![]() Jungheinrich AGHamburgZwischenbericht zum 30. Juni 2020Über diesen Bericht Unseren Zwischenbericht im PDF-Format haben wir für eine praktische Nutzung an PC
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1)
EBIT in % auf das eingesetzte zinspflichtige Kapital9) (Stichtag) Hinweise: Die Tabellen in diesem Bericht können rundungsbedingte Differenzen enthalten. Gelegentlich sprechen wir im Berichtstext von Mitarbeitern. Dies dient lediglich
der leichteren Lesbarkeit und schließt alle Geschlechter ein Jungheinrich-Aktie Im 1. Halbjahr 2020 waren die Kurse an den internationalen Kapitalmärkten im Wesentlichen
von Nachrichten im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie bestimmt. Die maßgeblichen
inländischen Aktienindizes zeigten nach einer starken Abwärtsbewegung im 1. Quartal
2020 von April bis Juni 2020 wieder aufwärts, sodass nach sechs Monaten des laufenden
Jahres die Verluste moderat ausfielen. So verzeichnete der DAX einen Wertverlust von
7 Prozent, der SDAX gab um 8 Prozent nach. Die Jungheinrich-Aktie wies nach der Kurserholung im Laufe des 2. Quartals 2020 nur
noch einen Abschlag von 3 Prozent auf. Nach ihrem Tiefststand bei 10,11 € am 19. März
2020 erreichte die Aktie zum Halbjahresende einen Kurs von 20,76 €. Die Marktkapitalisierung
lag damit bei 2.118 Mio. € (31.12.2019: 2.193 Mio. €). Den Höchststand im 1. Halbjahr
2020 markierte die Jungheinrich-Aktie am 2. Januar 2020 mit einem Kurs von 22,00 €. Nach erneuter intensiver Beurteilung aller Aspekte schlagen Vorstand und Aufsichtsrat
der Jungheinrich AG der in diesem Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie ausschließlich
virtuell stattfindenden Hauptversammlung am 27. August 2020 vor, für das Geschäftsjahr
2019 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,48 € je Vorzugsaktie beziehungsweise
0,46 € je Stammaktie vorzunehmen. Damit wird der bereits im Geschäftsbericht 2019
veröffentlichte Beschluss vom März 2020 bestätigt. Vorbehaltlich der Zustimmung der
Hauptversammlung ergibt sich daraus eine Ausschüttungssumme von 48 Mio. €. Kursentwicklung im 1. Halbjahr 2020![]() Konzern-Zwischenlagebericht
RahmenbedingungenWachstumsraten für ausgewählte Wirtschaftsregionenscroll
Quelle: IWF (Stand Juni 2020) Gesamtwirtschaftliche Lage Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie
erstmals Mitte April seine Konjunkturprognosen deutlich nach unten angepasst. Die
Prognosen wurden Ende Juni nochmals reduziert. Der IWF rechnet inzwischen mit einer
noch stärkeren globalen Rezession als bisher. Demnach dürfte die Weltwirtschaft um
4,9 Prozent schrumpfen (2019: 2,9 Prozent Wachstum). Das BIP der USA dürfte um 8,0
Prozent sinken (2019: 2,3 Prozent Wachstum). Nur für die chinesische Wirtschaft wird
noch ein leichtes Wachstum von 1,0 Prozent angenommen (Vorjahr: 6,1 Prozent). Die
aktuelle Erwartung für die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum ist - vor dem Hintergrund
der Prognosekürzungen für besonders von der Pandemie betroffene Länder wie Frankreich,
Italien, Spanien - mit einem Minus von 10,2 Prozent sehr negativ. Die deutsche Wirtschaft
soll 2020 um 7,8 Prozent schrumpfen. In Deutschland erzielt Jungheinrich fast ein
Viertel seines Konzernumsatzes. Allerdings verzeichnete der ifo-Geschäftsklimaindex,
der als Frühindikator für die inländische konjunkturelle Entwicklung gilt, im Juni
2020 wieder 86,2 Punkte, nachdem im April 2020 mit 74,3 Punkten der historische Tiefstand
erreicht wurde. Weltweit sank das Marktvolumen für Flurförderzeuge im 1. Halbjahr 2020 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent. Das entspricht 52 Tsd. Fahrzeugen. In Europa war
die rückläufige Entwicklung im 2. Quartal 2020 (minus 28 Prozent) vor dem Hintergrund
der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie in den europäischen Mitgliedsländern deutlich
stärker als im 1. Quartal 2020 (minus 5 Prozent). Insgesamt ist der Rückgang des Weltmarktes
für Flurförderzeuge im Berichtszeitraum zu 80 Prozent auf die stark gesunkenen Bestellungen
im europäischen Markt zurückzuführen. Der Anstieg des Marktvolumens in China hingegen
resultierte zu 70 Prozent aus höheren Bestellungen für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler,
während sich die nachlassende Nachfrage in Nordamerika aus geringeren Bestellungen
für verbrennungsmotorische Gegengewichtsstapler ergab. Marktentwicklung FlurförderzeugeWeltmarkt Flurförderzeuge 1. Halbjahr 2020 nach Regionen![]() Auftragseingangscroll
Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Welt) Auftragseingang in Tsd. Stück ![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Asien) Auftragseingang in Tsd. Stück ![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Europa) Auftragseingang in Tsd. Stück ![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Marktvolumen nach Produktsegmenten (Nordamerika) Auftragseingang in Tsd. Stück ![]() Quelle: WITS (World Industrial Truck Statistics) Das globale Marktvolumen im Produktsegment Lagertechnik ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 5 Prozent zurück. Treiber hierfür war die rückläufige Marktentwicklung in Europa.
