![]() Jungheinrich AGHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018der Jungheinrich AGDas Geschäftsjahr 2018 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für Jungheinrich. Auftragseingang und Umsatz stiegen auf neue Spitzenwerte. Das Produktionsvolumen lag bei 121 Tsd. Fahrzeugen. Wachstumsregionen im Weltmarkt für Flurförderzeuge waren hauptsächlich China und Jungheinrichs Kernmarkt Europa. Grundlagen des KonzernsGeschäftsaktivitäten und OrganisationsstrukturIntegriertes Geschäftsmodell und internationale AusrichtungJungheinrich zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Logistiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden passgenaue Lösungen für die Herausforderungen der Industrie 4.0. Geschäftsmodell von Jungheinrich![]() Branchenbezogen nimmt der Jungheinrich-Konzern - gemessen am Umsatz - in der Rangliste der Flurförderzeughersteller in seinem Kernmarkt Europa den zweiten Platz ein. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, das Logistiksystemgeschäft, den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Bei den Flurförderzeugen deckt Jungheinrich die gesamte Bandbreite von manuellen bis zu vollautomatisierten Fahrzeugen bis 9 Tonnen Traglast und 18 Meter Hubhöhe ab. Außerdem gehören Regalbediengeräte sowie Lastaufnahmemittel für Regalbediengeräte zum Produktprogramm. Bei den Flurförderzeugen handelt es sich nahezu ausschließlich um Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb. Jungheinrich fertigt außer Elektromotoren und Antriebssteuerungen auch passende Batterien und Ladegeräte - mit dem Ziel der maximalen, energieeffizienten Leistung aller Fahrzeuge. Insbesondere im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie nimmt Jungheinrich aufgrund eigener Forschung und Entwicklung sowie Fertigung eine führende Position in der Branche ein. Seit 2017 sind nahezu alle Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Hierfür wurde eine eigene Batteriefertigung aufgebaut. Insgesamt sind über eine Million Elektrofahrzeuge von Jungheinrich weltweit im Einsatz. Des Weiteren runden digitale Produkte, wie das Jungheinrich Warehouse Management System, das Portfolio ab. Kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsangebot verfolgt Jungheinrich das Ziel, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus einer Hand zu betreuen. Der Konzern verfügt über sieben Werke in Deutschland. Im größten Werk in Norderstedt ist zusätzlich zur Fahrzeugproduktion die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, elektronischen Steuerungen und Ladegeräten angesiedelt. In einem Werk werden ausschließlich Flurförderzeuge aufgearbeitet. Darüber hinaus betreibt Jungheinrich zwei Werke in China und eines in Ungarn. Für das wachsende Kundendienstgeschäft verfügt Jungheinrich über ein modernes Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen. Im Berichtsjahr wurde die im Vorjahr begonnene umfangreiche Erweiterung abgeschlossen und damit 20.000 neue Stellplätze für Paletten, 40.000 neue Stellplätze für Kleinteile, 1.900 Stellplätze für Sperrgut sowie 2.000 m2neue Funktionsfläche geschaffen. Über dieses Lager und weitere Standorte in Lahr, Bratislava, Moskau, Shanghai und Birmingham wird die optimale Versorgung des Jungheinrich-Kundendienstes mit Ersatzteilen weltweit gewährleistet. Die Lagerkapazitäten im Regionallager Bratislava wurden im April 2018 auf 3.200 m2ausgebaut und damit mehr als verdoppelt. Produktionsstandorte im Jungheinrich-Konzernscroll
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Jungheinrich setzt auf ein eigenes Direktvertriebs- und Servicenetz in 40 Ländern. Im Januar 2018 wurde der Vertrieb in Südamerika durch den Erwerb der Grupo Agencia Alemana, eines langjährigen Partners mit Gesellschaften in Kolumbien, Peru und Ecuador, verstärkt. Zum Ausbau der Präsenz in Osteuropa wurden zum 1. Juli 2018 sämtliche Anteile an dem ehemaligen Jungheinrich-Händler in Serbien erworben. Darüber hinaus ist der Jungheinrich-Konzern in rund 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Kernmarkt ist Europa, in dem 87 Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden. Wiederum 27 Prozent der europäischen Umsätze entfallen auf den Heimatmarkt Deutschland. In Nordamerika kooperiert Jungheinrich mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), einem leistungsstarken Vertriebspartner mit umfangreicher Händlerpräsenz. Ausgeweitet wurde die Partnerschaft durch die Inbetriebnahme (2017) eines Gemeinschaftsunternehmens für die Produktion von Industriekomponenten, im Wesentlichen Stahlbaukomponenten, in den USA (Industrial Components of Texas LLC, ICOTEX). Darüber hinaus wurde 2018 mit MCFA ein weiteres Joint Venture mit Fokus auf den Direktvertrieb an ausgewählte Großkunden gegründet (MCJ Supply Chain Solutions LLC). In China ist Jungheinrich mit Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) in einem Joint Venture in der Vermietung von Flurförderzeugen aktiv. Nahezu den gesamten Bedarf an Elektromotoren fertigt Jungheinrich in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem anderen Flurförderzeughersteller in Tschechien und China. Organisatorische CharakteristikaDie Jungheinrich AG ist primär eine Management-Holding. Sie übernimmt konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Finanzen, Controlling und Revision. Außerdem sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie das Immobilienmanagement organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Der Vorstand ist für die strategische Steuerung und die operative Führung des Konzerns verantwortlich. Dies umfasst auch die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele, die Zuständigkeit für Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozesse -einschließlich des Risiko- und Chancenmanagements - sowie die Verteilung der Ressourcen. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden, betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Beratungs- und Aufsichtsgremium für den Vorstand ist der Aufsichtsrat, der sich gemäß den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes aus zwölf Personen zusammensetzt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates verteilen sich paritätisch auf die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter. Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Den jeweiligen Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften obliegt die operative Steuerung des durch sie geleiteten Unternehmens. Die Gesellschaften werden bei dieser Aufgabe von der Konzernzentrale unterstützt, sind rechtlich jedoch selbstständig. Im Konzernabschluss werden - einschließlich der Jungheinrich AG - 88 Gesellschaften vollkonsolidiert. Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG ist im Konzernanhang zu finden. Nachhaltige Wachstumsstrategie mit klaren ZielenDie Konzernstrategie ist auf nachhaltiges, profitables Wachstum und damit auf die Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Ziel ist es - gemessen am Umsatz -, langfristig zu den Top 3 der globalen Anbieter von Flurförderzeugen zu gehören. Das Umsatzziel dieser Wachstumsstrategie sind 4 Mrd. € für das Geschäftsjahr 2020, mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 7 Prozent. Dabei soll die aktuell erwirtschaftete EBIT-Rendite mittelfristig verbessert werden. In Europa wird ein Marktanteil -gemessen am Auftragseingang in Stück - von deutlich über 20 Prozent angestrebt. Jungheinrich verfolgt eine Ein-Marken-Strategie mit Schwerpunkt auf Produkten und Dienstleistungen im Premiumsegment des Weltmarktes für Flurförderzeuge und Logistiksysteme. Der Konzern ist auf organisches Wachstum fokussiert. Dabei sind gezielte Akquisitionen zur Abrundung des Produktportfolios - insbesondere der Zukauf von Technologie - und zum Ausbau des weltweiten Direktvertriebes durchaus denkbar. Mit den nachfolgend dargestellten Entwicklungen im Berichtsjahr liegt der Konzern hinsichtlich der Zielerreichung für das Jahr 2020 im Plan. Wachstumsstrategie des Jungheinrich-Konzerns![]() 1. Kerngeschäft in EuropaMit einem Anteil von 34 Prozent am Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge kommt dem europäischen Markt, dem Kernmarkt von Jungheinrich, eine herausragende Bedeutung zu. 82 Prozent davon entfallen auf Westeuropa. Ziel von Jungheinrich ist es, die Nummer-1-Marke der Intralogistik in allen europäischen Märkten zu werden. In Österreich und der Schweiz ist das zum Beispiel bereits mit jeweils rund 40 Prozent Marktanteil der Fall. Vor dem Hintergrund eines wettbewerbsintensiven Umfeldes erreichte Jungheinrich im Geschäftsjahr 2018 in Europa einen Marktanteil von 20,4 Prozent (Vorjahr: 21,5 Prozent). Um den Markt in Europa weiter gezielt zu bearbeiten, wurden im Berichtszeitraum die Personalkapazitäten der europäischen Vertriebsgesellschaften ausgebaut. Schwerpunktländer waren Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Polen. Des Weiteren wurde die Mietflotte im Jahresverlauf um durchschnittlich 7 Tsd. Fahrzeuge auf 64 Tsd. Fahrzeuge erweitert. 2. Wachstumsmärkte in der APAC-Region mit Schwerpunkt in ChinaAsien ist die größte und am stärksten wachsende Region und hat am Weltmarkt für Flurförderzeuge einen Anteil von 41 Prozent, allein China von 28 Prozent. Somit ist die Region Asien-Pazifik (APAC) für Jungheinrich nach dem Kernmarkt Europa der zweitwichtigste Absatzmarkt für Flurförderzeuge und Logistiksysteme. Jungheinrich verfügt über Vertriebsgesellschaften in China, Thailand, Singapur, Indien, Malaysia sowie Australien und hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschäftsaktivitäten in dieser Region weiter auszubauen. Der Auftragseingang in Stück für lagertechnische Geräte konnte in der APAC-Region im Jahresvergleich um 20 Prozent gesteigert werden, während der Umsatz in dieser Region um 30 Prozent auf 295 Mio. € kletterte. Das Werk in Qingpu war im Berichtsjahr mit knapp 12 Tsd. produzierten Fahrzeugen gut ausgelastet. Ein Großteil der Geräte wird vor Ort entwickelt und auch nach Europa exportiert. Seit 2017 ist Jungheinrich durch ein Joint Venture mit Heli, durch das Jungheinrich seine Vermietung von Flurförderzeugen im chinesischen Markt entscheidend gestärkt hat, aktiv. Es existieren Tochtergesellschaften in vier bedeutenden chinesischen Metropolen. Die Mietflotte des Joint Ventures wurde im Berichtsjahr um mehr als 30 Prozent auf durchschnittlich 6,7 Tsd. Fahrzeuge ausgebaut. 3. LogistiksystemgeschäftDie gesamte Logistikbranche ist geprägt von den Trends der Industrie 4.0, unter anderem der zunehmenden Automatisierung im Lager. Aus Sicht von Jungheinrich wird dieser Wachstumstrend weiter anhalten. Das Unternehmen hat deshalb konsequent sein Logistiksystemgeschäft ausgebaut und sich erfolgreich als innovativer Lösungsanbieter für die Intralogistik positioniert. Dies umfasst die maßgeschneiderte Planung, Projektierung und Realisierung kompletter Lager unter Einsatz des gesamten Jungheinrich-Angebotes mittels manueller, teil- und vollautomatisierter Lösungen: Regale, Lagereinrichtungen und Fördertechnik, Gabelstapler und Regalbediengeräte sowie Software, Beratung, digitale Lösungen und Services. Jungheinrich bietet seinen Kunden alles aus einer Hand und optimal aufeinander abgestimmt. Jungheinrich geht auch zukünftig von einer weltweit deutlich steigenden Nachfrage nach Logistiksystemlösungen aus. Ziel ist es, bis 2020 den Umsatz der Sparte "Logistiksysteme" von aktuell 617 Mio. € auf über 700 Mio. € zu steigern. Der regionale Schwerpunkt dieser Geschäftsaktivität ist Europa. Die Größenordnung der Verträge für automatisierte Lösungen bewegt sich in der Regel zwischen 1 Mio. € und 20 Mio. €. Die Kundenstruktur ist dabei heterogen, da ausschließlich die Effizienzverbesserung im Lager des Kunden im Fokus steht, unabhängig von Branche und Firmengröße. Der Auftragseingang der Sparte "Logistiksysteme" konnte im Geschäftsjahr 2018 um 16 Prozent gesteigert werden. Dazu haben unter anderem mehrere Großaufträge beigetragen. Der Umsatz der Sparte erhöhte sich im Jahresvergleich um 6 Prozent. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass in der Umsatzrealisierung des Vorjahres ein Fahrzeuggroßauftrag mit Lithium-Ionen-Fahrzeugen und ein Projektauftrag aus dem Jahr 2015 zum Tragen kamen. Besonders erfreulich ist, dass im Berichtsjahr der Auftragseingang für Fahrerlose Transportsysteme verdoppelt werden konnte. Das Werk für die Fertigung von Lager- und Systemgeräten in Degernpoint hat im Berichtsjahr mit 3,5 Tsd. Geräten seine Kapazitätsgrenze erreicht. Die Erweiterung dieses Werkes auf eine Produktionskapazität von mehr als 5 Tsd. Fahrzeugen wurde bereits begonnen und soll 2020 abgeschlossen sein. Bei den Systemfahrzeugen hat Jungheinrich in Europa einen Marktanteil von über 40 Prozent. 4. Produktsegment GegengewichtsstaplerDer Anteil von Gegengewichtsstaplern am Weltmarkt für Flurförderzeuge liegt bei 54 Prozent. 69 Prozent davon haben einen verbrennungsmotorischen Antrieb, 31 Prozent sind batteriebetrieben. Der Trend zur Ökologisierung und Nachhaltigkeit sowie weltweit zunehmend strengere Abgasvorschriften führen schrittweise zu steigender Nachfrage nach Elektrofahrzeugen - zulasten von Geräten mit Verbrennungsmotor. Jungheinrich ist bereits seit den 1950er-Jahren Vorreiter beim Thema Elektromobilität. Somit trifft diese Marktentwicklung auf eine Kernkompetenz des Unternehmens. Heute sind fast alle Flurförderzeuge von Jungheinrich batteriebetrieben. Abgesehen von diesem generellen Trend ist Jungheinrich der Auffassung, dass der Markt für Stapler mit verbrennungsmotorischem Antrieb mittel- bis langfristig durch leistungsfähigere Elektro-Gegengewichtsstapler zusätzlich unter Wettbewerbsdruck kommt. Vor diesem Hintergrund wird intensiv in die Weiterentwicklung der Elektro-Gegengewichtsstapler investiert. Jungheinrich hat sich zum Ziel gesetzt, in diesem Produktsegment seine Marktposition global auszubauen. Die Produktion von Elektro-Gegengewichtsstaplern konnte 2018 um 12 Prozent auf über 22 Tsd. Fahrzeuge ausgeweitet werden. Der weltweite Marktanteil von Jungheinrich in diesem Produktsegment (gemessen am Auftragseingang in Stück) blieb allerdings etwas hinter dem Vorjahr zurück. Im Berichtsjahr wurde die Erweiterung des Produktportfolios um die neue Baureihe 6 weiter vorangetrieben. Sie wird voraussichtlich Ende 2019 auf den Markt gebracht. Dieser neue Elektro-Gegengewichtsstapler ist besonders für kraftvolle Arbeitseinsätze mit einer Tragkraft von bis zu 9 Tonnen geeignet. Er wird in 14 unterschiedlichen Modellvarianten angeboten und ist mit Lithium-Ionen-Batterie als Hochleistungsgerät, aber auch mit bewährter Blei-Säure-Batterie erhältlich. Damit ist dieser Stapler hervorragend für Einsatzbereiche geeignet, die bisher vor allem von verbrennungsmotorischen Fahrzeugen abgedeckt wurden. 5. VersandhandelMit der Sparte "Versandhandel" erschließt sich der Jungheinrich-Konzern den sehr dynamisch wachsenden Markt des B2B-E-Commerce. Sie fokussiert sich - in Ergänzung zur konventionellen Jungheinrich-Vertriebsorganisation - auf kleine und mittelgroße Unternehmen und bedient diese mit einem hocheffizienten Beratungs- und Vertriebskonzept. Neukunden werden vorzugsweise über Online-Marketing-Aktivitäten gewonnen. Das erfolgreiche Multi-Channel-Geschäftsmodell wurde international ausgebaut und ist mittlerweile in den 16 potenzialstärksten europäischen Ländern etabliert. Leistungsfähige und zunehmend digitalisierte Vertriebsprozesse ermöglichen ein profitables Wachstum bei stetigem Ausbau der Marktpräsenz. Schwerpunkte des Geschäftsausbaues der Sparte waren im Geschäftsjahr 2018 die technische Weiterentwicklung der eingesetzten Webshopsoftware und die Etablierung teilautomatisierter, kundenzentrierter Prozesse im E-Mail-Marketing. In der Produktkategorie der elektrischen Niederhub- und Hochhubeinstiegsgeräte sowie der elektrischen Handgabelhubwagen konnte der Versandhandel in Europa gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Absatzzahlen generieren. Die sehr starke Umsatzsteigerung der gesamten Sparte wurde von den etablierten Versandhandelseinheiten in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und durch die seit 2016 erfolgten 13 Neugründungen gleichermaßen getragen. Im Berichtsjahr übertraf der Umsatz der Sparte "Versandhandel" mit 112 Mio. € den Vorjahreswert um 33 Prozent. Wichtige SteuerungskennzahlenDer Jungheinrich-Konzern definiert seine Budgetziele sowie seine mittel- bis langfristigen Unternehmenszielsetzungen auf der Grundlage ausgewählter Kennzahlen. Für die Konzernsteuerung orientiert sich der Vorstand in erster Linie an Finanzkennzahlen. Neben dem Umsatz, dem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) beziehungsweise der EBIT-Rendite (EBIT-ROS) sowie dem Ergebnis vor Steuern (EBT) beziehungsweise der EBT-Rendite (EBT-ROS) werden insbesondere die Nettoverschuldung sowie die Kapitalrendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital (Return On Capital Employed, ROCE) für Steuerungszwecke herangezogen. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapieren. Dabei enthalten die Finanzverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen, die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten, die Leasingverbindlichkeiten aus Sachanlagen sowie Wechselverbindlichkeiten, nicht aber die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen. Der ROCE ist die Messgröße für die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital. Diese Kennzahl wird als Verhältnis aus EBIT und zinspflichtigem Kapital (zum Bilanzstichtag) ermittelt. Dabei setzt sich das zinspflichtige Kapital aus dem Eigenkapital, den Finanzverbindlichkeiten (ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen), den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den langfristigen Personalrückstellungen abzüglich liquider Mittel und Wertpapieren zusammen. Weitere Steuerungsgrößen sind die Marktanteile nach Regionen - insbesondere im Kernmarkt Europa - und nach Produktsegmenten, basierend auf den Auftragseingängen in Stück. Der Vorstand verfolgt die Entwicklung der vorgenannten Kennzahlen im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens. Anhand einer kontinuierlichen Soll-Ist-Betrachtung werden bei wesentlichen Abweichungen erforderliche Maßnahmen analysiert und entsprechend eingeleitet. Um mögliche künftige Unternehmensentwicklungen frühzeitig zu erkennen und eine weitere Grundlage für geschäftspolitische Entscheidungen zu haben, werden die Veränderungen verschiedener Frühindikatoren beobachtet und analysiert. Vorrangig sind dies Prognosen von Wirtschaftsexperten zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in den Kernmärkten von Jungheinrich, Indizes zur Einschätzung der konjunkturellen Lage in der Industrie, der Auftragseingang nach Stückzahlen sowie der Auftragsbestand. Einkaufsvolumen steigt erneutDas Einkaufsvolumen des Jungheinrich-Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 2.363 Mio. € (Vorjahr: 2.175 Mio. €) und gliederte sich in:
Im Berichtsjahr lag ein Fokus auf den Kosten für direktes Produktionsmaterial, das den Materialaufwand maßgeblich bestimmt. Steigende Rohstoffpreise, vor allem für Stahlkomponenten, führten zu einer spürbaren Erhöhung der Beschaffungskosten. Zusätzlich sah sich Jungheinrich mit einer angespannten Versorgungssituation, insbesondere im Elektrobauteilebereich, konfrontiert. Auslöser dieser Engpasssituation, die auch andere Unternehmen im In- und Ausland betraf, sind der anhaltende globale Trend zur Digitalisierung sowie die stetig steigende Elektrifizierung in der Konsum- und Investitionsgüterindustrie. Durch die enge funktionsübergreifende Zusammenarbeit entlang der gesamten Supply Chain konnten neue und alternative Beschaffungsquellen, auch durch Konstruktionsänderungen, geschaffen werden. Hierdurch wurde die Versorgung mit wesentlichen Bauteilen sichergestellt. Allerdings mussten Bedarfe auch zu höheren Preisen abgedeckt werden. Als wesentliche Maßnahme zur Effizienzsteigerung wurde das konzernweite strategische Warengruppenmanagement personell verstärkt, um werksübergreifend Kosten- und Volumenvorteile zu realisieren. Insbesondere die engere Kooperation und frühzeitige Einbindung des Einkaufes und des Cost Engineerings in den Produktentstehungsprozess ermöglichten die Identifikation weiterer Kostenvorteile und ihre Realisierung über verschiedene Produktlinien hinweg. Die Abteilung Cost Engineering wurde in den vergangenen Jahren konsequent erweitert und der Einsatz fundierter Methoden und Instrumente gestärkt. Der Ansatz einer ganzheitlichen Kostenbetrachtung im Sinne der "Total Cost of Ownership" über die gesamte Wertschöpfungskette und den Lebenszyklus eines Produktes führte zu weiteren Erfolgen bei der Zielkostenoptimierung. Von dem gestiegenen Einkaufsvolumen entfielen unverändert etwas mehr als 90 Prozent auf Europa, geprägt durch die starke Präsenz in diesem Markt und die überwiegend in Deutschland befindlichen Produktionsstandorte. Die umsatzstärksten Warengruppen waren Batterien mit 251 Mio. € (Vorjahr: 246 Mio. €), Lagereinrichtungen mit 164 Mio. € (Vorjahr: 150 Mio. €), Stahlbaugruppen mit 135 Mio. € (Vorjahr: 125 Mio. €), elektrische Antriebsstränge mit 126 Mio. € (Vorjahr: 115 Mio. €) und Logistikdienstleistungen mit 117 Mio. € (Vorjahr: 103 Mio. €). Aufteilung Einkaufsvolumen 2018![]() scroll
Forschung und Entwicklungscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2018 hat Jungheinrich mit der Entwicklung neuer Flurförderzeugtypen sowie der Ergänzung und Optimierung bestehender Fahrzeugbaureihen seine Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt. Basierend auf der Erkenntnis, dass dauerhafter Markterfolg nur auf der Grundlage von technisch überlegenen Produkten möglich ist, wurden die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) im Vergleich zu den Vorjahren nochmals gesteigert. Wesentliche F&E-Aktivitäten bezogen sich sowohl auf den Ausbau der Marktführerschaft im Bereich der Energiespeichersysteme basierend auf Lithium-Ionen-Technologie als auch auf die Erweiterung des Produktportfolios für Regalbediengeräte und stationäre Fördertechnik. Ausgaben für Forschung und Entwicklungin Mio. € ![]() Die F&E-Ausgaben - einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter - sind mit 84 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (77 Mio. €) erneut gestiegen. Dies entspricht 5,6 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent) des F&E-relevanten Umsatzes mit Neufahrzeugen. Aufgrund der Zunahme wesentlicher Produktentwicklungen stieg die Aktivierungsquote auf 36 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent). Die F&E-Ausgaben beinhalten im Wesentlichen Eigenleistungen. Der Bereich F&E wurde 2018 auch personell weiter verstärkt: Konzernweit waren hier durchschnittlich 609 (Vorjahr: 538) Mitarbeiter tätig. Weltpremiere: erster Schubmaststapler mit fest verbauter Lithium-Ionen-BatterieEin vielbeachtetes Branchenhighlight war die Serieneinführung des Schubmaststaplers ETV 216i, der mit vollintegrierter Lithium-Ionen-Batterie ausgerüstet ist. Mit diesem Fahrzeug ist es Jungheinrich als weltweit erstem Hersteller gelungen, eine Lösung zu entwickeln, die sowohl in Bezug auf Leistung als auch Ergonomie, Bedienerfreundlichkeit und Sicherheit neue Maßstäbe setzt. Jungheinrich unterstreicht damit seine Innovationsfähigkeit und positioniert sich als technologischer Marktführer für Lithium-Ionen-Technologie. Mit dem Ziel der weiteren Steigerung von Effizienz und Kundennutzen wurde 2018 das Portfolio von Lithium-Ionen-Batterien als Ersatz für klassische Blei-Säure-Batterien in zusätzlichen Kapazitäts- und Leistungsklassen ausgebaut. Jungheinrich ist nun in der Lage, nahezu jedes Flurförderzeug wahlweise mit dieser technologisch überlegenen Batterievariante anzubieten, zu der darüber hinaus auch die entsprechende, von Jungheinrich entwickelte Hochfrequenz-Ladetechnik gehört. Hochleistungs-Regalbediengerät für Kleinteile reduziert BetriebskostenAls Intralogistik-Systemanbieter hat Jungheinrich im Berichtsjahr sehr erfolgreich neue Produkte im Bereich Regalbediengeräte und stationärer Fördertechnik auf den Markt gebracht. Diese ermöglichen es den Kunden zukünftig, auch in diesen Produktkategorien von bewährter Jungheinrich-Qualität zu profitieren. Im Rahmen der Branchenmesse LogiMAT wurde im März 2018 das neue Regalbediengerät STC 2B1A für Kleinteile präsentiert. Als weltweit leistungsfähigstes Gerät seiner Klasse definiert es mit innovativen Merkmalen neue Branchenstandards: So kann beispielsweise durch den Einsatz von integrierten sogenannten SuperCaps als Energiespeicher die notwendige Anschluss- und Einspeiseleistung im Vergleich zu Wettbewerbsgeräten deutlich reduziert werden. Die SuperCaps speichern die bei Bremsvorgängen freigesetzte Energie und geben diese beim Beschleunigen wieder in das Antriebssystem ab. Der zum Patent angemeldete Omega-Fahrantrieb ermöglicht eine platzoptimierte, leichte und kostengünstige Bauweise und bietet somit geringste Anfahrmaße. Lösungen für vollautomatische Lager durch Fahrerlose TransportsystemeIm Zuge der immer stärker nachgefragten Lageroptimierungen wurde der automatisierte Hochregalstapler EKX 516a mit bewährten Komponenten ausgerüstet und stellt nun das vollautomatische, prozesssichere Arbeiten im Lager sicher. Mit Top-Leistungsdaten bei niedrigstem Energieverbrauch schafft das Gerät selbst bei anspruchsvollen Einsätzen zwei Schichten ohne Batteriewechsel und das in Hubhöhen bis zu 13 Metern. Darüber hinaus ist das Gerät durch die optionale Integration eines On-Board-Laders und die Ausstattung mit Stromschiene und Stromabnehmer für den Einsatz rund um die Uhr bestens gerüstet. Assistenzsysteme für mehr Sicherheit im LagerZwei Assistenzsysteme zeigen eindrucksvoll das zukünftige Potenzial technologischer Lösungen, damit Fahrzeuge im Lager stets sicher, ergonomisch und effizient arbeiten können. So ermöglicht das neue "zoneCONTROL" eine ortsabhängige Geschwindigkeitsbeschränkung des Flurförderzeuges sowie umfangreiche weitere Funktionalitäten zur Unterstützung des Fahrers, wie beispielsweise das Abbremsen des Fahrzeuges in Gefahrenbereichen wie Rampen oder kreuzenden Fußwegen. Hiermit trägt "zoneCONTROL" effektiv zur Reduzierung des Risikos von Unfällen und Personenschäden bei. Das auf Digitalkameras basierende System zur Rundumsicht "addedView" hingegen hilft dem Bediener des Fahrzeuges, durch eine Sichtdarstellung aus der Vogelperspektive den Überblick zu behalten, und verbessert damit ebenfalls Sicherheit und Ergonomie. Den beiden Produkten sind umfangreiche Grundlagenentwicklungen in digitaler Bildverarbeitung und Ultra-Wide-Band-Funktechnologie vorausgegangen. Sie sind auf einem gemeinsamen sogenannten Assistenzdisplay unabhängig voneinander oder in Kombination nutzbar. Neue Generation Elektro-Hochhubwagen eingeführtIm Produktsegment Lagertechnische Geräte konnte 2018 die Entwicklung der neuen Generation der Elektro-Hochhubwagen vom Typ ERC erfolgreich abgeschlossen werden. Mit Einführung der ersten Fahrzeuge Anfang 2019 stehen nun Mitfahrgeräte mit verbesserten Leistungsdaten und höherer Optionsvielfalt zur Verfügung. Sie ermöglichen den besonders wirtschaftlichen Transport von Gütern über längere Strecken und deren Ein- und Auslagerung auf höhere Regalebenen. So zeichnen sich die Geräte durch Verbesserungen bei Fahrgeschwindigkeit und Beschleunigung sowie durch die neuen, optionalen Assistenzsysteme "positionCONTROL" (für effizientes Ein- und Auslagern) sowie "operationCONTROL" (permanente Lastüberwachung mit visueller und akustischer Überlastwarnung) aus. Die durchgängige Verfügbarkeit von Lithium-Ionen-Batterien für alle Modelle ist gegeben. Ausgezeichnetes DesignDass die Produkte von Jungheinrich nicht nur technologisch, sondern auch mit Blick auf das Design führend sind, wurde im Berichtsjahr erneut durch die Verleihung des German Design Awards bestätigt. Gleich zwei neue Modelle erhielten die international begehrte Auszeichnung: Der Elektro-Deichselhubwagen EJE 116 wurde mit Silber prämiert, der Schubmaststapler ETV 216i erhielt sogar die höchste Auszeichnung in Gold. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Jungheinrich ist Europa. Außerhalb Europas liegt der Fokus auf der Region Asien-Pazifik und den USA. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Auf Europa entfallen 34 Prozent der globalen Nachfrage nach Flurförderzeugen. Im Hinblick auf batteriebetriebene Flurförderzeuge - die Kernkompetenz von Jungheinrich -entfallen 46 Prozent der weltweiten Nachfrage auf den europäischen Markt. Entsprechend bedeutsam ist die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Mitgliedsstaaten. Weltwirtschaft weiterhin auf WachstumskursDie Weltwirtschaft verzeichnete 2018 ein ähnlich robustes Wachstum wie im Jahr zuvor. Der BIP-Anstieg in den USA fiel dabei spürbar höher aus. Die chinesische Wirtschaft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine etwas geringere konjunkturelle Dynamik. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Schätzungen Januar 2019 mit aktualisierten Vorjahresangaben im Vergleich zum Konzernlagebericht 2017) Vor dem Hintergrund der Belastungen durch die Brexit-Verhandlungen und der politischen Unsicherheiten durch den Handelsstreit der USA mit China und auch Europa wies die Eurozone im Berichtsjahr mit einem BIP-Anstieg um 1,8 Prozent ein spürbar geringeres Wachstum auf als im Vorjahr (2,4 Prozent). Da die deutsche Wirtschaft in hohem Maße exportorientiert ist, verzeichnete sie 2018 beeinflusst durch die vielfältigen Unsicherheiten ein gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziertes Wachstum (1,5 Prozent; Vorjahr: 2,5 Prozent). Die Wirtschaftsleistung Frankreichs wuchs ebenfalls nur mit 1,5 Prozent und damit wesentlich schwächer als 2017 (2,3 Prozent). Italien erreichte im Berichtsjahr mit 1,0 Prozent ebenfalls eine merklich niedrigere Wachstumsrate als im Vorjahr (1,6 Prozent). Auch in Großbritannien nahm die konjunkturelle Dynamik im Berichtsjahr ab (1,4 Prozent; Vorjahr: 1,8 Prozent). In diesen vier Ländern erwirtschaftete Jungheinrich wie im Vorjahr rund die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Wirtschaftsleistung Russlands stieg 2018 um 1,7 Prozent, während sie im Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen war. In Polen erhöhte sich das BIP um 4,4 Prozent und damit leicht schwächer als 2017 (4,6 Prozent). Russland und Polen sind bedeutende Märkte für Jungheinrich. Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge erneut mit starkem WachstumDer Weltmarkt für Flurförderzeuge wies 2018 mit einem Plus von 10 Prozent beziehungsweise 143 Tsd. Flurförderzeugen erneut ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr auf. Rund 40 Prozent davon waren auf den hohen Zuwachs der Bestellungen im chinesischen Markt zurückzuführen, weitere 38 Prozent auf die ebenfalls deutlich höhere Nachfrage in Europa. Sowohl in China als auch in Europa waren vorrangig die stark gestiegenen Bestellungen für lagertechnische Geräte bestimmend für die Marktentwicklung. Der Anstieg des Marktvolumens in Nordamerika um 4 Prozent resultierte zu etwas mehr als der Hälfte aus dem Nachfragezuwachs nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb. In Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich, legte die Nachfrage um 11 Prozent zu, mit einem Plus von 10 Prozent in Westeuropa und 19 Prozent in Osteuropa. Mit 524 Tsd. Fahrzeugen wurde damit der Höchststand des Jahres 2007 vor Ausbruch der Finanzkrise um 27 Prozent übertroffen. Wie in den Vorjahren auch waren Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien die größten Märkte in Westeuropa. In Osteuropa legte das Marktvolumen in Polen mit einem Plus von 26 Prozent sehr stark zu. Nach Polen ist Russland in dieser Region der zweitgrößte Markt, gefolgt von Tschechien. Weltmarkt Flurförderzeuge 2018 nach Regionen![]() Auftragseingang in Tsd. Stückscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) Der weltweite Anstieg der Nachfrage im Produktsegment Lagertechnik betrug 14 Prozent, das entspricht fast 87 Tsd. Flurförderzeugen. Davon entfielen 48 Prozent auf Asien, mit Schwerpunkt China, gefolgt von Europa. Dieser Region waren 45 Prozent der Erhöhung zuzurechnen. Das um 9 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler wurde zu etwas mehr als 50 Prozent von deutlich höheren Bestellungen in Asien, ebenfalls mit Schwerpunkt China, getragen. Der weltweite Anstieg der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb war mit nur 6 Prozent am geringsten. Dieses Produktsegment verliert somit weiterhin sukzessive Marktanteile. Betrug 2007 der Marktanteil der Verbrenner noch 45 Prozent des Weltmarktes für Flurförderzeuge, so lag er 2018 nur noch bei 37 Prozent. Der Anteil der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler am europäischen Markt erreichte im Berichtsjahr nur noch 15 Prozent. 2007 lag dieser noch bei 28 Prozent. ![]() Ziel-Ist-Vergleichscroll
