![]() K+S AktiengesellschaftKasselJahresabschluss zum 31. Dezember 20172 ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT2.1 UNTERNEHMENSPROFILK+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. RECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. → ,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 194 Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S KALI GMBH, K+S SALZ GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO) sowie die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. zusammengefasst, die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada, Brasilien und Chile hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. (MORTON SALT). Die K + S KALI GMBH und die K + S SALZ GMBH halten ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Die K+S ENTSORGUNG GMBH, die K+S TRANSPORT GMBH sowie die CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK) werden direkt von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gehalten. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2016 wie folgt verändert: Mit dem Erwerb der K+S (HULUDAO) MAGNESIUM PRODUCTS CO., LTD. HULUDAO, China, durch die K+S ASIA PACIFIC PTE. LTD., Singapur, werden beide Gesellschaften konsolidiert. Im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung der französischen Gesellschaft wurden die ESCO HOLDING FRANCE S.A.S. in K+S FRANCE S.A.S. und die K+S KALI REIMS S.A.S. in K+S KALI FRANCE S.A.S umfirmiert. Zudem wurden die französischen Gesellschaften K + S KALI DU ROURE S.A.S. und K+S KALI RODEZ S.A.S. zum 15. November 2017 verkauft. HOLDINGAuf Gruppenebene erfolgt die Unternehmenssteuerung und -überwachung durch die K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Der Vorstand wird durch Corporate Funktionen unterstützt. Gruppenweite Servicefunktionen sind größtenteils im Business bzw. Technical Center innerhalb der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gebündelt. GESCHÄFTSBEREICHEDie K+S GRUPPE umfasst die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Salz sowie die Ergänzenden Aktivitäten. → www.k-plus-s.com/geschaeft WESENTLICHE STANDORTEDie nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Standorte der K+S GRUPPE im In- und Ausland: / ABB: 2.1.1 → ,Wertschöpfung', Seite 32; → ,Anwendung', Seite 37 STANDORTE ABB: 2.1.1![]() scroll
WERTSCHÖPFUNGGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE ABB: 2.1.2scroll
Fünftgrößter Kaliproduzent weltweitscroll
GESCHÄFTSBEREICH SALZ ABB: 2.1.3scroll
Weltweit größter Anbieter von Salzproduktenscroll
ERGÄNZENDE AKTIVITÄTEN ABB: 2.1.4scroll
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Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 werden wir zukünftig verstärkt Synergiepotenziale nutzen und eine neue Struktur in unserem Geschäftsmodell schaffen. Im Folgenden stellen wir unser bestehendes Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und im Geschäftsbereich Salz dar, die sich jeweils über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb/Marketing und Anwendung. / ABB: 2.1.5 → www.k-plus-s.com/wertschoepfung EXPLORATIONDie Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoff gehalten. Die dabei gewonnenen Daten werden zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards genutzt. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. RESERVEN UND RESSOURCENUnsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorräte ermöglichen und langfristig absichern. → ,Glossar', Seite 210 In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,3 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht. Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 214 Mio. t, die Ressourcen auf rund 885 Mio. t. Informationen zu Ausdehnung und Struktur der Lagerstätte sowie Mächtigkeit und Wertstoffinhalten basieren auf geologischen Analogieschlüssen und vereinzelten Probebohrungen, sind jedoch noch nicht durch konkrete Explorationsergebnisse verifiziert. Im Geschäftsbereich Salz verfügt die K+S GRUPPE über Reserven in Höhe von 1,1 Mrd. t Rohsalz sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 1,5 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. FÖRDERUNGWir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. DIE K+S-WERTSCHÖPFUNGSKETTE ABB: 2.1.5![]() Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise gewinnt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Deutschland Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat (MgSO4 )/Kieserit (MgSO4 ·H2 O) und der Geschäftsbereich Salz in Deutschland, den USA und Kanada Steinsalz (NaCl). In Chile baut der Geschäftsbereich Salz in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapacá, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau ab. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am großen Salzsee in Utah, in Kalifornien und in Arizona/USA gewinnt er außerdem Meer- bzw. Solarsalz. Darüber hinaus verfügt der Geschäftsbereich Salz über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt seit Sommer 2017 im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, ebenfalls durch Solung Kaliumchlorid. Im Jahr 2017 wurden im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte 36,0 Mio. t Rohsalz gefördert, die Förderung im Geschäftsbereich Salz betrug 20,5 Mio. t. Insgesamt haben wir im Jahr 2017 56,5 Mio. t Rohstoffe gewonnen (2016: 52,0 Mio. t). LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKENWenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebs erschöpft sind, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt. Im Kalibergwerk Sigmundshall in Niedersachsen neigen sich die zu gewinnenden Vorräte dem Ende zu, sodass K+S im November 2017 entschieden hat, die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 einzustellen. Die technischen Maßnahmen zur Stilllegung der Produktion und zur Verwahrung des Bergwerks werden im Rahmen eines umfangreichen Projekts erarbeitet und den zuständigen Behörden zur Genehmigung in Form eines Abschlussbetriebsplans vorgelegt. Ziel ist es, den rund 730 Mitarbeitern des Werks über das Jahr 2018 hinaus eine klare Perspektive aufzeigen zu können. Die Antragsunterlagen für das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme des 1987 stillgelegten Standorts Siegfried-Giesen sind Anfang 2015 bei der zuständigen Bergbehörde eingereicht worden. Mit einer behördlichen Entscheidung über das beantragte Vorhaben wird aus heutiger Sicht im Laufe des Jahres 2018 gerechnet. → gmbh.com/siegfriedgiesen">www.kali-gmbh.com/siegfriedgiesen Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten. Ist eine sinnvolle Nachnutzung der stillgelegten Bergwerke nicht möglich, sind wir in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume, deren Flöze steil gelagert sind, zu fluten. In Niedersachsen sind bereits 24 Gruben geflutet, bei dreien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an sechs Standorten die Verwahrung, bei 21 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. PRODUKTIONDie Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, ohne deren natürliche Eigenschaften zu verändern. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte beträgt die jährliche Produktionskapazität zum Jahresende 2017 bis zu 9 Mio. t. Die Kalilagerstätten der K+S KALI GMBH in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25% Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24% Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und in Verbindung mit einem der genannten Verfahren die elektrostatische Trennung (ESTA-Verfahren) ein. → ,Glossar', Seite 210 K+S hat am 1. Juni 2017 den Anteilskauf von 30% am Düngemittelproduzenten AL BIARIQ FOR FERTILIZER PLANT CO., LTD (AL BIARIQ) aus Saudi-Arabien erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Zukauf will K+S am Wachstum im Mittleren Osten, Afrika und Südasien, insbesondere im Segment der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen), teilhaben und kann zukünftig ein noch breiteres Produktportfolio anbieten. K+S produziert kaliumsulfathaltige Düngemittel (u. a. KALISOP® ) aus natürlichen Vorkommen im Werk Werra. Das in Saudi-Arabien bei AL BIARIQ synthetisch hergestellte Kaliumsulfat (SOP wasserlöslich) ergänzt die K+S-Produktpalette mit einem voll wasserlöslichen Kaliumsulfat, das vorrangig im Bereich der Fertigation unter anderem bei Obst und Gemüse eingesetzt wird. Die Produktionsstätte von AL BIARIQ am Roten Meer hat eine jährliche Kapazität von 20.000 Tonnen (SOP wasserlöslich), die perspektivisch verdoppelt werden soll. Mit der Übernahme der Düngemittel-Aktivitäten des chinesischen Herstellers von synthetischem Magnesiumsulfat (SMS), der HULUDAO MAGPOWER FERTILIZERS CO., LTD. (MAGPOWER), ergänzt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sein Produktportfolio im Spezialitätengeschäft. Die Kapazität des Standorts liegt aktuell bei 90.000 t und soll perspektivisch verdoppelt werden. Der Abschluss der Transaktion erfolgte im Januar 2017. → ,Glossar', Seite 210 Im Geschäftsbereich Salz verfügt K+S über eine jährliche Produktionskapazität von gut 31 Mio. t Salz. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann. Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ashburton Salt Project) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 2016 arbeitet K+S derzeit an der Erstellung der notwendigen Unterlagen und an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2020 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 3,5 Mio. t Salz haben. EINKAUFK+S hat im Jahr 2017 bei rund 19.800 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen für rund 2,0 Mrd. € (2016: 2,3 Mrd. €) eingekauft. Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Geschäftsethik, Seite 53 Ein offenes und faires Miteinander prägt die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Wir erwarten darüber hinaus neben gesetzestreuem Verhalten, dass sie u. a. die Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der INTERNATIONALEN ARBEITSORGANISATION (ILO) beachten. LOGISTIKUnser Supply Chain-Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung. EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTENMit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg sowie der chilenischen EMPRESA MARÍTIMA S.A. verfügen wir über zwei eigene Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH betreibt den Kalikai in Hamburg, eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Durchschnittlich 3,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Darüber hinaus organisiert die K+S TRANSPORT GMBH Container-Transporte mit dem Binnenschiff sowie der Bahn im Inland. K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARÍTIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik ab. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2017 4,5 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden. Im August 2017 eröffnete K+S zusammen mit Partnern die neue Umschlags- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody). Die neue hochmoderne Anlage umfasst unter anderem eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 Tonnen Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 Tonnen Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 Tonnen am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt KSPC über 900 Güterwaggons, die speziell für den Bedarf von KSPC konzipiert wurden. Mit steigender Produktionsmenge soll die Waggonflotte später vergrößert werden. LOGISTIKDIENSTLEISTERDie langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten. VERTRIEB/MARKETINGIm Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 werden wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und bieten ihnen maßgeschneiderte Produkte, die wir in unserem effizienten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. KUNDENINTERESSENIm Rahmen unseres kontinuierlichen Dialogs mit Kunden und anderen Stakeholdern holen wir Feedback zu unserer Performance aus Kundensicht sowohl bei Direktkunden (Händlern, Herstellern) als auch Nutzern unserer Produkte (z. B. Landwirten) ein. Im Rahmen unserer Kommunikationsmaßnahmen nutzen wir die vielfältigen Möglichkeiten des Austauschs auf Messen, im Dialogmarketing oder über kommunikative Responseelemente. Darüber hinaus haben wir im letzten Jahr eine umfangreiche Kundenzufriedenheitsstudie durchgeführt, die uns eine hervorragende Wahrnehmung durch die Kunden hinsichtlich unserer Produktqualität attestiert, aber auch wertvolle Hinweise gibt, wie wir unseren Service noch weiter verbessern können. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung tragen maßgeblich zur Kundenbindung bei. Im Qualitätsmanagement der einzelnen Gesellschaften wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der EUROPÄISCHEN CHEMIKALIENVERORDNUNG REACH ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert. WESENTLICHE ABSATZREGIONEN UND WETTBEWERBSPOSITIONEN - GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEMehr als die Hälfte des Umsatzes des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. / ABB: 2.1.6 Zusätzlich zum Standardprodukt Kaliumchlorid - und im Unterschied zu den wesentlichen Konkurrenten - bietet K+S kalium-, schwefel- und magnesiumhaltige Düngemittelspezialitäten an und nimmt in diesen Produktsegmenten weltweit Spitzenpositionen ein. Auch mit den Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. K+S ist weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten und hatte im Jahr 2017 einen Anteil von rund 8% am Weltkaliabsatz. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanischen Unternehmen POTASHCORP und AGRIUM, die Anfang 2018 zu dem neuen Unternehmen NUTRIEN fusionierten, sowie MOSAIC. Sie unterhalten mit der CANPOTEX eine gemeinsame Exportorganisation. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russische URALKALI und die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM. WESENTLICHE ABSATZREGIONEN UND WETTBEWERBSPOSITIONEN - GESCHÄFTSBEREICH SALZDer Umsatz des Geschäftsbereichs wird im Wesentlichen auf dem amerikanischen Kontinent erzielt. Dabei sind die USA, Kanada, Brasilien und Chile von besonderer Bedeutung. KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONEN ABB: 2.1.6![]() scroll
SALZ - ABSATZ NACH REGIONEN ABB: 2.1.7![]() scroll
Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa. / ABB: 2.1.7 K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. Bei Produkten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen ist ESCO neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, CROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und AKZONOBEL führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON SALT ist neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Wir können aufgrund unseres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage, die von Witterungsbedingungen abhängig ist, reagieren als lokale Wettbewerber und die zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen. In den übrigen Segmenten besteht eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa und Nordamerika überwiegend nur niedrige Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrageanstieg zu verzeichnen. MARKENPORTFOLIODie Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2017 leicht. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE u. a. CÉRÉBOS® , ESCO® , K+S-LOGO® , MORTON® , STIER® , UMBRELLA GIRL® , VATEL® und WINDSOR® . Als Produktmarken werden z. B. AXAL® , REGENIT® , SALDORO® , ACTION MELT® , SEASONALL® , SYSTEM SAVER® , BIOSAL® , LOBOS® , KADD® , KORNKALI® , PATENTKALI® und KALISEL® verwendet. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2017 insgesamt 2.582 (2016: 2.550) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 534 Basismarken (2016: 558) resultieren. ANWENDUNGIm Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 werden wir unseren Fokus zukünftig auf die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden legen. Kern der Strategie ist eine markt- und kundenorientierte Aufstellung des bis dato produktionsgesteuerten Unternehmens. PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDer Großteil der Produkte des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wird als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Produkte für industrielle Anwendungen, hochreine Kalium- und Magnesiumsalze für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie Bestandteile für die Herstellung von Futtermitteln. → www.k-plus-s.com/kali KaliumchloridDas universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird insbesondere bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf den Äckern ausgebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "Bulk blends" gemischt oder als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. DüngemittelspezialitätenDie Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom klassischen Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit oder unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. IndustrieprodukteAußerdem bieten wir eine breite Palette an hochwertigen Kalium- und Magnesiumprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie, bei der Herstellung von Glas und Kunststoffen, in der Mineralölindustrie, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der Biotechnologie, bei der Öl- und Gasexploration sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Health Care & NutritionErgänzend stellt der Geschäftsbereich ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierfuttermittelindustrie bereit. Als Dienstleistung bietet der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte insbesondere die fachliche Kundenberatung im Agrarbereich. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an. Im Agrarbereich beraten wir unsere Kunden durch weltweit agierende Agraringenieure und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. ABSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2017) ABB: 2.1.8![]() Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellten für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. / ABB: 2.1.8 Das 2013 ins Leben gerufene Projekt "Growth for Uganda" der K+S KALI GMBH in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION hat bisher fast 100.000 Bauern darin geschult, bessere Techniken in der Landwirtschaft anzuwenden sowie Nachernteverluste zu reduzieren. Die Versorgung mit selbst angebauter Nahrung wurde zuverlässiger und die Erträge sind erheblich gestiegen. In der zweiten Projektphase geht es - neben der Basisarbeit - nun stärker um den geschäftlichen Aspekt "Farming as a Business". In einem Umfeld, in dem kleinbäuerliche Strukturen dominieren, soll eine Infrastruktur für den Düngemittelabsatz ausgebaut werden, Düngemittel in Kleingrößen angeboten und Händler geschult werden. → www.kali-gmbh.com/uganda PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZDer Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden verschiedene Salzprodukte für zahlreiche Anwendungsgebiete an. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe. → www.k-plus-s.com/salz VerbraucherprodukteIm Produktsegment Verbraucherprodukte stellt K+S u. a. Tafelsalz sowie Salz zur privaten Wasserenthärtung sowie Geschirrspülsalz für Endverbraucher her. Ebenso gehören Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz zum Portfolio. Salz für die LebensmittelindustrieZum Produktsegment Salz für die Lebensmittelindustrie zählen u. a. Brezel- sowie Pökelsalz. GewerbesalzGewerbesalze werden in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. IndustriesalzIndustriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyseanlagen werden daraus Basischemikalien wie Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen (z. B. PVC). AuftausalzWinterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S. Zudem werden Auftaumittel angeboten, die durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken. Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment ab. / ABB: 2.1.9 ABSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN (ABSATZVOLUMEN IN MIO. T IM JAHR 2017) ABB: 2.1.9![]() ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENENTSORGUNG UND RECYCLINGDer Bereich Entsorgung und Recycling nutzt Teile von untertägigen Hohlräumen, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind, zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Gewinnungsbetrieb abgetrennt, gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Der Bereich betreibt zwei Untertagedeponien und fünf untertägige Verwertungsanlagen. Die in den Untertagedeponien eingelagerten Abfälle werden langzeitsicher und nachsorgefrei verwahrt und der Biosphäre dauerhaft entzogen. In der Untertageverwertung werden hierfür zugelassene Abfälle wie Rückstände aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe zur Verfüllung von Hohlräumen genutzt. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet die K+S ENTSORGUNG GMBH eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das übertägige Recycling von gering belasteten Baustoffen durch die Tochtergesellschaft K+S BAUSTOFFRECYCLING GMBH. Die K+S ENTSORGUNG GMBH ist hauptsächlich in Europa tätig und dort Marktführer bei der Untertageverwertung. Ein wesentlicher Faktor für die Kunden des Geschäftsbereichs sind die vielfältigen Entsorgungsoptionen durch unterschiedlichste Standorte, Techniken und Verfahren. Teils jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen bestätigen den strategischen Fokus auf die Service- und Beratungsqualität. TIERHYGIENEPRODUKTEAm Standort Salzdetfurth werden große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN® für den Tierhygienebedarf zu granulieren. K+S TRANSPORT GMBHDie K+S TRANSPORT GMBH erbringt in Hamburg für K+S als eigener Logistikdienstleister vielfältige Transportleistungen. CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH (CFK)Die CFK betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid. WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNGDie nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen). Im Jahr 2017 betrug unsere Wertschöpfung 1.436,2 Mio. € (2016: 1.253,5 Mio. €). Den größten Anteil (77%) erhielten mit 1.106,2 Mio. € unsere Mitarbeiter (2016: 1.011,0 Mio. € (81%)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Staaten einschließlich Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 99,5 Mio. € (7%) erhalten (2016: 46,6 Mio. € (4%)). Für den Zinsaufwand gingen 85,5 Mio. € (6%) an die Kreditgeber (2016: 65,4 Mio. € (5%)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 67,0 Mio. € (5%) erhalten (2016: 57,4 Mio. € (4%)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 78,0 Mio. € (6%) (2016: 73,1 Mio. € (6%)) einbehalten hat. / TAB: 2.1.1, 2.1.2 WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG TAB: 2.1.1scroll
WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG TAB: 2.1.2scroll
MitarbeiterWir möchten ein attraktiver Arbeitgeber sein und Mitarbeiter an uns binden. Wir arbeiten an einer integrativen und umfassenden globalen Personalstrategie, um zu einem langfristigen Wachstum der K+S GRUPPE beizutragen. Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 14.925 Mitarbeiter bzw. 14.793 FTE (2016: 14.653 Mitarbeiter bzw. 14.530 FTE), darunter 991 Mitarbeiter bzw. 944,5 FTE bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. / TAB: 2.1.3 → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Menschen, Seite 46 Von unserer Belegschaft sind 7,7% (2016: 7,7%) außertarifliche Mitarbeiter, 88,5% (2016: 88,5%) tarifliche Mitarbeiter und 3,8% (2016: 3,8%) Auszubildende. / ABB: 2.1.10, 2.1.11 MITARBEITER NACH BEREICHEN TAB: 2.1.3scroll
BELEGSCHAFTSSTRUKTUR ZUM 31.12.2017 ABB: 2.1.10![]() scroll
MITARBEITER NACH REGIONEN ZUM 31.12.2017 ABB: 2.1.11![]() scroll
Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 15 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 7,4% (2016: 5,9%). MITARBEITER ENTWICKELN UND FÖRDERNK+S will die Potenziale ihrer Mitarbeiter bestmöglich entwickeln und einsetzen. Die Maßnahmen werden im Folgenden beschrieben. AUSBILDUNGDie Berufsausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunftsfähigkeit der K+S GRUPPE. Wir werben in Deutschland deshalb verstärkt um motivierte Schulabgänger, insbesondere für die zunehmend schwerer zu besetzenden Ausbildungsberufe im gewerblich-technischen Bereich. Zum 31. Dezember 2017 waren bei den Gesellschaften der K+S GRUPPE in Deutschland insgesamt 567 junge Menschen (2016: 561) in einer Ausbildung. 179 (2016: 172) Auszubildende wurden im Jahr 2017 neu eingestellt. Die Ausbildungsquote, bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland, lag zum Jahresende mit 5,5% etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 5,6%). Wir haben im vergangenen Jahr rund 89% der Auszubildenden übernommen. KOMPETENZMODELL UND TALENTMANAGEMENTDas globale K+S-Kompetenzmodell definiert, welche Kompetenzen Mitarbeiter in unterschiedlichen Funktionen benötigen. Es dient als Grundlage für alle Personalprozesse von der Stellenausschreibung über Auswahlgespräche bis hin zu Jahresgesprächen und Entwicklungsentscheidungen. Im Talentmanagement-Prozess werden weltweit für alle außertariflichen Mitarbeiter jährlich Leistung und Potenzial erhoben. Hierdurch werden Informationen für Handlungsmöglichkeiten hinsichtlich zu besetzender Stellen bereitgestellt. FORT- UND WEITERBILDUNGK+S bietet ihren Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Ferner vergeben wir, abhängig vom Unternehmensbedarf, Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich auf 12,8 Mio. € (2016: 14,7 Mio. €). Die Kostenreduktion ist durch eine geringere Anzahl besuchter Weiterbildungstage in Deutschland (2017: 13.212 Tage, 2016: 16.630 Tage) und eine Reduktion des Bewertungssatzes für Fehlzeiten begründet. IDEENMANAGEMENT/KONTINUIERLICHERVERBESSERUNGSPROZESSMit dem Ideenmanagement/Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 13.804 Ideen eingereicht (2016: 12.430). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, lag bei 13,8 Mio. € (2016: 11,4 Mio. €). MITARBEITER AN UNS BINDENMaßnahmen, um Mitarbeiter zu werben und an uns zu binden, werden im Folgenden beschrieben. VergütungssystemIn der K+S GRUPPE verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter weltweit marktgerecht, vergleichbar und leistungsbezogen zu vergüten. Für unser deutsches Tarifwerk wurde dessen Entgeltgleichheit von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes bestätigt. Die im Entgeltrahmenvertrag enthaltene Komponente der Leistungsbewertung wurde für alle Standorte einheitlich erstmals ab Mai 2017 angewendet, womit nun die Einführung des Tarifwerks abgeschlossen ist. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung unseres AT-Vergütungssystems wurden die außertariflichen Funktionen anhand gruppenweit einheitlicher Kriterien bewertet. Im nächsten Schritt wurde der notwendige Anpassungsbedarf im Rahmen eines Marktvergleichs der außertariflichen Vergütung bezüglich Leistungsgerechtigkeit und Marktkonformität ermittelt. Die Ergebnisse wurden im Januar 2018 umgesetzt. Im Jahr 2017 betrug der Personalaufwand 1.106,2 Mio. €; er lag damit gut 9% über dem Niveau des Vorjahres (2016: 1.011,0 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 75.485 € (2016: 69.987 €) und ist damit um gut 8% gestiegen. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2017 45,0 Mio. € bzw. etwa 4% (2016: 23,5 Mio. € bzw. etwa 2%). Rahmentarifvertrag zur DemografieVor dem Hintergrund des demografischen Wandels soll auf den deutschen Standorten eine nachhaltige und vorausschauende Personalpolitik gefördert und Anreize für eine längere Beschäftigung gesetzt werden. Im Jahr 2017 wurde hierfür der Rahmentarifvertrag zur Demografie beschlossen. Basierend auf einer qualifizierten Demografieanalyse sollen in 2018 bedarfsgerechte Maßnahmen vereinbart und durchgeführt werden. AltersvorsorgeK+S unterstützt Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften erhält eine Arbeitgeberförderung; diese beträgt 13% der Summe, die er aus seinem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in eines von drei angebotenen Modellen zur betrieblichen Altersvorsorge einzahlt. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2017 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 26,2 Mio. € (2016: 21,7 Mio. €) aufgewendet. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGWir überprüfen kontinuierlich unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren hinsichtlich des Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und entwickeln unsere Verfahren und Produkte weiter. Globaler Wandel schafft weitere Aufgabenfelder auf der Suche nach innovativen Lösungen auch jenseits unserer klassischen Salz- und Kaliprodukte. Dabei sind Nachhaltigkeit und Umweltschonung weiterhin unser zentrales Anliegen. Schwerpunkte unserer aktuellen Forschungsprojekte sind neue Nachnutzungs-, Halden- und Entsorgungskonzepte sowie die Verringerung von Salzabwässern. → www.k-plus-s.com/forschung FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN TAB: 2.1.4scroll
