![]() Jungheinrich AktiengesellschaftHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019der Jungheinrich AGGrundlagen des KonzernsGeschäftsaktivitäten und OrganisationsstrukturIntegriertes Geschäftsmodell und internationale AusrichtungJungheinrich zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Automatiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden passgenaue Leistungen für die Herausforderungen der Industrie 4.0. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, Automatiksystemen, den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Außerdem gehören Regalbediengeräte sowie Lastaufnahmemittel zum Produktprogramm. Bei den Flurförderzeugen handelt es sich nahezu ausschließlich um Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb. Jungheinrich fertigt außer Elektromotoren und Antriebssteuerungen auch passende Lithium-Ionen-Batterien und Ladegeräte. Nahezu alle Fahrzeuge sind mit Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Für die eigene Batteriefertigung wurden im Berichtsjahr weitere Kapazitäten geschaffen. Des Weiteren runden digitale Produkte, wie das Jungheinrich Warehouse Management System oder das Flottenmanagementsystem, auf Basis der neuesten Generation der Jungheinrich-IoT-Plattform in der Cloud das Portfolio ab. Kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsangebot verfolgt Jungheinrich das Ziel, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus einer Hand zu betreuen. Der Konzern verfügt über acht Werke für Flurförderzeuge, sieben davon in Deutschland und eins in China. In Norderstedt stellt Jungheinrich Hochhubwagen, Schubmaststapler und Kommissionierer her. Zusätzlich zur Fahrzeugproduktion ist hier auch die Herstellung von elektronischen Steuerungen, Lithium-Ionen-Batterien und Ladegeräten angesiedelt. Am Standort Lüneburg werden neben Kleinserien und Sonderbaufahrzeugen auch Kommissionierer, Schlepper und Anhänger sowie Fahrerlose Transportsysteme produziert. In Moosburg werden Gegengewichtsstapler gefertigt, während in direkter Nachbarschaft im Werk Degernpoint Schmalgangstapler, Kommissionierer und Fahrerlose Transportsysteme hergestellt werden. Im Werk Landsberg/Saale liegt der Produktionsschwerpunkt auf Niederhubwagen. In Qingpu (China) werden Nieder- und Hochhubwagen, Elektro-Gegengewichtsstapler und Schubmaststapler produziert, darüber hinaus auch Steuerungen, Batterien und Ladegeräte. Gebrauchtgeräte werden in einem separaten Werk in der Nähe von Dresden industriell aufgearbeitet. Auch in Qingpu (China), Bangkok (Thailand) und Ploiesti (Rumänien) arbeitet Jungheinrich gebrauchte Flurförderzeuge auf. Die MIAS Group fertigt an ihren Standorten in München, Gyöngyös (Ungarn) und Kunshan (China) Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel. Für die Entwicklung, Produktion und Aufarbeitung von Lithium-Ionen-Batterien hat die Jungheinrich AG mit der Triathlon Holding GmbH zu Beginn des Berichtsjahres die JT Energy Systems GmbH, Freiberg, gegründet, an der die Jungheinrich AG mehrheitlich beteiligt ist. Der operative Start des Werkes am Standort Glauchau war im 4. Quartal 2019. Im August des Berichtsjahres wurden mit dem Erwerb des ehemaligen Solarworld-Werkstandortes in Freiberg die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien und Ladesysteme massiv ausgebaut. Das über 42.000 m 2 große Werk wird zukünftig das Zentrum für Energiespeichersysteme mit Schwerpunkt Lithium-Ionen-Batterien im Jungheinrich-Konzern sein. Die Entwicklung und Produktion von digitalen Produkten konzentriert sich auf die Standorte Graz (Österreich), Hamburg und Madrid (Spanien). Hinsichtlich des stetig wachsenden Kundendienstgeschäftes verfügt Jungheinrich über ein modernes Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen. Über dieses Lager und weitere Standorte in Lahr, Bratislava (Slowakei), Moskau (Russland), Shanghai (China) und Birmingham (Großbritannien) wird die optimale Versorgung des Jungheinrich-Kundendienstes mit Ersatzteilen weltweit gewährleistet. Im April 2019 wurde mit der Eröffnung eines Lagers in Singapur die Ersatzteillogistik für die Region Asien-Pazifik (APAC) ausgebaut. Durch die gemeinsam mit der Fricke Holding GmbH gegründete TREX. PARTS GmbH & Co. KG erschließt sich Jungheinrich zusätzliche Marktpotenziale im Ersatzteilmarkt. Die Gesellschaft bietet ein umfassendes Produktsortiment mit Original-Ersatzteilen vom Hersteller und alternativen Teilen in Erstausrüsterqualität oder vergleichbarer Qualität an. Die TREX.PARTS GmbH & Co. KG hat im Berichtsjahr ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen. In Nordamerika kooperiert Jungheinrich mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), einem leistungsstarken Vertriebspartner mit umfangreicher Händlerpräsenz. Ausgeweitet wurde die Partnerschaft zuletzt 2018 durch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Fokus auf dem Direktvertrieb von Fahrerlosen Transportsystemen (MCJ Supply Chain Solutions LLC, Houston). In China ist Jungheinrich mit Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) in einem Joint Venture in der Vermietung von Flurförderzeugen über vier Tochtergesellschaften in den Metropolregionen Shanghai, Changzhou, Guangzhou und Tianjin aktiv. Nahezu den gesamten Bedarf an Elektromotoren fertigt Jungheinrich in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem anderen Flurförderzeughersteller in Moravany (Tschechien) und Putian (China). Jungheinrich setzt zur bestmöglichen Kundenbetreuung auf ein eigenes Direktvertriebs- und Servicenetz in 40 Ländern. Darüber hinaus ist der Jungheinrich-Konzern in rund 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Kernmarkt ist Europa, in dem 87 Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden. Wiederum 27 Prozent der europäischen Umsätze entfallen auf Deutschland. Organisation und KonzernsteuerungDie Jungheinrich AG ist eine Management-Holding. Sie übernimmt konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Corporate Finance, Controlling, Unternehmenskommunikation, Recht, Compliance und Revision. Außerdem sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie das Immobilienmanagement organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Der Vorstand ist für die strategische Steuerung und die operative Führung des Konzerns verantwortlich. Dies umfasst unter anderem die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele, die Zuständigkeit für Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozesse - einschließlich des Risiko- und Chancenmanagements - sowie die Ressourcenallokation. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig zur Verfügung stehenden Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden, betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Beratungs- und Aufsichtsgremium für den Vorstand ist der Aufsichtsrat, der sich gemäß den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes aus zwölf Personen zusammensetzt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates verteilen sich paritätisch auf die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter. Geschäftsmodell von Jungheinrich![]() Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften obliegt die operative und wirtschaftliche Verantwortung in den jeweiligen lokalen Märkten. Die Gesellschaften werden bei dieser Aufgabe von der Management-Holding unterstützt, sind rechtlich jedoch selbstständig. Im Konzernabschluss werden - einschließlich der Jungheinrich AG - 93 Gesellschaften vollkonsolidiert. Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG ist im Konzernhang Seite 140 bis 142 zu finden. Nachhaltige Wachstumsstrategie mit klaren ZielenMit einem Umsatz von über 4 Mrd. € im Berichtsjahr wurde das im Rahmen der Wachstumsstrategie ursprünglich für das Jahr 2020 geplante Umsatzziel vorzeitig erreicht. Die Konzernstrategie über das Jahr 2020 hinaus wird vom Vorstand im Laufe des Jahres 2020 ausgearbeitet. Unabhängig davon wird Jungheinrich weiterhin vor allem in die Bereiche Digitalisierung, Automatisierung sowie Lithium-Ionen-Technologie investieren. Nachfolgend sind die wesentlichen Entwicklungen im Berichtsjahr hinsichtlich der strategischen Eckpunkte dargestellt: 1. Kerngeschäft in EuropaMit einem Anteil von 33 Prozent (2019) am Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge kam dem europäischen Markt eine große Bedeutung zu. 82 Prozent davon entfielen auf Westeuropa. Grundsätzlich soll in Europa ein Marktanteil - gemessen am Auftragseingang in Stück - von deutlich über 20 Prozent erreicht werden. Trotz des um 6 Prozent geschrumpften Marktes im Geschäftsjahr 2019, des wettbewerbsintensiven Umfeldes in Europa und der deutlichen Reduktion der Fahrzeugbestellungen für die eigene Mietflotte hat Jungheinrich mit 20,2 Prozent den Marktanteil des Vorjahres (20,4 Prozent) annähernd halten können. Um den Markt in Europa weiter gezielt zu bearbeiten, wurden im Berichtsjahr die Personalkapazitäten im Kundendienst ausgebaut. Die Mietflotte wurde im Jahresverlauf vor dem Hintergrund der abnehmenden Marktnachfrage auf durchschnittlich 61 Tsd. Fahrzeuge (Vorjahr: 64 Tsd. Fahrzeuge) reduziert. 2. Wachstumsmärkte in der APAC-Region mit Schwerpunkt ChinaAsien hatte 2019 als größte Region einen Anteil von 44 Prozent am Weltmarkt für Flurförderzeuge, China als weltgrößter Einzelmarkt von 31 Prozent. Somit ist die APAC-Region für Jungheinrich nach dem Kernmarkt Europa der zweitwichtigste Absatzmarkt für Flurförderzeuge und Automatiksysteme. Jungheinrich verfügt über Vertriebsgesellschaften in China, Thailand, Singapur, Indien, Malaysia sowie Australien und hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschäftsaktivitäten in dieser Region wie in den vergangenen Jahren weiter auszubauen. Im Berichtsjahr wurde das Produktportfolio durch die lokale Entwicklung einer neuen Baureihe von Elektro-Gegengewichtsstaplern bis 3 Tonnen Traglast ausgeweitet. Produktionsstart der Baureihen bis 2 Tonnen Traglast war bereits im Juli 2019, die Produktion der Baureihen bis 3 Tonnen Traglast soll Anfang 2021 folgen. Seit Oktober 2019 werden darüber hinaus vor Ort 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterien hergestellt. In Asien konnte die Kundendienstorganisation ausgebaut werden. Daneben wurde der Vertrieb in China durch die Rekrutierung zahlreicher Händler mit Zugang zu wichtigen Kunden ausgeweitet. Im April 2019 wurde darüber hinaus mit der Eröffnung eines Zentrallagers in Singapur die Ersatzteillogistik für die APAC-Region gestärkt. Seit 2017 ist Jungheinrich durch ein Joint Venture mit Heli für die Vermietung von Flurförderzeugen im chinesischen Markt aktiv. Über Tochtergesellschaften in vier bedeutenden chinesischen Metropolen werden Mietfahrzeuge aus dem Portfolio beider Joint-Venture-Partner den Kunden zur Verfügung gestellt. Die Mietflotte des Joint Ventures wurde im Berichtsjahr ausgebaut. 3. LogistiksystemgeschäftJungheinrich hat konsequent sein Logistiksystemgeschäft ausgebaut und sich erfolgreich als innovativer Lösungsanbieter für die Intralogistik positioniert. Dies umfasst die maßgeschneiderte Planung, Projektierung und Realisierung kompletter Lager unter Einsatz des gesamten Jungheinrich-Angebotes mittels manueller, teil- und vollautomatisierter Lösungen: Regale, Lagereinrichtungen und Fördertechnik, Gabelstapler und Regalbediengeräte sowie Software, Beratung, digitale Lösungen und Services. So bietet das Unternehmen seinen Kunden alles aus einer Hand und optimal aufeinander abgestimmt. Jungheinrich geht auch zukünftig von einer - getrieben durch den steigenden E-Commerce -weltweit deutlich steigenden Nachfrage nach Automatiksystemen aus. Der regionale Schwerpunkt dieser Geschäftsaktivität ist Europa. Die Kundenstruktur ist dabei heterogen, da die Effizienzverbesserung im Lager des Kunden im Fokus steht, unabhängig von Branche und Firmengröße. Der Umsatz der Sparte "Logistiksysteme" erhöhte sich im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 712 Mio. €. Damit wurde das Umsatzziel für 2020 von über 700 Mio. € vorzeitig erreicht. Die Arbeiten zur Erweiterung der Kapazitäten für die Fertigung von Schmalgangstaplern im Werk Degernpoint sind 2019 weiter vorangeschritten. Sie sollen Anfang 2021 abgeschlossen sein. Das Werk hatte im Jahr 2018 seine Kapazitätsgrenze erreicht. Der Aufsichtsrat und der Vorstand haben sich dazu entschlossen, im Zuge des Austrittes des für die Sparte "Logistiksysteme" zuständigen Vorstandes Dr. Klaus-Dieter Rosenbach den Vorstand ab dem 1. April 2020 von fünf auf vier Vorstandsressorts zu reduzieren und die Verantwortung für die verschiedenen Bereiche dieser Sparte neu zu ordnen. 4. Produktsegment GegengewichtsstaplerDer Anteil von Gegengewichtsstaplern am Weltmarkt für Flurförderzeuge lag 2019 bei 53 Prozent. 69 Prozent davon hatten noch einen verbrennungsmotorischen Antrieb, 31 Prozent waren bereits batteriebetrieben. Der Trend zur Ökologisierung sowie weltweit zunehmend strengere Abgasvorschriften führen schrittweise zu einer steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen - zulasten von Geräten mit Verbrennungsmotor. Fast alle von Jungheinrich produzierten Flurförderzeuge sind mittlerweile batteriebetrieben. Somit trifft diese Marktentwicklung auf eine Kernkompetenz des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund wird der Einsatz der Lithium-Ionen-Technologie bei der Weiterentwicklung der Elektro-Gegengewichtsstapler massiv vorangetrieben. Aufgrund der rückläufigen Marktentwicklung bei Gegengewichtsstaplern im zurückliegenden Jahr und reduzierter Auftragseingänge für die Jungheinrich-Mietflotte konnte die Produktion von Elektro-Gegengewichtsstaplern im Berichtszeitraum nicht gesteigert werden. Der weltweite Absatz von Jungheinrich in diesem Produktsegment blieb deshalb leicht hinter dem Vorjahr zurück. Aufgrund des zuvor beschriebenen längerfristigen Markttrends zur Elektrifizierung von Fahrzeugen, einschließlich der Flurförderzeuge, hat sich Jungheinrich dennoch zum Ziel gesetzt, in diesem Produktsegment seine Marktposition global auszubauen. 5. VersandhandelMit der Sparte "Versandhandel" erschließt sich der Jungheinrich-Konzern den weiterhin sehr dynamisch wachsenden Markt des B2B-E-Commerce. Leistungsfähige und zunehmend digitalisierte Vertriebsprozesse ermöglichen ein profitables Wachstum bei stetigem Ausbau der Marktpräsenz. Die Kernzielgruppen - kleine und mittelgroße Unternehmen - werden mit einem effizienten Beratungs- und Vertriebskonzept bedient. Für die potenzialstarke Gruppe der Großkunden bietet die Sparte "Versandhandel" digitale Beschaffungslösungen an, entweder als Webshop-Anbindung oder über die Integration elektronischer Kataloge in die Systeme der Kunden. Des Weiteren wurden zunehmend E-Procurement-Lösungen für Großkunden eingerichtet. Das Multi-Channel-Geschäftsmodell wurde international ausgebaut und ist mittlerweile in 16 europäischen Ländern etabliert. Außerdem konnten die Absatzzahlen in der Produktkategorie der elektrischen Niederhub- und Hochhubeinstiegsgeräte der Marke "Ameise" erneut gesteigert werden. Im Berichtsjahr übertraf der Umsatz der Sparte "Versandhandel" mit 128 Mio. € den Vorjahreswert um 14 Prozent. Wichtige SteuerungskennzahlenDer Jungheinrich-Konzern definiert seine Budgetziele sowie seine mittel- bis langfristigen Unternehmenszielsetzungen auf der Grundlage ausgewählter Kennzahlen. Für die Konzernsteuerung orientiert sich der Vorstand in erster Linie an Finanzkennzahlen. Neben dem Umsatz, dem Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) beziehungsweise der EBIT-Rendite (EBIT-ROS) sowie dem Ergebnis vor Steuern (EBT) beziehungsweise der EBT-Rendite (EBT-ROS) werden insbesondere die Nettoverschuldung sowie die Kapitalrendite auf das gebundene zinspflichtige Kapital (Return On Capital Employed, ROCE) für Steuerungszwecke herangezogen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2018 war geplant, bei der Berechnung der Nettoverschuldung und des ROCE die zusätzlichen, als nicht steuerungsrelevant beurteilten Finanzverbindlichkeiten (Größenordnung 160 Mio. €) aus der erstmaligen Anwendung des neuen Accounting-Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (nachfolgend nur: IFRS 16) nicht zu berücksichtigen. Jungheinrich hat sich - der sich herausgebildeten Berichtspraxis folgend - zur Halbjahresberichterstattung 2019 dazu entschlossen, diese Finanzverbindlichkeiten nunmehr für beide Kennzahlen zu berücksichtigen. Kennzahlenbereinigungen erfolgten für den ROCE und für die Nettoverschuldung, um im Berichtsjahr letztmalig den Vergleich mit den jeweiligen Vorjahreswerten zum 31. Dezember 2018 zu ermöglichen. Für die Ermittlung des ROCE wurden dabei zusätzlich EBIT-Effekte in Höhe von 34 Mio. € eliminiert. Hintergrund ist, dass für die im Finanzdienstleistungsgeschäft ab dem 1. Januar 2019 neu abgeschlossenen langfristigen Kundenverträge, die im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert und als "Finance Leases" zu klassifizieren waren, gemäß IFRS 16 keine Gewinnabgrenzungen mehr erfolgten. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus den Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapieren. Dabei enthalten die Finanzverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen, die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten, die Leasingverbindlichkeiten sowie Wechselverbindlichkeiten, nicht aber die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen. Der ROCE ist die Messgröße für die Rentabilität auf das eingesetzte Kapital. Diese Kennzahl wird als Verhältnis aus EBIT und zinspflichtigem Kapital (zum Bilanzstichtag) ermittelt. Dabei setzt sich das zinspflichtige Kapital aus dem Eigenkapital, den Finanzverbindlichkeiten (ohne die Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen), den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den langfristigen Personalrückstellungen abzüglich liquider Mittel und Wertpapieren zusammen. Weitere Steuerungsgrößen sind die Marktanteile nach Regionen - insbesondere im Kernmarkt Europa - und nach Produktsegmenten, basierend auf den Auftragseingängen in Stück. Der Vorstand verfolgt die Entwicklung der vorgenannten Kennzahlen im Rahmen eines regelmäßigen Berichtswesens. Anhand einer kontinuierlichen Soll-Ist-Betrachtung werden wesentliche Abweichungen analysiert und erforderliche Maßnahmen eingeleitet. Um mögliche künftige Unternehmensentwicklungen frühzeitig zu erkennen und eine Grundlage für geschäftspolitische Entscheidungen zu haben, werden die Veränderungen verschiedener Frühindikatoren beobachtet und analysiert. Vorrangig sind dies Prognosen von Wirtschaftsexperten zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in den Kernmärkten von Jungheinrich sowie Indizes zur Einschätzung der konjunkturellen Lage in der Industrie und die kontinuierliche Beobachtung des eigenen Auftragseinganges und Auftragsbestandes. Einkaufsvolumen an Produktion angepasstDas Einkaufsvolumen des Jungheinrich-Konzerns erreichte im Geschäftsjahr 2019 2.395 Mio. € nach 2.363 Mio. € im Vorjahr. Die reduzierten Produktionsstückzahlen hatten dabei Einfluss auf die Beschaffung des Produktionsmaterials. Grundsätzlich unterteilt sich das Einkaufsvolumen in:
Aufteilung Einkaufsvolumen 2019![]() scroll
Aufgrund der rückläufigen Marktentwicklung seit Mitte des Jahres 2019 wurden im gesamten Einkauf umfangreiche Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Minimierung des Versorgungsrisikos eingeleitet. Ein Fokus richtete sich auf die Kosten für direktes Produktionsmaterial, das einen wesentlichen Teil der Materialaufwendungen bestimmt. Aber auch bei den Kosten für indirektes Material und Dienstleistungen konnten deutliche Einsparpotenziale realisiert und durch konsequentes Ausgabenmanagement zusätzlich die Gesamtkostenbasis erheblich reduziert werden. Die rückläufigen Fahrzeugbestellungen erforderten eine angepasste Bedarfsplanung sowie die Verhandlung flexibler Vertragskonditionen, um die Versorgung bei etwaigen Bedarfsveränderungen weiterhin zu wettbewerbsfähigen Preisen zu gewährleisten. Da die Veränderung der konjunkturellen Rahmenbedingungen teilweise auch Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation einiger Lieferanten hatte, wurde das Lieferanten-Risiko-Management intensiviert. Ziel war es, sowohl finanzielle als auch versorgungsseitige Risiken frühzeitig zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Erfreulich hingegen waren die im Berichtsjahr spürbar gesunkenen Rohstoffpreise (vor allem für Stahlbaukomponenten) und die Entspannung der Versorgungssituation auf dem Markt für Elektronikbauteile. Im Jahr 2019 zeigten insbesondere Jungheinrichs "Global Sourcing"-Initiativen der vergangenen Jahre deutliche Erfolge. Im Zuge dieser Initiativen waren neue beziehungsweise alternative Beschaffungsquellen aufgebaut worden. Von dem Einkaufsvolumen entfielen im Geschäftsjahr 2019 unverändert etwas mehr als 90 Prozent auf Europa, bedingt durch die starke Präsenz von Jungheinrich in diesem Markt und die überwiegend in Deutschland befindlichen Produktionsstandorte. Die umsatzstärksten Warengruppen waren Batterien, Lagereinrichtungen, Facility Management, Stahlbaugruppen und Logistikdienstleistungen. Die Warengruppe Facility Management enthielt 2019 Leistungen für Bauprojekte des Konzerns, insbesondere für die Erweiterung der Hauptverwaltung in Hamburg. Forschung und EntwicklungWesentliche Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) bezogen sich auf die Weiterentwicklung effizienter Energiespeichersysteme basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie , die damit einhergehenden Verbesserungen im Hinblick auf die Konstruktion neuer Flurförderzeuge sowie digitale Produkte. Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Mio. €![]() Die F&E-Ausgaben beinhalten im Wesentlichen Eigenleistungen. Sie lagen - einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter - mit 86 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (84 Mio. €). Dies entsprach einem Anteil von 5,4 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent) des F&E-relevanten Umsatzes mit Neufahrzeugen. Die Aktivierungsquote lag mit 34 Prozent ebenfalls in der Größenordnung des Vorjahres (36 Prozent). Aufgrund der Einschätzung zukünftig deutlich verminderter Produktionsstückzahlen für einzelne Produktreihen mit Schwerpunkt auf den verbrennungsmotorisch betriebenen Gegengewichtsstaplern waren im Berichtsjahr erhebliche Wertminderungen auf die aktivierten Entwicklungsausgaben dieser Produktreihen in Höhe von 22 Mio. € (Vorjahr: < 0,1 Mio. €) zu bilden. Die Summe der Abschreibungen und Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben stieg daher im Berichtsjahr spürbar an. Der Bereich F&E wurde 2019 personell weiter verstärkt: Konzernweit waren hier durchschnittlich 634 (Vorjahr: 609) Mitarbeiter tätig. Forschung und Entwicklungscroll
WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDer regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Jungheinrich ist Europa. Außerhalb Europas liegt der Fokus auf der APAC-Region und den USA. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Auf Europa entfielen 2019 33 Prozent der globalen Nachfrage nach Flurförderzeugen. Im Hinblick auf batteriebetriebene Flurförderzeuge - die Kernkompetenz von Jungheinrich - entfielen 43 Prozent der weltweiten Nachfrage auf den europäischen Markt. Entsprechend bedeutsam ist die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Mitgliedsstaaten. Weltwirtschaftswachstum geht spürbar zurückDie Weltwirtschaft verzeichnete 2019 ein deutlich schwächeres Wachstum als im Jahr zuvor. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheiten über den Ausgang der Brexit-Verhandlungen und des andauernden Handelsstreites zwischen den USA und China fiel in allen Wirtschaftsregionen der BIP-Anstieg niedriger aus. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Schätzungen 20. Januar 2020 mit aktualisierten Vorjahresangaben im Vergleich zum Konzernlagebericht 2018) So wies die Eurozone im Berichtsjahr mit einem BIP-Anstieg von 1,2 Prozent ein spürbar geringeres Wachstum auf als im Vorjahr (1,9 Prozent). Da die deutsche Wirtschaft in hohem Maße exportorientiert ist, verzeichnete sie 2019 - beeinflusst durch die vorgenannten Unsicherheiten - ein gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich reduziertes Wachstum (0,5 Prozent; Vorjahr: 1,5 Prozent). Die Wirtschaftsleistung Frankreichs wuchs ebenfalls nur mit 1,3 Prozent und fiel damit schwächer aus als 2018 (1,7 Prozent). Während die italienische Wirtschaft nach einem leichten Wachstum im Jahr 2018 im Berichtsjahr beinahe stagnierte (0,2 Prozent; Vorjahr: 0,8 Prozent), entwickelte sich die Konjunktur in Großbritannien mit einem Anstieg von 1,3 Prozent analog zum Vorjahr (1,3 Prozent). In diesen vier Ländern erwirtschaftete Jungheinrich wie im Vorjahr rund die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Wirtschaft Russlands wuchs 2019 mit 1,1 Prozent und damit wesentlich schwächer als 2018 (2,3 Prozent). In Polen betrug der BIP-Anstieg zwar 4,0 Prozent, blieb damit jedoch deutlich hinter dem Vorjahr zurück (5,1 Prozent). Auch Russland und Polen sind bedeutende Märkte für Jungheinrich. Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge geht zurückDer Weltmarkt für Flurförderzeuge, gemessen an der Zahl der bestellten Neufahrzeuge, wies 2019 mit einem Minus von 2 Prozent beziehungsweise 31 Tsd. Flurförderzeugen erstmals seit 2012 einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf. Dies war auf die rückläufigen Bestellungen sowohl im europäischen als auch im nordamerikanischen Markt zurückzuführen, die nicht vollständig durch das Wachstum in China kompensiert werden konnten. In Europa blieb dabei die Nachfrage in allen drei Produktsegmenten (Lagertechnik, Elektro-Gegengewichtsstapler und verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler) hinter dem Vorjahr zurück. Der größte Teil des Rückganges entfiel dort auf das Produktsegment der lagertechnischen Geräte. Gegenläufig entwickelte sich der Markt in China, der durch die stark gestiegenen Bestellungen in diesem Produktsegment um 8 Prozent zunahm. Der Rückgang des Marktvolumens in Nordamerika um 8 Prozent resultierte zur Hälfte aus dem Nachfragerückgang nach Gegengewichtsstaplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb. Wie in den Vorjahren waren Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien stückzahlbezogen die größten Märkte in Westeuropa. In Osteuropa war Polen der größte Markt, gefolgt von Russland und Tschechien. Weltmarkt Flurförderzeuge 2019 nach Regionen![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Auftragseingangscroll
Das globale Marktvolumen im Produktsegment Lagertechnik blieb gegenüber der Vergleichsperiode annähernd stabil (plus 1 Prozent). Dabei wurde das sehr gute Wachstum im chinesischen Markt durch die rückläufige Entwicklung in Europa und Nordamerika fast vollständig aufgezehrt. Das um 4 Prozent gesunkene Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler basierte zu 70 Prozent auf der sinkenden Nachfrage in Europa. Der weltweite Rückgang der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 5 Prozent war zu etwas mehr als 60 Prozent auf geringere Bestellungen in Nordamerika und Europa zurückzuführen. Marktvolumen nach Produktsegmenten (Welt)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Europa)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Asien)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Nordamerika)Auftragseingang in Tsd. Stück![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Gesamtaussage des Vorstandes und ZielerreichungDie mit Vorlage des Geschäftsberichtes 2018 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2019 bezüglich der Steuerungsgrößen Auftragseingang, EBIT und EBIT-Rendite sowie EBT und EBT-Rendite wurde mit der Ad-hoc-Meldung am 22. Juli 2019 nach unten angepasst. Ursächlich waren die hohe Volatilität im Auftragseingang vor dem Hintergrund eines deutlich rückläufigen Flurförderzeugmarktes in den vorangegangenen Monaten sowie die mangelnden positiven Konjunktur- und Marktsignale zu diesem Zeitpunkt. Die Umsatzprognose haben wir beibehalten. Jungheinrich hat im Geschäftsjahr 2019 die im Juli veröffentlichten Prognosebandbreiten für die oben genannten Steuerungsgrößen erreicht beziehungsweise leicht übertroffen. Der wertmäßige Auftragseingang summierte sich im Berichtsjahr auf 3.922 Mio. € und lag damit in der Mitte der prognostizierten Bandbreite (3,80 Mrd. € bis 4,05 Mrd. €). Der Konzernumsatz lag mit 4.073 Mio. € etwas oberhalb des Prognosekorridors (3,85 Mrd. € bis 4,05 Mrd. €). Damit haben wir das ursprünglich erst für das Jahr 2020 avisierte Umsatzziel von 4 Mrd. € ein Jahr früher erreicht. Gleiches gilt für das Umsatzziel der Sparte "Logistiksysteme" (712 Mio. €; Umsatzziel 2020: über 700 Mio. €). Das EBIT übertraf mit 263 Mio. € den avisierten Korridor (240 Mio. € bis 260 Mio. €) leicht. Das Ergebnis reflektierte den Rückgang der Bruttomarge bedingt durch die im zweiten Halbjahr 2019 beginnende, abnehmende Auslastung in einzelnen Werken. Positiv wirkten die Bilanzierungsänderungen in Höhe von 34 Mio. € im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 für das im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanzierte Finanzdienstleistungsgeschäft. Darüber hinaus führten Aufwendungen aus Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben für einzelne Produktreihen und aus der Zuführung zu Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen zu zusätzlichen Belastungen in Höhe von 27 Mio. €. Die entsprechende EBIT-Rendite belief sich auf 6,4 Prozent und erreichte somit die obere Hälfte der prognostizierten Bandbreite (6,0 Prozent bis 6,7 Prozent). Das EBT lag mit 242 Mio. € leicht über dem erwarteten Korridor (215 Mio. € bis 235 Mio. €). Die EBT-Rendite betrug 5,9 Prozent (Prognosebandbreite: 5,4 Prozent bis 6,1 Prozent) und lag damit im oberen Bereich der Bandbreite. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Finanzergebnisses waren im Wesentlichen Ergebniseffekte aus der Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate. Die mit Vorlage des Geschäftsberichtes 2018 veröffentlichte Prognose für die Nettoverschuldung und den ROCE 2019 berücksichtigte zu dem Zeitpunkt nicht die Effekte, die sich im Rahmen der erstmaligen Anwendung des neuen Accounting-Standards IFRS 16 aus den zusätzlichen Finanzverbindlichkeiten ergaben. Diese wurden zu diesem Zeitpunkt als nicht steuerungsrelevant beurteilt. Demzufolge wurden zusätzliche Finanzverbindlichkeiten in einer Größenordnung von rund 160 Mio. € nicht in die Berechnung dieser Kennzahlen einbezogen. Jungheinrich hat sich - der sich im Jahresverlauf 2019 herausgebildeten Berichtspraxis folgend - mit Veröffentlichung der Halbjahreszahlen 2019 dazu entschlossen, diese Finanzverbindlichkeiten nunmehr in beiden Kennzahlen zu berücksichtigen. Entsprechend dieser strukturellen Änderung haben wir im Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 die Prognosebandbreiten für den ROCE nach unten und für die Nettoverschuldung nach oben angepasst: Der ROCE belief sich 2019 auf 13,7 Prozent (Prognose: 12 Prozent bis 14 Prozent) und lag somit am oberen Rand des Prognosekorridors. Die Erwartung für die Nettoverschuldung haben wir mit Veröffentlichung der 9-Monats-Berichterstattung im November 2019 nach unten angepasst. Zum Berichtsjahresende betrug die Nettoverschuldung 172 Mio. € und unterschritt damit merklich den Prognosekorridor von 200 Mio. € bis 230 Mio. €. Hintergrund der Verbesserung gegenüber der Erwartung waren Effekte aus der Working-Capital-Optimierung, insbesondere im 4. Quartal 2019. In einem nach wie vor wettbewerbsintensiven Umfeld haben wir im Geschäftsjahr 2019 in Europa einen Marktanteil von 20,2 Prozent (Vorjahr: 20,4 Prozent) erreicht. Angestrebt war eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Zunehmend werden einfache, mit Elektromotoren ausgestattete Geräte auf den Markt gebracht, die insbesondere in China (aber auch in Europa) in die Erhebung der Marktdaten einfließen. Diese Geräte haben üblicherweise einen relativ geringen Wert. Unsere Stückzahlen sind in dieser Produktkategorie bisher vergleichsweise gering. Um der Nachfrage gerecht zu werden, kauft Jungheinrich teilweise diese Fahrzeuge von anderen Herstellern zu. Der Jungheinrich-Konzern hat das Geschäftsjahr 2019 trotz des schwierigen Marktumfeldes und einmaliger Ergebnisbelastungen mit einem guten Umsatzwachstum und einem ordentlichen EBIT sowie EBT abgeschlossen. Der Vorstand ist insbesondere vor dem Hintergrund der unterjährigen Entwicklung der unsicheren konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit dem Verlauf zufrieden. Die Finanz- und Vermögensstruktur des Konzerns stellt sich mit einer Eigenkapitalquote von 28 Prozent beziehungsweise - bereinigt um die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" - 46 Prozent und ausreichend Liquidität (Liquide Mittel und Wertpapiere) in einer Größenordnung von 10 Prozent der Bilanzsumme nach wie vor solide dar. Um die Innenfinanzierung zu stärken, optimiert der Konzern kontinuierlich die Mittelbindung im Working Capital. Ziel-Ist-Vergleichscroll
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Ad-hoc-Meldung am 22 Juli 2019 Geschäftsverlauf und ErtragslageAuftragseingangsstückzahlen unter Vorjahr, Wert stabilDer stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, blieb mit 122 Tsd. Fahrzeugen um 7 Prozent hinter dem Vorjahreswert (131 Tsd. Fahrzeuge) zurück. Ausschlaggebend hierfür war die stark gesunkene Nachfrage in Europa und die deutliche Reduzierung der Aufträge für die eigene Mietflotte. Der Auftragseingang enthält seit 2018 darüber hinaus Fahrzeuge anderer Hersteller. Im Jahr 2019 ist diese Stückzahl weiter gestiegen. Deshalb entsteht in Höhe der Stückzahlen dieser Fahrzeuge eine Abweichung zwischen Auftragseingang und Produktion. Der Marktanteil von Jungheinrich in Europa lag mit 20,2 Prozent in etwa auf dem Vorjahresniveau (20,4 Prozent). Zu berücksichtigen ist dabei, dass zunehmend einfache, mit Elektromotoren ausgestattete Geräte - insbesondere aus China - auf den Markt gebracht werden. Die Stückzahlen bei Jungheinrich sind in dieser Fahrzeugkategorie bisher vergleichsweise gering. Um der Nachfrage gerecht zu werden, kauft Jungheinrich teilweise diese Fahrzeuge von anderen Herstellern zu. Der wertmäßige Auftragseingang, der die Geschäftsfelder Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst umfasst, erreichte mit 3.922 Mio. € die Größenordnung des Vorjahres (3.971 Mio. €). Der Auftragsbestand des Neugeschäftes zum 31. Dezember 2019 belief sich auf 787 Mio. € (Vorjahr: 907 Mio. €). Die Auftragsreichweite lag damit bei fast vier Monaten. Fast ausnahmslos Elektrofahrzeuge produziertDas Produktionsvolumen folgt zeitversetzt der Entwicklung des Auftragseinganges. Vor dem Hintergrund der ab Jahresmitte 2019 rückläufigen Auftragseingänge einschließlich der Reduzierung der Fahrzeuge für die Mietflotte lag die Produktionsstückzahl im Berichtszeitraum mit 113 Tsd. Fahrzeugen um 7 Prozent unter dem sehr guten Vorjahreswert (121 Tsd. Fahrzeuge). Das größte Produktsegment sind lagertechnische Geräte mit einem Anteil von 80 Prozent am Gesamtproduktionsvolumen. Fast alle produzierten Fahrzeuge (97 Prozent) sind Elektrofahrzeuge. Auftragseingang in Mio. €![]() Produktion in Stück![]() Konzernumsatz übertrifft 4 Mrd. €Der Konzernumsatz übertraf das Vorjahr (3.796 Mio. €) um 7 Prozent beziehungsweise 277 Mio. € und gleichzeitig mit 4.073 Mio. € die ursprünglich für das Jahr 2020 geplante Umsatzzielgröße von 4 Mrd. €. Auf Europa entfielen wie im Vorjahr 87 Prozent der Umsatzerlöse. Dort wurde der Umsatzzuwachs vor allem von Steigerungen in Deutschland, Österreich, Italien und - trotz Brexit-Unsicherheiten - auch in Großbritannien getragen. Die Auslandsumsätze erhöhten sich um 7 Prozent auf 3.107 Mio. € (Vorjahr: 2.896 Mio. €), entsprechend lag die Auslandsquote wie im Jahr 2018 bei 76 Prozent. Umsatzerlöse 2019 nach Regionen![]() scroll
Die Umsatzerlöse außerhalb Europas erreichten 545 Mio. € (Vorjahr: 500 Mio. €). Das entspricht einer Steigerung um 9 Prozent und einem Anteil am Konzernumsatz von 13 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent). Das Umsatzwachstum im Konzern wurde vor allem vom Neugeschäft getragen, dessen Umsatzbeitrag von 2.305 Mio. € im Vorjahr um 6 Prozent auf 2.451 Mio. € im Berichtsjahr wuchs. Die Umsatzerlöse im Neugeschäft enthielten 712 Mio. € (Vorjahr: 617 Mio. €) aus der Sparte "Logistiksysteme". Vor dem Hintergrund der Neuordnung der Verantwortung für die verschiedenen Bereiche dieser Sparte wird der Umsatz ab dem 1. Quartal 2020 nicht mehr separat berichtet. Daneben enthält das Neugeschäft Umsatzerlöse in Höhe von 128 Mio. € (Vorjahr: 112 Mio. €) aus der Sparte "Versandhandel". Aufgrund der im Vergleich zum Konzernumsatz relativ geringen Umsatzgröße wird auch für die Sparte "Versandhandel" ab dem 1. Quartal 2020 kein separater Ausweis mehr erfolgen. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft blieb insgesamt mit 632 Mio. € stabil (Vorjahr: 632 Mio. €). Im Zuge einer Reklassifizierung wurden im Geschäftsfeld Miete und Gebrauchtgeräte ausgewiesene Mietumsätze sowie die zugrunde liegenden Fahrzeugbestände dem Segment "Finanzdienstleistungen" zugeordnet. Auf vergleichbarer Basis wären die Mietumsätze um 8 Prozent gestiegen. Der Kundendienstumsatz erhöhte sich um 8 Prozent auf 1.082 Mio. € (Vorjahr: 1.006 Mio. €) und wies damit erneut ein sehr starkes Wachstum auf. Der Anteil des Kundendienstes am Konzernumsatz lag bei 27 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent). Das Finanzdienstleistungsgeschäft übertraf aufgrund der deutlichen Geschäftsausweitung mit einem Umsatz von 1.167 Mio. € den Vorjahreswert (973 Mio. €) um 20 Prozent. Der Umsatzanstieg beinhaltet zu einem geringeren Teil die Effekte aus der zuvor genannten Reklassifizierung. Umsatzaufteilungscroll
Bruttoergebnis durch abnehmende Werksauslastung beeinflusstDas Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um 66 Mio. € auf 1.185 Mio. € (Vorjahr: 1.119 Mio. €), die Bruttomarge lag allerdings mit 29,1 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert (29,5 Prozent). Das Bruttoergebnis wurde im Berichtszeitraum vor allem durch die in der zweiten Jahreshälfte 2019 abnehmende Auslastung in einzelnen Werken und den damit einhergehenden Rückgang der Margen belastet. Gegenläufig positiv wirkten Effekte im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16. Für die im Finanzdienstleistungsgeschäft ab dem 1. Januar 2019 neu abgeschlossenen langfristigen Kundenverträge, die im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert und als "Finance Leases" zu klassifizieren waren, erfolgten in Höhe von 34 Mio. € keine Gewinnabgrenzungen mehr. Kostenstruktur (GuV)scroll
