Jungheinrich AG

Hamburg

Zwischenbericht zum 30. September 2015

Auf einen Blick

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Jungheinrich-Konzern
3. Quartal
2015
3. Quartal
2014
Veränderung
in %
1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Auftragseingang Mio. € 720 628 14,6 2.089 1.874
Umsatzerlöse





Inland Mio. € 171 166 3,0 497 472
Ausland Mio. € 494 449 10,0 1.468 1.320
Gesamt Mio. € 665 615 8,1 1.965 1.792
Auslandsquote % 74 73 - 75 74
Auftragsbestand 30.09/31.12. Mio. €


516 446
Produktion Flurförderzeuge Stück 22.900 21.000 9,0 69.500 63.200
Bilanzsumme 30.09/31.12. Mio. €


3.198 2.899
Eigenkapital 30.09./31.12. Mio. €


980 865
davon gezeichnetes Kapital Mio. €


102 102
Investitionen1) Mio. € 20,6 15,9 29,6 58,8 52,1
Ausgaben für Forschung und Entwicklung Mio. € 13,4 12,0 11,7 40,0 35,6
Ergebnis vor Finanzergebnis und
Ertragsteuern (EBIT)
Mio. € 52,8 46,8 12,8 151,4 133,4
EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS)2) % 7,9 7,6 - 7,7 7,4
EBIT-Kapitalrendite (ROCE)3) %


17,7 17,3
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 47,1 42,4 11,1 138,9 121,2
EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS)4) % 7,1 6,9 - 7,1 6,8
Ergebnis nach Steuern Mio. € 34,4 31,1 10,6 98,6 87,0
Mitarbeiter 30.09./31.12.





Inland FTE5)


5.853 5.616
Ausland FTE5)


7.384 6.832
Gesamt FTE5)


13.237 12.448


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Jungheinrich-Konzern Veränderung
in %
Jahr 2014
Auftragseingang 11,5 2.535
Umsatzerlöse

Inland 5,3 655
Ausland 11,2 1.843
Gesamt 9,7 2.498
Auslandsquote - 74
Auftragsbestand 30.09/31.12. 15,7 379
Produktion Flurförderzeuge 10,0 83.500
Bilanzsumme 30.09/31.12. 10,3 3.040
Eigenkapital 30.09./31.12. 13,3 900
davon gezeichnetes Kapital - 102
Investitionen1) 12,9 84,0
Ausgaben für Forschung und Entwicklung 12,4 50,2
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 13,5 192,7
EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS)2) - 7,7
EBIT-Kapitalrendite (ROCE)3) - 18,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14,6 175,1
EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS)4) - 7,0
Ergebnis nach Steuern 13,3 125,8
Mitarbeiter 30.09./31.12.

Inland 4,2 5.638
Ausland 8,1 6.911
Gesamt 6,3 12.549


Kapitalmarktorientierte Kennzahlen zur Jungheinrich-Aktie

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30.09.2015 30.09.2014 31.12.2014
Ergebnis je Vorzugsaktie 2,93 2,59 3,73
Eigenkapital je Aktie 28,83 25,45 26,48
Börsenkurs6) Hoch 67,67 56,48 56,48
Tief 51,26 42,75 39,22
Schluss 64,66 44,63 52,93
Marktkapitalisierung Mio. € 2.198,4 1.517,4 1.799,6
Börsenumsatz7) Mio. € 690,9 432,9 629,5
KGV8) (Basis Schlusskurs) Faktor 16,6 12,9 14,2
Anzahl der Aktien9) Mio. Stück 34,0 34,0 34,0


1) Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben
2) EBIT / Umsatzerlöse x 100
3) EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital10) (Stichtag), EBIT annualisiert
4) EBT / Umsatzerlöse x 100
5) FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente)
6) Xetra-Schlusskurs
7) Xetra und Frankfurt
8) Kurs-Gewinn-Verhältnis, bezogen auf das Ergebnis je Vorzugsaktie
9) Eingeteilt in 18,0 Mio. Stück Stammaktien und 16,0 Mio. Stück Vorzugsaktien
10) Eigenkapital + Finanzverbindlichkeiten - Liquide Mittel und Wertpapiere + Pensionsrückstellungen und langfristige Personalrückstellungen


Hinweise:

Die Tabellen in diesem Bericht können rundungsbedingte Differenzen enthalten.
Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern. Dies dient lediglich der leichteren Lesbarkeit und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein.

An unsere Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

Jungheinrich konnte im 3. Quartal 2015 an die sehr gute Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2015 anknüpfen und Auftragseingang, Umsatz, Produktion und Ergebnisse weiter steigern. Nach neun Monaten wurden bei diesen Kennzahlen deutliche Zuwachsraten erzielt. Damit ist Jungheinrich hinsichtlich der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2015 auf Kurs.

Der stückzahlbezogene Auftragseingang des Konzerns stieg im 3. Quartal 2015 um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von Januar bis September 2015 wurde mit 72,4 Tsd. Fahrzeugen ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 erzielt. Der Weltmarkt für Flurförderzeuge verzeichnete im selben Zeitraum ein Wachstum in Höhe von 1 Prozent. Das Marktvolumen in Europa nahm dabei um 7 Prozent, in Westeuropa um 11 Prozent zu.

Der wertmäßige Auftragseingang des Jungheinrich-Konzerns wuchs von Januar bis September 2015 dank eines starken 3. Quartals um 11 Prozent auf 2.089 Mio. €. Darin ist ein Auftrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich in der Sparte "Logistiksysteme" enthalten.

Die Anzahl der produzierten Fahrzeuge im Neun-Monats-Zeitraum 2015 war mit 69,5 Tsd. Fahrzeugen um 10 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (63,2 Tsd. Fahrzeuge).

Der Umsatz lag im selben Zeitraum mit 1.965 Mio. € um 10 Prozent über dem Vorjahreswert (1.792 Mio. €). Dazu trugen alle Geschäftsfelder bei. Der Auftragsbestand legte gegenüber Ende Dezember 2014 um 137 Mio. € bzw. 36 Prozent zu und erreichte 516 Mio. €. Die Auftragsreichweite betrug damit mehr als vier Monate.

