24 Mio. € Auftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, sank von 78,7 Tsd. Stück um 7 Prozent auf 73,2 Tsd. Einheiten. Parallel zur konjunkturbedingt rückläufigen Nachfrage ist zu berücksichtigen, dass 2012 nach der kräftigen Aufstockung im Vorjahr deutlich weniger Fahrzeuge in die Mietflotte eingestellt wurden. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 2.251 Mio. € (Vorjahr: 2.178 Mio. €). Trotz rückläufiger Stückzahlen lag der wertmäßige Auftragseingang im Neugeschäft damit geringfügig über dem Vorjahreswert. Dazu trugen unter anderem der starke Auftragseingang im Logistiksystemgeschäft sowie die verbesserte Auftragslage bei verbrennungsmotorischen Staplern bei. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes betrug zum 31. Dezember 2012 298 Mio. € (31. Dezember 2011: 305 Mio. €). Dieser Wert enthält Auftragskorrekturen für Aufträge vor 2012, entsprechend wurde auch der Vorjahreswert um 24 Mio. € angepasst. Die Auftragsreichweite lag damit wie im Vorjahr bei rund drei Monaten. ProduktionDas Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Es lag im Berichtszeitraum mit 73,2 Tsd. Stück um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 75,7 Tsd. Einheiten. Der Rückgang ist weitgehend auf niedrigere Stückzahlen bei lagertechnischen Geräten zurückzuführen. Die lagertechnischen Geräte sind stückzahlbezogen das mit Abstand größte Produktsegment des Unternehmens. Damit lag das Produktionsvolumen im Berichtsjahr weiterhin unter dem Vorkrisenniveau im Jahr 2007, in dem 82,4 Tsd. Fahrzeuge produziert wurden. UmsatzUmsatzerlöse nach Regionenscroll
Die Umsatzerlöse spiegeln die stabile Auftragslage und den guten Produktmix wider. Der Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr um 113 Mio. € bzw. 5 Prozent auf 2.229 Mio. € (Vorjahr: 2.116 Mio. €). Alle Regionen trugen zu dieser Steigerung bei. In Europa erzielte Jungheinrich fast unverändert 92 Prozent des Konzernumsatzes (Vorjahr: 93 Prozent). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland wuchsen um 5 Prozent auf 598 Mio. € (Vorjahr: 571 Mio. €). Die Auslandsumsätze stiegen um 6 Prozent auf 1.631 Mio. € (Vorjahr: 1.545 Mio. €). Die Auslandsquote lag wie im Vorjahr bei 73 Prozent. Insbesondere Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Skandinavien und Russland verzeichneten überproportionale Umsatzzuwächse. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas zogen um 21 Prozent auf 182 Mio. € (Vorjahr: 151 Mio. €) an. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz erhöhte sich dadurch leicht von 7 Prozent auf 8 Prozent. Hierbei schlugen sich die Umsatzsteigerungen in Asien deutlich nieder. Umsatzaufteilungscroll
Alle Geschäftsfelder trugen zum Umsatzwachstum bei. Das Neugeschäft stieg um 95 Mio. € oder 8 Prozent auf 1.230 Mio. € (Vorjahr 1.135 Mio. €). Darin sind konzerninterne Fahrzeugverkäufe des Segmentes "Intralogistik" an das Segment "Finanzdienstleistungen" aufgrund einer Neugestaltung der vertraglichen Rahmenbedingungen mit einem Großkunden enthalten. Bereinigt um diesen Effekt betrug das Umsatzwachstum 6 Prozent. Ein wesentlicher Treiber für die Umsatzentwicklung im Neugeschäft war das Geschäft mit Logistiksystemen. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 8 Prozent auf 378 Mio. € (Vorjahr: 349 Mio. €). Dies war vor allem auf den stark gestiegenen Umsatz mit Mietgeräten um fast 13 Prozent zurückzuführen. Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 5 Prozent auf 680 Mio. € (Vorjahr: 649 Mio. €) und wies damit ein kontinuierliches Wachstum auf. Der Anteil des Kundendienstes am Gesamtumsatz blieb somit stabil bei 31 Prozent. Der Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäftes fand in einer Steigerung des Umsatzes um 10 Prozent auf 497 Mio. € (Vorjahr: 451 Mio. €) seinen Ausdruck. Kostenstruktur laut Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Die Umsatzkosten erhöhten sich um 5 Prozent auf 1.558 Mio. € (Vorjahr: 1.482 Mio. €) und damit proportional zur Umsatzentwicklung. Der Anteil der Umsatzkosten am Konzernumsatz blieb demzufolge mit 70 Prozent konstant. Dabei konnte eine niedrigere Kapazitätsauslastung in den Werken durch Effizienzverbesserungen kompensiert werden. Die Vertriebskosten stiegen nahezu proportional um 6 Prozent auf 418 Mio. € (Vorjahr: 396 Mio. €), der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz verblieb bei 19 Prozent. Hier machte sich die Stärkung des Vertriebsnetzes, insbesondere in den Wachstumsregionen, bemerkbar. Unter anderem schlugen sich die Gründung der indischen Vertriebsgesellschaft sowie der Ausbau der Vertriebsstrukturen in China nieder. Daneben machte sich der Mitarbeiteraufbau, insbesondere zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes, bemerkbar. Der Jungheinrich-Konzern investierte im Berichtsjahr verstärkt in die Entwicklung seiner Produkte. Demzufolge erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten deutlich von 37 Mio. € um gut 7 Mio. € oder 19 Prozent auf 44 Mio. €. Damit unterstreicht das Unternehmen die große Bedeutung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Die allgemeinen Verwaltungskosten nahmen um 6 Mio. € auf 65 Mio. € (Vorjahr: 59 Mio. €) zu. Dies lag unter anderem an höheren IT-Kosten im Zusammenhang mit Konzernprojekten zur Verbesserung der Prozesse und zur Integration von IT-Systemen. ErtragslageDer Jungheinrich-Konzern konnte im Berichtsjahr an die sehr gute Ergebnisentwicklung des Vorjahres anknüpfen. Mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern von 150 Mio. € schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr 2012 mit einem Ergebnis ab, das das Rekordniveau des Vorjahres nochmals übertraf. Dabei profitierte die Ertragsentwicklung vor allem vom Wachstum des margenstarken Miet- und Kundendienstgeschäftes. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 37 Mio. € bzw. 6 Prozent auf 671 Mio. € (Vorjahr: 634 Mio. €). Ertragsentwicklungscroll
Das EBITDA (Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen), in dem das operative, liquiditätswirksame Ergebnis zum Ausdruck kommt, erhöhte sich im Berichtsjahr um 27 Mio. € auf 325 Mio. € (Vorjahr: 298 Mio. €). Das erwirtschaftete Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) stieg um 4 Mio. € bzw. um 3 Prozent auf 150 Mio. € (Vorjahr: 146 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite (ROS) erreichte 6,7 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Hierbei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass im Vergleich zum Vorjahr über 7 Mio. € höhere Forschungs- und Entwicklungskosten verkraftet wurden. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erhöhte sich auf 154 Mio. € (Vorjahr: 148 Mio. €). Die Steigerung des Finanzergebnisses im Vergleich zum Vorjahr war geprägt durch die positive Entwicklung des Zinsergebnisses im Segment "Finanzdienstleistungen". Für den Jungheinrich-Konzern erhöhte sich die Ertragsteuerbelastung nur leicht auf 44 Mio. € (Vorjahr: 43 Mio. €). Die Konzernsteuerquote betrug 28,5 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 4 Mio. € auf 110 Mio. € (Vorjahr: 106 Mio. €). Damit wurde das Rekordergebnis des Vorjahres übertroffen. Das Ergebnis je Vorzugsaktie stieg entsprechend auf 3,27 € (Vorjahr: 3,13 €). Aufgrund der weiter verbesserten Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine Dividende in Höhe von 0,80 € (Vorjahr: 0,70 €) je Stammaktie und in Höhe von 0,86 € (Vorjahr: 0,76 €) je Vorzugsaktie auszuschütten. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung in Höhe von 28,2 Mio. € (Vorjahr: 24,8 Mio. €). WertschöpfungAus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 erwirtschafteten Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen sowie ihre Verwendung. Wertschöpfungsrechnungscroll
1)
inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche
Erträge und Beteiligungserträge Die Nettowertschöpfung des Konzerns erreichte 872 Mio. € (Vorjahr: 820 Mio. €), das waren 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verwendungsrechnung zeigt, dass nach wie vor der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel; dies waren 674 Mio. € bzw. 77 Prozent (Vorjahr: 629 Mio. € bzw. 77 Prozent). Die öffentliche Hand erhielt 44 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 43 Mio. € bzw. 5 Prozent). Die Darlehensgeber partizipierten wie im Vorjahr mit 43 Mio. € bzw. 5 Prozent. Den Stamm- und Vorzugsaktionären flossen rund 25 Mio. € bzw. 3 Prozent (Vorjahr: rund 18 Mio. € bzw. 2 Prozent) zu. Dem Unternehmen standen zur Innenfinanzierung 86 Mio. € bzw. 10 Prozent (Vorjahr: 87 Mio. € bzw. 11 Prozent) aus der Nettowertschöpfung zur Verfügung. Vermögens- und FinanzlageDie wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Jungheinrich-Konzerns einschließlich der Gewährleistung des jederzeitigen Zuganges zum Geld- und Kapitalmarkt sowie die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Dadurch soll die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns sichergestellt werden. Bei den Anlagen überschüssiger Liquiditätsreserven wird eine konservative Anlagepolitik verfolgt, die unter dem Einfluss der bestehenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten nicht die Gewinnmaximierung in den Vordergrund stellt, sondern den Erhalt der Vermögenswerte. Die Jungheinrich AG nimmt die operative und strategische finanzwirtschaftliche Steuerung zentral für den Konzern und ihre Tochtergesellschaften wahr. Im Wege eines Cash- und Währungsmanagements wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt. Der Jungheinrich-Konzern war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen und seine Finanzierung über den im Berichtszeitraum vorhandenen Finanzbedarf hinaus sicherzustellen. Die Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns entwickelte sich im Berichtsjahr positiv. Kapitalflussrechnungscroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 128 Mio. €. Der Vorjahreswert von 65 Mio. € war vor allem durch den starken Aufbau des Working Capital (minus 78 Mio. €) belastet. Im Berichtszeitraum ergab sich trotz des Geschäftswachstums mit lediglich minus 11 Mio. € eine erfreulich geringe Veränderung des Working Capital, im Wesentlichen aufgrund des deutlich niedrigeren Aufbaues von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräten zum Jahresende. Gegenläufig wirkte sich der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus. Einen positiven Effekt hatten zudem die höheren Abschreibungen (plus 22 Mio. €). Gegenläufig entwickelten sich mit minus 14 Mio. € (Vorjahr: plus 14 Mio. €) die sonstigen Veränderungen, die im Wesentlichen auf gegenüber dem Vorjahr höhere Ertragsteuerzahlungen und die Veränderung übriger nicht zahlungswirksamer Erträge und Aufwendungen zurückzuführen sind. Das Zugangsvolumen an Miet- und Leasinggeräten sowie an Forderungen aus Finanzdienstleistungen abzüglich der Veränderung aus der entsprechenden Finanzierung war gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde aus Vergleichsgründen um den in dieser Position enthaltenen Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 25 Mio. € (Vorjahr: minus 26 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende vergleichbare Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit minus 84 Mio. € um 28 Mio. € über dem Vorjahresniveau (minus 56 Mio. €). Er enthält insbesondere die hohen Mittelabflüsse für die großen strategischen Investitionsprojekte: das Ersatzteilzentrum, das Werk für Lager- und Systemgeräte sowie das Werk in China. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug minus 2 Mio. € (Vorjahr: minus 51 Mio. €). Dabei stand der Dividendenausschüttung in Höhe von 25 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) im Wesentlichen ein Aufbau der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gegenüber, der aus der gezielten lokalen Kreditfinanzierung ausländischer Tochtergesellschaften im Euroraum resultierte. Im Vergleich zum Cashflow des Vorjahres ist zu berücksichtigen, dass dieser durch die Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 55 Mio. € geprägt war. Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes betrug plus 42 Mio. € (Vorjahr: minus 42 Mio. €). Unter Einbeziehung des Erwerbes bzw. Verkaufes von Wertpapieren lag die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes bei plus 17 Mio. € (Vorjahr: minus 68 Mio. €). Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen. Vermögens- und KapitalstrukturDie Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2012 von 2.580 Mio. € um 177 Mio. € oder 7 Prozent auf 2.757 Mio. €. Vermögensstrukturscroll
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen von 315 Mio. € um 39 Mio. € auf 354 Mio. €. Hier wirkten sich in den Sachanlagen schwerpunktmäßig die strategischen Investitionsprojekte aus: das Ersatzteilzentrum, das Werk für Lager- und Systemgeräte sowie das Werk in China. Der Bestandswert der Miet- und Leasinggeräte erhöhte sich von 432 Mio. € um 35 Mio. € auf 467 Mio. €. Der Wert der Mietgeräte nahm dabei geringfügig um 2 Mio. € auf 223 Mio. € (Vorjahr: 221 Mio. €) zu. Die Abgänge aufgrund des Transfers von Geräten aus dem Segment "Intralogistik" (Mietgeräte) in das Segment "Finanzdienstleistungen" - auf Basis der neuen Vertragssituation mit einem Großkunden - wurden durch laufende Zugänge von Mietgeräten mehr als kompensiert. Der Wert der Leasingfahrzeuge aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft erhöhte sich um 33 Mio. € auf 244 Mio. € (Vorjahr: 211 Mio. €) Von diesem Anstieg entfielen etwas mehr als zwei Drittel auf den genannten Transfer. Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen nahmen aufgrund der gezielten Geschäftsausweitung um insgesamt 49 Mio. € auf 584 Mio. € (Vorjahr: 535 Mio. €) zu. Die Vorräte erhöhten sich geringfügig um 6 Mio. € auf 254 Mio. € (Vorjahr: 248 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen stichtagsbezogen um 10 Mio. € auf 397 Mio. € (Vorjahr: 407 Mio. €) zurück. Die liquiden Mittel und Wertpapiere stiegen um 46 Mio. € auf 555 Mio. € (Vorjahr: 509 Mio. €). Kapitalstrukturscroll
Das Eigenkapital erhöhte sich um 89 Mio. € auf 807 Mio. € (Vorjahr: 718 Mio. €). Dies war auf das nach wie vor gute Ergebnis nach Steuern im Berichtszeitraum zurückzuführen. Dem stand im Wesentlichen nur die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von rund 25 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) gegenüber. Die Pensionsrückstellungen blieben mit 147 Mio. € fast konstant (Vorjahr: 146 Mio. €). Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich insgesamt nur leicht um 2 Mio. € auf 212 Mio. € (Vorjahr: 210 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nahmen um 25 Mio. € auf 372 Mio. € (Vorjahr: 347 Mio. €) zu. Dies war im Wesentlichen auf den Aufbau der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zurückzuführen. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der deutlichen Geschäftsausweitung um 73 Mio. € mit 840 Mio. € spürbar über dem Vorjahrswert von 767 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken stichtagsbezogen um 14 Mio. € auf 158 Mio. € (Vorjahr: 172 Mio. €). Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen. FinanzkennzahlenTrotz der gestiegenen Bilanzsumme verbesserte sich die Konzern-Eigenkapitalquote von 28 Prozent auf 29 Prozent. Bereinigt man die Konzernzahlen um sämtliche Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen", so ergibt sich eine Eigenkapitalquote bezogen auf das Segment "Intralogistik" in Höhe von 45 Prozent (Vorjahr: 43 Prozent). Die Nettoverschuldung des Jungheinrich-Konzerns ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere. Dabei enthalten die Finanzverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, das Schuldscheindarlehen, die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der Mietgeräte, die Leasingverbindlichkeiten aus Sachanlagen sowie Wechselverbindlichkeiten. Das Unternehmen wies im Berichtsjahr unverändert keine Nettoverschuldung, sondern ein Nettoguthaben in Höhe von 183 Mio. € (Vorjahr: 162 Mio. €) aus. Dadurch war der Verschuldungsgrad, gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu EBITDA, wie im Vorjahr negativ. Das zugrundeliegende EBITDA wird dabei um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen bereinigt und erreichte im Berichtsjahr 266 Mio. € (Vorjahr: 245 Mio. €). Die gute Ertrags- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns im Geschäftsjahr 2012 spiegelt sich in hohen Kapitalrenditen wider. Wesentliche Renditekennzahlenscroll
EBIT-Kapitalrendite (ROCE) = EBIT : eingesetztes zinspflichtiges Kapital1) x 100 Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Ergebnis nach Steuern: durchschnittliches Eigenkapital x 100 Gesamtkapitalrendite = Ergebnis nach Steuern2) + Zinsaufwand : durchschnittliches Gesamtkapital3) x 100
1)
Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten -
Liquide Mittel und Wertpapiere Die Kapitalrendite auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital (ROCE) - ohne Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen - sank auf 24,1 Prozent (Vorjahr: 26,2 Prozent). Das langfristige Kapitalrenditeziel des Jungheinrich-Konzerns von über 20 Prozent wurde übertroffen. Die Eigenkapitalrendite ging ebenfalls zurück und betrug im Geschäftsjahr 2012 14,5 Prozent (Vorjahr: 15,6 Prozent). Die Gesamtkapitalrendite, die um die Verbindlichkeiten und das Zinsergebnis aus Finanzdienstleistungen bereinigt wird, reduzierte sich auf 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Das Segment "Finanzdienstleistungen" (siehe Finanzdienstleistungen Seite 51) hat mit seinen Vermögenswerten und den zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns. Daher werden bei bestimmten Kennzahlen die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eliminiert, um so bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern. Bezüglich bonitäts- bzw. ratingrelevanter Kennzahlen orientiert sich daher die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes. Insbesondere bei den Kenndaten zur Kapitalstruktur, den Netto-Finanzverbindlichkeiten und dem Finanzergebnis werden aus den Konzernzahlen die entsprechenden Werte des Segmentes "Finanzdienstleistungen" herausgerechnet. Damit beziehen sich diese Kennzahlen ausschließlich auf das Segment "Intralogistik". Finanzkennzahlen des Jungheinrich-Konzernsscroll
InvestitionenDie im Berichtsjahr 2012 getätigten Investitionen des Jungheinrich-Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - ohne aktivierte Entwicklungsausgaben - erhöhten sich um 26 Mio. € auf 78 Mio. € (Vorjahr: 52 Mio. €). Dieser Anstieg belegt klar die auf Wachstum und Zukunftsgestaltung ausgerichtete Investitionstätigkeit. Zu den großen Zukunftsinvestitionen zählen das neue Ersatzteilzentrum, das neue Werk für Lager- und Systemfahrzeuge sowie der Bau des Werkes in China. Daneben wurde in den Ausbau der inländischen Produktionswerke mit Schwerpunkt am Standort Norderstedt investiert. Die Investitionsquote erhöhte sich auf 3,5 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 2,5 Prozent). Forschung und EntwicklungUm seine technologische Position weiter auszubauen, hat der Konzern im Berichtsjahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich ausgeweitet. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter wurden signifikant erhöht und betrugen 45 Mio. € nach 38 Mio. € im Vorjahr. Das entsprach 4,9 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent) des Umsatzes mit Neufahrzeugen. Im F&E-Bereich, der personell verstärkt wurde, waren im letzten Jahr konzernweit durchschnittlich 378 (Vorjahr: 342) Mitarbeiter tätig. Im Geschäftsjahr 2012 wurden konzernweit 65 (Vorjahr: 80) Schutzrechte angemeldet; erteilt wurden 172 (Vorjahr: 47) Patente. Damit konnten weitere Innovationen in bedeutende Produktverbesserungen umgesetzt werden, die wesentlich zur Steigerung des Kundennutzens beitragen. Forschungs- und Entwicklungskostenscroll
