![]() Jungheinrich AGHamburgZwischenbericht zum 30. Juni 2018Zwischenbericht zum 30. Juni 2018Kennzahlen auf einen BlickFür die erstmalige Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus
Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 wurde jeweils die modifizierte retrospektive
Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden daher
nicht angepasst. scroll
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Kennzahlen Jungheinrich-Aktiescroll
1)
EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital8)
(Stichtag), EBIT annualisiert Hinweise: Die Tabellen in diesem Bericht können rundungsbedingte Differenzen enthalten.
Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern. Dies dient lediglich der
leichteren Lesbarkeit und schließt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Jungheinrich-AktieDie maßgeblichen inländischen Aktienindizes entwickelten sich von Januar bis Juni
2018 unterschiedlich. Der DAX verzeichnete einen Wertverlust von 4,7 Prozent, der
MDAX verlor im 1. Halbjahr 2018 1,3 Prozent. Der SDAX verharrte nahezu unverändert.
Nur der TecDAX konnte um etwas mehr als 6 Prozent zulegen. Ausschlaggebend für die
weitgehend negative Stimmung an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Kursrückgänge
waren vor allem die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie der Europäischen
Union. Die Jungheinrich-Aktie zeigte mit einem Minus von 19,3 Prozent eine deutliche Abwärtstendenz
und erreichte am 21. Juni 2018 mit 30,40 € ihren tiefsten Kurs im Berichtszeitraum.
Den höchsten Stand im 1. Halbjahr 2018 und damit sein Allzeithoch markierte das Papier
am 12. und 15. Januar 2018 bei 41,06 €. Zum 30. Juni 2018 notierte die Aktie bei 31,76 €. Die Marktkapitalisierung erreichte
zu diesem Zeitpunkt 3.240 Mio. € (31.12.2017: 4.014 Mio. €). Die Hauptversammlung der Jungheinrich AG hat für das Geschäftsjahr 2017 die Zahlung
einer Dividende in Höhe von 0,50 € je Vorzugsaktie beziehungsweise 0,48 € je Stammaktie
beschlossen. Das entspricht - bezogen auf die Vorzugsaktie - einer Steigerung von
14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausschüttungssumme betrug 50 Mio. €. Kursentwicklung im 1. Halbjahr 2018in €1)![]() 1)
Alle Werte sind auf den Kurs der Jungheinrich-Aktie indexiert. Konzern-Zwischenlagebericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Juli 2018 mit aktualisierten Vorjahresangaben) Gesamtwirtschaftliche LageDas Wachstum der Weltwirtschaft wird 2018 von nahezu allen Volkswirtschaften getragen.
Allerdings spielen die politischen und geopolitischen Krisenherde, insbesondere der
Handelsstreit zwischen den USA und China, eine belastende Rolle. Die US-Wirtschaft
wächst weiterhin sehr ordentlich. In China bleibt das Wachstum voraussichtlich etwas
hinter dem Vorjahr zurück. Die erwartete konjunkturelle Entwicklung im Euroraum ist
mit einem Plus von 2,2 Prozent zwar immer noch robust, verlangsamt sich aber seit
Jahresbeginn. Dem Konjunkturverlauf in diesem Wirtschaftsraum kommt für Jungheinrich
eine bedeutende Rolle zu, da im Jahr 2017 88 Prozent des Konzernumsatzes in Europa
erzielt wurden. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2018 etwas verhaltener wachsen als
2017. Im Juni 2018 erreichte der ifo-Geschäftsklimaindex, der als Frühindikator für
die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland gilt, 101,8 Punkte. Dies war der niedrigste
Wert der vergangenen zwölf Monate. Zuletzt bewegte sich dieses Konjunkturbarometer
im Mai 2017 auf einem ähnlich niedrigen Niveau. Der Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau e. V. (VDMA) hält an seiner Jahres prognose von 5 Prozent Wachstum für
die reale Maschinenbauproduktion in Deutschland fest. Marktentwicklung FlurförderzeugeDas Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge stieg im 1. Halbjahr 2018 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 15 Prozent. Das entspricht knapp 107 Tsd. Fahrzeugen. Die Wachstumsdynamik
hat im 2. Quartal 2018 wieder spürbar zugenommen, insbesondere bei lagertechnischen
Geräten. Treibende Kraft für das höhere Marktvolumen war die Nachfrage im asiatischen
Markt mit Schwerpunkt China. In Westeuropa erhöhte sich das Marktvolumen um 12 Prozent.
