![]() Jungheinrich AGHamburgZwischenbericht zum 30. September 2015Auf einen Blickscroll
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Kapitalmarktorientierte Kennzahlen zur Jungheinrich-Aktiescroll
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben Hinweise:Die Tabellen in diesem Bericht können rundungsbedingte Differenzen enthalten. An unsere AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,Jungheinrich konnte im 3. Quartal 2015 an die sehr gute Geschäftsentwicklung im 1.
Halbjahr 2015 anknüpfen und Auftragseingang, Umsatz, Produktion und Ergebnisse weiter
steigern. Nach neun Monaten wurden bei diesen Kennzahlen deutliche Zuwachsraten erzielt.
Damit ist Jungheinrich hinsichtlich der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2015
auf Kurs. Der stückzahlbezogene Auftragseingang des Konzerns stieg im 3. Quartal 2015 um 9 Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von Januar bis September 2015 wurde mit 72,4 Tsd.
Fahrzeugen ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 erzielt.
Der Weltmarkt für Flurförderzeuge verzeichnete im selben Zeitraum ein Wachstum in
Höhe von 1 Prozent. Das Marktvolumen in Europa nahm dabei um 7 Prozent, in Westeuropa
um 11 Prozent zu. Der wertmäßige Auftragseingang des Jungheinrich-Konzerns wuchs von Januar bis September
2015 dank eines starken 3. Quartals um 11 Prozent auf 2.089 Mio. €. Darin ist ein
Auftrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich in der Sparte "Logistiksysteme"
enthalten. Die Anzahl der produzierten Fahrzeuge im Neun-Monats-Zeitraum 2015 war mit 69,5 Tsd.
Fahrzeugen um 10 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum (63,2 Tsd. Fahrzeuge). Der Umsatz lag im selben Zeitraum mit 1.965 Mio. € um 10 Prozent über dem Vorjahreswert
(1.792 Mio. €). Dazu trugen alle Geschäftsfelder bei. Der Auftragsbestand legte gegenüber
Ende Dezember 2014 um 137 Mio. € bzw. 36 Prozent zu und erreichte 516 Mio. €. Die
Auftragsreichweite betrug damit mehr als vier Monate. Im 3. Quartal 2015 lagen EBIT, Ergebnis vor Steuern und Ergebnis nach Steuern jeweils
um mehr als 10 Prozent über den Werten des Vorjahresquartals. Das EBIT von Januar
bis September 2015 übertraf mit 151 Mio. € den Vorjahreswert von 133 Mio. € um 13
Prozent. Die großen Bauvorhaben schreiten planmäßig voran. Das Gebäude der neuen Hauptverwaltung
in Hamburg wird noch im Dezember 2015 bezogen. Die Erweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums
Dresden ist abgeschlossen. Im Werk Moosburg wird die Modernisierung bis Mitte 2016
umgesetzt sein. Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes hat Jungheinrich am 1. Oktober 2015 die
MIAS Group, München, übernommen. MIAS ist im Bereich Lager- und Transporttechnik mit
den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel aktiv. Auch der Ausbau der Vertriebsinfrastruktur wurde weiter vorangetrieben. Dazu übernahm
Jungheinrich Ende Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia,
Adelaide. Damit setzt Jungheinrich den konsequenten Ausbau seiner weltweiten Präsenz
im Direktvertrieb fort. Der Vorstand bekräftigt seine Prognose für Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBT.
Die Effekte aus dem Erwerb der MIAS Group und der Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts
Australia im laufenden Jahr sind dabei von untergeordneter Bedeutung. Jungheinrich-AktieDie Entwicklung der maßgeblichen nationalen und internationalen Aktienindizes von
Juli bis September 2015 fiel hinter den Kursverlauf im 2. Quartal 2015 zurück. Der
DAX gab im 3. Quartal 2015 um 12 Prozent nach, während der US-amerikanische Dow-Jones-Index
im gleichen Zeitraum 8 Prozent verlor. Der MDAX verlor im 3. Quartal 2 Prozent seines
Wertes. Ausschlaggebend für die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen
Kursausschläge an den Börsen waren insbesondere die vergleichsweise schwächeren Konjunkturdaten
in China, der unsichere Ausblick zur künftigen Politik der US-Notenbank sowie die
Schuldenkrise in Griechenland. Positive Impulse gingen hingegen vom dritten Hilfspaket
für Griechenland, von robusten Konjunkturdaten im Euroraum und in den USA sowie von
Signalen der Europäischen Zentralbank aus, die Anleihekäufe bei Bedarf auszuweiten. In diesem volatilen Börsenumfeld entwickelte sich die Jungheinrich-Aktie im 3. Quartal
2015 insgesamt positiv (plus 6 Prozent). Am 11. August 2015 erreichte der Kurs mit
67,67 € ein neues Allzeithoch. Den tiefsten Stand im 3. Quartal 2015 verzeichnete
die Aktie mit 57,25 € am 24. August 2015. Der niedrigste Kurs des Neun-Monats-Zeitraumes
wurde am 6. Januar 2015 mit 51,26 € notiert. Am 30. September 2015 schloss die Jungheinrich-Aktie
mit 64,66 €. Die Marktkapitalisierung lag zu diesem Zeitpunkt mit 2.198 Mio. € (31.12.2014:
1.800 Mio. €) weiterhin oberhalb der Zwei-Milliarden-Euro-Marke. Mit einer Wertsteigerung von 22 Prozent in den ersten neun Monaten verzeichnete die
Jungheinrich-Aktie eine deutlich bessere Entwicklung als der MDAX, der um 14 Prozent
anstieg und bei 19.279 Punkten schloss. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stand am Ende
des Berichtszeitraumes bei 9.660 Punkten mit einem Minus von 1 Prozent gegenüber dem
Jahresschlusskurs 2014. Kursentwicklung im 1.-3. Quartal 2015
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Weltmarkt für Flurförderzeuge nach neun Monaten plus 1 Prozent, Markt in Europa plus 7 Prozent |
| ― |
Starke Leistung von Jungheinrich auch im 3. Quartal 2015 |
| ― |
Vorstand bekräftigt Prognose |
| Region | Prognose 2015 | 2014 |
| Welt | 2,9 | 3,2 |
| USA | 2,5 | 2,4 |
| China | 6,8 | 7,3 |
| Eurozone | 1,5 | 0,9 |
| Deutschland | 1,8 | 1,6 |
Quelle: Commerzbank (Stand: Oktober 2015)
Die Weltwirtschaft befand sich von Juli bis September 2015 weiter in einem moderaten
Aufschwung. Die großen Zentralbanken setzten ihre lockere Geldpolitik fort. Die US-Wirtschaft
verzeichnete auch im 3. Quartal 2015 ein beständiges Wachstum. Chinas Wirtschaft war
von anhaltenden Schwächetendenzen geprägt, entsprechend verhalten entwickelte sich
das Wirtschaftswachstum. Im Vergleich zu anderen bedeutenden Regionen ist das Wirtschaftswachstum
dort aber immer noch auf einem hohen Niveau. Das Wachstum der Wirtschaft im Euroraum
blieb robust, wobei das Konjunkturgefälle innerhalb der Eurozone abnahm. Das im Juli
2015 beschlossene dritte Hilfsprogramm für Griechenland war ein positiver Einflussfaktor.
