![]() K+S AKTIENGESELLSCHAFTKasselKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012LÖSUNGEN LIEFERNscroll
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Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders
bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
Bis zum Jahr 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten
des COMPO-Geschäfts und bis zum Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten. Die Bilanz
und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert
je Aktie beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten
des COMPO-Geschäfts und im Jahr 2011 auch die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts. BEREICHE IM ÜBERBLICK1 scroll
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Salzprodukte von höchster Reinheit und Qualität
werden als Speise-, Gewerbe- und Industriesalze sowie als Auftausalz
im Winterdienst für die Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt. Produziert
wird in Deutschland und in anderen westeuropäischen Ländern sowie
in Nord- und Südamerika. BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRESehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, „Lösungen liefern“ lautet das Motto unseres Finanzberichts, und sein Titelbild zeigt eine große, glitzernde Metropole. Beim Blick darauf denken wir aber wohl nicht gleich an das, was auch notwendig ist, um eine solche Metropole zur Heimat von Menschen werden zu lassen: Rohstoffe. Sie sind die Basis für unsere moderne Gesellschaft. Sie zählen zu den wichtigsten Standortfaktoren einer prosperierenden Volkswirtschaft und machen wirtschaftlichen Erfolg erst möglich. Ohne Steine, Erden und auch Salze würde eine grundlegende Voraussetzung für die Gestaltung unserer Lebensverhältnisse fehlen. Rohstoffe sind also unverzichtbar. Und doch sehen wir uns in unserer Industrie häufig mit dem Stigma belastet, „Raubbau an der Natur“ zu betreiben. Zunehmend gewinnt man den Eindruck, dass breite Bevölkerungsschichten dem Naturschutz ohne wirkliche Interessenabwägung stets Vorrang eingeräumt sehen wollen. Eine zukunftsgerichtete Entwicklung kann aber nur gelingen, wenn neben ökologischen auch soziale und insbesondere wirtschaftliche Ziele angemessen verfolgt werden können. Hohe Umweltstandards sind wichtig, keine Frage. Ebenso unverzichtbar ist es aber, bei der Verfolgung von Umweltzielen ein vernünftiges Maß zu wahren und stets das Ganze im Auge zu behalten. Für die großen Zukunftsherausforderungen unserer Wohlstandsgesellschaft wird die (Rohstoff-) Industrie noch dringend gebraucht! Als Vorstandsvorsitzender des Rohstoffunternehmens K+S beobachte ich mit Sorge, dass unsere Gesellschaft – oder mindestens Teile davon – Gefahr läuft, den Blick für Wesentliches, den Bezug zur Basis ihres Wohlstands zu verlieren. Es herrscht bei Vielen die Vorstellung, dass unsere Gesellschaft den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht hat, und damit der Wunsch, diesen Status möglichst zu konservieren. Dieser wird genossen und als sicher angenommen. Was diesen Zustand stört, wird abgelehnt oder gar bekämpft. Häufig sind Neugier und Tatendrang einer gewissen Selbstzufriedenheit gewichen. Die Basis unseres Wohlstands ist aber auch heute noch die industrielle Wertschöpfung; es sind – bei allem vorhandenen Nutzen – nicht die Dienstleistungen. Industriebetriebe, Energieversorger und Rohstoffproduzenten aber geraten vor allem in Deutschland zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Immer häufiger stemmen sich Bürger gegen Industrie- und Infrastrukturprojekte. Es fehlt nicht selten das Bewusstsein dafür, dass die Grundlagen unseres Wohlstands hart erarbeitet werden müssen, sie werden als selbstverständlich angesehen. Dabei ist es vor allem die Industrie, die mit ihren langen Wertschöpfungsketten unserem Land im internationalen Wettbewerb einen Platz in der Spitzengruppe beschert und Deutschland zu einer der größten Exportnationen der Welt macht. Über ein Viertel der Bruttowertschöpfung in Deutschland wird von der Industrie erwirtschaftet. Vergleicht man die im Zeitalter der Globalisierung konkurrierenden Standorte, stellt man fest, dass jene Staaten, die ihr Heil besonders in den Dienstleistungen gesucht haben, deutlich schlechter dastehen, als jene Staaten, die ihre industriellen Kerne erhalten haben. Lassen Sie mich noch einmal auf das Titelbild zurückkommen. Auf den ersten Blick mag sich der Bezug zu Ihrer K+S nicht erschließen. Kali ist als Düngemittel einer der drei wichtigsten Nährstoffe der Pflanzen und trägt so zur Versorgung der Bewohner einer solchen Stadt mit Lebensmitteln bei. Salz dient nicht nur als Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoff. Pharmasalze in hochreiner Qualität für Infusionslösungen sind aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Auf Basis von Natrium- und Kaliumchlorid werden sie unter anderem für die Elektrolyse, die Wasserenthärtung, für die Kunststoff-, Aluminium- oder Glasherstellung und für viele weitere industrielle und gewerbliche Anwendungen benötigt. Nicht zu vergessen das Auftausalz für die Sicherheit auf winterlichen Straßen und Gehwegen. Sie sehen also, die Rohstoffe, die Ihr Unternehmen abbaut und verarbeitet, haben einen unverzichtbaren Anteil am Wohlstand unserer Gesellschaft. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Kali- und Magnesiumprodukte und Salz sind unsere zentralen Handlungsfelder, und diese „Zwei-Säulen-Strategie“ haben wir mit dem Verkauf der Stickstoffdüngemittelsparte weiter geschärft. Dies versetzt uns in die Lage, unsere Ressourcen – also Führungskapazitäten und finanzielle Mittel – voll auf diese beiden Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Unser Legacy Projekt, die Errichtung eines neuen Kaliwerks in der Provinz Saskatchewan in Kanada, macht ordentliche Fortschritte. Es wird uns in wenigen Jahren genau das bringen, was unser Unternehmen für seine Entwicklung braucht und vom Kapitalmarkt in der Vergangenheit häufiger als Mangel kritisiert wurde:
Blicken wir kurz auf die finanzielle Entwicklung Ihrer K+S im Jahr 2012 zurück.
Ein erfreuliches Ergebnis hat unser Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten beigesteuert, das zweitbeste nach dem in vieler Hinsicht außergewöhnlichen Jahr 2008. Hilfreich waren dabei die gegenüber dem Vorjahr höheren Durchschnittspreise und die Tatsache, dass wir weniger stark als die meisten unserer Konkurrenten auf die beiden großen Verbrauchs länder China und Indien ausgerichtet sind, die sich beim Import von Kalidüngemitteln stark zurückhielten: Unser Absatz blieb mit 6,95 Mio. Tonnen Ware gegenüber 2011 absolut stabil, während andere Produzenten herbe Verluste hinnehmen mussten. Dennoch: Wir dürfen und werden nicht ruhen, unsere Effizienz in diesem Arbeitsgebiet weiter zu erhöhen. Das enttäuschende Ergebnis im Geschäftsbereich Salz war besonders durch das schwache Auftausalzgeschäft infolge des außerordentlich milden Winters Anfang 2012 belastet. Ein Minus, das wir über das gesamte Jahr nicht mehr aufholen konnten. Nicht nur deshalb werden wir uns auch hier sehr intensiv mit der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit befassen. Insgesamt ermöglicht uns jedoch insbesondere der Effekt aus dem Verkauf der Stickstoffdüngemittelsparte, der Hauptversammlung für das Jahr 2012 eine Dividendenerhöhung um 10 Cent auf 1,40 € je Aktie vorschlagen zu können. Einen hohen Stellenwert für unser Unternehmen haben unsere Mitarbeiter. An einer im letzten Jahr erstmals weltweit durchgeführten Befragung haben sich 76 % unserer Kolleginnen und Kollegen beteiligt, ein sehr guter Wert für eine Erstbefragung. Die Ergebnisse zeigen, dass Ihre K+S gut dasteht; insbesondere die Ergebnisse in den Kategorien Mitarbeiterengagement und Mitarbeiterbindung stachen positiv heraus. Natürlich soll eine solche Befragung auch Verbesserungspotenzial zutage fördern. Hier haben wir gelernt, dass wir aus Sicht der Mitarbeiter gruppenweit in den Bereichen Kommunikation und Personalentwicklung noch mehr tun können. Daran werden wir arbeiten. Sie sehen, Ihr Unternehmen, die K+S Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften, entwickelt sich stets weiter. Dabei haben die fundamentalen Trends, welche die Grundlage für ein erfolgreiches Wirtschaften bilden, weiterhin Bestand. Das Bevölkerungswachstum, der mit steigendem Wohlstand zunehmende Proteinkonsum sowie Urbanisierung und Versteppung von Böden werden langfristig zu einem Rückgang der weltweit verfügbaren Agrarfläche pro Kopf führen. Dieser Entwicklung kann auch mit unseren Produkten begegnet werden, mit denen der Ernteertrag je Hektar erheblich gesteigert werden kann. Aber auch jenseits der Landwirtschaft sind Erzeugnisse unserer Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte bzw. Salz aus vielen Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken. Was heißt das konkret für das Jahr 2013? Im Geschäftsbereich Salz erwarten wir eine spürbare Erhöhung der Absatzmenge schon allein aufgrund der winterlichen Verhältnisse zu Beginn dieses Jahres. Und nach den wichtigen Vertragsabschlüssen in China und Indien, welche die Märkte deutlich belebt haben, sollten wir im Geschäfts bereich Kali- und Magnesiumprodukte wiederum einen Absatz auf dem hohen Niveau des Vorjahres erzielen können, allerdings bei einem niedrigeren Durchschnittspreisniveau. Alles in allem gehen wir für die K+S GRUPPE von einer leichten Erhöhung des Umsatzes und des operativen Ergeb nisses aus. Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, auch im Namen meiner Vorstandskollegen möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen, ihre treue Verbundenheit und das Jahr für Jahr gezeigte große Engagement herzlich danken. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sowie unseren Kunden und sonstigen Partnern der K+S GRUPPE danke ich für das in uns gesetzte Vertrauen und die konstruktive Zusammenarbeit. Wir wollen auch weiterhin mit all unserem Einsatz für Sie zur Verfügung stehen und mit unseren Produkten einen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft leisten. Um die Industrie als Träger unserer Volkswirtschaft und somit unseres Wohlstands zu erhalten, brauchen wir geeignete und stabile Rahmenbedingungen, die den Unternehmen den nötigen Freiraum lassen. Lassen Sie uns nicht den Blick für etwas Wesentliches verlieren: Die Industrie ist nicht alles. Aber ich bin der festen Überzeugung: Ohne industrielle Basis und industriellen Fortschritt ist alles nichts.
KASSEL, 27. FEBRUAR 2013 NORBERT STEINER, VORSITZENDER DES VORSTANDS INHALT• Zehnjahresübersicht der K+S Gruppe • Bereiche im Überblick • Brief an unsere Aktionäre • LÖSUNGEN LIEFERN 1 AN UNSERE AKTIONÄRE 1.1 Vision 1.2 Der Vorstand 1.3 Bericht des Aufsichtsrats 2 K+S AM KAPITALMARKT 2.1 Die Aktie 2.2 Anleihen und Rating 2.3 Investor Relations 3 CORPORATE GOVERNANCE 3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht 3.2 Mitglieder des Vorstands 3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats 3.4 Vergütungsbericht 4 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT 1 4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit 4.2 Unternehmensstrategie 4.3 Unternehmenssteuerung und -überwachung 4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen 4.5 Forschung und Entwicklung 4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf 4.7 Ertragslage 4.8 Finanzlage 4.9 Vermögenslage 4.10 Darstellung der Segmente 4.11 Risikobericht 4.12 Nachtragsbericht 4.13 Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand 4.14 Prognosebericht 4.15 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Erläuterungen auf Basis HGB) 4.16 Versicherung der gesetzlichen Vertreter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 5 KONZERNABSCHLUSS 5.1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 5.2 Gewinn- und Verlustrechnung 5.3 Kapitalflussrechnung 5.4 Bilanz 5.5 Entwicklung des Eigenkapitals 5.6 Entwicklung des Anlagevermögens 5.7 Entwicklung der Rückstellungen 5.8 Segmentberichterstattung 5.9 Anhang WEITERE INFORMATIONEN Informationen über Rohstofflagerstätten Definition verwendeter Finanzkennzahlen Glossar Abbildungsverzeichnis Tabellenverzeichnis Stichwortverzeichnis Finanzkalender, Kontakt, Impressum AN UNSERE AKTIONÄREDER BEWEIS LIEGT IN DER EFFIZIENZ Durch Maßnahm en zur Wärmedämmung können erhebliche Einsparungen von Energie und damit verbunden eine Entlastung der Umwelt erzielt werden. In schlecht- oder gar ungedämmten Wohnbauten geht ein großer Teil der eingesetzten Wärmeenergie über Wände, Fensterflächen, das Dach und den Keller verloren. Um dem entgegenzuwirken, sind die energetischen Anforderungen seit der ersten Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) schrittweise immer wieder verschärft worden. In der letzten Überarbeitung der Energieeinsparverordnung im Jahr 2009 wurde die Obergrenze für den zulässigen Jahres-Primärenergiebedarf von Neubauten beispielsweise erneut um durchschnittlich 30% gesenkt. Damit nicht genug: In der im Februar 2013 vom Bundeskabinett beschlossenen EnEV 2014 werden die Ansprüche erneut angehoben. Bei Neubauten wird die Obergrenze für den Jahres-Primärenergiebedarf in zwei Stufen (2014 und 2016) um jeweils 12,5%, insgesamt also 25%, gesenkt. Um die steigenden Anforderungen erfüllen zu können, braucht ein Neubau in jedem Fall eine hocheffiziente Heizungsanlage und eine gute Dämmung. Nicht nur im Hinblick auf die laut EnEV geforderte Energieeffizienz des Gebäudes kommt dem winterlichen Wärmeschutz in unserer Klimazone die größte Bedeutung zu. Sehr gut gedämmte Wände, Dächer und Böden lassen kaum noch Wärme nach außen. So erhöht sich die Oberflächentemperatur der Wände und Decken. Der Wohnkomfort verbessert sich dadurch erheblich, und die Umgebung wird als behaglich empfunden. Während im Winter versucht wird, die Wärme im Gebäude zu halten, muss im Sommer verhindert werden, dass sich die Räume zu stark erwärmen. Die Wärmedämmung, welche im Winter das Gebäudeinnere warmhält, muss also im Sommer dazu beitragen, die Zufuhr von Wärme über die Gebäudehülle zu reduzieren. PRODUKTE DER K+S KALI GMBH FINDEN VERWENDUNG IN VERSCHIEDENEN BAUSTOFFEN Zelluloseflocken werden aus Altpapier durch mechanische Zerkleinerung hergestellt. Im Mahlverfahren erhalten die Flocken dabei eine dreidimensionale Struktur. Zelluloseflocken werden je nach Anwendung im Einblas- oder Sprühverfahren (analog einem Putz) eingebracht. Zellulose ist ein Recyclingmaterial mit hochwertigen Wärmespeicher- und Wärmedämmeigenschaften. Um die Brandsicherheit der Dämmstoffe zu erhöhen, wird bei der Herstellung von Zelluloseflocken oder Holzwolle Bittersalz (Magnesiumsulfat-Hepathydrat) der K+S KALI GMBH eingesetzt. Magnesiumsulfat ist ein Bestandteil des Rohsalzes in unseren heimischen Lagerstätten, das unsere Bergleute in bis zu 1.500 Metern Tiefe fördern. Es wird im Werk Werra zu Bittersalz verarbeitet. Auch für andere Baustoffe spielen unsere Produkte eine wichtige Rolle: So ist Kaliumsulfat der K+S KALI GMBH einer der wirksamsten und am häufigsten eingesetzten Anreger für die Abbindung und Härtung von Calciumsulfatestrichen, Spezialgipsen und Gipskartonplatten. Werden Mischungen von Magnesiumchlorid bzw. Magnesiumsulfat und Magnesiumoxid als Bindemittel für Estriche eingesetzt, zeichnen sich diese durch gute Verschleiß- und Biegezugfestigkeit aus, sodass der Baustoffsich besonders gut als Industriefußboden eignet. Durch den Einsatz von Magnesiumsulfat können auch umweltfreundlichere nachwachsende Dämmstoffe die Anforderungen des Brandschutzes erfüllen. Die verschiedenen Dämmstoffe lassen sich grob in konventionelle und „nachwachsende“ Dämmstoffe unterteilen. Zu den konventionellen Dämmstoffen gehören mineralische Materialien wie Glaswolle, Steinwolle,Schlackenwolle, Kalziumsilikat und Schaumglas sowie fossile Stoffe wie Polystyrol, Polyester und Polyurethan. Nachwachsende Dämmstoffe sind Holzwolle, -späne oder -fasern, Kork, Zellulosefasern, Flachs, Hanf, Stroh,Baum- und Schafwolle. Eine Reihe von Vorschriften,insbesondere zum Brandschutz, schränken bislang den Einsatz vieler nachwachsender Dämmstoffe im Mehrgeschossbau ein. Daher hat Mineralwolle (Glas- und Steinwolle) mit 60% den größten Marktanteil. Ein weiteres großes Segment bilden Polystyrol und Polyurethan, die rund 36% der verwendeten Materialien ausmachen. Innerhalb des Produktlebensweges, beginnend bei der Herstellung, der Verwendung oder der Wiederverwertung bis hin zur Entsorgung, werden bei konventionellen Dämmstoffen vergleichsweise höhere Einwirkungen auf die Umwelt in Kauf genommen als bei ökologischen nachwachsenden Dämmstoffen. Werden nachwachsende Rohstoffe, wie z. B. Zelluloseflocken oder Holzwollplatten, allerdings mit Brandhemmern versehen, werden diese zu einer umweltfreundlichen Alternative, die auch die Bedingungen des Brandschutzes erfüllen. Untersuchungen haben ergeben,dass Räume mit Zellulosedämmung, die insbesondere in Holzrahmenbauten eingesetzt wird, im Sommer um 4 bis 5 Grad kühler sind als solche mit Dämmungen aus Mineralfasern. Auch im Winter bewirkt eine fachgerechte Installation von Zellulosedämmstoffen in Wänden, Böden und Dächern spürbare Einsparungen bei den Energie- und Heizkosten von bis zu 25%. 1 1.1 Vision 1.2 Der Vorstand 1.3 Bericht des Aufsichtsrats 1.1 VISIONQUELLE FÜR WACHSTUM UND LEBEN DURCH NÄHRSTOFFE UND MINERALIEN 1.2 DER VORSTANDNORBERT STEINER JURIST, VORSTANDSVORSITZENDER wurde 1954 in Siegen geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und seinem Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Karlsruhe nahm er 1983 seine Berufstätigkeit in der Steuerabteilung der BASF AG auf, deren Unterabteilung Zölle und Verbrauchssteuern er ab 1988 leitete. Im Jahr 1993 übernahm er die Leitung des Bereichs Recht, Steuern und Versicherungen der K+S AKTIEN-GESELLSCHAFT. Im Mai 2000 wurde Norbert Steiner Mitglied des Vorstands, im Januar 2006 stellvertretender Vorsitzender und im Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. In seiner Verantwortung liegen der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, die Bereiche Unternehmensentwicklung, Recht/Compliance, Investor Relations, Corporate Communications sowie Internationale HR-Koordination. JOACHIM FELKER 1 INDUSTRIEKAUFMANN wurde 1952 in Bad Godesberg geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1974 absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der BASF AG und arbeitete dort als Wirtschaftsassistent. Von 1980 bis 1999 hatte er mehrere Management-und Marketingpositionen innerhalb des BASF-Konzerns inne, u.a. in Asien. Zuletzt war er als Abteilungsdirektor des Bereichs Düngemittel tätig. Seit dem Jahr 2000 war Joachim Felker in der K+S GRUPPE tätig, zunächst als Geschäftsführer der FERTIVA GMBH und ab 2003 als Mitglied der Geschäftsführung der K+S KALI GMBH. Im Oktober 2005 wurde er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Vor seinem Eintritt in den Ruhestand zum 30. September 2012 war er zuständig für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. GERD GRIMMIG DIPLOM-INGENIEUR wurde 1953 in Freden geboren. Nach seinem Bergbaustudium an der TU Clausthal war er in den Grubenbetrieben verschiedener Werke und im Bereich Bergbau der Hauptverwaltung der KALI UND SALZ AG (heute K+S AKTIENGESELLSCHAFT) tätig. Von 1990 bis 1996 hatte er verschiedene Werksleiterpositionen im Bereich Bergbau inne. Von Januar 1997 bis September 2001 war Gerd Grimmig Geschäftsführer der KALI UND SALZ GMBH und zuständig für das Ressort Bergbau. Seit Oktober 2000 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Bergbau, Geologie, Technik/Energie, Forschung und Entwicklung, Umwelt, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Inaktive Werke, Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, MSW CHEMIE und K+S CONSULTING. DR. THOMAS NÖCKER JURIST wurde 1958 in Neukirchen-Vluyn geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und anschließender Promotion in Münster absolvierte er seine Referendarzeit u.a. in Düsseldorf und Montreal, Kanada. 1991 nahm er seine berufliche Tätigkeit bei der RAG AG auf, für die er in verschiedenen Funktionen tätig war. Im Anschluss daran wurde er 1998 zum Mitglied des Vorstands der RAG SAARBERG AG berufen und war dort für die Bereiche Personal, Recht sowie IT-Management/Organisation zuständig. Seit August 2003 ist Dr. Thomas Nöcker Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Er ist Arbeitsdirektor und zuständig für die Bereiche Personal (inkl. Gesundheitsmanagement), IT, Organisations- und Projektmanagement, Immobilienmanagement, Wissensmanagement, Logistik sowie für CFK (Handel). DR. BURKHARD LOHR 2 DIPLOM-KAUFMANN wurde 1963 in Essen geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln trat er 1991 in die MANNESMANN AG ein. Ab 1993 war er in verschiedenen Funktionen für die HOCHTIEF AG, Essen, tätig, u.a. als Mitglied der Geschäftsleitung der Niederlassung München und als CFO der HOCHTIEF CONSTRUCTION AG, Essen. Im Jahr 2001 promovierte Burkhard Lohr zum Dr. rer. pol. an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2006 verantwortete er als CFO der HOCHTIEF AG die Bereiche Finanzen, Investor Relations, Rechnungswesen, Controlling und Steuern. 2008 übernahm er zusätzlich die Funktion des Arbeitsdirektors. Seit 1. Juni 2012 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Rechnungswesen, Konzern-Controlling, Steuern, Revision, Einkauf, Material- und Lagerwirtschaft, Versicherungen sowie Datenschutz. MARK ROBERTS 3 BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING) wurde 1963 in New Jersey, USA, geboren. Sein beruflicher Werdegang begann als Marketing Manager bei der VICTAULIC CORPORATION OF AMERICA. Im Jahre 1988 wurde er als Vertriebsmitarbeiter und Kundenbetreuer Inland für die ASHLAND CHEMICAL COMPANY tätig. Seit 1992 arbeitete er als Vertriebsleiter bei der POTASH IMPORT & CHEMICAL CORPORATION (PICC), der amerikanischen Vertriebsgesellschaft von K+S KALI und wurde anschließend ihr Vice President. 2004 wurde er President von PICC, und seit April 2008 war er CEO der INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO) in Clarks Summit, Pennsylvania, USA. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 wurde Mark Roberts zum CEO von MORTON SALT in Chicago, Illinois, USA, ernannt. Seit 1. Oktober 2012 ist er CEO der K+S NORTH AMERICA SALT HOLDINGS in Chicago und als Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verantwortlich für den Geschäftsbereich Salz.
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Vorstandsmitglied bis 30. September 2012. 1.3 BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2012. Schwerpunkte unserer Sitzungen und Beratungen waren u. a.:
BERATUNG DES VORSTANDS UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNGDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht; in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation, die Planungen und insbesondere die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei stets sorgfältig beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben jeweils in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Zu Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von erheblicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend schriftlich informiert. Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder in den vier Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 97%; zwei Aufsichtsratsmitglieder haben an einer Sitzung nicht teilnehmen können; somit hat auch im Jahr 2012 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Auch die Ausschüsse tagten bis auf jeweils eine Sitzung des Prüfungs- bzw. des Nominierungsausschusses in vollständiger Besetzung. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSIm Geschäftsjahr 2012 fanden insgesamt vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der Sitzung am 14. März 2012 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte in Anwesenheit des Abschlussprüfers geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2011 angeschlossen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, des Weiteren die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2012 verabschiedet. Auf Vorschlag des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Burkhardt Lohr für die Zeit vom 1. Juni 2012 bis zum 31. Mai 2015 einstimmig in den Vorstand berufen. Abschließend erläuterte der Vorstand den Stand der geplanten Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Am 8. und 9. Mai 2012 informierte der Vorstand ausführlich über die Ergebnisse und Entwicklungen der Geschäftslage im ersten Quartal. Des Weiteren schilderte er den aktuellen Stand der Prüfung einer möglichen Wiedereröffnung der deutschen Kaligrube Siegfried-Giesen und ging ausführlich auf den laufenden Prozess der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts ein.Nach eingehender Diskussion stimmte der Aufsichtsrat der Veräußerung an den russischen Düngemittelhersteller EUROCHEM zu. Ferner erläuterte der Vorstand seine Überlegungen zur Emission einer Anleihe, der der Aufsichtsrat nach intensiver Erörterung ebenfalls seine Zustimmung erteilte. Außerdem wurde auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen, Herrn Mark Roberts für die Zeit vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2015 in den Vorstand zu berufen. Im Anschluss an die Hauptversammlung am 9. Mai 2012 wurde die Sitzung fortgesetzt und Herr Dr. Bethke als Vorsitzender des Aufsichtsrats einstimmig wiedergewählt. In der am 22. und 23. August 2012 abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats wurde der Bericht des Vorstands über die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz ausführlich erörtert. Weitere Schwerpunkte bildeten die Berichterstattung über den aktuellen Stand des Legacy Projekts, die aktuelle Geschäftslage und ein Ausblick für das Gesamtjahr 2012. Außerdem wurden Fragen der Personalbeschaffung, die verwendeten Controlling-Instrumente und die erforderlichen Genehmigungen zur Entsorgung von Produktionsrückständen eingehend behandelt. In der letzten Sitzung des Jahres, am 21. November 2012, berichtete der Vorsitzende des Nominierungsausschusses über die Nachfolgeplanungen des Ausschusses für die im Jahr 2013 auslaufenden Mandate der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat. Im Anschluss wurde auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen, das bis 30. September 2013 befristete Vorstandsmandat von Herrn Grimmig um ein Jahr zu verlängern. Auch in dieser Sitzung erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den Kali- und Salzmärkten, berichtete ausführlich über die im Jahr 2012 durchgeführte Mitarbeiterumfrage und gab einen detaillierten Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2012. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand und dem weiteren Vorgehen bei dem Legacy Projekt. Die Planung für das Jahr 2013 und die mittelfristige Vorausschau, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens für die Folgejahre, wurden eingehend – auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen – geprüft und sodann gebilligt. Schließlich wurde die gemeinsame Entsprechenserklärung 2012/2013 von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex sowie eine Anpassung der Zielsetzung für die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen (siehe Seite 36 des Finanzberichts 2012). AUSSCHUSSSITZUNGENZur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss drei weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung finden Sie im Corporate-Governance Kapitel des Finanzberichts 2012 auf der Seite 43 und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik ‚Corporate Governance'. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2012 fünfmal zu Sitzungen zusammen. Der Ausschuss prüfte am 2. März 2012 im Beisein des Abschlussprüfers und des Vorstandsvorsitzenden den Jahresabschluss 2011 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2011, die jeweiligen Lageberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands; dabei wurden u. a. der Stand der IT-Integration bei MORTON SALT, die Währungssicherungsstrategie, die Rückstellungen für Pensionen und Bergbauverpflichtungen sowie der Ausblick für das Jahr 2012 ausführlich erörtert. Weiterhin wurde die Empfehlung an das Plenum für den Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 an die Hauptversammlung beschlossen. Außerdem wurde in Vorbereitung auf die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 beschlossen, einen Vergleich möglicher dafür in Frage kommender Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durchzuführen. In seiner Sitzung am 8. Mai 2012 erörterte und beschloss der Ausschuss insoweit das weitere Vorgehen. Am 22. August 2012 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand ausführlich das Interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE sowie mögliche Optimierungen und Weiterentwicklungen des Systems. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Vorstandsvorsitzenden über den Status der Compliance-Organisation sowie das Compliance-Programm der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2012 und die vorliegenden Angebote der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften für die Prüfung der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2013. Diese Angebote wurden im Rahmen einer außerordentlichen, in drei Teilsitzungen durchgeführten Sitzung am 10. bis 12. Oktober 2012 detailliert geprüft und in ausführlichen Gesprächen mit der an der jeweiligen Teilsitzung teilnehmenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erörtert. In der letzten Sitzung des Jahres, am 20. November 2012, befasste sich der Ausschuss abschließend mit dem Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer an die Hauptversammlung 2013, mit dem Ergebnis, dem Plenum erneut die DELOITTE & TOUCHE GMBH für seinen Wahlvorschlag an die Hauptversammlung zu empfehlen. Daneben berichtete der Vorstand über die Entwicklung von Spenden, Berater- und sonstigen Einmalkosten. Weiter nahm der Ausschuss Berichte des Finanzvorstands über die Arbeit der internen Revision und die Datenschutzorganisation in der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Außerhalb der Sitzungen wurden per Telefonkonferenz am 30. April, am 6. August sowie am 5. November 2012 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsfinanzberichte erörtert. LÖSUNGEN LIEFERNDer Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2012 viermal zusammen. Er beschäftigte sich dabei insbesondere mit der Auswahl und Empfehlung geeigneter Persönlichkeiten für die Position eines Finanzvorstands und eines Vorstands für den Geschäftsbereich Salz, mit der Kandidatensuche für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie mit der Struktur und der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Er beschäftigte sich des Weiteren mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2012 sowie die Struktur des Vergütungssystems, die sich seit der Billigung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 nicht wesentlich verändert hat, finden Sie auf Seite 43 des Finanzberichts. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2012 dreimal zusammen; Gegenstand der Beratungen war hauptsächlich die Wieder- bzw. Neubesetzung der im Jahr 2013 auslaufenden Mandate von sechs Anteilseignervertretern. Die hieraus sowie aus dem hierzu durchgeführten Auswahlprozess gewonnenen Erkenntnisse wurden dem Plenum in dessen Sitzung am 21. November 2012 vorgestellt. Der nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes zu bildende Vermittlungsausschuss wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen. INTERESSENKONFLIKTEHerr Cardona hat in den Plenumssitzungen am 14. März sowie am 8. Mai 2012 an den Beratungen über die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts an EUROCHEM nicht teilgenommen. Weitere Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2012Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE & TOUCHE GMBH, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 27. Februar 2013 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2013 umfassend behandelt. In den Sitzungen wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer alle Fragen erschöpfend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2012; der Jahresabschluss 2012 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde ebenfalls im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE hin überprüft. Nach ausführlicher Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus. Außerdem danken wir dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Herrn Joachim Felker für die wertvollen Beiträge, die er in das Unternehmen eingebracht hat, sowie für die langjährige Treue und wünschen ihm für seinen Ruhestand alles Gute. FÜR DEN AUFSICHTSRAT
KASSEL, 13. MÄRZ 2013 DR. RALF BETHKE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS DER BEWEIS LIEGT IN DER ERNÄHRUNG Der steigende Wohlstand in den Schwellenländern führt zu einem höheren Fleischkonsum. Je mehr dieser Produkte auf dem Speiseplan stehen, desto höher ist der Bedarf an Futtermitteln. Die Menschheit isst mehr Fleisch. Allein zwischen 1990 und 2008 hat sich der weltweite Konsum von Schweine-, Geflügel- und Rindfleisch mehr als verdoppelt: 280 Millionen Tonnen Fleisch werden heute jedes Jahr produziert und verzehrt. Diese Zahl wird sich Schätzungen zufolge bis 2050 noch einmal verdoppeln. Der Grund für den Hunger nach Fleisch liegt einerseits in der anhaltend hohen Nachfrage bei den Bewohnern der westlichen Industriestaaten: Jeder Deutsche isst durchschnittlich etwa 90 kg Fleisch pro Jahr, die US-Amerikaner führen die Statistik mit einem Verbrauch von 120 kg an. Parallel dazu wird Fleisch in den Schwellen- und Entwicklungsländern und in aufstrebenden Großmächten wie China immer beliebter. War Fleisch noch vor wenigen Jahrzehnten für die meisten Chinesen für den täglichen Konsum nicht erschwinglich, kommt es heute bei vielen täglich auf den Tisch. Leisten kann sich das vor allem die immer größer werdende Mittelschicht. Das McKinsey Global Institute geht davon aus, dass 2025 jeder Chinese durchschnittlich 76 kg Fleisch im Jahr verzehren wird, heute sind es bereits 53 kg. 70% der landwirtschaftlichen Nutzfläche und 30% der globalen Landfläche werden schon heute entweder als Weideland oder als Fläche für die Futtermittel-Produktion von der Tierhaltung beansprucht. Eine steigende Fleischproduktion setzt voraus, dass ausreichend Futterpflanzen angebaut werden. Damit genug Getreide als LEGACY PROJEKT: ERRICHTUNG EINES NEUEN KALIWERKS IN KANADA Die Kalinachfrage einer globalisierten Welt mit steigenden Ansprüchen an den Umfang und die Qualität der Ernährung wird nicht allein mit den derzeit installierten Kapazitäten zu bedienen sein. Die Wirtschaftlichkeit von zeitaufwendigen und sehr kapitalintensiven Neuprojekten (sogenannte Greenfield-Projekte) ist auch von einem angemessenen Kalipreisniveau abhängig: Unser Legacy Projekt gehört zu den wenigen neuen Kapazitäten, die sich zu dem derzeit gültigen Preisniveau wirtschaftlich realisieren lassen. Daher war die Übernahme der kanadischen POTASH ONE im Jahr 2011 mit ihren Kali-Explorationslizenzen ein bedeutender Meilenstein für die K+S GRUPPE. Im Rahmen des Legacy Projektes wollen wir bis Ende 2015 in der kanadischen Provinz Saskatchewan eine neue auf Solungsbergbau basierende Kaliproduktion aufbauen und deren Kapazität in den Folgejahren sukzessiv erhöhen. Dieser Ausbau soll uns die Teilnahme am Wachstum des Weltkalimarktes eröffnen. Der neue Standort wird zukünftig die Ausgangsbasis vor allem für den Absatz in den aufstrebenden Wachstumsmärkten Asien und Südamerika sowie auch in Nordamerika sein. Die durchschnittliche Lebensdauer unserer Bergwerke wird sich verlängern, und wir werden als einziger Kaliproduzent mit großen eigenen Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten unser Vertriebs- und Logistiknetz bestmöglich nutzen können. Durch diese Ergänzung zu unseren bestehenden Kalibergwerken in Deutschland wird zudem unsere international Wettbewerbsfähigkeit erheblich gestärkt, was im Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugute kommt. Die Bedeutung von Soja als Futtermittel wächst. Lebensmittel für Menschen übrig bleibt, müssen die Ernten üppiger ausfallen. Zugleich sind zusätzliche Anbauflächen unumgänglich. Dabei lassen sich die weltweiten Ackerflächen nur um maximal 10% erweitern. Die Herausforderung wird sein, durch eine optimierte und ausgewogene Düngung höhere Erträge pro Hektar Land zu erzielen. Futterpflanzen sind Getreidesorten wie Weizen, Gerste, Raps und Mais und, seit der BSE-Krise in den 1990er Jahren, auch Sojabohnen. Der daraus gewonnene Schrot ist als Tiernahrung auf dem Vormarsch. In der Praxis hat er sich als hochwertige Eiweißkomponente im Kraftfutter, als wertvolles Ergänzungsfutter zu energiereichem und proteinarmem Grobfutter bewährt und hat als Eiweißträger die mit Abstand größte Bedeutung für die Fütterung der Rinderherden. Dabei gilt: 8 kg Futtermittel sind nötig, um 1 kg Rindfleisch zu erzeugen. Ein Großteil der Futtermittel kommt aus Südamerika. Brasilien zum Beispiel ist schon heute nicht nur der größte Exporteur von Rindfleisch weltweit, das Land gehört auch zu den größten Futtermittelexporteuren. Die Menge des produzierten Getreides ist seit den 1970er Jahren von 20 Millionen Tonnen auf 160 Millionen Tonnen jährlich gestiegen. Für die Fleischproduktion in Europa und den USA werden zu 80% brasilianische Sojabohnen eingesetzt. Auch Kolumbien gewinnt für die Bedienung der steigenden Fleischnachfrage zunehmend an Bedeutung. Es liegt in einem tropischen Streifen des Äquators mit ausreichend Sonne für die ununterbrochene Produktion von Biomasse. Schon heute ist die Rinderpopulation Kolumbiens die viertgrößte in ganz Lateinamerika. In den kommenden zehn Jahren besteht das Potenzial, die kolumbianische Rinderproduktion um 22% zu steigern. Die Herden der kolumbianischen Brahman-Rasse stehen das ganze Jahr auf der Weide und werden zusätzlich mit Futtermitteln, z. B. Sojaschrot, versorgt. K+S AM KAPITALMARKTK+S-AKTIENKURS SCHLIESST AUF JAHRESSICHT IN ETWA AUF GLEICHEM NIVEAU (+0,2%; inkl. Dividende: +4,0%) / K+S lässt Aktionäre an Veräußerung der K+S NITROGEN teilhaben: Dividende daher mit 1,40 €/Aktie über Vorjahr (1,30 €/Aktie) / K+S emittiert erfolgreich zweite Anleihe / Research-Coverage nochmals leicht ausgebaut 2 2.1 Die Aktie 2.2 Anleihe und Rating 2.3 Investor Relations 2.1 DIE AKTIEscroll
1
Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders
bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung
wurden nach der Veräußerung des Nitrogen-Geschäfts und des COMPO-Geschäfts
gemäß IFRS angepasst. Die Bilanz und damit die Kennzahlen Working
Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie des jeweiligen Vorjahres
wurden nicht angepasst und beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht
fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und im Jahr
2011 des Nitrogen-Geschäfts K+S-AKTIE Aktienart: nennwertlose Stückaktien Gesamtzahl Aktien: 191.400.000 Stück WKN/ISIN: KSAG88/DE000KSAG888 Marktsegment: Prime Standard Prime Branche: Chemie Industriegruppe: Chemicals, Commodities Notierung: alle Börsenplätze in Deutschland Ticker-Symbol Bloomberg: SDF GY Ticker-Symbol Reuters: SDFG ADR CUSIP: 48265W108 K+S-ANLEIHE (SEPTEMBER 2014) WKN/ISIN: A1A 6FV/DE000A1A6FV5 Börsenzulassung/-notierung: Börse Luxemburg Emissionsvolumen: 750 Mio. EUR Stückelung: 1.000 EUR Ausgabekurs: 99,598% Zinskupon: 5,000% Fälligkeit: 24. September 2014 Anleiherating: S&P: BBB+; Moody's: Baa2 K+S-ANLEIHE (JUNI 2022) WKN/ISIN: A1P GZ8/DE000A1PGZ82 Börsenzulassung/-notierung: Börse Luxemburg Emissionsvolumen: 500 Mio. EUR Stückelung: 100.000 EUR Ausgabekurs: 99,422% Zinskupon: 3,000% Fälligkeit: 20. Juni 2022 Anleiherating: S&P: BBB+; Moody's: Baa2 UNTERNEHMENSRATING S&P: BBB+ (Ausblick: stabil) Moody's: Baa2 (Ausblick: stabil) 2.1 DIE AKTIEPOSITIVE ENTWICKLUNG AN DEN INTERNATIONALEN AKTIENMÄRKTENDie internationalen Aktienmärkte konnten sich im Börsenjahr 2012 unter anderem aufgrund der starken Liquiditätsversorgung und der hohen Dividendenrenditen im Unterschied zu den gesunkenen Anleiheverzinsungen positiv entwickeln. Der für K+S als Vergleichsmaßstab wichtige deutsche Leitindex DAX stieg trotz der Belastungen aufgrund der Verschuldungskrise im Euroraum um 29,1%. Der europäische Aktienindex DJ STOXX 600 stieg um 14,4% auf 279 Punkte, der globale Index MSCI WORLD STANDARD um 13,2% auf 1.338 Punkte. / ABB: 2.1.1 ![]() Mit einem gegenüber dem Jahresbeginn 2012 fast unveränderten Schlusskurs zum Ende des Jahres entwickelte sich die K+S-Aktie schwächer als die Vergleichsindizes. Belastet wurde die K+S-Aktie durch die zeitliche Verschiebung der europäischen Frühjahrssaison im Kaligeschäft aufgrund der sehr trockenen und kalten Witterung zu Beginn des Jahres, das im ersten Quartal unterdurchschnittliche Geschäft mit Auftausalz sowie die noch ausstehenden Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Produzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern im dritten und vierten Quartal. Auch das im Jahr 2012 unverändert attraktive Niveau der Agrarpreise sowie das insbesondere im zweiten Halbjahr zu beobachtende positive Aktienmarktumfeld konnten den Druck auf den K+S-Aktienkurs infolge der branchenspezifischen Rahmenbedingungen nicht ausgleichen./ ABB: 2.1.2 ![]() / DEN AKTUELLEN AKTIENKURS SOWIE WEITERE INFORMATIONEN ZUR AKTIE können Sie unter www.k-plus-s.com/de/ks-aktie abrufen. Ein anderes Bild ergibt sich bei der Betrachtung über einen längeren Zeitraum: So hat sich der Wert der Aktie in den letzten fünf Jahren unter Einbeziehung der Dividenden um knapp 5 % erhöht, während DAX, MSCI WORLD STANDARD und DJ STOXX 600 um 6%, 16% bzw. 23 % verloren. Noch deutlicher zeigt sich die positive Aktienkursentwicklung der K+S-Aktie im 10-Jahres-vergleich. / TAB: 2.1.1 / ABB: 2.1.3 scroll
![]() WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE SEIT JAHRESBEGINN IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERNWir verfolgen die Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern. Hierzu gehören vor allem die nordamerikanischen Düngemittelproduzenten POTASHCORP und MOSAIC, der russische Kaliproduzent URALKALI sowie der Salzhersteller COMPASS aus den USA. / ABB: 2.1.4 ![]() Die Kursentwicklung der Aktien internationaler Düngemittelproduzenten war im ersten Quartal aufgrund der Erwartungen einer sich im Jahresverlauf erholenden Nachfrage nach Düngemitteln sowie des unverändert attraktiven Niveaus der Agrarpreise positiv. Die im zweiten und dritten Quartal angekündigten Produktionskürzungen sowie Rücknahmen von Ergebniserwartungen einiger Wettbewerber infolge der ausstehenden Verträge mit Indien und später auch China belasteten die Aktien der Unternehmen jedoch in den verbleibenden Monaten des Jahres. Obwohl K+S aufgrund der geringen Abhängigkeit von Lieferungen nach China und Indien keine Produktionskürzungen vornehmen musste und eine vergleichbare Menge absetzen konnte wie in 2011, blieb der K+S-Aktienkurs hinter der Entwicklung der meisten Wettbewerber zurück. Nur POTASHCORP entwickelte sich leicht schwächer und verlor im Jahr 2012 rund 1 %. Die K+S-Aktie schloss mit + 0,2 % auf Jahressicht in etwa auf dem gleichen Niveau, während die Wettbewerber MOSAIC, COMPASS sowie URALKALI zwischen 6 und 12% zulegten. K+S-AKTIENKURS MIT LEICHTER ERHOLUNG AUF NIEDRIGEM NIVEAU ZU BEGINN DES JAHRES 2013Zu Beginn des Jahres 2013 wurde der K+S-Aktienkurs zunächst durch die Anpassung von Analystenschätzungen belastet, die vorher trotz des bereits im vierten Quartal zu beobachtenden Preisdrucks bei Kaliumchlorid noch von höheren Durchschnittspreisen ausgegangen waren. Ende Februar konnte sich der K+S-Aktien-1 Meldung vom 11. Juli 2011.kurs dann wieder etwas erholen und notierte am 28. Februar 2013 mit rund 36 € knapp 3% über dem Schlusskurs des Jahres 2012. Der DAX hat sich zu Beginn des Jahres positiv entwickelt; Ende Februar wirkten sich dann allerdings erneut Unsicherheiten über die Fortentwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum belastend aus, so dass der Leitindex am 28. Februar 2013 mit knapp 7.742 Punkten schloss (+2% im Vergleich zum 31. Dezember 2012). Die Aktienkurse der Wettbewerber schlossen Ende Februar im Vergleich zum Jahresende 2012 leicht im Minus, mit Ausnahme von MOSAIC (+3%). AKTIONÄRSSTRUKTURIm Jahr 2012 kam es zu keiner wesentlichen Änderungen der Aktionärsstruktur. Nach der Streubesitzdefinition der DEUTSCHEN BÖRSE AG beträgt der Freefloat rund 90%. Unsere Aktionärsstruktur stellt sich derzeit wie folgt dar:
![]() Gemäß einer Aktionärserhebung eines externen Dienstleisters von April 2012 wurden rund 60% der Aktien von institutionellen Investoren gehalten. Rund 23% der Aktien gehören überwiegend inländischen Privatanlegern. Geografisch betrachtet befanden sich rund 37% unserer Aktien bei Anlegern in Deutschland, gefolgt von Großbritannien (13%), den USA und Kanada (insgesamt 11%) sowie Russland (10%). AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKAIn Nordamerika bieten wir ein AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS (ADR)-Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRs in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRs liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRs werden in Form eines „Level 1“ ADR-Programms außerbörslich am OTC (over the counter)-Markt gehandelt. Die K+S-ADRs sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet. / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie/ ADR-Programm sowie auf der Internetseite der Handelsplattform OTCQX www.otcqx.com NOTIERUNG IN BÖRSENINDIZESDie K+S-Aktie ist u.a. in den folgenden Indizes notiert:
DIVIDENDENVORSCHLAG MIT 1,40 € ERNEUT HÖHER ALS IM VORJAHRWir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Der Vorstand wird der Hauptversammlung daher vorschlagen, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr im Einklang mit dem Ertrag aus dem Abgang des NITROGEN-Geschäfts und dem Wegfall der belastenden Effekte aus der Veräußerung des COMPO-Geschäfts anzuheben und 1,40 € je Aktie auszuschütten. / ABB: 2.1.6 ![]() Dies entspräche einer Ausschüttungsquote von etwa 42%. Bei 191,4 Mio. Stück ausstehenden Aktien ergäbe sich damit eine Ausschüttungssumme von 268,0 Mio. €. Der Dividendenvorschlag führt auf Basis des Jahresschlusskurses zu einer Dividendenrendite von 4,0%. 2.2 ANLEIHEN UND RATINGDIE K+S-ANLEIHENDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat am 17. September 2009 erstmals eine Anleihe am Kapitalmarkt platziert. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 750 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren. Mit einem Zinskupon von 5,0% p. a. und einem Emissionskurs von 99,598% betrug die Rendite bei Ausgabe 5,093% p. a. Der Mittelzufluss wurde zur Finanzierung eines Teils des Kaufpreises von MORTON SALT verwendet. Vor dem Hintergrund des niedrigen Zinsniveaus hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 12. Juni 2012 eine zweite Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. € erfolgreich platziert. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von zehn Jahren und einen Zinskupon von 3,0% p. a. Der Mittelzufluss soll zur Refinanzierung der in 2014 fälligen Unternehmensanleihe verwendet werden. Diese Maßnahme, die sonstige Liquidität sowie die künftigen Cashflows dienen der Finanzierung des Legacy Projekts in Kanada sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. Aufgrund der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie der hohen Liquiditätsversorgung durch die EZB sind die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität am Kapitalmarkt gestiegen bzw. die Renditen gesunken. So notierte die im Juni 2022 fällige Anleihe am 31. Dezember 2012 bei 104,755%; die Rendite betrug 2,430%. Die im September 2014 fällige Anleihe notierte am 31. Dezember 2012 bei 107,107%, die Rendite betrug 0,821% p.a. und fiel im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der geringeren Restlaufzeit der Anleihe (31.12.2011: 107,732% bzw. 2,046% p. a.). Am 28. Februar 2013 notierten die im Juni 2022 fällige Anleihe bei 104,382% (Rendite: 2,466%) und die im September 2014 fällige Anleihe bei 106,547% (Rendite:0,750%). / ABB: 2.2.1 ![]() RATINGSeit Beginn des Jahres 2009 unterziehen wir uns einem externen Ratingprozess. Die Ratingagentur STANDARD & POOR'S erhöhte am 8. September 2011 das Rating auf „BBB+“ mit einem „stabilen“ Ausblick. MOODY'S stuft uns seit dem 29. November 2010 unverändert mit „Baa2“ und dem Ausblick „stabil“ ein. Damit verfügt K+S unverändert über ein Rating im angestrebten Investment Grade Bereich. 2.3 INVESTOR RELATIONSRESEARCH-COVERAGE ÜBER K+S ERNEUT LEICHT AUSGEBAUTDie bereits schon sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöht. Dabei reicht das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Fünf Coverages wurden beendet und fünf neu aufgenommen. Folgende 34 Bankhäuser analysieren K+S regelmäßig:
In der letzten der von uns regelmäßig durchgeführten Research-Umfragen stuften uns 13 Bankhäuser auf „Kaufen/Akkumulieren“, 8 auf „Halten/Neutral“ und 5 Bankhäuser auf „Reduzieren/Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 39 €. Auf unserer Internetseite bieten wir unter der Rubrik Investor Relations eine stets aktuelle Übersicht über die Research-Empfehlungen sowie die Konsensschätzungen zu Umsatz- und Ergebniszahlen. / WEITERE INFORMATIONEN hierzu finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/ Aktie. K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOTDem stetig zunehmenden Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von 55 Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen. So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika, Asien sowie Australien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir erneut durch die Teilnahme an fünf Aktienforen in Deutschland. Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren. EXTERNES FEEDBACKUnsere Anstrengungen wurden auch im letzten Jahr von unabhängiger Seite gewürdigt:
Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, ist sie doch Ansporn und Verpflichtung zugleich, unseren Service für unsere Aktionäre, Anleihegläubiger und alle übrigen Interessierten weiter zu verbessern. Schließlich zeigen jährliche anonyme Befragungen unserer Aktionäre und Analysten eine hohe Zufriedenheit mit unserer Investor-Relations-Arbeit und geben uns darüber hinaus gute Anregungen zur weiteren Verbesserung unserer Finanzmarktkommunikation. Das starke Interesse an K+S wird auch daran deutlich, dass im Jahr 2012 insgesamt rund 48.269 Finanz- und Quartalsberichte, davon 20.751 in englischer Sprache, auf unserer Internetseite elektronisch abgerufen wurden. EIN BESUCH UNSERER INTERNETSEITE LOHNT SICHUnsere Internetseite bietet Anlegern und interessierten Dritten ein breites Informationsangebot. Auf der Investor-Relations-Seite finden sich u. a. sämtliche Finanz-, Nachhaltigkeits- und Quartalsfinanzberichte, „Facts & Figures“, Consensusschätzungen, Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen sowie aktuelle Unternehmenspräsentationen, Aufzeichnungen von Conference Calls und Video-Webcasts – auch Podcasts können abonniert werden. Ein spezieller Newsletter stellt darüber hinaus die automatische und zeitnahe Versorgung per E-Mail mit aktuellen Presseinformationen und Unternehmensnachrichten sicher. Probieren Sie es doch einfach mal aus! / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie auf unserer Internetseiteunter www.k-plus-s.com im Bereich ‚Investor Relations'. K+S AKTIENGESELLSCHAFT INVESTOR RELATIONS Bertha-von-Suttner-Straße 7, 34131 Kassel Telefon: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com Internet: www.k-plus-s.com/de/investor-relations CORPORATE GOVERNANCEDER BEWEIS LIEGT IN DER KLARHEIT Sauberes und klares Wasser ist eine wichtige Voraussetzung für den Badespaß im kühlen Nass. Salz hilft bei Wasseraufbereitung, Pflege und Instandhaltung von Schwimmbädern. Kristallklares Blau. Da kommen bei den meisten sofort Urlaubsgefühle auf. Doch ohne richtige Pflege sowie den Einsatz einer Filteranlage und entsprechender Zusatzstoffe für die Instandhaltung wirkt das kühle Nass schnell weniger einladend. Bakterien, Algen und andere organische Substanzen können im Laufe der Zeit entstehen. Früher sorgte vorwiegend flüssiges Chlor für sauberes und klares Wasser im Pool. Zwar konnte durch den Einsatz dieses Stoffes ein hygienisch reines Badevergnügen sichergestellt werden, er hatte jedoch auch unangenehme Nebeneffekte: Haare und Bekleidung blichen aus, wurden brüchig, und es kam zu einer Reizung von Haut und Augen. Deshalb werden heutzutage immer mehr Schwimmbäder mit einer Salz-Elektrolyse-Anlage ausgestattet. Bei diesen Geräten ist der Einsatz von hochreinen Poolsalzen unerlässlich, um die Chloridkomponenten des Salzes umzuwandeln und damit Chlor zur Desinfektion des Pools freizusetzen. Dabei werden allerdings die für den typischen Chlorgeruch und Hautreizungen verantwortlichen Chloramine zerstört, sodass die unangenehmen Nebenwirkungen ausbleiben. Doch nicht nur für das Wasser im Schwimmbad bringt Salz viele Vorteile. Auch in der Wasserenthärtung ist Salz ein wichtiger Einsatzstoff. Hartes Wasser enthält viele Mineralstoffe wie Calcium, Kalk und Eisen, die zwar nicht gesundheitsschädlich sind, aber doch ungewollte Eigenschaften haben: Kalkablagerungen in Wasserrohren reduzieren die Effizienz von Haushaltsgeräten und erhöhen die Energiekosten. Die Haut kann gereizt reagieren, mit hartem Wasser gewaschene Haare wirken stumpf und glanzlos, und die Wäsche wirkt auch nach dem Waschgang noch schmutzig. Auch der Geldbeutel leidet: Waschmittel und Shampoo schäumen bei der Nutzung mit hartem Wasser schlechter, sodass sich der Verbrauch erhöht. Heißwasserboiler, Spül- oder BEDARFSGERECHTE PRODUKTE FÜR REINES, KLARES UND WEICHES WASSER Mit MORTON SALT gehören wir zu den größten Herstellern von Pool- und Wasserenthärtungssalzen im nordamerikanischen Markt. Diese Produkte werden vorwiegend aus hochreinen Siedesalzen hergestellt. Salzelektrolyseanlagen werden sowohl in öffentlichen Schwimmbädern als auch für Pools im privaten Bereich zunehmend eingesetzt; diese Geräte benötigen Poolsalze zur Desinfektion des Wassers. Für professionelle Anwender bieten wir zwei Produktlinien an: MORTON® ADVANCED FORMULA POOL SALT enthält nicht nur Salz, sondern weitere für die Instandhaltung des Pools wichtige Zusatzstoffe, sodas der Anwender nur noch ein Produkt für die Poolpflege benötigt. MORTON® PROFESSIONAL'S CHOICE POOL Salt ist ein hochreines Salz, das sich durch eine feine standardisierte Körnung und gute Löslichkeit auszeichnet. Diese Produkte verkaufen wir in der Regel an Großhändler, die wiederum den Fachhandel bedienen. Für den Gebrauch im privaten Bereich bieten wir MORTON® HIGH PURITY POOL SALT. Es wird in kleineren Packungsgrößen in Supermärkten und Baumärkten vertrieben und macht einen Großteil der abgesetzten Poolsalzmenge aus. Auch für die Wasserenthärtung für Küche, Badezimmer und Haushaltsgeräte bietet MORTON SALT eine bedarfsgerechte Produktpalette an. MORTON® SYSTEM SAVER® II Pellets gehören zu den meist genutzten Einsatzstoffen für Wasserenthärtungsanlagen. Mit seiner patentierten Wirkstoffformel kann es die Lebensdauer einer Wasserenthärtungsanlage um bis zu fünf Jahre verlängern. Auch für die Wasserenthärtung spielt Salz eine wichtige Rolle. Waschmaschinen nutzen sich bis zu 30% schneller ab und müssen schneller zur Reparatur gegeben werden. Wasserenthärter werden daher weltweit in Regionen mit hartem Wasser in Gastronomiebetrieben, Hotels, Wäschereien, aber auch in Privathaushalten eingesetzt. Das Prinzip der meisten Geräte zur Wasserenthärtung ist einfach: Wird das Gerät an eine Wasserleitung angeschlossen, fließt hartes Wasser in eine Kammer mit einer Säule aus speziellen Ionenaustauschharzen. Salztabletten oder -granulat werden in diesem Gerät eingesetzt, um den Ionenaustausch zu fördern und damit die harten Mineralstoffe herauszufiltern. Ergebnis: Weiches Wasser fließt aus dem Gerät. Auch Autowaschanlagen arbeiten mit weichem Wasser, damit der Kalk und andere harte Mineralstoffe keine weißen Flecken auf dem Lack hinterlassen. Kaffeehausketten und Lebensmittelhersteller enthärten ihr Wasser, damit die Mineralstoffe nicht den Geschmack ihrer Produkte beeinflussen. Darüber hinaus arbeiten die Hersteller von Kosmetika und Arzneimitteln ausschließlich mit weichem Wasser und haben hier besonders hohe Ansprüche an die Wasserqualität. In den USA spielt Wasserenthärtung eine besondere Rolle, da hier viele Bundesstaaten bzw. 85% der Haushalte von hartem Wasser betroffen sind. In 10% der Haushalte ist die Installation einer Wasserenthärtungsanlage unerlässlich, um die negativen Effekte aus hartem Wasser in den Griffzu bekommen. In Europa kommt hartes Wasser hingegen nicht so flächendeckend vor, sodass hier der Wasserenthärtung bislang vornehmlich in gewissen Regionen und für bestimmte Industriezweige eine höhere Bedeutung zukommt. DIE GRUNDSÄTZE EINER MODERNEN CORPORATE GOVERNANCE bilden die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse / Proaktive und transparente Kommunikation ist unser Anspruch 3 3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht 3.2 Mitglieder des Vorstands 3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats 3.4 Vergütungsbericht K+S verfolgt das Ziel einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf langfristige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Der Vorstand gibt gemäß § 289a HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit dieser Erklärung berichten Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex: 3.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCEBERICHTENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2012/2013Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT haben im Dezember 2012 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abgegeben: „Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 26. Mai 2010) im Jahr 2012 mit Ausnahme der Empfehlung der Ziffer 5.4.6 Absatz 2 entsprochen wurde. Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass eine ausschließlich fixe Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besser als eine auch einen variablen Anteil beinhaltende Vergütungsform geeignet ist, den unabhängig vom Unternehmenserfolg generell bestehenden Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen.1 Wir erklären ferner, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 15. Juni 2012 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 15. Mai 2012) im Jahr 2013 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (soweit für Aufsichtsratsmitglieder eine Altersgrenze festgelegt werden soll) entsprochen werden wird. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Insbesondere auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen Altersgrenzen daher im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen.“ / DIESE SOWIE ALLE FRÜHEREN ENTSPRECHENSERKLÄRUNGEN sind auch im Internet unter www.k-plus-s.comim Bereich ‚Corporate Governance' veröffentlicht. Von den zahlreichen Anregungen des Kodex wird von K+S lediglich die folgende nicht vollständig umgesetzt:
ORGANE DER GESELLSCHAFTOrgane der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNGDie Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und ihnen Weisungen erteilen oder zukünftig auch per Briefwahl abstimmen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches Vollmachts- und Weisungssystem auf der Internetseite der K+S möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse im Internet. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR HAUPTVERSAMMLUNG finden Sie unter www.k-plus-s.com/hv ARBEITSWEISE DES VORSTANDSDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt; Ende des Jahres 2012 hatte der Vorstand fünf Mitglieder. Die Geschäftsordnung regelt deren Zusammenarbeit und die Geschäftsverteilung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen. / DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDS finden Sie aufunserer Internetseite unter der Rubrik ‚Corporate Governance'. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES VORSTANDS UND RESSORT VERTEILUNG finden Sie aufSeite 39 sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ‚Corporate Governance'. Das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht ist das interne Kontrollsystem (IKS). Das IKS beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Vorbereitung und Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es setzt sich aus den Bausteinen „Internes Steuerungssystem“ und „Internes Überwachungssystem“ zusammen und wird regelmäßig überprüft. Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus der Vision und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE. Dem Management stehen eine Reihe von Controllinginstrumenten zur Verfügung. Ferner sind das Risiko- und Compliance-Managementsystem sowie die interne Revision wichtige Bestandteile des internen Kontrollsystems. Das interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmensziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM INTERNEN KONTROLL SYSTEM UND SEINEN BESTANDTEILEN finden Sie im Kapitel‚Unternehmenssteuerung und -überwachung' auf Seite 69, zum Risikomanagementsystem im Risikobericht auf Seite 113. ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils fünf Jahre. Die Amtszeit des Vorsitzenden endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2017, die von Herrn Cardona mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 und die der übrigen Mitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES AUF SICHTSRATS UND SEINER AUSSCHÜSSE finden Sie auf Seite 40sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ‚Corporate Governance'. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen – soweit erforderlich – Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens regelmäßig eine Effizienz prüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Aufsichtsrat wie auch in seinen Ausschüssen zu erhalten. / WEITERE EINZELHEITEN ZUR TÄTIGKEIT DES AUFSICHTS RATS IM GESCHÄFTSJAHR 2012 finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 12 dieses Finanzberichts. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:
/ DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES AUFSICHTSRATS finden Sieauf unserer Internetseite unter der Rubrik ‚Corporate Governance'. ZIELSETZUNG FÜR DIE BESETZUNG DES AUFSICHTSRATSAus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass u. a. der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt wird, nach der der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu. Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. November 2012 Folgendes beschlossen1: „Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert. In diesem Rahmen wird angestrebt, dass dem Aufsichtsrat ein prozentualer Anteil weiblicher Mitglieder angehört, der mindestens dem prozentualen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der in der K+S GRUPPE beschäftigten Mitarbeiter entspricht. Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein.“ Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass er gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen mit einer Ausnahme erfüllt: Mit Frau Benner-Heinacher hat der Aufsichtsrat nur ein weibliches Mitglied; angesichts des aktuellen Frauenanteils von ca. 10% an der Gesamtbelegschaft der K+S GRUPPE wird die Mitgliedschaft von mindestens zwei Frauen angestrebt. ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in §12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. INTERESSENKONFLIKTEZur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte hat Herr Cardona in zwei Plenumssitzungen an Beratungen zu Themen, bei denen Interessen der OJSC EUROCHEM berührt waren, nicht teilgenommen. Weitere Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHT VERSICHERUNG (D&O)K+S unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10% des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung. AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND VORSTANDSNach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT den Erwerb und die Veräußerung von K+S-Aktien offenlegen. Im Jahr 2012 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die in Tabelle 3.1.1 und 3.1.2 dargestellten Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht. / TAB: 3.1.1, 3.1.2 / EINE STETS AKTUELLE TABELLE finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com/de/meldungen/directors-dealings scroll
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Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2012 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente. COMPLIANCEUnser Compliance-System schafft die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht, unsere internen Regelungen sowie die vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards konzernweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Straf- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens und seiner Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden. Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten Compliance-Aktivitäten hat der Vorstand einen Chief Compliance Officer betraut, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Er leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten sowie die Leiter von Einheiten der K+S AKTIEN GESELLSCHAFT angehören, die Compliance-relevante Aufgaben wahrnehmen (z. B. Revision, Risikomanagement, Recht, Personal, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement). Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und daraus abgeleitete Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. Unsere Grundwerte und Verhaltensgrundsätze sind auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com im Bereich ,Über K+S’ veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter wird mit diesen konzernweit geltenden Grundwerten und Verhaltensgrundsätzen sowie den sich daraus ableitenden Unternehmensrichtlinien vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheitsrecht). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen. Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur – wenn gewünscht, auch anonymen – Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet. / ABB: 3.1.1 ![]() RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGFür den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Abschlussprüfungen für das Jahr 2012 wurden von der DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, durchgeführt, die die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben hat. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses, nachdem mit dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte sowie dessen Honorar vereinbart wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. TRANSPARENZUnser Ziel ist es, Aktionäre, Aktionärsvereinigungen,Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens zu unterrichten. Alle wesentlichen Informationen wie z. B. Informationen zur Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, sämtliche Finanzberichte, Unternehmens-/Nach-haltigkeitsberichte, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen von Roadshows und Investorenkonferenzen veröffentlichen wir im Internet. Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Finanzbericht, in den Halbjahres- sowie Quartalsfinanzberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.Ein E-Mail-Newsletter informiert stets über Neues aus dem Konzern. 3.2 MITGLIEDER DES VORSTANDSStand der Angaben: 31. Dezember 2012 Norbert Steiner (58), Jurist, Vorsitzender
Mandat bis 11. Mai 2015 Erstbestellung: 12. Mai 2000 Aufsichtsratsmandate:
Joachim Felker (60), Industriekaufmann
Das Mandat endete am 30. September 2012 Erstbestellung: 1. Oktober 2005 Aufsichtsratsmandate:
Gerd Grimmig (59), Diplom-Ingenieur
Mandat bis 30. September 2013 Erstbestellung: 1. Oktober 2000 Aufsichtsratsmandate:
Dr. Burkhard Lohr (49), Diplom-Kaufmann
Mandat bis 31. Mai 2015 Erstbestellung: 1. Juni 2012 Dr. Thomas Nöcker (54), Jurist, Arbeitsdirektor
Mandat bis 31. Juli 2016 Erstbestellung: 1. August 2003 Aufsichtsratsmandate:
Mark Roberts (49), Bachelor of Science (Marketing)
Mandat bis 30. September 2015 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 Aufsichtsratsmandate:
/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com/de/vorstand
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Für das Konzern-Controlling ist ab dem 1.
Januar 2013 Herr Dr. Lohr zuständig. EHRENVORSITZENDER DES AUFSICHTSRATSGerhard R. Wolf (77), Diplom-Kaufmann ehem. Mitglied des Vorstands der BASF SE, Ludwigshafen Ehemaliger Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 3.3 MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSStand der Angaben: 31. Dezember 2012 Dr. Ralf Bethke (70), Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender Anteilseignervertreter Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten) Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008 Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017 Erstbestellung: 1. Juli 2007 weitere Aufsichtsratsmandate:
Michael Vassiliadis (48), Chemielaborant, stellv. Vorsitzender Arbeitnehmervertreter Vorsitzender der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate:
Ralf Becker (47), Gewerkschaftssekretär Arbeitnehmervertreter Landesbezirksleiter Nord der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate: CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender) Jella S. Benner-Heinacher (52), Juristin Anteilseignervertreterin Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHE SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach George Cardona (61), Ökonom Anteilseignervertreter Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Kontrollgremien) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 weitere Kontrollgremien:
Harald Döll (48), Energieanlagenelektroniker Arbeitnehmervertreter Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 1. August 2009 Dr. Rainer Gerling (54), Diplom-Ingenieur Arbeitnehmervertreter Leiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 14. Mai 2008 Rainer Grohe (72), Diplom-Ingenieur Anteilseignervertreter Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 6. Mai 1998 weitere Aufsichtsratsmandate:
Dr. Karl Heidenreich (71), Diplom-Kaufmann Anteilseignervertreter Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der LANDESBANK BADEN-WÜRTTEMBERG) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Rüdiger Kienitz (52), Bergbautechnologe Arbeitnehmervertreter Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 26. März 1998 Klaus Krüger (58), Bergbautechnologe Arbeitnehmervertreter Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 9. August 1999 Dieter Kuhn (54), Bergbaumaschinist Arbeitnehmervertreter Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO GMBH & CO. KG Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Bernd Malmström (71), Jurist Anteilseignervertreter Rechtsanwalt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate:
weitere Kontrollgremien:
Dr. Rudolf Müller (69), Diplom-Ingenieur agr. Anteilseignervertreter Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der SÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Renato De Salvo (48), Betriebsschlosser Arbeitnehmervertreter Betriebsschlosser im Werk Sigmundshall der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Eckart Sünner (68), Jurist Anteilseignervertreter Rechtsanwalt (Of Counsel, ALLEN & OVERY LLP, Büro Mannheim) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013 Erstbestellung: 28. April 1992 weitere Aufsichtsratsmandate:
/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Internetseite unter www.k-plus-s.com/de/aufsichtsrat AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSEPRÜFUNGSAUSSCHUSS
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
PERSONALAUSSCHUSS
VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
3.4 VERGÜTUNGSBERICHTIm Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand bzw. den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten. VERGÜTUNG DES VORSTANDSVERGÜTUNGSSTRUKTURKriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den übrigen Führungskräften sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter „Long Term Incentive“ (LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen erhalten. Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 98. Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40 % sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60 % vor. Der variable Anteil ist wiederum zu 80 % an die Unternehmensperformance, d. h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden; die übrigen 20 % sind von der persönlichen Leistung abhängig. Eine variable Vergütung von 100 % wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115 % des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100 % bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite gedeckelt. Die Zielerreichungsspannenbeider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150 %. Der Finanzvorstand erhält das 1,1-fache, der Vorstandsvorsitzende das 1,5-fache derVergütung. Die Vergütungshöhe auf Basis eines Normaljahres wird jährlich überprüft. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus einem kennzahlenbasierten „Long Term Incentive“-Programm zu beziehen. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen: Operatives Ergebnis (EBIT I) + Zinserträge des Geschäftsjahres − Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres = Wertbeitrag Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei ± 500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume („Vergleichszeitraum“ und „Performancezeitraum“) verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: / ABB: 3.4.1 ![]() Zu Beginn eines LTI's wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von −200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Eine stabile Entwicklung, d. h. eine Differenz von 0 Mio. €, entspricht 100% und ist als Normaljahr definiert. In einem solchen Normaljahr beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Aus zahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0%. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Für den Finanzvorstand beträgt die Vergütungskomponente das 1,1-fache, für den Vorstandsvorsitzenden das 1,5-fache. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. Für die aufgrund der im Jahr 2010 erfolgten Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehende Zuflusslücke im Jahr 2013 wurde eine Tranche des LTI-Programms virtuell bereits im Jahr 2009 gestartet. / ABB: 3.4.2 ![]() Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EUROSHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet. Das LTI-Programm ersetzt das zwischen 1999 und 2009 geltende System mit der Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus der Ausübung von Aktienoptionen zu beziehen. Im Rahmen eines virtuellen Optionsprogramms, das in seiner Ausgestaltung identisch ist mit dem der übrigen Optionsprogrammteilnehmer, konnte der Vorstand im Jahr 2009 letztmalig 30% seiner erfolgsabhängigen Vergütung für ein Eigeninvestment in K+S-Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der relativen Entwicklung der K+S-Aktie gegenüber dem Referenzindex DAX. Die für die Berechnung der Performance maßgeblichen Basiskurse der K+S-Aktie und des DAX entsprechen dem Durchschnittskurs der 100 Börsentage bis zum jeweiligen Basisstichtag (der drittletzte Freitag vor der ordentlichen Hauptversammlung). Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen. Die Gesamtlaufzeit der bis zum Jahr 2009 gewährten Optionen beträgt fünf Jahre, danach verfallen die nicht ausgeübten Optionen entschädigungslos. Die Ausübung der Optionen ist nach einer Sperrfrist von zwei Jahren innerhalb zweier Zeitfenster je Jahr im Mai und November nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen möglich. Um die Optionen ausüben zu können, müssen die Basisaktien durchgängig bis zum Ausübungstag gehalten werden. Im Übernahmefall („Change of Control“) öffnet sich für sämtliche noch ausstehenden Optionen ein Sonderfenster für die Ausübung. Bei Abberufung bzw. Eigenkündigung verfallen die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeübten virtuellen Optionen. In Tabelle 3. 4. 1 ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds dargestellt. / TAB: 3.4.1 TAB: 3.4.1 BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDS scroll
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Gesamtkapitalrendite ^= Mindestrendite; persönliche
Zielerreichung ^= 100%. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 sind in individualisierter Form in Tabelle 3. 4. 2 dargestellt. / TAB: 3.4.2 TAB: 3.4.2 VERGÜTUNG DES VORSTANDS scroll
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Mandat bis zum 30. September 2012. Sämtliche
Ansprüche aus LTI-Programmen werden anteilig bis 30. September 2012
im April des Folgejahres, also im April 2013, ausbezahlt. Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf sechs Mitglieder, davon waren drei Mitglieder zwölf Monate im Amt. Das Mandat von Herrn Felker endete am 30. September 2012, die Mandate von Herrn Dr. Lohr und Herrn Roberts begannen am 1. Juni 2012 bzw. am 1. Oktober 2012. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Sämtliche Bestandteile der Vorstandsvergütung werden turnusgemäß alle drei Jahre überprüft. Dementsprechend wurde die Vergütung zum 1. Januar 2012 um knapp 4% angehoben. Wie in Abb. 3. 4. 2 auf Seite 47 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge über denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen erreichte das LTI-Programm 2009 einen Wert von 151%. Die Werte der im Rahmen des letztmalig 2009 angebotenen Optionsprogramms erworbenen und noch nicht ausgeübten Aktienoptionen werden in der Tabelle 3. 4. 3 dargestellt (Wert bei fiktiver Ausübung am 31. Dezember 2012). / TAB: 3.4.3 scroll
In den Jahren 2011 und 2012 übte kein Vorstandsmitglied virtuelle Optionen des noch laufenden Optionsprogramms 2009 aus. PENSIONSZUSAGENDie Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40% der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (>15 Jahre) zu vermeiden. Die Obergrenze beträgt für ein ordentliches Vorstandsmitglied 225.000 € und für den Vorstandsvorsitzenden 300.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus – erstmals für das Geschäftsjahr 2014 – überprüft und ggf. angepasst. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2012 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 9,0 und 14,0 % – die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Erst bei Auszahlung von Rentenleistungen werden diese entsprechend der Veränderung des „Verbraucherpreisindex für Deutschland“ angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15% der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100% der Versorgungsleistung nicht überschreiten – in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, gilt dies als Eintritt des Versorgungsfalls im Sinne der Versorgungszusage. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2012, die in Tabelle 3. 4. 4 dargestellten Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt. / TAB: 3.4.4 scroll
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Angaben nach IFRS. Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2012 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen. VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGEIm Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Bei allen seit 2012 abgeschlossenen Vorstandsverträgen gilt die Obergrenze für Abfindungen in Höhe von dem 1,5-fachen des Jahresfixums für alle Vergütungsbestandteile. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls („Change of Control“) erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der „Change of Control“-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem „Change of Control“-Fall kein Sonderkündigungsrecht. SONSTIGESIm Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €). VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGSSTRUKTURDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Die Hauptversammlung hat am 9. Mai 2012 beschlossen, die Vergütung des Aufsichtsrats ab dem Jahr 2012 umzustellen. Sie bestätigte damit die Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat, dass eine ausschließlich fixe Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besser als die vorherige – auch einen variablen Anteil beinhaltende – Vergütungsform geeignet sei, den unabhängig vom Unternehmenserfolg generell bestehenden Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen. Ferner erschien es der Hauptversammlung angemessen, die Vergütung für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats dem gestiegenen Arbeitsaufwand und Komplexitätsgrad anzupassen. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält ab dem Jahr 2012 eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 € (bisher: 55.000 €). Ersatzlos entfallen ist dafür die bisherige jährliche variable Vergütung, die durch die Höhe der von der K+S GRUPPE im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Gesamtkapitalrendite bestimmt war und maximal 45.000 € betragen konnte. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 € (bisher: 7.500 €), die Mitglieder des Personalausschusses eine jährliche Vergütung von jeweils 7.500 € (bisher nicht vergütet). Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 € (bisher nicht vergütet), sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 € (bisher: 500 €), bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag (bisher: 1.000 €). Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 98. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 ergeben sich in individualisierter Form aus Tabelle 3.4.5. / TAB: 3.4.5 scroll
Zusätzlich wurden im Jahr 2012 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 16,8 Tsd. € gezahlt (Vorjahr: 57,0 Tsd. €). Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Reisetätigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern zu Standorten der K+S GRUPPE zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt. DER BEWEIS LIEGT IN DER QUALITÄT Weizen stellt hohe Ansprüche an Klima und Böden. Mit den richtigen Dünge- und Bewässerungsmethoden lassen sich jedoch viele Faktoren für das Wachstum beeinflussen. Für Weizen sind im Winter zwar niedrige Temperaturen für die Pflanzenentwicklung wichtig, strenger Frost jedoch führt zu nicht wieder gut zu machenden Schäden und Ertragsverlusten. In der Hauptwachstumszeit braucht der Weizen genügend Feuchtigkeit, und in der Reifezeit sind eine sommerliche und trockene Witterung wichtig. Der Boden muss humusreich und kalkhaltig sein, am besten sind Lössböden und Schwarzerde. Doch die Landwirtschaft hat im Laufe der Jahrhunderte gelernt, auch mit nicht optimalen Standortbedingungen umzugehen. Noch um 1900 ernährte ein Landwirt statistisch lediglich drei Menschen. Heute sind es mehrere hundert. Wo früher ein Halm wuchs, wachsen heute zehn. Doch der Nahrungsmittelbedarf der wachsenden Weltbevölkerung, veränderte Ernährungsgewohnheiten und der Klimawandel stellen die Agrarforschung weiterhin vor große Herausforderungen. Zur ausreichenden Versorgung der Menschheit mit Agrarprodukten bedarf es professioneller Agrartechnologien bei Saatgut, Pflanzenschutz und Produkten für eine bedarfs- und standortgerechte Pflanzenernährung. Eine ausgewogene mineralische Düngung mit den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphat, Kalium und Magnesium ist für weltweit höhere Ernteerträge und eine verbesserte Qualität unabdingbar. Wissenschaftler suchen in diesem Rahmen auch nach Lösungen, welche Düngemittel den Pflanzen helfen, besser mit langen Trockenperioden umzugehen. Es wird zunehmend wichtiger, auf die Unwägbarkeiten äußerer Einflüsse, wie z. B. das Wetter, vorbereitet zu sein. Um die in der Agrarforschung gewonnenen Erkenntnisse an die Landwirtschaft auf der ganzen Welt weiterzugeben, braucht es Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION AN DER UNIVERSITÄT GÖTTINGEN Im Mai 2012 wurde von der K+S KALI GMBH das von der Georg-August-Universität Göttingen anerkannte Institut für angewandte Pflanzenernährung (INSTITUTE OFAPPLIED PLANT NUTRITION – IAPN) eröffnet. Ziel des IAPN ist es, eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen und den Schwerpunkt auf die praxisorientierte Forschung im Bereich Pflanzenernährung zulegen. Das erarbeitete Wissen kann durch unsere Anwendungsberater rasch in die landwirtschaftliche Praxistransferiert werden. Ein wichtiges Arbeitsgebiet im IAPN ist die Erforschung des Einflusses einer optimalen Düngung mit den Nährstoffen Kali, Magnesium, Schwefel undNatrium auf die Wassernutzungseffizienz. Denn Wasserknappheit und Dürre betreffen nicht nur – wie allgemeinangenommen – trockene Zonen in Entwicklungsländern.Auch in Europa und Nordamerika ist Wassermanagement das Zukunftsthema in der Landwirtschaft. Denn auch hier haben Landwirte verstärkt mit Ernteausfällen durch Trockenheit oder eine über das Jahr ungünstige Regenverteilung zu kämpfen. Die Dürre in Nordamerika im Sommer 2012 hat gezeigt, wie gravierend die Auswirkungen sein können. Vor diesem Hintergrund kommt der standortgerechten Düngung eine besondere Aufgabe zu. Gemeinsam mit Universitäten in Gießen, Halle-Wittenberg, Kiel und Istanbul konnten wir nachweisen, dass sowohl das Wasserspeichervermögen des Bodens als auch die Wasserausnutzung der Pflanze durch die Zufuhr von Kalium und Magnesium im Rahmen einer ausgewogenen Pflanzenernährung verbessert werden. So können Trockenphasen besser bewältigt und auch unter schwierigen Standortbedingungen hohe Ernteerträge erzielt werden. Weizen ist die am häufigsten angebaute Kulturpflanze in Europa. Weizen ist in Europa mit einem Anteil von 24% die am häufigsten angebaute Kulturpflanze. Hier wird meist Weich- oder Saatweizen angebaut, aus dem Brot, Backwaren und Malz hergestellt werden. Weichweizen dient aber auch als Futtermittel oder zur Gewinnung von Stärke. Hartweizen, die zweitwichtigste Weizensorte in Europa, wird meist im Mittelmeerraum als Sommergetreide angebaut und vor allem für die Nudelproduktion genutzt. Wofür das Getreide eingesetzt wird, hängt allerdings auch von der Qualität des geernteten Korns ab. Der sogenannte E-Weizen hat die höchste Güteklasse, gefolgt vom A-Weizen, der sich durch hohen Eiweißgehalt auszeichnet. Diese beiden werden meist mit anderen Qualitätsklassen vermischt, um diese aufzuwerten. B-Weizen wird als Brotweizen genutzt und vor allem für Backwaren verwendet, während C-Weizen, die unterste Qualitätsstufe, vor allem in der Futtermittelproduktion zu finden ist. Unabhängig von der Qualitätsklasse des Weizens ist zum Erreichen eines sortenspezifischen, adäquaten Qualitätsniveaus eine optimale Versorgung mit mineralischen Düngemitteln notwendig. Insbesondere Kali und Magnesium helfen, Stickstoff effizient in Eiweißbausteine umzuwandeln und in das Korn einzulagern. Obwohl die uralte Kulturpflanze auch als Sommergetreide angebaut werden kann, hat Winterweizen die größere Bedeutung. Winterfestigkeit ist daher in Nord- und Osteuropa ein wichtiges Merkmal, das durch eine gute Kali- und Magnesiumversorgung verbessert werden. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT1 ROBUSTES GESCHÄFT MIT KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEN Auftausalzgeschäft witterungsbedingt außergewöhnlich schwach / Konzernumsatz erreicht mit 3,9 Mrd. € annähernd den Wert des Vorjahres / Operatives Ergebnis EBIT I erreicht 808,5 Mio. € (2011: 906,2 Mio. €) / Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts erfolgreich abgeschlossen / K+S GRUPPE mit attraktiven Perspektiven für die Jahre 2013 und 2014 4 4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit 4.2 Unternehmensstrategie 4.3 Unternehmenssteuerung und -überwachung 4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen 4.5 Forschung und Entwicklung 4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf 4.7 Ertragslage 4.8 Finanzlage 4.9 Vermögenslage 4.10 Darstellung der Segmente 4.11 Risikobericht 4.12 Nachtragsbericht 4.13 Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand 4.14 Prognosebericht 4.15 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Erläuterungen auf Basis HGB) 4.16 Versicherung der gesetzlichen Vertreter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 4.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEITRECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE. Ihre wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. / DETAILS ZU TOCHTERGESELLSCHAFTEN, BETEILIGUNGEN UND NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN finden Sie in derAnteilsbesitzliste im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 212 sowie auf Seite 210. Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO – EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG und die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die sowohl die Anteile an den mit den Geschäftsaktivitäten der SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL) in Chile, als auch die mit dem Legacy Projekt in Kanada in Verbindung stehenden Gesellschaften hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Auch die Ergänzenden Aktivitäten sind weitgehend über Tochtergesellschaften mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verbunden. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 wie folgt verändert: Die ESCO – EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat am 3. Januar 2012 über ihre Tochtergesellschaft ESCO INTERNATIONAL GMBH 100% der Stimmrechte an dem tschechischen Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) übernommen. Infolge der Veräußerung des Stickstoffdüngemittelgeschäfts gehören die K+S NITROGEN GMBH sowie K+S AGRO MÉXICO S.A. DE C.V., K+S HELLAS S.A., FERTIVA GMBH, K+S AGRICOLTURA S.P.A., K PLUS S IBERIA S.L. seit dem 2. Juli 2012 nicht mehr zum Konsolidierungskreis. ORGANISATIONSSTRUKTURDie Berichterstattung der K+S GRUPPE gliedert sich in drei Bereiche, die strategisch, technisch und wirtschaftlich miteinander verknüpft sind. /ABB: 4.1.1 / ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU DEN PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN DER K+S GRUPPE finden Sie imUnternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Internetseite www.k-plus-s.com. ![]() GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDer Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerksstandort zu End- oder Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus gehören dem Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich an. Die jährliche Produktionskapazität des Geschäftsbereichs beträgt bis zu 7,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte. Durch die Akquisition der kanadischen POTASH ONE verfügt der Geschäftsbereich zukünftig über die Möglichkeit, die jährliche Produktionskapazität mit dem Legacy Projekt langfristig um mindestens 2,86 Mio. t zu erhöhen. Ein weitgespanntes Vertriebsnetz ermöglicht den Verkauf der Produkte auf allen relevanten Märkten in Europa und Übersee. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist überwiegend in der K+S KALI GMBH, deren Tochtergesellschaften und der K+S POTASH CANADA GP abgebildet. / Weitere Informationen zum Legacy Projekt findenSie auf Seite 143. WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDer Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bietet seinen Kunden Düngemittel, Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln. Kaliumchlorid ist dabei die umsatzstärkste Produktgruppe. Das universell einsetzbare Düngemittel wird weltweit insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewandt. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht oder zunächst mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) gemischt. Zusätzlich wird Kaliumchlorid auch als feinkörnige „Standard“-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. Die Düngemittelspezialitäten des Geschäftsbereichs unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel und Spurenelementen. Diese Düngemittel werden in Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Außerdem bietet der Geschäftsbereich eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoff, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Des Weiteren stellt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein Produktportfolio für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. Beratung ist ein wesentliches Element des Leistungsspektrums des Geschäftsbereichs. Ein Beraterteam, bestehend aus Regionalberatern sowie auch weltweit tätigen Agronomen, liefert wichtige Informationen und Anregungen für Innovationen rund um den Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft. Für Industrieprodukte steht eine technische Anwendungsberatung weltweit zur Verfügung. / ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU DEN PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN DER K+S GRUPPE finden Sie imUnternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Internet-seite www.k-plus-s.com. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENNahezu die Hälfte des Umsatzes erzielt der Geschäftsbereich in Europa. Hier profitiert er von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Auch in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien hält der Geschäftsbereich bedeutende Marktpositionen; dabei werden auch kostengünstige Container-Transporte genutzt. /ABB: 4.1.2 ![]() Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Produzent von Kali- und Magnesiumprodukten und hatte im Jahr 2012 einen Anteil von rund 10 % am Weltkaliabsatz. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASH CORP., MOSAIC und AGRIUM, die mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation unterhalten, die russische URALKALI und die weißrussische BELARUSKALI, die außerhalb ihrer Heimatmärkte gemeinsam über die Exportorganisation BPC auftreten, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM. Durch seine kalium- und magnesiumhaltigen Düngemittelspezialitäten unterscheidet sich der Geschäftsbereich deutlich vom Wettbewerb und nimmt bei diesen Düngemitteln weltweit die Spitzenposition ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Anbietern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Geschäftsbereich Salz gewinnt und vertreibt die K+S GRUPPE Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze. K+S ist der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten, die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 30 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich umfasst die Teileinheiten ESCO – EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO), Hannover, mit Tätigkeitsschwerpunkt in Europa, die chilenische SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL), Santiago de Chile, mit Aktivitäten in Südamerika und den USA SOWIE MORTON SALT, INC., Chicago, einen der größten Salzproduzenten in Nordamerika. ESCO verfügt über drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien sowie über zahlreiche Vertriebsstandorte in Europa. Zur Stärkung unserer Position in Osteuropa hat ESCO Anfang 2012 das tschechische Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY A.S. (SMO) übernommen, einen bedeutenden Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und anderen europäischen Märkten. Die jährliche Produktionskapazität von ESCO liegt in Europa bei rund 8,0 Mio. t Festsalz und bei 1,7 Mio. t Salz in Sole. Die chilenische SPL gewinnt im Salar Grande de Tarapacá Steinsalz im kostengünstigen Tagebau. Die Produktionskapazität beträgt dort rund 6,5 Mio. t pro Jahr und soll bis voraussichtlich Mitte 2013 um 1,5 Mio. t auf jährlich 8 Mio. t ausgebaut werden. Außerdem betreibt die zur SPL-Gruppe gehörende SALINA DIAMANTE BRANCO im Nordosten von Brasilien eine Meersalzanlage mit 0,5 Mio. t Jahreskapazität. In den USA vertreibt die SPL ihre Salzprodukte über die INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO). Darüber hinaus ist die chilenische Reederei EMPREMAR S.A., die mit einer Flotte von drei eigenen sowie zusätzlichen gecharterten Schiffen die Seelogistik für die SPL-Gruppe in Südamerika abwickelt, Teil des Geschäftsbereichs Salz. MORTON SALT betreibt sechs Steinsalzbergwerke, sieben Solar-und zehn Siedesalzanlagen in den USA, in Kanada und auf den Bahamas; die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 13 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich Salz ist in Europa sowie Nord- und Südamerika mit eigenen Vertriebseinheiten und über Plattformgesellschaften der K+S GRUPPE vertreten. Darüber hinaus exportiert der Geschäftsbereich Salzprodukte nach Asien und in andere Regionen der Welt. WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDer Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze, die sämtlich auf Natriumchlorid (Kochsalz) basieren. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe. Im Bereich Speisesalz stellt die K+S GRUPPE sowohl Salz für die Lebensmittelindustrie als auch Tafelsalz für Endverbraucher her, hierzu gehören auch Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz. Gewerbesalze werden in Färbereien, in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. Auch im Bereich Gewerbesalz werden Produkte für Endverbraucher hergestellt, wie beispielsweise Wasserenthärtungssalze. Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen. Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel der K+S GRUPPE, Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette ab. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calciumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken. / WEITERE INFORMATIONEN ZU PRODUKTEN, DIENST-LEISTUNGEN UND ANWENDUNGSGEBIETEN DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENZu den wesentlichen europäischen Absatzmärkten des Geschäftsbereichs Salz gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien, Polen und das Baltikum, während die USA, Kanada, Brasilien und Chile auf dem amerikanischen Kontinent von besonderer Bedeutung sind. Das Auftausalzgeschäft ist regional stark von den Witterungsbedingungen abhängig; K+S kann aufgrund ihres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als die lokalen Wettbewerber. In den übrigen Segmenten besteht aufgrund der begrenzten Substituierbarkeit in den meisten Anwendungen eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa vergleichsweise reif ist und nur leichte Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. /ABB: 4.1.3 ![]() Die Branche war in den vergangenen Jahren durch einen Konsolidierungsprozess gekennzeichnet. Die K+S GRUPPE hat mit dem im Jahr 2004 getätigten Kauf der 38%igen Beteiligung der SOLVAY-Gruppe an ESCO, dem im Jahr 2006 erfolgten Erwerb des chilenischen Produzenten SPL sowie der im Oktober 2009 erfolgreich abgeschlossenen Übernahme von MORTON SALT diesen Prozess aktiv mitgestaltet. ESCO ist bei Salzprodukten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen neben den Wettbewerbern SÜDSALZ, SALINS DU MIDI und AKZO NOBEL führend in Europa. Mit SPL, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat die K+S GRUPPE Zugang zu den wachsenden süd- und zentralamerikanischen Märkten. MORTON SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS INTERNATIONAL einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Mit dem Erwerb von MORTON SALT wurde die K+S GRUPPE – gemessen an der Produktionskapazität – der größte Salzproduzent der Welt mit einer Jahreskapazität von rund 30 Mio. t. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENUnter dem Begriff „Ergänzende Aktivitäten“ sind neben den Entsorgungsaktivitäten zur untertägigen Beseitigung und Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und dem Salzschlacke- und Baustoffrecycling (Entsorgung und Recycling) sowie der Granulierung von CATSAN® am Standort Salzdetfurth weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) handelt mit einer Auswahl von Basischemikalien. WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGENDer Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling nutzt die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen und greift dabei auf die vorhandene Infrastruktur der aktiven Kali- bzw. Steinsalzbergwerke zurück. Der Geschäftsbereich betreibt zwei Untertagedeponien; die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben betreibt die K+S GRUPPE fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Behördlich zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet. Für die untertägige Verwertung geeignet sind beispielsweise Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Die von der K+S GRUPPE für die Beseitigung und Verwertung genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten getrennt. Durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren wird somit eine höchstmögliche Sicherheit erreicht. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet der Geschäftsbereich Schmelzsalze und das Recycling von Salzschlacken. Darüber hinaus gehört das Baustoffrecycling zum Leistungsumfang. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg und deren Tochtergesellschaften verfügt die K+S GRUPPE neben der dem Geschäftsbereich Salz zugeordneten chilenischen Reederei EMPREMAR über einen weiteren eigenen Logistikdienstleister. Der Betrieb des Kalikais in Hamburg, mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgüter in Europa, ist Kerngeschäft der K+S TRANSPORT GMBH und gleichzeitig für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von strategischer Bedeutung. Auch das Containergeschäft der K+S GRUPPE wird von Hamburg aus gesteuert, einschließlich der Vortransporte von den Produktionsstandorten zu den Verladeterminals. Am Standort Salzdetfurth ist es gelungen, vorhandene Anlagen und weite Teile der Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks weiter wirtschaftlich zu nutzen, Arbeitsplätze zu erhalten und die Aktivitäten sogar wieder deutlich auszuweiten: Hier granulieren wir für die MARS GMBH u. a. das bekannte Tierhygienemarkenprodukt CATSAN®. Die Produktpalette der CFK umfasst eine Auswahl von Basischemikalien. Dazu zählen unter anderem Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONENDie Kernmärkte des Geschäftsbereichs Entsorgung und Recycling liegen in West- und Mitteleuropa. Die osteuropäischen Staaten, allen voran Polen und das Baltikum, bieten darüber hinaus Wachstumspotenzial, da dort die Nachfrage nach EU-konformen, untertägigen Entsorgungslösungen für Abfälle steigt. Der Markt der untertägigen Entsorgung ist sehr wettbewerbsintensiv, die K+S GRUPPE bietet jedoch mit ihren Full-Service-Lösungen einen spezifischen Mehrwert für den Kunden. Auch beim Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie zählt die K+S GRUPPE in Deutschland wie im übrigen Europa zu den führenden Anbietern. Zu den Kunden der CFK gehören viele namhafte europäische Chemiefirmen, Glashütten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten und Brauereien sowie Städte und Kommunen, die Calcium- oder Magnesiumchlorid für den Winterdienst verwenden. WESENTLICHE STANDORTEIn der K+S GRUPPE waren am Jahresende 2012 knapp 14.400 Mitarbeiter im In- und Ausland beschäftigt. Die Abbildungen 4.1.4 und 4.1.5 zeigen die bedeutendsten Standorte der K+S GRUPPE sowie deren Mitarbeiterzahl am Jahresende 2012. /ABB: 4.1.4, 4.1.5 ![]() ![]() INFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTENEine Übersicht unserer Rohstofflagerstätten und –reserven finden Sie im Kapitel ‚Weitere Informationen' auf Seite 216. LEITUNG UND KONTROLLEERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist im Kapitel ‚Corporate Governance' auf Seite 33 enthalten. Sie ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns. Mit dieser Erklärung berichten Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Sie enthält die Erklärung gemäß § 161 AktG, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und weitere Angaben zur Unternehmensführung. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMSDie Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB sowie nach Ziffer 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6 Abs. 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind im Vergütungsbericht des Kapitels ‚Corporate Governance' auf Seite 43 enthalten; der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns. TEILNEHMER UND BEDINGUNGEN VON PROGRAMMEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZFUNKTIONZwischen 1999 und 2009 ermöglichte K+S dem Vorstand und Führungskräften die Teilnahme an einem virtuellen Aktienoptionsprogramm. Dazu waren im Jahr 2009 insgesamt 308 Personen berechtigt (vgl. Finanzbericht 2009). Eine nähere Beschreibung dieses Programms, dessen Struktur für den Vorstand und die übrigen Teilnehmer des Optionsprogramms identisch war, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 45. Vor dem Hintergrund der durch das Vorstandsvergütungsgesetz geänderten gesetzlichen Bestimmungen sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Ausgestaltung der Vorstandsvergütung wurde eine Anpassung des variablen Vergütungsbestandteils mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter „Long Term Incentive“ (LTI)) erforderlich. Daher wurde im Jahr 2010 eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente eingeführt. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Im Jahr 2012 waren bei K+S insgesamt 418 Personen (2011: 362) zur Teilnahme berechtigt. Eine nähere Beschreibung dieses Programms, das in seiner grundsätzlichen Ausgestaltung für Vorstand und die übrigen Teilnehmer identisch ist, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 44. RECHTLICHE EINFLUSSFAKTORENInsgesamt blieben die rechtlichen Rahmenbedingungen für die K+S GRUPPE im Wesentlichen konstant, sodass das operative Geschäft davon nicht maßgeblich beeinflusst wurde. Informationen zu Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen finden Sie im Risikobericht auf Seite 120. ANGABEN NACH §289 ABS. 4 BZW. §315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTGZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALSDas Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf den Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen. ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIENJede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITALEs bestehen keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10% am Grundkapital. ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHENEs gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITALEs existieren keine Stimmrechtskontrollen. ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGENBestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen. ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFENDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. LÖSUNGEN LIEFERNDer Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder aus bedingtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar. ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHENK+S hat im Jahr 2010 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € abgeschlossen. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Außerdem hat K+S im Jahr 2009 eine Anleihe über 750 Mio. € und im Jahr 2012 eine Anleihe über 500 Mio. € emittiert. Im Fall eines Kontrollwechsels haben die Anleihegläubiger das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen zu kündigen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen. ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SINDDerartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf der Seite 48 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2009 letztmals gewährte Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte sieht vor, dass sich im Übernahmefall („Change of Control“) für sämtliche noch ausstehende Optionen ein zeitliches Sonderfenster für die Ausübung öffnet. Die genaue Ausgestaltung dieses Programms, die für Vorstand und Führungskräfte identisch ist, wird ebenfalls im Vergütungsbericht erläutert (siehe Seite 45). Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen sowie das im Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte geregelte zeitliche Sonderfenster für die Ausübung im Fall eines Übernahmeangebots, welches im Jahr 2009 letztmals gewährt wurde, berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre. 4.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIEVISION UND MISSIONUnsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Tätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab und sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen. / UNSERE VISION finden Sie auf Seite 9 dieses Finanzberichts, weitere Informationen sind darüber hinaus im Unternehmens-/ Nachhaltigkeitsbericht enthalten. WACHSTUMSSTRATEGIE![]() DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNGDie K+S GRUPPE strebt die Festigung und den Ausbau der Marktpositionen in ihren strategischen Geschäftsbereichen insbesondere über die verstärkte Vermarktung von Spezialprodukten an. Die Veredelungsstrategie ermöglicht in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz die Realisierung höherer Margen. EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIENDie Kostenposition stellt im Hinblick auf die wichtigsten Wettbewerber in den Hauptabsatzmärkten in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamte Prozesskette hinweg liegt der Fokus auch auf der Optimierung des internationalen Kunden- und Produktionsnetzwerks sowie der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. AUSBAU EINES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOSWeltweit sind sowohl Kali- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. Die Strategie der K+S GRUPPE zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das einen Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen sowie eine Abfederung zyklischer Markttrends ermöglichen sollte. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ermöglicht die ausgewogene Marktpräsenz in den wichtigen Agrarregionen Europa, Südamerika und Asien den Ausgleich der saisonalen Unterschiede zwischen Nordund Südhalbkugel ebenso wie die Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageeffekten. Der Ausbau der Marktpräsenz in bedeutenden Überseeregionen und die Erschließung neuer, attraktiver Absatzgebiete in künftigen Wachstumsregionen werden daher weiter verfolgt. Lokale Produktion ist im stark mengengetriebenen Salzgeschäft ein bedeutender Faktor bei der Erschließung neuer Märkte. Im Geschäftsbereich Salz war die Verbesserung des Ergebnisprofils durch die regionale Diversifikation des Auftausalzgeschäfts eine wichtige Triebfeder unserer Akquisitionen in Süd- und Nordamerika (SPL und MORTON SALT). SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICEZiel der K+S GRUPPE ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. In Ergänzung der Spezialisierungsstrategie werden dort, wo es wertschaffend ist, Serviceleistungen und -innovationen vorangetrieben. Die individuelle Beratung der Kunden ermöglicht, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und so die Kundenbindung zu stärken. Mit unseren Angeboten streben wir an, im Markt neue Standards zu setzen. STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSBEREICHEDie K+S GRUPPE verfügt mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz über zwei in vielen Teilen der Wertschöpfung synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Arbeitsgebiete mit attraktiven Wachstumsperspektiven. Neben dem organischen Wachstum streben wir in den angestammten Geschäftsbereichen auch Wachstum über Akquisitionen und Kooperationen an. So stand der Erwerb von POTASH ONE, der zu einem Ausbau der Kalikapazitäten und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Bergwerke führen wird, ganz im Zeichen unserer Zwei-Säulen-Strategie. Diese verfolgt das Ziel, Managementressourcen und finanzielle Mittel auf die Geschäftsbereiche Kaliund Magnesiumprodukte sowie Salz zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund haben wir im Jahr 2011 das COMPO - Geschäft und im Jahr 2012 das NITROGEN-Geschäft veräußert. Detaillierte Angaben zu den Veräußerungen finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 168. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR AKQUISITION VON POTASH One finden Sie auf Seite 171 im Anhang zum Konzernabschluss. KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die Zukunft ergebenden strategischen Handlungsfelder werden in Abbildung 4.2.2 dargestellt. /ABB: 4.2.2 ![]() SALZFür den Geschäftsbereich Salz sehen wir für die Zukunft die in Abbildung 4.2.3 dargestellten strategischen Handlungsfelder. /ABB: 4.2.3 ![]() STRATEGISCHE KONZERNSTRUKTURBei der Ausgestaltung der gesellschaftsrechtlichen Konzernstruktur stehen insbesondere die Optimierung der Konzernfinanzierung sowie die steuerliche Optimierung im Vordergrund. / INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN AUSRICHTUNG DES KONZERNS finden Sie im Prognosebericht auf Seite 132. STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMENMit unseren Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:
/ INFORMATIONEN ZU DEN ZIELEN DES FINANZMANAGEMENTS finden Sie im Kapitel Finanzlage auf Seite 99. Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir im Geschäftsjahr 2010 zunächst das Fälligkeitsprofil der Finanzierungsinstrumente der K+S GRUPPE optimiert. Dazu wurden zwei revolvierende Kreditlinien zu einer Konsortialkreditlinie mit günstigeren Konditionen zusammengefasst und ihre Fälligkeit von April 2012 auf Juli 2015 verlängert. Darüber hinaus haben wir am 12. Juni 2012 eine zweite Unternehmensanleihe in Höhe von 500 Mio. € platziert. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von zehn Jahren und einen Zinskupon von 3,0% p. a. Der Mittelzufluss soll zur Refinanzierung der bereits ausstehenden, in 2014 fälligen Unternehmensanleihe (Emissionsvolumen: 750 Mio. €; Zinskupon: 5,0% p. a.) verwendet werden. Diese Maßnahme, die sonstige Liquidität sowie die künftigen Cashflows dienen der Finanzierung des Legacy Projekts in Kanada sowie allgemeinen Unternehmenszwecken. / EINE ÜBERSICHT DES FÄLLIGKEITSPROFILS finden Sie aufSeite 130. Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die zentrale Treasury-Einheit. Dabei streben wir eine ständige Liquitätsreserve für die K+S GRUPPE von mindestens 500 Mio. € an. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. / INFORMATIONEN ZU KÜNFTIGEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden Sie im ‚Prognosebericht' auf Seite 141. 4.3 UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNGDas interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE ist das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht. Das IKS beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Vorbereitung und Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es dient insbesondere zur:
Das IKS der K+S GRUPPE setzt sich aus den Bausteinen „Internes Steuerungssystem“ und „Internes Überwachungssystem“ zusammen. Die kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit der gruppenweit geregelten Systeme stellt einen wesentlichen Bestandteil des IKS dar. /ABB: 4.3.1 ![]() INTERNES STEUERUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPEDie Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der K+S GRUPPE gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an Geschäftsführungen und Vorstand berichtet. VISION, MISSION, STRATEGIE UND ZIELE ALS AUSGANGSPUNKT FÜR DIE STEUERUNG DES GESAMTKONZERNS MIT HILFE VON INTERNEN REGELUNGENAusgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE. CONTROLLINGINSTRUMENTEDem Management stehen die folgenden Controllinginstrumente zur Verfügung: ROLLIERENDE HOCHSCHÄTZUNGFür das laufende Geschäftsjahr sowie für die beiden Folgejahre wird in der Regel monatlich eine rollierende Ergebnis- und Liquiditätshochschätzung erstellt, auf die berechtigte Mitarbeiter über ein internes elektronisches Portal zugreifen können. MONATLICHE BERICHTERSTATTUNGDie Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen bei Produktion, Absatz, Umsatz, Personal, Investitionen und weiteren Kennzahlen. Auch diese Informationen stehen über das genannte Portal zur Verfügung. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert. So ermöglicht beispielsweise die Preisentwicklung von Futures für Agrarrohstoffe eine grobe Einschätzung der Ertragsperspektiven der Landwirtschaft und gibt u. a. Indikationen für Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten, Absatz und die mögliche Kapazitätsauslastung. Im Geschäftsbereich Salz gibt der Verlauf der Auftausalzausschreibungen Aufschluss über die Entwicklung von Marktanteilen und Preisen. Gruppenweit ist die Preisentwicklung von Gas und Öl ein bedeutender Indikator für die künftige Energiekostenentwicklung und die Entwicklung von Frachtraten auf für uns relevanten Transportrouten wiederum für künftige Frachtkosten und unser Regionalportfolio. VIERTELJÄHRLICHER MANAGEMENTDIALOGZwischen Vorstand und den Geschäftsbereichen Kali-und Magnesiumprodukte und Salz sowie weiteren Einheiten findet vierteljährlich ein sogenannter Management-Dialog statt. In jeder der vier Veranstaltungen wird ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation sowie die rollierende Hochschätzung gegeben. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u. a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und -erreichung diskutiert. GREMIEN/KOMMISSIONENZur Unterstützung des Managements behandeln bereichsübergreifende Gremien regelmäßig u. a. die Themen Personal, Compliance und Informationstechnologie. Für die Prüfung und Bewertung von Investitionen bzw. Akquisitionen/Devestitionen sind spezielle Kommissionen eingerichtet. Darüber hinaus beschäftigt sich eine Nachhaltigkeitskommission mit der systematischen Beobachtung nachhaltigkeitsrelevanter Themen, um soziale, ökologische und auch ökonomische Trends frühzeitig zu identifizieren und in Managementprozesse zu integrieren. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN UND FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLENNeben den nachfolgend beschriebenen finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Kapitel ‚Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 72 die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind. Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von:
/ DEFINITIONEN HIER VERWENDETER KENNZAHLEN findenSie auf Seite 219. Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt den Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft sind. Das EBITDA bildet darüber hinaus die Basis für die Ermittlung des Verschuldungsgrades auf Gruppenebene, der u. a. eine Zielgröße der Kapitalstruktur darstellt. Weitere Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden Sie auf Seite 99. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Allokation unserer finanziellen Mittel zu erreichen. / DER VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF auf Seite 90 beinhaltet u.a. dieSteuerungskennzahlen EBIT I, EBITDA, bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern und bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern. Im Zentrum der finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Schaffung eines Mehrwerts. D. h. wir wollen für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15% verdienen. Zur Überprüfung dieser Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mit Hilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahlen ‚bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern' und ‚bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern' überwachen wir kontinuierlich. Letzteres bildet die Basis für die gemäß unserer langfristigen Dividendenpolitik grundsätzlich angestrebte Ausschüttungsquote von 40 bis 50%. / EINE DARSTELLUNG UND BESCHREIBUNG DER ENTWICKLUNG VON ERTRAGSKENNZAHLEN IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN finden Sie im Kapitel ‚Ertragslage' auf Seite 98, von Cash-flow und Investitionen im Kapitel ‚Finanzlage' auf Seite 103. COMPLIANCE ALS BESTANDTEIL DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMSCompliance ist selbstverständliche Grundhaltung bei allen Aktivitäten der K+S GRUPPE. Das Compliance-System ist auf die Sicherstellung gesetzes- und regelkonformen Verhaltens ausgerichtet. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA COMPLIANCE finden Sie im Kapitel ‚Corporate Governance' auf Seite 37. RISIKOMANAGEMENT – EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL DES INTERNEN STEUERUNGS-SYSTEMSWesentliche Aufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken. Die identifizierten Risiken bilden die Grundlage, aus denen Maßnahmen zur Steuerung abgeleitet werden. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM RISIKOMANAGEMENT-SYSTEM finden Sie im Risikobericht auf Seite 113. INTERNES ÜBERWACHUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPEDas interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmensziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. PROZESSINTEGRIERTE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMENProzessintegrierte Überwachungsmaßnahmen dienen dem Management operationeller Risiken. Hierunter fallen Verlustrisiken, die ihre Ursache in nicht angemessenen oder fehlerhaften internen Prozessen, Handlungen oder Systemen haben. Deren Identifikation, Bewertung und Kontrolle ist ein wesentlicher Aspekt der prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen. Bei der Gestaltung von Prozessen sind grundsätzlich Risiken für die Prozesszielerreichung zu analysieren und entsprechende Kontrollen einzurichten. Kontrollen sollen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern in den Arbeitsabläufen bzw. aufgetretene Fehler aufdecken. So umfassen vorgelagerte Kontrollen fehlerverhindernde Maßnahmen, die sowohl in unsere Aufbau- als auch unsere Ablauforganisation integriert sind. Nachgelagerte Kontrollen werden eingesetzt, um bereits entstandene Fehler frühzeitig aufzudecken, um korrigierend einzugreifen und damit die ordnungsgemäße Prozessabwicklung sicherzustellen. PROZESSUNABHÄNGIGE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMENProzessunabhängige Überwachungsmaßnahmen sind weder in den Arbeitsablauf integriert, noch für das Ergebnis des überwachten Prozesses verantwortlich. Durchgeführt werden diese in der K+S GRUPPE von der internen Revision. Mit den Ergebnissen von durchgeführten Prüfungen wird die jährliche Beurteilung der operativen Funktionalität des IKS unterstützt. 4.4 WESENTLICHE NICHTFINANZIELLE THEMENK+S-STRATEGIE ZUM UMGANG MIT NACHHALTIGKEITSTHEMENAls Rohstoffunternehmen müssen wir langfristig denken und handeln. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen. Die frühzeitige und systematische Identifizierung und Bewertung dieser Themen sowie gesellschaftlicher Trends und ihre Einbeziehung in unsere Managementprozesse helfen uns, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. Derzeit entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement weiter. Im vergangenen Jahr hat der Vorstand ein Nachhaltigkeitskomitee eingesetzt, das Aufgabenstellungen im Sinne unseres Nachhaltigkeitsverständnisses bearbeitet und Empfehlungen bzw. Entscheidungsvorlagen für den Vorstand erarbeitet. Das interdisziplinär und international besetzte Gremium widmet sich der frühzeitigen, systematischen Identifizierung und Priorisierung von Nachhaltigkeitsthemen und -initiativen. Ab Frühjahr 2013 ergänzt eine erfahrene Nachhaltigkeitsmanagerin das Komitee mit der Aufgabe, das Nachhaltigkeitsmanagement bei K+S gruppenweit weiter zu professionalisieren. Entscheidungen von konzernweiter Bedeutung werden grundsätzlich vom Gesamtvorstand getroffen. Das Thema Nachhaltigkeit wird bei K+S als Führungsaufgabe verstanden. / INFORMATIONEN ZU VISION UND UNTERNEHM ENSSTRATEGIE finden Sie auf Seite 9 sowie auf Seite 66 dieses Finanzberichts. In unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht haben wir unsere wesentlichen Handlungsfelder für eine nachhaltige Entwicklung mit ihren Chancen, Risiken und ihrer Bedeutung für unsere Stakeholder sowie unsere Einflussmöglichkeiten dargestellt. Diese Handlungsfelder leiten sich aus unserer Mission und Unternehmensstrategie, aus den globalen Megatrends und aus Managementthemen ab. / KRITERIEN FÜR WESENTLICH E HANDLUNGSFELDER FÜR EINE NACHH ALTIGE ENTWICK LUNG, DAMIT VERBUNDENE CHANCEN, RISIKEN UND STAKEHOLDERERWARTUNGEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 13. Im Folgenden wird auf drei der in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht ausführlich beschriebenen Themen eingegangen, die für unsere wirtschaftliche Lage von besonderer Relevanz sind:
ANWENDUNG EINES RAHMENKONZEPTES FÜR DIE NACHHALTIGK EITSBERICHTERSTATTUNGDie Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sind ein international anerkannter Leitfaden für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie schlagen Berichterstattungsprinzipien und spezifische Inhalte vor, mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit von Unternehmensberichten zu erhöhen und die Qualität und Detailgenauigkeit der Berichte zu verbessern. Zwar sind diese Richtlinien auf alle Unternehmen anwendbar, können aber nicht den spezifischen Anforderungen einzelner Wirtschaftszweige wie auch denen unseres Industriezweigs Rechnung tragen. Daher haben wir uns so weit wie möglich an den Richtlinien orientiert, jedoch darüber hinaus auch speziell für die K+S GRUPPE relevante Aspekte in die Berichterstattung einbezogen. Den Erfüllungsgrad der GRI-Richtlinien schätzen wir selbst mit (B) ein. MITARBEITERVORAUSSCHAUENDE PERSONALPOLITIKDie Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der K+S GRUPPE erfordert eine vorausschauende Personalpolitik. Sie basiert auf einer zukunftsgerichteten Fach- und Führungskräfteentwicklung, die bereits mit der frühzeitigen Nachwuchssicherung beginnt. Wir wollen für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein. Wir bieten Arbeitsplätze in einem leistungsstarken Netzwerk an, das von Chile über die USA, Kanada und Europa bis nach Singapur reicht. Neben spannenden Aufgaben bieten wir unseren Mitarbeitern umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten, eine leistungsorientierte Bezahlung und eine Beteiligung am Unternehmenserfolg. ECKSTEINE DES PERSONALMANAGEMENTS
MITARBEITERANZAHL STABILDie ausgewiesene Mitarbeiteranzahl der K+S GRUPPE beinhaltet die Stammbelegschaft, Auszubildende und befristet Beschäftigte (ohne Studenten und Praktikanten). Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten (FTE) ermittelt, d. h. Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. / TAB: 4.4. 1 TAB: 4.4.1 MITARBEITER NACH BEREICHEN scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Am 31. Dezember 2012 waren in der K+S GRUPPE insgesamt 14.362 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem 31. Dezember 2011 (14.338 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit in etwa gleich geblieben. Während die Mitarbeiterzahl im Geschäftsbereich Salz leicht zurückging, gab es im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte einen leichten Personalaufbau zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmenge, für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes sowie für das Legacy Projekt. Darüber hinaus erforderte die IT-Integration von MORTON SALT einen Aufbau von Personal in der K+S IT-SERVICES GMBH, die in den Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT dargestellt wird. Bei der Durchschnittsbetrachtung zeigte sich wie erwartet ein leichter Zuwachs der Beschäftigtenzahl: Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 14.336 Menschen bei K+S beschäftigt (2011: 14.155). INTERNATIONALISIERUNG DER K+S GRUPPEInfolge der zunehmenden Internationalisierung der K+S GRUPPE sind mittlerweile 30% der Mitarbeiter außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel außerhalb von Europa beschäftigt. / ABB: 4.4.1 ![]() PERSONALAUFWANDIm Jahr 2012 lag der Personalaufwand der K+S GRUPPE bei 981,9 Mio. € und damit erwartungsgemäß leicht über dem Niveau des Vorjahres (2011: 962,0 Mio. €). Einem höheren Aufwand aus Tariferhöhungen, einem wechselkursbedingten Kostenanstieg sowie gestiegenen Personalkosten aufgrund einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stand eine niedrigere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung gegenüber. Die reinen Personalkosten ohne Rückstellungseffekte sind im Vergleich zum Vorjahr aus den gleichen Gründen um 21,2 Mio. € bzw. 2% auf 994,2 Mio. € gestiegen. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen betrug im vergangenen Jahr 71,4 Mio. € bzw. etwa 7% (2011: 91,9 Mio. € bzw. etwa 10%). / EINE AUSFÜHRLICHE WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 60. Im Jahr 2012 zahlten wir insgesamt 794,6 Mio. € an Löhnen und Gehältern (+3%) sowie 158,1 Mio. € Sozialabgaben (+2%). Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung betrugen im Berichtsjahr 29,2 Mio. € und lagen damit um 3,9 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Der Personalaufwand je Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 68.492 € (Vorjahr: 67.962 €) und ist damit um knapp 1% gestiegen; dies ist insbesondere auf Tariferhöhungen zurückzuführen. ALTERSSTRUKTUR UND FLUKTUATIONEine vergleichsweise lange Unternehmenszugehörigkeit und eine niedrige Fluktuation unterstreichen die Attraktivität von K+S als Arbeitgeber. So lag die Fluktuationsrate mit 6% erneut auf einem niedrigen Niveau. Der Teil der Fluktuation, der auf Eigenkündigung von Mitarbeitern bezogen auf die Gesamtbelegschaft beruht, belief sich unverändert sogar nur auf knapp 2%. Unsere Altersstruktur verdichtet sich in der Altersgruppe der 41- bis 50-Jährigen; das Durchschnittsalter der K+S-Beschäftigten lag unverändert bei rund 42 Jahren. / ABB: 4.4.2 ![]() Wir wollen frühzeitig die Weichen dafür stellen, dass wir auch künftig die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz haben. Daher haben wir im Jahr 2012 an unseren deutschen Standorten eine detaillierte Analyse der jeweiligen Altersstrukturen unserer Belegschaften und der damit verbundenen demografischen Herausforderungen durchgeführt. Jeder Standort erhält ein spezifisches Demografie-Profil sowie daraus abgeleitete Vorschläge für Maßnahmen aus den Bereichen Weiterbildung, Ausbildung/Umschulung, Führungskräfteentwicklung oder Sicherung der Arbeitsfähigkeit. Die Personalleiter werden diese Erkenntnisse bei ihrer zukünftigen Personalplanung berücksichtigen. Im Hinblick auf das relativ hohe Durchschnittsalter führt MORTON SALT – ergänzend zur Arbeit in den K+S-Personalkommissionen – jährlich ein eigenes „Talent Review“ durch, bei der die augenblickliche und zukünftige demografische Zusammensetzung der Belegschaft analysiert und die Nachfolgepläne entsprechend aktualisiert und angepasst werden. In den Betrachtungsprozess einbezogen sind alle Führungspositionen, die Ingenieursfunktionen sowie weitere Schlüsselpositionen. ANTEIL WEIBLICHER UND MÄNNLICHER ARBEITNEHMERBedingt durch die Bergwerksbetriebe der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz hat K+S einen hohen Anteil an gewerblichen Arbeitsplätzen unter Tage. Diese Arbeitsplätze waren in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen (§64a BBergG) weitgehend männlichen Arbeitnehmern vorbehalten; erst zum 31. Juli 2009 hat der Gesetzgeber die Vorschrift ersatzlos gestrichen. Dies kommt dem Bestreben von K+S entgegen, mehr Frauen für technische Berufe zu interessieren; bereits im Sommer 2010 haben wir damit begonnen, die ersten Bergbautechnologinnen bei uns auszubilden. Der Anteil der weiblichen Beschäftigten betrug zum Jahresende 2012 gruppenweit 11,7 % (2011: 10,9%), in Deutschland 8,9% (2011: 8,5%) und an Verwaltungsstandorten durchschnittlich 40,4 % (2011: 37,8 %). Der Anteil der weiblichen Führungskräfte lag gruppenweit bei 11,3% (2011: 9,7%) und in Deutschland bei 10,0% (2011: 8,6%). Einer freiwilligen Selbstverpflichtung der 30 DAX-Konzerne haben wir uns im Oktober 2011 angeschlossen, mit der sich die Unternehmen für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, für Chancengleichheit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie als wichtigen Bestandteil des Diversity-Managements einsetzen. Im Rahmen dieser Selbstverpflichtung strebt die K+S GRUPPE an, ausgehend von den Zahlen zum 31. Dezember 2010 den Anteil der Frauen in Führungspositionen um rund 30% zu steigern und bis 2020 einen Anteil von Frauen in Führungspositionen zu haben, welcher demjenigen der weiblichen Belegschaft zur Gesamtbelegschaft von K+S in Deutschland entspricht. BEDARFSORIENTIERTE BERUFSAUSBILDUNGLangjährige Firmenzugehörigkeit und der damit verbundene Erfahrungsschatz sind wichtige Bausteine einer nachhaltig erfolgreichen Personalpolitik. Dazu gehört jedoch auch der Wissenstransfer auf jüngere Mitarbeiter und damit die gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften. Hier stellen wir bereits seit Jahren die Weichen für unser Wachstum von morgen. Da das duale Berufsausbildungssystem, das die theoretische Bildung in Berufsschulen mit der Praxis im Betrieb kombiniert, in dieser Ausgestaltung nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht, bezieht sich unsere Berichterstattung zum Thema Ausbildung nur auf Deutschland. Entsprechend unserer Zielsetzung, dass pro Jahr mindestens 160 Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, haben im Jahr 2012 177 junge Menschen eine Berufsausbildung bei uns begonnen. Dies geschieht in 18 Ausbildungsberufen an 12 deutschen Standorten der K+S GRUPPE. Per 31. Dezember 2012 beschäftigten wir insgesamt 607 Auszubildende, ein Rückgang von 24 Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr. Dieser war vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr Auszubildende ihre Ausbildung aufgrund guter Leistungen schneller abschließen konnten als in der Vergleichsperiode. Die Ausbildungsquote der inländischen Gesellschaften liegt mit 6,0 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Unsere langfristig geplante und am Bedarf ausgerichtete Ausbildung sorgt für den benötigten Nachwuchs in gewerblichen, bergbaulichen, kaufmännischen, Chemie-, IT- und Logistikberufen. Dafür haben wir im Jahr 2012 rund 11,5 Mio. € Personal- sowie 3,8 Mio. € Sachkosten aufgewandt (2011: Personalkosten: 11,4 Mio. €; Sachkosten: 3,2 Mio. €). Wir freuen uns, dass wir im Berichtsjahr erneut etwa 90% der Ausgelernten übernehmen konnten. /TAB: 4.4.2 scroll
PERSONALENTWICKLUNGUnsere systematische und bedarfsorientierte Personalentwicklung hat zum Ziel, Fach- und Führungspositionen vorrangig aus den eigenen Reihen zu besetzen. Im regelmäßigen Turnus treffen sich die Personalkommissionen, um eine gruppenweite und geschäftsbereichsübergreifende Nachfolgeplanung für das In- und Ausland sicherzustellen und die hierfür erforderlichen Personalentwicklungsmaßnahmen frühzeitig einzuleiten. Für das Jahr 2013 haben wir uns die Weiterentwicklung unseres Talent Managements vorgenommen. Der Aufwand für die Personalentwicklung in Deutschland belief sich auf rund 13,4 Mio. € und ist damit um 11% gestiegen (2011: 12,1 Mio. €). Davon entfielen 9,7 Mio. € auf Weiterbildungs- (2011: 8,4 Mio. €), 3,5 Mio. € auf Fortbildungsmaßnahmen (2011: 3,6 Mio. €) sowie 0,2 Mio. € auf Aktivitäten im Bereich des Personalmarketings (2011: 0,1 Mio. €). Bereits in 2011 haben wir das Ziel formuliert, dass der Aufwand für Personalentwicklung bis zum Jahr 2016 gegenüber dem des Jahres 2010 (12,1 Mio. €) um mindestens ein Drittel gesteigert werden soll. An diesem Ziel halten wir unverändert fest. Auch an unseren ausländischen Standorten spielt Personalentwicklung eine wichtige Rolle. WEITERBILDUNGDer Weiterbildung unserer Mitarbeiter kommt aufgrund wachsender und verstärkt internationaler Anforderungen sowie technischer Innovationen eine zunehmend größere Bedeutung zu. Die K+S GRUPPE bietet neben gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungsmaßnahmen auch fachspezifische, fachübergreifende, IT- und Sprachschulungen sowie spezielle Seminarreihen für Führungskräfte an. Unmittelbare Unterstützung bei neuen und komplexen Aufgabenstellungen erhalten die Mitarbeiter durch begleitende Bildungsmaßnahmen. Mitarbeiter und Vorgesetzte ermitteln in Jahresoder Mitarbeitergesprächen gemeinsam den Weiterbildungsbedarf. Während sich die Mitarbeiter in Deutschland und in Südamerika meist in Präsenzschulungen weiterbilden, findet in den USA und Kanada aufgrund der großen Anzahl an Standorten sowie der geografischen Gegebenheiten ein Großteil der Schulungen online statt. Die virtuelle „MORTON University“ bietet den Mitarbeitern die Möglichkeit, eine Weiterbildungsmaßnahme online zu einem für sie günstigen Zeitpunkt zu absolvieren. Im Jahr 2012 haben unsere Mitarbeiter insgesamt 8.646 Weiterbildungsmaßnahmen absolviert (2011: 11.000). Damit lag die durchschnittliche Anzahl an Trainingsstunden pro Jahr und Mitarbeiter bei 11,6 Stunden. / TAB: 4.4.3 scroll
FORTBILDUNGAusgewählten Mitarbeitern aus den Bereichen Technik, Bergbau und Produktion ermöglichen wir eine Fortbildung zum Techniker oder eine darauf aufbauende Qualifizierung mit der Perspektive einer Führungslaufbahn. Unser Hauptpartner in Deutschland ist die Fachschule für Wirtschaft und Technik (FWT) in Clausthal-Zellerfeld. Derzeit absolvieren 80 Mitarbeiter die Technikerausbildung. Weitere neun Mitarbeiter qualifizieren sich zum Ingenieur. Darüber hinaus absolvieren derzeit 15 Mitarbeiter ein „K+S StudiumPlus“. Dabei handelt es sich um ein von K+S angebotenes Stipendium für Bachelor-/ Master-Vollzeitstudiengänge. Notwendige Praktika oder Werksstudententätigkeiten können die Studenten auf unseren Standorten absolvieren; die Betriebszugehörigkeit bleibt über die gesamte Studiendauer erhalten. MORTON SALT erstattet Mitarbeitern die Studiengebühren, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer durch das Unternehmen anerkannten Universität fortbilden. PERSONALMARKETINGDas Personalmarketing umfasst Maßnahmen zur Imagebildung für K+S als attraktiven Arbeitgeber, Ausbildungsmarketing sowie Hochschulmarketing. Im Jahr 2012 haben wir uns in Deutschland auf 16 Hochschulmessen präsentiert und die Kontakte zu Hochschulen mit bergbaulichem bzw. technischem Schwerpunkt ausgebaut. Wir werden das Personalmarketing sowie die Rekrutierungsaktivitäten an Schulen und Hochschulen weiter ausbauen, um verstärkt Absolventinnen der so genannten MINT -Studiengänge (Mathematik, Ingenieur-, Natur-, Technikwissenschaften) für uns zu gewinnen. Auch MORTON SALT präsentiert sich auf Hochschulmessen, über Jobbörsen, Zeitungen, Universitäten und Fachorganisationen. ARBEITSSICHERHEITUnsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen ist unser Ziel. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen in der Regel sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir, zum Teil gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. Jeder Mitarbeiter hat bei seiner Arbeit Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen – für sich selbst und seine Kollegen. Unsere Führungskräfte haben Vorbildfunktion. Im Jahr 2012 sind auf unseren Standorten 956 Verletzungen (2011: 987) und 212 Arbeitsunfälle (2011: 194) mit Ausfallzeit aufgetreten. Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Arbeitsunfall lag bei 18 Kalendertagen (2011: 25,1). Seit 2011 haben wir ein gruppenweit einheitliches Arbeitssicherheits-Reporting (Integrated Safety Report), das Verletzungen, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als einem Tag nach sich ziehen, als Arbeitsunfall definiert. Die Kennziffer „Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden“ lag im Jahr 2012 bei 8,5 (2011: 7,7). Trotz der strengeren Definition der Arbeitsunfälle ab einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als einem Tag statt von mehr als drei Tagen gab es in der K+S GRUPPE weniger Arbeitsunfälle je einer Million geleisteter Arbeitsstunden als bei den in der gewerblichen Berufsgenossenschaft organisierten Unternehmen im Durchschnitt. Leider mussten wir im Jahr 2012 auf unseren deutschen Standorten fünf tödliche Unfälle verzeichnen (2011: 1). Die im Nachgang jeweils durchgeführten detaillierten Analysen der Geschehnisse ergaben in zwei Fällen, dass das Unfallereignis durch eine außergewöhnliche geologische bzw. gebirgsmechanisch/geologische Situation verursacht worden ist. In den anderen Fällen ließ sich menschliches Fehlverhalten der Verunfallten nicht ausschließen. Ein dem Unternehmen zuzurechnendes Fehlverhalten wurde in keinem der Fälle festgestellt. Neben internen Spezialisten sowie Vertretern von Behörden und Unfallversicherern haben auch externe Gutachter zur Aufklärung der Unfallursachen beigetragen. Anschließend sind neue Präventionsmaßnahmen beschlossen worden, um zukünftig nach Möglichkeit auch solche Unfälle zu vermeiden. / ZUSÄTZLICH E INFORMATIONEN ZU ARBEITSSICH ERHEIT, PRÄVENTION UND ANDEREN MITARBEITERTHEMEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 87. GEWÄSSERSCHUTZEs ist unser Ziel, die Kaliproduktion auf dem heutigen Produktionsniveau im Sinne eines nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns und eines schonenden Umgangs mit der Umwelt für die künftigen Jahrzehnte fortzusetzen und zu sichern. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei dem Gewässerschutz, insbesondere – aber nicht nur – im hessischthüringischen Kalirevier. WASSEREINSATZDas in unseren Kalibergwerken gewonnene Rohsalz enthält neben den Wertstoffen Kali, Magnesium und Schwefel auch nicht weiter verwertbare Salze und andere Bestandteile. Zur Abtrennung der Wertstoffe werden je nach Standort die Verfahren Heißverlösung, Flotation und in Verbindung mit beiden die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) angewendet. Während die Verfahren Heißverlösung und Flotation nicht ohne den Einsatz von Wasser auskommen, lassen sich mit dem von K+S patentierten, trockenen ESTA-Verfahren gegenüber der klassischen Nasstrennung deutliche Wassereinsparungen erzielen. Im Geschäftsbereich Salz kommt Wasser vor allem beim Solungsbergbau zum Einsatz, einem Gewinnungsverfahren, bei dem die Steinsalzlagerstätte mit Hilfe der kontrollierten Bohrlochsolung von über Tage aus durch eine oder mehrere Solebohrungen (Kavernenbohrungen) erschlossen wird. So wird Süßwasser in die Lagerstätte geleitet. Das Wasser löst das feste Steinsalz auf und wird anschließend als konzentrierte Sole nach über Tage gepumpt. Dort geht die Sole entweder direkt als Rohstoff an die Chemische Industrie oder sie wird zu festem Siedesalz weiterverarbeitet. Dazu wird die Sole in geschlossene Verdampfergefäße geleitet, wo das Natriumchlorid auskristallisiert. Im Jahr 2012 haben wir gruppenweit 147 Mio. m³ Wasser eingesetzt (Vorjahr: 159 Mio. m³ Wasser). Der spezifische Wassereinsatz betrug 5,2 m³/t Ware (Vorjahr: 4,8 m³/t). Bis 2014 wollen wir eine Senkung auf unter 4 m³/t Ware erreichen, d. h. eine Verminderung um mehr als 20%. /ABB: 4.4.3 ![]() ABWÄSSERDie Kaliproduktion ist weltweit untrennbar mit der Notwendigkeit der Entsorgung von festen und flüssigen Rückständen verbunden. Die Rückstände aus der Produktion fallen entweder in fester Form oder als flüssige Rückstände (Salzabwässer) an. Die festen Rückstände, die im Wesentlichen aus derzeit nicht verwertbarem Steinsalz bestehen, halden wir auf oder verbringen sie wieder in die Gruben nach unter Tage. Die in Wasser gelösten Produktionsrückstände und salzhaltigen Wässer, die durch Niederschläge auf unseren Halden entstehen, entsorgen wir im Rahmen bestehender Genehmigungen über die Einleitung in Fließgewässer und über die Versenkung in tiefere Gesteinsschichten, den so genannten Plattendolomit. Bei der Gewinnung und Verarbeitung unserer natürlichen Rohsalze nutzen wir modernste Techniken und setzen dabei Maßstäbe für den Wettbewerb. Beispielsweise haben wir in den vergangenen Jahrzehnten die Salzabwässer im hessisch-thüringischen Kalirevier sehr deutlich reduziert:
Nach der Vorlage unseres Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im Oktober 2008 haben wir im Februar 2009 mit dem Land Hessen und dem Freistaat Thüringen eine Vereinbarung mit dem Ziel abgeschlossen, die Kaliproduktion im hessischthüringischen Kalirevier langfristig zu sichern und deren Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. Im Mai 2009 haben wir in Übereinstimmung mit dieser Vereinbarung unsere Gesamtstrategie zur Verminderung von Umweltbelastungen vorgelegt. Die Investitionen für die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität werden sich bis Ende 2015 auf insgesamt 360 Mio. € belaufen. Die ersten Bauarbeiten haben an den Standorten des Werks Werra in Hessen und Thüringen im Oktober 2011 begonnen. Insgesamt arbeiten wir an mehreren Teilprojekten, mit denen das Aufkommen an Salzabwasser durch Veränderungen in den Produktionsverfahren, zum Teil auch durch neue Verfahrenstechnik, bis Ende 2015 im Vergleich zum Jahr 2006 um rund 50% auf 7 Mio. m3 reduziert werden soll. Damit sollte für die Einleitung in Gewässer ein Volumen von 0,2 m3/t Produkt im Jahr 2015 möglich sein. Dies wird eine Senkung der Salzkonzentration im Fluss Werra um etwa 30% im Vergleich zum Jahr 2006 ermöglichen und weitere, deutliche ökologische Verbesserungen mit sich bringen. Voraussetzung für ein Erreichen dieser Ziele ist es, dass es auch nach 2015 eine ausgewogene Verteilung zwischen Einleitung und Nutzung des Untergrundes gibt. Mit den geplanten Maßnahmen gehen wir an die Grenzen des technisch Sinnvollen und wirtschaftlich Vertretbaren. Damit sollten bzw. werden sich nicht nur die Perspektiven für unsere Standorte und ihre Mitarbeiter, sondern auch für sehr viele Menschen in der Region verbessern. Eine Beschreibung möglicher Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Salzabwässern sowie festen Produktionsrückständen, die eine nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE zur Folge hätte, finden Sie im Risikobericht auf Seite 120. Im Jahr 2012 belief sich die Menge der Salzabwässer auf insgesamt 12,1 Mio. m3 bzw. 0,43 m3/t Produkt (Vorjahr: 12,7 Mio. m3 bzw. 0,38 m3/t Produkt). Hiervon haben wir 7,2 Mio. m3 bzw. 0,26 m3/t Produkt in Gewässer eingeleitet (Vorjahr: 6,9 Mio. m3 bzw. 0,21 m3/t Produkt) und 4,9 Mio. m3 bzw. 0,17 m3/t Produkt versenkt (Vorjahr: 5,7 Mio. m3 bzw. 0,17 m3/t Produkt). Insgesamt wurden im Jahr 2012 80,4 Mio. € in den Gewässerschutz investiert (2011: 12,2 Mio. €). Die Betriebskosten für den Gewässerschutz betrugen 103,5 Mio. € (2011: 108,4 Mio. €). /ABB: 4.4.4 ![]() EFFIZIENTE ENERGIENUTZUNG UND KLIMASCHUTZK+S nimmt den Klimaschutz als ökologische und ökonomische Herausforderung ernst. Der Schutz des Klimas gehört zu den zentralen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten. Wir wollen unseren Beitrag leisten, die vorhandenen Ressourcen noch effizienter zu nutzen. VERBESSERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ UND REDUZIERUNG DER CO2-EMISSIONENZur Verbesserung der Energieeffizienz und zur weiteren Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen an den Standorten der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz werden zurzeit folgende wesentliche Maßnahmen verfolgt:
Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungsanlagen und Siedesalzanlagen erforderliche Energie – Strom und Dampf – wird in Europa fast ausschließlich auf Erdgasbasis erzeugt, das im Vergleich aller fossilen Energieträger die spezifisch geringsten CO2-Emissionen verursacht, sowie aus thermischer Verwertung von Abfällen. ENERGIEVERBRAUCHIm Jahr 2012 betrug der Energieverbrauch insgesamt 8.747 GWh (Vorjahr: 8.865 GWh). Hiervon entfielen 5.559 GWh auf Erd-, Flüssig- und Biogas, 1.474 GWh auf von extern bezogenen Dampf, 1.065 GWh auf Kohle, 567 GWh auf Fremdstrom und 81 GWh auf leichtes und schweres Heizöl. Wir haben 47 GWh Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Der spezifische Energieverbrauch je produzierter Tonne Produkt lag bei 309 kWh/t Produkt (Vorjahr: 267 kWh/t Produkt). Der Energieverbrauch konnte absolut erneut leicht gesenkt werden. Der Energieverbrauch pro Tonne Produkt erhöhte sich jedoch aufgrund der geringeren Kapazitätsauslastung im Geschäftsbereich Salz. Die Energiekosten der K+S GRUPPE sind preisbedingt deutlich angestiegen. Wir sehen eine realistische Chance auf eine Senkung des spezifischen Energieverbrauchs auf unter 270 kWh/t im Jahr 2014. /ABB: 4.4.5 ![]() CO2-EMISSIONENAls Partner der zwischen Bundesregierung und deutscher Wirtschaft vereinbarten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz hatten wir uns für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2012 die spezifischen CO2-Emissionen auf 28 kg/t Rohsalz und die absoluten CO2-Emissionen auf 1,1 Mio. t pro Jahr abzusenken. Dies haben wir erreicht: Die spezifischen CO2-Emissionen des Geschäftsbereichs beliefen sich im Jahr 2012 auf 24 kg/t Rohsalz, die absoluten CO2-Emissionen auf 1,0 Mio. t. Nach dem planmäßigen Auslaufen der Vereinbarung mit der Bundesregierung Ende 2012, wird für die Jahre 2011 und 2012 ein Endbericht erstellt. Ab dem Jahr 2013 wird die Selbstverpflichtung durch die Einführung von extern zertifizierten Energiemanagementsystemen nach DIN ISO 50001 ersetzt. / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 72. Gruppenweit betrugen die CO2- Emissionen im Jahr 2012 1,5 Mio. t (Vorjahr: 1,5 Mio. t). Der Kohlendioxidausstoß je produzierter Tonne Ware lag aufgrund einer geringeren Produktionsmenge bei 53 kg/t Produkt (Vorjahr: 46 kg/t Produkt). Wir sehen eine realistische Chance, die CO2-Emissionen ab dem Jahr 2014 auf ca. 45 kg/t weiter senken zu können. / ABB: 4.4.6 ![]() EMISSIONSHANDELDer Emissionshandel ist eines der Instrumente, die das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 zur Reduktion der Treibhausgase vorsieht. Im Jahr 2005 ist das europäische System zum Handel mit Emissionszertifikaten in Kraft getreten. Unternehmen, die mehr CO2 emittieren, als die ihnen zugeteilten Emissionsrechte erlauben, können wählen, ob sie in Emissionsminderungsprojekte investieren oder Zertifikate zur Emissionsberechtigung auf dem Markt zukaufen. Im Januar 2008 startete die zweite Handelsperiode im Emissionshandel. Weiterhin sind 16 Anlagen der K+S GRUPPE emissionshandelspflichtig. Bei der Zuteilung von Emissionsrechten nach dem Benchmark-System wird in Deutschland die Energieeffizienz der einzelnen Anlagen jedoch nicht vollumfänglich berücksichtigt. Stattdessen werden Anlagen der Energiewirtschaft pauschal mit einer prozentualen Minderungsverpflichtung belegt. Diese sind insbesondere für effiziente Energieerzeugungsanlagen der Industrie, wie unsere Kraftwerke, die dank der Kraft-Wärme-Kopplung bereits einen Wirkungsgrad von über 90% besitzen, schwer zu realisieren. So angewendet, verfehlt der Emissionshandel den gewollten Lenkungseffekt. Dennoch emittiert K+S weniger CO2, als die zugeteilten Emissionsrechte erlauben. Während wir diese in der ersten Handelsperiode mit Ertrag verkauft haben, bauen wir seit Beginn der zweiten Handelsperiode unseren Bestand auf. Wir bereiten uns damit auf die dritte Handelsperiode (2013 – 2020) vor, weil darin schrittweise die kostenlose Zuteilung der Zertifikate verringert werden soll und somit die Beschaffung der Zertifikate zunehmend am freien Markt erfolgen muss. Um daraus entstehenden künftigen Preisrisiken entgegenzuwirken, haben wir die von uns zusätzlich benötigten Zertifikate bereits erworben und im Anlagevermögen ausgewiesen. Sie werden in den Jahren 2013 bis 2020 mit einem niedrigen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr aufwandswirksam. 4.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGFORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTENZIELE UND SCHWERPUNKTE UNSERER FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEITMit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir grundsätzlich zwei Ziele:
Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf die Verfahrensoptimierung sowie die Produktneu- und -weiterentwicklung. Die beständige Überprüfung und Fortentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren und -prozesse soll eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal sicherstellen. Dazu analysieren wir neue Technologien und Materialien und betreiben eigene Forschungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Produktentwicklung, Produktaufbereitung, Verfahrenstechnik und Analytik. Im Rahmen der Neuentwicklung und Verbesserung der von uns angebotenen Düngemittel setzen wir uns für die praxisorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung ein. Wir erarbeiten Lösungen zur Befriedigung des erhöhten Nahrungs- und Futtermittelbedarfs aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung sowie sich ändernder Ernährungsgewohnheiten. Unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung unterstützt Kunden beim Einsatz unserer Produkte vor Ort und schafft einen Wissenstransfer in die weniger entwickelten Regionen. In der anwendungsorientierten landwirtschaftlichen Forschung bauen wir das Projektportfolio unserer gemeinsam mit der Universität Göttingen betriebenen Forschungseinrichtung weiter aus. Im Jahr 2012 standen die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das Legacy Projekt im Vordergrund. Im Rahmen dieses Projekts haben wir umfangreiche Aktivitäten im Solungsbergbau und in der Aufbereitung der zukünftig gewonnenen Solen unternommen. Darüber hinaus treiben wir die Verbesserung von Produktionsprozessen zur Verringerung fester sowie flüssiger Rückstände voran, um somit die Wertstoffe unserer Lagerstätten möglichst vollständig gewinnen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt der verfahrenstechnischen Forschung ist sowohl im Geschäftsbereich Kaliund Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz die weitere Verbesserung der Herstellungsverfahren sowie die Flexibilisierung der Prozesse zur Anpassung an veränderte Rohstoff-, Produktions- oder Marktbedingungen. NUTZUNG VON EXTERNEM F&E-KNOW-HOWDie Forschungsstrategie der K+S GRUPPE umfasst interne sowie externe Forschungsaktivitäten. Einen wichtigen Bestandteil bilden Kooperationen, die einen effektiven Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis, den Zugriff auf ein internationales Netzwerk sowie die Nutzung von Synergien erlauben. Im Jahr 2012 wurden für die Kooperation mit externen Forschungseinrichtungen 2,2 Mio. € aufgewendet (2011: 2,3 Mio. €); dies sind etwa 6,5% unserer insgesamt in diesem Geschäftsjahr aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten von 33,6 Mio. €. Die eingesetzten Mittel konzentrierten sich auf die folgenden – exemplarisch ausgewählten – Themen: SOLUNGSBERGBAUZusammen mit kanadischen und deutschen Spezialisten haben wir die verfügbaren Methoden des Solungsbergbaus im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für die speziellen Lagerstättengegebenheiten des Legacy Projektes geprüft. ZUKUNFTSWEISENDE ABBAUTECHNIKENInnerhalb des siebten Rahmen-Forschungsprogramms der EU-Kommission beteiligt sich K+S seit 2012 an einem Konsortium aus 26 Unternehmen und Forschungseinrichtungen namens I2Mine. Die Initiative hat die Herausforderungen im Fokus, mit denen der Bergbau heute konfrontiert ist: die Erschließung immer tieferer Lagerstätten und das Bestreben, den Bergbau dennoch sicher, möglichst wenig sichtbar und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt zu betreiben. Im Rahmen dieser Kooperation hoffen wir, neue Abbautechniken entwickeln zu können, die im Rahmen der Sicherheitsanforderungen zu einer besseren Ausnutzung unserer Lagerstätten sowie zu einer Erhöhung der Lebensdauer unserer Bergwerke führen. BEWERTUNG VON SALZPRODUKTENDas Forschungslabor von MORTON SALT hat kürzlich eine Lebensdauerstudie von Wasserenthärtungsanlagen durchgeführt, die mit den patentierten Salztabletten MORTON® SYSTEM SAV ER® II Pellets betrieben werden. Zusammen mit einem universitären Forschungsinstitut wurde die Wirkung der Auftaumittel von MORTON SALT getestet. Andere externe Laboratorien wurden beauftragt, Korrosionstests mit Auftaumitteln gemäß den Prüfprotokollen der Pacific Northwestern Snowfighters Association durchzuführen. Die aus diesen Studien gewonnen Ergebnisse bilden die Basis für neue Ansprüche an Produkte und entsprechende Werbekampagnen. INTERNATIONALE FELDVERSUCHEWir vergeben weltweit angelegte Feldversuche an spezialisierte und erfahrene landwirtschaftliche Versuchseinrichtungen, die von unseren Mitarbeitern wissenschaftlich begleitet werden. Diese Vorgehensweise ermöglichtes uns, wertvolle Erkenntnisse in unterschiedlichen Klimazonen, auf lokalen Böden sowie für vielfältige Kulturen zu gewinnen und unsere Produkte dementsprechend zu optimieren. ZUSAMMENARBEIT MIT DEM INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTEDie K+S KALI GMBH unterstützt das INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE (IPNI) in Norcross, USA, finanziell bei einem Projekt zur Optimierung der Düngungsstrategien in Plantagenbetrieben (siehe auch „Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte – Pflanzenbau“). INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN)Im Mai 2012 wurde von der K+S KALI GMBH das von der Georg-August-Universität Göttingen anerkannte Institut für angewandte Pflanzenernährung eröffnet. Ziel des IAPN ist es, im Rahmen einer Public-Private-Partnership eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt auf der praxisorientierten Forschung im Bereich Pflanzenernährung. So ist ein rasches Einbinden des erarbeiteten Wissens durch die K+S-Anwendungsberater in die Praxis gewährleistet. ENTWICKLUNGSORIENTIERTE AGRARFORSCHUNGZusammen mit dem Internationalen Kartoffelforschungszentrum CIP und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) erforscht die K+S KALI GMBH die ausgewogene Düngung der Kartoffel als weltweit drittwichtigstem Grundnahrungsmittel (siehe auch „Ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte – Pflanzenbau“). HOCHSCHULKOOPERATIONENIn den wirtschafts- und naturwissenschaftlichen sowie technischen Bereichen kooperieren wir mit Hochschulen und unterstützen dabei Hochschulabsolventen finanziell bei Studien-, Master- und Doktorarbeiten im Bereich unserer Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte. Dies gibt uns die Möglichkeit, Talente frühzeitig zu erkennen und qualifizierte Nachwuchskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. FORSCHUNGSKENNZAHLENFORSCHUNGSKOSTEN UND ENTWICKLUNGSINVESTITIONENDie Forschungskosten der fortgeführten Geschäftstätigkeiten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 19,4 Mio. € und lagen somit spürbar über dem Niveau des Vorjahres (2011: 17,0 Mio. €). Der Hauptteil der Forschungskosten entfiel auf Forschungsprojekte auf dem Gebiet des Solungsbergbaus im Rahmen der geplanten Bohrungen und der Aussolung der ersten Kaverne des Legacy Projekts in Saskatchewan. Die Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion bildete einen weiteren Schwerpunkt. Gemessen am Umsatz beträgt die Forschungsintensität der K+S GRUPPE 0,5% (2011: 0,4%); dieser Prozentsatz liegt in etwa auf dem in unserer Branche üblichen Niveau. / TAB: 4.5.1 scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Nach IFRS müssen bestimmte Entwicklungskosten in der Bilanz aktiviert werden. Diese Entwicklungsinvestitionen lagen für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten im Berichtsjahr mit 14,2 Mio. € (2011: 1,6 Mio. €) weit über dem Niveau des Vorjahres und fielen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Wesentlichen für die Entwicklung der ersten Kaverne des Legacy Projekts an. Die Aktivierung wird in den kommenden Jahren entsprechende Abschreibungen auf Entwicklungsinvestitionen nach sich ziehen. / TAB: 4.5.2 scroll
