![]() K+S AktiengesellschaftKasselHalbjahresfinanzbericht H1/16
ECKDATEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNGKENNZAHLEN (IFRS)scroll
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Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der
Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in
kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung
entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz
Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %). Für den Halbjahresfinanzbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen
auftreten. 1 LAGEBERICHT1.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEITFür eine ausführliche Darstellung der rechtlichen Konzernstruktur, der Organisationsstruktur
und der Geschäftstätigkeit einschließlich unserer Produkte und Dienstleistungen verweisen
wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2015 ab Seite
24. Der Abschnitt "Veränderungen des Konsolidierungskreises" ist im Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts
auf Seite 26 zu finden. Die im Geschäftsbericht 2015 beschriebene Konzernstruktur
und Geschäftstätigkeit blieb weitgehend unverändert. 1.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNGIm zweiten Quartal ergaben sich keine Änderungen der Unternehmensstrategie und -steuerung.
Für eine umfassende Darstellung der Unternehmensstrategie und -steuerung verweisen
wir auf die entsprechenden Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate
Governance" ab Seite 51 und "Unternehmensstrategie" ab Seite 71 im Geschäftsbericht
2015. 1.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENNachdem die Agrarrohstoffpreise zu Beginn des Jahres ihre Tiefstände erreicht hatten,
stiegen sie im Verlauf des ersten Halbjahres aufgrund niedrigerer Ernteschätzungen
teilweise wieder an. Der DOW JONES-UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der
Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet,
legte im Berichtsquartal um rund 13 % zu. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg im Quartalsverlauf deutlich an und lag Ende
Juni bei rund 50 USD pro Barrel. Der Durchschnittspreis des zweiten Quartals 2016
lag mit rund 47 USD allerdings erneut deutlich unter dem Vorjahreswert (Q2/15: 63
USD). Auch der Durchschnittswert des NCG-Natural-Gas-Year-Future, welcher schwerpunktmäßig
West- und Süddeutschland abbildet, war nachfragebedingt im Vergleich zum Vorjahresquartal
mit rund 13 €/MWh deutlich niedriger (Q2/15: 22 €/MWh). PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL ABB: 1.3.1![]() Quelle: Bloomberg Der US-Dollar stieg im Verhältnis zum Euro im Verlauf des Berichtsquartals leicht
an und notierte per 30. Juni bei 1,11 EUR/USD. Im Quartalsdurchschnitt entsprach der
Wechselkurs mit 1,13 EUR/USD annähernd dem Vorjahrswert (Q2/15: 1,11 EUR/USD). AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten im Wesentlichen
die folgenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
/ Weitere Informationen zum Fremdwährungssicherungssystem finden sich im Geschäftsbericht
2015 auf Seite 90. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDie im Geschäftsbericht 2015 ab Seite 28 beschriebenen Gegebenheiten in den wesentlichen
Absatzregionen und Wettbewerbspositionen blieben für die einzelnen Geschäftsbereiche
nahezu unverändert. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war zu Beginn
des Jahres durch einen zunehmenden Preisdruck in Übersee beim Standardprodukt Kaliumchlorid
(MOP) gekennzeichnet. Vor allem aufgrund weiterhin niedriger Agrarpreise, der ausbleibenden
Vertragsabschlüsse mit chinesischen und indischen Abnehmern sowie einer regional teils
verspätet eingesetzten Düngesaison zeigte sich die Nachfrage nach Kaliumchlorid verhalten
und blieb hinter dem starken Vorjahr zurück. Diese Situation veranlasste verschiedene
Kaliproduzenten, bestehende Kapazitäten teils deutlich zu reduzieren bzw. eine Produktionsreduktion
für den Rest des Jahres anzukündigen. Zur Jahresmitte einigten sich öffentlichen Informationen
zufolge große Kalilieferanten mit chinesischen und indischen Abnehmern auf einen Preis
für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 219 bzw. 227 USD je Tonne und
konnten damit aus unserer Sicht die Markterwartungen leicht übertreffen. Auch das
Preisniveau einiger Düngemittelspezialitäten konnte sich dem allgemein rückläufigen
Preistrend nicht länger entziehen. GESCHÄFTSBEREICH SALZIn Nordamerika und Europa führte der milde Winter zu Beginn des Jahres zu einem Rückgang
der Nachfrage, sodass die Preise für Auftausalz im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts
und der laufenden Ausschreibungen für die kommende Wintersaison moderat nachgaben. Im zweiten Quartal 2016 verursachten die hohen Lagerbestände bei europäischen und
nordamerikanischen Produzenten einen verstärkten Wettbewerb im Bereich der Industriesalze.
Dennoch blieb das Preisniveau in Europa stabil. In Südamerika war die Nachfrage aufgrund
der anhaltenden Konjunkturschwäche gedämpft. Das Geschäft mit Verbraucherprodukten
im Premiumsegment entwickelte sich weiterhin positiv. In Nordamerika konnten positive
Entwicklungen in den Bereichen Lebensmittelindustrie und Verbraucherprodukte verzeichnet
werden. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENFür eine umfassende Darstellung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang auf Seite
29. 1.4 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEAUFTRAGSENTWICKLUNGFür den Großteil des Geschäfts der K+S GRUPPE bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen
über feste Mengen und Preise. / Weitere Informationen zur Auftragsentwicklung finden sich im Geschäftsbericht 2015
auf Seite 84. ERTRAGSLAGEKENNZAHLEN TAB: 1.4.1scroll
UMSATZ DER K+S GRUPPE DEUTLICH UNTER VORJAHRIm ersten Halbjahr 2016 musste die K+S GRUPPE einen deutlichen Umsatzrückgang auf
1.827,6 Mio. € verzeichnen (H1/15: 2.291,5 Mio. €); dies entspricht einem Minus von
gut 20 %. Gründe hierfür waren niedrigere Durchschnittspreise im Geschäftsbereich
Kali- und Magnesiumprodukte, eine eingeschränkte Produktverfügbarkeit aufgrund von
Produktionseinschränkungen am Werk Werra sowie nachfragebedingte Absatzeinbußen im
nordamerikanischen Auftausalzgeschäft. Der Umsatz des zweiten Quartals blieb aus den
gleichen Gründen mit 732,1 Mio. € deutlich hinter dem Vorjahreswert von 914,4 Mio.
