![]() Jungheinrich AktiengesellschaftHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlagebericht2017 war für Jungheinrich ein weiteres erfolgreiches Jahr mit starkem Wachstum. Auftragseingang, Umsatz und EBIT konnten erneut zweistellig gesteigert werden. Das Produktionsvolumen lag bei 120 Tsd. Fahrzeugen. Wachstumsregionen im Weltmarkt für Flurförderzeuge waren hauptsächlich China und Jungheinrichs Kernmarkt Europa. Grundlagen des KonzernsGeschäftsaktivitäten und OrganisationsstrukturIntegriertes Geschäftsmodell und CharakteristikaJungheinrich zählt zu den weltweit führenden Herstellern und Dienstleistern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Logistiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden ganzheitliche Lösungen aus einer Hand. Branchenbezogen nimmt der Jungheinrich-Konzern -gemessen am Umsatz -in der Rangliste der Flurförderzeughersteller in seinem Kernmarkt Europa den zweiten Platz ein. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, das Logistiksystemgeschäft und den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Bei den Flurförderzeugen handelt es sich fast ausschließlich um Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb. Des Weiteren runden digitale Produkte das Portfolio ab. Kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsangebot verfolgt Jungheinrich das Ziel, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus einer Hand zu betreuen. Geschäftsmodell von Jungheinrich![]() Jungheinrich setzt weltweit auf ein eigenes Direktvertriebs- und Servicenetz in 39 Ländern. Darüber hinaus ist der Konzern in über 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Kernmarkt ist Europa, in dem 88 Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden. Wiederum 28 Prozent der europäischen Umsätze entfallen auf den Heimatmarkt Deutschland. In Nordamerika kooperiert Jungheinrich mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), einem leistungsstarken Vertriebspartner mit umfangreicher Händlerpräsenz. Im Jahr 2016 wurde von MCFA und Jungheinrich ein Gemeinschaftsunternehmen für die Produktion von Industriekomponenten in den USA gegründet (Industrial Components of Texas, LLC, ICOTEX) und 2017 in Betrieb genommen. In China ist Jungheinrich mit Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) in einem Joint Venture in der Vermietung von Flurförderzeugen aktiv. Nahezu den gesamten Bedarf an Elektromotoren fertigt Jungheinrich in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen mit einem anderen Flurförderzeughersteller in Tschechien und China. Das Produktportfolio von Jungheinrich umfasst die gesamte Bandbreite von manuellen bis zu vollautomatisierten Flurförderzeugen bis 9 Tonnen Traglast. Außerdem gehören seit Ende 2015 Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel für Regalbediengeräte zum Produktprogramm. Der Konzern verfügt über sieben Werke in Deutschland. Im größten Werk in Norderstedt ist zusätzlich zur Fahrzeugproduktion die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, elektronischen Steuerungen und Ladegeräten angesiedelt. In einem Werk werden ausschließlich Flurförderzeuge aufgearbeitet. Darüber hinaus betreibt Jungheinrich zwei Werke in China und eines in Ungarn. Für das wachsende Kundendienstgeschäft hat Jungheinrich 2013 ein modernes Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen in Betrieb genommen. Im Berichtsjahr haben die Bauarbeiten für eine umfangreiche Erweiterung begonnen, die 2018 abgeschlossen wird. Über dieses Lager sowie durch weitere Standorte in Lahr, Bratislava, Moskau, Shanghai und, seit Ende 2017, auch in Birmingham wird die optimale Versorgung des Jungheinrich-Kundendienstes mit Ersatzteilen weltweit gewährleistet. Produktionsstandorte im Jungheinrich-Konzernscroll
scroll
Global agierender KonzernDie Jungheinrich AG ist primär eine Management-Holding. Sie übernimmt konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Finanzen, Controlling und Revision. Außerdem sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie das Immobilienmanagement organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Der Vorstand ist für die strategische Steuerung und die operative Führung des Konzerns verantwortlich. Dies umfasst auch die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele und die Zuständigkeit für Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozesse -einschließlich des Risiko- und Chancenmanagements - sowie die Verteilung der Ressourcen. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden, betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen (siehe Seiten 48 und 49). Beratungs- und Aufsichtsgremium für den Vorstand ist der Aufsichtsrat, der sich gemäß den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes aus zwölf Personen zusammensetzt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates verteilen sich paritätisch auf die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter. Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Den jeweiligen Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften obliegt die operative Steuerung des durch sie geleiteten Unternehmens. Die Gesellschaften werden bei dieser Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt, sind rechtlich jedoch selbstständig. Im Konzernabschluss werden -einschließlich der Jungheinrich AG - 84 Gesellschaften vollkonsolidiert. Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG ist im Konzernanhang auf den Seiten 136 bis 138 zu finden. Nachhaltige Wachstumsstrategie mit klaren ZielenDie Konzernstrategie ist auf nachhaltiges, profitables Wachstum und damit auf die Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Ziel ist es -gemessen am Umsatz -, langfristig zu den Top 3 der globalen Anbieter zu gehören. Das Umsatzziel dieser Wachstumsstrategie sind 4 Mrd. € für das Geschäftsjahr 2020. Dabei soll die aktuelle EBIT-Rendite gehalten oder sogar verbessert werden. In Europa wird ein Marktanteil -gemessen am Auftragseingang in Stück -von deutlich über 20 Prozent angestrebt. Jungheinrich verfolgt eine Ein-Marken-Strategie mit Schwerpunkt auf Produkten und Dienstleistungen im Premiumsegment des Weltmarktes für Flurförderzeuge. Der Konzern ist auf organisches Wachstum fokussiert. Dabei sind gezielte Akquisitionen zur Abrundung des Produktportfolios -insbesondere der Zukauf von Technologie - und zum Ausbau des weltweiten Direktvertriebes durchaus denkbar. Mit den nachfolgend dargestellten Entwicklungen im Berichtsjahr liegt der Konzern hinsichtlich der Zielerreichung für das Jahr 2020 im Plan. Wachstumsstrategie des Jungheinrich-Konzerns![]() 1. Kerngeschäft in EuropaMit einem Anteil von 34 Prozent am Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge kommt dem europäischen Markt eine herausragende Bedeutung zu. 84 Prozent davon entfallen auf Westeuropa. Ziel von Jungheinrich ist es, die Nummer-1-Marke der Intralogistik in allen europäischen Märkten zu werden. In zahlreichen europäischen Märkten ist das Unternehmen bereits heute die Nummer 1 unter den Flurförderzeugherstellern, so beispielsweise in Österreich und der Schweiz mit jeweils 37 Prozent Marktanteil. Im Geschäftsjahr 2017 konnte Jungheinrich seinen Marktanteil in Europa in einem wettbewerbsintensiven Umfeld auf 21,5 Prozent (Vorjahr: 21,6 Prozent) festigen. Zur Realisierung der Marktanteilsziele wurden im Berichtszeitraum die Personalkapazitäten der europäischen Vertriebsgesellschaften weiter ausgebaut. Schwerpunktländer waren Deutschland, Polen und Italien. Des Weiteren wurde die Mietflotte im Jahresverlauf um durchschnittlich 4 Tsd. Fahrzeuge auf 57 Tsd. Fahrzeuge erweitert. 2. Wachstumsmärkte in der APAC-Region mit Schwerpunkt in ChinaAsien hat am Weltmarkt für Flurförderzeuge einen Anteil von 41 Prozent, China allein von 27 Prozent. Somit ist die Region Asien-Pazifik (APAC) für Jungheinrich nach dem Kernmarkt Europa der zweitwichtigste Absatzmarkt für Flurförderzeuge und Lagertechnik. Jungheinrich verfügt über Vertriebsgesellschaften in China, Thailand, Singapur, Indien, Malaysia sowie Australien und hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschäftsaktivitäten in dieser Region schrittweise auszubauen. Der Auftragseingang für lagertechnische Geräte konnte in der APAC-Region im Jahresvergleich um 11 Prozent gesteigert werden. Das Werk in Qingpu hat im Berichtsjahr 12,8 Tsd. Fahrzeuge produziert und damit eine Verdoppelung der Vorjahresproduktion erreicht. Hintergrund war die hohe Anzahl an Geräten, die vor Ort entwickelt und nach Europa exportiert wurden. 2017 war das erste volle Geschäftsjahr für das Joint Venture mit Heli, durch das Jungheinrich seine Vermietung von Flurförderzeugen im chinesischen Markt entscheidend gestärkt hat. Im 2. Quartal 2016 wurden die Mietflotte und das für das Mietgeschäft verantwortliche Personal der Jungheinrich-Vertriebsgesellschaft in China in die Jungheinrich Heli Industrial Truck Rental (China) Co. Ltd., Shanghai, China, eingebracht. Inzwischen existieren Tochtergesellschaften in vier bedeutenden chinesischen Metropolen. Die Größe der Mietflotte des Joint Ventures betrug im Durchschnitt rund 5 Tsd. Fahrzeuge. 3. LogistiksystemgeschäftDer Wachstumsstrategie folgend hat Jungheinrich das Logistiksystemgeschäft in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und sich erfolgreich als innovativer Lösungsanbieter für die Intralogistik mit Schwerpunkt Europa positioniert. Dies umfasst die maßgeschneiderte Planung, Projektierung und Realisierung kompletter Lager unter Einsatz des gesamten Jungheinrich-Angebotes: neben Regalen auch teil- und vollautomatisierte Gabelstapler sowie Regalbediengeräte, Software, Beratung, Service und Finanzierung. Jungheinrich bietet seinen Kunden alles aus einer Hand und optimal aufeinander abgestimmt. Dabei tritt Jungheinrich auch als Generalunternehmer auf. Die gesamte Logistikbranche ist geprägt von den Trends der Industrie 4.0, unter anderem der zunehmenden Automatisierung im Lager. Aus Sicht von Jungheinrich wird dieser Markttrend weiter anhalten. Entsprechend geht das Unternehmen von einer weltweit deutlich steigenden Nachfrage nach Logistiksystemlösungen aus. Ziel ist es, bis 2020 den Umsatz der Sparte "Logistiksysteme" von aktuell 581 Mio. € auf über 700 Mio. € zu steigern. Der Auftragseingang der Sparte "Logistiksysteme" konnte im Berichtsjahr um 17 Prozent gesteigert werden. Dazu hat auch die weitgehende Berücksichtigung eines Auftrages über mehr als 1.000 Lithium-Ionen-Fahrzeuge beigetragen, der im Geschäftsjahr 2017 gewonnen wurde. Der überwiegende Teil davon sind große Vertikal-Kommissionierer für den Einsatz in Schmalganglagern. Wertmäßig ist dieser Auftrag die größte Fahrzeugbestellung in der Firmengeschichte. Der Umsatz der Sparte erhöhte sich im Jahresvergleich um mehr als 30 Prozent. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass in der Umsatzrealisierung neben dem zuvor genannten Fahrzeuggroßauftrag ein Projektauftrag aus dem Jahr 2015 zum Tragen kam. 4. Produktsegment GegengewichtsstaplerDer Anteil von Gegengewichtsstaplern am Weltmarkt für Flurförderzeuge liegt bei 55 Prozent. 70 Prozent davon haben einen verbrennungsmotorischen Antrieb, 30 Prozent sind batteriebetrieben. Der Trend zur Ökologisierung und Nachhaltigkeit sowie weltweit zunehmend strengere Abgasvorschriften führen schrittweise zu steigender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen -zulasten von verbrennungsmotorischen Fahrzeugen. Abgesehen von diesem generellen Trend ist Jungheinrich der Auffassung, dass der Markt für Stapler mit verbrennungsmotorischem Antrieb mittel- bis langfristig durch leistungsfähigere Elektro-Gegengewichtsstapler zusätzlich unter Wettbewerbsdruck kommen könnte. Vor diesem Hintergrund wird intensiv in die Weiterentwicklung der Elektro-Gegengewichtsstapler investiert. Jungheinrich hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Produktsegment seine Marktposition global auszubauen. Im Berichtsjahr wurde das Produktportfolio um eine neue EFG-Modellreihe erweitert. Der Marktanteil bei Elektro-Gegengewichtsstaplern (gemessen am Auftragseingang in Stück) konnte weltweit weiter gesteigert werden. 5. VersandhandelDie Sparte "Versandhandel" erschließt dem Jungheinrich-Konzern den sehr dynamisch wachsenden Markt des B2B-E-Commerce. Sie fokussiert gezielt kleine und mittelgroße Unternehmen, die über die konventionelle Jungheinrich-Vertriebsorganisation nicht effizient erreichbar und zu bedienen sind. Ziel ist es, das erfolgreiche Multi-Channel-Geschäftsmodell insbesondere international weiter auszubauen. Dabei gewährleisten leistungsfähige, zunehmend digitalisierte Vertriebsprozesse ein profitables Wachstum bei stetigem Ausbau der Marktpräsenz. Die internationale Expansion wurde im Geschäftsjahr 2017 mit dem Start von Webshops in weiteren fünf europäischen Ländern fortgesetzt. Für das bestehende Versandhandelsgeschäft in Frankreich, Belgien, Italien, Spanien und Polen erfolgte eine Ausweitung des Produktangebotes auf 5.000 Artikel. Die 2016 gegründete Schweizer Gesellschaft entwickelte sich im abgelaufenen Jahr sehr erfolgreich. Auch die etablierten Versandhandelseinheiten in Deutschland und Österreich sowie das Geschäft in den Niederlanden steigerten Umsatz und Neukundengewinnung signifikant. Darüber hinaus profitierten sie vom stetig steigenden Umsatzvolumen über elektronische Beschaffungssysteme im Geschäft mit Großkunden (E-Procurement). Im Berichtsjahr übertraf der Umsatz der gesamten Sparte mit 84 Mio. € den des Vorjahres um 24 Prozent. Wichtige SteuerungskennzahlenDer Jungheinrich-Konzern definiert seine Budgetziele sowie seine mittel- bis langfristigen Unternehmenszielsetzungen auf der Grundlage ausgewählter Kennzahlen. Für die Konzernsteuerung orientiert sich der Vorstand in erster Linie an Finanzkennzahlen. Neben dem Umsatz, dem Ergebnis vor Ertragsteuern und Finanzergebnis (EBIT) beziehungsweise der EBIT-Rendite (EBIT-ROS) sowie dem Ergebnis vor Steuern (EBT) beziehungsweise der EBT-Rendite (EBT-ROS) werden insbesondere die Nettoverschuldung sowie die Kapitalrendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital (Return On Capital Employed, ROCE) für Steuerungszwecke herangezogen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere. Dabei enthalten die Finanzverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kredit i nstituten, Schuldscheindarlehen, die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten, die Leasingverbindlichkeiten aus Sachanlagen sowie Wechselverbindlichkeiten, nicht aber die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen. Der ROCE ist die Messgröße für die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital. Diese Kennzahl wird als Verhältnis aus EBIT und zinspflichtigem Kapital (zum Bilanzstichtag) ermittelt. Dabei setzt sich das zinspflichtige Kapital aus dem Eigenkapital, den Finanzverbindlichkeiten (ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen), den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den langfristigen Personalrückstellungen abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere zusammen. Weitere Steuerungsgrößen sind die Marktanteile nach Regionen -insbesondere im Kernmarkt Europa - und nach Produktsegmenten, basierend auf den Auftragseingängen in Stück. Der Vorstand verfolgt die Entwicklung der vorgenannten Kennzahlen im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens. Anhand einer kontinuierlichen Soll-Ist-Betrachtung werden bei wesentlichen Abweichungen entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Um mögliche künftige Unternehmensentwicklungen frühzeitig zu erkennen und eine weitere Grundlage für geschäftspolitische Entscheidungen zu haben, werden die Veränderungen verschiedener Frühindikatoren beobachtet und analysiert. Vorrangig sind dies Prognosen von Wirtschaftsexperten zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in den Kernmärkten von Jungheinrich, Indizes zur Einschätzung der konjunkturellen Lage in der Industrie, Auftragseingang nach Stückzahlen sowie der Auftragsbestand. Einkaufsvolumen erreicht mehr als 2 Mrd. €Das Einkaufsvolumen des Jungheinrich-Konzerns belief sich im Jahr 2017 auf 2.175 Mio. € (Vorjahr: 1.885 Mio. €) und gliederte sich in:
Grundsätzlich werden sämtliche Bedarfe über das konzernweite Warengruppenmanagement gesteuert. Dabei gewährleistet eine langfristig angelegte und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Einkaufsstrategie kostenoptimale Einkaufskonditionen. Der Einsatz eines fundierten Cost Engineerings und eine ganzheitliche Kostenbetrachtung untermauern diesen Ansatz. Eine konsequente, funktionsübergreifende Zusammenarbeit bei allen Entwicklungs- und Beschaffungsprozessen sichert darüber hinaus die Realisierung von Einsparpotenzialen über die gesamte Wertschöpfungskette. Etwas mehr als 90 Prozent des Einkaufsvolumens entfielen 2017 auf Europa. Dies ist zum einen auf die starke Präsenz des Unternehmens in dieser Region zurückzuführen. Zum anderen befinden sich sieben von zehn Produktionsstandorten in Deutschland. Die umsatzstärksten Warengruppen waren Batterien mit 246 Mio. € (Vorjahr: 196 Mio. €), Lagereinrichtungen mit 150 Mio. € (Vorjahr: 116 Mio. €), Stahlbaugruppen mit 125 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €), elektrische Antriebsstränge mit 115 Mio. € (Vorjahr: 112 Mio. €) sowie externe Dienstleistungen mit 111 Mio. € (Vorjahr: 104 Mio. €). Insbesondere die Warengruppen Batterien und Lagereinrichtungen verzeichneten überproportionale Steigerungen. Dies ist das Ergebnis der strategischen Ausrichtung des Unternehmens hinsichtlich des Zukunftstrends Elektromobilität und der Positionierung als ganzheitlicher Lösungsanbieter für Logistiksysteme. Aufteilung Einkaufsvolumen 2017![]() in Mio. €scroll
Forschung und EntwicklungJungheinrich hat im Berichtsjahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erneut ausgebaut. Dabei lag der Fokus auf der weiteren Teil- und Vollautomatisierung von Fahrzeugen, der Fortsetzung der technischen Optimierung der Lithium-Ionen-Technologie für den Einsatz in Flurförderzeugen sowie dem Ausbau der Produktvarianz. Mit der Teilautomatisierung können Assistenzsysteme angeboten werden, welche die Produktivität und Sicherheit im Fahrzeugeinsatz deutlich erhöhen. Ausgaben für Forschung und Entwicklungin Mio. €![]() Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) -einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter -sind mit 77 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (62 Mio. €) erneut gestiegen. Dies entspricht 5,3 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent) des F&E-relevanten Umsatzes mit Neufahrzeugen. Die F&E-Ausgaben beinhalten im Wesentlichen Eigenleistungen. Der Bereich F&E wurde 2017 auch personell weiter verstärkt: Konzernweit waren hier durchschnittlich 538 (Vorjahr: 458) Mitarbeiter tätig. Spezialist für Lithium-Ionen-BatterienJungheinrich ist der Intralogistikanbieter mit großer Erfahrung im Hinblick auf die Lithium-Ionen-Technologie. Bereits 2011 hat das Unternehmen das erste serienmäßige Flurförderzeug mit dieser Technologie auf den Markt gebracht und auf die eigene Entwicklung und Fertigung der Intelligenz der Batterie -das Batteriemanagementsystem -gesetzt. Mit dieser Erfahrung konnte Jungheinrich 2017 das Portfolio der angebotenen Lithium-Ionen-Batterien auf alle Spannungs- und Leistungsklassen erweitern und somit vielfältige attraktive Verkaufs- und Mietangebote realisieren. Inzwischen stehen für fast alle Fahrzeugbaureihen passende Lithium- Ionen-Batterien und die dazugehörige Ladetechnik zu Verfügung. Die Sicherheit und Langlebigkeit dieser Antriebstechnologie unterstreicht Jungheinrich mit einer Garantie auf Lithium-Ionen-Batterien von fünf Jahren beziehungsweise 10.000 Betriebsstunden. Ein Highlight 2017 war die Einführung einer neuen Reihe von Hochfrequenz-Ladegeräten. Die neuen Ladegeräte erhöhen die Energieeffizienz beim Laden der Batterien erheblich und sind zudem auf zukünftige Erfordernisse im digital vernetzten Zeitalter, wie dem Anschluss an das Internet, vorbereitet. Zusätzlich erfüllen diese Ladegeräte bereits heute die Anforderungen, welche durch die Lithium-I onen-Technologie an die Ladetechnik gestellt werden. Dazu zählen beispielsweise die Steuerbarkeit der Ladezeiträume, Zwischenladungen mit hohen Stromstärken und die Kommunikation mit der Batterie. Forschung und Entwicklungscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Vielfältige Produktentwicklungen und erfolgreiche NeueinführungenBereits auf der CeMAT 2016 wurde das Assistenzsystem easyPILOT vorgestellt, das im Einsatz mit dem ECE-Horizontal-Kommissionierer die manuelle Auftragsbearbeitung unterstützt und zu einer signifikanten Verbesserung der Pickleistung bei gleichzeitiger Entlastung des Fahrers führt. Die neu entwickelte Zusatzfunktion easyPILOT Follow steigert die Produktivität im Kommissionierprozess weiter: Das Fahrzeug folgt dem Bediener nun automatisch und erkennt, abhängig von der Position des Bedieners, die Regalseite zum Kommissionieren. Dies spart während des Kommissioniervorganges Zeit und reduziert die Bedienschritte sowie die Fehleranfälligkeit im Pickprozess. Ein anderer Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2017 war der Abschluss der Entwicklung einer neuen Niederhubbaureihe. Im Jahresverlauf wurden verschiedene neue Geräte der Baureihen EJE und ERE eingeführt, die in ihrer Produktkategorie jeweils Standards setzen. Der Launch des 28-Tonnen-Schleppers EZS 7280 war im Berichtsjahr ebenfalls von großer Bedeutung. Dieses neu entwickelte Fahrzeug hebt sich durch seine Leistungsfähigkeit und seine besonders ausgefeilte Ergonomie deutlich von Wettbewerbsfahrzeugen ab. Jungheinrich konnte seine Kunden mit dieser Geräteeinführung begeistern und in dieser wichtigen Fahrzeugklasse einen neuen Benchmark setzen. Mit dem Schlepper EZS 350a hat Jungheinrich darüber hinaus das Programm der Fahrerlosen Transportsysteme (FTS) um ein weiteres Fahrzeug ergänzt. Der EZS 350a wurde mit den seit 2012 bewährten und ständig verbesserten Automatikkomponenten der Jungheinrich-FTS-Reihe ausgestattet. Weiterhin wurde im Berichtsjahr die Baureihe 4 des Hochregalstaplers EKX eingeführt. Diese verfügt über alle Vorteile, die bereits im Rahmen der 5er-Baureihe realisiert wurden: größere Tragkraft durch Verwendung höherfester und damit leichterer Stähle in der Fahrerkabine, bis zu 16 Prozent höhere Umschlagsleistung durch optionale Schwingungsdämpfung des Fahrzeuges sowie längere Einsatzdauer bei gleicher Batteriegröße. Mit diesen Verbesserungen kann jetzt auch für dieses Fahrzeug die 2Shifts1Charge-Garantie angeboten werden. Damit garantiert Jungheinrich, dass ein Stapler zwei Schichten mit nur einer Batterieladung -ohne Batteriewechsel und ohne Zwischenladung -fahren kann. Dass die Produkte von Jungheinrich nicht nur technologisch, sondern auch mit Blick auf das Fahrzeugdesign führend sind, wurde 2017 durch verschiedene Awards erneut bestätigt. So erhielten der ERE und der ECE den renommierten German Design Award. Weitere Produkte, darunter der Hochregalstapler EKX 516, wurden mit dem Red Dot Design Award und dem iF Design Award ausgezeichnet. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Jungheinrich ist Europa. Außerhalb Europas liegt der Fokus auf der Region Asien-Pazifik und den USA. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Auf Europa entfällt rund ein Drittel der globalen Nachfrage nach Flurförderzeugen, entsprechend bedeutsam ist die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Mitgliedsstaaten. Weltwirtschaft wächst ordentlichDie Weltwirtschaft verzeichnete 2017 ein ordentliches Wachstum. Der BIP-Anstieg in den USA und im Euroraum fiel dabei spürbar höher aus als im Jahr zuvor. Die chinesische Wirtschaft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine ähnliche konjunkturelle Dynamik. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Januar 2018 mit aktualisierten Vorjahresangaben) Trotz der Belastungen durch die Vorbereitungen für den beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wies die Eurozone im Berichtsjahr mit einem Anstieg des BIP um 2,4 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent) ein robustes Wachstum auf. Positive Impulse gingen von der anhaltend expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank aus. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete 2017 eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung (2,5 Prozent; Vorjahr: 1,9 Prozent). Die Wirtschaft Frankreichs wuchs mit 1,8 Prozent stärker als 2016 (1,2 Prozent). Italien erreichte im Berichtsjahr mit 1,6 Prozent eine merklich höhere Wachstumsrate als im Vorjahr (0,9 Prozent), während die konjunkturelle Dynamik in Großbritannien mit einem Anstieg des BIP um 1,7 Prozent etwas geringer ausfiel (Vorjahr 1,9 Prozent). In diesen vier Ländern erwirtschaftet Jungheinrich rund die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Wirtschaftsleistung Russlands stieg 2017 um 1,8 Prozent, während sie im Vorjahr noch um 0,2 Prozent gesunken war. In Polen erhöhte sich das BIP um 3,8 Prozent und damit spürbar stärker als 2016 (2,6 Prozent). Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge legt deutlich zuDer Weltmarkt für Flurförderzeuge wies 2017 mit 18 Prozent beziehungsweise 213 Tsd. Flurförderzeugen ein sehr starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Die Hälfte davon war auf die extrem starke Nachfrage im chinesischen Markt zurückzuführen, die um 39 Prozent kletterte. Hier waren insbesondere die stark gestiegenen Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler von Bedeutung. Ohne Berücksichtigung von China wuchs der Weltmarkt um 12 Prozent. Auch der gute Anstieg des Marktvolumens in Nordamerika um 11 Prozent war zu etwas mehr als 50 Prozent auf die höhere Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb zurückzuführen. In Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich, legte die Nachfrage um 12 Prozent zu, mit einem Plus von 10 Prozent in Westeuropa und 20 Prozent in Osteuropa. Mit 470 Tsd. Fahrzeugen wurde damit der Höchststand des Jahres 2007 vor Ausbruch der Finanzkrise um 14 Prozent übertroffen. Die größten Märkte in Westeuropa sind Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. In Osteuropa setzte der russische Markt nach dem starken Einbruch in den Jahren 2014 und 2015 und einem sehr starken Nachfrageanstieg im Jahr 2016 (plus 37 Prozent) seinen Wachstumskurs im Berichtsjahr mit einem Zuwachs von 17 Prozent fort. Nach Polen, wo das Marktvolumen im Berichtsjahr mit einem Plus von 29 Prozent sehr stark zugelegt hat, ist Russland der zweitgrößte Markt in der Region, gefolgt von Tschechien. Der weltweite Anstieg der Nachfrage im Produktsegment Lagertechnik betrug 17 Prozent, das entspricht fast 91 Tsd. Flurförderzeugen. Davon entfielen 46 Prozent auf Asien, mit Schwerpunkt China, gefolgt von Europa. Dieser Region waren 36 Prozent der Erhöhung zuzurechnen. Das um 14 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler wurde neben der stark gestiegenen Nachfrage in Europa (plus 15 Prozent) auch von deutlich höheren Bestellungen in China (plus 31 Prozent) getragen. Zwar war der weltweite Anstieg der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 21 Prozent zu rund zwei Dritteln auf die merklich gestiegenen Bestellungen in China zurückzuführen, jedoch verliert das Produktsegment der verbrennungsmotorischen Stapler sukzessive Marktanteile. Betrug 2007 der globale Marktanteil noch 45 Prozent des Gesamtmarktes für Flurförderzeuge, so lag er 2017 nur noch bei 39 Prozent. In Europa belief sich der Anteil der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler am Gesamtmarkt nur noch auf 15 Prozent. Vor 10 Jahren lag dieser noch bei 28 Prozent. Weltmarkt Flurförderzeuge 2017 nach Regionen![]() Auftragseingang in Tsd. Stückscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) ![]() Gesamtaussage des Vorstandes und ZielerreichungDas Geschäftsjahr 2017 war vor dem Hintergrund einer guten Gesamtmarktlage ein sehr erfolgreiches Jahr. Auftragseingang, Produktion, Umsatz, EBIT und EBT sowie das Ergebnis nach Steuern stiegen auf neue Höchstwerte. Das Produktionsvolumen übertraf mit 120 Tsd. Fahrzeugen das Vorjahr um 13 Prozent. Der Auftragseingang in Stück überstieg das Vorjahr ebenfalls um 13 Prozent und erreichte in einem nach wie vor herausfordernden Wettbewerbsumfeld 123 Tsd. Fahrzeuge. Unsere Mietflotte haben wir weiter stark ausgebaut. Sie umfasst zum Berichtsjahresende rund 60 Tsd. Flurförderzeuge. Der Auftragsbestand in Höhe von 692 Mio. € zum Jahresende 2017 ist eine gute Basis für das geplante Wachstum im angelaufenen Geschäftsjahr. Neben der guten operativen Leistung ist der Jungheinrich-Konzern im Berichtsjahr auch strategisch vorangekommen. Als einzigem Hersteller, der Fahrzeuge, Energiespeicher und Ladesysteme aus einer Hand anbietet, waren bei Jungheinrich ab 2017 fast alle Neufahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Außerdem konnte ein Großauftrag über mehr als 1.000 Lithium-Ionen-Fahrzeuge gewonnen werden -die größte Fahrzeugbestellung in der 65-jährigen Firmengeschichte. Bei mehr als 700 der bestellten Flurförderzeuge handelt es sich um große Vertikal-Kommissionierer für den Einsatz in Schmalganglagern. Mit dem Erwerb des Händlergeschäftes in Kolumbien, Peru und Ecuador Mitte Januar 2018 haben wir unsere weltweite Präsenz im Direktvertrieb auf 39 Länder verstärkt. Auf die drei vorgenannten Länder entfallen 12 Prozent des südamerikanischen Marktes. Das Joint Venture mit Heli für die Vermietung von Fahrzeugen im chinesischen Markt hat 2017 sein erstes volles Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Die Zusammenarbeit mit unserem Partner vor Ort entwickelt sich gut. In Nordamerika haben MCFA und Jungheinrich ihre bestehende strategische Partnerschaft durch das Joint Venture ICOTEX für die Produktion von Industriekomponenten ausgebaut. MCFA stellt in den USA bereits seit einigen Jahren von Jungheinrich entwickelte Flurförderzeuge her. Das Fälligkeitsprofil der langfristigen Kreditverbindlichkeiten konnten wir durch die erfolgreiche Platzierung eines zweiten Schuldscheindarlehens über 100 Mio. € mit langfristig günstigen Finanzierungskonditionen weiter optimieren. Insgesamt beurteilen wir die Finanz- und Bilanzrelationen des Jungheinrich-Konzerns als sehr solide. Der Konzern verfügt über die erforderlichen finanziellen Grundlagen, um das geplante Wachstum zu finanzieren und langfristig fortzuführen. Der Jungheinrich-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2017 bezüglich Auftragseingang und Umsatz besser entwickelt als zu Jahresbeginn angenommen. Der wertmäßige Auftragseingang übertraf mit 3,56 Mrd. € den oberen Wert des prognostizierten Korridors um 10 Mio. €. Der Umsatz lag mit 3,44 Mrd. € am oberen Ende der erwarteten Spanne. Für beide Kennzahlen hatten wir zum Halbjahresbericht im August 2017 einen gegenüber der ersten Prognose im März 2017 nach oben angepassten Korridor veröffentlicht. Grund dafür war die unerwartet stark gestiegene Flurförderzeugnachfrage über den gesamten Jahresverlauf hinweg, insbesondere in Jungheinrichs Kernmarkt Europa. Ziel-Ist-Vergleichscroll