FORSCHUNGSKENNZAHLENDie Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 16,5 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2016: 13,7 Mio. €). Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 0,5 Mio. € planmäßig unter dem Niveau des Vorjahres (2016: 1,4 Mio. €). / TAB: 2.1.4, 2.1.5 Die Ursachen für den Anstieg der Forschungs- und Entwicklungskosten sind zum einen auf das Projekt Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW) zurückzuführen. Das Projekt wurde im Jahr 2017 gestartet, da die gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und Dieselmotoremissionen unter Tage deutlich verschärft werden. Des Weiteren resultieren sie aus der Intensivierung von Forschungskooperationen mit beispielsweise der K-UTEC AG SALT TECHNOLOGIES. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Menschen, Seite 46 FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN UND KOOPERATIONENWir nutzen für die Forschung und Entwicklung verschiedene eigene Forschungseinrichtungen, kooperieren in öffentlich-privaten Partnerschaften, initiieren Forschungsprojekte an Hochschulen und anderen Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern. FORSCHUNGSKENNZAHLEN TAB: 2.1.5scroll
K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUMDas K+S ANALYTIK- UND FORSCHUNGSZENTRUM (AFZ) in Unterbreizbach ist mit rund 100 Wissenschaftlern, Ingenieuren und Fachkräften die zentrale Forschungseinrichtung der K+S. Aufgaben des AFZ sind die Durchführung von Analysen, anwendungsorientierte Grundlagenforschung sowie die Prozess- und Produktentwicklung für alle Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE. Von der Standardanalytik bis hin zur aufwendigen Spezialanalytik werden alle relevanten Analysemethoden abgedeckt. MORTON SALT RESEARCH LABORATORYMORTON SALT betreibt ein modernes Forschungs- und Entwicklungslabor in Elgin, Illinois, USA. Schwerpunkte der Arbeiten sind die Neuproduktentwicklung im Bereich Salz, die Verbesserung bestehender Produkte durch Modifikationen von Produkteigenschaften und die Suche nach neuen Anwendungsoptionen. INNOVATION HUBDas INNOVATION HUB schafft Rahmenbedingungen, um die Innovationsziele im Kontext interner Geschäftsprozessoptimierung, von Produktentwicklung und Aufbau neuartiger Geschäftsmodelle optimal zu verfolgen. Als wichtige Grundlage wird Innovation in der Unternehmenskultur verankert und die Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse weiterentwickelt. Kollaborationen mit internen und externen Ideengebern, Existenzgründern und Startups werden ermöglicht, die sowohl zu frühzeitigem Zugriff auf innovative Ideen als auch zur Umsetzungsbeschleunigung führen werden. INNOLABS DER K+S KALI GMBHDie im Jahr 2017 neugeschaffenen INNOLABS ergänzen die etablierte Forschung und Entwicklung. Im INNOLAB ,AGTECH/NUTRITION' werden unter anderem übergreifende Fragestellungen der Suchfelder Ressourcenschonung, Wassereffizienz und Bodengesundheit bearbeitet. Das INNOLAB ,INDUSTRIAL SCIENCE' sucht in den Bereichen Health Care und Biochemie nach neuen Geschäftsmodellen. EXTERNE FORSCHUNGSKOOPERATIONENDas INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als PUBLIC-PRIVATE-PARTNERSHIP von K+S gemeinsam mit der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN betrieben. Im Mittelpunkt der ersten Forschungsjahre stand die Grundlagenforschung über die Veränderungen der Wassernutzungseffizienz bei Magnesium- und Kaliummangel. In den weiteren Forschungsvorhaben werden physiologische und genetische Mechanismen detaillierter untersucht und der Einfluss von Magnesium auf die photosynthetische Effizienz und Kapazität erforscht. → www.iapn-goettingen.de Das INTERNATIONAL MAGNESIUM INSTITUTE (IMI) mit Sitz in Fu Zhou in China, eine Kooperation zwischen der K+S KALI GMBH und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY, sieht den Aufbau von wissenschaftlichem Know-how für die Anwendung des Pflanzennährstoffs Magnesium in der Landwirtschaft in Asien vor. In der Zusammenarbeit mit externen Unternehmen und Industriepartnern arbeitet K+S beispielsweise + mit K-UTEC AG SALT TECHNOLOGIES an Lösungen zur Erhöhung der Wertstoffgewinnung und Salzabwasservermeidung + mit HAGER-ELSÄSSER GMBH an der Prüfung der Einsatzmöglichkeiten der Membranfiltration zur Trennung von Salzen. AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE ERGEBNISSE+ Für unseren kanadischen Standort Bethune wurden unterschiedliche Prozess-Analyse-Technologien entwickelt und werden derzeit in Betrieb genommen. + Es wird geprüft, ob Prozessabwässer in geeigneten Grubenbereichen als Salzlösung oder unter Zugabe von geeigneten Bindemitteln entsorgt werden können. + Zur Haldenabdeckung und Haldenwasserreduzierung forschen wir im Labor, in Gewächshäusern und direkt auf den Halden. + Die neue KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) wurde durch K+S entwickelt, die großtechnische Inbetriebnahme ist erfolgt. Für diese KKF-Anlage wurde im AFZ ein automatisches Analysesystem zur Prozesskontrolle entwickelt und bereits implementiert. + Arbeiten zur maschinentechnischen Weiterentwicklung der ESTA (= Elektrostatische Auffiereitung)-Scheidertechnologie wurden durchgeführt. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 PATENTPORTFOLIOWeltweit gehören der K+S GRUPPE 70 Patentfamilien (2016: 62), die durch 304 nationale Rechte geschützt werden (2016: 258). Die Patente werden u. a. in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. 2.2 NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG1Die Unternehmensstrategie SHAPING 2030 hat das Ziel, den Wertbeitrag von K+S für Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre und Gesellschaft zu steigern. Dies wird gelingen, wenn K+S wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele in Einklang bringt. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber den Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Alle in dieser Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Aspekte nach dem CSR-RUG, die nur für die K+S AKTIENGESELLSCHAFT gelten, wurden nicht identifiziert. Da die K+S AKTIENGESELLSCHAFT im Wesentlichen eine Holding-Funktion innerhalb der K+S GRUPPE ausübt, wird auf die Angabe separater nichtfinanzieller Informationen für die K+S AKTIENGESELLSCHAFT verzichtet. GESCHÄFTSMODELLK+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten. Durch unsere Erzeugnisse unterstützen wir Landwirte bei der Sicherung der Welternährung, bieten Lösungen für Industrieunternehmen, bereichern das tägliche Leben von Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Unsere Wertschöpfungskette erstreckt sich von der Exploration, Förderung, Produktion, Logistik über Vertrieb/Marketing bis hin zur Anwendung. → ,Unternehmensprofil', Seite 29 NACHHALTICKEITSMANAGEMENTNachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Unser Nachhaltigkeitsmanagement berücksichtigt maßgebliche international anerkannte Leitlinien: Die Prinzipien des global compact der Vereinten Nationen, die OECD-LEITSÄTZE für multinationale Unternehmen und den Leitfaden der Global Reporting Initiative. Der vorliegende Bericht wurde in Übereinstimmung mit der Version G4 der GLOBAL REPORTING INITIATIVE (GRI) Kern-Option erstellt. → www.k-plus-s.com/nachhaltigkeit; → ,GRI Index', Seite 206 Das gruppenweite Nachhaltigkeitsprogramm 2016 - 2018 mit den Handlungsfeldern Vielfalt & Anti-Diskriminierung, Gesundheit & Arbeitssicherheit, Umwelt, Menschenrechte und nachhaltige Lieferketten wurde im Jahr 2017 um das Handlungsfeld Compliance & Anti-Korruption erweitert. Im Rahmen von SHAPING 2030 wurden dazu Zielaussagen festgelegt und den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik zugeordnet. In 2018 werden die Zielaussagen durch messbare Leistungsindikatoren ergänzt. Damit wollen wir die gruppeninterne Steuerung sicherstellen und Fortschritte sichtbar machen. → ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55; → ,Unternehmensstrategie', Seite 75; → ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 Die gruppenweiten Nachhaltigkeitsziele sind in den Bereichen: MENSCHENVIELFALT & ANTI-DISKRIMINIERUNG+ Zunahme der Vielfalt und der Sicherstellung von keinerlei Vorfällen im Zusammenhang mit Diskriminierung, um die Chancengleichheit zu gewährleisten und die Unternehmensinnovation aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhöhen GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEIT+ Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung, um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen MENSCHENRECHTE+ Beachtung international anerkannter Menschenrechte an allen Standorten und Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird → ,Menschen', Seite 46 UMWELTWASSER+ Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Prozessabwasser aus der Kali-Produktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Fortsetzung der Versenkung + Reduzierung von salzhaltigem Abwasser + Förderung der Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)+ Reduzierung der Umweltbelastung und Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen ENERGIE & KLIMA+ Reduzierung des CO2 -Fußabdrucks und Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit → ,Umwelt', Seite 48 GESCHÄFTSETHIKCOMPLIANCE & ANTI-KORRUPTION+ Festlegung einer Null-Toleranz-Politik für Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, Strafbarkeit, Reputationsverlust sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden NACHHALTIGE LIEFERKETTEN+ Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten → ,Geschäftsethik', Seite 53 Das neue Vorstandsteam will den Dialog stärker fördern. Mit unseren Stakeholdern stehen wir daher im regelmäßigen Austausch. Auf dem Weg zum "Umweltfrieden" an den deutschen Standorten hat K+S im Jahr 2017 erfolgreiche Gespräche mit der thüringischen Gemeinde Gerstungen und dem BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V.) bezüglich der Entsorgung von Salzabwässern geführt und auf der Grundlage von Vergleichsvereinbarungen jahrelange Auseinandersetzungen beigelegt. Diese Form des Dialogs soll auch zukünftig fortgeführt werden. Zur Veranschaulichung, welche Themen aus Innen- und Außenperspektive für die K+S GRUPPE wesentlich sind, haben wir erstmals in 2014 wesentliche Themen in einer Materialitätsanalyse dargestellt und diese in 2016 nach Analysen und Beratungen in verschiedenen gruppenweiten Gremien aktualisiert. Um einerseits lokale Bedürfnisse noch spezifischer zu erfassen und andererseits ein umfassendes Bild auf globaler Ebene für die K+S GRUPPE zu erhalten, wurden in 2017 interne und externe Stakeholder direkt nach der Relevanz von Nachhaltigkeitsaspekten aus dem Reporting Standard der GLOBAL REPORTING INITIATIVE in einer Onlinebefragung angesprochen. Die repräsentative Teilnahmequote betrug 56% bei 690 Befragten. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Gesundheit und Arbeitssicherheit", "Compliance", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz" und deckt sich mit unseren Nachhaltigkeitszielen. Um das bestehende Geschäft voranzutreiben, neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen und Risiken zu minimieren, werden für die Nachhaltigkeitsziele von den Facheinheiten Konzepte und Managementsysteme entwickelt sowie Maßnahmen und Due-Diligence-Prozesse abgeleitet. Mit unseren Steuerungs- und Überwachungsprozessen beobachten wir wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. MENSCHENUnter der Überschrift Menschen fassen wir die Aspekte Arbeitnehmerbelange, unser Diversitätsverständnis und die Achtung der Menschenrechte zusammen. Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2017 insgesamt 14.925 Mitarbeiter, darunter 991 Mitarbeiter bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Vor dem Hintergrund des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 und in Bezug auf unsere Materialitätsanalyse konzentrieren wir uns im Umgang mit unseren Mitarbeitern konzeptionell auf die Handlungsfelder Vielfalt & Anti-Diskriminierung, Gesundheit & Arbeitssicherheit und Menschenrechte und leiten Maßnahmen ab. → www.k-plus-s.com/menschen; → ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45; → ,Mitarbeiter', Seite 41 VIELFALT & ANTI-DISKRIMINIERUNGEin Konzept zur Vielfalt und Anti-Diskriminierung soll zukünftig konkretisiert werden. Entsprechend unserem Diversitätsverständnis haben wir uns gruppenweit zum Ziel gesetzt, die Vielfalt (Diversität) zu stärken. Des Weiteren wollen wir sicherstellen, dass es zu keinerlei Vorfällen im Zusammenhang mit Diskriminierung kommt, um die Chancengleichheit zu gewährleisten und die Unternehmensinnovation aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhöhen. Dies haben wir in unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) festgeschrieben. Als Unterzeichner des GLOBAL COMPACT und der CHARTA DER VIELFALT, einer deutschen Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen, bekräftigen wir diese Haltung. Des Weiteren respektiert K+S die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen. Rund 81 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der INDUSTRIEGEWERKSCHAFT BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE (IG BCE) ist durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind etwa die Hälfte der Mitarbeiter, bei MORTON SALT etwa zwei Drittel gewerkschaftlich organisiert. Traditionell arbeiten im Bergbau mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2017 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87% unserer Belegschaft Männer und 13% Frauen, darunter bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT 35% Frauen und 65% Männer. Die entsprechend der deutschen gesetzlichen Regelung festgelegten Zielgrößen für Frauen in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung auf Seite 63. GESUNDHEIT & ARBEITSSICHERHEITGesundheit und Arbeitssicherheit sind ein wesentlicher Treiber für den Erfolg von K+S. Gruppenweit haben wir uns daher zum Ziel gesetzt, eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung bereitzustellen, damit alle Mitarbeiter sicher und unfallfrei durch den Arbeitsalltag kommen. Hierdurch schaffen wir eine stabile Grundlage für Leistungsfähigkeit, Produktivität und Unternehmenserfolg. Beim Erreichen dieser Ziele setzen wir verstärkt auf die Einführung von Managementsystemen. Zur Koordination dient das neu geschaffene Kompetenzzentrum Managementsysteme. → ,Umwelt', Seite 48; → ,Mitarbeiter', Seite 41 Um das Konzept der Gesundheit und Arbeitssicherheit gruppenweit zusammenzuführen, bildet das globale Projekt foKuS ("Focus on integrating HSE systems together"), das Ende 2017 abgeschlossen wurde, eine wichtige Vorarbeit für unsere diesbezügliche Strategie. Im Rahmen des Projekts wurden unter anderen globale Mindeststandards festgelegt und nicht zuletzt auch das Bewusstsein aller Mitarbeiter für die Themen Gesundheit und Arbeitssicherheit gestärkt. Zudem wurde eine Plattform für Best Practice und internationalen Austausch zu den Themen Gesundheit, Arbeitssicherheit und Umwelt geschaffen, die über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben und weitere Arbeitsthemen aufgreifen wird. GESUNDHEITUnsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Programme und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung werden standortspezifisch geplant und durchgeführt. Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung für die Mitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Das in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement setzen wir engagiert um und fördern die Eingliederung schwerbehinderter Mitarbeiter in den Betrieb. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter an der K+S-Belegschaft in Deutschland liegt mit 6,6% (2016: 7,1%) erneut über dem Bundesdurchschnitt von knapp 5%, bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT waren in 2017 4,7% schwerbehinderte Menschen beschäftigt. Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales festgelegten AGWs für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage ist unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte erfolgreich angelaufen. So konnten z. B. Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik, zur Entwicklung alternativer Antriebstechnologien, zur Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage auf den Weg gebracht werden. → ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 ARBEITSSICHERHEITZu den Erfolgsfaktoren für Arbeitssicherheit gehören fortschrittliche Systeme und Prozesse. Gruppenweit erfassen wir Kennzahlen zur Arbeitssicherheit. Im Jahr 2017 ereigneten sich auf unseren weltweiten Standorten 794 Arbeitsunfälle (2016: 773), davon 16 bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (2016: 15). Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) reduzierte sich auf 31,5 (2016: 31,9) und bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT auf 12,8 (2016: 12,9). Während sich die Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden für die K+S GRUPPE im Jahr 2017 auf 8,5 erhöhten (2016: 8,1), reduzierten sich diese bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT auf 0,8 (2016: 3,4). Unsere Arbeitssicherheitsprogramme berücksichtigen standortspezifische Herausforderungen und lokale Gesetzgebungen. So ist die flächendeckende Zertifizierung der Standorte der K+S KALI GMBH nach dem Gütesiegel "Sicher mit System" erfolgreich angelaufen. Das Gleiche gilt für ein einheitliches System zur Erfassung von Beinaheunfällen für die deutschen Kali- und Salzstandorte. Durch eine Intensivierung der Schulungsmaßnahmen wurde ein weiterer Grundstein in der Stärkung des Bewusstseins der Führungskräfte für die Rolle der Arbeitssicherheit als wichtigem Faktor für eine nachhaltige Unternehmensführung gelegt. Schließlich steht ein Projekt zur Nutzung moderner IT-gestützter Methoden zur Schulung und Unterweisung von Mitarbeitern kurz vor dem Abschluss. MENSCHENRECHTEUnser gruppenweites Ziel ist die Achtung der international anerkannten Menschenrechte an allen unseren Standorten. Die Internationale Menschenrechtscharta und die INTERNATIONAL LABOUR ORGANISATION (ILO)-Kernarbeitsnormen sind unter anderem in unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) und unserem gruppenweiten VERHALTENSKODEX FÜR LIEFERANTEN (SUPPLIER CODE OF CONDUCT) verankert. → ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 Im Rahmen unseres Konzepts zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte entwickeln wir Verfahren, um potenziell nachteilige Auswirkungen unternehmerischen Handelns auf die Menschenrechte zu ermitteln, zu vermeiden oder zu mindern. Diese kontinuierliche und prozessbegleitende Aufgabe zur systematischen Vorgehensweise haben wir begonnen. Ein Pilotprojekt zur praktischen Umsetzung ist in Vorbereitung und soll im Jahr 2018 durchgeführt werden. → www.k-plus-s.com/compliance UMWELTInnerhalb des Bereichs Umwelt konzentrieren wir uns im Zuge des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 sowie auf der Grundlage unserer Materialitätsanalyse konzeptionell auf die Themen Wasser, wobei wir Maßnahmen zur Wasserentnahme und Abwässer ableiten, zu Abfall (feste Rückstände) sowie Energie und Klima. → www.k-plus-s.com/umwelt; → ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45 Wir erfassen und bewerten systematisch Risiken und Chancen für unsere Umweltbelange, um spezifische Maßnahmen und Ziele daraus abzuleiten. Das Umweltmanagement berücksichtigt grundsätzlich länderspezifische Besonderheiten, wird jedoch themenspezifisch standort- und gesellschaftsübergreifend sowie gruppenweit koordiniert. In regelmäßigen Abständen treffen sich unsere Umweltexperten in Gremien, Kompetenzzentren und Arbeitsgruppen, um Erfahrungen und Best Practices auszutauschen sowie Standards zu entwickeln. Zur Entwicklung von Standards im Bereich der Managementsysteme wurde im Jahr 2017 das Kompetenzzentrum Managementsysteme gegründet. Die Gesamtstrategie Managementsysteme sieht die gruppenweite Einführung von Umwelt-, Energie-, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagementsystemen für Produktionsstandorte nach einem Stufenplan vor. Die Managementsysteme richten sich nach internationalen ISO-Normen (z. B. ISO 14001 für Umwelt und ISO 50001 für Energie). Mit einer auf allen Produktionsstandorten eingeführten Umweltdatensoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Gesellschaftsebene gesammelt und ausgewertet. Die berichteten Umweltkennzahlen werden für alle wesentlichen konsolidierten Produktionsstandorte erhoben und stützen sich zu 92 - 100% auf mittels Messeinrichtung direkt erhobene Werte. INVESTITIONEN UND BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZDie Investitionen für den Umweltschutz stiegen im Jahr 2017 um 33,2 Mio. € auf 125,9 Mio. € (2016: 92,7 Mio. €). Das insgesamt deutlich höhere Niveau ist auf verstärkte Investitionen für den Gewässerschutz zurückzuführen. Den Schwerpunkt bildete die im Jahr 2017 weiter vorangetriebene Fertigstellung der neu entwickelten KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) am Standort Hattorf. Weitere Zuwächse im Bereich der Gewässerschutz-Investitionen resultierten vor allem aus Sachanlagenzugängen im Bereich Technik und Energieversorgung im Vorgriff auf die beantragten bzw. beabsichtigten Erweiterungen der Rückstandshalden an den drei deutschen Kalistandorten Hattorf, Wintershall und Zielitz. INVESTITIONEN IN DEN UMWELTSCHUTZ1 TAB: 2.2.1scroll
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Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen
orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch
die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit. BETRIEBSKOSTEN FÜR DEN UMWELTSCHUTZ1 TAB: 2.2.2scroll
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Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen
orientiert sich am Umweltstatistikgesetz (UStatG), umfasst aber auch
