![]() Jungheinrich AGHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014der Jungheinrich AGJungheinrich hat im Geschäftsjahr 2014 Spitzenwerte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT erzielt. Das Produktionsvolumen übertraf mit 83,5 Tsd. Fahrzeugen erstmals den Wert aus dem Jahr 2007 vor Beginn der Finanzkrise (82,4 Tsd. Fahrzeuge). Der Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte eine spürbare Aufwärtsentwicklung und stieg um 8 Prozent. Wesentliche Wachstumstreiber waren Westeuropa und China. Geschäftsaktivitäten und OrganisationsstrukturGeschäftsmodellJungheinrich ist als Intralogistik-Spezialist eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt das Unternehmen in der Rangliste der Flurförderzeughersteller - gemessen am Umsatz -in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Das integrierte Geschäftsmodell von Jungheinrich umfasst die Geschäftsfelder
kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsgeschäft. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Den größten Teil des Konzernumsatzes erwirtschaftet Jungheinrich mit dem Absatz von neuen Flurförderzeugen. Der Auftragsbestand im Neugeschäft hat in der Regel eine Reichweite von drei bis vier Monaten. Fahrzeuge werden nur auf Basis von Kundenaufträgen produziert. Bei Großaufträgen im Logistiksystemgeschäft sind Abwicklungszeiten von ein bis zwei Jahren anzusetzen. Der Absatz von Neufahrzeugen erhöht den Gesamtbestand im Markt, der Grundlage für das Kundendienstgeschäft ist. Das weniger konjunkturanfällige Geschäft mit Ersatzteilen, Wartung und Reparatur machte 30 Prozent des Konzernumsatzes im Jahr 2014 aus. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren und Niederlassungen in Deutschland sowie konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. In Nordamerika baut Jungheinrich auf seinen leistungsfähigen Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA) mit starker Händlerpräsenz. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Produktionsstandorte im Jungheinrich-Konzernscroll
Werke und ProduktportfolioDie motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden fast ausschließlich in Deutschland hergestellt. Eine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt produziert. Gebrauchtgeräte werden für den europäischen Markt in einem Werk in der Nähe von Dresden industriell aufgearbeitet. KonzernstrukturDie Jungheinrich AG agiert primär als Management-Holding. Der Vorstand handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Aktivitäten des Konzerns. Neben den Holdingfunktionen sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie die Bewirtschaftung der Immobilien organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Als Konzernobergesellschaft hält sie direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen im In- und Ausland. Den jeweiligen Geschäftsführungsorganen der Tochtergesellschaften obliegt die operative Steuerung. Sie werden bei ihrer Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt. Dabei bleibt die rechtliche Selbstständigkeit der Konzerngesellschaften gewahrt. Im Konzernabschluss werden einschließlich der Jungheinrich AG 66 Gesellschaften vollkonsolidiert. Als Führungsgesellschaft des Jungheinrich-Konzerns ist die Jungheinrich AG für die strategische Ausrichtung des Konzerns sowie die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele verantwortlich. Zudem ist sie zuständig für den Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozess einschließlich des Risikomanagements sowie für die Verteilung der Ressourcen. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Ziele und StrategieIm Rahmen der Unternehmensstrategie strebt Jungheinrich ein konzernweit profitables Wachstum sowie die dauerhafte Zugehörigkeit zu den drei - gemessen am Umsatz - weltweit führenden produzierenden Dienstleistern und Lösungsanbietern der Intralogistik an. ![]() Die dieser Unternehmensvision zugrunde liegende Umsatzzielsetzung orientiert sich an einer Größenordnung, die 2017 oberhalb der 3-Milliarden-Euro-Grenze liegt. In Europa wird ein Marktanteil (gemessen am Auftragseingang in Stück) von deutlich über 20 Prozent angestrebt. Die Ertragserwartungen orientieren sich langfristig insbesondere an einer im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlichen EBIT-Umsatzrendite. Jungheinrich verfolgt eine Ein-Marken-Strategie mit Schwerpunkt auf Produkten und Dienstleistungen im Premiumsegment des Weltmarktes für Flurförderzeuge und ist grundsätzlich auf organisches Umsatzwachstum fokussiert. Dabei sind jedoch gezielte Akquisitionen zur Abrundung des Produktportfolios nicht ausgeschlossen. Zur Erreichung des langfristigen Wachstumszieles setzt Jungheinrich insbesondere auf folgende Maßnahmen: 1. Ausbau des Kerngeschäftes in EuropaIn den europäischen Märkten verfügt Jungheinrich seit Langem über eine führende Marktposition, vor allem im Produktsegment der Lagertechnik. Das Marktvolumen in Europa ist 2014 gegenüber dem Vorjahr zwar um 9 Prozent gewachsen, lag aber mit 344.500 Fahrzeugen noch um 16 Prozent unter dem Wert aus dem Jahr 2007 vor der Finanzkrise. Somit besteht in dieser Region weiterhin Erholungspotenzial. Zusätzlich eröffnen aktuelle Trends in der Intralogistik neue Wachstumsperspektiven. Großer Kostendruck, ein Konsumverhalten, das von wachsender Variantenvielfalt und zunehmender Produktindividualisierung geprägt ist, steigende Erwartungen der Konsumenten hinsichtlich Liefertreue und Qualität, die Ausweitung des Internethandels und ein hohes Versandaufkommen erfordern innovative Lösungen zur Beherrschung komplexer werdender logistischer Prozesse. Vor dem Hintergrund vermehrt angestrebter Prozesssicherheit bei geringerem Personaleinsatz wächst der Bedarf an Automatisierungslösungen stetig. Die größten Märkte in Westeuropa sind Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. In Osteuropa sind die größten Absatzmärkte Russland und Polen, gefolgt von Tschechien. Im Berichtszeitraum wurden die Personalkapazitäten in den europäischen Vertriebsgesellschaften stark ausgebaut. Neben Deutschland waren die Schwerpunktländer Russland, Frankreich, Polen, Spanien und die Türkei. Insgesamt konnte in einem unverändert wettbewerbsintensiven Marktumfeld der Marktanteil in Europa mit knapp 21 Prozent weiter gefestigt werden. 2. Ausbau der strategischen Position im LogistiksystemgeschäftMit dem Logistiksystemgeschäft, das bei maximalem Leistungsumfang die Planung, Projektierung und Realisierung kompletter Läger umfasst, verfolgt das Unternehmen eine Differenzierungsstrategie gegenüber dem Wettbewerb im Flurförderzeuggeschäft. Jungheinrich geht für die kommenden Jahre von einer weltweit weiter steigenden Nachfrage für Logistiksystemlösungen aus. Über den bereits bestehenden Schwerpunkt in Europa hinaus ist die Etablierung von "Know-how-Zentren" in Asien und Russland geplant. Zu Beginn des Berichtsjahres wurden das Logistiksystemgeschäft und die Produktion von Lager- und Systemgeräten unter einer einheitlichen Führung zusammengefasst, um im Markt noch stärker als Komplettanbieter von Intralogistiklösungen auftreten zu können. Des Weiteren wurde die Vertriebskapazität im Logistiksystemgeschäft um 40 Mitarbeiter auf insgesamt 565 Mitarbeiter ausgebaut. Darin ist ein Aufbau von 13 Mitarbeitern auf insgesamt 89 Mitarbeiter bei der Jungheinrich Systemlösungen GmbH, Graz (Österreich), berücksichtigt, zu deren Angebotsspektrum die Software für integrierte, ganzheitliche Materialfluss- und Lagerlogistiklösungen sowie die damit verbundenen Dienstleistungen (Projektierung, Implementierung, Schulung und Service) gehören. Das Werk für Lager- und Systemgeräte in Degernpoint (Bayern), das im September 2013 den Produktionsbetrieb aufnahm, hat im ersten vollen Jahr seines Betriebes 2014 annähernd 2.600 Fahrzeuge produziert. 3. Ausbau der Marktposition im Produktsegment der verbrennungsmotorischen GegengewichtsstaplerMit rund 44 Prozent bzw. rund 486.700 Fahrzeugen nahm das Produktsegment der verbrennungsmotorischen Stapler 2014 nach wie vor den größten Anteil am Weltmarkt ein. Im Berichtsjahr hat Jungheinrich 5.200 verbrennungsmotorische Stapler produziert. Jungheinrich hat zur Weltleitmesse für Intralogistik CeMAT im Mai des Berichtsjahres zwei neue Baureihen von verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern mit hydrodynamischem Antrieb (Wandler) auf den Markt gebracht. Die im Werk Moosburg produzierten Stapler sind robust und zuverlässig, universell einsetzbar und erreichen in ihrer Klasse überdurchschnittliche Umschlagleistungen bei einem niedrigen Energieverbrauch. 2014 wurden rund 1.500 dieser Fahrzeuge produziert. Insgesamt konnte der Marktanteil im Produktsegment der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler in Europa von knapp 6 Prozent 2013 auf rund 7 Prozent im Berichtsjahr ausgebaut werden. 4. Ausbau der Wachstumsmärkte in Asien mit Schwerpunkt in ChinaAsien hat einen Anteil am Weltmarkt für Flurförderzeuge von 41 Prozent, China allein von 25 Prozent. Entsprechend baut Jungheinrich den Vertrieb in Asien aus. Jungheinrich verfügte im Berichtsjahr über fünf Vertriebsgesellschaften in Asien. In China bestehen bereits neun Niederlassungen. Darüber hinaus konnten 2014 drei neue Händler zu den bereits bestehenden Händlern und Handelsvertretungen hinzugewonnen werden. Parallel wurden die Personalkapazitäten im Vertrieb in Asien 2014 um 54 Mitarbeiter bzw. 9 Prozent auf 646 Mitarbeiter erhöht. Über 50 Prozent der Mitarbeiter sind für die Vertriebsgesellschaft in China tätig. Um die Präsenz in Asien weiter zu stärken, wurde der Standort in Malaysia, der bisher als Niederlassung der Vertriebsgesellschaft in Singapur geführt wurde, im Jahr 2014 in eine eigenständige Vertriebsgesellschaft überführt. Per 31. Dezember 2014 beschäftigte die neu gegründete Gesellschaft in Malaysia 30 Mitarbeiter. Zum Ausbau der Aktivitäten in Singapur wurde im Berichtsjahr für die Vertriebsgesellschaft eine neue Immobilie erworben. Die Produktion im neu errichteten chinesischen Werk in Qingpu, das im August 2013 den Produktionsbetrieb aufnahm, stieg im Jahr 2014, dem ersten vollen Jahr seines Betriebes, um 74 Prozent auf 3.700 Fahrzeuge. Alle drei Produktkategorien - Hubwagen, Elektro-Gegengewichtsstapler und Schubmaststapler - trugen zu diesem Wachstum bei. Jungheinrich konnte damit überproportional am lokalen Marktwachstum partizipieren. Die Werkstatt zur Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten wurde im Berichtsjahr in das Werk integriert. Die Mietflotte in China wurde 2014 um 35 Prozent ausgebaut. Die durchschnittliche Anzahl der Mietgeräte lag damit bei gut 1.300 Fahrzeugen. 5. Ausbau und internationales Wachstum des VersandhandelsDas Versandhandelsgeschäft ist im Jahr 2014 wieder kräftig gewachsen. Im Berichtsjahr konnte der Umsatz unter anderem durch die Erweiterung der Angebotspalette um rund 19 Prozent auf 50 Mio. € gesteigert werden. Über Onlineshops und einen mehr als 1.000 Seiten starken Katalog für Betriebsausstattung werden Produkte aus den Bereichen Stapeln und Heben, Transport, Lager, Betrieb, Arbeitsschutz und Umwelt angeboten. Das Geschäftsmodell ist bisher in Deutschland, Österreich und den Niederlanden etabliert und bietet weiterhin starkes Wachstumspotenzial. Neben den vorgenannten fünf strategischen Schwerpunkten sollen auch die Geschäftsfelder Kundendienst sowie Miete und Gebrauchtgeräte ausgebaut werden. Vom starken Wachstum im Neugeschäft hängt das künftige Potenzial im Kundendienst ab, der im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 30 Prozent zum Konzernumsatz beitrug. Die Anzahl der Kundendiensttechniker ist 2014 auf über 4.000 Mitarbeiter gestiegen, das entspricht rund 32 Prozent der Belegschaft. 2014 unterhielt Jungheinrich im Jahresdurchschnitt eine Mietflotte von rund 38.100 (Vorjahr: rund 33.600) Fahrzeugen. Im Berichtsjahr wurde ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Mietgeräten in Osteuropa, im Asien-Pazifik-Raum sowie in den Kernmärkten Zentraleuropas verzeichnet. Die Nachfrage nach Gebrauchtgeräten war in Osteuropa, im Asien-Pazifik-Raum sowie in den Kernmärkten Zentraleuropas ebenfalls deutlich höher als im Vorjahr. Im Berichtszeitraum wurden über 5.100 gebrauchte Flurförderzeuge aus ganz Europa zentral im Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden aufgearbeitet. Im Anschluss an die Aufarbeitung werden die Fahrzeuge sowohl über den Direktvertrieb als auch über die Händlerorganisation weltweit verkauft. Im Berichtsjahr wurde die Kapazitätserweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums Dresden maßgeblich vorangetrieben. Die Rohbaumaßnahmen wurden bereits vollständig abgeschlossen. Bis Mitte 2015 werden die innerbetrieblichen Umbaumaßnahmen, beispielsweise für die neue Oberflächentechnik und die neuen Lackier- und Trocknungskabinen, realisiert sein. ![]() SteuerungssystemJungheinrich definiert seine Budgetziele sowie seine mittel- bis langfristigen Unternehmenszielsetzungen auf der Grundlage ausgewählter Kennzahlen. Für die Konzernsteuerung orientiert sich der Vorstand in erster Linie an Finanzkennzahlen. Neben dem Umsatz, dem Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzergebnis (EBIT) bzw. der EBIT-Rendite (EBIT-ROS) sowie dem Ergebnis vor Steuern (EBT) bzw. der EBT-Rendite (EBT-ROS) werden vor allem die Nettoverschuldung sowie die Kapitalrendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital (Return on Capital Employed, ROCE) für Steuerungszwecke herangezogen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere. Dabei enthalten die Finanzverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, das Schuldscheindarlehen, die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung der Mietgeräte, die Leasingverbindlichkeiten aus Sachanlagen sowie Wechselverbindlichkeiten. Sie umfassen jedoch nicht die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen. Der ROCE ist die Messgröße für die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital. Die Kennzahl ROCE wird als Verhältnis aus EBIT und zinspflichtigem Kapital (zum Bilanzstichtag) ermittelt. Dabei setzt sich das zinspflichtige Kapital aus dem Eigenkapital, den Finanzverbindlichkeiten, den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den langfristigen Personalrückstellungen abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere zusammen. Wesentliche nicht finanzielle Steuerungsgrößen sind die Marktanteile nach Regionen, insbesondere in Europa, und nach Produktgruppen, basierend auf den Auftragseingängen in Stück. Der Vorstand verfolgt die Entwicklung dieser Kennzahlen im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens. Anhand der kontinuierlichen Soll-Ist-Betrachtung werden bei wesentlichen Abweichungen entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Um mögliche künftige Unternehmensentwicklungen frühzeitig erkennen zu können und als weitere Grundlage für geschäftspolitische Entscheidungen, werden die Veränderungen verschiedener Frühindikatoren beobachtet und analysiert. Vorrangig umfassen diese den stückzahlmäßigen Auftragseingang, den Auftragsbestand sowie Prognosen von Wirtschaftsexperten zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in den Kernmärkten von Jungheinrich. Außerdem werden Prognosen der eigenen Vertriebsorganisation zur Auftragseingangsentwicklung berücksichtigt. Forschung und Entwicklung![]() Jungheinrich hat im Berichtsjahr die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum Ausbau der technologischen Kompetenz und der Differenzierung zum Wettbewerb weiter vorangetrieben. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E), einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter, erreichten mit 50,2 Mio. € erneut einen Spitzenwert (Vorjahr: 44,9 Mio. €). Das entspricht 4,9 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) des F&E-relevanten Umsatzes mit Neufahrzeugen. Im F&E-Bereich, der personell nochmals verstärkt wurde, waren im letzten Jahr konzernweit durchschnittlich 418 (Vorjahr: 400) Mitarbeiter tätig. Bei einer Aktivierungsquote von 24,5 Prozent (Vorjahr: 26,9 Prozent) stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung von 38 Mio. € auf 44 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014 wurden konzernweit 86 (Vorjahr: 53) Schutzrechte angemeldet; erteilt wurden 98 (Vorjahr: 158) Patente. Durch Patente schützt Jungheinrich seine Innovationen sowie die Alleinstellungsmerkmale seiner Produkte. Effizienzsteigerung und EmissionsreduzierungDer nachhaltige Umgang mit Ressourcen bei gleichzeitiger Optimierung des Energieverbrauches ist von wesentlicher Bedeutung in sämtlichen Entwicklungsprojekten. Ein Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten 2014 war die Optimierung bestehender Antriebskomponenten im Hinblick auf Ressourcen- und Energieeffizienz. In einem weiteren Projekt hat Jungheinrich ein innovatives elektrisches Antriebssystem mit modernster Regelungstechnik und höherem Wirkungsgrad entwickelt, das künftig in zahlreichen Fahrzeugen mit Elektroantrieb eingesetzt werden soll. Ein Ansatz zur Senkung des Energieverbrauches ist die Entwicklung von Fahrzeugen mit geringerem Gesamtgewicht. Daher hat sich Jungheinrich mit neuen Konstruktionen aus hochfesten Stählen befasst, die um ein Vielfaches leichter sind, aber über die gleiche Festigkeit verfügen. Die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien einschließlich der Vernetzung zwischen Fahrzeugsteuerung und Batteriemanagement-System wird weiter vorangetrieben. Im Vergleich zu herkömmlichen Bleibatterien zeichnen sich leistungsfähige Lithium-Ionen-Energiespeicher durch eine längere Lebensdauer aus und weisen einen deutlich höheren Wirkungsgrad von über 95 Prozent auf. Forschung und Entwicklungscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen.