Die deutsche Wirtschaft hat auch im 3. Quartal 2015 ihr Wachstum fortgesetzt. Allerdings
hat der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) im Juli 2015 seine
Prognose für das laufende Jahr von 2 Prozent Produktionswachstum auf Stagnation revidiert.
Experten erwarten für 2015 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9 Prozent. Die US-amerikanische
Wirtschaft soll um 2,5 Prozent und damit in der Größenordnung des Vorjahres wachsen.
Für China wird eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 6,8 Prozent prognostiziert.
Die Wachstumsprognose für den Euroraum liegt bei 1,5 Prozent. Rund 90 Prozent des
Umsatzes des Jungheinrich-Konzerns wurden im Neun-Monats-Zeitraum 2015 in Europa erzielt.
In Deutschland wird für das laufende Jahr ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von
1,8 Prozent erwartet.
Der Weltmarkt für Flurförderzeuge ist im 3. Quartal 2015 bedingt durch den Marktrückgang
bei den verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern - insbesondere in China - um
3 Prozent zurückgegangen. Das Marktvolumen in Europa ist hingegen, getrieben durch
das Wachstum in Westeuropa, im 3. Quartal 2015 weiterhin angestiegen. Der nordamerikanische
Markt zeigte ein dynamisches Wachstum, während die Nachfrage in China weiter rückläufig
war.
Das Weltmarktvolumen erhöhte sich von Januar bis September 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
von 818,6 Tsd. Fahrzeugen auf 827,9 Tsd. Fahrzeuge (plus 1 Prozent). Europa, der Hauptabsatzmarkt
für Jungheinrich, verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 7 Prozent auf
274,9 Tsd. (Vorjahr: 257,2 Tsd.) Fahrzeuge. Während die Nachfrage in Westeuropa um
11 Prozent zunahm, ging das Marktvolumen in Osteuropa - bedingt durch den starken
Marktrückgang in Russland um 42 Prozent - um 12 Prozent zurück. Der osteuropäische
Markt ohne Russland wies ein Wachstum von 5 Prozent auf. Das Marktvolumen in Asien
war mit 321,9 Tsd. Fahrzeugen um 6 Prozent niedriger als im Vorjahr (342,3 Tsd. Fahrzeuge).
Darin ist der chinesische Markt mit einem Rückgang um 12 Prozent auf 186,8 Tsd. (Vorjahr:
213,0 Tsd.) Fahrzeuge berücksichtigt.

| Region | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Welt | 827,9 | 818,6 |
| Europa | 274,9 | 257,2 |
| davon Osteuropa | 38,9 | 44,4 |
| Asien | 321,9 | 342,3 |
| davon China | 186,8 | 213,0 |
| Nordamerika | 172,1 | 155,2 |
| Übrige Regionen | 59,0 | 63,9 |
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics) und SIMHEM (Society of Indian Material
Handling Equipment Manufacturers)
Das Minus war im Wesentlichen auf die rückläufige Nachfrage nach verbrennungsmotorischen
Gegengewichtsstaplern zurückzuführen, die durch das Wachstum bei lagertechnischen
Geräten nicht kompensiert werden konnte. Das Geschäft von Jungheinrich war von dieser
Entwicklung nicht betroffen, da der Schwerpunkt der Aktivitäten in Asien bzw. China
im Vertrieb von lagertechnischen Geräten liegt. Der asiatische Markt ohne China wuchs
um 4 Prozent. In Nordamerika stieg die Nachfrage nach neun Monaten um 11 Prozent auf
172,1 Tsd. (Vorjahr: 155,2 Tsd.) Fahrzeuge.
Die einzelnen Produktsegmente entwickelten sich unterschiedlich. Weltweit verzeichnete
das Segment Lagertechnik den stärksten Anstieg im 3. Quartal 2015 (plus 7 Prozent).
Die Nachfrage nach Fahrzeugen der Lagertechnik stieg somit von Januar bis September
2015 weltweit um 11 Prozent an. Dazu trugen Nordamerika mit einem Plus von 15 Prozent
sowie China und Westeuropa jeweils mit einem Anstieg von 13 Prozent bei. Bei den Gegengewichtsstaplern
stieg das weltweite Marktvolumen für Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb in den
ersten neun Monaten 2015 um 6 Prozent. Im gleichen Zeitraum ging die weltweite Nachfrage
nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb, insbesondere aufgrund des deutlichen
Marktrückganges in China, um 9 Prozent zurück. Der europäische Markt für Stapler mit
verbrennungsmotorischem Antrieb sank um 4 Prozent, wobei die Nachfrage in Westeuropa
um 3 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Das Marktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler
in Europa stieg um 9 Prozent an. Dabei nahm die Nachfrage in Westeuropa um 12 Prozent
zu, während sie in Osteuropa um 10 Prozent zurückging. Der segmentübergreifende Marktrückgang
in Osteuropa ist auf den Markteinbruch in Russland zurückzuführen.

Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics) und SIMHEM (Society of Indian Material
Handling Equipment Manufacturers)

Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics)
| 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
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| Auftragseingang | Stück | 72.400 | 63.800 |
| Auftragseingang | Mio. € | 2.089 | 1.874 |
| Produktion | Stück | 69.500 | 63.200 |
| Auftragsbestand 30.09. | Mio. € | 516 | 446 |
| Umsatzerlöse | Mio. € | 1.965 | 1.792 |
Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge
einschließlich der für Mietgeräte enthält, übertraf mit 23,1 Tsd. Fahrzeugen im 3.