1)
Zwischenbericht zum 30. Juni 2017 Bei der Beurteilung der Ergebnisgrößen ist zu berücksichtigen, dass 2016 ein positiver Einmaleffekt aus der Endkonsolidierung der Boss Manufacturing Ltd., Großbritannien, in Höhe von 4,7 Mio. € enthalten war. Das berichtete EBIT für 2017 erreichte den oberen Rand der Bandbreite, die wir mit der Anhebung der Prognose im August 2017 kommuniziert haben. Die angestrebte EBIT-Rendite von 7,6 Prozent wurde mit 7,5 Prozent nur knapp unterschritten. Entgegen der Einschätzung im November 2017 wurde aufgrund des starken Ausbaus der Mietflotte zum Jahresende eine geringe Nettoverschuldung von 7 Mio. € ausgewiesen. Geschäftsverlauf und ErtragslageAuftragseingang in Wert und Stück steigt zweistelligDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 123 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent über dem Vorjahreswert (109 Tsd. Fahrzeuge). Ausschlaggebend hierfür war die stark gestiegene Nachfrage, insbesondere in Europa. Die Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte entwickelten sich überproportional. Insgesamt konnte Jungheinrich den Marktanteil in Europa mit 21,5 Prozent (Vorjahr: 21,6 Prozent) festigen. Weltweit lag der Marktanteil bei 8,7 Prozent (Vorjahr: 9,1 Prozent). Der wertmäßige Auftragseingang, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, übertraf mit 3.560 Mio. € den Vorjahreswert (3.220 Mio. €) um 11 Prozent beziehungsweise 340 Mio. €. Rund ein Viertel davon war auf die höhere Nachfrage nach Logistiksystemlösungen zurückzuführen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 31. Dezember 2017 belief sich auf 692 Mio. € (Vorjahr: 610 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag damit bei vier Monaten. Produktion übertrifft 120 Tsd. FahrzeugeDas Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Im Berichtszeitraum übertrafen die Produktionsstückzahlen mit 120 Tsd. Fahrzeugen den Vorjahreswert von 106 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent. Der Anstieg des Produktionsvolumens ist vorrangig auf die Steigerung der Stückzahlen bei den lagertechnischen Geräten zurückzuführen. Sie sind mit einem Anteil von 80 Prozent am Gesamtproduktionsvolumen das größte Produktsegment des Unternehmens. Die Produktion im Werk in Qingpu lag 2017 bei 12,8 Tsd. Fahrzeugen (Vorjahr: 6,3 Tsd. Fahrzeuge). Rund zwei Drittel der produzierten Geräte des chinesischen Werkes werden inzwischen lokal entwickelt und nach Europa exportiert. Im Werk in Degernpoint konnte die Produktion von Systemgeräten um 20 Prozent auf fast 3,4 Tsd. Fahrzeuge ausgeweitet werden. ![]() Umsatzerlöse 2017 nach Regionen![]() scroll
Konzernumsatz erreicht SpitzenwertDer Konzernumsatz übertraf das Vorjahr (3.085 Mio. €) um 11 Prozent beziehungsweise 350 Mio. € und erreichte mit 3.435 Mio. € einen Spitzenwert. Auf Europa entfielen 88 Prozent (Vorjahr: 87 Prozent) der Umsatzerlöse. Dort wurden die Zuwächse von Steigerungen in Deutschland, Frankreich, Russland und Italien getragen. Die Auslandsumsätze legten um 11 Prozent auf 2.584 Mio. € (Vorjahr: 2.332 Mio. €) zu, entsprechend lag die Auslandsquote bei 75 Prozent (Vorjahr: 76 Prozent). Die Umsatzerlöse außerhalb Europas erreichten 415 Mio. € (Vorjahr 403 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 12 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Der Vorjahresumsatz enthielt einen Sondereffekt aus der Einbringung der Mietgeräte der chinesischen Jungheinrich-Vertriebsgesellschaft in das Joint Venture mit Heli (operativer Start im 2. Quartal 2016). Auf vergleichbarer Basis wären die Umsätze außerhalb Europas um 9 Prozent gestiegen und deren Anteil am Konzernumsatz mit 12 Prozent stabil geblieben. Das Umsatzwachstum im Konzern wurde vor allem vom Neugeschäft getragen, dessen Umsatzbeitrag deutlich überproportional von 1.763 Mio. € im Vorjahr um 19 Prozent auf 2.099 Mio. € im Berichtsjahr stieg. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 581 Mio. € (Vorjahr: 441 Mio. €) aus der Sparte "Logistiksysteme" und 84 Mio. € (Vorjahr 68 Mio. €) aus der Sparte "Versandhandel". Das außerordentlich starke Wachstum im Logistiksystemgeschäft von mehr als 30 Prozent war unter anderem getrieben von der Realisierung zweier Großaufträge. Der Versandhandel expandierte um 24 Prozent. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 14 Mio. € beziehungsweise 3 Prozent auf 570 Mio. € (Vorjahr: 556 Mio. €). Im Vorjahr hatte die Einbringung der Mietgeräte der chinesischen Vertriebsgesellschaft in das Joint Venture mit Heli zu einem einmaligen Umsatzbeitrag im Geschäftsfeld Miete und Gebrauchtgeräte geführt. Auf vergleichbarer Basis wäre dieses Geschäftsfeld um 7 Prozent gewachsen. Außerdem machte sich der Ausbau der Mietflotte um durchschnittlich 4 Tsd. Fahrzeuge auf 57 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 53 Tsd. Fahrzeuge) bemerkbar. Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 8 Prozent auf 923 Mio. € (Vorjahr: 852 Mio. €) und wies damit erneut ein sehr starkes Wachstum auf. Der Anteil des Kundendienstes am Konzernumsatz betrug 27 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent). Das Finanzdienstleistungsgeschäft übertraf mit einem Umsatz von 840 Mio. € den Vorjahreswert (737 Mio. €) um 14 Prozent. Umsatzaufteilungscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. ![]() Ordentliche ErgebnisentwicklungDie gute Auslastung der Werke und das erneut starke Wachstum im Kundendienst führten zu einer Steigerung des Bruttoergebnisses um 76 Mio. € auf 1.028 Mio. € (Vorjahr: 952 Mio. €). Die Bruttomarge blieb allerdings mit 29,9 Prozent hinter dem Vorjahreswert (30,9 Prozent) zurück. Sie wurde vor allem durch die gestiegenen Umsatzanteile des margenschwächeren Neugeschäftes beeinflusst. Sowohl umfangreiche strategische Aufträge mit ausgewählten Großkunden als auch der Anstieg der Rohstoffpreise wirkten sich im Berichtszeitraum belastend aus. Kostenstruktur (GuV)scroll
Die Vertriebskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich unterproportional zum Umsatzwachstum. Dabei führte der moderate Aufbau von Fachberatern zu einem relativ geringen Anstieg der Personalaufwendungen. Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug nach 18,9 Prozent im Vorjahr nunmehr 17,7 Prozent. Der Anteil der Verwaltungskosten am Konzernumsatz verblieb mit 2,8 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT erhöhte sich um 24 Mio. € beziehungsweise 10 Prozent auf 259 Mio. € (Vorjahr: 235 Mio. €). Das Vorjahr enthielt einen positiven Einmaleffekt in Höhe von 4,7 Mio. €, der sich aus der Endkonsolidierung der Boss Manufacturing Ltd., Großbritannien, ergab. Die EBIT-Rendite erreichte mit 7,5 Prozent nicht ganz das Niveau des Vorjahres (7,6 Prozent). Im Jahr 2017 betrug der ROCE 17,3 Prozent (Vorjahr: 17,8 Prozent). Das Finanzergebnis erreichte mit minus 15 Mio. € (Vorjahr: minus 19 Mio. €) einen deutlich besseren Wert. Ursache hierfür waren im Wesentlichen erhöhte Ergebnisse aus derivativen Finanzinstrumenten und geringere Aufwendungen aus Währungsdifferenzen. Das EBT lag mit 243 Mio. € um 13 Prozent über dem Vorjahr (216 Mio. €). Die EBT-Rendite erreichte 7,1 Prozent (Vorjahr 7,0 Prozent). Trotz des spürbar gestiegenen EBT verblieb die Ertragsteuerbelastung mit 61 Mio. € auf dem Wert des Vorjahres. Die Konzernsteuerquote sank auf 25 Prozent nach 28 Prozent im Vorjahr. Hauptursache waren Steuerentlastungen in Italien und Frankreich i m Geschäftsjahr 2017. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 28 Mio. € beziehungsweise 18 Prozent auf 182 Mio. € (Vorjahr: 154 Mio. €) und das Ergebnis je Vorzugsaktie entsprechend auf 1,80 € (Vorjahr: 1,52 €). Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Dividende in Höhe von 0,48 € je Stammaktie (Vorjahr: 0,42 €) und 0,50 € je Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,44 €) auszuschütten. Aus dem Dividendenvorschlag ergeben sich eine Gesamtausschüttung in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) und eine Ausschüttungsquote von 28 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent). Jungheinrich verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Ziel ist es, zwischen 25 Prozent und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten. Finanz- und VermögenslageGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsAls Konzernobergesellschaft trägt die Jungheinrich AG die Verantwortung für das Finanzmanagement des Konzerns. Sie stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement wahr. Ziel ist es, die Konzerngesellschaften zins- und währungsoptimal mit Finanzmitteln zu versorgen und Zahlungsströme zu steuern. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns zu gewährleisten. Für die überschüssige Liquidität wird eine konservative Anlagepolitik verfolgt. Diese ist nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt, sondern auf den Erhalt der Vermögenswerte. Zur Stärkung der Innenfinanzierungskraft wird ein zentrales Working Capital Management eingesetzt, das die Optimierung und Standardisierung wesentlicher Prozesse und Systeme vorsieht. Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cashflow sowie durch die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Zum 31. Dezember 2017 betrug die Höhe der zugesagten mittelfristigen Kreditrahmen 275 Mio. €. Diese werden ergänzt durch kurzfristige, bilaterale Kreditlinien bei einzelnen ausländischen Tochtergesellschaften. Kapitalstrukturscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. ![]() Im Berichtsjahr wurde ein zweites Schuldscheindarlehen über 100 Mio. € mit langfristig günstigen Finanzierungskonditionen erfolgreich platziert. Damit konnte das Fälligkeitsprofil der langfristigen Kreditverbindlichkeiten weiter optimiert werden. Der Mittelzufluss erfolgte im Oktober 2017. Das Schuldscheindarlehen besteht aus mehreren unterschiedlich großen Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und wird durchschnittlich mit 1,2 Prozent p.a. verzinst. Sämtliche Kreditrahmen- und Schuldscheindarlehensverträge enthalten keine Financial Covenants. Solide Finanzlage und KapitalstrukturMit 443 Mio. € lagen die liquiden Mittel und Wertpapiere zum Jahresende 2017 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (375 Mio. €). Der Konzern wies im Berichtsjahr dennoch eine geringe Nettoverschuldung in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: Nettoguthaben 56 Mio. €) aus. Hintergrund waren insbesondere der wachstumsbedingte Aufbau von Working Capital und der Ausbau der Mietflotte. Der Verschuldungsgrad als Relation von Nettoverschuldung und EBITDA lag damit sehr knapp über null. Das zugrunde liegende EBITDA wurde dabei um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen bereinigt und verbesserte sich infolge der positiven Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr auf 439 Mio. € (Vorjahr: 398 Mio. €). Wesentlicher Einflussfaktor für den Anstieg des Eigenkapitals um 130 Mio. € war die gute Ertragsentwicklung. Dieser stand hauptsächlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 44 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) gegenüber. Die Eigenkapitalquote blieb mit 30 Prozent ähnlich hoch wie im Vorjahr (31 Prozent). Bereinigt um sämtliche Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" ergibt sich wie im Vorjahr eine auf das Segment "Intralogistik" bezogene Eigenkapitalquote in Höhe von 48 Prozent. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken um 3 Mio. € auf 220 Mio. € (Vorjahr: 223 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren vor allem die aufgrund des leicht erhöhten Diskontierungszinssatzes positiven Effekte aus der Bewertung der deutschen Pensionspläne zum Bilanzstichtag. Der Anstieg der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 320 Mio. € auf 450 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der Aufnahme eines zweiten Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € im Oktober 2017. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der deutlichen Erhöhung der Finanzierung von neuen Verträgen mit 1.315 Mio. € um 160 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2016 (1.155 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erreichten aufgrund der Geschäftsausweitung einen um 80 Mio. € höheren Wert als im Vorjahr. Kapitalflussrechnungscroll
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit durch hohe Zugänge von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen geprägtDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte mit 70 Mio. € ein spürbar niedrigeres Niveau als im Vorjahr (142 Mio. €). Der Rückgang des Cashflows war vor allem durch das deutlich höhere Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen geprägt. Unter Berücksichtigung der entsprechenden Zunahme der Finanzierung dieser Geräte resultierte hieraus ein gegenüber dem Vorjahr um 113 Mio. € höherer Mittelabfluss. Dieser konnte durch den um 59 Mio. € höheren Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen nur gut zur Hälfte kompensiert werden. Entgegen der Entlastung im Vorjahr ergaben sich bei den sonstigen Veränderungen im Berichtsjahr negative Effekte für den Cashflow in Höhe von 18 Mio. €. Diesen Effekten stand eine Entlastung von 31 Mio. € in der Zunahme des Working Capital gegenüber, die hauptsächlich durch den geringeren Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestimmt war. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 8 Mio. € (Vorjahr: plus 20 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 107 Mio. € lag damit auf dem Niveau des Vorjahres-Cashflows, der neben den Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auch nennenswerte Auszahlungen für Unternehmenskäufe enthielt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug plus 101 Mio. € (Vorjahr: minus 59 Mio. €) und resultierte vor allem aus der Aufnahme eines zweiten Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € sowie eines weiteren langfristigen Darlehens in Höhe von 50 Mio. €. Gegenläufig wirkte sich die Dividendenzahlung in Höhe von 44 Mio. € (Vorjahr: 39 Mio. €) aus. Bilanzsummein Mio. €![]() Lang- und kurzfristige Vermögenswerte nehmen zuDie immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen lagen aufgrund des gegenüber dem Vorjahr höheren Investitionsvolumens mit 604 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (579 Mio. €). Der Wert der Mietgeräte nahm vor dem Hintergrund des starken Ausbaus der Mietflotte um 49 Mio. € auf 375 Mio. € (Vorjahr: 326 Mio. €) zu. Vermögensstrukturscroll
Bedingt durch die Ausweitung des Finanzdienstleistungsgeschäftes stieg der Wert für Leasinggeräte um 53 Mio. € auf 448 Mio. € (Vorjahr: 395 Mio. €) sowie für die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen um 139 Mio. € auf 891 Mio. € (Vorjahr: 752 Mio. €). Die Vorräte erhöhten sich stichtagsbedingt um 85 Mio. € auf 481 Mio. € (Vorjahr: 396 Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse, Waren und geleisteten Anzahlungen im Vertrieb in Höhe von 41 Mio. € vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erreichten aufgrund des gegenüber dem Vorjahr in den beiden letzten Monaten des Berichtszeitraumes gestiegenen Fakturierungsvolumens mit 658 Mio. € einen höheren Wert als im Vorjahr (600 Mio. €). Die liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere stiegen um 66 Mio. € auf 411 Mio. € (Vorjahr: 345 Mio. €). Investitionen auf hohem NiveauJungheinrich führt regelmäßig Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen durch. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in zukünftiges Wachstum und den Ausbau der Vertriebsinfrastruktur. Schwerpunkt im Berichtsjahr war die Erweiterung des Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen und der Hauptverwaltung in Hamburg. Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen betrug zum Bilanzstichtag 44 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt mehrheitlich mit Fremdmitteln. Investitionenin Mio. €; Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben![]() Aufteilung Investitionen 2017![]() Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
FinanzdienstleistungenFinanzdienstleistungsgeschäft sichert langfristige KundenbindungSämtliche Finanzdienstleistungsaktivitäten des Unternehmens sind im Segment "Finanzdienstleistungen" zusammengefasst. Mit individuellen Angeboten zur Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung dienen die Finanzdienstleistungen der Absatzförderung von Fahrzeugen. Die angebotenen Finanzdienstleistungsverträge sind grundsätzlich mit einer FullService- oder Wartungsvereinbarung kombiniert. Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, den Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges zu betreuen und eine langfristige Kundenbindung sicherzustellen. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen resultieren, werden mit Ausnahme des Ausfallrisikos von Kundenforderungen und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten im Segment "Intralogistik" zugeordnet. Jungheinrich ist in acht Ländern mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten, neben den europäischen Ländern Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden und Österreich auch in Australien. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine Finanzierungsstruktur und -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Banken. Mit der Refinanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, können zudem Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Das Volumen dieser Finanzierungsplattform belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 304 Mio. €. Für die im Finanzdienstleistungsgeschäft eingesetzte Standardsoftware, im Wesentlichen SAP, erfolgte im Berichtsjahr ein Update aller Softwarekomponenten auf eine noch leistungsfähigere Version. Diese wurde bisher in den Ländern Deutschland, Österreich und Belgien implementiert. Durch die neue Software werden knapp 40 Tsd. Kundenverträge mit den unterschiedlichsten Vertragskonstellationen abgedeckt. Laufzeit- und zinskongruente RefinanzierungJungheinrich-Gesellschaften schließen Finanzdienstleistungsverträge entweder direkt mit den Kunden oder indirekt über Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) ab. Direkt mit dem Kunden abgeschlossene Verträge werden entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln entweder als Leasinggeräte ("Operating Leases") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") ausgewiesen. Die durchschnittliche Laufzeit der Finanzdienstleistungsverträge liegt bei fünf Jahren. Rund drei Viertel aller Verträge sind "Finance Lease"-Verträge. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt laufzeit- und zinskongruent und wird unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Für Vendor-Verträge werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft resultieren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten vorgenommen. 42 Prozent der Neufahrzeuge über Finanzdienstleistungen vermarktetDas Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen ist 2017 um 116 Mio. € gestiegen. Regional hervorzuheben sind Spanien und Frankreich mit einer Steigerung im wertmäßigen Zugangsvolumen von 40 Prozent beziehungsweise 39 Prozent. Auf die acht Länder mit Jungheinricheigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften entfielen 73 Prozent (Vorjahr: 75 Prozent) des Vertragszuganges. Zum Jahresende 2017 lag der Vertragsbestand mit insgesamt 155 Tsd. Fahrzeugen um 13 Prozent über dem Vorjahreswert (137 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 2.486 Mio. € (Vorjahr: 2.232 Mio. €). Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurden 42 Prozent (Vorjahr: 40 Prozent) über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. Die Leasingquoten in einzelnen Ländern waren dabei unterschiedlich. In Italien und Norwegen verzeichnete Jungheinrich Leasingquoten bei Neufahrzeugen von mehr als 60 Prozent. MitarbeiterBelegschaft weiter gewachsenIm Berichtsjahr hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazität erweitert und dabei hauptsächlich den Vertrieb in Europa gestärkt. Am 31. Dezember 2017 waren 16.248 (Vorjahr: 15.010) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg um 8 Prozent beziehungsweise 1.238 Beschäftigte. In Europa verzeichneten die Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Polen, Italien, Großbritannien und Frankreich die höchsten Mitarbeiterzugänge. Außerhalb Europas wurde insbesondere der Vertrieb in Brasilien personell verstärkt. Mitarbeiter 2017 nach Regionen![]() in Vollzeitäquivalentenscroll
Mitarbeiterin Vollzeitäquivalenten; jeweils am 31.12.![]() Um flexibler auf Auslastungsschwankungen reagieren zu können, werden neben der Stammbelegschaft in den Werken auch Leiharbeitnehmer eingesetzt. Vor dem Hintergrund der merklich gestiegenen Produktionsstückzahlen im Berichtsjahr nahm die Zahl der Leiharbeitnehmer im Jahresdurchschnitt von 580 auf 632 zu. Am 31. Dezember 2017 waren 737 (Vorjahr: 623) Leiharbeitnehmer im Konzern beschäftigt . Auf die Kundendienstorganisation entfielen wie im Jahr zuvor 43 Prozent der Belegschaft beziehungsweise 6.973 (Vorjahr: 6.495) Mitarbeiter. Davon waren weltweit 4.892 (Vorjahr: 4.584) Kundendiensttechniker im Einsatz. Dieser Kapazitätsausbau spiegelt die Bedeutung des margenstarken Servicegeschäftes wider. Betriebliche Ausbildung1![]()
1)
Basis: 277 Auszubildende in Deutschland Personelle VeränderungenDr. Oliver Lücke, Vorstand für das Ressort Technik der Jungheinrich AG, teilte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit Schreiben vom 4. September 2017 mit, für eine Verlängerung seines Mandates über den 30. Juni 2018 hinaus nicht mehr zur Verfügung zu stehen, und schied mit Wirkung zum 31. Oktober 2017 aus dem Vorstand aus. Die Verantwortung für die einzelnen Funktionsbereiche des Vorstandsressorts Technik wird bis auf Weiteres durch die übrigen vier Vorstandsmitglieder wahrgenommen. Ausbildung: Investition in die ZukunftZum 31. Dezember 2017 waren 446 (Vorjahr: 415) Auszubildende im Unternehmen beschäftigt, davon 277 (Vorjahr: 275) im Inland. In Deutschland bildet der Jungheinrich-Konzern in 18 Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus werden duale Studiengänge in Zusammenarbeit mit Hochschulen angeboten. Der Anteil der Auszubildenden in den dualen Studiengängen betrug 2017 -bezogen auf die Anzahl der Auszubildenden im Inland - 14 Prozent. Soziale KennzahlenDie Fluktuation war im Berichtszeitraum mit 5,5 Prozent nach wie vor auf einem niedrigen Stand. Die Krankheitsquote der Mitarbeiter im Inland lag mit ebenfalls 5,5 Prozent auf dem branchenüblichen Niveau vergleichbarer Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes Nordmetall. Die Frauenquote stieg von 19,6 Prozent auf 19,9 Prozent und übertraf damit erneut den Vergleichswert für die Maschinenbaubranche (Bundesagentur für Arbeit, 2016) von 16,6 Prozent. Kennzahlen Mitarbeiterscroll
1)
