![]() K+S AktiengesellschaftKasselHalbjahresfinanzbericht H1/17
ECKDATEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNGKENNZAHLEN (IFRS)scroll
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Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der
Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen in
kanadischen Dollar (Werk Bethune) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung
entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz
02/17: 29,6 % (02/16: 29,0 %). Für den Halbjahresfinanzbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen
auftreten. LAGEBERICHT1.1KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEITFür eine ausführliche Darstellung der rechtlichen Konzernstruktur, der Organisationsstruktur
und der Geschäftstätigkeit einschließlich unserer Produkte und Dienstleistungen verweisen
wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2016 ab Seite
21. Der Abschnitt "Veränderungen des Konsolidierungskreises" ist im Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts
auf Seite 24 zu finden. Darüber hinaus blieb die im Geschäftsbericht 2016 beschriebene
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit weitgehend unverändert. 1.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNGIm zweiten Quartal ergaben sich keine Änderungen der Unternehmensstrategie und -steuerung.
Für eine umfassende Darstellung der aktuellen Unternehmensstrategie und -steuerung
verweisen wir auf die entsprechenden Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und
Corporate Governance" ab Seite 49 und "Unternehmensstrategie" ab Seite 69 im Geschäftsbericht
2016. Darüber hinaus beabsichtigen wir, im Herbst dieses Jahres unsere neue Gruppenstrategie
"Shaping 2030" zu veröffentlichen. 1.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDie Agrarrohstoffpreise entwickelten sich seit Beginn des Jahres in unterschiedliche
Richtungen. Während beispielsweise der Preis für Sojabohnen seit Jahresbeginn um 5
% zurückging, legte der Weizenpreis im ersten Halbjahr 2017 um 25 % zu. Der DOW JONES-UBS
AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise für Mais, Sojabohnen, Zucker,
Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, verringerte sich im ersten Halbjahr
um rund 4 %. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent verzeichnete im Halbjahresverlauf einen Rückgang
und lag Ende Juni bei rund 47 USD pro Barrel. Der Durchschnittspreis des zweiten Quartals
2017 lag mit rund 52 USD spürbar über dem Vorjahreswert (Q2/16: 47 usd). Auch der
Durchschnittswert des NCG-Natural-Gas-Year-Future, welcher schwerpunktmäßig West-
und Süddeutschland abbildet, war nachfragebedingt im Vergleich zum Vorjahresquartal
auf rund 16 €/MWh gestiegen (02/16: 13 €/MWh). PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖLABB: 1.3.1 ![]() Der US-Dollar schwächte sich im Verhältnis zum Euro im Verlauf des Berichtsquartals
leicht ab und notierte per 30. Juni bei 1,14 EUR/USD. Im Quartalsdurchschnitt lag
der Wechselkurs bei 1,10 EUR/USD (02/16: 1,13 EUR/USD). AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten im Wesentlichen
die folgenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
/ Weitere Informationen zum Fremdwährungssicherungssystem finden sich im Geschäftsbericht
2016 auf Seite 87. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDie im Geschäftsbericht 2016 ab Seite 29 beschriebenen Gegebenheiten in den wesentlichen
Absatzregionen und Wettbewerbspositionen blieben für die einzelnen Geschäftsbereiche
nahezu unverändert. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im ersten
Halbjahr 2017 von einer guten Nachfrage geprägt. Der nach einem nachfrageschwachen
Vorjahreszeitraum weiter anziehende Bedarf führte bereits zu Beginn des Jahres zu
einer Ausdehnung der Produktionsmengen. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid
stiegen in der ersten Jahreshälfte 2017 dennoch fast überall weiter an und führten
somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Mit den chinesischen und indischen Abnehmern haben die großen Kalilieferanten im Juli
öffentlichen Informationen zufolge eine Einigung über neue Kontraktpreise für Kaliumchlorid
einschließlich Fracht in Höhe von 230 USD bzw. 240 USD je Tonne erzielt. Das bedeutet
einen Preisanstieg um 11 USD, respektive 13 USD im Vergleich zum Vorjahr. GESCHÄFTSBEREICH SALZIm zweiten Quartal 2017 entwickelte sich insbesondere das Geschäft mit Industriesalzen
positiv. Vor allem in Europa und Südamerika konnte ein Nachfrageanstieg der Chemieindustrie
verzeichnet werden. Mildes Winterwetter zu Beginn des Jahres führte zu relativ hohen Lagerbeständen an
Auftausalz bei US-amerikanischen Kunden, insbesondere im Mittleren Westen sowie an
der Ostküste. In der Folge gaben die Preise in diesem Segment regional im Rahmen des
Voreinlagerungsgeschäfts und der beginnenden Ausschreibungen für die kommende Wintersaison
nach. Die Winterkonditionen waren hingegen in Europa im Vergleich zum Vorjahr vorteilhafter
und führten hier zu einer Stabilisierung der Auftausalzpreise sowie zu einem Abbau
der Lagerbestände. Dennoch war der Winter zu Beginn des Jahres auch hier unterdurchschnittlich
ausgeprägt. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENFür eine umfassende Darstellung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang auf Seite
27. 1.4 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE ERTRAGSLAGEKENNZAHLENTAB: 1.4.1 scroll
UMSATZ DER K+S GRUPPE LEICHT ÜBER VORJAHRDer Umsatz der K+S GRUPPE stieg im zweiten Quartal leicht auf 742,0 Mio. € nach 732,1
Mio. € im Vorjahr. Ursächlich hierfür war unter anderem eine Absatzsteigerung im Bereich
der Düngemittelspezialitäten aufgrund einer höheren Produktverfügbarkeit am Verbundwerk
Werra. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz infolge der genannten Absatzsteigerung
im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf 1.868,4 Mio. € (H1/16: 1.827,6
Mio. €). Dabei wirkten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigere Durchschnittspreise
dämpfend aus. Im Geschäftsbereich Salz standen einer positiven Währungsentwicklung
milde Witterungsverhältnisse und rückläufige Preise für Auftausalz in den USA gegenüber. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 1.4.2 scroll
Detaillierte Aufstellungen der Durchschnittspreise und Absätze finden sich in den
Tabellen 1.5.3 und 1.5.6. Im Berichtsquartal entfielen über 52 % des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali-
und Magnesiumprodukte, gefolgt von Salz mit rund 43 % sowie den Ergänzenden Aktivitäten
(5%). UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2017 (IN %)ABB: 1.4.1 ![]() Vorjahreszahlen in Klammern ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTENFür K+S sind der Personalaufwand sowie die Fracht-, Material- und Energiekosten von
besonderer Bedeutung. Im ersten Halbjahr 2017 betrug der Personalaufwand 557,0 Mio.