1)
Werte 2010 beinhalten Abschreibungen und
Wertminderungen Bei den verbrennungsmotorischen Antrieben stand die Reduzierung der Abgasemissionen im Entwicklungsfokus. Moderne, elektronisch gesteuerte Common-Rail-Dieselmotoren mit integriertem Dieselpartikelfilter wurden in die verschiedenen Fahrzeugvarianten integriert und getestet. Die Abgasemissionen der Jungheinrich-Dieselstapler liegen teilweise weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen Normwerten. AutomatisierungDie Automatisierung von Logistikfunktionen liegt weiterhin im Trend. Aus Kundensicht können sich daraus große Produktivitätssteigerungen ergeben. Neue Sensoren und die intelligente, flexible Vernetzung zwischen Fahrzeugen und Informationssystemen werden in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zu einer effizienteren Logistik leisten. In diesem Zusammenhang engagiert sich Jungheinrich in der Forschung, zum Beispiel bei "FTF out of the box", einem Projekt zur Entwicklung von kognitiven Technologien für interaktive fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird. Jungheinrich ist verantwortlich für die Gesamtkoordination des Projektes. Neben der Weiterentwicklung der fahrerlosen Transportsysteme (Auto Pallet Mover) wird die Entwicklung von teilautomatisierten Lösungen vorangetrieben. So wurde ein Konzept entwickelt, welches die Fernbedienung eines Kommissionier-Flurförderzeuges ermöglicht. Im Arbeitsverlauf können so Wegstrecken eingespart werden, um ein schnelleres Arbeiten zu ermöglichen. Im Zusammenhang mit dem Technologiefortschritt in der Bilddatenverarbeitung untersucht Jungheinrich neue Anwendungsmöglichkeiten zur automatischen Erkennung von Paletten und zur einfachen Orientierung im Lagerumfeld. Auszeichnung für InnovationenDas starke Engagement von Jungheinrich für Forschung und Entwicklung wurde 2014 mit zwei Auszeichnungen honoriert. Der Gegengewichtsstapler EFG S40s wurde mit dem IFOY (International Forklift Truck of the Year) Award 2014 in der Kategorie "Counter Balanced Trucks über 3,5 Tonnen" ausgezeichnet. Der Gegengewichtsstapler überzeugte vor allem mit seinem Technologiekonzept Pure Energy, das für eine Reduzierung des Stromverbrauches bei gleichzeitiger Steigerung der Umschlagleistung sorgt. Das Jungheinrich-Flottenmanagementsystem ISM Online ist auf dem ersten IT-Innovation Summit in der Kategorie Business ausgezeichnet worden. Jungheinrich hatte mit der Firma Device Insight, einem der führenden Anbieter von Remote-Service-Plattformen für Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge, eine cloudbasierte M2M-Plattform (Machine-to-Machine) für ISM Online entwickelt. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene und regulatorische RahmenbedingungenDie Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als ein Indikator für Wirtschaftswachstum spielt für Jungheinrich eine vorrangige Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie weltweite konjunkturelle Entwicklung hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Eine kräftige Wachstumsentwicklung erfuhren dabei die USA. Die chinesische Wirtschaft verzeichnete 2014 zwar ein hohes Wirtschaftswachstum, blieb allerdings hinter den Wachstumsraten der vergangenen Jahre zurück. Nach der Rezession im Jahr 2013 verzeichnete die Eurozone ein leichtes Wachstum. Gleichwohl belasteten der politische Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Verhältnisses der Europäischen Union und der USA zu Russland sowie das starke Konjunkturgefälle im Euroraum die wirtschaftliche Entwicklung. Positive Impulse gingen hingegen von der expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank aus. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete eine ordentliche Aufwärtsentwicklung. In der zweiten Jahreshälfte geriet der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, spürbar unter Druck und sank im Oktober 2014 mit 103,2 Punkten auf den niedrigsten Stand im Berichtsjahr, erholte sich aber zum Jahresende und lag im Dezember 2014 bei 105,5 Punkten. Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2014 um 3,1 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent). In den USA lag die Wachstumsrate bei 2,5 Prozent nach 2,2 Prozent im Jahr 2013. Chinas Wirtschaft verzeichnete einen gegenüber dem Vorjahr geringeren Anstieg von 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent (Vorjahr: minus 0,4 Prozent). Mit einem Anstieg von 1,5 Prozent zeigte die deutsche Wirtschaft ein deutlich höheres Wachstum als im Vorjahr (0,1 Prozent) und war damit Wachstumstreiber der Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt in Frankreich wuchs 2014 wie im Vorjahr um 0,4 Prozent. In Italien sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent und damit nicht mehr so stark wie 2013 (minus 1,7 Prozent). In Großbritannien lag das Wachstum bei 2,6 Prozent und war somit kräftiger als im Vorjahr (1,7 Prozent). In diesen vier europäischen Ländern erwirtschaftet Jungheinrich über 50 Prozent seines Konzernumsatzes. Die beiden für Jungheinrich bedeutenden osteuropäischen Volkswirtschaften Polen und Russland entwickelten sich unterschiedlich. Während in Polen das Bruttoinlandsprodukt um 3,3 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) wuchs, stieg es in Russland nur um 0,6 Prozent (Vorjahr: 1,3 Prozent). Wachstumsraten für ausgewählte WirtschaftsregionenBruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2015) Branchenbezogene RahmenbedingungenDer Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte im Berichtsjahr ein gutes Wachstum. Dabei kamen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus Westeuropa, China und Nordamerika. ![]() Volumen in Tsd. Stückscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Material Handling Equipment Manufacturers) Das Weltmarktvolumen erhöhte sich von 1.009,8 Tsd. Fahrzeugen im Jahr 2013 um 8 Prozent auf 1.094,0 Tsd. Fahrzeuge im Berichtsjahr. Europa, Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete mit 344,5 Tsd. Fahrzeugen einen Anstieg um 9 Prozent (Vorjahr: 315,5 Tsd. Fahrzeuge). Während die Nachfrage in Westeuropa um 11 Prozent kletterte, blieb das Marktvolumen in Osteuropa nahezu stabil (minus 0,4 Prozent). Ursache für die Entwicklung in Osteuropa war der starke Rückgang des russischen Flurförderzeugmarktes um 19 Prozent. Das Marktvolumen in Asien stieg um 11 Prozent auf 443,9 Tsd. (Vorjahr: 401,3 Tsd.) Fahrzeuge. Darin ist China mit einem Plus von 10 Prozent auf 273,3 Tsd. (Vorjahr: 248,0 Tsd.) Fahrzeuge enthalten. Der nordamerikanische Markt wies ebenfalls eine deutliche Steigerung um 9 Prozent auf 219,4 Tsd. (Vorjahr: 200,9 Tsd.) Fahrzeuge auf. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Produktsegmenten sehr unterschiedlich. Das Marktvolumen für Fahrzeuge der Lagertechnik stieg weltweit um 11 Prozent an, wozu China mit einem Plus von 25 Prozent, Nordamerika mit einem Zuwachs von 12 Prozent und Europa mit einem Plus von 11 Prozent beitrugen. Das Weltmarktvolumen der Gegengewichtsstapler mit elektromotorischem Antrieb stieg um 14 Prozent an, während die Stapler mit verbrennungsmotorischem Antrieb ein Wachstum von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufwiesen. Der europäische Markt zeigte in dieser Fahrzeugkategorie eine nahezu stabile Entwicklung (minus 0,4 Prozent), während das Marktvolumen der elektromotorischen Gegengewichtsstapler in Europa um 15 Prozent stieg. Regulatorische RahmenbedingungenJungheinrich muss mit seinen Produkten und Dienstleistungen spezifischen Vorgaben mit Regulierungscharakter im In- und Ausland entsprechen. Diese Vorgaben dienen vorrangig dazu, Gefahren für den Nutzer der Produkte, sonstige Personen, Anlagen und die Umwelt zu begrenzen. Die Übereinstimmung der Produkte und Dienstleistungen mit den unterschiedlichen Regelungsinhalten muss durch entsprechende interne Kontrollmechanismen verifiziert oder extern zertifiziert werden. Viele der gesetzlichen Anforderungen werden in produktspezifischen und anderen Normen (beispielsweise EN, ISO oder DIN) konkretisiert. Ziel von Jungheinrich ist es, die regulatorischen Mindestvorgaben für seine Produkte und Dienstleistungen sicher einzuhalten. Jungheinrich verfügt über Prozesse, die gewährleisten, dass solche rechtlichen Vorgaben effizient umgesetzt werden. Die Errichtung und der Betrieb von Produktionsanlagen unterliegen ebenfalls bestimmten rechtlichen Anforderungen, unter anderem hinsichtlich der Vermeidung von Luftverschmutzung, der Lärmreduktion, der Abfallproduktion und -entsorgung sowie des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes. Die großen Bauvorhaben im Konzern, zum Beispiel die Errichtung des neuen Hauptverwaltungsgebäudes in Hamburg, werden professionell durch das Corporate Real Estate Management der Jungheinrich AG sowie durch externe Partner betreut. ![]() Gesamtaussage des Vorstandes zum Geschäftsverlauf 2014Vor dem Hintergrund eines moderaten Wirtschaftswachstums von 0,8 Prozent in den Ländern des Euroraumes beurteilen wir den Geschäftsverlauf im Berichtsjahr sehr positiv. Jungheinrich erzielte 2014 Spitzenwerte bei Auftragseingang, Produktion, Umsatz, EBT und EBIT sowie bei dem Ergebnis nach Steuern. In Europa stieg die Nachfrage nach Flurförderzeugen um 9 Prozent. Dabei war die Entwicklung in West- und Osteuropa sehr unterschiedlich. Während der westeuropäische Markt gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent stieg, blieb die Nachfrage in den osteuropäischen Ländern fast stabil. Hintergrund war der starke Marktrückgang in Russland. Jungheinrich hat seine Marktposition mit knapp 21 Prozent Marktanteil in Europa weiter gefestigt. Knapp über 90 Prozent des Konzernumsatzes werden nach wie vor in Europa erzielt. Unser Produktionsvolumen stieg im Jahresvergleich von 72,5 Tsd. Fahrzeugen um 15 Prozent auf 83,5 Tsd. Fahrzeuge und übertraf damit erstmals das Vorkrisenniveau von 2007 (82,4 Tsd. Fahrzeuge). Insgesamt ist dies der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Aufgrund unserer Einschätzung, dass die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich vom prognostizierten Wirtschaftswachstum der Eurozone profitieren würde, hatten wir zu Jahresbeginn einen Auftragseingang zwischen 2,4 Mrd. € und 2,5 Mrd. € sowie einen Umsatz in einer Bandbreite zwischen 2,3 Mrd. € und 2,4 Mrd. € erwartet. Nach dem guten Start in das Berichtsjahr konnten wir bereits anlässlich der Berichterstattung über das 1. Quartal 2014 die Umsatzerwartung auf 2,4 Mrd. € bis 2,5 Mrd. € anheben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir mit einem Auftragseingang in Höhe von 2.535 Mio. € (Vorjahr: 2.357 Mio. €) die Zielmarke um 35 Mio. € übertroffen und einen neuen Spitzenwert erreicht. Beim Umsatz haben wir mit 2.498 Mio. € (Vorjahr: 2.290 Mio. €) den oberen Rand der Bandbreite erreicht. Mit der Veröffentlichung des Konzernabschlusses 2013 im März 2014 hatten wir ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) von 170 Mio. € bis 180 Mio. € prognostiziert, das Ergebnis vor Steuern (EBT) sollte zwischen 150 Mio. € und 160 Mio. € liegen. Zum Bericht über das 1. Quartal 2014 haben wir die EBIT-Prognose auf 175 Mio. € bis 185 Mio. € und die EBT-Prognose auf 155 Mio. € bis 165 Mio. € angehoben. Anlässlich der Berichterstattung über das 3. Quartal 2014 konnten wir das EBIT auf 180 Mio. € bis 185 Mio. € konkretisieren und das EBT auf 163 Mio. € bis 168 Mio. € präzisieren. Diese Prognosen haben wir sowohl beim EBIT mit 193 Mio. € als auch beim EBT mit 175 Mio. € übertroffen und jeweils Spitzenwerte erzielt. Dabei ist in den Ergebnissen ein ertragswirksamer Sondereffekt aus der Anpassung des niederländischen Pensionsplanes in Höhe von 6,7 Mio. € enthalten. Das EBIT-ROS von 7,7 Prozent und das EBT-ROS von 7,0 Prozent liegen über unseren Zielsetzungen (mindestens 7 Prozent EBIT-ROS, mindestens 6 Prozent EBT-ROS). Wie im Vorjahr ergab sich 2014 keine Nettoverschuldung, sondern ein hohes Nettoguthaben in Höhe von 132 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €). Die ursprüngliche Planung eines über dem Vorjahreswert liegenden Nettoguthabens wurde zur Halbjahresberichterstattung aufgrund des starken Ausbaues der Mietflotte und des Aufbaues von Working Capital nach unten angepasst. Den Wert der geplanten Forschungs- und Entwicklungsausgaben haben wir von zunächst 45 Mio. € im Zuge der Halbjahresberichterstattung auf einen Korridor von 45 Mio. € bis 50 Mio. € angehoben. Mit einem Wert von 50 Mio. € liegen wir im Plan. Die Investitionen in Sachanlagen zuzüglich des Nutzungsrechtes für die Immobilie in Singapur betrugen 80 Mio. € und lagen damit unterhalb der geplanten Bandbreite von 85 Mio. € bis 95 Mio. €. Der Fortschritt der großen Bauvorhaben und Investitionen wurde dabei im vorgesehenen Zeit- und Kostenplan realisiert. Der Jungheinrich-Konzern hat sich insgesamt im Berichtsjahr sehr positiv entwickelt. Das operative Ergebnis fiel aufgrund eines ungeplanten positiven Bewertungseffektes im 4. Quartal 2014 etwas höher aus als erwartet. Kennzahlen Geschäftsverlauf![]() ![]() Geschäftsverlauf und ErtragslageAuftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, stieg von 78,2 Tsd. Stück um 9 Prozent auf 85,6 Tsd. Einheiten. Neben der konjunkturbedingt gestiegenen Nachfrage (Welt: plus 8 Prozent, Europa: plus 9 Prozent) wirkte sich aus, dass 2014 deutlich mehr Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte eingingen als im Vorjahr. In Russland gelang es, trotz des Marktrückganges um 19 Prozent, die Auftragseingangsstückzahlen um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 2.535 Mio. € (Vorjahr: 2.357 Mio. €). Besonders gut entwickelte sich das Neugeschäft, das um 114 Mio. € zulegte. Rund die Hälfte des Zuwachses entfiel davon auf das Logistiksystemgeschäft, das Teil des Geschäftsfeldes Neugeschäft ist. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes betrug 379 Mio. € zum 31. Dezember 2014 (31. Dezember 2013: 366 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag damit wie im Vorjahr bei über drei Monaten. ProduktionDas Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Im Berichtszeitraum lagen die Produktionszahlen mit 83,5 Tsd. Fahrzeugen um 15 Prozent über dem Vorjahreswert von 72,5 Tsd. Fahrzeugen. Dies ist auf eine Steigerung der Stückzahlen im zweistelligen Prozentbereich über alle Produktgruppen hinweg zurückzuführen. Die lagertechnischen Geräte sind mit 80 Prozent Anteil am Produktionsvolumen das größte Produktsegment des Unternehmens. Sehr starke Steigerungsraten wiesen die Systemgeräte im Werk Degernpoint mit 51 Prozent auf 2,6 Tsd. Fahrzeuge sowie die verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler im Werk Moosburg mit 23 Prozent auf 5,2 Tsd. Stapler auf. Wie im Werk Degernpoint konnte auch im neuen chinesischen Werk aufgrund des erstmaligen ganzjährigen Betriebes die Produktion erheblich gesteigert werden. Nach 2,1 Tsd. produzierten Geräten im Vorjahr liefen im Berichtsjahr 3,7 Tsd. Fahrzeuge vom Band. Das entsprach einer Steigerung um 74 Prozent. UmsatzDer Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr um 208 Mio. € bzw. 9 Prozent auf 2.498 Mio. € (Vorjahr: 2.290 Mio. €). In Europa erzielte Jungheinrich 91 Prozent (Vorjahr: 92 Prozent) des Konzernumsatzes. Dabei fiel der relative Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr in Osteuropa deutlicher aus als in Westeuropa, insbesondere getragen durch Zuwächse in Tschechien, Polen und in der Türkei. Im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland stiegen die Umsatzerlöse um 7 Prozent auf 655 Mio. € (Vorjahr: 613 Mio. €). Die Auslandsumsätze stiegen deutlicher um 10 Prozent auf 1.843 Mio. € (Vorjahr: 1.677 Mio. €). Die Auslandsquote erhöhte sich damit von 73 Prozent auf 74 Prozent im Berichtsjahr. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas erreichten mit 229 Mio. € ein deutliches Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr (184 Mio. €). Dabei ist der Umsatz in China mit 33 Prozent überproportional gestiegen. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz betrug 9 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent). ![]() scroll
Kennzahlen Ertragslage![]() ![]() ![]() Alle Geschäftsfelder trugen zum Umsatzwachstum bei. Insbesondere das Neugeschäft stieg deutlich überproportional von 1.213 Mio. € im Vorjahr um 13 Prozent auf 1.375 Mio. €. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 339 Mio. € (Vorjahr: 288 Mio. €) Erlöse aus der Sparte "Logistiksysteme" und 50 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) Erlöse aus der Sparte "Versandhandel". Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 32 Mio. € bzw. 8 Prozent auf 429 Mio. € (Vorjahr: 397 Mio. €). Dazu trug das Mietgeschäft stärker bei als das Geschäft mit Gebrauchtgeräten. Die Umsatzsteigerung im Mietgeschäft resultierte aus dem Ausbau der Mietflotte um durchschnittlich 4,5 Tsd. Fahrzeuge auf 38,1 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 33,6 Tsd. Fahrzeuge). Der Kundendienstumsatz stieg um 5 Prozent auf 737 Mio. € (Vorjahr: 705 Mio. €) und wies damit ein kontinuierliches Wachstum auf. Der Anteil des Kundendienstes am Gesamtumsatz betrug somit 30 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent). Das Finanzdienstleistungsgeschäft erzielte einen Umsatz von 579 Mio. € (Vorjahr: 547 Mio. €), was einer Steigerung von 6 Prozent entspricht. ErgebnisentwicklungDie Umsatzkosten stiegen auf 1.720 Mio. € (Vorjahr: 1.586 Mio. €), der Anteil am Konzernumsatz betrug wie im Vorjahr 69 Prozent. Den gegenüber dem Vorjahr aufgrund der gestiegenen Umsatzanteile des margen schwächeren Neugeschäftes erhöhten Umsatzkosten stand dabei die verbesserte Auslastung der Werke gegenüber. Die Vertriebskosten stiegen um 10 Prozent auf 476 Mio. € (Vorjahr: 433 Mio. €) und damit leicht überproportional zum Konzernumsatz. Hier machte sich die planmäßige Stärkung der Vertriebsorganisation bemerkbar. Der Jungheinrich-Konzern investierte im Berichtsjahr unvermindert stark in die Entwicklung seiner Produkte. Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungskosten lagen bei 44 Mio. € nach 38 Mio. € im Vorjahr. Die allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich mit 8 Prozent unterproportional zum Konzernumsatz auf 70 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €). Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) stieg um 21 Mio. € bzw. um 12 Prozent auf 193 Mio. € (Vorjahr: 172 Mio. €). Damit erreichte Jungheinrich im Geschäftsjahr 2014 ein Rekord-EBIT. Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) lag bei 7,7 Prozent (Vorjahr: 7,5 Prozent). Das starke Umsatzwachstum im margenschwächeren Neugeschäft, der einmalige Beitrag zum Stiftungsvermögen der Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung (1,3 Mio. €) sowie die Kosten für die Präsenz auf der weltweit größten Branchenmesse CeMAT wirkten sich belastend auf die Profitabilität aus. Ein positiver Sondereffekt in Höhe von 6,7 Mio. € ergab sich aus der Anpassung des niederländischen Pensionsplanes zum Ende des Berichtsjahres. Im Jahr 2014 betrug der ROCE 18,4 Prozent nach 18,7 Prozent im Vorjahr. Hauptursache für den leichten Rückgang waren die weiterhin großen Zukunftsinvestitionen, die zu einem im Vergleich zur Steigerung des EBIT überproportionalen Wachstum des zinspflichtigen Kapitals geführt haben. Umsatzaufteilungscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Kostenstruktur laut Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
![]() Das Finanzergebnis betrug minus 18 Mio. € (Vorjahr: minus 22 Mio. €) und war damit signifikant besser als im Vorjahr. Wesentlicher Grund hierfür war die niedrigere Zinslast im Berichtsjahr aufgrund der vorzeitigen Ablösung der variablen Tranche des Schuldscheindarlehens von 2009 über 54 Mio. € im Juli 2013. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg entsprechend auf 175 Mio. € (Vorjahr: 150 Mio. €). Die EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) betrug 7,0 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent). Entsprechend der Ergebnisentwicklung stieg die Ertragsteuerbelastung für den Jungheinrich-Konzern auf 49 Mio. € (Vorjahr: 43 Mio. €) an. Die Konzernsteuerquote betrug damit 28 Prozent nach 29 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 19 Mio. € auf 126 Mio. € (Vorjahr: 107 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie stieg entsprechend auf 3,73 € (Vorjahr: 3,18 €). Aufgrund der Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Dividende in Höhe von 0,98 € je Stammaktie (Vorjahr: 0,80 €) und in Höhe von 1,04 € je Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,86 €) auszuschütten. Dies entspricht einer Gesamtausschüttung in Höhe von 34,3 Mio. € (Vorjahr: 28,2 Mio. €). WertschöpfungAus der nachfolgenden Wertschöpfungsrechnung des Jungheinrich-Konzerns ergeben sich die vom Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 erwirtschafteten Leistungen abzüglich sämtlicher Vorleistungen und Abschreibungen sowie ihre Verwendung. Wertschöpfungsrechnung im Jahresvergleichscroll
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Inklusive Zinserträge, sonstige betriebliche
Erträge und Beteiligungserträge Die Nettowertschöpfung des Konzerns erreichte 970 Mio. € (Vorjahr: 905 Mio. €), das waren 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Verwendungsrechnung zeigt, dass nach wie vor der größte Anteil der Nettowertschöpfung auf die Mitarbeiter entfiel; dies waren 753 Mio. € bzw. 78 Prozent (Vorjahr: 707 Mio. € bzw. 78 Prozent). Die öffentliche Hand erhielt 49 Mio. € bzw. 5 Prozent (Vorjahr: 43 Mio. € bzw. 5 Prozent). Die Darlehensgeber partizipierten nur noch mit 42 Mio. € bzw. 4 Prozent (Vorjahr: 48 Mio. € bzw. 5 Prozent). Den Stamm- und Vorzugsaktionären flossen wie im Vorjahr 28 Mio. € bzw. 3 Prozent zu. Dem Unternehmen standen zur Innenfinanzierung nunmehr 98 Mio. € bzw. 10 Prozent (Vorjahr: 79 Mio. € bzw. 9 Prozent) aus der Nettowertschöpfung zur Verfügung. Finanzlage, Kapitalstruktur und LiquiditätFinanzlage und KapitalstrukturAls Konzernobergesellschaft verantwortet die Jungheinrich AG das Finanzmanagement des Konzerns und stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement mit dem Ziel einer zins- und währungsoptimalen Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der Konzerngesellschaften wahr. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Durch die hohe Kreditwürdigkeit des Jungheinrich-Konzerns ist der Zugang zu diesen Märkten uneingeschränkt gewährleistet. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns sicherzustellen. Für die überschüssige Liquidität wird eine konservative Anlagepolitik verfolgt, die nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt ist, sondern auf den Erhalt der Vermögenswerte. Zur Stärkung der Innenfinanzierungskraft wird ein zentrales Working Capital Management eingesetzt, das die Optimierung und Standardisierung wesentlicher Prozesse und Systeme vorsieht. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wurden wie in den vorangegangenen Geschäftsjahren nicht genutzt. Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cashflow sowie durch die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten mittelfristigen Kreditrahmen beträgt 225 Mio. €. Diese werden ergänzt durch kurzfristige, bilaterale Kreditlinien bei einzelnen ausländischen Tochtergesellschaften. Im Dezember 2014 wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 100 Mio. € erfolgreich am Markt platziert. Aus dieser zusätzlichen strategischen Liquiditätsreserve wurden die festverzinsliche Tranche des 2009 aufgenommenen Schuldscheindarlehens in Höhe von 46 Mio. € planmäßig zurückgezahlt sowie mehrere Großprojekte der vergangenen Jahre refinanziert. Vor dem Hintergrund des günstigen Marktumfeldes konnte durch vorzeitige Kreditvertragsverhandlungen und die Neuaufnahme des Schuldscheindarlehens 2014 das Fälligkeitsprofil optimiert werden. Darüber hinaus wurden sämtliche Kreditrahmen- und Schuldscheindarlehensverträge ohne Financial Covenants vereinbart. ![]() ![]() Der Konzern wies im Berichtsjahr unverändert keine Nettoverschuldung, sondern ein Nettoguthaben in Höhe von 132 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €) aus. Der Rückgang resultierte aus dem starken Ausbau der Mietflotte und dem Aufbau von Working Capital. Der Verschuldungsgrad war, gemessen als Relation der Nettoverschuldung zu EBITDA, wie im Vorjahr negativ. Das zugrunde liegende EBITDA wird dabei um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen bereinigt und verbesserte sich infolge der positiven Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr auf 315 Mio. € (Vorjahr: 283 Mio. €). Das Segment "Finanzdienstleistungen" (siehe Finanzdienstleistungen, Seite 59) hat mit seinen Vermögenswerten und den zugehörigen Verbindlichkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur des Jungheinrich-Konzerns. Daher werden bei bestimmten Kennzahlen die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eliminiert, um so bei den finanzwirtschaftlichen Kenndaten die Aussagekraft und Vergleichbarkeit zu anderen Unternehmen zu verbessern. Bezüglich bonitäts- bzw. ratingrelevanter Kennzahlen orientiert sich daher die finanzwirtschaftliche Steuerung des Konzerns an den Grundsätzen und Zielsetzungen des sogenannten "Captive Finance"-Ansatzes. Das Eigenkapital erhöhte sich um 69 Mio. € auf 900 Mio. € (Vorjahr: 831 Mio. €). Der Anstieg des Eigenkapitals wurde vor allem von der positiven Ertragsentwicklung bestimmt, der die Dividendenausschüttung in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) und die Belastung aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von 27 Mio. € nach Steuern gegenüberstanden. Aufgrund des sehr guten Ergebnisses nach Steuern konnte bei deutlich gestiegener Bilanzsumme dennoch die Konzern-Eigenkapitalquote mit 29,6 Prozent fast auf dem Vorjahresniveau (30,2 Prozent) gehalten werden. Bereinigt man die Konzernzahlen um sämtliche Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen", so ergibt sich eine Eigenkapitalquote bezogen auf das Segment "Intralogistik" in Höhe von 46,0 Prozent (Vorjahr: 47,1 Prozent). Die Pensionsrückstellungen stiegen aufgrund der Neubewertung zum Bilanzstichtag spürbar um 20 Prozent auf 241 Mio. € (Vorjahr: 201 Mio. €). Der Anstieg ergab sich im Wesentlichen aufgrund des zum Bilanzstichtag deutlich auf 2,0 Prozent reduzierten Rechnungszinssatzes in Deutschland. Die übrigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen wuchsen insgesamt um 12 Mio. € auf 216 Mio. € (Vorjahr: 204 Mio. €). Der Zuwachs resultierte insbesondere aus höheren Gewährleistungsverpflichtungen und Personalrückstellungen. Letztere waren aufgrund des stark reduzierten Rechnungszinssatzes in der Eurozone für die langfristigen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag aufwandswirksam zu erhöhen. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 64 Mio. € auf 334 Mio. € (Vorjahr: 270 Mio. €). Kapitalstrukturscroll
![]() Wesentliche Gründe für die Veränderung waren die planmäßige Rückzahlung der fixen Tranche des Schuldscheindarlehens von 2009 in Höhe von 46 Mio. € sowie die Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € im Dezember 2014. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der Zunahme der Finanzierung von neuen Verträgen mit 943 Mio. € um 72 Mio. € über dem Vorjahreswert von 871 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 188 Mio. € (Vorjahr: 160 Mio. €). Die vollständige Bilanz des Jungheinrich-Konzerns ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen. LiquiditätDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 110 Mio. € deutlich verbessert (Vorjahr: 68 Mio. €). Die Steigerung resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg des Ergebnisses nach Steuern zuzüglich der Abschreibungen in Höhe von insgesamt plus 34 Mio. €. Des Weiteren stand dem aufgrund der stärkeren Marktnachfrage im Berichtszeitraum höheren Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen (minus 68 Mio. €) ein Anstieg der entsprechenden Finanzierungen (plus 88 Mio. €) gegenüber. Hierbei ist die Ablösung von Fremdfinanzierungen für die Mietflotte in Höhe von 28 Mio. € im Vorjahreszeitraum zu berücksichtigen. Gegenläufig entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die um 28 Mio. € höhere Kapitalbindung im Working Capital, die wesentlich durch das Umsatzwachstum im Jahr 2014 und den damit verbundenen Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestimmt war. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt plus 59 Mio. € (Vorjahr: minus 73 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei minus 93 Mio. €. Der Vorjahreswert von minus 101 Mio. € war durch die großen strategischen Investitionsprojekte geprägt (siehe "Investitionen", Seite 58). Im Berichtszeitraum waren im Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Wesentlichen der Immobilienerwerb für die Vertriebsniederlassung in Singapur sowie Mittelabflüsse für den Bau der Hauptverwaltung in Hamburg und des Schulungszentrums im Werk Norderstedt sowie für die Modernisierung des Produktionswerkes in Moosburg und die Erweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums Dresden enthalten. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 2014 plus 23 Mio. € und resultierte wesentlich aus der Nettoaufnahme von Schuldscheindarlehen im Saldo von 54 Mio. €. Im Vorjahr war der Cashflow aufgrund der vorzeitigen Ablösung der variabel verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens von 2009 in Höhe von 54 Mio. € mit minus 93 Mio. € deutlich negativ geprägt. Infolgedessen erreichte die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes insgesamt mit 40 Mio. € (Vorjahr: minus 126 Mio. €) im Berichtsjahr sogar einen positiven Wert. Die detaillierte Kapitalflussrechnung ist dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG zu entnehmen. Kapitalflussrechnungscroll