bezogen auf Mitarbeiter im Inland Gesetzliche AngabenVergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an den wesentlichen Konzernsteuerungsgrößen ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich um jeweils eine Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponente, wobei die Marktanteilskomponente für den Vorstand entfallen ist. Im Rahmen der Zielsetzung liegt ein höheres Gewicht auf der Ergebniskomponente. Vergütung des VorstandesDie fast ausnahmslos aus Geldleistungen bestehende Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen, kann aber bei einer sehr guten Zielerreichung auch mehr als 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Die separat erfassten Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles setzen sich aus dem Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie der EBT-Rendite zusammen. Die bislang gültige dritte Komponente, das Marktanteilswachstum im Kernmarkt Europa, wurde im Berichtsjahr bis auf Weiteres gestrichen, nachdem sich die zur Messung verwendeten statistischen Grundlagen zumindest für Vergütungsgesichtspunkte des oberen Managements als nicht eindeutig und zuverlässig genug herausgestellt hatten. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Vorstandsdienstverträge enthalten die üblichen Regelungen für eine Abfindungsobergrenze und für den Fall eines Kontrollwechsels, die mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex übereinstimmen. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich gehaltsunabhängig allein nach den erreichten Dienstj ahren als Vorstandsmitglied mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit des Anspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beinhaltet für jedes Mitglied neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20 Tsd. € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite ("Return On Equity", ROE) des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4 Tsd. € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40 Tsd. €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses beziehungsweise der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25 Tsd. €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30 Tsd. €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGBGemäß § 315d HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft dazu verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB für den Konzern abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht. Nichtfinanzielle Aspekte gemäß CSR-Richtlinie-UmsetzungsgesetzGemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, einem Gesetz vom 10. März 2017 zur Stärkung der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung, ist Jungheinrich erstmals für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, mindestens über nichtfinanzielle Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. Dieser Verpflichtung kommt das Unternehmen in Form eines gesonderten nichtfinanziellen Berichtes nach, der für das Geschäftsjahr 2017 spätestens am 30. April 2018 auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht wird. Jungheinrich orientiert sich bei der Berichterstattung an der sogenannten "Core"-Option der aktuellen Leitlinien G4 der Global Reporting Initiative (GRI), einem international anerkannten Berichtsstandard. Risiko- und ChancenberichtInternes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung bei Jungheinrich. Entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen sind im Rahmen des Risikomanagement-Systems in einer Konzernrichtlinie definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung von Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind für das Risikomanagement ihrer Einheit verantwortlich. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, viermal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert -getrennt nach Risiken und Chancen -verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig als integraler Bestandteil der aktuellen Hochrechnung zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Risikoschnellmeldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer Prüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach Analyse der abschließenden Risikoinventur 2017 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen für das Jahr 2018 keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutendsten und aufgrund des Geschäftsmodells generell gültigen Risiken- und Chancenkategorien sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten für das Jahr 2018 ein globales Wachstum von 3,9 Prozent. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch aufkommende Schuldenprobleme einzelner Länder oder geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Staaten erneut in Krisensituationen geraten beziehungsweise inwiefern Reformbemühungen in einzelnen Volkswirtschaften nachhaltig sind. Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus Veränderungen des Marktvolumens, des Wettbewerbsumfeldes sowie aus technologischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung in der Intralogistik. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa erhöhte sich im Berichtsjahr um 12 Prozent, während das Weltmarktvolumen um 18 Prozent stieg. Ein deutlich niedrigeres BIP-Wachstum, vor allem in Europa, könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Der Markt für Flurförderzeuge ist durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf Basis regelmäßiger Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung -mit Schwerpunkt in Europa -laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche, sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges begegnet Jungheinrich dadurch, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet und seine Differenzierungsstrategie -beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes -weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenOperative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell. Sie liegen beispielsweise im Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot ständig erweitert und durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Darüber hinaus werden konzernweit laufend Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung durchgeführt. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende, IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Jungheinrich steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2018 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation beziehungsweise Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme und einer regelmäßigen Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/ IEC 27001. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für Jungheinrich wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt das Unternehmen im Rahmen des nationalen und internationalen Hochschulmarketings enge Kontakte zu technischen Hochschulen und arbeitet intensiv mit diesen zusammen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet Jungheinrich mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel auf internationaler Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten Talent Managements identifiziert und gefördert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen weitgehend intern besetzen. Die Ausweitung des internationalen Traineeprogramms auf Ingenieurwissenschaftler ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl der Ausbildungsplätze konzernweit weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten beziehungsweise ausgebaut. So wird Jungheinrich zum Beispiel ab 2018 den Nachwuchs für die Tätigkeit des Kundendiensttechnikers in Deutschland über ein eigenes Berufsausbildungsprogramm gewinnen. Bei einigen ingenieurwissenschaftlichen Spezialfunktionen und IT-Spezialisten bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Zur Vermeidung von Auslastungsrisiken setzt Jungheinrich Leiharbeitskräfte ein und nutzt standortbezogen flexible Arbeitszeitkontenmodelle. Um Produktrisiken zu reduzieren, werden sowohl Servicedaten als auch Informationen über besondere Vorfälle mit Fahrzeugen ausgewertet. Die hierfür aufgesetzten Prozesse sind in spezifischen Konzernrichtlinien geregelt und werden durch die Direktvertriebsorganisation und das dort implementierte Schnellmeldesystem zum Sicherheitsverhalten der Produkte effizient gestützt. Auffälligkeiten werden umgehend gemeinsam von den Produktlinienverantwortlichen, dem Kundendienst, dem Qualitätsbereich sowie in Sicherheitsbelangen auch von der Rechtsabteilung untersucht. Bei Handlungsbedarf werden unverzüglich Korrekturmaßnahmen beschlossen und weltweit, zum Beispiel in präventiven Umrüstaktionen, umgesetzt. Des Weiteren werden Pilotkunden eingebunden, um technische Risiken, welche die Vermarktungsfähigkeit des Produktes gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen und bereits im Produktentstehungsprozess zu reduzieren. Selbstverständlich schützt Jungheinrich auch sein Produkt-Know-how über Patentanmeldungen. Risiken aus FinanzdienstleistungenAufgrund der Ausrichtung des Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgeschäftes sind im Rahmen des Risikomanagements Restwert- und Refinanzierungsrisiken sowie Ausfallrisiken von Kundenforderungen relevant. Detaillierte Regelungen hinsichtlich der Risikoermittlung und -bewertung sind in Konzernrichtlinien und in Prozessbeschreibungen der Finanzdienstleistungsgesellschaften dokumentiert. RestwertrisikenAuf Basis von internen Restwertgarantien des Vertriebes gegenüber dem Segment "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeugrückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen, konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Vertrieb. Mithilfe der zentralen Finanzdienstleistungs-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Liegt der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages, so wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Liegt er über dem Restwert des jeweiligen Vertrages, besteht eine Verwertungschance. RefinanzierungsrisikenDas Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter konsequenter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz (keine Zinsänderungsrisiken während der Vertragslaufzeit) zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine Finanzierungsstruktur beziehungsweise -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können über eine etablierte Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Ausfallrisiken von KundenforderungenUmfassende systemgestützte Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit tragen dazu bei, den Ausfall von Kundenforderungen auf sehr niedrigem Niveau zu halten. Auch im Berichtsjahr ist das Ausfallrisiko weit unter dem Branchendurchschnitt geblieben. Vorzeitig vom Kunden zurückgeholte Fahrzeuge werden an die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik" zwecks Vermarktung übergeben. Die entsprechenden Rücknahmekonditionen werden zentral festgelegt. Eine Minimierung der Verwertungsrisiken wird durch die professionelle externe Vermarktung von Gebrauchtgeräten über das europaweite Direktvertriebsnetz erreicht. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund seiner internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten unterliegt der Jungheinrich-Konzern grundsätzlich Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken. Hieraus entstehen operative Risiken, die regelmäßig überwacht und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die Finanzierungssituation von Jungheinrich ist komfortabel. Die gute Bonität und die solide Bilanzstruktur des Unternehmens zahlten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kreditmittelbeschaffung sowohl bei Verhandlungen von bilateralen Krediten als auch am Kapitalmarkt aus. Jungheinrich verfügte zum 31. Dezember 2017 über zugesagte mittelfristige Kreditrahmen von 275 Mio. €, von denen rund 60 Prozent nicht ausgenutzt waren, sowie zwei Schuldscheindarlehen über insgesamt 200 Mio. €. Das Fälligkeitsprofil der Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen weist eine breite Streuung auf und sichert damit langfristig den Finanzierungsspielraum. Darüber hinaus enthält kein Kreditrahmenvertrag und keine Schuldscheindarlehensvereinbarung Financial Covenants. Liquide Mittel und bestehende Kreditrahmenverträge gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Somit besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungsmanagements für den Jungheinrich-Konzern wird eine zins- und währungsoptimale sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen mit einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Der Jungheinrich-Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren -insbesondere der Ratings, die von anerkannten Ratingagenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden - sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird als nicht wesentlich erachtet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich umfassende Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen besteht ein konzerneinheitlicher Prozess, der die Erfüllung der Berichterstattungspflichten gewährleistet und den Risikoanforderungen gerecht wird. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften in einem für Wirtschaftsunternehmen üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen oder öffentlich-rechtlichen Bestimmungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Wesentliche allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu wesentlichen Verträgen und sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise Partei oder Beteiligte in rechtlichen Verfahren, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit solchen rechtlichen Verfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns. Daher stellt eine spürbar positivere Konjunkturentwicklung in Europa als die derzeit erwartete die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar. Der Ausblick für 2018 basiert auf Experteneinschätzungen bezogen auf die konjunkturelle Entwicklung sowie den eigenen Markteinschätzungen. Sollten die Weltwirtschaft und insbesondere die Konjunktur in Europa stärker wachsen als erwartet, hätte das positive Folgen für den globalen Absatzmarkt für Flurförderzeuge. Entsprechend könnten die erzielbaren Werte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoffund Materialpreisen sowie aus der Aufwertung bedeutender Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte und Dienstleistungen sowie durch die fortschreitenden Trends zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung in der Intralogistik entstehen. Beispielsweise können Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Technologieentwicklung im Bereich der Energiespeichersysteme zusätzliche Chancen für Jungheinrich, die starke Position im Markt für elektromotorbetriebene Flurförderzeuge weiter auszubauen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden diese -soweit möglich -begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit bestehen keine Risiken, die im Jahr 2018 einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns nachhaltig beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. PrognoseberichtKonjunkturelle Perspektiven weltweit gutAlle Regionen tragen 2018 zum Weltwirtschaftswachstum bei, das sich gegenüber 2017 etwas beschleunigen dürfte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,9 Prozent (2017: 3,7 Prozent), trotz der Unsicherheit im Hinblick auf die künftige US-Wirtschaftspolitik und die damit verbundenen weltwirtschaftlichen Folgen. Das BIP der USA dürfte, unter anderem getragen von der vor Kurzem verabschiedeten amerikanischen Steuerreform, um 2,7 Prozent und damit etwas stärker als im Vorjahreszeitraum wachsen (2017: 2,3 Prozent). Für die chinesische Wirtschaft wird eine etwas weniger dynamische Entwicklung als im Vorjahr prognostiziert (6,6 Prozent; 2017: 6,8 Prozent). Für die Eurozone wird 2018 ein gutes Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent erwartet (2017: 2,4 Prozent). Deutschland dürfte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,3 Prozent etwas hinter dem Vorjahr (2,5 Prozent) zurückbleiben. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet 2018 mit einem Produktionsplus von 3,0 Prozent. Das BIP Frankreichs soll um 1,9 Prozent wachsen (2017: 1,8 Prozent). Die italienische Wirtschaft dürfte ein Plus von 1,4 Prozent vorlegen, nach 1,6 Prozent im vergangenen Jahr. Für Großbritannien wird ein gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächtes Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent (2017: 1,7 Prozent) erwartet. In Polen soll die konjunkturelle Dynamik nachlassen (3,3 Prozent; 2017: 3,8 Prozent). Für Russland wird 2018 ein Wachstum des BIP von 1,7 Prozent prognostiziert (2017: 1,8 Prozent). Nach Deutschland sind Frankreich, Italien und Großbritannien die bedeutendsten Flurförderzeugmärkte in Westeuropa. In Osteuropa sind dies Polen und Russland. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Januar 2018) Weltmarkt für Flurförderzeuge soll weiter wachsenIn Anbetracht der weltweit positiven Konjunkturindikatoren erwarten wir, dass der Weltmarkt für Flurförderzeuge 2018 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wächst. In einzelnen Märkten halten wir sogar ein höheres Wachstum für möglich. In unserem Kernmarkt Europa gehen wir ebenfalls von einem Anstieg des Marktvolumens im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus. Umsatzziel 2018: 3,6 Mrd. € bis 3,7 Mrd. €Unter Berücksichtigung des zuvor beschriebenen Konjunktur- und Branchenausblickes erwartet Jungheinrich für 2018 einen Auftragseingang zwischen 3,75 Mrd. € und 3,85 Mrd. € (2017: 3,56 Mrd. €). Wir streben eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa (2017: 21,5 Prozent) an. Der Konzernumsatz dürfte sich innerhalb einer Bandbreite von 3,6 Mrd. € bis 3,7 Mrd. € (2017: 3,44 Mrd. €) bewegen. Im Jahr 2017 wurden 88 Prozent des Konzernumsatzes in Europa erzielt. Daher kommt dem Konjunkturverlauf im Euroraum eine bedeutende Rolle hinsichtlich der Erreichung der prognostizierten Werte zu. Rund 8 Prozent des Umsatzes in Europa entfielen 2017 auf Großbritannien. Jungheinrich erwartet im laufenden Jahr keine substanziellen Auswirkungen des Brexits auf die Geschäftsaktivitäten beziehungsweise auf die Unternehmensprognose. Steigendes EBIT erwartetDas EBIT sollte 2018 nach aktueller Einschätzung bei einem Wert zwischen 270 Mio. € und 280 Mio. € liegen (2017: 259 Mio. €). Wir erwarten eine EBIT-Rendite in der Größenordnung des Vorjahres (7,5 Prozent). Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung gehen wir von keinen ungewöhnlichen Veränderungen aus. Das EBT sollte 250 Mio. € bis 260 Mio. € erreichen (2017: 243 Mio. €). Die EBT-Rendite dürfte ebenfalls auf Vorjahresniveau (7,1 Prozent) liegen. Zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit und zum Erhalt eines angemessenen finanziellen Spielraumes halten wir weiterhin an einer hohen Liquiditätsposition fest. Zum Jahresende 2018 erwarten wir wachstumsbedingt eine Nettoverschuldung im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich (2017: 7 Mio. €). Der ROCE dürfte vor dem Hintergrund eines überproportionalen Anstieges des zinspflichtigen Kapitals im Vergleich zur EBIT-Erhöhung innerhalb einer Bandbreite von 16,5 Prozent bis 17,5 Prozent liegen (2017: 17,3 Prozent). Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsFür das Geschäftsjahr 2018 gehen wir insgesamt von einem positiven wirtschaftlichen Umfeld aus. Allerdings haben die politischen Unsicherheiten zugenommen. Bezüglich des globalen Marktvolumens für Flurförderzeuge erwarten wir weiteres Wachstum. Politische Risiken, aber auch terroristische Akte oder kriegerische Konflikte können zu deutlichen, unerwarteten Veränderungen der Rahmenbedingungen führen. Die globalen Entwicklungen in der Intralogistik, wie beispielsweise die Trends zur Modernisierung von Lagern, zu Automatisierungslösungen, die kundenseitige Fokussierung auf die Intralogistik sowie Elektrofahrzeuge und auch die Entwicklung digitaler Produkte, bieten Chancen für unser Geschäftsmodell. Der Jungheinrich-Konzern ist für die Zukunft gut aufgestellt. Hinsichtlich der Umsetzung unseres Wachstumszieles von 4 Mrd. € Umsatz für das Jahr 2020 sind wir auf einem guten Weg. Unser integriertes Geschäftsmodell mit den Geschäftsfeldem Neugeschäft, Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft sowie Kundendienst in Verbindung mit einem starken Finanzdienstleistungsangebot bildet eine solide Grundlage. Wir werden die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens mit Nachdruck vorantreiben. Wir rechnen daher im laufenden Geschäftsjahr mit einem Anstieg von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dies setzt voraus, dass sich die Konjunktur und der Flurförderzeugmarkt wie prognostiziert entwickeln und dass es nicht zu drastischen rezessiven Entwicklungen in unseren Absatzmärkten kommt. Vor diesem Hintergrund planen wir eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa. Jungheinrich verfügt über eine solide Bilanzstruktur und ausreichend finanzielle Mittel, um auch im Fall einer hinter den Erwartungen zurückbleibenden Konjunktur- und Marktentwicklung die erforderlichen Maßnahmen im Zuge der langfristigen, strategischen Positionierung umzusetzen. Unsere Eigenkapitalquote von 30 Prozent beziehungsweise -bereinigt um die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" - 48 Prozent ist sehr hoch. Hierauf legen wir auch zukünftig großen Wert. Wir verfolgen grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Insgesamt erwarten wir, im Geschäftsjahr 2018 an die erfolgreiche Entwicklung des Berichtsjahres anknüpfen zu können. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in diesem Konzernlagebericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernlagebericht wird daher nicht übernommen. Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017der Jungheinrich AGKonzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird unter Anhangangabe (24) erläutert. KonzernbilanzAktiva scroll
Konzern - Kapitalflussrechnungscroll
Ein- und Auszahlungen im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeitscroll
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangangabe (33) erläutert. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
scroll
1)
Das Konzern-Eigenkapitel, ist den Aktionären
der Jungheinrich AG vollständig zuzurechnen. Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangangabe (24) erläutert. KonzernanhangAllgemeine Angaben(1) GeschäftsgegenstandDie Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Friedrich-Ebert-Damm 129" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen. Der Jungheinrich-Konzern ist international -mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen. Die Herstellung von Flurförderzeugen erfolgt in den Werken in Norderstedt, Moosburg, Degernpoint, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland) sowie im Werk in Qingpu/Shanghai (China). Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen. Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/ Dresden (Deutschland). Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit 27 eigenen Vertriebsgesellschaften in Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Australien, Brasilien, Chile, China, Indien, Malaysia, Singapur, Südafrika und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel werden in den Werken in München (Deutschland), Gyöngyös (Ungarn) und Kunshan (China) gefertigt und weltweit unter der Marke MIAS vertrieben. (2) Grundsätze der RechnungslegungGrundlagenDie Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen Angaben in Tausend €. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde am 27. Februar 2018 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. KonsolidierungTochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen, auf welche die Jungheinrich AG, Hamburg, direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Verfügungsmacht aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an deren variablen Renditen partizipiert und diese Renditen durch seine Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Strukturierte Unternehmen, die beherrscht werden, sind ebenfalls zu konsolidieren. Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht ausschlaggebend für die Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die maßgeblichen Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen Jungheinrich die Beherrschung zusammen mit einem Partnerunternehmen ausübt und gemeinsam mit diesem die Rechte am Nettovermögen der Beteiligung hat. Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für den Konzern und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Jungheinrich AG die Beherrschung über die Gesellschaft erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Jungheinrich AG endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt. Unternehmenszusammenschlüsse, das heißt Erwerbe von Gesellschaften und Geschäftsbereichen, werden gemäß IFRS 3 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei wird die übertragene Gegenleistung zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewerteten Nettovermögen verrechnet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden ebenfalls mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des identifizierten Nettovermögens, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Nettovermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst. Wenn die beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mit diesen vorläufig ermittelten Werten bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraumes von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt. Innerhalb dieses Bewertungszeitraumes werden alle erforderlichen Anpassungen an den ermittelten beizulegenden Zeitwerten gegen den vorläufig ermittelten Unterschiedsbetrag gebucht. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert eines at-equity-bilanzierten Unternehmens, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrages. Wertaufholungen in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. WährungsumrechnungIn Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst. Wesentliche Wechselkurse für den Jungheinrich-Konzernscroll