€ (H1/16: 503,7 Mio. €). Diese Entwicklung resultierte insbesondere aus der zu Beginn
des Jahres getätigten Einmalzahlung an unsere Mitarbeiter nach der Gehaltsrunde 2017
und dem Personalaufbau am neuen Kaliwerk Bethune in Kanada. Die Frachtkosten lagen
vor allem mengen- sowie preisbedingt mit 366,7 Mio. € spürbar über dem Vorjahreswert
(H1/16: 330,7 Mio. €). Ein weiterer Treiber für diese Entwicklung waren die kurzfristigen
Entsorgungsmaßnahmen am Verbundwerk Werra. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren (Materialkosten) stiegen leicht auf 263,7 Mio. € (H1/16: 257,2
Mio. €). Für Energie entstanden K+S im Berichtszeitraum Kosten in Höhe von 127,3 Mio.
€ (H1/16: 110,5 Mio. €). Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den geplant höheren
Energiebedarf aufgrund des Produktionsbeginns im Werk Bethune, aber auch durch höhere
Preise bedingt. OPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT IDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der K+S GRUPPE betrug
im Berichtsquartal 101,9 Mio. € (Q2/16: 83,4 Mio. €). Das operative Ergebnis (EBIT
l) erreichte 28,5 Mio. € (Q2/16: 15,0 Mio. €). Insbesondere im Geschäftsbereich Kali-
und Magnesiumprodukte konnten durch eine höhere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk
Werra Absatzsteigerungen realisiert werden. Dem standen geringere Auftausalzmengen
in Nordamerika und höhere Anlaufkosten im neuen Werk in Kanada gegenüber. Zudem wirkte
sich ein gestiegener Aufwand für Energie und Fracht ergebnismindernd aus. Das EBIT
II betrug im Berichtsquartal 56,1 Mio. € (Q2/16: 15,4 Mio. €). Im ersten Halbjahr 2017 betrug das EBITDA 312,8 Mio. € und lag damit mehr als 15 %
unter dem Vorjahreswert (H1/16: 368,8 Mio. €). Das EBIT l verringerte sich in den
ersten sechs Monaten auf 165,9 Mio. € nach 233,3 Mio. € im Vorjahr. Dieser Ergebnisrückgang
ist in erster Linie auf niedrigere Durchschnittspreise für Spezialitäten im Geschäftsbereich
Kali- und Magnesiumprodukte sowie im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft zurückzuführen.
Zudem wirkte sich zu Beginn des Jahres 2017 eine Einmalzahlung an die Mitarbeiter
nach der Gehaltsrunde 2017 auf das Ergebnis aus. Positive Währungseffekte sowie höhere
Absatzmengen konnten diese Entwicklung nur teilweise ausgleichen. Die in den ersten
sechs Monaten zu berücksichtigenden Abschreibungen lagen bei 146,9 Mio. € (H1/16:
135,5 Mio. €). Das EBIT II betrug im ersten Halbjahr 2017 204,3 Mio. € (H1/16: 309,0
Mio. €). Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen
Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse
aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung
von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht
im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. / Weitere Informationen zum EBIT II sowie eine Überleitungsrechnung finden sich auf
Seite 20. ANPASSUNG DER ANLAGENNUTZUNGSDAUERNDie für die Abschreibungen des Anlagevermögens zugrunde gelegten, geschätzten Nutzungsdauern
sind regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Den einsetzenden Abschreibungsbeginn
des neuen Kaliwerks Bethune am 1. Juli 2017 haben wir zum Anlass genommen, auch die
bisherigen Nutzungsdauern des gesamten Sachanlagevermögens des Unternehmens zu überprüfen.
Die sich daraus ergebenden Anpassungen bei einigen Anlagenklassen werden per 1. Juli
2017 vorgenommen. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir hieraus einen Effekt
von rund 40 Mio. € gegenüber unserer bisherigen Verfahrensweise. Der jährliche Abschreibungsbetrag
für Bethune sollte etwa bei 150 Mio. € liegen. FINANZERGEBNISIm Berichtsquartal betrug das Finanzergebnis - 3,8 Mio. € (Q2/16: - 15,0 Mio. €).