Aufgrund gegenüber dem Vorjahr deutlich höherer Forschungs- und Entwicklungsausgaben sank die Aktivierungsquote auf 12,3 Prozent (Vorjahr: 14,4 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn- und-Verlust-Rechnung stiegen spürbar von 37 Mio. € auf 44 Mio. €. Dabei standen dem im Vergleich zum Vorjahr ähnlich hohen Aktivierungsvolumen höhere Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben gegenüber. Schwerpunkte und OrganisationDie Schwerpunkte der Entwicklung sind eng mit der Technikstrategie verzahnt. Dazu gehören, neben der Energieeffizienz von Antriebssystemen, Fahrer-Assistenzsystemen und Plattform- und Gleichteilentwicklungen, die internationale Vernetzung der Entwicklungsstandorte sowie das Innovationsmanagement, unterstützt durch eine auf zehn Jahre ausgelegte Technologie-Roadmap. Hauptziele sind neben der Entwicklung neuer Fahrzeuge unter anderem die Reduzierung des Energieverbrauches und der Herstellkosten sowie die Reduktion der Lebenszykluskosten. Dies wird u. a. durch die Verwendung eines straffen modularen Teile-Baukastens realisiert. Die Produktentwicklung ist dezentral den einzelnen Produktlinien zugeordnet, daneben gibt es eine zentrale Grundlagenentwicklung. Zu den Kernkompetenzen gehört die Entwicklung von Hard- und Software für Steuerungssysteme. Außerdem wird umfangreiches Know-how von Zulieferern und Partnern in die Produkte eingebracht. In der Grundlagenentwicklung sind die Technologieentwicklung, die Entwicklung von Komponenten, eine zentrale Testabteilung, das Produktdesign, die Normung und das zentrale Innovationsmanagement zusammengefasst. Der Großteil der Forschungsaktivitäten findet zentral in der Technologieentwicklung statt. Es besteht unter anderem eine Mitgliedschaft in der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) und der Forschungsvereinigung Intralogistik (IFL), um zeitnah neue Technologien zu evaluieren und die Chancen für erfolgversprechende Innovationen auszuloten. Jungheinrich beteiligt sich auch an bedeutenden Forschungsprojekten, z. B. dem Projekt ISI-WALK, bei dem Methoden und Technologien zur effizienten Gestaltung und zum wirtschaftlichen Betrieb von flexiblen Lieferketten entwickelt werden. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der flexiblen Gestaltung von Transport-, Lager- und IT-Systemen sowie den Methoden zur Planung und Bewertung der Flexibilität. GrundlagenentwicklungIn der Grundlagenentwicklung befasste sich Jungheinrich mit der intensiven Produktanalyse von Lithium-Ionen-Zellen verschiedener weltweit agierender Hersteller. Aufgrund der positiven Eigenschaften von Lithium-Ionen-Batterien ist damit zu rechnen, dass mittelfristig ein relevanter Teil der Bleibatterien durch die Lithium-Ionen-Technologie ersetzt wird. Deshalb ist es besonders wichtig, rechtzeitig über einen guten Zugang zum Beschaffungsmarkt zu verfügen, um qualitativ hochwertige und kostengünstige Batteriezellen beziehen zu können. Ein weiterer Fokus lag auf innovativen Fahrzeugkonzepten, um die neuen technischen Möglichkeiten von Antriebs- und Energiespeichersystemen in Lösungen mit möglichst hohem Kundennutzen einzusetzen. Die Grundlagenentwicklung beschäftigte sich ebenfalls intensiv mit Technologien zur Fahrerunterstützung sowie der Automatisierung von Fahrzeugen mit dem Ziel, die Flexibilität und Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Diesem Innovationsfeld kommt besondere Bedeutung zu, da der Fahrer immer noch der höchste Kostenfaktor beim Staplereinsatz ist. Produktivitätsverbesserungen in diesem Bereich bieten für Kunden bedeutende wirtschaftliche Vorteile. Der Einsatz standardisierter Steuerungsarchitekturen und Kommunikationsverfahren ermöglicht den erhöhten Einsatz von Gleichteilen und verbessert die Zuverlässigkeit elektronischer Systeme. Deshalb wurde eine solche Steuerungsarchitektur entworfen, von der alle Neuentwicklungen profitieren. Durch die Nutzung von innovativen Entwicklungsmethoden können bereits in frühen Projektphasen hohe Reifegrade in den Produktentwicklungen erreicht werden. Die Aufnahme dieser Methoden in den standardisierten Produktentstehungsprozess erhöht die Leistungsfähigkeit der Entwicklung insgesamt. ProduktentwicklungIm Portfolio der verbrennungsmotorischen Stapler wurden die Lücken in der oberen Leistungsklasse geschlossen. So wurde im Berichtsjahr der verbrennungsmotorisch betriebene Gegengewichtsstapler mit hydrostatischem Antrieb (DFG/TFG 540s-550s) in den Markt eingeführt, der bei hohem Fahrkomfort besonders für den dynamischen Einsatz geeignet ist. Die Schwerlaststapler der Traglastklasse von sechs bis neun Tonnen (DFG/TFG 660-690) wurden bislang von einem Zulieferer bezogen. Nachdem dieser die Produktion einstellte, erwarb die Jungheinrich AG neben Maschinen und Anlagen gewerbliche Schutzrechte sowie technisches und kommerzielles Know-how zur Herstellung dieser Fahrzeuge. Seit Dezember 2012 werden diese verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler im Moosburger Werk produziert. Längerfristig ergeben sich Synergien mit der Fertigung von Staplern mit geringerer Traglast. Der Elektro-Gegengewichtsstapler (EFG 425430) erreicht neue Maßstäbe bei der Energieeffizienz. Durch die Varianten "Efficiency" und "DrivePlus" kann der Stapler individuell an die Kundenanforderungen angepasst werden und unterstützt die Produktstrategie, ein Einstiegsgerät anzubieten, welches über Optionen deutlich aufgewertet werden kann. Die seitliche Batterieentnahme, die schon aus den Elektro-Gegengewichtsstaplern mit geringeren Traglasten bekannt ist, ermöglicht einen erheblich vereinfachten Batteriewechsel. Der neue Niederhubwagen (ERE 120) wurde an die getaktete Fertigung im Werk Landsberg angepasst. Auch dieses Fahrzeug entspricht jetzt der "Basis-plus-Optionen"-Produktstrategie. Der Energieverbrauch konnte im Vergleich zum Vorgängermodell bei verbesserter Umschlagsleistung um 15 Prozent gesenkt werden. Der neue Kommissionier-/Dreiseitenstapler (EKX 410) wird seit 2012 serienmäßig mit Transpondertechnik ausgestattet. Damit kann diese Fahrzeugreihe mit der Jungheinrich-Lagernavigation betrieben werden. Dies ermöglicht in der Praxis eine Produktivitätssteigerung von bis zu 25 Prozent. Außerdem ist der Energieverbrauch für einen Palettenumschlag um 25 Prozent niedriger als bei vergleichbaren Fahrzeugen des Wettbewerbes. Das Unternehmen trägt dem Trend zu Automatiklösungen und fahrerlosen Transportsystemen Rechnung und hat im Berichtszeitraum drei Serienstarts von automatisierten Fahrzeugtypen der Produktkategorien Kommissionier-/Dreiseitenstapler (EKXa), Vertikal-Kommissionierer (EKS 210a) und Hochhubwagen (ERC 215a) realisiert. Maßgabe war hier, keine Spezialfahrzeuge zu konstruieren, sondern Fahrzeuge aus der Serienentwicklung zu automatisieren. Da bei diesen Fahrzeugen bereits alle wesentlichen Funktionen elektronisch kontrolliert werden, war eine Automatisierung mit geringem Aufwand und hoher Zuverlässigkeit möglich. FinanzdienstleistungenOrganisation und GeschäftsmodellSämtliche Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns sind im Segment "Finanzdienstleistungen" zusammengefasst und werden zentral über die Jungheinrich Financial Services International GmbH und die Jungheinrich Finance AG & Co. KG gesteuert. Innerhalb des Jungheinrich-Konzerns nimmt das Segment "Finanzdienstleistungen" als "Non Profit Center" ohne eigenen Gewinnanspruch eine Dienstleistungsfunktion für den Jungheinrich-Vertrieb wahr. Durch individuelle, flexible und wettbewerbsfähige Finanzdienstleistungsangebote kann der Vertrieb aufgrund seiner europaweiten Direktvertriebsstruktur mit eigener Service-Organisation den Kundenerwartungen auch hinsichtlich einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen gerecht werden. In den relevanten europäischen Kernmärkten ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Neben Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien gilt dies für die Niederlande, Spanien und seit dem Jahr 2012 auch für Österreich. Der kontinuierliche Ausbau in weitere europäische Länder ist vorgesehen. Mit der 2010 ausschließlich zu Refinanzierungszwecken gegründeten Elbe River Capital S.A., Luxemburg, wird zudem der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert. Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung des Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges. Die angebotenen Finanzdienstleistungsverträge sind grundsätzlich mit einer Full-Service- oder Wartungsvereinbarung verbunden. Vor diesem Hintergrund dienen die individuellen Angebote zur Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung der Absatzförderung und der langfristigen Kundenbindung. Die durchschnittliche Laufzeit von Finanzdienstleistungsverträgen liegt bei fünf Jahren. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Kundenbonitäts- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Hierzu zählen insbesondere die Erträge aus den mit Finanzdienstleistungsverträgen verbundenen Serviceverträgen sowie die Chancen und Risiken, die sich aus Restwertgarantien bzw. aus der Vermarktung von Fahrzeugrückläufern ergeben. Im Geschäftsjahr hat sich das Segment "Finanzdienstleistungen" in annähernd allen Regionen positiv entwickelt. Das Vertragsvolumen stieg von 1,6 Mrd. € um 7 Prozent auf über 1,7 Mrd. €. Vertragsarten und BilanzierungBei der Bilanzierung ist zu beachten, dass die direkt zwischen Kunden und Jungheinrich-Gesellschaften oder zwischen Kunden und Jungheinrich unter Zwischenschaltung von externen Leasinggesellschaften (sogenannte Vendor-Verträge) geschlossenen langfristigen Finanzdienstleistungsverträge entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln je nach Vertragsart entweder in den Anlagen als Leasinggeräte ("Operating Lease") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease") ausgewiesen werden. Rund drei Viertel aller Verträge sind aufgrund der strategischen Fokussierung Finance-Lease-Verträge. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeit- und zinskongruent und wird unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft resultieren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. GeschäftsverlaufIm Berichtszeitraum lag der konzernweite Vertragsbestand bei gut 105 Tsd. Fahrzeugen. Finanzdienstleistungen: Vertragszugang- und -bestandscroll
Im Geschäftsjahr 2012 erreichte das europaweite Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 431 Mio. € (Vorjahr: 391 Mio. €). Damit wurde mehr als jedes dritte Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes in Europa abgesetzt. Vom Zugangsvolumen entfielen 77 Prozent auf die Länder mit Jungheinricheigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Hervorzuheben sind die Gesellschaften in Italien und Frankreich mit einer deutlichen Steigerung im Zugangsvolumen von jeweils über 15 Prozent. Zum Jahresende 2012 stieg der europaweite Vertragsbestand um 4 Prozent auf 105,5 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 101,2 Tsd. Einheiten). Dieser Bestand entsprach einem Neuwert von 1.719 Mio. € (Vorjahr: 1.611 Mio. €). ErtragslageDie Umsatzsteigerung von 451 Mio. € um 46 Mio. € auf 497 Mio. € reflektiert den gezielten Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäftes. Die gestiegenen Vertriebskosten sind auf die wachstumsbedingten strukturellen Anpassungen in den lokalen Finanzdienstleistungsgesellschaften zurückzuführen. Finanzdienstleistungen: Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Vermögens- und KapitalstrukturDer kontinuierliche Ausbau des Finanzdienstleistungsgeschäftes schlägt sich insbesondere bilanziell nieder. Dies betrifft sowohl die innerhalb der Anlagen bilanzierten Leasinggeräte als auch die Forderungen aus Finanzdienstleistungen. Aufgrund einer Neugestaltung der vertraglichen Rahmenbedingungen mit einem Großkunden waren etwas mehr als zwei Drittel des wertmäßigen Anstieges bei den Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen auf den Transfer von Geräten aus dem Segment "Intralogistik" (Mietgeräte) zurückzuführen. Finanzdienstleistungen: Vermögensstrukturscroll
Der Anstieg in den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen resultiert aus dem Aufbau des Vertragsbestandes. Finanzdienstleistungen: Kapitalstrukturscroll
MitarbeiterIm Berichtszeitraum hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazitäten erweitert und dabei vor allem den Vertrieb gestärkt. Konzernweit erhöhte sich die Belegschaft (gemessen in Vollzeitäquivalenten, FTE) um 550 Beschäftigte oder 5 Prozent auf 11.261 (Vorjahr: 10.711) Mitarbeiter zum Jahresende 2012. Über 80 Prozent dieses Anstieges sind auf Neueinstellungen im Vertrieb, vornehmlich im Ausland, zurückzuführen. Der Personalaufwand erhöhte sich um 54 Mio. € auf 674 Mio. € (Vorjahr: 620 Mio. €). Davon entfielen 542 Mio. € (Vorjahr: 505 Mio. €) auf Gehälter und 113 Mio. € (Vorjahr: 105 Mio. €) auf Sozialabgaben. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2012 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2013. Aufbau in WachstumsmärktenIm Rahmen der Wachstumsstrategie in Asien wurde die Belegschaft der Jungheinrich-Vertriebsgesellschaften in der Region - mit dem Fokus auf China - um insgesamt 19 Prozent bzw. 73 Mitarbeiter ausgebaut. Davon waren zum Jahresende 14 Mitarbeiter bei der im 2. Quartal 2012 gegründeten Vertriebsgesellschaft in Indien beschäftigt. Auch die Vertriebsgesellschaften in den Wachstumsmärkten Russland und Brasilien stellten gezielt neues Personal ein. Im Zuge der weiteren Differenzierung zum Wettbewerb wurden zudem das Logistiksystemgeschäft sowie der Versandhandel personell verstärkt. Mitarbeiter nach FunktionenVon der Gesamtbelegschaft (ohne Leiharbeitnehmer) waren 78 Prozent in Vertrieb und Verwaltung und 22 Prozent in der Fertigung beschäftigt. Auf die Kundendienstorganisation entfielen wie im Vorjahr 46 Prozent der Belegschaft. Das waren 5.216 (Vorjahr: 4.970) Mitarbeiter. In der Serviceorganisation waren weltweit 3.735 (Vorjahr: 3.561) Kundendiensttechniker im Einsatz. Mitarbeiter nach Funktionenscroll
Zum Ausgleich von Kapazitätsschwankungen in Fertigungsbereichen wurden auch im Berichtszeitraum Leiharbeitnehmer eingesetzt. Im Jahresdurchschnitt stieg die Zahl um knapp 11 Prozent auf 478 Leiharbeitnehmer. Rund 69 Prozent davon waren in den inländischen Werken tätig (Vorjahr: 72 Prozent). Per 31. Dezember 2012 waren 405 (Vorjahr: 511) Leiharbeitnehmer im Konzern eingesetzt. Regionale VerteilungZum 31. Dezember 2012 waren 6.094 (Vorjahr: 5.786) Mitarbeiter bzw. 54 Prozent der Belegschaft im Ausland beschäftigt. Auf Deutschland entfielen 5.167 (Vorjahr: 4.925) Mitarbeiter. Dies entsprach 46 Prozent der Betriebsangehörigen. Im Ausland hatte Frankreich mit 8,4 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Italien mit 7,1 Prozent und Großbritannien mit 6,6 Prozent. Der Anteil der in Asien und Amerika tätigen Mitarbeiter stieg von 5,9 Prozent auf 6,7 Prozent. Ausbildung im Jungheinrich-KonzernZum 31. Dezember 2012 waren 330 (Vorjahr: 309) Auszubildende im Jungheinrich-Konzern beschäftigt, davon 225 (Vorjahr: 216) im Inland. Hier bildet das Unternehmen in 14 Ausbildungsberufen aus. Daneben wird eine Auswahl an dualen Studiengängen angeboten. Speziell über das duale Studium eröffnet Jungheinrich engagierten jungen Menschen vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in das Unternehmen und deckt gleichzeitig den Bedarf an Nachwuchskräften im kaufmännischen und technischen Bereich mit qualifizierten Mitarbeitern aus den eigenen Reihen. In diesem Ausbildungsmodell wechseln sich zeitlich limitierte, kompakte Studieneinheiten an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen ab. Innerhalb von nur drei Jahren kann so in den Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen der international anerkannte Bachelor-Abschluss erlangt werden. Der Anteil der Auszubildenden in den dualen Studiengängen erhöhte sich 2012 - bezogen auf die Anzahl der Auszubildenden im Inland - von 15 Prozent auf 16 Prozent. Soziale KennzahlenMitarbeiterkennzahlenscroll
1)
bezogen auf Mitarbeiter im Inland Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter im Jungheinrich-Konzern stieg im Berichtsjahr leicht auf 41 Jahre an. Damit lag Jungheinrich geringfügig unter dem für den deutschen Maschinenbau repräsentativen Altersdurchschnitt von 42 Jahren (Quelle: VDMA 2011). Die Betriebszugehörigkeit lag mit gut 11 Jahren auf dem Niveau des Vorjahres. Die Fluktuation in Höhe von 4,3 Prozent beruht wesentlich auf der vergleichsweise höheren Fluktuation in den ausländischen Vertriebseinheiten. Im Inland lag die Fluktuation lediglich bei 1 Prozent - ein Indiz für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit bei Jungheinrich. Die Krankheitsquote, die sich nur auf die Mitarbeiter im Inland bezieht, blieb im Jahresvergleich mit 5,1 Prozent stabil. Dies entspricht in etwa dem Branchendurchschnitt vergleichbarer Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle, bezogen auf 1.000 Mitarbeiter im Inland, hat sich im Jahresvergleich von 32 auf 29 verringert. Die Frauenquote stieg um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und lag mit 19,5 Prozent über dem branchenüblichen Vergleichswert in Höhe von 15,9 Prozent (Quelle: VDMA 2011). Verantwortung für die MitarbeiterAls größter Arbeitgeber für Ingenieure ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau auf qualifizierten Fachkräftenachwuchs angewiesen. Daher zählt es auch für Jungheinrich zu den wesentlichen Herausforderungen, Talente für das Unternehmen zu gewinnen. Hierbei setzt der Konzern verstärkt auf die Vielfalt der Mitarbeiter, die Förderung von Frauen in Führungspositionen sowie die Chancengleichheit von Mitarbeitern unterschiedlicher Nationen und Altersstufen. Ebenso wichtig wie die Rekrutierung neuer Talente ist die Weiterentwicklung und Qualifikation des vorhandenen Personals. Dieser Aufgabe nimmt sich das Personalmanagement an, das den individuellen Entwicklungsbedarf identifiziert und entsprechende Seminarangebote entwickelt. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen Bildungs- und Lehranstalten in der Exzellenzförderung. Hierbei unterstützt das Unternehmen die Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung, die einen Beitrag zur Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie zur Bildung auf den Gebieten Elektrotechnik, Maschinenbau und Logistik leistet. VergütungsberichtFür das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten sowie Kapitalrenditen. Vergütung des VorstandesDer Aufsichtsrat und der Personalausschuss hatten sich im Jahr 2010 eingehend mit einer Neuregelung des Vergütungssystems für den Vorstand befasst und dieses verabschiedet. Es wurde erstmals im Jahr 2011 angewendet und gilt ab 2013 für alle Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Dem Gesamtaufsichtsrat kommt gemäß dem geänderten Aktiengesetz bei allen Vergütungsfragen für den Vorstand eine deutlich größere Rolle zu, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Der gesamte Aufsichtsrat ist nämlich nunmehr neben der Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und der Festlegung der wesentlichen Vertragselemente auch für die Beschlussfassung über die einzelnen Bestandteile der Vergütung und deren Höhe zuständig. Hierzu gehören auch die variable Vergütung und die entsprechende Festsetzung der Zielvorgaben für das jeweils nächste sowie die Zielerreichung für das jeweils zurückliegende Geschäftsjahr. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist leistungsorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie das Marktanteilswachstum für einzelne Produktbereiche bezogen auf den Kernmarkt Europa. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses an der jeweiligen Zielerreichung gemessen und ausgezahlt werden. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches. Vergütung des AufsichtsratesMit Wirkung ab 1. Januar 2012 gilt ein neues Vergütungssystem für den Aufsichtsrat. Dabei wurden der Anteil der variablen Vergütung deutlich reduziert, statt der Dividende die EBIT-Kapitalrendite (ROCE) als in die Zukunft gerichtete Bemessungsgrundlage gewählt und die Bedeutung des Finanz- und Prüfungsausschusses in der Vergütung berücksichtigt. Als Maßstab für Angemessenheit wurde dabei das Gesamtvergütungsniveau des Aufsichtsrates der Vorjahre angestrebt. Nach dieser neuen Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert der EBIT-Kapitalrendite soll über dem für den Jungheinrich-Konzern anzuwendenden Kapitalkostensatz liegen und beträgt 15 Prozent. Für jeden vollen Prozentpunkt, um den die erreichte EBIT-Kapitalrendite den Schwellenwert von 15 Prozent überschreitet, beträgt die variable jährliche Vergütung 4.000 €. Der Zielwert der EBIT-Kapitalrendite orientiert sich an der mittelfristigen strategischen Zielsetzung des Jungheinrich-Konzerns und beträgt 20 Prozent. Erreicht die EBIT-Kapitalrendite den Zielwert von 20 Prozent, beträgt die variable jährliche Vergütung somit 20.000 €. Überschreitet die erreichte EBIT-Kapitalrendite den Zielwert, so erhöht sich die variable jährliche Vergütung für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert um weitere 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. für Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Vergütung der leitenden AngestelltenFür die leitenden Angestellten wurde im Berichtsjahr ein neues Vergütungssystem erarbeitet. Es orientiert sich hinsichtlich des variablen Vergütungsbestandteiles grundsätzlich an den Kennziffern für die Vorstandsvergütung und soll im Laufe des Jahres 2013 eingeführt werden. EinkaufDer Einkauf im Jungheinrich-Konzern ist nach Warengruppen organisiert. Alle Einkaufsbedarfe werden über ein konzernweites Warengruppenmanagement, das 40 Hauptwarengruppen umfasst, strukturiert. Ergänzend kommen 10 weitere Hauptwarengruppen hinzu, die die Nachserienbedarfe bündeln. Das gesamte Einkaufsvolumen belief sich im Jahr 2012 auf 1,38 Mrd. € nach 1,35 Mrd. € im Vorjahr und wird gegliedert in