€ zurück. / Weitere Informationen zu den Produktionsausfällen finden sich auf Seite 11. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.4.2scroll
Detaillierte Aufstellungen der Durchschnittspreise und Absätze finden Sie in den Tabellen
1.5.3 und 1.5.6. Im Berichtsquartal entfielen knapp 51 % des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali-
und Magnesiumprodukte, gefolgt von Salz mit rund 43 % sowie den Ergänzenden Aktivitäten
(6 %). UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.4.1![]() Vorjahreszahlen in Klammern ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTENFür K+S sind der Personalaufwand sowie die Fracht-, Material- und Energiekosten von
besonderer Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2016 betrug der Personalaufwand 503,7 Mio.
€; er lag damit moderat unter dem Niveau des Vorjahres (H1/15: 555,5 Mio. €). Einer
geringeren Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung sowie entfallenden Kosten
für Einmalzahlungen im Tarifbereich stand ein höherer Aufwand aus Lohn- und Gehaltssteigerungen
gegenüber. Die Frachtkosten blieben vor allem mengenbedingt mit 330,7 Mio. € deutlich
unter dem Vorjahr (H1/15: 426,0 Mio. €). K+S konnte hier zudem von den gesunkenen
Preisen für Treibstoffe profitieren. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren (Materialkosten) gingen ebenfalls mengenbedingt um 13,5 % auf
257,2 Mio. € zurück. Für Energie entstanden K+S im Berichtszeitraum Kosten in Höhe
von 110,5 Mio. €; dies ist ein Rückgang um 20,4 Mio. €, welcher im Wesentlichen preisbedingt
ist. "FIT FÜR DIE ZUKUNFT"Im ersten Halbjahr 2016 hat K+S die erheblichen Anstrengungen fortgesetzt, die Kosten-
und Organisationsstruktur der gesamten Gruppe effizienter zu gestalten. Wir streben
an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio.
€ gegenüber einer früheren Planung für diesen Zeitraum einzusparen. Neben tatsächlichen
Einsparungen enthält dieser Betrag auch Kosten, die ursprünglich geplant waren, aber
vermieden wurden. Die für die Jahre 2014 und 2015 gesetzten Ziele haben wir übertroffen.
Im ersten Halbjahr 2016 konnte erneut ein höherer Beitrag zum Ergebnis erzielt werden. OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT IDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug nach den ersten
sechs Monaten 368,8 Mio. € und lag damit mehr als 40 % unter dem Vorjahreswert (H1/15:
630,3 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBIT I) der K+S GRUPPE erreichte lediglich
233,3 Mio. € nach 495,9 Mio. € im Vorjahr, ein Rückgang um 53 %. Dieser ist in erster
Linie auf niedrigere Durchschnittspreise, einen nachteiligen Produktmix sowie eine
geringere Absatzmenge in Folge der Produktionsausfälle im Geschäftsbereich Kali- und
Magnesiumprodukte zurückzuführen. Zudem ging das EBIT I im Geschäftsbereich Salz wegen
der rückläufigen Auftausalznachfrage deutlich zurück. Die in den ersten sechs Monaten
zu berücksichtigenden Abschreibungen lagen bei 135,5 Mio. € (H1/15: 134,4 Mio. €).
Im Berichtsquartal betrug das EBITDA 83,4 Mio. € (Q2/15: 247,3 Mio. €), das EBIT I
lag mit 15,0 Mio. € fast 92 % unter Vorjahr. Insbesondere im zweiten Quartal wirkten
sich die Produktionsausfälle am Werk Werra deutlich negativ aus. Außerdem führte im
Geschäftsbereich Salz der milde Winter 2015/2016 zu einer gewissen Kaufzurückhaltung
im Auftausalzgeschäft. Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen
Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse
aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung
von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht
im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. / Weitere Informationen zum EBIT II sowie eine Überleitungsrechnung finden sich auf
Seite 22. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf - 28,3 Mio. € nach - 54,2
Mio. € im Vorjahr. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus dem Umstand, dass
das Vorjahr durch eine Absenkung des Diskontierungssatzes für bergbauliche Rückstellungen
belastet war (H1/15: - 23,6 Mio. €) und die in diesem Jahr höhere Aktivierung von
Fremdkapitalzinsen (+ 17,4 Mio. €) den Rückgang des sonstigen Finanzergebnisses (-
10,7 Mio. €) überkompensieren konnte. Im Berichtsquartal betrug das Finanzergebnis
- 15,0 Mio. € (Q2/15: - 13,7 Mio. €). / Weitere Angaben zum Finanzergebnis und Rechnungszinsen für Rückstellungen finden
sich im Anhang auf Seite 27. (BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS UND (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIEDer Entwicklung der operativen Ergebnisse folgend belief sich das Konzernergebnis
nach Steuern und Anteilen Dritter im ersten Halbjahr 2016 auf 201,4 Mio. € (H1/15:
316,9 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie bedeutet das im Vergleich zum Vorjahr einen
Rückgang um 0,51 € auf 1,05 € (H1/15: 1,66 €). Für die Berechnung wurde eine durchschnittliche
Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Besonders deutlich zeigten sich die zuvor genannten Effekte auf das Konzernergebnis
nach Steuern und Anteilen Dritter im zweiten Quartal, dieses betrug 0,2 Mio. € nach
153,3 Mio. € im Vorjahresquartal. Für das Ergebnis je Aktie ergibt sich ein Wert von
0,00 € (Q2/15: 0,80 €). Das um die Marktwertveränderungen der Derivate bereinigte Konzernergebnis nach Steuern
betrug nach den ersten sechs Monaten 147,7 Mio. € (H1/15: 317,0 Mio. €); dies entspricht
einem Rückgang um 169,3 Mio. € bzw. 53,4 %. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief
sich im gleichen Zeitraum auf 0,77 nach 1,66 € im Vorjahr. Im zweiten Quartal ging
das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auf - 0,2 Mio. € zurück (Q2/15: 118,7
Mio. €); je Aktie resultiert daraus ein Wert von 0,00 € nach 0,62 € im Vorjahresquartal. FINANZLAGEINVESTITIONEN IM ZWEITEN QUARTAL LEICHT ÜBER VORJAHRESWERTINVESTITIONEN1 TAB: 1.4.3scroll
1
Investitionen in den fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Sachanlagen, immaterielle
Vermögenswerte und Finanzanlagen. Im zweiten Quartal 2016 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 362,8 Mio. € (Q2/15:
355,5 Mio. €). Der Großteil der Investitionen erfolgte im Geschäftsbereich Kali- und
Magnesiumprodukte und entfiel im Wesentlichen auf das Legacy Projekt in Kanada. Darüber
hinaus investierten wir in Maßnahmen zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen
Kalirevier. Im Geschäftsbereich Salz lag der Schwerpunkt auf der Erweiterung des Werks
Port Canaveral, USA, insbesondere um Produktionseinrichtungen für Meersalz und Lagerflächen.
