![]() Jungheinrich AGHamburgZwischenbericht zum 30. Juni 2016Auf einen Blickscroll
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Kapitalmarktorientierte Kennzahlen zur Jungheinrich-Aktiescroll
1)
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern. Dies dient lediglich der
leichteren Lesbarkeit und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. An unsere AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,Jungheinrich blickt auf ein gutes 1. Halbjahr 2016 zurück. Der globale Wachstumskurs
setzte sich erfolgreich fort: Mit einem deutlich zweistelligen Wachstum beim Auftragseingang
hat sich Jungheinrich erneut besser als der Markt und der Wettbewerb entwickelt. Folglich
konnten die Marktanteile im Kernmarkt Europa sowie weltweit weiter ausgebaut werden.
Der daraus resultierende Auftragsbestand bietet die Grundlage für einen ebenfalls
guten Geschäftsverlauf im 2. Halbjahr 2016. Jungheinrich setzt weiterhin auf überdurchschnittliches
Wachstum. Und das organisch, mit einer gewohnt soliden Finanzierungsstruktur. Grundlage für den positiven Verlauf ist die langfristig ausgelegte Konzernstrategie,
die auch im 1. Halbjahr 2016 konsequent umgesetzt wurde. Wichtige Meilensteine konnten
erreicht werden: So entwickeln sich die 2015 übernommenen Händlergeschäfte in Australien,
Malaysia, Rumänien und Südafrika vielversprechend. Zudem wurde im 2. Quartal 2016
die Übernahme des bisherigen Vertriebspartners in Chile vollzogen. Auch die Integration der 2015 übernommenen MIAS Group und der damit verbundene strategische
Ausbau des Logistiksystemgeschäftes verlaufen wie geplant. Jungheinrich hat sich bereits
seit vielen Jahren in diesem Bereich weiterentwickelt. Heute kann Jungheinrich als
globaler Lösungsanbieter der Intralogistik und Vorreiter bei Automatisierung und Digitalisierung
seinen Kunden alles aus einer Hand anbieten. Und das in einem vollständig integrierten
Geschäftsmodell unter einer starken, globalen Marke: Jungheinrich. Hiermit differenzieren
wir uns entscheidend zum Wettbewerb. Nicht zuletzt wurde mit Abschluss des 1. Halbjahres 2016 das Joint Venture für die
Vermietung von Flurförderzeugen in China mit dem größten chinesischen Hersteller von
Flurförderzeugen Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) gestartet. Angesichts der aktuellen Konjunktur- und Markteinschätzungen, der Geschäftsentwicklung
im 1. Halbjahr 2016 und des weiter gestiegenen Auftragsbestandes heben wir unsere
Prognose für das laufende Geschäftsjahr für Auftragseingang, Umsatz, EBIT und EBT
an. Jungheinrich ist auf Kurs! Ihr Jungheinrich-AktieDie maßgeblichen inländischen Aktienindizes entwickelten sich von Januar bis Juni
2016 rückläufig. Der DAX verlor fast 10 Prozent seines Wertes, der MDAX gab im 1.
Halbjahr 2016 um gut 4 Prozent nach. Ausschlaggebend für die Unsicherheit an den Kapitalmärkten
und die damit verbundenen Kursrückgänge war insbesondere das Brexit-Referendum in
Großbritannien. Positive Impulse gingen hingegen von robusten Konjunkturdaten im Euroraum
und in den USA aus. Der Kurs der Jungheinrich-Aktie zeigte im Berichtszeitraum eine deutliche Aufwärtstendenz
(plus 6 Prozent) und erreichte am 7. Juni 2016 mit 29,27 € (vor Aktiensplit 87,82
€) ein neues Allzeithoch. Den niedrigsten Stand im 1. Halbjahr 2016 markierte das
Papier am 8. Februar 2016 bei 21,17 € (vor Aktiensplit 63,51 €). Um die Attraktivität der Aktie weiter zu steigern, hat die Hauptversammlung am 24.