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Zwischenbericht zum 30. Juni 2018 Gesamtaussage des Vorstandes und ZielerreichungDas Geschäftsjahr 2018 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für Jungheinrich. Auftragseingang und Umsatz stiegen auf neue Spitzenwerte. Der wertmäßige Auftragseingang übertraf mit 3,97 Mrd. € leicht den oberen Wert des prognostizierten Korridors. Der hohe Auftragsbestand von 907 Mio. € zum 31. Dezember 2018 ist eine gute Basis für den Start in das neue Geschäftsjahr. Der Umsatz lag mit 3,80 Mrd. € ebenfalls oberhalb der erwarteten Spanne. Grund dafür war die unerwartet stark gestiegene Flurförderzeugnachfrage über den gesamten Jahresverlauf hinweg, insbesondere in Jungheinrichs Kernmarkt Europa. Der Auftragseingang in Stück überstieg das Vorjahr um 6 Prozent und erreichte 131 Tsd. Fahrzeuge. Unsere Mietflotte haben wir um durchschnittlich 7 Tsd. Fahrzeuge auf 64 Tsd. Flurförderzeuge erweitert. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld erreichte Jungheinrich im Geschäftsjahr 2018 in Europa einen Marktanteil von 20,4 Prozent (Vorjahr 21,5 Prozent). Zunehmend werden einfachste, mit Elektromotoren ausgestattete Geräte auf den Markt gebracht, die Jungheinrich als Premiumanbieter bisher nicht angeboten hat. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wird Jungheinrich diese Produktkategorie zukünftig weiter ausbauen. Mit einem EBIT von 275 Mio. € konnte die Mitte der Bandbreite des Prognosekorridors erreicht werden. Wie bereits im November 2018 avisiert, wurde die ursprünglich angestrebte EBIT-Rendite von 7,5 Prozent mit 7,2 Prozent etwas unterschritten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass spürbar gestiegene Personalkosten, über den Erwartungen liegende Rohstoffpreise, Kosten für die Branchenleitmesse CeMAT sowie Lieferengpässe bei einzelnen Lieferanten, zum Teil verbunden mit Preiserhöhungen, das EBIT im Geschäftsjahr 2018 belasteten. Die Entwicklung an den globalen Finanzmärkten führte im Berichtszeitraum zu einem Finanzergebnis in Höhe von minus 26 Mio. € (Vorjahr: minus 15 Mio. €). Ursächlich für dieses Ergebnis war im Wesentlichen die Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate. Folglich wurde eine EBT-Rendite von 6,6 Prozent erreicht (Vorjahr: 7,1 Prozent). Die Prognose für die Nettoverschuldung hatten wir vor dem Hintergrund des Aufbaues von Working Capital, der Erweiterung der Mietflotte sowie der Zahlungen für Unternehmenserwerbe mit Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen 2018 noch näher präzisiert. Zum Jahresende konnten wir mit 108 Mio. € sogar einen besseren Wert als zuletzt angenommen erzielen. Die Erwartung für den ROCE wurde zur Halbjahresberichterstattung 2018 angepasst. Zum Jahresende lag diese Kennzahl aufgrund des überproportionalen Anstieges des zinspflichtigen Kapitals, insbesondere der Nettoverschuldung bei vergleichsweise geringerem EBIT-Anstieg, mit 16,0 Prozent unter dem Vorjahr, jedoch am oberen Rand des Prognosekorridors. Das Fälligkeitsprofil der langfristigen Kreditverbindlichkeiten haben wir durch die Optimierung der Struktur der Schuldscheindarlehen (225 Mio. €) mit langfristig günstigen Finanzierungskonditionen nochmals verbessert. Neben der guten operativen Leistung hat der Jungheinrich-Konzern im Berichtsjahr auch strategisch Fortschritte erzielt. Jungheinrich ist der einzige Flurförderzeughersteller, der Fahrzeuge, Energiespeicher und Ladesysteme aus einer Hand anbietet. So wurden 2018 bereits rund 12 Tsd. Neufahrzeuge (Vorjahr: 5,8 Tsd. Neufahrzeuge) mit Lithium-Ionen-Batterien ausgeliefert. Insgesamt beurteilen wir die Finanz- und Bilanzrelationen des Jungheinrich-Konzerns als sehr solide. Der Konzern verfügt über die erforderlichen finanziellen Mittel, um das geplante Wachstum zu finanzieren und langfristig fortzuführen. Geschäftsverlauf und ErtragslageAuftragseingangswert wächst zweistelligDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, übertraf mit 131 Tsd. Fahrzeugen den Vorjahreswert (123 Tsd. Fahrzeuge) um 6 Prozent. Ausschlaggebend hierfür war die stark gestiegene Nachfrage in Europa. Der Marktanteil von Jungheinrich in Europa lag mit 20,4 Prozent dennoch unter dem Vorjahreswert (21,5 Prozent). Der Weltmarktanteil betrug 8,4 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent). Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass zunehmend einfachste, mit Elektromotoren ausgestattete Geräte auf den Markt gebracht werden. Jungheinrich ist als Premiumanbieter in dieser Produktkategorie kaum aktiv. Um der Nachfrage gerecht zu werden, wird Jungheinrich diese Produktkategorie weiter ausbauen. Der wertmäßige Auftragseingang, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, übertraf mit 3.971 Mio. € den Vorjahreswert (3.560 Mio. €) um 12 Prozent beziehungsweise 411 Mio. €. Mehr als 20 Prozent davon waren auf die höhere Nachfrage nach Logistiksystemlösungen zurückzuführen. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 31. Dezember 2018 belief sich auf 907 Mio. € (Vorjahr: 692 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag damit bei fast fünf Monaten. Ein Großteil des Auftragsbestandes entfällt auf die Sparte "Logistiksysteme". Fast ausnahmslos Elektrofahrzeuge produziertDas Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Im Berichtszeitraum lag die Produktionsstückzahl mit 121 Tsd. Fahrzeugen etwas über dem sehr guten Vorjahreswert (120 Tsd. Fahrzeuge). Das größte Produktsegment mit einem Anteil von 78 Prozent am Gesamtproduktionsvolumen sind lagertechnische Geräte. Fast alle produzierten Fahrzeuge (97 Prozent) sind Elektrofahrzeuge. Hervorzuheben ist der Anstieg der Produktion von Elektro-Gegengewichtsstaplern, die um 12 Prozent auf über 22 Tsd. Fahrzeuge ausgeweitet werden konnte. ![]() Konzernumsatz mit Spitzenwert, alle Geschäftsfelder und Sparten tragen dazu beiDer Konzernumsatz übertraf das Vorjahr (3.435 Mio. €) um 11 Prozent beziehungsweise 361 Mio. € und erreichte mit 3.796 Mio. € erneut einen Spitzenwert. Auf Europa entfielen 87 Prozent (Vorjahr: 88 Prozent) der Umsatzerlöse. Dort wurde der Umsatzzuwachs vor allem von Steigerungen in Deutschland, Italien, Polen, Österreich und Tschechien getragen. Die Auslandsumsätze legten um 12 Prozent auf 2.896 Mio. € (Vorjahr: 2.584 Mio. €) zu, entsprechend lag die Auslandsquote bei 76 Prozent (Vorjahr: 75 Prozent). Die Umsatzerlöse außerhalb Europas erreichten 500 Mio. € (Vorjahr: 415 Mio. €). Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent und einem Anteil am Konzernumsatz von 13 Prozent (Vorjahr 12 Prozent). Das Umsatzwachstum im Konzern wurde vor allem vom Neugeschäft getragen, dessen Umsatzbeitrag von 2.099 Mio. € im Vorjahr um 10 Prozent auf 2.305 Mio. € im Berichtsjahr stieg. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 617 Mio. € (Vorjahr: 581 Mio. €) aus der Sparte "Logistiksysteme" und 112 Mio. € (Vorjahr: 84 Mio. €) aus der Sparte "Versandhandel". Das im Vergleich zu den Vorjahren relativ niedrige Wachstum im Logistiksystemgeschäft resultiert insbesondere daraus, dass im Vorjahr zwei Großaufträge realisiert wurden. Der Versandhandel expandierte durch den Ausbau der internationalen Versandhandelseinheiten sowie durch die Ausweitung und Optimierung des Sortimentes um 33 Prozent. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft wuchs insgesamt um 62 Mio. € beziehungsweise 11 Prozent auf 632 Mio. € (Vorjahr: 570 Mio. €). Die Mietflotte wurde um durchschnittlich 7 Tsd. Fahrzeuge auf 64 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 57 Tsd. Fahrzeuge) ausgebaut. Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 1.006 Mio. € (Vorjahr: 923 Mio. €) und wies damit erneut ein sehr starkes Wachstum auf. Der Anteil des Kundendienstes am Konzernumsatz lag bei 26 Prozent (Vorjahr: 27 Prozent). Das Finanzdienstleistungsgeschäft übertraf mit einem Umsatz von 973 Mio. € den Vorjahreswert (840 Mio. €) um 16 Prozent. Umsatzerlöse 2018 nach Regionen![]() scroll
Umsatzaufteilungscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Bruttoergebnis durch erhöhte Rohstoffpreise belastet, EBIT dennoch um 6 Prozent gesteigertDas Bruttoergebnis vom Umsatz stieg aufgrund des erneut kräftigen Umsatzwachstums bei unverändert guter Auslastung in den Werken um 91 Mio. € auf 1.119 Mio. € (Vorjahr: 1.028 Mio. €) an. Es wurde im Berichtszeitraum vor allem durch den Anstieg der Rohstoffpreise sowie durch Lieferengpässe mit Preiserhöhungen bei einzelnen Lieferanten negativ beeinflusst. Die Bruttomarge lag mit 29,5 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert (29,9 Prozent). Kostenstruktur (GuV)scroll
Die Vertriebskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr überproportional zum Umsatzwachstum. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der erstmaligen Einbeziehung der neuen Vertriebsgesellschaften in Südamerika und Serbien und erhöhten Messekosten im Berichtsjahr. Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug nach 17,7 Prozent im Vorjahr nunmehr 17,9 Prozent. ![]() Die F&E-Kosten gingen im Berichtszeitraum aufgrund einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten Aktivierungsquote für Entwicklungsausgaben zurück. Darüber hinaus waren im Vorjahreswert noch deutlich höhere Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben enthalten. Der Anteil der Verwaltungskosten am Konzernumsatz verblieb mit 2,7 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres (2,8 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr. Sie enthielten im Berichtsjahr Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwertes der Vertriebsgesellschaft in Australien in Höhe von 4 Mio. €. Das EBIT erhöhte sich um 16 Mio. € beziehungsweise 6 Prozent auf 275 Mio. € (Vorjahr: 259 Mio. €). Die EBIT-Rendite erreichte mit 7,2 Prozent nicht ganz das Niveau des Vorjahres (7,5 Prozent). Der ROCE lag aufgrund des überproportionalen Anstieges des zinspflichtigen Kapitals (+15 Prozent), insbesondere durch die um 101 Mio. € gestiegene Nettoverschuldung, bei vergleichsweise geringerem EBIT-Anstieg (+6 Prozent) mit 16,0 Prozent erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert von 17,3 Prozent. Vor dem Hintergrund der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten war das Finanzergebnis mit minus 26 Mio. € (Vorjahr: minus 15 Mio. €) im Wesentlichen durch die Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst. Das EBT lag dementsprechend mit 249 Mio. € nur noch um 2 Prozent über dem Vorjahr (243 Mio. €). Die EBT-Rendite erreichte 6,6 Prozent (Vorjahr: 7,1 Prozent). Die Ertragsteuerbelastung stieg mit 74 Mio. € deutlich überproportional gegenüber dem Vorjahr (61 Mio. €) an. Die Konzernsteuerquote betrug 29 Prozent nach 25 Prozent im Vorjahr. Hauptursache waren zusätzliche Belastungen aus der Veränderung von Vorjahressteuern im Geschäftsjahr 2018. Das Ergebnis nach Steuern verminderte sich damit um 6 Mio. € beziehungsweise 3 Prozent auf 176 Mio. € (Vorjahr: 182 Mio. €) und das Ergebnis je Vorzugsaktie entsprechend auf 1,73 € (Vorjahr: 1,80 €). Obwohl das Ergebnis nach Steuern leicht unter dem des Vorjahres lag, schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG vor, eine gegenüber dem Vorjahr stabile Dividende in Höhe von 0,48 € (Vorjahr: 0,48 €) je Stammaktie und 0,50 € (Vorjahr: 0,50 €) je Vorzugsaktie auszuschütten. Aus dem Dividendenvorschlag ergibt sich wie im Vorjahr eine Gesamtausschüttung in Höhe von 50 Mio. € und eine Ausschüttungsquote von 28 Prozent. Jungheinrich verfolgt grundsätzlich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Ziel ist es, zwischen 25 Prozent und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten. Finanz- und VermögenslageGrundzüge und Ziele des FinanzmanagementsAls Konzernobergesellschaft trägt die Jungheinrich AG die Verantwortung für das Finanzmanagement des Konzerns. Sie stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement wahr. Ziel ist es, die Konzerngesellschaften zins- und währungsoptimal mit Finanzmitteln zu versorgen und Zahlungsströme zu steuern. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns zu gewährleisten. Für die überschüssige Liquidität wird eine konservative Anlagepolitik verfolgt. Diese ist nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt, sondern auf den Erhalt der Vermögenswerte. Kapitalstrukturscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Zur Stärkung der Innenfinanzierungskraft wird ein zentrales Working Capital Management eingesetzt, das die Optimierung und Standardisierung wesentlicher Prozesse und Systeme vorsieht. Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cash-flow sowie durch kurz- und langfristige Finanzierungen gedeckt. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Höhe der zugesagten mittelfristigen Kreditrahmen 275 Mio. €. Diese werden durch kurzfristige Kreditlinien in Höhe von 106 Mio. € ergänzt. Sie bestehen im Wesentlichen als bilaterale Kreditlinien bei einzelnen ausländischen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2018 wurde die variabel verzinsliche Tranche eines Schuldscheindarlehens vorzeitig verlängert und aufgestockt. Das Volumen der Schuldscheindarlehen hat sich hierdurch um 25 Mio. € auf insgesamt 225 Mio.€ erhöht. Das Tilgungsprofil der langfristigen Finanzverbindlichkeiten konnte durch diese Maßnahmen weiter optimiert werden. Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ist darüber hinaus in der Aufnahme von langfristigen Darlehen zur Finanzierung von Immobilien- und Anlageinvestitionen sowie der stärkeren Kreditfinanzierung des kurzfristigen Mietgeschäftes begründet. Sämtliche Kreditrahmen- und Schuldscheindarlehensverträge enthalten keine Financial Covenants. Solide Finanzlage und KapitalstrukturMit 518 Mio. € lagen die liquiden Mittel und Wertpapiere zum Jahresende 2018 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (443 Mio. €). Der Konzern wies im Berichtsjahr dennoch eine Nettoverschuldung in Höhe von 108 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) aus. ![]() Hintergrund des Anstieges waren insbesondere die Finanzierung des wachstumsbedingten Aufbaues von Working Capital, des Ausbaues der Mietflotte sowie weiterer Unternehmenserwerbe. Der Verschuldungsgrad als Relation von Nettoverschuldung und EBITDA lag damit bei 0,23 (Vorjahr: 0,02) Jahren. Das zugrunde liegende EBITDA wurde um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen bereinigt und verbesserte sich im Berichtsjahr auf 476 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €). Wesentlicher Einflussfaktor für den Anstieg des Eigenkapitals um 118 Mio. € war die gute Ertragsentwicklung. Dieser stand hauptsächlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €) gegenüber. Die Eigenkapitalquote blieb mit 29 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres (30 Prozent). Bereinigt um sämtliche Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" ergab sich eine auf das Segment "Intralogistik" bezogene Eigenkapitalquote in Höhe von 46 Prozent (Vorjahr 48 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verblieben mit 219 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (220 Mio. €). Der Anstieg der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 450 Mio. € auf 626 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus einer um 25 Mio. € höheren Nettoaufnahme von Schuldscheindarlehen, der Aufnahme von langfristigen Darlehen zur Finanzierung von Immobilien- und Anlageinvestitionen sowie der erstmaligen Einbeziehung neuer Vertriebsgesellschaften in Südamerika und Serbien. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der deutlichen Erhöhung der Finanzierung von neuen Verträgen mit 1.526 Mio. € um 211 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2017 (1.315 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erreichten aufgrund der Geschäftsausweitung einen um 33 Mio. € höheren Wert als im Vorjahr. Die übrigen kurzfristigen Schulden stiegen um 62 Mio. € auf 261 Mio. € (Vorjahr: 199 Mio. €). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die Erfassung und Umgliederung von Bilanzposten im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 15 ("Erlöse aus Verträgen mit Kunden") sowie der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten im Wesentlichen aufgrund erhöhter erhaltener Kundenanzahlungen. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit durch Zunahme der Finanzierungen für Mietgeräte und Finanzdienstleistungen geprägtDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 219 Mio. € (Vorjahr: 70 Mio. €). Der deutliche Anstieg wurde im Wesentlichen durch Maßnahmen der Finanzierung von Mietgeräten und Finanzdienstleistungen bestimmt, aus denen sich ein deutlich erhöhter Mittelzufluss in Höhe von 166 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ergab. Das um 19 Mio. € höhere Zugangsvolumen für Miet- und Leasinggeräte sowie für Forderungen aus Finanzdienstleistungen konnte durch den um 29 Mio. € höheren Saldo aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen mehr als ausgeglichen werden. Die Zunahme des Working Capital, die hauptsächlich durch den gegenüber dem Vorjahr höheren Aufbau der Vorräte zum Bilanzstichtag bestimmt war, belastete den Cashflow mit 41 Mio. € mehr als im Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 17 Mio. € (Vorjahr: minus 8 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit von minus 164 Mio. € lag damit um 57 Mio. € höher als der Vorjahres-Cashflow. Neben den erhöhten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte trugen auch die Auszahlungen für die Unternehmenskäufe in Südamerika und Serbien, bereinigt um dabei übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, in Höhe von 23 Mio. € zu diesem Anstieg bei. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit fiel mit plus 21 Mio. € deutlich niedriger aus als im Vorjahr (plus 101 Mio. €). Der Rückgang des Cashflows resultierte vor allem aus der im Vergleich zum Vorjahr um 75 Mio. € geringeren Aufnahme von Schuldscheindarlehen. Kapitalflussrechnungscroll
Bilanzsummein Mio. € ![]() Lang- und kurzfristige Vermögenswerte nehmen wachstumsbedingt weiter zuDie immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen lagen aufgrund des gegenüber dem Vorjahr höheren Investitionsvolumens sowie des Zuganges von Kundenverträgen und Geschäfts- oder Firmenwerten im Zuge der Erstkonsolidierung der Vertriebsgesellschaften in Südamerika und Serbien mit 670 Mio. € deutlich über dem Wert des Vorjahres (604 Mio. €). Bedingt durch die Ausweitung der Mietflotte und des Finanzdienstleistungsgeschäftes stiegen die Buchwerte für die Miet- und Leasinggeräte um 86 Mio. € auf 909 Mio. € (Vorjahr: 823 Mio. €) sowie für die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen um 153 Mio. € auf 1.044 Mio. € (Vorjahr: 891 Mio. €). Im Zuge einer Reklassifizierung gemäß IAS 17 beziehungsweise IFRS 16 ("Leasingverhältnisse") wurden ehemals unter den Mietgeräten ausgewiesene langfristig vermietete Fahrzeuge in Höhe von 47 Mio. € den Bilanzposten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" zugeordnet. Die Buchwerte der Mietgeräte betrugen zum Bilanzstichtag nunmehr 381 Mio. € nach 375 Mio. € im Vorjahr. Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen stiegen von 448 Mio. € im Vorjahr auf 528 Mio. € im Berichtsjahr. Vermögensstrukturscroll
Die Vorräte erhöhten sich stichtagsbedingt um 134 Mio. € auf 615 Mio. € (Vorjahr: 481 Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse, Waren und geleisteten Anzahlungen im Vertrieb in Höhe von 53 Mio. € vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erreichten aufgrund des gegenüber dem Vorjahr in den beiden letzten Monaten des Berichtszeitraumes gestiegenen Fakturierungsvolumens mit 722 Mio. € einen um 64 Mio. € höheren Wert (Vorjahr: 658 Mio. €). Der Anstieg der liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere um 104 Mio. € auf 515 Mio. € (Vorjahr: 411 Mio. €) stand vor allem im Zusammenhang mit dem Liquiditätszufluss aus der zuvor beschriebenen Aufnahme langfristiger Darlehen zur Finanzierung von Immobilien- und Anlageinvestitionen. Investitionen ausgeweitetDie Investitionen erhöhten sich im Berichtsjahr um 20 Prozent auf 106 Mio. €. Jungheinrich investiert vor allem in zukünftiges Wachstum und den Ausbau der Vertriebsinfrastruktur. Darüber hinaus führt das Unternehmen regelmäßig Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen durch. Schwerpunkte der Investitionen im Berichtsjahr waren die Erweiterung des Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen, der Ausbau des Werkes in Degernpoint, die Errichtung eines Vertriebsgebäudes in Paris und die Erweiterung der Hauptverwaltung in Hamburg. Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen betrug zum Bilanzstichtag 30 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt mit Eigen- und Fremdmitteln. Investitionenin Mio. €; Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben![]() Aufteilung Investitionen 2018![]() Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
FinanzdienstleistungenFinanzdienstleistungsgeschäft sichert langfristige KundenbindungSämtliche Finanzdienstleistungsaktivitäten des Unternehmens sind im Segment "Finanzdienstleistungen" zusammengefasst. Mit individuellen Angeboten zur Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung dienen sie der Absatzförderung von Fahrzeugen. Die angebotenen Finanzdienstleistungsverträge sind grundsätzlich mit einer Full-Service- oder Wartungsvereinbarung kombiniert. Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, den Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges zu betreuen und eine langfristige Kundenbindung sicherzustellen. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen resultieren, werden mit Ausnahme des Ausfallrisikos von Kundenforderungen und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten im Segment "Intralogistik" zugeordnet. Jungheinrich ist in acht Ländern mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Österreich und Australien. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine Finanzierungsstruktur und -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Banken. Mit der Refinanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, können zudem Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Das Volumen dieser Finanzierungsplattform belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 313 Mio. €. Zusätzlich zu der im Finanzdienstleistungsgeschäft eingesetzten SAP-Standardsoftware zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen wurde im Berichtsjahr die Implementierung einer datenbankbasierten Softwarelösung ("Global Lease Center") für kleinere Vertriebseinheiten insbesondere in Asien fortgesetzt. Laufzeit- und zinskongruente RefinanzierungJungheinrich-Gesellschaften schließen Finanzdienstleistungsverträge entweder direkt mit den Kunden oder indirekt über Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) ab. Direkt mit dem Kunden abgeschlossene Verträge werden entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln entweder als Leasinggeräte ("Operating Leases") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") ausgewiesen. Die durchschnittliche Laufzeit der Finanzdienstleistungsverträge liegt bei fünf Jahren. Rund drei Viertel aller Verträge sind "Finance Lease"-Verträge. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz und wird unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Für Vendor-Verträge werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft resultieren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten vorgenommen. Mehr als 40 Prozent der Neufahrzeuge über Finanzdienstleistungsverträge vermarktetDas Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen ist 2018 um 71 Mio. € gestiegen. Regional hervorzuheben ist Spanien mit einer Steigerung im wertmäßigen Zugangsvolumen von 42 Prozent. Auf die acht Länder mit Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften entfielen 70 Prozent (Vorjahr: 73 Prozent) des Vertragszuganges. Zum Jahresende 2018 lag der Vertragsbestand mit insgesamt 172 Tsd. Fahrzeugen um 11 Prozent über dem Vorjahreswert (155 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 2.793 Mio. € (Vorjahr: 2.486 Mio. €). Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurden 41 Prozent (Vorjahr: 42 Prozent) über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. Die Leasingquoten in einzelnen Ländern waren dabei unterschiedlich. In Italien und Norwegen verzeichnete Jungheinrich Leasingquoten bei Neufahrzeugen von mehr als 60 Prozent. MitarbeiterBelegschaft wächst weiterIm Berichtsjahr hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazität erweitert und dabei hauptsächlich den Vertrieb in Europa gestärkt. Am 31. Dezember 2018 waren 17.877 (Vorjahr: 16.248) Mitarbeiter im Konzern beschäftigt. Das entspricht einem Anstieg um 10 Prozent beziehungsweise 1.629 Beschäftigte. In Europa verzeichneten die Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Polen die höchsten Mitarbeiterzugänge. In Osteuropa kamen in Serbien durch Zukauf 49 Mitarbeiter hinzu. Außerhalb Europas wurde insbesondere der Vertrieb in Südamerika durch den Erwerb der Grupo Agencia Alemana mit Gesellschaften in Kolumbien, Peru und Ecuador um insgesamt 257 Mitarbeiter verstärkt. Mitarbeiterin Vollzeitäquivalenten; jeweils am 31.12.![]() Mitarbeiter 2018 nach Regionen31.12.2018![]() in Vollzeitäquivalentenscroll
Kennzahlen Mitarbeiterscroll
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bezogen auf Mitarbeiter im Inland Um flexibler auf Auslastungsschwankungen reagieren zu können, werden neben der Stammbelegschaft in den Werken auch Leiharbeitnehmer eingesetzt. Vor dem Hintergrund der nahezu stabilen Produktionsstückzahlen im Berichtsjahr blieb auch die Zahl der Leiharbeitnehmer im Jahresdurchschnitt mit 628 nahezu stabil (Vorjahr: 632). Zum Stichtag am 31. Dezember 2018 waren 711 (Vorjahr: 737) Leiharbeitnehmer im Konzern beschäftigt. Auf die Kundendienstorganisation entfielen wie im Jahr zuvor 43 Prozent der Belegschaft beziehungsweise 7.651 (Vorjahr: 6.973) Mitarbeiter. Davon waren weltweit 5.329 (Vorjahr: 4.892) Kundendiensttechniker im Einsatz. Dieser Kapazitätsausbau spiegelt die Bedeutung des margenstarken Kundendienstes wider. Betriebliche Ausbildung1)31.12.2018![]()
1)
Basis: 306 Auszubildende in Deutschland 8 Prozent mehr Auszubildende eingestelltZum 31. Dezember 2018 waren 482 (Vorjahr: 446) Auszubildende im Konzern beschäftigt, davon 306 (Vorjahr: 277) im Inland. Im Berichtsjahr wurde zusätzlich der Ausbildungsberuf des Land- und Baumaschinenmechatronikers angeboten, um dem steigenden Bedarf an Kundendiensttechnikern gerecht zu werden. In Deutschland bildet der Jungheinrich-Konzern in 20 Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus werden duale Studiengänge in Zusammenarbeit mit Hochschulen angeboten. Der Anteil der Auszubildenden in den dualen Studiengängen betrug 2018 - bezogen auf die Anzahl der Auszubildenden im Inland - 19 Prozent. Soziale KennzahlenDie Fluktuation erhöhte sich im Berichtszeitraum und lag bei 6,2 Prozent. Hintergrund dieser Entwicklung ist vorrangig, dass allein in Deutschland die Fluktuation aufgrund der sehr guten Arbeitsmarktlage spürbar gestiegen ist. Die Gesundheitsquote der Mitarbeiter im Inland lag bei 94,2 Prozent. Die Frauenquote blieb weltweit mit 20,0 Prozent nahezu stabil. Im Inland erreichte die Frauenquote 18,8 Prozent (Vorjahr: 18,7 Prozent) und übertraf wiederum den zuletzt verfügbaren Vergleichswert für die Maschinenbaubranche in Deutschland von 16,6 Prozent. Personelle VeränderungenIm Rahmen der zielgerichteten Vorbereitung auf die geplante Übernahme des Vorstandsvorsitzes der Jungheinrich AG im Laufe des Jahres 2019 hat der bisherige Vertriebsvorstand Herr Dr. Lars Brzoska das vakante Technikressort zum 1. September 2018 übernommen. Seit 2014 war er in der Position des Vorstandes für Vertrieb und Marketing sehr erfolgreich tätig. Seit dem 1. September 2018 ist Herr Christian Erlach neuer Vertriebsvorstand der Jungheinrich AG. Er war seit 2007 als Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Jungheinrich Austria tätig. Ab 2013 war er Regionalleiter der Jungheinrich AG und hat sukzessive die Verantwortung für die Regionen Südosteuropa, Südamerika sowie Südafrika übernommen. Herr Hans-Georg Frey stellt sich im Jahr 2019 nach der Niederlegung des Vorstandsvorsitzes für die Wahl in den Aufsichtsrat zur Verfügung. Der amtierende Aufsichtsratschef Herr Jürgen Peddinghaus wird sein Mandat im Jahr 2019 niederlegen. Herr Frey soll ihm auf Wunsch der Gesellschafterfamilien Wolf und Lange in dieser Position nachfolgen. Frau Sabine Neuß wird aufgrund eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbotes erst zum 1. Januar 2020 neues Vorstandsmitglied der Jungheinrich AG für das Ressort Technik werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird Herr Dr. Lars Brzoska das Technikressort leiten. Gesetzliche AngabenVergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an den wesentlichen Konzernsteuerungsgrößen ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich um jeweils eine Wachstums- und eine Ergebniskomponente. Im Rahmen der Zielsetzung liegt ein höheres Gewicht auf der Ergebniskomponente. Vergütung des VorstandesDie fast ausnahmslos aus Geldleistungen bestehende Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen, kann aber bei einer sehr guten Zielerreichung auch mehr als 50 Prozent der Gesamtbarvergütung betragen. Die separat erfassten Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles setzen sich aus dem Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie der EBT-Rendite zusammen. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Vorstandsdienstverträge enthalten die üblichen Regelungen für eine Abfindungsobergrenze und für den Fall eines Kontrollwechsels, die mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex übereinstimmen. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich gehaltsunabhängig allein nach den erreichten Dienstjahren als Vorstandsmitglied mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit des Anspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beinhaltet für jedes Mitglied neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20 Tsd. € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite ("Return On Equity", ROE) des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4 Tsd. € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40 Tsd. €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses beziehungsweise der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25 Tsd. €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30 Tsd. €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGBGemäß § 315d HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft dazu verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB für den Konzern abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht. Nichtfinanzielle Aspekte gemäß CSR-Richtlinie-UmsetzungsgesetzGemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, einem Gesetz vom 10. März 2017 zur Stärkung der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung, ist Jungheinrich seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, mindestens über nichtfinanzielle Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. Dieser Verpflichtung kommt das Unternehmen in Form eines gesonderten nichtfinanziellen Berichtes nach, der für das Geschäftsjahr 2018 spätestens am 30. April 2019 auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht wird. Jungheinrich orientiert sich bei der Berichterstattung an den Leitlinien des Global Reporting Initiative-Standards (GRI). Risiko- und ChancenberichtInternes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung bei Jungheinrich. Entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen sind im Rahmen des Risikomanagement-Systems in einer Konzernrichtlinie definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung von Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung durch das Konzerncontrolling unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind für das Risikomanagement ihrer Einheit verantwortlich. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, viermal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risiko- und Chanceninventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risiko- und Chancenposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert - getrennt nach Risiken und Chancen - verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig als integraler Bestandteil der aktuellen Hochrechnung zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Risikoschnellmeldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer Prüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach Analyse der abschließenden Risikoinventur 2018 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen für das Jahr 2019 keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutendsten und aufgrund des Geschäftsmodells generell gültigen Risiken- und Chancenkategorien sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten trotz der Unsicherheiten bezüglich der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China für das Jahr 2019 ein globales Wachstum von 3,5 Prozent. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch den bevorstehenden Brexit, aufkommende Schuldenprobleme einzelner Länder, wie derzeit zum Beispiel in Italien, oder geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Staaten erneut in Krisensituationen geraten beziehungsweise inwiefern Reformbemühungen in einzelnen Volkswirtschaften nachhaltig sind. Rund 7 Prozent des Konzernumsatzes in Europa entfielen 2018 auf Großbritannien. Im Falle eines Brexits werden Beeinträchtigungen bei der Einfuhrabwicklung von Flurförderzeugen und Ersatzteilen erwartet. Daher wurden zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit die Ersatzteilbestände in Großbritannien erhöht und für einen Großteil des für das laufende Jahr geplanten Einkaufsvolumens Währungssicherungen durchgeführt. Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus Veränderungen des Marktvolumens, des Wettbewerbsumfeldes sowie aus technologischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung in der Intralogistik. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa erhöhte sich im Berichtsjahr um 11 Prozent, während das Weltmarktvolumen um 10 Prozent stieg. Ein deutlich niedrigeres BIP-Wachstum, vor allem in Europa, könnte sich auf die Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen auswirken. Der Markt für Flurförderzeuge ist durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf Basis regelmäßiger Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa -laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche, sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/ oder eines Geschäftsrückganges begegnet Jungheinrich dadurch, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet und seine Differenzierungsstrategie - beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes - weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenOperative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell. Sie liegen beispielsweise im Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot ständig erweitert und durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Darüber hinaus werden konzernweit laufend Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung durchgeführt. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende, IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Jungheinrich steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2019 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation beziehungsweise Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme und einer regelmäßigen Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/ IEC 27001. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für Jungheinrich wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt das Unternehmen im Rahmen des nationalen und internationalen Hochschulmarketings enge Kontakte zu technischen Hochschulen und arbeitet intensiv mit diesen zusammen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet Jungheinrich mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel auf internationaler Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten Talent Managements identifiziert und gefördert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen weitgehend intern besetzen. Die Ausweitung des internationalen Traineeprogramms auf Ingenieurwissenschaftler ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl der Ausbildungsplätze konzernweit weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten beziehungsweise ausgebaut. Jungheinrich konnte 2018 zum Beispiel erstmals den Nachwuchs für die Tätigkeit des Kundendiensttechnikers in Deutschland über ein eigenes Berufsausbildungsprogramm gewinnen. Bei einigen ingenieurwissenschaftlichen Spezialfunktionen und IT-Spezialisten bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Zur Vermeidung von Auslastungsrisiken setzt Jungheinrich Leiharbeitskräfte ein und nutzt standortbezogen flexible Arbeitszeitkontenmodelle. Um Produktrisiken zu reduzieren, werden sowohl Servicedaten als auch Informationen über besondere Vorfälle mit Fahrzeugen ausgewertet. Die hierfür aufgesetzten Prozesse sind in spezifischen Konzernrichtlinien geregelt und werden durch die Direktvertriebsorganisation und das dort implementierte Schnellmeldesystem zum Sicherheitsverhalten der Produkte effizient gestützt. Auffälligkeiten werden umgehend gemeinsam von den Produktlinienverantwortlichen, dem Kundendienst, dem Qualitätsbereich sowie in Sicherheitsbelangen auch von der Rechtsabteilung untersucht. Bei Handlungsbedarf werden unverzüglich Korrekturmaßnahmen beschlossen und weltweit, zum Beispiel in präventiven Umrüstaktionen, umgesetzt. Des Weiteren werden Pilotkunden eingebunden, um technische Risiken, welche die Vermarktungsfähigkeit des Produktes gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen und bereits im Produktentstehungsprozess zu reduzieren. Selbstverständlich schützt Jungheinrich auch sein Produkt-Know-how über Patentanmeldungen. Aufgrund der Übernahme verschiedener Händler und der zunehmenden Investitionen in Gemeinschaftsunternehmen in den vergangenen Berichtsperioden sind die bilanzierten Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte im Jungheinrich-Konzern deutlich gestiegen. Zur Steuerung der daraus resultierenden Impairment-Risiken wurden die Controllingstrukturen im Geschäftsjahr 2018 angepasst. Risiken aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Risikomanagements für das Finanzdienstleistungsgeschäft sind Restwert- und Refinanzierungsrisiken sowie Ausfallrisiken von Kundenforderungen relevant. Detaillierte Regelungen hinsichtlich der Risikoermittlung und -bewertung sind in Konzernrichtlinien und in Prozessbeschreibungen der Finanzdienstleistungsgesellschaften dokumentiert. RestwertrisikenAuf Basis von internen Restwertgarantien des Vertriebes gegenüber dem Segment "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeugrückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen, konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Vertrieb. Mithilfe der zentralen Finanzdienstleistungs-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Liegt der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages, so wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Liegt er über dem Restwert des jeweiligen Vertrages, besteht eine Verwertungschance. RefinanzierungsrisikenDas Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz (keine Zinsänderungsrisiken während der Vertragslaufzeit) zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet die Steuerung der abgeschlossenen Finanzdienstleistungsverträge mit der korrelierenden Finanzierungsstruktur beziehungsweise -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können über eine etablierte Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des wachsenden Neugeschäftes stehen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Ausfallrisiken von KundenforderungenUmfassende systemgestützte Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit tragen dazu bei, den Ausfall von Kundenforderungen auf sehr niedrigem Niveau zu halten. Auch im Berichtsjahr ist das Ausfallrisiko weit unter dem Branchendurchschnitt geblieben. Vorzeitig vom Kunden zurückgeholte Fahrzeuge werden an die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik" zwecks Vermarktung übergeben. Die entsprechenden Rücknahmekonditionen werden zentral festgelegt. Eine Minimierung der Verwertungsrisiken wird durch die professionelle externe Vermarktung von Gebrauchtgeräten über das europaweite Direktvertriebsnetz erreicht. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund seiner internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten unterliegt der Jungheinrich-Konzern grundsätzlich Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken. Hieraus entstehen operative Risiken, die regelmäßig überwacht und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die gute Bonität und die solide Bilanzstruktur des Unternehmens zahlten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kreditmittelbeschaffung sowohl bei Verhandlungen von bilateralen Krediten als auch am Kapitalmarkt aus. Jungheinrich verfügte zum 31. Dezember 2018 über zugesagte Kreditrahmen von 381 Mio. €, die nur zu einem geringen Anteil ausgenutzt waren, sowie Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 225 Mio. €. Das Fälligkeitsprofil der Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen weist eine breite Streuung auf und sichert damit langfristig den Finanzierungsspielraum. Darüber hinaus enthält kein Kreditrahmenvertrag und keine Schuldscheindarlehensvereinbarung Financial Covenants. Liquide Mittel und bestehende Kreditrahmenverträge gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Somit besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungsmanagements für den Jungheinrich-Konzern wird eine zins- und währungsoptimale sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen mit einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Der Jungheinrich-Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren - insbesondere der Ratings, die von anerkannten Ratingagenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden -sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird als nicht wesentlich erachtet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich umfassende Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen besteht ein konzerneinheitlicher Prozess, der die Erfüllung der Berichterstattungspflichten gewährleistet und den Risikoanforderungen gerecht wird. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften in einem für Wirtschaftsunternehmen üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen oder öffentlich-rechtlichen Bestimmungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Wesentliche allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu wesentlichen Verträgen und sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise Partei oder Beteiligte in rechtlichen Verfahren, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit solchen rechtlichen Verfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Im Bereich Datenschutz sind die Bußgeldrisiken durch die seit dem 15. Mai 2018 anwendbare Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) erheblich gestiegen. Jungheinrich hat diesem Risiko durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Umsetzung dieser verschärften Vorschriften Rechnung getragen. Es erfolgte insbesondere eine Anpassung der Konzernrichtlinien zu den neuen datenschutzrechtlichen Vorschriften. Auch sind die erforderlichen datenschutzvertraglichen Grundlagen mit Dienstleistern und anderen Geschäftspartnern angepasst worden. Jungheinrich hat darüber hinaus die neuen Vorgaben durch die Implementierung verstärkter technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOMs) umgesetzt. Alle Mitarbeiter werden vom Vorstand zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften verpflichtet. Es erfolgen regelmäßige konzernweite Schulungen. Das Datenschutzmanagementsystem wird kontinuierlich überwacht und weiter optimiert. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns. Daher stellt eine spürbar positivere Konjunkturentwicklung in Europa als die derzeit erwartete die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar. Diese könnte insbesondere durch die Lösung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China sowie durch Klarheit bei der Umsetzung des Brexits beeinflusst werden. Der Ausblick für 2019 basiert auf Experteneinschätzungen bezogen auf die konjunkturelle Entwicklung sowie den eigenen Markteinschätzungen. Sollten die Weltwirtschaft und insbesondere die Konjunktur in Europa stärker wachsen als erwartet, hätte das positive Folgen für den globalen Absatzmarkt für Flurförderzeuge. Entsprechend könnten die erzielbaren Werte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoff- und Materialpreisen sowie aus der Aufwertung bedeutender Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte und Dienstleistungen sowie durch die fortschreitenden Trends zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung in der Intralogistik entstehen. Beispielsweise können Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Technologieentwicklung im Bereich der Energiespeichersysteme zusätzliche Chancen für Jungheinrich, die starke Position im Markt für elektromotorbetriebene Flurförderzeuge weiter auszubauen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken und Chancen identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden die Risiken -soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit haben wir keine Risiken identifiziert, die im Jahr 2019 einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. PrognoseberichtWeiterhin solides Weltwirtschaftswachstum trotz wachsender RisikenDer Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2019 trotz der Unsicherheit im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent (2018: 3,7 Prozent). Als maßgebliche Treiber sollten insbesondere China, die USA sowie einige Länder Europas dazu beitragen. Das BIP der USA dürfte vor dem Hintergrund der mit den politischen Konflikten verbundenen Unsicherheiten mit einem Wachstum von 2,5 Prozent immer noch robust, aber schwächer als im Vorjahr (2018: 2,9 Prozent) wachsen. Für die chinesische Wirtschaft wird wegen des zuvor erwähnten Handelsstreites eine weniger dynamische Entwicklung als im Vorjahr prognostiziert (6,2 Prozent; 2018: 6,6 Prozent). In absoluten Zahlen entspricht dies aber immer noch einem sehr starken Wirtschaftswachstum. In der Eurozone sind der bevorstehende Brexit sowie die staatspolitischen und finanziellen Risiken Italiens nach wie vor die beherrschenden Themen. Deshalb wird für diese Region 2019 nur ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent erwartet (2018: 1,8 Prozent). Deutschland dürfte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,3 Prozent ebenfalls geringfügig hinter dem Vorjahr (1,5 Prozent) zurückbleiben. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet nach dem Produktionsplus von 2,0 Prozent im Jahr 2018 auch für 2019 mit einer identischen Wachstumsrate. Das BIP Frankreichs soll im gleichen Tempo wie im Vorjahr wachsen (1,5 Prozent, 2018: 1,5 Prozent), während die italienische Wirtschaft nach einem Plus von 1,0 Prozent im vergangenen Jahr nur noch einen leichten Anstieg von 0,6 Prozent vorlegen dürfte. Für Großbritannien wird ein gegenüber dem Vorjahr ähnliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erwartet (2018: 1,4 Prozent). In Polen soll die konjunkturelle Dynamik deutlich nachlassen (3,5 Prozent; 2018: 4,4 Prozent), wohingegen für Russland 2019 ein moderates Wachstum des BIP von 1,6 Prozent prognostiziert wird (2018: 1,7 Prozent). Wie in den Vorjahren sind Frankreich, Italien und Großbritannien nach Deutschland die bedeutendsten Flurförderzeugmärkte in Westeuropa. In Osteuropa sind dies Polen und Russland. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Januar 2019) Fortgesetztes Weltmarktwachstum für Flurförderzeuge, allerdings weniger dynamischIn Anbetracht der gegenüber dem Vorjahr geringeren Wachstumsprognosen - sowohl global als auch für die einzelnen Regionen - erwarten wir, dass auch der weltweite Markt für Flurförderzeuge 2019 weniger dynamisch wachsen, möglicherweise gegenüber 2018 sogar etwas zurückgehen wird. Wir rechnen dementsprechend bestenfalls mit einer Wachstumsrate im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. In Asien könnte das Wachstum einen mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen. In unserem Kernmarkt Europa gehen wir von einem Anstieg des Marktvolumens im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus, jedoch kann ein leichter Rückgang gegenüber 2018 nicht ausgeschlossen werden. Es ist zu erwarten, dass die Entwicklung in einzelnen Märkten und Produktsegmenten sehr unterschiedlich ausfallen wird. Umsatzziel 2019: 3,85 Mrd. € bis 4,05 Mrd. €Unter Berücksichtigung des zuvor beschriebenen Konjunktur- und Branchenausblickes erwartet Jungheinrich für 2019 einen Auftragseingang zwischen 4,05 Mrd. € und 4,20 Mrd. € (2018: 3,97 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich innerhalb einer Bandbreite von 3,85 Mrd. € bis 4,05 Mrd. € (2018: 3,80 Mrd. €) bewegen. Dabei gehen wir von einem gegenüber 2018 schwächeren Auftragseingang und Umsatz im Neugeschäft in Großbritannien aus. Im Jahr 2018 wurden 87 Prozent des Konzernumsatzes in Europa erzielt. Daher kommt dem Konjunkturverlauf im Euroraum eine bedeutende Rolle hinsichtlich der Erreichung der prognostizierten Werte zu. Rund 7 Prozent des Umsatzes in Europa entfielen 2018 auf Großbritannien. Weitere EBIT-Steigerung erwartetDas EBIT sollte 2019 aus heutiger Sicht bei einem Wert zwischen 275 Mio. € und 295 Mio. € liegen (2018: 275 Mio. €). Wir rechnen mit einer EBIT-Rendite von 7,0 Prozent bis 7,4 Prozent (2018: 7,2 Prozent). Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung gehen wir nicht von starken Veränderungen der aktuellen Preisniveaus aus, so wie wir sie im Jahr 2018 hinnehmen mussten. Das EBT sollte 250 Mio. € bis 270 Mio. € erreichen (2018: 249 Mio. €). Wir erwarten derzeit eine EBT-Rendite von 6,4 Prozent bis 6,8 Prozent (2018: 6,6 Prozent). Dies basiert auf der Annahme, dass das derzeitige Finanzmarktumfeld verhältnismäßig stabil bleibt. Zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit und zum Erhalt eines angemessenen finanziellen Spielraumes halten wir weiterhin an einer hohen Liquiditätsposition fest. Zum Jahresende 2019 erwarten wir eine Nettoverschuldung zwischen 90 Mio. € und 120 Mio. € (2018: 108 Mio. €). Der ROCE für das Geschäftsjahr 2019 dürfte vor dem Hintergrund des planmäßigen Anstieges des zinspflichtigen Kapitals und einer vergleichsweise geringeren EBIT-Erhöhung jeweils gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 innerhalb einer Bandbreite von 15 Prozent bis 16 Prozent liegen (2018: 16,0 Prozent.) Sowohl die Prognose für die Nettoverschuldung als auch für den ROCE berücksichtigt keine Effekte aus der erstmaligen Anwendung des neuen Accounting-Standards IFRS 16 ("Leasingverhältnisse") im Geschäftsjahr 2019. Die sich daraus ergebenden zusätzlichen Finanzverbindlichkeiten sind nicht relevant für die Steuerung des Geschäftes von Jungheinrich. Demzufolge werden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von rund 160 Mio. € nicht in die Berechnung dieser Kennzahlen einbezogen. Neben den Zielwerten für die Finanzkennzahlen streben wir im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa (2018: 20,4 Prozent) an. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsFür das Geschäftsjahr 2019 gehen wir insgesamt von einem positiven wirtschaftlichen Umfeld aus. Aufgrund der Unsicherheiten durch den andauernden Handelsstreit zwischen den USA und China sowie des im Berichtsjahr anstehenden Brexits lässt die Wachstumsdynamik allerdings nach. Es ist zu erwarten, dass der Konjunkturverlauf deutlich anfälliger für Schwankungen wird. Bezüglich des globalen Marktvolumens für Flurförderzeuge erwarten wir ein weniger dynamisches Wachstum, möglicherweise sogar einen leichten Rückgang gegenüber 2018. Politische Risiken, aber auch terroristische Akte oder kriegerische Konflikte können zu unerwarteten und gegebenenfalls auch deutlichen Veränderungen der angenommenen Rahmenbedingungen führen. Die globalen Entwicklungen in der Intralogistik, wie beispielsweise die Trends zur Modernisierung von Lagern, zu Automatisierungslösungen, die kundenseitige Fokussierung auf die Intralogistik sowie Elektrofahrzeuge und auch die Entwicklung digitaler Produkte, bieten hingegen Chancen für unser Geschäftsmodell. Der Jungheinrich-Konzern ist durch das integrierte Geschäftsmodell mit Fokus auf Elektrofahrzeuge, die breite regionale Aufstellung, die gut diversifizierte Kundenstruktur in weniger konjunktursensiblen Branchen, die starke Kundenbindung durch eine hohe Leasingquote (41 Prozent) und den hohen Dienstleistungsanteil am Umsatz (43 Prozent) für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Hinsichtlich der Umsetzung unseres Wachstumszieles von 4 Mrd. € Umsatz für das Jahr 2020 sehen wir Chancen, dies 2019 vorzeitig zu erreichen. Wir werden die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens konsequent vorantreiben. Wir rechnen aufgrund der oben genannten Faktoren im laufenden Geschäftsjahr mit einem Anstieg von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Dies setzt voraus, dass sich die Konjunktur und der Flurförderzeugmarkt wie prognostiziert entwickeln und dass es nicht zu drastischen rezessiven Entwicklungen in unseren Absatzmärkten kommt. Vor diesem Hintergrund planen wir eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa. Jungheinrich verfügt über eine solide Bilanzstruktur und ausreichend finanzielle Mittel, um auch im Fall einer hinter den Erwartungen zurückbleibenden Konjunktur- und Marktentwicklung die erforderlichen Maßnahmen für die langfristige, strategische Positionierung umzusetzen. Unsere Eigenkapitalquote von 29 Prozent beziehungsweise - bereinigt um die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" - 46 Prozent ist sehr hoch. Hierauf legen wir auch zukünftig großen Wert. Mit Blick auf die Dividendenzahlungen verfolgt Jungheinrich eine Politik der Kontinuität. Insgesamt erwarten wir, im Geschäftsjahr 2019 an die erfolgreiche Entwicklung des Berichtsjahres 2018 anknüpfen zu können. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in diesem Konzernlagebericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernlagebericht wird daher nicht übernommen. Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2018Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird unter Anhangangabe (24) erläutert. KonzernbilanzAktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Ein- und Auszahlungen im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeitscroll
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangangabe (33) erläutert. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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Das Konzern-Eigenkapital ist den Aktionären der Jungheinrich AG vollständig zuzurechnen. Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangangabe (24) erläutert. KonzernanhangAllgemeine Angaben(1) GeschäftsgegenstandDie Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Friedrich-Ebert-Damm 129" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen. Der Jungheinrich-Konzern ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik sowie aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Diese umfassen Vermietung und Absatzfinanzierung der Produkte, Wartung und Reparatur von Geräten, Aufarbeitung und Verkauf von Gebrauchtgeräten sowie die Projektierung und Generalunternehmerschaft für vollständige Logistiksysteme. Das Produktprogramm reicht vom einfachen Handgabelhubwagen bis zu komplexen integrierten Gesamtanlagen. Die Herstellung von Flurförderzeugen erfolgt in den Werken in Norderstedt, Moosburg, Degernpoint, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland) sowie im Werk in Qingpu/Shanghai (China). Handgabelhubwagen werden weiterhin aus China fremdbezogen. Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/ Dresden (Deutschland). Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit 28 eigenen Vertriebsgesellschaften in Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Australien, Brasilien, Chile, China, Ecuador, Indien, Kolumbien, Malaysia, Peru, Singapur, Südafrika und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel werden in den Werken in München (Deutschland), Gyöngyös (Ungarn) und Kunshan (China) gefertigt und weltweit unter der Marke MIAS vertrieben. (2) Grundsätze der RechnungslegungGrundlagenDie Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen Angaben in Tausend €. Die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde am 5. März 2019 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. KonsolidierungTochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen, auf welche die Jungheinrich AG, Hamburg, direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Verfügungsmacht aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an deren variablen Renditen partizipiert und diese Renditen durch seine Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Strukturierte Unternehmen, die beherrscht werden, sind ebenfalls zu konsolidieren. Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht ausschlaggebend für die Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die maßgeblichen Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen Jungheinrich die Beherrschung zusammen mit einem Partnerunternehmen ausübt und gemeinsam mit diesem die Rechte am Nettovermögen der Beteiligung hat. Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für den Konzern und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Jungheinrich AG die Beherrschung über die Gesellschaft erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Jungheinrich AG endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt. Unternehmenszusammenschlüsse, das heißt Erwerbe von Gesellschaften und Geschäftsbereichen, werden gemäß IFRS 3 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei wird die übertragene Gegenleistung zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewerteten Nettovermögen verrechnet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden ebenfalls mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des identifizierten Nettovermögens, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Nettovermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst. Wenn die beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mit diesen vorläufig ermittelten Werten bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraumes von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt. Innerhalb dieses Bewertungszeitraumes werden alle erforderlichen Anpassungen an den ermittelten beizulegenden Zeitwerten gegen den vorläufig ermittelten Unterschiedsbetrag gebucht. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden im Zeitpunkt des Zuganges mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert eines at-equity-bilanzierten Unternehmens, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrages. Wertaufholungen in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. WährungsumrechnungIn Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst. Wesentliche Wechselkurse für den Jungheinrich-Konzernscroll
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung. Für den Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in Landeswährung berichteten Vermögenswerte und Schulden in Euro zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Veränderungen während des Jahres, die Posten der Gewinn- und-Verlust-Rechnung und die des sonstigen Ergebnisses werden mit den Jahresdurchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Aus der Währungsumrechnung resultierende Unterschiedsbeträge werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb des Postens "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. UmsatzrealisierungUmsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Übergang der Kontrolle über die Güter oder Dienstleistungen an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist beziehungsweise die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzrealisierung für Verträge, insbesondere über den Verkauf von Flurförderzeugen sowie die Erbringung von Kundendienstleistungen, mit Kunden erfolgt im Jungheinrich-Konzern hauptsächlich auf Basis der Einzelverträge. Umsatzerlöse werden in Höhe der vertraglich vereinbarten Gegenleistung erfasst, sobald der Kunde die Kontrolle über die Güter erlangt oder die erbrachten Dienstleistungen nutzt. Wesentliche Finanzierungskomponenten sind in den Verträgen mit Kunden nicht enthalten, da in der Regel marktübliche Zahlungsziele vereinbart sind. Für gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsverpflichtungen wird eine Rückstellung gebildet. Jungheinrich erfasst für Automatisierungsprojekte im Bereich der Logistiksysteme, die während der Erstellung in der Verfügungsgewalt des Auftraggebers liegen und bei denen der Konzern einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive angemessener Marge hat, Umsatzerlöse und Umsatzkosten entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt. Das heißt, für diese Projekte erfolgen Kontrollübergang und Umsatzrealisierung über einen bestimmten Zeitraum. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Basis der Meilensteinmethode, das heißt, die erbrachte Leistung wird im Verhältnis zur Gesamtleistung betrachtet. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Nettoinvestitionswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst. Die Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verträge realisiert. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft oder Bank werden bei abgeschlossenen Verkaufsverträgen mit Rückkaufverpflichtungen und einer Klassifizierung dieser Verträge als sogenannter "Operating Lease" die erhaltenen Verkaufserlöse abzüglich der vereinbarten Restwerte unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt und linear über die Zeit bis zum mit der Leasinggesellschaft/Bank vertraglich vereinbarten Rückkaufdatum umsatzwirksam aufgelöst. Bei einer Klassifizierung dieser Verträge als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Nettoinvestitionswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst. Die Umsatzrealisierung erfolgte im Berichtsjahr erstmals gemäß den Regelungen des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden". Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2018 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge. Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandInvestitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichende Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden in der Periode ergebniswirksam als "Sonstige betriebliche Erträge" erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten dieser Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert hätten. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, betreffen insbesondere Kundenbeziehungen, Technologien sowie Kundenverträge. Für diese Kundenbeziehungen und Technologien wurden wirtschaftliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahren und für die Kundenverträge von 15 bis 20 Jahren festgelegt. Erworbene Nutzungsrechte an Grundstücken in China und Singapur sind auf 50 beziehungsweise 36 Jahre begrenzt. Entwicklungsausgaben werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungsausgaben umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Die Anschaffungskosten ermitteln sich als aktiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem zum beizulegenden Zeitwert erworbenen Nettovermögen. In Folgeperioden werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich - sofern erforderlich - kumulierter Wertminderungen bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung überprüft. Übersteigt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages sofort ergebniswirksam erfasst. Eine Wertaufholung, auch unterjährig erfasster Wertminderungen, erfolgt in späteren Berichtsperioden nicht. Für die Überprüfung auf mögliche Wertminderung ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der ZGE, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, zu ermitteln. Die ZGEs entsprechen dabei in der Regel den rechtlichen Konzernunternehmen. Für die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus dem Erwerb von MIAS wurde als ZGE die MIAS Group bestimmt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Die Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zunächst auf Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer ZGE mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünf-Jahres-Planung verwendet. Für die Cashflows jenseits der Planungsperiode werden langfristige Umsatz- und Renditeerwartungen angesetzt. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzernunternehmens- beziehungsweise länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Ist der Nutzungswert niedriger als der Buchwert, wird zur Bestimmung des erzielbaren Betrages zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nutzungsdauern für Sachanlagenscroll
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. MietgeräteJungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 beziehungsweise 9 Jahren, je nach Produktgruppe, abgeschrieben. Abschreibungen werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 beziehungsweise 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfasst. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und MietgerätenDie Überprüfung von Geschäfts- oder Firmenwerten auf eine Wertminderung wird unter "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erläutert. Für alle übrigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheit) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst. Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Leasing und FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften oder Banken Verträge mit Kunden ab. Die Klassifizierung und damit die Bilanzierung der Leasingverträge richten sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten inklusive eines nicht garantierten Restwertes als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird. Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor, und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 beziehungsweise 9 Jahren, je nach Produktgruppe, abgeschrieben. Abschreibungen werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 beziehungsweise 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfasst. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Mit Beendigung des Kundenleasingvertrages werden die Fahrzeuge zum Buchwert in die Vorräte übertragen. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Lease" und "Operating Lease") erfolgt laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen sowie in Deutschland aus Kundenverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden Leasinggeräte im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Die dabei entstehenden Veräußerungsgewinne werden entsprechend abgegrenzt und über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfolgswirksam verteilt. Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft oder Bank schließt Jungheinrich mit den Leasinggesellschaften/Banken Verkaufsverträge über die den Kunden zur Nutzung überlassenen Vermögenswerte ab. Jungheinrich verpflichtet sich in diesen Verträgen häufig, die Fahrzeuge am Ende der Kundenvertragslaufzeit zu einem vereinbarten Restwert von der Leasinggesellschaft/Bank zurückzukaufen. Damit erfüllen diese Verträge die Definition eines Leasingvertrages und werden entsprechend den Klassifizierungskriterien, die bei der Klassifizierung von direkt mit Kunden abgeschlossenen Leasingverträgen Anwendung finden, als "Operating Lease" beziehungsweise "Finance Lease" klassifiziert. Liegt das wirtschaftliche Eigentum bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, werden die an Leasinggesellschaften/ Banken verkauften Fahrzeuge nach IFRS weiterhin in der Bilanz von Jungheinrich angesetzt. Zum Zeitpunkt der Aktivierung als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" werden die Verkaufserlöse abzüglich des vereinbarten Restwertes innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt linear über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften/Banken und den Endkunden. Die innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Vertragslaufzeit bis zur Fälligkeit der Zahlung des vereinbarten Restwertes umsatzwirksam aufgelöst. Die Rückkaufverpflichtungen werden in Höhe der vertraglich vereinbarten Restwerte in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Außerhalb des Finanzdienstleistungsgeschäftes mieten Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasingnehmer hauptsächlich Sachanlagen sowie Kunden-Mietgeräte. Bei Vorliegen eines sogenannten "Finance Lease" werden bei Vertragsbeginn die Vermögenswerte als immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen oder Mietgeräte aktiviert und in gleicher Höhe Leasingverbindlichkeiten mit dem Barwert der Leasingraten passiviert. Der Ausweis der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in der Position "Finanzverbindlichkeiten". Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte und die Tilgung der Verbindlichkeiten erfolgen über die Dauer der Grundmietzeit. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit erfasst. FinanzinstrumenteGemäß IFRS 9 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden drei Bewertungskategorien zuzuordnen:
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Jungheinrich-Konzerns zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Finanzielle Verbindlichkeiten sind einer der folgender zwei Bewertungskategorien zuzuordnen:
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sowie Finanzverbindlichkeiten. Der Ansatz von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, das heißt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch Jungheinrich geliefert wird. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und VertragsvermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden im Jungheinrich-Konzern primär mit der Zielsetzung gehalten, den Nominalwert zu vereinnahmen. Die Vertragsbedingungen führen zu vereinbarten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und gegebenenfalls Zinszahlungen auf den ausstehenden Forderungsbetrag darstellen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns haben in der Regel vertraglich vereinbarte kurzfristige Zahlungsziele. Sie werden der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Wertberichtigungen entsprechen. Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen. Nicht konsolidierte Anteile an verbundenen Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenNicht konsolidierte Anteile an verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Übrige BeteiligungenUnter den übrigen Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, die weder verbundene Unternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Die übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. WertpapiereWertpapiere, die mit der Zielsetzung gehalten werden, sie bis zur Endfälligkeit zu halten und ihre vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der erstmalige Ansatz dieser Wertpapiere erfolgt zum Transaktionspreis. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Bei diesen Wertpapieren entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich (zuzüglich) etwaiger Abschläge (Aufschläge) sowie abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Wertpapiere, die mit der Zielsetzung gehalten werden, sie sowohl zu verkaufen als auch zu halten um vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Finanzinstrumentes zuzurechnen sind. Der beizulegende Zeitwert entspricht den auf aktiven Märkten notierten Marktpreisen. Gewinne und Verluste dieser Wertpapiere, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt. Jungheinrich hält keine Wertpapiere der Bewertungskategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis". Sonstige finanzielle VermögenswerteSonstige finanzielle Vermögenswerte werden der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, das heißt zum Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste, bilanziert. Liquide MittelLiquide Mittel sind kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 3 Monaten sowie kurzfristige Termingelder mit einer originären Vertragslaufzeit von bis zu maximal 12 Monaten. Liquide Mittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, das heißt zum Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste, bilanziert. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Finanzdienstleistungen sind mit dem Barwert der Leasingraten angesetzt. Auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen wird verwiesen. Wertminderungen von FinanzinstrumentenFür Finanzinstrumente der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste ermittelt und als Wertberichtigungen sofort ergebniswirksam erfasst. Gemäß IFRS 9 besteht bereits im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Finanzinstrumenten die Pflicht zur Erfassung von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Für die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wendet Jungheinrich das vereinfachte Zweistufenmodell an. Aufgrund der vorrangig vorkommenden Kurzfristigkeit dieser finanziellen Vermögenswerte entspricht der erwartete Kreditverlust aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate (Stufe 1) dem erwarteten Kreditverlust aus möglichen Ausfallereignissen während der Restlaufzeit (Stufe 2). Somit ist ein Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 für diese Finanzinstrumente nicht relevant. Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden daher immer für die Restlaufzeit dieser Finanzinstrumente berechnet. Jungheinrich hat für Bandbreiten von Ausfallwahrscheinlichkeiten konzerneinheitliche Risikogruppen definiert. Für die Ermittlung der Wertberichtigungen im Konzernabschluss wurde für jede Risikogruppe der obere Rand der Bandbreite als Konzernausfallquote für eine 12-Monats-Laufzeit festgelegt. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden entsprechend den individuellen Kundenratings diesen Risikogruppen zugeordnet. Die Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste ergeben sich durch Anwendung der Konzernausfallquoten auf die Forderungsbestände der einzelnen Risikogruppen unter Berücksichtigung der von den jeweiligen Konzerngesellschaften vereinbarten durchschnittlichen Zahlungsziele. Bei Forderungsbeständen, für die Kreditversicherungen abgeschlossen wurden, unterliegt lediglich der vertraglich vereinbarte Selbstbehalt einem Ausfallrisiko. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit dem letzten Bilanzstichtag signifikant erhöht hat, werden in Stufe 3 transferiert. Anzeichen für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos sind objektive Hinweise wie beispielsweise eine deutliche Verschlechterung des Kundenratings, angemeldete Insolvenzen, aber auch ein deutlicher Anstieg bei den Überfälligkeiten des Schuldners. Für diese zweifelhaften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden individuelle anlassbezogene Einzelwertberichtigungen bilanziert. Wenn das Kreditausfallrisiko für in Vorjahren der Stufe 3 zugeordnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte zum Bilanzstichtag gesunken ist, erfolgt eine Wertaufholung. Die Finanzinstrumente werden wieder in die Ermittlung von Wertberichtigungen der Stufe 2 einbezogen. Wenn nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon auszugehen ist, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte ganz oder teilweise realisierbar sind, werden sie, unter Berücksichtigung lokaler Vorschriften, ausgebucht. Für die Ermittlung der möglichen zukünftigen Wertminderungen aller übrigen Finanzinstrumente der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" wendet Jungheinrich das Dreistufenmodell an. Im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes werden diese finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste erfasst. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen 12-Monats-Zeitraum basieren auf CDS-Preisen und der zu erwartenden Ausfallverlustquote. Parameter für Ausfallverlustquoten (LGD) spiegeln eine angenommene Realisierungsquote von 40 bis 45 Prozent wider. In diesem Fall wird der geschätzte Verlust auf Grundlage des derzeitigen Marktpreises des Instrumentes und der Restlaufzeit berechnet. Sollte sich das Ausfallrisiko in Folgeperioden signifikant erhöhen, wären diese Finanzinstrumente in Stufe 2 zu transferieren und Wertberichtigungen in Höhe des erwarteten Kreditverlustes für die Restlaufzeit zu erfassen. Ein Anzeichen für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos ist, wenn das externe Rating des Kontrahenten unter Investment Grade abgestuft wird. Der Risikomanagementstrategie von Jungheinrich folgend, werden alle übrigen Finanzinstrumente bei einer signifikanten Erhöhung des Bonitätsrisikos jedoch sofort liquidiert. Ein Transfer in Stufe 2 beziehungsweise Stufe 3 wird somit nicht relevant. IFRS 9 fordert die Erfassung von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Die Ermittlung dieser Wertberichtigungen erfolgt unter Zugrundelegung von geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die tatsächlich zukünftig eintretenden Kreditverluste können von den im Konzernabschluss angesetzten Beträgen abweichen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgte im Berichtsjahr erstmals gemäß den Regelungen des IFRS 9 "Finanzinstrumente". Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2018 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Derivative FinanzinstrumenteJungheinrich setzt derivative Finanzinstrumente hauptsächlich zu Sicherungszwecken ein. Jungheinrich nimmt das Wahlrecht im IFRS 9 in Anspruch und wendet hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften weiterhin die Regeln des IAS 39 an. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes eingegangen wurde, angesetzt. IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam erfasst. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich beziehungsweise maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (aus Preisen abgeleitet) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Jungheinrich erfasst Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Bewertungsstufen zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. VorräteDie Vorräte sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Latente SteuernLatente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderungen verabschiedet werden. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Sonstige EigenkapitalveränderungenIn dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Neubewertungen, die bei Jungheinrich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Ertrag aus dem Planvermögen (unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld enthalten sind) umfassen, werden unmittelbar bei Entstehung im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Bestandteil der sonstigen Eigenkapitalveränderungen und werden in Folgeperioden nicht mehr in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die Kostenkomponente Dienstzeitaufwand wird ergebniswirksam in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unterdeckung der leistungsorientierten Pensionspläne des Jungheinrich-Konzerns dar. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert. Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt, bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. AbschlussgliederungKurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet. Einzelne Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. SchätzungenIm Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, unter anderem für Pensionen, Risiken aus vertraglich vereinbarten Restwerten, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich -die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des erzielbaren Betrages bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der ZGE, einer nachhaltigen Wachstumsrate und eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Eine Veränderung dieser und weiterer Einflussfaktoren kann zu Wertminderungen führen. Weitere Informationen können der Anhangangabe (12) entnommen werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken. Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können. Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Weitere Informationen können der Anhangangabe (26) entnommen werden. Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden. Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2018 erstmals angewendete IFRSIFRS 9 "Finanzinstrumente" regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf Klassifizierung, Ansatz und Bewertung einschließlich der Erfassung von Wertminderungen und enthält darüber hinaus Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der Standard ersetzt die im IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" enthaltenen Vorschriften zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten und war mit Wirkung zum 1. Januar 2018 erstmals von Jungheinrich verpflichtend anzuwenden. Jungheinrich hat für die erstmalige Anwendung dieses Standards die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Effekte aus der Umstellung wurden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 berücksichtigt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden nicht rückwirkend angepasst. Die im Folgenden dargestellten Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 beziehen sich ausschließlich auf Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 9. Erstanwendung IFRS 9: Auswirkungen auf die betroffenen Posten der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018scroll
Die Auswirkungen des Überganges auf IFRS 9 auf die Eröffnungsbilanzwerte der Gewinnrücklagen sowie sonstigen Eigenkapitalveränderungen stellten sich im Detail wie folgt dar. Erstanwendung IFRS 9: Auswirkungen auf die betroffenen Posten des Eigenkapitals zum 1. Januar 2018scroll
Die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten wurden grundlegend überarbeitet. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte seit dem 1. Januar 2018 einer der folgenden drei Bewertungskategorien zuzuordnen:
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte hat auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Jungheinrich-Konzerns zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme zu erfolgen. Für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten wurden die bisherigen Anforderungen weitgehend beibehalten. Die folgende Tabelle zeigt für die Finanzinstrumente des Jungheinrich-Konzerns die Überleitung der Bewertungskategorien von IAS 39 nach IFRS 9. Überleitung der Finanzinstrumente von IAS 39 nach IFRS 9scroll
Die neuen Klassifizierungsanforderungen des IFRS 9 hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung der finanziellen Vermögenswerte im Jungheinrich-Konzern. Alle bisher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte werden weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten und alle bisher zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte werden weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertpapiere im Spezialfonds, die der bisherigen IAS 39-Bewertungskategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet waren, sind nach IFRS 9 der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Die zum 31. Dezember 2017 im Eigenkapital in den sonstigen Eigenkapitalveränderungen erfassten nicht realisierten Ergebnisse für diese Wertpapiere in Höhe von 1,5 Mio. € sowie darauf entfallende latente Steuern in Höhe von 0,5 Mio. € wurden zum 1. Januar 2018 in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Der Spezialfonds hält sowohl Eigenkapital- als auch Schuldinstrumente. Mit Anwendung des IFRS 9 werden alle Gewinne und Verluste dieser Wertpapiere, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, unmittelbar ergebniswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis erfasst. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 auf die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte zum 1. Januar 2018 resultieren ausschließlich aus den neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen. Waren nach den Vorschriften des IAS 39 bisher Wertminderungen für eingetretene Verluste anzusetzen, verlangt IFRS 9 die Erfassung von Wertminderungen für erwartete Kreditverluste. IFRS 9 hat für die Bewertung der Wertminderungen ein grundsätzlich anzuwendendes Dreistufenmodell eingeführt. Jungheinrich hat die Methoden für die Ermittlung von Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 für alle finanziellen Vermögenswerte des Konzerns entsprechend angepasst. Davon waren im Jungheinrich-Konzern insbesondere die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betroffen. Jungheinrich wendet zur Bewertung von erwarteten Kreditverlusten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für Vertragsvermögenswerte das im IFRS 9 enthaltene vereinfachte Zweistufenmodell an und erfasst für diese Finanzinstrumente die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste. Die aufgrund des IFRS 9 geänderten Regelungen für die Erfassung von Wertminderungen haben insgesamt zu einer Verringerung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie zu einer Erhöhung der Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt 0,9 Mio. € vor Steuern in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 geführt. Zum einen erhöhten sich die Wertminderungen aufgrund der nach IFRS 9 geforderten Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten. Zum anderen wurden pauschalierte Einzelwertberichtigungen ausgebucht, die nach IAS 39 anhand von Erfahrungswerten für Finanzinstrumente bei erreichten Überfälligkeiten gebildet waren. Vertragsvermögenswerte, Wertpapiere der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" sowie Liquide Mittel unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Die Auswirkungen des Überganges auf IFRS 9 auf die Eröffnungsbilanzwerte der Wertberichtigungen für Finanzinstrumente stellten sich im Detail wie folgt dar. Erstanwendung IFRS 9: Überleitung der Wertberichtigungen für Finanzinstrumentescroll
Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 hatte in Bezug auf die finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumente keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung im Jungheinrich-Konzern. Der Übergang auf IFRS 9 hatte keine Auswirkung auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen, da Jungheinrich das Wahlrecht im IFRS 9 in Anspruch nimmt und weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anwendet. Folgeänderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" aus der Einführung von IFRS 9 hat Jungheinrich nicht umgesetzt. Wertminderungen werden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht separat in der Gesamtergebnisrechnung, sondern im Anhang ausgewiesen. Folgeänderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" aus der Einführung von IFRS 9 hat Jungheinrich auf die Anhangangaben für das Geschäftsjahr 2018 angewendet. Diese wurden jedoch im Allgemeinen nicht auf die Vergleichsinformationen angewendet. Zum 1. Januar 2018 hatte Jungheinrich verpflichtend erstmalig IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" anzuwenden. IFRS 15 legt fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse zu erfassen sind. Der Standard ersetzt die in den bisherigen IAS 18 "Umsatzerlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge" enthaltenen Regelungen zur Erfassung von Umsatzerlösen. Der neue Standard führt ein einheitliches, fünfstufiges Modell zur Erlösrealisierung aus Kundenverträgen ein. Zunächst sind der Kundenvertrag und die darin enthaltenen separaten Leistungsverpflichtungen zu identifizieren. Anschließend ist der Transaktionspreis des Kundenvertrages zu ermitteln und auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen aufzuteilen. Sobald die vereinbarte Leistung erbracht wurde, ist nach dem neuen Modell für jede Leistungsverpflichtung Umsatz in Höhe des zugeordneten anteiligen Transaktionspreises zu realisieren. Jungheinrich hat für die erstmalige Anwendung dieses Standards die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Effekte aus der Umstellung wurden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 berücksichtigt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden nicht rückwirkend angepasst. Die im Folgenden dargestellten Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 beziehen sich ausschließlich auf Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 15. Erstanwendung IFRS 15: Auswirkungen auf die betroffenen Posten der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018scroll
Mit Anwendung des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" erfolgt für Fertigungsaufträge für Regalbediengeräte die Erfassung von Umsatzerlösen zeitpunkt- und nicht wie bisher zeitraumbezogen. Die Neubewertung dieser Fertigungsaufträge hat zu einem Anstieg der Vorräte um 18,0 Mio. €, einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte um 6,4 Mio €, einem Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten um 11,7 Mio. € sowie zu einer Verringerung der Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt 0,1 Mio. € vor Steuern in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 geführt. Die vom IFRS 15 geforderte bilanzielle Erfassung von fälligen, aber noch nicht von Kunden erhaltenen Anzahlungen führte zu einer Bilanzverlängerung gegenüber dem 31. Dezember 2017 in Höhe von 4,4 Mio. €. Die zum 31. Dezember 2017 unter den übrigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen für Erlösschmälerungen sowie die im Rechnungsabgrenzungsposten erfassten bereits erhaltenen Gegenleistungen für zukünftige Umsatzerlöse werden nach IFRS 15 als Vertragsschulden klassifiziert und seit dem 1. Januar 2018 in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. IFRS 15 verweist bei Verträgen mit Kunden, die eine Rückkaufverpflichtung enthalten, auf die Anwendung der Regelungen des IAS 17 "Leasingverhältnisse". Jungheinrich schließt Finanzdienstleistungsverträge direkt oder indirekt über Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) mit Kunden ab. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft/Bank werden häufig zwischen Jungheinrich und den Leasinggesellschaften/Banken Verkaufsverträge mit Rückkaufvereinbarungen abgeschlossen. Jungheinrich verpflichtet sich darin, die Fahrzeuge am Ende der Kundenvertragslaufzeit zu einem vereinbarten Restwert zurückzukaufen. Bisher wurden diese Verträge, sofern der vereinbarte Restwert mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes betrug, als sogenannte "Operating Lease"-Verträge und alle übrigen Vendor-Verträge als Verkauf bilanziert. Seit dem 1. Januar 2018 wendet Jungheinrich für alle im Geschäftsjahr 2018 neu abgeschlossenen Vendor-Verträge mit Rückkaufverpflichtungen dieselben Klassifizierungskriterien an, die bei der Klassifizierung von direkt mit Kunden abgeschlossenen Leasingverträgen Anwendung finden. Für die bereits in Vorjahren abgeschlossenen Verträge waren die identifizierten Auswirkungen aus einer Neuklassifizierung auf die einzelnen Posten der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 unwesentlich. Auf entsprechende Anpassungen der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 wurde daher verzichtet. Neben den zuvor beschriebenen Auswirkungen hat es aus der Erstanwendung des IFRS 15 keine wesentlichen Effekte für den Jungheinrich-Konzern gegeben, da die bisherige Erfassung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden im Einklang mit den Regelungen des IFRS 15 steht. Jungheinrich hat die vom IFRS 15 zusätzlich geforderten Angaben, sofern relevant, für das Geschäftsjahr 2018 berichtet. Sie wurden jedoch im Allgemeinen nicht für die Vergleichsperiode dargelegt. Alle weiteren erstmals zum 1. Januar 2018 verpflichtend in der EU anzuwendenden IFRS hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jungheinrich-Konzernabschluss. Abweichende, bis zum 31. Dezember 2017 angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenJungheinrich hat für die erstmalige Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 jeweils die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden infolgedessen nicht rückwirkend angepasst. Sie werden weiterhin entsprechend den für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Jungheinrich-Konzerns bilanziert. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgte bis einschließlich 31. Dezember 2017 gemäß den Regelungen des IAS 32 und IAS 39. Finanzielle Vermögenswerte wurden gemäß IAS 39 einer der folgenden vier Bewertungskategorien zugeordnet:
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie Verbindlichkeiten wurden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich waren oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich war, wobei der Betrag der Wertberichtigungen hinreichend genau ermittelbar sein musste. Den Ausfallrisiken wurde durch den Ansatz von individuellen anlassbezogenen und auch pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Wertpapiere, die der Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen" zugeordnet waren, wurden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten oder, bei Wertminderung, zum Barwert der erwarteten künftigen Cashflows bilanziert. Wertpapiere, die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet waren, wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes wurden bis zur Ausbuchung der Wertpapiere erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) erfasst. Zum Zeitpunkt der Veräußerung der Wertpapiere wurden die zuvor im sonstigen Ergebnis berücksichtigten kumulierten Gewinne und Verluste vom Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgebucht. Im Falle eines signifikanten Rückganges des beizulegenden Zeitwertes wurden Wertminderungen des betroffenen Vermögenswertes ergebniswirksam erfasst, auch wenn das Wertpapier nicht ausgebucht wurde. Wertaufholungen von Schuldinstrumenten in nachfolgenden Perioden wurden ergebniswirksam erfasst. Die Bilanzierung von Verträgen mit Kunden und eine damit im Zusammenhang stehende Umsatzrealisierung erfolgten bis einschließlich 31. Dezember 2017 gemäß den Regelungen des IAS 18 und IAS 11. Umsatzerlöse wurden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfasst. Dies war im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt war beziehungsweise die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich war. Jungheinrich erfasste für langfristige Fertigungsaufträge, deren Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann, Auftragserlöse und Auftragskosten entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt (sogenannte "Percentage of Completion"-Methode), das heißt zeitraumbezogen, als Umsatzerlöse und Umsatzkosten. Für Fertigungsaufträge von Regalbediengeräten der Marke MIAS wurde der Fertigstellungsgrad nach dem Cost-to-cost-Verfahren ermittelt. Die realisierten Auftragserlöse ergaben sich dabei aus den aufgelaufenen Auftragskosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Fertigstellungsgrad ergebenden anteiligen Gewinnes. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden konnte, wurden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich waren. Jungheinrich schließt Finanzdienstleistungsverträge direkt oder indirekt über Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) mit Kunden ab. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft/Bank werden häufig zwischen Jungheinrich und den Leasinggesellschaften Verkaufsverträge mit Rückkaufvereinbarungen abgeschlossen. Jungheinrich verpflichtet sich darin, die Fahrzeuge am Ende der Kundenvertragslaufzeit zu einem vereinbarten Restwert zurückzukaufen. Im Jahr 2017 wurden diese Verträge, sofern der vereinbarte Restwert mehr als 10 Prozent des Verkaufswertes betrug, als sogenannte "Operating Lease"-Verträge bilanziert. Das hatte zur Folge, dass die Verkaufserlöse abzüglich des vereinbarten Restwertes abgegrenzt und linear bis zum mit der Leasinggesellschaft/Bank vertraglich vereinbarten Rückkaufdatum umsatzwirksam aufgelöst wurden. Alle übrigen Vendor-Verträge wurden im Vorjahr als Verkauf bilanziert, das heißt, Umsatzerlöse in Höhe des Nettoveräußerungswertes wurden zum Zeitpunkt des Fahrzeugverkaufes an die Leasinggesellschaft oder Bank in voller Höhe ergebniswirksam berücksichtigt. Im Folgenden werden die Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 auf die einzelnen Posten der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Jahr 2018 dargestellt. Anwendung von IFRS 15: Auswirkungen auf die betroffenen Posten der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018scroll
Anwendung von IFRS 15: Auswirkungen auf die betroffenen Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Jahr 2018scroll
Veröffentlichte, von der EU übernommene und noch nicht angewendete IFRSDas IASB hat im Januar 2016 den Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. IFRS 16 wurde im Oktober 2017 von der EU übernommen. Er ersetzt die im IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie in den zugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 enthaltenen Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Die hieraus resultierenden Änderungen betreffen hauptsächlich die Bilanzierung beim Leasingnehmer, der zukünftig alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in seiner Bilanz zu erfassen hat. Ausnahmen bestehen für Leasingverträge mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten, vorausgesetzt der Leasingvertrag enthält keine Kaufoption, sowie für sogenannte geringwertige Leasinggegenstände, für die die bisherige Bilanzierung als "Operating Lease" beibehalten werden kann. Für Leasinggeber sind die Bilanzierungsvorschriften, insbesondere im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Klassifizierung von Leasingverhältnissen, weitgehend unverändert geblieben. Der neue Leasingstandard fordert umfangreichere Angaben sowohl für Leasingnehmer als auch Leasinggeber. Der Jungheinrich-Konzern ist verpflichtet, IFRS 16 erstmals mit Wirkung zum 1. Januar 2019 anzuwenden. Jungheinrich wird für die erstmalige Anwendung dieses Standards die modifizierte retrospektive Übergangsmethode wählen und auf eine rückwirkende Anpassung von Vergleichszahlen der Vorjahresperioden verzichten. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die zukünftig geplante Bilanzierung von Leasingverträgen, bei denen Jungheinrich Leasingnehmer ist. Es wurden im Rahmen einer umfassenden Vertragsanalyse alle wesentlichen Verträge hinsichtlich der Definition eines Leasingverhältnisses gemäß IFRS 16 sorgfältig untersucht und die in den Anwendungsbereich des IFRS 16 fallenden Verträge identifiziert. Die erstmalige Anwendung des IFRS 16 wird wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von Miet- und Leasingverträgen haben, die derzeit als sogenannte "Operating Lease" nach IAS 17 klassifiziert sind. Im Jungheinrich-Konzern sind dies hauptsächlich Verträge über die Anmietung von Immobilien und das Leasing von Fahrzeugen. Für die bisher als "Operating Lease" klassifizierten Verträge wird Jungheinrich zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten in Höhe des Barwertes der ausstehenden Leasingzahlungen unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung ansetzen. Jungheinrich nimmt das Wahlrecht im IFRS 16 in Anspruch und wird die entsprechend zu bilanzierenden Nutzungsrechte zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung in Höhe der abgezinsten Leasingverbindlichkeiten bewerten. Erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen zu erfassende Effekte aus der Umstellung werden daher nicht erwartet. Leasingverträge, die als sogenannte "Finance Lease" nach IAS 17 bereits unter den Sachanlagen aktiviert und als Finanzverbindlichkeiten passiviert wurden, bleiben in ihrer Bilanzierung unverändert. Jungheinrich wird die im IFRS 16 enthaltenen Vereinfachungsregeln, welche die Bilanzierung von kurzfristigen Leasingverträgen sowie von Leasingverträgen über geringwertige Leasinggegenstände betreffen, in Anspruch nehmen. Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen, die das vorläufige Ergebnis von Analysen im Rahmen des konzernweiten Projektes zur Erstanwendung von IFRS 16 sind, erwartet Jungheinrich, dass zusätzliche Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten jeweils in Höhe von etwa 160 Mio. € in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2019 anzusetzen sind. Darüber hinaus wird es ab dem Geschäftsjahr 2019 Änderungen in der Erfassung von Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, geben. Derzeit werden die Miet- und Leasingraten aus "Operating Lease"-Verträgen aufwandswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Mit Anwendung des IFRS 16 sind Abschreibungen für Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode für die Schulden aus den Leasingverträgen über die Laufzeit der Leasingverhältnisse ergebniswirksam zu erfassen. Es werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung erwartet. In der Konzern-Kapitalflussrechnung reduziert der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen zukünftig den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und nicht, wie bisher, den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die vom IFRS 16 zusätzlich geforderten Angaben wird Jungheinrich, sofern relevant, ab dem Geschäftsjahr 2019 entsprechend im Anhang berichten. Jungheinrich erwartet derzeit, dass alle weiteren von der EU übernommenen und noch nicht angewendeten Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Veröffentlichte, von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRSDie veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen und von Jungheinrich noch nicht angewendeten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant Jungheinrich derzeit keine vorzeitige Anwendung dieser Standards. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft 79 (Vorjahr: 74) ausländische und 20 (Vorjahr: 19) inländische Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst 87 (Vorjahr: 83) vollkonsolidierte Unternehmen einschließlich eines strukturierten Unternehmens, die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode werden 12 (Vorjahr: 10) Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Der Universal-FORMICA-Fonds, Frankfurt am Main, an dem Jungheinrich 100 Prozent der Fondsanteile hält, wird als strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Jungheinrich ist durch Vertragsvereinbarungen in der Lage, die Tätigkeiten des Spezialfonds zu steuern und somit die Höhe der Rendite zu beeinflussen. Zweck des Fondsinvestments ist es, bei einem begrenzten Risiko die Renditechancen des Kapitalmarktes zu nutzen. Zur Begrenzung der Risiken wurde der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangangabe (43) dargestellt. Veränderungen des KonsolidierungskreisesEntwicklung des Konsolidierungskreisesscroll
TochterunternehmenFür die Ausweitung des Direktvertriebes in Südamerika übernahm Jungheinrich im Januar 2018 mit der Grupo Agencia Alemana seinen langjährigen Vertriebspartner in Südamerika, der bisher die Märkte in Kolumbien, Peru und Ecuador bearbeitet hat. Jungheinrich hält seitdem 100 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile an den folgenden drei Gesellschaften:
Für den Unternehmenserwerb wurde ein Kaufpreis von 20,2 Mio. € vereinbart, der von Jungheinrich in Form von liquiden Mitteln erbracht wurde. Zur Absicherung von etwaigen Garantie- und Freistellungsansprüchen wurden 4,0 Mio. € des Kaufpreises zum Erwerbszeitpunkt auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Dieser Betrag wird in den Jahren 2019 bis 2023 in fünf gleich großen Raten zuzüglich Zinsen an die Verkäufer ausgezahlt, sofern keine Beträge davon in Anspruch genommen werden. Jungheinrich erwartet, dass die allgemeinen Zusicherungen und Gewährleistungen erfüllt werden und damit der Kaufpreis vollständig an die Verkäufer übertragen wird. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von 0,4 Mio. € wurden hauptsächlich im Jahr 2017 ergebniswirksam erfasst. Die Verteilung des Kaufpreises auf das erworbene Nettovermögen kann nachfolgender Tabelle entnommen werden. Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt: Grupo Agencia Alemanascroll
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 9,9 Mio. € sowie ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 7,1 Mio. € identifiziert. Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist entstanden, weil die übertragene Gegenleistung Beträge beinhaltete, die Vorteile aus dem zukünftig erwarteten Wachstum des Marktes und der Umsatzerlöse sowie der daraus resultierenden positiven Entwicklung der Ertragslage berücksichtigen. Diese Vorteile wurden nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, da sie den Vorschriften für den Ansatz immaterieller Vermögenswerte nicht entsprechen. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierten ansetzbaren immateriellen Vermögenswerte betrafen im Wesentlichen erworbene Kundenverträge in Höhe von 8,9 Mio. € mit einer Nutzungsdauer von 20 Jahren. In den übernommenen Forderungen waren ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte enthielten Wertberichtigungen in Höhe von 0,6 Mio. €. Für die Ausweitung des Direktvertriebes in Europa erlangte Jungheinrich zum 1. Juli 2018 gegen Zahlung eines Kaufpreises von 5,3 Mio. € die Beherrschung über die Jungheinrich doo (vormals: Dunav Export-Import d.o.o.), Novi Banovci (Serbien), und hält seitdem 100 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile an dieser Gesellschaft. Der Kaufpreis wurde in Form von liquiden Mitteln erbracht. Zur Absicherung von etwaigen Garantie- und Freistellungsansprüchen wurden 0,5 Mio. € des Kaufpreises zum Erwerbszeitpunkt auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Von diesem Treuhandkonto werden im Jahr 2021 ein Betrag in Höhe von 0,3 Mio. € und im Jahr 2023 ein Betrag in Höhe von 0,2 Mio. € an die Verkäufer ausgezahlt, sofern keine Beträge davon in Anspruch genommen werden. Jungheinrich erwartet, dass die allgemeinen Zusicherungen und Gewährleistungen erfüllt werden und damit der Kaufpreis vollständig an die Verkäufer übertragen wird. Die in den Jahren 2017 und 2018 angefallenen transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von insgesamt 0,1 Mio. € wurden sofort ergebniswirksam erfasst. Die Verteilung des Kaufpreises auf das erworbene Nettovermögen kann nachfolgender Tabelle entnommen werden. Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt: Serbienscroll
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte sowie ein Geschäfts- oder Firmenwert jeweils in Höhe von 2,2 Mio. € identifiziert. Die identifizierten ansetzbaren immateriellen Vermögenswerte betrafen im Wesentlichen erworbene Kundenbeziehungen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist entstanden, weil die übertragene Gegenleistung Beträge beinhaltete, die Vorteile aus dem zukünftig erwarteten Wachstum des Marktes und der Umsatzerlöse sowie der daraus resultierenden positiven Entwicklung der Ertragslage berücksichtigen. Diese Vorteile wurden nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, da sie den Vorschriften für den Ansatz immaterieller Vermögenswerte nicht entsprechen. Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist. In den übernommenen Forderungen waren ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte enthielten Wertberichtigungen in geringem Umfang. Die Jungheinrich doo, Novi Banovci (Serbien), hat seit dem Erwerbszeitpunkt mit Umsatzerlösen in Höhe von 4,5 Mio. € zu den in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen beigetragen. Der Anteil am Konzernergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation 0,1 Mio. €. Wenn die Gesellschaft seit dem 1. Januar 2018 in den Konzernabschluss einbezogen worden wäre, hätte die Auswirkung auf den Konzernumsatz und das Konzernergebnis nach Steuern in den zwölf Monaten rund 7,5 Mio. € beziehungsweise rund 0,1 Mio. € betragen. GemeinschaftsunternehmenMit Wirkung zum 1. Oktober 2018 gründeten Jungheinrich und Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), Houston/Texas (USA), die MCJ Supply Chain Solutions LLC, Houston/Texas (USA). Jungheinrich und MCFA halten einen Anteil von jeweils 50,0 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, dessen Gegenstand der Direktvertrieb an ausgewählte Großkunden, die Vermietung einer eigenen Mietflotte an diese Großkunden, aber auch an andere Kunden/Händler sowie die Planung, der Verkauf und die Realisierung von fahrerlosen Transportsystemen sind. Im November 2018 gründeten Jungheinrich und Fricke Holding GmbH, Heeslingen (Deutschland), die TREX.PARTS GmbH & Co. KG, Sittensen (Deutsch land). Jungheinrich und Fricke halten einen Anteil von jeweils 50,0 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, dessen Gegenstand der Erwerb, die Herstellung und der Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör für Flurförderzeuge und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte sind. Die im Jahr 2018 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie haben jeweils im Januar 2019 ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung(3) UmsatzerlöseJungheinrich realisiert Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden durch Übertragung von Gütern und Erbringung von Dienstleistungen sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen. Darüber hinaus erzielt der Konzern Erlöse aus Miet- und Leasingverträgen, bei denen Jungheinrich Leasinggeber ist. Zusammensetzung der Umsatzerlösescroll
