K+S Aktiengesellschaft

Kassel

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

GESCHÄFTSBERICHT 2015

ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2015

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Im Finanzbericht 2014 Q1/15 H1/15 Q3/15 Ist 2015
K+S Gruppe            
Umsatz Mrd. € moderater Anstieg moderater Anstieg 4,35 - 4,55 4,30 - 4,50 4,18
EBITDA1 Mrd. € deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg 1,06 - 1,14 1,06 - 1,11 1,06
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € deutlicher Anstieg deutlicher Anstieg 780 - 860 780 - 830 782
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Ausblick 2016
K+S Gruppe  
Umsatz moderater Rückgang
EBITDA1 deutlicher Rückgang
Operatives Ergebnis (EBIT I) deutlicher Rückgang

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

RÜCKBLICK 2015

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Februar 2015 Juni 2015 August 2015 September 2015 Oktober 2015 November 2015
Optimierung der weltweiten IT-Infrastruktur der K+S Gruppe durch Partnerschaft mit Atos Baubeginn der neuen Hafenanlage in Vancouver zum Umschlag und zur Lagerung der Kaliprodukte vom neuen K+S-Standort Legacy K+S und Koch Fertilizer unterzeichnen exklusiven Rahmenvertrag über die Lieferung und Vermarktung von Kalidüngemitteln vom Legacy-Standort Feierliche Eröffnung des neuen Analytik- und Forschungszentrums (AFZ) der K+S Gruppe in Unterbreizbach PotashCorp nimmt Übernahmevorschlag zurück Vorstellung der Management-Agenda von K+S auf dem Capital Markets Day im Erlebnisbergwerk Merkers
  Veröffentlichung des Vorschlags zur Übernahme aller K+S-Aktien durch die kanadische PotashCorp   K+S tritt dem Global Compact der Vereinten Nationen bei    

ZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE1

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2015 2014 2013 2012 2011
Gewinn- und Verlustrechnung            
Umsatz Mio. € 4.175,5 3.821,7 3.950,4 3.935,3 3.996,8
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 2.091,3 1.884,0 2.037,6 2.290,6 2.133,6
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 1.925,2 1.778,5 1.751,4 1.484,8 1.710,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)2 Mio. € 1.057,5 895,5 907,2 1.033,3 1.146,0
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte2 Mio. € 689,2 618,5 667,5 867,2 833,8
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 381,0 276,0 235,9 179,5 337,9
EBITDA-Marge % 25,3 23,4 23,0 26,3 28,7
Abschreibungen3 Mio. € 275,9 254,3 251,3 229,2 239,8
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € 781,6 641,3 655,9 804,1 906,2
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 546,1 488,8 552,5 770,9 739,5
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 266,3 172,9 117,8 61,6 211,4
EBIT I-Marge % 18,7 16,8 16,6 20,4 22,7
- Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte % 26,1 25,9 27,1 33,7 34,7
- Geschäftsbereich Salz % 13,8 9,7 6,7 4,1 12,4
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt4 Mio. € 542,3 366,6 437,1 538,1 625,6
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt4 2,83 1,92 2,28 2,81 3,27
Cashflow            
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 669,4 719,1 755,7 607,2 633,4
Investitionen3 Mio. € 1.278,8 1.153,2 742,5 465,5 293,1
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € -635,9 -306,3 48,7 199,1 216,6
Bilanz            
Bilanzsumme Mio. € 8.273,6 7.855,2 7.498,2 6.596,6 6.056,9
Eigenkapital Mio. € 4.295,6 3.974,5 3.396,6 3.393,9 3.084,6
Eigenkapitalquote % 51,9 50,6 45,3 51,4 50,9
Nettoverschuldung per 31.12. Mio. € 2.399,8 1.626,2 1.037,0 827,3 610,8
Nettoverschuldung/EBITDA x-fach 2,3 1,8 1,1 0,8 0,5
Working Capital Mio. € 945,9 768,1 844,9 1.025,7 840,9
Return on Capital Employed (ROCE) % 12,5 12,7 15,2 19,9 25,2
Mitarbeiter            
Mitarbeiter per 31.12.6 Anzahl 14.383 14.295 14.421 14.362 14.338
Mitarbeiter im Durchschnitt6 Anzahl 14.276 14.295 14.348 14.336 14.155
Buchwert je Aktie 22,44 20,77 17,75 17,73 15,86
Dividende je Aktie7 1,15 0,90 0,25 1,40 1,30
Dividendenrendite1 % 4,9 3,9 1,1 4,0 3,7
Schlusskurs per 31.12.8 XETRA, € 23,62 22,92 22,38 35,00 34,92
Marktkapitalisierung Mrd. € 4,5 4,4 4,3 6,7 6,7
Unternehmenswert (EV) per 31.12. Mrd. € 6,9 6,1 5,3 7,5 7,3
Durchschnittliche Anzahl Aktien9 Mio. 191,40 191,40 191,40 191,40 191,33
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2010 2009 2008 2007 2006
Gewinn- und Verlustrechnung            
Umsatz Mio. € 4.632,7 3.573,8 4.794,4 3.344,1 2.957,7
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 1.867,0 1.421,7 2.397,4 1.407,9 1.238,9
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 1.728,8 1.014,6 618,6 545,1 485,8
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)2 Mio. € 953,0 411,8 1.484,4 413,9 401,1
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte2 Mio. € 567,1 317,2 1.286,3 255,1 235,7
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 369,7 200,3 77,6 76,5 92,0
EBITDA-Marge % 20,6 11,5 31,0 12,4 13,6
Abschreibungen3 Mio. € 238,5 173,8 141,7 128,2 123,1
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio. € 714,5 238,0 1.342,7 285,7 278,0
- davon Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Mio. € 475,9 231,7 1.203,2 177,9 158,6
- davon Geschäftsbereich Salz Mio. € 238,1 140,4 45,2 47,8 67,6
EBIT I-Marge % 15,4 6,7 28,0 8,5 9,4
- Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte % 25,5 16,3 50,2 12,6 12,8
- Geschäftsbereich Salz % 13,8 13,8 7,3 8,8 13,9
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt4 Mio. € 453,8 93,6 979,3 175,3 176,2 5
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt4 2,37 0,56 5,94 1,06 1,07 5
Cashflow            
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. € 826,4 534,8 802,7 -108,3 202,4
Investitionen3 Mio. € 188,6 177,6 197,5 171,6 130,5
Bereinigter Freier Cashflow Mio. € 667,3 -811,1 605,5 -258,5 -272,4
Bilanz            
Bilanzsumme Mio. € 5.573,7 5.217,1 3.473,8 2.964,8 2.830,9
Eigenkapital Mio. € 2.651,6 2.094,6 1.718,3 931,8 1.124,3
Eigenkapitalquote % 47,6 40,1 49,5 31,4 39,7
Nettoverschuldung per 31.12. Mio. € 732,5 1.351,3 570,0 1.085,1 718,3
Nettoverschuldung/EBITDA x-fach 0,8 3,3 0,4 2,6 1,8
Working Capital Mio. € 959,4 970,5 962,3 570,6 603,1
Return on Capital Employed (ROCE) % 22,0 9,3 64,0 15,5 17,4
Mitarbeiter            
Mitarbeiter per 31.12.6 Anzahl 14.186 15.208 12.368 12.033 11.873
Mitarbeiter im Durchschnitt6 Anzahl 14.091 13.044 12.214 11.959 11.392
Buchwert je Aktie 13,85 10,94 10,41 5,65 6,81
Dividende je Aktie7 1,00 0,20 2,40 0,50 0,50
Dividendenrendite1 % 1,8 0,5 6,0 1,2 2,4
Schlusskurs per 31.12.8 XETRA, € 56,36 39,99 39,97 40,69 20,55
Marktkapitalisierung Mrd. € 10,8 7,7 6,6 6,7 3,4
Unternehmenswert (EV) per 31.12. Mrd. € 11,5 9,0 7,2 7,8 4,1
Durchschnittliche Anzahl Aktien9 Mio. 191,34 166,15 164,95 164,94 164,96

Fußnoten zur Zehnjahresübersicht

1 Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Bis zum Jahr 2009 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des COMPO-Geschäfts und bis zum Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten. Die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung, Nettoverschuldung/EBITDA und Buchwert je Aktie beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten des COMPO-Geschäfts und im Jahr 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts.
2 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
3 Investitionen in bzw. ergebniswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
4 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154). Zudem werden die auf die Bereinigung entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2015: 28,7% (2014: 28,6%).
5 Ohne einmaligen latenten Steuerertrag von 41,9 Mio. € bzw. 0,25 € je Aktie.
6 FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.
7 Im Jahr 2015 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag; Dividendenrendite bezogen auf Jahresschlusskurs.
8 Der Kurs der K+S-Aktie handelt seit der Kapitalerhöhung im Dezember 2009 ex Bezugsrecht. Historische Werte wurden nicht angepasst.
9 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien.

Für den Geschäftsbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

BEREICHE IM ÜBERBLICK1

GESCHÄFTSBEREICH KAU- UND MAGNESIUMPRODUKTE

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2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
Umsatz 2.091,3 1.884,0 2.037,6 2.290,6 2.133,6
EBITDA2 689,2 618,5 667,5 867,2 833,8
EBIT I 546,1 488,8 552,5 770,9 739,5
Investitionen 1.145,0 1.040,4 606,5 332,9 162,1
Mitarbeiter (Anzahl) 8.404 8.299 8.367 8.310 8.188

In sechs Bergwerken werden Kali- und Magnesiumrohsalze gewonnen. Hieraus stellen wir eine Vielzahl von Pflanzennährstoffen her; außerdem verarbeiten wir unsere Rohstoffe zu Produkten für industrielle Anwendungen, zu hochreinen Kalium- und Magnesiumsalzen für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie zu Bestandteilen von Futtermitteln. Aktuell tätigen wir Investitionen zur Entwicklung des Legacy Projekts - einem Greenfield Projekt in Saskatchewan, Kanada. Die Inbetriebnahme ist für Sommer 2016 erwartet.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

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2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
Umsatz 157,7 158,3 159,4 153,7 150,4
EBITDA 35,0 34,3 31,7 28,3 29,0
EBIT I 26,4 24,2 24,7 21,1 17,9
Investitionen 6,5 5,1 3,4 6,3 4,3
Mitarbeiter (Anzahl) 281 289 293 293 290

Unter dem Begriff "Ergänzende Aktivitäten" sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® und THOMAS® weitere für die K+S Gruppe wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg verfügt die K+S Gruppe über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

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2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
Umsatz 1.925,2 1.778,5 1.751,4 1.484,8 1.710,1
EBITDA 381,0 276,0 235,9 179,5 337,9
EBIT I 266,3 172,9 117,8 61,6 211,4
Investitionen 118,1 87,5 107,4 111,3 112,3
Mitarbeiter (Anzahl) 5.054 5.075 5.091 5.092 5.230

Salzprodukte von höchster Reinheit und Qualität werden als Speise-, Gewerbe- und Industriesalze sowie als Auftausalz im Winterdienst für die Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt. Produziert wird in Deutschland und in anderen europäischen Ländern sowie in Nord- und Südamerika.

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
2 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

VORWORT

KASSEL, 26. FEBRUAR 2016

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren

wir haben eine klare Vision: Wir wollen Quelle für Wachstum und Leben durch Nährstoffe und Mineralien sein. Tagtäglich fördern und veredeln unsere mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rohstoffe. Mit unseren Produkten und Leistungen tragen wir dazu bei, die Ernährung, die Gesundheit und die Lebensqualität zu verbessern. Unsere Wertschöpfungstiefe ist außergewöhnlich. Der Rohstoff- und rohstoffnahe Bereich wird daher auch künftig die Basis unseres Wachstums sein.

MIT LEGACY IN EINE NEUE DIMENSION

In diesem Jahr stehen wir gemeinsam vor einem der wichtigsten Ereignisse unserer Unternehmensgeschichte - der Inbetriebnahme unseres neuen Kali-Bergwerks "Legacy" in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Zur Stärkung unserer Rohstoff- und Produktionsbasis wurde fünfmal so viel Stahl wie für den Eiffelturm in fünf Jahren Bauzeit verarbeitet und mehr als 4 Mrd. kanadische Dollar investiert. Mit Legacy stoßen wir in eine neue Dimension vor: Wir werden Zugang zu hochwertigen Ressourcen für Generationen haben und unsere durchschnittlichen Produktionskosten deutlich verringern können. K+S wird der einzige Kalianbieter weltweit mit Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten sein und wir können uns Märkte erschließen, in denen wir heute noch nicht angemessen präsent sind. Wir werden schon bald die Früchte unserer Saat in den Händen halten. Kali ist und bleibt ein elementarer Nährstoff für das Wachstum jeder Pflanze und für die Ernährung der Welt.

WOHLSTAND IST KEIN "SELBSTLÄUFER"

Als Rohstoff förderndes Unternehmen wissen wir, dass langfristiger unternehmerischer Erfolg nicht allein auf der Einhaltung von Recht und Gesetz gründet, sondern auch die Akzeptanz der Menschen benötigt. Gleichzeitig brauchen wir aber auch einen neuen gesellschaftlichen Konsens zugunsten von industrieller Wertschöpfung in dem Wissen und der Überzeugung, dass diese die Basis unseres Wohlstands ist. Man spürt förmlich, wie viele in unserer Gesellschaft hinsichtlich unserer industriellen und technologischen Entwicklung mehr und mehr Grenzen setzen, oftmals beeinflusst von der Furcht, als Umweltverächter zu gelten. Was wir aber mehr denn je brauchen, ist eine angemessene Balance von Ökologie und Ökonomie!

Im Sommer 2015 haben wir unser neues Analytik- und Forschungszentrum in Betrieb genommen. Wir schaffen damit Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region und können unter realen Bedingungen an der Optimierung unserer Produktionsprozesse arbeiten. Dies tun wir insbesondere, um die bei der Kaliproduktion unvermeidbar anfallenden Reststoffe weiter zu minimieren, was uns auch wirtschaftlich hilft. Und es stimmt ja: Industrie ist manchmal laut, mitunter stinkt sie auch oder belastet die Umwelt anderweitig. Aber: Wie auch unser neues Analytik- und Forschungszentrum zeigt, arbeiten wir sehr intensiv daran, die Eingriffe in die Natur und die Belastungen für die Menschen so gering wie möglich zu halten, sie - wo möglich - auszugleichen und Lösungen für deren Vermeidung und Minderung zu entwickeln. Das entspricht unserem Verständnis von Nachhaltigkeit.

Wie ernst wir die Verbindung ökonomischer, ökologischer und sozialer Belange nehmen, zeigt sich daran, dass wir über das Jahr 2015 erstmals in einem integrierten Geschäftsbericht Rechenschaft ablegen und mit dem Beitritt zum Global Compact im September 2015 unsere Unterstützung der "Zehn Prinzipien" in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung unterstreichen.

GESCHÄFTSJAHR 2015: EINE ORDENTLICHE BILANZ

Sämtliche Rohstoffmärkte litten in 2015 unter teilweise deutlichen Preisrückgängen, die vor allem durch zunehmende Schwierigkeiten in Volkswirtschaften bedeutender Schwellenländer ausgelöst wurden. Davon konnten sich auch die Kalimärkte nicht abkoppeln, auch wenn die Notierungen vergleichsweise weniger stark gefallen sind. Im Inland haben wir wichtige Genehmigungen zum Umgang mit den im Kalibergbau stets anfallenden Reststoffen nicht zeitgerecht und nicht im operativ ausreichenden Umfang erhalten. Zu allem Überfluss begann der Winter sowohl in Europa als auch in Nordamerika erst nach der Jahresfrist. An Herausforderungen hat es auch im Jahr 2015 also nicht gefehlt.

K+S hat sich im vergangenen Jahr dennoch achtbar geschlagen. Trotz des zunehmenden Preisdrucks auf den Rohstoffmärkten und globaler Konjunktursorgen haben wir im Vergleich zum Vorjahr gemäß unserer Prognose nicht nur den Umsatz auf 4.175,5 Mio. € (2014: 3.821,7 Mio. €) deutlich gesteigert, sondern mit 781,6 Mio. € auch das EBIT I (2014: 641,3 Mio. €). Dies ist allem voran der engagierten Arbeit unserer mehr als 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit zu verdanken.

Beachtenswert ist die langfristige Entwicklung von K+S: Seit Beginn des neuen Jahrtausends konnten wir den Umsatz vervierfachen, das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte sogar um den Faktor fünf zu. Welche Wachstumsperspektiven im Unternehmen stecken, hat offenbar auch der kanadische Konkurrent PotashCorp erkannt und uns im Frühsommer 2015 unaufgefordert einen Vorschlag zur Übernahme aller K+S-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie unterbreitet. Nach sorgfältiger Prüfung kamen Vorstand und Aufsichtsrat der K+S Aktiengesellschaft zu dem Ergebnis, dass die vorgeschlagene Transaktion nicht den fundamentalen Wert von K+S reflektierte und nicht im Interesse des Unternehmens lag. Wir sehen in der K+S als eigenständiges Unternehmen allein mit dem, was wir bisher auf den Weg gebracht haben, langfristig weitaus mehr Potenzial.

WACHSTUMSORIENTIERUNG

Wir werden als Rohstoffunternehmen in Zukunft nur dann nachhaltig erfolgreich sein, wenn wir den Blick nicht auf kurzfristige Renditen richten, sondern langfristige Lösungen liefern, die wirtschaftlich sinnvoll sind.

Unsere Aufgabe muss es sein, K+S so aufzustellen, dass wir auch in den kommenden Jahren auf die sich stets ändernden Anforderungen gut vorbereitet sind. Dies heißt vor allem an den Parametern zu arbeiten, auf die wir direkten Einfluss nehmen können. Das sind unsere Prozesse, Strukturen und unsere Kosten. Im Rahmen des Programms "Fit für die Zukunft" haben wir im Jahr 2015 unsere IT schlanker aufgestellt, eine zentrale Produktionssteuerung für die deutschen Standorte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingeführt und unsere Effizienz gruppenweit signifikant gesteigert. In 2016 stehen weitere Maßnahmen auf unserer Liste. Für deren Umsetzung haben wir eine schlagkräftige Mannschaft. Wir haben ein Ziel: Nachhaltig wirkende Verbesserungen und Einsparungen über den Tag hinaus - gemeinsam werden wir dieses Ziel erreichen!

Kosten sparen allein wird allerdings nicht reichen. Wir müssen flexibler werden und uns über unsere Spezialitäten und vielfältigen Produktangebote noch klarer vom Wettbewerb abgrenzen. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte geschieht dies durch die Stärkung unserer Kali-Spezialitäten, zum Beispiel durch Produktneuerungen im Bereich der Fertigation, also der Flüssigdüngung. Der Geschäftsbereich Salz hat im Jahr 2015 trotz der außergewöhnlich warmen Witterung zum Jahresende sein bislang bestes Ergebnis erwirtschaftet - darauf ruhen wir uns aber nicht aus! Auch hier arbeiten wir entlang unserer Strategie "Salz 2020" kontinuierlich an der Verbesserung der Profitabilität und wollen unabhängiger vom Wintergeschäft werden. Schon jetzt erwirtschaften wir fast 60% der Umsätze mit Speisesalzen und Produkten für industrielle Anwendungen, zum Beispiel für die Herstellung von Medikamenten, Kunststoffen oder Glas. Und wir wollen unsere globale Präsenz weiter stärken; großes Potenzial sehen wir im asiatischen Markt.

EBITDA-ZIEL 2020

Das Legacy Projekt, "Salz 2020" und "Fit für die Zukunft" sind Eckpfeiler des Wachstums der K+S GRUPPE. Sie werden dazu beitragen, dass wir unsere Verschuldung in einem recht kurzen Zeitraum deutlich senken können. Natürlich ist unser Gruppenziel, in 2020 ein EBITDA von rund 1,6 Mrd. € zu erreichen, in einem Umfeld sinkender Rohstoffpreise und hoher Produktverfügbarkeit ambitioniert - gleichwohl werden wir weiter darauf hinarbeiten.

Auch in Zukunft wollen wir Ihnen eine starke K+S präsentieren!

Mit freundlichem Glückauf

NORBERT STEINE

VORSITZENDER DES VORSTANDS

DER VORSTAND

NORBERT STEINER

VORSITZENDER DES VORSTANDS, JURIST

wurde 1954 in Siegen geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und seinem Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Karlsruhe nahm er 1983 seine Berufstätigkeit in der Steuerabteilung der BASF AG auf, deren Unterabteilung Zölle und Verbrauchsteuern er ab 1988 leitete. Im Jahr 1993 übernahm er die Leitung des Bereichs Recht, Steuern und Versicherungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Im Mai 2000 wurde Norbert Steiner zunächst Mitglied des Vorstands, im Januar 2006 stellvertretender Vorsitzender und im Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Corporate Communications, Corporate Development, Corporate Executive HR, Governance/Risk/Compliance/Corporate Secretary, Internal Auditing sowie Investor Relations.

DR. BURKHARD LOHR

DIPLOM-KAUFMANN

wurde 1963 in Essen geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln trat er 1991 in die MANNESMANN AG ein. Ab 1993 war er in verschiedenen Funktionen für die HOCHTIEF AG, Essen, tätig, u. a. als Mitglied der Geschäftsleitung der Niederlassung München und als CFO der HOCHTIEF CONSTRUCTION AG, Essen. Im Jahr 2001 promovierte Burkhard Lohr zum Dr. rer. pol. an der Technischen Universität Braunschweig. Seit 2006 verantwortete er als CFO der HOCHTIEF AG die Bereiche Finanzen, Investor Relations, Rechnungswesen, Controlling und Steuern. 2008 übernahm er zusätzlich die Funktion des Arbeitsdirektors. Seit 1. Juni 2012 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortlich für die Bereiche Corporate Controlling, Corporate Finance and Accounting, Corporate Procurement, Corporate Tax, Technical Center (Environment, Geology, Mining, Research and Development, Technics/Energy) und alle unmittelbaren Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind.

DR. ANDREAS RADMACHER1

DIPLOM-INGENIEUR

wurde 1965 in Dortmund geboren. Nach seinem Bergbau-Studium in Clausthal-Zellerfeld und Aachen wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der DMT GMBH in Essen; parallel promovierte er zum Dr.-Ing. Im Jahr 1995 trat er in die STEAG AG ein, wo er nach einer Station auf einem Kraftwerksstandort in der Essener Unternehmenszentrale tätig war. Anschließend kam er zum US-Konzern Enron, für den er ab 1998 in verschiedenen Funktionen in London, Oslo und Frankfurt am Main arbeitete. Im Jahr 2002 wechselte er zu RWE und wurde Mitglied des Vorstands der RWE TRANSGAS A.S. in Prag. 2003 wurde er in den Vorstand der RWE ENERGY AG berufen, bevor er im Jahr 2009 Vorstandsvorsitzender (CEO) der RWE TURKEY HOLDING A.S. in Istanbul wurde. Seit September 2013 war Dr. Andreas Radmacher Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortete den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling.

1 Das bis 31. August dieses Jahres laufende Mandat von Dr. Radmacher wurde nicht verlängert. Er hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen. Norbert Steiner wird vorübergehend die Aufgaben von Dr. Radmacher mit übernehmen.

MARK ROBERTS

BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING)

wurde 1963 in New Jersey, USA, geboren. Sein beruflicher Werdegang begann als Marketing Manager bei der VICTAULIC CORPORATION of America. Im Jahre 1988 wurde er als Vertriebsmitarbeiter und Kundenbetreuer Inland für die ASHLAND CHEMICAL COMPANY tätig. Seit 1992 arbeitete er als Vertriebsleiter bei der POTASH IMPORT & CHEMICAL CORPORATION (PICC), der amerikanischen Vertriebsgesellschaft von K+S KALI, und wurde anschließend ihr Vice President. 2004 wurde er President von PICC, und seit April 2008 war er CEO der INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO) in Clarks Summit, Pennsylvania, USA. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 wurde Mark Roberts zum CEO von MORTON SALT in Chicago, Illinois, USA, ernannt. Seit 1. Oktober 2012 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortlich für den Geschäftsbereich Salz und Tierhygieneprodukte.

DR. THOMAS NÖCKER

ARBEITSDIREKTOR, JURIST

wurde 1958 in Neukirchen-Vluyn geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und anschließender Promotion in Münster absolvierte er seine Referendarzeit u. a. in Düsseldorf und Montreal, Kanada. 1991 nahm er seine berufliche Tätigkeit bei der RAG AG auf, für die er in verschiedenen Funktionen tätig war.

Im Anschluss daran wurde er 1998 zum Mitglied des Vorstands der RAG SAARBERG AG berufen und war dort für die Bereiche Personal, Recht sowie IT-Management/Organisation zuständig. Seit August 2003 ist Dr. Thomas Nöcker Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Er ist Arbeitsdirektor und verantwortlich für die Bereiche Corporate HR, Corporate IT, Business Center (Communication Services, Financial Accounting, HR Services, Insurances, IT Services, Legal, Logistics Europe, Procurement/Materials Management Europe, Project Management, Real Estate & Facility Management) sowie die K+S TRANSPORT GMBH.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2015.

Schwerpunkte unserer Sitzungen und Beratungen waren u. a.:

die Geschäftslage der K+S GRUPPE,

die K+S-Gruppenstrategie,

der unaufgeforderte Vorschlag der POTASH CORPORATION OF SASKATCHEWAN INC. (POTASHCORP) zur Übernahme aller Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (unter Hinzuziehung von externen Rechts- und Unternehmensberatern),

die Entsorgung salzhaltiger Abwässer,

der Fortgang des Legacy Projekts,

die Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie

die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen/-en für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate.

BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDS

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten; in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns - u. a. in Telefonkonferenzen - regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte (hier vor allem des Legacy Projekts und des Maßnahmenprogramms zum Gewässerschutz), die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei stets gewissenhaft beachtet. Auch über die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem unter dem Vorbehalt einer Due-Diligence-Prüfung abgegebenen Vorschlag der POTASHCORP zur Übernahme aller K+S-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie sowie den Vorschlag des Vorstands zum Umgang damit wurden wir zeitnah und umfassend informiert, sodass wir die Gesamtumstände zusammen mit externen Rechts- und Unternehmensberatern sorgfältig prüfen und abwägen konnten. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben jeweils in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten.

Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder an den acht Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 97 %. Fünf Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an einer Sitzung konnten zwei Aufsichtsratsmitglieder nicht teilnehmen und bei zwei Sitzungen fehlte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied entschuldigt; somit nahm auch im Jahr 2015 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Bei den drei Sitzungen des Prüfungsausschusses waren jeweils fünf der sechs Mitglieder anwesend. Während der Nominierungsausschuss in vollständiger Besetzung tagte, konnte ein Aufsichtsratsmitglied bei einer der Sitzungen des Personalausschusses nicht zugegen sein.

BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im August das bis zum 31. Juli 2016 befristete Vorstandsmandat von Dr. Thomas Nöcker bis zum 31. August 2018 verlängert.

Im Aufsichtsrat gab es folgende Änderungen: Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Bernd Malmström und Dr. Rudolf Müller haben mit Beendigung der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 ihr Amt niedergelegt. Der Aufsichtsrat ist beiden ausgeschiedenen Mitgliedern des Gremiums für ihre langjährige und engagierte Arbeit zu großem Dank verpflichtet. Die Hauptversammlung ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt, Philip Freiherr von dem Bussche und Dr. Andreas Kreimeyer für die Zeit ab Beendigung der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt, in den Aufsichtsrat zu wählen. Die Hauptversammlung ist ebenfalls dem Vorschlag gefolgt, George Cardona, dessen Mandat zum Ende der Hauptversammlung am 12. Mai 2015 ausgelaufen wäre, bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt, erneut in das Gremium zu wählen. Dr. Rainer Gerling hat aufgrund seiner Berufung in die Geschäftsführung der K+S KALI GMBH sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Gerling für seine langjährige, stets konstruktive Mitarbeit und wünscht ihm für seine neue Position alles Gute. An seiner Stelle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2016 Gerd Kübler, Leiter Produktion und Technik unter Tage im Kaliwerk Neuhof-Ellers, als Vertreter der leitenden Angestellten gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2015 fanden vier ordentliche und vier außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt.

Eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung wurde am 27. Januar 2015 abgehalten. Schwerpunkt der Sitzung war der mögliche Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Land Hessen im Rahmen des Langfristkonzepts für die Entsorgung salzhaltiger Abwässer der Standorte Werra und Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH.

In der ordentlichen Sitzung am 11. März 2015 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, des Weiteren die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2015 verabschiedet.

In der ordentlichen Sitzung am 11. und 12. Mai 2015 informierte der Vorstand detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage und das Ergebnis im ersten Quartal und berichtete über den jeweils aktuellen Stand der verschiedenen Genehmigungsverfahren zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer und des geplanten öffentlich-rechtlichen Vertrages mit dem Land Hessen. Außerdem wählte der Aufsichtsrat Philip Freiherr von dem Bussche und Dr. Andreas Kreimeyer nach dem Ausscheiden von Dr. Malmström und Dr. Müller in den Nominierungsausschuss.

In den außerordentlichen Sitzungen am 20. Juni und 2. Juli 2015 wurde der unter dem Vorbehalt einer Due-Diligence-Prüfung abgegebene Vorschlag der POTASHCORP zur Übernahme aller K+S-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie eingehend erörtert. Am 20. Juni 2015 richtete der Aufsichtsrat einen mit fünf Aufsichtsratsmitgliedern besetzten Ad-hoc-Ausschuss zur effizienten Entscheidungsvorbereitung ein. Am 2. Juli 2015 beschloss der Aufsichtsrat nach eigener sorgfältiger Prüfung und Abwägung der Gesamtumstände einstimmig, dem Vorschlag des Vorstands zu folgen, POTASHCORP mitzuteilen, dass ein mögliches öffentliches Übernahmeangebot an die K+S-Aktionäre zu den zu diesem Zeitpunkt in Aussicht gestellten Konditionen nicht unterstützt werde. Der Aufsichtsrat schloss sich der Beurteilung des Vorstands an, dass:

der von POTASHCORP in Aussicht gestellte Angebotspreis von 41 € pro Aktie den fundamentalen Wert von K+S nicht angemessen reflektiere,

auf Basis der Kenntnis der Absichten und Interessen von POTASHCORP zum Zeitpunkt der Sitzung die vorgeschlagene Transaktion nicht im Interesse von K+S sei und ferner weder die Interessen der für K+S weltweit arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch die der Regionen, in denen das Unternehmen verantwortungsvoll tätig ist, berücksichtige.

Auch in der vom 25. bis 27. August 2015 abgehaltenen ordentlichen Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat zusammen mit externen Rechts- und Unternehmensberatern mit dem unveränderten Vorschlag der POTASHCORP und hielt an den Ergebnissen der bisherigen Analyse fest. Des Weiteren wurden die notwendigen Beschlüsse zur Umsetzung der neuen Regelungen des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen gefasst. Einen weiteren Schwerpunkt bildete der Bericht des Vorstands und die eingehende Diskussion über die strategische Ausrichtung der K+S GRUPPE. Außerdem berichtete der Vorstand über den aktuellen Stand des Entwurfs eines gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie aufzustellenden Bewirtschaftungsplans für Werra und Weser und der verschiedenen Genehmigungsverfahren zur Entsorgung salzhaltiger Abwässer.

/ DIE FESTGELEGTEN ZIELGRÖSSEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IM VORSTAND SOWIE IN DEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

In der außerordentlichen Sitzung am 15. Oktober 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit Optionen für die strategische Weiterentwicklung der K+S GRUPPE. Außerdem berichtete der Vorstand über die Rücknahme des Vorschlags von POTASHCORP zur Übernahme der K+S-Aktien, die Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft Meiningen im September sowie zum Thema Salzabwasserentsorgung.

In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 25. November 2015 berichtete der Vorstand zunächst ausführlich über die Lage in Bezug auf die Entsorgung salzhaltiger Abwässer, insbesondere die fortdauernde Prüfung des Antrags der K+S KALI GMBH, über den 30. November 2015 hinaus im Werk Werra anfallende Salzabwässer in den Untergrund versenken zu dürfen, und die innerhalb der Genehmigungsbehörde diskutierte Möglichkeit einer begrenzten Genehmigung für einen Übergangszeitraum. Schließlich erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den einzelnen Geschäftsbereichen und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2015. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Legacy Projekt und ließ sich hierzu von dem Projektleiter Dr. Ulrich Lamp ausführlich über dessen Stand sowie die weitere Entwicklung berichten. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2016, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Ferner wurde die gemeinsame Entsprechenserklärung 2015/2016 von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen.

/ DIE ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2015/2016: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

AUSSCHUSSSITZUNGEN

Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss drei weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung finden sich auf der Seite 56 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik ,Corporate Governance'.

Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2015 dreimal zu Sitzungen zusammen. Der Ausschuss prüfte am 27. Februar 2015 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2014 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2014, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE & TOUCHE GMBH zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Am 27. August 2015 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das Interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE, insbesondere das System zur internen Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Vorstandsvorsitzenden über den Status der Compliance-Organisation sowie das Compliance-Programm der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2015. In der Sitzung am 25. November 2015 berichtete der Vorstand über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden. Weiterhin nahm der Ausschuss den Bericht des Revisionsleiters über die Arbeit der Internen Revision in der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis.

Per Telefonkonferenzen wurden am 4. Mai, am 10. August sowie am 6. November 2015 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsfinanzberichte erörtert.

Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2015 dreimal zusammen. Er beschäftigte sich dabei insbesondere mit der Struktur und der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Er befasste sich des Weiteren mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zum oberen Führungskreis und der Gesamtbelegschaft, dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sowie mit der Anpassung der Vorstandsvergütung und der Pensionsobergrenzen ab 2016. Ferner wurde die Verlängerung des Mandats von Herrn Dr. Nöcker vorbereitet. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2015 sowie die Struktur des Vergütungssystems, die sich seit der Billigung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 nicht wesentlich verändert hat, finden Sie auf den Seiten 121 - 127.

Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2015 einmal zusammen; Gegenstand der Beratung war hauptsächlich die langfristige Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats.

Der Vermittlungsausschuss wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2015

Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE & TOUCHE GMBH, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 26. Februar 2016 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 9. März 2016 umfassend behandelt. In den Sitzungen wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2015; der Jahresabschluss 2015 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schloss sich auch dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 51) an. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.

 

KASSEL, 9. MÄRZ 2016

FÜR DEN AUFSICHTSRAT

DR. RALF BETHKE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS

K+S AM KAPITALMARKT

KAPITALMARKTKENNZAHLEN TAB: 0.0.1

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2015 2014 2013 2012 2011
Schlusskurs am 31.12. XETRA, € 23,62 22,92 22,38 35,00 34,92
Höchstkurs XETRA, € 38,81 26,60 37,53 40,86 58,60
Tiefstkurs XETRA, € 22,40 19,44 15,92 30,40 33,35
Durchschnittliche Anzahl Aktien1 Mio. 191,40 191,40 191,40 191,40 191,33
Marktkapitalisierung am 31.12. Mrd. € 4,5 4,4 4,3 6,7 6,7
Durchschnittliches Handelsvolumen pro Tag Mio. Stück 2,21 1,92 2,75 1,27 1,42
Unternehmenswert (EV) am 31.12. Mrd. € 6,9 6,1 5,3 7,5 7,3
Unternehmenswert zu Umsatz (EV/Umsatz) x-fach 1,7 1,6 1,4 1,9 1,8
Unternehmenswert zu EBITDA (EV/EBITDA) x-fach 6,5 6,8 5,9 8,3 6,4
Unternehmenswert zu EBIT I (EV/EBIT I) x-fach 8,8 9,5 8,1 11,5 8,0
Buchwert je Aktie €/Aktie 22,44 20,77 17,75 17,73 16,12
Ergebnis je Aktie, bereinigt2,3 €/Aktie 2,83 1,92 2,28 3,33 3,04
Dividende je Aktie4 €/Aktie 1,15 0,90 0,25 1,40 1,30
Ausschüttungssumme4 Mio. € 220,1 172,3 47,9 268,0 268,0
Ausschüttungsquote4,5 % 40,6 47,0 10,9 42,0 42,8
Dividendenrendite (Schlusskurs)4 % 4,9 3,9 1,1 4,0 3,7

1 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert (siehe auch .Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154). Zudem werden die auf die Bereinigung entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2015: 28,7% (2014: 28,6%).
3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
4 Im Jahr 2015 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.
5 Bezogen auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern.

K+S-AKTIE

Aktienart: nennwertlose Stückaktien

Gesamtzahl Aktien: 191.400.000 Stück

WKN/ISIN: KSAG88/DE000KSAG888

Marktsegment: Prime Standard

Prime Branche: Chemie

Industriegruppe: Chemicals, Commodities

Notierung: alle Börsenplätze in Deutschland

Ticker-Symbol Bloomberg: SDF GY

Ticker-Symbol Reuters: SDFG

ADR CUSIP: 48265W108

K+S-ANLEIHE (DEZEMBER 2018)

WKN/ISIN: A1Y CR4/XS0997941199

Börsenzulassung/-notierung: Börse Luxemburg

Emissionsvolumen: 500 Mio. €

Stückelung: 1.000 €

Ausgabekurs: 99,777%

Zinskupon: 3,125%

Fälligkeit: 6. Dezember 2018

Anleiherating: S&P: BBB

K+S-ANLEIHE (DEZEMBER 2021)

WKN/ISIN: A1Y CR5/XS0997941355

Börsenzulassung/-notierung:

Börse Luxemburg

Emissionsvolumen: 500 Mio. €

Stückelung: 1.000 €

Ausgabekurs: 99,539%

Zinskupon: 4,125%

Fälligkeit: 6. Dezember 2021

Anleiherating: S&P: BBB

K+S-ANLEIHE (JUNI 2022)

WKN/ISIN: A1P GZ8/DE000A1PGZ82

Börsenzulassung/-notierung: Börse Luxemburg

Emissionsvolumen: 500 Mio. €

Stückelung: 100.000 €

Ausgabekurs: 99,422%

Zinskupon: 3,000%

Fälligkeit: 20. Juni 2022

Anleiherating: S&P: BBB; Moody's: Ba1

UNTERNEHMENSRATING

S&P: BBB (Ausblick: negativ)

DIE AKTIE

HOHE LIQUIDITÄT TREIBT KURSE

Das anhaltend niedrige Zinsniveau beeinflusste vor allem die Aktienkurse an den Börsen der Industriestaaten positiv. Schwache Konjunkturdaten der Schwellenländer, mitunter starke Kursrückgänge an den asiatischen Börsen und der starke Ölpreisverfall führten zu einer hohen Volatilität der Notierungen.

Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete im Jahr 2015 insgesamt einen Kursanstieg von 9,6% und erreichte am Jahresende 10.743 Punkte. Der europäische Aktienindex DJ STOXX EUROPE 600 stieg um 6,8% auf 366 Punkte, während der globale Index MSCI WORLD um 2,7% auf 1.663 Punkte zurückging. / ABB: 0.0.1, 0.0.2

ÜBERNAHMEVORSCHLAG FÜHRT ZWISCHENZEITLICH ZU STARKEN KURSSCHWANKUNGEN DER K+S-AKTIE

Zu Beginn des Börsenjahres 2015 profitierte die K+S-Aktie insbesondere von einer überdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz in Nordamerika und einem stärkeren US-Dollar. Am 25. Juni machte K+S die Tatsache eines unaufgeforderten Vorschlags von POTASHCORP zur Übernahme aller Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu einem Preis von 41 € pro Aktie öffentlich. Dies führte in der Folge zu einem deutlichen Kursanstieg auf rund 39 €. In den darauffolgenden Wochen belasteten rückläufige Preise für Kaliumchlorid in Übersee die Kursentwicklung; das Ausbleiben eines öffentlichen Angebots zur Übernahme der K+S-Aktien durch POTASHCORP sorgte zudem für zunehmende Volatilität und Druck auf den Aktienkurs. Anfang Oktober zog POTASHCORP den Übernahmevorschlag zurück. Der Kurs sank auf 23,36 €. Danach tendierte der Kurs der K+S-Aktie seitwärts und schloss am Jahresende mit 23,62 € um 0,71 € (+3,1%) höher als am Jahresende 2014.

/ AKTUELLER AKTIENKURS SOWIE WEITERE INFORMATIONEN ZUR AKTIE: www.k-plus-s.com/de/ks-aktie

WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU DAX, DJ STOXX 600 UND MSCI WORLD ABB: 0.0.1

Quelle: Bloomberg

KURSVERLAUF DER K+S-AKTIE/MONATLICHE HÖCHST- UND TIEFSTKURSE ABB: 0.0.2

Quelle: Bloomberg

K+S-AKTIE ENTWICKELT SICH DEUTLICH BESSER ALS NORDAMERIKANISCHE WETTBEWERBER

Wir verfolgen die Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern.

Hierzu gehören vor allem die nordamerikanischen Düngemittelproduzenten POTASHCORP und MOSAIC, der russische Kaliproduzent URALKALI sowie die überwiegend Salz produzierende COMPASS MINERALS aus den USA.

/ ABB: 0.0.3

Neben der K+S-Aktie legte auch der Aktienkurs des Wettbewerbers URALKALI zu, und zwar um rund 10 %. Vor allem die rückläufigen Preise für Kaliumchlorid in den Überseeregionen belasteten die Kursentwicklung von POTASHCORP (-52%) und MOSAIC (-40%) stärker als K+S. Auch der Kurs von COMPASS MINERALS sank um 13 %. Am 22. Dezember 2015 wurde die Börsennotierung von URALKALI an der Londoner Börse (LSE) eingestellt, nachdem das Unternehmen zuvor einen Großteil der Aktien im Streubesitz zurückgekauft hatte. Das Unternehmen notiert weiterhin an der Börse in Moskau.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Bis Ende Februar wurde uns kein Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt. Nach der Streubesitzdefinition der DEUTSCHE BÖRSE AG beträgt der Freefloat 100%.

/ ABB: 0.0.4

AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKA

In Nordamerika bieten wir ein AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS (ADR)-Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRS in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRS liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRS werden in Form eines "Level 1" ADR-Programms außerbörslich am OTC (over the counter)-Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet.

WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERN IM JAHR 2015 ABB: 0.0.3

Quelle: Bloomberg

AKTIONÄRSSTRUKTUR ABB: 0.0.4

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in % 2015
1 Institutionelle Investoren 61
  - davon USA 25
  - davon Deutschland 18
  - davon Großbritannien 16
  - davon Schweiz 5
  - davon Frankreich 3
  - davon Sonstige 33
2 Privatinvestoren 39
  Freefloat 100

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie/ADR-Programm sowie auf der Internetseite der Handelsplattform OTCQX www.otcqx.com.

ANLEIHEN UND RATING

DIE K+S-ANLEIHEN

Aufgrund der anhaltend hohen Liquiditätsversorgung durch die EZB und die anderen großen Notenbanken blieben die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität am Kapitalmarkt weiterhin auf hohem Niveau und die Renditen vergleichsweise niedrig. Im zweiten Halbjahr führten Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch die kanadische POTASHCORP zu einer erhöhten Volatilität. / TAB: 0.0.2

RATING

Seit Anfang 2009 unterziehen wir uns einem externen Ratingprozess. Ein Rating beschreibt die Einschätzung der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen. Im August 2015 bestätigte die Ratingagentur STANDARD & POOR'S für unsere Kreditwürdigkeit den "Investment Grade" und beließ das Rating auf "BBB" mit dem Ausblick "negativ".

INVESTOR RELATIONS

RESEARCH-COVERAGE ÜBER K+S

Die sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S GRUPPE blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Dabei reicht das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Im Geschäftsjahr 2015 analysierten uns 31 Bankhäuser regelmäßig.

ANLEIHEKURSE UND RENDITEN TAB: 0.0.2

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31.12.2015
Kurs Rendite
in %
K+S Anleihe (Dezember 2018); Kupon: 3,125% 106,2 1,0
K+S Anleihe (Dezember 2021); Kupon: 4,125% 114,1 1,6
K+S Anleihe (Juni 2022); Kupon: 3,000% 105,8 2,0

Quelle: Bloomberg

Ende Februar 2016 stuften uns laut BLOOMBERG 13 Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", 11 auf "Halten/ Neutral" und 10 Bankhäuser auf "Reduzieren/Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 22 €. Auf unserer Internetseite bieten wir unter der Rubrik ,Investor Relations' eine stets aktuelle Übersicht über die Research-Empfehlungen sowie die Konsensschätzungen zu Umsatz- und Ergebniszahlen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie

K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOT

Dem stetig zunehmenden Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von 52 Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen. So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika, Asien sowie Australien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Im Rahmen des K+S-Kapitalmarkttags in Merkers, Thüringen, und einer dazugehörigen Besichtigung des Kalibergwerks Unterbreizbach stellten wir institutionellen Investoren und Analysten im Dialog mit vier von fünf Vorständen umfangreiche Informationen zur Verfügung. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir durch die Teilnahme an Aktienforen in Deutschland. Neben einem umfangreichen Informationsangebot auf unserer Internetseite nutzen wir auch weitere Online-Medien. Auf YOUTUBE veröffentlichten wir zudem Interviews mit den Vorständen im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung. Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren.

/ INTERVIEWS ÜBER DIE GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE: www.youtube.com/user/kplussag

1 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

1.1 UNTERNEHMENSPROFIL

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, über die die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Beherrschung ausübt. Die Beherrschungsmöglichkeit beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anteilsbesitzliste im Anhang zum Konzernabschluss, Seite 187

Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO) sowie die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada, Brasilien und Chile hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. Die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die K+S ENTSORGUNG GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten.

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2014 wie folgt verändert: Per 1. Januar 2015 wurde die GERMAN BULK CHARTERING GMBH auf die K+S TRANSPORT GMBH verschmolzen. Im Rahmen einer Umstrukturierung der chilenischen Gesellschaften wurde der ausstehende 50%-Anteil der SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A. (kurz SERMAPAT) erworben. Die Anteile der Gesellschaft werden von K+S CHILE S.A. (99,9%) und EMPRESA DE SERVICIOS LTDA. (0,1%) gehalten. Außerdem wurde die TRANSPORTE POR CONTAINERS S.A., Chile, zum 31. Dezember 2015 liquidiert.

ORGANISATIONSSTRUKTUR

HOLDING

Auf Gruppenebene erfolgt die Unternehmenssteuerung und -überwachung durch die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Der Vorstand wird dabei durch Corporate Funktionen, die überwiegend in den Corporate Einheiten der Gesellschaft angesiedelt sind, unterstützt. Gruppenweite Servicefunktionen sind überwiegend im Business Center bzw. Technical Center der Gesellschaft gebündelt.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze und bereitet diese auf. Im Sommer 2016 soll eine neue Kaliproduktion in Saskatchewan, Kanada, in Betrieb genommen werden (Legacy Projekt). K+S bietet seinen Kunden spezielle Pflanzennährstoffe, Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Vorprodukte für die Herstellung von Futtermitteln. Ein weitgespanntes Vertriebsnetz sorgt für den weltweiten Verkauf der Produkte. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist überwiegend in der K+S KALI GMBH, deren Tochtergesellschaften und der K+S POTASH CANADA GENERAL PARTNERSHIP abgebildet. Die ebenfalls dem Geschäftsbereich zugeordnete Einheit Inaktive Werke betreut die Kali- und Steinsalzbergwerke in Deutschland, deren Produktion eingestellt worden ist.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/geschaeft/kali sowie www.kali-gmbh.com, www.k-plus-s.com/de/legacy-project und www.ks-potashcanada.com

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Der Geschäftsbereich Salz gewinnt und vertreibt Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze. Während Gewerbesalze für die Wasseraufbereitung, in der Öl- und Gasförderung, in der Medizin, in Färbereien, in der Lederverarbeitung, zur Fischkonservierung und bei der Herstellung von Tiernahrung eingesetzt werden, finden Industriesalze Anwendung in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von PVC, Kunststoffen und Kunstharzen sowie Glas. Der Geschäftsbereich umfasst die K+S SALT LLC sowie die Regionalorganisationen Europa, Südamerika und Nordamerika. Dort ist der Geschäftsbereich jeweils mit eigenen Vertriebseinheiten und über Plattformgesellschaften der K+S GRUPPE vertreten. Darüber hinaus liefert der Geschäftsbereich Salzprodukte nach Asien und in andere Regionen der Welt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/geschaeft/salz sowie www.esco-salt.com, www.ks-chile.com und www.mortonsalt.com

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

Unter dem Begriff "Ergänzende Aktivitäten" sind neben den Entsorgungsaktivitäten zur untertägigen Beseitigung und Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und dem Salzschlacke- und Baustoffrecycling (Entsorgung und Recycling) sowie der Granulierung von Tierhygieneprodukten weitere kleinere, für die K+S GRUPPE aber attraktive Aktivitäten gebündelt. Die K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg tritt für K+S als eigener Logistikdienstleister auf. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) mit Sitz in Köln handelt mit einer größeren Zahl von Basischemikalien.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/geschaeft/ergaenzend.html sowie www.ks-entsorgung.com,www.kstransport.de und www.cfkgmbh.com

WESENTLICHE STANDORTE

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Standorte der K+S GRUPPE: / ABB: 1.1.1

WESENTLICHE STANDORTE ABB: 1.1.1

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Standort
K+S-Standorte in Kassel, Hessen H
Kaliverbundwerk Werra, Hessen und Thüringen (Heringen/Merkers/Philippsthal/Unterbreizbach) K1 X
Kaliwerk Zielitz, Sachsen-Anhalt K2 X
Kaliwerk Sigmundshall, Niedersachsen K3 X
Kaliwerk Neuhof-Ellers, Hessen K4
Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo, Niedersachsen K5 X
K+S KALI France-Zentrale, Reims, Frankreich K6
K+S KALI Wittenheim, Produktionsstandort, Wittenheim, Frankreich K7
K+S Polska, Vertriebsgesellschaft, Poznan, Polen K8
K+S Italia, Vertriebsgesellschaft, Verona, Italien K9
K+S Potash Canada, Saskatoon/ Legacy Projekt, Saskatchewan, Kanada K10 X
K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais; Vertriebsgesellschaft, São Paulo, Brasilien K11
K+S Asia Pacific, Vertriebsgesellschaft, Singapur, Singapur K12
K+S Fertilizers, Vertriebsgesellschaft, New Delhi, Indien K13
esco-Zentrale in Hannover, Niedersachsen S1 X
Salzbergwerk Borth, Nordrhein-Westfalen S2 X
Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg, Niedersachsen S3 X
Solbetrieb Frisia Zout B.V., Harlingen, Niederlande S4
Salzbergwerk Bernburg, Sachsen-Anhalt S5
esco Benelux, Vertriebsgesellschaft, Diegem, Belgien S6
K+S Czech Republic, Vertriebs- und Produktionsgesellschaft, Prag,Tschechische Republik S7
esco Holding France, Dombasle-sur-Meurthe, Frankreich S8
Saline Cérébos, Produktion und Abpackung von Salzprodukten, Levallois-Perret, Frankreich S9
esco Spain-Zentrale, Barcelona, Spanien S10
Morton Salt-Zentrale, Chicago, Illinois, USA S11
Siedesalzanlage Rittman, Ohio, USA S12
Salzbergwerk Fairport, Ohio, USA S13 X
Salzbergwerk Grand Saline, Texas, USA S14 X
Salzbergwerk Weeks Island, Louisiana, USA S15
Siedesalzanlage Hutchinson, Kansas, USA S16
Siedesalzanlage Silver Springs, Maryland, USA S17
Solarsalzanlage Grantsville, Utah, USA S18
Siedesalzanlage Manistee, Michigan, USA S19
Siedesalz- und Meersalzanlage Newark, New Jersey, USA S20
Verarbeitungsstandort Port Canaveral, Florida, USA S21
Solarsalzanlage Glendale, Kalifornien, USA S22
Meersalzanlage Inagua, Bahamas S23
K+S Windsor Salt-Zentrale, Pointe-Claire, Québec, Kanada S24
Salzbergwerk Mines Seleine, Québec, Kanada S25 X
Salzbergwerk Ojibway, Ontario, Kanada S26
Siedesalzanlage Windsor, Ontario, Kanada S27
Salzbergwerk Pugwash, Nova Scotia, Kanada S28 X
Solbetrieb Lindbergh, Alberta, Kanada S29
Meersalzanlage Salina Diamante Branco, Galinhos, Brasilien S30
Salztagebaubetrieb K+S Chile, Atacama-Wüste/Patillos, Chile S31
K+S Chile-Zentrale, Santiago de Chile, Chile S32
Reederei Empremar, Santiago de Chile, Chile S33
Granulierung von Tierhygieneprodukten, Bad Salzdetfurth, Niedersachsen E1
K+S Transport GmbH, Hamburg E2
MSW-Chemie GmbH, Langelsheim, Niedersachsen E3

WERTSCHÖPFUNG

GESCHÄFTSBEREICH

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

ABB: 1.1.2

Umsatz 2015

2.091 Mio. €

EBIT I 2015

546 Mio. €

Mitarbeiter

8.404

Produktionskapazität

derzeit rund 7 Mio. t

Fünftgrößter Kaliproduzent weltweit

Produktkategorien

Pflanzennährstoffe

Industrieprodukte

Health Care & Nutrition

Anwendungsbereiche

Landwirtschaft

Chemieindustrie

Öl- und Gasexploration

Pharmaindustrie

Kosmetikindustrie

Lebensmittelindustrie

Futtermittelindustrie

Produktion in Europa

Der Geschäftsbereich gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerksstandort zu End- und Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich.

Greenfield Projekt Legacy, Kanada

Entwicklung des Legacy Projekts in Kanada: Langfristig zusätzliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t, Inbetriebnahme des Werks im Sommer 2016.

GESCHÄFTSBEREICH

SALZ

ABB: 1.1.3

Umsatz 2015

1.925 Mio. €

EBIT I 2015

266 Mio. €

Mitarbeiter

5.054

Produktionskapazität

gut 32 Mio. t

Weltweit größter Anbieter von Salzprodukten

Produktkategorien

Speisesalz

Gewerbesalz

Industriesalz

Auftausalz

Anwendungsbereiche

Nahrungsmittelindustrie, Fischindustrie, Textil- und Lederindustrie, Öl- und Gasindustrie, Kunststoffindustrie, Glasindustrie, Pharmaindustrie, Wasserenthärtung und -Desinfektion, Trinkwasseraufbereitung, Futtermittelindustrie, Elektrolyse, Winterdienst

Regionalportfolio

Das ausgewogene Regionalportfolio ermöglicht unter anderem den Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen im Auftausalzgeschäft in Europa und Nordamerika.

Produktion in Europa

Drei Steinsalzbergwerke, zwei Solbetriebe sowie mehrere Siedesalzanlagen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Portugal und Spanien, ein Salzverarbeitungsunternehmen in der Tschechischen Republik.

Produktion in Südamerika

Ein Steinsalz-Tagebau im Salar Grande der chilenischen AtacamaWüste, eine Meersalzanlage im Nordosten von Brasilien.

Produktion in Nordamerika

Sechs Steinsalzbergwerke, neun Siedesalzanlagen, drei Solarproduktionen sowie vier Standorte, an denen Solarsalz weiterverarbeitet wird, in den USA, in Kanada sowie auf den Bahamas.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

ABB: 1.1.4

Umsatz 2015

158 Mio. €

EBIT I 2015

26 Mio. €

Mitarbeiter

281

Entsorgung und Recycling

Entsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken und Recyclingaktivitäten

K+S Transport GmbH

Eigener Logistikdienstleister

Tierhygieneprodukte

Granulierung von CATSAN® und THOMAS®

CFK (Handel)

Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien.

GESCHÄFTSBEREICHE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE SOWIE SALZ

Rohstoffe stehen am Anfang vieler Wertschöpfungsketten: Unsere Pflanzennährstoffprodukte tragen dazu bei, die Ernährung für die wachsende Weltbevölkerung zu sichern. Unsere Pharmasalze sind wichtig für die Gesundheit. Unsere Salze zur Nahrungsergänzung versorgen Menschen und Tiere mit unverzichtbaren Mineralstoffen. Unsere Industrieprodukte leisten auf der ganzen Welt einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit, zum Fortschritt und zum Wohlstand. Unsere Wertschöpfungskette erstreckt sich sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz über die sechs Abschnitte: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/Marketing und Anwendung. / ABB: 1.1.5

EXPLORATION

Die Exploration von Kali- und Steinsalzlagerstätten unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. Die Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalte. Damit liegen umfangreiche Daten zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards vor.

Reserven und Ressourcen

Unsere Kali- und Salzlagerstätten befinden sich entweder in unserem Eigentum oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung der Rohstoffvorräte ermöglichen und absichern.

In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,2 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,2 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Die Angabe der Ressourcen berücksichtigt bereits Abbau- und Vertaubungsverluste. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht.

DIE K+S-WERTSCHÖPfUNGSKETTE

ABB: 1.1.5

Für das kanadische Konzessionsgebiet KLSA 009 in der Provinz Saskatchewan, in dem sich das Legacy Projekt befindet, geben wir die Reserven und Ressourcen in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die entsprechenden Abzüge für Verluste bei der Gewinnung und der Aufbereitung sind dabei berücksichtigt. Die Reserven belaufen sich auf 160 Mio. t, die Ressourcen auf rund 982 Mio. t. Von diesen Ressourcen können gemäß den Anforderungen des kanadischen Standards NI 43-101 insgesamt 88 Mio. t als "indicated" eingestuft werden. Das bedeutet, die zugrunde liegenden Explorationsergebnisse erlauben einen entsprechend hohen Grad an Zuverlässigkeit. Die übrigen 894 Mio. t werden als "inferred" klassifiziert; Informationen zu Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalten basieren auf geologischen Analogieschlüssen und vereinzelten Probebohrungen, sind jedoch noch nicht durch konkrete Explorationsergebnisse verifiziert.

Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über Reserven in Höhe von 1,1 Mrd. t Rohsalz (plus Solarsalzgewinnung mit praktisch unendlich verfügbaren Reserven). Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 1,3 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden.

FÖRDERUNG

Wir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung (Solungsbergbau). Außerdem nutzen wir die Kraft der Sonne und gewinnen Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, in der Regel Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.

Bei der bergmännischen Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu den Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise gewinnt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Deutschland Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO4/Kieserit (MgSO4H2O), der Geschäftsbereich Salz in Deutschland, den USA und Kanada mit demselben Verfahren Steinsalz (NaCl).

In Chile baut der Geschäftsbereich Salz in der Atacama-Wüste in einem großen ehemaligen Salzsee, dem Salar Grande de Tarapaca, Steinsalz im Tagebau ab. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am großen Salzsee in Utah und in Glendale, Arizona, USA, gewinnt er außerdem Meer- bzw. Solarsalz.

Außerdem verfügt der Geschäftsbereich Salz in den Niederlanden und in Deutschland jeweils über einen Solbetrieb zur Gewinnung von Siedesalz sowie weitere Solbetriebe in den USA und Kanada. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wird nach Fertigstellung des neuen Kaliwerks im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan ebenfalls durch Solung (Solution Mining) Kaliumchlorid gewinnen.