Mai 2016 einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3 beschlossen, der am 22. Juni 2016 umgesetzt
wurde. An die Stelle einer Stückaktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital
von 3,00 € sind damit drei Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital
von 1,00 € getreten. Dementsprechend betrug der Kurs der Aktie mit Umstellung der
Börsennotierung rechnerisch ein Drittel des bisherigen Wertes. Die Anzahl der Jungheinrich-Aktien
erhöhte sich auf insgesamt 102 Mio. Stück (54 Mio. Stück Stammaktien, 48 Mio. Stück
Vorzugsaktien). Am Tag der Umsetzung des Aktiensplits schloss die Jungheinrich-Aktie
den Handel bei 28,52 €. Zum 30. Juni 2016 lag der Aktienkurs bei 27,02 €. Die Marktkapitalisierung erreichte
zu diesem Zeitpunkt 2.756 Mio. € (31.12.2015: 2.592 Mio. €). Darüber hinaus hat die Hauptversammlung der Jungheinrich AG für das Geschäftsjahr
2015 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,19 € je Vorzugsaktie (vor Aktiensplit)
beziehungsweise 1,13 € je Stammaktie (vor Aktiensplit) beschlossen. Das entspricht
- bezogen auf die Vorzugsaktie - einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Ausschüttungssumme betrug 39,4 Mio. €. ![]() Konzernzwischenlagebericht
RahmenbedingungenWachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Commerzbank (Stand: Juli 2016) Gesamtwirtschaftliche LageDas Wachstum der Weltwirtschaft sollte 2016 ähnlich moderat ausfallen wie im Vorjahr.
Die US-Wirtschaft hat dabei einen schwächeren Einfluss als 2015, gehört aber dennoch
- ebenso wie China - zu den Wachstumstreibern. Die erwartete konjunkturelle Entwicklung
im Euroraum ist mit einem Plus von 1,5 Prozent weiterhin robust. Belastungsfaktor
war - und ist - der Brexit. Die deutsche Wirtschaft sollte ihren Aufschwung weiter
fortsetzen; der schwächere Euro und der gefallene Ölpreis dürften dazu beitragen. Im Jahr 2015 wurden 89 Prozent des Konzernumsatzes in Europa erzielt. Daher kommt
dem Konjunkturverlauf im Euroraum eine bedeutende Rolle zu. Rund 10 Prozent des Umsatzes
in Europa entfielen 2015 auf Großbritannien. Jungheinrich erwartet im laufenden Jahr
keine substanziellen Auswirkungen des Brexit auf die Geschäftsaktivitäten beziehungsweise
auf die Unternehmensprognose. Marktentwicklung FlurförderzeugeDer Weltmarkt für Flurförderzeuge entwickelte sich im 1. Halbjahr 2016 positiv und
wuchs um 3 Prozent. Treibende Kraft war dabei der europäische Markt, der um 13 Prozent
zulegte. Russland war nach dem starken Einbruch in den vergangenen Jahren wieder auf
Wachstumskurs (plus 29 Prozent). Der asiatische Markt verzeichnete einen leichten
Rückgang (minus 2 Prozent) bedingt durch die schwächere Nachfrage nach verbrennungsmotorischen
Gegengewichtsstaplern, während die Nachfrage in China um 3 Prozent stieg. Das Marktvolumen
in Nordamerika erreichte fast den Vorjahreswert (minus 1 Prozent). Weltmarkt Flurförderzeuge 1. Halbjahr 2016 nach Regionen![]() scroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Material
Handling Equipment Manufacturers) Das Produktsegment Lagertechnik verzeichnete im Berichtszeitraum mit 10 Prozent den
stärksten Anstieg weltweit. Dazu trugen Europa und Asien mit einem Plus von 15 Prozent
beziehungsweise 10 Prozent bei. Im selben Zeitraum erhöhte sich das weltweite Marktvolumen
für Gegengewichtsstapler mit elektromotorischem Antrieb um 7 Prozent, während die
globale Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 6 Prozent sank.