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung. Für den Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in Landeswährung berichteten Vermögenswerte und Schulden in Euro zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Veränderungen während des Jahres, die Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und die des sonstigen Ergebnisses werden mit den Jahresdurchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Aus der Währungsumrechnung resultierende Unterschiedsbeträge werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb des Postens "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. UmsatzrealisierungUmsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist beziehungsweise die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Ist das Ergebnis von langfristigen Fertigungsaufträgen verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten dieser Fertigungsaufträge entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt (sogenannte "Percentage of Completion"-Methode) am Bilanzstichtag als Umsatzerlöse und Umsatzkosten erfasst. Für Automatisierungsprojekte im Bereich der Logistiksysteme erfolgt die Ermittlung des Fertigstellungsgrades nach der Meilensteinmethode, das heißt, die erbrachte Leistung wird im Verhältnis zur Gesamtleistung betrachtet. Für Fertigungsaufträge von Regalbediengeräten der Marke MIAS wird der Fertigstellungsgrad nach dem "Cost to Cost"-Verfahren ermittelt. Die realisierten Auftragserlöse ergeben sich dabei aus den aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinnes. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst. Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Nettoinvestitionswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst. Die Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verträge realisiert. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft wird bei Verträgen mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes beträgt, der Verkaufserlös abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge. Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand - Investitionszulagen und InvestitionszuschüsseInvestitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichende Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Sie mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert hätten. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und -sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist -linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, betreffen insbesondere Kundenbeziehungen, Technologien sowie Kundenverträge. Für diese Kundenbeziehungen und Technologien wurden wirtschaftliche Nutzungsdauern zwischen 6 und 20 Jahren und für die Kundenverträge von 15 bis 20 Jahren festgelegt. Erworbene Nutzungsrechte an Grundstücken in China und Singapur sind auf 50 beziehungsweise 36 Jahre begrenzt. Entwicklungsausgaben werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungsausgaben umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Die Anschaffungskosten ermitteln sich als aktiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem zum beizulegenden Zeitwert erworbenen Nettovermögen. In Folgeperioden werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich -sofern erforderlich -kumulierter Wertminderungen bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung überprüft. Übersteigt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages sofort ergebniswirksam erfasst. Eine Wertaufholung, auch unterjährig erfasster Wertminderungen, erfolgt in späteren Berichtsperioden nicht. Für die Überprüfung auf mögliche Wertminderung ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der ZGE, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, zu ermitteln. Die ZGEs entsprechen dabei in der Regel den rechtlichen Konzernunternehmen. Für die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus dem Erwerb von MIAS wurde als ZGE die MIAS Group bestimmt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Die Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zunächst auf Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer ZGE mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünf-Jahres-Planung verwendet. Für die Cashflows jenseits der Planungsperiode werden langfristige Umsatz- und Renditeerwartungen angesetzt. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzernunternehmens- beziehungsweise länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Ist der Nutzungswert niedriger als der Buchwert, wird zur Bestimmung des erzielbaren Betrages zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung scheiden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nutzungsdauern für Sachanlagenscroll
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. MietgeräteJungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaft l iche Nutzungsdauer von 6 beziehungsweise 9 Jahren, je nach Produktgruppe, abgeschrieben. Abschreibungen werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 beziehungsweise 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfasst. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und MietgerätenDie Überprüfung von Geschäfts- oder Firmenwerten auf eine Wertminderung wird unter "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erläutert. Für alle übrigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheit) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst. Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Leasing und FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften Verträge mit den Kunden ab. Die Klassifizierung und damit die Behandlung der Leasingtransaktionen für die Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten inklusive eines nicht garantierten Restwertes als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird. Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor, und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 beziehungsweise 9 Jahren, je nach Produktgruppe, abgeschrieben. Abschreibungen werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 beziehungsweise 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfasst. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Mit Beendigung des Kundenleasingvertrages werden die Fahrzeuge zum Buchwert in die Vorräte übertragen. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Lease" und "Operating Lease") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfah-ren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt. Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft liegt das wirtschaftliche Eigentum aufgrund einer Rückkaufverpflichtung mit einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Objektwertes beträgt, bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, sodass diese an Leasinggesellschaften verkauften Fahrzeuge nach IFRS weiterhin in der Bilanz von Jungheinrich anzusetzen sind. Zum Zeitpunkt der Aktivierung als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" werden die Verkaufserlöse innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften und den Endkunden. Die abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Die Rückkaufverpflichtungen werden in Höhe der vereinbarten Restwertgarantien in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer hauptsächlich Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst. FinanzinstrumenteGemäß IAS 32 und IAS 39 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen. Gemäß IAS 39 sind Finanzinstrumente einer der folgenden vier Kategorien zuzuordnen:
Der Ansatz von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, das heißt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch Jungheinrich geliefert wird. Jungheinrich bilanziert Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte, sonstige Verbindlichkeiten und finanzielle Schulden, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sowie Finanzschulden. Wertpapiere, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind, werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder, bei Wertminderung, zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Sofern wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen, wird der ermittelte Wertberichtigungsaufwand im Finanzergebnis erfasst. Wertpapiere, die zum Zeitpunkt ihres erstmaligen Ansatzes der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet worden sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht den auf aktiven Märkten notierten Marktpreisen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden bis zur Ausbuchung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) erfasst. Zum Zeitpunkt der Veräußerung der Wertpapiere werden die zuvor im sonstigen Ergebnis berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgebucht. Im Falle eines signifikanten oder länger anhaltenden Rückganges des beizulegenden Zeitwertes wird die Wertminderung des betroffenen Vermögenswertes ergebniswirksam erfasst, auch wenn das Wertpapier nicht ausgebucht wurde. Wertaufholungen von Schuldinstrumenten in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. ForderungenForderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Einzelwertberichtigungen. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein muss. Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen. Anteile an verbundenen und at-equity-bilanzierten UnternehmenDie unter Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. WertpapiereZu den als Wertpapieren ausgewiesenen Finanzinstrumenten zählen alle "bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen". Diese Position beinhaltet auch Wertpapiere im Spezialfonds, die zum Zeitpunkt ihres Erwerbes ausnahmslos als "zur Veräußerung verfügbar" designiert werden. Derivative FinanzinstrumenteJungheinrich setzt derivative Finanzinstrumente hauptsächlich zu Sicherungszwecken ein. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes eingegangen wurde, angesetzt. IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam erfasst. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" zugeordnet. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich beziehungsweise maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 -in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 -andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (aus Preisen abgeleitet) beobachten lassen, Stufe 3 -herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Jungheinrich erfasst Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Bewertungsstufen zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Liquide MittelLiquide Mittel sind Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben, deren ursprüngliche Laufzeit bis zu drei Monate beträgt. VorräteDie Vorräte sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf Basis historischer Verbrauche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Latente SteuernLatente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderungen verabschiedet werden. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Sonstige EigenkapitalveränderungenIn dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung, der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen und der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Neubewertungen, die bei Jungheinrich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Ertrag aus dem Planvermögen (unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld enthalten sind) umfassen, werden unmittelbar bei Entstehung im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Bestandteil der sonstigen Eigenkapitalveränderungen und werden in Folgeperioden nicht mehr in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die Kostenkomponente Dienstzeitaufwand wird ergebniswirksam in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unterdeckung der leistungsorientierten Pensionspläne des Jungheinrich-Konzerns dar. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert. Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt, bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. AbschlussgliederungKurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet. Einzelne Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. SchätzungenIm Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, unter anderem für Pensionen, Risiken aus Restwertgarantien, Garantie verpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und -soweit erforderlich -die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswertes bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der ZGE, einer nachhaltigen Wachstumsrate und eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Eine Veränderung dieser und weiterer Einflussfaktoren kann zu Wertminderungen führen. Weitere Informationen können der Anhangangabe (12) entnommen werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken. Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können. Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Weitere Informationen können der Anhangangabe (26) entnommen werden. Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden. Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2017 erstmals angewendete IFRSDie erstmals zum 1. Januar 2017 verpflichtend in der EU anzuwendenden Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Veröffentlichte, von der EU übernommene und noch nicht angewendete IFRSIm Mai 2014 wurde vom IASB der Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" veröffentlicht. Er ersetzt die in den bisherigen IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" enthaltenen Regelungen zur Erfassung von Umsatzerlösen. IFRS 15 legt fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse zu erfassen sind, und erweitert die Angabevorschriften. Der neue Standard führt ein einheitliches, fünfstufiges Modell zur Erlösrealisierung aus Kundenverträgen ein. Zunächst sind der Kundenvertrag und die darin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen zu identifizieren. Anschließend ist der Transaktionspreis des Kundenvertrages zu ermitteln und auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde, ist nach dem neuen Modell für jede Leistungsverpflichtung Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises zu realisieren. Jungheinrich hat im Rahmen einer Betroffenheitsanalyse die Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss für die derzeit bestehenden wesentlichen Vertragsarten mit Kunden untersucht. Im Jungheinrich-Konzern werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Flurförderzeugen sowie der Erbringung von Kundendienstleistungen derzeit mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist beziehungsweise eine Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Nach IFRS 15 sind die Umsatzerlöse mit dem Kontrollübergang, das heißt, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt, zu realisieren. Weiterhin ist unter IFRS 15 zu prüfen, ob Verträge, die zeitgleich oder in zeitlicher Nähe zueinander mit dem gleichen Kunden abgeschlossen wurden, als ein Vertrag zu behandeln sind. Dies ist der Fall, wenn die Verträge entweder unter einer gemeinsamen wirtschaftlichen Zielsetzung verhandelt wurden, der Betrag der Gegenleistung eines Vertrages vom Preis oder der Erfüllung des anderen Vertrages abhängt oder wenn es sich bei den im Rahmen der Verträge versprochenen Gütern oder Dienstleistungen um eine einzige Leistungsverpflichtung handelt. Derzeit erfolgt im Jungheinrich-Konzern die Umsatzrealisierung auf Basis der Einzelverträge. Auch unter IFRS 15 wird im Wesentlichen eine getrennte Umsatzrealisierung auf Basis der Einzelverträge erfolgen, da aus heutiger Sicht keines der genannten Kriterien, die eine Zusammenfassung von Verträgen verlangen, erfüllt ist. Jungheinrich erfasst für langfristige Fertigungsaufträge, deren Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann, Auftragserlöse und Auftragskosten derzeit entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt (sogenannte "Percentage of Completion"-Methode), das heißt zeitraumbezogen, als Umsatzerlöse und Umsatzkosten. Für Fertigungsaufträge von Regalbediengeräten der Marke MIAS wird sich die Erfassung von Umsatzerlösen unter IFRS 15 ändern. Die Regalbediengeräte werden in den Werkshallen von MIAS gefertigt und anschließend für den Kunden vor Ort in dem entsprechenden Lager eingebaut. Da unter IFRS 15 für den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung der Kontrollübergang an den Kunden entscheidend ist, wird Jungheinrich Auftragserlöse und Auftragskosten für Fertigungsaufträge von Regalbediengeräten der Marke MIAS zukünftig zeitpunktbezogen, das heißt erst bei Kundenabnahme, erfassen. Für Automatisierungsprojekte im Bereich der Logistiksysteme erfolgt unter IFRS 15 die Erfassung von Umsatzerlösen und Umsatzkosten unverändert zeitraumbezogen. Jungheinrich schließt Finanzdienstleistungsverträge direkt oder indirekt über Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) mit Kunden ab. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft werden Verträge mit Rückkaufverpflichtungen und einer vereinbarten Restwertgarantie, die mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes beträgt, derzeit als sogenannte "Operating Lease"-Verträge bilanziert. Die Verkaufserlöse werden abgegrenzt und linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Alle übrigen Vendor-Verträge werden derzeit als Verkauf bilanziert, das heißt, Umsatzerlöse in Höhe des Nettoveräußerungswertes werden zum Zeitpunkt des Fahrzeugverkaufes an die Leasinggesellschaft oder Bank in voller Höhe ergebniswirksam berücksichtigt. IFRS 15 verweist bei Verträgen mit Kunden, die eine abgeschlossene Rückkaufverpflichtung enthalten, auf die Anwendung der Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse". Jungheinrich wird mit Anwendung des IFRS 15 alle Vendor-Verträge mit vereinbarten Rückkaufverpflichtungen gemäß den Regelungen des IAS 17 klassifizieren und bewerten. Aus der Anwendung der Klassifizierungskriterien wird es Verschiebungen in der Realisierung von Umsatzerlösen geben. Vendor-Verträge, die derzeit als sogenannte "Operating Lease"-Verträge bilanziert werden, könnten aufgrund der anzuwendenden Klassifizierungskriterien des IAS 17 zukünftig als "Finance Lease"-Verträge klassifiziert und bilanziert werden. In diesem Fall werden zukünftig die Umsatzerlöse in Höhe des Nettoveräußerungswertes in voller Höhe mit Vertragsbeginn realisiert. Durch die Anwendung von IFRS 15 ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Das Konzern-Eigenkapital wird in der Eröffnungsbilanz des Konzerns zum 1. Januar 2018 gegenüber dem zum 31. Dezember 2017 veröffentlichten Wert um einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag vermindert. Das IASB hat sein Projekt zur Ablösung von IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" im Juli 2014 durch die Veröffentlichung des finalen IFRS 9 "Finanzinstrumente" abgeschlossen. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf Klassifizierung, Ansatz und Bewertung einschließlich der Erfassung von Wertminderungen. Darüber hinaus enthält IFRS 9 Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wurden grundlegend überarbeitet, während die Regelungen zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten nahezu unverändert in den IFRS 9 übernommen wurden. Zudem hat sich die Bilanzierung von Wertminderungen bei finanziellen Vermögenswerten grundlegend geändert, da nicht nur eingetretene Verluste, sondern bereits erwartete Verluste zu erfassen sind. Ferner wurde die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit dem Ziel geändert, das Hedge Accounting stärker an der ökonomischen Risikosteuerung des Unternehmens zu orientieren. Die im IFRS 9 herausgegebenen Vorschriften enthalten Neuerungen und Erleichterungen in Bezug auf die Designationsmöglichkeiten, die Effektivitätsprüfung sowie die Beendigung von Sicherungsbeziehungen. Die neuen Einstufungsanforderungen des IFRS 9 werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung der finanziellen Vermögenswerte im Jungheinrich-Konzern haben. Alle derzeit zum beizulegenden Zeitwert gehaltenen finanziellen Vermögenswerte werden weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Wertpapiere im Spezialfonds werden derzeit ausnahmslos der Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet, damit zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden bis zur Ausbuchung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) erfasst. Zum Zeitpunkt der Veräußerung der Wertpapiere werden die zuvor im sonstigen Ergebnis berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgebucht. Im Falle eines signifikanten oder länger anhaltenden Rückganges des beizulegenden Zeitwertes wird die Wertminderung des betroffenen Vermögenswertes ergebniswirksam erfasst, auch wenn das Wertpapier nicht ausgebucht wurde. Der Spezialfonds hält sowohl Eigenkapital- als auch Schuldinstrumente. Mit Anwendung des IFRS 9 werden Gewinne und Verluste dieser Wertpapiere, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, unmittelbar ergebniswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 werden sich für Jungheinrich insbesondere daraus ergeben, dass die neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen auch erwartete zukünftige Verluste miteinbeziehen, während IAS 39 lediglich die Erfassung von bereits eingetretenen Wertminderungen berücksichtigt. Davon sind insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betroffen. Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 hat Jungheinrich das Wahlrecht, anstatt der Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anzuwenden. Jungheinrich wird die Regelungen des IAS 39 weiterhin anwenden. Durch den Übergang auf IFRS 9 wird es keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage geben. IFRS 15 und IFRS 9 wurden im September 2016 von der EU übernommen und sind erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Das IASB hat im Januar 2016 den Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. Er ersetzt die im IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie in den zugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 enthaltenen Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Die hieraus resultierenden Änderungen betreffen hauptsächlich die Bilanzierung beim Leasingnehmer, der zukünftig alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in seiner Bilanz zu erfassen hat. Ausnahmen bestehen für Leasingverträge mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten, vorausgesetzt der Leasingvertrag enthält keine Kaufoption, sowie für sogenannte geringwertige Leasinggegenstände, für die die bisherige Bilanzierung als "Operating Lease" beibehalten werden kann. Für Leasinggeber sind die Bilanzierungsvorschriften, insbesondere im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Klassifizierung von Leasingverhältnissen, weitgehend unverändert geblieben. Der neue Leasingstandard fordert umfangreichere Angaben sowohl für Leasingnehmer als auch Leasinggeber. Die Analyse der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Als wesentliche Auswirkung wurde bislang identifiziert, dass der Konzern für bestehende "Operating Lease"-Verträge, hauptsächlich über Grundstücke, Gebäude und Geschäftsräume sowie über Fahrzeuge, bei denen Jungheinrich Leasingnehmer ist, neue Vermögenswerte (Nutzungsrechte) und Schulden erfassen wird. Darüber hinaus wird es Änderungen in der Erfassung von Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, geben. Derzeit werden die Miet- und Leasingraten aus "Operating Lease"-Verträgen aufwandswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Mit Anwendung des IFRS 16 sind Abschreibungsaufwendungen für Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode für die Schulden aus den Leasingverträgen über die Laufzeit der Leasingverhältnisse ergebniswirksam zu erfassen. IFRS 16 wurde im Oktober 2017 von der EU übernommen und ist erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung des IFRS 16 ist möglich. Jungheinrich wird IFRS 16 erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden. Jungheinrich plant derzeit den modifiziert retrospektiven Übergang auf IFRS 16, das heißt auf die Anpassung der Vorjahreszahlen zu verzichten und die Übergangseffekte kumulativ in den Gewinnrücklagen auszuweisen. Die vom IFRS 16 zusätzlich geforderten Angaben wird Jungheinrich, sofern relevant, ab dem Geschäftsjahr 2019 entsprechend im Anhang berichten. Veröffentlichte, von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRSDie veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen, geänderten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant Jungheinrich derzeit keine vorzeitige Anwendung dieser Standards. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft 74 (Vorjahr: 74) ausländische und 19 (Vorjahr: 16) i nländische Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst 83 (Vorjahr: 80) vollkonsolidierte Unternehmen einschließlich eines strukturierten Unternehmens, die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode werden 10 (Vorjahr: 10) Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Der Universal-FORMICA-Fonds, Frankfurt am Main, an dem Jungheinrich 100 Prozent der Fondsanteile hält, wird als strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Jungheinrich ist durch Vertragsvereinbarungen in der Lage, die Tätigkeiten des Spezialfonds zu steuern und somit die Höhe der Rendite zu beeinflussen. Zweck des Fondsinvestments ist es, bei einem begrenzten Risiko die Renditechancen des Kapitalmarktes zu nutzen. Zur Begrenzung der Risiken wurde der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangangabe (43) dargestellt. Veränderungen des KonsolidierungskreisesEntwicklung des Konsolidierungskreisesscroll
Im 2. Quartal 2017 wurde die Jungheinrich Projektlösungen AG & Co. KG, Offenbach am Main, gegründet. Die Gesellschaft entwickelt Produkte für das Logistiksystemgeschäft. Für Zwecke der Ausgliederung aus dem Vermögen der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG, Moosburg, wurde im 2. Quartal 2017 die eigenständige Gesellschaft Jungheinrich Degernpoint AG & Co. KG, Moosburg, gegründet. Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Mai 2017 ohne eine Veränderung der im Konzern bestehenden Vermögenswerte und Schulden. Mit Jungheinrich Digital Solutions AG & Co. KG, Hamburg, wurde im 4. Quartal 2017 eine Gesellschaft für die Entwicklung, Integration und den Vertrieb digitaler Lösungen im Bereich von Flurförderzeugen, Logistiksystemen und weiterer industrieller Fahrzeuge und Maschinen gegründet. Die Gesellschaft hat im Januar 2018 ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Aus der Erstkonsolidierung dieser Gesellschaften, alle in Deutschland, ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung(3) UmsatzerlöseZusammensetzung der Umsatzerlösescroll
In den Umsatzerlösen des Segmentes "Intralogistik" sind mithilfe der "Percentage of Completion"-Methode ermittelte Auftragserlöse in Höhe von 108.628 T€ (Vorjahr: 69.411 T€) enthalten. Die Umsatzerlöse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" beinhalten in Höhe von 50.442 T€ (Vorjahr: 47.422 T€) Zinserträge aus "Finance Lease"-Kundenverträgen. (4) UmsatzkostenIn den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.791.003 T€ (Vorjahr: 1.554.035 T€) enthalten. Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 4.189 T€ (Vorjahr 13.022 T€ Kursgewinne) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren. Die Umsatzkosten beinhalten in Höhe von 24.351 T€ (Vorjahr: 25.986 T€) Zinsaufwendungen, die aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge des Segmentes "Finanzdienstleistungen" resultieren. (5) PersonalaufwandPersonalaufwand in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterscroll
Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 37.947 T€ (Vorjahr: 29.843 T€). (6) Abschreibungen, Wertminderungen und WertaufholungenDie Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte sowie der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sind in den Funktionskosten enthalten. (7) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres beinhalten mit 869 T€ (Vorjahr: 490 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 240 T€ (Vorjahr: 813 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand. In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Jahres 2016 sind Erträge aus der Endkonsolidierung der Boss Manufacturing Ltd., Leighton Buzzard (Großbritannien), in Höhe von 4.725 T€ enthalten. (8) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 1.124 T€ (Vorjahr: 714 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. (9) ZinsergebnisZusammensetzung des Zinsergebnissesscroll
(10) Übriges FinanzergebnisZusammensetzung des übrigen Finanzergebnissesscroll
Im Ergebnis aus Derivaten werden sämtliche Ergebnisse von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen, die nicht Lieferungen und Leistungen betreffen und zum Bilanzstichtag auch nicht als Sicherungsinstrumente designiert waren. Dazu zählen im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente, die zur Sicherung von Währungskursen bei konzerninternen Finanzvorgängen abgeschlossen wurden, sowie Derivate im Spezialfonds. Das Ergebnis aus Derivaten beinhaltet auch die Währungsdifferenzen aus Finanzierungen. Ergebnisse aus Derivaten im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet mit 334 T€ (Vorjahr: 610 T€) Aufzinsungsbeträge für langfristige Personalrückstellungen. (11) ErtragsteuernZusammensetzung des Steueraufwandesscroll