Zudem wurde die Einstellung des Betriebs des Salzwerks Perth Amboy, USA vorbereitet
und ausgewählte Aktivitäten zum Standort Fairless Hills, USA verlagert, um dort die
Produktionskapazität zu erweitern. / Weitere Informationen zum Legacy Projekt finden sich auf Seite 10 unter ,Geschäftsbereich
Kali- und Magnesiumprodukte'. CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UNTER VORJAHRESWERTCASHFLOWÜBERSICHT TAB: 1.4.4scroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 359,2 Mio. € (H1/15: 423,2 Mio.
€). Der Rückgang resultiert vor allem aus einem geringeren operativen Ergebnis EBIT
I. Dem stand eine geringere Mittelbindung im Working Capital im Vergleich zum Vorjahr
gegenüber. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und
sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich auf - 536,7 Mio. € (H1/15: - 516,1 Mio.
€). Der leichte Anstieg geht im Wesentlichen auf planmäßig höhere Investitionsausgaben
für das Legacy Projekt zurück. Der bereinigte freie Cashflow erreichte - 177,5 Mio.
€ nach - 92,9 Mio. € im Vorjahr. Die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Quartal ein Schuldscheindarlehen mit einem Volumen
von insgesamt 600 Mio. € begeben. Das Volumen verteilt sich auf fix und variabel verzinsliche
Tranchen in Laufzeiten von drei bis sieben Jahren. Die durchschnittliche Verzinsung
über alle Tranchen beläuft sich auf ca. 1,00 % p.a. Dem stand die Auszahlung der Dividende
in Höhe von 220,1 Mio. € gegenüber. Vor diesem Hintergrund betrug der Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit 358,1 Mio. € (H1/15: - 173,7 Mio. €). Zum 30. Juni 2016 lag
der Nettofinanzmittelbestand bei 316,7 Mio. € (30.06.2015: 472,1 Mio. €; 31.12.2015:
118,4 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Bankanlagen sowie
um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu drei Monaten. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 30. Juni 2016 auf 8.871,8 Mio. € (31.12.2015:
8.273,6 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund von
Investitionen in das Legacy Projekt und wegen der Stärke des kanadischen Dollar im
Vergleich zum Euro um 659,3 Mio. € auf 5.714,1 Mio. € (31.12.2015: 5.054,8 Mio. €).
Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren und
sonstigen Finanzinvestitionen erhöhte sich aufgrund der Begebung des Schuldscheindarlehens
auf 344,8 Mio. € (31.12.2015: 163,1 Mio. €). AKTIVA (IN %) ABB: 1.4.2![]() Mit 4.367,7 Mio. € lag das Eigenkapital um 72,1 Mio. € über dem Wert zum 31. Dezember
2015 (4.295,6 Mio. €). Erhöhend wirkte sich vor allem das Konzernperiodenergebnis
aus. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 49,2 %. PASSIVA (IN %) ABB: 1.4.3![]() Finanzverbindlichkeiten bestanden per 30. Juni 2016 in Höhe von 2.122,6 Mio. € (31.12.2015:
1.543,7 Mio. €). Ursächlich für diese Entwicklung war insbesondere die Begebung des
Schuldscheindarlehens. Die bedeutendsten Rückstellungen der K+S GRUPPE per 30. Juni
2016 betreffen bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 883,1 Mio. € (+ 13,0 Mio.
€ gegenüber dem 31. Dezember 2015) sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in
Höhe von 216,2 Mio. € (+ 50,1 Mio. €, insbesondere aufgrund des niedrigeren inländischen
Diskontierungssatzes in Höhe von 1,5 % gegenüber 2,2 % am 31. Dezember 2015). / Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten finden sich
im Anhang auf Seite 28. NETTOVERSCHULDUNG TAB: 1.4.5scroll
1.5 DARSTELLUNG DER SEGMENTEGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEKENNZAHLEN TAB: 1.5.1scroll
UMSATZDer Umsatz des Geschäftsbereichs lag im ersten Halbjahr 2016 mit 831,4 Mio. € preis-
sowie mengenbedingt deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (H1/15: 1.108,9
Mio. €). Im Segment Kaliumchlorid waren insbesondere die deutlichen Preisrückgänge
in Übersee dafür ursächlich. Auch bei den Verkäufen von Düngemittelspezialitäten mussten
niedrigere Durchschnittserlöse hingenommen werden. Im zweiten Quartal wirkten sich
zusätzlich die Produktionseinschränkungen am Werk Werra im Zusammenhang mit der Entsorgung
salzhaltiger Reststoffe insbesondere auf das hochpreisige Spezialitätengeschäft negativ
aus. Verkäufe aus den Lagerbeständen konnten diesen Effekt mildern. / Eine Beschreibung des Marktumfelds im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
findet sich auf Seite 3 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.5.2scroll
UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.5.1![]() Vorjahreszahlen in Klammern Das Absatzvolumen lag im ersten Halbjahr 2016 bei 3,17 Mio. t nach 3,55 Mio. t im
Vorjahr. Im Berichtsquartal betrug es insgesamt 1,48 Mio. t und lag somit moderat
unter dem Vorjahreswert (Q2/15: 1,61 Mio. t). Neben einer globalen Kaufzurückhaltung
in Folge der im Verlauf des zweiten Quartals ausstehenden Vertragsabschlüsse mit Indien
und China führte die deutlich verspätet eingesetzte Frühjahrsdüngung in Europa zu
einem verminderten Kaufinteresse. Der Absatz von Kaliumchlorid reduzierte sich folglich
um knapp 6 % auf 0,73 Mio. t im Vergleich zu 0,77 Mio. t im Vorjahreszeitraum. Die
hingegen relativ robuste Nachfrage nach Düngemittelspezialitäten konnte aufgrund der
Produktionseinschränkungen nicht vollständig bedient werden. Die Verkäufe fielen um
mehr als 12 % auf 0,58 Mio. t (Q2/15: 0,66 Mio. t). Im Segment Industrieprodukte konnten
wie im Vorjahr 0,18 Mio. t abgesetzt werden. ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN1 TAB: 1.5.3scroll
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ERGEBNISENTWICKLUNGIm ersten Halbjahr 2016 betrug das operative Ergebnis EBIT I 117,0 Mio. € nach 327,2
Mio. € im Vorjahr; dies entspricht einem Rückgang von rund 64 %. Insbesondere das
