![]() Jungheinrich AGHamburgQuartalsmitteilung zum 30. September 2019Quartalsmitteilung zum 30. September 2019Auf einen Blickscroll
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EBIT/Umsatzerlöse x 100 Marktentwicklung FlurförderzeugeWeltmarkt Flurförderzeuge nach Regionenscroll
Quellen: WITS (World Industrial Truck Statistics), SIMHEM (Society of Indian Materials
Handling Equipment Manufacturers) Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge sank von Januar bis September 2019 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent. Das entspricht rund 50 Tsd. Fahrzeugen. Der Rückgang
ist vor allem auf die geringeren Bestellungen im europäischen und nordamerikanischen
Markt zurückzuführen. Rund die Hälfte der stark nachlassenden Nachfrage in Nordamerika
resultierte aus einem Rückgang bei Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb. In
China hingegen stiegen die Auftragseingänge leicht an. Treibende Kraft war die sehr
gute Nachfrage nach lagertechnischen Geräten, die teilweise durch die rückläufige
Marktentwicklung bei Gegengewichtsstaplern -insbesondere bei Geräten mit verbrennungsmotorischem
Antrieb -aufgezehrt wurde. Das globale Marktvolumen im Produktsegment Lagertechnik ging gegenüber der Vergleichsperiode
um 2 Prozent zurück. Dabei wurde das sehr gute Wachstum im chinesischen Markt durch
die rückläufige Entwicklung in Europa fast vollständig aufgehoben. Das um 5 Prozent
gesunkene Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler basierte zu
etwas mehr als der Hälfte auf der sinkenden Nachfrage in Europa. Der weltweite Rückgang
der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 7 Prozent war auf
geringere Bestellungen in Nordamerika, Asien und Europa zurückzuführen. Geschäftsverlauf, Ertrags- und FinanzlageAuftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge
einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 94,1 Tsd. Fahrzeugen nach neun
Monaten um 6 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes (100,6 Tsd. Fahrzeuge).
Ausschlaggebend hierfür war die nachlassende Nachfrage in Europa, dem Kernmarkt für
Jungheinrich. Der Anteil der Fahrzeugbestellungen für die Mietflotte lag unter dem
Vorjahreswert. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder -Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte
sowie Kundendienst -umfasst, lag mit 3.014 Mio. € in der Größenordnung des Vorjahres
(2.996 Mio. €). Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 30. September 2019 sank auf 957 Mio. € und
war somit um 86 Mio. € beziehungsweise 8 Prozent niedriger als der Vorjahreswert (1.043
Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 907 Mio. € zum Jahresende 2018 ergab sich
dennoch ein Aufbau um 50 Mio. € beziehungsweise 6 Prozent. Die Auftragsreichweite
betrug damit fast fünf Monate. UmsatzUmsatzaufteilungscroll
Wesentlicher Treiber für den höheren Konzernumsatz in der Berichtsperiode war das
Neugeschäft, das mit 1.782 Mio. € einen um 237 Mio. € beziehungsweise 15 Prozent höheren
Wert als im Vorjahreszeitraum (1.545 Mio. €) erreichte. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft
enthielten mit 472 Mio. € um 16 Prozent höhere Umsätze aus der Sparte .Logistiksysteme"
(Vorjahr: 407 Mio. €). Die Sparte "Versandhandel" expandierte um 20 Prozent und erzielte
einen Umsatz von 95 Mio. € (Vorjahr: 79 Mio. €). Im Zuge einer Reklassifizierung wurden
ehemals im Geschäftsfeld Miete und Gebrauchtgeräte ausgewiesene Mietumsätze dem Segment
"Finanzdienstleistungen" zugeordnet. Auf vergleichbarer Basis wären die Mietumsätze
um 10 Prozent gestiegen. Ertrags- und FinanzlageVor dem Hintergrund des spürbaren Preisdruckes am Markt und des sich mit der rückläufigen
Marktentwicklung verstärkenden Rückganges der Werksauslastung wurde im Zeitraum Januar
bis September 2019 ein Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) von 197,3
