![]() K+S AktiengesellschaftKasselKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011FINANZBERICHT 2011HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNGZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE1scroll
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GESCHÄFTSBEREICHE IM ÜBERBLICKKALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEscroll
In sechs Bergwerken werden Kali- und Magnesiumrohsalze gewonnen. Hieraus stellen wir eine Vielzahl von Düngemitteln her; außerdem verarbeiten wir unsere Rohstoffe zu Produktenfür industrielle Anwendungen, zu hochreinen Kalium- und Magnesiumsalzen für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie zu Bestandteilen von Futtermitteln. STICKSTOFFDÜNGEMITTEL 1scroll
Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel vermarktet stickstoffhaltige Düngemittel mit einer Ausrichtung auf Großabnehmer in der Landwirtschaft und in Spezialkulturen wie Obst-, Gemüse- und Weinanbau. Neben den exklusiv von BASF produzierten Düngemitteln werden auch Waren anderer namhafter europäischer Düngemittelproduzenten vertrieben. SALZscroll
Salzprodukte von höchster Reinheit und Qualität werden als Speise-, Gewerbe- und Industriesalze sowie als Auftausalz im Winterdienst für die Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt Produziert wird in Deutschland und in anderen westeuropäischen Ländern sowie in Nord- und Südamerika. ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHEscroll
Unter dem Begriff "Ergänzende Geschäftsbereiche" sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® weitere für die K+S Gruppe wichtige Aktivitäten gebündelt Mit der K+S TRANSPORT GmbH in Hamburg verfügt die K+S Gruppe über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien. ← Fußnoten zur Zehnjahresübersicht
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Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011
und 2010, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten
der K+S Gruppe. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung
gemäß IFRS als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des
Jahres 2010 wurden entsprechend angepasst, die Bilanz und damit die
Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie
des Jahres 2010 wurden nicht angepasst und beinhalten auch die nicht
fortgeführten Geschäftstätigkeiten. ![]() ← TITELBILDDie Entwicklung von Metropolen in Schwellenländern ist Ausdruck eines dynamischen Bevölkerungswachstums sowie einer erfreulichen Wohlstandsmehrung der in diesen Ländern lebenden Menschen. Mit der rasanten Urbanisierung geht allerdings auch einher, dass eine wachsende und sich zunehmend auf proteinreiche Ernährung umstellende Bevölkerung ein Vielfaches an Getreide nachfragt, während es zeitgleich zu einer Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen erheblichen Ausmaßes kommt. So zeigen die Titelbilder unserer Berichte das Ausmaß der indonesischen Hauptstadt Jakarta auf Basis von Satellitenaufnahmen in den Jahren 1975, 1990 und 2010. Die Einwohnerzahl hat sich dort in nur 35 Jahren auf etwa 10 Millionen Menschen verdoppelt; im gleichen Zeitraum haben sich die urbanen Flächen annähernd verachtfacht. Die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln wird künftig eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit sein. BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE KASSEL, 2. MÄRZ 2012"wenn ich genug Land hätte, so fürchtete ich niemand..." so der Bauer Pachom in Tolstois Erzählung "Wie viel Erde braucht der Mensch?" Zugegeben, Tolstoi ging es um das Streben des Menschen nach materiellem Besitz, aber die Frage, "Wie viel Erde braucht der Mensch?" ist so bestechend klar formuliert und heute, über 125 Jahre später, mit Blick auf das Thema Welternährung aktueller denn je. Seit Ende Oktober 2011 leben sieben Milliarden Menschen auf unserer Erde. Diese Zahl und insbesondere der Ausblick auf zwei bis drei Milliarden weitere Menschen bis zum Jahr 2050 stellen uns alle vor eine große Herausforderung, die trotz zahlreicher, eindringlicher Warnungen der u n bislang nicht entschieden genug angegangen wird: Die weltweit ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln. Für Menschen in entwickelten Ländern, die über ein relativ hohes Wohlstandsniveau verfügen und nur einen Bruchteil ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben, ist das kaum ein Thema; sie haben mit Schulden- und Immobilienkrise derzeit andere Sorgen. Wenn überhaupt, nimmt man in Zeitungsartikeln eher beiläufig wahr, dass die internationalen Getreidepreise deutlich oberhalb des langjährigen Durchschnitts notieren. Was sich hierzulande relativ abstrakt anhört, bedeutet jedoch für die unteren Einkommensgruppen in Schwellen- und Entwicklungsländern ganz konkret, dass ihr Einkommen durch die spürbare Inflation der Nahrungsmittelpreise in beträchtlichem Umfang aufgezehrt wird. Wer den überwiegenden Teil seines Einkommens für die Ernährung seiner Familie ausgeben muss, sieht sich in seiner Existenz bedroht, wenn Nahrungsmittel, wie z. B. letztes Jahr in einigen Ländern Südostasiens oder des Nahen und Mittleren Ostens geschehen, um bis zu 10% pro Jahr teurer werden. Das Bevölkerungswachstum und der mit steigendem Wohlstand regelmäßig zunehmende Proteinverbrauch auf der einen, sowie Urbanisierung, Versteppung und Versalzung der Böden auf der anderen Seite werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem weiteren, kontinuierlichen Rückgang der weltweit verfügbaren Agrarfläche pro Kopf führen. Landwirtschaft muss daher unbedingt wieder stärker in den Fokus rücken; wir haben auf dieser Welt das Potenzial, auch zehn Milliarden Menschen ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dafür muss die Landwirtschaft allerdings vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern effizienter und letzten Endes ertragreicher werden - mit Strukturreformen, insbesondere Landreformen, aber auch dem zeitgemäßen Einsatz von Agrartechnik, Saatgut, Düngemitteln und Pflanzenschutzprodukten. Wenn beispielsweise der weltweite Durchschnittsertrag je Hektar bei Weizen immer noch nur etwa halb so hoch ist wie der in Westeuropa, dann zeigt dies, welche Ertragspotenziale nach wie vor brachliegen und in welchem Maße Hunger bzw. unerschwingliche Nahrungsmittelpreise in Schwellen- und Entwicklungsländern vermeidbar sind. Als Vorstandsvorsitzender eines Kalidüngemittelproduzenten bin ich natürlich in meiner Einschätzung nicht ganz unbefangen, aber es drängt sich geradezu auf zu erwähnen, dass zur Erreichung eines optimalen Ernteertrags der Kalieinsatz je Hektar beispielsweise in China um den Faktor 1,7 oder in Indien um den Faktor 2,5 gesteigert werden müsste - und könnte. Diese Länder sind übrigens keine Ausnahme, in den meisten der Schwellen- und Entwicklungsländer wird noch nicht ausgewogen gedüngt, trotz eines in den vergangenen Jahren gestiegenen Kaliverbrauchs. Das diesjährige Thema unseres Finanzberichts lautet daher ganz bewusst "Herausforderung Ernährung". Exemplarisch für die Entwicklung in vielen Schwellenländern zeigen die Titelbilder unserer Berichte aus der Satellitenperspektive die indonesische Hauptstadt Jakarta in den Jahren 1975, 1990 und 2010. Während dieser Zeitspanne hat sich die Einwohnerzahl dieser Metropole auf etwa zehn Millionen Menschen mehr als verdoppelt Die dynamische und prosperierende Entwicklung ist erfreulich, die Auswirkungen der damit einhergehenden und weiter fortschreitenden rasanten Urbanisierung sind gleichermaßen eindrucksvoll wie besorgniserregend. Hier geht es um zentrale Herausforderungen unserer Zukunft, mit denen auch wir uns als Kali- und Salzhersteller nachhaltig befassen müssen -selbst wenn uns die Kapitalmärkte mit ihrem Blick auf Quartale mal euphorisch, mal panisch immer wieder aufs Neue in Atem halten. Wir werden wohl nie eine Antwort auf die Frage bekommen, ob die derzeit auch in der Wirtschaft weit verbreitete Unsicherheit durch die Staatsschuldenkrise, die Realwirtschaft selbst oder durch einen schwarzmalenden Kapitalmarkt ausgelöst wurde, ob es sich also im Falle des Letzteren nur um eine "sich selbst erfüllende Prophezeiung" handelt. Es ist jedoch klar erkennbar, dass sich bislang regional gegenläufige Wirtschaftszyklen in einer globalisierten und vernetzten Welt mehr und mehr angleichen und Marktteilnehmer immer häufiger synchron das Gaspedal oder die Bremse treten. Diese Entwicklung ist problematisch, da sie zu extremen Übertreibungen in beide Richtungen führen kann. Ist der Kapitalmarkt nun Gefangener seiner selbst, indem er nur versucht, aus diesen Umständen das Beste zu machen, und als Folge noch kurzfristiger und nervöser agiert bzw. agieren muss? Wie dem auch sei - es ist für mich jedenfalls schwer nachvollziehbar, dass unsere K+S am Ende des vergangenen Jahres knapp 40% weniger wert gewesen sein soll als nur fünf Monate zuvor, nur weil Investoren und Analysten in einer Art Déjà-vu befürchteten, die Getreidepreise könnten im Zuge der Finanzkrise stark nachgeben, die Kalinachfrage könnte deutlich zurückgehen und die Kalipreise könnten im Zuge dessen einbrechen. Sie bemerken den sich durchziehenden Konjunktiv, denn weder sind die Getreidepreise seither deutlich gefallen, noch gibt es Anzeichen dafür, dass die Landwirtschaft die nächste Kalidüngung aussetzt, noch brechen die Kalipreise ein. Einzig der Großhandel hat sich angesichts der weltweiten Unsicherheit zurückhaltender als sonst mit Düngemitteln für die kommende Saison eingedeckt, so dass es hier - wenn die Welt nicht aus den Fugen gerät- lediglich zu einer zeitlichen Verschiebung der Nachfrage kommen wird. Während der Kapitalmarkt insbesondere Ende 2011 in einem halbvollen Glas wohl eher nur noch ein halbleeres sah, hat die K+S GRUPPE im vergangenen Jahr
Angesichts des erfolgreichen Jahresverlaufs 2011 wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividendefür das abgelaufene Geschäftsjahr um 30% zu erhöhen und eine Dividende von 1,30 € je Aktie auszuschütten. Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass Ihre K+S GRUPPE weiter Kurs hält Vorstand und Aufsichtsrat haben in den letzten Jahren die Strategie der K+S GRUPPE mit der Fokussierung auf die beiden Säulen Kali und Salz geschärft: Der Erwerb des chilenischen Salzproduzenten SPL in 2006, die Übernahme des amerikanischen Salzproduzenten MORTON SALT in 2009, die Akquisition des kanadischen Kaliexplorationsunternehmens POTASH ONE, aber auch die Veräußerung der compo im letzten Jahr stehen ganz im Zeichen dieser Strategie. Von großer Bedeutung für die K+S GRUPPE insgesamt ist die in Angriff genommene Errichtung einer neuen Kaliproduktion in Kanada - das Legacy Projekt. Das neue Werk in der Provinz Saskatchewan soll 2015 in Betrieb gehen und nach wenigen Jahren in zwei Stufen bis zu 2,86 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr herstellen; in einer dritten Stufe wären dann sogar bis zu 4 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr möglich. Das für die beiden ersten Ausbaustufen veranschlagte Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 3,25 Mrd. kanadische Dollar, wird sich über mehrere Jahre verteilen und die K+S GRUPPE finanziell nicht überfordern. Die Umsetzung des Legacy Projekts führt zu einer Erhöhung unserer Kalikapazitäten und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Kalibergwerke. Darüber hinaus wird es im Zusammenspiel mit unseren inländischen Kalibergwerken unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärken. Von ähnlich weitreichender Bedeutung ist das an anderer Stelle schon angesprochene 360-Mio.-€-Maßnahmenpaket zur lokalen Entsorgung salzhaltiger Abwässer unseres Werks Werra in Deutschland. Wir wollen damit in den nächsten vier Jahren eine Halbierung der Salzabwässer erreichen. Im Oktober 2011 haben wir das offizielle Startsignal gegeben - ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristigen und nachhaltigen Salzabwasserentsorgung, durch die sich nicht nur die Perspektiven für unsere Standorte und ihre Mitarbeiter, sondern auch für sehr viele Menschen in der Region verbessern. Wir bekennen uns damit als Rohstoffunternehmen klar und eindeutig zum Standort Deutschland. Und natürlich laufen die Vorbereitungen der Genehmigungsanträge für die Salzabwasserfernleitungen weiter, obwohl die Grundlage für eine Investitionsentscheidung, nämlich die Erfüllung der mit den Ländern Hessen und Thüringen abgestimmten und vom Runden Tisch akzeptierten Prüfkriterien, nach wie vor nicht gegeben ist. Das Jahr 2012 sollte trotz aller makroökonomischen Unsicherheiten ein erneut gutes Jahr für unsere K+S GRUPPE werden: Das derzeitige Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und sollte in den für K+S relevanten Absatzregionen zu einer guten Nachfrageentwicklung bei unseren Düngemitteln führen. Im Salzgeschäft rechnen wir allerdings aufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts mit einem im Vergleich zum überdurchschnittlichen Jahr 2011 deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen. In Summe dürfte der Umsatz der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2012 stabil bleiben, das operative Ergebnis sowie das bereinigte Ergebnis nach Steuern jedoch vor allem wegen der geringeren Auftausalznachfrage moderat zurückgehen. Gleichwohl bestehen ohne die Belastung durch die letztjährige Veräußerung des com PO-Geschäfts gute Chancen auf eine mindestens stabile Dividende für das Geschäftsjahr 2012. Auch im Namen meiner Vorstandskollegen möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihren außergewöhnlichen Teamgeist herzlich danken. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Kunden und Partner der K+S GRUPPE, danke ich für Ihre erneut vertrauensvolle Unterstützung und den konstruktiven Dialog im vergangenen Geschäftsjahr. Wir wollen mit Ihnen Zukunft weiter gemeinsam gestalten, neue Kapazitäten für wachsende Märkte schaffen und Sie mit unseren Leistungen überzeugen!
NORBERT STEINER, VORSITZENDER DES VORSTANDS INHALT← Zehnjahresübersicht der K+S GRUPPE ← Geschäftsbereiche im Überblick ← Brief an unsere Aktionäre HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG 1 AN UNSERE AKTIONÄRE 1.1 Vision/Mission 1.2 Der Vorstand 1.3 Bericht des Aufsichtsrats 2 K+S AM KAPITALMARKT 2.1 Die Aktie 2.2 Anleihe und Rating 2.3 Investor Relations 3 CORPORATE GOVERNANCE 3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governanee-Bericht 3.2 Mitglieder des Vorstands 3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats 3.4 Vergütungsbericht 4 KONZERNLAGEBERICHT 4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit 4.2 Unternehmensstrategie 4.3 Unternehmenssteuerung und -überwachung 4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen 4.5 Forschung und Entwicklung 4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf 4.7 Ertragslage 4.8 Finanzlage 4.9 Vermögenslage 4.10 Darstellung der Geschäftsbereichsentwicklung 4.11 Risikobericht 4.12 Nachtragsbericht 4.13 Gesamtaussage zur aktuellen wirtschaftlichen Lage 4.14 Prognosebericht 5 KONZERNABSCHLUSS 5.1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 5.2 Gewinn- und Verlustrechnung 5.3 Kapitalflussrechnung 5.4 Bilanz 5.5 Entwicklung des Eigenkapitals 5.6 Entwicklung des Anlagevermögens 5.7 Entwicklung der Rückstellungen 5.8 Segmentberichterstattung 5.9 Anhang WEITERE INFORMATIONEN Informationen über Roh Stofflagerstätten Definition verwendeter Finanzkennzahlen Glossar Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Stichwortverzeichnis Finanzkalender, Kontakt, Impressum HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNGDIE AUSREICHENDE VERSORGUNG MIT NAHRUNGSMITTELN WIRD KÜNFTIG EINE DER ZENTRALEN HERAUSFORDERUNGEN DER MENSCHHEIT SEIN.Bevölkerungswachstum und sich ändernde Ernährungs-gewohnheiten führen zu einem deutlich steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln. Da die weltweit zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Nutzflächen an ihre natürlichen Grenzen stoßen und durch Urbanisierung, Erosion sowie Versteppung sogar zunehmend bedroht sind, kommt es künftig noch stärker darauf an, die Ernteerträge auf den bestehenden Flächen weiter zu erhöhen. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn der gesamte Agrarsektor an einem Strang zieht. Landwirte können dies allein nicht leisten - sie sind vielmehr angewiesen auf ertragreiches Saatgut, bedarfsgerechte Düngemittelsysteme, moderne Landmaschinentechnik, effektive wie umweltschonende Pflanzenschutzprodukte, anwendungsorientierte Agrarwissenschaften, zeitgemäße regulatorische Rahmenbedingungen sowie Liquidität bereitstellende Kapital- und Terminmärkte. Ernährung ist daher eine sehr komplexe Herausforderung, der sich viele, viele Menschen auf dieser Erde Tag für Tag stellen. Dies wollen wir Ihnen exemplarisch in der Bildstrecke des diesjährigen Finanzberichts veranschaulichen. Ob Bergmann, Börsenhändlerin, Anwendungsberater, Landwirt oder Hochschulprofessor - sie alle beschäftigen sich mit dem Thema Ernährung auf die unterschiedlichste Art und Weise und verfolgen dennoch alle ein gemeinsames Ziel: Der Menschheit eine ausreichende, gesunde und bezahlbare Ernährung zu ermöglichen! ROHSTOFFE RESSOURCEN NUTZBAR MACHEN HANDEL WERTE SICHERN LÖSUNGEN WISSEN TEILEN RISIKO SICHERHEIT GEBEN ERNÄHRUNG GRUNDLAGEN SCHAFFEN AN UNSERE AKTIONÄRE"UNSERE KALI- UND SALZBERGWERKE GEHÖREN ZU DEN MODERNSTEN DER WELT. UND ICH ARBEITE IN EINEM DER EINDRUCKSVOLLSTEN -IM SALZBERGWERK BERNBURG. DIE IN UNSEREN BERGWERKEN GEFÖRDERTEN ROHSTOFFE BILDEN DIE GRUNDLAGE, AUS DER WIR UNVERZICHTBARE PRODUKTE FÜR LANDWIRTSCHAFT, INDUSTRIE UND DEN TÄGLICHEN BEDARF DER MENSCHEN HERSTELLEN." THOMAS WOLPERDING (52), LEITER PRODUKTION UND TECHNIK UNTER TAGE / STELLV. WERKSLEITER SALZBERGWERKE BERNBURG UND BRAUNSCHWEIG-LÜNEBURG Oben links: Fahrlader mit abgesprengtem Steinsalz auf dem Weg zur Kippstelle Oben rechts: Blick auf den Grubenriss des Salzbergwerks Bernburg Unten rechts: Gespräch zwischen Thomas Wolperding und seinem Mitarbeiter Thomas Weilbeer ![]() AN UNSERE AKTIONÄREHERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNGRESSOURCEN NUTZBAR MACHENIN EINEM UNTERIRDISCHEN LABYRINTH SIND RIESIGE LADER UNTERWEGS, DIE VOLLGELADEN BIS ZU 80 TONNEN SCHWER SEIN KÖNNEN. DARIN BEFINDET SICH DAS KOSTBARE ROHSALZ.Die Erdgeschichte hat in Deutschland große Kali- und Salzvorkommen entstehen lassen, deren Abbau schon seit über einem Jahrhundert erfolgreich betrieben wird. Das heute weltweit genutzte Know-how wurde über Generationen von Ingenieuren in unseren Bergwerken mit entwickelt. Da Kali und Steinsalz in den gleichen geologischen Schichten vorkommen, können sie mit ähnlichen Techniken gefördert werden. Das ist ein großer Vorteil. Es ist ein sehr kapitalintensives Geschäft, denn die Ressourcen, mit denen wir arbeiten, befinden sich tief unter der Erde. Der Abbau verlangt viel von Mensch und Maschine; in großem Stil leisten können dies daher nur entsprechend aufgestellte, kapitalstarke Unternehmen, die auch in puncto Sicherheit Standards setzen. Das Salzbergwerk Bernburg in Sachsen-Anhalt ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wir arbeiten und welche Dimensionen unsere Tätigkeit unter Tage haben kann. Eine Abbaukammer ist bis zu 35 Meter hoch, 20 Meter breit, 400 Meter lang und mutet nahezu an wie der Innenraum einer Kathedrale. Die Lader befördern mit jeder Fahrt etwa 20 Tonnen Rohsalz. Eine einzige Sprengung löst bis zu 5.000 Tonnen Salz. Das weiße Gold! Das Werk Bernburg hat eine jährliche Förderkapazität von etwa 2,5 Mio. Tonnen Steinsalz, 1,4 Mio. Tonnen Salz in Sole und 300.000 Tonnen Siedesalz für die Produktion von Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalzen. Bergbau und Rohstoffgewinnung von Kali und Salz ist seit jeher das Kerngeschäft von K+S. Die Strategie unseres Unternehmens setzt in diesen Bereichen weiter auf Wachstum. Unser einzigartiges Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie und private Verbraucher schafft in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum und hohe Erträge. Weltweit beschäftigt die K+S GRUPPE derzeit mehr als 14.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von über 5 Mrd. €. AN UNSERE AKTIONÄREQUELLE FÜR WACHSTUM UND LEBEN DURCH NÄHRSTOFFE UND MINERALIEN1 1.1 Vision/Mission 1.2 Der Vorstand 1.3 Bericht des Aufsichtsrats 1.1 VISION/MISSIONWIR WOLLEN AUF DER BASIS UNSERER GRUNDWERTE:
1.2 DER VORSTANDvon links nach rechts: Gerd Grimmig, Dr. Thomas Nöcker, Jan Peter Nonnenkamp, Norbert Steiner, Joachim Felker NORBERT STEINERJURIST, VORSTANDSVORSITZENDERwurde 1954 in Siegen geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und seinem Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Karlsruhe nahm er 1983 seine Berufstätigkeit in der Steuerabteilung der BASF AG auf, deren Unterabteilung Zölle und Verbrauchssteuern er ab 1988 leitete. Im Jahr 1993 übernahm er die Leitung des Bereichs Recht, Steuern und Versicherungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Im Mai 2000 wurde Norbert Steiner Mitglied des Vorstands, im Januar 2006 stellvertretender Vorsitzender und im Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der K+S aktiengesellschaft. In seiner Verantwortung liegen der Geschäftsbereich Salz, die Bereiche Unternehmensentwicklung und Controlling, Recht/ Compliance, Investor Relations, Kommunikation sowie Internationale HR-Koordination. Seit Januar 2012 hat er zudem bis auf Weiteres die Verantwortung für die Bereiche Finanzen und Rechnungswesen, Steuern, Revision und Versicherungen von Herrn Nonnenkamp übernommen. JOACHIM FELKERINDUSTRIEKAUFMANNwurde 1952 in Bad Godesberg geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1974 absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der BASF AG und arbeitete dort als Wirtschaftsassistent. Von 1980 bis 1999 hatte er mehrere Management- und Marketingpositionen innerhalb des BASF-Konzerns inne, u.a. in Asien. Zuletzt war er als Abteilungsdirektor des Bereichs Düngemittel tätig. Seit dem Jahr 2000 ist Joachim Felker in der K+S GRUPPE tätig, zunächst als Geschäftsführer der fertiva GMBH und ab 2003 als Mitglied der Geschäftsführung der K+S KALI GMBH. Im Oktober 2005 wurde er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Er istzuständig für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel. GERD GRIMMIGDIPLOM-INGENIEURwurde 1953 in Freden geboren. Nach seinem Bergbaustudium an der tu Clausthal war er in den Grubenbetrieben verschiedener Werke und im Bereich Bergbau der Hauptverwaltung der Kali und salz ag (heute K+S AKTIENGESELLSCHAFT) tätig. Von 1990 bis 1996 hatte er verschiedene Werksleiterpositionen im Bereich Bergbau inne. Von Januar 1997 bis September 2001 war Gerd Grimmig Geschäftsführer der KALI und salz GMBH und zuständig für das Ressort Bergbau. Seit Oktober 2000 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Bergbau, Geologie, Technik/Energie, Forschung und Entwicklung, Umwelt, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Inaktive Werke, Entsorgung und Recycling,Tierhygieneprodukte, msw chemie und Consulting. DR. THOMAS NÖCKERJURISTwurde 1958 in Neukirchen-Vluyn geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und anschließender Promotion in Münster absolvierte er seine Referendarzeit u.a. in Düsseldorf und Montreal, Kanada. 1991 nahm er seine berufliche Tätigkeit bei der rag ag auf, für die er in verschiedenen Funktionen tätig war. Im Anschluss daran wurde er 1998 zum Mitglied des Vorstands der rag saarberg ag berufen und war dort für die Bereiche Personal, Recht sowie IT-Management/Organisation zuständig. Seit August 2003 ist Dr. Thomas Nöcker Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Er ist Arbeitsdirektor und zuständig für die Bereiche Personal, IT-Services, Organisations- und Projektmanagement, Immobilienmanagement, Wissensmanagement, Gesundheitsmanagement, Logistik sowie das Handelsgeschäft (CFK). Seit Januar 2012 hater zudem bis auf Weiteres die Verantwortung für den Bereich Einkauf- und Materialwirtschaft von Herrn Nonnenkamp übernommen. JAN PETER NONNENKAMPDIPLOM-ÖKONOMwurde 1963 in Bremen geboren. Nach Beendigung seiner Ausbildung zum Bankkaufmann schloss er 1990 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Privaten Universität Witten/Herdecke ab. Anschließend war er in Unternehmen der Konsum- und Investitionsgüterindustrie, u.a. bei der FIELMANN AG sowie der LEOPOLD KOSTAL GMBH & CO. KG, in verschiedenen Finanzfunktionen tätig. Zuletzt verantwortete er seit 2004 als Vorstandsmitglied bei knorr-bremse ag die Bereiche Finanzen, Bilanzierung und Steuern. Seit Juni 2009 war er als Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Rechnungswesen, Einkauf, Material- und Lagerwirtschaft, Steuern, Revision und Versicherungen. Herr Nonnenkamp ist am 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden. Weitere Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands, ihren Zuständigkeiten und Mandaten finden Sie im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 35. 1.3 BERICHT DES AUFSICHTSRATSder folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2011. Schwerpunkte unserer Sitzungen und Beratungen mit dem Vorstand waren u.a.:
BERATUNG DES VORSTANDS UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNGDer Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht; in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risiko Situation sowie das Risikomanagement wurden dabei stets sorgfältig berücksichtigt. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsiehtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben in jeweils gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Zu Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend schriftlich informiert. Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder in den fünf Aufsiehtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 91%; fünf Aufsichtsratsmitglieder haben an jeweils einer Sitzung und ein Aufsichtsratsmitglied an zwei Sitzungen nicht teilnehmen können; somit hat auch im Jahr 2011 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten bis auf je eine Sitzung des Personal- und des Prüfungsausschusses, in der ein bzw. zwei Mitglieder verhindert waren, in vollständiger Besetzung. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSIm Geschäftsjahr 2011 fanden insgesamt fünf Aufsiehtsratssitzungen statt, davon eine außerordentliche. In der Sitzung am 9. März 2011 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010 angeschlossen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert. Außerdem haben wir die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2011 verabschiedet. Im Anschluss erläuterte der Vorstand dem Aufsiehtsrat die Gründe, sich nicht an dem Bieterverfahren zum Erwerb der BASF-Stickstoffdüngemitt elanlagen zu beteiligen. Am 11. Mai 2011 informierte der Vorstand ausführlich über die Ergebnisse und Entwicklungen der Geschäftslage im ersten Quartal. Des Weiteren schilderte er den aktuellen Stand des Legacy Projekts und ging in der Folge auf den laufenden Prozess der Veräußerung des compo-Geschäfts ein. In der sich anschließenden Aussprache bestand Einvernehmen, dass eine Veräußerung des compo-Geschäfts auch unter Inkaufnahme eines Buchverlusts der richtige strategische Schritt sei. In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 10. Juni 2011 befasste sich der Aufsichtsrat erneut mit der Veräußerung des compo-Geschäfts und stimmte ihr zu den vom Vorstand beschriebenen Veräußerungskonditionen zu. Im Anschluss erläuterte der Vorstand die Optionen, die sich für K+S im Falle einer erfolgreichen Veräußerung der BASF-Stickstoffdüngemittelanlagen an einen Dritten ergeben. In der am 23. und 24. August 2011 abgehaltenen Sitzung diskutierten Aufsichtsrat und Vorstand über mögliche Auswirkungen der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf das Geschäft der K+S GRUPPE. Im Anschluss wurde die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Salz sowie Stickstoffdüngemittel vom Vorstand ausführlich dargelegt. Der Aufsiehtsrat bestätigte die Auffassung des Vorstands, an der strategischen Ausrichtung der K+S GRUPPE, d.h. der Zwei-Säulen-Strategie festzuhalten, auf die sich Vorstand und Aufsichtsrat im August 2010 verständigt hatten. Hiernach berichtete der Vorstand über die Geschäftslage des ersten Halbjahres sowie den Ausblick für das Gesamtjahr 2011. Beim Besuch des Werks Werra gab zunächst der Leiter der Einheit Forschung und Entwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und K+S-Vertreter am Runden Tisch "Gewässerschutz Werra/ Weser und Kaliproduktion" einen Überblick über die Situation der Genehmigungen zur Einleitung von Salzabwässern der Werke Werra und Neuhof-Ellers in die Werra sowie den Untergrund. Seine Ausführungen wurden ergänzt durch Erläuterungen des Leiters des Werks Werra zu Inhalt und Stand der Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung salzhaltiger Abwässer an der Werra (360-Millionen-€-Maßnahmenpaket). Zum Abschluss verschaffte sich der Aufsiehtsrat vor Ort ein Bild über die beginnenden Baumaßnahmen. Eine Presseinformation fasste Eindrücke und Position des Aufsichtsratszusammen. In der letzten Sitzung des Jahres, am 23. November 2011, hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen, das bis 31. Mai 2012 befristete Vorstandsmandat von Herrn Nonnenkamp nicht zu verlängern. Es wurde im Nachgang einvernehmlich zum 31. Dezember 2011 beendet. Danach erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den Düngemittel- und Salzmärkten, ging auf die Genehmigungssituation und das 360-Millionen-€-Maßnahmenpaket ein und gab einen detaillierten Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2011. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand des Legacy Projekts in Kanada, dem weiteren Vorgehen sowie mit der Planung 2012 und der mittelfristigen Vorausschau, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens für die Folgejahre. Die Pläne und Anträge wurden vom Aufsichtsrat auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen sorgfältig überprüft und gebilligt. AUSSCHUSSSITZUNGENZur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss drei weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Die Ausschüsse bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtet der Ausschussvorsitzende in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung. Am 24. August 2011 beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Becker mit sofortiger Wirkung zum weiteren Mitglied des Prüfungsausschusses zu wählen. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung finden Sie im Kapitel, Corporate Governance' des Finanzberichts 2011 auf Seite 35 und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik, Corporate Governance'. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2011 dreimal zu Sitzungen zusammen. Der Ausschuss prüfte am 1. März 2011 im Beisein der Abschlussprüfer, des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2010 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2010, die jeweiligen Lageberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands; dabei wurden u.a. Prüfungen des Internen Kontrollsystems, die Kaufpreisallokation bei MORTON SALT sowie die Anpassung von Bewertungsparametern im Bereich der Rückstellungen ausführlich erörtert. Außerdem wurde die Empfehlung an das Plenum für einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 an die Hauptversammlung beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde die gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Unabhängigkeitserklärung der DELOITTE & TOUCHE GMBH eingeholt. Bei der Sitzung waren alle Ausschussmitglieder anwesend. Am 24. August 2011 erörterte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand das Interne Kontrollsystem (IKS) sowie die IKS-Leitlinie und nahm das Vorhaben des Vorstands zustimmend zur Kenntnis, die iks-Dokumentation zielgerichtet auszuweiten und zu untersuchen, inwieweit die einzelnen iks-Komponenten noch effektiver miteinander verzahnt werden können. Im Anschluss berichtete der Vorstandsvorsitzende über den Status der Compliance-Organisation sowie das Compliance-Programm der K+S GRUPPE. Der Ausschuss begrüßte, dass am 1. März 2011 eine Compliance-Hotline in Deutschland in Betrieb genommen worden ist und dass neben der bereits bei MORTON SALT eingerichteten Hotline demnächst auch Hotlines in weiteren Regionen, in denen eine größere Anzahl von K+S-Mitarbeitern tätig ist, eingerichtet werden sollen. Darüber hinaus entnahm er einer Benchmark-Studie einer großen Wirtschaftsprüfergeseilschaft, dass das Compliance-Management bei K+S internationalen Standards entspricht. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2011. In der letzten Sitzung des Jahres, am 23. November 2011, informierte der Leiter der internen Revision in Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Prüfungsausschuss über Organisation und Arbeitsweise der internen Revision der K+S GRUPPE. Im Anschluss befasste sich der Ausschuss erneut mit den Schwerpunkten der Abschlussprüfung 2011 sowie mit dem Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer an die Hauptversammlung 2011. Schließlich wurden am 30. April, am 6. August sowie am 5. November 2011 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand per Telefonkonferenz die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Quart aisberichte erörtert. Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstands angelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2011 viermal zusammen. Er beschäftigte sich mit den Zielerreichungen und Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder, der Vorstandsvergütung, Mandatsabläufen, der Struktur sowie langfristigen Nachfolgeplanung des Vorstands. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2011 sowie die Struktur des Vergütungssystems, die sich seit der Billigung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 nicht wesentlich verändert hat, finden Sie auf Seite 45 des Finanzberichts. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2011 zweimal zusammen; Gegenstand der Beratungen waren u.a. die Kriterien für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats auf der Seite der Anteilseignervertreter sowie die Nachfolgeplanung für die in den kommenden beiden Jahren auslaufenden Mandate. Der nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes zu bildende Vermittlungsausschuss wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen. CORPORATE GOVERNANCEDer Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit der Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance Regelungen im Unternehmen. Ausführliche den Aufsichtsrat betreffende Informationen finden sich im Kapitel, Corporate Governance' des Finanzberichts 2011 auf Seite 35. Im abgelaufenen Jahr haben Aufsichtsrat und Vorstand am 23. November 2011 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2011/2012 verabschiedet, nach der das Unternehmen bislang mit nur einer Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der jeweiligen Fassung des Kodex entspricht; auch die Anregungen des Kodex wurden und werden mit nur zwei Ausnahmen befolgt. Sie finden die Entsprechenserklärung auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik, Corporate Governance' und auf Seite 35 des Finanzberichts 2011. Zudem begrüßte der Aufsichtsrat die zusammen mit den anderen DAX-Unternehmen eingegangene Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Der Aufsiehtsrat erörterte und billigte ferner die Vorschläge des Prüfungsausschusses zur Ergänzung des Fragebogens zur jährlichen Effizienzprüfung. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Zur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte haben Herr Cardona in zwei Plenumssitzungen und Herr Dr. Sünner in einer Plenums Sitzung an Beratungen zu Themen, bei denen auch Interessen der mcc eurochem ojsc bzw. der BASF SE hätten berührt sein können, nicht teilgenommen. Herr Vassiliadis hat erklärt, er werde für den Fall, dass korrespondierende Themen im Aufsichtsrat der BASF SE behandelt werden sollten, nicht an dessen diesbezüglichen Beratungen teilnehmen. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2011Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie den auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards ifrs aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE & TOUCHE GMBH, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2012 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2012, in der der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie die Abschlussprüfer der DELOITTE & TOUCHE GMBH ausführlich über das Ergebnis ihrer Prüfungen berichteten, umfassend behandelt. Weder DELOITTE & TOUCHE noch der Prüfungsausschuss haben Schwächen des auf den Rechnungslegungsprozess bezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems festgestellt. In den Sitzungen wurden alle Fragen vom Vorstand und den Abschlussprüfern erschöpfend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2011; der Jahresabschluss 2011 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde ebenfalls im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE hin überprüft. Nach ausführlicher Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.
KASSEL, 14. MÄRZ 2012 FÜR DEN AUFSICHTSRAT DR. RALF BETHKE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS K+S AM KAPITALMARKT"TERMINMÄRKTE BIETEN EINEN HOHEN VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN NUTZEN. NICHT DAS WETTEN AUF HÖHERE PREISE, SONDERN DERHANDELZUR REDUZIERUNG VON PREISRISIKEN ERMÖGLICHT LANDWIRTEN WELTWEIT, EINKOMMEN ZU STABILISIEREN UND LIQUIDITÄT ZU OPTIMIEREN."JAYNE VALIO (52), HÄNDLERIN CME GROUP, CHICAGO Oben links: Blick auf das Gebäude der "Chicago Board of Trade" Unten links: Beladung eines Schüttgutfrachters mit Getreide Unten rechts: Weizenfeld und -silos zur Lagerung der Ernte HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNGWERTE SICHERNTERMINMÄRKTE ERMÖGLICHEN LANDWIRTSCHAFT UND HANDEL, EINKOMMEN ZU SICHERN UND INVESTITIONSENTSCHEIDUNGEN AUF EINE SOLIDE GRUNDLAGE ZU STELLEN.Der Handel an Warenterminbörsen muss sich immer wieder heftiger Kritik erwehren: Spekulierende und profitgierige Händler, so heißt es, trieben die Märkte in Turbulenzen, bei denen es nur wenige Gewinner, aber viele Verlierer gäbe. Mit ein wenig neutraler Distanz zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab. Terminmärkte sind keineswegs das berüchtigte Haitischbecken. Für viele der Kunden der K+S GRUPPE, die in der Landwirtschaft tätig sind, ist der Handel von Rohstoffen auf Termin ein alltägliches und sinnvolles Instrument geworden, das zu ihrer Existenz Sicherung beiträgt. Das Warentermingeschäft ist ebenso integraler Teil der Wertschöpfungskette wie Aussaat und Ernte. Denn bevor eine Portion Reis am Küchenherd ins Wasser kommt, hat sie einen weiten Weg hinter sich, der sie auch über das weltweite Rohstoff-Handelsparkett geführt hat. So wird das Bild vom gierigen Spekulanten dem Börsengeschehen nicht gerecht, denn auch der Händler erbringt im Kern einen volkswirtschaftlichen Nutzen, indem er Liquidität bereitstellt und einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage entsprechend unterstützt. Der Terminmarkt ist ein Seismograf für Landwirte weltweit. Die Börse hilft ihnen, längerfristig zu planen und zu investieren. Trotz verschiedener und unvorhersehbarer Unwägbarkeiten, wie z.B. regionalen Missernten hier und überdurchschnittlichen Erträgen dort, lässt sich für Landwirte stets aktuell ablesen, wie sich das weltweite Angebot und die Nachfrage nach ihren Produkten und damit der Preis verändert. Ein stetig wachsender Weltbedarf führt je nach Erntesituation zu deutlichen Auf- und Abschlägen bei den Preisen. Um dennoch Investitionsentscheidungen treffen und ruhig schlafen zu können, hilft der Warenterminhandel, Preise in die Zukunft hinein fest zu vereinbaren und damit Werte zu sichern. Weniger die Spekulation ist der Grund für das Auf und Ab, sondern die zunehmend schwieriger werdende Versorgung der Weltbevölkerung mit Getreide und die tendenziell abnehmenden Getreidevorräte, die in schlechten Zeiten als Puffer dienen können. Doch nicht nur Landwirten wird Planungssicherheit geboten; auch andere Marktteilnehmer wie z.B. (über)regionale Händler oder Lebensmittelproduzenten können mit Hilfe der Terminmärkte ihr Geschäft auf eine sichere Grundlage stellen. K+S AM KAPITALMARKTK+S-Aktie mit deutlichen Verlusten im schwierigen Börsenjahr 2011(−38,0%; inkl. Dividende: −36,3%) / Aus 5.000 € Anlage in K+S-Aktien wurden in fünf Jahren 10.028 €; +14,9% p. a. / Dividendenvorschlag mit 1,30 € / Aktie deutlich über Vorjahr (1,00 €/ Aktie) / K+S-Anleihe notierte zum Jahresende 2011 bei 107,732% (+0,256 Prozentpunkte auf Jahressicht, stichtagsbezogene Rendite: 2,046%) / Research-Coverage nochmals leicht ausgebaut 2 2.1 Die Aktie 2.2 Anleihe und Rating 2.3 Investor Relations 2.1 DIE AKTIEKAPITALMARKTKENNZAHLEN 1TAB: 2.0.1scroll
1
Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011
und 2010, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten
der K+S Gruppe. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung
gemäß IFRS als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des
Vorjahres wurden entsprechend angepasst, die Bilanz und damit die
Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie
des Vorjahres wurden nicht angepasst und beinhalten auch die nicht
fortgeführten Geschäftstätigkeiten. K+S-AKTIEAktienart: nennwertlose Stückaktien Gesamtzahl Aktien: 191.400.000 Stück WKN/ISIN: KSAG88/DE000KSAG888 Marktsegment: Prime Standard Prime Branche: Chemie Industriegruppe: Chemicals, Commodities Notierung: alle Börsenplätze in Deutschland Ticker-Symbol Bloomberg: SDF GR bzw. SDF GY Ticker-Symbol Reuters: SDFG ADR CUSIP: 48265W108 K+S-ANLEIHEWKN/ISIN: A1A6FV/DE000A1A6FV5 Börsenzulassung/-notierung: Börse Luxemburg Emissionsvolumen: 750 Mio. EUR Stückelung: 1.000 EUR Ausgabekurs: 99,598% Zinskupon: 5,000% Fälligkeit: 24. September 2014 Anleiherating: S&P: BBB+; Moody's: Baa2 UNTERNEHMENSRATINGS&P: BBB+(Ausblick: stabil) Moody's: Baa2 (Ausblick: stabil) 2.1 DIE AKTIESCHULDENKRISE FÜHRT ZU RÜCKLÄUFIGEN INTERNATIONALEN AKTIENINDIZESDie internationalen Aktienmärkte waren im Börsenjahr 2011 von einer hohen Volatilität geprägt. Der für K+S als Vergleichsmaßstab wichtige deutsche Leitindex dax war durch die Verschuldungskrise im Euroraum, insbesondere ausgelöst durch die Entwicklungen in Griechenland, Irland sowie Portugal, belastet und fiel um 14,7%. Der europäische Aktienindex dj stoxx 600 ging um 11,3 % auf 244 Punkte, der globale Index msci world Standard um 7,6% auf 1.182 Punkte zurück. / ABB: 2.1.1 Mit einem Verlust von 38,0 % entwickelte sich die K+S-Aktie im Berichtsjahr deutlich schwächer als die europäischen Vergleichsindizes. Belastend wirkten sich u.a. der vollständige Anteilsverkauf der K+S-Beteiligung von 10,3 % im Zuge einer Aktienplatzierung durch die BASF SE im März 2011 sowie die Anteilsreduzierung des Großaktionärs ME RITUS TRUST COMPANY LIMITED um rund 5 % im ersten Halbjahr aus. Als Produzent mit einem eher hohen Fixkostenanteil wurde die K+S-Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern zum Jahresende 2011 durch die Befürchtungen eines fallenden Kaliumchloridpreises überproportional belastet. Ein sehr milder Winter im vierten Quartal und der damit einhergehende unterdurchschnittliche Auftausalzabsatz sowie das im Vergleich zu unseren Wettbewerbern aus Nordamerika deutlich schwierigere Aktienumfeld in Europa wirkten sich ebenfalls dämpfend auf unsere Aktienperformance aus. / ABB: 2.1.2 WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU DAX, DJ STOXX 600 UND MSCI WORLDABB: 2.1.1![]() MONATLICHE HÖCHST-, TIEFST- UND DURCHSCHNITTSKURSE DER K+S-AKTIEABB: 2.1.2![]() Ein anderes Bild ergibt sich bei der Betrachtung über einen längeren Zeitraum: So hat sich der Wert der Aktie in den letzten fünf Jahren um knapp 80 % erhöht, während DAX, MSCI WORLD STANDARD und DJ STOXX 600 um 11 %, 20 % bzw. 33 % verloren. Noch deutlicher zeigt sich die positive Performance der K+S-Aktie im 10-Jahresvergleich. / TAB: 2.1.1 / ABB: 2.1.3 PERFORMANCETAB: 2.1.1scroll
WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE SEIT JAHRESBEGINN IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERNWir verfolgen die relative Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern, der sogenannten Peer Group. Hierzu gehören neben anderen die nordamerikanischen Düngemittelproduzenten POTASH CORP und MOSAIC, der russische Kaliproduzent uralkali, der Düngemittelanbieter yara aus Norwegen sowie der Salzhersteller compass aus den USA. / ABB: 2.1.4 MARKTKAPITALISIERUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTABB: 2.1.3![]() WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERNABB: 2.1.4![]() Die im ersten Quartal aufgrund einer gut verlaufenden Frühjahrssaison und damit einhergehender Preiserhöhungen bei Düngemitteln einsetzende positive Kursentwicklung der Aktien internationaler Düngemittelproduzenten konnte sich auch Anfang des zweiten Quartals fortsetzen. Niedrigere Preise der wichtigsten Agrarrohstoffe sowie ein angespanntes Börsenumfeld führten allerdings im weiteren Verlauf dieses Quartals zu Kursverlusten. Im dritten sowie vierten Quartal gaben die Kurse aufgrund der Schuldenkrise, einer sich verlangsamenden konjunkturellen Entwicklung sowie nochmals nachlassender Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe weiter nach. Eine vorsichtigere Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels und Produktionskürzungen der Düngemittelproduzenten trugen zu einer weiteren Verunsicherung der Marktteilnehmer zum Ende des Jahres bei. Im Jahresverlauf 2011 verlor die Aktie unseres Wettbewerbers URALKALI 2 %, gefolgt von POTASHCORP, die um 20% fiel. Die Notierungen unserer Wettbewerber compass, YARA sowie MOSAIC gingen um bis zu 34% ähnlich spürbar zurück wie die der K+S-Aktie mit 38 %. K+S-AKTIENKURS MIT LEICHTER ERHOLUNG AUF NIEDRIGEM NIVEAU ZU BEGINN DES JAHRES 2012Das Jahr 2012 begann für die K+S -Aktie mit einer Kurserholung auf niedrigem Niveau. Die K+S-Aktie notierte am 29. Februar 2012 mit rund 37,50 € etwa 7% über dem Niveau zum Jahresende 2011. Der dax stieg in diesem Zeitraum jedoch um rund 16 %. Der im langjährigen Vergleich in Nordamerika und Europa sehr milde Winter zu Beginn des Jahres hat sich hier belastend ausgewirkt. GELDANLAGE IN K+S-AKTIEN HAT SICH IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN VERDOPPELTEine Anlage in K+S-Aktien hat sich - trotz der rückläufigen Entwicklung im Jahr 2011 - in den vergangenen fünf Jahren außerordentlich gut rentiert. Ein Aktionär, der am 31. Dezember 2006 für 5.000 € K+S-Aktien erwarb und die in den nächsten fünf Jahren gezahlten Dividenden und zugeteilten Bezugsrechte aus der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 in K+S-Aktien reinvestierte, verfügte am 31. Dezember 2011 über einen Depotwert von 10.028 €. In diesen fünf Jahren wuchs der Wert des Depots somit um durchschnittlich 14,9 % pro Jahr. Zum Vergleich: Der dax verlor im gleichen Zeitraum insgesamt 10,6 %. / ABB: 2.1.5 AKTIONÄRSSTRUKTUR MIT ERHÖHTEM STREUBESITZIm März 2011 platzierte die BASF SE ihre restlichen 10,3 % Aktien der K+S Aktien Gesellschaft vollständig über die Börse. Der Großaktionär meritus trust Company limited, der treuhänderisch Industriebeteiligungen von Andrey Melnichenko hält, reduzierte seinen Anteil um rund 5 % auf knapp unter 10 %. Nach der Streubesitzdefinition der deutschen Börse ag beträgt der Freefloat seitdem rund 90 %. Unsere Aktionärs struktur stellt sich derzeit wie folgt dar:
/ ABB: 2.1.6 Gemäß einer Aktionärserhebung eines externen Dienstleisters von November 2011 wurden rund 7% der Aktien von inländischen institutionellen und 53 % von ausländischen institutionellen Investoren gehalten. Rund 20 % der Aktien befanden sich im Besitz von überwiegend inländischen Privatanlegern. Geografisch betrachtet wurden rund 28% unserer Aktien in Deutschland gehalten, gefolgt von den USA und Kanada (21 %), Russland (10 %) sowie Großbritannien (10 %). AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKAIn Nordamerika bieten wir ein american depositary re ceipts (adr) -Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S -Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die adrs in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei adrs liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die adrs werden in Form eines "Level 1" ADR-Programms außerbörslich am ADRS (over the counter)-Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform otcqx gelistet. / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie/ADR-Programm sowie auf der Internetseite der Handelsplattform otcqx www.otcqx.com WERTENTWICKLUNG K+S DEPOT 1 ABB: 2.1.5 ![]() NOTIERUNG IN BÖRSEN INDIZESLaut Börsenrangliste von Februar 2012 nahmen wir im dax bei der Marktkapitalisierung Position 24 (Vorjahr: 22) und bei den Börsenumsätzen Position 18 (Vorjahr: 19) ein. Darüber hinaus ist die K+S-Aktie u.a. in den folgenden Indizes notiert:
DIVIDENDENVORSCHLAG MIT 1,30 € DEUTLICH HÖHER ALS IM VORJAHRWir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Der Vorstand wird der Hauptversammlung daher vorschlagen, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr im Einklang mit dem deutlich gestiegenen Ergebnis anzuheben und 1,30 € je Aktie auszuschütten. / ABB: 2.1.7 Dies entspräche einer Ausschüttungsquote von etwa 43%. Bei 191,4 Mio. Stück ausstehenden Aktien ergäbe sich damit eine Ausschüftungssumme von 248,8 Mio. €. Der Dividendenvorschlag führt auf Basis des Jahresschlusskurses zu einer Dividendenrendite von 3,7%. AKTIONÄRSSTRUKTUR PER 29.02.2012ABB: 2.1.6![]() scroll
DIVIDENDE JE K+S-AKTIEABB: 2.1.7![]() 1 Im Jahr 2011 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag. 2.2 ANLEIHE UND RATINGDIE K+S-ANLEIHEDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat im September 2009 erstmals eine Anleihe am Kapitalmarkt platziert. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 750 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren. Mit einem Zinskupon von 5,0 % p.a. und einem Emissionskurs von 99,598 % betrug die Rendite bei Ausgabe 5,093 % p.a. Der Mittelzufluss wurde zur Finanzierung eines Teils des Kaufpreises zur Übernahme von MORTON SALT verwendet. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie Sorgen über einen Rückfall in die Rezession sind die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität gestiegen. Per Jahresende 2011 notierte die K+S-Anleihe bei 107,732% gegenüber 107,476% am Vorjahresende; somit ergab sich ein Anstieg von 0,256 Prozentpunkten. KURSENTWICKLUNG DER K+S-ANLEIHEABB: 2.1.8![]() So hat sich auch die Rendite der K+S-Anleihe per Stichtag 30. Dezember 2011 auf 2,046% p.a. von 2,848% am Jahresende 2010 reduziert. Die positive Kursentwicklung hat sich auch zu Beginn des Jahres 2012 fortgesetzt. /ABB: 2.1.8 RATINGSeit Beginn des Jahres 2009 unterziehen wir uns einem externen Ratingprozess. Die Ratingagentur Standard & poor's erhöhte am 8. September 2011 das Rating auf "bbb+" mit einem "stabilen" Ausblick, moody's stuft uns seit dem 29. November 2010 unverändert mit "Baa2" und dem Ausblick "stabil" ein. Damit verfügt K+S unverändert über ein Rating im angestrebten Investment Grade Bereich. 2.3 INVESTOR RELATIONSRESEARCH-COVERAGE ÜBER K+S ERNEUT LEICHT AUSGEBAUTDie bereits schon sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöht. Dabei reicht das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Drei Coverages wurden beendet und vier neu aufgenommen. Folgende 34 Bankhäuser analysieren K+S regelmäßig:
In der letzten der von uns regelmäßig durchgeführten Research-Umfragen stuften uns zwölf Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", zehn auf "Halten/Neutral" und acht Bankhäuser auf "Reduzieren/Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 45 €. Aufunserer Homepage bieten wir unter der Rubrik Investor Relations eine stets aktuelle Übersicht über die Research-Empfehlungen sowie die Konsensschätzungen zu Umsatz- und Ergebniszahlen. / WEITERE IN FORMATIONEN finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie. K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOTDem stetig zunehmenden Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von zahlreichen Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen. So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika, Asien sowie Australien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir erneut durch die Teilnahme an fünf Aktienforen in Deutschland. Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren. EXTERNES FEEDBACKUnsere Anstrengungen wurden auch im letzten Jahr von unabhängiger Seite gewürdigt:
Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, ist sie doch Ansporn und Verpflichtung zugleich, unseren Service für unsere Aktionäre, Anleihegläubiger und alle übrigen Interessierten weiter zu verbessern. Schließlich zeigen jährliche anonyme Befragungen unserer Aktionäre und Analysten eine hohe Zufriedenheit mit unserer Investor Relations Arbeit und geben uns darüber hinaus gute Anregungen zur weiteren Verbesserung unserer Finanzmarktkommunikation. Das starke Interesse an K+S wird auch daran deutlich, dass im Jahr 2011 insgesamt rund 46.000 Finanz- und Quartaisberichte, davon 21.000 in englischer Sprache, auf unserer Homepage elektronisch abgerufen wurden. EIN BESUCH UNSERER HOMEPAGE LOHNT SICHUnsere Homepage bietet Anlegern und interessierten Dritten ein breites Informationsangebot. Auf der Investor Relations Seite finden sich u.a. sämtliche Finanz-, Nachhaltigkeits- und Zwischenberichte, "Facts & Figures", Consensusschätzungen, Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen sowie aktuelle Unternehmenspräsentationen, Aufzeichnungen von Conference Calls und Video-Webcasts - auch Podcasts können abonniert werden. Ein spezieller Newsletter stellt darüber hinaus die automatische und zeitnahe Versorgung per E-Mail mit aktuellen Presseinformationen und Unternehmensnachrichten sicher. Probieren Sie es doch einfach mal aus! / WEITERE INFORMATIONEN finden Sieauf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich, Investor Relations'. K+S AKTIENGESELLSCHAFTINVESTOR RELATIONSBertha-von-Suttner-Straße 7, 34131 Kassel Telefon: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com Internet: www.k-plus-s.com/de/investor-relations CORPORATE GOVERNANCE"IN DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG UND BERATUNG GEHEN WIR UNTERSCHIEDLICHSTE WEGE, UM GEEIGNETELÖSUNGENFÜR DEN LANDWIRT ZU FINDEN. DABEI ORIENTIEREN WIR UNS AN DEN INDIVIDUELLEN BEDÜRFNISSEN, TEILEN WISSEN UND TAUSCHEN NEUESTE ERKENNTNISSE MIT UNSEREN PARTNERN AUS.'PROF. DR. ANDREAS GRANSEE (53), LEITER LANDWIRTSCHAFTLICHE ANWENDUNGSBERATUNG, K+S KALI GMBH, KASSEL Oben links: Labor des Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrums in Bernburg Oben rechts: Gespräch zwischen Prof. Dr. Andreas Gransee und einem Mitarbeiter der Hochschule Anhalt Unten links: Zuckerrübe aus einem Feldversuch HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNGWISSEN TEILENWIR FORSCHEN TÄGLICH AN INNOVATIVEN LÖSUNGEN FÜR EINEN NOCH EFFIZIENTEREN NÄHRSTOFFEINSATZ. DAS DABEI GEWONNENE WISSEN SCHAFFT DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE KONTINUIERLICHE WEITERENTWICKLUNG UNSERER ANWENDUNGSBERATUNG.Die Nutzung natürlicher Ressourcen ist mit einer großen Verantwortung verbunden: Nur wenn wir unsere Ressourcen Wasser und Boden sorgfältig und möglichst effizient nutzen, können Eingriffe in die Natur so gering wie möglich gehalten und die Herausforderungen, vor die uns die globale Ernährungssicherung stellt, mit gutem Gewissen angenommen werden. Wer über Jahrzehnte erworbenes Wissen nur für sich behält, tut sich damit keinen Gefallen. Die K+S GRUPPE verfügt über einen Erfahrungsschatz von über 100 Jahren. 100 Jahre, in denen wir viel Wissen und Expertise erworben und im praktischen Einsatz angewandt haben. Denn erst hier erweist sich, was wirklich funktioniert. Forschung muss sich nicht im Reagenzglas, sondern auf den Feldern bewähren. Landwirte sollen sich auf unseren Sachverstand verlassen können. Unsere Mitarbeiter sitzen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Labor, Gewächshaus und Acker. Aus Versuchen vor Ort und im Austausch mit Partner-Instituten an Universitäten im In- und Ausland gewinnen wir Erkenntnisse, die helfen, auf die gestiegenen Herausforderungen der Landwirte noch besser eingehen zu können. Wir wollen Lösungen für einen wirkungsvollen Wissenstransfer von der Forschung hin zum Landwirt finden, insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Der optimale Einsatz von Düngemitteln und der damit zur Verfügung stehende Nährstoffmix ist bei der landwirtschaftlichen Produktion entscheidend für den Ernte ertrag und schließlich für den wirtschaftlichen Erfolg. Wir festigen nicht nur die Lebensgrundlage der Bauern, sondern leisten auch einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung. So geben wir unser in über 100 Jahren gewachsenes Wissen Tag für Tag weiter und unterstützen Landwirte weltweit mit unserer bedarfsorientierten Anwendungs-beratung damit sie künftig noch bessere Ernteerträge erzielen können. Erträge, die nicht nur auf einen schnellen Effekt zielen, sondern nachhaltig angelegt sind, um auch in Zukunft gute Ergebnisse zu erwirtschaften. CORPORATE GOVERNANCEDIE GRUNDSÄTZE EINER MODERNEN CORPORATE GOVERNANCEbilden die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse / Lediglich eine Abweichung von den Kodex-Empfehlungen sowie zwei Abweichungen von den Kodex-Anregungen / Proaktive und transparente Kommunikation ist unser Anspruch 3 3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governanee-Bericht 3.2 Mitglieder des Vorstands 3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats 3.4 Vergütungsbericht K+S verfolgt das Ziel einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf langfristige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Der Vorstand gibt gemäß § 289a HGB im Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab; mit dieser Erklärung wird gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet: 3.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2011/2012Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT haben im Dezember 2011 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abgegeben: "Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 26. Mai 2010) im Jahr 2011 entsprochen wurde bzw. im Jahr 2012 entsprochen werden wird. Lediglich der Empfehlung der Ziffer 5.4.6 des Kodex wird derzeit nicht in vollem Umfang entsprochen, da bislang nur Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats bei der Vergütung berücksichtigt werden; für die übrigen Ausschüsse wurde über die Gewährung eines gesonderten Sitzungsgeldes hinaus bislang keine zusätzliche Vergütung für erforderlich angesehen." / DIESE SOWIE ALLE FRÜHEREN ENTSPRECHENSERKLÄRUNGEN sind auch im lnternet unter www.k-plus-s.com im Bereich Corporate Governance' veröffentlicht. Von den zahlreichen Anregungen des Kodex werden von K+S lediglich die folgenden beiden nicht bzw. nicht vollständig umgesetzt:
ORGANE DER GESELLSCHAFTOrgane der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNGDie Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl, z.B. durch von K+S benannte Stimmrechtsvertreter, ausüben lassen und ihnen Weisungen erteilen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches Vollmachts- und Weisungssystem auf der Internetseite der K+S möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse im Internet. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR HAUPTVERSAMMLUNG finden Sie unter www.k-plus-s.com/hv ARBEITSWEISE DES VORSTANDSDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt; im Jahr 2011 hatte der Vorstand fünf Mitglieder. Die Geschäftsordnung regelt deren Zusammenarbeit und die Geschäftsverteilung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den Vorstands Sitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige personelle und strukturorganisatorische Maßnahmen sowie Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen. / DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDS finden Sieauf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES VORSTANDS UND RESSORTVERTEILUNG finden Sie auf Seite 41. sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'. Das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht ist das interne Kontrollsystem (IKS). Das iks beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es setzt sich aus den Bausteinen "Internes Steuerungssystem" und "Internes Überwachungssystem" zusammen und wird regelmäßig überprüft. Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Geschäftsbereichsleitungen und Leitern der Holdingeinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns und seiner operativen Einheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE. Dem Management stehen eine Reihe von Controllinginstrumenten zur Verfügung. Ferner sind das Risiko- und Compliance-Managementsystem sowie die interne Revision wichtige Bestandteile des internen Kontrollsystems. Das interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmensziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM INTERNEN K0NTR0LL-SYSTEM UND SEINEN BESTANDTEILEN finden Sie im Kapitel ,Unternehmenssteuerung und -überwachung' auf Seite 72, zum Risikomanagementsystem im Risikobericht auf Seite 118. ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils fünf Jahre. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND SEINER AUSSCHÜSSE finden Sie auf Seite 42 sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen - soweit erforderlich - Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens regelmäßig eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Aufsiehtsrat wie auch in den Ausschüssen zu erhalten. / WEITERE EINZELHEITEN ZUR TÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2011 finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 14 dieses Finanzberichts. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:
/ DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'. ZIELSETZUNG FÜR DIE BESETZUNG DES AUFSICHTSRATSDem Aufsiehtsrat der Gesellschaft gehören derzeit 16 Mitglieder an, von denen je acht von der Hauptversammlung bzw. den Arbeitnehmern der deutschen Betriebe der K+S GRUPPE (zwei dieser Mitglieder sind Vertreter der Gewerkschaften) gewählt wurden. Die Amtszeit des Vorsitzenden endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2012, die von Herrn Cardona mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 und die der übrigen Mitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013. Aus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass u.a. der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt wird, nach der der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschlage an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu. Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. November 2010 Folgendes beschlossen: "Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichts-rat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. Dem Aufsiehtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert. In diesem Rahmen wird angestrebt, dass dem Aufsichtsrat ein prozentualer Anteil weiblicher Mitglieder angehört, der mindestens dem prozentualen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der in der K+S GRUPPE beschäftigten Mitarbeiter entspricht. Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsiehtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung Wahlvorschläge nur für solche Kandidaten unterbreiten, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben." Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass er gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen mit einer Ausnahme erfüllt: Mit Frau Benner-Heinacher hat der Aufsichtsrat nur ein weibliches Mitglied; angesichts des aktuellen Frauenanteils von ca. 10% an der Gesamtbelegschaft der K+S GRUPPE wird die Mitgliedschaft von mindestens zwei Frauen angestrebt. ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Unternehmens Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Zur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte haben Herr Cardona in zwei Plenums Sitzungen und Herr Dr. Sünner in einer Plenums Sitzung an Beratungen zu Themen, bei denen auch Interessen der mcc eurochem ojsc bzw. der BASF SE hätten berührt sein können, nicht teilgenommen. Herr Vassiliadis hat erklärt, er werde für den Fall, dass korrespondierende Themen im Aufsichtsrat der BASF SE behandelt werden sollten, nicht an dessen diesbezüglichen Beratungen teilnehmen. VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)K+S unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (d&o-Versicherung) u.a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögens schaden auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung. Die d&o-Versicherung findet auch auf Führungskräfte sowie sonstige leitende Angestellte Anwendung. AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND VORSTANDSNach §15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT den Erwerb und die Veräußerung von K+S-Aktien offenlegen. Im Jahr 2011 haben vier Organmitglieder Directors' Dealings-Meldungen abgegeben. /TAB: 3.1.1, 3.1.2 / EINE STETS AKTUELLE TABELLE finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com/de/meldungen/directors-dealings Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2011 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ausgegebenen Aktien. DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDERTAB: 3.1.1scroll
DIRECTORS' DEALINGS AUFSICHTSRATSMITGLIEDERTAB: 3.1.2scroll
COMPLIANCEUnser Compliance-System schafft die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht, unsere internen Regelungen und Richtlinien sowie die vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards konzernweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Straf- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens und seiner Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstoße verfolgt und geahndet werden. Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten Compliance-Aktivitäten hat der Vorstand einen Chief Compliance Officer betraut, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Er leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Holding und der Geschäftsbereiche sowie die Leiter von Holdingeinheiten angehören, die Compliancerelevante Aufgaben wahrnehmen (z.B. Revision, Risikomanagement, Recht, Personal, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement). Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und daraus abgeleitete Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. Unsere Grundwerte und Verhaltensgrundsätze sind auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich, Über K+S' veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter wird mit diesen konzernweit geltenden Grundwerten und Verhaltensgrundsätzen sowie den sich daraus ableitenden Unternehmensrichtlinien vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Pflicht Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z.B. Kartellrecht, Antikorruption, Umweltschutz, Arbeitssicherheitsrecht). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich über interne Helplines Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen. Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet. / ABB: 3.1.1 COMPLIANCE-SYSTEMABB: 3.1.1![]() RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGSeit Beginn des Jahres 2005 werden für den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze ifrs angewendet. Die Abschlussprüfungen für das Jahr 2011 wurden von der DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, durchgeführt, die die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben hat. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses, nachdem mit dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte sowie dessen Honorar vereinbart wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. TRANSPARENZUnser Ziel ist es, Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens zu unterrichten. Alle wesentlichen Informationen wie z.B. Informationen zur Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, sämtliche Finanzberichte, Unternehmens-/Nachhaltigkeitsberichte, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen von Roadshows und Investorenkonferenzen veröffentlichen wir im Internet. Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Finanzbericht, in den Halbjahres- sowie Quartalsfinanzberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ein E-Mail-Newsletter informiert stets über Neues aus dem Konzern. 3.2 MITGLIEDER DES VORSTANDSStand der Angaben: 31. Dezember 2011 Norbert Steiner (57), Jurist, Vorsitzender
Mandat bis 11. Mai 2015 Erstbestellung: 12. Mai 2000 Aufsichtsratsmandate:
Joachim Felker (59), Industriekaufmann
Mandat bis 30. September 2012 Erstbestellung: 1. Oktober 2005 Aufsichtsratsmandate:
Gerd Grimmig (58), Diplom-Ingenieur
Mandat bis 30. September 2013 Erstbestellung: 1. Oktober 2000 Aufsichtsratsmandate:
Dr. Thomas Nöcker (53), Jurist, Arbeitsdirektor
Mandat bis 31. Juli 2016 Erstbestellung: 1. August 2003 Aufsichtsratsmandate:
Jan Peter Nonnenkamp (48), Diplom-Ökonom 2
Mandat bis 31. Dezember 2011 Erstbestellung: 1. Juni 2009 / LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com/de/vorstand EHRENVORSITZENDER DES AUFSICHTSRATSGerhard R. Wolf (76), Diplom-Kaufmannehem. Mitglied des Vorstands der BASF AG, Ludwigshafen ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 3.3 MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSStand der Angaben: 31. Dezember 2011 Dr. Ralf Bethke (69), Diplom-Kaufmann, AufsichtsratsvorsitzenderAnteilseignervertreterehem. Vorsitzender des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008 Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2012 Erstbestellung: 1. Juli 2007 weitere Aufsichtsratsmandate:
Michael Vassiliadis (47), Chemielaborant, stellv. VorsitzenderArbeitnehmervertreterVorsitzender der iG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate:
1
Konzernmandat Ralf Becker (46), Gewerkschaftssekretär Arbeitnehmervertreter Landesbezirksleiter Nord der ig BERGBAU, CHEMIE, ECHEMIE, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate: CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH,Hannover (stellv. Vorsitzender) Jella S. Benner-Heinacher (51), Juristin Anteilseignervertreterin Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHE SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach George Cardona (60), Ökonom Anteilseignervertreter Mitglied des Direktorenrats der ojsc eurochem MINERAL AND CHEMICAL CO., Russland Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 weitere Kontrollgremien:
Harald Döll (47), EnergieanlagenelektronikerArbeitnehmervertreterVorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 1. August 2009 Dr. Rainer Gerling (53), Diplom-IngenieurArbeitnehmervertreterLeiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 14. Mai 2008 Rainer Grohe (71), Diplom-IngenieurAnteilseignervertreterLehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 6. Mai 1998 weitere Aufsichtsratsmandate:
Dr. Karl Heidenreich (70), Diplom-KaufmannAnteilseignervertreterehem. Mitglied des Vorstands der LANDESBANK BADEN-WÜRTTEMBERG, Stuttgart/Karlsruhe/ Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Rüdiger Kienitz (51), BergbautechnologeArbeitnehmervertreterMitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 26. März 1998 Klaus Krüger (57), BergbautechnologeArbeitnehmervertreterVorsitzender des Betriebsrats des Werks Ziehtz der K+S KALI GMBH Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 9. August 1999 Dieter Kuhn (53), BergbaumaschinistArbeitnehmervertreterBetriebsratsvorsitzender des Werks Bernburg der ESCO GMBH & CO. KG erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Bernd Malmström (70), JuristAnteilseignervertreterRechtsanwalt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate:
weitere Kontrollgremien:
Dr. Rudolf Müller (68), Diplom-Ingenieur agr.Anteilseignervertreterehem. Mitglied des Vorstands der SÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Kontrollgremien:
Renato De Salvo (47), BetriebsschlosserArbeitnehmervertreterBetriebsschloss er im Werk Sigmundshall der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Eckart Sünner (67), JuristAnteilseignervertreterOF COUNSEL, ALLEN & OVERY LLP, Büro Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 28. April 1992 weitere Aufsichtsratsmandate:
/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com/de/ aufsichtsrat AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSEPRÜFUNGSAUSSCHUSS
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
PERSONALAUSSCHUSS
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
3.4 VERGÜTUNGSBERICHTIm Folgenden erläutern wir die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten. VERGÜTUNG DES VORSTANDSVERGÜTUNGSSTRUKTURKriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den übrigen Führungskräften sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungs-komponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (lti)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen erhalten. Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr. /WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 101. Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60 % vor. Der variable Anteil ist wiederum zu 80 % an die Unternehmensperformance, d.h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden; die übrigen 20 % sind von der persönlichen Leistung abhängig. Eine variable Vergütung von 100% wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115% des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100% bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 20 Prozentpunkten über der Mindestrendite gedeckelt. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150 %. Die Vergütungshöhe auf Basis eines Normaljahres wird jährlich überprüft. LTI-PROGRAMMABB: 3.4.1![]() Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risiko Charakter Einkommen aus einem kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programm zu beziehen. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahres Zeiträumen der Beitrag des Vorstands zum Unternehmens erfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen: Operatives Ergebnis (EBIT I) + Zinserträge des Geschäftsjahres - Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres = Wertbeitrag Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei ±500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In Abbildung 3.4.1 werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt. /ABB: 3.4.1 LTI-PROGRAMME 2008 BIS 2011ABB: 3.4.2![]() 1 In den Jahren 2008 und 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeiträge die Kappungsgrenze erreicht 2 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres. Zu Beginn eines lti's wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performance Zeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Eine stabile Entwicklung, d.h. eine Differenz von 0 Mio. €, entspricht 100% und ist als Normaljahr definiert. In einem solchen Normaljahr beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt die Vergütungskomponente das 1,5 fache, d.h. 525.000 € in einem Normaljahr und 1.050.000 € bei Erreichen der Obergrenze. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. Für die aufgrund der im Jahr 2010 erfolgten Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehenden Zuflusslücken in den Jahren 2012 und 2013 wurde das neue LTI-Programm virtuell bereits in den Jahren 2008 und 2009 mit jeweils einer Tranche gestartet. / ABB: 3.4.2 Das neue Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, euroshareholders, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet. BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDSTAB: 3.4.1scroll
1
Gesamtkapitalrendite = Mindestrendite; persönliche
Zielerreichung = 100%. VERGÜTUNG DES VORSTANDSTAB: 3.4.2scroll
Das LTI-Programm ersetzt das zwischen 1999 und 2009 geltende System mit der Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus der Ausübung von Aktienoptionen zu beziehen. Im Rahmen eines virtuellen Optionsprogramms, das in seiner Ausgestaltung identisch ist mit dem der übrigen Optionsprogrammteilnehmer, konnte der Vorstand im Jahr 2009 letztmalig 30 % seiner erfolgsabhängigen Vergütung für ein Eigeninvestment in K+S -Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der relativen Entwicklung der K+S-Aktie gegenüber dem Referenzindex dax. Die für die Berechnung der Performance maßgeblichen Basiskurse der K+S-Aktie und des dax entsprechen dem Durchschnittskurs der 100 Börsentage bis zum jeweiligen Basisstichtag (der drittletzte Freitag vor der ordentlichen Hauptversammlung). Eine nachträgliche Änderung der Erfolgs ziele oder der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen. Die Gesamtlaufzeit der bis zum Jahr 2009 gewährten Optionen beträgt fünf Jahre, danach verfallen die nicht ausgeübten Optionen entschädigungslos. Die Ausübung der Optionen ist nach einer Sperrfrist von zwei Jahren innerhalb zweier Zeitfenster je Jahr im Mai und November nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen möglich. Um die Optionen ausüben zu können, müssen die Basisaktien durchgängig bis zum Ausübungstag gehalten werden. Im Übernahmefall ("Change of Control") öffnet sich für sämtliche noch ausstehenden Optionen ein Sonderfenster für die Ausübung. Bei Abberufung bzw. Eigenkündigung verfallen die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeübten virtuellen Optionen. In Tabelle 3.4.1 ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds dargestellt. / TAB: 3.4.1 VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 sind in individualisierter Form in Tabelle 3.4.2 dargestellt. / TAB: 3.4.2 Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr auf fünf Vorstandsmitglieder, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgewiesene Anstieg der Tantiemen beruht insbesondere auf der im Jahr 2011 weiter gestiegenen Gesamtkapitalrendite. Außerdem sind mit Ende der vierjährigen Laufzeit des LTI-Programms 2008 im Jahr 2011 erstmals die Ansprüche der Vorstandsmitglieder aus dieser neuen variablen Vergütungskomponente auszuweisen. Wie in Abbildung 3.4.2 auf Seite 47 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performance Zeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge deutlich über denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen erreichte das LTI-Programm 2008 die Kappungsgrenze. Der Aufsichtsrat und Herr Nonnenkamp haben sich im November 2011 einvernehmlich darauf geeinigt, dass das Vorstandsmandat und das Vertragsverhältnis zum Jahresende beendet werden; Vergütungsansprüche bestanden jedoch bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Vertragsdauer am 31. Mai 2012. Die in der obigen Tabelle aus gewiesenen Vergütungsbestandteile beinhalten daher neben der Vergütung für das Jahr 2011 das anteilige Fixum für das Jahr 2012, die auf Basis der Planung errechnete anteilige Tantieme für das Jahr 2012 sowie die anteiligen, abgezinsten Zahlungen aus allen zugesagten LTI-Programmen. Die Werte der im Rahmen des letztmalig 2009 angebotenen Optionsprogramms erworbenen und noch nicht ausgeübten Aktienoptionen werden in Tabelle 3.4.3 dargestellt (Wert bei fiktiver Ausübung am 31. Dezember 201l). / TAB: 3.4.3 Im Jahr 2011 übte kein Vorstandsmitglied virtuelle Optionen des noch laufenden Optionsprogramms 2009 aus. Im Vorjahr betrugen die Zahlungen für die im Jahr 2010 von Vorstandsmitgliedern vollständig ausgeübten virtuellen Optionen des Optionsprogramms 2008 für die einzelnen Vorstandsmitglieder: Herr Steiner 278,2 Tsd. €, Herr Felker 525,9 Tsd. €, Herr Grimmig 526,8 Tsd. € und Herr Dr. Nöcker 525,9 Tsd. €. VIRTUELLES AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2009TAB: 3.43scroll
PENSIONSZUSAGENDie Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d.h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (>15 Jahre) zu vermeiden. Die Obergrenze beträgt für ein ordentliches Vorstandsmitglied 225.000 € und für den Vorstandsvorsitzenden 300.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus - erstmals für das Geschäftsjahr 2014 - überprüft und ggf. angepasst. PENSIONENTAB: 3.4.4scroll
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Einschließlich Zinsaufwand. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2011 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 15,0 und 9,0 % - die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Erst bei Auszahlung von Rentenleistungen werden diese entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, gilt dies als Eintritt des Versorgungsfalls im Sinne der Versorgungszusage. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2011 die in Tabelle 3.4.4 dargestellten Pensionsrückstellungen Zugeführt. / TAB: 3.4.4 Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2011 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr verkürzten Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen. VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGEIm Falle eines wirksamen Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe von dem 1,5 fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstands-Vertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre, zuzüglich einer Ausgleichszahlung. Die Ausgleichs Zahlung beträgt das 1,5 fache des Jahresfixums. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht. SONSTIGESIm Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahe stehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGSSTRUKTURDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in §12 der Satzung geregelt. Danach erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats eine jährliche fixe Vergütung von 55.000 € sowie eine jährliche variable Vergütung, die durch die Höhe der von der K+S GRUPPE im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Gesamtkapitalrendite wie folgt bestimmt wird: Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung einer variablen Vergütung ist das Erreichen einer Mindestrendite; diese entspricht 115% der Kapitalkosten vor Steuern der K+S GRUPPE im betreffenden Geschäftsjahr. Bei Erreichen der Mindestrendite erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung von 15.000 €; für jeden Prozentpunkt, um den die Gesamtkapitalrendite die Mindestrendite übersteigt, erhöht sich die variable Vergütung um jeweils 1.500 €. Die variable Vergütung ist begrenzt auf maximal 45.000 € pro Jahr. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5fache der Vergütungen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine weitere Vergütung von 7.500 € pro Jahr. Auch der Vorsitzende dieses Ausschusses erhält das Doppelte dieser Vergütung. Die Gesellschaft gewährt jedem Mitglied des Aufsichtsrats für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von 500 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.000 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben gegenüber der Gesellschaft Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen. Sie haben ferner Anspruch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 101. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 ergeben sich in individualisierter Form aus Tabelle 3.4.5. / TAB: 3.4.5 Der gegenüber dem Vorjahr es Zeitraum aus gewiesene Anstieg der variablen Vergütung beruht insbesondere auf der im Jahr 2011 gestiegenen Gesamtkapitalrendite. Zusätzlich wurden im Jahr 2011 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 57,0 Tsd. € gezahlt (Vorjahr: 29,7 Tsd. €). Der Anstieg ist insbesondere auf Reisen von Aufsichtsratsmitgliedern zu Standorten der K+S GRUPPE zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsieistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt. GEPLANTE ÄNDERUNG DER VERGÜTUNGSSTRUKTURDer Hauptversammlung am 9. Mai 2012 soll vorgeschlagen werden, die Vergütung des Aufsichtsrats umzustellen. Vorstand und Aufsiehtsrat sind der Auffassung, dass eine ausschließlich fixe Vergütung der Aufsiehtsratsmitglieder besser als die bisherige - auch einen variablen Anteil beinhaltende - Vergütungsform geeignet ist, den unabhängig vom Unternehmens erfolg generell bestehenden Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen. Ferner erscheint es angemessen, die Vergütung für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsiehtsrats dem gestiegenen Arbeitsaufwand und Komplexitätsgrad anzupassen. Die vorgesehene Änderung der Aufsichtsratsvergütung soll auch künftig sicherstellen, Mitglieder für den Aufsichtsrat gewinnen zu können, die über hohe Kompetenz sowie langjährige, auch internationale Erfahrung in der Führung und Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Ein Mitglied des Aufsichtsrats soll ab 2012 eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 € (bisher: 55.000 €) erhalten. Ersatzlos entfallen soll dafür die bisherige jährliche variable Vergütung, die durch die Höhe der von der K+S GRUPPE im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Gesamtkapitalrendite bestimmt war und maximal 45.000 € betragen konnte. Der Vorsitzende des Aufsiehtsrats soll das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhalten. Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats hat in den vergangen Jahren deutlich in Umfang und Komplexität zugenommen. Daher sollen die Mitglieder des Prüfungsausschusses eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 € (bisher 7.500 €), die Mitglieder des Personalausschusses eine jährliche Vergütung von jeweils 7.500 € (bisher nicht vergütet) erhalten. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss soll jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 € (bisher nicht vergütet) erhalten, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse sollen jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhalten. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats soll schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, zukünftig ein Sitzungsgeld von je 750 € (bisher 500 €), bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag (bisher 1.000 €) erhalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen unverändert sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer haben. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 1TAB: 3.4.5scroll
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS 1 (FORTSETZUNG)TAB: 3.4.5scroll
KONZERNLAGEBERICHT"DAS WETTER WAR, IST UND WIRD AUCH IN ZUKUNFT EIN GROSSESRISIKOFÜR JEDEN LANDWIRT SEIN. WENIGE TAGE KÖNNEN DARÜBER ENTSCHEIDEN, OB ES EINE GUTE ODER SCHLECHTE ERNTE WIRD. DARAUF MUSS ICH, SO GUT ES GEHT, VORBEREITET SEIN."VOLKER DIELS (53), LANDWIRTIN RHEINLAND-PFALZ Oben links: Einbringung der Ernte bei aufkommendem Gewitter Unten links und Mitte: Auffüllen des Düngemittelstreuers und Ausbringung des Düngers auf das Feld Unten rechts: Volker Diels auf seinem Mähdrescher HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNGSICHERHEIT GEBENMIT UNSEREN PARTNERN IN DER LANDWIRTSCHAFT ENTWICKELN WIR ANGEPASSTE DÜNGEKONZEPTE, DIE ES ERMÖGLICHEN, BESSER AUF DIE UNWÄGBARKEITEN ÄUSSERER EINFLÜSSE WIE Z. B. DAS WETTER VORBEREITET ZU SEIN.Beim modernen Anbau von Kulturpflanzen werden dem Boden viele Nährstoffe entzogen, die ihm für nachhaltig gute Ernteerträge wieder zugeführt werden müssen. Landwirte sind von Spezialinformationen abhängig, gefragt sind die standortgerechte Bewertung von Düngermenge und Nährstoffform oder professionelle Auskünfte zu bestimmten Düngemittelsorten und Düngungssystemen. Jeder Boden erfordert ein spezifisches Nährstoffmanagement; die Anforderungen in einer eher feuchten Region unterscheiden sich beispielsweise grundlegend von denen in Trockengebieten. Kali- und Magnesiumdüngemittel ermöglichen eine größere Speicherung von Wasser im Boden und verbessern gleichzeitig das Wurzelwachstum der Pflanze. So kann diese die vorhandenen Wasserreserven effizienter nutzen. Eine vorausschauende Düngung ist für den Landwirt oftmals erfolgsentscheidend. So kann er Ernteerträge sichern und sich auf widrige Witterungsverhältnisse bestmöglich vorbereiten. Das bedarfsgerechte Ausbringen der Düngemittel ist deshalb für die Risikominimierung entscheidend. Der Landwirt muss den Zeitpunkt und die Menge der Düngung je nach Wachstumsverlauf der Pflanze vorausberechnen. Nur durch eine professionelle Vorbereitung kann er den Grundstein für ein gutes Ernteergebnis legen. KONZERNLAGEBERICHT DER K+S GRUPPEHOHE DÜNGEMITTELNACHFRAGE INFOLGEATTRAKTIVER RAHMENBEDINGUNGENErneut starkes Salzgeschäft aufgrund überdurchschnittlicher Auftausalzabsätze / Konzernumsatz um 11% auf 5,2 Mrd. € gestiegen / Operatives Ergebnis EBIT I mit deutlichem Anstieg auf 976 Mio. € (+37%) / Wichtige strategische Weichenstellungen: Start des Legacy Projekts, Veräußerung des COMPO-Geschäfts / K+S GRUPPE mit attraktiven Perspektiven für die Jahre 2012 und 2013 4 4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit 4.2 Unternehmensstrategie 4.3 Unternehmenssteuerung und -überwachung 4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen 4.5 Forschung und Entwicklung 4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf 4.7 Ertragslage 4.8 Finanzlage 4.9 Vermögenslage 4.10 Darstellung der Geschäftsbereichsentwicklung 4.11 Risikobericht 4.12 Nachtragsbericht 4.13 Gesamtaussage zur aktuellen wirtschaftlichen Lage 4.14 Prognosebericht 4.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEITRECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE. Die wirtschaftliche Entwicklung der K+S GRUPPE wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. / DETAILS ZU TOCHTERGESELLSCHAFTEN, BETEILIGUNGEN UND NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN finden Sie in der Anteilsbesitzliste auf Seite 211 sowie auf Seite 209. Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K + S KALI GMBH, K + S SALZ GMBH, K + S NITROGEN GMBH, K + S FINANCE BELGIUM BVBA und die K+S iNVESTMENTS LTD. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG und die K+S NETHERLANDS hOLDING B.V. zusammengefasst, die sowohl die Anteile an den mit den Geschäftsaktivitäten der SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL) in Chile als auch die mit dem Legacy Projekt in Kanada in Verbindung stehenden Gesellschaften hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S nNETHERLANDS hOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. Während die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings halten, werden die ausländischen Aktivitäten des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel weitestgehend unter der K+S BETEILIGUNGS GMBH geführt, einer direkten Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Auch die Ergänzenden Geschäftsbereiche sind weitgehend über Tochtergesellschaften mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verbunden. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 wie folgt verändert: Nach der Übernahme von 100% der Anteile an der POTASH ONE INC. durch die K+S CANADA HOLDINGS INC. wurde die POTASH ONE INC. inklusive ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften per 31. März 2011 auf die K+S CANADA HOLDINGS INC verschmolzen. Außerdem wurde die K+S POTASH CANADA GP als Tochter der K+S CANADA hOLDINGS INC. in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Darüber hinaus wurde die K+S SALT of the AMERICAS HOLDING B.V. in K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. und die KALI TRANSPORT GESELLSCHAFT MBH in K+S TRANSPORT GMBH umbenannt. Das COMPO-Geschäft und die dazugehörigen Gesellschaften wurden mit Wirkung zum 18. Oktober 2011 an den europäischen Private-Equity-Investor triton veräußert. CESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTURABB: 4.1.1![]() GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTURDie Berichterstattung der K+S GRUPPE gliedert sich in vier Bereiche, die strategisch, technisch und wirtschaftlich miteinander verknüpft sind. / ABB: 4.1.1 / ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU DEN PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN DER GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Internetseite www.k-plus-s.com KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE -ABSATZ NACH REGIONENABB: 4.1.2![]() scroll
![]() GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDer Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerks Standort zu End- oder Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus gehören dem Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich an. Die jährliche Produktionskapazität des Geschäftsbereichs beträgt bis zu 7,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte. Durch die Akquisition der kanadischen POTASH ONE verfügt der Geschäftsbereich zukünftig über die Möglichkeit, die jährliche Produktionskapazität mit dem Legacy Projekt langfristig um mindestens 2,86 Mio. t zu erhöhen. Ein weitgespanntes Vertriebsnetz ermöglicht den Verkauf der Produkte auf allen relevanten Märkten in Europa und Übersee. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist überwiegend in der K+S KALI GMBH, deren Tochtergesellschaften und der K+S POTASH CANADA gp abgebildet. Der Sitz der Geschäftsführung ist in Kassel. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT finden Sie auf Seite 147. WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDer Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bietet seinen Kunden Düngemittel, Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln. Kaliumchlorid ist dabei die umsatzstärkste Produktgruppe. Das universell einsetzbare Düngemittel wird weltweit insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewandt. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht oder zunächst mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) gemischt. Zusätzlich wird Kaliumchlorid auch als feinkörnige "Standard"- Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. Die Düngemittelspezialitäten des Geschäftsbereichs unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid durch unterschiedliche Nährst offrezepturen mit Magnesium, Schwefel und Spurenelementen. Außerdem bietet der Geschäftsbereich eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheits-stufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z.B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoff, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Des Weiteren stellt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein Produktportfolio für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. Beratung ist ein wesentliches Element des Leistungsspektrums des Geschäftsbereichs. Ein Beraterteam, bestehend aus rund 30 Regionalberatern sowie auch weltweit tätigen Agronomen, liefert wichtige Informationen und Anregungen für Innovationen rund um den Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft. Für Industrieprodukte steht eine technische Anwendungsberatung weltweit zur Verfügung. / WEITERE INFORMATIONEN ZU PRODUKTEN, DIENSTLEISTUNGEN UND ANWENDUNGSGEBIETEN des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumproduktefinden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENEtwas mehr als die Hälfte des Umsatzes erzielt der Geschäftsbereich in Europa. Hier profitiert er von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Auch in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien hält der Geschäftsbereich bedeutende Marktpositionen; dabei werden auch kostengünstige Container-Transporte genutzt. /ABB: 4.1.2 Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Produzent von Kali- und Magnesiumprodukten und hatte im Jahr 2011 einen Anteil von rund 10 % am Weltkaliabsatz. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASH CORP., MOSAIC und AGRIUM, die mit der canpotex eine gemeinsame Exportorganisation unterhalten, die russische URAL-KALI und die weißrussische BELARUSKALI, die außerhalb ihrer Heimatmärkte gemeinsam über die Exportorganisation bpc auftreten, die israelische icl, die jordanische apc sowie die chilenische sqm. Durch seine kalium- und magnesiumhaltigen Düngemittelspezialitäten unterscheidet sich der Geschäftsbereich deutlich vom Wettbewerb und nimmt bei diesen Düngemitteln weltweit die Spitzenposition ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Anbietern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. ![]() GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELDie Zwei-Säulen-Strategie der K+S GRUPPE sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel entsprechend hierauf zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund wurde das compo-Geschäft im Juni 2011 an den europäischen Private-Equity-Investor triton verkauft, das Closing erfolgte am 18. Oktober 2011. Infolgedessen ist das compo-Geschäft nicht mehr Teil des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel und wird gemäß ifrs als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel besteht nach der Veräußerung des COMPO-Geschäfts im Wesentlichen aus der K+S NITROGEN GMBH. K+S NITROGEN vermarktet stickstoffhaltige Düngemittel mit einer Ausrichtung auf Großabnehmer in der Landwirtschaft und in Spezialkulturen wie Obst-, Gemüse- und Weinanbau. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim. Neben den exklusiv von BASF für sie produzierten Düngemitteln vermarktet K+S NITROGEN auch Waren anderer namhafter europäischer Düngemittelproduzenten. BASF hat Ende September 2011 den Verkauf größerer Teile ihrer Düngemittel-Produktionsanlagen an den russischen Düngemittelproduzenten eurochem bekannt-gegeben. Die zwischen der BASF und K+S bestehenden Verträge zur Belieferung der K+S NITROGEN mit Mehrnährstoff- und Stickst offeinzeldüngern sind frühestens zum 31. Dezember 2014 kündbar. WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDie Produkte des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel lassen sich in Stickstoffeinzeldünger, stickstoffhaltige Mehrnährstoffdünger und Ammonsulfat einteilen. Bei Stickstoffeinzeldünger sind Kalkammonsalpeter (KAS) und Ammonsulfatsalpeter (ASS) die umsatzstärksten Produkte. Mehrnährstoffdünger enthalten neben Stickstoff die Nährstoffe Kalium und Phosphat sowie -je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Mit den stickstoffstabilisierten ente c-Produkten verfügt K+S NITROGEN über innovative Düngemittel, die sich durch eine einzigartige Stickstoffemzienz auszeichnen und im Vergleich zu herkömmlichen Produkten das Risiko der Nitratverlagerung und der Lachgasemissionen signifikant reduzieren. In 2011 hat K+S NITROGEN die Vermarktung eines neu entwickelten Urease-Inhibitors gestartet. Durch dessen Aufbringung auf Harnstoff können die umweltbelastenden Ammoniakemissionen deutlich reduziert und die Stickstoffefnzienz gesteigert werden. Ammonsulfat wird in Europa überwiegend als Rohstoff in der Düngemittelproduktion eingesetzt, während es in Übersee, insbesondere in Südamerika, meist direkt auf die Felder ausgebracht wird. /WEITERE INFORMATIONEN ZU PRODUKTEN, DIENSTLEISTUNGEN UND ANWENDUNGSGEBIETEN des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht. STICKSTOFFDÜNGEMITTEL - ABSATZ NACH REGIONENABB: 4.1.3![]() scroll
WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENDer Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel liefert pro Jahr bis zu 5 Mio. t Düngemittel in 60 Länder der Welt. Rund zwei Drittel des Umsatzes werden in Europa und rund ein Drittel in Übersee erzielt. Mit den internationalen Niederlassungen der K+S GRUPPE und ausgewählten externen Vertriebspartnern verfügt der Geschäftsbereich über ein effizientes, weltweites Vertriebsnetz. In großen europäischen Kernmärkten wie Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und der Türkei sowie in einzelnen Überseemärkten wie Mexiko, Singapur und China ist der Geschäftsbereich mit eigenen Vertriebs Organisationen präsent. / ABB: 4.1.3 Weltweit ist Harnstoff (46 % Stickstoffanteil) der dominierende Stickstoffdünger. Harnstoff wird auf Basis von Gas und Ammoniak von mehreren hundert Produzenten weltweit produziert. In Europa und Nordamerika hingegen dominieren nitrathaltige Stickstoffdünger, da diese bei den dort gegebenen Boden- und Klimaverhältnissen für die Anwender vorteilhafter sind. Weltweit führender Anbieter von Stickstoffdüngemitteln ist der norwegische Produzent yara. In Europa sind neben yara die agrofert-Gruppe und die ocI fertilizer group die wichtigsten Wettbewerber der K+S NITROGEN. Bei dem schwefelhaltigen Stickstoffdüngemittel Ammonsulfat zählt K+S NITROGEN weltweit zu den führenden Anbietern. ![]() GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Geschäftsbereich Salz gewinnt und vertreibt die K+S GRUPPE Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze. K+S ist der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten, die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 30 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich umfasst die Teileinheiten ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO), Hannover, mit Tätigkeitsschwerpunkt in Europa, die chilenische sociedad PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL), Santiago de Chile, mit Aktivitäten in Südamerika und den USA sowie MORTON SALT, INC, Chicago, einen der größten Salzproduzenten in Nordamerika. ESCO verfügt über drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien sowie über zahlreiche Vertriebsstandorte in Europa. Die jährliche Produktionskapazität von esco liegt in Europa bei rund 8,0 Mio. t Festsalz und bei 1,7 Mio. t Salz in Sole. Die chilenische SPL gewinnt im Salar Grande de Tarapacá Steinsalz im kostengünstigen Tagebau. Die Produktionskapazität beträgt dort rund 6,5 Mio. t pro Jahr und soll bis Ende 2012 um 1,5 Mio. t auf jährlich 8 Mio. t ausgebaut werden. Außerdem betreibt die zur SPL-Gruppe gehörende SALINA DIAMANTE BRANCO im Nordosten von Brasilien eine Meersalzanlage mit 0,5 Mio. t Jahreskapazität. In den USA vertreibt die SPL ihre Salzprodukte über die INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO). Darüber hinaus ist die chilenische Reederei EMPREMAR S.A., die mit einer Flotte von fünf eigenen sowie zusätzlichen gecharterten Schiffen die Seelogistik für die SPL-Gruppe in Südamerika abwickelt, Teil des Geschäftsbereichs Salz. MORTON SALT betreibt sechs Steinsalzbergwerke, sieben Solar- und zehn Siedesalzanlagen in den usa, in Kanada und auf den Bahamas; die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 13 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich Salz ist in Europa sowie Nord- und Südamerika mit eigenen Vertriebseinheiten und über Plattformgesellschaften der K+S GRUPPE vertreten. Darüber hinaus exportiert der Geschäftsbereich Salzprodukte nach Asien und in andere Regionen der Welt. SALZ - ABSATZ NACH REGIONENABB: 4.1.4![]() scroll
WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDer Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze, die sämtlich auf Natriumchlorid (Kochsalz) basieren. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe. Im Bereich Speisesalz stellt die K+S GRUPPE sowohl Salz für die Lebensmittelindustrie als auch Tafelsalz für Endverbraucher her, hierzu gehören auch Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz. Gewerbesalze werden in Färbereien, in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. Auch im Bereich Gewerbesalz werden Produkte für Endverbraucher hergestellt, wie beispielsweise Wasserenthärtungssalze. Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyse anlagen wird dar- aus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von Polyvinylchlorid (pvc). Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel der K+S GRUPPE, Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette ab. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calciumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken. / WEITERE INFORMATIONEN ZU PRODUKTEN, DIENSTLEISTUNGEN UND ANWENDUNGSGEBIETEN des Geschäftsbereichs Salz finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENZu den wesentlichen europäischen Absatzmärkten des Geschäftsbereichs Salz gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien und Polen, während die usa, Kanada, Brasilien und Chile auf dem amerikanischen Kontinent von besonderer Bedeutung sind. Das Auftausalzgeschäft ist regional stark von den Witterungsbedingungen abhängig; K+S kann aufgrund ihres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als die lokalen Wettbewerber. In den übrigen Segmenten besteht aufgrund der begrenzten Substituierbarkeit in den meisten Anwendungen eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa vergleichsweise reif ist und nur leichte Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrage anstieg zu verzeichnen. Salzvorkommen sind geografisch weit verstreut; aufgrund des relativ hohen Anteils der Transportkosten an den Gesamtkosten sind die Märkte in der Regel - ausgehend von den Produktionsstätten - regional begrenzt. / ABB: 4.1.4 Die Branche war in den vergangenen Jahren durch einen Konsolidierungsprozess gekennzeichnet. Die K+S GRUPPE hat mit dem im Jahr 2004 getätigten Kauf der 38 %igen Beteiligung der SOLVAY-Gruppe an esco, dem im Jahr 2006 erfolgten Erwerb des chilenischen Produzenten SPL sowie der im Oktober 2009 erfolgreich abgeschlossenen Übernahme von MORTON SALT diesen Prozess aktiv mitgestaltet, esco ist bei Salzprodukten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen neben den Wettbewerbern südsalz, salins du midi und akzo nobel führend in Europa. Mit SPL hat die K+S GRUPPE Zugang zu den dynamisch wachsenden süd- und zentralamerikanischen Märkten. MORTON SALT ist neben cargill und compass Minerals international einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Mit dem Erwerb von MORTON SALT wurde die K+S GRUPPE - gemessen an der Produktionskapazität - der größte Salzproduzent der Welt mit einer Jahreskapazität von rund 30 Mio. t. ![]() ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHEUnter dem Begriff "Ergänzende Geschäftsbereiche" sind neben den Entsorgungsaktivitäten zur untertägigen Beseitigung und Verwertung von Abfällen in Kalibzw. Steinsalzbergwerken, dem Salzschlacke- und Baustoffrecycling (Entsorgung und Recycling) sowie der Granulierung von Catsan® am Standort Salzdetfurth weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die chemische Fabrik kalk GMBH (CFK) handelt mit einer Auswahl von Basis Chemikalien. WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDer Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling nutzt die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen und greift dabei auf die vorhandene Infrastruktur der aktiven Kali- bzw. Steinsalzbergwerke zurück. Der Geschäftsbereich betreibt zwei Untertagedeponien; die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben betreibt die K+S GRUPPE fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Behördlich zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet. Für die untertägige Verwertung geeignet sind beispielsweise Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Die von der K+S GRUPPE für die Beseitigung und Verwertung genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten getrennt. Durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren wird somit eine höchstmögliche Sicherheit erreicht. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet der Geschäftsbereich Schmelz salze, das Recycling von Salzschlacken. Darüber hinaus gehört das Baustoffrecycling zum Leistungsumfang. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg und deren Tochtergesellschaften verfügt die K+S GRUPPE neben der dem Geschäftsbereich Salz zugeordneten chilenischen Reederei EMPREMAE über einen weiteren eigenen Logistikdienstleister. Der Betrieb des Kalikais in Hamburg, mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgüter in Europa, ist Kerngeschäft der K+S TRANSPORT GMBH und gleichzeitig für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von strategischer Bedeutung. Auch das Containergeschäft der K+S GRUPPE wird von Hamburg aus gesteuert, einschließlich der Vortransporte von den Produktionsstandorten zu den Verladeterminals. Am Standort Salzdetfurth ist es gelungen, vorhandene Anlagen und weite Teile der Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks weiter wirtschaftlich zu nutzen, Arbeitsplätze zu erhalten und die Aktivitäten sogar wieder deutlich auszuweiten: Hier granulieren wir für die MARS GMBH u.a. das bekannte Tierhygienemarkenprodukt CATSAN®. Die Produktpalette der CFK umfasst eine Auswahl von Basischemikalien. Dazu zählen unter anderem Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENDie Kernmärkte des Geschäftsbereichs Entsorgung und Recycling liegen in West- und Mitteleuropa. Die osteuropäischen Staaten, allen voran Polen und das Baltikum, bieten darüber hinaus Wachstumspotenzial, da dort die Nachfrage nach eu-konformen, untertägigen Entsorgungslösungen für Abfälle steigt. Der Markt der untertägigen Entsorgung ist sehr wettbewerbsintensiv, die K+S GRUPPE bietet jedoch mit ihren Full-Service-Lösungen einen spezifischen Mehrwert für den Kunden. Auch beim Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie zählt die K+S GRUPPE in Deutschland wie im übrigen Europa zu den führenden Anbietern. Zu den Kunden der cfk gehören viele namhafte europäische Chemiefirmen, Glashütten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten und Brauereien sowie Städte und Kommunen, die Calcium- oder Magnesiumchlorid für den Winterdienst verwenden. WESENTLICHE STANDORTEIn der K+S GRUPPE waren am Jahresende 2011 knapp 14.500 Mitarbeiter im In- und Ausland beschäftigt. Die Abbildungen 4.1.5 und 4.1.6 zeigen die bedeutendsten Standorte der K+S GRUPPE sowie deren Mitarbeiterzahl am Jahresende 2011. / ABB: 4.1.5, 4.1.6 INFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTENEine Übersicht unserer Rohstofflagerstatten und -reserven finden Sie im Kapitel, Weitere Informationen' auf Seite 214. LEITUNG UND KONTROLLEERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung gemäß § 161 AktG, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und weitere Angaben zur Unternehmensführung sind in der Erklärung zur Unternehmensführung im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 35 enthalten. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMSDie Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB sowie nach Ziffer 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind im Vergütungsbericht des Kapitels ,Corporate Governance' auf Seite 45 enthalten; der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. TEILNEHMER UND BEDINGUNGEN VON PROGRAMMEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZFUNKTIONZwischen 1999 und 2009 ermöglichte K+S dem Vorstand und Führungskräften die Teilnahme an einem virtuellen Aktienoptionsprogramm. Dazu waren im Jahr 2009 insgesamt 308 Personen berechtigt (vgl. Finanzbericht 2009). Eine nähere Beschreibung dieses Programms, dessen Struktur für den Vorstand und die übrigen Teilnehmer des Optionsprogramms identisch war, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 48. Vor dem Hintergrund der durch das Vorstandsvergütungsgesetz geänderten gesetzlichen Bestimmungen sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Ausgestaltung der Vorstandsvergütung wurde eine Anpassung des variablen Vergütungsbestandteils mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (LTI)) erforderlich. Daher wurde im Jahr 2010 eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente eingeführt. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Im Jahr 2011 waren bei K+S insgesamt 311 Personen zur Teilnahme berechtigt. Eine nähere Beschreibung dieses Programms, das in seiner grundsätzlichen Ausgestaltung für Vorstand und die übrigen Teilnehmer identisch ist, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 46. RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTORENDie K+S GRUPPE muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten: Neben den allgemeinen Rechtsvorschriften sind für uns insbesondere das Berg- sowie das Umweltrecht (z.B. Wasser-, Abfall-, Immissionsschutz-, Bodenschutzrecht etc.) und das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzrecht relevant. Auch die Sicherung vorhandener und ebenso der Erwerb neuer Abbaurechte ist für die K+S GRUPPE von elementarer Bedeutung. Zu den für die K+S GRUPPE relevanten wirtschaftlichen Einflussfaktoren sind insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland und Nordamerika zu zählen, da 70 % der Belegschaft in Deutschland und seit der Übernahme von MORTON SALT 21% in Nordamerika tätig sind und der Personalaufwand eine wesentliche Kostenposition der K+S GRUPPE darstellt. In den letzten Jahren konnten wir unser Reaktionsvermögen auf Ergebnisentwicklungen sowohl mit flexiblen Arbeitszeitmodellen als auch durch variable Gehaltsanteile erhöhen. Letztere sind u.a. an den Unternehmens erfolg gekoppelt. Transport-, Energie-und Rohstoffkosten sowie die Wechselkursentwicklung des US-Dollars und des kanadischen Dollars haben ebenfalls großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der K+S GRUPPE. / GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN sowie deren Auswirkungen auf K+S werden auf Seite 88 beschrieben. BEDEUTENDE STANDORTE IN EUROPAABB: 4.1.5scroll