Die Vertriebskosten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr unterproportional zum Umsatzwachstum. Dies resultierte aus einem nur moderaten Aufbau von Fachberatern, der zu einem vergleichsweise geringeren Anstieg der Personalaufwendungen führte. Der Anteil der Vertriebskosten am Konzernumsatz betrug nach 17,9 Prozent im Vorjahr nunmehr 17,6 Prozent. Die F&E-Kosten stiegen im Berichtszeitraum aufgrund von erheblichen Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben (22 Mio. €) um 41 Prozent. Der Anteil der Verwaltungskosten am Konzernumsatz verblieb mit 2,8 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2,7 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 6 Mio. € im Vorjahr auf 10 Mio. € im Jahr 2019. Sie enthielten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen in Höhe von 5 Mio. €. Gegenläufig positiv wirkten die in dieser Position enthaltenen, gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern in Mio. €![]() Ergebnis nach Steuern in Mio. €![]() Das EBIT ging damit um 12 Mio. € beziehungsweise 4 Prozent auf 263 Mio. € (Vorjahr: 275 Mio. €) zurück. Die EBIT-Rendite lag mit 6,4 Prozent unter dem Vorjahreswert (7,2 Prozent). Infolge der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 lag der ROCE aufgrund des hierdurch stark erhöhten zinspflichtigen Kapitals und gleichzeitig niedrigeren EBIT bei 13,7 Prozent. Ohne Berücksichtigung der IFRS-16-Effekte hätte der ROCE im Geschäftsjahr 2019 13,4 Prozent betragen (Vorjahr: 16,0 Prozent). Das EBITDA in Höhe von 670 Mio. € (Vorjahr: 595 Mio. €) wurde um die Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 135 Mio. € (Vorjahr: 119 Mio.€) bereinigt und verbesserte sich im Berichtsjahr auf 535 Mio. € (Vorjahr: 476 Mio. €). Hierbei waren im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 für das EBITDA Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 50 Mio. € hinzuzurechnen. Dagegen war der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen für die entsprechenden Verträge in Höhe von 48 Mio. € nicht mehr zu berücksichtigen. Das Finanzergebnis betrug minus 21 Mio. € (Vorjahr: minus 26 Mio. €) und war im Wesentlichen durch die Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst. Im Berichtsjahr waren hier Erträge in Höhe von 6 Mio. € zu verzeichnen, im Vorjahreszeitraum hingegen fielen Verluste in Höhe von 4 Mio. € an. Das EBT lag dementsprechend mit 242 Mio. € um 3 Prozent unter dem Vorjahr (249 Mio. €). Die EBT-Rendite erreichte 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent). Die Ertragsteuerbelastung sank auf 65 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €). Wesentlicher Grund war die Reduktion der effektiven Steuern aufgrund verminderter Ergebnisse im Inland. Die Konzernsteuerquote betrug 27 Prozent nach 29 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern blieb mit 177 Mio. € stabil (Vorjahr: 176 Mio. €) und das Ergebnis je Vorzugsaktie (auf Basis des Ergebnisanteiles der Aktionäre der Jungheinrich AG) erreichte 1,75 € (Vorjahr: 1,73 €). Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 0,46 € (Vorjahr: 0,48 €) je Stammaktie und 0,48 € (Vorjahr: 0,50 €) je Vorzugsaktie auszuschütten. Aus dem Dividendenvorschlag ergibt sich eine Gesamtausschüttung in Höhe von 48 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €). Die Ausschüttungsquote von 27 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent) liegt im Rahmen der Zielsetzung des Unternehmens, zwischen 25 Prozent und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten. Grundsätzlich verfolgt Jungheinrich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Finanz- und VermögenslageGrundzüge und Ziele des FinanzmanagementsAls Konzernobergesellschaft trägt die Jungheinrich AG die Verantwortung für das Finanzmanagement des Konzerns. Sie stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement wahr. Ziel ist es, die Konzerngesellschaften zins- und währungsoptimal mit Finanzmitteln zu versorgen und Zahlungsströme zu steuern. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns zu gewährleisten. Für die überschüssige Liquidität wird eine konservative Anlagepolitik verfolgt. Diese ist nicht auf Gewinnmaximierung ausgelegt, sondern - unter Berücksichtigung der aktuellen Bedingungen auf den internationalen Geld- und Kapitalmärkten - auf den Erhalt der Vermögenswerte. Zur Stärkung der Innenfinanzierungskraft wird ein zentrales Working-Capital-Management eingesetzt, das die Optimierung und Standardisierung wesentlicher Prozesse und Systeme vorsieht. Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cashflow sowie durch kurz- und langfristige Finanzierungen gedeckt. Zum 31. Dezember 2019 betrug die Höhe der zugesagten mittelfristigen Kreditrahmen 275 Mio. €. Diese werden durch kurzfristige Kreditlinien in Höhe von 127 Mio. € ergänzt. Sie bestehen im Wesentlichen als bilaterale Kreditlinien bei einzelnen ausländischen Tochtergesellschaften. Die mittelfristigen Kreditrahmen und die kurzfristigen Kreditlinien waren nur zu einem geringen Teil ausgenutzt. Zusätzlich wurde im Jahr 2019 ein Kreditrahmenvertrag in Höhe von 100 Mio. € zur anteiligen Finanzierung der künftig erwarteten Forschungs- und Entwicklungsausgaben abgeschlossen. Die Kreditmittel können als einzelne Darlehenstranchen abgerufen werden. Zum 31. Dezember 2019 wurden hieraus keine Mittel in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2019 erfolgte die planmäßige Rückzahlung einer Tranche eines Schuldscheindarlehens. Hierdurch reduzierte sich das Finanzierungsvolumen der Schuldscheindarlehen um 25 Mio. € auf insgesamt 200 Mio. €. Der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten ist ausschließlich durch die Erstanwendung des IFRS 16 im Berichtsjahr und den damit verbundenen Ausweis der Leasingverbindlichkeiten in dieser Position begründet. Kreditrahmen- und Schuldscheindarlehensverträge enthalten grundsätzlich keine Financial Covenants. Solide Finanzlage und KapitalstrukturMit 596 Mio. € lagen die liquiden Mittel und Wertpapiere zum Jahresende 2019 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (518 Mio. €). Die für den Konzern ausgewiesene Nettoverschuldung in Höhe von 172 Mio. € enthält die gegenüber Vorjahr zusätzlich einbezogenen Leasingverbindlichkeiten aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 in Höhe von 158 Mio. €. Unter Herausrechnung dieser Verbindlichkeiten hätte sich lediglich eine minimale Nettoverschuldung in Höhe von 14 Mio. € ergeben. Die Verminderung der Nettoverschuldung um 94 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2018 (108 Mio. €) war vorrangig durch den Liquiditätszufluss aus dem allgemeinen Geschäftsverlauf, den Maßnahmen zur Working-Capital-Optimierung und die Verminderung des Fahrzeugbestandes in der Mietflotte bedingt. Eigenkapital in Mio. €![]() Eigenkapitalquote in %![]() Kapitalstrukturscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Wesentlicher Einflussfaktor für das um 126 Mio. € höhere Eigenkapital war die gute Ertragsentwicklung. Dieser stand hauptsächlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €) gegenüber. Die Eigenkapitalquote blieb mit 28 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres (29 Prozent). Bereinigt um sämtliche Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" ergab sich eine auf das Segment "Intralogistik" bezogene Eigenkapitalquote in Höhe von 46 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 21 Mio. € auf 240 Mio. € (Vorjahr: 219 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren ergebnisneutrale Effekte aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen, die sich aufgrund des von 1,9 Prozent zum Jahresende 2018 auf 1,2 Prozent zum Bewertungsstichtag gesunkenen Diskontierungszinssatzes in Deutschland ergaben. Der Anstieg der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 626 Mio. € um 142 Mio. € auf 768 Mio. € resultierte ausschließlich aus den im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 erfassten Leasingverbindlichkeiten, die zum 31. Dezember 2019 nunmehr mit 158 Mio. € die Finanzverbindlichkeiten gegenüber dem 31. Dezember 2018 erhöhten. Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen lagen aufgrund der deutlichen Erhöhung der Finanzierung von neuen Verträgen mit 1.760 Mio. € um 234 Mio. € über dem Wert am 31. Dezember 2018 (1.526 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken auf 365 Mio. € (Vorjahr: 400 Mio. €). Die übrigen kurz- und langfristigen Schulden gingen im Wesentlichen aufgrund der Auflösung von Gewinnabgrenzungen aus der Refinanzierung von Leasinggeräten und des verminderten Volumens der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 33 Mio. € auf 395 Mio. € (Vorjahr: 428 Mio. €) zurück. Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 ergab sich für die Darstellung der Kapitalflussrechnung im Berichtszeitraum eine Steigerung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 48 Mio. € gegenüber den nicht angepassten Werten des Vorjahres. Der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen (48 Mio. €) wird nunmehr ab dem Geschäftsjahr 2019 im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Kapitalflussrechnungscroll
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich gesteigertDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 345 Mio. € und erhöhte sich damit deutlich um 126 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (219 Mio. €). Der Cashflow aus dem Ergebnis nach Steuern zuzüglich Abschreibungen und Wertminderungen war um 89 Mio. € höher als 2018. In den Abschreibungen und Wertminderungen waren Abschreibungen in Höhe von 50 Mio. € für die gemäß IFRS 16 aktivierten Nutzungsrechte enthalten. Positive Effekte in Höhe von 103 Mio. € ergaben sich durch den gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Anstieg im Working Capital. Der Mittelabfluss für Zugänge der Miet- und Leasinggeräte sowie Forderungen aus Finanzdienstleistungen wirkte gegenläufig und war unter Berücksichtigung der Finanzierungen um 97 Mio. € höher als im Vorjahr. Um 31 Mio. € höhere Effekte resultierten aus den sonstigen Veränderungen, die im Wesentlichen durch die Zuführung zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und belastende Verträge sowie die Rückzahlung kurzfristiger, an Konzernfremde gewährter Darlehen gekennzeichnet waren. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde in der Kapitalflussrechnung 3 Seite 55 im Vergleich zum Konzernabschluss um die in dieser Position enthaltenen Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren in Höhe von insgesamt minus 23 Mio. € (Vorjahr: minus 17 Mio. €) bereinigt. Der sich so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr mit minus 195 Mio. € um 31 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (minus 164 Mio. €). Dies wurde im Wesentlichen durch die Steigerung der Investitionen in die Bauprojekte bestimmt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 75 Mio. € reduzierte sich im Berichtsjahr um 96 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (plus 21 Mio. €). Maßgeblich hierfür waren die vorgenannte Veränderung der Darstellung aus der Erstanwendung des IFRS 16 sowie die Rückzahlung einer Tranche eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 25 Mio. €. Darüber hinaus war der Cashflow des Vorjahres durch die Nettoaufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von 25 Mio. € positiv geprägt. Bilanzsumme in Mio. €![]() Lang- und kurzfristige Vermögenswerte nehmen vor allem wachstumsbedingt weiter zuDer Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen von 670 Mio. € im Vorjahr um 235 Mio. € auf 905 Mio. € im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus den im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 erfassten Nutzungsrechten, die nunmehr mit ihren Restbuchwerten zum Bilanzstichtag diese Position um 158 Mio. € gegenüber dem 31. Dezember 2018 erhöhten. Zusätzlich schlugen sich Bauprojekte, wie beispielsweise die Werke für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien, die Erweiterung der Hauptverwaltung sowie der Ausbau des Werkes für Schmalgangstapler, nieder. Vermögensstrukturscroll
Bedingt durch die Reduzierung der Fahrzeugbestände in der Mietflotte verblieben die Buchwerte für die Miet- und Leasinggeräte mit 911 Mio. € in der Größenordnung des Vorjahres (909 Mio. €). Die Buchwerte der Mietgeräte betrugen zum Bilanzstichtag nunmehr 353 Mio. € nach 381 Mio. € im Vorjahr. Die Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich von 528 Mio. € im Vorjahr auf 558 Mio. € im Berichtsjahr. Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen stiegen wachstumsbedingt deutlich um 216 Mio. € auf 1.260 Mio. € (Vorjahr: 1.044 Mio. €). Die Vorräte verminderten sich zum Bilanzstichtag um 22 Mio. € auf 593 Mio. € (Vorjahr: 615 Mio. €). Die Vorräte im Vertrieb, bestehend aus Fertigerzeugnissen, Waren und geleisteten Anzahlungen, denen vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge zugrunde lagen, gingen in Höhe von 34 Mio. € gegenüber dem Vorjahr zurück. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erreichten aufgrund des gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Fakturierungsvolumens in den beiden letzten Monaten des Berichtsjahres mit 708 Mio. € einen um 14 Mio. € leicht niedrigeren Wert (Vorjahr: 722 Mio. €). Der deutliche Rückgang der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte von 105 Mio. € im Vorjahr um 29 Mio. € auf 76 Mio. € im Berichtsjahr resultierte vor allem aus der Verminderung der Umsatzsteuerguthaben zum Bilanzstichtag und der Rückzahlung kurzfristiger an Konzernfremde gewährter Darlehen. Der Anstieg der liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere um 60 Mio. € auf 575 Mio. € (Vorjahr: 515 Mio. €) stand vor allem im Zusammenhang mit dem Liquiditätszufluss aus dem laufenden Geschäft, den Maßnahmen zur Working-Capital-Optimierung und der Reduzierung des Fahrzeugbestandes der Mietflotte. Investitionen steigen deutlich auf 157 Mio. €Die Investitionen erhöhten sich im Berichtsjahr spürbar um 48 Prozent auf 157 Mio. €. Jungheinrich investierte vor allem in den Ausbau von Werkskapazitäten. Darüber hinaus führt das Unternehmen regelmäßig Erhaltungs- und Ersatzinvestitionen durch. Schwerpunkte der Investitionen im Jahr 2019 waren die Werke für die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien in Glauchau und Freiberg, der Ausbau des Werkes für Schmalgangstapler in Degernpoint, die Erweiterung der Hauptverwaltung in Hamburg sowie die Werkserweiterung für Regalbediengeräte in Ungarn. Das Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen betrug zum Bilanzstichtag 38 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgt mit Eigen- und Fremdmitteln. Investitionen 1)in Mio. €![]() Aufteilung Investitionen 2019 2)![]()
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Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne Nutzungsrechte FinanzdienstleistungenFinanzdienstleistungsgeschäft sichert langfristige KundenbindungSämtliche Finanzdienstleistungsaktivitäten des Unternehmens sind im Segment "Finanzdienstleistungen" zusammengefasst. Mit individuellen Angeboten zur Nutzungsüberlassung und Absatzfinanzierung dienen sie der Absatzförderung von Fahrzeugen. Die angebotenen Finanzdienstleistungsverträge sind grundsätzlich mit einer Full-Service- oder Wartungsvereinbarung kombiniert. Das Geschäftsmodell zielt darauf ab, den Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges zu betreuen und eine langfristige Kundenbindung sicherzustellen. Sämtliche Chancen und Risiken, die aus Finanzdienstleistungsverträgen resultieren, werden mit Ausnahme des Ausfallrisikos von Kundenforderungen und des Refinanzierungsrisikos den operativen Vertriebseinheiten im Segment "Intralogistik" zugeordnet. Jungheinrich ist in acht Ländern mit eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften vertreten: Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden, Österreich und Australien. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet eine Finanzierungsstruktur und -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Banken. Mit der Refinanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, können zudem Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Das Volumen dieser Finanzierungsplattform belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 336 Mio. €. Zusätzlich zu der im Finanzdienstleistungsgeschäft eingesetzten SAP-Standardsoftware zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen wurde im Berichtsjahr die Implementierung einer datenbankbasierten Softwarelösung ("Global Lease Center") für kleinere Vertriebseinheiten, insbesondere in Südamerika, fortgesetzt. Laufzeit- und zinskongruente RefinanzierungJungheinrich-Gesellschaften schließen Finanzdienstleistungsverträge entweder direkt mit den Kunden oder indirekt über Leasinggesellschaften oder Banken (sogenannte Vendor-Verträge) ab. Direkt mit dem Kunden abgeschlossene Verträge werden entsprechend den IFRS-Bilanzierungsregeln entweder als Leasinggeräte ("Operating Leases") oder als Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Leases") ausgewiesen. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz und wird unter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Die Zahlungseingänge aus den Kundenverträgen decken dabei mindestens die Refinanzierungszahlungen an die Kreditinstitute für dieses Geschäft. Für Vendor-Verträge werden Umsatzabgrenzungen, die aus bereits erzielten Verkaufserlösen mit einer zwischengeschalteten Leasinggesellschaft resultieren, unter den Rechnungsabgrenzungsposten vorgenommen. Umsatz übertrifft 1 Mrd. €Das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen ist 2019 um 108 Mio. € (Vorjahr: 71 Mio. €) gestiegen. Regional hervorzuheben ist Großbritannien mit einer Steigerung im wertmäßigen Zugangsvolumen von 34 Prozent. Auf die acht Länder mit Jungheinrich-eigenen Finanzdienstleistungsgesellschaften entfielen 68 Prozent (Vorjahr: 70 Prozent) des Vertragszuganges. Zum Jahresende 2019 lag der Vertragsbestand mit insgesamt 189 Tsd. Fahrzeugen um 10 Prozent über dem Vorjahreswert (172 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 3.199 Mio. € (Vorjahr: 2.793 Mio. €). Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurden wie im Vorjahr 41 Prozent über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. Die Leasingquoten in einzelnen Ländern waren dabei unterschiedlich. In Italien, Norwegen und Brasilien verzeichnete Jungheinrich Leasingquoten bei Neufahrzeugen von mehr als 60 Prozent. Der Umsatz im Segment "Finanzdienstleistungen" stieg um 20 Prozent auf 1.167 Mio. € (Vorjahr: 973 Mio. €). Der Anstieg ist zum Großteil auf die deutliche Geschäftsausweitung zurückzuführen, die vor allem durch den Abschluss von als "Finance Leases" klassifizierten Kundenverträgen geprägt war. MitarbeiterKundendienst personell verstärktIm Berichtsjahr hat der Jungheinrich-Konzern seine Personalkapazität erweitert und dabei hauptsächlich den Kundendienst, insbesondere in Europa, gestärkt. Am 31. Dezember 2019 waren 18.381 (Vorjahr: 17.877) Mitarbeiter (gemessen in Vollzeitäquivalenten) im Konzern beschäftigt. Bei der Ermittlung wurden Teilzeitkräfte entsprechend ihrer Arbeitszeit berücksichtigt. Mitarbeiterin Vollzeitäquivalenten; jeweils am 31.12. ![]() Mitarbeiter 2019 nach Regionen![]() scroll
Um flexibler auf Auslastungsschwankungen reagieren zu können, werden neben der Stammbelegschaft in den Werken auch Leiharbeitnehmer eingesetzt. Vor dem Hintergrund der rückläufigen Produktionsstückzahlen im Berichtsjahr ging auch die Zahl der Leiharbeitnehmer im Jahresdurchschnitt auf 512 zurück (Vorjahr: 628). Zum 31. Dezember 2019 waren nur noch 335 (Vorjahr: 711) Leiharbeitnehmer im Konzern beschäftigt. Auf die Kundendienstorganisation entfielen wie im Jahr zuvor 43 Prozent der Belegschaft beziehungsweise 7.926 (Vorjahr: 7.651) Mitarbeiter. Davon waren weltweit 5.536 (Vorjahr: 5.329) Kundendiensttechniker im Einsatz. Dieser Kapazitätsausbau spiegelt die hohe Bedeutung des Kundendienstes wider. Mehr Auszubildende eingestelltZum 31. Dezember 2019 waren 493 (Vorjahr: 482) Auszubildende im Konzern beschäftigt, davon 334 (Vorjahr: 306) im Inland. Seit 2018 wird zusätzlich der Ausbildungsberuf des Land- und Baumaschinenmechatronikers angeboten, um dem steigenden Bedarf an Kundendiensttechnikern gerecht zu werden. Im Berichtsjahr kam noch der Ausbildungsberuf des Feinwerkmechanikers hinzu. In Deutschland bildet der Jungheinrich-Konzern in 21 Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus werden duale Studiengänge in Zusammenarbeit mit Hochschulen angeboten. Der Anteil der Auszubildenden in den dualen Studiengängen betrug 2019 - bezogen auf die Anzahl der Auszubildenden im Inland - 17 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent). Betriebliche Ausbildung 1)31.12.2019![]()
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Basis: 334 Auszubildende in Deutschland Personelle VeränderungenMit Wirkung zum 1. September 2019 wurde die bereits 2018 beschlossene Übernahme des Vorstandsvorsitzes der Jungheinrich AG durch Dr. Lars Brzoska vollzogen. Vom 1. September 2018 bis zum 31. Dezember 2019 war er zudem für das Technikressort verantwortlich. Seit dem 1. Januar 2020 hat Sabine Neuß diesen Vorstandsbereich übernommen. Mit Ablauf des 31. August 2019 schied der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Jürgen Peddinghaus, aus diesem Gremium aus und Hans-Georg Frey trat aufgrund seiner Wahl durch die Hauptversammlung vom 30. April 2019 am 1. September 2019 in den Aufsichtsrat ein. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 3. September 2019 wurde Hans-Georg Frey zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Mit Ablauf des 31. März 2020 wird Dr. Klaus-Dieter Rosenbach das Unternehmen auf eigenen Wunsch hin verlassen, um in den Ruhestand zu gehen. Vorstand und Aufsichtsrat haben daraufhin beschlossen, das durch Dr. Rosenbach bis zu diesem Zeitpunkt geleitete Ressort Logistiksysteme nicht wiederzubesetzen und die Verantwortung für die verschiedenen Bereiche dieses Ressorts auf die dann verbleibenden vier Vorstandsressorts aufzuteilen. Gesetzliche AngabenVergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an den wesentlichen Konzernsteuerungsgrößen ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich um jeweils eine Wachstums- und eine Ergebniskomponente. Im Rahmen der Zielsetzung liegt ein höheres Gewicht auf der Ergebniskomponente. Vergütung des VorstandesDie fast ausnahmslos aus Geldleistungen bestehende Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen, kann aber bei einer sehr guten Zielerreichung auch mehr als 50 Prozent der Gesamtbarvergütung betragen. Die separat erfassten Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles setzen sich aus dem Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie der EBT-Rendite zusammen. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren. Bei Beendigung des Dienstvertrages in besonderen Fällen erfolgt die Auszahlung unverzüglich nach dem Ausscheiden des Vorstandsmitgliedes. Die Vorstandsdienstverträge enthalten die üblichen Regelungen für eine Abfindungsobergrenze und für den Fall eines Kontrollwechsels, die mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex übereinstimmen. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich gehaltsunabhängig allein nach den erreichten Dienstjahren als Vorstandsmitglied mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit des Anspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beinhaltet für jedes Mitglied neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20 Tsd. € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite ("Return On Equity", ROE) des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4 Tsd. € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40 Tsd. €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses beziehungsweise der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25 Tsd. €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30 Tsd. €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGBGemäß § 315d HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft dazu verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB für den Konzern abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. www.jungheinrich.com/investor-relations/corporate-governance Nichtfinanzielle Aspekte gemäß CSR-Richtlinie-UmsetzungsgesetzGemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung ist Jungheinrich seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, mindestens über nichtfinanzielle Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. Jungheinrich orientiert sich bei der Berichterstattung an den Leitlinien des Global Reporting Initiative-Standards (GRI). Der Verpflichtung kommt das Unternehmen in Form einer gesonderten nichtfinanziellen Erklärung nach, die als eigenständiges Kapitel Seite 22 bis 36 Teil des Geschäftsberichtes 2019 ist. Risiko- und ChancenberichtInternes Kontroll- und Risikomanagement System bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des im Jungheinrich-Konzern bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung bei Jungheinrich. Entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen sind im Rahmen des Risikomanagement-Systems in einer Konzernrichtlinie definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System des Jungheinrich-Konzerns eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung von Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung durch das Konzerncontrolling unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind für das Risikomanagement ihrer Einheiten verantwortlich. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, viermal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risiko- und Chanceninventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risiko- und Chancenposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert - getrennt nach Risiken und Chancen - verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig als integraler Bestandteil der aktuellen Hochrechnung zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Risikoschnellmeldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer Prüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Restwert- und Finanzierungsrisiken, Ausfallrisiken von Kundenforderungen) zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Zusätzlich zu der eingesetzten SAP-Standardsoftware besteht eine datenbankbasierte Softwarelösung ("Global Lease Center") für kleinere Vertriebseinheiten, insbesondere außerhalb Europas. Risiken und ChancenNach Analyse der abschließenden Risikoinventur 2019 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen für das Jahr 2020 keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand des Jungheinrich-Konzerns gefährden könnten. Die für den Jungheinrich-Konzern bedeutendsten und aufgrund des Geschäftsmodells generell gültigen Risiken- und Chancenkategorien sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten trotz der andauernden Unsicherheiten bezüglich der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China für das Jahr 2020 ein globales Wachstum von 3,3 Prozent. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die Umsetzung des Brexits, sehr hohe Verschuldungsgrade einzelner Länder (zum Beispiel Italien) oder geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Staaten erneut in Krisensituationen geraten beziehungsweise inwiefern Reformbemühungen in einzelnen Volkswirtschaften nachhaltig sind. Nicht abschätzbar sind aus heutiger Sicht die möglichen Wirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus zum Beispiel auf die Konjunktur einzelner Länder oder auch auf Lieferanten und/oder Kunden. Die bisherigen Konjunkturprognosen sind vor diesem Hintergrund kritisch zu würdigen. Jungheinrich geht bezüglich seiner Konjunktur- und Markterwartung von sich insgesamt deutlich verschlechternden Rahmenbedingungen für den gesamten Verlauf des Jahres 2020 aus. Dabei stützt das Unternehmen seine Einschätzung auf die aktuelle Entwicklung des Marktvolumens, eigene Marktanalysen sowie auf den eigenen wöchentlich vorliegenden Auftragseingang und die daraus ableitbare Volatilität. Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus den zuvor genannten Einflussfaktoren für die Marktentwicklung, dem Wettbewerbsumfeld sowie aus technologischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung in der Intralogistik. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa sank im Berichtsjahr um 6 Prozent, während das Weltmarktvolumen um 2 Prozent zurückging. Deutlich stärker schrumpfende Märkte, vor allem in Europa, könnten sich im Jahr 2020 auf die Anzahl produzierter Fahrzeuge oder die realisierbaren Margen auswirken. Auf Basis regelmäßiger Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges begegnet Jungheinrich damit, dass das Unternehmen seine Produktpalette fortlaufend weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb weiter stärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet, Effizienzmaßnahmen umsetzt und seine Differenzierungsstrategie - beispielsweise durch den Ausbau des Geschäftes mit Lithium-Ionen-Batterien - weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenDer seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot ständig erweitert und durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende, IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Jungheinrich steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2020 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation beziehungsweise Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme und einer regelmäßigen Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001. Die genannten Maßnahmen werden durch moderne IT-Überwachungs- und Analysesysteme wirksam unterstützt und von einem dedizierten Team mit zentralem Fokus auf Informationssicherheit permanent überwacht und weiterentwickelt. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für Jungheinrich wichtigen Ingenieur- und IT-Nachwuchs zu rekrutieren, pflegt das Unternehmen im Rahmen des nationalen und internationalen Hochschulmarketings gute Kontakte zu technischen Hochschulen sowie Informatiklehrstühlen und arbeitet eng mit diesen zusammen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet Jungheinrich mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel auf internationaler Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten Talent Managements identifiziert und gefördert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen weitgehend intern besetzen. Die Berücksichtigung von Ingenieurwissenschaftlern und Informatikern im internationalen Traineeprogramm ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl der Ausbildungsplätze konzernweit weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten beziehungsweise ausgebaut. Seit 2018 gewinnt Jungheinrich zum Beispiel den Nachwuchs für die Tätigkeit des Kundendiensttechnikers in Deutschland über ein eigenes Berufsausbildungsprogramm. Bei einigen ingenieurwissenschaftlichen Spezialfunktionen und IT-Spezialisten bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Zur Vermeidung von Auslastungsrisiken setzt Jungheinrich Leiharbeitskräfte ein und nutzt standortbezogen flexible Arbeitszeitkontenmodelle. Um Produktrisiken zu reduzieren, werden sowohl Servicedaten als auch Informationen über besondere Vorfälle mit Produkten und Anlagen ausgewertet. Die hierfür aufgesetzten Prozesse sind in spezifischen Konzernrichtlinien geregelt und werden durch die Direktvertriebsorganisation und das dort implementierte Schnellmeldesystem zum Sicherheitsverhalten der Produkte effizient gestützt. Auffälligkeiten werden umgehend gemeinsam von den Produktverantwortlichen, dem Kundendienst, dem Qualitätsbereich sowie in Sicherheitsbelangen auch von der Rechtsabteilung untersucht. Bei Handlungsbedarf werden unverzüglich Korrekturmaßnahmen beschlossen und weltweit, zum Beispiel in präventiven Umrüstaktionen, umgesetzt. Des Weiteren werden Pilotkunden eingebunden, um technische Risiken, welche die Vermarktungsfähigkeit des Produktes gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen und bereits im Produktentstehungsprozess zu reduzieren. Selbstverständlich schützt Jungheinrich auch sein Produkt-Know-how über Patentanmeldungen. Aufgrund der Übernahme verschiedener Händler sowie der zunehmenden Investitionen in Gemeinschaftsunternehmen sind die bilanzierten Vermögenswerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte im Jungheinrich-Konzern in den vergangenen Geschäftsjahren gestiegen. Geschäfts- oder Firmenwerte haben eine zeitlich unbestimmte Nutzungsdauer und unterliegen daher keiner planmäßigen Abschreibung. Mindestens einmal jährlich ist jedoch gemäß IAS 36 ein Werthaltigkeitstest durchzuführen, dessen Ergebnis von den zukünftigen Geschäftserwartungen abhängt. Treten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant ein, besteht das Risiko einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Impairment-Risiken unterliegen der ständigen Überwachung durch das zentrale Konzerncontrolling. Der im 4. Quartal 2019 durchgeführte Werthaltigkeitstest ergab mit Ausnahme einer Wertminderung in Höhe von 1,8 Mio. € auf den Goodwill in der Vertriebsgesellschaft in Chile keinen Abwertungsbedarf der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte. Risiken aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Risikomanagements für das Finanzdienstleistungsgeschäft sind Restwert- und Refinanzierungsrisiken sowie Ausfallrisiken von Kundenforderungen relevant. Detaillierte Regelungen hinsichtlich der Risikoermittlung und -bewertung sind in Konzernrichtlinien und in Prozessbeschreibungen der Finanzdienstleistungsgesellschaften dokumentiert. RestwertrisikenAuf Basis von internen Restwertgarantien des Vertriebes gegenüber dem Segment "Finanzdienstleistungen" liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeugrückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen, konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte. Mithilfe der zentralen Finanzdienstleistungs-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Liegt der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages, so wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Liegt er über dem Restwert des jeweiligen Vertrages, besteht eine Verwertungschance. RefinanzierungsrisikenDas Refinanzierungsrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Refinanzierung von Finanzdienstleistungsverträgen unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz (keine Zinsänderungsrisiken während der Vertragslaufzeit) zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag erfolgt. Die konzerneinheitliche Aufbau- und Ablauforganisation des Segmentes "Finanzdienstleistungen" gewährleistet die Steuerung der abgeschlossenen Finanzdienstleistungsverträge mit der korrelierenden Finanzierungsstruktur beziehungsweise -ausgestaltung mit leistungsstarken in- und ausländischen Refinanzierungsbanken. Darüber hinaus können über eine etablierte Finanzierungsplattform auch Refinanzierungen am Kapitalmarkt realisiert werden. Zur Finanzierung des Neugeschäftes stehen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Ausfallrisiken von KundenforderungenUmfassende systemgestützte Bonitätsprüfungen vor Vertragsabschluss sowie revolvierende Kontrollen während der Vertragslaufzeit tragen dazu bei, den Ausfall von Kundenforderungen auf sehr niedrigem Niveau zu halten. Vorzeitig vom Kunden zurückgeholte Fahrzeuge werden an die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik" zwecks Vermarktung übergeben. Die entsprechenden Rücknahmekonditionen werden zentral festgelegt. Eine Minimierung der Verwertungsrisiken wird durch die professionelle externe Vermarktung von Gebrauchtgeräten über das globale Direktvertriebsnetz erreicht. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund seiner internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten unterliegt der Jungheinrich-Konzern grundsätzlich Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken. Hieraus entstehen operative Risiken, die regelmäßig überwacht und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die gute Bonität und die solide Bilanzstruktur des Unternehmens zahlten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kreditmittelbeschaffung weiterhin aus. Jungheinrich verfügte zum 31. Dezember 2019 über zugesagte Kreditrahmen von 402 Mio. €, die nur zu einem geringen Anteil ausgenutzt waren, sowie Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 200 Mio. €. Das Fälligkeitsprofil der Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen weist eine breite Streuung auf und sichert damit langfristig den Finanzierungsspielraum. Darüber hinaus enthält kein Kreditrahmenvertrag und keine Schuldscheindarlehensvereinbarung Financial Covenants. Liquide Mittel und bestehende Kreditrahmenverträge gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Somit besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Rahmen eines zentralen Cash- und Währungsmanagements für den Jungheinrich-Konzern wird eine zins- und währungsoptimierte sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert grundsätzlich nur in ausgewählte Assetklassen mit einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Der Jungheinrich-Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren - insbesondere der Ratings, die von anerkannten Ratingagenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden - sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird als nicht wesentlich erachtet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG Seite 128 entnommen werden. Durch Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich umfassende Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen besteht ein konzerneinheitlicher Prozess, der die Erfüllung der Berichterstattungspflichten gewährleistet und den Risikoanforderungen gerecht wird. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften in einem für Wirtschaftsunternehmen üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen oder öffentlich-rechtlichen Bestimmungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Wesentliche allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu wesentlichen Verträgen und sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise Partei oder Beteiligte in rechtlichen Verfahren, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit solchen rechtlichen Verfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Im Bereich Datenschutz sind die Bußgeldrisiken durch die seit 2018 anzuwendende Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) erheblich gestiegen. Jungheinrich hat diesem Risiko durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Umsetzung dieser verschärften Vorschriften Rechnung getragen. Es erfolgte insbesondere eine Anpassung der Konzernrichtlinien an die neuen datenschutzrechtlichen Vorschriften. Auch sind die erforderlichen datenschutzvertraglichen Grundlagen mit Dienstleistern und anderen Geschäftspartnern angepasst worden. Jungheinrich hat darüber hinaus die neuen Vorgaben durch die Implementierung verstärkter technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOMs) umgesetzt. Alle Mitarbeiter werden vom Vorstand zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften verpflichtet. Es erfolgen regelmäßige konzernweite Schulungen. Das Datenschutzmanagementsystem wird kontinuierlich überwacht und weiter optimiert. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage des Jungheinrich-Konzerns. Vor dem Hintergrund des rückläufigen Flurförderzeugmarktes in Europa, der bisher vorliegenden Auftragseingänge sowie der konjunkturellen Unsicherheiten und der daraus möglicherweise resultierenden Volatilität der künftigen Nachfrage nach Flurförderzeugen ist der Vorstand im Hinblick auf seine Markterwartung vorsichtig. Somit richtet sich Jungheinrich für das Jahr 2020 auf eine deutlich sinkende Nachfrage für Flurförderzeuge ein. Sofern sich die Flurförderzeugmärkte, insbesondere in den europäischen Ländern, besser als erwartet entwickeln, könnten die erzielbaren Werte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoff- und Materialpreisen oder absatzseitig aus der Aufwertung bedeutender Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte und Dienstleistungen sowie durch die fortschreitenden Trends zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung in der Intralogistik entstehen. Beispielsweise können Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Technologieentwicklung im Bereich der Energiespeichersysteme, insbesondere beim Einsatz der Lithium-Ionen-Technologie, zusätzliche Chancen für Jungheinrich, die starke Position im Markt für elektromotorbetriebene Flurförderzeuge weiter auszubauen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken und Chancen identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden die Risiken - soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit haben wir keine Risiken identifiziert, die im Jahr 2020 einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Jungheinrich-Konzerns wesentlich beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. PrognoseberichtWeltwirtschaftswachstum von unsicheren Rahmenbedingungen unbeeindrucktDer Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2020 trotz anhaltender wirtschafts- und geopolitischer Unsicherheiten einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent (2019: 2,9 Prozent). Mögliche Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus auf die Konjunktur einzelner Länder oder weltweit sind derzeit nicht einschätzbar und auch in den bisherigen Konjunkturprognosen nicht berücksichtigt. Als maßgebliche Treiber für das Wachstum sollten insbesondere China, die USA sowie einige Länder Europas beitragen. Das BIP der USA dürfte aufgrund des schwelenden Handelskonfliktes mit einem Wachstum von 2,0 Prozent zwar immer noch robust, aber schwächer als im Vorjahr ausfallen (2019: 2,3 Prozent). Für die chinesische Wirtschaft wird eine ähnlich dynamische Entwicklung wie im Vorjahr prognostiziert (6,0 Prozent; 2019: 6,1 Prozent), vorbehaltlich etwaiger Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus. In der Eurozone werden der am 31. Januar 2020 vollzogene Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und seine Folgen sowie die staatspolitischen und finanziellen Risiken Italiens nach wie vor die beherrschenden Themen sein. Deshalb wird für diese Region 2020 wie im Vorjahr nur ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet (2019: 1,2 Prozent). Deutschland dürfte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,1 Prozent über dem Vorjahr (0,5 Prozent) liegen. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet jedoch auch für 2020 mit einer erneut rückläufigen Produktion (minus 2,0 Prozent), nachdem diese bereits im Jahr 2019 um 2,0 Prozent zurückgegangen war. Das BIP Frankreichs soll 2020 wie im Vorjahr mit 1,3 Prozent wachsen, während die italienische Wirtschaftsleistung nur geringfügig, aber dennoch mit etwas mehr Tempo als im Vorjahr steigen soll (0,5 Prozent; 2019: 0,2 Prozent). Für Großbritannien wird trotz des Austrittes aus der Europäischen Union ein gegenüber dem Vorjahr ähnliches Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent erwartet (2019: 1,3 Prozent). In Polen soll die konjunkturelle Dynamik deutlich nachlassen (3,1 Prozent; 2019: 4,0 Prozent), wohingegen für Russland 2020 ein robustes und merklich über dem Vorjahr liegendes Wachstum des BIP von 1,9 Prozent prognostiziert wird (2019: 1,1 Prozent). Wie in den Vorjahren sind Frankreich, Italien und Großbritannien nach Deutschland die bedeutendsten Flurförderzeugmärkte in Westeuropa. In Osteuropa sind dies Polen und Russland. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: 20. Januar 2020) Erwarteter Rückgang des Weltmarktes für FlurförderzeugeWir erwarten vor dem Hintergrund eines in den letzten Monaten teilweise deutlich rückläufigen Marktes, einer höheren Volatilität im Auftragseingang und insbesondere mangels positiver Konjunktur- und Marktsignale, dass trotz der stabilen bis positiven Konjunkturprognosen des IWF der Markt für Flurförderzeuge 2020 gegenüber 2019, sowohl in der Welt als auch in Europa, spürbar zurückgehen wird. In Nordamerika rechnen wir bestenfalls mit einem gegenüber dem Vorjahr stabilen Marktvolumen. Für die Nachfrage in Asien erwarten wir - ähnlich wie in Europa - einen deutlichen Rückgang. Zusätzlich könnten sich etwaige Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus negativ auf die Konjunktur einzelner Länder niederschlagen. Umsatzziel 2020: 3,60 Mrd. € bis 3,80 Mrd. €Mit einer Ad-hoc-Meldung haben wir bereits am 18. Dezember 2019 unsere Prognose für das Jahr 2020 bezüglich Umsatz, EBIT und EBIT-Rendite veröffentlicht. Hintergrund war die zu diesem Zeitpunkt erkennbare deutliche Abweichung des Entwurfes der Planung für Umsatz und EBIT gegenüber den Analystenerwartungen. Der Konzernumsatz 2020 dürfte sich innerhalb einer Bandbreite von 3,60 Mrd. € bis 3,80 Mrd. € (2019: 4,07 Mrd. €) bewegen. Wir erwarten einen Auftragseingang zwischen 3,50 Mrd. € und 3,80 Mrd. € (2019: 3,92 Mrd. €). Das EBIT sollte im laufenden Geschäftsjahr bei einem Wert zwischen 150 Mio. € und 200 Mio. € liegen (2019: 263 Mio. €). Wir rechnen mit einer EBIT-Rendite von 4,0 Prozent bis 5,5 Prozent (2019: 6,4 Prozent). Hinsichtlich der Materialkostenentwicklung gehen wir von tendenziell leicht sinkenden Preisen aus. Das EBT sollte 125 Mio. € bis 175 Mio. € erreichen (2019: 242 Mio. €). Wir erwarten derzeit eine EBT-Rendite von 3,5 Prozent bis 5,0 Prozent (2019: 5,9 Prozent). Dies basiert auch auf der Annahme, dass das derzeitige Finanzmarktumfeld verhältnismäßig stabil bleibt. Zur Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit und zum Erhalt eines angemessenen finanziellen Spielraumes halten wir weiterhin an einer hohen Liquiditätsposition fest. Zum Jahresende 2020 erwarten wir eine Nettoverschuldung in Höhe von deutlich unter 100 Mio. € (2019: 172 Mio. €). Der ROCE für das Geschäftsjahr 2020 dürfte aufgrund der gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren EBIT-Erwartung deutlich unter 10 Prozent (2019: 13,7 Prozent) liegen. Neben den Zielwerten für die Finanzkennzahlen streben wir im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 eine leichte Verbesserung unseres Marktanteiles in Europa (2019: 20,2 Prozent) an. Mögliche Einflüsse durch Auswirkungen, die auf die Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen wären, sind in den zuvor genannten Prognosewerten nicht berücksichtigt. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Jungheinrich-KonzernsAufgrund der Unsicherheiten durch den andauernden Handelsstreit zwischen den USA und China sowie über die endgültige Ausgestaltung des Austrittes Großbritanniens aus der Europäischen Union und der Einflüsse durch die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Wachstumsdynamik nachlassen. Es ist zu erwarten, dass der Konjunkturverlauf deutlich anfälliger für Schwankungen wird. Bezüglich des globalen Marktvolumens für Flurförderzeuge erwarten wir einen spürbaren Rückgang gegenüber 2019. Politische Risiken, aber auch terroristische Akte oder kriegerische Konflikte können zu unerwarteten und gegebenenfalls deutlichen Veränderungen der angenommenen Rahmenbedingungen führen. Die globalen Entwicklungen in der Intralogistik, wie beispielsweise die Trends zur Modernisierung von Lagern, zu Automatisierungslösungen, die kundenseitige Fokussierung auf die Intralogistik sowie Elektrofahrzeuge und auch die Entwicklung digitaler Produkte, bieten hingegen Chancen für unser Geschäftsmodell. Wir rechnen aufgrund der oben genannten Faktoren im laufenden Geschäftsjahr mit einem spürbaren Rückgang von Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Der Jungheinrich-Konzern ist durch das integrierte Geschäftsmodell mit Fokus auf den Elektrofahrzeugen, die breite regionale Aufstellung, die gut diversifizierte Kundenstruktur, die starke Kundenbindung durch eine hohe Leasingquote im Neufahrzeuggeschäft (41 Prozent) und den hohen Dienstleistungsanteil am Umsatz langfristig gut aufgestellt. Jungheinrich verfügt über eine solide Bilanzstruktur und ausreichend finanzielle Mittel, um auch im Fall einer hinter den Erwartungen zurückbleibenden Konjunktur- und Marktentwicklung die erforderlichen Maßnahmen für die langfristige, strategische Positionierung umzusetzen. Wir werden vor allem die strategischen Zukunftsfelder Digitalisierung, Automatisierung sowie Lithium-Ionen-Technologie weiter ausbauen. Unsere Eigenkapitalquote von 28 Prozent beziehungsweise - bereinigt um die Einflüsse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" - 46 Prozent ist solide. Hierauf legen wir auch zukünftig großen Wert. Mit Blick auf die Dividendenzahlungen verfolgt Jungheinrich eine Politik der Kontinuität. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in diesem Konzernlagebericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Konzernlagebericht wird daher nicht übernommen. Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2019Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird unter Anhangangabe (24) Seite 110 erläutert. KonzernbilanzAktiva scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
