Jungheinrich AGHamburgQuartalsmitteilung zum 31. März 2021KENNZAHLEN AUF EINEN BLICKJungheinrich-Konzernscrollen
1) EBIT/Umsatzerlöse x 100
Marktentwicklung FlurförderzeugeDas Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge ist
im 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal
besonders stark gewachsen, da alle Regionen einen sehr
deutlichen Nachfrageanstieg verzeichnen konnten.
Insbesondere in China fand ein überproportionaler
Anstieg der Bestellungen statt. Das weltweit am
stärksten nachgefragte Produktsegment war in den
ersten drei Monaten des Jahres die Lagertechnik. In Europa
zog die Nachfrage im Berichtszeitraum ebenfalls sehr
deutlich an. Dort legten die Bestellungen für
lagertechnische Geräte im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum sehr stark zu.
Geschäftsverlauf, Ertrags- und FinanzlageAuftragseingang und AuftragsbestandDer stückzahlbezogene Auftragseingang im
Neugeschäft, der die Bestellungen für
Neufahrzeuge einschließlich der für
Mietgeräte enthält, lag mit 46,1 Tsd. Fahrzeugen
im 1. Quartal 2021 um 44 Prozent über dem
Vorjahreswert (32,1 Tsd. Fahrzeuge). Jungheinrich
profitierte von der sehr deutlichen Nachfragebelebung in
Europa. Außerdem kamen wieder mehr Aufträge
für die eigene Mietflotte hinzu als noch im 1. Quartal
2020. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle
Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und
Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst,
übertraf im Berichtszeitraum mit 1.322 Mio. € den
Vorjahreswert (1.016 Mio. €) um 30 Prozent.
Ausschlaggebend hierfür war neben dem
flächendeckend sehr guten Auftragseingang für
Neufahrzeuge auch die Nachfrage nach Automatiksystemen.
Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erreichte zum
Ende des Berichtsquartals 1.222 Mio. € und war somit
um 333 Mio. € beziehungsweise 37 Prozent höher
als der Vorjahreswert (889 Mio. €). Gegenüber dem
Bestandswert von 821 Mio. € zum Jahresende 2020 ergab
sich ein Aufbau um 401 Mio. € beziehungsweise 49
Prozent.
UmsatzUmsatzaufteilungscrollen
Der mit 959 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (920
Mio. €) um 4 Prozent höhere Konzernumsatz wird
von allen Geschäftsfeldern getragen. Weiterhin waren
die Herausforderungen in der Lieferkette vor dem
Hintergrund der andauernden Pandemie sowie aufgrund der
anziehenden globalen Konjunktur sehr hoch. Der starke
Auftragseingang wird sich, vorbehaltlich einer stabilen
Lieferkette, in den nächsten Monaten im Umsatz
niederschlagen.
Ertrags- und FinanzlageDas Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)
stieg im Wesentlichen aufgrund der besseren Auslastung der
Werke deutlich um 34 Prozent auf 72,1 Mio. € (Vorjahr:
53,7 Mio. €). Darin enthalten sind Zuführungen zu
Rückstellungen in Höhe eines niedrigen
zweistelligen Millionen-Euro-Betrages. Die getroffene
Vorsorge betrifft die Berücksichtigung höherer
Kosten für die Entsorgung von Batterien und
Gewährleistungsverpflichtungen. Die EBIT-Rendite
(EBITROS) erhöhte sich auf 7,5 Prozent (Vorjahr: 5,8
Prozent). Das Finanzergebnis betrug im Berichtsquartal
minus 3,9 Mio. € (Vorjahr: minus 10,2 Mio.€) und
war im Wesentlichen durch das Ergebnis aus der Bewertung
der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate
beeinflusst. Im Berichtsquartal waren hier Erträge zu
verzeichnen, im Vorjahresquartal hingegen fielen
spürbare Verluste an. Das Ergebnis vor Steuern (EBT)
von Januar bis März 2021 betrug demzufolge 68,2 Mio.
€ (Vorjahr: 43,5 Mio. €). Die EBT-Rendite
(EBT-ROS) lag bei 7,1 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Das
Ergebnis nach Steuern belief sich auf 50,1 Mio. €
(Vorjahr: 31,8 Mio. €). Entsprechend betrug das
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,50 € (Vorjahr: 0,32
€).
Zum 31. März 2021 erreichte das Nettoguthaben 248
Mio. € (31. Dezember 2020: Nettoguthaben von 194 Mio.
€).