Die umsatzstärksten Hauptwarengruppen im Berichtsjahr waren Batterien mit 133 Mio. € (Vorjahr: 140 Mio. €), externe Dienstleistungen mit 90 Mio. € (Vorjahr 81 Mio. €), elektrische Antriebsstränge mit 90 Mio. € (Vorjahr: 90 Mio. €) sowie Stahlbaugruppen mit 87 Mio. € (Vorjahr: 93 Mio. €). Neben der Absicherung der Produktionsversorgung standen im Berichtsjahr die Etablierung eines einheitlichen, leistungsfähigen Einkaufscontrollings sowie die Neustrukturierung der Vertragsstandards mit Lieferanten im Fokus. EinkaufscontrollingDas Einkaufscontrolling hat bei Jungheinrich einen hohen Stellenwert. Herzstück des Einkaufscontrollings ist das Einkaufscockpit, in dem alle relevanten Kennzahlen zusammenlaufen. Es basiert auf SAP-BI (Business Intelligence) bzw. SAP-BW (Business Warehouse) und bildet die Klammer von der Strategieentwicklung bis zur Messung der durchgeführten Maßnahmen und Ergebnisse. Wichtigster Bestandteil des Berichtswesens ist die Kennzahl der Materialkostenveränderungen, die den Ergebniseinfluss auf die Gewinn- und-Verlust-Rechnung widerspiegelt. Die aus externen Einflussfaktoren wie Währungskurs- und Rohstoffpreisveränderungen resultierenden Preiseffekte werden ebenfalls gemessen und bei Einkaufsentscheidungen berücksichtigt. VertragsmanagementUm den vielfältigen Anforderungen eines modernen Vertragsmanagements in der Praxis gerecht zu werden, wurde das Vertragsmanagement bei Jungheinrich neu konzipiert. Dabei lag der Fokus neben dem Aufbau einheitlicher vertraglicher Standards auf Basis von modularen Vertragsdokumenten auch auf der Etablierung einer IT-gestützten Vertragserstellung und -ablage. Durch die Neugestaltung wurde die Grundlage für eine weitere Erhöhung der Rahmenvertragsquote geschaffen. Die IT-gestützte Vertragserstellung sowie die Vereinfachung der Vertragstexte verkürzen zudem die Bearbeitung. Beschaffungsmarktanalyse Lithium-Ionen-TechnologieJungheinrich setzt bei Traktionsbatterien als Ergänzung zu konventionellen Blei-Säure-Batterien vermehrt auf den Einsatz der Lithium-Ionen-Technologie. Um diesen Wettbewerbsvorsprung zu sichern und weiter auszubauen, untersuchte der Einkauf im Berichtszeitraum den weltweiten Beschaffungsmarkt für Lithium-Ionen-Technologien eingehend und identifizierte zahlreiche Händler und Hersteller. Anschließend wurde deren technologische sowie preisliche Wettbewerbsfähigkeit analysiert und bewertet. Ein Rahmenvertrag mit einem namhaften Hersteller von Batteriezellen zur Absicherung der Versorgung wurde bereits unterzeichnet. InformationstechnologieDie zunehmende Vereinheitlichung und Zusammenführung von IT und Geschäftsprozessen ist eines der zentralen IT-Themen im Jungheinrich-Konzern. Seit Jahren konzentriert sich der IT-Bereich darauf und nutzt dabei die sich ergebenden Chancen, um vermarktungsfähige IT-Produkte, wie beispielsweise ISM Online, zu entwickeln. IT-OrganisationDie Jungheinrich-IT in Deutschland umfasst mehr als 200 Mitarbeiter mit den zentralen Aufgaben Softwareberatung und -entwicklung sowie der Bereitstellung einer Dateninfrastruktur und dem Betrieb eines hochmodernen Rechenzentrums. Weltweit sind rund 100 weitere IT-Mitarbeiter tätig, die an den Vertriebs- und Produktionsstandorten die lokale Unterstützung sicherstellen. Im Rahmen der 2010 formulierten IT-Strategie wurde ein 12-köpfiges IT-Board als strategischer Bestandteil der Unternehmensführung definiert. Durch dieses mit Führungskräften aus Technik, Finanzen, Vertrieb und IT besetzte Gremium werden die entscheidenden Weichenstellungen im Sinne einer modernen Informationstechnologie vorgenommen. Die Bewertung von IT-Projekten und die Entscheidung zur Umsetzung dieser Projekte ist die Hauptaufgabe des IT-Boards. Ziel ist es, die IT-Ressourcen möglichst wertschöpfend einzusetzen und eine zuverlässige Unterstützung der Kernprozesse sicherzustellen. So wurden 2012 die folgenden bedeutenden Projekte abgeschlossen. Bedeutende IT-ProjekteMit dem innovativen Flottenmanagementsystem ISM Online wurde in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb eine Internet- und Systemplattform entwickelt. Dabei vereint das System sowohl kaufmännische Daten (z. B. Stamm-, Vertrags- und Fakturadaten aus dem SAP-System) als auch technische Daten (z. B. Einsatzdaten) von Flurförderzeugen. Dies bietet dem Kunden maximale Transparenz und Sicherheit im Lager sowie eine kostenoptimale Steuerung der Staplerflotte. Mit der Zusammenführung der SAP-Produktionssysteme wird dem Trend der Systemstandardisierung und -harmonisierung weiter gefolgt. Alle Produktions- und Entwicklungsstandorte des Jungheinrich-Konzerns in Norderstedt, Moosburg, Landsberg und Lüneburg sowie in Qingpu (China) und Houston (USA) arbeiten nun auf einer gemeinsamen SAP-Systemplattform. So ist es standortübergreifend möglich, erhebliche Synergieeffekte zu erzielen. Der Internetauftritt des Konzerns wurde 2012 im Rahmen einer Neuausrichtung u. a. als Vertriebskanal mit zahlreichen neuen Inhalten ausgebaut. Die komplett neue Optik und Navigation stellt dem Nutzer mittels schneller Zugangswege, klarer Navigationsstrukturen sowie adäquater Vernetzung die gewünschten Informationen über Jungheinrich zur Verfügung und bietet eine unmittelbare Kontaktaufnahme je nach Informations- oder Beratungsbedarf mit dem zuständigen Bereich an. Weltweit wurde an allen Büroarbeitsplätzen die Arbeitsumgebung auf Windows 7 und Office 2010 umgestellt. Mit der gleichzeitigen Inbetriebnahme der Systemplattform SharePoint wurde die Arbeit im Tagesgeschäft und in Projekten stark vereinfacht, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit wurden geschaffen. Dies ist insbesondere bei der Betreuung von global tätigen Kunden von großem Vorteil. Im Konzernrechenzentrum wurde die Servertechnologie mit neuesten sogenannten Blade-Servern modernisiert, um Flexibilität, Verfügbarkeit und Kosten weiter zu optimieren und die Virtualisierung von Servern und Speichersystemen weiter auszubauen. Die Einführung des SAP-Customer-Relationship-Management (CRM) wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Damit arbeiten Vertriebseinheiten in 18 Ländern mit insgesamt rund 700 Verkäufern und rund 800 Innendienstmitarbeitern mit dem SAP-CRM-System. In diesem System sind alle Verkaufsaktivitäten organisiert, d. h. von der Kontaktaufnahme, den Kundenterminen über die Staplerkonfiguration und die Angebotsschreiben bis hin zu Kundenaufträgen wird alles durchgängig systemgestützt abgewickelt. Alle relevanten Kunden- und Auftragsinformationen sind papierlos und in Echtzeit von jedem beliebigen Standort aus verfügbar. InformationssicherheitGeschäftsprozesse basieren zunehmend auf Informationstechnologie. Um die daraus resultierenden Risiken hinsichtlich der Datenverfügbarkeit und -integrität und des vertraulichen Umganges mit Informationen zu begrenzen, wurden die Strukturen und Prozesse zur Informationssicherheit im Berichtsjahr deutlich verbessert. Die bestehenden Maßnahmen zur Informationssicherheit werden im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Qualitäts- und UmweltmanagementQualitätsmanagementDie Qualität von Produkten und Dienstleistungen ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Zu ihrer Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung hat das Jungheinrich-Qualitätsmanagement im Geschäftsjahr 2012 neue, anspruchsvolle Qualitätsziele für den Konzern festgelegt. Neben der ersten Nutzungsperiode eines Gabelstaplers, dem Gewährleistungszeitraum, nimmt das Qualitätsmanagement verstärkt die Langlebigkeit der Produkte in den Blick. In diesem Zusammenhang wurden im SAP-BW ein Reporting und darauf aufbauende Analysen eingerichtet, die für Transparenz bei sämtlichen Serviceaktivitäten sorgen. Diese Übersichtlichkeit bildet die Grundlage für Langzeitauswertungen, die eine systematische Verfolgung des Produktverhaltens und der Produktnutzung auch im fortgeschrittenen Lebenszyklus eines Staplers erlauben. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse über Produkt und Material fließen sowohl in die Serienproduktion und deren Ersatzteilversorgung als auch in die Neuentwicklung von Folgeprodukten ein. Eine wesentliche Voraussetzung für ein hohes Qualitätsniveau stellen stabile und verlässliche Prozesse in den Konzerneinheiten dar. Bestätigt wurden diese Prozesse im abgelaufenen Berichtsjahr durch die erfolgreiche Rezertifizierung der Werke Norderstedt und Moosburg nach dem Standard ISO 9001:2008 seitens der Gesellschaft SGS-International Certification Services GmbH. Des Weiteren attestierte die Gesellschaft DVS ZERT® e.V. dem Werk Landsberg die Erfüllung der schweißtechnischen Anforderungen durch die Erteilung des Erstzertifikates gemäß Standard DIN EN ISO 3834-2. Einem prozessorientierten Ansatz folgte Jungheinrich auch bei der planmäßigen Einführung eines konzernweiten Auditmanagementsystems zur Analyse und Identifikation von Verbesserungspotenzialen im Unternehmen. Hierzu wurde 2012 erstmals an allen deutschen Produktionsstandorten eine gemeinsame interne Auditplanung und -durchführung umgesetzt. Diese umfasste die Durchführung standortübergreifender Audits mit dem jeweils gleichen Untersuchungsgegenstand vor Ort (Best-Practice-Ansatz). Zwecks weiterer Vereinfachung und Vereinheitlichung der Auditierungsprozesse werden im laufenden Jahr der zentrale Aufbau und die werksübergreifende Nutzung des Auditmanagement-Moduls im SAP-System vorbereitet. Im Juni 2012 vergab die Jungheinrich AG offiziell ihre Lieferantenpreise. In drei verschiedenen Warengruppen-Clustern wurden die Lieferanten der Werke in Norderstedt, Moosburg und Landsberg bewertet. Erstmalig wurde auch eine Bewertung auf Konzernebene durchgeführt. Insgesamt erhielten fünf Unternehmen aufgrund ihrer hohen Lieferqualität eine Auszeichnung als Top-Lieferanten des vergangenen Jahres. UmweltmanagementDer Jungheinrich-Konzern übernimmt in einem hinsichtlich Umweltthemen sensibilisierten Umfeld unternehmerische Verantwortung. Wirtschaftliche Interessen und umweltbewusstes Verhalten stehen dabei nicht im Widerspruch zueinander. Vielmehr verringert das Unternehmen seinen ökologischen Fußabdruck über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg kontinuierlich. Dies wird erreicht, indem Effizienzpotenziale in der Produktion und während der Nutzungsdauer der Produkte erkannt und durch den Einsatz neuer prozessintegrierter Energiespartechnologien gehoben werden. Ziel ist der schonende Umgang mit Ressourcen. Die konzernweit bereits bestehenden hohen Umweltstandards werden laufend überprüft und weiterentwickelt. Daneben führt das Unternehmen einen offenen und vertrauensvollen Dialog mit allen relevanten Interessensgruppen der Gesellschaft, stellt den Medien umweltbezogene Informationen zur Verfügung und arbeitet mit Behörden, Verbänden sowie anderen Institutionen eng zusammen. Nachhaltigkeitsinitiative "Blue Competence""Blue Competence" ist eine als Marke eingetragene Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.), an der verschiedene Fachverbände, Organisationen und einzelne Unternehmen beteiligt sind. Grundlage des Beitrittes für die Jungheinrich AG bildete die Überzeugung, dass die Entwicklung des Unternehmens an den Erhalt der Umwelt geknüpft ist. Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln muss daher von der Suche nach neuen Energiekonzepten, einem bewussteren Umgang mit fossilen Brennstoffen und dem Bemühen um effektiven Umweltschutz bestimmt sein. Deshalb nimmt "Blue Competence" seine Partner indirekt in die Pflicht, indem belastbare Nachhaltigkeitskriterien und -standards definiert werden, die jeder erfüllen sollte, der sich der Kampagne anschließt. So sorgt "Blue Competence" für mehr Transparenz, schafft Orientierung und gibt all jenen Sicherheit, die nach nachhaltigen Lösungen und Produkten für eine saubere Zukunft streben. In diesem Kontext leistet Jungheinrich Basisarbeit bei der Gestaltung zukünftiger Regelungen hinsichtlich der Energieeffizienz von Flurförderzeugen im Rahmen der europäischen Ökodesign-Richtlinie. Diese hat zum Ziel, Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energieverbrauchsrelevanter Produkte (Energy-related Products, ErP) festzulegen. Produkt-Ökobilanz weiterentwickeltDie Verantwortung des Unternehmens für umweltbewusstes Handeln ist unter anderem in der ersten TÜV-zertifizierten Produkt-Ökobilanz der Branche dokumentiert. Der TÜV Nord hatte die Bilanz im Jahr 2011 systematisch analysiert und gemäß DIN EN ISO 14040 zertifiziert. Jungheinrich trägt damit als erster Flurförderzeughersteller das Umweltprädikat "Geprüfte Produkt-Ökobilanz". Die erste Version der Bilanz umfasste die Analyse der Umweltauswirkungen der Jungheinrich-Flurförderzeugflotte im Zeitraum der Jahre 2000 bis 2010. Sie erstreckte sich auf
Im Berichtsjahr 2012 wurden die in der Erhebung erfassten Staplerbaureihen um die Produktsegmente Hochregalstapler und Vertikalkommissionierer erweitert. In diesen Segmenten konnte jeweils eine 42-prozentige Reduzierung der CO2 -Emissionen in der Nutzungsphase (2001 bis 2011) erreicht werden. Damit belief sich die auf das gesamte Fahrzeugprogramm bezogene Senkung der CO2 -Emissionen in den letzten elf Jahren auf 25 Prozent. Die Umsetzung innovativer Maßnahmen zur CO2 -Reduktion prägt heute den gesamten Jungheinrich-Produktzyklus. Speziell in der Nutzungsphase, in der 80 bis 90 Prozent der Emissionen entstehen, setzen die im eigenen Haus entwickelten Hightech-Lösungen in doppelter Hinsicht den Branchen-Benchmark: Zum einen hält der bei hoher Umschlagleistung deutlich verminderte Ausstoß von CO2 die Umweltauswirkungen gering, zum anderen profitiert der Kunde dauerhaft von niedrigeren Energiekosten. NachhaltigkeitsprojektGemeinsam mit einem Hamburger Entsorgungsfachbetrieb hat Jungheinrich 2012 das Projekt "Nachhaltige Entsorgung von Gabelstaplern" abgeschlossen. Anhand von zwei Jungheinrich-Flurförderzeug-Modellen wurde auf Basis aktueller abfallrechtlicher Vorschriften die Verwertungsgüte bei der Entsorgung analysiert. Fazit dieses Projektes ist die Bestätigung, dass Jungheinrich-Flurförderzeuge zu 100 Prozent stofflich oder thermisch verwertet werden können. Compliance und DatenschutzJungheinrich versteht unter Compliance die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien. Primäres Ziel ist die Prävention von möglichen Gefahren und Risiken für das Unternehmen. Die Compliance-Funktion ist seit der Einführung eines Compliance-Systems 2008 organisatorisch in der Konzernrevision angesiedelt. Bausteine des Compliance-Systems sind der Verhaltenskodex, ein internes Hinweisgeber-System sowie regelmäßige Untersuchungen durch die Konzernrevision. Alle Führungskräfte wurden seitens des Vorstandes und des Compliance Officers (CO) im Berichtsjahr erneut verpflichtend aufgefordert, in ihrem Handeln die internen Vorschriften und externen gesetzlichen Vorgaben zu beachten. Darüber hinaus wurde 2012 ein Verhaltenskodex erstellt, der über die leitenden Angestellten verbindlich eingeführt und den Mitarbeitern im Konzern bekannt gegeben wurde. Dieser Kodex ist als Leitlinie für ein ethisch und rechtlich einwandfreies Handeln aller Jungheinrich-Mitarbeiter in den Geschäftsprozessen zu verstehen. Hinweise zu Fehlverhalten gingen überwiegend intern aus allen Unternehmensbereichen ein. Extern steht über das Internet die Möglichkeit zur Verfügung, vertraulich auf mögliche Compliance-Verstöße hinzuweisen. Im Jahr 2012 wurden - wie im Vorjahr - im Rahmen von Revisionsprüfungen compliance-relevante Sachverhalte in allen geprüften Gesellschaften und Bereichen des Konzerns untersucht. Spezialthemen wurden im Rahmen von Sonderprüfungen untersucht und entsprechend vertraulich bearbeitet. Der Vorstand und der Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wurden laufend bzw. in einer Ausschuss-Sitzung über Compliance-Sachverhalte und den jeweils aktuellen Bearbeitungsstand informiert. Gemäß den umfangreichen gesetzlichen Vorgaben sind weltweit alle Führungskräfte und Mitarbeiter des Konzerns verpflichtet, mit persönlichen Daten von Kunden und Mitarbeitern unter Beachtung der aktuellen datenschutzrechtlichen Vorgaben der EU und der jeweils geltenden Landesgesetze verantwortungsvoll umzugehen. Auf die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen wurden auch 2012 alle Mitarbeiter umfassend hingewiesen; weitere Aspekte rund um den Datenschutz bei Jungheinrich stehen allen Mitarbeitern im Intranet zur Verfügung. Zudem wurde im Berichtsjahr ein spezieller Datenschutzleitfaden erstellt und allen Mitarbeitern weltweit zur Verfügung gestellt. Dieser enthält Erläuterungen zu allen datenschutzrelevanten Rechten und Pflichten. Aus zahlreichen Unternehmensbereichen gingen datenschutzrechtliche Fragen zur Speicherung von Daten, Nutzung neuer Medien oder zu Sicherheitsaspekten beim Konzerndatenschutzbeauftragten ein. Diese wurden mit den Fachbereichen erörtert und gemäß den gesetzlichen Anforderungen geprüft. Bei der Beratung unterstützen einzelne Datenschutzkoordinatoren der Fachabteilungen, wie z. B. im Personal- oder IT-Bereich, die Tätigkeit des Datenschutzbeauftragten. Für den internetgestützten Versandhandel (PROFISHOP) wurden die gesonderten Vorgaben des Internethandels beachtet. Zudem wurden die weiteren gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzrechtes, wie z. B. die Führung der Verfahrensverzeichnisse, in denen aufgezeichnet wird, welche Daten in welchen IT-Systemen gespeichert werden, und die Belehrungen bei Verstößen, erfüllt. Im Berichtsjahr kam es zu keinen Verstößen gegen die konzerninternen Vorgaben zum Datenschutz; der Beratungsbedarf ist jedoch gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Internes Kontroll- und Risikomanagement-SystemDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Rechnungslegungsprozess bezieht. Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDurch die internationale Geschäftstätigkeit des Jungheinrich-Konzerns sind die Früherkennung von Risiken und Chancen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risiko- und Chanceninventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, wird die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen werden abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch interne Ad-hoc-Meldungen zu informieren. Die Konzernrevision ist durch ihre vielfältigen und systematischen Prüfungen in allen Konzernbereichen ein wichtiger Baustein im Risikomanagement-System. So wurden im Berichtsjahr weltweit Untersuchungen im Rahmen des jährlichen, mit dem Vorstand abgestimmten Revisionsplanes oder im Rahmen entsprechender Sonderprüfungen situativ durchgeführt. Maßnahmen zur Begrenzung von Risiken wurden im Rahmen der revisorischen Untersuchungen mit den verantwortlichen Führungskräften und Mitarbeitern vereinbart. Im Zuge von regelmäßigen Follow-ups wird die Umsetzung vor Ort durch die Konzernrevision umfassend überprüft. Sämtliche wesentlichen organisatorischen Änderungen wurden zudem zeitnah in speziellen Untersuchungen vor Ort analysiert. Um die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht ein stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Leasing-Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach der Analyse der letzten Risikoinventur 2012 durch den Konzernrisikoausschuss bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutenden Risiken sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für den Jungheinrich-Konzern aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten keinen globalen Konjunktureinbruch, allerdings wird für die Eurozone für das Jahr 2013 ein Nullwachstum prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die grundlegenden und bisher nicht gelösten Probleme in Verbindung mit der Schuldenkrise in zahlreichen europäischen Staaten beeinträchtigt werden. Wachstumsaussichten hängen davon ab, inwieweit es gelingt, die negativen Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft zurückzudrängen. Im Berichtsjahr ging das Weltmarktvolumen bei Flurförderzeugen leicht um 3 Prozent zurück. Ein Konjunkturrückgang könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Im Falle einer positiven konjunkturellen Entwicklung bestehen andererseits Chancen auf ein steigendes Marktvolumen, insbesondere in Europa, woraus sich Wachstumschancen für den Jungheinrich-Konzern ergeben könnten. Der Markt für Flurförderzeuge ist außerdem durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa - laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne und -kapazitäten werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Daneben wird dem Risiko des Verlustes von Marktanteilen dadurch begegnet, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt und seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, attraktive Finanzierungslösungen anbietet sowie seine Differenzierungsstrategie, beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes, weiter forciert. Insgesamt wird das Produktportfolio 2013 und 2014 um 22 neue Produkte erweitert werden. Operative GeschäftsrisikenDer seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck im Markt und stellt damit ein laufendes Risiko dar. Der Konzern begegnet dem insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ausbaut. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge mieten, wird sich im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Als Folge der Finanzkrise und der steigenden Anforderungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld (u. a. durch die geplante Einführung des Banken-Regelwerkes "Basel III") wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot bietet hier eine sinnvolle Alternative für die Kunden. Den sich aus solchen Geschäften möglicherweise ergebenden Risiken wird durch ein speziell auf das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Diese Risiken sind zusammenfassend unter "Risiken aus Finanzdienstleistungen" dargestellt. Jungheinrich unterhielt 2012 eine Mietflotte von durchschnittlich rund 31 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 27 Tsd. Einheiten). Das Risiko langer Stillstandszeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert. EinkaufsrisikenEinkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, steuert das Unternehmen im Rahmen seines Risikomanagements. Das Unternehmen setzt u. a. Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen und entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2013 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Im Falle einer konjunkturellen Abschwächung ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Insolvenzen bei Lieferanten kommt. Derzeit sind jedoch keine Risiken aus Lieferantenausfällen erkennbar, die zu einer Versorgungslücke führen könnten. Informationstechnische RisikenUm informationstechnische Risiken zu vermeiden und die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse laufend und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme fortwährend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen, Internetseiten und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Im Rahmen der IT-Strategie wurden konzernweit weitere Bereiche und Gesellschaften in die transparenzerhöhende, standardisierte SAP-Systemvernetzung einbezogen. PersonalrisikenJungheinrich zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert. Eigenverantwortliches unternehmerisches Denken und leistungsorientiertes Handeln von Mitarbeitern und Führungskräften bilden das Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, werden im Rahmen des Hochschulmarketings enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen gepflegt. Dem intensiven Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden z. B. Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten "Talentmanagements" identifiziert, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen sich nachhaltig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, erhöht das Unternehmen die Anzahl an Ausbildungsplätzen. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Risiken aus FinanzdienstleistungenZu den wesentlichen Risiken, die sich aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft für Jungheinrich ergeben können, gehören das Restwertrisiko, das Refinanzierungsrisiko sowie das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen. RestwertrisikoAuf Basis einer internen Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Segment "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Bereich "Gebrauchtgeräte" innerhalb des Vertriebes. Sowohl aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns als auch des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird eine Risikobewertung aller Finanzdienstleistungsverträge vorgenommen. Mit Hilfe der zentralen Leasing-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. RefinanzierungsrisikoDas Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können mit der 2010 etablierten Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. BonitätsrisikoDer Ausfall von Kundenforderungen konnte in den vergangenen Jahren auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden. Auch im Berichtsjahr ist das Bonitätsrisiko trotz der schwierigen Marktbedingungen weit unter dem Branchendurchschnitt verblieben. Hierzu haben insbesondere die umfassenden Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit beigetragen. Darüber hinaus erfolgt die Vermarktung vorzeitig zurückgeholter Fahrzeuge durch die operativen Vertriebseinheiten zu den durch das Segment "Finanzdienstleistungen" festgelegten Rücknahmekonditionen. Durch eine professionelle Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und ergänzend über die Internet-Plattform "Supralift" verfügt Jungheinrich über ausgezeichnete Instrumente zur Wiedervermarktung. FinanzrisikenBei den Finanzrisiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u. a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die weiterhin anhaltende Staatsschuldenkrise im Euroraum und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Sicherung des finanziellen Spielraumes von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre trotz erhöhter Risikoanforderungen der Kreditinstitute aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von über 300 Mio. € zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Durch die vorzeitige Verlängerung von wesentlichen Teilen dieses Kreditrahmens konnte das Fälligkeitsprofil weiter optimiert werden. Darüber hinaus besteht ein im Dezember 2009 begebenes Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Ursprungslaufzeit von fünf Jahren. Hinsichtlich bestehender Financial Covenants werden aus heutiger Sicht keine Risiken erwartet. Durch den anhaltend hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem der Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Der Jungheinrich-Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren, insbesondere des Ratings über die Vertragspartner, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert wird, besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zu keinem anderen Zweck als der ausschließlichen Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten sind dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen. RechtsrisikenAllgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und Vorgängen in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Des Weiteren bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten gegenüber Dritten. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2012Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes wurden mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 die restlichen 75 Prozent an der ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), übernommen. Seit dem Jahr 2009 war Jungheinrich bereits mit 25 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. PrognoseberichtKonjunktur- und BranchenausblickDie Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2013 nur ein geringes Wachstum verzeichnen. Weiterhin ungelöste Schuldenprobleme, insbesondere im Euroraum, makroökonomische Unsicherheiten sowie starke regionale Unterschiede hinsichtlich der Wachstumsdynamiken einzelner Volkswirtschaften stehen aus heutiger Sicht einer deutlichen Belebung der Weltwirtschaft entgegen. Experten rechnen für 2013 daher lediglich mit einem Anstieg des globalen Wachstums von 3,3 Prozent nach 3,0 Prozent im Vorjahr. Für die Eurozone wird dabei nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent im Jahr 2012 für 2013 ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent erwartet. Allerdings wird hinsichtlich der südeuropäischen Länder von einer anhaltenden Rezession ausgegangen. Die für Jungheinrich neben Deutschland bedeutenden europäischen Kernmärkte Frankreich, Italien und Großbritannien weisen für das laufende Jahr allerdings günstigere Wachstumsprognosen auf als für 2012. In Schlüsselländern Osteuropas, wie beispielsweise Polen und Russland, sollte sich das Wirtschaftswachstum spürbar reduzieren bzw. auf dem Niveau des Vorjahres verharren. Für Deutschland wird nach 0,7 Prozent im Vorjahr für 2013 ein leicht höheres Wachstum von 1,0 Prozent erwartet. Stabilisierende Effekte auf die Weltwirtschaft werden 2013 weiterhin von den USA sowie von Japan, China und Indien erwartet. So dürfte das Bruttoinlandsprodukt der USA um 2,0 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorjahr wachsen. Für Japan liegt die Wachstumserwartung noch bei 0,6 Prozent, nachdem 2012 1,6 Prozent erzielt wurden. Für die chinesische Wirtschaft wird ein Wachstum auf einem weiter hohen Niveau von 7,5 Prozent (2012: 7,8 Prozent) prognostiziert. Indien soll mit 6,8 Prozent Wachstum eine dynamischere wirtschaftliche Entwicklung als im Vorjahr (5,7 Prozent) erreichen. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2013) Vor dem Hintergrund des prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums mit einer gegenüber dem Vorjahr positiveren Einschätzung für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum geht Jungheinrich davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge stabil bleiben dürfte und Chancen auf ein leichtes Wachstum bestehen. Die regionalen Unterschiede bleiben weiterhin erhalten. Das Marktvolumen in Europa dürfte sich aus heutiger Sicht ebenfalls stabil entwickeln, Wachstumschancen sind auch hier vorhanden. In Asien sieht Jungheinrich ebenfalls Wachstumspotenziale, wobei eine Markterholung in China frühestens in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres erwartet werden kann. Das Wachstum des nordamerikanischen Marktes dürfte sich ebenfalls weiter fortsetzen. Künftige Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsUnter der Annahme einer zunächst verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung mit moderaten Chancen im weiteren Jahresverlauf und einem 2013 stabilen Marktvolumen in Europa - nach einer im Jahr 2012 rückläufigen Nachfrage - erwartet Jungheinrich für 2013 einen Auftragseingang zwischen 2,1 und 2,3 Mrd. € (2012: 2,3 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich in einer ähnlichen Bandbreite bewegen. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) sollte 2013 nach aktueller Einschätzung bei einem Wert zwischen 140 Mio. € und 150 Mio. € liegen (2012: 150 Mio. €). Dabei sind der geringere Auftragsbestand zum 31. Dezember 2012, die Einmalkosten und Abschreibungen, bedingt durch die Inbetriebnahme bzw. Fertigstellung der strategischen Großprojekte zum Ausbau der Fertigungskapazitäten und der Ersatzteillogistik, sowie Forschungs- und Entwicklungskosten auf unverändert hohem Niveau berücksichtigt. Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung sowie des Personalaufwandes erwartet Jungheinrich über die eigenen Planungen hinaus keine ungewöhnlichen Veränderungen. Die strategischen Investitionsprojekte werden im Geschäftsjahr 2013 planmäßig abgeschlossen. Dies sind:
Die zwei neuen Vertriebszentren in Deutschland werden Ende 2013, der neue Vertriebsstandort in Slowenien wird Anfang 2014 fertiggestellt. Von dem gesamten Investitionsvolumen für die genannten Projekte in Höhe von rund 100 Mio. €, das sich auf die Geschäftsjahre 2012 und 2013 verteilt, werden - in Abhängigkeit der jeweiligen Baufortschritte - rund 50 Mio. € im Geschäftsjahr 2013 anfallen. Insgesamt erhöht sich dadurch das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Jahr 2013 auf einen Wert zwischen 80 und 100 Mio. €. Der Jungheinrich-Konzern wird 2013 seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unverändert auf dem stark gestiegenen, hohen Niveau beibehalten. Entsprechend werden die Forschungs- und Entwicklungsausgaben eine ähnliche Größenordnung wie 2012 erreichen. Bezüglich des Produktportfolios ist für das laufende und das nächste Jahr die Markteinführung 22 neuer Produkte geplant. Zur Stärkung des Vertriebes plant Jungheinrich einen weiteren Mitarbeiteraufbau. Davon wird ein großer Teil auf außereuropäische Wachstumsmärkte entfallen. Im Übrigen wird durch die vollständige Übernahme der ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), zum 1. Januar 2013 eine Belegschaft von über 50 Mitarbeitern übernommen. Das Finanzdienstleistungsgeschäft wird weiter ausgebaut werden. Vor dem Hintergrund der aktuell erwarteten Zinsentwicklung in Europa wird für das Segment "Finanzdienstleistungen" mit einem stabilen Finanzergebnis gerechnet. Das Unternehmen hält an der Dividendenkontinuität fest und strebt erneut an, eine im Rahmen der Ertragskraft angemessene Dividende auszuschütten. Im Jahr 2014 könnte wieder mit einer stärkeren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur der Flurförderzeugindustrie auslösen. Steigende Auftragseingänge im Neugeschäft, die zu einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken führen, würden zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns beitragen. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen könnten, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen sowie nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung, wie z. B. politische und wirtschaftliche Veränderungen in einigen europäischen Ländern und in den USA. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsIm vergangenen Jahr, das unter dem Einfluss der europäischen Schuldenkrise stand, hat sich gezeigt, dass der Jungheinrich-Konzern durch sein integriertes Geschäftsmodell mit den Geschäftsfeldern Neugeschäft, Mietgeschäft, Gebrauchtgerätegeschäft und Kundendienst in Verbindung mit einem starken Finanzdienstleistungsgeschäft über ein hohes Maß an Flexibilität verfügt und solide aufgestellt ist. Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Jungheinrich eine robuste Geschäftsentwicklung, sofern die europäische Schuldenkrise sich nicht erneut verschärft. Die globalen Trends in der Intralogistik, wie beispielsweise der Trend zur Professionalisierung und Modernisierung von Lägern, der Trend zu Automatisierungslösungen sowie kundenseitiger Fokussierung auf Intralogistik als Kernkompetenz, bietet große Chancen für das integrierte Geschäftsmodell. Die bereits ergriffenen strategischen Maßnahmen:
werden Jungheinrich dabei unterstützen, konjunkturelle Schwankungen bestmöglich abzufedern. Nicht auszuschließen bleibt, dass es entgegen dieser Einschätzung aufgrund der Unsicherheiten in Europa zu einem deutlichen Marktrückgang kommen könnte. In diesem Fall wäre das Unternehmen mit seiner ausreichend diversifizierten Kundenstruktur mit Schwerpunkt im weniger volatilen Nahrungsmitteleinzel- und -großhandel und seinem hohen Serviceanteil gut aufgestellt, um in einem negativen Marktszenario mit flexiblen Strukturen in Verwaltung, Vertrieb und Produktion - trotz voraussichtlich negativer Auswirkungen auf die Ertragslage - erfolgreich zu bestehen. Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2012Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
1)
inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktiva scroll
1)
inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" Passiva scroll
1)
inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit berücksichtigt die folgenden Ein- und Auszahlungen: scroll
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert. Konzernanhang(1) GeschäftsgegenstandDie Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen. Der Jungheinrich-Konzern ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen. Der Produktionsverbund umfasst unverändert die Werke in Norderstedt, Moosburg, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Die Fertigung für den ostasiatischen Markt im Werk in Qingpu/Shanghai (China) umfasst seit Mitte des Jahres 2012 neben Elektro-Hubwagen und Elektro-Gegengewichtsstaplern auch Schubmaststapler. Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen. Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland). Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit bundesweit 17 Vertriebszentren/Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebsgesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Indien, Singapur und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. (2) Grundsätze der RechnungslegungGrundlagenDie Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde am 4. März 2013 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. KonsolidierungTochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der Jungheinrich AG, Hamburg, stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Aktive Unternehmen, an denen Jungheinrich einen Anteil von 20 bis 50 Prozent hält und auf die der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt, aber keine Kontrolle besitzt, sind nach der Equity-Methode bilanziert. Zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen zählen assoziierte Unternehmen und Joint Ventures. Übrige Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Die Prüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes erfolgt auf der Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den legalen Konzerneinheiten. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünfjahresplanung verwendet. Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzerneinheiten- bzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert eines at-equity-bilanzierten Unternehmens, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrages. Wertaufholungen in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. WährungsumrechnungIn Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung. Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und-Verlust-Rechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und der Bilanz werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. Die Wechselkurse der für den Jungheinrich-Konzern wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Währungsunion haben sich wie folgt verändert: scroll
UmsatzrealisierungUmsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes und im Fall eines sogenannten "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten erfasst. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge. Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand - Investitionszulagen und InvestitionszuschüsseInvestitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Das Nutzungsrecht an einem chinesischen Grundstück ist auf 50 Jahre begrenzt. Entwicklungsausgaben werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungsausgaben umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben. Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Für die planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. MietgeräteJungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge, denen keine Leasingtransaktionen zugrunde liegen. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und MietgerätenFür alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst. Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt. Leasing und FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab. Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird. Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Leases" und "Operating Leases") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt. Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst. FinanzinstrumenteGemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen. Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden 4 Kategorien zuzuordnen:
Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten, Finanzschulden und Anteile an verbundenen Unternehmen. At-equity-bilanzierte Unternehmen werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und anschließend entsprechend dem anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens fortgeführt. Wertpapiere, die der Kategorie "bis zu ihrer Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert. Die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordneten, zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierzu zählen die derivativen Finanzinstrumente. Wenn der Wert eines aktiven Marktes nicht zur Verfügung steht, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung zukünftiger Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der die Geschäfte abwickelnden Banken überprüft. ForderungenForderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss. Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen. Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten UnternehmenDie unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. WertpapiereDie unter der Position "Wertpapiere" ausgewiesenen Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da Absicht und Fähigkeit bestehen, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich zu Sicherungszwecken eingesetzt. IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Veränderte Marktwerte des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam gebucht. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht. Die Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis berücksichtigt. Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar im Ergebnis berücksichtigt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Liquide MittelLiquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt. VorräteDie Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Latente SteuernLatente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden. Die Buchwerte der aktiven latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist. Sonstige EigenkapitalveränderungenIn dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die im Rahmen einer effektiven Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung erläutert. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10 Prozent des höheren Betrages aus dem Anwartschaftsbarwert und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens liegen. In diesem Fall werden sie über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der betreffenden Arbeitnehmer verteilt. Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen für die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche enthalten. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert. Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt und bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. AbschlussgliederungKurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet. Einzelne Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. SchätzungenIm Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken. Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können. Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden. Neu angewandte RechnungslegungsvorschriftenDie im Berichtsjahr 2012 mit Wirkung zum 1. Januar 2012 erstmals verpflichtend anzuwendenden, vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" hatten keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. Herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte RechnungslegungsvorschriftenDie folgenden vom IASB veröffentlichten und durch die EU übernommenen Standards sind für Jungheinrich relevant und waren im Berichtsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB den IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Dieser Standard beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist, und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Dabei macht der Standard jedoch keine Vorgaben, ob und wann zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist. IFRS 13 ist erstmalig verpflichtend für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit von Jungheinrich untersucht. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden jedoch keine wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards sowie mit IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" zwei überarbeitete Standards zur bilanziellen Abbildung von Konsolidierung, gemeinsamen Vereinbarungen und Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen. IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein. Der neue Standard ersetzt die im bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" enthaltenen Vorschriften über Beherrschung und Konsolidierung. Der neue IAS 27 "Einzelabschluss" beinhaltet nur noch die bisherigen Regelungen für separate Abschlüsse. Mit IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" wird die Bilanzierung von gemeinschaftlich geführten Aktivitäten neu geregelt. Zukünftig ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit oder ein Gemeinschaftsunternehmen vorliegt. Für die Bilanzierung der Gemeinschaftsunternehmen ist die Equity-Methode verpflichtend anzuwenden, das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung entfällt. Für die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten ist hingegen die Quotenkonsolidierung anzuwenden. Der bisherige IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" wurde in Folge der Veröffentlichung von IFRS 10 und IFRS 11 entsprechend angepasst. IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" führt die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten in einem umfassenden Standard zusammen. Dazu wurden viele Angabepflichten aus den bisherigen IAS 27, IAS 31 oder IAS 28 übernommen und um neue Angabepflichten erweitert. Die fünf Standards sind erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen der neuen Standards. Die Quotenkonsolidierung wurde bei Jungheinrich bisher nicht angewendet. Bestehende gemeinschaftliche Vereinbarungen werden derzeit daraufhin überprüft, ob sie als gemeinschaftliche Tätigkeiten zu kategorisieren sind. Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen am IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", die unter anderem einen veränderten Ausweis der im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung dargestellten Posten verlangen. Danach sind Posten des sonstigen Ergebnisses, die in Zukunft ergebniswirksam über die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung gebucht werden (sogenanntes Recycling) getrennt von Posten, die dauerhaft erfolgsneutral sind, also nicht recycelt werden, zu berichten. Die Änderung am IAS 1 ist erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Jungheinrich wird die geänderte Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses ab dem Geschäftsjahr 2013 entsprechend berichten. Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht, die hinsichtlich der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zur Abschaffung der Korridormethode führen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind künftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Erträge des Planvermögens können zukünftig lediglich auf Basis des Diskontierungs-Zinssatzes, der für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte verwendet wird, ergebniswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung berücksichtigt werden. Die Änderungen an IAS 19 sind retrospektiv erstmalig verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen des neuen IAS 19. Ein wesentlicher Effekt bei erstmaliger Anwendung des geänderten Standards wird sein, dass der Saldo bisher nicht bilanzierter versicherungsmathematischer Verluste unter Berücksichtigung latenter Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital zu erfassen ist und somit das Konzerneigenkapital um rund 50 Mio. € vermindern wird. Im Dezember 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" sowie IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wurden im Grundsatz beibehalten und lediglich durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Der IFRS 7 wurde um zusätzliche Anhangsangaben im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen erweitert. Die ergänzten Leitlinien im IAS 32 sind erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die neuen Angabevorschriften im IFRS 7 treten bereits für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Jungheinrich wird, sofern relevant, die zusätzlich geforderten Angaben ab dem Geschäftsjahr 2013 entsprechend im Anhang berichten. Noch nicht von der EU übernommen wurden die folgenden für Jungheinrich relevanten Standards: Das IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projektes zur Überarbeitung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente den IFRS 9 "Finanzinstrumente" herausgegeben, der sich auf finanzielle Vermögenswerte bezog. Im Oktober 2010 wurden Regelungen für finanzielle Verbindlichkeiten bis auf neue Regelungen zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos bei Ausübung der Fair Value Option unverändert aus IAS 39 übernommen. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. IFRS 9 ist retrospektiv erstmalig verpflichtend anzuwenden für Berichtsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Das IASB hat im Juni 2012 Änderungen zu IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" veröffentlicht. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Klarstellungen und Erleichterungen im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung der vorstehend genannten Standards, die voraussichtlich ebenfalls auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Im Rahmen des Improvement-Projektes hat das IASB im Mai 2012 den Sammelband "Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2009-2011" veröffentlicht, der im Wesentlichen redaktionelle Änderungen an fünf bestehenden Standards vorsieht sowie das Ziel hat, bestehende Unklarheiten oder Inkonsistenzen zu beseitigen. Sämtliche Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Jungheinrich untersucht derzeit die Auswirkungen des IFRS 9 und der Änderungen an bestehenden Standards auf den Konzernabschluss. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards und der geplanten Änderungen werden jedoch keine wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet. KonsolidierungskreisDer leicht veränderte Konsolidierungskreis umfasst einschließlich der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft unverändert 51 (Vorjahr: 51) ausländische und 14 (Vorjahr: 14) inländische Unternehmen. Darin enthalten sind 61 (Vorjahr: 60) voll konsolidierte Tochterunternehmen. Nach der Equity-Methode werden 3 (Vorjahr: 4) Unternehmen bilanziert. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangsangabe (43) dargestellt. Veränderungen des KonsolidierungskreisesVoll konsolidierte TochterunternehmenNach Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses durch die Kommanditistin hat die Jungheinrich AG, Hamburg, als Komplementärin der TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg, im Wege der Anwachsung am 1. Januar 2012 alle Vermögenswerte und Schulden der damit untergehenden Gesellschaft übernommen. Im 2. Quartal 2012 wurde für die Ausweitung des Direktvertriebes in Asien die Vertriebsgesellschaft Jungheinrich Lift Truck India Private Limited, Mumbai (Indien), gegründet. Für die Ausweitung des Finanzdienstleistungsgeschäftes in Österreich wurde im 3. Quartal 2012 die Jungheinrich Fleet Services GmbH, Wien (Österreich), gegründet. Zur Erweiterung des internationalen Finanzdienstleistungsgeschäftes wurde im 4. Quartal 2012 die Jungheinrich Financial Services International GmbH, Hamburg (Deutschland), gegründet. Aus der Erstkonsolidierung der drei gegründeten Gesellschaften ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Zum Bilanzstichtag ist die inaktive Vertriebsgesellschaft Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond (USA), aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die bisher im Konzern erfolgsneutral erfassten Währungsausgleichsposten der ausgeschiedenen Gesellschaft in Höhe von 515 T€ wurden im Rahmen der Endkonsolidierung aufwandswirksam unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns erfasst. Assoziierte UnternehmenIm 4. Quartal 2012 wurden die Anteile an der Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejiang (China), verkauft. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und-Verlust- Rechnung(3) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse des Jungheinrich-Konzerns teilen sich wie folgt auf: scroll
Die zu eliminierenden konzerninternen Umsätze des Jahres 2012 enthalten Fahrzeugverkäufe des Segmentes "Intralogistik" an das Segment "Finanzdienstleistungen", welche Fahrzeugflotten betreffen, deren Kapazitäten Großkunden längerfristig zur flexiblen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Diese Fahrzeugflotten wurden planmäßig durch das Segment "Finanzdienstleistungen" laufzeit- und zinskongruent refinanziert. (4) UmsatzkostenIn den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.107.797 T€ (Vorjahr: 1.079.185 T€) enthalten. Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 4.532 T€ (Vorjahr: 2.311 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren. (5) PersonalaufwandIn den Aufwandspositionen der Gewinn- und-Verlust-Rechnung ist der folgende Personalaufwand erfasst: scroll
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf: scroll
Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 19.449 T€ (Vorjahr: 16.932 T€). (6) Abschreibungen und WertminderungenDie Abschreibungen und Wertminderungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen und Wertminderungen sind in den Funktionskosten enthalten. (7) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 837 T€ (Vorjahr: 739 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 778 T€ (Vorjahr: 793 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand erfasst. (8) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 593 T€ (Vorjahr: 830 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2012 sind Aufwendungen aus der Endkonsolidierung der Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond (USA), in Höhe von 515 T€ enthalten. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. (9) Übriges BeteiligungsergebnisDas übrige Beteiligungsergebnis des Jahres 2011 enthält mit 70 T€ Aufwendungen aus der Liquidation einer bereits inaktiven, nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen, ehemaligen ausländischen Holding-Gesellschaft. (10) Finanzergebnisscroll
Das Finanzergebnis enthält Zinserträge in Höhe von 41.776 T€ (Vorjahr: 38.383 T€) und Zinsaufwendungen in Höhe von 24.120 T€ (Vorjahr: 23.788 T€), die aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns resultieren. Das sonstige Finanzergebnis enthält im Wesentlichen Kursgewinne und -verluste aus Finanzvorgängen in Fremdwährung. Diese resultieren hauptsächlich aus konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften. (11) ErtragsteuernDie Ertragsteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf: scroll
Der effektive Steueraufwand in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr insbesondere deshalb gestiegen, weil sich im Jahr 2011 die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge mindernd ausgewirkt hat. Aus Vorjahressteuern ergibt sich im Jahr 2012 ein effektiver Steueraufwand von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Im Jahr 2012 ergibt sich für Deutschland ein latenter Steuerertrag in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: latenter Steueraufwand von 11,5 Mio. €). Die Veränderung ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im latenten Steueraufwand 2011 die Realisierung der latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen berücksichtigt ist. Der effektive Steueraufwand im Ausland ist kaum verändert. Der latente Steuerertrag steht wie im Vorjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit latenten Steuererträgen auf Konsolidierungen. Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2012 unverändert 30,5 Prozent. Er setzt sich unverändert zusammen aus 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung und einem Gewerbesteuersatz von 14,7 Prozent. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent) und 35,9 Prozent (Vorjahr: 35,0 Prozent). Zum 31. Dezember 2012 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 47 Mio. € (Vorjahr: 95 Mio. €) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge von rund 0,7 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig. Die Minderung der Verlustvorträge ist mit rund 30 Mio. € durch die Endkonsolidierung der Jungheinrich Lift Truck Corp., Richmond (USA), begründet. Die weitere Minderung von 18 Mio. € betrifft überwiegend die Nutzung der Verlustvorträge in Frankreich. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 12,9 Mio. €) vorgenommen worden. Die Veränderung ist ebenfalls auf die Endkonsolidierung der US-Gesellschaft zurückzuführen. Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergibt sich im Berichtsjahr ein zusätzlicher latenter Steueraufwand von 0,1 Mio. € (Vorjahr: latenter Steuerertrag von 1,4 Mio. €). Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen. Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden sowie noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt: scroll
Nach Saldierungen werden die aktiven und passiven latenten Steuern wie folgt ausgewiesen: scroll
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,5 Prozent (Vorjahr: 30,5 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt. scroll
Die Konzernsteuerquote 2012 betrug 28,5 Prozent (Vorjahr: 28,8 Prozent). Erläuterungen zur Konzernbilanz(12) Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: scroll
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll
Die Zugänge des Berichtsjahres in der Position "Nutzungsrechte und Software" in Höhe von 2.564 T€ (Vorjahr: 6.148 T€) betrafen vor allem erworbene Softwarelizenzen. Entwicklungsausgaben in Höhe von 5.464 T€ (Vorjahr: 5.382 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS. In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst: scroll
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungsausgaben erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahr 2012 resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. Die Restbuchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2012 entfallen mit 1.771 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich) sowie mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Warschau (Polen). Für die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag wurde ein Diskontierungszinssatz von 7,1 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent) verwendet. Aus der Prüfung resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. (13) SachanlagenDie Sachanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: scroll
Die Sachanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll
In den Sachanlagen sind in Höhe von 25.228 T€ (Vorjahr: 27.166 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge (sogenannte "Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet werden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 862 T€ (Vorjahr: 897 T€). Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 30.379 T€ (Vorjahr: 33.365 T€) verpfändet. (14) MietgeräteDie Mietgeräte entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt: scroll
Mietgeräte, deren Kapazitäten Großkunden längerfristig zur flexiblen Nutzung zur Verfügung gestellt werden, wurden im Berichtsjahr 2012 durch das Segment "Finanzdienstleistungen" laufzeit- und zinskongruent refinanziert. Diese Fahrzeuge wurden mit ihren Restbuchwerten in Höhe von 22.484 T€ in die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen umgebucht. Der Gesamtbestand an Mietgeräten enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 5.080 T€ (Vorjahr: 4.773 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Leases") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 1.417 T€ (Vorjahr: 1.173 T€). Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen sind Mietgeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 83.761 T€ (Vorjahr: 83.305 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt. (15) Leasinggeräte aus FinanzdienstleistungenDie Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt: scroll
Die Umbuchungen im Berichtsjahr 2012 werden unter Anhangsangabe (14) erläutert. Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen gliedern sich wie folgt: scroll
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist. Leasinggeräte mit Restbuchwerten in Höhe von 130.798 T€ (Vorjahr: 98.210 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen". Die zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträge "Operating Lease" enthalten in Höhe von 21.198 T€ (Vorjahr: - T€) Fahrzeugflotten, die Großkunden zur flexiblen Nutzung bereitgestellt werden. Aus den übrigen zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträgen "Operating Lease" sind in den nächsten Jahren über die unkündbare Vertragslaufzeit die folgenden Mindestleasingzahlungen fällig: scroll
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 37.574 T€ (Vorjahr: 36.245 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 31.678 T€ (Vorjahr: 27.240 T€). (16) Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/Übrige FinanzanlagenDie Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: scroll
Die Abgänge und Wertaufholungen in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" betreffen den Verkauf der Anteile an der Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejang (China), im Berichtsjahr. Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2012 keine Wertminderungsaufwendungen. Die Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen und die übrigen Finanzanlagen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt: scroll
Aufgrund der Anteilsquote an at-equity-bilanzierten Unternehmen sind dem Konzern folgende Werte zuzurechnen: scroll
Zwecks Vergleichbarkeit enthalten die Vorjahresangaben keine Werte für die im Jahr 2012 verkaufte Ningbo Ruyi Joint Stock Co., Ltd., Ninghai, Zhejang (China). (17) Vorrätescroll
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 28.542 T€ (Vorjahr: 22.871 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 34.106 T€ (Vorjahr: 33.387 T€). (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Besitzwechsel in Höhe von 6.774 T€ (Vorjahr: 7.147 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 687 T€ (Vorjahr: - T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wertberichtigungen entwickelten sich im Berichtsjahr und im Vorjahr wie folgt: scroll
Von den zum Bilanzstichtag nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren folgende Forderungen überfällig: scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 309.998 T€ (Vorjahr: 315.362 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. (19) Forderungen aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Die ausgewiesenen Forderungen aus Finanzdienstleistungen basieren auf folgenden Daten: scroll
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 167.216 T€ (Vorjahr: 164.555 T€) enthalten. Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Restbuchwerten in Höhe von 339.153 T€ (Vorjahr: 286.404 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. (20) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes wurden mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 die restlichen 75 Prozent an der ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), übernommen. Die sonstigen Vermögenswerte des Berichtsjahres enthalten in Höhe eines einstelligen Millionen-Euro-Betrages den bereits zum Jahresende 2012 gezahlten vorläufigen Kaufpreis für diesen Erwerb. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung durchzuführende Kaufpreisallokation ist aufgrund des engen zeitlichen Zusammenliegens von Erwerbszeitpunkt und Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen. Jungheinrich ist derzeit dabei, den Kaufpreis zu ermitteln sowie die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Zum Bilanzstichtag waren sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. (21) WertpapiereDer Bestand an Wertpapieren setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Jungheinrich will und kann sämtliche Wertpapiere bis zur jeweiligen Endfälligkeit halten. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2012 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2013 bis 2015 endfällig. Aus der Prüfung der Wertpapiere auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2012 keine Wertminderungsaufwendungen. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2011 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2012 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit. (22) Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten. Zum Bilanzstichtag bestanden Bankguthaben in Höhe von 7.249 T€ (Vorjahr: 4.076 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren. (23) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen. (24) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und beträgt 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es ist wie im Vorjahr eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämtliche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben. Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst. DividendenvorschlagDie Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 28.160 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,80 € je Stammaktie und 0,86 € je Vorzugsaktie zu verwenden. KapitalmanagementJungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen. Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE). Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt auf Basis der Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad". Die Kennzahl "Net Gearing" ist definiert als prozentuales Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital. Die Kennzahl "Verschuldungsgrad" ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA). Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können. Die in die beiden Steuerungsgrößen einfließende Nettoverschuldung ergibt sich aus den Finanzverbindlichkeiten des Konzerns abzüglich der liquiden Mittel und Wertpapiere. scroll
Die Kenngrößen "Net Gearing" und "Verschuldungsgrad" befinden sich weiterhin auf dem guten Niveau der Vorjahre: scroll
Die Gesamtstrategie des Konzerns in Bezug auf das Kapitalmanagement ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. (25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionspläneDie betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst. Die Pensionsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die in Deutschland erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg GmbH. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg GmbH sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Mitarbeiter geschlossen. Im Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach den Regelungen von IAS 19 bewertet. Im Folgenden sind die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen und die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionszusagen dargestellt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes einer leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens entstehen, welche unter anderem aus Änderungen versicherungsmathematischer Berechnungsparameter (finanziell und demografisch) resultieren. Die kumulierten, noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die 10 Prozent des höheren Betrages von Anwartschaftsbarwert oder beizulegendem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, werden über die erwartete durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der vom Pensionsplan erfassten Mitarbeiter getilgt. Den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Annahmen zugrunde gelegt: scroll
Zur Berechnung der Netto-Pensionsaufwendungen wurden die folgenden gewichteten durchschnittlichen Bewertungsfaktoren verwendet: scroll
Finanzierungsstatus der leistungsorientierten Pensionspläne:scroll
Entwicklung des Anwartschaftsbarwertes:scroll
PlanvermögenDas Planvermögen besteht im Wesentlichen aus den ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge der Pensionsfonds sind ausschließlich für Versorgungsleistungen und für die Aufwendungen der Verwaltung der Pensionspläne vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen. Das Fondsvermögen ist in verschiedene Portfolios investiert, die am 31. Dezember 2012 vorrangig aus festverzinslichen Wertpapieren bestanden. Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt u. a. Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren. Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Versorgungsleistungen an Berechtigte zahlen zu können. Portfoliostruktur des Planvermögens auf Basis der beizulegenden Zeitwerte:scroll
Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, keine eigenen Finanzinstrumente. Jungheinrich erwartet aus dem Portfolio des Planvermögens langfristig eine Rendite von 3,6 Prozent (Vorjahr: 3,7 Prozent). Entwicklung des Planvermögens:scroll
Für das Geschäftsjahr 2013 erwartet Jungheinrich als Arbeitgeber zahlungswirksame Beiträge an das Planvermögen in Höhe von rund 7,3 Mio. €, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Zusammensetzung der in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfassten Pensionsaufwendungen für leistungsorientierte Pensionspläne:scroll
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 9.454 T€ (Vorjahr: 26.594 T€). Alle Komponenten der Pensionsaufwendungen sind in den Personalkosten der Funktionsbereiche enthalten. Fünfjahresübersicht:scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, das heißt die Unterschiede zwischen den früheren versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlichen Entwicklungen, bezogen auf den Anwartschaftsbarwert und das Planvermögen am 31. Dezember, können der folgenden Tabelle entnommen werden: scroll