deutlich niedrigere Preisniveau für Pflanzennährstoffe sowie die Produktionseinschränkungen
am Werk Werra führten zu dieser Entwicklung. Im Berichtsquartal lag das EBIT I aufgrund
der genannten Effekte bei lediglich 14,7 Mio. € und somit knapp 90 % unter dem Vorjahreswert
(Q2/15: 143,9 Mio. €). Erwartet höhere Anlaufkosten im Rahmen des Legacy Projekts
wirkten sich zusätzlich belastend aus. Dem standen Einsparungen im Rahmen des Programms
"Fit für die Zukunft" gegenüber. LEGACY PROJEKTLegacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau basierenden
Kaliproduktion im Süden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Das Werk wird langfristig
auf eine Produktionskapazität von 2,86 Mio. t zurückgreifen und somit das deutsche
Produktionsnetzwerk bedeutend ergänzen, die durchschnittlichen Produktionskosten reduzieren
und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke verlängern. Zudem wird
das neue Kaliwerk die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärken, was im
Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommt. Im Berichtsquartal standen die Fertigstellung des Stahlbaus der Fabrik, Fassadenarbeiten,
der Innenausbau einschließlich Rohrleitungsbau und Elektroinstallationen, sowie Arbeiten
für die Bahnverbindung im Vordergrund. Darüber hinaus wurden vorbereitende Aktivitäten
für die Inbetriebnahme begonnen. Die Arbeiten kamen gut voran. Am 17. Juli 2016 löste
sich jedoch während eines Routinetests ein Prozessbehälter aus seiner Verankerung
und stürzte zu Boden; dabei entstand erheblicher Sachschaden. Mitarbeiter wurden nicht
verletzt. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern (einschließlich Versicherungen) wird
bereits intensiv an der Bewertung bzw. Behebung des Schadens gearbeitet. Die Inbetriebnahme ist weiterhin für Ende August 2016 vorgesehen. Die Produktion der
ersten Tonne Kali dürfte - auf der Basis der bisherigen Erkenntnisse - nun im zweiten
Quartal 2017 und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, bereits zum Jahresende 2016 erfolgen.
Ungeachtet dessen geht K+S weiterhin davon aus, die angestrebte Produktionskapazität
von 2 Mio. t Ende 2017 erreichen zu können. Die Produktion wird im Zuge des verzögerten
Anfahrens im kommenden Jahr unter dem erwarteten Volumen von bis zu 1 Mio. t liegen. / Weitere Informationen zum Legacy Projekt finden sich unter www.k-plus-s.com/de/legacy-project. AUSBAU DES SPEZIALITÄTENGESCHÄFTS IN ASIENK+S hat am 14. Juli 2016 einen Vertrag zur Übernahme der Aktivitäten des chinesischen
Herstellers von magnesiumsulfathaltigen Düngemitteln HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS
CO., LTD. (MAGPOWER) für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag abgeschlossen.
MAGPOWER ist einer der größten chinesischen Hersteller von synthetischem Magnesiumsulfat
(SMS), das unter anderem zur Düngung von Ölpalmen, Sojabohnen und Zuckerrohr sowie
für industrielle Anwendungen eingesetzt wird. In Verfolgung der Spezialitätenstrategie
konnte somit ein wichtiger Baustein für die Expansion nach Asien realisiert werden. SALZABWASSERENTSORGUNG BLEIBT HERAUSFORDERNDDie Prüfung der von K+S im April 2015 beim Regierungspräsidium Kassel beantragten
Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 dauert weiter an. K+S hatte Ende des Jahres
2015 einen Abschluss der fachlichen Prüfung im Sommer dieses Jahres erwartet. Im Rahmen
der aktuell bestehenden Übergangserlaubnis können Salzabwässer nur in sehr begrenztem
Umfang im Untergrund versenkt werden. Die Entsorgung der Produktions- und Haldenabwässer
ist daher eng an der Wasserführung der Werra ausgerichtet. Insbesondere mit Beginn der niederschlagsärmeren Monate waren daher Produktionseinschränkungen
an einzelnen Standorten des Verbundwerks Werra - trotz des effizienten Abwassermanagements
unter Nutzung vorhandener Speicherbecken - unvermeidbar. Im ersten Halbjahr mussten
die Standorte Unterbreizbach (Thüringen) und Hattorf (Hessen) an insgesamt bis zu
49 Tagen die Produktion einstellen. Auf Grundlage eines hydrologischen Normaljahres
waren deutlich weniger Ausfalltage antizipiert. Die daraus resultierende Minderproduktion
kann aus heutiger Sicht nicht aufgeholt werden. Für die Mitarbeiter des Verbundwerks Werra, das für knapp die Hälfte der heimischen
Kaliproduktion steht, wurde mit dem Gesamtbetriebsrat eine Betriebsvereinbarung über
die Durchführung von Kurzarbeit abgeschlossen; bisher waren davon in der Spitze mehr
als 1.000 Mitarbeiter betroffen. Die Situation ist insgesamt für alle Mitarbeiter
sehr belastend. MASSNAHMEN ZUR VERBESSERUNG DER PRODUKTIONSMÖGLICHKEITENUm die Produktion während der trockeneren Monate mit zu erwartender geringer Wasserführung
der Werra und der nur noch in begrenztem Umfang zur Verfügung stehenden Versenkmengen
aufrecht erhalten zu können, prüfen wir intensiv die Realisierung zusätzlicher Maßnahmen
zur Abwasserentsorgung. Ein Schwerpunkt ist die temporäre sowie zum Teil auch dauerhafte
Entsorgung in eigenen und fremden Bergwerken bzw. Kavernen sowohl im Umfeld der Standorte
als auch weiter entfernteren Regionen mit entsprechenden LKW- und Bahntransporten. Die sich abzeichnenden technischen Lösungen sind vielversprechend, bedürfen aus heutiger
Sicht aber zahlreicher Genehmigungen und zum Teil noch einiger Zeit, um tatsächlich
umgesetzt werden zu können. Ohne weitere Versenkmöglichkeiten ist eine volle Produktion