Der effektive Steueraufwand in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung gestiegen. Er beinhaltet einen Ertrag aus Vorjahressteuern in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. € Steueraufwand). Der effektive Steueraufwand im Ausland ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, da wirtschaftsfördernde Abschreibungsregelungen für Investitionsgüter angewendet werden konnten und Steuersätze gesenkt wurden. Ferner beinhaltet der Betrag für das Jahr 2017 einen Steuerertrag für Vorjahre in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Die auf Deutschland und das Ausland entfallenden ergebniswirksamen latenten Steuern sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der latente Steuerertrag des Berichtsjahres in Höhe von 2,3 Mio. € (Vorjahr 3,9 Mio. €) setzte sich zusammen aus einem Aufwand von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) aus der Nutzung der Verlustvorträge und aus einem Steuerertrag in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) aus der Veränderung temporärer Differenzen. Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2017 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent). Er setzte sich unverändert aus 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung und einem Gewerbesteuersatz von 14,2 Prozent zusammen. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 9,0 Prozent (Vorjahr 9,0 Prozent) und 35,0 Prozent (Vorjahr 35,0 Prozent). Zum 31. Dezember 2017 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 51 Mio. € (Vorjahr: 64 Mio. €). Der Verlustvortrag (US) betrug zum 31. Dezember 2017 rund 31 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €). Die Veränderung ist wechselkursbedingt. Die Senkung des Steuersatzes aufgrund der US-Steuerreform war nicht ergebniswirksam, da latente Steueransprüche mit Blick auf die künftigen Nutzungsmöglichkeiten wie im Vorjahr nicht angesetzt wurden. Der Verlustvortrag (US) ist im Wesentlichen bis zum Jahr 2026 vortragsfähig. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die nutzbaren körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge 19,5 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €). Sie waren unbegrenzt vortragsfähig. Im Zusammenhang mit diesen Verlustvorträgen sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) vorgenommen worden. Daneben bestanden zum 31. Dezember 2017 gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €). Zusammensetzung der aktiven und passiven latenten Steuernscroll
Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Die Einschätzung hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen. Vom Nettobetrag der latenten Steuern in Höhe von 86.222 T€ (Vorjahr: 87.091 T€) wurden 27.321 T€ (Vorjahr: 30.170 T€) direkt im Eigenkapital erfasst. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt. Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwandscroll
Die Konzernsteuerquote 2017 betrug 25,2 Prozent (Vorjahr: 28,4 Prozent). Erläuterungen zur Konzernbilanz(12) Immaterielle VermögenswerteEntwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Vorjahrscroll
Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten die aktivierten Entwicklungsausgaben des Jungheinrich-Konzerns. Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungsausgaben in Höhe von 21.350 T€ (Vorjahr: 15.237 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS. Forschungs- und Entwicklungskosten in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Buchwerte der aktivierten Entwicklungsausgaben erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit zum 31. Dezember 2017 resultierten Wertminderungsaufwendungen für vier Fahrzeugbaureihen in Höhe von insgesamt 3.984 T€. Die im Vorjahr erfassten Wertminderungen in Höhe von insgesamt 1.002 T€ entfielen auf drei Fahrzeugbaureihen. Jungheinrich führte im 4. Quartal 2017 die jährlichen Werthaltigkeitstests für die den ZGEs zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Wesentliche Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswertes einer ZGE waren die Free Cashflows, der Abzinsungssatz sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE)scroll
Bei der Überprüfung des südafrikanischen Geschäfts- oder Firmenwertes im Berichtsjahr wurde eine Wertminderung identifiziert. Der Buchwert der ZGE fiel höher aus als ihr ermittelter erzielbarer Betrag, sodass ein Wertminderungsaufwand von 152 T€ im Jahr 2017 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Der im Vorjahr erfasste Wertminderungsaufwand in Höhe von 87 T€ betraf die Wertminderung des malaysischen Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Wertminderungsaufwendungen wurden jeweils vollständig dem Geschäfts- oder Firmenwert Abschlussprüfung auf Werthaltigkeit der übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. Eine Erhöhung der verwendeten Abzinsungssätze um jeweils 0,5 Prozent oder auch eine Reduzierung der Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozent hätten zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. Finanzielle Annahmen zur Ermittlung des Nutzungswertes der ZGEs, denen signifikante Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sindscroll
(13) SachanlagenEntwicklung der Sachanlagen im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der Sachanlagen im Vorjahrscroll
In den Sachanlagen waren in Höhe von 12.667 T€ (Vorjahr: 13.266 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet wurden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 571 T€ (Vorjahr: 701 T€). Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 34.766 T€ (Vorjahr: 31.356 T€) verpfändet. (14) MietgeräteEntwicklung der Mietgerätescroll
Der Gesamtbestand an Mietgeräten enthält geleaste Mietgeräte in Höhe von 4.550 T€ (Vorjahr: 13.546 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die Abschreibungen des Jahres auf diese Geräte beliefen sich auf 2.974 T€ (Vorjahr: 2.564 T€). Im Rahmen der Finanzierung von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen waren Mietgeräte mit Buchwerten in Höhe von 66.633 T€ (Vorjahr: 62.779 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt. (15) Leasinggeräte aus FinanzdienstleistungenEntwicklung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Zusammensetzung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist. Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 240.017 T€ (Vorjahr: 218.492 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft erfolgt aufgrund der Höhe einer vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen". Die zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträge "Operating Lease" enthielten in Höhe von 65.010 T€ (Vorjahr: 59.882 T€) Fahrzeugflotten, die Großkunden zur flexiblen Nutzung bereitgestellt werden. Weiterhin enthielten sie eine Fahrzeugflotte in Höhe von 12.097 T€ (Vorjahr: 10.695 T€), die Kunden in Australien zur flexiblen Nutzung bereitgestellt wird. Für die übrigen zum Bilanzstichtag bestehenden, unkündbaren Kundenverträge "Operating Lease" sind die zukünftigen an Jungheinrich zu entrichtenden Leasingzahlungen nach Fälligkeiten in folgender Tabelle dargestellt. Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus den übrigen Kundenverträgen "Operating Lease"scroll
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 102.912 T€ (Vorjahr: 87.891 T€) erfolgt die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betragen 76.282 T€ (Vorjahr: 59.070 T€). (16) Anteile an at-equity-bilanzierten UnternehmenEntwicklung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Wesentliche Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Informationen zu den übrigen at-equity-bilanzierten Unternehmen können der Anhangangabe (43) entnommen werden. Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu den einzeln betrachtet wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben nicht den Anteil der Jungheinrich AG, sondern 100 Prozent darstellen. Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten wesentlichen Unternehmenscroll
scroll
1)
Inklusive Tochtergesellschaften Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschlussscroll
1)
Inklusive Tochtergesellschaften Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste aggregierte Finanzinformationen der einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Jungheinrich-Konzerns darstellen. Zusammengefasste aggregierte Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten unwesentlichen Unternehmenscroll
Der Konzern hat im Berichtsjahr anteilige Verluste von insgesamt 43 T€ (Vorjahr: - T€) in Bezug auf seine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nicht erfasst. Die kumuliert im at-Equity-Buchwert nicht angesetzten Verluste betrugen zum 31. Dezember 2017 insgesamt 43 T€ (Vorjahr: - T€). Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2017 keine Wertminderungsaufwendungen. (17) VorräteZusammensetzung der Vorrätescroll
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 39.624 T€ (Vorjahr: 30.497 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 45.613 T€ (Vorjahr: 41.400 T€). (18) Forderungen aus Lieferungen und LeistungenZusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten Besitzwechsel in Höhe von 6.593 T€ (Vorjahr: 9.038 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von 254 T€ (Vorjahr: 1.159 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 98 T€ (Vorjahr: 96 T€) und gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen in Höhe von 8.786 T€ (Vorjahr: 5.165 T€) enthalten. Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Überfälligkeiten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Wertberichtigungenscroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 512.152 T€ (Vorjahr: 474.657 T€) waren zum Bilanzstichtag weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrages bestanden zum Bilanzstichtag Kreditversicherungen. Zusammensetzung der Forderungen aus Fertigungsaufträgenscroll
(19) Forderungen aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, mit Beginn des Leasingverhältnisses als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden nur zukünftig fällige Leasingzahlungen und nicht garantierte Restwerte ausgewiesen. Für die bei Fälligkeit der Leasingzahlungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgebuchten Beträge werden die Überfälligkeiten und Wertberichtigungen daher unter der Anhangangabe (18) erfasst. Forderungen aus Finanzdienstleistungen: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwertscroll
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 240.421 T€ (Vorjahr: 211.548 T€) enthalten. Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Buchwerten in Höhe von 506.485 T€ (Vorjahr: 448.747 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. (20) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteZusammensetzung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswertescroll
In den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: - T€) enthalten. Zum Bilanzstichtag waren sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte weder überfällig noch wertgemindert. Zum Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner i hren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. (21) WertpapiereZusammensetzung der Wertpapierescroll
Der Gesamtbestand an Wertpapieren enthält in Höhe von 52.010 T€ (Vorjahr: 40.521 T€) Finanzinstrumente, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet sind. Jungheinrich will und kann diese Wertpapiere bis zur jeweiligen Endfälligkeit halten. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2017 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2018 bis 2019 endfällig. Aus der Prüfung der Wertpapiere auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2017 keine Wertminderungsaufwendungen. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2016 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2017 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die Rückzahlung bei Endfälligkeit. Die am 31. Dezember 2017 im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 118.426 T€ (Vorjahr: 120.869 T€) wurden als "zur Veräußerung verfügbar" designiert. (22) Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände und Schecks. Sie haben eine ursprüngliche Fälligkeit von höchstens drei Monaten. Die liquiden Mittel enthalten mit 13.642 T€ (Vorjahr: 7.376 T€) Bankguthaben des Spezialfonds. Zum Bilanzstichtag bestanden im Jungheinrich-Konzern Bankguthaben in Höhe von 9.231 T€ (Vorjahr: 8.815 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren. (23) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen. (24) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), war zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und betrug 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es war wie im Vorjahr eingeteilt in 54.000.000 Stammaktien und 48.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 1,00 €. Sämtliche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben. Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,04 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,04 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,02 € je Vorzugsaktie zusteht. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. DividendenvorschlagDie Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 57.351 T€ zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 49.920 T€ mit 0,48 € je Stammaktie und 0,50 € je Vorzugsaktie sowie in Höhe von 7.431 T€ für die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen zu verwenden. Sonstige EigenkapitalveränderungenDetails zu den Veränderungen aus dem sonstigen Ergebnisscroll
KapitalmanagementJungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen. Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE). Für das Berichtsjahr ergab sich ein ROCE von 17,3 Prozent (Vorjahr: 17,8 Prozent). EBIT-Kapitalrendite (ROCE)scroll
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt primär auf Basis der Kennzahl "Verschuldungsgrad". Diese ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen. Nettoverschuldungscroll
Der Jungheinrich-Konzern wies zum Bilanzstichtag eine Nettoverschuldung in Höhe von 6.640 T€ (Vorjahr: 55.982 T€ Nettoguthaben) aus. Der Verschuldungsgrad befand sich weiterhin auf einem guten Niveau. Verschuldungsgradscroll
Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können. (25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionspläneDie betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst. In Deutschland bestehen wesentliche Verpflichtungen aus erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten leistungsorientierten Pensionszusagen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die deutschen Pensionspläne sind rückstellungsfinanziert. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG sind seit dem 1. Juli 1987 beziehungsweise seit dem 14. April 1994 für Geschäftsführer und Mitarbeiter geschlossen. In Großbritannien bestehen wesentliche Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Rahmen von Betriebsvereinbarungen an Mitarbeiter der Jungheinrich UK Ltd. sowie an ehemalige Mitarbeiter des im Jahr 2004 geschlossenen Produktionswerkes Boss Manufacturing Ltd. Die Pensionspläne dieser Gesellschaften haben im Jahr 2003 fusioniert. Die Höhe der zugesagten Versorgungsleistung ist von dem während der Dienstzeit vom Berechtigten durchschnittlich bezogenen Entgelt abhängig. Der Pensionsplan ist durch einen ausgegliederten Fonds finanziert und seit dem 1. Oktober 2002 beziehungsweise seit dem 18. Januar 2003 für Neueintritte geschlossen. Für Anspruchsberechtigte des Pensionsplanes werden weiterhin Beiträge der Jungheinrich UK Ltd. und der Mitarbeiter in den Pensionsfonds eingezahlt. Im übrigen Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche werden durch Versicherungsverträge finanziert. Nach italienischem Recht bestehende Abfertigungsverpflichtungen an Geschäftsführer und Mitarbeiter wurden von Jungheinrich im Berichtsjahr neu klassifiziert. Die zum 31. Dezember 2016 mit ihrem Barwert in Höhe von 9.205 T€ in den "Rückstellungen im Personalbereich" erfassten Leistungsverpflichtungen werden seit dem 1. Januar 2017 im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen. Zusammensetzung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänenscroll
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist mit 219.927 T€ (Vorjahr: 222.690 T€) im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" und mit 4.070 T€ (Vorjahr: 1.482 T€) im Bilanzposten "Sonstige Vermögenswerte" enthalten. Entwicklung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Die sonstigen Veränderungen des Berichtsjahres enthalten mit 9.205 T€ den Zugang des beizulegenden Zeitwertes der italienischen Leistungsverpflichtungen. Die sonstigen Veränderungen des Vorjahres betrafen mit -28.275 T€ den Abgang des Barwertes der niederländischen Leistungsverpflichtungen sowie mit 7.383 T€ den Zugang des beizulegenden Zeitwertes der französischen Leistungsverpflichtungen. Wesentliche finanzielle Annahmen (gewichteter Durchschnitt) zur Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Die demografischen Annahmen in Deutschland wurden in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 auf der Grundlage der Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck festgelegt. Für die Bewertung der Pläne in Großbritannien sowie den übrigen Ländern basierten die verwendeten Lebenserwartungen auf den länderspezifischen Sterbetafeln. Aus den Pensionsplänen leiten sich für Jungheinrich im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko, das Rentensteigerungsrisiko sowie das Langlebigkeitsrisiko ab. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind. Sensitivitätsbetrachtung der wesentlichen finanziellen Annahmen: Auswirkungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr würden sich die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland sowie Großbritannien um etwa 4,5 Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent erhöhen. Die tatsächliche Veränderung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen ist aus der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nicht ableitbar. Es ist nicht zu erwarten, dass die Abweichungen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. Darüber hinaus ist Jungheinrich keinen besonderen Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag betrug in Deutschland rund 13 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre), in Großbritannien rund 19 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre) und im übrigen Ausland rund 17 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Jungheinrich, Rentenzahlungen aus dem Unternehmensvermögen in Höhe von rund 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,6 Mio. €) zu leisten. Entwicklung des beizulegenden Zeitwertes der Planvermögenscroll
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 10.162 T€ (Vorjahr: 55.212 T€). Es gab, wie im Vorjahr, keine Auswirkungen einer Begrenzung auf die Vermögensobergrenze. Die Planvermögen bestehen im Wesentlichen aus dem ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge des Pensionsfonds sind ausschließlich für Versorgungsleistungen und für die Aufwendungen der Verwaltung des Pensionsplanes vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen. Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt unter anderem Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren. Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Versorgungsleistungen an Berechtigte bedienen zu können. Zusammensetzung der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens in Großbritannienscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der obigen Eigenkapital- und Schuldinstrumente wurden auf der Grundlage von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Planvermögen der übrigen Länder in Höhe von insgesamt 36.671 T€ (Vorjahr: 38.430 T€) kann nicht in Anlageklassen aufgegliedert werden, da es sich bei diesen Planvermögen um Versicherungsverträge handelt. Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, weder eigene Finanzinstrumente noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Jungheinrich als Arbeitgeber, zahlungswirksame Beiträge in das Planvermögen in Höhe von rund 6,0 Mio. € (Vorjahr: 6,2 Mio. €) zu leisten, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Kosten für leistungsorientierte Pensionspläne in der Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Komponenten "Laufender Dienstzeitaufwand", "Gewinne aus Abgeltungen" und "Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand" wurden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen und Planverwaltungskosten waren im Finanzergebnis enthalten. (26) Übrige RückstellungenEntwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, erfolgsabhängige Vergütungen sowie für Urlaubsansprüche. Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 19.187 T€ (Vorjahr: 16.701 T€), die mit finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 8.678 T€ (Vorjahr: 8.023 T€) saldiert waren. Für die Finanzierung dieser Verpflichtungen wurden liquide Mittel an einen externen Treuhänder übertragen. Dieses Treuhandvermögen wird ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllt die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die liquiden Mittel sind aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit nicht frei verfügbar. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 6.219 T€ (Vorjahr: 7.460 T€) gebildet. Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthielten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 334 T€ (Vorjahr: 610 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich wiesen Beträge in Höhe von 29.981 T€ (Vorjahr: 38.853 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2017 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge. Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Risiken aus Restwertgarantien, die im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes vor allem gegenüber Leasinggesellschaften gegeben werden. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge wiesen Beträge in Höhe von 10.755 T€ (Vorjahr: 14.621 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Kundenboni, Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen. (27) FinanzverbindlichkeitenZusammensetzung und Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeitenscroll
Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als "Fällig innerhalb eines Jahres" ausgewiesen. Details zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
scroll
Zusammensetzung des Schuldscheindarlehens am 31. Dezember 2017scroll
Zur Absicherung der variablen Zinsen des im Jahr 2014 aufgenommenen Schuldscheindarlehens wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert. Im Berichtsjahr erfolgte die Aufnahme eines weiteren Schuldscheindarlehens in Höhe von 100.000 T€ mit Laufzeittranchen von fünf, sieben und zehn Jahren. Der Nominalbetrag dieses Darlehens entspricht dem Buchwert. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultierten in Höhe von 69.395 T€ (Vorjahr: 70.076 T€) aus der Refinanzierung von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen mittels Kredit. Jungheinrich wurde ein Kreditrahmen zur Verfügung gestellt, der jeweils maximal bis zur Höhe der Restschuld aus den Mietkaufverträgen ausnutzbar war. Daneben standen Verbindlichkeiten in Höhe von 4.489 T€ (Vorjahr: 15.581 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 5.684 T€ (Vorjahr: 16.876 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt. Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die "Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte", denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten. (28) Verbindlichkeiten aus FinanzdienstleistungenDie Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen enthielten mit 19.689 T€ (Vorjahr: 18.787 T€) Verpflichtungen aus Restwertgarantien, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden und bei denen die Restwerte mehr als 10 Prozent des Objektwertes betrugen. Daneben waren Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 1.295.453 T€ (Vorjahr: 1.136.953 T€) enthalten. Diese resultierten aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Lease") aktiviert werden. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthielten in Höhe von 266.403 T€ (Vorjahr: 245.003 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg. Verbindlichkeiten aus Finanzierungen: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Zahlungen zu deren Barwertscroll
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 341.917 T€ (Vorjahr: 292.238 T€) enthalten. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31 T€ (Vorjahr: 31 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 3.798 T€ (Vorjahr: 4.856 T€) enthalten. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (30) Übrige VerbindlichkeitenZusammensetzung der übrigen Verbindlichkeitenscroll
Zusammensetzung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgenscroll
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von - T€ (Vorjahr: 2 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten in Höhe des geschätzten beizulegenden Zeitwertes von 1.865 T€ (Vorjahr: 2.687 T€) bedingte Gegenleistungen, die mit dem Unternehmenszusammenschluss in Rumänien im Zusammenhang stehen. Die Auszahlung der bedingten Gegenleistung in den Jahren 2018 und 2019 ist an die Erreichung vereinbarter operativer Kennzahlen gekoppelt. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Jungheinrich, eine Kaufpreisauszahlung in Höhe von 990 T€ zu leisten. Alle anderen übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge. Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 3.575 T€ (Vorjahr: 3.815 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand. (31) RechnungsabgrenzungspostenDie Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft aufgrund der vereinbarten Restwertgarantie mit mehr als 10 Prozent des Objektwertes bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Restwertgarantie umsatzwirksam aufgelöst. Zusammensetzung des passiven Rechnungsabgrenzungspostensscroll
(32) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorienscroll
Die Buchwerte der im Konzernabschluss zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit ihrer zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge beziehungsweise -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Jungheinrich berücksichtigt. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
Devisenoptionen wurden anhand von Optionspreismodellen unter Verwendung von aktuellen Marktdaten bewertet. Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen wurden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können. Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere, die als "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestition" designiert wurden, entsprachen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag. Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprachen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten bewertet. Sie verfügten über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich bestimmt werden. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bewertet. Sie verfügten über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich bestimmt werden. Es wurde angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprachen. Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wurde vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprachen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch waren. Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprachen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden und für die nicht angenommen wird, dass die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten entsprechenscroll
