![]() Jungheinrich AGHamburgZwischenbericht zum 30. Juni 2019Kennzahlen auf einen BlickFür die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019
wurde die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen
der Vorjahresperioden wurden daher nicht angepasst. scroll
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Jungheinrich-Aktiescroll
1)
EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital8)
(Stichtag), EBIT annualisiert Hinweise: Die Tabellen in diesem Bericht können rundungsbedingte Differenzen enthalten. Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern. Dies dient lediglich der
leichteren Lesbarkeit und schließt alle Geschlechter ein. Jungheinrich-AktieIm 1. Halbjahr 2019 waren die internationalen Kapitalmärkte zwar einer Vielzahl von
geo- und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten ausgesetzt, jedoch konnten sich die
Aktienmärkte trotz dieser teilweise massiven Konflikte sehr positiv entwickeln. Die
maßgeblichen inländischen Aktienindizes waren von Januar bis Juni 2019 spürbar im
Aufwärtstrend. Der DAX verzeichnete eine Wertsteigerung um 17,4 Prozent, der SDAX
konnte um 19,7 Prozent zulegen. Die Jungheinrich-Aktie zeigte eine vergleichbare Aufwärtsentwicklung und lag mit einem
Wertzuwachs von 18,7 Prozent deutlich im Plus. Nach ihrem Tiefststand bei 21,48 €
am 3. Januar 2019 erreichte die Aktie zum Halbjahresende einen Kurs von 27,10 €. Die
Marktkapitalisierung lag damit bei 2.764 Mio. € (31.12.2018: 2.330 Mio. €). Den Höchststand
im 1. Halbjahr 2019 markierte die Jungheinrich-Aktie am 18. April 2019 mit einem Kurs
von 32,06 €. Die Hauptversammlung der Jungheinrich AG hat für das Geschäftsjahr 2018 die Zahlung
einer stabilen Dividende in Höhe von 0,50 € je Vorzugsaktie beziehungsweise 0,48 €
je Stammaktie beschlossen. Somit erfolgte für das Jahr 2018 eine gegenüber dem Vorjahr
unveränderte Ausschüttung von insgesamt 50 Mio. €. Kursentwicklung im 1. Halbjahr 2019 in %![]() Konzern-Zwischenlagebericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenWachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Juli 2019 mit aktualisierten Vorjahresangaben) Gesamtwirtschaftliche LageDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Juli 2019 seine globale Wachstumserwartung
für das Gesamtjahr 2019 gegenüber seiner Einschätzung von April 2019 leicht zurückgenommen,
erwartet aber trotz der Unsicherheit im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Handelsstreitigkeiten
zwischen den USA und China einen soliden Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung
um 3,2 Prozent (2018: 3,6 Prozent). Das BIP der USA dürfte vor dem Hintergrund der
mit den politischen Konflikten verbundenen Unsicherheiten mit einem Wachstum von 2,6
Prozent immer noch ordentlich, aber schwächer als im Vorjahr (2018: 2,9 Prozent) wachsen.
Für die chinesische Wirtschaft wird wegen des zuvor erwähnten Handelsstreites eine
weniger dynamische Entwicklung als im Vorjahr prognostiziert (6,2 Prozent; 2018: 6,6
Prozent). Die aktuelle Erwartung für die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum ist
mit einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber den zuletzt veröffentlichten Erwartungen
im April 2019 nicht zurückgenommen worden. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2019 deutlich
verhaltener wachsen als 2018. In Deutschland erwirtschaftet Jungheinrich rund ein
Viertel seines Konzernumsatzes. Im Juni 2019 erreichte der ifo-Geschäftsklimaindex,
der als Frühindikator für die inländische konjunkturelle Entwicklung gilt, 97,4 Punkte.
Dies war der niedrigste Wert seit November 2014. Der Verband Deutscher Maschinen-
und Anlagenbau e.V. (VDMA) hat Anfang Juli 2019 seine Jahresprognose von 5 Prozent
Wachstum für die reale Maschinenbauproduktion in Deutschland korrigiert und erwartet
jetzt ein Minus von 2 Prozent. Marktentwicklung FlurförderzeugeWeltweit sank das Marktvolumen für Flurförderzeuge im 1. Halbjahr 2019 um 5 Prozent
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht knapp 42 Tsd. Fahrzeugen. Die rückläufige
Entwicklung war im 2. Quartal 2019 deutlich stärker als noch im 1. Quartal 2019, insbesondere
in Europa. Betrachtet man den Monat Juni isoliert, ging der europäische Markt sogar
um 16 Prozent zurück. Insgesamt ist der Rückgang in der Berichtsperiode auf die stark
gesunkenen Bestellungen im nordamerikanischen und europäischen Markt zurückzuführen.
Der Anstieg des Marktvolumens in China hingegen resultierte aus der sehr guten Nachfrage
nach lagertechnischen Geräten, die jedoch zu einem Großteil durch die rückläufige
Marktentwicklung bei Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb aufgezehrt wurde.
