Jungheinrich AG

Hamburg

Quartalsmitteilung zum 30. September 2023

KENNZAHLEN AUF EINEN BLICK

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Jungheinrich Konzern 3. Quartal 2023 3. Quartal 2022 Veränderung %
Auftragseingang Mio. € 1.189 1.133 4,9
Auftragsbestand 30.09./​31.12. Mio. € - - -
Umsatzerlöse Mio. € 1.362 1.195 14,0
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) Mio. € 103,0 104,0 -1,0
EBIT-Rendite (EBIT-ROS) % 7,6 8,7 -
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 92,7 96,5 -3,9
EBT-Rendite (EBT-ROS) % 6,8 8,1 -
Ergebnis nach Steuern Mio. € 68,2 71,4 -4,5
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,67 0,70 -4,3
Mitarbeitende 30.09./​31.12. FTE 1 - - -
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Jungheinrich Konzern 1.-3. Quartal 2023 1.-3. Quartal 2022 Veränderung % Jahr 2022
Auftragseingang Mio. € 3.873 3.594 7,8 4.791
Auftragsbestand 30.09./​31.12. Mio. € 1.587 1.756 -9,6 1.595
Umsatzerlöse Mio. € 4.020 3.397 18,3 4.763
Ergebnis vor Finanzergebnis
und Ertragsteuern (EBIT)
Mio. € 338,8 265,9 27,4 386
EBIT-Rendite (EBIT-ROS) % 8,4 7,8 - 8,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) Mio. € 314,6 234,6 34,1 347
EBT-Rendite (EBT-ROS) % 7,8 6,9 - 7,3
Ergebnis nach Steuern Mio. € 231,3 174,8 32,3 270
Ergebnis je Vorzugsaktie 2,28 1,72 32,6 2,65
Mitarbeitende 30.09./​31.12. FTE 1 20.845 19.583 6,4 19.807

1 FTE = Full Time Equivalents (Vollzeitäquivalente)

GESCHÄFTSVERLAUF, ERTRAGS- UND FINANZLAGE

Wesentliche Ereignisse im Neun-Monats-Zeitraum 2023

Jungheinrich hat am 25. Januar 2023 einen Vertrag zum Erwerb der amerikanischen Storage-Solutions-Gruppe unterzeichnet. Damit erweitert Jungheinrich maßgeblich seinen Zugang zum US-Markt für Lagereinrichtungen und Automatisierung. Der finale Kaufpreis betrug 325 Mio. €. Seit dem 15. März 2023 erfolgt die Einbeziehung in den Konzernabschluss. Im Berichtszeitraum sind Umsatzerlöse in Höhe von 136 Mio. € sowie ein EBIT-Effekt in Höhe von insgesamt -7 Mio. € berücksichtigt. Dieser resultierte aus einem positiven operativen EBIT-Beitrag und Belastungen aus transaktionsbezogenen Kosten, aus Kaufpreisallokationseffekten sowie aus der Berücksichtigung der variablen Vergütung für das Management von Storage Solutions.

Als einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung der Automatisierungskompetenz hat Jungheinrich im August 2023 - zusätzlich zu seiner bestehenden Beteiligung in Höhe von 21,7 Prozent - sämtliche Anteile am Robotik-Spezialisten Magazino erworben. Entsprechend erfolgte die Erstkonsolidierung ab dem 23. August 2023. Magazino verfügt über eine leistungsfähige Technologieplattform, die den Betrieb von Logistik-Robotern auch in einer gemischten Mensch-Maschine-Umgebung ermöglicht. Damit wird das Geschäft mit autonomen mobilen Robotern gestärkt und die Softwarekompetenz von Jungheinrich weiter ausgebaut. Umsatz -und Ergebnisbeitrag von Magazino sind im Berichtszeitraum vernachlässigbar.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder - Neugeschäft 1, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst - umfasst, lag im Berichtszeitraum mit 3.873 Mio. € um 8 Prozent über dem Vorjahreswert von 3.594 Mio. €. Der auf die Storage-Solutions-Gruppe entfallende Auftragseingang betrug 127 Mio. €, davon wurden 38 Mio. € im 3. Quartal erzielt. Allerdings ist ein Rückgang der Nachfrage nach Flurförderzeugen im Neun-Monats-Zeitraum zu verzeichnen. Insbesondere im 3. Quartal 2023 haben die Bestellungen (Stück) sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch im Vergleich zum Vorquartal spürbar nachgelassen.

Der Auftragsbestand des Neugeschäftes betrug zum 30. September 2023 1.587 Mio. €. Das waren 169 Mio. € beziehungsweise 10 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (1.756 Mio. €) und entspricht dem Niveau des Auftragsbestandes vom 31. Dezember 2022 (1.595 Mio. €). Der Auftragsbestand der Storage-Solutions-Gruppe ist mit 111 Mio. € enthalten. Hintergrund der Entwicklung des Auftragsbestandes ist die weitere Normalisierung der Lieferketten, wodurch eine sukzessive Abarbeitung bestehender Aufträge erfolgen konnte.

1 Das Neugeschäft umfasst neue Flurförderzeuge, Automatiksysteme und Lagereinrichtungen, Regalbediengeräte und Lastaufnahmemittel, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Energielösungen sowie digitale Produkte.

Umsatz

Wesentlicher Treiber für den gegenüber dem Vorjahr höheren Konzernumsatz war das Neugeschäft. Neben den guten Zuwächsen bei Neufahrzeugen trugen auch die Umsatzerlöse von Storage Solutions von 136 Mio. €, davon 67 Mio. € im 3. Quartal 2023, zu dieser Entwicklung bei. Die Umsatzentwicklung profitierte analog zur Entwicklung des Auftragsbestandes von der weiteren Normalisierung der Lieferketten.