(26) Übrige RückstellungenDie Entwicklung der übrigen Rückstellungen des Berichtsjahres ist in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, erfolgsabhängige Vergütungen sowie für Urlaubsansprüche. Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 15.113 T€ (Vorjahr: 17.622 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 9.725 T€ (Vorjahr: 10.197 T€) saldiert waren. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 11.664 T€ (Vorjahr: 12.359 T€) gebildet. Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthalten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 1.406 T€ (Vorjahr: 1.733 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich weisen Beträge in Höhe von 41.060 T€ (Vorjahr: 38.866 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2012 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge. Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge weisen Beträge in Höhe von 15.138 T€ (Vorjahr: 14.621 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen. (27) FinanzverbindlichkeitenFür die Finanzverbindlichkeiten sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cashflows und die entsprechenden Buchwerte in folgender Tabelle dargestellt: scroll
scroll
Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen Die Details der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
scroll
Das Schuldscheindarlehen im Jungheinrich-Konzern setzte sich am 31. Dezember 2012 wie folgt aus zwei Tranchen zusammen: scroll
Zur Absicherung der variablen Zinsen des Schuldscheindarlehens (II) wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultieren in Höhe von 88.705 T€ (Vorjahr: 85.988 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen. Daneben stehen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.058 T€ (Vorjahr: 5.832 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 6.679 T€ (Vorjahr: 6.647 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt. Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen, denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten. (28) Verbindlichkeiten aus FinanzdienstleistungenDie Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthalten mit 23.079 T€ (Vorjahr: 24.292 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betragen. Daneben sind Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 816.972 T€ (Vorjahr: 742.340 T€) enthalten. Diese resultieren aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Leases") aktiviert werden. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthalten in Höhe von 82.228 T€ (Vorjahr: 38.250 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen, die über die Vertragslaufzeit getilgt werden, waren am Bilanzstichtag wie folgt fällig: scroll
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 207.903 T€ (Vorjahr: 205.326 T€) enthalten. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 32 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 2.384 T€ (Vorjahr: 5.712 T€) enthalten. Die sämtlich zum Rückzahlungsbetrag bilanzierten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (30) Übrige VerbindlichkeitenDie übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig und beinhalten: scroll
(31) Rechnungsabgrenzungspostenscroll
Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge. Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 5.479 T€ (Vorjahr: 6.440 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand. (32) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenDie Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Berichtsjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: scroll
Die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien für das Vorjahr sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: scroll
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind gemäß IFRS 7 einer von 3 Bewertungsstufen zuzuordnen. Jungheinrich ermittelt die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente ausschließlich basierend auf Informations- und Inputfaktoren der Stufe 2. Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können. Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere entsprechen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag. Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen. Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wird vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch sind. Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien:scroll
Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Nettoergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapieren (FAHtM) werden im Finanzergebnis erfasst. Die Nettoergebnisse aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) sind in den Umsatzkosten sowie im Finanzergebnis enthalten. Sonstige Erläuterungen(33) Konzern-KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird indirekt abgeleitet. Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wird, ergibt sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Die Veränderungen im Working Capital schließen die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Leases", insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen ein. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasst die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Leases" refinanzierten Sach- und Finanzanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wird der Erwerb bzw. Verkauf von Wertpapieren mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von mehr als 3 Monaten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, erfasst. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung stehen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 7.249 T€ (Vorjahr: 4.076 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste im Berichtsjahr unverändert fast ausschließlich Bankguthaben. (34) EventualschuldenKonzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse. (35) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen besteht zum Bilanzstichtag in Höhe von 26 Mio. € (Vorjahr: 20 Mio. €). Es betrifft im Wesentlichen den Neubau des Werkes für Lager- und Systemfahrzeuge am Standort Degernpoint (Deutschland) sowie den Neubau des Werkes in Qingpu (China). Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Leases") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind wie folgt fällig: scroll
Die aufwandswirksam erfassten Zahlungen aus den "Operating Leases" beliefen sich für 2012 auf 45.404 T€ (Vorjahr: 44.299 T€). (36) Risikomanagement und FinanzinstrumenteGrundsätze des RisikomanagementsDer Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsrisiko, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden. Die Verantwortung für die Einleitung von erforderlichen organisatorischen Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens. Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements. Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch das Refinanzierungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System ermöglicht. Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen. Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen stellten für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum keine Anteile in Aktien hielt. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt. Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war. Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 1.131 T€ (31. Dezember 2011: 924 T€) höher (niedriger) gewesen. DevisenkursrisikenIm Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswapgeschäfte ein. Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet. Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber. Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2012 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 593 T€ (Vorjahr: 686 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 541 T€ (Vorjahr: 499 T€) und einem Maximum von 807 T€ (Vorjahr: 1.355 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 638 T€ (Vorjahr: 841 T€). AusfallrisikenJungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen vor. LiquiditätsrisikenUm die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch ein bestehendes Schuldscheindarlehen sowie kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt. Der Konzern ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Zur Begrenzung dieses Risikos werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestand für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten. SicherungsbeziehungenDer Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings u. a. zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Zur Sicherung der Zinsrisiken werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert. Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert. Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals. Nominalwerte von SicherungsinstrumentenDie Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente wiesen zum Bilanzstichtag die folgenden Restlaufzeiten auf: scroll
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Reduzierung der Nominalvolumen der Währungssicherungskontrakte für Cashflow Hedges im Jahr 2012 resultierte im Wesentlichen aus einem verkürzten Sicherungshorizont für das Neugeschäft. Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet. Marktwerte von SicherungsinstrumentenDer Marktwert eines Sicherungsinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Der Marktwert von Zinsderivaten wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschlussstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. (37) SegmentinformationenJungheinrich ist - mit Schwerpunkt in Europa - international tätig als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen und den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dabei erfolgt die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eigenständig. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor. Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Segmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 2.777 T€ (Vorjahr: 2.182 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern. Die Investitionen und Abschreibungen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind, und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2012 dargestellt: scroll
Im Folgenden werden die Segmentinformationen zum 31. Dezember 2011 dargestellt: scroll
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Mietgeräte die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen sowie Personalrückstellungen enthalten. Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert. Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Langfristige Vermögenswerte nach Regionenscroll
In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil - gemessen am Konzernumsatz - wesentlich war. (38) Ergebnis je AktieFür Zwecke der Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sind keine Anpassungen des Konzernergebnisses vorgenommen worden. Das Konzernergebnis entspricht dem ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern. scroll
Das Ergebnis je Aktie basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stamm- bzw. Vorzugsaktien. In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben. (39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2012Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes wurden mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2013 die restlichen 75 Prozent an der ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), übernommen. Seit dem Jahr 2009 war Jungheinrich bereits mit 25 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. (40) Honorare für den Abschlussprüfer des KonzernabschlussesDas vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, für das Berichtsjahr und Vorjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt: scroll
(41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH und die WJH-Holding GmbH, jeweils Wohltorf. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft Beziehungen zu Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahestehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen: Empfangene Lieferungen und Leistungen: scroll
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: scroll
Am 31. Dezember 2012 bestanden aus Finanzierungen sonstige Forderungen gegen ISA - Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH (Österreich) in Höhe von 41 T€ (Vorjahr: - T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Supralift GmbH & Co. KG (Deutschland) in Höhe von 335 T€ (Vorjahr: - T€). Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt. (42) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 1.172 T€ (Vorjahr: 998 T€). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2012 auf 3.756 T€ (Vorjahr: 3.451 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2012 den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes 357 T€ (Vorjahr: 311 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden Bezüge in Höhe von 649 T€ (Vorjahr: 659 T€) als Aufwand erfasst. Am 31. Dezember 2012 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG. Zum 31. Dezember 2012 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 9.601 T€ (Vorjahr: 9.783 T€) gebildet. (43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 (2) HGBIn den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2012 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
1)
Einbeziehung als Zweckgesellschaft gemäß
SIC 12 In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2012 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen: scroll
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2012 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen: scroll
1)
nicht einbezogen aufgrund untergeordneter
Bedeutung (44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGBDie nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGIm Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Hamburg, den 4. März 2013 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 4. März 2013 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Volker Hues Dr. Helmut Limberg Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 4. März 2013 Deloitte & Touche GmbH Dinter, Wirtschaftsprüfer ppa. Deutsch, Wirtschaftsprüferin Lagebericht der Jungheinrich AG für das Geschäftsjahr 2012Geschäftstätigkeit und RahmenbedingungenDie Jungheinrich AG ist als Intralogistik-Spezialist mit ihren Tochtergesellschaften eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt das Unternehmen - wie im Vorjahr -in der Rangliste der Flurförderzeughersteller in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht Jungheinrich seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen die Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten sowie die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtgeräten. Nahezu alle motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden in eigenen Werken in Deutschland hergestellt. Eine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt hergestellt. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren bzw. Niederlassungen in Deutschland und konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel. Die Jungheinrich AG agiert als aktive Management-Holding und ist zu einem geringen Teil operativ tätig. Ihre Aktivität als geschäftsführende Holding umfasst das Halten und Verwalten von Tochtergesellschaften im In- und Ausland und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Darüber hinaus ist die Jungheinrich AG in den Bereichen zentrale Ersatzteilversorgung, zentrale Forschung und Entwicklung sowie Immobilienmanagement tätig. Sie führt mit ihren in der Form der AG & Co. KG gehaltenen Tochtergesellschaften Jungheinrich Vertrieb Deutschland, Jungheinrich Export, Jungheinrich Norderstedt und Jungheinrich Landsberg (jeweils Produktion) sowie Jungheinrich Ersatzteillogistik Geschäfte durch, wie z. B. Handelstätigkeiten, Beratung und Erbringung von Dienstleistungen für Konzernunternehmen. Sofern die Jahresergebnisse der vorgenannten Kommanditgesellschaften positiv und bestehende Verlustvorträge ausgeglichen waren, wurden diese zeitgleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Gesamtwirtschaftliche LageWachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2013) Die Weltkonjunktur hat im Jahr 2012 an Schwung verloren. Dies lag im Wesentlichen an der Staatsschuldenkrise in Europa. Die damit verbundenen Unsicherheiten wirkten sich negativ auf die Konjunktur aus. Die weltwirtschaftliche Entwicklung war weiterhin von großen regionalen Unterschieden gekennzeichnet. Während sich das Wachstum in China und anderen Schwellenländern teilweise deutlich verlangsamte, zeigten die USA ein vergleichsweise robustes Wachstum. Japan trug aufgrund der positiven Impulse im Zuge des Wiederaufbaues nach der Naturkatastrophe im Jahr 2011 ebenfalls zur Stabilisierung der Weltwirtschaft bei. Die Ankündigung der Europäischen Zentralbank im September 2012, unter bestimmten Bedingungen an den Anleihemärkten einzugreifen und unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern zu kaufen, hat die Unsicherheit insgesamt verringert und das Risiko eines Zerfalles der Währungsunion vorerst reduziert. Im letzten Quartal 2012 hat sich die Eurokrise mit den nach wie vor ungelösten Problemen, insbesondere in Griechenland und Spanien, erneut verschärft. In den USA war bis zum Jahresende 2012 das Thema "Fiskalklippe" dominierend: Demokraten und Republikaner standen unter dem Druck, sich auf einen Haushalt für 2013 zu einigen, da ansonsten Ausgabenkürzungen und massive Steuererhöhungen die US-Wirtschaft in eine Rezession gestürzt hätten. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im Jahresverlauf 2012 ebenfalls verlangsamt. Der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, erreichte im Oktober 2012 den niedrigsten Stand seit Februar 2010. Anschließend zeigte er wieder leicht steigende Werte. Die inländische Investitionstätigkeit ging zurück, während die Exporte in einem schwierigen Umfeld maßgeblich zum Wachstum beitrugen. Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2012 bei abnehmender Wachstumsdynamik um 3,0 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent). Ein stärkeres Wirtschaftswachstum entfaltete insbesondere Asien mit kräftigen Zuwächsen in China und Indien. Gleichwohl ließ das Wachstumstempo auch in diesen Ländern nach. Während China eine Zuwachsrate von 7,8 Prozent (Vorjahr: 9,3 Prozent) aufwies, erreichte Indien 5,7 Prozent (Vorjahr: 6,5 Prozent). In den Ländern der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft um 0,5 Prozent (Vorjahr: plus 1,5 Prozent). In den für Jungheinrich neben Deutschland wichtigsten europäischen Abnehmerländern Frankreich, Italien und Großbritannien lag das Bruttoinlandsprodukt auf bzw. unter dem Vorjahresniveau. In Frankreich stagnierte die Wirtschaft (Vorjahr: plus 1,7 Prozent), in Italien und Großbritannien sank die Wirtschaftsleistung um 2,2 bzw. 0,1 Prozent (Vorjahr: plus 0,5 bzw. plus 0,9 Prozent). Wachstumsimpulse kamen aus den osteuropäischen Ländern Polen und Russland. In Polen stieg das Bruttoinlandsprodukt um 2,0 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent), in Russland lag das Wirtschaftswachstum bei 3,4 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). In den USA stieg die Wachstumsrate auf 2,2 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). Mit einem Wirtschaftswachstum von lediglich 0,7 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent) blieb Deutschland im Berichtszeitraum deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Im deutschen Maschinenbau sank der inländische Auftragseingang 2012 um 8 Prozent, während er im Vorjahr noch um 13 Prozent zugelegt hatte. Die Nachfrage aus dem Ausland blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Marktentwicklung FlurförderzeugeMarktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stückscroll