Etwas mehr als die Hälfte der sehr stark nachlassenden Nachfrage in Nordamerika resultierte
aus geringeren Bestellungen für lagertechnische Geräte. Weltmarkt Flurförderzeuge 1. Halbjahr 2019 nach Regionen![]() Auftragseingangscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Welt)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials Handling Equipment Manufacturers) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Europa)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Großteil durch die rückläufige Marktentwicklung bei Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb aufgezehrt wurde. Etwas mehr als die Hälfte der sehr stark nachlassenden Nachfrage in Nordamerika resultierte aus geringeren Bestellungen für lagertechnische Geräte. Das globale Marktvolumen im Produktsegment Lagertechnik ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 2 Prozent zurück. Dabei wurde das sehr gute Wachstum im chinesischen Markt durch
die rückläufige Marktentwicklung in Nordamerika weitgehend aufgehoben. Das um 4 Prozent
niedrigere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler basierte überwiegend
auf der sinkenden Nachfrage in Europa. Der weltweite deutliche Rückgang der Nachfrage
nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 9 Prozent war auf geringere Bestellungen
in Asien, Nordamerika und auch in Europa zurückzuführen. Geschäftsverlauf und ErtragslageKennzahlen zum Geschäftsverlaufscroll
Auftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge
einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 67,0 Tsd. Fahrzeugen im 1. Halbjahr
2019 - trotz deutlich rückläufigem Kernmarkt -auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes
(67,4 Tsd. Fahrzeuge). Dabei lag der Anteil der Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte
unter dem Vorjahreswert. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder -Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte
sowie Kundendienst - umfasst, übertraf im Berichtszeitraum mit 2.065 Mio. € den Vorjahreswert
von 1.946 Mio. € um 6 Prozent. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erreichte zum 30. Juni 2019 1.015 Mio. € und
war somit um 118 Mio. € beziehungsweise 13 Prozent höher als der Vorjahreswert (897
Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 907 Mio. € zum Jahresende 2018 ergab sich
ein Aufbau um 108 Mio. € beziehungsweise 12 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug
somit fünf Monate. Produktion und UmsatzIn den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden mit 58,8 Tsd. Fahrzeugen
in etwa so viele Fahrzeuge produziert wie im Vorjahr (58,9 Tsd. Fahrzeuge). Der Konzernumsatz
erreichte im 1. Halbjahr 2019 mit 1.956 Mio. € einen um 10 Prozent höheren Wert als
im Vorjahreszeitraum (1.784 Mio. €). Die Erlöse im wichtigsten Einzelmarkt Deutschland
stiegen in der Berichtsperiode um 7 Prozent auf 465 Mio. € (Vorjahr: 434 Mio. €).
Die Auslandsumsätze legten um 10 Prozent auf 1.491 Mio. € (Vorjahr: 1.350 Mio. €)
zu. Die Auslandsquote blieb damit konstant (76 Prozent). Außerhalb Europas erreichten
die Umsatzerlöse 274 Mio. € (Vorjahr: 232 Mio. €). Das entspricht einem Anteil am
Konzernumsatz von 14 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Umsatzerlöse 1. Halbjahr 2019 nach Regionen![]() scroll
Wesentlicher Treiber für den höheren Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2019 war das Neugeschäft,
das mit 1.164 Mio. € einen um 145 Mio. € beziehungsweise 14 Prozent höheren Wert als
im Vorjahreszeitraum (1.019 Mio. €) erreichte. Das Neugeschäft enthielt um 10 Prozent
auf 295 Mio. € (Vorjahr: 268 Mio. €) gestiegene Erlöse der Sparte "Logistiksysteme"
sowie um 21 Prozent auf 64 Mio. € (Vorjahr: 53 Mio. €) gestiegene Erlöse der Sparte
"Versandhandel". Der Umsatz mit Miet- und Gebrauchtgeräten erreichte 317 Mio. € (Vorjahr:
305 Mio. €). Der Kundendienst und das Finanzdienstleistungsgeschäft trugen mit einem
Plus von 8 Prozent beziehungsweise 26 Prozent merklich zum Umsatzanstieg des Konzerns
bei. Umsatzaufteilungscroll
ErtragslageErtragsentwicklungscroll
Im 1. Halbjahr 2019 konnte vor dem Hintergrund der Belastungen aus dem Preisdruck
im Markt, dem beginnenden Rückgang der Werksauslastung in einzelnen Werken und nachlaufenden
Effekten aus dem Anstieg der Rohstoffpreise im Vorjahr mit 127 Mio. € nur ein Ergebnis
vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) auf Vorjahresniveau (127 Mio. €) erzielt
werden. Die EBIT-Umsatzrendite (EBIT-ROS) erreichte 6,5 Prozent nach 7,1 Prozent im
Vorjahreszeitraum. Infolge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" lag die Rendite
auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aufgrund des hierdurch stark erhöhten zinspflichtigen
Kapitals bei stabilem EBIT im 1. Halbjahr 2019 bei 13,0 Prozent. Ohne Berücksichtigung
der IFRS 16-Effekte hätte der ROCE 14,1 Prozent betragen (Vorjahr: 15,3 Prozent). Das Finanzergebnis belief sich im Berichtshalbjahr auf minus 9 Mio. € (Vorjahr: minus
12 Mio. €) und war im Wesentlichen durch das Ergebnis aus der Bewertung der im Spezialfonds
gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst. Im 1. Halbjahr 2019 waren hier Erträge
zu verzeichnen, im Vorjahreszeitraum hingegen fielen Verluste an. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte nach sechs Monaten 118 Mio. € (Vorjahr: 115
Mio. €). Die EBT-Umsatzrendite (EBT-ROS) lag demzufolge bei 6,0 Prozent (Vorjahr:
6,5 Prozent). Bei einer Konzernsteuerquote von 28,0 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent)
betrug das Ergebnis nach Steuern 85 Mio. € im 1. Halbjahr 2019 (Vorjahr: 82 Mio. €).
Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte in der Berichtsperiode entsprechend 0,85 €
(Vorjahr: 0,82 €). Finanz- und VermögenslageKapitalstrukturÜbersicht zur Kapitalstrukturscroll
Zum 30. Juni 2019 erhöhte sich das Eigenkapital um 28 Mio. € auf 1.390 Mio. € (31.12.2018:
1.362 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Ergebnis nach Steuern
der Berichtsperiode, dem hauptsächlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 50 Mio.
€ gegenüberstand. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 wurde im 2. Quartal 2019
eine Dividende in Höhe von 0,48 € (Vorjahr: 0,48 €) je Stammaktie und 0,50 € (Vorjahr:
0,50 €) je Vorzugsaktie ausgeschüttet. Die Eigenkapitalquote erreichte 28 Prozent
(31.12.2018: 29 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen waren mit 232 Mio. €
um 13 Mio. € höher als zum Geschäftsjahresende 2018 (31.12.2018: 219 Mio. €). Maßgeblich
beeinflusst wurde der Anstieg durch die ergebnisneutralen Effekte aus der Neubewertung
der Verpflichtungen, die sich aufgrund des von 1,9 Prozent zum Jahresende 2018 auf
1,3 Prozent zum Bilanzstichtag gesunkenen Diskontierungszinssatzes in Deutschland
ergaben. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um
134 Mio. € auf 760 Mio. € (31.12.2018: 626 Mio. €). Der Anstieg resultierte ausschließlich
aus der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019. Die nunmehr
erfassten Leasingverbindlichkeiten erhöhten die Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni
2019 um 154 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2018. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten
aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der Zunahme der Finanzierung von neuen Verträgen
mit 1.627 Mio. € um 101 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2018 (1.526 Mio. €).
Die übrigen kurzfristigen Schulden stiegen um 18 Mio. € auf 279 Mio. € (31.12.2018:
261 Mio. €). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten
gemäß IFRS 15. Die Nettoverschuldung lag zum Berichtsstichtag bei 298 Mio. €. Unter Herausrechnung
der Leasingverbindlichkeiten aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
in Höhe von 154 Mio. € hätte sich eine Nettoverschuldung von 144 Mio. € ergeben. Die
Erhöhung von 36 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2018 (108 Mio. €) resultierte vorrangig
aus den Auszahlungen für Investitionen in die großen Bauprojekte. FinanzlageKapitalflussrechnungscroll
Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 ergab
sich für die Darstellung der Kapitalflussrechnung in der Berichtsperiode eine Steigerung
des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 23 Mio. € gegenüber
den nicht angepassten Werten des Vorjahreszeitraumes, da der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen
für die entsprechenden Verträge nunmehr im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
ausgewiesen wird. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Zeitraum Januar bis
Juni 2019 99 Mio. € und erhöhte sich damit deutlich um 116 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum
(minus 17 Mio. €). Der Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen
und Wertminderungen war um 38 Mio. € höher als im Vorjahreszeitraum. In den Abschreibungen
und Wertminderungen waren Abschreibungen in Höhe von 24 Mio. € für die gemäß IFRS
16 aktivierten Nutzungsrechte enthalten. Um 67 Mio. € höhere Effekte resultierten
aus den sonstigen Veränderungen, die im Wesentlichen durch erhöhte Auszahlungen von
Mehrwertsteuerguthaben, die Rückzahlung kurzfristiger an Konzernfremde ausgereichter
Darlehen und die geringere Inanspruchnahme von Rückstellungen im Berichtszeitraum
gekennzeichnet waren. Weitere positive Effekte in Höhe von 41 Mio. € ergaben sich
durch den gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Zuwachs im Working Capital. Der
Mittelabfluss für Zugänge der Miet- und Leasinggeräte sowie Forderungen aus Finanzdienstleistungen
wirkte gegenläufig und war unter Berücksichtigung der Finanzierung um 30 Mio. € höher
als im Vorjahreszeitraum. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen
Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
in Höhe von insgesamt minus 4 Mio. € (Vorjahr: plus 5 Mio. €) bereinigt. Der sich
so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum mit minus
92 Mio. € um 22 Mio. € über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (minus 70 Mio. €). Dies
wurde im Wesentlichen durch die Steigerung der Investitionen in die großen Bauprojekte
bestimmt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 66 Mio. € im Berichtszeitraum
reduzierte sich um 64 Mio. € gegenüber der Berichtsperiode des Vorjahres (minus 2
Mio. €). Maßgeblich hierfür war neben der zuvor erläuterten Veränderung der Darstellung
aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 vor allem die gegenüber dem Vorjahr geringere
Zunahme der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Darüber hinaus war der Cashflow des
Vorjahres durch die Nettoaufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von 25 Mio. € positiv
geprägt. VermögenslageÜbersicht zur Vermögensstrukturscroll
Die Bilanzsumme stieg um 299 Mio. € und lag zum 30. Juni 2019 bei 5.045 Mio. € (31.12.2018:
4.746 Mio. €). Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen resultierte im Wesentlichen
aus der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019. Die nunmehr
erfassten Nutzungsrechte erhöhten mit ihren Restbuchwerten die Sachanlagen zum Bilanzstichtag
um 153 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2018. Zusätzlich schlugen sich große Bauprojekte,
wie beispielsweise das Werk für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, der Ausbau
des Werkes in Degernpoint sowie der Niederlassung Paris und die Erweiterung der Hauptverwaltung
in Hamburg, nieder. Der Wert der Mietgeräte ging um 9 Mio. € auf 372 Mio. € (31.12.2018: 381 Mio. €) zurück.