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in Mio. € 1.-3. Quartal 2023 1.-3. Quartal 2022 Veränderung %
Segment "Intralogistik" 4.053 3.467 16,9
Segment "Finanzdienstleistungen" 963 809 19,0
Überleitung -996 -879 13,3
Jungheinrich Konzern 4.020 3.397 18,3

Ertrags- und Finanzlage

Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) im Zeitraum Januar bis September 2023 stieg um 72,9 Mio. € beziehungsweise 27 Prozent auf 338,8 Mio. € (Vorjahr: 265,9 Mio. €). Die EBIT-Rendite lag mit 8,4 Prozent ebenfalls über dem Wert des Vorjahreszeitraumes (7,8 Prozent). Das EBIT profitierte von geeigneten Maßnahmen zur Margenabsicherung, welche die Kostenerhöhungen aus Materialpreissteigerungen, Tarifeffekten und dem Aufbau von Personal - auch durch Akquisitionen - mehr als ausgleichen konnten. Der von März bis September 2023 enthaltene operative Ergebnisbeitrag der Storage-Solutions-Gruppe belief sich auf 21 Mio. €. Unter Berücksichtigung der im Neun-Monats-Zeitraum angefallenen belastenden Effekte aus transaktionsbezogenen Kosten, der Kaufpreisallokation sowie der variablen Vergütungskomponente in Höhe von insgesamt 28 Mio. € ergab sich per Saldo ein negativer EBIT-Beitrag von Storage Solutions von 7 Mio. €. Dabei wurde der operative Ergebnisbeitrag von Storage Solutions im 3. Quartal 2023 (9 Mio. €) von den ebenfalls im gleichen Zeitraum angefallenen Belastungen aus der Kaufpreisallokation und der variablen Vergütungskomponente (9 Mio. €) vollständig ausgeglichen.

Das Finanzergebnis betrug -24,1 Mio. € (Vorjahr: -31,3 Mio. €) und war im Wesentlichen durch die Bewertung der im Spezialfonds gehaltenen Wertpapiere und Derivate beeinflusst. Im Berichtszeitraum waren hier Erträge zu verzeichnen, im Vorjahreszeitraum hingegen fielen spürbare Verluste an. Mit 314,6 Mio. € stieg das EBT sehr deutlich um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (234,6 Mio. €). Die EBT-Rendite erreichte 7,8 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent).

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 231,3 Mio. € (Vorjahr: 174,8 Mio. €). Das Ergebnis je Vorzugsaktie erreichte 2,28€ (Vorjahr: 1,72€).

Zum 30. September 2023 ergab sich für den Jungheinrich Konzern eine Nettoverschuldung von 360 Mio. € (31. Dezember 2022: 75 Mio. €). Die deutliche Erhöhung um 285 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2022 resultierte vorrangig aus dem negativen Free Cashflow des 1. Halbjahres 2023, da dieser in Folge der Akquisition mit 307 Mio. € aus der Kaufpreiszahlung für Storage Solutions belastet war. Der Free Cashflow von Januar bis September 2023 belief sich auf -98 Mio. € (Vorjahr: -273 Mio. €). Ohne die Akquisition hätte sich aus dem operativen Geschäft ein positiver Free Cashflow ergeben.

MITARBEITENDE

Die Personalstärke im Jungheinrich Konzern stieg im Neun-Monats-Vergleich um 1.262 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 20.845 (Vorjahr: 19.583). Insgesamt entfiel ein Großteil des Aufbaus (42 Prozent) auf die Akquisitionen (Storage Solutions 179 und Magazino 123 Mitarbeitende), den Ausbau der Nearshoring-Organisation (161 Mitarbeitende) sowie auf den Produktionsstart im neuen Werk in Tschechien (69 Mitarbeitende).

Zusätzlich beschäftigte Jungheinrich zum 30. September 2023 konzernweit 461 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer und damit 169 weniger als zum 30. September 2022.

PROGNOSEVERÄNDERUNGSBERICHT

An der am 24. April 2023 veröffentlichten und im Zwischenbericht zum 30. Juni 2023 bestätigten Prognose für das laufende Geschäftsjahr halten wir unverändert fest. Unsere Einschätzungen zur voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens haben sich seit der letzten Berichterstattung nicht wesentlich geändert.

HAFTUNGSAUSSCHLUSS

Bei den vorstehenden Ausführungen handelt es sich teilweise um zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den aktuellen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung zu künftigen Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die größtenteils außerhalb der Kontrolle des Unternehmens liegen. Dazu gehören unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, einschließlich geopolitischer Konflikte, der Verschuldungsproblematik, der Auswirkungen aufgrund der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie, innerhalb der Intralogistikbranche, bei der Materialversorgung, der Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Energie und Rohstoffen, der Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten, der Wettbewerbs- und ordnungspolitischen Entwicklungen sowie der regulatorischen Vorgaben, der Devisenkurse und Zinsen sowie auch der Ausgang anhängiger oder künftiger rechtlicher Verfahren. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr oder Haftung für zukunftsgerichtete Aussagen wird daher nicht übernommen. Ferner besteht -unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - weder die Absicht noch wird eine Verpflichtung übernommen, zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren.

Hamburg, den 10. November 2023

Jungheinrich Aktiengesellschaft
Der Vorstand

FINANZKALENDER

10. November 2023
Quartalsmitteilung zum 30. September 2023

28. März 2024
Bilanzpressekonferenz

28. März 2024
Analystenkonferenz

7. Mai 2024
Quartalsmitteilung zum 31. März 2024

15. Mai 2024
Hauptversammlung 2024

20. Mai 2024
Dividendenzahlung

9. August 2024
Zwischenbericht zum 30. Juni 2024

12. November 2024
Quartalsmitteilung zum 30. September 2024

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