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Nach dem dynamischen Wachstum im Jahr 2011 schwenkte der Weltmarkt für Flurförderzeuge im Berichtsjahr in eine nahezu stabile Seitwärtsbewegung ein. Dabei entwickelten sich insbesondere Europa und Nordamerika in entgegengesetzte Richtungen. Insgesamt sank das Weltmarktvolumen im Berichtszeitraum leicht von 974,6 Tsd. Einheiten um 3 Prozent auf 944,4 Tsd. Flurförderzeuge. Europa, Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete einen spürbaren Rückgang von 6 Prozent auf 310,5 Tsd. Stück (Vorjahr: 330,6 Tsd. Einheiten). Während die Nachfrage in Westeuropa um 7 Prozent nachließ, sank das osteuropäische Marktvolumen nur um 1 Prozent. Der nordamerikanische Markt wies eine kräftige Steigerung um 7 Prozent auf 181,2 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 169,6 Tsd. Einheiten) auf. Das Marktvolumen in Asien sank um 5 Prozent auf 362,9 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 380,0 Tsd. Einheiten). China trug dazu mit einem deutlichen Rückgang von 9 Prozent auf 216,7 Tsd. Geräte (Vorjahr: 238,3 Tsd. Einheiten) bei, der durch das kräftige Wachstum in Japan von 6 Prozent nicht kompensiert werden konnte. Die Entwicklung in den Produktsegmenten zeigte deutliche Unterschiede. Das Marktvolumen für Fahrzeuge der Lagertechnik war weltweit mit 2 Prozent leicht rückläufig, wozu Europa mit einem Minus von 6 Prozent beitrug. Bei den Gegengewichtsstaplern wurden weltweit die Fahrzeuge mit verbrennungsmotorischem Antrieb weniger nachgefragt, entsprechend ging das Marktvolumen um 5 Prozent zurück. Die Stapler mit elektrischem Antrieb wiesen gegenüber dem Vorjahr mit minus 1 Prozent ein fast stabiles Marktvolumen auf. Der europäische Markt zeigte in beiden Fahrzeugkategorien um jeweils über 6 Prozent rückläufige Marktvolumina. Schwerpunkte und AktivitätenDas Geschäftsjahr 2012 stand ganz im Zeichen von "Investing in the Future". Insgesamt werden im Berichtsjahr und im Geschäftsjahr 2013 erhebliche Investitionen in zukunftsgerichtete Großprojekte zum Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten sowie der deutschen Vertriebszentren getätigt. Auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wurde bereits im Herbst 2011 mit dem Bau eines Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, nördlich von Hamburg, begonnen. Mit diesem Investitionsprojekt mit einem Volumen von über 35 Mio. € soll insbesondere dem internationalen Wachstum des Unternehmens, dem Sortimentswachstum aufgrund des erweiterten Fahrzeugportfolios und den steigenden Anforderungen der Vertriebsorganisation sowie des Händlergeschäftes Rechnung getragen werden. Im 2. Quartal dieses Jahres soll der erste Testlauf starten. Der Vollbetrieb ist für das 3. Quartal 2013 vorgesehen. Die Grundsteinlegung für das neue Werk für Lagerund Systemgeräte mit einem Investitionsvolumen von rund 40 Mio. € am Standort Degernpoint (Bayern) erfolgte im Juli 2012. Der Rohbau wurde bis Jahresende fertiggestellt. Der Innenausbau wurde bereits begonnen. Die Eröffnung ist für das 4. Quartal des laufenden Jahres geplant. Außerdem sind zwei neue Gebäude für Vertriebszentren in Deutschland geplant. Die Bauanträge für die beiden Standorte wurden im Berichtsjahr eingereicht, und die entsprechenden Bauleistungen wurden bereits vergeben. Diese Bauvorhaben sollen im 4. Quartal 2013 abgeschlossen werden. Um seine technologische Innovationskraft zu stärken, hat das Unternehmen im Berichtszeitraum seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich ausgeweitet. Schwerpunkte waren hierbei unter anderem die Energieeffizienz von Antriebssystemen, die Automatisierung von Flurförderzeugen sowie die Weiterentwicklung von Gegengewichtsstaplern mit Verbrennungsmotor. In der Informationstechnologie war das Hauptaugenmerk darauf gerichtet, die unterschiedlichen SAP-Produktionssysteme an den deutschen Produktionsstandorten, in Houston und in Qingpu auf einer Plattform zusammenzuführen. Mit dem Flottenmanagementsystem ISM Online wurde eine Internet- und System-Plattform entwickelt, über die kaufmännische und technische Daten der Kundenstapler-Flotten aus den Jungheinrich-SAP-Systemen für den Endkunden aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden können. Des Weiteren wurde der Konzern-Internetauftritt u. a. als Vertriebskanal mit zahlreichen neuen Inhalten ausgebaut. In neuem Corporate Design und mit klarer Navigation bietet er allen Interessengruppen ein umfassendes Angebot. Außerdem wurde an allen Büroarbeitsplätzen weltweit die Arbeitsumgebung durch die Umstellung auf Windows 7 und Office 2010 erneuert. Mit der gleichzeitigen Inbetriebnahme der Systemplattform SharePoint wurde die Arbeit im Tagesgeschäft und in Projekten stark vereinfacht und es wurden neue Möglichkeiten der standortübergreifenden Zusammenarbeit geschaffen. Geschäftsverlauf und ErtragslageDie Ertragslage der Jungheinrich AG wurde vom positiven Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften und den sich daraus ergebenden Beteiligungserträgen bestimmt. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG erreichten im Berichtsjahr 221,2 Mio. €, das waren 3 Prozent mehr als im Vorjahr (214,8 Mio. €). Hierin sind Umsätze aus Lizenzverträgen, die weitestgehend mit Konzerngesellschaften bestehen, in Höhe von 21,1 Mio. € (Vorjahr: 21,3 Mio. €) enthalten. Die Umsätze mit Ersatzteilen stiegen um 5 Prozent auf 168,1 Mio. € (Vorjahr: 160,5 Mio. €). Es handelte sich hierbei vorwiegend um Ersatzteillieferungen an die Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Diese Entwicklung war auf Preiseffekte und auf die Ausweitung von Serviceleistungen aufgrund des Anstieges der weltweit im Einsatz befindlichen Fahrzeuge mit einer entsprechend höheren Auslastung zurückzuführen. Die Umsätze aus Dienstleistungen gingen auf 13,9 Mio. € (Vorjahr: 18,5 Mio. €) zurück. Dieser Rückgang ist weitgehend strukturell bedingt. Der Personalbereich Technik, der bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 Teil der Jungheinrich AG war, ist seit dem 1. Januar 2012 der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG zugeordnet. Demzufolge entfielen im Berichtsjahr diese Dienstleistungen bei der Jungheinrich AG. Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen stiegen um fast 26 Prozent auf 18,1 Mio. € (Vorjahr: 14,4 Mio. €). Dies ist im Wesentlichen ebenso auf einen strukturellen Effekt zurückzuführen. Die Jungheinrich AG hat als Komplementärin der TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg, im Wege der Anwachsung am 1. Januar 2012 alle Vermögenswerte und Schulden der damit untergehenden Gesellschaft, im Wesentlichen die Immobilien, übernommen. Demzufolge fielen die Umsatzerlöse aus der Vermietung dieser Immobilien (Liegenschaft Moosburg) im Berichtsjahr bei der Jungheinrich AG an. Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Der Materialaufwand stieg analog der Umsatzentwicklung um 3 Prozent auf 82,7 Mio. € (Vorjahr: 80,3 Mio. €). Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Verwaltungskosten der in der Jungheinrich AG geführten Holding- und Zentralbereiche. Insbesondere aufgrund der Gehaltssteigerungen durch Tariferhöhungen und des Mitarbeiteraufbaues, vorrangig in den zentralen Vertriebsfunktionen und der IT, lag der Personalaufwand bei 83,5 Mio. €, das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr (74,9 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 104,3 Mio. € (Vorjahr: 97,3 Mio. €). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betreffen Abschreibungen auf Immobilien, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Ersatzteilbelieferungsrechte sowie Schutzrechte für Produkt-Know-how. Das Abschreibungsvolumen betrug kaum verändert 15,6 Mio. € (Vorjahr: 15,2 Mio. €). Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigt im Berichtszeitraum folgendes Bild: scroll
Das Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern, das um Steuerumlagen gekürzte Beteiligungserträge und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen von 63,9 Mio. € (Vorjahr: 58,6 Mio. €) beinhaltet, verringerte sich im Wesentlichen aufgrund des planmäßig gestiegenen Personalaufwandes auf 25,1 Mio. € (Vorjahr: 29,0 Mio. €). Das Zinsergebnis betrug minus 3,4 Mio. € nach minus 2,5 Mio. € im Vorjahr. Maßgebend hierfür waren niedrigere Zinserträge aufgrund eines generell niedrigeren Marktzinsniveaus. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging auf 21,7 Mio. € nach 26,5 Mio. € im Vorjahr zurück. Die Ertragsteuern und die sonstigen Steuern führten im Berichtsjahr zu Erträgen von 10,3 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Diese beinhalten Ertragsteuerumlagen in Höhe von 26,6 Mio. € (Vorjahr: 24,0 Mio. €), die die Jungheinrich AG von den operativen Gesellschaften erhob, da deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresüberschuss von 32,0 Mio. € (Vorjahr: 33,7 Mio. €) ab. Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 3,9 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 0,80 € (Vorjahr: 0,70 €) je Stammaktie und in Höhe von 0,86 € (Vorjahr: 0,76 €) je Vorzugsaktie auszuschütten. InvestitionenDas Investitionsvolumen hat sich im Berichtsjahr mehr als verdoppelt. Nach 18,5 Mio. € im Vorjahr stiegen die Investitionen im Geschäftsjahr 2012 um 24,5 Mio. € auf 43,0 Mio. €. Der wesentliche Teil hiervon entfiel auf das neue Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen. Darüber hinaus wurde in das neue Werk für Lager- und Systemfahrzeuge in Degernpoint sowie in den Ausbau von Vertriebszentren in Deutschland investiert. Des Weiteren ergab sich bei der Jungheinrich AG aufgrund der bereits beschriebenen konzerninternen Anwachsung ein Zugang von Immobilien in Höhe von 34,2 Mio. €. Vermögens- und FinanzlageDie Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die Jungheinrich AG. Durch ein zentrales Cash- und Währungsmanagement wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt. Die Bilanzsumme der Jungheinrich AG stieg zum Bilanzstichtag um 9 Prozent oder 90,4 Mio. € auf 1.079,8 Mio. € an (Vorjahr: 989,4 Mio. €). Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen erhöhte sich um 60,3 Mio. € auf 422,2 Mio. € (Vorjahr: 361,9 Mio. €). Dieser Anstieg war weitgehend auf die Baufortschritte bei den großen Investitionsprojekten und den Zugang in Höhe von 34,2 Mio. € aufgrund der beschriebenen konzerninternen Anwachsung zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gingen um 12,7 Mio. € auf 118,9 Mio. € (Vorjahr: 131,6 Mio. €) im Berichtsjahr zurück. Sie sind wesentlicher Bestandteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und beinhalten neben den Ansprüchen aus dem Warenverkehr mit Tochtergesellschaften auch die Bereitstellung von liquiden Mitteln an die Gesellschaften. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den strukturellen Effekt aus der Anwachsung zurückzuführen, demzufolge die bestehenden Forderungen der Jungheinrich AG gegen die TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg, entfielen. Die liquiden Mittel und Wertpapiere stiegen um 44,6 Mio. € auf 501,3 Mio. € (Vorjahr: 456,7 Mio. €). Der Netto-Cashflow der Jungheinrich AG sank im Berichtsjahr infolge des niedrigeren Jahresüberschusses um 1,0 Mio. € auf 48,2 Mio. € (Vorjahr: 49,2 Mio. €). Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild: scroll
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 558,0 Mio. € und war damit um 7,2 Mio. € höher als im Vorjahr (550,8 Mio. €). Dem im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigeren Jahresüberschuss von 32,0 Mio. € standen dabei Dividenden für das Vorjahr von 24,8 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote erreichte trotz der deutlich gestiegenen Bilanzsumme noch 51,7 Prozent nach 55,7 Prozent im Vorjahr. Die in den übrigen Passiva enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr spürbar von 259,8 Mio. € um 80,0 Mio. € auf 339,8 Mio. € aufgrund höherer Geldanlagen von Konzerngesellschaften bei der Jungheinrich AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten blieben mit 104,5 Mio. € planmäßig konstant. KapitalrenditenDie Renditezahlen der Jungheinrich AG entwickelten sich wie folgt: scroll
Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern = Jahresüberschuss : durchschnittliches Eigenkapital x 100 Gesamtkapitalrendite = Jahresüberschuss + Zinsaufwand (exklusive der Aufzinsungen für langfristige Rückstellungen) : durchschnittliches Gesamtkapital x 100 Der gegenüber dem Vorjahr leicht niedrigere Jahresüberschuss und die deutlich höheren Investitionen für strategische Großprojekte schlugen sich in den Kapitalrenditen der Jungheinrich AG nieder. Die Eigenkapitalrendite sank auf 5,8 Prozent, nachdem im Jahr 2011 6,2 Prozent erzielt wurden. Die Gesamtkapitalrendite lag bei 3,8 Prozent nach 4,3 Prozent im Vorjahr. MitarbeiterDie Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2012 insgesamt 975 Mitarbeiter, davon 97 Auszubildende (Vorjahr: 973 Mitarbeiter, davon 135 Auszubildende). Im Berichtsjahr wurden gezielt Mitarbeiter im Zentralbereich "Vertrieb Logistiksysteme" und in der zentralen IT eingestellt. Der Rückgang bei der Zahl der Auszubildenden ist auf konzerninterne Umstrukturierungen zurückzuführen. Der Personalbereich Technik, der bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 Teil der Jungheinrich AG war und in dem 45 Auszubildende geführt wurden, ist seit dem Jahr 2012 Teil der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG. Darüber hinaus waren 6 (Vorjahr: 13) Leiharbeitnehmer im Unternehmen eingesetzt. Als Mitglied des Arbeitgeberverbandes hat die Jungheinrich AG die im Jahr 2012 getroffenen tarifvertraglichen Vereinbarungen in Deutschland übernommen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2013. VergütungsberichtFür das Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der wertorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Sie ist Grundlage der Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten sowie Kapitalrenditen. Vergütung des VorstandesDer Aufsichtsrat und der Personalausschuss hatten sich im Jahr 2010 eingehend mit einer Neuregelung des Vergütungssystems für den Vorstand befasst und dieses verabschiedet. Es wurde erstmals im Jahr 2011 angewendet und gilt ab 2013 für alle Dienstverträge der Vorstandsmitglieder. Dem Gesamtaufsichtsrat kommt gemäß dem geänderten Aktiengesetz bei allen Vergütungsfragen für den Vorstand eine deutlich größere Rolle zu, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Der gesamte Aufsichtsrat ist nämlich nunmehr neben der Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und der Festlegung der wesentlichen Vertragselemente auch für die Beschlussfassung über die einzelnen Bestandteile der Vergütung und deren Höhe zuständig. Hierzu gehören auch die variable Vergütung und die entsprechende Festsetzung der Zielvorgaben für das jeweils nächste sowie die Zielerreichung für das jeweils zurückliegende Geschäftsjahr. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist leistungsorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil kann bei sehr gutem Ergebnis über 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen, er soll jedoch grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie das Marktanteilswachstum für einzelne Produktbereiche bezogen auf den Kernmarkt Europa. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses an der jeweiligen Zielerreichung gemessen und ausgezahlt werden. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches. Vergütung des AufsichtsratesMit Wirkung ab 1. Januar 2012 gilt ein neues Vergütungssystem für den Aufsichtsrat. Dabei wurden der Anteil der variablen Vergütung deutlich reduziert, statt der Dividende die EBIT-Kapitalrendite (ROCE) als in die Zukunft gerichtete Bemessungsgrundlage gewählt und die Bedeutung des Finanz- und Prüfungsausschusses in der Vergütung berücksichtigt. Als Maßstab für Angemessenheit wurde dabei das Gesamtvergütungsniveau des Aufsichtsrates der Vorjahre angestrebt. Nach dieser neuen Regelung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der erreichten EBIT-Kapitalrendite des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert der EBIT-Kapitalrendite soll über dem für den Jungheinrich-Konzern anzuwendenden Kapitalkostensatz liegen und beträgt 15 Prozent. Für jeden vollen Prozentpunkt, um den die erreichte EBIT-Kapitalrendite den Schwellenwert von 15 Prozent überschreitet, beträgt die variable jährliche Vergütung 4.000 €. Der Zielwert der EBIT-Kapitalrendite orientiert sich an der mittelfristigen strategischen Zielsetzung des Jungheinrich-Konzerns und beträgt 20 Prozent. Erreicht die EBIT-Kapitalrendite den Zielwert von 20 Prozent, beträgt die variable jährliche Vergütung somit 20.000 €. Überschreitet die erreichte EBIT-Kapitalrendite den Zielwert, so erhöht sich die variable jährliche Vergütung für jeden vollen Prozentpunkt über dem Zielwert um weitere 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. für Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Vergütung der leitenden AngestelltenFür die leitenden Angestellten wurde im Berichtsjahr ein neues Vergütungssystem erarbeitet. Es orientiert sich hinsichtlich des variablen Vergütungsbestandteiles grundsätzlich an den Kennziffern für die Vorstandsvergütung und soll im Laufe des Jahres 2013 eingeführt werden. Forschung und EntwicklungDie Jungheinrich AG ist zuständig für die konzernweite Grundlagen- und Produktentwicklung. Die Aufwendungen der Jungheinrich AG für Forschung und Entwicklung einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und von Leistungen verbundener Unternehmen betrugen 29,4 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €). GrundlagenentwicklungIn der Grundlagenentwicklung befasste sich Jungheinrich mit der intensiven Produktanalyse von Lithium-Ionen-Zellen verschiedener weltweit agierender Hersteller. Aufgrund der positiven Eigenschaften von Lithium-Ionen-Batterien ist damit zu rechnen, dass mittelfristig ein relevanter Teil der Bleibatterien durch die Lithium-Ionen-Technologie ersetzt wird. Deshalb ist es besonders wichtig, rechtzeitig über einen guten Zugang zum Beschaffungsmarkt zu verfügen, um qualitativ hochwertige und kostengünstige Batteriezellen beziehen zu können. Ein weiterer Fokus lag auf innovativen Fahrzeugkonzepten, um die neuen technischen Möglichkeiten von Antriebs- und Energiespeichersystemen in Lösungen mit möglichst hohem Kundennutzen einzusetzen. Die Grundlagenentwicklung beschäftigte sich ebenfalls intensiv mit Technologien zur Fahrerunterstützung sowie der Automatisierung von Fahrzeugen mit dem Ziel, die Flexibilität und Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Diesem Innovationsfeld kommt besondere Bedeutung zu, da der Fahrer immer noch der höchste Kostenfaktor beim Staplereinsatz ist. Produktivitätsverbesserungen in diesem Bereich bieten für Kunden bedeutende wirtschaftliche Vorteile. Der Einsatz standardisierter Steuerungsarchitekturen und Kommunikationsverfahren ermöglicht den erhöhten Einsatz von Gleichteilen und verbessert die Zuverlässigkeit elektronischer Systeme. Deshalb wurde eine solche Steuerungsarchitektur entworfen, von der alle Neuentwicklungen profitieren. Durch die Nutzung von innovativen Entwicklungsmethoden können bereits in frühen Projektphasen hohe Reifegrade in den Produktentwicklungen erreicht werden. Die Aufnahme dieser Methoden in den standardisierten Produktentstehungsprozess erhöht die Leistungsfähigkeit der Entwicklung insgesamt. Erklärung zur UnternehmensführungGemäß § 289a HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter www.jungheinrich.de nachzulesen. Internes Kontroll- und Risikomanagement-System im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf den Rechnungslegungsprozess bezieht. Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDas frühzeitige Erkennen von Risiken und Chancen und die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Es besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Behandlung von Risikothemen in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risiko- und Chanceninventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Hochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, wird die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen werden abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, ist der Konzernrisikoausschuss unverzüglich durch interne Ad-hoc-Meldungen zu informieren. Die Konzernrevision ist durch ihre regelmäßigen Prüfungen vor Ort, die mit dem Vorstand im Rahmen des jährlichen Revisionsplanes abgestimmt sind, oder durch entsprechende anlassbezogene Sonderprüfungen ein wichtiger Teil des Risikomanagements. Risiken und ChancenNach der Analyse der letzten Risikoinventur 2012 durch den Risikoausschuss bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutenden Risiken sind nachfolgend aufgeführt:
Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2012Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Ablauf des Geschäftsjahres 2012 eingetreten sind, liegen nicht vor. AusblickDie Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2013 nur ein geringes Wachstum verzeichnen. Weiterhin ungelöste Schuldenprobleme, insbesondere im Euroraum, makroökonomische Unsicherheiten sowie starke regionale Unterschiede hinsichtlich der Wachstumsdynamiken einzelner Volkswirtschaften stehen aus heutiger Sicht einer deutlichen Belebung der Weltwirtschaft entgegen. Experten rechnen für 2013 daher lediglich mit einem Anstieg des globalen Wachstums von 3,3 Prozent nach 3,0 Prozent im Vorjahr. Für die Eurozone wird dabei nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent im Jahr 2012 für 2013 ein leichtes Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent erwartet. Allerdings wird hinsichtlich der südeuropäischen Länder von einer anhaltenden Rezession ausgegangen. Die für Jungheinrich neben Deutschland bedeutenden europäischen Kernmärkte Frankreich, Italien und Großbritannien weisen für das laufende Jahr allerdings günstigere Wachstumsprognosen auf als für 2012. In Schlüsselländern Osteuropas, wie beispielsweise Polen und Russland, sollte sich das Wirtschaftswachstum spürbar reduzieren bzw. auf dem Niveau des Vorjahres verharren. Für Deutschland wird nach 0,7 Prozent im Vorjahr für 2013 ein leicht höheres Wachstum von 1,0 Prozent erwartet. Stabilisierende Effekte auf die Weltwirtschaft werden 2013 weiterhin von den USA sowie von Japan, China und Indien erwartet. So dürfte das Bruttoinlandsprodukt der USA um 2,0 Prozent nach 2,2 Prozent im Vorjahr wachsen. Für Japan liegt die Wachstumserwartung noch bei 0,6 Prozent, nachdem 2012 1,6 Prozent erzielt wurden. Für die chinesische Wirtschaft wird ein Wachstum auf einem weiter hohen Niveau von 7,5 Prozent (2012: 7,8 Prozent) prognostiziert. Indien soll mit 6,8 Prozent Wachstum eine dynamischere wirtschaftliche Entwicklung als im Vorjahr (5,7 Prozent) erreichen. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2013) Vor dem Hintergrund des prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums mit einer gegenüber dem Vorjahr positiveren Einschätzung für die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum geht Jungheinrich davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge stabil bleiben dürfte und Chancen auf ein leichtes Wachstum bestehen. Die regionalen Unterschiede bleiben weiterhin erhalten. Das Marktvolumen in Europa dürfte sich aus heutiger Sicht ebenfalls stabil entwickeln, Wachstumschancen sind auch hier vorhanden. In Asien sieht Jungheinrich ebenfalls Wachstumspotenziale, wobei eine Markterholung in China frühestens in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres erwartet werden kann. Das Wachstum des nordamerikanischen Marktes dürfte sich ebenfalls weiter fortsetzen. Die Jungheinrich AG wird auch in diesem Jahr ihre konzernweite Grundlagen- und Produktentwicklung in Schlüsseltechnologien auf dem hohen Niveau des Vorjahres fortführen bzw. gezielt verstärken. Das gilt weiterhin insbesondere für die Antriebstechnik, die Automation von Fahrzeugen und marktspezifische Produktentwicklungen. Die Ertragslage im Jahr 2013 wird vor allem von der Nachfrageentwicklung bei Flurförderzeugen und der damit verbundenen Auslastung der Fertigungskapazitäten sowie von der Entwicklung des Kundendienstgeschäftes bestimmt werden. Dabei hängt der Ergebnisbeitrag des Neugeschäftes wesentlich von der Marktentwicklung in den europäischen Kernmärkten sowie vom Produktmix ab. Ergebnisbelastungen werden sich 2013 vor allem aus höheren Personalkosten, u. a. aus Tarifabschlüssen in Deutschland, ergeben. Die Höhe des Ertragsniveaus der Jungheinrich AG wird hauptsächlich von den Ergebnissen ihrer deutschen Tochtergesellschaften abhängen. Im Jahr 2014 könnte wieder mit einer stärkeren Ausweitung des Geschäftsvolumens gerechnet werden. Voraussetzung dafür wäre, dass sich der weltwirtschaftliche Konjunkturverlauf wie prognostiziert fortsetzt. Dies würde positive Impulse für die Branchenkonjunktur der Flurförderzeugindustrie auslösen. Steigende Auftragseingänge im Neugeschäft, die zu einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten in den Werken führen, würden zu einer Verbesserung der Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG über die Ergebnisse ihrer Beteiligungen beitragen. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen könnten, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen sowie nicht absehbare Folgen aufgrund der hohen Staatsverschuldung, wie z. B. politische und wirtschaftliche Veränderungen in einigen europäischen Ländern und in den USA.