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Ein- und Auszahlungen im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeitscroll
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird unter Anhangangabe (33) Seite 126 erläutert. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird unter Anhangangabe (24) Seite 110 erläutert. KonzernanhangALLGEMEINE ANGABEN(1) GeschäftsgegenstandDie Jungheinrich AG hat ihren Firmensitz in der Straße "Friedrich-Ebert-Damm 129" in Hamburg (Deutschland) und ist beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 44885 im Handelsregister eingetragen. Der Jungheinrich-Konzern ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Lösungsanbieter für die Intralogistik mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Systemlösungen und Dienstleistungen tätig. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, Automatiksystemen, den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Außerdem gehören Regalbediengeräte sowie Lastaufnahmemittel zum Produktprogramm. Die Herstellung von Flurförderzeugen erfolgt in den Werken in Norderstedt, Moosburg, Degernpoint, Landsberg und Lüneburg (jeweils Deutschland) sowie im Werk in Qingpu/ Shanghai (China). Die Aufarbeitung von gebrauchten Flurförderzeugen erfolgt im Gebrauchtgeräte-Zentrum in Klipphausen/Dresden (Deutschland). Jungheinrich unterhält ein stark ausgebautes Direktvertriebsnetz mit 28 eigenen Vertriebsgesellschaften in Europa. Weitere Auslandsgesellschaften sind in Australien, Brasilien, Chile, China, Ecuador, Indien, Kolumbien, Malaysia, Peru, Singapur, Südafrika und Thailand angesiedelt. Der Vertrieb von Jungheinrich-Produkten in Nordamerika erfolgt über einen exklusiven Vertriebspartner. Darüber hinaus werden Jungheinrich-Produkte, insbesondere in Übersee, auch über lokale Händler vertrieben. Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel werden in den Werken in München (Deutschland), Gyöngyös (Ungarn) und Kunshan (China) gefertigt und weltweit unter der Marke MIAS vertrieben. (2) Grundsätze der RechnungslegungGrundlagenDie Jungheinrich AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Es wurden alle zum Abschlussstichtag gültigen Standards und die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Konzernabschluss wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen Angaben in Tausend €. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde am 4. März 2020 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. KonsolidierungTochterunternehmen einschließlich strukturierter Unternehmen, auf welche die Jungheinrich AG, Hamburg, direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn das Mutterunternehmen die Verfügungsmacht aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das Tochterunternehmen hat, es an deren variablen Renditen partizipiert und diese Renditen durch seine Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Strukturierte Unternehmen, die beherrscht werden, sind ebenfalls zu konsolidieren. Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht ausschlaggebend für die Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die maßgeblichen Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt sind. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen Jungheinrich die Beherrschung zusammen mit einem Partnerunternehmen ausübt und gemeinsam mit diesem die Rechte am Nettovermögen der Beteiligung hat. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen die Jungheinrich AG, Hamburg, direkt oder indirekt maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Ein maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn Jungheinrich einen Anteil zwischen 20 Prozent und 50 Prozent der Stimmrechte hält. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für den Konzern und für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden zu Anschaffungskosten angesetzt, da weder ein notierter Marktpreis vorliegt noch ein beizulegender Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Jungheinrich AG die Beherrschung über die Gesellschaft erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Jungheinrich AG endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Die zu konsolidierenden Abschlüsse der Jungheinrich AG als Muttergesellschaft und der einbezogenen Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Bei den nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen werden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Ermittlung des anteiligen Kapitals zugrunde gelegt. Unternehmenszusammenschlüsse, das heißt Erwerbe von Gesellschaften und Geschäftsbereichen, werden gemäß IFRS 3 entsprechend der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei wird die übertragene Gegenleistung zum Zeitpunkt des Erwerbes mit dem zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewerteten Nettovermögen verrechnet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden ebenfalls mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwert des identifizierten Nettovermögens, wird dieser aktive Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Ist der beizulegende Zeitwert des übernommenen Nettovermögens höher als die Anschaffungskosten, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag. Dieser wird dann im Erwerbsjahr sofort ertragswirksam erfasst. Wenn die beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt des Unternehmenszusammenschlusses bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Bilanzierung nur provisorisch bestimmt werden können, wird der Unternehmenszusammenschluss mit diesen vorläufig ermittelten Werten bilanziert. Die Fertigstellung der erstmaligen Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit IFRS 3.45 unter Berücksichtigung des Bewertungszeitraumes von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt. Innerhalb dieses Bewertungszeitraumes werden alle erforderlichen Anpassungen an den ermittelten beizulegenden Zeitwerten gegen den vorläufig ermittelten Unterschiedsbetrag gebucht. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital werden unter "Nicht beherrschende Anteile" im Eigenkapital ausgewiesen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen werden im Zeitpunkt des Zuganges mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals der Beteiligungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anteile des Jungheinrich-Konzerns an at-equity-bilanzierten Unternehmen beinhalten die bei Erwerb entstandenen Firmenwerte. Da diese Firmenwerte nicht getrennt ausgewiesen werden, sind sie nach IAS 36 nicht separat auf Wertminderung zu überprüfen. Stattdessen wird der gesamte Buchwert des Anteiles gemäß IAS 36 auf Wertminderung untersucht, sobald Anzeichen für ein Absinken des erzielbaren Betrages unter den Buchwert des Investments vorliegen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert eines at-equity-bilanzierten Unternehmens, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrages. Wertaufholungen in nachfolgenden Berichtsperioden werden ergebniswirksam erfasst. WährungsumrechnungIn Fremdwährung gehaltene liquide Mittel sowie Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Kurs umgerechnet und dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam erfasst. Wesentliche Wechselkurse für den Jungheinrich-Konzernscroll
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Dies ist die jeweilige Landeswährung, wenn die Tochterunternehmen wirtschaftlich eigenständig in den Währungsraum ihres Sitzlandes integriert sind. Bei den Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns ist die funktionale Währung die Landeswährung. Für den Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in Landeswährung berichteten Vermögenswerte und Schulden in Euro zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Veränderungen während des Jahres, die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und die des sonstigen Ergebnisses werden mit den Jahresdurchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Aus der Währungsumrechnung resultierende Unterschiedsbeträge werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb des Postens "Sonstige Eigenkapitalveränderungen" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die jeweiligen kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst. UmsatzrealisierungUmsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatten mit dem Übergang der Kontrolle über die Güter oder Dienstleistungen an den Kunden erfasst. Dies ist im Allgemeinen der Fall, wenn die Lieferung erfolgt ist beziehungsweise die Leistung erbracht wurde, der Verkaufspreis fixiert oder bestimmbar und der Zahlungseingang hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzrealisierung für Verträge, insbesondere über den Verkauf von Flurförderzeugen sowie die Erbringung von Kundendienstleistungen, mit Kunden erfolgt im Jungheinrich Konzern hauptsächlich auf Basis der Einzelverträge. Umsatzerlöse werden in Höhe der vertraglich vereinbarten Gegenleistung erfasst, sobald der Kunde die Kontrolle über die Güter erlangt oder die erbrachten Dienstleistungen nutzt. Wesentliche Finanzierungskomponenten sind in den Verträgen mit Kunden nicht enthalten, da in der Regel marktübliche Zahlungsziele vereinbart sind. Für gesetzliche und vertragliche Gewährleistungsverpflichtungen wird eine Rückstellung gebildet. Jungheinrich erfasst für Automatisierungsprojekte im Bereich der Logistiksysteme, die während der Erstellung in der Verfügungsgewalt des Auftraggebers liegen und bei denen der Konzern einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive angemessener Marge hat, Umsatzerlöse und Umsatzkosten entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt. Das heißt, für diese Projekte erfolgen Kontrollübergang und Umsatzrealisierung über einen bestimmten Zeitraum. Die Ermittlung des Fertigstellungsgrades erfolgt auf Basis der Meilensteinmethode, das heißt, die erbrachte Leistung wird im Verhältnis zur Gesamtleistung betrachtet. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich bestimmt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. Umsätze aus Finanzdienstleistungsgeschäften werden bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Operating Lease" in Höhe der Leasingraten linear über die Laufzeit der Verträge realisiert. Bei einer Klassifizierung des Vertrages als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Nettoinvestitionswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst. Die Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verträge realisiert. Im Fall der Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft oder Bank werden bei abgeschlossenen Verkaufsverträgen mit Rückkaufverpflichtungen und einer Klassifizierung dieser Verträge als sogenannter "Operating Lease" die erhaltenen Verkaufserlöse abzüglich der vereinbarten Restwerte unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt und linear über die Zeit bis zum mit der Leasinggesellschaft/Bank vertraglich vereinbarten Rückkaufdatum umsatzwirksam aufgelöst. Bei einer Klassifizierung dieser Verträge als sogenannter "Finance Lease" werden die Umsätze in Höhe des Nettoinvestitionswertes des Leasinggegenstandes bei Vertragsbeginn erfasst. Produktbezogene AufwendungenAufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens ergebniswirksam. Fracht- und Versandkosten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Die produktbezogenen Aufwendungen enthalten auch Zuführungen zu den Rückstellungen für Garantieverpflichtungen sowie zu den Rückstellungen für belastende Verträge. Forschungskosten und nicht aktivierungsfähige Entwicklungsausgaben werden in der Periode, in der sie entstehen, ergebniswirksam erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandInvestitionszulagen und Investitionszuschüsse werden erfasst, wenn ausreichende Sicherheit besteht, dass Jungheinrich die damit verbundenen Bedingungen erfüllen wird und dass die Zuwendungen gewährt werden. Erfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden in der Periode ergebniswirksam als "Sonstige betriebliche Erträge" erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten dieser Vermögenswerte, sondern werden grundsätzlich passiv abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der geförderten Vermögenswerte planmäßig verteilt. Die Auflösungsbeträge werden pro rata temporis ergebniswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird auf Basis des Ergebnisanteiles der Aktionäre der Jungheinrich AG berechnet und beruht auf der durchschnittlichen Anzahl der jeweiligen während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien. In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert hätten. Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet und - sofern deren Nutzungsdauer begrenzt ist - linear abgeschrieben. Für Softwarelizenzen werden Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren zugrunde gelegt. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, betreffen insbesondere Kundenbeziehungen, Technologien sowie Kundenverträge. Für diese Kundenbeziehungen und Technologien wurden wirtschaftliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 20 Jahren und für die Kundenverträge von 15 bis 20 Jahren festgelegt. Erworbene Nutzungsrechte an Grundstücken in China und Singapur sind auf 50 beziehungsweise 36 Jahre begrenzt. Entwicklungsausgaben werden aktiviert, sofern erwartet wird, dass die Herstellung der entwickelten Produkte dem Jungheinrich-Konzern einen wirtschaftlichen Nutzen bringen wird und technisch durchführbar ist, und sofern die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Die aktivierten Entwicklungsausgaben umfassen sämtliche direkt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden ab dem Produktionsbeginn planmäßig linear über die vorgesehene Laufzeit der Serienproduktion, in der Regel zwischen 4 und 7 Jahren, abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet und den immateriellen Vermögenswerten zugeordnet. Die Anschaffungskosten ermitteln sich als aktiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung und dem zum beizulegenden Zeitwert erworbenen Nettovermögen. In Folgeperioden werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten abzüglich - sofern erforderlich - kumulierter Wertminderungen bilanziert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung überprüft. Übersteigt der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages sofort ergebniswirksam erfasst. Eine Wertaufholung, auch unterjährig erfasster Wertminderungen, erfolgt in späteren Berichtsperioden nicht. Für die Überprüfung auf mögliche Wertminderung ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der ZGE, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, zu ermitteln. Die ZGEs entsprechen dabei in der Regel den rechtlichen Konzernunternehmen. Für die Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwertes aus dem Erwerb von MIAS wurde als ZGE die MIAS Group bestimmt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Die Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zunächst auf Grundlage der Bestimmung des Nutzungswertes einer ZGE mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Grundsätzlich werden die geplanten Cashflows aus der bottom-up erstellten und durch das Management der Jungheinrich AG plausibilisierten Fünf-Jahres-Planung verwendet. Für die Cashflows jenseits der Planungsperiode werden langfristige Umsatz- und Renditeerwartungen angesetzt. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Der Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz sowie konzernunternehmens- beziehungsweise länderspezifischen Risikozuschlägen für Eigen- und Fremdkapital. Ist der Nutzungswert niedriger als der Buchwert, wird zur Bestimmung des erzielbaren Betrages zusätzlich der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, werden grundsätzlich aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei Verkauf oder Verschrottung werden Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ausgebucht; dabei entstehende Gewinne oder Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nutzungsdauern für Sachanlagenscroll
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen mit unbestimmbarer oder unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Jungheinrich schließt als Leasingnehmer Verträge über die Nutzung von Sachanlagen, hauptsächlich Immobilien und Fahrzeuge, ab. Die diesbezüglich in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen sowie unter Berücksichtigung eventuell vorgenommener Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit bewertet. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechtes ermitteln sich als Barwert der vertraglich vereinbarten zu leistenden Leasingzahlungen zuzüglich der Vertragsabschlusskosten und abzüglich sämtlicher erhaltener Leasinganreize. Sofern aus der Nutzung des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswertes eine entsprechende Verpflichtung zum Rückbau entsteht, sind diese Kosten Bestandteil der Anschaffungskosten. Jungheinrich nimmt für Immobilienleasingverträge das Wahlrecht in Anspruch, die Zahlungen für Nichtleasingkomponenten als Leasingzahlungen zu berücksichtigen und somit jede Leasingkomponente und alle damit verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. Für alle übrigen Leasingverträge erfolgt die Bilanzierung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten getrennt. Sofern das Eigentum am Leasinggegenstand am Ende der Vertragslaufzeit durch Optionsausübung oder aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung auf Jungheinrich übergeht, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Andernfalls wird das Nutzungsrecht linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Für Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten und für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit in den Funktionskosten erfasst. Als geringwertige Leasinggegenstände werden Vermögenswerte definiert, deren einzelne Anschaffungskosten zum Neuwert 5 T€ nicht überschreiten. MietgeräteJungheinrich vermietet Fahrzeuge an Kunden auf Basis kurzfristiger Verträge. Diese Mietgeräte werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 beziehungsweise 9 Jahren, je nach Produktgruppe, abgeschrieben. Abschreibungen werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 beziehungsweise 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfasst. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und MietgerätenDie Überprüfung von Geschäfts- oder Firmenwerten auf eine Wertminderung wird unter "Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" erläutert. Für alle übrigen immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Mietgeräte wird die Werthaltigkeit mindestens einmal jährlich oder immer dann überprüft, wenn Anzeichen bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes seinem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheit) sind. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, den geschätzten diskontierten zukünftigen Cashflows. Sofern der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes überschreitet, wird eine Wertminderung erfasst. Wenn der Grund für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung entfallen ist, erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Leasing und FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes schließen Jungheinrich-Konzerngesellschaften direkt oder unter Zwischenschaltung von Leasinggesellschaften oder Banken Verträge mit Kunden ab. Die Klassifizierung und damit die Bilanzierung der Leasingverträge richten sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasingnehmer und führt bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber zum Ausweis der zukünftig zu zahlenden Leasingraten als Forderungen aus Finanzdienstleistungen in Höhe ihres Nettoinvestitionswertes. Die ratierlich realisierten Zinserträge über die Laufzeit stellen sicher, dass eine konstante Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition erzielt wird. Ist das wirtschaftliche Eigentum Jungheinrich als Leasinggeber zuzurechnen, liegt ein sogenannter "Operating Lease"-Vertrag vor, und die Fahrzeuge werden als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 beziehungsweise 9 Jahren, je nach Produktgruppe, abgeschrieben. Abschreibungen werden über die ersten beiden Jahre je nach Produktgruppe mit jeweils 30 beziehungsweise 20 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und danach linear bis zum Ende der wirtschaftlichen Nutzungsdauer erfasst. Die Leasingerträge werden erfolgswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Mit Beendigung des Kundenleasingvertrages werden die Fahrzeuge zum Buchwert in die Vorräte übertragen. Die Refinanzierung dieser langfristigen Kundenverträge ("Finance Lease" und "Operating Lease") erfolgt grundsätzlich laufzeitkongruent und ist als Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" passiviert. Neben objektbezogenen Darlehensfinanzierungen werden im Jungheinrich-Konzern im Rahmen des Verkaufes zukünftig fälliger Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen die vereinnahmten Verkaufserlöse in den Verbindlichkeiten aus Finanzierungen abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethode über die Zeit der Nutzungsüberlassung aufgelöst. Zudem finanziert sich Jungheinrich über das ausschließlich für den Zweck der Refinanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes gegründete verbundene Unternehmen Elbe River Capital S.A., Luxemburg. Diese Refinanzierungsgesellschaft kauft zukünftig fällige Leasingraten aus konzerninternen Überlassungsverträgen sowie in Deutschland aus Kundenverträgen an und refinanziert sich durch die Begebung von Schuldverschreibungen. Darüber hinaus werden langfristigen Kundenverträgen zugrunde liegende Fahrzeuge im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert. Für Sale-and-Leaseback-Transaktionen, die vor dem Datum der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" abgeschlossen wurden, erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 keine Neubeurteilung hinsichtlich des Kontrollüberganges auf die Leasinggesellschaften/Banken und die Verteilung des Verkaufsgewinnes aus diesen Verträgen über die Vertragslaufzeit wird fortgeführt. Für ab dem 1. Januar 2019 geschlossene Sale-and-lease-back-Verträge wird geprüft, ob ein Übergang der Kontrolle über die Fahrzeuge an den Refinanzierungspartner erfolgt ist. Da dies in der Regel nicht der Fall ist, werden die Fahrzeuge nicht als Verkauf beurteilt und ausgebucht, sondern, in Abhängigkeit von der Klassifizierung des Kundenvertrages, als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" oder "Forderungen aus Finanzdienstleistungen" angesetzt und bewertet. Die Refinanzierungsverbindlichkeiten in Höhe der Erlöse aus der Übertragung werden als finanzielle Verbindlichkeit bilanziert und in den "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Bei Kundenverträgen unter Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft oder Bank schließt Jungheinrich mit den Leasinggesellschaften/Banken Verkaufsverträge über die den Kunden zur Nutzung überlassenen Vermögenswerte ab. Jungheinrich verpflichtet sich in diesen Verträgen häufig, die Fahrzeuge am Ende der Kundenvertragslaufzeit zu einem vereinbarten Restwert von der Leasinggesellschaft/Bank zurückzukaufen. Damit erfüllen diese Verträge die Definition eines Leasingvertrages und werden entsprechend den Klassifizierungskriterien, die bei der Klassifizierung von direkt mit Kunden abgeschlossenen Leasingverträgen Anwendung finden, als "Operating Lease" beziehungsweise "Finance Lease" klassifiziert. Liegt das wirtschaftliche Eigentum bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften, werden die an Leasinggesellschaften/Banken verkauften Fahrzeuge nach IFRS weiterhin in der Bilanz von Jungheinrich angesetzt. Zum Zeitpunkt der Aktivierung als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" werden die Verkaufserlöse abzüglich des vereinbarten Restwertes innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten in der Position "Umsatzabgrenzung aus Finanzdienstleistungen" erfasst. Die Abschreibung der Leasinggeräte erfolgt linear über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge zwischen den Leasinggesellschaften/Banken und den Endkunden. Die innerhalb der passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzten Verkaufserlöse werden linear über die Vertragslaufzeit bis zur Fälligkeit der Zahlung des vereinbarten Restwertes umsatzwirksam aufgelöst. Die Rückkaufverpflichtungen werden in Höhe der vertraglich vereinbarten Restwerte in der Position "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. FinanzinstrumenteGemäß IFRS 9 werden Finanzinstrumente definiert als Verträge, die gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu finanziellen Vermögenswerten und bei dem anderen Unternehmen zu finanziellen Schulden oder Eigenkapitalinstrumenten führen. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden drei Bewertungskategorien zuzuordnen:
Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Jungheinrich-Konzerns zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme. Finanzielle Verbindlichkeiten sind einer der folgenden zwei Bewertungskategorien zuzuordnen:
Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte, sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sowie Finanzverbindlichkeiten. Der Ansatz von originären Finanzinstrumenten erfolgt zum Erfüllungszeitpunkt, das heißt zu dem Zeitpunkt, an dem der Vermögenswert an oder durch Jungheinrich geliefert wird. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und VertragsvermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden im Jungheinrich-Konzern primär mit der Zielsetzung gehalten, den Nominalwert zu vereinnahmen. Die Vertragsbedingungen führen zu vereinbarten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und gegebenenfalls Zinszahlungen auf den ausstehenden Forderungsbetrag darstellen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte des Jungheinrich-Konzerns haben in der Regel vertraglich vereinbarte kurzfristige Zahlungsziele. Sie werden der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich Wertberichtigungen entsprechen. Zu den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen verwiesen. Nicht konsolidierte Anteile an verbundenen Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenNicht konsolidierte Anteile an verbundenen Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Übrige BeteiligungenUnter den übrigen Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, die weder verbundene Unternehmen noch assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen sind. Die übrigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da sie über keinen notierten Marktpreis verfügen und ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. WertpapiereWertpapiere, die mit der Zielsetzung gehalten werden, sie bis zur Endfälligkeit zu halten und ihre vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, werden der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der erstmalige Ansatz dieser Wertpapiere erfolgt zum Transaktionspreis. Etwaige Differenzen zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag werden über die Laufzeit im Finanzergebnis berücksichtigt. Bei diesen Wertpapieren entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Nennwert abzüglich (zuzüglich) etwaiger Abschläge (Aufschläge) sowie abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Wertpapiere, die mit der Zielsetzung gehalten werden, sie sowohl zu verkaufen als auch zu halten um vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen, die aber nicht der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis" zugeordnet werden können, werden der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des Finanzinstrumentes zuzurechnen sind. Der beizulegende Zeitwert entspricht den auf aktiven Märkten notierten Marktpreisen. Gewinne und Verluste dieser Wertpapiere, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt. Jungheinrich hält keine Wertpapiere der Bewertungskategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis". Sonstige finanzielle VermögenswerteSonstige finanzielle Vermögenswerte werden der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet und nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, das heißt zum Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste, bilanziert. Liquide MittelLiquide Mittel sind kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 3 Monaten sowie kurzfristige Termingelder mit einer originären Vertragslaufzeit von bis zu maximal 12 Monaten. Liquide Mittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, das heißt zum Nennbetrag abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste, bilanziert. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird. Leasingverbindlichkeiten werden zu Beginn des Leasingverhältnisses in Höhe des Barwertes der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes angesetzt und anschließend unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit durch Aufzinsung erhöht sowie um geleistete Leasingzahlungen reduziert. Weiterhin werden Buchwertveränderungen aus der Neubewertung der Leasingverbindlichkeit aufgrund von Neubeurteilungen oder Anpassungen der Leasingverhältnisse berücksichtigt. Wertminderungen von FinanzinstrumentenFür Finanzinstrumente der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste ermittelt und als Wertberichtigungen sofort ergebniswirksam erfasst. Gemäß IFRS 9 besteht bereits im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Finanzinstrumenten die Pflicht zur Erfassung von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Für die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wendet Jungheinrich das vereinfachte Zweistufenmodell an. Aufgrund der vorrangig vorkommenden Kurzfristigkeit dieser finanziellen Vermögenswerte entspricht der erwartete Kreditverlust aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate (Stufe 1) dem erwarteten Kreditverlust aus möglichen Ausfallereignissen während der Restlaufzeit (Stufe 2). Somit ist ein Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 für diese Finanzinstrumente nicht relevant. Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden daher immer für die Restlaufzeit dieser Finanzinstrumente berechnet. Jungheinrich hat für Bandbreiten von Ausfallwahrscheinlichkeiten konzerneinheitliche Risikogruppen definiert. Für die Ermittlung der Wertberichtigungen im Konzernabschluss wurde für jede Risikogruppe der obere Rand der Bandbreite als Konzernausfallquote für eine 12-Monats-Laufzeit festgelegt. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden entsprechend den individuellen Kundenratings diesen Risikogruppen zugeordnet. Die Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste ergeben sich durch Anwendung der Konzernausfallquoten auf die Forderungsbestände der einzelnen Risikogruppen unter Berücksichtigung der von den jeweiligen Konzerngesellschaften vereinbarten durchschnittlichen Zahlungsziele. Bei Forderungsbeständen, für die Kreditversicherungen abgeschlossen wurden, unterliegt lediglich der vertraglich vereinbarte Selbstbehalt einem Ausfallrisiko. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte, bei denen sich das Kreditrisiko seit dem letzten Bilanzstichtag signifikant erhöht hat, werden in Stufe 3 transferiert. Anzeichen für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos sind objektive Hinweise wie beispielsweise eine deutliche Verschlechterung des Kundenratings, angemeldete Insolvenzen, aber auch ein deutlicher Anstieg bei den Überfälligkeiten des Schuldners. Für diese zweifelhaften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden individuelle anlassbezogene Einzelwertberichtigungen bilanziert. Wenn das Kreditausfallrisiko für in Vorjahren der Stufe 3 zugeordnete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte zum Bilanzstichtag gesunken ist, erfolgt eine Wertaufholung. Die Finanzinstrumente werden wieder in die Ermittlung von Wertberichtigungen der Stufe 2 einbezogen. Wenn nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon auszugehen ist, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte ganz oder teilweise realisierbar sind, werden sie, unter Berücksichtigung lokaler Vorschriften, ausgebucht. Für die Ermittlung der möglichen zukünftigen Wertminderungen aller übrigen Finanzinstrumente der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" wendet Jungheinrich das Dreistufenmodell an. Im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes werden diese finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 zugeordnet und Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste erfasst. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen 12-Monats-Zeitraum basieren auf CDS-Preisen und der zu erwartenden Ausfallverlustquote. Parameter für Ausfallverlustquoten (LGD) spiegeln eine angenommene Realisierungsquote von 40 bis 45 Prozent wider. In diesem Fall wird der geschätzte Verlust auf Grundlage des derzeitigen Marktpreises des Instrumentes und der Restlaufzeit berechnet. Sollte sich das Ausfallrisiko in Folgeperioden signifikant erhöhen, wären diese Finanzinstrumente in Stufe 2 zu transferieren und Wertberichtigungen in Höhe des erwarteten Kreditverlustes für die Restlaufzeit zu erfassen. Ein Anzeichen für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos ist, wenn das externe Rating des Kontrahenten unter Investment Grade abgestuft wird. Der Risikomanagementstrategie von Jungheinrich folgend, werden alle übrigen Finanzinstrumente bei einer signifikanten Erhöhung des Bonitätsrisikos jedoch sofort liquidiert. Ein Transfer in Stufe 2 beziehungsweise Stufe 3 wird somit nicht relevant. IFRS 9 fordert die Erfassung von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Die Ermittlung dieser Wertberichtigungen erfolgt unter Zugrundelegung von geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die tatsächlich zukünftig eintretenden Kreditverluste können von den im Konzernabschluss angesetzten Beträgen abweichen. Folgeänderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" aus der Einführung von IFRS 9 hat Jungheinrich nicht umgesetzt. Wertminderungen werden aus Gründen der Wesentlichkeit nicht separat in der Gesamtergebnisrechnung, sondern im Anhang ausgewiesen. Derivative FinanzinstrumenteJungheinrich setzt derivative Finanzinstrumente hauptsächlich zu Sicherungszwecken ein. Jungheinrich nimmt das Wahlrecht im IFRS 9 in Anspruch und wendet hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften weiterhin die Regeln des IAS 39 an. Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswertes eingegangen wurde, angesetzt. IAS 39 erfordert, dass alle derivativen Finanzinstrumente mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivates werden, je nachdem ob es sich um einen Fair Value Hedge oder einen Cashflow Hedge handelt, im Ergebnis oder erfolgsneutral im Eigenkapital (sonstige Eigenkapitalveränderungen) berücksichtigt. Bei einem Fair Value Hedge werden die Ergebnisse aus der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente ergebniswirksam erfasst. Die Marktwertveränderungen der Derivate, die als Cashflow Hedge zu klassifizieren sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teiles zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung des zugeordneten Grundgeschäftes. Der hedge-ineffektive Teil wird unmittelbar im Finanzergebnis erfasst. Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert sind, werden der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. Gewinne und Verluste dieser derivativen Finanzinstrumente, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren, werden unmittelbar ergebniswirksam berücksichtigt. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in Bewertungsstufen eingeordnet. Die Einordnung eines Finanzinstrumentes in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für seine Gesamtbewertung, und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Berücksichtigung für die Bewertung als Ganzes erheblich beziehungsweise maßgeblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (aus Preisen abgeleitet) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Jungheinrich erfasst Umgruppierungen zwischen den verschiedenen Bewertungsstufen zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. VorräteDie Vorräte sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten ("Lower of cost and net realizable value") bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten und Abschreibungen. Zur Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird die Durchschnittskostenmethode angewendet. Verwertungsrisiken, die sich aus der Lagerdauer ergeben, werden auf Basis historischer Verbräuche durch Abwertungen der Bestände berücksichtigt. Sofern die Gründe für die Abwertungen nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Latente SteuernLatente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden entsprechend der bilanzorientierten Methode für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz bilanziert. Diese Behandlung gilt grundsätzlich für alle Vermögenswerte und Schulden außer für Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Daneben sind latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste und noch nicht genutzter Steuergutschriften bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass diese verwendet werden können. Latente Steuern werden mit den aktuellen Steuersätzen bewertet. Wenn zu erwarten ist, dass sich die Differenzen in Jahren mit anderen Steuersätzen ausgleichen, werden die dann jeweils gültigen Sätze verwendet. Für den Fall, dass sich die Steuersätze ändern, wird dies in dem Jahr berücksichtigt, in dem die Steuersatzänderungen verabschiedet werden. Für aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Sonstige EigenkapitalveränderungenIn dieser Position werden erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals ausgewiesen, soweit sie nicht auf Kapitaltransaktionen mit Anteilseignern beruhen. Hierzu zählen die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung und der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen. Die Veränderungen des Berichtsjahres werden in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für Leistungszusagen auf Altersversorgung bewertet. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen sowie demografische Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Neubewertungen, die bei Jungheinrich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Ertrag aus dem Planvermögen (unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld enthalten sind) umfassen, werden unmittelbar bei Entstehung im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Bilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Bestandteil der sonstigen Eigenkapitalveränderungen und werden in Folgeperioden nicht mehr in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgegliedert. Die Kostenkomponente Dienstzeitaufwand wird ergebniswirksam in den Personalkosten der entsprechenden Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Pensions- und ähnliche Verpflichtungen einiger ausländischer Gesellschaften sind durch Pensionsfonds, die Planvermögen im Sinne des IAS 19 sind, finanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unterdeckung der leistungsorientierten Pensionspläne des Jungheinrich-Konzerns dar. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden erfasst, wenn das Arbeitsverhältnis eines Mitarbeiters vor dem regulären Renteneintritt beendet wird oder ein Mitarbeiter gegen eine Abfindungsleistung freiwillig aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet. Der Konzern erfasst diese Leistungen nur, sofern entweder aufgrund eines detaillierten formalen, nicht mehr zu revidierenden Planes oder aber aufgrund einer individuellen Vereinbarung Jungheinrich nachweislich zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses und zur Erbringung der Leistungen verpflichtet ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden gemäß IAS 19 bilanziert. Darüber hinaus sind Ansprüche der Mitarbeiter, die bei deren Ausscheiden nach landesrechtlichen Vorschriften fällig werden, sowie sonstige kurz- und langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend zurückgestellt. Die Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 bilanziert. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bilanzierung der übrigen Rückstellungen stellt die bestmögliche Schätzung der Kosten dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich sind. Lässt sich die Höhe der erforderlichen Rückstellung nur innerhalb einer Bandbreite bestimmen, wird der wahrscheinlichste Wert angesetzt, bei gleicher Wahrscheinlichkeit der Mittelwert. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit ein detaillierter formaler Plan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Die Durchführung der Maßnahmen erfolgt zeitnah. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst und in Höhe des Barwertes der erwarteten Ausgaben angesetzt. Rückstellungen werden nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. AbschlussgliederungKurzfristige und langfristige Vermögenswerte sowie kurzfristige und langfristige Schulden werden als getrennte Gliederungsgruppen in der Bilanz dargestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn ihre Realisation beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Pensionsverpflichtungen werden entsprechend ihrem Charakter als langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer unter den langfristigen Schulden gezeigt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden sind den langfristigen Vermögenswerten und Schulden zugeordnet. Einzelne Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie in der Bilanz sind zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert ausgewiesen. SchätzungenIm Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode bestimmen. Schätzungen und Annahmen sind insbesondere erforderlich für die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern für Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte, für die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, unter anderem für Pensionen, Risiken aus vertraglich vereinbarten Restwerten, Garantieverpflichtungen oder Rechtsstreitigkeiten. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und - soweit erforderlich - die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE), welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des erzielbaren Betrages bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der ZGE, einer nachhaltigen Wachstumsrate und eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Eine Veränderung dieser und weiterer Einflussfaktoren kann zu Wertminderungen führen. Weitere Informationen können der Anhangangabe (12) Seite 98 entnommen werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken. Die Schätzungen zukünftiger Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Garantieverpflichtungen sind mit vielen Unsicherheiten behaftet. Oftmals kann der Ausgang einzelner Gerichtsverfahren nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Jungheinrich aufgrund abschließender Urteile zu einigen der Rechtsfälle Aufwendungen entstehen können, die die hierfür gebildeten Vorsorgen überschreiten und deren zeitlicher Anfall sowie deren Bandbreite nicht mit Sicherheit vorausbestimmt werden können. Für die Garantieverpflichtungen bestehen Unsicherheiten hinsichtlich des Inkrafttretens neuer Gesetze und Regulierungen, der Zahl der betroffenen Fahrzeuge oder der Art der zu veranlassenden Maßnahmen. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Weitere Informationen können der Anhangangabe (26) Seite 116 entnommen werden. Obwohl im Fall einer erforderlichen Anpassung der Rückstellungen in der Berichtsperiode die daraus resultierenden Aufwendungen einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis von Jungheinrich haben können, wird erwartet, dass die sich daraus ergebenden möglichen Verpflichtungen unter Einbeziehung der dafür bestehenden Vorsorgen keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben werden. Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRSZum 1. Januar 2019 hatte Jungheinrich verpflichtend erstmalig IFRS 16 "Leasingverhältnisse" anzuwenden. Der Standard ersetzt die im IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie in den zugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27 enthaltenen Regelungen zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Die hieraus resultierenden Änderungen betreffen hauptsächlich die Bilanzierung beim Leasingnehmer, der zukünftig alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in seiner Bilanz zu erfassen hat. Ausnahmen bestehen für Leasingverträge mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten, vorausgesetzt der Leasingvertrag enthält keine Kaufoption, sowie für sogenannte geringwertige Leasinggegenstände, für die die bisherige Bilanzierung als "Operating Lease" beibehalten werden kann. Jungheinrich hat für die erstmalige Anwendung dieses Standards die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden infolgedessen nicht rückwirkend angepasst. Anpassungen aus der Erstanwendung von IFRS 16 wurden in den Eröffnungsbilanzwerten zum 1. Januar 2019 erfasst. Die aus der Erstanwendung des IFRS 16 resultierenden Änderungen betreffen hauptsächlich die Bilanzierung beim Leasingnehmer, der seit dem 1. Januar 2019 grundsätzlich alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in seiner Bilanz zu erfassen hat. Jungheinrich nimmt das Wahlrecht im IFRS 16 in Anspruch und verzichtet für Leasingverträge mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten, vorausgesetzt der Leasingvertrag enthält keine Kaufoption, sowie für sogenannte geringwertige Leasinggegenstände auf die Erfassung eines Nutzungsrechtes sowie einer Leasingverbindlichkeit. Für diese Verträge wird die bisherige Bilanzierung als "Operating Lease" beibehalten und somit werden die mit diesen Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen weiterhin als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit in den Funktionskosten erfasst. Als geringwertige Leasinggegenstände werden Vermögenswerte definiert, deren einzelne Anschaffungskosten zum Neuwert 5 T€ nicht überschreiten. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen sowie unter Berücksichtigung eventuell vorgenommener Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit bewertet. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechtes ermitteln sich als Barwert der vertraglich vereinbarten zu leistenden Leasingzahlungen zuzüglich der Vertragsabschlusskosten und abzüglich sämtlicher erhaltener Leasinganreize. Sofern aus der Nutzung des dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Vermögenswertes eine entsprechende Verpflichtung zum Rückbau entsteht, sind diese Kosten Bestandteil der Anschaffungskosten. Jungheinrich nimmt für Immobilienleasingverträge das Wahlrecht in Anspruch, die Zahlungen für Nichtleasingkomponenten als Leasingzahlungen zu berücksichtigen und somit jede Leasingkomponente und alle damit verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. Für alle übrigen Leasingverträge erfolgt die Bilanzierung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten getrennt. Sofern das Eigentum am Leasinggegenstand am Ende der Vertragslaufzeit durch Optionsausübung oder aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung auf Jungheinrich übergeht, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Andernfalls wird das Nutzungsrecht linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die in den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes angesetzt. Nach der erstmaligen Erfassung der Leasingverbindlichkeiten werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit durch Aufzinsung erhöht sowie um geleistete Leasingzahlungen reduziert. Weiterhin werden Buchwertveränderungen aus der Neubewertung der Leasingverbindlichkeit aufgrund von Neubeurteilungen oder Anpassungen der Leasingverhältnisse berücksichtigt. Im Jungheinrich-Konzern hatte die erstmalige Anwendung des IFRS 16 hauptsächlich Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung von Verträgen über die Anmietung von Immobilien und das Leasing von Fahrzeugen, die bisher als sogenannte "Operating Lease" nach IAS 17 klassifiziert waren. Für die bisher als "Operating Lease" klassifizierten Verträge hat Jungheinrich zum 1. Januar 2019 Leasingverbindlichkeiten in Höhe des Barwertes der noch nicht geleisteten Leasingzahlungen unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung erfasst. Diese Leasingverbindlichkeiten werden unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die verwendeten Grenzfremdkapitalzinssätze am 1. Januar 2019 berücksichtigten die den Leasingverhältnissen zugrunde liegenden Laufzeiten, wobei ein endfälliges Zahlungsprofil unterstellt wurde, und länderspezifische Risikozuschläge. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 1,96 Prozent. Jungheinrich hat das Wahlrecht im IFRS 16 in Anspruch genommen und die im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 entsprechend zu bilanzierenden Nutzungsrechte grundsätzlich in Höhe der abgezinsten Leasingverbindlichkeiten zuzüglich der geleisteten Leasingvorauszahlungen bewertet. Bei der Bewertung des Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung blieben die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Verträgen mit Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen wurden aktuelle Erkenntnisse berücksichtigt. Leasingverträge, die als sogenannte "Finance Lease" nach IAS 17 bereits unter den Sachanlagen aktiviert und als Finanzverbindlichkeiten passiviert wurden, blieben in ihrer Bilanzierung unverändert. Im Rahmen des Überganges auf IFRS 16 erhöhten sich in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte um 151.979 T€. Die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten erhöhten sich um 150.782 T€ und berücksichtigen im Voraus geleistete Leasingzahlungen in Höhe von 1.197 T€, die zum 31. Dezember 2018 im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst waren. Der Bilanzposten "Rechnungsabgrenzungsposten" reduzierte sich in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 entsprechend. Aus der Umstellung auf IFRS 16 ergaben sich keine erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen zu erfassenden Effekte. IFRS 16: Überleitung zu den Leasingverbindlichkeiten am 1. Januar 2019scroll
Darüber hinaus gibt es ab dem Geschäftsjahr 2019 Änderungen in der Erfassung von Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind. Die Abschreibungen der Nutzungsrechte werden gemäß IFRS 16 den Funktionskosten zugeordnet und sind damit Bestandteil des EBIT. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Bisher wurden die über die Vertragslaufzeiten linearen Miet- und Leasingraten aus "Operating Lease"-Verträgen aufwandswirksam vollständig im EBIT erfasst. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf das EBIT des Geschäftsjahres 2019 des Jungheinrich-Konzerns. In der Konzern-Kapitalflussrechnung reduziert der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen seit dem 1. Januar 2019 den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und nicht, wie bisher, den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Aufgrund dessen verbesserte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2019 um 48.114 T€, während sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit entsprechend verringerte. Für Leasinggeber sind die Bilanzierungsvorschriften, insbesondere im Hinblick auf die weiterhin erforderliche Klassifizierung von Leasingverhältnissen, weitgehend unverändert geblieben. Im IFRS 16 wurden die Grundsätze zur Bilanzierung von Sale-and-Leaseback-Transaktionen neu geregelt. Nach IAS 17 wurde für jede Sale-and-Leaseback-Transaktion auf Ebene des Verkäufers ein Verkauf als gegeben angenommen und somit war der "Leaseback" ein gemäß den Regelungen des IAS 17 zu bilanzierender Leasingvertrag, für den der Verkäufer/Leasingnehmer eine Klassifizierung vorzunehmen hatte. Bei einer Klassifizierung als "Finance Lease"-Vertrag, was bei Jungheinrich die Regel war, war der übertragene Vermögenswert in Höhe des Barwertes der Mindestleasingzahlungen wieder einzubuchen und in gleicher Höhe eine Leasingverbindlichkeit anzusetzen. Ein Verkaufsgewinn aus der Veräußerung an die Bank war über die Vertragslaufzeit abzugrenzen. Der IFRS 16 verlangt hingegen für jede Sale-and-Leaseback-Transaktion eine Beurteilung, ob die Übertragung des Vermögenswertes als Verkauf zu bilanzieren ist, wobei die Vorschriften des IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" anzuwenden sind. Stellt die Übertragung des Vermögenswertes keinen Verkauf gemäß IFRS 15 dar, was bei Jungheinrich häufig der Fall ist, ist die Sale-and-Leaseback-Transaktion als Finanzierungsvorgang zu bilanzieren. Der Verkäufer hat den übertragenen Vermögenswert weiterhin zu erfassen und eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe der erhaltenen Erlöse aus der Übertragung anzusetzen. Für Sale-and-Leaseback-Transaktionen, die vor dem Datum der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" abgeschlossen wurden, erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 16 keine Neubeurteilung hinsichtlich des Kontrollüberganges auf die Leasinggesellschaften/Banken und die Verteilung des Verkaufsgewinnes aus diesen Verträgen über die Vertragslaufzeit wird fortgeführt. Für ab dem 1. Januar 2019 geschlossene Sale-and-lease-back-Verträge prüfte Jungheinrich, ob ein Übergang der Kontrolle gemäß IFRS 15 über die Fahrzeuge an den Refinanzierungspartner erfolgt ist. Da dies in der Regel nicht der Fall war, wurden diese Transaktionen mit den Leasinggesellschaften/Banken nicht als Verkauf gemäß IFRS 15 beurteilt und die Fahrzeuge somit nicht ausgebucht, sondern, in Abhängigkeit von der Klassifizierung des Kundenvertrages, als "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen" zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder der Kundenvertrag als "Forderungen aus Finanzdienstleistungen" zum Nettoinvestitionswert angesetzt und bewertet. Für diese Verträge wurden im Berichtsjahr in Höhe von insgesamt 34 Mio. € keine Verkaufsgewinne mehr abgegrenzt. Die Erlöse aus der Übertragung des Vermögenswertes wurden als finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 bilanziert und in den "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" ausgewiesen. Jungheinrich hat die vom IFRS 16 zusätzlich geforderten Angaben, sofern relevant, für das Geschäftsjahr 2019 berichtet. Sie wurden jedoch im Allgemeinen nicht für die Vergleichsperiode dargelegt. Zum 1. Januar 2019 hatte Jungheinrich verpflichtend erstmalig die Interpretation IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" anzuwenden. IFRIC 23 stellt klar, ob und wie Ertragsteuerrisiken bilanziell abzubilden sind. Die bisherige Bilanzierungspraxis von Jungheinrich entsprach grundsätzlich den Regelungen der Interpretation, sodass die erstmalige Anwendung von IFRIC 23 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns hatte. Alle weiteren erstmals zum 1. Januar 2019 verpflichtend in der EU anzuwendenden IFRS hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jungheinrich-Konzernabschluss. Abweichende, bis zum 31. Dezember 2018 angewandte Bilanzierungs- und BewertungsmethodenJungheinrich hat für die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 die modifizierte retrospektive Übergangsmethode gewählt. Die Vergleichszahlen der Vorjahresperioden wurden infolgedessen nicht rückwirkend angepasst. Sie werden weiterhin entsprechend den für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Jungheinrich-Konzerns bilanziert. Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen erfolgte bis einschließlich 31. Dezember 2018 gemäß den Regelungen des IAS 17. Die Klassifizierung und damit die Bilanzierung von Leasingverhältnissen, in denen Jungheinrich Leasingnehmer war, richteten sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Bei sogenannten "Finance Lease"-Verträgen lag das wirtschaftliche Eigentum bei Jungheinrich. Für diese Leasingverträge wurden zum Vertragsbeginn Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten, jeweils mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, angesetzt. Sofern das Eigentum am Leasinggegenstand am Ende der Vertragslaufzeit durch Optionsausübung oder aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung auf Jungheinrich übergeht, erfolgte die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Andernfalls wurde das Nutzungsrecht linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Nach der erstmaligen Erfassung der Leasingverbindlichkeiten wurden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei Vorliegen eines sogenannten "Operating Lease" wurden die von Jungheinrich geleisteten Miet- und Leasingzahlungen als Aufwand linear über die Vertragslaufzeit in den Funktionskosten erfasst. Die beschriebene Bilanzierung erfolgte gleichermaßen für Miet- und Leasinggeräte, die im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert wurden. Nach IAS 17 war jede Sale-and-Leaseback-Transaktion auf Ebene des Verkäufers ein Verkauf und der "Leaseback" ein gemäß den Regelungen des IAS 17 zu bilanzierender Leasingvertrag. Jungheinrich verpflichtete sich im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes bei Refinanzierungen im Sale-and-lease-back-Verfahren häufig, die Fahrzeuge am Ende der Kundenvertragslaufzeit zu einem vereinbarten Restwert von der Leasinggesellschaft/Bank zurückzukaufen. Daher wurden die sogenannten "Leaseback"-Verträge häufig als "Finance Lease" klassifiziert. Die Verkaufsgewinne aus den Verkäufen an die Leasinggesellschaften/Banken wurden gemäß IAS 17 entsprechend abgegrenzt und über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam realisiert. Die noch nicht realisierten Gewinnabgrenzungen wurden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Veröffentlichte, von der EU übernommene und noch nicht angewendete IFRSDas IASB hat im Oktober 2018 Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" hinsichtlich der Definition von "wesentlich" herausgegeben. Ziel der Änderung ist eine Vereinheitlichung der Definition von Wesentlichkeit in allen IFRS und dem Rahmenkonzept. Weiterhin wurde klargestellt, dass wesentliche Informationen durch die Angabe von unwesentlichen Informationen nicht verschleiert werden dürfen. Es sollen zukünftig lediglich solche Informationen angegeben werden, bei denen nach vernünftiger Einschätzung eine Entscheidungsrelevanz für die primären Abschlussadressaten erwartet werden kann. Jungheinrich wird die bisher veröffentlichten Angaben hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit für die primären Abschlussadressaten beurteilen. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden derzeit nicht erwartet. Die vom IASB veröffentlichten Änderungen wurden im Dezember 2019 von der EU übernommen und sind erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Das IASB hat im September 2019 die erste Phase des Projektes "Interest Rate Benchmark Reform" mit der Veröffentlichung von Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" abgeschlossen. Durch die Änderungen sollen Auswirkungen, die sich durch die Reform von Referenzzinssätzen (sogenannte IBOR-Reform) auf die Finanzberichterstattung ergeben, gemildert werden. Jungheinrich geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der Änderungen dazu führt, dass der Konzern auch trotz Unsicherheiten über die Ablösung bestehender Referenzzinssätze die bestehenden Absicherungen des Zinsänderungsrisikos bilanziell fortführen beziehungsweise weiterhin designieren kann. Die vom IASB veröffentlichten Änderungen wurden im Januar 2020 von der EU übernommen und sind erstmals verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Jungheinrich erwartet derzeit, dass alle weiteren von der EU übernommenen und noch nicht angewendeten Standards ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden. Veröffentlichte, von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRSDie veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen und von Jungheinrich noch nicht angewendeten Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Jungheinrich-Konzerns haben. Bei Anerkennung dieser Standards durch die EU, die verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwenden sind, plant Jungheinrich derzeit keine vorzeitige Anwendung dieser Standards. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft 79 (Vorjahr: 79) ausländische und 27 (Vorjahr: 20) inländische Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis umfasst 92 (Vorjahr: 87) vollkonsolidierte Unternehmen einschließlich eines strukturierten Unternehmens, die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode werden 13 (Vorjahr: 12) Gemeinschaftsunternehmen und ein (Vorjahr: -) assoziiertes Unternehmen bilanziert. Der Universal-FORMICA-Fonds, Frankfurt am Main, an dem die Jungheinrich AG 100 Prozent der Fondsanteile hält, wird als strukturiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Jungheinrich ist durch Vertragsvereinbarungen in der Lage, die Tätigkeiten des Spezialfonds zu steuern und somit die Höhe der Rendite zu beeinflussen. Zweck des Fondsinvestments ist es, bei einem begrenzten Risiko die Renditechancen des Kapitalmarktes zu nutzen. Zur Begrenzung der Risiken wurde der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG, Hamburg, wird in der Anhangangabe (43) Seite 140 dargestellt. Veränderungen des KonsolidierungskreisesEntwicklung des Konsolidierungskreisesscroll
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TochterunternehmenZur Stärkung des Logistiksystemgeschäftes erlangte Jungheinrich zum 1. Januar 2019 gegen Zahlung eines Kaufpreises von 3,4 Mio. € die Beherrschung über die ISI Automation GmbH & Co. KG, Extertal (Deutschland), und hält seitdem 70 Prozent der Stimmrechts- und Kapitalanteile an dieser Gesellschaft. Der Kaufpreis wurde in Form von liquiden Mitteln erbracht. Im Rahmen des Erwerbes der 70 Prozent der Anteile erhielten der Minderheitengesellschafter zudem ein Andienungsrecht und Jungheinrich eine Kaufoption bezüglich der verbleibenden 30 Prozent. Das Andienungsrecht kann vom Minderheitengesellschafter für jeweils einen Minderheitenanteil von 15 Prozent am 1. Januar 2022, 1. Januar 2023 oder 1. Januar 2024 ausgeübt werden. Die Option beinhaltet für die einzelnen Stichtage fest vereinbarte Kaufpreise von jeweils rund 0,7 Mio. € für einen Minderheitenanteil von 15 Prozent. Für einen Minderheitenanteil von 15 Prozent ist der Kaufpreis an die EBIT-ROS-Entwicklung der ISI Automation GmbH & Co. KG gekoppelt, dabei aber vertraglich begrenzt auf mindestens 0,5 Mio. € und maximal 1,0 Mio. €. Der Jungheinrich AG wurde eine Kaufoption eingeräumt, die es ihr erlaubt, noch nicht angediente Anteile wirtschaftlich zum 1. Januar 2024 zu erwerben. Die Kaufpreise sind mit denen des Andienungsrechtes gleichlautend. Aufgrund der Ausgestaltung des Andienungsrechtes und der Kaufoption erfolgte bereits zum Erwerbszeitpunkt eine 100-prozentige Konsolidierung der ISI Automation GmbH & Co. KG. Die beschriebenen Put-Optionen wurden auf den Barwert von 1,3 Mio. € abgezinst und als Kaufpreisverbindlichkeit in den übrigen Schulden bilanziert. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von 0,1 Mio. € wurden im Jahr 2018 ergebniswirksam erfasst. Die Verteilung des Kaufpreises auf das erworbene Nettovermögen kann nachfolgender Tabelle entnommen werden. Kaufpreisallokation zum Erwerbszeitpunkt: ISI Automationscroll
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5,0 Mio. € sowie ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 0,9 Mio. € identifiziert. Die identifizierten ansetzbaren immateriellen Vermögenswerte betrafen erworbene Kundenverträge mit einer Nutzungsdauer von 15 Jahren und erworbenes technologisches Know-how. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus dem gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm und erwarteten Vorteilen aus einem zukünftigen Wachstum des Marktes und der Umsatzerlöse sowie der daraus resultierenden positiven Ertragslage des Logistiksystemgeschäftes. Diese Vorteile wurden nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt, da sie den Vorschriften für den Ansatz immaterieller Vermögenswerte nicht entsprechen. Es wird nicht erwartet, dass ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes für einkommensteuerliche Zwecke abzugsfähig ist. In den übernommenen Forderungen waren ausschließlich Forderungen enthalten, die voraussichtlich einbringlich sein werden. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte berücksichtigen das Ausfallrisiko für erwartete Kreditverluste, welches als gering eingestuft wurde. Im 1. Quartal 2019 gründeten Jungheinrich und Triathlon Holding GmbH, Fürth (Deutschland), die JT Energy Systems GmbH, Freiberg (Deutschland). Gegenstand der Gesellschaft ist insbesondere das Halten und die Verwaltung von gewerblichen Immobilien und Schutzrechten sowie von Beteiligungen an Unternehmen in den Bereichen Entwicklung, Herstellung und Aufarbeitung von Lithium-Ionen-Batterien. Jungheinrich hält einen Anteil von 70 Prozent an dem Tochterunternehmen. Die übrigen 30 Prozent werden von der Triathlon Holding GmbH, Fürth, gehalten. Die JT Energy Systems GmbH, Freiberg, gründete im Berichtsjahr mit der JT mopro GmbH, Glauchau, und der JT lipro GmbH, Freiberg, in Deutschland zwei Gesellschaften für die Produktion und den Vertrieb von hauptsächlich Lithium-Ionen-Batterien. Die JT mopro GmbH hat im 4. Quartal 2019 ihre operative Tätigkeit aufgenommen. Die Errichtung des Werkes in Freiberg war zum 31. Dezember 2019 noch nicht abgeschlossen. Für den Ausbau des Versandhandels wurde im 2. Quartal 2019 die Hemmdal GmbH, Hamburg (Deutschland), gegründet. Aus den Erstkonsolidierungen der vier neu gegründeten Gesellschaften ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. GemeinschaftsunternehmenJungheinrich erwarb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 gegen Zahlung eines Kaufpreises von 13 T€ 50 Prozent der Anteile an der Malikon GmbH, Eslarn (Deutschland). Die Gesellschaft, deren Gegenstand die Beratung, Entwicklung und Realisierung von SAP Extended Warehouse Management-Implementierungsprojekten ist, wird ab dem Erwerbszeitpunkt als Gemeinschaftsunternehmen einbezogen und nach der Equity-Methode bilanziert. Assoziierte UnternehmenJungheinrich erwarb mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 gegen Zahlung eines Kaufpreises von 2,6 Mio. € 40 Prozent der Anteile an der Cebalog GmbH, Pyrbaum (Deutschland), und erlangte einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik des Unternehmens. Die Gesellschaft wird ab dem Erwerbszeitpunkt als assoziiertes Unternehmen einbezogen und nach der Equity-Methode bilanziert. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- und-VERLUST-RECHNUNG(3) UmsatzerlöseJungheinrich realisiert Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden durch Übertragung von Gütern und Erbringung von Dienstleistungen sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen. Darüber hinaus erzielt der Konzern Erlöse aus Miet- und Leasingverträgen, bei denen Jungheinrich Leasinggeber ist. Zusammensetzung der Umsatzerlösescroll
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Regionen und berichtspflichtigen Segmenten wie in folgender Tabelle dargestellt. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Regionen und Segmentenscroll
Die sonstigen Umsatzerlöse des Segmentes "Intralogistik" beinhalten die entsprechend dem jeweiligen Leistungsfortschritt erfassten Auftragserlöse für langfristige Fertigungsaufträge. Die Umsatzerlöse des Segmentes "Finanzdienstleistungen" beinhalten in Höhe von 160.657 T€ (Vorjahr: 134.061 T€) Leasingerträge aus "Operating Lease"-Kundenverträgen und in Höhe von 67.536 T€ (Vorjahr: 58.173 T€) Zinserträge aus "Finance Lease"-Kundenverträgen. (4) UmsatzkostenIn den Umsatzkosten sind als Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen in Höhe von 2.122.499 T€ (Vorjahr: 1.979.906 T€) enthalten. Im Materialaufwand sind Kursverluste in Höhe von 1.667 T€ (Vorjahr: 7.187 T€) enthalten, die im Wesentlichen aus Einkäufen der ausländischen Vertriebsgesellschaften in Konzernwährung und den damit im Zusammenhang stehenden Kurssicherungsgeschäften resultieren. In den Umsatzkosten sind Wertminderungsaufwendungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte in Höhe von insgesamt 2.537 T€ (Vorjahr: 4.336 T€) enthalten. Die Umsatzkosten beinhalten darüber hinaus in Höhe von 31.679 T€ (Vorjahr: 27.727 T€) Zinsaufwendungen, die aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge des Segmentes "Finanzdienstleistungen" resultieren. (5) PersonalaufwandInnerhalb der Funktionskosten der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung sind insgesamt folgende Personalaufwendungen enthalten. Personalaufwand in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterscroll
1)
FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente) Die Funktionskosten enthalten zusätzlich zum Personalaufwand auch Kosten für Leiharbeitnehmer in Höhe von 33.785 T€ (Vorjahr: 36.661 T€). (6) Abschreibungen, Wertminderungen und WertaufholungenDie Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen werden jeweils in der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Miet- und Leasinggeräte sowie der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen dargestellt. Sämtliche Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen sind in den Funktionskosten enthalten. (7) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres beinhalten mit 851 T€ (Vorjahr: 760 T€) Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie in Höhe von 217 T€ (Vorjahr: 218 T€) Auflösungsbeträge aus abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres in Höhe von 252 T€ (Vorjahr: 2.256 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand enthalten, die erfolgsbezogen beziehungsweise an weitere Bedingungen gebunden waren. Diese Zuwendungen wurden ergebniswirksam erfasst, sobald angemessene Sicherheit darüber bestand, dass die Zuwendungen an die chinesische Vertriebsgesellschaft gewährt werden. (8) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten mit 1.018 T€ (Vorjahr: 1.086 T€) Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres in Höhe von 1.819 T€ (Vorjahr: 4.151 T€) Aufwendungen, die aus der Wertminderung eines Geschäfts- oder Firmenwertes resultierten, erfasst. Weitere Informationen können der Anhangangabe (12) Seite 98 entnommen werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Berichtsjahres beinhalten in Höhe von 4.860 T€ (Vorjahr: - T€) Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen sowie in Höhe von 1.353 T€ (Vorjahr: - T€) Wertminderungen für erwartete Kreditverluste, die sonstige Forderungen aus Finanzierungen gegen ein Gemeinschaftsunternehmen betrafen. (9) ZinsergebnisZusammensetzung des Zinsergebnissesscroll
Der Anstieg bei den Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen resultiert aus der mit Wirkung zum 1. Januar 2019 verpflichtenden Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge des Segmentes "Finanzdienstleistungen" und der Finanzierung von Mietgeräten werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. (10) Übriges FinanzergebnisZusammensetzung des übrigen Finanzergebnissesscroll
Im Ergebnis aus Derivaten werden sämtliche Ergebnisse von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen, die nicht Lieferungen und Leistungen betreffen, die nicht im Spezialfonds gehalten werden und die zum Bilanzstichtag auch nicht als Sicherungsinstrumente designiert waren. Dazu zählen im Wesentlichen derivative Finanzinstrumente, die zur Sicherung von Währungskursen bei konzerninternen Finanzvorgängen abgeschlossen wurden. Das Ergebnis aus Derivaten beinhaltet auch die Währungsdifferenzen aus Finanzierungen. Ergebnisse aus Derivaten im Zusammenhang mit Lieferungen und Leistungen werden unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Das sonstige Finanzergebnis betraf mit 400 T€ (Vorjahr: minus 399 T€) die ergebniswirksamen Veränderungen der Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf Wertpapiere, Liquide Mittel und sonstige finanzielle Vermögenswerte des Berichtsjahres sowie mit minus 548 T€ (Vorjahr: minus 250 T€) Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Personalrückstellungen. Das Ergebnis der im Spezialfonds verwalteten Vermögenswerte enthält auch nicht realisierte Gewinne und Verluste, welche aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert resultieren. (11) ErtragsteuernZusammensetzung des Steueraufwandesscroll
Der effektive Steueraufwand in Deutschland war gegenüber dem Vorjahr infolge eines geringeren Ergebnisses gesunken. Der Aufwand aus Vorjahressteuern belief sich auf 3,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €). Der effektive Steueraufwand im Ausland ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Ursache war eine verbesserte Ertragslage. Im Jahr 2019 entstand ein Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €). Der auf Deutschland entfallende latente Steuerertrag von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. € Steueraufwand) ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Anstieg der latenten Steuerforderungen aus Pensionsrückstellungen, auf geringere latente Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit aktivierten Entwicklungskosten sowie in Höhe von 0,5 Mio. € auf die Veränderung eines steuerlichen Verlustvortrages. Der auf das Ausland entfallende latente Steueraufwand von 8,6 Mio. € setzte sich in Höhe von 7,3 Mio. € aus der Veränderung latenter Steuerpositionen aus temporären Differenzen und in Höhe von 1,3 Mio. € aus dem Abbau latenter Steuerforderungen auf Verlustvorträge zusammen. Der latente Steueraufwand des Jungheinrich-Konzerns des Jahres 2019 in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) setzte sich zusammen aus einem Steueraufwand in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. € Steuerertrag) aus der Veränderung der Verlustvorträge und aus einem Steueraufwand in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) aus der Veränderung temporärer Differenzen. Der inländische Gesamtsteuersatz betrug für das Geschäftsjahr 2019 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent). Er setzte sich unverändert aus 15,0 Prozent Körperschaftsteuerbelastung zuzüglich des Solidaritätszuschlages in Höhe von 5,5 Prozent der Körperschaftsteuerbelastung und einem Gewerbesteuersatz von 14,2 Prozent zusammen. Die angewandten lokalen Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variierten zwischen 9,0 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent) und 34,0 Prozent (Vorjahr: 34,0 Prozent). Zum 31. Dezember 2019 bestanden im Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von rund 74 Mio. € (Vorjahr: 58 Mio. €). Davon entfielen 40 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €) auf den Verlustvortrag in den USA und 12 Mio. € auf den Verlustvortrag in Australien (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Latente Steueransprüche wurden auf beide Verlustvorträge mit Blick auf die künftigen Nutzungsmöglichkeiten nicht angesetzt. Der Verlustvortrag in den USA ist im Wesentlichen bis zum Jahr 2026 vortragsfähig. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die nutzbaren körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge 21,8 Mio. € (Vorjahr: 22,0 Mio. €). Sie waren unbegrenzt vortragsfähig. Im Zusammenhang mit diesen Verlustvorträgen sind Wertminderungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) vorgenommen worden. Daneben bestanden zum 31. Dezember 2019 gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €). Bei dem Bilanzausweis der latenten Steueransprüche ist einzuschätzen, inwieweit sich aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen und den Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden voraussichtlich künftige effektive Steuerentlastungen ergeben. Dabei sind alle positiven und negativen Einflussfaktoren berücksichtigt worden. Die gegenwärtige Einschätzung kann sich in Abhängigkeit von Veränderungen der Ertragslage zukünftiger Jahre ändern und eine höhere oder niedrigere Wertminderung erforderlich machen. Im Konzern sind mehrere Jahre noch nicht endgültig steuerlich veranlagt. Jungheinrich ist der Ansicht, ausreichend Vorsorge für diese offenen Veranlagungsjahre getroffen zu haben. Zusammensetzung der aktiven und passiven latenten Steuernscroll
Vom Nettobetrag der latenten Steuern in Höhe von 83.498 T€ (Vorjahr: 80.485 T€) wurden 32.920 T€ (Vorjahr: 27.717 T€) direkt im Eigenkapital erfasst. Für temporäre Differenzen zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen in Höhe von 15,6 Mio. € (Vorjahr: 9,0 Mio. €) wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da Jungheinrich in der Lage ist, den zeitlichen Ablauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und mit einer Umkehr der temporären Differenzen in näherer Zukunft nicht zu rechnen ist. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Als erwarteter Steueraufwand ist der Betrag ausgewiesen, der sich unter Anwendung des für die Konzernobergesellschaft geltenden Gesamtsteuersatzes von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern ergibt. Der Besteuerungsunterschied Ausland ist gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht, weil sich der Anteil Deutschlands am Konzernergebnis gegenüber dem Jahr 2018 verringert hat. Die Veränderung der Wertminderung im Jahr 2019 war im Wesentlichen durch den auf Australien entfallenden Verlustvortrag verursacht. Die Veränderung aus Vorjahressteuern resultierte aus abweichenden Veranlagungen sowie aus Betriebsprüfungen. Die permanenten Differenzen waren weiterhin geprägt von steuerfreien Erträgen aus wirtschaftsfördernden Abschreibungsregelungen. Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwandscroll
Die Konzernsteuerquote 2019 betrug 26,9 Prozent (Vorjahr: 29,5 Prozent). ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ(12) Immaterielle VermögenswerteEntwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichtsjahrscroll
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Vorjahrscroll