Mio. € erreicht (Vorjahr: 193,3 Mio. €). Die EBIT-Rendite (EBIT-ROS) belief sich auf
6,6 Prozent nach 7,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Vor allem durch Aufwendungen aus Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben
für einzelne Produktreihen und die Abwertung von Vorräten und Werkzeugen in der Produktion
ergaben sich zusätzliche Belastungen im Berichtszeitraum in Höhe von insgesamt 17
Mio. €. Gegenläufig wirkten positive Ergebniseffekte im Rahmen der Erstanwendung des IFRS
16 .Leasingverhältnisse": Für die im Finanzdienstleistungsgeschäft ab dem 1. Januar
2019 neu abgeschlossenen langfristigen Kundenverträge, die im Sale-and-lease-back-Verfahren
refinanziert und als .Finance Leases" zu klassifizieren sind, erfolgten in Höhe von
25 Mio. € keine Gewinnabgrenzungen mehr. Die vorgenannten Ergebniseffekte konnten erst im 3. Quartal 2019 hinreichend verifiziert
und quantifiziert werden. Aus diesem Grunde erfolgte kein Ansatz für die Aufwendungen
in Höhe von 17 Mio. € und Erträge in Höhe von 16 Mio. € im Halbjahresabschluss 2019. Vor dem Hintergrund der Entwicklung an den globalen Finanzmärkten war das Finanzergebnis
im Berichtszeitraum in Höhe von minus 14,0 Mio. € (Vorjahr: minus 17,4 Mio. €) im
Wesentlichen aus der Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate
beeinflusst. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg nach neun Monaten auf 183,3 Mio.
€ (Vorjahr: 175,8 Mio. €). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 6,2 Prozent (Vorjahr:
6,5 Prozent). Bei einer Konzernsteuerquote von 28,0 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent)
betrug das Ergebnis nach Steuern im Zeitraum von Januar bis September 132,0 Mio. €
(Vorjahr: 125,7 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte 1,31 € (Vorjahr: 1,24
€). Die Nettoverschuldung lag zum Berichtsstichtag bei 231 Mio. €. Unter Herausrechnung
der Leasingverbindlichkeiten aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 .Leasingverhältnisse"
in Höhe von 152 Mio. € hätte sich eine Nettoverschuldung von 79 Mio. € ergeben (31.
Dezember 2018: 108 Mio. €). PrognoseveränderungsberichtDie Einschätzung zur Marktentwicklung für das Gesamtjahr 2019 hat sich gegenüber dem
Zeitpunkt der Halbjahresberichterstattung im August 2019 nicht verändert. Wir gehen
für 2019 von einem anhaltenden und spürbaren Rückgang in unserem Kernmarkt Europa
und in der Welt aus. In Asien könnte das Marktvolumen die Größenordnung des Vorjahres
erreichen. Die im Halbjahresbericht 2019 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2019 bleibt unverändert
bestehen, mit Ausnahme der Nettoverschuldung: Wir rechnen mit einem Auftragseingang
zwischen 3,80 Mrd. € und 4,05 Mrd. €. Der Konzernumsatz dürfte sich in der Bandbreite
von 3,85 Mrd. € bis 4,05 Mrd. € bewegen. Das EBIT sollte zwischen 240 Mio. € und 260
Mio. € liegen. Wir erwarten eine EBIT-Rendite zwischen 6,0 Prozent und 6,7 Prozent. Für die Nettoverschuldung 2019 erwarten wir jetzt einen Wert zwischen 200 Mio. € und
230 Mio. € (bisherige Prognose: 230 Mio. € bis 260 Mio. €). Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den in dieser Zwischenmitteilung wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen
der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen
führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage,
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr
für zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Quartalsmitteilung wird daher nicht übernommen.
Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Jungheinrich AktiengesellschaftFriedrich-Ebert-Damm 129 22047 Hamburg Telefon: +49 40 6948-0 Telefax: +49 40 6948-1777 www.jungheinrich.com info@jungheinrich.de Wertpapierkennnummern: ISIN DE0006219934, WKN 621993 Finanzkalenderscroll
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