Vermögenslage![]() Die Bilanzsumme stieg zum Jahresende 2014 um 289 Mio. € auf 3.040 Mio. € (31.12.2013: 2.751 Mio. €). Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 43 Mio. € auf 461 Mio. € (Vorjahr: 418 Mio. €). Hier schlugen sich im Wesentlichen die unter "Investitionen" (Seite 58) genannten großen Bauvorhaben und Investitionen nieder. Der Bestandswert der Miet- und Leasinggeräte wuchs deutlich um 58 Mio. € auf 531 Mio. € (Vorjahr: 473 Mio. €). Der Wert der Mietgeräte nahm dabei aufgrund einer kräftigen Aufstockung der Flotte um 34 Mio. € auf 248 Mio. € (Vorjahr: 214 Mio. €) zu. Mit dem Ausbau des Vertragsbestandes stiegen die Werte für die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen um 24 Mio. € auf 283 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €) und für die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen noch deutlicher um 33 Mio. € auf 639 Mio. € (Vorjahr: 606 Mio. €) an. Die übrigen langfristigen Vermögenswerte nahmen um 30 Mio. € auf 139 Mio. € (Vorjahr: 109 Mio. €) zu. Wesentlicher Hintergrund war die Erhöhung der latenten Steueransprüche und der sonstigen Vermögenswerte aus der Neubewertung der Pensionspläne zum Bilanzstichtag. Die Vorräte stiegen aufgrund der Geschäftsausweitung um 28 Mio. € auf 299 Mio. € (Vorjahr: 271 Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse und Waren im Vertrieb in Höhe von gut 25 Mio. € im Wesentlichen noch nicht fakturierte Kundenaufträge zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen aufgrund des gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich höheren Konzernumsatzes im 4. Quartal 2014 um 47 Mio. € auf 454 Mio. € (Vorjahr: 407 Mio. €) zu. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere stiegen um 42 Mio. € auf 421 Mio. € (Vorjahr: 379 Mio. €). Hauptursachen für die Veränderung waren die planmäßige Rückzahlung der festverzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens von 2009 in Höhe von 46 Mio. € sowie die Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € im Dezember 2014. Vermögensstrukturscroll
Investitionen![]() Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - ohne aktivierte Entwicklungsausgaben -betrugen im Berichtsjahr 84 Mio. € (Vorjahr: 91 Mio. €). Jungheinrich führt regelmäßig Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen durch. Darüber hinaus investiert Jungheinrich in zukünftiges Wachstum und den Ausbau der Vertriebsinfrastruktur. Schwerpunkte hierbei waren im Berichtsjahr
Alle Bauvorhaben sind im Zeit- und Kostenplan. Im Vorjahr wurden die drei großen strategischen Investitionsprojekte - das Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen, das Werk für Lager- und Systemgeräte am Standort Degernpoint (Bayern) sowie das Werk in Qingpu (China) -planmäßig abgeschlossen. FinanzdienstleistungenOrganisation und GeschäftsmodellSämtliche Finanzdienstleistungsaktivitäten des Jungheinrich-Konzerns sind im Segment "Finanzdienstleistungen" zusammengefasst und werden zentral über die Jungheinrich Financial Services International GmbH und die Jungheinrich Rental International AG & Co. KG gesteuert. Innerhalb des Jungheinrich-Konzerns nimmt das Segment "Finanzdienstleistungen" eine Dienstleistungsfunktion für den Jungheinrich-Vertrieb wahr. Mit individuellen, flexiblen und wettbewerbsfähigen Finanzdienstleistungsangeboten kann der Vertrieb aufgrund seiner europaweiten Direktvertriebsstruktur mit eigener Serviceorganisation den Kundenerwartungen auch hinsichtlich einer länderübergreifenden Betreuung von Fahrzeugen gerecht werden. Das Finanzierungsangebot umfasst sämtliche Produkte aus dem Portfolio von Jungheinrich. Dazu gehören neue und gebrauchte Flurförderzeuge, Regalanlagen, Lagereinrichtungen und Systemlösungen. In den europäischen Kernmärkten Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Niederlande und Österreich ist Jungheinrich mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten. Der kontinuierliche Ausbau in weitere europäische Länder ist mittelfristig vorgesehen. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur und -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Mit der im Jahr 2010 ausschließlich zu Refinanzierungszwecken gegründeten Gesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, können zudem Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Das Refinanzierungsvolumen der Finanzierungsplattform betrug zum 31. Dezember 2014 etwas mehr als 200 Mio. €. Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung des Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges. Die angebotenen Finanzdienstleistungsverträge sind grundsätzlich mit einer Full-Service- oder Wartungsvereinbarung verbunden. Vor diesem Hintergrund dienen die individuellen Angebote zur Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung der Absatzförderung und der langfristigen Kundenbindung. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen mit den Kunden resultieren, werden mit Ausnahme des Adressausfall- und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten zugeordnet. Vertragsarten und BilanzierungFinanzdienstleistungsverträge zwischen Kunden und Jungheinrich-Gesellschaften oder zwischen Kunden und Jungheinrich unter Zwischenschaltung von externen Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) werden entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln entweder als Leasinggeräte ("Operating Leases") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") ausgewiesen. Die durchschnittliche Laufzeit von Finanzdienstleistungsverträgen liegt bei fünf Jahren. Rund drei Viertel aller Verträge sind aufgrund der strategischen Fokussierung "Finance Lease"-Verträge. ![]() Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeit- und zinskongruent und wird unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Darüber hinaus werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft resultieren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2014 erreichte das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 464 Mio. € (Vorjahr: 415 Mio. €). Der Anstieg um 49 Mio. € ist auf die verstärkte Nachfrage von Finanzdienstleistungslösungen zurückzuführen. Regional hervorzuheben sind in Westeuropa Großbritannien und Italien mit einer Steigerung im wertmäßigen Zugangsvolumen von 24 bzw. 21 Prozent. Vom wertmäßigen Zugangsvolumen entfielen 77 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent) auf die sieben Länder mit Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum Jahresende 2014 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 4 Prozent auf 113,0 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 109,0 Tsd. Einheiten). Dies entspricht einem Neuwert von 1.841 Mio. € (Vorjahr: 1.745 Mio. €). Der wertmäßige Anstieg betrug 96 Mio. €. Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurde mehr als jedes dritte Neufahrzeug im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes abgesetzt. Die Leasingquoten in einzelnen Ländern waren dabei unterschiedlich. In Italien, Großbritannien und Schweden verzeichnete Jungheinrich Leasingquoten bei Neufahrzeugen von mehr als 60 Prozent. Der Umsatz stieg von 547 Mio. € um 32 Mio. € auf 579 Mio. €. Der Schwerpunkt des Geschäftes lag nach wie vor auf "Finance Lease"-Verträgen. Das EBIT erhöhte sich auf 15 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €). Der starke Anstieg war neben der Verbesserung des Zinsergebnisses aufgrund der Geschäftsausweitung zu einem großen Teil auf die Neueinschätzung von Risiken zurückzuführen, die zu einer Neubewertung von Rückstellungen führte. Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
Mitarbeiter![]() Im Berichtszeitraum hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazitäten erweitert und dabei vor allem den Vertrieb gestärkt. Konzernweit erhöhte sich die Belegschaft (gemessen in Vollzeitäquivalenten, FTE) zum Jahresende 2014 um 709 Beschäftigte oder 6 Prozent auf 12.549 (Vorjahr: 11.840) Mitarbeiter. Der Großteil des Mitarbeiterausbaues entfiel auf die Vertriebsgesellschaften in Europa und Asien. Ein weiterer Schwerpunkt war die Stärkung des Logistiksystemgeschäftes. Der Personalaufwand erhöhte sich um 46 Mio. € auf 753 Mio. € (Vorjahr: 707 Mio. €). Davon entfielen 615 Mio. € (Vorjahr: 570 Mio. €) auf Gehälter und 127 Mio. (Vorjahr: 119 Mio. €) auf Sozialabgaben. Zum Ausgleich von Kapazitätsschwankungen in den Fertigungsbereichen wurden auch im Berichtszeitraum Leiharbeitnehmer eingesetzt. Im Jahresdurchschnitt kletterte die Zahl vor dem Hintergrund der starken Produktionssteigerung gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf 488 Leiharbeitnehmer. Rund 73 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent) waren in den inländischen Werken tätig. Per 31. Dezember 2014 waren 487 (Vorjahr: 454) Leiharbeitnehmer im Konzern eingesetzt. Schwerpunkte des MitarbeiterausbauesIn Europa verzeichneten nach Deutschland die Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Spanien, Polen, Russland und in der Türkei die höchsten Mitarbeiterzugänge. Im Rahmen der Wachstumsstrategie für Asien wurde die Belegschaft der Jungheinrich-Vertriebsgesellschaften in der Region von 592 um 54 Mitarbeiter auf 646 Mitarbeiter ausgebaut. Der Fokus lag dabei auf China mit einem Plus von 24 Mitarbeitern. In Brasilien wurde die Belegschaft um 21 Mitarbeiter auf 130 Mitarbeiter erhöht. Im Zuge der weiteren Differenzierung zum Wettbewerb wurden zudem das Logistiksystemgeschäft sowie der Versandhandel personell verstärkt. Für den Ausbau des Vertriebes im Logistiksystemgeschäft wurde die Belegschaft um 40 Mitarbeiter erweitert. Die Personalkapazität im Vertrieb für Logistiksysteme lag damit bei 565 Mitarbeitern. Die Belegschaft im Versandhandel wuchs um 16 Mitarbeiter auf 131 (Vorjahr: 115) Mitarbeiter. Mitarbeiter nach FunktionenVon der Gesamtbelegschaft (ohne Leiharbeitnehmer) waren wie im Vorjahr 79 Prozent im Vertrieb und in der Verwaltung sowie 21 Prozent in der Fertigung beschäftigt. Auf die Kundendienstorganisation entfielen 45 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent) der Belegschaft. Das waren 5.672 (Vorjahr: 5.451) Mitarbeiter. In der Serviceorganisation waren weltweit 4.019 (Vorjahr: 3.875) Kundendiensttechniker im Einsatz. ![]() scroll
Regionale VerteilungZum 31. Dezember 2014 waren 6.911 (Vorjahr: 6.484) Mitarbeiter bzw. 55 Prozent der Belegschaft im Ausland beschäftigt. Auf Deutschland entfielen 5.638 (Vorjahr: 5.356) Mitarbeiter. Dies entsprach 45 Prozent der Betriebsangehörigen. Personelle VeränderungenSeit dem 1. April 2014 ist Herr Dr. Lars Brzoska Vorstandsmitglied für das Ressort Vertrieb bei der Jungheinrich AG. Für den Übergangszeitraum zwischen dem 15. November 2013 und dem 31. März 2014 hatte der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Hans-Georg Frey, die kommissarische Leitung des Vertriebsressorts übernommen. Ausbildung im Jungheinrich-KonzernZum 31. Dezember 2014 waren 403 (Vorjahr: 346) Auszubildende im Jungheinrich-Konzern beschäftigt, davon 275 (Vorjahr: 246) im Inland. Hier bildet das Unternehmen in 14 Ausbildungsberufen aus. Daneben wird in Deutschland eine Auswahl an dualen Studiengängen angeboten. In diesem Ausbildungsmodell wechseln sich kompakte Studieneinheiten an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen ab. Innerhalb von nur sechs bis sieben Semestern kann so in den Fachrichtungen Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen der international anerkannte Bachelor-Abschluss erlangt werden. Der Anteil der Auszubildenden in den dualen Studiengängen erhöhte sich 2014 - bezogen auf die Anzahl der Auszubildenden im Inland - von 19 Prozent auf 20 Prozent. ![]()
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Basis: 275 Auszubildende in Deutschland Mitarbeiterkennzahlenscroll
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Bezogen auf Mitarbeiter im Inland Soziale KennzahlenDer Altersdurchschnitt im Konzern ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Jahre auf 40,9 Jahre gesunken. Die Betriebszugehörigkeit, als einer der Indikatoren für die Zufriedenheit der Belegschaft mit ihrem Unternehmen, lag unverändert bei über elf Jahren. In Deutschland betrug die Betriebszugehörigkeit sogar knapp 14 Jahre. Die Fluktuation war im Berichtszeitraum mit 3,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Im Inland lag die Fluktuation bei 1 Prozent - ebenfalls ein Indiz für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit bei Jungheinrich. Die Krankheitsquote, die nur für die Mitarbeiter im Inland erhoben wird, lag mit 5,4 Prozent ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres. Der Branchendurchschnitt vergleichbarer Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes Nordmetall lag für das Berichtsjahr bei 5,0 Prozent. Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle, bezogen auf 1.000 Mitarbeiter im Inland, lag mit 34 unter dem Vorjahreswert (35). Die Frauenquote lag mit 19,2 Prozent weiterhin über dem branchenüblichen Vergleichswert in Höhe von 16,1 Prozent (Quelle: VDMA). VergütungssystemDie Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Angestellte sind im Vergütungsbericht dargestellt, der Teil des Konzernlageberichtes 2014 ist und sich auf den Seiten 10 und 11 dieses Geschäftsberichtes befindet. Gesellschaftliches EngagementAm 17. Mai 2014 beging die Dr. Friedrich Jungheinrich-Stiftung ihr zehnjähriges Gründungsjubiläum. Sie betreibt in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen Bildungs- und Lehranstalten gezielte Exzellenzförderung in naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen. Aus Anlass des Jubiläums haben die Töchter des Unternehmensgründers zusammen mit der Jungheinrich AG zu jeweils einem Drittel das Stiftungskapital von vormals 6 Mio. € auf 10 Mio. € erhöht. Im Rahmen der Verleihung der Excellence Awards der Stiftung am 7. Oktober 2014 an talentierte junge Menschen in den Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz MINT) prämierte auch die Jungheinrich AG ihren Nachwuchs. Die Verleihung der Excellence Awards findet seit 2012 alle zwei Jahre statt. Jungheinrich fördert als Wirtschaftspate die Bildung in den MINT-Fächern, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. Unter anderem hat das Unternehmen die im Rahmen der "Initiative Naturwissenschaft & Technik" (NaT) bestehende Kooperation zwischen dem Werk in Norderstedt und dem nahegelegenen Coppernicus-Gymnasium inhaltlich weiter ausgebaut. Ziel der Zusammenarbeit mit Schulen aus der Hamburger Metropolregion ist es, jungen Menschen praxisbezogene Einblicke in die Arbeitswelt zu geben und ihnen frühzeitig eine Orientierung hinsichtlich ihrer späteren Studien- und Berufswahl zu ermöglichen. Bereits in die zweite Runde ging 2014 die Neuauflage des Projektes "Kinder-Uni Hamburg". Finanziert wird die Vorlesungsreihe für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren von einem Konsortium, dem auch die Jungheinrich AG angehört. Jungheinrich hat darüber hinaus im abgelaufenen Geschäftsjahr verschiedene karitative und wissenschaftliche Einrichtungen sowie Hilfsorganisationen mit Spenden unterstützt: So erhielten die Tafeln in Heide und München, die überschüssige und verwertbare Lebensmittel an Bedürftige verteilen, die Freiwillige Feuerwehr Hanstedt, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und die internationale Hilfsorganisation Transaid mit Sitz in Großbritannien freiwillige Sachleistungen aus dem Hause Jungheinrich in Form von neuen Gabelstaplern oder aufgearbeiteten Gebrauchtstaplern. Weiter ausgebaut wurde die strategische Sponsoring-Partnerschaft mit dem größten europäischen Medikamenten-Hilfswerk action medeor in Tönisvorst (Nordrhein-Westfalen). Nachdem im Vorjahr eine neue Verteilungsstelle für Arzneimittel in Masasi (Tansania) realisiert worden war, stand Jungheinrich der Hilfsorganisation 2014 in einem ähnlichen Projekt, allerdings in deutlich größerer Dimension, mit Beratungs- und Planungskompetenz im Bereich der Intralogistik durch das Vertriebszentrum Rhein-Ruhr zur Seite. Projektziel ist die Inbetriebnahme eines Medikamentenlagers in Lilongwe (Hauptstadt von Malawi) im 2. Quartal dieses Jahres, das gemeinnützige Gesundheitseinrichtungen mit preisgünstigen qualitätsgesicherten Arzneien und medizinischen Bedarfsartikeln versorgen soll. Die Lagerausstattung in einem Wert von 40,0 Tsd. € finanzierte Jungheinrich. Zusätzlich spendeten Mitarbeiter und Unternehmen 2014 über die Restcent-Aktion, bei der Jungheinrich-Mitarbeiter freiwillig jeden Monat auf die Cent-Beträge ihrer Gehaltsabrechnung verzichten können, eine Summe in Höhe von 26,2 Tsd. € (Vorjahr: 23,0 Tsd. €), die in unterschiedliche Hilfsprojekte fließt, unter anderem in die dringend notwendige Hilfe für die Opfer des Syrien-Krieges und die Bekämpfung der seit März 2014 in Westafrika grassierenden Ebola-Epidemie. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt beteiligen sich etwa 1.500 Jungheinrich-Mitarbeiter konzernweit an dem betrieblichen Freiwilligenprogramm. Die Bertelsmann Stiftung hat Jungheinrich in ihrem Corporate Responsibility Index 2013 (CRI) als Branchenbesten im Bereich Maschinen- und Anlagenbau genannt. Damit stellen die Autoren der in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth entstandenen Studie das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens als überzeugend heraus. Die Studie wird alle zwei Jahre neu aufgelegt und untersucht die relevanten Erfolgsfaktoren unternehmerischer Verantwortung. Einkauf![]() scroll
Das gesamte Einkaufsvolumen belief sich im Jahr 2014 auf 1,51 Mrd. € (Vorjahr: 1,45 Mrd. €) und gliederte sich in
Serien- und Nichtserienbedarfe werden über das konzernweite Warengruppenmanagement gesteuert. Die nach Einkaufsvolumen größten Warengruppen waren Batterien mit 153 Mio. € (Vorjahr: 131 Mio. €), elektrische Antriebsstränge mit 99 Mio. € (Vorjahr: 80 Mio. €), Stahlbaugruppen mit 98 Mio. € (Vorjahr: 83 Mio. €) sowie Lagereinrichtungen mit 78 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €). UmweltJungheinrich verfolgt den Anspruch, effiziente und umweltschonende Produkte zu entwickeln und diese umweltverträglich herzustellen. Um die damit verbundenen Umweltauswirkungen zu verringern, setzt das Unternehmen im Rahmen seines Qualitäts- und Umweltmanagements auf das Grundprinzip des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP), der unverzichtbarer Bestandteil der ISO 9001 und ISO 14001 ist. Sowohl bei der Herstellung, Nutzung und Aufarbeitung von Produkten als auch bei der Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen achtet Jungheinrich auf einen sparsamen Umgang mit Ressourcen sowie auf kontinuierliche Verbesserungen im Umweltmanagement. Die Produktionswerke in Norderstedt, Lüneburg, Moosburg, Degernpoint, Landsberg (alle Deutschland) und Qingpu (China) sowie das Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen (Deutschland) verfügen über ein nach ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Mit der Zertifizierung des Werkes in Landsberg nach ISO 14001 im Februar 2015 arbeiten diese Standorte sowohl nach ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem) als auch nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem). Das 2013 eröffnete Fertigungswerk in Qingpu verfügt über ein ausgefeiltes Energiekonzept und erhielt dafür die Leed-Zertifizierung in Silber für ökologisches Bauen vom U.S. Green Building Council. Das Thema Steigerung der Energieeffizienz ist integraler Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses und spiegelt sich innerhalb der Ökobilanz in den erreichten Einsparungen während der Nutzungsphase wider. Produkt-ÖkobilanzDie Verantwortung des Jungheinrich-Konzerns für umweltbewusstes Handeln ist unter anderem in der ersten TÜV-zertifizierten Produkt-Ökobilanz der Flurförderzeugbranche dokumentiert. Der amtlich anerkannte technische Überwachungsverein TÜV Nord hatte die Bilanz - eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten Lebenszyklus - im Jahr 2011 untersucht und gemäß DIN EN ISO 14040 zertifiziert. Die Reduzierung der CO2e -Emissionen1) von 2000 bis 2010 betrug 25 Prozent. Die ursprüngliche Version der Bilanz umfasste die Analyse der Umweltauswirkungen der Jungheinrich-Flurförderzeugflotte (ohne Hochregalstapler und Vertikalkommissionierer) im Zeitraum von 2000 bis 2010. Sie erstreckte sich auf
Seit 2012 werden auch die Hochregalstapler und die Vertikalkommissionierer in die Produkt-Ökobilanz mit einbezogen. Zielsetzung ist es, die CO2e -Emissionen, ausgehend von den Werten aus dem Jahr 2010, bis 2020 um weitere 20 Prozent zu reduzieren. Die CO2e -Emissionen in der Herstellungs- und Aufarbeitungsphase sind bei um 13 Prozent gestiegenen Stückzahlen lediglich um rund 2 Prozent angestiegen. Damit haben sich die CO2e -Emissionen pro Fahrzeug weiter verringert. In mehreren Produktclustern wurden im Rahmen der Neuentwicklungen im vergangenen Jahr Effizienzsteigerungen realisiert, die zu einem reduzierten Energieverbrauch führten. Von 2010 bis 2014 konnte eine Verringerung der CO2e -Emissionen um 7 Prozent realisiert werden. Innovative Maßnahmen zur CO2e -Reduktion sind für den gesamten Jungheinrich-Produktzyklus von Bedeutung. Speziell in der Nutzungsphase, in der 80 bis 90 Prozent der Emissionen anfallen, setzen die im eigenen Haus entwickelten Hightech-Lösungen gleich in doppelter Hinsicht den Maßstab im Wettbewerb: Zum einen hält der bei hoher Umschlagleistung deutlich verminderte Ausstoß von CO2e die Umweltauswirkungen gering, zum anderen profitiert der Kunde dauerhaft von niedrigeren Energiekosten. Kennzahlen Umwelt1)scroll
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Für Standorte Norderstedt, Moosburg, Degernpoint,
Landsberg, Lüneburg, Gebrauchtgeräte-Zentrum Dresden UmweltkennzahlenUnternehmensinterne Kennzahlensysteme werden als vergleichende Messgrößen für die Umweltleistung einzelner Einheiten im Konzern herangezogen. Bei der Erhebung umweltrelevanter Kennzahlen für die inländischen Werke orientiert sich Jungheinrich an den Vorgaben und Empfehlungen der Global Reporting Initiative (GRI), dem globalen "De-facto"-Standard für die Berichterstattung über Nachhaltigkeit (G4-Guidelines). Verbräuche, Emissionen und Abfallmengen werden am jeweiligen Standort primär durch die produzierte Stückzahl, das Produkt sowie die Fertigungstiefe beeinflusst. Die Stückzahlen (Produktion und Aufarbeitung, ohne China) sind im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent gestiegen. Der Stromverbrauch hat nur moderat um rund 6 Prozent zugenommen. Der Einsatz von Fernwärme, Erdgas und Öl konnte um rund 4 Prozent reduziert werden. Die energetische Sanierung eines Verwaltungsgebäudes in Norderstedt und der Einsatz von Niedrigenergiepulver zur Beschichtung von Bauteilen in Landsberg haben dazu beigetragen. Der Wasserverbrauch stieg trotz deutlich höherer Stückzahlen im Jahresvergleich lediglich um rund 3 Prozent, die Abwassermenge nur um rund 2 Prozent. Dies resultierte unter anderem aus der besseren und effizienteren Nutzung von Waschwasser in der Pulverbeschichtungsanlage in Norderstedt und der Regenwassersammlung in Zisternen zur Nutzung für Fahrzeug- und Teilewäsche im Rahmen der Wiederaufbereitung in Dresden. NachtragsberichtBerichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor. Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Eine absolute Sicherheit, fehlerhafte Angaben und Aussagen in der Konzernrechnungslegung zu vermeiden, Fehleinschätzungen aufzudecken und die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen zu gewährleisten, kann nicht garantiert werden. Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Jungheinrich-Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Sämtliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung zwischen Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung, der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert - getrennt nach Risiken und Chancen - verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Ad-hoc-Meldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer regulären Prüfungen sowie durch einzelfallbezogene Sonderprüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Leasing-Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach der Analyse der letzten Risikoinventur 2014 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutendsten Risiken und Chancen sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für den Jungheinrich-Konzern aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten für das Jahr 2015 ein globales Wachstum von etwa 3 Prozent. Für den Euroraum wird ein Wachstum von etwa einem Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die bisher nicht gelösten Probleme in Verbindung mit der Schuldenkrise in einigen europäischen Staaten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob erneut einzelne Länder in Krisensituationen geraten bzw. inwiefern erste Erfolge in einzelnen Ländern nachhaltig spürbar werden. Auch die anhaltend politisch instabile Situation in der Ukraine könnte sich auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Im Berichtsjahr stieg das Weltmarktvolumen bei Flurförderzeugen um rund 8 Prozent, in Europa wuchs das Marktvolumen sogar um rund 9 Prozent. Ein Konjunkturrückgang, vor allem in Europa, könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Der Markt für Flurförderzeuge ist durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa - laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche, sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges wird dadurch begegnet, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet und seine Differenzierungsstrategie - beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes - weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenOperative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell, beispielsweise durch das Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten, und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Darüber hinaus nutzt Jungheinrich im internationalen Bereich weitere Absicherungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Akkreditive. Der Trend, dass die Kunden vermehrt Neufahrzeuge langfristig mieten bzw. leasen, wird sich im laufenden Jahr weiter fortsetzen. Als Folge der Finanzkrise und der steigenden Anforderungen im finanzwirtschaftlichen Umfeld, unter anderem durch die Einführung des Banken-Regelwerkes "Basel III", wird es für einige Kunden schwieriger, ihre Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren bzw. ihre Finanzspielräume zu erhalten. Das Finanzdienstleistungsangebot von Jungheinrich bietet hier eine sinnvolle Alternative für die Kunden. Den Risiken, die sich möglicherweise aus solchen Geschäften ergeben, wird durch ein speziell auf das Finanzdienstleistungsgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement-System begegnet. Diese Risiken sind zusammenfassend unter "Risiken aus Finanzdienstleistungen" dargestellt. Jungheinrich unterhielt 2014 eine Mietflotte von durchschnittlich 38,1 Tsd. (Vorjahr: 33,6 Tsd.) Fahrzeugen. Das Risiko langer Stillstandzeiten wird durch die laufende Anpassung der Flottengröße und der Fahrzeugstruktur an den Marktbedarf sowie an die Kundenerfordernisse und eine damit einhergehende hohe Auslastungsquote verringert. Das Unternehmen steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2015 kein außergewöhnliches Risiko, welches aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultiert, erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung der Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation bzw. Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit und dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt Jungheinrich im Rahmen des Hochschulmarketings enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden beispielsweise Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten "Talentmanagements" identifiziert, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, erhöhte das Unternehmen im Berichtsjahr die Anzahl der Ausbildungsplätze. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, bleibt die Rekrutierung aufgrund des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Im Berichtsjahr konnten dennoch alle offenen Positionen für Entwicklungsingenieure qualifiziert besetzt werden. Zur Vermeidung von Auslastungsrisiken setzt Jungheinrich Leiharbeitskräfte ein. Um Produktrisiken weitestgehend zu reduzieren, werden sowohl Servicedaten als auch Informationen über Unfälle ausgewertet, darunter auch Informationen zum Sicherheitsverhalten der Produkte. Auffälligkeiten werden umgehend gemeinsam von den Produktlinienverantwortlichen, dem Kundendienst, der Rechtsabteilung sowie dem Qualitätsbereich untersucht. Der hierfür aufgesetzte Prozess wird durch spezifische Konzernrichtlinien und die Direktvertriebsorganisation mittels eines Schnellmeldesystems effizient gestützt. Bei Handlungsbedarf werden unverzüglich Korrekturmaßnahmen beschlossen und weltweit, zum Beispiel in präventiven Umrüstaktionen, umgesetzt. Des Weiteren werden Pilotkunden für Produkt- bzw. Fahrzeugtests eingebunden, um technischen Risiken aufgrund mangelnder Akzeptanz von Produktentwicklungen vorzubeugen. Selbstverständlich schützen wir auch unser Produkt-Know-how über Patentanmeldungen. Risiken aus FinanzdienstleistungenAufgrund der geschäfts- und risikopolitischen Ausrichtung des Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgeschäftes sind im Rahmen des Risikomanagements Restwert-, Refinanzierungs- und Adressausfallrisiken relevant. Detaillierte Regelungen hinsichtlich der Risikoermittlung und -bewertung sind in Konzernrichtlinien und in internen Prozessbeschreibungen der Finanzdienstleistungsgesellschaften dokumentiert. RestwertrisikenAuf Basis einer internen Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Segment "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Bereich Gebrauchtgeräte innerhalb des Vertriebes. Sowohl aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns als auch des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird eine Risikobewertung aller Finanzdienstleistungsverträge vorgenommen. Mit Hilfe der zentralen Finanzdienstleistungs-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. In den anderen Fällen, in denen der aktuelle Marktwert oberhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, besteht eine Verwertungschance. Der potenzielle Gewinn bei eventueller Verwertung wird ebenfalls regelmäßig intern ermittelt. RefinanzierungsrisikenDas Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter konsequenter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz (keine Zinsänderungsrisiken während der Vertragslaufzeit) zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine in hohem Maße europaweit einheitliche Finanzierungsstruktur bzw. -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können mit der 2010 etablierten Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. AdressausfallrisikenUmfassende systemgestützte Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit tragen dazu bei, den Ausfall von Kundenforderungen auf sehr niedrigem Niveau zu halten. Auch im Berichtsjahr ist das Adressausfallrisiko trotz anspruchsvoller Marktbedingungen weit unter dem Branchendurchschnitt verblieben. Vorzeitig vom Kunden zurückgeholte Fahrzeuge werden an die operativen Vertriebseinheiten übergeben. Die entsprechenden Rücknahmekonditionen werden vom Segment "Finanzdienstleistungen" festgelegt. Eine Minimierung der Verwertungsrisiken wird durch die professionelle externe Vermarktung von Gebrauchtgeräten innerhalb der Jungheinrich-Organisation über das europaweite Direktvertriebssystem und über die Internet-Plattform "Supralift" erreicht. Finanzwirtschaftliche RisikenBei den finanzwirtschaftlichen Risiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die Finanzierungssituation von Jungheinrich ist weiterhin stabil. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung aus. Dies zeigte sich vor allem bei der Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens über 100 Mio. €, wobei das günstige Umfeld am Kapitalmarkt genutzt werden konnte. Mit der erfolgreichen Transaktion hat sich der finanzielle Spielraum von Jungheinrich weiter vergrößert. Jungheinrich verfügt über zugesagte mittelfristige Kreditrahmen von 225 Mio. €. Durch vorzeitige Kreditverlängerungen konnte das Fälligkeitsprofil der Refinanzierung optimiert werden. In sämtlichen Kreditrahmenverträgen und Schuldscheindarlehensvereinbarungen bestehen aktuell keine Financial Covenants. Durch den anhaltend hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem der Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungs-Managements für den Jungheinrich-Konzern soll eine zins- und währungsoptimale sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht werden. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Der Jungheinrich-Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren, insbesondere der Ratings, die von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden, sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps), besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch neue Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich die umfassenden Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen wurden neue Prozesse implementiert, um die Berichterstattungspflichten zu erfüllen und den Risikoanforderungen gerecht zu werden. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften im für diese Industrie üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Allgemeine wesentliche Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und den sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind im üblichen Umfang teilweise Partei oder Beteiligte in gerichtlichen oder außergerichtlichen Auseinandersetzungen, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns. Daher stellt eine spürbar positivere als die derzeit erwartete Konjunkturentwicklung in Europa die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar. Unser Ausblick für 2015 basiert auf Expertenschätzungen für die konjunkturelle Entwicklung und den eigenen Markteinschätzungen. Sollten sich die Weltwirtschaft und insbesondere die europäische Wirtschaft schneller und kräftiger entwickeln als erwartet und sich in Verbindung damit das Marktvolumen entsprechend positiver entwickeln, könnten Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich können sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoff- und Materialpreisen und aus der Aufwertung von bedeutenden Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte entstehen. Im Zuge der erfolgten Markteinführung der neuen Generation verbrennungsmotorischer Stapler mit hydrodynamischem Antrieb besteht die Chance, die Position in diesem Marktsegment auszubauen. Darüber hinaus können neue Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden diese - soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Momentan sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage spürbar und nachhaltig beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. Dies trifft sowohl für die Berichtsperiode als auch für geplante oder bereits eingeleitete Aktivitäten zu. Alle Risiken, mit Ausnahme der konjunkturellen und branchenspezifischen Risiken, beurteilen wir als steuerbar und beherrschbar. PrognoseberichtIm Fokus der Strategie von Jungheinrich steht nachhaltig profitables und organisches Wachstum. Änderungen des Geschäftsmodells bzw. der strategischen Ausrichtung sind nicht vorgesehen. Bezüglich unserer Finanzierungspolitik, insbesondere im Hinblick auf unsere Liquiditätslage, bleiben wir unverändert konservativ und bewahren uns so unsere Flexibilität. Konjunktur- und BranchenausblickDie Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2015 ein ähnliches Wachstum wie im Vorjahr verzeichnen. Insbesondere China, Nordamerika und einige Länder in Europa sollten als maßgebliche Treiber dazu beitragen. Experten rechnen für 2015 mit einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,2 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt der USA dürfte um 3,2 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr wachsen. Für die chinesische Wirtschaft wird ein weniger dynamisches, jedoch noch immer auf hohem Niveau liegendes Wachstum von 6,5 Prozent (2014: 7,3 Prozent) prognostiziert. Für die Eurozone wird 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent erwartet (2014: 0,8 Prozent). Deutschland dürfte im laufenden Jahr mit 1,5 Prozent einen vergleichbaren Anstieg der Wirtschaftsleistung wie 2014 erreichen. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet 2015 mit einem Anstieg der Produktion um 2 Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich und Italien, den neben Deutschland bedeutenden europäischen Kernmärkten für Jungheinrich, dürfte im laufenden Jahr etwas positiver verlaufen als 2014. Das Bruttoinlandsprodukt Frankreichs soll 2015 um 0,7 Prozent wachsen (2014: 0,4 Prozent). Für die italienische Wirtschaft wird ein Wachstum von 0,1 Prozent nach minus 0,3 Prozent im vergangenen Jahr prognostiziert. In Großbritannien, ebenfalls ein Kernmarkt für Jungheinrich, wird für das laufende Jahr mit 2,4 Prozent ein etwas geringeres Wirtschaftswachstum als 2014 (2,6 Prozent) erwartet. In Polen sollte sich das Wachstum leicht auf 3,5 Prozent verbessern (2014: 3,3 Prozent). Wachstumsraten für ausgewählte WirtschaftsregionenBruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2015) Für Russland wird im laufenden Jahr ein sehr deutlicher Rückgang der Wirtschaftsleistung von minus 3,7 Prozent erwartet (2014: plus 0,6 Prozent). Seit dem 4. Quartal 2013 weist der Weltmarkt für Flurförderzeuge ein spürbares Wachstum auf. Vor dem Hintergrund des prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums für 2015 - mit der Erwartung einer gegenüber dem Vorjahr etwas besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum - gehen wir davon aus, dass nicht nur das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge weiter steigen wird, sondern sich das Marktvolumen in Europa aus heutiger Sicht ebenfalls positiv entwickeln wird. Dabei dürfte die Nachfrage in Westeuropa weiter steigen, wenngleich weniger stark als im Vorjahr. Das Marktvolumen in Osteuropa sollte stabil bleiben. Die Nachfrage in dieser Region wird allerdings stark von der weiteren Entwicklung des russischen Marktes abhängen. In Asien gehen wir von einem anhaltenden Marktwachstum aus. Das Wachstum des nordamerikanischen Marktes sollte sich ebenfalls fortsetzen. Wir erwarten keine signifikanten Verschiebungen bezüglich der Bedeutung einzelner Produktsegmente. Künftige Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsVor dem Hintergrund der fast durchgängig positiven Konjunkturprognosen für alle Regionen der Welt, insbesondere auch für den für Jungheinrich wichtigen Euroraum, und einer von daher zu erwartenden positiven Entwicklung des Marktvolumens, erwartet Jungheinrich für 2015 einen Auftragseingang zwischen 2,6 Mrd. € und 2,7 Mrd. € (2014: 2,54 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich ebenfalls in einer Bandbreite zwischen 2,6 Mrd. € und 2,7 Mrd. € (2014: 2,50 Mrd. €) bewegen. Der Fokus liegt dabei wie in den Vorjahren auf einem organischen Wachstum, zu dem alle Geschäftsfelder beitragen sollen, wenn auch mit geringerer Dynamik als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) sollte 2015 nach aktueller Einschätzung bei einem Wert zwischen 190 Mio. € und 200 Mio. € liegen (2014: 193 Mio. €). Daraus ergibt sich ein erwarteter EBIT-ROS von mindestens 7 Prozent. Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung erwarten wir keine ungewöhnlichen Veränderungen. Wir werden im laufenden Jahr den Ausbau unserer Vertriebsinfrastruktur erheblich forcieren. Auch die F&E-Ausgaben werden in einer Größenordnung von 50 Mio. € liegen. Das Ergebnis vor Steuern sollte - bei einem Finanzergebnis in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr - 170 Mio. € bis 180 Mio. € erreichen (2014: 175 Mio. €), woraus sich ein erwarteter EBT-ROS von mindestens 6 Prozent errechnet. Wir planen 2015 ein leicht höheres Investitionsvolumen als im Vorjahr. Die großen Bauvorhaben und Investitionen, das Schulungszentrum im Werk Norderstedt, die Modernisierung der Produktion von Gegengewichtsstaplern im Werk Moosburg, die Erweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums Dresden und der Neubau der Hauptverwaltung in Hamburg sind auch im laufenden Jahr wesentlicher Bestandteil der Investitionsaktivitäten, die über die Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen hinausgehen. Nachdem die Modernisierungs- und Erweiterungsinvestitionen in den Werken weitgehend abgeschlossen sind, werden in diesem Geschäftsjahr zunehmend Investitionen in die Vertriebsinfrastruktur getätigt. Insgesamt wird dadurch das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Jahr 2015 einen voraussichtlichen Wert zwischen 90 Mio. € und 100 Mio. € erreichen. Die Finanzlage unseres Konzerns sollte sich aufgrund unserer unverändert konservativen Kapitalstruktur weiterhin als sehr solide erweisen. Zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit und zum Erhalt eines angemessenen finanziellen Spielraumes halten wir weiterhin an einer hohen Liquiditätsposition fest. Im Berichtsjahr wurde die festverzinsliche Tranche des Schuldscheindarlehens von 2009 in Höhe von 46 Mio. € planmäßig zurückgezahlt und ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € aufgenommen. Zum Jahresende streben wir ein über dem Vorjahr liegendes Nettoguthaben an. Die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital (ROCE) soll bei steigendem Eigenkapital zwischen 15 und 20 Prozent liegen. Wir verfolgen grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Zielsetzung ist es, zwischen 25 und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten. Schwerpunkt für das Finanzdienstleistungsgeschäft ist im Jahr 2015 der weitere Ausbau des Geschäftes in Wachstumsmärkten. Insgesamt rechnen wir für 2015 weiterhin mit einem spürbaren Anstieg der über Finanzdienstleistungen verkauften Fahrzeuge und Logistiksysteme. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernlagebericht kann daher nicht übernommen werden. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsFür das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir insgesamt ein positives wirtschaftliches Umfeld und ein Wachstum des globalen Flurförderzeugmarktes. Allerdings gehen wir davon aus, dass die Weltwirtschaft nicht spürbar stärker wächst, als dies im Vorjahr der Fall war. Hinsichtlich des Wachstums des Flurförderzeugmarktes sehen wir hier ebenfalls eine abnehmende Dynamik im Vergleich zum Vorjahr. Auch können geopolitische Faktoren zu deutlich unerwarteten Veränderungen der Rahmenbedingungen führen. Die globalen Entwicklungen in der Intralogistik, wie beispielsweise der Trend zur Modernisierung von Lägern, der Trend zu Automatisierungslösungen sowie zur kundenseitigen Fokussierung auf die Intralogistik, bieten weiterhin große Chancen für unser Geschäftsmodell. Wir sehen uns für die Zukunft gut aufgestellt und werden weiter an den strukturellen Verbesserungen im Konzern arbeiten und die strategische Weiterentwicklung mit Nachdruck vorantreiben. Wir investieren in Mitarbeiter, in Sachanlagevermögen im Einklang mit unserer strategischen Positionierung sowie in unsere Mietflotte. Unser integriertes Geschäftsmodell mit den Geschäftsfeldern Neugeschäft, Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft sowie Kundendienst in Verbindung mit einem starken Finanzdienstleistungsgeschäft ist dafür eine solide Grundlage. Die im letzten Jahr begonnenen großen Investitionsprojekte werden wir im Berichtsjahr weitgehend abschließen. Die Stärkung der Marktpräsenz in Asien, der Ausbau des Geschäftes mit Verbrennern sowie die gezielte Weiterentwicklung des Logistiksystemgeschäftes sind die Schwerpunkte unserer Arbeit im Jahr 2015. Vor diesem Hintergrund investieren wir weiter kräftig in die weltweite Vertriebsinfrastruktur. Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014der Jungheinrich AGscroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird unter Anhangsangabe (24) erläutert. KonzernbilanzAktiva scroll
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"
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Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen
den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen" Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Ein- und Auszahlungen im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeitscroll
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangsangabe (33) erläutert. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangsangabe (24) erläutert. KonzernanhangAllgemeine Angaben(1) GeschäftsgegenstandDie Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Am Stadtrand 35" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen. Der Jungheinrich-Konzern ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen. Der Produktionsverbund umfasst die Werke in Norderstedt, Moosburg, Degernpoint, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland). Die Fertigung für den asiatischen Markt erfolgt im Werk in Qingpu/Shanghai (China). Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen. Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland). Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit unverändert bundesweit 17 Vertriebszentren/Niederlassungen und 25 eigenen Vertriebsgesellschaften im übrigen Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Brasilien, China, Indien, Singapur, Malaysia und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. (2) Grundsätze der RechnungslegungGrundlagenDie Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 5. März 2015 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. KonsolidierungTochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen, auf welche die Jungheinrich AG, Hamburg, direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Verfügungsmacht aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an deren variablen Renditen partizipiert und diese Renditen durch seine Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Strukturierte Unternehmen, die beherrscht werden, sind ebenfalls zu konsolidieren. Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht ausschlaggebend für die Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die maßgeblichen Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen Jungheinrich die Beherrschung zusammen mit einem Partnerunternehmen ausübt und gemeinsam mit diesem die Rechte am Nettovermögen der Beteiligung hat. Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für den Konzern und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Jungheinrich AG die Beherrschung über die Gesellschaft erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Jungheinrich AG endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen sind die Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt zu bewerten. Soweit die Anschaffungskosten der Beteiligung die identifizierten Vermögenswerte und Schulden übersteigen, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Firmenwert aktiviert. Der Firmenwert wird mindestens einmal jährlich hinsichtlich des Erfordernisses einer Wertminderung überprüft. Die Prüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes erfolgt auf der Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer Cash Generating Unit mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Cash Generating Units entsprechen dabei in der Regel den rechtlichen Konzerneinheiten. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünf-Jahres-Planung verwendet. Das letzte Planungsjahr wird auch für die Cashflows jenseits der Planungsperiode angesetzt. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzerneinheiten- bzw. länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung hin zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert eines at-equity-bilanzierten Unternehmens, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrages. Wertaufholungen in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. WährungsumrechnungIn Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung. Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn-und-Verlust-Rechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen. Wesentliche Wechselkurse für den Jungheinrich-Konzernscroll
Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und der Bilanz werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der Position "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. UmsatzrealisierungUmsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist bzw. die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Ist das Ergebnis von langfristigen Fertigungsaufträgen verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten dieser Fertigungsaufträge entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt (sogenannte "Percentage of Completion"-Methode) am Bilanzstichtag als Umsatzerlöse und Umsatzkosten erfasst. Die realisierten Auftragserlöse ergeben sich dabei aus den aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinnes. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Verkaufswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst, die Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verträge realisiert. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge. Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand -Investitionszulagen und InvestitionszuschüsseInvestitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichend Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern für im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommene Kundenbeziehungen sowie erworbenes technologisches Know-how sind mit jeweils 15 Jahren festgelegt. Erworbene Nutzungsrechte an Grundstücken in China und Singapur sind auf 50 bzw. 36 Jahre begrenzt. Entwicklungsausgaben werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungsausgaben umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben. Firmenwerte aus der Konsolidierung werden aktiviert und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Sie werden mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nutzungsdauern für Sachanlagenscroll
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. MietgeräteJungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sie werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern sind mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und MietgerätenFür alle immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Restbuchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Restbuchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst. Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Ein für die Firmenwerte erfasster Wertminderungsaufwand wird in nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt. Leasing und FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab. Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richten sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird. Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor, und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt im Fall der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge. In allen anderen Fällen werden die Leasinggeräte über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 bzw. 20 Prozent und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer von Leasinggeräten ist mit 6 bzw. 9 Jahren festgelegt. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Lease" und "Operating Lease") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt. Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS als Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen zu aktivieren sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Verpflichtungen aus den vereinbarten Restwertgarantien werden in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst. FinanzinstrumenteGemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen. Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden vier Kategorien zuzuordnen:
Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte, sonstige Verbindlichkeiten und finanzielle Schulden, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sowie Finanzschulden. Wertpapiere, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder bei Wertminderung zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Sofern wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, wird der ermittelte Wertberichtigungsaufwand im Finanzergebnis erfasst. Wertpapiere, die zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Ansatzes der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet worden sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den auf aktiven Märkten notierten Marktpreisen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden bis zur Ausbuchung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) erfasst. Zum Zeitpunkt der Veräußerung der Wertpapiere werden die zuvor im sonstigen Ergebnis berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Im Falle eines signifikanten oder länger anhaltenden Rückganges des beizulegenden Zeitwertes wird die Wertminderung des betroffenen Vermögenswertes ergebniswirksam erfasst, auch wenn das Wertpapier nicht ausgebucht wurde. Wertaufholungen von Schuldinstrumenten in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. ForderungenForderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss. Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen. Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten UnternehmenDie unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. WertpapiereZu den als Wertpapiere ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen alle "bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen". Seit dem Jahr 2013 beinhaltet diese Position auch Wertpapiere im Spezialfonds, die zum Zeitpunkt ihres Erwerbes ausnahmslos als "zur Veräußerung verfügbar" designiert werden. Zudem hält Jungheinrich nicht frei verfügbare Wertpapiere zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Gewinne und Verluste aus der Bewertung dieser Wertpapiere zum beizulegenden Zeitwert werden ergebniswirksam erfasst. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden bei Jungheinrich hauptsächlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam erfasst. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordnet. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich bzw. maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Liquide MittelLiquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu 3 Monate beträgt. VorräteDie Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf der Basis historischer Verbrauche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Latente SteuernLatente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem diese Steuersatzänderungen verabschiedet werden. Die Buchwerte der aktiven latenten Steuern werden gemindert, wenn deren Realisierung aufgrund der nachhaltigen Ergebniserwartungen der jeweiligen Gesellschaft unwahrscheinlich oder nicht zu erwarten ist. Sonstige EigenkapitalveränderungenIn dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Neubewertungen, die bei Jungheinrich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Ertrag aus dem Planvermögen (unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld enthalten sind) umfassen, werden unmittelbar bei Entstehung im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Bestandteil der sonstigen Eigenkapitalveränderungen und werden in Folgeperioden nicht mehr in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die Kostenkomponente Dienstzeitaufwand wird ergebniswirksam in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unterdeckung der leistungsorientierten Pensionspläne des Jungheinrich-Konzerns dar. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten, formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert. Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt, bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. AbschlussgliederungKurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation bzw. Tilgung innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet. Einzelne Posten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. SchätzungenIm Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, unter anderem für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken. Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können. Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Weitere Informationen können der Anhangsangabe (26) entnommen werden. Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden. Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2014 erstmals angewendete IFRSDer neue Standard IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein. Der neue Standard ersetzt die im bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" enthaltenen Vorschriften über Beherrschung und Konsolidierung. IFRS 10 ersetzt außerdem SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften". Der neue IAS 27 "Einzelabschlüsse" beinhaltet nur noch die bisherigen Regelungen für separate Abschlüsse. Aus der erstmaligen Anwendung der im IFRS 10 festgelegten Grundsätze über Beherrschung und Konsolidierung ergaben sich für Jungheinrich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis. Unternehmen, die zuvor gemäß IAS 27 und SIC-12 konsolidiert wurden, werden weiterhin vollkonsolidiert. Der neue Standard IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" enthält die Regelungen zur Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen und gemeinschaftlichen Tätigkeiten, wenn mindestens zwei Unternehmen die gemeinschaftliche Führung ausüben. Für die Bilanzierung der Gemeinschaftsunternehmen ist die Equity-Methode verpflichtend anzuwenden, das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung entfällt. Für die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten ist hingegen die Quotenkonsolidierung verpflichtend anzuwenden. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen". Der bisherige IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" wurde angepasst und regelt in seiner Neufassung die Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und die Anwendung der Equity-Methode auf Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Jungheinrich hat die Klassifizierung der Beteiligungen des Konzerns an gemeinschaftlichen Vereinbarungen untersucht und unter Beachtung der Regelungen des IFRS 11 neu beurteilt. Die bisher at-equity-bilanzierten Joint Ventures wurden als Gemeinschaftsunternehmen eingestuft und ab dem Geschäftsjahr 2014 unverändert unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert. IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" führt die erforderlichen Anhangsangaben für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Einheiten in einem umfassenden Standard zusammen. Dazu wurden viele Angabepflichten aus den bisherigen IAS 27, IAS 31 sowie IAS 28 übernommen und um neue Angabepflichten erweitert. Jungheinrich hat die erweiterten Angaben, soweit sie für den Jungheinrich-Konzern wesentlich waren, im Konzernanhang ergänzt. Die neuen oder überarbeiteten Konsolidierungsstandards sind grundsätzlich retrospektiv anzuwenden. Die übrigen erstmals zum 1. Januar 2014 verpflichtend in der EU anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Veröffentlichte, von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRSDas IASB hat im Mai 2014 den neuen Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" veröffentlicht. Er ersetzt die in den bisherigen IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" enthaltenen Regelungen zur Erfassung von Umsatzerlösen. IFRS 15 legt fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse zu erfassen sind und erweitert die Angabevorschriften. Der neue Standard führt ein einheitliches, fünfstufiges Modell zur Erlösrealisierung aus Kundenverträgen ein. Zunächst sind der Kundenvertrag und die darin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen zu identifizieren. Anschließend ist der Transaktionspreis des Kundenvertrages zu ermitteln und auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde, ist nach dem neuen Modell für jede Leistungsverpflichtung Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises zu realisieren. IFRS 15 ist, sofern die Übernahme durch die EU erfolgt, erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Das IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Juli 2014 durch die Veröffentlichung des finalen IFRS 9 "Finanzinstrumente" abgeschlossen. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf Klassifizierung, Ansatz und Bewertung einschließlich der Erfassung von Wertminderungen. Darüber hinaus enthält IFRS 9 Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wurde grundlegend überarbeitet, während die Regelungen zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten nahezu unverändert in den IFRS 9 übernommen wurden. Zudem hat sich die Bilanzierung von Wertminderungen bei finanziellen Vermögenswerten grundlegend geändert, da nicht nur eingetretene Verluste, sondern bereits erwartete Verluste zu erfassen sind. Ferner ist die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit dem Ziel geändert, das Hedge Accounting stärker an der ökonomischen Risikosteuerung des Unternehmens zu orientieren. Die im IFRS 9 herausgegebenen Vorschriften enthalten Neuerungen und Erleichterungen in Bezug auf die Designationsmöglichkeiten, die Effektivitätsprüfung sowie die Beendigung von Sicherungsbeziehungen. IFRS 9 ist, sofern die Übernahme durch die EU erfolgt, erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Untersuchungen der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss sind noch nicht abgeschlossen. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden jedoch keine wesentlichen Effekte für den Konzernabschluss erwartet. Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant Jungheinrich derzeit keine vorzeitige Anwendung dieser Standards. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft 52 (Vorjahr: 51) ausländische und 15 (Vorjahr: 15) inländische Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst 65 (Vorjahr: 64) vollkonsolidierte Unternehmen, einschließlich einem strukturierten Unternehmen, die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode werden 2 (Vorjahr: 2) Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Der Universal-FORMICA-Fonds, Frankfurt/Main, an dem Jungheinrich 100 Prozent der Fondsanteile hält, wird als strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Jungheinrich ist durch Vertragsvereinbarungen in der Lage, die Tätigkeiten des Spezialfonds zu steuern und somit die Höhe der Rendite zu beeinflussen. Zweck des Fondsinvestments ist es, bei einem begrenzten Risiko die Renditechancen des Kapitalmarktes zu nutzen. Zur Begrenzung der Risiken wurde der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangsangabe (43) dargestellt. Veränderungen des KonsolidierungskreisesFür die Ausweitung des Direktvertriebes in Asien wurde im 3. Quartal 2014 die Vertriebsgesellschaft Jungheinrich Lift Truck Malaysia Sdn. Bhd., Shah Alam/Kuala Lumpur (Malaysia), gegründet. Aus der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung(3) UmsatzerlöseZusammensetzung der Umsatzerlösescroll