Bedingt durch den deutlichen Zuwachs im Finanzdienstleistungsgeschäft stieg der Wert
der Leasinggeräte um 22 Mio. € auf 550 Mio. € (31.12.2018: 528 Mio. €). Die lang-
und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen lagen mit 1.161 Mio. € um
117 Mio. € über dem Vorjahreswert (31.12.2018: 1.044 Mio. €). Die Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 74 Mio. € auf 689 Mio. € (31.12.2018: 615
Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse, Waren und geleisteten Anzahlungen
im Vertrieb in Höhe von 27 Mio. € vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge
zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken
um 25 Mio. € auf 697 Mio. € (31.12.2018: 722 Mio. €). Der Rückgang der liquiden Mittel
und kurzfristigen Wertpapiere um 79 Mio. € auf 436 Mio. € (31.12.2018: 515 Mio. €)
stand im Zusammenhang mit den aus dem Cashflow finanzierten Investitionen in die großen
Bauprojekte. Forschung und EntwicklungKennzahlen Forschung und Entwicklungscroll
1)
F&E = Forschung und Entwicklung Der Jungheinrich-Konzern hat im laufenden Geschäftsjahr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
ausgeweitet. Der Fokus lag dabei insbesondere auf dem Ausbau der Marktführerschaft
im Bereich Energiespeichersysteme basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie als
auch auf der Erweiterung des Produktportfolios für Regalbediengeräte und stationäre
Fördertechnik. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben beliefen sich im 1. Halbjahr 2019
auf 43 Mio. € (Vorjahr: 41 Mio. €) und übertrafen damit den Vorjahreswert um 5 Prozent.
Aufgrund der Zunahme wesentlicher Produktentwicklungen stieg die Aktivierungsquote
auf 37 Prozent (Vorjahr 29 Prozent). Die Forschungs- und Entwicklungskosten laut Gewinn-und-Verlust-Rechnung
betrugen 33 Mio. € (Vorjahr: 34 Mio. €). Die Zahl der Beschäftigten, die konzernweit in Entwicklungsprojekten tätig waren,
stieg im Berichtszeitraum auf durchschnittlich 646 Mitarbeiter (Vorjahr: 595 Mitarbeiter). MitarbeiterMitarbeiterin Vollzeitäquivalenten![]() Im 1. Halbjahr 2019 wurde gegenüber Ende Dezember 2018 die Personalstärke um 344 Mitarbeiter
erhöht. Der Ausbau entfiel größtenteils auf die Vertriebsorganisation. Zum 30. Juni
2019 waren 18.221 Mitarbeiter für Jungheinrich tätig, davon 41 Prozent im Inland und
59 Prozent im Ausland. Zusätzlich beschäftigte Jungheinrich zum 30. Juni 2019 konzernweit
527 (31.12.2018: 711) Leiharbeitnehmer, davon fast alle in den inländischen Werken. FinanzdienstleistungenHinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird
auf die ausführlichen Erläuterungen innerhalb des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2018 verwiesen. Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
Das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen belief sich im
1. Halbjahr 2019 auf 439 Mio. € (Vorjahr: 360 Mio. €). Vom wertmäßigen Zugangsvolumen
entfielen 68 Prozent (Vorjahr: 71 Prozent) auf die acht Länder mit Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum 30. Juni 2019 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 12 Prozent auf 181,2 Tsd.
Fahrzeuge (Vorjahr: 161,9 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 3.008
Mio. € (Vorjahr: 2.617 Mio. €). Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge
wurden 41 Prozent über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. Der Umsatz stieg von
454 Mio. € im 1. Halbjahr 2018 um 119 Mio. € auf 573 Mio. € im 1. Halbjahr 2019. Das
entsprechende EBIT lag bei 4,8 Mio. € (Vorjahr: 4,2 Mio. €). RisikoberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen
sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt
sich das Unternehmen auf ein umfassendes Risikomanagement-System. In einer konzernweit
gültigen Richtlinie sind dazu entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen definiert.
Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems sind fester
Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen Abschlussprüfung.
Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung
des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Weitere wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2018 ausführlich dargestellten
Risiken hinausgehen, sind seit Veröffentlichung des vorgenannten Berichtes nicht aufgetreten. Künftige Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsAufgrund der deutlich rückläufigen Nachfrage nach Flurförderzeugen im 1. Halbjahr
2019 sowohl in der Welt als auch in Europa haben wir unsere Einschätzung hinsichtlich
der weiteren Entwicklung des Marktes angepasst. Inzwischen gehen wir für 2019 von
einem anhaltenden und spürbaren Rückgang in unserem Kernmarkt Europa und in der Welt
aus. In Asien könnte das Marktvolumen die Größenordnung des Vorjahres erreichen. Vor dem Hintergrund der deutlich rückläufigen Marktentwicklung und mangels positiver
Konjunktur- und Marktsignale erwarten wir, dass sich der Nachfragerückgang auf Jahressicht
fortsetzt. Dies wird sich in geringeren Produktionsstückzahlen im 2. Halbjahr 2019
niederschlagen. Daher haben wir die Prognose für das Jahr 2019 mit Veröffentlichung
einer Ad-hoc-Meldung am 22. Juli 2019 angepasst. Wir rechnen nunmehr mit einem Auftragseingang zwischen 3,80 Mrd. € und 4,05 Mrd. €
(bisherige Prognose: 4,05 Mrd. € bis 4,20 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich nach
wie vor innerhalb der bisher prognostizierten Bandbreite von 3,85 Mrd. € bis 4,05
Mrd. € bewegen. Das EBIT sollte 2019 nach aktueller Einschätzung zwischen 240 Mio. € und 260 Mio.
€ liegen (bisherige Prognose: 275 Mio. € bis 295 Mio. €). Für die EBIT-Rendite wird
eine Bandbreite zwischen 6,0 Prozent bis 6,7 Prozent erwartet (bisherige Prognose:
7,0 Prozent bis 7,4 Prozent). Das EBT dürfte 215 Mio. € bis 235 Mio. € erreichen (bisherige
Prognose: 250 Mio. € bis 270 Mio. €). Die EBT-Rendite soll bei 5,4 Prozent bis 6,1
Prozent liegen (bisherige Prognose: 6,4 Prozent bis 6,8 Prozent). Die im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2018 im März 2019 abgegebenen
Prognosewerte für die Nettoverschuldung und für den ROCE berücksichtigen keine Effekte
aus der erstmaligen Anwendung des neuen Accounting-Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
im Geschäftsjahr 2019. Die sich daraus ergebenden zusätzlichen Finanzverbindlichkeiten
wurden bisher als nicht steuerungsrelevant angesehen. Jedoch hat sich Jungheinrich
- der sich aktuell herausbildenden Berichtspraxis folgend - zwischenzeitlich dazu
entschlossen, diese Finanzverbindlichkeiten nunmehr in beiden Kennzahlen zu berücksichtigen.
Entsprechend werden die Prognosebandbreiten für den ROCE und die Nettoverschuldung
wie folgt angepasst: Der ROCE dürfte vor dem Hintergrund der reduzierten EBIT-Prognose innerhalb einer
Bandbreite von 12 Prozent bis 14 Prozent liegen (bisher: 15 Prozent bis 16 Prozent). Für die Nettoverschuldung erwarten wir zum Jahresende 2019 einen Wert zwischen 230
Mio. € und 260 Mio. € (bisher: zwischen 90 Mio. € und 120 Mio. €). Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den in diesem Zwischenbericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen
der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen
führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage,
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr
für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Zwischenbericht wird daher nicht übernommen. Konzern-ZwischenabschlussFür die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019
wurde die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen
der Vorjahresperioden wurden daher nicht angepasst. Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
scroll
KonzernanhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2018 wurde in Übereinstimmung
mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Es wurden alle zum 31. Dezember 2018 gültigen Standards und die Interpretationen des
IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 in Übereinstimmung
mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht
anders vermerkt, erfolgen Angaben in Mio. €. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde
nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2019 und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018. Diese
Grundsätze sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2018 detailliert beschrieben. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze ergaben sich für die Berichterstattung
im Jahr 2019 im Wesentlichen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse".
Der Standard ersetzt die im IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie in den zugehörigen
Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 enthaltenen Regelungen zur Bilanzierung
von Leasingverhältnissen und war mit Wirkung zum 1. Januar 2019 erstmals von Jungheinrich
verpflichtend anzuwenden. Jungheinrich hat für die erstmalige Anwendung dieses Standards die modifizierte retrospektive
Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden infolgedessen
nicht rückwirkend angepasst. Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 16 wurden
in den Eröffnungsbilanzwerten zum 1. Januar 2019 erfasst. Die aus der Erstanwendung des IFRS 16 resultierenden Änderungen betreffen hauptsächlich
die Bilanzierung beim Leasingnehmer, der seit dem 1. Januar 2019 grundsätzlich alle
Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen
in seiner Bilanz zu erfassen hat. Jungheinrich nimmt das Wahlrecht im IFRS 16 in Anspruch und verzichtet für Leasingverträge
mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten, vorausgesetzt der Leasingvertrag enthält
keine Kaufoption, sowie für sogenannte geringwertige Leasinggegenstände auf die Erfassung
eines Nutzungsrechtes sowie einer Leasingverbindlichkeit. Für diese Verträge wird
die bisherige Bilanzierung als "Operating Lease" beibehalten. Im Jungheinrich-Konzern hatte die erstmalige Anwendung des IFRS 16 hauptsächlich Auswirkungen
auf die Bilanzierung und Bewertung von Verträgen über die Anmietung von Immobilien
und das Leasing von Fahrzeugen, die bisher als sogenannte "Operating Lease" nach IAS
17 klassifiziert waren. Für die bisher als "Operating Lease" klassifizierten Verträge hat Jungheinrich zum
1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten in Höhe des Barwertes der noch nicht geleisteten
Leasingzahlungen unter Verwendung des Grenzfremdkapital-zinssatzes zum Zeitpunkt der
erstmaligen Anwendung erfasst. Diese Leasingverbindlichkeiten werden unter den Finanzverbindlichkeiten
ausgewiesen. Die verwendeten Grenzfremdkapitalzinssätze am 1. Januar 2019 berücksichtigten
die den Leasingverhältnissen zugrunde liegenden Laufzeiten und Währungen. Der gewichtete
durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,96 Prozent. Nach der erstmaligen
Erfassung der Leasingverbindlichkeiten werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Jungheinrich hat das Wahlrecht im IFRS 16 in Anspruch genommen und die im Rahmen der
Erstanwendung des IFRS 16 entsprechend zu bilanzierenden Nutzungsrechte in Höhe der
abgezinsten Leasingverbindlichkeiten bewertet. Erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen
zu erfassende Effekte aus der Umstellung ergaben sich daher nicht. Die erstmalig angesetzten
Nutzungsrechte wurden unter den Sachanlagen erfasst und werden anschließend linear
über die Restvertragslaufzeit abgeschrieben. Leasingverträge, die als sogenannte "Finance Lease" nach IAS 17 bereits unter den
Sachanlagen aktiviert und als Finanzverbindlichkeiten passiviert wurden, blieben in
ihrer Bilanzierung unverändert. Im Rahmen des Überganges auf IFRS 16 erhöhten sich in der Eröffnungsbilanz zum 1.
