Jungheinrich AGHamburgQuartalsmitteilung zum 30. September 2017Auf einen Blickscroll
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Aufgrund der Klassifizierung und Bewertung von Kundenleasingverträgen im Rahmen der
finalen Kaufpreisallokation für die im November 2015 erworbene NTP Forklifts Australia
(NTP) wurden die Vergleichswerte für 2016 gemäß IFRS 3 angepasst. Marktentwicklung FlurförderzeugeWeltmarkt Flurförderzeuge nach Regionenscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), Der Weltmarkt für Flurförderzeuge wies von Januar bis September 2017 ein starkes Wachstum
um 17 Prozent auf. Treibende Kraft für das gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich
höhere Marktvolumen war die Nachfrage im chinesischen Markt, die um 41 Prozent kletterte.
Hintergrund dieser positiven Marktentwicklung waren die stark gestiegenen Bestellungen
für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler. In Europa legte die Nachfrage um
11 Prozent zu, mit einem Plus von 9 Prozent in Westeuropa und -dank Russland -von
23 Prozent in Osteuropa. Der weltweite Anstieg der Nachfrage im Produktsegment Lagertechnik betrug 15 Prozent,
das entspricht fast 58 Tsd. Flurförderzeugen. Rund die Hälfte davon entfiel auf Asien,
mit Schwerpunkt in China, gefolgt von Europa. Dieser Region waren 38 Prozent des Anstieges
zuzurechnen. Das um 13 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler
wurde neben der stark gestiegenen Nachfrage in Europa (plus 16 Prozent) auch von deutlich
höheren Bestellungen in China (plus 31 Prozent) getragen. Der weltweite enorme Anstieg
der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 21 Prozent war
zu rund 70 Prozent auf die merklich gestiegenen Bestellungen in China zurückzuführen. Geschäftsverlauf, Ertrags- und FinanzlageAuftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge
einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 92,1 Tsd. Fahrzeugen nach neun
Monaten um 12 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (82,4 Tsd. Fahrzeuge).
Ausschlaggebend hierfür war die sehr gute Nachfrage in Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich.
Die Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte entwickelten sich überproportional. In der Berichtsperiode legte der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder
- Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst -umfasst, gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 8 Prozent zu und erreichte 2.596 Mio. € (Vorjahr: 2.407 Mio.
€). Knapp ein Viertel des Anstieges ist auf die höhere Nachfrage nach Logistiksystemlösungen
zurückzuführen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 30. September 2017 erreichte 709 Mio. €
und war somit um 20 Mio. € beziehungsweise 3 Prozent höher als im Vorjahr (689 Mio.
€). Gegenüber dem Bestandswert von 610 Mio. € zum Jahresende 2016 ergab sich sogar
ein Aufbau um 99 Mio. € beziehungsweise 16 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug
damit mehr als vier Monate. UmsatzUmsatzaufteilungscroll
Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten kumuliert 403 Mio. € (Vorjahr: 282 Mio.