Hamburg, den 4. März 2013 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2012Bilanzder Jungheinrich AGAKTIVA scroll
Gewinn- und-Verlust-Rechnung der Jungheinrich AGscroll
Entwicklung des Anlagevermögens der Jungheinrich AGscroll
scroll
scroll
Anhang der Jungheinrich AGAnwachsung der TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg, auf die Jungheinrich Aktiengesellschaft, HamburgDie Jungheinrich AG hat als Komplementärin der TINUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft AG & Co. KG, Hamburg, nach Kündigung des Gesellschaftsverhältnisses durch die Kommanditistin im Wege der Anwachsung am 1. Januar 2012 alle Vertragsverpflichtungen, Vermögenswerte und Schulden der damit untergehenden Gesellschaft übernommen. Im Wesentlichen waren dies Immobilien in Höhe von 34,2 Mio. € sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 29,0 Mio. € (davon 28,8 Mio. € gegenüber der Jungheinrich Aktiengesellschaft) und der aus erhaltenen Mietvorauszahlungen resultierende passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5,1 Mio. €. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden in Ausübung des Wahlrechtes gemäß § 24 Umwandlungsgesetz mit den Buchwerten zum Anwachsungszeitpunkt fortgeführt. Grundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen und degressiven Methode vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 410 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, sonstige Ausleihungen zu ihrem Nominalwert bilanziert. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. VorräteDie Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet. Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für PensionenDie Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem jährlichen Zinsfuß von 5,06 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,0 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 2,0 Prozent berücksichtigt. Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verpflichtungen aus diesen Plänen ausgewiesen. Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 4,12 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent berechnet. Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 5,06 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,25 Prozent berücksichtigt. Der langfristige Anteil dieser Rückstellung, mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wurde pauschal mit einem Zinssatz von 4,74 Prozent abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente SteuernZur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,5 Prozent angewendet. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten der Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt. Sofern der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem aktiven Überhang führt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Anwendung dieser Bewertungsvorschriften führte im Berichtsjahr zu einem unrealisierten Kursverlust in Höhe von 55 T€ (Vorjahr: Kursgewinn von 116 T€). Für Fremdwährungsdarlehen mit Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten; daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (26) dargestellt. (2) Vorrätescroll
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34.597 T€ (Vorjahr: 32.684 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln an Tochtergesellschaften in Höhe von 84.304 T€ (Vorjahr: 98.885 T€). (4) WertpapiereDie Wertpapiere enthalten sonstige Wertpapiere in Höhe von 151.159 T€. Sämtliche Wertpapiere sind frei verfügbar. (5) Liquide MittelDie liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten aus Festgeldern und auf Girokonten. (6) Gezeichnetes KapitalAngaben gemäß § 160 AktG: scroll
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 25 Abs. 1 WpHG am 31. Oktober 2002 Folgendes veröffentlicht:
(7) GewinnrücklagenAus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2012 von 32.033 T€ wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 3.873 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Pensionsrückstellungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 35.578 T€ (Vorjahr: 34.649 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 2.999 T€ (Vorjahr: 2.625 T€) mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe saldiert ausgewiesen. Die Zeitwerte der Deferred-Compensation-Pläne entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten. (9) Übrige Rückstellungenscroll
Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Gewerbesteuern in Höhe von 1.877 T€. Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, Verpflichtungen gegenüber Kunden, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 4.990 T€ (Vorjahr: 5.778 T€) mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 2.094 T€ (Vorjahr: 2.249 T€) saldiert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beliefen sich auf 2.129 T€. Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die verrechneten Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 35 T€ (Vorjahr: 30 T€). (10) Verbindlichkeitenscroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100.000 T€ mit einer Endfälligkeit im Jahr 2014 enthalten, das sich aus den folgenden zwei Tranchen zusammensetzt: scroll
Für die Floating-Tranche wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Schuldscheindarlehens entspricht dem Buchwert. Darüber hinaus besteht in Höhe von 4.000 T€ ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020. Die Tilgung erfolgt ab 2013. Ein Betrag von 1.500 T€ hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 42.905 T€ (Vorjahr: 32.005 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 296.850 T€ (Vorjahr: 227.836 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 179 T€ (Vorjahr: 1.329 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 335 T€ (Vorjahr: - T€). (11) Passive RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten besteht aus Mietvorauszahlungen der Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg, im Zusammenhang mit der Finanzierung der Liegenschaft am Standort Moosburg durch die Jungheinrich AG. (12) HaftungsverhältnisseDie Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 201.294 T€ (Vorjahr: 175.786 T€) abgegeben. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag in Höhe von 8.500 T€. Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den Unternehmen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. (13) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB/Sonstige finanzielle VerpflichtungenZu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und des Fuhrparks sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben. scroll
Erläuterungen zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung(14) Umsatzerlösescroll
(15) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 18.247 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 3.227 T€. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 11 T€ (Vorjahr: 112 T€). Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst. (16) MaterialaufwandIm Materialaufwand sind überwiegend Aufwendungen für Ersatzteileinkäufe enthalten. (17) Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf: scroll
(18) Sonstige betriebliche AufwendungenDie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 12.319 T€. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 424 T€ (Vorjahr: 384 T€). Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen. (19) Finanz- und Beteiligungsergebnisscroll
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren in voller Höhe aus verbundenen inländischen Unternehmen (Vorjahr: 55.953 T€). Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von 1.788 T€ (Vorjahr: 1.916 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. (20) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 10.646 T€ beinhalten Erträge aus Steuerumlagen von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften in Höhe von 26.603 T€, effektive Steueraufwendungen in Höhe von 18.046 T€ sowie einen latenten Steuerertrag in Höhe von 2.089 T€. Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Aus der Gegenüberstellung der handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzposten wurden aktive latente Steuern für die Bilanzposten der Sachanlagen, des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, der Finanzanlagen und Rückstellungen. Der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2012 führte zu einem aktiven Überhang von 3.454 T€, welcher aufgrund des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. (21) Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Bilanzierung wird nach der Einfrierungsmethode vorgenommen. Die Überprüfung der Effektivitäten erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit Hypothetischer-Derivate-Methode). Darlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Geschäfte, die im Wesentlichen zur Absicherung des rollierenden 12-Monats-Horizontes in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Dauer dieser meist laufzeitkongruenten Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von 12 Monaten hinaus. Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet. Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte belaufen sich auf 51.409 T€ (Vorjahr: 36.114 T€). Die Sicherungsgeschäfte entsprechen in ihrem Umfang den zu sichernden Grundgeschäften. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 71 T€ und negative Marktwerte in Höhe von 38 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten ist eine Aufwertung der Intercompany-Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften in Höhe von 13 T€ unterblieben. Zur Sicherung der Zinsrisiken der Floating-Tranche eines Schuldscheindarlehens werden die Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert. Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte belaufen sich zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr auf 53.500 T€ und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen. Die Laufzeit bis zum Jahr 2014 und der Umfang der Zinssicherung entsprechen dem abgesicherten Grundgeschäft. Der Marktwert des Zinsswapgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Für das zum Bilanzstichtag bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von 2.508 T€ ermittelt (Vorjahr: -2.140 T€). Das Schuldscheindarlehen wird zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und der zukünftig fällige Zinsswap im handelsrechtlichen Jahresabschluss nicht angesetzt. (22) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGIm Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. (23) Honorare des AbschlussprüfersFür das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:
(24) Mitglieder des Aufsichtsrates und des VorstandesI. AufsichtsratJürgen PeddinghausVorsitzender Unternehmensberater Weitere Mandate Aufsichtsrat: Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen Drägerwerk AG & Co. KGaA, Lübeck Detlev BögerStellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Region Hamburg Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBAHonorarprofessorin für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich) Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (stellvertretende Vorsitzende) Kabel Deutschland Holding AG, Unterföhring Tomorrow Focus AG, München Vergleichbares Kontrollgremium: Sanoma Group, Helsinki/Finnland ASR Nederland N.V., Utrecht/Niederlande V-Ventures B.V., Hilversum/Niederlande (stellvertretende Vorsitzende) (bis 01.07.2012) Birgit von Garrel2. Bevollmächtigte der IG Metall, Landshut Markus HaaseVorsitzender des Konzernbetriebsrates Rolf Uwe HaschkeMitglied des Gesamtbetriebsrates der Jungheinrich AG Joachim KielLeitender Angestellter der Jungheinrich AG Wolff LangeGeschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitzender) Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitzender) BKN biostrom AG, Vechta Vergleichbares Kontrollgremium: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden Hubertus Freiherr von der ReckeRechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hardenberg-Wilthen AG, Göttingen (stellvertretender Vorsitzender) (bis 24.04.2012) Vergleichbares Kontrollgremium: "Der Lachs" Branntwein- und Liqueur-Fabrik GmbH & Co. KG, Nörten-Hardenberg Dr. Peter SchäferBetriebswirt Steffen SchwarzStellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Franz Günter WolfGeschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Wohltorf Weitere Mandate Vergleichbares Kontrollgremium: LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitzender) II. VorstandDie Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Hans-Georg FreyVorsitzender des Vorstandes Weitere Mandate Aufsichtsrat: Fielmann AG, Hamburg Dr. Volker HuesMitglied des Vorstandes Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Helmut LimbergMitglied des Vorstandes Dr. Klaus-Dieter RosenbachMitglied des Vorstandes Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitzender) (25) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012 betrugen 1.172 T€. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2012 auf 3.756 T€. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr. 9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 649 T€. Zum 31. Dezember 2012 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 10.533 T€ gebildet. (26) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 285 Nr. 11 HGB31. Dezember 2012scroll
1)
Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich
AG persönlich haftende Gesellschafterin. (27) DividendeDer Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 28.160.000,- € wie folgt zu verwenden: scroll
Hamburg, den 4. März 2013 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.
Hamburg, den 4. März 2013 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Volker Hues Dr. Helmut Limberg Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 4. März 2013 Deloitte & Touche GmbH Dinter, Wirtschaftsprüfer ppa. Deutsch, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratesDas wirtschaftliche Umfeld von Jungheinrich war im Berichtsjahr von starken konjunkturellen Unsicherheiten und Ängsten um den Fortbestand der Eurozone sowie vor möglichen globalen Rezessionstendenzen geprägt. Zwar hat sich das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge nicht wesentlich verändert. Allerdings sank das Marktvolumen in den Kernmärkten von Jungheinrich in Europa signifikant ab. Umso bemerkenswerter ist die Art und Weise, wie sich der Jungheinrich-Konzern in diesem schwierigen Markt behauptet hat: Sowohl im Hinblick auf den wertmäßigen Auftragseingang als auch auf den Umsatz konnten die entsprechenden Werte des Vorjahres übertroffen werden. Und beim Ergebnis (EBIT) ist es dem Unternehmen sogar gelungen, einen neuen Höchstwert zu erzielen. Jungheinrich hat sich somit im Berichtsjahr aus Sicht des Aufsichtsrates weiterhin gut entwickelt. Die dem Ausbau der Ersatzteillogistik und der Fertigungskapazitäten dienenden strategischen Investitionsprojekte zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, die vom Aufsichtsrat eng begleitet wurden, liegen im Zeit- und Kostenplan. Auch die in die Zukunft gerichteten Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden deutlich aufgestockt. Wichtige Impulse für die weitere Umsatz- und Ertragsentwicklung des Konzerns versprechen sich Vorstand und Aufsichtsrat auch von der Einführung neuer Zuständigkeiten im Vorstand für Regionen und Sparten ab dem 1. Januar 2013. Angesichts des immer noch nur schwachen Weltwirtschaftswachstums sowie der nach wie vor nicht gelösten Staatsschuldenkrise in Europa und einer damit einhergehenden schwierigen Situation mancher europäischer Staaten gehen der Vorstand und der Aufsichtsrat für das Jahr 2013 nicht von einem wesentlichen Umsatzwachstum für den Konzern aus. Im Berichtsjahr standen im Zentrum der Beratungen innerhalb des Aufsichtsrates und zwischen Aufsichtsrat und Vorstand die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens, seine langfristigen Wachstumschancen sowie die funktionale und personelle Weiterentwicklung des Konzerns. Der Aufsichtsrat übte die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragene Überwachungsaufgabe der Arbeit des Vorstandes regelmäßig und sorgfältig im Rahmen der Sitzungen des Gesamtgremiums wie auch seiner Ausschüsse und auch außerhalb der Sitzungen intensiv aus. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens eingehend beraten und die Geschäftsführung des Vorstandes fortlaufend überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und der Konzernleitung. Wesentliche Grundlage hierfür waren die ausführlichen mündlichen und schriftlichen Berichte des Vorstandes. Der Aufsichtsrat ist auch im Berichtsjahr frühzeitig in sämtliche für das Unternehmen wichtigen Entscheidungen eingebunden worden. Dies bezog sich sowohl auf Themen der strategischen Weiterentwicklung als auch auf alle wesentlichen operativen Einzelmaßnahmen. Die Informationen und Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat bezogen sich auf die strategischen Eckpunkte, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften, die Finanzlage, die Personalsituation und auf die großen und für die Weiterentwicklung sowie die finanzielle Situation des Unternehmens wesentlichen Investitionsvorhaben und Projekte. Ebenfalls eingehend befasste sich der Aufsichtsrat bzw. der Finanz- und Prüfungsausschuss mit den Chancen und Risiken bzw. dem Risikomanagement, dem internen Kontrollsystem, der gesetz- und richtlinienkonformen Unternehmensführung sowie der Compliance des Unternehmens. Die einzelnen Mitglieder des Vorstandes berichteten in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse anhand detaillierter schriftlicher Unterlagen ergänzend in mündlicher Form. Hinzu kamen gemäß der Informationsordnung für den Vorstand die schriftlichen Berichte des Vorstandes im monatlichen, viertel- und jährlichen Rhythmus. Neben der Information über den allgemeinen Geschäftsverlauf erstreckten sich die schriftlichen und mündlichen Berichte zeitnah auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufes von der Planung. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses haben mit dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen zahlreiche Themen beraten und Entscheidungen des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse vorbereitet. Mit der strategischen und geschäftlichen Entwicklung des Konzerns, der einzelnen Geschäftsfelder sowie der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland befasste sich der Aufsichtsrat im Berichtszeitraum 2012 in allen vier ordentlichen Sitzungen. Daneben berichteten stets die Vorsitzenden der gebildeten Ausschüsse über die wesentlichen Inhalte der vorangegangenen Ausschuss-Sitzungen. Darüber hinaus waren die folgenden Themen Gegenstand der Beratungen und Entscheidungen: Schwerpunkt der Bilanzsitzung am 20. März 2012 war im Beisein der gewählten Jahresabschlussprüfer die eingehende Durchsprache des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2011 und deren Billigung. Hierzu trug der Finanz- und Prüfungsausschuss umfassend über seine intensive Analyse der Prüfberichte der Jahresabschlussprüfer vor. Die Entwürfe der Berichte der Jahresabschlussprüfer wurden nicht nur den Mitgliedern des Finanz- und Prüfungsausschusses, sondern zugleich auch allen übrigen Mitgliedern des Aufsichtsrates zugeleitet, sodass jedes Mitglied des Aufsichtsrates auch an den diesbezüglichen vorgelagerten Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses zur Vorbereitung der Beschlussfassung des Gesamtaufsichtsrates teilnehmen konnte. Die Jahresabschlussprüfer berichteten dem Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung über ihre Prüfungsergebnisse. Es wurde darüber hinaus der Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung, der Corporate-Governance-Bericht des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie die Erklärung zur Unternehmensführung durchgesprochen und verabschiedet. Infolge des gebilligten Konzernabschlusses konnten auch die Bezugsgrößen für die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2011 beschlossen werden. Des Weiteren wurden zwei Entscheidungsvorlagen im Bereich von Produktneuentwicklungen genehmigt. In derselben Sitzung wurde Herr Dr. Helmut Limberg mit Wirkung ab 1. Februar 2013 für weitere drei Jahre zum Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für den Vertrieb, wiederbestellt. In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die Hauptversammlung am 12. Juni 2012 bereitete der Aufsichtsrat seine regelmäßige Effizienzprüfung vor, beschloss, den Ausschuss Neubau Konzernzentrale (Bauausschuss) wieder einzusetzen, und beschloss einige Entscheidungsvorlagen im Zusammenhang mit verschiedenen Neubauvorhaben. In der Sitzung am 18. September 2012 berichtete der neu eingesetzte Bauausschuss über seine erste Sitzung. Breiten Raum in dieser Aufsichtsrats-Sitzung nahm das Thema der Konzern-Strategie 2015 ein. Der Vorstand stellte die Strategie detailliert vor und es erfolgte eine ausführliche Aussprache hierüber. Des Weiteren wurde über den Corporate Governance Kodex in der Neufassung vom 15. Mai 2012 diskutiert. Die letzte Sitzung des Jahres 2012 am 11. Dezember hatte die Planung 2013 zum zentralen Gegenstand. Ohne den Vorstand wurde zudem über Vergütungsfragen des Vorstandes sowie über die Neuorganisation der Ressortzuständigkeiten und die Zielvorgaben für die variable Vergütung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2013 beraten und Beschlüsse hierzu gefasst. Im Interesse einer Erhöhung der Schlagkraft des Unternehmens sowie einer Fokussierung auf Schwerpunkt-Themen der Zukunft wurde zusätzlich zur bisherigen funktionalen Aufgabenteilung innerhalb der unverändert erhalten bleibenden Gesamtverantwortung des Vorstandes eine neue cross-funktionale Zuständigkeitsordnung mit dezidierten Verantwortlichkeiten innerhalb des Vorstandes für einzelne Regionen sowie drei neu gebildete Sparten beschlossen. Schließlich wurde die Beschlussvorlage des Finanz- und Prüfungsausschusses zur Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz verabschiedet. Die Ausschüsse des Aufsichtsrates waren wiederum sehr aktiv. Der Paritätische Ausschuss musste auch im Berichtszeitraum nicht tagen. Der aus drei Mitgliedern bestehende Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. In diesen Sitzungen hat dieser Ausschuss sämtliche ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben effizient und erneut gründlich wahrgenommen und damit entscheidend zur sorgfältigen Vorbereitung von Entscheidungen des Gesamtaufsichtsrates beigetragen. Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2012 zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Der neu gebildete Bauausschuss mit seinen drei Mitgliedern tagte im Berichtsjahr dreimal. Über die Diskussionen sowie den Findungsprozess von Empfehlungen bzw. Beschlüssen aller Ausschuss-Sitzungen wurde umfassend in der jeweils folgenden Sitzung des Aufsichtsrates durch die Vorsitzenden der Ausschüsse berichtet. Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2012 wurden wiederum von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 und der Konzernlagebericht wurden ebenfalls durch Deloitte geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Finanz- und Prüfungsausschuss prüfte die Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte von Deloitte eingehend und hat dem Aufsichtsrat hierüber ausführlich berichtet. Die Prüfberichte lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor und wurden von ihnen unter Berücksichtigung des Berichtes des Finanz- und Prüfungsausschusses eigenständig geprüft. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2012 zu. Die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 15. März 2013 zu dem betreffenden Tagesordnungspunkt teil und berichteten in dieser Sitzung ausführlich und abschließend über die Ergebnisse ihrer Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dabei stellten die Abschlussprüfer fest, dass das interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem und das Compliance-System nicht zu beanstanden waren und es keine Feststellungen zu der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz gab. Auf Basis der ausführlichen und abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes durch den Aufsichtsrat hatte der Aufsichtsrat gegen diese Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zu. In seiner Sitzung am 15. März 2013 billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2012 an.
Hamburg, den 15. März 2013 Für den Aufsichtsrat Jürgen Peddinghaus, Vorsitzender Corporate Governance KodexFür die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012 bezieht. Erklärung gem. § 161 AktiengesetzVorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 durch die Jungheinrich AG nach Maßgabe dieser Erklärung entsprochen werden wird bzw. in der Vergangenheit entsprochen wurde. Im Einzelnen handelt es sich um nachstehende Abweichungen, die danach erläutert werden: 1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für die Organmitglieder des Unternehmens (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine grundsätzliche Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Aufgrund des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde jedoch die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes in der vom Gesetz und Kodex vorgesehenen Höhe ergänzt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich der Kodex enthält eine entsprechende Empfehlung. Der Aufsichtsrat sieht deswegen auch weiterhin keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen. Die Erwägungen des Aufsichtsrates hierfür beruhen auf der Einschätzung, dass es in erster Linie darum geht, geeignete Persönlichkeiten für das Amt des Aufsichtsrates gewinnen zu können, die mit ihrer Erfahrung eine Bereicherung der Tätigkeit im Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse darstellen. Diesen Bestrebungen liefe es zuwider, wenn die so gewonnenen Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit nur eingeschränkten Versicherungsschutz genössen. 2. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei jedoch nicht im Vordergrund der Überlegungen des Aufsichtsrates (Kodex Ziffer 5.1.2). Weibliche Kandidaten werden bei der Besetzung von Vorstandsmandaten durch den Aufsichtsrat selbstverständlich in genau der gleichen Weise in Erwägung gezogen wie männliche Kandidaten. Es steht jedoch stets die fachliche und persönliche Eignung für das betreffende Vorstandsmandat im Vordergrund. Eine Frauenquote unabhängig von der Eignung der jeweiligen Kandidatin hielte der Aufsichtsrat für nicht zielführend und nicht in Übereinstimmung mit den auch für den Aufsichtsrat geltenden Vermögensbetreuungspflichten. 3. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise veröffentlicht (Kodex Ziffern 4.2.4 und 5.4.6). Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert im Anhang oder Lagebericht auszuweisen, folgt die Gesellschaft auch weiterhin nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass grundsätzlich nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die aus einer solchen Veröffentlichung folgenden Vorteile für die Allgemeinheit und Anleger als nicht so gewichtig an, als dass die damit verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - außer Acht gelassen werden müssten. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 15. Juni 2011 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit. 4. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3). Der Aufsichtsrat hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters des Unternehmens als Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. 5. Der Aufsichtsrat hat noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt (Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat hat im Laufe des Jahres 2012 darüber beraten, ob und wenn ja wie diese Kodexempfehlung vor dem unternehmensspezifischen Hintergrund der Gesellschaft angemessen umgesetzt werden kann. Aus dieser Beratung ging der Beschluss hervor, sich rechtzeitig vor den nächsten Wahlen zum Aufsichtsrat im Jahr 2016 wieder mit diesem Thema und einer evtl. konkreten Zielfestsetzung zu befassen. 6. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für die Tätigkeit im Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegenüber einer starren Grenze gegeben. 7. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates erfüllt ggf. nicht die Kriterien der Ziffer 5.4.2 des Kodex' hinsichtlich der Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, davon sechs, die von den Arbeitnehmern gewählt werden. Zwei Anteilseignervertreter werden von den Stammaktionären mit Namensaktien in den Aufsichtsrat entsandt. Die verbleibenden vier Anteilseignervertreter werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für diese verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden bereits in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. Und allein stimmberechtigt in der Hauptversammlung sind wiederum die Stammaktionäre. Diese gesamte Systematik der Besetzung der Anteilsvertreter-Bank spiegelt den Charakter des Unternehmens als Familiengesellschaft wieder.
Hamburg, im Dezember 2012
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||