In den Umsatzerlösen des Segmentes "Intralogistik" sind mit Hilfe der "Percentage of Completion"-Methode ermittelte Auftragserlöse in Höhe von 46.152 T€ (Vorjahr: 20.993 T€) enthalten. Die Umsatzerlöse des Segmentes "Finanzdienstieistungen" beinhalten in Höhe von 44.067 T€ (Vorjahr: 42.819 T€) Zinserträge aus "Finance Lease"-Kundenverträgen. Die zu eliminierenden konzerninternen Umsätze des Jahres 2013 enthielten mit 9.635 T€ Fahrzeugverkäufe des Segmentes "Intralogistik" an das Segment "Finanzdienstleistungen", welche Fahrzeugflotten betrafen, deren Kapazitäten Großkunden längerfristig zur flexiblen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Diese Fahrzeugflotten wurden planmäßig durch das Segment "Finanzdienstleistungen" laufzeit- und zinskongruent refinanziert. (4) UmsatzkostenIn den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.242.749 T€ (Vorjahr: 1.087.435 T€) enthalten. Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 8.617 T€ (Vorjahr: 941 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren. Die Umsatzkosten beinhalten in Höhe von 28.481 T€ (Vorjahr: 30.791 T€) Zinsaufwendungen, die aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge des Segmentes "Finanzdienstleistungen" resultieren. (5) PersonalaufwandPersonalaufwand in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
In den Altersversorgungsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne des Berichtsjahres sind Erträge aus der Pensionsplananpassung in den Niederlanden in Höhe von 6.668 T€ enthalten. Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterscroll
Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 24.834 T€ (Vorjahr: 16.874 T€). (6) Abschreibungen, Wertminderungen und WertaufholungenDie Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen sowie der übrigen Finanzanlagen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sind in den Funktionskosten enthalten. (7) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind mit 1.350 T€ (Vorjahr: 981 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 768 T€ (Vorjahr: 768 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand erfasst. (8) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 1.120 T€ (Vorjahr: 627 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. (9) ZinsergebnisZusammensetzung des Zinsergebnissesscroll
Das Zinsergebnis des Jahres 2014 entfällt mit -15 T€ (Vorjahr: -371 T€) auf das Segment "Finanzdienstleistungen". (10) Übriges FinanzergebnisZusammensetzung des übrigen Finanzergebnissesscroll
Im Ergebnis aus Derivaten werden sämtliche Ergebnisse von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen, die nicht Lieferungen und Leistungen betreffen und zum Bilanzstichtag auch nicht als Sicherungsinstrument designiert waren. Dazu zählen im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente, die zur Sicherung von Währungskursen bei konzerninternen Finanzvorgängen abgeschlossen wurden, sowie Derivate im Spezialfonds. Das Ergebnis aus Derivaten beinhaltet auch die Währungsdifferenzen aus konzerninternen Finanzierungen. Ergebnisse aus Derivaten im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Das Ergebnis aus Derivaten des Jahres 2013 enthält in Höhe von 2.041 T€ Aufwendungen aus der vorzeitigen Ablösung des Zinssicherungsgeschäftes für die variabel verzinsliche Tranche des Schuldscheindarlehens. Dieser Teil des Schuldscheindarlehens wurde im 3. Quartal 2013 vorzeitig getilgt. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet mit 1.026 T€ (Vorjahr: 1.066 T€) Aufzinsungsbeträge für langfristige Personalrückstellungen. Das übrige Finanzergebnis entfällt mit -3 T€ (Vorjahr: -10 T€) auf das Segment "Finanzdienstleistungen". (11) ErtragsteuernZusammensetzung des Steueraufwandesscroll
Der effektive Steueraufwand in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Er enthält einen Aufwand aus Vorjahressteuern in Höhe von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Im Jahr 2014 ergab sich darüber hinaus in Deutschland ein latenter Steueraufwand in Höhe von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. € Steuerertrag). Der positiven Ergebnisentwicklung folgend ergab sich auch ein gegenüber dem Jahr 2013 erhöhter effektiver Steueraufwand im Ausland. Der im Vergleich zum Jahr 2013 höhere latente Steuerertrag war im Wesentlichen auf veränderte Einschätzungen zur Werthaltigkeit von latenten Steuerforderungen und auf latente Steuererträge im Zusammenhang mit Konsolidierungen zurückzuführen. Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2014 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent). Er setzte sich unverändert aus 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung und einem Gewerbesteuersatz von 14,2 Prozent zusammen. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 12,5 Prozent (Vorjahr: 12,5 Prozent) und 38,0 Prozent (Vorjahr: 36,1 Prozent). Am 31. Dezember 2014 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 37 Mio. € (Vorjahr: 33 Mio. €). Sie waren unbegrenzt vortragsfähig und entfielen im Wesentlichen auf Frankreich. Die Erhöhung der Verlustvorträge im Jahr 2014 stand im Zusammenhang mit einer in Frankreich vorgenommenen Korrektur für Vorjahre. Bezüglich der Verlustvorträge sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) vorgenommen worden. Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Aus der gegenüber dem Vorjahr veränderten Einschätzung ergab sich im Berichtsjahr ein latenter Steuerertrag von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €), der im Wesentlichen auf Großbritannien entfiel. Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen. Zusammensetzung der aktiven und passiven latenten Steuern vor Saldierungscroll
Aktive und passive latente Steuern nach Saldierungscroll
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt. Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwandscroll
Die Konzernsteuerquote 2014 betrug 28,2 Prozent (Vorjahr: 28,9 Prozent). Erläuterungen zur Konzernbilanz(12) Immaterielle VermögenswerteEntwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Vorjahrscroll
Die Zugänge des Berichtsjahres in der Position "Erworbene immaterielle Vermögenswerte" in Höhe von 12.136 T€ (Vorjahr: 6.438 T€) beinhalteten mit 8.468 T€ den Erwerb eines auf 36 Jahre befristeten Nutzungsrechtes an einem Grundstück in Singapur. Die übrigen Zugänge in dieser Position betrafen vor allem Software und Softwarelizenzen. Die Zugänge aus Änderungen des Konsolidierungskreises in den erworbenen immateriellen Vermögenswerten des Jahres 2013 entfielen hauptsächlich auf technologisches Know-how. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten die aktivierten Entwicklungsausgaben des Jungheinrich-Konzerns. Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungsausgaben in Höhe von 12.281 T€ (Vorjahr: 12.147 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS. Forschungs- und Entwicklungskosten in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Restbuchwerte der aktivierten Entwicklungsausgaben erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit im Jahr 2014 resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. Die Restbuchwerte der Firmenwerte am 31. Dezember 2014 entfallen mit 1.771 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Wien (Österreich), mit 111 T€ auf die Vertriebsgesellschaft in Warschau (Polen) sowie mit 102 T€ auf die Jungheinrich Systemlösungen GmbH in Graz (Österreich). Der für die Prüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag verwendete Diskontierungszinssatz betrug 6,2 Prozent (Vorjahr: 6,3 Prozent). Aus der Prüfung resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. (13) SachanlagenEntwicklung der Sachanlagen im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der Sachanlagen im Vorjahrscroll
Die Zugänge in der Position "Anlagen im Bau" des Berichtsjahres in Höhe von 30.758 T€ (Vorjahr: 6.492 T€) betrafen im Wesentlichen den Neubau der Hauptverwaltung in Hamburg (Deutschland). Die Zugänge und Umbuchungen des Jahres 2013 betrafen im Wesentlichen die großen strategischen Investitionsprojekte zum Kapazitätsausbau: das Werk für Lager- und Systemgeräte in Degernpoint (Deutschland), das Werk in Qingpu (China) und das Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen (Deutschland). In den Sachanlagen waren in Höhe von 13.545 T€ (Vorjahr: 14.126 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet wurden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 527 T€ (Vorjahr: 761 T€). Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 40.179 T€ (Vorjahr: 45.436 T€) verpfändet. (14) MietgeräteEntwicklung der Mietgerätescroll
Mietgeräte, deren Kapazitäten Großkunden längerfristig zur flexiblen Nutzung zur Verfügung gestellt werden, werden durch das Segment "Finanzdienstleistungen" laufzeit- und zinskongruent refinanziert. Diese Fahrzeuge wurden im Jahr 2013 mit ihren Buchwerten in Höhe von 8.429 T€ in die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen umgebucht. Der Gesamtbestand an Mietgeräten enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 6.140 T€ (Vorjahr: 5.614 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte belaufen sich auf 1.760 T€ (Vorjahr: 1.823 T€). Im Rahmen des Verkaufes von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen waren Mietgeräte mit Buchwerten in Höhe von 65.260 T€ (Vorjahr: 52.988 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt. (15) Leasinggeräte aus FinanzdienstleistungenEntwicklung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Die Umbuchungen werden unter Anhangsangabe (14) erläutert. Zusammensetzung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist. Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 171.471 T€ (Vorjahr: 150.244 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen". Die zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträge "Operating Lease" enthalten in Höhe von 38.521 T€ (Vorjahr: 32.020 T€) Fahrzeugflotten, die Großkunden zur flexiblen Nutzung bereitgestellt werden. Für die übrigen zum Bilanzstichtag bestehenden, unkündbaren Kundenverträge "Operating Lease" sind die zukünftigen an Jungheinrich zu entrichtenden Leasingzahlungen nach Fälligkeiten in folgender Tabelle dargestellt. Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus den übrigen Kundenverträgen "Operating Lease"scroll
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 37.813 T€ (Vorjahr: 36.325 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 27.548 T€ (Vorjahr: 26.880 T€). (16) Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/Übrige FinanzanlagenEntwicklung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/übrigen Finanzanlagen im Berichtsjahrscroll
Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2014 keine Wertminderungsaufwendungen. Entwicklung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen/übrigen Finanzanlagen im Vorjahrscroll
Die Abgänge des Jahres 2013 in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" betrafen in Höhe von 2.320 T€ den Buchwert der bisher gehaltenen 25 Prozent an der Jungheinrich Systemlösungen GmbH, Graz (Österreich). Die Gesellschaft wurde seit dem 1. Januar 2013 als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Die in der Position "Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen" ausgewiesenen Finanzanlagen betreffen ausschließlich zwei Gemeinschaftsunternehmen, an denen der Jungheinrich-Konzern jeweils 50 Prozent hält. (17) VorräteZusammensetzung der Vorrätescroll
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 26.454 T€ (Vorjahr: 28.914 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 38.040 T€ (Vorjahr: 35.923 T€). (18) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenZusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten Besitzwechsel in Höhe von 5.594 T€ (Vorjahr: 4.020 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 259 T€ (Vorjahr: 374 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Überfälligkeiten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Wertberichtigungenscroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 345.298 T€ (Vorjahr: 326.110 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Für Teilbeträge der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden zum Bilanzstichtag Kreditversicherungen. Zusammensetzung der Forderungen aus Fertigungsaufträgenscroll
(19) Forderungen aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, mit Beginn des Leasingverhältnisses als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden nur zukünftig fällige Leasingzahlungen ausgewiesen. Für die bei Fälligkeit der Leasingzahlungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgebuchten Beträge werden die Überfälligkeiten und Wertberichtigungen daher unter der Anhangsangabe (18) erfasst. Forderungen aus Finanzdienstleistungen: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwertscroll
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 170.297 T€ (Vorjahr: 164.232 T€) enthalten. Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Buchwerten in Höhe von 387.544 T€ (Vorjahr: 354.653 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. (20) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteZusammensetzung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswertescroll
Zum Bilanzstichtag waren sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Zum Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. (21) WertpapiereZusammensetzung der Wertpapierescroll
Der Gesamtbestand an Wertpapieren enthält in Höhe von 65.558 T€ (Vorjahr: 135.243 T€) Finanzinstrumente, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind. Jungheinrich will und kann diese Wertpapiere bis zur jeweiligen Endfälligkeit halten. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2014 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2015 bis 2017 endfällig. Aus der Prüfung der Wertpapiere auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2014 keine Wertminderungsaufwendungen. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2013 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2014 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit. Die am 31. Dezember 2014 im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 100.210 T€ (Vorjahr: 88.354 T€) wurden als "zur Veräußerung verfügbar" designiert. (22) Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens 3 Monaten. Die liquiden Mittel enthalten mit 2.612 T€ (Vorjahr: 11.521 T€) Bankguthaben des Spezialfonds. Zum Bilanzstichtag bestanden im Jungheinrich-Konzern Bankguthaben in Höhe von 7.170 T€ (Vorjahr: 4.921 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren. (23) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen. (24) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), war zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und betrug 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es war wie im Vorjahr eingeteilt in 18.000.000 Stammaktien und 16.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 3,00 €. Sämtliche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben. Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,12 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,12 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,06 € je Vorzugsaktie zusteht. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die sich aus der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf IFRS zum 1. Januar 2004 ergebenden Unterschiedsbeträge in den Gewinnrücklagen erfolgsneutral erfasst. DividendenvorschlagDie Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 43.457 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 34.280 T€ mit 0,98 € je Stammaktie und 1,04 € je Vorzugsaktie sowie in Höhe von 9.177 T€ für die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zu verwenden. Sonstige EigenkapitalveränderungenDetails zu den Veränderungen aus dem sonstigen Ergebnisscroll
KapitalmanagementJungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen. Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE). Für das Berichtsjahr ergab sich ein ROCE von 18,4 Prozent (Vorjahr: 18,7 Prozent). EBIT-Kapitalrendite (ROCE)scroll
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt primär auf Basis der Kennzahl "Verschuldungsgrad". Diese ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen. Nettoverschuldungscroll
Der Verschuldungsgrad befindet sich weiterhin auf dem guten Niveau der Vorjahre. Verschuldungsgradscroll
Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können. (25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionspläneDie betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst. In Deutschland bestehen wesentliche Verpflichtungen aus erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten leistungsorientierten Pensionszusagen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften sowie der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die deutschen Pensionspläne sind rückstellungsfinanziert. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG sind seit dem 1. Juli 1987 bzw. seit dem 14. April 1994 für Mitarbeiter geschlossen. In Großbritannien bestehen wesentliche Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Rahmen von Betriebsvereinbarungen an Mitarbeiter der Jungheinrich UK Ltd. sowie an ehemalige Mitarbeiter des im Jahr 2004 geschlossenen Produktionswerkes Boss Manufacturing Ltd. Die Pensionspläne dieser Gesellschaften fusionierten im Jahr 2003. Die Höhe der zugesagten Versorgungsleistung ist von dem während der Dienstzeit vom Berechtigten durchschnittlich bezogenen Entgelt abhängig. Der Pensionsplan ist durch einen ausgegliederten Fonds finanziert und ist seit dem 1. Oktober 2002 bzw. seit dem 18. Januar 2003 für Neueintritte geschlossen. Für Anspruchsberechtigte des Pensionsplanes werden weiterhin Beiträge der Jungheinrich UK Ltd. und der Mitarbeiter in den Pensionsfonds eingezahlt. Im übrigen Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche sind durch ausgegliederte Fonds finanziert. Im Berichtsjahr wurde der Pensionsplan in den Niederlanden angepasst. Aus dieser Plananpassung resultierten Erträge in Höhe von 6.668 T€, die in den Altersversorgungsaufwendungen für leistungsorientierte Pläne des Jahres 2014 enthalten sind. Zusammensetzung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänenscroll
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist mit 240.662 T€ (Vorjahr: 201.234 T€) im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" und mit 6.370 T€ (Vorjahr: - T€) im Bilanzposten "Sonstige Vermögenswerte" enthalten. Entwicklung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Wesentliche finanzielle Annahmen (gewichteter Durchschnitt) zur Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Die demographischen Annahmen in Deutschland wurden in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 auf der Grundlage der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck festgelegt. Für die Bewertung der Pläne in Großbritannien sowie den übrigen Ländern basierten die verwendeten Lebenserwartungen auf den länderspezifischen Sterbetafeln. Aus den Pensionsplänen leiten sich für Jungheinrich im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko, das Rentensteigerungsrisiko sowie das Langlebigkeitsrisiko ab. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind. Sensitivitätsbetrachtung der wesentlichen finanziellen Annahmen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr würden sich die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland sowie Großbritannien um etwa 4,5 Prozent bzw. 2,8 Prozent erhöhen. Die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtungen ist aus der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nicht ableitbar. Es kann nicht erwartet werden, dass die Abweichungen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. Darüber hinaus ist Jungheinrich keinen besonderen Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag betrug in Deutschland rund 14 Jahre (Vorjahr: 13 Jahre), in Großbritannien rund 22 Jahre (Vorjahr: 22 Jahre) und im übrigen Ausland rund 22 Jahre (Vorjahr: 20 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Jungheinrich, Rentenzahlungen aus dem Unternehmensvermögen in Höhe von rund 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,9 Mio. €) zu leisten. Entwicklung des beizulegenden Zeitwertes der Planvermögenscroll
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 49.632 T€ (Vorjahr: 8.498 T€). Es gab, wie im Vorjahr, keine Auswirkungen einer Begrenzung auf die Vermögensobergrenze. Die Planvermögen bestehen im Wesentlichen aus dem ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge des Pensionsfonds sind ausschließlich für Versorgungsleistungen und für die Aufwendungen der Verwaltung des Pensionsplanes vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen. Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt unter anderem Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren. Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Versorgungsleistungen an Berechtigte zahlen zu können. Zusammensetzung der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens in Großbritannienscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der obigen Eigenkapital- und Schuldinstrumente wurden auf der Grundlage von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Planvermögen in den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz in Höhe von insgesamt 61.947 T€ (Vorjahr: 52.642 T€) kann nicht in Anlageklassen aufgegliedert werden, da es sich bei diesen Planvermögen um Versicherungsverträge handelt. Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, weder eigene Finanzinstrumente noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Jungheinrich, als Arbeitgeber zahlungswirksame Beiträge in das Planvermögen in Höhe von rund 6,6 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €) zu leisten, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Kosten für leistungsorientierte Pensionspläne in der Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Komponenten "Laufender Dienstzeitaufwand" und "Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand" wurden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen und Planverwaltungskosten waren im Finanzergebnis enthalten. (26) Übrige RückstellungenEntwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, erfolgsabhängige Vergütungen sowie für Urlaubsansprüche. Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 13.644 T€ (Vorjahr: 13.867 T€), die mit Wertpapieren in Höhe von 6.435 T€ (Vorjahr: 6.262 T€) saldiert waren. Diese Wertpapiere werden ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllen die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die Wertpapiere stellen Geldmarktfondsanteile dar, die aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit aber nicht frei verfügbar sind. Derzeit besteht keine Sicherungslücke zwischen den Altersteilzeitverpflichtungen und den Sicherungswerten der Depots. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 5.764 T€ (Vorjahr: 6.694 T€) gebildet. Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthielten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 1.026 T€ (Vorjahr: 1.066 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich wiesen Beträge in Höhe von 44.456 T€ (Vorjahr: 40.881 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2014 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge. Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge wiesen Beträge in Höhe von 19.547 T€ (Vorjahr: 17.214 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen. (27) FinanzverbindlichkeitenZusammensetzung und Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeitenscroll
Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als fällig innerhalb eines Jahres ausgewiesen. Details zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
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Zusammensetzung des Schuldscheindarlehens am 31. Dezember 2014scroll
Im Berichtsjahr erfolgte die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100.000 T€. Zur Absicherung der variablen Zinsen wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert. Die festverzinsliche Tranche eines im Jahr 2009 aufgenommenen Schuldscheindarlehens wurde im Berichtsjahr, mit Erreichen der Endfälligkeit, zurückgezahlt. Der Nominalbetrag der Tranche lautete auf 46.500 T€. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultierten in Höhe von 67.625 T€ (Vorjahr: 53.820 T€) aus dem Verkauf von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen. Daneben standen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.855 T€ (Vorjahr: 6.648 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 7.512 T€ (Vorjahr: 7.209 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt. Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die "Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen", denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten. (28) Verbindlichkeiten aus FinanzdienstleistungenDie Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthielten mit 18.722 T€ (Vorjahr: 20.309 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betrugen. Daneben waren Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 923.950 T€ (Vorjahr: 850.971 T€) enthalten. Diese resultierten aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Lease") aktiviert werden. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthielten in Höhe von 178.507 T€ (Vorjahr: 119.395 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg. Verbindlichkeiten aus Finanzierungen: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Zahlungen zu deren Barwertscroll
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 210.297 T€ (Vorjahr: 202.214 T€) enthalten. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 62 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 2.989 T€ (Vorjahr: 2.297 T€) enthalten. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (30) Übrige VerbindlichkeitenZusammensetzung der übrigen Verbindlichkeitenscroll
Die übrigen Verbindlichkeiten sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig. Zusammensetzung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgenscroll
(31) RechnungsabgrenzungspostenZusammensetzung des passiven Rechnungsabgrenzungspostensscroll
Die Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge. Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 4.811 T€ (Vorjahr: 4.711 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand. (32) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorienscroll
Die Buchwerte der im Konzernabschluss zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit ihrer zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Jungheinrich berücksichtigt. Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen wurden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können. Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere, die als "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestition" designiert wurden, entsprachen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag. Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprachen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten bewertet. Sie verfügten über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich bestimmt werden. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bewertet. Sie verfügten über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich bestimmt werden. Es wurde angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprachen. Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wurde vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprachen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch waren. Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprachen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden und für die nicht angenommen wird, dass die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten entsprechenscroll
Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle nach Bewertungskategorien dargestellt. Nettoergebnisse von Finanzinstrumentenscroll
Zinsen und Dividenden aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie in den Umsatzkosten ausgewiesen. Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (AfS) zum beizulegenden Zeitwert werden zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Finanzinstrumente aus dem Eigenkapital in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Diese Nettoergebnisse werden im Finanzergebnis als Bestandteil der Zinserträge erfasst. Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) zum beizulegenden Zeitwert sind in den Umsatzkosten sowie im übrigen Finanzergebnis enthalten. Wertberichtigungen auf Ausleihungen und Forderungen (LaR) werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Sonstige Erläuterungen(33) Konzern-KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung wurden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde indirekt abgeleitet. Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wurde, ergab sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit schloss darüber hinaus die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Lease"-Verträgen, insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten bzw. Umsatz- und Erlösabgrenzungen mit ein. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasste die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Lease"-Verträge refinanzierten Sach- und Finanzanlagen, der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten sowie die Erwerbe und Verkäufe von Wertpapieren. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurden neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite einschließlich Schuldscheindarlehen sowie die Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entsprach der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung standen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 7.170 T€ (Vorjahr: 4.921 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste zum Bilanzstichtag unverändert fast ausschließlich Bankguthaben. (34) EventualschuldenKonzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine auszuweisenden Haftungsverhältnisse. (35) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 29 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €). Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Lease") für Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen und Fahrzeuge abgeschlossen. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Die Fälligkeiten der künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgenscroll
Die aufwandswirksam erfassten Miet- und Leasingzahlungen aus den "Operating Lease"-Verträgen beliefen sich für das Jahr 2014 auf 45.055 T€ (Vorjahr: 44.338 T€). (36) Risikomanagement und FinanzinstrumenteGrundsätze des RisikomanagementsDer Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten bzw. Leasinggesellschaften als Vertragspartner getätigt werden. Die Verantwortung für die Einleitung erforderlicher organisatorischer Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens. Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements. Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch Restwertrisiken, Refinanzierungsrisiken und Adressausfallrisiken. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen ermöglicht. Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen. Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko, das Devisenkursrisiko und das Aktienkursrisiko ab. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt. Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten ohne abgeschlossene Zinssicherungen. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war. Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 883 T€ (Vorjahr: 844 T€) niedriger (höher) gewesen. DevisenkursrisikenIm Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswapgeschäfte ein. Zur Messung der Risikoposition "Devisenkurse" verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value-at-Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter, Marktschwankungen bzw. Volatilitäten, werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet. Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber. Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2014 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 664 T€ (Vorjahr: 568 T€) nicht überschreiten wird. Der Value-at-Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 455 T€ (Vorjahr: 440 T€) und einem Maximum von 679 T€ (Vorjahr: 721 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 612 T€ (Vorjahr: 603 T€). AktienkursrisikenJungheinrich hat im Jahr 2013 liquide Mittel in Höhe von 100.000 T€ in einem Spezialfonds angelegt. Aus den in diesem Fonds gehaltenen Aktien, Aktienindexfonds und Aktienderivaten ergibt sich für den Jungheinrich-Konzern das Aktienkursrisiko. Am 31. Dezember 2014 wurde im Fonds ein Aktienexposure in Höhe von insgesamt 11.953 T€ (Vorjahr: 11.051 T€) gehalten. Wenn das Aktienkursniveau am 31. Dezember 2014 um 10 Prozent höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 1.195 T€ (Vorjahr: 1.105 T€) höher (niedriger) gewesen. Zur Begrenzung der Aktienkursrisiken ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. AusfallrisikenJungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, die Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen wie zum Beispiel Aufrechnungsvereinbarungen vor. LiquiditätsrisikenUm die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch ein im Jahr 2014 neu aufgenommenes Schuldscheindarlehen sowie kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt. KontrahentenrisikenDer Konzern ist Kontrahentenrisiken ausgesetzt, welche durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entstehen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Rating-Agenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestanden für Jungheinrich keine bedeutsamen Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Bei der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden die berechneten Marktwerte in Höhe der durch Analysetools ermittelten Risikowerte (Credit Value Adjustment/Debit Value Adjustment) angepasst. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten. SicherungsbeziehungenDer Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedgings unter anderem zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Zur Sicherung der Zinsrisiken werden Zahlungsströme aus variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert. Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert. Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals. Nominalwerte von derivativen FinanzinstrumentenNominalvolumen der derivativen Finanzinstrumentescroll
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden Zwölf-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden. Die Nominalvolumen der sonstigen derivativen Finanzinstrumente beinhalten ausschließlich Futures im Spezialfonds. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Bilanzstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Marktwerte von derivativen FinanzinstrumentenDer Marktwert eines derivativen Finanzinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der in Anhangsangabe (32) dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen. Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumentenscroll
(37) SegmentinformationenJungheinrich ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Diesem Ziel folgend versteht sich Jungheinrich als ein Ein-Produkt-Unternehmen der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dabei erfolgt die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eigenständig. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor. Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Segmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 3.584 T€ (Vorjahr: 2.398 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grunde werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern. Die Investitionen und Abschreibungen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben. Segmentvermögen und Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte bzw. Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind, und entsprechen der Bilanzsumme. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen zum 31. Dezember 2014scroll
Segmentinformationen zum 31. Dezember 2013scroll
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Mietgeräte die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen sowie Personalrückstellungen enthalten. Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert. Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Langfristige Vermögenswerte nach Regionenscroll
In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil - gemessen am Konzernumsatz - wesentlich war. (38) Ergebnis je AktieBasis für die Berechnung ist das Ergebnis nach Steuern, wie es in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen wird, da es vollständig den Aktionären der Jungheinrich AG zusteht. Ergebnis je Aktiescroll
In den Geschäftsjahren 2014 und 2013 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert haben. (39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung, die nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 eingetreten sind, liegen nicht vor. (40) Honorare für den Abschlussprüfer des KonzernabschlussesDie Details zu den vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, für das Berichtsjahr und Vorjahr berechneten Honoraren können der folgenden Tabelle entnommen werden. Honorare des Abschlussprüfersscroll
(41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf, und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich Aktiengesellschaft Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und diesen nahestehenden Gesellschaften ist den folgenden Tabellen zu entnehmen. Empfangene Lieferungen und Leistungenscroll
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Am 31. Dezember 2014 bestanden sonstige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen gegenüber der Supralift GmbH & Co. KG (Deutschland) in Höhe von 235 T€ (Vorjahr: 335 T€). Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt. (42) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014 betrugen 1.139 T€ (Vorjahr: 907 T€). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich im Jahr 2014 auf 3.439 T€ (Vorjahr: 4.523 T€). Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2014 den Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstandes 344 T€ (Vorjahr: 465 T€) zugeführt. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von 5 Jahren gilt. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden Bezüge in Höhe von 672 T€ (Vorjahr: 2.082 T€) als Aufwand erfasst. Am 31. Dezember 2014 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG. Zum 31. Dezember 2014 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 15.881 T€ (Vorjahr: 13.049 T€) gebildet. (43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 (2) HGBIn den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2014 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
1)
Einbeziehung als strukturiertes Unternehmen
gemäß IFRS 10 In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2014 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen: scroll
1)
Indirekt über JULI Motorenwerk s.r.o., Moravany,
Tschechien In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2014 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen: scroll
1)
Nicht einbezogen aufgrund untergeordneter
Bedeutung (44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGBDie nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGIm Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Hamburg, den 5. März 2015 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 5. März 2015 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 5. März 2015 Deloitte & Touche GmbH Reiher, Wirtschaftsprüfer ppa. Deutsch, Wirtschaftsprüferin Lageberichtder Jungheinrich AGGeschäftstätigkeit und RahmenbedingungenJungheinrich ist als Intralogistik-Spezialist eines der international führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Branchenbezogen nimmt das Unternehmen in der Rangliste der Flurförderzeughersteller - gemessen am Umsatz - in Europa den zweiten und weltweit den dritten Platz ein. Das integrierte Geschäftsmodell von Jungheinrich umfasst die Geschäftsfelder
kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsgeschäft. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Die motorisch betriebenen Flurförderzeuge werden fast ausschließlich in Deutschland hergestellt. Eine Auswahl an Fahrzeugen wird in China für den asiatischen Markt produziert. Jungheinrich setzt auf ein weltweites, leistungsstarkes Direktvertriebs- und Servicenetz mit eigenen Vertriebszentren und Niederlassungen in Deutschland sowie konzerneigenen Vertriebs- und Servicegesellschaften im europäischen und außereuropäischen Ausland. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. In Nordamerika baut Jungheinrich auf seinen leistungsfähigen Vertriebspartner Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA) mit starker Händlerpräsenz. Abgerundet wird die Geschäftstätigkeit durch einen kataloggestützten und als Onlineshop betriebenen Versandhandel in Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Die Jungheinrich AG agiert primär als Management-Holding. Der Vorstand handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Aktivitäten des Konzerns. Neben den Holdingfunktionen sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie die Bewirtschaftung der Immobilien organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Als Konzernobergesellschaft hält sie direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen im In- und Ausland. Sie unterhält direkte Geschäftsbeziehungen mit ihren in der Form der AG & Co. KG geführten Tochtergesellschaften Jungheinrich Vertrieb Deutschland, Jungheinrich Export, Jungheinrich Ersatzteilmanagement sowie Jungheinrich Norderstedt, Jungheinrich Moosburg und Jungheinrich Landsberg (jeweils Produktion). Die Jahresergebnisse der vorgenannten Kommanditgesellschaften wurden zeitgleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDie Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als ein Indikator für Wirtschaftswachstum spielt für Jungheinrich eine vorrangige Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Die weltweite konjunkturelle Entwicklung hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Eine kräftige Wachstumsentwicklung erfuhren dabei die USA. Die chinesische Wirtschaft verzeichnete 2014 zwar ein hohes Wirtschaftswachstum, blieb allerdings hinter den Wachstumsraten der vergangenen Jahre zurück. Nach der Rezession im Jahr 2013 verzeichnete die Eurozone ein leichtes Wachstum. Gleichwohl belasteten der politische Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Unsicherheiten bezüglich des zukünftigen Verhältnisses der Europäischen Union und der USA zu Russland sowie das starke Konjunkturgefälle im Euroraum die wirtschaftliche Entwicklung. Positive Impulse gingen hingegen von der expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank aus. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete eine ordentliche Aufwärtsentwicklung. In der zweiten Jahreshälfte geriet der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, spürbar unter Druck und sank im Oktober 2014 mit 103,2 Punkten auf den niedrigsten Stand im Berichtsjahr, erholte sich aber zum Jahresende und lag im Dezember 2014 bei 105,5 Punkten. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2015) Das Bruttoinlandsprodukt der Weltwirtschaft stieg 2014 um 3,1 Prozent (Vorjahr: 2,9 Prozent). In den USA lag die Wachstumsrate bei 2,5 Prozent nach 2,2 Prozent im Jahr 2013. Chinas Wirtschaft verzeichnete einen gegenüber dem Vorjahr geringeren Anstieg von 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,7 Prozent). In den Ländern der Eurozone wuchs die Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent (Vorjahr: minus 0,4 Prozent). Mit einem Anstieg von 1,5 Prozent zeigte die deutsche Wirtschaft ein deutlich höheres Wachstum als im Vorjahr (0,1 Prozent) und war damit Wachstumstreiber der Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt in Frankreich wuchs 2014 wie im Vorjahr um 0,4 Prozent. In Italien sank die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent und damit nicht mehr so stark wie 2013 (minus 1,7 Prozent). In Großbritannien lag das Wachstum bei 2,6 Prozent und war somit kräftiger als im Vorjahr (1,7 Prozent). In diesen vier europäischen Ländern erwirtschaftet Jungheinrich über 50 Prozent seines Konzernumsatzes. Die beiden für Jungheinrich bedeutenden osteuropäischen Volkswirtschaften Polen und Russland entwickelten sich unterschiedlich. Während in Polen das Bruttoinlandsprodukt um 3,3 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) wuchs, stieg es in Russland nur um 0,6 Prozent (Vorjahr: 1,3 Prozent). Branchenbezogene RahmenbedingungenDer Weltmarkt für Flurförderzeuge zeigte im Berichtsjahr ein gutes Wachstum. Dabei kamen die wesentlichen Wachstumsimpulse aus Westeuropa, China und Nordamerika. Marktvolumen Flurförderzeuge in Tsd. Stückscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Material Handling Equipment Manufacturers) Das Weltmarktvolumen erhöhte sich von 1.009,8 Tsd. Fahrzeugen im Jahr 2013 um 8 Prozent auf 1.094,0 Tsd. Fahrzeuge im Berichtsjahr. Europa, Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete mit 344,5 Tsd. Fahrzeugen einen Anstieg um 9 Prozent (Vorjahr: 315,5 Tsd. Fahrzeuge). Während die Nachfrage in Westeuropa um 11 Prozent kletterte, blieb das Marktvolumen in Osteuropa nahezu stabil (minus 0,4 Prozent). Ursache für die Entwicklung in Osteuropa war der starke Rückgang des russischen Flurförderzeugmarktes um 19 Prozent. Das Marktvolumen in Asien stieg um 11 Prozent auf 443,9 Tsd. (Vorjahr: 401,3 Tsd.) Fahrzeuge. Darin ist China mit einem Plus von 10 Prozent auf 273,3 Tsd. (Vorjahr: 248,0 Tsd.) Fahrzeuge enthalten. Der nordamerikanische Markt wies ebenfalls eine deutliche Steigerung um 9 Prozent auf 219,4 Tsd. (Vorjahr: 200,9 Tsd.) Fahrzeuge auf. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Produktsegmenten sehr unterschiedlich. Das Marktvolumen für Fahrzeuge der Lagertechnik stieg weltweit um 11 Prozent an, wozu China mit einem Plus von 25 Prozent, Nordamerika mit einem Zuwachs von 12 Prozent und Europa mit einem Plus von 11 Prozent beitrugen. Das Weltmarktvolumen der Gegengewichtsstapler mit elektromotorischem Antrieb stieg um 14 Prozent an, während die Stapler mit verbrennungsmotorischem Antrieb ein Wachstum von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufwiesen. Der europäische Markt zeigte in dieser Fahrzeugkategorie eine nahezu stabile Entwicklung (minus 0,4 Prozent), während das Marktvolumen der elektromotorischen Gegengewichtsstapler in Europa um 15 Prozent stieg. Regulatorische RahmenbedingungenJungheinrich muss mit seinen Produkten und Dienstleistungen spezifischen Vorgaben mit Regulierungscharakter im In- und Ausland entsprechen. Diese Vorgaben dienen vorrangig dazu, Gefahren für den Nutzer der Produkte, sonstige Personen, Anlagen und die Umwelt zu begrenzen. Die Übereinstimmung der Produkte und Dienstleistungen mit den unterschiedlichen Regelungsinhalten muss durch entsprechende interne Kontrollmechanismen verifiziert oder extern zertifiziert werden. Viele der gesetzlichen Anforderungen werden in produktspezifischen und anderen Normen (beispielsweise EN, ISO oder DIN) konkretisiert. Ziel von Jungheinrich ist es, die regulatorischen Mindestvorgaben für seine Produkte und Dienstleistungen sicher einzuhalten. Jungheinrich verfügt über Prozesse, die gewährleisten, dass solche rechtlichen Vorgaben effizient umgesetzt werden. Die Errichtung und der Betrieb von Produktionsanlagen unterliegen ebenfalls bestimmten rechtlichen Anforderungen, unter anderem hinsichtlich der Vermeidung von Luftverschmutzung, der Lärmreduktion, der Abfallproduktion und -entsorgung sowie des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes. Die großen Bauvorhaben im Konzern, zum Beispiel die Errichtung des neuen Hauptverwaltungsgebäudes in Hamburg, werden professionell durch das Corporate Real Estate Management der Jungheinrich AG sowie durch externe Partner betreut. Geschäftsverlauf und ErtragslageDie Ertragslage der Jungheinrich AG wurde vom positiven Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften und den sich daraus ergebenden Beteiligungserträgen bestimmt. Aufgrund von positiven Sondereffekten aus Ergebnisübernahmen im Vorjahr fielen die Beteiligungserträge auf Basis von Ergebnisabführungsverträgen mit inländischen Kapitalgesellschaften im Berichtsjahr erwartungsgemäß deutlich niedriger aus. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG betrugen im Berichtsjahr 120,7 Mio. € nach 108,2 Mio. € im Vorjahr. Bestandteile der Umsatzerlöse waren die Vergütung von Dienstleistungen, Erlöse aus der Vermietung von Immobilien sowie Erlöse aus Lizenzverträgen. Die Umsatzerlöse aus der Vergütung von Dienstleistungen stiegen aufgrund des Geschäftswachstums in den operativen Einheiten um 11 Prozent von 66,0 Mio. € auf 73,0 Mio. €. Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen stiegen um 11 Prozent auf 23,9 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €). Dies war im Wesentlichen auf die Erhöhung der vermieteten Flächen im Zuge der 2013 fertiggestellten Neubauten in Kaltenkirchen und Degernpoint zurückzuführen. Die Umsätze aus Lizenzverträgen, die weitestgehend mit Konzerngesellschaften bestehen, stiegen im Jahresvergleich auf 23,7 Mio. € (Vorjahr: 20,7 Mio. €) an. Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Der Materialaufwand in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) enthält hauptsächlich die Energie- und Stoffkosten der Verwaltung. Der Rückgang ist weitgehend auf eine niedrigere Energiekostenbelastung im Berichtsjahr zurückzuführen. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Verwaltungskosten der in der Jungheinrich AG geführten Holding- und Zentralbereiche. Der Personalaufwand betrug 76,7 Mio. € nach 79,0 Mio. € im Vorjahr. Dabei standen dem Rückgang des Personalaufwandes, der mit der Ausgliederung von durchschnittlich 86 Mitarbeitern aus dem Vertrieb Logistiksysteme in die Jungheinrich Logistiksysteme GmbH, Moosburg, verbunden war, Lohn- und Gehaltssteigerungen und der Aufbau von durchschnittlich 48 Mitarbeitern gegenüber. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrafen im Wesentlichen Abschreibungen auf Immobilien sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie waren im Berichtsjahr mit 13,9 Mio. € um 20 Prozent geringer als im Vorjahr (17,5 Mio. €). Der Rückgang ergab sich in erster Linie aufgrund der vollständigen Abschreibung der Schutzrechte für Produkt-Know-how zum Ende des Vorjahres, nach Ablauf der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtszeitraum von 95,6 Mio. € um 28,1 Mio. € auf 123,7 Mio. €. Hintergrund waren insbesondere erstmalige Aufwendungen für Entwicklungsdienstleistungen der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG (vormals: Jungheinrich Moosburg GmbH) und sonstige Leistungen der Jungheinrich Logistiksysteme GmbH, jeweils Moosburg, in Höhe von insgesamt 26,0 Mio. €. Außerdem wirkten sich im Berichtszeitraum die Messekosten für die CeMAT, die weltweit größte Branchenmesse für Flurförderzeuge, und die Zahlung von 1,3 Mio. € an die Dr. Friedrich-Jungheinrich-Stiftung anlässlich deren zehnjährigen Gründungsjubiläums aus. Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigte im Berichtszeitraum folgendes Bild: scroll
Das Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern ging auf 74,7 Mio. € (Vorjahr: 108,9 Mio. €) zurück. Ursächlich für den Rückgang waren die im Saldo niedrigeren, um Steuerumlagen gekürzten Beteiligungserträge und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 152,0 Mio. € (Vorjahr: 176,0 Mio. €) und die erstmaligen Aufwendungen für Entwicklungsdienstleistungen und sonstige Leistungen in Höhe von 26,0 Mio. €. Das Zinsergebnis war mit minus 0,9 Mio. € deutlich besser als im Vorjahr (minus 5,2 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren zum einen höhere Zinserträge von verbundenen Unternehmen. Zum anderen ergaben sich niedrigere Zinsaufwendungen als im Jahr 2013. Hintergrund waren im Vorjahr enthaltene Zinsaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. € für die vorzeitige Ablösung der variablen Tranche des Schuldscheindarlehens über 54 Mio. € (Juli 2013). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank auf 73,8 Mio. € (Vorjahr: 103,7 Mio. €). Die Ertragsteuern und die sonstigen Steuern führten im Berichtsjahr zu Erträgen von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €). Diese beinhalteten Ertragsteuerumlagen in Höhe von 39,3 Mio. € (Vorjahr: 33,4 Mio. €), welche die Jungheinrich AG von den operativen Gesellschaften erhob, da deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss von 86,9 Mio. € (Vorjahr: 112,9 Mio. €) ab. Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 43,5 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Dividende in Höhe von 0,98 € je Stammaktie und in Höhe von 1,04 € je Vorzugsaktie auszuschütten. InvestitionenDas Investitionsvolumen war im Berichtsjahr mit 30,3 Mio. € deutlich geringer als im Vorjahr (102,8 Mio. €). Die Investitionen im Berichtsjahr betrafen vor allem das im Bau befindliche Hauptverwaltungsgebäude sowie das Schulungszentrum im Werk Norderstedt. Von den Zugängen in den Sachanlagen entfielen allein 10,6 Mio. € auf das Gebäude der Hauptverwaltung. Das Bestellobligo für den Neubau betrug zum Bilanzstichtag 14,6 Mio. €. Die Investitionen im Vorjahr waren maßgeblich durch den Erwerb der Anteile an der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG, Moosburg, und die abgeschlossenen Bauvorhaben, das Werk für Lager- und Systemgeräte sowie das Ersatzteilzentrum, geprägt. Vermögens- und FinanzlageDie Finanzierung des Konzerns erfolgt grundsätzlich zentral durch die Jungheinrich AG. Durch ein zentrales Cash- und Währungsmanagement wird eine zins- und währungsoptimale Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Der kurz-, mittel- und langfristige Finanzbedarf wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten gedeckt. Die Bilanzsumme der Jungheinrich AG stieg zum Bilanzstichtag um 179,2 Mio. € auf 1.188,3 Mio. € (Vorjahr: 1.009,1 Mio. €). Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der Zugänge durch Anzahlungen für die im Bau befindliche Hauptverwaltung um 14,7 Mio. € auf 512,3 Mio. € (Vorjahr: 497,6 Mio. €). Der erhebliche Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 127,3 Mio. € auf 270,1 Mio. € (Vorjahr: 142,8 Mio. €) resultierte aus deutlich höheren Ansprüchen der Jungheinrich AG aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln an Konzerngesellschaften. Die liquiden Mittel und Wertpapiere stiegen um 34,6 Mio. € auf 397,3 Mio. € (Vorjahr: 362,7 Mio. €). Dabei stand der planmäßigen Rückzahlung der festverzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens in Höhe von 46 Mio. € (Dezember 2014) die Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens über 100 Mio. € - vorrangig zur Finanzierung von Investitionsvorhaben - gegenüber. Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild: scroll