EXKURS: RESERVEBERGWERK SIEGFRIED GIESEN

Wir haben die technischen, betriebswirtschaftlichen und marktseitigen Aspekte einer möglichen Wiedereröffnung unseres stillgelegten Reservebergwerks Siegfried-Giesen bis Ende 2012 in einer umfangreichen Machbarkeitsstudie untersucht. Unter den damaligen Rahmenbedingungen wurde das Projekt als grundsätzlich aussichtsreich bewertet. Das anschließende Raumordnungsverfahren wurde Ende 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Antragskonferenz für das Planfeststellungsverfahren fand im Januar 2014, der einwöchige Erörterungstermin Anfang Dezember 2015 statt. Wir stehen im engen Dialog mit der relevanten Öffentlichkeit sowie mit Behörden, Politikern und Medien. Gemeinsam mit politischen Vertretern und einer Bürgerinitiative haben wir zudem die "Arbeitsgruppe Bürgerbeteiligung" gegründet.

Das Planfeststellungsverfahren wird voraussichtlich bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Anschließend werden wir auf Grundlage der dann nochmals zu prüfenden wirtschaftlichen und marktseitigen Rahmenbedingungen entscheiden, ob bzw. wie das Projekt realisiert wird.

/ Weitere Informationen: www.kali-gmbh.com/dede/company/siegfried-giesen

Im Jahr 2015 wurden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 36,8 Mio. t Rohsalz gefördert, die Förderung im Geschäftsbereich Salz betrug 22,7 Mio. t. Insgesamt haben wir im Jahr 2015 59,5 Mio. t Rohstoffe gewonnen (2014: 61 Mio. t).

PRODUKTION

Die Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Die von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, ohne deren natürliche Eigenschaften zu verändern.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte beträgt die jährliche Produktionskapazität derzeit rund 7 Mio. t. Das Legacy Projekt wird nach der geplanten Inbetriebnahme im Sommer dieses Jahres mittelfristig eine zusätzliche jährliche Produktionskapazität von mindestens 2,86 Mio. t erreichen.

Die Kalilagerstätten der K+S KALI GMBH in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (13 bis 27% Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (11 bis 27 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) ein. Die Kaliproduktion ist weltweit unvermeidbar mit der Entstehung von festen und/oder flüssigen Rückständen verbunden. Bei deren Entsorgung verfolgen wir langfristige und möglichst umweltverträgliche Lösungen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Glossar, Seite 195

Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über eine jährliche Produktionskapazität von gut 32 Mio. t Salz. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung aufgemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann.

LOGISTIK

Unser Supply-Chain-Management steuert, kontrolliert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger bestmöglich unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen soweit möglich die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. So hat beispielsweise der Standort Borth seit Beginn des Jahres 2015 ein neues Logistikkonzept umgesetzt. LKWS transportieren die Produkte zu einer Umschlagstelle am Rhein, von wo sie per Binnenschiff zu Kunden in ganz Europa gelangen. Diese logistische Lösung ermöglicht es, die Qualitätsansprüche der Kunden zu erfüllen, und erhöht die eigene Wirtschaftlichkeit. Zudem steht das umweltfreundliche Binnenschiff im Mittelpunkt.

Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung.

Eigene Logistikaktivitäten

Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa. Etwa 3,5 Mio. t werden hier jährlich umgeschlagen. Mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t auf einem Gelände von 10 ha werden dort große Mengen unseres internationalen Geschäfts mit Kali- und Magnesiumprodukten abgewickelt. Darüber hinaus ist die K+S TRANSPORT GMBH auch zuständig für die Organisation der Container-Transporte im Inland mit dem Binnenschiff und dem sogenannten Baltic Train sowie nach Übersee.

K+S CHILE S.A. wickelt über die Reederei EMPRESA MARÍTIMA mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Caletta Patillos in Chile, wo im Jahr 2015 mehr als 7,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden.

Logistikdienstleister

Die langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten.

LEGACY PROJEKT

Beim Legacy Projekt in Kanada haben im Jahr 2015 die Arbeiten für den Eisenbahn-Zubringer an das öffentliche Netz in Saskatchewan begonnen. Unser Partner, die Eisenbahngesellschaft Canadian Pacific railway (CPR), baut 30 km neue Schienen. Weitere 14 km Strecke und sechs km Rangier- und Abstellgleise auf Legacy-Grundeigentum kommen hinzu. Seit Jahrzehnten hat es in dieser Größenordnung in Kanada keine Schienenneubauten mehr gegeben.

Mit dem ersten Spatenstich wurden Anfang Juni 2015 in Port Moody (Vancouver) die Arbeiten für die weltweit modernste Umschlags- und Lageranlage für Kaliprodukte gestartet. Dort werden die mehr als 2,5 km langen Züge mit 18.000 t Ware innerhalb von viereinhalb Stunden vollautomatisch entladen. Die Züge von Legacy werden 177 Waggons umfassen und drei Tage bis zum Hafen unterwegs sein.

Mit Hilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten beziehungsweise zu erhöhen.

VERTRIEB/MARKETING

K+S möchte der bevorzugte Partner ihrer Kunden sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir bieten ein umfassendes Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie, öffentliche Abnehmer und private Verbraucher. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Abnehmern an, verfügen über viele maßgeschneiderte Produkte und sind mit unserem effizienten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit aktiv.

Kundeninteressen

Im Dialog mit unseren Kunden beziehen wir deren Bedürfnisse kontinuierlich mit ein, um das Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen zu stärken und damit dauerhaft zu sichern. Wir führen in regelmäßigen Abständen Kundenbefragungen durch und diskutieren mit unseren Kunden zahlreiche Aspekte unseres Geschäfts. Neben periodischen Kundenzufriedenheitsanalysen liefern uns regelmäßige persönliche Gespräche sowie Rückmeldestatistiken konkrete Ansatzpunkte für mögliche Verbesserungen.

Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung tragen maßgeblich zur Kundenbindung bei. Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir überprüfen unsere Produkte kontinuierlich auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung sicher für Mensch und Natur sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produktdatenblättern zur Verfügung. Art und Umfang dieser Informationen richten sich nach den jeweiligen nationalen bzw. internationalen Rechtsvorschriften sowie - soweit vorhanden - nach den Vorgaben der Zertifizierung. In laufend aktualisierten Sicherheitsdatenblättern beschreiben wir beispielsweise alle für Lagerung, Verwendung und Transport zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen. Da es sich bei einem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der EUROPÄISCHEN CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind entsprechend den Vorschriften registriert.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen - Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

Der Umsatz des Geschäftsbereichs wird überwiegend in Europa erzielt. Hier profitiert er von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. / ABB: 1.1.6

K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten und hatte im Jahr 2015 einen Anteil von rund 9% am Weltkaliabsatz.

Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASHCORP, MOSAIC und AGRIUM. Sie unterhalten mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russische URALKALI und die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM.

Zusätzlich zum Standardprodukt Kaliumchlorid - und im Unterschied zu den wesentlichen Konkurrenten - bietet K+S kalium-, schwefel- und magnesiumhaltige Düngemittelspezialitäten an und nimmt in diesem Produktsegment weltweit Spitzenpositionen ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter.

Wesentliche Absatzregionen und Wettbewerbspositionen - Geschäftsbereich Salz

Der Umsatz des Geschäftsbereichs wird im Wesentlichen auf dem amerikanischen Kontinent erzielt. Dabei sind die USA, Kanada, Brasilien und Chile von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen des Geschäftsbereichs Salz gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien, Polen und das Baltikum. / ABB: 1.1.7

K+S ist der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. Bei Salzprodukten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen ist ESCO neben den Wettbewerbern SÜDSALZ, SALINS DU MIDI und AKZONOBEL führend in Europa. Mit K+S CHILE S.A., dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu den wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika.

Das Auftausalzgeschäft ist erheblich von den Witterungsbedingungen abhängig; wir können aufgrund unseres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika allerdings flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als lokale Wettbewerber und die zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen.

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONEN ABB: 1.1.6

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2015 2014
in %
1 Europa 54,7 56,5
  - davon Deutschland 16,3 16,7
2 Nordamerika 1,7 1,6
3 Südamerika 21,6 19,9
4 Asien 18,2 18,3
5 Afrika, Ozeanien 3,8 3,7

SALZ - ABSATZ NACH REGIONEN

ABB: 1.1.7

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2015 2014
in %
1 Europa 20,3 16,1
  - davon Deutschland 6,8 5,1
2 Nordamerika 71,2 75,8
3 Südamerika 8,2 8,0
4 Sonstige Regionen 0,3 0,1

In den übrigen Segmenten besteht aufgrund der meist begrenzten Substituierbarkeit und der zahlreichen Anwendungsgebiete eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa und Nordamerika vergleichsweise reif ist und überwiegend nur niedrige Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. So kann MORTON SALT seit dem Jahr 2015 dank einer Kooperation mit chinesischen Partnern dort auch hochwertige Speisesalze sowie Wasserenthärtungs- und Spezialsalze anbieten. MORTON SALT reagiert damit auf die steigende Beliebtheit seiner Produkte in China und den Umstand, dass die wachsende chinesische Mittelschicht zunehmend importierte Qualitätsprodukte nachfragt.

ANWENDUNG

Als Rohstoffunternehmen steht K+S am Anfang langer Wertschöpfungsketten.

Produkte und Dienstleistungen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte

Ein Großteil der Produkte des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Darüber hinaus bietet der Geschäftsbereich seinen Kunden Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com

Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewandt. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht oder mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "Bulk Blends" gemischt. Zusätzlich wird Kaliumchlorid als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet.

Die Düngemittelspezialitäten des Geschäftsbereichs unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit oder unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchte, Wein oder Gemüse.

Außerdem bietet der Geschäftsbereich eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoffen, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Weiterhin stellt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. / ABB: 1.1.8

Ein weiteres wesentliches Element unseres Leistungsspektrums bei Produktanwendungen ist insbesondere die fachliche Beratung unserer Kunden im Agrarbereich. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Auch für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit eine technische Anwendungsberatung an.

Im Agrarbereich beraten wir unsere Kunden durch weltweit agierende Agraringenieure und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können.

PRODUKTPORTFOLIO (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2015)

ABB: 1.1.8

Im Jahr 2015 betreuten wir mehr als 100 Versuche weltweit. Schwerpunktkulturen waren dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellten für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. Viele Schwellen- und Entwicklungsländer könnten ihre Ernteerträge bei besserer Anwendung des Prinzips der ausgewogenen Düngung zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit noch erheblich steigern. Wir wollen den Landwirten dort Wissen zur Verfügung stellen, wo es erforderlich ist, dabei bestehende lokale Erfahrungen einbeziehen, angepasste Zusammensetzungen erproben und zum Wissenstransfer beitragen.

Im Jahr 2013 hat die K+S KALI GMBH gemeinsam mit dem Partner SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION das Projekt "Growth for Uganda" gestartet. Ein Projektschwerpunkt liegt dabei im Wissenstransfer, denn häufig fehlt den Kleinbauern in Afrika das Fachwissen, wie sie die verfügbaren Ressourcen effizient einsetzen und so die Ernährung ihrer Familien sichern können. Die K+S KALI GMBH bringt hierbei über 100 Jahre Forschungs- und Beratungserfahrung zur Pflanzenernährung ein. Das Wissen wird regelmäßig in Schulungen vor Ort nach dem Prinzip "Train-the-Trainer" weitergegeben. Das Projekt hat für den ersten Projektzeitraum das Ziel erreicht, bis zum Jahresende 2015 in zwei Provinzen im Norden Ugandas 50.000 Kleinbauern zu schulen. Dadurch konnten diese Haushalte bessere Ernteerträge erzielen und Einkommensquellen erschließen. Gleichzeitig nutzen wir die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen speziell in Uganda und die Situation der Kleinbauern vor Ort kennenzulernen. So können wir neue Erkenntnisse gewinnen und unser Leistungsangebot langfristig besser an den Bedürfnissen und Potenzialen von Kleinbauern ausrichten, um auch so potenzielle Kundengruppen zu erschließen.

Ab 2016 ermöglichen wir den Landwirten in Uganda die Abnahme von Düngermischungen in kleinen Mengen zwischen zwei und fünfzig Kilogramm. Die Aufwendungen für die Pflanzennährstoffe als wichtigem Produktionsfaktor in der von Subsistenzlandwirtschaft geprägten Region bleiben überschaubar. Der Dünger kann so gleich eingesetzt werden und mit den maßgeschneiderten Düngermischungen bekommen die Landwirte zusätzlich Informationen zum idealen Düngungszeitpunkt, zur auszubringenden Menge und der Verteilung auf den Feldern.

In der sich anschließenden zweiten Projektphase sollen weitere Partner der Wertschöpfungskette beteiligt werden. Der Ausbau der Infrastruktur zum Einkauf von Betriebsmitteln und zur Vermarktung von Ernteprodukten soll dabei im Mittelpunkt stehen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.kali-gmbh.com /de/company/cooperation/uganda

Produkte und Dienstleistungen des Geschäftsbereichs Salz

Der Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze, die sämtlich auf Natriumchlorid (Kochsalz) basieren. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe.

Im Produktsegment Speisesalz stellt K+S sowohl Salz für die Lebensmittelindustrie als auch Tafelsalz für Endverbraucher her. Hierzu gehören auch Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz sowie Meersalz.

Gewerbesalze werden in Färbereien, in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. Auch im Segment Gewerbesalz werden Produkte für Endverbraucher hergestellt, wie beispielsweise Wasserenthärtungssalze.

Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen.

Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel der K+S; Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

ENTSORGUNG UND RECYCLING

Der Bereich Entsorgung und Recycling nutzt die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen. Die von K+S für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Dies wird durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren erreicht, die eine höchstmögliche Sicherheit gewährleisten. Der Bereich betreibt zwei Untertagedeponien; die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben verfügt K+S über fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Behördlich zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet; dafür geeignet sind beispielsweise Rückstände aus der Rauchgasreinigung.

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Bereichs Entsorgung und Recycling liegt in West- und Mitteleuropa. Die osteuropäischen Staaten bieten darüber hinaus Wachstumspotenzial, da dort die Nachfrage nach EU-konformen untertägigen Entsorgungslösungen für Abfälle steigt.

Der Markt der untertägigen Entsorgung ist wettbewerbsintensiv. K+S bietet jedoch mit ihren führenden Full-Service-Lösungen einen spezifischen Mehrwert für die Kunden. Beim Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie zählt K+S in Deutschland wie im übrigen Europa zu den führenden Anbietern. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das übertägige Recycling von gering belasteten Baustoffen durch die Tochtergesellschaft K + S BAUSTOFFRECYCLING GMBH.

TIERHYGIENEPRODUKTE

Am Standort Salzdetfurth werden große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN® für den Tierhygienebedarf zu granulieren.

K+S TRANSPORT GMBH

Die K+S TRANSPORT GMBH erledigt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transport- und andere Leistungen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Darstellung der Segmente', Seite 96

CFK

Die Produktpalette der CHEMISCHEN FABRIK KALK GMBH (CFK) umfasst eine Auswahl an Basischemikalien. Dazu zählen unter anderem Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. Zu den Kunden der CFK gehören viele namhafte europäische Chemieunternehmen, Glashütten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten und Brauereien sowie Städte und Kommunen, die Calcium- oder Magnesiumchlorid für den Winterdienst verwenden.

MARKENPORTFOLIO

Die Anzahl der K+S Markenrechte verringerte sich im Jahr 2015 geringfügig. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE u. a. CEREBOS®, ESCO®, KALI-STIER®, MORTON®, UMBRELLA GIRL®, VATEL® und WINDSOR®. Als Produktmarken werden z. B. AXAL®, REGENIT®, SALDORO®, ACTION MELT®, SEASON-ALL®, SYSTEM SAVER®, BIOSAL®, LOBOS®, KORN-KALI®, PATENTKALI® und KALISEL® verwendet. BLIZZARD WIZARD® wird als Marke für Auftausalz in den USA genutzt. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2015 insgesamt 2.426 (2014: 2.449) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 558 Basismarken (2014: 568) resultieren.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

ZIELE UND FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir drei gleichwertige Ziele:

Die Erhöhung des Kundennutzens

Einen möglichst effektiven und effizienten Einsatz von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal

Die Schonung der Umwelt durch nachhaltige Nutzung der Ressourcen und stetige Verringerung fester sowie flüssiger Produktionsrückstände

Im Rahmen der Neuentwicklung und Verbesserung der von uns angebotenen Pflanzennährstoffe treiben wir die praxisorientierte Forschung voran. Wir erarbeiten Lösungen zur Deckung des erhöhten Nahrungs- und Futtermittelbedarfs für die wachsende Weltbevölkerung sowie sich ändernde Ernährungsgewohnheiten. Unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung setzt die Ergebnisse aus der Forschung und Entwicklung in der Praxis um, unterstützt so Kunden beim Einsatz unserer Produkte vor Ort und fördert den Wissenstransfer.

Wir überprüfen kontinuierlich unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren hinsichtlich des Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, entwickeln unsere Verfahren und Produkte weiter und testen neue Technologien und Materialien zur Prozessverbesserung.

FORSCHUNGSKENNZAHLEN

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 14,7 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2014: 12,2 Mio. €). Intensiviert wurde sowohl die Forschung zur Prozessanalysetechnik als auch die Produkt- und Verfahrensentwicklung. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 2,0 Mio. € planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (2014: 3,5 Mio. €).

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN1

TAB: 1.1.1

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2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 7,9 6,1
Geschäftsbereich Salz 3,7 3,1
Sonstige Forschungskosten 3,1 3,0
Gesamt 14,7 12,2

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.

FORSCHUNGSKENNZAHLEN1

TAB: 1.1.2

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2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
Forschungs- und Entwicklungskosten 14,7 12,2 13,9 19,4 17,0
Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) 0,4% 0,3% 0,4% 0,5% 0,4%
Aktivierte Entwicklungsinvestitionen 2,0 3,5 5,0 14,2 1,6
Mitarbeiter (Anzahl) 80 80 86 87 77

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.

Die wesentliche Position war nach wie vor die Entwicklung innovativer Kavernentechnologien für Legacy. / TAB: 1.1.1, 1.1.2

Der Hauptteil der Forschungs- und Entwicklungskosten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfiel auf Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände aus der Kaliproduktion. Detailfragen im Bereich des Solungsbergbaus des Legacy Projekts in Saskatchewan, Kanada, bildeten einen weiteren Schwerpunkt. Im Geschäftsbereich Salz wurde hauptsächlich zu neuen Produkten in den Bereichen natriumreduzierter Salze, für die Wasserenthärtung, neue Tafelsalzprodukte sowie den Einsatz hochreiner Natriumsalze in der Kupfergewinnung geforscht; andere Aktivitäten erstreckten sich auf den Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung für die Evaluierung neuer Techniken und Materialien sowie für die Entwicklung von spezifischen Simulationstools.

FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONEN

Wir wollen im Bereich Forschung und Entwicklung gruppenweit vorhandene Synergien optimal ausschöpfen und kooperieren in speziellen Forschungsprojekten mit Hoch- und Fachhochschulen und anderen externen Partnern. In den verschiedenen Forschungseinrichtungen arbeiteten konzernweit im Berichtsjahr 80 Mitarbeiter für Forschung und Entwicklung. / ABB: 1.1.9

K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM

Im September 2015 wurde das neue K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM (AFZ) in Unterbreizbach eröffnet, nur zwei Jahre nach Baubeginn. Der Neubau bietet für rund 100 Wissenschaftler, Ingenieure und Fachkräfte auf rund 9.000 m2 moderne Labor- und Technikumsarbeitsplätze. Das Projekt hatte einen Investitionsumfang von rund 30 Mio. €.

Zentrale Aufgaben des AFZ sind die Durchführung von vielfältigen Analysen und anwendungsorientierter Grundlagenforschung für alle Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE sowie die Prozess- und Produktentwicklung. Aufbereitungsverfahren für die Kaliproduktion werden neu konzipiert und weiterentwickelt, um steigenden ökologischen Anforderungen gerecht zu werden. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die fachliche Aus- und Weiterbildung von Nachwuchskräften. Außerdem soll das AFZ verstärkt auch zentrale Forschungsaufgaben für ausländische Tochtergesellschaften und Analytikaufgaben für Produktionsstandorte von K+S übernehmen.

Zur Reduzierung des Zeitaufwands und zwecks Ressourcenschonung wurden die Arbeiten an einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur robotergestützten Feststoffanalytik weiter intensiviert und im neuen AFZ ein Laborrobotersystem installiert. Weitere Möglichkeiten der Laborautomatisierung wurden ebenfalls untersucht.

Morton Salt Research Laboratory

MORTON SALT betreibt ein Forschungslabor in Elgin, Illinois, USA, in dem Produkte neu- und weiterentwickelt, Stoffe und Prozesse analysiert sowie Materialien getestet werden. Darüber hinaus berät das Forschungslabor Kunden bei speziellen Fragestellungen, unterstützt bei der Umsetzung behördlicher bzw. gesetzlicher Vorgaben und führt Weiterbildungen für Mitarbeiter durch. Im Lebensmittellabor wurden im Jahr 2015 weitere Entwicklungsmöglichkeiten für Produkte im Bereich der natriumreduzierten Salze geprüft. Das MORTON SALT Research Laboratory arbeitet eng mit den Laboren auf den Standorten und mit externen Forschungseinrichtungen zusammen.

K+S FORSCHUNGSVERBUND

ABB: 1.1.9

Externe Forschungskooperationen

Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als Public-Private-Partnership (PPP) von der K+S KALI GMBH gemeinsam mit der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN seit Ende des Jahres 2010 in Göttingen betrieben.

Ziel des IAPN ist es, die anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung und Düngung, vor allem in Bezug auf die Nährstoffe Kalium, Magnesium und Schwefel, zu stärken. Dementsprechend konzentrieren sich die Forschungsinhalte auf die Anpassung landwirtschaftlicher Produktionsverfahren an sich ändernde klimatische Bedingungen, die effizientere Nutzung von Ressourcen durch optimale Nährstoffversorgung sowie die Entwicklung von pflanzenbaulichen Konzepten in Schwellen- und Entwicklungsländern. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft greift das Institut aktuelle Fragen aus der Praxis auf, bündelt vorhandenes Wissen und entwickelt standortangepasste, intelligente Düngemanagementsysteme. Forschungsprojekte der K+S KALI GMBH werden am IAPN zusammengeführt und miteinander vernetzt, um einen optimalen Wissensaustausch zu gewährleisten. Die erarbeiteten Grundlagen werden in Feldversuchen der K+S KALI GMBH für die Praxis verifiziert und die gewonnenen Erkenntnisse über das Beratungsnetz der K+S KALI GMBH an die landwirtschaftliche Praxis weitergegeben.

Das AFZ und das IAPN arbeiten bei der Bewertung von Produktideen hinsichtlich Marktfähigkeit, Herstellung, Verarbeitung, Anwendung und pflanzenbaulicher Wirkung eng zusammen.

Zusammen mit externen Kooperationspartnern entwickeln unsere kanadischen und deutschen Spezialisten Methoden des Solungsbergbaus unter Berücksichtigung der speziellen Lagerstättengegebenheiten des Legacy Projekts kontinuierlich weiter.

AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE

Im AFZ wurde die modular erweiterbare Software "Pro-PhET" (Process Modelling with Phase Equilibria Tools") zur Prozessmodellierung entwickelt. Dabei stand die Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen der Aufbereitung von Kalirohsalzen im Mittelpunkt, insbesondere die komplexen Phasengleichgewichte der Salz-Wasser-Systeme, die in vielen Produktionsprozessen und der Rückstandsbehandlung von besonderer Bedeutung sind. Die entwickelten IT-Werkzeuge erleichtern wesentlich die Planung neuer und die Optimierung bestehender Prozesse hinsichtlich Ausbeute und Effizienz sowie Minimierung und Behandlung von Produktionsrückständen. Im Rahmen der laufenden Projekte wird die Software kontinuierlich an veränderte Bedürfnisse angepasst und erweitert.

Zur Verbesserung der Prozessanalyse wurden im Jahr 2015 neue Techniken geprüft, weiterentwickelt und bis zur Betriebsreife geführt. Im Ergebnis stehen nun robuste, zuverlässige Systeme zur zeit- und prozessnahen Stoffstromanalyse zur Verfügung, die eine verbesserte Ressourcennutzung und die weitere Abwasserreduzierung ermöglichen. Auch der Anteil an klassischer Laboranalytik kann hierdurch verringert werden. Diese in Deutschland erprobten Techniken finden auch im Legacy Projekt Anwendung.

In Chile wurde in Kooperation mit der UNIVERSIDAD TÉCNICA FEDERICO SANTA MARÍA in Valparaíso ein neuer 3-Phasen-Reaktor für die Kupfererzaufbereitung entwickelt. Mit dieser zum Patent angemeldeten Technologie kann unter Einsatz hochreinen Natriumchlorids die Aufbereitung niedriggehaltiger Kupfererze effizienter und umweltfreundlicher gestaltet werden.

Bei MORTON SALT wurde eine Technologie zum Patent angemeldet, mit der gewährleistet wird, dass Salz an Nahrungsmitteln haften bleibt. Darüber hinaus wurden neue Rezepturen für mit Kräutern und Gewürzen angereicherte Tafelsalze entwickelt und vertrieben.

PATENTPORTFOLIO

Weltweit gehören der K+S GRUPPE 53 Patentfamilien (2014: 54), die durch 234 nationale Rechte geschützt werden (2014: 244). Die Patente werden unter anderem in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Lizenzeinnahmen wurden nur in geringem Umfang erzielt.

EINKAUF

K+S hat im Jahr 2015 bei rund 19.800 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen für rund 2,7 Mrd. € (2014: rund 2,3 Mrd. €) eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens entfällt auf Investitionsgüter, insbesondere auf die Anlagen im Rahmen des Legacy Projekts, sowie Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus.

Ein offenes und faires Miteinander prägt die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Wir erwarten darüber hinaus neben gesetzestreuem Verhalten, dass sie u. a. die Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation beachten. Unser Ziel ist es, in der Zusammenarbeit langfristige Partnerschaften aufzubauen. Wir beurteilen dabei den gesamten Beschaffungsprozess von der Anfrage über die Lieferung der Leistung bis hin zur Abrechnung. Hierbei berücksichtigen wir sowohl Qualitäts- als auch Umwelt- und Sicherheitsstandards. Ergänzt wird diese Beurteilung durch eine Selbsteinschätzung, die jeder neue Lieferant abzugeben hat. Sollte sich herausstellen, dass ein Lieferant unsere Kriterien nicht erfüllt, werden die unternehmensintern in der Lieferkette Beteiligten sofort benachrichtigt. So können wir rechtzeitig Maßnahmen einleiten. Fast alle unsere Vertragspartner stammen aus OECD-Staaten.

WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG

Die nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staaten und Darlehensgeber flossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb.

Im Jahr 2015 betrug unsere Wertschöpfung 1.890,1 Mio. € (2014: 1.613,0 Mio. €). Den größten Anteil (57%) erhielten mit 1.080,0 Mio. € unsere Mitarbeiter. Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge.

Staaten haben Steuern und Abgaben in Höhe von 205,4 Mio. € (11%) erhalten. Für den Zinsaufwand gingen 62,4 Mio. € (3 %) an die Kreditgeber. Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 220,1 Mio. € (12 %) erhalten und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 322,2 Mio. € (17%) einbehalten hat. / TAB: 1.1.3, 1.1.4

WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG

TAB: 1.1.3

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2015 2014
in Mio. €
Umsatzerlöse 4.175,5 3.821,7
Sonstige Erträge 314,4 225,6
Materialaufwand -1.468,7 -1.329,0
Abschreibungen -320,7 -281,2
Sonstige Aufwendungen -810,4 -824,1
Wertschöpfung 1.890,1 1.613,0

WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG

TAB: 1.1.4

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2015 2014
in Mio. €
an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Soziales) 1.080,0 1.013,7
an Staaten (Steuern, Abgaben) 205,4 147,9
an Kreditgeber (Zinsaufwand) 62,4 84,8
an Aktionäre (Dividende)1 220,1 172,3
an das Unternehmen (Rücklagen und Sonstiges) 322,2 194,3
Wertschöpfung 1.890,1 1.613,0

1 Die Dividende bezieht sich jeweils auf das Berichtsjahr und wird im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2015 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.

MITARBEITER

ARBEITEN BEI K+S

Die Summe unserer Handlungen prägt unser Unternehmen. Deshalb stellen wir unsere Mitarbeiter in den Mittelpunkt unseres Handelns. Nur gemeinsam können wir den zukünftigen Erfolg und das Wachstum der K+S insgesamt wie auch der einzelnen Standorte langfristig sichern. Hierzu tragen unsere Mitarbeiter mit ihrem Können, ihrer Leistungsbereitschaft und ihren guten Ideen entscheidend bei. Wir ermutigen sie deshalb gezielt, sich mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten einzubringen, damit wir unsere wirtschaftlichen Aufgaben erfüllen und Chancen nutzen können. Hierbei sind stetiger Kompetenzaufbau und die Unterstützung unserer Mitarbeiter in der Erfüllung ihrer Aufgaben wichtig, um sie zu motivieren, stets gute Leistungen zu erbringen.

In allen Regionen, in denen wir tätig sind, herrscht ein intensiver Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte. Verstärkt wird dieser durch die demografischen Herausforderungen in Europa und Nordamerika. Die Gewinnung, die erfolgreiche Integration und die dauerhafte Bindung qualifizierter Fach- und Führungskräfte in strategischen Positionen ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für uns. Deshalb ist es wichtig, ihre Erwartungen und Bedürfnisse zu kennen und in unseren Prozessen zu berücksichtigen. Darüber hinaus wird es darauf ankommen, Mitarbeiter und Führungskräfte in ihrem Potenzial und ihrer Leistung zu entwickeln und zu fördern. Des Weiteren werden wir weiterhin intensiv die Themen vorantreiben, die uns auf dem Weg zu einer globalen Personalstrategie unterstützen. So haben wir beispielsweise unseren weltweiten Talentmanagement-Prozess verbessert, um die vorhanden Leistungsträger und Potenziale weltweit zu identifizieren und erfolgreich zu nutzen. Darüber hinaus analysieren wir unsere weltweiten Vergütungsstrukturen im außertariflichen Bereich und überprüfen unsere Richtlinien, beispielsweise für die "Entsendung von Arbeitskräften", systematisch im Sinne einer fairen und leistungsgerechten Vergütung.

In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir unsere Arbeitsschwerpunkte innerhalb der für uns wesentlichen Personalthemen. Dazu gehören Menschenrechte, Diversität/Anti-Diskriminierung, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Aus- und Fortbildung, Entlohnung und Vereinigungsfreiheit bzw. Kollektivverhandlungen.

MITARBEITERUMFRAGE

K+S legt Wert auf eine transparente Unternehmenskultur. Diese hilft uns, Impulse für Verbesserungsmaßnahmen zu bekommen sowie Veränderungen und Maßnahmen anzustoßen. Deshalb führen wir Umfragen durch, um die Stimmungslage sowie die Mitarbeiterbedürfnisse im Unternehmen zu messen und zu verstehen und Verbesserungspotenzial bei den von den Mitarbeitern wahrgenommenen Schwächen und Stärken zu identifizieren. So baten wir in der zweiten internationalen Mitarbeiterumfrage im September 2015 alle Beschäftigten der K+S GRUPPE, uns unter dem Motto "Sag, wie es ist!" ihre Meinung zu wichtigen Themen anonym mitzuteilen. Als nächstes werden entsprechende Handlungsfelder und Maßnahmen auf globaler, Geschäftsbereichs-/Gesellschafts- sowie Standortebene abgeleitet mit dem Ziel, aus dem aufgezeigten Optimierungspotenzial Verbesserungen zu generieren.

IDEENMANAGEMENT/KONTINUIERLICHER VERBESSERUNGSPROZESS

Mit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) gibt K+S allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich aktiv in die betrieblichen Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Der KVP dient uns außerdem als strategisches Führungsinstrument. Mit seiner Hilfe leiten wir unsere Führungskräfte an, die kreativen Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter zu fördern, und schaffen dafür die nötigen Rahmenbedingungen. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 14.707 Ideen eingereicht (2014: 12.615). Der Ergebnisbeitrag aus dem Ideenmanagement, ausgedrückt im Erstjahresnutzen, lag bei 6,5 Mio. € (2014: 5,1 Mio. €), die Umsetzungsrate betrug 55 % (2014: 54%). Der im Jahr 2015 generierte Wirtschaftlichkeitseffekt, also der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag mit 14,2 Mio. € erneut erheblich höher im Vergleich zum Vorjahr (2014: 10,8 Mio. €) und überstieg damit noch den letztjährigen Höchstwert seit Einführung des Ideenmanagements.

BESCHÄFTUNGSENTWICKLUNG

Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2015 insgesamt 14.383 (2014: 14.295) Mitarbeiter. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gab es im Jahr 2015 einen geringen Personalaufbau, der im Wesentlichen projektbezogen in Kanada erfolgte. Im Geschäftsbereich Salz hat sich die Anzahl der Mitarbeiter leicht reduziert, was hauptsächlich auf Umstrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Innerhalb der Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kam es trotz des Personalabbaus innerhalb des Bereichs IT-Services (Effizienz- und Outsourcing-Maßnahmen) insgesamt zu einem Personalaufbau, welcher sich im Schwerpunkt durch Neueinstellungen von Nachwuchsingenieuren in den Bereichen Technik und Bergbau sowie Personalverschiebungen aus dem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT begründet. / TAB: 1.1.5

Von unserer Belegschaft sind 7,4% (2014: 7,5 %) außertarifliche Mitarbeiter, 88,6% (2014: 88,4%) tarifliche Mitarbeiter und 4,0% (2014: 4,1 %) Auszubildende. / ABB: 1.1.10

MITARBEITER NACH BEREICHEN

TAB: 1.1.5

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in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1 2015 % 2014 %
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 8.404 58,4 8.299 58,1
Geschäftsbereich Salz 5.054 35,1 5.075 35,5
Ergänzende Aktivitäten 281 2,0 289 2,0
Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 644 4,5 632 4,4
K+S GRUPPE 14.383 100,0 14.295 100,0

1 FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. In der Tabelle werden gerundete Werte dargestellt, dadurch kann es bei der Summe zu Rundungsabweichungen kommen.

BELEGSCHAFTSSTRUKTUR

ABB: 1.1.10

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2015 2014
in %
1 AT (außer Tarif) 7,4 7,5
2 Tarif 88,6 88,4
3 Auszubildende 4,0 4,1

PERSONALAUFWAND

Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Im Jahr 2015 betrug der Personalaufwand 1.080,0 Mio. €; er lag damit gut 6% über dem Niveau des Vorjahres (2014: 1.013,7 Mio. €). Die Kosten erhöhten sich sowohl wechselkursbedingt als auch durch eine höhere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung und einen Mehraufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen. Demgegenüber steht eine Entlastung aus geringeren Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Sozialplan in Deutschland. Die reinen Personalkosten ohne Rückstellungseffekte sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen wechselkursbedingt sowie durch eine höhere Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung und einen Mehraufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen um 76,9 Mio. € bzw. 8% auf 1.089,3 Mio. € gestiegen.

Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen betrug im vergangenen Jahr 97,2 Mio. € bzw. etwa 9% (2014: 74,0 Mio. € bzw. etwa 7%), mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen.

Der Personalaufwand je Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 75.653 € (2014: 70.916 €) und ist damit um gut 7% gestiegen; dies ist auf oben genannte Gründe zurückzuführen.

MITBESTIMMUNG

K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Die Sozialpartner werden gemäß dem rechtlichen Rahmen in wesentliche Entscheidungen einbezogen. Wir sind davon überzeugt, dass informierte Mitarbeiter motivierter und eher bereit sind, auch schwierige Entscheidungen mitzutragen. Mitbestimmung fördert und fordert die Übernahme von Verantwortung mit einer mittel- und langfristigen Perspektive. Oberstes Gremium der Arbeitnehmervertretungen in Deutschland ist der Gesamtbetriebsrat. Interne Umstrukturierungen, wie beispielsweise die Maßnahmen im Rahmen des Programms ,Fit für die Zukunft', werden in enger Abstimmung mit der Arbeitnehmervertretung umgesetzt. Gleiches gilt für die Konzeption der in 2015 durchgeführten Mitarbeiterbefragung.

Circa 80 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE (IG BCE) ist durch eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind circa die Hälfte der Mitarbeiter, bei MORTON SALT etwa zwei Drittel gewerkschaftlich organisiert.

MITARBEITER GEWINNEN

K+S betreibt eine zukunftsorientierte Personalpolitik. Wir möchten ein attraktiver Arbeitgeber sein, bei dem unsere Mitarbeiter ihre Stärken entfalten können und erleben, dass ihre Leistung anerkannt wird. Unsere Führungskultur basiert auf gegenseitigem Vertrauen. Wir wollen Veränderungen aktiv gestalten und unsere Mitarbeiter fördern - aber auch fordern.

LEGACY CAMP

Das Legacy Camp ist eine Containersiedlung und bietet einen Rückzugsort für zwei Drittel der dort tätigen Arbeiter nach den jeweils zehn Stunden dauernden Tages- oder Nachtschichten auf der Baustelle. Fast 1.500 Betten in Einzelzimmern mit jeweils eigenem Waschraum stehen im Camp zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 93 Prozent. Im Camp ist eine gute Verpflegung sichergestellt, es gibt einen Fitnessraum und Ruhemöglichkeiten. Das Personal des Sicherheitsdienstes wird vollständig von Angehörigen der "First Nations" gestellt, die Mehrzahl der Bediensteten vor Ort sind Frauen.

Wir bieten interessante und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten von der Ausbildung über den Start in den Beruf direkt nach dem Studium bis zum Einstieg als erfahrene Fach- und Führungskraft. Wir rekrutieren Trainees für unser internationales zweijähriges Traineeprogramm und setzen sie international ein. Außerdem sind wir bestrebt, Entwicklungsperspektiven mit verschiedenen Themenschwerpunkten anzubieten und so jedem Mitarbeiter die Möglichkeit zu eröffnen, sich entsprechend der persönlichen Neigung bei K+S einzubringen. Wir entwickeln und fördern Experten wie Führungskräfte in ihrem Potenzial und ihrer Leistung. Mitarbeitern und Bewerbern bieten wir vielfältige spannende Aufgaben, leistungsorientierte Bezahlung sowie umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten.

MITARBEITER NACH REGIONEN

ABB: 1.1.11

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2015 2014
in %
1 Deutschland 70 70
2 Übriges Europa 3 3
3 Nordamerika 22 21
4 Südamerika 5 6

MENSCHENRECHTE/ANTI-DISKRIMINIERUNG/DIVERSITÄT

K+S fördert eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglichen soll. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Dies haben wir in unseren Grundwerten und Prinzipien (Code of Conduct) festgeschrieben. Als Unterzeichner der Charta der Vielfalt, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir diese Einstellung. Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- oder Kinderarbeit ab. Wir fördern gezielt interkulturelle Kompetenzen unter anderem durch die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland und begrüßen die Unterschiedlichkeit unserer Mitarbeiter. Ihre vielfältigen Erfahrungen sind für uns von großem Wert. / ABB: 1.1.11

Im Bergbau haben traditionell stets mehr Männer als Frauen gearbeitet. Zum 31. Dezember waren 88 % unserer Belegschaft Männer, 12% Frauen (gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen). Wir wollen und können aber nicht auf die Kompetenzen und Potenziale von Frauen verzichten. Auch deshalb engagieren wir uns für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und bekennen uns unverändert zur Chancengleichheit von Männern und Frauen.

Unseren Mitarbeitern in Deutschland bieten wir individuelle Teilzeitmodelle an und unterstützen sie mit familienfreundlichen Maßnahmen dabei, berufliche und private Anforderungen miteinander zu vereinbaren. Hierzu gehören zusätzliche Freistellungszeiten für Betreuungsnotfälle, Weiterbildungsangebote während der Elternzeit oder ein Beratungsservice für Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen. Am Firmensitz in Kassel bieten wir außerdem eine betriebsnahe Kindertagesstätte an. Seit mehr als zehn Jahren gilt für Mitarbeiter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie ihrer beteiligten Unternehmen am Standort Kassel die sogenannte Vertrauensarbeitszeit, die es ermöglicht, die Arbeitszeit in hohem Maße eigenverantwortlich festzulegen und somit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern.

In den kanadischen Gesellschaften werden Mitarbeiter über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus nach individueller Absprache und standortabhängig mit flexiblen Arbeitszeiten, komprimierten Arbeitswochen oder Telearbeit unterstützt. Die chilenischen Gesellschaften bieten Mitarbeitern mit Kleinkindern flexible Arbeitszeiten an, finanzieren außerbetriebliche Krippenplätze und übernehmen einen Teil der Schulgebühren für ihre Kinder.

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat sich im Jahr 2011 der freiwilligen Selbstverpflichtung der 30 DAX-Unternehmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen angeschlossen. In Deutschland wollen wir die Anzahl weiblicher Führungskräfte bis zum Jahr 2020 um etwa 30 % steigern. Dann läge unser Frauenanteil in Führungspositionen bei rund 10%. Dies entspräche dem Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft in Deutschland (Basisjahr 2010: 7,2%). Im Jahr 2015 betrug der Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland 11,3% (2014: 11,4%). Unsere Rekrutierungs-, Auswahl- und Besetzungsprozesse folgen strikt dem Prinzip der Geschlechtsneutralität.

Die entsprechend der neuen deutschen gesetzlichen Regelung festgelegten Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 51.

EXKURS

In der Provinz Saskatchewan in Kanada, in der das Legacy Projekt im Sommer 2016 in Betrieb genommen wird, lebt eine relativ große indigene Bevölkerungsgruppe, hauptsächlich First Nations und Métis. Weil indigene Bevölkerungsgruppen in der Vergangenheit nicht ausreichend in das Wirtschaftsleben der Provinz eingebunden worden waren, ist es für die Regierung von Saskatchewan wichtig, dass sie in Beschäftigung sind und bei der Vergabe von Aufträgen stärker berücksichtigt werden: Es wird eine den Bevölkerungsanteilen angemessene Repräsentation angestrebt. Deshalb ist auch für das Legacy Projekt die Einbindung der indigenen Bevölkerung wichtig. Schon heute werden zahlreiche Indigene beschäftigt, teilweise mit Managementaufgaben. Bei der Auftragsvergabe oder der Einstellung von Mitarbeitern bemühen wir uns, Indigene, Menschen sichtbarer Minderheiten (visible minorities) und auch Frauen verstärkt zu berücksichtigen.

Bislang wurden Aufträge im Wert von ungefähr 250 Mio. kanadischen Dollar an Firmen, die Indigenen gehören oder an denen sie beteiligt sind, vergeben. Außerdem haben während der Bauphase bislang ca. 200 - 300 Nachfahren der Ureinwohner (First Nations und Métis) bei Kontraktoren gearbeitet bzw. sind zum Teil noch tätig. Mit Blick auf direkte Einstellungen hat eine Selbstidentifikation ergeben, dass circa sieben Prozent der Mitarbeiter indigener Herkunft sind. Wir möchten auf diese Basis aufbauen. Es ist ein Ziel von K+S POTASH CANADA, qualifizierte Indigene für eine Festanstellung zu finden. First Nations Mitarbeiter und Kontraktoren haben der Personalabteilung geholfen, diese Bemühungen zu koordinieren. Es wurde ein Abkommen mit dem benachbarten FILE HILLS QU'APPELLE TRIBAL Council geschlossen, um geeignete Kandidaten zu identifizieren.

MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERN

K+S will die Potenziale ihrer Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen, Fach- und Führungspositionen gruppenweit vorrangig aus den eigenen Reihen besetzen und ihren Mitarbeitern eine langfristige und attraktive Karriere ermöglichen. Wir verstehen Lernen als ein wichtiges Instrument für die Mitarbeiterentwicklung und Mitarbeiterbindung.

AUSBILDUNG

Die Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit der K+S GRUPPE. Wir werben in Deutschland deshalb verstärkt motivierte Schulabgänger insbesondere für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich an. In Deutschland kombiniert das duale Berufsausbildungssystem praktische und theoretische Lehrinhalte und bietet den Ausbildungsplatzbewerbern damit attraktive Entwicklungschancen.

Zum 31. Dezember 2015 befanden sich bei Gesellschaften der K+S in Deutschland insgesamt 573 junge Menschen (2014: 597) in einer Ausbildung; 163 (2014: 159) Auszubildende wurden im Jahr 2015 neu eingestellt. Die Ausbildungsquote, bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland, lag zum Jahresende mit 5,7% etwas unter dem Niveau des Vorjahres (2014: 6,0%). Wir haben im vergangenen Jahr rund 89 % der Auszubildenden übernommen.

TALENTMANAGEMENT UND KARRIERELAUFBAHNEN

Mit der Einführung des Talentmanagement-Prozesses hat K+S für ihre außertariflichen Mitarbeiter weltweit einen Prozess geschaffen, in dem Talente identifiziert, gefördert und Informationen für Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich zu besetzender Stellen geliefert werden. Das Projekt "K+S-Karrierelauftahnen" hat zum Ziel, verschiedene Perspektiven für die berufliche Zukunft von Mitarbeitern aufzuzeigen und Entwicklungsmöglichkeiten transparenter zu gestalten.

FORT- UND WEITERBILDUNG

K+S bietet ihren Fach- und Führungskräften zahlreiche Seminare zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Ausgewählten Mitarbeitern aus den technischen und bergmännischen Bereichen der deutschen Gruppengesellschaften wird an der FACHSCHULE FÜR WIRTSCHAFT UND TECHNIK IN CLAUSTHAL-ZELLERFELD eine Fortbildung zum Techniker ermöglicht. Zu dem Angebot gehört außerdem eine darauf auftauende Qualifizierung mit der Perspektive einer Führungslaufbahn.

Aus dem Talentmanagement-Prozess heraus werden Mitarbeiter identifiziert, die aufgrund ihrer herausragenden Performance- und Potenzialbewertung an dem globalen Entwicklungsprogramm tracK+S teilnehmen können. Die Implementierung dieses Programms hat zum Ziel, Karrieren zielgerichtet zu fördern und die Teilnehmer auf Führungs- oder Expertenfunktionen vorzubereiten.

Ferner vergeben wir, abhängig vom Unternehmensbedarf, Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten.

Seit 2014 gibt es das "Legacy Operations Training Program" (LOTP). Im Rahmen des LOTP werden Mitarbeiter nicht nur in Kanada, sondern auch auf Standorten in Europa aus- und fortgebildet. LOTP dient der Teambildung und dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Die kanadischen Kollegen haben dabei die Möglichkeit, vom Know-how und praktischen Wissen der europäischen Standorte zu profitieren. Bisher haben etwa 40 kanadische Kollegen das LOTP durchlaufen. Sie wurden von gut 25 Trainern geschult. Bis zur Inbetriebnahme von Legacy werden insgesamt etwa 160 Mitarbeiter im Rahmen von LOTP zusammengearbeitet haben. Ein Teil der Trainings findet vor Ort statt. Jeweils für etwa zwei bis drei Wochen werden kanadische Mitarbeiter auf K+S-Standorten in Europa mit verschiedenen Schwerpunkten ausgebildet. Die Trainings für Führungskräfte laufen bereits und sind zum Teil abgeschlossen. Für die erste Hälfte des Jahres 2016 ist geplant, weitere Mitarbeiter in Europa zu trainieren.

Der Aufwand für die Fort- und Weiterbildung belief sich auf rund 14,7 Mio. € und ist damit um 25,6% gestiegen (2014: 11,7 Mio. €). Trotz einer Kostensenkung in Deutschland durch den Rückgang an Teilnehmern der Technikerausbildung in Clausthal-Zellerfeld (2015: 23 Mitarbeiter, 2014: 58 Mitarbeiter) gab es eine erhebliche Kostensteigerung durch den Anstieg der besuchten Weiterbildungstage in Deutschland auf 15.438 Tage (2014: 11.796 Tage) und den Anstieg der Teilnehmerzahl an Fort- und Weiterbildungen der K+S-Auslandsgesellschaften.

MITARBEITER AN UNS BINDEN

Neben Aus- und Weiterbildung ist K+S bestrebt, ihre Mitarbeiter durch gerechte Vergütung und Belegschaftsaktienprogramme langfristig an das Unternehmen zu binden. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate - sie benennt das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke - liegt weiterhin bei 6,3% (2014: 6,3 %); betrachtet man nur die Eigenkündigungen, liegt sie bei 2,2% (2014: 2,8%). Auch unser Engagement für Gesundheit und Arbeitssicherheit trägt dazu bei, unsere Mitarbeiter ebenso wie potenzielle neue Kollegen an uns zu binden.

GESUNDHEIT UND ARBEITSSICHERHEIT

K+S entwickelt ihren Arbeits- und Gesundheitsschutz kontinuierlich weiter. Unser Ziel ist es, Unfälle zu vermeiden, arbeitsbezogene Gesundheitsrisiken zu verringern und das Bewusstsein für sicheres und gesundheitsgerechtes Verhalten am Arbeitsplatz zu stärken. Arbeitssicherheit ist für uns von zentraler Bedeutung. Wir haben die LUXEMBURGER DEKLARATION ZUR BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSFÖRDERUNG unterzeichnet und bekräftigen so unseren Einsatz für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen. Jede Verletzung und jeder Unfall bedeutet in der Regel menschliches Leid, das wir vermeiden wollen. Aus unternehmerischer Sicht bedeutet jeder Ausfall aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls zudem einen Verlust an Arbeitskraft und bedingt zusätzliche Kosten.

K+S ist bestrebt, die Arbeitsbedingungen und -prozesse gesundheitsgerecht zu gestalten. Unsere Mitarbeiter sollen - auch bei längerer Lebensarbeitszeit - gesund und motiviert arbeiten können. Unsere Programme zur Gesundheitsförderung orientieren sich am individuellen Bedarf, an der betrieblichen Situation sowie an landesspezifischen Gegebenheiten und Gesetzen.

Schwerpunkte bilden Präventions- bzw. Beratungsangebote, die Förderung individueller Gesundheit und arbeitsplatzgestaltende Maßnahmen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung für die Mitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland wird durch unsere Betriebsärzte gewährleistet. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um. Wir haben entsprechende Beauftragte ernannt, die langzeiterkrankte Mitarbeiter bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz unterstützen. In Deutschland nehmen gewählte Vertrauenspersonen die Interessen unserer schwerbehinderten und gleichgestellten Mitarbeiter wahr und stehen ihnen als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Wir fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb, z. B. durch Bereitstellung behinderungsgerechter Arbeitsplatzeinrichtung. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter an der Belegschaft in Deutschland liegt mit 7,4% (Vorjahr: 7,6%) erneut über dem Bundesdurchschnitt von knapp 5%. Dies ist ein sichtbarer Beleg für wirksame Integration schwerbehinderter Menschen und deren Teilhabe am Arbeitsleben in unseren Betrieben.

In Nordamerika hat MORTON SALT im Jahr 2015 das "Dash Well-Being Program" als ganzheitliches Konzept eingeführt mit dem Ziel, Mitarbeiter zu rekrutieren und im Unternehmen zu halten. Das umfassende Programm berücksichtigt verschiedene Dimensionen von Mitarbeiterzufriedenheit wie z. B. Gesundheit, soziale und gesellschaftliche Aspekte.

Arbeitssicherheit hat für uns als Rohstoffunternehmen eine hohe Bedeutung. Zu den Erfolgsfaktoren für Arbeitssicherheit gehören fortschrittliche Systeme und Prozesse. Unsere Arbeitssicherheitsprogramme berücksichtigen standortspezifische Herausforderungen und lokale Gesetzgebungen, wie nachstehende Beispiele zeigen, die gemeinsam zum Ziel haben, Unfälle zu vermeiden, sich aber je nach Region unterschiedlich nennen.

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte hat im Jahr 2015 beschlossen, sich an der Kampagne "Vision Zero. Null Unfälle - gesund arbeiten!" zu beteiligen. "Vision zero" ist eine Präventionsstrategie der BERUFSGENOSSENSCHAFT ROHSTOFFE UND CHEMISCHE INDUSTRIE (BG RCI) und der versicherten Unternehmen. Mit dieser Leitlinie werden konkrete Ziele zur Senkung des Unfallrisikos und der Berufserkrankungen formuliert. Sie richtet sich an alle Beteiligten, von der Geschäftsführung über die Führungsebenen bis zum Mitarbeiter. Zentrale Ziele sind eine positive Verhaltensänderung, verstärkte Präventionsmaßnahmen und konkrete Verbesserungen, damit sich niemand bei der Arbeit verletzt oder dadurch erkrankt. Um die Ziele zu erreichen und Maßnahmen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu beurteilen, plant der Geschäftsbereich die Weiterentwicklung des Arbeits- und Gesundheitsschutz-Systems.

Auch für K+S POTASH CANADA sind Gesundheit und Sicherheit erste Priorität. Einem Greenfield Projekt wie Legacy ermöglicht es, die Sicherheitskultur grundlegend neu aufzubauen. Dabei ist es entscheidend, dass jeder einzelne auf der Baustelle eingebunden wird. Jeder, der für und mit K+S POTASH CANADA arbeitet, ist aufgefordert, Verantwortung für sicherheitsbewusstes Verhalten zu übernehmen. Diese Kultur wird von allen Mitarbeitern und Kontraktoren gelebt. Gleichzeitig trägt die Verpflichtung von K+S POTASH CANADA für Sicherheit auch zur Nachhaltigkeit bei und bringt Nutzen für den Umweltschutz: Denn während über Arbeitssicherheit mit dem Ziel "mission zero" gesprochen wird, wird auch das Bewusstsein für die Umwelt geschärft, da schädliche Substanzen eine Gefährdung für Mensch und Natur darstellen.

MORTON SALT Lebt das Credo: "Für uns ist nichts wichtiger als Gesundheit und Arbeitssicherheit" - weder Produktion, noch Verkäufe, noch Gewinn - und hat deshalb ebenfalls ein "mission zero" Ziel ausgegeben. Das Credo wird durch umfangreiche Gesundheits- und Sicherheitsprogramme mit Leben gefüllt, die jeden Mitarbeiter ermuntern, sich zu beteiligen. Bei jedem Arbeitsschritt werden Gesundheit und Arbeitssicherheit berücksichtigt, egal ob es um die Produktentwicklung, die Anlagenplanung, den Betrieb, Transport, Verkauf, die Nutzung und letztlich die Abfallentsorgung geht.

Im Jahr 2015 haben sich auf unseren Standorten 888 Unfälle (2014: 889) und 178 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeiten (2014: 164) ereignet. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist die Zahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit auf Vorjahresniveau (2014 und 2015: 111) verblieben, während sie im Geschäftsbereich Salz auf 57 (2014: 52) und bei den Ergänzenden Aktivitäten auf 10 (2014: 1) angestiegen ist. Die Kennziffer "Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden" erhöhte sich im Jahr 2015 auf 7,2 (2014: 6,6). Neue Projekte mit den Zielen "Vision Zero" bzw. "mission zero" sollen diesem negativen Trend entgegensteuern.

ALTERSVORSORGE

K+S unterstützt ihre Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter, indem sie ihnen verschiedene lokal angepasste Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge anbietet. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften erhält eine Arbeitgeberförderung; diese beträgt 13 % der Summe, die er aus seinem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in eines von drei angebotenen Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge einzahlt. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2015 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 20,6 Mio. € (2014: 16,8 Mio. €) aufgewendet.

VERGÜTUNGSSYSTEM

Bei K+S verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter weltweit marktgerecht und leistungsbezogen zu vergüten. Die Einführung eines neuen Entgelttarifvertrages wurde in 2015 an allen deutschen Standorten abgeschlossen. Dadurch werden gewerbliche, kaufmännische und technische Berufe erstmals in einem System vergleichbar. Alle Tarifmitarbeiter, für die der Manteltarifvertrag für den Kali- und Steinsalzbergbau Anwendung findet, wurden vom vorherigen Lohn- und Gehaltstarifvertrag in den neuen Entgelttarifvertrag überführt. Die im Tarifwerk enthaltene Komponente der Leistungsbewertung wird für alle Standorte einheitlich erstmals ab Mai 2017 angewendet.

Wir stellen in regelmäßigen Abständen unser Vergütungssystem auf den Prüfstand, um dessen Leistungsgerechtigkeit und Marktkonformität zu hinterfragen und bei Bedarf anzupassen. Aus diesem Grund wurde in 2015 ein Projekt zur ganzheitlichen, globalen Überprüfung der außertariflichen Vergütung aufgelegt und in diesem Zusammenhang ein neues System zur Bewertung von Funktionen eingeführt. Ziel ist es, eine Methodik zu entwickeln, die Funktionen nicht nur geschlechtsneutral anhand gruppenweit einheitlicher Kriterien bewertet, sondern auch die veränderten Anforderungen an Funktionen besser abbildet und einen Marktvergleich ermöglicht.

UMWELT

Die Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen ist überall auf der Welt mit Eingriffen in die Natur verbunden. Wir arbeiten seit Jahrzehnten kontinuierlich daran, diese Auswirkungen möglichst gering zu halten. Zur umweltverträglichen Produktion bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz verwenden wir ausgereifte Abbau- und Aufbereitungsverfahren. Nachfolgend wird der Umgang mit den dabei für uns gruppenweit wesentlichen Umweltthemen Wasser, Abfall und Energie/Klima dargestellt. Die berichteten Umweltkennziffern werden für alle wesentlichen konsolidierten Standorte erhoben und beruhen zum überwiegenden Teil auf Messungen (92 - 100 %, abgesehen von den Abfalldaten, die zum Großteil auf Berechnungen beruhen).

Unser Umweltmanagement erfasst und bewertet systematisch die Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf die Umwelt, um Maßnahmen hieraus abzuleiten. In erster Linie erfüllen wir damit gesetzliche Verpflichtungen und kommen behördlichen Auflagen nach. Ziele, die wir uns in diesem Zusammenhang darüber hinaus setzen, orientieren sich stets auch an der technischen Machbarkeit und der wirtschaftlichen Vertretbarkeit. Das Umweltmanagement ist grundsätzlich auf die standortspezifischen Herausforderungen ausgerichtet, wird jedoch themenspezifisch standort- und geschäftsbereichsübergreifend koordiniert. In regelmäßigen Abständen treffen sich unsere Umweltexperten in Gremien, Kompetenzzentren oder Arbeitsgruppen, um Erfahrungen auszutauschen und Best Practices zu entwickeln.

Mit einer im Jahr 2015 für alle in die Produktion involvierten Standorte eingeführten Umweltmanagementsoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Geschäftsbereichsebene gesammelt. Zukünftig sollen Umweltberichte erstellt und Maßnahmenpläne zu relevanten Umweltauswirkungen abgeleitet werden. Mit Einführung der Umweltmanagementsoftware wurden einige Anpassungen zur Datenerhebung durchgeführt. Der Scope der Datenerfassung sowie Umrechnungsfaktoren wurden angepasst und Definitionen im Dialog mit den Geschäftsbereichen und Standorten geschärft.