Quartal 2015 den Wert des Vorjahresquartals (21,1 Tsd. Fahrzeuge) um 9 Prozent. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass von Juli bis September 2015 mehr Fahrzeugbestellungen
für die Mietflotte eingingen als im 3. Quartal des Vorjahres. Nach neun Monaten lag
der Auftragseingang mit 72,4 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraumes
(63,8 Tsd. Fahrzeuge).
Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und
Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, erreichte im 3. Quartal 2015 mit 720
Mio. € einen um 15 Prozent höheren Wert als im Vorjahresquartal (628 Mio. €). Im Berichtsquartal
konnte ein sehr großer Einzelauftrag mit einem Wert im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
in der Sparte "Logistiksysteme" verbucht werden. Kumuliert lag der Auftragseingang
mit 2.089 Mio. € um 11 Prozent über dem Vorjahreswert (1.874 Mio. €). Mehr als 60
Prozent des Anstieges waren auf das Neugeschäft zurückzuführen.
Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erhöhte sich zum 30. September 2015 auf 516
Mio. € und war somit um 70 Mio. € bzw. 16 Prozent höher als der Vorjahreswert (446
Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 379 Mio. € zum Jahresende 2014 ergab sich
ein Aufbau um 137 Mio. € bzw. 36 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug damit mehr
als vier Monate.
Vor dem Hintergrund der kontinuierlich guten Auftragsentwicklung seit Jahresbeginn
übertraf die Produktion im 3. Quartal 2015 mit 22,9 Tsd. Fahrzeugen die Stückzahl
des Vorjahresquartals (21,0 Tsd. Fahrzeuge) um 9 Prozent. In den ersten neun Monaten
des laufenden Jahres wurden 69,5 Tsd. Fahrzeuge produziert. Das waren 10 Prozent mehr
als im Vergleichszeitraum 2014 (63,2 Tsd. Fahrzeuge).
Die Umsatzerlöse im 3. Quartal 2015 lagen mit 665 Mio. € um 8 Prozent über dem Vorjahreswert
(615 Mio. €). Kumuliert erreichte der Konzernumsatz 1.965 Mio. €, einen um 10 Prozent
höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (1.792 Mio. €). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt
Deutschland stiegen im gleichen Zeitraum um 5 Prozent auf 497 Mio. € (Vorjahr: 472
Mio. €). Die Auslandsumsätze legten um 11 Prozent auf 1.468 Mio. € (Vorjahr: 1.320
Mio. €) zu. Die Umsatzerlöse außerhalb Europas stiegen kräftig um 23 Prozent auf 206
Mio. € (Vorjahr: 167 Mio. €). Dies war insbesondere auf eine starke Umsatzsteigerung
in China und in den USA zurückzuführen. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes
am Konzernumsatz erhöhte sich damit auf 11 Prozent (Vorjahr: 9 Prozent). Die Auslandsquote
nahm von 74 Prozent auf 75 Prozent zu.

| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Deutschland | 497 | 472 |
| Übriges Europa | 1.262 | 1.153 |
| Übrige Länder | 206 | 167 |
| Gesamt | 1.965 | 1.792 |
| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Neugeschäft | 1.063 | 966 |
| Miete und Gebrauchtgeräte | 351 | 315 |
| Kundendienst | 583 | 540 |
| Segment "Intralogistik" | 1.997 | 1.821 |
| Segment "Finanzdienstleistungen" | 470 | 427 |
| Überleitung | -502 | -455 |
| Jungheinrich-Konzern | 1.965 | 1.792 |
Wesentlicher Treiber für den stark gestiegenen Konzernumsatz in den ersten neun Monaten
2015 waren die hohen Umsatzzuwächse des Neugeschäftes. Der Umsatz im Neugeschäft erreichte
kumuliert mit 1.063 Mio. € einen um 97 Mio. € bzw. 10 Prozent höheren Wert als im
Vorjahreszeitraum (966 Mio. €). Er enthielt um 15 Prozent auf 241 Mio. € (Vorjahr:
209 Mio. €) gestiegene Erlöse aus der Sparte "Logistiksysteme" sowie 41 Mio. € (Vorjahr:
36 Mio. €) Erlöse aus der Sparte "Versandhandel". Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft
wuchs insgesamt um 36 Mio. € bzw. 11 Prozent auf 351 Mio. € (Vorjahr: 315 Mio. €).
Der Kundendienst verzeichnete weiterhin ein starkes Wachstum von 8 Prozent auf 583
Mio. € (Vorjahr: 540 Mio. €). Das Finanzdienstleistungsgeschäft erzielte einen Umsatz
von 470 Mio. € (Vorjahr: 427 Mio. €).
Aufgrund der anhaltend guten Entwicklung in allen Geschäftsfeldern und der hohen Produktionsstückzahlen
hat der Jungheinrich-Konzern das 3. Quartal 2015 mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis
und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 52,8 Mio. € (Vorjahr: 46,8 Mio. €) abgeschlossen.
Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) im 3. Quartal 2015 erreichte 7,9 Prozent nach 7,6
Prozent im Vorjahresquartal. Kumuliert stieg das EBIT nach neun Monaten um 13 Prozent
auf 151,4 Mio. € (Vorjahr: 133,4 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) erreichte
7,7 Prozent nach 7,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Rendite auf das eingesetzte
Kapital (ROCE) lag nach neun Monaten mit 17,7 Prozent über dem Vergleichswert im Vorjahr
(17,3 Prozent). Das Finanzergebnis lag nach neun Monaten mit minus 12,5 Mio. € auf
dem Vorjahresniveau (minus 12,2 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg im 3.