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Regionen und berichtspflichtigen Segmenten wie in folgender Tabelle dargestellt. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Regionen und Segmentenscroll
Die sonstigen Umsatzerlöse des Segmentes "Intralogistik" beinhalten die entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt erfassten Auftragserlöse für langfristige Fertigungsaufträge. Die Umsatzerlöse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" beinhalten in Höhe von 58.173 T€ (Vorjahr: 50.442 T€) Zinserträge aus "Finance Lease"-Kundenverträgen. (4) UmsatzkostenIn den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 1.979.906 T€ (Vorjahr: 1.791.003 T€) enthalten. Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 7.187 T€ (Vorjahr: 4.189 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren. In den Umsatzkosten sind Wertminderungsaufwendungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte in Höhe von insgesamt 4.336 T€ (Vorjahr: 2.402 T€) enthalten. Die Umsatzkosten beinhalten darüber hinaus in Höhe von 27.727 T€ (Vorjahr: 24.351 T€) Zinsaufwendungen, die aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge des Segmentes "Finanzdienstleistungen" resultieren. (5) PersonalaufwandPersonalaufwand in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterscroll
Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 36.661 T€ (Vorjahr: 37.947 T€). (6) Abschreibungen, Wertminderungen und WertaufholungenDie Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte sowie der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sind in den Funktionskosten enthalten. (7) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres beinhalten mit 760 T€ (Vorjahr: 869 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 218 T€ (Vorjahr: 240 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres in Höhe von 2.256 T€ (Vorjahr: - T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand enthalten, die erfolgsbezogen beziehungsweise an weitere Bedingungen gebunden waren. Diese Zuwendungen wurden im Jahr 2018 ergebniswirksam erfasst, sobald angemessene Sicherheit darüber bestand, dass die Zuwendungen an die chinesische Vertriebsgesellschaft gewährt werden. (8) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 1.086 T€ (Vorjahr: 1.124 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2018 Aufwendungen, die aus der Wertminderung des australischen Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von 4.151 T€ (Vorjahr: 152 T€) resultierten, erfasst. Weitere Informationen können der Anhangangabe (12) entnommen werden. (9) ZinsergebnisZusammensetzung des Zinsergebnissesscroll
(10) Übriges FinanzergebnisZusammensetzung des übrigen Finanzergebnissesscroll
Im Ergebnis aus Derivaten werden sämtliche Ergebnisse von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen, die nicht Lieferungen und Leistungen betreffen, die nicht im Spezialfonds gehalten werden und die zum Bilanzstichtag auch nicht als Sicherungsinstrumente designiert waren. Dazu zählen im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente, die zur Sicherung von Währungskursen bei konzerninternen Finanzvorgängen abgeschlossen wurden. Das Ergebnis aus Derivaten beinhaltet auch die Währungsdifferenzen aus Finanzierungen. Ergebnisse aus Derivaten im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet mit minus 399 T€ (Vorjahr: - T€) erfasste Wertminderungen für erwartete Kreditverluste auf Wertpapiere, Liquide Mittel und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie mit minus 250 T€ (Vorjahr: minus 334 T€) Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen. Darüber hinaus ist im sonstigen Finanzergebnis des Berichtsjahres das Ergebnis der im Spezialfonds verwalteten Vermögenswerte in Höhe von minus 4.059 T€ (Vorjahr: - T€) enthalten. Seit dem Jahr 2018 wird das Ergebnis der im Spezialfonds verwalteten Vermögenswerte, einschließlich der nicht realisierten Gewinne und Verluste, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, vollständig im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Im Jahr 2017 wurden die realisierten Ergebnisse aus Wertpapieren ergebniswirksam erfasst und in Höhe von 292 T€ unter den Zinserträgen ausgewiesen. Die nicht realisierten Ergebnisse aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurden im Jahr 2017 in Höhe von 1.395 T€ ergebnisneutral unter den sonstigen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Alle Ergebnisse aus Derivaten im Spezialfonds waren im Vorjahr als Ertrag in Höhe von 2.620 T€ im übrigen Finanzergebnis unter dem Ergebnis aus Derivaten ausgewiesen. (11) ErtragsteuernZusammensetzung des Steueraufwandesscroll
Der effektive Steueraufwand in Deutschland war gegenüber dem Vorjahr annähernd unverändert. Er beinhaltet einen Aufwand aus Vorjahressteuern in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. € Steuerertrag). Der effektive Steueraufwand im Ausland ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ursachen waren eine verbesserte Ertragslage sowie eine Veränderung aus Vorjahressteuern. Im Jahr 2018 entstand ein Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. € Steuerertrag). Der auf Deutschland entfallende latente Steueraufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4 Mio. € angestiegen. Im Wesentlichen resultierte dieser Anstieg aus der Erhöhung der im Konzernabschluss aktivierten Entwicklungsausgaben, die steuerlich einem Aktivierungsverbot unterliegen. Die auf das Ausland entfallenden ergebniswirksamen latenten Steuererträge waren im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert. Der latente Steueraufwand des Jungheinrich-Konzerns des Jahres 2018 in Höhe von insgesamt 3,6 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. € Steuerertrag) setzte sich zusammen aus einem Steuerertrag in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. € Steueraufwand) aus der Veränderung der Verlustvorträge und aus einem Steueraufwand in Höhe von 5,1 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. € Steuerertrag) aus der Veränderung temporärer Differenzen. Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2018 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent). Er setzte sich unverändert aus 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung und einem Gewerbesteuersatz von 14,2 Prozent zusammen. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 9,0 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent) und 34,0 Prozent (Vorjahr: 35,0 Prozent). Zum 31. Dezember 2018 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 58 Mio. € (Vorjahr: 51 Mio. €). Davon entfielen 36 Mio. € (Vorjahr: 31 Mio. €) auf den Verlustvortrag in den USA. Latente Steueransprüche wurden im Zusammenhang mit dem US-Verlustvortrag mit Blick auf die künftigen Nutzungsmöglichkeiten wie im Vorjahr nicht angesetzt. Der Verlustvortrag ist im Wesentlichen bis zum Jahr 2026 vortragsfähig. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die nutzbaren körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge 22,0 Mio. € (Vorjahr: 19,5 Mio. €). Sie waren unbegrenzt vortragsfähig. Im Zusammenhang mit diesen Verlustvorträgen sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) vorgenommen worden. Daneben bestanden zum 31. Dezember 2018 gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €). Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Die Einschätzung hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen. Im Konzern sind mehrere Jahre noch nicht endgültig steuerlich veranlagt. Jungheinrich ist der Ansicht, ausreichend Vorsorge für diese offenen Veranlagungsjahre getroffen zu haben. Zusammensetzung der aktiven und passiven latenten Steuernscroll
Vom Nettobetrag der latenten Steuern in Höhe von 80.485 T€ (Vorjahr: 86.222 T€) wurden 27.717 T€ (Vorjahr 27.321 T€) direkt im Eigenkapital erfasst. Im Rahmen der Erstanwendungen von IFRS 9 und IFRS 15, jeweils zum 1. Januar 2018, verminderte sich der Nettobetrag der latenten Steuern um insgesamt 307 T€. Die Anpassungen wurden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 berücksichtigt. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt. Die Veränderung aus Vorjahressteuern resultierte aus abweichenden Veranlagungen sowie aus Betriebsprüfungen. Die permanenten Differenzen waren weiterhin geprägt von steuerfreien Erträgen aus wirtschaftsfördernden Abschreibungsregelungen und einem Sondereffekt infolge der Wertminderung des australischen Geschäfts- oder Firmenwertes. Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwandscroll
Die Konzernsteuerquote 2018 betrug 29,5 Prozent (Vorjahr: 25,2 Prozent). Erläuterungen zur Konzernbilanz(12) Immaterielle VermögenswerteEntwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Vorjahrscroll
Die Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse in der Position "Erworbene immaterielle Vermögenswerte" entfielen im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen und Kundenverträge. Die übrigen Zugänge in dieser Position betrafen vor allem Software und Softwarelizenzen. Im Jahr 2018 überprüfte Jungheinrich aufgrund des Abganges von mehreren Großkundenverträgen in Australien die im Rahmen des Unternehmenserwerbes der NTP Gruppe im Jahr 2015 aktivierten Kundenverträge auf Wertminderung. Die Prüfung der Werthaltigkeit der Buchwerte dieser aktivierten Kundenverträge erfolgte auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Es wurde eine Wertminderung in Höhe von 2.141 T€ identifiziert, die als Wertminderungsaufwand des Berichtsjahres in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung unter den Vertriebskosten erfasst wurde. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten die aktivierten Entwicklungsausgaben des Jungheinrich-Konzerns. Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungsausgaben in Höhe von 29.990 T€ (Vorjahr: 21.350 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS. Forschungs- und Entwicklungskosten in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Buchwerte der aktivierten Entwicklungsausgaben erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit zum 31. Dezember 2018 resultierten Wertminderungsaufwendungen für eine Fahrzeugbaureihe in Höhe von 70 T€. Die im Vorjahr erfassten Wertminderungen in Höhe von insgesamt 3.984 T€ entfielen auf vier Fahrzeugbaureihen. Die Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse in der Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" resultierten mit 7.070 T€ aus dem Erwerb der Grupo Agencia Alemana (AAG) in Südamerika und mit 2.208 T€ aus dem Erwerb von Jungheinrich doo (vormals: Dunav Export-Import d.o.o.), Novi Banovci (Serbien). Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der AAG wurde den einzelnen Vertriebsgesellschaften der bisherigen AAG als separaten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) entsprechend dem Verhältnis ihrer beizulegenden Zeitwerte zum beizulegenden Zeitwert der AAG zum Erwerbszeitpunkt zugeordnet. Jungheinrich führte im 4. Quartal 2018 die jährlichen Werthaltigkeitstests für die den ZGE zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Wesentliche Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswertes einer ZGE waren die Free Cashflows, der Abzinsungssatz sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den ZGEscroll
Bei der Überprüfung des australischen Geschäfts- oder Firmenwertes im Berichtsjahr wurde eine Wertminderung identifiziert. Der Buchwert der ZGE fiel höher aus als ihr ermittelter erzielbarer Betrag, sodass ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 4.151 T€ in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2018 zu erfassen war. Der im Vorjahr erfasste Wertminderungsaufwand in Höhe von 152 T€ betraf die Wertminderung des südafrikanischen Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Wertminderungsaufwendungen wurden jeweils vollständig dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. Es wurde jedoch festgestellt, dass für möglich gehaltene Änderungen von zwei wesentlichen Annahmen dazu führen könnten, dass für die Vertriebsgesellschaft in Kolumbien der Buchwert den erzielbaren Betrag geringfügig übersteigt und eine Wertminderung von etwa 300 T€ identifiziert werden könnte. Eine Erhöhung der verwendeten Abzinsungssätze um jeweils 0,5 Prozent oder auch eine Reduzierung der Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozent hätte für die übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. Finanzielle Annahmen zur Ermittlung des Nutzungswertes der ZGEs, denen signifikante Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sindscroll
(13) SachanlagenEntwicklung der Sachanlagen im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der Sachanlagen im Vorjahrscroll
In den Sachanlagen waren in Höhe von 12.081 T€ (Vorjahr: 12.667 T€) gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet wurden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres betrugen insgesamt 571 T€ (Vorjahr: 571 T€). Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 77.724 T€ (Vorjahr: 34.766 T€) verpfändet. (14) MietgeräteEntwicklung der Mietgerätescroll
Der Gesamtbestand an Mietgeräten enthielt geleaste Mietgeräte in Höhe von 7.380 T€ (Vorjahr: 4.550 T€), die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen waren. Die Abschreibungen des Jahres auf geleaste Mietgeräte beliefen sich auf 2.302 T€ (Vorjahr: 2.974 T€). Im Rahmen der Finanzierung von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen waren Mietgeräte mit Buchwerten in Höhe von 152.628 T€ (Vorjahr: 66.633 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt. (15) Leasinggeräte aus FinanzdienstleistungenEntwicklung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Zusammensetzung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist. Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 271.406 T€ (Vorjahr: 240.017 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft/Bank erfolgt für zwischen Jungheinrich und Leasinggesellschaften/Banken abgeschlossene Verkaufsverträge mit vereinbarten Rückkaufverpflichtungen ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen", sofern diese Verträge als "Operating Lease" klassifiziert werden. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträge "Operating Lease" enthielten in Höhe von 68.590 T€ (Vorjahr: 65.010 T€) Fahrzeugflotten, die Großkunden zur flexiblen Nutzung bereitgestellt werden. Weiterhin enthielten sie eine Fahrzeugflotte in Höhe von 10.187 T€ (Vorjahr: 12.097 T€), die Kunden in Australien zur flexiblen Nutzung bereitgestellt wird. Für die übrigen zum Bilanzstichtag bestehenden, unkündbaren Kundenverträge "Operating Lease" sind die zukünftigen an Jungheinrich zu entrichtenden Leasingzahlungen nach Fälligkeiten in folgender Tabelle dargestellt. Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus den übrigen Kundenverträgen "Operating Lease"scroll
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 118.981 T€ (Vorjahr: 102.912 T€) erfolgte die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betrugen 88.424 T€ (Vorjahr 76.282 T€). (16) Anteile an at-equity-bilanzierten UnternehmenEntwicklung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Zugänge des Berichtsjahres in Höhe von 1.000 T€ resultierten aus der Gründung der TREX.PARTS GmbH & Co. KG, Sittensen (Deutschland). Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. Die Zugänge des Berichtsjahres betrafen darüber hinaus in Höhe von 6.898 T€ eine anteilige Erhöhung des Stammkapitals der Jungheinrich Heli Industrial Truck Rental (China) Co., Ltd., Shanghai (China), durch Jungheinrich. Wesentliche Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Informationen zu den übrigen at-equity-bilanzierten Unternehmen können der Anhangangabe (43) entnommen werden. Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu den einzeln betrachtet wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben nicht den Anteil der Jungheinrich AG, sondern 100Prozent darstellen. Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten wesentlichen Unternehmenscroll
1)
inklusive Tochtergesellschaften Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschlussscroll
1)
inklusive Tochtergesellschaften Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste aggregierte Finanzinformationen der einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Jungheinrich-Konzerns darstellen. Zusammengefasste aggregierte Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten unwesentlichen Unternehmenscroll
Der Konzern hat im Berichtsjahr anteilige Verluste von insgesamt 1.416 T€ (Vorjahr: 43 T€) in Bezug auf seine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nicht erfasst. Die kumuliert im At-equity-Buchwert nicht angesetzten Verluste betrugen zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1.459 T€ (Vorjahr: 43 T€). Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2018 keine Wertminderungsaufwendungen. (17) VorräteZusammensetzung der Vorrätescroll
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 48.135 T€ (Vorjahr: 39.624 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 50.432 T€ (Vorjahr: 45.613 T€). (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und VertragsvermögenswerteZusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen nd Leistungenscroll
1)
Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten Besitzwechsel in Höhe von 6.431 T€ (Vorjahr: 6.593 T€). Zum Diskont gegebene Besitzwechsel in Höhe von - T€ (Vorjahr: 254 T€) wurden nicht ausgebucht, da das Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag bei Jungheinrich lag. Die zugehörigen Wechselverbindlichkeiten werden in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 51 T€ (Vorjahr: 98 T€) und gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen in Höhe von 3.576 T€ (Vorjahr: 8.786 T€) enthalten. Die Vertragsvermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vertragssalden aus langfristigen Fertigungsaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Das Ausfallrisiko der Vertragsvermögenswerte wurde als sehr gering eingestuft. Zum 31. Dezember 2018 wurden für Vertragsvermögenswerte keine Wertminderungen für erwartete Kreditverluste erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte im Berichtsjahr können der Anhangangabe (32) entnommen werden. Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2018. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:Zusammensetzung, Ausfallrisiko und ermittelte erwartete Kreditverluste zum 31. Dezember 2018scroll
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18.643 T€ waren zum Bilanzstichtag über Kreditversicherungen zu 90 Prozent beziehungsweise 100 Prozent abgesichert. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017 erfolgen die Angaben nach IAS 39. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahr können der Anhangangabe (32) entnommen werden. Überfälligkeiten von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2017scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 512.152 T€ waren zum 31. Dezember 2017 weder wertberichtigt noch überfällig. Am Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen konnten. Für Lieferungen und Leistungen in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrages bestanden zum Bilanzstichtag Kreditversicherungen. Zusammensetzung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen zum 31. Dezember 2017scroll
(19) Forderungen aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, mit Beginn des Leasingverhältnisses als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden nur zukünftig fällige Leasingzahlungen und nicht garantierte Restwerte ausgewiesen. Für die bei Fälligkeit der Leasingzahlungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgebuchten Beträge werden die Wertberichtigungen daher unter der Anhangangabe (18) erfasst. Forderungen aus Finanzdienstleistungen: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwertscroll
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 274.210 T€ (Vorjahr: 240.421 T€) enthalten. Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Buchwerten in Höhe von 579.609 T€ (Vorjahr: 506.485 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. (20) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteZusammensetzung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswertescroll
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 109 T€ (Vorjahr: - T€) und gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen in Höhe von 699 T€ (Vorjahr: 20 T€) enthalten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von 12.500 T€ (Vorjahr: - T€) ein kurzfristiges Darlehen. Die Rückzahlung dieses Darlehens ist vertraglich vereinbart im 1. Quartal 2019 vorgesehen. Das Ausfallrisiko der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurde als gering eingestuft. Zum Bilanzstichtag waren Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von insgesamt 27 T€ erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen im Berichtsjahr können der Anhangangabe (32) entnommen werden. Alle anderen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte waren weder überfällig noch wertgemindert. Zum Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. (21) WertpapiereZusammensetzung der Wertpapierescroll
Der Gesamtbestand an Wertpapieren enthält in Höhe von 65.003 T€ (Vorjahr: 52.010 T€) Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (Vorjahr: Kategorie "bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen") zugeordnet sind. Jungheinrich hält diese Wertpapiere mit der Zielsetzung, sie bis zur jeweiligen Endfälligkeit zu halten und deren vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2018 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2019 und 2020 endfällig. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2017 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2018 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die vertraglich vereinbarte Rückzahlung bei Endfälligkeit. Das Ausfallrisiko der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapiere wurde als gering eingestuft, sodass zur Ermittlung der Wertberichtigungen die zu erwartenden 12-Monats-Kreditverluste zugrunde gelegt wurden. Zum Bilanzstichtag waren für diese Wertpapiere Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von 99 T€ erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen im Berichtsjahr können der Anhangangabe (32) entnommen werden. Die am 31. Dezember 2018 im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 119.796 T€ (Vorjahr: 118.426 T€) sind der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. (22) Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 3 Monaten sowie kurzfristige Termingelder mit einer originären Vertragslaufzeit von bis zu maximal 12 Monaten. In den liquiden Mitteln sind Bankguthaben in Höhe von 7.574 T€ (Vorjahr: 13.642 T€) enthalten, die im Spezialfonds gehalten werden. Zum Bilanzstichtag bestanden im Jungheinrich-Konzern Bankguthaben in Höhe von 9.862 T€ (Vorjahr: 9.231 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren. Zum Bilanzstichtag waren Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von insgesamt 351 T€ erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen im Berichtsjahr können der Anhangangabe (32) entnommen werden. (23) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Mieten, Leasingraten, Zinsen und Versicherungsprämien zusammen. (24) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), war zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und betrug 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es war wie im Vorjahr eingeteilt in 54.000.000 Stammaktien und 48.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 1,00 €. Sämtliche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben. Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,04 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,04 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,02 € je Vorzugsaktie zusteht. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. Darüber hinaus wurden die Effekte aus den Erstanwendungen von IFRS 9 und IFRS 15, jeweils zum 1. Januar 2018, erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. DividendenvorschlagDie Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2018 in voller Höhe zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 49.920 T€ mit 0,48 € je Stammaktie und 0,50 € je Vorzugsaktie zu verwenden. Sonstige EigenkapitalveränderungenDetails zu den Veränderungen aus dem sonstigen Ergebnisscroll
Darüber hinaus reduzierten sich die sonstigen Eigenkapitalveränderungen aus der Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 um 1.066 T€. KapitalmanagementJungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen. Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE). Das zinspflichtige Kapital setzt sich aus dem Eigenkapital, den Finanzverbindlichkeiten, den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den langfristigen Personalrückstellungen abzüglich liquider Mittel und Wertpapieren zusammen. Für das Berichtsjahr ergab sich ein ROCE von 16,0 Prozent (Vorjahr: 17,3 Prozent). EBIT-Kapitalrendite (ROCE)scroll
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt primär auf Basis der Kennzahl "Verschuldungsgrad". Diese ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen. Nettoverschuldungscroll
Der Jungheinrich-Konzern wies zum Bilanzstichtag eine Nettoverschuldung in Höhe von 108.392 T€ (Vorjahr: 6.640 T€) aus. Der Verschuldungsgrad befand sich weiterhin auf einem guten Niveau. Verschuldungsgradscroll
Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können. (25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionspläneDie betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Pensionsaufwand des jeweiligen Jahres erfasst. In Deutschland bestehen wesentliche Verpflichtungen aus erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten leistungsorientierten Pensionszusagen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die deutschen Pensionspläne sind rückstellungsfinanziert. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG sind seit dem 1. Juli 1987 beziehungsweise seit dem 14. April 1994 für Geschäftsführer und Mitarbeiter geschlossen. In Großbritannien bestehen wesentliche Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Rahmen von Betriebsvereinbarungen an Mitarbeiter der Jungheinrich UK Ltd. sowie an ehemalige Mitarbeiter des im Jahr 2004 geschlossenen Produktionswerkes Boss Manufacturing Ltd. Die Pensionspläne dieser Gesellschaften haben im Jahr 2003 fusioniert. Die Höhe der zugesagten Versorgungsleistung ist von dem während der Dienstzeit vom Berechtigten durchschnittlich bezogenen Entgelt abhängig. Der Pensionsplan ist durch einen ausgegliederten Fonds finanziert und seit dem 1. Oktober 2002 beziehungsweise seit dem 18. Januar 2003 für Neueintritte geschlossen. Für Anspruchsberechtigte des Pensionsplanes werden weiterhin Beiträge der Jungheinrich UK Ltd. und der Mitarbeiter in den Pensionsfonds eingezahlt. Im übrigen Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche werden durch Versicherungsverträge finanziert. Zusammensetzung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänenscroll
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist mit 218.757 T€ (Vorjahr: 219.927 T€) im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" und mit 6.183 T€ (Vorjahr: 4.070 T€) im Bilanzposten "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" enthalten. Entwicklung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Im Herbst 2018 wurde in Großbritannien eine gesetzliche Vorgabe zur Bestimmung einer gleichberechtigten Mindestrente verabschiedet. Die Pensionspläne in Großbritannien waren entsprechend anzupassen, wenn die bisher verwendete Leistungsformel nicht den Anforderungen an eine Gleichberechtigung genügte. Für Jungheinrich resultierte hieraus ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in Höhe von 1.518 T€, der im Berichtsjahr ergebniswirksam erfasst wurde. Die sonstigen Veränderungen des Vorjahres betrafen mit 9.205 T€ den Zugang des beizulegenden Zeitwertes der italienischen Leistungsverpflichtungen. Wesentliche finanzielle Annahmen (gewichteter Durchschnitt) zur Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Die demografischen Annahmen in Deutschland wurden im Berichtsjahr auf der Grundlage der Richttafeln 2018G (Vorjahr: Richttafeln 2005G) von Prof. Dr. Klaus Heubeck festgelegt. Die Richttafeln 2018G berücksichtigen eine weiterhin steigende Lebenserwartung in Deutschland. Hieraus ergab sich eine Erhöhung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland in Höhe von insgesamt 2.234 T€, die als Bestandteil der Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Für die Bewertung der Pläne in Großbritannien sowie den übrigen Ländern basierten die verwendeten Lebenserwartungen auf den länderspezifischen Sterbetafeln. Aus den Pensionsplänen leiten sich für Jungheinrich im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko, das Rentensteigerungsrisiko sowie das Langlebigkeitsrisiko ab. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind. Sensitivitätsbetrachtung der wesentlichen finanziellen Annahmen: Auswirkungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr würden sich die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland sowie Großbritannien um etwa 4,6 Prozent beziehungsweise 3,7 Prozent erhöhen. Die tatsächliche Veränderung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen ist aus der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nicht ableitbar. Es ist nicht zu erwarten, dass die Abweichungen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. Darüber hinaus ist Jungheinrich keinen besonderen Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag betrug in Deutschland rund 13 Jahre (Vorjahr 13 Jahre), in Großbritannien rund 18 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre) und im übrigen Ausland rund 17 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Jungheinrich, Rentenzahlungen aus dem Unternehmensvermögen in Höhe von rund 9,6 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €) zu leisten. Entwicklung des beizulegenden Zeitwertes der Planvermögenscroll
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen minus 6.573 T€ (Vorjahr: 10.162 T€). Es gab, wie im Vorjahr, keine Auswirkungen einer Begrenzung auf die Vermögensobergrenze. Die Planvermögen bestehen im Wesentlichen aus dem ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge des Pensionsfonds sind ausschließlich für Versorgungsleistungen und für die Aufwendungen der Verwaltung des Pensionsplanes vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen. Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt unter anderem Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren. Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Versorgungsleistungen an Berechtigte bedienen zu können. Zusammensetzung der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens in Großbritannienscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der obigen Eigenkapital- und Schuldinstrumente wurden auf der Grundlage von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Planvermögen der übrigen Länder in Höhe von insgesamt 40.253 T€ (Vorjahr: 36.671 T€) kann nicht in Anlageklassen aufgegliedert werden, da es sich bei diesen Planvermögen um Versicherungsverträge handelt. Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, weder eigene Finanzinstrumente noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Jungheinrich als Arbeitgeber, zahlungswirksame Beiträge in das Planvermögen in Höhe von rund 5,9 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) zu leisten, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Kosten für leistungsorientierte Pensionspläne in der Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Komponenten "Laufender Dienstzeitaufwand" und "Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand" wurden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen und Planverwaltungskosten waren im Finanzergebnis enthalten. (26) Übrige RückstellungenEntwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
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Die bis zum 31. Dezember 2017 unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen aus mit Kunden vertraglich vereinbarten Erlösschmälerungen in Höhe von 10.883 T€ wurden im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 15 als Vertragsschulden klassifiziert und werden daher seit dem 1. Januar 2018 in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, erfolgsabhängige Vergütungen sowie für Urlaubsansprüche. Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 21.286 T€ (Vorjahr: 19.187 T€), die mit finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 9.420 T€ (Vorjahr: 8.678 T€) saldiert waren. Für die Finanzierung dieser Verpflichtungen wurden liquide Mittel an einen externen Treuhänder übertragen. Dieses Treuhandvermögen wird ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllt die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die liquiden Mittel sind aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit nicht frei verfügbar. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 4.296 T€ (Vorjahr: 6.219 T€) gebildet. Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthielten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 250 T€ (Vorjahr: 334 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich wiesen Beträge in Höhe von 34.299 T€ (Vorjahr: 29.981 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2018 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge. Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Restwertrisiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft zum Ende der Vertragslaufzeit. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge wiesen Beträge in Höhe von 10.144 T€ (Vorjahr: 10.755 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen. (27) FinanzverbindlichkeitenZusammensetzung und Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeitenscroll
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Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als "Fällig innerhalb eines Jahres" ausgewiesen. Details zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
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Zusammensetzung des Schuldscheindarlehens am 31. Dezember 2018scroll
Im Berichtsjahr erfolgten die Kündigung und vollständige Rückzahlung der variabel verzinslichen Tranche des im Jahr 2014 aufgenommenen Schuldscheindarlehens in Höhe von 25.000 T€ sowie die Aufnahme eines weiteren Schuldscheindarlehens in Höhe von 50.000 T€ mit Laufzeittranchen von fünf und sieben Jahren. Die Nominalbeträge der einzelnen Darlehenstranchen entsprechen den Buchwerten. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultierten in Höhe von 174.311 T€ (Vorjahr: 69.395 T€) aus der Refinanzierung von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen mittels Kredit. Während im Vorjahr ein Teil dieser Mietkaufverträge noch aus eigenen Mitteln finanziert wurde, erfolgte im Berichtsjahr die Umstellung der Finanzierung auf ausschließlich fremde Kreditgeber. Jungheinrich wurde ein Kreditrahmen zur Verfügung gestellt, der jeweils maximal bis zur Höhe der Restschuld aus den Mietkaufverträgen ausnutzbar war. Daneben standen Verbindlichkeiten in Höhe von 6.718 T€ (Vorjahr: 4.489 T€) im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IFRS als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren sind, sind mit 7.293 T€ (Vorjahr: 5.684 T€) in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte sind durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt. Die beschriebene Bilanzierung erfolgt gleichermaßen für die "Leasingverbindlichkeiten Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte", denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde liegen. Die Immobilienleasingverträge enthalten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten. (28) Verbindlichkeiten aus FinanzdienstleistungenUnter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sind mit 18.983 T€ (Vorjahr: 19.689 T€) Rückkaufverpflichtungen in Höhe der vertraglich vereinbarten Restwerte, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden, erfasst. Daneben waren Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 1.507.054 T€ (Vorjahr: 1.295.453 T€) enthalten. Diese resultierten aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Lease") aktiviert werden. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthielten in Höhe von 274.508 T€ (Vorjahr: 266.403 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg. Verbindlichkeiten aus Finanzierungen: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Zahlungen zu deren Barwertscroll