Die K+S KALI GMBH betreibt seit 2014 am Werk Werra ein Umweltmanagementsystem für die Haldenbewirtschaftung. Für weitere Haldenstandorte sollen zukünftig vergleichbare Systeme etabliert werden.

MORTON SALT hat 2015 die Politik "WE CARE" in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement eingeführt. Darüber hinaus sollen bis Ende 2020 alle Produktionsstandorte ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 betreiben und von unabhängiger Seite zertifizieren lassen. Im Jahr 2015 wurden bereits zwei Standorte entsprechend zertifiziert, drei weitere wurden für die Zertifizierung im Jahr 2016 vorbereitet. Angaben zu Verstößen und Anforderungen an Audits und Schulungen verwaltet MORTON SALT mittels einer Software.

INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ

Wir erfassen sowohl unsere umweltrelevanten Investitionen als auch unsere Betriebskosten für den Umweltschutz. Die Investitionen mit Umweltrelevanz beliefen sich im Jahr 2015 auf 104,8 Mio. €. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (2014: 76,8 Mio. €) um 28,0 Mio. € resultierte insbesondere aus höheren Investitionen für den Gewässerschutz. Einen Schwerpunkt bildete die weitere Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im Werk Werra mit der Modernisierung der Kieserit-Flotation am Standort Wintershall als größtem Einzelprojekt. Die Investitionen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz verzeichneten im Jahr 2015 ebenfalls einen Anstieg. Maßgeblich waren hierfür Projekte an zwei amerikanischen Salzstandorten, die der umweltfreundlichen Dampferzeugung auf Basis von Gas dienen. Demgegenüber verminderten sich die Investitionen für Naturschutz und Bodensanierung, nachdem im Jahr 2014 noch höhere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Zuge der Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz erforderlich waren. / TAB: 1.1.6

Die Betriebskosten für den Umweltschutz erhöhten sich im Berichtsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr (150,8 Mio. €) um 26,0 Mio. € auf 176,8 Mio. €. Wesentliche Gründe waren gestiegene Aufwendungen für die Rückstandshalden der Kalistandorte (Haldenbetrieb, -erweiterung und -rekultivierung) und höhere Kosten für den Betrieb neuer Stapelbecken zur Zwischenspeicherung von Salzabwässern. / TAB: 1.1.7

INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ1

TAB: 1.1.6

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2015 2014 absolute Abweichung %
in Mio. €
Gesamt 104,8 76,8 28,0 +36,5
Gewässerschutz 88,4 61,6 26,8 +43,5
Luftreinhaltung und Klimaschutz 10,1 3,9 6,2 >100
Abfallwirtschaft 5,4 5,3 0,1 +1,9
Naturschutz2 und Bodensanierung 0,8 6,0 -5,2 -86,7
Sonstiges 0,1 - 0,1 -

1 Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2 Einschließlich Landschaftspflege.

BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ1

TAB: 1.1.7

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2015 2014 absolute Abweichung %
in Mio. €
Gesamt 176,8 150,8 26,0 +17,2
Gewässerschutz 123,6 101,4 22,2 +21,9
Luftreinhaltung und Klimaschutz 34,9 33,6 1,3 +3,9
Abfallwirtschaft 10,2 8,4 1,8 +21,4
Naturschutz2 und Bodensanierung 2,3 1,4 0,9 +64,3
Sonstiges 5,8 6,0 0,2 -3,3

1 Die Berichterstattung der Umweltbetriebskosten orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2 Einschließlich Landschaftspflege.

Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse des Werks Werra integriert sind, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Kosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt.

STILLLEGUNG VON BERGWERKEN

Sind die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft, gilt es, Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung einzuleiten. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge durch das Bundesberggesetz geregelt. Danach muss ein Abschlussbetriebsplan erstellt werden, der behördlich geprüft und zugelassen wird. Ziel ist es, dass nach Durchführung der Maßnahmen des Abschlussbetriebsplans keine nachteiligen Auswirkungen mehr vom stillgelegten Bergbaubetrieb für Mensch und Umwelt ausgehen. Dabei wird auch geprüft, ob und wie vorhandene Einrichtungen weiter genutzt werden können.

Ist die sinnvolle Nachnutzung der stillgelegten Bergwerke nicht möglich, sind wir verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume, deren Flöze steil gelagert sind, grundsätzlich zu fluten. In Niedersachsen sind bereits 25 Gruben geflutet, bei dreien geschieht das zurzeit und eine Grube wird "trocken" verwahrt. Schon während der Betriebsphase sind in den niedersächsischen Bergwerken Teile der Abbauhohlräume gemäß behördlicher Auflagen verfüllt worden. Abschließend müssen die oberirdischen ehemaligen Betriebsflächen untersucht und eventuelle Altlasten beseitigt werden. Momentan werden in Niedersachsen sieben Standorte verwahrt; bei 20 Standorten ist dies bereits abgeschlossen.

Für die Standorte in den USA und in Kanada gibt es ebenfalls detaillierte Pläne dafür, wie im Falle einer Standortschließung die Nachsorge abzulaufen hat. Der Maßnahmenumfang ist dabei abhängig von der Gewinnungsart und dem Ausmaß der Umwelteinflüsse. Standorte, die Solungsbergbau (Solution Mining) betreiben, sind dazu verpflichtet, die Technik komplett rückzubauen und die Bohrlöcher abzudichten, um das Grundwasser zu schützen.

Im chilenischen Tagebau müssen nach Stilllegung eines Abbaubereichs die Anlagen sowie eventuelle Rückstände entfernt und die Abbauränder durch eine Angleichung der Höhenunterschiede gesichert werden; eine komplette Verfüllung ist nicht notwendig. Im Falle der Schließung des Solarsalz-Standorts am Großen Salzsee in Utah gilt es, den Ursprungszustand des Geländes weitgehend wiederherzustellen.

WASSER

Wir nutzen Wasser in vielen Prozessen. Dies reicht von der Förderung über die Produktion bis hin zur Anwendung unserer Produkte etwa in der Landwirtschaft. So wird beispielsweise im Solungsbergbau durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Salzwasser gefüllte Kammern entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung zur Weiterverarbeitung an die Erdoberfläche gefördert. Unsere wasserintensiven Produktionen befinden sich in Regionen, in denen eine ausreichende Menge Wasser zur Verfügung steht. Im Bereich Anwendung von Pflanzennährstoffen liegt ein Forschungsschwerpunkt des IAPN mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz auf der Verfolgung aktueller Trends und der Erforschung erforderlicher Rahmenbedingungen für die Bodenfruchtbarkeit. Die Ergebnisse kommen der Landwirtschaft zugute.

WASSERENTNAHME

Eine effiziente Wassernutzung ist unser gruppenweites Ziel. MORTON SALT hat konkrete Ziele zur Reduktion des Frischwasserbedarfs um 10 % bis 2020 im Vergleich zum Basisjahr 2013 formuliert. Wir nutzen Wasser unterschiedlicher Herkunft und Qualität, darunter Meerwasser, Flusswasser, Grundwasser und Trinkwasser. / TAB: 1.1.8

WASSERENTNAHME1

TAB: 1.1.8

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2015 2014
in Mio. m3
Salzwasser    
Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser 267,2 282,6
Süßwasser    
Flusswasser 126,9 130,1
Grundwasser 7,5 8,5
Trinkwasser 1,1 1,0
Andere Wasserquellen - 0,1
Gesamt Süßwasserentnahme 135,5 139,7

1 Vorjahreszahlen wurden teilweise angepasst.

Meerwasser und Wasser aus salzhaltigen Binnenseen nutzen wir zur Herstellung von Solarsalz. Standorte in Meeresnähe verwenden Meerwasser auch als Kühlwasser.

Im Jahr 2015 haben wir 135,6 Mio. m3 Süßwasser eingesetzt (20141: 139,7 Mio. m3). Der geringere Einsatz von Süßwasser ist sowohl auf das geringere Produktionsvolumen in der wasserintensiven Produktion des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie der Siedesalzproduktion insgesamt zurückzuführen als auch auf die Wassereinsparungsprojekte bei MORTON SALT im Bereich des Grundwassers. Die Entnahme von Meerwasser und salzhaltigem Wasser aus Binnensalzseen betrug 267,2 Mio. m3 (20141: 282,6 Mio. m3). Die moderat gesunkene Meerwasserentnahme ist der Drosselung unserer Meersalzproduktion aufgrund eines Unwetters auf den Bahamas geschuldet.

Flusswasser wird in den Produktionsprozessen und als Betriebswasser (zum größten Teil Kühlwasser) eingesetzt; hiervon wurden nur noch 108,7 Mio. m3 (20141: 114,7 Mio. m3) wieder in Oberflächengewässer eingeleitet. Auch hier werden die Wassereinsparungsziele bei MORTON SALT und das geringere Produktionsvolumen in den wasserintensiven Produktionsbereichen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie in der Siedesalzproduktion deutlich. Sofern hygienische Vorgaben oder Qualitätsanforderungen den Einsatz von Wasser mit Trinkwasserqualität vorsehen, wird auch dieses in der Produktion verwendet. Es wird hierzu entweder aus der kommunalen Wasserversorgung bezogen oder teilweise in eigenen Anlagen aus dem Grundwasser gewonnen.

ABWASSER

Bei der Aufbereitung und Verarbeitung von Kali- und Magnesiumrohsalzen fallen neben festen Rückständen auch nicht verwertbare flüssige Rückstände an. Dazu zählen Abwässer aus Produktionsprozessen sowie salzhaltige wässrige Lösungen, die durch Niederschläge auf nicht abgedeckte Rückstandshalden entstehen (sogenannte Haldenwässer).

Im Jahr 2015 betrugen die durch unsere Kali- und Salzproduktion sowie Haldenwässer anfallenden Salzabwässer insgesamt 9,1 Mio. m3 (2014: 9,6 Mio. m3). Die Volumina und die chemische Zusammensetzung von Prozessabwässern sind von vielen Faktoren wie z. B. der Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Die Sammlung von Haldenwässern ist durch Dichtungs- und Entwässerungssysteme möglich. Die nicht verwerteten flüssigen Rückstände werden auf Basis bestehender Genehmigungen unter Einhaltung der festgelegten Grenzwerte durch Einleitung in Fließgewässer und Versenkung in tiefere Gesteinsschichten entsorgt.

Im Jahr 2015 wurden 5,4 Mio. m3 (2014: 5,8 Mio. m3) in Fließgewässer eingeleitet, davon der Großteil in die Werra. In den Plattendolomit versenkt wurden im Jahr 2015 darüber hinaus 3,7 Mio. m3 (2014: 3,8 Mio. m3). Zusätzlich wurden 0,53 Mio. m3 sanitäres Abwasser (20141: 0,53 Mio. m3) entweder in kommunale Kläranlagen eingeleitet oder in eigenen Abwasserreinigungsanlagen geklärt.

VERSENKERLAUBNIS

Die wasserrechtliche Erlaubnis für die Versenkung von Salzabwasser des Werks Werra in den Plattendolomit lief am 30. November 2015 aus. Die K+S KALI GMBH hatte im April 2015 beantragt, bis Ende 2021 pro Jahr durchschnittlich bis zu 2 Mio. m3 (bisher 4,5 Mio. m3 pro Jahr) in den Plattendolomit versenken zu können. Der Antrag umfasst umfangreiche Fachgutachten und externe Stellungnahmen, unter anderem zum Schutz des Grund- und Trinkwassers und zum Umwelt-Monitoring.

Die Vorgänge im Untergrund werden im Zusammenhang mit der Versenkung mittels eines umfangreichen Monitorings ermittelt, das sich auf drei Säulen stützt: Das Grund- und Trinkwasser sowie die Oberflächengewässer werden durch regelmäßige Untersuchungen von Proben überwacht. Durch geophysikalische Messungen aus der Luft werden Informationen über den Salzgehalt im Boden ermittelt. Unterstützt werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse durch ein computergestütztes 3D-Modell, mit dem die Prozesse im Untergrund nachvollzogen werden können.

Am 18. Dezember 2015 hat die K+S KALI GMBH vom Regierungspräsidium Kassel die Erlaubnis erhalten, in begrenztem Umfang (725.000 m3 bezogen auf einen Zeitraum von einem Jahr) und befristet bis zum 31. Dezember 2016 Salzabwässer des Werks Werra zu versenken.

1 Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Die abschließende Entscheidung über den im April 2015 eingereichten Antrag zur Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 erwartet K+S nach Abschluss der fachlichen Prüfung durch die Behörde im Sommer dieses Jahres.

MASSNAHMENPAKET ZUM GEWÄSSERSCHUTZ

Im Jahr 2015 haben wir unser Ziel erreicht, im hessischthüringischen Kalirevier das jährliche Salzabwasseraufkommen aus der dortigen Kaliproduktion auf 7 Mio. m3 pro Jahr gegenüber dem Bezugsjahr 2006 zu halbieren. Seit 2011 sind dafür umfangreiche Maßnahmen zur Salzwasservermeidung umgesetzt worden. So wurden u. a. am Standort Unterbreizbach eine "Kalte Vorzersetzung (KVZ)" sowie eine weitere Dickstoffanlage unter Tage in Betrieb genommen. In Hattorf wurde eine neue ESTA-Anlage errichtet und am Standort Wintershall wurden weitere Eindampfanlagen gebaut sowie die Kieserit-Flotation modernisiert. Die Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz stellt die Grundlage für den zukünftigen Vier-Phasen-Plan dar.

DAUERHAFTE LÖSUNG FÜR SALZABWASSERENTSORGUNG

K+S und die Hessische Landesregierung haben bereits im Jahr 2014 einen Vier-Phasen-Plan zur dauerhaften Entsorgung unvermeidbar anfallender Rückstände entwickelt. Er umfasst einen Zeitraum bis zum Jahr 2075, sieht eine weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen vor und soll verlässliche Perspektiven für die heimische Rohstoffgewinnung und die damit verbundene Wertschöpfung im Werra-Fulda-Kalirevier schaffen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com

Wesentliche Bestandteile des Vier-Phasen-Plans sind neben dem Bau einer Kainit-Kristallisation-Flotations-Anlage (KKF) zur nochmaligen Senkung der Salzabwassermenge um 1,5 auf dann 5,5 Mio. m3 pro Jahr die Abdeckung der Halden sowie der Bau und temporäre Betrieb einer Ergänzungsfernleitung an die Oberweser. Bei erfolgreicher Realisierung dieses Vorhabens bis Ende 2021 könnte ab diesem Zeitpunkt auf den Entsorgungsweg Versenkung verzichtet werden.

Der von der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser auf Arbeitsebene entwickelte sogenannte "Masterplan Salzreduzierung" für die künftige Bewirtschaftungsplanung (BWP) von Werra und Weser für die Jahre 2015 bis 2021 beinhaltet die wesentlichen Eckpunkte des Vier-Phasen-Plans (KKF, Haldenabdeckung, Versenkung bis Ende 2021). Darüber hinaus unterstellt er, dass es gelingen wird, noch zu untersuchende Maßnahmen wie die Einstapelung von Salzabwasser unter Tage in einer Größenordnung von 3 Mio. m3 pro Jahr umzusetzen. Ferner sieht der "Masterplan Salzreduzierung" den Bau einer temporären Fernleitung zur Oberweser mit unzureichender Transportkapazität (0,8 Mio. m3 pro Jahr) als Entsorgungsalternative nur für den Fall vor, dass die mit der Einstapelung geplante Abwasserreduzierung nicht oder nicht in voller Höhe erreicht wird.

Zusätzlich formuliert der "Masterplan Salzreduzierung" - allerdings ohne Abstimmung mit K+S - als politisches Ziel auch die Einhaltung von sehr niedrigen Grenzwerten für Chlorid, Magnesium und Kalium in der Oberweser ab Ende 2021 bzw. 2027, für die erforderlichenfalls sogar Produktionsdrosselungen vorgenommen werden sollen.

K+S schließt einen solchen Eingriff in die Produktionssteuerung aus, weil er aus heutiger Sicht unverhältnismäßig wäre und den Betrieb der heimischen Standorte im Werra-Fulda-Kalirevier empfindlich beeinträchtigen oder sogar völlig unwirtschaftlich machen könnte.

K+S steht in einem intensiven Diskussionsprozess mit der FGG Weser und unterzieht die Inhalte des "Masterplans Salzreduzierung" für die künftige Bewirtschaftungsplanung fortlaufend einer sorgfältigen, umfassenden, tatsächlichen und rechtlichen Prüfung. K+S hat zu den Entwürfen der FGG Weser umfangreich schriftlich Stellung genommen und auf die Problematiken hingewiesen. K+S behält sich daher auch ein rechtliches Vorgehen gegen den "Masterplan Salzreduzierung" vor.

ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)

Der größte Teil unserer festen Abfälle ist den bergbaulichen Abfällen zuzuordnen. Diese fallen bei der Gewinnung und Auftereitung von Kalirohsalzen an und werden nach dem Stand der Technik in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften aufgehaldet oder in Hohlräumen unter Tage versetzt. Die in erheblich geringerem Umfang anfallenden nicht-bergbaulichen Abfälle werden ebenfalls vorschriftsgemäß entsorgt.

HALDENMANAGEMENT

Weltweit gehört die Aufhaldung von festen Rückständen aus der Kaliindustrie zum Stand der Technik. Je nach Lagerstättentyp kann ein bestimmter Anteil als Versatzmaterial wieder unter Tage verbracht werden, der Rest wird über Tage aufgehaldet. Im Jahr 2015 hat die K+S KALI GMBH 27,3 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2014: 26,9 Mio. t) und 1,9 Mio. t als Versatzmaterial wieder unter Tage verbracht (2014: 1,8 Mio. t). Die Aufschüttung und Ausgestaltung von Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen. Durch die Genehmigungsbehörden sind umfangreiche Monitoring-Programme für die Halden festgelegt. Neben zahlreichen Messstellen zur Grund- und Oberflächenwasserbeobachtung umfasst das Monitoring auch Staubmessungen sowie Verformungsmessungen zur Standsicherheit der Halden. Außerdem erfolgen ständige Befahrungen zur Überwachung der Haldeninfrastruktur und des Haldenbetriebs. / ABB: 1.1.12

Um die Kaliproduktion langfristig zu sichern, sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden unvermeidbar. Seit Mitte 2014 läuft deshalb ein Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Halde Hattorf; der zu untersuchende Rahmen wurde im Herbst 2011 mit der Behörde festgelegt. Im Jahr 2016 soll über das Planfeststellungsverfahren entschieden werden.

Voraussichtlich auch im Jahr 2016 wird die K+S KALI GMBH die Genehmigungsunterlagen für die Haldenerweiterungsverfahren in Zielitz und Wintershall bei den zuständigen Behörden einreichen. Im Vorfeld der Genehmigungsverfahren wurde die Öffentlichkeit im Rahmen von mehreren Informationsveranstaltungen umfassend über die Vorhaben informiert. Die Planfeststellungsverfahren beinhalten ebenfalls eine Öffentlichkeitsbeteiligung.

ENTSORGUNG FESTER/FLÜSSIGER RÜCKSTÄNDE

ABB: 1.1.12

Stillgelegte mittelgroße Althalden werden im Rahmen unserer Althaldenstrategie abgedeckt, um langfristige Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. zu verringern. Insgesamt werden zurzeit 41 Althalden in Niedersachsen und zwei in Baden-Württemberg betreut. Davon sind 15 begrünt, weitere sechs befinden sich in Begrünung, elf kleinere Halden wurden abgetragen, drei weitere teilweise zurückgebaut.

Die Halde des Werks Sigmundshall wird bereits während der Betriebsphase im Dünnschichtverfahren sukzessive abgedeckt und begrünt.

Zur Minimierung der Flächeninanspruchnahme und des damit verbundenen Haldenwasseranfalls sowie der Auswirkungen auf Schutzgüter wie Böden oder Gewässer werden die aktiven Halden auf Höhen von bis zu 200 m mit steilen Böschungen aufgeschüttet. Unter Berücksichtigung dieser Haldenform laufen derzeit umfangreiche Forschungsarbeiten und Pilotversuche zur Auswahl und Optimierung von geeigneten und begrünbaren Abdeckmaterialien. Langfristig soll damit der Anfall salzhaltiger Haldenwässer stark reduziert werden. Für die Rückstandshalden im Werk Werra ist im Rahmen des Vier-Phasen-Plans langfristig eine Haldenabdeckung vorgesehen.

Im Zusammenhang mit den Haldenerweiterungen sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gesetzlich vorgesehen; diese wurden zum Teil schon vorab umgesetzt. Sie werden mit den Naturschutzbehörden sowie betroffenen Grundeigentümern und Gemeinden abgestimmt und teilweise in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden geplant und verwirklicht. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig ausgerichtete Projekte, mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die ebenfalls durchzuführenden Ersatzaufforstungen werden auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt. Im Vorfeld der Erweiterung werden außerdem neue Habitate in angrenzenden Gebieten geschaffen.

WEITERE ABFÄLLE

In Deutschland sind wir zur Erfassung gefährlicher Abfälle verpflichtet. Die übrigen nicht bergbaulichen Abfälle erfassen wir freiwillig, um Potenziale für Kosteneinsparungen und Mengenreduktionen zu identifizieren. MORTON SALT arbeitet mit einem externen Abfallberatungsunternehmen zusammen, um sein Abfallmanagement auf den nordamerikanischen Produktionsstandorten zu optimieren. MORTON SALT hat sich das Ziel gesetzt, Deponieabfälle um 50% (verglichen mit dem Basisjahr 2013) bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Im Jahr 2015 lag die angefallene Abfallmenge (ohne Bauabfälle) bei 64.413 t (20141: 65.526 t). Dabei konnten 58,7% der Abfälle einer Verwertung zugeführt werden. Damit bewegt sich unsere Verwertungsquote auf Vorjahresniveau. Von der Gesamtabfallmenge (ohne Bauabfälle) wurden 4,5% als gefährlich eingestuft und entsprechend den einschlägigen Vorschriften entsorgt (20141: 8,1 %).

1 Vorjahreszahlen wurden angepasst.

ENERGIE/KLIMA

Wir wollen Energie effizient nutzen. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist es wichtig, die Energieverbräuche zu optimieren. Neben positiven Effekten für die Wirtschaftlichkeit von K+S soll ein effektives Energiemanagement zur Reduzierung von energiebedingten Umweltbelastungen wie Treibhausgasemissionen beitragen.

ENERGIEEFFIZIENZ

Im Jahr 2015 haben wir in allen deutschen Gesellschaften ein nach ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem betrieben. Die Zertifizierung ist unter anderem Voraussetzung dafür, als energieintensives Unternehmen des produzierenden Gewerbes einen Teil der im Jahr 2015 in Deutschland gezahlten Energiesteuer in Höhe von voraussichtlich 15,9 Mio. € erstattet zu bekommen. Das Energiemanagementsystem trägt zu einer effizienteren Nutzung aller eingesetzten Energieträger und zu einer kontinuierlichen Optimierung der Energiekosten der K+S GRUPPE bei. Neben der Vielzahl umgesetzter Maßnahmen hat auch das gestiegene Bewusstsein der Mitarbeiter für einen sparsamen Umgang mit Energie einen Anteil hieran.

Im Jahr 2015 wurde das deutsche Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) angepasst. Gemäß der daraus hervorgehenden gesetzlichen Verpflichtung haben die deutschen Vertriebsgesellschaften bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247 durchgeführt. Die europäischen Gesellschaften außerhalb Deutschlands sind entsprechend der jeweiligen nationalen Gesetzeslage zur Umsetzung der Energy Efficiency Directive (EED) der EU von der Energieauditpflicht ausgenommen.

MORTON SALT hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis 2020 um 20% im Vergleich zum Basisjahr 2013 zu senken. So werden zum Beispiel im Jahr 2016 zwei mit Kohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Gas umgerüstet. MORTON SALT untersucht daneben die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind - an drei Produktionsstandorten in Nordamerika und einem auf den Bahamas.

Die eingesetzten Energiequellen sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungs- und Siedesalzanlagen erforderliche Energie in Form von Strom und Dampf wird in Deutschland zu circa 85% auf Basis von Erdgas erzeugt. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte verfügen über eigene Kraftwerke, die ausschließlich nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Darüber hinaus wurden 2015 an zwei Standorten Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen, um die Energieversorgung an diesen Standorten wirtschaftlicher zu gestalten. Im Jahr 2015 betrug der Gesamtenergieverbrauch insgesamt 9.805,2 GWh (20141: 10.057,3 GWh). Der im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunkene Energieverbrauch ist sowohl auf das geringere Produktionsvolumen in den energieintensiven Bereichen des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie der Siedesalzproduktion zurückzuführen als auch auf Effizienzgewinne. / TAB: 1.1.9

Aufgrund der stetig wachsenden Ausdehnung unserer untertägigen Rohstoffabbaugebiete rechnen wir insgesamt mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. Denn unter sonst gleichen Bedingungen bedarf es eines kontinuierlich höheren Einsatzes sowohl von Erdgas zur Produktion der notwendigen Energie für die Bewetterung der Grubengebäude und den Betrieb der Förderbänder unter Tage als auch von Dieselkraftstoff zum Personentransport. Hinzu kommt, dass die durchschnittlichen Wertstoffgehalte der deutschen Lagerstätten tendenziell sinken, was den spezifischen Energieeinsatz ebenfalls ansteigen lässt.

ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIEQUELLEN1

TAB: 1.1.9

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2015 2014
in GWh
Direkte Energieträger 7.618,6 7.846,0
Erdgas 6.110,7 6.235,4
Kohle 1.059,7 1.153,3
Diesel 405,2 406,3
Heizöl 32,3 39,8
Flüssiggas (LPG) 8,0 8,3
Benzin 2,7 2,9
Indirekte Energieträger 2.186,6 2.211,2
Extern bezogener Strom 464,4 519,3
Extern bezogener Dampf 1.719,0 1.688,7
Extern bezogene Wärme 3,2 3,2
Gesamtenergieverbrauch 9.805,2 10.057,2
Verkaufter Strom 32,8 34,4

1 Vorjahreszahlen wurden teilweise angepasst.

Mit dem Ziel, durch den Einsatz von Primärenergie weitere Einsparungen zu ermöglichen, wird der Ausbau der Brennwerttechnik im industriellen Maßstab an mehreren Standorten untersucht. Für den Standort Hattorf werden die identifizierten Potenziale einer Machbarkeitsstudie unterzogen.

KLIMA

Der ZWISCHENSTAATLICHE AUSSCHUSS FÜR KLIMAÄNDERUNGEN (IPCC) der vereinten Nationen fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung dahingehend zusammen, dass sich die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche seit dem Beginn der Industrialisierung erhöht hat. Der IPCC führt diese Entwicklung auf die zunehmende Emission von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten zurück. Der Klimawandel werde sich fortsetzen, verbunden mit häufiger auftretenden Witterungsextremen.

Auf politischer Ebene werden in unterschiedlichen Kontexten national, regional bis global Folgen und Anpassungsmechanismen diskutiert. Um die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, haben sich im Dezember 2015 die 195 Teilnehmerstaaten auf einen Weltklimavertrag geeinigt. Die Ergebnisse des Vertrags werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf K+S analysiert.

Zur Regulierung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Emissionen sollen dort gesenkt werden, wo die Minderung am effizientesten ist. Die Verknappung der Rechte auf dem Markt soll zu einer Senkung des Kohlendioxidausstoßes führen. Dieses System befindet sich derzeit in der dritten Handelsperiode und wurde mehrfach überarbeitet. An einer erneuten Novellierung für die Zeit nach 2020 wird auf EU-Ebene gearbeitet. Wir betreiben aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis der gültigen EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden.

Wir berichten in diesem Jahr erstmals vollständig Scope 1 und Scope 2 Emissionen. Zusätzlich berichten wir neben CO2 auch die CO2-Äquivalente (CO2e), die sich aus anderen Treibhausgasen als CO2 zusammensetzen, bspw. Methan (CH4). Die CO2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2015 (Scope 1 und 2) betrugen 1,7 Mio. t und lagen damit auf Grundlage der neuen Berechnungsgrundlage mit Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL etwas niedriger als im Vorjahr (1,8 Mio. t1) entsprechend dem Energieverbrauch. Zurzeit prüfen wir die Relevanz von weiteren indirekten Emissionen (Scope 3), insbesondere solchen, die beim Transport unserer Produkte entstehen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Glossar, Seite 195

1 Vorjahreszahlen wurden angepasst.

1.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE2

Der Vorstand gibt gemäß § 289a HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:

Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.

Wir unterrichten unsere Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens. Alle wesentlichen Informationen wie z. B. über die Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, die gesamte Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen veröffentlichen wir im Internet.

2 Die in den Abschnitten ,Organe', ,Governance/Entsprechenserklärung' sowie ,Compliancemanagement' enthaltenen Angaben nach § 289a HGB sind nach § 317 Abs. 2 Satz 4 HGB nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Geschäftsbericht, in den Zwischenberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ein E-Mail-Newsletter informiert über aktuelle Nachrichten aus der K+S GRUPPE.

ORGANE

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches System auf unserer Internetseite möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR HAUPTVERSAMMLUNG: www.k-plus-s.com /hv

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils rund fünf Jahre.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND SEINER AUSSCHÜSSE: Seite 53; www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht und berät ihn bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.

/ WEITERE EINZELHEITEN ZUR TÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2015: Bericht des Aufsichtsrats, Seite 12

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch die Zwischenberichte vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Dr. Sünner (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Recht, Steuern und Versicherung sowie als ehemaliger Chief Compliance Officer der BASF SE über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.

Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung und der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.

Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.

Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer.

/ GESCHÄFTSORDNUNG DES AUFSICHTSRATS: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen (Mindestanteil von jeweils 30% an Frauen und Männern im Aufsichtsrat zu beachten bei erforderlich werdenden Neuwahlen und Entsendungen ab dem 1. Januar 2016) sehen wir uns auf einem guten Weg, da dem Aufsichtsrat bereits jetzt zwei weibliche Mitglieder angehören. Die nächste unter diese gesetzliche Neuregelung fallende Wahl des Aufsichtsrats findet auf der Anteilseignerseite im Jahr 2017 und auf der Arbeitnehmerseite im Jahr 2018 statt.

Aus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex insoweit gefolgt wird, als der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu.

Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat Folgendes beschlossen:

"Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert.

Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein."

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen erfüllt sind.

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

(Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Konrollgremien: 31. Dezember 2015)

Dr. Ralf Bethke (Jahrgang 1942), Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender

Anteilseignervertreter

Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten)

Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017

Erstbestellung: 1. Juli 2007

weitere Aufsichtsratsmandate:

BENTELER INTERNATIONAL AG, Salzburg (Vorsitzender seit 18. September 2015)

DJE KAPITAL AG, Pullach (Vorsitzender)

Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, Stellv. Vorsitzender

Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Aufsichtsratsmandate:

BASF SE, Ludwigshafen

EVONIK INDUSTRIES AG, Essen (stellv. Vorsitzender)

STEAG GMBH, Essen (stellv. Vorsitzender)

RAG AKTIENGESELLSCHAFT (stellv. Vorsitzender)

RAG DSK AG (stellv. Vorsitzender)

RAG STIFTUNG, Essen

Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär

Arbeitnehmervertreter

Landesbezirksleiter Nord der IG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009

weitere Aufsichtsratsmandate:

CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender)

DEUTSCHE SHELL HOLDING GMBH, Hamburg

DEUTSCHE SHELL GMBH, Hamburg

SHELL DEUTSCHLAND OIL GMBH, Hamburg

Jella S. Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin

Anteilseignervertreterin

Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHEN SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Aufsichtsratsmandate:

A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach

Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann

Anteilseignervertreter

Unternehmer/Landwirt

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020

Erstbestellung: 12. Mai 2015

weitere Kontrollgremien:

DLG E.V. Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

GRIMME GMBH & CO. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats)

BERNARD KRONE HOLDING GMBH & CO. KG, Spelle (Vorsitzender des Beirats)

DF WORLD OF SPICES GMBH, Dissen (Mitglied des Beirats)

George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom

Anteilseignervertreter

Unternehmer (als Mitglied in den unten genannten Kontrollgremien)

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020

Erstbestellung: 9. Oktober 2009

weitere Kontrollgremien:

Board der WESTLINE PTC LTD., Bermuda (bis März 2015)

Board der WISHBONE GOLD PLC., Gibraltar

Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft)

Anteilseignervertreter

Operating Partner der ADVENT INTERNATIONAL PRIVATE EQUITY GROUP, Boston, Massachusetts, USA

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

weitere Aufsichtsratsmandate:

Board der PATRIOT SUPPLY HOLDINGS, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)

Board der ABC SUPPLY CORPORATION, Beloit, Wisconsin, USA

Board der CLARCOR INC., Franklin, Tennessee, USA

Board der DISTRIBUTION INTERNATIONAL, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman)

Board der ULINE INC., Pleasant Prairie, Wisconsin, USA (seit 12. Februar 2015)

Harald Döll (Jahrgang 1964), Energieanlagenelektroniker

Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 1. August 2009

Dr. Rainer Gerling (Jahrgang 1958), Diplom-Ingenieur1

Arbeitnehmervertreter

Leiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH

Ausgeschieden zum 31. Dezember 2015

Erstbestellung: 14. Mai 2008

Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann

Arbeitnehmervertreter

Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH

1 Dr. Rainer Gerling hat aufgrund seiner Berufung in die Geschäftsführung der K+S KALI GMBH sein Aufsichtsratsmandat zum 31. Dezember 2015 niedergelegt. An seiner Stelle wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2016 Gerd Kübler, Leiter Produktion und Technik unter Tage im Kaliwerk-Neuhof Ellers, als Vertreter der leitenden Angestellten gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

Rüdiger Kienitz (Jahrgang 1960), Bergbautechnologe

Arbeitnehmervertreter

Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 26. März 1998

Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser

Arbeitnehmervertreter

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 11. Juli 2014

Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe Anteilseignervertreter

Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen)

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020

Erstbestellung: 12. Mai 2015

weitere Kontrollgremien:

ACATECH - DEUTSCHE AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN E.V., München, Präsidiumsmitglied (seit Juli 2015)

BASF COATINGS GMBH, Münster (Aufsichtsratsvorsitzender, bis 30. April 2015)

C.H. BOEHRINGER SOHN AG & CO. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis)

KARLSRUHER INSTITUT FÜR TECHNOLOGIE (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, seit November 2015)

Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), Bergbaumaschinist

Arbeitnehmervertreter

Erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE

Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 7. Mai 2003

Dr. Bernd Malmström (Jahrgang 1941), Jurist

Anteilseignervertreter

Rechtsanwalt

Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015

Erstbestellung: 7. Mai 2003

weitere Aufsichtsratsmandate:

LEHNKERING GMBH, Duisburg (stellv. Vorsitzender, bis 22. April 2015)

VTG AG, Hamburg

weitere Kontrollgremien:

DAL - DEUTSCHE - AFRIKA-LINIEN GMBH & CO. KG, Hamburg

TIME:MATTERS GMBH, Neu-Isenburg (Vorsitzender)

COLADA ACQUICO S.À.R.L, Luxemburg

Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), Politikwissenschaftlerin

Anteilseignervertreterin

Bereichsvorstand der COMMERZBANK AG

weitere Aufsichtsratsmandate:

COMMERZ REAL AG, Eschborn

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 14. Mai 2013

Dr. Rudolf Müller (Jahrgang 1943), Diplom-Ingenieur Agr.

Anteilseignervertreter

Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der SÜDZUCKER AG MANNHEIM/OCHSENFURT, Mannheim)

Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015

Erstbestellung: 7. Mai 2003

Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), Jurist Anteilseignervertreter

Selbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße

Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018

Erstbestellung: 28. April 1992

weitere Aufsichtsratsmandate:

INFINEON TECHNOLOGIES AG, Neubiberg

/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS: www.k-plus-s.com/de/aufsichtsrat

AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSE

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender)

Ralf Becker

Dr. Ralf Bethke

Axel Hartmann

Dr. Annette Messemer

Michael Vassiliadis

PERSONALAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)

Jella S. Benner-Heinacher

Harald Döll

Michael Vassiliadis

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)

Philip Freiherr von dem Bussche (seit 12. Mai 2015)

George Cardona

Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (seit 12. Mai 2015)

Dr. Bernd Malmström (bis 12. Mai 2015)

Dr. Rudolf Müller (bis 12. Mai 2015)

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS

Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)

Harald Döll

Dr. Eckart Sünner

Michael Vassiliadis

VORSTAND

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Ende des Jahres 2015 hatte der Vorstand fünf männliche Mitglieder. Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen war für den ersten Zeitraum, den der Aufsichtsrat auf den 31. Dezember 2016 festgelegt hat, nicht zu erwarten, dass ein Mandat mit einer Frau zu besetzen ist. In dieser Zeit endet kein Vorstandsmandat altersbedingt. Für den genannten Zeitraum hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT deshalb für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße von 0% festgelegt.

Entsprechend der neuen gesetzlichen Regelung haben wir Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT festgelegt. Für den ersten Zeitraum, den der Vorstand auf den 31. Dezember 2016 festgelegt hat, ist für den Führungskreis I der K+S AKTIENGESELLSCHAFT eine Zielgröße von 13 % und für den Führungskreis II eine Zielgröße von 10 % festgelegt worden. Damit bilden wir den Status Quo ab.

Die Geschäftsordnung regelt die Zusammenarbeit des Vorstands, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.

/ GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDS: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

MITGLIEDER DES VORSTANDS IM GESCHÄFTSJAHR 2015

(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten: 31. Dezember 2015)

Norbert Steiner (Jahrgang 1954), Jurist, Vorsitzender

Corporate Communications

Corporate Development

Corporate Executive HR

Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary

Internal Auditing

Investor Relations

Mandat bis 11. Mai 2017

Erstbestellung: 12. Mai 2000

Aufsichtsratsmandate:

TALANX AG, Hannover

HDI V.A.G., Hannover

K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel1

Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann

Corporate Controlling

Corporate Finance and Accounting

Corporate Procurement

Corporate Tax

Technical Center mit Untereinheiten:

Geology

Mining

Research and Development

Technics/Energy

Alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind

Mandat bis 31. Mai 2020

Erstbestellung: 1. Juni 2012

Aufsichtsratsmandate:

K+S KALI GMBH, Kassel1

Kontrollgremien:

HDI-GERLING INDUSTRIE VERSICHERUNG AG, Hannover, Beiratsmitglied Region Süd

COMMERZBANK AG, Frankfurt/Main, Mitglied Regionalbeirat-Nordwest

CHRISTOPH METZELDER STIFTUNG, Kuratoriumsmitglied

BDI, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, Beiratsmitglied

Dr. Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist,

Arbeitsdirektor

Corporate HR

Corporate IT

Business Center mit Untereinheiten:

Communication Services

Financial Accounting

HR Services

Insurances

IT Services

Legal

Logistics Europe

Procurement/Material Management Europe

Project Management

Real Estate & Facility Management

K+S TRANSPORT GMBH

K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH

WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH

Mandat bis 31. August 2018

Erstbestellung: 1. August 2003

Aufsichtsratsmandate:

K+S KALI GMBH, Kassel1

Dr. Andreas Radmacher2 (Jahrgang 1965), Diplom-Ingenieur

Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling

Mandat bis 31. August 2016

Erstbestellung: 1. September 2013

1 Konzernmandat.
2 Der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Dr. Andreas Radmacher haben sich einvernehmlich darauf verständigt, das bis 31. August 2016 laufende Mandat von Dr. Radmacher nicht zu verlängern. Er hat das Unternehmen mit Wirkung zum 29. Februar 2016 verlassen. Norbert Steiner wird vorübergehend die Aufgaben von Dr. Radmacher mit übernehmen.

Aufsichtsratsmandate:

K+S KALI GMBH, Kassel1

Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)

Geschäftsbereich Salz

Tierhygieneprodukte

Mandat bis 30. September 2020

Erstbestellung: 1. Oktober 2012

/ LEBENSLÄUFE DER MITGLIEDER DES VORSTANDS: Seite 11; www.k-plus-s.com /de/vorstand

/ AKTUELLE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES VORSTANDS UND RESSORTVERTEILUNG: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.

1 Konzernmandat.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.

VERMÖGENSSCHADENHAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)

Wir unterhalten eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.

AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Nach § 15a WPHG haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen.

Im Jahr 2015 haben wir folgende Directors' Dealings Meldungen veröffentlicht: / TAB: 1.2.1, 1.2.2

/ EINE STETS AKTUELLE TABELLE: www.k-plus-s.com /de/meldungen/directors-dealings

DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDER

TAB: 1.2.1

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Datum Transaktion Stückzahl Kurs
in €
Betrag
in €
Dr. Thomas Nöcker 12.05.2015 Kauf von Aktien 2.000 30,47 60.940,00
Dr. Thomas Nöcker 12.05.2015 Kauf von Aktien 2.000 30,00 60.000,00

DIRECTORS' DEALINGS AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

TAB: 1.2.2

scroll
Datum Transaktion Stückzahl Kurs
in €
Betrag
in €
Dr. Andreas Kreimeyer 24.11.2015 Kauf von Aktien 4.000 24,0185 96.074,00
Dr. Charlotte Sünner/Dr. Eckart Sünner 12.10.2015 Kauf von Aktien 220 23,58 5.187,60
Barbara Bethke/Dr. Ralf Bethke 07.10.2015 Kauf von Aktien 2.000 25,00 50.000,00

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2015 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG

Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (Internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben durch eine vom Vorstand verabschiedete Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE" definiert worden. Darin wird auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen die Erreichung bzw. Aufrechterhaltung dieses Sollzustands sicherzustellen ist. Mit diesem System sollen

die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),

eine verantwortungsvolle Unternehmensführung,

die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie

die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden.

Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen wird festgelegt durch ergänzende interne Regelungen, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards festgelegt sind.

Die Einheit "Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven und gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs und -überwachungssystems zu koordinieren.

Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.

Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliancemanagement, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.

GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind.

GRUNDWERTE UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT)

Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich.

Nachhaltigkeit

Wir wissen, dass langfristiger unternehmerischer Erfolg nicht allein auf der Einhaltung von Recht und Gesetz gründet, sondern auch das Grundvertrauen der Menschen benötigt. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen.

Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um.

Integrität

Wir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab.

Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen.

Respekt, Fairness und Vertrauen

Unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht.

Kompetenz und Kreativität

Wir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren.

Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus.

Transparenz

Wir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung.

Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE", "Organisation der K+S GRUPPE" und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE".

Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen.

Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2015 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:

"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder) im Jahr 2015 entsprochen wurde und den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) im Jahr 2016 entsprochen werden wird. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie von Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen insbesondere Altersgrenzen im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen.

Kassel, im Dezember 2015"

Von den zahlreichen Anregungen des Kodex werden von K+S lediglich die folgenden nicht vollständig umgesetzt:

Die Hauptversammlung wird nicht in voller Länge live im Internet übertragen (Kodex Ziffer 2.3.4), sondern nur bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden.

Die Anregung der Ziffer 3.7 Absatz 3 wird nur insoweit übernommen, als im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung nur in angezeigten Fällen einberufen werden sollte.

/ DIESE SOWIE ALLE FRÜHEREN ENTSPRECHENSERKLÄRUNGEN: www.k-plus-s.com, Rubrik ,Corporate Governance'

COMPLIANCEMANAGEMENT

Unser gruppenweites Compliancemanagementsystem schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehenden Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.

Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary" mit der Funktion des Chief Compliance Officers und der Aufgabe betraut, für das Vorliegen eines effektiven und gesetzeskonformen Compliancemanagementsystems in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Geschäftsbereiche sowie die Leiter compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. Interne Revision, Recht, Personal, Umweltschutz).

Jeder Mitarbeiter wird mit den gruppenweit geltenden Grundwerten und Prinzipien sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen (z. B. "Compliance-Management in der K+S GRUPPE", "Spenden und Sponsoring in der K+S GRUPPE" und "Gewährung und Annahme von Geschenken, Einladungen und sonstigen Zuwendungen") vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheit).

Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen (z. B. bei den Rechtsabteilungen oder Compliance-Beauftragten). Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet.

RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENT

Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE die Risiken und Chancen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, rechtzeitig zu identifizieren und zu bewerten und Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen ergreifen und dadurch die Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs unterstützen zu können. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:

Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind.

Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann.

Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten, den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung.

Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen.

Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen befinden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 102.

NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

Das unternehmerische Handeln von K+S ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigt werden. Daher werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements ökologische und soziale Themen sowie gesellschaftliche Trends frühzeitig und systematisch identifiziert und bewertet. Die Einbeziehung der als relevant erachteten Aspekte in die Managementprozesse soll helfen, das bestehende Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren.

Einem ganzheitlichen Ansatz folgend ist das Nachhaltigkeitsmanagement in die Einheit "Governance, Risk, Compliance; Corporate Secretary" integriert. Aufgabe der Einheit ist es insoweit, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen bei K+S zu schaffen und generelle Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an K+S zu erfassen, zu analysieren und zu priorisieren sowie Vorschläge an den Vorstand für die Festlegung von gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen zu erarbeiten.

Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagement-Systems zur Erreichung der beschriebenen Zielsetzungen und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2015 ist er dreimal zusammengekommen, um unter anderem die Vollständigkeits- und Leistungsanalyse sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen zu beraten.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Strategie zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen', Seite 75

STEUERUNG

Rahmenvorgabe und generelle Zielsetzung für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Vision und Mission:

VISION

Quelle für Wachstum und Leben durch Nährstoffe und Mineralien

MISSION

Unter Beachtung unserer Grundwerte und Prinzipien und in Umsetzung unserer Vision wollen wir:

Nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg erzielen und bei unserem unternehmerischen Handeln auch die damit verbundenen sozialen und ökologischen Aspekte berücksichtigen

Rohstoffe fördern und veredeln und mit unseren Produkten und Leistungen Ernährung, Gesundheit sowie Lebensqualität verbessern

in den Märkten führende Positionen einnehmen

für unsere Kunden der bevorzugte Partner sein

unsere Rohstoff- und Produktionsbasis stärken und weltweit ausbauen

durch die Entwicklung neuer Produkte und effizienterer Verfahren die Wertschöpfung weiter erhöhen

für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein

Basis für die Erfüllung der Mission sind die durch den Vorstand festgelegten Gruppenstrategien. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt ist durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter zu kommunizieren.

Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen.

Bei wesentlichen Geschäften und Maßnahmen bedarf es der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds.

Wesentliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die Rollierende Monatsplanung.

FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN

Die Steuerung erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen:

Operatives Ergebnis EBIT I (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)

EBITDA1 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)

Investitionen2 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)

Bereinigter Freier Cashflow3 (K+S GRUPPE)

Return on Capital Employed "ROCE"4 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche)

Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE)

/ ÜBERSICHT DER DEFINITIONEN HIER VERWENDETER KENNZAHLEN: Seite 191

Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 83 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen.

Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt den Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft sind. Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden sich auf Seite 89. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Ebene der operativen Einheiten als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Zuteilung unserer finanziellen Mittel zu erreichen.

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierter Eigenleistungen.
2 Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.
3 Die Berechnung der Kennzahl "bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 92.
4 Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 89.

Bei der Betrachtung der Kapitalflussgrößen ist insbesondere die Kennzahl "bereinigter Freier Cashflow" aufgrund der hohen Investitionen im Jahr 2016 von Relevanz.

Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mit Hilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahl ,Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt', die Basis für die Dividendenvorschläge, überwachen wir kontinuierlich.

Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung von Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren befindet sich im Kapitel ,Ertragslage' auf Seite 83, von Cashflow und Investitionen im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 89.

Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nicht-finanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Anzahl der Mitarbeiter. Diese wurden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20 betrachtet.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an K+S erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, Produktsegmente etc.) festzulegen. So sind unter anderem die effiziente Nutzung von Wasser und Energie generelle Ziele im Bereich Umwelt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel, Strategie zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen', Seite 75

ÜBERWACHUNG

Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (Internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.

Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Prozesszielerreichung bestehenden Risiken zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.

Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des Compliancemanagementsystems.

Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.

KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 5 BZW. § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)/ ABSCHLUSSPRÜFUNG

Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die in der EU geltenden internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Richtlinien für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch interne Regelungen in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in zusätzlichen Richtlinien und Buchungsanweisungen dokumentiert.

Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, wird diese durch externe Gutachter durchgeführt.

Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.

Neben der bestehenden internen Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems im engeren Sinne.

Die Abschlussprüfung für das Jahr 2015 wurde von der DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, durchgeführt. Erstmals war WP/StB Dr. Christian H. Meyer der unmittelbar verantwortliche Abschlussprüfer. Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Heiner Kompenhans als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, die die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben hat, bzw. deren Vorgängergesellschaften, führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses an den gewählten Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTG

ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.

ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.

ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITAL

Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.

ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen.

Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i. V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.

ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

ERMÄCHTIGUNG ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

/ VOLLSTÄNDIGER WORTLAUT DES ERMÄCHTIGUNGSBESCHLUSSES VOM 12. MAI 2015: Tagesordnungspunkt 7 der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 (www.k-plus-s.com /de/pdf/20i5/hv_einladung.pdf)

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:

Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen.

Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet.

Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen.

Zur Durchführung einer so genannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen.

Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreitet (10%-Grenze), und zwar weder im Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bis zu seiner Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (Genehmigtes Kapital), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.

ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALS

Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen.

/ VOLLSTÄNDIGER WORTLAUT DES ERMÄCHTIGUNGSBESCHLUSSES VOM 12. MAI 2015: Tagesordnungspunkt 8 der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 (www.k-plus-s.com/de/pdf/20i5/hv_einladung.pdf)

Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden.

Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:

Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden.

Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde.

Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.

Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht.

Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.

Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.

Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.

Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80% des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.

Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen.

Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.

Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.

Bedingte Kapitalerhöhung

Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben.

Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und / oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10% der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

/ VOLLSTÄNDIGER WORTLAUT DES ERMÄCHTIGUNGSBESCHLUSSES VOM 12. MAI 2015: Tagesordnungspunkt 9 der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2015 (www.k-plus-s.com /de/pdf/2015/hv_einladung.pdf)

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:

Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;

Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;

Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind.

Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.

Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.

ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLL-WECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN

K+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den drei von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in 2012 und 2013 emittierten Anleihen haben die Anleihegläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen zukündigen.

Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.

ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 121 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung (LTI) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen.

Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.

1.3 UNTERNEHMENSSTRATEGIE

VISION UND MISSION

Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab. Sie sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen und erläutern.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Vision und Mission, Seite 62

WACHSTUMSSTRATEGIE

Im Jahr 2015 haben eine Konjunkturschwäche in den Volkswirtschaften wichtiger Schwellenländer, niedrige Preise für Agrarrohstoffe und ein zunehmend kompetitives Marktumfeld im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte die K+S GRUPPE vor große Herausforderungen gestellt. Mit unserer starken Position in Europa, unseren Spezialitäten-Produkten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und dem wachstumsorientierten Salzgeschäft sowie der konsequenten Umsetzung unseres Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramms ,Fit für die Zukunft' konnten wir uns erneut gut behaupten. Die eingeschlagene Zwei-Säulen-Strategie zahlt sich aus. Wir werden diese in den kommenden Jahren weiter konsequent verfolgen.

Wir wollen in beiden Säulen weiter wachsen - dabei werden uns Programme wie "Kali 2.0" und "Salz 2020" helfen. Als Investition in die Zukunft wird die neue Kaliproduktion in Kanada (Legacy Projekt) erheblich zum Wachstum der K+S GRUPPE beitragen. Im Zentrum der finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts in Form einer Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15 %. Erstmals haben wir uns zudem ein ambitioniertes Mittelfristziel mit Blick auf das Konzern-EBITDA gesetzt. Trotz der derzeitigen Herausforderungen sind die mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt. Auf Basis dieser Annahmen ist ein Konzern-EBITDA in 2020 von rund 1,6 Mrd. € (2015: 1,1 Mrd. €) weiterhin unser Ziel.

Die einzelnen Bestandteile der K+S-Wachstumsstrategie werden in Abbildung 1.3.1 dargestellt und anschließend erläutert. / ABB: 1.3.1

DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNG

K+S strebt den Ausbau der Marktpositionen in ihren Geschäftsbereichen insbesondere über die Vermarktung ihrer vielfältigen Spezialprodukte an. Die Veredelungsstrategie ermöglicht in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz die Realisierung höherer Margen und ein gegenüber Marktschwankungen robusteres Geschäft.

/ DETAILLIERTE ANGABEN ZU UNSERER MARKTPOSITION: Seite 28

EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIEN

Die Kostenposition stellt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Unser Fokus liegt dabei auf der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamten Prozessketten hinweg. Im Jahr 2013 haben wir aus diesem Grund das Programm ,Fit für die Zukunft' aufgelegt, das zur dauerhaften Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur beitragen soll. Unser Ziel ist es, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer seinerzeit erstellten Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Durch die umgesetzten Maßnahmen haben wir mit Ablauf des Berichtsjahres bereits knapp zwei Drittel der Einsparungen erzielt.

Die weitgehend vergleichbaren Abbauverfahren ermöglichen die Realisierung von weiteren Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. Im Jahr 2015 wurde ein Projekt angestoßen, um auch auf der Vertriebsseite in ausgewählten Regionen auf bestehende Ressourcen gemeinsam zurückzugreifen und einen geschäftsbereichsübergreifenden Marktauftritt zu ermöglichen (Cross-Selling).

AUSBAU EINES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOS

Weltweit sind sowohl Kali- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. K+S zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das eine Abfederung zyklischer Markttrends sowie einen Ausgleich von anderen, z. B. wetterbedingten, Schwankungen ermöglichen soll.

SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICE

Ziel von K+S ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Konsequente Kundenorientierung und hohe Produktqualität sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Die individuelle Beratung der Kunden ermöglicht, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und anzubieten.

BESTANDTEILE DER K+S-WACHSTUMSSTRATEGIE

ABB: 1.3.1

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Differenzierung und nachhaltiges Margenwachstum durch Spezialisierung   Ausbau der strategischen Geschäftsbereiche durch Akquisitionen und Kooperationen
Ausbau eines ausgewogenen Regionalportfolios Setzen von Standards für Qualität, Zuverlässigkeit und Service Effizienzsteigerung und Nutzung von Synergien

STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSBEREICHE

K+S verfügt mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz über zwei in vielen Teilen der Wertschöpfung synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Arbeitsgebiete mit attraktiven Wachstumsperspektiven.

Neben dem organischen Wachstum streben wir in den angestammten Geschäftsbereichen auch Wachstum über Akquisitionen und Kooperationen an.

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zielt auf eine ausgewogene Präsenz in den wichtigen Agrarregionen Europa, Südamerika, Nordamerika und

STRATEGIE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

ABB: 1.3.2

Asien ab, um so einen Ausgleich der saisonalen Unterschiede und eine Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageeffekten zu ermöglichen. Der Ausbau der Marktposition in bedeutenden Überseeregionen und die Erschließung neuer, attraktiver Absatzgebiete in künftigen Wachstumsregionen werden daher weiter verstärkt vorangetrieben.

Einen zentralen Beitrag dazu wird unser Legacy Projekt in der kanadischen Provinz Saskatchewan leisten. Wir erwarten die Inbetriebnahme im Sommer dieses Jahres. Danach soll die Produktionskapazität sukzessive auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023 ausgebaut werden. Mit Abschluss der Bauphase werden dauerhaft mehr als 300 Arbeitsplätze für die Kaliproduktion geschaffen. Das Legacy Projekt wird das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort ergänzen.

Darüber hinaus verfolgt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eine weitere Erhöhung des Anteils an Spezialitäten-Produkten im Portfolio. Zur Erhöhung des Wertbeitrags und um sich zunehmend unabhängiger vom Standardkali (MOP) zu machen, werden die hochmargigen Produktsegmente weiter ausgebaut und ertragsstarke Nischen besetzt.

Sehr bedeutsam ist für uns die Optimierung unserer Produktionsstrukturen. Wir wollen die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich nutzen. Zudem hat sich K+S mit dem hessischen Umweltministerium auf Eckpunkte für einen Vier-Phasen-Plan zur dauerhaften Salzabwasser-Entsorgung im Werra-Kalirevier verständigt, der einen Regelungszeitraum bis zum Jahr 2075 beinhaltet.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43

Als Ergänzung zum gruppenweiten Programm ,Fit für die Zukunft' wurde das Projekt "Kali 2.0" im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte initiiert. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zielt das Programm neben Kosteneinsparungen auf die Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen und die Einführung einer neuen Auftau- und Ablauforganisation. Derzeit erfolgt die Umsetzung der Projektergebnisse.

Für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ergeben sich folgende strategische Handlungsfelder: / ABB: 1.3.2

SALZ

Der Geschäftsbereich Salz zielt insbesondere darauf ab, in ausgewählten Regionen und Produktsegmenten weiter zu wachsen. Bei unserer europäischen Tochtergesellschaft ESCO werden die Geschäfts- und Werksprozesse optimiert und die organisatorischen Strukturen angepasst, um flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können. Im Rahmen der Wachstumsstrategie erhöht ESCO die Produktionskapazitäten für Steinsalz in den deutschen Steinsalzbergwerken. Darüber hinaus setzt ESCO auf Wachstum in hochmargigen Segmenten, wie beispielsweise bei Pharmasalzen. Mit diesen Maßnahmen wird die Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesteigert.

In Nordamerika ist eine wesentliche strategische Zielsetzung die Stärkung des Geschäfts mit Salzprodukten, die nicht dem Auftausalzgeschäft zuzuordnen sind, um so das Gesamtportfolio robuster gegenüber Wetterschwankungen aufzustellen. Die konsequente Umsetzung unserer Premium-Markenstrategie im US-amerikanischen und kanadischen Konsumentengeschäft unterstützt dieses Ziel ebenso wie die ausgeprägte Service- und Qualitätsorientierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erreichung ambitionierter Effektivitäts- und Effizienzziele durch Konsolidierung und verbesserte Nutzung unseres nordamerikanischen Produktions- und Distributionsnetzwerks. So haben beispielsweise im Jahr 2015 die ganzheitliche Optimierung sämtlicher Warenströme im Netzwerk sowie die Neuausschreibung des gesamten nordamerikanischen Transportgeschäfts zu einer erheblichen Senkung der Transportkosten bei gleichzeitiger Erhöhung der Dienstleistungsqualität beigetragen. Für die Jahre 2016 und darüber hinaus planen wir eine weitere signifikante Profitabilitätssteigerung, unter anderem durch die fortschreitende Konsolidierung unserer Produktions- und Distributionsstandorte. Die Umsetzung der Initiative "SCORE" zielt auf Effizienzsteigerungen und höhere Produktverfügbarkeit durch eine Optimierung der Werksprozesse über alle Produktionsstandorte ab. Neben den zuvor genannten Maßnahmen verfolgen wir außerdem insbesondere im Auftausalz- und Industriesalzgeschäft das Ziel einer optimierten Nutzung der Lieferpotenziale des globalen K+S-Produktionsnetzwerks.