Im Produktsegment der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler war insbesondere
der deutliche Marktrückgang in Asien - jedoch nicht in China - mit minus 7 Prozent
ursächlich für die Marktschwäche. Ebenso war die Nachfrage nach Verbrennern in Nordamerika
rückläufig (minus 8 Prozent). In Europa stieg das Marktvolumen für Stapler mit verbrennungsmotorischem Antrieb um
5 Prozent, für elektromotorische Gegengewichtsstapler um 13 Prozent. Mit einem Plus von knapp 2 Prozent ist das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge im
2. Quartal 2016 leicht gestiegen. Dabei hat die Dynamik in Europa weiter zugenommen.
Der asiatische Markt wies im 2. Quartal 2016 eine rückläufige Entwicklung auf, ausschlaggebend
war die zurückhaltende Nachfrage in China (minus 1 Prozent). ![]() Geschäftsverlauf und ErtragslageKennzahlen zum Geschäftsverlaufscroll
Auftragseingang und AuftragsbestandIm 1. Halbjahr 2016 hat Jungheinrich beim Auftragseingang den Markt, insbesondere
in Europa, deutlich übertroffen. Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft,
der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, überstieg
nach sechs Monaten den Vorjahreswert um 15 Prozent. Dabei entwickelten sich die Fahrzeugbestellungen
für die Mietflotte unterproportional. Im 2. Quartal 2016 lag das Wachstum der Bestellungen
bei einem Plus von 18 Prozent. In der Berichtsperiode legte der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder
- Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, gegenüber dem
Vorjahreswert um 19 Prozent zu und erreichte 1.626 Mio. € (Vorjahr: 1.369 Mio. €).
Gut ein Drittel des Anstieges war auf die Sparte "Logistiksysteme" zurückzuführen.
Allein im 2. Quartal 2016 kletterte der Wert der Bestellungen im Konzern um 24 Prozent
auf 871 Mio. € (Vorjahr: 703 Mio. €). Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erhöhte sich zum 30. Juni 2016 auf 671 Mio.
€ und war somit um 200 Mio. € beziehungsweise 42 Prozent höher als der Vorjahreswert
(471 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 477 Mio. € zum Jahresende 2015 ergab
sich ein Aufbau um 194 Mio. € beziehungsweise 41 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug
fünf Monate. ProduktionIn den ersten sechs Monaten wurden 51,5 Tsd. Fahrzeuge produziert. Das waren 11 Prozent
mehr als im 1. Halbjahr 2015 (46,6 Tsd. Fahrzeuge). Die Dynamik in der Produktion
legte vor dem Hintergrund der kontinuierlich guten Auftragseingangsentwicklung seit
Jahresbeginn erwartungsgemäß im 2. Quartal 2016 zu. Die Stückzahlen von April bis
Juni 2016 übertrafen mit 27,5 Tsd. Fahrzeugen die des Vorjahresquartals (24,4 Tsd.
Fahrzeuge) sogar um 13 Prozent. UmsatzDer Konzernumsatz erreichte im 1. Halbjahr 2016 mit 1.431 Mio. € einen um 10 Prozent
höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (1.300 Mio. €). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt
Deutschland stiegen in der Berichtsperiode um 7 Prozent auf 350 Mio. € (Vorjahr: 326
Mio. €). Die Auslandsumsätze legten um 11 Prozent auf 1.081 Mio. € (Vorjahr: 974 Mio.
€) zu. Außerhalb Europas stiegen die Umsatzerlöse kräftig um 43 Prozent auf 198 Mio.
€ (Vorjahr: 138 Mio. €). Dies war zum einen auf die Einbeziehung des im November 2015
erworbenen Händlers in Australien (NTP Forklifts Australia) zurückzuführen. Zum anderen
hat die Einbringung der Mietfahrzeuge der chinesischen Jungheinrich-Vertriebsgesellschaft
in das im 2. Quartal 2016 operativ gestartete Joint Venture mit Heli zu einem starken
Umsatzanstieg in China geführt. Der Anteil des außereuropäischen Umsatzes am Konzernumsatz
erhöhte sich damit auf 14 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent). Die Auslandsquote nahm von
75 Prozent auf 76 Prozent zu. Umsatzerlöse 1. Halbjahr 2016 nach Regionen![]() scroll
Die Umsatzerlöse im 2. Quartal 2016 lagen mit 764 Mio. € um 12 Prozent über dem Vorjahreswert
(680 Mio. €). Wesentlicher Treiber für den deutlich höheren Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2016 war
das Neugeschäft, das mit 774 Mio. € einen um 76 Mio. € beziehungsweise 11 Prozent
höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (698 Mio. €) erreichte. Es enthielt um 11 Prozent
auf 174 Mio. € (Vorjahr: 157 Mio. €) gestiegene Erlöse der Sparte "Logistiksysteme"
sowie um 19 Prozent auf 32 Mio. € (Vorjahr: 27 Mio. €) gestiegene Erlöse der Sparte
"Versandhandel". Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 50 Mio.