Quartal 2015 auf 47,1 Mio. € (Vorjahr: 42,4 Mio. €) und lag nach neun Monaten bei
138,9 Mio. € (Vorjahr: 121,2 Mio. €). Das entspricht einem Plus von 15 Prozent. Die
EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) lag im Berichtszeitraum bei 7,1 Prozent (Vorjahr: 6,8
Prozent). Bei einer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht höheren Konzernsteuerquote
von 29,0 Prozent (Vorjahr: 28,2 Prozent) belief sich das Ergebnis nach Steuern im
Zeitraum Januar bis September 2015 auf 98,6 Mio. € und lag damit um 13 Prozent über
dem Vorjahreszeitraum (87,0 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte entsprechend
2,93 € (Vorjahr: 2,59 €).
| in Mio. € | 3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) | 52,8 | 46,8 | 151,4 | 133,4 |
| Finanzergebnis | -5,7 | -4,4 | -12,5 | -12,2 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 47,1 | 42,4 | 138,9 | 121,2 |
| Ertragsteuern | 12,7 | 11,3 | 40,3 | 34,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 34,4 | 31,1 | 98,6 | 87,0 |
Zum 30. September 2015 erhöhte sich das Eigenkapital um 80 Mio. € auf 980 Mio. € (31.12.2014:
900 Mio. €). Wesentliche Einflussfaktoren waren die sehr gute Ertragsentwicklung und
die positiven Eigenkapitalveränderungen aus der Neubewertung der Pensionspläne in
Höhe von 13 Mio. € nach Steuern, denen die Dividendenausschüttung in Höhe von 34 Mio.
€ (Vorjahr: 28 Mio. €) gegenüberstand. Die Eigenkapitalquote lag bei 30,6 Prozent
(31.12.2014: 29,6 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
sanken um 13 Mio. € auf 228 Mio. € (31.12.2014: 241 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren
im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen, die sich
aufgrund des von 2,0 Prozent zum Jahresende 2014 auf 2,4 Prozent zum 30. September
2015 erhöhten Abzinsungssatzes in Deutschland zum Bilanzstichtag ergaben. Die übrigen
kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich um 11 Mio. € auf 162 Mio. € (31.12.2014:
151 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns blieben
mit 332 Mio. € in etwa auf dem Niveau am Ende des letzten Geschäftsjahres (31.12.2014:
334 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen
lagen aufgrund der Zunahme der Finanzierung von neuen Verträgen mit 1.005 Mio. € um
63 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2014 (942 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen stiegen um 25 Mio. € auf 213 Mio. € (31.12.2014: 188 Mio.
€).
Im Zeitraum Januar bis September 2015 betrug der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
59 Mio. € nach 62 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei stand dem um 33
Mio. € höheren Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen im
Wesentlichen ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Mio. € deutlich höheres
Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen
gegenüber. Der Zuwachs im Working Capital, insbesondere aus stichtagsbedingt höheren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, war um 36 Mio. € geringer.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen
Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in
Höhe von insgesamt minus 27 Mio. € (Vorjahr: plus 39 Mio. €) bereinigt. Der sich so
ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum mit minus
66 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (minus 60 Mio. €).
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 |
| Eigenkapital | 980 | 900 |
| Langfristige Schulden | 1.280 | 1.258 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 228 | 241 |
| Finanzverbindlichkeiten | 202 | 210 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 702 | 663 |
| Übrige Schulden | 148 | 144 |
| Kurzfristige Schulden | 938 | 882 |
| Übrige Rückstellungen | 162 | 151 |
| Finanzverbindlichkeiten | 130 | 124 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 303 | 279 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 213 | 188 |
| Übrige Schulden | 130 | 140 |
| Bilanzsumme | 3.198 | 3.040 |
| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Ergebnis nach Steuern | 99 | 87 |
| Abschreibungen | 159 | 138 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) sowie der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -232 | -171 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen | 53 | 61 |
| Veränderung aus Working Capital | -19 | -55 |
| Sonstige Veränderungen | -1 | 2 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 59 | 62 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit1) | -66 | -60 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -27 | -27 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes1) | -34 | -25 |
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit minus 27 Mio. € im Berichtszeitraum
gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Bilanzsumme stieg um 158 Mio. € und lag zum 30. September 2015 bei 3.198 Mio.
€ (31.12.2014: 3.040 Mio. €).
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um 26 Mio. € auf 487
Mio. € (31.12.2014: 461 Mio. €). Hier schlugen sich die großen Bauvorhaben des Konzerns,
insbesondere der Bau der neuen Hauptverwaltung in Hamburg sowie die Modernisierung
der Produktion im Werk Moosburg, nieder.
Der Bestandswert der Miet- und Leasinggeräte wuchs um 69 Mio. € auf 600 Mio. € (31.12.2014:
531 Mio. €). Der Wert der Mietgeräte nahm dabei um 42 Mio. € auf 290 Mio. € (31.12.2014:
248 Mio. €) zu. Der Wert der Leasinggeräte aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft stieg
um 27 Mio. € auf 310 Mio. € (31.12.2014: 283 Mio. €).
Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen aufgrund
der Geschäftsausweitung um 44 Mio. € auf 683 Mio. € (31.12.2014: 639 Mio. €). Die
übrigen langfristigen Vermögenswerte lagen mit 135 Mio. € um 4 Mio. € unter dem Wert
am 31. Dezember 2014 (139 Mio. €). Die Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 49 Mio.
€ auf 348 Mio. € (31.12.2014: 299 Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse
und Waren im Vertrieb in Höhe von 28 Mio. € im Wesentlichen noch nicht fakturierte
Kundenaufträge zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
lagen mit 455 Mio. € in der Größenordnung des Vorjahres (31.12.2014: 454 Mio. €).
Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere sanken um 3 Mio. € auf 418 Mio.
€ (31.12.2014: 421 Mio. €).
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.718 | 1.625 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 487 | 461 |
| Miet- und Leasinggeräte | 600 | 531 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 480 | 449 |
| Übrige Vermögenswerte (inkl. Finanzanlagen) | 135 | 139 |
| Wertpapiere | 16 | 45 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.480 | 1.415 |
| Vorräte | 348 | 299 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 455 | 454 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 203 | 190 |
| Übrige Vermögenswerte | 56 | 51 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 418 | 421 |
| Bilanzsumme | 3.198 | 3.040 |
Der Jungheinrich-Konzern hat im laufenden Jahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
ausgeweitet. Der Fokus lag dabei insbesondere auf der Energieeffizienz von Antriebssystemen
sowie der Automatisierung von Flurförderzeugen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben
beliefen sich im Berichtszeitraum 2015 auf 40,0 Mio. € (Vorjahr: 35,6 Mio. €) und
übertrafen damit den Wert des Vorjahreszeitraumes um 12 Prozent. Die Aktivierungsquote
ging auf 20 Prozent zurück (Vorjahr: 24,4 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten
laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung waren mit 37,3 Mio. € um 20 Prozent höher als im
Vorjahreszeitraum (31,1 Mio. €).