Die Veränderung resultierte insbesondere aus einer Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses
(+ 11,8 Mio. €). Durch den schwächeren US-Dollar ergaben sich höhere Erträge aus der
Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten. Das Finanzergebnis belief
sich im ersten Halbjahr 2017 auf - 12,3 Mio. € nach - 28,3 Mio. € im Vorjahr. / Weitere Angaben zum Finanzergebnis und Rechnungszinsen für Rückstellungen finden
sich im Anhang auf Seite 25. (BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS UND (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIEBeim Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter konnte im zweiten Quartal 2017
ein kräftiger Anstieg auf 38,3 Mio. € verzeichnet werden (Q2/16: 0,1 Mio. €). Für
das Ergebnis je Aktie ergibt sich daraus ein Wert von 0,20 € (Q2/16: 0,00 €). Für
die Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl von 191,4 Mio. ausstehender Stückaktien
zugrunde gelegt. Im ersten Halbjahr belief sich das Konzernergebnis nach Steuern und
Anteilen Dritter auf 140,5 Mio. € (H1/16: 201,4 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie
bedeutet das im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 0,32 € auf 0,73 € (H1/16:
1,05 €). Das um die Marktwertveränderungen der Derivate bereinigte Konzernergebnis nach Steuern
erhöhte sich im zweiten Quartal auf 18,9 Mio. € (Q2/16: - 0,2 Mio. €). Je Aktie resultiert
daraus ein Wert von 0,10 € nach 0,00 € im Vorjahresquartal. Nach den ersten sechs
Monaten betrug das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern 113,5 Mio. € (H1/16: 147,7
Mio. €); dies entspricht einem Rückgang um 34,2 Mio. € bzw. 23,2 %. Das bereinigte
Ergebnis je Aktie belief sich im gleichen Zeitraum auf 0,59 € nach 0,77 € im Vorjahr. FINANZLAGEINVESTITIONEN IM ZWEITEN QUARTAL DEUTLICH UNTER VORJAHRESWERTINVESTITIONEN1TAB: 1.4.3 scroll
Im zweiten Quartal 2017 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 133,0 Mio. € (Q2/16:
362,8 Mio. €). Der Rückgang ist zum Großteil auf die Fertigstellung des Werks im kanadischen
Bethune (ehemals Legacy Projekt) und demzufolge niedrigere Investitionen im Geschäftsbereich
Kali- und Magnesiumprodukte zurückzuführen. Im Geschäftsbereich Salz lag der Schwerpunkt
auf der Erweiterung des Werks Ojibway, Kanada. CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ÜBER VORJAHRESWERTCASHFLOWÜBERSICHTTAB: 1.4.4 scroll
Der Cashflow a us laufender Geschäftstätigkeit betrug 384,4 Mio. € (H1/16: 359,2 Mio.
€). Der Anstieg resultierte vor allem aus einer geringeren Ertragsteuerzahlung. Dem
stand eine geringere Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte aus laufender
Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegenüber. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und
sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich auf - 410,0 Mio. € (H1/16: - 536,7 Mio.
€). Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus geringeren Auszahlungen für Sachanlagevermögen.
Der bereinigte freie Cashflow erreichte - 25,6 Mio. € nach - 177,5 Mio. € im Vorjahr. Die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Halbjahr eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen
von insgesamt 625 Mio. €, einer durchschnittlichen Verzinsung von 2,625 % p. a. und
einer Laufzeit bis 2023 emittiert. Dem standen im Wesentlichen Rückzahlungen aus dem
Konsortialkredit gegenüber. Vor diesem Hintergrund betrug der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
258,8 Mio. € (H1/16: 358,1 Mio. €). Zum 30. Juni 2017 lag der Nettofinanzmittelbestand
bei 347,3 Mio. € (30.06.2016: 316,7 Mio. €; 31.12.2016: 134,7 Mio. €). Es handelt
sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen Bankanlagen sowie um Geldmarktpapiere und
vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten bis zu drei Monaten. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 30. Juni 2017 auf 9.640,2 Mio. € (31.12.2016:
9.645,5 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich aufgrund von Anlagenzugängen
am Werk Bethune leicht auf 6.548,0 Mio. € (31.12.2016: 6.456,0 Mio. €). Der Bestand
an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen
erhöhte sich infolge der Begebung der Unternehmensanleihe auf 382,2 Mio. € (31.12.2016:
161,5 Mio. €). AKTIVA (IN %)ABB: 1.4.2 ![]() Mit 4.295,7 Mio. € lag das Eigenkapital um 256,5 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember
2016 (4.552,2 Mio. €). Vermindernd wirkten sich vor allem Währungsumrechnungen sowie
die Dividendenauszahlung aus. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 44,6 %. PASSIVA (IN %)ABB: 1.4.3 ![]() Finanzverbindlichkeiten bestanden per 30. Juni 2017 in Höhe von 2.851,2 Mio. € (31.12.2016:
2.534,5 Mio. €). Ursächlich für diese Entwicklung war insbesondere die Begebung der
Anleihe im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres, während die Rückzahlungen des Konsortialkredites
die Finanzverbindlichkeiten minderten. Die bedeutendsten Rückstellungen der K+S GRUPPE
per 30. Juni 2017 betreffen bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 990,7 Mio. €
(31.12.2016: 996,0 Mio. €) sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von
162,9 Mio. € (31.12.2016: 186,7 Mio. €). Bei Letzteren resultierte die Veränderung
insbesondere aus Währungseffekten. / Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten finden sich
im Anhang auf Seite 27. NETTOVERSCHULDUNGTAB: 1.4.5 scroll
1.5 DARSTELLUNG DER SEGMENTEGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEKENNZAHLENTAB: 1.5.1 scroll
UMSATZDer Umsatz des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte lag im Berichtsquartal
mit 387,1 Mio. € leicht über dem Wert des Vorjahres (Q2/16: 370,9 Mio. €). Dabei wirkte
sich eine leichte Steigerung der Absatzmenge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv
aus. Aufgrund eines effizienten Abwassermanagements kam es am Verbundwerk Werra im
zweiten Quartal 2017 zu keinerlei entsorgungsbedingten Produktionsunterbrechungen,
die auf die streckenweise anhaltend niedrigen Pegelstände der Werra zurückzuführen
gewesen wären. Während im Segment Kaliumchlorid in einigen Regionen ein im Vergleich
zum Vorjahr leicht höheres Preisniveau vorherrschte, waren die Durchschnittspreise
für Düngemittelspezialitäten leicht rückläufig. Ursächlich hierfür war unter anderem
ein nachteiliger Regionalmix. Im ersten Halbjahr 2017 lag der Umsatz des Geschäftsbereichs
insbesondere aus den genannten Gründen mit 860,8 Mio. € leicht über dem Wert des Vorjahres
(H1/16: 831,4 Mio. €). / Eine Beschreibung des Marktumfelds im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
findet sich auf Seite 3 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 1.5.2 scroll
UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2017 (IN %)ABB: 1.5.1 ![]() Vorjahreszahlen in Klammern Im Berichtsquartal betrug das Absatzvolumen insgesamt 1,54 Mio. t und lag somit leicht
über dem Vorjahreswert (Q2/16: 1,48 Mio. t). Durch verbesserte Rahmenbedingungen in
der Landwirtschaft konnten insbesondere in Europa Absatzsteigerungen erzielt werden.