STRATEGIE SALZ

ABB: 1.3.3

In Lateinamerika wurde die im Vorjahr begonnene Einführung der Retail-Speisesalzmarken "LOBOS" und "BIOSAL" in Peru auch im Jahr 2015 konsequent fortgesetzt. Der Absatz konnte im Jahresverlauf mit aktiver Unterstützung durch Werbekampagnen kontinuierlich gesteigert werden. Der weitere Ausbau dieses Geschäfts sowie die Optimierung der Logistikkette stehen in den kommenden Jahren im Fokus, um in dieser Region weiteres Wachstumspotenzial zu erschließen.

Darüber hinaus hat der Geschäftsbereich Salz die Zielsetzung, die Expansion nach Asien voranzutreiben. Neben einem Ausbau der Lieferungen von Salz für Anwendungen in der chemischen Industrie ist beabsichtigt, MORTON SALT dort in ausgewählten Regionen und Segmenten zu etablieren. Über Personal vor Ort soll sowohl das strategische Ziel der Absatzsteigerung und Festigung der Kundenbindung in den bereits bedienten Produkt- und Kundensegmenten als auch die Erschließung neuer Segmente erreicht werden.

Unsere Strategie "Salz 2020", welche die zuvor genannten Initiativen bündelt, nimmt somit weiter an Fahrt auf. Wir befinden uns auf einem guten Weg zu unserem Ziel, das operative Ergebnis (EBIT I) des Geschäftsbereichs Salz bis zum Jahr 2020 auf Basis eines Normalwinters auf über 250 Mio. € zu steigern. Im Jahr 2015 haben wir diesen Wert wegen des guten Winters in Nordamerika bereits überschritten. Ein Beispiel für weiteres Wachstum ist die technisch innovative Anwendung der hochreinen Salze aus den Lagerstätten in Nord-Chile für den Kupferbergbau. Das sogenannte "Copper Leaching" meint dabei das chemische Verfahren zur Extraktion des Kupfererzes aus dem geförderten Roherz, bei dem unter anderem Salz zum Einsatz kommt. Nach Abschluss von Pilotprojekten, die die Potenziale eindrucksvoll untermauert haben, sind für die Jahre 2016 und 2017 weitere Kupferminen als Kunden identifiziert. Das Ziel von K+S ist es, die führende Rolle in diesem Segment als Partner des Kupferbergbaus auszubauen.

Für den Geschäftsbereich Salz sehen wir folgende strategische Handlungsfelder: / ABB: 1.3.3

STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN

Mit unseren Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:

Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit

Gewährleistung einer ausgewogenen Kapitalstruktur

Begrenzung von Refinanzierungsrisiken durch Diversifizierung der Finanzierungsquellen und -instrumente sowie des Fälligkeitsprofils

Kostenoptimierung durch Kapitalbeschaffung zu nachhaltig günstigen Konditionen

Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir im Berichtsjahr unsere Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. € um ein Jahr bis Juni 2020 verlängert. Zudem haben wir insgesamt drei Anleihen im Volumen von 1,5 Mrd. € ausstehend. Mit dieser Liquiditätsversorgung, der sonstigen Liquidität sowie künftiger Cashflows stellen wir die Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke und des Legacy Projekts sicher.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt durch die zentrale Treasury-Einheit. Dabei streben wir eine ständige Liquiditätsreserve für die K+S GRUPPE von mindestens 300 Mio. € an. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln in einem ausgewogenen Chance-/Risikoverhältnis zu optimieren.

/ INFORMATIONEN ZU KÜNFTIGEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden sich im ,Prognosebericht' auf Seite 114.

STRATEGIE ZUM UMGANG MIT NACHHALTIGKEITSTHEMEN

Als Rohstoffunternehmen denken und handeln wir langfristig. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei unserem unternehmerischen Handeln, welches auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet ist, auch ökologische und soziale Aspekte angemessen berücksichtigen. Daher identifizieren und bewerten wir frühzeitig und systematisch relevante Themen und gesellschaftliche Trends, um sie in unsere Managementprozesse einzubeziehen und Maßnahmen abzuleiten. Da Nachhaltigkeitsmanagement mehr ist als die Summe von Einzelthemen, ist es entscheidend, deren Interdependenz zu berücksichtigen. Die Themenidentifikation und -bewertung bedarf deshalb der regelmäßigen Aktualisierung und Überprüfung, um gegebenenfalls weitere Bausteine aufzunehmen. Das hilft, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. Wir wissen aus Erfahrung, dass sich nachhaltige Unternehmensführung auszahlt.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

IDENTIFIZIEREN

Ein wesentliches Instrument, relevante Themen und gesellschaftliche Trends zu identifizieren, ist der Austausch mit unseren Stakeholdern, seien es Individuen, Gruppen von Menschen oder Organisationen. Dieses Engagement ist dabei kein Selbstzweck. Vielmehr hilft es, das Verständnis für ein komplexes Umfeld zu erhöhen, neue, geschäftsrelevante Trends in Erfahrung zu bringen und damit die Geschäftsentwicklung zu gestalten.

AUSGEWÄHLTE STAKEHOLDERDIALOGE

Unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir stets mit Respekt und Fairness. Je nach Anlass tauschen wir uns mit Vertretern der verschiedenen relevanten Gruppen aus, um eigene Positionen und Sichtweisen zu verdeutlichen -aber auch, um die Anliegen anderer zu verstehen, das eigene Handeln immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls alternative Lösungen zu entwickeln.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/handlungsfelder/stakeholderdialog.html

Mitarbeiter

Wir stehen im kontinuierlichen Austausch mit unseren Mitarbeitern. An vielen Standorten führen wir regelmäßig Mitarbeiterversammlungen durch. Im Jahr 2015 haben wir außerdem zum zweiten Mal eine weltweite Mitarbeiterumfrage durchgeführt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Mitarbeiter', Seite 36

Gewerkschaften und Sozialpartner

In der K+S ist die Beziehung zwischen dem Unternehmen und den Betriebsräten sowie den Gewerkschaften durch eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In zahlreichen Verhandlungen und Gremien vertreten die Sozialpartner ihre Interessen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Mitarbeiter', Seite 36

Geschäftspartner

Der Dialog mit unseren Kunden hilft uns vor allem, deren Bedürfnisse noch besser zu erkennen, um Produkte und Dienstleistungen darauf auszurichten und neue Trends aufzunehmen. Neben persönlichen Gesprächen oder Messebeteiligungen führen wir zum Beispiel Zufriedenheitsanalysen durch, um konkrete Ansatzpunkte für weitere Verbesserungen zu finden. Über Kundenanfragen zu Nachhaltigkeitsthemen lernen wir, welche Themen für unsere Geschäftspartner besonders interessant sind.

Aktionäre/Investoren/Analysten

In zahlreichen Roadshows und Konferenzen nehmen wir die Anregungen von Kapitalmarktakteuren auf.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/investor-relations

Politik und Verwaltung

Wir stehen im Dialog mit Vertretern von Regierungen und Fachbehörden sowie Parlamentariern auf nationaler und internationaler Ebene. Wir unterhalten ein Büro in Berlin, um auch in der deutschen Hauptstadt direkt ansprechbar zu sein.

Standortgemeinden

Gute Nachbarschaft mit unseren Standortgemeinden und -regionen ist uns wichtig, deshalb pflegen wir einen intensiven Austausch mit den Gemeindeverwaltungen und den Anwohnern.

VERBÄNDE/ORGANISATIONEN

In ausgewählten Verbänden/Organisationen, in denen K+S-Vertreter teilweise ein leitendes Amt innehaben oder Mitglieder in Ausschüssen, Projekten oder Arbeitsgemeinschaften sind, pflegen wir den Austausch zu Themen der Nachhaltigkeit:

ASSOCIATION DES PRODUCTEURS EUROPEENS DE POTASSE (APEP)

BUNDESVERBAND DER DEUTSCHEN INDUSTRIE E.V. (BDI) ÜBER DEN VERBAND DER KALI- UND SALZINDUSTRIE E.V. (VKS)

BUNDESVEREINIGUNG DER DEUTSCHEN ARBEITGEBERVERBÄNDE (BDA) ÜBER DEN VERBAND DER KALI- UND SALZINDUSTRIE E.V. (VKS)

EUROPEAN ASSOCIATION OF MINING INDUSTRIES, METAL ORES & INDUSTRIAL MINERALS (EUROMINES)

EUROPEAN SALT PRODUCERS' ASSOCIATION (EUSALT)

FORUM MODERNE LANDWIRTSCHAFT E.V.

INTERNATIONAL FERTILIZER INDUSTRY ASSOCIATION (IFA)

INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE

INDUSTRIEVERBAND AGRAR E.V.

DEUTSCHE INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (D-EITI)

SALT INSTITUTE

UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT

VERBAND DER KALI- UND SALZINDUSTRIE E.V. (VKS)

WITTENBERG-ZENTRUM FÜR GLOBALE ETHIK E.V.

MEDIEN

Selbstverständlich informieren wir uns täglich über die aktuelle Berichterstattung zu unserem Unternehmen und dessen Marktumfeld.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/presse

NACHHALTIGKEITSRATINGS UND -RANKINGS

Unsere Aktivitäten und Maßnahmen zu Nachhaltigkeitsthemen werden in verschiedenen Nachhaltigkeits-Rankings von unabhängiger Seite wie folgt bewertet:

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.cdp.net/CDPResults/CDP-DACH-350-Report-2015-german.pdf

CDP: 2015 erreichten wir im Climate Disclosure Score 88 von 100 Bewertungspunkten (2014: 93). Im Climate Performance Band wurde K+S auf Niveau D eingestuft (2014: C).

CDP WATER: 2015 nahmen wir zum ersten Mal teil und wurden auf Niveau C (Awareness) eingestuft.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.cdp.net/CDPResults/CDP-Global-Water-Report-2015.pdf

SUSTAINALYTICS: 2015 erreichten wir eine Gesamtpunktzahl von 59 (2014: 60).

MSCI ESG RATING: Im Jahr 2015 wurden wir auf das Niveau A eingestuft.

BEWERTEN

Auftauend auf den kontinuierlichen Stakeholder Dialog, in dem ständig neue Themen identifiziert werden, haben wir mit dem "Fahrplan Nachhaltigkeit" ein konkretes Arbeitsprogramm verfolgt, um wesentliche Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE in einem systematischen gemeinschaftlichen Prozess zu konkretisieren und zu bewerten.

/ WEITERE INFORMATIONEN: www.k-plus-s.com/de/handlungsfelder/fahrplan.html

MATERIALITÄTSANALYSE

In der Materialitätsanalyse wurden aus Sicht der Stakeholder und des Unternehmens wesentliche Themen mittels verschiedener Kriterien bestimmt. Eine Vielzahl von Themen wurde hierfür aus der Innen- und Außenperspektive beleuchtet. Berücksichtigt wurden auch die maßgeblichen international anerkannten Rahmenwerke für das Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen. Hierzu gehören die Prinzipien des UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT, die OECD-LEITSÄTZE FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN, DER LEITFADEN ZUR GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG (DIN ISO 26.000: 2010) und die LEITLINIEN DER GLOBAL REPORTING INITIATIVE.

MATERIALITATSANALYSE: INTERNE UND EXTERNE PERSPEKTIVE

ABB: 1.3.4

Die Themen mit der größten Relevanz für die K+S GRUPPE und ihre Stakeholder wurden folgendermaßen zusammengefasst:

Schwerpunkt Ökonomie und Governance: Strategie zu Nachhaltigkeitsthemen und Analyse, Transparenz, wirtschaftliche Auswirkungen (inkl. Besteuerung), Unternehmensführung, Lieferketten (inkl. Kundengesundheit und -sicherheit), Anti-Korruption

Schwerpunkt Soziales/Gesellschaft: Dialog mit Anspruchsgruppen, Anti-Diskriminierung /Diversität, Entlohnung, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Ausbildung und Fortbildung, Menschenrechte, Vereinigungsfreiheit

Schwerpunkt Ökologie: Wasser, Abfall, Energie /Klima

In der Materialitätsmatrix wurden die genannten Themen nach dem Grad ihrer Relevanz für die K+S GRUPPE und ihre Stakeholder positioniert. Für alle gilt, dass sie in enger Wechselbeziehung zu unserer Geschäftstätigkeit stehen, die wir im vorliegenden Bericht darlegen. / ABB: 1.3.4

VOLLSTÄNDIGKEITS- UND LEISTUNGSANALYSE

Im Jahr 2015 haben wir bezüglich der zuvor identifizierten Themen eine Vollständigkeits- und Leistungsanalyse durchgeführt. Wir haben uns gruppen- und funktionsübergreifend die Richtlinien, Prozesse, Strukturen und Kenngrößen für die wesentlichen Themen genau angeschaut und dabei Handlungsbedarf in einigen der als gruppenweit wesentlich definierten Themenschwerpunkte erkannt.

MASSNAHMEN

NACHHALTIGKEITSPROGRAMM 2016 - 2018

Basierend auf den Ergebnissen der Vollständigkeits- und Leistungsanalyse haben wir für den Zeitraum 2016 bis 2018 mehrere gruppenweite Handlungsfelder zur Bearbeitung festgelegt. Zentrale Ambitionen, Aktivitäten und Vorhaben in diesen Handlungsfeldern werden im Folgenden kurz skizziert:

Anti-Diskriminierung/Diversität: Wir schaffen ein Umfeld der Chancengleichheit und lehnen jede Form von Diskriminierung ab. Zum Thema Anti-Diskriminierung/Diversität wird im Jahr 2016 ein Projektvorschlag erarbeitet, der auf den bestehenden freiwilligen Verpflichtungen und gesetzlichen Vorgaben aufbaut.

Gesundheit, Arbeitssicherheit: Arbeitssicherheit ist für uns von zentraler Bedeutung, weshalb wir in allen unseren Geschäftstätigkeiten das Ziel "null Unfälle" anstreben. Die Arbeitssicherheit soll deshalb zu einem verhaltensbasierten Ansatz weiterentwickelt werden.

Umwelt: Wir bemühen uns, Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten, um umweltverträglich zu produzieren - bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz. Vor allem wollen wir Wasser und Energie effizient nutzen. Für den Themenkomplex Sicherheit - Gesundheit - Umwelt ist ein übergreifendes Projekt beabsichtigt. Es wird sich zunächst mit der Reorganisation der Verantwortlichkeiten für die Themen beschäftigen.

Menschenrechte: Wir respektieren die international anerkannten Menschenrechte und unterstützen deren Einhaltung. Wir handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Im Themenbereich Menschenrechte soll ein Projektvorschlag erarbeitet werden, um die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht gruppenweit belegen zu können. Dazu soll ein sogenanntes menschenrechtliches Impact Assessment (Folgeabschätzung) durchgeführt werden. Das Verfahren dient dazu, tatsächliche und potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen zu ermitteln, die sich daraus ergebenden Erkenntnisse zu berücksichtigen, Maßnahmen zu ergreifen und deren Umsetzung nachzuhalten.

Nachhaltige Lieferketten: Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern ist durch ein offenes und faires Miteinander geprägt. Im Themenbereich "Nachhaltige Lieferketten" soll ein gemeinsames Verständnis über den jetzigen Stand und die zukünftigen Anforderungen aus Nachhaltigkeitssicht erarbeitet werden, um auf dieser Grundlage das weitere Vorgehen zu definieren. Hierbei geht es vor allem darum, das Ausmaß und die Intensität der Auswirkungen in der Wertschöpfungskette zu beurteilen und festzustellen, welche Risiken in Verbindung mit den Erzeugnissen, Dienstleistungen und Geschäftsbeziehungen der K+S, einschließlich ihrer Lieferanten und Subunternehmer, auftreten können.

WEITERE NACHHALTIGKEITS-AKTIVITÄTEN

Neben den Arbeitsschritten aus dem Fahrplan Nachhaltigkeit engagiert sich die K+S GRUPPE bzw. einzelne Gruppengesellschaften auch auf anderen Gebieten und nehmen so eine aktive Rolle in der Gesellschaft ein:

Mitarbeit in globalen Nachhaltigkeitsinitiativen: Mit unserem Engagement in globalen Nachhaltigkeitsinitiativen möchten wir den Austausch zwischen unterschiedlichen Stakeholdern fördern, aktuell informiert sein, sowie die internationalen Nachhaltigkeitsdiskussionen mitgestalten.

INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR: Um den Wertbeitrag des deutschen Rohstoffsektors transparent zu machen und diesem so zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, engagieren wir uns in der deutschen INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTOR (EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE - EITI). Zusammen mit weiteren Vertretern der Wirtschaft, gemeinnütziger Organisationen und der Politik diskutieren und gestalten wir die Umsetzung dieses internationalen Standards in Deutschland und unterstützen so die Kandidatur Deutschlands als EITI konformes Land. / WEITERE INFORMATIONEN: www.d-eiti.de

GLOBAL COMPACT der VEREINTEN NATIONEN: Im Herbst 2015 ist K+S dem global compact der vereinten Nationen beigetreten. Damit bekennt sich K+S ausdrücklich zu den zehn Prinzipien des global compact in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Diese spiegeln sich bereits in den Grundwerten und Prinzipien (Code of Conduct) wider, die für alle Mitarbeiter verbindlich sind. / WEITERE INFORMATIONEN: www.unglobalcompact.org

Growth for Uganda: Im mehrjährigen Projekt "Growth for Uganda" engagiert sich die K+S KALI GMBH zusammen mit der der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION und zeigt dabei das erfolgreiche Zusammenspiel von Geschäftsinteressen bei gleichzeitiger Schaffung von Mehrwert für große Bevölkerungsgruppen durch Anwendungsberatung von Kleinbauern vor Ort. / WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Wertschöpfung', Seite 24

Salzabwasser: Umfassende und weitreichende Pläne zum Thema Salzabwasser hat die K+S KALI GMBH im Maßnahmenpaket umgesetzt und mit der Vorbereitung des Baus der Kainit-Kristallisation-Flotation (KKF), Teil des Vier-Phasen-Plans, im Jahr 2015 begonnen. / WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43

Mitarbeitersolidarität: Eine der großen Stärken unseres Unternehmens ist, dass wir zusammenstehen - in bester bergmännischer Tradition. Wegen der zunächst bis Ende 2016 befristeten, eingeschränkten Genehmigung für die Fortsetzung der Versenkung an der Werra ist nicht auszuschließen, dass es dort zu Kurzarbeit kommt. Die anteiligen Kosten für die Aufstockung des Kurzarbeitergelds bis auf 80 % des monatlichen Netto-Normalentgelts werden vom Unternehmen getragen. Als Zeichen der Solidarität beteiligen sich alle nicht-leitenden Mitarbeiter der K+S GRUPPE in Deutschland an den anteiligen Kosten der Aufstockung auf 90 bzw. 85%. Deshalb wurde in einer Gesamtbetriebsvereinbarung eine Kürzung der variablen Vergütungen für das Jahr 2015 um fünf Prozentpunkte vereinbart. Betroffen sind die zusätzliche Erfolgsbeteiligung der Jahresleistung bei tariflichen und der variable Anteil des Jahresgehalts für den Unternehmenserfolg (STI) bei außertariflichen Verträgen. Die leitenden Angestellten beteiligen sich freiwillig an dieser Solidaritätsaktion, auch der Vorstand wird einen entsprechenden Beitrag leisten.

Spenden, Sponsoring, Ehrenamt: Zur Steigerung der Attraktivität unserer Standortregionen unterstützen wir ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. In einer internen Richtlinie sind die Bedingungen für Spenden und Sponsoring geregelt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke wurden im Jahr 2015 insgesamt in Höhe von knapp 830.000 € geleistet.

Neben Geldspenden engagieren wir uns auch mit Sachgütern und fördern den freiwilligen Einsatz unserer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke. Mit konkreten Projekten unterstützen wir die Flüchtlingshilfe in Deutschland. Mitarbeiter in Deutschland konnten sich im Jahr 2015 für ihre Tätigkeit in Hilfsorganisationen bei voller Bezahlung bis zu zwei Wochen lang freistellen lassen. In der Zentrale in Kassel wurde ein großer Schulungsraum für Deutschkurse und an einem anderen Standort Wohnräume zur Verfügung gestellt. Mitarbeiter haben für Flüchtlingsfamilien Kleidung und Spielsachen gesammelt und im Rahmen eines Freiwilligentags einen Raum in einer Erstaufnahmeeinrichtung als Spielzimmer hergerichtet. Außerdem konnten Hilfsorganisationen dringend benötigte Container günstig erwerben.

Die kanadische Gruppengesellschaft K+S POTASH CANADA ermöglicht ihren Mitarbeitern ebenfalls, sich während der Arbeitszeit gesellschaftlich, z. B. im Sportverein oder in einer gemeinnützigen Organisation, zu engagieren. Die Organisationen können sich bei K+S POTASH CANADA um eine finanzielle Unterstützung in den Bereichen Jugend, Umwelt oder Beschäftigungsförderung bewerben.

1.4 WIRTSCHAFTSBERICHT

ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die nachfolgenden Ausführungen zur gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) und des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF).

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2015 abgeschwächt. Insgesamt stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt um 3,1% (2014: 3,4%). Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern blieben die Expansionsraten gering.

In der EUROPÄISCHEN UNION setzte sich die Konjunkturbelebung im Jahresverlauf fort. Die privaten Konsumausgaben und die Investitionstätigkeit entwickelten sich positiv, während die Arbeitslosenquote zum Jahresende mit rund 10 % nach wie vor sehr hoch lag. Die relative Schwäche des Euro im Vergleich zum US-Dollar begünstigte die Ausfuhren.

Nach einer temporären Konjunkturschwäche in den Vereinigten Staaten zu Jahresbeginn führten verbesserte Witterungsbedingungen und die Beendigung des Streiks der Hafenarbeiter an der Westküste zu einer leichten Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Die privaten Konsumausgaben und Unternehmensinvestitionen legten deutlich zu. Die Arbeitslosenquote erreichte mit rund 5% zum Jahresende den tiefsten Stand seit 2008.

In den Schwellenländern war die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin verhalten. Belastend wirkten sich das geringere Expansionstempo in China, die Abschwächung der lokalen Währungen und deutlich gesunkene Rohstoffpreise aus, die insbesondere das Wachstum der Rohstoff-Exportländer bremsten.

Die Geldpolitik in den Industrieländern war weiterhin expansiv ausgerichtet. Die FEDERAL RESERVE BANK (FED) erhöhte allerdings ihren Leitzins im September 2015 auf 0,25 bis 0,5% (zuvor: 0 bis 0,25%), während die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) ihren bei 0,05% beließ. Seit März 2015 kauft die EZB Anleihen aus Ländern des Euroraums in großem Umfang auf, um auf diese Weise das selbstgesteckte Inflationsziel von 2% zu erreichen.

Aufgrund höherer Ernteschätzungen verringerten sich die Preise wichtiger Agrarrohstoffe deutlich. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, fiel im Jahresverlauf um rund 16%. / ABB: 1.4.1

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent sank im Jahresverlauf kräftig und lag Ende Dezember bei rund 37 US$ pro Barrel (31.12.2014: 57 US$ pro Barrel). Der Preisrückgang dürfte vor allem auf einen deutlichen Angebotsüberschuss zurückzuführen sein; der Durchschnittspreis des Gesamtjahres war mit rund 54 US$ nur etwa halb so hoch wie im Vorjahr (2014: 99 US$). Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Region West- und Süddeutschland abbildet, fiel im Berichtsjahr nachfragebedingt von rund 22 €/MWh auf 15 €/MWh. Gegenüber dem Vorjahr ging der Durchschnittswert auf rund 20 €/MWh deutlich zurück (2014: 25 €/MWh).

Die Entwicklung an den Devisenmärkten war im Jahr 2015 von der weiteren Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar geprägt. Nachdem der US-Dollar zu Jahresanfang noch bei rund 1,20 EUR/USD notierte, stieg er bis Ende Dezember auf etwa 1,09 EUR/USD. Im Jahresdurchschnitt lag der Wert des US-Dollars bei 1,11 EUR/USD und damit deutlich über Vorjahresniveau (2014: 1,33 EUR/USD). / ABB: 1.4.2

AUSWIRKUNGEN AUF K+S

Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:

Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Gas beeinflusst. Unsere Einkaufsverträge ermöglichen eine hohe Flexibilität hinsichtlich der Bezugsbasis. Insgesamt konnten wir unsere Energiekosten gegenüber dem Vorjahr nochmals senken.

Neben dem EUR/USD-Währungsverhältnis ist der relative Vergleich zwischen den Währungen unserer Wettbewerber (kanadischer Dollar, russischer Rubel) jeweils zum US-Dollar für uns von Bedeutung. Ein starker US-Dollar hat bei den meisten Kaliproduzenten der Welt in der Regel einen positiven Einfluss auf die Ertragskraft in ihrer jeweiligen Landeswährung; dies liegt daran, dass der Großteil der weltweiten Kaliproduktion außerhalb des US-Dollarraums liegt, jedoch beinahe sämtliche Umsätze, mit Ausnahme der europäischen, in US-Dollar fakturiert werden. Abbildung 1.4.2 zeigt, dass sich der US-Dollar im Berichtsjahr auch gegenüber dem kanadischen Dollar und dem russischen Rubel verteuerte. Insgesamt ergab sich daraus keine nennenswerte Auswirkung auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der K+S GRUPPE.

Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2015 bei durchschnittlich 1,20 EUR/USD inkl. Sicherungskosten (2014: 1,33 EUR/USD). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro somit erneut positiv aus. Für die in kanadischen Dollar zu zahlenden Investitionen bei Legacy sichern wir zudem den Wechselkurs zum Euro. Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,47 EUR/CAD (2014: 1,43 EUR/CAD). / WEITERE INFORMATIONEN ZUM FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM: Seite 90

PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL

ABB: 1.4.1

Quelle: Bloomberg

WÄHRUNGSENTWICKLUNG

ABB: 1.4.2

Quelle: Bloomberg

Der Preisdruck bei den Agrarrohstoffen hat sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte negativ auf die Ertragsaussichten der Landwirte ausgewirkt und veranlasste diese zu Kostensparmaßnahmen. Dies hatte in einigen Regionen, insbesondere in Brasilien, Auswirkungen auf die Kalinachfrage und das Preisniveau von Kaliumchlorid. Die grundsätzlichen Wachstumstreiber für die Nachfrage nach Kaliumchlorid sind weiterhin intakt: Eine jährlich um rund 80 Millionen Menschen wachsende Weltbevölkerung sowie veränderte Ernährungsgewohnheiten hin zu einem höheren Fleisch- und Eiweißkonsum und nicht zuletzt eine begrenzt zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Nutzfläche. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven sollten der Landwirtschaft ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern.

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Zu Beginn des Jahres einigten sich öffentlichen Informationen zufolge große Kalilieferanten mit den chinesischen Abnehmern für das Standardprodukt Kaliumchlorid (MOP) auf einen Preis je Tonne einschließlich Fracht von 315 USD. Die globale Nachfrage blieb in der Folge weitgehend robust.

Der stärkere US-Dollar führte in den verschiedenen Regionen zu unterschiedlichen Auswirkungen. Während einige Anbieter, insbesondere Produzenten außerhalb des Euroraums, zunächst leichte Preiserhöhungen in Europa durchsetzen konnten, führten ein schwächerer brasilianischer Real, eine geringere Kreditverfügbarkeit für die Landwirte und sinkende Preise für Agrarrohstoffe nach einem Rekordabsatz im Vorjahr zu einem Nachlassen der Nachfrage in Brasilien. Als Folge davon waren zur Jahresmitte erste Preisrückgänge in den Überseeregionen zu verzeichnen. Die zunehmende Abschwächung der Währungen in den Schwellenländern, anhaltend niedrige Agrarrohstoffpreise und ein unterdurchschnittlicher Monsun führten im weiteren Jahresverlauf auch in Südostasien und Indien zu Kaufzurückhaltung.

Annähernd stabil zeigten sich hingegen die Rahmenbedingungen im Segment Düngemittelspezialitäten. Landwirte, die chloridempfindliche Kulturen wie z. B. Gemüse oder Wein anbauen, hatten auch im Jahr 2015 aufgrund der attraktiven Erträge, die mit diesen Kulturen erzielt werden konnten, einen klaren Anreiz, entsprechende Pflanzennährstoffe wie Kaliumsulfat (SOP) einzusetzen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Im Zuge eines guten Winters in den nordamerikanischen Auftausalzregionen war die Nachfrage im ersten Quartal 2015 erneut überdurchschnittlich, wenn auch das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreicht werden konnte. Die Lieferungen erfolgten dabei allerdings in der Regel zu höheren Preisen als in der Vorsaison. In Europa führte ein erneut milder Winter nur zu leichten Absatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr.

Im zweiten und dritten Quartal entwickelte sich die Nachfrage nach Auftausalz vor allem in Nordamerika weiter positiv; an der Ostküste waren die Lagerbestände aufgrund der winterlichen Witterung zu Beginn des Jahres auf sehr niedrigem Niveau.

Das vierte Quartal zeigte sich vor allem zum Jahresende sehr mild; das nordamerikanische Wintergeschäft blieb deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Vereinzelte Schneefälle in Europa konnten die hohen Bestände nur punktuell verringern.

Die Nachfrage nach Gewerbesalzen blieb in Europa und Südamerika nahezu unverändert. In Nordamerika zeigte sich eine stabile Absatz- und positive Preisentwicklung bei Wasserenthärtungssalzen. Im Speisesalzsegment blieb die Nachfrage in Europa und Amerika auf Vorjahresniveau; die Preise in Nordamerika zogen im Durchschnitt an. Bei den Industriesalzen für die chemische Industrie ergab sich in 2015 eine stabile Nachfrage in Europa, während in Nordamerika ein Anstieg zu verzeichnen war.

WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE

Während das weltweite Kalipreisniveau in der ersten Jahreshälfte noch weitestgehend stabil blieb, mussten wir in der zweiten Jahreshälfte vor allem in den Überseeregionen Preisrückgänge hinnehmen. Die zunehmende Abschwächung der Währungen in den Schwellenländern, niedrige Preise für Agrarrohstoffe und ein unterdurchschnittlicher Monsun führten zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung.

Das Auftausalzgeschäft ist maßgeblich von der Witterung im ersten und vierten Quartal abhängig. Zu Beginn des Jahres 2015 wirkte sich der anhaltend schneereiche Winter in Nordamerika für K+S positiv aus und konnte die Auswirkungen des milden Winterwetters in Europa überkompensieren. Zum Jahresende führte eine milde Witterung auf beiden Kontinenten zu unterdurchschnittlichen Volumina im Geschäftsbereich Salz.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

UMSATZPROGNOSE

Die im Rahmen des Finanzberichts 2014 formulierte Umsatzprognose ging von einem moderaten Umsatzanstieg für das Jahr 2015 gegenüber der Vorperiode aus. Mit 4,18 Mrd. € verwirklichte der tatsächlich im Jahr 2015 erwirtschaftete Umsatz der K+S GRUPPE diese Annahme (2014: 3,82 Mrd. €).

ERGEBNISPROGNOSE

Im März 2015 gingen wir aufgrund erwarteter höherer Jahresdurchschnittserlöse im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von deutlich über dem Vorjahr liegenden operativen Ergebnissen EBITDA und EBIT I im Geschäftsjahr 2015 aus. Da sich zudem auch der Geschäftsbereich Salz aufgrund gestiegener Preise und positiver Währungseffekte positiv entwickelte, konnte die Prognose mit 1.057,5 Mio. € bzw. 781,6 Mio. € für die operativen Ergebnisse der K+S GRUPPE im Jahr 2015 realisiert werden. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug im Berichtsjahr 542,3 Mio. € und lieferte damit den deutlichen Anstieg gegenüber Vorjahr. Die Erwartung bezüglich eines moderat sinkenden ROCE wurde mit 12,5% annähernd bestätigt (2014: 12,7%).

UMSATZ NACH BEREICHEN

TAB: 1.4.1

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 608,4 500,5 471,4 511,0 2.091,3 1.884,0
Geschäftsbereich Salz 727,0 374,0 381,8 442,4 1.925,2 1.778,5
Ergänzende Aktivitäten 41,3 39,6 38,0 38,8 157,7 158,3
Überleitung 0,4 0,3 0,2 0,4 1,3 0,9
K+S GRUPPE 1.377,1 914,4 891,4 992,6 4.175,5 3.821,7
Anteil am Gesamtumsatz (%) 33,0 21,9 21,3 23,8 100,0 -
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%
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte +11,0
Geschäftsbereich Salz +8,2
Ergänzende Aktivitäten -0,4
Überleitung +44,4
K+S GRUPPE +9,3
Anteil am Gesamtumsatz (%) -

CASHFLOWPROGNOSE

Die im Rahmen des Finanzberichts 2014 enthaltene Prognose eines deutlich negativen Freien Cashflows (bereinigt) bestätigte sich, er betrug im Berichtszeitraum -635,9 Mio. € (2014: -306,3 Mio. €).

INVESTITIONSPROGNOSE

Im Finanzbericht 2014 rechneten wir für das Geschäftsjahr 2015 mit Investitionen von rund 1,3 Mrd. €. Der tatsächliche Wert lag bei 1.278,8 Mio. € und somit nahe dem prognostizierten Wert.

ERTRAGSLAGE

UMSATZ MODERAT ÜBER VORJAHR

Im Geschäftsjahr 2015 konnte der Umsatz auf 4.175,5 Mio. € gesteigert werden nach 3.821,7 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist insbesondere auf ein höheres Durchschnittspreisniveau in beiden Geschäftsbereichen sowie ein vorteilhaftes EUR/USD-Währungsverhältnis zurückzuführen. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres. / TAB: 1.4.1, 1.4.2

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Darstellung der Segmente', Seite 96

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

TAB: 1.4.2

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2015
in %
Umsatzveränderung +9,3
- mengen-/strukturbedingt -4,5
- preis-/preisstellungsbedingt +4,1
- währungsbedingt +9,7
- konsolidierungsbedingt -

UMSATZ NACH BEREICHEN

ABB: 1.4.3

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in %
2015 2014
1 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 50,1 49,3
2 Geschäftsbereich Salz 46,1 46,6
3 Ergänzende Aktivitäten 3,8 4,1

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 1.4.4

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in %
2015 2014
1 Europa 39,8 41,9
- davon Deutschland 14,2 14,9
2 Nordamerika 36,1 35,6
3 Südamerika 12,8 12,3
4 Asien 8,8 7,7
5 Afrika, Ozeanien 2,5 2,5

Während das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Salz maßgeblich durch eine überdurchschnittliche Auftausalznachfrage im Zuge der winterlichen Witterung in Nordamerika und höheren Durchschnittspreisen geprägt war, profitierte der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte derweil vor allem preis- sowie währungsbedingt. In der zweiten Jahreshälfte kam es insbesondere in einigen Überseeregionen (wie Brasilien) zu einer konjunkturellen Abkühlung, die zu einem deutlichen Rückgang des Preisniveaus für Kaliumchlorid führte. Der Markt für Kali-Spezialitäten zeigte sich hingegen durchweg robust. Im vierten Quartal führte im Geschäftsbereich Salz der ausbleibende Winter auf beiden Seiten des Atlantiks zu einem deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr.

Mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von rund 50 % war der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte erneut der umsatzstärkste innerhalb der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Salz und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 1.4.3

Bezüglich der regionalen Verteilung führte die Abschwächung des Euro im Geschäftsjahr 2015 zu einem prozentual gestiegenen Anteil der Umsätze in Übersee. Dennoch erzielten wir in Europa mit rund 40% des Gesamtumsatzes weiterhin den größten Anteil. Nordamerika erreichte etwa 36 %; hier verkaufen wir vor allem Salzprodukte. In Südamerika ist neben dem wichtigen brasilianischen Kaligeschäft auch das chilenische Salzgeschäft für uns von Bedeutung; der Umsatzanteil lag bei knapp 13 %. Auf Asien entfielen rund 9% des Gesamtumsatzes. / ABB: 1.4.4

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Für den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands am Jahresende im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10 % gering. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt.

Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können.

Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft nicht aussagekräftig.

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN

Für uns sind der Material- und Personalaufwand sowie die Frachtkosten von übergeordneter Bedeutung. Mit 1.468,7 Mio. € erhöhte sich der Materialaufwand vor allem währungsbedingt spürbar (2014: 1.329,0 Mio. €). Im Jahr 2015 betrug der Personalaufwand 1.080,0 Mio. €; er lag damit moderat über dem Niveau des Vorjahres (2014: 1.013,7 Mio. €). Einer höheren Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung, einem höheren Aufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie wechselkursbedingten Kostensteigerungen standen aber auch Einsparungen im Rahmen von ,Fit für die Zukunft' gegenüber. Die Frachtkosten konnten vor allem von den gesunkenen Preisen für Rohöl profitieren, lagen allerdings mit 808,9 Mio. € aufgrund der EUR/USD-Währungsentwicklung spürbar über Vorjahr (2014: 735,6 Mio. €).

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang in Anmerkung (8) und (9), Seite 158

ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR

,FIT FÜR DIE ZUKU NFT' AUF KURS

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir unsere erheblichen Anstrengungen fortgesetzt, die Kosten- und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe noch effizienter zu gestalten. Wir streben an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Neben tatsächlichen Einsparungen enthält dieser Betrag auch Kosten, die ursprünglich geplant waren, aber vermieden wurden.

Im Berichtsjahr 2015 konnten wir das uns gesetzte Ziel erneut übertreffen. Insbesondere in den Bereichen Produktion, Materialwirtschaft, Logistik und IT konnten Kostensenkungen erzielt werden. Wir haben beispielsweise ein IT-gestütztes System zur zentralen Produktionssteuerung eingeführt, neue hydrostatische Maschinen mit geringen Betriebskosten für den Untertageeinsatz in Betrieb genommen, Einsparungen bei Verpackungsmaterialien erzielt, das Logistiknetzwerk in Nordamerika optimiert und unsere chilenische Reederei EMPREMAR reorganisiert. Mit diesen und weiteren Initiativen haben wir nun bereits gut zwei Drittel der avisierten Einsparungen umsetzen können.

OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen (43,4 Mio. €) bereinigt wurde, lag im Berichtsjahr mit 1.057,5 Mio. € deutlich über dem hohen Wert des Vorjahres (2014: 895,5 Mio. €). / TAB: 1.4.3

EBITDA NACH BEREICHEN1

TAB: 1.4.3

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 217,2 179,0 127,2 165,8 689,2 618,5
Geschäftsbereich Salz 169,6 70,8 70,6 70,0 381,0 276,0
Ergänzende Aktivitäten 10,0 9,0 8,0 8,0 35,0 34,3
Überleitung2 -13,7 -11,5 -6,5 -16,0 -47,7 -33,3
K+S GRUPPE 383,1 247,3 199,3 227,8 1.057,5 895,5
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) 36,2 23,4 18,8 21,6 100,0 -
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%
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte +11,4
Geschäftsbereich Salz +38,0
Ergänzende Aktivitäten +2,0
Überleitung2 -43,2
K+S GRUPPE +18,1
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) -

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
2 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen und ergänzenden Aktivitäten nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile ,Überleitung' dargestellt.

EBIT I NACH BEREICHEN

TAB: 1.4.4

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 183,2 143,9 92,5 126,5 546,1 488,8
Geschäftsbereich Salz 142,0 42,6 43,2 38,5 266,3 172,9
Ergänzende Aktivitäten 7,7 6,7 5,7 6,3 26,4 24,2
Überleitung1 -16,2 -14,0 -9,3 -17,7 -57,2 -44,6
K+S GRUPPE 316,7 179,2 132,1 153,6 781,6 641,3
Anteil am Gesamt-EBIT I (%) 40,5 22,9 16,9 19,7 100,0 -
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%
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte +11,7
Geschäftsbereich Salz +54,0
Ergänzende Aktivitäten +9,1
Überleitung1 -28,3
K+S GRUPPE +21,9
Anteil am Gesamt-EBIT I (%) -

Das operative Ergebnis EBIT I betrug im Berichtsjahr 781,6 Mio. €, dies entspricht einem Anstieg von rund 22% gegenüber dem Vorjahreswert (2014: 641,3 Mio. €). Der Anstieg ist in erster Linie auf höhere Durchschnittspreise in beiden Geschäftsbereichen zurückzuführen, daneben wirkte sich das EUR/USD-Währungsverhältnis positiv aus. Das Vorjahr war zudem durch einen Sondereffekt in Höhe von 36,0 Mio. € aus einer Versicherungsleistung aufgrund der Betriebsunterbrechung am Standort Unterbreizbach begünstigt. / TAB: 1.4.4

Im EBIT I sind Abschreibungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 275,9 Mio. € berücksichtigt, diese erhöhten sich vor allem aufgrund der Inbetriebnahme neuer Anlagen im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz sowie währungsbedingt um rund 9% gegenüber dem Vorjahr (2014: 254,2 Mio. €).

ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II)

Im Jahr 2015 wurde ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 715,6 Mio. € erwirtschaftet; im Vorjahr lag dieses bei 660,7 Mio. €. Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II ergibt sich aus Ergebniseffekten aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften in Höhe von -66,0 Mio. € (2014: +19,4 Mio. €). Diese resultierten überwiegend aus der Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte. Ursächlich waren der stärkere US-Dollar sowie der schwächere kanadische Dollar im Vergleich zum Euro zum Bilanzstichtag.

Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

FINANZERGEBNIS

Im Jahr 2015 betrug das Finanzergebnis -33,7 Mio. € nach -126,0 Mio. € im Vorjahr. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus dem Wegfall der Zinsaufwendungen (28,1 Mio. €) für die im September 2014 fällig gewordene Anleihe sowie daraus, dass der Aufwand im Vorjahr durch eine Anpassung des Diskontierungssatzes für bergbauliche Rückstellungen (-39,8 Mio. €) belastet war. Zusätzlich wirkte sich die Aktivierung von Fremdkapitalzinsen insbesondere für das Legacy Projekt positiv aus (2015: 30,0 Mio. €; 2014: 1,3 Mio. €). Im Finanzergebnis wird neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (2015: - 5,6 Mio. €; 2014: - 3,4 Mio. €) auch der Zinsaufwand für sonstige langfristige Rückstellungen, insbesondere für bergbauliche Verpflichtungen (2015: -10,5 Mio. €; 2014: - 61,3 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam.

KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE

Das Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 495,2 Mio. € (2014: 380,5 Mio. €). Der Steueraufwand betrug 186,5 Mio. € (2014: 153,4 Mio. €). Der Steueraufwand setzt sich aus zahlungswirksamen Steuern in Höhe von 205,2 Mio. € (2014: 127,8 Mio. €) und nicht zahlungswirksamen latenten Steuern in Höhe von -18,7 Mio. € (2014: 25,6 Mio. €) zusammen. Der Anstieg der zahlungswirksamen Steuern ist Folge höherer operativer Ergebnisse sowie der Tatsache, dass in 2014 steuerliche Verlustvorträge in großem Umfang verbraucht wurden. Die Veränderung der latenten Steuern ist insbesondere auf eine verringerte Verlustnutzung sowie den Umstand zurückzuführen, dass in 2014 eine Steuersatzänderung in Chile zu einem erhöhten latenten Steueraufwand geführt hatte. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,7% (2014: 28,6%) zugrunde gelegt.

Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 2,59 €. Es lag damit rund 30 % über dem Vorjahreswert von 1,99 €. Die Berechnung beruht auf einer durchschnittlichen Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,4 Mio. Stückaktien.

BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE

Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert. Des Weiteren werden auch die aus dieser Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. Das bereinigte Konzernergebnis dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird wie folgt ermittelt: / TAB: 1.4.5

HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES

TAB: 1.4.5

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2015 2014
in Mio. €
Konzernergebnis 495,2 380,5
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 85,5 -24,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -22,0 9,0
Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern -18,9 5,5
Realisierter Ertrag (-) /Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada 2,5 -4,3
Bereinigtes Konzernergebnis 542,3 366,6

ERGEBNIS JE AKTIE

TAB: 1.4.6

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
Ergebnis je Aktie (€) 0,85 0,80 0,26 0,68 2,59 1,99
Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 1,04 0,62 0,46 0,71 2,83 1,92
Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40 191,40
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%
Ergebnis je Aktie (€) + 30,2
Ergebnis je Aktie, bereinigt (€)1 + 47,4
Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) -

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2015; 28,7 % (2014; 28,6 %).

Das bereinigte Konzernergebnis konnte um rund 48% auf 542,3 Mio. € gesteigert werden (2014: 366,6 Mio. €). Die bereinigte Konzernsteuerquote betrug im Berichtsjahr 27,5% nach 28,7% im Vorjahr; diese war durch einen einmaligen latenten Steueraufwand aufgrund der Steuersatzerhöhung in Chile beeinflusst. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 2,83 € (2014: 1,92 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt.

Zum 31. Dezember 2015 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit auf 191,4 Mio. Stückaktien. / TAB: 1.4.6

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE

MARGENKENNZAHLEN

Die Margenkennzahlen verbesserten sich im Berichtsjahr gegenüber den Vorjahreswerten als Folge der positiven Geschäftsentwicklung. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.057,5 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge von 25,3% (2014: 23,4%), die EBIT I-Marge erreichte 18,7% nach 16,8% im Jahr 2014. Die Umsatzrendite betrug 13,0% (2014: 9,6 %). / ABB: 1.4.5

/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN: Kapitel Weitere Informationen', Seite 191

HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN

Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peer-Group-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.

Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber wird aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie abgeleitet. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß Svensson-Methode herangezogen; Ende 2015 lag dieser bei 1,5% (2014: 1,6%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,0 % (2014: 6,0 %) sowie mit dem aus der Peer-Group abgeleiteten gültigen Betafaktor in Höhe von 0,91 (2014: 0,85) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 6,9% (2014: 6,8 %).

MARGENKENNZAHLEN ABB: 1.4.5

Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern liegt bei 3,0% (2014: 3,5%) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peer-Group und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 27,5% folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 2,2% (2014: 2,5%). Der nach dem Peer-Group-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad beträgt 22,1% (2014: 19,3%).

In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von 6,0% (2014: 6,0%) nach Steuern. Hieraus ergeben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 6.816,6 Mio. € (davon operativ gebunden: 6.257,2 Mio. €) für das Jahr 2015 Kapitalkosten in Höhe von 409,0 Mio. €. Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt 8,3% (2014: 8,4%).

RENDITEKENNZAHLEN

Auch die Renditekennzahlen entwickelten sich aufgrund der gestiegenen Ergebnisse positiv. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 13,1% (2014: 9,9%) und die Gesamtkapitalrendite 10,4% (2014: 9,0%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE betrug im Berichtsjahr 12,5% nach 12,7% im Vorjahreszeitraum. Dem Anstieg im EBIT I stand eine höhere operative Kapitalbindung gegenüber.

HERLEITUNG DES ROCE

TAB: 1.4.7

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2015 2014
in Mio. €
EBIT I 781,6 641,3
Immaterielle Vermögenswerte1 831,9 774,3
Sachanlagen 5.054,8 4.112,7
Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstige Beteiligungen 13,6 13,1
Operatives Anlagevermögen 5.900,3 4.900,1
Vorräte 705,3 578,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 732,9
Sonstige Vermögenswerte 377,2 303,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -306,0 -284,6
Sonstige Verbindlichkeiten -166,8 -112,3
Kurzfristige Rückstellungen -405,6 -404,7
Bereinigungen Working Capital2 33,4 -45,1
Working Capital 945,9 768,1
Eingesetztes Kapital 6.846,2 5.668,2
ROCE = Operatives Ergebnis (EBIT I)/Eingesetztes Kapital (Jahresdurchschnitt) 12,5% 12,7%
- Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 14,4% 17,8%
- Geschäftsbereich Salz 11,4% 8,1%
- Ergänzende Aktivitäten 27,6% 24,1%

1 Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung.
2 Bereinigt um CTA-Planvermögensüberschüsse, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen, Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.

MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1

TAB: 1.4.8

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2015 2014 2013 2012 2011
Kennzahlen
in %
Bruttomarge 45,9 42,1 43,2 45,1 45,4
EBITDA-Marge 25,3 23,4 23,0 26,3 28,7
EBIT-Marge 18,7 16,8 16,6 20,4 22,7
Umsatzrendite2 13,0 9,6 11,1 13,7 15,7
Eigenkapitalrendite nach Steuern2,3 13,1 9,9 12,8 19,6 20,2
Gesamtkapitalrendite2,3 10,4 9,0 10,9 16,1 16,4
Return on Capital Employed (ROCE) 12,5 12,7 15,2 19,9 25,2
Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern 8,3 8,4 8,2 8,7 8,6
Value Added (Mio. €) 262,8 216,4 302,3 452,4 597,3

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2015; 28,7% (2014; 28,6%).
3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.

Der ROCE liegt weiterhin deutlich über unseren Kapitalkosten von 8,3% vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Value Added in Höhe von 262,8 Mio. € geschaffen. Der Entwicklung des operativen Ergebnisses im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stand eine höhere operative Kapitalbindung, im Wesentlich durch Legacy, gegenüber; der ROCE betrug folglich 14,4%. Der Geschäftsbereich Salz erreichte im Zuge des deutlichen EBIT I-Anstiegs einen Wert von 11,4%. / TAB: 1.4.7, 1.4.8

/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN: Kapitel Weitere Informationen', Seite 191

FINANZLAGE

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE

FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT

Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,

die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern,

die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie

finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren.

Durch ein zentralisiertes Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade" Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Dies schließt vor dem Hintergrund der Investitionen in das Legacy Projekt eine temporäre Abweichung davon nicht aus. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand folgender Kennzahlen vorgenommen: / TAB: 1.4.9

Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und regelmäßig überwacht.

FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM

Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden hier wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und Investitionen für das Legacy Projekt in US-Dollar) mit Hilfe von Derivaten, in der Regel durch Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten derzeit hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf und werden zukünftig auch im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eine zunehmend größere Rolle spielen.

KENNZAHLEN UND STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR1

TAB: 1.4.9

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Zielkorridor 2015 2014 2013 2012 2011
Nettoverschuldung/EBITDA 1,0 bis 1,5 2,3 1,8 1,2 0,8 0,5
Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) max. 100 55,7 42,2 30,5 24,4 19,8
Eigenkapitalquote (%) 40 bis 50 51,9 50,6 45,3 51,4 50,9

1 Das Jahr 2014 wurde aufgrund einer Ausweisänderung der bergbaulichen Rückstellungen angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

TAB: 1.4.10

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2014 Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015
EUR/USD-Umrechnungskurs nach Prämien 1,33 1,22 1,21 1,19 1,17 1,20
Durchschnittlicher EUR/USD-Kassakurs 1,33 1,13 1,11 1,11 1,10 1,11

Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance erhalten, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben.

Im Jahr 2015 lag der realisierte Kurs des US-Dollars im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei 1,20 EUR/USD inkl. Kosten (Vorjahr: 1,33 EUR/USD). / TAB: 1.4.10

Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen vornehmlich in kanadischen Dollar (CAD) und zum Teil auch in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise eine natürliche Gegenposition durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Die verbleibende CAD-Nettoposition ist zum Großteil durch den Einsatz von Termingeschäften gesichert, die einen "worst case" festschreiben. Für das Jahr 2015 betrug der durchschnittliche Sicherungskurs 1,47 EUR/CAD (2014: 1,43 EUR/CAD). Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich die Nettoposition aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT: www.k-plus-s.com/de/legacy-project

INVESTITIONSANALYSE

Im Jahr 2015 investierte die K+S GRUPPE 1.278,8 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 125,6 Mio. € bzw. rund 11%. Der Anstieg ist vor allem auf Investitionen für unser Legacy Projekt in Kanada zurückzuführen. / TAB: 1.4.11

Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 598,3 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus 2015 und den Vorjahren. / ABB: 1.4.6

INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1

TAB: 1.4.11

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 184,7 330,8 322,1 307,4 1.145,0 1.040,4
Geschäftsbereich Salz 12,8 17,9 26,3 61,1 118,1 87,5
Ergänzende Aktivitäten 0,4 0,8 2,2 3,1 6,5 5,1
Übrige Investitionen 1,9 6,0 -0,7 2,0 9,2 20,2
K+S GRUPPE 199,8 355,5 349,9 373,6 1.278,8 1.153,2
Anteil an den Investitionen (%) 15,6 27,8 27,4 29,2 100,0 -
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%
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte +10,1
Geschäftsbereich Salz +35,0
Ergänzende Aktivitäten +27,5
Übrige Investitionen -54,5
K+S GRUPPE +10,9
Anteil an den Investitionen (%) -

1 Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen des Anlagevermögens.

INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT1

ABB: 1.4.6

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; im Jahr 2011 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
2 Investitionen in bzw. ergebniswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 1.145,0 Mio. € und damit 104,6 Mio. € bzw. 10% mehr als im Vorjahr. Der Großteil der Investitionen entfiel auf Fundament- und Stahlbauarbeiten der Fabrik, den Auf- und Ausbau der Anlagen für die Kavernenentwicklung und die Bestellung und Installation wichtiger Kernkomponenten für das Legacy Projekt in Kanada. Darüber hinaus investierten wir erheblich in das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Im Jahr 2015 stiegen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 118,1 Mio. € (2014: 87,5 Mio. €). Die Produktionssicherungsmaßnahmen des Salzbergwerks Borth in Nordrhein-Westfalen, die Erweiterung des Standorts Port Canaveral, USA, um Produktionseinrichtungen und Lagerflächen sowie Maßnahmen zur Erschließung einer tieferen Abbauebene am Steinsalzstandort Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

Die Investitionsausgaben der Ergänzenden Aktivitäten betrugen im Berichtsjahr 6,5 Mio. € und haben sich gegenüber dem Vorjahreswert um 1,4 Mio. € erhöht (2014: 5,1 Mio. €). Im Bereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung vorangetrieben.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit fiel im Vergleich zum Vorjahr um rund 7% auf 669,4 Mio. € (2014: 719,1 Mio. €). Einem Anstieg des operativen Ergebnisses EBIT I stand eine höhere Mittelbindung im Working Capital gegenüber. / TAB: 1.4.12

CASHFLOWÜBERSICHT

TAB: 1.4.12

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 309,0 130,5 190,9 39,0 669,4 719,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -122,9 -51,6 -345,2 -256,1 -775,8 -584,9
Freier Cashflow 186,1 78,9 -154,3 -217,1 -106,4 134,2
Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen -88,5 -269,4 -16,7 -154,9 -529,5 -440,5
Bereinigter Freier Cashflow 97,6 -190,5 -171,0 -372,0 -635,9 -306,3
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%
in Mio. €
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit -6,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit + 32,6
Freier Cashflow -
Anpassung um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen + 20,2
Bereinigter Freier Cashflow >100

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich im Berichtsjahr auf -1.305,3 Mio. € (2014: -1.025,4 Mio. €). Ursächlich hierfür waren insbesondere die höheren Ausgaben für das Legacy Projekt. Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) betrug damit -635,9 Mio. € (2014: -306,3 Mio. €).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr -151,5 Mio. € (2014: -787,8 Mio. €). Das Vorjahr war aufgrund der Rückzahlung der im September 2014 fällig gewordenen Anleihe belastet. Zum 31. Dezember 2015 betrug der Nettofinanzmittelbestand 118,4 Mio. € (31.12.2014: 370,3 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten sowie um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten zum Erwerbszeitpunkt von bis zu drei Monaten. / TAB: 1.4.13

FINANZIERUNGSANALYSE

Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigte sich im Berichtsjahr weiter stabil. Die Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2015 zu 89% aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt (31.12.2014: 89%). / ABB: 1.4.7

EIGENKAPITALANTEIL LEICHT ANGESTIEGEN

Das Eigenkapital stieg im Wesentlichen ergebnisbedingt von 3.974,5 Mio. € auf 4.295,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 50,6 auf 51,9% der Bilanzsumme.

MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE1

TAB: 1.4.13

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2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
Eigenkapital 4.295,6 3.974,5 3.396,6 3.393,9 3.084,6
Eigenkapitalquote (%) 51,9 50,6 45,3 51,4 50,9
Langfristiges Fremdkapital 3.036,8 2.999,8 2.686,8 2.555,3 1.953,6
- davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 166,1 162,8 102,6 160,1 95,3
- davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 870,1 872,5 743,9 706,6 580,6
Anteil langfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) 14,2 15,2 12,9 15,1 13,6
Kurzfristiges Fremdkapital 941,2 880,9 1.414,8 647,4 1.018,7
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 306,0 284,6 271,5 289,2 613,8
Finanzverbindlichkeiten 1.543,7 1.551,3 2.255,2 1.265,8 770,6
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.363,6 590,9 190,5 -39,4 -65,1
Nettoverschuldung 2.399,8 1.626,2 1.037,0 827,3 610,8
Verschuldungsgrad I (%) 35,9 39,0 66,4 37,3 25,0
Verschuldungsgrad II (%) 55,9 40,9 30,5 24,4 19,8
Working Capital 945,9 768,1 844,9 1.025,7 840,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 669,4 719,1 755,7 607,2 633,4
Freier Cashflow -106,4 134,2 -53,6 -359,4 -233,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -151,5 -787,8 721,3 243,0 -261,7

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; im Jahr 2011 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des NitrogenGeschäfts enthalten. Das Jahr 2014 wurde aufgrund einer Ausweisänderung der bergbaulichen Rückstellungen angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

PASSIVA

ABB: 1.4.7

FREMDKAPITALANTEIL GEFALLEN

Das Fremdkapital der K+S GRUPPE stieg im Berichtsjahr leicht von 3.880,7 Mio. € auf 3.978,0 Mio. €. Das Fremdkapital bestand zum 31. Dezember 2015 zu 40 % aus Rückstellungen, zu 40 % aus Finanzverbindlichkeiten sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern.

Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 3.036,8 Mio. € nach 2.999,8 Mio. € im Vorjahr. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals verringerte sich auf 36,7% der Bilanzsumme (31.12.2014: 38,2 %).

Vor allem aufgrund höherer Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich das kurzfristige Fremdkapital von 880,9 Mio. € am Ende des Jahres 2014 auf 941,2 Mio. € am 31. Dezember 2015. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug 11,4% zum 31. Dezember 2015 nach 11,2% im Vorjahr.

/ WEITERE ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG EINZELNER BILANZPOSTEN finden sich im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 159.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2015 in Höhe von 1.543,7 Mio. € (2014: 1.551,3 Mio. €). Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt auf die im Juni 2012 sowie im Dezember 2013 begebenen Unternehmensanleihen. Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2015 umgerechnet auf 22,2 Mio. €.

RÜCKSTELLUNGEN

Die langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen betrugen 870,1 Mio. € nach 872,5 Mio. € im Vorjahr. Der durchschnittliche Diskontierungssatz verblieb mit 3,5% auf Vorjahresniveau (2014: 3,5%).

Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich auf 166,1 Mio. € nach 162,8 Mio. € im Vorjahr. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 3,1% (2014: 3,1 %). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19.

/ WEITERE INFORMATIONEN finden sich im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 167.

BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Wir nutzen operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE

Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 8.273,6 Mio. € (31.12.2014: 7.855,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in das Legacy Projekt um 942,1 Mio. € auf 5.054,8 Mio. € (31.12.2014: 4.112,7 Mio. €). Die flüssigen Mittel (123,1 Mio. €) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (708,6 Mio. €) gingen um - 252,1 Mio. € respektive - 24,3 Mio. € zurück. Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten verschob sich auf 77:23. Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen verringerte sich aufgrund der Investitionen in das Legacy Projekt auf 163,1 Mio. €, dies entspricht einem Rückgang seit Jahresbeginn von rund 83 % (31.12.2014: 943,3 Mio. €). / ABB: 1.4.8

AKTIVA

ABB: 1.4.8

NETTOVERSCHULDUNG

TAB: 1.4.14

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2015 2014
in Mio. €
Flüssige Mittel am 31.12. 123,1 375,2
Langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen am 31.12. - 33,3
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen am 31.12. 40,0 534,8
Finanzverbindlichkeiten -1.543,7 -1.551,3
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease -5,2 -3,0
Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt 22,2 20,1
Nettofinanzverbindlichkeiten am 31.12. -1.363,6 -590,9
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -166,1 -162,8
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen -870,1 -872,5
Nettoverschuldung am 31.12. -2.399,8 -1.626,2

Per 31. Dezember 2015 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 2.399,8 Mio. € (31.12.2014: 1.626,2 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, bei denen Rückstellungen nicht berücksichtigt werden, betrugen zum Stichtag 1.363,6 Mio. € nach 590,9 Mio. € im Vorjahr. / TAB: 1.4.14, 1.4.15

/ DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN: Kapitel Weitere Informationen', Seite 191

ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN

Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für ein Planvermögen, das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen von MORTON SALT dient. Darüber hinaus bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcher Art behandelte Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2015 bei 417,9 Mio. € nach 433,1 Mio. € im Vorjahr. Angaben zu der Zusammensetzung dieses Planvermögens sowie zu im Jahr 2015 vorgenommenen Ausfinanzierungen finden Sie im Konzernanhang unter Anmerkung (21) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen' sowie unter Anmerkung (23) ,Langfristige Personalverpflichtungen'.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE1

TAB: 1.4.15

scroll
2015 2014 2013 2012 2011
in Mio. €
Sachanlagen, immaterielles Vermögen 6.123,1 5.128,3 3.868,9 3.528,2 3.247,9
Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 14,1 47,0 193,2 515,4 74,4
Vorräte 705,3 578,8 552,6 687,9 730,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 732,9 737,9 770,3 928,8
Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 163,1 910,0 1.867,5 786,8 757,8
Nettofinanzverbindlichkeiten 1.363,6 590,9 190,5 -39,4 -65,1
Nettoverschuldung2 2.399,8 1.626,2 1.037,0 827,3 610,8
Anlagendeckungsgrad I in % 70,0 77,3 87,5 95,8 94,5
Anlagendeckungsgrad II in % 119,5 135,6 156,7 167,9 154,4
Liquiditätsgrad I in % 17,3 103,3 132,0 121,5 74,4
Liquiditätsgrad II in % 120,4 207,6 195,0 266,2 180,3
Liquiditätsgrad III in % 203,5 281,8 236,2 378,1 256,1

1 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE; in 2011 sind auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten.
2 Das Jahr 2014 wurde aufgrund einer Ausweisänderung der bergbaulichen Rückstellungen angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2015 auf 839,2 Mio. € (31.12.2014: 1.051,7 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge geleast und Lagerkapazitäten gemietet. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren.

ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFEN

Unternehmenskäufe oder -verkäufe wurden im Berichtsjahr nicht getätigt.

DARSTELLUNG DER SEGMENTE

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

UMSATZ SPÜRBAR ÜBER VORJAHR

Im Geschäftsjahr 2015 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs um 207,3 Mio. € bzw. 11% auf 2.091,3 Mio. €; ursächlich für den Umsatzanstieg waren vor allem ein im Vergleich zum Euro stärkerer US-Dollar und höhere Durchschnittspreise. Trotz wetterbedingter Produktionseinschränkungen entsprach das Absatzvolumen im Jahr 2015 mit 6,8 Mio. t nahezu dem Wert des Vorjahres (2014: 6,9 Mio. t). / TAB: 1.4.16, 1.4.17 / ABB: 1.4.9, 1.4.10 / WEITERE INFORMATIONEN: zum Marktumfeld Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, Seite 82

Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr knapp 55%; dieser Umsatzanteil ist weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Südamerika und Asien erwirtschaftet. / TAB: 1.4.18

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

TAB: 1.4.16

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2015
in %
Umsatzveränderung +11,0
- mengen-/strukturbedingt +0,8
- preis-/preisstellungsbedingt +2,2
- währungsbedingt +8,0
- konsolidierungsbedingt -
Kaliumchlorid +12,2
Düngemittelspezialitäten +10,4
Industrieprodukte +9,2

KENNZAHLEN

TAB: 1.4.17

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Umsatz 608,4 500,5 471,4 511,0 2.091,3 1.884,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1 217,2 179,0 127,2 165,8 689,2 618,5
Operatives Ergebnis (EBIT I) 183,2 143,9 92,5 126,5 546,1 488,8
Investitionen 184,7 330,8 322,1 307,4 1.145,0 1.040,4
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 8.249 8.241 8.363 - 8.404 8.299
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%
in Mio. €
Umsatz +11,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)1 +11,4
Operatives Ergebnis (EBIT I) +11,7
Investitionen +10,1
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) +1,3

1 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

ABB: 1.4.9

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2015 2014
in %
1 Kaliumchlorid 42,6 42,2
2 Düngemittelspezialitäten 44,4 44,6
3 Industrieprodukte 13,0 13,2

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 1.4.10

scroll
2015 2014
in %
1 Europa 54,7 58,7
  - davon Deutschland 15,6 16,6
2 Nordamerika 3,3 2,4
3 Südamerika 19,7 18,4
4 Asien 17,5 15,5
5 Afrika, Ozeanien 4,8 5,0

ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN1

TAB: 1.4.18

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Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015
Umsatz Mio. € 608,4 500,5 471,4 511,0 2.091,3
Europa Mio. € 363,3 283,6 221,9 274,4 1.143,1
Übersee Mio. US$ 276,1 239,4 277,2 259,4 1.052,1
Absatz Mio. t eff. 1,94 1,61 1,52 1,75 6,82
Europa Mio. t eff. 1,21 0,90 0,70 0,92 3,73
Übersee Mio. t eff. 0,73 0,72 0,82 0,82 3,09
Ø-Preis €/t eff. 313,6 310,4 309,8 291,5 306,5
Europa €/t eff. 301,4 315,1 317,7 297,7 306,3
Übersee US$/t eff. 375,6 336,3 337,0 315,8 340,3
scroll
2014 %
Umsatz Mio. € 1.884,0 + 11,0
Europa Mio. € 1.106,7 + 3,3
Übersee Mio. US$ 1.032,6 + 1,9
Absatz Mio. t eff. 6,87 -0,7
Europa Mio. t eff. 3,88 -3,8
Übersee Mio. t eff. 2,99 + 3,4
Ø-Preis €/t eff. 274,1 + 11,8
Europa €/t eff. 285,3 + 7,4
Übersee US$/t eff. 345,0 -1,4

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR/USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

Im Berichtsjahr stieg der Umsatz mit Kaliumchlorid um 96,6 Mio. € bzw. rund 12% auf 891,6 Mio. €. Vor allem eine positive Währungs- und Mengenentwicklung trug zum Anstieg bei. Während die rückläufigen Agrarrohstoffpreise in Europa zu einer gewissen Kaufzurückhaltung führten, konnte in den Überseeregionen temporär eine höhere Nachfrage verzeichnet werden. In Europa haben wir 1,1 Mio. t Kaliumchlorid verkauft; dieser Wert lag etwa 9% unter dem des Vorjahres (2014: 1,2 Mio. t).

In Übersee wurden 2,1 Mio. t abgesetzt, somit rund 11 % mehr als im Vorjahr (2014: 1,9 Mio. t).

Die Düngemittelspezialitäten mit ihren vielfältigen Pflanzennährstoffen erzielten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen einen preis- und kursbedingten Umsatzanstieg von gut 10 % auf 928,5 Mio. € (2014: 840,7 Mio. €). Während insbesondere im ersten Halbjahr 2015 Absatz- und Preissteigerungen bei Kaliumsulfat (SOP) realisiert wurden, konnten auch bei weiteren Kalispezialsorten Preiserhöhungen in Europa verzeichnet werden. Das europäische Absatzvolumen war mit 2,2 Mio. t nahezu stabil, der Überseeabsatz lag mit knapp 0,8 Mio. t rund 10 % unter dem des Vorjahres.

Im Bereich Industrieprodukte stieg der Umsatz um rund 9% auf 271,2 Mio. € (2014: 248,3 Mio. €); auch hier wirkten sich das EUR/USD-Währungsverhältnis und Preiseffekte positiv aus. Der Absatz betrug in Europa 0,5 Mio. t (-1 %) und in Übersee 0,2 Mio. t (-6%).

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I GESTIEGEN

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 689,2 Mio. € und lag damit 70,7 Mio. € bzw. rund 11 % über dem Wert des Vorjahres (2014: 618,5 Mio. €).

Das operative Ergebnis EBIT I stieg um 57,3 Mio. € bzw. rund 12% auf 546,1 Mio. € (2014: 488,8 Mio. €). Die bereits beschriebene vorteilhafte Wechselkursentwicklung und die Erholung unseres Durchschnittspreises wirkten sich im Ergebnis ebenso positiv aus wie das Programm ,Fit für die Zukunft'. Der Vergleichswert des Vorjahres war zudem durch einen Sondereffekt aus einer Versicherungsleistung für die Betriebsunterbrechungen am Standort Unterbreizbach in Höhe von rund 34 Mio. € begünstigt.

Weiterhin berücksichtigt sind Abschreibungen in Höhe von 143,1 Mio. €; diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 13,4 Mio. € erhöht.

LEGACY PROJEKT AUF DEM WEG ZUR INBETRIEBNAHME IM SOMMER 2016

Legacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau basierenden Kaliproduktion im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Das Werk wird mit den bisher beschlossenen Ausbaustufen eine jährliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t Kaliprodukten erreichen. Dadurch wird K+S der einzige Kaliproduzent mit großen eigenen Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten sein. Das neue Kaliwerk wird das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutsam ergänzen, die durchschnittlichen Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kali-bergwerke verlängern. Zudem wird Legacy unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken, was dem Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommen wird.

/ KURZFILM ZUM LEGACY PROJEKT: www.k-plus-s.com/legacy15de

Im Berichtsjahr standen vor allem die Errichtung des Stahlbaus der Fabrik und die Installation von Hauptkomponenten im Vordergrund. Im Bereich des Solfelds wurden insgesamt vier sogenannte Pads für die Kavernenentwicklung in Betrieb genommen. Im Hafen Vancouver erfolgten Pfahlgründungen sowie erste Fundamentarbeiten.

Wir sind auf einem guten Weg, das Werk wie geplant ab Sommer 2016 in Betrieb zu nehmen, erste Mengen an Kali im weiteren Verlauf des Jahres zu produzieren und dabei das Investitionsbudget von 4,1 Mrd. kanadischen Dollar einzuhalten. Bisher wurde knapp 80 % des Gesamtbudgets verbaut. Alle wesentlichen Bauverträge für die Fabrik und die Hafenanlagen sind vergeben.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

/ KURZFILM ZUM SALZGESCHÄFT: www.k-plus-s.com/salz15de

UMSATZ AUF REKORDNIVEAU

Im Berichtsjahr erwirtschaftete der Geschäftsbereich Salz einen Umsatz von 1.925,2 Mio. € und erreichte damit ein Rekordniveau. Der gut 8 %-ige Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2014: 1.778,5 Mio. €) war vor allem währungs- sowie preisbedingt. In den Segmenten Gewerbe- und Speisesalz konnten höhere Preise durchgesetzt werden; daneben führte die überdurchschnittlich winterliche Witterung in Nordamerika zu Beginn des Berichtsjahres zu erneuten Preisanstiegen bei Auftausalz. Dieser Entwicklung standen zum Jahresende fehlende Absatzmengen aufgrund der warmen Temperaturen gegenüber. Der Umsatz mit Auftausalz lag im Berichtsjahr mit 771,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2014: 767,9 Mio. €). Der Absatz lag mit 11,9 Mio. t deutlich unter dem Rekordwert von 2014 (14,4 Mio. t), ein Rückgang um mehr als 17 %. / TAB: 1.4.19 / ABB: 1.4.11, 1.4.12

/ WEITERE INFORMATIONEN: zum Marktumfeld im Geschäftsbereich Salz, Seite 82

Der Umsatz mit Speisesalzen ist im Berichtsjahr um rund 20 % auf 401,4 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung ist vor allem auf das EUR/USD-Währungsverhältnis zurückzuführen; Preiseffekte in Nordamerika wirkten sich zudem positiv aus. Der Absatz blieb mit 1,4 Mio. t stabil (2014: 1,4 Mio. t). / TAB: 1.4.20

Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. Fischerei-, Futtermittel- und hochreinen Pharmasalzen, entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv, der Umsatz legte währungs-, preis- sowie mengenbedingt um fast 19 % auf 623,9 Mio. € zu und profitierte auch von einer internen Umklassifizierung von Industriesalz in dieses Segment. Vor allem in Nordamerika führten höhere Preise für Wasserenthärtungssalz und eine solide Nachfrage zum deutlichen Umsatzanstieg. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich 6,0 Mio. t in diesem Segment absetzen, dies entspricht einem Anstieg von rund 6% gegenüber dem Vorjahreswert (5,6 Mio. t).

Im Industriesalzgeschäft blieb der Umsatz mit 83,8 Mio. € um rund 16% hinter dem Wert des Vorjahres zurück (2014: 100,1 Mio. €), insbesondere bedingt durch die vorgenannte Umklassifizierung. Der Absatz lag in der Folge mit 1,8 Mio. t ebenfalls unter dem des Vorjahres (2,2 Mio. t).

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

TAB: 1.4.19

scroll
2015
in %
Umsatzveränderung + 8,2
- mengen-/strukturbedingt -10,6
- preis-/preisstellungsbedingt + 6,4
- währungsbedingt + 12,4
- konsolidierungsbedingt -
Speisesalz + 20,1
Gewerbesalz + 18,7
Industriesalz -16,3
Auftausalz + 0,5
Sonstiges -11,9

KENNZAHLEN

TAB: 1.4.20

scroll
Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Umsatz 727,0 374,0 381,8 442,4 1.925,2 1.778,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 169,6 70,8 70,6 70,0 381,0 276,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) 142,0 42,6 43,2 38,5 266,3 172,9
Investitionen 12,8 17,9 26,3 61,1 118,1 87,5
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 5.086 5.065 5.098 - 5.054 5.075
scroll
%
in Mio. €
Umsatz + 8,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) + 38,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) + 54,0
Investitionen + 35,0
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) -

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

ABB: 1.4.11

scroll
2015 2014
in %
1 Speisesalz 20,8 18,8
2 Gewerbesalz 32,4 29,6
3 Industriesalz 4,4 5,6
4 Auftausalz 40,1 43,2
5 Sonstiges 2,3 2,8

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 1.4.12

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2015 2014
in %
1 Europa 18,7 18,9
  - davon Deutschland 7,0 6,9
2 Nordamerika 74,6 73,8
3 Südamerika 6,3 7,1
4 Asien 0,2 0,1
5 Afrika, Ozeanien 0,2 0,1

Der Festsalzabsatz blieb im Geschäftsbereich mit 21,1 Mio. t knapp 11 % hinter dem außergewöhnlich hohen Wert des Vorjahres zurück (2014: 23,6 Mio. t). / TAB: 1.4.21

OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT I LEGEN DEUTLICH ZU

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte um 38 % auf 381,0 Mio. € gesteigert werden (2014: 276,0 Mio. €).

Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Salz lag im Berichtsjahr bei 266,3 Mio. € und übertraf damit den Vorjahreswert um 54% (2014: 172,9 Mio. €). Der starke Ergebnisanstieg ist auf Preiserhöhungen im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft sowie bei Speise- und Gewerbesalzen zurückzuführen. Sowohl das vorteilhafte EUR/USD-Währungsverhältnis als auch ,Fit für die Zukunft' wirkten sich zusätzlich sehr positiv aus; negative Mengeneffekte bei Auftausalz konnten insgesamt deutlich überkompensiert werden. Im operativen Ergebnis EBIT I sind Abschreibungen in Höhe von 114,7 Mio. € enthalten (2014: 103,1 Mio. €); der Anstieg ist vor allem währungsbedingt.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

UMSATZ STABIL

Der Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 157,7 Mio. € annähernd auf dem Wert des Vorjahres (2014: 158,3 Mio. €). Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 188,7 Mio. € (2014: 190,2 Mio. €). / TAB: 1.4.22, 1.4.23 / ABB: 1.4.13, 1.4.14

ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE1

TAB: 1.4.21

scroll
Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015
Auftausalz            
Umsatz Mio. € 448,5 79,4 91,5 152,1 771,5
Absatz Mio. t 6,89 1,22 1,48 2,29 11,88
Ø-Preis €/t 65,1 65,1 61,7 66,5 64,9
Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz            
Umsatz Mio. € 265,4 284,6 279,6 279,4 1.109,1
Absatz Mio. t 2,23 2,36 2,26 2,38 9,22
Ø-Preis €/t 119,2 120,3 124,0 117,6 120,3
scroll
2014 %
Auftausalz      
Umsatz Mio. € 767,9 + 0,5
Absatz Mio. t 14,38 -17,4
Ø-Preis €/t 53,4 + 21,6
Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz      
Umsatz Mio. € 959,9 + 15,5
Absatz Mio. t 9,24 0,2
Ø-Preis €/t 103,9 + 15,7

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

UMSATZ NACH BEREICHEN

ABB: 1.4.13

scroll
2015 2014
in %
1 Entsorgung und Recycling 55,8 57,2
2 K+S Transport GmbH 7,5 6,8
3 Tierhygieneprodukte 24,7 25,0
4 CFK (Handel) 12,0 11,0

Im Bereich Entsorgung und Recycling ging der Umsatz im Berichtsjahr vor allem mengenbedingt von 90,5 Mio. € auf 87,9 Mio. € zurück. Der Umsatz der K+S TRANSPORT GMBH stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 11,9 Mio. € an (2014: 10,8 Mio. €). Im Bereich Tierhygiene erreichte der Umsatz mit 39,0 Mio. € annähernd das Niveau des Vorjahres (2014: 39,5 Mio. €). Das CFK-Handelsgeschäft verzeichnete einen Umsatzanstieg auf 18,9 Mio. € (2014: 17,5 Mio. €).

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Ergänzenden Aktivitäten erreichte im Berichtsjahr mit 35,0 Mio. € den Wert des Vorjahres (2014: 34,3 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I betrug 26,4 Mio. € und lag damit rund 9% über dem Wert des Vorjahres (2014: 24,2 Mio. €). Während das operative Ergebnis der Bereiche Entsorgung und Recycling und CFK (Handel) vor allem mengenbedingt zurückging, konnte es in den Bereichen K+S TRANSPORT GMBH und Tierhygieneprodukte gesteigert werden. Die Abschreibungen lagen mit 8,6 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 10,1 Mio. €, welcher durch eine Sonderabschreibung eines Terminalgeländes am Standort Philippsthal belastet war.

ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR

TAB: 1.4.22

scroll
2015
in %
Umsatzveränderung -0,4
- mengen-/strukturbedingt -1,4
- preis-/preisstellungsbedingt + 1,0
- währungsbedingt -
- konsolidierungsbedingt -
Entsorgung und Recycling -2,9
K+S Transport GmbH + 10,2
Tierhygieneprodukte -1,3
CFK (Handel) + 8,0

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 1.4.14

scroll
2015 2014
in %
1 Deutschland 83,0 83,0
2 Übriges Europa 16,8 16,7
3 Asien 0,1 0,3
4 Afrika/Ozeanien 0,1 -

KENNZAHLEN

TAB: 1.4.23

scroll
Q1/15 Q2/15 Q3/15 Q4/15 2015 2014
in Mio. €
Umsatz 41,3 39,6 38,0 38,8 157,7 158,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 10,0 9,0 8,0 8,0 35,0 34,3
Operatives Ergebnis (EBIT I) 7,7 6,7 5,7 6,3 26,4 24,2
Investitionen 0,4 0,8 2,2 3,1 6,5 5,1
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 282 284 282 - 281 289
scroll
%
in Mio. €
Umsatz -0,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) + 2,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) + 9,1
Investitionen + 28,1
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) - 2,8

SONSTIGE EREIGNISSE

Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschlossen am 2. Juli 2015, den unter dem Vorbehalt einer Due-Diligence-Prüfung abgegebenen, unaufgeforderten Vorschlag des kanadischen Unternehmens POTASH CORPORATION OF SASKATCHEWAN INC. (POTASHCORP) zur Übernahme aller K+S-Aktien zu einem Preis von 41 € je Aktie abzulehnen. Nach sorgfältiger Prüfung kamen beide Gremien zu dem Ergebnis, dass die vorgeschlagene Transaktion nicht den fundamentalen Wert von K+S reflektierte und nicht im Interesse des Unternehmens lag. Am 5. Oktober 2015 zog die POTASHCORP ihren Vorschlag zurück.

Am 9. und 10. September 2015 durchsuchten Beamte der Staatsanwaltschaft Meiningen Geschäftsräume mehrerer K+S-Gruppengesellschaften. Hintergrund der Durchsuchungen war eine im Jahr 2008 durch die Thüringer Gemeinde Gerstungen erstattete Strafanzeige. Diese richtete sich gegen die angeblich rechtswidrig genehmigte Versenkung von Salzabwässern in den Plattendolomit der Gerstunger Mulde (Thüringen) und deren Rückförderung in den Jahren 1999 bis 2007. Das Unternehmen ist trotz zwischenzeitlich erhobener Anklage unverändert der Überzeugung, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig sind.

BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND1

Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist vor allem seit der zweiten Jahreshälfte 2015 aufgrund einer konjunkturellen Abkühlung in den Schwellenländern und rückläufiger Preise für Agrarrohstoffe angespannt.

1 Stand: 26. Februar 2016.

Gleichwohl haben wir uns insbesondere wegen unseres einzigartigen Produktportfolios in beiden Geschäftsbereichen insgesamt gut geschlagen und konnten im Geschäftsjahr 2015 mit einem EBIT I in Höhe von 781,6 Mio. € das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen (2014: 641,3 Mio. €). Wir haben damit unsere entsprechende Prognose vom März 2015 erfüllt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie konnte auf 2,83 € nach 1,92 € im Vorjahr gesteigert werden. Gründe für die positive Entwicklung waren höhere Durchschnittspreise in beiden Geschäftsbereichen sowie eine vorteilhafte EUR/USD-Währungsentwicklung. Die Kosteneinsparungen im Rahmen des Programms ,Fit für die Zukunft' trugen ebenfalls erneut positiv zum Ergebnis bei.

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verzeichnete zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 anhaltenden Preisdruck bei kalihaltigen Produkten vor allem in Übersee. Im Geschäftsbereich Salz war die Nachfrage nach Auftausalz witterungsbedingt verhalten.

1.5 NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.

1.6 RISIKO- UND CHANCENBERICHT

K+S wird regelmäßig mit Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die sich sowohl negativ als auch positiv auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken können. Unter Risiken verstehen wir das mögliche Eintreten von Entwicklungen und Ereignissen, die das Erreichen unserer kurz- und mittelfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Als Chancen werden mögliche künftige interne und externe Entwicklungen oder Ereignisse angesehen, die das Erreichen unserer Geschäfts- und Finanzziele positiv beeinflussen können. Sowohl Risiken als auch Chancen können somit zu Abweichungen gegenüber unserer Planung führen.

MANAGEMENTPROZESS

IDENTIFIKATION

Die Identifikation von möglichen Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung von Informationen unserer Kunden, Lieferanten sowie von Institutionen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Umfeld.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

BEWERTUNG UND STEUERUNG

Identifizierte Risiken und Chancen werden nach einer einheitlichen Methodik hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Das ermöglicht eine angemessene Prioritätensetzung und Zuweisung von Ressourcen wie z. B. Kapital und/oder Personal für Maßnahmen zur Gegensteuerung bei Risiken und Förderung bei Chancen.

Für jedes Risiko wird hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen zunächst das Bruttoschadenspotenzial bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z. B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Sofern das Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden kann, liegt der Fokus der Betrachtung auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die Risikobewertung erfolgt sowohl für das jeweils laufende Jahr als auch für den Zeithorizont der jeweils darauf folgenden zwei Jahre. Auch längerfristige Auswirkungen werden bewertet.

Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkung wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.

BERICHTERSTATTUNG

Der Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten an den Vorstand über Risiken und Chancen unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit, wenn definierte Schwellenwerte für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial erreicht werden.

Im Rahmen der Risikoberichterstattung werden gleichartige Risiken ab einem Nettoschadenspotenzial von 10 Mio. € auf Gruppenebene zusammengefasst. Entsprechendes gilt für die Chancenberichterstattung.

Risiken und Chancen mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit größer 50% werden bereits in der Jahreshochschätzung bzw. Mittelfristplanung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt und sind daher nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung.

Vierteljährlich erhalten der Vorstand sowie das relevante Management in einem standardisierten Berichtswesen einen Überblick über die aktuelle Risikosituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert. Die Berichterstattung über die Chancenpotenziale erfolgt einmal jährlich.

RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN (IFRS 7)

Unser Ziel ist es, finanzielle Risiken (z. B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel Finanzlage', Seite 89

Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Institute.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss, Seite 151

Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte).

RISIKEN UND CHANCEN 2016 - 2018

Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des Nettoschadens- bzw. Nutzenpotenzials wie folgt unterschieden:

wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. €

moderate finanzielle Auswirkung: 10 - 200 Mio. €

Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:

möglich: 5 - 50%

unwahrscheinlich: < 5%

Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrundeliegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.

ÜBERSICHT DER RISIKEN

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial, deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie deren finanziellen Auswirkungen. / TAB: 1.6.1

ÜBERSICHT DER CHANCEN

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial, deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie deren finanziellen Auswirkungen. / TAB: 1.6.2

RISIKEN

TAB: 1.6.1

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Nettoschadenspotenzial Eintrittswahrscheinlichkeit
Externe und branchenspezifische Risiken    
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich möglich
Angebotsausweitung/Nachfragerückgang wesentlich möglich
Witterungsbedingter Nachfragerückgang wesentlich möglich
Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen    
Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie bzw. Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen wesentlich möglich
Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel wesentlich möglich
Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen moderat möglich
Veränderung von Arbeitsplatzgrenzwerten moderat möglich
Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage moderat möglich
Operative Risiken    
Projekt Legacy moderat möglich
Lieferantenausfälle und Lieferengpässe moderat unwahrscheinlich
Energiekosten und Energieversorgung moderat möglich
Frachtkosten und Transportverfügbarkeit moderat möglich
Produktionstechnik moderat möglich
Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten moderat möglich
Schäden durch Gebirgsschlag wesentlich unwahrscheinlich
Wasserzutritt wesentlich unwahrscheinlich
Personal moderat unwahrscheinlich
Compliance wesentlich unwahrscheinlich
Informationssicherheit moderat unwahrscheinlich
Finanzwirtschaftliche Risiken    
Währung/Wechselkursschwankungen wesentlich möglich
Liquidität wesentlich unwahrscheinlich
Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus moderat möglich
Ausfall von Forderungen an Kunden moderat unwahrscheinlich
Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften moderat unwahrscheinlich
Verschlechterung des Unternehmensratings moderat möglich

CHANCEN

TAB: 1.6.2

scroll
Nettonutzenpotenzial Eintrittswahrscheinlichkeit
Externe und branchenspezifische Chancen    
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung wesentlich möglich
Preiserhöhung wesentlich möglich
Witterungsbedingte Nachfrageerhöhung wesentlich möglich
Operative Chancen    
Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften wesentlich möglich
Energiekosten moderat möglich
Finanzwirtschaftliche Chancen    
Währung/Wechselkursschwankungen wesentlich möglich
Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus moderat möglich
Verbesserung des Unternehmensratings moderat möglich

EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst.

Die internationalen Preise für Agrarprodukte sollten sich trotz der Abschwächung im Jahr 2015 unserer Einschätzung nach weiterhin auf einem Niveau halten, das ein Anreiz für die Landwirtschaft ist, den Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht allerdings ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer weiter verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Auf eine solche Situation würden wir gegebenenfalls mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren.

Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig. Im Gegensatz dazu ist der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau-, Speise- und Gewerbesalzen von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist.

Die künftige gesamtwirtschaftliche Situation, die auf Seite 114 beschrieben ist, hat Einfluss auf unser Geschäft. Die mittelfristige Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2016 ein.

Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen.

ANGEBOTSAUSWEITUNG/NACHFRAGERÜCKGANG

Vor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein.

Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Sollte der Markt für diese zusätzlichen Mengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck zunächst für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Ähnliche Effekte könnten sich auf der Nachfrageseite durch eine weitere Konsolidierung bedeutender Abnehmer oder durch eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden ergeben.

Erhebliche Veränderungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei kann die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe empfindlich gestört werden bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden.

Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an der Stärkung unserer Spezialitäten-Produkte.

Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kali-Kapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle.

PREISERHÖHUNG

Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen höheren Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin kann die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe N, P und K (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Positive Preiseffekte halten wir aufgrund des verstärkten Wettbewerbs kurzfristig für unwahrscheinlich, mittelfristig jedoch für möglich. Die finanziellen Auswirkungen sind stark von dem Ausmaß der Preiserhöhung abhängig.

WITTERUNGSBEDINGTER NACHFRAGERÜCKGANG

Ein Absatzrisiko für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte bzw. Salz kann sich insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage, speziell aufgrund der Witterungsabhängigkeit, ergeben. Beispielsweise kann eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Ebenso können milde Winter in den Hauptabsatzgebieten für Auftausalz (Europa, Nordamerika) den Absatz in dieser Produktgruppe erheblich verringern.

Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Eine Absicherung durch spezielle Derivate wird aufgrund der aus unserer Sicht nach wie vor unattraktiven Marktkonditionen für diese Instrumente nicht vorgenommen.

Beeinträchtigungen würden sich bezogen auf ein Jahr moderat auf die erwarteten Ergebnisse auswirken. Sollten sich solche für uns negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Beeinträchtigungen ergeben.

WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGEERHÖHUNG

Im Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S könnten bezogen auf ein Jahr einen moderaten positiven finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen ergeben.

RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN

Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlichrechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäische und nationale Umwelt-, Wasser- und Bergrechtsgesetzgebung gesteckt. Die Bedeutung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen wird künftig weiter zunehmen.

Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert bzw. versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden.

BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE BZW. VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen neben festen auch flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt.

Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 - 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Umwelt', Seite 43

Am 15. Dezember 2015 hat die Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser auf Arbeitsebene Entwürfe für einen detaillierten Bewirtschaftungsplan (BWP) und ein detailliertes Maßnahmenprogramm (MNP) 2015 - 2021 nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet (vgl. Seite 47). Diese Entwürfe sollen die Grundlage für eine Beschlussfassung durch die Umweltminister der an der FGG beteiligten Bundesländer bilden. Diese wird für März 2016 erwartet. Danach werden die auf nationaler Ebene festgestellten Bewirtschaftungspläne der EU-Kommission gemeldet.

Sollten sich die in den Entwürfen enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte und die Beschränkung der Durchsatzleistung einer Fernleitung) auch im endgültigen Bewirtschaftungsplan für die Zeit 2015 - 2021 wiederfinden und von den Verwaltungsbehörden in Hessen als verbindlich für künftige Entscheidungen betrachtet werden, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen.

Für die Versenkung von Salzabwasser des Werks Werra hat das Regierungspräsidium Kassel mit Bescheid vom 18. Dezember 2015 eine bis 31. Dezember 2016 befristete Übergangsregelung zur Salzabwasserentsorgung erteilt, nach der der Plattendolomit mit weiteren Maßgaben nur in stark begrenztem Umfang (bis zu 725.000 m3 für den Zeitraum von einem Jahr) genutzt werden darf. Der weitergehende Antrag vom 30. April 2015 ist noch nicht abschließend beschieden; eine Entscheidung darüber wird im Sommer 2016 erwartet. Bis dahin sind der Umfang der Produktion und die Entsorgung unvermeidbar anfallender Salzabwässer vorrangig an der Wasserführung der Werra auszurichten. Temporäre Produktionseinschränkungen sind an den einzelnen Standorten des Werks Werra insbesondere bei niedrigem Wasserpegel nicht auszuschließen. Vorsorglich wurde deshalb mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über die Rahmenbedingungen von Kurzarbeit abgeschlossen. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass am Ende eine Entscheidung der Behörde ergeht, die unsere Kali-Produktion im Werk Werra ohne Abstriche ermöglicht. Die Einleitung von Salzabwässern in die Werra ist zurzeit bis Ende Dezember 2020 genehmigt. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zum Gewässerschutz, deren Ziel es ist, durch erhebliche weitere Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kali-Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.

Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die eine nachteilige Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen befürchten lassen, oder Klagen gegen bestehende Erlaubnisse und Zulassungen erfolgreich wären, können diese dadurch eingeschränkt oder widerrufen werden. Die daraus resultierenden Folgen könnten zu wesentlichen Zusatzkosten und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen an den betroffenen Standorten führen.

Sollten Aufhaldungsgenehmigungen widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da diese mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kali-Bergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. Der geltende rechtliche Rahmen räumt den zuständigen Genehmigungsbehörden einen entsprechenden Ermessensspielraum ein.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Haldenmanagement', Seite 48

Einzelne auslaufende Erlaubnisse und Zulassungen könnten nicht verlängert bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies hätte im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen Personalauswirkungen zur Folge; daraus würden sich nachhaltig wesentliche Beeinträchtigungen der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der K+S GRUPPE ergeben.

GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMEL

In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen.

Wir haben daher in Zusammenarbeit mit Umweltexperten ein internes Programm aufgesetzt, das Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen durchführt. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen.

FORDERUNG NACH BERGRECHTLICHEN SICHERHEITSLEISTUNGEN

Die Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit besteht aus unserer Sicht für weitere Sicherheiten kein Anlass. Sofern zusätzlich Sicherheiten in Form der Hinterlegung geleistet werden müssten, würden finanzielle Mittel gebunden; dies könnte den finanziellen Spielraum des Unternehmens einengen.

VERÄNDERUNG VON ARBEITSPLATZGRENZWERTEN

Risiken für unsere Bergbauaktivitäten in Deutschland können aus der Umsetzung von Vorschlägen der EU-Kommission für eine Festsetzung von indikativen Arbeitsplatzgrenzwerten für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO) entstehen. Wenn dabei Gegebenheiten der Produktion unter Tage nicht hinreichend berücksichtigt werden, könnten zusätzliche betriebliche Maßnahmen und erhebliche Investitionen die Folge sein. Die gleichen Konsequenzen sind im Fall der Festlegung niedrigerer Grenzwerte für partikelförmige Dieselmotoremissionen zu erwarten, die momentan auf nationaler Ebene diskutiert werden.

RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGE

Bei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften kann dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.

OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCEN

MARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sehen wir mittelfristig keine weiteren deutlichen internen Wachstumsmöglichkeiten gegenüber unseren Annahmen in der Planung, um in bestehenden Märkten unseren Marktanteil zu erhöhen oder neue Märkte zu erschließen. Entsprechende Chancen könnten sich dagegen durch Unternehmenszukäufe und/oder Kooperationen ergeben.

Im Geschäftsbereich Salz versuchen wir, im Rahmen unserer Wachstumsstrategie einerseits in bestehenden Märkten unseren Marktanteil durch die Erhöhung des Absatzes bei unseren Bestandskunden und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Andererseits prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. So bietet Asien langfristig großes Potenzial insbesondere im Bereich der Pharma- und Chemieindustrie. Schätzungen zufolge wird aus dieser Region ab 2018 die Hälfte der weltweiten Salznachfrage stammen. Wir prüfen mehrere Optionen, um an diesem Wachstum zukünftig teilnehmen zu können.

In beiden Geschäftsbereichen werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft.

PROJEKT LEGACY

Die K+S POTASH CANADA baut derzeit in der kanadischen Provinz Saskatchewan ein neues Solungsbergwerk (Legacy). Die planmäßige Umsetzung des Projekts wird durch ein erfahrenes Projektteam sowie eine effiziente Projektorganisation sichergestellt. Ein durchgehender Controllingprozess und eine regelmäßige Berichterstattung stellen sicher, dass Abweichungen frühzeitig erkannt und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Darüber hinaus wird die Projektdurchführung kontinuierlich optimiert, verbleibende Risiken werden erfasst.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Unternehmensprofil', Seite 21

Sollten sich im Zuge des Projektfortschritts erhebliche Abweichungen gegenüber den im Basic- bzw. Detail-Engineering getroffenen Annahmen ergeben, könnte dies einen zusätzlichen Kapitalbedarf auslösen, welcher in der Regel erst zum Ende der Bautätigkeit beziffert werden kann. Folgen davon wären höhere Zahlungsabflüsse und in der Zukunft steigende Abschreibungen. Zudem würde sich die Wirtschaftlichkeit verschlechtern, sofern nicht durch Einsparungen bei den operativen Kosten oder ein verbessertes operatives Geschäft gegengesteuert werden kann. Darüber hinaus können in der Bauphase Zeitverzug oder genehmigungsrechtliche Einflüsse dazu führen, dass die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung steht. Sofern beide Risikoeinflüsse in Kombination eintreten, könnte dies in Abhängigkeit von der Länge des Zeitverzugs und der Höhe des zusätzlich benötigten Kapitalbedarfs eine wesentliche Auswirkung haben. Dieses Szenario halten wir derzeit aufgrund des Projektfortschritts für unwahrscheinlich. Eine Verwirklichung des Risikos mit moderaten Auswirkungen ist aufgrund der Projektgröße nicht auszuschließen und daher möglich.

LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSE

Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen.

ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNG

Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Eine unerwartet positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Energie/Klima', Seite 49

Der Strombezug von Dritten spielt aufgrund unserer hohen Eigenstromerzeugung nur eine untergeordnete Rolle. Eine weitere Erhöhung des EEG-Aufschlags auf Strombezug sowie eine weitere Erhöhung des EEG-Aufschlags auf die Eigenstromerzeugung können bei Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu Kostenerhöhungen führen.

FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEIT

Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße auch von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken.

PRODUKTIONSTECHNIK

Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt.

KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTEN

Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen kann es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden.

SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAG

An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag).

Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen an aktiven Standorten dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude liefert gegebenenfalls rechtzeitig Hinweise, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.

Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter sowie zu Personenschäden kommen.

WASSERZUTRITT

In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken.

Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche, planmäßige Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.

Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen.

PERSONAL

Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust wichtiger Mitarbeiter in strategischen Positionen könnte ein Risiko darstellen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Fachpersonal (z. B. Ingenieure) einzustellen, zu integrieren, dauerhaft an das Unternehmen zu binden sowie Führungspositionen adäquat zu besetzen. In Zukunft kommen außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zu. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur verzögert zu finden.

COMPLIANCE

Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen mit der Folge, dass die K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleidet.

Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management sowie ein Compliance-Programm etabliert, welches Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 51

INFORMATIONSSICHERHEIT

Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage) und könnte zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen führen. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCEN

WÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGEN

Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken.

Im Jahr 2015 war das Verhältnis zwischen in Euro und US-Dollar abgerechneten Umsätzen in etwa ausgeglichen. Daneben wurden Umsätze auch in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) getätigt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich bisher vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Durch die Investitionen unserer Tochtergesellschaft K+S POTASH CANADA in das Legacy Projekt wird die US-Dollar-Nettoposition vorübergehend reduziert. Gleichzeitig entstehen jedoch auch nennenswerte Risiken aus der Entwicklung des Wechselkurses des kanadischen Dollars.

Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mit Hilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen unbedingten worst-case-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.

Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet; dies kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Derzeit treten diese Translationseffekte hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit Voranschreiten der Investitionen bei K+S POTASH CANADA wird dies auch den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte stärker betreffen.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Kapitel ,Finanzlage', Seite 89 sowie Anhang zum Konzernabschluss, Seite 151

Günstige Wechselkursentwicklungen können sich dagegen positiv auf Ergebnis und Cashflow auswirken und bieten daher eine Chance.

LIQUIDITÄT

Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken.

Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde das Risiko steigender Kosten der Liquiditätsbeschaffung bestehen.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2015 auf 1.163,1 Mio. € und besteht aus kurzfristigen Geldanlagen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr und flüssigen Mitteln sowie einer bis 2020 laufenden Konsortialkreditlinie in Höhe von 1 Mrd. €. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Dafür erfolgt ein Monitoring bezüglich der Eignung der Partner.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss unter Anmerkung (25) finanzielle Verbindlichkeiten', Seite 176

VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS

Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen und andererseits auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten aus. Die Erhöhung des Marktzinses kann zu einem Anstieg des Zinsaufwands führen, die Verringerung des Marktzinses zu einer Verringerung des Zinsertrags. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate negative Auswirkungen zu erwarten.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss, Seite 157

AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDEN

Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen, welche die Finanzlage von K+S beeinträchtigen könnten. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung durch das zuständige Vorstandsmitglied.

/ WEITERE INFORMATIONEN: Anhang zum Konzernabschluss, Seite 162

AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTEN

Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen.

Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.

VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS

Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Herabstufung der Bonitätsbeurteilung der K+S GRUPPE durch eine Ratingagentur erfolgt. Eine solche Herabstufung (Verschlechterung) kann sich negativ auf die Kosten der (Re-)Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von (Re-)Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. K+S hat derzeit die Ratingagentur STANDARD & POOR'S beauftragt, Ratingeinschätzungen zu publizieren. / TAB: 1.6.3

/ WEITERE INFORMATIONEN ZU STRATEGISCHEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN: Seite 75

VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODE

In Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die möglichen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken hat sich im Wesentlichen keine andere Einschätzung ergeben. Die Risiken im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen Produktionsrückständen, mit der Preisbildung sowie mit Arbeitsplatzgrenzwerten nehmen an Bedeutung weiter zu. Aufgrund des Projektfortschritts halten wir im Hinblick auf unsere neue Produktionsstätte Legacy nunmehr nur noch Risiken mit moderaten Auswirkungen für möglich. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Personalrisiken reduziert sich nach routinemäßiger Überprüfung auf unwahrscheinlich.

ENTWICKLUNG DES KREDITRATINGS

TAB: 1.6.3

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Datum Rating Ausblick
Standard & Poor's    
28. August 2015 BBB negativ
29. Oktober 2014 BBB negativ
29. April 2014 BBB negativ

Als neues Risiko ist eine restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage identifiziert worden. Das Risiko eines Rechtsstreits in den USA ist aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs entfallen.

Die Chancen mit wesentlichen Effekten aus einer Preiserhöhung bei Düngemitteln haben sich nach unserer Einschätzung aufgrund der derzeitigen Marktbedingungen kurzfristig reduziert, sind jedoch im Mittelfristzeitraum unverändert möglich. Gegenwärtig werden im Vergleich zur Vorperiode global keine nennenswerten Chancen zur Frachtkostenreduzierung mehr gesehen. Dagegen sehen wir Chancen im Zusammenhang mit Kostenoptimierungen, Akquisitionen und/oder strategischen Partnerschaften.

EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND

Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen.

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der K+S GRUPPE führen könnten. Die Risikolage von K+S hat sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch aufgrund der Schwäche im Kalimarkt sowie den Unsicherheiten bezüglich der rechtlichen Rahmenbedingungen erhöht.

Die Chancenlage, die sich K+S mittelfristig bietet, ist gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Kraft von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen.

Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Vergleich zum Vorjahr deutlich angespannter.

1.7 PROGNOSEBERICHT

KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des internationalen Währungsfonds (World Economic Outlook, Oktober 2015; World Economic Outlook Update, Januar 2016) sowie des Instituts für Weltwirtschaft kiel (Kieler Diskussionsbeiträge: Weltkonjunktur im Winter 2015, Dezember 2015). / TAB: 1.7.1

Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich demnach im Jahr 2016 leicht beschleunigen. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Konjunkturbelebung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften angesichts der weiterhin expansiven Geldpolitik, eines allmählich ansteigenden Lohnniveaus, Fortschritten beim Schuldenabbau im privaten Sektor und eines gesunkenen Rohölpreises fortsetzen wird. In den Schwellenländern dürften das anhaltend geringe Rohstoffpreisniveau und strukturelle Probleme die Wachstumsperspektiven allerdings eintrüben.

KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich und dürfte tendenziell zu einer erhöhten Nachfrage nach Kali führen.

PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS

TAB: 1.7.1

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2016e 2015 2014 2013 2012
in %; real
Deutschland + 1,3 + 1,4 + 1,4 + 0,5 + 0,9
Europäische Union (EU-28) + 1,8 + 1,6 + 1,3 + 0,0 -0,3
Welt + 3,4 + 3,1 + 3,4 + 3,3 + 3,2

Quelle: IWF

Gleichzeitig notieren die Preise für Agrarprodukte, trotz der Rückgänge im Jahr 2015, weiterhin auf einem Niveau, das ausreichende Anreize bieten sollte, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern.

Für 2016 erwarten wir eine Weltkalinachfrage auf dem Niveau von 2015 (rund 64 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten), welches vor allem zum Jahresende durch eine gewisse Kaufzurückhaltung gekennzeichnet war. Während sich die Preise für Düngemittelspezialitäten, wie z. B. Kaliumsulfat (SOP), auf einem guten Niveau halten sollten und in Europa mit dem Beginn der Düngemittelsaison an Stabilität gewinnen dürften, könnten in einigen Überseeregionen eine zum Teil anhaltende Konjunkturschwäche, gefüllte Läger und eine hohe Produktverfügbarkeit den Absatz erschweren und das Preisniveau negativ beeinflussen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

In Nordamerika startete die Wintersaison 2015/2016 sehr mild und trocken. Die Nachfrage nach Auftausalz fiel daher im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt spürbar niedriger aus. In der Folge kam es bislang zu einem vergleichsweise geringen Abbau der Lagerbestände. Dies könnte zu erhöhtem Wettbewerb bei den kommenden Ausschreibungen der Saison 2016/17 führen. Im Segment Gewerbesalz dürfte sich die Nachfrage stabil bis leicht steigend entwickeln, insbesondere bei Pharmasalzen sollten im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten zu erwarten sein. Auch im Speisesalzgeschäft gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; der Verbrauch sollte hier in 2016 in etwa stabil bleiben. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz, z. B. zur Produktion von Kunststoffen, dürfte im Zuge der robusten US-amerikanischen Konjunktur und niedriger Energiekosten zunehmen.

Der Start in die europäische Wintersaison 2015/2016 war ebenfalls von einer milden Witterung geprägt und damit für einen geringen Abbau der Lagerbestände verantwortlich. Die weiterhin angespannte wirtschaftliche Lage in Teilen Europas dürfte sich dämpfend auf die Nachfrage nach Speise-, Gewerbe- und Industriesalzen auswirken. Als Europas größter Salzproduzent sind wir für die in diesem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet.

Mit unseren Produktionsstandorten in Chile und Brasilien sind wir sehr gut in der Lage, weiterhin am Wachstum in Süd- und Mittelamerika teilzuhaben. Vor allem im Bereich der Industrie- und Gewerbesalze rechnen wir mit einem zunehmenden Bedarf. In Asien konnte ein neuerlicher Anstieg der Salznachfrage verzeichnet werden. Trotz einer Intensivierung des Wettbewerbs aus Indien, Australien und Mexiko sind wir mit einer hohen Produktqualität und attraktiven Frachtraten gut aufgestellt, um diesen großen Markt auch mit unseren bestehenden Produktionsstandorten zu bedienen.

ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG

Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der K+S GRUPPE.

Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2016 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Auch im Jahr 2016 rechnen wir neben einem intensiven Wettbewerb mit einer anhaltend schwierigen Wirtschaftslage in den Schwellenländern, niedrigen Preisen für Agrarrohstoffe und einer geringen Kreditverfügbarkeit für Landwirte insbesondere in Lateinamerika. Infolgedessen erwarten wir für das Gesamtjahr einen deutlichen Rückgang des Durchschnittspreises (2015: 307 €/t).

Aufgrund der im Dezember 2015 erteilten, eingeschränkten Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Abwässern am Standort Hattorf muss die Produktion an der Wasserführung der Werra ausgerichtet werden. Mit Blick darauf sind temporäre Produktionseinschränkungen im Werk Werra in den kommenden Monaten bis zur abschließenden Entscheidung über die längerfristige Genehmigung, die wir im Sommer dieses Jahres erwarten, nicht auszuschließen. Unsere Prognose basiert daher auf einem Absatzvolumen, das leicht unter dem Wert des Vorjahres liegen dürfte (2015: 6,8 Mio. t).

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Die bis zum Aufstellungszeitpunkt vorherrschende milde Witterung dürfte zu einer moderat rückläufigen Absatzmenge führen (2015: 21 Mio. t). Ein moderat steigender Absatz von Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz (2015: 9 Mio. t) dürfte den niedrigeren Absatz von Auftausalz nicht vollständig ausgleichen.

K+S GRUPPE

Durchschnittlicher Kassakurs von 1,10 EUR/USD (2015: 1,11 EUR/USD).

UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSE

Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte im Geschäftsjahr 2016 moderat unter dem Wert des Vorjahres liegen (2015: 4.176 Mio. €), die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I dürften sich deutlich unter dem Vorjahr einstellen (2015: 1.058 Mio. € bzw. 782 Mio. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte dürfte insbesondere ein niedrigerer Durchschnittspreis zu einem deutlichen Rückgang führen (2015: 689 Mio. € bzw. 546 Mio. €). Aufgrund der bis zum Aufstellungszeitpunkt vorherrschenden milden Witterung sollten die operativen Ergebnisse im Geschäftsbereich Salz deutlich unter dem Vorjahr liegen (2015: 381 Mio. € bzw. 266 Mio. €).

Nach einem bisher erfolgreichen Verlauf setzen wir das Programm ,Fit für die Zukunft' weiter konsequent um. Die nachhaltige Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur hat das Ziel, die Produktion sowie Verwaltungs- und Vertriebsfunktionen effizienter zu gestalten. Wir streben an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Das Programm sollte auch in 2016 einen über die ursprüngliche Planung hinausgehenden Beitrag leisten.

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte der Entwicklung der operativen Ergebnisse folgen und somit ebenso deutlich niedriger sein als in der Vorperiode (2015: 542 Mio. €).

ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN

INVESTITIONEN MODERAT NIEDRIGER

Das erwartete Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2016 dürfte moderat unter dem Vorjahr bleiben (2015: 1,3 Mrd. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entfällt der überwiegende Teil erneut auf Ausgaben für das Legacy Projekt sowie auf Investitionen zur Reduzierung des Salzwasseraufkommens im hessisch-thüringischen Kalirevier; das Volumen dürfte insgesamt spürbar unter dem Vorjahr liegen (2015: 1,1 Mrd. €). Die Investitionen im Geschäftsbereich Salz sollten kräftig ansteigen, obgleich die absolute Veränderung in Relation zum Volumen der Gruppe gering ist (2015: 0,1 Mrd. €). Der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE dürfte erneut deutlich negativ sein (2015: -636 Mio. €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) dürfte neben dem kräftigen Ergebnisrückgang auch aufgrund einer höheren Kapitalbindung deutlich unter dem Vorjahreswert liegen (2015: 12,5 %). Vor allem der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sollte aufgrund der erwartet niedrigeren Preise einen deutlich unter dem Vorjahr liegenden ROCE ausweisen (2015: 14,4%), der Wert des Geschäftsbereichs Salz dürfte spürbar rückläufig sein (2015: 11,4%).

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDEN

DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Infolgedessen werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 eine Dividende in Höhe von 1,15 € je Aktie (Vorjahr: 0,90 € je Aktie) vorschlagen; dies entspricht einer Steigerung von 28 % und einer Ausschüttungsquote von 41 % (Vorjahr: 47 %).

MITTELFRISTPROGNOSE

LANGFRISTIGE WACHSTUMSAUSSICHTEN BLEIBEN INTAKT

Insbesondere das Legacy Projekt, welches wir dieses Jahr in Betrieb nehmen, aber auch die hohen Erwartungen an eine Steigerung der Profitabilität in unserem Salzgeschäft im Rahmen der "Salz 2020"-Strategie stimmen uns positiv. Trotz der derzeitigen Abschwächung im Kalimarkt sind die mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt. Auf Basis dieser Annahmen ist ein Konzern-EBITDA in 2020 von rund 1,6 Mrd. € (2015: 1,1 Mrd. €) weiterhin unser Ziel. Für diesen Zeitraum gehen wir von einem jährlichen Wachstum des operativen Cashflows von durchschnittlich mindestens 10 % (CAGR) aus.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE

Der Vorstand der K+S GRUPPE erwartet, dass die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE für das Geschäftsjahr 2016 deutlich unter denen des Vorjahres liegen dürften. Hier sollte sich insbesondere ein deutlich niedrigerer Durchschnittspreis im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bemerkbar machen. Das erwartete Investitionsvolumen für das Jahr 2016 bleibt insbesondere aufgrund der Ausgaben für das Legacy Projekt auf einem hohen Niveau, infolgedessen sollte der bereinigte Freie Cashflow erneut deutlich negativ ausfallen.

1.8 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)

Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist auf Seite 51 enthalten.

VERGÜTUNGSBERICHT

Die Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 121 enthalten.

ANGABEN NACH §289 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS

Die Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 65.

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 21 - 83.

ERTRAGSLAGE

Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 118,6 Mio. € um 3,2 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2014: 115,4 Mio. €). Während sich die Umsatzerlöse in den Bereichen Tierhygiene und IT auf Vorjahresniveau bewegten, erhöhten sich die sonstigen Umsatzerlöse aufgrund eines Anstiegs der konzerninternen Verrechnung von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften um 3,9 Mio. € auf 37,3 Mio. € (2014: 33,4 Mio. €). / TAB: 1.8.1

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich deutlich um 99,7 Mio. € auf 181,4 Mio. € (2014: 81,7 Mio. €). Wesentlich dazu beigetragen haben Erträge aus Kurssicherungsgeschäften für USD- und CAD-Positionen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 98,3 Mio. € auf 173,7 Mio. € erhöht. Der Anstieg ist u. a. auf höhere Aufwendungen aus Kurssicherungsgeschäften sowie auf gestiegene Kursverluste zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen sind von 552,4 Mio. € in 2014 auf 578,6 Mio. € in 2015 gestiegen. Die Ergebnisabführung der K+S SALZ GMBH mit 50,0 Mio. € (2014: Verlust 0,2 Mio. €) trägt im Wesentlichen zum Anstieg bei. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S KALI GMBH mit 505,1 Mio. € (2014: 533,3 Mio. €), der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 11,6 Mio. € (2014: 12,1 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 10,6 Mio. € (2014: 6,4 Mio. €).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT1

TAB: 1.8.1

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2015 2014
in Mio. €
Umsatzerlöse 118,6 115,4
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 123,0 111,0
Bruttoergebnis vom Umsatz -4,3 4,4
Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten 36,7 34,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 7,7 -16,6
Beteiligungsergebnis 578,6 552,4
Zinsergebnis -115,8 -120,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -2,5 -0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 426,8 385,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 153,4 123,4
Jahresüberschuss 273,5 261,8
Gewinnvortrag - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - 79,5
Bilanzgewinn 273,5 182,3

1 Eine detaillierte Gewinn- und Verlustrechnung findet sich im Jahresabschluss 2015 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge verringerten sich von 9,3 Mio. € auf 4,1 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus Wertpapieren zurückzuführen.

Vor allem durch geringere Zinsaufwendungen für Anleihen verminderten sich die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 134,1 Mio. € auf 120,1 Mio. €. Dem stehen höhere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen gegenüber.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit 426,8 Mio. € spürbar über dem Vorjahreswert von 385,3 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 11,7 Mio. € auf 273,5 Mio. € (2014: 261,8 Mio. €).

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Das Anlagevermögen ist um 927,4 Mio. € auf 5.625,9 Mio. € (2014: 4.698,5 Mio. €) gewachsen. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalzuführungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Damit beträgt der Anteil des Anlagevermögens 87% der Bilanzsumme (2014: 78%). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2015 um 420,2 Mio. € auf 6.430,8 Mio. €. / TAB: 1.8.2

Das Umlaufvermögen fiel um 507,2 Mio. € auf 781,5 Mio. € (2014: 1.288,7 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich von 828,9 Mio. € im Vorjahr auf 696,7 Mio. €. Ursächlich für diesen Rückgang sind einerseits zum Stichtag des Vorjahres bestehende kurzfristige Forderungen aus internen Wertpapiertransaktionen, welche im laufenden Geschäftsjahr abgelöst wurden, sowie andererseits gesunkene Forderungen aus internem Zahlungsverkehr (Cashpooling). Die Finanzierung des Legacy Projekts ist hauptsächlich für die Verringerung der Position Wertpapiere um 234,9 Mio. € auf 10,2 Mio. € sowie für den Rückgang des Guthabens bei Kreditinstituten von 150,3 Mio. € auf 17,6 Mio. € verantwortlich.

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von 0,9 Mio. € (2014: 8,3 Mio. €) aus, der aus einem Überhang der Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens über Verpflichtungen aus Pensionszusagen resultiert.

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 101,2 Mio. € auf 2.279,5 Mio. € gestiegen (2014: 2.178,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2015 35 % (2014: 36%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.373,5 Mio. € (2014: 2.081,7 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpooling-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen. Durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling ergibt sich ein leichter Anstieg aller Verbindlichkeiten um 282,1 Mio. € auf 3.923,4 Mio. €

BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVA

TAB: 1.8.2

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31.12.2015 31.12.2014
in Mio. €
Immaterielle Vermögensgegenstände 11,1 14,0
Sachanlagen 64,0 60,7
Finanzanlagen 5.550,8 4.623,8
Anlagevermögen 5.625,9 4.698,5
Vorräte 1,8 1,5
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 751,9 891,8
Wertpapiere 10,2 245,1
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 17,6 150,3
Umlaufvermögen 781,5 1.288,7
Rechnungsabgrenzungsposten 22,5 15,0
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung 0,9 8,3
AKTIVA 6.430,8 6.010,6

BILANZ DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVA

TAB: 1.8.3

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31.12.2015 31.12.2014
in Mio. €
Gezeichnetes Kapital 191,4 191,4
Kapitalrücklage 701,6 701,6
Gewinnrücklagen 1.113,1 1.103,0
Bilanzgewinn 273,5 182,3
Eigenkapital 2.279,5 2.178,3
Steuerrückstellungen 28,6 17,1
Sonstige Rückstellungen 198,7 173,0
Rückstellungen 227,3 190,1
Verbindlichkeiten 3.923,4 3.641,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,6 0,8
PASSIVA 6.430,8 6.010,6

(2014: 3.641,3 Mio. €). Die Gesellschaft weist zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 227,3 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. / TAB: 1.8.3

DIVIDENDE

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Bilanzgewinn von 273,5 Mio. € (2014: 182,3 Mio. €) aus.

Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung am 11. Mai 2016 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 wie in Tabelle 1.8.4 dargestellt zu verwenden. / TAB: 1.8.4

GEWINNVERWENDUNG1

TAB: 1.8.4

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2015 2014
in Mio. €
Dividende je Aktie (€) 1,15 0,90
Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien 220,1 172,3
Einstellung in Gewinnrücklagen 53,4 10,0
Gewinnvortrag - -
Bilanzgewinn 273,5 182,3

1 Beträge sind gerundet.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 32.

MITARBEITER

Im Jahresdurchschnitt waren 809 Mitarbeiter (2014: 832 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt, davon waren 17 Auszubildende (2014: 24 Auszubildende).

RISIKEN UND CHANCEN

Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 102.

Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 5 HGB) findet sich auf Seite 64.

NACHTRAGSBERICHT

Der ,Nachtragsbericht' für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 102.

PROGNOSEBERICHT

Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE prognostizierte Geschäftsentwicklung findet sich im ,Prognosebericht' ab Seite 114.

1.9 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.

 

Kassel, 26. Februar 2016

K+S AKTIENGESELLSCHAFT

DER VORSTAND

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

1.10 VERGÜTUNGSBERICHT

Im Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den Oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.

Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen.

Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.

Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr.

Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60 % vor. Der variable Anteil ist wiederum zu 80% an die Unternehmensperformance, d. h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden; die übrigen 20 % sind von der persönlichen Leistung abhängig. Eine variable Vergütung von 100 % wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115% des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100 % bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite gedeckelt. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150 %. Zudem sind seit dem Jahr 2013 auch die Nebenleistungen gedeckelt.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE: Seite 88

Der Finanzvorstand erhält das 1,15-fache, der Vorstandsvorsitzende das 1,7-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus einem kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programm zu beziehen. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen:

Operatives Ergebnis (EBIT I)

+ Zinserträge des Geschäftsjahres

- Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres

= Wertbeitrag

Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr.

Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: / ABB: 1.10.1

Zu Beginn eines LTI wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0%. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200 % (= 700.000 €). Für den Finanzvorstand beträgt die Vergütungskomponente das 1,15-fache, für den Vorstandsvorsitzenden das 1,7-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.

Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. / ABB: 1.10.2

LTI-PROGRAMM

ABB: 1.10.1

Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EUROSHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet.

Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds dargestellt: / TAB: 1.10.1

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der "Gewährungs-" bzw. der "Zufluss"-Tabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%-iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. / TAB: 1.10.2, 1.10.3

Aufgrund der eingeschränkten Versenkmöglichkeit am Werksverbundstandort Werra hat das Unternehmen eine Gesamtbetriebsvereinbarung geschlossen, nach der für den Fall von daraus resultierender Kurzarbeit das Entgelt der betroffenen Mitarbeiter zusätzlich aufgestockt wird. Im Gegenzug verzichten alle nicht-leitenden Mitarbeiter der K+S GRUPPE in Deutschland auf 5%-Punkte ihrer (kurzfristigen) variablen Vergütung, bezogen auf den Unternehmenserfolg.

LTI-PROGRAMME 2012 - 2015

ABB: 1.10.2

1 In den Jahren 2008 und 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeiträge die Kappungsgrenze erreicht.
2 Für ein ordentliches Vorstandsmitglied; die Auszahlung erfolgt im April des dem Programmende folgenden Jahres.

BEISPIELRECHNUNG füR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDS

TAB: 1.10.1

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Zielerreichung 100% Zielerreichung 0% Maximale Zielerreichung
in €
Fixum: 40% 400.000 400.000 400.000
Tantieme: 60% 600.0001 02 905.0003
- davon Unternehmensperformance: 80% 480.000 0 725.000
- davon persönliche Zielerreichung: 20% 120.000 0 180.000
Jahresvergütung 1.000.000 400.000 1.305.000
LTI-Programm 350.0004 05 700.0006
Gesamtvergütung 1.350.000 400.000 2.005.000

1 Gesamtkapitalrendite = Mindestrendite; persönliche Zielerreichung 100%.
2 Gesamtkapitalrendite = 0%; persönliche Zielerreichung = 0%.
3 Gesamtkapitalrendite ≥ Mindestrendite + 21 Prozentpunkte; persönliche Zielerreichung = rund 150%.
4 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum = 0 Mio. € = 100%.
5 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≤ -200 Mio. € = 0%.
6 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≥ +200 Mio. € = 200%.

Als Zeichen gelebter Solidarität haben sich die leitenden Angestellten in Deutschland diesem Verzicht auf freiwilliger Basis vollständig angeschlossen. Auch der Vorstand hat eine Verzichtserklärung unterschrieben. Danach verzichten die ordentlichen Vorstandsmitglieder auf je 15.000 €, der Finanzvorstand auf 17.250 € und der Vorstandsvorsitzende auf 25.500 €. Diese Beträge entsprechen - im Verhältnis zum Einkommen aus kurzfristiger variabler Vergütung - dem Umfang des Verzichts der Belegschaft.

Für den Fall, dass der Gesamtbetrag dieses Vergütungsverzichts das Volumen der zusätzlichen Aufstockungsbeträge im Falle von Kurzarbeit überschreitet, werden entsprechende Auszahlungen des Restbetrages im April 2017 vorgenommen.

Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5% im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht.

Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 5,0-fache (2014: 4,9-fache) des Oberen Führungskreises weltweit sowie das 24,7-fache (2014: 24,8-fache) der Gesamtbelegschaft.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 das Mandat des Vorstandsmitglieds Dr. Thomas Nöcker bis zum 31. August 2018 verlängert.

Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf fünf Mitglieder, alle Mitglieder waren ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus sechs Mitgliedern, davon waren fünf Mitglieder ganzjährig im Amt. Sämtliche Bestandteile der Vorstandsvergütung werden alle drei Jahre überprüft - dieser Turnus war zum 1. Januar 2015 abgelaufen. Aufgrund des laufenden Sparprogramms ,Fit für die Zukunft' hat der Aufsichtsrat - im Einvernehmen mit dem Vorstand - die Überprüfung um ein Jahr auf den 1. Januar 2016 verschoben. Wie in Abbildung 1.10.2 auf Seite 123 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen erreichte das LTI-Programm 2012 einen Wert von 53,9%.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN)

TAB: 1.10.2

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Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 05/2000 Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max) 2014 2015
in Tsd. €
Festvergütung 620,0 680,0 680,0 680,0 440,0 460,0
Nebenleistung1 26,6 26,8 26,8 26,8 23,5 23,4
Summe 646,6 706,8 706,8 706,8 463,5 483,4
Einjährige variable Vergütung 930,0 1.020,0 0 1.538,5 660,0 690,0
Mehrjährige variable Vergütung 525,0 595,0 0 1.190,0 385,0 402,5
- LTI 525,0 595,0 0 1.190,0 385,0 402,5
Summe 2.101,6 2.321,8 706,8 3.435,3 1.508,5 1.575,9
- Dienstzeitaufwand -133,04 581,8 581,8 581,8 419,7 586,1
Gesamtvergütung 1.968,6 2.903,6 1.288,6 4.017,1 1.928,2 2.162,0
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Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012 Dr. Andreas Radmacher Im Vorstand seit 09/2013
2015 (Min) 2015 (Max) 2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
in Tsd. €
Festvergütung 460,0 460,0 400,0 400,0 400,0 400,0
Nebenleistung1 23,4 23,4 24,6 25,8 25,8 25,8
Summe 483,4 483,4 424,6 425,8 425,8 425,8
Einjährige variable Vergütung 0 1.040,8 600,0 600,0 0 905,0
Mehrjährige variable Vergütung 0 805,0 350,0 350,0 0 700,0
- LTI 0 805,0 350,0 350,0 0 700,0
Summe 483,4 2.329,2 1.374,6 1.375,8 425,8 2.030,8
- Dienstzeitaufwand 586,1 586,1 392,8 541,7 541,7 541,7
Gesamtvergütung 1.069,5 2.915,3 1.767,4 1.917,5 967,5 2.572,5
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Mark Roberts2, 5 Im Vorstand seit 10/2012 Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max) 2014 2015
in Tsd. €
Festvergütung 400,0 400,0 400,0 400,0 400,0 400,0
Nebenleistung1 45,6 52,2 52,2 52,2 24,6 27,3
Summe 445,6 452,2 452,2 452,2 424,6 427,3
Einjährige variable Vergütung 600,0 600,0 0 905,0 600,0 600,0
Mehrjährige variable Vergütung 350,0 350,0 0 700,0 350,0 350,0
- LTI 350,0 350,0 0 700,0 350,0 350,0
Summe 1.395,6 1.402,2 452,2 2.057,2 1.374,6 1.377,3
- Dienstzeitaufwand 423,6 526,5 526,5 526,5 331,9 419,3
Gesamtvergütung 1.819,2 1.928,7 978,7 2.583,7 1.706,5 1.796,6
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Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003
2015 (Min) 2015 (Max)
in Tsd. €
Festvergütung 400,0 400,0
Nebenleistung1 27,3 27,3
Summe 427,3 427,3
Einjährige variable Vergütung 0 905,0
Mehrjährige variable Vergütung 0 700,0
- LTI 0 700,0
Summe 427,3 2.032,3
- Dienstzeitaufwand 419,3 419,3
Gesamtvergütung 846,6 2.451,6

1 Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.
2 Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden, kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.
3 Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Roberts als CEO der Morton Salt erhalten hat.
4 Ertrag durch Vertragsverlängerung um 2 Jahre.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS)

TAB: 1.10.3

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Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 05/2000 Dr. Burkhard Lohr, Finanzvorstand Im Vorstand seit 06/2012 Dr. Andreas Radmacher Im Vorstand seit 09/2013
2015 2014 2015 2014 2015 2014
in Tsd. €
Festvergütung 680,0 620,0 460,0 440,0 400,0 400,0
Nebenleistungen 26,8 26,6 23,4 23,5 25,8 24,6
Summe 706,8 646,6 483,4 463,5 425,8 424,6
Einjährige variable Vergütung 994,51 930,0 672,81 660,0 585,01 600,0
Mehrjährige variable Vergütung 320,7 747,1 - - - -
- Planbezeichnung (Planlaufzeit) 2012-2015 2011-2014 - - - -
Summe2 2.022,0 2.323,7 1.156,2 1.123,5 1.010,8 1.024,6
- Versorgungsaufwand 581,8 -133,0 586,1 419,7 541,7 392,8
Gesamtvergütung 2.603,8 2.190,7 1.742,3 1.543,2 1.552,5 1.417,4
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Mark Roberts Im Vorstand seit 10/2012 Dr. Thomas Nöcker Im Vorstand seit 08/2003
20153 2014 2015 2014
in Tsd. €
Festvergütung 452,9 400,0 400,0 400,0
Nebenleistungen 52,2 45,6 27,3 24,6
Summe 505,1 445,6 427,3 424,6
Einjährige variable Vergütung 665,91 600,0 585,01 600,0
Mehrjährige variable Vergütung 122,1 165,8 188,7 498,1
- Planbezeichnung (Planlaufzeit) 2012-2015 2011-2014 2012-2015 2011-2014
Summe2 1.293,1 1.211,4 1.201,0 1.522,7
- Versorgungsaufwand 526,5 423,6 419,3 331,9
Gesamtvergütung 1.819,6 1.635,0 1.620,3 1.854,6

1 kl. Verzicht.
2 Summe entspricht den Angaben nach § 314 HGB sowie DRS 17.
3 Inkl. Währungskursausgleich.

PENSIONSZUSAGEN

Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet.

Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40% der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2015 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 8,5 und 13,5%. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst.

Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde im Rahmen der Verlängerung seines Mandats ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart.

Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage bereits geltend gemacht werden.

Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2015 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt: / TAB: 1.10.4

Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2015 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.

VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE

Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Bei allen Vorstandsverträgen gilt allein die Obergrenze für Abfindungen in Höhe des 1,5-fachen des Jahresfixums für alle Vergütungsbestandteile.

Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können.

PENSIONEN1

TAB: 1.10.4

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Alter Zeitwert zum 1.1. Pensionsaufwand2 Zeitwert zum 31.12.
in Tsd. €
Norbert Steiner 2015 61 6.709,9 722,7 7.323,4
  2014   5.331,6 53,6 6.709,9
Dr. Thomas Nöcker 2015 57 4.886,9 521,9 5.306,2
  2014   3.308,3 447,7 4.886,9
Dr. Burkhard Lohr 2015 52 1.496,1 617,5 2.041,7
  2014   665,7 443,0 1.496,1
Mark Roberts 2015 52 1.210,3 551,9 1.951,5
  2014   464,7 439,9 1.210,3
Dr. Andreas Radmacher 2015 50 735,9 557,2 1.233,6
  2014   146,9 398,0 735,9
Gerd Grimmig (Mitglied bis 30. September 2014) 2015 62 - - -
  2014   4.063,3 377,7 5.510,8
Summe 2015   15.039,1 2.971,2 17.856,4
  2014   13.980,5 2.159,9 20.549,9

1 Angaben nach IFRS.
2 Einschließlich Zinsaufwand.

Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.

SONSTIGES

Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen.

Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,5 Mio. € (2014: 1,5 Mio. €).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung.

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: / TAB: 1.10.5

Zusätzlich wurden im Jahr 2015 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 68,8 Tsd. € gezahlt (2014: 52,2 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt.

Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen.

VERGÜTUNG DES AUfSICHTSRATS1

TAB: 1.10.5

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Fixe Vergütung Prüfungsausschuss Personalausschuss Nominierungsausschuss6 Sitzungsgelder
in €
Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) 2015 200.000 15.000 15.000 - 10.500
  2014 200.000 15.000 15.000 15.000 11.250
Michael Vassiliadis (Stellvertretender Vorsitzender) 2015 150.000 15.000 7.500 - 6.750
  2014 150.000 15.000 7.500 - 3.000
Ralf Becker 2015 100.000 15.000 - - 7.500
  2014 100.000 15.000 - - 4.500
Jella S. Benner-Heinacher 2015 100.000 - 7.500 - 6.750
  2014 100.000 - 7.500 - 6.750
George Cardona 2015 100.000 - - - 6.000
  2014 100.000 - - 7.500 5.250
Wesley Clark 2015 100.000 - - - 3.000
  2014 100.000 - - - 3.000
Harald Döll 2015 100.000 - 7.500 - 6.750
  2014 100.000 - 3.125 4   3.750
Dr. Rainer Gerling 2015 100.000 - - - 4.500
  2014 100.000 - - - 3.000
Axel Hartmann 2015 100.000 15.000 - - 7.500
  2014 100.000 6.2504 - - 4.500
Rüdiger Kienitz 2015 100.000 - - - 5.250
  2014 100.000 - - - 3.000
Michael Knackmuß 2015 100.000 - - - 4.500
  2014 50.000 - - - 1.500
Dr. Andreas Kreimeyer (seit 12.5.2015) 2015 66.667 - - -2 3.750
  2014 - - - - -
Dieter Kuhn 2015 100.000 - - - 4.500
  2014 100.000 - - - 3.000
Dr. Bernd Malmström (bis 12.5.2015) 2015 41.667 - - -3 1.500
  2014 100.000 - - 7.500 5.250
Dr. Annette Messemer 2015 100.000 15.000 - - 5.250
  2014 100.000 15.000 - - 5.250
Dr. Rudolf Müller (bis 12.5.2015) 2015 41.667 - - -3 2.250
  2014 100.000 - - 7.500 5.250
Dr. Eckart Sünner 2015 100.000 30.000 - - 7.500
  2014 100.000 30.000 - - 4.500
Philip Freiherr von dem Bussche (seit 12.5.2015) 2015 66.667 - - -2 4.500
  2014 - - - - -
Summe 2015 1.766.667 105.000 37.500 - 98.250
  20145 1.700.000 96.250 33.125 37.500 72.750
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Gesamt
in €
Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) 2015 240.500
  2014 256.250
Michael Vassiliadis (Stellvertretender Vorsitzender) 2015 179.250
  2014 175.500
Ralf Becker 2015 122.500
  2014 119.500
Jella S. Benner-Heinacher 2015 114.250
  2014 114.250
George Cardona 2015 106.000
  2014 112.750
Wesley Clark 2015 103.000
  2014 103.000
Harald Döll 2015 114.250
  2014 106.875
Dr. Rainer Gerling 2015 104.500
  2014 103.000
Axel Hartmann 2015 122.500
  2014 110.750
Rüdiger Kienitz 2015 105.250
  2014 103.000
Michael Knackmuß 2015 104.500
  2014 51.500
Dr. Andreas Kreimeyer (seit 12.5.2015) 2015 70.417
  2014 -
Dieter Kuhn 2015 104.500
  2014 103.000
Dr. Bernd Malmström (bis 12.5.2015) 2015 43.167
  2014 112.750
Dr. Annette Messemer 2015 120.250
  2014 120.250
Dr. Rudolf Müller (bis 12.5.2015) 2015 43.917
  2014 112.750
Dr. Eckart Sünner 2015 137.500
  2014 134.500
Philip Freiherr von dem Bussche (seit 12.5.2015) 2015 71.167
  2014 -
Summe 2015 2.007.417
  20145 1.939.625

1 Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.
2 Mitglied des Ausschusses seit 12.5.2015.
3 Mitglied des Ausschusses bis 12.5.2015.
4 Mitglied des Ausschusses seit 19.8.2014.
5 Ohne das in 2014 ausgeschiedene Mitglied.
6 Keine Vergütung gemäß Satzung aufgrund zu geringer Anzahl an Sitzungen in 2015.

2 KONZERNABSCHLUSS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1

TAB: 2.1.1

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Anhang 2015 2014
in Mio. €
Umsatzerlöse (1) 4.175,5 3.821,7
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen   2.260,5 2.211,0
Bruttoergebnis vom Umsatz   1.915,0 1.610,7
Vertriebskosten   824,5 796,2
Allgemeine Verwaltungskosten   218,1 190,5
Forschungs- und Entwicklungskosten   14,7 12,2
Sonstige betriebliche Erträge (2) 180,6 196,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3) 200,6 170,3
Beteiligungsergebnis   5,7 4,8
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (4) -127,8 17,5
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II)2   715,6 660,7
Zinserträge (5) 10,0 24,1
Zinsaufwendungen (5) 52,5 152,9
Sonstiges Finanzergebnis (6) 8,8 2,8
Finanzergebnis   -33,7 -126,0
Ergebnis vor Ertragsteuern   681,9 534,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (7) 186,5 153,4
- davon latente Steuern   -18,7 25,6
Jahresüberschuss   495,4 381,2
Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis   0,2 0,7
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter   495,2 380,5
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) (10) 2,59 1,99
Durchschnittliche Anzahl Aktien in Mio. Stück   191,4 191,4
Operatives Ergebnis (EBIT I)2   781,6 641,3
Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt3   747,9 515,2
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt3 (10) 542,3 366,6
Ergebnis je Aktie in €, bereinigt3 (10) 2,83 1,92

GESAMTERGEBNISRECHNUNG1

TAB: 2.2.1

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Anhang 2015 2014
in Mio. €
Jahresüberschuss   495,4 381,2
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden   -1,9 294,1
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte   -3,5 1,6
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung   1,6 292,5
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden   -0,3 -49,6
Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen   -0,3 -49,6
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern)   -2,2 244,5
Gesamtergebnis der Periode   493,2 625,7
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis   0,2 0,7
Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter   493,0 625,0

OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT l)1

TAB: 2.2.2

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Anhang 2015 2014
in Mio. €
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II)2   715,6 660,7
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte   85,5 -24,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften   -22,0 9,0
Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada   2,5 -4,3
Operatives Ergebnis (EBIT I)2   781,6 641,3

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT I). Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) wird unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154).
3 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2015: 28,7% (2014: 28,6%).

BILANZ1

TAB: 2.3.1

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Anhang 31.12.2015 31.12.2014 1.1.2014
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte (11) 1.068,3 1.015,6 935,7
- davon Goodwill aus Unternehmenserwerben (11) 725,9 674,6 606,3
Sachanlagen   5.054,8 4.112,7 2.933,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (12) 6,4 6,4 7,3
Finanzanlagen (13) 14,1 13,7 13,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17, 18) 112,1 114,0 48,1
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte   3,8 2,9 5,9
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (14) - 33,3 179,3
Latente Steuern (15) 98,9 74,4 33,4
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern   0,1 0,2 0,1
Langfristige Vermögenswerte   6.358,5 5.373,2 4.156,9
Vorräte (16) 705,3 578,8 552,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 708,6 732,9 737,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17, 18) 101,2 82,6 67,0
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte   160,1 103,6 87,0
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern   76,8 74,1 29,3
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (14) 40,0 534,8 856,2
Flüssige Mittel (37) 123,1 375,2 1.011,3
Kurzfristige Vermögenswerte   1.915,1 2.482,0 3.341,3
AKTIVA   8.273,6 7.855,2 7.498,2

BILANZ1

TAB: 2.3.2

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Anhang 31.12.2015 31.12.20142 1.1.20142
in Mio. €
Gezeichnetes Kapital (19) 191,4 191,4 191,4
Kapitalrücklage   646,5 646,5 646,8
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn (19) 3.456,5 3.131,8 2.554,3
Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S Aktiengesellschaft   4.294,4 3.969,7 3.392,5
Anteile anderer Gesellschafter   1,2 4,8 4,1
Eigenkapital   4.295,6 3.974,5 3.396,6
Finanzverbindlichkeiten (25) 1.514,9 1.512,0 1.509,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (18, 25) 40,7 14,3 13,2
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten   6,3 3,8 4,3
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (21) 166,1 162,8 102,6
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) 870,1 872,5 694,0
Sonstige Rückstellungen (22, 23) 144,2 158,6 167,6
Latente Steuern (15) 294,5 275,8 196,1
Langfristiges Fremdkapital   3.036,8 2.999,8 2.686,8
Finanzverbindlichkeiten (25) 28,8 39,3 746,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 306,0 284,6 271,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (18, 25) 94,9 67,4 65,5
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten   24,9 26,8 29,1
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern   81,0 58,1 49,1
Rückstellungen (22, 24) 405,6 404,7 253,4
Kurzfristiges Fremdkapital   941,2 880,9 1.414,8
PASSIVA   8.273,6 7.855,2 7.498,2

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (22) auf Seite 175 zu finden.

KAPITALFLUSSRECHNUNG1

TAB: 2.4.1

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Anhang 2015 2014 2
in Mio. € [37]
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II)   715,6 660,7
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte   85,5 -24,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften   -22,0 9,0
Realisierter Ertrag (-)/Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada   2,5 -4,3
Operatives Ergebnis (EBIT I)   781,6 641,3
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen   275,9 254,4
Zunahme (+)/Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte)   -25,5 1,2
Erhaltene Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge   10,0 27,8
Gewinne (+)/Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten   37,6 15,4
Gezahlte Zinsen (-)   -54,0 -96,3
Gezahlte Ertragsteuern (-)   -191,9 -163,8
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-)   1,6 0,1
Brutto-Cashflow   835,3 680,1
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen   -3,2 -1,9
Zunahme (-)/Abnahme (+) Vorräte   -107,4 3,4
Zunahme (-)/Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit   -40,6 18,5
Zunahme (+)/Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit   -44,0 8,1
Zunahme (+)/Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen   32,8 18,5
Dotierung von Planvermögen   -3,5 -7,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   669,4 719,1
Einzahlungen aus Anlagenabgängen   5,3 5,9
Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen   -5,6 -8,6
Auszahlungen für Sachanlagevermögen   -1.303,9 -1.022,6
Auszahlungen für Finanzanlagen   -1,1 -0,1
Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzanlagen   725,3 1.448,2
Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen   -195,8 -1.007,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit   -775,8 -584,9
Freier Cashflow   -106,4 134,2
Dividendenzahlungen   -172,3 -47,9
Einzahlungen aus sonstigen Eigenkapitalzuführungen   2,6 1,7
Erwerb von eigenen Aktien   -3,1 -2,1
Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten   -6,7 -744,2
Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten   28,0 4,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   -151,5 -787,8
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel   -257,9 -653,6
Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Finanzmitteln   6,0 18,9
Änderung des Bestands an Finanzmitteln   -251,9 -634,7
Nettofinanzmittelbestand am 1.1.   370,3 1.005,0
Nettofinanzmittelbestand am 31.12.   118,4 370,3
- davon Flüssige Mittel   123,1 375,2
- davon Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen   0,5 0,9
- davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder   -5,2 -5,8

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Weitere Erläuterungen zur Anpassung sind im Anhang in Anmerkung (37) auf Seite 185 zu finden.

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1

TAB: 2.5.1

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Gezeichnetes Kapital [19] Kapitalrücklage Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen [19] Unterschiede aus Währungsumrechnung [19] Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte [19] Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne [19]
in Mio. €
Stand 1.1.2015 191,4 646,5 2.939,0 287,3 3,5 -98,0
Jahresüberschuss - - 495,2 - - -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - - - 1,6 -3,5 -0,3
Gesamtergebnis der Periode - - 495,2 1,6 -3,5 -0,3
Dividende des Vorjahres - - -172,3 - - -
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - 3,8 - - -
Sonstige Eigenkapital- veränderungen - - 0,2 - - -
Stand 31.12.2015 191,4 646,5 3.265,9 288,9 - -98,3
Stand 1.1.2014 191,4 646,8 2.606,0 -5,2 1,9 -48,4
Jahresüberschuss - - 380,5 - - -
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) - - - 292,5 1,6 -49,6
Gesamtergebnis der Periode - - 380,5 292,5 1,6 -49,6
Dividende des Vorjahres - - -47,9 - - -
Bezug von Mitarbeiteraktien - -0,3 - - - -
Sonstige Eigenkapital- veränderungen - - 0,4 - - -
Stand 31.12.2014 191,4 646,5 2.939,0 287,3 3,5 -98,0
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Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
in Mio. €
Stand 1.1.2015 3.969,7 4,8 3.974,5
Jahresüberschuss 495,2 0,2 495,4
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) -2,2 - -2,2
Gesamtergebnis der Periode 493,0 0,2 493,2
Dividende des Vorjahres -172,3 - -172,3
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen 3,8 -3,8 -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 0,2 - 0,2
Stand 31.12.2015 4.294,4 1,2 4.295,6
Stand 1.1.2014 3.392,5 4,1 3.396,6
Jahresüberschuss 380,5 0,7 381,2
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 244,5 - 244,5
Gesamtergebnis der Periode 625,0 0,7 625,7
Dividende des Vorjahres -47,9 - -47,9
Bezug von Mitarbeiteraktien -0,3 - -0,3
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 0,4 - 0,4
Stand 31.12.2014 3.969,7 4,8 3.974,5

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

2.6 ANHANG

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG1

TAB: 2.6.1

scroll
Anhang Gesamtumsatz davon Umsatz mit Dritten [35]
2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte   2.169,5 1.958,8 2.091,3 1.884,0
Geschäftsbereich Salz   1.930,7 1.784,9 1.925,2 1.778,5
Ergänzende Aktivitäten   188,7 190,2 157,7 158,3
Überleitung2 (34) -113,4 -112,2 1,3 0,9
K+S Gesamt   4.175,5 3.821,7 4.175,5 3.821,7
scroll
Anhang davon intersegmentäre Umsätze EBIT I
2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte   78,2 74,8 546,1 488,8
Geschäftsbereich Salz   5,5 6,4 266,3 172,9
Ergänzende Aktivitäten   31,0 31,9 26,4 24,2
Überleitung2 (34) -114,7 -113,1 -57,2 -44,6
K+S Gesamt   - - 781,6 641,3
scroll
Anhang EBITDA3 Vermögen
2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte   689,2 618,5 5.002,7 4.058,2
Geschäftsbereich Salz   381,0 276,0 3.181,3 3.035,6
Ergänzende Aktivitäten   35,0 34,3 129,6 142,7
Überleitung2 (34) -47,7 -33,3 -40,0 618,7
K+S Gesamt   1.057,5 895,5 8.273,6 7.855,2
scroll
Anhang Schulden ROCE4
2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte   1.331,3 1.347,8 14,4% 17,8%
Geschäftsbereich Salz   600,2 582,3 11,4% 8,1%
Ergänzende Aktivitäten   78,7 78,2 27,6% 24,1%
Überleitung2 (34) 1.967,8 1.872,4 - -
K+S Gesamt   3.978,0 3.880,7 12,5% 12,7%
scroll
Anhang Investitionen5 Abschreibungen5,6
2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte   1.145,0 1.040,4 142,9 127,7
Geschäftsbereich Salz   118,1 87,5 111,3 103,1
Ergänzende Aktivitäten   6,5 5,1 8,5 8,5
Überleitung2 (34) 9,2 20,2 10,5 10,2
K+S Gesamt   1.278,8 1.153,2 273,2 249,5

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2 Die Angaben zu den Geschäftsbereichen werden vor intersegmentärer Konsolidierung dargestellt. Aufwendungen und Erträge sowie Bilanzposten, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst. Beide Effekte werden in der Zeile ,Überleitung' zusammengefasst.
3 Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen.
4 Return on Capital Employed (Die Definition ist im Kapitel Weitere Informationen' auf Seite 191 aufgeführt.).
5 Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
6 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen. Die wesentlichen außerplanmäßigen Wertminderungen sind in Anmerkung (33) aufgeführt.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 20151

TAB: 2.6.2

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Bruttobuchwerte
Anhang Stand am 1.1.2015 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen
in Mio. €
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   66,4 - 2,0 1,8 2,2
Kundenbeziehungen   231,7 - - 0,1 -
Marken   119,4 - - - -
Hafenkonzessionen   33,7 - - - -
Goodwill aus Unternehmenserwerben   674,6 - 0,4 - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte   25,7 - 0,1 - 0,1
Emissionsrechte   15,0 - 0,2 - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung   4,8 - 2,9 - -2,3
Immaterielle Vermögenswerte (11) 1.171,4 - 5,6 1,9 -
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   1.111,4 - 36,2 10,7 68,1
Finanzierungsleasing für Grundstücke etc.   2,1 - - - -
Rohstoffvorkommen   724,6 - - - -
Technische Anlagen und Maschinen   2.914,5 - 122,8 48,3 173,9
Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen   38,2 - 2,6 - 8,5
Schiffe   47,3 - - - -
Finanzierungsleasing für Schiffe   2,0 - - - -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   407,7 - 25,2 15,0 4,0
Finanzierungsleasing für andere Anlagen etc.   0,7 - - - -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   1.459,5 - 1.171,9 0,4 -254,5
Sachanlagen   6.708,0 - 1.358,6 74,4 -
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (12) 12,9 - - 1,5 -
Anteile an verbundenen Unternehmen   14,8 - 1,0 0,5 -
Beteiligungen   0,1 - - - -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   - - - -  
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen   0,6 - - 0,1 -
Finanzanlagen (13) 15,5 - 1,1 0,6 -
Anlagevermögen   7.907,8 - 1.365,3 78,4 -
scroll
Bruttobuchwerte Abschreibungen
Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2015 Stand am 1.1.2015 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge planmäßig Zugänge außerplanmäßig
in Mio. €
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2,1 71,0 42,2 - 7,3 -
Kundenbeziehungen 18,8 250,4 95,3 - 16,2 -
Marken 10,0 129,4 11,2 - 0,2 -
Hafenkonzessionen 3,9 37,6 0,9 - 0,1 -
Goodwill aus Unternehmenserwerben 50,9 725,9 - - - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte - 26,0 6,1 - 6,9 -
Emissionsrechte - 15,1 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - 5,4 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte 85,6 1.260,8 155,8 - 30,8 -
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8,5 1.213,5 389,3 - 44,9 2,8
Finanzierungsleasing für Grundstücke etc. 0,2 2,3 1,3 - 0,3 -
Rohstoffvorkommen 9,0 733,5 29,3 - 4,7 -
Technische Anlagen und Maschinen 26,2 3.189,1 1.883,0 - 176,0 1,2
Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen -3,2 46,1 4,4 - 2,0 -
Schiffe 5,4 52,8 5,2 - 2,0 -
Finanzierungsleasing für Schiffe -0,1 1,9 0,7 - 0,1 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3,8 418,1 281,2 - 55,7 -
Finanzierungsleasing für andere Anlagen etc. 0,1 0,8 0,6 - 0,1 -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -138,2 2.238,3 - - - -
Sachanlagen -95,8 7.896,4 2.595,2 - 285,8 4,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 11,4 6,6 - - -
Anteile an verbundenen Unternehmen - 15,4 1,8 - - 0,1
Beteiligungen - 0,1 - - - -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - 0,5 - - - -
Finanzanlagen - 16,0 1,8 - - 0,1
Anlagevermögen -10,2 9.184,6 2.759,4 - 316,6 4,1
scroll
Abschreibungen Nettobuchwerte
Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2015 Stand am 31.12.2015
in Mio. €
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,8 - - 1,3 49,1 21,9
Kundenbeziehungen 0,1 - - 6,1 117,6 132,7
Marken - - - 0,2 11,5 117,9
Hafenkonzessionen - - - 0,1 1,2 36,4
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - - - 725,9
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte - - - - 13,0 13,0
Emissionsrechte - - - - - 15,1
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - - - - - 5,4
Immaterielle Vermögenswerte 1,9 - - 7,7 192,5 1.068,3
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,7 -0,1 - 3,7 438,9 774,6
Finanzierungsleasing für Grundstücke etc. - - - 0,2 1,8 0,6
Rohstoffvorkommen - - - 0,7 34,7 698,8
Technische Anlagen und Maschinen 44,3 0,1 0,4 15,1 2.030,7 1.158,4
Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen - - - -0,4 6,0 40,0
Schiffe - - - 0,6 7,8 44,9
Finanzierungsleasing für Schiffe - - - -0,1 0,8 1,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 - 1,0 -1,7 320,0 98,2
Finanzierungsleasing für andere Anlagen etc. - - - 0,1 0,8 -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - 2.238,3
Sachanlagen 60,3 - 1,4 18,3 2.841,6 5.054,8
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1,5 - - - 5,0 6,4
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - 1,9 13,5
Beteiligungen - - - - - 0,1
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - - - - - 0,5
Finanzanlagen - - - - 1,9 14,1
Anlagevermögen 63,7 - 1,4 26,0 3.041,0 6.143,6

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 20141

TAB: 2.6.3

scroll
Bruttobuchwerte
Anhang Stand am 1.1.2014 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen
in Mio. €
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   64,1 - 2,1 3,5 0,4
Kundenbeziehungen   208,5 - - - -1,2
Marken   107,4 - - - -
Hafenkonzessionen   29,7 - - - -
Goodwill aus Unternehmenserwerben   606,3 - - - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte   5,9 - 2,0 0,3 18,1
Emissionsrechte   15,0 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung   21,3 - 3,4 - -19,9
Immaterielle Vermögenswerte (11) 1.058,2 - 7,5 3,7 -2,6
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   928,7 - 153,2 25,4 31,7
Finanzierungsleasing für Grundstücke etc.   1,9 - - - -
Rohstoffvorkommen   670,8 - - - -
Technische Anlagen und Maschinen   2.647,5 - 121,7 34,5 130,6
Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen   21,8 - 0,2 1,3 15,3
Schiffe   41,6 - - - -
Finanzierungsleasing für Schiffe   1,9 - - - -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   325,4 - 52,7 23,8 45,0
Finanzierungsleasing für andere Anlagen etc.   0,7 - - - -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   652,4 - 975,1 1,6 -219,7
Sachanlagen   5.292,8 - 1.302,9 86,6 2,9
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (12) 14,3 - - 1,1 -0,3
Anteile an verbundenen Unternehmen   14,8 - - - -
Beteiligungen   0,1 - - - -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht   0,1 - - 0,1 -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen   0,7 - - 0,2 -
Finanzanlagen (13) 15,7 - - 0,3 -
Anlagevermögen   6.381,0 - 1.310,4 91,7 -
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Bruttobuchwerte Abschreibungen
Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2014 Stand am 1.1.2014 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge planmäßig Zugänge außerplanmäßig
in Mio. €
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,4 66,5 36,5 - 6,9 -
Kundenbeziehungen 24,4 231,7 71,3 - 16,2 -
Marken 12,0 119,4 10,9 - 0,2 -
Hafenkonzessionen 4,0 33,7 0,7 - 0,1 -
Goodwill aus Unternehmenserwerben 68,3 674,6 - - - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte - 25,7 3,1 - 2,2 1,1
Emissionsrechte - 15,0 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - 4,8 - - - -
Immaterielle Vermögenswerte 112,0 1.171,2 122,5 - 25,6 1,1
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23,1 1.111,4 344,6   37,6 1,6
Finanzierungsleasing für Grundstücke etc. 0,3 2,1 0,9 - 0,4 -
Rohstoffvorkommen 53,8 724,6 23,2 - 4,3 -
Technische Anlagen und Maschinen 49,2 2.914,5 1.731,5 - 157,2 0,9
Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen 2,2 38,2 3,7 - 1,9 -
Schiffe 5,7 47,3 3,0 - 1,6 -
Finanzierungsleasing für Schiffe 0,1 2,0 0,6 - 0,1 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8,4 407,7 251,6 - 47,8 1,1
Finanzierungsleasing für andere Anlagen etc. 0,1 0,7 0,4 - 0,1 -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53,3 1.459,5 - - - -
Sachanlagen 196,2 6.708,0 2.359,6 - 251,0 3,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 12,9 7,0 - - -
Anteile an verbundenen Unternehmen - 14,8 1,8 - - -
Beteiligungen - 0,1 - - - -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - 0,6 - - - -
Finanzanlagen - 15,5 1,8 - - -
Anlagevermögen 308,2 7.907,6 2.490,9 - 276,6 4,7
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Abschreibungen Nettobuchwerte
Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2014 Stand am 31.12.2014
in Mio. €
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,4 - - 2,2 42,2 24,3
Kundenbeziehungen - -1,2 - 9,0 95,3 136,4
Marken - - - 0,1 11,2 108,2
Hafenkonzessionen - - - 0,1 0,9 32,8
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - - - 674,6
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 0,2 - - - 6,1 19,6
Emissionsrechte - - - - - 15,0
Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung - - - - - 4,8
Immaterielle Vermögenswerte 3,6 -1,2 - 11,4 155,7 1.015,6
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,5 0,2 - 5,8 389,3 722,1
Finanzierungsleasing für Grundstücke etc. - - - 0,1 1,3 0,8
Rohstoffvorkommen - - - 1,9 29,3 695,3
Technische Anlagen und Maschinen 31,0 0,8 - 23,6 1.883,0 1.031,5
Finanzierungsleasing für Techn. Anlagen u. Maschinen 1,3 -0,2 - 0,3 4,4 33,7
Schiffe - - - 0,6 5,2 42,1
Finanzierungsleasing für Schiffe - - - - 0,7 1,3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23,3 0,4 - 3,7 281,2 126,5
Finanzierungsleasing für andere Anlagen etc. - - - 0,1 0,6 0,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - 1.459,5
Sachanlagen 56,1 1,2 - 36,1 2.595,0 4.112,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0,5 - - - 6,5 6,4
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - 1,8 13,0
Beteiligungen - - - - - 0,1
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - - - - - 0,6
Finanzanlagen - - - - 1,8 13,7
Anlagevermögen 60,2 - - 47,5 2.759,0 5.148,4

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN1

TAB: 2.6.4

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Anhang Stand am 1.1.2015 Währungsdifferenzen Veränderung Konsolidierungskreis Zuführung Zinsanteil
in Mio. €
Verfüllung Gruben und Schächte   330,3 -0,8 - 11,5 7,8
Haldenverwahrung   424,5 - - 1,6 14,2
Bergschädenwagnisse   75,8 - - 1,6 -12,6
Sonstige bergbauliche Verpflichtungen   41,9 - - 3,9 1,1
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) 872,5 -0,8 - 18,6 10,5
Long Term Incentives   19,0 0,3 - 2,3 -
Jubiläen   29,3 - - 2,2 0,3
Altersteilzeit   3,5 - - 0,1 1,2
Sonstige Personalverpflichtungen   7,3 0,3 - 2,4 -
Personalverpflichtungen (23) 59,1 0,6 - 7,0 1,5
Übrige Rückstellungen (22) 99,5 1,4 - 2,4 2,4
Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital)   1.031,1 1,2 - 28,0 14,4
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (22) 16,3 - - 1,0 -
Personalverpflichtungen (24) 120,3 3,4 - 133,7 -
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften (24) 38,1 0,9 - 40,2 -
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen (24) 202,3 -11,4 - 179,0 -
Übrige Rückstellungen   27,7 1,0 - 22,7 -
Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital)   404,7 -6,1 - 376,6 -
Rückstellungen   1.435,8 -4,9 - 404,6 14,4
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Verbrauch Auflösung Umbuchung Stand am 31.12.2015
in Mio. €
Verfüllung Gruben und Schächte 3,9 6,1 - 338,8
Haldenverwahrung 1,2 0,1 - 439,0
Bergschädenwagnisse 1,9 10,0 -6,2 46,7
Sonstige bergbauliche Verpflichtungen 1,2 0,1 - 45,6
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 8,2 16,3 -6,2 870,1
Long Term Incentives 15,1 0,4 - 6,1
Jubiläen 1,9 - - 29,9
Altersteilzeit 6,4 - 1,8 0,2
Sonstige Personalverpflichtungen 0,9 0,1 -1,0 8,0
Personalverpflichtungen 24,3 0,5 0,8 44,2
Übrige Rückstellungen 2,6 3,2 0,1 100,0
Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) 35,1 20,0 -5,3 1.014,3
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 4,8 2,8 6,2 15,9
Personalverpflichtungen 109,5 2,8 0,7 145,8
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften 13,1 16,7 -7,9 41,5
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen 199,2 3,1 - 167,6
Übrige Rückstellungen 14,4 2,2 - 34,8
Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) 341,0 27,6 -1,0 405,6
Rückstellungen 376,1 47,6 -6,3 1.419,9

1 Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

Der von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aufgestellte Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2015 ist nach den vom INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD (IASB) verabschiedeten INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) aufgestellt worden. Dabei wurden alle zum Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS, sofern diese von der EUROPÄISCHEN UNION anerkannt wurden, sowie die zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine in Deutschland registrierte börsennotierte AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel.

Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 26. Februar 2016 aufgestellt und dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 9. März 2016 zur Billigung vorgelegt.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Seit Jahresbeginn 2015 ist durch Verschmelzung die folgende Gesellschaft aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:

GERMAN BULK CHARTERING GMBH

Folgendes Unternehmen ist im Jahr 2015 liquidiert worden und infolgedessen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:

TRANSPORTE POR CONTAINERS S.A.

2015 wurden durch Tochtergesellschaften der K+S AKTIENGESELLSCHAFT weitere Anteile an den folgenden - bereits im Vorjahr konsolidierten Gesellschaften - erworben:

50 %-Anteil an der SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A.

0,00542 %-Anteil an der K+S CHILE S.A.

0,00161 %-Anteil an der SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A.

Im Wege der Vollkonsolidierung sind 15 (Vorjahr: 16) inländische und 42 (Vorjahr: 43) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 30 (Vorjahr: 32) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und zu Anschaffungskosten bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind.

Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden daher wie im Vorjahr wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert dieser Beteiligungen beträgt am Bilanzstichtag 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €).

Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 187 entnommen werden.

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

TOCHTERGESELLSCHAFTEN

Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, die von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beherrscht werden. Beherrschung ist gegeben, wenn die K+S AKTIENGESELLSCHAFT über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Renditen der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die Möglichkeit der Beherrschung erlangt.

Die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Tochtergesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind unmittelbar ertragswirksam zu erfassen.

GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN, GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass eine vertragliche Vereinbarung besteht, gemäß der die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar die jeweiligen Aktivitäten mit einer konzernfremden Gesellschaft gemeinschaftlich führt.

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar über einen maßgeblichen Einfluss verfügt.

Zum Bilanzstichtag bestanden gemeinschaftliche Führungsvereinbarungen sowie assoziierte Unternehmen in nur unwesentlichem Umfang. Daher werden diese Gesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen, sondern zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN

Umsatzerlöse sind Erträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallen. Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden ab dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs ausgewiesen. Dienstleistungen werden nach Leistungsfortschritt bzw. nach vollständig erbrachter Leistung als Umsatz ausgewiesen. Darüber hinaus muss die Zahlung hinreichend wahrscheinlich sein.

Umsätze aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) erfasst, sofern das Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Der Fertigstellungsgrad wird dabei anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten bestimmt. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden Erlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang die Auftragserlöse erhöhen oder mindern. Ein erwarteter Verlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

Sonstige betriebliche Erträge, beispielsweise aus Zinsen oder Dividenden, werden zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein rechtlicher (vertraglicher oder gesetzlicher) Anspruch besteht.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam erfasst.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

Diese Position beinhaltet das Ergebnis aus nicht konsolidierten, zu Anschaffungskosten bewerteten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Im Ergebnis enthalten sind Ausschüttungen, Ergebnisabführungen, Wertminderungen und Gewinne und Verluste aus Veräußerungen dieser Gesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden Erträge in Höhe von 5,8 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €) und Aufwendungen aus Wertminderungen in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: keine Aufwendungen) realisiert.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben (Herstellungskosten) angesetzt. Ein Ansatz erfolgt grundsätzlich nur, sofern der Zufluss eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens aus dem Vermögenswert wahrscheinlich ist und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelbar sind.

Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig abgeschrieben. Bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine planmäßige Abschreibung vorgenommen, sondern, sofern erforderlich, ein Wertminderungsaufwand erfasst. Beim Goodwill wird grundsätzlich von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde:

NUTZUNGSDAUERN FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BESTIMMTER NUTZUNGSDAUER

TAB: 2.6.5

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in Jahren
Kundenbeziehungen 5 - 20
Marken 0 - 20
Hafenkonzessionen 250
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2 - 50

Im Falle einer Wertminderung ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Entfallen die Gründe für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht aufgeholt werden.

Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr überprüft. Sofern erforderlich, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welche den Goodwills zugeordnet sind, mit deren erzielbarem Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert wird anhand der diskontierten erwarteten künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind.

Die Erstbewertung von C02-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von Null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen.

SACHANLAGEN

Bei Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen auch künftige Rückbau- und Rekultivierungsaufwendungen. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen hinaus, wird ein Wertminderungsaufwand als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertminderungen erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich der Buchwerte mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Wegfall der Gründe für erfasste Wertminderungsaufwendungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen.

Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Strecken und Grubenbaue werden ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen.

Werden Sachanlagen verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen Veräußerungserlös und Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Den Sachanlagen liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde:

NUTZUNGSDAUERN FÜR SACHANLAGEN

TAB: 2.6.6

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in Jahren
Bauten 14 - 33⅓
Rohstoffvorkommen 17-250
Strecken und Grubenbaue 5 - 122
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 25
Schiffe 25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTEN

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. In der Kapitalflussrechnung werden die aktivierten Fremdkapitalkosten in der Position ,gezahlte Zinsen' im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

LEASINGVERHÄLTNISSE

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingverhältnisse werden in Finanzierungsleasingverhältnisse und Operating-Leasingverhältnisse unterteilt. Ein Finanzierungsleasing liegt vor, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden und dieser folglich wirtschaftlicher Eigentümer des Vermögenswerts ist. Ist dies der Fall, aktiviert der Leasingnehmer den Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In gleicher Höhe ist eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Abschreibung des Vermögenswerts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren sich im (rechtlichen) Eigentum befindlichen Vermögenswerten. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem erwarteten zeitlichen Nutzenverlauf. Bedingte Mietzahlungen im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand für die Anschaffung oder Herstellung von Sachanlagen (z. B. Investitionszuschüsse und -zulagen) mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden im laufenden Jahr mit den korrespondierenden Aufwendungen saldiert.

ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Dabei wird im Regelfall von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgegangen. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Ein langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist der Fall, wenn der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand veräußerbar ist und eine solche Veräußerung höchst wahrscheinlich ist. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Eine Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgt nicht mehr.

Ein Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei einem Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung eingestuft wird und der

einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt,

Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder

ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde.

FINANZINSTRUMENTE

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert.

Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sobald das bilanzierende Unternehmen Vertragspartner eines Finanzinstruments wird. Die dem Erwerb direkt zuzurechnenden Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts dann berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, werden gemäß IAS 39 zu jedem Bilanzstichtag dahingehend untersucht, ob objektive Hinweise vorliegen, welche die Annahme rechtfertigen, dass der finanzielle Vermögenswert möglicherweise wertgemindert sein könnte. Erhebliche Zahlungsschwierigkeiten eines Schuldners, Vertragsbruch durch Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen, hohe Wahrscheinlichkeit der Insolvenz eines Schuldners, gravierende Veränderungen im rechtlichen, technologischen oder wirtschaftlichen Umfeld sowie ein nachhaltiges und signifikantes Absinken eines börsennotierten Eigenkapitalinstruments stellen beispielsweise solche objektiven Hinweise dar.

Für die Folgebewertung ist die Zuordnung der Finanzinstrumente in eine der folgenden in IAS 39 definierten Bewertungskategorien ausschlaggebend:

KREDITE UND FORDERUNGEN:

Diese Bewertungskategorie umfasst nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen u. a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere (ohne aktiven Markt) sowie Bankguthaben.

Die dieser Bewertungskategorie zugeordneten finanziellen Vermögenswerte werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Un- bzw. unterverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten werden abgezinst. Wertminderungen werden, sofern objektive Hinweise vorliegen, vorgenommen und erfolgswirksam über separate Wertberichtigungskonten erfasst. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, ist die Wertminderung rückgängig zu machen. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie beglichen oder uneinbringlich werden. Sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. bei fehlender Werthaltigkeit ausgebucht.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE:

Dieser Bewertungskategorie werden zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte zugeordnet, die mit der Absicht der kurzfristigen Weiterveräußerung erworben wurden. Auch Derivate mit positivem Marktwert werden als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert, es sei denn, sie sind in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden.

Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst. Die Ausbuchung von Wertpapieren erfolgt nach der Veräußerung am Erfüllungstag.

BIS ZUR ENDFÄLLIGKEIT ZU HALTENDE FINANZINVESTITIONEN:

Derzeit werden keine Finanzinstrumente der Bewertungskategorie ,bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen' in der K+S GRUPPE gehalten.

ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE:

Diese Bewertungskategorie umfasst nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder in keine der vorgenannten Bewertungskategorien eingestuft sind. Unter diese Bewertungskategorie fallen bestimmte Fremdkapitalinstrumente und Eigenkapitalinstrumente wie Anteile an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen.

Die Erst- und Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Ist bei Eigenkapitalinstrumenten der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar, da kein aktiver Markt existiert, erfolgt die Folgebewertung zu Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungsaufwendungen). Dies ist beispielsweise bei Anteilen an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen der Fall. Die bei der Folgebewertung entstehenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als unrealisierte Gewinne bzw. Verluste erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Veräußerung oder im Falle eines Vorliegens objektiver Hinweise für eine Wertminderung erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung der zuvor in der Neubewertungsrücklage erfassten unrealisierten Gewinne bzw. Verluste. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgen Wertaufholungen bei Fremdkapitalinstrumenten erfolgswirksam, Werterhöhungen bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral.

ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN:

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Verbindlichkeit beglichen wird oder der Grund für die Bildung der Verbindlichkeit wegfällt.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN:

In diese Bewertungskategorie fallen derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert, die grundsätzlich als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert werden. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind Derivate, die in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind.

DERIVATE

Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag.

KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGE

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird entsprechend dem Fertigstellungsgrad in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. Verbleibt nach Abzug der Anzahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ausgewiesen.

VORRÄTE

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Die Zuordnung der fixen Gemeinkosten erfolgt auf Basis der Normalkapazität. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.

FLÜSSIGE MITTEL

Diese Position beinhaltet Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag vorliegenden Renditen für erstrangige Unternehmensanleihen ermittelt. Als erstrangig werden solche Unternehmensanleihen angesehen, die mit einem Rating von AA bewertet werden. Hierbei sind grundsätzlich solche Unternehmensanleihen heranzuziehen, die der voraussichtlichen Fristigkeit und Währung der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Da entsprechend langfristige Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag zum Teil nur im unzureichenden Maße vorhanden waren, wurde der laufzeitkongruente Zins in diesen Fällen mittels Extrapolation ermittelt. Zudem werden die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Verpflichtungen.

Die Nettozinsen einer Berichtsperiode sind mittels Multiplikation der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) mit dem oben aufgeführten Rechnungszins zu ermitteln. Beide Faktoren werden zu Beginn der Berichtsperiode unter Berücksichtigung erwarteter Dotierungen/Auszahlungen festgelegt.

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese umfassen:

versicherungsmathematische Gewinne/Verluste,

den Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind, und

Veränderungen in den Auswirkungen der Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld von leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind.

BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist.

LATENTE STEUERN

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzesänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, erfolgswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften bzw. innerhalb steuerlicher Organkreise saldiert.

UNTERNEHMENSERWERBE

Die Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. Ein negativer Differenzbetrag wird unmittelbar ertragswirksam erfasst.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bestimmte Ansätze im IFRS-Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei: + der Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens,

der Festlegung der Bewertungsannahmen und der zukünftigen Ergebnisse im Rahmen von Werthaltigkeitstests, insbesondere für bilanzierte Goodwills,

der Bestimmung des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens,

der Bestimmung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen notwendigen Parameter (Rechnungszinssatz, künftige Entwicklung der Löhne/Gehälter und Renten),

der Bestimmung von Höhe, Erfüllungszeitpunkten und Rechnungszinssätzen für die Bewertung bergbaulicher Rückstellungen,

der Wahl der Parameter im Rahmen der modellgestützten Bewertung der Derivate (z. B. Annahmen hinsichtlich der Volatilität und des Zinssatzes),

der Bestimmung des Ergebnisses bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (Schätzung des Auftragsfortschritts, der gesamten Auftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, der gesamten Auftragserlöse und der Auftragsrisiken),

der Bestimmung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen sowie

der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden sowie der Bestimmung der Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.

Bei zwölf Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COMPANIA MINERA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS LTDA., EMPRESA MARITIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE, LTD., INAGUA TRANSPORTS, INC., INVERSIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K+S FINANCE BELGIUM BVBA, MORTON BAHAMAS LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A., SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A. und K+S CHILE S.A.

Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:

WECHSELKURSE

TAB: 2.6.7

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2015
Stichtagskurs zum 31.12. Quartalsdurch-
schnittskurs Q1
Quartalsdurch-
schnittskurs Q2
Quartalsdurch-
schnittskurs Q3
Quartalsdurch-
schnittskurs Q4
je 1
Euro
US-Dollar (USD) 1,089 1,126 1,105 1,112 1,095
Kanadischer Dollar (CAD) 1,512 1,396 1,359 1,454 1,462
Tschechische Krone (CZK) 27,023 27,624 27,379 27,075 27,057
Brasilianischer Real (BRL) 4,312 3,224 3,398 3,934 4,214
Chilenischer Peso (CLP) 773,823 703,941 683,068 752,343 764,115
Britisches Pfund (GBP) 0,734 0,743 0,721 0,717 0,722

WECHSELKURSE

TAB: 2.6.8

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2014
Stichtagskurs zum 31.12. Quartalsdurch-
schnittskurs Q1
Quartalsdurch-
schnittskurs Q2
Quartalsdurch-
schnittskurs Q3
Quartalsdurch-
schnittskurs Q4
je 1
Euro
US-Dollar (USD) 1,214 1,370 1,371 1,326 1,250
Kanadischer Dollar (CAD) 1,406 1,511 1,495 1,442 1,419
Tschechische Krone (CZK) 27,735 27,442 27,446 27,619 27,630
Brasilianischer Real (BRL) 3,221 3,240 3,058 3,014 3,176
Chilenischer Peso (CLP) 736,291 756,208 761,019 765,159 747,252
Britisches Pfund (GBP) 0,779 0,828 0,815 0,794 0,789

Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 3,4 Mio. € (Vorjahr: 19,8 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z. B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die überwiegend in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden.

AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

TAB: 2.6.9

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Zeitpunkt verpflichtende Anwendung1 Zeitpunkt verpflichtende Anwendung für K+S2
Standard/Interpretation
Änderung Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011 - 2013 1.7.2014 1.1.2015
Neu IFRIC 21 Abgaben 1.1.2014 17.6.2014

1 Erstanwendung gem. IASB auf Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen.
2 Erstanwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU auf Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen. Die Anwendung neuer oder geänderter IFRS-Standards bzw. -Interpretationen für Unternehmen mit Sitz in der EU erfordert ein Endorsement durch die EU-Kommission.

IFRIC 21 "ABGABEN"

In IFRIC 21 wird klargestellt, wie und insbesondere wann Abgaben, die durch eine Regierungsinstanz erhoben werden und die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, nach IAS 37 zu passivieren sind. Beispiele für eine solche Abgabe im deutschen Rechtsraum sind die Bankenabgabe und die Grundsteuer. Die Erstanwendung des IFRIC 21 hatte keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

Die weiteren Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden.

NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

TAB: 2.6.10

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Zeitpunkt verpflichtende Anwendung1 Zeitpunkt verpflichtende Anwendung für K+S2
Standard/Interpretation
Änderung Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010 - 2012 1.7.2014 1.2.2015
Änderung IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1.7.2014 1.2.2015
Änderung IAS 16, 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 1.1.2016 1.1.2016
Änderung IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 1.1.2016 1.1.2016
Änderung IAS 16, 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1.1.2016 1.1.2016
Änderung Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2012 - 2014 1.1.2016 1.1.2016
Änderung IAS 1 Angabeninitiative 1.1.2016 1.1.2016
Änderung IAS 27 Equity-Methode in Einzelabschlüssen 1.1.2016 1.1.2016
Änderung IFRS 10, 12, IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 1.1.2016 offen
Änderung IAS 7 Kapitalflussrechnung 1.1.2017 offen
Änderung IAS 12 Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten 1.1.2017 offen
Neu IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018 offen
Neu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018 offen
Neu IFRS 16 Leasingverhältnisse 1.1.2019 offen

1 Erstanwendung gem. IASB auf Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen.
2 Erstanwendung für Unternehmen mit Sitz in der EU auf Geschäftsjahre, die an oder nach diesem Tag beginnen. Die Anwendung neuer oder geänderter IFRS-Standards bzw. -Interpretationen für Unternehmen mit Sitz in der EU erfordert ein Endorsement durch die EU-Kommission.

IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"

IFRS 9 ersetzt den aktuellen Standard für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten, IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Mit der Verabschiedung des IFRS 9 hängt die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten zu "fortgeführten Anschaffungskosten" oder zum "beizulegenden Zeitwert" zukünftig vom zugrunde liegenden Geschäftsmodell sowie der Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme ab. Die neuen Regelungen des IFRS 9 zur Erfassung von Wertminderungen stellen auf erwartete Ausfälle ab. Bislang wurden Wertminderungen nur dann erfasst, wenn sie sich auf bereits eingetretene Verlustereignisse beziehen. Zudem wurden die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen geändert. Diese orientieren sich nunmehr verstärkt an der Risikomanagementstrategie des Unternehmens. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit noch geprüft. Es werden aus heutiger Sicht jedoch keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.