FORSCHUNGSMITARBEITERDie Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter stieg aufgrund von Einstellungen in der zentralen Forschung in Deutschland sowie im MORTON SALT-Forschungsinstitut in den USA wie geplant auf 87 (2011: 77) an. AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE –ERGEBNISSEIn regelmäßigen Abständen werden alle Forschungsprojekte mit den Auftraggebern in Bezug auf Fortschritt, Anwendbarkeit, Rahmenbedingungen, Realisierungswahrscheinlichkeit sowie Renditechancen gemeinsam überprüft. BERGBAU UND GEOLOGIEGEOLOGISCHE MODELLIERUNG UNSERER LAGERSTÄTTENFür ausgewählte Kali- und Steinsalzlagerstätten der K+S KALI GMBH sowie der ESCO werden umfangreiche geologische 3D-Modelle erstellt. Ziel solcher Modelle ist es, mit einer noch effizienteren geologischen Erkundung der Lagerstätte die Planung der bergmännischen Gewinnung weiter zu optimieren, damit die Wertstoffausbringung zu erhöhen und die Lagerstätte besser auszunutzen. TRAINING DER PROZESSOPTIMIERTEN BOHRARBEITENAufbauend auf der erfolgreichen Entwicklung der virtuellen Bohrwagenbedienstände, die in den letzten Jahren für das Training der Bohrhauer genutzt wurden, versuchen wir nun praxistaugliche Verfahren zu entwickeln, um mit bildgebenden Methoden effizient eine 3D-Virtualisierung von beliebigen realen Bohrorten für diese Schulungssimulatoren generieren zu können. VERFAHRENSTECHNIKSOLUNGSBERGBAUWir haben ein labortechnisches Umfeld geschaffen, um anhand von Bohrkernproben das Lösungsverhalten des Salzgesteins an verschiedenen Orten des Lagerstättengebietes in Kanada zu untersuchen, und anhand dieser Erkenntnisse das Ergebnis der Solung besser vorhersagen zu können. EINDAMPFVERFAHRENIn unserem zentralen Forschungsinstitut in Heringen wurden für die K+S KALI GMBH standortspezifische Eindampfverfahren mit dem Ziel entwickelt, die unterschiedlichen flüssigen Produktionsrückstände weiter zu reduzieren. Dies soll es uns ermöglichen, zusätzliche Wertstoffe, die als Vorprodukt bei der Kaliumsulfat-Produktion eingesetzt werden können, zurückzugewinnen. SENSORGESTÜTZTE SORTIERUNGDie K+S KALI GMBH hat verstärkt Untersuchungen im Bereich der trockenen Aufbereitungstechnologien durchgeführt. Mit der Entwicklung neuer Echtzeitsensoren zur Differenzierung unterschiedlicher Mineralien soll die Anwendung neuer Sortiertechniken erschlossen werden. PFLANZENBAUOPTIMIERUNG DER DÜNGUNGSSTRATEGIEN BEI ÖLPALMENDas INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE (IPNI) führt ein Projekt zur Optimierung der Düngungsstrategien bei Ölpalmen durch. Dabei liegt der Fokus speziell auf sandigen Böden. Die Einführung des ‚Best Practice'-Konzepts bei den Plantagengesellschaften soll im Rahmen einer nachhaltigen und ökonomischen Bewirtschaftung zu einer Steigerung der Ölerträge beitragen. ENTWICKLUNGSORIENTIERTE AGRARFORSCHUNGGemeinsam mit dem Internationalen Kartoffelforschungszentrum CIP sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) arbeiten wir an der Bekämpfung der Armut durch die Förderung des Kartoffelanbaus in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika sowie Mittel- und Lateinamerika. PRODUKTENTWICKLUNGWEITERENTWICKLUNG DER WASSERENT- HÄRTUNGSSALZEMORTON SALT entwickelte im Jahr 2012 Wasserenthärtungssalze mit zusätzlichen Produkteigenschaften zur Pflege der Austauscherharze und der Erhöhung der Leistung von Wasserenthärtern. Ziel ist es, die Marktführerschaft durch innovative Produkte zu stärken. SPEZIALITÄTEN FÜR DEN AMERIKANISCHEN SPEISESALZ-MARKTUm Nahrungsmittelherstellern in den USA zu ermöglichen, den dortigen Ernährungsleitlinien nachzukommen, werden von MORTON SALT natriumreduzierte Produkte weiter entwickelt. MARKENPORTFOLIO UND PATENTBESTANDDas K+S Markenportfolio erhöhte sich in den fortgeführten Geschäftsbereichen im Jahr 2012 um 37 Schutzrechte. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE u. a. ACTION MELT®, CÉRÉBOS®, KALI-STIER®, MORTON®, SPL®, UMBRELLA GIRL®, VATEL® und WINDSOR®. Als Produktmarken werden z. B. AXAL®, REGENIT®, KORN-KALI®, PA TENTKALI® und KALISEL® verwendet. Weitere Marken für Speisesalz in Chile sind SAL LOBOS® und die natriumreduzierte Produktreihe BIOSAL LIGHT® sowie BLIZZARD WIZARD® für Auftausalz in den USA. Die K+S GRUPPE hält zum Stichtag 2.322 nationale Markenschutzrechte (2011: 2.285), die aus 555 Basismarken resultieren. Weltweit gehören der K+S GRUPPE derzeit 56 Patentfamilien, die durch 264 nationale Rechte (2011: 263) geschützt werden. Die Patente werden unter anderem in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Lizenzeinnahmen wurden in geringem Umfang erzielt. 4.6 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENNachdem sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zu Beginn des Jahres 2012 zunächst leicht verbessert hatte, zeigte sich das Wachstum der Weltwirtschaft im weiteren Jahresverlauf wieder verhaltener. Das globale Bruttoinlandsprodukt konnte dennoch um insgesamt 3,0% zulegen. Während der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt sehr gering ausfiel, kam es im Euroraum sogar zu einer Rezession. Auch in den Entwicklungsund Schwellenländern ließ die konjunkturelle Entwicklung insbesondere in der zweiten Jahreshälfte infolge der ausbleibenden Nachfrage aus den Industrieländern stark nach. Ein wesentlicher Grund hierfür war nach wie vor die Staatsschuldenkrise in den Staaten im Euroraum, deren Maßnahmen zur Verringerung der Verschuldung zu einer Belastung der Nachfrage führten. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im Jahr 2012 weltweit deutlich abgeschwächt. / TAB: 4.6.1 scroll
In der europäischen Union sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,2%. Während das Bruttoinlandsprodukt in den Kernländern Deutschland und Frankreich leicht stieg, ging es in Italien, Spanien, Portugal sowie den Niederlanden spürbar zurück. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2012 um 0,7% nach einem Anstieg von 3,0% im Vorjahr. Die Geldpolitik war stark expansiv ausgerichtet, vor diesem Hintergrund senkte die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) den Leitzins im Juli auf 0,75%. In den USA entwickelte sich die Konjunktur im Laufe des Jahres 2012 leicht positiv. Der Immobiliensektor und das Bankensystem stabilisierten sich. Auch der private Konsum nahm aufgrund positiver Signale vom Arbeitsmarkt zu. Der Stellenaufbau fand vorwiegend im Dienstleistungssektor statt, der sich von der Rezession am Stärksten erholte. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,3%. Auch die FEDERAL RESERVE BANK (FED ) setzte ihre Niedrigzinspolitik im Jahr 2012 mit dem Ziel fort, die Konjunktur zu beleben. In den Schwellenländern kühlte sich die Konjunktur im Verlauf des Jahres 2012 merklich ab. Insbesondere führte die ausbleibende Nachfrage aus den Industrieländern – vornehmlich des Euroraums – zu einer Verschlechterung der Konjunkturdaten. Die Rohstoffmärkte entwickelten sich im Jahresverlauf 2012 insgesamt positiv. Der Ölpreis (Brent) gab in der ersten Jahreshälfte im Zuge der allgemeinen Verunsicherung an den Finanzmärkten und Anzeichen einer schwächeren Weltwirtschaft zunächst nach, erholte sich jedoch im zweiten Halbjahr aufgrund der Angebotsrisiken durch den Konflikt zwischen Syrien und der Türkei. Zum Jahresende lag der Ölpreis bei 111 US$ je Barrel. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Barrel Öl 112 US$ und lag damit auf dem Niveau des Jahres 2011. Bei Agrarrohstoffen kam es zu erheblichen Preisschwankungen. Gegen Ende des zweiten sowie zu Beginn des dritten Quartals stiegen die Preise (mit Ausnahme der des Palmöls) deutlich an, nachdem die anhaltende Trockenheit im Mittleren Westen der USA und in Russland zu spürbar niedrigeren Ernteschätzungen geführt hatte. Der Anstieg schwächte sich zu Ende des Jahres leicht ab; dennoch erhöhten sich die Preise für Mais, Weizen und Sojabohnen um bis zu 19%. / ABB: 4.6.1 ![]() Die Entwicklung auf den internationalen Devisenmärkten war im Jahr 2012 erneut von einem volatilen Verlauf des Wechselkurses des US-Dollars gegenüber dem Euro geprägt. Nachdem er sich zu Beginn des Jahres auf etwa 1,35 USD/EUR abgeschwächt hatte, stieg er zur Jahresmitte bis 1,21 USD/EUR an und notierte Ende Dezember gegenüber dem Euro mit 1,32 USD/EUR etwa 2% schwächer als ein Jahr zuvor (31.12.2011: 1,30 USD/EUR ). Im Jahresdurchschnitt lag der Wert des US-Dollars bei 1,29 USD/EUR . Er war damit knapp 8% stärker als im Durchschnitt des Vorjahres (2011: 1,39 USD/EUR ). / ABB: 4.6.2 ![]() AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
/ EINE ERLÄUTERUNG DER MASSNAHMEN ZUR ABSCHWÄCHUNG VON ENERGIEPREISRISIKEN finden Sie im Risikoberichtauf Seite 125. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTENachdem es zu Beginn des Jahres noch zu einer vorsichtigen Voreinlagerung von Kali- und Magnesiumprodukten gekommen war, entwickelte sich die Nachfrage während des zweiten Quartals 2012 positiv. Das relativ hohe Preisniveau für Agrarrohstoffe bot attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte. Damit erhöhte sich der Anreiz, ihren Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Nach den Mitte März 2012 zu 470 US$/t Kaliumchlorid Standard – und damit zu unveränderten Konditionen – abgeschlossenen Kalilieferverträgen mit China mit Gültigkeit bis Ende Juni 2012 tendierten die internationalen Spot-Preise für Kaliumchlorid außerdem fester und lagen zwischen 500 und 520 US$/t. Auch im dritten Quartal war die Nachfrage in den für K+S relevanten Märkten auf einem guten Niveau. Das Ausbleiben der Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Produzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern im zweiten Halbjahr führte jedoch dazu, dass die Kapazitäten insbesondere in Nordamerika und Russland nicht voll ausgelastet waren und dass die Schätzungen für den Weltkaliabsatz im Jahr 2012 insgesamt auf rund 54 Mio. t (einschl. Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K2O-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t) reduziert wurden. Vor diesem Hintergrund gerieten die internationalen Preise für Kaliumchlorid gegen Ende des dritten Quartals unter Druck. In Brasilien gingen die Preisnotierungen im Laufe des vierten Quartals beispielsweise auf rund 470 US$/t zurück. Am 31. Dezember 2012 veröffentlichte CANPOTEX dann die Konditionen des mit China abgeschlossenen Kaliliefervertrags für das erste Halbjahr 2013; der Preis für Kaliumchlorid Standard inklusive Fracht wurde von 470 US$/t um 70 US$/t reduziert. Dementsprechend kündigte CANPOTEX kurz darauf für die Kali-Spotmärkte Preise von 465 US$/t für granuliertes und 450 US$/t für Kaliumchlorid Standard an. / DIE MARKTPOSITIONEN DER K+S GRUPPE finden Sie imBereich ‚Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit' auf Seite 58. / EINE DARSTELLUNG DER AGRARPREISENTWICKLUNG finden Sie in Abbildung 4.6.1 auf Seite 86. GESCHÄFTSBEREICH SALZAUFTAUSALZ – WESTEUROPAAufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres 2012 konnte das sehr hohe Niveau des vorjährigen Voreinlagerungsgeschäfts nicht erreicht werden. Die Schaffung zusätzlicher Lagerkapazitäten auf Kundenseite und zurückhaltende Nachbestellungen zum Ende des ersten Quartals sorgten dennoch für ein durchschnittliches Voreinlagerungsvolumen im zweiten und dritten Quartal. Die Preise gingen in der Voreinlagerungssaison sowie in den Ausschreibungen für die Wintersaison 2012/13 aufgrund des hohen Angebots leicht zurück. Die Ende November einsetzende kalte Witterung mit Schneefällen führte im vierten Quartal zu einem insgesamt durchschnittlichen Start in die Wintersaison 2012/13. AUFTAUSALZ – NORDAMERIKAAuch die Auftausalzregionen an der Ostküste der Vereinigten Staaten und in Kanada waren durch hohe Lagerbestände infolge des außergewöhnlich milden Winters zu Beginn des Jahres 2012 gekennzeichnet. Die meisten Produzenten reagierten auf diese Situation mit Produktionskürzungen. In den Auftausalzregionen der Vereinigten Staaten kam es sowohl beim Voreinlagerungsgeschäft als auch bei den Ausschreibungen für die Wintersaison 2012/13 insbesondere im Mittleren Westen zu Preis- und Volumenrückgängen. Sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada reichte der spät im Dezember einsetzende Winter nicht aus, im vierten Quartal insgesamt den Durchschnitt langjähriger Absatzwerte zu erzielen. GEWERBESALZDie Gewerbesalznachfrage blieb sowohl in Europa als auch Südamerika relativ stabil. In Nordamerika war weiterhin eine gewisse Kaufzurückhaltung bei Wasser enthärtungsprodukten festzustellen. SPEISESALZDie Nachfrage nach Speisesalz in Europa sowie Süd- und Nordamerika lag im Jahr 2012 auf einem guten Niveau. Allerdings war in Europa weiterhin ein verstärkter Wettbewerb zu beobachten. INDUSTRIESALZDer Markt für Industriesalze in Europa war im Jahr 2012 weiterhin von einem Überangebot geprägt. Auch in Nord- und Südamerika erhöhte sich der Wettbewerbsdruck. WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTS-VERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE
ENTWICKLUNG DES AKTIENKURSESEine detaillierte Beschreibung des K+S-Aktienkurses mit Kursverläufen, Kennzahlen und weiteren wichtigen Informationen rund um die K+S-Aktie finden Sie im Kapitel ‚K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 22. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFUMSATZPROGNOSEDie im Rahmen des Finanzberichts 2011 vom Vorstand mit Stand 2. März 2012 abgegebene Prognose für das Jahr 2012 (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts) ging davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Niveau des Vorjahres stabil bleiben sollte – diese Aussage hatte auch im Quartalsfinanzbericht Q1/12 Bestand. Der Ausblick des im August veröffentlichten Halbjahresfinanzberichts H1/12 enthielt erstmals eine konkrete Bandbreite der Umsatzerwartung für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Höhe von 3,9 bis 4,2 Mrd. €. Aufgrund einer veränderten Annahme für den US-Dollar-Jahresdurchschnittskurs und vor dem Hintergrund der schwierigeren Bedingungen in den für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte relevanten Märkten gingen wir dann im Ausblick des Quartalsfinanzberichts Q3/12 davon aus, dass der Umsatz einen Wert am unteren Ende der Spanne, d. h. von gut 3,9 Mrd. €, erreichen sollte. Der Umsatz der K+S GRUPPE im Jahr 2012 erreichte mit 3,9 Mrd. € diesen prognostizierten Wert. AUFWANDSPROGNOSEIm Finanzbericht 2011 prognostizierten wir, dass die Gesamtkosten (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts) im Vergleich zum Vorjahr moderat ansteigen könnten – diese Aussage hatte sowohl im Quartalsfinanzbericht Q1/12 als auch im Halbjahresfinanzbericht H1/12 Bestand. Im Quartalsfinanzbericht Q3/12 erwarteten wir im Vergleich zum Vorjahr dann in etwa stabil bleibende Gesamtkosten. Beim Personalaufwand rechneten wir mit einem leichten Anstieg. Bei den Energiekosten gingen wir von Beginn an von einer deutlichen Erhöhung aus. Bei den Frachtkosten erwarteten wir zunächst einen moderaten Rückgang, seit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts Q3/12 rechnen wir jedoch mit einem spürbar niedrigeren Wert. Die Abschreibungen prognostizierten wir zunächst bei etwa 240 Mio. €, seit der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts bzw. der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts Q1/12 gingen wir von etwa 230 Mio. € aus. Im Ergebnis des Jahres 2012 lag der Personalaufwand mit 981,9 Mio. € wie erwartet leicht über dem des Vorjahres. Bei den Energiekosten bestätigte sich unsere Prognose angesichts eines Anstiegs um 13% auf 314,1 Mio. €. Die Frachtkosten gingen um etwa 11% auf 660,7 Mio. € zurück und lagen damit ebenfalls im Rahmen unserer Erwartungen. Die Abschreibungen lagen im Jahr 2012 bei 229,2 Mio. €. ERGEBNISPROGNOSEDie im Rahmen des Finanzberichts 2011 vom Vorstand am 2. März 2012 formulierte Ergebnisprognose ging davon aus, dass das operative Ergebnis EBIT I im Geschäftsjahr 2012 (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts) infolge des unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäftes zu Beginn des Jahres gegenüber 2011 moderat zurückgehen dürfte – diese Aussage hatte auch im Quartalsfinanzbericht Q1/12 Bestand. Im Halbjahresfinanzbericht H1/12 konkretisierten wir die Prognose für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten auf eine Bandbreite von 820 bis 900 Mio. € (2011: 906,2 Mio. €). Die im Bezug auf die Umsatzerwartung angeführten Gründe ließen uns im Quartalsfinanzbericht Q3/12 auch hier von einem Wert am unteren Ende der Spanne, d. h. von etwa 820 Mio. €, ausgehen. Schlussendlich erreichte das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2012 808,5 Mio. € und lag damit aufgrund des einmaligen Aufwands aus der Veräußerung von zwei weiteren Schiffen der chilenischen Reederei EMPREMAR (Q4/12: −7,9 Mio. €) sowie eines gegenüber den Annahmen schwächeren Auftausalzgeschäfts im vierten Quartal leicht unter dem von uns im Quartalsbericht Q3/12 prognostizierten Wert. INVESTITIONSPROGNOSEIm Finanzbericht 2011 rechneten wir für das Jahr 2012 noch mit Investitionen von gut 600 Mio. € (davon Legacy Projekt: 170 Mio. €) – diese Aussage hatte sowohl im Quartalsbericht Q1/12 als auch im Halbjahresfinanzbericht H1/12 Bestand. Im Quartalsfinanzbericht Q3/12 haben wir diese Prognose aufgrund von zeitlichen Verschiebungen bei der Realisierung des Maßnahmenpakets für den Gewässerschutz sowie beim Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra auf etwa 520 Mio. € (davon Legacy Projekt: 160 Mio. €) reduziert. Schlussendlich betrug das Investitionsvolumen im Gesamtjahr 2012 465,5 Mio. € (davon Legacy Projekt: 142,8 Mio. €) und lag damit insbesondere aufgrund von weiteren Verzögerungen unter dem zuletzt prognostizierten Wert. / TAB: 4.6.2 scroll
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Prognose enthält noch die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten des NITROGEN- Geschäfts. 4.7 ERTRAGSLAGEDie Beschreibung der Ertragslage bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das COMPO -Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung am 20. Juni 2011 seit der Berichterstattung über das zweite Quartal 2011 gemäß IFRS 5 als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Am 2. Juli 2012 erfolgte die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Infolgedessen wird das NITROGEN-Geschäft seit dem zweiten Quartal 2012 gemäß IFRS ebenfalls als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen des jeweiligen Vorjahres wurden entsprechend angepasst. UMSATZ ERR EICHT MIT 3,9 MR D. € ANNÄHERND DEN WERT DES VORJAHRESIm Geschäftsjahr 2012 erreichte der Umsatz mit 3.935,3 Mio. € annähernd den Wert des Vorjahres (3.996,8 Mio. €). Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; so fallen das erste und das vierte Quartal tendenziell stärker, das zweite und dritte Quartal etwas schwächer aus. Bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Quartal im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der einsetzenden Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres, während im zweiten und dritten Quartal Voreinlagerungen zu in der Regel günstigeren Preisen stattfinden. Im Jahr 2012 kam es im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zu Verschiebungen in das zweite Quartal, da es zu Beginn des Jahres noch zu einer vorsichtigen Voreinlagerung von Düngemitteln gekommen war. Darüber hinaus konnte im ersten und vierten Quartal 2012 vor dem Hintergrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse weniger Auftausalz abgesetzt werden. / TAB: 4.7.2 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER UMSÄTZE DER EINZELNEN SEGMENTE finden Sie auf Seite 107. scroll
Im Jahr 2012 konnten negative Mengeneffekte durch positive Währungs- sowie Preiseffekte annähernd ausgeglichen werden. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erzielte vor allem aufgrund höherer Durchschnittserlöse sowie einer positiven Entwicklung der Wechselkurse einen Umsatzzuwachs. Im Geschäftsbereich Salz fiel der Umsatz insbesondere aufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse spürbar, nachdem das Vorjahr von einem überdurchschnittlichen Winter begünstigt war. / TAB : 4.7.1 / DETAILLIERTE AUFSTELLUNGEN DER DURCHSCHNITTSPREISE UND ABSÄTZE finden Sie in den Tabellen 4.10.3 und 4.10.6. scroll
Mit 58% war der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte der umsatzstärkste Geschäftsbereich der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Salz und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 4.7.1 ![]() In Europa erzielten wir einen Umsatz von 1,6 Mrd. € (−6%). Damit entfielen 42% des Gesamtumsatzes auf diese Region. Nordamerika erreichte einen Umsatzanteil von 26% und Südamerika von 17%. Auf Asien entfielen 12% des Gesamtumsatzes. / ABB: 4.7.2 ![]() AKTUELLE UND KÜNFTIGE AUFTRAGSENTWICKLUNGFür den Großteil des Geschäfts der K+S GRUPPE bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10% am Jahresende gering; dies ist branchenüblich. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir jeweils im zweiten und dritten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, aber zu einem gewissen Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Da die tatsächlichen Volumina allerdings von der winterlichen Witterung abhängen und daher im Vorhinein unsicher sind, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt auch für Vereinbarungen mit Mindestabnahmeverpflichtungen seitens unserer Kunden, da diese i. d. R. bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands der K+S GRUPPE ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagekräftig. ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTENZu den wichtigsten Kostenarten im Einzelnen: Der Personalaufwand der K+S GRUPPE betrug etwa 25% des Umsatzes und ist gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 981,9 Mio. € gestiegen; die Personalkosten ohne Rückstellungseffekte erhöhten sich im Vergleich zum Jahr 2011 ebenfalls um 2% auf 994,2 Mio. €. Höheren Kosten aus Tariferhöhungen, einem wechselkursbedingten Kostenanstieg sowie gestiegenen Personalkosten aufgrund einer höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl stand eine niedrigere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung gegenüber. Die Frachtkosten betrugen etwa 15% vom Umsatz und gingen insbesondere mengenbedingt um etwa 11% auf 660,7 Mio. € zurück. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten), gemessen am Umsatz etwa 10%, gingen um etwa 4% auf 373,9 Mio. € zurück. Die Energiekosten, etwa 10% des Umsatzes, erhöhten sich wie erwartet im Wesentlichen preisbedingt um 13% auf 314,1 Mio. €. ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHRERGEBNIS VOR ZINSEN, STEUERN UND ABSCHREIBUNGEN (EBITDA) GESUNKENDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Berichtsjahr um knapp 10 % auf 1.037,7 Mio. € (2011: 1.146,0 Mio. €) zurück. Der starke Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Salz konnte durch den leichten Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte nicht ausgeglichen werden. Die EBITDA-Marge erreichte mit 26,4 % dennoch ein hohes Niveau (2011: 28,7 %). Da das EBITDA nicht von Abschreibungen auf im Rahmen von Kaufpreisallokationen vorgenommene Wertansätze beeinflusst wird und diese sich nach der Akquisition von MORTON SALT deutlich erhöht haben, kommt dem EBITDA zur Beurteilung der operativen Ertragskraft mittlerweile eine höhere Bedeutung zu. / TAB: 4.7.3 / ABB: 4.7.3 scroll
![]() OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I ERREICHT 808,5 MIO. €Die Steuerungsgröße der K+S GRUPPE, das operative Ergebnis EBIT I, ging im Jahr 2012 um 97,7 Mio. € bzw. 11 % auf 808,5 Mio. € zurück (2011: 906,2 Mio. €). Darin sind Abschreibungen in Höhe von 229,2 Mio. € berücksichtigt, diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Mio. € verringert. Die EBIT-Marge erreichte mit 20,5% einen sehr guten Wert. / EINE DEFINITION DES EBIT I UND EINE ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFS KAUFPREISALLOKATION finden Sie im Glossar auf Seite 220. Das operative Ergebnis wurde insbesondere durch die folgenden Effekte beeinflusst: Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte konnte sein Ergebnis vor allem aufgrund höherer Durchschnittserlöse steigern. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz ging im Vergleich zum Vorjahr stark zurück, da das Auftausalzgeschäft aufgrund der trockenen und milden Witterung unterdurchschnittlich verlief, nachdem das Vorjahr von einem überdurchschnittlichen Winter begünstigt war. Die Ergänzenden Aktivitäten konnten ihr Ergebnis um 3,2 Mio. € steigern. Der Saldo der Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuzuordnen sind (Überleitung), verbesserte sich im Berichtsjahr insbesondere aufgrund einer geringeren erfolgsabhängigen Vergütung für Vorstand und Mitarbeiter auf −48,9 Mio. € (2011: −62,6 Mio. €). Die beim Umsatz beschriebene Saisonalität zeigte sich auch beim Ergebnis. / TAB: 4.7.4 / ABB: 4.7.4 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER ERGEBNISSE DER EINZELNEN SEGMENTE finden Sie auf Seite 107. scroll
![]() ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN EBIT II ERREICHT 846,5 MIO. €Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II erreichte im Berichtsjahr 846,5 Mio. €, nach 882,8 Mio. € im Vorjahr. Verglichen mit dem EBIT I war das EBIT II wegen des im Vergleich zum „worst case“ schwächeren US-Dollars durch Ergebniseffekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften in Höhe von 38,0 Mio. € begünstigt (2011: −23,4 Mio. €). Davon entfielen +9,5 Mio. € (2011: −25,2 Mio. €) auf die Bewertung der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und +28,5 Mio. € (2011: +1,8 Mio. €) auf die Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen. / EINE DEFINITION DES EBIT II finden Sie im Glossar auf Seite 220. ENTWICKLUNG ÜBRIGER WESENTLICHER POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGBRUTTOMARGE MIT 45 % AUF DEM HOHEN NIVEAU DES VORJAHRSBeim Umsatz konnten im Jahr 2012 negative Mengeneffekte durch positive Preis- und Währungseffekte annähernd ausgeglichen werden. Bei den Herstellungskosten standen mengenbedingten Einsparungen im Geschäftsbereich Salz preisbedingte Kostensteigerungen gegenüber. Insgesamt blieb die Bruttomarge mit 45 % stabil. VERTRIEBSKOSTEN LEICHT GESUNKENDie Vertriebskosten der K+S GRUPPE betrugen im Berichtsjahr 734,2 Mio. € (2011: 742,4 Mio. €); davon entfielen über die Hälfte auf Frachten. Die übrigen Kosten für Vertriebspersonal, Vermarktung und Supply-Chain-Management gingen moderat zurück. Darin ist ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für Werbung in Form von Anzeigen, Broschüren, TV- und Radiospots, Messen, Produkteinführungen etc. enthalten. Der Großteil dieser Kosten entsteht im Geschäftsbereich Salz. ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN ANGESTIEGENIm Jahr 2012 stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 18,5 Mio. € bzw. 10 % auf 196,8 Mio. €. Ein großer Teil dieses Anstiegs fiel für den Aufbau der Aktivitäten der K+S POTASH CANADA GP sowie für Aufwendungen im Rahmen der IT-Umstellung bei MORTON SALT an. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz lag mit 5,0% etwas über dem Niveau des Vorjahres (4,5 %). SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE ÜBERTREFFEN AUFWENDUNGENDer Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Jahr 2012 auf +10,2 Mio. € nach +5,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus einer Neueinschätzung der Risiken aus Forderungsbewertung. BETEILIGUNGSERGEBNIS BEI 5,2 MIO. €Das Beteiligungsergebnis lag im Jahr 2012 mit 5,2 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (2011: 9,6 Mio. €); dies ist auf niedrigere Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen zurückzuführen, nachdem das Vorjahr durch einen einmaligen Ertrag aus der Veräußerung einer Beteiligung von MORTON SALT begünstigt war. FINANZERGEBNIS SCHWÄCHER ALS IM VORJAHRDas Finanzergebnis setzt sich aus dem Zinsergebnis und dem sonstigen Finanzergebnis zusammen. Das Zinsergebnis ging im Jahr 2012 auf −85,5 Mio. € (2011: −65,2 Mio. €) zurück. Hier schlug sich vor allem ein nicht zahlungswirksamer, außerplanmäßiger Zinsaufwand (18,0 Mio. €), im Wesentlichen für bergbauliche Rückstellungen, nieder. Grund dafür war die notwendige Herabsetzung des durchschnittlich gewichteten Diskontierungsfaktors für die bergbaulichen Rückstellungen der K+S GRUPPE von 4,7% auf 4,3% infolge des im Jahr 2012 deutlich gesunkenen langfristigen Zinsniveaus. Im Finanzergebnis wird neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (2012: −7,5 Mio. €; 2011: −5,2 Mio. €) auch der Zinsaufwand für sonstige langfristige Rückstellungen, im Wesentlichen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (2012: −38,9 Mio. €; 2011: −21,9 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam. Insgesamt betrug das Finanzergebnis −79,6 Mio. € nach −64,2 Mio. € im Vorjahr. (BEREINIGTES) ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN GESUNKENDas Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 766,9 Mio. € (2011: 818,6 Mio. €). Bereinigt man die Effekte aus den Marktwertschwankungen der operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte (+38,0 Mio. €), gelangt man zu einem bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 728,9 Mio. €. Diese Kenngröße ist gegenüber dem Vorjahreswert um 113,1 Mio. € bzw. 13 % zurückgegangen. (BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ZURÜCKGEGANGENDas Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 568,0 Mio. € (2011: 608,8 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,5% (Vorjahr: 28,4%) zugrunde gelegt. Im Jahr 2012 fiel ein Steueraufwand von insgesamt 198,4 Mio. € (2011: 209,3 Mio. €) an; dieser beinhaltet einen latenten und damit nicht zahlungswirksamen Steuerertrag von 32,6 Mio. € (2011: latenter Steuerertrag 5,3 Mio. €). Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert. Des Weiteren werden auch die aus der Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern eliminiert. Die Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses wird in Tabelle 4.7.5 dargestellt. / TAB : 4.7.5 scroll
Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit ging um 84,8 Mio. € bzw. 14 % auf 540,8 Mio. € zurück (2011: 625,6 Mio. €). Die wesentliche Ursache hierfür war das rückläufige operative Ergebnis. Die bereinigte Konzernsteuerquote betrug im Berichtsjahr 25,8% nach 25,7% im Vorjahr; höhere Ertragsteuerzahlungen konnten durch einen im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen latenten Steuerertrag mehr als ausgeglichen werden. Die Umsatzrendite erreichte mit 13,7% auch im Vergleich zu den Vorjahren ein attraktives Niveau. / ABB: 4.7.5 ![]() (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIE AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ERREICHT 2,83 € (2011: 3,27 €)Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 2,97 €. Es hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 3,18 € um 7% reduziert. Bereinigt um die Effekte aus den Marktwertschwankungen der operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte betrug das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 2,83 €, dies ist ein Rückgang um 13 % (2011: 3,27 €). Für die aktuelle Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,40 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt (Vorjahr: 191,33 Mio. Stückaktien). Zum 31. Dezember 2012 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende auf 191,40 Mio. Stückaktien. Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnte, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. / TAB: 4.7.6 scroll
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Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter
Geschäftstätigkeit. BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIEDas Konzernergebnis (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 667,6 Mio. € (2011: 564,3 Mio. €). Das bereinigte Konzernergebnis lag bei 639,7 Mio. € (2011: 581,8 Mio. €). Auf die darin enthaltenen, nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen 98,9 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 3,49 € (2011: 2,95 €), das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 3,34 € (2011: 3,04 €). Auf die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen davon 0,51 €. / DETAILLIERTE ANGABEN ZUR VERÄUSSERUNG DES NITROGEN-GESCHÄFTS finden Sie im Anhang zum Konzernabschlussauf Seite 168. KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGEMARGENKENNZAHLENDie Margenkennzahlen haben sich aufgrund des bereits beschriebenen Ergebnisrückgangs gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.037,7 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge von 26,4% (2011: 28,7%), die EBIT-Marge erreichte 20,5% nach 22,7% im Jahr 2011. Die Umsatzrendite betrug 13,7% (2011: 15,7%). / DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN findenSie im Kapitel ‚Weitere Informationen' auf Seite 219. RENDITEKENNZAHLENAuch die Renditekennziffern gingen aufgrund des schwächeren Ergebnisbeitrags leicht zurück: Unsere Eigenkapitalrendite nach Steuern erreichte im Berichtsjahr 19,4 % (2011: 20,2 %) und die Gesamtkapitalrendite 16,1% (2011: 16,4%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital, der ROCE, ging vor dem Hintergrund eines gestiegenen Sachanlagevermögens, insbesondere aufgrund der höheren Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, etwas stärker zurück und betrug im Berichtsjahr 20,0 % nach 25,2 % im Vorjahreszeitraum. Er liegt damit deutlich über unseren Kapitalkosten von 8,7 % vor Steuern, d. h., die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen beachtlichen Value Added von 456,8 Mio. € geschaffen. / TAB: 4.7.7 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER FINANZIELLEN STEUERUNGSKENNZAHLEN finden Sie auf den Seiten 99. scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 und 2009 sind
auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts
und in den Jahren 2008 bis 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten
des NITROGEN-Geschäfts enthalten. HERLEITUNG DER KAPITALKOSTENDer gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Der Verzinsungsanspruch der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der Mittelwert der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von einem bis 30 Jahren herangezogen; Ende 2012 lag dieser bei 2,2% (Vorjahr: 2,4%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 5,5% (entsprechend einer Empfehlung des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW); Vorjahr: 4,5%) sowie mit dem für K+S gültigen Betafaktor in Höhe von 1,04 (Vorjahr: 1,04) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI EUROPE ermittelt. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,9% (Vorjahr: 7,1%). Der Marktwert des Eigenkapitals betrug zum 31. Dezember 2012, dem Zeitpunkt der Werthaltigkeitstests, rund 6,7 Mrd. € (Vorjahr: 6,7 Mrd. €) und errechnet sich aus dem Kurs der K+S-Aktie an diesem Stichtag (35,00 €) multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien (191,40 Mio. Stück). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern liegt bei 2,7% (Vorjahr: 4,0%) und ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten von K+S sowie der Verzinsung der Pensions- und der bergbaulichen Rückstellungen. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 25,8% folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,0% (Vorjahr: 3,0%). Zum 31. Dezember 2012 belief sich das verzinsliche Fremdkapital auf rund 2,2 Mrd. €; es summierte sich aus dem Marktwert der Finanzverbindlichkeiten sowie den Barwerten der Pensionsrückstellungen und der bergbaulichen Rückstellungen. Das Gesamtkapital betrug demnach rund 8,9 Mrd. €, hiervon entfielen rund 75 % auf das zu Marktpreisen bewertete Eigenkapital. In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von rund 6,4% (Vorjahr: 6,3%) nach Steuern und ein entsprechender Kapitalkostensatz vor Steuern in Höhe von 8,7% (Vorjahr: 8,6%). Hieraus ergeben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 5.121,3 Mio. € (davon operativ gebunden: 4.042,9 Mio. €) für das Jahr 2012 Kapitalkosten in Höhe von 327,8 Mio. €. 4.8 FINANZLAGEDie Beschreibung der Finanzlage bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung am 20. Juni 2011 seit der Berichterstattung über das zweite Quartal 2011 gemäß IFRS 5 als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Am 2. Juli 2012 erfolgte die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Infolgedessen wird das NITROGEN-Geschäft seit dem zweiten Quartal 2012 gemäß IFRS ebenfalls als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden entsprechend angepasst, die Bilanz wurde nicht angepasst. GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPEFINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERTZu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,
Im Cashmanagement konzentrieren wir uns auf die Steuerung unserer Liquidität sowie die Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns. Um die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten bzw. die Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu optimieren, streben wir für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein „Investment Grade“ Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand der in Tabelle 4.8.1 dargestellten Kennzahlen vorgenommen. / TAB: 4.8.1 scroll
Vor dem Hintergrund des hohen Ergebnisniveaus sowie einer weiterhin geringen Nettoverschuldung konnten die gesetzten Ziele per 31. Dezember 2012 erneut übertroffen werden. Mit Blick auf die bevorstehenden Investitionen in den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Legacy Projekt) sowie für das Werra-Maßnahmenpaket bildet die solide Kapitalstruktur eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S GRUPPE. Das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns wird zentral für alle Konzerngesellschaften vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen und zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt. FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEMSchwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Dies kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein „worst case“ abgesichert, zugleich aber die Chance eröffnet, für einen Teil der Sicherungsgeschäfte an einer besseren Kursentwicklung teilzuhaben. Für das Jahr 2012 lag der realisierte Kurs des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte bei 1,32 USD/ EUR inkl. Kosten (Vorjahr: 1,35 USD/EUR). Die Sicherungsmaßnahmen führten damit zu einem im Vergleich zum durchschnittlichen USD/EUR-Kassakurs leicht schlechteren Umrechnungskurs nach Prämien./TAB: 4.8.2 scroll
Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen in kanadischen Dollar (CAD) und in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise ein natürlicher Hedge durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Die verbleibende CAD-Nettoposition soll ebenfalls durch den Einsatz von Termingeschäften oder Optionen gesichert werden, die einen „worst case“ festschreiben, aber die Chance eröffnen, an einem eventuell wieder schwächer werdenden kanadischen Dollar teilhaben zu können. Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich das Sicherungsvolumen aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen. / EINE BESCHREIBUNG DES LEGACY PROJEKTS UND DESSEN PHASEN finden Sie im Chancenbericht auf Seite 143. FINANZIERUNGSANALYSEDie Finanzierungsanalyse im Jahr 2012 bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.Gemäß IFRS 5 wurde die Bilanz des Vorjahres nicht angepasst und enthält die Vermögenswerte und Schulden des veräußerten NITROGEN-Geschäfts. Die K+S GRUPPE verfügt über eine starke finanzielle Basis sowie über ein hohes operatives Ertrags- und Cashflowpotenzial. Aufgrund dessen können wir flexibel auf Investitions- und Akquisitionschancen reagieren, wenn sie strategisch passen und unsere Rentabilitätskriterien erfüllen. Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigt sich im Vergleich zum Jahresende 2011 weiter verbessert. Die Finanzierung der K+S GRUPPE erfolgte per 31. Dezember 2012 zu 90% aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital,das sich wiederum aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt. Es bestehen ferner Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken, die uns bei Bedarf eine zusätzliche Kreditaufnahme ermöglichen / ABB: 4.8.1 / TAB: 4.8.3 ![]() scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in den Jahren 2008 bis 2010 sind
auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts
und in den Jahren 2008 bis 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten
des NITROGEN-Geschäfts enthalten. EIGENKAPITAL SPÜRBAR ANGESTIEGENDas Eigenkapital ist im Wesentlichen ergebnisbedingt von 3.084,6 Mio. € auf 3.477,3 Mio. € gestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich von 50,9 auf 52,4% der Bilanzsumme erhöht. / EINE HERLEITUNG DER EIGENKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 98. FREMDKAPITALANTEIL AUFGRUND BEGEBUNG EINER ZWEITEN ANLEIHE GESTIEGENDas Fremdkapital der K+S GRUPPE stieg im Jahr 2012 von 2.972,3 Mio. € auf 3.161,7 Mio. €. Es bestand zum 31. Dezember 2012 zu etwa 37% aus Rückstellungen, zu rund 40% aus Finanzverbindlichkeiten, zu rund 9% aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zu 11% aus Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern und latenten Steuern. Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2012 auf 2.514,3 Mio. €; der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (1.953,6 Mio. €) ist vorwiegend auf die Begebung einer zweiten Anleihe im Juni 2012 mit einem Volumen von 500 Mio. € zurückzuführen. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals hat sich somit auf 37,9% der Bilanzsumme erhöht (31.12.2011: 32,3%). Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich von 1.018,7 Mio. € am Ende des Jahres 2011 auf 647,4 Mio. € am 31. Dezember 2012; der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme ging somit von 16,8% im Vorjahr auf 9,7% zum 31. Dezember 2012 zurück. / WEITERE ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG EINZELNER BILANZPOSTEN finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 188. FINANZVERBINDLICHKEITENFinanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2012 in Höhe von 1.265,8 Mio. €; davon waren lediglich 0,9 Mio. € als kurzfristig einzustufen. Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt auf die von uns im September 2009 (Fälligkeit: September 2014; Zinskupon: 5,0% p. a.) sowie im Juni 2012 (Fälligkeit: Juni 2022; Zinskupon: 3,0% p. a.) begebenen Unternehmensanleihen. / EINE HERLEITUNG DER FREMDKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 98; eine Übersicht des Fälligkeitsprofils auf Seite 130. Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31.Dezember 2012 umgerechnet auf lediglich 18,9 Mio. €. RÜCKSTELLUNGENDie wesentlichen langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen betrugen 706,6 Mio. € nach 580,6 Mio. € im Vorjahr. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf jährliche Aufzinsungen, die Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie die Neubewertungen von bestehenden Rückstellungen zurückzuführen. Etwa 50 Mio. € des Anstiegs beruhen auf einer notwendigen Herabsetzung des durchschnittlich gewichteten Diskontierungsfaktors von 4,7% auf 4,3% vor dem Hintergrund des im Jahr 2012 deutlich gesunkenen langfristigen Zinsniveaus. Dies schlug sich in einem nicht zahlungswirksamen, außerplanmäßigen Zinsaufwand (14,2 Mio. €) nieder. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um einen halben Prozentpunkt würde zu einer Verringerung des zu bilanzierenden Werts um rund 71 Mio. € führen. Umgekehrt hätte eine Senkung des Diskontierungsfaktors um einen halben Prozentpunkt einen Anstieg der bergbaulichen Rückstellungen um rund 95 Mio. € zur Folge. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die dargestellten Veränderungen der Rückstellungen infolge einer Änderung des Diskontierungssatzes nicht zu einer betragsmäßig entsprechenden Ergebnisauswirkung führen. Für einen wesentlichen Teil der bergbaulichen Rückstellungen sind die Anpassungen aufgrund der Änderung von Bewertungsparametern nach den Regelungen des IFRIC 1 durchzuführen. Damit würde sich für die entsprechenden Rückstellungspositionen grundsätzlich eine Bilanzverkürzung bzw. –verlängerung ergeben. Darüber hinaus können Effekte aus der Anpassung anderer Bewertungsparameter (z. B. Preissteigerungsrate) dem Effekt aus der Änderung des Diskontierungssatzes entgegenwirken. Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen 88,8 Mio. € nach 95,3 Mio. € im Vorjahr; der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sank zum 31. Dezember 2012 aufgrund eines niedrigeren Marktzinsniveaus auf 3,8% nach 4,8% im Vorjahr. Die Änderung des Marktzinsniveaus hat zwar Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen, wegen der bis einschließlich des Jahres 2012 noch anwendbaren Korridormethode (IAS 19) nicht jedoch unmittelbar auf deren bilanziellen Wertansatz. / EINE ERLÄUTERUNG DER AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 180. BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGENur in vernachlässigbarem Umfang bestehen außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Sinne von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Securities, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder eingegangene Haftungsverhältnisse gegenüber nicht im Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Wir nutzen vor allem operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns. INVESTITIONSANALYSEIm Jahr 2012 investierte die K+S GRUPPE 465,5 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 172,4 Mio. € bzw. 59%. Hiervon entfielen 142,8 Mio. € auf Investitionen in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada. Der Anstieg ist außerdem auf die Durchführung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im hessischthüringischen Kalirevier sowie den Bau der Salzabwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra zurückzuführen. Bei den Investitionsausgaben ist eine gewisse Saisonalität zu erkennen; die Umsetzung der Investitionsvorhaben erfolgt in der Regel überwiegend im dritten und vierten Quartal, da wir die dann stattfindenden Produktionspausen für die Durchführung größerer Investitionsprojekte nutzen. / TAB: 4.8.4 scroll
Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 223,1 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus dem Jahr 2012. Auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen entfielen 266,6 Mio. € bzw. knapp 60% der getätigten Investitionen. Die Abschreibungen beliefen sich auf 229,2 Mio. €. / ABB: 4.8.2 ![]() GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 332,9 Mio. € und damit 170,8 Mio. € bzw. 105% mehr als im Vorjahr; davon wurden 142,8 Mio. € in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada, knapp 50 Mio. € für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier und rund 25 Mio. € in den Bau der Salzabwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra investiert. Darüber hinaus standen Projekte zur Steigerung der Rohstoffausbeute im Vordergrund. Knapp die Hälfte der Investitionen entfiel auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen. GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Jahr 2012 blieben die Investitionen im Geschäftsbereich Salz mit 111,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr in etwa stabil. Zu wesentlichen Projekten gehörten die Erneuerung einer Siedesalzanlage von MORTON SALT in Hutchinson, USA, die Erweiterung der Siebkapazitäten bei SPL, der Anlagenersatz eines Schiffes bei unserer chilenischen Reederei EMPREMAR und Maßnahmen zur optimalen Nutzung der Schachtkapazitäten am Salzstandort Borth in Deutschland. Etwa zwei Drittel des Investitionsvolumens entfielen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENDie Investitionsausgaben der Ergänzenden Aktivitäten betrugen im Berichtsjahr 6,3 Mio. € und haben sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2,0 Mio. € erhöht (2011: 4,3 Mio. €). Im Bereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung vorangetrieben. Insgesamt entfiel der Großteil der Investitionen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen LIQUIDITÄTSANALYSEDer Brutto-Cashflow erreichte im Berichtsjahr 813,0 Mio. € und lag damit um 46,0 Mio. € bzw. 5% unter dem Wert des Vorjahres (2011: 859,0 Mio. €). Der Rückgang folgte der Ergebnisentwicklung. Dem geringeren operativen Ergebnis standen niedrigere Ertragsteuerzahlungen gegenüber. TAB : 4.8.5 scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen) ging im Vergleich zum Vorjahr um 13% auf 650,6 Mio. € zurück (2011: 743,4 Mio. €). Das Working Capital entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt: Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stiegen die Vorräte insbesondere preisbedingt leicht an, nachdem im Vorjahr die vorsichtigere Disposition des Handels im vierten Quartal noch zu einem stärkeren mengenbedingten Anstieg geführt hatte. Im Geschäftsbereich Salz blieben die Lagerbestände weitgehend auf dem hohen Niveau, auf das sie im Vorjahr aufgrund des milden Winters im vierten Quartal 2011 angestiegen waren. Nachdem es im Jahr 2011 zu einem preisbedingt höheren Anstieg der Forderungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gekommen war, fiel die Zunahme im Berichtsjahr geringer aus. Im Geschäftsbereich Salz stiegen die Forderungen an, nachdem im Vorjahr aufgrund des schwachen Auftausalzgeschäfts im vierten Quartal 2011 eine Abnahme zu verzeichnen war. Während die Zunahme der Verbindlichkeiten der K+S GRUPPE annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lag, konnte der insgesamt geringere Anstieg der Vorräte eine höhere Zunahme der Forderungen in etwa ausgleichen, sodass die Veränderung des Working Capital im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil blieb. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Investitionen in Wertpapiere) belief sich im Berichtsjahr auf− 408,1 Mio. € und lag damit unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (2011: −494,7 Mio. €). Dem Wegfall der Auszahlungen für den Erwerb von POTASH ONE (2011: − 242,8 Mio. €) standen allerdings gestiegene Auszahlungen für Sachanlagevermögen, insbesondere aufgrund der höheren Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gegenüber. Der freie Cashflow (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen und Investitionen in Wertpapiere) erreichte 242,5 Mio. € (2011: 248,7 Mio. €). Bereinigt um Akquisitionen/Devestitionen ging der freie Cashflow im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 244,8 Mio. € auf 246,7 Mio. € zurück. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 243,0 Mio. € (2011: −261,7 Mio. €); die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Begebung der zweiten Anleihe (497,1 Mio. €) zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Nettofinanzmittelbestand 345,0 Mio. € (31.12.2011: 437,3 Mio. €). Dabei ist zu berücksichtigen, dass 870,8 Mio. € in Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen investiert wurden, während 312,3 Mio. € aus der Veräußerung fälliger Wertpapiere und Finanzinvestitionen zuflossen. Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Terminanlagen und Geldmarktpapiere, die weiterhin als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen. Die Nettoverschuldung (unter Einbeziehung der langfristigen Rückstellungen für Pensionen und bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 795,4 Mio. €) belief sich am 31. Dezember 2012 auf 756,0 Mio. € (31.12.2011: 610,8 Mio. €). 4.9 VERMÖGENSLAGEDie Beschreibung der Vermögenslage bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Die Bilanz des Vorjahres wurde nicht angepasst und enthält die veräußerten Vermögenswerte und Schulden des im Jahr 2012 veräußerten NITROGEN-Geschäfts. VERMÖGENSSTRUKTURANALYSEZum 31. Dezember 2012 belief sich die Bilanzsumme der K+S GRUPPE auf 6.639,0 Mio. €. Das Verhältnis langfristiger zu kurzfristigen Vermögenswerten beträgt 63:37 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut etwas zugunsten langfristiger Vermögenswerte verschoben. / ABB: 4.9.1 / TAB: 4.9.1 ![]() scroll