Zusätzlich führte die gestiegene Produktionsmenge am Verbundwerk Werra im Vergleich
zum Vorjahresquartal zu einer höheren Produktverfügbarkeit und somit insgesamt zu
einem höheren Absatz. Im ersten Halbjahr 2017 stieg das Absatzvolumen des Geschäftsbereichs
Kali- und Magnesiumprodukte auf 3,36 Mio. t nach 3,17 Mio. t im Vorjahr. Die Verkaufsmenge von Kaliumchlorid lag im zweiten Quartal 2017 mit 0,71 Mio. t leicht
unter Vorjahresniveau (Q2/16: 0,73 Mio. t). Im Segment der Düngemittelspezialitäten
stieg der Absatz dagegen vor allem produktionsbedingt spürbar auf 0,64 Mio. t an (Q2/16:
0,58 Mio. t). Unter anderem trug die hohe Nachfrage nach Korn-Kali in Deutschland
aufgrund geringer Lagerbestände auf der Kundenseite zu dieser Entwicklung bei. Im
Segment Industrieprodukte wurden mit einer verkauften Menge von 0,19 Mio. t moderate
Absatzsteigerungen erzielt (Q2/16: 0,18 Mio t). ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN1TAB: 1.5.3 scroll
scroll
ERGEBNISENTWICKLUNGIm Berichtsquartal war das operative Ergebnis EBIT l mit 31,4 Mio. € mehr als doppelt
so hoch verglichen mit dem Vorjahreswert (Q2/16: 14,7 Mio. €). Dabei konnten die bereits
genannten Absatzsteigerungen sowie ein positiver Währungseffekt realisiert werden.
Dem standen rückläufige Durchschnittspreise im Segment der Düngemittelspezialitäten
insbesondere aufgrund eines nachteiligen Regionalmixes gegenüber. Darüber hinaus waren
im Vergleich zum Vorjahr höhere Kosten in Kanada sowie ein preisbedingt höherer Aufwand
für Energie und Fracht zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2017 betrug das EBIT l 73,3 Mio. € nach 117,0 Mio. € im Vorjahr;
dies entspricht einem Rückgang von rund 37 %. Insbesondere ein niedrigeres Durchschnittspreisniveau
sowie gegenüber Vorjahr höhere Anlaufkosten für das neue Werk Bethune in Kanada wirkten
sich ergebnismindernd aus. Darüber hinaus hatte eine Einmalzahlung an unsere Mitarbeiter
im ersten Quartal Einfluss auf das Ergebnis. Ein positiver Währungseffekt sowie geringere
Produktionsverluste am Verbundwerk Werra und dadurch gestiegene Absatzmengen standen
dieser Entwicklung gegenüber. ERSTE TONNEN KALI IM NEUEN WERK BETHUNE PRODUZIERTAm 2. Mai 2017 wurde das neue Werk Bethune (vormals Legacy Projekt) offiziell eröffnet
und der Betriebsmannschaft übergeben. Damit ist die knapp fünfjährige Bauphase erfolgreich
abgeschlossen worden. K+S hat im Juni 2017 früher als zuletzt erwartet die ersten
Tonnen verkaufsfähiges Kali in Bethune produziert. Ab Ende 2017 soll planmäßig die
angestrebte jährliche Kapazität von zwei Millionen Tonnen erreicht werden. Der erste
Kalitransport per Güterzug ist im Juli vom Werk Bethune zur neuen Hafenanlage von
K+S in Vancouver gestartet, von dort aus wird das Kali an Kunden weltweit verschifft.
Mit Bethune ist K+S nun ein Kalianbieter mit Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten.
Das Werk wird langfristig auf eine jährliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t
zurückgreifen und somit das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutend ergänzen, die durchschnittlichen
Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke
verlängern. Zudem wird das neue Kaliwerk die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich
stärken, was im Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommt. ENTSORGUNGSTHEMATIK BLEIBT HERAUSFORDERNDDie im Dezember 2016 erteilte Erlaubnis zur Fortsetzung der Versenkung von salzhaltigen
Abwässern bis Ende 2021 war ein wichtiger Schritt zu einer höheren Produktionssicherheit
für unser Verbundwerk Werra. Sie enthält jedoch neben einer geringer als beantragt
genehmigten jährlichen Versenkmenge von insgesamt 1,5 Mio. m3 unter anderem auch eine
Begrenzung der Tagesversenkmenge auf 5.000 m3. Wir haben vor diesem Hintergrund zusätzliche
Maßnahmen zur temporären Abwasserentsorgung realisiert. Neben der Einstapelung von
Salzlösungen im Grubenfeld Springen können wir derzeit Wässer in das stillgelegte
K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) einleiten sowie Salzwässer nach
Bernburg (Sachsen-Anhalt) transportieren, die dort zur Stilllegung und dauerhaften
Sicherung von Gaskavernen genutzt werden. Darüber hinaus wurde durch den Ausbau der
Speicherbeckenkapazitäten auf insgesamt 530.000 m3 die Produktion vor Ort weiter stabilisiert.
Im Berichtsquartal konnte daher trotz streckenweise anhaltend niedriger Pegelstände
der Werra die Produktion durchlaufen, nachdem im ersten Quartal 2017 am Standort Hattorf
noch eine durch die Wasserführung der Werra bedingte Unterbrechung von 25 Tagen notwendig
geworden war. Im weiteren Verlauf des Jahres sind in längeren Perioden von Niedrigwasser
in der Werra jedoch einzelne Produktionseinschränkungen weiterhin nicht auszuschließen.