Das um 13 Prozent niedrigere Weltmarktvolumen für elektromotorische Gegengewichtsstapler
basierte zu 71 Prozent ebenfalls auf der sinkenden Nachfrage in Europa. Der weltweite
deutliche Rückgang der Nachfrage nach Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb
um 7 Prozent war auf geringere Bestellungen in Nordamerika und Europa zurückzuführen. Geschäftsverlauf und ErtragslageKennzahlen zum Geschäftsverlaufscroll
Auftragseingang und Auftragsbestand Insbesondere der Marktentwicklung in Europa folgend ging der stückzahlbezogene Auftragseingang
im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte
enthält, im 1. Halbjahr 2020 um 20 Prozent auf 53,9 Tsd. Fahrzeuge zurück (Vorjahr:
67,0 Tsd. Fahrzeuge). Neben der rückläufigen Nachfrage war der niedrigere Wert auch
durch die deutliche Reduzierung der Aufträge für die eigene Mietflotte beeinflusst. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und
Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, blieb im Berichtszeitraum mit 1.811
Mio. € um 12 Prozent hinter dem Vorjahreswert von 2.065 Mio. € zurück. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes betrug zum 30. Juni 2020 824 Mio. € und war
somit um 191 Mio. € beziehungsweise 19 Prozent niedriger als der Vorjahreswert (1.015
Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 787 Mio. € zum Jahresende 2019 ergab sich
dennoch ein Aufbau um 37 Mio. € beziehungsweise 5 Prozent. Umsatz Der Konzernumsatz erreichte im 1. Halbjahr 2020 mit 1.801 Mio. € einen um 8 Prozent
niedrigeren Wert als im Vorjahreszeitraum (1.956 Mio. €). Die Erlöse im wichtigsten
Einzelmarkt Deutschland sanken im Berichtszeitraum um 8 Prozent auf 429 Mio. € (Vorjahr:
465 Mio. €). Die Auslandsumsätze gingen ebenfalls um 8 Prozent auf 1.372 Mio. € (Vorjahr:
1.491 Mio. €) zurück. Die Auslandsquote blieb damit konstant (Vorjahr: 76 Prozent).
Außerhalb Europas erreichten die Umsatzerlöse 232 Mio. € (Vorjahr: 274 Mio. €). Das
entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 13 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent). Umsatzerlöse 1. Halbjahr 2020 nach Regionen![]() scroll
Umsatzaufteilungscroll
Wesentliche Ursache für den niedrigeren Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2020 war vor
dem Hintergrund eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Produktionsvolumens
der Umsatzrückgang im Neugeschäft in Höhe von 180 Mio. €. Der Umsatz mit Miet- und
Gebrauchtgeräten erreichte 294 Mio. € (Vorjahr: 317 Mio. €). Der Kundendienst blieb
trotz der schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund des coronabedingt eingeschränkten
Zuganges zu Kundenstandorten nach stärkeren Rückgängen im April und Mai mit einem
Umsatz im 1. Halbjahr 2020 von 523 Mio. € (Vorjahr: 525 Mio. €) insgesamt stabil.
Im Finanzdienstleistungsgeschäft sank der Umsatz vor dem Hintergrund des Nachfragerückganges
leicht auf 553 Mio. € (Vorjahr: 573 Mio. €). Kostenstruktur (GuV)scroll
Für die Darstellung im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurden einzelne Vergleichszahlen
des Vorjahreszeitraumes rückwirkend angepasst. Die Anpassungen berücksichtigen die
bereits in der Quartalsmitteilung zum 30. September 2019 berichteten und sich nahezu
kompensierenden Ergebniseffekte aus Aufwendungen für Wertminderungen und aus Erträgen
im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" im
Geschäftsjahr 2019. Details können den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
im Konzernanhang des Konzern-Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2020 entnommen werden. Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank um 32 Mio. € auf 545 Mio. € (Vorjahr: 577 Mio.