€ beziehungsweise 22 Prozent auf 281 Mio. € (Vorjahr: 231 Mio. €). Knapp die Hälfte
des Anstieges resultierte aus der Einbringung der Mietgeräte der chinesischen Vertriebsgesellschaft
in das Joint Venture mit Heli. Der Kundendienst steuerte mit einem Plus von 8 Prozent
ebenfalls merklich zum Umsatzanstieg des Konzerns bei. Umsatzaufteilungscroll
ErtragslageDas Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) stieg im 1. Halbjahr 2016
um 13 Prozent auf 111,6 Mio. € (Vorjahr: 98,6 Mio. €). Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS)
erreichte 7,8 Prozent nach 7,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im EBIT ist ein positiver
Einmaleffekt in Höhe von 4,7 Mio. € enthalten, der sich aus der Endkonsolidierung
der Boss Manufacturing Ltd., Großbritannien, zum Bilanzstichtag ergab. Die bisher
im Konzern erfolgsneutral erfassten Währungsausgleichsposten der ausgeschiedenen Gesellschaft
wurden im Rahmen der Endkonsolidierung ertragswirksam im sonstigen betrieblichen Ergebnis
erfasst. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag mit 16,8 Prozent im 1. Halbjahr
2016 leicht unter dem Vergleichswert im Vorjahr (17,0 Prozent). Das Finanzergebnis betrug nach sechs Monaten minus 9,6 Mio. € (Vorjahr: minus 6,8
Mio. €). Grund hierfür war insbesondere, dass im 1. Halbjahr des Vorjahres Erträge
aus dem Verkauf von Wertpapieren erzielt wurden, während im 1. Halbjahr 2016 Verluste
aus der Veräußerung von Wertpapieren zu verzeichnen waren. Das Ergebnis vor Steuern
(EBT) lag im 1. Halbjahr 2016 bei 102,0 Mio. € (Vorjahr: 91,8 Mio. €). Das entspricht
einem Plus von 11 Prozent. Die EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) lag im 1. Halbjahr 2016
wie im Vorjahreszeitraum bei 7,1 Prozent. Bei einer im Vergleich zum 1. Halbjahr 2015
leicht niedrigeren Konzernsteuerquote von 28,2 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) betrug
das Ergebnis nach Steuern im 1. Halbjahr 2016 73,3 Mio. € und lag damit um 14 Prozent
über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (64,2 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie
erreichte in der Berichtsperiode nach Umsetzung des Aktiensplits (im Verhältnis 1:3)
entsprechend 0,73 € (Vorjahr: 0,64 €). Ertragsentwicklungscroll
Kapitalstruktur, Finanz- und VermögenslageKapitalstrukturZum 30. Juni 2016 erhöhte sich das Eigenkapital um 14 Mio. € auf 1.040 Mio. € (31.12.2015:
1.026 Mio. €). Wesentlicher Einflussfaktor war die positive Ertragsentwicklung, der
hauptsächlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €)
sowie negative Eigenkapitalveränderungen aus der Bewertung der Pensionspläne in Höhe
von 13 Mio. € (nach Steuern) gegenüberstanden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015
wurde im 2. Quartal 2016 eine Dividende in Höhe von 1,13 € (Vorjahr: 0,98 €) an die
Stammaktionäre und von 1,19 € (Vorjahr: 1,04 €) an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet
(jeweils vor Aktiensplit). Die Eigenkapitalquote lag bei 30,5 Prozent (31.12.2015:
30,6 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen
um 21 Mio. € auf 223 Mio. € (31.12.2015: 202 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren im
Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen, die sich aufgrund
des von 2,4 Prozent zum Jahresende 2015 auf 1,6 Prozent zum 30. Juni 2016 reduzierten
Rechnungszinssatzes in Deutschland ergaben. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen
verminderten sich insgesamt um 12 Mio. € auf 150 Mio. € (31.12.2015: 162 Mio. €).