Ab dem Jahr 2018 wird sich die Inbetriebnahme der neuen Kainit-Kristallisations-Flotations-Anlage
(kkf) positiv auf die Entsorgungssituation auswirken. / Informationen zum Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Rückstandshalde am Standort
Hattorf finden sich im Risiko- und Chancenbericht auf Seite 13. GESCHÄFTSBEREICH SALZKENNZAHLENTAB: 1.5.4 scroll
UMSATZIm Berichtsquartal blieb der Umsatz im Geschäftsbereich Salz mit 315,7 Mio. € nahezu
stabil (Q2/16: 319,2 Mio. €). Dabei konnten Rückgänge im Auftausalzgeschäft durch
positive Währungseffekte zwischen EUR und USD annähernd ausgeglichen werden. Der Festsalzabsatz
lag mit 2,83 Mio. t rund 2 % unter dem Vorjahreswert (Q2/16: 2,89 Mio. t). Der Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 926,6 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres
(H1/16: 913,8 Mio. €). Bei den übrigen Produkten lag der Umsatz mit 566,1 Mio. € in
Summe leicht über dem Vorjahreszeitraum (H1/16: 548,5 Mio. €). Im Bereich Industriesalze
stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr 2017 vor allem aufgrund einer positiven Entwicklung
in Europa mengen- und preisbedingt auf 69,8 Mio. € (H1/16: 57,9 Mio. €). Insgesamt
lag der Festsalzabsatz mit 10,33 Mio. t leicht über dem Wert des Vorjahres (H1/16:
10,02 Mio. t). / Eine Beschreibung des Marktumfelds im Geschäftsbereich Salz findet sich auf Seite
3 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 1.5.5 scroll
UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2017 (IN %)ABB: 1.5.2 ![]() Vorjahreszahlen in Klammern ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH PRODUKTGRUPPEN1 ,2TAB: 1.5.6 scroll
scroll
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Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben
werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix
beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen. ERGEBNISENTWICKLUNGDas operative Ergebnis EBIT l des Geschäftsbereichs Salz ging vor allem aufgrund niedrigerer
Preise und rückläufiger Volumina im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft sowie eines
geringeren Absatzes von hochwertigen Verbraucherprodukten auf 0,4 Mio. € zurück (Q2/16:
4,9 Mio. €). Gleichzeitig wurden höhere Verkaufsmengen im Segment Industriesalz erzielt. Im ersten Halbjahr fiel das EBIT l des Geschäftsbereichs aufgrund der genannten Effekte
von 127,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 106,2 Mio. €. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENKENNZAHLENTAB: 1.5.7 scroll
UMSATZIm zweiten Quartal erzielten die Ergänzenden Aktivitäten einen Umsatz mit Dritten
in Höhe von 38,8 Mio. € (Q2/16: 41,8 Mio. €), während sich der Gesamtumsatz auf 45,7
Mio. € (Q2/16: 48,3 Mio. €) belief. Im ersten Halbjahr betrug der Umsatz mit Dritten
80,3 Mio. € (H1/16: 81,8 Mio. €). Der Gesamtumsatz lag bei 94,8 Mio. € (H1/16: 95,5
Mio. €). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRTAB: 1.5.8 scroll
UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2017 (IN %)ABB: 1.5.3 ![]() Vorjahreszahlen in Klammern ERGEBNISENTWICKLUNGDas operative Ergebnis EBIT l verringerte sich bei den Ergänzenden Aktivitäten im
Berichtsquartal deutlich auf 3,9 Mio. € (Q2/16: 6,2 Mio. €). Die im EBIT l beinhalteten
Abschreibungen blieben konstant bei 2,2 Mio. € (Q2/16: 2,2 Mio. €). Die Ergebnisentwicklung
ist vor allem auf mengenbedingte Rückgänge im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling
sowie im Segment Tierhygieneprodukte zurückzuführen. In den ersten sechs Monaten fiel
das operative Ergebnis EBIT l moderat auf 10,9 Mio. € (H1/16: 11,6 Mio. €); darin
sind Abschreibungen von 4,5 Mio. € enthalten (H1/16: 4,4 Mio. €). 1.6 MITARBEITERPERSONALZAHL LEICHT ÜBER VORJAHRDie K+S GRUPPE beschäftigte zum 30. Juni 2017 insgesamt 14.570 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
Gegenüber dem 30. Juni 2016 (14.415 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit leicht gestiegen.
Im Quartalsdurchschnitt waren 14.556 Mitarbeiter beschäftigt (Q2/16: 14.401). Knapp
ein Drittel der Mitarbeiter ist außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel
außerhalb von Europa beschäftigt. Die Anzahl der Auszubildenden in Deutschland lag
am 30. Juni 2017 bei 441 und damit unter dem Vorjahreswert (30.06.2016: 464). MITARBEITER NACH REGIONEN PER 30. JUNI 2017 (IN %)ABB: 1.6.1 ![]() Vorjahreszahlen in Klammern 1.7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Forschungskosten betrugen im Berichtsquartal 3,1 Mio. € nach 3,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Im ersten Halbjahr beliefen sich die Forschungskosten auf 8,8 Mio. € nach 6,8 Mio.
€ im Vorjahr; die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen bei 0,3 Mio. € (H1/16:
0,2 Mio. €). Für eine umfassende Darstellung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit verweisen
wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht 2016 auf der Seite
34. Die dort formulierten Ziele und Schwerpunkte haben weiterhin Bestand. 1.8 RISIKO- UND CHANCENBERICHTFür eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher
Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht
2016 ab Seite 59 und ab Seite 99. Die dort beschriebenen Risiken und Chancen haben
sich zum 30. Juni 2017 wie folgt verändert: Das im Geschäftsbericht 2016 auf Seite 111 beschriebene Prozessrisiko einer Vorteilsabschöpfung
aufgrund einer vermeintlich strafbaren Versenkung in der Gerstunger Mulde in den Jahren
1999 - 2007 ist entfallen. Mit Beschluss vom 5. Mai 2017 hat das Thüringer Oberlandesgericht
in Jena eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Meiningen zurückgewiesen. Gegenstand
dieser Beschwerde war der Beschluss des Landgerichts Meiningen aus September 2016,
eine Anklage gegen aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter nicht
zuzulassen. Mit dem Beschluss vom 5. Mai wurde die Entscheidung des Landgerichts bestätigt.