€). Es war im Berichtszeitraum vor allem durch eine gegenüber dem Vorjahr geringere
Auslastung der Werke und den damit einhergehenden Rückgang der Margen belastet. Die
Bruttomarge lag aufgrund des stark erhöhten Umsatzanteiles des margenstarken Kundendienstes
mit 30,3 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (29,5 Prozent). Die Vertriebskosten verminderten sich um 20 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Ursächlich hierfür waren die aufgrund des Nachfragerückganges erforderliche Reduktion
von Mitarbeitern und die Einsparung von Sachkosten im Vertriebsbereich. Die F&E-Kosten stiegen im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund einer deutlich
niedrigeren Aktivierungsquote um 11 Mio. € auf 56 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €). Sie
enthielten zudem gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € höhere Wertminderungen auf aktivierte
Entwicklungsausgaben von 15 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €). Der Anteil der Verwaltungskosten am Konzernumsatz verblieb mit 3,0 Prozent in etwa
auf dem Niveau des Vorjahres (2,7 Prozent). Die in den Verwaltungskosten enthaltenen
Aufwendungen für die strategischen Projekte zur Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung
und Digitalisierung unterlagen hierbei trotz der rückläufigen Geschäftsentwicklung
keiner Kürzung. Ertragsentwicklungscroll
Das EBIT ging um 30 Mio. € beziehungsweise 24 Prozent auf 95 Mio. € (Vorjahr: 125
Mio. €) zurück. Es enthielt in Höhe von 5 Mio. € Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte. Die EBIT-Rendite lag mit 5,3 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert (6,4 Prozent). Aufgrund des deutlich geringeren EBIT bei nur leicht reduziertem zinspflichtigen
Kapital lag der ROCE mit 10,5 Prozent deutlich unter dem Vorjahr (12,8 Prozent). Das Finanzergebnis betrug minus 13 Mio. € (Vorjahr: minus 9 Mio. €) und war im Wesentlichen
durch die Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst.
Im Berichtsjahr waren hier Verluste zu verzeichnen, im Vorjahreszeitraum hingegen
fielen Erträge an. Das EBT lag dementsprechend mit 82 Mio. € um 30 Prozent unter dem
Vorjahr (117 Mio. €). Die EBT-Rendite erreichte 4,5 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent). Die Ertragsteuerbelastung sank bedingt durch das geringere EBT auf 22 Mio. € (Vorjahr:
33 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern lag mit 60 Mio. € unter dem Vorjahreswert (84
Mio. €) und das Ergebnis je Vorzugsaktie (auf Basis des Ergebnisanteiles der Aktionäre
der Jungheinrich AG) erreichte 0,60 € (Vorjahr: 0,83 €). Der virtuell stattfindenden Hauptversammlung am 27. August 2020 wird vorgeschlagen,
eine Dividende in Höhe von 0,46 € (Vorjahr: 0,48 €) je Stammaktie und 0,48 € (Vorjahr:
0,50 €) je Vorzugsaktie auszuschütten. Aus dem Dividendenvorschlag ergibt sich eine
Gesamtausschüttung in Höhe von 48 Mio. € (Vorjahr: 50 Mio. €). Die Ausschüttungsquote
von 27 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent) liegt im Rahmen der Zielsetzung des Unternehmens,
zwischen 25 Prozent und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern an die Aktionäre auszuschütten.
Grundsätzlich verfolgt Jungheinrich eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen. Kapitalstruktur, Finanz- und Vermögenslage Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cashflow sowie durch kurz- und langfristige
Finanzierungen gedeckt. Zum 30. Juni 2020 betrug die Höhe der zugesagten mittelfristigen
Kreditrahmen 275 Mio. €. Diese werden durch kurzfristige Kreditlinien in Höhe von
188 Mio. € ergänzt. Sie bestehen im Wesentlichen als bilaterale Kreditlinien einzelner
ausländischer Tochtergesellschaften bei Kreditinstituten. Die mittelfristigen Kreditrahmen
sowie die kurzfristigen Kreditlinien waren nicht vollständig ausgenutzt. Darüber hinaus
steht ein Kreditrahmen in Höhe von 100 Mio. € zur mittel- bis langfristigen Finanzierung
von Forschungs- und Entwicklungsausgaben zur Verfügung, der zum Berichtsstichtag nicht
in Anspruch genommen wurde. Zur Risikovorsorge und Liquiditätssicherung in der COVID-19-Krise
wurde im 2. Quartal 2020 ein Betriebsmitteldarlehen über 50 Mio. € aufgenommen. Des
Weiteren bestehen Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 200 Mio. €. Kreditrahmen-
und Schuldscheindarlehensverträge enthalten keine Financial Covenants. Jungheinrich
verfügt über eine solide Liquiditätsreserve. KapitalstrukturÜbersicht zur Kapitalstrukturscroll
Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen. Zum 30. Juni 2020 erhöhte sich das Eigenkapital um 42 Mio. € auf 1.530 Mio. € (31.12.2019:
1.488 Mio. €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Ergebnis nach Steuern
im Berichtszeitraum, dem hauptsächlich ergebnisneutrale Belastungen aus der Währungsumrechnung
gegenüberstanden. Die Eigenkapitalquote erreichte 29 Prozent (31.12.2019: 28 Prozent). Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen waren aufgrund eines
zum Bilanzstichtag leicht gestiegenen Diskontierungszinssatzes in Deutschland mit
233 Mio. € etwas geringer als zum Geschäftsjahresende 2019 (31.12.2019: 240 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich hauptsächlich
durch die zusätzliche Aufnahme eines langfristigen Darlehens um 53 Mio. € auf 821
Mio. € (31.12.2019: 768 Mio. €). Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen verblieben mit 1.763 Mio. € auf dem Niveau zum Ende des Vorjahres
(31.12.2019: 1.760 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen
entsprechend der Geschäftsentwicklung um 31 Mio. € auf 334 Mio. € (31.12.2019: 365
Mio. €) zurück. Die übrigen kurzfristigen Schulden stiegen auf 263 Mio. € (31.12.2019:
250 Mio. €). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen die Erhöhung der Umsatzsteuerverpflichtungen
zum Bilanzstichtag. Die Nettoverschuldung lag zum Berichtsstichtag bei 36 Mio. €. Die Verbesserung um
136 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2019 (172 Mio. €) resultierte vorrangig aus den
Maßnahmen zur Reduktion des Working Capital und der verminderten Zuführung von Neufahrzeugen
in die Mietflotte. FinanzlageKapitalflussrechnungscroll
1)
Exklusive Saldo aus Auszahlungen für den Erwerb/Einzahlungen aus dem Verkauf von
Wertpapieren in Höhe von minus 38 Mio. € (Vorjahr: minus 4 Mio. €) Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte im Zeitraum Januar bis
Juni 2020 201 Mio. € und verdoppelte sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (99
Mio. €). Getragen wurde der starke Zuwachs durch den deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 125 Mio. € verminderten Mittelabfluss für Zugänge der Miet- und Leasinggeräte sowie
Forderungen aus Finanzdienstleistungen. Der Anstieg der Finanzierung der zugrunde
liegenden Verträge war entsprechend im Berichtszeitraum um 47 Mio. € geringer als
im Vorjahreszeitraum. Weitere positive Effekte in Höhe von 39 Mio. € ergaben sich
durch den gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Zuwachs im Working Capital. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde um die in dieser Position enthaltenen
Auszahlungen für den Erwerb beziehungsweise Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
in Höhe von insgesamt minus 38 Mio. € (Vorjahr: minus 4 Mio. €) bereinigt. Der sich
so ergebende Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtszeitraum mit minus
40 Mio. € um 52 Mio. € unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes (minus 92 Mio. €). Der
Mittelabfluss im Vorjahreszeitraum war neben den im Vergleich deutlich höheren Auszahlungen
für Erweiterungs- und Erhaltungsinvestitionen bestimmt durch Kaufpreiszahlungen für
neu erworbene Gesellschaften und Investitionen in at-equity-bilanzierte Unternehmen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von plus 35 Mio. € im 1. Halbjahr
2020 erhöhte sich um 101 Mio. € gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres (minus
66 Mio. €). Maßgeblich hierfür war zum einen die zusätzliche Aufnahme eines langfristigen
Darlehens in Höhe von 50 Mio. €, zum anderen war der Cashflow des Vorjahreszeitraumes
durch die Auszahlung der Dividende belastet. VermögenslageÜbersicht zur Vermögensstrukturscroll
Die Bilanzsumme stieg um 66 Mio. € und lag zum 30. Juni 2020 bei 5.297 Mio. € (31.12.2019:
5.231 Mio. €). Bedingt durch ein gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeres Investitionsvolumen
sowie insbesondere für Geschäfts- oder Firmenwerte und aktivierte Entwicklungsausgaben
vorzunehmende Wertminderungen gingen die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte
und Sachanlagen von 905 Mio. € (31.12.2019) zum Bilanzstichtag um 31 Mio. € auf 874
Mio. € zurück. Der Wert der Miet- und Leasinggeräte ging hauptsächlich aufgrund der Maßnahmen zur
Reduzierung des Bestandes der Mietgeräte um 72 Mio. € auf 839 Mio. € (31.12.2019:
911 Mio. €) zurück. Die lang- und kurzfristigen Forderungen aus Finanzdienstleistungen
lagen mit 1.279 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (31.12.2019: 1.260 Mio. €). Die Vorräte stiegen stichtagsbedingt um 41 Mio. € auf 634 Mio. € (31.12.2019: 593
Mio. €), wobei dem Aufbau der Fertigerzeugnisse, Waren und geleisteten Anzahlungen
im Vertrieb in Höhe von 32 Mio. € vor allem noch nicht fakturierte Kundenaufträge
zugrunde lagen. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken
geschäftsbedingt deutlich um 81 Mio. € auf 627 Mio. € (31.12.2019: 708 Mio. €). Der
starke Anstieg der liquiden Mittel und kurzfristigen Wertpapiere zum Bilanzstichtag
um 177 Mio. € auf 752 Mio. € (31.12.2019: 575 Mio. €) stand im Zusammenhang mit den
Maßnahmen zur Working-Capital-Optimierung und Bestandsreduzierung in der Mietflotte
sowie der Aufnahme eines langfristigen Darlehens. Forschung und EntwicklungKennzahlen Forschung und Entwicklungscroll
1)
F&E = Forschung und Entwicklung Wesentliche Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) bezogen sich auf
die Weiterentwicklung effizienter Energiespeichersysteme basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie,
die damit einhergehenden Verbesserungen im Hinblick auf die Konstruktion neuer Flurförderzeuge
sowie digitale Produkte. Die gesamten F&E-Ausgaben, die im Wesentlichen Eigenleistungen beinhalten, beliefen
sich im 1. Halbjahr 2020 auf 43 Mio. € (Vorjahr: 43 Mio. €). Die Aktivierungsquote
lag mit 16 Prozent deutlich unter dem Höchstwert des Vorjahres (37 Prozent) und führte
damit zu einer entsprechenden Erhöhung der F&E-Kosten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In den Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben waren im Berichtszeitraum
Wertminderungen in Höhe von 15 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) enthalten. Die Zahl der Beschäftigten, die konzernweit in Entwicklungsprojekten tätig waren,
lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 634 Mitarbeitern (Vorjahr: 646 Mitarbeiter). MitarbeiterMitarbeiter![]() Im 1. Halbjahr 2020 wurde gegenüber Ende Dezember 2019 die Personalkapazität um 395
Mitarbeiter gesenkt. Die Reduktion entfiel größtenteils auf die Vertriebsorganisation.