die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit. Demgegenüber verminderten sich die Investitionen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz sowie Abfallwirtschaft, nachdem größere Projekte bereits im Jahr 2016 nahezu vollständig abgeschlossen wurden. Hierzu zählten die Installation neuer Entstaubungsanlagen am Kalistandort Neuhof-Ellers, die umweltfreundliche Umstellung der Dampferzeugung auf Gas an einem nordamerikanischen Salzstandort und umgesetzte Projekte in der Untertageverwertung von Abfällen im Werk Werra sowie im Recycling von Salzschlacken am Kalistandort Sigmundshall. / TAB: 2.2.1 Die Betriebskosten für den Umweltschutz erhöhten sich im Berichtsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr (163,5 Mio. €) deutlich um 34,9 Mio. € auf 198,4 Mio. €. Der Anstieg resultiert insbesondere aus spürbar gestiegenen Transportkosten für die realisierten zusätzlichen Maßnahmen zur ortsfernen Entsorgung von Salzabwässern des Werks Werra in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Die Produktion konnte dadurch aber gegenüber 2016 deutlich stabilisiert werden. Weitere wesentliche Kostensteigerungen entfielen auf höhere Aufwendungen für Nachsorgeverpflichtungen in Verbindung mit den Kali-Rückstandshalden in Deutschland und den Betrieb der Rückstandshalde am Standort Hattorf. Das höhere Kostenniveau im Bereich Abfallwirtschaft ist vor allem auf die vorgenommene Abdeckung und Abdichtung von bergbaulichen Abfällen im Althaldenbereich des Standorts Hattorf zurückzuführen. In Verbindung mit dem im Jahr 2017 erfolgten Produktionsstart lagen die Abfallkosten am kanadischen Standort Bethune ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Die zu verzeichnende leichte Kostensteigerung im Bereich Luftreinhaltung und Klimaschutz ist auf den produktionsbedingt höheren Bedarf an Konditionierungsmitteln zurückzuführen, mit denen die Staubbildung bei Umschlag und Ausbringung der Fertigprodukte vermieden wird. Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse des Werks Werra integriert sind, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierenden Kosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierte Tonne Produkt. / TAB: 2.2.2 WASSERUm Wasserrisiken zu identifizieren, die einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben können, wurde im Jahr 2017 eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Konkret haben wir uns folgende Ziele gesetzt: + Einstellung der Versenkung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kali-Produktion in Deutschland bis Ende 2021, kein Antrag auf Fortsetzung der Versenkung, + gruppenweite Reduzierung von salzhaltigem Abwasser sowie + Förderung der Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten. Zur Verbesserung unseres Kennzahlensystems haben wir die Wasserkategorien weiter unterteilt. WASSERENTNAHMEWir nutzen Wasser unterschiedlicher Herkunft und unterscheiden dabei zwischen unterschiedlichen Salzgehalten, darunter Meerwasser und andere salzhaltige Wässer, Flusswasser, Grundwasser und Trinkwasser. / TAB: 2.2.3 Meerwasser und Wasser aus anderen salzhaltigen Gewässern nutzen wir zur Herstellung von Solarsalz. Standorte in Meeresnähe verwenden Meerwasser teilweise auch als Kühlwasser. Im Jahr 2017 haben wir insgesamt 397,9 Mio. m3 Wasser entnommen. ABWASSERAbwässer fallen zum einen während des Produktionsprozesses an und zum anderen im Bereich der Rückstandshalden. Diese Wässer zeichnen sich durch einen erhöhten Salzgehalt aus. Die Volumina und die chemische Zusammensetzung von Prozessabwässern und Haldenabwässern sind von vielen Faktoren wie zum Beispiel der Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität abhängig. Zur Ermittlung der Qualität der anfallenden Abwässer ziehen wir die Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) heran. WASSERENTNAHME TAB: 2.2.3scroll
ABWASSER TAB: 2.2.4scroll
1
Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved
solids) >1 g/l Im Jahr 2017 betrugen die anfallenden Salzabwässer bei der Kaliproduktion 6,2 Mio. m3 (20161 : 5,5 Mio. m3 ) und bei der Salzproduktion 7,4 Mio. m3 (20161 : 6,6 Mio. m3 ). In den tiefen Untergrund wurden 3,9 Mio. m3 (2016: 0,9 Mio. m3 ) versenkt. / TAB: 2.2.4 Die höheren Abwasserzahlen sowie die Versenkung sind auf die gestiegene Produktion bei der K+S KALI GMBH sowie auf den Produktionsstart des Werks Bethune in Kanada zurückzuführen. Maßnahmen zum GewässerschutzK+S arbeitet in Deutschland derzeit intensiv an der Umsetzung von weiteren Maßnahmen zur Senkung der Salzbelastung in Werra und Weser, um die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen. Schwerpunkte bilden, wie im Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm Salz der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser festgelegt, unter anderen die Themen Salzlösungseinstapelung unter Tage sowie die Vorbereitungen zur Abdeckung der Rückstandshalden, um mittel- und langfristig den Anfall der Haldenwässer deutlich zu reduzieren. Durch die Inbetriebnahme der KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) am Standort Hattorf des Werks Werra im Januar 2018 reduziert sich der Anfall von Salzabwasser zukünftig nochmals um rund 20%. Für die Entsorgung der dann noch anfallenden Salzabwassermenge stehen weiterhin die Entsorgungswege der Einleitung in die Werra und die Versenkung in tiefe Gesteinsschichten zur Verfügung. Reichen in Zeiten mit längerer niedriger Wasserführung der Werra beide Entsorgungswege nicht aus, so können Teilmengen der anfallenden Abwässer per LKW und/oder Bahn zu geeigneten Gruben oder Gaskavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt werden. Die Produktion am Werk Werra im Jahr 2017 war im Vergleich zu 2016 weitestgehend abgesichert. Lediglich die außergewöhnlich niedrige Wasserführung der Werra zu Beginn des Jahres 2017 und die damit verbundenen geringen Einleitmöglichkeiten führten zu einer 25-tägigen Unterbrechung der Produktion am Standort Hattorf. → ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 ABFALL (FESTE RÜCKSTÄNDE)Der überwiegende Teil unserer festen Abfälle ist den bergbaulichen Abfällen zuzuordnen, die bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen anfallen. Die Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch erneute Überprüfung des Potenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen ist unser gruppenweites Ziel. Maßnahmen zum HaldenmanagementIm Jahr 2017 hat die K+S KALI GMBH in Deutschland 27,5 Mio. t feste Rückstände aufgehaldet (2016: 23,7 Mio. t). Die Aufschüttung von Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen. Umfangreiche Monitoring-Programme messen und beobachten mögliche Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Außerdem erfolgen regelmäßige Befahrungen zur Überwachung des Haldenbetriebs. Über die Planung und Umsetzung der Maßnahmen werden die Behörden jeweils ausführlich informiert. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich. + Für den Standort Hattorf ist es unser Ziel, bis zum Ende des dritten Quartals 2018 das Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Halde abgeschlossen zu haben. + Für das Haldenerweiterungsverfahren am Standort Zielitz wurden im Oktober 2017 die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. + Die Antragsunterlagen für die Haldenerweiterung am Standort Wintershall werden voraussichtlich im April 2018 eingereicht. Im Vorfeld der Genehmigungsverfahren wurde die Öffentlichkeit im Rahmen von mehreren Informationsveranstaltungen, mittels Flyern und Bereitstellung von Informationen im Internet umfassend über die Vorhaben informiert. Im Zusammenhang mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden, wenn möglich, auf naturschutzfachlich minderwertigen Fläche durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Des Weiteren werden umfangreiche Artenschutzmaßnahmen durchgeführt sowie neue Habitate in angrenzenden Gebieten geschaffen. Stillgelegte mittelgroße Althalden werden im Rahmen unserer Althaldenstrategie sukzessiv abgedeckt, um langfristige Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. zu verringern. → ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 ENERGIE/KLIMADie Reduzierung des CO2 -Fußabdrucks und die Verbesserung der Energieeffizienz zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit ist unser gruppenweites Ziel. Ein effektives Energiemanagement soll dabei zur Reduzierung von energiebedingten Umweltbelastungen wie Treibhausgasemissionen beitragen. ENERGIEEFFIZIENZAufgrund der Produktionssteigerung bei der K+S KALI GMBH in Deutschland und des Produktionsstarts des Werks Bethune in Kanada stieg der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2017 insgesamt auf 10.836,5 GWh (2016: 9.030,8 GWh). / TAB: 2.2.5 Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement wird erarbeitet. Im Januar 2017 wurde das K+S ENERGIEEFFIZIENZ NETZWERK (KEEN) gegründet. Damit leistet K+S einen freiwilligen Beitrag zu dem Vorhaben der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, 500 Energieeffizienz-Netzwerke bis 2020 zu gründen. Gleichzeitig hilft K+S mit der unternehmerischen Selbstverantwortung bei der Steigerung der Energieeffizienz, die nationalen klima- und energiepolitischen Ziele zu erreichen. Teilnehmer im KEEN sind deutsche K+S-Werke und externe Unternehmen. Im Jahr 2017 haben wir in allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem betrieben. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN 16247 durch. Das Energiemanagementsystem trägt zu einer effizienteren Nutzung aller eingesetzten Energieträger und zu einer kontinuierlichen Optimierung der Energiekosten der K+S bei. Die eingesetzten Energiequellen sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungs- und Siedesalzanlagen erforderliche Energie in Form von Strom und Dampf wird in Deutschland zu etwa 85% auf Basis von Erdgas erzeugt. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte verfügen über eigene Kraftwerke, die ausschließlich nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90%. An Standorten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, der ESCO und der K+S KALI GMBH wurden Untersuchungen zur Nutzung weiterer Blockheizkrafteinheiten zur Energieeffizienzsteigerung und CO2 -Einsparung fortgeführt und an einem Standort konkretisiert. MORTON SALT hat sich zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch bis 2020 um 20% im Vergleich zum Basisjahr 2013 zu senken. So wurden in den letzten Jahren zwei mit Kohle betriebene Standorte in den USA auf den emissionsärmeren Energieträger Gas umgerüstet. Diese Umstellung führt zur gruppenweiten Verringerung des Kohleeinsatzes. MORTON SALT untersucht daneben die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind - an drei Produktionsstandorten in Nordamerika und einem auf den Bahamas. Aufgrund unseres neuen Werks Bethune in Kanada und der stetig wachsenden Ausdehnung unserer untertägigen Rohstoffabbaugebiete rechnen wir insgesamt mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie. Denn unter sonst gleichen Bedingungen bedarf es eines kontinuierlich höheren Einsatzes sowohl von Erdgas zur Produktion der notwendigen Energie für die Bewetterung der Gruben und den Betrieb der Förderbänder unter Tage als auch von Dieselkraftstoff für den Personentransport. Hinzu kommt, dass die durchschnittlichen Wertstoffgehalte der deutschen Lagerstätten tendenziell sinken, was den spezifischen Energieeinsatz ebenfalls ansteigen lässt. ENERGIEEINSATZ NACH ENERGIEQUELLEN TAB: 2.2.5scroll
KLIMA (EMISSIONEN)Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC) der Vereinten Nationen fasst den Stand der weltweiten Klimaforschung dahingehend zusammen, dass sich die globale Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche seit dem Beginn der Industrialisierung erhöht hat. Der IPCC führt diese Entwicklung auf die zunehmende Emission von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten zurück. Der Klimawandel werde sich fortsetzen, verbunden mit häufiger auftretenden Witterungsextremen. Auf politischer Ebene werden in unterschiedlichen Kontexten regional, national bis global Folgen und Anpassungsmechanismen diskutiert. Um die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5°C zu begrenzen, haben sich 195 Teilnehmerstaaten im Pariser Klimaabkommen auf einen Weltklimavertrag geeinigt. In der Bundesrepublik Deutschland sollen die vertraglich im Pariser Klimaabkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Zur Regulierung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Emissionen sollen dort gesenkt werden, wo die Minderung am effizientesten ist. Die Verknappung der Rechte auf dem Markt soll zu einer Senkung des Kohlendioxidausstoßes führen. Dieses System befindet sich derzeit in der dritten Handelsperiode und wurde mehrfach überarbeitet. An einer erneuten Novellierung für die Zeit nach 2020 wird auf EU-Ebene gearbeitet. Wir betreiben aktuell 13 emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Wir berichten vollständig Scope 1- und Scope 2-Treibhausgase angegeben in CO2 -Äquivalenten (CO2 e), die sich aus CO2 sowie weiteren Treibhausgasen, umgerechnet in CO2 , zusammensetzen. Die CO2 e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2017 (Scope 1 und 2) betrugen 2,1 Mio. t und lagen damit auf Berechnungsgrundlage mit Emissionsfaktoren aus dem GREENHOUSE GAS PROTOCOL höher als im Vorjahr (1,7 Mio. t) entsprechend dem Energieverbrauch. / TAB: 2.2.6 GESCHÄFTSETHIKInnerhalb des Bereichs Geschäftsethik konzentrieren wir uns auf die Aspekte Bekämpfung von Korruption und Bestechung mit dem Handlungsfeld Compliance & Anti-Korruption und auf Sozialbelange mit dem Handlungsfeld Nachhaltige Lieferketten. Vor dem Hintergrund des K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 und im Zusammenhang mit unserer Materialitätsanalyse werden für die Handlungsfelder Konzepte erarbeitet und Maßnahmen abgeleitet. → www.k-plus-s.com/geschaeftsethik; → ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45 COMPLIANCE & ANTI-KORRUPTIONAls gruppenweites Ziel haben wir eine Null-Toleranz-Politik für Korruption und Bestechung festgelegt, um die Risiken von Haftung, Strafbarkeit, Reputationsverlust sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Grundlage unseres Compliancemanagementsystems sind neben unseren GRUNDWERTEN UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT) sowie unserem Bekenntnis zum UN GLOBAL COMPACT gruppenweite interne Regelungen. Unser Compliance-Managementsystem wird auf Seite 65 ausführlich beschrieben. → ,Compliancemanagement', Seite 65 INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFGEWINNENDEN SEKTORWir engagieren uns für die internationale "INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFSEKTOR" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung. K+S ist Mitglied der sogenannten Multi-Stakeholder-Gruppe von D-EITI und engagiert sich für die Steuerung und Umsetzung in Deutschland. Durch die freiwillige Teilnahme macht K+S wie andere beteiligte Unternehmen steuerliche Ausgaben transparent und dokumentiert damit den verantwortungsvollen Umgang mit Finanzströmen. Der diesem Bericht zugrunde liegende D-EITI-Implementierungsprozess hat dabei Signalcharakter weit über den heimischen Rohstoffsektor hinaus. Der Prozess zeigt zudem, dass die Unternehmen die hohen Standards der Rechenschaftspflicht erfüllen. Dadurch wird auch ein wichtiger Beitrag zu einer Versachlichung der Debatte über Rohstoffgewinnung in Deutschland geleistet. → www.d-eiti.de; → www.rohstofftransparenz.de SPENDEN, SPONSORING, EHRENAMTZur Steigerung der Attraktivität unserer Standortregionen unterstützen wir ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. In einer internen Richtlinie sind die Bedingungen für Spenden und Sponsoring geregelt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke wurden im Jahr 2017 insgesamt in Höhe von knapp 2,4 Mio. € geleistet. Neben Geldspenden engagieren wir uns auch mit Sachgütern und fördern den freiwilligen Einsatz unserer Mitarbeiter für gemeinnützige Zwecke. NACHHALTIGE LIEFERKETTENIm Rahmen unseres K+S Nachhaltigkeitsprogramms 2016 - 2018 bearbeiten wir das Handlungsfeld Nachhaltige Lieferketten. Unser gruppenweites Ziel ist es, von unseren Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten eine nachhaltige Vorgehensweise einzufordern, um alle Geschäftsaktivitäten auf unsere Werte auszurichten. → ,Unternehmensprofil', Seite 29 Um unser Konzept zu konkretisieren, haben wir uns im Jahr 2017 auf eine übergreifende Überprüfung des Lieferantenmanagements einschließlich einer Risikobewertung konzentriert. Ein VERHALTENSKODEX FÜR LIEFERANTEN (SUPPLIER CODE OF CONDUCT) ist entwickelt, Prozesse wurden aufgesetzt und mit der Implementierung wird in 2018 begonnen. Er deckt die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln ab. Bei unseren Aktivitäten soll der gesamte Beschaffungsprozess von der Anfrage über die Lieferung oder Leistung bis hin zur Abrechnung beurteilt werden. Die Beurteilung der Lieferanten wird dann auch in die Gesamtkostenrechnung ("Total Cost of Ownership"-Berechnung) einfließen. Ergänzt wird diese Beurteilung durch eine Selbstauskunft, die neue Lieferanten abzugeben haben. Sollte sich herausstellen, dass ein Lieferant unsere Kriterien nicht erfüllt, werden die unternehmensintern an der Lieferkette Beteiligten sofort benachrichtigt. 99% unserer Vertragspartner stammen aus OECD-STAATEN. 2.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE1Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten: Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. ORGANEOrgane der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. HAUPTVERSAMMLUNGDie Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System auf unserer Internetseite möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet. → www.k-plus-s.com/hv AUFSICHTSRATDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unter liegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre. → www.k-plus-s.com/corporategovernance Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und -soweit erforderlich - zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten. → ,Bericht des Aufsichtsrats', Seite 15 Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet: + Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. + Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Berichterstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen. Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Strategieausschuss besteht aus drei Mitgliedern: Dem Aufsichtsratsvorsitzenden als Vorsitzendem des Ausschusses sowie je einem Vertreter der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer. + Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Dr. Sünner (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Recht, Steuern und Versicherung sowie als ehemaliger Chief Compliance Officer der BASF SE über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. + Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung und der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. + Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. → www.k-plus-s.com/corporategovernance Gemäß der gesetzlichen Neuregelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30%. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und eine Vertreterin der Arbeitnehmer an. Die nächste unter diese gesetzliche Neuregelung fallende Wahl des Aufsichtsrats findet für die Anteilseigner und für die Arbeitnehmer im Jahr 2018 statt. KOMPETENZPROFIL UND DIVERSITÄTZiel der Besetzung des Aufsichtsrats ist die Sicherstellung eines Kompetenzprofils und einer Diversität der Gremiumsmitglieder, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist. Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu. Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurde eine Befragung aller Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils vorgenommen. In seiner November-Sitzung hat der Aufsichtsrat ausführlich über das Kompetenzprofil der Anteilseignervertreter beraten und ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte durch Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte: + Die Mitglieder sollen über Sektorkompetenz wie Kenntnisse über Branche, Produktsegmente, Produktion und seine relevanten Technologien verfügen. + Die Kenntnis über internationale und für K+S relevante Märkte sollte vorhanden sein. + Die Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung. + Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere Rechnungslegung und Bilanzprüfung, verfügen. + Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. + Die Kenntnis in den Bereichen Recht, Compliance, HR inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisenmanagement sollte im angemessenen Umfang vorhanden sein. Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. Zur Abrundung seines Profils hat der Aufsichtsrat drei Kandidaten ausgewählt, die der Hauptversammlung 2018 zur Wahl vorgeschlagen werden. Diese drei Profile ergänzen den Aufsichtsrat in den Bereichen Technik, Sektorkompetenz Landwirtschaft, Kenntnis internationaler und für K+S relevanter Märkte sowie HR, Restrukturierungs- und Veränderungsmanagement. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Zielsetzungen erfüllt sind. MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2017(Stand der Angaben zu weiteren Aufsichtsratsmandaten und Konrollgremien: 31. Dezember 2017) Dr. rer. nat. Andreas Kreimeyer (Jahrgang 1955), Diplom-Biologe, Aufsichtsratsvorsitzender AnteilseignervertreterPensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Aufsichtsratsmandate: + Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) weitere Kontrollgremien: + C.H. BOEHRINGER SOHN AG & CO. KG, Ingelheim (Mitglied im Beraterkreis) Michael Vassiliadis (Jahrgang 1964), Chemielaborant, stellv. Vorsitzender ArbeitnehmervertreterVorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: + BASF SE, Ludwigshafen + STEAG GMBH, Essen + RAG AKTIENGESELLSCHAFT (stellv. Vorsitzender) + RAG DSK AG (stellv. Vorsitzender) + RAG STIFTUNG, Essen Ralf Becker (Jahrgang 1965), Gewerkschaftssekretär ArbeitnehmervertreterLandesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 weitere Aufsichtsratsmandate: + CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender) + DEUTSCHE SHELL HOLDING GMBH, Hamburg + DEUTSCHE SHELL GMBH, Hamburg + SHELL DEUTSCHLAND OIL GMBH, Hamburg Jella S. Benner-Heinacher (Jahrgang 1960), Juristin AnteilseignervertreterinHauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHEN SCHUTZ-VEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 weitere Aufsichtsratsmandate: + A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach Philip Freiherr von dem Bussche (Jahrgang 1950), Diplom-Kaufmann AnteilseignervertreterUnternehmer/Landwirt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Kontrollgremien: + BERNARD KRONE HOLDING SE & CO. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) + DF WORLD OF SPICES GMBH, Dissen (Mitglied des Beirats) + GRIMME GMBH & CO. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) + PFEIFER UND LANGEN IHKG, Köln (Mitglied des Gesellschafterausschusses) + DLG E.V. Frankfurt am Main (Vorsitzender des Aufsichtsrats) George Cardona (Jahrgang 1951), Ökonom AnteilseignervertreterÖkonom Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 weitere Kontrollgremien: + Board der WISHBONE GOLD PLC., Gibraltar (bis 3. Oktober 2017) Wesley Clark (Jahrgang 1952), Master in Business Administration (Betriebswirtschaft) AnteilseignervertreterOperating Partner der ADVENT INTERNATIONAL PRIVATE EQUITY GROUP, Boston, Massachusetts, USA Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 weitere Kontrollgremien: + Board der PATRIOT SUPPLY HOLDINGS, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) + Board der ABC SUPPLY CORPORATION, Beloit, Wisconsin, USA + Board der CLARCOR INC., Franklin, Tennessee, USA (bis 28. Februar 2017) + Board der DISTRIBUTION INTERNATIONAL, INC., Fort Worth, Texas, USA (Non-Executive Chairman) Harald Döll (Jahrgang 1964), Energieanlagenelektroniker ArbeitnehmervertreterVorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 Axel Hartmann (Jahrgang 1958), Einzelhandelskaufmann ArbeitnehmervertreterStellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 Michael Knackmuß (Jahrgang 1975), Kfz-Schlosser ArbeitnehmervertreterVorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 11. Juli 2014 Thomas Kölbl (Jahrgang 1962), Diplom-Kaufmann AnteilseignervertreterFinanzvorstand der SÜDZUCKER AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 weitere Aufsichtsratsmandate: Konzerngesellschaften der Südzucker Group + CROPENERGIES AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) Sonstige Gesellschaften + EUWAX AKTIENGESELLSCHAFT, Stuttgart (bis 5. Dezember 2017) weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der Südzucker Group + AGRANA STÄRKE GMBH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) + AGRANA ZUCKER GMBH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) + ED&F MAN HOLDINGS LIMITED, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) + FREIBERGER HOLDING GMBH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) + PORTIONPACK EUROPE HOLDING B.V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats) + RAFFINERIE TIRLEMONTOISE S.A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration) + SAINT LOUIS SUCRE S.A.S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comité de Supervision) + SÜDZUCKER POLSKA S.A., Wroclaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats) + SÜDZUCKER VERSICHERUNGS-VERMITTLUNGS-GMBH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) Gerd Kübler (Jahrgang 1967), Diplom-Ingenieur ArbeitnehmervertreterLeiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. Januar 2016 Dieter Kuhn (Jahrgang 1958), Bergbaumaschinist ArbeitnehmervertreterErster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 Dr. Annette Messemer (Jahrgang 1964), Politikwissenschaftlerin AnteilseignervertreterinBereichsvorstand der COMMERZBANK AG weitere Kontrollgremien: + Board of Directors der ESSILOR INTERNATIONAL S.A., Charenton-le-Pont, Frankreich Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 Anke Roehr (Jahrgang 1964), Industriekauffrau ArbeitnehmervertreterinVorsitzende des Betriebsrats der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. April 2016 Dr. Eckart Sünner (Jahrgang 1944), Jurist AnteilseignervertreterSelbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a. d. Weinstraße Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 28. April 1992 weitere Aufsichtsratsmandate: + INFINEON TECHNOLOGIES AG, Neubiberg → www.k-plus-s.com/aufsichtsrat IM JAHR 2017 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:Dr. Ralf Bethke (Jahrgang 1942), Diplom-Kaufmann, ehem. Aufsichtsratsvorsitzender AnteilseignervertreterUnternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten) Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017 Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008 Erstbestellung: 1. Juli 2007 weitere Aufsichtsratsmandate: + DJE KAPITAL AG, Pullach (Vorsitzender) weitere Kontrollgremien: + BENTELER INTERNATIONAL AG, Salzburg (Vorsitzender des Aufsichtsrats) AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSEVERMITTLUNGSAUSSCHUSS+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) (ab 10. Mai 2017) + Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) (bis 10. Mai 2017) + Harald Döll + Dr. Eckart Sünner + Michael Vassiliadis STRATEGIEAUSSCHUSS (SEIT 10. MAI 2017)+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Philip Freiherr von dem Bussche + Michael Vassiliadis PRÜFUNGSAUSSCHUSS+ Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender) + Ralf Becker + Dr. Ralf Bethke (bis 10. Mai 2017) + Axel Hartmann + Thomas Kölbl (ab 10. Mai 2017) + Dr. Annette Messemer + Michael Vassiliadis PERSONALAUSSCHUSS+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) (ab 10. Mai 2017) + Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) (bis 10. Mai 2017) + Jella S. Benner-Heinacher + Harald Döll + Michael Vassiliadis NOMINIERUNGSAUSSCHUSS+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender ab 10. Mai 2017) + Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) (bis 10. Mai 2017) + Jella S. Benner-Heinacher (ab 10. Mai 2017) + Philip Freiherr von dem Bussche + George Cardona VORSTANDDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen. → www.k-plus-s.com/corporategovernance BESETZUNG DES VORSTANDS, ANFORDERUNGSPROFIL UND DIVERSITÄTDer Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Seit der Berufung von Herrn Dr. Lose in den Vorstand ab dem 1. Januar bis zu seinem Ausscheiden am 28. November 2017 hatte der Vorstand fünf männliche Mitglieder. Im Zeitraum vom 29. November bis zum 31. Dezember bestand der Vorstand aus vier männlichen Mitgliedern. In seiner Sitzung vom 28. November 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Umsetzung der neuen Gruppenstrategie künftig mit einem verkleinerten und neu strukturierten Vorstand voranzutreiben, der durch ein erweitertes Managementteam unterstützt wird. Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, wird gemeinsam mit Thorsten Boeckers, Finanzvorstand, und Mark Roberts in neuer Funktion als Chief Operating Officer das verkleinerte Vorstandsteam bilden. Eignungskriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen. Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen, ist der bis 31. Dezember 2020 vom Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT festgelegten Zielgröße von 0% im Berichtszeitraum entsprochen worden. MITGLIEDER DES VORSTANDS(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2017) Dr. Burkhard Lohr (Jahrgang 1963), Diplom-Kaufmann, Vorsitzender (ab 12. Mai 2017)+ Corporate Board Office + Corporate Communications + Corporate Development + Corporate HR + Environmental & Regulatory Affairs + Internal Auditing + Investor Relations + Legal, GRC, Corporate Secretary Mandat bis 31. Mai 2020 Erstbestellung: 1. Juni 2012 Aufsichtsratsmandate: + K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel1 Thorsten Boeckers (Jahrgang 1975), Bankkaufmann, Finanzvorstand+ Corporate Controlling + Corporate Finance and Accounting + Corporate Procurement + Corporate Tax + Alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind Mandat bis 11. Mai 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2017 Aufsichtsratsmandate: + K+S KALI GMBH, Kassel1 Dr. Thomas Nöcker (Jahrgang 1958), Jurist, Arbeitsdirektor+ Corporate HR + Corporate IT + Corporate Health, Safety & Environment + Business Center mit Untereinheiten:
+ K+S TRANSPORT GMBH + K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH + WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH Mandat bis 31. August 2018 Erstbestellung: 1. August 2003 Aufsichtsratsmandate: + K+S KALI GMBH, Kassel1 Mark Roberts (Jahrgang 1963), Bachelor of Science (Marketing)+ Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte + Geschäftsbereich Salz + Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling + Technical Center mit Untereinheiten:
+ Tierhygieneprodukte Mandat bis 30. September 2020 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 → www.k-plus-s.com/vorstand; → www.k-plus-s.com/corporategovernance IM JAHR 2017 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:Norbert Steiner (Jahrgang 1954), Jurist, Vorsitzender (bis 11. Mai 2017)+ Corporate Communications + Corporate Development + Corporate Executive HR + Internal Auditing + Investor Relations + Legal, GRC, Corporate Secretary Ausgeschieden zum 11. Mai 2017 Erstbestellung: 12. Mai 2000 Aufsichtsratsmandate: + TALANX AG, Hannover + HDI V.A.G., Hannover + K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel1 (bis 11. Mai 2017) Dr. Otto Lose (Jahrgang 1971), Jurist+ Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte + Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling Ausgeschieden zum 28. November 2017 Erstbestellung: 1. Januar 2017 Aufsichtsratsmandate: + K+S KALI GMBH, Kassel1 (bis 28. November 2017) ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRATDer Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10% des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung. AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSNach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen. Im Jahr 2017 haben wir für den Aufsichtsrat keine und für den Vorstand folgende Directors' Dealings-Meldungen veröffentlicht: / TAB: 2.3.1 → www.k-plus-s.com/directorsdealings Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2017 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente. DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDER TAB: 2.3.1scroll
ZIELGRÖSSEN 1. UND 2. EBENE UNTERHALB DES VORSTANDSIm Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Per 31. Dezember 2017 konnte die Zielgröße von 13% für den Führungskreis I bedauerlicherweise nicht gehalten werden. Aufgrund von Fluktuation und einem leichten Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag 6%. K+S strebt weiterhin eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf dieser Führungsebene an. Erfreulicherweise konnte im Führungskreis II die Zielgröße von 11 % mit 19% per 31. Dezember 2017 übertroffen werden. UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNGDer Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (Internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben durch eine vom Vorstand verabschiedete Leitlinie "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE" definiert worden. Darin wird auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen die Erreichung bzw. Aufrechterhaltung dieses Sollzustands sicherzustellen ist. Mit diesem System sollen: + die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), + eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, + die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie + die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen wird durch ergänzende interne Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind. Die Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven und gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs und -überwachungssystems zu koordinieren. Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliancemanagement, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert. GOVERNANCE/ ENTSPRECHENSERKLÄRUNGÜber die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. GRUNDWERTE UND PRINZIPIEN (CODE OF CONDUCT)Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S GRUPPE in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Hierzu ist ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters erforderlich. NachhaltigkeitWir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Wir nehmen sich bietende Chancen wahr und gehen dabei mit Risiken sorgfältig um. IntegritätWir respektieren und unterstützen die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte und handeln im Einklang mit den Gesetzen der Länder, in denen wir tätig sind. Wir lehnen jegliche Form von Zwangs- und Kinderarbeit ab. Wir achten die Regeln des freien Wettbewerbs. Korruption in jeder Form wird von uns nicht toleriert. Wir vermeiden Interessenkollisionen und schützen das Vermögen des Unternehmens vor jedwedem Missbrauch. Wir respektieren die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen. Respekt, Fairness und VertrauenUnseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und sonstigen Stakeholdern begegnen wir mit Respekt und Fairness. Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind für uns selbstverständlich. Wir fördern eine Arbeitsatmosphäre, die einen offenen Gedankenaustausch und einen vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglicht. Kompetenz und KreativitätWir ergreifen Maßnahmen zum Erhalt und zur Förderung der Kompetenz, Leistungsbereitschaft und Motivation unserer Mitarbeiter. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, ihre Kreativität für den Erfolg des Unternehmens einzubringen. Wir vergüten unsere Mitarbeiter marktgerecht und leistungsbezogen auf der Basis von Gehaltsstrukturen, die sich am wirtschaftlichen Erfolg orientieren. Als weltweit tätiges Unternehmen haben wir erkannt, dass interkulturelle Kompetenz ein wichtiger Faktor für unseren dauerhaften Erfolg ist. Wir bauen interkulturelle Kompetenzen gezielt aus. TransparenzWir stellen unseren Mitarbeitern, den Aktionären, dem Kapitalmarkt, den Medien und anderen Stakeholdern umfassende, wahrheitsgetreue und verständliche Informationen zur Verfügung. Weitere wichtige gruppenweit geltende Regelungen sind unsere Leitlinien "Führung in der K+S GRUPPE", "Organisation der K+S GRUPPE" und "Unternehmenssteuerung und -überwachung in der K+S GRUPPE". Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen. Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2017 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben: "Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Jahr 2017 wie folgt entsprochen wurde: + In der Fassung vom 5. Mai 2015 im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 24. April 2017 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder) und + In der Fassung vom 7. Februar 2017 im Zeitraum vom 24. April 2017 bis zum 31. Dezember 2017 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 4.2.3 Absatz 2 Satz 3 (Variable Vergütungsbestandteile mit mehrjähriger, im Wesentlichen zukunftsbezogener Bemessungsgrundlage), 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 2 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat). Im Jahr 2018 wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Empfehlungen der Ziffern 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 (Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder) und 5.4.1 Absatz 2 Satz 2 (Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder sowie einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat) entsprochen werden. Wir halten die Festlegung von starren Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie von Regelgrenzen für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat weder für notwendig noch für zweckmäßig, da die Eignung zur Ausübung der jeweiligen Organtätigkeit nicht per se mit dem Erreichen eines bestimmten Alters oder einer bestimmten Zugehörigkeitsdauer endet, sondern allein von den jeweiligen individuellen Fähigkeiten abhängig ist. Auch angesichts der demografischen Entwicklung stehen insbesondere Altersgrenzen im Widerspruch zu dem generellen Interesse der Gesellschaft, ihre Organe bestmöglich zu besetzen. Das Vergütungssystem des Vorstands ist im Jahr 2017 nicht geändert worden, sodass es der neuen Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Absatz 2 Satz 3 ab dem 24. April 2017 nicht mehr entsprach. Durch eine Anpassung ab dem 1. Januar 2018 wird der Empfehlung im Jahr 2018 entsprochen. Kassel, im Dezember 2017" COMPLIANCEMANAGEMENTUnser gruppenweites Compliancemanagementsystem schafft die Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehenden Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden. → www.k-plus-s.com/corporategovernance Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary" mit der Funktion des Chief Compliance Officers und der Aufgabe betraut, für das Vorliegen eines effektiven und gesetzeskonformen Compliancemanagementsystems in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Geschäftsbereiche sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. Interne Revision, Recht, Personal). Dieser hat zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Jeder Mitarbeiter wird mit den gruppenweit geltenden Grundwerten und Prinzipien sowie den sich daraus ableitenden internen Regelungen (z. B. "Compliance-Management in der K+S GRUPPE", "Spenden und Sponsoring in der K+S GRUPPE" und "Gewährung und Annahme von Geschenken, Einladungen und sonstigen Zuwendungen") vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Antikorruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung, Umweltschutz, Arbeitssicherheit). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich intern Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen (z. B. bei den Rechtsabteilungen oder Compliance-Beauftragten). Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur -wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet. RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTDas Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie deren nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten und Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch die Sicherung des nachhaltigen Unternehmenserfolgs unterstützen zu können. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze: + Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind. + Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann. Eine gruppenweit geltende Richtlinie regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten, den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung. Der zentrale Ausschuss Risiko- und Chancenmanagement hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen. Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen befinden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 100. NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTDas unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie. Aus diesem Grund werden im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements ökologische und soziale Themen sowie gesellschaftliche Trends frühzeitig und systematisch identifiziert und bewertet. Die Einbeziehung der als relevant erachteten Aspekte in die Managementprozesse soll helfen, das bestehende Geschäft zu fördern, neue Geschäftschancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren. → ,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 45 Einem ganzheitlichen Ansatz folgend ist das Nachhaltigkeitsmanagement in die Einheit "Legal, GRC, Corporate Secretary" integriert. Aufgabe der Einheit ist es insoweit, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen bei der K+S GRUPPE zu schaffen, ferner generelle Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE zu erfassen, zu analysieren und zu priorisieren sowie Vorschläge an den Vorstand für die Festlegung von gruppenweiten Nachhaltigkeitszielen zu erarbeiten. Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagement-Systems zur Erreichung der beschriebenen Zielsetzungen und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2017 ist der Ausschuss zweimal zusammen gekommen, um u. a. das K+S Nachhaltigkeitsprogramm 2016 - 2018 zu vertiefen, die Nachhaltigkeitsziele zu definieren und über die Materialitätsanalyse zu beraten. → ,Nachhaltigkeitsstrategie', Seite 77 STEUERUNGRahmenvorgabe und generelle Zielsetzung für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 75 beschrieben sind. Basis für die Erfüllung der Mission ist die durch den Vorstand festgelegte Gruppenstrategie. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie dem Management der wesentlichen Gruppengesellschaften Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert. Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifiziert, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Einheit/Gruppengesellschaft zuständigen Vorstandsmitglieds. Wesentliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung sowie die rollierende Monatsplanung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die Geschäftsbereiche und Einheiten geplant. Vom Zentralcontrolling werden die Mittelfristplanungen der Einheiten zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammengefasst und dem Vorstand erläutert. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-/Ist-Vergleichs einen detaillierten Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE. Die rollierende Monatsplanung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Zentralcontrolling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der rollierenden Monatsplanung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Dem Vorstand wird die konsolidierte rollierende Monatsplanung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert. FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLENDie Steuerung erfolgt anhand der folgenden wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen: + EBITDA1 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) + Bereinigter Freier Cashflow2 (K+S GRUPPE) + Return on Capital Employed (ROCE)3 (K+S GRUPPE, Geschäftsbereiche) + Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S GRUPPE) → ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205; → ,Glossar', Seite 210 Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen. Dabei haben sich die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen gegenüber den Vorjahren leicht verändert. Fortan steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA, sodass das EBIT I mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2018 als wesentliche finanzielle Steuerungskennzahl entfällt. Aufgrund unserer letztjährigen Investitionen in Kanada und der sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf die Abschreibungen ist das EBIT I im Zeitverlauf nicht mehr direkt vergleichbar. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 die Relevanz des EBITDA als vorrangige Steuerungsgröße unterstrichen. So haben wir nicht nur eine EBITDA-Ambition für das Jahr 2030 formuliert, auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeitern basiert seit Beginn des laufenden Geschäftsjahrs auf dem EBITDA. Weiterhin sehen wir die Investitionen nicht länger als wesentliche Steuerungskennzahl an. Die Phase hoher Investitionen (im Wesentlichen in das neue Werk Bethune) ist beendet, sodass der Fokus nun primär auf der Reduzierung des Verschuldungsgrads liegt. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf die wesentliche Steuerungsgröße Bereinigter Freier Cashflow. → ,Vergütungsbericht', Seite 122
1
Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag
im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen. Die Berechnung der Kennzahl
,EBITDA' findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 83. Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE), deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Aus dem ROCE leiten wir mithilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab, der Eingang in die variable Vergütung von Vorstand und außertariflichen Mitarbeiter n findet. Auch die Kennzahl "Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt", die Basis für die Dividendenvorschläge, ist wesentlich für die Steuerung des Unternehmens. Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 80 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen. Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren befindet sich im Kapitel ,Ertragslage' auf Seite 87 und des Cashflows im Kapitel ,Finanzlage' auf Seite 90. Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind neben den Umsatzerlösen und der Gesamtkapitalrendite auch Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. Auch das operative Ergebnis EBIT I sowie die Investitionen, welche zwar nicht mehr als wesentliche finanzielle Steuerungskennzahlen fungieren, finden dennoch weitere Beachtung. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als wesentliche Steuerungskennzahlen im Sinne des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 20 betrachtet. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENIm Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische Nachhaltigkeitsziele für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, Produktsegmente etc.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2017 Zielaussagen im Nachhaltigkeitsmanagement getroffen. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 45 ÜBERWACHUNGDas Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (Internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen. Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren. Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliancemanagementsystems. Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests. KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 289 ABS. 4 BZW. § 315 ABS. 4 HGB)/ABSCHLUSSPRÜFUNGFür den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die Internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach ifrs geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Richtlinie in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult. Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese durch externe Gutachter durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Neben der bestehenden internen Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems im engeren Sinne. Die Abschlussprüfung für das Jahr 2017 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER (vormals DELOITTE & TOUCHE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER) durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften, führt die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/StB Dr. Christian H. Meyer. Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/StB Heiner Kompenhans als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses an den gewählten Abschlussprüfer. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 BZW. § 315A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS GEMÄSS § 176 ABS. 1 SATZ 1 AKTGZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALSDas Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen. ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIENJede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITALUns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10% am Grundkapital gemeldet worden. ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHENEs gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITALEs existieren keine Stimmrechtskontrollen. ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGENBestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen. ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN ERMÄCHTIGUNGEN ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS BZW. GENEHMIGTEN KAPITALS II MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄREDer Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital ii ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). → www.k-plus-s.com/hv2015einladung; → www.k-plus-s.com/hv2016einladung Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital ii ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen: + Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen. + Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. + Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen. + Zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen. Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreitet (10%-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals ii bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10%-Grenze anzurechnen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen. Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital ii), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen. ERMÄCHTIGUNG ZUR AUSGABE VON WANDEL- UND OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄRE NEBST GLEICHZEITIGER SCHAFFUNG EINES BEDINGTEN KAPITALSErmächtigung zur Ausgabe von Wandel- und OptionsschuldverschreibungenDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. → www.k-plus-s.com/hv2015einladung Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch -unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden. Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen: + Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. + Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde. + Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. + Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht. Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen. Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80% des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen. Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie zum Beispiel Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen. Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann. Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen. Bedingte KapitalerhöhungDas Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen, oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel-bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können. ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB UND ZUR VERWENDUNG EIGENER AKTIEN MIT DER MÖGLICHKEIT ZUM AUSSCHLUSS DES BEZUGSRECHTS DER AKTIONÄREDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10% der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-AKTIE im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. → www.k-plus-s.com/hv2015einladung Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden: + Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; + Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; + Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10% des Grundkapitals nicht überschreiten. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar. ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHENK+S hat im Jahr 2013 eine syndizierte Kreditlinie über 1 Mrd. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen. Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen. ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SINDDerartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 129 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre. 2.4 UNTERNEHMENSSTRATEGIEIm Oktober 2017 stellten wir unsere Vision einer erfolgreichen K+S GRUPPE im Jahr 2030 und die damit verbundene neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 vor.Im Mai nahmen das neue Vorstandsteam und der neue Aufsichtsratsvorsitzende jeweils ihre Arbeit auf. Es war also genau der richtige Zeitpunkt, sich intensiv mit der zukünftigen strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe zu beschäftigen - insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sich Markt und Wettbewerb verändern und die Megatrends immer größeren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von K+S haben. Aufsichtsrat und Vorstand war eine langfristige Betrachtungsweise wichtig, um frühzeitig die Weichen für Veränderung und Wachstum stellen zu können. Es gab keine Denkverbote, alles wurde auf den Prüfstand gestellt. Es sollten die Interessen unserer Stakeholder - Kunden, Mitarbeiter, Aktionäre und Gesellschaft - berücksichtigt werden. Als Ergebnis eines intensiven sechsmonatigen Analyse- und Entwicklungsprozesses haben wir unseren Stakeholdern im Oktober 2017 unsere Vision einer erfolgreichen K+S GRUPPE im Jahr 2030 und die damit verbundene neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 vorgestellt. Auch die Mission wurde neu erarbeitet. Sie verdeutlicht, was uns bei K+S jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen. Sie unterstreicht zudem, dass Nachhaltigkeit in unserer Geschäftstätigkeit eine wesentliche Rolle spielt. Unsere Mission: Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Unsere Vision zeigt, wohin wir gehen und wer wir in 2030 sein wollen. Sie ist unser Leitbild. Unsere Vision: Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir + als "One Company" denken und handeln + Potenziale des Bestandsgeschäfts heben + neue, angrenzende Wachstumsfelder entwickeln + das Spezialitätengeschäft ausbauen. → www.k-plus-s.com/vision Unsere Organisation: Wir werden eine One K+S, die den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt und sich auf ihre vier Kundensegmente ausrichtet, ihre Rohstoff- und Produktionsbasis konsequent weiterentwickelt und sowohl organische als auch Wachstumsoptionen durch Akquisitionen nutzt - unterstützt durch Megatrends. Dieses Portfolio bietet allen Stakeholdern langfristig das höchste Wertschöpfungspotenzial unter Berücksichtigung eines ausgeglichenen Chancen- und Risikoprofils. Unsere Ambitionen: Es ist uns wichtig, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen: 3 Mrd. € EBITDA mit einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15% und einem Portfolio, welches nach 2030 ein Umsatzwachstum von mindestens 4% p. a. erzielen kann. Diese Kennzahlen zeigen das Potenzial, das wir in der K+S GRUPPE sehen, definieren aber auch den Anspruch an uns selbst. Gut zwei Drittel des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen. Den Weg vom Status quo zur Realisierung unserer Vision beschreibt unsere Strategie SHAPING 2030. UNSERE STRATEGIESHAPING 2030 ist eine auf unseren Fähigkeiten und Stärken basierte Unternehmensstrategie. Bei der Exploration und Verarbeitung von Mineralien verfügen wir über weltweit anerkanntes Know-how und auch in der Entwicklung neuer Märkte haben wir große Erfahrung. Diese Stärken werden wir nutzen, um unser Bestandsgeschäft konsequent weiterzuentwickeln und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dabei setzen wir insbesondere auf die Chancen der für uns relevanten Megatrends wie Ressourcenknappheit, Verstädterung, klimatische Veränderungen und Digitalisierung. Unsere Strategie berücksichtigt unsere bestehenden finanziellen, geschäftlichen sowie strukturellen Herausforderungen. Mit SHAPING 2030 haben wir den Grundstein gelegt, um unser Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnen sich neue Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. → www.k-plus-s.com/strategie Die Umsetzung unserer Strategie erfolgt in zwei Phasen: / ABB: 2.4.1 1. TRANSFORMATIONSPHASE BIS 2020Bis 2020 werden wir uns auf unsere vier Kundensegmente -Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden -ausrichten. Dazu werden wir die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte und Salz im Sinne einer "One Company" stärker integrieren. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung der Kundenorientierung und ermöglicht uns, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese sollen zum Großteil in den Bereichen Produktion, Digitalisierung, Verwaltung, Einkauf und Logistik erzielt werden. Dadurch wird K+S einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € p. a. ab Ende 2020 erzielen. Die Umsetzung unserer Synergiemaßnahmen, rückläufige Investitionen und das Hochfahren unserer kanadischen Produktion werden dazu führen, dass K+S ab dem Jahr 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren wird. Der Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) soll bis 2020 im Vergleich zum Halbjahresfinanzbericht 2017 halbiert werden. Für das Jahr 2023 streben wir an, die Voraussetzungen für ein Investment Grade-Rating wieder zu erfüllen. Die Stärkung der finanziellen Basis bildet dabei die Voraussetzung für zukünftiges Wachstum. Die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden und die Entwicklung des Unternehmens zur "One Company" ist eine Herausforderung für K+S. Dies bedeutet auch einen Kulturwandel, denn die Art, wie wir unser Geschäft führen und wie wir zusammenarbeiten, wird sich deutlich verändern. Diesen Wandel werden wir aktiv gestalten und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch entsprechend befähigen. Unser Ziel aus dem Jahr 2015, im Jahr 2020 ein Konzern-EBITDA von rund 1,6 Mrd. € erreichen zu können, halten wir seit Mitte 2017 nicht mehr für realistisch. Die Prämisse war unsere damalige Preisannahme für Kaliumchlorid von rund 330 USD/t (MOP Brazil gran cfr pink). Obwohl der aktuelle Preistrend in die richtige Richtung zeigt, werden unsere damaligen Vorstellungen wahrscheinlich nicht erreicht werden. 2. WACHSTUMSPHASE 2020 BIS 2030Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen klaren Fahrplan mit Entwicklungszielen und starken Wachstumsoptionen entwickelt. Das operative Ergebnis soll gestärkt werden, zudem soll die Abhängigkeit von externen Faktoren wie dem Wetter oder dem Weltmarktpreis für Kaliumchlorid (MOP) und damit die Volatilität des operativen Ergebnisses reduziert werden. Daher setzen die Wachstumsmöglichkeiten darauf, das Spezialitätengeschäft sowie neue Geschäftsfelder, z. B. Fertigation, auszubauen. Auch wollen wir das Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika erweitern. Dazu werden wir beispielsweise gemeinsam mit regional ansässigen Partnern aus der Landwirtschaft eine neue Handelsplattform in Afrika aufbauen. Im Bereich Industrie wollen wir u. a. unser Produktportfolio stärken und unser Angebot für die Pharmaindustrie ausweiten. WIR SETZEN UNSERE STRATEGIE IN ZWEI PHASEN UM ABB: 2.4.1scroll
AUSBLICKFür die strukturierte Umsetzung unserer Strategie wurde im Oktober 2017 ein umfassendes Programmmanagement aufgesetzt und als einer der ersten Schritte wurde mit der Validierung der identifizierten Synergiepotenziale begonnen. Im November 2017 wurde als erster wichtiger Schritt der neuen Ausrichtung die Neustrukturierung und Verkleinerung des Vorstands von fünf auf zunächst vier und künftig drei Vorstandsmitglieder sowie die Bildung eines erweiterten Managementteams beschlossen. NACHHALTIGKEITSSTRATEGIENachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer neuen Strategie. In all unseren strategischen Entscheidungen streben wir danach, ökologische, soziale und ökonomische Aspekte für einen langfristigen, nachhaltigen Erfolg zu integrieren. Wir haben uns ambitionierte Ziele zu unterschiedlichen Handlungsfeldern in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt. Nachhaltigkeit bietet uns die Chance, unser Unternehmen durch innovative Veränderungen zu führen. Dies hilft uns, unser bestehendes Geschäft voranzutreiben, neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen und Risiken zu minimieren. Nachhaltigkeit bedeutet für uns Zukunftsfähigkeit. → www.k-plus-s.com/nachhaltigkeit Informationen zum K+S Nachhaltigkeitsmanagement, den verschiedenen Handlungsfeldern sowie den in diesem Rahmen definierten Zielen finden sich in der zusammengefassten Nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 45. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 45 KUNDENSEGMENTE/ ABB: 2.4.2 KUNDENSEGMENTE ABB: 2.4.2scroll
2.5 WIRTSCHAFTSBERICHTIm Geschäftsjahr 2017 haben wir unseren Umsatz und unser Ergebnis gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 3.456,6 Mio. € im Vorjahr auf 3.627,0 Mio. € im Berichtsjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 576,7 Mio. € und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum spürbar an (2016: 519,1 Mio. €). ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDas weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2017 um 3,7%, in nahezu allen großen Volkswirtschaften gewann die Konjunktur weiter an Fahrt. Insbesondere in den Vereinigten Staaten sowie im Euroraum zogen die Expansionsraten ab Mitte des Jahres stark an; die Investitionen nahmen zu und der private Konsum bewegte sich auf einem hohen Niveau. In den Schwellenländern ist die wirtschaftliche Stimmung zwar weiterhin gedämpft, die Konjunktur hat sich hier dennoch im Jahresverlauf weiter gefestigt. Der Grund war hauptsächlich die Produktionsbelebung in den rohstoffexportierenden Ländern infolge des Anstiegs der Roh stoffpreise. Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe entwickelten sich im Verlauf des Jahres 2017 unterschiedlich. Während sie sich beispielsweise für Weizen im Jahresverlauf tendenziell verbesserten, wurden bei Sojabohnen und Palmöl zum Teil spürbare Preisrückgänge verzeichnet. Der DOW JONES - UBS AGRICULTURE SUBINDEX, der die Entwicklung der Preise von Mais, Sojabohnen, Zucker, Weizen, Sojaöl, Baumwolle und Kaffee abbildet, ging um rund 12% zurück. / ABB: 2.5.1 Nach einem deutlichen Rückgang bis zur Mitte des Jahres 2017 erholte sich der Ölpreis wieder kräftig. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag Ende Dezember bei rund 67 USD pro Barrel (31. Dezember 2016: 57 USD). Die Begrenzung der Fördermengen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie politische Spannungen in Saudi-Arabien gaben dem Ölpreis vor allem in der zweiten Jahreshälfte Auftrieb. Der Durchschnittspreis des Gesamtjahres war mit rund 55 USD wieder deutlich höher als im Vorjahr (2016: 45 USD). Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, verzeichnete nach einem Rückgang von rund 18 €/MWh auf etwa 16 €/MWh in der ersten Jahreshälfte einen erneuten Anstieg auf 18 €/MWh zum Ende des Jahres. Der Durchschnittswert erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr auf rund 17 €/MWh (2016: 16 €/MWh). Die Entwicklung an den Devisenmärkten war im Jahr 2017 von einer Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar geprägt. In der Folge lag der Wert des US-Dollars im Jahresdurchschnitt bei 1,13 EUR/USD und somit leicht unter Vorjahr (2016: 1,11 EUR/USD). / ABB: 2.5.2 AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S: + Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug von Gas beeinflusst. Trotz jüngster Preisanstiege verbleibt das Preisniveau für den Bezug von Gas in Europa vergleichsweise niedrig. + Fremdwährungssicherungssystem: Durch die für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente lag der Umrechnungskurs im Jahr 2017 bei durchschnittlich 1,12 EUR/USD inkl. Sicherungskosten (2016: 1,20 EUR/USD). Für die in kanadischen Dollar zu zahlenden Investitionen für die Errichtung des Werks Bethune haben wir im Geschäftsjahr 2017 zudem letztmalig den Wechselkurs zum Euro gesichert. PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL IM JAHR 2017 ABB: 2.5.1![]() Quelle: Bloomberg WÄHRUNGSENTWICKLUNG IM JAHR 2017 ABB: 2.5.2![]() Quelle: Bloomberg Der durchschnittliche Sicherungskurs lag im Berichtsjahr bei 1,45 EUR/CAD (2016: 1,49 EUR/CAD). → ,Finanzlage', Seite 87 + Die Preise wichtiger Agrarrohstoffe notierten zum Ende des Berichtsjahres weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Gleichzeitig waren die Kosten für die Landbewirtschaftung, z. B. für Düngemittel, trotz jüngster Preisanstiege relativ gering. Die daraus resultierenden Ertragsperspektiven sollten für die Landwirte weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. + Zum 1. Januar 2018 ist die US-Steuerreform in Kraft getreten. Obwohl ein einmaliger Steueraufwand das Nettoergebnis im vierten Quartal 2017 belastete, erwartet K+S aufgrund der Verringerung des Körperschaftsteuersatzes von 35 % auf 21 % insgesamt positive Auswirkungen aus dieser Steuerreform. Der positive liquiditätswirksame Effekt wird sich auf Basis unserer heutigen Prognosen für die Jahre 2018 bis 2020 auf kumuliert bis zu 30 Mio. USD belaufen. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEDie Branchensituation für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Geschäftsjahr 2017 durch eine hohe Nachfrage gekennzeichnet. Durch die vergleichsweise späten Vertragsabschlüsse zwischen den großen Kaliproduzenten und den chinesischen und indischen Abnehmern in 2016 wurden verbleibende Kontraktmengen noch bis in das erste Halbjahr 2017 ausgeliefert. Erst zu Beginn der zweiten Jahreshälfte einigten sich die Vertragsparteien auf einen neuen Preis für Kaliumchlorid einschließlich Fracht in Höhe von 230 USD/t in China bzw. 240 USD/t in Indien (2016: 219 bzw. 227 USD/t). Infolge der anhaltend hohen Nachfrage im Verlauf des Jahres hat sich das Preisniveau für Kaliumchlorid in vielen Regionen der Welt verbessert. Bei den Preisen für Düngemittelspezialitäten zeichneten sich zum Ende des Jahres erste Erholungstendenzen ab, nachdem zunächst eine höhere Produktverfügbarkeit im Markt zu leicht rückläufigen Preisen geführt hatte. Landwirte, die chloridempfindliche Kulturen wie z. B. Gemüse oder Wein anbauen, reagieren aufgrund der attraktiven Erträge, die mit diesen Kulturen erzielt werden können, tendenziell weniger sensitiv auf die Kosten für den Düngemitteleinsatz. GESCHÄFTSBEREICH SALZMildes Winterwetter zu Beginn des Jahres 2017 führte zu hohen Lagerbeständen an Auftausalz bei US-amerikanischen Kunden im Mittleren Westen sowie an der Ostküste. In der Folge gaben die Preise in diesem Segment regional im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts für die Wintersaison 2017/18 nach. Die winterlichen Witterungsverhältnisse in Europa führten hier hingegen zu einem Abbau der Lagerbestände und somit zu einer leichten Erholung der Auftausalzpreise. Aufgrund von vorteilhaften Winterkonditionen in Nordamerika startete die Auftausalzsaison 2017/2018 insgesamt besser als im schwachen Vorjahr. Die Rahmenbedingungen für den Verkauf von Verbraucherprodukten sowie von Salzen für die Lebensmittelindustrie blieben im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Erneut robust zeigte sich die Nachfrage nach Premiumprodukten (Meer- und Koschersalz). Eine positive Entwicklung war vor allem bei den Gewerbe- und Industriesalzen zu verzeichnen. Insbesondere in Südamerika war die Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer aus dem geförderten Roherz (Copper Leaching) erneut stark. In Europa sind die Preise für Industriesalz aufgrund einer verminderten Produktverfügbarkeit und hoher Nachfrage gestiegen. Global war ein leicht erhöhter Bedarf an Salzen für pharmazeutische Anwendungen zu verzeichnen, welcher in erster Linie auf den allgemeinen Trend einer alternden Bevölkerungsstruktur zurückzuführen sein sollte. WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE+ Die Produktverfügbarkeit am Werk Werra war im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher. Wesentliche Gründe hierfür waren die im Dezember 2016 erteilte Versenkgenehmigung sowie ein effizientes Abwassermanagement. Dadurch konnten im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte spürbare Absatzsteigerungen realisiert werden. + Im Mai 2017 wurde das neue Kaliwerk Bethune offiziell eröffnet. Wie zuletzt erwartet wurden dort im Geschäftsjahr rund 500.000 t produziert und die angestrebte jährliche technische Kapazität von 2 Mio. t planmäßig zum Ende des Jahres 2017 erreicht. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFUMSATZPROGNOSEDie im Rahmen des Geschäftsberichts 2016 formulierte Umsatzprognose ging für das Jahr 2017 von einem spürbaren Umsatzanstieg gegenüber der Vorperiode aus. Im Jahresverlauf wurde die Prognose auf eine Spanne von 3,60 - 3,80 Mrd. € eingeengt. Mit 3,63 Mrd. € lag der Umsatz innerhalb der von uns prognostizierten Bandbreite. / TAB: 2.5.1 ERGEBNISPROGNOSEMit 576,7 Mio. € bzw. 270,8 Mio. € erfüllten die operativen Ergebnisse EBITDA und EBIT I der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2017 die qualitative Prognose eines spürbaren Anstiegs gegenüber dem Vorjahr und lagen innerhalb der im Jahresverlauf angegebenen Spannen von 560 - 660 Mio. € bzw. 260 - 360 Mio. €. (2016: 519,1 Mio. € bzw. 229,3 Mio. €). Auch in beiden Geschäftsbereichen wurde ein spürbarer Anstieg der operativen Ergebnisse prognostiziert. Dabei wurde im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ein EBITDA von 268,8 Mio. € sowie ein EBIT I von 81,4 Mio. € erzielt (2016: 184,8 Mio. € bzw. 33,6 Mio. €) und die Prognose somit erfüllt. Der Geschäftsbereich Salz erwirtschaftete ein EBITDA von 325,2 Mio. € und ein EBIT I von 223,0 Mio. € (2016: 322,3 Mio. € bzw. 203,7 Mio. €). Auf EBITDA-Ebene blieb das operative Ergebnis stabil, während auf EBIT I-Ebene die prognostizierte spürbare Steigerung erreicht wurde. Ebenfalls wurde ein spürbarer Anstieg für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern mit 145,0 Mio. € (2016: 130,5 Mio. €) erwartet und erzielt. Der ROCE erreichte 3,2% und war somit moderat über Vorjahr (2016: 3,0%). Auf Ebene der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz wurde die Prognose eines im Vergleich zum Vorjahr spürbar höheren ROCE mit 1,4% im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte übertroffen und im Geschäftsbereich Salz mit 8,9% erfüllt (2016: 0,7% bzw. 8,1%). CASHFLOWPROGNOSEDie im Geschäftsbericht 2016 formulierte Prognose eines weiterhin negativen, jedoch spürbar verbesserten bereinigten Freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2017 wurde erfüllt. Er betrug im Berichtszeitraum -389,8 Mio. € (2016: -776,8 Mio. €). INVESTITIONSPROGNOSEIm Geschäftsbericht 2016 rechneten wir für das Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlich unter dem Vorjahr liegenden Investitionsvolumen (2016: 1,17 Mrd. €). Der tatsächliche Wert lag bei 810,8 Mio. € und entsprach somit unserer Prognose. Mit 680,4 Mio. € bzw. 118,8 Mio. € waren sowohl die Investitionen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz gegenüber Vorjahr deutlich niedriger (2016: 1.009,8 Mio. € bzw. 148,8 Mio. €). SOLL-/IST-VERGLEICH 2017 TAB: 2.5.1scroll
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1
Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen
Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte
sowie Effekte aus der Sicherung von Investitionen in kanadischen Dollar
eliminiert. Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und
zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2017: 29,9% (2016:
29,3%). → ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 2.5.2scroll
ERTRAGSLAGEUMSATZIm Geschäftsjahr 2017 betrug der Umsatz 3.627,0 Mio. € nach 3.456,6 Mio. € im Vorjahr. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte wirkten sich eine höhere Produktverfügbarkeit, insbesondere im Bereich der Düngemittelspezialitäten, am Verbundwerk Werra sowie erste Absatzmengen unseres neuen Werks in Kanada positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Auch der Geschäftsbereich Salz profitierte von Absatzsteigerungen im Berichtszeitraum. Dem standen eine nachteilige Währungsentwicklung in beiden Geschäftsbereichen sowie geringere Preise im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft gegenüber. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen in der Regel eine gewisse Saisonalität erkennen; bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Halbjahr im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte üblicherweise von der Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres. / TAB: 2.5.2, 2.5.3 → ,Darstellung der Segmente', Seite 93; → ,Segmentberichterstattung', Seite 138 Mit einem Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 49% war der Geschäftsbereich Salz in diesem Geschäftsjahr erneut der umsatzstärkste innerhalb der K+S GRUPPE, gefolgt vom Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und den Ergänzenden Aktivitäten. / ABB: 2.5.3 Bei der regionalen Verteilung führten unter anderem die niedrigeren Auftausalzpreise in Nordamerika zu prozentual gesunkenen Umsätzen in dieser Region. Entsprechend stieg der Anteil der Region Europa. Demgemäß erzielten wir auch weiterhin hier mit nun knapp 44% den größten Anteil am Umsatz. Auf Asien entfielen rund 8% des Gesamtumsatzes. / ABB: 2.5.4 AUFTRAGSENTWICKLUNGFür den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands am Jahresende im Verhältnis zum Umsatz mit weniger als 10% gering. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung -rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft daher nicht aussagekräftig. ENTWICKLUNG WESENTLICHER KOSTENIm Berichtsjahr erhöhten sich die Herstellungskosten von 2.202,3 Mio. € auf 2.414,6 Mio. €. Neben dem mengenbedingten Anstieg im Zuge geringerer Ausfalltage am Verbundwerk Werra sind die Herstellungskosten durch den Produktionsstart unseres Werks Bethune gestiegen. Die Vertriebskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf 704,5 Mio. € nach 645,5 Mio. € im Vorjahr, der Anstieg resultiert ebenfalls insbesondere aus höheren Absatzmengen. → ,Anhang', Seite 138 Neben den dargestellten Effekten haben insbesondere die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.434,8 Mio. € stieg der Materialaufwand im Wesentlichen aufgrund einer höheren Produktionsmenge spürbar (2016: 1.304,6 Mio. €). Im Jahr 2017 betrug der Personalaufwand 1.106,2 Mio. €; er lag damit moderat über dem Wert des Vorjahres (2016: 1.011,0 Mio. €). UMSATZ NACH BEREICHEN TAB: 2.5.3scroll
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UMSATZ NACH BEREICHEN ABB: 2.5.3![]() scroll
UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 2.5.4![]() scroll
EBITDA NACH BEREICHEN1 TAB: 2.5.4scroll
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Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag
im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Abgrenzung für die erfolgsabhängige Vergütung, eine Einmalzahlung an unsere Mitarbeiter nach der Gehaltsrunde 2017 sowie auf den Personalaufbau in Kanada zurückzuführen. Die Frachtkosten profitierten weiterhin von einem vergleichsweise niedrigen Preisniveau für Rohöl, lagen jedoch vor allem mengenbedingt mit 714,8 Mio. € spürbar über dem Vorjahr (2016: 637,5 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 253,3 Mio. € nach 212,4 Mio. €, der Anstieg ist mengen- und preisbedingt. ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHROPERATIVE ERGEBNISSE EBITDA UND EBIT IDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), welches um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen (24,1 Mio. €) bereinigt wurde, lag im Berichtsjahr mit 576,7 Mio. € spürbar über dem Wert des Vorjahres (2016: 519,1 Mio. €). Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war insbesondere der höhere Absatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte. / TAB: 2.5.4 EBIT I NACH BEREICHEN TAB: 2.5.5scroll
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ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT I) UND EBITDA TAB: 2.5.6scroll
Das operative Ergebnis EBIT I betrug im Berichtsjahr aufgrund der genannten Effekte 270,8 Mio. € nach 229,3 Mio. € im Vorjahr, dies entspricht einem Anstieg um rund 18%. Im EBIT I ist 2017 zudem ein Aufwand in Höhe von 43 Mio. € im Wesentlichen zur Bildung bzw. zur Anpassung von Rückstellungen für die Ende 2018 vorgesehene Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall berücksichtigt. Im EBIT I sind Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und Wertaufholungen (bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag an aktivierten Eigenleistungen) in Höhe von 305,9 Mio. € berücksichtigt, diese erhöhten sich um rund 6% gegenüber dem Vorjahr (2016: 289,8 Mio. €), vor allem wegen weiterer Investitionen in den Gewässerschutz sowie der ab September 2017 eingesetzten Abschreibung am neuen Standort Bethune in Kanada. Die zum 1. Juli 2017 vorgenommene Anpassung der Anlagennutzungsdauern reduzierte hingegen die Abschreibungen im Berichtszeitraum um 54 Mio. €. / TAB: 2.5.5 ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN (EBIT II)Im Jahr 2017 wurde ein Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II von 327,3 Mio. € erwirtschaftet (2016: 291,0 Mio. €). Die Differenz zwischen dem EBIT I und EBIT II in Höhe von + 56,5 Mio. € (2016: + 61,7 Mio. €) resultierte überwiegend aus der positiven Veränderung der Marktwerte noch offener Sicherungsgeschäfte sowie aus der Ausbuchung von fällig gewordenen Geschäften mit negativen Marktwerten. / TAB: 2.5.6 → ,Konzernabschluss', Seite 132; → ,Glossar', Seite 210 Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis erhöhte sich von -51,9 Mio. € auf -26,4 Mio. €. Ein wichtiger Grund für die deutliche Verbesserung war neben dem gesunkenen Zinsanteil bergbaulicher Rückstellungen insbesondere die positive Entwicklung des sonstigen Finanzergebnisses von -3,7 Mio. € auf +16,4 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen wechselkursbedingt, da der schwächere US-Dollar zu höheren Erträgen aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten führte. KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIEDas Konzernergebnis nach Steuern lag im Berichtsjahr bei 184,6 Mio. € (2016: 174,1 Mio. €). Der Steueraufwand betrug 116,3 Mio. € (2016: 64,7 Mio. €) und beinhaltete einen einmaligen Steueraufwand in Höhe von 28,3 Mio. € im Zuge der US-Steuerreform. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 29,9% (2016: 29,3%) zugrunde gelegt; der Anstieg gegenüber dem Vorjahr geht auf Erhöhungen von Gewerbesteuerhebesätzen zurück. → ,Anhang', Seite 138 Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,96 € (2016: 0,91 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl an ausstehenden Aktien in Höhe von unverändert 191,4 Mio. Stückaktien. BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIEZur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert; zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet, nicht jedoch die Auswirkungen der US-Steuerreform. Das bereinigte Konzernergebnis dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird wie folgt ermittelt: / TAB: 2.5.7 Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 145,0 Mio. € (2016: 130,5 Mio. €). Unter Berücksichtigung eines bereinigten Vorsteuerergebnisses in Höhe von 244,4 Mio. € resultierte im Berichtsjahr vor allem aufgrund der Auswirkungen der US-Steuerreform eine außergewöhnlich hohe bereinigte Konzernsteuerquote von 40,7% nach 26,5% im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im Berichtsjahr auf 0,76 € nach 0,68 € im Vorjahr. Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2017 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit auf unverändert 191,4 Mio. Stückaktien. / TAB: 2.5.8 HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES TAB: 2.5.7scroll