Eine Vorteilsabschöpfung bei der Gesellschaft ist vor diesem Hintergrund ausgeschlossen. Das im Geschäftsbericht 2016 auf Seite 107 beschriebene Risiko einer Versagung oder
gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen
bleibt unserer Einschätzung per 31. März 2017 entsprechend innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit
von 10 - 50 %. Das in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am
Standort Hattorf gestaltet sich weiterhin sowohl inhaltlich als auch zeitlich sehr
anspruchsvoll. Das technische Konzept und die Antragsunterlagen werden in Teilen nochmals
überarbeitet, mit dem Ziel, die Zulassung eines "Vorzeitigen Beginns" schnellstmöglich
zu erhalten und mit der erforderlichen Flächenvorbereitung beginnen zu können. Sollte
unser Antrag nicht rechtzeitig genehmigt werden, ist mit Auswirkungen auf die Produktion
zu rechnen. Wir arbeiten aber daran, das Restvolumen der Halde bestmöglich auszunutzen.
Von daher ist der aktuell mit den Behörden besprochene weitere Ablauf derzeit noch
unkritisch in Bezug auf mögliche Betriebsunterbrechungen am Standort. Darüber hinaus
steht im Jahr 2019 die Erweiterung der Haldenkapazität der Standorte Zielitz sowie
Wintershall an. Die Vorbereitung der Genehmigungsverfahren liegt im Zeitplan. Die Risiken der K+S GRUPPE sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen
Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des
Unternehmens. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen
werden nicht gegeneinander aufgerechnet. 1.9 NACHTRAGSBERICHTDer Nachtragsbericht für die K+S GRUPPE (Angaben zu wesentlichen Ereignissen nach
dem Ende der Zwischenberichtsperiode) findet sich im Anhang auf Seite 25. 1.10 PROGNOSEBERICHTKÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen
auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL und des INTERNATIONALEN
WÄHRUNGSFONDS. PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSTAB: 1.10.1 scroll
Quelle: IMF Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert für das globale Bruttoinlandsprodukt
im Jahr 2017 ein Wachstum von 3,5 %. Das Expansionstempo in den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften dürfte angesichts der weiterhin expansiven Geldpolitik und vergleichsweise
niedrigen Energiekosten ungefähr gleich bleiben. Während die Expansion der chinesischen
Volkswirtschaft sich in diesem und im nächsten Jahr verlangsamen wird, haben sich
die Konjunkturaussichten für die übrigen Schwellenländer mit der Stabilisierung bei
den Rohstoffpreisen aufgehellt. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDie im Geschäftsbericht 2016 auf den Seiten 114 - 115 beschriebenen mittel- bis langfristigen
Trends, die die Nachfrage nach den Produkten der K+S GRUPPE positiv beeinflussen,
behalten ihre Gültigkeit. GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEFür das Jahr 2017 wird ein leichter Anstieg der Weltkalinachfrage gegenüber Vorjahr
für möglich gehalten (2016: rund 66 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat
und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Die zur Jahresmitte abgeschlossenen
Verträge der großen Kalilieferanten mit chinesischen und indischen Abnehmern dürften
im zweiten Halbjahr zu einer Belebung der globalen Nachfrage insbesondere in Südostasien
führen. Die Erholung der Preise einiger Agrarprodukte dürfte zudem Anreize bieten,
den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz mittel- und langfristig
zu steigern. GESCHÄFTSBEREICH SALZAufgrund des erneut milden Winters in der Saison 2016/2017 sind die Lagerbestände
an Auftausalz in den Vereinigten Staaten relativ hoch. Dies dürfte sich dort auch
für den Rest des Jahres negativ auf die Nachfrage und die Preise in den beginnenden
Ausschreibungen für die kommende Wintersaison auswirken. In Europa hingegen sollte
sich das Voreinlagerungsgeschäft positiv entwickeln. Hier werden aufgrund niedriger
Lagerbestände durch eine bessere Wintersaison 2016/2017 im Vergleich zum Vorjahr leicht
höhere Preise für Auftausalz erwartet. Die Nachfrage für das Geschäft mit Verbraucherprodukten und Salzen für die Lebensmittelindustrie
sollte in der wichtigen Absatzregion Nordamerika, aber auch in Europa und Südamerika,
im weiteren Verlauf des Jahres 2017 in etwa stabil bleiben. In den Segmenten Industrie-
und Gewerbesalz dürfte sich die Nachfrage moderat steigend entwickeln, insbesondere
der Bedarf an Pharmasalzen sollte im Zuge der demografischen Entwicklung weiterhin
moderate Wachstumsraten erwarten lassen. In Südamerika war auch im zweiten Quartal
2017 eine steigende Nachfrage nach Industriesalzen zur Extraktion von Kupfer aus dem
geförderten Roherz (Copper Leaching) zu verzeichnen. Diese Entwicklung dürfte sich
auch im weiteren Verlauf des Jahres 2017 fortsetzen. Die Nachfrage der Chemieindustrie,
z. B. zur Produktion von Kunststoffen, dürfte im Zuge der weiterhin vergleichsweise
niedrigen Energiekosten ebenfalls zunehmen. KÜNFTIGE ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEAuch im Jahr 2017 werden wir von Produktionseinschränkungen in niederschlagsärmeren
Monaten an einzelnen Standorten des Verbundwerks Werra - trotz des effizienten Abwassermanagements
unter Nutzung vorhandener Speicherbecken - betroffen sein. Im ersten Halbjahr waren
dies 25 Tage, welche das erste Quartal belastet haben. Diese Einschränkungen können
trotz aller bereits erzielten Verbesserungen unserer Entsorgungsmöglichkeiten jedoch
auch für den Rest des Jahres nicht ausgeschlossen werden. Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2017 basiert im Wesentlichen auf den folgenden
allgemeingültigen Annahmen:
UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSEUnser Umsatz dürfte im Geschäftsjahr 2017 einen Wert zwischen 3,6 und 3,8 Mrd. € erreichen
(2016: 3,46 Mrd. €). Wir erwarten ein EBITDA in einer Spanne von 560 bis 660 Mio.
