Jungheinrich AGHamburgQuartalsmitteilung zum 30. September 2024KENNZAHLEN AUF EINEN BLICKscrollen
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1 FTE = Full Time Equivalents
(Vollzeitäquivalente)
VORBEMERKUNGJungheinrich hat mit Wirkung zum 15. März 2023 die
Storage-Solutions-Gruppe (Storage Solutions), einen
führenden Anbieter von Regalsystemen und
Lagerautomatisierung in den USA, erworben und damit seinen
Global Footprint in Nordamerika entscheidend erweitert.
Seit dem 2. Quartal 2023 wird Storage Solutions
vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.
In den Geschäftszahlen des Neun-Monats-Zeitraumes
2023 wurden für Storage Solutions ein Auftragsbestand
von 111 Mio. €, ein Umsatzbeitrag von 136 Mio. €,
ein operatives Ergebnis von 21 Mio. € sowie belastende
Effekte im Zusammenhang mit dem Erwerb von insgesamt 28
Mio. € berücksichtigt. Die aus der
Kaufpreiszahlung resultierende Free-Cashflow-Belastung lag
bei rund 300 Mio. €.
In der folgenden Kommentierung wird nur dann auf Storage
Solutions eingegangen, wenn dies für die
Vergleichsbetrachtung von maßgeblicher Bedeutung ist.
GESCHÄFTSVERLAUF, ERTRAGS- UND FINANZLAGEAuftragseingang und AuftragsbestandDer Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder -
Neugeschäft
1, Miete und Gebrauchtgeräte sowie
Kundendienst - umfasst, lag im Berichtszeitraum mit 3.931
Mio. € um 1,5 Prozent über dem Vorjahreswert von
3.873 Mio. €. Der durch das schwierige Marktumfeld
bedingte Rückgang im Neugeschäft konnte durch
Zuwächse insbesondere im Kundendienst mehr als
kompensiert werden.
Der Auftragsbestand des Neugeschäftes belief sich
zum 30. September 2024 auf 1.497 Mio. €. Das
entspricht einem Abbau von 90 Mio. € beziehungsweise
5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert (1.587 Mio.
€). Gegenüber dem Wert zum Jahresende 2023 in
Höhe von 1.441 Mio. € ergab sich ein Aufbau um 56
Mio. € beziehungsweise 3,9 Prozent.
UmsatzDer Konzernumsatz betrug 3.923 Mio. € (Vorjahr:
4.020 Mio. €). Dabei konnten rückläufige
Umsätze im Neugeschäft durch Zuwächse im
Kundendienst sowie gestiegene Umsätze mit Miet- und
Gebrauchtgeräten teilweise kompensiert werden.
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Tabelle enthält rundungsbedingte Differenzen.
Ertrags- und FinanzlageIm Neun-Monats-Zeitraum zeigten die eingeleiteten
Maßnahmen zur Ergebnissicherung Wirkung, konnten
jedoch die Kostenerhöhungen aus Tarifeffekten und dem
weitgehend im Vorjahr erfolgten Aufbau von Personal nicht
vollständig ausgleichen. Dementsprechend erreichte das
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) im
Berichtszeitraum nicht den Vorjahreswert (338,8 Mio.
€) und belief sich erwartungsgemäß auf
320,2 Mio. €. Die EBIT-Rendite lag mit 8,2 Prozent
leicht unter dem Vorjahreswert (8,4 Prozent).
Das Finanzergebnis betrug -18,6 Mio. € (Vorjahr:
-24,1 Mio. €) und war im Wesentlichen durch ein
besseres Zinsergebnis beeinflusst. Mit 301,6 Mio. €
sank das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 4,1 Prozent
gegenüber dem Vorjahreszeitraum (314,6 Mio. €).
Die EBT-Rendite erreichte 7,7 Prozent (Vorjahr: 7,8
Prozent).
Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 214,1 Mio.
€ (Vorjahr: 231,3 Mio. €). Das Ergebnis je
Vorzugsaktie erreichte 2,11 € (Vorjahr: 2,28 €).
Zum 30. September 2024 ergab sich für den
Jungheinrich Konzern eine Nettoverschuldung von 72 Mio.
€ (31. Dezember 2023: 262 Mio. €). Die
Verminderung um 190 Mio. € gegenüber dem
Jahresende 2023 resultierte vorrangig aus dem starken Free
Cashflow des Neun-Monats-Zeitraumes 2024 von 314 Mio.
€, wohingegen der negative Free Cashflow des
Vorjahreszeitraumes (-98 Mio. €) in Folge der
Kaufpreiszahlung für Storage Solutions mit 307 Mio.
€ belastet war.