Januar 2019 die bilanzierten Vermögenswerte für gewährte Nutzungsrechte sowie die
entsprechenden Leasingverbindlichkeiten jeweils um 152,8 Mio. €. IFRS 16: Überleitung zu den Leasingverbindlichkeiten am 1. Januar 2019scroll
Darüber hinaus gibt es ab dem Geschäftsjahr 2019 Änderungen in der Erfassung von Aufwendungen,
die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind. Die Abschreibungen der Nutzungsrechte
werden gemäß IFRS 16 den Funktionskosten zugeordnet und sind damit Bestandteil des
EBIT. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis
ausgewiesen. Bisher wurden die über die Vertragslaufzeiten linearen Miet- und Leasingraten
aus "Operating Lease"-Verträgen aufwandswirksam vollständig im EBIT erfasst. Die Änderungen
hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das EBIT des 1. Halbjahres 2019 des Jungheinrich-Konzerns. In der Konzern-Kapitalflussrechnung reduziert der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen
seit dem 1. Januar 2019 den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und nicht, wie
bisher, den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund dessen verbesserte
sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2019 um 23,2
Mio. €, während sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit entsprechend verringerte. KonsolidierungskreisNeben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft wurden 79 ausländische
und 25 inländische Unternehmen in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis
umfasst 91 vollkonsolidierte Unternehmen einschließlich eines strukturierten Unternehmens,
die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode
werden 12 Gemeinschaftsunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen bilanziert. Zur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes erlangte Jungheinrich zum 1. Januar 2019
gegen Zahlung eines Kaufpreises von 3,4 Mio. € die Beherrschung über die ISI Automation
GmbH & Co. KG, Extertal (Deutschland), und hält seitdem 70 Prozent der Stimmrechts-
und Kapitalanteile an dieser Gesellschaft. Der Kaufpreis wurde in Form von liquiden
Mitteln erbracht. Im Rahmen des Erwerbes der 70 Prozent der Anteile erhielten der Minderheitengesellschafter
zudem ein Andienungsrecht und Jungheinrich eine Kaufoption bezüglich der verbleibenden
30 Prozent. Das Andienungsrecht kann vom Minderheitengesellschafter für jeweils einen
Minderheitenanteil von 15 Prozent am 1. Januar 2022, 1. Januar 2023 oder 1. Januar
2024 ausgeübt werden. Die Option beinhaltet für die einzelnen Stichtage fest vereinbarte
Kaufpreise von jeweils rund 0,7 Mio. € für einen Minderheitenanteil von 15 Prozent.
Für einen Minderheitenanteil von 15 Prozent ist der Kaufpreis an die EBIT-ROS-Entwicklung
der ISI Automation GmbH & Co. KG gekoppelt, dabei aber vertraglich begrenzt auf mindestens
0,5 Mio. € und maximal 1,0 Mio. €. Jungheinrich wurde eine Kaufoption eingeräumt, die es ihr erlaubt, noch nicht angediente
Anteile wirtschaftlich zum 1. Januar 2024 zu erwerben. Die Kaufpreise sind mit denen
des Andienungsrechtes gleichlautend. Aufgrund der Ausgestaltung des Andienungsrechtes
und der Kaufoption erfolgte bereits zum Erwerbszeitpunkt eine 100-prozentige Konsolidierung
der ISI Automation GmbH & Co. KG. Die geschriebenen Put-Optionen wurden auf den Barwert
von 1,3 Mio. € abgezinst und als Kaufpreisverbindlichkeit in den übrigen Schulden
bilanziert. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von 0,1 Mio. € wurden im Jahr
2018 ergebniswirksam erfasst. Aus zeitlichen Gründen konnte die Analyse der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen
Schulden bis zur Veröffentlichung des Zwischenabschlusses noch nicht beendet werden.