1
FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente;
Tellzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil
gewichtet; inkl. Auszubildende. scroll
BEDEUTENDE STANDORTE IN AMERIKAABB: 4.1.6scroll
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ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGBZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALSDas Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf den Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen. ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIENJede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITALEs bestehen keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital. ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHENEs gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITALEs existieren keine Stimmrechtskontrollen. ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGENBestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen. ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFENDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem xetra. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem xetra während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder aus bedingtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHENK+S hat im Jahr 2010 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € abgeschlossen. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Außerdem hat K+S im Jahr 2009 eine Anleihe über 750 Mio. € emittiert. Im Fall eines Kontrollwechsels haben die Anleihegläubiger das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen zu kündigen. ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SINDDerartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf der Seite 51 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2009 letztmals gewährte Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte sieht vor, dass sich im Übernahmefall ("Change of Control") für sämtliche noch ausstehende Optionen ein zeitliches Sonderfenster für die Ausübung öffnet. Die genaue Ausgestaltung dieses Programms, die für Vorstand und Führungskräfte identisch ist, wird ebenfalls im Vergütungsbericht erläutert (siehe Seite 49). Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung (lti) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen. ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGBDa die zu den Ziffern 1 bis 6 des § 315 Abs. 4 HGB im Konzernlagebericht (Seite es) gemachten Angaben für sich selbst sprechen, beschränken wir uns an dieser Stelle auf folgende Erläuterungen gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG: ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFENDie dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z.B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Verwendungsalternative im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar. ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHENDie in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind bei vergleichbaren Transaktionen üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen. ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SINDDie mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen sowie das im Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte geregelte zeitliche Sonderfenster für die Ausübung im Fall eines Übernahmeangebots, welches im Jahr 2009 letztmals gewährt wurde, berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre. 4.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIEVISION UND MISSIONUnsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Tätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab und sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen. / UNSERE VISION UND MISSION finden Sie auf Seite 11 dieses Finanzberichts, weitere Informationen sind darüber hinaus im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht enthalten. WACHSTUMSSTRATEGIEBESTANDTEILE DER K+S-WACHSTUMSSTRATEGIEABB: 4.2.1scroll
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DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNGDie K+S GRUPPE strebt die Festigung und den Ausbau der Marktpositionen in ihren Kerngeschäftsfeldern insbesondere über die verstärkte Vermarktung von Spezialprodukten an. Die Veredelungsstrategie ermöglicht in den Geschäftsfeldern Düngemittel und Salz die Realisierung höherer Margen. EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIENDie Kostenposition stellt im Hinblick auf die wichtigsten Wettbewerber in den Hauptabsatzmärkten im Düngemittel- wie auch im Salzgeschäft einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamte Prozesskette hinweg liegt der Fokus auch auf der Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks und der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. AUSBAU DES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOSWeltweit sind sowohl Düngemittel- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. Die Strategie der K+S GRUPPE zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das einen Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen sowie eine Abfederung zyklischer Markttrends ermöglicht. Im Düngemittelbereich ermöglicht die ausgewogene Marktpräsenz in den wichtigen Agrarmärkten Europa, Südamerika und Asien den Ausgleich von saisonalen Schwankungen zwischen Nord- und Südhalbkugel ebenso wie die Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageeffekten. Der Ausbau der Marktpräsenz in bedeutenden Überseemärkten und die Erschließung neuer, attraktiver Absatzmärkte in künftigen Wachstumsregionen werden daher weiter verfolgt. Lokale Produktion ist im stark mengengetriebenen Salzgeschäft ein entscheidender Faktor bei der Erschließung neuer Märkte. Im Geschäftsbereich Salz war die Verbesserung des Ergebnisprofils durch die Verminderung der Abhängigkeit von der regionalen Volatilität des Auftausalzgeschäfts eine wichtige Triebfeder unserer Akquisitionen in Süd- und Nordamerika (spl und MORTON SALT). SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICEZiel der K+S GRUPPE ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. In Ergänzung der Spezialisierungsstrategie werden dort, wo es wertschaffend ist, Serviceleistungen und -Innovationen vorangetrieben. Insbesondere im Bereich Düngemittel ermöglicht die individuelle Beratung der Kunden, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und so die Kundenbindung zu stärken. Mit unseren Angeboten streben wir an, im Markt neue Standards zu setzen. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSFELDERDie K+S GRUPPE verfügt mit den Geschäftsfeldern Düngemittel sowie Salz über zwei synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Geschäftsfelder mit attraktiven Wachstumsperspektiven. Neben dem organischen Wachstum streben wir in den angestammten Geschäftsfeldern auch Wachstum über Akquisitionen und Kooperationen an. So steht der Erwerb von POTASH ONE, der zu einem Ausbau der Kalikapazitäten und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Bergwerke führen wird, ganz im Zeichen unserer Zwei-Säulen-Strategie. Diese verfolgt das Ziel, Managementressourcen und finanzielle Mittel künftig insbesondere auf die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund haben wir auch das compo-Geschäft an die europäische Investmentgesellschaft triton veräußert. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR AKQUISITION VON POTASH ONE finden Sie im Anhang auf Seite 170, ANGABEN ZUR VERÄUSSERUNG DES COMPO-GESCHÄFTS finden Sie im Anhangauf Seite 169. KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die Zukunft ergebenden strategischen Handlungsfelder werden in Abbildung 4.2.2 dargestellt. /ABB: 4.2.2 STRATEGIE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEABB: 4.2.2![]() STRATEGIE SALZABB: 4.2.3![]() SALZFür den Geschäftsbereich Salz sehen wir für die Zukunft die in Abbildung 4.2.3 dargestellten strategischen Handlungsfelder. / ABB: 4.2.3 STRATEGISCHE KONZERNSTRUKTURBei der Ausgestaltung der gesellschaftsrechtlichen Konzernstruktur stehen neben der Abbildung unserer Geschäftsbereichsstruktur insbesondere die Optimierung der Konzernfinanzierung sowie die steuerliche Optimierung im Vordergrund. / INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN AUSRICHTUNG DES KONZERNS finden Sie im Prognoseberieht auf Seite 135. STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMENMit den von uns ergriffenen Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:
/ INFORMATIONEN ZU DEN ZIELEN DES FINANZMANAGEMENTS finden Sie im Kapitel Finanzlage' auf Seite 102. Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir im Geschäftsjahr 2010 das Fälligkeitsprofil der Finanzierungsinstrumente der K+S GRUPPE optimiert. Dazu wurden zwei revolvierende Kreditlinien zu einer Konsortialkreditlinie mit günstigeren Konditionen zusammengefasst und ihre Fälligkeit von April 2012 auf Juli 2015 verlängert. / EINE ÜBERSICHT DES FÄLLIGKEITSPROFILS finden Sie auf Seite 133. Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2011 die Ausfinanzierung von inländischen Pensionsverpflichtungen im Rahmen des CTA-Programms weitgehend abgeschlossen. / INFORMATIONEN ZU KÜNFTIGEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden Sie im Prognosebericht auf Seite 144. 4.3 UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNGDas interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE ist das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht. Das iks beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es dient insbesondere zur:
DAS INTERNE KONTROLLSYSTEM DER K+S GRUPPEABB: 4.3.1scroll
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Das iks der K+S GRUPPE setzt sich aus den Bausteinen "Internes Steuerungssystem" und "Internes Überwachungssystem" zusammen. Die kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit der gruppenweit geregelten Systeme stellt einen wesentlichen Bestandteil des iks dar. /ABB: 4.3.1 INTERNES STEUERUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPEDie Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Geschäftsbereichsleitungen und Leitern der Holdingeinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der K+S GRUPPE gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an Geschäftsführungen und Vorstand berichtet. VISION, MISSION, STRATEGIE UND ZIELE ALS AUSGANGSPUNKT FÜR DIE STEUERUNG DES GESAMTKONZERNS MIT HILFE VON INTERNEN REGELUNGENAusgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns und seiner operativen Einheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE. CONTROLLING INSTRUMENTEDem Management stehen die folgenden Controllinginstrumente zur Verfügung: ROLLIERENDE HOCHSCHÄTZUNGFür das laufende Geschäftsjahr sowie für die beiden Folgejahre wird in der Regel monatlich eine rollierende Ergebnis- und Liquiditätshochschätzung erstellt, auf die berechtigte Mitarbeiter über ein internes elektronisches Portal zugreifen können. MONATLICHE BERICHTERSTATTUNGDie Geschäftsbereiche berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen bei Produktion, Absatz, Umsatz, Kosten, Ergebnis, Personal, Investitionen und weiteren Kennzahlen. Auch diese Informationen stehen über das genannte Portal zur Verfügung. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert. So ermöglicht beispielsweise die Preisentwicklung von Futures für Agrarrohstoffe eine grobe Einschätzung der Ertrags Perspektiven der Landwirtschaft und gibt u.a. Indikationen für Düngemittelnachfrage, Absatz und die mögliche Kapazitätsauslastung. Im Geschäftsbereich Salz gibt der Verlauf der Auftausalzausschreibungen Aufschluss über die Entwicklung von Marktanteilen und Preisen. Gruppenweit ist die Preisentwicklung von Gas und Öl ein bedeutender Indikator für die künftige Energiekostenentwicklung und die Entwicklung von Frachtraten auf für uns relevanten Transportrouten wiederum für künftige Frachtkosten und unser Regionalportfolio. VIERTELJÄHRLICHER MANAGEMENTDIALOGZwischen Vorstand und den Leitungen der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Stickstoffdüngemittel und Salz findet vierteljährlich ein sogenannter Management-Dialog statt. In jeder der vier Veranstaltungen wird ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation sowie die rollierende Hochschätzung gegeben. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u.a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und -erreichung diskutiert. GREMIEN/KOMMISSIONENZur Unterstützung des Managements beschäftigen sich bereichsübergreifende Gremien regelmäßig u. a. mit den Themen Personal, Compliance und Informationstechnologie. Für die Prüfung und Bewertung von Investitionen bzw. Akquisitionen/Devestitionen sind spezielle Kommissionen eingerichtet. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN UND FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLENNeben den nachfolgend beschriebenen finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Kapitel ,Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 75 die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind. Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von:
/ DEFINITIONEN HIER VERWENDETER KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel Weitere Informationen' auf Seite 217. Die Steuerung der Aktivitäten unserer Geschäftsbereiche erfolgt auf Basis des Netto-Cashflows sowie der Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I; diese sind aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft. Das EBITDA bildet darüber hinaus die Basis für die Ermittlung des Verschuldungsgrades auf Gruppenebene, der u.a. eine Zielgröße der Kapitalstruktur darstellt. Weitere Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden Sie auf Seite 102. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Geschäftsbereichs- als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Allokation unserer finanziellen Mittel zu erreichen. / DER VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF auf Seite 93 beinhaltet u.a. die Steuerungskennzahlen EBIT I, EBITDA, bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern und bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern. Im Zentrum der finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Schaffung eines Mehrwerts. D.h. wir wollen für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15 % verdienen. Zur Überprüfung dieser Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mit Hilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahlen »bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern' und »bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern' überwachen wir kontinuierlich. Letzteres bildet die Basis für die gemäß unserer Dividendenpolitik langfristig angestrebte Ausschüftungsquote von 40 bis 50 %. / EINE DARSTELLUNG UND BESCHREIBUNG DER ENTWICKLUNG VON ERTRAGSKENNZAHLEN IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN finden Sie im Kapitel, Ertragslage' auf Seite 94, von Cash-flow und Investitionen im Kapitel Finanzlage' auf Seite 102. COMPLIANCE ALS BESTANDTEIL DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMSCompliance ist selbstverständliche Grundhaltung bei allen Aktivitäten der K+S GRUPPE. Das Compliance-System ist auf die Sicherstellung gesetzes- und regelkonformen Verhaltens ausgerichtet. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA COMPLIANCE finden Sie im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 35. RISIKOMANAGEMENT- EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL DES INTERNEN STEUERUNGSSYSTEMSWesentliche Aufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken. Die identifizierten Risiken bilden die Grundlage, aus denen Maßnahmen und Kontrollen abgeleitet werden. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM RISIKOMANAGEMENTSYSTEM finden Sie im Risikobericht auf Seite 118. INTERNES ÜBERWACHUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPEDas interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmens ziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. PROZESSINTEGRIERTE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMENProzessintegrierte Überwachungsmaßnahmen dienen dem Management operationeller Risiken. Hierunter fallen Verlustrisiken, die ihre Ursache in nicht angemessenen oder fehlerhaften internen Prozessen, Handlungen oder Systemen haben. Deren Identifikation, Bewertung und Kontrolle ist ein wesentlicher Aspekt der prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen. Bei der Gestaltung von Prozessen sind grundsätzlich Risiken für die Prozesszielerreichung zu analysieren und entsprechende Kontrollen einzurichten. Kontrollen sollen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern in den Arbeitsablaufen bzw. aufgetretene Fehler aufdecken. So umfassen vorgelagerte Kontrollen fehlerverhindernde Maßnahmen, die sowohl in unsere Aufbau- als auch unsere Ablauforganisation integriert sind. Nachgelagerte Kontrollen werden eingesetzt, um bereits entstandene Fehler frühzeitig aufzudecken, um korrigierend einzugreifen und damit die ordnungsgemäße Prozessabwicklung sicherzustellen. PROZESSUNABHÄNGIGE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMENProzessunabhängige Überwachungsmaßnahmen sind weder in den Arbeitsablauf integriert, noch für das Ergebnis des überwachten Prozesses verantwortlich. Durchgeführt werden diese in der K+S GRUPPE von der internen Revision. Mit den Ergebnissen von durchgeführten Prüfungen wird die jährliche Beurteilung der operativen Funktionalität des iks unterstützt. 4.4 WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE THEMENK+S-STRATEGIE ZUM UMGANG MIT NACHHALTIGKEITSTHEMENAls Rohstoffunternehmen müssen wir langfristig denken und handeln. Unsere Vision, Mission und Strategie sind auf nachhaltiges, Werte schaffendes Wachstum ausgerichtet. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei der Verfolgung unserer Geschäftsstrategie auch ökologische und soziale Interessen adäquat berücksichtigen. Die frühzeitige und systematische Identifizierung und Bewertung dieser Themen sowie gesellschaftlicher Trends und ihre Einbeziehung in unsere Managementprozesse helfen uns, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäfts Chancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. / WEITERE INFORMATIONEN ZU VISION, MISSION UND UNTERNEHMENSSTRATEGIE finden Sie auf Seiten sowie auf Seite 70 dieses Finanzberichts. In unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht 2010 haben wir erstmals unsere wesentlichen Handlungsfelder für eine nachhaltige Entwicklung mit ihren Chancen, Risiken und ihrer Bedeutung für unsere Stakeholder sowie unseren Einflussmöglichkeiten dargestellt. Unsere Handlungsfelder leiten sich aus Vision/Mission und Unternehmens Strategie, aus den globalen Megatrends und aus Managementthemen ab. / KRITERIEN FÜR WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, DAMIT VERBUNDENE CHANCEN, RISIKEN UND STAKEHOLDERERWARTUNGEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsberichtauf Seite 15. Ausführliche Informationen zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht. Im Folgenden wird auf drei Themen eingegangen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind:
MITARBEITERVORAUSSCHAUENDE PERSONALPOLITIKMit einer vorausschauenden Personalpolitik tragen wir zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der K+S GRUPPE bei. Sie beginnt mit frühzeitiger Nachwuchssicherung und basiert auf einer Zukunftsgerichteten Fach- und Führungskräfteentwicklung. Denn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - sowie jene, die wir für uns erst noch gewinnen werden - bilden das Fundament, um uns in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Wir wollen für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein. Wir bieten Arbeitsplätze in einem leistungsstarken Netzwerk von rund so Standorten, das von Chile über die usa, Kanada und Europa bis nach Singapur reicht. Neben herausfordernden Aufgaben bieten wir auch umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten, eine leistungsorientierte Bezahlung und eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmens erfolg. ECKSTEINE DES PERSONALMANAGEMENTS
MITARBEITER NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 1TAB: 4.4.1scroll
1
Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. MITARBEITER NACH REGIONENABB: 4.4.1![]() scroll
MITARBEITERANZAHL LEICHT GESTIEGENDie ausgewiesene Mitarbeiteranzahl der K+S GRUPPE beinhaltet die Stammbelegschaft, Auszubildende und befristet Beschäftigte (ohne Studenten und Praktikanten). Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten (fte) ermittelt, d.h. Teilzeit st eilen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. /TAB: 4.4.1 Am 31. Dezember 2011 waren in der K+S GRUPPE insgesamt 14.496 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem 31. Dezember 2010 (14.1S6 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit wie erwartet leicht gestiegen. Während die Mitarbeiterzahl im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel zurückging und im Geschäftsbereich Salz in etwa gleich blieb, gab es im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte einen moderaten Personalaufbau zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmenge sowie für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes. Darüber hinaus erforderte die IT-Integration von MORTON SALT einen Aufbau von Personal in der zu den Holdingeinheiten gehörenden K+S IT-Services GMBH. Auch bei der Durchschnittsbetrachtung zeigt sich ein leichter Zuwachs der Beschäftigtenzahl: Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 14.314 Menschen bei K+S beschäftigt (2010:14.091). INTERNATIONALISIERUNG DER K+S GRUPPEInfolge der seit 2006 zunehmenden Internationalisierung der K+S GRUPPE sind mittlerweile 30% der Mitarbeiter außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel außerhalb von Europa beschäftigt. / ABB: 4.4.1 PERSONALAUFWANDIm Jahr 2011 lag der Personalaufwand der K+S GRUPPE bei 976,1 Mio. € und damit erwartungsgemäß moderat über dem Niveau des Vorjahres (2010: 944,4 Mio. €). Der Anstieg ist insbesondere auf Tariferhöhungen sowie auf eine infolge des gestiegenen Ergebnisses höhere erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen. Die reinen Personalkosten ohne Rückstellungseffekte sind im Vergleich zum Vorjahr aus den gleichen Gründen um 38,7 Mio. € bzw. 4 % auf 987,o Mio. € gestiegen. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen betrug im vergangenen Jahr 94,5 Mio. € bzw. knapp 10 % (2010: 88,5 Mio. € bzw. gut 9 %). / EINE AUSFÜHRLICHE WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsberichtauf Seite 66. Im Jahr 2011 zahlten wir insgesamt 787,o Mio. € an Löhnen und Gehältern (+3%) sowie 155,7 Mio. € Sozialabgaben (+ 2 %). Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung betrugen im Berichtsjahr 33,4 Mio. € und lagen damit um 9,1 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Der Personalaufwand je Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 68.188 € (Vorjahr: 67.019 €) und ist damit um knapp 2 % gestiegen; dies ist insbesondere auf Tariferhöhungen sowie eine infolge des gestiegenen Ergebnisses höhere erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen. ALTERSSTRUKTURABB: 4.4.2![]() ALTERSSTRUKTUR UND FLUKTUATIONEine vergleichsweise lange Unternehmens Zugehörigkeit und eine niedrige Fluktuation unterstreichen die Attraktivität von K+S als Arbeitgeber. So lag die Fluktuationsrate mit 4 % erneut auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Der Teil der Fluktuation, der auf Eigenkündigung von Mitarbeitern bezogen auf die Gesamtbelegschaft beruht, belief sich unverändert sogar nur auf gut 1 %. Unsere Altersstruktur verdichtet sich in der Altersgruppe der 41-bis 50-Jährigen; das Durchschnittsalter der K+S-Beschäftigten lag unverändert bei rund 43 Jahren. / ABB: 4.4.2 Im Jahr 2010 haben wir mit der Analyse der standortspezifischen Altersstrukturen unserer Belegschaften und der jeweiligen demografischen Entwicklungen begonnen. Dazu wurde ein Instrument zur differenzierten Alters Strukturerhebung entwickelt, das gruppenweit zur Verfügung gestellt werden soll. Im Jahr 2011 wurde zunächst ein Standort in Deutschland bewertet. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir, um das Instrument weiter zu verbessern. Im Anschluss startet die Analyse sukzessive auf den deutschen Standorten, um dann gruppenweit ausgedehnt zu werden. Mit dieser Analyse wollen wir frühzeitig die Weichen dafür stellen, dass wir auch künftig die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz haben. ANTEIL WEIBLICHER UND MÄNNLICHER ARBEITNEHMERBedingt durch die Bergwerksbetriebe der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz hat K+S einen hohen Anteil an gewerblichen Arbeitsplätzen unter Tage. Diese Arbeitsplätze waren in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen (§ 64a BBergG) weitgehend männlichen Arbeitnehmern vorbehalten; erst zum 31. Juli 2009 hat der Gesetzgeber die Vorschrift ersatzlos gestrichen. Dies kommt dem Bestreben von K+S entgegen, mehr Frauen für technische Berufe zu interessieren; bereits im Sommer 2010 haben wir damit begonnen, die ersten Bergbautechnologinnen bei uns auszubilden. AUSBILDUNGSKENNZAHLEN 1TAB: 4.4.2scroll
Der Anteil der weiblichen Beschäftigten betrug zum Jahresende 2011 gruppenweit 11,2 % (2010: 10,8 %), in Deutschland 8,8 % (2010: 8,6%) und an Verwaltungsstandorten durchschnittlich 38,4 % (2010: 38,5 %). Der Anteil der weiblichen Führungskräfte lag gruppenweit bei 9,7% (2010: 8,3%) und in Deutschland bei 8,7% (2010:7,2%). Einer freiwilligen Selbstverpflichtung der 30 DAX-Konzerne haben wir uns im Oktober 2011 angeschlossen. Mit dieser setzen sich die Unternehmen für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, für Chancengleichheit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie als wichtigen Bestandteil des Diversity-Managements ein. Im Rahmen dieser Selbstverpflichtung strebt die K+S GRUPPE an, ausgehend von den Zahlen vom 31. Dezember 2010 den Anteil der Frauen in Führungspositionen um rund 30 % zu steigern und bis 2020 einen Anteil von Frauen in Führungspositionen zu haben, welcher demjenigen der weiblichen Belegschaft zur Gesamtbelegschaft in Deutschland entspricht. BEDARFSORIENTIERTE BERUFSAUSBILDUNGLangjährige Firmenzugehörigkeit und der damit verbundene Erfahrungsschatz sind wichtige Bausteine einer nachhaltig erfolgreichen Personalpolitik. Dazu gehört jedoch auch der Wissenstransfer auf jüngere Mitarbeiter und damit die gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften. Hier stellen wir bereits seit Jahren die Weichen für unser Wachstum von morgen. Da das duale Berufsausbildungssystem, das die theoretische Bildung in Berufsschulen mit der Praxis im Betrieb kombiniert, in dieser Ausgestaltung nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht, bezieht sich unsere Berichterstattung zum Thema Ausbildung nur auf Deutschland. Entsprechend unserer Zielsetzung, dass pro Jahr mindestens 160 Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, haben im Jahr 2011 178 junge Menschen eine Berufsausbildung bei uns begonnen. Dies geschieht in 17 Ausbildungsberufen an 14 deutschen Standorten der K+S GRUPPE. Per 31. Dezember 2011 beschäftigten wir insgesamt 634 Auszubildende, ein Zuwachs von 16 Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausbildungsquote der inländischen Gesellschaften liegt mit 6,3 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Unsere langfristig geplante und am Bedarf ausgerichtete Ausbildung sorgt für den benötigten Nachwuchs in gewerblichen, bergbaulichen, kaufmännischen, Chemie-, IT- und Logistikberufen. Dafür haben wir im Jahr 2011 rund 11,7 Mio. € Personal- sowie 3,3 Mio. € Sachkosten aufgewandt (2010: Personalkosten: 11,4 Mio. €; Sachkosten: 2,8 Mio. €). Wir freuen uns, dass wir im Berichtsjahr erneut etwa 90 % der Ausgelernten übernehmen konnten. /TAB: 4.4.2 PERSONALENTWICKLUNGUnsere Personalentwicklung hat zum Ziel, auch zukünftig Fach- und Führungspositionen vorrangig aus den eigenen Reihen zu besetzen. Vor dem Hintergrund altersbedingter Abgänge sowie des zusätzlichen Personalbedarfs aufgrund des künftigen Wachstums der K+S GRUPPE müssen genügend qualifizierte Nachwuchskräfte gewonnen und vorhandene Mitarbeiter rechtzeitig auf wachsende bzw. wechselnde Anforderungen vorbereitet werden. Daher begreifen wir Personalentwicklung mit den Bestandteilen Weiterbildung, Fortbildung und Personalmarketing als Investitionen in unsere Mitarbeiter und damit in die Zukunft der K+S GRUPPE. Der Aufwand für die Personalentwicklung in Deutschland belief sich auf rund 13,4 Mio. € und ist damit um 11% gestiegen (2010:12,1 Mio. €). Davon entfielen 9,6 Mio. € auf Weiterbildungs- (2010: 8,4 Mio. €), 3,5 Mio. € auf Fortbildungsmaßnahmen (2010: 3,6 Mio. €) sowie 0,2 Mio. € auf Aktivitäten im Bereich des Personalmarketings (2010: 0,1 Mio. €). Bereits in 2011 haben wir das Ziel formuliert, dass der sinnvolle Aufwand für Personalentwicklung bis zum Jahr 2016 gegenüber dem des Jahres 2010 (12,1 Mio. €) um mindestens ein Drittel gesteigert werden soll. An diesem Ziel halten wir unverändert fest. Auch an unseren ausländischen Standorten spielt Personalentwicklung eine wichtige Rolle. WEITERBILDUNGSKENNZAHLEN 1TAB: 4.4.3scroll
WEITERBILDUNGDer Weiterbildung unserer Mitarbeiter kommt aufgrund wachsender und verstärkt internationaler Anforderungen sowie technischer Innovationen eine zunehmend größere Bedeutung zu. Die K+S GRUPPE bietet neben gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungsmaßnahmen auch fachspezifische, fachübergreifende sowie IT- und Sprachschulungen an. Unmittelbare Unterstützung bei neuen und komplexen Aufgabenstellungen erhalten die Mitarbeiter durch begleitende Bildungsmaßnahmen. Mitarbeiter und Vorgesetzte ermitteln in Jahres- oder Mitarbeitergesprächen gemeinsam den Weiterbildungsbedarf. Im Jahr 2011 hat sich die Anzahl der Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter in Deutschland deutlich auf 11.069 erhöht (2010: 8.168 Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen). Dafür investierten wir rund 9,6 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €) bzw. 921 € pro Mitarbeiter in Deutschland (Vorjahr: 864 €). Insbesondere im Bereich Führungskompetenz wurde sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Trainings weiter erhöht. /TAB: 4.4.3 FORTBILDUNGVielversprechenden Mitarbeitern aus technischen, bergmännischen und Produktionsbereichen ermöglichen wir eine Fortbildung zum Techniker oder eine darauf aufbauende Qualifizierung mit der Perspektive einer Führungslaufbahn. Unser Hauptpartner in Deutschland ist die Fachschule für Wirtschaft und Technik (fwt) in Clausthal-Zellerfeld. Derzeit absolvieren so Mitarbeiter das erste Jahr ihrer Technikerausbildung. Darüber hinaus hat K+S im Rahmen des seit März 2011 bestehenden Förderbausteins "K+S StudiumPlus" zum Wintersemester 2011/12 die ersten 6 Stipendien für Bachelor-/Master-Vollzeitstudiengänge vergeben. PERSONALMARKETINGDas Personalmarketing umfasst Maßnahmen zur Imagebildung für K+S als attraktiven Arbeitgeber, Ausbildungsmarketing sowie Hochschulmarketing. Im Jahr 2011 haben wir uns in Deutschland auf 15 Hochschulmessen präsentiert und die Kontakte zu Hochschulen mit bergbaulichem bzw. technischem Schwerpunkt ausgebaut. Seit dem Wintersemester 2008/09 bieten wir in Deutschland darüber hinaus 15 Stipendien im Rahmen des Programms "K+S min(d)ing" an. Wir fördern ausgewählte Studenten mit 1.000 € brutto pro Semester für insgesamt zwei Semester. Innerhalb dieser Zeit absolvieren sie ein dreimonatiges Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit bei K+S. Auch MORTON SALT präsentiert sich auf Hochschulmessen, über Jobbörsen, Zeitungen, Universitäten und Fachorganisationen. ARBEITSSICHERHEITUnsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei K+S. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir, zum Teil gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. In Deutschland sind Arbeitsunfälle gemäß § 193 sgb vii Abs. 1 meldepflichtig, wenn sie eine Arbeitunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich ziehen. In der Vergangenheit haben wir Arbeitsunfälle auf europäischen Standorten entsprechend dieser Definition berichtet. Die national vorgegebenen Kriterien für Unfallstatistiken in den usa/Kanada sowie Chile/Brasilien unterscheiden sich jedoch vom europäischen Verfahren. Seit 2011 haben wir daher ein gruppenweit einheitliches Arbeitssicherheits-Reporting (Integrated Safety Report) eingeführt, das Verletzungen, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als einem Tag nach sich ziehen, als Arbeitsunfall definiert. Im Jahr 2011 mussten wir 979 Verletzungen und 189 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit verzeichnen. Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Arbeitsunfall lag bei 22 Kalendertagen. Die Kennziffer "Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden" lag im Jahr 2011 bei 7,5. Trotz der strengeren Definition gab es in der K+S GRUPPE weniger Arbeitsunfälle je einer Million geleisteter Arbeitsstunden als bei der gewerblichen Berufsgenossenschaft und der Bergbau-Berufsgenossenschaft im Durchschnitt. Leider hatten wir im Jahr 2011 auf einem unserer Salzstandorte in Europa einen Unfall mit tödlichem Ausgang zu beklagen. Die im Nachgang durchgeführte detaillierte Analyse des Geschehens hat gezeigt, dass der Unfall auf eine Kombination aus menschlichem Fehlverhalten und einem vorher nicht bekannten Gefährdungspotenzial in einer Verpackungsanlage zurückzuführen war. Wir haben die Sicherheitsvorkehrungen an der betreffenden Maschine umgehend erhöht, alle vergleichbaren Anlagen durch eine aktualisierte Gefährdungsbeurteilung überprüft sowie Sonderunterweisungen der in Produktion und Technik eingesetzten Mitarbeiter durchgeführt. / ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZU ARBEITSSICHERHEIT, PRÄVENTION UND ANDEREN MITARBEITERTHEMEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 95. GEWÄSSERSCHUTZEs ist unser Ziel, die Kaliproduktion auf dem heutigen Produktionsniveau im Sinne eines nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns und eines schonenden Umgangs mit der Umwelt für die künftigen Jahrzehnte fortzusetzen und zu sichern. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei dem Gewässerschütz, insbesondere - aber nicht nur - im hessisch-thüringischen Kalirevier. WASSEREINSATZDas in unseren Kalibergwerken gewonnene Rohsalz enthält neben den Wertstoffen Kali, Magnesium und Schwefel auch nicht weiter verwertbare Salze und andere Bestandteile. Zur Abtrennung der Wertstoffe werden je nach Standort die Verfahren Heißverlösung, Flotation und in Verbindung mit beiden die elektrostatische Trennung (esTA-Verfahren) angewendet. Während die Verfahren Heißverlösung und Flotation nicht ohne den Einsatz von Wasser auskommen, lassen sich mit dem von K+S patentierten, trockenen esta-Verfahren gegenüber der klassischen Nasstrennung deutliche Wassereinsparungen erzielen. Im Geschäftsbereich Salz kommt Wasser vor allem bei dem Solungsbergbau zum Einsatz, einem Gewinnungsverfahren, bei dem die Steinsalzlagerstätte mit Hilfe der kontrollierten Bohrlochsolung von über Tage aus durch eine oder mehrere Solebohrungen (Kavernenbohrungen) erschlossen wird. So wird Süßwasser in die Lagerstätte geleitet. Das Wasser löst das feste Steinsalz auf und wird anschließend als konzentrierte Sole nach über Tage gepumpt. Dort geht die Sole entweder direkt als Rohstoff an die chemische Industrie oder sie wird zu festem Siedesalz weiterverarbeitet. Dazu wird die Sole in geschlossene Verdampfergefäße geleitet, wo das Natriumchlorid auskristallisiert. Im Jahr 2011 haben wir gruppenweit 159 Mio. m3 Wasser eingesetzt (Vorjahr: 160 Mio. m3 Wasser). Der spezifische Wassereinsatz blieb mit 4,8 m3/t in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bis 2014 wollen wir eine Senkung auf unter 4 m3/t Ware erreichen, d.h. eine weitere Verminderung um mehr als 10 %. / ABB: 4.4.3 SPEZIFISCHER WASSERVERBRAUCH 1ABB: 4.4.3![]() ABWÄSSERDie Kaliproduktion ist weltweit untrennbar mit der Notwendigkeit der Entsorgung von festen und flüssigen Rückständen verbunden. Die Rückstände aus der Produktion fallen entweder in fester Form oder als flüssige Rückstände (Salzabwässer) an. Die festen Rückstände, die im Wesentlichen aus derzeit nicht verwertbarem Steinsalz bestehen, halden wir auf oder verbringen sie wieder in die Gruben nach unter Tage. Die flüssigen Produktionsrückstände und salzhaltigen Wässer, die durch Niederschläge auf unseren Halden entstehen, entsorgen wir im Rahmen bestehender Genehmigungen über die Einleitung in Fließgewässer und über die Versenkung in tiefere Gesteinsschichten, den so genannten Plattendolomit. Bei der Gewinnung und Verarbeitung unserer natürlichen Rohsalze nutzen wir modernste Techniken und setzen dabei Maßstäbe für den Wettbewerb. Beispielsweise haben wir in den vergangenen Jahrzehnten die Salzabwässer im hessisch-thüringischen Kalirevier signifikant reduziert:
Nach der Vorlage unseres Maßnahmenpakets zum Gewässerschütz im Oktober 200s haben wir im Februar 2009 mit dem Land Hessen und dem Freistaat Thüringen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Ziel abgeschlossen, die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier langfristig zu sichern und deren Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. Im Mai 2009 haben wir in Übereinstimmung mit dieser Vereinbarung unsere Gesamtstrategie zur Verminderung von Umweltbelastungen vorgelegt. Die Investitionen für die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität werden sich bis Ende 2015 auf insgesamt 360 Mio. € belaufen. Die ersten Bauarbeiten haben an den Standorten des Werks Werra in Hessen und Thüringen im Oktober 2011 begonnen. Insgesamt sind mehrere Teilprojekte geplant, mit denen das Aufkommen an Salzabwasser durch Veränderungen in den Produktionsverfahren, zum Teil auch durch neue Verfahrenstechnik, bis Ende 2015 im Vergleich zum Jahr 2006 um rund 50 % auf 7 Mio. m3 reduziert werden soll. Damit streben wir für die Einleitung in Gewässer eine Größe von 0,3 m3/t Produkt im Jahr 2015 an. Dies wird eine Senkung der Salzkonzentration im Fluss Werra um etwa 30 % im Vergleich zum Jahr 2006 ermöglichen und weitere, deutliche ökologische Verbesserungen mit sich bringen. Voraussetzung für ein Erreichen dieser Ziele ist es, dass es auch nach 2015 eine ausgewogene Verteilung zwischen Einleitung und Nutzung des Untergrundes gibt. Mit den geplanten Maßnahmen gehen wir an die Grenzen des technisch Sinnvollen und wirtschaftlich Vertretbaren. Damit werden sich nicht nur die Perspektiven für unsere Standorte und ihre Mitarbeiter, sondern auch für sehr viele Menschen in der Region verbessern. Eine Beschreibung möglicher Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Salzabwässern, die eine nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE zur Folge hätte, finden Sie im Risikobericht auf Seite 118. Im Jahr 2011 belief sich die Menge der Salzabwässer auf insgesamt 12,6 Mio. m3 bzw. 0,4 m3/t Produkt (Vorjahr: 13,7 Mio. m3 bzw. 0,4 m3/t Produkt). Hiervon haben wir 6,9 Mio. m3 bzw. 0,2 m3/t Produkt in Gewässer eingeleitet (Vorjahr: 9,4 Mio. m3 bzw. 0,3 m3/t Produkt) und 5,7 Mio. m3 bzw. 0,2 m3/t Produkt versenkt (Vorjahr: 4,3 Mio. m3 bzw. 0,1 m3/t Produkt). / ABB: 4.4.4 SALZWASSERVERSENKUNG UND -EINLEITUNG 1ABB: 4.4.4![]() Insgesamt wurden im Jahr 2011 12,2 Mio. € in den Gewässerschutz investiert (2010: 15,1 Mio. €). Die Betriebskosten für den Gewässerschütz betrugen 108,4 Mio. € (2010: 93,3 Mio. €). EFFIZIENTE ENERGIENUTZUNG UND KLIMASCHUTZK+S nimmt den Klimaschutz als ökologische und ökonomische Herausforderung ernst. Der Schutz des Klimas gehört zu den zentralen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten. Wir wollen unseren Beitrag leisten, die vorhandenen Ressourcen noch effizienter zu nutzen. VERBESSERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ UND REDUZIERUNG DER C02-EMISSIONENZur Verbesserung der Energieeffizienz und zur weiteren Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen an den Standorten der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz werden zurzeit folgende wesentliche Maßnahmen verfolgt:
Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungsanlagen und Siedesalzanlagen erforderliche Energie - Strom und Dampf - wird fast ausschließlich auf Erdgasbasis erzeugt. ENERGIEVERBRAUCHIn Jahr 2011 betrug der Energieverbrauch insgesamt 8.865 GWh (Vorjahr: 8.958 GWh). Hiervon entfielen 5.773 GWh auf Erd-, Flüssig- bzw. Biogas, 1.384 GWh auf von extern bezogenen Dampf, 1.117 GWh auf Kohle, 539 GWh auf Fremdstrom und 88 GWh auf leichtes und schweres Heizöl. Wir haben 154 GWh Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Der spezifische Energieverbrauch je produzierter Tonne Produkt lag bei 267 kWh/t Produkt (Vorjahr: 268 kWh/t Produkt). Der Energieverbrauch konnte sowohl absolut als auch pro Tonne Produkt erneut leicht gesenkt werden. Dennoch sind die Energiekosten der K+S GRUPPE preisbedingt spürbar angestiegen. Der Energieverbrauch je Tonne hergestellter Ware konnte in den letzten Jahren sukzessive vermindert werden. Wir sehen eine realistische Chance auf eine weitere Senkung des spezifischen Energieverbrauchs auf etwa 250 kWh/t imJahr 2014. /ABB: 4.4.5 CO2-EMISSIONENDie CO2-Emissionen im Jahr 2011 betrugen 1,5 Mio. t (Vorjahr: 1,6 Mio. t). Der Kohlendioxidausstoß je produzierter Tonne Ware lag bei 46 kg/t Produkt (Vorjahr: 49 kg/t Produkt). Der spezifische CO2-Ausstoß konnte somit wie bereits in den Vorjahren weiter verringert werden. Wir sehen eine realistische Chance, die CO2-Emissionen ab dem Jahr 2014 auf ca. 45 kg/t weiter senken zu können. Zudem ist die K+S KALI GMBH Partner der zwischen Bundesregierung und deutscher Wirtschaft vereinbarten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz. / ABB: 4.4.6 /WEITERE INFORMATIONEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 80. SPEZIFISCHER ENERGIEVERBRAUCH 1ABB: 4.4.5![]() SPEZIFISCHER KOHLENDIOXIDAUSSTOSS 1ABB: 4.4.6![]() EMISSIONSHANDELDer Emissionshandel ist eines der Instrumente, die das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 zur Reduktion der Treibhausgase vorsieht. Im Jahr 2005 ist das europäische System zum Handel mit Emissions Zertifikaten in Kraft getreten. Unternehmen, die mehr CO2 emittieren, als die ihnen zugeteilten Emissionsrechte erlauben, können wählen, ob sie in Emissionsminderungsprojekte investieren oder Zertifikate zur Emissionsberechtigung auf dem Markt zukaufen. Im Januar 2008 startete die zweite Handelsperiode im Emissionshandel. Weiterhin sind 16 Anlagen der K+S GRUPPE emissionshandelspflichtig. Bei der Zuteilung von Emissionsrechten nach dem Benchmark-System wird in Deutschland die Energieeffizienz der einzelnen Anlagen jedoch nicht vollumfänglich berücksichtigt. Stattdessen werden Anlagen der Energiewirtschaft pauschal mit einer prozentualen Minderungsverpflichtung belegt. Diese sind insbesondere für effiziente Energieerzeugungsanlagen der Industrie, wie unsere Kraftwerke, die dank der Kraft-Wärme-Kopplung bereits einen Wirkungsgrad von über 90% besitzen, schwer zu realisieren. So angewendet, verfehlt der Emissionshandel den gewollten Lenkungseffekt. Dennoch emittiert K+S weniger CO2 als die zugeteilten Emissionsrechte erlauben. Während wir diese in der ersten Handelsperiode mit Ertrag verkauft haben, bauen wir seit Beginn der zweiten Handelsperiode unseren Bestand auf und bereiten uns so schon heute auf die dritte Handelsperiode (2013 - 2020) vor, weil darin schrittweise die kostenlose Zuteilung der Zertifikate verringert werden soll und somit die Beschaffung der Zertifikate zunehmend am freien Markt erfolgen muss. Um daraus entstehenden künftigen Preisrisiken entgegenzuwirken, haben wir die von uns zusätzlich benötigten Zertifikate bereits erworben und im Anlagevermögen ausgewiesen. Sie werden in den Jahren 2013 bis 2020 mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr aufwandswirksam. 4.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGFORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTENZIELE UND SCHWERPUNKTE UNSERER FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITMit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir grundsätzlich zwei Ziele:
Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf die Verfahrensoptimierung sowie die Produktneu- und -Weiterentwicklung. Die kontinuierliche Überprüfung und Fortentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren und -prozesse soll eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal sicherstellen. Dazu analysieren wir neue Technologien und Materialien und betreiben eigene Forschungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Produktentwicklung, Produktaufbereitung, Verfahrenstechnik und Analytik. Im Rahmen der Neuentwicklung und Verbesserung der von uns angebotenen Düngemittel setzen wir uns für die praxisorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung ein und erarbeiten Lösungen für den erhöhten Nahrungs- und Futtermittelbedarf aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung sowie sich ändernder Ernährungsgewohnheiten. Unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung unterstützt Kunden beim Einsatz unserer Produkte vor Ort und schafft einen Wissenstransfer in die weniger entwickelten Regionen. Auch im Jahr 2011 standen die Anstrengungen zur Verringerung unvermeidbarer fester und flüssiger Rückstände bei der Kaliproduktion im Vordergrund. Im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschufz wurden weitere Untersuchungen durchgeführt und vielversprechende Entwicklungen im Bereich neuer Aufbereitungstechnologien vorangetrieben. Schwerpunkte der verfahrenstechnischen Forschung bildeten die weitere Verbesserung der Herstellungs- und Veredelungsverfahren sowie die Flexibilisierung der Prozesse zur Anpassung an veränderte Rohstoff-, Produktions- oder Marktbedingungen. Darüber hinaus wurden die Arbeiten zur Verbesserung der Explorationsverfahren für die Kali- und Salzlagerstätten fortgesetzt. Mit Blick auf das Legacy Projekt haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Solungsbergbau und in der Aufbereitung der zukünftig gewonnenen Solen ausgebaut. In der anwendungsorientierten landwirtschaftlichen Forschung haben wir Projekte mit unserem im Jahr 2010 gemeinsam mit der Universität Göttingen gegründeten Forschungsinstitut vorangetrieben. Bei MORTON SALT lag der Schwerpunkt der Forschung auf der Weiterentwicklung von Produktalternativen zur Reduktion des Natriumgehalts in Speisen sowie auf Produktentwicklungen in den Segmenten Wasserenthärtungs- und Auftausalze. Das F&E-Budget der K+S GRUPPE wird konzernweit zentral koordiniert und mit dem Vorstand abgestimmt. Um Synergiepotenziale zu fördern, werden zentrale Wissensdatenbanken für die Forschungsergebnisse und das technisch-wissenschaftliche Know-how gepflegt. NUTZUNG VON EXTERNEM F&E-KNOW-HOWDie Forschungs Strategie der K+S GRUPPE umfasst interne sowie externe Forschungsaktivitäten. Einen wichtigen Bestandteil bilden Kooperationen, die einen effektiven Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis, den Zugriff auf ein internationales Netzwerk sowie die Nutzung von Synergien erlauben. Im Jahr 2011 wurden für die Kooperation mit externen Forschungseinrichtungen 2,3 Mio. € aufgewendet (2010: 2,3 Mio. €); dies sind etwa 13 % unserer insgesamt in diesem Geschäftsjahr aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten von 17,8 Mio. €. Die eingesetzten Mittel konzentrierten sich auf die folgenden Bereiche: INTERNATIONALE FELDVERSUCHEWir vergeben weltweit angelegte Feldversuche an spezialisierte und erfahrene Landwirtschaftsbetriebe, die direkt von unseren Mitarbeitern oder von lokal ansässigen landwirtschaftlichen Instituten wissenschaftlich begleitet werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht es uns, wertvolle Erkenntnisse in unterschiedlichen Klimazonen, auf lokalen Böden sowie für verschiedene Anbaukulturen zu gewinnen und unsere Produkte dementsprechend zu optimieren. ZUSAMMENARBEIT MIT DEM INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTEZur Optimierung der Düngungsstrategien bei Ölpalmen führt das ipni (international plant nutrition Institute), Norcross, usa, ein Projekt zur ,Best Management Practice' durch. Das Projekt wird von der K+S KALI GMBH finanziell unterstützt und hat das Ziel, das Best-Practice-Konzept bei den Plantagengesellschaften zu etablieren, um im Rahmen einer nachhaltigen und ökonomischen Bewirtschaftung die Ölerträge zu steigern. GEMEINSAMES INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION MIT DER UNIVERSITÄT GÖTTINGENIm November 2010 haben die K+S KALI GMBH und die Universität Göttingen ein organisatorisch und rechtlich selbständiges An-Institut für angewandte Pflanzenernährung (INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION - IAPN) gegründet. Für die Leitung der Abteilung Pflanzenernährung konnte im Jahr 2011 mit Professor Dr. Dittert ein renommierter Wissenschaftler auf diesem Forschungsgebiet gewonnen werden. Ziel des iapn ist es, im Rahmen einer Public-Private-Partnership eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen und den Schwerpunkt auf die praxisorientierte Forschung im Bereich Pflanzenernährung zu legen. Das erarbeitete Wissen kann durch die K+S-Anwendungsberater rasch in die Praxis transferiert werden; insbesondere werden wir zukünftig den Einfluss einer optimalen Düngung mit den Nährstoffen Kali, Magnesium, Schwefel und Natrium auf die Wassernutzungseffizienz des Systems Boden/Pflanze erforschen. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet im iapn ist die Rolle von Magnesium als wichtiger Nährstoff im Pflanzenbau. ENTWICKLUNGSORIENTIERTE AGRARFORSCHUNGGemeinsam mit dem Internationalen Kartoffelforschungszentrum cip sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) erforscht die K+S KALI GMBH die ausgewogene Düngung der Kartoffel als weltweit drittwichtigstes Grundnahrungsmittel. Im Vordergrund steht die Bekämpfung der Armut in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika sowie Mittel- und Lateinamerika. Der gemeinsame Letter of Intent wurde im Mai 2011 unterzeichnet. ZUSAMMENARBEIT MIT DER WETSUS-FORSCHUNGSPLATTFORMIm Rahmen einer weiteren Public-Private-Partnership unterstützen wir die niederländische wetsus-Forschungsplattform bei Arbeiten zum Thema ,Blue Energy'. Dabei werden Möglichkeiten erforscht, beim Austausch zwischen zwei Lösungen mit stark unterschiedlichen Salzkonzentrationen, z.B. Flusswasser beim Übertritt ins Meer, elektrische Energie zu gewinnen. Darüber hinaus forschen wir gemeinsam mit wetsus in der Arbeitsgruppe "Salz" an der Gewinnung von Trinkwasser sowie nutzbaren Salzen aus den Konzentraten von Meerwasserentsalzungsanlagen; erste Projekte haben das Stadium der Grundlagenforschung abgeschlossen, und es werden aktuell Pilotanlagen im Technikumsmaßstab konzipiert. HOCHSCHULKOOPERATIONENIn den wirtschafts- und naturwissenschaftlichen sowie technischen Bereichen kooperieren wir mit Hochschulen, bislang überwiegend in Deutschland. Im Rahmen solcher Kooperationen unterstützen wir bundesweit Hochschulabsolventen finanziell bei Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten im Bereich unserer Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte. Dies gibt uns die Möglichkeit, Talente frühzeitig zu erkennen und qualifizierte Nachwuchskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Ein Schwerpunkt im Jahr 2011 war die Kooperation mit den technischen Hochschulen Aachen, Clausthal-Zellerfeld und Freiberg. AUFTRÄGE AN DIE FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN DER BASFK+S NITROGEN kooperiert mit BASF zur Erforschung innovativer stickstoffhaltiger Düngemittel; die vertragliche Basis ermöglicht es uns, Aufträge flexibel und projektbezogen an BASF zu vergeben und daneben mit anderen Hochschulinstituten und Forschungsanstalten kooperieren zu können. FORSCHUNGSKENNZAHLENFORSCHUNGSKOSTEN UND ENTWICKLUNGSINVESTITIONENDie Forschungskosten der fortgeführten Geschäftstätigkeiten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 17,8 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2010: 13,8 Mio. €). Der Hauptteil der Forschungskosten entfiel erneut auf die Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion. Darüber hinaus wurden rund 2,6 Mio. € für Forschungsprojekte auf dem Gebiet des Solungsbergbaus im Rahmen der geplanten Bohrungen und der Aussolung der ersten Kaverne des Legacy Projekts in Saskatchewan aufgewendet. Gemessen am Umsatz beträgt die Forschungsintensität der K+S GRUPPE 0,3 % (2010: 0,3 %); dieser Prozentsatz liegt in etwa auf dem in unserer Branche üblichen Niveau. / TAB: 4.5.1 Nach ifrs müssen bestimmte Entwicklungskosten in der Bilanz aktiviert werden. Diese Entwicklungsinvestitionen lagen für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten im Berichtsjahr mit 1,6 Mio. € (2010: 0,7 Mio. €) über dem Niveau des Vorjahres und fielen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte an. Im Wesentlichen wurde in die Entwicklung und Weiterentwicklung unserer Bergbaufahrzeuge und Abbaumaschinen sowie die Abbautechnik investiert. Die Aktivierung wird in den kommenden Jahren Abschreibungen auf Entwicklungsinvestitionen nach sich ziehen, diese liegen allerdings auf einem relativ geringen Niveau. / TAB: 4.5.2 FORSCHUNGSMITARBEITERDie Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter stieg aufgrund von Einstellungen in der Unternehmensleitung sowie im Morton SALT-Forschungsinstitut in den USA auf 78 (2010:73) an. / ABB: 4.5.1, 4.5.2 FORSCHUNGSKOSTEN 1TAB: 4.5.1scroll
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Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE -ERGEBNISSEGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEERFORSCHUNG UND ENTWICKLUNG TROCKENER AUFBEREITUNGSTECHNOLOGIENIm Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschütz wurden weitere Untersuchungen durchgeführt und vielversprechende Entwicklungen im Bereich von trockenen Aufbereitungstechnologien vorangetrieben. OPTIMIERUNG DER EXPLORATIONSVERFAHRENDie Optimierung der Explorationsverfahren für Kalilagerstätten wurde im Jahr 2011 fortgesetzt. Ziel ist es, künftig noch bessere Prognosen für die Abbauplanung treffen zu können. Im Rahmen der Visualisierung der Lagerstätten wurden u.a. Feldversuche zur Weiterentwicklung der Mess- und Sensortechnik durchgeführt, um die Qualität der Ausgangsdaten für Computermodelle zu verbessern. FORSCHUNGSKENNZAHLEN 1TAB: 4.5.2scroll