Zum 30. Juni 2020 waren 17.986 Mitarbeiter für Jungheinrich tätig, davon 42 Prozent
im Inland und 58 Prozent im Ausland. Zusätzlich beschäftigte Jungheinrich zum 30.
Juni 2020 konzernweit 226 (31.12.2019: 335) Leiharbeitnehmer, davon fast alle in den
inländischen Werken. Finanzdienstleistungen Hinsichtlich der allgemeinen Darstellung des Segmentes "Finanzdienstleistungen" wird
auf die ausführlichen Erläuterungen innerhalb des Konzernlageberichtes im Geschäftsbericht
2019 verwiesen. Kennzahlen Finanzdienstleistungenscroll
Das Zugangsvolumen aus langfristigen Finanzdienstleistungsverträgen belief sich im
1. Halbjahr 2020 auf 372 Mio. € (Vorjahr: 439 Mio. €). Vom wertmäßigen Zugangsvolumen
entfielen 65 Prozent (Vorjahr: 68 Prozent) auf die acht Länder mit Jungheinrich-Finanzdienstleistungsgesellschaften. Zum 30. Juni 2020 stieg der Vertragsbestand insgesamt um 7 Prozent auf 193,2 Tsd.
Fahrzeuge (Vorjahr: 181,2 Tsd. Fahrzeuge). Dies entspricht einem Neuwert von 3.242
Mio. € (Vorjahr: 3.008 Mio. €). Bezogen auf die Anzahl der verkauften Neufahrzeuge
wurden 40 Prozent über Finanzdienstleistungsverträge abgesetzt. Der Umsatz sank von
573 Mio. € im 1. Halbjahr 2019 um 20 Mio. € auf 553 Mio. € im 1. Halbjahr 2020. Das
entsprechende EBIT lag bei 4,5 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €). Risikobericht Die Früherkennung von Risiken und Chancen sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen
sind wichtige Bestandteile der Unternehmensführung. In seiner Risikoeinschätzung stützt
sich der Jungheinrich-Konzern auf ein umfassendes Risikomanagement-System. In einer
konzernweit gültigen Richtlinie sind dazu entsprechende Grundsätze und Vorgehensweisen
definiert. Die Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit des Risiko-Früherkennungssystems
sind fester Bestandteil regelmäßiger Prüfungen durch die Konzernrevision und der jährlichen
Abschlussprüfung. Erkenntnisse aus diesen Prüfungen werden bei der kontinuierlichen
Weiterentwicklung des Jungheinrich-spezifischen Risikomanagement-Systems berücksichtigt. Mit Beginn der COVID-19-Pandemie hat Jungheinrich einen zentralen Krisenstab gebildet
und darüber hinaus lokale Krisenstäbe in den Organisationseinheiten und Werken eingerichtet,
um die aufkommenden Risiken frühzeitig zu identifizieren und deren Auswirkungen auf
das Unternehmen durch zeitnahe, geeignete und koordinierte Maßnahmen möglichst gering
zu halten. In den betroffenen Gebieten stehen die lokalen Geschäftsführungen in engem
Austausch mit den jeweiligen Behörden und setzen die Maßnahmen um. Jungheinrich hat
insbesondere Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen der Pandemie auf die Lieferketten
und die Produktion zu minimieren. Im Fokus steht der Schutz der Mitarbeiter, Kunden
und Geschäftspartner. Die eingerichteten Krisenstäbe analysieren und adaptieren täglich
verschiedene Szenarien, um bestmöglich vorbereitet zu sein. Zudem wurden zur Sicherung
der Liquidität des Unternehmens auf Basis von möglichen coronabedingten Stressszenarien
präventive Maßnahmen definiert. Die Ausführungen zu den Risiken im Geschäftsbericht 2019 sind weiterhin gültig, jedoch
besteht durch die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit
von Jungheinrich eine veränderte Einschätzung bei ausgewählten Risiken. Seit Mitte
März 2020 wurden über die im Risikobericht erläuterten Verfahrensweisen hinaus zusätzliche
Maßnahmen zur Überwachung eingeleitet und deren Wirkung intensiver überwacht. Konjunkturelle Risiken liegen in einer erneuten Eskalation handelspolitischer Konflikte,
in geopolitischen Krisenherden, in dem Verlauf der Verhandlungen zwischen der Europäischen
Union und Großbritannien in der Übergangsphase zu einem möglichen Freihandelsabkommen,
in der Verschuldungsproblematik insbesondere in einigen Ländern Europas, die aufgrund
zahlreicher staatlicher Hilfsmaßnahmen zur Milderung der negativen Folgen der COVID-19-Pandemie
noch verstärkt werden könnte, sowie in volatilen Material- und Rohstoffkosten und
Wechselkursen. Das generelle Ausfallrisiko von Forderungen wird auf wöchentlicher Basis überwacht.
Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Forderungsausfälle verzeichnet. Eine speziell eingerichtete Taskforce "Supply Chain" analysiert die Entwicklungen
in den Lieferketten täglich, um schnellstmöglich und präventiv hinsichtlich möglicher
Einkaufsrisiken zu handeln und die Stabilität der Lieferketten zu gewährleisten. Versorgungsreichweiten
werden kontinuierlich ermittelt. Derzeit wird für 2020 kein aus der COVID-19-Pandemie
resultierendes außergewöhnliches Risiko im Hinblick auf die Versorgung und Preisentwicklung
erwartet. Die IT-Unterstützung für das Arbeiten außerhalb der Jungheinrich-Standorte wurde
technologisch erheblich ausgebaut. Datenschutz- und Datensicherungsmaßnahmen wurden
erneut erweitert. Neben den technischen Vorkehrungen wurden Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen
ergriffen, um die Mitarbeiter auf die erhöhte Gefährdungslage, die aus dem Arbeiten
aus dem Homeoffice entsteht, hinzuweisen. Die COVID-19-Pandemie hat die Überprüfung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder
Firmenwerten erforderlich gemacht. Der im 2. Quartal 2020 durchgeführte Werthaltigkeitstest
ergab Wertminderungen in Höhe von 5 Mio. € auf die Geschäfts- oder Firmenwerte einzelner
Vertriebsgesellschaften in Südamerika. Weitere Details können den Erläuterungen im
Konzernanhang des Konzern-Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2020 entnommen werden. Für die Refinanzierungen im Finanzdienstleistungsgeschäft konnten mit den finanzierenden
Banken frühzeitig Vereinbarungen getroffen werden, um flexibel auf die Markt- beziehungsweise
Kundenanforderungen zu reagieren. Zum Berichtsstichtag war der Umfang der erforderlichen
kundenindividuellen Zahlungsvereinbarungen vor dem Hintergrund der COVID-19-Krise
sehr gering. Bis zum Jahresende wird mit einem weiterhin angespannten Finanz- und
Kapitalmarktumfeld gerechnet. Die Refinanzierungslinien stehen Jungheinrich unverändert
gegenüber dem Stand zum Geschäftsjahresende 2019 zur Verfügung. Ausfälle von Kundenforderungen,
Insolvenzen und kostenfreie vorzeitige Abbrüche von Verträgen mit sogenannten "Break
Clauses" im Finanzdienstleistungsgeschäft bewegten sich auf einem unverändert niedrigen
Niveau. Eine weitere Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage könnte grundsätzlich
zu einem Anstieg der Vertragsabbrüche im Finanzdienstleistungsgeschäft führen. Aufgrund
der zentralen Bedeutung der Fahrzeuge für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes
der Kunden hält Jungheinrich dies allerdings für nicht sehr wahrscheinlich. Auf die
Restwertrisiken aus Finanzdienstleistungsgeschäften gibt es bisher keine coronabedingten
Auswirkungen. Infolge der COVID-19-Pandemie wurde die Steuerung der Konzernliquidität im Rahmen
einer täglichen Überwachung intensiviert. Eine Liquiditätsvorschau wird auf wöchentlicher
Basis erstellt. Darüber hinaus werden in einigen Ländern die zur Verfügung stehenden
staatlichen Entlastungsmaßnahmen, wie beispielsweise Stundungen bei Steuer- oder Sozialversicherungsbeiträgen,
genutzt. Wesentliche Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2019 ausführlich dargestellten
Risiken hinausgehen, sind seit Veröffentlichung des vorgenannten Berichtes nicht aufgetreten. Künftige Entwicklung des Jungheinrich-Konzerns Vor dem Hintergrund der rückläufigen Marktentwicklung im laufenden Jahr erwarten
wir keine Markterholung auf Jahressicht. Der Nachfragerückgang dürfte sich, sowohl
in Europa als auch in der Welt, bis zum Jahresende in ähnlicher Größenordnung wie
im 1. Halbjahr 2020 fortsetzen. Lediglich für China erwarten wir einen Anstieg des
Marktvolumens. Der Vorstand der Jungheinrich AG hat unter Berücksichtigung der derzeit erwarteten
Folgen der COVID-19-Pandemie eine neue Prognose für das Geschäftsjahr 2020 erstellt
und mit einer Ad-hoc-Meldung am 22. Juli 2020 veröffentlicht. Die am 18. Dezember 2019 veröffentlichte und mit Erscheinen des Geschäftsberichtes
2019 am 18. März 2020 bestätigte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 konnte die Auswirkungen
der COVID-19-Pandemie noch nicht berücksichtigen und wurde aufgrund der Unsicherheit
im Hinblick auf die zu erwartenden Auswirkungen der Pandemie auf die weitere Geschäftsentwicklung
von Jungheinrich Ende April 2020 zurückgenommen. Inzwischen besteht eine bessere Einschätzung für das verbleibende Geschäftsjahr.