IFRS 15 "ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN"

IFRS 15 ersetzt die aktuellen Standards IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IAS 18 "Erlöse" sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme", IFRIC 15 "Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien", IFRIC 18 "Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden" sowie SIC-31 "Erträge - Tausch von Werbeleistungen". Kernprinzip des IFRS 15 ist die Erfassung der Umsatzerlöse in der Höhe, in der für die übernommene Leistungsverpflichtung (Lieferung von Gütern bzw. Erbringung von Dienstleistungen) eine Gegenleistung vom Kunden zu erwarten ist. IFRS 15 beinhaltet ein fünfstufiges Modell, welches (mit wenigen Ausnahmen) auf Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden anzuwenden ist. Die Auswirkungen des IFRS 15 auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit noch geprüft. Es werden aus heutiger Sicht jedoch keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.

IFRS 16 "LEASINGVERHÄLTNISSE"

IFRS 16 ersetzt den aktuellen Standard IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Kerngedanke des neuen Standards ist die einheitliche Berücksichtigung sämtlicher Leasingverhältnisse seitens des Leasingnehmers. Die bisher erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Nach den neuen Regelungen sind Leasingverhältnisse unterschiedslos bilanzwirksam zu erfassen. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverhältnisse von bis zu einem Jahr respektive für Leasingverhältnisse mit unwahrscheinlicher Verlängerungsoption sowie für sogenannte "small ticket leases" (z. B. Büro- und Geschäftsausstattung). Die Auswirkungen von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit noch geprüft.

Die weiteren Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf Seite 131 abgebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.

Die K+S GRUPPE setzt Derivate zur Sicherung von Risiken aus sich verändernden Marktpreisen ein. Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (18) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 gebildet, sodass die Marktwertschwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit des Sicherungszwecks in den folgenden Positionen gezeigt:

A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Sämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden erfolgswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zu EBIT-wirksamen Effekten führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind:

die Sicherung von erwarteten USD-Umsätzen,

die Sicherung von erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar für das Legacy Projekt.

B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN

In diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z. B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines EUR/USD-Termingeschäfts).

C) FINANZERGEBNIS

Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I. Dieses unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II durch die Nichtberücksichtigung von Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IAS 39 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben. Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" folgende Effekte zu eliminieren:

ERTRAG/AUFWAND AUS MARKTWERTSCHWANKUNGEN DER NOCH AUSSTEHENDEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTE

Bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

NEUTRALISIERUNG DER IN VORPERIODEN ERFASSTEN MARKTWERTSCHWANKUNGEN VON REALISIERTEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Zum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBIT I ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IAS 39 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwertschwankungen aus Vorperioden zu eliminieren.

Bei der Kurssicherung der erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar werden nicht nur die o. g. Positionen, sondern sämtliche Ergebniseffekte bei der Ermittlung des EBIT I eliminiert. Da die gesicherten Grundgeschäfte (Investitionen in kanadischen Dollar) nur zeitverzögert mittels Abschreibungen zu EBIT I-wirksamen Effekten führen, würde - aufgrund der fehlenden Ergebniseffekte aus dem Grundgeschäft - ein Ausweis der zum Fälligkeitszeitpunkt entstehenden Ergebniseffekte dieser Sicherungsgeschäfte im EBIT I nicht zu einer periodengerechten Ergebnisermittlung führen.

ÜBERLEITUNG ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN IM EBIT I

TAB: 2.6.11

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Anhang 2015 2014
in Mio. €
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (4) -127,8 17,5
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte   85,5 -24,1
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften   -22,0 9,0
Realisierter Ertrag (-) /Aufwand (+) Investitionssicherung Kanada   2,5 -4,3
Im EBIT I enthaltenes Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften   -61,8 -1,9

Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. Die Effekte aus der Kurssicherung der erwarteten Investitionen in kanadischen Dollar werden grundsätzlich nicht im EBIT I erfasst (siehe oben).

Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis EBIT I durch Eliminierung der o. g. Effekte wird in einer separaten Rechnung unterhalb der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

(1) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 4.175,5 Mio. € (Vorjahr: 3.821,7 Mio. €) und resultieren in Höhe von 4.034,4 Mio. € (Vorjahr: 3.666,2 Mio. €) aus dem Verkauf von Gütern, in Höhe von 136,5 Mio. € (Vorjahr: 149,5 Mio. €) aus der Erbringung von Dienstleistungen und in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) aus der Abgrenzung kundenspezifischer Fertigungsaufträge. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen sowie die intersegmentären Umsätze sind in den Segmentinformationen auf Seite 136 dargestellt. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (35) angegeben.

(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

TAB: 2.6.12

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2015 2014
in Mio. €
Gewinne aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften 77,2 58,8
Auflösungen von Rückstellungen 41,7 61,5
Erhaltene Entschädigungen und Erstattungen 25,1 46,3
Auflösungen von Wertberichtigungen für Forderungen 5,4 1,4
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 4,6 4,2
- davon aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1,6 1,8
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 1,6 1,1
Übrige Erträge 25,0 23,6
Sonstige betriebliche Erträge 180,6 196,9

Die Entschädigungen und Erstattungen im Jahr 2015 beinhalten Erträge aus Schadensersatz aus Versicherungsleistungen für das von einem Hurricane beschädigte Schiffsdock bei der MORTON BAHAMAS LTD. in Höhe von 12,9 Mio. €. Im Vorjahr beinhaltete die Position Erträge aus Schadensersatz aus Versicherungsleistungen für die Betriebsunterbrechung am Standort Unterbreizbach in Höhe von 36,0 Mio. €.

(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

TAB: 2.6.13

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2015 2014
in Mio. €
Verluste aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften 77,8 53,9
Aufwendungen Legacy 41,1 14,4
Investitionsnebenkosten 12,8 16,1
Aufwendungen für Beratungen, Gutachten und Rechtsanwaltshonorare 12,4 5,7
Abschreibungen 8,3 8,3
Periodenfremder Aufwand 7,6 8,4
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4,3 4,9
Aufwendungen für Genehmigungsverfahren 4,2 5,8
Aufwendungen/Erstattungen für stillgelegte Werke und Verwahrung Merkers 3,6 10,2
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3,0 0,9
Aufwendungen für als Finanzinvestition gehaltene vermietete Immobilien 1,2 0,8
Aufwendungen für Verwahrung Frisia Zout - 4,8
Zuführungen/Verbräuche übrige Rückstellungen - 5,7 7,2
Übrige Aufwendungen 30,0 28,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 200,6 170,3

(4) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

TAB: 2.6.14

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2015 2014
in Mio. €
Ergebnis aus der Realisierung von Devisensicherungsgeschäften (erwartete USD-Umsätze) -39,8 -10,9
- davon positive Ergebnisbeiträge 11,1 4,7
- davon negative Ergebnisbeiträge -50,9 -15,6
Ergebnis aus der Realisierung von Devisensicherungsgeschäften (erwartete CAD-Investitionen) - 2,5 4,3
- davon positive Ergebnisbeiträge 12,2 17,8
- davon negative Ergebnisbeiträge -14,7 -13,5
Ergebnis aus realisierten Sicherungsgeschäften -42,3 -6,6
Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte (erwartete USD-Umsätze) -51,0 -27,9
- davon positive Marktwertveränderungen 6,7 0,5
- davon negative Marktwertveränderungen -57,7 -28,4
Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte (erwartete CAD-Investitionen) -34,5 52,0
- davon positive Marktwertveränderungen - 52,4
- davon negative Marktwertveränderungen -34,5 -0,4
Ergebnis aus Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Sicherungsgeschäfte -85,5 24,1
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -127,8 17,5

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM ,ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN' sind in den ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154 zu finden.

(5) ZINSERGEBNIS

ZINSERGEBNIS

TAB: 2.6.15

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2015 2014
in Mio. €
Zins- und zinsähnliche Erträge aus Wertpapieren 3,6 18,3
Zinsen von Kreditinstituten 3,3 4,8
Zinsertrag Pensionsrückstellungen 0,1 0,4
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 3,0 0,6
Zinserträge 10,0 24,1
Zinsaufwand Anleihen -52,7 -80,8
Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen -10,5 -61,3
Zinsaufwand Pensionsrückstellungen -5,6 -3,4
Aktivierung Fremdkapitalkosten 30,0 1,3
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13,7 -8,7
Zinsaufwendungen -52,5 -152,9
Zinsergebnis -42,5 -128,8

Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 3,5% (Vorjahr: 3,5%) zugrunde gelegt.

Der "Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen" setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen:

ZINSANTEIL BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGEN

TAB: 2.6.16

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2015 2014
in Mio. €
Zinseffekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen - -39,8
Erhöhung der bergbaulichen Rückstellungen aufgrund des Zeitablaufs (Aufzinsung) -27,0 -27,3
Zinseffekt aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen 16,5 5,8
Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen -10,5 -61,3

(6) SONSTIGES FINANZERGEBNIS

SONSTIGES FINANZERGEBNIS

TAB: 2.6.17

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2015 2014
in Mio. €
Ergebnis aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten 37,7 15,5
Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten -28,9 -12,7
Sonstiges Finanzergebnis 8,8 2,8

(7) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

TAB: 2.6.18

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2015 2014
in Mio. €
Laufende Steuern 205,2 127,8
- in Deutschland 157,3 131,4
- im Ausland 47,9 -3,6
Latente Steuern -18,7 25,6
- in Deutschland -30,2 -20,1
- im Ausland 11,5 45,7
- davon aus Verlust- und Zinsvorträgen 21,8 6,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 186,5 153,4

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,7% (Vorjahr: 28,6%) zugrunde gelegt. Neben einem unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem unveränderten Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 12,9% (Vorjahr: 12,8%) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungsertragsteuersätzen berechnet.

In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,7% (Vorjahr: 28,6%) zugrunde gelegt.

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

TAB: 2.6.19

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2015 2014
in Mio. €
Ergebnis vor Ertragsteuern 681,9 534,6
Erwarteter Ertragsteueraufwand (28,7% Konzernsteuersatz; Vorjahr: 28,6%) 195,7 152,9
Veränderungen des erwarteten Steueraufwands:    
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten    
- Steuerfreie Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne -2,4 -3,4
- sonstige steuerfreie Erträge -22,4 -23,9
Hinzurechnungen/Kürzungen für Gewerbesteuer 1,3 2,4
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und sonstiger Posten 9,1 9,9
Permanente Abweichungen -0,6 3,3
Wertberichtigungen/Nichtansatz aktiver latenter Steuern 8,0 1,6
Effekte aus Steuersatzdifferenzen - 5,2 -7,7
Auswirkungen von Steuersatzänderungen 3,0 10,2
Steuern für frühere Jahre -0,5 7,1
Sonstige Effekte 0,5 1,0
Tatsächlicher Steueraufwand 186,5 153,4
Steuerquote 27,4% 28,7%

(8) MATERIALAUFWAND

MATERIALAUFWAND

TAB: 2.6.20

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2015 2014
in Mio. €
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 576,9 532,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen 645,0 529,1
Energiekosten 246,8 267,7
Materialaufwand 1.468,7 1.329,0

(9) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMER

PERSONALAUFWAND

TAB: 2.6.21

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2015 2014
in Mio. €
Personalaufwand 1.080,0 1.013,7

/ WEITERE INFORMATION ZUM PERSONALAUFWAND UND ZUM "LONG TERM INCENTIVE"-PROGRAMM: Kapitel ,Mitarbeiter', Seite 36, sowie ,Vergütungsbericht', Seite 121

Im Rahmen des Belegschaftsaktienprogramms haben Mitarbeiter der K+S GRUPPE die Möglichkeit, K+S-Aktien mit einem Kursabschlag zu erwerben. Die Belegschaftsaktien sind mit einer einjährigen Sperrfrist versehen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für das im Jahr 2015 beschlossene Belegschaftsaktienprogramm entstanden Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €).

ARBEITNEHMER EINSCHLIESSLICH BEFRISTET BESCHÄFTIGTER

TAB: 2.6.22

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2015 2014
Jahresdurchschnitt (FTE)
Inland 9.882 9.986
Ausland 4.394 4.309
Gesamt 14.276 14.295
- davon Auszubildende 513 534

(10) ERGEBNIS JE AKTIE

ERGEBNIS JE AKTIE

TAB: 2.6.23

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2015 2014
in Mio. €
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 495,2 380,5
Durchschnittliche Anzahl Aktien (in Mio. Stück) 191,4 191,4
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) 2,59 1,99
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt1 542,3 366,6
Ergebnis je Aktie, bereinigt (in €)1 2,83 1,92

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154). Zudem werden die auf die Bereinigung entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2015: 28,7% (Vorjahr: 28,6%).

Das Ergebnis je Aktie ist nach IAS 33 ausgehend vom Konzernergebnis zu ermitteln. Aufgrund der begrenzten wirtschaftlichen Aussagekraft des unbereinigten Konzernergebnisses weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, das nur das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode enthält.

Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Bilanz ist auf Seite 132 abgebildet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf Seite 138 dargestellt.

(11) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:

Herstellungskosten

Vertriebskosten

allgemeine Verwaltungskosten

Forschungs- und Entwicklungskosten

sonstige betriebliche Aufwendungen

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet:

AUFTEILUNG GOODWILL NACH ZAHLUNGSMITTELGENERIERENDEN EINHEITEN

TAB: 2.6.24

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2015 2014
in Mio. €
ZGE Salz Amerika 696,0 643,9
ZGE Kali- und Magnesiumprodukte 16,2 17,4
ZGE Salz Europa 13,7 13,3
Goodwill Gesamt 725,9 674,6

Der Geschäftsbereich Salz wird in die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Salz Amerika und Salz Europa unterteilt. Der Anstieg der Goodwills, die der ZGE Salz Amerika zugeordnet sind, beruht überwiegend auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung.

Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der erwarteten künftigen Cashflows der Geschäftsbereiche unter der Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde gelegt. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuellen mittelfristigen Planungen der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche. Die mittelfristigen Planungen basieren auf eigenen Erfahrungswerten, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Schätzung einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Energie- und Frachtkosten oder Wechselkurs-Schwankungen. Marktannahmen, wie im Prognosebericht beschrieben, werden miteinbezogen.

Der Prognosezeitraum umfasst die Jahre 2016 bis 2018 bei der ZGE Salz Amerika und bei der ZGE Salz Europa sowie 2016 bis 2025 bei der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte; darüber hinaus wurde zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen nach dem Ende des Detailplanungszeitraums eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows ab dem Jahre 2019 bzw. 2026 von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) angenommen. Der Prognosezeitraum der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte bis zum Jahre 2025 berücksichtigt den sukzessiven Aufbau der Produktionskapazität im Rahmen des Legacy Projekts in Kanada.

Folgende Abzinsungssätze wurden zum Ende des Geschäftsjahres verwendet:

ABZINSUNGSSÄTZE WERTHALTIGKEITSTEST

TAB: 2.6.25

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2015 2014
vor Steuern nach Steuern vor Steuern nach Steuern
Zinssätze
in %
ZGE Salz Amerika 8,3 6,0 8,4 6,0
ZGE Kali- und Magnesiumprodukte 8,3 6,0 8,4 6,0
ZGE Salz Europa 8,3 6,0 8,4 6,0

Die Zinssätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern.

/ HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN: Seite 88

Die am Ende des Geschäftsjahres 2015 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, nicht dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt.

Markenrechte in Höhe von 115,7 Mio. € (Vorjahr: 106,1 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der ZGE Salz Amerika zugeordnet.

Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte durch Vergleich der Nutzungswerte der Marken mit den Buchwerten. Die Bestimmung des Nutzungswerts wurde auf Basis der Relief-from-Royalty-Methode vorgenommen, die den Markenwert aus den ersparten Lizenzaufwendungen ableitet. Dazu wurden aus der Unternehmensplanung die markenspezifischen Umsätze für die Jahre 2016 bis 2019 ermittelt; für den Zeitraum ab dem Jahr 2020 wurde eine jährliche Wachstumsrate von 2,0% (Vorjahr: 2,0%) unterstellt. Die anzuwendenden Lizenzpreise der Marken wurden aus Drittvergleichen abgeleitet. Durch Diskontierung der ersparten Lizenzaufwendungen mit einem risikoadjustierten Vorsteuerzinssatz von 12,5% (Vorjahr: 12,6%) wurde anschließend der Nutzungswert berechnet. Der auf dieser Basis durchgeführte Wertminderungstest der Marken zum Ende des Geschäftsjahres 2015 hat zu keinem Wertminderungsaufwand geführt.

Einen wesentlichen immateriellen Vermögenswert stellen die Kundenbeziehungen aus der Akquisition der MORTON-Gruppe dar. Der Buchwert zum 31. Dezember 2015 beträgt 131,8 Mio. € (Vorjahr: 135,4 Mio. €), die Restnutzungsdauer zum Bilanzstichtag beträgt rund elf Jahre (Vorjahr: zwölf Jahre).

(12) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Zum 31. Dezember 2015 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 18,4 Mio. € (Vorjahr: 19,0 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgegriffen. Die Bewertungsmethoden entsprechen dem Level 3 der dreistufigen Bewertungshierarchie des IFRS 13.

(13) FINANZANLAGEN

Die Position betrifft in Höhe von 13,6 Mio. € (Vorjahr: 13,1 Mio. €) Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen. In Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) handelt es sich um sonstige Ausleihungen (im Wesentlichen Darlehen an Mitarbeiter) und andere Finanzanlagen. Die effektiven jährlichen Zinssätze betragen unverändert zwischen 0 und 5,0%, die restliche Zinsbindungsdauer liegt zwischen einem und 20 Jahren.

Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem in der Bilanz angesetzten Betrag. Konkrete Anhaltspunkte für mögliche Ausfälle liegen nicht vor. Es bestehen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen.

(14) WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONEN

WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONEN

TAB: 2.6.26

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2015 2014
in Mio. €
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (langfristig) - 33,3
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (kurzfristig) 40,0 534,8
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 40,0 568,1

Diese Position enthält verschiedene Geldanlagen (Commercial Papers, Anleihen, Schuldscheindarlehen und Repos), die gemäß IAS 39 als "Kredite und Forderungen" bzw. als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert wurden. Im Vorjahr enthielt diese Position auch Fonds und Zerobonds.

(15) LATENTE STEUERN

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

LATENTE STEUERN

TAB: 2.6.27

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 3,3 3,8 119,9 111,1
Sachanlagen 21,4 24,1 421,6 431,5
Vorräte 2,7 1,3 0,4 2,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,8 1,0 5,0 8,7
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11,5 11,9 14,5 21,6
- davon derivative Finanzinstrumente 5,1 1,4 2,7 8,4
Rückstellungen 232,6 227,0 4,1 3,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - - 0,1 -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 19,9 9,3 7,7 6,3
- davon derivative Finanzinstrumente 8,2 5,8 - -
Bruttobetrag 292,2 278,4 573,3 584,6
- davon langfristig 249,7 248,5 562,3 561,6
Wertberichtigungen -2,1 - - -
Steuerliche Verlustvorträge 69,0 93,6 - -
Konsolidierungen 18,6 4,7 - -6,5
Saldierungen -278,8 -302,3 -278,8 -302,3
Bilanzansatz (Nettobetrag) 98,9 74,4 294,5 275,8

Insgesamt wurde in Höhe von 20,7 Mio. € (Vorjahr: 11,2 Mio. €) auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 253,7 Mio. € (Vorjahr: 170,3 Mio. €).

Im Berichtsjahr wurden im sonstigen Ergebnis latente Steuern in Höhe von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) erfasst.

Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich zum 31. Dezember 2015 um 5,8 Mio. € (Vorjahr: 38,7 Mio. €) verändert und setzt sich zusammen aus einem Anstieg aktiver latenter Steuern von 24,5 Mio. € (Vorjahr: 41,0 Mio. €) sowie einem Anstieg passiver latenter Steuern von 18,7 Mio. € (Vorjahr: 79,7 Mio. €).

Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern von 4,2 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) und währungsbedingten Effekten von 8,7 Mio. € (Vorjahr: -17,4 Mio. €) ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von 18,7 Mio. € (Vorjahr: -25,6 Mio. €).

Temporäre Unterschiede in Höhe von 306,9 Mio. € (Vorjahr: 263,9 Mio. €) stehen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, auf die wegen IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet werden.

(16) VORRÄTE

VORRÄTE

TAB: 2.6.28

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2015 2014
in Mio. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 230,8 214,5
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 21,4 18,2
Fertige Erzeugnisse und Waren 453,1 346,1
Vorräte 705,3 578,8

Vorräte in Höhe von 50,8 Mio. € (Vorjahr: 44,3 Mio. €) wurden zum Nettoveräußerungswert angesetzt. In der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) vorgenommen.

(17) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

TAB: 2.6.29

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2015 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 2014 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
in Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 - 732,9 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 213,3 112,1 196,6 114,0
- davon Derivative 30,4 18,6 56,2 25,3
- davon Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt 22,4 22,2 20,3 20,1
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6,0 - 7,0 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 921,9 112,1 929,5 114,0

Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für sonstige finanzielle Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

WERTBERICHTIGUNGEN

TAB: 2.6.30

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2015 2014
in Mio. €
Stand am 1. Januar 11,8 12,5
Zuführung 3,0 0,9
Auflösung 5,4 1,4
Verbrauch 1,3 0,2
Sonstige Veränderungen 3,0 -
Stand am 31. Dezember 5,1 11,8

Für den Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wurden zum 31. Dezember 2015 Wertberichtigungen in Höhe von 4,9 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €) ausgewiesen. 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) resultieren aus Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Die Wertminderungen beruhen auf der Einschätzung für bestehende Ausfallrisiken. Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten aufweisen, werden sie basierend auf den Zinssätzen zum Bilanzstichtag diskontiert.

Zum 31. Dezember 2015 wurden Abzinsungen in Höhe von 0,2 Mio. € für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen (Vorjahr: 0,1 Mio. €) vorgenommen.

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Positionen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen' enthaltenen Ausfallrisiken.

AUSFALLRISIKEN

TAB: 2.6.31

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Buchwert davon zum Stichtag weder überfällig noch wertberichtigt davon zum Stichtag nicht wertberichtigt, allerdings überfällig seit
< 30 Tagen > 31 und < 90 Tagen > 91 und < 180 Tagen > 180 Tagen
in Mio. €
2015            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 708,6 659,5 12,4 10,3 2,1 9,4
2014            
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 732,9 645,9 25,5 10,8 12,5 10,4

Zum Bilanzstichtag waren 10,2 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €) der nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte überfällig.

Unter dem Ausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Konzernweit sind 71% (Vorjahr: 66%) aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem eventuellen Forderungsausfall nur ein geringer Teilverlust entsteht. Kunden, für die eine Sicherung nicht zu erreichen ist, unterliegen einer internen Bonitätsprüfung. Wesentliche Risikokonzentrationen bei den Forderungen bestehen nicht.

Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell, und die Fakturendaten werden online auf die Debitorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt.

Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2015 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen 229,6 Mio. € (Vorjahr: 276,7 Mio. €).

In den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind in Höhe von 51,3 Mio. € (Vorjahr: 52,8 Mio. €) Vermögenswerte enthalten, die als Sicherheiten für Verpflichtungen hinterlegt wurden. Diese betreffen i. W. die zeitlich befristete Hinterlegung finanzieller Mittel zur Absicherung einer Bankgarantie, die nach Ablauf des Garantiezeitraumes wieder zur Verfügung stehen werden.

Die aus der Bilanzierung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen resultierenden Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

KUNDENSPEZIFISCHE FERTIGUNGSAUFTRÄGE

TAB: 2.6.32

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2015 2014
in Mio. €
Angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Auftragsgewinne 22,4 17,8
abzüglich erhaltener Anzahlungen 18,7 14,0
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen 3,7 3,8

(18) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Das Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z. B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht werden. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate.

Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen für Finanzverbindlichkeiten sowie Risiken aus sinkenden Zinserträgen aus Finanzanlagen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Hierzu sind für die Finanzverbindlichkeiten aktuell keine Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich, da die zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten einen festen Zinssatz aufweisen. Für die Finanzanlagen wird derzeit aufgrund der kurzen Restlaufzeit des geringen Zinsniveaus und des damit verbundenen geringen Risikos sinkender Zinsen kein Handlungsbedarf gesehen.

Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar sowie in geringerem Umfang gegenüber dem britischen Pfund und dem chilenischen Peso. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen sowie erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.

Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen bis zu drei Jahre betragen. Das wesentliche Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung. Hierzu werden Termingeschäfte und einfache Optionen (Plain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung in der Regel durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient u. a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann.

Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen weniger als ein Jahr.

Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen sowie im Rahmen des Legacy Projekts für Positionen in kanadischen Dollar zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgeschlossen.

Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im OTC-Geschäft. Bei Devisentermingeschäften erfolgt aufgrund der Transparenz des Marktes, nach Vergleich mit den Interbankenkonditionen über ein Referenzsystem, der Abschluss direkt mit einer Bank. Für den Handel mit Optionen liegt ein derartig transparenter Markt nicht vor. Daher werden bei allen wesentlichen Optionsgeschäften Quotierungen von mehreren Banken eingeholt, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können.

Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber.

Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:

die Devisenkassa- und Devisenterminkurse der betreffenden Währungen,

die vereinbarten Sicherungs- bzw. Ausübungskurse,

die gehandelten Volatilitäten, d. h. die erwartete Schwankungsbreite der betreffenden Devisenkurse,

das Zinsniveau der betreffenden Währungen und

das Kontrahentenrisiko.

IAS 39 sieht die Möglichkeit vor, Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäften und derivativen Finanzinstrumenten zu bilden. Hierauf wird jedoch grundsätzlich verzichtet (siehe ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154).

Am 31. Dezember 2015 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte:

DERIVATIVE DEVISENFINANZGESCHÄFTE

TAB: 2.6.33

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2015 2014
Nominalwerte1 Beizuleg. Zeitwerte Nominalwerte1 Beizuleg. Zeitwerte
in Mio. €
Devisentermingeschäfte GBP        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 9,3 -0,1
- davon mit Fälligkeit in 2016 14,3 0,2 - -
Devisentermingeschäfte CAD        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 597,4 23,6
- davon mit Fälligkeit in 2016 466,2 0,2 286,6 19,7
- davon mit Fälligkeit in 2017 180,9 -15,7 20,2 0,4
Devisentermingeschäfte USD        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 295,6 -6,6
- davon mit Fälligkeit in 2016 863,2 -18,3 - -
Devisentermingeschäfte CLP        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 28,6 -0,1
- davon mit Fälligkeit in 2016 24,6 -1,0 - -
Devisentermingeschäfte BRL        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 2,0 -
Gekaufte einfache Devisenoptionen USD        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 456,9 0,9
- davon mit Fälligkeit in 2016 339,7 1,8 235,3 5,2
- davon mit Fälligkeit in 2017 403,8 15,0 - -
Verkaufte einfache Devisenoptionen USD        
- davon mit Fälligkeit in 2015 - - 398,4 -17,6
- davon mit Fälligkeit in 2016 373,0 -28,8 246,7 -9,2
- davon mit Fälligkeit in 2017 463,6 -7,8 - -
Gekaufte einfache Devisenoptionen CAD        
- davon mit Fälligkeit in 2017 151,4 0,8 - -
- davon mit Fälligkeit in 2018 69,3 2,8 - -
Verkaufte einfache Devisenoptionen CAD        
- davon mit Fälligkeit in 2017 139,7 -9,5 - -
- davon mit Fälligkeit in 2018 64,9 -3,0 - -
Devisengeschäfte insgesamt 3.554,7 -63,3 2.577,1 16,3

1 In Euro mit gewichteten Durchschnittskursen.

Im Folgenden wird dargestellt, wie sich die vorgenannten Marktwerte unter Annahme einer Änderung der Kassakurse am Bilanzstichtag um +/-10% entwickelt hätten:

SENSITIVITÄT DERIVATIVER DEVISENFINANZGESCHÄFTE 2015

TAB: 2.6.34

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Basiswert Basiswert + 10% Basiswert -10% Marktwertänderung bei + 10%
in Mio. €
Marktwertänderung bei -10%
in Mio. €
EUR/USD 1,089 1,198 0,980 60,0 -65,9
EUR/CAD 1,512 1,663 1,360 -35,3 43,0
EUR/GBP 0,734 0,807 0,661 1,3 -1,6
USD/CLP 708,600 779,460 637,740 -1,8 2,7
USD/CAD 1,388 1,527 1,250 -20,0 27,8
Gesamt       4,1 6,2

Zum Bilanzstichtag des Vorjahres ergaben sich folgende Werte:

SENSITIVITÄT DERIVATIVER DEVISENFINANZGESCHÄFTE 2014 TAB: 2.6.35

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Basiswert Basiswert + 10% Basiswert -10% Marktwertänderung bei + 10%
in Mio. €
Marktwertänderung bei -10%
in Mio. €
EUR/USD 1,214 1,336 1,093 45,8 -70,4
EUR/CAD 1,406 1,547 1,266 -65,0 79,2
EUR/GBP 0,779 0,857 0,701 0,7 -0,8
USD/CLP 606,450 667,095 545,805 -2,6 3,1
USD/BRL 2,653 2,918 2,387 -0,2 0,2
Gesamt       -21,3 11,3

Die genannten Marktwertveränderungen hätten zu einer entsprechenden Erhöhung bzw. Verringerung des unbereinigten Konzernergebnisses vor Steuern sowie des Eigenkapitals geführt.

(19) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 134 dargestellt.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gegenüber dem Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Im Geschäftsjahr 2015 befanden sich durchschnittlich 191,4 Mio. (Vorjahr: 191,4 Mio.) Stückaktien im Umlauf.

Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb würde über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse oder eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Im Geschäftsjahr 2015 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

GEZEICHNETES KAPITAL

TAB: 2.6.36

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im Umlauf befindliche ausstehende Aktien Gezeichnetes Kapital
in Mio. €
31.12.2013 191,4 191,4
31.12.2014 191,4 191,4
31.12.2015 191,4 191,4

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhaltene Agio.

ANDERE RÜCKLAGEN UND BILANZGEWINN

Unter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn, die Unterschiede aus der Währungsumrechnung, die Rücklage aus der Zeitbewertung von Wertpapieren der Bewertungskategorie ,Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte' und die Neubewertungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zusammengefasst.

Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position Unterschiede aus Währungsumrechnung' werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen.

SONSTIGES ERGEBNIS

TAB: 2.6.37

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2015 2014
vor Steuern Steuereffekt netto vor Steuern Steuereffekt netto
in Mio. €
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 0,9 -2,8 -1,9 298,2 -4,1 294,1
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -4,1 0,6 -3,5 2,1 -0,5 1,6
- davon Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts - - - 1,7 -0,5 1,2
- davon Umgliederungen in den Gewinn oder Verlust -4,1 0,6 -3,5 0,4 - 0,4
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 5,0 -3,4 1,6 296,1 -3,6 292,5
- davon Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 5,0 -3,4 1,6 296,1 -3,6 292,5
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 3,9 -4,2 -0,3 -57,3 7,7 -49,6
Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 3,9 -4,2 -0,3 -57,3 7,7 -49,6
Sonstiges Ergebnis 4,8 -7,0 -2,2 240,9 3,6 244,5

BILANZGEWINN EINZELABSCHLUSS K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 1,15 € pro Stückaktie (Vorjahr: 0,90 €), d.h. insgesamt 220,1 Mio. € (Vorjahr: 172,3 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 53,4 Mio. € (Vorjahr: 10,0 Mio. €) in die Gewinnrücklagen einzustellen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT:

BILANZGEWINN K + S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

TAB: 2.6.38

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2015 2014
in Mio. €
Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 1. Januar 182,3 182,3
Dividendenausschüttung für das Vorjahr -172,3 -47,9
Jahresüberschuss K+S AKTIENGESELLSCHAFT 273,5 261,8
Einstellung in andere Gewinnrücklagen (Beschluss der Hauptversammlung) -10,1 -134,4
Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss - -79,5
Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 31. Dezember 273,4 182,3

(20) ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Ziel des Kapitalmanagements der K+S GRUPPE sind die Sicherstellung und gruppenweite Steuerung der Liquidität, der Erhalt und die Optimierung der Finanzierungsfähigkeit sowie die Reduktion finanzieller Risiken. Die finanzpolitischen Instrumentarien zur Erreichung dieser Ziele umfassen grundsätzlich Finanzierungsmaßnahmen, die sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital betreffen können. Alle Finanzierungsmaßnahmen im Unternehmen, worunter unter anderem das Cash-, Währungs- und Zinsmanagement fällt, werden von der zentralen Treasury-Einheit koordiniert und gesteuert.

Das Kapitalmanagement wird anhand von Finanzkennzahlen wie der Nettoverschuldung/EBITDA, Nettoverschuldung/Eigenkapital und der Eigenkapitalquote vorgenommen.

Das Eigen- und Fremdkapital stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

KAPITALMANAGEMENT

TAB: 2.6.39

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2015 2014
in Mio. €
Eigenkapital 4.295,6 3.974,5
Langfristiges Fremdkapital 3.036,8 2.999,8
Kurzfristiges Fremdkapital 941,2 880,9
Bilanzsumme 8.273,6 7.855,2
- Eigenkapitalquote 51,9% 50,6%
- Fremdkapitalquote 48,1% 49,4%

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 321,1 Mio. € (Vorjahr: + 577,9 Mio. €) angestiegen. Die Erhöhung des Eigenkapitals beruht im Wesentlichen auf dem positiven Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2015 (nach Steuern und Anteilen Dritter) in Höhe von 495,2 Mio. € (Vorjahr: + 380,5 Mio. €). Dem steht die im Mai 2015 erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 172,3 Mio. € (Vorjahr: 47,9 Mio. €) gegenüber.

Das langfristige Fremdkapital hat sich um 37,0 Mio. € (Vorjahr: +313,0 Mio. €) erhöht. Beim kurzfristigen Fremdkapital ist eine Erhöhung von 60,3 Mio. € (Vorjahr: - 533,9 Mio. €) zu verzeichnen.

(21) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die K+S GRUPPE hat eine Reihe von leistungsorientierten Versorgungszusagen erteilt. Der Großteil dieser Zusagen betrifft die Länder Deutschland und Kanada.

DEUTSCHLAND

Ein bedeutsamer Versorgungsplan in Deutschland ist die K+S Versorgungsordnung, die im Wesentlichen aus der Grundversorgung, der Zusatzversorgung II sowie Besitzstandsregelungen besteht. Die Grundversorgung ist ein Bausteinsystem, bei dem jährlich fiktive Beiträge in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des pensionsfähigen Einkommens erhoben werden. Der Rentenanspruch ermittelt sich aus einem festen Prozentsatz und der Summe aller fiktiven Beiträge. Die Zusatzversorgung II ist ein Endgehaltsplan, dessen Anspruch sich aus bestimmten Prozentsätzen von Gehaltsteilen oberhalb der gesetzlichen Renten- bzw. Knappschaftsversicherung multipliziert mit der Anzahl der pensionsfähigen Dienstjahre ergibt. Für die Dienstzeiten vor Einführung der Grund- und Zusatzversorgung II wurden feste Euro-Beträge bzw. endgehaltsabhängige prozentuale Besitzstände gewährt. Mittlerweile wurde dieser Versorgungsplan geschlossen, sodass keine weiteren Arbeitnehmer Ansprüche erwerben können.

Neben der K+S Versorgungsordnung wurde eine Vielzahl von Einzelzusagen erteilt, insbesondere im Bereich der Vorstände und oberen Führungskräfte. Diese sehen im Regelfall ein Bausteinsystem vor, das einen bestimmten Prozentsatz des pensionsfähigen Jahreseinkommens mittels eines altersabhängigen Faktors in eine lebenslange Altersrente umwandelt. Der Gesamtanspruch ergibt sich als Summe der einzelnen jahresbezogenen Bausteine. Dabei darf ein definiertes Versorgungsniveau nicht überschritten werden.

Des Weiteren bestehen in Deutschland weitere gesellschaftsspezifische Versorgungszusagen, die bereits vor mehreren Jahren geschlossen wurden. Die Anspruchsberechtigten befinden sich zum überwiegenden Teil bereits in der Rentenphase.

Sämtliche Pensionsverpflichtungen in Deutschland sind grundsätzlich über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gedeckt. Als Vehikel dient der in 2005 gegründete K+S VERMÖGENSTREUHÄNDER E. V., der die zur Bedienung der Pensionsverpflichtungen zweckgebundenen Vermögenswerte treuhänderisch verwaltet. Die Rentenzahlungen werden dabei weiterhin von der jeweiligen Gesellschaft geleistet, allerdings wird im Regelfall eine phasengleiche Erstattung dieser Zahlungen durch das CTA vorgenommen. Es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.

KANADA

In Kanada bestehen neben leistungsorientierten Pensionszusagen weitere pensionsähnliche Pläne, die den Anspruchsberechtigten u. a. medizinische Leistungen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zusagen.

Die Pensionspläne sehen vom Grundsatz Leistungen vor, die als Prozentsatz der durchschnittlich fünf höchsten Jahreseinkommen unter Berücksichtigung der geleisteten Dienstzeit berechnet werden. Dabei sind gewisse Obergrenzen zu beachten. Die Pensionspläne wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2013 für einen Teil der Anspruchsberechtigten auf beitragsorientierte Pläne umgestellt. Die Umstellung erfolgte prospektiv, sodass die bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Ansprüche unverändert fortbestehen. Die Pensionspläne in Kanada sind gesetzlich reguliert, beispielsweise durch die FINANCIAL SERVICES COMMISSION in Ontario und die CANADA REVENUE AGENCY. Es bestehen Mindestdotierungsverpflichtungen nach dem "Pension Benefits Act (Ontario)". Zur Erfüllung dieser Vorgaben wird im Regelfall zur Jahresmitte eine eigenständige aktuarische Bewertung vorgenommen. Diese hat das Ziel, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben den Finanzierungsstatus des Pensionsplans zu ermitteln. Ergibt sich eine Unterdeckung des Plans, ist diese grundsätzlich in Abhängigkeit der Art der Unterdeckung innerhalb eines Zeitraums von fünf bis 15 Jahren auszugleichen. Diese Bewertung unterscheidet sich von der IFRS-Bewertung, beispielsweise durch die Verwendung eines abweichenden Diskontierungssatzes.

Das kanadische Planvermögen wird von einer externen Gesellschaft gehalten. Diese ist u. a. für die Auszahlungen der Renten an die Pensionäre sowie die treuhänderische Verwaltung des Planvermögens verantwortlich. Die Auswahl des Treuhänders obliegt dem CANADIAN SALT PENSION COMMITTEE, das sich aus Unternehmensvertretern und externen Beratern zusammensetzt. Es ist auch verantwortlich für die Festlegung der Anlagestrategie.

Die pensionsähnlichen Versorgungszusagen umfassen Leistungen für die Lebens-, Zahn- und Krankenversicherung. Dabei hängt die Höhe der Leistungen für die Zahn- und Krankenversicherung von der durchschnittlichen Schadensquote der Pensionäre ab, bei der Lebensversicherung wird vom Grundsatz ein fixer Betrag zugesagt. Für die pensionsähnlichen Leistungszusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.

SONSTIGE LÄNDER

Die sonstigen Versorgungszusagen betreffen i. W. pensionsähnliche Pläne in den USA und auf den Bahamas, die Leistungen für Kranken- und Lebensversicherungen vorsehen. Für diese Zusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Daneben bestehen im unwesentlichen Umfang Pensionszusagen im übrigen Ausland.

Die oben beschriebenen Pläne unterliegen einer Reihe von Risiken, insbesondere:

Anlagerisiken: Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit einem Diskontierungssatz auf Basis von Unternehmensanleihen mit einem Rating von AA berechnet worden. Liegt die Rendite des Planvermögens unter diesem Zinssatz, entsteht eine entsprechende Unterdeckung. Die Anlagen erfolgen weit gestreut überwiegend in Anleihen und Aktien, insbesondere letztere unterliegen signifikanten Marktpreisschwankungen.

Inflationsrisiken: In Deutschland ist gemäß BetrAVG grundsätzlich alle drei Jahre eine Überprüfung der Rentenhöhe vorzunehmen, die im Regelfall zu einer Inflationsanpassung der Renten führt. Die Pensionszusagen in Kanada werden ebenfalls regelmäßig im Zuge der Tarifverhandlungen an die Inflation angepasst. Ein Anstieg der jeweiligen Inflationsraten führt somit grundsätzlich zu einem entsprechenden Anstieg der jeweiligen Verpflichtungen.

Zinsrisiken: Eine Absenkung der Renditen für Unternehmensanleihen und damit des Diskontierungszinses führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen, die nur teilweise durch eine entsprechende Wertveränderung des Planvermögens kompensiert wird.

Kostentrend Gesundheitswesen (Nordamerika, insbes. Kanada und Bahamas): Da die Leistungen für die medizinischen Versorgungszusagen grundsätzlich an den Kostentrend im Gesundheitswesen angepasst werden, führt ein Anstieg von Medikamentenpreisen, Krankenhauskosten etc. in dem jeweiligen Land zu einer Erhöhung der Verpflichtungen.

Langlebigkeitsrisiken: Bei der Berechnung der Verpflichtungshöhe wird die Lebenserwartung anhand von Sterbetafeln mit in die Kalkulation einbezogen. Ein Anstieg der Lebenserwartung führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Verpflichtungen.

Gehaltsrisiken: Übersteigt die tatsächliche Gehaltsentwicklung die angenommene Gehaltsentwicklung, führt dies zu einem Anstieg der Verpflichtungshöhe.

Die K+S GRUPPE versucht die Risiken u. a. durch eine Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Pläne zu verringern. So erhält ein Großteil der Belegschaft in Deutschland mittlerweile ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Auch in Nordamerika wurden Leistungszusagen abgegolten bzw. eingefroren und in ein beitragsorientiertes System überführt.

Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen:

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN - BEWERTUNG VERSORGUNGSZUSAGEN

TAB: 2.6.40

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2015 2014
Inland Ausland Inland Ausland
in %, gewichteter Durchschnitt
Pensionszusagen        
Rechnungszins 2,2 3,9 2,1 3,9
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 1,8 3,5 1,8 3,5
Erwartete jährliche Rentensteigerung 1,6 1,1 1,6 1,1
Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen        
Rechnungszins - 4,3 - 4,0

Für die Ermittlung des Pensionsaufwands für das Jahr 2015 wurden die folgenden - zum Ende des Geschäftsjahres 2014 festgelegten - versicherungsmathematischen Annahmen verwendet:

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN - AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGEN

TAB: 2.6.41

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2015 2014
Inland Ausland Inland Ausland
in %, gewichteter Durchschnitt
Pensionszusagen        
Rechnungszins 2,1 3,9 3,5 4,7
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 1,8 3,5 1,8 3,5
Erwartete jährliche Rentensteigerung 1,6 1,1 1,6 1,1
Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen        
Rechnungszins - 4,0 - 4,8

Zum 31. Dezember 2015 wurden folgende Sterbetafeln verwendet:

Deutschland: Heubeck Richttafeln 2005 G (Vorjahr: Heubeck Richttafeln 2005 G)

Kanada: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor (Vorjahr: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor)

USA/Bahamas: RP 2014 Scale MP-2015 (Vorjahr: RP 2014 Scale MP-2014)

Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende - im Zeitablauf fallende - jährliche Kostensteigerungen unterstellt:

Kanada: 6,7%/4,0% ab 2024 (Vorjahr: 7,0%/4,0% ab 2024)

Bahamas: 6,5%/4,5% ab 2024 (Vorjahr: 6,75%/4,5% ab 2024)

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens:

ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT

TAB: 2.6.42

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2015 2014
Gesamt Inland Ausland Ausland Gesamt Inland
Pensionen Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen Pensionen
in Mio. €
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 584,4 264,7 226,7 93,0 499,4 219,8
Dienstzeitaufwand 12,0 7,1 2,2 2,7 10,1 5,7
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -2,6 - 0,9 -3,5 1,6 1,4
Zinsaufwand 17,7 5,4 8,5 3,8 19,1 7,4
Neubewertungen 9,8 -3,1 8,5 4,4 66,2 45,1
- davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen -0,9 - 0,4 -1,3 -4,9  
- davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 5,7 -3,5 2,2 7,0 70,4 42,9
- davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 5,0 0,4 5,9 -1,3 0,7 2,2
Pensionszahlungen -26,0 -14,7 -9,0 -2,3 -26,0 -14,7
Plananpassungen/-abgeltungen -0,6 -0,3 -0,3 - -0,2 -
Wechselkursänderungen -15,7 - -15,4 -0,3 14,2 -
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 579,0 259,1 222,1 97,8 584,4 264,7
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2014
Ausland Ausland
Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen
in Mio. €
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 188,6 91,0
Dienstzeitaufwand 2,8 1,6
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,2 -
Zinsaufwand 8,6 3,1
Neubewertungen 27,5 -6,4
- davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen 2,0 -6,9
- davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 22,9 4,6
- davon versicherungsmathematische Gewinne (-)/ Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 2,6 -4,1
Pensionszahlungen -9,1 -2,2
Plananpassungen/-abgeltungen -0,2 -
Wechselkursänderungen 8,3 5,9
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 226,7 93,0

Der Neubewertungsgewinn für pensionsähnliche Verpflichtungen in Höhe von 6,4 Mio. € im Vorjahr resultiert i. W. aus der Anpassung der erwarteten Gesundheitskosten in Kanada. Dieser Effekt wurde zum Teil durch den Rückgang des Diskontierungssatzes kompensiert.

ENTWICKLUNG PLANVERMÖGEN

TAB: 2.6.43

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2015 2014
Gesamt Inland Ausland Gesamt Inland Ausland
Pensionen Pensionen Pensionen Pensionen
in Mio. €
Planvermögen am 1. Januar 425,7 221,8 203,9 408,8 230,3 178,5
Zinserträge 12,2 4,5 7,7 16,1 7,8 8,3
Beiträge des Arbeitgebers 3,5 2,0 1,5 7,6 1,4 6,2
Gewinne (+)/Verluste (-) aus Neubewertung (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) 13,7 5,6 8,1 8,9 -3,0 11,9
Pensionszahlungen -23,5 -14,7 -8,8 -23,5 -14,7 -8,8
Wechselkursänderungen -14,2 - -14,2 7,8 - 7,8
Planvermögen am 31. Dezember 417,4 219,2 198,2 425,7 221,8 203,9

Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren.

ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

TAB: 2.6.44

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2015 2014
Gesamt Inland Ausland Ausland Gesamt Inland
Pensionen Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen Pensionen
in Mio. €
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 579,0 259,1 222,1 97,8 584,4 264,7
Planvermögen am 31. Dezember 417,4 219,2 198,2 - 425,7 221,8
Bilanzwerte am 31. Dezember 161,6 39,9 23,9 97,8 158,7 42,9
- davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) 166,1 44,4 23,9 97,8 162,8 47,0
- davon Vermögenswert (-) -4,5 -4,5 - - -4,1 -4,1
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2014
Ausland Ausland
Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen
in Mio. €
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 226,7 93,0
Planvermögen am 31. Dezember 203,9 -
Bilanzwerte am 31. Dezember 22,8 93,0
- davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) 22,8 93,0
- davon Vermögenswert (-) - -

In der Gesamtergebnisrechnung wurden folgende Beträge erfasst:

EFFEKTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG

TAB: 2.6.45

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2015 2014
Gesamt Inland Ausland Ausland Gesamt Inland
Pensionen Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen Pensionen
in Mio. €
Dienstzeitaufwand 12,0 7,1 2,2 2,7 10,1 5,7
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -2,6 - 0,9 -3,5 1,6 1,4
Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (-) 5,5 0,9 0,8 3,8 3,0 -0,4
Aufwand (+)/Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen -0,6 -0,3 -0,3 - -0,2 -
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 14,3 7,7 3,6 3,0 14,5 6,7
Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) -13,7 -5,6 -8,1 - -8,9 3,0
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen -0,9 - 0,4 -1,3 -4,9 -
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 5,7 -3,5 2,2 7,0 70,4 42,9
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 5,0 0,4 5,9 -1,3 0,7 2,2
Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge -3,9 -8,7 0,4 4,4 57,3 48,1
Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge) 10,4 -1,0 4,0 7,4 71,8 54,8
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2014
Ausland Ausland
Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen
in Mio. €
Dienstzeitaufwand 2,8 1,6
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,2 -
Nettozinsaufwand (+)/-ertrag (-) 0,3 3,1
Aufwand (+)/Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen -0,2 -
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 3,1 4,7
Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) -11,9 -
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen 2,0 -6,9
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen 22,9 4,6
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen 2,6 -4,1
Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge 15,6 -6,4
Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge) 18,7 -1,7

Der Dienstzeitaufwand (einschließlich dem nachzuverrechnenden) wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter im jeweiligen Funktionsbereich im EBIT erfasst. Der Nettozinsaufwand bzw. -ertrag wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf folgende Anlageklassen:

AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH ANLAGEKLASSEN

TAB: 2.6.46

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2015 2014
Gesamt Inland Ausland Gesamt Inland Ausland
Pensionen Pensionen Pensionen Pensionen
in Mio. €
Anleihen 190,3 117,4 72,9 196,0 124,0 72,0
- öffentlich-rechtliche Anleihen 44,1 2,3 41,8 43,4 2,0 41,4
- Unternehmensanleihen 146,2 115,1 31,1 152,6 122,0 30,6
Aktien 192,6 69,9 122,7 200,5 78,0 122,5
- Konsum 50,5 20,3 30,2 48,8 20,8 28,0
- Finanzen 38,1 11,5 26,6 41,8 13,6 28,2
- Industrie 21,8 9,5 12,3 26,1 14,0 12,1
- Energie 18,8 5,5 13,3 23,3 6,4 16,9
- Rohstoffe 16,6 12,1 4,5 22,3 15,6 6,7
- Sonstige 46,8 11,0 35,8 38,2 7,6 30,6
Flüssige Mittel 11,5 9,8 1,7 10,6 2,2 8,4
Rückdeckungsversicherungen 12,9 12,9 - 10,9 10,9 -
Sonstiges 10,1 9,2 0,9 7,7 6,7 1,0
Planvermögen am 31. Dezember 417,4 219,2 198,2 425,7 221,8 203,9

Die über Investmentfonds gehaltenen Anlagen wurden in der obigen Aufstellung auf die einzelnen Anlageklassen aufgeteilt. Die Anleihen weisen zum Großteil ein Rating im "Investment Grade"-Bereich auf. Die Aktien werden regelmäßig an einem aktiven Markt gehandelt. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die Anleihen, allerdings sind in dieser Position nicht an einem aktiven Markt gehandelte Schuldscheindarlehen mit einem Buchwert von 22,6 Mio. € (Vorjahr: 28,3 Mio. €) enthalten. Für die Rückdeckungsversicherungen existiert kein aktiver Markt.

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Verpflichtung bei einer Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen verändern würde. Dabei wurden keine Korrelationen zwischen den einzelnen Annahmen berücksichtigt, d. h. bei der Variation einer Annahme wurden die übrigen Annahmen konstant gehalten. Das bei der Ermittlung der Bilanzwerte verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren wurde auch bei der Sensitivitätsanalyse verwendet.

SENSITIVITÄTSANALYSE 31.12.2015

TAB: 2.6.47

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Änderung des Barwerts der Verpflichtungen
Gesamt Inland Ausland Ausland
Änderung der Annahme Pensionen Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen
in Mio. €
Rechnungszins + 100 Basispunkte -75,1 -31,2 -28,0 -15,9
Rechnungszins - 100 Basispunkte 95,2 39,4 35,0 20,8
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung + 50 Basispunkte 2,8 1,1 1,7 -
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung - 50 Basispunkte -2,8 -1,1 -1,7 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung + 50 Basispunkte 27,2 14,9 12,3 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung - 50 Basispunkte -23,2 -12,6 -10,6 -
Medizinischer Kostentrend + 50 Basispunkte 9,4 - - 9,4
Medizinischer Kostentrend - 50 Basispunkte -7,3 - - -7,3
Lebenserwartung + 1 Jahr 20,9 8,6 7,4 4,9
Lebenserwartung - 1 Jahr -19,3 -8,4 -6,5 -4,4

Im Vorjahr ergaben sich folgende Werte:

SENSITIVITÄTSANALYSE 31.12.2014 TAB: 2.6.48

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Änderung des Barwerts der Verpflichtungen
Gesamt Inland Ausland Ausland
Änderung der Annahme Pensionen Pensionen Pensionsähnliche Verpflichtungen
in Mio. €
Rechnungszins + 100 Basispunkte -75,7 -32,0 -28,3 -15,4
Rechnungszins - 100 Basispunkte 96,6 40,6 36,0 20,0
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung + 50 Basispunkte 4,6 1,4 3,2 -
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung - 50 Basispunkte -4,1 -1,4 -2,7 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung + 50 Basispunkte 28,3 15,2 13,1 -
Erwartete jährliche Rentensteigerung - 50 Basispunkte -23,7 -12,8 -10,9 -
Medizinischer Kostentrend + 50 Basispunkte 9,1 - - 9,1
Medizinischer Kostentrend - 50 Basispunkte -7,1 - - -7,1
Lebenserwartung + 1 Jahr 20,6 8,9 7,6 4,1
Lebenserwartung - 1 Jahr -20,5 -8,7 -7,5 -4,3

Es werden in den Folgejahren folgende Fälligkeiten der undiskontierten Zahlungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erwartet:

ERWARTETE ZAHLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

TAB: 2.6.49

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31.12.2015 31.12.2014
in Mio. €
Weniger als 1 Jahr 26,9 27,1
Zwischen 1 und 5 Jahren 111,0 110,3
Zwischen 5 und 10 Jahren 147,0 145,9
Mehr als 10 Jahre 926,2 935,6
Summe 1.211,1 1.218,9

Die durchschnittliche gewichtete Duration der Verpflichtungen zum 31. Dezember 2015 beträgt im Inland 14 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre), für Pensionsverpflichtungen im Ausland 14 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre) und für pensionsähnliche Verpflichtungen im Ausland 19 Jahre (Vorjahr: 19 Jahre). Die Duration und das Fälligkeitsprofil der Verpflichtungen weichen zwischen den Einzelgesellschaften zum Teil deutlich ab. Bei der Vermögensallokation wird diesem Umstand insbesondere im Inland grundsätzlich Rechnung getragen. Ziel ist es, die Rentenzahlungen aus den laufenden Erträgen des Planvermögens bedienen zu können.

Im Geschäftsjahr 2016 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen in das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind.

Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer.

Im Rahmen der inzwischen geschlossenen zusätzlichen Versorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. In 2011 wurden die ordentlichen Mitgliedschaften der K+S-Mitarbeiter durch die BASF-Pensionskasse gekündigt, sodass zum 31. Dezember 2015 nur noch außerordentliche Mitgliedschaften für die betroffenen Mitarbeiter bestehen, welche als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt werden. Darüber hinaus werden laufende Pensionskassen-Rentenzahlungen an (ehemalige) K+S-Mitarbeiter durch die BASF-Pensionskasse geleistet. Der Anteil der Anwärter und Rentner von K+S-Gruppengesellschaften am Gesamtbestand der BASF-Pensionskasse beträgt weniger als 10 %.

Aufgrund der Beendigung der ordentlichen Mitgliedschaften sind grundsätzlich keine weiteren Beiträge an die BASF-Pensionskasse zu entrichten. Allerdings kann sich durch die im BetrAVG geregelte Subsidiärhaftung eine Einstandspflicht für K+S ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Anpassung der laufenden Rentenzahlungen. Für das Jahr 2016 werden keine Beitragszahlungen an die BASF-Pensionskasse erwartet.

Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i. S. v. IAS 19.32f. zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen über Planvermögen und Verpflichtungen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.34 als beitragsorientiert behandelt.

Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand:

AUFWAND ALTERSVERSORGUNG

TAB: 2.6.50

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2015 2014
Gesamt Inland Ausland Gesamt Inland Ausland
in Mio. €
Aufwand beitragsorientierte Pläne 20,6 3,1 17,5 16,8 2,8 14,0
Dienstzeitaufwand leistungsorientierte Zusagen (einschließlich dem nachzuverrechnenden) 9,4 7,1 2,3 11,7 7,1 4,6
Aufwand Altersversorgung 30,0 10,2 19,8 28,5 9,9 18,6

Zudem wurden Beiträge in Höhe von 85,7 Mio. € (Vorjahr: 80,8 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet.

(22) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN

RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN

TAB: 2.6.51

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2015 2014
Gesamt davon kurzfristig Gesamt davon kurzfristig
in Mio. €
Gruben- und Schachtverfüllung 354,7 15,9 346,6 16,3
Haldenverwahrung 439,0 - 424,5 -
Bergschäden 46,7 - 75,8 -
Rückbau 29,5 - 28,2 -
Sonstige 16,1 - 13,7 -
Bergbauliche Rückstellungen 886,0 15,9 888,8 16,3

Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Diese überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfordern die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene mögliche Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Mögliche Verpflichtungen daraus sind durch Rückstellungen gedeckt.

Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadenersatzleistungen. Bergbaubedingte Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellungen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei wird eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5% (Vorjahr: 1,5%) zugrunde gelegt. Der Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern beträgt 3,5 % (Vorjahr: 3,5%). Als Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in Nordamerika wird ein Zinssatz von 5,0% in USA (Vorjahr: 5,0%) und 4,2% in Kanada (Vorjahr: 4,2%) verwendet. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Die Verpflichtungen reichen teilweise weit über das Jahr 2050 hinaus.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausweisänderung der Rückbauverpflichtung Übertage. Hiermit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass es sich beim Rückbau von übertägigen Werksgebäuden nach Betriebsstillegung nicht um bergbauspezifische Verpflichtungen handelt. Als Folge wurden im Berichtsjahr 54,6 Mio. € (31.12.2014: 52,8 Mio. €, 1.1.2014: 49,9 Mio. €) von den langfristigen bergbaulichen Rückstellungen in die sonstigen langfristigen Rückstellungen umgegliedert.

Die Zuführung zu den bergbaulichen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von 30,1 Mio. € (Vorjahr: 234,3 Mio. €) beruht im Wesentlichen auf der jährlichen Aufzinsung der Rückstellungen, der Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie der Neubewertung von bestehenden Rückstellungen.

Mit der Inanspruchnahme von bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 10,2 Mio. €) wurde der Verpflichtung zur Verwahrung Rechnung getragen. Weiterhin handelt es sich auch um Aufwendungen im Zusammenhang mit Bergschädenwagnissen.

Die Rückstellungsauflösungen in Höhe von 19,1 Mio. € (Vorjahr: 38,7 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus den Bergschädenwagnissen.

(23) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

TAB: 2.6.52

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2015 2014
in Mio. €
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 29,9 29,3
Rückstellungen für Long Term Incentives 6,1 19,0
Rückstellungen für Altersteilzeit 0,2 3,5
Sonstige Personalverpflichtungen 8,0 7,3
Summe langfristige Personalverpflichtungen 44,2 59,1

Die Bilanzierung der Rückstellung des kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programms erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden erfolgswirksam erfasst. Bei der Ermittlung wird ein Rechnungszins von 0,0% (Vorjahr: 0,2%) zugrunde gelegt.