ERGEBNIS JE AKTIE TAB: 2.5.8scroll
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MARGENKENNZAHLEN ABB: 2.5.5![]() KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGEMARGENKENNZAHLENAuch die Margenkennzahlen verbesserten sich im Berichtsjahr: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 576,7 Mio. € im Jahr 2017 führte zu einer EBITDA-Marge von rund 16% nach 15% im Vergleichszeitraum, die EBIT I-Marge erreichte knapp 8% (2016: 7%). Die Umsatzrendite lag erneut bei rund 4% (2016: 4%). / ABB: 2.5.5 → ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205 HERLEITUNG DER KAPITALKOSTENDer gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peer-Group-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber wird aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie abgeleitet. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen; Ende 2017 lag dieser bei 1,25% (2016: 1,04%). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 6,25% (2016: 6,25%) sowie mit dem aus der Peer-Group abgeleiteten, gültigen Betafaktor in Höhe von 1,03 (2016: 0,97) gegenüber dem Vergleichsindex MSCI WORLD ermittelt. Daraus ergab sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,7% (2016: 7,1 %). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 2,8% (2016: 3,4%) und basiert auf dem Rating der Unternehmen der Peer-Group und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Steuern folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 2,0% (2016: 2,5%). Der nach dem Peer-Group-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad betrug 40,7% (2016: 31,5%). In Summe führte dies zu einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von 6,0% (2016: 6,0%) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen Kapitalbindung von 8.498,8 Mio. € (davon operativ gebunden: 8.345,7 Mio. €) für das Jahr 2017 Kapitalkosten in Höhe von 509,9 Mio. € (2016: 462,2 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,5% (2016: 8,2%). RENDITEKENNZAHLENDie Renditekennzahlen sind insbesondere aufgrund der positiven Entwicklung in beiden Geschäftsbereichen leicht verbessert. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 3,3% (2016: 2,9 %) und die Gesamtkapitalrendite 3,1% (2016: 2,7%). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE stieg im Berichtsjahr auf 3,2% nach 3,0% im Vorjahreszeitraum. Grund hierfür war der deutliche Anstieg im EBIT I, dem stand eine höhere operative Kapitalbindung, im Wesentlichen durch Bethune, gegenüber. Der ROCE lag auch im Jahr 2017 unter unseren Kapitalkosten von 8,5% vor Steuern. Damit hat die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -438,1 Mio. € verzeichnen müssen (2016: -391,7 Mio. €). Der Geschäftsbereich Kali- und HERLEITUNG DES ROCE TAB: 2.5.9scroll
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Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung
enthaltenen latenten Steuern. Magnesiumprodukte erreichte aus den genannten Gründen einen ROCE von 1,4%, der Geschäftsbereich Salz lag bei 8,9%. / TAB: 2.5.9, 2.5.10 → ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205 FINANZLAGEGRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPE FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERTZu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es, + die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern, + die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten und zu optimieren sowie + finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren. Durch ein zentralisiertes Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um die Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir ungeachtet des gegenwärtigen "Non-Investment Grade"-Ratings langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade"-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand folgender Kennzahlen vorgenommen: / TAB: 2.5.11 → ,K+S am Kapitalmarkt', Seite 24 MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN1 TAB: 2.5.10scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und regelmäßig überwacht. FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEMSchwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden hier wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten in USD) mithilfe von Derivaten, in der Regel durch Optionen oder Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung treten derzeit hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf und werden zukünftig auch im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die kanadische-Dollar-Umrechnung eine zunehmend größere Rolle spielen. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance erhalten, für einen Teil der Fremdwährungspositionen an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2017 lag der realisierte Kurs des US-Dollars im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bei durchschnittlich 1,12 EUR/USD inkl. Kosten (2016: 1,20 EUR/USD). / TAB: 2.5.12 Aufgrund der Inbetriebnahme des Standorts Bethune in Kanada entstehen künftig nennenswerte Auswirkungen aus der Entwicklung des Wechselkurses des kanadischen Dollars zum US-Dollar (Transaktion) bzw. zum Euro (Translation). → www.k-plus-s.com/bethune Bis zum Abschluss der Bauphase in Bethune wurden für die Investitionen in kanadischen Dollar auch Sicherungsgeschäfte gegen Euro abgeschlossen. Seit dem Übergang des Werks in den Regelbetrieb erfolgt die Beschaffung der benötigten CAD durch eine direkte Sicherung gegenüber dem USD aus dem erkauf der in Kanada hergestellten Produkte. KENNZAHLEN DER KAPITALSTRUKTUR TAB: 2.5.11scroll
WÄHRUNGSSICHERUNG GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE TAB: 2.5.12scroll
INVESTITIONEN NACH BEREICHEN1 TAB: 2.5.13scroll
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INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ABB: 2.5.6![]()
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Betrifft zahlungswirksame Investitionen für
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung
der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement. INVESTITIONSANALYSEIm Jahr 2017 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 810,8 Mio. € (2016: 1.170,8 Mio. €). Der Rückgang ist wie erwartet vor allem auf das im Vergleich zum Vorjahr geringere Investitionsvolumen für unser Werk Bethune zurückzuführen, das in 2017 erfolgreich in Betrieb genommen wurde. / TAB: 2.5.13 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben und Verpflichtungen aus Operating-Leasing in Höhe von 388,3 Mio. €. / ABB: 2.5.6 GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 680,4 Mio. € und damit 329,4 Mio. € weniger als im Vorjahr (2016: 1.009,8 Mio. €). Das Werk Bethune, die Lager- und Umschlagsanlagen in Vancouver sowie die Bahnverbindung wurden erfolgreich in Betrieb genommen. Die Reparaturarbeiten aufgrund der Havarie im Juli 2016 wurden abgeschlossen. Weitere Eisenbahnwaggons sind produziert und angeliefert worden. Darüber hinaus wurde verstärkt in Maßnahmen zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier investiert, insbesondere in die Errichtung der neuen KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF), die Anfang des Jahres 2018 wie geplant in Betrieb gegangen ist. → ,Darstellung der Segmente', Seite 93; → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 CASHFLOWÜBERSICHT TAB: 2.5.14scroll
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MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE TAB: 2.5.15scroll
GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Jahr 2017 gingen die Investitionen im Geschäftsbereich Salz auf 118,8 Mio. € zurück (2016: 148,8 Mio. €). Die Erschließung des nächsten Abbauhorizonts am Standort Ojibway, Kanada, sowie Maßnahmen zur Beseitigung von Sturmschäden am Standort Inagua, Bahamas, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten Projekten. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENDie Investitionsausgaben für die Ergänzenden Aktivitäten gingen auf 4,4 Mio. € zurück (2016: 5,8 Mio. €). Der Großteil hiervon entfiel auf Erhaltungsinvestitionen im Bereich Entsorgung und Recycling. LIQUIDITÄTSANALYSEDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 306,8 Mio. € (2016: 445,4 Mio. €). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus einer Zunahme des Forderungsbestands, insbesondere durch Umsatzerlöse aus dem Werk in Kanada. / TAB: 2.5.14 Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2017 auf -696,6 Mio. € (2016: -1.222,2 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit -389,8 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2016: -776,8 Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 411,5 Mio. € zurück (2016: 769,1 Mio. €). Ursächlich hierfür war eine geringere Aufnahme von Fremdfinanzierungsmitteln sowie eine höhere Tilgungsleistung. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Nettofinanzmittelbestand 175,7 Mio. € (31.12.2016: 134,7 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. / TAB: 2.5.15 FINANZIERUNGSANALYSEDie Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2017 zu 86% aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt (31.12.2016: 88%). / ABB: 2.5.7 EIGENKAPITALANTEIL UNTER VORJAHRDas Eigenkapital ging im Berichtsjahr auf 4.160,7 Mio. € nach 4.552,2 Mio. € im Vorjahr zurück. Durch einen verhältnismäßig stärkeren Anstieg des Fremdkapitals auf insgesamt 5.593,7 Mio. € (2016: 5.093,3 Mio. €) verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 42,7% (2016: 47,2%). FREMDKAPITALANTEIL GESTIEGENDas langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 4.240,2 Mio. € (2016: 3.930,4 Mio. €). Dadurch stieg der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 43,4% der Bilanzsumme (31.12.2016: 40,7%). Ursächlich hierfür waren in erster Linie höhere langfristige Finanzverbindlichkeiten. Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.353,5 Mio. € (31.12.2016: 1.162,9 Mio. €). Damit erhöhte sich dessen Anteil an der Bilanzsumme auf 13,9% zum 31. Dezember 2017 (2016: 12,1 %). → ,Anhang', Seite 138 FINANZVERBINDLICHKEITENFinanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2017 in Höhe von 3.021,7 Mio. € (2016: 2.534,5 Mio. €). Der Anstieg beruht vor allem auf weiterhin hohen Investitionen in das neue Kaliwerk Bethune in Kanada. Aus diesem Grund wurden Anleihen und Schuldscheindarlehen im Jahr 2017 mit einem Volumen von insgesamt 690 Mio. € begeben. Weitere große Teile des langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012 und Dezember 2013 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen. RÜCKSTELLUNGENDie langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen blieben mit 1.000,0 Mio. € nahezu unverändert (2016: 996,0 Mio. €). Der durchschnittliche Diskontierungssatz blieb ebenfalls bei 3,3% (2016: 3,3%). Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen leichten Rückgang auf 166,4 Mio. € (2016: 186,7 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 2,9% (2016: 3,0%). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. → ,Anhang', Seite 138 BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEWir nutzen Operating-Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE. PASSIVA ABB: 2.5.7![]() AKTIVA ABB: 2.5.8![]() NETTOVERSCHULDUNG TAB: 2.5.16scroll
MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE TAB: 2.5.17scroll
VERMÖGENSLAGEVERMÖGENSSTRUKTURANALYSEDie Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2017 auf 9.754,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 9.645,5 Mio. €). Das Sachanlagevermögen stieg im Wesentlichen durch die Inbetriebnahme des neuen Kaliwerks Bethune in Kanada auf 6.692,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 6.456,0 Mio. €). Insbesondere aufgrund erster Produktverkäufe aus Bethune stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 714,9 Mio. € (2016: 656,5 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen stieg im Wesentlichen infolge der Begebung einer Unternehmensanleihe auf 201,0 Mio. € (31. Dezember 2016: 161,5 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 81:19 gegenüber Vorjahr unverändert (2016: 81:19). / ABB: 2.5.8 Per 31. Dezember 2017 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.140,5 Mio. € (31. Dezember 2016: 3.583,8 Mio. €). Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 2.974,1 Mio. € (2016: 2.401,1 Mio. €). / TAB: 2.5.16, 2.5.17 → ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 205 ZWECKGEBUNDENES VERMÖGENIm Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Solcher Art behandelte Verpflichtungen werden gemäß ifrs bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2017 bei 441,3 Mio. € nach 434,7 Mio. € im Vorjahr. → ,Anhang', Anmerkung (21), Seite 172 NICHT BILANZIERTES VERMÖGENSonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2017 auf 388,3 Mio. € (31. Dezember 2016: 550,3 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z. B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge geleast und Lagerkapazitäten gemietet. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. DARSTELLUNG DER SEGMENTEGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEUMSATZANSTIEG GEGENÜBER VORJAHRIm Berichtsjahr stieg der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mengenbedingt auf 1.703,5 Mio. € und übertraf spürbar den Vorjahreswert (2016: 1.531,6 Mio. €). Ein wesentlicher Grund hierfür war die höhere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra. Nach Erteilung der neuen Versenkgenehmigung im Dezember 2016 und aufgrund eines effizienten Abwassermanagements waren nur noch im ersten Quartal 2017 an 25 Tagen Produktionsunterbrechungen unvermeidbar - nach rund 200 entsorgungsbedingten Stillstandstagen im Vorjahr. Darüber hinaus wurde im Sommer 2017 das neue Werk Bethune in Betrieb genommen. Insgesamt erhöhte sich die Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf über 6,7 Mio. t (2016: 6,1 Mio. t). / ABB: 2.5.9 / TAB: 2.5.18, 2.5.19 → ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 79 ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 2.5.18scroll
UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 2.5.9![]() scroll
KENNZAHLEN TAB: 2.5.19scroll
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Bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag
im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen. ENTWICKLUNG VON UMSATZ, ABSATZ UND DURCHSCHNITTSPREISEN NACH REGIONEN1 TAB: 2.5.20scroll
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Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im Berichtsjahr etwa 59%. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Asien und Südamerika erzielt. / TAB: 2.5.20 Der Umsatz mit Kaliumchlorid stieg im Geschäftsjahr 2017 insbesondere mengenbedingt spürbar auf 733,4 Mio. € (2016: 646,8 Mio. €). Zusätzlich erhöhten sich im Verlauf des Jahres die Preise für Kaliumchlorid in vielen wichtigen Absatzregionen. Dem stand eine für K+S negative Währungsentwicklung gegenüber. Mit der Inbetriebnahme des neuen Kaliwerks Bethune in Kanada konnten zusätzliche Absatzmengen in Übersee erzielt werden, außerdem wurden Absatzsteigerungen in Europa realisiert. In Europa wurden im Berichtsjahr rund 1,2 Mio. t Kaliumchlorid abgesetzt (2016: 1,1 Mio. t), in Übersee waren es rund 2,0 Mio. t (2016: 1,9 Mio. t). Die höhere Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra und die daraus resultierenden Absatzsteigerungen sowie Nachfragezuwächse führten insbesondere im Bereich der Düngemittelspezialitäten zu einer spürbaren Erhöhung des Umsatzes auf 710,5 Mio. € (2016: 636,3 Mio. €). Das Absatzvolumen in Europa stieg von 1,8 Mio. t auf knapp 2,0 Mio. t, auch der Überseeabsatz lag mit mehr als 0,7 Mio. t über dem Vorjahreswert (2016: 0,6 Mio. t). Im Bereich Industrieprodukte stieg der Umsatz insbesondere mengenbedingt leicht auf 259,5 Mio. € nach 248,5 Mio. € im Vorjahr. Die Absatzmenge stieg in Europa auf 0,6 Mio. t (2016: 0,5 Mio. t) und blieb in Übersee mit 0,2 Mio. t nahezu stabil. ERHOLUNG DES OPERATIVEN ERGEBNISSESDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs betrug im Berichtsjahr 268,8 Mio. € und lag damit deutlich über dem Wert des Vorjahres (2016: 184,8 Mio. €). Ursächlich waren auch hier im Wesentlichen die beschriebenen Absatzsteigerungen. Eine Einmalzahlung an unsere Mitarbeiter sowie höhere Energiekosten wirkten sich dagegen ergebnismindernd aus. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2017 für die Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall zum Ende des Jahres 2018 entsprechende Rückstellungen gebildet. NEUES KALIWERK BETHUNE IN BETRIEBAm 2. Mai 2017 wurde das neue Werk Bethune offiziell eröffnet und der Betriebsmannschaft übergeben. Damit wurde die knapp fünfjährige Bauphase erfolgreich abgeschlossen. Zudem wurde am 28. August 2017 die neue Umschlags- und Lageranlage im Hafen von Vancouver (Port Moody) eröffnet; von dort beliefert K+S hauptsächlich Kunden in Südamerika und Asien. Wie zuletzt erwartet, wurden am Standort Bethune im Geschäftsjahr 2017 rund 500.000 t produziert und die angestrebte jährliche Kapazität von 2 Mio. t planmäßig zum Ende des Jahres 2017 erreicht. Mit Bethune ist K+S ein Kalianbieter mit Produktionsstandorten auf zwei Kontinenten. Das Werk wird langfristig auf eine jährliche Produktionskapazität von 2,86 Mio. t zurückgreifen können und das deutsche Produktionsnetzwerk bedeutend ergänzen, die Produktionskosten reduzieren und die durchschnittliche Lebensdauer der K+S-Kalibergwerke verlängern. Dadurch stärkt das neue Kaliwerk die internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich, was im Ergebnis der gesamten K+S GRUPPE zugutekommt. EINSTELLUNG DER PRODUKTION IM KALIBERGWERK SIGMUNDSHALL ENDE 2018Ende November 2017 haben Aufsichtsrat und Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschlossen, die Kaliproduktion des Bergwerks Sigmundshall (Region Hannover) zum Ende des Jahres 2018 einzustellen. Die zu gewinnenden Vorräte neigen sich dem Ende zu und die Bedingungen beim Abbau der Rohstoffe in mehr als 1.400 m Tiefe bringen Mensch und Technik an ihre Grenzen. Der gestiegene bergtechnische Aufwand hat dazu geführt, dass die Produktivität des Standorts trotz des großen Engagements der Mitarbeiter in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich abgenommen hat. WEITERE MASSNAHMEN ZUR REDUZIERUNG DER SALZABWÄSSER - NEUE ANLAGE AM WERK WERRA GEHT TERMINGERECHT IN BETRIEBDie Entsorgung von salzhaltigen Produktionsabwässern ist maßgeblich für die Aufrechterhaltung der Kaliproduktion. Für unser Verbundwerk Werra war die im Dezember 2016 erteilte Erlaubnis zur Fortsetzung der Versenkung von salzhaltigen Abwässern bis Ende 2021 ein wichtiger Schritt zu einer höheren Produktionssicherheit. Jedoch enthält sie neben einer geringer als beantragt genehmigten jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m3 u. a. auch eine Begrenzung der Tagesmenge auf 5.000 m3 . Vor diesem Hintergrund haben wir im Jahr 2017 zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung realisiert. Neben der temporären Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Thüringen) sind auch Abwassertransporte zur Einleitung in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) sowie zur Stilllegung und dauerhaften Sicherung von Gaskavernen nach Bernburg (Sachsen-Anhalt) realisiert worden. Darüber hinaus wurde durch den kontinuierlichen Ausbau der Speicherbeckenkapazitäten vor Ort die Produktion weiter stabilisiert. Nachdem im ersten Quartal 2017 am Standort Hattorf noch eine durch die niedrige Wasserführung der Werra bedingte Produktionsunterbrechung von 25 Tagen notwendig geworden war, konnte nach Umsetzung dieser Maßnahmen die Produktion am Verbundwerk Werra ohne Einschränkungen durchlaufen. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Als weiteren Meilenstein für den Gewässerschutz an der Werra hat K+S am 17. Januar 2018 wie geplant die KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) am Standort Hattorf in Betrieb genommen. Mit der Anlage werden aus bisher nicht nutzbaren Salzlösungen rund 260.000 t verkaufsfähiges Produkt gewonnen und die Abwassermenge des Werks Werra jährlich um rund 20% reduziert. Mit einem Investitionsvolumen von 180 Mio. € handelt es sich bei dieser neuen Anlage um unser bisher größtes Einzelprojekt für den Gewässerschutz. Für das Jahr 2018 ist nicht mit entsorgungsbedingten Produktionsunterbrechungen am Verbundwerk Werra zu rechnen. Für die Entsorgung fester Produktionsrückstände entwickelt sich das bereits in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Hattorf positiv. Auch die Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Haldenkapazität der Standorte Wintershall und Zielitz liegen im Zeitplan. → ,Risiko- und Chancenbericht', Seite 100 K+S SCHLIESST VERGLEICHE MIT BUND UND GEMEINDE GERSTUNGENNach intensiven Gesprächen hat sich K+S zum Ende des Geschäftsjahres mit dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.) auf einen Vergleich verständigt. K+S verzichtet - eine normale Wasserführung der Werra vorausgesetzt - auf in Summe bis zu eine Million Kubikmeter des für die Jahre 2018 bis 2021 genehmigten Versenkvolumens und wird auch nach Auslaufen der bis Ende 2021 geltenden Genehmigung keinen neuen Versenkantrag mehr stellen. Im Gegenzug hat der BUND seine Klage und den darauf gestützten Eilantrag gegen die bestehende Versenkerlaubnis zurückgenommen. UMSATZ NACH REGIONEN ABB: 2.5.10![]() scroll
Im Dezember 2017 hat K+S zudem die jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Gemeinde Gerstungen beigelegt und die Vergleichsgespräche erfolgreich beendet. So verpflichtet sich K+S, die Gemeinde bei der Umsetzung eines Handlungskonzepts zur Optimierung der Trinkwasserversorgung zu unterstützen. Im Gegenzug beendet die Gemeinde Gerstungen die von ihr angestrengten Klage- und Eilverfahren gegen wasserrechtliche Erlaubnisse und setzt sich für eine einvernehmliche Beilegung der Verfahren gegen die Einleitung von Salzabwasser in die Werra ein. Mit den erzielten Vergleichen erhält K+S Rechtssicherheit für die bestehende Versenkerlaubnis und legt mit den Beteiligten auch die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Künftig sollen etwaige Streitpunkte einvernehmlich unter Berücksichtigung der gegenseitigen Interessen ausgeräumt und somit der Dialog intensiviert werden. GESCHÄFTSBEREICH SALZUMSATZ AUF VORJAHRESNIVEAUDer Umsatz im Geschäftsbereich Salz lag in 2017 mit 1.762,0 Mio. € (2016: 1.762,2 Mio. €) auf dem Niveau des Vorjahres. In Nordamerika verlief das Auftausalzgeschäft infolge eines milden Winters 2016/2017 und allgemein höherer Vorratsbestände unserer Kunden unterdurchschnittlich. Eine verbesserte europäische Nachfrage konnte diese Entwicklung mengenseitig mehr als ausgleichen. Auf Jahressicht wurde mit 10,7 Mio. t etwa 6% mehr Auftausalz abgesetzt (2016: 10,1 Mio. t). Der Durchschnittspreis des Produktsegments blieb rund 5 % hinter dem Vorjahreswert zurück. Vor allem im mittleren Westen der USA reduzierten sich die Preise deutlich. In der Folge blieb der Umsatz mit Auftausalz im Jahr 2017 mit 613,2 Mio. € stabil im Vergleich zum Wert des Vorjahres (2016: 609,9 Mio. €). Im Bereich der Verbraucherprodukte wie Speise- oder Wasserenthärtungssalzen lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 407,4 Mio. € moderat unter dem Vorjahresniveau (2016: 426,9 Mio. €). Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind im Wesentlichen Mengeneffekte, die durch positive Preiseffekte nur teilweise kompensiert werden konnten. Der Absatz reduzierte sich von 1,6 Mio. t auf 1,5 Mio. t. / ABB: 2.5.10 / TAB: 2.5.21, 2.5.22 Das Geschäft mit Gewerbesalzen, wie z. B. für die Tiernahrungs-, Erdöl-/Erdgas- und Pharmaindustrie, blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil, der Umsatz betrug 318,4 Mio. € nach 314,8 Mio. € im Vorjahr. Dabei konnten negative Währungseffekte durch deutlich höhere Absatzmengen in Südamerika für den Einsatz von Salz für die Kupferextraktion kompensiert werden. Insgesamt konnte der Geschäftsbereich in diesem Segment 3,6 Mio. t absetzen. Dies entspricht einer Steigerung um rund 6 % gegenüber dem Vorjahreswert (2016: 3,4 Mio. t). Der Umsatz mit Salz für die Lebensmittelindustrie lag mit 242,5 Mio. € ebenfalls im Bereich des Vorjahreswerts (2016: 246,3 Mio. €). Das abgesetzte Volumen betrug im Jahr 2017 knapp 1,3 Mio. t. (2016: 1,3 Mio. t). Im Industriesalzgeschäft stieg der Umsatz deutlich von 124,9 Mio. € in 2016 auf 144,6 Mio. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Absatzmengen in Nordamerika und verbesserte Preise in Europa zurückzuführen. Der Absatz lag insgesamt mit 3,3 Mio. t moderat über dem des Vorjahres (2016: 3,0 Mio. t). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 2.5.21scroll
Der Festsalzabsatz des Geschäftsbereichs lag mit insgesamt 20,3 Mio. t rund 5 % über dem Wert des Vorjahres (2016: 19,4 Mio. t). / TAB: 2.5.23 EBITDA GEGENÜBER VORJAHR VERBESSERTDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 325,2 Mio. € leicht über Vorjahr (2016: 322,3 Mio. €). Trotz negativer Auswirkungen des Hurricanes Irma, der zeitweise zu Produktionsausfällen, eingeschränkten Transportkapazitäten und Mehrkosten am Standort Inagua, Bahamas, führte, konnte ein leicht höheres EBITDA gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. ERGÄNZENDE AKTIVITÄTENUMSATZ STABILDer Umsatz der Ergänzenden Aktivitäten lag mit 159,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 161,1 Mio. €). Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 188,6 Mio. € (2016: 187,6 Mio. €). / ABB: 2.5.11 / TAB: 2.5.24, 2.5.25 KENNZAHLEN TAB: 2.5.22scroll
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ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE1 TAB: 2.5.23scroll