Die Zahl der Beschäftigten, die konzernweit für Entwicklungsprojekte tätig waren,
stieg im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 437 (Vorjahr: 418) Mitarbeiter.
| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| F&E-Ausgaben1) gesamt | 40,0 | 35,6 |
| davon aktivierte Entwicklungsausgaben | 8,0 | 8,7 |
| Aktivierungsquote | 20,0 % | 24,4 % |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben | 5,3 | 4,2 |
| F&E-Kosten1) laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 37,3 | 31,1 |
1)
F&E: Forschung und Entwicklung

Im Zeitraum Januar bis September 2015 wurde die Personalkapazität um 688 Mitarbeiter
ausgebaut, davon entfielen 259 Mitarbeiter auf das 3. Quartal 2015. Schwerpunkt des
fortgesetzten Ausbaues war unverändert der Vertrieb, besonders in Europa. Konzernweit
waren zum 30. September 2015 insgesamt 13.237 Mitarbeiter beschäftigt, davon unverändert
44 Prozent im Inland und 56 Prozent im Ausland.
Zusätzlich beschäftigte Jungheinrich zum 30. September 2015 konzernweit 559 Leiharbeitnehmer,
etwas mehr als 60 Prozent davon in den inländischen Produktionswerken. Insgesamt hat
sich die Anzahl der Leiharbeitnehmer im Berichtszeitraum gegenüber dem 31. Dezember
2014 um 72 Beschäftigte erhöht.
| in Mio. € | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Vertragszugang zum Neuwert1) | 398 | 340 |
| Vertragsbestand zum Neuwert | 1.959 | 1.813 |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | 381 | 342 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 683 | 629 |
| Eigenkapital | 61 | 52 |
| Schulden | 1.219 | 1.112 |
| Umsatz1) | 470 | 427 |
| EBIT1) | 9,4 | 11,9 |
Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird
auf die ausführlichen Erläuterungen innerhalb des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2014 verwiesen.
Im 3. Quartal 2015 betrug das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen
139 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €), kumuliert wurden nach neun Monaten 398 Mio. € (Vorjahr:
340 Mio. €) realisiert. Vom wertmäßigen Zugangsvolumen entfielen 74 Prozent (Vorjahr:
78 Prozent) auf die sieben Länder mit Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgesellschaften.
Regional hervorzuheben sind Großbritannien und Österreich mit einer Steigerung von
über 30 Prozent beim wertmäßigen Zugangsvolumen.
Zum 30. September 2015 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 7 Prozent auf 119,0
Tsd. (Vorjahr: 111,3 Tsd.) Fahrzeuge. Dies entspricht einem Neuwert von 1.959 Mio.
€ (Vorjahr: 1.813 Mio. €). Mehr als jedes dritte Neufahrzeug wurde im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes
abgesetzt. Der Umsatz stieg von 427 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres um
43 Mio. € auf 470 Mio. €. Das EBIT lag bei 9,4 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €).
Die Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen
sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt
sich das Unternehmen auf ein umfassendes Risikomanagement-System. In einer konzernweit
gültigen Richtlinie sind dazu entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert.
Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester
Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung.
Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung
des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt.
Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2014 ausführlich dargestellten
Risiken hinausgehen, sind seit der Berichtsveröffentlichung nicht aufgetreten.
Jungheinrich hat Ende Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia
erworben. Mit dieser strategisch bedeutsamen Akquisition setzt Jungheinrich den konsequenten
Ausbau seiner weltweiten Präsenz im Direktvertrieb fort. NTP Forklifts Australia mit
Hauptsitz in Adelaide ist mit Niederlassungen in allen wichtigen Regionen Australiens
vertreten und beschäftigt mehr als 230 Mitarbeiter.
Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes hat Jungheinrich eine Vereinbarung über
den Erwerb der MIAS Group unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2015
vollzogen. Die MIAS Group mit Hauptsitz in München ist als international tätiges Maschinenbauunternehmen
im Bereich Lager- und Transporttechnik mit den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel
aktiv. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Unternehmensgruppe mit über 300 Mitarbeitern
einen Umsatz von rund 40 Mio. € erzielt.
Vor dem Hintergrund der bisherigen Konjunkturprognosen (siehe Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche
Lage"), gehen wir davon aus, dass das weltweite Marktvolumen für Flurförderzeuge im
Gesamtjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben sollte. In Europa rechnen wir
weiterhin mit einer positiven Marktentwicklung. Dabei dürfte die Nachfrage in Westeuropa
weiter wachsen, wenn auch weniger dynamisch als bisher. Dies gilt, mit Ausnahme von
Russland, auch für Osteuropa. Für den russischen Markt ist eine wesentliche Verbesserung
im 4. Quartal 2015 nicht zu erwarten. In Asien - mit Ausnahme von China - gehen wir
ebenfalls weiterhin von einem Marktwachstum aus, während in China nur das Segment
Lagertechnik wachsen dürfte. Die Nachfrage nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern
dürfte vorerst keine signifikante Erholung aufweisen. Gleiches dürfte für die inzwischen
eingetretene rückläufige Entwicklung bei den Gegengewichtsstaplern mit elektromotorischem
Antrieb gelten. Das gute Wachstum des nordamerikanischen Marktes sollte sich weiterhin
fortsetzen. Die Marktentwicklung bis Ende September 2015 unterstützt diese Erwartungen.
Der Vorstand bekräftigt seine im August angehobene Prognose für 2015 mit Ausnahme
der Prognose für die Nettoverschuldung. Jungheinrich wird jedoch zum Geschäftsjahresende
trotz der Effekte aus der Akquisitionstätigkeit und dem unverändert starken Ausbau
der Mietflotte keine substanzielle Nettoverschuldung aufweisen.