/ WEITERE INFORMATION ZUM "LONG TERM INCENTIVE''-PROGRAMM: Seite 122

Die Rückstellungen für Altersteilzeit berücksichtigen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitverträgen. Bei der Bewertung werden sowohl Erfüllungsrückstände (Differenz zwischen dem Wert der vollen Arbeitsleistung und dem Altersteilzeitentgelt zuzüglich der anfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung) als auch Aufstockungsbeträge zum Altersteilzeitentgelt und zu den Beiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung erfasst. Der Ansatz erfolgt zum Barwert mittels eines Rechnungszinses von 0,0 % (Vorjahr: 0,2 %) bei einer erwarteten jährlichen Einkommenssteigerung von 1,8% (Vorjahr: 1,8%). Die zum Bilanzstichtag bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €) wurden mit Planvermögen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €) saldiert. Das Planvermögen besteht in Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA) und dient der Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen fälligen Leistungen an die Arbeitnehmer.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde ein Rechnungszins von 2,2% (Vorjahr: 2,1%) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8% (Vorjahr: 1,8%) zugrunde gelegt.

(24) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten.

(25) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme:

LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2015

TAB: 2.6.53

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Cashflows
2015 Buchwert 2015 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
in Mio. €
Finanzverbindlichkeiten 1.543,6 1.835,2 82,2 702,4 1.050,6
- davon Anleihen 1.514,0 1.805,5 53,3 701,6 1.050,6
- davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 29,6 29,7 28,9 0,8 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 305,9 305,9 304,9 0,8 0,2
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5,2 5,2 0,8 2,5 1,9
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 36,6 36,6 36,3 - 0,3
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.891,3 2.182,9 424,2 705,7 1.053,0

LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT-DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2014

TAB: 2.6.54

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Cashflows
2014 Buchwert 2014 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
in Mio. €
Finanzverbindlichkeiten 1.551,3 1.897,4 93,3 698,4 1.105,7
- davon Anleihen 1.510,4 1.855,5 53,1 696,7 1.105,7
- davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 40,9 41,9 40,2 1,7 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284,6 284,6 283,7 0,9 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3,0 3,0 0,6 1,7 0,7
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 38,8 38,8 36,1 - 2,7
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.877,7 2.223,8 413,7 701,0 1.109,1

Die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betreffen im Wesentlichen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Sie resultieren aus der im Juni 2012 mit einem Volumen von 500,0 Mio. €, einer Laufzeit von zehn Jahren und einem festen Zinssatz von 3,0% begebenen Anleihe sowie der im Dezember 2013 begebenen Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio. €, einem festen Zinssatz von 3,125 % und einer Laufzeit von fünf Jahren und der im Dezember 2013 begebenen Anleihe mit einem Volumen von 500,0 Mio. €, einem festen Zinssatz von 4,125 % und einer Laufzeit von acht Jahren.

/ WEITERE INFORMATION ZU DEN ANLEIHEN: Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt', Seite 16

Zudem besteht eine in 2009 im Rahmen der Akquisition von MORTON SALT übernommene USD-Anleihe mit einem Nominalwert von 22,6 Mio. USD und einer Fälligkeit in 2020. Daraus resultierende Zins- und Tilgungsbeiträge sind durch ROHM & HAAS zu leisten und vertraglich durch eine Bankgarantie gedeckt. Die aus dieser vertraglichen Konstruktion resultierenden Erstattungsansprüche für Zins- und Tilgungsbeträge werden unter der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" im lang- bzw. kurzfristigen Bereich ausgewiesen.

Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Die zugesagte Konsortialkreditlinie beträgt 1 Mrd. €. Hier wurde die zweite Verlängerungsoption bis Juni 2020 ausgeübt.

/ WEITERE INFORMATION ZU LIQUIDITÄTSRISIKEN: Kapitel ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 102

Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzverbindlichkeiten. Die Tabelle basiert auf undiskontierten Bruttozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden. Derivative Vermögenswerte wurden in die Betrachtung nicht einbezogen.

LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2015

TAB: 2.6.55

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Cashflows
2015 Buchwert 2015 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
in Mio. €
Bruttoerfüllung          
Devisenderivate -93,7 -22,8 -41,0 18,1 -
Zahlungsverpflichtung1   -1.999,0 -1.255,9 -743,2 -
Zahlungsanspruch1   1.976,2 1.214,9 761,3 -

1 Umrechnung von Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.

LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZVERBINDLICHKEITEN 2014

TAB: 2.6.56

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Cashflows
2014 Buchwert 2014 Gesamt Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
in Mio. €
Bruttoerfüllung          
Devisenderivate -39,9 -26,2 -25,8 -0,4 -
Zahlungsverpflichtung1   -1.116,9 -869,8 -247,1 -
Zahlungsanspruch1   1.090,7 844,0 246,7 -

1 Umrechnung von Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.

(26) WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar:

BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN

TAB: 2.6.57

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2015 2014
Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert beizulegender Zeitwert Buchwert beizulegender Zeitwert
in Mio. €
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Zur Veräußerung verfügbar 13,6 13,6 13,1 13,1
Ausleihungen Kredite und Forderungen 0,5 0,5 0,6 0,6
Finanzanlagen   14,1 14,1 13,7 13,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Kredite und Forderungen 708,6 708,6 732,9 732,9
Derivate mit positivem Marktwert Zu Handelszwecken gehalten 30,4 30,4 56,2 56,2
Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte Kredite und Forderungen 182,9 182,9 140,4 140,4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte   213,3 213,3 196,6 196,6
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Kredite und Forderungen 40,0 40,0 461,6 461,7
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen Zur Veräußerung verfügbar - - 106,5 106,5
Flüssige Mittel Kredite und Forderungen 123,1 123,1 375,2 375,2
Finanzverbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.543,7 1.681,9 1.551,3 1.696,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 306,0 306,0 284,6 284,6
Derivate mit negativem Marktwert Zu Handelszwecken gehalten 93,8 93,8 39,9 39,9
Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 36,7 36,7 38,7 38,7
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IFRS 7 5,2 5,2 3,0 3,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten   135,7 135,7 81,6 81,6

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39, stellen sich wie folgt dar:

BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

TAB: 2.6.58

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2015 2014
in Mio. €
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 13,6 119,6
Kredite und Forderungen 1.055,1 1.710,7
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 30,4 56,2
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.886,4 1.874,7
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 93,8 39,9

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden weitestgehend basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13 zuzuordnen.

Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.

Die folgende Tabelle zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden:

ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

TAB: 2.6.59

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2015 2014
Gesamt Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Level 1
in Mio. €
Aktiva 30,4 - 30,4 - 162,7 106,5
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang gem. IAS 39 30,4 - 30,4 - 56,2 -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - - 106,5 106,5
Passiva 93,8 - 93,8 - 39,9 -
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang gem. IAS 39 93,8 - 93,8 - 39,9 -
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2014
Level 2 Level 3
in Mio. €
Aktiva 56,2 -
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang gem. IAS 39 56,2 -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - -
Passiva 39,9 -
Derivative Finanzinstrumente ohne Sicherungszusammenhang gem. IAS 39 39,9 -

Die derivativen Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Währungsderivaten. Im Falle von Devisentermingeschäften wird der beizulegende Zeitwert auf Basis von Devisenterminkursen berechnet, im Falle von Währungsoptionen werden Optionspreismodelle verwendet. Bei der Berechnung werden zudem Kontrahentenausfallrisiken berücksichtigt.

Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte basiert auf Kursnotierungen aktiver Märkte.

Für die zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumente ist eine verlässliche Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht möglich. Hierbei handelt es sich um Anteile an (nicht konsolidierten) Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und Beteiligungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Buchwerte am Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstigen nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerten sowie Flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen der Kategorie ,Kredite und Forderungen' entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen (Level 2).

Für die Finanzverbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert bei vorliegenden aktiven Märkten durch Marktpreise bestimmt (Level 1), ansonsten wird auf den Barwert der zukünftigen Zahlungsströme abgestellt (Level 2). Zur Diskontierung werden marktübliche, fristadäquate Zinssätze verwendet.

Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Die folgende Tabelle stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar:

NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN

TAB: 2.6.60

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2015 2014
in Mio. €
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 5,7 4,8
Kredite und Forderungen 41,6 49,1
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -128,6 -2,0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -30,9 -26,4

Das Nettoergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Gewinne oder Verluste aus Beteiligungen.

Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen.

Das Nettoergebnis aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Effekte aus der Marktbewertung und Realisierung derivativer Finanzinstrumente.

Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten der Währungsumrechnung.

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN

TAB: 2.6.61

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2015 2014
in Mio. €
Zinserträge 8,4 23,7
Zinsaufwendungen vor Aktivierung Fremdkapitalzinsen 56,7 84,8
Aktivierte Fremdkapitalzinsen 30,0 1,3
Zinsaufwendungen nach Aktivierung Fremdkapitalzinsen 26,7 83,5

Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und den beizulegenden Zeitwert des Finanzinstruments haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß IFRS 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde:

Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr.

Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt.

Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist.

Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag keine Zinsderivate, die potenziell in eine Sensitivitätsanalyse einzubeziehen wären.

Demnach hätte eine Erhöhung des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt eine Verbesserung des Zinsergebnisses um 1,2 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €) zur Folge. Eine Verringerung des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt hätte zu keiner Verschlechterung des Zinsergebnisses geführt (Vorjahr: 2,6 Mio. €). Dies resultiert aus der Tatsache, dass die originären fest verzinslichen Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015 Tagesgelder darstellen, deren Verzinsung nahe null ist.

Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10 % stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine erfolgswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten um +/-25,5 Mio. € (Vorjahr: +/-24,4 Mio. €) ergeben.

Zum Bilanzstichtag bestanden zudem Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten - i. d. R. Banken - gestellt wurden. Hierbei handelt es sich um sog. Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlageklassen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden; d. h. bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt.

(27) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

In der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen für einen Ansatz gemäß IAS 37 erfüllt wurden. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risiken, die zum Ausweis einer Eventualverbindlichkeit führen würden. Die Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen beliefen sich im Jahr 2015 auf 598,3 Mio. € (Vorjahr: 840,1 Mio. €). Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die unter Anmerkung (28) gemachten Angaben.

(28) LEASINGVERHÄLTNISSE

Bestimmte technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. Leitungsnetze im Zusammenhang mit unserem Legacy Projekt in Kanada, werden im Wege des Finanzierungsleasings genutzt und entsprechend aktiviert, da der K+S GRUPPE das wirtschaftliche Eigentum am geleasten Vermögenswert zuzurechnen ist. Im Einzelnen sind die folgenden Positionen betroffen:

GELEASTE VERMÖGENSWERTE

TAB: 2.6.62

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2015 2014
in Mio. €
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0,6 0,8
Technische Anlagen und Maschinen 40,0 33,7
Schiffe 1,1 1,3
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 0,1
Gesamt 41,7 35,9

Die entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden wie folgt fällig:

LEASINGVERBINDLICHKEITEN

TAB: 2.6.63

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Mindestleasingzahlungen Enthaltener Zinsanteil Leasingverbindlichkeiten
2015 2014 2015 2014 2015 2014
in Mio. €
Fälligkeit bis 1 Jahr 1,8 1,1 0,9 0,5 1,0 0,6
Fälligkeit 2 - 5 Jahre 5,2 3,4 2,9 1,7 2,3 1,7
Fälligkeit über 5 Jahre 2,9 1,3 1,0 0,6 1,9 0,7
Gesamt 9,9 5,8 4,8 2,8 5,2 3,0

Im laufenden Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine über die Mindestleasingaufwendungen hinausgehenden zusätzlichen Leasingzahlungen aufgrund vertraglich festgelegter Bedingungen für Finanzierungsleasing erfolgswirksam erfasst. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Unterleasingverträge.

Um den Transportbedarf des neuen K+S-Standortes in Kanada bedienen zu können, wird die kanadische Eisenbahngesellschaft CANADIAN PACIFIC RAILWAY einen Gleisanschluss an ihr Schienennetz errichten. Die hieraus entstehende vertragliche Verpflichtung wird als Finanzierungsleasing qualifiziert und führt voraussichtlich im 2. Halbjahr 2016 zu einem Bilanzansatz in Höhe von 96 Mio. CAD.

Die K+S GRUPPE tritt nur in unwesentlichem Umfang als Leasinggeber auf.

Zusätzlich ist die K+S GRUPPE Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverträgen. Diese Vermögenswerte sind aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Operating-Leasingverträge bestehen beispielsweise für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte) und für Fahrzeuge sowie für Lagerkapazitäten. Der Aufwand aus Operating-Leasing belief sich im Jahr 2015 auf 59,9 Mio. € (Vorjahr: 47,7 Mio. €). Die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen verteilen sich wie folgt auf die künftigen Perioden:

VERPFLICHTUNGEN AUS OPERATING-LEASINGVERTRÄGEN (NOMINALWERTE)

TAB: 2.6.64

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2015 2014
in Mio. €
- fällig im Folgejahr 41,0 31,2
- fällig im 2. bis 5. Jahr 132,6 93,5
- fällig nach 5 Jahren 67,3 86,9
Gesamt 240,9 211,6

Sowohl für Leasingverhältnisse, die als Finanzierungsleasing, wie auch Leasingverhältnisse, die als Operating-Leasing qualifiziert werden, bestehen teilweise Mietverlängerungs- und/oder Kaufoptionen sowie in geringem Umfang Preisanpassungsklauseln.

ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung ist auf Seite 136 dargestellt.

(29) SEGMENTABGRENZUNG

Die Segmentabgrenzung erfolgt produktorientiert. Dies entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur der K+S GRUPPE.

Im Segment Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktion und Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst.

Das Segment Salz umfasst die Produktion und die Vermarktung von Speisesalz, Gewerbe- und Industriesalzen, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole.

Im Segment Ergänzende Aktivitäten sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung bzw. Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® und THOMAS® weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH handelt mit verschiedenen Basischemikalien.

Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein.

(30) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTVERMÖGEN UND -SCHULDEN

Vermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend ihrer Nutzung bzw. Entstehung den Segmenten zugeordnet. Bei Nutzung durch bzw. Entstehung in mehreren Segmenten erfolgt eine Zuordnung auf Basis sachgerechter Schlüssel.

Finanzanlagen (außer Beteiligungen) sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten werden den Segmenten nicht zugeordnet.

(31) GRUNDSÄTZE DER ZUORDNUNG VON SEGMENTERGEBNISSEN

Die Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach dem Gesamtkostenverfahren (interne Berichtsstruktur der K+S GRUPPE) ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet.

Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft wird in der K+S GRUPPE das operative Ergebnis EBIT I verwendet. Neben der Nichtberücksichtigung des Zinsergebnisses und des Steueraufwands werden auch die sonstigen Erträge und Aufwendungen des Finanzergebnisses nicht berücksichtigt. Zudem werden bestimmte Ergebniseffekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften unter Berücksichtigung von Steuereffekten eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154).

Neben dem EBIT I stellt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) eine wesentliche Steuerungsgröße dar. Wie im EBIT I werden auch das Zinsergebnis, der Steueraufwand und die sonstigen Erträge und Aufwendungen des Finanzergebnisses nicht berücksichtigt. Zudem werden bestimmte Ergebniseffekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften unter Berücksichtigung von Steuereffekten eliminiert. Des Weiteren wird das EBITDA um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen bereinigt. Im Berichtsjahr beträgt der Bereinigungsbetrag der erfolgsneutralen Abschreibungen 43,4 Mio. € (Vorjahr: 26,9 Mio. €).

Die Darstellung der Ergebnisse der Geschäftsbereiche erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre tiefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert.

(32) GRUNDSÄTZE FÜR DIE VERRECHNUNGSPREISE ZWISCHEN SEGMENTEN

Für Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen und Leistungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden.

(33) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABEN

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen aus dem Jahr 2014 wurden Rückstellungen in Höhe von 20,5 Mio. € (Vorjahr: 53,0 Mio. €) aufgelöst. Im Vorjahr wurde eine Versicherungsleistung aufgrund der Betriebsunterbrechungen am Standort Unterbreizbach in Höhe von 34,3 Mio. € vereinnahmt.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

In der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) aufgelöst. Im Berichtsjahr wurde für einen Schadensfall der MORTON BAHAMAS LTD. eine Versicherungsleistung in Höhe von 12,9 Mio. € vereinnahmt.

ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN

Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 1,6 Mio. € vorgenommen, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden.

(34) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNGSPOSITIONEN

Die Überleitungen der Segmentzahlen auf die Abschlusszahlen der K+S GRUPPE betreffen Positionen, die den Zentralfunktionen zugerechnet werden, sowie konsolidierungsbedingte Effekte. Die wesentlichen Positionen sind:

ÜBERLEITUNG SEGMENTZAHLEN

TAB: 2.6.65

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2015 2014
in Mio. €
Überleitung Segmentergebnisse (EBIT I)1    
Ergebnis der Zentralfunktionen -57,2 -44,6
  -57,2 -44,6
Überleitung Segmentvermögen    
Anlagevermögen 81,9 82,2
Aktive latente Steuern 98,9 74,4
Marktwerte Derivate -10,5 38,9
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 76,9 74,4
Übrige Forderungen 81,8 75,7
Geld und Geldanlagen 64,2 730,6
Konsolidierungsbedingte Effekte -433,2 -457,4
  -40,0 618,7
Überleitung Segmentschulden    
Rückstellungen für Pensionen u. Ähnliches 24,0 25,9
Sonstige Rückstellungen 61,3 61,8
Passive latente Steuern 294,5 275,8
Marktwerte Derivate 51,2 19,7
Finanzverbindlichkeiten 1.543,7 1.551,2
Übrige Verbindlichkeiten 47,2 44,1
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 81,0 58,1
Konsolidierungsbedingte Effekte -134,9 -164,3
  1.968,0 1.872,4

1 Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT I). Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) wird unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 154).

(35) REGIONALE UMSATZVERTEILUNG

Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt:

REGIONALE UMSATZVERTEILUNG

TAB: 2.6.66

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2015 2014
in Mio. €
Europa 1.661,7 1.601,2
- davon Deutschland 593,3 568,2
Nordamerika 1.505,4 1.358,0
- davon USA 1.236,7 1.071,2
Südamerika 535,0 471,9
Asien 368,6 295,1
Afrika, Ozeanien 104,8 95,5
Gesamtumsatz 4.175,5 3.821,7

Die Zuordnung orientiert sich an dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2014 und 2015 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10 % der Gesamterlöse.

(36) REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENS

Das langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen:

REGIONALE VERTEILUNG DES LANGFRISTIGEN VERMÖGENS

TAB: 2.6.67

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2015 2014
in Mio. €
Europa 1.570,6 1.507,4
- davon Deutschland 1.500,5 1.444,8
Nordamerika 4.008,0 3.130,6
- davon USA 1.109,5 1.007,0
- davon Kanada 2.879,9 2.104,8
Südamerika 550,9 496,7
- davon Chile 544,4 490,9
Gesamtvermögen 6.129,5 5.134,7

Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 133 dargestellt. Zahlungswirksame Transaktionen aus nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten waren nicht zu berücksichtigen.

/ WEITERE ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG: Seite 92.

(37) WEITERE ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

NETTOFINANZMITTELBESTAND

TAB: 2.6.68

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2015 2014
in Mio. €
Flüssige Mittel (laut Bilanz) 123,1 375,2
Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen 0,5 0,9
Von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder -5,2 -5,8
Nettofinanzmittelbestand 118,4 370,3

Die flüssigen Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Diese Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Anlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen.

Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position ,Sonstige finanzielle Vermögenswerte' im kurzfristigen Bereich ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position ,Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten' im kurzfristigen Bereich.

Die von nicht konsolidierten Gesellschaften erhaltenen Ausschüttungen und Gewinnabführungen betrugen in der Berichtsperiode 4,0 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €).

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. kurzfristige Rückstellungen in Höhe von insgesamt 177,8 Mio. € (Vorjahr: 246,5 Mio. €), die aus nicht-zahlungswirksamen Zugängen im Sachanlagevermögen resultieren. Diese sind im Wesentlichen auf das Legacy Projekt zurückzuführen.

Um die CAD-Investitionsauszahlungen für das Legacy Projekt gegen Währungsschwankungen abzusichern, wurden Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Aus den im Jahre 2015 fälligen Sicherungsgeschäften resultierte ein Zahlungsmittelzufluss von 21,6 Mio. € (Vorjahr: Zahlungsmittelabfluss von 12,6 Mio. €), der ab dem Jahresabschluss 2015 in den Auszahlungen für Sachanlagevermögen ausgewiesen wird. Dieser geänderte Ausweis ermöglicht es, die Investitionsauszahlungen für das Legacy Projekt und die korrespondierenden Währungssicherungsgeschäfte einheitlich im Cashflow aus Investitionstätigkeit darzustellen. Die Zahlen der Berichtsperiode und die Vorjahreszahlen wurden an die geänderte Darstellung wie folgt angepasst:

AUSWEISÄNDERUNG KAPITALFLUSSRECHNUNG

TAB: 2.6.69

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2015 2014
neu alt Delta neu alt Delta
in Mio. €
Gewinne (+)/Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten 37,6 35,1 2,5 15,4 19,7 -4,3
Brutto-Cashflow 835,3 832,8 2,5 680,1 684,4 -4,3
Zunahme (-)/Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit -40,6 -16,5 -24,1 18,5 18,5 -
Zunahme (+)/Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit -44,0 -44,0 - 8,1 -8,8 16,9
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 669,4 691,0 -21,6 719,1 706,5 12,6
Auszahlungen für Sachanlagevermögen -1.303,9 -1.325,5 21,6 -1.022,6 -1.010,0 -12,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit -775,8 -797,4 21,6 -584,9 -572,3 -12,6

SONSTIGE ANGABEN

HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

TAB: 2.6.70

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2015 2014
in Mio. €
Abschlussprüfungsleistung 0,7 0,7
Sonstige Leistungen 0,2 0,2
Honorar für den Abschlussprüfer 0,9 0,9

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

TAB: 2.6.71

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2015 2014
in Mio. €
Investitionszulagen/-zuschüsse 4,6 3,7
Erfolgsbezogene Zuwendungen 0,4 0,2
Zuwendungen der öffentlichen Hand 5,0 3,9

Die erfassten Investitionszulagen/-zuschüsse betreffen Beträge im Fördergebiet der Bundesrepublik Deutschland und Kanada.

Bei den erfolgsbezogenen Zuwendungen handelt es sich um Leistungen der Bundesagentur für Arbeit nach dem Altersteilzeitgesetz.

NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahestehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 187 entnommen werden.

Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen.

TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN

TAB: 2.6.72

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2015 2014
in Mio. €
Umsätze aus Lieferungen und Leistungen 31,4 29,5
Empfangene Lieferungen und Leistungen 24,7 24,7
Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen 4,8 4,8
Sonstige Erträge 0,7 0,5
Sonstige Aufwendungen 1,9 1,8

Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Gesellschaften an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Sprengstofflieferungen einer inländischen Tochtergesellschaft sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden.

Am 31. Dezember 2015 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen:

SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN

TAB: 2.6.73

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2015 2014
in Mio. €
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6,0 7,0
- davon aus Bankverkehr 0,5 0,9
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10,8 11,2
- davon aus Bankverkehr 5,2 5,8

Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Ausfallversicherungen für Forderungen gegen Tochtergesellschaften existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen.

Transaktionen der K+S GRUPPE mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen.

Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen fanden nicht statt.

GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

TAB: 2.6.74

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2015 2014
in Mio. €
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 2,0 2,0
- davon fix 2,0 2,0
Gesamtbezüge des Vorstands 6,7 8,4
- davon fix 2,5 2,7
- davon erfolgsbezogen 3,5 3,8
- davon LTI-Programme 0,6 1,9
Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 1,5 1,5
Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen 24,2 19,8

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Berichtsjahr entfielen auf fünf Vorstandsmitglieder, alle Vorstandsmitglieder waren ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus sechs Mitgliedern, davon waren fünf ganzjährig im Amt.

Der Dienstzeitaufwand der Vorstandspensionen beträgt in der Berichtsperiode kumuliert 2,7 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €).

Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Laufende monatliche Bezüge (Fixgehalt); hinzugerechnet werden Sachbezüge.

Erfolgsbezogene Einmalvergütung; die Tantieme bestimmt sich nach der Gesamtkapitalrendite und einer persönlichen Leistungskomponente und wird im jeweils folgenden Geschäftsjahr ausgezahlt.

Long Term Incentive (LTI-Programm)

Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2015 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 121.

BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Bis Ende Februar wurde uns kein Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3% mitgeteilt.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2015/ 2016 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden sowie im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 60 veröffentlicht.

ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB

Die Werte der nachfolgenden Tabellen gelten grundsätzlich auch für das Vorjahr. Sofern sich Abweichungen ergeben, sind diese in einer Fußnote bei der jeweiligen Gesellschaft vermerkt.

ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB TAB: 2.6.75

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Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte
in %
Voll konsolidierte inländische Gesellschaften (15 Gesellschaften)        
K+S AKTIENGESELLSCHAFT Kassel Deutschland - -
Chemische Fabrik Kalk GmbH Köln Deutschland 100,00 100,00
Deutscher Straßen-Dienst GmbH Hannover Deutschland 100,00 100,00
esco - european salt company GmbH & Co. KG1, 2 Hannover Deutschland 100,00 100,00
esco international GmbH2 Hannover Deutschland 100,00 100,00
K+S Bahamas Salt Asset Management GmbH & Co. KG1 Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S Baustoffrecycling GmbH3 Sehnde Deutschland 100,00 100,00
K+S Beteiligungs GmbH2,3 Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S Entsorgung GmbH2, 3 Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S KALI GMBH2, 3 Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S North America Asset        
Management GmbH2 Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S North America Salt Asset        
Management GmbH & Co. KG1 Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S Salz GmbH2, 3 Hannover Deutschland 100,00 100,00
K+S Transport GmbH2, 3 Hamburg Deutschland 100,00 100,00
Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH2, 3 Kassel Deutschland 100,00 100,00
Voll konsolidierte ausländische Gesellschaften (42 Gesellschaften)        
Canadian Brine, Ltd. Pointe-Claire Kanada 100,00 100,00
Compania Minera Punta de Lobos Ltda. Santiago de Chile Chile 99,64 100,00
Empresa de Servicios Ltda. Santiago de Chile Chile 99,64 100,00
Empresa Maritima S.A.4 Santiago de Chile Chile 99,59 99,59
esco benelux N.V Diegem Belgien 100,00 100,00
esco france S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00 100,00
esco Holding France S.A.S. Dombasle-sur-Meurthe Frankreich 100,00 100,00
esco Spain S.L. Barcelona Spanien 100,00 100,00
Frisia Zout B.V Harlingen Niederlande 100,00 100,00
Glendale Salt Development, LLC Chicago USA 100,00 100,00
Inagua General Store, Ltd. Nassau Bahamas 100,00 100,00
Inagua Transports, Inc. Chicago USA 100,00 100,00
Inversiones Columbus Ltda.5 Santiago de Chile Chile 2,00 100,00
Inversiones Empremar Ltda.6 Santiago de Chile Chile 48,87 100,00
Inversiones K+S Sal de Chile SpA Santiago de Chile Chile 100,00 100,00
K+S Canada Holdings Ltd. Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S Chile S.A. Santiago de Chile Chile 99,64 99,64
K+S Czech Republic a.s. Prag Tschechische Republik 100,00 100,00
K+S Finance Belgium BVBA Diegem Belgien 100,00 100,00
K+S Finance Ltd. St. Julians Malta 100,00 100,00
K+S Holding France S.A.S. Reims Frankreich 100,00 100,00
K+S Investments Ltd. St. Julians Malta 100,00 100,00
K+S KALI Du Roure S.A.S. Le Teil Frankreich 100,00 100,00
K+S KALI France S.A.S. Reims Frankreich 100,00 100,00
K+S KALI Rodez S.A.S. Sainte-Radegonde Frankreich 97,45 97,45
K+S KALI Wittenheim S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,00 100,00
K+S Montana Holdings, LLC Chicago USA 100,00 100,00
K+S Netherlands Holding B.V. Harlingen Niederlande 100,00 100,00
K+S North America Corporation Chicago USA 100,00 100,00
K+S Perú S.A.C. Lima Peru 100,00 100,00
K+S Potash Canada General Partnership Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S Salt LLC Chicago USA 100,00 100,00
K+S Windsor Salt Ltd. Vancouver Kanada 100,00 100,00
Montana US Parent Inc. Chicago USA 100,00 100,00
Morton Bahamas Ltd. Nassau Bahamas 100,00 100,00
Morton Salt, Inc. Chicago USA 100,00 100,00
Salina Diamante Branco Ltda. Rio de Janeiro Brasilien 100,00 100,00
Salines Cérébos S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00 100,00
Servicios Maritimos Patillos S.A.1 Santiago de Chile Chile 99,64 100,00
Sevicios Portuarios Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 99,53 99,89
VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. Alverca Portugal 100,00 100,00
Weeks Island Landowner, LLC Chicago USA 100,00 100,00
Nicht konsolidierte inländische Gesellschaften (12 Gesellschaften)9        
1. K+S Verwaltungs GmbH Kassel Deutschland 100,00 100,00
1. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG Kassel Deutschland 100,00 100,00
3. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG Kassel Deutschland 100,00 100,00
4. K+S Verwaltungs GmbH Kassel Deutschland 100,00 100,00
Beienrode Bergwerks-GmbH Kassel Deutschland 89,80 89,80
esco Verwaltungs GmbH Hannover Deutschland 100,00 100,00
Ickenroth GmbH Staudt Deutschland 100,00 100,00
K+S An-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S Consulting GmbH Kassel Deutschland 100,00 100,00
K+S Versicherungsvermittlungs GmbH Kassel Deutschland 100,00 100,00
MSW-Chemie GmbH8 Langelsheim Deutschland 100,00 100,00
Wohnbau Salzdetfurth GmbH Bad Salzdetfurth Deutschland 100,00 100,00
Nicht konsolidierte ausländische Gesellschaften (18 Gesellschaften)9        
esco Nordic AB Göteborg Schweden 100,00 100,00
Imperial Thermal Products, Inc. Chicago USA 100,00 100,00
ISX Oil & Gas Inc. Calgary Kanada 100,00 100,00
K plus S Africa (Pty) Ltd. Johannesburg Südafrika 100,00 100,00
K+S Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 100,00
K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. São Paulo Brasilien 100,00 100,00
K+S Denmark Holding ApS Hellerup Dänemark 100,00 100,00
K+S Entsorgung (Schweiz) AG Delémont Schweiz 100,00 100,00
K+S Fertilizers (India) Private Limited Neu Delhi Indien 100,00 100,00
K+S Italia S.r.L. Verona Italien 100,00 100,00
K+S Legacy GP Inc. Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S Mining Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00 100,00
K+S Polska Sp. z o.o. Posen Polen 100,00 100,00
K+S UK & Eire Ltd. Hertford Vereinigtes Königreich 100,00 100,00
Kali (U.K.) Ltd. Hertford Vereinigtes Königreich 100,00 100,00
Kali AG Frauenkappelen Schweiz 100,00 100,00
OOO K+S Rus Moskau Russ. Föderation 100,00 100,00
Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. Shenzhen China 100,00 100,00
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (3 Gesellschaften)10        
Börde Container Feeder GmbH Haldensleben Deutschland 33,30 33,30
Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. Shanghai China 45,00 45,00
Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH Philippsthal Deutschland 50,00 50,00
Sonstige Beteiligungen (6 Gesellschaften)11        
Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH Clausthal Deutschland 9,40 9,40
Lehrter Wohnungsbau GmbH Lehrte Deutschland 6,70 6,70
Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH Hannover Deutschland 0,10 0,10
Poldergemeinschaft Hohe Schaar Hamburg Deutschland 8,66 8,66
Pristav Pardubice a.s. Pardubice Polen 0,41 0,41
Zoll Pool Hamburg AG8 Hamburg Deutschland 1,43 1,43

1 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB.
2 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 291 HGB.
3 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
4 Die Anteile am Kapital betrugen im Vorjahr 48,67.
5 Die Anteile am Kapital betrugen im Vorjahr 2,00.
6 Die Anteile am Kapital betrugen im Vorjahr 48,87.
7 Die Anteile am Kapital betrugen im Vorjahr 49,82.
8 Die Anteile am Kapital und der Anteil der Stimmrechte betrugen im Vorjahr 68,50.
9 Keine Konsolidierung aufgrund untergeordneter Bedeutung.
10 Verzicht auf Equity-Methode aufgrund untergeordneter Bedeutung.
11 Verzicht auf Angabe der Höhe des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres aufgrund untergeordneter Bedeutung.

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Eine Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Lagebericht auf Seite 53; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Eine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Lagebericht auf Seite 57; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.

 

Kassel, 26. Februar 2016

K+S AKTIENGESELLSCHAFT

DER VORSTAND

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 26. Februar 2016

DELOITTE & TOUCHE GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kompenhans, Wirtschaftsprüfer

Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer

WEITERE INFORMATIONEN

DEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLEN

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ANLAGENDECKUNGSGRAD I = Eigenkapital / Operatives Anlagevermögen
ANLAGENDECKUNGSGRAD II = (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) / Operatives Anlagevermögen
BUCHWERT JE AKTIE = Eigenkapital / Gesamtanzahl Aktien am 31.12.
EIGENKAPITALRENDITE = Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern1 / Bereinigtes Eigenkapital1, 2
ENTERPRISE VALUE = Marktkapitalisierung + Nettoverschuldung
GESAMTKAPITALRENDITE = (Bereinigtes Ergebnis vor Steuern1, 3 + Zinsaufwand) / Bereinigte Bilanzsumme1, 2, 4
LIQUIDITÄTSGRAD I = (Flüssige Mittel + kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen) / Kurzfristiges Fremdkapital
LIQUIDITÄTSGRAD II = (Flüssige Mittel + kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen + kurzfristige Forderungen) / Kurzfristiges Fremdkapital
LIQUIDITÄTSGRAD III = Kurzfristige Vermögenswerte / Kurzfristiges Fremdkapital
NETTOFINANZ-VERBINDLICHKEITEN = Finanzverbindlichkeiten - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
NETTOVERSCHULDUNG = Finanzverbindlichkeiten + Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen + langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
OPERATIVES ANLAGEVERMÖGEN = Immaterielle Vermögenswerte5 + Sachanlagen + Anteile an verbundenen Unternehmen + Beteiligungen
RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE) = Operatives Ergebnis (EBIT I) / (Operatives Anlagevermögen2 + Working Capital2, 4 )
UMSATZRENDITE = Bereinigtes Konzernergebnis1 / Umsatz
VALUE ADDED = (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) x (operatives Anlagevermögen2 + Working Capital2 )
VERSCHULDUNGSGRAD I = Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital
VERSCHULDUNGSGRAD II = Nettoverschuldung / Eigenkapital
WORKING CAPITAL = Vorräte + Forderungen und übrige Vermögenswerte6 - kurzfristige Rückstellungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige Verbindlichkeiten6

1 Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften; beim bereinigten Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte eliminiert.
2 Jahresdurchschnitt.
3 Einschließlich Ergebnis aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit (vor Steuern).
4 Bereinigt um Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.
5 Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung.
6 Ohne Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, jedoch einschließlich gezahlter Prämien für operativ genutzte Derivate; ohne Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen; bereinigt um Erstattungsansprüche und CTA-Planvermögensüberschüsse.

GRI-INDEX UND UN GLOBAL COMPACT PRINZIPIEN

Der vorliegende Bericht wurde in Übereinstimmung mit der Version G4 der Global Reporting Initiative (GRI) "Kern"-Option erstellt und berücksichtigt den GRI G4 Sector Disclosures: Mining and Metals.

Für die von uns als wesentlich bewerteten Themen berichten wir die entsprechenden GRI-Indikatoren. Zu einzelnen Indikatoren machen wir zurzeit keine ausführlichen Angaben, da wir deren Relevanz noch überprüfen, wir sie als nicht-relevant definiert haben, uns keine Daten dazu vorliegen oder wir aus geschäftspolitischen Gründen dazu nicht öffentlich berichten. Gemäß dem "Comply or Explain"-Prinzips haben wir GRI-Indikatoren, die wir in diesem Bericht nicht vollständig abdecken, gekennzeichnet durch (*).

Seit Oktober 2015 ist die K+S AG Mitglied des UN GLOBAL COMPACT. Damit unterstützen wir die zehn Prinzipien des UN GLOBAL COMPACT zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Wo Informationen zu den zehn Prinzipien im vorliegenden Geschäftsbericht zu finden sind, ist in der Übersicht aufgeführt.

GRI-INDEX UND UN GLOBAL COMPACT PRINZIPIEN

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GRI-Indikatoren Seite UN Global Compact
Allgemeine Standardangaben:
  Strategie und Analyse    
G4-1 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers 5 - 9  
G4-2 Beschreibung der wichtigsten Auswirkungen, Risiken und Chancen 102 - 114  
  Organisationsprofil    
G4-3 Name des Unternehmens 202  
G4-4 Wichtigste Marken, Produkte und Dienstleistungen 32  
G4-5 Hauptsitz des Unternehmens 202  
G4-6 Länder der Geschäftstätigkeit 22 - 23  
G4-7 Rechtsform und Eigentümerstruktur 21  
G4-8 Wesentliche Märkte 28 - 29  
G4-9 Größe des Unternehmens 22, 24, 37  
G4-10 Gesamtbelegschaft 38 - 39 6
G4-11 Mitarbeiter unter Kollektivvereinbarungen 38 3
G4-12 Beschreibung der Lieferkette 35  
G4-13 Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum 21 - 50  
G4-14 Umsetzung des Vorsorgeprinzips 102 - 114  
G4-15 Unterstützung externer Initiativen 39, 76  
G4-16 Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen 76  
  Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen    
G4-17 Liste der konsolidierten Unternehmen 144 - 145  
G4-18 Vorgehensweise zur Auswahl der Berichtsinhalte 77 - 78  
G4-19 Übersicht der wesentlichen Aspekte 78  
G4-20 Wesentliche Aspekte innerhalb des Unternehmens 77 - 78  
G4-21 Wesentliche Aspekte außerhalb des Unternehmens 77 - 78  
G4-22 Neudarstellung von Informationen im Vergleich zu früheren Berichten 43  
G4-23 Wichtige Änderungen des Berichtsumfangs und der Berichtsgrenzen 144 - 145  
  Einbindung von Stakeholdern    
G4-24 Einbezogene Stakeholdergruppen 75 - 76  
G4-25 Ermittlung und Auswahl der Stakeholder 75 - 76  
G4-26 Ansatz für den Stakeholderdialog und Häufigkeit 75 - 76  
G4-27 Zentrale Anliegen der Stakeholder und Stellungnahme 75 - 76  
  Berichtsprofil    
G4-28 Berichtszeitraum 202  
G4-29 Veröffentlichung des letzten Berichts 202  
G4-30 Berichtszyklus 202  
G4-31 Ansprechpartner für Fragen zum Bericht 202  
G4-32 "In Übereinstimmung"-Option GRI Index 192 - 194  
G4-33 Externe Prüfung des Berichts 64 - 65, 190  
  Unternehmensführung    
G4-34 Führungsstruktur inkl. höchstem Kontrollorgan 51 - 58  
  Ethik und Integrität    
G4-56 Werte, Grundsätze und Verhaltensstandards 59 - 60 10
Spezifische Standardangaben:      
  Kategorie: Wirtschaft    
G4-DMA Managementansatz 71 - 80  
  Wirtschaftliche Leistung    
G4-EC1 Erwirtschafteter und verteilter Wert 24, 79  
  Kategorie: Ökologisch    
G4-DMA Managementansatz 43 7, 8, 9
  Energie    
G4-EN3 Energieverbrauch innerhalb des Unternehmens 43, 49 - 50 7, 8
  Wasser    
G4-EN8 Gesamtwasserentnahme nach Quellen 43, 45 7, 8
  Emissionen    
G4-EN15 Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) 50, 199 7, 8
  Abwasser und Abfall    
G4-EN22 Gesamtvolumen der Abwassereinleitung nach Qualität und Einleitungsort 43, 46 8
MM3 Gesamtmengen von Abraum, Gestein, Bergmaterial und Schlämmen sowie Art der damit verbundenen Risiken 48 8
  Kategorie: Gesellschaftlich    
  Arbeitspraktiken und menschenwürdige Beschäftigung    
G4-DMA Managementansatz 36 1, 3, 6
  Beschäftigung    
G4-LA1 Neueinstellungen und Mitarbeiterfluktuation* 37 6
  Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis    
G4-LA4 Mitteilungsfristen bezgl. wesentlicher betrieblicher Veränderungen* 79 3
MM4 Streiks und Aussperrungen* 36, 38 3
  Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz    
G4-LA6 Unfälle, Berufskrankheiten, Ausfalltage und Todesfälle* 36, 41  
  Aus- und Weiterbildung    
G4-LA9 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung* 36, 46  
  Vielfalt und Chancengleichheit    
G4-LA12 Zusammensetzung der Kontrollorgane und der Mitarbeiter nach Diversitätsaspekten* 53 6
  Gleicher Lohn für Frauen und Männer    
G4-LA13 Verhältnis der Vergütung von Frauen zu der von Männern* 38 6
  Menschenrechte    
G4-DMA Managementansatz 78 1, 2
  Gleichbehandlung    
G4-HR3 Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Maßnahmen* 61 6
  Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen    
G4-HR4 Geschäftsstandorte und Lieferanten, bei denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit verletzt oder gefährdet ist, und ergriffene Maßnahmen* 78 3
  Kinderarbeit    
G4-HR5 Geschäftsstandorte und Lieferanten mit erheblichem Risiko von Kinderarbeit und ergriffene Maßnahmen* 59 5
  Zwangs- oder Pflichtarbeit    
G4-HR6 Geschäftsstandorte und Lieferanten mit erheblichem Risiko von Zwangsarbeit und ergriffene Maßnahmen* 78 4
  Rechte der indigenen Bevölkerung    
MM5 Anzahl der Standorte, die an Lebensräume indigener Völker grenzen, und formale Vereinbarungen mit diesen Gemeinden* 39  
  Beschwerdeverfahren hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen    
G4-HR12 Formelle Beschwerden bezgl. Menschenrechtsverletzungen* 61  
  Gesellschaft    
G4-DMA Managementansatz 78 10
  Lokale Gemeinschaften    
G4-SO1 Anteil Standorte mit Maßnahmen zur Einbindung lokaler Gemeinschaften, Folgeabschätzungen und Förderprogrammen* 76  
  Korruptionsbekämpfung    
G4-SO4 Informationen und Schulungen zur Korruptionsbekämpfung* 61 10
  Politik    
G4-SO6 Gesamtwert politischer Spenden 79 10
  Wettbewerbswidriges Verhalten    
G4-SO7 Verfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartellbildung* 61 10
  Compliance    
G4-SO8 Bußgelder und Sanktionen wegen Gesetzesverstößen 61 10
  Bewertung der Lieferanten hinsichtlich gesellschaftlicher Auswirkungen    
G4-SO10 Negative gesellschaftliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen 78  
  Beschwerdeverfahren hinsichtlich gesellschaftlicher Auswirkungen    
G4-SO11 Anzahl der Beschwerden in Bezug auf Auswirkungen auf die Gesellschaft 61  
  Produktverantwortung    
G4-DMA Managementansatz 28  
  Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen    
G4-PR3 Grundsätze und Verfahren zur Produktkennzeichnung sowie Anteil der Produkte und Dienstleistungen, die diesen unterliegen* 28  

GLOSSAR

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BASIC ENGINEERING Ingenieurtechnische Ausführungsplanung auf Basis der Grundplanung (Genehmigungsplanung) und wirtschaftliche Bewertung eines Investitionsprojekts.
CASHFLOW Der Cashflow gibt Aufschluss über die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens. Er ist der Saldo der Zahlungsein- und -ausgänge während eines Berichtszeitraums.
CHLORALKALI-ELEKTROLYSE Bei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mit Hilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte.
COMPLIANCE Compliance (Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung zwingender gesetzlicher Vorschriften, interner Regelungen und vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards. Ein Compliance-Managementsystem soll die Einhaltung sicherstellen und aus Compliance-Verstößen resultierende straf- und bußgeldrechtliche Sanktionen sowie Schadensersatzansprüche sowie sonstige direkte oder indirekte (insbesondere durch Imageschäden verursachte) negative Einflüsse vermeiden, indem Compliance-Risiken rechtzeitig identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Verminderung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihres Schadenspotenzials ergriffen werden. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne Compliance-Berichterstattung sichergestellt werden.
COMPOUNDED ANNUAL GROWTH RATE (CAGR) Compounded annual growth rate (CAGR) bezeichnet die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate über einen bestimmten Zeitraum, der länger als ein Jahr ist.
DETAIL ENGINEERING Aufbauend auf dem Basic Engineering umfasst das Detail Engineering die Phasen Beschaffung, Fertigungsplanung, Bau, Inbetriebnahme und Projektcontrolling.
DIN ISO 26000:2010 LEITFADEN ZUR GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG Die DIN ISO 26000:2010 ist ein Leitfaden, der Organisationen dabei unterstützt, gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Der Leitfaden benennt sieben Grundsätze und Kernthemen.
EBIT I (ERGEBNIS VOR STEUERN UND ZINSEN) Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I. Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien.
EBIT II Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
EBITDA Das EBITDA (Earnings before interests, taxes, depreciation and amortisation, Ergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögengegenstände) soll Vergleiche der operativen Ertragskraft von Gesellschaften ermöglichen und beschreibt die Rentabilität von Unternehmen.
ESTA®-VERFAHREN (ELEKTROSTATISCHES AUFBEREITUNGSVERFAHREN) Das ESTA®-Verfahren ist ein von K+S patentiertes trockenes Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze. Bei diesem Verfahrensprozess werden die einzelnen Rohsalzelemente unterschiedlich aufgeladen, um schließlich mit Hilfe eines Spannungsfelds in die Bestandteile Natrium- und Kaliumchlorid getrennt zu werden. Im Vergleich zu klassischen nassen Aufbereitungsverfahren sind Energieaufwand und Produktionsrückstände deutlich vermindert.
FESTSALZ Im Gegensatz zu flüssiger Sole ist Festsalz ein in fester Form vorliegendes Salz, wie z. B. Speisesalz und Auftausalz.
FIRST NATIONS First Nations werden in Kanada die indigenen Völker bezeichnet, die mittels eines Anerkennungsverfahrens die Zugehörigkeit zu ihrer Nation bestimmen können. Sie haben definierte politische Rechte und Pflichten.
FLOTATIONSVERFAHREN Das Flotationsverfahren trennt in der Produktion Steinsalz und Kali bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz heraus. Während des Verfahrensprozesses werden die Mineralien, unter Luftzufuhr, in einer gesättigten Salzlösung in ihre Bestandteile getrennt. An den zugeführten Luftblasen lagern sich, unter der Zugabe von Flotationsmitteln, die Wertstoffe an und können so nach dem Aufschwimmen abgeschöpft werden.
FREEFLOAT (Streubesitz) ist die Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5% der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern).
GRANULATHERSTELLUNG Die Granulatherstellung bezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können.
GREENFIELD PROJEKT Ein Greenfield Projekt bezeichnet im Bergbau die Schaffung grundlegend neuer Kapazitäten, inklusive Infrastrukturinvestitionen. Mit dem Legacy Projekt der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wird im kanadischen Saskatchewan erstmals seit rund vierzig Jahren ein Greenfield Kaliprojekt realisiert. Daneben gibt es im Kalibergbau Brownfield Projekte, bei denen ein bestehendes Bergwerk in seiner Kapazität erweitert wird.
GRI - GLOBAL REPORTING INITIATIVE Die Global Reporting Initiative ist eine gemeinnützige Stiftung, die auf dialogorientierte Weise einen Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat. Der GRI-Berichtsleitfaden legt Prinzipien und Indikatoren fest, mit deren Hilfe Organisationen ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen messen können. Zielsetzung ist die Förderung von Transparenz und die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten.
HEISSVERLÖSEVERFAHREN Das Heißverlöseverfahren ist ein in der Kaliproduktion angewendetes Produktionsverfahren, das auf dem temperaturabhängigen Löseverhalten von Mineralien basiert. Die unterschiedlichen Bestandteile werden getrennt, weil die Löslichkeit von Steinsalz unabhängig von der Wassertemperatur gleichbleibend gut ist und die von Kaliumchlorid mit der Temperatur ansteigt.
INDIGENE BEVÖLKERUNG Indigene Völker werden Bevölkerungsgruppen bezeichnet, die Nachkommen einer Bevölkerung sind, die vor einer Eroberung, Kolonisierung oder Staatsgründung durch andere Völker in einem räumlichen Gebiet lebten und sich als ein eigenständiges Volk verstehen.
INTEGRATED REPORTING Die integrierte Berichterstattung (Integrated Reporting) ist ein ganzheitliches Konzept, das die klassische Finanzberichterstattung mit nicht-finanziellen Berichtselementen verbindet. Das Geschäftsmodell des Unternehmens und seine Strategie sollen im Mittelpunkt stehen. Ziel ist eine Berichterstattung, in der die Bedürfnisse aller Stakeholder Berücksichtigung finden. Das Ziel ist es u. a. die Wechselbeziehungen zwischen Umwelt-, sozialen, Governance- und finanziellen Faktoren von Entscheidungen widerzuspiegeln, die die langfristige Erfolgslage und Verfassung beeinflussen, indem die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischen Werten verdeutlicht wird.
KAINIT-KRISTALLISATION-FLOTATIONS-ANLAGE (KKF) Die KKF (Kainit-Kristallisation-Flotations-Anlage) ist ein neues Verfahren zur Kaligewinnung, durch das die Salzabwassermenge deutlich reduziert und zugleich die Wertstoffausbeute erhöht wird. Unter Einsatz von Wärmeenergie wird Wasser verdampft. Dadurch kristallisiert ein Salzgemisch, welches unter anderem Kainit - ein kalium-/ magnesiumhaltiges Salz - enthält. Der Kainit wird dann mit Hilfe eines Sortierverfahrens (Flotation) abgetrennt und anschließend zur Kaliumsulfat-Produktion verwendet.
KALIUMCHLORID Kaliumchlorid (KCl) ist ein Kaliumsalz, das als Pflanzennährstoff in Düngemitteln Verwendung findet. Darüber hinaus ist es der Ausgangsrohstoff für sämtliche anorganische und organische Kaliumverbindungen.
KAPITALKOSTEN auch WACC (Weighted Average Cost of Capital); bezeichnet die Kosten für das zur Verfügung gestellte Kapital, also die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.
KAVERNE Eine Kaverne ist eine im Bergbau verwendete Bezeichnung für einen größeren, künstlich geschaffenen Hohlraum unter Tage.
KIESERIT Mg[SO4]-H2O, Kieserit ist ein mineralischer Bestandteil von Rohsalz, der sich aus den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel zusammensetzt. Chemisch gesehen ist es wasserhaltiges Magnesiumsulfat. Kieserit dient als Ausgangsrohstoff für die Herstellung von Pflanzennährstoffen.
KOHLENSTOFFDIOXID Kohlenstoffdioxid (CO2) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht u. a. bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen bzw. fossilen Energieträgern.
KRAFT-WÄRME KOPPLUNG Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Technik, die es ermöglicht, neben der Stromproduktion auch Nutzwärme zu erzeugen. Gegenüber getrennten Produktionsanlagen nutzen KWK-Anlagen den eingesetzten Brennstoff, z. B. Erdgas, effizienter. Die in dem Kopplungsprozess entstandene Wärme steht in Form von warmem Wasser oder unter Hochdruck stehendem Dampf zur Verfügung.
LEINE-KARBONAT (PLATTENDOLOMIT) Das Leine-Karbonat (Plattendolomit) befindet sich über den Salzvorkommen im Werrarevier in ca. 400 bis 500 Meter Tiefe und wird durch Tonschichten beidseitig abgedeckt. Es ist ca. zehn Meter mächtig und besteht aus Kalk und Dolomitstein, der bereits natürlich mineralisiertes Wasser enthält.
LIQUIDITÄTSGRADE Liquiditätsgrade messen die statische, zeitpunktbezogene Liquidität und geben Auskunft darüber, inwieweit die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen durch liquide Mittel, kurzfristige Forderungen bzw. das Umlaufvermögen gedeckt sind.
MEHRNÄHRSTOFFDÜNGER Mehrnährstoffdünger enthalten mehr als einen Nährstoff, i. d. R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktionsprozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung, wodurch eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt wird.
MÉTIS Die Métis werden in Kanada seit 1982 als indigene Bevölkerung anerkannt. Sie stammen ursprünglich von eingewanderten Fellhändlern und bei der Besiedelung Kanadas wohnhaften Bevölkerungsgruppen ab. Die Zugehörigkeit zu den Métis erfolgt durch Selbstbestimmung.
MISCHDÜNGERANLAGEN In Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) werden verschiedene Nährstoffe zusammengeführt.
NATRIUMCHLORID Natriumchlorid (NaCl) bzw. Kochsalz ist ein kristallines Mineral, welches aus Steinsalz und Meersalz gewonnen wird. Als Speisesalz ist Natriumchlorid für den menschlichen Organismus ein unverzichtbarer Mineralstofflieferant. Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr und als wichtiger Bestandteil für die Produktion von Glas, Papier und Kunststoff wird Natriumchlorid verwendet.
OECD-LEITSÄTZE FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sind Empfehlungen von Regierungen an die multinationalen Unternehmen, die in oder von den Teilnehmerstaaten aus operieren. Sie enthalten nicht rechtsverbindliche Grundsätze und Maßstäbe in den Bereichen Grundpflichten, Informationspolitik, Menschenrechte, Beschäftigungspolitik, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherinteressen, Wissenschaft und Technologie, Wettbewerb und Besteuerung.
OPERATIVE, ANTIZIPATIVE- SICHERUNGSGESCHÄFTE Zur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen US-Dollar) setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktionsrisiko).
PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN Das Planfeststellungsverfahren ist ein Genehmigungsverfahren für definierte Bauprojekte/Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel, einen Planfeststellungsbeschluss zu erreichen. Dieser Beschluss stellt als Verwaltungsakt eine Baugenehmigung mit Konzentrationswirkung dar. Dabei schließt also eine Genehmigung mehrere andere mit ein. Der Ablauf des Verfahrens ist in Deutschland im Verwaltungsverfahrensgesetz festgeschrieben. Das Verfahren beinhaltet immer eine Beteiligung der festgestellten Betroffenen mit einer Anhörung und Abwägung ihrer Belange.
RATING Ratingagenturen vergeben Einschätzungen (Ratings) der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen in Form standardisierter Einstufungen.
RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE) Return on Capital Employed (ROCE) ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
SIEDESALZ Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird.
SOLE Sole ist eine wässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen oder durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt.
SOLUNGSBERGBAU Beim Solungsbergbau (Solution Mining) wird durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Wasser-Salz-Lösung gefüllte Kammern, sogenannte Kavernen, entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung an die Erdoberfläche gefördert.
STAKEHOLDER Stakeholder sind Anspruchsgruppen im Umfeld oder innerhalb einer Organisation, die von den unternehmerischen Tätigkeiten gegenwärtig oder in Zukunft direkt oder indirekt betroffen sind und somit in einer Wechselbeziehung stehen. Zu ihnen zählen u. a. Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten, Anwohner oder die Politik.
SUBSISTENZLANDWIRTSCHAFT Bei der Subsistenzlandwirtschaft handelt es sich um eine landwirtschaftliche Produktion, die primär der Eigenversorgung dient und damit außerhalb des monetären Kreislaufs einer Volkswirtschaft bleibt.
TAGEBAU Unter Tagebau wird eine oberflächennahe Abbauform für mineralische Rohstoffe verstanden. Im Gegensatz zu anderen Bergbauformen entstehen dabei keine unterirdischen Stollen oder Schächte.
TRANSAKTIONSRISIKO Ein Transaktionsrisiko ist ein Währungsrisiko, das bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung entstehen kann, wenn eine Transaktion in Fremdwährung in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko.
TRANSLATIONSRISIKO Ein Translationsrisiko ist ein Währungsrisiko, das aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen, entstehen kann. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko.
TREIBHAUSGASPROTOKOLL/GREENHOUSE GAS (GHG) PROTOCOL Das Treibhausgas-Protokoll ist ein Instrument zur Berechnung und zum Management von Treibhausgasemissionen von Unternehmen und Organisationen. Es umfasst direkte Emissionen der unternehmerischen Kernbereiche (Scope 1), indirekte Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme und Dampf (Scope 2) sowie indirekte Emissionen, die der Unternehmenstätigkeit vorgelagert oder nachgelagert sind (Scope 3). Um das Globale Erwärmungspotenzial unterschiedlicher Treibhausgase zu vergleichen, wird jedes Treibhausgas in CO2 -Äquivalente umgerechnet. Dabei hat ein CO2 -Äquivalent das gleiche globale Erwärmungspotenzial wie eine Einheit CO2 -Emissionen.
UNITED NATIONS GLOBAL COMPACT Der global compact der vereinten Nationen ist eine freiwillige strategische Initiative für Unternehmen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Engagements. Die beteiligten Unternehmen erkennen die zehn universellen Prinzipien des global compact aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung an.
UNTERNEHMENSWERT Der Unternehmenswert (Enterprise Value) ist eine häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Unternehmenswerts. Er wird häufig zu anderen Kennzahlen (z. B. Umsatz, EBIT) in Relation gesetzt.
VALUE ADDED (Mehrwert) Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt. Multipliziert man diese Überrendite mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital (Jahresdurchschnitt des operativen Anlagevermögens + Working Capital), ergibt sich der im Berichtsjahr geschaffene Mehrwert des Unternehmens.
WASSERENTHÄRTUNGSSALZE Wasserenthärtungssalze entfernen Härtebildner wie Kalzium und Magnesium durch ein Ionenaustauschverfahren aus dem Wasser. Weiches Wasser ist für zahlreiche industrielle Prozesse, aber auch in privaten Haushalten erforderlich bzw. vorteilhaft.

FINANZKALENDER

TERMINE

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2016/2017
Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2016 10. Mai 2016
Hauptversammlung, Kassel 11. Mai 2016
Dividendenzahlung 12. Mai 2016
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2016 11. August 2016
Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2016 10. November 2016
Bericht über den Geschäftsverlauf 2016 16. März 2017

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Über diesen Bericht:

Veröffentlichung am: 10. März 2016

Berichtszeitraum: 1. Januar - 31. Dezember 2015

K+S veröffentlicht seit 2004 neben dem Finanzbericht jährlich auch einen Nachhaltigkeitsbericht, die nunmehr in einem Geschäftsbericht zusammengefasst werden. Diese kombinierte Darstellung der verschiedenen Dimensionen der ökonomischen Nachhaltigkeit, die ökologische und soziale Belange angemessen berücksichtigt, ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses. Wir orientieren uns an den Empfehlungen des International Integrated Reporting Council (IIRC) und nutzen den Erstellungsprozess für den Austausch mit internen und externen Stakeholdern.

Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

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Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers und mit Textverweis "K+S AKTIENGESELLSCHAFT".

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