Jungheinrich AG

Hamburg

Quartalsmitteilung zum 31. März 2018

Auf einen Blick

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Jungheinrich-Konzern
1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 Veränd. % Jahr
2017
Auftragseingang Stück 32.500 31.000 4,8 123.500

Mio. € 922 869 6,1 3.560
Auftragsbestand 31.03./31.12. Mio. € 783 679 15,3 692
Produktion Flurförderzeuge Stück 30.000 29.100 3,1 120.100
Umsatzerlöse Mio. € 872 791 10,2 3.435
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) Mio. € 57,9 56,4 2,7 259
EBIT-Rendite (EBIT-ROS) % 6,6 7,1 - 7,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 51,2 52,8 -3,0 243
EBT-Rendite (EBT-ROS) % 5,9 6,7 - 7,1
Ergebnis nach Steuern Mio. € 37,4 38,0 -1,6 182
Mitarbeiter 31.03./31.12. FTE1) 16.904 15.198 11,2 16.248
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,38 0,38 0,0 1,80


1) FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente)


Marktentwicklung Flurförderzeuge

Weltmarkt Flurförderzeuge nach Regionen

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Auftragseingang in Tsd. Stück 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 Veränd. %
Welt 392 350 12,0
Europa 136 127 7,1
davon Osteuropa 22 19 15,8
Asien 161 143 12,6
davon China 111 96 15,6
Nordamerika 72 61 18,0
Übrige Regionen 23 19 21,1


Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics),
SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers)

Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge stieg im 1. Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent. Treibende Kraft für das höhere Marktvolumen war die Nachfrage im asiatischen Markt mit Schwerpunkt China. In Westeuropa erhöhte sich das Marktvolumen um 5 Prozent. In Osteuropa trug insbesondere Polen zu dem Anstieg der Nachfrage um 16 Prozent bei. Das starke Wachstum in Nordamerika resultierte zu etwas mehr als der Hälfte aus gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich höheren Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler.

Das globale Wachstum im Produktsegment Lagertechnik betrug 13 Prozent beziehungsweise knapp 20.000 Flurförderzeuge. Davon entfiel rund die Hälfte auf Asien mit Schwerpunkt China, gefolgt von Nordamerika. Dieser Region waren 21 Prozent der Erhöhung zuzurechnen. Das um 8 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler wurde vor allem von höheren Bestellungen in Asien getragen. Der weltweite Anstieg der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 13 Prozent war zu etwas mehr als ein Drittel auf die merklich gestiegenen Bestellungen in Nordamerika zurückzuführen.

Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 32,5 Tsd. Fahrzeugen im 1. Quartal 2018 um 5 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals (31,0 Tsd. Fahrzeuge). Der Anteil der Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte stieg leicht an.

Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, lag im 1. Quartal 2018 mit 922 Mio. € um 6 Prozent über dem Vorjahresquartalswert von 869 Mio. €.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erreichte zum Ende des Berichtsquartals 783 Mio. € und war somit um 104 Mio. € beziehungsweise 15 Prozent höher als der Vorjahreswert (679 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 692 Mio. € zum Jahresende 2017 ergab sich ein Aufbau um 91 Mio. €, beziehungsweise 13 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug damit fast fünf Monate.

Umsatz

Umsatzaufteilung

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in Mio. € 1. Quartal 2018 1. Quartal 2017 Veränd. %
Neugeschäft 495 453 9,3
Miete und Gebrauchtgeräte 145 135 7,4
Kundendienst 238 224 6,3
Segment "Intralogistik" 878 812 8,1
Segment "Finanzdienstleistungen" 222 188 18,1
Überleitung -228 -209 9,1
Jungheinrich-Konzern 872 791 10,2


Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Prozent höhere Konzernumsatz war insbesondere durch die Produktion mehrheitlich großer Fahrzeuge und die Abwicklung von Projektaufträgen geprägt. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 124 Mio. € (Vorjahr: 108 Mio. €) aus der Sparte "Logistiksysteme" und 26 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €) aus der Sparte "Versandhandel".

Ertrags- und Finanzlage

Der Jungheinrich-Konzern hat das 1. Quartal 2018 mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 57,9 Mio. € (Vorjahr: 56,4 Mio. €) abgeschlossen. Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) lag bei 6,6 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent).

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten war das Finanzergebnis im Berichtsquartal in Höhe von minus 6,7 Mio. € (Vorjahr: minus 3,6 Mio. €) im Wesentlichen durch das Ergebnis aus der Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) für Januar bis März 2018 verminderte sich auf 51,2 Mio. € (Vorjahr: 52,8 Mio. €). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,7 Prozent). Bei einer im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht niedrigeren Konzernsteuerquote von 27,0 Prozent (Vorjahr: 28,0 Prozent) betrug das Ergebnis nach Steuern 37,4 Mio. € (Vorjahr: 38,0 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie war mit 0,38 € unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Zum 31. März 2018 erreichte die Nettoverschuldung 67 Mio. € (31. Dezember 2017: 7 Mio. €). Hintergrund waren insbesondere der wachstumsbedingte Aufbau von Working Capital und der Ausbau der Mietflotte. Außerdem erfolgte im Berichtsquartal die Zahlung einer ersten Tranche des Kaufpreises für die drei Gesellschaften in Südamerika.

Mitarbeiter

Im 1. Quartal 2018 wurde die Personalstärke gegenüber dem Geschäftsjahresende 2017 um 656 Mitarbeiter beziehungsweise 4 Prozent erhöht. Davon entfielen 244 Mitarbeiter auf die im Januar 2018 neu hinzugekommenen Vertriebsgesellschaften in Kolumbien, Ecuador und Peru.

Prognoseveränderungsbericht

Unsere Einschätzung der Wachstumsbeiträge der einzelnen Regionen hat sich seit Vorlage des Geschäftsberichtes 2017 im März 2018 nicht geändert.

In Anbetracht der weltweit positiven Konjunkturindikatoren erwarten wir, dass der Weltmarkt für Flurförderzeuge 2018 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wächst. In einzelnen Märkten halten wir sogar ein höheres Wachstum für möglich. In unserem Kernmarkt Europa gehen wir ebenfalls von einem Anstieg des Marktvolumens im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus.

Die für das laufende Geschäftsjahr abgegebene Prognose für den Jungheinrich-Konzern bleibt ebenfalls unverändert bestehen. Der Auftragseingang soll zwischen 3,75 Mrd. € und 3,85 Mrd. € (2017: 3,56 Mrd. €) liegen. Der Konzernumsatz dürfte sich innerhalb einer Bandbreite von 3,6 Mrd. € bis 3,7 Mrd. € (2017: 3,44 Mrd. €) bewegen. Das EBIT sollte 2018 nach aktueller Einschätzung bei einem Wert zwischen 270 Mio. € und 280 Mio. € liegen (2017: 259 Mio. €). Wir erwarten eine EBIT-Rendite in der Größenordnung des Vorjahres (7,5 Prozent).

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in dieser Quartalsmitteilung wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Quartalsmitteilung wird daher nicht übernommen.

Hamburg, den 4. Mai 2018

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Friedrich-Ebert-Damm 129
22047 Hamburg

Telefon: +49 40 6948-0
Telefax: +49 40 6948-1777

www.jungheinrich.com
info@jungheinrich.de

Wertpapierkennnummern:
ISIN DE0006219934, WKN 621993

Finanzkalender

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Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 9. August 2018
Quartalsmitteilung zum 30. September 2018 6. November 2018