In den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen sind künftige Mindestleasingzahlungen aus der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren in Höhe von 400.134 T€ (Vorjahr: 341.917 T€) enthalten. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 31 T€ (Vorjahr 31 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 4.695 T€ (Vorjahr: 3.798 T€) enthalten. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (30) Übrige VerbindlichkeitenZusammensetzung der übrigen Verbindlichkeitenscroll
1)
Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verpflichtungen aus in Verträgen mit Kunden vereinbarten Erlösschmälerungen sowie Vertragssalden aus langfristigen Fertigungsaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Die zum 1. Januar 2018 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten reduzierten sich durch die Übertragung von Gütern und die Erbringung von Dienstleistungen im Berichtsjahr um insgesamt 57.327 T€. Es wurden Umsatzerlöse in entsprechender Höhe in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Jahres 2018 erfasst. Die Vertragsverbindlichkeiten zum 1. Januar 2018 enthielten in Höhe von 10.883 T€ für bereits durch Jungheinrich im Vorjahr erfüllte Leistungsverpflichtungen die mit Kunden vertraglich vereinbarten, aber noch nicht erstatteten Erlösschmälerungen. Im Berichtsjahr wurden diesbezüglich Vertragsschulden in Höhe von 10.228 T€ ausgezahlt, ein Betrag in Höhe von 656 T€ konnte umsatzwirksam aufgelöst werden. Im Kundendienst schließt Jungheinrich mit Kunden sowohl langfristige Serviceverträge mit festen Vertragslaufzeiten als auch kurzfristige Serviceverträge mit Verlängerungsoptionen zu marktüblichen Preisen ab. Aus den langfristig abgeschlossenen Serviceverträgen bestanden zum 31. Dezember 2018 noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 846.759 T€. Jungheinrich wird Umsatzerlöse in entsprechender Höhe mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen über die Restvertragslaufzeiten realisieren. Zukünftige Umsatzerlöse aus zum Bilanzstichtag bestehenden Leistungsverpflichtungenscroll
Die in der Tabelle angegebenen sonstigen Umsatzrealisierungen betreffen zum Bilanzstichtag bestehende, noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen für langfristige Fertigungsaufträge mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Alle anderen nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen, die im Jungheinrich-Konzern zum Bilanzstichtag bestanden, betrafen Zeiträume von höchstens einem Jahr. Wie nach IFRS 15 zulässig, wird der Transaktionspreis, der diesen nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wurde, nicht offengelegt. Zusammensetzung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen zum 31. Dezember 2017scroll
In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: - T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€) enthalten. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthielten darüber hinaus in Höhe des geschätzten beizulegenden Zeitwertes von 991 T€ (Vorjahr: 1.865 T€) bedingte Gegenleistungen, die mit dem Unternehmenszusammenschluss in Rumänien im Zusammenhang stehen. Die Auszahlung der letzten Tranche der bedingten Gegenleistung erfolgt im Jahr 2019 und ist an die Erreichung vereinbarter operativer Kennzahlen gekoppelt. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. (31) RechnungsabgrenzungspostenDie Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft oder Bank, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft/ Bank aufgrund vertraglich vereinbarter Rückkaufverpflichtungen bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Zahlung des vereinbarten Restwertes umsatzwirksam aufgelöst. Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen enthalten Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten. Die Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Laufzeit der Leasingverträge. Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 3.357 T€ (Vorjahr: 3.575 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand. Zusammensetzung des passiven Rechnungsabgrenzungspostensscroll
Im Bestand der sonstigen Abgrenzungen zum 31. Dezember 2017 waren bereits erhaltene Gegenleistungen für zukünftige Umsatzerlöse in Höhe von 1.848 T€ enthalten, die nach IFRS 15 als Vertragsschulden klassifiziert und zum 1. Januar 2018 in die übrigen Verbindlichkeiten umgegliedert wurden. Auf die Erläuterungen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. (32) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenDie Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt seit dem 1. Januar 2018 nach den Regelungen des IFRS 9 (Vorjahr: IAS 39). Auf die Erläuterungen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien im Berichtsjahrscroll
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien im Vorjahrscroll
Die Buchwerte der im Konzernabschluss zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit ihrer zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (Vorjahr:
"zur Veräußerung verfügbar") Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge beziehungsweise -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Jungheinrich berücksichtigt. Devisenoptionen wurden anhand von Optionspreismodellen unter Verwendung von aktuellen Marktdaten bewertet. Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen wurden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können. Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere, die der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet wurden, entsprachen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag. Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprachen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Übrige Finanzanlagen umfassen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstigen Beteiligungen und wurden im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten bewertet. Sie verfügten über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich bestimmt werden. Es wurde angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprachen. Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wurde vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprachen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch waren. Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprachen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden und für die nicht angenommen wird, dass die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten entsprechenscroll
Die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfassten Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle nach Bewertungskategorien dargestellt. Nettoergebnisse von Finanzinstrumentenscroll
Zinsen und Dividenden aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie in den Umsatzkosten ausgewiesen. Das Nettoergebnis der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere, das Zinsen und Dividenden sowie die Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von Wertpapieren der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" (Vorjahr: "zur Veräußerung verfügbar") zum beizulegenden Zeitwert beinhaltet, wurde im Berichtsjahr im übrigen Finanzergebnis erfasst. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis dieser Nettoergebnisse im Finanzergebnis als Bestandteil der Zinserträge. Die Ausweisänderung wird unter Anhangangabe (10) erläutert. Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, die nicht als Sicherungsinstrument designiert sind, sind in den Umsatzkosten sowie im übrigen Finanzergebnis enthalten. Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" (Vorjahr: "Kredite und Forderungen" und "bis zur Endfälligkeit gehalten") werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte in den Umsatzkosten und für Wertpapiere, liquide Mittel sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen für Finanzinstrumente in den Jahren 2018 und 2017 wird in folgender Tabelle dargestellt. Entwicklung der Wertberichtigungen für Finanzinstrumentescroll
Sonstige Erläuterungen(33) Konzern-KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung wurden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde indirekt abgeleitet. Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wurde, ergab sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit schloss darüber hinaus die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte und bestimmter Sachanlagen aus "Finance Lease"-Ver-trägen, insbesondere Immobilien, sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten beziehungsweise Umsatz- und Erlösabgrenzungen mit ein. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasste die Zu- und Abgänge der nicht über "Finance Lease"-Verträge refinanzierten Sachanlagen, der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten, die Erwerbe und Verkäufe von Wertpapieren, Kaufpreiszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie Auszahlungen für Investitionen in at-equity-bilanzierte Unternehmen und übrige Finanzanlagen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurden neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite einschließlich Schuldscheindarlehen sowie die zahlungswirksamen Veränderungen der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung standen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 9.862 T€ (Vorjahr: 9.231 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste zum Bilanzstichtag unverändert fast ausschließlich Bankguthaben. Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten im Berichtsjahrscroll
(34) EventualschuldenKonzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Jungheinrich hatte am Bilanzstichtag für Gemeinschaftsunternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 7.260 T€ (Vorjahr: 5.475 T€) abgegeben. Darüber hinaus bestand am 31. Dezember 2018 eine Bürgschaft für die anteilige Erfüllung künftiger Mietzahlungen eines Gemeinschaftsunternehmens in Höhe von 2.838 T€ (Vorjahr: 2.988 T€). Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der Unternehmen wurde von einer Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen ausgegangen; mit einer Inanspruchnahme wurde nicht gerechnet. (35) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 30 Mio. € (Vorjahr: 44 Mio. €). Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Miet- und Leasingverträge ("Operating Lease") für im Wesentlichen Grundstücke und Geschäftsräume sowie Fahrzeuge abgeschlossen. Die Verträge beinhalten teilweise Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Die Fälligkeiten der künftigen Mindestzahlungen für die vertraglich vereinbarte Grundmietzeit sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. Zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgenscroll
Die aufwandswirksam erfassten Miet- und Leasingzahlungen aus den "Operating Lease"-Verträgen beliefen sich für das Jahr 2018 auf 64.398 T€ (Vorjahr: 53.950 T€). Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 gründeten Jungheinrich und Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), Houston/Texas (USA), die MCJ Supply Chain Solutions LLC, Houston/Texas (USA). Jungheinrich und MCFA halten einen Anteil von jeweils 50,0 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Jungheinrich hat sich im Gründungsvertrag verpflichtet, eine Kapitaleinlage in Höhe von 4,5 Mio. USD (rund 4,0 Mio. €) im Januar 2019 zu tätigen. (36) Risikomanagement und FinanzinstrumenteGrundsätze des RisikomanagementsDer Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten beziehungsweise Leasinggesellschaften als Vertragspartnern getätigt werden. Die Verantwortung für die Einleitung erforderlicher organisatorischer Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens. Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements. Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch Restwertrisiken, Refinanzierungsrisiken und Adressausfallrisiken. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen ermöglicht. Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt nach dem Prinzip der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Zu dem allgemeinen Bonitäts- beziehungsweise Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen. Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von im Kundenvertrag vereinbarten Restwerten konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewertung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko, das Devisenkursrisiko und das Aktienkursrisiko ab. Nennenswerte Risikokonzentrationen gab es im Berichtsjahr, unverändert zum Vorjahr, nicht. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und gegebenenfalls Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt. Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten ohne abgeschlossene Zinssicherungen. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war. Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2018 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 708 T€ (Vorjahr: 669 T€) niedriger (höher) gewesen. Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Zins-swaps, die als Sicherungsinstrument designiert sind, hätte ein solcher Anstieg (Rückgang) des Marktzinsniveaus zu einer erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Veränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von plus 5.158 T€ (minus 5.507 T€) geführt. WährungsrisikenIm Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte sowie Devisenswap- und Devisenoptionsgeschäfte ein. Nach den Risikomanagementgrundsätzen des Jungheinrich-Konzerns werden die zu sichernden Volumina jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Zur Messung der Risikoposition verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value at Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter - Marktschwankungen beziehungsweise Volatilitäten - werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet. Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber. Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2018 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 1.669 T€ (Vorjahr: 1.266 T€) nicht überschreiten wird. Der Value at Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 1.274 T€ (Vorjahr: 1.004 T€) und einem Maximum von 1.852 T€ (Vorjahr: 1.522 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 1.618 T€ (Vorjahr: 1.259 T€). AktienkursrisikenJungheinrich hat liquide Mittel in Höhe von 125.000 T€ in einem Spezialfonds angelegt. Aus den in diesem Fonds gehaltenen Aktien, Aktienindexfonds und Aktienderivaten ergibt sich für den Jungheinrich-Konzern das Aktienkursrisiko. Am 31. Dezember 2018 wurde im Fonds ein Aktienex-posure in Höhe von insgesamt 11.591 T€ (Vorjahr: 29.406 T€) gehalten. Wenn das Aktienkursniveau am 31. Dezember 2018 um 10 Prozent höher (niedriger) gewesen wäre, hätte dies zu zusätzlichen Erträgen (Verlusten) im übrigen Finanzergebnis in Höhe von 1.159 T€ (Vorjahr: 2.941 T€) geführt. Zur Begrenzung der Aktienkursrisiken ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. Die für das Berichtsjahr festgelegte Wertuntergrenze wurde zu keinem Zeitpunkt erreicht. AusfallrisikenJungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste Rechnung getragen. Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, die Teilung des Risikos mit Finanzierungspartnern sowie die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale. Darüber hinaus werden ausgewählte operative Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die staatliche Kreditversicherung des Bundes sowie über private Kreditversicherungen zu 90 Prozent des jeweiligen Forderungsbetrages abgesichert. Zusätzlich werden Akkreditive verwendet, die in der Regel 100 Prozent des Forderungsbetrages absichern. Während der Berichtsperiode gab es keine signifikanten Änderungen in der Qualität der Sicherheiten. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen, wie zum Beispiel Aufrechnungsvereinbarungen, vor. LiquiditätsrisikenUm die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt. KontrahentenrisikenDer Konzern ist Kontrahentenrisiken ausgesetzt, welche durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entstehen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Ratingagenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestanden für Jungheinrich keine bedeutsamen Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Bei der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden die berechneten Marktwerte in Höhe der durch Analysetools ermittelten Risikowerte (Credit Value Adjustment/Debit Value Adjustment) angepasst. In Bezug auf liquide Mittel und Wertpapieranlagen überwacht der Konzern Änderungen des Kreditrisikos durch Nachverfolgung veröffentlichter Ratings. Um zu bestimmen, ob es wesentliche Anstiege von Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag gibt, welche sich nicht in den öffentlichen Ratings widerspiegeln, überwacht der Konzern zudem die Veränderungen der Preise von Credit Default Swaps (CDS) zusammen mit Pressemitteilungen und regulatorischen Informationen über den Emittenten. Gemäß Konzern-Anlagenrichtlinie erfolgen Investitionen ausschließlich in Finanzanlagen, die mindestens ein Investment-Grade-Rating aufweisen. Wertminderungen für erwartete Kreditverluste werden nach dem im IFRS 9 geforderten Dreistufenmodell ermittelt. Die Berechnung möglicher zukünftiger Wertminderungen erfolgt für sämtliche liquiden Mittel und Wertpapiere für den zu erwartenden 12-Monats-Kreditverlust (Stufe 1). Eine Umgliederung in Stufe 2 erfolgt, wenn das Ausfallrisiko eines Finanzinstrumentes signifikant im Vergleich zum erstmaligen Ansatz angestiegen ist. Ein Anzeichen für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos ist, wenn das externe Rating des Kontrahenten unter Investment Grade abgestuft wird. Im Berichtsjahr 2018 erfolgte keine Umgliederung von Stufe 1 in Stufe 2. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten. SicherungsbeziehungenDer Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedging unter anderem zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Bei der Refinanzierung von Mietgeräten mittels Kredit wurde im ersten Halbjahr 2018 zur Absicherung von Zinsrisiken rollierend ein Zinsswap in Höhe des Finanzierungsvolumens abgeschlossen. Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert. Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals unter Anwendung der Critical-Terms-Match-Methode. Sicherungen können gegebenenfalls ineffektiv werden, wenn sich das Ausfallrisiko des Kontrahenten ändert. Nominalwerte von derivativen Finanzinstrumenten Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumentescroll
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die wesentlichen Fremdwährungspositionen waren zum Bilanzstichtag zu folgenden durchschnittlichen Kursen abgesichert: scroll
Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche im Wesentlichen zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden. Der durchschnittliche Absicherungszinssatz betrug zum Bilanzstichtag minus 0,01 Prozent für Zinssicherungen in Euro und 0,37 Prozent für Zinssicherungsgeschäfte in GBP. Zinssicherungskontrakte: nicht abgezinste zukünftige Cashflowsscroll
Die Nominalvolumen der übrigen sonstigen derivativen Finanzinstrumente beinhalteten Futures im Spezialfonds und Zinssicherungskontrakte, die nicht als Sicherungsbeziehung bilanziert werden. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet. Für die Effektivitätsmessung werden die beizulegenden Zeitwerte der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente herangezogen. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Bilanzstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Beizulegende Zeitwerte von derivativen FinanzinstrumentenDer beizulegende Zeitwert eines derivativen Finanzinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der in Anhangangabe (32) dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen. Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumentenscroll
Saldierung von derivativen FinanzinstrumentenDer Konzern schließt Derivategeschäfte unter einem Deutschen Rahmenvertrag und anderen entsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen ab. Diese Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Konzernbilanz, da sie das Recht zur Saldierung nur im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten gewähren. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente des Jungheinrich-Konzerns fallen unter die bestehenden Global-Netting-Vereinbarungen, sodass bei einer möglichen Saldierung der Nettobetrag der derivativen finanziellen Vermögenswerte und der Nettobetrag der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten dem jeweiligen Buchwert entsprechen würden. (37) SegmentinformationenJungheinrich ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die im Wesentlichen europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dabei erfolgt die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eigenständig. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor. Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Segmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 3.839 T€ (Vorjahr: 2.028 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grund werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern. Die Investitionen, Abschreibungen sowie Wertminderungen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben. Die Vermögenswerte und Schulden umfassen alle Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen für das Jahr 2018scroll
Segmentinformationen für das Jahr 2017scroll
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Mietgeräte die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen sowie Personalrückstellungen enthalten. Im Jahr 2018 enthielt das Segmentergebnis "Intralogistik" darüber hinaus Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 4.151 T€, die aus der identifizierten Wertminderung des australischen Geschäfts- oder Firmenwertes resultierten. Das für das Berichtsjahr ausgewiesene Segmentergebnis "Finanzdienstleistungen" enthielt neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Leasinggeräte auch Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2.141 T€, die aus einer identifizierten Wertminderung von im Rahmen des Unternehmenserwerbes der NTP Gruppe im Jahr 2015 aktivierten Kundenverträgen resultierten. Weitere Informationen können der Anhangangabe (12) entnommen werden. Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert. Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Langfristige Vermögenswerte nach Regionenscroll
In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil - gemessen am Konzernumsatz -wesentlich war. (38) Ergebnis je AktieBasis für die Berechnung ist das Ergebnis nach Steuern, wie es in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen wird, da es vollständig den Aktionären der Jungheinrich AG zusteht. Ergebnis je Aktiescroll
In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert hätten. (39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018Die Jungheinrich AG, Hamburg, und die Triathlon Holding GmbH, Fürth, haben im Dezember 2018 den Vertrag zur Gründung eines Unternehmens für die Produktion und Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen im Geschäftsjahr 2019 unterzeichnet. Beide Konzerne verfügen über Know-how im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie, das unter der Führung des Jungheinrich-Konzerns nunmehr gebündelt werden soll. Jungheinrich wird einen Anteil von 70 Prozent und Triathlon einen Anteil von 30 Prozent an der zukünftigen JT Energy Systems GmbH halten. Das Stammkapital soll 3,1 Mio. € betragen, der Hauptsitz des Unternehmens wird Glauchau sein. Im Januar 2019 hat die Jungheinrich AG, Hamburg, 70 Prozent der Kommanditanteile der ISI Automation GmbH & Co.KG, Extertal, übernommen. Das Unternehmen ist ein international tätiger Spezialist für Steuerungsautomation und IT-Systeme. Das Haftkapital der Gesellschaft beträgt 300 T€. Es sind nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 keine weiteren Vorgänge oder Ereignisse eingetreten, die für Jungheinrich von wesentlicher Bedeutung sind. (40) Honorare für den Abschlussprüfer des KonzernabschlussesDie Details zu den vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, berechneten Honoraren können der folgenden Tabelle entnommen werden. Honorare des Abschlussprüfersscroll
Die sonstigen Leistungen des Berichtsjahres entfielen auf die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichtes des Geschäftsjahres 2017 sowie die Unterstützung im Zusammenhang mit Fragen der Unternehmensbewertung und des Verkaufes von Forderungen. Die sonstigen Leistungen des Vorjahres entfielen auf zwei Projekte zu Fragen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit. (41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf, und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Jungheinrich Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen und verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen resultierten aus der normalen Geschäftstätigkeit und wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die Transaktionen mit den nicht konsolidierten Tochterunternehmen waren von geringem Umfang. Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und den Gemeinschaftsunternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Geschäftsbeziehungen mit Gemeinschaftsunternehmenscroll
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1)
inklusive Tochtergesellschaften Am 31. Dezember 2018 bestanden sonstige Forderungen aus Finanzierungen gegen Industrial Components of Texas LLC, Houston/Texas (USA) in Höhe von 679 T€ (Vorjahr: - T€) sowie gegen Irapol Sp. z o.o., Łódź (Polen), in Höhe von 20 T€ (Vorjahr: 20 T€). Am 31. Dezember 2018 bestanden sonstige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen gegenüber der Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus (Deutschland), in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€). Mitglieder des Vorstandes beziehungsweise des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt. Die Angaben über die Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand können der Anhangangabe (42) entnommen werden. (42) Gesamtbezüge des Vorstandes und des AufsichtsratesVergütungen der aktiven Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsratesscroll
Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird der aus den leistungsorientierten Verpflichtungen für die Mitglieder des Vorstandes resultierende laufende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 24. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes gemäß § 315e HGB in Verbindung mit § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 HGB beliefen sich im Jahr 2018 auf 7.629 T€ (Vorjahr: 8.659 T€). Am 31. Dezember 2018 bestanden, unverändert zum Vorjahr, keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG. Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 747 T€ (Vorjahr: 1.613 T€). Zum 31. Dezember 2018 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 12.517 T€ (Vorjahr: 12.767 T€) gebildet. (43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 Abs. 2 HGBIn den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2018 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen scroll
1)
10,0 Prozent der Anteile indirekt über Treuhandgesellschaft In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2018 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen: scroll
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2018 sind die folgenden Unternehmen zu Anschaffungskosten einbezogen: scroll
1)
Nicht einbezogen aufgrund untergeordneter Bedeutung (44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGBDie nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGIm Dezember 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Hamburg, den 5. März 2019 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Christian Erlach Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 5. März 2019 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Christian Erlach Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jungheinrich Aktiengesellschaft, HamburgVermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Jungheinrich AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit von Geschäfts- oder FirmenwertenZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt (2) "Grundsätze der Rechnungslegung: Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Mietgeräten" sowie die "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in Abschnitt (12) "Immaterielle Vermögenswerte" im Konzernanhang und auf die Abschnitte "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" sowie "Prognosebericht" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussDie Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2018 TEUR 40.323. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 30. September 2018. Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die nächsten fünf Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz. Der Rückgang der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Australien führt zu Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 4.151. Sollten sich die Ergebnisaussichten stärker als erwartet verschlechtern oder ein Anstieg des Abzinsungssatzes zu verzeichnen sein, sind weitere Wertminderungen erforderlich. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht oder nicht in angemessener Höhe erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungUnter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für Controllingzwecke oder Investitionsplanungen, und der vom Vorstand erstellten Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre sowie die Forecasts des Geschäftsjahres 2018 mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen des Abzinsungssatzes auf den erzielbaren Betrag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse). Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind. Dies umfasste auch die Beurteilung der Angemessenheit der Anhangangaben nach IAS 36.134(f) zu Sensitivitäten bei einer für möglich gehaltenen Änderung wesentlicher der Bewertung zugrunde liegender Annahme. Unsere SchlussfolgerungenDie der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen. Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht. Aktualisierung der Softwarekomponenten zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen für wesentliche Konzerngesellschaften (Global Lease Center)Zu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt (2) "Grundsätze der Rechnungslegung: Leasing und Finanzdienstleistungen" und die "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in Abschnitt (15) "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen", (19) "Forderungen aus Finanzdienstleistungen" und (28) "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" im Konzernanhang und auf Abschnitt "Finanzdienstleistungen" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussSämtliche Finanzdienstleistungen des Konzerns sind im Segment Finanzdienstleistungen zusammengefasst. Innerhalb des Konzerns nimmt dieses eine Dienstleistungsfunktion für den Vertrieb wahr. Zum Jahresende 2018 entspricht der Vertragsbestand mit insgesamt 172 Tsd. Fahrzeugen einem Neuwert von EUR 2.793 Mio. Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurden 41 Prozent (i. Vj. 42 Prozent) über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. In Chile, Indien, Malaysia, Singapur, Thailand, Finnland, Slowakei und Slowenien wurde im Geschäftsjahr 2018 eine datenbankorientierte Softwarelösung (Global Lease Center) zur Aktualisierung der Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen implementiert. Grundlage für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen ist die Einstufung dieser in Finanzierungsleasing oder Operating-Leasing. Dabei ist zu beurteilen, in welchem Umfang die mit dem Eigentum eines Leasinggegenstands verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder Leasingnehmer liegen. Die Einstufung von Leasingverhältnissen ist komplex und im Zusammenhang mit dem Softwareupdate mit zusätzlichen Risiken verbunden. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass aufgrund des Softwareupdates die Kundenverträge aus Finanzdienstleistungsgeschäften nicht vollständig oder nicht korrekt erfasst werden bzw. die Klassifizierungen in die unterschiedlichen Leasing-Kategorien nicht korrekt erfolgen und somit die hiermit in Zusammenhang stehenden Forderungen und Verbindlichkeiten und Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen sowie die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge unzutreffend im Konzernabschluss bilanziert werden. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungWir haben uns, unter Einbezug unserer IT-Spezialisten, auf Basis von Befragungen der Mitarbeiter des Unternehmens sowie auf Basis von Einsichtnahmen relevanter Dokumente, ein Verständnis über die Vorgehensweise bei der Implementierung der Software verschafft. Für jedes Land haben wir die Vollständigkeit der Migration der Daten aus bisherigen Bestandssystemen in die neue Datenbank (Global Lease Center) geprüft. Darüber hinaus haben wir uns, ebenfalls auf Basis von Befragungen der Mitarbeiter des Unternehmens sowie auf Basis von Einsichtnahmen in risikoorientiert ausgewählte Geschäftsvorfälle, ein Prozessverständnis über die Datenerfassung und Verarbeitung von Leasingverträgen im Kontext des Softwareupdates verschafft. Um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Datenerfassung zu beurteilen, wurden relevante Kontrollen identifiziert und auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit getestet. Dazu haben wir in Stichproben einzelne Vorgänge gewürdigt und die Datengrundlage aus dem System mit den zugrunde liegenden Leasingverträgen abgestimmt. Zudem haben wir die Berechnungsmethoden der Software zur Ermittlung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungsverträgen nachvollzogen und beurteilt, ob diese Berechnungsmethoden in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen sind. Unsere SchlussfolgerungenDie Vorgehensweise zur Bilanzierung von Forderungen und Verbindlichkeiten und Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen sowie der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus Leasingverträgen auf Basis des Softwareupdates steht in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 17. April 2018 als Jahresabschlussprüfer gewählt und sind damit gemäß § 318 Abs. 2 HGB auch zum Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Jungheinrich Aktiengesellschaft, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Jochen Haußer.