Im 3. Quartal 2015 lagen EBIT, Ergebnis vor Steuern und Ergebnis nach Steuern jeweils um mehr als 10 Prozent über den Werten des Vorjahresquartals. Das EBIT von Januar bis September 2015 übertraf mit 151 Mio. € den Vorjahreswert von 133 Mio. € um 13 Prozent.

Die großen Bauvorhaben schreiten planmäßig voran. Das Gebäude der neuen Hauptverwaltung in Hamburg wird noch im Dezember 2015 bezogen. Die Erweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums Dresden ist abgeschlossen. Im Werk Moosburg wird die Modernisierung bis Mitte 2016 umgesetzt sein.

Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes hat Jungheinrich am 1. Oktober 2015 die MIAS Group, München, übernommen. MIAS ist im Bereich Lager- und Transporttechnik mit den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel aktiv.

Auch der Ausbau der Vertriebsinfrastruktur wurde weiter vorangetrieben. Dazu übernahm Jungheinrich Ende Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia, Adelaide. Damit setzt Jungheinrich den konsequenten Ausbau seiner weltweiten Präsenz im Direktvertrieb fort.

Der Vorstand bekräftigt seine Prognose für Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBT. Die Effekte aus dem Erwerb der MIAS Group und der Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia im laufenden Jahr sind dabei von untergeordneter Bedeutung.

Jungheinrich-Aktie

Die Entwicklung der maßgeblichen nationalen und internationalen Aktienindizes von Juli bis September 2015 fiel hinter den Kursverlauf im 2. Quartal 2015 zurück. Der DAX gab im 3. Quartal 2015 um 12 Prozent nach, während der US-amerikanische Dow-Jones-Index im gleichen Zeitraum 8 Prozent verlor. Der MDAX verlor im 3. Quartal 2 Prozent seines Wertes.

Ausschlaggebend für die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Kursausschläge an den Börsen waren insbesondere die vergleichsweise schwächeren Konjunkturdaten in China, der unsichere Ausblick zur künftigen Politik der US-Notenbank sowie die Schuldenkrise in Griechenland. Positive Impulse gingen hingegen vom dritten Hilfspaket für Griechenland, von robusten Konjunkturdaten im Euroraum und in den USA sowie von Signalen der Europäischen Zentralbank aus, die Anleihekäufe bei Bedarf auszuweiten.

In diesem volatilen Börsenumfeld entwickelte sich die Jungheinrich-Aktie im 3. Quartal 2015 insgesamt positiv (plus 6 Prozent). Am 11. August 2015 erreichte der Kurs mit 67,67 € ein neues Allzeithoch. Den tiefsten Stand im 3. Quartal 2015 verzeichnete die Aktie mit 57,25 € am 24. August 2015. Der niedrigste Kurs des Neun-Monats-Zeitraumes wurde am 6. Januar 2015 mit 51,26 € notiert. Am 30. September 2015 schloss die Jungheinrich-Aktie mit 64,66 €. Die Marktkapitalisierung lag zu diesem Zeitpunkt mit 2.198 Mio. € (31.12.2014: 1.800 Mio. €) weiterhin oberhalb der Zwei-Milliarden-Euro-Marke.

Mit einer Wertsteigerung von 22 Prozent in den ersten neun Monaten verzeichnete die Jungheinrich-Aktie eine deutlich bessere Entwicklung als der MDAX, der um 14 Prozent anstieg und bei 19.279 Punkten schloss. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stand am Ende des Berichtszeitraumes bei 9.660 Punkten mit einem Minus von 1 Prozent gegenüber dem Jahresschlusskurs 2014.

Kursentwicklung im 1.-3. Quartal 2015
in €1)

1) Alle Werte sind auf den Kurs der Jungheinrich-Aktie indexiert.


Konzernzwischenlagebericht

Weltmarkt für Flurförderzeuge nach neun Monaten plus 1 Prozent, Markt in Europa plus 7 Prozent

Starke Leistung von Jungheinrich auch im 3. Quartal 2015

Vorstand bekräftigt Prognose

Rahmenbedingungen

Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionen

Bruttoinlandsprodukt in %

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Region Prognose 2015 2014
Welt 2,9 3,2
USA 2,5 2,4
China 6,8 7,3
Eurozone 1,5 0,9
Deutschland 1,8 1,6


Quelle: Commerzbank (Stand: Oktober 2015)

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die Weltwirtschaft befand sich von Juli bis September 2015 weiter in einem moderaten Aufschwung. Die großen Zentralbanken setzten ihre lockere Geldpolitik fort. Die US-Wirtschaft verzeichnete auch im 3. Quartal 2015 ein beständiges Wachstum. Chinas Wirtschaft war von anhaltenden Schwächetendenzen geprägt, entsprechend verhalten entwickelte sich das Wirtschaftswachstum. Im Vergleich zu anderen bedeutenden Regionen ist das Wirtschaftswachstum dort aber immer noch auf einem hohen Niveau. Das Wachstum der Wirtschaft im Euroraum blieb robust, wobei das Konjunkturgefälle innerhalb der Eurozone abnahm. Das im Juli 2015 beschlossene dritte Hilfsprogramm für Griechenland war ein positiver Einflussfaktor. Die deutsche Wirtschaft hat auch im 3. Quartal 2015 ihr Wachstum fortgesetzt. Allerdings hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) im Juli 2015 seine Prognose für das laufende Jahr von 2 Prozent Produktionswachstum auf Stagnation revidiert.

Experten erwarten für 2015 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent. Die US-amerikanische Wirtschaft soll um 2,5 Prozent und damit in der Größenordnung des Vorjahres wachsen. Für China wird eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 6,8 Prozent prognostiziert. Die Wachstumsprognose für den Euroraum liegt bei 1,5 Prozent. Rund 90 Prozent des Umsatzes des Jungheinrich-Konzerns wurden im Neun-Monats-Zeitraum 2015 in Europa erzielt. In Deutschland wird für das laufende Jahr ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,8 Prozent erwartet.

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Der Weltmarkt für Flurförderzeuge ist im 3. Quartal 2015 bedingt durch den Marktrückgang bei den verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern - insbesondere in China - um 3 Prozent zurückgegangen. Das Marktvolumen in Europa ist hingegen, getrieben durch das Wachstum in Westeuropa, im 3. Quartal 2015 weiterhin angestiegen. Der nordamerikanische Markt zeigte ein dynamisches Wachstum, während die Nachfrage in China weiter rückläufig war.