QUALIFIKATIONSSTRUKTUR IM BEREICH FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 1ABB: 4.5.1![]() scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. BERUFSGRUPPEN IM BEREICH FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG 1ABB: 4.5.2![]() scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. EINSATZ VON ONLINE-ANALYTIKIm Jahr 2011 trieben wir den Einsatz von innovativer Online-Analytik, d.h. chemischen Analyseverfahren, die vor Ort schnelle Ergebnisse über die Zusammensetzung des Rohsalzes oder der Salzlösungen liefern, voran. Die kontinuierliche Datenerfassung in Echtzeit führt zu einer Prozessoptimierung in unseren Produktionsstätten und erlaubt eine noch effizientere und effektivere Rohsalzaufbereitung. GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELERFORSCHUNG DER ERTRAGSWIRKUNG VON STICKSTOFFDÜNGEMITTELNDie Wirksamkeit verschiedener Stickstoffdünger wurde an zahlreichen landwirtschaftlichen Kulturen und unter unterschiedlichsten Bedingungen in lokalen Böden untersucht. Darüber hinaus wurde die Umweltrelevanz von Sulfat- und Stickstoffemissionen bei der Düngung analysiert. Dabei werden unter exakt kontrollierten Versuchsbedingungen die Sulfatauswaschung im Boden sowie die Lachgas-Emission (N2O) von Stickstoffdüngemittein anhand einer mehrjährigen Versuchsanordnung gemessen. Ziel ist es, die Umweltverträglichkeit sowie Vorteilhaftigkeit unserer Produkte zu bestätigen. ENTWICKLUNG EINES UREASE-INHIBITORSIm Rahmen der Forschungsaktivitäten der K+S NITROGEN wurde ein Urease-Inhibitor entwickelt, der die Ammoniakverluste bei der Anwendung von Harnstoff erheblich verringern kann und damit eine effizientere Stickstoffversorgung ermöglicht. GESCHÄFTSBEREICH SALZOPTIMIERUNG DER ABBAUFÜHRUNG UND ANLAGENSTANDORTE IM TAGEBAUDie Modellierung der Salzlagerstätte in unserem Tagebau in der chilenischen Atacama-Wüste konnte im Jahr 2011 zusammen mit der technischen UNIVERSITÄT CLAUSTHAL-ZELLERFELD abgeschlossen werden. Mit diesem Projekt erreichen wir eine Optimierung des Tagebauzuschnitts und des Abbaus sowie die bestmögliche Festlegung von Standorten neuer Produktaufbereitungsanlagen. INNOVATIVE AUFTAUMITTELMORTON SALT untersuchte neue und verbesserte Rezepturen sowie Anwendungsempfehlungen für Auftaumittel mit dem Ziel, Konsumenten und gewerblichen Nutzern Einsatzmöglichkeiten bei noch tieferen Temperaturen zu bieten, die Korrosion zu mindern und die Einsatzmengen sowie die Wirkung in Bereichen mit geringer Verkehrsdichte wie z.B. Parkplätze und Wohnanlagen zu optimieren. WEITERENTWICKLUNG DER WASSERENTHÄRTUNGSSALZEMORTON SALT entwickelte im Jahr 2011 die nächste Generation an Wasserenthärtungssalzen. Ziel ist es, diesen Markt weiterhin durch innovative Produkte anzuführen. NATRIUMREDUZIERUNG IN LEBENSMITTELNUm Nahrungsmittelherstellern in den USA zu ermöglichen, den dortigen Ernährungsleitlinien nachzukommen, wurden weitere Studien zur Reduktion von Natrium in Lebensmitteln durchgeführt. FORSCHUNG AUF DEM GEBIET DES ERZABBAUSZusammen mit Kunden erforschten wir die Möglichkeit, durch den Einsatz von Salz ökologische Verbesserungen beim Erzabbau und der Erzaufbereitung zu erzielen. In regelmäßigen Abständen werden alle Forschungsprojekte mit den Auftraggebern in Bezug auf Fortschritt, Anwendbarkeit, Rahmenbedingungen, Realisierungswahrscheinlichkeit sowie Rendite Chancen gemeinsam überprüft. MARKENPORTFOLIO UND PATENTBESTANDDas K+S-Markenportfolio wuchs in den fortgeführten Geschäftsbereichen im Jahr 2011 um 191 Anmeldungen bzw. Neuzugänge. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE U.a. ACTION MELT®, CÉRÉBOS®, KALI-STIER®, MORTON®, SPL®, UMBRELLA GIRL®, VATEL® und WIND-SOr®. Als Produktmarken werden z.B. AXAL®, ENTEC®, KORN-KALI®, NITR0PH0SKA®, PATENTKALI® und KALI-SEL® verwendet. Weitere Marken für Speisesalz in Chile sind sal lobOS® und die natriumreduzierte Produktreihe BIOSAL LIGHT® sowie BLIZZARD WIZARD® für Auftausalz in den USA. 64 nicht mehr genutzte Markenrechte wurden aufgegeben. Die K+S GRUPPE hält damit zum Stichtag in den fortgeführten Geschäftsbereichen 2.804 (2010: 2.677) nationale Markenschutzrechte, die aus 635 Basismarken resultieren. Weltweit gehören der K+S GRUPPE derzeit 67 Patentfamilien, die durch 303 (2010: 284) nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden unter anderem in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Im Jahr 2011 stieg der Patentbestand um 30 Schutzrechte. Lizenz einnahmen wurden nicht erzielt. 4.6 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDas Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2011 hat sich nach einem gemäßigten Anstieg in den ersten drei Quartalen zum Ende des Jahres merklich abgekühlt. Das Bruttoinlandsprodukt nahm, wie bereits im Quartalsfinanzbericht 03/11 erwartet, dennoch um insgesamt 3,7% zu. Nicht nur in den Industriestaaten, sondern auch in den Schwellenländern verlor das Wachstum im Laufe des Jahres an Schwung. Grund hierfür waren zum einen eine stark nachlassende Dynamik bei Exporten, zum anderen geringere binnenwirtschaftliche Impulse infolge des Auslaufens von Konjunkturprogrammen und einer Straffung der Geldpolitik in diesen Ländern. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich weltweit im Jahr 2011 deutlich beschleunigt. / TAB: 4.6.1 In der Eurozone nahm die Wachstumsgeschwindigkeit im Jahresverlauf 2011 zunehmend ab. Wegen der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise wurden in einer Vielzahl von Ländern Maßnahmen ergriffen, um das Defizit im Staatshaushalt zu reduzieren. Belastungen aufgrund der Staats Schuldenkrise sorgten in den Kernländern Deutschland und Frankreich für eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik, die Unsicherheit an den Finanzmärkten wirkte sich im Jahresverlauf zunehmend auch auf die Realwirtschaft aus. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im Jahr 2011 um 3,0 % nach einem Anstieg von 3,7% im Vorjahr. In einigen Ländern Europas zeigte sich sogar ein Schrumpfen der Wirtschaft: In Spanien und Italien wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Verlauf des Jahres kaum, Griechenland und Portugal rutschten in eine tiefe Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Eurozone erhöhte sich dennoch um 1,7%, die Inflation betrug 2,5%. Die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) erhöhte den Leitzins Mitte des Jahres auf 1,5%, nahm diese Zinserhöhung aber bis zum Jahresende in zwei Schritten wieder auf ein Niveau von 1,0 % zurück. PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSTAB: 4.6.1scroll
Quelle: Deka Bank PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖLABB: 4.6.1![]() Die Konjunktur in den USA entwickelte sich im Laufe des Jahres leicht positiv. Nachdem der kräftige Ölpreisanstieg zu Jahresbeginn und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Naturkatastrophe in Japan die Erholung gebremst hatten, nahm sie in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas an Fahrt auf. Die politische Auseinandersetzung über die Anhebung der Schuldenobergrenze im Juli und August und die Schuldenkrise in Europa machten sich vor allem in Form von geringeren Lagerinvestitionen der Unternehmen bemerkbar. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2011 um 1,8 %, die Verbraucherpreise um 3,2%. In den Schwellenländern kühlte sich die Konjunktur im Verlauf des Jahres 2011 - nach einer äußerst kräftigen Expansion der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2010 - merklich ab. Die Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum sowie die konjunkturelle Unsicherheit in den Vereinigten Staaten und in Japan schlugen sich zunehmend auf die Konjunktur in den aufstrebenden Volkswirtschaften nieder. EUR/USD-ENTWICKLUNG VERSUS CAD/USD UND RUB/USDABB: 4.6.2![]() Auf den Rohstoffmärkten zeigte sich im Jahresverlauf ein uneinheitliches Bild. Nach einem Anstieg des Ölpreises (Brent) vor dem Hintergrund der Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten zu Beginn des Jahres kam es in der zweiten Jahreshälfte aufgrund der sich eintrübenden Konjunktur zu einer leichten Abschwächung. Zum Jahresende lag der Ölpreis bei 107 US$ je Barrel. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Barrel Öl gut 110 US$, etwa 30 US$ bzw. 38 % mehr als im Jahr 2010. Bei Agrarrohstoffen kam es, insbesondere im dritten Quartal, zu einem deutlichen Rückgang. In den letzten Wochen des Jahres stiegen die Preise allerdings wieder spürbar an; während der Maispreis zum Jahresende leicht über dem Vorjahresniveau lag, notierten die Preise für Weizen, Sojabohnen und Palmöl 15 bis 20 % unter den Werten des Vorjahres. / ABB: 4.6.1 Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war von einem volatilen Verlauf des US-Dollars geprägt. Nachdem sich der US-Dollar zu Beginn des Jahres auf etwa 1,48 USD/EUR abschwächte, stieg er in der zweiten Jahreshälfte deutlich an und notierte Ende Dezember gegenüber dem Euro mit 1,30 USD/EUR etwa 3% stärker als ein Jahr zuvor (31.12.2010: 1,34 USD/EUR). Im Jahresdurchschnitt lag der US-Dollar bei 1,39 USD/ EUR und ging damit um knapp 5% zurück (2010:1,33 USD/EUR). / ABB: 4.6.2 AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
/ EINE ERLÄUTERUNG DER MASSNAHMEN ZUR ABSCHWÄCHUNG VON ENERGIEPREISRISIKEN finden Sie im Risikobericht auf Seite 128. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMEN BEDINGUNGENGESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTELNach der Normalisierung der Düngemittelnachfrage im Jahr 2010 waren besonders die ersten neun Monate des Jahres 2011 von einer starken Nachfrage geprägt. Im vierten Quartal kam es allerdings zu einer vorsichtigeren Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels. Obwohl sich die Preise einiger Agrarprodukte im Verlauf des Jahres nach sehr hohen Notierungen abschwächten, lagen sie weiterhin auf einem Niveau, das die Ertragsperspektiven der Landwirtschaft begünstigt, sodass sich immer noch ein deutlicher Anreiz bot, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Eine Weltkalinachfrage von rund 59 Mio. t führte bei Kali- und Magnesiumprodukten, insbesondere in den ersten neun Monaten, zu einer weltweit sehr hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Dies hatte Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Kaliumchlorid. Das weltweite Preisniveau stieg von rund 400 US$/t auf über 500 US$/t an. K+S setzte in Europa während des Jahres mehrere Preiserhöhungen durch. Der Preis für granuliertes Kaliumchlorid konnte in drei Schritten von 335 €/t zu Beginn des Jahres auf bis zu 375 €/t erhöht werden. / EINE DARSTELLUNG DER AGRARPREISENTWICKLUNG finden Sie in Abbildung 4.6.1 auf Seite 89. Auch die Stickstoffdüngemittelanlagen waren im Jahr 2011 weltweit gut ausgelastet, und die Nachfrage nach Mehrnährstoff- und Stickstoffeinzeldüngern sowie Ammonsulfat befand sich in den ersten neun Monaten auf einem hohen Niveau. Allerdings machte sich die beschriebene Zurückhaltung der Handels stufe im vierten Quartal auch bei Stickstoffdüngemitteln bemerkbar. Die Preise für Stickstoffdüngemittel stiegen im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres deutlich an, nachdem es bei den Einsatzstoffen ebenfalls zu deutlichen Preissteigerungen gekommen war. GESCHÄFTSFELD SALZAUFTAUSALZ -WESTEUROPADie winterliche Witterung im ersten Quartal führte im westeuropäischen Auftausalzmarkt zu einer überdurchschnittlichen Nachfrage, die allerdings deutlich unter dem Rekordniveau des Vorjahres lag. Auch im Früheinlagerungsgeschäft für die Wintersaison 2011/12 während des zweiten und dritten Quartals kam es aufgrund der überdurchschnittlichen winterlichen Witterung zu Beginn des Jahres zu einer starken Auftausalznachfrage; das Preisniveau erhöhte sich im Verlauf des Jahres spürbar. Die sich noch bis in das vierte Quartal erstreckende Voreinlagerung führte trotz einer relativ milden Witterung gegen Ende des Jahres zu einem insgesamt durchschnittlichen Start in die Wintersaison 2011/2012. AUFTAUSALZ - NORDAMERIKAZu Beginn des Jahres löste die winterliche Witterung an der Ostküste der Vereinigten Staaten eine überdurchschnittliche Nachfrage nach Auftausalz aus; in Kanada war die Nachfrage normal. Das nordamerikanische Preisniveau lag aufgrund des milden Winters des Vorjahres und der damit verbundenen relativ hohen Lagerbe stände jedoch unter dem des Vergleichs Zeitraums. An der Ostküste der Vereinigten Staaten kam es zu einem relativ frühen Start des Voreinlagerungsgeschäfts; aufgrund niedriger Frachtraten für Salzimporte entwickelten sich die Preise in den dortigen Ausschreibungen moderat rückläufig. In den übrigen für K+S wichtigen Auftausalzregionen der Vereinigten Staaten und auch in Kanada stieg die Nachfrage nach Auftausalz in der Voreinlagerungsphase. Die Preise im Mittleren Westen blieben stabil, während ein leichter Preisanstieg in Kanada zu beobachten war. Eine relativ milde Witterung im vierten Quartal, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada, führte zu einer unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz. GEWERBESALZDer Gewerbe salzmarkt war im Jahr 2011 in Europa und Südamerika von einer stabilen Nachfrageentwicklung und einem leichten Preisanstieg geprägt. Im nordamerikanischen Markt war, insbesondere bei Wasserenthärtungsprodukten, aufgrund der Konjunkturlage in den USA nach wie vor eine Kaufzurückhaltung festzustellen. SPEISESALZDie Nachfrage nach Speise salz zeigte sich im Berichtsjahr in Europa sowie Süd- und Nordamerika in guter Verfassung. In Europa und Nordamerika kam es zu einem leichten Anstieg des Preisniveaus, in Südamerika gingen die Preise dagegen zurück. INDUSTRIESALZDie Nachfrage nach Industrie salzen stabilisierte sich in Europa zu Beginn des Jahres auf einem hohen Niveau und ermöglichte im Laufe des Jahres spürbare Preiserhöhungen. Die amerikanische und südamerikanische Industriesalznachfrage entwickelte sich im Berichtsjahr stabil. / DIE MARKTPOSITIONEN DER GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie im Bereich ,Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit' auf Seite 59. WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
ENTWICKLUNG DES AKTIENKURSESEine detaillierte Beschreibung des K+S-Aktienkurses mit Kursverläufen, Kennzahlen und weiteren wichtigen Informationen rund um die K+S-Aktie finden Sie im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 23. GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2011Das Jahr 2011 war für die K+S GRUPPE ein sehr erfolgreiches Jahr - trotz aller Unsicherheiten etwa wegen der Staats Schuldenkrise im Euroraum und ihres möglichen Übergreifens auf die Realwirtschaft oder des Zustands des Finanzsektors infolge der Immobilienkrise in Nordamerika. Unser Düngemittelgeschäft war besonders in den ersten neun Monaten von einer starken Nachfrage geprägt. Im vierten Quartal kam es zu einer vorsichtigeren Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels. Obwohl sich die Preise wichtiger Agrarprodukte im Verlauf des Jahres nach sehr hohen Notierungen etwas abschwächten, lagen sie weiterhin auf einem attraktiven Niveau, das für Landwirte weltweit einen deutlichen Anreiz bot, den Ertrag je Hektar auch durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Im Geschäftsbereich Salz führte die winterliche Witterung im ersten Quartal sowohl in Nordamerika als auch in Europa zu einer überdurchschnittlichen Nachfrage. Trotz des im vierten Quartal schwächeren Winters konnten die Absatzmengen des Vorjahres insgesamt wieder erreicht werden, so dass das Salzgeschäft im Jahr 2011 insgesamt erneut deutlich über dem langfristigen Durchschnitt lag. Wir erwirtschafteten im Jahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 5,2 Mrd. €; dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 11%. Das operative Ergebnis konnte um 37% auf 976 Mio. € gesteigert werden, damit erzielte die K+S GRUPPE das zweitbeste Ergebnis in ihrer Geschichte. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFUMSATZPROGNOSEDie im Rahmen des Finanzberichts 2010 vom Vorstand mit Stand 1. März 2011 abgegebene Prognose für das Jahr 2011 (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der compo) ging davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Niveau des Vorjahres spürbar ansteigen sollte. Vor dem Hintergrund der sich im Verlauf des ersten Quartals 2011 abzeichnenden positiven Nachfrage- und Preistendenzen wurde die Prognose mit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts Q1/11 im Mai auf einen deutlichen Umsatzanstieg erhöht. Der Ausblick des im August veröffentlichten Halbjahresfinanzberichts h1/11 enthielt erstmals eine konkrete Bandbreite der Umsatzerwartung in Höhe von 5,00 bis 5,30 Mrd. €. Dieser Ausblick wurde im Quartalsfinanzbericht Q3/11 mit einer Umsatzerwartung von 5,00 bis 5,25 Mrd. € weiter konkretisiert. Der Umsatz der K+S GRUPPE im Jahr 2011 erreichte 5,15 Mrd. € und lag damit wie erwartet deutlich über dem Niveau des Vorjahres und innerhalb der prognostizierten Bandbreite. SOLL-/IST-VERGLEICH 2011TAB: 4.6.2scroll
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Prognose enthielt noch die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der COMPO. AUFWANDSPROGNOSEIm Finanzbericht 2010 prognostizierten wir, dass die Gesamtkosten im Vergleich zum Vorjahr spürbar ansteigen könnten - diese Aussage hatte das ganze Jahr über Bestand. Beim Personalaufwand erwarteten wir zunächst einen spürbaren Anstieg, seit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts m/11 im August wurde mit einem moderaten Anstieg gerechnet. Bei den Energiekosten gingen wir von Beginn an von einem spürbaren Anstieg aus, bei den Frachtkosten von einer stabilen Entwicklung. Die Abschreibungen erwarteten wir zunächst bei etwa 250 Mio. €, seit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts H1/11 rechneten wir mit etwa 230 Mio. €. Im Jahr 2011 lag der Personalaufwand mit 976,1 Mio. € wie erwartet moderat über dem des Vorjahres. Bei den Energiekosten bestätigte sich unsere Prognose angesichts eines Anstiegs um 7% auf 277,2 Mio. €. Die Frachtkosten gingen um knapp 3 % auf 813,7 Mio. € zurück und lagen damit sogar leicht unter unseren Erwartungen. Die Abschreibungen lagen im Jahr 2011 bei 242,0 Mio. €. ERGEBNISPROGNOSEDie im Rahmen des Finanzberichts 2010 vom Vorstand am 1. März 2011 formulierte Ergebnisprognose ging davon aus, dass das operative Ergebnis EBIT I im Geschäftsjahr 2011 deutlich höher ausfallen könnte als im Vorjahr. Im Quartalsfinanzbericht Q1/11 wurde dann, aufgrund der verbesserten Ertrags aus sichten in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoff, ein kräftiger Anstieg des Ergebnisses in Aussicht gestellt. Im Halbjahresfinanzbericht m/11 konkretisierten wir die Prognose auf eine Bandbreite von 950 bis 1.050 Mio. € und verengten diese mit der Veröffentlichung des Quartalsberichts Q3/11 auf 950 bis 1.000 Mio. €. Schluss endlich stieg das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2011 mit 975,7 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres (714,5 Mio. €) um etwa 37% an und lag damit innerhalb der von uns im Quartalsbericht Q3/11 prognostizierten Bandbreite. INVESTITIONSPROGNOSEIm Finanzbericht 2010 rechneten wir ohne Einbeziehung der Investitionen für das Legacy Projekt für das Jahr 2011 noch mit Investitionen von gut 300 Mio. €. Im Halbjahresfinanzbericht m/11 haben wir diese Prognose zunächst um 20 Mio. €, im Quartalsfinanzbericht Q3/11 um weitere 20 Mio. € reduziert, allerdings für das Legacy Projekt eine Investitionsvolumen in Höhe von 40 Mio. € einbezogen und somit wieder Investitionen in Höhe von rund 300 Mio. € erwartet. Die Reduzierungen waren auf die Veräußerung der compo und Verzögerungen bei Investitionsprojekten zurückzuführen. Schlussendlich betrug das Investitionsvolumen im Gesamtjahr 2011 294,1 Mio. €. / TAB: 4.6.2 4.7 ERTRAGSLAGEDie Beschreibung der Ertragslage in den Jahren 2011 und 2010 bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. UMSATZ MIT 5,2 MRD. € UM 11 % GESTIEGENIm Geschäftsjahr 2011 haben wir einen Umsatz von 5.150,9 Mio. € erzielt, dieser lag um 11% über dem Wert des Vorjahres. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen erneut eine gewisse Saisonalität erkennen; so fallen das erste und das vierte Quartal tendenziell stärker, das zweite und dritte Quartal etwas schwächer aus. Bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Quartal im Geschäftsfeld Düngemittel üblicherweise von der einsetzenden Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres, während im zweiten und dritten Quartal Voreinlagerungen zu in der Regel günstigeren Preisen stattfinden. / TAB: 4.7.2 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER UMSÄTZE DER EINZELNEN GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie auf Seite 110. ABWEICHUNGSANALYSETAB: 4.7.1scroll
Der Umsatzanstieg im Jahr 2011 ist insbesondere auf positive Preiseffekte zurückzuführen, die leicht negative Währungs- und Mengeneffekte mehr als ausgleichen konnten. Die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel erzielten vor allem aufgrund höherer Preise deutliche Umsatzzuwächse. Im Geschäftsbereich Salz konnte der Umsatz annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden, nachdem das Jahr 2011 insgesamt von einem überdurchschnittlichen Auftausalzabsatz gekennzeichnet war. / TAB: 4.7.1 / DETAILLIERTE AUFSTELLUNGEN DER DURCHSCHNITTSPREISE UND ABSÄTZE finden Sie in den Tabellen 4.10.3 und 4.10.8 Mit 41 % war der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte der umsatzstärkste Geschäftsbereich der K+S GRUPPE, gefolgt von Salz und Stickstoffdüngemitteln. / ABB: 4.7.1 In Europa erzielten wir einen Umsatz von 2,6 Mrd. € (+11 %). Damit entfiel die Hälfte des Gesamtumsatzes auf diese Region. Nordamerika erreichte einen Umsatzanteil von 23 % und Südamerika von 12 %. Auf Asien entfielen 11% des Gesamtumsatzes. /ABB: 4.7.2 UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHENTAB: 4.7.2scroll
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AKTUELLE UND KÜNFTIGE AUFTRAGSENTWICKLUNGFür den Großteil des Geschäfts der K+S GRUPPE bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands in Relation zum Umsatz mit weniger als 10 % am Jahresende gering; dies ist branchenüblich. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir jeweils im zweiten und dritten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, aber zu einem gewissen Teil auch für darauf folgende Winter teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Da die tatsächlichen Volumina allerdings von der winterlichen Witterung abhängen und daher im Vorhinein unsicher sind, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt auch für Vereinbarungen mit Mindestabnahmeverpflichtungen seitens unserer Kunden, da diese i.d.R. bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands der K+S GRUPPE und ihrer Geschäftsbereiche ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertrags-kraft nicht aussagekräftig. EBITDA NACH GESCHÄFTSBEREICHENTAB: 4.7.3scroll
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EBITDA-MARGEABB: 4.7.3![]() ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTENZu den wichtigsten Kostenarten im Einzelnen: Der Personalaufwand der K+S GRUPPE ist mit 976,1 Mio. € bzw. rund 20 % des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um 3 % gestiegen; die Personalkosten ohne Rückstellungseffekte stiegen im Vergleich zum Jahr 2010 aufgrund von Tariferhöhungen und einer gestiegenen Mitarbeiterzahl um 4 % auf 987,0 Mio. €. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten), gemessen am Umsatz etwa 25 %, erhöhten sich insbesondere aufgrund gestiegener Einstandspreise im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel um etwa 23 % auf 1,36 Mrd. €. Die Frachtkosten betrugen etwa 15% vom Umsatz und gingen insbesondere mengen- sowie wechselkursbedingt um etwa 3 % auf 813,7 Mio. € zurück. Die Energiekosten, etwa 5% des Umsatzes, erhöhten sich wie erwartet im Wesentlichen preisbedingt um 7 % auf 277,2 Mio. €. ERFREULICHE ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHRERGEBNIS VOR ZINSEN, STEUERN UND ABSCHREIBUNGEN (EBITDA) DEUTLICH GESTIEGENDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Berichtsjahr um 28 % auf 1.217,7 Mio. € (2010: 953,0 Mio. €). Der Anstieg wurde insbesondere getragen von den deutlichen Ergebnisverbesserungen in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Stickstoffdüngemittel. Auch die EBITDA-Marge erreichte mit 23,6% ein erfreuliches Niveau. Da das EBITDA nicht von Abschreibungen auf im Rahmen von Kaufpreisallokationen vorgenommene Wertansätze beeinflusst wird und diese sich nach der Akquisition von MORTON SALT deutlich erhöht haben, kommt dem EBITDA zur Beurteilung der operativen Ertragskraft mittlerweile eine höhere Bedeutung zu. / TAB: 4.7.3 /ABB: 4.7.3 EBIT I NACH GESCHÄFTSBEREICHENTAB: 4.7.4scroll
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EBIT-MARGEABB: 4.7.4![]() OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I DEUTLICH GESTIEGENDie Steuerungsgröße der K+S GRUPPE, das operative Ergebnis EBIT I, stieg um 261,2 Mio. € bzw. 37% auf 975,7 Mio. € (2010: 714,5 Mio. €). Darin sind Abschreibungen in Höhe von 242,0 Mio. € berücksichtigt, diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio. € erhöht. Die EBIT-Marge erreichte mit 18,9% einen sehr guten Wert. / EINE DEFINITION DES EBIT I UND EINE ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFS KAUFPREISALLOKATION finden Sie im Glossar auf Seite 218. Das operative Ergebnis wurde insbesondere durch die folgenden Effekte beeinflusst: Die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel steigerten ihre Ergebnisse vor allem aufgrund der im Jahresverlauf gestiegenen Düngemittelpreise. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz lag unter dem Wert des Vorjahres, da das Auftausalzgeschäft zwar überdurchschnittlich verlief, aufgrund eines anderen Regionalmixes aber nicht das Rekordniveau des Vorjahres erreichte. In den Ergänzenden Geschäftsbereichen kam es aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen zu einem Ergebnisrückgang. Der Saldo der Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind (Überleitung), entwickelte sich weitgehend stabil und belief sich im Berichtsjahr auf -62,5 Mio. € (2010: -64,0 Mio. €). Die beim Umsatz beschriebene Saisonalität zeigte sich auch beim Ergebnis. /TAB: 4.7.4 /ABB: 4.7.4 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER ERGEBNISSE DER EINZELNEN GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie auf Seite 110. ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN EBIT II DEUTLICH GESTIEGENDas Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II erreichte im Berichtsjahr 951,2 Mio. € nach 719,1 Mio. € im Vorjahr. Die Differenz zwischen EBIT II und EBIT I betrug -24,5 Mio. € (2010: +4,6 Mio. €), davon entfielen -26,2 Mio. € (2010: -0,8 Mio. €) auf die Bewertung der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und +1,7 Mio. € (2010: +5,4 Mio. €) auf die Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen. Die gesunkenen Marktwerte der noch ausstehenden Sicherungsgeschäfte sind auf einen im Vergleich zum Vorjahresstichtag stärkeren US-Dollar zurückzuführen. / EINE DEFINITION DES EBIT II finden Sie im Glossar auf Seite 218. ENTWICKLUNG ÜBRIGER WESENTLICHER POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGBRUTTOMARGE MIT 38% AUF DEM NIVEAU DES VORJAHRSIm Jahr 2011 stiegen Umsatz und Herstellungskosten jeweils um rund 11%. Dies führte zu einer konstant hohen Bruttomarge von 38 %. Es war uns möglich, die auf Seite 96 beschriebenen Kostensteigerungen durch höhere Preise auszugleichen. VERTRIEBSKOSTEN AUF VORJAHRESNIVEAUDie Vertriebskosten der K+S GRUPPE lagen im Berichtsjahr bei 843,6 Mio. € (2010: 836,5 Mio. €). Auch die Ausgangsfrachten, die über die Hälfte der Vertriebskosten ausmachen, lagen mit 531,6 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die übrigen Kosten für Vertriebspersonal, Vermarktung und Supply-Chain-Management stiegen moderat an und betrugen im Berichtsjahr 312,0 Mio. € (2010: 295,0 Mio. €). Darin ist ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für Werbung in Form von Anzeigen, Broschüren, tv- und Radiospots, Messen, Produkteinführungen etc. enthalten. Der Großteil dieser Kosten entsteht in den Geschäftsbereichen Salz sowie Kali- und Magnesiumprodukte. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN LEICHT ANGESTIEGENIm Jahr 2011 stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 9,9 Mio. € bzw. 6 % auf 182,1 Mio. €. Ein großer Teil dieses Anstiegs entfiel auf die infolge höherer Ergebnisse gestiegene erfolgsabhängige Vergütung sowie Aufwendungen im Rahmen der IT-Umstellung bei MORTON SALT. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz lag mit 3,5 % auf dem Niveau des Vorjahres. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE ÜBERTREFFEN AUFWENDUNGENDer Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Jahr 2011 auf +18,4 Mio. € nach -12,1 Mio. € im Vorjahres Zeitraum. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Rückstellungszuführungen. BETEILIGUNGSERGEBNIS BEI 9,6 MIO. €Das Beteiligungsergebnis lag im Jahr 2011 mit 9,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2010: 4,1 Mio. €); dies ist auf höhere Beteiligungserträge von nicht konsolidierten Unternehmen zurückzuführen. FINANZERGEBNIS DEUTLICH VERBESSERTDas Finanzergebnis setzt sich aus dem Zinsergebnis und dem sonstigen Finanzergebnis zusammen. Das Zinsergebnis verbesserte sich im Jahr 2011 sehr deutlich auf -64,9 Mio. € (2010: -122,8 Mio. €). Hier schlug sich insbesondere der Wegfall von Einmalaufwendungen aus der Neustrukturierung der Finanzverbindlichkeiten im Vorjahr nieder. Darüber hinaus war der Zinsaufwand des Vorjahres durch einen außerplanmäßigen Zinsaufwand für bergbauliche Rückstellungen (23,0 Mio. €) aufgrund der Herabsetzung des durchschnittlichen gewichteten Diskontierungsfaktors belastet. Der nicht zahlungswirksame Zinsaufwand der Rücksteilungen für bergbauliche Verpflichtungen sank vor diesem Hintergrund auf insgesamt 21,9 Mio. € gegenüber 44,4 Mio. € im Jahr 2010. Die nicht zahlungswirksamen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen lagen mit 4,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (2010: 6,8 Mio. €). Insgesamt betrug das Finanzergebnis -63,9 Mio. € nach -120,0 Mio. € im Vorjahr. (BEREINIGTES) ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN STARK VERBESSERTDas Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 887,3 Mio. € (2010: 599,1 Mio. €). Bereinigt man die Effekte aus den Marktwertschwankungen der operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte (24,5 Mio. €), gelangt man zu einem bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 911,8 Mio. €. Diese Kenngröße ist damit gegenüber dem Vorjahreswert um 317,3 Mio. € bzw. 53 % gestiegen. (BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT STARK GESTIEGENDas Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 656,1 Mio. € (2010:457,1 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,4% (Vorjahr: 28,2%) zugrunde gelegt. Im Jahr 2011 fiel ein Steueraufwand von insgesamt 230,7 Mio. € (2010:141,2 Mio. €) an; dieser beinhaltet einen latenten und damit nicht zahlungswirksamen Steuerertrag von 4,9 Mio. € (2010: latenter Steuerertrag 33,7 Mio. €). HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEITTAB: 4.7.5scroll
UMSATZRENDITEABB: 4.7.5![]() Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert. Des Weiteren werden auch die aus der Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern eliminiert. Die Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses wird in Tabelle 4.7.5 dargestellt. / TAB: 4.7.5 Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag mit 673,6 Mio. € um 219,8 Mio. € bzw. rund 50 % über dem Wert des Vorjahres (2010: 453,8 Mio. €). Die wesentliche Ursache hierfür war das stark gestiegene operative Ergebnis. Die bereinigte Konzernsteuerquote betrug im Berichtsjahr 26,1 % nach 23,7% im Vorjahr. Die Umsatzrendite erreichte mit 13,1 % auch im Vergleich zu den Vorjahren ein attraktives Niveau. / ABB: 4.7.5 KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIETAB: 4.7.6scroll
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Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter
Geschäftstätigkeit BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ERREICHT 3,52 € (2010: 2,37 €)Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 3,52 € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 2,37 € um rund 50% erhöht. Für die aktuelle Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,33 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt (Vorjahr: 191,34 Mio. Stückaktien). Zum 31. Dezember 2011 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende auf 191,40 Mio. Stückaktien. Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnte, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. / TAB: 4.7.6 BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIEDas bereinigte Konzernergebnis (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 581,8 Mio. € (2010: 445,3 Mio. €). Auf die darin enthaltenen, nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der compo entfielen - 91,8 Mio. €, die sich aus der erfolgten Wertkorrektur in Höhe von 102,3 Mio. € und dem Nettoergebnis der compo bis zum Closing im Oktober in Höhe von 10,5 Mio. € zusammensetzen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 3,04 € (2010: 2,33 €). Auf die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der compo entfielen -0,48 €. / DETAILLIERTE ANGABEN ZUR VERÄUSSERUNG DER COMPO finden Sie im Anhang auf Seite 169. KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGEMARGENKENNZAHLENDie Margenkennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.217,7 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge von 23,6% (2010: 20,6%), die EBIT-Marge erreichte 18,9 % nach 15,4 % im Jahr 2010. Auch die Umsatzrendite liegt mit 13,1 % deutlich über dem Vorjahreswertvon 9,8%. / DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel ,Weitere Informationen' auf Seite 217. RENDITEKENNZAHLENStark gestiegene Ergebnisbeiträge führten im Berichtsjahr trotz einer ebenfalls gestiegenen Kapitalbindung zu einem deutlichen Anstieg der Renditekennziffern: Unsere Eigenkapitalrendite nach Steuern erreichte im Berichtsjahr 20,2% (2010: 18/7%) und die Gesamtkapitalrendite 16,4% (2010:14,7%). Die bei uns besonders beachtete Rendite auf das eingesetzte Kapital, der roce, betrug für das Berichtsjahr 27,5 % nach 22,0 % im Vorjahreszeitraum. Er liegt damit deutlich über unseren Kapitalkosten von 8,6 % vor Steuern, d.h., die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Value Added von 670,8 Mio. € geschaffen. / TAB: 4.7.7 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER FINANZIELLEN STEUERUNGSKENNZAHLEN finden Sie auf Seite 74. HERLEITUNG DER KAPITALKOSTENDer gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Der Verzinsungsanspruch der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der Mittelwert der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von einem bis 30 Jahren herangezogen; Ende 2011 lag dieser bei 2,4% (Vorjahr: 3,0%). Die Risikoprämie wurde aus dem empirischen Mittelwert der Marktrisikoprämie von 4,5% (Vorjahr: 4,5%) und dem für K+S gültigen, längerfristig adjustierten Betafaktor in Höhe von 1,04 (Vorjahr: 1,01) gegenüber dem Vergleichsindex msci europe ermittelt. Demnach ergibt sich ein Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,1 % (Vorjahr: 7,6 %). Der Marktwert des Eigenkapitals betrug zum 31. Dezember 2011, dem Zeitpunkt der Werthaltigkeitstests, rund 6,7 Mrd. € (Vorjahr: 10,8 Mrd. €) und errechnet sich aus dem Kurs der K+S-Aktie an diesem Stichtag (34,92 €) multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien (191,40 Mio. Stück). MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1TAB: 4.7.7scroll
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Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011
und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern liegt bei 4,0% (Vorjahr: 4,0%) und ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt des risikolosen Zinssatzes zuzüglich des Kreditrisiko Zuschlags für das bbb+/ Baa2-Rating der Finanzverbindlichkeiten von K+S sowie der Verzinsung der Pensions- und der bergbaulichen Rückstellungen. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 26,1 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 3,0% (Vorjahr: 2,9%). Zum 31. Dezember 2011 belief sich das verzinsliche Fremdkapital auf rund 1,5 Mrd. €; es summierte sich aus dem Marktwert der Finanzverbindlichkeiten sowie den Barwerten der Pensionsrückstellungen und der bergbaulichen Rückstellungen. Das Gesamtkapital betrug demnach rund 8,2 Mrd. €, hiervon entfielen rund 82 % auf das zu Marktpreisen bewertete Eigenkapital. In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von rund 6,3 % (Vorjahr: 7,0 %) nach Steuern und ein entsprechender Kapitalkostensatz vor Steuern in Höhe von 8,6 % (Vorjahr: 9,5%). 4.8 FINANZLAGEDie Beschreibung der Finanzlage in den Jahren 2011 und 2010 bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das compo-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß ifrs 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden entsprechend angepasst, die Bilanz wurde nicht angepasst. KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTURTAB: 4.8.1scroll
GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZ-MANAGEMENTS DER K+S GRUPPEFINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERTZu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,
Im Cashmanagement konzentrieren wir uns auf die Steuerung unserer Liquidität sowie die Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns. Um die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten bzw. zu optimieren, streben wir für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade" Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Im Rahmen der durch die angestrebte Bonität vorgegebenen Anforderungen sollen die Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital optimiert werden. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand der in Tabelle 4.8.1 dargestellten Kennzahlen vorgenommen. / TAB: 4.8.1 Vor dem Hintergrund des deutlich gestiegenen Ergebnisniveaus und der Rückführung der Nettoverschuldung konnten die gesetzten Ziele für die Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur per 31. Dezember 2011 sogar übertroffen werden. Angesichts der bevorstehenden Investitionen in den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Legacy Projekt) sowie für das Werra-Maßnahmenpaket bildet die solide Kapitalstruktur eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S GRUPPE. Das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns wird zentral für alle Konzerngesellschaften vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen und zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt. FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEMSchwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da zum einen die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen, zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet werden und zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen können. Derzeit treten Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Die geplanten Ergebnisse werden gegen Translationsrisiken gesichert, sofern diese von wesentlicher Bedeutung sind. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance eröffnet, für einen Teil der Sicherungsgeschäfte an einer besseren Kursentwicklung teilzuhaben. Für das Jahr 2011 lag der realisierte Kurs des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wie im Vorjahr bei 1,35 USD/EUR inkl. Kosten, der realisierte Kurs für den Geschäftsbereich Salz bei 1,37 USD/EUR nach 1,39 USD/EUR im Vorjahr. Die Sicherungsmaßnahmen führten damit zu einem im Vergleich zum durchschnittlichen USD/EUR-Kassakurs günstigeren Umrechnungskurs nach Prämien. / TAB: 4.8.2 Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen zum überwiegenden Teil in kanadischen Dollar (CAD) und zu einem kleineren Teil in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise ein natürlicher Cashflow-Hedge durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Für die verbleibende cad-Nettoposition ist beabsichtigt, diese entsprechend der oben beschriebenen, generellen Währungssicherungsstrategie zu sichern. Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich das Sicherungsvolumen aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen. / EINE BESCHREIBUNG DES LEGACY PROJEKTS UND DESSEN PHASEN finden Sie im Chancenbericht auf Seite 147. FINANZIERUNGSANALYSEDie Finanzierungsanalyse im Jahr 2011 bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Gemäß ifrs 5 wurde die Bilanz des Vorjahres nicht angepasst und enthält die Vermögenswerte und Schulden des veräußerten COMPO-Geschäfts. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTETAB: 4.8.2scroll
PASSIVAABB: 4.8.1![]() Die K+S GRUPPE verfügt über eine starke finanzielle Basis sowie über ein hohes operatives Ertrags- und Cashflowpotenzial. Aufgrund dessen können wir flexibel auf Investitions- und Akquisitionschancen reagieren, wenn sie strategisch passen und unsere Rentabilitätskriterien erfüllen. Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigt sich im Vergleich zum Jahresende 2010 weiter verbessert. Die Finanzierung der K+S GRUPPE erfolgte per 31. Dezember 2011 zu gut 80 % aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt. Es bestehen ferner bei Banken hinreichende Finanzierungsmöglichkeiten, die uns bei Bedarf eine zusätzliche Kreditaufnahme ermöglichen. / ABB: 4.8.1 EIGENKAPITAL DEUTLICH ANGESTIEGENDas Eigenkapital ist im Wesentlichen ergebnisbedingt von 2.651,6 Mio. € auf 3.084,6 Mio. € gestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich von 47,6 auf 50,9 % der Bilanzsumme erhöht. / EINE HERLEITUNG DER EIGENKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 101. FREMDKAPITALANTEIL UNTERPROPORTIONAL GESTIEGENDas Fremdkapital der K+S GRUPPE stieg im Jahr 2011 von 2.922,1 Mio. € auf 2.972,3 Mio. €. Es bestand zum 31. Dezember 2011 zu etwa 37% aus Rückstellungen, zu knapp 26 % aus Finanzverbindlichkeiten, zu rund 21 % aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zu 12 % aus Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern und latenten Steuern. Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 1.953,6 Mio. €; der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (1.919,1 Mio. €) ist vorwiegend auf einen höheren Bilanzansatz passiver latenter Steuern zurückzuführen. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals hat sich auf 32,3 % der Bilanzsumme verringert (31.12.2010:34,4%). Das kurzfristige Fremdkapital stieg leicht von 1.003,0 Mio. € am Ende des Jahres 2010 auf 1.018,7 Mio. € am 31. Dezember 2011; eine Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, der Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern sowie der kurzfristigen Rückstellungen konnte einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht vollständig ausgleichen. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals ging von 18,0 % im Vorjahr auf 16,8 % zum 31. Dezember 2011 zurück. / WEITERE ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG EINZELNER BILANZPOSTEN finden Sie im Anhang auf Seite 186. FINANZVERBINDLICHKEITENFinanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2011 in Höhe von 770,6 Mio. €; davon waren lediglich 0,8 Mio. € als kurzfristig einzustufen. Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt auf die von uns im September 2009 begebene Unternehmensanleihe. Sie hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Zinskupon von 5,0% p.a. / EINE HERLEITUNG DER FREMDKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 101; EINE ÜBERSICHT DES FÄLLIGKEITSPROFILS auf Seite 133. Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf lediglich 19,4 Mio. €. RÜCKSTELLUNGENDie wesentlichen langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen betrugen 580,6 Mio. € nach 528,4 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf jährliche Aufzinsungen und die Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie die Neubewertungen von bestehenden Rückstellungen zurückzuführen. Der durchschnittliche gewichtete Diskontierungsfaktor für bergbauliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 lag konstant bei 4,7%. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um einen Prozentpunkt würde hier zu einer Verringerung des zu bilanzierenden Werts um rund 90 Mio. € führen. Umgekehrt hätte eine Senkung des Diskontierungsfaktors um einen Prozentpunkt einen Anstieg der bergbaulichen Rückstellungen um rund 149 Mio. € zur Folge. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die dargestellten Veränderungen der Rückstellungen infolge einer Änderung des Diskontierungssatzes nicht zu einer betragsmäßig entsprechenden Ergebnisauswirkung führen. Für einen wesentlichen Teil der bergbaulichen Rückstellungen sind die Anpassungen aufgrund der Änderung von Bewertungsparametern nach den Regelungen des IFRIC 1 durchzuführen. Damit würde sich für die entsprechenden Rückstellungspositionen grundsätzlich eine Bilanzverkürzung bzw. -Verlängerung ergeben. Darüber hinaus können Effekte aus der Anpassung anderer Bewertungsparameter (z.B. Preissteigerungsrate) dem Effekt aus der Änderung des Diskontierungssatzes entgegenwirken. Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen 95,3 Mio. € nach 184,8 Mio. € im Vorjahr; der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sank zum 31. Dezember 2011 aufgrund eines niedrigeren Marktzinsniveaus auf 4,8% nach 5,1% im Vorjahr. Die Änderung des Marktzinsniveaus hat zwar Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen, wegen der bis einschließlich des Jahres 2012 noch anwendbaren Korridormethode (IAS 19) nicht jedoch unmittelbar auf deren bilanziellen Wertansatz. / TAB: 4.8.3 / EINE ERLÄUTERUNG DER AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS finden Sie im Anhang auf Seite 178. MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGETAB: 4.8.3scroll
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Die Informationen beziehen sich in den Jahren
2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGENur in vernachlässigbarem Umfang bestehen außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Sinne von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Securities, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder eingegangene Haftungsverhältnisse gegenüber nicht im Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Wir nutzen vor allem operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns. INVESTITIONEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 1TAB: 4.8.4scroll
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INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 1ABB: 4.8.2![]()
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Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011
und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.Das
COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS als "nicht
fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. InvestitionsanalyseIm Jahr 2011 investierte die K+S Gruppe 294,1 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 105,5 Mio. € bzw. 56%. Hiervon entfielen 33,0 Mio. € auf erste Investitionen in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada. Der Anstieg ist außerdem auf die Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier, auf den Anlagenersatz eines Schiffes der Reederei Empremar sowie auf Effizienzsteigerungsmaßnahmen bei Morton Salt zurückzuführen. Bei den Investitionsausgaben ist eine gewisse Saisonalität zu erkennen; die Umsetzung der Investitionsvorhaben erfolgt in der Regel überwiegend im dritten und vierten Quartal, da wir die dann stattfindenden Produktionspausen für die Durchführung größerer Investitionsprojekte nutzen. / TAB : 4.8.4 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 94,7 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus dem Jahr 2011. 230,7 Mio. € bzw. gut 78% der getätigten Investitionen entfielen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen; diese lagen spürbar unter den Abschreibungen in Höhe von 242,0 Mio. €. / ABB: 4.8.2 Geschäftsbereich Kali- und MagnesiumprodukteIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 162,1 Mio. € und damit 65,2 Mio. € bzw. CASHFLOWÜBERSICHT 1TAB: 4.8.5scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. 67 % mehr als im Vorjahr; davon entfielen 33,0 Mio. € auf erste Investitionen in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada und 23,6 Mio. € auf Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier. Darüber hinaus standen Projekte zur Rohstoffausbeutesteigerung im Vordergrund. Knapp drei Viertel der Investitionen entfielen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen. GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELIm Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel haben wir im Berichtsjahr mit 1,0 Mio. € etwa 0,5 Mio. € mehr investiert als im Jahr 2010. Hier stand die Investition in eine Anlage zur farblichen Kennzeichnung von Produkten im Vordergrund, sodass das Investitionsvolumen im Wesentlichen aus Erweiterungsinvestitionen bestand. GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Jahr 2011 wurden im Geschäftsbereich Salz 112,3 Mio. € und damit 33,3 Mio. € bzw. 42 % mehr als im Vorjahr investiert. Der Anstieg ist vor allem auf den Anlagenersatz eines Schiffes bei unserer Reederei empremar zurückzuführen. Zu weiteren wesentlichen Projekten gehörten die Erneuerung einer Schachtfördermaschine und die Kapazitätserhöhung der Pharmasalzproduktion am Standort Borth in Deutschland, die Erneuerung eines Verladeterminals bei SPL in Chile sowie der Ausbau der Lagerkapazität in Brasilien. Etwa 90 % des Investitionsvolumens entfielen auf Ersatz- und Produktions Sicherungsmaßnahmen. ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHEDie Investitionsausgaben der Ergänzenden Geschäftsbereiche betrugen im Berichtsjahr 4,3 Mio. € und lagen 0,1 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg mit der Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung begonnen. Insgesamt entfiel gut zwei Drittel der Investitionen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen. LIQUIDITÄTSANALYSEDer Brutto-Cashflow erreichte im Berichtsjahr 910,6 Mio. € und lag um 97,9 Mio. € bzw. 12 % über dem Wert des Vorjahres (2010: 812,7 Mio. €). Der Anstieg folgte der positiven Ergebnisentwicklung. Dem deutlich gestiegenen operativen Ergebnis standen höhere Ertragsteuerzahlungen gegenüber. /TAB : 4.8.5 Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen) erreichte im Berichtsjahr 822,2 Mio. € und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil (2010: 829,1 Mio. €). Insbesondere der milde Winter im vierten Quartal hat zu einer im Vergleich zum Vorjahr stärkeren Zunahme der Salzvorräte und damit zu einer höheren Mittelbindung im Working Capital geführt. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Investitionen in Wertpapiere) belief sich im Jahr 2011 auf -495,6 Mio. € und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2010: -177,7 Mio. €). Die Erhöhung ist vor allem auf Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von 81,6 % der Anteile und der damit verbundenen Kontrollübernahme von POTASH ONE (-242,8 Mio.€) zurückzuführen. Der freie Cashflow (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen und Investitionen in Wertpapiere) erreichte im Berichtsjahr 2011 326,6 Mio. € (2010: 651,4 Mio. €). Bereinigt um Akquisitionen/Devestitionen ging der freie Cashflow im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 82,0 Mio. € bzw. 13 % auf 569,4 Mio. € zurück. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -261,7 Mio. € (2010: -439,7 Mio. €) und resultierte fast ausschließlich aus der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 191,4 Mio. € sowie dem Erwerb der restlichen 18,4% der Anteile von POTASH ONE (-59,3 Mio. €) und nicht wie im Vorjahr aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten. Nach Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 110,0 Mio. € sowie dem Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen in Höhe von 372,4 Mio. € betrug der Nettofinanzmittelbestand am Ende des vergangenen Jahres 437,3 Mio. € (31.12.2010: 740,6 Mio. €). AKTIVA ABB: 4.9.1![]() Die Nettoverschuldung hat sich zum Stichtag unter Einbeziehung der Rückstellungen für Pensionen und bergbauliche Verpflichtungen gegenüber dem Wert am 31. Dezember 2010 (732,5 Mio. €) trotz der erfolgten Übernahme von POTASH ONE spürbar auf 610,8 Mio. € reduziert. 4.9 VERMÖGENSLAGEDie Beschreibung der Vermögenslage im Jahr 2011 bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Die Bilanz des Vorjahres wurde nicht angepasst und enthält die veräußerten Vermögenswerte und Schulden des veräußerten COMPO-Geschäfts. VERMÖGENSSTRUKTURANALYSEZum 31. Dezember 2011 belief sich die Bilanzsumme der K+S GRUPPE auf 6.056,9 Mio. €. Das Verhältnis langfristiger zu kurzfristigen Vermögenswerten ist mit 57:43 nach wie vor ausgewogen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas zugunsten langfristiger Vermögenswerte verschoben. / ABB: 4.9.1 /TAB: 4.9.1 Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund eines Anstiegs der bilanzierten Rohstoffvorkommen, die im Rahmen der Akquisition von POTASH ONE erworben wurden, auf 2.227,0 Mio. € (31.12.2010: 1.803,6 Mio. €); gegenläufig wirkte sich hier die Veräußerung des COMPO-Geschäfts aus. Finanzanlagen sowie langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 74,4 Mio. € (31.12.2010: 24,1 Mio. €). Die Vorräte verringerten sich leicht auf 730,0 Mio. € (31.12.2010: 740,2 Mio. €); einem Bestandsaufbau bei fertigen Erzeugnissen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte aufgrund der vorsichtigen Disposition seitens des Handels im vierten Quartal und im Geschäftsbereich Salz aufgrund der ausbleibenden winterlichen Witterung stand ein Rückgang der Vorräte infolge der Veräußerung des compo-Geschäfts gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen ebenfalls aufgrund der Veräußerung des compo-Geschäftsleicht zurück und betrugen zum Jahresende 928,8 Mio. € (31.12.2010: 949,8 Mio. €). Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 315,0 Mio. € an (31.12.2010: 0,0 Mio. €); dabei handelt es sich um Geldanlagen, im Wesentlichen Terminanlagen und Geldmarktpapiere mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten, die weiterhin als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen. Einschließlich des Barmittelzuflusses aus der Veräußerung des compo-Geschäfts belief sich der Bestand an flüssigen Mitteln Ende des Jahres trotz des in bar gezahlten Kaufpreises für POTASH ONE und der Dividendenzahlung auf 442,8 Mio. € (31.12.2010: 748,4 Mio. €). Addiert man die beschriebene Geldanlage in kurzfristige Wertpapiere von 315,0 Mio. €, hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln nur unwesentlich verändert. Unter Einbeziehung der flüssigen Mittel (442,8 Mio. €), der lang- und kurzfristigen Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen (373,5 Mio. €), der Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen und Pensionen (580,6 Mio. € bzw. 95,3 Mio. €) sowie der Finanzverbindlichkeiten (770,6 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit einer Anleihe bei MORTON SALT (19,4 Mio. €) ergibt sich per 31. Dezember 2011 eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 610,8 Mio. € (31.12.2010: 732,5 Mio. €). / DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel Weitere Informationen' auf Seite 217. MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGETAB: 4.9.1scroll