In Osteuropa stieg die Nachfrage dank Polen um 24 Prozent. Das starke Wachstum in
Nordamerika resultierte zu 60 Prozent aus gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich
höheren Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler. Weltmarkt Flurförderzeuge 1. Halbjahr 2018 nach Regionen![]() Auftragseingangscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials
Handling Equipment Manufacturers) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Welt)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), Das globale Wachstum im Produktsegment Lagertechnik betrug 18 Prozent beziehungsweise
54 Tsd. Flurförderzeuge. Davon entfielen jeweils mehr als 40 Prozent auf Asien und
Europa. Das um 11 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler
wurde vor allem von höheren Bestellungen in Asien getragen. Der weltweite Anstieg
der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 15 Prozent war
ebenfalls zu fast der Hälfte auf die merklich gestiegenen Bestellungen in dieser Region
zurückzuführen. In allen drei Produktsegmenten war innerhalb Asiens die Nachfrage
im chinesischen Markt ausschlaggebend für die hohen Wachstumsraten. Geschäftsverlauf und ErtragslageKennzahlen zum Geschäftsverlaufscroll
Auftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge
einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 67,4 Tsd. Fahrzeugen im 1. Halbjahr
2018 um 6 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (63,3 Tsd. Fahrzeuge). Marktvolumen nach Produktsegmenten (Europa)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und
Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, lag im Berichtszeitraum mit 1.946 Mio.
€ um 11 Prozent über dem Vorjahreswert von 1.750 Mio. €. Etwas mehr als ein Viertel
des Anstieges resultierte aus einer höheren Nachfrage nach Logistiksystemlösungen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erreichte zum 30. Juni 2018 897 Mio. € und war
somit um 189 Mio. € beziehungsweise 27 Prozent höher als der Vorjahreswert (708 Mio.
€). Gegenüber dem Bestandswert von 692 Mio. € zum Jahresende 2017 ergab sich ein Aufbau
um 205 Mio. € beziehungsweise 30 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug somit fünf
Monate. Produktion und UmsatzIn den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden 58,9 Tsd. Fahrzeuge
produziert. Das waren 2 Prozent mehr als im 1. Halbjahr 2017 (57,6 Tsd. Fahrzeuge).
Der Konzernumsatz erreichte im 1. Halbjahr 2018 mit 1.784 Mio. € einen um 9 Prozent
höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (1.634 Mio. €). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt
Deutschland stiegen in der Berichtsperiode um 9 Prozent auf 434 Mio. € (Vorjahr: 399
Mio. €). Die Auslandsumsätze legten ebenfalls um 9 Prozent auf 1.350 Mio. € (Vorjahr:
1.235 Mio. €) zu. Außerhalb Europas erreichten die Umsatzerlöse 232 Mio. € (Vorjahr:
195 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 13 Prozent (Vorjahr:
12 Prozent). Die Auslandsquote blieb mit 76 Prozent konstant. Umsatzerlöse 1. Halbjahr 2018 nach Regionen![]() scroll
Wesentlicher Treiber für den höheren Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2018 war das Neugeschäft,
das mit 1.019 Mio. € einen um 75 Mio. € beziehungsweise 8 Prozent höheren Wert als
im Vorjahreszeitraum (944 Mio. €) erreichte. Es enthielt um 7 Prozent auf 268 Mio.