Die Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse in der Position "Erworbene immaterielle Vermögenswerte" entfielen im Berichtsjahr im Wesentlichen auf Kundenverträge und technologisches Know-how. Die übrigen Zugänge in dieser Position betrafen vor allem Software und Softwarelizenzen. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte enthalten die aktivierten Entwicklungsausgaben des Jungheinrich-Konzerns. Im Berichtsjahr angefallene Entwicklungsausgaben in Höhe von 29.352 T€ (Vorjahr: 29.990 T€) erfüllten die Aktivierungskriterien nach IFRS. Forschungs- und Entwicklungskosten in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Die Prüfung der Werthaltigkeit der Buchwerte der aktivierten Entwicklungsausgaben erfolgt je Produktlinie auf Basis geschätzter diskontierter zukünftiger Cashflows. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit zum 31. Dezember 2019 resultierten Wertminderungsaufwendungen in Höhe von insgesamt 21.744 T€, die im Wesentlichen drei Produktreihen betrafen. Die im Vorjahr erfassten Wertminderungen in Höhe von insgesamt 70 T€ entfielen auf eine Produktreihe. Die Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse in der Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" resultierten im Berichtsjahr aus dem Erwerb der ISI Automation GmbH & Co. KG, Extertal (Deutschland). Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den ZGEscroll
Jungheinrich führte im 4. Quartal 2019 die jährlichen Werthaltigkeitstests für die den ZGE zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Wesentliche Annahmen im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswertes einer ZGE waren die Free Cashflows, der Abzinsungssatz sowie die nachhaltige Wachstumsrate. Finanzielle Annahmen zur Ermittlung des Nutzungswertes der ZGEs, denen signifikante Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sindscroll
Bei der Überprüfung des chilenischen Geschäfts- oder Firmenwertes im Berichtsjahr wurde eine Wertminderung identifiziert. Der Buchwert der ZGE fiel höher aus als ihr ermittelter erzielbarer Betrag, sodass ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 1.819 T€ in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2019 zu erfassen war. Der im Vorjahr erfasste Wertminderungsaufwand in Höhe von 4.151 T€ betraf die Wertminderung des australischen Geschäfts- oder Firmenwertes. Die Wertminderungsaufwendungen wurden jeweils vollständig dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet. Aus der Prüfung auf Werthaltigkeit der übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten keine Wertminderungsaufwendungen. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die ZGEs, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, wurde festgestellt, dass die für möglich gehaltenen Änderungen von zwei wesentlichen Annahmen dazu führen könnten, dass für die Vertriebsgesellschaft in Rumänien der Buchwert den erzielbaren Betrag geringfügig übersteigt und eine Wertminderung von etwa 400 T€ identifiziert werden könnte. Eine Erhöhung der verwendeten Abzinsungssätze um jeweils 0,5 Prozent oder auch eine Reduzierung der Wachstumsraten um jeweils 0,5 Prozent hätte für die übrigen im Rahmen der Sensitivitätsanalyse betrachteten Geschäfts- oder Firmenwerte zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. (13) SachanlagenEntwicklung der Sachanlagen im Berichtsjahrscroll
Die Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 betrafen hauptsächlich Nutzungsrechte für Immobilien und Fahrzeuge und werden im Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" dargestellt. Die Entwicklung der in den Sachanlagen erfassten Nutzungsrechte im Berichtsjahr kann der folgenden Tabelle entnommen werden. Entwicklung der Nutzungsrechte in den Sachanlagen im Berichtsjahrscroll
Die Nutzungsrechte in der Position "Betriebs- und Geschäftsausstattung" betrafen im Wesentlichen Leasingverträge für Fahrzeuge. Aufwendungen aus Leasingnehmer-Leasingverhältnissen in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnungscroll
Entwicklung der Sachanlagen im Vorjahrscroll
Die Bilanzierung von Leasingverhältnissen für Sachanlagen erfolgte zum 31. Dezember 2018 gemäß IAS 17. In den Sachanlagen zum 31. Dezember 2018 waren in Höhe von 12.077 T€ gemietete Immobilien enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zugerechnet wurden. Die auf gemietete Immobilien entfallenden Abschreibungen des Jahres 2018 betrugen insgesamt 571 T€. Grundstücke und Bauten waren am Bilanzstichtag zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 94.442 T€ (Vorjahr: 77.724 T€) verpfändet. (14) MietgeräteEntwicklung der Mietgerätescroll
Im Rahmen der Finanzierung von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen waren Mietgeräte mit Buchwerten in Höhe von 120.732 T€ (Vorjahr: 152.628 T€) als Sicherheit für die damit verbundenen Finanzverbindlichkeiten gestellt. Für die zum 31. Dezember 2018 im Bestand enthaltenen, im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanzierten Mietgeräte erfolgen die Angaben nach IAS 17. Der Gesamtbestand an Mietgeräten zum 31. Dezember 2018 enthielt geleaste Mietgeräte in Höhe von 7.380 T€, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge ("Finance Lease") dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen waren. Die Abschreibungen des Jahres 2018 auf geleaste Mietgeräte beliefen sich auf insgesamt 2.302 T€. (15) Leasinggeräte aus FinanzdienstleistungenEntwicklung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Zusammensetzung der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungenscroll
Im Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden als Leasinggeräte die Flurförderzeuge aktiviert, bei denen mit einem Endkunden ein Leasingvertrag geschlossen wird, der nach IFRS als "Operating Lease" zu klassifizieren ist. Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 295.777 T€ (Vorjahr: 271.406 T€) waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. Bei Kundenverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft/Bank erfolgt für zwischen Jungheinrich und Leasinggesellschaften/Banken abgeschlossene Verkaufsverträge mit vereinbarten Rückkaufverpflichtungen ebenfalls eine Aktivierung unter der Position "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen", sofern diese Verträge als "Operating Lease" klassifiziert werden. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Kundenverträge "Operating Lease" enthielten in Höhe von 70.393 T€ (Vorjahr: 68.590 T€) Fahrzeugflotten, die Großkunden zur flexiblen Nutzung bereitgestellt werden. Weiterhin enthielten sie eine Fahrzeugflotte in Höhe von 9.969 T€ (Vorjahr: 10.187 T€), die Kunden in Australien zur flexiblen Nutzung bereitgestellt wird. Für die übrigen zum Bilanzstichtag bestehenden, unkündbaren Kundenverträge "Operating Lease" sind die zukünftigen an Jungheinrich zu entrichtenden Leasingzahlungen nach Fälligkeiten in folgender Tabelle dargestellt. Fälligkeiten der ausstehenden Leasingzahlungen aus "Operating Lease"-Kundenverträgenscroll
Für zum 31. Dezember 2018 bestehende "Operating Lease"-Kundenverträge erfolgen die Angaben nach IAS 17. In folgender Tabelle sind für die übrigen zum 31. Dezember 2018 bestehenden, unkündbaren Kundenverträge "Operating Lease" die zukünftigen an Jungheinrich zu entrichtenden Leasingzahlungen nach Fälligkeiten dargestellt. Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus den übrigen Kundenverträgen "Operating Lease"scroll
Für Leasinggeräte mit Buchwerten in Höhe von 118.981 T€ erfolgte die Finanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen betrugen 88.424 T€. (16) Anteile an at-equity-bilanzierten UnternehmenEntwicklung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Zugänge des Berichtsjahres in Höhe von 2.618 T€ resultierten aus dem Erwerb von Anteilen an der Cebalog GmbH, Pyrbaum (Deutschland). Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. Die Zugänge des Berichtsjahres betrafen darüber hinaus in Höhe von 3.965 T€ eine anteilige Einzahlung des Stammkapitals der MCJ Supply Chain Solutions LLC, Houston/Texas (USA), und in Höhe von 1.000 T€ eine anteilige Erhöhung des Stammkapitals der TREX.PARTS GmbH & Co. KG, Sittensen (Deutschland), jeweils durch Jungheinrich. Wesentliche Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmenscroll
Informationen zu den übrigen at-equity-bilanzierten Unternehmen können der Anhangangabe (43) Seite 140 entnommen werden. Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu den einzeln betrachtet wesentlichen at-equity-bilanzierten Unternehmen, wobei die Angaben nicht den Anteil der Jungheinrich AG, sondern 100 Prozent darstellen. Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten wesentlichen Unternehmenscroll
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1)
inklusive Tochtergesellschaften Überleitung von den zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der at-equity-bilanzierten wesentlichen Unternehmen im Konzernabschlussscroll
1)
inklusive Tochtergesellschaften Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste aggregierte Finanzinformationen der einzeln betrachtet unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen, wobei die Angaben jeweils den Anteil des Jungheinrich-Konzerns darstellen. Zusammengefasste aggregierte Finanzinformationen der at-equity-bilanzierten unwesentlichen Unternehmenscroll
Der Konzern hat im Berichtsjahr anteilige Verluste von insgesamt 1.940 T€ (Vorjahr: 1.416 T€) in Bezug auf seine Anteile an Gemeinschaftsunternehmen nicht erfasst. Die kumuliert im Atequity-Buchwert nicht angesetzten Verluste betrugen zum 31. Dezember 2019 insgesamt 3.399 T€ (Vorjahr: 1.459 T€). Aus der Prüfung der Anteile an at-equity-bilanzierten Unternehmen auf Werthaltigkeit zum Bilanzstichtag resultierten im Jahr 2019 keine Wertminderungsaufwendungen. (17) VorräteZusammensetzung der Vorrätescroll
Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 58.798 T€ (Vorjahr: 48.135 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Wertberichtigungen auf Vorräte betrugen zum Bilanzstichtag 57.033 T€ (Vorjahr: 50.432 T€). (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und VertragsvermögenswerteZusammensetzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten Besitzwechsel in Höhe von 4.572 T€ (Vorjahr: 6.431 T€), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 138 T€ (Vorjahr: 51 T€) und Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 3.656 T€ (Vorjahr: 3.576 T€). Die Vertragsvermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vertragssalden aus langfristigen Fertigungsaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Das Ausfallrisiko der Vertragsvermögenswerte wurde als sehr gering eingestuft. Zum 31. Dezember 2019 wurden für Vertragsvermögenswerte Wertminderungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von 86 T€ (Vorjahr: - T€) erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte können der Anhangangabe (32), Seite 122, entnommen werden. Die nachfolgenden Tabellen enthalten Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:Zusammensetzung, Ausfallrisiko und ermittelte erwartete Kreditverluste zum 31. Dezember 2019scroll
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:Zusammensetzung, Ausfallrisiko und ermittelte erwartete Kreditverluste zum 31. Dezember 2018scroll
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.196 T€ (Vorjahr: 18.643 T€) waren zum Bilanzstichtag über Kreditversicherungen zu 90 Prozent beziehungsweise 100 Prozent abgesichert. (19) Forderungen aus FinanzdienstleistungenIm Rahmen des Finanzdienstleistungsgeschäftes, bei dem Jungheinrich-Konzerngesellschaften als Leasinggeber auftreten, werden die Nettoinvestitionswerte der Leasingverträge mit Kunden, die nach IFRS als "Finance Lease" klassifiziert werden, mit Beginn des Leasingverhältnisses als Forderungen aus Finanzdienstleistungen aktiviert. Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden nur zukünftig fällige Leasingzahlungen ausgewiesen. Für die bei Fälligkeit der Leasingzahlungen in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgebuchten Beträge werden die Wertberichtigungen daher unter der Anhangangabe (18) Seite 107 erfasst. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden "Finance Lease"-Kundenverträge sind die zukünftigen an Jungheinrich zu entrichtenden Leasingzahlungen nach Fälligkeiten in folgender Tabelle dargestellt. Forderungen aus Finanzdienstleistungen: Überleitungsrechnung von der Summe der ausstehenden Leasingzahlungen zu deren Nettoinvestitionswertscroll
Der Anstieg des Buchwertes der Nettoinvestition in "Finance Lease"-Kundenverträge zum Bilanzstichtag resultierte im Wesentlichen aus einer deutlichen Ausweitung des Finanzdienstleistungsgeschäftes im Berichtsjahr. Im Jahr 2019 realisierte Jungheinrich einen Ertrag in Höhe von rund 130 Mio. € aus der Differenz zwischen den Zugängen zu "Finance Lease"-Kundenverträgen und den Buchwerten der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Buchwerten in Höhe von 674.315 T€ waren am Bilanzstichtag als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. Für Forderungen aus Finanzdienstleistungen zum 31. Dezember 2018 erfolgen die Angaben nach IAS 17. Forderungen aus Finanzdienstleistungen zum 31. Dezember 2018: Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwertscroll
In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 274.210 T€ enthalten. Forderungen aus Finanzdienstleistungen mit Buchwerten in Höhe von 579.609 T€ waren am 31. Dezember 2018 als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen gestellt. (20) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteZusammensetzung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswertescroll
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 810 T€ (Vorjahr: 109 T€) und gegen at-equity-bilanzierte Unternehmen in Höhe von 155 T€ (Vorjahr: 699 T€) enthalten. Darüber hinaus beinhalteten die sonstigen finanziellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 12.500 T€ ein kurzfristiges Darlehen, das im 1. Quartal 2019 planmäßig zurückgezahlt wurde. Seit dem letzten Bilanzstichtag hatte sich bei den Forderungen aus Finanzierungen gegen ein Gemeinschaftsunternehmen das Kreditrisiko signifikant erhöht. Für diese zweifelhaften Forderungen wurden im Berichtsjahr Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1.353 T€ (Vorjahr: - T€) ergebniswirksam erfasst. Das Ausfallrisiko der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurde als gering eingestuft. Zum Bilanzstichtag waren Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von insgesamt 1.353 T€ (Vorjahr: 27 T€) bilanziert. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen können der Anhangangabe (32) Seite 122 entnommen werden. Alle anderen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte waren weder überfällig noch wertgemindert. Zum Bilanzstichtag deutete nichts darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. (21) WertpapiereZusammensetzung der Wertpapierescroll
Der Gesamtbestand an Wertpapieren enthält in Höhe von 83.447 T€ (Vorjahr: 65.003 T€) Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet sind. Jungheinrich hält diese Wertpapiere mit der Zielsetzung, sie bis zur jeweiligen Endfälligkeit zu halten und deren vertragliche Zahlungsströme zu vereinnahmen. Die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2019 im Bestand von Jungheinrich befanden, werden in den Jahren 2020 bis 2022 endfällig. Für die Wertpapiere, die sich am 31. Dezember 2018 im Bestand von Jungheinrich befanden und im Jahr 2019 ihre Endfälligkeit erreichten, erfolgte die vertraglich vereinbarte Rückzahlung bei Endfälligkeit. Das Ausfallrisiko der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Wertpapiere wurde als gering eingestuft, sodass zur Ermittlung der Wertberichtigungen die zu erwartenden 12-Monats-Kreditverluste zugrunde gelegt wurden. Zum Bilanzstichtag waren für diese Wertpapiere Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von 54 T€ (Vorjahr: 99 T€) erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen können der Anhangangabe (32) Seite 122 entnommen werden. Die am 31. Dezember 2019 im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere mit Buchwerten in Höhe von insgesamt 129.825 T€ (Vorjahr: 119.796 T€) sind der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zugeordnet. (22) Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 3 Monaten sowie kurzfristige Termingelder mit einer originären Vertragslaufzeit von bis zu maximal 12 Monaten. In den liquiden Mitteln sind Bankguthaben in Höhe von 4.241 T€ (Vorjahr: 7.574 T€) enthalten, die im Spezialfonds gehalten werden. Zum Bilanzstichtag bestanden im Jungheinrich-Konzern Bankguthaben in Höhe von 10.406 T€ (Vorjahr: 9.862 T€), die an Kreditinstitute verpfändet waren. Zum Bilanzstichtag waren Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von insgesamt 23 T€ (Vorjahr: 351 T€) erfasst. Details zur Entwicklung der Wertberichtigungen können der Anhangangabe (32) Seite 122 entnommen werden. (23) RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten enthielten im Wesentlichen abgegrenzte Vorauszahlungen für Softwarenutzungsentgelte und Versicherungsprämien. (24) EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der Jungheinrich AG, Hamburg (Deutschland), war zum Bilanzstichtag voll eingezahlt und betrug 102.000 T€ (Vorjahr: 102.000 T€). Es war wie im Vorjahr eingeteilt in 54.000.000 Stammaktien und 48.000.000 Vorzugsaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil am gezeichneten Kapital von 1,00 €. Sämtliche Aktien waren zum Bilanzstichtag ausgegeben. Die Inhaber stimmrechtsloser Vorzugsaktien erhalten aus dem zur Verteilung gelangenden Bilanzgewinn vorweg einen Vorzugsgewinnanteil von 0,04 € je Vorzugsaktie. Nach Ausschüttung eines Gewinnanteiles von 0,04 € je Stammaktie wird der verbleibende zur Ausschüttung gelangende Bilanzgewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktionäre nach dem Verhältnis der auf ihre jeweiligen Aktien entfallenden anteiligen Beträge des gezeichneten Kapitals verteilt, wobei den Vorzugsaktionären gegenüber den Stammaktionären vorweg eine Zusatzdividende von 0,02 € je Vorzugsaktie zusteht. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie die Mehrerlöse aus dem Verkauf eigener Aktien in Vorjahren. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen beinhalten die in Vorjahren erzielten, nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Jungheinrich AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie das auf die Aktionäre der Jungheinrich AG entfallende Ergebnis nach Steuern der Berichtsperiode. DividendenvorschlagDie Dividendenausschüttung der Jungheinrich AG erfolgt aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Jungheinrich AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2019 in voller Höhe zur Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 47.880 T€ mit 0,46 € je Stammaktie und 0,48 € je Vorzugsaktie zu verwenden. Sonstige EigenkapitalveränderungenDetails zu den Veränderungen aus dem sonstigen Ergebnisscroll
Das sonstige Ergebnis nach Steuern entfiel ausschließlich auf die Aktionäre der Jungheinrich AG. KapitalmanagementJungheinrich unterliegt keinen satzungsmäßigen Mindestkapitalerfordernissen. Der Konzern steuert die wirtschaftliche Nutzung seines Kapitals über die Kapitalrendite des gebundenen zinspflichtigen Kapitals (ROCE). Das zinspflichtige Kapital setzt sich aus dem Eigenkapital, den Finanzverbindlichkeiten, den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den langfristigen Personalrückstellungen abzüglich liquider Mittel und abzüglich Wertpapieren zusammen. Für das Berichtsjahr ergab sich ein ROCE von 13,7 Prozent (Vorjahr: 16,0 Prozent). EBIT-Kapitalrendite (ROCE)scroll
Die Steuerung der Kapital- und Finanzstruktur des Konzerns und seiner Gesellschaften erfolgt primär auf Basis der Kennzahl "Verschuldungsgrad". Diese ermittelt sich als Verhältnis der Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), bereinigt um Abschreibungen auf Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen. Nettoverschuldungscroll
Der Jungheinrich-Konzern wies zum Bilanzstichtag eine Nettoverschuldung in Höhe von 172.069 T€ (Vorjahr: 108.392 T€) aus. Der Verschuldungsgrad befand sich weiterhin auf einem guten Niveau. Verschuldungsgradscroll
Die Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2019 sowie die diesen zugrunde liegenden Basisgrößen sind bedingt durch die zum 1. Januar 2019 verpflichtende Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" auf die Kennzahlen des Jungheinrich-Konzerns können dem Konzernlagebericht entnommen werden. Zu den bilanziellen Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Die Kennzahlen ermittelt Jungheinrich im Rahmen der Quartalsabschlüsse. Sie werden vierteljährlich an den Vorstand berichtet, damit gegebenenfalls notwendige Maßnahmen eingeleitet werden können. Nicht beherrschende AnteileDie Anteile nicht-beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital betreffen die Fremdanteile an der JT Energy Systems GmbH, Freiberg, und an deren Tochtergesellschaften. (25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenPensionspläneDie betriebliche Altersversorgung erfolgt im Jungheinrich-Konzern sowohl auf Basis von Beitrags- als auch Leistungszusagen. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen geht Jungheinrich über die Entrichtung von Beitragszahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Im Berichtsjahr wurden für beitragsorientierte Versorgungspläne Aufwendungen in Höhe von 11.315 T€ (Vorjahr: 10.080 T€) in den Funktionskosten erfasst. In Deutschland bestehen wesentliche Verpflichtungen aus erteilten einzel- und tarifvertraglich geregelten leistungsorientierten Pensionszusagen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter der Jungheinrich AG und ihrer inländischen Tochtergesellschaften. Die Höhe des Pensionsanspruches ist bei tarifvertraglich geregelten Zusagen von den bei Eintritt des Versorgungsfalles zurückgelegten anrechnungsfähigen Dienstjahren und dem monatlichen Durchschnittseinkommen des Berechtigten abhängig. Die deutschen Pensionspläne sind rückstellungsfinanziert. Die Versorgungswerke der Jungheinrich AG und der Jungheinrich Moosburg AG & Co. KG sind seit dem 1. Juli 1987 beziehungsweise seit dem 14. April 1994 für Geschäftsführer und Mitarbeiter geschlossen. In Großbritannien bestehen wesentliche Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Rahmen von Betriebsvereinbarungen an Mitarbeiter der Jungheinrich UK Ltd. sowie an ehemalige Mitarbeiter des im Jahr 2004 geschlossenen Produktionswerkes Boss Manufacturing Ltd. Die Pensionspläne dieser Gesellschaften haben im Jahr 2003 fusioniert. Die Höhe der zugesagten Versorgungsleistung ist von dem während der Dienstzeit vom Berechtigten durchschnittlich bezogenen Entgelt abhängig. Der Pensionsplan ist durch einen ausgegliederten Fonds finanziert und seit dem 1. Oktober 2002 beziehungsweise seit dem 18. Januar 2003 für Neueintritte geschlossen. Für Anspruchsberechtigte des Pensionsplanes werden weiterhin Beiträge der Jungheinrich UK Ltd. und der Mitarbeiter in den Pensionsfonds eingezahlt. Im übrigen Ausland bestehen bei mehreren Gesellschaften Pensionspläne für Geschäftsführer und Mitarbeiter. Die wesentlichen ausländischen Pensionsansprüche werden durch Versicherungsverträge finanziert. Zusammensetzung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänenscroll
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist mit 239.650 T€ (Vorjahr: 218.757 T€) im Bilanzposten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" und mit 17.240 T€ (Vorjahr: 6.183 T€) im Bilanzposten "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" enthalten. Entwicklung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Die versicherungsmathematischen Gewinne aus Veränderungen demografischer Annahmen des Jahres 2019 resultieren im Wesentlichen aus der Anpassung der Sterbetafeln für die Bewertung der Pläne in Großbritannien. Wesentliche finanzielle Annahmen (gewichteter Durchschnitt) zur Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Die demografischen Annahmen in Deutschland wurden in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 auf der Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck festgelegt. Für die Bewertung der Pläne in Großbritannien sowie den übrigen Ländern basierten die verwendeten Lebenserwartungen auf den länderspezifischen Sterbetafeln. Aus den Pensionsplänen leiten sich für Jungheinrich im Wesentlichen das Zinsänderungsrisiko, das Rentensteigerungsrisiko sowie das Langlebigkeitsrisiko ab. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden auf Basis der nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Bilanzstichtag durchgeführt, wobei die übrigen Annahmen jeweils unverändert geblieben sind. Sensitivitätsbetrachtung der wesentlichen finanziellen Annahmen: Auswirkungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungenscroll
Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr würden sich die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen in Deutschland sowie Großbritannien um etwa 5,2 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent erhöhen. Die tatsächliche Veränderung der Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen ist aus der vorstehenden Sensitivitätsanalyse nicht ableitbar. Es ist nicht zu erwarten, dass die Abweichungen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. Darüber hinaus ist Jungheinrich keinen besonderen Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen am Bilanzstichtag betrug in Deutschland rund 14 Jahre (Vorjahr: 13 Jahre), in Großbritannien rund 18 Jahre (Vorjahr: 18 Jahre) und im übrigen Ausland rund 18 Jahre (Vorjahr: 17 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Jungheinrich, Rentenzahlungen aus dem Unternehmensvermögen in Höhe von rund 9,5 Mio. € (Vorjahr: 9,6 Mio. €) zu leisten. Entwicklung des beizulegenden Zeitwertes der Planvermögenscroll
Im Berichtsjahr betrugen die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen 32.148 T€ (Vorjahr: minus 6.573 T€). Es gab, wie im Vorjahr, keine Auswirkungen einer Begrenzung auf die Vermögensobergrenze. Die Planvermögen bestehen im Wesentlichen aus dem ausgegliederten Fonds zur Deckung der Pensionsansprüche in Großbritannien. Das Vermögen und die Erträge des Pensionsfonds sind ausschließlich für Versorgungsleistungen und für die Aufwendungen der Verwaltung des Pensionsplanes vorgesehen. Bei der Anlage des Planvermögens arbeitet Jungheinrich mit externen Investmentmanagern zusammen. Die langfristige Anlagestrategie berücksichtigt unter anderem Mindestanforderungen an das Deckungskapital und die Zielsetzung, bei angemessener Volatilität eine Maximierung der Erträge des Fondsvermögens zu erreichen, um die langfristigen Aufwendungen für die leistungsorientierten Pensionspläne zu minimieren. Bei der Anlage des Fondsvermögens wird auch berücksichtigt, dass jederzeit ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen, um fällige Versorgungsleistungen an Berechtigte bedienen zu können. Zusammensetzung der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens in Großbritannienscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der obigen Eigenkapital- und Schuldinstrumente wurden auf der Grundlage von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Planvermögen der übrigen Länder in Höhe von insgesamt 43.549 T€ (Vorjahr: 40.253 T€) kann nicht in Anlageklassen aufgegliedert werden, da es sich bei diesen Planvermögen um Versicherungsverträge handelt. Die ausgegliederten Pensionsfonds enthielten zum Bilanzstichtag, unverändert zum Vorjahr, weder eigene Finanzinstrumente noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien. Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Jungheinrich als Arbeitgeber, zahlungswirksame Beiträge in das Planvermögen in Höhe von rund 6,0 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) zu leisten, um die gesetzlichen und vertraglichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Kosten für leistungsorientierte Pensionspläne in der Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Die Komponenten "Laufender Dienstzeitaufwand" und "Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand" wurden in den Personalkosten der Funktionsbereiche erfasst. Die Nettozinsen und Planverwaltungskosten waren im Finanzergebnis enthalten. (26) Übrige RückstellungenEntwicklung der übrigen Rückstellungenscroll
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Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsverpflichtungen, erfolgsabhängige Vergütungen sowie für Urlaubsansprüche. Aus Altersteilzeitvereinbarungen bestanden zum Bilanzstichtag Verpflichtungen in Höhe von 21.463 T€ (Vorjahr: 21.286 T€), die mit finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 10.213 T€ (Vorjahr: 9.420 T€) saldiert waren. Für die Finanzierung dieser Verpflichtungen wurden liquide Mittel an einen externen Treuhänder übertragen. Dieses Treuhandvermögen wird ausschließlich zur Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen langfristig fälligen Leistungen an Mitarbeiter gehalten und erfüllt die Voraussetzungen des IAS 19 als Planvermögen. Die liquiden Mittel sind aufgrund des Sicherungszusammenhanges zurzeit nicht frei verfügbar. Darüber hinaus wurden Rückstellungen für Ansprüche potenzieller Anwärter für künftige Altersteilzeit-Arbeitsverhältnisse entsprechend ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit in Höhe von 4.845 T€ (Vorjahr: 4.296 T€) gebildet. Die Zuführungen zu den Rückstellungen im Personalbereich enthielten Aufzinsungsbeträge in Höhe von insgesamt 548 T€ (Vorjahr: 250 T€). Von den Rückstellungen im Personalbereich wiesen Beträge in Höhe von 34.016 T€ (Vorjahr: 34.299 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Der Konzern bildet zum Zeitpunkt des Verkaufes der Produkte oder bei Initiierung neuer Garantiemaßnahmen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen auf Basis von Erfahrungswerten. Diese beziehen sich auf die Einschätzung der zukünftig zu erbringenden Leistungen und die dafür anfallenden Kosten. Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen enthalten sowohl erwartete Aufwendungen aus gesetzlichen und vertraglichen Gewährleistungsansprüchen als auch erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen und Rückrufaktionen. Die Zuführungen zu den Garantieverpflichtungen umfassen die produktbezogenen Garantieaufwendungen des Jahres 2019 für im Berichtsjahr verkaufte Flurförderzeuge. Die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen im Wesentlichen die Vorsorge für Restwertrisiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft zum Ende der Vertragslaufzeit. Darüber hinaus werden drohende Verluste aus Vertragsabbrüchen und sonstigen Vertragsrisiken erfasst. Von den Rückstellungen für belastende Verträge wiesen Beträge in Höhe von 11.862 T€ (Vorjahr: 10.144 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Umweltrisiken und sonstige Verpflichtungen. (27) FinanzverbindlichkeitenZusammensetzung und Fälligkeiten der Finanzverbindlichkeitenscroll
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Jederzeit rückzahlbare Finanzverbindlichkeiten sind als "Fällig innerhalb eines Jahres" ausgewiesen. Details zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitutenscroll
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Zusammensetzung des Schuldscheindarlehens am 31. Dezember 2019scroll
Eine fest verzinsliche Tranche des im Jahr 2014 aufgenommenen Schuldscheindarlehens in Höhe von 25.000 T€ wurde im Berichtsjahr, mit Erreichen der Endfälligkeit, planmäßig zurückgezahlt. Die Nominalbeträge der einzelnen Darlehenstranchen entsprechen den Buchwerten. Die Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten resultierten in Höhe von 138.437 T€ (Vorjahr: 174.311 T€) aus der Refinanzierung von Forderungen aus konzerninternen Mietkaufverträgen mittels Kredit. Jungheinrich wurde ein Kreditrahmen zur Verfügung gestellt, der jeweils maximal bis zur Höhe der Restschuld aus den Mietkaufverträgen ausnutzbar war. Die Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 betrafen im Wesentlichen langfristige Leasingverhältnisse für Immobilien sowie Fahrzeuge. Der Anstieg der Leasingverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag resultiert aus der mit Wirkung zum 1. Januar 2019 verpflichtenden Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Für die zum 31. Dezember 2018 erfassten Finanzverbindlichkeiten, die aus der Bilanzierung von Leasingverhältnissen resultierten, erfolgen die Angaben nach IAS 17. Zum 31. Dezember 2018 bilanzierte Verbindlichkeiten in Höhe von 6.718 T€ standen im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Mietgeräten im Sale-and-lease-back-Verfahren. Künftige Mindestleasingzahlungen für diese Leasingverträge, die nach IAS 17 als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren waren, sind mit 7.293 T€ in den Cashflows für Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten enthalten. Die Vermögenswerte waren durch Jungheinrich als Leasingnehmer entsprechend zu aktivieren. Die Leasingverbindlichkeiten werden über die Grundmietzeit der Leasingverträge getilgt. Die beschriebene Bilanzierung erfolgte gleichermaßen für die zum 31. Dezember 2018 erfassten "Leasingverbindlichkeiten", denen fast ausschließlich Immobilienleasingverträge zugrunde lagen. Die Immobilienleasingverträge enthielten teilweise Kaufoptionen zu vereinbarten Restwerten. (28) Verbindlichkeiten aus FinanzdienstleistungenUnter den Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen sind mit 17.994 T€ (Vorjahr: 18.983 T€) Rückkaufverpflichtungen in Höhe der vertraglich vereinbarten Restwerte, die im Rahmen von Leasingverträgen mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft gegeben wurden, erfasst. Daneben waren Verbindlichkeiten aus Finanzierungen in Höhe von 1.741.999 T€ (Vorjahr: 1.507.054 T€) enthalten. Diese resultierten aus der laufzeitkongruenten Refinanzierung der langfristigen Kundenverträge, die entsprechend der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften unter Forderungen aus Finanzdienstleistungen ("Finance Lease") oder unter Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen ("Operating Lease") aktiviert werden. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungen enthielten in Höhe von 296.056 T€ (Vorjahr: 274.508 T€) Verbindlichkeiten aus der Begebung von Schuldverschreibungen über die konsolidierte Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg. Verbindlichkeiten aus Finanzierungen:Überleitungsrechnung von der Summe der künftigen Zahlungen zu deren Barwertscroll
Für die zum 31. Dezember 2018 erfassten Verbindlichkeiten, die aus der Bilanzierung von Leasingverhältnissen resultierten, erfolgen die Angaben nach IAS 17. Die zum 31. Dezember 2018 bilanzierten Verbindlichkeiten aus Finanzierungen betrafen in Höhe von 378.732 T€ Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Refinanzierung im Sale-and-lease-back-Verfahren. Für diese Leasingverträge, die nach IAS 17 als "Finance Lease"-Verträge zu klassifizieren waren, sind in obiger Tabelle künftige Mindestleasingzahlungen in Höhe von 400.134 T€ enthalten. (29) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenIn den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 255 T€ (Vorjahr: 31 T€), gegenüber Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 3.571 T€ (Vorjahr: 4.695 T€) und gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 3.087 T€ (Vorjahr: - T€) enthalten. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. (30) Übrige VerbindlichkeitenZusammensetzung der übrigen Verbindlichkeitenscroll
Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verpflichtungen aus in Verträgen mit Kunden vereinbarten Erlösschmälerungen sowie Vertragssalden aus langfristigen Fertigungsaufträgen mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Die zum 1. Januar 2019 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten reduzierten sich durch die Übertragung von Gütern und die Erbringung von Dienstleistungen im Berichtsjahr um insgesamt 88.281 T€ (Vorjahr: 57.327 T€). Es wurden Umsatzerlöse in entsprechender Höhe in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung des Berichtsjahres erfasst. Die Vertragsverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 enthielten in Höhe von 12.127 T€ (Vorjahr: 10.883 T€) für bereits durch Jungheinrich im Vorjahr erfüllte Leistungsverpflichtungen die mit Kunden vertraglich vereinbarten, aber noch nicht erstatteten Erlösschmälerungen. Im Berichtsjahr wurden diesbezüglich Vertragsschulden in Höhe von 9.154 T€ (Vorjahr: 10.228 T€) ausgezahlt, ein Betrag in Höhe von 1.906 T€ (Vorjahr: 656 T€) konnte umsatzwirksam aufgelöst werden. Im Kundendienst schließt Jungheinrich mit Kunden sowohl langfristige Serviceverträge mit festen Vertragslaufzeiten als auch kurzfristige Serviceverträge mit Verlängerungsoptionen zu marktüblichen Preisen ab. Aus den langfristig abgeschlossenen Serviceverträgen bestanden zum 31. Dezember 2019 noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 966.447 T€ (Vorjahr: 846.759 T€). Jungheinrich wird Umsatzerlöse in entsprechender Höhe mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen über die Restvertragslaufzeiten realisieren. Zukünftige Umsatzerlöse aus zum Bilanzstichtag bestehenden Leistungsverpflichtungenscroll
Die in der Tabelle angegebenen sonstigen Umsatzrealisierungen betreffen zum Bilanzstichtag bestehende, noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen für langfristige Fertigungsaufträge mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung. Alle anderen nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen, die im Jungheinrich-Konzern zum Bilanzstichtag bestanden, betrafen Zeiträume von höchstens einem Jahr. Wie nach IFRS 15 zulässig, wird der Transaktionspreis, der diesen nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wurde, nicht offengelegt. In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 3 T€) und gegenüber at-equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€) enthalten. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 entfielen in Höhe von 4.500 T€ auf Verbindlichkeiten aus Finanzierungen gegenüber den nicht-beherrschenden Gesellschaftern der JT Energy Systems GmbH, Freiberg. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthielten darüber hinaus in Höhe des geschätzten beizulegenden Zeitwertes von 1.282 T€ (Vorjahr: 991 T€) bedingte Gegenleistungen aus Unternehmenszusammenschlüssen. Die zum 31. Dezember 2019 bilanzierte Kaufpreisverbindlichkeit betraf den Erwerb der ISI Automation GmbH & Co. KG, Extertal, im Jahr 2019. Auf die Erläuterungen zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises wird verwiesen. Die zum 31. Dezember 2018 bilanzierte Kaufpreisverbindlichkeit resultierte aus einem Unternehmenszusammenschluss in Rumänien. Die Auszahlung der letzten Tranche der bedingten Gegenleistung erfolgte planmäßig im Jahr 2019 und war an die Erreichung vereinbarter operativer Kennzahlen gekoppelt. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. (31) RechnungsabgrenzungspostenDie Umsatzabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen die Leasingverträge mit Zwischenschaltung einer Leasinggesellschaft oder Bank, bei denen das wirtschaftliche Eigentum trotz des Verkaufes der Fahrzeuge an die Leasinggesellschaft/Bank aufgrund vertraglich vereinbarter Rückkaufverpflichtungen bei den Jungheinrich-Konzerngesellschaften liegt. Die hieraus resultierende Aktivierungspflicht nach IFRS führt zur Abgrenzung der bereits erzielten Verkaufserlöse mit der Leasinggesellschaft. Diese Abgrenzungen werden linear über die Zeit bis zur Fälligkeit der Zahlung des vereinbarten Restwertes umsatzwirksam aufgelöst. Die Gewinnabgrenzungen aus Finanzdienstleistungen betreffen Sale-and-Leaseback-Transaktionen zur Refinanzierung von Leasinggeräten, die vor dem Datum der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" abgeschlossen wurden. Die ergebniswirksame Auflösung der Gewinnabgrenzungen erfolgt über die Restlaufzeit der Leasingverträge. Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Die sonstigen Abgrenzungen des Berichtsjahres enthalten in Höhe von 3.140 T€ (Vorjahr: 3.357 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand. Zusammensetzung des passiven Rechnungsabgrenzungspostensscroll
(32) Zusätzliche Angaben zu den FinanzinstrumentenBuchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorienscroll
Die Buchwerte der im Konzernabschluss zum Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit ihrer zur Ermittlung verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie gemäß IFRS 13 eingeordnet. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge beziehungsweise -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes von Jungheinrich berücksichtigt. Auf die weiteren Erläuterungen zu den Bewertungsstufen in den Grundsätzen der Rechnungslegung wird verwiesen. Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen wurden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können. Die beizulegenden Zeitwerte für endfällige, verzinsliche Wertpapiere, die der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" zugeordnet wurden, entsprachen den verfügbaren Marktwerten zum Bilanzstichtag. Liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte sind überwiegend kurzfristig fällig. Daher entsprachen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Übrige Finanzanlagen umfassen Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstigen Beteiligungen und wurden im Konzernabschluss zu Anschaffungskosten bewertet. Sie verfügten über keinen notierten Marktpreis und ein beizulegender Zeitwert konnte nicht verlässlich bestimmt werden. Es wurde angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprachen. Bei den Verbindlichkeiten aus der Finanzierung von Mietgeräten mit variablen Zinssätzen wurde vereinfachend angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprachen, da die vereinbarten und die am Markt erzielbaren Zinssätze annähernd gleich hoch waren. Die Buchwerte kurzfristiger, verzinslicher Finanzverbindlichkeiten entsprachen annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden und für die nicht angenommen wird, dass die Buchwerte annähernd den beizulegenden Zeitwerten entsprechenscroll