Nettoergebnisse von Finanzinstrumentenscroll
Die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfassten Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten werden in oben stehender Tabelle nach Bewertungskategorien dargestellt. Zinsen und Dividenden aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie in den Umsatzkosten ausgewiesen. Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von Wertpapieren der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (AfS) zum beizulegenden Zeitwert werden zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Finanzinstrumente aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgebucht. Diese Nettoergebnisse werden im Finanzergebnis als Bestandteil der Zinserträge erfasst. Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten (FAHfT/FLHfT) zum beizulegenden Zeitwert sind in den Umsatzkosten sowie im übrigen Finanzergebnis enthalten. Wertberichtigungen auf Ausleihungen und Forderungen (LaR) werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Sonstige Erläuterungen(33) Konzern-KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung wurden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde indirekt abgeleitet. Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wurde, ergab sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit schloss darüber hinaus die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Lease"-Verträgen, insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten beziehungsweise Umsatz- und Erlösabgrenzungen mit ein. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasste die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Lease"-Verträge refinanzierten Sachanlagen, der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten, die Erwerbe und Verkäufe von Wertpapieren, Kaufpreiszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie Auszahlungen für Investitionen in at-equity-bilanzierte Unternehmen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurden neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite einschließlich Schuldscheindarlehen sowie die zahlungswirksamen Veränderungen der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung standen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 9.231 T€ (Vorjahr: 8.815 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste zum Bilanzstichtag unverändert fast ausschließlich Bankguthaben. Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten im Berichtsjahrscroll
(34) EventualschuldenKonzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Jungheinrich hatte am Bilanzstichtag für Gemeinschaftsunternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 5.475 T€ (Vorjahr: 925 T€) abgegeben. Darüber hinaus bestand am 31. Dezember 2017 eine Bürgschaft für die anteilige Erfüllung künftiger Mietzahlungen eines Gemeinschaftsunternehmens in Höhe von 2.988 T€ (Vorjahr: 3.795 T€). Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der Unternehmen wurde von einer Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen ausgegangen; mit einer Inanspruchnahme wurde nicht gerechnet. (35) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 44 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €). Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Lease") für Grundstücke und Geschäftsräume, EDV-Anlagen, Büroeinrichtungen sowie Fahrzeuge abgeschlossen. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Die Fälligkeiten der künftigen Mindestzahlungen bis zum ersten vertraglich vereinbarten Kündigungstermin sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgenscroll
Die aufwandswirksam erfassten Miet- und Leasingzahlungen aus den "Operating Lease"-Verträgen beliefen sich für das Jahr 2017 auf 53.950 T€ (Vorjahr: 49.637 T€). (36) Risikomanagement und FinanzinstrumenteGrundsätze des RisikomanagementsDer Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten beziehungsweise Leasinggesellschaften als Vertragspartnern getätigt werden. Die Verantwortung für die Einleitung erforderlicher organisatorischer Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens. Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements. Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch Restwertrisiken, Refinanzierungsrisiken und Adressausfallrisiken. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen ermöglicht. Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt grundsätzlich unter Einhaltung des Prinzips der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Zu dem allgemeinen Bonitäts- beziehungsweise Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen. Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko, das Devisenkursrisiko und das Aktienkursrisiko ab. Nennenswerte Risikokonzentrationen gab es im Berichtsjahr, unverändert zum Vorjahr, nicht. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und gegebenenfalls Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt. Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten ohne abgeschlossene Zinssicherungen. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war. Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2017 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 669 T€ (Vorjahr: 626 T€) niedriger (höher) gewesen. Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Zinsswaps mit Hedge-Beziehung hätte ein solcher Anstieg (Rückgang) des Marktzinsniveaus zu einer erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Veränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von +5.239 T€ (-5.790 T€) geführt. WährungsrisikenIm Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswap- und Devisenoptionsgeschäfte ein. Zur Messung der Risikoposition verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value at Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter - Marktschwankungen beziehungsweise Volatilitäten -werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet. Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber. Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2017 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 1.266 T€ (Vorjahr: 821 T€) nicht überschreiten wird. Der Value at Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 1.004 T€ (Vorjahr: 821 T€) und einem Maximum von 1.522 T€ (Vorjahr: 1.432 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 1.259 T€ (Vorjahr: 1.177 T€). AktienkursrisikenJungheinrich hat liquide Mittel in Höhe von 125.000 T€ in einem Spezialfonds angelegt. Aus den in diesem Fonds gehaltenen Aktien, Aktienindexfonds und Aktienderivaten ergibt sich für den Jungheinrich-Konzern das Aktienkursrisiko. Am 31. Dezember 2017 wurde im Fonds ein Aktienexposure in Höhe von insgesamt 29.406 T€ (Vorjahr: 27.131 T€) gehalten. Wenn das Aktienkursniveau am 31. Dezember 2017 um 10 Prozent höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Eigenkapital um 2.941 T€ (Vorjahr: 2.713 T€) höher (niedriger) gewesen. Zur Begrenzung der Aktienkursrisiken ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. AusfallrisikenJungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, die Teilung des Risikos mit Finanzierern, die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale sowie den Abschluss von Kreditversicherungen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen, wie zum Beispiel Aufrechnungsvereinbarungen, vor. LiquiditätsrisikenUm die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt. KontrahentenrisikenDer Konzern ist Kontrahentenrisiken ausgesetzt, welche durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entstehen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Ratingagenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestanden für Jungheinrich keine bedeutsamen Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Bei der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden die berechneten Marktwerte in Höhe der durch Analysetools ermittelten Risikowerte (Credit Value Adjustment/Debit Value Adjustment) angepasst. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten. SicherungsbeziehungenDer Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedging unter anderem zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Zur Sicherung der Zinsrisiken wurden die Zahlungsströme der variablen Tranche des Schuldscheindarlehens (Laufzeit 2014 bis 2019) laufzeitkongruent und über den gleichen Nominalbetrag durch einen entsprechenden Zinsswap gesichert. Bei der Refinanzierung von Mietgeräten mittels Kredit wird zur Absicherung von Zinsrisiken rollierend ein Zinsswap in Höhe des Finanzierungsvolumens abgeschlossen. Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert. Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals. Nominalwerte von derivativen FinanzinstrumentenNominalvolumen der derivativen Finanzinstrumentescroll
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden Zwölf-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche im Wesentlichen zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden. Die Nominalvolumen der sonstigen derivativen Finanzinstrumente beinhalteten Futures im Spezialfonds und Zinssicherungskontrakte, die nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert werden. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Bilanzstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Beizulegende Zeitwerte von derivativen FinanzinstrumentenDer beizulegende Zeitwert eines derivativen Finanzinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der in Anhangangabe (32) dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen. Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumentenscroll
(37) SegmentinformationenJungheinrich ist international -mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des JungheinrichGeschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die im Wesentlichen europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dabei erfolgt die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eigenständig. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor. Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Segmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 2.028 T€ (Vorjahr: 5.785 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grund werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern. Die Investitionen, Abschreibungen sowie Wertminderungen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben. Die Vermögenswerte und Schulden umfassen alle Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen für das Jahr 2017scroll
Segmentinformationen für das Jahr 2016scroll
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Mietgeräte die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen sowie Personalrückstellungen enthalten. Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert. Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Langfristige Vermögenswerte nach Regionenscroll
In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil -gemessen am Konzernumsatz -wesentlich war. (38) Ergebnis je AktieBasis für die Berechnung ist das Ergebnis nach Steuern, wie es in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen wird, da es vollständig den Aktionären der Jungheinrich AG zusteht. Ergebnis je Aktiescroll
In den Geschäftsjahren 2017 und 2016 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert hätten. (39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017Im Januar 2018 übernahm Jungheinrich mit der Grupo Agencia Alemana seinen langjährigen Vertriebspartner in Südamerika, um zukünftig die Märkte in Kolumbien, Peru und Ecuador im Direktvertrieb zu bearbeiten. Die vorläufige übertragene Gegenleistung besteht aus einem festen Kaufpreis in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrages. Aufgrund des engen zeitlichen Zusammenhangs von Erwerbszeitpunkt und Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Konzernabschlusses können derzeit keine Anpassungen zum beizulegenden Zeitwert quantifiziert und weiteren nach IFRS 3 geforderten Angaben zum Erwerb der Grupo Agencia Alemana gemacht werden. Es sind nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 keine weiteren Vorgänge oder Ereignisse eingetreten, die für Jungheinrich von wesentlicher Bedeutung sind. (40) Honorare für den Abschlussprüfer des KonzernabschlussesDie Details zu den vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, für das Berichtsjahr berechneten Honoraren können der folgenden Tabelle entnommen werden. Honorare des Abschlussprüfersscroll
Die sonstigen Leistungen entfielen auf zwei Projekte zu Fragen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit. (41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf, und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Jungheinrich Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen und verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen resultierten aus der normalen Geschäftstätigkeit und wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die Transaktionen mit den nicht konsolidierten Tochterunternehmen waren von geringem Umfang. Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und den Gemeinschaftsunternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Geschäftsbeziehungen mit Gemeinschaftsunternehmenscroll
scroll
1)
Inklusive Tochtergesellschaften Am 31. Dezember 2017 bestanden sonstige Forderungen aus Finanzierungen gegen Irapol Sp. z o.o., Lodz (Polen), in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: - T€). Am 31. Dezember 2017 bestanden sonstige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen gegenüber der Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus (Deutschland), in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€). Mitglieder des Vorstandes beziehungsweise des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt. Die Angaben über die Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand können der Anhangangabe (42) entnommen werden. (42) Gesamtbezüge des Vorstandes und des AufsichtsratesAls Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird der aus den leistungsorientierten Verpflichtungen für die Mitglieder des Vorstandes resultierende laufende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 24. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes gemäß § 315e HGB in Verbindung mit § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 HGB beliefen sich im Jahr 2017 auf 8.659 T€ (Vorjahr: 7.206 T€). Am 31. Dezember 2017 bestanden, unverändert zum Vorjahr, keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG. Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 1.613 T€ (Vorjahr: 788 T€). Zum 31. Dezember 2017 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 12.767 T€ (Vorjahr: 13.312 T€) gebildet. Vergütungen der aktiven Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsratesscroll
(43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 Abs. 2 HGBIn den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2017 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
1)
10,0 Prozent der Anteile indirekt über Treuhandgesellschaft In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2017 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen: scroll
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2017 sind die folgenden Unternehmen nicht einbezogen: scroll
1)
Nicht einbezogen aufgrund untergeordneter
Bedeutung (44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGBDie nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGIm Dezember 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Hamburg, den 27. Februar 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 27. Februar 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jungheinrich Aktiengesellschaft, HamburgVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Jungheinrich AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit von Geschäfts- oder FirmenwertenZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt (2) "Grundsätze der Rechnungslegung: Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Mietgeräten" sowie die "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in Abschnitt (12) "Immaterielle Vermögenswerte" im Konzernanhang und auf die Abschnitte "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" sowie "Prognosebericht" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussDie Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 35.021. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die nächsten 5 Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz. Als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen hat die Gesellschaft die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 152 wertberichtigt. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht oder nicht in angemessener Höhe erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungUnter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für Controllingzwecke oder Investitionsplanungen, und der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre sowie die Forecasts des Geschäftsjahres 2017 mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Da sich bereits geringfügige Änderungen des Abzinsungssatzes wesentlich auf die Ergebnisse des Werthaltigkeitstests auswirken können, haben wir die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung Rechnung zu tragen, haben wir mögliche Veränderungen des Abzinsungssatzes auf den erzielbaren Betrag untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben. Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind. Unsere SchlussfolgerungenDie der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen. Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht. Aktualisierung der Softwarekomponenten (Softwareupdate) zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen für wesentliche KonzerngesellschaftenZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt (2) "Grundsätze der Rechnungslegung: Leasing und Finanzdienstleistungen" und die "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in Abschnitt (15) "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen", (19) "Forderungen aus Finanzdienstleistungen' und (28) .Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" im Konzernanhang und auf Abschnitt "Finanzdienstleistungen" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussSämtliche Finanzdienstleistungen des Konzerns sind im Segment Finanzdienstleistungen zusammengefasst. Innerhalb des Konzerns nimmt dieses eine Dienstleistungsfunktion für den Vertrieb wahr. Zum Jahresende 2017 entspricht der Vertragsbestand mit insgesamt 155 Tsd. Fahrzeugen einem Neuwert von EUR 2.486 Mio. Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurden 42 Prozent (i. Vj. 40 Prozent) über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. In Deutschland, Österreich und Belgien wurden im Geschäftsjahr 2017 alle Softwarekomponenten zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen aktualisiert, um deren Leistungsfähigkeit deutlich zu erhöhen (Softwareupdate). Grundlage für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen ist die Einstufung dieser in Finanzierungsleasing oder Operating-Leasing. Dabei ist zu beurteilen, in welchem Umfang die mit dem Eigentum eines Leasinggegenstands verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder Leasingnehmer liegen. Durch die neue Software wird ein Vertragsbestand von knapp 40 Tsd. Kundenverträgen mit unterschiedlichsten Vertragskonstellationen abgedeckt. Das hohe Vertragsvolumen sowie die Einstufung von Leasingverhältnissen sind komplex und im Zusammenhang mit dem Softwareupdate mit zusätzlichen Risiken verbunden. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass aufgrund des Softwareupdates die Kundenverträge aus Finanzdienstleistungsgeschäften nicht vollständig oder nicht korrekt erfasst werden bzw. die Klassifizierungen in die unterschiedlichen Leasing-Kategorien nicht korrekt erfolgen und somit die hiermit in Zusammenhang stehenden Forderungen und Verbindlichkeiten und Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen sowie die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge unzutreffend im Konzernabschluss bilanziert werden. Unsere Vorgehensweise bei der PrüfungWir haben, unter Einbezug unserer IT-Spezialisten, das allgemeine IT-Umfeld und dabei insbesondere den Umgang mit Programmänderungen (Ausführung, Test und Freigabe sowie Autorisierung für die Entwicklung und Implementierung im Produktivsystem) auf Angemessenheit und Wirksamkeit beurteilt. Auf Basis von Befragungen der Mitarbeiter des Unternehmens sowie Einsichtnahmen in risikoorientiert ausgewählte Geschäftsvorfälle, haben wir uns ein Prozessverständnis über die Datenerfassung und Verarbeitung von Leasingverträgen im Kontext des Softwareupdates verschafft. Um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Datenerfassung zu beurteilen, wurden relevante Kontrollen identifiziert und auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit getestet. Dazu haben wir uns in Stichproben einzelne Vorgänge angesehen und die Datengrundlage aus dem System mit den zugrunde liegenden Leasingverträgen abgestimmt. Zudem haben wir die Berechnungsmethoden der Software zur Ermittlung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungsverträgen, nachvollzogen und beurteilt, ob diese Berechnungsmethoden in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen sind. Unsere SchlussfolgerungenDie Vorgehensweise zur Bilanzierung von Forderungen und Verbindlichkeiten und Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen sowie der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus Leasingverträgen auf Basis des Softwareupdates steht in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 als Jahresabschlussprüfer gewählt und sind damit gemäß § 318 Abs. 2 HGB auch zum Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Jochen Haußer.
Hamburg, den 27. Februar 2018 KPMG AG Schmelzer, Wirtschaftsprüfer Dr. Haußer, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017der Jungheinrich AGGeschäftstätigkeit und RahmenbedingungenJungheinrich zählt zu den weltweit führenden Herstellern und Dienstleistern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Logistiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden ganzheitliche Lösungen aus einer Hand. Branchenbezogen nimmt der Jungheinrich-Konzern -gemessen am Umsatz -in der Rangliste der Flurförderzeughersteller in seinem Kernmarkt Europa den zweiten Platz ein. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, das Logistiksystemgeschäft und den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Bei den Flurförderzeugen handelt es sich fast ausschließlich um Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb. Des Weiteren runden digitale Produkte das Portfolio ab. Kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsangebot verfolgt Jungheinrich das Ziel, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus einer Hand zu betreuen. Jungheinrich setzt weltweit auf ein eigenes Direktvertriebs- und Servicenetz in 39 Ländern. Darüber hinaus ist der Konzern in über 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Kernmarkt ist Europa, in dem 88 Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden. Wiederum 28 Prozent der europäischen Umsätze entfallen auf den Heimatmarkt Deutschland. In Nordamerika kooperiert Jungheinrich mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), einem leistungsstarken Vertriebspartner mit umfangreicher Händlerpräsenz. Im Jahr 2016 wurde von MCFA und Jungheinrich ein Gemeinschaftsunternehmen für die Produktion von Industriekomponenten in den USA gegründet (Industrial Components of Texas, LLC, ICOTEX) und 2017 in Betrieb genommen. In China ist Jungheinrich mit Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) in einem Joint Venture in der Vermietung von Flurförderzeugen aktiv. Nahezu den gesamten Bedarf an Elektromotoren fertigt Jungheinrich in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen mit einem anderen Flurförderzeughersteller in Tschechien und China. Das Produktportfolio von Jungheinrich umfasst die gesamte Bandbreite von manuellen bis zu vollautomatisierten Flurförderzeugen bis 9 Tonnen Traglast. Außerdem gehören seit Ende 2015 Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel für Regalbediengeräte zum Produktprogramm. Der Konzern verfügt über sieben Werke in Deutschland. Im größten Werk in Norderstedt ist zusätzlich zur Fahrzeugproduktion die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, elektronischen Steuerungen und Ladegeräten angesiedelt. In einem Werk werden ausschließlich Flurförderzeuge aufgearbeitet. Darüber hinaus betreibt Jungheinrich zwei Werke in China und eines in Ungarn. Für das wachsende Kundendienstgeschäft hat Jungheinrich 2013 ein modernes Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen in Betrieb genommen. Im Berichtsjahr haben die Bauarbeiten für eine umfangreiche Erweiterung begonnen, die 2018 abgeschlossen wird. Über dieses Lager sowie durch weitere Standorte in Lahr, Bratislava, Moskau, Shanghai und, seit Ende 2017, auch in Birmingham wird die optimale Versorgung des Jungheinrich-Kundendienstes mit Ersatzteilen weltweit gewährleistet. Die Jungheinrich AG ist primär eine Management-Holding. Sie übernimmt konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Finanzen, Controlling und Revision. Außerdem sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie das Immobilienmanagement organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Der Vorstand ist für die strategische Steuerung und die operative Führung des Konzerns verantwortlich. Dies umfasst auch die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele und die Zuständigkeit für Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozesse -einschließlich des Risiko- und Chancenmanagements - sowie die Verteilung der Ressourcen. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden, betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Direkte Geschäftsbeziehungen unterhält sie insbesondere mit Tochtergesellschaften in Deutschland. Die Jahresergebnisse mit in der Form der AG & Co. KG geführten Tochtergesellschaften werden zeitgleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen mit einem Großteil der inländischen Kapitalgesellschaften Ergebnisabführungsverträge. Das Beteiligungsergebnis ist wesentliche Steuerungsgröße für die Jungheinrich AG. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDer regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Jungheinrich ist Europa. Außerhalb Europas liegt der Fokus auf der Region Asien-Pazifik und den USA. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Auf Europa entfällt rund ein Drittel der globalen Nachfrage nach Flurförderzeugen, entsprechend bedeutsam ist die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Mitgliedsstaaten. Die Weltwirtschaft verzeichnete 2017 ein ordentliches Wachstum. Der BIP-Anstieg in den USA und im Euroraum fiel dabei spürbar höher aus als im Jahr zuvor. Die chinesische Wirtschaft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine ähnliche konjunkturelle Dynamik. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Januar 2018 mit aktualisierten Vorjahresangaben) Trotz der Belastungen durch die Vorbereitungen für den beschlossenen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wies die Eurozone im Berichtsjahr mit einem Anstieg des BIP um 2,4 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent) ein robustes Wachstum auf. Positive Impulse gingen von der anhaltend expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank aus. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete 2017 eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung (2,5 Prozent; Vorjahr: 1,9 Prozent). Die Wirtschaft Frankreichs wuchs mit 1,8 Prozent stärker als 2016 (1,2 Prozent). Italien erreichte im Berichtsjahr mit 1,6 Prozent eine merklich höhere Wachstumsrate als im Vorjahr (0,9 Prozent), während die konjunkturelle Dynamik in Großbritannien mit einem Anstieg des BIP um 1,7 Prozent etwas geringer ausfiel (Vorjahr: 1,9 Prozent). In diesen vier Ländern erwirtschaftet Jungheinrich rund die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Wirtschaftsleistung Russlands stieg 2017 um 1,8 Prozent, während sie im Vorjahr noch um 0,2 Prozent gesunken war. In Polen erhöhte sich das BIP um 3,8 Prozent und damit spürbar stärker als 2016 (2,6 Prozent). Branchenbezogene RahmenbedingungenDer Weltmarkt für Flurförderzeuge wies 2017 mit 18 Prozent beziehungsweise 213 Tsd. Flurförderzeugen ein sehr starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf. Die Hälfte davon war auf die extrem starke Nachfrage im chinesischen Markt zurückzuführen, die um 39 Prozent kletterte. Hier waren insbesondere die stark gestiegenen Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler von Bedeutung. Ohne Berücksichtigung von China wuchs der Weltmarkt um 12 Prozent. Auch der gute Anstieg des Marktvolumens in Nordamerika um 11 Prozent war zu etwas mehr als 50 Prozent auf die höhere Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb zurückzuführen. In Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich, legte die Nachfrage um 12 Prozent zu, mit einem Plus von 10 Prozent in Westeuropa und 20 Prozent in Osteuropa. Mit 470 Tsd. Fahrzeugen wurde damit der Höchststand des Jahres 2007 vor Ausbruch der Finanzkrise um 14 Prozent übertroffen. Die größten Märkte in Westeuropa sind Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. In Osteuropa setzte der russische Markt nach dem starken Einbruch in den Jahren 2014 und 2015 und einem sehr starken Nachfrageanstieg im Jahr 2016 (plus 37 Prozent) seinen Wachstumskurs im Berichtsjahr mit einem Zuwachs von 17 Prozent fort. Nach Polen, wo das Marktvolumen im Berichtsjahr mit einem Plus von 29 Prozent sehr stark zugelegt hat, ist Russland der zweitgrößte Markt in der Region, gefolgt von Tschechien. Weltmarkt Flurförderzeuge nach Regionenscroll