€ (Vorjahr: 251 Mio. €) gestiegene Erlöse der Sparte "Logistiksysteme" sowie um 39
Prozent auf 53 Mio. € (Vorjahr: 38 Mio. €) gestiegene Erlöse der Sparte "Versandhandel".
Der Umsatz mit Miet- und Gebrauchtgeräten erreichte 305 Mio. € (Vorjahr: 277 Mio.
€). Der Kundendienst und das Finanzdienstleistungsgeschäft trugen mit einem Plus von
8 Prozent beziehungsweise 16 Prozent merklich zum Umsatzanstieg des Konzerns bei. Umsatzaufteilungscroll
ErtragslageErtragsentwicklungscroll
Neben spürbar gestiegenen Personalkosten und über den Erwartungen liegenden Rohstoffpreisen
wurde das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) durch Kosten für die
Branchenleitmesse CeMAT sowie Lieferengpässe mit Preis erhöhungen bei einzelnen Lieferanten
belastet. Im EBIT verkraftet sind erneut erhöhte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.
Dennoch konnte im 1. Halbjahr 2018 eine EBIT-Steigerung um 3 Prozent auf 127 Mio.
€ (Vorjahr: 124 Mio. €) erzielt werden. Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) erreichte
7,1 Prozent nach 7,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) lag aufgrund des starken Wachstums
des zinspflichtigen Kapitals bei vergleichsweise geringem EBIT-Anstieg mit 15,3 Prozent
im 1. Halbjahr 2018 unter dem Vergleichswert des Vorjahres (17,5 Prozent). Vor dem Hintergrund der Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten war das Finanzergebnis
im Berichtshalbjahr in Höhe von minus 12 Mio. € (Vorjahr: minus 7 Mio. €) im Wesentlichen
durch das Ergebnis aus der Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und
Derivate beeinflusst. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte nach sechs Monaten
115 Mio. € (Vorjahr: 117 Mio. €). Die EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) lag demzufolge bei
6,5 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent). Bei einer Konzernsteuerquote von 28,5 Prozent
(Vorjahr: 28,0 Prozent) betrug das Ergebnis nach Steuern 82 Mio. € im 1. Halbjahr
2018 (Vorjahr: 84 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte in der Berichtsperiode
entsprechend 0,82 € (Vorjahr: 0,83 €). Finanz- und VermögenslageKapitalstrukturÜbersicht zur Kapitalstrukturscroll
Zum 30. Juni 2018 erhöhte sich das Eigenkapital um 40 Mio. € auf 1.284 Mio. € (31.12.2017:
1.244 Mio. €). Wesentlicher Einflussfaktor war die positive Ertragsentwicklung, der
hauptsächlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €)
gegenüberstand. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 wurde im 2. Quartal 2018 eine
Dividende in Höhe von 0,48 € (Vorjahr: 0,42 €) an die Stammaktionäre und von 0,50
€ (Vorjahr: 0,44 €) an die Vorzugsaktionäre ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote blieb
mit 30 Prozent (31.12.2017: 30 Prozent) stabil. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen waren mit 217 Mio. €
um 3 Mio. € geringer als zum Geschäftsjahresende 2017 (31.12.2017: 220 Mio. €). Die
übrigen kurzfristigen Rückstellungen sanken um 28 Mio. € auf 160 Mio. € (31.12.2017:
188 Mio. €), hauptsächlich bedingt durch die Inanspruchnahme von Rückstellungen im
Personalbereich sowie die Umgliederung der Rückstellungen für Erlösschmälerungen gemäß
IFRS 15. Letztere wurden nunmehr in Höhe von 10 Mio. € (31.12.2017: 11 Mio. €) als
Verpflichtungen aus Kundenverträgen unter den übrigen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um
50 Mio. € auf 500 Mio. € (31.12.2017: 450 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen
aus einer um 25 Mio. € höheren Nettoaufnahme von Schuldscheindarlehen und der erstmaligen
Einbeziehung neuer Vertriebsgesellschaften in Südamerika. Die lang- und kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der Zunahme der Finanzierung
von neuen Verträgen mit 1.398 Mio. € um 83 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2017
(1.315 Mio. €). Die übrigen kurzfristigen Schulden stiegen um 35 Mio. € auf 234 Mio.