€ und ein EBIT l (auf Basis unserer angepassten, auf Seite 5 erläuterten Anlagennutzungsdauern)
zwischen 260 und 360 Mio. € (2016: 519 Mio. € bzw. 229 Mio. €). Im Geschäftsbereich
Kali- und Magnesiumprodukte erwarten wir einen spürbaren Anstieg der operativen Ergebnisse
gegenüber Vorjahr. Die oben beschriebene Entwicklung des Durchschnittspreises sowie
die deutlich geringeren Produktionseinschränkungen aufgrund einer verbesserten Entsorgungssituation
an unseren Werra-Standorten sollten sich ergebnisverbessernd auswirken. Dem wird ein
im Jahresvergleich höherer operativer Aufwand für die Inbetriebnahme unseres neuen
Werks in Kanada gegenüberstehen. Im Geschäftsbereich Salz erwarten wir bei moderaten
Mengensteigerungen und einem leicht rückläufigen Durchschnittspreis eine spürbare
Verbesserung der operativen Ergebnisse in Folge der laufenden Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte der Entwicklung der operativen
Ergebnisse folgen und somit in einer Bandbreite zwischen 140 und 210 Mio. € liegen
(2016: 131 Mio. €). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONENINVESTITIONEN ERNEUT DEUTLICH NIEDRIGERUnsere Investitionen im Jahr 2017 sollten aufgrund der rückläufigen Ausgaben für unser
Werk Bethune in Kanada deutlich unter dem Vorjahr liegen (2016: 1,17 Mrd. €). Während
die Investitionen im Geschäftsbereich Salz nahezu konstant gegenüber dem Vorjahreswert
(2016: 0,15 Mrd. €) sein sollten, dürften sie im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
deutlich unter dem Niveau des Vorjahres bleiben (2016: 1,0 Mrd. €). Unser bereinigter
Freier Cashflow dürfte erneut negativ sein (2016: - 777 Mio. €), sich aber gegenüber
dem Vorjahreswert deutlich verbessern. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE)
dürfte sich trotz der weiter erhöhten Kapitalbindung aufgrund der erwarteten spürbaren
Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahreswert (2016: 3,0 %) wieder verbessern.
Vor allem der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sollte aufgrund der beschriebenen
Annahmen einen über dem Vorjahr liegenden ROCE ausweisen (2016: 0,7 %), der Wert des
Geschäftsbereichs Salz dürfte ebenfalls steigen (2016: 8,1 %). VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDENSPÜRBARER ANSTIEG DER DIVIDENDEUnsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote
von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Die Erwartung
eines spürbar über dem Vorjahr liegenden Konzernergebnisses dürfte sich in einer entsprechend
höheren Dividende bemerkbar machen (2016: 0,30 €). MITTELFRISTPROGNOSEAus heutiger Sicht ist unser Ziel aus dem Jahr 2015, im Jahr 2020 ein Konzern-EBITDA
von rund 1,6 Mrd. € erreichen zu können, nicht mehr realistisch. Die Prämisse war
unsere damalige Preisannahme für Kaliumchlorid von rund 330 USD/t (MOP Brazil gran
cfr pink). Obwohl der aktuelle Preistrend in die richtige Richtung zeigt, werden unsere
damaligen Vorstellungen wahrscheinlich nicht erreicht werden. Wir werden aber alles
unternehmen, um die daraus entstehende Lücke so gut wie möglich zu schließen. Wir beabsichtigen, im Herbst dieses Jahres unsere Gruppenstrategie "Shaping 2030"
zu veröffentlichen. In diesem Zusammenhang werden wir auch neue mittel- und langfristige
Ambitionen vorstellen. ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2017TAB: 1.10.2 scroll
1
Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen
der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen
in kanadischen Dollar (Werk Bethune) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung
entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz
02/17: 29,6 % (02/16: 29,0 %). 1.11 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Kassel, 9. August 2017 FINANZTEIL2.1 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1TAB: 2.1.1 scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. GESAMTERGEBNISRECHNUNG1TAB: 2.1.2 scroll
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I)1 ,3TAB: 2.1.3 scroll
ZUSÄTZLICHE ERGEBNISKENNZAHLEN1 ,3TAB: 2.1.4 scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.2 KAPITALFLUSSRECHNUNGKAPITALFLUSSRECHNUNG1TAB: 2.2.1 scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.3 BILANZBILANZ - AKTIVA1TAB: 2.3.1 scroll
BILANZ - PASSIVA1TAB: 2.3.2 scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.4 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1TAB: 2.4.1 scroll
scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.5 ANHANGERLÄUTERNDE ANGABENDer Zwischenbericht zum 30. Juni 2017 wird nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden.
Die Aufstellung erfolgt als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben
nach Maßgabe des IAS 34. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Zwischenbericht
angewendet werden, entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr
2016 zur Anwendung kamen. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. NEUE ODER GEÄNDERTE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONENDie grundsätzlichen Neuregelungen und Auswirkungen sind im Geschäftsbericht 2016 auf
den S. 153/154 beschrieben. Die Hauptprojekte IFRS 9 "Finanzinstrumente", IFRS 15
"Erlöse aus Verträgen mit Kunden" und IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wurden im ersten
Halbjahr weiter analysiert. Die neuen Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 werden voraussichtlich bei der Bewertung
von Tochterunternehmen zu Änderungen führen, die aufgrund von unwesentlicher Bedeutung
nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden. Diese sind zukünftig zum fair value
zu bilanzieren. Für jede Beteiligung besteht das Wahlrecht, die Wertänderungen in
der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Über die Ausübung
des Wahlrechts wurde noch nicht entschieden. Im Hinblick auf die Anwendung der neuen
Wertminderungsvorschriften wird nach gegenwärtigem Kenntnisstand weiterhin davon ausgegangen,
dass keine wesentlichen Ergebniseffekte entstehen. Eine Quantifizierung der Effekte
ist derzeit noch nicht möglich, da die Modelle zur Bestimmung der Bilanzwerte (z.
B. fair values von nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Wertminderungen von finanziellen
Vermögenswerten) noch nicht festgelegt wurden und zudem die Bestände zum Erstanwendungszeitpunkt
unbekannt sind. Bei den Projekten IFRS 15 und IFRS 16 werden derzeit bzw. im zweiten Halbjahr die
einzelnen Verträge tiefergehend im Hinblick auf die neuen Vorschriften analysiert.