Das Weltmarktvolumen erhöhte sich von Januar bis September 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 818,6 Tsd. Fahrzeugen auf 827,9 Tsd. Fahrzeuge (plus 1 Prozent). Europa, der Hauptabsatzmarkt für Jungheinrich, verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 7 Prozent auf 274,9 Tsd. (Vorjahr: 257,2 Tsd.) Fahrzeuge. Während die Nachfrage in Westeuropa um 11 Prozent zunahm, ging das Marktvolumen in Osteuropa - bedingt durch den starken Marktrückgang in Russland um 42 Prozent - um 12 Prozent zurück. Der osteuropäische Markt ohne Russland wies ein Wachstum von 5 Prozent auf. Das Marktvolumen in Asien war mit 321,9 Tsd. Fahrzeugen um 6 Prozent niedriger als im Vorjahr (342,3 Tsd. Fahrzeuge). Darin ist der chinesische Markt mit einem Rückgang um 12 Prozent auf 186,8 Tsd. (Vorjahr: 213,0 Tsd.) Fahrzeuge berücksichtigt.

Weltmarkt Flurförderzeuge 1.-3. Quartal 2015 nach Regionen

Volumen in Tsd. Stück

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Region 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Welt 827,9 818,6
Europa 274,9 257,2
davon Osteuropa 38,9 44,4
Asien 321,9 342,3
davon China 186,8 213,0
Nordamerika 172,1 155,2
Übrige Regionen 59,0 63,9


Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics) und SIMHEM (Society of Indian Material Handling Equipment Manufacturers)

Das Minus war im Wesentlichen auf die rückläufige Nachfrage nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern zurückzuführen, die durch das Wachstum bei lagertechnischen Geräten nicht kompensiert werden konnte. Das Geschäft von Jungheinrich war von dieser Entwicklung nicht betroffen, da der Schwerpunkt der Aktivitäten in Asien bzw. China im Vertrieb von lagertechnischen Geräten liegt. Der asiatische Markt ohne China wuchs um 4 Prozent. In Nordamerika stieg die Nachfrage nach neun Monaten um 11 Prozent auf 172,1 Tsd. (Vorjahr: 155,2 Tsd.) Fahrzeuge.

Die einzelnen Produktsegmente entwickelten sich unterschiedlich. Weltweit verzeichnete das Segment Lagertechnik den stärksten Anstieg im 3. Quartal 2015 (plus 7 Prozent). Die Nachfrage nach Fahrzeugen der Lagertechnik stieg somit von Januar bis September 2015 weltweit um 11 Prozent an. Dazu trugen Nordamerika mit einem Plus von 15 Prozent sowie China und Westeuropa jeweils mit einem Anstieg von 13 Prozent bei. Bei den Gegengewichtsstaplern stieg das weltweite Marktvolumen für Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb in den ersten neun Monaten 2015 um 6 Prozent. Im gleichen Zeitraum ging die weltweite Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb, insbesondere aufgrund des deutlichen Marktrückganges in China, um 9 Prozent zurück. Der europäische Markt für Stapler mit verbrennungsmotorischem Antrieb sank um 4 Prozent, wobei die Nachfrage in Westeuropa um 3 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Das Marktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler in Europa stieg um 9 Prozent an. Dabei nahm die Nachfrage in Westeuropa um 12 Prozent zu, während sie in Osteuropa um 10 Prozent zurückging. Der segmentübergreifende Marktrückgang in Osteuropa ist auf den Markteinbruch in Russland zurückzuführen.

Marktvolumen Flurförderzeuge weltweit
in Tsd. Stück

Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics) und SIMHEM (Society of Indian Material Handling Equipment Manufacturers)

Marktvolumen Flurförderzeuge in Europa
in Tsd. Stück

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Kennzahlen zum Geschäftsverlauf

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1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Auftragseingang Stück 72.400 63.800
Auftragseingang Mio. € 2.089 1.874
Produktion Stück 69.500 63.200
Auftragsbestand 30.09. Mio. € 516 446
Umsatzerlöse Mio. € 1.965 1.792


Auftragseingang und Auftragsbestand

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, übertraf mit 23,1 Tsd. Fahrzeugen im 3. Quartal 2015 den Wert des Vorjahresquartals (21,1 Tsd. Fahrzeuge) um 9 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass von Juli bis September 2015 mehr Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte eingingen als im 3. Quartal des Vorjahres. Nach neun Monaten lag der Auftragseingang mit 72,4 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraumes (63,8 Tsd. Fahrzeuge).

Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, erreichte im 3. Quartal 2015 mit 720 Mio. € einen um 15 Prozent höheren Wert als im Vorjahresquartal (628 Mio. €). Im Berichtsquartal konnte ein sehr großer Einzelauftrag mit einem Wert im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich in der Sparte "Logistiksysteme" verbucht werden. Kumuliert lag der Auftragseingang mit 2.089 Mio. € um 11 Prozent über dem Vorjahreswert (1.874 Mio. €). Mehr als 60 Prozent des Anstieges waren auf das Neugeschäft zurückzuführen.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erhöhte sich zum 30. September 2015 auf 516 Mio. € und war somit um 70 Mio. € bzw. 16 Prozent höher als der Vorjahreswert (446 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 379 Mio. € zum Jahresende 2014 ergab sich ein Aufbau um 137 Mio. € bzw. 36 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug damit mehr als vier Monate.

Produktion

Vor dem Hintergrund der kontinuierlich guten Auftragsentwicklung seit Jahresbeginn übertraf die Produktion im 3. Quartal 2015 mit 22,9 Tsd. Fahrzeugen die Stückzahl des Vorjahresquartals (21,0 Tsd. Fahrzeuge) um 9 Prozent. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres wurden 69,5 Tsd. Fahrzeuge produziert. Das waren 10 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2014 (63,2 Tsd. Fahrzeuge).