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um
12 Mio. € auf 329 Mio. € (31.12.2015: 317 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten
aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der Zunahme der Finanzierung von neuen Verträgen
mit 1.082 Mio. € um 10 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2015 (1.072 Mio. €). Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen leicht auf 246 Mio. € (31.12.2015:
241 Mio. €). Nachdem zum Jahresende 2015 ein Nettoguthaben (Liquide Mittel und Wertpapiere - Finanzverbindlichkeiten)
in Höhe von 75 Mio. € erwirtschaftet wurde, wurde zum 30. Juni 2016 eine Nettoverschuldung
in Höhe von 36 Mio. € ausgewiesen. Die Entwicklung resultierte vorrangig aus dem Aufbau
des Working Capital und dem Liquiditätsabfluss für die Gründung beziehungsweise den
Erwerb von Unternehmen. Übersicht zur Kapitalstrukturscroll
FinanzlageDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Zeitraum Januar bis Juni
2016 mit minus 15 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (minus 18 Mio. €).
Der Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen war um 29 Mio.
€ höher als im Vorjahreszeitraum. Der unter Berücksichtigung der Finanzierung um 25
Mio. € geringere Mittelabfluss für Zugänge der Miet- und Leasinggeräte sowie Forderungen
aus Finanzdienstleistungen wirkte positiv auf die Liquidität. Diesen positiven Effekten
stand der gegenüber dem Vorjahreszeitraum höhere Zuwachs im Working Capital, insbesondere
aus stichtagsbedingt höheren Vorräten, von 53 Mio. € gegenüber. Kapitalflussrechnungscroll
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen
Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
in Höhe von insgesamt plus 14 Mio. € (Vorjahr: minus 25 Mio. €) bereinigt. Der sich
so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum mit minus
56 Mio. € um 13 Mio. € über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (minus 43 Mio. €). Die
Veränderung war ausschließlich auf die Zahlung des Stammkapitals für die Gründung
des Joint Venture mit Heli und die Kaufpreiszahlung für den Erwerb des chilenischen
Händlers zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war mit minus 28 Mio. € im Berichtszeitraum
auf dem Niveau der Berichtsperiode des Vorjahres (minus 26 Mio. €). VermögenslageDie Bilanzsumme stieg um 56 Mio. € und lag zum 30. Juni 2016 bei 3.405 Mio. € (31.12.2015:
3.349 Mio. €). Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich leicht auf 572 Mio.
€ (31.12.2015: 569 Mio. €). Der Bestandswert der Miet- und Leasinggeräte wuchs um 32 Mio. € auf 694 Mio. € (31.12.2015:
662 Mio. €). Der Wert der Mietgeräte nahm dabei um 10 Mio. € auf 309 Mio. € (31.12.2015:
299 Mio. €) zu. Der Wert der Leasinggeräte aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft stieg
um 22 Mio. € auf 385 Mio. € (31.12.2015: 363 Mio. €). Übersicht zur Vermögensstrukturscroll
Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen leicht
auf 696 Mio. € (31.12.2015: 692 Mio. €). Die übrigen langfristigen Vermögenswerte
lagen mit 146 Mio. € um 11 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2015 (135 Mio. €).
Wesentlicher Grund war der Zuwachs der Anteile an den assoziierten Unternehmen. Die
Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 85 Mio. € auf 402 Mio. € (31.12.2015: 317 Mio.
€), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse, Waren und geleisteten Anzahlungen im Vertrieb
in Höhe von 52 Mio. € vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge zugrunde lagen.
Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund der
positiven Umsatzentwicklung um 19 Mio. € auf 533 Mio. € (31.12.2015: 514 Mio. €).
Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere sanken um 114 Mio. € auf 263 Mio.