Erst nach Abschluss dieser Analyse sind detailliertere Aussagen zu den erwarteten
Auswirkungen möglich. PRÜFERISCHE DURCHSICHTEine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts ist
nicht erfolgt (§ 37w Absatz 5 Satz 1 WpHG). VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISESDie folgenden Gesellschaften werden seit Beginn des Jahres 2017 in den Konsolidierungskreis
einbezogen:
SAISONALE EINFLÜSSEBeim Verkauf von Pflanzennährstoffen und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale
Unterschiede. Bei Pflanzennährstoffen erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund
der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Absätze. Die Verkäufe
von Salzprodukten - speziell von Auftausalz - sind erheblich von der jeweiligen winterlichen
Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide
Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig
stärker ausfällt. WICHTIGE KENNZAHLEN (LTM1 )TAB: 2.5.1 scroll
1
LTM = last twelve months = letzte zwölf Monate. ANGABEN ZU WESENTLICHEN EREIGNISSEN NACH DEM ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODEEs ergaben sich nach Abschluss des Berichtsquartals für die K+S GRUPPE keine wesentlichen
Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. deren Branchensituation
oder zu berichtende Ereignissen von besonderer Bedeutung. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche
Posten enthalten: SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENTAB: 2.5.2 scroll
FINANZERGEBNISIm Finanzergebnis sind folgende wesentliche Posten enthalten: FINANZERGEBNISTAB: 2.5.3 scroll
RECHNUNGSZINS FÜR RÜCKSTELLUNGENDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum Stichtag 3,0 % (30.06.2016:
2,8 %; 31.12.2016: 3,0 %). Der durchschnittliche gewichtete Diskontierungsfaktor für
bergbauliche Verpflichtungen lag per 30. Juni 2017 bei 3,3 % (30.06.2016: 3,5 %; 31.12.2016:
3,3 %). ERTRAGSTEUERNIn den Ertragsteuern sind folgende wesentliche Posten enthalten: STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGTAB: 2.5.4 scroll
Die nicht zahlungswirksamen latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen
sowie anderen temporären steuerlichen Bewertungsdifferenzen. FINANZINSTRUMENTEDie folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente
des Konzerns dar: BUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTENTAB: 2.5.5 scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf
den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der
drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe 1 ergeben sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter
Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Innerhalb
der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente mit Hilfe von Inputfaktoren,
die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für
ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis
von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.
Zum 30. Juni 2017 sind zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe
von 36,9 Mio. € und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe
von 9,5 Mio. € der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Wertpapiere und sonstige
Finanzinvestitionen der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" basieren auf Bewertungen
der Stufe 1. Finanzinstrumente der Stufe 3 der Fair-Value-Hierarchie liegen nicht
vor. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN EINZELNER BILANZPOSTENIm Vergleich zum Jahresabschluss 2016 ist die Bilanzsumme zum 30. Juni 2017 um 5,3
Mio. € gesunken. Auf der Aktivseite verringerten sich die langfristigen Vermögenswerte um - 16,9 Mio.
€; das Umlaufvermögen stieg um 11,6 Mio. €. Der Rückgang des langfristigen Vermögens
ist im Wesentlichen auf eine Verringerung der sonstigen Vermögenswerte und der latenten
Steuern zurückzuführen. Die Erhöhung des kurzfristigen Vermögens beruht weitestgehend
auf der Zunahme der Flüssigen Mittel; demgegenüber steht eine Verringerung von Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorräten. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 256,5 Mio. € verringert. Das langfristige
Fremdkapital erhöhte sich um 640,3 Mio. €. Wesentliche Ursache ist die Emission einer
Anleihe in Höhe von 625 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital sank um 389,1 Mio. €.
Die Abnahme ist auf eine Verringerung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALSDas Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle
als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich
zum Jahresabschluss 2016 haben sich der Bilanzgewinn und die anderen Rücklagen um
256,5 Mio. € vermindert. Der Rückgang beruht vor allem auf erfolgsneutralen Veränderungen
des Eigenkapitals, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler
Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen CAD-Dollar). Unterschiede aus der Währungsumrechnung
werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich zum
30. Juni 2017 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 350,4 Mio. € verringert. Eigenkapitalmindernd
wirkte sich ebenso die Auszahlung der Dividende in Höhe von 57,4 Mio. € aus. Eigenkapitalerhöhend
ist das positive Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2017 in Höhe von 140,5 Mio.
€. EVENTUALVERBINDLICHKEITENDie Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2016 nicht
signifikant verändert und sind insgesamt als nicht wesentlich einzustufen. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENInnerhalb der K+S GRUPPE werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen
Konditionen abgewickelt. Neben Transaktionen zwischen konsolidierten Unternehmen der
K+S GRUPPE bestehen Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann
(assoziierte Unternehmen). Diese Beziehungen haben keinen signifikanten Einfluss auf
den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die Gruppe der nahestehenden Personen umfasst
bei der K+S GRUPPE im Wesentlichen den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
Wesentliche Transaktionen mit diesem Personenkreis fanden nicht statt. GESAMTUMSATZ 02TAB: 2.5.6 scroll
GESAMTUMSATZ H1TAB: 2.5.7 scroll
2.6 QUARTALSÜBERSICHTUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNIS (IFRS)TAB: 2.6.1 scroll
scroll
KENNZAHLENTAB: 2.6.2 scroll
scroll
1
Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen
der Sicherungsgeschäfte sowie Effekte aus der Sicherung von künftigen Investitionen
in kanadischen Dollar (Werk Bethune) eliminiert. Zudem werden die auf die Bereinigung
entfallenden Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz
02/17: 29,6 % (02/16: 29,0 %). FINANZKALENDERTERMINEscroll
KONTAKTK+S AktiengesellschaftBertha-von-Suttner-Str. 7 Investor RelationsTel.: 0561/9301-1100 IMPRESSUMRedaktion/TextK+S-Investor Relations Veröffentlichung am 15. August 2017 ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung
der K+S Gruppe und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen
dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden
Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen
nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen
Geschäftsberichts genannt werden -eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen
und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt
außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung,
die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. |
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