€ (31.12.2017: 199 Mio. €). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erfassung
und Umgliederung von Bilanzpositionen im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 15 sowie
der Anstieg der erhaltenen Kundenanzahlungen. Nachdem zum Jahresende 2017 eine Nettoverschuldung (Finanzverbindlichkeiten abzüglich
liquider Mittel und Wertpapiere) in Höhe von 7 Mio. € ausgewiesen wurde, lag die Nettoverschuldung
zum 30. Juni 2018 bei 145 Mio. €. Die Entwicklung resultierte vorrangig aus dem Aufbau
von Working Capital, dem Ausbau der Mietflotte sowie aus Kaufpreiszahlungen für Unternehmenserwerbe. FinanzlageKapitalflussrechnungscroll
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Zeitraum Januar bis
Juni 2018 minus 17 Mio. € und verringerte sich damit um 27 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum
(plus 10 Mio. €). Der Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen
und Wertminderungen war um 13 Mio. € höher als in der vergleichbaren Berichtsperiode.
Negative Effekte in Höhe von 38 Mio. € ergaben sich durch den gegenüber dem Vorjahr
höheren Zuwachs im Working Capital. Der Mittelabfluss für Zugänge der Miet- und Leasinggeräte
sowie Forderungen aus Finanzdienstleistungen war unter Berücksichtigung der Finanzierung
ähnlich hoch wie im Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen
Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
in Höhe von insgesamt plus 5 Mio. € (Vorjahr: plus 5 Mio. €) bereinigt. Der sich so
ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum mit minus
70 Mio. € um 34 Mio. € über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (minus 36 Mio. €). Der
Mittelabfluss in der Berichtsperiode war neben den im Vorjahresvergleich höheren Auszahlungen
für Erweiterungs- und Erhaltungsinvestitionen im Wesentlichen bestimmt durch die Kaufpreiszahlungen
für neu erworbene Vertriebsgesellschaften in Südamerika. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 2 Mio. € im Berichtszeitraum
verbesserte sich um 45 Mio. € gegenüber der Berichtsperiode des Vorjahres (minus 47
Mio. €). Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen die Nettoaufnahme von Schuldscheindarlehen
in Höhe von 25 Mio. € sowie die Zunahme kurzfristiger Bankverbindlichkeiten. VermögenslageÜbersicht zur Vermögensstrukturscroll
Die Bilanzsumme stieg um 191 Mio. € und lag zum 30. Juni 2018 bei 4.321 Mio. € (31.12.2017:
4.130 Mio. €). Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Sach anlagen resultierte
im Wesentlichen aus dem Zugang von Kundenverträgen und Geschäfts- oder Firmenwerten
im Zuge der Erstkonsolidierung von drei südamerikanischen Vertriebsgesellschaften
im Januar 2018. Der Wert der Mietgeräte nahm vor dem Hintergrund des Ausbaues der Mietflotte um 30
Mio. € auf 405 Mio. € (31.12.2017: 375 Mio. €) zu. Bedingt durch die Ausweitung des
Finanzdienstleistungsgeschäftes stieg der Wert für Leasinggeräte um 23 Mio. € auf
471 Mio. € (31.12.2017: 448 Mio. €) sowie für die lang- und kurzfristigen Forderungen
aus Finanzdienstleistungen um 56 Mio. € auf 947 Mio. € (31.12.2017: 891 Mio. €). Die Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 130 Mio. € auf 611 Mio. € (31.12.2017: 481
Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse, Waren und geleisteten Anzahlungen
im Vertrieb in Höhe von 67 Mio. € vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge
zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken
um 9 Mio. € auf 649 Mio. € (31.12.2017: 658 Mio. €). Der Rückgang der liquiden Mittel
und kurzfristigen Wertpapiere um 81 Mio. € auf 330 Mio. € (31.12.2017: 411 Mio. €)