Hamburg, den 5. März 2019 KPMG AG Schmelzer, Wirtschaftsprüfer Dr. Haußer, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018der Jungheinrich AGGeschäftstätigkeit und RahmenbedingungenJungheinrich zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Logistiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden passgenaue Lösungen für die Herausforderungen der Industrie 4.0. Branchenbezogen nimmt der Jungheinrich-Konzern - gemessen am Umsatz - in der Rangliste der Flurförderzeughersteller in seinem Kernmarkt Europa den zweiten Platz ein. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, das Logistiksystemgeschäft, den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Bei den Flurförderzeugen deckt Jungheinrich die gesamte Bandbreite von manuellen bis zu vollautomatisierten Fahrzeugen bis 9 Tonnen Traglast und 18 Meter Hubhöhe ab. Außerdem gehören Regalbediengeräte sowie Lastaufnahmemittel für Regalbediengeräte zum Produktprogramm. Bei den Flurförderzeugen handelt es sich nahezu ausschließlich um Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb. Jungheinrich fertigt außer Elektromotoren und Antriebssteuerungen auch passende Batterien und Ladegeräte - mit dem Ziel der maximalen, energieeffizienten Leistung aller Fahrzeuge. Insbesondere im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie nimmt Jungheinrich aufgrund eigener Forschung und Entwicklung sowie Fertigung eine führende Position in der Branche ein. Seit 2017 sind nahezu alle Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Hierfür wurde eine eigene Batteriefertigung aufgebaut. Insgesamt sind über eine Million Elektrofahrzeuge von Jungheinrich weltweit im Einsatz. Des Weiteren runden digitale Produkte, wie das Jungheinrich Warehouse Management System, das Portfolio ab. Kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsangebot verfolgt Jungheinrich das Ziel, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus einer Hand zu betreuen. Der Konzern verfügt über sieben Werke in Deutschland. Im größten Werk in Norderstedt ist zusätzlich zur Fahrzeugproduktion die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, elektronischen Steuerungen und Ladegeräten angesiedelt. In einem Werk werden ausschließlich Flurförderzeuge aufgearbeitet. Darüber hinaus betreibt Jungheinrich zwei Werke in China und eines in Ungarn. Für das wachsende Kundendienstgeschäft verfügt Jungheinrich über ein modernes Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen. Im Berichtsjahr wurde die im Vorjahr begonnene umfangreiche Erweiterung abgeschlossen und damit 20.000 neue Stellplätze für Paletten, 40.000 neue Stellplätze für Kleinteile, 1.900 Stellplätze für Sperrgut sowie 2.000 m2neue Funktionsfläche geschaffen. Über dieses Lager und weitere Standorte in Lahr, Bratislava, Moskau, Shanghai und Birmingham wird die optimale Versorgung des Jungheinrich-Kundendienstes mit Ersatzteilen weltweit gewährleistet. Die Lagerkapazitäten im Regionallager Bratislava wurden im April 2018 auf 3.200 m2ausgebaut und damit mehr als verdoppelt. Jungheinrich setzt auf ein eigenes Direktvertriebs- und Servicenetz in 40 Ländern. Im Januar 2018 wurde der Vertrieb in Südamerika durch den Erwerb der Grupo Agencia Alemana, eines langjährigen Partners mit Gesellschaften in Kolumbien, Peru und Ecuador, verstärkt. Zum Ausbau der Präsenz in Osteuropa wurden zum 1. Juli 2018 sämtliche Anteile an dem ehemaligen Jungheinrich-Händler in Serbien erworben. Darüber hinaus ist der Jungheinrich-Konzern in rund 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Kernmarkt ist Europa, in dem 87 Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden. Wiederum 27 Prozent der europäischen Umsätze entfallen auf den Heimatmarkt Deutschland. In Nordamerika kooperiert Jungheinrich mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), einem leistungsstarken Vertriebspartner mit umfangreicher Händlerpräsenz. Ausgeweitet wurde die Partnerschaft durch die Inbetriebnahme (2017) eines Gemeinschaftsunternehmens für die Produktion von Industriekomponenten, im Wesentlichen Stahlbaukomponenten, in den USA (Industrial Components of Texas LLC, ICOTEX). Darüber hinaus wurde 2018 mit MCFA ein weiteres Joint Venture mit Fokus auf den Direktvertrieb an ausgewählte Großkunden gegründet (MCJ Supply Chain Solutions LLC). In China ist Jungheinrich mit Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) in einem Joint Venture in der Vermietung von Flurförderzeugen aktiv. Nahezu den gesamten Bedarf an Elektromotoren fertigt Jungheinrich in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem anderen Flurförderzeughersteller in Tschechien und China. Die Jungheinrich AG ist primär eine Management-Holding. Sie übernimmt konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Finanzen, Controlling und Revision. Außerdem sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie das Immobilienmanagement organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Der Vorstand ist für die strategische Steuerung und die operative Führung des Konzerns verantwortlich. Dies umfasst auch die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele, die Zuständigkeit für Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozesse -einschließlich des Risiko- und Chancenmanagements - sowie die Verteilung der Ressourcen. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegten Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden, betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Direkte Geschäftsbeziehungen unterhält sie insbesondere mit Tochtergesellschaften in Deutschland. Die positiven Jahresergebnisse mit in der Rechtsform der AG & Co. KG geführten Tochtergesellschaften werden phasengleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen mit einem Großteil der inländischen Kapitalgesellschaften Ergebnisabführungsverträge. Das Beteiligungsergebnis ist wesentliche Steuerungsgröße für die Jungheinrich AG. Gesamtwirtschaftliches UmfeldDer regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Jungheinrich ist Europa. Außerhalb Europas liegt der Fokus auf der Region Asien-Pazifik und den USA. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Auf Europa entfallen 34 Prozent der globalen Nachfrage nach Flurförderzeugen. Im Hinblick auf batteriebetriebene Flurförderzeuge - die Kernkompetenz von Jungheinrich -entfallen 46 Prozent der weltweiten Nachfrage auf den europäischen Markt. Entsprechend bedeutsam ist die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Mitgliedsstaaten. Die Weltwirtschaft verzeichnete 2018 ein ähnlich robustes Wachstum wie im Jahr zuvor. Der BIP-Anstieg in den USA fiel dabei spürbar höher aus. Die chinesische Wirtschaft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine etwas geringere konjunkturelle Dynamik. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Schätzungen Januar 2019 mit aktualisierten Vorjahresangaben im Vergleich zum Lagebericht 2017) Vor dem Hintergrund der Belastungen durch die Brexit-Verhandlungen und der politischen Unsicherheiten durch den Handelsstreit der USA mit China und auch Europa wies die Eurozone im Berichtsjahr mit einem BIP-Anstieg um 1,8 Prozent ein spürbar geringeres Wachstum auf als im Vorjahr (2,4 Prozent). Da die deutsche Wirtschaft in hohem Maße exportorientiert ist, verzeichnete sie 2018 beeinflusst durch die vielfältigen Unsicherheiten ein gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziertes Wachstum (1,5 Prozent; Vorjahr: 2,5 Prozent). Die Wirtschaftsleistung Frankreichs wuchs ebenfalls nur mit 1,5 Prozent und damit wesentlich schwächer als 2017 (2,3 Prozent). Italien erreichte im Berichtsjahr mit 1,0 Prozent ebenfalls eine merklich niedrigere Wachstumsrate als im Vorjahr (1,6 Prozent). Auch in Großbritannien nahm die konjunkturelle Dynamik im Berichtsjahr ab (1,4 Prozent; Vorjahr: 1,8 Prozent). In diesen vier Ländern erwirtschaftete Jungheinrich wie im Vorjahr rund die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Wirtschaftsleistung Russlands stieg 2018 um 1,7 Prozent, während sie im Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen war. In Polen erhöhte sich das BIP um 4,4 Prozent und damit leicht schwächer als 2017 (4,6 Prozent). Russland und Polen sind bedeutende Märkte für Jungheinrich. Branchenbezogenes UmfeldDer Weltmarkt für Flurförderzeuge wies 2018 mit einem Plus von 10 Prozent beziehungsweise 143 Tsd. Flurförderzeugen erneut ein starkes Wachstum gegenüber dem Vorjahr auf. Rund 40 Prozent davon waren auf den hohen Zuwachs der Bestellungen im chinesischen Markt zurückzuführen, weitere 38 Prozent auf die ebenfalls deutlich höhere Nachfrage in Europa. Sowohl in China als auch in Europa waren vorrangig die stark gestiegenen Bestellungen für lagertechnische Geräte bestimmend für die Marktentwicklung. Der Anstieg des Marktvolumens in Nordamerika um 4 Prozent resultierte zu etwas mehr als der Hälfte aus dem Nachfragezuwachs nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb. In Europa, dem Kernmarkt für Jungheinrich, legte die Nachfrage um 11 Prozent zu, mit einem Plus von 10 Prozent in Westeuropa und 19 Prozent in Osteuropa. Mit 524 Tsd. Fahrzeugen wurde damit der Höchststand des Jahres 2007 vor Ausbruch der Finanzkrise um 27 Prozent übertroffen. Wie in den Vorjahren auch waren Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien die größten Märkte in Westeuropa. In Osteuropa legte das Marktvolumen in Polen mit einem Plus von 26 Prozent sehr stark zu. Nach Polen ist Russland in dieser Region der zweitgrößte Markt, gefolgt von Tschechien. Der weltweite Anstieg der Nachfrage im Produktsegment Lagertechnik betrug 14 Prozent, das entspricht fast 87 Tsd. Flurförderzeugen. Davon entfielen 48 Prozent auf Asien, mit Schwerpunkt China, gefolgt von Europa. Dieser Region waren 45 Prozent der Erhöhung zuzurechnen. Das um 9 Prozent höhere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler wurde zu etwas mehr als 50 Prozent von deutlich höheren Bestellungen in Asien, ebenfalls mit Schwerpunkt China, getragen. Der weltweite Anstieg der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb war mit nur 6 Prozent am geringsten. Dieses Produktsegment verliert somit weiterhin sukzessive Marktanteile. Betrug 2007 der Marktanteil der Verbrenner noch 45 Prozent des Weltmarktes für Flurförderzeuge, so lag er 2018 nur noch bei 37 Prozent. Der Anteil der verbrennungsmotorischen Gegengewichtsstapler am europäischen Markt erreichte im Berichtsjahr nur noch 15 Prozent. 2007 lag dieser noch bei 28 Prozent. Weltmarkt Flurförderzeuge 2018 nach Regionenscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) Geschäftsverlauf und ErtragslageDie Ertragslage der Jungheinrich AG wird durch den Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften im In- und Ausland sowie dem sich daraus ergebenden Beteiligungsergebnis bestimmt. Das Beteiligungsergebnis fiel um 15 Mio. € geringer aus als im Vorjahr, da im Berichtsjahr Wertminderungen für Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften zu deutlich niedrigeren Ergebnisabführungen an die Jungheinrich AG führten. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2018 betrugen 191,7 Mio. € nach 177,3 Mio. € im Vorjahr. Sie beinhalten die Vergütung von Dienstleistungen, Erlöse aus der Vermietung von Immobilien sowie Erlöse aus Lizenzverträgen. Die Umsatzerlöse aus der Vergütung von Dienstleistungen stiegen aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens in den inländischen operativen Gesellschaften gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent von 102,9 Mio. € auf 109,7 Mio. € an. Mit der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen wurden Erlöse in ähnlicher Größenordnung (29,3 Mio. €) wie im Vorjahr (27,9 Mio. €) erzielt. Die Umsätze aus Lizenzverträgen lagen im Jahresvergleich aufgrund der Steigerung des Geschäftsvolumens in allen Werken mit 52,7 Mio. € um 13 Prozent über dem Vorjahreswert von 46,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Wesentlichen aufgrund geringerer von ausländischen Konzerngesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen von 18,3 Mio. € auf 16,3 Mio. € zurück. Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Der Materialaufwand enthält hauptsächlich die Energiekosten der vermieteten Immobilien. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Verwaltungskosten der Holding- und Zentralbereiche. Die Erhöhung des Personalaufwandes im Geschäftsjahr 2018 um 5,9 Mio. € war hauptsächlich bedingt durch die Erhöhung der Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter um 76 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 194,8 Mio. € um 8,6 Mio. € auf 203,4 Mio. € an. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die Ausweitung der zu vergütenden Entwicklungsdienstleistungen im Inland und der Ausgleichsleistungen an ausländische Konzerngesellschaften sowie erhöhte Messekosten und Aufwendungen für Kursverluste. Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigte im Berichtszeitraum folgendes Bild: scroll
Maßgeblich für die Verminderung des Ergebnisses vor Zinsergebnis und Steuern auf 64,3 Mio. € (Vorjahr: 81,9 Mio. €) war der Rückgang der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, der durch Wertminderungen für Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften beeinflusst wurde. Das Beteiligungsergebnis der Jungheinrich AG betrug 187,8 Mio. € im Jahr 2018 nach 202,7 Mio. € im Vorjahr und konnte somit die Erwartungen an eine leichte Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr nicht erfüllen. Das Zinsergebnis verblieb mit plus 1,4 Mio. € nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (plus 1,1 Mio. €). Die Ertrag- und sonstigen Steuern beinhalten Ertragsteuerumlagen in Höhe von 74,4 Mio. € (Vorjahr: 69,5 Mio. €). Diese Umlagen werden von den operativen Gesellschaften in der Rechtsform der AG & Co KG eingefordert, da deren Gewinne bei der Jungheinrich AG besteuert werden. Die Jungheinrich AG schloss das Geschäftsjahr 2018 mit einem Jahresüberschuss von 93,0 Mio. € (Vorjahr: 114,7 Mio. €) ab und unterschritt damit vor dem Hintergrund der zuvor genannten verminderten Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen die für das Berichtsjahr erwartete Größenordnung. Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 43,1 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende in Höhe von 0,48 € je Stammaktie und 0,50 € je Vorzugsaktie auszuschütten. InvestitionenDie Zugänge im Anlagevermögen betrugen im Berichtszeitraum 42,4 Mio. €. Die gegenüber dem Vorjahr (32,8 Mio. €) höheren Investitionen des Berichtsjahres beinhalten im Wesentlichen Beträge für die im Bau befindliche Erweiterung des Hauptverwaltungsgebäudes in Hamburg und des Ersatzteilzentrums in Kaltenkirchen sowie für den Ausbau des Werkes in Degernpoint. Das Bestellobligo für Investitionen der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 14 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte sowohl mit Eigen- als auch mit Fremdmitteln. Finanz- und VermögenslageAls Konzernobergesellschaft trägt die Jungheinrich AG die Verantwortung für das Finanzmanagement des Konzerns. Sie stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement wahr. Ziel ist es, die Konzerngesellschaften zins- und währungsoptimal mit Finanzmitteln zu versorgen und Zahlungsströme zu steuern. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns zu gewährleisten. Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen erhöhte sich 2018 im Wesentlichen aufgrund der Zugänge aus den Investitionen des Berichtsjahres um 23,4 Mio. € auf 594,1 Mio. € (Vorjahr: 570,7 Mio. €). Die um 65,1 Mio. € gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergaben sich im Wesentlichen aus der Bereitstellung liquider Mittel an in- und ausländische Konzerngesellschaften im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements. Die liquiden Mittel und Wertpapiere waren im Berichtsjahr um 49,3 Mio. € höher als im Vorjahr. Grund hierfür war hauptsächlich der Liquiditätszufluss aus der Aufnahme langfristiger Darlehen zur Finanzierung von Immobilien- und Anlageinvestitionen. Aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft sind Mittel in Höhe von 42,4 Mio. € abgeflossen. Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild: scroll
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 996,9 Mio. € und war damit um 43,1 Mio. € höher als im Vorjahr (953,8 Mio. €). Dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 93,0 Mio. € standen die Dividendenzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 49,9 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote erreichte 62 Prozent (Vorjahr: 65 Prozent). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen im Jahresvergleich um 72,1 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Aufnahme langfristiger Darlehen zur Finanzierung von Immobilien- und Anlageinvestitionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 45,1 Mio. €, im Wesentlichen gegenüber inländischen Tochtergesellschaften. Das Geschäftsjahr 2018 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für die Jungheinrich AG. Insgesamt beurteilen wir die Finanz- und Bilanzrelationen des Unternehmens als sehr solide. Mitarbeiter1)Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1.064 Mitarbeiter, davon 132 Auszubildende (Vorjahr: 978 Mitarbeiter, davon 103 Auszubildende). Ein großer Teil der Mitarbeiterzugänge entfiel auf zentrale Personal-, Einkaufs- und IT-Funktionen. Personelle VeränderungenIm Rahmen der zielgerichteten Vorbereitung auf die geplante Übernahme des Vorstandsvorsitzes der Jungheinrich AG im Laufe des Jahres 2019 hat der bisherige Vertriebsvorstand Herr Dr. Lars Brzoska das vakante Technikressort zum 1. September 2018 übernommen. Seit 2014 war er in der Position des Vorstandes für Vertrieb und Marketing sehr erfolgreich tätig. Seit dem 1. September 2018 ist Herr Christian Erlach neuer Vertriebsvorstand der Jungheinrich aG. Er war seit 2007 als Geschäftsführer der Vertriebsgesellschaft Jungheinrich Austria tätig. Ab 2013 war er Regionalleiter der Jungheinrich AG und hat sukzessive die Verantwortung für die Regionen Südosteuropa, Südamerika sowie Südafrika übernommen. Herr Hans-Georg Frey stellt sich im Jahr 2019 nach der Niederlegung des Vorstandsvorsitzes für die Wahl in den Aufsichtsrat zur Verfügung. Der amtierende Aufsichtsratschef Herr Jürgen Peddinghaus wird sein Mandat im Jahr 2019 niederlegen. Herr Frey soll ihm auf Wunsch der Gesellschafterfamilien Wolf und Lange in dieser Position nachfolgen. Frau Sabine Neuß wird aufgrund eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbotes erst zum 1. Januar 2020 neues Vorstandsmitglied der Jungheinrich AG für das Ressort Technik werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird Herr Dr. Lars Brzoska das Technikressort leiten. VergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an den wesentlichen Konzernsteuerungsgrößen ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich um jeweils eine Wachstums- und eine Ergebniskomponente. Im Rahmen der Zielsetzung liegt ein höheres Gewicht auf der Ergebniskomponente. Vergütung des VorstandesDie fast ausnahmslos aus Geldleistungen bestehende Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen, kann aber bei einer sehr guten Zielerreichung auch mehr als 50 Prozent der Gesamtbarvergütung betragen. Die separat erfassten Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles setzen sich aus dem Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie der EBT-Rendite zusammen. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Vorstandsdienstverträge enthalten die üblichen Regelungen für eine Abfindungsobergrenze und für den Fall eines Kontrollwechsels, die mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex übereinstimmen. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich gehaltsunabhängig allein nach den erreichten Dienstjahren als Vorstandsmitglied mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit des Anspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beinhaltet für jedes Mitglied neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20 Tsd. € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite ("Return On Equity", ROE) des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4 Tsd. € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40 Tsd. €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses beziehungsweise der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25 Tsd. €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30 Tsd. €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2018 hat Jungheinrich mit der Entwicklung neuer Flurförderzeugtypen sowie der Ergänzung und Optimierung bestehender Fahrzeugbaureihen seine Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt. Wesentliche Aktivitäten der Forschung und Entwicklung (F&E) bezogen sich sowohl auf den Ausbau der Marktführerschaft im Bereich der Energiespeichersysteme basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie als auch auf die Erweiterung des Produktportfolios für Regalbediengeräte und stationäre Fördertechnik. Die Jungheinrich AG ist verantwortlich für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 88 Mitarbeiter im Bereich F&E beschäftigt. Die Aufwendungen für F&E, einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und verbundener Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Leistungen verbundener Unternehmen. Sie blieben mit 73,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil (73,1 Mio. €). Die Jungheinrich AG schützt ihre Innovationen und die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte durch Patente. Im Jahr 2018 wurden 155 (Vorjahr: 80) Patente erteilt. Erklärung zur UnternehmensführungGemäß § 289f HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft dazu verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung für den Konzern abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht. Nichtfinanzielle Aspekte gemäß CSR-Richtlinie-UmsetzungsgesetzGemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz, einem Gesetz vom 10. März 2017 zur Stärkung der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung, ist Jungheinrich seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, mindestens über nichtfinanzielle Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. Dieser Verpflichtung kommt das Unternehmen in Form eines gesonderten nichtfinanziellen Berichtes nach, der für das Geschäftsjahr 2018 spätestens am 30. April 2019 auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com) veröffentlicht wird. Jungheinrich orientiert sich bei der Berichterstattung an den Leitlinien des Global Reporting Initiative-Standards (GRI). Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung bei Jungheinrich. Entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen sind im Rahmen des Risikomanagement-Systems in einer Konzernrichtlinie definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System der Jungheinrich AG eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung von Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung durch das Konzerncontrolling unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind für das Risikomanagement ihrer Einheit verantwortlich. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, viermal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risiko- und Chanceninventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risiko- und Chancenposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert - getrennt nach Risiken und Chancen - verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig als integraler Bestandteil der aktuellen Hochrechnung zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Risikoschnellmeldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer Prüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen europaweiten Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Risiken und ChancenNach Analyse der abschließenden Risikoinventur 2018 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen für das Jahr 2019 keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutendsten und aufgrund des Geschäftsmodells generell gültigen Risiken- und Chancenkategorien sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten trotz der Unsicherheiten bezüglich der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China für das Jahr 2019 ein globales Wachstum von 3,5 Prozent. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch den bevorstehenden Brexit, aufkommende Schuldenprobleme einzelner Länder, wie derzeit zum Beispiel in Italien, oder geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Staaten erneut in Krisensituationen geraten beziehungsweise inwiefern Reformbemühungen in einzelnen Volkswirtschaften nachhaltig sind. Rund 7 Prozent des Konzernumsatzes in Europa entfielen 2018 auf Großbritannien. Im Falle eines Brexits werden Beeinträchtigungen bei der Einfuhrabwicklung von Flurförderzeugen und Ersatzteilen erwartet. Daher wurden zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit die Ersatzteilbestände in Großbritannien erhöht und für einen Großteil des für das laufende Jahr geplanten Einkaufsvolumens Währungssicherungen durchgeführt. Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus Veränderungen des Marktvolumens, des Wettbewerbsumfeldes sowie aus technologischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung in der Intralogistik. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa erhöhte sich im Berichtsjahr um 11 Prozent, während das Weltmarktvolumen um 10 Prozent stieg. Ein deutlich niedrigeres BIP-Wachstum, vor allem in Europa, könnte sich auf die Anzahl produzierter Fahrzeuge oder der realisierbaren Margen auswirken. Der Markt für Flurförderzeuge ist durch einen intensiven Wettbewerb mit fortschreitenden Konsolidierungstendenzen geprägt. Auf Basis regelmäßiger Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung - mit Schwerpunkt in Europa -laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. In die Risikobetrachtung eingeschlossen sind auch mögliche, sich aus der Marktentwicklung ergebende Änderungen der Finanzsituation bei Tochtergesellschaften. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges begegnet Jungheinrich dadurch, dass das Unternehmen seine Produktpalette ständig weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb personell weiter verstärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet und seine Differenzierungsstrategie - beispielsweise durch den Ausbau des Logistiksystemgeschäftes - weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenOperative Geschäftsrisiken haben ihren Ursprung im Geschäftsmodell. Sie liegen beispielsweise im Angebot von Neufahrzeugen sowie Miet- und Gebrauchtgeräten und in den betrieblichen Aufgabenbereichen, beispielsweise im Einkauf, in der IT oder im Personalbereich. Der seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot ständig erweitert und durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Darüber hinaus werden konzernweit laufend Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung durchgeführt. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende, IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Jungheinrich steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2019 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation beziehungsweise Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme und einer regelmäßigen Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für Jungheinrich wichtigen Ingenieurnachwuchs zu rekrutieren, pflegt das Unternehmen im Rahmen des nationalen und internationalen Hochschulmarketings enge Kontakte zu technischen Hochschulen und arbeitet intensiv mit diesen zusammen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet Jungheinrich mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel auf internationaler Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten Talent Managements identifiziert und gefördert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen weitgehend intern besetzen. Die Ausweitung des internationalen Traineeprogramms auf Ingenieurwissenschaftler ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl der Ausbildungsplätze konzernweit weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten beziehungsweise ausgebaut. Jungheinrich konnte 2018 zum Beispiel erstmals den Nachwuchs für die Tätigkeit des Kundendiensttechnikers in Deutschland über ein eigenes Berufsausbildungsprogramm gewinnen. Bei einigen ingenieurwissenschaftlichen Spezialfunktionen und IT-Spezialisten bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund seiner internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten unterliegt die Jungheinrich AG grundsätzlich Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken. Hieraus entstehen operative Risiken, die regelmäßig überwacht und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die gute Bonität und die solide Bilanzstruktur des Unternehmens zahlten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kreditmittelbeschaffung sowohl bei Verhandlungen von bilateralen Krediten als auch am Kapitalmarkt aus. Die Jungheinrich AG verfügte zum 31. Dezember 2018 über zugesagte Kreditrahmen von 295 Mio. €, die nur zu einem geringen Anteil ausgenutzt waren, sowie Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 225 Mio. €. Das Fälligkeitsprofil der Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen weist eine breite Streuung auf und sichert damit langfristig den Finanzierungsspielraum. Darüber hinaus enthält kein Kreditrahmenvertrag und keine Schuldscheindarlehensvereinbarung Financial Covenants. Liquide Mittel und bestehende Kreditrahmenverträge gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Somit besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Wege eines zentralen Cash- und Währungsmanagements für den Jungheinrich-Konzern wird eine zins- und währungsoptimale sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert nur in ausgewählte Assetklassen mit einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Die Jungheinrich AG ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren - insbesondere der Ratings, die von anerkannten Ratingagenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden - sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird als nicht wesentlich erachtet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich umfassende Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen besteht ein konzerneinheitlicher Prozess, der die Erfüllung der Berichterstattungspflichten gewährleistet und den Risikoanforderungen gerecht wird. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften in einem für Wirtschaftsunternehmen üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen oder öffentlich-rechtlichen Bestimmungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Wesentliche allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu wesentlichen Verträgen und sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise Partei oder Beteiligte in rechtlichen Verfahren, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit solchen rechtlichen Verfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Im Bereich Datenschutz sind die Bußgeldrisiken durch die seit dem 15. Mai 2018 anwendbare Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) erheblich gestiegen. Jungheinrich hat diesem Risiko durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Umsetzung dieser verschärften Vorschriften Rechnung getragen. Es erfolgte insbesondere eine Anpassung der Konzernrichtlinien zu den neuen datenschutzrechtlichen Vorschriften. Auch sind die erforderlichen datenschutzvertraglichen Grundlagen mit Dienstleistern und anderen Geschäftspartnern angepasst worden. Jungheinrich hat darüber hinaus die neuen Vorgaben durch die Implementierung verstärkter technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOMs) umgesetzt. Alle Mitarbeiter werden vom Vorstand zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften verpflichtet. Es erfolgen regelmäßige konzernweite Schulungen. Das Datenschutzmanagementsystem wird kontinuierlich überwacht und weiter optimiert. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage der Jungheinrich AG. Daher stellt eine spürbar positivere Konjunkturentwicklung in Europa als die derzeit erwartete die bedeutendste Chance für Jungheinrich dar. Diese könnte insbesondere durch die Lösung des Handelskonfliktes zwischen den USA und China sowie durch Klarheit bei der Umsetzung des Brexits beeinflusst werden. Der Ausblick für 2019 basiert auf Experteneinschätzungen bezogen auf die konjunkturelle Entwicklung sowie den eigenen Markteinschätzungen. Sollten die Weltwirtschaft und insbesondere die Konjunktur in Europa stärker wachsen als erwartet, hätte das positive Folgen für den globalen Absatzmarkt für Flurförderzeuge. Entsprechend könnten die erzielbaren Werte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoff- und Materialpreisen sowie aus der Aufwertung bedeutender Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte und Dienstleistungen sowie durch die fortschreitenden Trends zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung in der Intralogistik entstehen. Beispielsweise können Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Technologieentwicklung im Bereich der Energiespeichersysteme zusätzliche Chancen für Jungheinrich, die starke Position im Markt für elektromotorbetriebene Flurförderzeuge weiter auszubauen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken und Chancen identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden die Risiken - soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit haben wir keine Risiken identifiziert, die im Jahr 2019 einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Jungheinrich AG wesentlich beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. PrognoseberichtDer Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2019 trotz der Unsicherheit im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,5 Prozent (2018: 3,7 Prozent). Als maßgebliche Treiber sollten insbesondere China, die USA sowie einige Länder Europas dazu beitragen. Das BIP der USA dürfte vor dem Hintergrund der mit den politischen Konflikten verbundenen Unsicherheiten mit einem Wachstum von 2,5 Prozent immer noch robust, aber schwächer als im Vorjahr (2018: 2,9 Prozent) wachsen. Für die chinesische Wirtschaft wird wegen des zuvor erwähnten Handelsstreites eine weniger dynamische Entwicklung als im Vorjahr prognostiziert (6,2 Prozent; 2018: 6,6 Prozent). In absoluten Zahlen entspricht dies aber immer noch einem sehr starken Wirtschaftswachstum. In der Eurozone sind der bevorstehende Brexit sowie die staatspolitischen und finanziellen Risiken Italiens nach wie vor die beherrschenden Themen. Deshalb wird für diese Region 2019 nur ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent erwartet (2018: 1,8 Prozent). Deutschland dürfte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,3 Prozent ebenfalls geringfügig hinter dem Vorjahr (1,5 Prozent) zurückbleiben. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet nach dem Produktionsplus von 2,0 Prozent im Jahr 2018 auch für 2019 mit einer identischen Wachstumsrate. Das BIP Frankreichs soll im gleichen Tempo wie im Vorjahr wachsen (1,5 Prozent, 2018: 1,5 Prozent), während die italienische Wirtschaft nach einem Plus von 1,0 Prozent im vergangenen Jahr nur noch einen leichten Anstieg von 0,6 Prozent vorlegen dürfte. Für Großbritannien wird ein gegenüber dem Vorjahr ähnliches Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erwartet (2018: 1,4 Prozent). In Polen soll die konjunkturelle Dynamik deutlich nachlassen (3,5 Prozent; 2018: 4,4 Prozent), wohingegen für Russland 2019 ein moderates Wachstum des BIP von 1,6 Prozent prognostiziert wird (2018: 1,7 Prozent). Wie in den Vorjahren sind Frankreich, Italien und Großbritannien nach Deutschland die bedeutendsten Flurförderzeugmärkte in Westeuropa. In Osteuropa sind dies Polen und Russland. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Januar 2019) In Anbetracht der gegenüber dem Vorjahr geringeren Wachstumsprognose - sowohl global als auch für die einzelnen Regionen - erwarten wir, dass auch der weltweite Markt für Flurförderzeuge 2019 weniger dynamisch wachsen, möglicherweise gegenüber 2018 sogar etwas zurückgehen wird. Wir rechnen dementsprechend bestenfalls mit einer Wachstumsrate im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. In Asien könnte das Wachstum einen mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen. In unserem Kernmarkt Europa gehen wir von einem Anstieg des Marktvolumens im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus, jedoch kann ein leichter Rückgang gegenüber 2018 nicht ausgeschlossen werden. Es ist zu erwarten, dass die Entwicklung in einzelnen Märkten und Produktsegmenten sehr unterschiedlich ausfallen wird. Dabei gehen wir von einem gegenüber 2018 schwächeren Auftragseingang und Umsatz im Neugeschäft in Großbritannien aus. Im Jahr 2018 wurden 87 Prozent des Konzernumsatzes in Europa erzielt. Daher kommt dem Konjunkturverlauf im Euroraum eine bedeutende Rolle hinsichtlich der Erreichung der prognostizierten Werte zu. Rund 7 Prozent des Umsatzes in Europa entfielen 2018 auf Großbritannien. Sofern die beschriebenen Annahmen eintreffen, werden die operativen Ergebnisse der Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG im Jahr 2019 etwas höher als im Jahr 2018 ausfallen. Das Beteiligungsergebnis insgesamt und der Jahresüberschuss der Jungheinrich AG sollten jedoch vor dem Hintergrund der 2018 geringeren Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen im Jahr 2019 deutlich über dem Vorjahreswert liegen. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in diesem Lagebericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Lagebericht wird daher nicht übernommen.