MITARBEITENDEZum 30. September 2024 beschäftigte Jungheinrich
konzernweit auf Vollzeitbasis 20.841 Mitarbeitende
(Vorjahr: 20.845). Zusätzlich waren zum
Berichtsstichtag 450 Leiharbeitnehmende (Vorjahr: 461),
davon fast alle in inländischen Werken, tätig.
PROGNOSEVERÄNDERUNGSBERICHTVor dem Hintergrund der aktuellen
Geschäftsentwicklung bekräftigen wir unsere am
28. März 2024 veröffentlichte und im
Zwischenbericht zum 30. Juni 2024 bestätigte Prognose
und konkretisieren unsere Erwartung für
Auftragseingang und Umsatz. Die Prognose für den Free
Cashflow heben wir an.
Wir rechnen weiterhin mit einem Auftragseingang in einem
Korridor von 5,2 Mrd. € bis 5,8 Mrd. € (2023: 5,2
Mrd. €). Für den Konzernumsatz erwarten wir
unverändert eine Bandbreite zwischen 5,3 Mrd. €
und 5,9 Mrd. € (2023: 5,5 Mrd. €). Mit Blick auf
das Restjahr schließen wir dabei nicht aus, dass die
beiden Kennzahlen in der jeweils unteren Hälfte der
Bandbreiten liegen könnten.
Wir gehen im laufenden Geschäftsjahr weiterhin von
einem EBIT zwischen 420 Mio. € und 470 Mio. €
(2023: 430 Mio. €) aus. Dafür hat der Vorstand
geeignete Maßnahmen zur Ergebnissicherung ergriffen,
die im laufenden Jahr Wirkung zeigen und insbesondere
steigenden Personalkosten entgegenwirken. Außerdem
sind aus den im Jahr 2023 erfolgten Akquisitionen
belastende Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe
von 13 Mio. € und aus variabler Vergütung in
Höhe von rund 5 Mio. € (zuvor: 11 Mio. €)
berücksichtigt. Wir rechnen nach wie vor mit einer
EBIT-Rendite von 7,6 Prozent bis 8,4 Prozent (2023: 7,8
Prozent). Das EBT dürfte weiterhin einen Wert zwischen
380 Mio. € und 430 Mio. € erreichen (2023: 399
Mio. €). Wir gehen fortgesetzt von einer EBT-Rendite
zwischen 6,9 Prozent und 7,7 Prozent (2023: 7,2 Prozent)
aus. Der ROCE für das Geschäftsjahr 2024
dürfte unverändert zwischen 14,5 Prozent und 17,5
Prozent (2023: 15,9 Prozent) liegen.
Die Prognose für den Free Cashflow heben wir auf
deutlich über 300 Mio. € an (zuvor: über 200
Mio. €; 2023: 15 Mio. €).
HAFTUNGSAUSSCHLUSSBei den vorstehenden Ausführungen handelt es sich
teilweise um zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den
aktuellen Erwartungen, Annahmen und Einschätzungen der
Unternehmensleitung zu künftigen Entwicklungen
beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und
Unsicherheiten, die größtenteils außerhalb
der Kontrolle des Unternehmens liegen. Dazu gehören
unter anderem Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen
Lage - etwa durch geopolitische Konflikte,
Naturkatastrophen, Pandemien und ähnliche Ereignisse
höherer Gewalt -, der Verschuldungsproblematik,
innerhalb der Intralogistikbranche, bei der
Materialversorgung, der Verfügbarkeit und
Preisentwicklung von Energie und Rohstoffen, der Nachfrage
in wichtigen Absatzmärkten, der wettbewerbs- und
ordnungspolitischen Entwicklungen sowie der regulatorischen
Vorgaben, der Devisenkurse und Zinsen sowie auch der
Ausgang anhängiger oder künftiger rechtlicher
Verfahren. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren
und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den
Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig
erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder
implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen.
Eine Gewähr oder Haftung für zukunftsgerichtete
Aussagen wird daher nicht übernommen. Ferner besteht -
unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher
Verpflichtungen - weder die Absicht noch wird eine
Verpflichtung übernommen, zukunftsgerichtete Aussagen
zu aktualisieren.
Hamburg, den 12. November 2024
Jungheinrich Aktiengesellschaft
FINANZKALENDER12. November 2024Quartalsmitteilung zum 30. September 2024
27. März 2025Bilanzpressekonferenz
27. März 2025Analystenkonferenz
7. Mai 2025Quartalsmitteilung zum 31. März 2025
20. Mai 2025Hauptversammlung 2025
23. Mai 2025Dividendenzahlung
8. August 2025Zwischenbericht zum 30. Juni 2025
12. November 2025Quartalsmitteilung zum 30. September 2025
IMPRESSUMJungheinrich AktiengesellschaftFriedrich-Ebert-Damm 129
Telefon: +49 40 6948-0
www.jungheinrich.com
WertpapierkennnummernISIN DE0006219934, WKN 621993
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