€ (31.12.2015: 377 Mio. €). Forschung und EntwicklungDer Jungheinrich-Konzern hat im laufenden Geschäftsjahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
ausgeweitet. Der Fokus lag dabei insbesondere auf der Energieeffizienz von Antriebssystemen
sowie der Automatisierung von Flurförderzeugen. Ebenso spielten Assistenzsysteme zur
Erhöhung der Produktivität sowie der Sicherheit von Flurförderzeugen und die Entwicklung
von Produkten für Märkte außerhalb Europas eine Rolle. Die gesamten Forschungs- und
Entwicklungsausgaben beliefen sich im 1. Halbjahr 2016 auf 29,2 Mio. € (Vorjahr: 26,6
Mio. €) und übertrafen damit den Vorjahreswert um 10 Prozent. Aufgrund der Zunahme
wesentlicher Produktentwicklungen stieg die Aktivierungsquote auf 24,0 Prozent (Vorjahr:
19,9 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung
betrugen 25,8 Mio. € (Vorjahr: 24,6 Mio. €). Forschung und Entwicklungscroll
1)
F&E: Forschung und Entwicklung Die Zahl der Beschäftigten, die konzernweit für Entwicklungsprojekte tätig waren,
stieg im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 451 (Vorjahr: 435) Mitarbeiter. Mitarbeiter![]() Im 1. Halbjahr 2016 wurde die Personalkapazität um 470 Mitarbeiter (gegenüber Ende
Dezember 2015) ausgebaut. Davon entfielen 171 Mitarbeiter auf neue Vertriebsgesellschaften.
Die im Dezember 2015 in Verbindung mit der Übernahme des lokalen Händlergeschäftes
in Rumänien gegründete Gesellschaft hat im 1. Quartal 2016 ihren Geschäftsbetrieb
aufgenommen. Im 2. Quartal 2016 ist - ebenfalls durch Erwerb der lokalen Händleraktivitäten
- eine neue Vertriebsgesellschaft in Chile hinzugekommen. Zum 30. Juni 2016 hatten
die vorgenannten Gesellschaften 76 beziehungsweise 95 Mitarbeiter. Konzernweit waren
zum 30. Juni 2016 insgesamt 14.432 Mitarbeiter beschäftigt, davon 42 Prozent im Inland
und 58 Prozent im Ausland. Zusätzlich beschäftigte Jungheinrich zum 30. Juni 2016 konzernweit 600 Leiharbeitnehmer,
90 Prozent davon in den inländischen Produktionswerken. Insgesamt hat sich die Anzahl
der Leiharbeitnehmer im Berichtszeitraum gegenüber dem 31. Dezember 2015 um 106 Beschäftigte
erhöht. FinanzdienstleistungenKennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird
auf die ausführlichen Erläuterungen innerhalb des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2015 verwiesen. Das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen belief sich im
1. Halbjahr 2016 auf 274 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €). Vom wertmäßigen Zugangsvolumen
entfielen 76 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent) auf die acht Länder mit Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgesellschaften.
Regional hervorzuheben sind Deutschland und Frankreich mit einer Steigerung von über
15 Prozent im wertmäßigen Zugangsvolumen. Zum 30. Juni 2016 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 11 Prozent auf 129,8 Tsd.
Fahrzeuge (Vorjahr: 116,7 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 2.120
Mio. € (Vorjahr: 1.931 Mio. €). Mehr als jedes dritte Neufahrzeug wurde im Rahmen
des Finanzdienstleistungsgeschäftes abgesetzt. Der Umsatz stieg von 313 Mio. € im
1. Halbjahr 2015 um 30 Mio. € auf 343 Mio. € im 1. Halbjahr 2016. Das entsprechende
EBIT lag bei 6,6 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €). RisikoberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen
sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt
sich das Unternehmen auf ein umfassendes Risikomanagement-System. In einer konzernweit
gültigen Richtlinie sind dazu entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert.
Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester
Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung.
Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung
des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2015 ausführlich dargestellten
Risiken hinausgehen, sind seit Veröffentlichung des vorgenannten Berichtes nicht aufgetreten. Ereignisse nach Ablauf des 1. Halbjahres 2016Berichtspflichtige Ereignisse nach Ablauf des 1. Halbjahres 2016 liegen nicht vor. Künftige Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsFür das Jahr 2016 geht Jungheinrich weiterhin davon aus, dass das weltweite Marktvolumen
für Flurförderzeuge leicht zunehmen wird. Das Marktvolumen in West- und Osteuropa sollte sich aus heutiger Sicht deutlich positiv
entwickeln. Dabei zeichnet sich in Russland inzwischen eine starke Markterholung ausgehend
von einer niedrigen Basis ab. In Asien geht Jungheinrich von einer guten Marktentwicklung
im Produktsegment Lagertechnik aus. Ebenso wird für das Produktsegment der elektromotorischen
Gegengewichtsstapler ein leichtes Wachstum erwartet. Es bleibt abzuwarten, ob sich
der rückläufige Markt für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler dort wieder
erholt. Insgesamt könnte sich in Asien eine stabile Marktentwicklung ergeben. Für
Nordamerika nimmt Jungheinrich ein leicht steigendes Marktvolumen für die Produktsegmente
Lagertechnik und Elektrostapler an, wohingegen für Verbrenner eine rückläufige Entwicklung
erwartet wird. Aufgrund der Stagnation in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres
ist in Nordamerika ein leichter Rückgang auf Jahressicht nicht auszuschließen. Angesichts der aktuellen Konjunktur- und Markteinschätzungen, der Geschäftsentwicklung
im 1. Halbjahr 2016 und des weiter gestiegenen Auftragsbestandes hebt der Vorstand
seine Prognosen für Auftragseingang, Konzernumsatz, EBIT und EBT für das laufende
Geschäftsjahr an. Der Auftragseingang sollte 3,1 Mrd. € bis 3,2 Mrd. € erreichen,
der Konzernumsatz dürfte sich in einer Bandbreite zwischen 3,0 Mrd. € und 3,1 Mrd.
€ bewegen. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) sollte zwischen
228 Mio. € und 238 Mio. € mit einer EBIT-Rendite von mindestens 7,6 Prozent liegen.
Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung erwarten wir keine ungewöhnlichen Veränderungen.
Die F&E-Ausgaben werden sich zwischen 60 Mio. € und 65 Mio. € bewegen. Das Ergebnis
vor Steuern sollte 208 Mio. € bis 223 Mio. € erreichen. Die EBT-Rendite dürfte mindestens
6,9 Prozent betragen. Das Investitionsvolumen in Sachanlagen wird sich im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich
auf 75 Mio. € bis 85 Mio. € belaufen. Ein großer Teil davon fließt in die weitere
Stärkung unserer Vertriebsinfrastruktur. Grund für das gegenüber der ursprünglichen
Prognose geringere Investitionsvolumen ist die zeitliche Verschiebung geplanter Investitionen. Mit Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2015 hatten wir für das Jahresende 2016
ein Nettoguthaben in der Größenordnung des Vorjahres (75 Mio. €) prognostiziert. Trotz
der Effekte aus dem Aufbau von Working Capital sowie dem Ausbau der Mietflotte und
der Vertriebsinfrastruktur erwarten wir zum Jahresende unverändert ein Nettoguthaben,
allerdings eher im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital (ROCE) soll 2016 bei steigendem Eigenkapital
zwischen 15 und 20 Prozent liegen. Darüber hinaus streben wir eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa
an. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den Erwartungen, die sich auf Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung
von Jungheinrich stützen, abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können,
gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, Veränderungen
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen. Eine
Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Zwischenbericht kann daher nicht
übernommen werden. KonzernzwischenabschlussKonzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
1)
Inklusive Zuordnung der Konsolidierung zwischen den Segmenten "Intralogistik" und
"Finanzdienstleistungen" Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
KonzernanhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2015 wurde in Übereinstimmung
mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Es wurden alle zum 31. Dezember 2015 gültigen Standards und deren Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
Dementsprechend wurde auch dieser Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 in Übereinstimmung
mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2016 und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015. Diese
Grundsätze sind im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2015 detailliert
beschrieben. Das gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), war zum Bilanzstichtag
voll eingezahlt und betrug unverändert 102.000 T€. Seit dem zum 22. Juni 2016 vollzogenen
Aktiensplit war es eingeteilt in 54.000.000 Stammaktien und 48.000.000 Vorzugsaktien
mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 1,00 €. Unter Berücksichtigung
des Aktiensplits belief sich die gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl im 1. Halbjahr
2016 auf 102.000.000 Stück. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde rückwirkend
für alle dargestellten Berichtsperioden angepasst. KonsolidierungskreisFür den Ausbau des Versandhandels in der Schweiz wurde im 1. Quartal 2016 die Jungheinrich
PROFISHOP AG, Hirschthal (Schweiz), gegründet und erstmals in den Konsolidierungskreis
einbezogen. Für die Ausweitung des Direktvertriebes erlangte Jungheinrich im 2. Quartal 2016 die