stand im Zusammenhang mit den aus dem Cashflow finanzierten Unternehmenserwerben und
größeren Investitionsprojekten. Forschung und EntwicklungKennzahlen Forschung und Entwicklungscroll
1)
F&E = Forschung und Entwicklung Der Jungheinrich-Konzern hat im laufenden Geschäftsjahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
ausgeweitet. Dabei lag der Fokus auf der weiteren Teil- und Vollautomatisierung von
Fahrzeugen, der Fortsetzung der technischen Optimierung der Lithium-Ionen-Technologie
für den Einsatz in Flurförderzeugen sowie dem Ausbau der Produktvarianz. Mit der Teilautomatisierung
können Assistenzsysteme angeboten werden, welche die Produktivität und Sicherheit
im Fahrzeugeinsatz deutlich erhöhen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben
beliefen sich im 1. Halbjahr 2018 auf 41 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) und übertrafen
damit den Vorjahreswert um 14 Prozent. Aufgrund der Zunahme wesentlicher Produktentwicklungen
stieg die Aktivierungsquote auf 29 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent). Die Forschungs-
und Entwicklungskosten laut Gewinn- und-Verlust-Rechnung betrugen 34 Mio. € (Vorjahr:
32 Mio. €). Die Zahl der Beschäftigten, die konzernweit in Entwicklungsprojekten tätig waren,
stieg im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 595 Mitarbeiter (Vorjahr: 514 Mitarbeiter). MitarbeiterIm 1. Halbjahr 2018 wurde gegenüber Ende Dezember 2017 die Personalstärke um 1.045
Mitarbeiter erhöht. Der Ausbau entfiel größtenteils auf die Vertriebsorganisation.
Der Schwerpunkt lag dabei in Europa sowie in Südamerika. Bei den im Januar 2018 hinzugekommenen
Vertriebsgesellschaften in Kolumbien, Ecuador und Peru waren zum Berichtsstichtag
insgesamt 259 Mitarbeiter beschäftigt. Zum 30. Juni 2018 waren 17.293 Mitarbeiter
für Jungheinrich tätig, davon 41 Prozent im Inland und 59 Prozent im Ausland. Zusätzlich
beschäftigte Jungheinrich zum 30. Juni 2018 konzernweit 572 (31.12.2017: 737) Leiharbeitnehmer,
davon fast alle in den inländischen Werken. Mitarbeiterin Vollzeitäquivalenten![]() FinanzdienstleistungenHinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird
auf die ausführlichen Erläuterungen innerhalb des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2017 verwiesen. Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
Das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen belief sich im
1. Halbjahr 2018 auf 360 Mio. € (Vorjahr: 337 Mio. €). Vom wertmäßigen Zugangsvolumen
entfielen 71 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent) auf die acht Länder mit Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum 30. Juni 2018 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 14 Prozent auf 161,9 Tsd.
Fahrzeuge (Vorjahr: 142,3 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 2.617
Mio. € (Vorjahr: 2.342 Mio. €). Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge
wurden 39 Prozent über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. Der Umsatz stieg von
390 Mio. € im 1. Halbjahr 2017 um 64 Mio. € auf 454 Mio. € im 1. Halbjahr 2018. Das
entsprechende EBIT lag bei 4,2 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €). RisikoberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen
sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt
sich das Unternehmen auf ein umfassendes Risikomanagement-System. In einer konzernweit
gültigen Richtlinie sind dazu entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert.
Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester
Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung.
Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung
des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2017 ausführlich dargestellten
Risiken hinausgehen, sind seit Veröffentlichung des vorgenannten Berichtes nicht aufgetreten. Künftige Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsAufgrund der unerwartet starken Nachfrage nach Flurförderzeugen im 1. Halbjahr 2018
sowohl in der Welt als auch in Europa haben wir unsere Einschätzung hinsichtlich der
weiteren Entwicklung des Marktes angepasst und sind optimistischer. Inzwischen gehen
wir für 2018 von einem über 10 Prozent liegenden Wachstum in unserem Kernmarkt Europa
und in der Welt aus. Entsprechend erwarten wir, dass Auftragseingang und Umsatz im laufenden Geschäftsjahr
das obere Ende der Prognosebandbreite erreichen (Auftragseingang 3,75 Mrd. € bis 3,85
Mrd. €, Konzernumsatz 3,6 Mrd. € bis 3,7 Mrd. €). Trotz der zuvor genannten Ergebnisbelastungen,
insbesondere durch den Anstieg der Rohstoffpreise, halten wir an unserer EBIT-Prognose
(270 Mio. € bis 280 Mio. €) fest. Gleiches gilt für die EBT-Prognose (250 Mio. € bis
260 Mio. €). Wir rechnen daher mit einer EBIT-Rendite sowie einer EBT-Rendite in der
Größenordnung des jeweiligen Vorjahreswertes (7,5 Prozent, 7,1 Prozent). Im Jahr 2017 wurden 88 Prozent des Konzernumsatzes in Europa erzielt, 8 Prozent davon
entfielen auf Großbritannien. Wir erwarten im laufenden Jahr keine substanziellen
Auswirkungen des Brexits auf die Geschäftsaktivitäten beziehungsweise auf die Unternehmensprognose. Für den ROCE und die Nettoverschuldung haben wir unsere Prognosen angepasst. Der ROCE
dürfte innerhalb einer Bandbreite von 15 Prozent bis 16 Prozent liegen (vorher: 16,5
Prozent bis 17,5 Prozent). Für die Nettoverschuldung erwarten wir zum Jahresende 2018
wachstumsbedingt eine Größenordnung von 100 Mio. € (vorher: mittlerer zweistelliger
Millionen-Euro-Bereich). Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den in diesem Zwischenbericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen
der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen
führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage,
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr
für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Zwischenbericht wird daher nicht übernommen. Konzern-ZwischenabschlussFür die erstmalige Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus
Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 wurde jeweils die modifizierte retrospektive
Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden daher
nicht angepasst. Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
scroll
1)
Das Konzern-Eigenkapital ist den Aktionären der Jungheinrich AG vollständig zuzurechnen. KonzernanhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2017 wurde in Übereinstimmung
mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Es wurden alle zum 31. Dezember 2017 gültigen Standards und die Interpretationen des
IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 in Übereinstimmung
mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht
anders vermerkt, erfolgen Angaben in Mio. €. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde
nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2018 und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017. Diese
Grundsätze sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2017 detailliert beschrieben. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze ergaben sich für die Berichterstattung
im Jahr 2018 im Wesentlichen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 "Finanzinstrumente"
und des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden", die mit Wirkung zum 1. Januar 2018
verpflichtend anzuwenden sind. Die Standards wurden im Konzernanhang im Geschäftsbericht
2017 ausführlich erläutert. Im Rahmen der Umstellung wurden Vorjahreswerte nicht angepasst. Effekte aus der Umstellung
wurden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen berücksichtigt. Im Folgenden werden die
Effekte aus der Erstanwendung der IFRS 9 und IFRS 15 auf die einzelnen Posten der
Konzernbilanz zum 1. Januar 2018 dargestellt. Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Januar 2018scroll
Die Anpassungen durch Erstanwendung des IFRS 9 "Finanzinstrumente" resultierten aus
der Neuklassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, welche insgesamt keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Jungheinrich-Konzernbilanz hatten. Wertpapiere im
Spezialfonds, die der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet waren, sind nach IFRS 9 der Kategorie "Erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertet" zugeordnet. Die zum 31. Dezember 2017 im Eigenkapital
in den sonstigen Eigenkapitalveränderungen erfassten nicht realisierten Ergebnisse
für diese Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € einschließlich darauf entfallender latenter
Steuern wurden zum 1. Januar 2018 in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Die aufgrund
des IFRS 9 geänderten Regelungen für die Erfassung von Wertminderungen haben insgesamt
zu einer Verringerung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie zu einer Erhöhung der Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. € vor Steuern
in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 geführt. Zum einen erhöhten sich die Wertminderungen
aufgrund der nach IFRS 9 geforderten Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten.