ZWECKGEBUNDENES VERMÖGENIm Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (Cta-Mode11) begonnen. Mit der Dotierung des Cta-Modells erfolgt eine Zweckbindung entsprechender Finanzierungsmittel für die Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und Vorruhestandsregelungen. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen der Morton-Gruppe dient. Darüber hinaus bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach ifrs zu qualifizieren sind. Die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen und das zugehörige Planvermögen werden gemäß ifrs bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen hat sich im Jahr 2011 i.W. infolge weiterer Dotierungen des cta um 85,3 Mio. € auf insgesamt 357,4 Mio. € erhöht. Angaben zu der Zusammensetzung dieses Planvermögens sowie zu im Jahr 2011 vorgenommenen Ausfinanzierungen finden Sie im Konzernanhang unter Anmerkung (21) Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie unter Anmerkung (23) Langfristige Personalverpflichtungen. NICHT BILANZIERTES VERMÖGENSonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2011 auf 197,4 Mio. € (2010:141,8 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z.B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge und Lagerkapazitäten geleast. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Informationen zu sonstigen immateriellen, nicht bilanzierten Werten im Sinne von Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie Organisations- und Verfahrensvorteilen finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 47,75 bzw. 110; Investoren- und Kapitalmarktbeziehungen werden im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 23 erläutert. ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFENNach der Abgabe eines freundlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre von POTASH ONE INC, Saskatchewan, Kanada, im November 2010, erwarb K+S im Januar und Februar 2011 einen Anteil von 90,9% der POTASH ONE. Da mehr als 90% der POTASH-ONE-Aktionäre das Angebot annahmen, wurden die verbleibenden Aktien Mitte März 2011 durch ein Ausschlussverfahren im Rahmen des canada Business corporations act vollständig übernommen. / EINE BESCHREIBUNG DES LEGACY PROJEKTS finden Sie im Chancenbericht auf Seite 147. Darüber hinaus wurde am 20. Juni 2011 der Verkauf des COMPO-Geschäfts an den europäischen Private-Equity-Investor triton bekanntgegeben. Nachdem die Eu-Kartellbehörde am 26. September die Freigabe der Transaktion erteilt hatte, wurde die Veräußerung am 18. Oktober 2011 erfolgreich abgeschlossen. / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie im Anhang auf Seite 169. Die beschriebenen Transaktionen standen im Zeichen der Zwei-Säulen-Strategie der K+S GRUPPE. Diese sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren. 4.10 DARSTELLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHSENTWICKLUNGGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE/ EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL finden Sieauf Seite 91 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. UMSATZ MIT 2.131,9 MIO. € UM 14% ÜBER VORJAHRESNIVEAUIm Geschäftsjahr 2011 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs um 264,9 Mio. € bzw. 14% auf 2.131,9 Mio. €; dies ist auf einen deutlichen Anstieg des erzielten Durchschnittspreises des Produktportfolios zurückzuführen. Das Absatzvolumen erreichte im Jahr 2011 mit 6,93 Mio. t fast das Vorjahresniveau von 7,06 Mio. t. Dabei kam es insbesondere in Europa zum Jahresende zu einer vorsichtigeren Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels. / TAB: 4.10.1, 4.10.2, 4.10.3 ABWEICHUNGSANALYSETAB: 4.10.1scroll
Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im vergangenen Jahr 53 %, dieser Umsatzanteil ist weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Ein Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde auf den Überseemärkten Asien und Südamerika erwirtschaftet. /abb: 4.10.1 Bei unserem volumenmäßig bedeutendsten Produkt Kaliumchlorid stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 153,7 Mio. € bzw. knapp 18 % auf 1.034,1 Mio. €. Der deutliche Preisanstieg konnte leicht negative Währungseffekte mehr als ausgleichen. In Europa haben wir 1,11 Mio. t Kaliumchlorid verkauft; dieser Wert lag etwa 2 % unter dem des Vorjahres. In Übersee wurden wie im Vorjahr 1,95 Mio. t abgesetzt. Mit Düngemittelspezialitäten erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 806,4 Mio. €, ein Anstieg um knapp 12 % (2010:721,8 Mio. €). Hierfür waren auch in dieser Produktgruppe deutliche Preissteigerungen ausschlaggebend, die negative Währungseffekte überkompensieren konnten. Während das europäische Absatzvolumen 2,08 Mio. t (-6 %) erreichte, lag der Überseeabsatz mit o,98 Mio. t um 7 % über dem des Vorjahres. Im Bereich Industrieprodukte stieg der Umsatz um 10 % auf 291,4 Mio. € (2010: 264,8 Mio. €); positive Preis- und Mengeneffekte konnten negative Währungseffekte mehr als ausgleichen. Insbesondere die Regionen Europa und Asien trugen zu dem Umsatzwachstum bei. Der Absatz betrug in Europa 0,55 Mio. t (-15 %) und in Übersee 0,26 Mio. t (+30%). /ABB: 4.10.2 GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTETAB: 4.10.2scroll
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EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I STARK GESTIEGENDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs erreichte im Berichtsjahr 833,8 Mio. € und lag 266,7 Mio. € bzw. 47 % über dem Wert des Vorjahres (2010: 567,1 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I konnte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte um 263,6 Mio. € bzw. 55 % auf 739,5 Mio. € gesteigert werden. Darin sind Abschreibungen in Höhe von 94,3 Mio. € berücksichtigt; diese haben sich gegenüber denen des Vorjahres um 3,1 Mio. € erhöht. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf höhere Durchschnittserlöse über das gesamte Sortiment zurückzuführen; diese konnten preis- bzw. mengenbedingte Kostensteigerungen, insbesondere für Personal, Energie und Material mehr als ausgleichen. Die von uns eingesetzten Sicherungsinstrumente führten, trotz des schwächeren US-Dollars im Jahr 2011, zu einem stabilen USD/EUR-Umrechnungskurs und zu einem positiven Währungsergebnis (24 Mio. €) für den Geschäftsbereich. / AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE finden Sie auf Seite 143. GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELAm 20. Juni 2011 wurde der Verkauf der compo an den europäischen Private-Equity-Investor triton bekanntgegeben; das Closing erfolgte am 18. Oktober 2011. Detaillierte Angaben zur Veräußerung finden Sie im Anhang auf Seite 169. compo wird gemäß ifrs 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Darüber hinaus hat die BASF SE Ende September 2011 den Verkauf größerer Teile ihrer Düngemittel-Produktionsanlagen an den russischen Düngemittelproduzenten eurochem bekanntgegeben. Die zwischen der BASF und K+S bestehenden Verträge zur Belieferung der K+S NITROGEN mit Mehrnährstoff- und Stickstoffeinzeldüngern sind frühestens zum 31. Dezember 2014 kündbar. / EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL finden Sie auf Seite 91 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. ABWEICHUNGSANALYSETAB: 4.10.4scroll
UMSATZ UM 28% AUF 1.156,8 MIO. € GESTIEGENDer Umsatz im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel stieg im Berichtsjahr preisbedingt um 28% auf 1.156,8 Mio. €. Das Absatzvolumen im Jahr 2011 lag mit 4,44 Mio. t um 4% unter dem Wert des Vorjahres (2010: 4,62 Mio. t). / TAB: 4.10.4, 4.10.5 Der Geschäftsbereich erwirtschaftete rund 72% seines Umsatzes in Europa und war daher nur begrenzt von Währungsschwankungen beeinflusst. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Asien erwirtschaftet. / ABB: 4.10.3 Der Umsatz mit Mehrnährstoffdüngern stieg im Berichtsjahr um rund 15 % bzw. 55,1 Mio. € auf 425,4 Mio. €. Positive Preiseffekte konnten leicht negative Mengeneffekte deutlich überkompensieren. Der Gesamtabsatz bei Mehrnährstoffdüngern ging im Jahr 2011 um 3 % auf 1,11 Mio. t zurück. Bei Stickstoffeinzeldüngern führten im Berichtsjahr Preissteigerungen, vor allem in Europa, zu einem Umsatzanstieg von 37% auf 486,6 Mio. € (2010: 355,5 Mio. €). GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELTAB: 4.10.5scroll
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Der Absatz von Stickstoffeinzeldüngern blieb mit 1,83 Mio. t in etwa stabil. Der Umsatz mit Ammonsulfat stieg im Jahr 2011 preisbedingt um rund 39% auf 244,8 Mio. €; in allen Regionen konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden. Das Absatzvolumen von Ammonsulfat erreichte 1,50 Mio. t und ging damit gegenüber dem des Vorjahres um 8% ZURÜCk. /ABB: 4.10.4 EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I DEUTLICH ÜBER DEN WERTEN DES VORJAHRESDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel erreichte im Berichtsjahr 71,6 Mio. € nach 45,2 Mio. € im Jahr 2010. Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel stieg um 60 % auf 69,4 Mio. € (2010: 43,3 Mio. €). Darin sind Abschreibungen in Höhe von 2,2 Mio. € enthalten; diese sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € gestiegen. Das Ergebniswachstum war zurückzuführen auf Preiserhöhungen sowohl bei Stickstoffeinzeldünger, bei Mehrnährstoffdüngern als auch bei Ammonsulfat, die Einstandskostensteigerungen für Ammoniak, Rohphosphat und Kali mehr als ausgleichen konnten. /AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS STICKSTOFF-DÜNGEMITTEL finden Sie auf Seite 143. Faktisch wird das Ergebnis mit der von BASF bezogenen Ware im Korridor von ± 10,0 Mio. € hälftig zwischen BASF und K+S geteilt. Außerdem erhalten wir von dem über 10,0 Mio. € hinausgehenden positiven Ergebnis einen Anteil von mindestens 25%. Zusätzlich erwirtschaftet K+S NITROGEN Ergebnisbeiträge mit der Vermarktung zugekaufter Ware anderer namhafter europäischer Produzenten einschließlich Ammonsulfat der Marke granammon®, die nicht der Aufteilung unterliegen. GESCHÄFTSBEREICH SALZ/ EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSFELD SALZ finden Sie auf Seite 91 unter,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. UMSATZ ERREICHT MIT 1,7 MRD. € BEINAHE DAS HOHE VORJAHRESNIVEAUIm Geschäftsbereich Salz erreichte der Umsatz im Berichtsjahr 1.710,1 Mio. € und lag damit nur leicht unter dem Wert des Vorjahres (-1,1 %). Positiven Preiseffekten standen dabei negative Währungs- und Mengeneffekte gegenüber. Der Festsalzabsatz betrug im Berichtsjahr insgesamt 22,73 Mio. t und lag damit in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres (22,53 Mio. t). / TAB: 4.10.6, 4.10.7, 4.10.8 Knapp 27% unseres Umsatzes wurden im vergangenen Jahr in Europa erwirtschaftet und sind damit weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Der höchste Umsatzanteil wurde mit 64 % in Nordamerika erzielt, in Südamerika lag der Anteil bei rund 9 %. /ABB: 4.10.5 ABWEICHUNGSANALYSETAB: 4.10.6scroll
Der Umsatz mit Speisesalzen ist im Berichtsjahr um 13,5 Mio. € bzw. 4% auf 314,7 Mio. € zurückgegangen. Leicht positive Preiseffekte in Europa und Nordamerika konnten negative Mengen- und Währungseffekte nicht ausgleichen. Der Absatz betrug 1,53 Mio. t und lag um rund 5 % unter dem Wert des Vorjahres. Der Umsatz mit Gewerbe salzen, wie z.B. Fischerei-, Futtermittel- und hochreinen Pharmasalzen, erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 489,4 Mio. € den Vorjahreswert (490,3 Mio. €). Höhere Absätze in Nord- und Südamerika glichen niedrigere Preise und negative Währungseffekte in etwa aus. Der Absatz betrug 5,26 Mio. t und lag damit um 5 % über dem Vorjahr (5,02 Mio. t). Im Industriesalzgeschäft lag der Umsatz mit 99,6 Mio. € um 13,1 Mio. € bzw. 15% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzanstieg ist auf positive Mengen- und Preiseffekte zurückzuführen. Der Absatz lag mit 2,63 Mio. t um 9 % über dem des Vorjahres. Der Umsatz mit Auftausalz erreichte im Berichtsjahr mit 739,7 Mio. € beinahe exakt den hohen Wert des Vorjahres (2010:739,2 Mio. €). Ein etwas schwächeres Wintergeschäft in Europa konnte durch positive Preiseffekte in Kanada und Europa ausgeglichen werden. Der Absatz lag mit 13,31 Mio. t nur leicht unter dem des Vorjahres (2010:13,49 Mio. t). Neben dem Geschäft mit sonstigen Auftaumitteln, z.B. Magnesiumchloridlösung, umfasst ,Sonstiges' auch das Logistikgeschäft mit Dritten der zur chilenischen SPL-Gruppe gehörenden Reederei empremar. Der unter ,Sonstiges' erfasste Umsatz fiel um 17,9 Mio. € auf 66,7 Mio. €, dies ist im Wesentlichen auf ein geringeres Transportvolumen bei empremar zurückzuführen. / ABB: 4.10.6 EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I UNTER STARKEN VORJAHRESERGEBNISSENDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel im Berichtsjahr um rund 9 % auf 337,9 Mio. € (2010: 369,7 Mio. €). GESCHÄFTSBEREICH SALZTAB: 4.10.7scroll
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Das operative Ergebnis EBIT I ging im Jahr 2011 im Geschäftsbereich Salz um 26,7 Mio. € bzw. 11% auf 211,4 Mio. € zurück (2010: 238,1 Mio. €). Im operativen Ergebnis EBIT I sind Abschreibungen in Höhe von 126,5 Mio. € enthalten (2010: 131,6 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ist auf einen anderen Regionalmix bei Auftausalz sowie ein etwas niedrigeres Preisniveau an der Ostküste der Vereinigten Staaten zurückzuführen; höhere Absatzmengen in Nordamerika konnten dies nicht kompensieren. Außerdem kam es zu vorübergehend höheren Schiffsliegegeldern aufgrund der Wartung unseres Hafenterminals Patillos in Chile und wetterbedingten Produktionsausfällen der Meersalzanlage auf den Bahamas. Die Profitabilität unseres weltweiten Salzgeschäfts variiert in Abhängigkeit des jeweiligen Regionalmixes, der Kapazitätsauslastung, der lokalen Marge sowie der Wechselkurse. So war beispielsweise das Ergebnis des Jahres 2011 in Höhe von 20 bis 30 Mio. € aufgrund des im Vergleich zum langfristigen Mittelwert überdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts begünstigt (positiver Wintereffekt 2010: 60 bis 70 Mio. €). /AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ finden Sie auf Seite 144. ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHEUMSATZ ERREICHT 150,4 MIO. € (+12,2%)Der Umsatz der Ergänzenden Geschäftsbereiche lag mit 150,4 Mio. € um gut 12 % über dem Vorjahreswert. Gemäß ifrs ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 188,3 Mio. € (2010: 175,4 Mio. €). / TAB: 4.10.9, 4.10.10 / ABB: 4.10.7 Im Bereich Entsorgung und Recycling stieg der Umsatz um knapp 19 % auf 87,7 Mio. € (2010:73,8 Mio. €); hier kam es, insbesondere aufgrund von geänderten Regelungen zur übertägigen Entsorgung bestimmter Abfälle, zu Absatzsteigerungen in den Arbeitsgebieten untertägige Verwertung bzw. Beseitigung. Die Umsätze im Bereich ABWEICHUNGSANALYSETAB: 4.10.9scroll
Logistik (14,6 Mio. €) stiegen vorwiegend mengenbedingt, die der Bereiche Tierhygieneprodukte (35,3 Mio. €) und Handel (12,8 Mio. €) im Wesentlichen preisbedingt leicht an. / ABB: 4.10.8 / EINE ÜBERSICHT ÜBER DIE EINZELNEN TÄTIGKEITSBEREICHE finden Sie auf der Seite 64. EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT IDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der ergänzenden Geschäftsbereiche erreichte im Berichtsjahr 29,0 Mio. € und lag damit 1,3 Mio. € bzw. 5 % über dem Wert des Vorjahres. Das operative Ergebnis EBIT I erreichte 17,9 Mio. € (2010:21,2 Mio. €). Die hier einbezogenen Abschreibungen beliefen sich auf 11,1 Mio. € und lagen aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen von Schiffsbeteiligungen im Bereich Logistik (4,6 Mio. €) über dem Wert des Vorjahres (2010: 6,5 Mio. €). Höhere Ergebnisbeiträge in den Bereichen Entsorgung und Recycling sowie Tierhygieneprodukte konnten den Ergebnisrückgang aufgrund eines leicht negativen Handelsergebnisses und der außerplanmäßigen Abschreibungen im Bereich Logistik nicht kompensieren. / AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DER ERGÄNZENDEN GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie auf Seite 144. ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHETAB: 4.10.10scroll
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4.11 RISIKOBERICHTRISIKOPOLITIKDie Geschäftspolitik der K+S GRUPPE ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft risikoadäquate Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordern die weltweiten Geschäftsaktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Identifizieren und Abwägen von Risiken und Chancen. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für ein effektives Risiko- und Chancenmanagement, das integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. CHANCENMANAGEMENTIn der K+S GRUPPE sind Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf den Konzern auswirken können. Unser Chancenmanagement leiten wir im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der Geschäftsbereiche ab und sorgen für ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen obliegt dem operativen Management in den Geschäftsbereichen bzw. den Leitern der zentralen Holding-Einheiten. Das Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der konzernweiten Planungs- und Steuerungssysteme. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen und wesentlichen Erfolgsfaktoren, auch im politischen Umfeld des Unternehmens. Daraus werden konkrete geschäftsbereichsspezifische Chancenpotenziale abgeleitet sowie entsprechende Ziele zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen diskutiert und festgelegt. Ausgewählte Chancenpotenziale der K+S GRUPPE werden im Kapitel ,Chancen' des Prognoseberichts erläutert. RISIKOMANAGEMENTUnter Risiken verstehen wir das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurzfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Das Risikomanagement der K+S GRUPPE hat zum Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu bewerten und potenzielle geschäftliche Einbußen durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung verhindert und durch unternehmerische Entscheidungen auf dieser Basis langfristig Wert geschaffen werden. Dazu nutzen wir konzerneinheitliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. ORGANISATION UND INSTRUMENTE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMSDer Vorstand hat konzernweite Grundsätze und Verhaltensregeln sowie Richtlinien für ein systematisches und effektives Risikomanagement der K+S GRUPPE festgelegt. Das konzernweite Risikomanagementsystem greift auf bestehende Organisations- und Berichtsstrukturen zurück und besteht aus folgenden Elementen:
Die Richtlinie zur Risikomanagement-Organisation in der K+S GRUPPE enthält risikopolitische Grundsätze und Prozesse des Risikomanagements. In ihr werden die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten geregelt. So obliegt die direkte Verantwortung für die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation der Risiken dem operativen Management in den Geschäftsbereichen bzw. den zentralen Holding-Einheiten. Ebenso werden die Anforderungen an die Risikoberichterstattung, zu denen auch die Meldeschwellen für Risiken gehören, verbindlich definiert. Die Holdingeinheit Risikomanagement koordiniert den Risikomanagementprozess und wird durch Risikomanagementbeauftragte in den Geschäftsbereichen unterstützt. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems der K+S GRUPPE wird regelmäßig von der internen Revision geprüft. Weiterhin ist die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems der K+S AKTIENGESELLSCHAFT Gegenstand der Abschlussprüfung des Wirtschaftsprüfers. / ABB: 4.11.1 RISIKOIDENTIFIKATIONDie regelmäßige Identifikation von Risiken erfolgt dezentral in den Geschäftsbereichen und der Holding mittels unterschiedlicher Instrumente. Die eingesetzten Methoden der Risikoermittlung reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über enge Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Institutionen bis zur Verfolgung von Risikoindikatoren aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld. RISIKOMANAGEMENTSYSTEM DER K+S GRUPPEABB: 4.11.1![]() RISIKOBEWERTUNG UND QUANTIFIZIERUNGIdentifizierte Risiken werden nach einer einheitlichen Methodik bewertet. Für jedes Risiko quantifizieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und neben dem Bruttoauch das Nettoschadenpotenzial; letzteres beinhaltet Effekte aus Gegensteuerungsmaßnahmen. Kann das Bruttoschadenpotenzial durch wirksame und angemessene Maßnahmen zuverlässig gemindert werden, liegt der Fokus der Betrachtung auf dem Nettoschadenpotenzial. Dieser Ansatz ermöglicht ein Verständnis dafür, welchen Einfluss einzelne risikomindernde Maßnahmen haben. Zusätzlich wird ein so genannter Erwartungswert des Ergebniseffekts durch Multiplikation des Netto Schadenpotenzials mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Die Risikobewertung erfolgt unter zeitlichen Gesichtspunkten sowohl für das laufende Jahr als auch für einen Zeithorizont von drei bzw. zehn Jahren. Erwartete Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer 50 % werden in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen berücksichtigt. RISIKOSTEUERUNGEin Baustein des Risikomanagements ist die Entwicklung von geeigneten gegensteuernden Maßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risiko Szenarien. Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikoverminderung haben das Ziel, das Schadenpotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z.B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Die Entscheidung über die Umsetzung entsprechender Maßnahmen berücksichtigt auch die Kosten in Verbindung mit der Effektivität möglicher Maßnahmen. RISIKOAGGREGATION UND BERICHTERSTATTUNGUnser Risikomanagementsystem soll eine transparente Darstellung der Risiko Situation gewährleisten. Die Risiken aus den Geschäftsbereichen und der Holding werden auf Konzernebene aggregiert. Der Risikoberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach müssen die Geschäftsbereiche Risiken unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit berichten, wenn definierte Schwellenwerte für das Brutto- oder das Nettoschadenpotenzial erreicht werden. Auf Konzernebene beobachten wir Risiken ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 5 % und einem Nettoschadenpotenzial von gleichzeitig mindestens 10 Mio. €. Vierteljährlich erhält der Vorstand über ein standardisiertes Berichtswesen einen Überblick über die aktuelle Risiko Situation. Kurzfristig auftretende, wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den üblichen Berichtswegen unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich informiert. RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE (IFRS 7)Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung der K+S GRUPPE ist es, finanzielle Risiken (z.B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein systematisches Finanzmanagement zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzierungsmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuert die K+S GRUPPE ihre Kapitalstruktur und nimmt unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegebenenfalls Anpassungen vor. Ziel der Steuerung der Kapitalstruktur ist es, die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit des Unternehmens nachhaltig sicherzustellen. / EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR finden Sie auf Seite 102. Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Marktpreisrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Verfahrensanweisungen und Leitlinien bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Rohstoffpreisen (z.B. Energie) bzw. Transportkosten (z.B. Seefrachten) ergeben. Sofern hierzu gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Die Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Banken abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Gegenparteien bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Ferner schreibt die Leitlinie zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken eine ausgewogene Verteilung der derivativen Finanzinstrumente auf verschiedene Institute vor. Der Abschluss von Sieherungsgeschaffen erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte. Damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i.d.R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). Antizipative Sicherungsgeschäfte zielen auf eine Verringerung der Wechselkursrisiken künftiger Geschäftsjahre ab. / EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG DER SICHERUNGSGESCHÄFTE finden Sie in der Darstellung der Risiken aus Wechselkursschwankungen auf Seite 131 und im Anhang auf Seite 190. BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)Das interne Kontrollsystem in der K+S GRUPPE umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung bzw. der Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften. Die Richtlinien für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach ifrs geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich umfassen diese Vorschriften Regelungen für den Konzernabschluss sowie detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, in Richtlinien und Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Nach der im Laufe dieses Jahres vorgesehenen IT-Integration von MORTON SALT verfügen wir über eine gruppenweit gemeinsame IT-Plattform, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und maschinell standardisierte Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Standardisierung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen. Bilanzielle Bewertungen, wie z.B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, wird die Bewertung durch externe Gutachter durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der einheitlichen IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten durch eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Prozessintegrierte bzw. -unabhängige Überwachungsmaßnahmen sind Bausteine des internen Kontrollsystems. Einen wesentlichen Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen bilden die maschinellen IT-Prozesskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen, wie z.B. dem "Vier-Augen-Prinzip", existiert eine organisatorische Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen. Weitere Überwachungsaufgaben werden durch Konzerneinheiten, wie z.B. die zentrale Steuerabteilung, wahrgenommen. Die interne Revision ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Kontrollsystem eingebunden. Die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Kontrolle der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKENFür die K+S GRUPPE wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei aus deren Reihenfolge keine Rückschlüsse auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder das potenzielle Schadenausmaß zu ziehen sind. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eingeschätzt; dies erfolgt aus Konzernsicht und bezieht sich auf den Zeitraum der Mittelfristplanung. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien
Die Bewertung der möglichen Wirkung erfolgt nach den qualitativen Kriterien
ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKENTAB: 4.11.1scroll
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber unserer Mittelfristplanung kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung unserer Einschätzungen führen und wird entsprechend in unserer Zwischenberichterstattung kommuniziert. Tabelle 4.11.1 gibt einen Überblick über die für die K+S GRUPPE wesentlichen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche finanzielle Auswirkungen. Neue Risiken und Abweichungen bei der Eintrittswahrscheinlichkeit bestehender Risiken im Vergleich zum Vorjahr sind in Klammern angegeben. / TAB: 4.11.1 EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKENEINFLÜSSE DURCH GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDas Nachfrageverhalten nach Düngemitteln der K+S GRUPPE wird erheblich durch das allgemeine Wirtschaftswachstum sowie die wirtschaftliche Entwicklung und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in relevanten Märkten beeinflusst. Steigender Wohlstand führt hauptsächlich in Schwellenländern zu einem veränderten Ernährungsverhalten, das sich insbesondere in einem gesteigerten Fleischkonsum widerspiegelt. Da die Produktion von Fleisch ein Vielfaches an Getreide, Soja und anderen als Viehfutter verwendeten Produkten erfordert, führt dies zu einem steigenden Bedarf an Agrarrohstoffen, der wiederum eine erhöhte Nachfrage nach Düngemitteln nach sich zieht. Die Weltwirtschaft wird vermutlich auch im Jahr 2012 von der Staatsschuldenkrise im Euroraum, Unsicherheiten über den Zustand des Finanzsektors und der finanzpolitischen Diskussion in den Vereinigten Staaten beeinflusst sein. Die internationalen Preise für Agrarprodukte sollten sich allerdings aufgrund anhaltender Knappheit auf einem für die Landwirtschaft lukrativen Niveau halten. Vor diesem Hintergrund sollte sich auch die Düngemittelnachfrage positiv entwickeln. Es besteht allerdings das Risiko, dass die Staats Schuldenkrise im Euroraum an Schärfe zunimmt oder das Finanzsystem insgesamt unter einer anhaltenden Vertrauenskrise leiden wird. In diesem Fall wäre eine Rezession im Euroraum nicht auszuschließen. Auch die Preise für Agrarprodukte könnten dann auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst und damit deren Nachfrageverhalten nach Düngemitteln negativ beeinflusst. In Abhängigkeit von Dauer und Intensität könnte dieses mögliche Szenario einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben. Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau-, Speise- und Gewerbesalzen ist hingegen von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist. SCHWANKUNGEN BEZÜGLICH NACHFRAGE UND PREISVor allem die Produkte unseres Geschäftsfelds Düngemittel können erheblichen Schwankungen in Nachfrage und Preis unterliegen. Durch äußere Einflüsse, auf deren Eintreten oder Ausbleiben wir in aller Regel keinen Einfluss haben, kann die Nachfrage nach unseren Produkten auf den relevanten Absatzmärkten stark zurückgehen und zu einem Druck auf das Preisniveau führen. Zu diesen Einflüssen zählen etwa weltweite Naturkatastrophen oder auch regionale Konjunkturschwankungen, sinkende Weltmarktpreise von wichtigen Agrarerzeugnissen, der Markteintritt neuer Anbieter, eine Konzentration auf der Nachfrageseite sowie eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden. Diese möglichen Ereignisse können in Abhängigkeit von Dauer und Intensität einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben. Da die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Düngemitteln von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen wird und Düngemittel mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung somit in der Agrarproduktion eine zentrale Rolle spielen, sehen wir langfristig allerdings eine positive Entwicklung. Der Eintritt neuer Wettbewerber in den internationalen Kalimarkt könnte zu einer spürbaren Verschiebung der Branchenstruktur führen. So haben kapitalstarke Bergbaukonzerne, wie z.B. bhp billiton und vale, angekündigt, mittel- bis langfristig in neue Kaliprojekte zu investieren. Ein aggressiver Ausbau neuer Kalikapazitäten durch einen bislang branchenfremden Produzenten könnte gegebenenfalls mit einer Verstärkung des Wettbewerbs drucks einhergehen, wenn der Markt für diese zusätzlichen Mengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit ist oder der neue Wettbewerber sich über eine aggressive Preispolitik am Markt zu etablieren versucht. Da jedoch sowohl der Bau neuer Kalikapazitäten als auch der Erwerb eines bedeutenden Kaliproduzenten sehr kapitalintensiv ist, dürfte aufgrund der daraus resultierenden hohen Kapitalkosten eine derartige Verdrängungspolitik - wenn überhaupt - nur von kurzer Dauer sein. Vor diesem Hintergrund erachten wir eine dauerhaft aggressive Preispolitik von Marktteilnehmern, die eine wesentliche Wirkung auf unsere erwarteten Ergebnisse hätte, als unwahrscheinlich. SAISONALE NACHFRAGESCHWANKUNGENEin signifikantes Absatzrisiko für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Stickstoffdüngemittel sowie Salz resultiert insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage, speziell aufgrund der Witterungsabhängigkeit. Eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison kann beispielsweise zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Düngemitteln führen. Ebenso können milde Winter in den Hauptabsatzgebieten für Auftausalz (Europa, Nordamerika) den Absatz in dieser Produktgruppe erheblich verringern. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Eine Absicherung durch spezielle Derivate wurde aufgrund der aus unserer Sicht nach wie vor unattraktiven Marktkonditionen für diese Instrumente bisher nicht vorgenommen. Entsprechende Beeinträchtigungen durch Witterungseinflüsse halten wir für möglich, deren Wirkung bewerten wir in Relation zu den erwarteten Ergebnissen jedoch als moderat. Darüber hinaus führt der Aufbau und Abbau von Lagerbeständen durch unsere Kunden in Abhängigkeit von deren Erwartung hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage- und Marktpreisentwicklung, der Witterung oder deren Liquiditätsmanagement zu einer schwankenden Nachfrage. Dies kann zu einer Unterauslastung der Produktionskapazität und damit zu steigenden Stückkosten führen, K+S bietet der Handelsstufe z.B. über ein Staffelpreissystem finanzielle Anreize, um deren Einlagerungsbereitschaft zu fördern. Trotzdem ist nicht aus zuschließen, dass die Handels stufe bei hohen Marktschwankungen auf eine Voreinlagerung verzichtet. Dadurch könnten in der Düngehauptsaison so hohe Mengenanforderungen auf uns zukommen, dass einerseits die Vorräte in unseren Lägern nicht ausreichen oder diese andererseits aufgrund logistischer Engpässe nicht vollständig bedient werden können. Das Gleiche gilt für den Salzbereich, wenn Städte, Gemeinden, Straßenmeistereien - auch mit Blick auf die öffentliche Kassenlage - in der Nebensaison zu geringe Vorräte an Auftausalz aufbauen. Derartige mögliche Effekte können sich moderat auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE auswirken sowie die Vergleichbarkeit der Quartalsabschlüsse erschweren. EINFLÜSSE VON POLITISCHEN UND SOZIALEN VERÄNDERUNGENWir üben unsere Geschäftstätigkeit in einer Vielzahl von Ländern aus. Tiefgreifende Veränderungen von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Produktions- und Absatzländern sowie in den Herkunftsländern von Zulieferern können nicht ausgeschlossen werden. In einigen der Länder, in die unsere Produkte exportiert werden oder aus denen wir Roh- oder Hilfsstoffe beziehen, sind die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen nicht immer stabil. Wir sind dadurch von einer Reihe von Faktoren abhängig, auf die wir wenig oder gar keinen Einfluss haben. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem politische Instabilität, entschädigungslose Enteignungen von Betriebsvermögen, Vorschriften zur Fremdwährungskontrolle und sonstige negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Wechselkursen sowie Handelsbeschränkungen. Solche negativen Einflüsse könnten eine wesentliche Wirkung auf die Wachstumsperspektiven und auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben, sind derzeit in den für K+S in Bezug auf Produktion und Absatz relevanten Ländern jedoch unwahrscheinlich. VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGENRISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG BZW. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGENENTSORGUNG VON SALZABWÄSSERNAufgrund von öffentlichen und politischen Diskussionen über künftig höhere Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der Produktionsprozesse zur Herstellung von Kali- und Magnesiumprodukten sind Einflüsse auf die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen möglich. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen unter anderem flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Auf der Grundlage bestehender Genehmigungen werden die Salzabwässer zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Die Feststellung einer wesentlichen Verminderung bisher prognostizierter Versenkmöglichkeiten bzw. die vorzeitige, vollständige Inanspruchnahme genehmigter Versenkräume sowie der Befund einer möglichen Beeinflussung von Trinkoder nutzbaren Grundwasserressourcen durch die Versenkung ließe eine unveränderte Verlängerung bestehender Versenkungsgenehmigungen unwahrscheinlich erscheinen und könnte eine sofortige teilweise oder gar vollständige Aufhebung von Versenkgenehmigungen zur Entsorgung flüssiger Rückstände nach sich ziehen. Darüber hinaus könnten die gegenwärtig für die Einleitung der Salzabwässer in Oberflächengewässer genehmigten Grenzwerte für zukünftige Einleitungsgenehmigungen herabgesetzt werden. Verlängerungen der bestehenden Versenkungs- und Einleitungsgenehmigungen bzw. deren Neuerteilung können mit Auflagen verbunden sein, die zu wesentlichen Zusatzkosten für eine Vorbehandlung der Produktionsrückstände oder zu erheblichen Produktionsreduzierungen an den betroffenen Standorten führen. Wir halten es für möglich, dass auslaufende Genehmigungen nicht verlängert bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies hätte schlimmstenfalls eine Einstellung der Produktion und ggf. Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen Personalauswirkungen zur Folge; daraus würden sich nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE ergeben. Für die an der Werra gelegenen Standorte Hattorf, Unterbreizbach und Winters hall, mit einem Anteil an der gesamten Kali-Produktionskapazität der K+S GRUPPE von etwa 45%, wurde eine neue, bis November 2015 befristete Versenkgenehmigung erteilt. Die Einleitungsgenehmigung ist bis Ende November 2012 befristet. Wir haben im Oktober 2008 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das mit einem Investitionsvolumen von bis zu 360 Mio. € die Versenkung und die Einleitungen von Salzabwässern bis 2015 nochmals erheblich reduzieren wird. Ergänzend wurde mit den Ländern Hessen und Thüringen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung geschlossen, in der sich die Vertragspartner gemeinsam zu nachhaltigem wirtschaftlichen Handeln, der Sicherung der Arbeitsplätze und einem schonenden Umgang mit der Natur für die nächsten 30 Jahre bekennen. Es besteht jedoch keine Gewähr, dass Genehmigungen auf dieser Grundlage verlängert bzw. neu erteilt werden. Mithin kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Investitionen an den betroffenen Standorten notwendig werden, die Produktionskosten weiter steigen und ggf. sogar die Schließung dieser Produktions Standorte aufgrund einer nachhaltigen UnWirtschaftlichkeit erforderlich sein kann. Die Verminderung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion wird auch weiterhin zu den Schwerpunkten unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit gehören. Da die dauerhafte lokale Entsorgung von einigen Seiten in Frage gestellt wird, kann eine langfristige Genehmigung des derzeitigen lokalen Konzepts nicht als gesichert angenommen werden. Deshalb hat sich K+S entschlossen, parallel zur Umsetzung der lokalen Maßnahmen auch Genehmigungsanträge für standortferne Entsorgungswege, d.h. Fernleitungen zur Oberweser und zur Nordsee, vorzubereiten. Dies geschieht ungeachtet des Umstands, dass die Prüfkriterien für Fernleitungen aus Sicht des Unternehmens derzeit nicht erfüllt sind: Es müssen der gemeinsame politische Wille auf Landes- und Bundesebene gegeben, Bau und Betrieb der Fernleitung sowie die Einleitung von Salzlösungen langfristig genehmigungsfähig, die Maßnahme ökologisch sinnvoll und Bau und Betrieb der Fernleitung wirtschaftlich zumutbar und verhältnismäßig sein, bevor eine Entscheidung über den Bau einer Fernleitung getroffen werden kann - eine solche Entscheidung ist mit der Vorbereitung der Anträge daher nicht verbunden. Das Kaliwerk Neuhof-Ellers hat die Versenkung von Salzabwässern in den Plattendolomit nach vollständiger Inanspruchnahme des Versenkraums eingestellt. Um die ordnungsgemäße Entsorgung der dort anfallenden Haldenwässer weiterhin gewährleisten zu können, erfolgt im Einklang mit geltenden Genehmigungen bis zur Fertigstellung einer beantragten Salzabwasserleitung der Transport der Salzabwässer per Bahn und lkw zum nächstgelegenen Standort, dem Werk Werra. Der Erörterungstermin für Bau und Betrieb dieser Salzabwasserleitung hat Ende 2011 stattgefunden; den Planteststellungsbeschluss erwarten wir im Verlauf des 1. Halbjahres 2012. ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDENAn den Gewinnungsstandorten des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte werden feste Rückstände derzeit im Rahmen bestehender Genehmigungen aufgehaldet. Sollten Aufhaldungsgenehmigungen widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen genehmigt werden, fehlt den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für diese Rückstände. Die alternative Verbringung der Rückstände als Feuchtversatz in die vorhandenen Grubenhohlräume ist nur in begrenztem Umfang möglich. Auf längere Sicht stößt die Versatzeinbringung physisch an Grenzen, da hierbei nur eine wesentlich geringere Verdichtung erreicht wird, als sie das Rohsalz in der Lagerstätte aufweist. Darüber hinaus würden hohe Zusatzkosten verursacht, die in keinem wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis zum Nutzen stehen. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir als wesentlich. HALDENERWEITERUNGDas Verwaltungsgericht Hannover hat am 18. November 2009 den Klagen vom bund für umwelt und Naturschutz DEUTSCHLAND E.V. (BUND) und vom NATURSCHUTZBUND Deutschland e.v. (NABU) stattgegeben und den Planfeststellungsbeschluss des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG) vom 10. August 2007 sowie den Änderungsbeschluss vom 13. März 2009 zur Haldenerweiterung des Werks Sigmundshall aufgehoben. Im Planfeststellungsbeschluss war die Abdeckung der Halde eine Voraussetzung für die Erweiterung der Aufhaldung von Produktionsrückständen. Auf die Berufung des lbeg und der K+S KALI GMBH hat das Oberverwaltungsgerieht Lüneburg mit Urteilen vom 24. Juni 2011 die Klagen von bund und nabu abgewiesen und die Revision gegen die Urteile nicht zugelassen. Gegen diese Entscheidung wenden sich Beschwerden von bund und nabu, über die das Bundesverwaltungsgericht noch nicht entschieden hat. Kurzfristig ergeben sich damit keine Einschränkungen für den Betrieb des Kaliwerks Sigmundshall. Die Zulassung der Revision halten wir für unwahrscheinlich, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE wären mittelfristig moderat. SICHERHEITSLEISTUNGENDie Forderung nach insolvenzsicheren Sicherheitsleistungen für die Ewigkeitskosten der Haldenverwahrung und für betriebseigene Deponien ist in Zukunft nicht aus zuschließen. Derzeit werden die erforderlichen Aufwendungen für die planmäßige Nachsorge der Halden bilanziell über Rückstellungen abgebildet. Sofern zusätzlich zur Rückstellungsbildung Sicherheitsleistungen hinterlegt werden müssten, würden finanzielle Mittel gebunden; dies könnte den finanziellen Spielraum des Unternehmens begrenzen. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir mittelfristig als moderat. RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG VON ARBEITSPLATZGRENZWERTENRisiken für unsere Bergbauaktivitäten in Deutschland können aus der eu-Initiative zur Festsetzung von indikativen Arbeitsplatzgrenzwerten für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO) entstehen, wenn diese die Gegebenheiten der Produktion unter Tage nicht ausreichend berücksichtigen. Würden Grenzwerte deutlich herabgesetzt, könnten erhebliche Investitionen zur Einhaltung der Grenzwerte notwendig werden. Sollten die Arbeitsplatzgrenzwerte derart verschärft werden, dass die Produktion an den betreffenden Standorten unter Einhaltung dieser Grenzwerte mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder technisch insgesamt nicht mehr möglich wäre, könnte uns dies sogar zwingen, diese Standorte langfristig zu schließen. Es ist das Bestreben, durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission, den nationalen Regierungen sowie den betroffenen Unternehmen und deren Interessenverbänden langfristig sinnvolle, realistische Grenzwerte zu erreichen. Mittelfristig sind Beeinträchtigungen möglich, die wir derzeit als moderat einschätzen. RISIKEN NACH WEGFALL DES ANTI-DUMPING-SCHUTZESDie K+S GRUPPE steht im Düngemittelgeschäft auch mit Produzenten aus Russland und Weißrussland im Wettbewerb, die entweder in Staatseigentum stehen, in erheblichem Maße Subventionen, wie z.B. verbilligte Gaslieferungen oder vergünstigte Eisenbahntransporte, empfangen oder sonst direkt oder indirekt von Seiten des Staates finanzielle Unterstützung erfahren. Diese Wettbewerber könnten dadurch ihre Produkte zu besseren Konditionen anbieten als solche Hersteller, die keine vergleichbare staatliche Unterstützung erhalten. Im Juli 2006 wurden daher folgerichtig die bestehenden handelspolitischen Maßnahmen, die Einfuhren von Kaliumchlorid aus Russland und Weißrussland betreffend, mit Anpassungen um fünf Jahre bis zum 13. Juli 2011 verlängert. Im April 2011 hatte die EUROPEAN POTASH PRODUCERS ASSOCIATION (APEP) termingerecht bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Verlängerung dieser handelspolitischen Maßnahmen eingereicht. Mit der Europäischen Kommission fanden in den darauf folgenden Wochen auf Basis dieses Antrags ausführliche Konsultationen statt. Als Ergebnis war festzustellen, dass die strukturell wettbewerbsverzerrenden Praktiken durch die gegenwärtig positiven Marktverhältnisse derart überlagert werden, dass die Chancen für eine Verlängerung der handelspolitischen Maßnahmen als gering eingeschätzt werden mussten. Die apep hat daher ihren Antrag vorerst zurückgezogen und wird mit der Europäischen Kommission in einem konstruktiven Dialog bleiben. Die apep behält sich allerdings vor, bei veränderter Marktlage erneut einen Antrag auf Wiedereinführung handelspolitischer Maßnahmen zum Schutz gegen wettbewerbsverzerrende Praktiken bei der Europäischen Kommission einzureichen. Mittelfristig ist ein Anstieg der russischen und weißrussischen Liefermengen über das Niveau der bisher realisierten Lieferungen in die eu möglich. Die Auswirkungen bewerten wir unter den derzeitigen Marktbedingungen als moderat. STEUERRECHTLICHE RISIKENIm Bereich der Energiesteuern können die als energieintensive Unternehmen eingestuften Tochtergesellschaften der K+S GRUPPE in Deutschland derzeit den sogenannten Spitzenausgleich nutzen. Die maßgeblichen Regelungen wurden von der EU-Kommission bis 2012 genehmigt und gewähren Unternehmen des produzierenden Gewerbes für bestimmte Energieerzeugnisse und Strom, die sie zu betrieblichen Zwecken verwenden, Entlastungen von der Energie- und der Stromsteuer. Im Rahmen des Haushaltskonsolidierungsgesetzes wurde dieser Spitzenausgleich mit Wirkung ab 2011 von bisher 95 auf 90% abgesenkt. Dadurch ergab sich eine leichte Verteuerung unserer energieintensiven Produktion in Deutschland. Für eine Nachfolgeregelung ab 2013 werden politisch bereits erste Überlegungen angestellt. Wir beteiligen uns aktiv an dieser Diskussion, um einen Fortbestand dieser oder eine vergleichbare Anschlussregelung zu erreichen. Ein vollständiger Wegfall des Spitzenausgleichs ist möglich und würde im Vergleich zu der derzeitig noch bestehenden Rechtslage zu energiesteuerlichen Mehrbelastungen und zu Wettbewerbsnachteilen für unsere inländischen energieintensiven Unternehmen führen, die wir als moderat einschätzen. OPERATIVE UND STRATEGISCHE RISIKENUnternehmensstrategische Risiken können sich im Wesentlichen aus einer Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen und, daraus abgeleitet, in einer Fehlausrichtung der unternehmerischen Ziele und der dazugehörigen M&A-Aktivitäten, Beteiligungen sowie Investitionen und Deinvestitionen ergeben. Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE ab und sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln erläutern. Dazu berät der Vorstand gemeinsam mit den Geschäftsbereichsleitungen regelmäßig die strategische Ausrichtung mit ihren Chancen und Risiken. Grundlegende Strategieänderungen sind nicht zu erwarten. RISIKEN AUS AKQUISITIONEN UND INVESTITIONENK+S beobachtet das Marktumfeld hinsichtlich geeigneter Akquisitionsprojekte bzw. Kooperationen. Wenn es unter strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, akquirieren oder verkaufen wir Unternehmen bzw. Unternehmensteile. An jede Akquisition sowie Erweiterungsinvestition stellen wir gruppenweit die Renditeanforderung, eine Prämie auf unsere Kapitalkosten zu verdienen. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 102 unter finanzielle Steuerungskennzahlen. Risiken könnten sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten sowie durch Veränderungen rechtlicher Verpflichtungen und politischer Restriktionen ergeben. Unerwartet hohe Integrationskosten könnten die Realisierung der geplanten Ziele und Synergien gefährden. Zudem könnten Akquisitionen den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen. Abschreibungen auf im Zusammenhang mit Akquisitionen entstandene Geschäfts- und Firmenwerte könnten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen zu Belastungen führen. Von zentraler Bedeutung sind insoweit sorgfältige Unternehmensbewertungen, in welche die Erkenntnisse aus der Unternehmensprüfung (Due Diligence) und weiterer Analysen einfließen. In der Entscheidungsphase unterstützen externe Spezialisten unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die auch Risikobetrachtungen mit unterschiedlichen Szenarien beinhalten. Getätigte Akquisitionen werden von Integrationsteams intensiv begleitet. Wesentliche Beeinträchtigungen halten wir hier für unwahrscheinlich. Die K+S GRUPPE hat im Jahr 2011 das kanadische Unternehmen POTASH ONE vollständig übernommen und in die K+S POTASH CANADA überführt. K+S POTASH CANADA besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan einschließlich eines bereits fortgeschrittenen Greenfield-Projekts zur Errichtung eines Solbetriebes (Legacy Projekt). Die ersten beiden Ausbaustufen des Projekts führen zu einer Produktionskapazität von 2,86 Mio. t Kaliumchlorid bei einem vorgesehenen Investitionsvolumen von rund 3,25 Mrd. CAD. Es besteht die Möglichkeit, das Projekt langfristig auf eine Produktionskapazität von bis zu 4 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr auszubauen. Zwischen der Akquisitionsentscheidung und dem Produktionsbeginn liegt eine mehrjährige Bauphase. Alle zu Beginn des Projekts getroffenen Annahmen und Schätzungen unterliegen im Zeitverlauf potenziellen geschäftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Unwägbarkeiten. Das Risiko besteht darin, dass die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt werden könnten, obwohl im Vorfeld eine intensive Due Diligence und eine Überarbeitung der vorhandenen Machbarkeitsstudie erfolgt ist und die geologischen, technischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig geprüft wurden. Faktoren, die einen gravierenden Einfluss in der Bauphase haben könnten, wären z.B. unerwartete geologische Störungen, technische Schwierigkeiten bei der Erschließung der Lagerstätte, eine schwierige Beschaffung von qualifizierten Fach- und Führungskräften, Kostensteigerungen benötigter Materialien sowie Änderungen der lokalen Gesetzgebung, Genehmigungen und Vorschriften. Die genannten Einflüsse könnten unter Umständen zu einem Wertberichtigungsbedarf auf das erworbene Vermögen und auf in der Anlaufphase getätigte Investitionen führen, darüber hinaus stünde die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Das hätte eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, ist jedoch derzeit unwahrscheinlich. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT finden Sie auf Seite 147. RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN BEI STRATEGISCHEN PARTNERSCHAFTENIm Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel bestehen zur Sicherung der Versorgung unserer Geschäftsaktivitäten Liefer- und Lohnherstellungsverträge mit BASF über die Herstellung von und Belieferung mit Stickstoffprodukten. Die vertraglichen Regelungen enthalten eine Verpflichtung für BASF, ihre Produktionskapazitäten zur Herstellung von Vertragsprodukten ausschließlich der K+S GRUPPE zur Verfügung zu stellen bzw. die Vertragsprodukte ausschließlich für die K+S GRUPPE herzustellen. BASF beabsichtigt, diese Düngemittelproduktion an eurochem zu veräußern. Das Closing wird für Ende des 1. Quartals 2012 erwartet. Es besteht das Risiko, dass die Liefer- und Lohnherstellungsverträge gekündigt werden, was mehrheitlich frühestens zum 31. Dezember 2014 möglich ist. Die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage könnte moderat beeinträchtigt werden; diesbezügliche Einflüsse halten wir für möglich. RISIKEN AUS DER VERTEUERUNG VON AMMONIAK UND PHOSPHATDie Herstellkosten der von BASF für uns produzierten Stickstoff- und phosphathaltigen Düngemittel werden in hohem Maße von den Weltmarktpreisen für Ammoniak und Phosphat bestimmt. Bei schwieriger werdendem Wettbewerbsumfeld mag es bei Stickstoffdünge-mittein nicht immer gelingen, Kostensteigerungen in vollem Umfang über die Preise weiterzugeben; das daraus erwachsende mögliche Risiko für K+S wird jedoch als moderat eingestuft. RISIKEN AUS LIEFERANTENAUSFÄLLEN UND LIEFERENGPÄSSENDie Anzahl der Lieferanten für Roh- und Hilfsstoffe wie Ammoniak (siehe oben), Phosphat, Sprengstoffe, schwefelarmer Dieseltreibstoff sowie die erforderliche technische Ausstattung einschließlich Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen und damit zu einer erheblichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. Ein verbleibendes Beschaffungsrisiko könnte moderate Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben; wir halten den Schadeneintritt jedoch für unwahrscheinlich. ENERGIEKOSTEN- UND ENERGIEVERSORGUNGSRISIKENDie Energiekosten der K+S GRUPPE (2011: 277,2 Mio. €) werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Geschäftsbereiche. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem aktuellen Preisniveau können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Zur Begrenzung dieses Risikos wird der Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken kontinuierlich reduziert. Das Preisrisiko beim Erdgasbezug wird darüber hinaus durch folgende Instrumente abgemildert: Neben der gezielten Nutzung von Festpreisvereinbarungen (z.B. vertragliche Sicherung der Erdgaspreise für bis zu zwei Jahre bei MORTON SALT) haben wir mit einigen Lieferanten auch Energielieferverträge mit Zeitverzugsklauseln vereinbart. Das verbleibende Restrisiko kann selektiv durch Absicherungsgeschatte begrenzt werden Es besteht keine Gewähr, dass wir uns gegen Preisschwankungen bei Energieträgern vollständig absichern oder Energiekostensteigerungen an unsere Kunden weitergeben können. Ferner sind wir auf die Zuverlässigkeit der Energielieferungen angewiesen, sodass bei kurzfristiger Unterbrechung des Gasbezugs Risiken für die Versorgungssicherheit bestehen. Risiken aus Energiekosten und Energieversorgung, die eine moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, halten wir für möglich. FRACHTKOSTEN- UNDTRANSPORTVERFÜGBARKEITSRISIKENUnsere Gesamtkosten werden in nicht unerheblichem Maße von Frachtkosten (2011: 813,7 Mio. €) beeinflusst. Während die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte in unseren sechs Bergwerken in Deutschland gefördert werden, erzielten wir im vergangenen Jahr 40 % des entsprechenden Umsatzes in Europa außerhalb von Deutschland und 45% in Übersee. Im Geschäftsbereich Salz haben wir Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika. Kennzeichnend für die Geschäftstätigkeit ist der zum Teil lange Transportweg, den unsere Produkte bei gleichzeitig hohen Transportvolumina zurücklegen müssen. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Es besteht keine Gewähr, dass höhere Transportkosten stets an die Kunden weitergegeben werden können. Durch langfristige Frachtraumsicherung mit hohem Festpreisanteil und Nutzung kostengünstiger Container-Transporte begegnen wir solchen Entwicklungen; darüber hinaus kommen selektiv auch Absicherungsgeschäfte zum Einsatz, um die Effekte aus Preisschwankungen zu begrenzen. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Produktions- oder Absatzmöglichkeiten einschränken. Entsprechende Beeinträchtigungen aus steigenden Frachtraten oder eingeschränkter Transportverfügbarkeit halten wir für möglich, sehen sie aber in Relation zu den erwarteten Ergebnissen als moderat an. PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKENDie Produktionsanlagen der K+S GRUPPE, die unter anderem für Bergbauaktivitäten, Verarbeitung von Rohstoffen und Einlagerung von Gefahrstoffen genutzt werden, zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen die Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie Personen-, Sachschäden und Umweltbelastungen entstehen. Durch den Einsatz vielfältiger Überwachungs-, Erkundungs- und Kontrollsysteme wollen wir potenzielle Produktionsrisiken frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren. Mit Maßnahmen zur Qualitätssicherung, vorbeugender Instandhaltung und kontinuierlicher Anlagenkontrolle werden diese Risiken verringert. Dazu trägt auch die ständige Weiterentwicklung unserer Anlagen und Produkte bei. Für Feuerschäden und damit verbundene Produktionsausfälle sowie für anderweitige Betriebsunterbrechungen haben wir entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen bewerten wir die verbleibenden möglichen produktionstechnischen Risiken als moderat. RISIKEN AUS UMWELTSCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAGUnsere Bergbauaktivitäten beinhalten das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte dies eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter sowie zu Personenschäden und Todesfällen kommen. Zur Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen trägt unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der Salzpfeiler in den Grubengebäuden bei. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude liefert ggf. rechtzeitig Hinweise, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind. Solche negativen Einflüsse hätten eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE, sind jedoch unwahrscheinlich. RISIKEN AUS KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSEN IN LAGERSTÄTTENKohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Sollte Kohlendioxid aus diesen Einschlüssen unkontrolliert ausbrechen, könnte die K+S GRUPPE für damit im Zusammenhang stehende Schäden oder Verletzungen haftbar gemacht werden, Schäden an eigenem Gerät erleiden und Produktionseinschränkungen oder -ausfällen ausgesetzt sein. Um Auswirkungen auf Menschen, Maschinen und Lagerstätten so gering wie möglich zu halten, wird die Gewinnung unter Tage stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2-Ausbrüche durchgeführt. Das mögliche Schadenpotenzial halten wir für moderat. RISIKEN AUS WASSERZUTRITTGrundsätzlich bestehen in Grubenbetrieben unter Tage hydrogeologische Risiken, die - sofern nicht beherrschbar - wesentliche Schäden nach sich ziehen könnten. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine höchstmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche, planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen. Aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen halten wir den Eintritt dieses Risikos für unwahrscheinlich. PERSONALRISIKENKompetenz und Engagement unserer Mitarbeiter sind wichtige Faktoren für unsere erfolgreiche Entwicklung. Der Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Das gilt derzeit auch für den Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten in Kanada zur Erschließung neuer Produktionskapazitäten. Der Verlust wichtiger Mitarbeiter in strategischen Positionen könnte insbesondere in neu akquirierten Unternehmen ein Risiko darstellen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, dauerhaft an das Unternehmen zubinden sowie Führungspositionen adäquat zu besetzen. In Zukunft kommen außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zu. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur verzögert zu finden. Ebenso stellen wir bereits jetzt fest, dass freie Ausbildungsplätze zunehmend schwerer zu besetzen sind. Wir haben daher in 2011 mit einer differenzierten Altersstrukturerhebung begonnen. Damit analysieren wir, wie sich der Personalbedarf durch den demografischen Wandel verändern wird. So wollen wir der Gefahr eines Know-how-Verlusts durch altersbedingte Abgänge und unbeabsichtigte Fluktuation entgegenwirken. Wir begegnen diesen Risiken außerdem mit einer Reihe von personalpolitischen Maßnahmen. Dazu gehören eine frühzeitige Nachwuchs Sicherung, zukunftsgerichtete Fach- und Führungskräfteentwicklung sowie die Vermittlung von interkultureller Kompetenz. Weitere Angebote sind leistungsorientierte Vergütungssysteme sowie eine Beteiligung am Unternehmens erfolg, vorbildliche Sozialleistungen, attraktive Arbeitszeitregelungen und -modeile sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Unsere Führungskräfte haben die Möglichkeit, an einem auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens ausgerichteten Vergütungsprogramm teilzunehmen. In Abhängigkeit vom prognostizierten Geschäftserfolg variiert der diesbezügliche Rückstellungsbedarf und führt zu einer entsprechenden Steigerung oder einem Rückgang der Personalkosten. Es ist unser Bestreben, in allen für uns relevanten Regionen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Mitarbeitern vielversprechende berufliche Perspektiven mit umfangreichen Weiterbildungs- und internationalen Entwicklungsmöglichkeiten. Schlüsselpositionen werden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung analysiert, geeignete Kandidaten werden auf diese Aufgaben vorbereitet. Darüber hinaus bemüht sich die K+S GRUPPE um ein gutes und konstruktives Verhältnis zu ihren Mitarbeitern und deren Gewerkschaften, in denen diese, insbesondere in Deutschland und in Nordamerika, weitgehend organisiert sind. Insgesamt halten wir selbst moderate Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der beschriebenen Personalrisiken für unwahrscheinlich. COMPLIANCE-RISIKENDie Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites Compliance-Programm etabliert, welches u.a. Mitarbeiterschulungen zu den Risikofeldern Kartell-/Wettbewerbsrecht und Anti-Korruption vorsieht. Schwerwiegende Verstöße durch einzelne Mitarbeiter, die eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, halten wir für unwahrscheinlich. / EINE DETAILLIERTE DARSTELLUNG UNSERES COMPLIANCESYSTEMS finden Sie im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 35 dieses Finanzberichts. INFORMATIONSSICHERHEITSRISIKENUnsere IT-Systeme unterstützen nahezu alle Unternehmensfunktionen in hohem Maße. Ihre Verfügbarkeit ist in Dienstleistungsverträgen geregelt. Das Risiko der Informationssicherheit liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z.B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z.B. Technikausfall, Sabotage). Unser Management von Informationssicherheitsrisiken orientiert sich an der Norm din iso 31000 Risikomanagement - Grundsätze und Richtlinien. Mit der Einrichtung eines an der Norm din iso 27001 ausgerichteten Informationssicherheitsmanagements wurde eine wesentliche Voraussetzung für das Management von IT-Risiken geschaffen. Um unsere Geschäftsprozesse vor derartigen Risiken zu schützen, informieren wir uns über neueste Entwicklungen und ergreifen technische sowie organisatorische Maßnahmen, die das Eintreten von Risiken möglichst ausschließen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme und ihrer Infrastruktur von besonderer Bedeutung. So betreiben wir unser Rechenzentrum als Zwei-Standorte-System, und auch die Komponenten der Infrastruktur (Stromversorgung, Datenleitungen etc.) sind doppelt ausgelegt. Den gewachsenen Sicherheitsanforderungen an die IT-Organisation werden wir durch die Funktionen IT-Compliance, den IT-Sicherheitsbeauftragten und den Datenschutzbeauftragten gerecht. Unsere betrieblichen Konzepte und Organisationsrichtlinien sind prozessorientiert. Die Prozesse richten sich am ITIL-Standard aus, z.B. in den Bereichen Monitoring, Datensicherung, Zugangskontrolle, Störungsmanagement und Business Continuity Management. Unabhängige Gutachter überprüfen permanent die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Informationssicherheit. Ein kurzzeitiger Ausfall der IT-Systeme von wenigen Stunden ist möglich. Einen längeren Ausfall von bis zu 7 Tagen halten wir jedoch aufgrund der beschriebenen Vorsorgemaßnahmen für unwahrscheinlich, die Auswirkungen schätzen wir als moderat ein. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKENDie K+S GRUPPE ist aufgrund der weltweiten operativen Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Kursänderungsrisiko (insbesondere Währungsrisiko), das Zinsänderungsrisiko, das Ausfallrisiko, das Liquiditätsrisiko sowie daraus resultierende Zahlungsstromschwankungen. Marktpreisrisiken aus der Veränderung von Energiepreisen und Frachtraten sowie aus der Verteuerung von Ammoniak bewerten wir als operative Risiken; diese werden auf Seite 127 beschrieben. Sofern zur Absicherung gegen die jeweiligen Risiken derivative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden diese bei der Beschreibung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente auf Seite 120 weitergehend erläutert. RISIKEN DURCH WECHSELKURSSCHWANKUNGENEin Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in unserer funktionalen Währung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir weiter zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während der überwiegende Anteil der Umsätze der K+S GRUPPE in Euro abgerechnet wird, lag der Umsatzanteil in US-Dollar im Geschäftsjahr 2011 bei knapp 40% des Konzernumsatzes. Daneben wurden Umsätze in untergeordneter Größenordnung auch in anderen Landeswährungen (z.B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) getätigt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich bisher im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Künftig werden durch die Investitionen unserer Tochtergesellschaft K+S POTASH CANADA in ein neues Kali-Projekt auch signifikante Wechselkursrisiken zum kanadischen Dollar entstehen. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da zum einen die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen, zum anderen das Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet wird und zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führt. Derzeit treten diese Translationseffekte hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit Voranschreiten der Investitionen von K+S POTASH CANADA wird dies auch den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte betreffen. Wechselkursschwankungen können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE auswirken. Um diesen Wechselkursrisiken entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen unbedingten worst-case-Wechselkurs. Die Nettopositionen werden anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlagen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Daneben werden geplante Ergebnisse gegen Translationsrisiken gesichert, sofern diese von wesentlicher Bedeutung sind. Weitere Informationen und Erläuterungen zum Fremdwährungssicherungssystemfinden Sie auf Seite 102 sowie im Rahmen des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente auf Seite 120 und der Anmerkung (18) ,Derivative Finanzinstrumente' im Anhang auf den Seite 190. In Anbetracht der derzeitigen Rahmenbedingungen halten wir das mögliche Risiko aus Wechselkursschwankungen für moderat. RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUSEin Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus marktbedingten Schwankungen des allgemeinen Zinsniveaus. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen und andererseits auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten aus. Für unsere Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011 bestehen Festzinsvereinbarungen. Die Geldanlagen haben überwiegend eine kurzfristige Zinsbindung, da diese für anstehende Investitionen vorgehalten werden. Zur Steuerung dieses Risikos werden regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Das Risiko von signifikanten Zinsänderungen erscheint in Anbetracht der derzeitigen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen eher unwahrscheinlich (bisher: möglich), etwaige Auswirkungen wären als moderat zu bewerten. / ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG DES KONZERNERGEBNISSES in Abhängigkeit der Änderung der Zinssätze finden Sie im Konzernanhang auf Seite 204. RISIKEN AUS DEM FORDERUNGSAUSFALL VON KUNDEN UND AUSFALLRISIKO VON FINANZINSTITUTENUnter Ausfallrisiko ist das teilweise oder vollständige Ausbleiben von vertraglich zugesicherten Verpflichtungen seitens eines oder mehrerer Vertragspartner zu verstehen. Wir unterhalten mit vielen Kunden ausgedehnte Geschäftsbeziehungen. Sollten einer oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Verpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen oder zahlungsunfähig werden, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Der Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und einer ausdrücklichen Genehmigung, die abhängig von der Größenordnung durch die Geschäftsbereichsleitung bzw. durch das zuständige Vorstandsmitglied erfolgen muss. Die MORTON SALT Gruppe hat eigene Sicherungsinstrumente implementiert, um solche Risiken effektiv zu begrenzen. Konzernweit sind mehr als 80 % aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. / WEITERE INFORMATIONEN ZU WERTBERICHTIGUNGEN UND ZU ÜBERFÄLLIGEN FORDERUNGEN finden Sie im Anhang unter Anmerkung (17) Forderungen und sonstige Vermögenswerte' auf Seite 189. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Dieses Risiko hat sich in jüngster Zeit aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch begrenzt, dass Finanzgeschäfte nur mit Instituten getätigt werden, die aufgrund unseres internen Monitoringprozesses als geeignet eingestuft werden. Neben dem Rating sind u.a. die Sätze für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) maßgeblich. Bürgschaften und Ausfallgarantien bestehen lediglich zwischen Gesellschaften der K+S GRUPPE, nicht jedoch für Dritte. Ein potenzieller Forderungsausfall bzw. Ausfall einer Bank könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage der K+S GRUPPE führen. Aufgrund der vorgenommenen Maßnahmen zur Forderungssicherung bzw. der beschriebenen Auswahl der Finanzinstitute sowie der Diversifizierung halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich. FÄLLIGKEITSPROFIL DER FINANZVERBINDLICHKEITENABB: 4.11.2![]() LIQUIDITÄTSRISIKENEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht termingerecht beschafft werden und infolgedessen erhöhte Refinanzierungskosten anfallen können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung je derzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über zugesagte Kreditlinien und flüssige Mittel gedeckt. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein weitgehend gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquiditätsreserve belief sich per 31. Dezember 2011 auf 1.55s Mio. € und setzte sich aus kurzfristigen Geldanlagen bzw. flüssigen Mitteln in Höhe von 758 Mio. € und der bis 2015 laufenden Konsortialkreditlinie in Höhe von 800 Mio. € zusammen. Damit wurde unsere Zielsetzung einer Liquiditätsreserve von mindestens 500 Mio. € deutlich übertroffen. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Zur Sicherstellung dieses Ziels erfolgt ein Monitoring bezüglich der Eignung der Kontrahenten. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Kreditgebern bestehen nicht. Im Rahmen der bestehenden Kreditlinien ist die K+S GRUPPE Verpflichtungen (Financial Covenants) eingegangen, bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Im Fall eines Verstoßes gegen diese Verpflichtungen ist eine vorzeitige Kündigung dieser Finanzierungen durch die Fremdkapitalgeber möglich. Eine Verletzung der derzeit gültigen Financial Covenants erscheint aufgrund deutlich positiver Finanzkennzahlen jedoch unwahrscheinlich. Die im September 2009 emittierte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. € und einer Laufzeit von fünf Jahren unterliegt nicht der Pflicht zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Mit Blick auf die Fälligkeitsstruktur unserer Verbindlichkeiten halten wir für die K+S GRUPPE ein wesentliches Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko für unwahrscheinlich. Mehr zur Fristenstruktur unserer finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Anmerkung (25) Finanzielle Verbindlichkeiten' auf Seite 200. /ABB: 4.11.2 ENTWICKLUNG DER KREDITRATINGSTAB: 4.11.2scroll
RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGSRatings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i.d.R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen und hat u.a. Auswirkungen auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten. Die K+S GRUPPE ist derzeit von den Ratingagenturen STANDARD & POOR'S und MOODY'S INVESTORS SERVICE im "Investment Grade" bewertet. Der Ausblick wird von beiden Ratingagenturen angesichts unserer starken Finanzkennzahlen "stabil" eingestuft (STANDARD & POOR'S Emittenten-Rating: bbb+ stabiler Ausblick, moody's Emittenten-Rating: Baa2 stabiler Ausblick). Ratingherabstufungen, insbesondere der Verlust der Einstufung in die Kategorie "Investment Grade", könnten sich negativ auf Finanzierungsmöglichkeiten und -konditionen auswirken. Herabstufungen können beispielsweise die Stellung von Sicherheiten gegenüber Gläubigern erfordern sowie die Bereitschaft von Geschäftspartnern, mit der K+S GRUPPE Geschäfte zu tätigen, beeinträchtigen. Bei bestehenden Kreditlinien müssten unter Umständen höhere Zinsmargen gezahlt werden; gleichzeitig könnten sich neue Kreditlinien verteuern. Wir halten das Risiko einer Herabstufung des Kreditratings in den "Non-Investment"-Bereich für unwahrscheinlich; die Wirkung bewerten wir als moderat /TAB: 4.11.2 BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATIONDie Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf Grundlage des Risikomanagementsystems in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Die Gesamtrisiko Situation der K+S GRUPPE ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Entwicklung der Unternehmensrisiken finden Sie in der Darstellung auf Seite 122. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der K+S GRUPPE gehören insbesondere Risiken aus Schwankungen von Angebot und Nachfrage und Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen. Hinsichtlich der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE führen könnten. Diese Einschätzung wird durch die Bewertung der Ratingagenturen bestätigt. Künftige Chancen sind in die Beurteilung des Gesamtrisikos nicht eingeflossen. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können. 4.12 NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine signifikanten Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. unserer Branchensituation. Es gibt auch keine anderweitigen für die K+S GRUPPE zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung. 4.13 GESAMTAUSSAGE ZUR AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE 1BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTANDIm Zuge der Staats Schuldenkrise disponiert der Handel bei Voreinlagerungen von Düngemitteln seit dem vierten Quartal 2011 vorsichtiger. Außerdem führte die eingeschränkte Passierbarkeit wichtiger Binnen Schifffahrtsstraßen Anfang Februar bei Kalilieferungen zu Verzögerungen und zu einer zeitlichen Verschiebung der europäischen Frühjahrssaison. Das aktuelle Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet allerdings unverändert attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und damit einen Anreiz, ihren Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Das im Verlauf des Jahres 2011 sukzessive gestiegene Weltmarktpreisniveau für Kaliumchlorid führt dazu, dass die derzeit realisierten Preise über denen des Jahresdurchschnitts 2011 liegen. Im Geschäftsbereich Salz war der Start des Auftausalzgeschäfts sowohl in Europa als auch in Nordamerika witterungsbedingt schwächer als üblich; dies lässt uns trotz der Anfang Februar zu verzeichnen gewesenen Kälte in Europa insbesondere im Vergleich zum überdurchschnittlichen ersten Quartal 2011, aber auch zum langjährigen, für unsere Planung stets herangezogenen Auftausalzmengendurchschnitt von einem deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen im Jahr 2012 ausgehen. Während sich ein stärkerer US-Dollar im Vergleich zum Jahresanfang des letzten Jahres derzeit positiv auswirkt, führt das im Jahresverlauf 2011 deutlich gestiegene Energiepreisniveau aufgrund des Zeitverzugs in den vereinbarten Energiebezugsklauseln zu einer Erhöhung unserer Energiekosten. Auch bei den Personalkosten ist insbesondere aufgrund zu erwartender höherer Tarifabschlüsse mit Steigerungen zu rechnen. Der beschriebene Start in das Jahr 2012 und die im Prognoseberieht auf Seite 143 zugrunde gelegten Prämissen lassen uns im Gesamtjahr von einem stabilen Umsatz und einem moderaten Rückgang des operativen Ergebnisses der K+S GRUPPE ausgehen. INANSPRUCHNAHME BILANZIELLER WAHLRECHTEAußerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Sinne von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Securities, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, Factoring oder gegenüber nicht im Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften eingegangenen Haftungsverhältnissen bestehen nur in vernachlässigbarem Umfang. Weitere Angaben zur Inanspruchnahme von bilanziellen Wahlrechten finden Sie im Konzernanhang auf Seite 172. Auswirkungen einer Änderung des Marktzinsniveaus auf die Bewertung der Rückstellungen werden auf Seite 104 beschrieben. 4.14 PROGNOSEBERICHTKÜNFTIGE AUSRICHTUNG DES KONZERNSKEINE ÄNDERUNGEN DER GESCHÄFTSPOLITIK VORGESEHENWir beabsichtigen in den kommenden Jahren keine grundlegende Änderung unserer Geschäftspolitik. Wir wollen in unseren Geschäftsbereichen unsere Marktpositionen insbesondere über den verstärkten Verkauf von Spezialprodukten ausbauen, unsere Effizienz durch Nutzung weiterer Synergien erhöhen, den Ausbau neuer Kalikapazitäten mit dem Legacy Projekt vorantreiben und in unseren angestammten Geschäftsfeldern sowohl organisch als auch extern wachsen. LÄNDERPORTFOLIO WEITERHIN INTERNATIONAL AUSGEWOGENIm vergangenen Jahr blieben die Nachfrage nach Düngemitteln sowie die Marktanteilsverhältnisse in den für die Geschäftsbereiche wichtigen Regionen weitgehend stabil. Auch im Geschäftsbereich Salz kam es zu keiner signifikanten Verschiebung der regionalen Umsatzverteilung, sodass das Umsatzverhältnis zwischen Europa und Übersee für die K+S GRUPPE weiterhin annähernd ausgeglichen war. Die für das Jahr 2012 in der Nähe des Vorjahres erwartete Düngemittelnachfrage sollte auf Basis des derzeit erreichten Preisniveaus zu einem Umsatzanstieg in den meisten Regionen führen. Angesichts des milden Winters sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks zu Beginn des Jahres sollte sich im Geschäftsbereich Salz der erwartete moderate Umsatzrückgang gleichmäßig auf Europa und Nordamerika verteilen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2012 eine auf Gruppenebene erneut annähernd ausgeglichene Umsatzverteilung zwischen Europa und Übersee. Die zunehmende Weltbevölkerung sowie der tendenziell wachsende Fleischkonsum in den Schwellenländern und der damit einhergehende steigende Futtermittelbedarf dürften die Nachfrage nach großen Teilen unserer Düngemittelproduktpalette sowohl in Europa als auch auf den Überseemärkten in den kommenden Jahren weiter ansteigen lassen. Die Wachstumsraten der Märkte Südamerika und Südostasien sollten dabei mittel- bis langfristig überproportional zulegen; wir gehen davon aus, in diesen Regionen künftig gut ein Drittel unserer Düngemittelprodukte zu verkaufen. Mittelfristig werden die im Rahmen des Legacy Projekts in Kanada aufgebauten Kalikapazitäten den Zugang zu diesen Wachstumsregionen erleichtern. Der europäische Salzmarkt ist ein reifer Markt mit weitgehend stabilen Salzverbräuchen auf relativ hohem Niveau. Im Vergleich zu den stärker wachsenden Überseemärkten und abgesehen von witterungsbedingten Einflüssen bei Auftausalz weist er eine relativ geringe Schwankungsanfälligkeit aufgrund gewachsener Strukturen und einer sehr differenzierten Nachfrage auf. Seit dem Erwerb des chilenischen Salzproduzenten SPL nutzen wir auch die Potenziale, die sich auf den dynamischeren Überseemärkten infolge einer steigenden und zunehmend wohlhabenderen Bevölkerung ergeben: So führt die Veränderung der Lebensgewohnheiten in Südamerika zu einem spürbar steigenden Bedarf an Speise-, Gewerbe- und Industriesalzen. Nach der Akquisition von MORTON SALT haben wir außerdem Zugang zu Regionen des nordamerikanischen Auftausalzmarkts erhalten, die sich durch eine tendenziell niedrigere Schwankungsanfälligkeit auszeichnen, und auch die Segmente Speise- und Gewerbesalze in Nordamerika erschlossen. Um noch flexibler auf witterungsbedingte, regionale Schwankungen der Auftausalznachfrage im Geschäftsbereich Salz reagieren zu können, wird die Nutzung des Netzwerks von Produktions anlagen in Europa, Nord- und Südamerika weiter intensiviert. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER ABSATZMÄRKTE finden Sie in der Beschreibung der künftigen Branchensituation auf Seite 139. VERWENDUNG NEU ER VERFAHREN ERLAUBT KÜNFTIG HÖHERE PROZESSEFFIZIENZWir arbeiten laufend an Prozessverbesserungen, um die Rohstoffausbeute und Energieeffizienz unserer Werke und Fabriken weiter zu erhöhen und feste und flüssige Produktionsrückstände weiter zu verringern. Insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte befinden sich sowohl über als auch unter Tage vielversprechende, die Wirtschaftlichkeit und Rohstoffausbeute steigernde Verfahren in der Entwicklung, eSCO, SPL und moRton salt arbeiten zusammen, um Best-Practice-Prozesse zu identifizieren und geeignete Verfahren innerhalb des Geschäftsbereichs Salz zu übertragen. Im Jahr 2011 wurden erste Investitionen für das Legacy Projekt in Saskatchewan, Kanada, getätigt. Wir planen hier die Errichtung eines neuen Produktionsstandorts für Kaliumchloridprodukte basierend auf der Solungsbergbautechnologie; erste Mengen sollen im Jahr 2015 zur Verfügung stehen. Die Solungsbergbautechnologie erlaubt - sofern die Lagerstättengegebenheit ein solches Verfahren zulässt - gegenüber konventionellen Abbauverfahren eine schnellere Produktionsaufnahme, eine flexiblere Anfahrtskurve der Produktion sowie den Abbau tiefer liegender Lagerstätten. Außerdem fällt das Verhältnis von Rohsalz zu festen sowie flüssigen Produktionsrückständen günstiger aus. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG WIRD WEITER AUSGEBAUTAuch künftig wollen wir unsere in enger Abstimmung mit dem Marketing und der Produktion definierten Forschungs- und Entwicklungsziele weiterverfolgen; diese finden Sie auf Seite 84 dieses Berichts. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sollten im Jahr 2012 deutlich über dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Der Anstieg ist u.a. auf Aufwendungen zur Aussolung der ersten Kaverne des Legacy Projekts in Saskatchewan, Kanada, zurückzuführen. Im Jahr 2013 sollten die Forschungs- und Entwicklungskosten zurückgehen und etwas über dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Die Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter sollte im Jahr 2012 ansteigen, um insbesondere die kommenden Herausforderungen im Umweltbereich zu bewältigen sowie die Forschung auf dem Gebiet des Solungsbergbaus weiter voranzutreiben. Für das Jahr 2013 erwarten wir eine im Vergleich zu diesem Jahr stabile Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter. Ausgewählte Forschungsprojekte in den Jahren 2012 und 2013 stellen wir in der folgenden Aufzählung dar. Einige der beschriebenen Projekte wurden bereits in den Vorjahren begonnen; detaillierte Informationen finden Sie unter Forschung und Entwicklung auf Seite 84 dieses Berichts. KERNGESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL
KERNGESCHÄFTSFELD SALZ
KÜNFTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Darüber hinaus gehen wir von keinen wesentlichen Veränderungen unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots aus. KÜNFTIGE MITARBEITERZAHLEN, KÜNFTIGER PERSONALAUFWANDK+S steht in zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Wir wollen weiterhin insbesondere jüngere Mitarbeiter an das Unternehmen heranführen, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Wir möchten aber auch ältere und erfahrene Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen. K+S sieht in der Berufsausbildung eine wichtige Investition in die Zukunft und strebt für die inländischen Gesellschaften weiterhin eine Ausbildungsquote von etwa 6 % an. Auch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird einen besonderen Stellenwert behalten. Wir wollen auch künftig viele unserer Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren. PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSTAB: 4.14.1scroll
Quelle: Deka Bank Zum Jahresende 2012 rechnen wir mit einer leicht höheren Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2011: 14.496). Auch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sollte sich in diesem Jahr auf rund 14.800 leicht erhöhen (2011: 14.314). Die Gründe für den Anstieg liegen insbesondere in einem Personalaufbau zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmengen, zur Umsetzung des Legacy Pojekts sowie für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Beim Personalaufwand (2011:976,1 Mio. €) erwarten wir, dass die zu erwartenden Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie die leicht höhere Mitarbeiterzahl zu einem leichten Anstieg führen werden. Im Jahr 2013 sollte die Mitarbeiterzahl in etwa stabil bleiben und der Personalaufwand aufgrund einer der erwarteten Ergebnissteigerung folgenden höheren erfolgsabhängigen Vergütung moderat steigen. KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen im Wesentlichen auf Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (Kieler Diskussionsbeiträge: Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Winter 2011, Dezember 2011) sowie der deka bank (Makro Research, Volkswirtschaft Prognosen, 10. Februar 2012). / TAB: 4.14.1 Diesen Einschätzungen zufolge wird die Weltwirtschaft auch im Jahr 2012 durch die Staats Schuldenkrise im Euroraum, Unsicherheiten über den Zustand des Finanzsektors, die finanzpolitische Diskussion in den Vereinigten Staaten und eine schwächere Dynamik in den Schwellenländern negativ beeinflusst sein. Die Prognosen der deka bank gehen für die Weltwirtschaft dennoch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,1 % für das Jahr 2012 und 3,8 % für das Jahr 2013 aus. Auch die Prognose des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL für die Eurozone unterstellt, dass die gegenwärtige Situation hoher Unsicherheit noch geraume Zeit anhält, bevor es der Politik gelingt, eine Perspektive für die Fortentwicklung des Euroraums zu vermitteln, und die Risikoprämien sowie die Volatilität an den Finanzmärkten wieder spürbar sinken. Es besteht allerdings nach wie vor das Risiko, dass weitere Länder des Euroraums in die Nähe einer Insolvenz geraten oder das Finanzsystem insgesamt in Mitleidenschaft gezogen wird. In diesem Fall wäre nicht nur mit einer schweren Rezession im Euroraum zu rechnen, sondern die gesamte Weltwirtschaft könnte in eine ähnliche Abwärtsdynamik geraten wie im Jahr 2008. Für das Jahr 2012 geht die DEKA BANK von einem leicht sinkenden Bruttoinlandsprodukt in Europa aus, im Jahr 2013 wird mit einem Wachstum von 1,2 % gerechnet. In den Vereinigten Staaten hemmen die Rückführung der Verschuldung bei den privaten Haushalten und das Überangebot an Wohnraum nach Meinung des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL weiterhin die konjunkturelle Expansion. Bremsend wirken zudem das Auslaufen von Konjunkturprogrammen sowie darüber hinausgehende Ausgabenkürzungen, mit denen die Rückführung des immer noch sehr hohen Budgetdefizits beschleunigt werden soll. Die DEKA BANK unterstellt vor diesem Hintergrund für die Jahre 2012 und 2013 eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 bzw. 2,5%. Für die Schwellenländer erwartet das INSTITUT FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL, dass die wirtschaftliche Aktivität von der schwachen Nachfrage aus den entwickelten Volkswirtschaften weiter gebremst wird. Dem sollen eine expansive Wirtschaftspolitik sowie Konjunkturprogramme entgegenwirken. Sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht durch eine erhebliche Dämpfung der Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften oder weltweite Finanzmarktturbulenzen deutlich verschlechtern, dürften die Schwellenländer im Verlauf des kommenden Jahres wieder auf einen Pfad rascherer Expansion einschwenken. Nach den Erwartungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL werden die Notenbanken ihren expansiven geldpolitischen Kurs weiter fortsetzen und die Notenbankzinsen über die Jahre 2012 und 2013 hinweg anhaltend niedrig bleiben. Der unserer Unternehmensplanung zugrunde liegende Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro liegt für die Jahre 2012 und 2013 bei durchschnittlich etwa 1,32 USD/EUR. Beim Ölpreis wird für 2012 ein Niveau von 115 US$ pro Barrel, für 2013 ein solches von 110 US$ pro Barrel angenommen. AUSWIRKUNGEN AUF K+S
KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDie im Bereich Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit auf Seite 110 beschriebenen Wettbewerbspositionen der einzelnen Geschäftsbereiche sollten in den Jahren 2012 und 2013 im Wesentlichen ihre Gültigkeit behalten. PRODUKTIONSÜBERSCHUSS/-DEFIZIT UND STOCKS-TO-USE-RATIOS BEI GETREIDEABB: 4.14.1![]() GESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTELEine jährlich um rund 80 Millionen Menschen wachsende Weltbevölkerung sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten hin zu einem höheren Fleischkonsum und nicht zuletzt eine steigende Bedeutung von nachwachsenden Rohstoffen zur Bioenergieerzeugung erhöhen den weltweiten Bedarf an Agrarrohstoffen. Dies stellt insbesondere vor dem Hintergrund bestenfalls unverändert zur Verfügung stehender landwirtschaftlicher Flächen pro Kopf eine große Herausforderung für die Landwirtschaft dar. In den letzten 30 Jahren ist die weltweit zur Verfügung stehende Ackerfläche in etwa konstant geblieben. Da die Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum von rund 4,5 auf 7,0 Mrd. Menschen stieg, bedeutet dies pro Kopf einen Rückgang um 35 %. Dass die Getreideproduktion über diesen Zeitraum trotzdem mit dem gestiegenen Bedarf mithalten konnte, ist u.a. auf den höheren und ausgewogeneren Einsatz mineralischer Düngemittel zurückzuführen. Dieser wird auch künftig entscheidend dazu beitragen, den Verlust von Anbauflächen im Zuge von Verstädterung, Erosion und Überschwemmungen durch eine Intensivierung der Landwirtschaft auf den verbleibenden Flächen aufzufangen. /ABB: 4.14.1 Trotz großer Produktionsanstrengungen wurde in den vergangenen Jahrzehnten häufig mehr Getreide verbraucht als produziert. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2011/12 schätzt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA), dass die dank weltweit relativ günstiger Wetterbedingungen historisch größte Produktionsmenge an Getreide gerade ausreichen dürfte, die ebenfalls höchste jemals verzeichnete Getreidenachfrage zu bedienen. Das Verhältnis von Getreidebeständen zum Verbrauch ("stocks-to-use-ratio") liegt daher an der kritischen Grenze von 20 %, oder anders ausgedrückt: Die Weltbevölkerung könnte ihren Bedarf an Getreide lediglich rund 75 Tage aus Beständen decken. Weitere Rückgänge des stocks-to-use-ratios sind in den kommenden Jahren nicht aus zuschließen; das momentane Preisniveau von Agrarprodukten wird auf den Terminmärkten auch vor diesem Hintergrund als stabil eingeschätzt. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven der Landwirtschaft sollten ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Gleichwohl disponiert der Düngemittelhandel angesichts der Staats Schuldenkrise seit Beginn des vierten Quartals 2011 vorsichtiger, und die an den Vertragsverhandlungen mit China und Indien hauptsächlich beteiligten Kaliproduzenten rechnen nicht mit baldigen Vertragsabschlüssen. Insgesamt gehen wir für das Gesamtjahr 2012 von einem Weltkaliabsatz von bis zu 58 Mio. t aus (2011e: 58,7 Mio. t). Da die Vertragsvolumina mit China und Indien einen relativ kleinen Anteil unserer gesamten Absatzmenge ausmachen, gehen wir für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte davon aus, dass wir unser Absatzvolumen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2011: 6,9 Mio. t) halten können und als weltweit fünftgrößter Einzelproduzent einen Marktanteil von rund 10 % erreichen werden. / ABB: 4.14.2 Eine Vorhersage des mittelfristigen Kalipreisniveaus ist nur schwer möglich, da dieses unter anderem vom Wettbewerbsverhalten der beiden großen Export Organisationen Canpotex und bpc beeinflusst wird. Allerdings ist die Wirtschaftlichkeit von zeitaufwändigen und sehr kapitalintensiven Neuprojekten (Greenfield-Mine) von einem angemessenen Kalipreisniveau abhängig: Neue Kapazitäten lassen sich mit wenigen Ausnahmen, zu denen wir unser Legacy-Projekt zählen, zu dem derzeit gültigen Preisniveau nicht in großem Stil wirtschaftlich realisieren. Die Kalinachfrage einer globalisierten Welt mit stetig steigenden Ansprüchen an die Ernährung wird jedoch nicht allein mit den derzeit installierten Kapazitäten zu bedienen sein. Die beschriebenen Rahmenbedingungen sollten sich ähnlich positiv auf die weltweite Nachfrage nach stickstoffhaltigen Düngemitteln auswirken. Das Preisniveau dürfte infolge niedrigerer Einstandskosten für Ammoniak zwar unter dem hohen Niveau des zweiten Halbjahrs 2011, dennoch aber insgesamt über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegen. WELTKALI KAPAZITÄT, -PRODUKTION UND -ABSATZABB: 4.14.2![]() Einschl. Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K20-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t eff; Kapazitätsentwicklung 2010-2015 basiertauf IFA supply-capability-Daten. GESCHÄFTSFELD SALZAuch in den kommenden Jahren wird die Branchen- und Wettbewerbs Situation in Europa von einem Konsolidierungsdruck in der Salzindustrie geprägt sein. Ein niedriges Frachtkostenniveau könnte die wettbewerbsintensive Markt Situation für die europäischen Produzenten durch steigende Importe aus Nicht-EU-Ländern verschärfen. Als Europas größter Salzproduzent sind wir für die in diesem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Aufgrund der milden Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres und unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse für die kommende Saison sollte sich die Nachfrage nach Auftausalz in Europa im Jahr 2012 nach dem überdurchschnittlichen Jahr 2011 entsprechend reduzieren. Während die Nachfrage in den Segmenten Speise- und Gewerbesalz in Europa im kommenden Jahr stabil bleiben sollte, dürfte der Industriesalzabsatz aufgrund der konjunkturellen Abkühlung moderat zurückgehen. Mit dem chilenischen Salzproduzenten spl, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, haben wir eine sehr gute Ausgangsposition, am Wachstum der süd- und mittelamerikanischen Märkte teilzuhaben. Der südamerikanische Speisesalzmarkt sollte im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung stetig wachsen. Die Nachfrage der Chemieindustrie für Industrie salz und die Gewerbesalznachfrage sollten stabil bleiben. Auch der chinesische Salzmarkt weist attraktive Wachstumsraten auf. Nachdem es im Jahr 2011 zu ersten Lieferungen an die chemische Industrie kam, laufen derzeit weitere Vertragsverhandlungen für künftige Lieferungen. Mit MORTON SALT, dem - gemessen an der Produktionskapazität - größten Salzproduzenten in Nordamerika, haben wir im Bereich der Auftausalze Zugang zu Märkten mit in der Regel weniger schwankungsanfälligem Wintergeschäft in Nordamerika. Auch in den Segmenten Gewerbe- und Speisesalz gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen. MORTON SALT verfügt mit den Marken UMBRELLA GIRL® und WINDSOR CASTLE® über in den USA und in Kanada im Consumergeschäft sehr gut positionierte Marken, die uns den verstärkten Absatz höhermargiger Spezialprodukte ermöglichen. Geprägt durch die außergewöhnlich milde Witterung in Nordamerika zu Beginn des Jahres und unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse für die kommende Saison 2012/13 sollte die Nachfrage nach Auftausalz in Nordamerika im Jahr 2012 deutlich zurückgehen, nachdem das Vorjahr etwas über dem langfristigen Durchschnitt lag. Der Frühbezug über die Sommermonate dürfte unter Berücksichtigung der milden Witterung zu Beginn des Jahres eher unterdurchschnittlich verlaufen. Der Verbrauch von Speise- und Gewerbesalzen sollte weiter stabil bleiben. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz dürfte leicht steigen. ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNGDie nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der fortgeführten Geschäftstätigkeiten. Zuwächse aus möglichen Akquisitionen bzw. Kooperationen sind nicht berücksichtigt. K+S äußert sich zur künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung gemäß der im Folgenden beschriebenen Prognosepolitik:
K+S GRUPPE MIT ATTRAKTIVEN PERSPEKTIVEN FÜR 2012 UND 2013DER UMSATZ SOLLTE IM JAHR 2012 STABIL BLEIBENDer Umsatz der K+S GRUPPE dürfte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben. Während wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf Basis des derzeit erreichten Kalipreisniveaus von einer moderat und im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel von einer leicht steigenden Umsatzentwicklung ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen moderat niedrigeren Umsatz. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,32 USD/EUR (2011:1,39 USD/EUR). KOSTEN WERDEN SICH VORAUSSICHTLICH MODERAT ERHÖHENDie nachfolgende Prognose der Kostenentwicklung erfolgt nach Kostenarten: Die Gesamtkosten der K+S GRUPPE dürften im Vergleich zum Vorjahr moderat steigen. Beim Personalaufwand werden Neueinstellungen, Effekte aus Tariferhöhungen sowie eine der erwarteten Ergebnisentwicklung entsprechend niedrigere Erfolgsbeteiligung zu einem insgesamt leichten Anstieg führen. Auch die Materialkosten dürften sich leicht verteuern, während die Energiekosten preisbedingt deutlich steigen sollten. Demgegenüber erwarten wir moderat rückläufige Frachtkosten, während sich die Abschreibungen moderat erhöhen sollten. Außerdem ist mit einem negativen Währungsergebnis zu rechnen, nachdem das letzte Jahr noch durch ein positives Sicherungsergebnis begünstigt war. OPERATIVES ERGEBNIS DÜRFTE MODERAT ZURÜCKGEHENDas operative Ergebnis EBIT I sollte im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreswert moderat zurückgehen. Dabei gehen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem operativen Ergebnis aus, das an das gute Vorjahresergebnis wieder heranreichen sollte. Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel sollte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen können. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz dürfte im Vergleich zum Vorjahr - das durch überdurchschnittliche Auftausalzmengen begünstigt war - stark zurückgehen. MODERAT RÜCKLÄUFIGES KONZERNERGEBNIS ERWARTETDas bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2012 ebenfalls moderat zurückgehen. Unsere Einschätzung basiert neben den bei Umsatz und operativem Ergebnis beschriebenen Effekten u.a. auf:
PROGNOSE FÜR DAS JAHR 2013 VIELVERSPRECHENDIm Jahr 2013 dürfte sich der Umsatz der K+S GRUPPE gegenüber 2012 leicht erhöhen; einem moderat höheren Umsatz in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz wird voraussichtlich ein moderater Umsatzrückgang bei Stickstoffdüngemitteln gegenüberstehen. Aufgrund der hohen Profitabilität des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie auf Basis eines wieder unterstellten, normalen und dem langfristigen Mengendurchschnitt historischer Auftausalzmengen folgenden Wintergeschäfts sehen wir beim operativen Ergebnis realistische Chancen für eine moderate Steigerung gegenüber dem Jahr 2012. Diese sollte sich auch entsprechend positiv auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auswirken. ERGEBNIS BEI KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEN IN ETWA AUF DEM NIVEAU DES VORJAHRES ERWARTETDie Perspektiven für die Nachfrageentwicklung nach kali- und magnesiumhaltigen Düngemitteln sind insbesondere in den für uns relevanten Märkten weiterhin attraktiv, sodass wir aus heutiger Sicht ein Absatzvolumen in der Nähe des Vorjahres für wahrscheinlich halten (2011: 6,9 Mio. t). Unserer oben beschriebenen rein technischen Prognosepolitik folgend ist mit einem gegenüber dem Vorjahr moderat höheren Durchschnittspreisnive au zu rechnen. Auf dieser Basis sollte auch der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gegenüber dem Vorjahr moderat zulegen. Auf der Kostenseite ist sowohl mit einem starken Energiekostenanstieg, als auch mit einem negativen Währungsergebnis zu rechnen, nachdem das letzte Jahr noch durch ein positives Sieherungsergebnis begünstigt war. Die Personalkosten dürften leicht ansteigen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mit einem operativen Ergebnis, das an das gute Vorjahresergebnis wieder heranreichen sollte. Im Jahr 2013 erwarten wir aus heutiger Sicht bei einem leicht steigenden Absatzniveau eine moderate Verbesserung unserer Umsatz- wie auch Ergebniswerte. STABILES ERGEBNIS BEI STICKSTOFFDÜNGEMITTELNIm Geschäftsjahr 2012 gehen wir für den Umsatz des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel von einer leicht steigenden Entwicklung aus. Dieser werden aber wahrscheinlich auch höhere Einstandskosten gegenüberstehen, sodass wir im Vergleich zum Vorjahr ein stabiles operatives Ergebnis erwarten. Im Jahr 2013 sollten sich Umsatz und operatives Ergebnis aus heutiger Sicht moderat rückläufig entwickeln. WENIGER AUFTAUSALZVERKÄUFE NACH MILDEM WINTER IM GESCHÄFTSBEREICH SALZAufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir für den Geschäftsbereich Salz im Jahr 2012 einen gegenüber dem Vorjahr moderat rückläufigen Umsatz. Diese Prognose unterstellt ein durchschnittliches Auftausalzgeschäft im vierten Quartal sowie eine insgesamt weitgehend stabile Umsatzentwicklung in den Segmenten Speise-, Gewerbe- und Industrie salz. Wir rechnen derzeit mit gut 19 Mio. t Festsalzabsatz (2011: 22,7 Mio. t); davon rund 10 Mio. t Auftausalz (2011:13,3 Mio. t). Vor diesem Hintergrund und dem aufgrund des in der Bergbauindustrie üblicherweise höheren Fixkostenanteils ist aus heutiger Sicht mit einem starken Ergebnisrückgang zu rechnen. Auf die schwächere Auftausalznachfrage reagieren wir u.a. mit längeren Produktionspausen, Schichtanpassungen sowie einer Nutzung der flexiblen Arbeitszeitkonten. Gegenüber dem Umsatzniveau des Jahres 2012 rechnen wir für das Jahr 2013 auf Basis eines normalen und dem langfristigen Mengendurchschnitt historischer Auftausalzmengen folgenden Wintergeschäfts mit einem moderat steigendem Umsatz sowie einem stark steigenden operativen Ergebnis (Annahme Festsalzabsatz 2013: etwa 22 Mio. t, davon Auftausalz: knapp 13 Mio. t). MODERATER ERGEBNISANSTIEG BEI DEN ERGÄNZENDEN GESCHÄFTSBEREICHEN ERWARTETFür das Jahr 2012 gehen wir aus heutiger Sicht von einem stabilen Umsatz und einem moderat höheren Ergebnis aus, nachdem das vergangene Jahr durch Wertberichtigungen belastet war (4,6 Mio. €). Im Jahr 2013 erwarten wir sowohl eine stabile Umsatzwie auch Ergebnisentwicklung der Ergänzenden Geschäftsbereiche. ERWARTETE FINANZLAGEVORAUSSICHTLICHE FINANZIERUNGSSTRUKTUR VON HOHER EIGENKAPITALQUOTE GEPRÄGTDie K+S GRUPPE verfügt mit einer Nettoverschuldung in Höhe von 610,8 Mio. € (inklusive langfristiger Rückstellungen in Höhe von 675,9 Mio. €) bzw. einem Verschuldungsgrad von lediglich 19,8 % über eine starke finanzielle Basis. Dies und ein hoher operativer Cashflow führen dazu, dass wir flexibel auf Investitions- und Akquisitionschancen reagieren können. Unsere derzeit sehr niedrige Nettoverschuldung sollte im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Diese Annahme berücksichtigt das erwartete Investitionsbudget einschließlich des Legacy Projekts sowie die sich aus dem Dividendenvorschlag des Vorstands ergebende Dividendensumme. Für das Jahr 2013 rechnen wir vor dem Hintergrund steigender Investitionen in das Legacy Projekt mit einem deutlichen Anstieg der Nettoverschuldung. Dennoch sollten wir in den Jahren 2012 und 2013 eine Eigenkapitalquote von mindestens 50 % und einen Verschuldungsgrad von unter 30 % ausweisen. ENTWICKLUNG DER LIQUIDITÄT DURCH INVESTITIONEN IN DAS LEGACY PROJEKT GEPRÄGTDie für die Jahre 2012 und 2013 prognostizierte Ergebnisentwicklung sollte sich auch beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv auswirken. Für das Jahr 2012 erwarten wir trotz deutlich höherer Investitionen einen positiven freien Cashflow, im Jahr 2013 dürfte er allerdings aufgrund deutlich höherer Investitionen negativ ausfallen. GEPLANTE INVESTITIONENK+S GRUPPEWir streben grundsätzlich an, dass die Ersatz- und Produktions Sicherungsinvestitionen nicht über dem Niveau der Abschreibungen liegen. Außerdem sollte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen ausreichenden Spielraum für profitable Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen bieten. Im Jahr 2012 rechnen wir für die K+S GRUPPE mit einem Investitionsvolumen von gut 600 Mio. €; davon sollten rund 170 Mio. € auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen. Darüber hinaus ist der Anstieg des Investitionsvolumens im Vergleich zum Jahr 2011 (2944 Mio. €) auf die Durchführung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier sowie den geplanten Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra zurückzuführen. Auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen sollte gut die Hälfte des Investitionsvolumens entfallen. Die Abschreibungen werden im Jahr 2012 bei etwa 240 Mio. € erwartet. Im Jahr 2013 rechnen wir für die K+S GRUPPE mit einem Investitionsvolumen von etwa 1.000 Mio. €; davon sollten gut 600 Mio. € auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen. Darüber hinaus wird das Investitionsvolumen weiterhin durch Ausgaben für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschütz und den geplanten Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra beeinflusst sein. Auf Ersatz- und Produktions Sicherungsmaßnahmen werden etwa ein Drittel entfallen. Die Abschreibungen werden im Jahr 2013 bei etwa 250 Mio. € erwartet. /TAB: 4.14.2 INVESTITIONEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN 1TAB: 4.14.2scroll
GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDas Investitionsniveau im Jahr 2012 sollte bei etwa 440 Mio. € liegen und den Wert des Jahres 2011 (162,1 Mio. €) deutlich übersteigen. Davon sollten 230 Mio. CAD (etwa 170 Mio. €) auf das Legacy Projekt entfallen; bei der Aufteilung der Ausgaben auf die Investitionsperioden kann es allerdings noch zu erheblichen Verschiebungen kommen. In den nächsten Monaten werden in Kanada zunächst weitere Investitionen in die Infrastruktur, die Wasserversorgung, Ingenieurs arbeiten sowie Bohrungen erfolgen. Für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier rechnen wir für dieses Jahr mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Mio. €,für den geplanten Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra sollen etwa 40 Mio. € investiert werden. Insgesamt wird gut die Hälfte des Investitionsvolumens auf Ersatz- und Produktionssicherungsinvestitionen entfallen. Im Jahr 2013 rechnen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mit einem Investitionsvolumen von rund 850 Mio. €; davon sollten 830 Mio. CAD (gut 600 Mio. €) auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen. Für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz sind erneut Investitionen in Höhe von rund 100 Mio. € berücksichtigt und für den geplanten Bau der Salzwasserleitung Ausgaben von etwa 20 Mio. € vorgesehen. GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELDas Investitionsvolumen sollte im Jahr 2012 unter 1 Mio. € betragen und damit etwas unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Für das Jahr 2013 ist ebenfalls mit einem ähnlichen Investitionsvolumen zu rechnen. GESCHÄFTSBEREICH SALZDas Investitionsvolumen im Jahr 2012 sollte mit rund 140 Mio. € den Wert des Vorjahres (112,3 Mio. €) deutlich übersteigen. Der Anstieg ist vor allem auf die Erneuerung einer Siedesalzanlage von MORTON SALT in Hutchinson, usa, zurückzuführen. Darüber hinaus werden die Fortsetzung der Erweiterung der Siebkapazitäten bei spl, der Anlagenersatz eines Schiffes bei unserer chilenischen Reederei empremar, die Solfelderweiterung bei frisia in Harlingen in den Niederlanden, die Errichtung eines neuen Logistikzentrums und Maßnahmen zur optimalen Nutzung der Schachtkapazitäten am Salzstandort Borth in Deutschland zu den bedeutendsten Projekten gehören. Knapp 90% werden in Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen investiert werden. Für das Jahr 2013 ist mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 120 Mio. € zu rechnen. DIVIDENDENENTWICKLUNGTAB: 4.14.3scroll