Der Auftragseingang wird zwischen 2,7 Mrd. € und 2,8 Mrd. € liegen, der Konzernumsatz
zwischen 2,65 Mrd. € und 2,75 Mrd. €. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
(EBIT) sollte zwischen 195 Mio. € und 205 Mio. € erreichen. Daraus ergibt sich ein
erwarteter EBIT-ROS von mindestens 7 Prozent. Die Ausgaben für F&E werden bei rund
50 Mio. € liegen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sollte, bei einem etwas besseren
Finanzergebnis als im Vorjahr, 180 Mio. € bis 190 Mio. € erreichen, was zu einem erwarteten
EBT-ROS von mindestens 6,5 Prozent führt. Bei planmäßigem Baufortschritt bzw. Abschluss
unserer großen Projekte (Schulungszentrum im Werk Norderstedt, Modernisierung der
Produktion von Gegengewichtsstaplern im Werk Moosburg, Erweiterung des Gebrauchtgeräte-Zentrums
Dresden und Hauptverwaltung in Hamburg) wird das Investitionsvolumen einen Betrag
zwischen 90 Mio. € und 100 Mio. € erreichen. Die Rentabilität auf das eingesetzte
Kapital (ROCE) sollte bei steigendem Eigenkapital zwischen 15 und 20 Prozent liegen.
Diese Prognosewerte berücksichtigen auch die für 2015 geringfügigen Effekte aus der
Akquisition der MIAS Group und der Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts
Australia.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung
von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können,
gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine
Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernzwischenlagebericht kann daher
nicht übernommen werden.
| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | ||||
| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Umsatzerlöse | 1.964,5 | 1.792,0 | 1.494,8 | 1.365,2 | 469,7 | 426,8 |
| Umsatzkosten | 1.351,1 | 1.230,9 | 896,0 | 822,1 | 455,1 | 408,8 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 613,4 | 561,1 | 598,8 | 543,1 | 14,6 | 18,0 |
| Vertriebskosten | 374,4 | 350,4 | 369,2 | 344,3 | 5,2 | 6,1 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 37,3 | 31,1 | 37,3 | 31,1 | - | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 54,8 | 49,1 | 54,8 | 49,1 | - | - |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 4,5 | 2,9 | 4,5 | 2,9 | - | - |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | 151,4 | 133,4 | 142,0 | 121,5 | 9,4 | 11,9 |
| Finanzergebnis | -12,5 | -12,2 | -12,1 | -11,8 | -0,4 | -0,4 |
| Ergebnis vor Steuern | 138,9 | 121,2 | 129,9 | 109,7 | 9,0 | 11,5 |
| Ertragsteuern | 40,3 | 34,2 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 98,6 | 87,0 | ||||
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert/unverwässert) |
||||||
| Stammaktien | 2,87 | 2,53 | ||||
| Vorzugsaktien | 2,93 | 2,59 | ||||
| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Ergebnis nach Steuern | 98,6 | 87,0 |
| Posten, die zukünftig möglicherweise in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten mit Sicherungsbeziehung | 1,0 | -1,1 |
| Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | -1,3 | 0,5 |
| Ergebnis aus der Währungsumrechnung | 2,4 | 3,4 |
| Posten, die nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus der Pensionsbewertung | 13,4 | -27,8 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 15,5 | -25,0 |
| Gesamtergebnis | 114,1 | 62,0 |
| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | ||||
| in Mio. € | 3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
| Umsatzerlöse | 664,4 | 614,9 | 507,7 | 471,3 | 156,7 | 143,6 |
| Umsatzkosten | 455,6 | 422,8 | 304,0 | 284,9 | 151,6 | 137,9 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 208,8 | 192,1 | 203,7 | 186,4 | 5,1 | 5,7 |
| Vertriebskosten | 125,1 | 119,6 | 123,0 | 117,5 | 2,1 | 2,1 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 12,7 | 10,8 | 12,7 | 10,8 | - | - |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 19,2 | 16,3 | 19,2 | 16,3 | - | - |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1,0 | 1,4 | 1,0 | 1,4 | - | - |
| Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | 52,8 | 46,8 | 49,8 | 43,2 | 3,0 | 3,6 |
| Finanzergebnis | -5,7 | -4,4 | -5,6 | -4,3 | -0,1 | -0,1 |
| Ergebnis vor Steuern | 47,1 | 42,4 | 44,2 | 38,9 | 2,9 | 3,5 |
| Ertragsteuern | 12,7 | 11,3 | ||||
| Ergebnis nach Steuern | 34,4 | 31,1 | ||||
| in Mio. € | 3. Quartal 2015 |
3. Quartal 2014 |
| Ergebnis nach Steuern | 34,4 | 31,1 |
| Posten, die zukünftig möglicherweise in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten mit Sicherungsbeziehung | 2,1 | -0,5 |
| Ergebnis aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten | 0,2 | 0,2 |
| Ergebnis aus der Währungsumrechnung | -11,0 | 2,5 |
| Posten, die nicht in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus der Pensionsbewertung | 9,6 | -11,5 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0,9 | -9,3 |
| Gesamtergebnis | 35,3 | 21,8 |
| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | ||||
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 486,8 | 460,7 | 486,8 | 460,7 | - | - |
| Mietgeräte | 290,3 | 248,2 | 290,3 | 248,2 | - | - |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | 310,2 | 282,3 | (70,9) | (66,4) | 381,1 | 348,7 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 480,0 | 449,0 | - | - | 480,0 | 449,0 |
| Finanzanlagen und übrige Vermögenswerte | 35,7 | 30,1 | 13,0 | 11,4 | 22,7 | 18,7 |
| Wertpapiere | 15,5 | 45,1 | 15,5 | 45,1 | - | - |
| Latente Steueransprüche | 99,5 | 109,2 | 89,2 | 100,3 | 10,3 | 8,9 |
| 1.718,0 | 1.624,6 | 823,9 | 799,3 | 894,1 | 825,3 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | 347,6 | 299,3 | 320,5 | 265,3 | 27,1 | 34,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 455,5 | 453,9 | 394,1 | 397,2 | 61,4 | 56,7 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 202,7 | 190,0 | - | - | 202,7 | 190,0 |
| Übrige Vermögenswerte | 56,2 | 50,5 | (21,3) | (15,2) | 77,5 | 65,7 |
| Wertpapiere | 175,7 | 120,7 | 175,7 | 120,7 | - | - |
| Liquide Mittel | 242,0 | 300,8 | 224,9 | 273,6 | 17,1 | 27,2 |
| 1.479,7 | 1.415,2 | 1.093,9 | 1.041,6 | 385,8 | 373,6 | |