Die Erstkonsolidierung ist hinsichtlich der Bewertung des erworbenen Nettovermögens
zum beizulegenden Zeitwert als vorläufig anzusehen. Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf das erworbene Nettovermögen kann nachfolgender
Tabelle entnommen werden. Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt: ISI Automationscroll
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5,1
Mio. € sowie ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 0,9 Mio. € identifiziert.
Die identifizierten ansetzbaren immateriellen Vermögenswerte betrafen erworbene Kundenbeziehungen
und technologisches Know-how. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich
aus dem gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm und erwarteten Vorteilen aus einem zukünftigen
Wachstum des Marktes und der Umsatzerlöse sowie der daraus resultierenden positiven
Ertragslage des Logistiksystemgeschäftes. Diese Vorteile wurden nicht getrennt vom
Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, da sie den Vorschriften für den Ansatz immaterieller
Vermögenswerte nicht entsprechen. Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des Geschäfts-
oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist. Die Kaufpreisallokation für die im Januar 2018 erworbene Grupo Agencia Alemana wurde
im 4. Quartal 2018 endgültig abgeschlossen. Es ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen
auf den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2018. Die Vergleichszahlen für das 1. Halbjahr
2018 wurden daher nicht angepasst. Im 1. Quartal 2019 gründeten Jungheinrich und Triathlon Holding GmbH, Fürth (Deutschland),
die JT Energy Systems GmbH, Glauchau (Deutschland). Gegenstand der Gesellschaft ist
insbesondere das Halten und die Verwaltung von gewerblichen Immobilien und Schutzrechten
sowie von Beteiligungen an Unternehmen in den Bereichen Entwicklung, Herstellung und
Aufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen. Jungheinrich hält einen Anteil von
70 Prozent an dem Tochterunternehmen. Die übrigen 30 Prozent werden von der Triathlon
Holding GmbH, Fürth, gehalten. Mit der JT mopro GmbH, Glauchau (Deutschland), wurde im 1. Quartal 2019 eine Gesellschaft
für die Produktion und den Vertrieb von hauptsächlich Lithium-Ionen-Batterien gegründet.
Die Errichtung des Werkes war zum 30. Juni 2019 noch nicht abgeschlossen. Für den Ausbau des Versandhandels wurde im 2. Quartal 2019 die Hemmdal GmbH, Hamburg
(Deutschland), gegründet. Aus den Erstkonsolidierungen der drei neu gegründeten Gesellschaften ergaben sich
keine Unterschiedsbeträge. Jungheinrich erwarb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 gegen Zahlung
eines Kaufpreises von 2,6 Mio. € 40 Prozent der Anteile an der Cebalog GmbH, Pyrbaum
(Deutschland) und erlangte einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik
des Unternehmens. Die Gesellschaft wird ab dem Erwerbszeitpunkt als assoziiertes Unternehmen
einbezogen und nach der Equity-Methode bilanziert. UmsatzerlöseJungheinrich realisiert Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden durch Übertragung von
Gütern und Erbringung von Dienstleistungen sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen.
Darüber hinaus erzielt der Konzern Erlöse aus Miet- und Leasingverträgen, bei denen
Jungheinrich Leasinggeber ist. Zusammensetzung der Umsatzerlösescroll
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Regionen und berichtspflichtigen
Segmenten wie in folgender Tabelle dargestellt. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Regionen und Segmentenscroll
Segment
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| in Mio. € | Intralogistik | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung | Jungheinrich-Konzern |
| Außenumsatzerlöse | 1.462,7 | 493,1 | 1.955,8 | - | 1.955,8 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 543,2 | 80,1 | 623,3 | -623,3 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.005,9 | 573,2 | 2.579,1 | -623,3 | 1.955,8 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 141,2 | 4,8 | 146,0 | -19,2 | 126,8 |
| Finanzergebnis | -8,1 | -0,5 | -8,6 | - | -8,6 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 133,1 | 4,3 | 137,4 | -19,2 | 118,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 866,0 | 2,1 | 868,1 | - | 868,1 |
| Mietgeräte | 372,1 | - | 372,1 | - | 372,1 |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | - | 659,5 | 659,5 | -109,8 | 549,7 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - | 1.161,3 | 1.161,3 | - | 1.161,3 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 441,6 | 20,0 | 461,6 | - | 461,6 |
| Übrige Vermögenswerte | 1.802,4 | 306,6 | 2.109,0 | -476,8 | 1.632,2 |
| Vermögenswerte 30.06. | 3.482,1 | 2.149,5 | 5.631,6 | -586,6 | 5.045,0 |
| Eigenkapital 30.06. | 1.542,1 | 89,5 | 1.631,6 | -241,9 | 1.389,7 |
| Pensionsrückstellungen | 232,3 | 0,1 | 232,4 | - | 232,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 753,6 | 6,4 | 760,0 | - | 760,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | - | 1.626,7 | 1.626,7 | - | 1.626,7 |
| Übrige Schulden | 954,1 | 426,8 | 1.380,9 | -344,7 | 1.036,2 |
| Schulden 30.06. | 1.940,0 | 2.060,0 | 4.000,0 | -344,7 | 3.655,3 |
| Eigenkapital und Schulden 30.06. | 3.482,1 | 2.149,5 | 5.631,6 | -586,6 | 5.045,0 |
| in Mio. € | Intralogistik | Finanzdienstleistungen | Summe Segmente | Überleitung | Jungheinrich-Konzern |
| Außenumsatzerlöse | 1.391,8 | 392,4 | 1.784,2 | - | 1.784,2 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 420,1 | 61,4 | 481,5 | -481,5 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.811,9 | 453,8 | 2.265,7 | -481,5 | 1.784,2 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 134,8 | 4,2 | 139,0 | -11,9 | 127,1 |
| Finanzergebnis | -11,4 | -0,4 | -11,8 | - | -11,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 123,4 | 3,8 | 127,2 | -11,9 | 115,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 633,6 | 8,3 | 641,9 | -7,4 | 634,5 |