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Im Jahr 2011 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag. ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHEDas Investitionsvolumen wird in den Jahren 2012 und 2013 jeweils rund 5 Mio. € betragen und damit etwas über dem Niveau des Berichtsjahres (4,3 Mio. €) liegen und vor allem Ersatz- und Produktions Sicherungsinvestitionen betreffen. Davon werden gut 3 Mio. € im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling und je 1 Mio. € in den Geschäftsbereichen Logistik und Tierhygieneprodukte investiert werden. Im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling wird am Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung fortgesetzt. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDENDIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011 DEUTLICH ANGEHOBENAus dem am Ende des Jahres 2010 vorhandenen Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT VOR 225,7 Mio. € erfolgte am n. Mai 2011 die Dividendenzahlung für das Jahr 2010 in Höhe von 191,4 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die K+S AKTIENGESELLSCHAFT einen Jahresüberschuss von 392,5 Mio. € (2010: 217,8 Mio. €). Unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags in Höhe von 34,3 Mio. € und eines Übertrags aus dem Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen in Höhe von 166,7 Mio. € werden 260,1 Mio. € als Bilanzgewinn ausgewiesen. / TAB: 4.14.3 Dem deutlichen Anstieg des bereinigten Ergebnisses der K+S GRUPPE und unserer langfristigen Dividendenpolitik folgend beabsichtigt der Vorstand, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,30 € je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 1,00 € je Aktie). Unter der Annahme, dass wir am Tag der Hauptversammlung keine eigenen Aktien halten, ergäbe sich eine auszuschüttende Dividendensumme von 248,8 Mio. €; diese läge mit einer Ausschüttungsquote von 43 % innerhalb unseres grundsätzlich angestrebten Ausschüttungskorridors von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses der K+S GRUPPE. KÜNFTIGE DIVIDENDENPOLITIKWir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Für das Jahr 2012 sehen wir auf Basis der beschriebenen Ergebnis erwartungen gute Chancen einer mindestens stabilen Dividende, da das Konzernergebnis nicht durch die Effekte aus der Veräußerung des compo-Geschäfts belastet sein wird. Für das Jahr 2013 ist aufgrund der erwarteten Ergebnisentwicklung eine Anhebung der Dividende möglich. CHANCENCHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGENInformationen zu unserem Chancenmanagement finden Sie im Risikobericht auf Seite 118. Das bereits unter der Rubrik »Künftige Branchensituation' auf Seite 139 beschriebene, im historischen Vergleich relativ niedrige Verhältnis des Bestands an wichtigen Agrarprodukten zum jährlichen Verbrauch könnte sich nachhaltig in einer relativ hohen Preisfindung für landwirtschaftliche Erzeugnisse widerspiegeln. Attraktive Preisniveaus wiederum ermutigen Landwirte weltweit, sowohl die ihnen gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen zu nutzen als auch die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung zu erhöhen; beides erfordert einen höheren Einsatz an Düngemitteln und könnte dazu führen, dass die globale Düngemittelnachfrage in Zukunft stärker wächst als bislang mit 2 bis 3 % p.a. prognostiziert. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCENAUSBAU DER KALIKAPAZITÄTENAngesichts der hohen Auslastung unserer technisch verfügbaren Kapazitäten in Deutschland sowie der voraussichtlich deutlich steigenden Nachfrage nach Düngemitteln in der Zukunft verfolgt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte die Strategie, seine Produktionskapazitäten für Kali zu erweitern. Das Legacy Projekt eröffnet uns die Chance, am weltweiten Marktwachstum teilzuhaben, den Umsatz und Ertrag des Geschäftsbereichs weiter zu verbessern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken sowie die durchschnittliche Lebensdauer unserer Bergwerke zu verlängern. Außerdem führen wir derzeit für unser Reservebergwerk Siegfried-Giesen bei Hildesheim, Niedersachsen, eine Machbarkeitsstudie durch; eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird voraussichtlich im Sommer 2012 getroffen werden. Wirtschaftlichkeit und Gewährung der notwendigen bergbau- und umweitrechtliehen Genehmigungen vorausgesetzt, ergäbe sich durch eine Wiederinbetriebnahme von Siegfried-Giesen für uns die Chance, die wegen der nach 2018 wahrscheinlich notwendigen Schließung des Standorts Sigmundshall wegfallende Produktionsleistung zu einem gewissen Grad zu kompensieren. NUTZUNG VON SYNERGIEN EINES INTERNATIONALEN PRODUKTIONSNETZWERKSEin besonderer Fokus liegt auf der Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks und der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte in der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCENEin Rückgang des Energiepreisniveaus hätte speziell in den energiesensitiven Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz günstige Auswirkungen auf die Kostenstruktur und damit den Geschäfts erfolg. Eine Darstellung laufender Energieeffizienzsteigerungsmaßnahmen und ihrer Auswirkungen finden Sie im Kapitel ,Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 75. Im Rahmen der erhöhten Flexibilisierung sowie Senkung von Einkaufskosten werden die bisher größtenteils an den Ölpreis gekoppelten Gasverträge neu verhandelt, um für einen Teil der Bezugsmengen zukünftig Preis-Chancen an den Gasspotmärkten nutzen zu können. SONSTIGE CHANCENFür die K+S GRUPPE ist das USD/EUR-Währungsverhältnis grundsätzlich von hoher Bedeutung, da insbesondere Kaliverkäufe, mit Ausnahme des europäischen Marktes und einigen wenigen Überseeregionen, in US-Dollar fakturiert werden. Unserer Unternehmensplanung für die Jahre 2012 und 2013 liegt ein US-Dollarkurs von 1,32 USD/EUR zugrunde. DAS LEGACY PROJEKT: NEUES KALIVORKOMMEN STÄRKT INTERNATIONALE WETTBEWERBSFÄHIGKEITLegacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau (Solution Mining) basierenden Kaliproduktion. K+S hat die kanadische Explorations- und Entwicklungsgesellschaft POTASH ONE, den Eigentümer des Legacy Projekts, Anfang 2011 erworben und in den darauffolgenden Monaten die vorhandene Machbarkeitsstudie von Grund auf überarbeitet. Dabei wurde ein Konzept entwickelt, das optimal zu den Produktions- und Marktprognosen von K+S passt und eine attraktive Wirtschaftlichkeit ausweist. In die ersten beiden Ausbauphasen des neuen Kalistandorts wird K+S insgesamt 3,25 Mrd. kanadische Dollar investieren. Ende 2015 sollen erste Mengen zur Verfügung stehen und im Jahr 2017 die Zwei-Millionen-Tonnen-Markeerreichtsein. Danach erfolgt der sukzessive Ausbau der Produktionskapazität auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023. In einer dritten Ausbauphase wäre dann etwa zehn Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich maximal 4 Mio. t Kaliumchlorid möglich. Das Produktportfolio wird Kaliumchlorid Standard, granuliertes Kaliumchlorid und hochwertige Industrieprodukte umfassen. Im Jahr 2011 wurden erste Infrastrukturarbeiten in den Bereichen Wasserversorgung, Elektrizität und Straßenbau sowie erste Bohraktivitäten vorgenommen. Bei K+S POTASH CANADA in Sas-katoon arbeiten derzeit 45 Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern am Aufbau des neuen Standorts, bis 2023 sollen mehr als 300 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei diesem Projekt stützen wir uns auf die Erfahrungen, die esco in Deutschland und den Niederlanden im Solungsbergbau gesammelt hat, sowie auf das Know-how von MORTON SALT, die in den USA und in Kanada zehn Werke auf der Basis von Solution Mining betreibt. Das Legacy Projekt wird das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort ergänzen. TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER BESCHRIEBENEN UMSATZ- UND ERGEBNISTRENDS 1TAB: 4.14.4scroll
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPEDas Jahr 2012 sollte trotz aller makroökonomischen Unsicherheiten erneut ein gutes Jahr für unsere K+S GRUPPE werden: Das derzeitige Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und sollte insbesondere in den für K+S relevanten Absatzregionen zu einer guten Nachfrageentwicklung bei unseren Düngemitteln führen. Im Salzgeschäft rechnen wir allerdings aufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts mit einem sowohl im Vergleich zum überdurchschnittlichen Jahr 2011 als auch zum langjährigen Durchschnitt deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen. In Summe dürfte der Umsatz der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2012 stabil bleiben, beim operativen Ergebnis sowie beim bereinigten Ergebnis nach Steuern wird sich jedoch vor allem die geringere Auftausalznachfrage in moderat niedrigeren Werten auswirken. /TAB: 4.14.4 Im Jahr 2013 dürfte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen; beim operativen Ergebnis sehen wir realistische Chancen für eine moderate Steigerung. Unsere Einschätzung für 2012 und 2013 basiert u.a. auf:
Darüber hinaus bleibt es Schwerpunkt unserer Strategie, in den angestammten Geschäftsfeldern weiter zu wachsen; dies schließt Akquisitionen und Kooperationen ein. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschaftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Kassel, 2. März 2012 K+S AKTIENGESELLSCHAFTDER VORSTANDZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken -wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. "DIE WELTBEVÖLKERUNG WIRD BIS ZUM JAHR 2050 VORAUSSICHTLICH UM 40 PROZENT AUF ETWA ZEHN MILLIARDEN MENSCHEN WACHSEN; DER PROTEINVERBRAUCH SOGAR UM ÜBER 70 PROZENT.ERNÄHRUNGIST EINE DER SCHLÜSSELFRAGEN UNSERER ZUKUNFT."PROF. DR. DR. H.C. HARALD VON WITZKE (62), LEITER FACHGEBIET INTERNATIONALER AGRARHANDEL UND ENTWICKLUNG, HUMBOLDT UNIVERSITÄT ZU BERLIN Oben rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Harald von Witzke in einer Vorlesung an der Humboldt Universität Oben links: Terassenförmiger Reisanbau in Asien Unten rechts: Albrecht-Thaer-Saal der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen-Fakultätder Humboldt Universität in Berlin GRUNDLAGEN SCHAFFENDIE PRODUKTION VON NAHRUNGSMITTELN MUSS DEUTLICH ERHÖHT WERDEN, DENN WACHSENDE NACHFRAGE TRIFFT AUF EINE SINKENDE ANBAUFLÄCHE PRO KOPF.Die Landwirtschaft wird künftig eine Schlüsselfunktion für den Wohlstand der Menschheit einnehmen: Mit begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen an Wasser, Energie und Ackerflächen muss der Argrarsektor immer mehr Menschen versorgen. Zusätzlich verfolgen viele Staaten dieser Erde das Ziel, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen über den Einsatz von Energiepflanzen und Biomasse zu reduzieren. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft weltweit angehalten, die von ihr ausgehenden Umweltbelastungen weiter zu verringern, allein schon um ihre eigene ökologische Grundlage nicht zu zerstören. Dies kann gelingen, wenn die Agrarindustrie in nachhaltige Systeme eingebunden wird; nur so kann allen Menschen eine verantwortungsvolle und gesunde Ernährung ermöglicht werden. Mit ausschließlich ökologischer Bewirtschaftung kann dies allerdings nicht gelingen, ist hierzu doch eine deutlich größere Fläche pro Einheit Ertrag notwendig, als es sich die gesamte Menschheit leisten kann. Dieser Luxus ginge eindeutig zulasten der Armen. Insbesondere in Afrika kommt es auf höhere Ernten je Hektar an, um die Länder von Hilfslieferungen unabhängig zu machen. Immer mehr Menschen, insbesondere in großen Schwellenländern wie China und Indien, sind erfreulicherweise in der Lage, sich Produkte wie Fleisch, Milch und andere Nahrungs- und Genussmittel zu leisten. Das führt wiederum zu einer höheren Nachfrage nach Tierfutter. Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch etwa erfordert bis zu 8 kg Getreide. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche lässt sich nur noch begrenzt ausdehnen und ist zunehmend durch Versiegelung, Erosion oder Versteppung bedroht. Mit dem richtigen Düngemitteleinsatz können Ernteerträge in vielen Gebieten der Erde deutlich gesteigert werden. Gerade der Einsatz mineralischer Dünger ist dabei erfolgreich. KONZERNABSCHLUSS1 5.1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 5.2 Gewinn- und Verlustrechnung 5.3 Kapitalflussrechnung 5.4 Bilanz 5.5 Entwicklung des Eigenkapitals 5.6 Entwicklung des Anlagevermögens 5.7 Entwicklung der Rückstellungen 5.8 Segmentberichterstattung 5.9 Anhang 5.1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS), wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, den IFRS, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 2. März 2012 DELOITTE & TOUCHE GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prof. Dr. Beine, Wirtschaftsprüfer Römgens, Wirtschaftsprüfer 5.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGTAB: 5.2.1scroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (FORTSETZUNG)TAB: 5.2.1scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGTAB: 5.2.2scroll
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT l) 4TAB: 5.2.3scroll
1
Die Steuerung der K+S Gruppe erfolgt u.a.
auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT I). Die Überleitung des
EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) wird unterhalb der Gewinn-
und Verlustrechnung vorgenommen (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn-
und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGTAB: 5.3.1scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (FORTSETZUNG)TAB: 5.3.1scroll
5.4 BILANZKONZERN-BILANZTAB: 5.4.1scroll
KONZERN-BILANZTAB: 5.4.1scroll
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGEN KAPITALSTAB: 5.5.1scroll
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ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS 2011TAB: 5.6.1scroll
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ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS 2010TAB: 5.6.2scroll
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ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGENTAB: 5.7.1scroll
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SEGMENTBERICHTERSTATTUNGTAB: 5.8.1scroll
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Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Veräußerung
der COMPO angepasst Weitere Erläuterungen finden sich im Anhang [29]. 5.9 ANHANGALLGEMEINE GRUNDLAGENDer Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2011 ist von der in Deutschland registrierten K+S AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Kassel als Mutterunternehmen nach den bis zum Abschlussstichtag in Kraft getretenen INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) des INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD (IASB) SOWie den Interpretationen des IFRS INTERPRETATIONS COMMITTEE aufgestellt, sofern diese von der europäischen union anerkannt wurden. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 2. März 2012 aufgestellt und wird dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 14. März 2012 zur Billigung vorgelegt. KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2011 wie folgt geändert: Im Rahmen der Übernahme von POTASH ONE wurden die Gesellschaften POTASH ONE INC. und K+S POTASH CANADA GENERAL PARTNERSHIP erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Folgende Umfirmierungen haben stattgefunden:
Im Zusammenhang mit der Veräußerung der COMPO-Gruppe hat die K PLUS S IBERIA S.L. die Geschäftstätigkeit für den Bereich Stickstoffdüngemittel in Spanien übernommen und wurde erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Im Rahmen des Vollzugs der Veräußerung der COMPO-Gruppe gehören mit Wirkung zum 18. Oktober 2011 nachfolgende konsolidierte Gesellschaften nicht mehr der K+S GRUPPE an:
Die GLC TRUCKING CO. INC. wurde auf die MORTON SALT INC. sowie die Navigation SONAMAR INC. auf THE CANADIAN SALT COMPANY LIMITED verschmolzen. Die Gesellschaft INVERSIONES Y PROSPECCIONES MINERAS TARAPACÁ LTDA. wurde liquidiert. Im Wege der Vollkonsolidierung sind 17 (Vorjahr: 21) inländische und 51 (Vorjahr: 60) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 40 (Vorjahr: 41) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und zu Anschaffungskosten bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden daher wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert dieser Beteiligungen beträgt am Bilanzstichtag 1,0 Mio. €. Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 211 entnommen werden. UNTERNEHMSERWERBE NACH DEM BILANZSTICHTAGDie ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 3. Januar 2012 über ihre Tochtergesellschaft ESCO international GMBH 100% der Stimmrechte an dem tschechischen Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) übernommen. ESCO erwirbt smo vom tschechischen Handelskonzern equus, der sich seit Mitte 2010 in einem Insolvenzverfahren befindet. smo ist ein bedeutender Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und auch in anderen europäischen Märkten aktiv. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 4,4 Mio. €. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses der K+S-Gruppe konnten bislang noch keine beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden gemäß IFRS 3 ermittelt werden. SMO betreibt den Salzverarbeitungsbetrieb im osttschechischen Olmütz bereits seit 1921 und beschäftigt derzeit rund 70 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt insbesondere im Tafelsalzsegment über eine in Tschechien landesweit bekannte Marke mit hohem Wiedererkennungswert und ist mit einer breiten Produktpalette an Speise-, Gewerbe- und Auftausalzen im Markt etabliert. In einem Normaljahr vertreibt smo rund 100.000 t verschiedenster Salzprodukte und war bislang Kunde von ESCO im tschechischen Markt. VERÄUSSERUNG COMPO-GRUPPEDie Strategie der K+S GRUPPE sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund hatte K+S im vergangenen Jahr die Prüfung der Veräußerung der COMPO angestoßen. COMPO mit Sitz in Münster/Westfalen ist einer der führenden Anbieter von Markenartikeln für Haus und Garten und beschäftigt weltweit mehr als 1.000 Mitarbeiter. Am 20. Juni 2011 wurde mit dem europäischen Private-Equity-Investor triton ein Verkaufsvertrag unterschrieben. Nachdem die EU-Kartellbehörde am 26. September die Freigabe der Transaktion erteilt hatte, wurde die Veräußerung der COMPO am 18. Oktober 2011 erfolgreich abgeschlossen. COMPO wurde bis zu diesem Zeitpunkt dem Segment Stickstoffdüngemittel zugeordnet. Die abgehenden konsolidierten Gesellschaften werden in dem Abschnitt ,Konsolidierungskreis' aufgeführt. Mit dem abgeschlossenen Verkaufsvertrag wurden die Kriterien nach IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" erfüllt und COMPO daher als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe und als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit bilanziert. Daher wurden alle Vermögenswerte und Schulden der COMPO umgegliedert und bis zum Abgangs Zeitpunkt jeweils als separater Posten "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" und "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" in der Konzernbilanz ausgewiesen. Vergleichsinformationen für die Bilanz der Vorperioden wurden gemäß IFRS 5 nicht angepasst. Alle Erträge und Aufwendungen der als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit klassifizierten COMPO wurden umgegliedert und in einem separaten Posten "Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit" aus gewiesen. Vergleichsperioden wurden gemäß IFRS 5 angepasst. Die Zahlungsmittelflüsse der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit sind in der Kapitalflussrechnung nach IFRS 5 separat dargestellt. Die Vergleichszahlen der Vorperioden für die Kapitalflussrechnung wurden entsprechend angepasst. Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit setzt sich wie in folgender Tabelle dargestellt zusammen. ERGEBNIS NACH STEUERN AUS NICHT FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT COMPOTAB: 5.9.1scroll
In dem Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von -91,8 Mio. € sind -1,7 Mio. € aus der Umgliederung von bislang im sonstigen Ergebnis erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die folgende Tabelle zeigt die aufgrund der am 18. Oktober 2011 vorgenommenen Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte und Schulden der COMPO. ENTKONSOLIDIERUNG ABGEGANGENER VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN COMPOTAB: 5.9.2scroll
AKQUISITION POTASH ONEDie K+S CANADA HOLDINGS INC., eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 21. Januar 2011 im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots Kontrolle über 81,6% der Anteile der POTASH ONE INC (Vancouver, Kanada) erlangt. Der in bar gezahlte Kaufpreis betrug 263,2 Mio. € (4,50 cad je Aktie). Bis zum Erwerbszeitpunkt (21. Januar 2011) sind akquisitionsbezogene Nebenkosten in Höhe von 3,7 Mio. € angefallen, die aufwandswirksam erfasst wurden (Ausweis im Wesentlichen als sonstiger betrieblicher Aufwand); davon entfielen 3,3 Mio. € auf das vierte Quartal 2010 und 0,4 Mio. € auf das erste Quartal 2011. POTASH ONE besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskat-chewan einschließlich des Legacy Projekts - ein fortgeschrittenes Greenfield-Projekt zur Errichtung eines Solbetriebs. Der Erwerb von POTASH ONE ermöglicht es, in rohstoffreiche und kostengünstige Lagerstätten zu investieren, die eigenen Kalikapazitäten zu erhöhen und mittel- bis langfristig am Marktwachstum teilzuhaben. Im Vorfeld der Akquisition hat POTASH ONE am 24. November 2010 für nominal 30 Mio. cad eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben, die von K+S CANADA HOLDINGS INC. vollständig gezeichnet wurde. Die Einnahmen aus dieser Wandelschuldverschreibung dienten der Finanzierung von Wasserversorgungseinrichtungen für das Legacy Projekt. Mit dieser Finanzierungsmaßnahme war POTASH ONE in der Lage, eine Verzögerung der Entwicklung ihres Legacy Projekts zu vermeiden. Das Wandlungsrecht wurde im Abschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2010 als Derivat ausgewiesen und mit 2,8 Mio. € bewertet. Bis zum Erwerbs-zeitpunkt bestand das Derivat in unveränderter Höhe fort. POTASH ONE hatte dieses Derivat spiegelbildlich im Eigenkapital ausgewiesen. Im Zuge des Erwerbs wurden folgende Gesellschaften übernommen bzw. gegründet:
Das operative Geschäft von POTASH ONE wird vollständig in der K+S POTASH CANADA GP abgebildet. Die ISX OIL & GAS INC und die K+S LEGACY GP INC sind aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung und werden zu ihren Anschaffungskosten bewertet; die übrigen Gesellschaften werden ab Erwerb konsolidiert. Die zum Erwerbszeitpunkt (21.1.2011) angesetzten endgültigen beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden und der daraus abgeleitete Geschäfts- oder Firmenwert von POTASH ONE werden in der folgenden Tabelle dargestellt. POTASH ONETAB: 5.9.3scroll
Wesentlicher Vermögenswert von POTASH ONE ist das mit dem Legacy Projekt verbundene Rohstoffvorkommen; die vorhandene Ressourcenbasis an Kaliumchlorid stellt einen physischen Wert dar, der unter der Position Rohst offvorkommen innerhalb des Sachanlagevermögens ausgewiesen wird. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen übrigen Forderungen entspricht ihrem Nennwert. Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten und des neu bewerteten anteiligen Nettovermögens resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) von 18,3 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert die bei der Kaufpreisallokation nicht einzeln identifizierbaren Vermögenswerte, für die ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird. Die Höhe des Goodwills wird wesentlich durch die Bildung latenter Steuern im Rahmen der Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden beeinflusst. Der Goodwill ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte zugeordnet. Ein für St euerzwecke abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht entstanden. Von dem Wahlrecht zur Aufdeckung eines Geschäfts- oder Firmenwerts bezogen auf die Anteile anderer Gesellschafter (Full Goodwill-Methode) wurde nicht Gebrauch gemacht. Anfang Februar wurden weitere 9,3 % der Anteile zu einem Preis von 30,1 Mio. € (4,50 cad je Aktie) in bar erworben. Die verbliebenen ausstehenden 9,1% POTASH-one-Aktien wurden im März durch ein Ausschlussverfahren im Rahmen des canada Business corporations act zu einem Preis in Höhe von 29,2 Mio. € (4,50 cad je Aktie) in bar erworben. Die im Februar und März vorgenommenen Zukäufe waren gemäß den Regelungen des IAS 27 als Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren. Die im Rahmen der Übernahme von POTASH ONE in der Kapitalflussrechnung dargestellten Zahlungen verteilen sich wie folgt: Im Cashflow aus Investitionstätigkeit ist die Zahlung für die Kontrollübernahme von POTASH ONE in Höhe 242,8 Mio. € in der Position "Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen" ausgewiesen (Kaufpreis für 81,6 % der Anteile in Höhe von 263,2 Mio. € abzüglich erworbener Finanzmittel in Höhe von 20,4 Mio. €). Die Auszahlungen für den darauf folgenden Erwerb der übrigen, bisher nicht beherrschenden Anteile (18,4%) in Höhe von 59,3 Mio. € werden gemäß IFRS im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Der gesamte Kaufpreis für POTASH ONE betrug somit 322,5 Mio. €. Durch die Einbeziehung in den Abschluss der K+S GRUPPE (21.1.2011) wurde das Ergebnis vor Ertragsteuern um -7,9 Mio. € und das Ergebnis nach Ertragsteuern um -6,3 Mio. € beeinflusst. Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr aufgrund fehlender Absatztätigkeiten nicht erzielt. Ergebnisse unter der Annahme, dass der Erwerb von POTASH ONE bereits am Beginn des Jahres stattgefunden hätte, weichen nur unwesentlich von den vorgenannten Werten ab. KONSOLIDIERUNGSMETHODENDie Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, eliminiert. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden unmittelbar ertragswirksam aufgelöst. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGENDie Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Erlös schmälerungen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden ab dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs ausgewiesen. Dienstleistungen werden nach erbrachter Leistung als Umsatz ausgewiesen. Darüber hinaus muss in beiden Fällen die Zahlung hinreichendwahrscheinlich sein. Sonstige Erträge, wie beispielsweise aus Zinsen oder Dividenden, werden zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein vertraglicher bzw. rechtlicher Anspruch besteht. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. BETEILIGUNGSERGEBNISDiese Position beinhaltet das Ergebnis aus nicht konsolidierten, zu Anschaffungskosten bewerteten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Im Ergebnis enthalten sind Ausschüttungen, Ergebnisabführungen, Wertminderungen und Gewinne und Verluste aus Veräußerungen dieser Gesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden Erträge in Höhe von 14,2 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) mit Aufwendungen aus Wertminderungen in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) verrechnet. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Selbstersteilte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben aktiviert, sofern der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelbar sind. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben; bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine planmäßige Abschreibung vorgenommen. Beim Goodwill wird von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen. Im Rahmen der planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: NUTZUNGSDAUERN FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BESTIMMTER NUTZUNGSDAUERTAB: 5.9.4scroll
Bei einer Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand wird nicht aufgeholt. Die Werthaltigkeit der Goodwills wird regelmäßig überprüft. Sofern erforderlich, wird eine entsprechende Wertberichtigung vorgenommen. Ein etwaiger Wertberichtigungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cash-flows aus den Zahlungsmittel generierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind. Die Erstbewertung von CO2-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von Null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der Zeitwert zum Abschlussstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden Zahlungsmittel generierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen. SACHANLAGENBei Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen auch künftige Rekultivierungsaufwendungen. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen nutzungsbedingten Abschreibungen hinaus, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung; diese wird als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertverluste ("impairment losses") erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Fortfall der Gründe für vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die planmäßige Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Strecken und Grubenbaue werden ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen. Wenn Sachanlagen verkauft oder stillgelegt werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen Verkaufserlös und Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen und richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde: NUTZUNGSDAUERN FÜR SACHANLAGENTAB: 5.9.5scroll
AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTENFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. FINANZIERUNGSLEASINGEin Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Finanzierungsleasing liegt vor, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden. Ist dies der Fall, aktiviert der Leasingnehmer den Vermögenswert zum Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In gleicher Höhe ist eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Abschreibung des Vermögenswerts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren Vermögenswerten. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENBei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen bei so Jahren. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHEEin langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist der Fall, wenn der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand veräußerbar ist und eine solche Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Eine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgt nicht mehr. Ein Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei einem Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung eingestuft wird und der
FINANZINSTRUMENTEFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und beim anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sobald das bilanzierende Unternehmen Vertragspartner eines Finanzinstruments wird. Die dem Erwerb direkt zuzurechnenden Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts dann berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für die Folgebewertung ist die Zuordnung der Finanzinstrumente in eine der folgenden in IAS 39 definierten Kategorien ausschlaggebend: KREDITE UND FORDERUNGENDiese Kategorie umfasst nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere (ohne aktiven Markt) sowie Bankguthaben. Die dieser Kategorie zugeordneten finanziellen Vermögenswerte werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten werden abgezinst. Wertminderungen werden, sofern objektive Hinweise vorliegen, vorgenommen und erfolgswirksam über separate Wertberichtigungskonten erfasst. Objektive Hinweise, die auf eine Wertminderung hindeuten, sind z.B. bekannte Zahlungsschwierigkeiten oder die Insolvenz des Schuldners. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie beglichen oder uneinbringlich werden. Sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. bei fehlender Werthaltigkeit ausgebucht. ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BILANZIERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDieser Kategorie werden zu Handels zwecken gehaltene Wertpapiere ("held for trading") zugeordnet, die mit der Absicht der kurzfristigen Weiterveräußerung erworben wurden. Auch Derivate mit positivem Marktwert werden als zu Handels zwecken gehalten kategorisiert, es sei denn, sie sind in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst. Die Ausbuchung von Wertpapieren erfolgt nach der Veräußerung am Erfüllungstag. ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDiese Kategorie umfasst nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder in keine der vorgenannten Kategorien eingestuft sind. Die Erstbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Unter diese Kategorie fallen bspw. Eigenkapitalinstrumente wie Anteile an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen. Grundsätzlich werden Finanzinstrumente dieser Kategorie zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Die bei der Folgebewertung entstehenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als unrealisierte Gewinne und Verluste ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Veräußerung erfolgt eine ergebniswirksame Erfassung der realisierten Gewinne bzw. Verluste. Liegen am Bilanzstichtag objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert vorzunehmen. Der in der Neubewertungsrücklage erfasste Betrag ist ergebniswirksam auszubuchen. Spätere Wertaufholungen erfolgen bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral. Sofern für Finanzinstrumente keine aktiven Märkte existieren, mit deren Hilfe die beizulegenden Zeitwerte verlässlich ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Dies ist bei Anteilen an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Fall. Einer Wertminderung wird hier durch erfolgswirksame außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert Rechnung getragen. Diese Wertminderungen dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Die Ausbuchung von Anteilen bzw. Beteiligungen erfolgt bei einer Veräußerung an eine konzernfremde Partei. Wertpapiere werden nach der Veräußerung am Erfüllungstag ausgebucht. ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENSämtliche finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Verbindlichkeit beglichen wird oder der Grund für die Bildung der Verbindlichkeit wegfällt. ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BILANZIERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENIn diese Kategorie fallen derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert, die grundsätzlich als zu Handels zwecken gehalten kategorisiert werden. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind Derivate, die in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind. DERIVATEDie Bewertung der Derivate erfolgt zum jeweiligen Marktwert. Die Marktwertveränderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag. FLÜSSIGE MITTELDiese Position beinhaltet Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten gerechnet vom Erwerbs Zeitpunkt. VORRÄTEUnter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag erzielten Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt, wobei die Laufzeit der Anleihen der voraussichtlichen Fristigkeit der Pensionsverpflichtungen entspricht. Zudem werden die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Rückstellungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach der Korridormethode behandelt. Danach werden diese nur dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie den 10 %-Korridor übersteigen (Maximum aus 10 % des Verpflichtungsumfangs und 10 % des Planvermögens). Der übersteigende Betrag wird in den Folgejahren ergebniswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Aktiven verteilt. BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGENRückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist. LATENTE STEUERNDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzesänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, ergebniswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften saldiert. UNTERNEHMENSERWERBEDie Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stille Reserven und stille Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENLangfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Ansätze im IFRS-Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei
Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGIn den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Bei 13 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COMPANIA MINERA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS S.A., EMPRESA MARITIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE LTD., INAGUA TRANSPORTS INC., INVER-SIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K + S FINANCE BELGIUM BVBA, MORTON BAHAMAS LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A., SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A., SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. und TRANSPORTE POR CONTAINERS S.A. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt: WECHSELKURSETAB: 5.9.6scroll
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Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 30,6 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z.B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die im Wesentlichen in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden. AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENNEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENTAB: 5.9.7scroll
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Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines
Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt IMPROVEMENTS 2010Der Standard mit dem Titel "Improvements to IFRSs" fasst eine Vielzahl von kleineren Änderungen an bestehenden Standards und Interpretationen zusammen und hat unwesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss 2011 der K+S GRUPPE. Die weiteren neuen Rechnungslegungsstandards und Interpretationen sind nicht von Relevanz für den Konzernabschluss 2011 der K+S GRUPPE. NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENDie folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanz-Stichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden. NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENTAB: 5.9.8scroll
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Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines
Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt IAS 1 "DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES"Die Änderung umfasst im Wesentlichen eine formale Umgestaltung der Gesamtergebnisrechnung sowie eine Aufspaltung des erfolgsneutralen sonstigen Ergebnisses in Bestandteile, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert bzw. nicht umgegliedert werden. Die Auswirkungen der Änderungen des IAS 1 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. IAS 19 "LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER"Die Änderung umfasst im Wesentlichen die Abschaffung der Korridormethode und sofortige Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis, eine Planverzinsung des Planvermögens mit dem Diskontierungssatz der Rückstellungsverpflichtung sowie erweiterte Anhangangaben. Zudem wurde die Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses angepasst. Die Änderungen werden Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, das Eigenkapital sowie die Nettozinsaufwendungen aus Pensions zusagen haben. Die weiteren Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft. IAS 27, IAS 28, IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 - "KONSOLIDIERUNG"Im Rahmen der Überarbeitung der relevanten Bestimmungen zur Konsolidierung wurden mit IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" drei neue Standards herausgegeben. Gleichzeitig wurden Folgeänderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" vorgenommen. IFRS 10 enthält eine neue Definiton des Begriffs "Beherrschung", die für die Bestimmung der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen zu berücksichtigen ist. In IFRS 11 wird die Bilanzierung von Vereinbarungen unter gemeinsamer Führung geregelt. Durch IFRS 12 werden die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen in einem Standard zusammengefasst. Die Auswirkungen der Änderungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft. IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"IFRS 9 verfolgt das Ziel, den aktuellen Standard für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten, IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", vollständig zu ersetzen. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert. Phase 1 hat die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Inhalt und ist bereits abgeschlossen. Phase 2 beschäftigt sich mit der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie fortgeführten Anschaffungskosten. In Phase 3 wird die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen überarbeitet. Eine im Dezember 2011 herausgegebene Standardänderung stellt auf eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts auf den 1. Januar 2015 ab. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft. IFRIC 20 "ABRAUMKOSTEN IN DER PRODUKTIONSPHASE EINER TAGEBAUMINE"In IFRIC 20 wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen Abraumbeseitigungskosten einer Tagebaumine einen Vermögenswert darstellen und wie die Erst- und Folgebewertung des Vermögenswerts zu erfolgen hat. Die Interpretation hat aus heutiger Sicht keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die weiteren Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf Seite 156 abgebildet. Die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das compo-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. Die K+S GRUPPE sichert Kursrisiken aus Zahlungseingängen in Fremdwährungen (i.W. US-Dollar) sowie Risiken aus künftigen Frachtratensteigerungen durch den Einsatz verschiedener Derivate ab. Zudem werden Risiken gesichert, die sich aus der Umrechnung der zukünftigen Ergebnisse von Fremdwährungsgesellschaften in die Konzernwährung Euro ergeben (Translationsrisiken). Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (18) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 gebildet, so dass die Marktwert Schwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit des Sicherungszwecks in den folgenden Positionen gezeigt: A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENSämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden ergebniswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen bzw. aus der Sicherung zukünftiger Translationsrisiken resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zum Zeitpunkt ihres Eintritts zu EBIT-wirksamen Effekten führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind
B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENIn diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z.B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines USD/EUR-Termingeschäfts). C) FINANZERGEBNISErgebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakt er, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u.a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I. Dieses unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II durch die Nichtberücksichtigung von Marktwert Schwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IAS 39 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben. Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" folgende Effekte zu eliminieren: ERTRAG/AUFWAND AUS MARKTWERTSCHWANKUNGEN DER NOCH AUSSTEHENDEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEBis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. NEUTRALISIERUNG DER IN VORPERIODEN ERFASSTEN MARKTWERTSCHWANKUNGEN VON REALISIERTEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENZum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBIT I ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IAS 39 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwert Schwankungen aus Vorperioden zu eliminieren. ÜBERLEITUNG ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN IM EBIT ITAB: 5.9.9scroll
Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwert Schwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis EBIT I durch Eliminierung der o.g. Effekte wird in einer separaten Rechnung unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. (1) UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 5.150,9 Mio. € (Vorjahr: 4.632,7 Mio. €) und resultieren in Höhe von 4.994,3 Mio. € (Vorjahr: 4.470,1 Mio. €) aus dem Verkauf von Gütern und in Höhe von 156,6 Mio. € (Vorjahr: 162,6 Mio. €) aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen sowie die intersegmentären Umsätze sind bei den Segmentinformationen auf Seite 166 dargestellt. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist bei den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (35) angegeben. (2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten: SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGETAB: 5.9.10scroll
5.9 ANHANG(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten: SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENTAB: 5.9.11scroll
(4) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENTAB: 5.9.12scroll
Weitere Informationen zum "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" sind in den ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 180 zu finden. (5) ZINSERGEBNISZINSERGEBNISTAB: 5.9.13scroll
Der "Zinsaufwand/-ertrag Pensionsrückstellungen" umfasst Zinsaufwendungen ("Aufzinsung"), Planerträge sowie die Tilgung Versicherungsmathematiseher Gewinne bzw. Verluste. Der "Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen" setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen: ZINSANTEIL BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGENTAB: 5.9.14scroll
(6) SONSTIGES FINANZERGEBNISSONSTIGES FINANZERGEBNISTAB: 5.9.15scroll
(7) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGSTEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGTAB: 5.9.16scroll
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,4% (Vorjahr: 28,2%) zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,0% und dem Solidaritätszuschlag von 5,5% wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 12,6% (Vorjahr: 12,4%) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungserträgsteuersätzen berechnet. In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,4% (Vorjahr: 28,2%) zugrunde gelegt. ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGTAB: 5.9.17scroll
(8) MATERIALAUFWANDMATERIALAUFWANDTAB: 5.9.18scroll
(9) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMERPERSONALAUFWANDTAB: 5.9.19scroll
Die K+S GRUPPE hat im Jahr 2010 ein kennzahlenbasiertes "Long Term Incentive" (lti)-Programm eingeführt. Dieses beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Für die aufgrund der Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehenden Zuflusslücken in den Jahren 2012 und 2013 wurde das neue LTI-Programm virtuell bereits in den Jahren 2008 und 2009 mit jeweils einer Tranche gestartet. Im Jahr 2011 wurden für die LTI-Programme 2008-2011 insgesamt 24,3 Mio. € Personalaufwand als Zuführung zu den Rückstellungen erfasst (2010:27,3 Mio. € für die LTI-Programme 2008-2010). / WEITERE INFORMATION ZUM PERSONALAUFWAND finden Sie im Kapitel ,Mitarbeiter' des Lageberichts. Informationen zum "Long Term Incentive"-Programm finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 45. Im Rahmen des ausgelaufenen Aktienoptionsprogramms konnten der Vorstand sowie bestimmte Führungskräfte einen Teil ihrer erfolgsabhängigen Vergütung für ein Basisinvestment in K+S-Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der Überperformance der K+S -Aktie gegenüber dem Referenzindex (bis 19.9.2008 mdax, ab 22.9.2008 dax); sie ist auf maximal 25 % Überperformance begrenzt. Für die Ausübung der Optionen besteht eine Sperrfrist von zwei Jahren; die Gesamtlaufzeit der Optionen beträgt maximal fünf Jahre. Für die am Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionen bestehen Rückstellungen (siehe Anmerkung (23)). Im Rahmen des Belegschaftsaktienprogramms haben Mitarbeiter der K+S GRUPPE die Möglichkeit, K+S-Aktien mit einem Kursabschlag zu erwerben. Die Belegschaftsaktien sind mit einer einjährigen Sperrfrist versehen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für das im Jahr 2011 beschlossene Belegschaftsaktienprogramm entstanden Aufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. €. Für das im Vorjahr beschlossene Belegschaftsaktienprogramm fielen in 2010 1,3 Mio. € Aufwendungen an. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand bzw. -ertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Personalaufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von 1,3 Mio. €. ARBEITNEHMER EINSCHLIESSLICH BEFRISTET BESCHÄFTIGTERTAB: 5.9.20scroll
(10) ERGEBNIS JE AKTIEERGEBNIS JE AKTIETAB: 5.9.21scroll
Das Ergebnis je Aktie ist nach IAS 33 ausgehend vom Konzernergebnis zu ermitteln. Aufgrund der begrenzten wirtschaftlichen Aussagekraft des unbereinigten Konzernergebnisses weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, das nur das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode enthält. Effekte aus den Marktwert Schwankungen der Sicherungsgeschäfte werden hierbei eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Des Weiteren werden auch die aus der Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern eliminiert. Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Alle Erträge und Aufwendungen der als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit klassifizierten compo wurden umgegliedert und im Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Vergleichsperioden wurden gemäß ifrs 5 angepasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZDie Bilanz ist auf Seite 158 abgebildet. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf Seite 160 dargestellt. (11) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten (zge) zugeordnet: AUFTEILUNG GOODWILL NACH ZAHLUNGSMITTEL GENERIERENDEN EINHEITENTAB: 5.9.22scroll
Der Geschäftsbereich Salz wird in die Zahlungsmittel generierenden Einheiten Salz Amerika und Salz Europa unterteilt. Der aus der Akquisition von POTASH ONE resultierende Goodwill wurde der zge Kali- und Magnesiumprodukte zugeordnet. Der Anstieg der zge Salz Amerika zugeordneten Goodwills beruht überwiegend auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung. Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der künftigen Cashflows der Geschäftsbereiche unter der Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde gelegt. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuellen mittelfristigen Planungen der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche. Die wesentlichen Prämissen der mittelfristigen Planungen basieren weitgehend auf eigenen Erfahrungswerten. Der Prognose Zeitraum umfasst die Jahre 2012 bis 2014; darüber hinaus wurde zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen nach dem Ende des Detailplanungszeitraums eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows ab dem Jahre 2015 von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) angenommen. Folgende Abzinsungssätze wurden zum Ende des Geschäftsjahres verwendet: ABZINSUNGSSÄTZE WERTHALTIGKEITSTESTTAB: 5.9.23scroll
Die Zinssätze der Zahlungsmittel generierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern. / EINE HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN finden Sie im Lagebericht auf Seite 101. Die am Ende des Geschäftsjahres 2011 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basieren, nicht dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt. Im Rahmen der anlassbezogenen Prüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wurden die Restbuchwerte der jeweiligen Vermögenswerte mit ihrem Nutzungswert zum Bilanzstichtag verglichen. Die am Ende des Geschäftsjahres 2011 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €), der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Markenrechte in Höhe von 101,3 Mio. € (Vorjahr: 100,2 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der zge Salz Amerika zugeordnet. Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte durch Vergleich der Nutzungswerte der Marken mit den Buchwerten. Die Bestimmung des Nutzungswerts wurde auf Basis der relief-from-royalty-Methode vorgenommen, die den Markenwert aus den ersparten Lizenzaufwendungen ableitet. Dazu wurden aus der Unternehmensplanung die markenspezifischen Umsätze für die Jahre 2012 bis 2015 ermittelt; für den Zeitraum ab dem Jahr 2016 wurde eine jährliche Wachstumsrate von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) unterstellt. Die anzuwendenden Lizenzpreise der Marken wurden aus Drittvergleichen abgeleitet. Durch Diskontierung der ersparten Lizenzaufwendungen mit einem risikoadjustierten Nachsteuerzinssatz von 9,3 % (Vorjahr: 10,0 %) wurde anschließend der Nutzungswert berechnet. Der auf dieser Basis durchgeführte Wertminderungstest der Marken zum Ende des Geschäftsjahres 2011 hat zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. (12) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENZum 31. Dezember 2011 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 25,4 Mio. € (Vorjahr: 26,8 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgegriffen. (13) FINANZANLAGENDie Position betrifft in Höhe von 14,7 Mio. € (Vorjahr: 22,5 Mio. €) Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. In Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) handelt es sich um sonstige Ausleihungen (im Wesentlichen Darlehen an Mitarbeiter) und andere Finanzanlagen. Die effektiven jährlichen Zinssätze betragen zwischen 0 und 6,25%, und die restliche Zinsbindungsdauer liegt zwischen einem und 20 Jahren. Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem in der Bilanz angesetzten Betrag. Konkrete Anhaltspunkte für mögliche Ausfälle liegen nicht vor. Es bestehen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen. (14) WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONENWERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONENTAB: 5.9.24scroll
Diese Position enthält verschiedene Geldanlagen (u.a. Commercial Papers, Anleihen, Termingelder bei Kreditinstituten) mit einer Laufzeit ab dem Erwerbs Zeitpunkt von mehr als drei Monaten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. (15) LATENTE STEUERNAuf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: LATENTE STEUERNTAB: 5.9.25scroll
Insgesamt wurde in Höhe von 13,7 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €) auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 103,6 Mio. € (Vorjahr: 151,4 Mio. €). Im Berichtsjahr wurden auf die Währungsumrechnung entfallende latente Steuern in Höhe von -0,3 Mio. € (Vorjahr: -2,7 Mio. €) im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich vom 31. Dezember 2010 auf den 31. Dezember 2011 um 83,2 Mio. € (Rückgang aktive latente Steuern: 2,5 Mio. €, Anstieg passive latente Steuern: 80,7 Mio. €) verändert. Hierin enthalten ist die erfolgsneutrale Einbuchung latenter Steuern in Höhe von -84,1 Mio. € aus der Erstkonsolidierung von POTASH ONE; diese entfallen im Wesentlichen auf temporäre Differenzen im Bereich des Sachanlagevermögens. Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern (-0,3 Mio. €), währungsbedingter Effekte (-8,4 Mio. €) sowie der im nicht fortgeführten Bereich ausgewiesenen erfolgswirksamen Ausbuchung latenter Steuern aufgrund der Veräußerung der COMPO-Gruppe (4,7 Mio. €) ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von -4,9 Mio. €. Temporäre Unterschiede in Höhe von 282,6 Mio. € (Vorjahr: 204,0 Mio. €) stehen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, auf die wegen IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet werden. (16) VORRÄTEVORRÄTETAB: 5.9.26scroll
Vorräte in Höhe von 28,2 Mio. € (Vorjahr: 39,9 Mio. €) wurden zum Nettoveräußerungswert angesetzt. In der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 9,8 Mio. €) vorgenommen. (17) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEFORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTETAB: 5.9.27scroll
Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: WERTBERICHTIGUNGENTAB: 5.9.28scroll
Für den Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wurden zum 31. Dezember 2011 Wertberichtigungen in Höhe von 27,1 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €) ausgewiesen. 1,1 Mio. € (Vorjahr: 11,1 Mio. €) resultieren aus Wertberichtigungen auf übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Wertminderungen beruhen auf Erwartungen für das Ausfallrisiko. Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten aufweisen, werden sie basierend auf den Geldmarkts ätzen zum Bilanzstichtag abgezinst. Zum 31. Dezember 2011 wurden Abzinsungen für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) vorgenommen. Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Übrige Forderungen und nicht derivative finanzielle Vermögenswerte" enthaltenen Ausfallrisiken. AUSFALLRISIKENTAB: 5.9.29scroll
Unter dem Ausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Konzernweit sind mehr als 80 % aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem eventuellen Forderungsausfall nur ein geringer Teilverlust entsteht. Kunden, für die eine Sicherung nicht zu erreichen ist, unterliegen einer internen Bonitätsprüfung. Wesentliche Risikokonzentrationen bei den Forderungen bestehen nicht. Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell und die Fakturendaten werden online auf die DEBITorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2011 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen 183,1 Mio. € (Vorjahr: 210,9 Mio. €). (18) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEDas Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z.B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht wird. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate. Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Hierzu sind aktuell keine Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich, da die zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten einen festen Zinssatz aufweisen. Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar sowie in geringem Umfang gegenüber dem kanadischen Dollar, dem britischen Pfund sowie dem chilenischen Peso. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen und auf erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sieherheitsabschlagen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Im Rahmen der Translationssicherung geplanter Ergebnisse erfolgt die Bestimmung der Nettoposition ausgehend vom EBIT I in analoger Weise. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen sowie im Rahmen der Translationssicherung bis zu drei Jahre betragen. Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung, die gleichzeitig eine Wahrnehmung möglicher Chancen aus der Marktentwicklung zulässt. Hierzu werden schwerpunktmäßig einfache Optionen (Piain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung i.d.R. durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient, wie auch der selektive Einsatz von Termingeschäften, u.a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungs zielen weniger als ein Jahr. Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte für Translationsrisiken aus geplanten Ergebnissen werden für den Geschäftsbereich Salz abgeschlossen. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Stickstoffdüngemittel sowie Salz abgeschlossen. Für die Absicherung von Frachtraten für die Jahre 2010 bis 2013 wurden selektiv Festgeschäfte (sog. Swaps) abgeschlossen, die einen Differenzausgleich zwischen den vereinbarten Festpreisen und den Marktpreisen bei jeweiliger Fälligkeit vorsehen. Basis hierfür ist der "Baltic Panamax Index". Je nach Markteinschätzung werden selektiv auch Derivate eingesetzt, die auf die Begrenzung von Energiekostensteigerungen abzielen. Hierbei kommen grundsätzlich Optionen und Swaps auf Basis des Ölpreises (Fuel Oil) zum Einsatz. Zum 31. Dezember 2011 bestanden keine Sicherungsgeschäfte. Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im otc-Geschäft. Bei Devisentermingeschäften erfolgt aufgrund der Transparenz des Markts, nach Vergleich mit den Interbankenkonditionen über ein Referenzsystem, der Abschluss direkt mit einer Bank. Für den Handel mit Optionen liegt ein derartig transparenter Markt nicht vor. Daher werden bei allen wesentlichen Optionsgeschaffen Quotierungen von mehreren Banken eingeholt, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können. Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber. Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