| 3.197,7 | 3.039,8 | 1.917,8 | 1.840,9 | 1.279,9 | 1.198,9 | |
| Jungheinrich-Konzern | Intralogistik1) | Finanzdienstleistungen | ||||
| in Mio. € | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 | 30.09.2015 | 31.12.2014 |
| Eigenkapital | 980,1 | 900,3 | 919,4 | 849,5 | 60,7 | 50,8 |
| Langfristige Schulden | ||||||
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 228,2 | 240,7 | 228,1 | 240,6 | 0,1 | 0,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 202,1 | 210,2 | 202,1 | 210,2 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 701,6 | 663,4 | - | - | 701,6 | 663,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 69,8 | 67,8 | 39,4 | 35,8 | 30,4 | 32,0 |
| Übrige Schulden | 78,3 | 76,1 | 73,4 | 71,1 | 4,9 | 5,0 |
| 1.280,0 | 1.258,2 | 543,0 | 557,7 | 737,0 | 700,5 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Übrige Rückstellungen | 161,5 | 151,0 | 160,7 | 150,0 | 0,8 | 1,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 130,2 | 124,4 | 128,2 | 121,6 | 2,0 | 2,8 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 302,7 | 279,3 | - | - | 302,7 | 279,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 213,0 | 188,0 | 102,0 | 86,3 | 111,0 | 101,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 36,5 | 34,3 | 20,1 | 18,1 | 16,4 | 16,2 |
| Übrige Schulden | 93,7 | 104,3 | 44,4 | 57,7 | 49,3 | 46,6 |
| 937,6 | 881,3 | 455,4 | 433,7 | 482,2 | 447,6 | |
| 3.197,7 | 3.039,8 | 1.917,8 | 1.840,9 | 1.279,9 | 1.198,9 | |
| in Mio. € | 1.-3. Quartal 2015 |
1.-3. Quartal 2014 |
| Ergebnis nach Steuern | 98,6 | 87,0 |
| Abschreibungen | 159,1 | 138,0 |
| Veränderung der Rückstellungen | -0,5 | 48,5 |
| Veränderung der Miet- und Leasinggeräte (ohne Abschreibungen) | -188,1 | -146,7 |
| Veränderung der latenten Steueransprüche und -schulden | 10,2 | -9,6 |
| Veränderung der | ||
| Vorräte | -48,3 | -66,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -2,4 | 4,9 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | -43,7 | -24,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 25,0 | 6,4 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 61,6 | 47,0 |
| Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten | -9,1 | 14,2 |
| Sonstige Veränderungen | -3,8 | -36,6 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 58,6 | 62,2 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -66,8 | -60,7 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 0,8 | 0,8 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren | -115,1 | -60,5 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf/der Endfälligkeit von Wertpapieren | 88,0 | 99,5 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -93,1 | -20,9 |
| Gezahlte Dividenden | -34,3 | -28,2 |
| Veränderung der Bankverbindlichkeiten und Finanzkredite | 7,5 | 0,9 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -26,8 | -27,3 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -61,3 | 14,0 |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 1,2 | 0,7 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -60,1 | 14,7 |
| Finanzmittelbestand am 01.01. | 293,6 | 195,7 |
| Finanzmittelbestand am 30.09. | 233,5 | 210,4 |
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Sonstige Eigenkapitalveränderungen | |||
| Marktbewertung Finanzinstrumente |
||||||
| in Mio. € | Währungs- umrechnung |
Neu- bewertung Pensionen |
zur Veräußerung verfügbar |
|||
| Stand am 01.01.2015 | 102,0 | 78,4 | 781,4 | 19,5 | -80,3 | 0,8 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2015 | - | - | 98,6 | 2,4 | 13,4 | -1,3 |
| Dividende für das Vorjahr | - | - | -34,3 | - | - | - |
| Stand am 30.09.2015 | 102,0 | 78,4 | 845,7 | 21,9 | -66,9 | -0,5 |
| Stand am 01.01.2014 | 102,0 | 78,4 | 683,8 | 20,8 | -52,9 | - |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2014 | - | - | 87,0 | 3,4 | -27,8 | 0,5 |
| Dividende für das Vorjahr | - | - | -28,2 | - | - | - |
| Stand am 30.09.2014 | 102,0 | 78,4 | 742,6 | 24,2 | -80,7 | 0,5 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | Gesamt | |
| Marktbewertung Finanzinstrumente | ||
| in Mio. € | mit Sicherungsbeziehung | |
| Stand am 01.01.2015 | -1,5 | 900,3 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2015 | 1,0 | 114,1 |
| Dividende für das Vorjahr | - | -34,3 |
| Stand am 30.09.2015 | -0,5 | 980,1 |
| Stand am 01.01.2014 | -0,6 | 831,5 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.09.2014 | -1,1 | 62,0 |
| Dividende für das Vorjahr | - | -28,2 |
| Stand am 30.09.2014 | -1,7 | 865,3 |
Der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung
mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Es wurden alle zum 31. Dezember 2014 gültigen Standards und deren Interpretationen
des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt,
wie sie in der EU anzuwenden sind. Dementsprechend wurde auch dieser Konzernzwischenabschluss
zum 30. September 2015 in Übereinstimmung mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss
wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen
Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. September 2015 und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. Diese
Grundsätze sind im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2014 detailliert
beschrieben.
Der Konsolidierungskreis ist im 3. Quartal 2015 um die neu gegründete Jungheinrich
Parts LLC, Moskau (Russland), erweitert worden. Aus der Erstkonsolidierung dieser
Gesellschaft ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Neben der Jungheinrich AG, Hamburg,
als Muttergesellschaft wurden damit 53 ausländische und 15 inländische Unternehmen
in den Konsolidierungskreis einbezogen. 66 Unternehmen wurden vollkonsolidiert und
zwei Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Die Segmentberichterstattung umfasst die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen". Die grundsätzliche Darstellung der Segmentinformationen
wurde im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2014 detailliert beschrieben.
Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden
konzerninternen Umsätze und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten.
| in Mio. € | Intralogistik | Finanzdienst- leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich- Konzern |
| Außenumsatzerlöse | 1.556,4 | 408,1 | 1.964,5 | - | 1.964,5 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 440,5 | 61,6 | 502,1 | -502,1 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.996,9 | 469,7 | 2.466,6 | -502,1 | 1.964,5 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 159,1 | 9,4 | 168,5 | -17,1 | 151,4 |
| Finanzergebnis | -12,1 | -0,4 | -12,5 | - | -12,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 147,0 | 9,0 | 156,0 | -17,1 | 138,9 |
| Vermögenswerte 30.09. | 2.213,2 | 1.279,9 | 3.493,1 | -295,4 | 3.197,7 |
| Eigenkapital 30.09. | 1.049,2 | 60,7 | 1.109,9 | -129,8 | 980,1 |
| Schulden 30.09. | 1.164,0 | 1.219,2 | 2.383,2 | -165,6 | 2.217,6 |
| Eigenkapital und Schulden 30.09. | 2.213,2 | 1.279,9 | 3.493,1 | -295,4 | 3.197,7 |
| in Mio. € | Intralogistik | Finanzdienst- leistungen |
Summe Segmente |
Überleitung | Jungheinrich- Konzern |
| Außenumsatzerlöse | 1.426,9 | 365,1 | 1.792,0 | - | 1.792,0 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 393,7 | 61,7 | 455,4 | -455,4 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.820,6 | 426,8 | 2.247,4 | -455,4 | 1.792,0 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 136,2 | 11,9 | 148,1 | -14,7 | 133,4 |
| Finanzergebnis | -11,8 | -0,4 | -12,2 | - | -12,2 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 124,4 | 11,5 | 135,9 | -14,7 | 121,2 |
| Vermögenswerte 30.09. | 1.994,9 | 1.163,4 | 3.158,3 | -259,0 | 2.899,3 |
| Eigenkapital 30.09. | 927,0 | 51,6 | 978,6 | -113,3 | 865,3 |
| Schulden 30.09. | 1.067,9 | 1.111,8 | 2.179,7 | -145,7 | 2.034,0 |
| Eigenkapital und Schulden 30.09. | 1.994,9 | 1.163,4 | 3.158,3 | -259,0 | 2.899,3 |
Die grundsätzliche Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente, deren Bewertung sowie
die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte
wurden im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2014 detailliert beschrieben.
Im Folgenden werden die im Zwischenabschluss verpflichtend aufzunehmenden zusätzlichen
Angaben zu den Finanzinstrumenten dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns zum Bilanzstichtag dar. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die
in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt,
sind in der Tabelle nicht enthalten, ebenso Finanzanlagen in Höhe von 9,3 Mio. € (31.12.2014:
12,2 Mio. €), für die ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden
kann.
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | |||
| in Mio. € | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| Aktiva | ||||
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 682,7 | 692,9 | 639,0 | 652,3 |
| Wertpapiere1) | 45,5 | 45,5 | 65,6 | 65,6 |
| Wertpapiere2) | 145,7 | 145,7 | 100,2 | 100,2 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 6,0 | 6,0 | 3,9 | 3,9 |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 1.004,3 | 1.013,8 | 942,7 | 957,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 332,3 | 338,2 | 334,6 | 341,5 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 4,8 | 4,8 | 5,3 | 5,3 |
1)
Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen"
2)
Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Die Buchwerte der im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit von ihren zur Ermittlung
verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie
gemäß IFRS 13 eingeordnet.
Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:
Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert
oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. abgeleitet
aus Preisen) beobachten lassen,
Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für
die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.
| 30.09.2015 | 31.12.2014 | |||||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Gesamt |
| Aktiva | ||||||
| Wertpapiere1) | 145,7 | - | 145,7 | 100,2 | - | 100,2 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | 5,8 | 6,0 | 0,5 | 3,4 | 3,9 |
| Passiva | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 0,1 | 4,7 | 4,8 | - | 5,3 | 5,3 |
1)
Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte"
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen
zum Bilanzstichtag ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung
mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente
bestimmt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, die in Stufe 2 eingeordnet wurden,
handelt es sich um Devisentermingeschäfte und Zinsderivate. Der beizulegende Zeitwert
von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse
unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit
der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der
Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung
der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der
Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Jungheinrich berücksichtigt.
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
Im Jungheinrich-Konzern werden keine Finanzinstrumente der Stufe 3 gehalten.
Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf,
und die WJH-Holding GmbH, Aumühle.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich
AG Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen
werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.
Mitglieder des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder
in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich
AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Teil Beziehungen unterhält. Alle
Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt.
Jungheinrich hat Ende Oktober 2015 eine Mehrheitsbeteiligung an NTP Forklifts Australia
erworben. Mit dieser strategisch bedeutsamen Akquisition setzt Jungheinrich den konsequenten
Ausbau seiner weltweiten Präsenz im Direktvertrieb fort. NTP Forklifts Australia mit
Hauptsitz in Adelaide ist mit Niederlassungen in allen wichtigen Regionen Australiens
vertreten und beschäftigt mehr als 230 Mitarbeiter.
Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes hat Jungheinrich eine Vereinbarung über
den Erwerb der MIAS Group unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Oktober 2015
vollzogen. Die MIAS Group mit Hauptsitz in München ist als international tätiges Maschinenbauunternehmen
im Bereich Lager- und Transporttechnik mit den Komponenten Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel
aktiv. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Unternehmensgruppe mit über 300 Mitarbeitern
einen Umsatz von rund 40 Mio. € erzielt.
Hamburg, den 10. November 2015
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Hans-Georg Frey | Dr. Lars Brzoska | Dr. Volker Hues | Dr. Oliver Lücke | Dr. Klaus-Dieter Rosenbach |
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Am Stadtrand 35
22047 Hamburg
Telefon: +49 40 6948-0
Telefax: +49 4 0 6948-1777
Internet: www.jungheinrich.de
E-Mail: info@jungheinrich.de
Wertpapierkennnummern:
ISIN: DE0006219934, WKN: 621993
| Zwischenbericht zum 30.09.2015 | 10.11.2015 |
| Vorabzahlen zum Geschäftsjahr 2015 | 03.03.2016 |
| Bilanzpressekonferenz | 23.03.2016 |
| Analystenkonferenz | 24.03.2016 |
| Zwischenbericht zum 31.03.2016 | 10.05.2016 |
| Hauptversammlung 2016 | 24.05.2016 |
| Dividendenzahlung | 25.05.2016 |
| Zwischenbericht zum 30.06.2016 | 09.08.2016 |
| Zwischenbericht zum 30.09.2016 | 08.11.2016 |
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22047 Hamburg
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