Jungheinrich AG

Hamburg

Quartalsmitteilung zum 31. März 2021

KENNZAHLEN AUF EINEN BLICK

Jungheinrich-Konzern

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1. Quartal 2021 1. Quartal 2020 Veränderung % Jahr 2020
Auftragseingang Stück 46.100 32.100 43,6 111.400
Mio. € 1.322 1.016 30,1 3.777
Auftragsbestand 31.03./​31.12. Mio. € 1.222 889 37,5 821
Umsatzerlöse Mio. € 959 920 4,2 3.809
Ergebnis vor Finanzergebnis und
Ertragsteuern (EBIT)
Mio. € 72,1 53,7 34,3 218
EBIT-Rendite (EBIT-ROS) 1) % 7,5 5,8 - 5,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 68,2 43,5 56,8 200
EBT-Rendite (EBT-ROS) 2) % 7,1 4,7 - 5,3
Ergebnis nach Steuern Mio. € 50,1 31,8 57,5 151
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,50 0,32 56,3 1,49
Mitarbeiter 31.03./​31.12. FTE 3) 18.212 18.199 0,1 18.103

1) EBIT/​Umsatzerlöse x 100
2) EBT/​Umsatzerlöse x 100
3) FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente)

Marktentwicklung Flurförderzeuge

Das Weltmarktvolumen für Flurförderzeuge ist im 1. Quartal 2021 gegenüber dem Vorjahresquartal besonders stark gewachsen, da alle Regionen einen sehr deutlichen Nachfrageanstieg verzeichnen konnten. Insbesondere in China fand ein überproportionaler Anstieg der Bestellungen statt. Das weltweit am stärksten nachgefragte Produktsegment war in den ersten drei Monaten des Jahres die Lagertechnik. In Europa zog die Nachfrage im Berichtszeitraum ebenfalls sehr deutlich an. Dort legten die Bestellungen für lagertechnische Geräte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehr stark zu.

Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 46,1 Tsd. Fahrzeugen im 1. Quartal 2021 um 44 Prozent über dem Vorjahreswert (32,1 Tsd. Fahrzeuge). Jungheinrich profitierte von der sehr deutlichen Nachfragebelebung in Europa. Außerdem kamen wieder mehr Aufträge für die eigene Mietflotte hinzu als noch im 1. Quartal 2020. Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, übertraf im Berichtszeitraum mit 1.322 Mio. € den Vorjahreswert (1.016 Mio. €) um 30 Prozent. Ausschlaggebend hierfür war neben dem flächendeckend sehr guten Auftragseingang für Neufahrzeuge auch die Nachfrage nach Automatiksystemen.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erreichte zum Ende des Berichtsquartals 1.222 Mio. € und war somit um 333 Mio. € beziehungsweise 37 Prozent höher als der Vorjahreswert (889 Mio. €). Gegenüber dem Bestandswert von 821 Mio. € zum Jahresende 2020 ergab sich ein Aufbau um 401 Mio. € beziehungsweise 49 Prozent.

Umsatz

Umsatzaufteilung

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in Mio. € 1. Quartal 2021 1. Quartal 2020 Veränd. %
Neugeschäft 505 492 2,6
Miete und Gebrauchtgeräte 160 152 5,3
Kundendienst 287 270 6,3
Segment "Intralogistik" 952 914 4,2
Segment "Finanzdienstleistungen" 274 276 -0,7
Überleitung -267 -270 -1,1
Jungheinrich-Konzern 959 920 4,2

Der mit 959 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (920 Mio. €) um 4 Prozent höhere Konzernumsatz wird von allen Geschäftsfeldern getragen. Weiterhin waren die Herausforderungen in der Lieferkette vor dem Hintergrund der andauernden Pandemie sowie aufgrund der anziehenden globalen Konjunktur sehr hoch. Der starke Auftragseingang wird sich, vorbehaltlich einer stabilen Lieferkette, in den nächsten Monaten im Umsatz niederschlagen.

Ertrags- und Finanzlage

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) stieg im Wesentlichen aufgrund der besseren Auslastung der Werke deutlich um 34 Prozent auf 72,1 Mio. € (Vorjahr: 53,7 Mio. €). Darin enthalten sind Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrages. Die getroffene Vorsorge betrifft die Berücksichtigung höherer Kosten für die Entsorgung von Batterien und Gewährleistungsverpflichtungen. Die EBIT-Rendite (EBITROS) erhöhte sich auf 7,5 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent). Das Finanzergebnis betrug im Berichtsquartal minus 3,9 Mio. € (Vorjahr: minus 10,2 Mio.€) und war im Wesentlichen durch das Ergebnis aus der Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst. Im Berichtsquartal waren hier Erträge zu verzeichnen, im Vorjahresquartal hingegen fielen spürbare Verluste an. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) von Januar bis März 2021 betrug demzufolge 68,2 Mio. € (Vorjahr: 43,5 Mio. €). Die EBT-Rendite (EBT-ROS) lag bei 7,1 Prozent (Vorjahr: 4,7 Prozent). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 50,1 Mio. € (Vorjahr: 31,8 Mio. €). Entsprechend betrug das Ergebnis je Vorzugsaktie 0,50 € (Vorjahr: 0,32 €).