Umsatz

Umsatzerlöse nach Regionen

Die Umsatzerlöse im 3. Quartal 2015 lagen mit 665 Mio. € um 8 Prozent über dem Vorjahreswert (615 Mio. €). Kumuliert erreichte der Konzernumsatz 1.965 Mio. €, einen um 10 Prozent höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (1.792 Mio. €). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland stiegen im gleichen Zeitraum um 5 Prozent auf 497 Mio. € (Vorjahr: 472 Mio. €). Die Auslandsumsätze legten um 11 Prozent auf 1.468 Mio. € (Vorjahr: 1.320 Mio. €) zu. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas stiegen kräftig um 23 Prozent auf 206 Mio. € (Vorjahr: 167 Mio. €). Dies war insbesondere auf eine starke Umsatzsteigerung in China und in den USA zurückzuführen. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz erhöhte sich damit auf 11 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent). Die Auslandsquote nahm von 74 Prozent auf 75 Prozent zu.

Umsatzerlöse nach Regionen

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in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Deutschland 497 472
Übriges Europa 1.262 1.153
Übrige Länder 206 167
Gesamt 1.965 1.792


Umsatzaufteilung

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in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Neugeschäft 1.063 966
Miete und Gebrauchtgeräte 351 315
Kundendienst 583 540
Segment "Intralogistik" 1.997 1.821
Segment "Finanzdienstleistungen" 470 427
Überleitung -502 -455
Jungheinrich-Konzern 1.965 1.792


Wesentlicher Treiber für den stark gestiegenen Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2015 waren die hohen Umsatzzuwächse des Neugeschäftes. Der Umsatz im Neugeschäft erreichte kumuliert mit 1.063 Mio. € einen um 97 Mio. € bzw. 10 Prozent höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (966 Mio. €). Er enthielt um 15 Prozent auf 241 Mio. € (Vorjahr: 209 Mio. €) gestiegene Erlöse aus der Sparte "Logistiksysteme" sowie 41 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) Erlöse aus der Sparte "Versandhandel". Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 36 Mio. € bzw. 11 Prozent auf 351 Mio. € (Vorjahr: 315 Mio. €). Der Kundendienst verzeichnete weiterhin ein starkes Wachstum von 8 Prozent auf 583 Mio. € (Vorjahr: 540 Mio. €). Das Finanzdienstleistungsgeschäft erzielte einen Umsatz von 470 Mio. € (Vorjahr: 427 Mio. €).

Ertragslage

Aufgrund der anhaltend guten Entwicklung in allen Geschäftsfeldern und der hohen Produktionsstückzahlen hat der Jungheinrich-Konzern das 3. Quartal 2015 mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 52,8 Mio. € (Vorjahr: 46,8 Mio. €) abgeschlossen. Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) im 3. Quartal 2015 erreichte 7,9 Prozent nach 7,6 Prozent im Vorjahresquartal. Kumuliert stieg das EBIT nach neun Monaten um 13 Prozent auf 151,4 Mio. € (Vorjahr: 133,4 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) erreichte 7,7 Prozent nach 7,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag nach neun Monaten mit 17,7 Prozent über dem Vergleichswert im Vorjahr (17,3 Prozent). Das Finanzergebnis lag nach neun Monaten mit minus 12,5 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (minus 12,2 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg im 3. Quartal 2015 auf 47,1 Mio. € (Vorjahr: 42,4 Mio. €) und lag nach neun Monaten bei 138,9 Mio. € (Vorjahr: 121,2 Mio. €). Das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Die EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) lag im Berichtszeitraum bei 7,1 Prozent (Vorjahr: 6,8 Prozent). Bei einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht höheren Konzernsteuerquote von 29,0 Prozent (Vorjahr: 28,2 Prozent) belief sich das Ergebnis nach Steuern im Zeitraum Januar bis September 2015 auf 98,6 Mio. € und lag damit um 13 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (87,0 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte entsprechend 2,93 € (Vorjahr: 2,59 €).

Ertragsentwicklung

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in Mio. € 3. Quartal
2015
3. Quartal
2014
1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 52,8 46,8 151,4 133,4
Finanzergebnis -5,7 -4,4 -12,5 -12,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 47,1 42,4 138,9 121,2
Ertragsteuern 12,7 11,3 40,3 34,2
Ergebnis nach Steuern 34,4 31,1 98,6 87,0


Kapitalstruktur, Finanz- und Vermögenslage

Kapitalstruktur

Zum 30. September 2015 erhöhte sich das Eigenkapital um 80 Mio. € auf 980 Mio. € (31.12.2014: 900 Mio. €). Wesentliche Einflussfaktoren waren die sehr gute Ertragsentwicklung und die positiven Eigenkapitalveränderungen aus der Neubewertung der Pensionspläne in Höhe von 13 Mio. € nach Steuern, denen die Dividendenausschüttung in Höhe von 34 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €) gegenüberstand. Die Eigenkapitalquote lag bei 30,6 Prozent (31.12.2014: 29,6 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken um 13 Mio. € auf 228 Mio. € (31.12.2014: 241 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen, die sich aufgrund des von 2,0 Prozent zum Jahresende 2014 auf 2,4 Prozent zum 30. September 2015 erhöhten Abzinsungssatzes in Deutschland zum Bilanzstichtag ergaben. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 11 Mio. € auf 162 Mio. € (31.12.2014: 151 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns blieben mit 332 Mio. € in etwa auf dem Niveau am Ende des letzten Geschäftsjahres (31.12.2014: 334 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der Zunahme der Finanzierung von neuen Verträgen mit 1.005 Mio. € um 63 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2014 (942 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 25 Mio. € auf 213 Mio. € (31.12.2014: 188 Mio. €).

Finanzlage

Im Zeitraum Januar bis September 2015 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 59 Mio. € nach 62 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei stand dem um 33 Mio. € höheren Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen im Wesentlichen ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Mio. € deutlich höheres Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen gegenüber. Der Zuwachs im Working Capital, insbesondere aus stichtagsbedingt höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, war um 36 Mio. € geringer.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 27 Mio. € (Vorjahr: plus 39 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum mit minus 66 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (minus 60 Mio. €).

Übersicht zur Kapitalstruktur

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in Mio. € 30.09.2015 31.12.2014
Eigenkapital 980 900
Langfristige Schulden 1.280 1.258
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 228 241
Finanzverbindlichkeiten 202 210
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 702 663
Übrige Schulden 148 144
Kurzfristige Schulden 938 882
Übrige Rückstellungen 162 151
Finanzverbindlichkeiten 130 124
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 303 279
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 213 188
Übrige Schulden 130 140
Bilanzsumme 3.198 3.040


Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Ergebnis nach Steuern 99 87
Abschreibungen 159 138
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen -232 -171
Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen 53 61
Veränderung aus Working Capital -19 -55
Sonstige Veränderungen -1 2
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 59 62
Cashflow aus der Investitionstätigkeit1) -66 -60
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -27 -27
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1) -34 -25


1) Exklusive Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von minus 27 Mio. € (Vorjahr: plus 39 Mio. €)


Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit minus 27 Mio. € im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg um 158 Mio. € und lag zum 30. September 2015 bei 3.198 Mio. € (31.12.2014: 3.040 Mio. €).