im hessisch-thüringischen Kalirevier nicht möglich. MEHR WERTSTOFFE, WENIGER ABWÄSSERZusätzlich setzt K+S die Großprojekte für den Gewässerschutz um: Nachdem das Ziel der Halbierung der Salzabwassermenge im Kaliwerk Werra auf 7 Mio. m3 pro Jahr bis Ende 2015 wie geplant erreicht wurde, entsteht derzeit am Standort Hattorf eine weitere Aufbereitungsanlage - die sogenannte Kainitkristallisation mit anschließender Flotation, kurz KKF-Anlage. Sie soll von 2018 an die Salzabwassermenge nochmals um 1,5 Mio. m3 jährlich reduzieren und auch bis zu 260.000 t zusätzliche Wertstoffe für die Produktion von Düngemitteln gewinnen. GESCHÄFTSBEREICH SALZKENNZAHLEN TAB: 1.5.4scroll
UMSATZDer Umsatz im Geschäftsbereich Salz lag im ersten Halbjahr mit 913,8 Mio. € deutlich
unter dem Vorjahreswert (H1/15: 1.101,0 Mio. €). Ursächlich für den Umsatzrückgang
war vor allem ein deutlich geringerer Absatz im Auftausalzgeschäft aufgrund der milden
Witterung in Nordamerika und Europa. Der hohe Vorjahreswert, der insbesondere von
einem außerordentlich strengen Winter in Nordamerika begünstigt war, konnte nicht
erreicht werden. Der Umsatz der weiteren Produkte war mit 548,5 Mio. € nahezu stabil (H1/15: 551,2
Mio. €). Insgesamt blieb der Festsalzabsatz mit 10,02 Mio. t deutlich hinter dem hohen
Wert des Vorjahres zurück (H1/15: 12,70 Mio. t). / Eine Beschreibung des Marktumfelds im Geschäftsbereich Salz findet sich auf Seite
3 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. Im Berichtsquartal fiel der Umsatz um rund 15 % auf 319,2 Mio. € nach 374,0 Mio. €
im Vorjahr, da insbesondere der Absatz von Auftausalz an der nordamerikanischen Ostküste
rückläufig war. Der Festsalzabsatz lag mit 2,89 Mio. t rund 20 % unter dem Vorjahreswert
(Q2/15: 3,59 Mio. t). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.5.5scroll
UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.5.2![]() Vorjahreszahlen in Klammern ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH PRODUKTGRUPPEN1 TAB: 1.5.6scroll
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ERGEBNISENTWICKLUNGDas operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Salz fiel im ersten Halbjahr auf
127,4 Mio. € nach 184,5 Mio. € im Vorjahr. Hierin sind Abschreibungen in Höhe von
55,4 Mio. € enthalten (H1/15: 55,9 Mio. €). Der Ergebnisrückgang resultierte im Wesentlichen
aus einem geringeren Absatz- und Durchschnittspreisniveau im Auftausalzsegment. Im Berichtsquartal führten neben dem erheblichen Mengen- und Preiseffekt auch höhere
Aufwendungen für Marketingaktivitäten zu einem deutlichen Ergebnisrückgang, sodass
in der Folge ein EBIT I in Höhe von 4,9 Mio. € erzielt wurde (Q2/15: 42,6 Mio. €).
Die Marketingmaßnahmen sollten künftig der Markenstärke unserer Premiumprodukte zugutekommen. K + S STARTET SALZPROJEKT "ASHBURTON SALT" IN AUSTRALIENEnde Mai begann K+S mit dem Planungsprozess zur Errichtung einer Salzproduktionsstätte
in Westaustralien nahe Onslow. Für das Ashburton Salt Projekt erwarb K+S in einem
ersten Schritt Bergbaulizenzen von einer lokalen Investorengruppe. Das Ashburton Salt Projekt befindet sich aktuell noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase.
K+S arbeitet derzeit an der Erstellung der Antragsunterlagen für die benötigten Umweltgenehmigungen
und an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Im Endausbau
könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität in Höhe von 3,5 Mio. Tonnen
Solarsalz und etwa 75 direkte Arbeitsplätze aufweisen. Das dort produzierte Salz soll
vorrangig an die chemische Industrie in Asien und vor allem nach China geliefert werden.
Für die komplette Entwicklung des Projekts veranschlagt K+S ein voraussichtliches
Investitionsvolumen in Höhe von rund 350 Mio. australische Dollar (ca. 225 Mio. €).
Der Genehmigungsprozess dürfte aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2019 andauern. Erst
nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen sowie einer vollständigen Machbarkeitsstudie
wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung für den Aufbau einer Produktion
treffen. STRATEGIE "SALZ 2020" AUF GUTEM WEGDer Geschäftsbereich hat sich zum Ziel gesetzt, seine Effizienz deutlich zu steigern.
Daneben konzentrieren wir uns darauf, in ausgewählten Regionen und Produktsegmenten
weiter zu wachsen. Im Rahmen dessen erwarten wir, unter der Annahme eines normalisierten
Wintergeschäfts, eine Steigerung des operativen Ergebnisses EBIT I bis zum Jahr 2020
auf mehr als 250 Mio. €. Dies entspricht einem EBITDA von mehr als 400 Mio. €. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENKENNZAHLEN TAB: 1.5.7scroll
UMSATZIm ersten Halbjahr erzielten die Ergänzenden Aktivitäten einen Umsatz mit Dritten
in Höhe von 81,8 Mio. € (H1/15: 80,9 Mio. €). Der Gesamtumsatz betrug 95,5 Mio. €
(H1/15: 96,6 Mio. €). Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit Dritten bei 41,8 Mio.
€ (Q2/15: 39,6 Mio. €), während sich der Gesamtumsatz auf 48,2 Mio. € (Q2/15: 46,7
Mio. €) belief. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 1.5.8scroll
UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.5.3![]() Vorjahreszahlen in Klammern ERGEBNISENTWICKLUNGIn den ersten sechs Monaten fiel das operative Ergebnis EBIT I deutlich auf 11,6 Mio.
€ (H1/15: 14,4 Mio. €); darin sind Abschreibungen von 4,4 Mio. € enthalten (H1/15:
4,6 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I im Berichtsquartal belief sich auf 6,2
Mio. € nach 6,7 Mio. € im Vorjahr. Das EBIT I beinhaltete Abschreibungen in einer
Höhe von 2,2 Mio. € (Q2/15: 2,3 Mio. €). Der Ergebnisrückgang ist vor allem auf einen
geringeren Mengenumschlag bei der K+S TRANSPORT GMBH zurückzuführen. 1.6 MITARBEITERPERSONALZAHL STABILDie K+S GRUPPE beschäftigte zum 30. Juni 2016 insgesamt 14.415 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
Gegenüber dem 30. Juni 2015 (14.201 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit nahezu unverändert
geblieben. Im Quartalsdurchschnitt waren 14.401 Mitarbeiter beschäftigt (Q2/15: 14.190).