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" Die in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfassten Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten werden in folgender Tabelle nach Bewertungskategorien dargestellt. Nettoergebnisse von Finanzinstrumentenscroll
Zinsen und Dividenden aus Finanzinstrumenten werden im Finanzergebnis unter den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie in den Umsatzkosten ausgewiesen. Das Nettoergebnis der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere, das Zinsen und Dividenden sowie die Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von Wertpapieren der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zum beizulegenden Zeitwert beinhaltet, wurde im übrigen Finanzergebnis erfasst. Nettoergebnisse aus der Folgebewertung von derivativen Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert, die nicht als Sicherungsinstrument designiert sind, sind in den Umsatzkosten sowie im übrigen Finanzergebnis enthalten. Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte in den Umsatzkosten und für Wertpapiere, liquide Mittel sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Die Zuführungen zu den Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte des Jahres 2019 wurden in Höhe von 1.353 T€ in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Entwicklung der Wertberichtigungen für Finanzinstrumente in den Jahren 2019 und 2018 wird in folgender Tabelle dargestellt. Entwicklung der Wertberichtigungen für Finanzinstrumentescroll
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN(33) Konzern-KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung wurden die Zahlungsströme unabhängig von der Bilanzstruktur dargestellt, und zwar getrennt nach den Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Den Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit wurden direkt die entsprechenden Zahlungsströme zugeordnet, der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde indirekt abgeleitet. Ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, das zunächst um die nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen, im Wesentlichen Abschreibungen, korrigiert wurde, ergab sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Weiteren unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit schloss darüber hinaus die Buchwertveränderungen der Miet- und Leasinggeräte sowie die aus der Finanzierung dieser Vermögenswerte resultierenden Verbindlichkeiten beziehungsweise Umsatz- sowie Gewinnabgrenzungen mit ein. Außerdem werden im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Buchwertveränderungen der Nutzungsrechte für Sachanlagen und die zahlungsunwirksamen Veränderungen sowie der Zinsanteil der Leasingzahlungen für die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit umfasste die Zu- und Abgänge der nicht als Nutzungsrechte aktivierten Sachanlagen sowie der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere auch die Zugänge aktivierter Entwicklungskosten. Darüber hinaus wurden im Cashflow aus der Investitionstätigkeit die Erwerbe und Verkäufe von Wertpapieren, Kaufpreiszahlungen für Unternehmenserwerbe sowie Auszahlungen für Investitionen in at-equity-bilanzierte Unternehmen und übrige Finanzanlagen ausgewiesen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurden neben den Kapitalmaßnahmen und Dividendenzahlungen die Zahlungsströme aus der Aufnahme und Tilgung langfristiger Finanzkredite einschließlich Schuldscheindarlehen sowie die zahlungswirksamen Veränderungen der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten dargestellt. Darüber hinaus wurde im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit des Berichtsjahres, gemäß den Regelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse", der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen ausgewiesen. Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position für die liquiden Mittel abzüglich der liquiden Mittel, die Jungheinrich nicht frei zur Verfügung standen. Es bestanden Bankguthaben in Höhe von 10.406 T€ (Vorjahr: 9.862 T€), die zum Bilanzstichtag an Kreditinstitute verpfändet waren. Der Finanzmittelbestand umfasste zum Bilanzstichtag unverändert fast ausschließlich Bankguthaben. Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeitenscroll
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Der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen reduziert gemäß den Regelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" seit dem 1. Januar 2019 den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und nicht, wie bisher, den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Zu den Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 wird auf den Unterabschnitt "Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr 2019 erstmals angewendete IFRS" verwiesen. (34) EventualschuldenKonzernunternehmen sind nicht an laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind in den jeweiligen Konzernunternehmen in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden. Jungheinrich hatte am Bilanzstichtag für Gemeinschaftsunternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien in Höhe von 7.395 T€ (Vorjahr: 7.260 T€) abgegeben. Darüber hinaus bestand am 31. Dezember 2019 eine Bürgschaft für die anteilige Erfüllung künftiger Mietzahlungen eines Gemeinschaftsunternehmens in Höhe von 2.596 T€ (Vorjahr: 2.838 T€). Für erwartete Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen für ein Gemeinschaftsunternehmen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 4.860 T€ (Vorjahr: - T€) Rückstellungen gebildet. Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der übrigen Gemeinschaftsunternehmen wurde von einer Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen ausgegangen; mit einer Inanspruchnahme wurde nicht gerechnet. (35) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDas Bestellobligo für Investitionen ausschließlich in Sachanlagen bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 38.266 T€ (Vorjahr: 29.547 T€). Konzernunternehmen haben an verschiedenen Standorten Leasingverträge einschließlich Servicevereinbarungen für Fahrzeuge geschlossen. Zum Bilanzstichtag bestanden in Höhe von 23.138 T€ Zahlungsverpflichtungen für die Nichtleasingkomponenten dieser Verträge. Darüber hinaus war der Jungheinrich-Konzern zum Bilanzstichtag Zahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt 41.101 T€ (Vorjahr: 48.291 T€) für langfristige Softwarenutzungs- und Wartungsverträge sowie für Leasingverhältnisse, denen geringwertige Vermögenswerte zugrunde liegen, eingegangen. Für zum 31. Dezember 2018 bestehende "Operating Lease"-Verträge, in denen Jungheinrich Leasingnehmer war, erfolgen die Angaben nach IAS 17. Zukünftige finanzielle Verpflichtungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverträgenscroll
Die aufwandswirksam erfassten Miet- und Leasingzahlungen aus den "Operating Lease"-Verträgen beliefen sich für das Jahr 2018 auf 64.398 T€. (36) Risikomanagement und FinanzinstrumenteGrundsätze des RisikomanagementsDer Jungheinrich-Konzern verfolgt mit seinem Risikomanagement das Ziel, dass gefährdende Entwicklungen von Finanzpreisrisiken, insbesondere aus Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken, frühzeitig erkannt werden und ihnen durch systematisierte Handlungsabläufe schnell und effektiv begegnet werden kann. Weiterhin wird sichergestellt, dass nur solche Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Finanzmärkte bieten die Möglichkeit, Risiken auf andere Marktteilnehmer zu transferieren, die entweder einen komparativen Vorteil oder eine höhere Risikoaufnahmekapazität besitzen. Der Jungheinrich-Konzern bedient sich dieser Möglichkeiten ausschließlich zur Absicherung der Risiken aus operativen Grundgeschäften und zur Liquiditätsanlage und -aufnahme. Finanzgeschäfte mit Spekulationscharakter sind nach den Konzernrichtlinien unzulässig. Finanzgeschäfte des Jungheinrich-Konzerns dürfen grundsätzlich nur mit Kreditinstituten beziehungsweise Leasinggesellschaften als Vertragspartnern getätigt werden. Die Verantwortung für die Einleitung erforderlicher organisatorischer Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzpreisrisiken trägt der Gesamtvorstand. Jungheinrich hat ein Risiko-Controlling und Risikomanagement-System aufgebaut, welches die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. Das Risikomanagement umfasst die Entwicklung und Festlegung von Methoden der Risiko- und Performance-Messung, die Überwachung von eingeräumten Risikolimits sowie die Erstellung des damit verbundenen Berichtswesens. Im Rahmen der Konzernstrategie steuert Jungheinrich finanzielle Risiken aus dem Kerngeschäft zentral. Risiken aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft des Jungheinrich-Konzerns sind dabei Gegenstand eines gesonderten Risikomanagements. Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch Restwertrisiken, Refinanzierungsrisiken und Adressausfallrisiken. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft sind eine Vertragsdatenbank auf Basis von SAP-ERP sowie das für kleine Vertriebsgesellschaften verwendete "Global Lease Center" (GLC), die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen ermöglichen. Die Kalkulation vertraglich vereinbarter Restwertgarantien erfolgt nach einer konservativen, konzerneinheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte. Mithilfe der zentralen Finanzdienstleistungs-Vertragsdatenbank erfolgt quartalsweise die Bewertung aller Einzelverträge mit ihren garantierten Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Liegt der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages, wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt grundsätzlich nach dem Prinzip der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Zu dem allgemeinen Bonitäts- beziehungsweise Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführungen zu den Ausfallrisiken verwiesen. Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben eingeschränkt und ist an risikominimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruchklauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. MarktpreisrisikenMarktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktiver oder passiver Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko, das Devisenkursrisiko und das Aktienkursrisiko ab. Nennenswerte Risikokonzentrationen gab es im Berichtsjahr, unverändert zum Vorjahr, nicht. Weltweit wird eine grundlegende Überarbeitung und Reform der wesentlichen Vergleichszinssätze vorgenommen. Es besteht Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Vorgehensweise der Ablösung der IBOR-Zinssätze (interbank offered rates) durch alternative Zinssätze. Als Folge dieser Unsicherheiten sind wesentliche Ermessensentscheidungen in der Abwägung enthalten, ob ausgewählte Sicherungsbeziehungen, die die Variabilität von Währungskursen oder Zinssatzrisiken aus erwarteten Änderungen der IBOR-Zinssätze absichern, zum 31. Dezember 2019 noch als Sicherungsgeschäfte bilanziert werden können. Der IBOR wird weiterhin als Referenzzinssatz in den Finanzmärkten und für die Bewertung von Instrumenten mit Fälligkeiten über das erwartete Enddatum des IBOR hinaus verwendet. Der Konzern ist daher der Ansicht, dass die aktuelle Marktstruktur eine Fortführung der Bilanzierung dieser Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2019 unterstützt. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risikobestimmung werden fest- und variabel verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktiven und passiven verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und gegebenenfalls Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt. Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten ohne abgeschlossene Zinssicherungen. Für diese Finanzinstrumente wurde die folgende Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Ende der Berichtsperiode für das gesamte Jahr ausstehend war. Zum Bilanzstichtag lag das Nettoexposure der variabel verzinslichen Finanzinstrumente bei 213.702 T€ (Vorjahr: 204.883 T€). Wenn das Marktzinsniveau am 31. Dezember 2019 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 1.771 T€ (Vorjahr: 1.672 T€) niedriger gewesen. Bei einem um 100 Basispunkte niedrigeren Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 917 T€ (Vorjahr: 792 T€) höher gewesen. Bei den zum Bilanzstichtag bestehenden Zinsswaps, die als Sicherungsinstrument designiert sind, hätte ein solcher Anstieg (Rückgang) des Marktzinsniveaus zu einer erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassenden Veränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von plus 5.732 T€ (minus 6.005 T€) geführt. WährungsrisikenIm Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachteten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermin- sowie Devisenswapgeschäfte ein. Nach den Risikomanagementgrundsätzen des Jungheinrich-Konzerns werden die zu sichernden Volumina jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Zur Messung der Risikoposition verwendet der Jungheinrich-Konzern den Value-at-Risk-Ansatz. Der Value at Risk gibt den maximalen Verlust an, der bis zum Ende einer vorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) nicht überschritten wird. Die für die Risikoberechnung verwendeten Parameter - Marktschwankungen beziehungsweise Volatilitäten - werden aus der Standardabweichung der logarithmierten Veränderungen der letzten 180 Handelstage berechnet und auf die eintägige Halteperiode mit einem einseitigen Konfidenzniveau von 95 Prozent umgerechnet. Zur Risikosteuerung wird aus der Unternehmensplanung die maximale Verlustobergrenze für den Gesamtkonzern ermittelt. Darüber hinaus werden entsprechende Unterlimits auf Ebene der einzelnen Konzerngesellschaften festgelegt. Das monatliche Reporting stellt diesen Limits die aktuellen Value-at-Risk-Werte für sämtliche offenen Positionen gegenüber. Aus der Value-at-Risk-Betrachtung zum 31. Dezember 2019 ergab sich, dass bei einer Haltedauer von einem Tag das maximale Risiko mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Betrag von 1.173 T€ (Vorjahr: 1.669 T€) nicht überschreiten wird. Der Value at Risk bewegte sich während des Berichtszeitraumes zwischen einem Minimum von 1.173 T€ (Vorjahr: 1.274 T€) und einem Maximum von 1.766 T€ (Vorjahr: 1.852 T€). Der Jahresdurchschnitt lag bei 1.622 T€ (Vorjahr: 1.618 T€). AktienkursrisikenJungheinrich hat liquide Mittel in Höhe von 125.000 T€ in einem Spezialfonds angelegt. Aus den in diesem Fonds gehaltenen Aktien, Aktienindexfonds und Aktienderivaten ergibt sich für den Jungheinrich-Konzern das Aktienkursrisiko. Am 31. Dezember 2019 wurde im Fonds ein Aktienexposure in Höhe von insgesamt 27.233 T€ (Vorjahr: 5.444 T€) gehalten. Wenn das Aktienkursniveau am 31. Dezember 2019 um 10 Prozent höher (niedriger) gewesen wäre, hätte dies zu zusätzlichen Erträgen (Verlusten) im übrigen Finanzergebnis in Höhe von 2.723 T€ (Vorjahr: 544 T€) geführt. Zur Begrenzung der Aktienkursrisiken ist der Spezialfonds als Wertsicherungsmandat ausgestaltet. Die für das Berichtsjahr festgelegte Wertuntergrenze wurde zu keinem Zeitpunkt erreicht. AusfallrisikenJungheinrich ist Ausfallrisiken fast ausschließlich aus dem operativen Kerngeschäft ausgesetzt. Die operativen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden dezentral von den verantwortlichen Konzerneinheiten laufend überwacht. Den Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste Rechnung getragen. Das gesamte Geschäft unterliegt einer stetigen Bonitätsprüfung. Gemessen an dem gesamten Risikoexposure aus den Ausfallrisiken sind dabei die Außenstände gegenüber Großkunden nicht so groß, dass diese außerordentliche Risikokonzentrationen begründen könnten. Die im Rahmen des Risikomanagements das Bonitätsrisiko mindernden Kundenvereinbarungen und Maßnahmen umfassen im Wesentlichen die Vereinbarung von Kundenanzahlungen, die Teilung des Risikos mit Finanzierungspartnern sowie die laufende Kontrolle der Kunden über Auskunftsportale. Darüber hinaus werden ausgewählte operative Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die staatliche Kreditversicherung des Bundes sowie über private Kreditversicherungen zu 90 Prozent des jeweiligen Forderungsbetrages abgesichert. Zusätzlich werden Akkreditive verwendet, die in der Regel 100 Prozent des Forderungsbetrages absichern. Während der Berichtsperiode gab es keine signifikanten Änderungen in der Qualität der Sicherheiten. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Es lagen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen, wie zum Beispiel Aufrechnungsvereinbarungen, vor. LiquiditätsrisikenUm die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Jungheinrich-Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Mittelfristige Kreditlinien werden bei den Hausbanken des Konzerns gehalten und durch kurzfristige Kreditlinien einzelner Konzerngesellschaften bei lokalen Banken ergänzt. KontrahentenrisikenDer Konzern ist Kontrahentenrisiken ausgesetzt, welche durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen Seite in der Kontrahenten entstehen. Zur Begrenzung dieser Risiken werden entsprechende Kontrakte nur mit ausgewählten Finanzinstituten abgeschlossen, welche die internen Mindestanforderungen an die Bonität der Geschäftspartner erfüllen. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von angesehenen Ratingagenturen durchgeführt wird, sowie weiterer Risikoindikatoren wird die Bonität der Vertragspartner laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag bestanden für Jungheinrich keine bedeutsamen Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kontrahenten. Bei der Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden die berechneten Marktwerte in Höhe der durch Analysetools ermittelten Risikowerte (Credit Value Adjustment/Debit Value Adjustment) angepasst. In Bezug auf liquide Mittel und Wertpapieranlagen überwacht der Konzern Änderungen des Kreditrisikos durch Nachverfolgung veröffentlichter Ratings. Um zu bestimmen, ob es wesentliche Anstiege von Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag gibt, welche sich nicht in den öffentlichen Ratings widerspiegeln, überwacht der Konzern zudem die Veränderungen der Preise von Credit Default Swaps (CDS) zusammen mit Pressemitteilungen und regulatorischen Informationen über den Emittenten. Gemäß Konzern-Anlagenrichtlinie erfolgen Investitionen ausschließlich in Finanzanlagen, die mindestens ein Investment-Grade-Rating aufweisen. Wertminderungen für erwartete Kreditverluste werden nach dem im IFRS 9 geforderten Dreistufenmodell ermittelt. Die Berechnung möglicher zukünftiger Wertminderungen erfolgt für sämtliche liquiden Mittel und Wertpapiere für den zu erwartenden 12-Monats-Kreditverlust (Stufe 1). Eine Umgliederung in Stufe 2 erfolgt, wenn das Ausfallrisiko eines Finanzinstrumentes signifikant im Vergleich zum erstmaligen Ansatz angestiegen ist. Ein Anzeichen für eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos ist, wenn das externe Rating des Kontrahenten unter Investment Grade abgestuft wird. In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 erfolgte keine Umgliederung von Stufe 1 in Stufe 2. Das allgemeine Liquiditätsrisiko aus den eingesetzten Finanzinstrumenten, welches entsteht, wenn ein Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommt, wird nicht für wesentlich gehalten. SicherungsbeziehungenDer Jungheinrich-Konzern sichert im Rahmen des Cashflow Hedging unter anderem zukünftige variable Zahlungsströme, die sich aus teils realisierten und teils prognostizierten hochwahrscheinlichen Umsatzerlösen und Materialeinkäufen ergeben. Eine eindeutige Zuordnung von Sicherungs- und Grundgeschäften ist durch eine umfassende Dokumentation gewährleistet. Die zu sichernden Volumina werden jeweils zu höchstens 75 Prozent als Grundgeschäft designiert und können bis zu dieser Höhe vollständig gesichert werden. Des Weiteren werden die im Rahmen der Finanzierung des Finanzdienstleistungsgeschäftes über die konzerneigene Finanzierungsgesellschaft Elbe River Capital S.A., Luxemburg, bestehenden variabel verzinslichen Verbindlichkeiten durch Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken gesichert. Die Sicherungsbeziehungen können prospektiv als hochwirksam eingestuft werden. Die Beurteilung der retrospektiven Effektivität von Sicherungsbeziehungen erfolgt zum Ende eines jeden Quartals unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit der Hypothetische-Derivate-Methode. Sicherungen können gegebenenfalls ineffektiv werden, wenn sich das Ausfallrisiko des Kontrahenten ändert. Nominalwerte von derivativen FinanzinstrumentenNominalvolumen der derivativen Finanzinstrumentescroll
Die Nominalwerte der Währungssicherungskontrakte beinhalten im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung der rollierenden 12-Monats-Exposure in den einzelnen Währungen eingesetzt werden. Die wesentlichen Fremdwährungspositionen waren zum Bilanzstichtag zu folgenden durchschnittlichen Kursen abgesichert: Durchschnittliche Sicherungskurse der wesentlichen Fremdwährungspositionen: scroll
Die Nominalwerte der Zinssicherungskontrakte beinhalten Zinssicherungsgeschäfte, welche im Wesentlichen zur Absicherung des langfristigen Zinsniveaus für variabel verzinsliche Finanzierungen abgeschlossen wurden. Der durchschnittliche Absicherungszinssatz betrug zum Bilanzstichtag minus 0,07 Prozent (Vorjahr: minus 0,01 Prozent) für Zinssicherungen in Euro und 0,34 Prozent (Vorjahr: 0,37 Prozent) für Zinssicherungsgeschäfte in GBP. Zinssicherungskontrakte: nicht abgezinste zukünftige Cashflowsscroll
Die Nominalvolumen der übrigen sonstigen derivativen Finanzinstrumente beinhalteten börsennotierte Futures und Optionsgeschäfte im Spezialfonds. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu den in der Tabelle ausgewiesenen Laufzeitbändern der Sicherungsgeschäfte erwartet. Für die Effektivitätsmessung werden die beizulegenden Zeitwerte der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente herangezogen. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Bilanzstichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Beizulegende Zeitwerte von derivativen FinanzinstrumentenDer beizulegende Zeitwert eines derivativen Finanzinstrumentes ist der stichtagsbezogene Preis, zu dem das jeweilige Instrument am Markt veräußerbar wäre. Die Marktwerte wurden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der in Anhangangabe (32) Seite 122 dargestellten, auf bestimmten Preisen beruhenden Bewertungsmethoden berechnet. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später am Markt realisierten Werten abweichen. Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumentenscroll
Saldierung von derivativen FinanzinstrumentenDer Konzern schließt Derivategeschäfte unter einem Deutschen Rahmenvertrag und anderen entsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen ab. Diese Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Konzernbilanz, da sie das Recht zur Saldierung nur im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten gewähren. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente des Jungheinrich-Konzerns fallen unter die bestehenden Global-Netting-Vereinbarungen, sodass unter Berücksichtigung der Kontrahentenstruktur zum 31. Dezember 2019 das Saldierungspotenzial 708 T€ (Vorjahr: 1.661 T€) betragen würde. (37) SegmentinformationenJungheinrich ist international - mit Schwerpunkt in Europa - als Hersteller und Anbieter von Produkten der Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik und aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen tätig. Der Vorstand der Jungheinrich AG handelt und entscheidet gesamtverantwortlich für alle Geschäftsbereiche des Konzerns. Das Ziel des Jungheinrich-Geschäftsmodells ist die Betreuung der Kunden aus einer Hand über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Die Segmentberichterstattung folgt der internen Organisations- und Berichtsstruktur und umfasst somit die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik" und "Finanzdienstleistungen". Das Segment "Intralogistik" umfasst die Entwicklung und Produktion, den Verkauf sowie die kurzfristige Vermietung von Neuprodukten der Flurförderzeug- und Lagertechnik einschließlich der Logistiksysteme ebenso wie den Verkauf und die Vermietung von Gebrauchtfahrzeugen sowie den Kundendienst, bestehend aus Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilservice. Die Aktivitäten des Segmentes "Finanzdienstleistungen" erstrecken sich auf die im Wesentlichen europaweite Absatzfinanzierung und Nutzungsüberlassung von Produkten der Flurförderzeug- und Lagertechnik. Im Sinne des Jungheinrich-Geschäftsmodells unterstützt dieser selbstständige Geschäftsbereich die operativen Vertriebseinheiten des Segmentes "Intralogistik". Dabei erfolgt die Finanzierung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" eigenständig. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt nicht vor. Als Segmentergebnis wird das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) dargestellt. Die Überleitungsrechnung auf das Konzernergebnis vor Steuern ist integraler Bestandteil der Darstellung. Das Ergebnis des Segmentes "Intralogistik" enthält in Höhe von 1.349 T€ (Vorjahr: 3.839 T€) vollständig die anteiligen Jahresergebnisse der at-equity-bilanzierten Unternehmen. Ertragsteuern werden in die Darstellung nicht einbezogen, da diese bei Jungheinrich intern nicht nach Segmenten berichtet und gesteuert werden. Aus diesem Grund werden die Ertragsteuern nur auf Konzernebene zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend ergibt sich hieraus das Ergebnis nach Steuern lediglich für den Jungheinrich-Konzern. Die Investitionen, Abschreibungen sowie Wertminderungen betreffen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte ohne aktivierte Entwicklungsausgaben und ohne aktivierte Nutzungsrechte für Sachanlagen. Die Vermögenswerte und Schulden umfassen alle Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, die dem jeweiligen Segment zuzuordnen sind. Eingeschlossen sind damit ebenso alle Bilanzposten, die effektive und latente Ertragsteuern betreffen. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen für das Jahr 2019scroll
Segmentinformationen für das Jahr 2018scroll
Im ausgewiesenen Segmentergebnis "Intralogistik" sind als wesentliche zahlungsunwirksame Posten neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Mietgeräte die ergebniswirksamen Veränderungen bei den Pensionsrückstellungen sowie Personalrückstellungen enthalten. Im Jahr 2019 enthielt das Segmentergebnis "Intralogistik" darüber hinaus Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 1.819 T€, die aus der identifizierten Wertminderung des chilenischen Geschäfts- oder Firmenwertes resultierten. Außerdem wurden im Berichtsjahr im Segmentergebnis "Intralogistik" Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit aktivierten Entwicklungsausgaben in Höhe von 21.744 T€ (Vorjahr: 70 T€) und im Zusammenhang mit aktivierten Sachanlagen in Höhe von 2.840 T€ erfasst. Im Jahr 2018 enthielt das Segmentergebnis "Intralogistik" darüber hinaus Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 4.151 T€, die aus der identifizierten Wertminderung des australischen Geschäfts- oder Firmenwertes resultierten. Das für das Jahr 2018 ausgewiesene Segmentergebnis "Finanzdienstleistungen" enthielt neben den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen und Leasinggeräte auch Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 2.141 T€. Im Folgenden werden die Umsatzerlöse nach Empfängerregionen berichtet und die langfristigen Vermögenswerte, welche die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen betreffen, nach Regionen aufgegliedert. Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Langfristige Vermögenswerte nach Regionenscroll
In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 gab es keine Beziehungen zu einzelnen externen Kunden, deren Umsatzanteil - gemessen am Konzernumsatz - wesentlich war. (38) Ergebnis je AktieBasis für die Berechnung ist das auf die Aktionäre der Jungheinrich AG entfallende Ergebnis nach Steuern, wie es in der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung ausgewiesen wird. Ergebnis je Aktiescroll
1)
Auf die Aktionäre der Jungheinrich AG entfallend In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 lagen keine Eigenkapitalinstrumente vor, die das Ergebnis je Aktie auf Basis der jeweiligen ausgegebenen Aktien verwässert hätten. (39) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2019Der Vorstand hat im Januar 2020 beschlossen und mit dem Kooperationspartner abgestimmt, das Gemeinschaftsunternehmen Industrial Components of Texas LLC., Houston/Texas (USA), nicht fortzuführen. Das Szenario der Abwicklung wird aktuell erarbeitet. Die aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Gemeinschaftsunternehmens am Bilanzstichtag erforderlichen Aufwendungen aus Wertminderungen für erwartete Kreditverluste aus den Forderungen gegen das Gemeinschaftsunternehmen und aus der Zuführung zu Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen wurden im Konzernabschluss berücksichtigt. Weitere Informationen können der Anhangangabe (41) Seite 138 entnommen werden. (40) Honorare für den Abschlussprüfer des KonzernabschlussesDie Details zu den vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, berechneten Honoraren können der folgenden Tabelle entnommen werden. Honorare des Abschlussprüfersscroll
Die sonstigen Leistungen des Berichtsjahres entfielen auf die qualitätssichernde Begleitung eines Projektes zur Einführung eines Identity- und Access-Management-Systems, die Unterstützung beim Wechsel der Archivsoftware (Archivsystemmigration) sowie die Unterstützung im Zusammenhang mit Fragen des Verkaufes von Forderungen. Die sonstigen Leistungen des Vorjahres entfielen auf die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichtes des Geschäftsjahres 2017 sowie die Unterstützung im Zusammenhang mit Fragen der Unternehmensbewertung und des Verkaufes von Forderungen. (41) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf, und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Jungheinrich Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und verbundenen, nicht konsolidierten Tochtergesellschaften. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen resultierten aus der normalen Geschäftstätigkeit und wurden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Die Transaktionen mit den nicht konsolidierten Tochterunternehmen waren von geringem Umfang. Das Volumen an Lieferungen und Leistungen zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Jungheinrich-Konzerns und den Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen ist der folgenden Tabelle zu entnehmen. Geschäftsbeziehungen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmenscroll
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1)
inklusive Tochtergesellschaften Am 31. Dezember 2019 bestanden sonstige Forderungen aus Finanzierungen gegen Industrial Components of Texas LLC, Houston/Texas (USA), in Höhe von 1.353 T€ (Vorjahr: 679 T€). Aufgrund der signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos im Berichtsjahr wurden zum Bilanzstichtag Wertminderungen für erwartete Kreditverluste in Höhe von 1.353 T€ (Vorjahr: - T€) erfasst. Für erwartete Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen für dieses Gemeinschaftsunternehmen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 4.860 T€ (Vorjahr: - T€) Rückstellungen gebildet. Am 31. Dezember 2019 bestanden sonstige Forderungen aus Finanzierungen gegen Irapol Sp. z o.o., Lodz (Polen), in Höhe von 67 T€ (Vorjahr: 20 T€) und gegen Malikon GmbH, Eslarn (Deutschland), in Höhe von 88 T€ (Vorjahr: - T€). Am 31. Dezember 2019 bestanden sonstige Verbindlichkeiten aus Finanzierungen gegenüber der Supralift GmbH & Co. KG, Hofheim am Taunus (Deutschland), in Höhe von 60 T€ (Vorjahr: 60 T€). Mitglieder des Vorstandes beziehungsweise des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen, mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen Bedingungen abgewickelt. Die Angaben über die Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand können der Anhangangabe (42) Seite 139 entnommen werden. (42) Gesamtbezüge des Vorstandes und des AufsichtsratesVergütungen der aktiven Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsratesscroll
Als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird der aus den leistungsorientierten Verpflichtungen für die Mitglieder des Vorstandes resultierende laufende Dienstzeitaufwand ausgewiesen. Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5 bis 8 HGB, unterbleibt, da die Hauptversammlung am 24. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes gemäß § 315e HGB in Verbindung mit § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 1 HGB beliefen sich im Jahr 2019 auf 7.910 T€ (Vorjahr: 7.629 T€). Am 31. Dezember 2019 bestanden, unverändert zum Vorjahr, keine Vorschüsse oder Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Jungheinrich AG. Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 793 T€ (Vorjahr: 747 T€). Zum 31. Dezember 2019 hat die Jungheinrich AG für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 15.105 T€ (Vorjahr: 12.517 T€) gebildet. (43) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, gemäß § 313 Abs. 2 HGBIn den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2019 sind die folgenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
1)
10,0 Prozent der Anteile indirekt über Treuhandgesellschaft In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2019 sind die folgenden Unternehmen at equity einbezogen: scroll
In den Konzernabschluss der Jungheinrich AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2019 sind die folgenden Unternehmen zu Anschaffungskosten einbezogen: scroll
1)
Nicht konsolidiert aufgrund untergeordneter Bedeutung (44) Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3, 264b HGBDie nachfolgenden, in den Konzernabschluss der Jungheinrich AG einbezogenen inländischen Tochterunternehmen haben in Teilen von den Möglichkeiten der Befreiung gemäß §§ 264 Abs. 3, 264b HGB Gebrauch gemacht:
(45) Abgabe der Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGIm Dezember 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der Jungheinrich Aktiengesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Hamburg, den 4. März 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Lars Brzoska Christian Erlach Dr. Volker Hues Sabine Neuß Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 4. März 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Lars Brzoska Christian Erlach Dr. Volker Hues Sabine Neuß Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Jungheinrich AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit von Geschäfts- oder FirmenwertenZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt (2) "Grundsätze der Rechnungslegung: Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Mietgeräten" sowie die "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in Abschnitt (12) "Immaterielle Vermögenswerte" im Konzernanhang und auf die Abschnitte "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" sowie "Prognosebericht" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussDie Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2019 TEUR 39.469. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 30. September 2019. Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten für die nächsten fünf Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz. Der Rückgang der erwarteten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Chile führt zu Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.819. Sollten sich die Ergebnisaussichten stärker als erwartet verschlechtern oder ein Anstieg des Abzinsungssatzes zu verzeichnen sein, sind weitere Wertminderungen erforderlich. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht oder nicht in angemessener Höhe erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungUnter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z.B. für Controllingzwecke oder Investitionsplanungen, und der vom Vorstand erstellten Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre sowie die Forecasts des Geschäftsjahres 2019 mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit und dem vorgezogenen Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen des Abzinsungssatzes auf den erzielbaren Betrag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse). Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind. Dies umfasste auch die Beurteilung der Angemessenheit der Anhangangaben nach IAS 36.134(f) zu Sensitivitäten bei einer für möglich gehaltenen Änderung wesentlicher der Bewertung zugrunde liegender Annahme. Unsere SchlussfolgerungenDie der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen. Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht. Aktualisierung der Softwarekomponenten zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen für wesentliche Konzerngesellschaften (SAP FDL 2.0 und Global Lease Center)Zu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt (2) "Grundsätze der Rechnungslegung: Leasing und Finanzdienstleistungen" und die "Erläuterungen zur Konzernbilanz" in Abschnitt (15) "Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen", (19) "Forderungen aus Finanzdienstleistungen" und (28) "Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen" im Konzernanhang und auf Abschnitt "Finanzdienstleistungen" im Konzernlagebericht. Das Risiko für den AbschlussSämtliche Finanzdienstleistungen des Konzerns sind im Segment Finanzdienstleistungen zusammengefasst. Innerhalb des Konzerns nimmt dieses eine Dienstleistungsfunktion für den Vertrieb wahr. Zum Jahresende 2019 entspricht der Vertragsbestand mit insgesamt 189 Tsd. Fahrzeugen einem Neuwert von EUR 3.199 Mio. Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge wurden 41 Prozent (i. Vj. 41 Prozent) über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. In Tschechien, Malaysia, Singapur und Thailand wurden im Geschäftsjahr 2019 alle Softwarekomponenten zur Erfassung und Bilanzierung von Leasingverträgen aktualisiert (SAP FDL 2.0), um deren Leistungsfähigkeit deutlich zu erhöhen (Software). Zudem wurde in Ecuador, Kolumbien, Peru und Serbien eine datenbankorientierte Softwarelösung (Global Lease Center) zur Aktualisierung der Erfassung und Bilanzierung von Leasingverhältnissen implementiert. Grundlage für die Bilanzierung von Leasingverhältnissen bei Jungheinrich als Leasinggeber ist die Einstufung dieser Verhältnisse in Finanzierungsleasing oder Operating-Leasing. Dabei ist zu beurteilen, in welchem Umfang die mit dem Eigentum eines Leasinggegenstands verbundenen Risiken und Chancen beim Leasinggeber oder Leasingnehmer liegen. Die Einstufung von Leasingverhältnissen ist komplex und im Zusammenhang mit den Softwareupdates mit zusätzlichen Risiken verbunden. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass aufgrund der Softwareupdates die Kundenverträge aus Finanzdienstleistungsgeschäften nicht vollständig oder nicht korrekt erfasst werden bzw. die Klassifizierungen in die unterschiedlichen Leasing-Kategorien nicht korrekt erfolgen und somit die hiermit in Zusammenhang stehenden Forderungen und Verbindlichkeiten und Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungen sowie die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge unzutreffend im Konzernabschluss bilanziert werden. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungWir haben uns, unter Einbezug unserer IT-Spezialisten, auf Basis von Befragungen der Mitarbeiter des Unternehmens sowie auf Basis von Einsichtnahmen relevanter Dokumente, ein Verständnis über die Vorgehensweise bei der Datenmigration bzw. bei der Implementierung der Software (Global Lease Center) verschafft. Für jedes Land haben wir die Vollständigkeit der Migration der Daten aus bisherigen Bestandssystemen in die neue Datenbank (SAP FDL 2.0 bzw. Global Lease Center) geprüft. Darüber hinaus haben wir uns, ebenfalls auf Basis von Befragungen der Mitarbeiter des Unternehmens sowie auf Basis von Einsichtnahmen in risikoorientiert ausgewählte Geschäftsvorfälle, ein Prozessverständnis über die Datenerfassung und Verarbeitung von Leasingverträgen im Kontext des Softwareupdates verschafft. Um die Vollständigkeit und Richtigkeit der Datenerfassung zu beurteilen, wurden relevante Kontrollen identifiziert und auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit getestet. Dazu haben wir in Stichproben einzelne Vorgänge gewürdigt und die Datengrundlage aus dem System mit den zugrunde liegenden Leasingverträgen abgestimmt. Zudem haben wir die Berechnungsmethoden der Software zur Ermittlung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Leasinggeräte aus Finanzdienstleistungsverträgen nachvollzogen und beurteilt, ob diese Berechnungsmethoden in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen sind. Unsere SchlussfolgerungenDie Vorgehensweise zur Bilanzierung von Forderungen und Verbindlichkeiten und Leasinggeräten aus Finanzdienstleistungen sowie der korrespondierenden Aufwendungen und Erträge aus Leasingverträgen auf Basis des Softwareupdates steht in Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerkes zur Verfügung zu stellenden übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 30. April 2019 als Jahresabschlussprüfer gewählt und sind damit gemäß § 318 Abs. 2 HGB auch zum Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Konzernabschlussprüfer der Jungheinrich Aktiengesellschaft, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dirk Papenberg.