Das Sachanlagevermögen erhöhte sich auf 2.527,4 Mio. € (31.12.2011: 2.227,0 Mio. €). Dies ist insbesondere auf Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zurückzuführen; die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts wirkte sich aufgrund seines geringen Sachanlagevermögens nicht maßgeblich aus. Finanzanlagen sowie langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 515,4 Mio. € (31.12.2011: 74,4 Mio. €), da die Mittel aus der Begebung der zweiten Anleihe vorübergehend in Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen angelegt wurden. Infolge der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts verringerten sich die Vorräte leicht auf 687,9 Mio. € (31.12.2011: 730,0 Mio. €); die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen aus dem gleichen Grund auf 770,3 Mio. € zurück (31.12.2011: 928,8 Mio. €). Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 435,0 Mio. € an (31.12.2011:315,0 Mio. €); dabei handelt es sich um Geldanlagen, im Wesentlichen Terminanlagen und Geldmarktpapiere mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten, die weiterhin als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen.Einschließlich des Barmittelzuflusses aus der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts belief sich der Bestand an flüssigen Mitteln Ende des Jahres auf 351,8 Mio. € (31.12.2011: 442,8 Mio. €). Addiert man die beschriebene Geldanlage in kurzfristige Wertpapiere von 435,0 Mio. €, hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht. Unter Einbeziehung der flüssigen Mittel (351,8 Mio. €), der lang- und kurzfristigen Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen (934,5 Mio. €), der langfristigen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen und Pensionen (706,6 Mio. € bzw. 88,8 Mio. €) sowie der Finanzverbindlichkeiten (1.265,8 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit einer Anleihe bei MORTON SALT (18,9 Mio. €) ergibt sich per 31. Dezember 2012 eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 756,0 Mio. € (31.12.2011: 610,8 Mio. €). / DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN findenSie im Kapitel ‚Weitere Informationen' auf Seite 219. ZWECKGEBUNDENES VERMÖGENIm Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit der Dotierung des CTA-Modells erfolgt eine Zweckbindung entsprechender Finanzierungsmittel für die Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und Vorruhestandsregelungen. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen der MORTON-Gruppe dient.Darüber hinaus bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen und das zugehörige Planvermögen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen hat sich im Jahr 2012 im Wesentlichen infolge weiterer Dotierungen sowie einer positiven Wertentwicklung um 58,1 Mio. € auf insgesamt 415,5 Mio. € erhöht. Angaben zu der Zusammensetzung dieses Planvermögens sowie zu im Jahr 2012 vorgenommenen Ausfinanzierungen finden Sie im Konzernanhang unter Anmerkung (21) ‚Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen' sowie unter Anmerkung (23) ‚Langfristige Personalverpflichtungen'. NICHT BILANZIERTES VERMÖGENSonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31.Dezember 2012 auf 299,2 Mio. € (31. Dezember 2011: 197,4 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge und Lagerkapazitäten geleast. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Informationen zu sonstigen immateriellen, nicht bilanzierten Werten im Sinne von Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie Organisations- und Verfahrensvorteilen finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 43, 69 bzw. 101; Investoren- und Kapitalmarktbeziehungen werden im Kapitel ‚K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 26 erläutert. ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFENAm 8. Mai 2012 gab K+S bekannt, das NITROGEN-Geschäft an das russische Agrochemieunternehmen EUROCHEM verkaufen zu wollen. Das Closing erfolgte am 2. Juli 2012. Mit der Veräußerung war ein Ertrag nach Ertragsteuern in Höhe von 66,9 Mio. € verbunden. Das NITROGEN-Geschäft wird seit dem zweiten Quartal 2012 gemäß IFRS als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Die ESCO – EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 3. Januar 2012 das tschechische Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY,A.S. (SMO) übernommen. SMO ist ein bedeutender Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und auch in anderen angrenzenden europäischen Regionen aktiv. Der Kaufpreis betrug 4,4 Mio. €. Die beschriebenen Transaktionen standen im Zeichen der Zwei-Säulen-Strategie der K+S GRUPPE. Diese sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren. / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 168 und Seite 173. 4.10 DARSTELLUNG DER SEGMENTEGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEUMSATZ MIT 2,3 MRD. € UM 7 % ÜBER VORJAHRESNIVEAUIm Geschäftsjahr 2012 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs um 157,0 Mio. € bzw. 7% auf 2.290,6 Mio. €; dies ist auf einen Anstieg des erzielten Durchschnittspreises des Produktportfolios sowie eine positive Entwicklung des Wechselkurses zurückzuführen. Das Absatzvolumen lag im Jahr 2012 mit 6,95 Mio. t auf dem hohen Niveau des Vorjahres (6,94 Mio. t). / TAB: 4.10.1, 4.10.2, 4.10.3 / EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE finden Sie auf Seite 87 unter ‚Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. scroll
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Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr 49%; dieser Umsatzanteil ist weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Ein Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Südamerika und Asien erwirtschaftet. / ABB: 4.10.1 ![]() Bei unserem volumenmäßig bedeutendsten Produkt Kaliumchlorid stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 136,7 Mio. € bzw. 13% auf 1.171,8 Mio. €; Absatzsteigerungen, positive Wechselkurseffekte sowie höhere Durchschnittserlöse im Vergleich zum Vorjahr führten zu diesem Anstieg. In Europa haben wir 1,03 Mio. t Kaliumchlorid verkauft; dieser Wert lag etwa 8% unter dem des Vorjahres (2011: 1,12 Mio. t). In Übersee wurden 2,22 Mio. t abgesetzt und damit 14% mehr als im Vorjahr (2011: 1,95 Mio. t). Mit Düngemittelspezialitäten erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 835,6 Mio. €, ein Anstieg um knapp 4% (2011: 807,1 Mio. €). Hierfür waren auch in dieser Produktgruppe die durchschnittlich höheren Erlöse ausschlaggebend, die zusammen mit positiven Währungseffekten Absatzrückgänge in Europa überkompensieren konnten. Während das europäische Absatzvolumen 1,97 Mio. t (−5%) erreichte, lag der Überseeabsatz mit 0,99 Mio. t um 1% über dem des Vorjahres. Im Bereich Industrieprodukte fiel der Umsatz um 3% auf 283,2 Mio. € (2011: 291,4 Mio. €); positive Preis- und Währungseffekte konnten negative Mengeneffekte nicht ausgleichen. Der Absatz betrug in Europa 0,51 Mio. t (−7%) und in Übersee 0,23 Mio. t (−12%). / ABB: 4.10.2 ![]() EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I GESTIEGENDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs erreichte im Berichtsjahr 870,2 Mio. € und lag 36,4 Mio. € bzw. 4 % über dem Wert des Vorjahres (2011: 833,8 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I konnte um 34,4 Mio. € bzw. 5 % auf 773,9 Mio. € gesteigert werden. Darin sind Abschreibungen in Höhe von 96,3 Mio. € berücksichtigt; diese haben sich gegenüber denen des Vorjahres um 2,0 Mio. € erhöht. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf höhere Durchschnittserlöse über das gesamte Sortiment zurückzuführen; diese konnten Kostensteigerungen, insbesondere für Personal und Energie, Kosten für das Legacy Projekt sowie den Effekt aus dem Bestandsabbau mehr als ausgleichen. Das Ergebnis des Jahres 2012 war um rund 8 Mio. € durch den stärkeren US-Dollar begünstigt. / AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE finden Sie auf Seite 140. GESCHÄFTSBEREICH SALZUMSATZ MIT 1,5 MRD. € UM 13% UNTER DEM HOHEN VORJAHRESNIVEAUIm Geschäftsbereich Salz erreichte der Umsatz im Berichtsjahr 1.484,8 Mio. € und lag damit um 225,3 Mio. € bzw. 13% unter dem Wert des Vorjahrs. Negativen Mengeneffekten standen dabei positive Währungs- und Struktureffekte gegenüber. Der Festsalzabsatz betrug im Berichtsjahr insgesamt 17,56 Mio. t und lag damit aufgrund der milden und trockenen Witterungsverhältnisse im Berichtsjahr um knapp 23% unter dem hohen Niveau des Vorjahres (22,73 Mio. t). / TAB: 4.10.4, 4.10.5, 4.10.6 / EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSBEREICH SALZ finden Sie auf Seite 88 unter Branchenspezifische Rahmenbedingungen. scroll
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Knapp 25% des Umsatzes im Geschäftsbereich Salz wurden im vergangenen Jahr in Europa erwirtschaftet und waren damit weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Der höchste Umsatzanteil wurde mit 64% in Nordamerika erzielt, in Südamerika lag der Anteil bei rund 9%. / ABB: 4.10.3 ![]() Der Umsatz mit Speisesalzen ist im Berichtsjahr um 24,7 Mio. € bzw. knapp 8% auf 339,4 Mio. € gestiegen. Höhere Preise in Nord- und Südamerika sowie positive Währungseffekte konnten negative Mengen- und Struktureffekte mehr als ausgleichen. Der Absatz betrug 1,42 Mio. t und lag um rund 7% unter dem Wert des Vorjahres. Der Umsatz mit Gewerbesalzen, wie z. B. Fischerei-, Futtermittel- und hochreinen Pharmasalzen, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 502,4 Mio. € nach 489,4 Mio. € im Vorjahr. Positive Währungs- sowie Preiseffekte konnten geringere Absätze in Europa sowie Nord- und Südamerika ausgleichen. Der Absatz betrug 4,94 Mio. t und lag damit insbesondere infolge der Kaufzurückhaltung bei Wasserenthärtungsprodukten in Nordamerika um 6% unter dem Vorjahreswert (5,26 Mio. t). Im Industriesalzgeschäft erreichte der Umsatz mit 117,4 Mio. € einen um 17,8 Mio. € bzw. 18% höheren Wert als im Vorjahr. Der Umsatzanstieg ist auf positive Mengen- sowie Währungseffekte zurückzuführen. Der Absatz lag mit 2,87 Mio. t um 9% über dem des Vorjahres (2,63 Mio. t). Der Umsatz mit Auftausalz betrug im Berichtsjahr 456,0 Mio. €; aufgrund der sowohl in Europa als auch Nord-amerika außergewöhnlich milden und trockenen Witterungsverhältnisse entspricht dies einem Rückgang um 283,7 Mio. € bzw. 38%, verglichen mit dem hohen Wert des Vorjahres von 739,7 Mio. €. Positive Währungseffekte konnten die Effekte aus starken Mengen- und leichten Preisrückgängen nur etwas abmildern. Der Absatz ging im Vergleich zum Vorjahr stark zurück und betrug 8,33 Mio. t (2011: 13,31 Mio. t). Neben dem Geschäft mit sonstigen Auftaumitteln, z. B. Magnesiumchloridlösung, umfasst „Sonstiges“ auch das Logistikgeschäft mit Dritten der zur chilenischen SPL-Gruppe gehörenden Reederei EMPREMAR. Der unter „Sonstiges“ erfasste Umsatz stieg um 2,9 Mio. € auf 69,6 Mio. €; positive Preis- und Währungseffekte konnten Mengenrückgänge aufgrund eines geringeren Transportvolumens bei EMPREMAR mehr als ausgleichen. / ABB: 4.10.4 ![]() EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I STARK UNTER ÜBERDURCHSCHNITTLICHEN VORJAHRESERGEBNISSENDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging im Berichtsjahr um rund 47% auf 180,3 Mio. € zurück (2011: 337,9 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Salz betrug im Jahr 2012 62,4 Mio. € und lag damit um 149,0 Mio. € bzw. rund 70% unter dem Vorjahreswert (211,4 Mio. €). Im operativen Ergebnis EBIT I sind Abschreibungen in Höhe von 117,9 Mio. € enthalten (2011: 126,5 Mio. €). Der im Vergleich zum überdurchschnittlichen Ergebnis des Vorjahres außerordentlich starke Ergebnisrückgang ist insbesondere auf rückläufige Mengen im Auftausalzgeschäft in Europa sowie in Nordamerika zurückzuführen; wesentlicher Grund waren die außergewöhnlich milden und trockenen Witterungsverhältnisse. Der einmalige Aufwand aus der Veräußerung von drei Schiffen der chilenischen Reederei EMPREMAR schlug sich mit −10,7 Mio. € nieder. Die aufgrund der schwächeren Auftausalznachfrage eingeleiteten Kosteneinsparungen konnten den Ergebnisrückgang nur etwas abmildern. Die Profitabilität unseres weltweiten Salzgeschäfts variiert in Abhängigkeit des jeweiligen Regionalmixes, der Kapazitätsauslastung, der lokalen Marge sowie der Wechselkurse. So war beispielsweise das Ergebnis des Jahres 2012 in Höhe von 90 bis 110 Mio. € aufgrund des im Vergleich zum langfristigen Mittelwert unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts belastet, während das Ergebnis im Jahr 2011 noch durch einen positiven Wintereffekt in Höhe von 20 bis 30 Mio. € begünstigt war. / AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ finden Sie auf Seite 141. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENUMSATZ ERREICHT 153,7 MIO. € (+2,2%)Der Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 153,7 Mio. € um gut 2% über dem Vorjahreswert. Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppen-gesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 187,1 Mio. € (2011: 188,1 Mio. €). / TAB: 4.10.7, 4.10.8 / ABB: 4.10.5 / EINE ÜBERSICHT ÜBER DIE EINZELNEN TÄTIGKEITSBEREICHE finden Sie auf der Seite 61. scroll
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![]() Im Bereich Entsorgung und Recycling stieg der Umsatz leicht auf 88,7 Mio. € (2011: 87,7 Mio. €) und bei CFK (Handel) auf 15,0 Mio. € (2011: 12,8 Mio. €). Die Umsätze im Bereich Tierhygieneprodukte erhöhten sich vorwiegend mengenbedingt auf 36,9 Mio. € (2011: 35,3 Mio. €), während der Umsatz bei der K+S TRANSPORT GMBH aufgrund einer veränderten Klassifizierung von Dritt- und Innenumsätzen um rund 10% auf 13,1 Mio. € zurückging./ ABB: 4.10.6 ![]() EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT IDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der ergänzenden Aktivitäten erreichte im Berichtsjahr 28,3 Mio. € und lag damit 0,7 Mio. € bzw. 2% unter dem Wert des Vorjahres. Das operative Ergebnis EBIT I stieg auf 21,1 Mio. € (2011: 17,9 Mio. €). Die Abschreibungen normalisierten sich im Jahr 2012 auf 7,2 Mio. €, nachdem das Jahr 2011 durch außerplanmäßige Abschreibungen von Schiffsbeteiligungen im Bereich Logistik um 4,6 Mio. € belastet war. Höhere Ergebnisbeiträge in den Bereichen K+S TRANSPORT GMBH, CFK (Handel) sowie Tierhygieneprodukte konnten den Ergebnisrückgang des Bereichs Entsorgung und Recycling mehr als ausgleichen. / AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DER ERGÄNZENDEN AKTIVITÄTEN finden Sieauf Seite 141. 4.11 RISIKOBERICHTDer nachfolgende Risikobericht beschreibt die Risikopolitik, das Chancen- und Risikomanagement, das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sowie die Unternehmensrisiken der K+S GRUPPE. Die wesentlichen Risiken der K+S AKTIENGESELLSCHAFT resultieren nicht aus deren eigener operativer Geschäftstätigkeit, sie können sich vielmehr aus der ihrer Beteiligungsgesellschaften ergeben. Ein Schadenereignis dort könnte direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT haben. RISIKOPOLITIKDie Geschäftspolitik der K+S GRUPPE ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft risikoadäquate Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordern die weltweiten Geschäftsaktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Erkennen und Abwägen von Risiken und Chancen. Effektives Risiko- und Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der Unternehmensführung. CHANCENMANAGEMENTIn der K+S GRUPPE sind Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf den Konzern auswirken können. Unser Chancenmanagement leiten wir im Wesentlichen aus den Strategien und Zielen der Unternehmenseinheiten ab und sorgen für ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen obliegt dem Management der Unternehmenseinheiten. Das Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der konzernweiten Planungs- und Steuerungssysteme. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen und anderen wesentlichen Erfolgsfaktoren, auch im politischen Umfeld des Unternehmens. Daraus werden konkrete spezifische Chancenpotenziale abgeleitet sowie entsprechende Ziele festgelegt. Ausgewählte Chancenpotenziale der K+S GRUPPE werden im Kapitel ‚Chancen' des Prognoseberichts erläutert. RISIKOMANAGEMENTUnter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Das Risikomanagement der K+S GRUPPE hat zum Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu bewerten und potenzielle geschäftliche Einbußen durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung verhindert und durch unternehmerische Entscheidungen auf dieser Basis langfristig Wert geschaffen werden. Dazu nutzen wir konzerneinheitliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. ORGANISATION UND INSTRUMENTE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMSDer Vorstand hat konzernweite Vorgaben für ein systematisches und effektives Risikomanagement der K+S GRUPPE festgelegt. Das konzernweite Risikomanagementsystem erfasst Risiken, greift auf bestehende Organisations- und Berichtsstrukturen zurück und besteht aus folgenden Elementen:
Die Richtlinie zur Risikomanagement-Organisation in der K+S GRUPPE enthält Grundsätze für den Umgang mit Risiken. In ihr werden die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten geregelt. Die Anforderungen an die Risikoberichterstattung, zu denen auch die Meldeschwellen für Risiken gehören, werden verbindlich definiert. Die Einheit Risikomanagement koordiniert den Risikomanagementprozess und wird durch Risikomanagementbeauftragte in den Unternehmenseinheiten unterstützt. Das gruppenweit etablierte Risikomanagementsystem ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems der K+S GRUPPE wird regelmäßig von der internen Revision geprüft. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist Gegenstand der Jahresabschlussprüfung. /ABB: 4.11.1 ![]() Der Risikomanagementprozess umfasst die Elemente Risikoidentifikation, Risikobewertung und -quantifizierung, Risikosteuerung sowie Risikoaggregation und -berichterstattung: RISIKOIDENTIFIKATIONDie regelmäßige Identifikation von Risiken erfolgt dezentral in den Unternehmenseinheiten mittels unterschiedlicher Instrumente. Die eingesetzten Methoden der Risikoermittlung reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über die Auswertung von Informationen von Kunden, Lieferanten und Institutionen bis zur Verfolgung von Risikoindikatoren aus dem wirtschaftlichen und politischen Umfeld. RISIKOBEWERTUNG UND -QUANTIFIZIERUNGIdentifizierte Risiken werden nach einer einheitlichen Methodik bewertet. Für jedes Risiko quantifizieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie neben dem Brutto- auch das Nettoschadenpotenzial; letzteres beinhaltet Effekte aus Gegensteuerungsmaßnahmen. Kann das Bruttoschadenpotenzial durch wirksame und angemessene Maßnahmen zuverlässig gemindert werden, liegt der Fokus der Betrachtung auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenpotenzial. Dieser Ansatz ermöglicht ein Verständnis dafür, welchen Einfluss einzelne risikomindernde Maßnahmen haben. Zusätzlich wird ein sogenannter Erwartungswert des Ergebniseffekts durch Multiplikation des Nettoschadenpotenzials mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Die Risikobewertung erfolgt in zeitlicher Hinsicht sowohl für das laufende Jahr als auch für einen Zeithorizont von drei bzw. zehn Jahren. Erwartete Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer 50% werden in der Jahreshochschätzung bzw. Mittelfristplanung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen berücksichtigt. /TAB: 4.11.1 scroll
RISIKOSTEUERUNGEin Baustein des Risikomanagements ist die Entwicklung von geeigneten gegensteuernden Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikoverminderung unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien mit dem Ziel, das Schadenpotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z. B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Die Entscheidung über die Umsetzung entsprechender Maßnahmen berücksichtigt auch die Kosten in Verbindung mit der Effektivität möglicher Maßnahmen. RISIKOAGGREGATION UND -BERICHTERSTATTUNGUnser Risikomanagementsystem soll eine transparente Darstellung der Risikosituation gewährleisten. Die Nettoschadenpotenziale aus den Unternehmenseinheiten werden daher auf Konzernebene zusammengefasst. Der Risikoberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten Risiken unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit, wenn definierte Schwellenwerte für das Brutto- oder das Nettoschadenpotenzial erreicht werden. Auf Konzernebene beobachten wir Risiken ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 5% und einem Nettoschadenpotenzial von gleichzeitig mindestens 10 Mio. €. Vierteljährlich erhält der Vorstand über ein standardisiertes Berichtswesen einen Überblick über die aktuelle Risikosituation. Kurzfristig auftretende, wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert. RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE (IFRS 7)Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es, finanzielle Risiken (z. B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein systematisches Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuert die K+S GRUPPE ihre Kapitalstruktur und nimmt unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegebenenfalls Anpassungen vor, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit des Unternehmens jederzeit nachhaltig sicherzustellen. / EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR finden Sie im Kapitel ‚Finanzlage' aufSeite 99. Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Marktpreisrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hierzu gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten vergleichbare Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Banken abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken ist eine ausgewogene Verteilung der derivativen Finanzinstrumente auf verschiedene Institute vorgeschrieben. Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). Antizipative Sicherungsgeschäfte zielen auf eine Verringerung der Wechselkursrisiken künftiger Geschäftsjahre ab. / EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG DER SICHERUNGSGESCHÄFTE finden Sie in der Darstellung der Risiken aus Wechselkursschwankungen auf Seite 128 und im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 179. BESCHREIBUNG DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLE- GUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 5 BZW. § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)Das interne Kontrollsystem in der K+S GRUPPE umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Die Richtlinien für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich gibt es Regelungen für den Konzernabschluss sowie detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch interne Regelungen in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Richtlinien und Buchungsanweisungen dokumentiert. Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und maschinell standardisierte Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, wird die Bewertung durch externe Gutachter durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten durch eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. Formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert.Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Prozessintegrierte bzw. -unabhängige Überwachungsmaßnahmen sind Bausteine des internen Kontrollsystems. Einen wesentlichen Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen bilden die maschinellen IT-Prozesskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen, wie z. B. dem „Vier-Augen-Prinzip“, existiert eine organisatorische Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen. Weitere Überwachungsaufgaben werden durch zentrale Einheiten wahrgenommen. Die interne Revision ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Kontrollsystem eingebunden. Die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKENFür die K+S GRUPPE wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei aus deren Reihenfolge keine Rückschlüsse auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder das potenzielle Schadenausmaß zu ziehen sind. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eingeschätzt; dies erfolgt aus Konzernsicht und bezieht sich auf den Zeitraum der Mittelfristplanung (drei Jahre). Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien
Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt nach den qualitativen Kriterien
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung unserer Einschätzungen führen, die dann entsprechend in unserer Zwischenberichterstattung kommuniziert werden. /TAB: 4.11.2 scroll
VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER VORPERIODEDie Tabelle ‚Übersicht der Unternehmensrisiken' auf Seite 117 gibt einen Überblick über die für die K+S GRUPPE wesentlichen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE. Durch die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts sind im Jahr 2012 alle Risiken entfallen, die ausschließlich mit dem Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel in Verbindung standen. Dazu zählen die im Finanzbericht 2011 auf Seite 128 beschriebenen Risiken aus Veränderungen bei strategischen Partnerschaften sowie die Risiken aus der Verteuerung von Ammoniak und Phosphat. Die im Finanzbericht 2011 auf Seite 127 beschriebenen steuerrechtlichen Risiken im Bereich der Energiesteuern und damit verbundene Risiken einer energiesteuerlichen Mehrbelastung entfallen, da das Gesetzgebungsverfahren für eine Nachfolgeregelung zur Entlastung von Energie- und Stromsteuer abgeschlossen ist. Die im Finanzbericht 2011 auf Seite 124 beschriebenen Einflüsse von politischen und sozialen Veränderungen wurden neu bewertet. Wir sehen derzeit keine Risiken aus tiefgreifenden Veränderungen von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Produktions- und Absatzländern. Bei den verbliebenen Unternehmensrisiken gibt es keine Abweichungen bei der Eintrittswahrscheinlichkeit und/ oder den möglichen finanziellen Auswirkungen im Vergleich zum Vorjahr. EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKENEINFLÜSSE DURCH GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGRISIKOURSACHEDie Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in für uns relevanten Regionen beeinflusst. Steigender Wohlstand führt hauptsächlich in Schwellenländern zu einem veränderten Ernährungsverhalten, das sich insbesondere in einem gesteigerten Fleischkonsum widerspiegelt. Da die Produktion von Fleisch ein Vielfaches an Getreide, Soja und anderen als Viehfutter verwendeten Produkten erfordert, führt dies zu einem steigenden Bedarf an Agrarrohstoffen, der wiederum eine erhöhte Nachfrage nach Düngemitteln nach sich zieht. Die internationalen Preise für Agrarprodukte sollten sich trotz der Unsicherheiten über die Entwicklung der Staatsschuldenkrise und den Zustand des Finanzsektors aufgrund anhaltender Knappheit auf einem für die Landwirtschaft lukrativen Niveau halten. Damit müsste sich der Anreiz für die Landwirtschaft erhöhen, den Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Es besteht allerdings das Risiko, dass die Staatsschuldenkrise im Euroraum an Schärfe zunimmt und die Vertrauenskrise bezüglich des Finanzsystems anhalten wird. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise trotz der anhaltenden Knappheit von Agrarprodukten auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Düngemitteln negativ beeinflussen. MASSNAHMENAuf eine solche Situation würden wir gegebenenfalls mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Zudem vermindert die Ausweitung unserer Absatzgebiete die Abhängigkeit von regionalen Entwicklungen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die gesamte Branche Maßnahmen zur Wiederherstellung des Marktgleichgewichts ergreift. AUSWIRKUNGIn Abhängigkeit von Dauer und Intensität könnte dieses mögliche Szenario einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben. Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau-, Speise- und Gewerbesalzen ist hingegen von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist. SCHWANKUNGEN VON ANGEBOT UND NACHFRAGERISIKOURSACHEVor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte können durch äußere Einflüsse erheblichen Schwankungen in der Nachfrage unterliegen. Dazu zählen, unabhängig von unserem Handeln, z. B. Naturkatastrophen oder auch regionale Konjunkturschwankungen, sinkende Weltmarktpreise von wichtigen Agrarerzeugnissen, eine Konzentration auf der Nachfrageseite sowie eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden. Auch auf der Angebotsseite können sich Veränderungen ergeben. Bestehende Produzenten haben aufgrund hoher Auslastungsgrade und der Einschätzung des Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt mit dem Ausbau von Produktionskapazitäten begonnen. Sollte der Markt für diese zusätzlichen Mengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck erhöhen. Sowohl Schwankungen der Nachfrage als auch wesentliche Veränderungen der Kapazitäten können sich damit auf die Preisbildung auswirken. MASSNAHMENAuf volatile Marktverhältnisse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Es ist davon auszugehen, dass die gesamte Branche, die bisher konsequent Angebot und Nachfrage in Einklang gebracht hat, mittel- bis langfristige Maßnahmen zur Wiederherstellung des Marktgleichgewichts ergreift. Da der Bau neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten bestehen, eine Prämie auf die hohen Kapitalkosten zu erzielen. AUSWIRKUNGDiese möglichen Ereignisse können in Abhängigkeit von Dauer und Intensität einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben. Da die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Düngemitteln von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen wird und Düngemittel mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung somit in der Agrarproduktion eine zentrale Rolle spielen, sehen wir langfristig allerdings eine positive Entwicklung. SAISONALE NACHFRAGESCHWANKUNGENRISIKOURSACHEEin signifikantes Absatzrisiko für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz resultiert insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage, speziell aufgrund der Witterungsabhängigkeit. Eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison kann beispielsweise zu Absatzverschiebungen oder gar einbußen bei Düngemitteln führen. Ebenso können milde Winter in den Hauptabsatzgebieten für Auftausalz (Europa, Nordamerika) den Absatz in dieser Produktgruppe erheblich verringern. MASSNAHMENDieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Eine Absicherung durch spezielle Derivate wird aufgrund der aus unserer Sicht nach wie vor unattraktiven Marktkonditionen für diese Instrumente bisher nicht vorgenommen. AUSWIRKUNGDerart mögliche Beeinträchtigungen durch Witterungseinflüsse können sich moderat auf die erwarteten Ergebnisse auswirken sowie die Vergleichbarkeit der Quartalsabschlüsse erschweren. NACHFRAGESCHWANKUNGEN AUFGRUND VERÄNDERTER LAGERHALTUNG AUF KUNDENSEITERISIKOURSACHEDer Aufbau und Abbau von Lagerbeständen an Düngemitteln durch unsere Kunden aufgrund deren Erwartung hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage und Marktpreisentwicklung, der Witterung oder deren Liquiditätsmanagement kann zu einer schwankenden Nachfrage führen. Im Falle einer zu geringen Einlagerung kann dies in der Düngehauptsaison so hohe Mengenanforderungen nach sich ziehen, dass die Vorräte in unseren Lägern nicht ausreichen oder Anfragen aufgrund logistischer Engpässe nicht vollständig bedient werden können. Eine Unterauslastung der Produktionskapazität während der Früheinlagerungssaison und vor diesem Hintergrund steigende Stückkosten wären die Folge. Auch ein zu hoher Aufbau von Vorräten auf Kundenseite kann die kontinuierliche Auslastung der Produktionskapazität beeinträchtigen. Das Gleiche gilt für den Salzbereich:Die Lagerbestände bei Städten, Gemeinden und Straßenmeistereien können die Auftausalznachfrage während der Wintersaison beeinflussen. Während zu hohe Lagerbestände zu einer Unterauslastung der Produktionskapazität führen können, resultiert eine – auch mit Blick auf die öffentlichen Kassenlage – zu geringe Einlagerungsbereitschaft in der Notwendigkeit, zusätzlichen Lagerraum auf Produzentenseite zu schaffen. Bei anhaltend winterlicher Witterung käme eine hohe Herausforderung an die gesamte Lieferkette bis hin zu Lieferengpässen dazu. MASSNAHMENIm Hinblick auf die Vorratshaltung bei Kali- und Magnesiumprodukten setzen wir z. B. über ein Staffelpreissystem finanzielle Anreize, um die Einlagerungsbereitschaft der Handelsstufen zu fördern. Darüber hinaus behalten wir die Lagerbestandssituation auf Kundenseite kontinuierlich im Blick. AUSWIRKUNGEinflüsse aus der Lagerhaltung unserer Kunden halten wir für möglich, deren Wirkung bewerten wir in Relation zu den erwarteten Ergebnissen jedoch als moderat. VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGENFür alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht grundsätzlich die Gefahr, dass gegen erteilte Genehmigungsbescheide von dritter Seite Rechtsmittel eingelegt werden. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Genehmigungen oder neue Genehmigungen zeitlich befristet oder dauerhaft verändert bzw. versagt werden. Die Bedeutung „genehmigungsrechtlicher Rahmenbedingungen“ wird künftig weiter zunehmen. RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG BZW. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON SALZABWÄSSERNRISIKOURSACHEAufgrund von Diskussionen in Öffentlichkeit und Politik über die bestehenden oder künftig noch höhere Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der Produktionsprozesse zur Herstellung von Kali- und Magnesiumprodukten sind Einflüsse auf die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen möglich. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen unter anderem flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Auf der Grundlage bestehender Genehmigungen werden die Salzabwässer zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten Plattendolomit) versenkt. Kaliwerk Werra: Für die an der Werra gelegenen Standorte Hattorf, Unterbreizbach und Wintershall, mit einem Anteil an der gesamten Kali-Produktionskapazität der K+S GRUPPE von etwa 45%, wurde eine bis 30. November 2015 befristete Versenkgenehmigung erteilt. Die Einleitung von Salzabwässern in die Werra ist bis Ende Dezember 2020 genehmigt. Es besteht keine Gewähr,dass die Genehmigungen unverändert verlängert bzw.neu erteilt werden. Mithin kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Investitionen an den betroffenen Standorten notwendig werden, die Produktionskosten weiter steigen und ggf. sogar die Schließung dieser Produktionsstandorte wegen nachhaltiger Unwirtschaftlichkeit erforderlich sein kann. Kaliwerk Neuhof-Ellers: Das Kaliwerk Neuhof-Ellers hat die Versenkung von Salzabwässern in den Plattendolomit nach vollständiger Inanspruchnahme des Versenkraums in 2007 eingestellt. MASSNAHMENKaliwerk Werra: Wir haben im Oktober 2008 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das mit Investitionen von 360 Mio. €, die bis Ende 2015 umgesetzt sein sollen, die Versenkung und die Einleitung von Salzabwässern nochmals erheblich reduzieren wird. Ergänzend wurde mit den Ländern Hessen und Thüringen eine Vereinbarung geschlossen, in der sich die Vertragspartner gemeinsam zu nachhaltigem wirtschaftlichen Handeln, zur Sicherung der Arbeitsplätze und einem schonenden Umgang mit der Natur für die nächsten 30 Jahre bekennen. Die Verminderung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion wird auch weiterhin zu den Schwerpunkten unserer Forschungs und Entwicklungstätigkeit gehören. Da die dauerhafte lokale Entsorgung von einigen Seiten in Frage gestellt wird, kann eine langfristige Genehmigung des derzeitigen lokalen Konzepts nicht als gesichert angenommen werden. Deshalb hat sich K+S entschlossen, parallel zur Umsetzung der lokalen Maßnahmen auch Genehmigungsanträge für standortferne Entsorgungswege d. h. Fernleitungen zur Oberweser und zur Nordsee, vorzubereiten. Dies geschieht ungeachtet des Umstands, dass die Prüfkriterien für Fernleitungen aus Sicht des Unternehmens derzeit nicht erfüllt sind: Es müssen der gemeinsame politische Wille auf Landes- und Bundesebene gegeben, Bau und Betrieb der Fernleitung sowie die Einleitung von Salzlösungen langfristig genehmigungsfähig, die Maßnahme ökologisch sinnvoll und Bau und Betrieb der Fernleitung wirtschaftlich zumutbar und verhältnismäßig sein, bevor eine Entscheidung über den Bau einer Fernleitung getroffen werden kann – eine solche Entscheidung ist mit der Vorbereitung der Anträge daher nicht verbunden. Kaliwerk Neuhof-Ellers: Um die ordnungsgemäße Entsorgung der dort anfallenden Haldenwässer weiterhin gewährleisten zu können, erfolgt im Einklang mit geltenden Genehmigungen seit der Einstellung der Versenkung der Transport der Salzabwässer per Bahn und LKW zum nächstgelegenen Standort, dem Werk Werra. In diesem Zusammenhang wurden der Bau und der Betrieb einer Mitte 2010 beantragten Salzwasserleitung von Neuhof nach Philippsthal durch einen Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Kassel im Sommer 2012 genehmigt. Die Inbetriebnahme der Salzabwasserleitung ist für Sommer 2013 geplant. Der Planfeststellungsbeschluss wird beklagt. AUSWIRKUNGKaliwerk Werra: Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die eine nachteilige Beeinflussung von Trink- oder nutzbaren Grundwasserressourcen befürchten lassen, oder Klagen gegen bestehende Genehmigungen,erfolgreich wären, können dadurch bestehende Genehmigungen eingeschränkt oder widerrufen werden. Die daraus resultierenden Folgen können zu wesentlichen Zusatzkosten und/oder zu erheblichen Produktionsreduzierungen an den betroffenen Standorten des Kaliwerks Werra führen. Wir halten es für möglich, dass auslaufende Genehmigungen nicht verlängert bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies hätte im schlimmsten Fall eine Einstellung der Produktion und ggf. Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen Personalauswirkungen zur Folge; daraus würden sich nachhaltig wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE ergeben. Kaliwerk Neuhof-Ellers: Es ist möglich, dass den Klagen stattgegeben wird mit der Folge, dass die fertiggestellte Salzabwasserleitung nicht genutzt werden kann. In diesem Fall müsste der kostenintensivere Transport der Salzabwässer per Bahn und LKW fortgeführt und die Investitionen für die Salzabwasserleitung außerplanmäßig abgeschrieben werden; daraus würde sich eine moderate Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE ergeben. RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG BZW. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDENRISIKOURSACHEAn den Gewinnungsstandorten des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte werden feste Rückstände im Rahmen bestehender Genehmigungen aufgehaldet. Sollten Aufhaldungsgenehmigungen widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen genehmigt werden, fehlt den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für diese Rückstände. MASSNAHMENWir verbringen einen Teil der Rückstände als Feuchtversatz oder als Spülversatz in dafür geeignete Grubenhohlräume. Dies ist allerdings nur in begrenztem Umfang möglich, da hierbei eine wesentlich geringere Verdichtung erreicht wird als sie das Rohsalz in der Lagerstätte aufweist. AUSWIRKUNGMögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir als wesentlich. RISIKEN AUS SICHERHEITSLEISTUNGENRISIKOURSACHEDie Forderung nach insolvenzsicheren Sicherheitsleistungen für mögliche Ewigkeitskosten der Haldenverwahrung und für betriebseigene Deponien ist in Zukunft nicht auszuschließen. Derzeit werden die erforderlichen Aufwendungen für die planmäßige Nachsorge der Halden bilanziell über Rückstellungen abgebildet. MASSNAHMENBei Eintritt wäre unser Bestreben, eine mögliche monetäre Sicherheitsleistung durch andere Sicherheiten (z. B. Konzernbürgschaft) ganz oder teilweise zu ersetzen. AUSWIRKUNGSofern zusätzlich zur Rückstellungsbildung Sicherheitsleistungen hinterlegt werden müssten, würden finanzielle Mittel gebunden; dies könnte den finanziellen Spielraum des Unternehmens begrenzen. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir mittelfristig als moderat. RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG VON ARBEITSPLATZGRENZWERTENRISIKOURSACHERisiken für unsere Bergbauaktivitäten in Deutschland können aus einer Umsetzung von Überlegungen der EU-Kommission für eine Festsetzung von indikativen Arbeitsplatzgrenzwerten für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO) entstehen, wenn diese die Gegebenheiten der Produktion unter Tage nicht ausreichend berücksichtigen. MASSNAHMENEs ist das Bestreben der betroffenen Unternehmen und deren Interessenverbänden, durch eine intensive Zusammenarbeit mit der EU-Kommission und den nationalen Regierungen langfristig sinnvolle, realistische Grenzwerte zu erreichen. AUSWIRKUNGWürden Grenzwerte deutlich herabgesetzt, könnten erhebliche Investitionen zur Einhaltung der Grenzwerte notwendig werden. Sollten die Arbeitsplatzgrenzwerte derart verschärft werden, dass die Produktion an den betreffenden Standorten unter Einhaltung dieser Grenzwerte mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder technisch insgesamt nicht mehr möglich wäre, würde uns dies sogar dazu zwingen, diese Standorte zu schließen. Mittelfristig sind Beeinträchtigungen möglich, die wir derzeit als moderat einschätzen. RISIKEN AUFGRUND DES WEGFALLS DES ANTI-DUMPING-SCHUTZESRISIKOURSACHEDie K+S GRUPPE steht im Düngemittelgeschäft auch mit Produzenten aus Russland und Weißrussland im Wettbewerb, die direkt oder indirekt von Seiten des Staates finanzielle Unterstützung erfahren. Diese Wettbewerber könnten dadurch ihre Produkte zu besseren Konditionen anbieten als solche Hersteller, die keine vergleichbare staatliche Unterstützung erhalten. MASSNAHMENIm April 2011 hatte die EUROPEAN POTASH PRODUCERS ASSOCIATION (APEP), zu deren Mitgliedern auch K+S gehört, termingerecht bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Verlängerung der bestehenden handelspolitischen Maßnahmen für die Einfuhren von Kaliumchlorid (u.a. Mindestpreise und Mengenbeschränkungen) eingereicht. Als Ergebnis der darauf folgenden ausführlichen Konsultationen war festzustellen, dass die strukturell wettbewerbsverzerrenden Praktiken durch die seinerzeitigen Marktverhältnisse derart überlagert wurden, dass die Chancen für eine Verlängerung der handelspolitischen Maßnahmen als gering eingeschätzt werden mussten. Die APEP hat daher ihren Antrag vorerst zurückgezogen, bleibt aber mit der Europäischen Kommission im Dialog. Die APEP behält sich allerdings vor, bei veränderter Marktlage erneut einen Antrag auf Wiedereinführung handelspolitischer Maßnahmen zum Schutz gegen wettbewerbsverzerrende Praktiken einzureichen. AUSWIRKUNGMittelfristig ist ein Anstieg der russischen und weißrussischen Liefermengen über das Niveau der bisher realisierten Lieferungen in die EU möglich. Die Auswirkungen bewerten wir unter den derzeitigen Marktbedingungen als moderat. OPERATIVE UND STRATEGISCHE RISIKENUnternehmensstrategische Risiken können sich im Wesentlichen aus einer Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen und, daraus abgeleitet, in einer Fehlausrichtung der unternehmerischen Ziele und der dazugehörigen M&A-Aktivitäten, Beteiligungen sowie Investitionen und Devestitionen ergeben. Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der K+S GRUPPE ab. Dazu berät der Vorstand gemeinsam mit den Leitern der Unternehmenseinheiten regelmäßig die strategische Ausrichtung. Grundlegende Strategieänderungen sind nicht zu erwarten. RISIKEN AUS AKQUISITIONEN UND INVESTITIONENRISIKOURSACHEWenn es unter strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, erwerben oder veräußern wir Unternehmen bzw. Unternehmensteile. Für jede Akquisition sowie Erweiterungsinvestition gilt gruppenweit die Renditeanforderung, eine angemessene Prämie auf unsere Kapitalkosten zu verdienen.Weitere Informationen finden Sie im Kapitel ‚Unternehmenssteuerung und -überwachung' auf Seite 71 unter ‚Finanzielle Steuerungskennzahlen'. Risiken könnten sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten sowie durch Veränderungen rechtlicher Verpflichtungen und politische Restriktionen ergeben. MASSNAHMENVon zentraler Bedeutung sind im Vorfeld durchgeführte sorgfältige Unternehmensbewertungen, in welche die Erkenntnisse aus der Unternehmensprüfung (Due Diligence) und weiterer Analysen einfließen, z. B. zu geologischen, technischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Zudem unterstützen externe Spezialisten in der Prüfungs-, Entscheidungs- und in der Realisierungsphase unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die auch Risikobetrachtungen mit unterschiedlichen Szenarien beinhalten. Getätigte Akquisitionen werden von Integrationsteams intensiv begleitet. AUSWIRKUNGUnerwartet hohe Integrationskosten könnten die Realisierung der geplanten Ziele und Synergien gefährden. Zudem könnten Akquisitionen den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen. Abschreibungen auf im Zusammenhang mit Akquisitionen entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte könnten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen zu Belastungen führen. Wesentliche Beeinträchtigungen halten wir hier für unwahrscheinlich. RISIKEN AUS DEM INVESTITIONSPROJEKT LEGACYRISIKOURSACHEDie K+S GRUPPE hat im März 2011 das kanadische Unternehmen POTASH ONE vollständig übernommen und in die K+S POTASH CANADA überführt. Die Gesellschaft besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan einschließlich eines beim Erwerb von POTASH ONE bereits fortgeschrittenen Greenfield-Projekts zur Errichtung eines Solbetriebs (Legacy Projekt). Die ersten beiden Ausbaustufen des Projekts sollen zu einer Produktionskapazität von 2,86 Mio. t Kaliumchlorid führen, die derzeitige Planung geht von einem Investitionsvolumen von rund 3,25 Mrd. CAD aus. Zwischen der Akquisitionsentscheidung und dem Produktionsbeginn wird eine mehrjährige Bauphase liegen, die vielfältige Risiken beinhaltet. Alle zu Beginn des Projekts getroffenen Annahmen und Schätzungen unterliegen im Zeitverlauf potenziellen geschäftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Unwägbarkeiten. Faktoren, die einen gravierenden Einfluss in der Bauphase haben könnten, würden u. a. zu Kostensteigerungen bzw. Zeitverzug in der Projektumsetzung führen. MASSNAHMENIm Vorfeld der Übernahme von POTASH ONE hat K+S eine intensive Due Diligence durchgeführt. Danach wurde im Jahr 2011 die vorhandene Machbarkeitsstudie überarbeitet; dabei wurden die geologischen, technischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig geprüft. Derzeit wird, auch mit Unterstützung externer Spezialisten, ein umfassendes Basic- und zum Teil auch ein Detail-Engineering durchgeführt. Hierbei werden die Projektdurchführung kontinuierlich optimiert und verbleibende Risiken beleuchtet. Projekttransparenz und -steuerung werden durch ein umfassendes Monitoringsystem gewährleistet bzw. unterstützt. AUSWIRKUNGSollten sich im Zuge des Basic- bzw. Detail-Engineering wesentliche Abweichungen von den derzeitigen, wesentlich auf der überarbeiteten Machbarkeitsstudie beruhenden Annahmen ergeben, könnte dies einen Wertberichtigungsbedarf auf das erworbene Vermögen und auf in der Anlaufphase getätigte Investitionen zur Folge haben und/oder den Kapitalbedarf deutlich erhöhen. Ein höherer Kapitalbedarf würde zunächst zu höheren Zahlungsabgängen führen und in der Zukunft höhere Abschreibungen nach sich ziehen. Eine Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit wäre die Folge, sofern die Erhöhung des Kapitalbedarfs nicht durch Einsparungen bei den operativen Kosten oder ein verbessertes operatives Geschäft ausgeglichen wird. Darüber hinaus können in der Bauphase ein Zeitverzug oder genehmigungsrechtliche Einflüsse dazu führen, dass die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht. Das könnte in Abhängigkeit von der Länge des Zeitverzugs und/oder der Höhe des zusätzlich benötigten Kapitalbedarfs eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben und ist aufgrund der Projektgröße nicht auszuschließen und daher möglich./ WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT findenSie im Prognosebericht unter ‚Chancen' auf Seite 143. RISIKEN AUS LIEFERANTENAUSFÄLLEN UND LIEFERENGPÄSSENRISIKOURSACHEDie Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wie Sprengstoffe, schwefelarmer Dieseltreibstoff sowie die erforderliche technische Ausstattung einschließlich Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen und damit zu einer erheblichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. MASSNAHMENMit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. AUSWIRKUNGEin verbleibendes Beschaffungsrisiko könnte moderate Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben; wir halten den Schadeneintritt jedoch für unwahrscheinlich. ENERGIEKOSTEN- UND ENERGIEVERSORGUNGSRISIKENRISIKOURSACHEDie Energiekosten der K+S GRUPPE (2012: 314,1 Mio. €) werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem aktuellen Preisniveau können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. MASSNAHMENZur Begrenzung dieses Risikos wird der Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken kontinuierlich reduziert. Bisher waren die Energiebezugsklauseln in unseren für die deutschen Standorte abgeschlossenen Verträgen überwiegend ölpreisgebunden. Eine Ölpreisveränderung hatte sich i. d. R. mit einem Zeitverzug von sechs bis neun Monaten in unserer Kostenrechnung niedergeschlagen. Diese Verträge wurden im zweiten Quartal 2012 so umstrukturiert, dass die Preisbasis für den Erdgasbezug künftig stärker diversifiziert sein wird und sich die Abhängigkeit vom Ölpreis deutlich verringert. AUSWIRKUNGEs besteht keine Gewähr, dass wir uns gegen Preisschwankungen bei Energieträgern vollständig absichern oder Energiekostensteigerungen an unsere Kunden weitergeben können. Ferner sind wir auf die Zuverlässigkeit der Energielieferungen angewiesen, sodass bei kurzfristiger Unterbrechung des Gasbezugs Risiken für die Versorgungssicherheit bestehen. Risiken aus Energiekosten und Energieversorgung, die eine moderate Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, halten wir für möglich. FRACHTKOSTEN- UND TRANSPORTVERFÜGBARKEITSRISIKENRISIKOURSACHEUnsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße auch von Frachtkosten (2012: 660,7 Mio. €) beeinflusst. Während die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte in unseren Bergwerken in Deutschland gefördert werden, erzielten wir im vergangenen Jahr rund 40% des entsprechenden Umsatzes in Europa außerhalb von Deutschland und rund 50% in Übersee. Im Geschäftsbereich Salz haben wir dagegen Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika. Ein Teil unserer Produkte muss bei gleichzeitig hohen Volumina zum Teil lange Transportwege zum Kunden zurücklegen. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Es besteht keine Gewähr, dass höhere Transportkosten stets an die Kunden weitergegeben werden können. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Produktions- oder Absatzmöglichkeiten einschränken. MASSNAHMENDurch langfristige Frachtraumsicherung mit hohem Festpreisanteil und Nutzung kostengünstiger Container-Transporte begegnen wir solchen Entwicklungen. AUSWIRKUNGEntsprechende Beeinträchtigungen aus steigenden Frachtraten oder eingeschränkter Transportverfügbarkeit halten wir für möglich, sehen sie aber in Relation zu den erwarteten Ergebnissen als moderat an. PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKENRISIKOURSACHEDie Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen die Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie Personen-, Sachschäden und Umweltbelastungen entstehen. MASSNAHMENUm diese Risiken frühzeitig zu erkennen, sind vielfältige Überwachungs-, Erkundungs- und Kontrollsysteme im Einsatz. Mit Maßnahmen zur Qualitätssicherung, vorbeugender Instandhaltung und kontinuierlicher Anlagenkontrolle werden diese Risiken verringert. Dazu trägt auch die ständige Weiterentwicklung unserer Anlagen und Produkte bei. Für Feuerschäden und damit verbundene Produktionsausfälle sowie für anderweitige Betriebsunterbrechungen haben wir entsprechende Versicherungen abgeschlossen. AUSWIRKUNGAufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen bewerten wir die verbleibenden möglichen produktionstechnischen Risiken einzeln als moderat RISIKEN AUS SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAGRISIKOURSACHEAn aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). MASSNAHMENZur Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen an aktiven Standorten trägt unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der Sicherheitspfeiler in den Grubengebäuden bei. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude liefert ggf. rechtzeitig Hinweise, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind. AUSWIRKUNGSollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter sowie zu Personenschäden und Todesfällen kommen. Solche negativen Einflüsse hätten eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE, sind jedoch unwahrscheinlich RISIKEN AUS KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSEN IN LAGERSTÄTTENRISIKOURSACHEKohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar MASSNAHMENUm Auswirkungen auf Menschen, Maschinen und Lagerstätten so gering wie möglich zu halten, wird die Gewinnung unter Tage stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2-Ausbrüche durchgeführt. AUSWIRKUNGSollte Kohlendioxid aus diesen Einschlüssen unkontrolliert ausbrechen, könnte die K+S GRUPPE für damit im Zusammenhang stehende Schäden oder Verletzungen haftbar gemacht werden, Schäden an eigenem Gerät erleiden und Produktionseinschränkungen oder -ausfällen ausgesetzt sein. Das mögliche, finanzielle Schadenpotenzial halten wir für moderat. RISIKEN AUS WASSERZUTRITTRISIKOURSACHEGrundsätzlich bestehen in Grubenbetrieben unter Tage hydrogeologische Risiken. MASSNAHMENZur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Geora dar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche, planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasderser nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen. AUSWIRKUNGDie hydrogeologischen Risiken können – sofern nicht beherrschbar – wesentliche Schäden nach sich ziehen. Aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen halten wir den Eintritt dieses Risikos jedoch für unwahrscheinlich. PERSONALRISIKENRISIKOURSACHEKompetenz und Engagement unserer Mitarbeiter sind wichtige Faktoren für unsere erfolgreiche Entwicklung Der Wettbewerb um qualifizierte Führungskräfte und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Das gilt derzeit auch für den Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten in Kanada zur Erschließung neuer Produktionskapazitäten. Der Verlust wichtiger Mitardarstellen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon beiter in strategischen Positionen könnte ein Risiko ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, dauerhaft an das Unternehmen zu binden sowie Führungspositionen adäquat zu besetzen. In Zukunft kommen außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zu. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur verzögert zu finden. MASSNAHMENIm Jahr 2012 haben wir auf unseren deutschen Standorten eine detaillierte Erhebung der jeweiligen Altersstrukturen unserer Belegschaften durchgeführt. Damit analysieren wir, wie sich der Personalbedarf durch den demografischen Wandel verändern wird; dies soll der Gefahr eines Know-how-Verlusts durch altersbedingte Abgänge und unbeabsichtigte Fluktuation entgegenwirken. Wir begegnen diesen Risiken außerdem mit einer Reihe von personalpolitischen Maßnahmen. Dazu gehören eine frühzeitige Nachwuchssicherung, zukunftsgerichtete Fach- und Führungskräfteentwicklung sowie die Vermittlung von interkultureller Kompetenz. Weitere Angebote sind leistungsorientierte Vergütungssysteme sowie eine Beteiligung am Unternehmenserfolg, umfangreiche Sozialleistungen, attraktive Arbeitszeitregelungen und -modelle sowie Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Unsere Führungskräfte haben die Möglichkeit, an einem auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens ausgerichteten Vergütungsprogramm teilzunehmen. Es ist unser Bestreben, in allen für uns relevanten Regionen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Mitarbeitern vielversprechende berufliche Perspektiven mit umfangreichen Weiterbildungs- und internationalen Entwicklungsmöglichkeiten. Schlüsselpositionen werden regelmäßig im Hinblick auf eine vorausschauende Nachfolgeplanung analysiert, geeignete Kandidaten werden auf diese Aufgaben vorbereitet. Darüber hinaus bemüht sich die K+S GRUPPE um ein gutes und konstruktives Verhältnis zu ihren Mitarbeitern und deren Gewerkschaften, in denen diese, insbesondere in Deutschland und in Nordamerika, weitgehend organisiert sind. AUSWIRKUNGInsgesamt halten wir selbst moderate Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der beschriebenen Personalrisiken für unwahrscheinlich. COMPLIANCE-RISIKENRISIKOURSACHEEs besteht das Risiko, dass Organe oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen mit der Folge, dass das Unternehmen Vermögens- und/oder Imageschäden erleidet. MASSNAHMENWir haben eine konzernweite Compliance-Organisation sowie ein Compliance-Programm etabliert, welches Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. AUSWIRKUNGCompliance-Verstöße mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage halten wir für unwahrscheinlich. / EINE DETAILLIERTE DARSTELLUNG UNSERES COMPLIANCE-SYSTEMS finden Sie im Kapitel ‚Corporate Governance' aufSeite 37. INFORMATIONSSICHERHEITSRISIKENRISIKOURSACHEUnsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage) und könnte zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. MASSNAHMENUnser Management von Informationssicherheitsrisiken orientiert sich an der Norm DIN ISO 31000 Risikomanagement – Grundsätze und Richtlinien. Mit der Einrichtung eines an der Norm DIN ISO 27001 ausgerichteten Informationssicherheitsmanagements wurde eine wesentliche Voraussetzung für den Umgang mit IT-Risiken geschaffen. Um unsere Geschäftsprozesse vor derartigen Risiken zu schützen, informieren wir uns über neueste Entwicklungen und ergreifen technische sowie organisatorische Maßnahmen, die das Eintreten von Risiken möglichst ausschließen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme und ihrer Infrastruktur von besonderer Bedeutung. So betreiben wir unser Rechenzentrum als Zwei-Standorte-System, und auch die Komponenten der Infrastruktur (Stromversorgung, Datenleitungen etc.) sind doppelt ausgelegt. Den gewachsenen Sicherheitsanforderungen andie IT-Organisation werden wir durch die FunktionenIT-Compliance, die IT-Sicherheitsbeauftragten und die Datenschutzbeauftragten gerecht. Unsere betrieblichen Konzepte und Organisationsrichtlinien sind prozessorientiert. Die Prozesse richten sich am ITIL-Standard aus, z. B. in den Bereichen Monitoring, Datensicherung, Zugangskontrolle, Störungsmanagement und Business Continuity Management. Unabhängige Gutachter überprüfen permanent die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Informationssicherheit. AUSWIRKUNGEin kurzzeitiger Ausfall der IT-Systeme von wenigen Stunden ist denkbar. Einen längeren Ausfall von bis zu drei Tagen halten wir jedoch aufgrund der beschriebenen Vorsorgemaßnahmen für unwahrscheinlich, die Auswirkungen schätzen wir als moderat ein. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKENDie K+S GRUPPE ist aufgrund der weltweiten operativen Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Sofern zur Absicherung gegen die jeweiligen Risiken derivative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden diese bei der Beschreibung des Risiko managements in Bezug auf Finanzinstrumente auf Seite115 weitergehend erläutert. RISIKEN DURCH WECHSELKURSSCHWANKUNGENRISIKOURSACHEEin Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir weiter zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Im Jahr 2012 war das Verhältnis zwischen in Euro und US-Dollar abgerechneten Umsätzen in etwa ausgeglichen.Daneben wurden Umsätze in geringeren Größenordnungen auch in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) getätigt.Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich bisher im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Durch die Investitionen unserer Tochtergesellschaft K+S POTASH CANADA in das Legacy Projekt wird die US-Dollar-Nettoposition vorübergehend reduziert. Gleichzeitig entstehen jedoch auch signifikante Wechselkursrisiken aus dem kanadischen Dollar. Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet; dies kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Derzeit treten diese Translationseffekte hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit Voranschreiten der Investitionen bei K+S Potash Canada wird dies auch den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stärker betreffen MASSNAHMENUm Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein.Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen unbedingten worstcase-Wechselkurs. Die Nettopositionen werden anhandder Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden./ WEITERE INFORMATIONEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUMFREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM finden Sie im Kapitel‚Finanzlage' auf Seite 99 sowie im Rahmen des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente im Risikobericht auf Seite 115 und der Anmerkung (18) ‚Derivative Finanzinstrumente' im Anhang zum Konzernabschluss auf der Seite 192. AUSWIRKUNGWechselkursschwankungen können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE auswirken. Wir bewerten das mögliche Risiko aus Wechselkursschwankungen als moderat. RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUSRISIKOURSACHEEin Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen des allgemeinen Zinsniveaus. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen und andererseits auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten aus. MASSNAHMENFür unsere Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 bestehen Festzinsvereinbarungen; variabel verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen derzeit nicht. Die Geldanlagen haben überwiegend eine kurz- bis mittelfristige Zinsbindung, da diese für anstehende Investitionen und eine im Jahr 2014 fällige Anleihe vorgehalten werden. Zur Steuerung dieses Risikos werden regelmäßig Zinsanalysen erstellt. AUSWIRKUNGDas Risiko von signifikanten Zinserhöhungen erscheint möglich, aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings keine negativen Auswirkungen zu erwarten. Weitere Zinssenkungen halten wir für unwahrscheinlich, etwaige Auswirkungen wären als moderat zu bewerten. / ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG DES KONZERNERGEBNISSES IN ABHÄNGIGKEIT DER ÄNDERUNG DER ZINSSÄTZE finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf den Seiten 206. RISIKEN AUS DEM FORDERUNGSAUSFALL VON KUNDENRISIKOURSACHEWir unterhalten mit vielen Kunden ausgedehnte Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. MASSNAHMENRisiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Der Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und einer ausdrücklichen Genehmigung, die abhängig von der Größenordnung durch die Leitung der Unternehmenseinheit bzw. durch das zuständige Vorstandsmitglied erfolgen muss. Die MORTON-Gruppe verwendet eigene Sicherungsinstrumente, um solche Risiken effektiv zu begrenzen. Konzernweit sind 86% aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. AUSWIRKUNGEin potenzieller Forderungsausfall könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage der K+S GRUPPE führen. Aufgrund der vorgenommenen Maßnahmen zur Forderungssicherung halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich. / WEITERE INFORMATIONEN ZU WERTBERICHTIGUNGEN UND ZU ÜBERFÄLLIGEN FORDERUNGEN finden Sie im Anhang unter Anmerkung (17) ‚Forderungen und sonstige Vermogenswerte' auf Seite 191. AUSFALLRISIKO VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTENRISIKOURSACHEAusfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. MASSNAHMENDieses Risiko hat sich in jüngster Zeit aufgrund der Finanzkrise erhöht. Es wird dadurch begrenzt, dass Finanzgeschäfte nur mit Partnern getätigt werden, die aufgrund unseres internen Monitoringprozesses als geeignet eingestuft werden. Neben dem Rating sind bei Banken u. a. die Sätze für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) maßgeblich. AUSWIRKUNGEin potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage der K+S GRUPPE führen. Aufgrund der beschriebenen Auswahl der Partner für Finanzgeschäfte sowie der Diversifizierung halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich. LIQUIDITÄTSRISIKENRISIKOURSACHEEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Im Rahmen der bestehenden Kreditlinien ist die K+S GRUPPE Verpflichtungen (Financial Covenants) eingegangen,bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Im Fall eines Verstoßes gegen diese Verpflichtungen ist eine vorzeitige Kündigung dieser Finanzierungen durch die Fremdkapitalgeber möglich. MASSNAHMENDie Liquiditätssteuerung erfolgt über ein weitgehend gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquiditätsreserve belief sich per 31. Dezember 2012 auf 2.086 Mio. € und setzte sich aus kurzfristigen Geldanlagen mit Laufzeiten bis zu 1 Jahr bzw. flüssigen Mitteln in Höhe von 787 Mio. €, Geldanlagen mit Laufzeiten größer 1 Jahr in Höhe von 499 Mio. € und der bis 2015 laufenden Konsortialkreditlinie in Höhe von 800 Mio. € zusammen. Damit wurde unser Ziel einer ständigen Liquiditätsreserve von mindestens 500 Mio. € deutlich übertroffen. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Dafür erfolgt ein Monitoring bezüglich der Eignung der Partner. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Kreditgebern bestehen nicht. AUSWIRKUNGEine Verletzung der derzeit gültigen Financial Covenants erscheint aufgrund deutlich positive Finanzkennzahlen unwahrscheinlich. Sowohl die im Juni 2012 (Laufzeit bis 2022) als auch die im September 2009 (Laufzeit bis 2014) emittierte Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € bzw. 750 Mio. € unterliegen nicht der Pflicht zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Mit Blick auf die Fälligkeitsstruktur unserer Verbindlichkeiten halten wir für die K+S GRUPPE ein wesentliches Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko für unwahrscheinlich. / ABB : 4.11.2 / MEHR ZUR FRISTENSTRUKTUR UNSERER FINANZIELLEN VERBINDLICHKEITEN finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Anmerkung (25) ‚Finanzielle Verbindlichkeiten' auf Seite 202. ![]() RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGSRISIKOURSACHERatings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen.Die K+S GRUPPE ist derzeit von den Ratingagenturen STANDARD & POOR'S UND MOODY'S INVESTOR SERVICE im „Investment Grade“ bewertet. Der Ausblick wird von beiden Ratingagenturen angesichts unserer starken Finanzkennzahlen „stabil“ eingestuft (STANDARD & POOR'S Emittenten-Rating: BBB+ stabiler Ausblick, MOODY'S Emittenten-Rating: Baa2 stabiler Ausblick). MASSNAHMENWir begrenzen dieses Risiko durch eine vorausschauende Finanzierungsstrategie. / WEITERE INFORMATIONEN ZU STRATEGISCH EN FINANZIERUNGSMASSNAHM EN finden Sie auf Seite 68, die Ziele des Finanzmanagements auf Seite 99. AUSWIRKUNGRatingherabstufungen, insbesondere der Verlust der Einstufung in die Kategorie „Investment Grade“, könnten sich negativ auf Finanzierungsmöglichkeiten und –konditionen auswirken. Herabstufungen können beispielsweise die Stellung von Sicherheiten gegenüber Gläubigern erfordern oder die Bereitschaft von Geschäftspartnern, mit der K+S GRUPPE Geschäfte zu tätigen, beeinträchtigen. Bei bestehenden Kreditlinien müssten unter Umständen höhere Zinsmargen gezahlt werden; gleichzeitig könnten sich neue Kreditlinien verteuern. Wir halten das Risiko einer Herabstufung des Kreditratings in den „Non-Investment“-Bereich für unwahrscheinlich; die Wirkung bewerten wir als moderat. / TAB : 4.11.3 TAB: 4.11.3 ENTWICKLUNG DER KREDITRATINGS scroll
BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATION DURCH DEN VORSTANDDie Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf Grundlage des Risikomanagementsystems in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Die Gesamtrisikosituation der K+S GRUPPE ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Entwicklung der Unternehmensrisiken finden Sie in der Darstellung auf Seite 117. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der K+S GRUPPE gehören insbesondere Risiken aus Schwankungen von Angebot und Nachfrage, Risiken aus einer Veränderung, Versagung bzw. Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von Salzabwässern sowie festen Produktionsrückständen und Risiken aus dem Legacy Projekt. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE führen könnten. Diese Einschätzung wird durch die Bewertung der Ratingagenturen bestätigt. Künftige Chancen sind in die Beurteilung des Gesamtrisikos nicht eingeflossen. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können. 4.12 NACHTRAGSBERICHTNachdem CANPOTEX am 31. Dezember 2012 den Abschluss eines umfangreichen Liefervertrags mit China für das erste Halbjahr 2013 zu dem um 70 US$/t auf 400 US$/t Kaliumchlorid Standard inklusive Fracht reduzierten Preis bekanntgegeben hatte, vereinbarten in den darauf folgenden Wochen weitere Kaliproduzenten bzw. Vertriebsorganisationen Lieferungen zu den gleichen Konditionen. Am 6. Februar 2013 gab BPC bekannt, dass sie mit der indischen Importorganisation IPL einen Liefervertrag bis Januar 2014 zu einem Preis von 427 US$/t Kaliumchlorid Standard inklusive Fracht abgeschlossen hat; dies entspricht einer Reduzierung gegenüber dem zuvor geltenden Preis um 63 US$/t. Auch auf diesen Vertragsabschluss folgten weitere Vereinbarungen zu gleichen Konditionen zwischen indischen Importorganisationen und Kaliproduzenten bzw. Vertriebsorganisationen. Nach der Kaufzurückhaltung im Jahr 2012 sollte die Nachfrage aus China und Indien auch in den für die K+S GRUPPE relevanten Märkten eine wichtige Signalwirkung haben. Darüber hinaus ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation. Es gibt keine anderweitigen für die K+S GRUPPE oder die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung. 4.13 BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND1Das Jahr 2012 war für die K+S GRUPPE ein erfolgreiches Jahr: Ein erfreuliches Ergebnis hat unser Geschäft mit Kali- und Magnesiumprodukten beigesteuert, das zweitbeste nach dem in vieler Hinsicht außergewöhnlichen Jahr 2008. Hilfreich waren dabei die gegenüber dem Vorjahr höheren Durchschnittspreise in Euro und die Tatsache, dass wir aufgrund eines anderen Regionalportfolios weniger stark von der Kaufzurückhaltung in China und Indien betroffen waren als die meisten unserer Konkurrenten: Unser Absatz blieb mit 6,95 Mio. t Ware gegenüber 2011 stabil, während andere Hersteller herbe Mengenverluste hinnehmen mussten. Das enttäuschende Ergebnis im Geschäftsbereich Salz war durch die Folgen des außerordentlich milden Winters Anfang 2012 belastet, die wir über das gesamte Jahr nicht mehr aufholen konnten. Die K+S GRUPPE erwirtschaftete im Jahr 2012 mit 3,9 Mrd. € insgesamt einen Umsatz, der annähernd auf dem Niveau des Vorjahres lag. Das operative Ergebnis lag nach 906,2 Mio. € im Vorjahr mit 808,5 Mio. € sehr nah bei unserer zuletzt veröffentlichten Prognose. Das der Dividendenzahlung zugrunde gelegte bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 3,34 € nach 3,04 € im Vorjahr; auf die darin enthaltenen nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN-Geschäfts entfielen 0,51 € je Aktie. Vor dem Hintergrund des Abschlusses der Lieferverträge mit China und Indien und der für die Ertragsperspektiven der Landwirtschaft weiterhin attraktiven Preise für Agrarrohstoffe gehen wir von einer spürbaren Erholung des Weltkaliabsatzes auf etwa 59 Mio. t (2012e: 54 Mio. t, einschließlich Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigerem K2O-Gehalt in Höhe von etwa 3 Mio. t) aus. In unserem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte rechnen wir mit einem Absatzvolumen in Höhe von rund 7 Mio. t (2012: 6,95 Mio. t). Nachdem die internationalen Preise für Kaliumchlorid während des vierten Quartals 2012 aufgrund des damaligen Ausbleibens der Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern unter Druck geraten waren, sollte das Durchschnittspreisniveau des Produktportfolios im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Jahr 2013 unter dem des Jahres 2012 liegen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der dieser Prognose zugrunde gelegte Durchschnittskurs von 1,33 USD/EUR im Jahr 2013 insgesamt, jedoch insbesondere in den Monaten mit hohen Überseemengen, einem stärkeren US-Dollar im Jahr 2012 gegenübersteht. Im Geschäftsbereich Salz war der Start des Auftausalzgeschäfts in Europa witterungsbedingt stärker als üblich. In Nordamerika sorgte die Anfang Februar einsetzende winterliche Witterung insbesondere im Vergleich zum außergewöhnlich schwachen ersten Quartal 2012 für höhere Absatzmengen. Dies sowie der für den Rest des Jahres zugrunde gelegte langjährige Durchschnitt beim erwarteten Auftausalzabsatz lassen uns im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Geschäft im Vorjahr von einem deutlich höheren Geschäftsvolumen im Jahr 2013 ausgehen. Der beschriebene Start in das Jahr 2013 und die im Prognosebericht auf Seite 140 zugrunde gelegten Prämissen lassen uns im Gesamtjahr sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis der K+S GRUPPE von einer leichten Steigerung ausgehen. 4.14 PROGNOSEBERICHTKÜNFTIGE AUSRICHTUNG DES KONZERNSKEINE ÄNDERUNGEN DER GESCHÄFTSPOLITIK VORGESEHENWir beabsichtigen in den kommenden Jahren keine grundlegende Änderung unserer Geschäftspolitik. Wir wollen in unseren Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz unsere Marktpositionen insbesondere über den verstärkten Verkauf von Spezialprodukten ausbauen, unsere Effizienz durch Nutzung weiterer Synergien erhöhen, den Ausbau neuer Kalikapazitäten mit dem Legacy Projekt vorantreiben und sowohl organisch als auch extern wachsen. LÄNDERPORTFOLIO WEITERHIN INTERNATIONAL AUSGEWOGENIm vergangenen Jahr kam es bei den Marktanteilsverhältnissen in den für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wichtigen Regionen zu keinen wesentlichen Verschiebungen. Auch im Geschäftsbereich Salz blieb die regionale Umsatzverteilung weitgehend stabil, sodass das Umsatzverhältnis zwischen Europa und Übersee für die K+S GRUPPE weiterhin annähernd ausgeglichen war. Dies sollte auch im Jahr 2013 so bleiben: Zwar wird für das Jahr 2013 nach der Kaufzurückhaltung im Jahr 2012 ein Anstieg der Weltkalinachfrage erwartet, der insbesondere auf einer deutlich steigenden Nachfrage in China und Indien sowie der Normalisierung des Verbrauchs in Nordamerika beruhen sollte. Vertragsvolumina mit diesen Ländern, die nur einen relativ kleinen Anteil unserer gesamten Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ausmachen, sollten sich auf dem Niveau der Jahre 2011 und 2012 bewegen. Angesichts der erwarteten Normalisierung des Auftausalzgeschäfts nach dem milden Winter sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks im Vorjahr sollte sich der Auftausalzabsatz in 2013 sowohl in Europa als auch Nordamerika wieder entsprechend erhöhen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2013 eine auf Gruppenebene erneut annähernd ausgeglichene Umsatzverteilung zwischen Europa und Übersee. Die zunehmende Weltbevölkerung sowie der tendenziell wachsende Fleischkonsum in den Schwellenländern und der damit einhergehende steigende Futtermittelbedarf dürften die Nachfrage nach großen Teilen unserer Düngemittelproduktpalette insbesondere auf den Überseemärkten in den kommenden Jahren weiter ansteigen lassen. Die Wachstumsraten in Südamerika und Südostasien sollten dabei mittel- bis langfristig überproportional zulegen; wir gehen davon aus, in diesen Regionen künftig gut ein Drittel unserer Düngemittelprodukte zu verkaufen. Mittelfristig werden die im Rahmen des Legacy Projekts in Kanada aufgebauten Kalikapazitäten den Zugang zu diesen Wachstumsregionen verbessern. Der Salzverbrauch in Europa liegt weitgehend stabil auf relativ hohem Niveau. Im Vergleich zu den stärker wachsenden Überseeregionen weist Europa – abgesehen von witterungsbedingten Einflüssen bei Auftausalz – aufgrund gewachsener Strukturen und differenzierter Produktanforderungen eine relativ geringe Schwankungsanfälligkeit auf. Mit unserem chilenischen Salzproduzenten SPL nutzen wir auch die Potenziale, die sich auf den dynamischeren Überseemärkten infolge einer steigenden und zunehmend wohlhabenderen Bevölkerung ergeben: So führt die Veränderung der Lebensgewohnheiten in Südamerika zu einem spürbar steigenden Bedarf an Speise-, Gewerbe- und Industriesalzen. Mit Morton Salt haben wir Zugang zu Auftausalzregionen in Nordamerika, die sich durch eine tendenziell niedrigere Schwankungsanfälligkeit auszeichnen, und auch zu den Segmenten Speise- und Gewerbesalze in Nordamerika. Um noch flexibler auf witterungsbedingte, regionale Schwankungen der Auftausalznachfrage im Geschäftsbereich Salz reagieren zu können, wird die Nutzung des Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nordund Südamerika weiter intensiviert. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER ABSATZMÄRKTE finden Sie in der Beschreibung der kunftigen Branchensituation auf Seite 137. VERWENDUNG NEUER VERFAHREN ERLAUBT KÜNFTIG HÖHERE PROZESSEFFIZIENZWir arbeiten laufend an Prozessverbesserungen, um die Rohstoffausbeute aus unseren Lagerstätten sowie in unseren Fabriken weiter zu erhöhen, die Energieeffizienz unserer Werke zu steigern sowie feste und flüssige Produktionsrückstände weiter zu verringern. Insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte befinden sich sowohl über als auch unter Tage vielversprechende, die Wirtschaftlichkeit und Rohstoffausbeute steigernde Verfahren in der Entwicklung. ESCO, SPL und MORTON SALT arbeiten zusammen, um Best-Practice- Prozesse zu identifizieren und geeignete Verfahren innerhalb des Geschäftsbereichs Salz zu übertragen. Im Jahr 2012 wurden weitere Investitionen für das Legacy Projekt in Saskatchewan, Kanada, getätigt. Hier errichten wir einen neuen Produktionsstandort für Kaliprodukte basierend auf der Solungsbergbautechnologie; erste Mengen sollen Ende 2015 zur Verfügung stehen. Die Solungsbergbautechnologie erlaubt gegenüber konventionellen Abbauverfahren eine schnellere Produktionsaufnahme, eine flexiblere Anfahrtskurve der Produktion sowie den Abbau tiefer liegender Lagerstättenhorizonte. Außerdem fällt das Verhältnis von Rohsalz zu festen sowie flüssigen Produktionsrückständen günstiger aus. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG WIRD WEITER AUSGEBAUTAuch künftig wollen wir unsere in enger Abstimmung mit dem Marketing und der Produktion definierten Forschungs- und Entwicklungsziele weiterverfolgen; diese finden Sie auf Seite 81 dieses Berichts. Die Summe aus Forschungsaufwendungen sowie aktivierten Entwicklungsinvestitionen sollte nach Abschluss der Arbeiten an der ersten Kaverne des Legacy Projekts im Jahr 2013 wieder zurückgehen. Im Jahr 2014 sollten die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erneut sinken und dann leicht über dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Die Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter sollte im Jahr 2013 ansteigen, um insbesondere die anstehenden Herausforderungen im Bereich der Umwelt- und Prozessanalytik zu bewältigen sowie die Forschung auf dem Gebiet des Solungsbergbaus weiter voranzutreiben. Für das Jahr 2014 erwarten wir dann eine im Vergleich zum Jahr 2013 stabile Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter. Ausgewählte Forschungsaktivitäten in den Jahren 2013 und 2014 stellen wir in der folgenden Aufzählung dar. Einige der beschriebenen Projekte wurden bereits in den Vorjahren begonnen; detaillierte Informationen finden Sie unter ‚Forschung und Entwicklung' auf Seite 81 dieses Berichts. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE
GESCHÄFTSBEREICH SALZ
KÜNFTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN
Darüber hinaus gehen wir von keinen wesentlichen Veränderungen unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots aus. KÜNFTIGE MITARBEITERZAHLEN, KÜNFTIGER PERSONALAUFWANDK+S steht in einem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Wir wollen weiterhin insbesondere jüngere Mitarbeiter an das Unternehmen heranführen, um dem demografischen Wandel zu begegnen.Wir möchten aber auch ältere und erfahrene Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen. K+S sieht in der Berufsausbildung eine wichtige Investition in die Zukunft und strebt für die inländischen Gesellschaften weiterhin eine Ausbildungsquote von etwa 6% an. Auch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird einen besonderen Stellenwert behalten. Wir wollen auch künftig viele unserer Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren. Zum Jahresende 2013 rechnen wir mit einer leicht höheren Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2012: 14.362). Auch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sollte sich in diesem Jahr auf rund 14.500 leicht erhöhen (2012: 14.336). Die Gründe für den Anstieg liegen insbesondere in einem Personalaufbau zur Umsetzung des Legacy Projekts, für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes sowie zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmengen im Geschäftsbereich Kaliund Magnesiumprodukte. Der Personalaufwand sollte in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 (981,9 Mio. €) liegen, da den Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie der leicht höheren Mitarbeiterzahl eine geringere erfolgsabhängige Vergütung gegenüberstehen dürfte. Im Jahr 2014 sollte sich die Mitarbeiterzahl erneut leicht erhöhen, und der Personalaufwand dürfte aufgrund dessen, infolge der zu erwartenden Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie einer höheren erfolgsabhängigen Vergütung moderat steigen. KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen im Wesentlichen auf Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (Kieler Diskussionsbeiträge: Weltkonjunktur im Winter 2012, Dezember 2012) sowie der DEKA BANK (Makro Research, Volkswirtschaft Prognosen, Januar/Februar 2013). Diesen Einschätzungen zufolge wird das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2013 leicht zunehmen; Unsicherheiten über die Fortentwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum, die weitere Konsolidierung der Staatshaushalte sowie die finanzpolitische Diskussion in den Vereinigten Staaten vor dem Hintergrund des Erreichens der gesetzlichen Schuldenobergrenze werden weiterhin zu Belastungen führen. Die Dynamik in den Schwellenländern sollte im Jahresverlauf zunehmen. Die Prognosen der DEKA BANK gehen vor diesem Hintergrund für die Weltwirtschaft von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,2% für das Jahr 2013 und 3,7% für das Jahr 2014 aus. / TAB : 4.14.1 TAB: 4.14.1 PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS scroll
Die Prognose des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL geht für die Eurozone von einer allmählichen Entspannung im Hinblick auf die Staatsschuldenkrise aus. Die Krise stellt jedoch weiterhin ein zentrales Prognoserisiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft dar, da weiterhin eine hohe Unsicherheit über die politische Strategie zur Fortentwicklung des Euroraums besteht.Es ist daher nicht zu erwarten, dass sich die Stimmung bei den Unternehmen sowie den Konsumenten kurzfristig grundlegend verbessert. Es besteht nach wie vor das Risiko, dass weitere Länder des Euroraums in Zahlungsschwierigkeiten geraten; in diesem Fall wäre nicht nur mit einer schweren Rezession im Euroraum zu rechnen, die gesamte Weltwirtschaft könnte betroffen sein. Für das Jahr 2013 geht die DEKA BANK für die Eurozone von einem leicht steigenden Bruttoinlandsprodukt von +0,3% nach Überwindung der Rezession im Jahr 2012 in Europa aus, im Jahr 2014 wird mit einem Wachstumvon 1,5% gerechnet. Das konjunkturelle Expansionstempo sollte in den Vereinigten Staaten nach Ansicht des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL im Jahr 2013 gering sein. Die Rückführung der Verschuldung bei den privaten Haushalten sollte weiter voranschreiten, und die strukturellen Probleme am Immobilienmarkt sollten sukzessive reduziert werden. Bremsend wirken sich jedoch Steuererhöhungen sowie Ausgabenkürzungen aus, mit denen die Rückführung des sehr hohen Budgetdefizits begonnen werden soll. Die DEKA BANK unterstellt vor diesem Hintergrund für die Jahre 2013 und 2014 eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 bzw. 2,5%. Für die Schwellenländer erwartet das Institut für Weltwirtschaft Kiel, dass die wirtschaftliche Aktivität sich aufgrund einer allmählich zunehmenden Nachfrage aus den entwickelten Volkswirtschaften erholen sollte. Unterstützend wirken sollten die in den vergangenen Monaten eingeleitete expansive Wirtschaftspolitik sowie Konjunkturprogramme. Sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht durch eine erhebliche Dämpfung der Konjunktur in den entwickelten Volkswirtschaften oder weltweite Finanzmarktturbulenzen verschlechtern, dürften die Schwellenländer in den Jahren 2013 und 2014 mit 5,2% bzw. 5,6% erneut eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts erzielen können. Nach den Erwartungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL werden die Notenbanken ihren expansiven geldpolitischen Kurs weiter fortsetzen und die Notenbankzinsen über die Jahre 2013 und 2014 hinweg anhaltend niedrig bleiben. Der unserer Unternehmensplanung zugrunde liegende Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro liegt für die Jahre 2013 und 2014 bei durchschnittlich etwa 1,33 USD/EUR ; für den kanadischen Dollar wird ebenfalls ein Wechselkurs von 1,33 CAD/EUR für die Jahre 2013 und 2014 unterstellt. Beim Ölpreis wird für 2013 ein Niveau von 110 US$ pro Barrel, für 2014 ein solches von 100 US$ pro Barrel angenommen. AUSWIRKUNGEN AUF K+S
KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDie im Bereich Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit auf Seite 58 beschriebenen Wettbewerbspositionen der einzelnen Geschäftsbereiche sollten in den Jahren 2013 und 2014 im Wesentlichen ihre Gültigkeit behalten. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEEine laut FAO (Food and Agricultural Organization of the United Nations) jährlich um rund 80 Millionen Menschen wachsende Weltbevölkerung sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten hin zu einem höheren Fleischkonsum und nicht zuletzt eine steigende Bedeutung von nachwachsenden Rohstoffen zur Bioenergieerzeugung erhöhen den weltweiten Bedarf an Agrarrohstoffen. Dies stellt insbesondere vor dem Hintergrund bestenfalls unverändert zur Verfügung stehender landwirtschaftlicher Flächen pro Kopf eine große Herausforderung für die Landwirtschaft dar. In den letzten 30 Jahren ist die weltweit zur Verfügung stehende Ackerfläche in etwa konstant geblieben. Da jedoch die Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum von rund 4,5 auf über 7,0 Mrd. Menschen stieg, bedeutet dies pro Kopf einen Rückgang um etwa 35%. Dass die Getreideproduktion über diesen Zeitraum trotzdem mit dem gestiegenen Bedarf mithalten konnte, ist u. a. auf den höheren und ausgewogeneren Einsatz mineralischer Düngemittel zurückzuführen. Dieser wird auch künftig entscheidend dazu beitragen, den Verlust von Anbauflächen im Zuge von Verstädterung, Erosion und Überschwemmungen durch eine Intensivierung der Landwirtschaft auf den verbleibenden Flächen aufzufangen./ ABB : 4.14.1 ![]() Trotz großer Produktionsanstrengungen wurde in den vergangenen Jahrzehnten häufig mehr Getreide verbraucht als produziert. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2012/13 schätzt das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA), dass die durch die Trockenheit im Mittleren Westen der USA und in Russland beeinträchtigte Produktion von Getreide nicht ausreichen dürfte, die Nachfrage zu bedienen. Das Verhältnis von Getreidebeständen zum Verbrauch („stocks-to-use-ratio“) liegt daher mit 17,8% unterhalb der kritischen Grenze von 20%, oder anders ausgedrückt: Die Weltbevölkerung könnte ihren Bedarf an Getreide lediglich für rund 65 Tage aus Beständen decken. Weitere Rückgänge der stocks-to-use-ratios sind in den kommenden Jahren nicht auszuschließen; vor diesem Hintergrund haben sich die Preise für Agrarprodukte im Jahr 2012 deutlich erhöht. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven der Landwirtschaft sollten ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Für das Jahr 2013 gehen wir von einer spürbaren Erhöhung des Weltkaliabsatzes auf etwa 59 Mio. t aus (2012e: rund 54 Mio. t) aus; darin sind rund 3 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten einbezogen. Die Einschätzung beruht vor allem auf einem für die Ertragsperspektiven der Landwirtschaft weiterhin attraktiven Niveau der Preise für Agrarrohstoffe und der Erwartung einer nach der Kaufzurückhaltung im Jahr 2012 deutlich steigenden Nachfrage in China und Indien. Für unseren Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gehen wir für das Jahr 2013 von einem Absatzvolumen in Höhe von rund 7 Mio. t aus (2012: 6,95 Mio. t); damit würden wir als weltweit fünftgrößter Einzelproduzent einen Marktanteil von rund 10% erreichen. Die Wirtschaftlichkeit von zeitaufwändigen und sehr kapitalintensiven Neuprojekten (Greenfield-Mine) ist von einem angemessenen Kalipreisniveau abhängig. Die Kalinachfrage einer globalisierten Welt mit stetig steigenden Ansprüchen an die Ernährung wird jedoch nicht allein mit den derzeit installierten Kapazitäten zu bedienen sein. / ABB : 4.14.2 ![]() GESCHÄFTSBEREICH SALZAuch in den kommenden Jahren wird die Branchen- und Wettbewerbssituation in Europa von einem Konsolidierungsdruck in der Salzindustrie geprägt sein. Ein niedriges Frachtkostenniveau könnte die wettbewerbsintensive Marktsituation für die europäischen Produzenten durch steigende Importe aus Nicht-EU-Ländern verschärfen. Als Europas größter Salzproduzent sind wir für die in diesem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Für das Jahr 2013 gehen wir in Europa vom Durchschnitt langjähriger Absatzwerte für Auftausalz aus. Nachdem die Nachfrage im Jahr 2012 aufgrund der außergewöhnlich milden Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres unterdurchschnittlich war, sollte sich der Auftausalzabsatz in 2013 wieder entsprechend erhöhen. In den Segmenten Speise- und Gewerbesalz sollte die Nachfrage in 2013 weitgehend stabil bleiben, während sich der Industriesalzabsatz in Europa normalisieren sollte. Mit dem chilenischen Salzproduzenten SPL, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, haben wir eine sehr gute Ausgangsposition, am Wachstum in Süd- und Mittelamerika teilzuhaben. Der südamerikanische Speisesalzabsatz sollte im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung stetig wachsen, nach einer Normalisierung der Salzerntesituation in Brasilien ist dort aber mit erhöhtem Wettbewerb zu rechnen. Die Nachfrage der Chemieindustrie für Industriesalz und die Gewerbesalznachfrage sollten stabil bleiben. Auch Asien weist attraktive Wachstumsraten im Salzverbrauch auf. Nachdem es im Jahr 2011 zu ersten Lieferungen an die Chemische Industrie in China kam, sollte diese Region künftig weiter an Bedeutung gewinnen. Mit MORTON SALT, dem – gemessen an der Produktionskapazität – größten Salzproduzenten in Nordamerika, haben wir im Bereich der Auftausalze Zugang zu Märkten mit in der Regel weniger schwankungsanfälligem Wintergeschäft in Nordamerika. Auch in den Segmenten Gewerbe- und Speisesalz gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen. MORTON SALT verfügt mit den Marken UMBRELLA GIRL® und WINDSOR CASTLE® über in den USA und in Kanada im Consumergeschäft sehr gut positionierte Marken, die uns den verstärkten Absatz höhermargiger Spezialprodukte ermöglichen. Gegenüber der milden Witterung in Nordamerika im ersten und vierten Quartal 2012 und unter der Annahme des Durchschnitts langjähriger Absatzwerte sollte sich die Nachfrage nach Auftausalz in Nordamerika im Jahr 2013 wieder entsprechend erhöhen. Der Verbrauch von Speise- und Gewerbesalzen sollte weiter stabil bleiben. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz dürfte leicht steigen. ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNGDie nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der fortgeführten Geschäftstätigkeiten. Zuwächse aus möglichen Akquisitionen bzw. Kooperationen sind nicht berücksichtigt. K+S äußert sich zur künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung gemäß der im Folgenden beschriebenen Prognosepolitik:
K+S GRUPPE MIT ATTRAKTIVEN PERSPEKTIVEN FÜR 2013 UND 2014DER UMSATZ DÜRFTE SICH IM JAHR 2013 LEICHT ERHÖHENDer Umsatz der K+S GRUPPE dürfte sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Während wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem preisbedingten Umsatzrückgang ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen mengenbedingt höheren Umsatz. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR (2012: 1,29 USD/EUR). KOSTEN WERDEN SICH VORAUSSICHTLICH LEICHT ERHÖHENDie nachfolgende Prognose der Kostenentwicklung erfolgt nach Kostenarten: Die Gesamtkosten der K+S GRUPPE dürften im Vergleich zum Vorjahr leicht steigen. Der Personalaufwand dürfte in etwa auf dem Niveau des Jahres 2012 liegen, da den Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie der leicht höheren Mitarbeiterzahl eine geringere erfolgsabhängige Vergütung gegenüberstehen sollte. Auch die Materialkosten dürften sich mengenbedingt moderat erhöhen, während wir bei den Energiekosten aufgrund neu verhandelter Verträge von moderaten Einsparungen ausgehen. Demgegenüber erwarten wir mengenbedingt moderat steigende Frachtkosten. Die Abschreibungen sollten sich moderat erhöhen. OPERATIVE ERGEBNISSE DÜRFTEN LEICHT STEIGENBeim EBITDA sowie beim operativen Ergebnis EBIT I der K+S GRUPPE sehen wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2013 Chancen, die Werte im Vergleich zum Jahr 2012 leicht steigern zu können. Dabei sollte der Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte durch die Ergebnisverbesserung infolge der Normalisierung des Auftausalzgeschäfts im Geschäftsbereich Salz mehr als ausgeglichen werden. LEICHT STEIGENDES KONZERNERGEBNIS ERWARTETAuch beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE wäre unter der Annahme eines in etwa stabilen Finanzergebnisses eine leichte Steigerung möglich. Unsere Einschätzung basiert neben den bei Umsatz und operativem Ergebnis beschriebenen Effekten u. a. auf:
ATTRAKTIVE PERSPEKTIVEN FÜR DAS JAHR 2014Im Jahr 2014 dürfte sich der Umsatz der K+S GRUPPE gegenüber 2013 erneut leicht erhöhen. Dabei gehen wir sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz von einem Umsatzzuwachs aus. Auch beim operativen Ergebnis sehen wir Chancen für eine leichte Steigerung gegenüber dem Jahr 2013. Dies sollte sich auch entsprechend positiv auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auswirken. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie Perspektiven für die Nachfrageentwicklung nach kali- und magnesiumhaltigen Düngemitteln sind insbesondere in den für uns relevanten Märkten weiterhin attraktiv, sodass wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2013 mit einem Absatzvolumen in Höhe von rund 7 Mio. t (2012: 6,95 Mio. t) rechnen. Nachdem die internationalen Preise für Kaliumchlorid während des vierten Quartals 2012 aufgrund des damaligen Ausbleibens der Vertragsabschlüsse der nordamerikanischen und russischen Produzenten mit chinesischen und indischen Abnehmern unter Druck geraten waren, sollte das Durchschnittspreisniveau des Produktportfolios im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Jahr 2013 unter dem des Jahres 2012 liegen. Auf dieser Basis sollte der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gegenüber dem Vorjahr preisbedingt zurückgehen. Insgesamt rechnen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei einem stabilen Kostenniveau mit einem operativen Ergebnis, das unter dem Niveau des Jahres 2012 liegen sollte. Im Jahr 2014 erwarten wir aus heutiger Sicht eine leicht steigende Absatzmenge sowie eine Umsatzsteigerung, die auch zu einer Verbesserung des Ergebnisses führen sollte. GESCHÄFTSBEREICH SALZAufgrund der Normalisierung des Auftausalzgeschäfts erwarten wir für den Geschäftsbereich Salz im Jahr 2013 einen gegenüber dem Vorjahr mengenbedingt höheren Umsatz. Diese Prognose unterstellt langjährige Durchschnittswerte für das Frühbezugsgeschäft sowie das Auftausalzgeschäft im vierten Quartal und eine insgesamt weitgehend stabile Umsatzentwicklung in den Segmenten Speise-, Gewerbe- und Industriesalz. Unsere Einschätzung basiert auf einem mit gut 22 Mio. t durchschnittlichen und im Vergleich zum unterdurchschnittlichen Absatz des Vorjahres (2012: 17,56 Mio. t) deutlich höheren Festsalzabsatz (davon Auftausalz: 12 bis 13 Mio. t, 2012: 8,33 Mio. t). Vor dem Hintergrund des in der Bergbauindustrie üblichen höheren Fixkostenanteils sollte die deutlich höhere Kapazitätsauslastung zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses führen. Nachdem die Preise für Auftausalz in den Ausschreibungen für die Wintersaison 2012/13 aufgrund hoher Lagerbestände auf Kundenseite sowohl in Europa als auch in Nordamerika unter Druck geraten waren, sollte sich eine Normalisierung des Auftausalzgeschäfts und der Lagerbestände auf Kundenseite entsprechend positiv auf die Ausschreibungen für die Wintersaison 2013/14 auswirken. Für das Jahr 2014 rechnen wir auf Basis eines normalen und dem langfristigen Mengendurchschnitt historischer Auftausalzmengen folgenden Wintergeschäfts daher mit einer preisbedingten Umsatzsteigerung und einer weiteren Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber 2013. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENFür die Jahre 2013 und 2014 gehen wir aus heutiger Sicht von einem stabilen Umsatz und einem stabilen operativen Ergebnis aus. ERWARTETE FINANZLAGEVORAUSSICHTLICHE FINANZIERUNGSSTRUKTURDie K+S GRUPPE verfügt bei einer Nettoverschuldung in Höhe von 756,0 Mio. € (inklusive Pensionsrückstellungen und bergbaulicher Rückstellungen in Höhe von insgesamt 795,4 Mio. €) bzw. einem Verschuldungsgrad von lediglich 21,7% über eine starke finanzielle Basis. Mit Blick auf die bevorstehenden Investitionen in den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Legacy Projekt) bilden die solide Kapitalstruktur und ein hoher operativer Cashflow eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S GRUPPE. Unsere derzeit sehr niedrige Nettoverschuldung sollte im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Diese Annahme berücksichtigt das erwartete Investitionsbudget einschließlich des Legacy Projekts sowie die sich aus dem Dividendenvorschlag des Vorstands ergebende Dividendensumme. Für das Jahr 2014 rechnen wir vor dem Hintergrund anhaltend hoher Investitionen in das Legacy Projekt mit einem weiteren Anstieg der Nettoverschuldung. Dennoch sollten wir in den Jahren 2013 und 2014 eine Eigenkapitalquote von mindestens 50% und einen Verschuldungsgrad von unter 50% ausweisen. ENTWICKLUNG DER LIQUIDITÄT DURCH INVESTITIONEN IN DAS LEGACY PROJEKT GEPRÄGTDie für die Jahre 2013 und 2014 prognostizierte Ergebnisentwicklung sollte sich auch beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv auswirken, der freie Cashflow dürfte allerdings aufgrund der Investitionen für das Legacy Projekt negativ ausfallen. GEPLANTE INVESTITIONENK+S GRUPPEIm Jahr 2013 rechnen wir für die K+S GRUPPE mit einem Investitionsvolumen von knapp 1,1 Mrd. €; davon sollten rund 830 Mio. CAD (etwa 625 Mio. €) auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen; bei der Aufteilung der budgetierten Gesamtausgaben auf die einzelnen Jahre kann es allerdings noch zu erheblichen Verschiebungen kommen. Auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen werden knapp 40% entfallen. Die Abschreibungen werden im Jahr 2013 zwischen 240 und 250 Mio. € erwartet./TAB: 4.14.2 TAB: 4.14.2 INVESTITIONEN NACH BEREICHEN 1 scroll
Im Jahr 2014 sollte das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE in etwa auf dem Niveau des Jahres 2013 liegen. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDas Investitionsniveau im Jahr 2013 sollte bei etwa 905 Mio. € liegen und den Wert des Jahres 2012 (332,9 Mio. €) deutlich übersteigen. Davon sollten 830 Mio. CAD (etwa 625 Mio. €) auf das Legacy Projekt entfallen; bei der Aufteilung der Ausgaben auf die Investitionsperioden kann es allerdings noch zu erheblichen Verschiebungen kommen. In den nächsten Monaten werden in Kanada zunächst weitere Investitionen in die Infrastruktur und in Bohrungen erfolgen. Für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier rechnen wir für dieses Jahr mit einem Investitionsvolumen von rund 140 Mio. €, für die Fertigstellung der Baumaßnahmen für die Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra sind Investitionen von etwa 30 Mio. € geplant. Insgesamt sollten knapp 30% des Investitionsvolumens auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen entfallen. GESCHÄFTSBEREICH SALZDas Investitionsvolumen im Jahr 2013 sollte mit rund 130 Mio. € den Wert des Vorjahres (111,3 Mio. €) deutlich übersteigen. Der Anstieg ist vor allem auf Maßnahmen zur Erschließung einer tieferen Abbauebene am Steinsalzstandort Weeks Island, USA, die Optimierung des Abbauverfahrens am Steinsalzstandort Fairport, USA, und die Solfelderweiterung bei FRISIA in Harlingen in den Niederlanden zurückzuführen. Darüber hinaus werden die Erneuerung einer Siedesalzanlage von MORTON SALT in Hutchinson, USA, der weitere Ausbau der Siebkapazitäten bei SPL, und die Optimierung der Lagerlogistik am Salzstandort Borth in Deutschland zu den bedeutendsten Projekten gehören. Etwa drei Viertel werden in Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen investiert werden. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENDas Investitionsvolumen wird im Jahr 2013 rund 5 Mio. € betragen und damit etwas unter dem Niveau des Berichtsjahres (6,3 Mio. €) liegen und vor allem Ersatz- und Produktionssicherungsinvestitionen betreffen. Davon werden gut 3 Mio. € bei Entsorgung und Recycling und je 1 Mio. € bei der K+S TRANSPORT GMBH und im Bereich Tierhygieneprodukte investiert warden. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDENDIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012 BEI 1,40 € JE AKTIEAus dem am Ende des Jahres 2011 vorhandenen Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT von 260,1 Mio. € erfolgte am 10. Mai 2012 die Dividendenzahlung für das Jahr 2011 in Höhe von 248,8 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die K+S AKTIENGESELLSCHAFT einen Jahresüberschuss von 563,9 Mio. € (2011: 392,5 Mio. €). Unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags in Höhe von 11,3 Mio. € und einer Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 281,0 Mio. € werden 294,2 Mio. € als Bilanzgewinn ausgewiesen. Das der Dividendenzahlung zugrunde gelegte bereinigte Ergebnis je Aktie der K+S GRUPPE erreichte 3,34 € nach 3,04 € im Vorjahr; auf die darin enthaltenen nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NITROGEN- Geschäfts entfielen 0,51 € je Aktie. Unserem grundsätzlich angestrebten Ausschüttungskorridor von 40 bis 50 % folgend, beabsichtigt der Vorstand, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,40 € je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 1,30 € je Aktie); dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 42 %. Davon entfallen 1,19 € je Aktie auf die fortgeführten und 0,21 € je Aktie auf die nicht fortgeführten Geschäftstätig keiten. /TAB: 4.14.3 TAB: 4.14.3 DIVIDENDENENTWICKLUNG scroll