Beherrschung über die Jungheinrich Rentalift SpA, Santiago de Chile (Chile). Der Kaufpreis
in Höhe von 7,3 Mio. € wurde in Form von liquiden Mitteln erbracht. Aus der vorläufigen
Kaufpreisallokation resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von rund 2
Mio. €. Aus zeitlichen Gründen konnte die Analyse des erworbenen Nettovermögens bis
zur Veröffentlichung des Zwischenabschlusses nicht abgeschlossen werden. Die Bewertung
der identifizierten immateriellen Vermögenswerte sowie der erworbenen Mietgeräte war
noch nicht beendet. Zum Bilanzstichtag ist die Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien),
aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden, nachdem die bestehenden Verpflichtungen
aus leistungsorientierten Pensionszusagen an ehemalige Mitarbeiter des im Jahr 2004
geschlossenen Produktionswerkes auf die Jungheinrich UK Ltd., Milton Keynes (Großbritannien),
im 2. Quartal 2016 übertragen wurden. Die bisher im Konzern erfolgsneutral erfassten
Währungsausgleichsposten der ausgeschiedenen Gesellschaft in Höhe von 4,7 Mio. € wurden
im Rahmen der Endkonsolidierung ertragswirksam im sonstigen betrieblichen Ergebnis
des Konzerns erfasst. Jungheinrich AG und Anhui Heli Co. Ltd. (Heli), Hefei (China), haben im 2. Quartal
2016 die Jungheinrich Heli Industrial Truck Rental (China) Co., Ltd., Shanghai (China),
für die Vermietung von Flurförderzeugen im chinesischen Markt gegründet. Jungheinrich
und Heli halten einen Anteil von jeweils 50 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen.
Die Gesellschaft wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft wurden damit 67 ausländische
und 16 inländische Unternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen. 81 Unternehmen
wurden vollkonsolidiert und drei Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung umfasst die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen". Die grundsätzliche Darstellung der Segmentinformationen
wurde im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2015 detailliert beschrieben. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden
konzerninternen Umsätze und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2016scroll
Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2015scroll
Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenDie grundsätzliche Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente, deren Bewertung sowie
die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte
wurden im Konzernanhang im Jungheinrich-Geschäftsbericht 2015 detailliert beschrieben.
Im Folgenden werden die im Zwischenabschluss verpflichtend aufzunehmenden zusätzlichen
Angaben zu den Finanzinstrumenten dargestellt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns zum Bilanzstichtag dar. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die
in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt,
sind in der Tabelle nicht enthalten, ebenso Finanzanlagen in Höhe von 20,3 Mio. €
(31.12.2015: 10,8 Mio. €), für die ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt
werden kann. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
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Kategorie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" Die Buchwerte der im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente sind in der Tabelle auf der Folgeseite in Abhängigkeit von ihren
zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen
der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert
oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (abgeleitet aus
Preisen) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für
die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
1)
Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen
zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung
mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente
bestimmt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten, die in Stufe 2 eingeordnet wurden,
handelt es sich um Devisentermingeschäfte und Zinsderivate. Der beizulegende Zeitwert
von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse
unter Berücksichtigung der Terminaufschläge beziehungsweise -abschläge für die jeweilige
Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten
wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven
unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken
wurden bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Jungheinrich berücksichtigt. Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Im Jungheinrich-Konzern werden keine Finanzinstrumente der Stufe 3 gehalten. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf,
und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen hat die Jungheinrich
AG Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen
werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Mitglieder des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder
in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich
AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Teil Beziehungen unterhält. Alle
Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Hamburg, den 11. August 2016 Jungheinrich Aktiengesellschaft scroll
Jungheinrich Aktiengesellschaft Friedrich-Ebert-Damm 129 22047 Hamburg scroll
Wertpapierkennnummern: ISIN: DE0006219934, WKN: 621993 Finanzkalenderscroll
Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Der Bericht
wurde am 11. August 2016 veröffentlicht und steht ausschließlich in elektronischer
Form auf der Internetseite des Unternehmens zur Verfügung. |
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