Danach rechnen wir für das Jahr 2020 mit einem Auftragseingang zwischen 3,4 Mrd. €
und 3,6 Mrd. € (2019: 3,9 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich ebenfalls innerhalb
einer Bandbreite von 3,4 Mrd. € bis 3,6 Mrd. € (2019: 4,1 Mrd. €) bewegen. Das EBIT
sollte 2020 nach aktueller Einschätzung zwischen 130 Mio. € und 180 Mio. € (2019:
263 Mio. €) liegen. Die EBIT-Rendite wird in einer Bandbreite von 3,8 Prozent bis
5,0 Prozent (2019: 6,4 Prozent) erwartet. Für das EBT soll ein Wert zwischen 105 Mio.
€ und 155 Mio. € (2019: 242 Mio. €) erreicht werden. Die EBT-Rendite soll bei 3,1
Prozent bis 4,3 Prozent (2019: 5,9 Prozent) liegen. Des Weiteren erwarten wir zum Jahresende 2020 eine Nettoverschuldung von deutlich
unter 50 Mio. € (2019: 172 Mio. €). Der ROCE für das Geschäftsjahr 2020 dürfte zwischen
8 Prozent und 12 Prozent (2019: 13,7 Prozent) liegen. Wir streben darüber hinaus im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 eine leichte Verbesserung
unseres Marktanteiles in Europa (2019: 20,2 Prozent) an. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass es im weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie
nicht zu einem umfangreichen zweiten Lockdown kommt und die Lieferketten weitgehend
intakt bleiben. Die Prognosebandbreiten berücksichtigen dabei bereits gewisse negative
Entwicklungen auf Kunden- und Lieferantenseite. Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf
von den in diesem Zwischenbericht wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen
der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen
führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage,
einschließlich der Auswirkungen aufgrund der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie,
innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr
für zukunftsgerichtete Aussagen in diesem Zwischenbericht wird daher nicht übernommen. Konzern-ZwischenabschlussKonzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
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Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
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KonzernanhangBilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2019 wurde in Übereinstimmung
mit den am Stichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Es wurden alle zum 31. Dezember 2019 gültigen Standards und die Interpretationen des
IFRS Interpretations Committee berücksichtigt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
Dementsprechend wurde auch dieser Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 in Übereinstimmung
mit IAS 34 erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht
anders vermerkt, erfolgen Angaben in Mio. €. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde
nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Die bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2020 und der Ermittlung
der Vergleichszahlen für das Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
entsprechen grundsätzlich denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019. Diese
Grundsätze sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2019 detailliert beschrieben. Die erstmals zum 1. Januar 2020 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und -Neuregelungen
haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Jungheinrich-Zwischenabschluss zum 30.
Juni 2020. Sie sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2019 detailliert beschrieben. Wie in der Quartalsmitteilung zum 30. September 2019 bereits berichtet, konnten Aufwendungen
aus Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsausgaben für einzelne Produktreihen
und aus der Abwertung von Vorräten und Werkzeugen in der Produktion sowie gegenläufig
wirkende positive Ergebnisse im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse",
die jeweils aus Ereignissen im 1. Halbjahr 2019 resultierten, erst im 3. Quartal 2019
hinreichend verifiziert und quantifiziert werden. Daher wurden die sich nahezu kompensierenden
Ergebniseffekte im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2019 nicht einbezogen. Für die Darstellung im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurden die Vergleichszahlen
der Vorjahresperiode rückwirkend angepasst. Die Anpassungen berücksichtigen Aufwendungen
aus Wertminderungen in Höhe von 17,7 Mio. € sowie Erträge in Höhe von 16,0 Mio. €
für die im Finanzdienstleistungsgeschäft ab dem 1. Januar 2019 neu abgeschlossenen
langfristigen Kundenverträge, die im Sale-and-lease-back-Verfahren refinanziert und
als "Finance Leases" klassifiziert wurden. Für diese Verträge sind seit der verpflichtenden
Erstanwendung des IFRS 16 zum 1. Januar 2019 keine Verkaufsgewinne mehr abzugrenzen. Die Kaufpreisallokation der zum 1. Januar 2019 erworbenen ISI Automation GmbH & Co.
KG, Extertal (Deutschland) wurde im 4. Quartal 2019 endgültig abgeschlossen. Es ergaben
sich keine Auswirkungen auf den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2019. Die Vergleichszahlen
für das 1. Halbjahr 2019 wurden somit nicht angepasst. Schätzungen Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen
getroffen werden, die Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden
zum Bilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode
bestimmen. Die für den Konzernabschluss der Jungheinrich AG zum 31. Dezember 2019 vorgenommenen
Schätzungen und getroffenen Annahmen sind im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2019
detailliert beschrieben. Im Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurden die im Folgenden beschriebenen wesentlichen
Änderungen von Schätzungen und Annahmen vorgenommen.
Finanzielle Annahmen zur Ermittlung des Nutzungswertes der ZGEs, für die ein Werthaltigkeitstest durchgeführt wurde und denen signifikante Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sindscroll
Als Ergebnis ergab sich ein Wertberichtigungsbedarf bei den Vertriebsgesellschaften
in Peru und Ecuador in Höhe von 3,1 Mio. € und 1,8 Mio. €. Die Wertminderungsaufwendungen
wurden jeweils vollständig dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, der jeweils
vollständig wertberichtigt wurde.