| Mietgeräte | 404,9 | - | 404,9 | - | 404,9 |
| Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen | - | 566,6 | 566,6 | -95,4 | 471,2 |
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - | 947,0 | 947,0 | - | 947,0 |
| Liquide Mittel und Wertpapiere | 338,1 | 16,7 | 354,8 | - | 354,8 |
| Übrige Vermögenswerte | 1.606,4 | 283,7 | 1.890,1 | -381,7 | 1.508,4 |
| Vermögenswerte 30.06. | 2.983,0 | 1.822,3 | 4.805,3 | -484,5 | 4.320,8 |
| Eigenkapital 30.06. | 1.406,9 | 92,1 | 1.499,0 | -214,9 | 1.284,1 |
| Pensionsrückstellungen | 216,6 | 0,1 | 216,7 | - | 216,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 495,4 | 4,8 | 500,2 | - | 500,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | - | 1.398,1 | 1.398,1 | - | 1.398,1 |
| Übrige Schulden | 864,1 | 327,2 | 1.191,3 | -269,6 | 921,7 |
| Schulden 30.06. | 1.576,1 | 1.730,2 | 3.306,3 | -269,6 | 3.036,7 |
| Eigenkapital und Schulden 30.06. | 2.983,0 | 1.822,3 | 4.805,3 | -484,5 | 4.320,8 |
Die grundsätzliche Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente, deren Bewertung sowie
die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte
wurden im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2018 detailliert beschrieben.
Im Folgenden werden die im Zwischenabschluss verpflichtend aufzunehmenden zusätzlichen
Angaben zu den Finanzinstrumenten dargestellt.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns zum Bilanzstichtag dar. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die
in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt,
sind in der Tabelle nicht enthalten, ebenso Finanzanlagen in Höhe von 0,3 Mio. € (31.12.2018:
0,3 Mio. €), für die ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden
kann.
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |||
| in Mio. € | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| Aktiva | ||||
| Forderungen aus Finanzdienstleistungen | 1.161,3 | 1.173,0 | 1.044,3 | 1.056,1 |
| Wertpapiere1) | 126,0 | 126,0 | 119,8 | 119,8 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 2,5 | 2,5 | 4,9 | 4,9 |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 1.626,7 | 1.636,3 | 1.526,1 | 1.536,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 760,0 | 768,7 | 626,0 | 631,4 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 6,5 | 6,5 | 3,5 | 3,5 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten1) | 1,3 | 1,3 | - | - |
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert"
Die Buchwerte der im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit von ihren zur Ermittlung
verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie
gemäß IFRS 13 eingeordnet.
Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren
Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert
oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (abgeleitet aus
Preisen) beobachten lassen,
Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für
die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren.
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | |||||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
Stufe 1 | Stufe 2 |
| Aktiva | ||||||
| Wertpapiere1) | 126,0 | - | - | 126,0 | 119,8 | - |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 0,5 | 2,0 | - | 2,5 | 0,7 | 4,2 |
| Passiva | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | - | 6,5 | - | 6,5 | 0,1 | 3,4 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten1) | - | - | 1,3 | 1,3 | - | - |
| 31.12.2018 | |
| in Mio. € | Gesamt |
| Aktiva | |
| Wertpapiere1) | 119,8 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 4,9 |
| Passiva | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3,5 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten1) | - |
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert"
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen
zum Bilanzstichtag ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung
mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente
bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der
zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge
beziehungsweise -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag
geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen
Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung der
beizulegenden Zeitwerte von Jungheinrich berücksichtigt.
In der Stufe 3 werden die im Rahmen des Unternehmenserwerbes als Kaufpreisverbindlichkeiten
bilanzierten PutOptionen gezeigt. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises
wird verwiesen.
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen.
Es sind keine Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des
1. Halbjahres 2019 eingetreten.
Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf,
und die WJH-Holding GmbH, Aumühle.
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Jungheinrich
Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und verbundenen,
nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen
resultierten aus der normalen Geschäftstätigkeit und wurden zu marktüblichen Konditionen
abgewickelt. Die Transaktionen mit den nicht konsolidierten Tochterunternehmen waren
von geringem Umfang.
Mitglieder des Vorstandes beziehungsweise des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind
Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit
denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen
unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen
Bedingungen abgewickelt.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, den 8. August 2019
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Hans-Georg Frey | Dr. Lars Brzoska | Christian Erlach | Dr. Volker Hues | Dr. Klaus-Dieter Rosenbach |
Friedrich-Ebert-Damm 129
22047 Hamburg
Telefon: +49 40 6948-0
Telefax: +49 40 6948-1777
www.jungheinrich.com
info@jungheinrich.de
ISIN DE0006219934, WKN 621993
Zwischenbericht zum 30. Juni 2019
Quartalsmitteilung zum 30. September 2019