Hamburg, den 4. März 2020 KPMG AG gez. Schmelzer, Wirtschaftsprüfer gez. Papenberg, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019der Jungheinrich AGOrganisation und KonzernsteuerungDie Jungheinrich AG ist eine Management-Holding. Sie übernimmt konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Corporate Finance, Controlling, Unternehmenskommunikation, Recht, Compliance und Revision. Außerdem sind die zentrale Forschung und Entwicklung sowie das Immobilienmanagement organisatorisch in der Jungheinrich AG verankert. Der Vorstand ist für die strategische Steuerung und die operative Führung des Konzerns verantwortlich. Dies umfasst unter anderem die Festlegung und Kontrolle der Unternehmensziele, die Zuständigkeit für Führungs-, Steuerungs- und Controllingprozesse - einschließlich des Risiko- und Chancenmanagements - sowie die Ressourcenallokation. Die dem Gesamtvorstand regelmäßig zur Verfügung stehenden Kennzahlen und Berichte orientieren sich an bereichsübergreifenden, betriebswirtschaftlichen Steuerungsgrößen. Als Konzernobergesellschaft hält die Jungheinrich AG direkt oder indirekt Anteile an Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Direkte Geschäftsbeziehungen unterhält sie insbesondere mit Tochtergesellschaften in Deutschland. Die positiven Jahresergebnisse der in der Rechtsform der AG & Co. KG geführten Tochtergesellschaften werden phasengleich im Jahresabschluss der Jungheinrich AG vereinnahmt und im Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen teilweise Ergebnisabführungsverträge mit inländischen Kapitalgesellschaften. Das Beteiligungsergebnis ist wesentliche Steuerungsgröße für die Jungheinrich AG. Geschäftsaktivitäten und RahmenbedingungenJungheinrich zählt zu den weltweit führenden Lösungsanbietern für die Intralogistik. Mit einem umfassenden Portfolio an Flurförderzeugen, Automatiksystemen und Dienstleistungen bietet Jungheinrich seinen Kunden passgenaue Leistungen für die Herausforderungen der Industrie 4.0. Das integrierte Geschäftsmodell umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Verkauf von Neugeräten, Automatiksystemen, den Versandhandel, die Vermietung von neuen und gebrauchten Flurförderzeugen, die Aufarbeitung und den Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen sowie das Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilgeschäft. Außerdem gehören Regalbediengeräte sowie Lastaufnahmemittel zum Produktprogramm. Bei den Flurförderzeugen handelt es sich nahezu ausschließlich um Fahrzeuge mit elektromotorischem Antrieb. Jungheinrich fertigt außer Elektromotoren und Antriebssteuerungen auch passende Lithium-Ionen-Batterien und Ladegeräte. Nahezu alle Fahrzeuge sind mit Lithium-Ionen-Batterien erhältlich. Für die eigene Batteriefertigung wurden im Berichtsjahr weitere Kapazitäten geschaffen. Des Weiteren runden digitale Produkte, wie das Jungheinrich Warehouse Management System oder das Flottenmanagementsystem, auf Basis der neuesten Generation der Jungheinrich-IoT-Plattform in der Cloud das Portfolio ab. Kombiniert mit einem umfassenden Finanzdienstleistungsangebot verfolgt Jungheinrich das Ziel, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes aus einer Hand zu betreuen. Der Konzern verfügt über acht Werke für Flurförderzeuge, sieben davon in Deutschland und eins in China. In Norderstedt stellt Jungheinrich Hochhubwagen, Schubmaststapler und Kommissionierer her. Zusätzlich zur Fahrzeugproduktion ist hier auch die Herstellung von elektronischen Steuerungen, Lithium-Ionen-Batterien und Ladegeräten angesiedelt. Am Standort Lüneburg werden neben Kleinserien und Sonderbaufahrzeugen auch Kommissionierer, Schlepper und Anhänger sowie Fahrerlose Transportsysteme produziert. In Moosburg werden Gegengewichtsstapler gefertigt, während in direkter Nachbarschaft im Werk Degernpoint Schmalgangstapler, Kommissionierer und Fahrerlose Transportsysteme hergestellt werden. Im Werk Landsberg/Saale liegt der Produktionsschwerpunkt auf Niederhubwagen. In Qingpu (China) werden Nieder- und Hochhubwagen, Elektro-Gegengewichtsstapler und Schubmaststapler produziert, darüber hinaus auch Steuerungen, Batterien und Ladegeräte. Gebrauchtgeräte werden in einem separaten Werk in der Nähe von Dresden industriell aufgearbeitet. Auch in Qingpu (China), Bangkok (Thailand) und Ploiesti (Rumänien) arbeitet Jungheinrich gebrauchte Flurförderzeuge auf. Die MIAS Group fertigt an ihren Standorten in München, Gyöngyös (Ungarn) und Kunshan (China) Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel. Für die Entwicklung, Produktion und Aufarbeitung von Lithium-Ionen-Batterien hat die Jungheinrich AG mit der Triathlon Holding GmbH zu Beginn des Berichtsjahres die JT Energy Systems GmbH, Freiberg, gegründet, an der die Jungheinrich AG mehrheitlich beteiligt ist. Der operative Start des Werkes am Standort Glauchau war im 4. Quartal 2019. Im August des Berichtsjahres wurden mit dem Erwerb des ehemaligen Solarworld-Werkstandortes in Freiberg die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien und Ladesysteme massiv ausgebaut. Das über 42.000 m 2 große Werk wird zukünftig das Zentrum für Energiespeichersysteme mit Schwerpunkt Lithium-Ionen-Batterien im Jungheinrich-Konzern sein. Die Entwicklung und Produktion von digitalen Produkten konzentriert sich auf die Standorte Graz (Österreich), Hamburg und Madrid (Spanien). Hinsichtlich des stetig wachsenden Kundendienstgeschäftes verfügt Jungheinrich über ein modernes Ersatzteilzentrum in Kaltenkirchen. Über dieses Lager und weitere Standorte in Lahr, Bratislava (Slowakei), Moskau (Russland), Shanghai (China) und Birmingham (Großbritannien) wird die optimale Versorgung des Jungheinrich-Kundendienstes mit Ersatzteilen weltweit gewährleistet. Im April 2019 wurde mit der Eröffnung eines Lagers in Singapur die Ersatzteillogistik für die Region Asien-Pazifik (APAC) ausgebaut. Durch die gemeinsam mit der Fricke Holding GmbH gegründete TREX.PARTS GmbH & Co. KG erschließt sich Jungheinrich zusätzliche Marktpotenziale im Ersatzteilmarkt. Die Gesellschaft bietet ein umfassendes Produktsortiment mit Original-Ersatzteilen vom Hersteller und alternativen Teilen in Erstausrüsterqualität oder vergleichbarer Qualität an. Die TREX.PARTS GmbH & Co. KG hat im Berichtsjahr ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen. In Nordamerika kooperiert Jungheinrich mit Mitsubishi Caterpillar Forklift America Inc. (MCFA), einem leistungsstarken Vertriebspartner mit umfangreicher Händlerpräsenz. Ausgeweitet wurde die Partnerschaft zuletzt 2018 durch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Fokus auf dem Direktvertrieb von Fahrerlosen Transportsystemen (MCJ Supply Chain Solutions LLC, Houston). In China ist Jungheinrich mit Anhui Heli Co. Ltd. (Heli) in einem Joint Venture in der Vermietung von Flurförderzeugen über vier Tochtergesellschaften in den Metropolregionen Shanghai, Changzhou, Guangzhou und Tianjin aktiv. Nahezu den gesamten Bedarf an Elektromotoren fertigt Jungheinrich in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem anderen Flurförderzeughersteller in Moravany (Tschechien) und Putian (China). Jungheinrich setzt zur bestmöglichen Kundenbetreuung auf ein eigenes Direktvertriebs- und Servicenetz in 40 Ländern. Darüber hinaus ist der Jungheinrich-Konzern in rund 80 weiteren Ländern durch Partnerunternehmen vertreten. Kernmarkt ist Europa, in dem 87 Prozent des Konzernumsatzes erzielt werden. Wiederum 27 Prozent der europäischen Umsätze entfallen auf Deutschland. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliches UmfeldDer regionale Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Jungheinrich ist Europa. Außerhalb Europas liegt der Fokus auf der APAC-Region und den USA. Zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung in diesen Regionen kommt dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt (BIP) als wesentlichem Wirtschaftsindikator eine wichtige Rolle zu. Auf Europa entfielen 2019 33 Prozent der globalen Nachfrage nach Flurförderzeugen. Im Hinblick auf batteriebetriebene Flurförderzeuge - die Kernkompetenz von Jungheinrich - entfielen 43 Prozent der weltweiten Nachfrage auf den europäischen Markt. Entsprechend bedeutsam ist die wirtschaftliche Entwicklung in den europäischen Mitgliedsstaaten. Die Weltwirtschaft verzeichnete 2019 ein deutlich schwächeres Wachstum als im Jahr zuvor. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheiten über den Ausgang der Brexit-Verhandlungen und des andauernden Handelsstreites zwischen den USA und China fiel in allen Wirtschaftsregionen der BIP-Anstieg niedriger aus. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: Schätzungen 20. Januar 2020 mit aktualisierten Vorjahresangaben im Vergleich zum Lagebericht 2018) So wies die Eurozone im Berichtsjahr mit einem BIP-Anstieg von 1,2 Prozent ein spürbar geringeres Wachstum auf als im Vorjahr (1,9 Prozent). Da die deutsche Wirtschaft in hohem Maße exportorientiert ist, verzeichnete sie 2019 - beeinflusst durch die vorgenannten Unsicherheiten - ein gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich reduziertes Wachstum (0,5 Prozent; Vorjahr: 1,5 Prozent). Die Wirtschaftsleistung Frankreichs wuchs ebenfalls nur mit 1,3 Prozent und fiel damit schwächer aus als 2018 (1,7 Prozent). Während die italienische Wirtschaft nach einem leichten Wachstum im Jahr 2018 im Berichtsjahr beinahe stagnierte (0,2 Prozent; Vorjahr: 0,8 Prozent), entwickelte sich die Konjunktur in Großbritannien mit einem Anstieg von 1,3 Prozent analog zum Vorjahr (1,3 Prozent). In diesen vier Ländern erwirtschaftete Jungheinrich wie im Vorjahr rund die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Wirtschaft Russlands wuchs 2019 mit 1,1 Prozent und damit wesentlich schwächer als 2018 (2,3 Prozent). In Polen betrug der BIP-Anstieg zwar 4,0 Prozent, blieb damit jedoch deutlich hinter dem Vorjahr zurück (5,1 Prozent). Auch Russland und Polen sind bedeutende Märkte für Jungheinrich. Branchenbezogenes UmfeldDer Weltmarkt für Flurförderzeuge, gemessen an der Zahl der bestellten Neufahrzeuge, wies 2019 mit einem Minus von 2 Prozent beziehungsweise 31 Tsd. Flurförderzeugen erstmals seit 2012 einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr auf. Dies war auf die rückläufigen Bestellungen sowohl im europäischen als auch im nordamerikanischen Markt zurückzuführen, die nicht vollständig durch das Wachstum in China kompensiert werden konnten. In Europa blieb dabei die Nachfrage in allen drei Produktsegmenten (Lagertechnik, Elektro-Gegengewichtsstapler und verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler) hinter dem Vorjahr zurück. Der größte Teil des Rückganges entfiel dort auf das Produktsegment der lagertechnischen Geräte. Gegenläufig entwickelte sich der Markt in China, der durch die stark gestiegenen Bestellungen in diesem Produktsegment um 8 Prozent zunahm. Der Rückgang des Marktvolumens in Nordamerika um 8 Prozent resultierte zur Hälfte aus dem Nachfragerückgang nach Gegengewichtsstaplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb. Wie in den Vorjahren waren Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien stückzahlbezogen die größten Märkte in Westeuropa. In Osteuropa war Polen der größte Markt, gefolgt von Russland und Tschechien. Das globale Marktvolumen im Produktsegment Lagertechnik blieb gegenüber der Vergleichsperiode annähernd stabil (plus 1 Prozent). Dabei wurde das sehr gute Wachstum im chinesischen Markt durch die rückläufige Entwicklung in Europa und Nordamerika fast vollständig aufgezehrt. Das um 4 Prozent gesunkene Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler basierte zu 70 Prozent auf der sinkenden Nachfrage in Europa. Der weltweite Rückgang der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb um 5 Prozent war zu etwas mehr als 60 Prozent auf geringere Bestellungen in Nordamerika und Europa zurückzuführen. Weltmarkt Flurförderzeuge 2019 nach Regionenscroll
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Geschäftsverlauf und ErtragslageDie Ertragslage der Jungheinrich AG wird durch den Geschäftsverlauf der operativen Tochtergesellschaften im In- und Ausland sowie das sich daraus ergebende Beteiligungsergebnis bestimmt. Das Beteiligungsergebnis der Jungheinrich AG erhöhte sich nach 187,8 Mio. € im Jahr 2018 um 18,1 Mio. €, und damit nicht so deutlich wie erwartet, auf 205,9 Mio. € im Jahr 2019. Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen stiegen zwar gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß deutlich an, doch die Erträge aus Beteiligungen gingen gegenüber dem Vorjahr zurück. Bei den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen ist zu berücksichtigen, dass im Jahr 2018 erhöhte Wertminderungen für Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften zu deutlich niedrigeren Ergebnisabführungen an die Jungheinrich AG führten. Die Umsatzerlöse der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2019 betrugen 203,5 Mio. € nach 191,7 Mio. € im Vorjahr. Sie beinhalten die Vergütung von Dienstleistungen, Erlöse aus der Vermietung von Immobilien sowie Erlöse aus Lizenzverträgen. Die Umsatzerlöse aus der Vergütung von Dienstleistungen stiegen aufgrund der Ausweitung des Geschäftsvolumens in den inländischen operativen Gesellschaften gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent von 109,7 Mio. € auf 117,1 Mio. € an. Aus der Vermietung von Immobilien an inländische Konzernunternehmen wurden mit 31,1 Mio. € Erlöse in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr (29,3 Mio. €) erzielt. Die Umsätze aus Lizenzverträgen lagen im Jahresvergleich aufgrund des geringfügig höheren Geschäftsvolumens der Werke mit 55,3 Mio. € um 5 Prozent über dem Vorjahreswert von 52,7 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen leicht von 16,3 Mio. € auf 17,7 Mio. €. Die Aufwendungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Der Materialaufwand enthält hauptsächlich die Energiekosten der vermieteten Immobilien. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Verwaltungskosten der Holding und der Zentralbereiche. Die Erhöhung des Personalaufwandes um 10,6 Mio. € war hauptsächlich bedingt durch die Erhöhung der Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (gemessen in Vollzeitäquivalenten, ohne Auszubildende) von 891 Mitarbeiter im Jahr 2018 um 83 Mitarbeiter auf 974 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2019. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr von 203,4 Mio. € um 27,7 Mio. € auf 231,1 Mio. €. Wesentliche Gründe hierfür waren die Ausweitung von Ausgleichsleistungen an die inländischen Werke und an ausländische Konzerngesellschaften auf der Basis vertraglicher Vereinbarungen sowie Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen. Die Ertragsentwicklung der Jungheinrich AG zeigte somit im Berichtszeitraum folgendes Bild: scroll
Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen überwog den Anstieg des Beteiligungsergebnisses, sodass das Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern um 11,1 Mio. € sowie das Ergebnis vor Steuern um 9,8 Mio. € geringer als im Vorjahr ausfielen. Der Ertragssaldo aus Ertrag- und sonstigen Steuern erhöhte sich um 11,9 Mio. € auf 39,2 Mio. €. Er beinhaltet die von den operativen Gesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG eingeforderten Ertragsteuerumlagen, die aufgrund der verminderten Erträge aus Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr (74,4 Mio. €) auf 65,1 Mio. € zurückfielen. Gegenläufig positiv entwickelten sich vor allem die latenten Steuern. Während im Vorjahr noch Aufwendungen aus latenten Steuern von 7,2 Mio. € zu verzeichnen waren, ergaben sich im Berichtsjahr nunmehr Erträge in Höhe von 5,8 Mio. €. Infolge der positiven Entwicklung der Ertrag- und sonstigen Steuern und des leicht höheren Zinsergebnisses konnte die Jungheinrich AG das Geschäftsjahr 2019 trotz des rückläufigen Ergebnisses vor Zinsergebnis und Steuern mit einem gegenüber dem Vorjahr (93,0 Mio. €) um 2,1 Mio. € höheren Jahresüberschuss von 95,1 Mio. € abschließen. Ursprünglich war der Anstieg des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr deutlich höher erwartet worden. Zu den Gründen wird auf die vorgenannten Ausführungen zur Entwicklung des Beteiligungsergebnisses und des Ergebnisses vor Zinsergebnis und Steuern verwiesen. Aus dem Jahresüberschuss wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 47,2 Mio. € den anderen Gewinnrücklagen zugeführt. Der Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, eine im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigere Dividende in Höhe von 0,46 € je Stammaktie und 0,48 € je Vorzugsaktie auszuschütten. InvestitionenDie Zugänge im Anlagevermögen betrugen im Berichtszeitraum 61,6 Mio. €. Die gegenüber dem Vorjahr (42,4 Mio. €) deutlich höheren Investitionen des Berichtsjahres beinhalten im Wesentlichen Beträge für die Erweiterung des Hauptverwaltungsgebäudes in Hamburg, den Ausbau des Werkes in Degernpoint und den Bau des neuen Rechenzentrums in Frankfurt am Main. Das Bestellobligo für Investitionen der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 6 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte sowohl mit Eigen- als auch mit Fremdmitteln. Finanz- und VermögenslageAls Konzernobergesellschaft trägt die Jungheinrich AG die Verantwortung für das Finanzmanagement des Konzerns. Sie stellt die Verfügbarkeit ausreichender Finanzmittel zur Erfüllung der strategischen und operativen Finanzbedarfe sicher. Das zentrale Treasury nimmt vor allem das Cash- und Währungsmanagement wahr. Ziel ist es, die Konzerngesellschaften zins- und währungsoptimal mit Finanzmitteln zu versorgen und Zahlungsströme zu steuern. Die Beschaffung der notwendigen kurz-, mittel- und langfristigen finanziellen Mittel wird unter Ausschöpfung der Finanzierungsmöglichkeiten an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten sichergestellt. Ein hoher Stellenwert kommt der Sicherung ausreichend hoher Liquiditätsreserven zu, um auch in konjunkturell schwierigen Zeiten jederzeit in der Lage zu sein, die erforderlichen strategischen Maßnahmen umzusetzen und die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns zu gewährleisten. Die Vermögensstruktur der Jungheinrich AG stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Anlagevermögen erhöhte sich 2019 im Wesentlichen aufgrund der Zugänge aus den Investitionen des Berichtsjahres um 39,7 Mio. € auf 633,8 Mio. € (Vorjahr: 594,1 Mio. €). Die um 62,5 Mio. € zurückgegangenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergaben sich aus den gegenüber dem Vorjahr verminderten Ansprüchen der Jungheinrich AG aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln an Konzerngesellschaften im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements. Die liquiden Mittel und Wertpapiere waren dementsprechend im Berichtsjahr um 45,0 Mio. € höher als im Vorjahr. Aus der Investitionstätigkeit der Gesellschaft sind Mittel in Höhe von 61,6 Mio. € abgeflossen. Die Kapitalstruktur der Jungheinrich AG zeigt folgendes Bild: scroll
Das Eigenkapital der Jungheinrich AG betrug zum Bilanzstichtag 1.042,1 Mio. € und war damit um 45,2 Mio. € höher als im Vorjahr (996,9 Mio. €). Dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 95,1 Mio. € standen die Dividendenzahlungen für das vorangegangene Geschäftsjahr in Höhe von 49,9 Mio. € gegenüber. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 64 Prozent (Vorjahr: 62 Prozent). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken im Jahresvergleich um 29,6 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Tilgung der Tranche eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 25 Mio. €. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen mit 198,7 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Das Geschäftsjahr 2019 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für die Jungheinrich AG. Insgesamt beurteilen wir die Finanz- und Bilanzrelationen des Unternehmens als sehr solide. Mitarbeiter 1)Die Jungheinrich AG beschäftigte zum 31. Dezember 2019 insgesamt 1.161 Mitarbeiter, davon 155 Auszubildende (Vorjahr: 1.064 Mitarbeiter, davon 132 Auszubildende). Rund 60 Prozent der Mitarbeiterzugänge entfiel auf zentrale IT- und Technik-Funktionen. Personelle VeränderungenMit Wirkung zum 1. September 2019 wurde die bereits 2018 beschlossene Übernahme des Vorstandsvorsitzes der Jungheinrich AG durch Dr. Lars Brzoska vollzogen. Vom 1. September 2018 bis zum 31. Dezember 2019 war er zudem für das Technikressort verantwortlich. Seit dem 1. Januar 2020 hat Sabine Neuß diesen Vorstandsbereich übernommen. Mit Ablauf des 31. August 2019 schied der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Jürgen Peddinghaus, aus diesem Gremium aus und Hans-Georg Frey trat aufgrund seiner Wahl durch die Hauptversammlung vom 30. April 2019 am 1. September 2019 in den Aufsichtsrat ein. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 3. September 2019 wurde Hans-Georg Frey zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Mit Ablauf des 31. März 2020 wird Dr. Klaus-Dieter Rosenbach das Unternehmen auf eigenen Wunsch hin verlassen, um in den Ruhestand zu gehen. Vorstand und Aufsichtsrat haben daraufhin beschlossen, das durch Dr. Rosenbach bis zu diesem Zeitpunkt geleitete Ressort "Logistiksysteme" nicht wiederzubesetzen und die Verantwortung für die verschiedenen Bereiche dieses Ressorts auf die dann verbleibenden vier Vorstandsressorts aufzuteilen. Forschung und EntwicklungWesentliche Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) bezogen sich auf die Weiterentwicklung effizienter Energiespeichersysteme basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie , die damit einhergehenden Verbesserungen im Hinblick auf die Konstruktion neuer Flurförderzeuge sowie digitale Produkte. Die Jungheinrich AG ist verantwortlich für die konzernübergreifende Grundlagen- und Produktentwicklung. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 94 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Die Aufwendungen für F&E, einschließlich der Inanspruchnahme von Leistungen Dritter und verbundener Unternehmen, resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Leistungen verbundener Unternehmen. Sie blieben mit 73,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil (73,7 Mio. €). Die Jungheinrich AG schützt ihre Innovationen und die Alleinstellungsmerkmale ihrer Produkte durch Patente. Im Jahr 2019 wurden 127 (Vorjahr: 155) Patente erteilt. VergütungsberichtFür das gesamte Jungheinrich-Management gilt das Prinzip der werteorientierten, auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichteten Unternehmensführung. Dieses Prinzip ist Grundlage der einzelnen Vergütungssysteme, die an den wesentlichen Konzernsteuerungsgrößen ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich um jeweils eine Wachstums- und eine Ergebniskomponente. Im Rahmen der Zielsetzung liegt ein höheres Gewicht auf der Ergebniskomponente. Vergütung des VorstandesDie fast ausnahmslos aus Geldleistungen bestehende Vergütung der Vorstandsmitglieder enthält einen fixen sowie einen variablen Bestandteil und berücksichtigt die gesetzlich erforderlichen Vergütungskomponenten mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Der variable Teil der Vergütung soll grundsätzlich der Höhe des Fixgehaltes entsprechen, kann aber bei einer sehr guten Zielerreichung auch mehr als 50 Prozent der Gesamtbarvergütung betragen. Die separat erfassten Erfolgsparameter des variablen Bestandteiles setzen sich aus dem Umsatzwachstum des Jungheinrich-Konzerns sowie der EBT-Rendite zusammen. Die Zielvorgaben werden entsprechend der strategischen Ausrichtung des Konzerns durch den Aufsichtsrat regelmäßig überprüft und anhand der Mehrjahresziele und der Jahresplanung gegebenenfalls angepasst. Die Auszahlung des variablen Vergütungsbestandteiles erfolgt in gestaffelter Weise über einen Zeitraum von drei Jahren. Bei Beendigung des Dienstvertrages in besonderen Fällen erfolgt die Auszahlung unverzüglich nach dem Ausscheiden des Vorstandsmitgliedes. Die Vorstandsdienstverträge enthalten die üblichen Regelungen für eine Abfindungsobergrenze und für den Fall eines Kontrollwechsels, die mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex übereinstimmen. Die Pensionsregelung für den Vorstand bemisst sich gehaltsunabhängig allein nach den erreichten Dienstjahren als Vorstandsmitglied mit einer vorgeschalteten Frist bis zum Erreichen der Unverfallbarkeit des Anspruches. Vergütung des AufsichtsratesDas Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beinhaltet für jedes Mitglied neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 20 Tsd. € und zusätzlich eine variable jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre (einschließlich des Bezugsjahres) erzielten Eigenkapitalrendite ("Return On Equity", ROE) des Jungheinrich-Konzerns. Der Schwellenwert für diesen Durchschnittswert beträgt 10 Prozent. Für jeden halben Prozentpunkt über dem Schwellenwert erhöht sich die variable jährliche Vergütung um 4 Tsd. € bis zum Maximalwert für die variable jährliche Vergütung von 40 Tsd. €. Der Vorsitzende erhält das Dreifache, der Stellvertreter das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungsbeträge. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder eines Aufsichtsratsausschusses zusätzlich eine feste jährliche Vergütung. Diese beträgt für jedes Mitglied des Personalausschusses beziehungsweise der Ad-hoc-Ausschüsse des Aufsichtsrates 25 Tsd. €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten das Zweifache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält 30 Tsd. €. Der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erhält das Zweieinhalbfache dieser Vergütung. Erklärung zur UnternehmensführungGemäß § 289f HGB ist die Jungheinrich AG als börsennotierte Aktiengesellschaft dazu verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung für den Konzern abzugeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com/investor-relations/corporate-governance/unternehmensfuehrung-1314) veröffentlicht. Nichtfinanzielle Aspekte gemäß CSR-Richtlinie-UmsetzungsgesetzGemäß dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz zur Stärkung der nichtfinanziellen Unternehmensberichterstattung ist Jungheinrich seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, mindestens über nichtfinanzielle Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu berichten. Jungheinrich orientiert sich bei der Berichterstattung an den Leitlinien des Global Reporting Initiative-Standards (GRI). Der Verpflichtung kommt das Unternehmen in Form einer gesonderten nichtfinanziellen Erklärung nach, die als eigenständiges Kapitel Teil des Geschäftsberichtes 2019 des Jungheinrich-Konzerns ist. Dieser ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.jungheinrich.com/investor-relations/berichte-und-praesentationen-1308) veröffentlicht. Internes Kontroll- und Risikomanagement-System bezogen auf den RechnungslegungsprozessDas interne Kontroll- und Risikomanagement-System der Jungheinrich AG umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit von Managemententscheidungen, der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsaktivitäten und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie der Einhaltung maßgeblicher rechtlicher Vorschriften und interner Regelungen. Die wesentlichen Merkmale des bei der Jungheinrich AG bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess lassen sich wie folgt beschreiben:
Risiko- und ChancenberichtDie Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung bei Jungheinrich. Entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen sind im Rahmen des Risikomanagement-Systems in einer Konzernrichtlinie definiert. Risiko- und ChancenmanagementDas Risikomanagement-System von Jungheinrich ist integraler Bestandteil der Führungs-, Planungs- und Controllingprozesse. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind in das Risikomanagement-System der Jungheinrich AG eingebunden. Die Ermittlung der nötigen Risikovorsorgemaßnahmen erfolgt zeitnah und wird im Rahmen des Risikoreportings an das Konzerncontrolling gemeldet. Dadurch ist eine enge Verzahnung von Konzernberichterstattung und Risikomanagement sichergestellt. Das konzernweit gültige Risikomanagement-System unterliegt einer stetigen Anpassung und Weiterentwicklung. Der Prozess der Risikosteuerung wird dabei einer kontinuierlichen Überprüfung durch das Konzerncontrolling unterzogen. Eventuelle Anpassungen umfassen organisatorische Maßnahmen, die Änderung von Verfahren der Risikoquantifizierung sowie die laufende Aktualisierung relevanter Parameter. Das Risikomanagement-System besteht aus folgenden Elementen:
Die Leiter der operativen Landesgesellschaften (Vertrieb und Produktion) sind für das Risikomanagement ihrer Einheiten verantwortlich. Neben der Diskussion von Risiko- und Chancenaspekten in regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungssitzungen sind die Leiter der Einheiten verpflichtet, viermal im Jahr im Rahmen des Risikomanagementprozesses eine Risiko- und Chanceninventur durchzuführen. Ziel ist es, die Risiko- und Chancenposition so realitätsnah wie möglich zu identifizieren und zu bewerten. Die Bewertung der Risiken und Chancen erfolgt dabei in der ersten Inventur mit Bezug auf die geplante Geschäftsentwicklung. In den darauffolgenden Inventuren werden die Bewertungen auf der Basis der jeweils aktuellen Ergebnishochrechnung vorgenommen. Die so ermittelten Werte werden unter Berücksichtigung angemessener Wertgrenzen sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten im Rahmen einer Konzernrisikoinventur zu einem Gesamtwert - getrennt nach Risiken und Chancen - verdichtet. In den vierteljährlich stattfindenden Sitzungen des Konzernrisikoausschusses, an denen auch der Vorstand teilnimmt, werden die Konzernrisikoinventur diskutiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Eine Zusammenfassung wird dem Aufsichtsrat regelmäßig als integraler Bestandteil der aktuellen Hochrechnung zur Verfügung gestellt. Werden zwischen den Inventurstichtagen Risiken und Chancen festgestellt, die bestimmte Wertgrenzen überschreiten, wird der Konzernrisikoausschuss unverzüglich von der betroffenen Berichtseinheit durch interne Risikoschnellmeldungen informiert. Auch die Konzernrevision ist im Rahmen ihrer Prüfungen in den Risikomanagementprozess eingebunden. Um speziell die potenziellen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes (Restwert- und Finanzierungsrisiken, Ausfallrisiken von Kundenforderungen) zu erfassen und laufend bewerten zu können, besteht zusätzlich ein spezifisch auf die Finanzdienstleistungen ausgerichtetes, stringentes Risikomanagement-System. Mit einer zentralen Vertragsdatenbank auf der Basis von SAP-ERP wird eine konzerneinheitliche Erfassung und Risikobewertung von Finanzdienstleistungsverträgen sichergestellt. Zusätzlich zu der eingesetzten SAP-Standardsoftware besteht eine datenbankbasierte Softwarelösung ("Global Lease Center") für kleinere Vertriebseinheiten, insbesondere außerhalb Europas. Risiken und ChancenNach Analyse der abschließenden Risikoinventur 2019 durch den Konzernrisikoausschuss wurden alle quantifizierten Risiken als nicht wesentlich bewertet. Derzeit bestehen für das Jahr 2020 keine erkennbaren Risiken, die den Fortbestand der Jungheinrich AG gefährden könnten. Die für die Jungheinrich AG bedeutendsten und aufgrund des Geschäftsmodells generell gültigen Risiken- und Chancenkategorien sind nachfolgend aufgeführt. Gesamtwirtschaftliche Risiken und BranchenrisikenGesamtwirtschaftliche Risiken resultieren für Jungheinrich aus der globalen konjunkturellen Entwicklung. Insbesondere in den europäischen Kernmärkten bergen konjunkturzyklische Schwankungen Risiken für die Geschäftsentwicklung. Derzeit erwarten Experten trotz der andauernden Unsicherheiten bezüglich der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China für das Jahr 2020 ein globales Wachstum von 3,3 Prozent. Für den Euroraum wird ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent prognostiziert. Die konjunkturelle Stabilität kann allerdings durch die Umsetzung des Brexits, sehr hohe Verschuldungsgrade einzelner Länder (zum Beispiel Italien) oder geopolitische Unsicherheiten beeinträchtigt werden. Es bleibt abzuwarten, ob Staaten erneut in Krisensituationen geraten beziehungsweise inwiefern Reformbemühungen in einzelnen Volkswirtschaften nachhaltig sind. Nicht abschätzbar sind aus heutiger Sicht die möglichen Wirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus zum Beispiel auf die Konjunktur einzelner Länder oder auch auf Lieferanten und/oder Kunden. Die bisherigen Konjunkturprognosen sind vor diesem Hintergrund kritisch zu würdigen. Jungheinrich geht bezüglich seiner Konjunktur- und Markterwartung von sich insgesamt deutlich verschlechternden Rahmenbedingungen für den gesamten Verlauf des Jahres 2020 aus. Dabei stützt das Unternehmen seine Einschätzung auf die aktuelle Entwicklung des Marktvolumens, eigene Marktanalysen sowie auf den eigenen wöchentlich vorliegenden Auftragseingang und die daraus ableitbare Volatilität. Branchenrisiken resultieren im Wesentlichen aus den zuvor genannten Einflussfaktoren für die Marktentwicklung, dem Wettbewerbsumfeld sowie aus technologischen Veränderungen und der fortschreitenden Digitalisierung in der Intralogistik. Das Marktvolumen für Flurförderzeuge in Europa sank im Berichtsjahr um 6 Prozent, während das Weltmarktvolumen um 2 Prozent zurückging. Deutlich stärker schrumpfende Märkte, vor allem in Europa, könnten sich im Jahr 2020 auf die Anzahl produzierter Fahrzeuge oder die realisierbaren Margen auswirken. Auf Basis regelmäßiger Einschätzungen des Marktes für Flurförderzeuge, des Wettbewerbsumfeldes und der Kapitalmärkte, insbesondere im Hinblick auf Wechselkurs- und Zinsänderungen, wird die Konjunkturentwicklung laufend beobachtet und bewertet. Ziel ist es, Hinweise auf die künftige Auftragsentwicklung zu erhalten. Die Produktionspläne werden laufend an die erwarteten Auftragseingänge angepasst. Dies reduziert das aus einer Unterauslastung der Fertigungskapazitäten resultierende Risiko. Dem Risiko eines Verlustes von Marktanteilen und/oder eines Geschäftsrückganges begegnet Jungheinrich damit, dass das Unternehmen seine Produktpalette fortlaufend weiterentwickelt, seinen Dienstleistungsumfang ausbaut, den Vertrieb weiter stärkt, attraktive Finanzierungslösungen anbietet, Effizienzmaßnahmen umsetzt und seine Differenzierungsstrategie - beispielsweise durch den Ausbau des Geschäftes mit Lithium-Ionen-Batterien - weiter forciert. Operative GeschäftsrisikenDer seit Jahren zu beobachtende Konzentrationsprozess auf der Nachfrageseite führt zu einem steigenden Preisdruck am Markt und stellt damit ein operatives Risiko dar. Der Konzern begegnet diesem Risiko insbesondere dadurch, dass er sein Produkt- und Dienstleistungsangebot ständig erweitert und durch maßgeschneiderte Kundenlösungen ergänzt. So wird eine bessere Marktdurchdringung und Kundenbindung erreicht. Gegen das generelle Ausfallrisiko von Forderungen schützt sich Jungheinrich durch eine laufende, IT-gestützte Überwachung sowie die regelmäßige Analyse des Forderungsbestandes und der Forderungsstruktur. Für den Großteil der von Deutschland aus getätigten Auslandsumsätze aus Geschäften mit Dritten werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Jungheinrich steuert potenziellen Einkaufsrisiken, die sich aus steigenden Rohstoff- und Materialkosten, Störungen in der Versorgungskette sowie Qualitätsproblemen ergeben können, im Rahmen seines Risikomanagements entgegen. Jungheinrich setzt unter anderem Kontrollsysteme zur Beobachtung und Analyse der Preisentwicklung relevanter Rohstoffe ein. Diese Systeme unterstützen das Management dabei, Entwicklungen, die einen großen Einfluss auf die Beschaffungspreise haben, frühzeitig zu erkennen, um entsprechend handeln zu können. Derzeit wird für 2020 kein aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen resultierendes außergewöhnliches Risiko erwartet. Um informationstechnische Risiken zu begrenzen und die sichere, zuverlässige und effiziente Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten, werden die IT-Systeme laufend überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen und Infrastrukturkomponenten setzt Jungheinrich neben einem wirksamen IT-Notfallmanagement auf industrietypische Standards, redundante Netzverbindungen und ein Zweitrechenzentrum. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffes auf Unternehmensdaten oder einer Manipulation beziehungsweise Sabotage von IT-Systemen begegnet Jungheinrich mit konzernweit verbindlichen Vorgaben zur Informationssicherheit, dem Einsatz aktueller Sicherungssysteme und einer regelmäßigen Wirksamkeitsprüfung der Schutzmaßnahmen. Dabei orientiert sich der Konzern im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements an der internationalen Norm ISO/IEC 27001. Die genannten Maßnahmen werden durch moderne IT-Überwachungs- und Analysesysteme wirksam unterstützt und von einem dedizierten Team mit zentralem Fokus auf Informationssicherheit permanent überwacht und weiterentwickelt. Hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind die Grundlage für den Unternehmenserfolg. Personalrisiken können entstehen, wenn qualifizierte Mitarbeiter nicht in ausreichendem Umfang gewonnen und/oder gehalten werden können, insbesondere in Führungs- und Schlüsselfunktionen. Um den für Jungheinrich wichtigen Ingenieur- und IT-Nachwuchs zu rekrutieren, pflegt das Unternehmen im Rahmen des nationalen und internationalen Hochschulmarketings gute Kontakte zu technischen Hochschulen sowie Informatiklehrstühlen und arbeitet eng mit diesen zusammen. Dem intensiven Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet Jungheinrich mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und leistungsbezogenen Vergütungssystemen. So werden zum Beispiel auf internationaler Ebene Führungskräfte und Mitarbeiter mit besonderer Eignung im Rahmen des sogenannten Talent Managements identifiziert und gefördert. Hierdurch lassen sich langfristig Schlüsselfunktionen in den unterschiedlichen Führungsebenen weitgehend intern besetzen. Die Berücksichtigung von Ingenieurwissenschaftlern und Informatikern im internationalen Traineeprogramm ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl der Ausbildungsplätze konzernweit weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten beziehungsweise ausgebaut. Seit 2018 gewinnt Jungheinrich zum Beispiel den Nachwuchs für die Tätigkeit des Kundendiensttechnikers in Deutschland über ein eigenes Berufsausbildungsprogramm. Bei einigen ingenieurwissenschaftlichen Spezialfunktionen und IT-Spezialisten bleibt die Rekrutierung wegen des hohen Bedarfes in der Industrie schwierig. Finanzwirtschaftliche RisikenAufgrund ihrer internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten unterliegt die Jungheinrich AG grundsätzlich Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken. Hieraus entstehen operative Risiken, die regelmäßig überwacht und im Rahmen des Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie zum Beispiel Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Zinsswapgeschäfte. Aufbauend auf den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement eines Unternehmens hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontrollmechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört unter anderem eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die gute Bonität und die solide Bilanzstruktur des Unternehmens zahlten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kreditmittelbeschaffung weiterhin aus. Die Jungheinrich AG verfügte zum 31. Dezember 2019 über zugesagte Kreditrahmen von 275 Mio. €, die nur zu einem geringen Anteil ausgenutzt waren, sowie Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 200 Mio. €. Das Fälligkeitsprofil der Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen weist eine breite Streuung auf und sichert damit langfristig den Finanzierungsspielraum. Darüber hinaus enthält kein Kreditrahmenvertrag und keine Schuldscheindarlehensvereinbarung Financial Covenants. Liquide Mittel und bestehende Kreditrahmenverträge gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Somit besteht kein Liquiditätsrisiko. Im Rahmen eines zentralen Cash- und Währungsmanagements für den Jungheinrich-Konzern wird eine zins- und währungsoptimierte sowie firmen- und länderübergreifende Finanzmittelversorgung und Zahlungsstromsteuerung der in- und ausländischen Konzerngesellschaften erreicht. Jungheinrich verfolgt konzernweit eine konservative Anlagepolitik und investiert grundsätzlich nur in ausgewählte Assetklassen mit einwandfreier Bonität. Ein Teil der Liquidität ist in einen Spezialfonds investiert, der zur Begrenzung von Risiken aus Marktpreisschwankungen, im Wesentlichen aus Veränderungen von Zinssätzen und Aktienkursen, als Wertsicherungsmandat aufgelegt ist. Die Jungheinrich AG ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationaler Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage der im Konzern eingesetzten Risikoindikatoren -insbesondere der Ratings, die von anerkannten Ratingagenturen durchgeführt und regelmäßig aktualisiert werden - sowie der Spreads für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) besteht kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird als nicht wesentlich erachtet. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken genutzt. Weiterführende Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten können dem Konzernabschluss der Jungheinrich AG entnommen werden. Durch Maßnahmen zur Regulierung der internationalen Finanzmärkte, wie der European Market Infrastructure Regulation (EMIR), muss Jungheinrich umfassende Regelwerke und Berichtspflichten bei der Abwicklung von Finanzgeschäften beachten. Zur Einhaltung der Verordnungen besteht ein konzerneinheitlicher Prozess, der die Erfüllung der Berichterstattungspflichten gewährleistet und den Risikoanforderungen gerecht wird. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken bestehen für die Tätigkeiten der Konzerngesellschaften in einem für Wirtschaftsunternehmen üblichen Umfang, vor allem unter Haftungsgesichtspunkten für die vermeintliche Nichteinhaltung von vertraglichen Verpflichtungen oder öffentlich-rechtlichen Bestimmungen sowie für vermeintlich fehlerhafte Produkte. Wesentliche allgemeine Vertragsrisiken werden durch die konzernweit vorgegebenen Richtlinien nach Möglichkeit ausgeschlossen. Darüber hinaus erfolgt eine zentrale Betreuung und juristische Beratung zu wesentlichen Verträgen und sonstigen Vorgängen mit rechtlicher Bedeutung in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen. Die Gesellschaften des Konzerns sind teilweise Partei oder Beteiligte in rechtlichen Verfahren, deren Ausgang nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann. Für eventuelle finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit solchen rechtlichen Verfahren wurden in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Zur Absicherung gegen die Inanspruchnahme von Gesellschaften des Konzerns aufgrund vermeintlich fehlerhafter Produkte hält der Konzern adäquate Versicherungsdeckungen vor. Im Bereich Datenschutz sind die Bußgeldrisiken durch die seit 2018 anzuwendende Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) erheblich gestiegen. Jungheinrich hat diesem Risiko durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Umsetzung dieser verschärften Vorschriften Rechnung getragen. Es erfolgte insbesondere eine Anpassung der Konzernrichtlinien an die neuen datenschutzrechtlichen Vorschriften. Auch sind die erforderlichen datenschutzvertraglichen Grundlagen mit Dienstleistern und anderen Geschäftspartnern angepasst worden. Jungheinrich hat darüber hinaus die neuen Vorgaben durch die Implementierung verstärkter technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOMs) umgesetzt. Alle Mitarbeiter werden vom Vorstand zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften verpflichtet. Es erfolgen regelmäßige konzernweite Schulungen. Das Datenschutzmanagementsystem wird kontinuierlich überwacht und weiter optimiert. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Chancen aus der BranchenentwicklungDie gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Marktentwicklung für Flurförderzeuge beeinflussen die Geschäftstätigkeit sowie die Ertrags- und Finanzlage der Jungheinrich AG. Vor dem Hintergrund des rückläufigen Flurförderzeugmarktes in Europa, der bisher vorliegenden Auftragseingänge sowie der konjunkturellen Unsicherheiten und der daraus möglicherweise resultierenden Volatilität der künftigen Nachfrage nach Flurförderzeugen ist der Vorstand im Hinblick auf seine Markterwartung vorsichtig. Somit richtet sich Jungheinrich für das Jahr 2020 auf eine deutlich sinkende Nachfrage für Flurförderzeuge ein. Sofern sich die Flurförderzeugmärkte, insbesondere in den europäischen Ländern, besser als erwartet entwickeln, könnten die erzielbaren Werte bei Auftragseingang, Umsatz und EBIT die Unternehmensprognose übertreffen. Operative GeschäftschancenChancen für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich könnten sich aus geringeren Beschaffungskosten aufgrund von niedrigeren Rohstoff- und Materialpreisen oder absatzseitig aus der Aufwertung bedeutender Währungen gegenüber dem Euro, zum Beispiel des US-Dollars, ergeben. Des Weiteren können Chancen durch neue Produkte und Dienstleistungen sowie durch die fortschreitenden Trends zur Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung in der Intralogistik entstehen. Beispielsweise können Dienstleistungsangebote im Bereich des Flottenmanagements sowie der Ausbau der Geschäftsaktivitäten im Bereich integrierter Gesamtlösungen für die Intralogistik weitere Marktchancen eröffnen. Darüber hinaus ergeben sich aus der Technologieentwicklung im Bereich der Energiespeichersysteme, insbesondere beim Einsatz der Lithium-Ionen-Technologie, zusätzliche Chancen für Jungheinrich, die starke Position im Markt für elektromotorbetriebene Flurförderzeuge weiter auszubauen. Gesamtbeurteilung der Risikolage und der Chancen durch die UnternehmensleitungAuf der Grundlage unseres Risikomanagement-Systems wurden die wesentlichen und steuerbaren Risiken und Chancen identifiziert und bewertet. Durch geeignete Maßnahmen werden die Risiken - soweit möglich - begrenzt. Die Entwicklung wesentlicher Risiken im Zeitablauf wird auf Konzernebene regelmäßig verfolgt. Derzeit haben wir keine Risiken identifiziert, die im Jahr 2020 einzeln oder kumuliert mit anderen Risiken die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Jungheinrich AG wesentlich beeinträchtigen könnten oder existenzgefährdend sind. PrognoseberichtDer Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2020 trotz anhaltender wirtschafts- und geopolitischer Unsicherheiten einen Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,3 Prozent (2019: 2,9 Prozent). Mögliche Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus auf die Konjunktur einzelner Länder oder weltweit sind derzeit nicht einschätzbar und auch in den bisherigen Konjunkturprognosen nicht berücksichtigt. Als maßgebliche Treiber für das Wachstum sollten insbesondere China, die USA sowie einige Länder Europas beitragen. Das BIP der USA dürfte aufgrund des schwelenden Handelskonfliktes mit einem Wachstum von 2,0 Prozent zwar immer noch robust, aber schwächer als im Vorjahr ausfallen (2019: 2,3 Prozent). Für die chinesische Wirtschaft wird eine ähnlich dynamische Entwicklung wie im Vorjahr prognostiziert (6,0 Prozent; 2019: 6,1 Prozent), vorbehaltlich etwaiger Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus. In der Eurozone werden der am 31. Januar 2020 vollzogene Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und seine Folgen sowie die staatspolitischen und finanziellen Risiken Italiens nach wie vor die beherrschenden Themen sein. Deshalb wird für diese Region 2020 wie im Vorjahr nur ein moderates Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet (2019: 1,2 Prozent). Deutschland dürfte mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,1 Prozent über dem Vorjahr (0,5 Prozent) liegen. Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet jedoch auch für 2020 mit einer erneut rückläufigen Produktion (minus 2,0 Prozent), nachdem diese bereits im Jahr 2019 um 2,0 Prozent zurückgegangen war. Das BIP Frankreichs soll 2020 wie im Vorjahr mit 1,3 Prozent wachsen, während die italienische Wirtschaftsleistung nur geringfügig, aber dennoch mit etwas mehr Tempo als im Vorjahr steigen soll (0,5 Prozent; 2019: 0,2 Prozent). Für Großbritannien wird trotz des Austrittes aus der Europäischen Union ein gegenüber dem Vorjahr ähnliches Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent erwartet (2019: 1,3 Prozent). In Polen soll die konjunkturelle Dynamik deutlich nachlassen (3,1 Prozent; 2019: 4,0 Prozent), wohingegen für Russland 2020 ein robustes und merklich über dem Vorjahr liegendes Wachstum des BIP von 1,9 Prozent prognostiziert wird (2019: 1,1 Prozent). Wie in den Vorjahren sind Frankreich, Italien und Großbritannien nach Deutschland die bedeutendsten Flurförderzeugmärkte in Westeuropa. In Osteuropa sind dies Polen und Russland. Wachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: 20. Januar 2020) Wir erwarten vor dem Hintergrund eines in den letzten Monaten teilweise deutlich rückläufigen Marktes, einer höheren Volatilität im Auftragseingang und insbesondere mangels positiver Konjunktur- und Marktsignale, dass trotz der stabilen bis positiven Konjunkturprognosen des IWF der Markt für Flurförderzeuge 2020 gegenüber 2019, sowohl in der Welt als auch in Europa, spürbar zurückgehen wird. In Nordamerika rechnen wir bestenfalls mit einem gegenüber dem Vorjahr stabilen Marktvolumen. Für die Nachfrage in Asien erwarten wir ähnlich wie in Europa einen deutlichen Rückgang. Zusätzlich könnten sich etwaige Auswirkungen durch die Ausbreitung des Coronavirus negativ auf die Konjunktur einzelner Länder niederschlagen. Sofern unsere Erwartungen in Bezug auf die Markt- und Absatzentwicklung eintreffen, werden die operativen Ergebnisse der Tochtergesellschaften der Jungheinrich AG im Jahr 2020 spürbar niedriger als im Jahr 2019 ausfallen. Das Beteiligungsergebnis insgesamt und der Jahresüberschuss der Jungheinrich AG sollten demzufolge im Jahr 2020 ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert liegen. Mögliche Einflüsse durch Auswirkungen, die auf die Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen wären, sind dabei nicht berücksichtigt. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den in diesem Lagebericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Lagebericht wird daher nicht übernommen.