€) aus der Sparte "Logistiksysteme" und 58 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €) aus der Sparte
"Versandhandel". Im Vorjahr hatte die Einbringung der Mietfahrzeuge in das Joint Venture
mit Heli zu einem spürbaren Umsatzanstieg des Geschäftsfeldes Miete und Gebrauchtgeräte
geführt. Auf vergleichbarer Basis wäre dieses Geschäftsfeld um 7 Prozent gewachsen. Ertrags- und FinanzlageDer Jungheinrich-Konzern hat den Neun-Monats-Zeitraum 2017 mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 183,8 Mio. € (Vorjahr: 164,3 Mio. €1)) abgeschlossen. Wesentlich getragen wurde die Verbesserung durch die um 12 Prozent höheren Produktionsstückzahlen (88,3 Tsd. Fahrzeuge; Vorjahr: 78,9 Tsd. Fahrzeuge). Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) lag wie im Vorjahreszeitraum bei 7,5 Prozent1) . Darüber hinaus ist im EBIT des Vorjahres ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 4,7 Mio. € enthalten, der sich aus der Endkonsolidierung der Boss Manufacturing Ltd., Großbritannien, ergab. Das Finanzergebnis betrug im Berichtszeitraum minus 10,6 Mio. € nach minus 13,3 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg nach neun Monaten auf 173,2 Mio. € (Vorjahr: 151,0 Mio. €1) ). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 7,0 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent1) ). Das Ergebnis nach Steuern betrug im Zeitraum Januar bis September 124,7 Mio. € (Vorjahr: 106,3 Mio. €1) ). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte 1,23 € (Vorjahr: 1,05 €1) ). Zum 30. September 2017 ergab sich eine Nettoverschuldung in Höhe von 38 Mio. € (31.12.2016:
56 Mio. € Nettoguthaben). Die Entwicklung resultierte vorrangig aus dem Aufbau von
Working Capital und dem Ausbau der Mietflotte. PrognoseveränderungsberichtDie Einschätzung zur Marktentwicklung für das Gesamtjahr 2017 hat sich gegenüber dem
Zeitpunkt der Halbjahresberichterstattung im August 2017 nicht verändert. Jungheinrich geht von einem weltweit stark wachsenden Marktvolumen für Flurförderzeuge
aus. Das Marktvolumen in Europa wird weiter deutlich zunehmen. Sofern sich das starke
Wachstum in Osteuropa fortsetzt, besteht die Chance auf einen Anstieg der Nachfrage
mindestens im hohen einstelligen Prozentbereich. In Asien zeichnet sich ein zweistelliges
Marktwachstum ab, auch wenn sich die derzeitige Entwicklung im Hinblick auf die drastisch
gestiegene Nachfrage nach verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstaplern wieder normalisieren
sollte. Für den nordamerikanischen Markt dürfte die gute Nachfrage nach elektromotorischen
Flurförderzeugen anhalten. Auch die inzwischen solide Entwicklung bei verbrennungsmotorischen
Gegengewichtsstaplern dürfte zu einer Fortsetzung des ordentlichen Marktwachstums
beitragen. Die für das laufende Geschäftsjahr im August 2017 aktualisierte Prognose für den Jungheinrich-Konzern
wird, mit Ausnahme der Erwartung für das Nettoguthaben, bekräftigt. Der Auftragseingang soll 3,45 Mrd. € bis 3,55 Mrd. € erreichen. Der Konzernumsatz
dürfte sich in einer Bandbreite zwischen 3,35 Mrd. € und 3,45 Mrd. € bewegen, mit
einem Beitrag der Sparte "Logistiksysteme" von über 500 Mio. €. Das EBIT dürfte eher
am oberen Ende der prognostizierten Spanne zwischen 250 Mio. € und 260 Mio. € liegen.
Wir erwarten unverändert eine EBIT-Rendite in der Größenordnung des Vorjahres (7,6
Prozent). Darüber hinaus liegt die EBT-Erwartung bei 235 Mio. € bis 245 Mio. €. Die
EBT-Rendite dürfte ebenfalls das Vorjahresniveau (7,0 Prozent) erreichen. Zum Jahresende 2017 erwarten wir ein Nettoguthaben im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich
(2016: 56 Mio. €). Hintergrund ist insbesondere der Ausbau der Mietflotte. Der ROCE soll eine ähnliche Größenordnung wie im Vorjahr (17,8 Prozent) erreichen. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den in dieser Quartalsmitteilung wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen
der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen
führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage,
Veränderungen innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie Wechselkurs- und Zinsschwankungen.
Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Quartalsmitteilung kann daher
nicht übernommen werden. Hamburg, den 7. November 2017 Jungheinrich Aktiengesellschaft Jungheinrich AktiengesellschaftFriedrich-Ebert-Damm 129 Wertpapierkennnummern: Diese Quartalsmitteilung liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Sie steht
ausschließlich in elektronischer Form auf der Internetseite des Unternehmens zur Verfügung. Finanzkalenderscroll
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