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Im Bereich Entsorgung und Recycling fiel der Umsatz im Berichtsjahr vor allem mengenbedingt von 89,4 Mio. € auf 85,8 Mio. €. Der Drittumsatz der K+S TRANSPORT GMBH ging im Vergleich zum Vorjahr auf 9,7 Mio. € zurück (2016: 10,1 Mio. €). Im Bereich Tierhygiene verblieb der Umsatz mit 40,1 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 40,1 Mio. €). Das CFK-Handelsgeschäft verzeichnete einen mengenbedingten Umsatzanstieg auf 24,3 Mio. € (2016: 21,5 Mio. €). EBITDA AUF VORJAHRESNIVEAUDas Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Ergänzenden Aktivitäten lag im Berichtsjahr mit 30,3 Mio. € annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (2016: 30,8 Mio. €). Während das EBITDA der K+S TRANSPORT GMBH vor allem mengenbedingt anstieg, verzeichneten die übrigen Bereiche einen leichten, zumeist kostenbedingten Rückgang. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR TAB: 2.5.25scroll
BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND1Das Geschäftsjahr 2017 war von einer hohen Nachfrage nach kalihaltigen Pflanzennährstoffen sowie einem verbesserten Preisniveau für Kaliumchlorid geprägt. Auch die Preise für Düngemittelspezialitäten zeigten zum Ende des Jahres erste Erholungstendenzen, nachdem zunächst eine höhere Produktverfügbarkeit im Markt zu leicht rückläufigen Preisen geführt hatte. Die im Dezember 2016 erteilte Versenkgenehmigung und unser effizientes Abwassermanagement wirkten sich positiv auf die Produktverfügbarkeit am Verbundwerk Werra aus. Auch durch die Inbetriebnahme unseres neuen Kaliwerks Bethune konnten wir unseren Absatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Eine nachteilige Währungsentwicklung in beiden Geschäftsbereichen sowie geringere Preise im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft wirkten sich hingegen negativ auf den Umsatz aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 576,7 Mio. € und verbesserte sich somit spürbar (2016: 519,1 Mio. €). Im Ergebnis ist zudem ein einmaliger Aufwand für die Bildung bzw. Anpassung von Rückstellungen für die Ende 2018 vorgesehene Schließung des Kalibergwerks Sigmundshall berücksichtigt. Der bereinigte Freie Cashflow war mit -389,8 Mio. € zwar weiterhin negativ, verbesserte sich allerdings gegenüber dem Vorjahr (2016: -776,8 Mio. €). Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA betrug in der Folge das 7,2-fache, nachdem die Kennzahl unterjährig einen Höchststand von 8,1-fach erreichte (2016: 6,9-fach). 2.6 RISIKO- UND CHANCENBERICHTAls international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Planung und Strategie dar. Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert. MANAGEMENTPROZESSIDENTIFIKATIONDie Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Unternehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld. → ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 BEWERTUNG VON FINANZIELLEN AUSWIRKUNGEN UND STEUERUNGFür das Management von Chancen und Risiken haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial. Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden zwölf, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet. Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch. BEWERTUNG VON NICHTFINANZIELLEN AUSWIRKUNGENIdentifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Identifizierte Risiken können im Falle eines Eintritts nicht oder nur schwer quantifizierbare Reputationsrisiken nach sich ziehen. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Seite 45 Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand der Dimensionen Schadenspotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit. Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der nichtfinanziellen Erklärung beschrieben. BERICHTERSTATTUNGDer internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend an den Vorstand über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist. Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Sofern aus Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung. Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten"). Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert. RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN (IFRS 7)Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen. → ,Finanzlage', Seite 87 Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten. → ,Anhang', Seite 138 Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). RISIKEN UND CHANCEN 2018 - 2020Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb des Zeitraums der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden: + wesentliche finanzielle Auswirkung: >200 Mio. € + moderate finanzielle Auswirkung: >25 - 200 Mio. € Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert: + wahrscheinlich: >50% + möglich: 10 - 50% + unwahrscheinlich: <10% RISIKEN TAB: 2.6.1scroll
CHANCEN TAB: 2.6.2scroll
Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar: + höher als im Vorjahr: ↑ + niedriger als im Vorjahr: ↓ Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird. ÜBERSICHT DER RISIKENDie nachfolgende Tabelle gibt, für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren, einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen Segmenten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Segment hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE. / TAB: 2.6.1 ÜBERSICHT DER CHANCENDie nachfolgende Tabelle gibt, für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren, einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen Segmenten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern kein Segment hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE. / TAB: 2.6.2 EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN UND CHANCENGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGDie Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahr 2017 fast überall weiter an und setzten somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Insgesamt sollten die Agrarpreise unserer Einschätzung nach weiterhin einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen der Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig. Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftau- und Gewerbesalz sowie nach Verbraucherprodukten und Salz für die Lebensmittelindustrie ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist. Aktuell sind insbesondere Veränderungen in der US-Handelspolitik in der Diskussion. Diese sind möglich und werden laufend beobachtet. Auch die zukünftigen Auswirkungen der US-Steuerreform sind mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Entsprechende Auswirkungen sind derzeit nicht abschätzbar. Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen. Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren. Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2018 ein. → ,Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 78 ANGEBOTSAUSWEITUNG/NACHFRAGERÜCKGANGVor allem die Produkte unseres Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen oder das Auftreten von Tierseuchen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang führen. Darüber hinaus könnte sich die Nachfrage auch aufgrund einer bewussten Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ entwickeln. Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Bestehende sowie neue Produzenten sind dabei, aufgrund ihrer Einschätzung des langfristigen Nachfragewachstums auf dem Weltkalimarkt Produktionskapazitäten auszubauen. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren. Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Markts für Pflanzennährstoffe bis hin zu einem Verdrängungswettbewerb auf der Angebotsseite verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung und einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir unter anderem an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Spezialitätenprodukte. PREISERHÖHUNG/NACHFRAGEANSTIEGChancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach Kali- und Magnesiumprodukten. Die Branchensituation im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war im Jahr 2017 von einer guten Nachfrage geprägt. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen in 2017 fast überall weiter an und setzten somit ihre Entwicklung seit Mitte 2016 fort. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (n), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen. Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des sich verstärkenden Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht. WITTERUNGSBEDINGTE NACHFRAGESCHWANKUNGENIm Geschäftsbereich Salz hat die Witterung in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte könnte sich durch witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Niño oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten. WITTERUNGSBEDINGTE ZUSATZKOSTENIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Mit der Inbetriebnahme der neuen KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOATATIONSANLAGE (KKF) im Januar 2018 gehen wir davon aus, dass das Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr alle Salzabwässer im Rahmen der bestehenden Genehmigungen standortnah entsorgen kann. In einem trockenen Jahr müssten allerdings bestimmte Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Daher hat K+S zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung erarbeitet. Für die temporäre Einstapelung von Salzlösungen im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) sowie zur Einleitung von Prozess- und Haldenwasser in das stillgelegte K+S-Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Region Hannover) liegen Genehmigungen vor. Darüber hinaus wird eine weitere Kaverne des Untergrundgasspeichers (UGS) Bernburg durch die Flutung mit gesättigtem Salzwasser aus der Kaliproduktion des Werks Werra verwahrt. Hinzu kommt der kontinuierliche Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten vor Ort, um die Flexibilität des Abwassermanagements weiter zu erhöhen. Außerdem wird die Umsetzung weiterer Maßnahmen geprüft, die aus heutiger Sicht aber noch einiger Zeit bedürfen. Es sind technische Fragen zu klären, Genehmigungen einzuholen sowie danach infrastrukturelle Anpassungen vorzunehmen. RISIKEN AUS VERÄNDERUNGENRECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGENFür die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen. Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. BEWIRTSCHAFTUNGSPLANUNG NACH DER WASSERRAHMENRICHTLINIE UND VERÄNDERUNG, VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN UND FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDENIm Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: EINLEITUNGFür die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Im März 2016 haben die Umweltminister der an der FGG Weser beteiligten Bundesländer den detaillierten Bewirtschaftungsplan (BWP) Salz und ein detailliertes Maßnahmenprogramm (MNP) Salz 2015 bis 2021 nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie verabschiedet. Der beschlossene Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden in den nächsten Jahren geprüft und festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2021 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden. In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 sind weitere Maßnahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege zu untersuchen und zu prüfen. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FLÜSSIGEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN: VERSENKUNGDer BUND hat im Dezember 2017 seine Klage und den darauf gestützten Eilantrag gegen die bestehende Versenkerlaubnis des Standorts Hattorf vom 23. Dezember 2016 zurückgenommen. Weiterhin haben die Gemeinde Gerstungen und K+S im Dezember 2017 im Rahmen eines Vergleichs die Anfechtungsklage und den Eilantrag gegen die o. g. Erlaubnis vor dem Verwaltungsgericht Kassel übereinstimmend für erledigt erklärt. K+S erhält durch Beendigung der Rechtsstreitigkeiten mit dem BUND und der Gemeinde Gerstungen mehr Rechtssicherheit für die bestehende Versenkerlaubnis. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese eingeschränkt oder aufgehoben werden. Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen möglich ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird. K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer überwiegend durch die Einleiterlaubnis in die Werra gewährleistet werden. Ziel ist es, auch durch weitere erhebliche Investitionen die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern. VERSAGUNG ODER GERICHTLICHE AUFHEBUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN FÜR DIE ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDENSollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden. Das in 2011 begonnene Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Hattorf entwickelt sich positiv. Auf Grundlage des Konzepts, das hinsichtlich der Umweltauswirkungen nochmals verbessert wurde, kommt die Genehmigungsbehörde zu einer positiven Gesamtprognose hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit. Dementsprechend wurde der Antrag auf Zulassung des "Vorzeitigen Beginns" für die Flächenrodung am 9. November 2017 positiv beschieden. Wir sind zuversichtlich, das Genehmigungsverfahren so abzuschließen, dass es zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Produktion kommt. Darüber hinaus liegen die Genehmigungsverfahren für die Erweiterung der Haldenkapazität der Standorte Wintershall und Zielitz im Zeitplan. ERHÖHUNG VON SCHWERMETALLWERTEN DES GRUND- UND OBERFLÄCHENWASSERS IM UMFELD DER RÜCKSTANDSHALDENIm Rahmen unserer umfangreichen, kontinuierlichen Beobachtung des Grund- und Oberflächenwassers wurde im Umfeld der Rückstandshalden eine Erhöhung von Schwermetallwerten festgestellt. Diese sind in ihrer Zusammensetzung und Konzentration aber nicht dem Haldenmaterial zuzuordnen. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Für die Entstehung des Phänomens kommt nach derzeitigem Kenntnisstand eine größere Anzahl von Wirkfaktoren mit teilweise lokal unterschiedlicher Ausprägung und Wechselwirkung in Betracht. K+S hat deshalb gemeinsam mit externen Forschungseinrichtungen eine grundlegende, standortübergreifende Erforschung des Sachverhalts (umfangreiche Bestandsaufnahmen, ergänzende Monitoringmaßnahmen und Errichtung weiterer Messstellen) aufgenommen. Mit Zustimmung der Behörde hat K+S unter Berücksichtigung der individuellen Standortbedingungen jeweils ein Konzept entwickelt (u. a. Fassen, Ableiten und Reinigen austretender Quellwässer am Standort Hattorf sowie Dränagen und Abwehrbrunnen oder der Abtrag von Oberboden mit Schwermetallmobilisierungspotenzial), um dem beschriebenen Phänomen zu begegnen. Einzelne Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Potenzielle Auswirkungen erhöhter Gehalte an Schwermetallen und Spurenstoffen auf im Einwirkungsbereich der Rückstandshalden liegende Schutzgüter (insbesondere Grundwasser und Trinkwasserschutzgebiete) werden so durch geeignete technische Maßnahmen unter Berücksichtigung der standortspezifischen Rahmenbedingungen weitestgehend ausgeschlossen. Einzelne Genehmigungen zur notwendigen Haldenerweiterung an den Standorten Werra und Zielitz könnten unter Umständen mit Auflagen zur Durchführung weiterer Sicherungsmaßnahmen erteilt werden. Ein Versagen der Genehmigungen ist hingegen unwahrscheinlich. GESTIEGENE ANFORDERUNGEN AN DIE LAGERUNG VON AUFTAUSALZ IN NORDAMERIKA UNTER FREIEM HIMMELIn der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen. In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen. FORDERUNG NACH BERGRECHTLICHEN SICHERHEITSLEISTUNGENDie Forderung nach bergrechtlichen Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären. RESTRIKTIVERE AUSLEGUNG BESTEHENDER VORSCHRIFTEN ZUR ENTSORGUNG VON BERGBAULICHEN ABFÄLLEN UNTER TAGEBei der Abfallentsorgung unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBergV) zu beachten. Die bestehenden Regelungen werden derzeit bundeslandabhängig unterschiedlich ausgelegt. Eine restriktivere Auslegung der Vorschriften könnte dazu führen, dass die Entsorgung von bergbaulichen Abfällen unter Tage kostenintensiver wird, da gegebenenfalls nur noch Abfälle mit mineralischen Eigenschaften unter Tage verbleiben dürfen. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen. OPERATIVE RISIKEN SOWIE CHANCENMARKTDURCHDRINGUNG, MARKTENTWICKLUNG, KAPAZITÄTSERWEITERUNGEN, KOSTENOPTIMIERUNG, AKQUISITIONEN UND/ODER STRATEGISCHE PARTNERSCHAFTEN, INNOVATIONIn allen Segmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um einerseits unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft. Durch konsequente Umsetzung der in unserer Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen. HEBUNG VON SYNERGIENDurch die Hebung von Synergien geht K+S von einem jährlichen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar. RAMP-UP-PHASE AM STANDORT BETHUNEAm 2. Mai 2017 wurde unser neues Kaliwerk am Standort Bethune in Kanada nach einer knapp fünfjährigen Bauphase eröffnet. Die ersten Tonnen Kali wurden Mitte Juni 2017 produziert. Die angestrebte jährliche Produktionskapazität von 2 Mio. t ist erreicht. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (z. B. temporär nicht-spezifikationsgerechte Ware) nicht völlig ausschließen; in Folge könnte es zu einer Nachbearbeitung der Ware oder zu Preisabschlägen kommen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern. PROZESSRISIKEN UND RECHTSSTREITIGKEITENK+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Es ist momentan nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Daneben beabsichtigen wir unsererseits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend zu machen. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch die Implementierung eines Claim Management-Teams wird ein durchgehender Claim Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln. Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt. ENERGIEKOSTEN UND ENERGIEVERSORGUNGDie Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet dagegen K+S eine Chance. → ,Nichtfinanzielle Erklärung', Umwelt, Seite 48 Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern. FRACHTKOSTEN UND TRANSPORTVERFÜGBARKEITUnsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken. Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen. PRODUKTIONSTECHNIKDie Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken, denen unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen. KOHLENDIOXID-EINSCHLÜSSE IN LAGERSTÄTTENKohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle CO2 -Ausbrüche durchgeführt. SCHÄDEN DURCH GEBIRGSSCHLAGAn aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen. Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind. WASSERZUTRITTIn Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar. Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler gewährleisten eine bestmögliche Grubensicherheit. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist ein Zuflussrisiko von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen. COMPLIANCEEs besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Lei-tungs-/Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden. → ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 55 Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Kartell- und Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. LIEFERANTENAUSFÄLLE UND LIEFERENGPÄSSEDie Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. PERSONALDer Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen könnte ein Risiko darstellen. In Zukunft könnten außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden. Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern gelingt es der K+S GRUPPE nach wie vor, Mitarbeiter dauerhaft zu motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an sich zu binden. Darüber hinaus ermöglicht uns die Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität), das gesamte Arbeitsmarktpotenzial auszuschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven. → ,Mitarbeiter', Seite 41 INFORMATIONSSICHERHEITUnsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich. Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter begrenzen wir solche Risiken. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen. REPUTATIONDer Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten, steuerungsrelevanten Zielen. Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN UND CHANCENWÄHRUNG/WECHSELKURSSCHWANKUNGENEin Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. TRANSAKTIONSRISIKENDie K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben werden Umsätze auch in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) erzielt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euro zum US-Dollar, wirken sich bisher vor allem im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Aufgrund der Inbetriebnahme des Standorts Bethune in Kanada und der hieraus resultierenden Kosten in kanadischen Dollar sind zusätzlich Schwankungen des Wechselkurses des kanadischen Dollars zum US-Dollar bzw. zum Euro von größerer Bedeutung. → ,Finanzlage', Seite 87; → ,Anhang', Seite 138 Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case" Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. TRANSLATIONSRISIKENAußerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte treten sowohl im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im Geschäftsbereich Salz auf und werden nicht gesichert. Günstige Wechselkursentwicklungen können sich dagegen positiv auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance. VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUSAus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten. Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag könnte am aktuellen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Eine einmalige Anpassung um einen halben Prozentpunkt hätte moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE. → ,Anhang', Seite 138 Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken. VERSCHLECHTERUNG BZW. VERBESSERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGSRatings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt. → ,Finanzlage', Seite 87 Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft. Im Jahr 2023 will das Unternehmen wieder ein Investment-Grade-Rating erreichen; bis 2020 halten wir derzeit eine Heraufstufung dorthin noch für unwahrscheinlich. Wir begrenzen dieses Risiko durch vorausschauende Finanzierungsmaßnahmen. LIQUIDITÄTEin Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken. → ,Anhang', Anmerkung (25) ,Finanzielle Verbindlichkeiten', Seite 181 Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2017 auf 1.141,0 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2020 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. AUSFALL VON FORDERUNGEN AN KUNDENWir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. AUSFALL VON PARTNERN BEI FINANZGESCHÄFTENAusfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht. VERÄNDERUNGEN EINZELNER RISIKEN UND CHANCEN GEGENÜBER DER VORPERIODEDie Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen 2.6.1 und 2.6.2 auf den Seiten 102 und 103 zu entnehmen. Die Risiken im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 - 50%. Die erzielten Einigungen im Teilbereich Versenkung führen zu mehr Rechtssicherheit und dort zu einer deutlichen Reduzierung innerhalb dieser Bandbreite. Das Risiko einer witterungsbedingten Produktionseinschränkung am Standort Hattorf entfällt. Mit der Inbetriebnahme der neuen KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE (KKF) gehen wir davon aus, dass das Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr alle Salzabwässer im Rahmen der bestehenden Genehmigungen standortnah entsorgen kann. Mit Produktionseinschränkungen rechnen wir aufgrund der Implementierung weiterer Entsorgungsalternativen auch in einem trockenen Jahr nicht mehr. Am 2. Mai 2017 wurde das neue Kaliwerk am Standort Bethune nach einer knapp fünfjährigen Bauphase eröffnet. Die ersten Tonnen Kali wurden Mitte Juni 2017 produziert. Die Risiken und Chancen aus dem Betrieb des neuen Standorts Bethune sind in die bestehende Systematik integriert worden. Das Prozessrisiko einer Vorteilsabschöpfung aufgrund einer vermeintlich strafbaren Versenkung in der Gerstunger Mulde in den Jahren 1999 - 2007 ist entfallen. Mit Beschluss vom 5. Mai 2017 hat das Thüringer Oberlandesgericht in Jena eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft Meiningen zurückgewiesen. Gegenstand dieser Beschwerde war der Beschluss des Landgerichts Meiningen aus September 2016, eine Anklage gegen aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter nicht zuzulassen. Mit dem Beschluss vom 5. Mai wurde die Entscheidung des Landgerichts bestätigt. Eine Vorteilsabschöpfung bei der Gesellschaft ist vor diesem Hintergrund ausgeschlossen. Die Hebung von Synergien sowie Rechtsstreitigkeiten wurden ergänzt. Reputationsrisiken wurden untersucht und aufgenommen. Aufgrund des aktuellen Preisniveaus für Energie halten wir Chancen aus einer Verringerung der Energiekosten gegenüber den Planansätzen nunmehr wieder für möglich. EINSCHÄTZUNG DER RISIKO- UND CHANCENLAGE DURCH DEN VORSTAND: KEINE BESTANDGEFÄHRDENDEN RISIKENDie nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten. Die Risikolage von K+S ist aufgrund der positiven Entwicklung im Kalimarkt sowie der umweltrechtlichen Rahmenbedingungen trotz des Kostendrucks für Umwelt- und zusätzliche Entsorgungsmaßnahmen verbessert. Die Chancen, die sich K+S mittelfristig bieten, sind gegenüber dem Vorjahr insgesamt analysiert worden und bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen. Im Gesamtbild hat sich die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr verbessert, bedarf jedoch aufgrund der Rahmenbedingungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte weiterhin hoher Aufmerksamkeit. 2.7 PROGNOSEBERICHTFür das Jahr 2018 gehen wir von einer spürbaren Umsatzsteigerung aus; das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte gegenüber 2017 deutlich ansteigen. Wesentliche Gründe hierfür sind die unterstellt höhere Produktionsmenge am Standort Bethune sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra. Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW) sowie des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF). / TAB: 2.7.1 Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 ein Wachstum von 3,9%. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Konjunkturbelebung in den Industrienationen angesichts der jüngsten Impulse aus der US-Fiskalpolitik und einer weiterhin expansiven Geldpolitik fortsetzen wird. Die Belebung der wirtschaftlichen Expansion hat sich in vielen Schwellenländern fortgesetzt und dürfte nach Ansicht der Experten auch in 2018 weiter andauern. Noch verhalten anziehende Rohstoffpreise in Kombination mit zurückhaltender Lohnpreisentwicklung und nur geringen Kernpreissteigerungen führen derzeit noch zu einer niedrigen Inflationsrate in vielen Industrienationen. Sollte sich die Preissteigerung jedoch schneller als aktuell erwartet beschleunigen, könnte sich dies zeitnah in einem steigenden Zinsniveau widerspiegeln. Eindämpfender Effekt auf die Realwirtschaft wäre wahrscheinlich die Folge. Aus dem bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus der EUROPÄISCHEN UNION sind keine nennenswerten Auswirkungen auf die künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von K+S zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONGESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEAuch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich und dürfte tendenziell auch in 2018 zu einer mindestens stabilen Nachfrage führen. Selbst das anhaltend niedrige PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS TAB: 2.7.1scroll