Zum anderen wurden pauschalierte Einzelwertberichtigungen ausgebucht, die nach IAS
39 anhand von Erfahrungswerten für Finanzinstrumente bei erreichten Überfälligkeiten
gebildet waren. Zur Bewertung von erwarteten Kreditverlusten für Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wendet Jungheinrich die im IFRS 9 enthaltene
vereinfachte Vorgehensweise an. Außerdem nimmt Jungheinrich das Wahlrecht im IFRS
9 in Anspruch und wendet weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte
an. Die Anpassungen durch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" resultierten im Wesentlichen
aus der Neubewertung von Fertigungsaufträgen für Regalbediengeräte. Mit Anwendung
des IFRS 15 erfolgt für diese Fertigungsaufträge die Erfassung von Umsatzerlösen zeitpunkt-
und nicht wie bisher zeitraumbezogen. Die Eröffnungsbilanzwerte für Vorräte, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen und übrige Schulden wurden entsprechend angepasst.
Die Neubewertung der Fertigungsaufträge hat zu einer Verringerung der Gewinnrücklagen
in Höhe von insgesamt 0,1 Mio. € vor Steuern in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar
2018 geführt. Die vom IFRS 15 geforderte bilanzielle Erfassung von fälligen, aber
noch nicht von Kunden erhaltenen Anzahlungen führte zu einer Bilanzverlängerung gegenüber
dem 31. Dezember 2017 in Höhe von 4,4 Mio. €. Die zum 31. Dezember 2017 unter den
übrigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen für Erlösschmälerungen sowie
die im Rechnungsabgrenzungsposten erfassten bereits erhaltenen Gegenleistungen für
zukünftige Umsatzerlöse werden nach IFRS 15 als Vertragsverbindlichkeiten klassifiziert
und somit seit dem 1. Januar 2018 in den übrigen Schulden ausgewiesen. Jungheinrich hat den vom IASB veröffentlichten und von der EU übernommenen IFRS 16
"Leasingverhältnisse" im Berichtsjahr nicht vorzeitig angewendet. IFRS 16 ist erstmals
verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen.
Die erwarteten Auswirkungen aus der Anwendung des Standards wurden im Konzernanhang
im Geschäftsbericht 2017 qualitativ ausführlich erläutert. Die Analyse der quantitativen
Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht
abgeschlossen. KonsolidierungskreisNeben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft wurden 77 ausländische
und 19 inländische Unternehmen in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis
umfasst 86 vollkonsolidierte Unternehmen einschließlich eines strukturierten Unternehmens,
die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode
werden zehn Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Für die Ausweitung des Direktvertriebes in Südamerika übernahm Jungheinrich im Januar
2018 mit der Grupo Agencia Alemana seinen langjährigen Vertriebspartner in Südamerika,
der bisher die Märkte in Kolumbien, Peru und Ecuador bearbeitet hat. Jungheinrich hält seitdem 100 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile an den folgenden
drei Gesellschaften:
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis von 20,2 Mio. € vereinbart, der von
Jungheinrich in Form von liquiden Mitteln zu erbringen ist. Zur Absicherung von etwaigen
Garantie- und Freistellungsansprüchen waren 4,0 Mio. € des Kaufpreises zum Erwerbszeitpunkt
auf einem Treuhandkonto zu hinterlegen. Dieser Betrag wird in den Jahren 2019 bis
2023 in fünf gleich großen Raten zuzüglich Zinsen an die Verkäufer ausgezahlt, sofern
keine Beträge davon in Anspruch genommen werden. Jungheinrich erwartet, dass die allgemeinen
Zusicherungen und Gewährleistungen erfüllt werden und damit der Kaufpreis vollständig
an die Verkäufer übertragen wird. Zum 30. Juni 2018 waren 14,5 Mio. € des Kaufpreises
gezahlt und 5,7 Mio. € noch als kurzfristige Verbindlichkeiten bilanziert. Aus zeitlichen Gründen konnte die Analyse der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Schulden bis zur Veröffentlichung des Zwischenabschlusses noch nicht beendet werden.