Hamburg, den 4. März 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2019Bilanz zum 31. Dezember 2019Jungheinrich Aktiengesellschaft, HamburgAktiva scroll
Gewinn- und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburgscroll
Entwicklung des Anlagevermögensder Jungheinrich AGscroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 2019Grundlagen und MethodenDie zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlust-Rechnung zusammengefassten Posten werden gemäß § 265 Absatz 7 Nr. 2 HGB einzeln erläutert. Immaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren bewertet. SachanlagenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig nach der linearen Methode vorgenommen. Dabei werden Nutzungsdauern zwischen drei und 33 Jahren zugrunde gelegt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung von Sachanlagen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Computerarbeitsplätze werden mittels einer Festwertbewertung bilanziert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu 800 € werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. FinanzanlagenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, sonstige Ausleihungen zu ihrem Nominalwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag vorgenommen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten eine angemessene Pauschalwertberichtigung von 1 Prozent gebildet. Wertpapiere des UmlaufvermögensDie Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bewertet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 2,71 Prozent gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von 2009 verwendet. Die Gehaltssteigerungen sind mit jährlich 3,00 Prozent und die jährliche Rentenanpassung mit 1,50 Prozent berücksichtigt. Effekte aus Zinssatzänderungen oder einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Guthaben aus Rückdeckungsversicherungen für Deferred-Compensation-Pläne werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und saldiert mit den ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert dieser Guthaben bewerteten Verpflichtungen aus diesen Plänen ausgewiesen. Die Guthaben sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und dienen ausschließlich der Erfüllung der Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen. Sonstige RückstellungenBei der Bildung der Rückstellung für Altersteilzeitvereinbarungen werden Aufstockungszahlungen im Wege der ratierlichen Ansammlung berücksichtigt, da für die Vereinbarungen grundsätzlich ein Entlohnungscharakter unterstellt wurde. Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze unter der Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck sowie eines jährlichen Rechnungszinssatzes in Höhe von 0,84 Prozent und einer jährlichen Gehaltssteigerung von 3,00 Prozent bewertet. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Deckung der Altersteilzeitverpflichtungen dienen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen saldiert. Die Verpflichtungen für Treueprämien und Sterbegeld wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,97 Prozent und einem jährlichen Gehaltstrend von 3,00 Prozent auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck ermittelt. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente SteuernZur Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 Prozent angewendet. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden den handelsrechtlichen Bilanzposten der Jungheinrich AG deren steuerbilanziellen Bilanzposten, die auch die Bilanzposten sämtlicher Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG beinhalten, gegenübergestellt. Sofern der Saldo aus aktiven und passiven latenten Steuern zu einem aktiven Überhang führt, wird dieser in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Für Fremdwährungsdarlehen an Rechtseinheiten, die dem Konsolidierungskreis des Jungheinrich-Konzerns angehören, wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte bilden mit den jeweiligen Darlehen Bewertungseinheiten. Daher wurden die Darlehen zu den entsprechenden Devisenterminkursen bewertet. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und-Verlust-Rechnung(1) AnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagengitter dargestellt. Der vollständige Anteilsbesitz der Jungheinrich AG ist unter Nummer (26) dargestellt. (2) VorräteDie Vorräte beinhalten geleistete Anzahlungen in Höhe von 4 T€ (Vorjahr: 378 T€). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.009 T€ (Vorjahr: 9.082 T€) sowie die Bereitstellung von liquiden Mitteln für Tochtergesellschaften in Höhe von 509.801 T€ (Vorjahr: 571.190 T€). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen die Bereitstellung von liquiden Mitteln. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. (4) WertpapiereIn den Wertpapieren sind die Anteile an einem Spezialfonds (Spezial-AIF; Alternative Investment Fund) in Höhe von 127.718 T€ enthalten. Der Marktwert des Fonds zum 31. Dezember 2019 betrug 133.844 T€. Es bestehen keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Gewinne ausgeschüttet. Die Wertpapiere enthalten zudem weitere sonstige Wertpapiere in Höhe von 83.437 T€. Die weiteren sonstigen Wertpapiere sind frei verfügbar. (5) Liquide MittelDie liquiden Mittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten. (6) Gezeichnetes Kapitalscroll
Hinsichtlich der Beteiligungen an der Jungheinrich AG wurde gemäß § 26 WpHG * am 3. November 2016 Folgendes veröffentlicht:
*
entspricht § 40 WpHG n.F. (7) GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen bestehen ausschließlich aus anderen Gewinnrücklagen. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2019 von 95.130 T€ wurden gemäß § 58 Absatz 2 AktG 47.250 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (8) BilanzgewinnDie Hauptversammlung hat am 30. April 2019 beschlossen, den Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von 49.920 T€ vollumfänglich an die Aktionäre auszuschütten. (9) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenIn den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden Verpflichtungen aus laufenden Renten sowie aus Anwartschaften ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 36.479 T€ (Vorjahr: 35.022 T€) einschließlich der Zusagen aus Deferred-Compensation-Plänen in Höhe von 2.945 T€ (Vorjahr: 3.296 T€) ausgewiesen. Die Verpflichtungen aus Deferred-Compensation-Plänen wurden mit entsprechenden Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe saldiert. Die Zeitwerte der Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen entsprachen den fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Absatz 6 HGB 3.006 T€. (10) Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen des Berichtsjahres beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus variablen Vergütungsmodellen. Darüber hinaus sind Rückstellungen für die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen, für Altersteilzeit, Mitarbeiterprämien und Tantiemen sowie für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten enthalten. Im Berichtsjahr wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 3.770 T€ (Vorjahr: 4.296 T€) mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen in Höhe von 1.423 T€ (Vorjahr: 1.664 T€) saldiert ausgewiesen. (11) Verbindlichkeitenscroll
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 200.000 T€ (Vorjahr: 225.000 T€) enthalten. Die Emissionen wurden in den Jahren 2014, 2017 und 2018 platziert. Die Laufzeittranchen der Emission lagen bei 5, 7 und 10 Jahren. Insgesamt wurden 123.000 T€ mit einer festen Verzinsung für die jeweilige Laufzeit aufgenommen, für ein Volumen von 77.000 T€ wurde eine variable Verzinsung vereinbart. Sämtliche Schuldscheindarlehen wurden ohne Sicherheiten und/oder Covenants aufgenommen. Darüber hinaus besteht ein endfälliges Betriebsmitteldarlehen in Höhe von 50.000 T€ (Vorjahr: 50.000 T€) mit einer Restlaufzeit bis Oktober 2021. Für dieses Darlehen wurden ebenfalls keine Sicherheiten gestellt. Die grundbuchlich besicherten langfristigen Darlehen haben sich tilgungsbedingt auf 56.948 T€ (Vorjahr 61.519 T€) reduziert. Die Restlaufzeiten dieser Langfristdarlehen gehen bis in das Jahr 2033. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren in Höhe von 90.487 T€ (Vorjahr: 141.768 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 20.236 T€ (Vorjahr: 20.727 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 178.487 T€ (Vorjahr: 178.902 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrafen sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 62 T€ (Vorjahr: 60 T€). (12) HaftungsverhältnisseEs bestehen Haftungsverhältnisse aus der Begebung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Die Jungheinrich AG hat für verbundene Unternehmen Patronatserklärungen für die Sicherung von Kreditlinien abgegeben, die zum Stichtag in Höhe von 264.112 T€ (Vorjahr: 189.292 T€) ausgenutzt wurden. Darüber hinaus besteht eine Mithaftung für einen Darlehensvertrag in Höhe von 1.063 T€ (Vorjahr: 2.125 T€). Vor dem Hintergrund der angemessenen Finanzmittelausstattung der jeweiligen Primärschuldner kann von einer Erfüllung der zugrundeliegenden Verpflichtungen durch diese Unternehmen in allen Fällen ausgegangen werden. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft aus den genannten Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. (13) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB / Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGBZu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gehören die Geschäfte, für die im Folgenden die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen sind. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Stellung der Jungheinrich AG als persönlich haftende Gesellschafterin und aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen zur Refinanzierung von Immobilien und Fuhrpark sowie aus dem Bestellobligo für Investitionsvorhaben. scroll
(14) Umsatzerlösescroll
(15) Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen des Berichtsjahres sind Erträge aus von ausländischen Gesellschaften auf Basis vertraglicher Vereinbarungen empfangenen Ausgleichsleistungen in Höhe von 6.580 T€ enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen 807 T€. Ebenfalls in diesem Posten enthalten sind Kursgewinne in Höhe von 340 T€ (Vorjahr: 610 T€). Des Weiteren werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen und andere betriebliche Erträge erfasst. (16) Materialaufwandscroll
Der Materialaufwand enthält überwiegend die Energiekosten der vermieteten Immobilien. Zudem sind in diesem Posten Kursverluste in Höhe von 815 T€ (Vorjahr: Kurserträge von 61 T€) enthalten. (17) Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilt sich wie folgt auf: scroll
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 134 (Vorjahr: 107) Auszubildende beschäftigt. Die Angabe erfolgt in Vollzeitäquivalenten. Teilzeitkräfte sind in diesen Zahlen entsprechend der geleisteten Arbeitszeit anteilig enthalten. (18) Sonstige betriebliche AufwendungenDie auf Basis vertraglicher Vereinbarungen geleisteten und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgleichsleistungen an ausländische Gesellschaften und die inländischen Werke betrugen im Berichtsjahr 38.459 T€ (Vorjahr: 29.661 T€) bzw. 13.922 T€ (Vorjahr: 2.297 T€). Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten Kursverluste in Höhe von 7.393 T€ (Vorjahr: 6.463 T€). Dieser Sammelposten enthält ebenfalls Aufwendungen für sonstige externe Dienstleistungen und Entwicklungsdienstleistungen, Aufwand für Verwaltung, Gebühren und Versicherungen sowie Mieten und Pachten einschließlich Instandhaltungsaufwendungen und erstmalig Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen. (19) Finanz- und Beteiligungsergebnisscroll
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren wie im Vorjahr in voller Höhe aus verbundenen inländischen Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen betrugen im Berichtsjahr 2.930 T€ (Vorjahr: 2.849 T€). (20) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie im Berichtsjahr ausgewiesenen Erträge aus Ertragsteuern von 39.775 T€ (Vorjahr: 27.913 T€) beinhalten Erträge aus Steuerumlagen von inländischen, in der Rechtsform der AG & Co. KG gehaltenen Gesellschaften in Höhe von 65.131 T€ (Vorjahr: 74.403 T€), effektive Steueraufwendungen in Höhe von 31.158 T€ (Vorjahr: 39.326 T€) sowie latente Steuererträge in Höhe von 5.802 T€ (Vorjahr: latente Steueraufwendungen 7.164 T€). Die Gesellschaft bildet zusammen mit ihren Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der AG & Co. KG für Zwecke der Ermittlung von Ertragsteuern eine steuerrechtliche Einheit. Aus der Gegenüberstellung der handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzposten wurden aktive latente Steuern für die Bilanzposten der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und des Umlaufvermögens ermittelt. Passive latente Steuern ergaben sich im Wesentlichen für die Bilanzposten der Finanzanlagen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die aktiven latenten Steuern 283.231 T€ (Vorjahr: 244.649 T€) und die passiven latenten Steuern 284.969 T€ (Vorjahr: 252.189 T€). Der Saldo hieraus führte zu einem passiven Überhang von 1.738 T€ (Vorjahr: 7.540 T€). Sonstige Angaben(21) Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. Zur Minderung des Risikos werden Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Sicherungsgeschäften handelt es sich grundsätzlich um Mikro-Hedge-Transaktionen. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen stets den gleichen Risiken, die Effekte wirken sich gegenläufig aus. Daher sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gegeben. Die Bilanzierung wird nach der Einfrierungsmethode vorgenommen. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt sowohl durch eine prospektive (Bewertungsansatz: Critical-Terms-Match-Methode) als auch retrospektive Bewertung (Dollar-Offset-Methode in Verbindung mit Hypothetischer-Derivate-Methode). Fremdwährungsdarlehen zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften werden grundsätzlich durch Währungssicherungskontrakte abgesichert. Hierbei handelt es sich um Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Intercompany-Darlehen werden am Bilanzstichtag zum entsprechenden Kurs aus dem Sicherungsgeschäft bewertet. Die Nominalwerte der in der Jungheinrich AG zum Bilanzstichtag bestehenden Währungssicherungskontrakte beliefen sich auf 158.625 T€ (Vorjahr: 149.430 T€). Der Umfang der Sicherungsgeschäfte entspricht dem der zu sichernden Grundgeschäfte. Der Marktwert von Devisentermingeschäften wird auf der Basis von aktuellen Marktkursen unter Berücksichtigung der Terminaufschläge bzw. -abschläge bestimmt. Devisenoptionen werden grundsätzlich mittels Optionspreismodellen bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Optionsgeschäfte. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisensicherungsgeschäfte wurden positive Marktwerte in Höhe von 408 T€ und negative Marktwerte in Höhe von 2.746 T€ ermittelt. Durch die Bildung von Bewertungseinheiten wird eine Ab- bzw. Aufwertung von Intercompany-Darlehensforderungen bzw. -Verbindlichkeiten zwischen der Jungheinrich AG und Konzerngesellschaften vermieden. Auch die Bildung von Drohverlustrückstellungen unterbleibt aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten. (22) Entsprechenserklärung nach § 161 AktGIm Dezember 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und danach öffentlich auf der Website der Jungheinrich AG dauerhaft zugänglich gemacht. (23) Honorare des AbschlussprüfersFür das Berichtsjahr sind die folgenden Honorare vom Abschlussprüfer berechnet worden: scroll
Die sonstigen Leistungen des Berichtsjahres entfielen auf die qualitätssichernde Begleitung eines Projektes zur Einführung eines Identity- und Access-Management-Systems sowie die Unterstützung beim Wechsel der Archivsoftware (Archivsystemmigration). (24) Mitglieder des Aufsichtsrates und des VorstandesI. AufsichtsratJürgen Peddinghaus(bis 31. August 2019) Vorsitzender Unternehmensberater Hans-Georg Frey(seit 1. September 2019) Vorsitzender (seit 3. September 2019) Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Fielmann AG, Hamburg HOYER GmbH, Hamburg Blanc & Fischer Familienholding GmbH (vormals E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH), Oberderdingen Markus Haase 1)Stellvertretender Vorsitzender Serviceberater der Jungheinrich Vertrieb Deutschland AG & Co. KG Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Dipl.-Ing. Antoinette P. Aris, MBASenior Affiliate Professor für Strategie am INSEAD (Fontainebleau/Frankreich) Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: a.s.r. Nederland N.V., Utrecht/Niederlande Thomas Cook Group plc, London/UK (bis 7. Februar 2019) ASML N.V., Veldhoven/Niederlande Randstad N.V., Diemen/Niederlande Rabobank Group, Utrecht/Niederlande Dipl.-Ing. Rainer Breitschädel 1)Leiter Standort Kaltenkirchen der Jungheinrich Service & Parts AG & Co. KG Vertreter der leitenden Angestellten Birgit von Garrel 1)Gewerkschaftssekretärin IG Metall Vorstandsverwaltung Frankfurt Rolf Uwe Haschke 1)Senior SAP-Entwickler der Jungheinrich AG Vorsitzender des Betriebsrates Informationstechnologie der Jungheinrich AG Beate KloseDiplom-Kauffrau Wolff LangeKaufmann Geschäftsführer der LJH-Holding GmbH, Wohltorf Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: HANSA-HEEMANN AG, Rellingen (Vorsitzender) Wintersteiger AG, Ried/Österreich (Vorsitzender) Meike Lüdemann 1)Gewerkschaftssekretärin und -juristin IG Metall Region Hamburg Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Körber AG, Hamburg (bis 30. April 2019) Hauni Maschinenbau GmbH, Hamburg (bis 30. April 2019) Dr. Ulrich SchmidtBetriebswirt Geschäftsführer der AWZ Asphaltmischwerke Verwaltungs-GmbH, Balingen (seit 30. Januar 2019) Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: tesa SE, Norderstedt (Vorsitzender) (bis 31. Dezember 2019) Steffen Schwarz 1)Facharbeiter Montage der Jungheinrich Norderstedt AG & Co. KG Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrates Andreas WolfDiplom-Betriebswirt Geschäftsführer der WJH-Holding GmbH, Aumühle Ausschüsse des Aufsichtsrates:Finanz- und PrüfungsausschussDr. Ulrich Schmidt (Vorsitzender) Antoinette P. Aris (stellvertretende Vorsitzende) Steffen Schwarz 1) PersonalausschussJürgen Peddinghaus (Vorsitzender) (bis 31. August 2019) Hans-Georg Frey (Vorsitzender; seit 3. September 2019) Markus Haase 1) (stellvertretender Vorsitzender) Rolf Uwe Haschke 1) Wolff Lange Andreas Wolf Paritätischer AusschussJürgen Peddinghaus (Vorsitzender) (bis 31. August 2019) Hans-Georg Frey (Vorsitzender; seit 3. September 2019) Markus Haase 1) (stellvertretender Vorsitzender) Birgit von Garrel 1) Andreas Wolf II. VorstandDie Mitglieder des Vorstandes der Jungheinrich AG haben neben einzelnen Kontrollfunktionen in Konzern- und Beteiligungsunternehmen Mitgliedschaften in folgenden gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien: Hans-Georg Frey(bis 31. August 2019) Vorsitzender des Vorstandes Arbeitsdirektor Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Fielmann AG, Hamburg HOYER GmbH, Hamburg Blanc & Fischer Familienholding GmbH (vormals E.G.O. Blanc und Fischer & Co. GmbH), Oberderdingen Dr. Lars BrzoskaVorsitzender des Vorstandes (seit 1. September 2019) Arbeitsdirektor (seit 1. September 2019) Mitglied des Vorstandes Technik (in Personalunion) (bis 31. Dezember 2019) Christian ErlachMitglied des Vorstandes Vertrieb Dr. Volker HuesMitglied des Vorstandes Finanzen Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach Sabine Neuß(seit 1. Januar 2020) Mitglied des Vorstandes Technik Mitgliedschaften in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Continental Aktiengesellschaft, Hannover Atlas Copco AB, Stockholm Dr. Klaus-Dieter Rosenbach(bis 31. März 2020) Mitglied des Vorstandes Logistiksysteme (25) Gesamtbezüge des Aufsichtsrates und des VorstandesDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2019 betrugen 1.030 T€ (Vorjahr: 1.058 T€). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes beliefen sich 2019 auf 7.910 T€ (Vorjahr: 7.629 T€). Die Angabe der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes unter Namensnennung, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten gemäß § 285 Nr. 9a) Sätze 5 bis 8 HGB unterbleibt, da die Hauptversammlung am 24. Mai 2016 einen entsprechenden Beschluss gefasst hat, der für die Dauer von fünf Jahren gilt. Die Gesamtbezüge für frühere Mitglieder des Vorstandes betrugen 793 T€ (Vorjahr: 747 T€). Zum 31. Dezember 2019 hat die Gesellschaft für die früheren Mitglieder des Vorstandes Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 12.791 T€ (Vorjahr: 10.915 T€) gebildet. (26) Aufstellung des Anteilsbesitzes der Jungheinrich AG, Hamburg, 31. Dezember 2019 gemäß § 285 Nr. 11 HGBscroll
1)
für die Gesellschaft ist die Jungheinrich AG persönlich haftende Gesellschafterin (27) Vorschlag zur GewinnverwendungDer Vorstand der Jungheinrich AG schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 47.880.000,- € vollständig an die Aktionäre auszuschütten: scroll
(28) Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres 2019Der Vorstand hat im Januar 2020 beschlossen und mit dem Kooperationspartner abgestimmt, das Gemeinschaftsunternehmen Industrial Components of Texas LLC., Houston/Texas, USA, nicht fortzuführen. Das Szenario der Abwicklung wird aktuell erarbeitet. Die aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Gemeinschaftsunternehmens am Bilanzstichtag erforderlichen Aufwendungen aus Wertminderungen für erwartete Kreditverluste aus den Forderungen gegen das Gemeinschaftsunternehmen und aus der Zuführung zu Rückstellungen für die erwartete Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen wurden im Jahresabschluss berücksichtigt (vgl. unter Ziffer (10)).
Hamburg, den 4. März 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Jungheinrich AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Jungheinrich AG beschrieben sind.
Hamburg, den 4. März 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Lars Brzoska Christian Erlach Dr. Volker Hues Sabine Neuß Dr. Klaus-Dieter Rosenbach Wiedergabe des BestätigungsvermerksAls Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jungheinrich Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen UnternehmenZu den Ausführungen der gesetzlichen Vertreter verweisen wir auf Abschnitt "Grundlagen und Methoden: Finanzanlagen" im Anhang und die Entwicklung des Anlagevermögens sowie auf die Abschnitte "Branchenbezogenes Umfeld" und "Prognosebericht" im Lagebericht. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSIm Jahresabschluss der Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg, werden zum 31. Dezember 2019 unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 363.594 ausgewiesen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen machen an der Bilanzsumme insgesamt 22,3 % aus und haben somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe des Ertragswertverfahrens. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten fünf Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Die Werthaltigkeitsbeurteilung einschließlich der Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt unter anderem für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung einer etwaigen Dauerhaftigkeit der Wertminderung. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 nicht vorgenommen. Es besteht dennoch aufgrund der Komplexität des Ertragswertverfahrens sowie der Ermessensspielräume das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht werthaltig sind. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGZunächst haben wir uns durch Erläuterungen des Beteiligungscontrollings sowie Würdigung der Dokumentationen ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der gehaltenen Finanzanlagen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Bestimmung von Abschreibungsbedarf auseinandergesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Abschreibungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells für die von der Gesellschaft durchgeführten Unternehmensbewertungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für Controllingzwecke oder Investitionsplanungen, und der vom Vorstand erstellten Planung vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an verbundenen Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht in Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen, Einschätzungen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 30. April 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 4. Dezember 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der Jungheinrich Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dirk Papenberg.
Hamburg, den 4. März 2020 KPMG AG gez. Schmelzer, Wirtschaftsprüfer gez. Papenberg, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesSchwerpunkte der AufsichtsratstätigkeitDas Jahr 2019 war für Jungheinrich besonders geprägt von Veränderungen im Marktumfeld und durch personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand. Nach einem guten Start in das Jahr 2019 hat sich die Stimmung in den für Jungheinrich relevanten Märkten aufgrund zunehmender geopolitischer Spannungen (Brexit, Handelskonflikt zwischen USA und China) ab Mai eingetrübt. Dies spiegelte sich in weniger Kundenanfragen und einem zurückgehenden Auftragseingang wider. Trotz dieser Umstände ist es dem Konzern gelungen, erneut eine gute Umsatzentwicklung und ein ordentliches EBIT zu erzielen. Vorstand und Aufsichtsrat waren darüber hinaus durch die personellen Veränderungen in beiden Gremien gefordert, da sowohl ein Wechsel im Aufsichtsrats- als auch im Vorstandsvorsitz anstand. Dem besonderen Wunsch der Stammaktionäre nach Sicherstellung der Kontinuität in der Unternehmensführung konnte in zweifacher Weise entsprochen werden: Mit Herrn Dr. Lars Brzoska hat zum 1. September 2019 ein Vorstandsvorsitzender die Leitung übernommen, der bereits mehr als fünf Jahre dem Vorstand des Unternehmens angehört und in dieser Zeit zunächst das Vertriebs- und dann das Technikressort leitete. Aufgrund seiner Erfahrungen war es Herrn Dr. Brzoska möglich, in der Zeit zwischen Übernahme des Vorstandsvorsitzes im September 2019 und Jahresbeginn 2020 - und damit bis zum Eintritt von Frau Sabine Neuß in das Unternehmen als neue Vorständin für das Technikressort - in Personalunion das Technikressort zu leiten. Einen weiteren bedeutsamen Wechsel gab es an der Spitze des Aufsichtsrates: Herr Jürgen Peddinghaus schied nach über 18-jähriger Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat, davon über 13 Jahre als dessen Vorsitzender, Ende August 2019 aus dem Unternehmen aus. Er hat das Gremium mit großer Souveränität und Weitsicht erfolgreich geleitet und es gelang ihm, die zum Teil naturgemäß unterschiedlichen Interessenlagen zum Wohle des Unternehmens zu moderieren. Auf Vorschlag der Gesellschafterfamilien Lange und Wolf und mit hundertprozentiger Annahme dieses Vorschlages durch die stimmberechtigten Stammaktionäre in der Hauptversammlung am 30. April 2019 wechselte Herr Hans-Georg Frey nach mehr als zwölf Jahren im Vorstandsvorsitz Anfang September 2019 in die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden, sodass auch hier eine große personelle Kontinuität gewährleistet ist. Der Vorstand musste sich in der zweiten Jahreshälfte in besonderer Weise den Herausforderungen des sich abzeichnenden Abschwunges widmen und das Unternehmen darauf einstellen. Gleichzeitig war es äußerst wichtig, die zukunftsgerichtete Ausrichtung des Unternehmens, insbesondere hinsichtlich der Digitalisierung, der Optimierung von Prozessen, der Neuausrichtung der Organisation und der Neuordnung der Vorstandsressorts sowie der Entwicklung von Produkten mit einem Fokus auf Steigerung des Kundennutzens, im Blick zu behalten. Der Aufsichtsrat hat bei diesen Herausforderungen den Vorstand in gewohnter Weise intensiv beraten und unterstützt. Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat wurde vom Vorstand frühzeitig und umfassend in die relevanten Themen der Vorstandsarbeit sowie der Geschäftstätigkeit des Unternehmens und aller Konzerngesellschaften eingebunden, sodass die zu beachtenden Aspekte rechtzeitig diskutiert werden konnten. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat anhand von ausführlichen schriftlichen und mündlichen Berichten über die Marktlage, die gegenwärtige und erwartete wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Regionen der Welt, die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und deren Finanzlage - insbesondere unter Analyse der wesentlichen Indikatoren wie Auftragseingang, Umsatz, EBIT und Marge -, die Mitarbeiterentwicklung sowie über den Stand der Investitionen jeweils zeitnah informiert. Des Weiteren befassten sich der Aufsichtsrat und sein Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Chancen- und Risikomanagement-System, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, der Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses, dem internen Revisionssystem sowie der Compliance des Unternehmens. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat des Weiteren dem Aufsichtsrat empfohlen, der Hauptversammlung am 30. April 2019 erneut die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 zur Wahl vorzuschlagen. Dieser Empfehlung haben sich der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung angeschlossen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Personalausschusses, und der Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses erörterten auch außerhalb der Sitzungen Themen mit dem Vorstand und bereiteten Entscheidungen für das Plenum vor. Wesentliche Inhalte der einzelnen Sitzungen des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 fünfmal getagt. Von einer entschuldigten Abwesenheit abgesehen, tagte der Aufsichtsrat stets vollzählig. In der Bilanzsitzung für das Geschäftsjahr 2018 am 5. März 2019 wurden der Jahres- und der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2018 erörtert und gebilligt. Herr Dr. Klaus-Dieter Rosenbach wurde in dieser Sitzung mit Wirkung ab 1. Januar 2020 erneut zum Mitglied des Vorstandes bestellt. Des Weiteren wurden die Planung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2019 und der Nachhaltigkeitsbericht 2018 sowie verschiedene Entscheidungsvorlagen des Vorstandes, unter anderem zu Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Werke und der Vertriebseinheiten, genehmigt. In der Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 30. April 2019 wurde der Erwerb eines ehemaligen Solarworld-Werkstandortes in Freiberg/ Sachsen zum Aufbau eines Kompetenzzentrums im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie beschlossen. In der Sitzung am 25. Juni 2019 wurden die ersten Anzeichen der sich abkühlenden Wirtschaftsentwicklung und die Reaktion des Unternehmens hierauf besprochen. Es wurde zudem eine Entscheidungsvorlage zur Prozessoptimierung in einem Werk beschlossen und der Vorsitzende, Herr Jürgen Peddinghaus, aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 3. September 2019 wählte der Aufsichtsrat Herrn Hans-Georg Frey zu seinem Vorsitzenden. Schwerpunkt der Sitzung waren die Vorbereitungen des Unternehmens auf eine eventuelle wirtschaftliche Krise. Des Weiteren wurde der Gründung einer Gesellschaft im Ausland für die Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten zugestimmt und die Sitzungstermine für das Jahr 2020 festgelegt. In der Sitzung am 17. Dezember 2019 kam der Aufsichtsrat zunächst dem Wunsch von Herrn Dr. Klaus-Dieter Rosenbach nach vorzeitiger Beendigung seiner Bestellung zum 31. März 2020 nach, um in den Ruhestand zu gehen. Der Aufsichtsrat bedauerte diesen Schritt von Herrn Dr. Rosenbach außerordentlich und sprach ihm großen Dank und Anerkennung für seine knapp 30-jährige Tätigkeit für das Unternehmen aus. Der Aufsichtsrat stimmte auch dem Vorschlag des Vorstandes zu, das Ressort von Herrn Dr. Rosenbach nicht wiederzubesetzen. Der Entwurf der Planung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2020 wurde eingehend besprochen. Angesichts der Unsicherheiten über die weitere Wirtschafts- und Marktentwicklung wurde entschieden, diesen Planungsentwurf unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung in den kommenden Wochen zu überarbeiten, um ihn dann in der nächsten Sitzung des Aufsichtsrates abschließend zu behandeln. Aufgrund des sich in dem Planungsentwurf abzeichnenden und von der Analystenerwartung deutlich abweichenden Umsatz- und EBIT-Rückganges für das Jahr 2020 wurde die Öffentlichkeit durch eine Ad-hoc-Meldung über die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 informiert. Darüber hinaus genehmigte der Aufsichtsrat eine Entscheidungsvorlage aus dem Werksbereich und der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde vor dem Hintergrund des wiederum frühen Termins der Hauptversammlung 2020 wie im Vorjahr bevollmächtigt, die im Rahmen des Jahresabschlusses über das Geschäftsjahr 2019 erforderlichen Erklärungen, Dokumente und Berichte für den Aufsichtsrat abschließend auszuarbeiten. Auf der Grundlage der Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses wurde schließlich die Entsprechenserklärung des Aufsichtsrates nach § 161 Aktiengesetz ("Corporate-Governance-Kodex-Erklärung") verabschiedet. Der Aufsichtsrat schloss sich in der Sitzung auch der Empfehlung und der Präferenz seines Finanz- und Prüfungsausschusses hinsichtlich des Vorschlages an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2020 an und schlägt somit der Hauptversammlung 2020 vor, die PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der Jungheinrich AG für das Geschäftsjahr 2020 zu bestellen. Tätigkeit der Ausschüsse des AufsichtsratesDer Finanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr viermal getagt. Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit sämtlichen Themen rund um den Jahres- und Konzernabschluss der Jungheinrich AG und die Abschlussprüfung (Honorar und Vorbereitung der Bestellung, Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, Prüfergebnisse der Abschlussprüfer, zusätzliche Leistungen der Abschlussprüfer). Im Übrigen nahm der Ausschuss die ihm übertragenen Aufgaben der Überwachung der Rechnungslegung und des Rechnungslegungsprozesses sowie der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und der internen Revision sorgfältig wahr. Der Ausschuss diskutierte darüber hinaus ausführlich die regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichte des Compliance Officers und beschäftigte sich mit verschiedenen Compliance-Themen. Der Finanz- und Prüfungsausschuss hat des Weiteren die Ausschreibung des Jahresabschlussprüfermandates für das Geschäftsjahr 2020 und folgende vorbereitet und durchgeführt. Nach eingehender Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung mit einer Präferenz vorgeschlagen, der sich der Aufsichtsrat anschloss. Der Personalausschuss trat im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen zusammen, davon einmal in einer außerordentlichen Sitzung. Der Ausschuss bereitete alle ihm übertragenen Themen - insbesondere zu Bestellungen, Vertrags- und Vergütungsfragen für die Mitglieder des Vorstandes - für den Gesamtaufsichtsrat vor. Mit der Entwicklung von Nachwuchskräften für Führungspositionen des Konzerns befasste sich der Ausschuss erneut ausführlich. Der paritätische Ausschuss nach § 27 Absatz 3 des Mitbestimmungsgesetzes von 1976 musste nicht tagen. Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019Der durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Lagebericht der Jungheinrich AG, die Buchführung für das Jahr 2019 sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 und der Konzernlagebericht der Jungheinrich AG wurden erneut durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer haben gegen die Abschlüsse und die Buchführung keine Einwände erhoben und dies in ihrem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Die Ergebnisse der Prüfungen der Abschlussprüfer waren Gegenstand von Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrates. Die Mitglieder des Aufsichtsrates prüften selbst die Unterlagen des Jahres- und Konzernabschlusses des Vorstandes unter Verwendung der Prüfungsberichte von KPMG eingehend. Mitglieder des Aufsichtsrates nahmen an der Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses zur Vorbereitung der Beschlussfassungen des Gesamtaufsichtsrates über die Abschlüsse 2019 teil. Den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2019 würdigten sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates. Nach den Feststellungen der Abschlussprüfer sind das interne Kontrollsystem, das Risikomanagement-System und das Compliance-System nicht zu beanstanden. Auch zu der Entsprechenserklärung nach § 161 AktG gab es keine Feststellungen. Der Aufsichtsrat hatte aufgrund seiner ausführlichen Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichtes, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes gegen die Abschlüsse keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer in seiner Bilanzsitzung am 17. März 2020 zu. Der Aufsichtsrat hat damit den Jahresabschluss der Jungheinrich AG und den Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2019 ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich in seiner Sitzung am 17. März 2020 auch dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2019 an. PersonaliaHerr Jürgen Peddinghaus schied zum 31. August 2019 aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Peddinghaus gehörte dem Gremium seit 2001 an und stand ihm seit 2006 vor. Auf Vorschlag der Stammaktionäre der Gesellschaft wendeten die stimmberechtigten Stammaktionäre in der Hauptversammlung am 30. April 2019 die gesetzlich vorgesehene Ausnahmegenehmigung zum Verzicht auf die sogenannte "Cooling-off"-Periode bei einem Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat an und wählten mit hundertprozentiger Zustimmung Herrn Hans-Georg Frey mit Wirkung zum 1. September 2019 in den Aufsichtsrat, dessen Vorsitz er am 3. September 2019 übernahm. Herr Dr. Lars Brzoska übernahm zum 1. September 2019 den Vorstandsvorsitz und führte das Ressort Technik in Personalunion bis zum 31. Dezember 2019 weiter. Zum 1. Januar 2020 trat Frau Sabine Neuß als neue Vorständin Technik in das Unternehmen ein. Wie bereits erwähnt, hat der Aufsichtsrat dem Wunsch von Herrn Dr. Klaus-Dieter Rosenbach entsprochen, ihn mit Ablauf des 31. März 2020 von der weiteren Vertragserfüllung zu entbinden, sodass er nach knapp 30-jähriger Firmenzugehörigkeit zu diesem Datum aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Tätigkeit während des Geschäftsjahres 2019.
Hamburg, den 17. März 2020 Für den Aufsichtsrat Hans-Georg Frey, Vorsitzender EntsprechenserklärungFür die bisherige und zukünftige Corporate-Governance-Praxis der Jungheinrich AG gilt die nachfolgende Erklärung, die sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017 bezieht. Erklärung gemäß § 161 AktiengesetzDen vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 wurde und wird durch die Jungheinrich AG seit der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2018 mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen von einzelnen Empfehlungen entsprochen: 1. Die D&O-Versicherungspolice der Gesellschaft enthält für die Mitglieder des Aufsichtsrates keinen Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die D&O-Versicherungspolice ist eine Gruppenversicherung für die Organmitglieder des Unternehmens (Vorstand und Aufsichtsrat) sowie eine Vielzahl von Mitarbeitern des Konzerns im In- und Ausland. Eine grundsätzliche Differenzierung zwischen Mitarbeitern und Organmitgliedern wurde in der Vergangenheit für nicht sachgerecht erachtet. Aufgrund des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde jedoch die Versicherungspolice der Gesellschaft um einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstandes in der vom Gesetz und Kodex vorgesehenen Höhe ergänzt. Der Gesetzgeber hat jedoch die Einführung eines entsprechenden Selbstbehaltes für die Mitglieder des Aufsichtsrates ausdrücklich nicht vorgesehen, lediglich der Kodex enthält eine entsprechende Empfehlung. Der Aufsichtsrat sieht deswegen auch weiterhin keine Veranlassung, von der bisherigen Handhabung abzuweichen. Die Erwägungen des Aufsichtsrates hierfür beruhen auf der Einschätzung, dass es in erster Linie darum geht, geeignete Persönlichkeiten für das Amt des Aufsichtsrates gewinnen zu können, die mit ihrer Erfahrung eine Bereicherung der Tätigkeit im Aufsichtsrat im Unternehmensinteresse darstellen. Diesen Bestrebungen liefe es zuwider, wenn die so gewonnenen Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeit nur eingeschränkten Versicherungsschutz genössen. 2. Die Vergütungen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden nicht in aufgeschlüsselter und individualisierter Weise veröffentlicht (Kodex Ziffern 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6). Der Empfehlung des Kodex, die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates aufgeschlüsselt und individualisiert im Anhang oder Lagebericht auszuweisen, folgt die Gesellschaft auch weiterhin nicht. Zum einen handelt es sich um Kollegialorgane, so dass grundsätzlich nicht auf einzelne Organmitglieder abzustellen ist. Zudem sieht die Gesellschaft die aus einer solchen Veröffentlichung folgenden Vorteile für die Allgemeinheit und Anleger als nicht so gewichtig an, als dass die damit verbundenen Nachteile - auch für das Persönlichkeitsrecht des einzelnen Organmitglieds - außer Acht gelassen werden müssten. Und schließlich hat die Hauptversammlung mit Beschluss vom 24. Mai 2016 die Mitglieder des Vorstandes für einen Zeitraum von fünf Jahren erneut von der Veröffentlichungspflicht in individualisierter Form befreit. 3. Ein Nominierungsausschuss für den Vorschlag von geeigneten Kandidaten bezüglich der Wahlvorschläge des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung wird nicht gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3). Der Aufsichtsrat hält einen solchen Ausschuss angesichts des Charakters des Unternehmens als Familiengesellschaft für entbehrlich. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Aktionäre werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. 4. Von der Festlegung einer Altersgrenze und einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für die Mitglieder des Aufsichtsrates wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Eine Altersgrenze kann zu starren Regelungen führen, die dem Ziel der Gesellschaft, für die Tätigkeit im Aufsichtsrat Persönlichkeiten mit großer Erfahrung zu gewinnen, zuwiderlaufen könnten. Deswegen wurde einer flexibleren Handhabung der Entscheidung im Einzelfall der Vorzug gegenüber einer starren Grenze gegeben. Die Einführung einer Begrenzung der Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält der Aufsichtsrat für nicht angemessen. 5. Von der Aufstellung eines förmlichen Kompetenzprofils für den Gesamtaufsichtsrat und der Veröffentlichung von Lebensläufen der Aufsichtsratsmitglieder wird abgesehen (Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG trägt dem Kriterium der Diversity, wie in Gesetz und im Kodex gefordert, ausreichend Rechnung. Insbesondere Erfahrungen aus dem internationalen Geschäft bringen viele der Aufsichtsratsmitglieder mit. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die vier zu wählenden Vertreter der Aktionäre werden in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet und damit sichergestellt, dass der Hauptversammlung nur geeignete Kandidaten zur Wahl vorgeschlagen werden, die möglichst alle für das Unternehmen wichtige Kompetenzfelder abdecken. Aus diesem Grund hält es der Aufsichtsrat als für nicht in Übereinstimmung mit dem Charakter von Jungheinrich als Familienunternehmen stehend an, wenn darüber hinaus noch ein Kompetenzprofil für den Gesamtaufsichtsrat erstellt würde. Auf die Veröffentlichung von Lebensläufen der Aufsichtsratsmitglieder wird im Hinblick auf den Schutz ihrer individuellen Privatsphäre verzichtet. 6. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates erfüllt ggf. nicht die Kriterien der Ziffer 5.4.2 des Kodex hinsichtlich der Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat der Jungheinrich AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern, davon sechs, die von den Arbeitnehmern gewählt werden. Zwei Mitglieder des Aufsichtsrates werden durch die Namensaktionäre entsandt. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die verbleibenden vier Vertreter der Aktionäre werden bereits in enger Abstimmung mit den Stammaktionären erarbeitet. Und allein stimmberechtigt in der Hauptversammlung sind wiederum die Stammaktionäre. Diese gesamte Systematik der Vertreter der Aktionäre spiegelt den Charakter des Unternehmens als Familiengesellschaft wider. 7. Von der sogenannten "Cooling-off"-Phase gemäß Ziffer 5.4.4 des Kodex beim Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat soll abgewichen werden. Wie bereits im Jahr 2019 erfolgt, soll es auch zukünftig im Einzelfall möglich sein, dass auf Wunsch der in der Hauptversammlung allein stimmberechtigten Stammaktionäre ein Vorstandsmitglied direkt, d.h. ohne Einhaltung der im Kodex vorgesehenen "Cooling-off"-Phase, in den Aufsichtsrat wechselt. Dies sichert aus Sicht der Stammaktionäre die Kontinuität in der weiteren Entwicklung des Unternehmens.
Hamburg, im Dezember 2019 |
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