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um 26 Mio. € auf 487 Mio. € (31.12.2014: 461 Mio. €). Hier schlugen sich die großen Bauvorhaben des Konzerns, insbesondere der Bau der neuen Hauptverwaltung in Hamburg sowie die Modernisierung der Produktion im Werk Moosburg, nieder.

Der Bestandswert der Miet- und Leasinggeräte wuchs um 69 Mio. € auf 600 Mio. € (31.12.2014: 531 Mio. €). Der Wert der Mietgeräte nahm dabei um 42 Mio. € auf 290 Mio. € (31.12.2014: 248 Mio. €) zu. Der Wert der Leasinggeräte aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft stieg um 27 Mio. € auf 310 Mio. € (31.12.2014: 283 Mio. €).

Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen aufgrund der Geschäftsausweitung um 44 Mio. € auf 683 Mio. € (31.12.2014: 639 Mio. €). Die übrigen langfristigen Vermögenswerte lagen mit 135 Mio. € um 4 Mio. € unter dem Wert am 31. Dezember 2014 (139 Mio. €). Die Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 49 Mio. € auf 348 Mio. € (31.12.2014: 299 Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse und Waren im Vertrieb in Höhe von 28 Mio. € im Wesentlichen noch nicht fakturierte Kundenaufträge zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 455 Mio. € in der Größenordnung des Vorjahres (31.12.2014: 454 Mio. €). Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere sanken um 3 Mio. € auf 418 Mio. € (31.12.2014: 421 Mio. €).

Übersicht zur Vermögensstruktur

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in Mio. € 30.09.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 1.718 1.625
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 487 461
Miet- und Leasinggeräte 600 531
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 480 449
Übrige Vermögenswerte (inkl. Finanzanlagen) 135 139
Wertpapiere 16 45
Kurzfristige Vermögenswerte 1.480 1.415
Vorräte 348 299
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 455 454
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 203 190
Übrige Vermögenswerte 56 51
Liquide Mittel und Wertpapiere 418 421
Bilanzsumme 3.198 3.040


Forschung und Entwicklung

Der Jungheinrich-Konzern hat im laufenden Jahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgeweitet. Der Fokus lag dabei insbesondere auf der Energieeffizienz von Antriebssystemen sowie der Automatisierung von Flurförderzeugen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben beliefen sich im Berichtszeitraum 2015 auf 40,0 Mio. € (Vorjahr: 35,6 Mio. €) und übertrafen damit den Wert des Vorjahreszeitraumes um 12 Prozent. Die Aktivierungsquote ging auf 20 Prozent zurück (Vorjahr: 24,4 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung waren mit 37,3 Mio. € um 20 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (31,1 Mio. €).

Die Zahl der Beschäftigten, die konzernweit für Entwicklungsprojekte tätig waren, stieg im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 437 (Vorjahr: 418) Mitarbeiter.

Kennzahlen Forschung und Entwicklung

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in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
F&E-Ausgaben1) gesamt 40,0 35,6
davon aktivierte Entwicklungsausgaben 8,0 8,7
Aktivierungsquote 20,0 % 24,4 %
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben 5,3 4,2
F&E-Kosten1) laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung 37,3 31,1


1) F&E: Forschung und Entwicklung


Mitarbeiter

Mitarbeiter

Im Zeitraum Januar bis September 2015 wurde die Personalkapazität um 688 Mitarbeiter ausgebaut, davon entfielen 259 Mitarbeiter auf das 3. Quartal 2015. Schwerpunkt des fortgesetzten Ausbaues war unverändert der Vertrieb, besonders in Europa. Konzernweit waren zum 30. September 2015 insgesamt 13.237 Mitarbeiter beschäftigt, davon unverändert 44 Prozent im Inland und 56 Prozent im Ausland.

Zusätzlich beschäftigte Jungheinrich zum 30. September 2015 konzernweit 559 Leiharbeitnehmer, etwas mehr als 60 Prozent davon in den inländischen Produktionswerken. Insgesamt hat sich die Anzahl der Leiharbeitnehmer im Berichtszeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 72 Beschäftigte erhöht.

Finanzdienstleistungen

Kennzahlen Finanzdienstleistungen

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in Mio. € 30.09.2015 30.09.2014
Vertragszugang zum Neuwert1) 398 340
Vertragsbestand zum Neuwert 1.959 1.813
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen 381 342
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 683 629
Eigenkapital 61 52
Schulden 1.219 1.112
Umsatz1) 470 427
EBIT1) 9,4 11,9


1) 01.01. bis 30.09.


Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird auf die ausführlichen Erläuterungen innerhalb des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht 2014 verwiesen.

Im 3. Quartal 2015 betrug das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen 139 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €), kumuliert wurden nach neun Monaten 398 Mio. € (Vorjahr: 340 Mio. €) realisiert. Vom wertmäßigen Zugangsvolumen entfielen 74 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent) auf die sieben Länder mit Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgesellschaften. Regional hervorzuheben sind Großbritannien und Österreich mit einer Steigerung von über 30 Prozent beim wertmäßigen Zugangsvolumen.

Zum 30. September 2015 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 7 Prozent auf 119,0 Tsd. (Vorjahr: 111,3 Tsd.) Fahrzeuge. Dies entspricht einem Neuwert von 1.959 Mio. € (Vorjahr: 1.813 Mio. €). Mehr als jedes dritte Neufahrzeug wurde im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes abgesetzt. Der Umsatz stieg von 427 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres um 43 Mio. € auf 470 Mio. €. Das EBIT lag bei 9,4 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €).

Risikobericht

Die Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt sich das Unternehmen auf ein umfassendes Risikomanagement-System. In einer konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung. Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt.

Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2014 ausführlich dargestellten Risiken hinausgehen, sind seit der Berichtsveröffentlichung nicht aufgetreten.