Die Erstkonsolidierung ist hinsichtlich der Bewertung des erworbenen Nettovermögens
zum beizulegenden Zeitwert als vorläufig anzusehen. Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf das erworbene Nettovermögen kann nachfolgender
Tabelle entnommen werden. Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt: Grupo Agencia Alemanascroll
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 11,5
Mio. € sowie ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 5,9 Mio. € identifiziert.
Die identifizierten ansetzbaren immateriellen Vermögenswerte betrafen im Wesentlichen
erworbene Kundenverträge. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist entstanden, weil die
übertragene Gegenleistung Beträge beinhaltete, die Vorteile aus dem zukünftig erwarteten
Wachstum des Marktes und der Umsatzerlöse sowie der daraus resultierenden positiven
Entwicklung der Ertragslage berücksichtigen. Diese Vorteile wurden nicht getrennt
vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, da sie den Vorschriften für den Ansatz immaterieller
Vermögenswerte nicht entsprechen. Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des Geschäfts-
oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung umfasst die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen". Die grundsätzliche Darstellung der Segmentinformationen
wurde im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2017 detailliert beschrieben. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden
konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2018scroll
Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2017scroll
Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenDie grundsätzliche Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente, deren Bewertung sowie
die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte
wurden im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2017 detailliert beschrieben. Im Folgenden werden die im Zwischenabschluss verpflichtend aufzunehmenden zusätzlichen
Angaben zu den Finanzinstrumenten dargestellt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns zum Bilanzstichtag dar. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die
in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt,
sind in der Tabelle nicht enthalten, ebenso Finanzanlagen in Höhe von 27,6 Mio. €
(31.12.2017: 27,2 Mio. €), für die ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt
werden kann. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
1)
Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (Vorjahr: "Bis zur Endfälligkeit
zu haltende Finanzinvestitionen") Die Buchwerte der im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente sind in der Tabelle auf Seite 20 in Abhängigkeit von ihren zur Ermittlung
verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie
gemäß IFRS 13 eingeordnet. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert
oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (abgeleitet aus
Preisen) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für
die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen
zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung
mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente
bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der
zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge
beziehungsweise -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag
geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen
Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung der
beizulegenden Zeitwerte von Jungheinrich berücksichtigt. Devisenoptionen wurden anhand
von Optionspreismodellen unter Verwendung von aktuellen Marktdaten bewertet. Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Im Jungheinrich-Konzern werden keine Finanzinstrumente der Stufe 3 gehalten. Ereignisse nach Ablauf des 1. Halbjahres 2018Es sind keine Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des
1. Halbjahres 2018 eingetreten. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf,
und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Jungheinrich
Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen und verbundenen, nicht konsolidierten Tochterunternehmen.
Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen resultierten aus der normalen Geschäftstätigkeit
und wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die Transaktionen mit den nicht
konsolidierten Tochterunternehmen waren von geringem Umfang. Mitglieder des Vorstandes beziehungsweise des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind
Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit
denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen
unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen
Bedingungen abgewickelt. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Hamburg, den 9. August 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
Jungheinrich AktiengesellschaftFriedrich-Ebert-Damm 129 Telefon: +49 40 6948-0 www.jungheinrich.com Wertpapierkennnummern:ISIN DE0006219934, WKN 621993 Finanzkalenderscroll
Dieser Zwischenbericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Er steht ausschließlich
in elektronischer Form auf der Internetseite des Unternehmens zur Verfügung. |
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