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) Der weltweite Anstieg der Nachfrage im Produktsegment Lagertechnik betrug 17 Prozent, das entspricht fast 91 Tsd. Flurförderzeugen. Davon entfielen 46 Prozent auf Asien, mit Schwerpunkt China, gefolgt von Europa. Dieser Region waren 36 Prozent der Erhöhung zuzurechnen. Das um 14 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler wurde neben der stark gestiegenen Nachfrage in Europa (plus 15 Prozent) auch von deutlich höheren Bestellungen in China (plus 31 Prozent) getragen. Zwar war der weltweite Anstieg der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 21 Prozent zu rund zwei Dritteln auf die merklich gestiegenen Bestellungen in China zurückzuführen, jedoch verliert das Produktsegment der verbrennungsmotorischen Stapler sukzessive Marktanteile. Betrug 2007 der globale Marktanteil noch 45 Prozent des Gesamtmarktes für Flurförderzeuge, so lag er 2017 nur noch bei 39 Prozent. In Europa belief sich der Anteil der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler am Gesamtmarkt nur noch auf 15 Prozent. Vor 10 Jahren lag dieser noch bei 28 Prozent. Geschäftsverlauf und ErtragslageDie Ertragslage der Jungheinrich AG wurde von dem erfreulichen Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften im In- und Ausland sowie dem sich daraus ergebenden Beteiligungsergebnis bestimmt. Die Erträge aus Beteiligungen fielen insbesondere aufgrund der gestiegenen Jahresüberschüsse der inländischen Werke im Berichtsjahr um fast 17 Mio. € höher als im Vorjahr aus. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2017 betrugen 177,3 Mio. € nach 153,1 Mio. € im Vorjahr. Sie beinhalten die Vergütung von Dienstleistungen, Erlöse aus der Vermietung von Immobilien sowie Erlöse aus Lizenzverträgen. Die Umsatzerlöse aus der Vergütung von Dienstleistungen stiegen aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens in den inländischen operativen Gesellschaften gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent von 88,5 Mio. € auf 102,9 Mio. € an. Mit der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen wurden Erlöse in ähnlicher Größenordnung (27,9 Mio. €) wie im Vorjahr (26,4 Mio. €) erzielt. Die Umsätze aus Lizenzverträgen lagen im Jahresvergleich aufgrund der Steigerung des Geschäftsvolumens mit 46,5 Mio. € um 22 Prozent über dem Vorjahreswert von 38,2 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 15,4 Mio. € um 2,9 Mio. € auf 18,3 Mio. €. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die Steigerung der von ausländischen Konzerngesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen sowie höhere Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten. Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Der Materialaufwand enthält hauptsächlich die Energiekosten der vermieteten Immobilien. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Verwaltungskosten der Holding- und Zentralbereiche. Die Erhöhung des Personalaufwandes im Geschäftsjahr 2017 um 7,5 Mio. € ist hauptsächlich durch den Aufbau von durchschnittlich 65 Mitarbeitern bedingt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 166,4 Mio. € um 28,4 Mio. € auf 194,8 Mio. €. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die Ausweitung der zu vergütenden Entwicklungsdienstleistungen der Werke und der Ausgleichsleistungen an ausländische Konzerngesellschaften sowie die Erhöhung der Kosten für externe IT-Dienstleistungen. Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigte im Berichtszeitraum folgendes Bild: scroll
Wesentlich für den Anstieg des Ergebnisses vor Zinsergebnis und Steuern auf 81,9 Mio. € (Vorjahr: 74,4 Mio. €) waren die höheren Erträge aus Beteiligungen. Das Beteiligungsergebnis der Jungheinrich AG betrug 202,7 Mio. € im Jahr 2017 nach 185,1 Mio. € im Vorjahr und übertraf damit die Erwartungen. Das Zinsergebnis war mit plus 1,1 Mio. € geringer als im Vorjahr (plus 3,5 Mio. €). Die Veränderung ist das Resultat eines unterschiedlichen Ausweises der Abzinsung von Pensionsrückstellungen. Bei vergleichbarem Ausweis -im Vorjahr wurden die Zinsaufwendungen aus der Veränderung des 7-Jahres-Rechnungszinses (rund 2,3 Mio. €) im Personalaufwand erfasst -hätte sich 2016 ein Zinsergebnis von 1,2 Mio. € ergeben. Die Ertrag- und sonstigen Steuern beinhalteten Ertragsteuerumlagen in Höhe von 69,5 Mio. € (Vorjahr: 62,6 Mio. €). Diese Umlagen werden von den operativen Gesellschaften eingefordert, da deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss von 114,7 Mio. € (Vorjahr: 102,2 Mio. €) ab und übertraf damit spürbar die für das Berichtsjahr erwartete Größenordnung. Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 57,3 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Dividende in Höhe von 0,48 € je Stammaktie und 0,50 € je Vorzugsaktie auszuschütten. InvestitionenDie Zugänge im Anlagevermögen betrugen im Berichtszeitraum 32,8 Mio. €. Die gegenüber dem Vorjahr (12,8 Mio. €) höheren Investitionen des Berichtsjahres beinhalten im Wesentlichen Beträge für die Erweiterung des Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen und des Hauptverwaltungsgebäudes in Hamburg. Das Bestellobligo für Investitionen der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 29 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt mehrheitlich mit Fremdmitteln. Finanz- und VermögenslageAls Konzernobergesellschaft trägt die Jungheinrich AG die Verantwortung für das Finanzmanagement des Konzerns. Sie stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement wahr. Ziel ist es, die Konzerngesellschaften zins- und währungsoptimal mit Finanzmitteln zu versorgen und Zahlungsströme zu steuern. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns zu gewährleisten. Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen erhöhte sich 2017 im Wesentlichen aufgrund der Zugänge aus den Investitionen des Berichtsjahres um 13,9 Mio. € auf 570,7 Mio. € (Vorjahr: 556,8 Mio.€). Die um 93,3 Mio. € gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergaben sich im Wesentlichen aus höheren Ansprüchen der Jungheinrich AG aufgrund der Bereitstellung liquider Mittel an in- und ausländische Konzerngesellschaften. Die liquiden Mittel und Wertpapiere waren im Berichtsjahr um 73,3 Mio. € höher als im Vorjahr. Grund hierfür war hauptsächlich der Liquiditätszufluss aus der Aufnahme eines zweiten Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. € im Oktober 2017. Aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft sind Mittel in Höhe von 32,4 Mio. € abgeflossen. Die deutlich höheren sonstigen Aktiva im Berichtsjahr sind auf den Anstieg von Umsatzsteuerguthaben zum Bilanzstichtag zurückzuführen. Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild: scroll
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 953,8 Mio. € und war damit um 70,9 Mio. € höher als im Vorjahr (882,9 Mio. €). Dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 114,7 Mio. € standen dabei die Dividendenzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 43,8 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote erreichte 65 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Aufnahme eines zweiten Schuldscheindarlehens in Höhe von 100 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund des erhöhten Mittelbedarfes insbesondere der inländischen Tochtergesellschaften um 30,1 Mio. € zurückgegangen. Das Geschäftsjahr 2017 war vor dem Hintergrund einer guten Gesamtmarktlage ein sehr erfolgreiches Jahr. Insgesamt beurteilen wir die Finanz- und Bilanzrelationen der Jungheinrich AG als sehr solide. Mitarbeiter1)Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 978 Mitarbeiter, davon 103 Auszubildende (Vorjahr: 897 Mitarbeiter, davon 108 Auszubildende). Ein großer Teil der Mitarbeiterzugänge entfiel auf zentrale IT-, Vertriebs- und Technikfunktionen. Personelle VeränderungenDr. Oliver Lücke, Vorstand für das Ressort Technik der Jungheinrich AG, teilte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit Schreiben vom 4. September 2017 mit, für eine Verlängerung seines Mandates über den 30. Juni 2018 hinaus nicht mehr zur Verfügung zu stehen und schied mit Wirkung zum 31. Oktober 2017 aus dem Vorstand aus. Die Verantwortung für die einzelnen Funktionsbereiche des Vorstandsressorts Technik wird bis auf Weiteres durch die übrigen vier Vorstandsmitglieder wahrgenommen. VergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an den wesentlichen Konzernsteuerungsgrößen ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich um jeweils eine Wachstums-, Marktanteils- und Ergebniskomponente, wobei die Marktanteilskomponente für den Vorstand entfallen ist. Im Rahmen der Zielsetzung liegt ein höheres Gewicht auf der Ergebniskomponente. Vergütung des VorstandesDie fast ausnahmslos aus Geldleistungen bestehende Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen, kann aber bei einer sehr guten Zielerreichung auch mehr als 50 Prozent der Gesamtvergütung betragen. Die separat erfassten Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles setzen sich aus dem Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie der EBT-Rendite zusammen. Die bislang gültige dritte Komponente, das Marktanteilswachstum im Kernmarkt Europa, wurde im Berichtsjahr bis auf Weiteres gestrichen, nachdem sich die zur Messung verwendeten statistischen Grundlagen zumindest für Vergütungsgesichtspunkte des oberen Managements als nicht eindeutig und zuverlässig genug herausgestellt hatten. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Vorstandsdienstverträge enthalten die üblichen Regelungen für eine Abfindungsobergrenze und für den Fall eines Kontrollwechsels, die mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex übereinstimmen. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich gehaltsunabhängig allein nach den erreichten Dienstjahren als Vorstandsmitglied mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit des Anspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beinhaltet für jedes Mitglied neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20 Tsd. € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite ("Return On Equity", ROE) des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4 Tsd. € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40 Tsd. €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses beziehungsweise der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25 Tsd. €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30 Tsd. €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Forschung und EntwicklungJungheinrich hat im Berichtsjahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erneut ausgebaut. Dabei lag der Fokus auf der weiteren Teil- und Vollautomatisierung von Fahrzeugen, der Fortsetzung der technischen Optimierung der Lithium-Ionen-Technologie für den Einsatz in Flurförderzeugen sowie dem Ausbau der Produktvarianz. Mit der Teilautomatisierung können Assistenzsysteme angeboten werden, welche die Produktivität und Sicherheit im Fahrzeugeinsatz deutlich erhöhen. Die Jungheinrich AG ist verantwortlich für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 83 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) beschäftigt. Die Aufwendungen für F&E, einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und verbundener Unternehmen, stiegen von 61,6 Mio. € um 19 Prozent auf 73,1 Mio. €. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Leistungen verbundener Unternehmen. Rund 25 Prozent der Erhöhung ist auf die Entwicklung digitaler Produkte zurückzuführen. Die Jungheinrich AG schützt ihre Innovationen sowie die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte durch Patente. Im Jahr 2017 wurden 80 (Vorjahr: 88) Patente erteilt. Erklärung zur UnternehmensführungGemäß § 289f HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft dazu verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung für den Konzern abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht. Nichtfinanzielle Aspekte gemäß CSR-Richtlinie-UmsetzungsgesetzGemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, einem Gesetz vom 10. März 2017 zur Stärkung der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung, ist Jungheinrich erstmals für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, mindestens über nichtfinanzielle Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. Dieser Verpflichtung kommt das Unternehmen in Form eines gesonderten nichtfinanziellen Berichtes nach, der für das Geschäftsjahr 2017 spätestens am 30. April 2018 auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht wird. Jungheinrich orientiert sich bei der Berichterstattung an der sogenannten "Core"-Option der aktuellen Leitlinien G4 der Global Reporting Initiative (GRI), einem international anerkannten Berichtsstandard. Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung bei Jungheinrich. Entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen sind im Rahmen des Risikomanagement-Systems in einer Konzernrichtlinie definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System der Jungheinrich AG eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung von Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind für das Risikomanagement ihrer Einheit verantwortlich. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, viermal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risikoinventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risikoposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert -getrennt nach Risiken und Chancen -verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig als integraler Bestandteil der aktuellen Hochrechnung zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Risikoschnellmeldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer Prüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach Analyse der abschließenden Risikoinventur 2017 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen für das Jahr 2018 keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutendsten und aufgrund des Geschäftsmodells generell gültigen Risiken- und Chancenkategorien sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten für das Jahr 2018 ein globales Wachstum von 3,9 Prozent. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch aufkommende Schuldenprobleme einzelner Länder oder geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Staaten erneut in Krisensituationen geraten beziehungsweise inwiefern Reformbemühungen in einzelnen Volkswirtschaften nachhaltig sind. Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus Veränderungen des Marktvolumens, des Wettbewerbsumfeldes sowie aus technologischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung in der Intralogistik. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa erhöhte sich im Berichtsjahr um 12 Prozent, während das Weltmarktvolumen um 18 Prozent stieg. Ein deutlich niedrigeres BIP-Wachstum, vor allem in Europa, könnte zu einer spürbaren Reduzierung der Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen führen. Der Markt für Flurförderzeuge ist durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf Basis regelmäßiger Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung -mit Schwerpunkt in Europa -laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche, sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges begegnet Jungheinrich dadurch, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet und seine Differenzierungsstrategie -beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes -weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenOperative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell. Sie liegen beispielsweise im Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot ständig erweitert und durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Darüber hinaus werden konzernweit laufend Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung durchgeführt. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende, IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Jungheinrich steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2018 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation beziehungsweise Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme und einer regelmäßigen Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für das Unternehmen wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt Jungheinrich im Rahmen des nationalen und internationalen Hochschulmarketings enge Kontakte zu technischen Hochschulen und arbeitet intensiv mit diesen zusammen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet Jungheinrich mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel auf internationaler Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten Talent Managements identifiziert und gefördert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen weitgehend intern besetzen. Die Ausweitung des internationalen Traineeprogramms auf Ingenieurwissenschaftler ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl der Ausbildungsplätze konzernweit weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten beziehungsweise ausgebaut. So wird Jungheinrich zum Beispiel ab 2018 den Nachwuchs für die Tätigkeit des Kundendiensttechnikers in Deutschland über ein eigenes Berufsausbildungsprogramm gewinnen. Bei einigen ingenieurwissenschaftlichen Spezialfunktionen und IT-Spezialisten bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund seiner internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten unterliegt die Jungheinrich AG grundsätzlich Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken. Hieraus entstehen operative Risiken, die regelmäßig überwacht und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoption- und Zinsswapgeschäfte. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die Finanzierungssituation von Jungheinrich ist komfortabel. Die gute Bonität und die solide Bilanzstruktur des Unternehmens zahlten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kreditmittelbeschaffung sowohl bei Verhandlungen von bilateralen Krediten als auch am Kapitalmarkt aus. Jungheinrich verfügte zum 31. Dezember 2017 über zugesagte mittelfristige Kreditrahmen von 275 Mio. €, von denen rund 60 Prozent nicht ausgenutzt waren, sowie zwei Schuldscheindarlehen über insgesamt 200 Mio. €. Das Fälligkeitsprofil der Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen weist eine breite Streuung auf und sichert damit langfristig den Finanzierungsspielraum. Darüber hinaus enthält kein Kreditrahmenvertrag und keine Schuldscheindarlehensvereinbarung Financial Covenants. Liquide Mittel und bestehende Kreditrahmenverträge gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Somit besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungsmanagements für den Jungheinrich-Konzern wird eine zins- und währungsoptimale sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen mit einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Die Jungheinrich AG ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren -insbesondere der Ratings, die von anerkannten Ratingagenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden - sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird als nicht wesentlich erachtet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich umfassende Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen besteht ein konzerneinheitlicher Prozess, der die Erfüllung der Berichterstattungspflichten gewährleistet und den Risikoanforderungen gerecht wird. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften in einem für Wirtschaftsunternehmen üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen oder öffentlich-rechtlichen Bestimmungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Wesentliche allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu wesentlichen Verträgen und sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise Partei oder Beteiligte in rechtlichen Verfahren, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit solchen rechtlichen Verfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage der Jungheinrich AG. Daher stellt eine spürbar positivere Konjunkturentwicklung in Europa als die derzeit erwartete die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar. Der Ausblick für 2018 basiert auf Experteneinschätzungen bezogen auf die konjunkturelle Entwicklung sowie den eigenen Markteinschätzungen. Sollten die Weltwirtschaft und insbesondere die Konjunktur in Europa stärker wachsen als erwartet, hätte das positive Folgen für den globalen Absatzmarkt für Flurförderzeuge. Entsprechend könnten die erzielbaren Werte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoffund Materialpreisen sowie aus der Aufwertung bedeutender Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte und Dienstleistungen sowie durch die fortschreitenden Trends zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung in der Intralogistik entstehen. Beispielsweise können Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Technologieentwicklung im Bereich der Energiespeichersysteme zusätzliche Chancen für Jungheinrich, die starke Position im Markt für elektromotorbetriebene Flurförderzeuge weiter auszubauen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden diese -soweit möglich -begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit bestehen keine Risiken, die im Jahr 2018 einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Jungheinrich AG nachhaltig beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. PrognoseberichtAlle Regionen tragen 2018 zum Weltwirtschaftswachstum bei, das sich gegenüber 2017 etwas beschleunigen dürfte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für das laufende Jahr einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,9 Prozent (2017: 3,7 Prozent), trotz der Unsicherheit im Hinblick auf die künftige US-Wirtschaftspolitik und die damit verbundenen weltwirtschaftlichen Folgen. Das BIP der USA dürfte, unter anderem getragen von der vor Kurzem verabschiedeten amerikanischen Steuerreform, um 2,7 Prozent und damit etwas stärker als im Vorjahreszeitraum wachsen (2017: 2,3 Prozent). Für die chinesische Wirtschaft wird eine etwas weniger dynamische Entwicklung als im Vorjahr prognostiziert (6,6 Prozent; 2017: 6,8 Prozent). Für die Eurozone wird 2018 ein gutes Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent erwartet (2017: 2,4 Prozent). Deutschland dürfte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 2,3 Prozent etwas hinter dem Vorjahr (2,5 Prozent) zurückbleiben. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet 2018 mit einem Produktionsplus von 3,0 Prozent. Das BIP Frankreichs soll um 1,9 Prozent wachsen (2017: 1,8 Prozent). Die italienische Wirtschaft dürfte ein Plus von 1,4 Prozent vorlegen nach 1,6 Prozent im vergangenen Jahr. Für Großbritannien wird ein gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächtes Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent (2017: 1,7 Prozent) erwartet. In Polen soll die konjunkturelle Dynamik nachlassen (3,3 Prozent; 2017: 3,8 Prozent). Für Russland wird 2018 ein Wachstum des BIP von 1,7 Prozent prognostiziert (2017: 1,8 Prozent). Nach Deutschland sind Frankreich, Italien und Großbritannien die bedeutendsten Flurförderzeugmärkte in Westeuropa. In Osteuropa sind dies Polen und Russland. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Januar 2018) In Anbetracht der weltweit positiven Konjunkturindikatoren erwarten wir, dass der Weltmarkt für Flurförderzeuge 2018 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wächst. In einzelnen Märkten halten wir sogar ein höheres Wachstum für möglich. In unserem Kernmarkt Europa gehen wir ebenfalls von einem Anstieg des Marktvolumens im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich aus. Sofern die beschriebenen Annahmen eintreffen, werden die operativen Ergebnisse der Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG im Jahr 2018 unwesentlich höher als im Vorjahr ausfallen. Das Beteiligungsergebnis und der Jahresüberschuss der Jungheinrich AG sollten damit leicht über dem Vorjahreswert liegen. Insgesamt erwarten wir, im Geschäftsjahr 2018 an die erfolgreiche Entwicklung des Berichtsjahres anknüpfen zu können. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in diesem Lagebericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Lagebericht wird daher nicht übernommen.