Ereignisse nach Ablauf des 3. Quartals 2015

Jungheinrich hat Ende Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia erworben. Mit dieser strategisch bedeutsamen Akquisition setzt Jungheinrich den konsequenten Ausbau seiner weltweiten Präsenz im Direktvertrieb fort. NTP Forklifts Australia mit Hauptsitz in Adelaide ist mit Niederlassungen in allen wichtigen Regionen Australiens vertreten und beschäftigt mehr als 230 Mitarbeiter.

Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes hat Jungheinrich eine Vereinbarung über den Erwerb der MIAS Group unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2015 vollzogen. Die MIAS Group mit Hauptsitz in München ist als international tätiges Maschinenbauunternehmen im Bereich Lager- und Transporttechnik mit den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel aktiv. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Unternehmensgruppe mit über 300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 40 Mio. € erzielt.

Künftige Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns

Vor dem Hintergrund der bisherigen Konjunkturprognosen (siehe Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche Lage"), gehen wir davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge im Gesamtjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben sollte. In Europa rechnen wir weiterhin mit einer positiven Marktentwicklung. Dabei dürfte die Nachfrage in Westeuropa weiter wachsen, wenn auch weniger dynamisch als bisher. Dies gilt, mit Ausnahme von Russland, auch für Osteuropa. Für den russischen Markt ist eine wesentliche Verbesserung im 4. Quartal 2015 nicht zu erwarten. In Asien - mit Ausnahme von China - gehen wir ebenfalls weiterhin von einem Marktwachstum aus, während in China nur das Segment Lagertechnik wachsen dürfte. Die Nachfrage nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern dürfte vorerst keine signifikante Erholung aufweisen. Gleiches dürfte für die inzwischen eingetretene rückläufige Entwicklung bei den Gegengewichtsstaplern mit elektromotorischem Antrieb gelten. Das gute Wachstum des nordamerikanischen Marktes sollte sich weiterhin fortsetzen. Die Marktentwicklung bis Ende September 2015 unterstützt diese Erwartungen.

Der Vorstand bekräftigt seine im August angehobene Prognose für 2015 mit Ausnahme der Prognose für die Nettoverschuldung. Jungheinrich wird jedoch zum Geschäftsjahresende trotz der Effekte aus der Akquisitionstätigkeit und dem unverändert starken Ausbau der Mietflotte keine substanzielle Nettoverschuldung aufweisen.

Der Auftragseingang wird zwischen 2,7 Mrd. € und 2,8 Mrd. € liegen, der Konzernumsatz zwischen 2,65 Mrd. € und 2,75 Mrd. €. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) sollte zwischen 195 Mio. € und 205 Mio. € erreichen. Daraus ergibt sich ein erwarteter EBIT-ROS von mindestens 7 Prozent. Die Ausgaben für F&E werden bei rund 50 Mio. € liegen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sollte, bei einem etwas besseren Finanzergebnis als im Vorjahr, 180 Mio. € bis 190 Mio. € erreichen, was zu einem erwarteten EBT-ROS von mindestens 6,5 Prozent führt. Bei planmäßigem Baufortschritt bzw. Abschluss unserer großen Projekte (Schulungszentrum im Werk Norderstedt, Modernisierung der Produktion von Gegengewichtsstaplern im Werk Moosburg, Erweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums Dresden und Hauptverwaltung in Hamburg) wird das Investitionsvolumen einen Betrag zwischen 90 Mio. € und 100 Mio. € erreichen. Die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sollte bei steigendem Eigenkapital zwischen 15 und 20 Prozent liegen.

Diese Prognosewerte berücksichtigen auch die für 2015 geringfügigen Effekte aus der Akquisition der MIAS Group und der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernzwischenlagebericht kann daher nicht übernommen werden.

Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das 1.-3. Quartal

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1) Finanzdienstleistungen
in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Umsatzerlöse 1.964,5 1.792,0 1.494,8 1.365,2 469,7 426,8
Umsatzkosten 1.351,1 1.230,9 896,0 822,1 455,1 408,8
Bruttoergebnis vom Umsatz 613,4 561,1 598,8 543,1 14,6 18,0
Vertriebskosten 374,4 350,4 369,2 344,3 5,2 6,1
Forschungs- und Entwicklungskosten 37,3 31,1 37,3 31,1 - -
Allgemeine Verwaltungskosten 54,8 49,1 54,8 49,1 - -
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4,5 2,9 4,5 2,9 - -
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 151,4 133,4 142,0 121,5 9,4 11,9
Finanzergebnis -12,5 -12,2 -12,1 -11,8 -0,4 -0,4
Ergebnis vor Steuern 138,9 121,2 129,9 109,7 9,0 11,5
Ertragsteuern 40,3 34,2



Ergebnis nach Steuern 98,6 87,0



Ergebnis je Aktie in €
(verwässert/unverwässert)






Stammaktien 2,87 2,53



Vorzugsaktien 2,93 2,59




1) Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"


Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das 1.-3. Quartal

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in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Ergebnis nach Steuern 98,6 87,0
Posten, die zukünftig möglicherweise in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten mit Sicherungsbeziehung 1,0 -1,1
Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten -1,3 0,5
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 2,4 3,4
Posten, die nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Pensionsbewertung 13,4 -27,8
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 15,5 -25,0
Gesamtergebnis 114,1 62,0


Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das 3. Quartal

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1) Finanzdienstleistungen
in Mio. € 3. Quartal
2015
3. Quartal
2014
3. Quartal
2015
3. Quartal
2014
3. Quartal
2015
3. Quartal
2014
Umsatzerlöse 664,4 614,9 507,7 471,3 156,7 143,6
Umsatzkosten 455,6 422,8 304,0 284,9 151,6 137,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 208,8 192,1 203,7 186,4 5,1 5,7
Vertriebskosten 125,1 119,6 123,0 117,5 2,1 2,1
Forschungs- und Entwicklungskosten 12,7 10,8 12,7 10,8 - -
Allgemeine Verwaltungskosten 19,2 16,3 19,2 16,3 - -
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1,0 1,4 1,0 1,4 - -
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern 52,8 46,8 49,8 43,2 3,0 3,6
Finanzergebnis -5,7 -4,4 -5,6 -4,3 -0,1 -0,1
Ergebnis vor Steuern 47,1 42,4 44,2 38,9 2,9 3,5
Ertragsteuern 12,7 11,3