Konsolidierungskreis Neben der Jungheinrich AG, Hamburg, als Muttergesellschaft wurden 79 ausländische
und 27 inländische Unternehmen in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogen. Der Konsolidierungskreis
umfasst 93 vollkonsolidierte Unternehmen einschließlich eines strukturierten Unternehmens,
die direkt oder indirekt von der Jungheinrich AG beherrscht werden. Nach der Equity-Methode
werden 12 Gemeinschaftsunternehmen und ein assoziiertes Unternehmen bilanziert. Umsatzerlöse Jungheinrich realisiert Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden durch Übertragung von
Gütern und Erbringung von Dienstleistungen sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen.
Darüber hinaus erzielt der Konzern Erlöse aus Miet- und Leasingverträgen, bei denen
Jungheinrich Leasinggeber ist. Zusammensetzung der Umsatzerlösescroll
Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gliedern sich nach Regionen und berichtspflichtigen
Segmenten, wie in folgender Tabelle dargestellt. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach Regionen und Segmentenscroll
Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die grundsätzliche Darstellung der einzelnen Finanzinstrumente, deren Bewertung sowie
die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Ermittlung ihrer beizulegenden Zeitwerte
wurden im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2019 detailliert beschrieben. Im Folgenden werden die im Zwischenabschluss verpflichtend aufzunehmenden zusätzlichen
Angaben zu den Finanzinstrumenten dargestellt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns zum Bilanzstichtag dar. Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die
in der Konzernbilanz nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und bei denen
der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt,
sind in der Tabelle nicht enthalten, ebenso Finanzanlagen in Höhe von 0,7 Mio. € (31.12.2019:
0,3 Mio. €), bei denen die Anschaffungskosten eine angemessene Schätzung für den beizulegenden
Zeitwert darstellen. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumentenscroll
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" Die Buchwerte der im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzinstrumente sind in folgender Tabelle in Abhängigkeit von ihren zur Ermittlung
verwendeten Informations- und Inputfaktoren in die entsprechenden Stufen der Bemessungshierarchie
gemäß IFRS 13 eingeordnet. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren: Stufe 1 - in aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Marktpreise für identische
Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, Stufe 2 - andere Inputdaten als notierte Marktpreise, die sich für den Vermögenswert
oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (abgeleitet aus
Preisen) beobachten lassen, Stufe 3 - herangezogene Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für
die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren. Bemessungshierarchie für Finanzinstrumente, die zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werdenscroll
1)
zugeordnet der Bewertungskategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 1 wurde auf Basis von
Börsennotierungen zum Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten der Stufe 2 wurde in Übereinstimmung
mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen
und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente
bestimmt. Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wurde auf Basis der
zum Bilanzstichtag geltenden Kassamittelkurse unter Berücksichtigung der Terminaufschläge
beziehungsweise -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit der Geschäfte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wurde auf der Basis der am Bilanzstichtag
geltenden Marktzinsen und Zinsstrukturkurven unter Berücksichtigung der jeweiligen
Zahlungsfälligkeiten ermittelt. Kontrahentenrisiken wurden bei der Bestimmung der
beizulegenden Zeitwerte von Jungheinrich berücksichtigt. Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1 und 2 vorgenommen. Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung umfasst die berichtspflichtigen Segmente "Intralogistik"
und "Finanzdienstleistungen". Die grundsätzliche Darstellung der Segmentinformationen
wurde im Konzernanhang im Geschäftsbericht 2019 detailliert beschrieben. Die Überleitungspositionen enthalten die im Rahmen der Konsolidierung zu eliminierenden
konzerninternen Umsätze, Zinsen und Zwischenerfolge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten. Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2020scroll
Segmentinformationen für das 1. Halbjahr 2019scroll
Ereignisse nach Ablauf des 1. Halbjahres 2020 Es sind keine Vorgänge oder Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach Ablauf des
1. Halbjahres 2020 eingetreten. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die maßgeblichen Stammaktionäre der Jungheinrich AG sind die LJH-Holding GmbH, Wohltorf,
und die WJH-Holding GmbH, Aumühle. Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen unterhielt Jungheinrich
Beziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und verbundenen,
nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Alle Geschäftsbeziehungen mit diesen Unternehmen
resultierten aus der normalen Geschäftstätigkeit und wurden zu marktüblichen Konditionen
abgewickelt. Die Transaktionen mit den nicht konsolidierten Tochterunternehmen waren
von geringem Umfang. Mitglieder des Vorstandes beziehungsweise des Aufsichtsrates der Jungheinrich AG
sind Mitglieder in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien anderer Unternehmen,
mit denen die Jungheinrich AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen
unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu den mit Dritten üblichen
Bedingungen abgewickelt. Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 • Jungheinrich AG Versicherung der gesetzlichen Vertreter Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Hamburg, den 11. August 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft scroll
Finanzkalender11. August 2020 Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 27. August 2020 Virtuelle Hauptversammlung 1. September 2020 Dividendenzahlung 10. November 2020 Quartalsmitteilung zum 30. September 2020 Jungheinrich Aktiengesellschaft Friedrich-Ebert-Damm 129 Wertpapierkennnummern: |
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