Hamburg, den 27. Februar 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017der Jungheinrich AGBilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva scroll
Gewinn- und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
Entwicklung des Anlagevermögens der Jungheinrich AGscroll
scroll
scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Grundlagen und MethodenDie zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Absatz 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren, bewertet. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren zugrunde gelegt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Computerarbeitsplätze werden mittels einer Festwertbewertung bilanziert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu 410 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, sonstige Ausleihungen zu ihrem Nominalwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet. Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 3,68 Prozent gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von 2009 verwendet. Die Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,0 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 1,5 Prozent berücksichtigt. Effekte aus Zinssatzänderungen oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert dieser Guthaben bewerteten Verpflichtungen aus diesen Plänen ausgewiesen. Die Guthaben sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 1,58 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,0 Prozent berechnet. Die Bewertung der Aufstockungszahlungen für Altersteilzeitvereinbarungen erfolgte im Wege der ratierlichen Ansammlung, da für die Vereinbarungen grundsätzlich ein Entlohnungscharakter unterstellt wurde. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Deckung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen saldiert. Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 2,8 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,0 Prozent auf Basis der 2006 veröffentlichten Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,25 Prozent berücksichtigt. Der langfristige Anteil dieser Rückstellung, mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wurde pauschal mit einem Zinssatz von 2,63 Prozent abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente SteuernZur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 Prozent angewendet. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten sämtlicher Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt. Sofern der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem aktiven Überhang führt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Anwendung dieser Bewertungsvorschriften führte im Berichtsjahr zu einem unrealisierten Kursverlust in Höhe von 5 T€ (Vorjahr: 7 T€). Für Fremdwährungsdarlehen an Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten. Daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung(1) AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (25) dargestellt. (2) VorräteDie Vorräte beinhalten geleistete Anzahlungen in Höhe von 289 T€ (Vorjahr: 112 T€). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.625 T€ (Vorjahr: 5.796 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln für Tochtergesellschaften in Höhe von 508.559 T€ (Vorjahr: 416.139 T€). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (4) WertpapiereIn den Wertpapieren sind die Anteile an einem Spezialfonds (Spezial-AIF; Alternative Investment Fund) in Höhe von 127.718 T€ enthalten. Der Marktwert des Fonds zum 31. Dezember 2017 betrug 131.959 T€. Es bestehen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Gewinne ausgeschüttet. Die Wertpapiere enthalten zudem weitere sonstige Wertpapiere in Höhe von 52.010 T€. Die weiteren sonstigen Wertpapiere sind frei verfügbar. (5) Liquide MittelDie liquiden Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten. (6) Gezeichnetes KapitalAngaben gemäß § 160 AktG: scroll
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 26 WpHG am 3. November 2016 Folgendes veröffentlicht:
(7) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus anderen Gewinnrücklagen. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von 51.081 T€ wurden aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung der Jungheinrich AG vom 16. Mai 2017 7.281 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 von 114.701 T€ wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 57.350 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 33.263 T€ (Vorjahr: 32.348 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 3.172 T€ (Vorjahr: 3.045 T€) ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus Deferred-Compensation-Plänen wurden mit entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe saldiert. Die Zeitwerte der Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen entsprachen den fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB 3.156 T€. (9) Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus variablen Vergütungsmodellen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten enthalten. Im Berichtsjahr wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 4.574 T€ (Vorjahr: 4.380 T€) mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 1.636 T€ (Vorjahr: 886 T€) saldiert ausgewiesen. (10) Verbindlichkeitenscroll
Das 2014 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von 100.000 T€ besteht aus jeweils einer festverzinslichen und einer variabel verzinslichen Tranche zu je 25.000 T€ mit fünfjähriger Laufzeit. Für die variabel verzinsliche Tranche wurde eine Zinssicherung durchgeführt. Die dritte Tranche in Höhe von 50.000 T€ hat eine Laufzeit von sieben Jahren bei fester Verzinsung. Für das im Dezember 2014 aufgenommene Schuldscheindarlehen wurden keine Sicherheiten gestellt. Im Oktober 2017 wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen über 100.000 T€ mit Laufzeittranchen von fünf, sieben und zehn Jahren aufgenommen. Für die Laufzeitbänder fünf und sieben Jahre wurden sowohl Tranchen mit fester als auch variabler Verzinsung platziert. Die Tranche mit zehnjähriger Laufzeit wird ausschließlich fest verzinst. Für das Schuldscheindarlehen wurden keine Sicherheiten gestellt. Ferner wurde im Oktober 2017 ein Darlehen über 50.000 T€ aufgenommen. Das festverzinsliche Darlehen hat eine Laufzeit von vier Jahren und ist endfällig. Für dieses Darlehen wurden ebenfalls keine Sicherheiten gestellt. Ein grundschuldbesichertes Darlehen mit einer Laufzeit bis 2033 belief sich zum Stichtag auf 12.887 T€ (Vorjahr: 14.481 T€). Ein Betrag von 9.002 T€ (Vorjahr: 9.859 T€) hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Darüber hinaus besteht in Höhe von 1.500 T€ (Vorjahr: 2.000 T€) ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17.060 T€ (Vorjahr: 18.061 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 137.485 T€ (Vorjahr: 166.576 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 61 T€). (11) HaftungsverhältnisseEs bestehen Haftungsverhältnisse aus der Begebung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien abgegeben, die zum Stichtag in Höhe von 129.980 T€ (Vorjahr: 114.827 T€) ausgenutzt wurden. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag in Höhe von 3.188 T€ (Vorjahr: 4.250 T€). Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der Unternehmen kann von einer Erfüllung der zugrundeliegenden Verpflichtungen in allen Fällen ausgegangen werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen. (12) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB / Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGBZu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und Fuhrpark sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben. in Tausend €scroll
(13) Umsatzerlösescroll
(14) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 9.398 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 715 T€. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 279 T€ (Vorjahr: 378 T€). Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst. (15) MaterialaufwandDer Materialaufwand enthält überwiegend die Energiekosten der vermieteten Immobilien. (16) Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
Abweichend zum Vorjahr sind die Zinsänderungseffekte bezüglich der Pensionsrückstellungen im Berichtsjahr vollständig im Finanzergebnis abgebildet, so dass die Aufwendungen für Altersversorgung nicht direkt vergleichbar sind. Der entsprechende Effekt betrug im Vorjahr 2,3 Mio. €. Auf die Erläuterung zur Nummer (18) wird verwiesen. Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf: scroll
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 97 (Vorjahr: 105) Auszubildende beschäftigt. (17) Sonstige betriebliche AufwendungenDie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 26.855 T€. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 4.453 T€ (Vorjahr: 3.755 T€). Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen. (18) Finanz- und Beteiligungsergebnisscroll
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen inländischen Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen betragen im Berichtsjahr 2.296 T€ (Vorjahr: 1.189 T€). Im Vorjahr waren die Erträge aus der Erhöhung des Rechnungszinssatzes zum Bilanzstichtag aufgrund der Anwendung des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes gemäß §253 Absatz 2 HGB n.F. in Höhe von 2,7 Mio. € im Finanzergebnis enthalten. Die Zinsaufwendungen aus der Veränderung des siebenjährigen Durchschnittszinssatzes im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 2,3 Mio. € wurden hingegen im Personalaufwand als Aufwendungen für Altersversorgung ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgte nunmehr der Ausweis des Zinsänderungseffektes bezüglich der Pensionsrückstellungen vollständig im Finanzergebnis. Daher ist das Finanzergebnis entsprechend nicht direkt vergleichbar. Auf die Erläuterung zur Nummer (16) wird verwiesen. (19) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 32.535 T€ (Vorjahr: 24.767 T€) beinhalten Erträge aus Steuerumlagen von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften in Höhe von 69.542 T€ (Vorjahr: 62.610 T€), effektive Steueraufwendungen in Höhe von 39.827 T€ (Vorjahr: 34.647 T€) sowie latente Steuererträge in Höhe von 2.820 T€ (Vorjahr: latente Steueraufwendungen 3.196 T€). Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ermittlung von Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Aus der Gegenüberstellung der handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzposten wurden aktive latente Steuern für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und des Umlaufvermögens ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die Bilanzposten der Finanzanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die aktiven latenten Steuern 207.633 T€ (Vorjahr: 142.534 T€) und die passiven latenten Steuern 208.009 T€ (Vorjahr: 145.730 T€). Der Saldo hieraus führte zu einem passiven Überhang von 376 T€ (Vorjahr: 3.196 T€). Sonstige Angaben(20) Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Bilanzierung wird nach der Einfrierungsmethode vorgenommen. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit Hypothetischer-Derivate-Methode). Fremdwährungsdarlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte mit Laufzeiten bis zu einem Jahr. Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet. Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte beliefen sich auf 120.440 T€ (Vorjahr: 87.783 T€). Der Umfang der Sicherungsgeschäfte entspricht dem der zu sichernden Grundgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge beziehungsweise -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 746 T€ und negative Marktwerte in Höhe von 1.364 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten wird eine Ab- beziehungsweise Aufwertung von Intercompany-Darlehensforderungen beziehungsweise -verbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften vermieden. Auch die Bildung von Drohverlustrückstellungen unterbleibt aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten. Zur Sicherung der Zinsrisiken der variabel verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens aus 2014 werden die Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch entsprechende Zinsswaps gesichert. Deren Nominalwert belief sich zum Bilanzstichtag auf 25.000 T€. Die Laufzeit bis zum Jahr 2019 und der Umfang der Zinssicherung entsprechen dem abgesicherten Grundgeschäft. Der Marktwert des Zinsswapgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Für das zum Bilanzstichtag bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von 281 T€ ermittelt. Das Schuldscheindarlehen wird zum Rückzahlungsbetrag bilanziert und für das Zinsswapgeschäft wurde eine Drohverlustrückstellung von 281 T€ gebildet. (21) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGIm Dezember 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach öffentlich auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht. (22) Honorare des AbschlussprüfersFür das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden: scroll
Die sonstigen Leistungen entfallen auf zwei Projekte zu Fragen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit. (23) Mitglieder des Aufsichtsrates und des VorstandesI. AufsichtsratJürgen PeddinghausVorsitzender Unternehmensberater Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen Markus Haase*Stellvertretender Vorsitzender Serviceberater der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBAHonorarprofessorin für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich) Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring Vergleichbares Kontrollgremium: a.s.r. Nederland N.V., Utrecht/Niederlande Thomas Cook PLC, London/UK ASML N.V., Veldhoven/Niederlande Dipl.-Ing. Rainer Breitschädel*Leiter Produktsupport Kundendienst der Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG Vertreter der leitenden Angestellten Birgit von Garrel*2. Bevollmächtigte der IG Metall, Landshut Rolf Uwe Haschke*Senior SAP-Entwickler der Jungheinrich AG Vorsitzender des Betriebsrates Informationstechnologie der Jungheinrich AG Beate KloseDiplom-Kauffrau Wolff LangeKaufmann Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitzender) Vergleichbares Kontrollgremium: Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitzender) WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden (bis 11. Mai 2017) Meike Lüdemann*Gewerkschaftssekretärin und -juristin IG Metall Region Hamburg Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: Körber AG, Hamburg Hauni Maschinenbau GmbH, Hamburg Dr. Ulrich SchmidtBetriebswirt Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: tesa SE, Norderstedt (Vorsitzender) Steffen Schwarz*Facharbeiter Montage der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Franz Günter WolfKaufmann Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Aumühle Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Vergleichbares Kontrollgremium: LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitzender) Ausschüsse des Aufsichtsrates:Finanz- und PrüfungsausschussDr. Ulrich Schmidt (Vorsitzender) Antoinette P. Aris (stellvertretende Vorsitzende) Steffen Schwarz* PersonalausschussJürgen Peddinghaus (Vorsitzender) Markus Haase* (stellvertretender Vorsitzender) Rolf Uwe Haschke* Wolff Lange Franz Günter Wolf Paritätischer AusschussJürgen Peddinghaus (Vorsitzender) Markus Haase* (stellvertretender Vorsitzender) Birgit von Garrel* Franz Günter Wolf II. VorstandDie Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Hans-Georg FreyVorsitzender des Vorstandes Arbeitsdirektor Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: Fielmann AG, Hamburg Vergleichbares Kontrollgremium: HOYER GmbH, Hamburg Dr. Lars BrzoskaMitglied des Vorstandes Vertrieb Dr. Volker HuesMitglied des Vorstandes Finanzen Weitere Mandate gemäß § 125 AktG Aufsichtsrat: A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach Dr. Oliver LückeMitglied des Vorstandes Technik (bis 31. Oktober 2017) Dr. Klaus-Dieter RosenbachMitglied des Vorstandes Logistiksysteme (24) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2017 betrugen 1.097 T€ (Vorjahr: 1.130 T€). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich 2017 auf 8.659 T€ (Vorjahr: 7.206 T€). Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr. 9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 24. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 1.613 T€ (Vorjahr: 788 T€). Zum 31. Dezember 2017 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 10.573 T€ (Vorjahr: 10.362 T€) gebildet. (25) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, 31. Dezember 2017 gemäß § 285 Nr. 11 HGBscroll
1)
Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich
AG persönlich haftende Gesellschafterin. (26) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 57.351.000,- € wie folgt zu verwenden: scroll
(27) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017Es sind keine Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 eingetreten.
Hamburg, den 27. Februar 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.
Hamburg, den 27. Februar 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und-Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. WERTHALTIGKEIT DER ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt "Grundlagen und Methoden: Finanzanlagen" im Anhang und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie auf die Abschnitte "Branchenbezogene Rahmenbedingungen" und "Prognosebericht" im Lagebericht. Das Risiko für den AbschlussIm Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, werden zum 31. Dezember 2017 unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 357.791 ausgewiesen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen machen an der Bilanzsumme insgesamt 24,5 % aus und haben somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mit Hilfe des Ertragswertverfahrens. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten 5 Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Die Werthaltigkeitsbeurteilung einschließlich der Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt unter anderem für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung einer etwaigen Dauerhaftigkeit der Wertminderung. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 nicht vorgenommen. Es besteht dennoch aufgrund der Komplexität des Ertragswertverfahrens sowie der Ermessenspielräume das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungZunächst haben wir uns durch Erläuterungen des Beteiligungscontrollings sowie Würdigung der Dokumentationen ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der gehaltenen Finanzanlagen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Bestimmung von Abschreibungsbedarf auseinander gesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells für die von der Gesellschaft durchgeführten Unternehmensbewertungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für Controllingzwecke oder Investitionsplanungen, und der vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Unsere SchlussfolgerungenDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht in Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen, Einschätzungen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 23. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Jochen Haußer.
Hamburg, den 27. Februar 2018 KPMG AG Schmelzer, Wirtschaftsprüfer Dr. Haußer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesSchwerpunkte der AufsichtsratstätigkeitJungheinrich hat im Geschäftsjahr 2017 erneut eine dynamische Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis gezeigt. Abgesehen von den guten Zahlen hat das Unternehmen weiterhin große Fortschritte bei der konzernweiten Verankerung des Führungsleitbildes "Jungheinrich Way of Leadership" gemacht und damit Zeichen für eine werteorientierte Führung gesetzt. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand darin unterstützt, den Konzern auf neue Anforderungen und Chancen einzustellen. Dieses galt insbesondere für Themen der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen der Intralogistik, der Technologie bei Energiespeichersystemen sowie dem Ausbau des Logistiksystemgeschäftes. Bei den anstehenden Projekten und dem weiteren, weitgehend organischen Wachstum wird ein Schwergewicht auf den Aufbau der personellen Ressourcen, die Erweiterung der unternehmerischen Führung, die Geschwindigkeit der Umsetzung und die internationale Ausrichtung gelegt. Bei den wesentlichen Weichenstellungen, Szenarien und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat den Vorstand eng begleitet und konstruktiv beraten. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand frühzeitig und umfassend in die relevanten Themen eingebunden, sodass die zu beachtenden Aspekte rechtzeitig diskutiert werden konnten. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat anhand von ausführlichen schriftlichen und mündlichen Berichten über die Marktlage, die gegenwärtige und erwartete wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen der Welt, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und deren Finanzlage, insbesondere unter Analyse der wesentlichen Indikatoren wie Auftragseingang, Umsatz, EBIT, Marge, die Mitarbeiterentwicklung sowie über den Stand der Investitionen jeweils aktuell informiert. Des Weiteren befassten sich der Aufsichtsrat und sein Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Chancen- und Risikomanagement-System, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, des internen Revisionssystems sowie der Compliance des Unternehmens. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hatte dem Aufsichtsrat aufgrund der Ergebnisse des Ausschreibungsverfahrens und nach sorgfältiger Abwägung aller Faktoren empfohlen, der Hauptversammlung einen neuen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 zur Wahl vorzuschlagen. Dieser Empfehlung haben sich der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung angeschlossen. Im Rahmen der Abschlussprüfung war einer der Schwerpunkte des Finanz- und Prüfungsausschusses, die Einarbeitung und Tätigkeit des neu ernannten Jahresabschlussprüfers intensiv zu begleiten. Diesem Gesichtspunkt kam angesichts der für den Abschluss über das Geschäftsjahr 2017 vorgesehenen vorgezogenen Termine große Bedeutung zu. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erörterten auch außerhalb der Sitzungen Themen mit dem Vorstand und bereiteten Entscheidungen für das Plenum vor. Wesentliche Inhalte der einzelnen Sitzungen des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 fünfmal getagt, davon einmal außerordentlich, und eine Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren durchgeführt. Von wenigen entschuldigten Abwesenheiten einzelner Mitglieder abgesehen, tagte der Aufsichtsrat stets vollzählig. In der Bilanzsitzung am 21. März 2017 wurden der Jahres- und der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2016 erörtert und gebilligt. Des Weiteren wurden die Einladung und Tagesordnung zur ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2017 verabschiedet und verschiedene zustimmungspflichtige Geschäfte des Vorstandes aus den Bereichen Gesellschaftsgründung für die Sparte Logistiksysteme, Gebäude-Investition und Produktneuentwicklung genehmigt. In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 16. Mai 2017 wurde unter anderem Entscheidungsvorlagen des Vorstandes zu Produktinnovationen zugestimmt sowie schwerpunktmäßig verschiedene Themen im Zusammenhang mit der Produktion, einschließlich Qualität, Werksstrukturüberlegungen und Produktstrategie, besprochen. In einer Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren im Juli 2017 ging es um die Anpassung der variablen Vergütungskomponente im Vergütungssystem des Vorstandes. In der Sitzung am 26. September 2017 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Oliver Lücke aus dem Vorstand. Des Weiteren berichteten der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses über die wesentlichen Ergebnisse der im Auftrag des Aufsichtsrates erstellten Studie zum vertikalen und horizontalen Vergleich der Vergütung des Vorstandes. Diese Studie hat bestätigt, dass in beiden Dimensionen die tatsächliche Vergütung des Vorstandes auf einem angemessenen Niveau liegt. Davon unabhängig wurde eine Anpassung der variablen Vergütungskomponente im Vergütungssystem des Vorstandes beschlossen. Es wurde des Weiteren die Zustimmung zu Gesellschaftsgründungen und zur Aufnahme des Direktvertriebes in ausgewählten Ländern Südamerikas einschließlich der hierzu erforderlichen Übernahme von Händleraktivitäten erteilt. Darüber hinaus wurden Entscheidungen zu verschiedenen Immobilienprojekten sowie Festlegungen unter anderem zur weiteren Vorgehensweise hinsichtlich der Berichterstattung des Unternehmens über nichtfinanzielle Aspekte getroffen. Eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates am 10. November 2017 befasste sich fast ausschließlich und sehr eingehend mit der Diskussion der durch den Vorstand ausgearbeiteten Strategie 2025 für den Konzern. Dabei hat der Aufsichtsrat dem Vorstand wichtige Hinweise für die erfolgreiche Umsetzung gegeben. In der Sitzung am 19. Dezember 2017 wurde die Planung für das Geschäftsjahr 2018 ausführlich diskutiert und verabschiedet sowie die Strategie 2025 genehmigt. Darüber hinaus wurde die Beschlussfassung aus der September-Sitzung hinsichtlich der Anpassung der Vergütungssystematik des Vorstandes auf die nächsten Jahre erweitert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde vor dem Hintergrund der vorgezogenen Termine im Rahmen des Jahresabschlusses über das Geschäftsjahr 2017 bevollmächtigt, verschiedene erforderliche Erklärungen, Dokumente und Berichte für den Aufsichtsrat abschließend auszuarbeiten. Auf der Grundlage der Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses wurde schließlich die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrates nach § 161 AktG ("Corporate-Governance-Kodex-Erklärung") verabschiedet. Tätigkeit der Ausschüsse des AufsichtsratesDer Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr viermal getagt. Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit sämtlichen Themen rund um den Jahres- und Konzernabschluss der Jungheinrich AG und die Abschlussprüfung (Honorar und Vorbereitung der Bestellung, Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, Prüfergebnisse der Abschlussprüfer, zusätzliche Leistungen der Abschlussprüfer). Weitere Schwerpunkte der Ausschusstätigkeit waren die Beschlussempfehlung an den Aufsichtsrat aufgrund der Ausschreibung des Prüfermandates sowie die Begleitung der Einarbeitung des neu ernannten Prüfers. Im Übrigen nahm der Ausschuss die ihm übertragenen Aufgaben der Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements sowie der internen Revision sorgfältig wahr und beschäftigte sich darüber hinaus mit Compliance-Themen. Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr zu vier Sitzungen zusammen und führte eine Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren durch. Der Ausschuss bereitete alle ihm übertragenen Themen -insbesondere anstehende Vertragsverlängerungen und Vergütungsfragen für die Mitglieder des Vorstandes -für den Gesamtaufsichtsrat vor. Das Ausscheiden von Herrn Dr. Oliver Lücke aus dem Vorstand, die kommissarische Wahrnehmung seiner Funktionen und die Nachfolge wurden ausführlich erörtert. Mit der Entwicklung von Nachwuchskräften für Führungspositionen des Konzerns befasste sich der Ausschuss erneut ausführlich. Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht der Jungheinrich AG, die Buchführung für das Jahr 2017 sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Konzernlagebericht der Jungheinrich AG wurden erstmalig von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen die Abschlüsse und die Buchführung keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Die Ergebnisse der Prüfungen der Abschlussprüfer waren Gegenstand der jeweiligen Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Aufsichtsrates. Die Mitglieder des Aufsichtsrates prüften selbst die Unterlagen des Jahres- und Konzernabschlusses des Vorstandes unter Verwendung der Prüfungsberichte von KPMG eingehend. Mitglieder des Aufsichtsrates nahmen an der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses zur Vorbereitung der Beschlussfassungen des Gesamtaufsichtsrates über die Abschlüsse 2017 teil. Den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017 würdigten sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates. Nach den Feststellungen der Abschlussprüfer sind das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement-System und das Compliance-System nicht zu beanstanden. Auch zu der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG gab es keine Feststellungen. Der Aufsichtsrat hatte aufgrund seiner ausführlichen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes gegen die Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer in seiner Bilanzsitzung am 6. März 2018 zu. Der Aufsichtsrat hat damit den Jahresabschluss der Jungheinrich AG und den Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2017 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2017 an. PersonaliaPersonelle Veränderungen gab es im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 nicht. In der Sitzung am 16. Mai 2017 wurde Herr Dr. Volker Hues mit Wirkung ab dem 1. April 2018 für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied des Vorstandes, verantwortlich für den Bereich Finanzen, wiederbestellt. Herr Dr. Oliver Lücke teilte dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates mit Schreiben vom 4. September 2017 mit, für eine Verlängerung seines Mandates über den 30. Juni 2018 hinaus nicht mehr zur Verfügung zu stehen, und schied mit Wirkung zum 31. Oktober 2017 aus dem Vorstand der Gesellschaft aus. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Tätigkeit während des Geschäftsjahres 2017.
Hamburg, den 6. März 2018 Für den Aufsichtsrat Jürgen Peddinghaus, Vorsitzender EntsprechenserklärungFür die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 bezieht. Erklärung gem. § 161 AktiengesetzDen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde und wird durch die Jungheinrich AG seit der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2016 mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen von einzelnen Empfehlungen entsprochen: 1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für die Organmitglieder des Unternehmens (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine grundsätzliche Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Aufgrund des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde jedoch die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes in der vom Gesetz und Kodex vorgesehenen Höhe ergänzt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich der Kodex enthält eine entsprechende Empfehlung. Der Aufsichtsrat sieht deswegen auch weiterhin keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen. Die Erwägungen des Aufsichtsrates hierfür beruhen auf der Einschätzung, dass es in erster Linie darum geht, geeignete Persönlichkeiten für das Amt des Aufsichtsrates gewinnen zu können, die mit ihrer Erfahrung eine Bereicherung der Tätigkeit im Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse darstellen. Diesen Bestrebungen liefe es zuwider, wenn die so gewonnenen Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit nur eingeschränkten Versicherungsschutz genössen. 2. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise veröffentlicht (Kodex Ziffern 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6). Der Empfehlung des Kodex, die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert im Anhang oder Lagebericht auszuweisen, folgt die Gesellschaft auch weiterhin nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass grundsätzlich nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die aus einer solchen Veröffentlichung folgenden Vorteile für die Allgemeinheit und Anleger als nicht so gewichtig an, als dass die damit verbundenen Nachteile -auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds -außer Acht gelassen werden müssten. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 24. Mai 2016 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit. 3. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3). Der Aufsichtsrat hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters des Unternehmens als Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Aktionäre werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. 4. Von der Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für die Tätigkeit im Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegenüber einer starren Grenze gegeben. Die Einführung einer Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält der Aufsichtsrat für nicht angemessen. 5. Von der Aufstellung eines förmlichen Kompetenzprofils für den Gesamtaufsichtsrat und der Veröffentlichung von Lebensläufen der Aufsichtsratsmitglieder wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG trägt dem Kriterium der Diversity, wie in Gesetz und im Kodex gefordert, ausreichend Rechnung. Insbesondere Erfahrungen aus dem internationalen Geschäft bringen viele der Aufsichtsratsmitglieder mit. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die vier zu wählenden Vertreter der Aktionäre werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet und damit sichergestellt, dass der Hauptversammlung nur geeignete Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen werden, die möglichst alle für das Unternehmen wichtige Kompetenzfelder abdecken. Aus diesem Grund hält es der Aufsichtsrat als für nicht in Übereinstimmung mit dem Charakter von Jungheinrich als Familienunternehmen stehend an, wenn darüber hinaus noch ein Kompetenzprofil für den Gesamtaufsichtsrat erstellt würde. Auf die Veröffentlichung von Lebensläufen der Aufsichtsratsmitglieder wird im Hinblick auf den Schutz ihrer individuellen Privatsphäre verzichtet. 6. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates erfüllt ggf. nicht die Kriterien der Ziffer 5.4.2 des Kodex hinsichtlich der Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, davon sechs, die von den Arbeitnehmern gewählt werden. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Aktionäre werden bereits in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. Und allein stimmberechtigt in der Hauptversammlung sind wiederum die Stammaktionäre. Diese gesamte Systematik der Vertreter der Aktionäre spiegelt den Charakter des Unternehmens als Familiengesellschaft wider.
Hamburg, im Dezember 2017
Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit in Deutschland nach § 21 EntgTranspGBetrachtungszeitraumGeschäftsjahr 2016 Abschnitt 1: Statistische Angaben (zum Stichtag 31.12.2016)scroll
Abschnitt 2: Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung
Abschnitt 3: Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit
Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinnes für das Geschäftsjahr 2017Die Ordentliche Hauptversammlung hat am 17. April 2018 einstimmig beschlossen, den für das Geschäftsjahr 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 57.351.000,-- entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie folgt zu verwenden: scroll
Hamburg, im April 2018 Jungheinrich AG Der Vorstand |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||