Knapp ein Drittel der Mitarbeiter ist außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel
außerhalb von Europa beschäftigt. Die Anzahl der Auszubildenden in Deutschland lag
am 30. Juni 2016 bei 464 und damit leicht unter dem Vorjahreswert (30.06.2015: 479). MITARBEITER NACH REGIONEN PER 30. JUNI 2016 (IN %) ABB: 1.6.1![]() Vorjahreszahlen in Klammern 1.7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Forschungskosten beliefen sich im ersten Halbjahr auf 6,8 Mio. € nach 7,3 Mio.
€ im Vorjahr; die aktivierten Entwicklungsinvestitionen betrugen 0,2 Mio. € (H1/15:
0,9 Mio. €). Im Berichtsquartal fielen die Forschungskosten auf 3,5 Mio. € nach 4,3
Mio. € im Vorjahreszeitraum. Am 30. Juni 2016 waren 82 Mitarbeiter im Bereich Forschung
und Entwicklung beschäftigt (30.06.2015: 81). Für eine umfassende Darstellung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit verweisen
wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2015 auf der Seite
32; die dort formulierten Ziele und Schwerpunkte haben weiterhin Bestand. 1.8 RISIKO- UND CHANCENBERICHTFür eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher
Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht
2015 ab Seite 51 und ab Seite 102. Die dort beschriebenen Risiken und Chancen bleiben
zum 30. Juni 2016 im Wesentlichen unverändert. Die Bewertung des im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 107 für den Betrachtungszeitraum
von 3 Jahren beschriebenen Risikos bezüglich der Versagung behördlicher Genehmigungen
für die Entsorgung von flüssigen Produktionsrückständen wurde überprüft; sie hat weiterhin
Bestand. Eine Einschränkung der Entsorgung wurde zum damaligen Zeitpunkt als möglich
(Wahrscheinlichkeit: 5-50%) mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen (>200 Mio.
€) eingeschätzt. Die finanziellen Auswirkungen der diesjährigen Produktionsausfälle
wegen fehlender Versenkmengen ist in unserer Prognose für das Jahr 2016 auf den Seiten
16-18 berücksichtigt. Die im Geschäftsbericht 2015 auf Seite 109 enthaltene Risikobewertung bezüglich des
Projekts Legacy hat auch nach dem Sachschaden vom 17. Juli 2016 Bestand. Wir gehen
derzeit davon aus, dass sich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmaß zwar erhöht
haben, jedoch weiterhin in den Bandbreiten (Wahrscheinlichkeit: 5-50%; finanzielle
Auswirkungen: 10-200 Mio. €) liegen; die Prüfung des Schadenausmaßes ist noch in einem
frühen Stadium. Die Risiken der K+S GRUPPE sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen
Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des
Unternehmens. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen werden nicht gegeneinander
aufgerechnet. 1.9 NACHTRAGSBERICHTK+S hat am 14. Juli 2016 einen Vertrag zur Übernahme der Aktivitäten des chinesischen
Herstellers von magnesiumsulfathaltigen Düngemitteln HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS
CO., LTD. (MAGPOWER) abgeschlossen. Am 17. Juli 2016 löste sich am Standort Legacy während eines Routinetests ein Prozessbehälter
aus seiner Verankerung und stürzte zu Boden; dabei entstand ein erheblicher Sachschaden.
Mitarbeiter wurden nicht verletzt. Gemeinsam mit den beteiligten Partnern (einschließlich
Versicherungen) wird bereits intensiv an der Bewertung bzw. Behebung des Schadens
gearbeitet. Darüber hinaus ergaben sich nach Abschluss des Berichtsquartals für die K+S GRUPPE
keine wesentlichen Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. deren
Branchensituation oder zu berichtende Ereignissen von besonderer Bedeutung. 1.10 PROGNOSEBERICHTKÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen
auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL und des INTERNATIONALEN
WÄHRUNGSFONDS. PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS TAB: 1.10.1scroll
Quelle: IWF Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert für das globale Bruttoinlandsprodukt
im Jahr 2016 ein Wachstum von 3,1 %. Das Expansionstempo in den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften dürfte sich angesichts der weiterhin expansiven Geldpolitik und
gesunkenen Energiekosten leicht erhöhen. In den Schwellenländern dürften das anhaltend
geringe Rohstoffpreisniveau sowie strukturelle Probleme die Wachstumsperspektiven
einschränken. Im Falle eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union wären keine nennenswerten
direkten Auswirkungen auf K+S zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz
der K+S GRUPPE liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDie im Geschäftsbericht 2015 auf den Seiten 114-115 beschriebenen mittel- bis langfristigen
Trends, die die Nachfrage nach den Produkten der K+S GRUPPE positiv beeinflussen,
behalten ihre Gültigkeit. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEFür 2016 erwarten wir eine Weltkalinachfrage, die leicht unter dem Wert von 2015 (rund
66 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren
Wertstoffgehalten) liegen dürfte. Die zur Jahresmitte abgeschlossenen Verträge der
großen Kalilieferanten mit chinesischen und indischen Abnehmern dürften im zweiten
Halbjahr zu einer Belebung der globalen Nachfrage führen. Die Erholung der Preise
vieler Agrarprodukte dürfte zudem Anreize bieten, den Ertrag je Hektar durch einen
höheren Düngemitteleinsatz mittel- und langfristig zu steigern. Dem gegenüber stehen
eine anhaltende Konjunkturschwäche und eine weiterhin hohe Produktverfügbarkeit in
einigen Überseeregionen. Die Preise für Düngemittelspezialitäten, wie z. B. Kaliumsulfat
(SOP), befinden sich nach wie vor auf einem guten Niveau, können sich allerdings dem
allgemein rückläufigen Preistrend bei Pflanzennährstoffen nicht mehr vollständig entziehen. GESCHÄFTSBEREICH SALZAufgrund des milden Winters in der Saison 2015/2016 sind die Lagerbestände an Auftausalz
in Nordamerika und Europa relativ hoch. Dies wirkte sich negativ auf die Nachfrage
und Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der laufenden Ausschreibungen
für die kommende Wintersaison aus. In Nordamerika erwarten wir eine anhaltend positive
Entwicklung in den Segmenten Verbraucherprodukte und Lebensmittelindustrie - vor allem
im Premiumbereich. Der Absatz von Pharmasalzen sollte im Zuge der zunehmend älter
werdenden Bevölkerung weiterhin wachsen. In Südamerika dürfte insbesondere die Nachfrage
nach Industrie- und Gewerbesalzen steigen. Die hohe Produktverfügbarkeit von Auftausalz
bei europäischen Produzenten dürfte hier zu einem verstärkten Wettbewerb im Bereich
der Industriesalze führen. Insgesamt dürfte der Verbrauch von Salzen, die nicht für
die Straßensicherheit eingesetzt werden, im Gesamtjahr leicht steigen. KÜNFTIGE ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDie Prüfung der von K+S im April 2015 beim Regierungspräsidium Kassel beantragten
Fortsetzung der Versenkung bis Ende 2021 dauert weiter an. K+S hatte Ende des Jahres
2015 einen Abschluss der fachlichen Prüfung im Sommer dieses Jahres erwartet. Im Rahmen
der aktuell bestehenden Übergangserlaubnis können Salzabwässer nur in sehr begrenztem
Umfang im Untergrund versenkt werden. Die Entsorgung der Produktions- und Haldenabwässer
ist daher eng an der Wasserführung der Werra auszurichten. Wieviel zu welchem Zeitpunkt
eingeleitet werden kann, wird durch die behördlich festgelegten Grenzwerte bestimmt.