MitarbeiterAm 31. März 2021 waren im Jungheinrich-Konzern
18.212 (31. März 2020: 18.199) Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, gemessen in Vollzeitäquivalenten,
beschäftigt. Vor dem Hintergrund der gestiegenen
Kapazitätsanforderungen in den Werken betrug die Zahl
der in Leiharbeit Beschäftigten zum Ende des
Berichtszeitraumes 335 (Vorjahr: 251) Beschäftigte.
PrognoseveränderungsberichtIn Anbetracht der bisherigen positiven Marktentwicklung
erwarten wir, dass der weltweite Markt für
Flurförderzeuge im Jahr 2021 gegenüber dem Jahr
2020 spürbar weiterwachsen wird. Dies gilt auch
für unseren Kernmarkt Europa, wo wir ebenfalls von
einem deutlichen Anstieg des Marktvolumens ausgehen.
Aufgrund des sehr starken Auftragseinganges im 1.
Quartal 2021 und einer auch für den weiteren
Jahresverlauf erwarteten hohen Nachfrage hat der Vorstand
die am 26. März 2021 veröffentlichte Prognose
für das Jahr 2021 erhöht und mit einer
Ad-hoc-Meldung am 22. April 2021 veröffentlicht.
Wir rechnen nunmehr mit einem Auftragseingang zwischen
4,2 Mrd. € und 4,5 Mrd. € (bisher: 3,9 Mrd.
€ bis 4,1 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte
sich aufgrund der großen Herausforderungen in der
Lieferkette innerhalb einer Bandbreite von 4,0 Mrd. €
bis 4,2 Mrd. € bewegen (bisher: 3,9 Mrd. € bis
4,1 Mrd. €). Das EBIT wird 2021 nach aktueller
Einschätzung zwischen 300 Mio. € und 350 Mio.
€ liegen (bisher: 260 Mio. € bis 310 Mio.
€). Demgemäß wird eine EBIT-Rendite in der
Bandbreite von 7,5 Prozent bis 8,3 Prozent erwartet
(bisher: 6,7 Prozent bis 7,6 Prozent). Das EBT dürfte
280 Mio. € bis 330 Mio. € erreichen (bisher: 240
Mio. € bis 290 Mio. €). Die EBT-Rendite soll
zwischen 7,0 Prozent und 7,9 Prozent liegen (bisher: 6,2
Prozent bis 7,1 Prozent). Wir gehen von einem ROCE-Wert
zwischen 17 Prozent und 21 Prozent (bisher: zwischen 14
Prozent und 18 Prozent) aus. Des Weiteren erwarten wir,
dass zum Geschäftsjahresende 2021 ein Nettoguthaben
von deutlich über 300 Mio. € (bisher:
Nettoguthaben von deutlich über 200 Mio. €)
erreicht wird.
Zugrunde gelegt wird bei dieser aktualisierten Prognose
insbesondere, dass es im Jahresverlauf zu keinen
weitreichenderen Lockdown-Maßnahmen bis hin zu
Werksschließungen kommt und die Lieferketten des
Konzerns intakt bleiben. Unsere Maßnahmen zur
Sicherstellung der Lieferfähigkeit von Jungheinrich
setzen wir uneingeschränkt fort. Die im November 2020
veröffentlichten Ziele und Maßnahmen der
Strategie 2025+ werden vollumfänglich weiterverfolgt
und die Zielgrößen für 2025 im Laufe des
Jahres überprüft.
Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der
tatsächliche Geschäftsverlauf in der Zukunft von
den in dieser Quartalsmitteilung wiedergegebenen
Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der
Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den
Faktoren, die zu Abweichungen führen können,
gehören unter anderem Veränderungen der
gesamtwirtschaftlichen Lage, einschließlich der
Auswirkungen aufgrund der weiteren Entwicklung der
COVID-19-Pandemie, innerhalb der Flurförderzeugbranche
sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr
für zukunftsgerichtete Aussagen in dieser
Quartalsmitteilung wird daher nicht übernommen.
Hamburg, 7. Mai 2021
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Finanzkalender7. Mai 2021Quartalsmitteilung zum 31. März 2021
11. Mai 2021Virtuelle Hauptversammlung 2021
14. Mai 2021Dividendenzahlung
12. August 2021Zwischenbericht zum 30. Juni 2021
10. November 2021Quartalsmitteilung zum 30. September 2021
Jungheinrich Aktiengesellschaft
Telefon: +49 40 6948 - 0
www.jungheinrich.com
Wertpapierkennnummern:
ISIN DE0006219934, WKN 621993
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