Zum 31. März 2021 erreichte das Nettoguthaben 248 Mio. € (31. Dezember 2020: Nettoguthaben von 194 Mio. €).

Mitarbeiter

Am 31. März 2021 waren im Jungheinrich-Konzern 18.212 (31. März 2020: 18.199) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gemessen in Vollzeitäquivalenten, beschäftigt. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Kapazitätsanforderungen in den Werken betrug die Zahl der in Leiharbeit Beschäftigten zum Ende des Berichtszeitraumes 335 (Vorjahr: 251) Beschäftigte.

Prognoseveränderungsbericht

In Anbetracht der bisherigen positiven Marktentwicklung erwarten wir, dass der weltweite Markt für Flurförderzeuge im Jahr 2021 gegenüber dem Jahr 2020 spürbar weiterwachsen wird. Dies gilt auch für unseren Kernmarkt Europa, wo wir ebenfalls von einem deutlichen Anstieg des Marktvolumens ausgehen.

Aufgrund des sehr starken Auftragseinganges im 1. Quartal 2021 und einer auch für den weiteren Jahresverlauf erwarteten hohen Nachfrage hat der Vorstand die am 26. März 2021 veröffentlichte Prognose für das Jahr 2021 erhöht und mit einer Ad-hoc-Meldung am 22. April 2021 veröffentlicht.

Wir rechnen nunmehr mit einem Auftragseingang zwischen 4,2 Mrd. € und 4,5 Mrd. € (bisher: 3,9 Mrd. € bis 4,1 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich aufgrund der großen Herausforderungen in der Lieferkette innerhalb einer Bandbreite von 4,0 Mrd. € bis 4,2 Mrd. € bewegen (bisher: 3,9 Mrd. € bis 4,1 Mrd. €). Das EBIT wird 2021 nach aktueller Einschätzung zwischen 300 Mio. € und 350 Mio. € liegen (bisher: 260 Mio. € bis 310 Mio. €). Demgemäß wird eine EBIT-Rendite in der Bandbreite von 7,5 Prozent bis 8,3 Prozent erwartet (bisher: 6,7 Prozent bis 7,6 Prozent). Das EBT dürfte 280 Mio. € bis 330 Mio. € erreichen (bisher: 240 Mio. € bis 290 Mio. €). Die EBT-Rendite soll zwischen 7,0 Prozent und 7,9 Prozent liegen (bisher: 6,2 Prozent bis 7,1 Prozent). Wir gehen von einem ROCE-Wert zwischen 17 Prozent und 21 Prozent (bisher: zwischen 14 Prozent und 18 Prozent) aus. Des Weiteren erwarten wir, dass zum Geschäftsjahresende 2021 ein Nettoguthaben von deutlich über 300 Mio. € (bisher: Nettoguthaben von deutlich über 200 Mio. €) erreicht wird.

Zugrunde gelegt wird bei dieser aktualisierten Prognose insbesondere, dass es im Jahresverlauf zu keinen weitreichenderen Lockdown-Maßnahmen bis hin zu Werksschließungen kommt und die Lieferketten des Konzerns intakt bleiben. Unsere Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit von Jungheinrich setzen wir uneingeschränkt fort. Die im November 2020 veröffentlichten Ziele und Maßnahmen der Strategie 2025+ werden vollumfänglich weiterverfolgt und die Zielgrößen für 2025 im Laufe des Jahres überprüft.

Aufgrund nicht vorhersehbarer Entwicklungen kann der tatsächliche Geschäftsverlauf in der Zukunft von den in dieser Quartalsmitteilung wiedergegebenen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung von Jungheinrich abweichen. Zu den Faktoren, die zu Abweichungen führen können, gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, einschließlich der Auswirkungen aufgrund der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie, innerhalb der Flurförderzeugbranche sowie der Devisenkurse und Zinsen. Eine Gewähr für zukunftsgerichtete Aussagen in dieser Quartalsmitteilung wird daher nicht übernommen.

Hamburg, 7. Mai 2021

Jungheinrich Aktiengesellschaft

Der Vorstand

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ISIN DE0006219934, WKN 621993