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 701,5 Mio. € und war damit um 58,8 Mio. € höher als im Vorjahr (642,7 Mio. €). Dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 86,9 Mio. € standen dabei die Dividendenzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 28,3 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich aufgrund der ebenfalls gestiegenen Bilanzsumme von 63,7 Prozent im Vorjahr auf 59,0 Prozent. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 69,2 Mio. € um 51,3 Mio. € auf 120,5 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € und die planmäßige Rückzahlung der fest verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens aus 2009. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren mit 294,9 Mio. € um 71,2 Mio. € höher als im Vorjahr (223,7 Mio. €). Dies ist vor allem auf den Gesellschafterwechsel bei der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG, Moosburg, zurückzuführen. Im Zuge der Übertragung der Anteile von der Jungheinrich Beteiligungs-GmbH, Hamburg, auf die Jungheinrich AG hat diese ebenso die Finanzierung dieser Tochtergesellschaft übernommen. MitarbeiterDie Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2014 insgesamt 841 Mitarbeiter, davon 122 Auszubildende (Vorjahr: 893 Mitarbeiter, davon 108 Auszubildende). Dabei stand der Reduzierung der Personalkapazität durch die Ausgliederung der Mitarbeiter aus dem Vertrieb Logistiksysteme (104 Mitarbeiter) ein Aufbau in den zentralen Konzernfunktionen gegenüber (52 Mitarbeiter, davon 14 Auszubildende). Im Berichtsjahr wurden insbesondere Mitarbeiter in der Vertriebssteuerung und im Marketing sowie Entwicklungsingenieure und Mitarbeiter in der zentralen IT eingestellt. Darüber hinaus waren wie im Vorjahr zehn Leiharbeitnehmer im Unternehmen eingesetzt. Personelle VeränderungenSeit dem 1. April 2014 ist Herr Dr. Lars Brzoska Vorstandsmitglied für das Ressort Vertrieb bei der Jungheinrich AG. Für den Übergangszeitraum zwischen dem 15. November 2013 und dem 31. März 2014 hatte der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Hans-Georg Frey, die kommissarische Leitung des Vertriebsressorts übernommen. VergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten, wobei der Schwerpunkt auf der Ergebniskomponente liegt. Vergütung des VorstandesDie Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt seit der Neuregelung des Vergütungssystems im Jahr 2010 die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist leistungsorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen und kann bei einer sehr guten Zielerreichung mehr als 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns, das Marktanteilswachstum im Kernmarkt Europa sowie die Umsatzrendite des Ergebnisses vor Steuern (EBT). Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses an der jeweiligen Zielerreichung gemessen und ausgezahlt werden. Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 1. Januar 2014 das System der variablen Vergütung weiterentwickelt, indem die prozentuale Gewichtung der einzelnen Erfolgsparameter und damit ihr Anteil an der Gesamtzielgröße verändert wurde und die Zielerreichung der einzelnen Erfolgsparameter getrennt geprüft wird. Zudem wurde die untere Anspruchsgrenze auf eine bei anderen Unternehmen übliche Höhe abgesenkt und die Veränderbarkeit der in den Folgejahren auszuzahlenden Teilbeträge auf eine realistischere Bandbreite begrenzt. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 leicht modifiziert und beinhaltet nunmehr für jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Anlass der Anpassung des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat ab 1. Januar 2014 waren veränderte Bilanzierungsregeln für den Jungheinrich-Konzern durch die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 19 zum 1. Januar 2013 sowie transparenzbedingte Umgliederungen, insbesondere im Segment "Finanzdienstleistungen", die die bisherige Bemessungsgrundlage "EBIT-Kapitalrendite" maßgeblich beeinflussten. Es wurde durch die Hauptversammlung am 15. Mai 2014 mit Rückwirkung zum 1. Januar 2014 deswegen die Eigenkapitalrendite "Return on Equity (ROE)" als neue Bemessungsgrundlage eingeführt, die nunmehr die gesamte Geschäftstätigkeit des Konzerns in einer einfachen Relation widerspiegelt. Zudem soll durch die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage als Drei-Jahres-Durchschnitt die vom Gesetzgeber geforderte Nachhaltigkeit des variablen Vergütungssystems unterstrichen werden. Vergütung der leitenden AngestelltenFür die leitenden Angestellten wurde bereits im Jahr 2013 ein neues Vergütungssystem eingeführt, welches sich hinsichtlich des variablen Vergütungsbestandteiles grundsätzlich an den Kennziffern der Vorstandsvergütung orientiert. An diesem System sind im Berichtsjahr keine Modifikationen erfolgt. Der Aufsichtsrat hat gemäß den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in den Ziffern 4.2.2 und 4.2.3 des Kodexes in der Fassung vom 24. Juni 2014 im Berichtsjahr begonnen, das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der oberen Führungskräfte und der Belegschaft zu analysieren und aussagefähiges Zahlenmaterial zusammenzutragen. Forschung und EntwicklungDie Jungheinrich AG ist verantwortlich für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 55 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) beschäftigt. Die Aufwendungen für F&E, einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und verbundener Unternehmen, stiegen von 29,8 Mio. € um 58 Prozent auf 47,0 Mio. €. Grund hierfür waren zum größten Teil die erstmaligen Aufwendungen für Entwicklungsdienstleistungen der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG, Moosburg. Durch Patente schützt die Jungheinrich AG ihre Innovationen sowie die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte. Im Jahr 2014 wurden 98 (Vorjahr: 158) Patente erteilt. Erklärung zur UnternehmensführungGemäß § 289a HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter www.jungheinrich.de veröffentlicht. Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Eine absolute Sicherheit, fehlerhafte Angaben und Aussagen in der Rechnungslegung zu vermeiden, Fehleinschätzungen aufzudecken und die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften und internen Regelungen zu gewährleisten, kann nicht garantiert werden. Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Jungheinrich-Unternehmensführung. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu im Rahmen eines Risikomanagement-Systems entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Sämtliche Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System der Jungheinrich AG eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung zwischen Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung, der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind verantwortlich für das Risikomanagement ihrer Einheit. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, dreimal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und der Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert -getrennt nach Risiken und Chancen - verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Ad-hoc-Meldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer regulären Prüfungen sowie durch einzelfallbezogene Sonderprüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Leasing-Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach der Analyse der letzten Risikoinventur 2014 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutendsten Risiken und Chancen sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten für das Jahr 2015 ein globales Wachstum von etwa 3 Prozent. Für den Euroraum wird ein Wachstum von etwa einem Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die bisher nicht gelösten Probleme in Verbindung mit der Schuldenkrise in einigen europäischen Staaten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob erneut einzelne Länder in Krisensituationen geraten bzw. inwiefern erste Erfolge in einzelnen Ländern nachhaltig spürbar werden. Auch die anhaltend politisch instabile Situation in der Ukraine könnte sich auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Im Berichtsjahr stieg das Weltmarktvolumen bei Flurförderzeugen um rund 8 Prozent, in Europa wuchs das Marktvolumen sogar um rund 9 Prozent. Ein Konjunkturrückgang, vor allem in Europa, könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Der Markt für Flurförderzeuge ist durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf der Basis von regelmäßigen Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa - laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges wird dadurch begegnet, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet und seine Differenzierungsstrategie - beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes - weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenOperative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell, beispielsweise durch das Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten, und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Das Unternehmen steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2015 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung der Geschäftsprozesse zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation bzw. Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit und dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme, wobei sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001 orientiert. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt Jungheinrich im Rahmen des Hochschulmarketings enge Kontakte zu bzw. die Zusammenarbeit mit technischen Hochschulen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet das Unternehmen mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten "Talentmanagements" identifiziert, gefördert und gefordert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen intern besetzen. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, erhöhte das Unternehmen im Berichtsjahr die Anzahl der Ausbildungsplätze. Bei Ingenieuren, insbesondere für die Entwicklungsbereiche, bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Finanzwirtschaftliche RisikenBei den finanzwirtschaftlichen Risiken handelt es sich insbesondere um Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einer regelmäßigen Überwachung. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für die Jungheinrich AG, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die Finanzierungssituation von Jungheinrich ist weiterhin stabil. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung aus. Dies zeigte sich vor allem bei der Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens über 100 Mio. €, wobei das günstige Umfeld am Kapitalmarkt genutzt werden konnte. Mit der erfolgreichen Transaktion hat sich der finanzielle Spielraum von Jungheinrich weiter vergrößert. Jungheinrich verfügt über zugesagte mittelfristige Kreditrahmen von 225 Mio. €. Durch vorzeitige Kreditverlängerungen konnte das Fälligkeitsprofil der Refinanzierung optimiert werden. In sämtlichen Kreditrahmenverträgen und Schuldscheindarlehensvereinbarungen bestehen aktuell keine Financial Covenants. Durch den anhaltend hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem der Konzern jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungs-Managements für den Jungheinrich-Konzern soll eine zins- und währungsoptimale sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht werden. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Die Jungheinrich AG ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren, insbesondere der Ratings, die von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden, sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps), besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch neue Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich die umfassenden Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen wurden neue Prozesse implementiert, um die Berichterstattungspflichten zu erfüllen und den Risikoanforderungen gerecht zu werden. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften im für diese Industrie üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Allgemeine wesentliche Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu den wesentlichen Verträgen und den sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind im üblichen Umfang teilweise Partei oder Beteiligte in gerichtlichen oder außergerichtlichen Auseinandersetzungen, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus Risiken für Rechtsstreitigkeiten wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage der Jungheinrich AG. Daher stellt eine spürbar positivere als die derzeit erwartete Konjunkturentwicklung in Europa die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar. Unser Ausblick für 2015 basiert auf Expertenschätzungen für die konjunkturelle Entwicklung und den eigenen Markteinschätzungen. Sollten sich die Weltwirtschaft und insbesondere die europäische Wirtschaft schneller und kräftiger entwickeln als erwartet und sich in Verbindung damit das Marktvolumen entsprechend positiver entwickeln, könnten Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich können sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoff- und Materialpreisen und aus der Aufwertung von bedeutenden Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte entstehen. Im Zuge der erfolgten Markteinführung der neuen Generation verbrennungsmotorischer Stapler mit hydrodynamischem Antrieb besteht die Chance, die Position in diesem Marktsegment auszubauen. Darüber hinaus können neue Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden diese - soweit möglich -begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Momentan sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage spürbar und nachhaltig beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. Dies trifft sowohl für die Berichtsperiode als auch für geplante oder bereits eingeleitete Aktivitäten zu. Alle Risiken, mit Ausnahme der konjunkturellen und branchenspezifischen Risiken, beurteilen wir als steuerbar und beherrschbar. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014Berichtspflichtige Vorgänge nach Ablauf des Geschäftsjahres 2014 liegen nicht vor. AusblickDie Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2015 ein ähnliches Wachstum wie im Vorjahr verzeichnen. Insbesondere China, Nordamerika und einige Länder in Europa sollten als maßgebliche Treiber dazu beitragen. Experten rechnen für 2015 mit einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,2 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt der USA dürfte um 3,2 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr wachsen. Für die chinesische Wirtschaft wird ein weniger dynamisches, jedoch noch immer auf hohem Niveau liegendes Wachstum von 6,5 Prozent (2014: 7,3 Prozent) prognostiziert. Für die Eurozone wird 2015 ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent erwartet (2014: 0,8 Prozent). Deutschland dürfte im laufenden Jahr mit 1,5 Prozent einen vergleichbaren Anstieg der Wirtschaftsleistung wie 2014 erreichen. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet 2015 mit einem Anstieg der Produktion um 2 Prozent. Die wirtschaftliche Entwicklung in Frankreich und Italien, den neben Deutschland bedeutenden europäischen Kernmärkten für Jungheinrich, dürfte im laufenden Jahr etwas positiver verlaufen als 2014. Das Bruttoinlandsprodukt Frankreichs soll 2015 um 0,7 Prozent wachsen (2014: 0,4 Prozent). Für die italienische Wirtschaft wird ein Wachstum von 0,1 Prozent nach minus 0,3 Prozent im vergangenen Jahr prognostiziert. In Großbritannien, ebenfalls ein Kernmarkt für Jungheinrich, wird für das laufende Jahr mit 2,4 Prozent ein etwas geringeres Wirtschaftswachstum als 2014 (2,6 Prozent) erwartet. In Polen sollte sich das Wachstum leicht auf 3,5 Prozent verbessern (2014: 3,3 Prozent). Für Russland wird im laufenden Jahr ein sehr deutlicher Rückgang der Wirtschaftsleistung von minus 3,7 Prozent erwartet (2014: plus 0,6 Prozent). Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen Bruttoinlandsprodukt in %scroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Februar 2015) Seit dem 4. Quartal 2013 weist der Weltmarkt für Flurförderzeuge ein spürbares Wachstum auf. Vor dem Hintergrund des prognostizierten weltweiten Wirtschaftswachstums für 2015 - mit der Erwartung einer gegenüber dem Vorjahr etwas besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Euroraum - gehen wir davon aus, dass nicht nur das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge weiter steigen wird, sondern sich das Marktvolumen in Europa aus heutiger Sicht ebenfalls positiv entwickeln wird. Dabei dürfte die Nachfrage in Westeuropa weiter steigen, wenngleich weniger stark als im Vorjahr. Das Marktvolumen in Osteuropa sollte stabil bleiben. Die Nachfrage in dieser Region wird allerdings stark von der weiteren Entwicklung des russischen Marktes abhängen. In Asien gehen wir von einem anhaltenden Marktwachstum aus. Das Wachstum des nordamerikanischen Marktes sollte sich ebenfalls fortsetzen. Wir erwarten keine signifikanten Verschiebungen bezüglich der Bedeutung einzelner Produktsegmente. Sofern die beschriebenen Annahmen eintreffen, werden die operativen Ergebnisse der Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG etwas höher als im Vorjahr ausfallen. Das Beteiligungsergebnis und der Jahresüberschuss der Jungheinrich AG sollten für das Geschäftsjahr 2015 demzufolge etwas über dem Vorjahreswert liegen. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Lagebericht kann daher nicht übernommen werden.
Hamburg, den 5. März 2015 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Bilanz Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014der Jungheinrich AGAKTIVA scroll
Gewinn-und-Verlust-Rechnungder Jungheinrich AGscroll
Entwicklung des Anlagevermögensder Jungheinrich AGscroll
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Anhangder Jungheinrich AGGrundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2014 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt. Die zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert. Immaterielle VermögensgegenständeDie Immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, über eine Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren bewertet. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu 410 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, sonstige Ausleihungen zu ihrem Nominalwert bilanziert. Bei Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. VorräteDie Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet. Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für PensionenDie Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem jährlichen Zinsfuß von 4,54 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,0 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 1,75 Prozent berücksichtigt. Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verpflichtungen aus diesen Plänen ausgewiesen. Die Guthaben sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 3,37 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent berechnet. Die Bewertung der Aufstockungszahlungen für Altersteilzeitvereinbarungen erfolgte im Wege der ratierlichen Ansammlung, da für die Vereinbarungen grundsätzlich ein Entlohnungscharakter unterstellt wurde. Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 4,54 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,25 Prozent berücksichtigt. Der langfristige Anteil dieser Rückstellung, mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wurde pauschal mit einem Zinssatz von 3,91 Prozent abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente SteuernZur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 Prozent angewendet. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten sämtlicher Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt. Sofern der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem aktiven Überhang führt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Anwendung dieser Bewertungsvorschriften führte im Berichtsjahr zu einem unrealisierten Kursgewinn in Höhe von 21 T€ (Vorjahr: Verlust von 3 T€). Für Fremdwährungsdarlehen mit Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten; daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (26) dargestellt. (2) Vorrätescroll
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.293 T€ (Vorjahr: 8.468 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln an Tochtergesellschaften in Höhe von 258.808 T€ (Vorjahr: 134.305 T€). (4) WertpapiereDie Wertpapiere enthalten sonstige Wertpapiere in Höhe von 65.557 T€. Sämtliche Wertpapiere sind frei verfügbar. Der Spezialfonds (Spezial-AIF; Alternative Investment Fund) besteht unverändert in Höhe von 100.000 T€. Der Marktwert des Fonds zum 31. Dezember 2014 betrug 103.222 T€. Es bestehen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Eine Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2014 erfolgte nicht. (5) Liquide MittelDie liquiden Mittel betreffen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten aus Festgeldern und auf Girokonten. (6) Gezeichnetes KapitalAngaben gemäß § 160 AktG: scroll
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 25 Abs. 1 WpHG am 31. Oktober 2002 Folgendes veröffentlicht:
(7) GewinnrücklagenAus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von 56.444 T€ wurden aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung der Jungheinrich AG vom 15. Mai 2014 28.284 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2014 von 86.914 T€ wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 43.457 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 33.533 T€ (Vorjahr: 32.982 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 3.120 T€ (Vorjahr: 3.082 T€) mit den entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe saldiert ausgewiesen. Die Zeitwerte der Deferred-Compensation-Pläne entsprechen den fortgeführten Anschaffungskosten. (9) Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, Verpflichtungen gegenüber Kunden, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 3.315 T€ (Vorjahr: 2.935 T€) mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 988 T€ (Vorjahr: 816 T€) saldiert ausgewiesen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens beliefen sich auf 1.039 T€. Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die verrechneten Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 51 T€ (Vorjahr: 40 T€). (10) Verbindlichkeitenscroll
Im Berichtsjahr erfolgte die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 100.000 T€. Das Darlehen teilt sich auf in jeweils eine festverzinsliche und eine variabel verzinsliche Tranche zu je 25.000 T€ mit fünfjähriger Laufzeit. Für die variabel verzinsliche Tranche wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Die dritte Tranche in Höhe von 50.000 T€ hat eine Laufzeit von sieben Jahren bei fester Verzinsung. Für das im Dezember 2014 aufgenommene Schuldscheindarlehen wurden keine Sicherheiten gestellt. Ein grundschuldbesichertes Darlehen mit einer Laufzeit bis 2033 belief sich zum Stichtag auf 17.438 T€ (Vorjahr: 18.905 T€). Ein Betrag von 11.449 T€ (Vorjahr: 12.364 T€) hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Darüber hinaus besteht in Höhe von 3.000 T€ (Vorjahr: 3.500 T€) ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020. Ein Betrag von 500 T€ (Vorjahr: 1.000 T€) hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.376 T€ (Vorjahr: 14.638 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 285.534 T€ (Vorjahr: 209.084 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 235 T€ (Vorjahr: 335 T€). Im Vorjahr bestanden darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber diesen Gesellschaften in Höhe von 32 T€. (11) Passive RechnungsabgrenzungspostenIm Vorjahr bestanden passive Rechnungsabgrenzungsposten aus Mietvorauszahlungen der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG, Moosburg, im Zusammenhang mit der Finanzierung der Liegenschaft am Standort Moosburg durch die Jungheinrich AG. (12) HaftungsverhältnisseDie Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 112.366 T€ (Vorjahr: 103.390 T€) abgegeben. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag in Höhe von 6.375 T€ (Vorjahr 7.438 T€). Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der Unternehmen kann von einer Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen in allen Fällen ausgegangen werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. (13) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB/Sonstige finanzielle VerpflichtungenZu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und Fuhrpark sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben. scroll
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung(14) Umsatzerlösescroll
(15) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 9.596 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 751 T€. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 165 T€ (Vorjahr: 63 T€). Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Buchgewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst. (16) MaterialaufwandDer Materialaufwand enthält überwiegend Energie- und Stoffkosten. (17) Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilte sich wie folgt auf: scroll
(18) Sonstige betriebliche AufwendungenDie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 12.083 T€. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 1.126 T€ (Vorjahr: 495 T€). Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen. (19) Finanz- und Beteiligungsergebnisscroll
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren in voller Höhe aus verbundenen inländischen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen in Höhe von 1.511 T€ (Vorjahr: 1.499 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. (20) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 13.498 T€ beinhalten Erträge aus Steuerumlagen von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften in Höhe von 39.271 T€ sowie effektive Steueraufwendungen in Höhe von 25.773 T€. Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Aus der Gegenüberstellung der handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzposten wurden aktive latente Steuern für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen, des Umlaufvermögens und der Verbindlichkeiten ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die Bilanzposten der Finanzanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2014 führte zu einem aktiven Überhang von 1.240 T€, welcher aufgrund des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. (21) Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Bilanzierung wird nach der Einfrierungsmethode vorgenommen. Die Überprüfung der Effektivitäten erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit der Hypothetische-Derivate-Methode). Darlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte. Die Währungssicherungskontrakte beinhalten Geschäfte, die im Wesentlichen zur Absicherung des rollierenden Zwölf-Monats-Horizontes in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Dauer dieser meist laufzeitkongruenten Kontrakte geht in der Regel nicht über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinaus. Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet. Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte beliefen sich auf 92.604 T€ (Vorjahr: 56.405 T€). Der Umfang der Sicherungsgeschäfte entspricht dem der zu sichernden Grundgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 1.798 T€ und negative Marktwerte in Höhe von -1.966 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten ist eine Aufwertung der Intercompany-Darlehensverbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften in Höhe von 48 T€ unterblieben. Zur Sicherung der Zinsrisiken der variabel verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens werden die Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert. Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 25.000 T€ und wurden zur Sicherung des langfristigen Zinsniveaus abgeschlossen. Die Laufzeit bis zum Jahr 2019 und der Umfang der Zinssicherung entsprechen dem abgesicherten Grundgeschäft. Der Marktwert des Zinsswapsgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Für das zum Bilanzstichtag bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von -79 T€ ermittelt. Das Schuldscheindarlehen wird zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und der zukünftig fällige Zinsswap im handelsrechtlichen Jahresabschluss nicht angesetzt. (22) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGIm Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach öffentlich auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht. (23) Honorare des AbschlussprüfersFür das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:
(24) Mitglieder des Aufsichtsrates und des VorstandesI. AufsichtsratJürgen PeddinghausVorsitzender Unternehmensberater Weitere Mandate Aufsichtsrat: Zwilling J.A. Henckels AG, Solingen Detlev Böger*Stellvertretender Vorsitzender Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Region Hamburg (bis 31.07.2014) Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBAHonorarprofessorin für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich) Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (stellvertretende Vorsitzende) (bis 26.03.2014) Kabel Deutschland Holding AG, Unterföhring Tomorrow Focus AG, München (bis 01.07.2014) ProSiebenSat.1 Media AG, Unterföhring (seit 26.06.2014) Vergleichbares Kontrollgremium: Sanoma Group, Helsinki/Finnland ASR Nederland N.V., Utrecht/Niederlande Thomas Cook PLC, London/UK (seit 01.07.2014) Birgit von Garrel*2. Bevollmächtigte der IG Metall, Landshut Markus Haase*Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Rolf Uwe Haschke*Vorsitzender des Betriebsrates Informationstechnologie der Jungheinrich AG (seit 04.04.2014) Joachim Kiel*Leiter Vertrieb Neugeschäft Serienprodukte der Jungheinrich AG Vertreter der leitenden Angestellten Wolff LangeGeschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf Weitere Mandate Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitzender) Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitzender) Vergleichbares Kontrollgremium: WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden Hubertus Freiherr von der ReckeRechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Weitere Mandate Vergleichbares Kontrollgremium: "Der Lachs" Branntwein- und Liqueur-Fabrik GmbH & Co. KG, Nörten-Hardenberg Dr. Peter SchäferBetriebswirt Steffen Schwarz*Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Franz Günter WolfGeschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Aumühle Weitere Mandate Vergleichbares Kontrollgremium: LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitzender) II. VorstandDie Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Hans-Georg FreyVorsitzender des Vorstandes Arbeitsdirektor Vertrieb (kommissarisch, bis 31.03.2014) Weitere Mandate Aufsichtsrat: Fielmann AG, Hamburg Dr. Lars BrzoskaMitglied des Vorstandes (seit 01.04.2014) Vertrieb Dr. Volker HuesMitglied des Vorstandes Finanzen Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (stellvertretender Vorsitzender) (bis 16.05.2014) Dr. Klaus-Dieter RosenbachMitglied des Vorstandes Technik Konzernmandat: Aufsichtsrat: Jungheinrich Moosburg GmbH, Moosburg (Vorsitzender) (bis 16.05.2014) (25) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2014 betrugen 1.139 T€. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich in 2014 auf 3.439 T€. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr. 9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 672 T€. Zum 31. Dezember 2014 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 11.830 T€ gebildet. (26) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 285 Nr. 11 HGB31. Dezember 2014scroll
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Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich
AG persönlich haftende Gesellschafterin. (27) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 43.457.000,- € wie folgt zu verwenden: scroll
Hamburg, den 5. März 2015 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.