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Im Jahr 2012 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag. Unter der Annahme, dass wir am Tag der Hauptversammlung keine eigenen Aktien halten, ergäbe sich eine auszuschüttende Dividendensumme von 268,0 Mio. €. KÜNFTIGE DIVIDENDENPOLITIKWir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Da das bereinigte Ergebnis je Aktie in 2013 nicht mehr durch die Effekte aus der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts begünstigt sein wird, dürfte die Dividendenzahlung auf Basis der beschriebenen Ergebnisentwicklung unter der des Vorjahres liegen (Vorschlag 2012: 1,40 € je Aktie). Für das Jahr 2014 ist aufgrund der erwarteten Ergebnisentwick lung eine Anhebung der Dividende möglich. CHANCENCHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN/ INFORMATIONEN ZU UNSEREM CHANCENMANAGEMENT finden Sie im Risikobericht auf Seite 113. LEGACY PROJEKT STÄRKT INTERNATIONALE WETTBEWERBSFÄHIGKEITLegacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau (Solution Mining) basierenden Kaliproduktion. K+S hat die kanadische Explorations- und Entwicklungsgesellschaft POTASH ONE, den Eigentümer des Legacy Projekts, Anfang 2011 erworben und in den darauffolgenden Monaten die vorhandene Machbarkeitsstudie von Grund auf überarbeitet. Dabei wurde ein Konzept entwickelt, das optimal zu den Kapazitäts- und Marktprognosen von K+S passt und eine attraktive Wirtschaftlichkeit ausweist. In die ersten beiden Ausbauphasen des neuen Kalistandorts wird K+S insgesamt 3,25 Mrd. kanadische Dollar investieren. Ende 2015 sollen erste Mengen zur Verfügung stehen und im Jahr 2017 die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht sein. Danach erfolgt der sukzessive Ausbau der Produktionskapazität auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023. In einer dritten Ausbauphase wäre dann etwa zehn Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich maximal 4 Mio. t Kaliumchlorid möglich. Das Produktportfolio wird Kaliumchlorid Standard, granuliertes Kaliumchlorid und hochwertige Industrieprodukte umfassen. Im Jahr 2012 wurden weitere Infrastrukturarbeiten sowie Bohrungen vorgenommen. Bei K+S POTASH CANADA in Saskatoon arbeiteten Ende 2012 118 K+S-Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern am Aufbau des neuen Standorts, bis 2023 sollen mehr als 300 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei diesem Projekt stützen wir uns auf die Erfahrungen, die esco in Deutschland und den Niederlanden im Solungsbergbau gesammelt hat, sowie auf das Know-how von MORTON SALT, die in den USA und in Kanada zehn Werke auf der Basis von Solution Mining betreibt. Das Legacy Projekt wird das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort ergänzen. Das bereits unter der Rubrik ‚Künftige Branchensituation' auf Seite 137 beschriebene, im historischen Vergleich relativ niedrige Verhältnis des Bestands an wichtigen Agrarprodukten zum jährlichen Verbrauch könnte sich nachhaltig in einem relativ hohen Preisniveau für landwirtschaftliche Erzeugnisse widerspiegeln. Dies wiederum ermutigt Landwirte weltweit, sowohl ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen zu nutzen als auch die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung zu erhöhen; beides erfordert einen höheren Einsatz an Düngemitteln und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCENAUSBAU DER KALIKAPAZITÄTENAngesichts der hohen Auslastung unserer technisch verfügbaren Kapazitäten in Deutschland sowie der voraussichtlich deutlich steigenden Nachfrage nach Kalidüngemitteln in der Zukunft verfolgt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte die Strategie, seine Produktionskapazitäten für Kali zu erweitern. Das Legacy Projekt eröffnet uns die Chance, am weltweiten Marktwachstum teilzuhaben, den Umsatz und Ertrag des Geschäftsbereichs weiter zu verbessern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken sowie die durchschnittliche Lebensdauer unserer Bergwerke zu verlängern. Außerdem haben wir für unser Reservebergwerk Siegfried-Giesen bei Hildesheim, Niedersachsen, eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Nachdem die technischen, betriebswirtschaftlichen und marktseitigen Aspekte einer möglichen Wiedereröffnung umfangreich untersucht wurden, ist das Projekt grundsätzlich als aussichtsreich bewertet worden. Im nächsten Schritt wird nun die Genehmigungsfähigkeit geprüft. Dies umfasst das Einholen der für das Vorhaben erforderlichen Genehmigungen. Dazu werden von einer dafür eingerichteten Projektgruppe ein Raumordnungsverfahren und anschließend ein Planfeststellungsverfahren vorbereitet. Nach Durchführung der hierzu erforderlichen Untersuchungen werden die entsprechenden Anträge gestellt. Die beiden Verwaltungsverfahren werden insgesamt mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Wirtschaftlichkeit und Gewährung der notwendigen bergbau- und umweltrechtlichen Genehmigungen vorausgesetzt, ergäbe sich durch eine Wiederinbetriebnahme von Siegfried-Giesen für uns die Chance, die aufgrund der Erschöpfung der Rohsalzvorräte nach 2018 notwendigen Schließung des Standorts Sigmundshall wegfallende Produktionsleistung zu einem gewissen Grad zu kompensieren. NUTZUNG VON SYNERGIEN EINES INTERNATIONALEN PRODUKTIONSNETZWERKSEin besonderer Fokus liegt auf der Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks und der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte in der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCENEin Rückgang des Energiepreisniveaus hätte in den energiesensitiven Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz günstige Auswirkungen auf die Kostenstruktur und damit den Geschäftserfolg. / EINE DARSTELLUNG LAUFENDER ENERGIEEFFIZIENZSTEIGERUNGSMASSNAHMEN UND IHRER AUSWIRKUNGEN finden Sie im Kapitel ‚Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 79. Mit dem Ziel einer höheren Flexibilisierung sowie Senkung von Einkaufskosten wurden die bisher größtenteils an den Ölpreis gekoppelten Gasverträge neu verhandelt, um für einen Teil der Bezugsmengen zukünftig Preischancen an den Gas-Spotmärkten nutzen zu können. So wird sich der Gasbezug in einem relativ ausgewogenen Verhältnis verteilen auf:
Damit wird der Energiebezug künftig stärker diversifiziert sein, und wir können sich ergebende Chancen auf den Energiemärkten wahrnehmen. SONSTIGE CHANCENFür die K+S GRUPPE ist das USD/EUR-Währungsverhältnis grundsätzlich von hoher Bedeutung, da insbe sondere Kaliverkäufe, mit Ausnahme des europäischen Marktes und einigen wenigen Überseeregionen, in US-Dollar fakturiert werden. Unserer Planung für die Jahre 2013 und 2014 liegt ein US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR zugrunde. Während der Hauptinvestitionsphase des Legacy Projekts wird bis zum Jahr 2016 auch dem CAD/EUR-Währungsverhältnis eine höhere Bedeutung zukommen. Unserer Planung für die Jahre 2013 und 2014 liegt ein Wechselkurs von 1,33 CAD/EUR zugrunde. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPEDas Jahr 2013 sollte erneut ein gutes Jahr für die K+S GRUPPE werden: Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Während wir im Geschäftsbereich Kali-und Magnesiumprodukte von einem preisbedingten Umsatzrückgang ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen mengenbedingt höheren Umsatz. Beim operativen Ergebnis EBIT I der K+S GRUPPE sehen wir aus heutiger Sicht für das Jahr 2013 ebenfalls Chancen, die Werte im Vergleich zum Jahr 2012 leicht steigern zu können. Dabei sollte der Ergebnisrückgang im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte durch die Ergebnisverbesserung infolge der Normalisierung des Auftausalzgeschäfts im Geschäftsbereich Salz mehr als ausgeglichen werden. Im Jahr 2014 dürfte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr erneut leicht erhöhen; auch beim operativen Ergebnis sehen wir Chancen für eine leichte Steigerung. /TAB: 4.14.4 TAB: 4.14.4 TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER BESCHRIEBENEN UMSATZ- UND ERGEBNISTRENDS scroll
Unsere Einschätzungen basieren u. a. auf:
LÖSUNGEN LIEFERNDarüber hinaus bleibt es Schwerpunkt unserer Strategie, in den angestammten Geschäftsfeldern weiter zu wachsen; dies schließt Akquisitionen und Kooperationen ein. 4.15 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist im Kapitel ‚Corporate Governance' auf Seite 33 enthalten. Sie ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns. VERGÜTUNGSBERICHTDie Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Vergütungsbericht des Kapitels ‚Corporate Governance' auf Seite 43 enthalten; der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzerns. ANGABEN NACH §289 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDSDie Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB sowie den erläuternden Bericht des Vorstands finden Sie auf Seite 64. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFAngaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie einen Überblick über den Geschäftsverlauf finden Sie auf den Seiten 66-91. ERTRAGSLAGEDer Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag im Jahr 2012 mit 75,5 Mio. € spürbar über dem Niveau des Vorjahres (67,1 Mio. €). Neben einem mengenbedingten Anstieg der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften gab es positive Mengeneffekte bei der Granulierung von CATSAN®./TAB: 4.15.1 scroll
Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg um 191,4 Mio. € auf 769,6 Mio. € (Vorjahr: 578,2 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das spürbar höhere Beteiligungsergebnis in Höhe von 789,7 Mio. € (Vorjahr: 702,3 Mio. €) zurückzuführen, das insbesondere durch den Anstieg der Gewinnabführung der K+S KALI GMBH auf 763,6 Mio. € (Vorjahr: 718,4 Mio. €) begünstigt war. Außerdem war das Vorjahr durch Aufwendungen aus der Übernahme des Verlusts der K+S BETEILIGUNGS GMBH in Höhe von 83,0 Mio. € belastet (2012: −0,7 Mio. €). Die Ergebnisabführung der K+S NITROGEN GMBH lag mit 6,7 Mio. € infolge der unterjährigen Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts unter dem Niveau des Vorjahres (56,6 Mio. €). Weitere Beteiligungserträge resultieren aus den Gewinnabführungen der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 9,6 Mio. € (Vorjahr: 8,6 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 9,1 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Erträge aus der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts um 73,6 Mio. € auf 127,4 Mio. € (Vorjahr: 53,8 Mio. €). Die Verbesserung des Zinsergebnisses von −56,5 Mio. € auf −35,1 Mio. € ist im Wesentlichen auf den Saldo aus der Aufzinsung für Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen und den Erträgen/Aufwendungen des Deckungsvermögens sowie aus höheren Erträgen aus Wertpapieren zurückzuführen. Gegenläufig wirken sich Zinsaufwendungen aus einer im Juni 2012 begebenen Unternehmensanleihe aus. Das Ergebnis nach Steuern der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich deutlich auf 563,9 Mio. € und liegt damit 171,4 Mio. € über dem Vorjahreswert (392,5 Mio. €). VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDas Anlagevermögen hat sich um 427,7 Mio. € auf 3.092,6 Mio. € erhöht (Vorjahr: 2.664,9 Mio. €) und hat einen Anteil von 70% an der um 402,3 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr: 66%). Der Anstieg ist insbesondere auf Käufe von langfristig gehaltenen Wertpapieren zurückzuführen. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben per 31. Dezember 2012 einen Saldo von 136,3 Mio. € (Vorjahr: 141,7 Mio. €). /TAB: 4.15.2 scroll
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist zum Bilanzstichtag einen aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 15,4 Mio. € aus, der aus einem Überhang des Deckungsvermögens über Verpflichtungen aus Pensionszusagen resultiert. Im Vorjahr bestanden Verpflichtungsüberhänge, die passiviert wurden. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2012 43% (Vorjahr: 40%). Aufgrund der verbesserten Ergebnissituation weisen wir zum Stichtag Steuerrückstellungen von 21,9 Mio. € aus. Im Vorjahr wurden aufgrund höherer Vorauszahlungen auf Ertragsteuern keine Steuerrückstellungen ausgewiesen. /TAB: 4.15.3 scroll
Die sonstigen Rückstellungen haben überwiegend langfristigen Charakter. Die Finanzierung unserer Gesellschaft erfolgt größtenteils aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Wesentlichen aus dem Cashpool sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat im Juni 2012 eine Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € begeben. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Mit einem Zinscoupon von 3,0% p. a. und einem Emissionskurs von 99,422% betrug die Rendite bei Ausgabe 3,068%. Der Mittelzufluss aus der Anleiheemission wird zur Refinanzierung der ausstehenden, in 2014 fälligen Unternehmensanleihe verwendet werden. DIVIDENDEDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Bilanzgewinn in Höhe von 294,2 Mio. € aus. Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 zu verwenden wie in Tabelle 4.15.4 dargestellt. /TAB: 4.15.4 scroll
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGUmfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden Sie auf Seite 81. MITARBEITERZum 31. Dezember 2012 waren 604 Mitarbeiter (Vorjahr: 591 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Davon waren 17 Auszubildende (Vorjahr: 17 Auszubildende). RISIKEN UND CHANCENDie Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden Sie in den Kapiteln ‚Risikobericht' auf Seite 113 und ‚Chancen' auf Seite 143. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Die erforderliche Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 5 HGB) finden Sie im Risikobericht auf Seite 116. NACHTRAGSBERICHTDen Nachtragsbericht für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden Sie auf Seite 131. PROGNOSEBERICHTDie Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE prognostizierte Geschäftsentwicklung finden Sie im Prognosebericht auf Seite 139. 4.16 VERSICHERUNG DER GESETZ LICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 27. Februar 2013 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. KonzernabschlussDER BEWEIS LIEGT IN DER ZUVERLÄSSIGKEIT Spiegelglatte Straßen können sehr gefährlich sein. Auf Eis und Schnee verlängert sich der Bremsweg eines Autos um das Fünffache. Salz spielt für die Sicherheit im winterlichen Straßenverkehr eine bedeutende Rolle. Denn es trägt erheblich zur Verringerung von Verkehrsunfällen bei. Salz senkt den Gefrierpunkt von Wasser; Eis und Schnee werden daher wieder flüssig, wenn sie damit in Kontakt kommen, Straßen und Wege werden wieder frei und sicher. Viele Wirtschaftszweige sind von der pünktlichen Zulieferung der notwendigen Güter abhängig. Zwei Tage flächendeckend glatte Straßen können in manchen Bereichen zu erheblichen Versorgungslücken führen. Die Anwendung von Auftausalz trägt dazu bei, dass sich Menschen und Warenströme ohne größere Beeinträchtigung des normalen Tagesablaufs bewegen können. Sparsam angewandt ist Auftausalz nicht nur die wirtschaftlichste, sondern auch die umweltfreundlichste Methode, Eis und Schnee auf den Straßen zu bekämpfen. Das stellte das renommierte ÖKOINSTITUT FREIBURG schon 2003 in einer im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführten Studie fest, bei der sämtliche Umwelteffekte berücksichtigt wurden – von der Gewinnung des Auftausalzes bis hin zur Entsorgung. Das war nicht immer so. Streusalz wird seit den 1930er Jahren eingesetzt. Zunächst schaufelte man das Salz einfach vom LKW auf die Straße. Das war schwere Arbeit – mit unbefriedigendem Ergebnis. Denn so HOHE FÖRDERKAPAZITÄTEN FÜR ZUVERLÄSSIGE BELIEFERUNG Wir sind weltweit der größte Anbieter von Salzprodukten. Dazu gehören Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze. Die jährliche Produktionskapazität beläuft sich insgesamt auf rund 30 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich umfasst die europäische ESCO, die chilenische SPL mit ihren Aktivitäten in Südamerika und den USA sowie MORTON SALT, einen der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Salz kann je nach Lagerstätte auf verschiedene Weisen abgebaut werden: Man unterscheidet zwischen Steinsalzbergbau, Solarsalz- und Siedesalzanlagen. Besonders ökonomisch lässt sich der Rohstoff gewinnen, wenn er sich, wie in der chilenischen Salzwüste, relativ dicht an der Erdoberfläche befindet. Unser Abbaugebiet in der Tarapacá-Wüste, einer der trockensten Regionen der Erde, besitzt eine Größe von mehr als 70.000 Fußballfeldern. Bis zu 70 m mächtig ist hier die nutzbare Salzschicht, die im Tagebau abgesprengt wird. Aus dem unweit vom Tagebau liegenden Tiefseehafen kann die wertvolle Fracht mit Hilfe der firmeneigenen Reederei unmittelbar in die Auftausalzregionen der nordamerikanischen Ostküste oder als Gewerbe- und Industriesalz in Wachstumsregionen in Südamerika und Asien verschifft werden. In allen Auftausalzregionen können wir durch flexible Nutzung unserer Förderkapazitäten auf plötzlich eintretende Nachfragespitzen reagieren. Seit den Akquisitionen von SPL und MORTON SALT besitzen wir ein noch ausgewogeneres Regionalportfolio, das gruppenweit einen Ausgleich witterungsbedingter Absatzschwankungen ermöglichen soll. Kommt es tatsächlich einmal zu lokalen Lieferengpässen, nutzen wir die Synergien unserer weltweiten Produktionsstandorte, die sich nach Kräften unter die Arme greifen, um für den Winterdienst nach Möglichkeit durchgängig lieferfähig zu sein. Das sind wir als der weltweit größte Salzproduzent unseren Kunden schuldig! Pünktliche Lieferung trotz winterlicher Witterung dank Auftausalz verteilte sich das Salz nicht gleichmäßig auf der Fahrbahn. Professioneller wurde die Technik ab 1938 mit dem am Winterdienstfahrzeug befestigten rotierenden Streuteller, der das Streugut in kleinen oder großen kreisförmigen Mustern auf der Straße verteilte. Als die Drehzahl der Streuteller in den 1960er Jahren dann noch auf das Tempo des Fahrzeugs ausgerichtet wurde, konnte die Dosierung des Salzes noch weiter optimiert werden. Doch ein effektiver Winterdienst ist nicht allein Sache der Technik. Auf die richtige Mischung kommt es an. Eine Kombination aus feinen und großen Salzkristallen hat sich bewährt. Während die feineren Körner unverzüglich an der Oberfläche wirken, zielt die gröbere Körnung auf eine Langzeitwirkung bei dickeren Eis- und Schneeschichten. Seit Mitte der 1970er Jahre hat sich mehr und mehr die Methode durchgesetzt, das Salz vor dem Ausbringen anzufeuchten. Wird das Streugut mit einer Salzlösung angereichert, lässt es sich nicht nur besser verteilen, es wirkt auch schneller.Die Auftauwirkung hält länger an, und die Methode ist wesentlich sparsamer und umweltfreundlicher. Streuen mit Salz kann auch sinnvoll sein bevor der Schneefall oder die Eisbildung eingesetzt hat. Mit der präventiven Ausbringung von Feuchtsalz und der anschließenden regelmäßigen Anwendung von Streu salz können glatte Schnee- oder Eisflächen verhindert werden. Sparsamer, effektiver und vor allem sicherer geht es nicht! 5 5.1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 5.2 Gewinn- und Verlustrechnung 5.3 Kapitalflussrechnung 5.4 Bilanz 5.5 Entwicklung des Eigenkapitals 5.6 Entwicklung des Anlagevermögens 5.7 Entwicklung der Rückstellungen 5.8 Segmentberichterstattung 5.9 Anhang 5.1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrecht lichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 27. Februar 2013 DELOITTE & TOUCHE GMBH Prof. Dr. Beine, Wirtschaftsprüfer Römgens, Wirtschaftsprüfer TAB: 5.2.1 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
TAB: 5.2.2 GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
TAB: 5.2.3 OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I)4scroll
1
Die Steuerung der K+S Gruppe erfolgt u.a.
auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT I). Die Überleitung des
EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) wird unterhalb der Gesamtergebnisrechnung
vorgenommen (siehe auch ‚Erläuterungen zur Gewinn- und Verlust-rechnung
und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 182). TAB: 5.3.1 KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
TAB: 5.4.1 BILANZscroll
TAB: 5.5.1 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSscroll
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TAB: 5.6.1 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2012scroll
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TAB: 5.6.2 ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2011scroll
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TAB: 5.7.1 ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGENscroll
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TAB: 5.8.1 SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
TAB: 5.8.1 SEGMENTBERICHTERSTATTUNGscroll
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1
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Veräußerung
der COMPO und Nitrogen angepasst. Weitere Erläuterungen befinden sich
im Anhang [29]. 5.9 ANHANGALLGEMEINE GRUNDLAGENDer Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2012 ist von der in Deutschland registrierten K+S AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Kassel als Mutterunternehmen nach den bis zum Abschlussstichtag in Kraft getretenen INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) des INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD (IASB) sowie den Interpretationen des IFRS INTERPRETATIONS COMMITTEE aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 27. Februar 2013 aufgestellt und wird dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 13. März 2013 zur Billigung vorgelegt. KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2012 wie folgt geändert: Das am 3. Januar 2012 von der ESCO – EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG über ihre Tochtergesellschaft ESCO INTERNATIONAL GMBH ZU 100% erworbene tschechische Salzver arbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) wird seit dem 1. Quartal 2012 konsolidiert. Nach der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts gehören mit Wirkung zum 2. Juli 2012 nachfolgende bislang konsolidierte Gesellschaften nicht mehr der K+S GRUPPE an:
Im Wege der Vollkonsolidierung sind 15 (Vorjahr: 17) inländische und 48 (Vorjahr: 51) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 35 (Vorjahr: 40) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und zu Anschaffungskosten bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungs bilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden daher wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert dieser Beteiligungen beträgt am Bilanzstichtag 0,9 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €). Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 212 entnommen werden. NICHT FORTGEFÜHRTE GESCHÄFTSTÄTIGKEITDie Strategie der K+S GRUPPE sieht vor, in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesium produkte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf entsprechend zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund hatte K+S im Jahr 2011 die Geschäftsaktivitäten der COMPO an die Beteiligungsgesellschaft TRITON veräußert und am 8. Mai 2012 den Verkauf des NITROGEN-Geschäfts an EUROCHEM bekanntgegeben. Nachdem die EU-Kartellbehörde die Freigabe am 25. Juni erteilt hat, wurde die Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts am 2. Juli 2012 erfolgreich abgeschlossen. Die bislang konsolidierten Gesellschaften werden in dem Abschnitt ‚Konsolidierungskreis' aufgeführt. Mit dem abgeschlossenen Verkaufsvertrag wurden die Kriterien nach IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche“ erfüllt und das NITROGEN-Geschäft daher als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe und als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit bilanziert. Das Segment Stickstoffdüngemittel bestand nach der Veräußerung des COMPO-Geschäfts allein aus dem NITROGEN-Geschäft. Nach Abschluss des Verkaufsvertrags war das Segment Stickstoffdüngemittel nicht mehr Bestandteil der operativen Segmente der K+S GRUPPE, die Segmentberichterstattung wurde entsprechend angepasst. Daher wurden alle Vermögenswerte und Schulden des NITROGEN-Geschäfts umgegliedert und bis zum Abgangszeitpunkt jeweils als separater Posten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ und „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Bilanz der Vorperioden wurde gemäß IFRS 5 nicht angepasst. Alle Erträge und Aufwendungen des als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit klassifizierten NITROGEN-Geschäfts wurden umgegliedert und in einem separaten Posten „Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Vergleichsperioden wurden gemäß IFRS 5 angepasst. Die Zahlungsmittelflüsse der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit sind in der Kapitalflussrechnung nach IFRS 5 separat dargestellt. Die Vergleichszahlen der Vorperioden für die Kapitalflussrechnung wurden entsprechend angepasst. Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit setzt sich wie in folgender Tabelle dargestellt zusammen: scroll
In dem Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von 99,6 Mio. € sind 0,2 Mio. € aus der Umgliederung von bislang im sonstigen Ergebnis erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen des NITROGEN-Geschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. scroll
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Die folgende Tabelle zeigt die aufgrund der am 2. Juli 2012 vorgenommenen Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte und Schulden des NITROGEN-Geschäfts: scroll
Die im Jahr 2011 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden des COMPO-Geschäfts setzten sich wie folgt zusammen: scroll
AKQUISITION POTASH ONEDie K+S CANADA HOLDINGS INC., eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 21. Januar 2011 im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots Kontrolle über 81,6% der Anteile der POTASH ONE INC. (Vancouver, Kanada) erlangt. Der in bar gezahlte Kaufpreis betrug 263,2 Mio. € (4,50 CAD je Aktie). Bis zum Erwerbszeitpunkt (21. Januar 2011) sind akquisitionsbezogene Nebenkosten in Höhe von 3,7 Mio. € angefallen, die aufwandswirksam erfasst wurden (Ausweis im Wesentlichen als sonstiger betrieblicher Aufwand); davon entfielen 3,3 Mio. € auf das vierte Quartal 2010 und 0,4 Mio. € auf das erste Quartal 2011. POTASH ONE besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan einschließlich des Legacy Projekts – ein fortgeschrittenes Greenfield-Projekt zur Errichtung eines Solbetriebs. Der Erwerb von POTASH ONE ermöglicht es, in rohstoffreiche und kostengünstige Lagerstätten zu investieren, die eigenen Kalikapazitäten zu erhöhen und mittel-bis langfristig am Marktwachstum teilzuhaben. Im Vorfeld der Akquisition hat POTASH ONE am 24. November 2010 für nominal 30 Mio. CAD eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben, die von K+S CANADA HOLDINGS INC. vollständig gezeichnet wurde. Die Einnahmen aus dieser Wandelschuldverschreibung dienten der Finanzierung von Wasserversorgungseinrichtungen für das Legacy Projekt. Mit dieser Finanzierungsmaßnahme war POTASH ONE in der Lage, eine Verzögerung der Entwicklung ihres Legacy Projekts zu vermeiden. Das Wandlungsrecht wurde im Abschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2010 als Derivat ausgewiesen und mit 2,8 Mio. € bewertet. Bis zum Erwerbszeitpunkt bestand das Derivat in unveränderter Höhe fort. POTASH ONE hatte dieses Derivat spiegelbildlich im Eigenkapital ausgewiesen. Das operative Geschäft von POTASH ONE wird vollständig in der K+S POTASH CANADA GP abgebildet. Die zum Erwerbszeitpunkt (21. Januar 2011) angesetzten endgültigen beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden und der daraus abgeleitete Geschäfts-oder Firmenwert von POTASH ONE werden in der folgenden Tabelle dargestellt. scroll
Wesentlicher Vermögenswert von POTASH ONE ist das mit dem Legacy Projekt verbundene Rohstoffvorkommen; die vorhandene Ressourcenbasis an Kaliumchlorid stellt einen physischen Wert dar, der unter der Position Rohstoffvorkommen innerhalb des Sachanlagevermögens ausgewiesen wird. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen übrigen Forderungen entspricht ihrem Nennwert. Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten und des neu bewerteten anteiligen Nettovermögens resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) von 18,3 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert die bei der Kaufpreisallokation nicht einzeln identifizierbaren Vermögenswerte, für die ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird. Die Höhe des Goodwills wird wesentlich durch die Bildung latenter Steuern im Rahmen der Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden beeinflusst. Der Goodwill ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte zugeordnet. Ein für Steuerzwecke abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht entstanden. Von dem Wahlrecht zur Aufdeckung eines Geschäfts- oder Firmenwerts bezogen auf die Anteile anderer Gesellschafter (Full Goodwill-Methode) wurde kein Gebrauch gemacht. Anfang Februar 2011 wurden weitere 9,3% der Anteile zu einem Preis von 30,1 Mio. € (4,50 CAD je Aktie) in bar erworben. Die verbliebenen ausstehenden 9,1% POTASH ONE-Aktien wurden im März 2011 durch ein Ausschlussverfahren im Rahmen des CANADA BUSINESS CORPORATIONS Act zu einem Preis in Höhe von 29,2 Mio. € (4,50 CAD je Aktie) in bar erworben. Die im Februar 2011 und März 2011 vorgenommenen Zukäufe waren gemäß den Regelungen des IAS 27 als Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren. Die im Rahmen der Übernahme von POTASH ONE in der Kapitalflussrechnung des Vorjahres dargestellten Zahlungen verteilen sich wie folgt: Im Cashflow aus Investitionstätigkeit ist die Zahlung für die Kontrollübernahme von POTASH ONE in Höhe 242,8 Mio. € in der Position „Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen“ ausgewiesen (Kaufpreis für 81,6% der Anteile in Höhe von 263,2 Mio. € abzüglich erworbener Finanzmittel in Höhe von 20,4 Mio. €). Die Auszahlungen für den darauf folgenden Erwerb der übrigen, bisher nicht beherrschenden Anteile (18,4%) in Höhe von 59,3 Mio. € werden gemäß IFRS im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Der gesamte Kaufpreis für Potash One betrug somit 322,5 Mio. €. Durch die Einbeziehung in den Abschluss der K+S GRUPPE (21. Januar 2011) wurde das Vorjahresergebnis vor Ertragsteuern um −7,9 Mio. € und das Vorjahresergebnis nach Ertragsteuern um −6,3 Mio. € beeinflusst. Umsatzerlöse wurden im Vorjahr aufgrund fehlender Absatztätigkeiten nicht erzielt. Ergebnisse unter der Annahme, dass der Erwerb von POTASH ONE bereits zum Beginn des Jahres 2011 stattgefunden hätte, weichen nur unwesentlich von den vorgenannten Werten ab. AKQUISITION SMODie ESCO – EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 3. Januar 2012 über ihre Tochtergesellschaft ESCO INTERNATIONAL GMBH das tschechische Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) übernommen. ESCO erwarb SMO vom tschechischen Handelskonzern EQUUS, der sich seit Mitte 2010 in einem Insolvenzverfahren befindet. Die Veräußerung erfolgte durch den eingesetzten Insolvenzverwalter im Rahmen eines Bieterverfahrens. SMO ist ein bedeutender Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und auch in anderen europäischen Märkten aktiv. Der Kaufpreis betrug 4,4 Mio. €. SMO betreibt den Salzverarbeitungsbetrieb im osttschechischen Olomouc (Olmütz) bereits seit 1921 und beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist mit einer breiten Produktpalette an Speise-, Gewerbe- und Auftausalzen im Markt etabliert. In einem Normaljahr vertreibt SMO rund 100.000 t verschiedenster Salzprodukte und war bislang schon Kunde von ESCO. Die zum Erwerbszeitpunkt (3. Januar 2012) angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden von SMO werden in nachfolgender Tabelle dargestellt: scroll
SMO hat seit Einbeziehung zum 3. Januar 2012 wie folgt zur Ergebnisrechnung der K+S GRUPPE beigetragen: scroll
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Davon 2,3 Mio. € aus Erstkonsolidierung. Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten des Erwerbs und des neu bewerteten anteiligen Nettovermögens resultiert ein negativer Unterschiedsbetrag (bargain purchase) von 2,3 Mio. €, der erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst wurde. KONSOLIDIERUNGSMETHODENDie Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden unmittelbar ertragswirksam aufgelöst. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGENDie Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden ab dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs ausgewiesen. Dienstleistungen werden nach erbrachter Leistung als Umsatz ausgewiesen. Darüber hinaus muss die Zahlung hinreichend wahrscheinlich sein. Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) erfasst, sofern das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Der Fertigstellungsgrad wird dabei anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten bestimmt. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten bilanziert. Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang die Auftragserlöse erhöhen oder mindern. Ein erwarteter Verlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst. Sonstige Erträge, wie beispielsweise aus Zinsen oder Dividenden, werden zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein vertraglicher bzw. rechtlicher Anspruch besteht. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst. BETEILIGUNGSERGEBNISDiese Position beinhaltet das Ergebnis aus nicht konsolidierten, zu Anschaffungskosten bewerteten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Im Ergebnis enthalten sind Ausschüttungen, Ergebnisabführungen, Wertminderungen und Gewinne und Verluste aus Veräußerungen dieser Gesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden Erträge in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 14,2 Mio. €) mit Aufwendungen aus Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 4,6 Mio. €) verrechnet. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben aktiviert, sofern der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelbar sind. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, plan mäßig linear abgeschrieben; bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine planmäßige Abschreibung vorgenommen. Beim Goodwill wird von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen. Im Rahmen der planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Bei einer Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Ent fallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand wird nicht aufgeholt. Die Werthaltigkeit der Goodwills wird regelmäßig überprüft. Sofern erforderlich, wird eine entsprechende Wertberichtigung vorgenommen. Ein etwaiger Wertberichtigungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows aus den Zahlungsmittel generierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind. Die Erstbewertung von CO2-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von Null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der Zeitwert zum Abschlussstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden Zahlungsmittel generierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen. SACHANLAGENBei Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, ver mindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen auch künftige Rekultivierungsaufwendungen. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen nutzungsbedingten Abschreibungen hinaus, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung; diese wird als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertverluste („impairment losses“) erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Wegfall der Gründe für vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die plan mäßige Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Strecken und Grubenbaue werden ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen. Werden Sachanlagen verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen Verkaufserlös und Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen und richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde: scroll
AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTENFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapital kosten zu aktivieren. FINANZIERUNGSLEASINGEin Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Finanzierungsleasing liegt vor, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden. Ist dies der Fall, aktiviert der Leasingnehmer den Vermögenswert zum Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In gleicher Höhe ist eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Abschreibung des Vermögenswerts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vor gehensweise bei vergleichbaren Vermögenswerten. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDZuwendungen der öffentlichen Hand (z. B. Investitionszuschüsse und -zulagen) für den Kauf oder die Herstellung von Sachanlagen mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENBei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen bei 50 Jahren. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHEEin langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist der Fall, wenn der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand veräußerbar ist und eine solche Veräußerung höchst wahrscheinlich ist. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Eine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgt nicht mehr. Ein Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei einem Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung eingestuft wird und der
FINANZINSTRUMENTEFinanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und beim anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sobald das bilanzierende Unternehmen Vertragspartner eines Finanzinstruments wird. Die dem Erwerb direkt zuzurechnenden Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts dann berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für die Folgebewertung ist die Zuordnung der Finanzinstrumente in eine der folgenden in IAS 39 definierten Kategorien ausschlaggebend: KREDITE UND FORDERUNGENDiese Kategorie umfasst nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere (ohne aktiven Markt) sowie Bankguthaben. Die dieser Kategorie zugeordneten finanziellen Vermögenswerte werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten werden abgezinst. Wertminderungen werden, sofern objektive Hinweise vorliegen, vorgenommen und erfolgswirksam über separate Wertberichtigungskonten erfasst. Objektive Hinweise, die auf eine Wertminderung hindeuten, sind z. B. bekannte Zahlungsschwierigkeiten oder die Insolvenz des Schuldners. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie beglichen oder uneinbringlich werden. Sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. bei fehlender Werthaltigkeit ausgebucht. ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BILANZIERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDieser Kategorie werden zu Handelszwecken gehaltene Wertpapiere („held for trading“) zugeordnet, die mit der Absicht der kurzfristigen Weiterveräußerung erworben wurden. Auch Derivate mit positivem Marktwert werden als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert, es sei denn, sie sind in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst. Die Ausbuchung von Wertpapieren erfolgt nach der Veräußerung am Erfüllungstag. ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEDiese Kategorie umfasst nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder in keine der vorgenannten Kategorien eingestuft sind. Die Erstbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Unter diese Kategorie fallen bspw. Eigenkapitalinstrumente wie Anteile an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen. Grundsätzlich werden Finanzinstrumente dieser Kategorie zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Die bei der Folgebewertung entstehenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als unrealisierte Gewinne und Verluste ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Veräußerung erfolgt eine ergebniswirksame Erfassung der realisierten Gewinne bzw. Verluste. Liegen am Bilanzstichtag objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert vorzunehmen. Der in der Neubewertungsrücklage erfasste Betrag ist ergebniswirksam auszubuchen. Spätere Wertaufholungen erfolgen bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral. Sofern für Finanzinstrumente keine aktiven Märkte existieren, mit deren Hilfe die beizulegenden Zeitwerte verlässlich ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Dies ist bei Anteilen an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Fall. Einer Wertminderung wird hier durch erfolgswirksame außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert Rechnung getragen. Diese Wertminderungen dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Die Ausbuchung von Anteilen bzw. Beteiligungen erfolgt bei einer Veräußerung an eine konzernfremde Partei. Wertpapiere werden nach der Veräußerung am Erfüllungstag ausgebucht. ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENSämtliche finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Verbindlichkeit beglichen wird oder der Grund für die Bildung der Verbindlichkeit wegfällt. ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BILANZIERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENIn diese Kategorie fallen derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert, die grundsätzlich als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert werden. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind Derivate, die in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind. DERIVATEDie Bewertung der Derivate erfolgt zum jeweiligen Marktwert. Die Marktwertveränderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag. KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGEKundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Percentage of Completion. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ausgewiesen. VORRÄTEUnter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material-und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Die Kalkulation der variablen Gemeinkosten erfolgt auf Basis der Ist-Kapazität, die der fixen Gemeinkosten auf Basis der Normalkapazität. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. FLÜSSIGE MITTELDiese Position beinhaltet Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag vorliegenden Renditen für erstrangige Unternehmensanleihen ermittelt. Als erstrangig werden solche Unternehmensanleihen angesehen, die mit einem Rating von AA bewertet werden. Hierbei sind grundsätzlich solche Unternehmensanleihen heranzuziehen, die der voraussichtlichen Fristigkeit und Währung der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Da entsprechend langfristige Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag zum Teil nur im unzureichenden Maße vorhanden waren, wurde der laufzeitkongruente Zins in diesen Fällen mittels Extrapolation ermittelt. Zudem werden die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Rückstellungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste können gemäß IAS 19 entweder sofort ergebnisneutral oder nach der Korridormethode vereinnahmt werden. In der K+S GRUPPE werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach der Korridormethode behandelt. Danach werden diese nur dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie den 10%-Korridor übersteigen (Maximum aus 10% des Verpflichtungsumfangs und 10% des Planvermögens). Der übersteigende Betrag wird in den Folgejahren ergebniswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Aktiven verteilt. BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGENRückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist. LATENTE STEUERNDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzesänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, ergebniswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften saldiert. UNTERNEHMENSERWERBEDie Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stille Reserven und stille Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS-UND BEWERTUNGSMETHODENLangfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht. SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS-UND BEWERTUNGSMETHODENDie Ansätze im IFRS-Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei
Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen. WÄHRUNGSUMRECHNUNGIn den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Bei 13 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COMPANIA MINERA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS S.A., EMPRESA MARITIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE LTD., INAGUA TRANSPORTS INC., INVERSIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K+S FINANCE BELGIUM BVBA, MORTON BAHAMAS LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A., SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A., SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. und TRANSPORTE POR CONTAINERS S.A. Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt: scroll
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Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von −12,9 Mio. € (Vorjahr: −2,0 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z. B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die überwiegend in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden. AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENscroll
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Erstanwendung gem. IASB auf die erste Berichtsperiode
eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt. Die neuen Rechnungslegungsstandards sind nicht von Relevanz für den Konzernabschluss 2012 der K+S GRUPPE. NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENDie folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden. scroll
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Erstanwendung gem. IASB auf die erste Berichtsperiode
eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt. IAS 1 „DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES“Die Änderung umfasst im Wesentlichen eine formale Umgestaltung der Gesamtergebnisrechnung sowie eine Aufspaltung des erfolgsneutralen sonstigen Ergebnisses in Bestandteile, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert bzw. nicht umgegliedert werden. Die Auswirkungen der Änderungen des IAS 1 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. IAS 19 „LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER“Die Änderung umfasst im Wesentlichen die Abschaffung der Korridormethode und sofortige Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis, eine Planverzinsung des Planvermögens mit dem Diskontierungssatz der Rückstellungsverpflichtung sowie erweiterte Anhangangaben. Diese Änderungen werden Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, das Eigenkapital, die latenten Steuern sowie die Nettozinsaufwendungen aus Pensionszusagen haben. Zudem wurde die Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geändert, sodass eine Anpassung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen notwendig wird. K+S wird den geänderten IAS 19 ab dem Geschäftsjahr 2013 anwenden. Die Änderungen sind rückwirkend zum Beginn der Vergleichsperiode, d. h. zum 1. Januar 2012, vorzunehmen. Im Einzelnen werden folgende Anpassungen erwartet: scroll
Das Eigenkapital wird sich zum 1. Januar 2012 – unter Berücksichtigung der Effekte aus latenten Steuern – entsprechend verringern. Die Werte zum 31. Dezember 2012 werden sich voraussichtlich wie folgt verändern: scroll
Die Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen bzw. die Verringerung eines etwaigen Vermögenswerts wird – unter Berücksichtigung der Effekte aus latenten Steuern – das sonstige Ergebnis und damit das Eigenkapital entsprechend verringern. Das EBIT I des Geschäftsjahres 2012 wird sich aufgrund der wieder anteiligen erfolgswirksamen Zuführung der vorherigen Reduktion zur Rückstellung für Altersteilzeit um 4,4 Mio. € verringern. Des Weiteren werden sich – im geringeren Umfang – Auswirkungen auf das Steuer- und Zinsergebnis sowie das Ergebnis aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit ergeben. IAS 27, IAS 28, IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 – „KONSOLIDIERUNG“Im Rahmen der Überarbeitung der relevanten Bestimmungen zur Konsolidierung wurden mit IFRS 10 „Konzernabschlüsse“, IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ und IFRS 12 „Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen“ drei neue Standards herausgegeben. Gleichzeitig wurden Folgeänderungen an IAS 27 „Einzelabschlüsse“ und IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen“ vorgenommen. IFRS 10 enthält eine neue Definition des Begriffs „Beherrschung“, die für die Bestimmung der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen zu berücksichtigen ist. In IFRS 11 wird die Bilanzierung von Vereinbarungen unter gemeinsamer Führung geregelt. Durch IFRS 12 werden die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen in einem Standard zusammengefasst. Die Auswirkungen der Änderungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft. IFRS 9 „FINANZINSTRUMENTE“IFRS 9 verfolgt das Ziel, den aktuellen Standard für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten, IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“, vollständig zu ersetzen. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert. Phase 1 hat die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Inhalt. Phase 2 beschäftigt sich mit der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie fortgeführten Anschaffungskosten. In Phase 3 wird die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen überarbeitet. Eine im Dezember 2011 herausgegebene Standardänderung stellt auf eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts auf den 1. Januar 2015 ab. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft. IFRIC 20 „ABRAUMKOSTEN IN DER PRODUKTIONSPHASE EINER TAGEBAUMINE“In IFRIC 20 wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen Abraumbeseitigungskosten einer Tagebaumine einen Vermögenswert darstellen und wie die Erst- und Folgebewertung des Vermögenswerts zu erfolgen hat. Die Interpretation hat aus heutiger Sicht keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die weiteren Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNGDie Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf Seite 156 abgebildet. Die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeit der K+S GRUPPE. Das NITROGEN-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS 5 als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Die Vergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst. Die K+S GRUPPE setzt Derivate zur Sicherung von Risiken aus sich verändernden Markt preisen ein. Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (18) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 gebildet, sodass die Marktwertschwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit des Sicherungszwecks in den folgenden Positionen gezeigt: A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENSämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden ergebniswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen bzw. aus der Sicherung zukünftiger Translationsrisiken resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. „Antizipativ“ meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung „operativ“ stellt auf Grundgeschäfte ab, die zu EBIT-wirksamen Effekten führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind
B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENIn diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z. B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines USD/EUR-Termingeschäfts). C) FINANZERGEBNISErgebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I. Dieses unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II durch die Nichtberücksichtigung von Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IAS 39 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben. Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen „Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften“ folgende Effekte zu eliminieren: ERTRAG/AUFWAND AUS MARKTWERTSCHWANKUNGEN DER NOCH AUSSTEHENDEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEBis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. NEUTRALISIERUNG DER IN VORPERIODEN ERFASSTEN MARKTWERTSCHWANKUNGEN VON REALISIERTEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENZum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBIT I ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IAS 39 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwertschwankungen aus Vorperioden zu eliminieren. Bei der Kurssicherung der erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar werden nicht nur die o. g. Positionen, sondern sämtliche Ergebniseffekte bei der Ermittlung des EBIT I eliminiert. Da die gesicherten Grundgeschäfte (Investitionen in kanadischen Dollar) nur zeitverzögert mittels Abschreibungen zu EBIT I-wirksamen Effekten führen, würde – aufgrund der fehlenden Ergebniseffekte aus dem Grundgeschäft – ein Ausweis der zum Fälligkeitszeitpunkt entstehenden Ergebniseffekte dieser Sicherungsgeschäfte im EBIT I nicht zu einer periodengerechten Ergebnisermittlung führen. scroll
Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht – aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit – dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. Die Effekte aus der Kurssicherung der erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar werden grundsätzlich nicht im EBIT I erfasst (siehe oben). Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis EBIT I durch Eliminierung der o. g. Effekte wird in einer separaten Rechnung unterhalb der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. (1) UMSATZERLÖSEDie Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 3.935,3 Mio. € (Vorjahr: 3.996,8 Mio. €) und resultieren in Höhe von 3.776,5 Mio. € (Vorjahr: 3.839,3 Mio. €) aus dem Verkauf von Gütern, in Höhe von 151,9 Mio. € (Vorjahr: 157,5 Mio. €) aus der Erbringung von Dienstleistungen und in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) aus der Abgrenzung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen sowie die intersegmentären Umsätze sind in den Segmentinformationen auf Seite 166. dargestellt. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (35) angegeben. (2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten: scroll
(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten: scroll
(4) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTENscroll
/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM „ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN“ sind in den ‚Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' aufSeite 182 zu finden. (5) ZINSERGEBNISscroll
Der „Zinsaufwand/-ertrag Pensionsrückstellungen“ umfasst Zinsaufwendungen („Aufzinsung“), Planerträge sowie die Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne bzw. Verluste. Der „Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen“ setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen: scroll
(6) SONSTIGES FINANZERGEBNISscroll
(7) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGscroll
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,5% (Vorjahr: 28,4%) zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,0% und dem Solidaritätszuschlag von 5,5% wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 12,7% (Vorjahr: 12,6%) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungsertragsteuersätzen berechnet. In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,5% (Vorjahr: 28,4%) zugrunde gelegt. scroll
(8) MATERIALAUFWANDscroll
(9) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMERscroll
/ WEITERE INFORMATION ZUM PERSONALAUFWAND finden Sie im Kapitel ‚Mitarbeiter' des Lageberichts.Informationen zum „Long Term Incentive“-Programm finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 44. Die K+S GRUPPE hat im Jahr 2010 ein kennzahlenbasiertes „Long Term Incentive“ (LTI)-Programm eingeführt. Dieses beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Im Jahr 2012 wurde für das LTI-Programm insgesamt 17,1 Mio. € Personalaufwand als Zuführung zu den Rückstellungen erfasst (Vorjahr: 23,4 Mio. €). Im Rahmen des ausgelaufenen Aktienoptionsprogramms konnten der Vorstand sowie bestimmte Führungskräfte einen Teil ihrer erfolgsabhängigen Vergütung für ein Basisinvestment in K+S-Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der Überperformance der K+S-Aktie gegenüber dem Referenzindex. Für die am Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionen bestehen keine Rückstellungen (Vorjahr: 2,6 Mio. €) (siehe Anmerkung (23)). Im Rahmen des Belegschaftsaktienprogramms haben Mitarbeiter der K+S GRUPPE die Möglichkeit, K+S-Aktien mit einem Kursabschlag zu erwerben. Die Belegschaftsaktien sind mit einer einjährigen Sperrfrist versehen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für das im Jahr 2012 beschlossene Belegschaftsaktienprogramm entstanden Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €). Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand bzw. -ertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Personalaufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von 0,4 Mio. €. scroll
(10) ERGEBNIS JE AKTIEscroll
Das Ergebnis je Aktie ist nach IAS 33 ausgehend vom Konzernergebnis zu ermitteln. Aufgrund der begrenzten wirtschaftlichen Aussagekraft des unbereinigten Konzernergebnisses weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, das nur das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode enthält. Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Alle Erträge und Aufwendungen des als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit klassifizierten NITROGEN-Geschäfts wurden umgegliedert und im Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Vergleichsperioden wurden gemäß IFRS 5 angepasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZDie Bilanz ist auf Seite 158 abgebildet. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf Seite 160 dargestellt. (11) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet: scroll
Der Geschäftsbereich Salz wird in die Zahlungsmittel generierenden Einheiten Salz Amerika und Salz Europa unterteilt. Der Rückgang der Goodwills, die der ZGE Salz Amerika zugeordnet sind, beruht überwiegend auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung. Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der künftigen Cashflows der Geschäftsbereiche unter der Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde gelegt. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuellen mittelfristigen Planungen der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche. Die wesentlichen Prämissen der mittelfristigen Planungen basieren weitgehend auf eigenen Erfahrungswerten. Der Prognosezeitraum umfasst die Jahre 2013 bis 2015; darüber hinaus wurde zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen nach dem Ende des Detailplanungszeitraums eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows ab dem Jahre 2016 von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) angenommen. Folgende Abzinsungssätze wurden zum Ende des Geschäftsjahres verwendet: scroll
Die Zinssätze der Zahlungsmittel generierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern. / EINE HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN finden Sie im Lagebericht auf Seite 98. Die am Ende des Geschäftsjahres 2012 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basieren, nicht dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt. Im Vorjahr wurden im Rahmen der anlassbezogenen Prüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer die Restbuchwerte der jeweiligen Vermögenswerte mit ihrem Nutzungswert zum Bilanzstichtag verglichen. Die am Ende des Geschäftsjahres 2011 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben einen Wertminderungsbedarf von 1,2 Mio. €, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Markenrechte in Höhe von 99,7 Mio. € (Vorjahr: 101,3 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der ZGE Salz Amerika zugeordnet. Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte durch Vergleich der Nutzungswerte der Marken mit den Buchwerten. Die Bestimmung des Nutzungswerts wurde auf Basis der Relief-from-royalty-Methode vorgenommen, die den Markenwert aus den ersparten Lizenzaufwendungen ableitet. Dazu wurden aus der Unternehmensplanung die markenspezifischen Umsätze für die Jahre 2013 bis 2016 ermittelt; für den Zeitraum ab dem Jahr 2017 wurde eine jährliche Wachstumsrate von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) unterstellt. Die anzuwendenden Lizenzpreise der Marken wurden aus Drittvergleichen abgeleitet. Durch Diskontierung der ersparten Lizenzaufwendungen mit einem risikoadjustierten Nachsteuerzinssatz von 9,4% (Vorjahr: 9,3%) wurde anschließend der Nutzungswert berechnet. Der auf dieser Basis durchgeführte Wertminderungstest der Marken zum Ende des Geschäftsjahres 2012 hat zu keinem Wertminderungsaufwand geführt. (12) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENZum 31. Dezember 2012 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 22,0 Mio. € (Vorjahr: 25,4 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgegriffen. (13) FINANZANLAGENDie Position betrifft in Höhe von 14,9 Mio. € (Vorjahr: 14,7 Mio. €) Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. In Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) handelt es sich um sonstige Ausleihungen (im Wesentlichen Darlehen an Mitarbeiter) und andere Finanzanlagen. Die effektiven jährlichen Zinssätze betragen zwischen 0 und 6,25 %, die restliche Zinsbindungsdauer liegt zwischen einem und 20 Jahren. Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem in der Bilanz angesetzten Betrag. Konkrete Anhaltspunkte für mögliche Ausfälle liegen nicht vor. Es bestehen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen. (14) WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONENscroll
Diese Position enthält verschiedene Geldanlagen (u. a. Commercial Papers, Anleihen, Termingelder bei Kreditinstituten, Schuldscheindarlehen, Fonds, Credit Linked Notes), die gemäß IAS 39 als „Kredite und Forderungen“ bzw. als „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert wurden. (15) LATENTE STEUERNAuf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: scroll
Insgesamt wurden latente Steuern in Höhe von 14,6 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €) nicht aktiviert, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 141,8 Mio. € (Vorjahr: 103,6 Mio. €). Die Nutzung von Tax Credits in Höhe von 6,4 Mio. € wird als nicht wahrscheinlich angesehen und daher nicht mit latenten Steuern bewertet. Im Berichtsjahr wurden auf die Währungsumrechnung entfallende latente Steuern in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: −0,3 Mio. €) im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich zum 31. Dezember 2012 um −30,6 Mio. € (Vorjahr: 83,2 Mio. €) verändert und setzt sich zusammen aus einem Rückgang aktiver latenter Steuern von 7,0 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) sowie einem Rückgang passiver latenter Steuern von 37,6 Mio. € (Vorjahr: Anstieg 80,7 Mio. €). Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern von −0,5 Mio. € (Vorjahr: −0,3 Mio. €), währungsbedingten Effekten von 2,8 Mio. € (Vorjahr: −8,4 Mio. €) sowie der im nicht fortgeführten Bereich ausgewiesenen erfolgswirksamen Ausbuchung latenter Steuern aufgrund der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts von −4,3 Mio. € (Vorjahr: inkl. COMPO 4,3 Mio. €) ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von −32,6 Mio. €. Im Vorjahr war ferner die erfolgsneutrale Einbuchung latenter Steuern in Höhe von −84,1 Mio. € aus der Erstkonsolidierung von POTASH ONE zu berücksichtigen, sodass sich ein latenter Steuerertrag in Höhe von −5,3 Mio. € ergab. Temporäre Unterschiede in Höhe von 249,5 Mio. € (Vorjahr: 282,6 Mio. €) stehen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, auf die wegen IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet werden. (16) VORRÄTEscroll
Vorräte in Höhe von 43,2 Mio. € (Vorjahr: 28,2 Mio. €) wurden zum Nettoveräußerungswert angesetzt. In der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) vorgenommen. (17) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Für den Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wurden zum 31. Dezember 2012 Wertberichtigungen in Höhe von 14,8 Mio. € (Vorjahr: 27,1 Mio. €) ausgewiesen. 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) resultieren aus Wertberichtigungen auf übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Wertminderungen beruhen auf Erwartungen für das Ausfallrisiko. Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten aufweisen, werden sie basierend auf den Geldmarktsätzen zum Bilanzstichtag abgezinst. Zum 31. Dezember 2012 wurden Abzinsungen für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) vorgenommen. Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Positionen „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen“ sowie „Übrige Forderungen und nicht derivative finanzielle Vermögenswerte“ enthaltenen Ausfallrisiken. scroll
Unter dem Ausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Konzernweit sind 86 % aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem eventuellen Forderungsausfall nur ein geringer Teilverlust entsteht. Kunden, für die eine Sicherung nicht zu erreichen ist, unterliegen einer internen Bonitätsprüfung. Wesentliche Risikokonzentrationen bei den Forderungen bestehen nicht. Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell und die Fakturendaten werden online auf die Debitorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt. Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2012 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen 102,9 Mio. € (Vorjahr: 183,1 Mio. €). Die aus der Bilanzierung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(18) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEDas Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z. B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht wird. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate. Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Hierzu sind aktuell keine Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich, da die zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten einen festen Zinssatz aufweisen. Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar sowie in geringerem Umfang gegenüber dem kanadischen Dollar, dem britischen Pfund sowie dem chilenischen Peso. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen und auf erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze und Investitionen abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen bis zu drei Jahre betragen. Ziel ist eine „worst-case“-Absicherung, die gleichzeitig eine Wahrnehmung möglicher Chancen aus der Marktentwicklung zulässt. Hierzu werden schwerpunktmäßig einfache Optionen (Plain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung i. d. R. durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient, wie auch der selektive Einsatz von Termingeschäften, u. a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen weniger als ein Jahr. Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte für Translationsrisiken aus geplanten Ergebnissen werden ab 2013 nicht mehr abgeschlossen. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgeschlossen. Für die Absicherung von Frachtraten für die Jahre 2010 bis 2013 wurden selektiv Festgeschäfte (sog. Swaps) abgeschlossen, die einen Differenzausgleich zwischen den vereinbarten Festpreisen und den Marktpreisen bei jeweiliger Fälligkeit vorsehen. Basis hierfür ist der „Baltic Panamax Index“. Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im OTC-Geschäft. Bei Devisentermingeschäften erfolgt aufgrund der Transparenz des Markts, nach Vergleich mit den Interbankenkonditionen über ein Referenzsystem, der Abschluss direkt mit einer Bank. Für den Handel mit Optionen liegt ein derartig transparenter Markt nicht vor. Daher werden bei allen wesentlichen Optionsgeschäften Quotierungen von mehreren Banken eingeholt, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können. Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber. Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
IAS 39 sieht die Möglichkeit vor, Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäften und derivativen Finanzinstrumenten zu bilden. Hierauf wird jedoch grundsätzlich verzichtet (siehe ‚Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 182). Am 31. Dezember 2012 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte: TAB: 5.9.38 DERIVATIVE DEVISENFINANZGESCHÄFTE scroll
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Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen. Unter Annahme einer Änderung der Kassakurse am Bilanzstichtag um +/−10 % hätten sich die vorgenannten Marktwerte wie folgt verändert: TAB: 5.9.39 SENSITIVITÄT DERIVATIVE DEVISENFINANZGESCHÄFTE 2012 scroll
Zum Bilanzstichtag des Vorjahres ergaben sich folgende Werte: TAB: 5.9.40 SENSITIVITÄT DERIVATIVE DEVISENFINANZGESCHÄFTE 2011 scroll
Die zur Absicherung von Frachten eingesetzten Swaps bestanden zum Bilanzstichtag mit einem Nominal von 360 (Vorjahr: 360) Charterdays auf den „Baltic Panamax Index“ und einem beizulegenden Zeitwert von −2,8 Mio. € (Vorjahr: −4,5 Mio. €). Bei einer Kursänderung des Referenzindexes für die Frachtensicherung um +/−10 % hätte sich der Marktwert um 0,1 Mio. € erhöht bzw. verringert (Vorjahr: +/−0,3 Mio. €). Die genannten Marktwertveränderungen hätten zu einer entsprechenden Erhöhung bzw. Verringerung des unbereinigten Konzernergebnisses vor Steuern sowie des Eigenkapitals geführt. (19) EIGENKAPITALDie Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 159 dargestellt. GEZEICHNETES KAPITALDas gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Im Geschäftsjahr 2012 befanden sich durchschnittlich 191,4 Mio. (Vorjahr: 191,33 Mio.) Stückaktien im Umlauf. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse oder eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Im Geschäftsjahr 2012 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. TAB: 5.9.41 GEZEICHNETES KAPITAL scroll
KAPITALRÜCKLAGEDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhaltene Agio. ANDERE RÜCKLAGEN UND BILANZGEWINNUnter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn, die Unterschiede aus der Währungsumrechnung sowie die Neubewertungsrücklage zusammengefasst. Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position „Unterschiede aus Währungsumrechnung“ werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen. BILANZGEWINN EINZELABSCHLUSS K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 1,40 € pro Stückaktie (Vorjahr: 1,30 €), d. h. insgesamt 268,0 Mio. € (Vorjahr: 248,8 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT: TAB: 5.9.42 BILANZGEWINN K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) scroll
(20) ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENTTAB: 5.9.43 KAPITALMANAGEMENT scroll
Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 392,7 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung des Eigenkapitals beruht im Wesentlichen auf dem positiven Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2012 (nach Steuern und Anteilen Dritter) in Höhe von 667,6 Mio. €; dem steht die im Mai 2012 erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 248,8 Mio. € gegenüber. Des Weiteren waren erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals zu berücksichtigen, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen US-Dollar und kanadischer Dollar). Das langfristige Fremdkapital hat sich um 560,7 Mio. € erhöht. Dies ist vor allem auf die Emission einer zweiten Anleihe und die damit verbundene Zunahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Zudem sind die Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Beim kurzfristigen Fremdkapital ist ein Rückgang von 371,3 Mio. € zu verzeichnen, der im Wesentlichen aus einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des NITROGEN-Geschäfts resultiert. (21) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: TAB: 5.9.44 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN scroll
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Rückstellungen für Pensionszusagen für Altersversorgungssysteme im Inland (Vorjahr: 3,5 Mio. €), da diese aufgrund einer bilanziellen Überdeckung als Vermögenswerte ausgewiesen wurden. Die inländischen Pensionszusagen betreffen im Wesentlichen Direktzusagen aus mittlerweile geschlossenen Versorgungssystemen. Der überwiegende Teil der inländischen Verpflichtungen betrifft Pensionäre. Im europäischen Ausland bestanden zum Bilanzstichtag weitere Rückstellungen für Pensionszusagen in Höhe von 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Des Weiteren bestehen Pensionszusagen bzw. pensionsähnliche Leistungszusagen in den USA, Kanada und auf den Bahamas. Die Höhe der Pensionszusagen hängt u. a. vom Einkommen und der Dauer der Beschäftigung ab. Zum 31. Dezember 2012 wurden hierfür Rückstellungen in Höhe von 6,4 Mio. € (Vorjahr: 14,6 Mio. €) gebildet. Die pensionsähnlichen Leistungszusagen umfassen im Wesentlichen Leistungen für Krankheitskosten und Lebensversicherungen. Am 31. Dezember 2012 betrugen die Rückstellungen für diese Zusagen 79,7 Mio. € (Vorjahr: 74,8 Mio. €). Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als versicherungsmathematischer Barwert der erdienten Versorgungsansprüche (Anwartschaftsbarwert) berechnet. Der Großteil der inländischen Versorgungsansprüche ist über externes Planvermögen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) finanziert. Des Weiteren sind die Pensionszusagen in Kanada ebenfalls teilweise mit Planvermögen ausfinanziert. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: TAB: 5.9.45 VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN BEWERTUNG VERSORGUNGSZUSAGEN scroll
Für die Ermittlung des Pensionsaufwands für das Jahr 2012 wurden die folgenden – zum Ende des Geschäftsjahres 2011 festgelegten – versicherungsmathematischen Annahmen verwendet: TAB: 5.9.46 VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGEN scroll
Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende – im Zeitablauf fallende – jährliche Kostensteigerungen unterstellt:
Die erwartete Rendite des Planvermögens basiert auf den erwarteten langfristigen Erträgen aus den zu Beginn des Geschäftsjahres im Planvermögen enthaltenen Wertpapieren unter Berücksichtigung etwaiger Neudotierungen bzw. Rückerstattungen. Hierbei werden u. a. die Allokation des Planvermögens auf die einzelnen Asset-Klassen, die Zins- und Dividendenerwartungen sowie die aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2012 ergibt sich folgende Aufteilung des Planvermögens: TAB: 5.9.47 AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH VERMÖGENSKATEGORIEN scroll
Die Position „Flüssige Mittel und Sonstiges“ umfasst neben Bankguthaben u. a. verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nur erfasst, sofern sie den 10 %-Korridor übersteigen (Maximum aus 10 % des Verpflichtungsumfangs und 10 % des Planvermögens). Der übersteigende Betrag wird in den Folgejahren ergebniswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Aktiven verteilt. Die nachfolgenden Tabellen 5.9.48 und 5.9.49 zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens. TAB: 5.9.48 ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT scroll
Die versicherungsmathematischen Verluste der Berichtsperiode in Höhe von 71,3 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung des Rechnungszinses. TAB: 5.9.49 ENTWICKLUNG PLANVERMÖGEN scroll
Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 41,3 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren und um die noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste zu korrigieren. TAB: 5.9.50 ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONEN scroll
Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen: TAB: 5.9.51 PENSIONSAUFWAND AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSZUSAGEN scroll
Der Dienstzeitaufwand (einschließlich dem nachzuverrechnenden) wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
Der Zinsaufwand, die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sowie die Tilgung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Zinsergebnis erfasst. Rückstellungsauflösungen aus Plananpassungen/Planabgeltungen werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Der Pensionsaufwand des Vorjahres wurde aufgrund des Abgangs des NITROGEN-Geschäfts entsprechend den Vorgaben des IFRS 5 um den auf diese Gesellschaften entfallenden Betrag korrigiert. Im Zeitablauf ergibt sich folgende Entwicklung der Pensionsverpflichtungen und des Planvermögens: TAB: 5.9.52 ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT UND PLANVERMÖGEN scroll
Eine Veränderung des angenommenen Kostentrends der pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen würde zu folgenden Effekten führen: TAB: 5.9.53 SENSITIVITÄT GESUNDHEITSFÜRSORGLICHE LEISTUNGSZUSAGEN scroll
Im Geschäftsjahr 2013 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 21,4 Mio. € zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen in das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind. Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer. Im Rahmen der inzwischen geschlossenen zusätzlichen Versorgung über die BASF Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. In 2011 wurden die ordentlichen Mitgliedschaften der K+S-Mitarbeiter durch die BASF Pensionskasse gekündigt, sodass zum 31. Dezember 2012 nur noch außerordentliche Mitgliedschaften für die betroffenen Mitarbeiter bestehen, welche als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt werden. Darüber hinaus werden laufende Pensionskassen-Rentenzahlungen an (ehemalige) K+S-Mitarbeiter durch die BASF Pensionskasse geleistet. Die Versorgung über die BASF Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i. S. v. IAS 19.29 zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen über Planvermögen und Verpflichtungen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.30 als beitragsorientiert behandelt. Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand (Vorjahreszahlen korrigiert um die auf das NITROGEN-Geschäft entfallenden Beträge): TAB: 5.9.54 AUFWAND ALTERSVERSORGUNG scroll
Zudem wurden Beiträge in Höhe von 85,0 Mio. € (Vorjahr: 81,7 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet. (22) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.55 RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN scroll
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Diese überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfordern die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene mögliche Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Mögliche Verpflichtungen daraus sind durch Rückstellungen gedeckt. / EINE SENSITIVITÄTSANALYSE FÜR DEN DISKONTIERUNGSSATZ BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGEN finden Sie im Lagebericht auf Seite 101. Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadenersatzleistungen. Bergbaubedingte Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellungen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei wird eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5% zugrunde gelegt. Der Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern beträgt 4,3% (Vorjahr: 4,7%). Als Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in Nordamerika wird ein Zinssatz von 4,9% (USA, Vorjahr: 5,1%) bzw. 4,5% (Kanada, Vorjahr: 5,3%) verwendet. Aus der Anpassung der Abzinsungsfaktoren im Geschäftsjahr 2012 resultierte eine Erhöhung der bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 50,2 Mio. €. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Die Verpflichtungen reichen teilweise weit über das Jahr 2050 hinaus. Die Zuführung zu den bergbaulichen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von 155,1 Mio. € (Vorjahr: 67,9 Mio. €) beruht neben der Zinssatzanpassung im Wesentlichen auf der jährlichen Aufzinsung der Rückstellungen, der Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie der Neubewertung von bestehenden Rückstellungen. Mit der Inanspruchnahme von bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 11,1 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) wurde der Verpflichtung zur Verwahrung von Altstandorten Rechnung getragen. Weiterhin handelt es sich auch um Aufwendungen im Zusammenhang mit Bergschädenwagnissen. Die Rückstellungsauflösungen in Höhe von 17,8 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus einer Verringerung einzelner Verpflichtungen. (23) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.56 LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN scroll
Die Bilanzierung der Rückstellung des kennzahlenbasierten „Long Term Incentive“-Programms erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Ermittlung wird ein Rechnungszins von 0,7% (Vorjahr: 2,7%) zugrunde gelegt. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM „LONG TERM INCENTIVE“-PROGRAMM finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 44. Die Rückstellungen für Altersteilzeit berücksichtigen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitverträgen. Bei der Bewertung werden sowohl Erfüllungsrückstände (Differenz zwischen dem Wert der vollen Arbeitsleistung und des Altersteilzeitentgelts zuzüglich der anfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung) als auch Aufstockungsbeträge zum Altersteilzeitentgelt und zu den Beiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung erfasst. Der Ansatz erfolgt zum Barwert mittels eines Rechnungszinses von 0,7% (Vorjahr: 2,7%) bei einer erwarteten jährlichen Einkommenssteigerung von 1,8% (Vorjahr: 1,8%). Die zum Bilanzstichtag bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 41,3 Mio. € (Vorjahr: 53,0 Mio. €) wurden mit Planvermögen in Höhe von 27,3 Mio. € (Vorjahr: 31,9 Mio. €) saldiert. Das Planvermögen besteht in Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA) und dient der Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen fälligen Leistungen an die Arbeitnehmer. Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurden ein Rechnungszins von 3,5% (Vorjahr: 4,9%) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8% (Vorjahr: 1,8%) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für das Aktienoptionsprogramm betreffen in bar abzugeltende virtuelle Aktienoptionen. Zum 31. Dezember 2012 betrug der Bestand der virtuellen Aktienoptionen: TAB: 5.9.57 BESTAND VIRTUELLER AKTIENOPTIONEN 31.12.2012 scroll
Der beizulegende Zeitwert der ausübbaren Optionen betrug zum 31. Dezember 2012 0,0 Mio. €, da die relevante Performance der K+S-Aktie zum 31. Dezember 2012 deutlich negativ war. Somit kann nicht mehr damit gerechnet werden, dass die Aktienoptionen bis zum Ende des letzten Ausübungsfensters noch einen positiven Wert erreichen. (24) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGENDie Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten. (25) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENDie folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme: TAB: 5.9.58 LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2012 scroll
TAB: 5.9.59 LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2011 scroll
Die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betreffen im Wesentlichen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Sie resultieren aus der im September 2009 mit einem Volumen von 750,0 Mio. € begebenen Anleihe, die mit einem festen Zinssatz von 5,0% und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet ist, und der im Juni 2012 mit einem Volumen von 500,0 Mio. €, einer Laufzeit von zehn Jahren und einem festen Zinssatz von 3,0% begebenen Anleihe. / WEITERE INFORMATION ZU DER ANLEIHE finden Sie im Kapitel ‚K+S am Kapitalmarkt' des Lageberichts. Zudem besteht eine in 2009 im Rahmen der Akquisition von MORTON SALT übernommene USD-Anleihe mit einem Restbestand von 22,6 Mio. US-Dollar und einer Fälligkeit in 2020. Daraus resultierende Zins- und Tilgungsbeiträge sind durch ROHM & HAAS zu leisten und vertraglich durch eine Bankgarantie gedeckt. Die aus dieser vertraglichen Konstruktion resultierenden Erstattungsansprüche für Zins- und Tilgungsbeträge werden unter der Position „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ im lang- bzw. kurzfristigen Bereich ausgewiesen. / WEITERE INFORMATION ZU LIQUIDITÄTSRISIKEN finden Sie im Risikobericht auf Seite 130. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Neben einer bis Juli 2015 laufenden Konsortialkreditlinie über 800 Mio. € bestehen derzeit nicht in Anspruch genommene bilaterale Kreditlinien. Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzinstrumente. Die Tabelle basiert auf undiskontierten Nettozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die netto ausgeglichen werden, und undiskontierten Bruttozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden. TAB: 5.9.60 LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE 2012 scroll
TAB: 5.9.61 LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE 2011 scroll
(26) WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDie Tabelle 5.9.62 stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar. TAB: 5.9.62 WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN scroll
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39, stellen sich wie folgt dar: TAB: 5.9.63 BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 7 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Zum 31. Dezember 2012 sind zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 28,7 Mio. € (Vorjahr: 15,1 Mio. €) und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr: 36,1 Mio. €) der Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufen 1 und 3 der Fair Value-Hierarchie liegen nicht vor. Für die zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumente ist eine verlässliche Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht möglich. Hierbei handelt es sich um Anteile an (nicht konsolidierten) Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und Beteiligungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Buchwerte am Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und nicht derivativen Vermögenswerten sowie Flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten. Bei Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht derivativen und anderen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für langfristige Finanzverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme bzw. aus Marktpreisen ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechende Fristigkeit, verwendet. Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die folgende Tabelle stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar: TAB: 5.9.64 NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN scroll
Das Nettoergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Gewinne oder Verluste aus Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente sowie Zinserträge und -aufwendungen dieser Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten der Währungsumrechnung. Für die der Kategorie der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente zugeordneten Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen wurde zum 31. Dezember 2012 ein Betrag von 3,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar: TAB: 5.9.65 ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN scroll
Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und den Marktwert des Finanzinstruments haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß IFRS 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde: Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr. Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist. Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag keine Zinsderivate, die potenziell in eine Sensitivitätsanalyse einzubeziehen wären. Demnach hätte eine Erhöhung des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt eine Verbesserung des Zinsergebnisses um 4,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) zur Folge. Eine Verringerung des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt hätte zu einer Verschlechterung des Zinsergebnisses um 3,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) geführt. Zum Zweck der Anlage liquider Mittel bestehen Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen, die zum 31. Dezember 2012 einen beizulegenden Zeitwert von 219,4 Mio. € besitzen und als zur Veräußerung verfügbar eingestuft sind. Eine Erhöhung (Verringerung) des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt hätte einen Rückgang (Anstieg) des Marktwerts um 1,7 Mio. € zur Folge. Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10 % stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine ergebniswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten um +/−29,7 Mio. € (Vorjahr: +/−28,6 Mio. €) ergeben. Es bestehen auch Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten – i. d. R. Banken – gestellt werden. Hierbei handelt es sich um sog. Tri-party Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen und über eine Clearingstelle abgewickelt werden. Diese Clearingstelle übernimmt dabei die Aufgabe der Ein- und Auslieferung der Sicherheiten auf das dortige K+S-Depot sowie die Marktbewertung der jeweils vereinbarten Sicherheiten auf täglicher Basis. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlageklassen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden; d. h. bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert, und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt. Daneben bestehen auch Festgeldanlagen über Pensionsgeschäfte, bei denen CO2-Zertifikate (EUA-Zertifikate) von uns als Sicherheit gehalten werden. Diese CO2-Zertifikate können grundsätzlich ohne Einschränkung anderweitig verfügt werden. Zum 31. Dezember 2012 beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Zertifikate 55,7 Mio. €. (27) EVENTUALSCHULDENIn der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Risiken, die zum Ausweis von Eventualschulden führen würden. (28) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENTAB: 5.9.66 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN scroll
Operating-Leasingverträge bestehen beispielsweise für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung und für Fahrzeuge. Diese Vermögenswerte sind aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operating-Leasing belief sich im Jahr 2012 auf 38,4 Mio. € (Vorjahr: 44,6 Mio. €). Die zum 31. Dezember 2012 bestehenden Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Segmentberichterstattung ist auf Seite 166 dargestellt. (29) SEGMENTABGRENZUNGDie Segmentabgrenzung erfolgt produktorientiert. Dies entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur der K+S GRUPPE. Im Segment Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktion und Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Das Segment Stickstoffdüngemittel bestand aus den Aktivitäten der K+S NITROGEN. Am 8. Mai 2012 wurde der Verkauf des NITROGEN -Geschäfts an Eurochem bekanntgegeben, am 2. Juli 2012 wurde die Veräußerung erfolgreich abgeschlossen. Detaillierte Angaben zur Veräußerung finden Sie auf Seite 168. Die NITROGEN-Aktivitäten werden seitdem gemäß IFRS als „nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit“ ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen in der Segmentberichterstattung wurden entsprechend angepasst. Das Segment Salz umfasst die Produktion und die Vermarktung von Speisesalz, Gewerbeund Industriesalzen, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole. Im Segment Ergänzende Aktivitäten sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung bzw. Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH und deren Tochtergesellschaften verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GmbH handelt mit verschiedenen Basischemikalien. Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein. (30) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTVERMÖGEN UND –SCHULDENVermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer Nutzung bzw. Entstehung den Segmenten zugeordnet. Bei Nutzung durch bzw. Entstehung in mehreren Segmenten erfolgt eine Zuordnung auf Basis sachgerechter Schlüssel. Finanzanlagen (außer Beteiligungen) sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten werden den Segmenten nicht zugeordnet. (31) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTERGEBNISSENDie Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden durch das interne Rechnungswesen anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach dem Gesamtkostenverfahren (interne Berichtsstruktur der K+S GRUPPE) ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet. Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft wird in der K+S GRUPPE das operative Ergebnis EBIT I verwendet. Neben der Nichtberücksichtigung des Zinsergebnisses und des Steueraufwands werden auch die sonstigen Erträge und Aufwendungen des Finanzergebnisses nicht berücksichtigt. Zudem werden Effekte aus Marktwertschwankungen von operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert (siehe ‚Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 182). Die Darstellung der Ergebnisse der Geschäftsbereiche erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre Liefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert. (32) GRUNDSÄTZE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE ZWISCHEN SEGMENTENFür Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden. (33) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABENGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEFür nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen aus dem Jahr 2011 wurden Rückstellungen in Höhe von 26,7 Mio. € (Vorjahr 24,1 Mio. €) aufgelöst. GESCHÄFTSBEREICH SALZIn der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr: 11,7 Mio. €) aufgelöst. Aus dem Abgang von Sachanlagevermögen resultierte im Berichtsjahr ein Verlust in Höhe von 11,5 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) . ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENIm Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Schiffsbeteiligungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €) vorgenommen, die im Beteiligungsergebnis ausgewiesen wurden. (34) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNGSPOSITIONENDie Überleitungen der Segmentzahlen auf die Abschlusszahlen der K+S GRUPPE betreffen Positionen, die den Zentralfunktionen zugerechnet werden, sowie konsolidierungsbedingte Effekte. Die wesentlichen Positionen sind: TAB: 5.9.67 ÜBERLEITUNG SEGMENTZAHLEN scroll
(35) REGIONALE UMSATZVERTEILUNGDie Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt: TAB: 5.9.68 REGIONALE UMSATZVERTEILUNG scroll
Die Zuordnung orientiert sich nach dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10% der Gesamterlöse. (36) REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENSDas langfristige Vermögen der K+S Gruppe umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen: TAB: 5.9.69 REGIONALE VERTEILUNG DES VERMÖGENS scroll
Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. (37) REGIONALE VERTEILUNG DER INVESTITIONENDie Investitionen der K+S GRUPPE in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gliedern sich nach Regionen wie folgt: TAB: 5.9.70 REGIONALE VERTEILUNG DER INVESTITIONEN scroll
Die Zuordnung erfolgt nach dem Standort des betreffenden Vermögens. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 157 dargestellt. / WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG finden Sie im Lagebericht auf Seite 104. (38) EINZAHLUNGEN AUS DEM VERKAUF KONSOLIDIERTER UNTERNEHMENTAB: 5.9.71 EINZAHLUNGEN AUS DEM VERKAUF KONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN scroll
Der in der Kapitalflussrechnung des Vorjahres ausgewiesene Cashflow aus Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von 84,3 Mio. € ergibt sich als Summe der Einzahlungen aus der Veräußerung der COMPO-Gruppe in Höhe von 90,6 Mio. € und den Investitionen des COMPO- bzw. NITROGEN-Geschäfts im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von −6,3 Mio. €. (39) AUSZAHLUNGEN FÜR DEN ERWERB KONSOLIDIERTER UNTERNEHMENTAB: 5.9.72 AUSZAHLUNGEN FÜR DEN ERWERB KONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN scroll
(40) NETTOFINANZMITTELBESTANDTAB: 5.9.73 NETTOFINANZMITTELBESTAND scroll
Die flüssigen Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Diese Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen Festgeldanlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen. Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position „Übrige Forderungen und Vermögenswerte“ ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position „Sonstige Verbindlichkeiten“. SONSTIGE ANGABENHONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFERTAB: 5.9.74 HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER scroll
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HANDTAB: 5.9.75 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND scroll
Die erfassten Investitionszulagen/-zuschüsse betreffen Beträge im Fördergebiet der Bundesrepublik Deutschland, den USA und Kanada. Investitionszulagen und -zuschüsse werden von den Buchwerten der betreffenden Vermögenswerte abgesetzt. Bei den erfolgsbezogenen Zuwendungen handelt es sich um Leistungen der Bundesagentur für Arbeit nach dem Altersteilzeitgesetz. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENNeben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahestehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 212 entnommen werden. Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen. TAB: 5.9.76 TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN scroll
Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Gesellschaften an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Sprengstofflieferungen einer inländischen Tochtergesellschaft sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden. Am 31. Dezember 2012 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen: TAB: 5.9.77 SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN scroll
Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Ausfallversicherungen für Forderungen gegen Tochtergesellschaften existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Transaktionen der K+S GRUPPE mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen. Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Vergütungsbericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen fanden nicht statt. GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSTAB: 5.9.78 GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS scroll
Die Gesamtbezüge des Vorstands im Berichtsjahr entfielen auf sechs Vorstandsmitglieder, davon waren drei Vorstandsmitglieder zwölf Monate im Amt. Die restlichen Vorstandsmitglieder waren jeweils neun, sieben und drei Monate im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 erfolgt im Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Berichts auf Seite 47; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTMERITUS TRUST COMPANY LIMITED, Bermuda, hält über die EUROCHEM GROUP SE und ihr zuzurechnende Tochterunternehmen knapp 10 % der Aktien. MERITUS hält treuhänderisch Industriebeteiligungen von Andrey Melnichenko. BLACKROCK INC., New York (USA), teilte uns am 11. Mai 2012 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5% überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 5,08 % beträgt. Der Anteilsbesitz von PRUDENTIAL PLC. beträgt 3% und wird über M&G INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED, London (UK) gehalten. Die Mitteilung von PRUDENTIAL PLC. erfolgte am 8. Februar 2012. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ ist für 2012/2013 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden sowie im Finanzbericht 2012 auf Seite 33 veröffentlicht . ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS §313 HGBTAB: 5.9.79 ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS §313 HGB scroll
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Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift
nach §264b HGB. / WEITERE ANGABEN ZUM ANTEILSBESITZ finden Sie im Anhang zum Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSEine Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 40; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss. MITGLIEDER DES VORSTANDSEine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 39; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.
Kassel, 27. Februar 2013 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND WEITERE INFORMATIONENINFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTENDieser Abschnitt enthält eine Übersicht der Rohstofflagerstätten, -reserven und -ressourcen der K+S GRUPPE, unterteilt in den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie den Geschäftsbereich Salz. Die genutzten Lagerstätten befinden sich in unserem Eigentum oder wir verfügen über entsprechende Aufsuchungs- und Gewinnungsrechte bzw. Bewilligungen, die den Abbau bzw. die Solung der angegebenen Rohstoffvorräte rechtlich absichern. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE RESERVENDie angegebenen gewinnbaren Vorräte (Reserven) wurden zuletzt zum 31. Dezember 2012 ermittelt und sind mit den internationalen Bezeichnungen „proven“ und „probable reserves“ vergleichbar. Die nachstehende Tabelle zeigt die Reserven an Kaliumchlorid (KCI) und Magnesiumsulfat/Kieserit (MgSO4xH2O), die Förderung des Jahres 2012 sowie die theoretische Lebensdauer der einzelnen Bergwerke in Deutschland; es werden gerundete Zahlen ausgewiesen. Auf Basis dieser Daten ergibt sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte rechnerisch eine theoretische Lebensdauer der Bergwerke von durchschnittlich rund 36 Jahren. Eine zukünftig abweichende tatsächliche Förderung würde zu einer veränderten theoretischen Lebensdauer führen. TAB: 6.0.1 RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE scroll
TAB: 6.0.1 RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE scroll
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Kaliumoxid (K2O) ist eine übliche,
chemische Umrechnungsgröße für Kaliumverbindungen, 100% Kaliumchlorid
(KCl) entsprechen 63,17 % K2O. RESSOURCENFür den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bestehen zusätzlich Ressourcen. Hierunter werden mögliche Vorräte (Kategorie C2) und Vorräte, für die eine wirtschaftliche Gewinnung noch nicht nachgewiesen ist (Außerbilanzvorräte), erfasst. Beide sind nach internationalem Standard mit sogenannten „mineral resources“ in etwa vergleichbar. Es handelt sich um bisher nicht genutzte Kaliflöze oder um Berechtigungsfelder, in denen Ressourcen aufgrund geophysikalischer Erkundungen bzw. Tagesbohrungen sowie durch geologische Analogieschlüsse ausgewiesen werden können. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verfügt in Deutschland über rund 1.350 Mio. t Rohsalz als gewinnbare Ressourcen; auch diese Angabe berücksichtigt bereits Abbau- und Vertaubungsverluste. Hieraus könnte sich eine Lebensdauerverlängerung einzelner Werke ergeben. K+S POTASH CANADAK+S besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan und verfügt im Konzessionsgebiet KLSA 009 mit seinem Legacy Projekt über ein weit entwickeltes Greenfield-Projekt, in dem auf Basis einer vorliegenden Machbarkeitsstudie Kaliumchlorid über Solungsbergbau gewonnen werden kann. Die Reserven und Ressourcen sind in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt angegeben, wobei bereits die entsprechenden Abzüge für Verluste bei der Gewinnung und der Aufbereitung berücksichtigt sind. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Reserven ergibt sich bei einer jährlichen Produktion von 2,86 Mio. t rechnerisch eine theoretische Lebensdauer von rund 56 Jahren. TAB: 6.0.2 RESERVEN UND RESSOURCEN K+S POTASH CANADA 1 scroll
Neben dem Konzessionsgebiet KLSA 009 verfügt K+S POTASH CANADA über sechs weitere Kali-Explorationslizenzen im südlichen Saskatchewan. Aufgrund der limitierten Verfügbarkeit geologischer Daten zu diesen Vorkommen können diese noch nicht als Rerserven oder Ressourcen klassifiziert werden. Da sie aber in der Nähe bekannter und wirtschaftlich bewerteter Kalivorkommen liegen, dürften sie bedeutende Potenziale für die Zukunft bieten. GESCHÄFTSBEREICH SALZRESERVENDie angegebenen gewinnbaren Vorräte (Reserven) wurden zuletzt zum 31. Dezember 2012 ermittelt und sind mit den internationalen Bezeichnungen „proven“ und „probable reserves“ vergleichbar. Die nachstehende Tabelle zeigt die Rerserven, die durchschnittliche Förderung der Bergwerke, Tagebaue und Solfelder im Zeitraum 2003 bis 2012 sowie die theoretische Lebensdauer der einzelnen Standorte; es werden gerundete Zahlen ausgewiesen. Auf Basis dieser Daten ergibt sich rechnerisch eine theoretische Lebensdauer der Standorte von durchschnittlich rund 50 Jahren (ohne Solarsalzgewinnung). Eine zukünftig abweichende tatsächliche Förderung würde zu einer veränderten theoretischen Lebensdauer führen. TAB: 6.0.3 RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH SALZ scroll
RESSOURCENFür den Geschäftsbereich Salz bestehen zusätzlich Ressourcen. Hierunter werden mögliche Vorräte (Kategorie C2) und Vorräte, für die eine wirtschaftliche Gewinnung noch nicht nachgewiesen ist (Außerbilanzvorräte), erfasst. Beide sind nach internationalem Standard mit sogenannten „mineral resources“ in etwa vergleichbar. Es handelt sich um Berechtigungsfelder, in denen Ressourcen aufgrund geophysikalischer Erkundungen bzw. Tagesbohrungen sowie durch geologische Analogieschlüsse ausgewiesen werden können. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen teilweise an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder wir verfügen über eine Bewilligung zur Gewinnung. Für den Geschäftsbereich Salz können als gewinnbare Ressourcen rund 1.300 Mio. t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. Hieraus könnte sich eine Lebensdauerverlängerung einzelner Werke ergeben. DEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLENscroll
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Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen
aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften; beim bereinigten
Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte
eliminiert. GLOSSARscroll
FINANZKALENDERTAB: 6.0.4 TERMINE scroll
KONTAKTK+S Aktiengesellschaft Bertha-von-Suttner-Str. 7 34131 Kassel Tel.: 0561/9301-0 Fax: 0561/9301-1753 Internet: www.k-plus-s.com Investor Relations Tel.: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com Kommunikation Tel.: 0561/9301-1722 Fax: 0561/9301-1666 E-Mail: pr@k-plus-s.com
Dieser Bericht wurde am 14. Marz 2013 veroffentlicht IMPRESSUMRedaktion/Text K+S-Investor Relations Konzeption und Gestaltung HEISTERS & PARTNER, Corporate & Brand Communication, Mainz Fotografie Oscar van de Beek, Robert Brembeck X-Floc GmbH (Seite 7, links) Lithografie Recom GmbH & Co. KG, Stuttgart Gold GmbH, München Druck Eberl Print GmbH, Immenstadt Mit dem FSC®-Warenzeichen werden Holzprodukte ausgezeichnet, die aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen, unabhängig zertifiziert nach den strengen Richtlinien des Forest Stewardship Council®. K+S AKTIENGESELLSCHAFT POSTFACH 10 20 29 34111 KASSEL WWW.K-PLUS-S.COM |
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