Jungheinrich AGHamburgQuartalsmitteilung zum 30. September 2018ANTRIEBJUNGHEINRICH 4.0Auf einen Blickscroll
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EBIT/Umsatzerlöse x 100 Marktentwicklung FlurförderzeugeWeltmarkt Flurförderzeuge nach Regionenscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge stieg von Januar bis September 2018 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent. Das entspricht 139 Tsd. Fahrzeugen. Treibende
Kraft für das höhere Marktvolumen war die Nachfrage im asiatischen Markt mit Schwerpunkt
China. In Westeuropa erhöhte sich das Marktvolumen um 12 Prozent. In Osteuropa stieg
die Nachfrage dank Polen um 21 Prozent. Das starke Wachstum in Nordamerika resultierte
zu mehr als der Hälfte aus gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich höheren Bestellungen
für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler. Das globale Wachstum im Produktsegment Lagertechnik betrug 17 Prozent beziehungsweise
78 Tsd. Flurförderzeuge. Davon entfielen jeweils mehr als 40 Prozent auf Asien und
Europa. Das um 11 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler
wurde zur Hälfte von höheren Bestellungen in Asien getragen. Der weltweite Anstieg
der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 10 Prozent war
ebenfalls zu über 40 Prozent auf die merklich gestiegenen Bestellungen in dieser Region
zurückzuführen. In allen drei Produktsegmenten war innerhalb Asiens die Nachfrage
im chinesischen Markt ausschlaggebend für die hohen Wachstumsraten. Geschäftsverlauf, Ertrags- und FinanzlageAuftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge
einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 100,6 Tsd. Fahrzeugen nach neun
Monaten um 9 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (92,1 Tsd. Fahrzeuge).
Ausschlaggebend hierfür war die sehr gute Nachfrage in Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder -Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte
sowie Kundendienst -umfasst, legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent zu
und erreichte 2.996 Mio. € (Vorjahr: 2.596 Mio. €). Der Anstieg war maßgeblich auf
die höhere Nachfrage nach Logistiksystemlösungen zurückzuführen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 30. September 2018 kletterte auf 1.043 Mio.
€ und war somit um 334 Mio. € beziehungsweise 47 Prozent höher als der Vorjahreswert
(709 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 692 Mio. € zum Jahresende 2017 ergab
sich sogar ein Aufbau um 351 Mio. € beziehungsweise 51 Prozent. Die Auftragsreichweite
betrug damit sechs Monate. Ein Großteil des Auftragsbestandes entfällt auf die Sparte
"Logistiksysteme". UmsatzUmsatzaufteilungscroll
Der im Vorjahresvergleich um 10 Prozent höhere Konzernumsatz reflektiert die gute
Auftragslage. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 407 Mio. € (Vorjahr: 403
Mio. €) aus der Sparte "Logistiksysteme". Der sehr hohe Vorjahreswert war unter anderem
durch die Realisierung zweier Großaufträge geprägt. Die Sparte "Versandhandel" expandierte
um mehr als 30 Prozent und erzielte einen Umsatz von 79 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €). Ertrags- und FinanzlageNeben spürbar gestiegenen Personalkosten und über den Erwartungen liegenden Rohstoffpreisen
wurde das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) durch Kosten für die
Branchenleitmesse CeMAT sowie Lieferengpässe mit Preiserhöhungen bei einzelnen Lieferanten
belastet. Dennoch konnte nach neun Monaten eine EBIT-Steigerung um 5 Prozent auf 193,3
Mio. € (Vorjahr: 183,8 Mio. €) erzielt werden. Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) erreichte
7,2 Prozent nach 7,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Vor dem Hintergrund der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten war das Finanzergebnis
im Berichtszeitraum in Höhe von minus 17,4 Mio. € (Vorjahr: minus 10,6 Mio. €) im
Wesentlichen aus der Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate
beeinflusst. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg nach neun Monaten auf 175,8 Mio.
€ (Vorjahr: 173,2 Mio. €). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 6,5 Prozent (Vorjahr:
7,0 Prozent). Bei einer Konzernsteuerquote von 28,5 Prozent (Vorjahr: 28,0 Prozent)
betrug das Ergebnis nach Steuern im Zeitraum von Januar bis September 125,7 Mio. €
(Vorjahr: 124,7 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte 1,24 € (Vorjahr: 1,23
€). Zum 30. September 2018 ergab sich eine Nettoverschuldung in Höhe von 172 Mio. € (31.12.2017:
7 Mio. €). Der Anstieg der Verschuldung resultierte neben Stichtagseffekten vorrangig
aus dem Aufbau von Working Capital und dem Ausbau der Mietflotte sowie aus Zahlungen
für Unternehmenserwerbe. PrognoseveränderungsberichtDie Einschätzung der Marktentwicklung für das Gesamtjahr 2018 hat sich gegenüber dem
Zeitpunkt der Halbjahresberichterstattung im August 2018 nicht verändert. Wir gehen
für 2018 von einem über 10 Prozent liegenden Wachstum in unserem Kernmarkt Europa
und in der Welt aus. Die für das laufende Geschäftsjahr im August 2018 aktualisierte Prognose passen wir
auf Basis der aktuellen Entwicklungen nochmals an. Der Auftragseingang soll zwischen 3,85 Mrd. € und 3,95 Mrd. € liegen (vorher: oberes
Ende der Bandbreite von 3,75 Mrd. € bis 3,85 Mrd. €). Der Umsatz dürfte zwischen 3,65
Mrd.€ und 3,75 Mrd. € liegen (vorher: oberes Ende der Bandbreite von 3,6 Mrd. € bis
3,7 Mrd. €). Das obere Ende der jeweiligen Bandbreite halten wir dabei für erreichbar.
Trotz der zuvor genannten Ergebnisbelastungen, insbesondere durch den Anstieg der
Rohstoffpreise, halten wir an unserer EBIT-Prognose (270 Mio. € bis 280 Mio. €) fest.
Gleiches gilt für die EBT-Pro-gnose (250 Mio. € bis 260 Mio. €). Allerdings können
wir nicht ausschließen, dass beide Ergebnisgrößen jeweils am unteren Ende der Prognosebandbreite
liegen werden. Demzufolge rechnen wir mit einer EBIT-Rendite sowie einer EBT-Rendite
unterhalb der Größenordnung des jeweiligen Vorjahreswertes (7,5 Prozent, 7,1 Prozent). Auch für die Nettoverschuldung hat sich unsere Einschätzung nochmals geändert. Wir
erwarten zum Jahresende 2018 wachstumsbedingt eine Größenordnung von 120 Mio. € (vorher:
eine Größenordnung von 100 Mio. €). Der ROCE dürfte innerhalb der im Rahmen der Halbjahresberichterstattung avisierten
Bandbreite von 15 Prozent bis 16 Prozent liegen. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den in dieser Zwischenmitteilung wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen
der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen
führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage,
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr
für zukunfts-gerichtete Aussagen in dieser Zwischenmitteilung wird daher nicht übernommen. Hamburg, den 6. November 2018 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Jungheinrich AktiengesellschaftFriedrich-Ebert-Damm 129 22047 Hamburg Telefon: +49 40 6948-0 Telefax: +49 40 6948-1777 www.jungheinrich.com info@jungheinrich.de Wertpapierkennnummern: ISIN DE0006219934, WKN 621993 Finanzkalenderscroll
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