IAS 39 sieht die Möglichkeit vor, Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäften und derivativen Finanzinstrumenten zu bilden. Hierauf wird jedoch grundsätzlich verzichtet (siehe »Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 180). Am 31. Dezember 2011 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte: DERIVATIVE DEVISENFlNANZGESCHAFTETAB: 5.9.30scroll
1
Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen. Im Folgenden wird dargestellt, wie sich die vorgenannten Marktwerte unter Annahme einer Änderung der Kassakurse am Bilanzstichtag um ±10 % entwickelt hätten: SENSITIVITÄT DERIVATIVE DEVISENFlNANZGESCHÄFTE 2011TAB: 5.9.31scroll
Zum Bilanzstichtag des Vorjahres ergaben sich folgende Werte: SENSITIVITÄT DERIVATIVE DEVISEN FlNANZGESCHÄFTE 2010TAB: 5.9.32scroll
Die zur Absicherung von Frachten eingesetzten Swaps bestanden zum Bilanzstichtag mit einem Nominal von 360 (Vorjahr: 540) Charterdays auf den "Baltic Panamax Index" und einem beizulegenden Zeitwert von -4,5 Mio. € (Vorjahr: -5,2 Mio. €). Bei einer Kursänderung des Referenzindexes für die Frachtensicherung um ±10 % hätte sich der Marktwert um 0,3 Mio. € erhöht bzw. verringert (Vorjahr: ±0,6 Mio. €). Die genannten Marktwertveränderungen hätten zu einer entsprechenden Erhöhung bzw. Verringerung des unbereinigten Konzernergebnisses vor Steuern sowie des Eigenkapitals geführt. (19) EIGENKAPITALDie Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 159 dargestellt. GEZEICHNETES KAPITALDas gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Im Geschäftsjahr 2011 befanden sich durchschnittlich 191,33 Mio. (Vorjahr: 191,34 Mio.) Stückaktien im Umlauf. Im August des Geschäftsjahres 2011 wurden die bisherigen Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Im Falle eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Im Geschäftsjahr 2011 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung des Vorstands, bis zum 9. Mai 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 56,1 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 56,1 Mio. neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen, ist im Geschäftsjahr erloschen. GEZEICHNETES KAPITALTAB: 5.9.33scroll
KAPITALRÜCKLAGEDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gezahlte Agio. ANDERE RÜCKLAGEN UND BILANZGEWINNUnter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn und die Unterschiede aus der Währungsumrechung zusammengefasst. Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position "Unterschiede aus Währungsumrechnung" werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen. BILANZGEWINN EINZELABSCHLUSS K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 1,30 € pro Stückaktie (Vorjahr: 1,00 €), d.h. insgesamt 248,8 Mio. € (Vorjahr: 191,4 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT: BILANZGEWINN K + S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)TAB: 5.9.34scroll
(20) ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENTKAPITALMANAGEMENTTAB: 5.9.35scroll
Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 433,0 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung des Eigenkapitals beruht im Wesentlichen auf dem positiven Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2011 (nach Steuern und Anteilen Dritter) in Höhe von 564,3 Mio. €; dem steht die im Mai 2011 erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 191,4 Mio. € gegenüber. Des Weiteren waren erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals zu berücksichtigen, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen US-Dollar und kanadische Dollar). Potenzielle Maßnahmen zur Beeinflussung der Kapitalstruktur können sowohl das Eigenkapital (z.B. durch Kapitalerhöhung, Aktienrückkauf, Dividendenausschüttung) als auch das Fremdkapital (z.B. durch Kreditaufnahme/-tilgung) betreffen. Der zum 31. Dezember 2011 erreichte Wert der Eigenkapitalquote übertrifft unseren Zielkorridor von ca. 40 bis 50 %. (21) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.36scroll
Die Rückstellungen für Pensionszusagen betreffen in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: 78,0 Mio. €) Altersversorgungssysteme im Inland. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Direktzusagen aus mittlerweile geschlossenen Versorgungssystemen. Der überwiegende Teil der inländischen Verpflichtungen betrifft Pensionäre. Der Rückgang der Rückstellung für Pensionszusagen im Inland ist im Wesentlichen auf eine weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Im europäischen Ausland bestanden zum Bilanzstichtag weitere Rückstellungen für Pensions zusagen in Höhe von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Des Weiteren bestehen Pensionszusagen bzw. pensionsähnliche Leistungszusagen in den usa, Kanada und auf den Bahamas. Die Höhe der Pensionszusagen hängt u.a. vom Einkommen und der Dauer der Beschäftigung ab. Zum 31. Dezember 2011 wurden hierfür Rückstellungen in Höhe von 14,6 Mio. € (Vorjahr: 33,5 Mio. €) gebildet. Die pensionsähnlichen Leistungszusagen umfassen im Wesentlichen Leistungen für Krankheitskosten und Lebensversicherungen. Die Rückstellungen für diese Zusagen am 31. Dezember 2011 betrugen 74,8 Mio. € (Vorjahr: 70,1 Mio. €). Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als versicherungsmathematischer Barwert der erdienten Versorgungsansprüche (Anwartschaftsbarwert) berechnet. Der Großteil der inländischen Versorgungsansprüche ist über externes Planvermögen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) finanziert. Des Weiteren sind die Pensionszusagen in Kanada ebenfalls teilweise mit Planvermögen ausfinanziert. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN BEWERTUNG VERSORGUNGSZUSAGENTAB: 5.9.37scroll
Für die Ermittlung des Pensionsaufwands des aktuellen Geschäftsjahres wurden die folgenden - zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres festgelegten - versicherungsmathematischen Annahmen verwendet: VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGENTAB: 5.9.38scroll
Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende - im Zeitablauf fallende -jährliche Kostensteigerungen unterstellt:
Die erwartete Rendite des Planvermögens basiert auf den erwarteten langfristigen Erträgen aus den zu Beginn des Geschäftsjahres im Planvermögen enthaltenen Wertpapieren unter Berücksichtigung etwaiger Neudotierungen bzw. Rückerstattungen. Hierbei werden u.a. die Allokation des Planvermögens auf die einzelnen Asset-Klassen, die Zins- und Dividendenerwartungen sowie die aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 ergibt sich folgende Aufteilung des Planvermögens: AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH VERMÖGENSKATEGORIENTAB: 5.9.39scroll
Die Position "Flüssige Mittel und Sonstiges" umfasst neben Bankguthaben u.a. verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden nur in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie den 10 %-Korridor übersteigen (Maximum aus 10 % des Verpflichtungsumfangs und 10 % des Planvermögens). Der übersteigende Betrag wird in den Folgejahren ergebniswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Aktiven verteilt. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens: ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERTTAB: 5.9.40scroll
Die Versicherungsmathematischen Verluste der Berichtsperiode in Höhe von 19,7 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung des Rechnungszinses im Ausland. ENTWICKLUNG PLANVERMÖGENTAB: 5.9.41scroll
Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 1,0 Mio. € (Vorjahr: 14,5 Mio. €). Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren und um die noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste zu korrigieren. ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONENTAB: 5.9.42scroll
Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen: PENSIONSAUFWAND AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSZUSAGENTAB: 5.9.43scroll
Der (nachzuverrechnende) Dienstzeitaufwand wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
Der Zinsaufwand, die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sowie die Tilgung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Zinsergebnis erfasst. Rückstellungsauflösungen aus Plananpassungen/Planabgeltungen werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Der Pensionsaufwand des Vorjahres wurde aufgrund des Abgangs der COMPO-Gruppe entsprechend den Vorgaben des ifrs 5 um den auf diese Gesellschaften entfallenden Betrag korrigiert. Im Zeitablauf ergibt sich folgende Entwicklung der Pensionsverpflicfitungen und des Planvermögens: ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT UND PLANVERMÖGENTAB: 5.9.44scroll
Eine Veränderung des angenommenen Kostentrends der pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen würde zu folgenden Effekten führen: SENSITIVITÄT GESUNDHEITSFÜRSORGLICHE LEISTUNGSZUSAGENTAB: 5.9.45scroll
Im Geschäftsjahr 2012 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 14,0 Mio. € zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen an das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Im Rahmen der inzwischen geschlossenen zusätzlichen Versorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. Zum 31. März 2011 wurde die ordentliche Mitgliedschaft in der BASF-Pensionskasse durch die BASF für den weit überwiegenden Teil der K+S-Gruppengesellschaften gekündigt. Zum Kündigungszeitpunkt gehen die bis dahin ordentlichen Mitgliedschaften der betroffenen Mitarbeiter in außerordentliche Mitgliedschaften über und werden als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt. Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i.S.v. IAS 19.29 zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen über Planvermögen und Verpflichtungen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.30 als beitragsorientiert behandelt. Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand (Vorjahreszahlen korrigiert um die auf die COMPO-Gruppe entfallenden Beträge): AUFWAND ALTERSVERSORGUNGTAB: 5.9.46scroll
Zudem wurden Beiträge in Höhe von 82,1 Mio. € (Vorjahr: 76,2 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet. (22) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGENRÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.47scroll
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen zur Verfüllung von Gruben und Schächten sowie die Verpflichtung zur Haldenverwahrung. Außerdem bestehen Rückstellungen für Bergschädenwagnisse und Rückbauverpflichtungen. Die bergbaulichen Verpflichtungen basieren auf gesetzlichen Regelungen wie dem Bundesberggesetz und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Im Rahmen dieser überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen sind die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen erforderlich. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Durch die Rückstellungen sind die erkennbaren Verpflichtungen zur Wiedernutzbarmachung sowie die Verpflichtungen aus verursachten bzw. bereits eingetretenen Bergschäden berücksichtigt. Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadenersatzleistungen. Bergbaubedingte Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellungen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei wird für die K+S GRUPPE eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5 % zugrunde gelegt. Der Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern beträgt 4,7% (Vorjahr: 4,7 %). Als Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen der in 2009 erstmalig konsolidierten Gesellschaften der Morton Gruppe wird ein Zinssatz von 5,1 % (USA, Vorjahr: 5,1 %) bzw. 5,3 % (Kanada, Vorjahr: 5,3 %) verwendet. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Die Verpflichtungen reichen teilweise weit über das Jahr 2050 hinaus. Die Zuführung zu den bergbaulichen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von 67,9 Mio. € (Vorjahr: 121,0 Mio. €) beruht im Wesentlichen auf der jährlichen Aufzinsung der Rückstellungen, der Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie der Neubewertung von bestehenden Rückstellungen. Mit der Inanspruchnahme von bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) wurde der Verpflichtung zur Verwahrung von Altstandorten Rechnung getragen. Weiterhin handelt es sich auch um Aufwendungen im Zusammenhang mit Bergschädenwagnissen. Die Rückstellungsauflösungen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus einer Verringerung einzelner erwarteter Verpflichtungen. (23) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGENLANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.48scroll
Die Bilanzierung der Rückstellung des kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programms erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Ermittlung wird ein Rechnungszins von 2,7% (Vorjahr 2,1%) zugrunde gelegt. Für die aufgrund der Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehenden Zuflusslücken in den Jahren 2012 und 2013 wurde das LTI-Programm virtuell bereits in den Jahren 2008 und 2009 mit jeweils einer Tranche gestartet. / WEITERE INFORMATION ZUM "LONG TERM INCENTIVE"-PROGRAMM finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 45. Die Rückstellungen für Altersteilzeit berücksichtigen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitverträgen. Bei der Bewertung werden sowohl Erfüllungsrückstände (Differenz zwischen dem Wert der vollen Arbeitsleistung und des Altersteilzeitentgelts zuzüglich der anfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung) als auch Aufstockungsbeträge zum Altersteilzeitentgelt und zu den Beiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung erfasst. Der Ansatz erfolgt zum Barwert mittels eines Rechnungszinses von 2,7% (Vorjahr: 4,9 %) bei einer erwarteten jährlichen Einkommenssteigerung von 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %). Die zum Bilanzstichtag bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 53,0 Mio. € (Vorjahr: 58,4 Mio.€) wurden mit Planvermögen in Höhe von 31,9 Mio. € (Vorjahr: 31,9 Mio. €) saldiert. Das Planvermögen besteht in Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA) und dient der Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen fälligen Leistungen an die Arbeitnehmer. Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurden ein Rechnungszins von 4,9 % (Vorjahr: 4,9%) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8% (Vorjahr: 1,8 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für das Aktienoptionsprogramm betreffen in bar abzugeltende virtuelle Aktienoptionen. Der Bestand dieser Optionen setzte sich zu Beginn der Berichtsperiode wie folgt zusammen: BESTAND VIRTUELLER AKTIENOPTIONEN ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODETAB: 5.9.49scroll
Im Geschäftsjahr 2011 wurden 7.200 Optionen, die erstmalig im Mai 2009 ausübbar waren, und 4.800 Optionen, die erstmals im Mai 2010 ausübbar waren, von berechtigten Mitarbeitern ausgeübt; 208.620 Optionen sind vorzeitig verfallen. Für die bestehenden Optionen wurden im Geschäftsjahr 2011 Erträge aus Rückstellungsauflösung in Höhe von 2,6 Mio. € erfasst. Die Auszahlung im Geschäftsjahr in Höhe von 0,1 Mio. € führte zu einem Rückstellungsverbrauch in Höhe von 0,1 Mio. €. Das Aktienoptionsprogramm wurde im Geschäftsjahr 2010 durch ein kenn zahlenbasierendes langfristiges Vergütungssystem (Long Term Incentive) ersetzt. Zum 31. Dezember 2011 betrug der Bestand der virtuellen Aktienoptionen: BESTAND VIRTUELLER AKTIENOPTIONEN 31.12.2011TAB: 5.9.50scroll
Der beizulegende Zeitwert der ausübbaren Optionen betrug zum 31. Dezember 2011 2,6 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde auf Basis eines mehrperiodischen Binomialmodells ermittelt. Dabei werden der Kurs der K+S-Aktie und der Stand des dax am Bewertungsstichtag sowie die historische Volatilität der K+S-Aktie gegenüber dem dax zugrunde gelegt. Die historische Volatilität der Überperformance wurde auf Basis der Kursdaten der letzten 250 Handelstage ermittelt, da dieser Zeitraum der am Bilanz Stichtag erwarteten durchschnittlichen Optionslaufzeit entspricht. Die auf diese Weise ermittelte Volatilität betrug bei dem im Mai 2014 verfallenden Optionsprogramm 20,74% (Vorjahr: 20,86%). Der Berechnung wurde ein Basiskurs der K+S-Aktie von 37,79 € zugrunde gelegt. Als risikoloser Zinssatz wurden 0,15% unterstellt. Die erwartete Fluktuation wurde nicht berücksichtigt, da dies keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Werts der Option hat. Erwartete Dividenden bleiben ebenfalls unberücksichtigt, da diese bei der Ermittlung der für den Vorteil aus der Optionsausübung relevanten Performance der K+S-Aktie berücksichtigt werden. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt anteilig über den Zeitraum der zweijährigen Ausübungssperrfrist. Zur allgemeinen Beschreibung des Aktienoptionsprogramms siehe Anmerkung (9). (24) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGENDie Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung der Arbeitnehmer sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten. (25) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme. LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2011TAB: 5.9.51scroll
LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2010TAB: 5.9.52scroll
Die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betreffen im Wesentlichen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT und resultieren aus der im September 2009 mit einem Volumen von 750,0 Mio. € begebenen Anleihe, die mit einem festen Zinssatz von 5,0 % und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet ist. / WEITERE INFORMATION ZU DER ANLEIHE finden Sie im Kapitel ,K+Sam Kapitalmarkt' des Lageberichts. Zudem wurde die in 2009 im Rahmen der Akquisition von MORTON SALT übernommene USD-Anleihe mit einem ausstehenden Betrag von 145,2 Mio. USD seitens ROHM & HAAS in 2010 teilweise zurückgekauft. Damit verbleibt ein Restbestand von 22,6 Mio. USD mit einer Fälligkeit in 2020. Daraus resultierende Zins- und Tilgungsbeiträge sind durch ROHM & HAAS zu leisten und vertraglich durch eine Bankgarantie gedeckt. Die aus dieser vertraglichen Konstruktion resultierenden Erstattungsansprüche für Zins- und Tilgungsbeträge werden unter der Position "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" im lang- bzw. kurzfristigen Bereich ausgewiesen. Die Zinsbindungen sind mit Ausnahme der begebenen Anleihe grundsätzlich kurzfristig und betragen maximal zwölf Monate. Insofern bestehen zinsbedingte Cashflow-Risiken aus möglichen Zinsanpassungen. Die Effektivzinssätze orientieren sich an den Zinssätzen der betreffenden Währungen (Euro, US-Dollar, kanadischer Dollar, brasilianischer Real, chilenischer Peso) zuzüglich marktgerechter Aufschläge. Zum Bilanzstichtag bestanden keine variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Neben einer bis Juli 2015 laufenden Konsortialkreditlinie über 800 Mio. € bestehen derzeit nicht in Anspruch genommene bilaterale Kreditlinien. / WEITERE INFORMATION ZU LIQUIDITÄTSRISIKEN finden Sie im Risikobericht auf Seite 133. Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzinstrumente. Die Tabelle basiert auf undiskontierten Nettozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die netto ausgeglichen werden, und undiskontierten Bruttozahlungströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden. LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE 2011TAB: 5.9.53scroll
LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE 2010TAB: 5.9.54scroll
(26) WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar: WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENTAB: 5.9.55scroll
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39, stellen sich wie folgt dar: BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIENTAB: 5.9.56scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach ifrs 7 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe l zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Zum 31. Dezember 2011 sind zu Handels zwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 15,1 Mio. € (Vorjahr: 41,8 Mio. €) und zu Handels zwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 36,1 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €) der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufen 1 und 3 der Fair-Value-Hierarchie liegen nicht vor. Für die zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumente ist eine verlässliche Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht möglich. Hierbei handelt es sich um Anteile an (nicht konsolidierten) Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und Beteiligungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Buchwerte am Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und nicht derivativen Vermögenswerten sowie Flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten. Bei Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht derivativen und anderen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für langfristige Finanzverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme bzw. aus Marktpreisen ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechende Fristigkeit, verwendet. Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen von Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die folgende Tabelle stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar: NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTENTAB: 5.9.57scroll
Das Nettoergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Gewinne oder Verluste aus Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente sowie Zinserträge und -aufwendungen dieser Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten der Währungsumrechnung. Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar: ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTENTAB: 5.9.58scroll
Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und den Marktwert des Finanzinstruments haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß ifrs 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde: Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr. Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag wurden sämtliche originären fest verzinslichen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist. Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag keine Zinsderivate, die potenziell in eine Sensitivitätsanalyse einzubeziehen wären. Demnach hätte eine Erhöhung (Verringerung) des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt eine Verbesserung (Verschlechterung) des Zinsergebnisses um 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) zur Folge. Eine Auswirkung auf das sonstige Ergebnis hätte sich nicht ergeben. Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10 % stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine ergebniswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten um ±28,6 Mio. € (Vorjahr: ±19,8 Mio. €) ergeben. K+S tätigt u.a. Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten - i.d.R. Banken - gestellt werden. Hierbei handelt es sich um sog. Tri-party Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen und über eine Clearingstelle abgewickelt werden. Diese Clearingstelle übernimmt dabei die Aufgabe der Ein- und Auslieferung der Sicherheiten auf das dortige K+S-Depot sowie die Marktbewertung der jeweils vereinbarten Sicherheiten auf täglicher Basis. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlage Massen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden. D.h. bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert, und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt. Daneben bestehen auch Festgeldanlagen über Pensionsgeschäfte, bei denen CO2-Zertifikate (genauer eua-Zertifikate) von uns als Sicherheit gehalten werden. Diese CO2-Zertiflkate können grundsätzlich ohne Einschränkung anderweitig verfügt werden. Zum 31. Dezember 2011 beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Zertifikate 8,3 Mio. €. (27) EVENTUALSCHULDENIn der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Risiken, die zum Ausweis von Eventualschulden führen würden. (28) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENSONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.59scroll
Operating-Leasingverträge bestehen beispielsweise für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung und für Fahrzeuge. Diese Vermögenswerte sind aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operatingleasing belief sich im Jahr 2011 auf 44,6 Mio. € (Vorjahr: 45,0 Mio. €). Die zum 31. Dezember 2011 bestehenden Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Segmentberichterstattung ist auf Seite 166 dargestellt. (29) SEGMENTABGRENZUNGDie Segmentabgrenzung erfolgt produktorientiert. Dies entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur der K+S GRUPPE. Im Segment Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktion und Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Das Segment Stickstoffdüngemittel setzte sich bisher aus den Teilaktivitäten NITROGEN und compo zusammen. Am 20. Juni 2011 wurde der Verkauf der compo an den europäischen Private-Equity-Investör triton bekanntgegeben; das Closing erfolgte am 18. Oktober 2011. Detaillierte Angaben zur Veräußerung finden Sie auf Seite 169. Die compo wird gemäß ifrs als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Entsprechend der internen Berichterstattung des Geschäftsjahres 2011 wird das COMPO-Geschäft nicht mehr als Teil des Segments Stickstoffdüngemittel berichtet. Die Segmentberichterstattung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst. Die K+S NITROGEN konzentriert sich auf die Vermarktung und den Handel von stickstoffhaltigen Düngemitteln für Großverbraucher in der Landwirtschaft und in Spezialkulturen. Das Segment Salz umfasst die Produktion und die Vermarktung von Speisesalz, Gewerbe- und Industrie salzen, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole. Im Segment Ergänzende Geschäftsbereiche sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung bzw. Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH und deren Tochtergesellschaften verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH handelt mit verschiedenen Basischemikalien. Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein. (30) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTVERMÖGEN UND -SCHULDENVermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer Nutzung bzw. Entstehung den Segmenten zugeordnet. Bei Nutzung durch bzw. Entstehung in mehreren Segmenten erfolgt eine Zuordnung auf Basis sachgerechter Schlüssel. Finanzanlagen (außer Beteiligungen) sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten werden den Segmenten nicht zugeordnet. (31) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTERGEBNISSENDie Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden durch das interne Rechnungswesen anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach dem Gesamtkostenverfahren (interne Berichtsstruktur der K+S GRUPPE) ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet. Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft hat der Vorstand der K+S GRUPPE in seiner Funktion als oberstes Entscheidungsgremium das operative Ergebnis EBIT I bestimmt. Neben der Nichtberücksichtigung des Zinsergebnisses und des Steueraufwands wird auch auf die Einbeziehung der sonstigen Erträge und Aufwendungen des Finanzergebnisses verzichtet. Zudem werden Effekte aus Marktwertschwankungen von operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert (siehe »Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 180). Die Darstellung der Ergebnisse der Geschäftsbereiche erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre Liefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert. (32) GRUNDSÄTZE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE ZWISCHEN SEGMENTENFür Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Art und Höhe der Abrechnung bestimmen sich nach Wert und Umfang der Lieferungen oder Leistungen unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Rechtsbeziehung. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden. (33) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABENGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEFür nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen aus dem Jahr 2010 wurden Rückstellungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Höhe von 24,1 Mio. € (Vorjahr 22,1 Mio. €) aufgelöst. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verzeichnete außerplanmäßige Abschreibungen von 5,5 Mio. € auf Sachanlagen- und immaterielle Vermögenswerte, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden (Vorjahr 6,4 Mio. €). GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTELFür nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen aus dem Jahr 2010 wurden Rückstellungen in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €) aufgelöst. Gutschriften von Lieferanten für das Geschäftsjahr 2010 führten zu periodenfremden Erträgen in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €). GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Geschäftsbereich Salz wurden in der Berichtsperiode für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 11,7 Mio. € (Vorjahr: 21,8 Mio. €) aufgelöst. Im Vorjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,3 Mio. € an, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden. ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHEIm Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Schiffsbeteiligungen in Höhe von 4,7 Mio. € vorgenommen, die im Beteiligungsergebnis ausgewiesen wurden. (34) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNGSPOSITIONENDie Überleitungen der Segment zahlen auf die Ab Schluss zahlen der K+S GRUPPE betreffen Positionen, die den Zentralfunktionen zugerechnet werden, sowie konsolidierungsbedingte Effekte. Die wesentlichen Positionen sind: ÜBERLEITUNG SEGMENTZAHLENTAB: 5.9.60scroll
(35) REGIONALE UMSATZVERTEILUNGDie Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt: REGIONALE UMSATZVERTEILUNGTAB: 5.9.61scroll
Die Zuordnung orientiert sich nach dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10% der Gesamterlöse. (36) REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENSDas langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen: REGIONALE VERTEILUNG DES VERMÖGENSTAB: 5.9.62scroll
Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. (37) REGIONALE VERTEILUNG DER INVESTITIONENDie Investitionen der K+S GRUPPE in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gliedern sich nach Regionen wie folgt: REGIONALE VERTEILUNG DER INVESTITIONENTAB: 5.9.63scroll
Die Zuordnung erfolgt nach dem Standort des betreffenden Vermögens. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 157 dargestellt. (38) EINZAHLUNGEN AUS DEM VERKAUF KONSOLIDIERTER UNTERNEHMENEINZAHLUNGEN AUS DEM VERKAUF KONSOLIDIERTER UNTERNEHMENTAB: 5.9.64scroll
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von 85,2 Mio. € ergibt sich als Summe der Einzahlungen aus der Veräußerung der compo-Gruppe in Höhe von 90,6 Mio. € und den Investitionen des compo-Geschäfts im laufenden Geschäftsjahr von -5,4 Mio. €. (39) AUSZAHLUNGEN FÜR DEN ERWERB KONSOLIDIERTER UNTERNEHMENAUSZAHLUNGEN FÜR DEN ERWERB KONSOLIDIERTER UNTERNEHMENTAB: 5.9.65scroll
(40) NETTOFINANZMITTELBESTANDNETTOFINANZMITTELBESTANDTAB: 5.9.66scroll
Die flüssigen Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbs Zeitpunkt. Diese beinhalten im Wesentlichen Festgeldanlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen. Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position "Übrige Forderungen und Vermögenswerte" ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position "Sonstige Verbindlichkeiten". SONSTIGE ANGABENHONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFERTAB: 5.9.67scroll
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. In den sonstigen Leistungen sind Beratungskosten für Einzelprojekte enthalten. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDTAB: 5.9.68scroll
Die erfassten Investitionszulagen betreffen Beträge, die nach dem Investitionszulagengesetz für Investitionen im Fördergebiet der Bundesrepublik Deutschland gewährt wurden. Investitionszuschüsse wurden im Rahmen der Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur und für bestimmte Verkehrsprojekte innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gewährt. Investitions Zulagen und -Zuschüsse werden von den Buchwerten der betreffenden Vermögenswerte abgesetzt. Bei den erfolgsbezogenen Zuwendungen handelt es sich um Leistungen der Bundesagentur für Arbeit nach dem Altersteilzeitgesetz sowie Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahe stehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 211 entnommen werden. Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen. TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMENTAB: 5.9.69scroll
Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Gesellschaften an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Sprengstofflieferungen einer inländischen Tochtergesellschaft sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden. Am 31. Dezember 2011 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen: SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMENTAB: 5.9.70scroll
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: 0 Mio. €). Ausfallversicherungen für Forderungen gegen Tochtergesellschaften existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Im Vorjahr bestanden Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen in Höhe von 0,3 Mio. €, darauf entfallen Wertberichtigungen in Höhe 0,1 Mio. €. Transaktionen der K+S GRUPPE mit Gemeinschaftsunternehmen und assozierten Unternehmen sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen. Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Vergütungsbericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen fanden nicht statt. GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSGESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSTAB: 5.9.71scroll
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrafen im Berichtsjahr und im Vorjahr fünf Vorstandsmitglieder, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2011 erfolgt im Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Berichts auf Seite 45; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTMERITUS TRUST COMPANY LIMITED, Bermuda, hält über die eurochem group se und ihr zuzurechnende Tochterunternehmen knapp 10 % der Aktien. meritus hält treuhänderisch Industriebeteiligungen von Andrey Melnichenko. Die BASF SE, Ludwigshafen, teilte am 16. März 20U mit, dass der Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten habe und sie keine K+S-Aktien halte, BLACKROCK INC, New York (USA), überschritt am 15. März 2011 die Schwelle von 5% und veröffentlichte einen Anteilsbesitz von 5,46%. Der Anteilsbesitz von prudential plc. beträgt 3 % und wird über M&G INVESTMENT MANAGEMENT lIMITED, London (UK) gehalten. Die Mitteilung von PRUDENTIAL PLC. erfolgte am 2. November 2011. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2010 / 2011 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Finanzbericht 2010 und im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden. Die Entsprechenserklärung 2011/2012 ist ebenfalls dauerhaft auf der K+S-Homepage und im Finanzbericht 2011 auf Seite 35 veröffentlicht. ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGBTAB: 5.9.72scroll
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Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach
§ 264b HGB. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSEine Aufstellung der Mitglieder des Aufsiehtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 42; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Konzernanhangs. MITGLIEDER DES VORSTANDSEine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 41; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Konzernanhangs.
Kassel, 2. März 2012 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND WEITERE INFORMATIONENINFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTENDieser Abschnitt enthält eine Übersicht der Rohstofflagerstatten, -reserven und -ressourcen der K+S GRUPPE, unterteilt in den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie den Geschäftsbereich Salz. Die genutzten Lagerstätten befinden sich in unserem Eigentum oder wir verfügen über entsprechende Aufsuchungs- und Gewinnungsrechte bzw. Bewilligungen, die den Abbau bzw. die Solung der angegebenen Rohstoffvorräte rechtlich absichern. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTERESERVENDie angegebenen gewinnbaren Vorräte (Reserven) wurden zuletzt zum 1. Januar 2012 ermittelt und sind mit den internationalen Bezeichnungen "proven" und "probable reserves" vergleichbar. Die nachstehende Tabelle zeigt die Reserven an Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat/Kieserit (MgS04xH20), die Förderung des Jahres 2011 sowie die theoretische Lebensdauer der einzelnen Bergwerke in Deutschland; es werden gerundete Zahlen ausgewiesen. Auf Basis dieser Daten ergibt sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte rechnerisch eine theoretische Lebensdauer der Bergwerke von durchschnittlich rund 37 Jahren. Eine zukünftig abweichende tatsächliche Förderung würde zu einer veränderten theoretischen Lebensdauer führen. RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTETAB: 6.0.1scroll
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Kaliumoxid (K2O) ist eine übliche, chemische
Umrechnungsgröße für Kaliumverbindungen, 100% Kaliumchlorid (KCl)
entsprechen 63,17 % K2O. RESSOURCENFür den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bestehen zusätzlich Ressourcen. Hierunter werden mögliche Vorräte (Kategorie C2) und Vorräte, für die eine wirtschaftliche Gewinnung noch nicht nachgewiesen ist (Außerbilanzvorräte) erfasst. Beide sind nach internationalem Standard mit sogenannten "mineral resources" in etwa vergleichbar. Es handelt sich um bisher nicht genutzte Kaliflöze oder um Berechtigungsfelder, in denen Ressourcen aufgrund geophysikalischer Erkundungen bzw. Tagesbohrungen sowie durch geologische Analogieschlüsse ausgewiesen werden können. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verfügt in Deutschland über rund 1.350 Mio. t Rohsalz als gewinnbare Ressourcen; auch diese Angabe berücksichtigt bereits Abbau- und Vertaubungsverluste. Hieraus könnte sich eine Lebensdauerverlängerung einzelner Werke ergeben. K+S POTASH CANADAK+S besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan und verfügt im Konzessionsgebiet klsa 009 mit seinem Legacy Projekt über ein weit entwickeltes Greenneldprojekt, in dem auf Basis einer vorliegenden Machbarkeitsstudie Kaliumchlorid über Solungsbergbau gewonnen werden kann. Die Reserven und Ressourcen sind in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt angegeben, wobei bereits die entsprechenden Abzüge für Verluste bei der Gewinnung und der Aufbereitung berücksichtigt sind. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Reserven ergibt sich bei einer jährlichen Produktion von 2,86 Mio. t rechnerisch eine theoretische Lebensdauer von rund 56 Jahren. RESERVEN UND RESSOURCEN K+S POTASH CANADA 1TAB: 6.0.2scroll
Neben dem Konzessionsgebiet klsa 009 verfügt K+S POTASH CANADA über sechs weitere Kali-Explorationslizenzen im südlichen Saskatchewan. Aufgrund der limitierten Verfügbarkeit geologischer Daten zu diesen Vorkommen können diese noch nicht als Rerserven oder Ressourcen klassifiziert werden. Da sie aber in der Nähe bekannter und wirtschaftlich bewerteter Kalivorkommen liegen, dürften sie bedeutende Potenziale für die Zukunft bieten. GESCHÄFTSBEREICH SALZRESERVENDie angegebenen gewinnbaren Vorräte (Reserven) wurden zuletzt zum 1. Januar 2012 ermittelt und sind mit den internationalen Bezeichnungen "proven" und "probable reserves" vergleichbar. Die nachstehenden Tabellen zeigen die Rerserven, die durchschnittliche Förderung der Bergwerke, Tagebaue und Solfelder im Zeitraum 2002 bis 2011 sowie die theoretische Lebensdauer der einzelnen Standorte; es werden gerundete Zahlen ausgewiesen. Auf Basis dieser Daten ergibt sich rechnerisch eine theoretische Lebensdauer der Standorte von durchschnittlich rund 47 Jahren (ohne Solarsalzgewinnung). Eine zukünftig abweichende tatsächliche Förderung würde zu einer veränderten theoretischen Lebensdauer führen. RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH SALZTAB: 6.0.3scroll
RESSOURCENFür den Geschäftsbereich Salz bestehen zusätzlich Ressourcen. Hierunter werden mögliche Vorräte (Kategorie C2) und Vorräte, für die eine wirtschaftliche Gewinnung noch nicht nachgewiesen ist (Außerbilanzvorräte), erfasst. Beide sind nach internationalem Standard mit sogenannten "mineral resources" in etwa vergleichbar. Es handelt sich um Berechtigungsfeider, in denen Ressourcen aufgrund geophysikalischer Erkundungen bzw. Tagesbohrungen sowie durch geologische Analogieschlüsse ausgewiesen werden können. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen teilweise an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder wir verfügen über eine Bewilligung zur Gewinnung. Für den Geschäftsbereich Salz können als gewinnbare Ressourcen rund 1.300 Mio.t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. Hieraus könnte sich eine Lebensdauerverlängerung einzelner Werke ergeben. DEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLENscroll
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Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen
aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften; beim bereinigten
Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte
eliminiert GLOSSARAMMONSULFATist ein schwefelhaltiges Stickstoffdüngemittel, das als Nebenprodukt bei der Caprolactam-Hersteilung in der chemischen Industrie anfällt. Ammonsulfat wird in der Landwirtschaft sowie als Rohstoff für die Mehrnährstoffdüngerindustrie eingesetzt. ANFAHRKURVEbeschreibt die zur Verfügung stehenden Mengen im Zeitablauf bis zum Erreichen der maximal geplanten Produktionskapazität während der Errichtung eines Bergwerks sowie der Produktionsanlage über Tage. CASHFLOWSaldo der Zahlungsein- und -ausgänge während eines Berichtszeitraums. CHLORALKALIELEKTROLYSEBei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mit Hilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die wichtigen Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte. COMPLIANCE(Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung der Gesetze, der unternehmensinternen Regelungen und Richtlinien sowie der vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards. Ein Compliance-System soll Haftungs-, Straf- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden und eine positive Reputation in der Öffentlichkeit sicherstellen. DUE DILIGENCEbezeichnet die "gebotene Sorgfalt", mit der im Vorfeld einer Akquisition geprüft wird, und umfasst die Durchführung einer detaillierten Analyse, insbesondere der geologischen, technischen, (umweit-) rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, eines Akquisitionsobjekts. Dabei werden die Analyseergebnisse aus den vom Zielunternehmen zur Verfügung gestellten Unternehmensdaten genutzt. Ziel ist es, mit der Akquisition verbundene Risiken aufzudecken bzw. zu begrenzen. EBIT IDie interne Steuerung der K+S-Gruppe erfolgt u.a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBITI. Das im EBITI enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschaffen entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. EBIT IINach ifrs werden die Marktwert Schwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d.h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. ELEKTROSTATISCHES AUFBEREITUNGSVERFAHREN (ESTA®)ist ein trockenes Aufbereitungsverfahren, bei dem die einzelnen Elemente des Rohsalzes unterschiedlich aufgeladen werden und anschließend mit Hilfe eines Spannungsfelds in Natriumchlorid auf der einen sowie Kaliumchlorid und Kieserit auf der anderen Seite getrennt werden. Im Vergleich zu den klassischen, nassen Aufbereitungsverfahren ist es deutlich günstiger im Energieverbrauch und der Anfall von flüssigen Produktionsrückständen ist deutlich geringer. ENTEC®-DÜNGEMITTELsind stickstoffhaltige Mineraldünger, die einen Stabilisator enthalten, der die Umwandlung von Ammoniumstickstoff in Nitrat verzögert. Dadurch wird die Stickstofffreisetzung dem Pflanzenbedarf angepasst und die Düngungseffizienz durch die Vermeidung von Nitrat-Verlusten erhöht. ENTERPRISE VALUE(Unternehmenswert) ist eine von Finanzanalysten häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Wertes eines Unternehmens. Der Enterprise Value wird häufig zu anderen Kennzahlen (z.B. Umsatz, EBITDA, EBIT) in Relation gesetzt, sodass sich sogenannte Enterprise-Value-Multiplikatoren ergeben. FINANCIAL COVENANTSsind vertraglich vereinbarte Kennzahlen und Abreden, die zwischen einem Kreditgeber und -nehmer für die Laufzeit eines Kredits vereinbart werden. Die Nichteinhaltung kann zu Sanktionen bzw. einem außerordentlichen Kündigungsrecht führen. FIXKOSTEN-DEGRESSIONbezeichnet die Abnahme der Stückkosten bei einer zunehmenden Produktionsmenge, da sich die Fixkosten auf eine höhere Produktionsmenge verteilen. FLOTATIONProduktionsverfahren, das Steinsalz und Kali bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz trennt. Das Grundprinzip des Verfahrens beruht darauf, dass in ein Rohsalzgemisch in einer gesättigten Salzlösung Luft eingeblasen wird, sodass die Wertstoffe aufschwimmen und abgeschöpft werden können. FORTGEFÜHRTE/ NICHT FORTGEFÜHRTE GESCHÄFTSTÄTIGKEITENAm 18. Oktober 2011 veräußerte K+S das COMPO-Geschäft an den europäischen Private-Equity-Investör triton; dies erfüllt damit die Kriterien nach ifrs 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" und ist als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit zu bilanzieren. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Jahres 2010 wurden entsprechend angepasst, die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie des Jahres 2010 wurden nicht angepasst und beinhalten auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten. FREEFLOAT(Streubesitz) Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5% der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern). GRANULATHERSTELLUNGbezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können. GREENFIELD PROJEKTbezeichnet die Schaffung neuer Produktionskapazitäten, inklusive Infrastrukturinvestitionen, "auf der grünen Wiese". Im Gegensatz dazu gibt es im Bergbau auch Brownfield-Projekte, bei denen die Kapazität eines bestehenden Bergwerks erweitert wird. K2O(Kaliumoxid) ist eine chemische Recheneinheit zum schnellen Vergleich des Kaliumgehalts von Düngemitteln, in denen Kalium in verschiedenen Bindungsformen vorliegt, beispielsweise als Kaliumchlorid, Kaliumsulfat oder Kaliumnitrat. KALIUMCHLORIDnatürliches Kalium-Salz, das in Meerwasser, Salzseen sowie Salzlagerstätten vorkommt. KAPITALKOSTENauch WACC (Weighted Average Cost of Capital); bezeichnet die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. KAUFPREISALLOKATION(Purchase Price Allocation) Verteilung der Anschaffungskosten aus einem Unternehmenserwerb auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. KIESERITMineralischer Bestandteil des Rohsalzes mit den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel. LIQUIDITÄTSGRADEgeben Auskunft darüber, in wie weit die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen durch liquide Mittel, kurzfristige Forderungen bzw. das Umlaufvermögen gedeckt sind. MASSNAHMEN-PAKET ZUM GEWÄSSERSCHUTZauch 360-Mio.-€-Maßnahmenpaket, Werra-Maßnahmenpaket; wurde im Oktober 2008 von K+S vorgelegt um Umwelteinflüsse weiter zu vermindern und die K+S-Produktionsstandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier langfristig zu sichern. Es bildet die wesentliche technische Grundlage für das im Jahr 2009 vorgelegte Integrierte Maßnahmenkonzept (IMK), das aus dem öffentlich-rechtlichen Vertrag der K+S GRUPPE mit den Ländern Hessen und Thüringen hervorgegangen ist. Die geplante Umsetzung der bis zum Jahr 2015 vorgesehenen Einzelmaßnahmen zum Grundwasser- und Gewässerschütz wird zu einer Halbierung der anfallenden Salzabwassermenge führen. Die mit dem Maßnahmenpaket verbundenen Investitionen belaufen sich auf insgesamt bis zu 360 Mio. €. MEHRNÄHRSTOFFDÜNGERenthalten mehr als einen Nährstoff, i.d.R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktionsprozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung; somit wird eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt. MISCHANLAGEN(Bulk Blender) Mischdüngeranlagen, in denen verschiedene Nährstoffe zusammengeführt werden. NATRIUMCHLORIDSteinsalz, Kochsalz (NaCl) NITRIFIKATIONS-INHIBITORAmmonium-Stabilisator, der die Umwandlung von Ammoniumstickstoff zu auswaschungsgefährdetem Nitratstickstoff verzögert. OPERATIVE, ANTIZIPATIVE SICHERUNGSGESCHÄFTEZur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen US-Dollar) bzw. künftiger Translationsrisiken setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktions- sowie Translationsrisiken). PLATTENDOLOMITIm Zechstein gebildete poröse, aufnahmefähige Kalksteinschicht in gut 500 Metern Tiefe. RATINGbeschreibt die Einschätzung der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen. Es wird von einer Ratingagentur, z.B. MOODY'S oder STANDARD & POOR'S, in Form standardisierter Einstufungen vergeben. SIEDESALZDie Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird. SOLEWässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen und auch durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt. SOLUNGSBERGBAU(Solbetrieb, Lösungsbergbau) bezeichnet die Gewinnung von lösefähigen (Salz-)Gesteinen (z.B. Sylvinit oder Steinsalz) durch Einleiten von Wasser oder (Salz-)Lösungen in Bohrungen, wobei Hohlräume (Kavernen) entstehen. Die Solungsbergbautechnologie erlaubt - sofern die Lagerstättengegebenheit ein solches Verfahren zulässt - gegenüber konventionellen Abbauverfahren eine schnellere Produktions aufnahme, eine flexiblere Anfahrtskurve der Produktion sowie den Abbau tiefer liegender Lagerstätten. Außerdem fällt das Verhältnis von Rohsalz zu festen sowie flüssigen Produktionsrückständen günstiger aus. STICKSTOFFEINZELDÜNGERist ein Dünger, der als Hauptbestandteil nur Stickstoff enthält. Von K+S NITROGEN werden u.a. die Stickstoffeinzeldünger Kalkammonsalpeter (KAS), Ammonsulfatsalpeter (ASS®) sowie Ammonsulfatsalpeter mit Bor (ASS BOR®) angeboten. SUPPLY-CHAINMANAGEMENTBezeichnet die gruppenweite Planung, Steuerung und Koordination der gesamten Wertschöpfungskette (Beschaffung, Produktion und Logistik). TRANSAKTIONSRISIKOentsteht aus einer Transaktion in Fremdwährung, die in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko. TRANSLATIONSRISIKOentsteht aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko. VALUE ADDED(Mehrwert) Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt. Multipliziert man diese Überrendite mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital (Jahresdurchschnitt des operativen Anlagevermögens + Working Capital), ergibt sich der im Berichtsjahr geschaffene Mehrwert des Unternehmens. WASSERENTHÄRTUNGSSALZEentfernen Härtebildner wie Kalzium und Magnesium durch ein Ionenaustauschverfahren aus dem Wasser. Weiches Wasser ist für zahlreiche industrielle Prozesse, aber auch in privaten Haushalten, erforderlich bzw. von Vorteil. ABBILDUNGSVERZEICHNISscroll
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STICHWORTVERZEICHNISA Absatzmärkte Abschreibungen Agrarpreise Aktie Aktionärsstruktur Ammonsulfat Anleihe Aufsichtsrat Auftausalz Ausbildung Ausblick Ausschüsse B Bergbauliche Rückstellungen Bestätigungsvermerk Bilanz Branchensituation C Cashflow CFK Chancen CO2 Compliance COMPO Corporate Governance D Derivative Finanzinstrumente Directors' Dealings Dividende Dividendenpolitik Düngemittelmarkt Düngemittelspezialitäten E EBITDA-Marge EBIT-Marge Eigenkapital Eigenkapitalquote Eigenkapitalrendite EMPREMAR Energienutzung Energiekosten Entsorgung und Recycling Entsprechenserklärung Ergänzende Geschäftsbereiche Ergebnisje Aktie Ergebnis vor Steuern Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Erklärung zur Unternehmensführung ESCO F Finanzergebnis Forschung und Entwicklung Frachtkosten G Gesamtkapitalrendite Gewerbesalz Gewässerschutz Gewinn- und Verlustrechnung H Hauptversammlung I Industrieprodukte Industriesalz Internes KontroIIsystem (IKS) Investitionen K K+S TRANSPORT GMBH Kali- und Magnesiumprodukte Kaliumchlorid Kapitalflussrechnung Kapitalkosten Kapitalstruktur Klimaschutz Konzernergebnis Konzernsteuerquote L Legacy Projekt Liquidität Logistik Long Term Incentive-Programm M Marktkapitalisierung Mehrnährstoffdünger Mission Mitarbeiter MORTON SALT N Nachhaltigkeit Nettoverschuldung O Operatives Ergebnis (EBIT I) Organisationsstruktur P Pensionsrückstellungen Personalaufwand Personalentwicklung POTASH ONE R Rating Research-Coverage Return on Capital Employed (ROCE) Risiken Risikomanagementsystem Rückstellungen S Saisonalität Salz Salzmarkt Segmentberichterstattung Speisesalz SPL Standorte Steuern Stickstoffdüngemittel Stickstoffeinzeldünger Strategie T Tierhygieneprodukte U Umsatz Umsatzrendite Unternehmenssteuerung US-Dollar V Vergütung Vertriebskosten Verwaltungskosten Vision Vorstand W Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Weiterbildung Weltkalikapazitäten Z Ziele WEITERE INFORMATIONENFINANZKALENDERTERMINETAB: 6.0.4scroll
KONTAKTK+S Aktiengesellschaft Bertha-von-Suttner-Str. 7 34131 Kassel Tel.: 0561/9301-0 FaX: 0561/9301-1753 Internet: www.k-plus-s.com Investor RelationsTel.: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com KommunikationTel.: 0561/9301-1722 Fax: 0561/9301-1666 E-Mail: pr@k-plus-s.com Dieser Bericht wurde am 15. März 2012 veröffentlicht IMPRESSUMRedaktion/TextK+S-Investor Relations Konzeption und GestaltungHEISTERS & PARTNER, Corporate & Brand Communication, Mainz FotografieK+S, Niko Schmid-Burgk, Armin Brosch LithografieBlinkimaging, München DruckEberl Print GmbH, Immenstadt Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. ![]() Mit dem Fsc®-Warenzeichen werden Holzprodukte ausgezeichnet, die aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen, unabhängig zertifiziert nach den strengen Richtlinien des Forest Stewardship Council®. K+S AKTIENGESELLSCHAFT POSTFACH 10 20 29 34111 KASSEL WWW.K-PLUS-S.COM |
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