Hamburg, den 5. März 2015 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 5. März 2015 Deloitte & Touche GmbH Reiher, Wirtschaftsprüfer ppa. Deutsch, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratesSchwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit vor dem Hintergrund des allgemeinen UmfeldesDer Markt in Europa stellt für Jungheinrich nach wie vor den Hauptabsatzmarkt für Produkte und Dienstleistungen dar. Da jedoch seit geraumer Zeit wesentliche Wachstumsimpulse für den Weltmarkt für Flurförderzeuge auch aus Asien und Amerika kommen, sah die durch das Management entwickelte Strategie bis zum Jahr 2015 verschiedene Schwerpunkte für die weitere Entwicklung des Konzerns vor: Einer war der konsequente Ausbau der Marktpräsenz einschließlich des erforderlichen Personalaufbaues in den asiatischen Märkten sowie in Amerika. Gesellschaftsgründungen erfolgten in Thailand (2005) und Indien (2012), gefolgt von Malaysia (2014). In Nordamerika wurde ab 2010 die Zusammenarbeit mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. begonnen, die sich in der Zwischenzeit angesichts des ausgedehnten Händlernetzwerkes erfolgreich entwickelt hat. In Südamerika ist insbesondere Brasilien ein wichtiger Markt, der intensiv auf eine weitere Expansion des Unternehmens hin geprüft wurde. Ein weiterer Schwerpunkt war die Prozessoptimierung im Konzern. Zunächst wurde die Produktionstechnologie in den bestehenden Werken auf den wohl fortschrittlichsten Stand in der Branche gebracht. Gerade hierdurch ergeben sich Chancen für die deutschen Werksstandorte, gegenüber häufig kostengünstigeren Werken im Ausland und damit im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Ebenfalls im Fokus des Managements standen die Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette und das Vorantreiben der Digitalisierung in den verschiedensten Bereichen des Unternehmens. Die erfolgreich abgeschlossenen bzw. laufenden strategischen Investitionsvorhaben, insbesondere der letzten drei Jahre, bildeten die Basis für die durch das Unternehmen angestrebte führende Position bei qualitativen, prozessualen und kostenoptimierten Abläufen in allen Kernfunktionen. Durch weitere strategische Maßnahmen, insbesondere den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes, den optimierten Kundendienst, die Erweiterung der Produktion, die Ausweitung der Produktpalette, auch für die Emerging Markets, und auch die langfristige Absicherung der Konzernfinanzierung, wurde die Grundlage für das Wachstum in den nächsten Jahren gelegt. Neben diesen Rahmenbedingungen wurden die Systematik zur Besetzung der Schlüsselpositionen im In- und Ausland optimiert und die Personalentwicklung als wesentliche Grundvoraussetzung für das weitere Wachstum des Konzerns vorangetrieben. Hierbei stand nicht nur der Mitarbeiteraufbau zur Erreichung des Umsatzwachstums im Vordergrund. Erhebliche Ressourcen wurden für die Verbesserung der Qualifikation sowie die Erhöhung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter aufgewandt. Dem Aspekt der Gewinnung, Bindung und Entwicklung exzellenter Mitarbeiter wird auch in Zukunft überragendes Gewicht zukommen. Bei diesen strategischen Entwicklungen hat der Aufsichtsrat das Management des Konzerns eng begleitet. Das Management hat im Berichtsjahr die Strategie bis zum Jahr 2020 fortgeschrieben sowie die hierfür notwendige Stärkung und Fortentwicklung der Führungskultur erarbeitet. Daneben übte der Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragene Überwachungsaufgabe der Arbeit des Vorstandes sorgfältig und gewissenhaft aus. Maßstab für diese Überwachung waren sowohl Rechtmäßigkeits-, Ordnungsmäßigkeits-, Zweckmäßigkeits- wie auch Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkte der Geschäftsführung und der Konzernleitung. Im Rahmen der Sitzungen des Gesamtgremiums, der Sitzungen seiner Ausschüsse und auch außerhalb der Sitzungen haben sich Vorstand und Aufsichtsrat intensiv beraten und ausgetauscht. Die umfassende, regelmäßige und zeitnahe Information des Aufsichtsrates war dabei stets gewährleistet. Dies erfolgte in erster Linie auf der Grundlage von ausführlichen und regelmäßigen Berichten des Vorstandes in mündlicher und schriftlicher Form. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat wurde stets frühzeitig in alle wichtigen Entscheidungen des Vorstandes, insbesondere im Hinblick auf die operative und strategische Weiterentwicklung des Konzerns, umfassend eingebunden. Die ausführlichen Berichte des Vorstandes umfassten die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften, die Finanzlage, die Entwicklung der Mitarbeiteranzahl sowie den Status der wesentlichen Investitionsvorhaben und Projekte. Weiter befassten sich der Aufsichtsrat und sein Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Chancen- und Risikomanagement, dem internen Kontrollsystem sowie der Compliance des Unternehmens. Alle Mitglieder des Vorstandes berichteten ausführlich zu ihren Verantwortungsbereichen in den Sitzungen des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse. Hinzu kamen gemäß der Informationsordnung für den Vorstand die schriftlichen Berichte des Vorstandes im monatlichen, viertel- und halbjährlichen Turnus. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erörterten Themen mit dem Vorstand auch außerhalb der Sitzungen und bereiteten die entsprechenden Entscheidungen des Plenums vor. Wesentliche Inhalte der einzelnen Sitzungen des AufsichtsratesMit der strategischen und operativen Entwicklung des Konzerns, seiner Segmente, Geschäftsfelder und Sparten sowie Tochter- und Beteiligungsgesellschaften im In- und Ausland befasste sich der Aufsichtsrat, wie oben ausgeführt, im Jahr 2014 in allen vier Sitzungen. In der Bilanzsitzung am 18. März 2014 wurde im Beisein der Jahresabschlussprüfer der Jahres- sowie der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2013 durchgesprochen und gebilligt, nachdem der Finanz- und Prüfungsausschuss über die Ergebnisse seiner intensiven Vorprüfung berichtet und die Jahresabschlussprüfer dem Aufsichtsrat ihre Prüfungsergebnisse präsentiert hatten. Fast alle Mitglieder des Aufsichtsrates hatten bereits an den vorbereitenden Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses zu diesem Thema teilgenommen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Genehmigung einer großen Investition zur Modernisierung des Werkes in Moosburg. Nach Abschluss dieser Maßnahme sind alle Jungheinrich-Werke auf einem einheitlich hochmodernen technologischen Stand. Im Übrigen wurde die Tagesordnung der Hauptversammlung verabschiedet. Der Vorschlag des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung zur Anpassung seiner variablen Vergütung mit Wirkung zum 1. Januar 2014 wurde von der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 verabschiedet. In der Sitzung des Aufsichtsrates nach der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 berichtete unter anderem der Bauausschuss über den Stand des Neubaues der Konzernzentrale in Hamburg. Die Gründung einer weiteren Vertriebsgesellschaft in Malaysia zur Stärkung der dortigen Marktpräsenz wurde genehmigt. In der Sitzung am 16. September 2014 erfolgte ein ausführlicher Bericht über die Geschäftsentwicklung und die Strategie der Sparte "Versandhandel". Des Weiteren wurden eine Entscheidungsvorlage des Vorstandes zur Neuentwicklung einer Fahrzeug-Plattform und eine Entscheidungsvorlage zu einer gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung im Ausland verabschiedet. In der letzten Sitzung des Jahres 2014, am 2. Dezember, wurde unter anderem die anspruchsvolle Planung für das Geschäftsjahr 2015 ausführlich erörtert und genehmigt. Des Weiteren wurden Entscheidungsvorlagen zur Gründung einer Dienstleistungsgesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten, zur Investition in ein spezielles SAP-Modul sowie zur Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens beschlossen. Schließlich wurde die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrates nach § 161 AktG ("Corporate Governance Kodex-Erklärung") beschlossen. Tätigkeit der Ausschüsse des AufsichtsratesDer Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt. Der Ausschuss befasste sich unter anderem mit sämtlichen Themen rund um die Jahresabschlüsse und die Abschlussprüfer (Prüfergebnisse der Abschlussprüfer zum jeweiligen Jahresabschluss, Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, Honorar und Vorbereitung der Bestellung), dem Stand eines Pensionsfonds im Ausland, dem Risikomanagement- und dem Compliance-System bei Jungheinrich sowie der Tätigkeit der Konzernrevision. Der aus fünf Mitgliedern bestehende Personalausschuss trat im Jahr 2014 zu vier Sitzungen zusammen und bereitete alle ihm übertragenen Themen, insbesondere die Vorbereitung von Vertragsverlängerungen, Vergütungsfragen und Führungsnachwuchskräfteentwicklung, für den Gesamtaufsichtsrat vor. Der Bauausschuss, der sich mit der Planung und Gestaltung des Neubaues der Konzernzentrale in Hamburg befasst, tagte im Berichtsjahr dreimal. Über die Diskussionen sowie den Findungsprozess für Empfehlungen bzw. Beschlüsse aller Ausschuss-Sitzungen berichteten die Ausschuss-Vorsitzenden umfassend in der jeweils folgenden Sitzung des Aufsichtsrates. Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2014Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht der Jungheinrich AG sowie die Buchführung für das Jahr 2014 wurden wiederum von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen den Jahresabschluss keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Auch der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2014 und der Konzernlagebericht wurden durch Deloitte geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Finanz- und Prüfungsausschuss prüfte die Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte von Deloitte eingehend und hat dem Aufsichtsrat hierüber berichtet. Mitglieder des Aufsichtsrates nahmen bereits an den Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses zur Vorbereitung der Beschlussfassungen des Gesamtaufsichtsrates teil und würdigten die Prüfberichte der Abschlussprüfer. Dasselbe trifft auf den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2014 zu. Auch die den Jahres- und Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer nahmen an den betreffenden Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses teil. Nach den Feststellungen der Abschlussprüfer sind das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement-System und das Compliance-System nicht zu beanstanden. Außerdem gab es keine Feststellungen zu der Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz. Auf Basis der ausführlichen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes durch den Aufsichtsrat hatte dieser gegen die Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer in seiner Sitzung am 17. März 2015 zu. Der Aufsichtsrat hat damit den Jahresabschluss der Jungheinrich AG und den Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2014 an. PersonaliaDer neue Vertriebsvorstand des Konzerns, Herr Dr. Lars Brzoska, hat seine Tätigkeit planmäßig zum 1. April 2014 aufgenommen. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 15. Mai 2014 wurde Herr Hans-Georg Frey mit Wirkung ab 1. Mai 2015 für weitere vier Jahre zum Vorstandsvorsitzenden sowie Arbeitsdirektor und Herr Dr. Volker Hues mit Wirkung ab 1. April 2015 für weitere drei Jahre zum Finanzvorstand bestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Beitrag zum Erfolg des Geschäftsjahres 2014.
Hamburg, den 17. März 2015 Für den Aufsichtsrat Jürgen Peddinghaus, Vorsitzender Corporate Governance KodexFür die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 24. Juni 2014 bezieht. Erklärung gemäß § 161 AktiengesetzVorstand und Aufsichtsrat der Jungheinrich AG erklären: Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 30. September 2014 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde und wird durch die Jungheinrich AG seit der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2013 mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen von einzelnen Empfehlungen entsprochen: 1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für die Organmitglieder des Unternehmens (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine grundsätzliche Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Aufgrund des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde jedoch die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes in der vom Gesetz und Kodex vorgesehenen Höhe ergänzt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich der Kodex enthält eine entsprechende Empfehlung. Der Aufsichtsrat sieht deswegen auch weiterhin keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen. Die Erwägungen des Aufsichtsrates hierfür beruhen auf der Einschätzung, dass es in erster Linie darum geht, geeignete Persönlichkeiten für das Amt des Aufsichtsrates gewinnen zu können, die mit ihrer Erfahrung eine Bereicherung der Tätigkeit im Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse darstellen. Diesen Bestrebungen liefe es zuwider, wenn die so gewonnenen Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit nur eingeschränkten Versicherungsschutz genössen. 2. Der Aufsichtsrat hat im Jahre 2014 damit begonnen, das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der oberen Führungskräfte und Belegschaft zu analysieren und aussagefähiges Zahlenmaterial zusammenzutragen (Kodex Ziffern 4.2.2 und 4.2.3). 3. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Eine angemessene Berücksichtigung von Frauen steht dabei jedoch nicht im Vordergrund der Überlegungen des Aufsichtsrates (Kodex Ziffer 5.1.2). Weibliche Kandidaten werden bei der Besetzung von Vorstandsmandaten durch den Aufsichtsrat selbstverständlich in genau der gleichen Weise in Erwägung gezogen wie männliche Kandidaten. Es steht jedoch stets die fachliche und persönliche Eignung für das betreffende Vorstandsmandat im Vordergrund. Eine Frauenquote unabhängig von der Eignung der jeweiligen Kandidatin hielte der Aufsichtsrat für nicht zielführend und nicht in Übereinstimmung mit den auch für den Aufsichtsrat geltenden Vermögensbetreuungspflichten. 4. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise veröffentlicht (Kodex Ziffern 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6). Der Empfehlung des Kodex', die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert im Anhang oder Lagebericht auszuweisen, folgt die Gesellschaft auch weiterhin nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, sodass grundsätzlich nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die aus einer solchen Veröffentlichung folgenden Vorteile für die Allgemeinheit und Anleger als nicht so gewichtig an, als dass die damit verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - außer Acht gelassen werden müssten. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 15. Juni 2011 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit. 5. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3). Der Aufsichtsrat hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters des Unternehmens als Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. 6. Der Aufsichtsrat hat noch keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt (Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat hat im Laufe des Jahres 2012 darüber beraten, ob und wenn ja wie diese Kodexempfehlung vor dem unternehmensspezifischen Hintergrund der Gesellschaft angemessen umgesetzt werden kann. Aus dieser Beratung ging der Beschluss hervor, sich rechtzeitig vor den nächsten Wahlen zum Aufsichtsrat im Jahr 2016 wieder mit diesem Thema und einer evtl. konkreten Zielfestsetzung zu befassen. 7. Von der Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für die Tätigkeit im Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegenüber einer starren Grenze gegeben. 8. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates erfüllt ggf. nicht die Kriterien der Ziffer 5.4.2 des Kodex' hinsichtlich der Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, davon sechs, die von den Arbeitnehmern gewählt werden. Zwei Anteilseignervertreter werden von den Stammaktionären mit Namensaktien in den Aufsichtsrat entsandt. Die verbleibenden vier Anteilseignervertreter werden von der Hauptversammlung gewählt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für diese verbleibenden vier Vertreter der Anteilseigner werden bereits in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. Und allein stimmberechtigt in der Hauptversammlung sind wiederum die Stammaktionäre. Diese gesamte Systematik der Besetzung der Anteilsvertreter-Bank spiegelt den Charakter des Unternehmens als Familiengesellschaft wider.
Hamburg, im Dezember 2014
VergütungsberichtDer nachstehende Vergütungsbericht über die aktuelle Vergütungssystematik für den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie die leitenden Angestellten ist Bestandteil des Konzernlageberichtes. Für das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an wertschaffenden Kenngrößen ausgerichtet sind. Diese setzen sich zusammen aus Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponenten, wobei der Schwerpunkt auf der Ergebniskomponente liegt. Vergütung des VorstandesDie Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen und einen variablen Bestandteil und berücksichtigt seit der Neuregelung des Vergütungssystems im Jahr 2010 die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Das Vergütungssystem für den Vorstand ist leistungsorientiert. Dies spiegelt sich im Verhältnis des variablen Bestandteiles zum fixen Bestandteil wider. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen und kann bei einer sehr guten Zielerreichung mehr als 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles sind das Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns, das Marktanteilswachstum im Kernmarkt Europa sowie die Umsatzrendite des Ergebnisses vor Steuern (EBT). Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung jährlich überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei die jährlichen Teilbeträge jeweils nach Feststellung des Jahresabschlusses an der jeweiligen Zielerreichung gemessen und ausgezahlt werden. Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 1. Januar 2014 das System der variablen Vergütung weiterentwickelt, indem die prozentuale Gewichtung der einzelnen Erfolgsparameter und damit ihr Anteil an der Gesamtzielgröße verändert wurde und die Zielerreichung der einzelnen Erfolgsparameter getrennt geprüft wird. Zudem wurde die untere Anspruchsgrenze auf eine bei anderen Unternehmen übliche Höhe abgesenkt und die Veränderbarkeit der in den Folgejahren auszuzahlenden Teilbeträge auf eine realistischere Bandbreite begrenzt. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich nach den erreichten Dienstjahren mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen des Unverfallbarkeitsanspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 leicht modifiziert und beinhaltet nunmehr für jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20.000 € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4.000 € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40.000 €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses bzw. der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30.000 €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Anlass der Anpassung des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat ab 1. Januar 2014 waren veränderte Bilanzierungsregeln für den Jungheinrich-Konzern durch die erstmalige Anwendung des geänderten IAS 19 zum 1. Januar 2013 sowie transparenzbedingte Umgliederungen, insbesondere im Segment "Finanzdienstleistungen", die die bisherige Bemessungsgrundlage "EBIT- Kapitalrendite" maßgeblich beeinflussten. Es wurde durch die Hauptversammlung am 15. Mai 2014 mit Rückwirkung zum 1. Januar 2014 deswegen die Eigenkapitalrendite "Return on Equity (ROE)" als neue Bemessungsgrundlage eingeführt, die nunmehr die gesamte Geschäftstätigkeit des Konzerns in einer einfachen Relation widerspiegelt. Zudem soll durch die Ausgestaltung der Bemessungsgrundlage als Drei-Jahres-Durchschnitt die vom Gesetzgeber geforderte Nachhaltigkeit des variablen Vergütungssystems unterstrichen werden. Vergütung der leitenden AngestelltenFür die leitenden Angestellten wurde bereits im Jahr 2013 ein neues Vergütungssystem eingeführt, welches sich hinsichtlich des variablen Vergütungsbestandteiles grundsätzlich an den Kennziffern der Vorstandsvergütung orientiert. An diesem System sind im Berichtsjahr keine Modifikationen erfolgt. Der Aufsichtsrat hat gemäß den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in den Ziffern 4.2.2 und 4.2.3 des Kodexes in der Fassung vom 24. Juni 2014 im Berichtsjahr begonnen, das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung der oberen Führungskräfte und der Belegschaft zu analysieren und aussagefähiges Zahlenmaterial für die verschiedenen Möglichkeiten der Bemessung zusammenzutragen.
Hamburg, den 17. März 2015 Aufsichtsrat |
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