Bei niedriger Wasserführung der Werra kann somit weniger eingeleitet werden. Insbesondere mit Beginn der niederschlagsärmeren Monate waren in der ersten Jahreshälfte
Produktionseinschränkungen an einzelnen Standorten des Verbundwerks Werra - trotz
des effizienten Abwassermanagements unter Nutzung vorhandener Speicherbecken - unvermeidbar
und können auch für den Rest des Jahres nicht ausgeschlossen werden. Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2016 basiert im Wesentlichen auf den folgenden
allgemeingültigen Annahmen:
UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSEDer Umsatz der K+S GRUPPE dürfte im Geschäftsjahr 2016 einen Wert zwischen 3,5 und
3,7 Mrd. € erreichen (2015: 4,2 Mrd. €). Wir erwarten ein EBITDA in einer Spanne von
500 - 600 Mio. € und ein EBIT I zwischen 200 und 300 Mio. € (2015: 1,1 Mrd. € bzw.
782 Mio. €). Der Rückgang der operativen Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr betrifft
insbesondere den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. Neben einem deutlichen
Rückgang des Durchschnittspreises wirken sich die Produktionseinschränkungen aufgrund
der bislang fehlenden, umfassenden Versenkerlaubnis ergebnismindernd aus. Im Geschäftsbereich
Salz erwarten wir aufgrund der milden Witterung in der vorherigen Wintersaison einen
spürbaren Rückgang. Insbesondere vor dem Hintergrund der beschriebenen Herausforderungen rückt die Kostendisziplin
im Konzern noch stärker in den Vordergrund. Wir setzen das Programm "Fit für die Zukunft"
weiter um und arbeiten an der nachhaltigen Verbesserung der Kosten- und Organisationsstruktur
mit dem Ziel, die Produktion sowie Verwaltungs- und Vertriebsfunktionen effizienter
zu gestalten. Wir streben nach wie vor an, in den Jahren 2014 bis 2016 Kosten in einer
Größenordnung von insgesamt 500 Mio. € gegenüber einer früheren Planung für diesen
Zeitraum einzusparen. Das Programm sollte auch in 2016 einen über die ursprüngliche
Planung hinausgehenden Beitrag leisten. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte der Entwicklung der operativen
Ergebnisse folgen und somit in einer Bandbreite zwischen 100 und 180 Mio. € liegen
(2015: 542 Mio. €). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONENINVESTITIONEN MODERAT NIEDRIGERDas Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2016 dürfte - trotz möglicher
zusätzlicher Investitionen im Rahmen der Maßnahmen zur Produktionssicherung am Werk
Werra und noch ungeklärter Auswirkungen des Zwischenfalls beim Legacy Projekt - moderat
unter dem Vorjahr bleiben (2015: 1,3 Mrd. €). Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
entfällt der überwiegende Teil erneut auf Ausgaben für die Fertigstellung des Legacy
Projekts sowie auf Investitionen zur Reduzierung des Salzwasseraufkommens im hessisch-thüringischen
Kalirevier; das Volumen dürfte insgesamt deutlich unter dem Vorjahr liegen (2015:
1,1 Mrd. €). Die Investitionen im Geschäftsbereich Salz sollten kräftig ansteigen,
obgleich die absolute Veränderung in Relation zum Volumen der Gruppe gering ist (2015:
0,1 Mrd. €). Der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE dürfte erneut deutlich negativ
sein (2015: - 636 Mio. €). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) dürfte neben
dem kräftigen Ergebnisrückgang auch aufgrund einer höheren Kapitalbindung deutlich
unter dem Vorjahreswert liegen (2015: 12,5 %). Vor allem der Geschäftsbereich Kali-
und Magnesiumprodukte sollte aufgrund der beschriebenen Annahmen einen deutlich unter
dem Vorjahr liegenden ROCE ausweisen (2015: 14,4 %), der Wert des Geschäftsbereichs
Salz dürfte spürbar rückläufig sein (2015: 11,4 %). VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDENDEUTLICHER RÜCKGANG DER DIVIDENDEUnsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote
von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Die Erwartung
eines deutlich unter dem Vorjahr liegenden Konzernergebnisses dürfte sich in einer
entsprechend deutlich niedrigeren Dividende bemerkbar machen (2015: 1,15 €). MITTELFRISTPROGNOSEZIEL EINES EBITDA VON RUND 1,6 MRD. € IN 2020 BLEIBT BESTEHENTrotz der zahlreichen Herausforderungen im laufenden Jahr bleiben wir optimistisch,
unser Ziel, ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € im Jahr 2020 erreichen zu können. Insbesondere das Legacy Projekt, aber auch die hohen Erwartungen an eine Steigerung
der Profitabilität in unserem Salzgeschäft im Rahmen der "Salz 2020"-Strategie stimmen
uns positiv. Die derzeitige Abschwächung im Kalimarkt erachten wir als nicht nachhaltig, da die
mittel- und langfristigen Wachstumstrends nach wie vor intakt sind. Daher unterstellen
wir für unsere Mittelfristprognose neben einem ungestörten Betrieb unserer Kaliwerke
in Deutschland und Kanada eine Rückkehr zu einem Kalipreisniveau, wie es im Sommer
2015 (Zeitpunkt der Prognoseerstellung) vorherrschte. Außerdem erwarten wir die Erreichung
des EBITDA-Ziels im Rahmen der "Salz 2020"-Strategie des Geschäftsbereichs Salz von
mehr als 400 Mio. €, welches auf der Annahme eines Normalwinters beruht. ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2016 TAB: 1.10.2scroll
1
Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen
der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen
in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung
entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz
Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %). 1.11 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
2 FINANZTEIL2.1 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1 TAB: 2.1.1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. GESAMTERGEBNISRECHNUNG1 TAB: 2.1.2scroll
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I)1 TAB: 2.1.3scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.2 KAPITALFLUSSRECHNUNGKAPITALFLUSSRECHNUNG1 TAB: 2.2.1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.3 BILANZBILANZ - AKTIVA1 TAB: 2.3.1scroll
BILANZ - PASSIVA1 TAB: 2.3.2scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.4 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1 TAB: 2.4.1scroll
scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.5 ANHANGERLÄUTERNDE ANGABENDer Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 wird nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden.