Hamburg, den 5. März 2019 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2018Bilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva scroll
Gewinn- und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018scroll
Entwicklung des Anlagevermögens der Jungheinrich AGscroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 2018Grundlagen und MethodenDie zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Absatz 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren bewertet. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren zugrunde gelegt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Computerarbeitsplätze werden mittels einer Festwertbewertung bilanziert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, sonstige Ausleihungen zu ihrem Nominalwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet. Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 3,21 Prozent gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von 2009 verwendet. Die Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,00 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 1,50 Prozent berücksichtigt. Effekte aus Zinssatzänderungen oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert dieser Guthaben bewerteten Verpflichtungen aus diesen Plänen ausgewiesen. Die Guthaben sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen für Altersteilzeit wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 1,11 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,00 Prozent berechnet. Die Bewertung der Aufstockungszahlungen für Altersteilzeitvereinbarungen erfolgte im Wege der ratierlichen Ansammlung, da für die Vereinbarungen grundsätzlich ein Entlohnungscharakter unterstellt wurde. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Deckung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen saldiert. Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 2,32 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,00 Prozent auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der Wiederherstellungsverpflichtungen wurden jährliche Kostensteigerungen von 2,11 Prozent berücksichtigt. Der langfristige Anteil dieser Rückstellung, mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr, wurde pauschal mit einem Zinssatz von ebenfalls 2,11 Prozent abgezinst. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente SteuernZur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 Prozent angewendet. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten sämtlicher Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt. Sofern der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem aktiven Überhang führt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für Fremdwährungsdarlehen an Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten. Daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung(1) AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (25) dargestellt. (2) VorräteDie Vorräte beinhalten geleistete Anzahlungen in Höhe von 378 T€ (Vorjahr: 290 T€). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9.082 T€ (Vorjahr: 6.625 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln für Tochtergesellschaften in Höhe von 571.190 T€ (Vorjahr: 508.559 T€). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrifft die Bereitstellung von liquiden Mitteln. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (4) WertpapiereIn den Wertpapieren sind die Anteile an einem Spezialfonds (Spezial-AIF; Alternative Investment Fund) in Höhe von 127.718 T€ enthalten. Der Marktwert des Fonds zum 31. Dezember 2018 betrug 127.849 T€. Es bestehen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Gewinne ausgeschüttet. Die Wertpapiere enthalten zudem weitere sonstige Wertpapiere in Höhe von 65.003 T€. Die weiteren sonstigen Wertpapiere sind frei verfügbar. (5) Liquide MittelDie liquiden Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten. (6) Gezeichnetes KapitalAngaben gemäß § 160 AktG: scroll
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 26 WpHG* am 3. November 2016 Folgendes veröffentlicht:
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entspricht § 40 WpHG n.F (7) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus anderen Gewinnrücklagen. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres von 57.351 T€ wurden 7.431 T€ aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Hauptversammlung der Jungheinrich AG vom 17. April 2018 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2018 von 93.014 T€ wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 43.094 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (8) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 35.022 T€ (Vorjahr: 33.263 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 3.296 T€ (Vorjahr: 3.172 T€) ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus Deferred-Compensation-Plänen wurden mit entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe saldiert. Die Zeitwerte der Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen entsprachen den fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB 3.433 T€. (9) Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus variablen Vergütungsmodellen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für Altersteilzeit, Treueprämien, Abfindungen, Rechtsstreitigkeiten und Arbeitszeitkonten sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten enthalten. Im Berichtsjahr wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 4.296 T€ (Vorjahr: 4.574 T€) mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 1.664 T€ (Vorjahr: 1.636 T€) saldiert ausgewiesen. (10) Verbindlichkeitenscroll
Die Jungheinrich AG hat Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 225.000 T€ (Vorjahr: 200.000 T€) aufgenommen. Die Emissionen wurden in den Jahren 2014, 2017 und 2018 platziert. Die Laufzeittranchen der Emission lagen bei 5, 7 und 10 Jahren. Insgesamt wurden 148.000 T€ mit einer festen Verzinsung für die jeweilige Laufzeit aufgenommen, für ein Volumen von 77.000 T€ wurde eine variable Verzinsung vereinbart. Sämtliche Schuldscheindarlehen wurden ohne Sicherheiten und/oder Covenants aufgenommen. Darüber hinaus besteht ein endfälliges Betriebsmitteldarlehen in Höhe von 50.000 T€ (Vorjahr 50.000 T€) mit einer Restlaufzeit bis Oktober 2021. Für dieses Darlehen wurden ebenfalls keine Sicherheiten gestellt. Durch die Neuaufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von 50.000 T€ hat sich das Volumen der grundbuchlich besicherten Darlehen auf 60.519 T€ (Vorjahr 12.887 T€) erhöht. Die Restlaufzeiten dieser Langfristdarlehen gehen bis ins Jahr 2033. Darüber hinaus besteht in Höhe von 1.000 T€ (Vorjahr: 1.500 T€) ein Betriebsmitteldarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2020. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von 141.768 T€ (Vorjahr: 86.002 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 20.727 T€ (Vorjahr: 17.060 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 178.902 T€ (Vorjahr: 137.485 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€). (11) HaftungsverhältnisseEs bestehen Haftungsverhältnisse aus der Begebung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien abgegeben, die zum Stichtag in Höhe von 189.292 T€ (Vorjahr: 129.980 T€) ausgenutzt wurden. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag in Höhe von 2.125 T€ (Vorjahr: 3.188 T€). Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der jeweiligen Primärschuldner kann von einer Erfüllung der zugrundeliegenden Verpflichtungen durch diese Unternehmen in allen Fällen ausgegangen werden. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den genannten Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. (12) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB / Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGBZu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und Fuhrpark sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben. scroll
(13) Umsatzerlösescroll
(14) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von ausländischen Gesellschaften empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 6.885 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 804 T€. Ebenfalls in dieser Position enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 610 T€ (Vorjahr: 279 T€). Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst. (15) Materialaufwandscroll
Der Materialaufwand enthält überwiegend die Energiekosten der vermieteten Immobilien. Zudem sind in dieser Position Kurserträge in Höhe von 61 T€ (Vorjahr: Kursverluste 189 T€) enthalten. (16) Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf: scroll
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 107 (Vorjahr: 97) Auszubildende beschäftigt. (17) Sonstige betriebliche AufwendungenDie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften betrugen im Berichtsjahr 29.661 T€. Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 6.463 T€ (Vorjahr: 4.453 T€). Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für sonstige externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen. (18) Finanz- und Beteiligungsergebnisscroll
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen inländischen Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen betragen im Berichtsjahr 2.849 T€ (Vorjahr: 2.296 T€). (19) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 27.913 T€ (Vorjahr 32.535 T€) beinhalten Erträge aus Steuerumlagen von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften in Höhe von 74.403 T€ (Vorjahr 69.542 T€), effektive Steueraufwendungen in Höhe von 39.326 T€ (Vorjahr 39.827 T€) sowie latente Steueraufwendungen in Höhe von 7.164 T€ (Vorjahr: latente Steuererträge 2.820 T€). Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ermittlung von Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Aus der Gegenüberstellung der handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzposten wurden aktive latente Steuern für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und des Umlaufvermögens ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich für die Bilanzposten der Finanzanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2018 betrugen die aktiven latenten Steuern 244.649 T€ (Vorjahr 207.633 T€) und die passiven latenten Steuern 252.189 T€ (Vorjahr 208.009 T€). Der Saldo hieraus führte zu einem passiven Überhang von 7.540 T€ (Vorjahr 376 T€). Sonstige Angaben(20) Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Bilanzierung wird nach der Einfrierungsmethode vorgenommen. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit Hypothetischer-Derivate-Methode). Fremdwährungsdarlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte mit Laufzeiten bis zu einem Jahr. Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet. Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte beliefen sich auf 149.430 T€ (Vorjahr: 120.440 T€). Der Umfang der Sicherungsgeschäfte entspricht dem der zu sichernden Grundgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionen. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 2.634 T€ und negative Marktwerte in Höhe von 1.132 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten wird eine Ab- bzw. Aufwertung von Intercompany-Darlehensforderungen bzw. -Verbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften vermieden. Auch die Bildung von Drohverlustrückstellungen unterbleibt aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten. Zur Sicherung der Zinsrisiken der variabel verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens aus 2014 wurden die Zahlungsströme aus den variabel verzinslichen langfristigen Verbindlichkeiten laufzeitkongruent und identisch mit dem Zahlungsplan durch einem entsprechenden Zinsswap gesichert. Der Nominalwert belief sich zum Bilanzstichtag auf 25.000 T€. Die Laufzeit bis zum Jahr 2019 und der Umfang der Zinssicherung entsprachen bis Juni 2018 dem abgesicherten Grundgeschäft. Seit der vorzeitigen Rückzahlung der variabel verzinslichen Tranche des Schuldscheindarlehens im Juni 2018 wird der Zinsswap als Derivat ohne Sicherungsbeziehung im Bestand geführt. Der Marktwert des Zinsswapgeschäftes wird auf der Basis von aktuellen Marktzinsen unter Berücksichtigung der Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Für das zum Bilanzstichtag bestehende Zinssicherungsgeschäft wurde ein negativer Marktwert in Höhe von 154 T€ ermittelt, wofür eine entsprechende Drohverlustrückstellung von 154 T€ gebildet wurde. (21) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGIm Dezember 2018 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach öffentlich auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht. (22) Honorare des AbschlussprüfersFür das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden:
Die sonstigen Leistungen des Berichtsjahres entfielen auf die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichtes des Geschäftsjahres 2017 sowie die Unterstützung im Zusammenhang mit Fragen der Unternehmensbewertung. (23) Mitglieder des Aufsichtsrates und des VorstandesI. AufsichtsratJürgen PeddinghausVorsitzender Unternehmensberater Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Aufsichtsrat: Zwilling J. A. Henckels AG, Solingen (bis 31. Dezember 2018) Markus Haase1)Stellvertretender Vorsitzender Serviceberater der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBAHonorarprofessorin für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich) Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: ProSiebenSat.1 Media SE, Unterföhring (bis 16. Mai 2018) a.s.r. Nederland N.V., Utrecht/Niederlande Thomas Cook Group plc, London/UK (bis 7. Februar 2019) ASML N.V., Veldhoven/Niederlande Randstad N.V., Diemen/Niederlande (seit 27. März 2018) Rabobank, Utrecht/Niederlande (seit 12. Dezember 2018) Dipl.-Ing. Rainer Breitschädel1)Leiter Produktsupport Kundendienst der Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG Vertreter der Leitenden Angestellten Birgit von Garrel1)Gewerkschaftssekretärin Rolf Uwe Haschke1)Senior SAP-Entwickler der Jungheinrich AG Vorsitzender des Betriebsrates Informationstechnologie der Jungheinrich AG Beate KloseDiplom-Kauffrau Wolff LangeKaufmann Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Hansa-Heemann AG, Rellingen (Vorsitzender) Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitzender) Meike Lüdemann1)Gewerkschaftssekretärin und -juristin IG Metall Region Hamburg Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Körber AG, Hamburg Hauni Maschinenbau GmbH, Hamburg Dr. Ulrich SchmidtBetriebswirt Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: tesa SE, Norderstedt (Vorsitzender) Steffen Schwarz1)Facharbeiter Montage der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Andreas Wolf(seit 17. April 2018) Diplom-Betriebswirt Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Aumühle Franz Günter Wolf(bis 17. April 2018) Kaufmann Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Aumühle Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: LACKFA Isolierstoff GmbH & Co., Rellingen (Vorsitzender) Ausschüsse des Aufsichtsrates:Finanz- und PrüfungsausschussDr. Ulrich Schmidt (Vorsitzender) Antoinette P. Aris (stellvertretende Vorsitzende) Steffen Schwarz1) PersonalausschussJürgen Peddinghaus (Vorsitzender) Markus Haase1)(stellvertretender Vorsitzender) Rolf Uwe Haschke1) Wolff Lange Andreas Wolf (seit 17. April 2018) Franz Günter Wolf (bis 17. April 2018) Paritätischer AusschussJürgen Peddinghaus (Vorsitzender) Markus Haase1)(stellvertretender Vorsitzender) Birgit von Garrel1) Andreas Wolf (seit 17. April 2018) Franz Günter Wolf (bis 17. April 2018) II. VorstandDie Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich Aktiengesellschaft haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Hans-Georg FreyVorsitzender des Vorstandes Arbeitsdirektor Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Fielmann AG, Hamburg HOYER GmbH, Hamburg E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH, Oberderdingen (seit 19. Mai 2018) Dr. Lars BrzoskaMitglied des Vorstandes Vertrieb (bis 31. August 2018) Technik (seit 1. September 2018) Christian ErlachMitglied des Vorstandes Vertrieb (seit 1. September 2018) Dr. Volker HuesMitglied des Vorstandes Finanzen Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach Dr. Klaus-Dieter RosenbachMitglied des Vorstandes Logistiksysteme (24) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2018 betrugen 1.058 T€ (Vorjahr: 1.097 T€). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich 2018 auf 7.629 T€ (Vorjahr: 8.659 T€). Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr. 9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 24. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 747 T€ (Vorjahr: 1.613 T€). Zum 31. Dezember 2018 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 10.915 T€ (Vorjahr: 10.573 T€) gebildet. (25) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, 31. Dezember 2018 gemäß § 285 Nr. 11 HGBscroll
1)
Für die Gesellschaft ist die Jungheinrich AG persönlich haftende Gesellschafterin (26) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 49.920.000,-- € vollständig an die Aktionäre auszuschütten: scroll
(27) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018Die Jungheinrich AG, Hamburg, und die Triathlon Holding GmbH, Fürth, haben im Dezember 2018 den Vertrag zur Gründung eines Unternehmens für die Produktion und Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen im Geschäftsjahr 2019 unterzeichnet. Beide Konzerne verfügen über Know-how im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie, das unter der Führung des Jungheinrich-Konzerns nunmehr gebündelt werden soll. Jungheinrich wird einen Anteil von 70 Prozent und Triathlon einen Anteil von 30 Prozent an der zukünftigen JT Energy Systems GmbH halten. Das Stammkapital soll 3,1 Mio. € betragen, der Hauptsitz des Unternehmens wird Glauchau sein. Im Januar 2019 hat die Jungheinrich AG, Hamburg, 70 Prozent der Kommanditanteile der ISI Automation GmbH & Co. KG, Extertal, übernommen. Das Unternehmen ist ein international tätiger Spezialist für Steuerungsautomation und IT-Systeme. Das Haftkapital der Gesellschaft beträgt 300 T€.
Hamburg, den 5. März 2019 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.
Hamburg, den 5. März 2019 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Hans-Georg Frey Dr. Lars Brzoska Christian Erlach Dr. Volker Hues Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jungheinrich Aktiengesellschaft, HamburgVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen UnternehmenZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt "Grundlagen und Methoden: Finanzanlagen" im Anhang und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie auf die Abschnitte "Branchenbezogene Rahmenbedingungen" und "Prognosebericht" im Lagebericht. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSIm Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, werden zum 31. Dezember 2018 unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 357.988 ausgewiesen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen machen an der Bilanzsumme insgesamt 22,2 % aus und haben somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe des Ertragswertverfahrens. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten fünf Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Die Werthaltigkeitsbeurteilung einschließlich der Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt unter anderem für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung einer etwaigen Dauerhaftigkeit der Wertminderung. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 nicht vorgenommen. Es besteht dennoch aufgrund der Komplexität des Ertragswertverfahrens sowie der Ermessensspielräume das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGZunächst haben wir uns durch Erläuterungen des Beteiligungscontrollings sowie Würdigung der Dokumentationen ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der gehaltenen Finanzanlagen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Bestimmung von Abschreibungsbedarf auseinandergesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells für die von der Gesellschaft durchgeführten Unternehmensbewertungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für Controllingzwecke oder Investitionsplanungen, und der vom Vorstand erstellten Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht in Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen, Einschätzungen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Art. 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 17. April 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 3. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Jungheinrich Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Jochen Haußer.
Hamburg, den 5. März 2019 KPMG AG Schmelzer, Wirtschaftsprüfer Dr. Haußer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesSchwerpunkte der AufsichtsratstätigkeitJungheinrich hat sich auch im Geschäftsjahr 2018 wiederum sehr erfreulich entwickelt. Dies ist umso bemerkenswerter, als sich das Marktumfeld deutlich volatiler gezeigt hat als in den Vorjahren. Zwar ist der Weltmarkt für Flurförderzeuge erneut gewachsen, aber die geopolitischen Verwerfungen führten zu einer spürbaren Verunsicherung bei der Frage der weiteren Entwicklung der Märkte. Vor diesem Hintergrund ist es von eminenter Bedeutung, mit einer exzellenten Führungsmannschaft die Herausforderungen der Zukunft anzugehen. Hier waren Vorstand und Aufsichtsrat gefordert und erfolgreich tätig, auch im Hinblick auf eine weitere Umsetzung des Führungsleitbildes "Jungheinrich Way of Leadership" im gesamten Konzern mit seiner durch eine werteorientierte Führung geprägten Ausrichtung. Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Jahr den Vorstand darin unterstützt, den Konzern auf die vielfältigen neuen Herausforderungen hinsichtlich Markt, Technik und Personal auszurichten. Hervorzuheben ist die intensive Suche nach einem Vorstandsmitglied für das Ressort Technik und der Auswahlprozess zugunsten von Frau Sabine Neuß. Da Frau Neuß aufgrund eines vertraglich vereinbarten Wettbewerbsverbotes erst zum 1. Januar 2020 zu Jungheinrich wechseln kann, waren organisatorische und personelle Zwischenschritte erforderlich, die im Juni 2018 vom Aufsichtsrat beschlossen wurden. Daneben hat der Aufsichtsrat die Vorstandsarbeit insbesondere bei den Themen Digitalisierung, Ausbau der Kompetenzen für zukunftsweisende Energiespeichersysteme und Modernisierung der IT-Infrastruktur innerhalb des Jungheinrich-Konzerns durch entsprechende Investitionsgenehmigungen nachhaltig unterstützt. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand frühzeitig und umfassend in die relevanten Themen der Vorstandsarbeit sowie der Geschäftstätigkeit des Unternehmens und aller Konzerngesellschaften eingebunden, sodass die zu beachtenden Aspekte rechtzeitig diskutiert werden konnten. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat anhand von ausführlichen schriftlichen und mündlichen Berichten über die Marktlage, die gegenwärtige und erwartete wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen der Welt, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und deren Finanzlage - insbesondere unter Analyse der wesentlichen Indikatoren wie Auftragseingang, Umsatz, EBIT und Marge -, die Mitarbeiterentwicklung sowie über den Stand der Investitionen jeweils zeitnah informiert. Des Weiteren befassten sich der Aufsichtsrat und sein Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Chancen- und Risikomanagement-System, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, des internen Revisionssystems sowie der Compliance des Unternehmens. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat des Weiteren dem Aufsichtsrat empfohlen, der Hauptversammlung erneut die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 zur Wahl vorzuschlagen. Dieser Empfehlung haben sich der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung angeschlossen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Personalausschusses, und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erörterten auch außerhalb der Sitzungen Themen mit dem Vorstand und bereiteten Entscheidungen für das Plenum vor. Wesentliche Inhalte der einzelnen Sitzungen des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 fünfmal getagt. Von wenigen entschuldigten Abwesenheiten einzelner Mitglieder abgesehen, tagte der Aufsichtsrat stets vollzählig. In der Bilanzsitzung am 6. März 2018 wurden der Jahres- und der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2017 erörtert und gebilligt. Des Weiteren wurde eine Entscheidungsvorlage des Vorstandes zur langfristigen Finanzierung des weiteren Konzernwachstums genehmigt. In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 17. April 2018 wurden Nachwahlen zu Ausschüssen aufgrund eines neuen Aufsichtsratsmitgliedes durchgeführt, der Gründung einer neuen Joint-Venture-Gesellschaft mit einem Partner im Ausland zugestimmt und die grundsätzliche Entscheidung zur Bestellung eines neuen Vorstandes für das Ressort Technik getroffen. Darüber hinaus wurde der Nachhaltigkeitsbericht 2017 genehmigt. Insgesamt haben sich der Aufsichtsrat und der Finanz- und Prüfungsausschuss eingehend mit den wesentlichen Messgrößen für die Nachhaltigkeit und der vorgesehenen Prüfung durch den Aufsichtsrat befasst. In der Sitzung am 19. Juni 2018 wurden wichtige Weichenstellungen für die Besetzung des Vorstandes beschlossen und damit gleichzeitig der Wechsel in der Leitung des Aufsichtsrates vorbereitet. So wurde zum einen die Bestellung von Herrn Hans-Georg Frey zum Vorstandsvorsitzenden, bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand, in die zweite Jahreshälfte 2019 hinein verlängert. Des Weiteren wurde Herr Christian Erlach, bislang Leiter der Vertriebsregion Südosteuropa, Südamerika und Südafrika, mit Wirkung ab 1. September 2018 und für einen Zeitraum von drei Jahren zum neuen Vertriebsvorstand berufen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Herr Dr. Lars Brzoska mit der übergangsweisen Führung des Ressorts Technik betraut und zum Zeitpunkt des Ausscheidens von Herrn Hans-Georg Frey aus dem Vorstand und seines Wechsels in den Aufsichtsrat im Laufe des Jahres 2019 für einen Zeitraum von vier Jahren zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Es wurde schließlich eine Entscheidungsvorlage zur Beteiligung des Konzerns an Unternehmen aus dem Bereich Energiespeichersysteme genehmigt und weitere gesellschaftsrechtliche Entscheidungen getroffen. In der Sitzung am 25. September 2018 bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung ab 1. Januar 2020 Frau Sabine Neuß für drei Jahre zum neuen Mitglied des Vorstandes, zuständig für das Ressort Technik. Der Aufsichtsrat behandelte und genehmigte darüber hinaus Entscheidungsvorlagen des Vorstandes zu Werksthemen und dem Erwerb einer kleineren Gesellschaft aus dem Bereich Steuerungstechnik. Ein Schwerpunkt der Sitzung am 11. Dezember 2018 lag in der ausführlichen Diskussion der Planung für das Geschäftsjahr 2019. Angesichts der sich in unerwarteter Weise verschlechternden Konjunkturaussichten wurde beschlossen, die vorgelegte Planung aus Gründen der Vorsicht anzupassen. Der Aufsichtsrat genehmigte eine Entscheidungsvorlage des Vorstandes zur neuen Ausrichtung der gesamten IT-Infrastruktur des Konzerns in der Zukunft. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde vor dem Hintergrund des wiederum frühen Termins der Hauptversammlung 2019 wie im Vorjahr bevollmächtigt, die im Rahmen des Jahresabschlusses über das Geschäftsjahr 2018 erforderlichen Erklärungen, Dokumente und Berichte für den Aufsichtsrat abschließend auszuarbeiten. Auf der Grundlage der Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses wurde schließlich die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrates nach § 161 AktG ("Corporate-Governance-Kodex-Erklärung") verabschiedet. Tätigkeit der Ausschüsse des AufsichtsratesDer Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt, davon einmal in einer außerordentlichen Sitzung. Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit sämtlichen Themen rund um den Jahres- und Konzernabschluss der Jungheinrich AG und die Abschlussprüfung (Honorar und Vorbereitung der Bestellung, Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, Prüfergebnisse der Abschlussprüfer, zusätzliche Leistungen der Abschlussprüfer). Im Übrigen nahm der Ausschuss die ihm übertragenen Aufgaben der Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und der internen Revision sorgfältig wahr. Der Ausschuss diskutierte darüber hinaus ausführlich die regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichte des Compliance Officers und beschäftigte sich mit verschiedenen Compliance-Themen. Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen zusammen. Der Ausschuss bereitete alle ihm übertragenen Themen - insbesondere anstehende Bestellungen, Vertragsverlängerungen und Vergütungsfragen für die Mitglieder des Vorstandes -für den Gesamtaufsichtsrat vor. Mit der Entwicklung von Nachwuchskräften für Führungspositionen des Konzerns befasste sich der Ausschuss erneut ausführlich. Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und der Lagebericht der Jungheinrich AG, die Buchführung für das Jahr 2018 sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und der Konzernlagebericht der Jungheinrich AG wurden erneut durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen die Abschlüsse und die Buchführung keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Die Ergebnisse der Prüfungen der Abschlussprüfer waren Gegenstand von Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates. Die Mitglieder des Aufsichtsrates prüften selbst die Unterlagen des Jahres- und Konzernabschlusses des Vorstandes unter Verwendung der Prüfungsberichte von KPMG eingehend. Mitglieder des Aufsichtsrates nahmen an der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses zur Vorbereitung der Beschlussfassungen des Gesamtaufsichtsrates über die Abschlüsse 2018 teil. Den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2018 würdigten sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates. Nach den Feststellungen der Abschlussprüfer sind das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement-System und das Compliance-System nicht zu beanstanden. Auch zu der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG gab es keine Feststellungen. Der Aufsichtsrat hatte aufgrund seiner ausführlichen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes gegen die Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer in seiner Bilanzsitzung am 19. März 2019 zu. Der Aufsichtsrat hat damit den Jahresabschluss der Jungheinrich AG und den Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2018 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2018 an. PersonaliaAn personellen Veränderungen im Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018 ist über das Ausscheiden des durch die Namensaktionärin der Gesellschaft, Frau Hildegard Wolf, entsandten Aufsichtsratsmitgliedes Herrn Franz-Günter Wolf aufgrund seiner Amtsniederlegung mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 17. April 2018 zu berichten. Zum selben Zeitpunkt wurde durch Frau Wolf ihr Sohn, Herr Andreas Wolf, in den Aufsichtsrat entsandt, und zwar für den Zeitraum bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2022 beschließt. Hinsichtlich der Beschlüsse zu Veränderungen im Vorstand wird zur Vermeidung von Doppelungen auf die Berichterstattung zu den wesentlichen Inhalten der einzelnen Sitzungen des Aufsichtsrates verwiesen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Tätigkeit während des Geschäftsjahres 2018.
Hamburg, den 19. März 2019 Für den Aufsichtsrat Jürgen Peddinghaus, Vorsitzender EntsprechenserklärungFür die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 bezieht. Erklärung gemäß § 161 AktiengesetzDen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde und wird durch die Jungheinrich AG seit der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2017 mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen von einzelnen Empfehlungen entsprochen: 1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für die Organmitglieder des Unternehmens (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine grundsätzliche Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Aufgrund des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde jedoch die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes in der vom Gesetz und Kodex vorgesehenen Höhe ergänzt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich der Kodex enthält eine entsprechende Empfehlung. Der Aufsichtsrat sieht deswegen auch weiterhin keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen. Die Erwägungen des Aufsichtsrates hierfür beruhen auf der Einschätzung, dass es in erster Linie darum geht, geeignete Persönlichkeiten für das Amt des Aufsichtsrates gewinnen zu können, die mit ihrer Erfahrung eine Bereicherung der Tätigkeit im Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse darstellen. Diesen Bestrebungen liefe es zuwider, wenn die so gewonnenen Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit nur eingeschränkten Versicherungsschutz genössen. 2. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise veröffentlicht (Kodex Ziffern 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6). Der Empfehlung des Kodex, die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert im Anhang oder Lagebericht auszuweisen, folgt die Gesellschaft auch weiterhin nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass grundsätzlich nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die aus einer solchen Veröffentlichung folgenden Vorteile für die Allgemeinheit und Anleger als nicht so gewichtig an, als dass die damit verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - außer Acht gelassen werden müssten. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 24. Mai 2016 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit. 3. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3). Der Aufsichtsrat hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters des Unternehmens als Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Aktionäre werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. 4. Von der Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für die Tätigkeit im Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegenüber einer starren Grenze gegeben. Die Einführung einer Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält der Aufsichtsrat für nicht angemessen. 5. Von der Aufstellung eines förmlichen Kompetenzprofils für den Gesamtaufsichtsrat und der Veröffentlichung von Lebensläufen der Aufsichtsratsmitglieder wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG trägt dem Kriterium der Diversity, wie in Gesetz und im Kodex gefordert, ausreichend Rechnung. Insbesondere Erfahrungen aus dem internationalen Geschäft bringen viele der Aufsichtsratsmitglieder mit. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die vier zu wählenden Vertreter der Aktionäre werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet und damit sichergestellt, dass der Hauptversammlung nur geeignete Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen werden, die möglichst alle für das Unternehmen wichtige Kompetenzfelder abdecken. Aus diesem Grund hält es der Aufsichtsrat als für nicht in Übereinstimmung mit dem Charakter von Jungheinrich als Familienunternehmen stehend an, wenn darüber hinaus noch ein Kompetenzprofil für den Gesamtaufsichtsrat erstellt würde. Auf die Veröffentlichung von Lebensläufen der Aufsichtsratsmitglieder wird im Hinblick auf den Schutz ihrer individuellen Privatsphäre verzichtet. 6. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates erfüllt ggf. nicht die Kriterien der Ziffer 5.4.2 des Kodex hinsichtlich der Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, davon sechs, die von den Arbeitnehmern gewählt werden. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Aktionäre werden bereits in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. Und allein stimmberechtigt in der Hauptversammlung sind wiederum die Stammaktionäre. Diese gesamte Systematik der Vertreter der Aktionäre spiegelt den Charakter des Unternehmens als Familiengesellschaft wider. 7. Von der sogenannten "Cooling-off"-Phase gemäß Ziffer 5.4.4 des Kodex beim Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat soll abgewichen werden. Wie bereits der Öffentlichkeit mitgeteilt, haben die in der Hauptversammlung allein stimmberechtigten Stammaktionäre übereinstimmend den Wunsch geäußert, dass der jetzige Vorsitzende des Vorstandes im Jahr 2019 nach dem dann beabsichtigten Ausscheiden des jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden direkt, d. h. ohne Einhaltung der im Kodex vorgesehenen "Cooling-off"-Phase, in den Aufsichtsrat wechselt und dessen Vorsitz übernimmt. Dies sichert aus Sicht der Stammaktionäre die Kontinuität in der weiteren positiven Entwicklung des Unternehmens.
Hamburg, im Dezember 2018
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