Ergebnis nach Steuern 34,4 31,1




1) Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"


Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das 3. Quartal

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in Mio. € 3. Quartal
2015
3. Quartal
2014
Ergebnis nach Steuern 34,4 31,1
Posten, die zukünftig möglicherweise in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten mit Sicherungsbeziehung 2,1 -0,5
Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 0,2 0,2
Ergebnis aus der Währungsumrechnung -11,0 2,5
Posten, die nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden

Ergebnis aus der Pensionsbewertung 9,6 -11,5
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0,9 -9,3
Gesamtergebnis 35,3 21,8


Konzernbilanz

Aktiva

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1) Finanzdienstleistungen
in Mio. € 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte





Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 486,8 460,7 486,8 460,7 - -
Mietgeräte 290,3 248,2 290,3 248,2 - -
Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen 310,2 282,3 (70,9) (66,4) 381,1 348,7
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 480,0 449,0 - - 480,0 449,0
Finanzanlagen und übrige Vermögenswerte 35,7 30,1 13,0 11,4 22,7 18,7
Wertpapiere 15,5 45,1 15,5 45,1 - -
Latente Steueransprüche 99,5 109,2 89,2 100,3 10,3 8,9

1.718,0 1.624,6 823,9 799,3 894,1 825,3
Kurzfristige Vermögenswerte





Vorräte 347,6 299,3 320,5 265,3 27,1 34,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 455,5 453,9 394,1 397,2 61,4 56,7
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 202,7 190,0 - - 202,7 190,0
Übrige Vermögenswerte 56,2 50,5 (21,3) (15,2) 77,5 65,7
Wertpapiere 175,7 120,7 175,7 120,7 - -
Liquide Mittel 242,0 300,8 224,9 273,6 17,1 27,2

1.479,7 1.415,2 1.093,9 1.041,6 385,8 373,6

3.197,7 3.039,8 1.917,8 1.840,9 1.279,9 1.198,9


1) Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"


Passiva

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Jungheinrich-Konzern Intralogistik1) Finanzdienstleistungen
in Mio. € 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015 31.12.2014 30.09.2015 31.12.2014
Eigenkapital 980,1 900,3 919,4 849,5 60,7 50,8
Langfristige Schulden





Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 228,2 240,7 228,1 240,6 0,1 0,1
Finanzverbindlichkeiten 202,1 210,2 202,1 210,2 - -
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 701,6 663,4 - - 701,6 663,4
Rechnungsabgrenzungsposten 69,8 67,8 39,4 35,8 30,4 32,0
Übrige Schulden 78,3 76,1 73,4 71,1 4,9 5,0

1.280,0 1.258,2 543,0 557,7 737,0 700,5
Kurzfristige Schulden





Übrige Rückstellungen 161,5 151,0 160,7 150,0 0,8 1,0
Finanzverbindlichkeiten 130,2 124,4 128,2 121,6 2,0 2,8
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 302,7 279,3 - - 302,7 279,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 213,0 188,0 102,0 86,3 111,0 101,7
Rechnungsabgrenzungsposten 36,5 34,3 20,1 18,1 16,4 16,2
Übrige Schulden 93,7 104,3 44,4 57,7 49,3 46,6

937,6 881,3 455,4 433,7 482,2 447,6

3.197,7 3.039,8 1.917,8 1.840,9 1.279,9 1.198,9


1) Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen"


Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 1.-3. Quartal
2015
1.-3. Quartal
2014
Ergebnis nach Steuern 98,6 87,0
Abschreibungen 159,1 138,0
Veränderung der Rückstellungen -0,5 48,5
Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) -188,1 -146,7
Veränderung der latenten Steueransprüche und -schulden 10,2 -9,6
Veränderung der

Vorräte -48,3 -66,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -2,4 4,9
Forderungen aus Finanzdienstleistungen -43,7 -24,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25,0 6,4
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 61,6 47,0
Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten -9,1 14,2
Sonstige Veränderungen -3,8 -36,6
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 58,6 62,2
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -66,8 -60,7
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 0,8 0,8
Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren -115,1 -60,5
Einzahlungen aus dem Verkauf/der Endfälligkeit von Wertpapieren 88,0 99,5
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -93,1 -20,9
Gezahlte Dividenden -34,3 -28,2
Veränderung der Bankverbindlichkeiten und Finanzkredite 7,5 0,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -26,8 -27,3
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -61,3 14,0
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 1,2 0,7
Veränderung des Finanzmittelbestandes -60,1 14,7
Finanzmittelbestand am 01.01. 293,6 195,7
Finanzmittelbestand am 30.09. 233,5 210,4


Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklagen
Sonstige Eigenkapitalveränderungen


Marktbewertung
Finanzinstrumente
in Mio. €


Währungs-
umrechnung
Neu-
bewertung
Pensionen
zur
Veräußerung
verfügbar
Stand am 01.01.2015 102,0 78,4 781,4 19,5 -80,3 0,8
Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2015 - - 98,6 2,4 13,4 -1,3
Dividende für das Vorjahr - - -34,3 - - -
Stand am 30.09.2015 102,0 78,4 845,7 21,9 -66,9 -0,5
Stand am 01.01.2014 102,0 78,4 683,8 20,8 -52,9 -
Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2014 - - 87,0 3,4 -27,8 0,5
Dividende für das Vorjahr - - -28,2 - - -
Stand am 30.09.2014 102,0 78,4 742,6 24,2 -80,7 0,5


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Sonstige Eigenkapitalveränderungen Gesamt
Marktbewertung Finanzinstrumente
in Mio. € mit Sicherungsbeziehung
Stand am 01.01.2015 -1,5 900,3
Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2015 1,0 114,1
Dividende für das Vorjahr - -34,3
Stand am 30.09.2015 -0,5 980,1
Stand am 01.01.2014 -0,6 831,5
Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2014 -1,1 62,0
Dividende für das Vorjahr - -28,2
Stand am 30.09.2014 -1,7 865,3


Konzernanhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum 31. Dezember 2014 gültigen Standards und deren Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Dementsprechend wurde auch dieser Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen

Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. September 2015 und der Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. Diese Grundsätze sind im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2014 detailliert beschrieben.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis ist im 3. Quartal 2015 um die neu gegründete Jungheinrich Parts LLC, Moskau (Russland), erweitert worden. Aus der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaft ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft wurden damit 53 ausländische und 15 inländische Unternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen. 66 Unternehmen wurden vollkonsolidiert und zwei Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung umfasst die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Die grundsätzliche Darstellung der Segmentinformationen wurde im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2014 detailliert beschrieben.

Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.

Segmentinformationen für das 1.-3. Quartal 2015

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in Mio. € Intralogistik Finanzdienst-
leistungen
Summe
Segmente
Überleitung Jungheinrich-
Konzern
Außenumsatzerlöse 1.556,4 408,1 1.964,5 - 1.964,5
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 440,5 61,6 502,1 -502,1 -
Umsatzerlöse gesamt 1.996,9 469,7 2.466,6 -502,1 1.964,5
Segmentergebnis (EBIT) 159,1 9,4 168,5 -17,1 151,4
Finanzergebnis -12,1 -0,4 -12,5 - -12,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 147,0 9,0 156,0 -17,1 138,9
Vermögenswerte 30.09. 2.213,2 1.279,9 3.493,1 -295,4 3.197,7
Eigenkapital 30.09. 1.049,2 60,7 1.109,9 -129,8 980,1
Schulden 30.09. 1.164,0 1.219,2 2.383,2 -165,6 2.217,6
Eigenkapital und Schulden 30.09. 2.213,2 1.279,9 3.493,1 -295,4 3.197,7


Segmentinformationen für das 1.-3. Quartal 2014

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in Mio. € Intralogistik Finanzdienst-
leistungen
Summe
Segmente
Überleitung Jungheinrich-
Konzern
Außenumsatzerlöse 1.426,9 365,1 1.792,0 - 1.792,0
Umsatzerlöse zwischen den Segmenten 393,7 61,7 455,4 -455,4 -
Umsatzerlöse gesamt 1.820,6 426,8 2.247,4 -455,4 1.792,0
Segmentergebnis (EBIT) 136,2 11,9 148,1 -14,7 133,4
Finanzergebnis -11,8 -0,4 -12,2 - -12,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 124,4 11,5 135,9 -14,7 121,2
Vermögenswerte 30.09. 1.994,9 1.163,4 3.158,3 -259,0 2.899,3
Eigenkapital 30.09. 927,0 51,6 978,6 -113,3 865,3
Schulden 30.09. 1.067,9 1.111,8 2.179,7 -145,7 2.034,0
Eigenkapital und Schulden 30.09. 1.994,9 1.163,4 3.158,3 -259,0 2.899,3


Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Die grundsätzliche Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente, deren Bewertung sowie die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte wurden im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2014 detailliert beschrieben. Im Folgenden werden die im Zwischenabschluss verpflichtend aufzunehmenden zusätzlichen Angaben zu den Finanzinstrumenten dargestellt.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns zum Bilanzstichtag dar. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt, sind in der Tabelle nicht enthalten, ebenso Finanzanlagen in Höhe von 9,3 Mio. € (31.12.2014: 12,2 Mio. €), für die ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

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30.09.2015 31.12.2014
in Mio. € Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Aktiva



Forderungen aus Finanzdienstleistungen 682,7 692,9 639,0 652,3
Wertpapiere1) 45,5 45,5 65,6 65,6
Wertpapiere2) 145,7 145,7 100,2 100,2
Derivative finanzielle Vermögenswerte 6,0 6,0 3,9 3,9
Passiva



Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 1.004,3 1.013,8 942,7 957,1
Finanzverbindlichkeiten 332,3 338,2 334,6 341,5
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 4,8 4,8 5,3 5,3


1) Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen"
2) Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"


Die Buchwerte der im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit von ihren zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet.

Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,

Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet aus Preisen) beobachten lassen,

Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.

Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden

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30.09.2015 31.12.2014
in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Gesamt
Aktiva





Wertpapiere1) 145,7 - 145,7 100,2 - 100,2
Derivative finanzielle Vermögenswerte 0,2 5,8 6,0 0,5 3,4 3,9
Passiva





Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0,1 4,7 4,8 - 5,3 5,3


1) Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"


Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, die in Stufe 2 eingeordnet wurden, handelt es sich um Devisentermingeschäfte und Zinsderivate. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Jungheinrich berücksichtigt.

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.

Im Jungheinrich-Konzern werden keine Finanzinstrumente der Stufe 3 gehalten.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf, und die WJH-Holding GmbH, Aumühle.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich AG Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Teil Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.

Ereignisse nach Ablauf des 3. Quartals 2015

Jungheinrich hat Ende Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia erworben. Mit dieser strategisch bedeutsamen Akquisition setzt Jungheinrich den konsequenten Ausbau seiner weltweiten Präsenz im Direktvertrieb fort. NTP Forklifts Australia mit Hauptsitz in Adelaide ist mit Niederlassungen in allen wichtigen Regionen Australiens vertreten und beschäftigt mehr als 230 Mitarbeiter.

Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes hat Jungheinrich eine Vereinbarung über den Erwerb der MIAS Group unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2015 vollzogen. Die MIAS Group mit Hauptsitz in München ist als international tätiges Maschinenbauunternehmen im Bereich Lager- und Transporttechnik mit den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel aktiv. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Unternehmensgruppe mit über 300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 40 Mio. € erzielt.


Hamburg, den 10. November 2015

Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand

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Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Dr. Volker Hues Dr. Oliver Lücke Dr. Klaus-Dieter Rosenbach


Jungheinrich Aktiengesellschaft
Am Stadtrand 35
22047 Hamburg
Telefon: +49 40 6948-0
Telefax: +49 4 0 6948-1777
Internet: www.jungheinrich.de
E-Mail: info@jungheinrich.de

Wertpapierkennnummern:
ISIN: DE0006219934, WKN: 621993

Finanzkalender

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Zwischenbericht zum 30.09.2015 10.11.2015
Vorabzahlen zum Geschäftsjahr 2015 03.03.2016
Bilanzpressekonferenz 23.03.2016
Analystenkonferenz 24.03.2016
Zwischenbericht zum 31.03.2016 10.05.2016
Hauptversammlung 2016 24.05.2016
Dividendenzahlung 25.05.2016
Zwischenbericht zum 30.06.2016 09.08.2016
Zwischenbericht zum 30.09.2016 08.11.2016


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