Die Aufstellung erfolgt als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben
nach Maßgabe des IAS 34. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Zwischenbericht
angewendet werden, entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2015 zur Anwendung kamen. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. PRÜFERISCHE DURCHSICHTEine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts ist
nicht erfolgt (§ 37w Absatz 5 Satz 1 WpHG). VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISESIm zweiten Quartal 2016 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises. SAISONALE EINFLÜSSEBeim Verkauf von Pflanzennährstoffen und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale
Unterschiede. Bei Pflanzennährstoffen erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund
der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Absätze. Die Verkäufe
von Salzprodukten - speziell von Auftausalz - sind erheblich von der jeweiligen winterlichen
Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide
Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig
stärker ausfällt. WICHTIGE KENNZAHLEN (LTM1 ) TAB: 2.5.1scroll
1
LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate (Q3/15 + Q4/15 + Q1/16 + Q2/16). ANGABEN ZU WESENTLICHEN EREIGNISSEN NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODEDiese Angaben finden sich in unserem Nachtragsbericht auf Seite 16. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche
Posten enthalten: SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN TAB: 2.5.2scroll
FINANZERGEBNISIm Finanzergebnis sind folgende wesentliche Posten enthalten: FINANZERGEBNIS TAB: 2.5.3scroll
RECHNUNGSZINS FÜR RÜCKSTELLUNGENDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum Stichtag 2,8 % (30.06.2015:
3,2 %; 31.12.2015: 3,1 %). Der durchschnittliche gewichtete Diskontierungsfaktor für
bergbauliche Verpflichtungen lag per 30. Juni 2016 bei 3,5 % (30.06.2015: 3,3 %; 31.12.2015:
3,5 %). ERTRAGSTEUERNIn den Ertragsteuern sind folgende wesentliche Posten enthalten: STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG TAB: 2.5.4scroll
Die nicht zahlungswirksamen latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen
sowie anderen temporären steuerlichen Bewertungsdifferenzen. FINANZINSTRUMENTEDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns dar: BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTEN TAB: 2.5.5scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf
den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der
drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 ergeben sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter
Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Innerhalb
der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente mit Hilfe von Inputfaktoren,
die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für
ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis
von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.
Zum 30. Juni 2016 sind zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe
von 49,0 Mio. € und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe
von 35,5 Mio. € der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Wertpapiere und
sonstige Finanzinvestitionen der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" basieren auf
Bewertungen der Stufe 1. Finanzinstrumente der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie liegen
nicht vor. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN EINZELNER BILANZPOSTENIm Vergleich zum Jahresabschluss 2015 ist die Bilanzsumme zum 30. Juni 2016 um 598,2
Mio. € gestiegen. Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 619,0 Mio. €;
das Umlaufvermögen sank um 20,8 Mio. €. Die Erhöhung des langfristigen Vermögens ist
im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Sachanlagen aufgrund der gestiegenen Investitionen
in das Legacy Projekt zurückzuführen. Die Abnahme des kurzfristigen Vermögens beruht
weitestgehend auf der Verringerung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen;
demgegenüber steht eine Zunahme der Flüssigen Mittel. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 72,1 Mio. € erhöht. Das langfristige
Fremdkapital erhöhte sich um 615,7 Mio. €. Wesentliche Ursache ist die Begebung eines
Schuldscheindarlehens in Höhe von 600 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital sank um
89,6 Mio. €. Die Abnahme ist auf eine Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie der Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern zurückzuführen. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALSDas Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle
als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich
zum Jahresabschluss 2015 haben sich der Bilanzgewinn und die anderen Rücklagen um
72,8 Mio. € erhöht. Der Anstieg beruht auf dem positiven Periodenergebnis des ersten
Halbjahres 2016. Des Weiteren waren erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals
zu berücksichtigen, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler
Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen CAD-Dollar). Unterschiede aus der Währungsumrechnung
werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich zum
30. Juni 2016 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 123,3 Mio. € erhöht. Eigenkapitalmindernd
wirkte sich insbesondere die Auszahlung der Dividende in Höhe von 220,1 Mio. € aus. EVENTUALVERBINDLICHKEITENDie Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2015 nicht
signifikant verändert und sind insgesamt als nicht wesentlich einzustufen. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENInnerhalb der K+S GRUPPE werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen
Konditionen abgewickelt. Neben Transaktionen zwischen konsolidierten Unternehmen der
K+S GRUPPE bestehen Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann
(assoziierte Unternehmen). Diese Beziehungen haben keinen signifikanten Einfluss auf
den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die Gruppe der nahestehenden Personen umfasst
bei der K+S GRUPPE im Wesentlichen den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
Wesentliche Transaktionen mit diesem Personenkreis fanden nicht statt. GESAMTUMSATZ Q2 TAB: 2.5.6scroll
GESAMTUMSATZ H1 TAB: 2.5.7scroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGAUSWEISÄNDERUNG KAPITALFLUSSRECHNUNG TAB: 2.5.8scroll
2.6 QUARTALSÜBERSICHTUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS (IFRS) TAB: 2.6.1scroll
scroll
KENNZAHLEN TAB: 2.6.2scroll
scroll
1
Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen
der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen
in kanadischen Dollar (Legacy Projekt) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung
entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz
Q2/16: 29,0 % (Q2/15: 28,6 %). FINANZKALENDERTERMINE TAB: 2.6.3scroll
KONTAKTK+S AktiengesellschaftBertha-von-Suttner-Str. 7 Investor RelationsTel.: 0561/9301-1100 IMPRESSUMRedaktion/TextK+S-Investor Relations Veröffentlichung am 11. August 2016 ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung
der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen
dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden
Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen
nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen
Geschäftsberichts genannt werden -eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen
und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt
außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung,
die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. |
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