Quelle: IWF Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Für 2018 erwarten wir eine Weltkalinachfrage (2017: rund 69 Mio. t einschließlich rund 4 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten), welche mindestens stabil gegenüber dem Berichtsjahr sein sollte. Die Preise für Düngemittelspezialitäten zeigen bereits erste Erholungstendenzen und das Preisumfeld für Standardkali (MOP) sollte sich zumindest in der ersten Jahreshälfte 2018 weiter erholen. GESCHÄFTSBEREICH SALZIm Segment Auftausalz startete die Wintersaison 2017/2018 insgesamt besser als das schwache Vorjahr. Dies lag vor allem an guten winterlichen Witterungsverhältnissen in Nordamerika. Für das Geschäft mit Verbraucherprodukten und Salzen für die Lebensmittelindustrie gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen; die Nachfrage sollte hier in 2018 in etwa stabil bleiben. In den Regionen Europa und Südamerika ist ebenfalls mit Verbräuchen auf Vorjahresniveau zu rechnen. Langfristig ist allerdings ein globaler Trend hin zur vermehrten Verwendung hochwertiger Salze wie Meer- oder Koschersalz sowie natriumreduzierter Produkte erkennbar. In den Segmenten Industrie- und Gewerbesalz dürfte sich die Nachfrage mittelfristig leicht steigend entwickeln. Die anziehende Weltkonjunktur dürfte auch den Bedarf an Salz für industrielle Anwendungen merklich steigern. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmasalzen im Zuge der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen. In Südamerika ist auch in 2018 eine steigende Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer aus dem geförderten Roherz (Copper Leaching) zu erwarten. ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNGUnsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2018 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen: GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE+ Eine robuste Nachfrage, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2017, nach Kaliumchlorid hat zu weiteren Preisanstiegen in den Überseemärkten geführt. Wir erwarten für das Gesamtjahr 2018 eine mindestens stabile Nachfrage und damit zumindest kurzfristig eine weitere Erholung der Preise. + Des Weiteren ist für das Jahr 2018 nicht mit entsorgungsbedingten Produktionseinschränkungen in längeren Perioden von Niedrigwasser in der Werra - wie sie in den ersten Monaten 2017 auftraten - zu rechnen. GESCHÄFTSBEREICH SALZ+ Die bis zum Aufstellungszeitpunkt vorherrschende winterliche Witterung vor allem in Nordamerika und ein leicht steigender Absatz von Nicht-Auftausalzen dürfte zu einer insgesamt spürbar höheren Absatzmenge führen (2017: 20,3 Mio. t). K+S GRUPPE+ Durchschnittlicher Kassakurs von 1,20 EUR/USD (2017: 1,13 EUR/USD). UMSATZ- UND ERGEBNISPROGNOSEWir erwarten, dass der Umsatz (2017: 3.627 Mio. €) spürbar und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018 deutlich über den Werten des Vorjahres liegen (2017: 576,7 Mio. €). Insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte dürfte die Steigerung der Produktionsmenge am Standort Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra zu einer deutlichen Ergebniserholung führen (2017: 268,8 Mio. €). Im Geschäftsbereich Salz gehen wir aufgrund spürbar steigender Absatzmengen sowie Verbesserungen im Produktmix von einem spürbaren EBITDA-Anstieg aus (2017: 325,2 Mio. €). Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dürfte gegenüber der Vorperiode in der Folge deutlich steigen (2017: 145 Mio. €). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONENDas erwartete Investitionsvolumen der K+S GRUPPE für das Jahr 2018 dürfte aufgrund des abgeschlossenen Aufbaus unserer kanadischen Produktionsstätte Bethune deutlich unter dem Vorjahr bleiben (2017: 810,8 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow dürfte sich gegenüber dem Vorjahr daher deutlich verbessern (2017: -389,8 Mio. €), jedoch voraussichtlich noch leicht negativ bleiben. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) sollte aufgrund der deutlichen Ergebnisverbesserung und trotz einer höheren Kapitalbindung deutlich ansteigen (2017: 3,2 %). Damit dürfte der ROCE auch auf Geschäftsbereichsebene jeweils eine deutliche Verbesserung erfahren (2017: Kali- und Magnesiumprodukte 1,4%; Salz 8,9%). DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern wider. Infolgedessen beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 eine Dividende in Höhe von 0,35 € je Aktie (Vorjahr: 0,30 € je Aktie) vorzuschlagen; dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 46% (Vorjahr: 44%) des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern. GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPEDer Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT blickt positiv auf das Jahr 2018 und erwartet, dass das EBITDA der K+S GRUPPE deutlich über dem des Vorjahres liegen wird. Insbesondere das neue Kaliwerk Bethune in Kanada sowie die erhöhte Produktionssicherheit am Standort Werra in Verbindung mit weiteren Preiserhöhungen sollten zu einem deutlichen Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Kali und Magnesiumprodukte führen. Damit zahlt sich die harte Arbeit der letzten Monate und Jahre spürbar aus. Im Geschäftsbereich Salz startete das Jahr 2018 vielversprechend. K+S konnte wieder einmal den Kommunen und Verbrauchern weltweit dabei helfen, die Sicherheit der Verkehrswege im Winter zu gewährleisten. Vor allem in den nordamerikanischen Auftausalzregionen war eine hohe Nachfrage zu Beginn des Jahres zu verzeichnen. Darüber hinaus erwartet der Vorstand auch im Nicht-Auftausalzgeschäft weiteres Wachstum in 2018. Insgesamt dürfte sich in der Folge der bereinigte Freie Cashflow der K+S GRUPPE deutlich verbessern, auch wenn er voraussichtlich noch leicht negativ bleiben wird. 2.8 K+S AKTIENGESELLSCHAFT (ERLÄUTERUNGEN AUF BASIS HGB)Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB ist auf Seite 55 enthalten. ANGABEN NACH § 289A ABS. 1 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDSDie Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 69. VERGÜTUNGSBERICHTDie Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht auf Seite 122 enthalten. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT, UNTERNEHMENSSTRATEGIE, UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG, ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFAngaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 29 - 44 sowie 55 - 81. ERTRAGSLAGEDer Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 136,3 Mio. € um 1,9 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (138,2 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene übertrafen leicht das Vorjahresniveau (+2%), im Bereich IT fiel der Umsatz um 12%. Die sonstigen Umsatzerlöse erhöhten sich vor allem aufgrund eines Anstiegs der konzerninternen Verrechnungen von Serviceleistungen an Gruppengesellschaften um 2,5 Mio. € auf 56,0 Mio. € (2016: 53,5 Mio. €). / TAB: 2.8.1 Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 21,5 Mio. € auf 146,3 Mio. € (2016: 124,8 Mio. €). Wesentliche Ursache waren im Vergleich zum Vorjahr höhere Ergebnisse aus der Bewertung von USD- und CAD-Positionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 137,6 Mio. € auf 129,5 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten sowie geringere Steuern für Vorjahre zurückzuführen. Die Erträge aus Beteiligungen sind von 243,1 Mio. € in 2016 auf 76,6 Mio. € in 2017 gefallen. Im Vorjahr waren Erträge aus den Beteiligungen an K+S SALZ GMBH, K+S INVESTMENTS LIMITED und K+S FINANCE BELGIUM BVBA enthalten. Gegenläufig wirkte sich der gestiegene Ertrag aus der Beteiligung an der K+S KALI GMBH von -4,3 Mio. € in 2016 auf 58,4 Mio. € in 2017 aus. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich u. a. aus den Gewinnabführungen der K+S ENTSORGUNG GMBH mit 8,9 Mio. € (2016: 10,9 Mio. €) und der K+S TRANSPORT GMBH mit 7,4 Mio. € (2016: 7,1 Mio. €). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge erhöhten sich im Wesentlichen wegen gestiegenen Zinserträgen von Gruppengesellschaften sowie gestiegenen Zinserträgen für Steuernachforderungen von 3,2 Mio. € auf 10,9 Mio. €. Vor allem durch höhere Zinsaufwendungen bedingt durch die im Frühjahr 2017 begebene Anleihe, höhere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie gestiegene Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften erhöhten sich die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 125,0 Mio. € auf 149,6 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern verringerte sich um 189,2 Mio. € auf -112,4 Mio. € (2016: 76,8 Mio. €). Gewinn- und VerlustrechnungDER K+S AKTIENGESELLSCHAFT1 TAB: 2.8.1scroll
BilanzDER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - AKTIVA TAB: 2.8.2scroll
VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDas Anlagevermögen hat sich um 350,6 Mio. € auf 6.993,7 Mio. € (2016: 6.643,1 Mio. €) erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Kapitalzuführungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 93% an der Bilanzsumme (2016: 92%). Insgesamt stieg die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2017 um 239,8 Mio. € auf 7.489,8 Mio. €. Das Umlaufvermögen fiel um 106,9 Mio. € auf 481,8 Mio. € (2016: 588,7 Mio. €). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich von 482,5 Mio. € im Vorjahr auf 372,4 Mio. €. Ursächlich für diesen Rückgang waren vor allem gesunkene Forderungen aus Ergebnisabführung. / TAB: 2.8.2, 2.8.3 Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 169,8 Mio. € auf 1.966,4 Mio. € vermindert (2016: 2.136,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 26% (2016: 30%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.241,0 Mio. € (2016: 2.388,9 Mio. €) setzen sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten sowie Darlehensverbindlichkeiten zusammen. BilanzDER K+S AKTIENGESELLSCHAFT - PASSIVA TAB: 2.8.3scroll
Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Anstieg aller Verbindlichkeiten um 354,9 Mio. € auf 5.281,3 Mio. € (2016: 4.926,4 Mio. €). Im Wesentlichen führte die Begebung einer Anleihe im Frühjahr 2017 zu dem Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 236,6 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. MITARBEITERIm Jahresdurchschnitt waren 962 Mitarbeiter (2016: 900 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt . Davon waren 20 Auszubildende (2016: 16 Auszubildende). Der Personalaufbau ist vor allem auf Personalverschiebungen aus anderen Geschäftsbereichen in die K+S AKTIENGESELLSCHAFT zurückzuführen. DIVIDENDEDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Bilanzgewinn von 67,0 Mio. € (2016: 76,8 Mio. €) aus. Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 wie in Tabelle 2.8.4 dargestellt zu verwenden. / TAB: 2.8.4 ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILENDie Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 des Aktiengesetzes sind im Anhang zum Jahresabschluss 2017 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGUmfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 43. GEWINNVERWENDUNG1 TAB: 2.8.4scroll
RISIKEN UND CHANCENDie Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im ,Risiko- und Chancenbericht' ab Seite 100. Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 67. NACHTRAGSBERICHTDer ,Nachtragsbericht' für die K+S GRUPPE sowie die K+S AKTIENGESELLSCHAFT findet sich auf Seite 191. PROGNOSEBERICHTDie Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 114. 2.9 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 7. März 2018 K+S AKTIENGESELLSCHAFT DER VORSTAND ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. 2.10 VERGÜTUNGSBERICHTIm Folgenden erläutern wir die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten. VERGÜTUNG DES VORSTANDSVERGÜTUNGSSTRUKTURKriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und Leistung des Vorstands, der Vergleich mit den Oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige -fixe - als auch erfolgsbezogene - variable - Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen. Die Tantieme (STI) ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter Long Term Incentive (LTI)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. In 2017 hat der Aufsichtsrat das Vergütungssystem für den Vorstand grundlegend neu geregelt - es tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Daher folgt zunächst eine Beschreibung des bisherigen Systems, nach dem der Vorstand in 2017 noch vergütet wurde. VERGÜTUNGSSYSTEM BIS 31. DEZEMBER 2017Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme (STI) nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt. Die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr. Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60% vor. Der variable Anteil (STI) ist wiederum zu 80% an die Unternehmensperformance, d. h. an die erzielte Gesamtkapitalrendite, gebunden. Die übrigen 20% sind von der persönlichen Leistung abhängig. Hierzu wurden mit jedem Vorstandsmitglied individuelle Ziele vereinbart. Eine variable Vergütung von 100% wird dann erreicht, wenn zum einen die erzielte Gesamtkapitalrendite mindestens 115 % des jeweiligen Kapitalkostensatzes erreicht und zum anderen die persönliche Leistung mit 100% bewertet wurde. Die Vergütung auf Basis der Gesamtkapitalrendite ist bei einer Obergrenze von 21 Prozentpunkten über der Mindestrendite limitiert. Die Zielerreichungsspannen beider variabler Vergütungsbestandteile bewegen sich zwischen 0 und rund 150%. Zudem sind seit dem Jahr 2013 auch die Nebenleistungen limitiert. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Zusätzlich bietet das kennzahlenbasierte "Long Term Incentiveprogramm die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter, Einkommen zu beziehen. Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen: Operatives Ergebnis (EBIT I) + Zinserträge des Geschäftsjahres - Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres = Wertbeitrag LTI-PROGRAMM ABB: 2.10.1LTI-PROGRAMM 2014 - 2017 ABB: 2.10.2![]()
1
Im Jahr 2011 wurde aufgrund sehr guter Wertbeiträge
die Kappungsgrenze erreicht. Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In der folgenden Grafik werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt: / ABB: 2.10.1 Zu Beginn eines LTI-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von -200 bis + 200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100% des LTI ausgezahlt. In diesem Fall beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0%. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Der Vorstandsvorsitzenden erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. / ABB: 2.10.2 Das dargestellte Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, EURO-SHAREHOLDERS, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet. Im Folgenden ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines Vorstandsmitglieds dargestellt: / TAB: 2.10.1 VERGÜTUNGSSYSTEM AB 1. JANUAR 2018Nach der neuen Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 DCGK sollen variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und im Wesentlichen zukunftsbezogen sein. Um dieses sicherzustellen hat der Aufsichtsrat die Vergütung des Vorstands grundlegend neu geregelt. Neben einer fixen Vergütung und den bisherigen Nebenleistungen, die monatlich zur Auszahlung kommen, erhält der Vorstand auch weiterhin erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile. Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen weiterhin zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60% - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente knüpft an den Wertbeitrag (Value Added) an (LTI I) und die zweite knüpft an die Aktienkursperformance an (LTI II). Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre. Das STI wird künftig an der Erreichung des EBITDA der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STI-Basisbetrag 100%. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Darüber hinaus legt der Aufsichtsrat nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre 2018 bis 2020 sind insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades, konkrete Zielsetzung. BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES VORSTANDSMITGLIEDS TAB: 2.10.1scroll
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Gesamtkapitalrendite ≙ Mindestrendite; persönliche
Zielerreichung ≙ 100%. LTI-PROGRAMM II ABB: 2.10.3![]()
1
Durchschnitt des Börsenjahres 2017; bildet
den Vergleichswert. Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors: Erfüllungsgrad des STI, z. B. 100% x Performancefaktor, z. B. 1,1 = 110 % Zur Ermittlung des LTI I legt der Aufsichtsrat grundsätzlich vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums fest. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100%. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum beträgt die Zielerreichung 100%. Überoder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200% und minimal 0% betragen. / ABB: 2.10.3 In der neuen Zusammensetzung des Vorstands erhält der Vorstandsvorsitzende das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%-iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden. / TAB: 2.10.2, 2.10.3 Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10% im Einzelfall oder um mehr als 5% im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht. Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 5,5-fache (2016: 6,8-fache) des Oberen Führungskreises weltweit sowie das 21,0-fache (2016: 22,3-fache) der Gesamtbelegschaft. Das Sinken des prozentualen Verhältnisses zwischen Vorstand und Oberen Führungskreis gegenüber Vorjahr ist darin begründet, dass der Vorstand für das Geschäftsjahr 2017 der Belegschaft eine 100%-ige Auszahlung des Short-Term-Incentives zugesagt hat, um einer stark verminderten variablen Vergütung entgegenzuwirken, während der Vorstand nach den tatsächlich erzielten, niedrigeren Werten vergütet wird. VERGÜTUNG DES VORSTANDS (GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN) TAB: 2.10.2scroll
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Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt. VERGÜTUNG DES VORSTANDS (ZUFLUSS) TAB: 2.10.3scroll
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Summe entspricht den Angaben nach § 314 HGB
sowie DRS 17. Mit Ablauf des 11. Mai 2017 endete die Amtszeit von Herrn Norbert Steiner. Dr. Burkhard Lohr, vormals Finanzvorstand der Gesellschaft, hat mit Beginn des 12. Mai 2017 den Vorsitz des Vorstands übernommen. Neuer Finanzvorstand ist seit diesem Zeitpunkt Thorsten Boeckers. In seiner Sitzung vom 28. November 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Umsetzung der neuen Gruppenstrategie künftig mit einem verkleinerten und neu strukturierten Vorstand, der durch ein erweitertes Managementteam unterstützt wird, voranzutreiben. Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, wird gemeinsam mit Thorsten Boeckers, Finanzvorstand, und Mark Roberts in neuer Funktion als Chief Operating Officer das verkleinerte Vorstandsteam bilden. Dr. Thomas Nöcker (59) wird am 1. September 2018 in den Ruhestand treten und bis zum Ablauf seines Mandats am 31. August 2018 die von ihm verantworteten Bereiche an seine Kollegen im Vorstand übergeben. Dr. Otto Lose ist vor dem Hintergrund der neuen Unternehmensstruktur im Rahmen von SHAPING 2030 zum 28. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden und hat das Unternehmen am 31. Dezember 2017 verlassen. Die vertraglichen Ansprüche für die Zeit vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2019 wurden abgegolten und sind in der Fußnote 3 der Zuflusstabelle dargestellt. Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf fünf Mitglieder, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus fünf Mitgliedern, davon waren vier Mitglieder ganzjährig im Amt. Wie in Abbildung 2.10.2 auf Seite 123 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen ergab sich für das LTI-Programm 2014 kein positiver Wert. PENSIONSZUSAGENDie Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h. für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40% der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2017 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 8,0 und 18,5%. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 325.000 € und für die anderen Vorstandsmitglieder je 245.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst. Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart. Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15% der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100% der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2017 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt: / TAB: 2.10.4 Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2017 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen. PENSIONEN1 TAB: 2.10.4scroll
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Angaben nach IFRS. VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGEIm Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht. SONSTIGESIm Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,1 Mio. € (2016: 1,8 Mio. €). Der Anstieg ist im Zugang von Herrn Steiner als Pensionär begründet. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGSSTRUKTURDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer. VERGÜTUNGSHÖHEEinzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: / TAB: 2.10.5 Zusätzlich wurden im Jahr 2017 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 64,9 Tsd. € gezahlt (2016: 128,5 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2017 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS1 TAB: 2.10.5scroll
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Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern
aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer. Jahresabschluss 2017*
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
BilanzAKTIVA scroll
AnhangALLGEMEINE GRUNDLAGENDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Die einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden in Tausend € (T€) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf. Dieser ist im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGENErträge werden erfasst, wenn die Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und der Gefahrenübergang erfolgt ist. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND UND PRIVATE ZUWENDUNGENZuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte (z. B. Investitionszuschüsse, Investitionszulagen) werden direkt an den Buchwerten gekürzt (Nettomethode). Bei privaten Zuwendungen für Vermögenswerte (z. B. Baukostenzuschüsse, Werkzeugkostenzuschüsse) wird die Bruttomethode angewandt. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten. SACHANLAGENSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten von selbst erstellten Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden überwiegend degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, sowie unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze richten sich nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt überwiegend für Bauten 14 bis 33 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 5 bis 25 Jahre, für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 410 € netto nicht überschreiten, werden im Jahr ihrer Anschaffung oder Herstellung voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagengegenstände, welche 410 € netto überschreiten, werden über die jeweilige unternehmensspezifische Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Strecken und Grubenbaue werden nicht aktiviert. FINANZANLAGENAnteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten oder bei unverzinslichen oder niedrig verzinslichen Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch die Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen Rechnung getragen. Vom Wahlrecht, außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung zu erfassen, wird kein Gebrauch gemacht. VORRÄTEDie Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit diese durch die Herstellung verursacht sind. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEForderungen werden entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Abschreibungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. WERTPAPIERE DES UMLAUFVERMÖGENSWertpapiere des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bzw. beizulegendem Wert am Abschlussstichtag bewertet. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDas Wahlrecht gemäß § 250 Abs. 3 HGB zur aktivischen Abgrenzung von Disagien aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten wird ausgeübt. VERMÖGENS- UND SCHULDENVERRECHNUNG, ERTRAGS- UND AUFWANDSVERRECHNUNGFür Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und der Saldo im Zinsergebnis ausgewiesen. In der Bilanz werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Die sich ergebenden Verpflichtungsüberhänge werden unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Pensionszusagen) und unter den sonstigen Rückstellungen (Erfüllungsrückstände aus Altersteilzeitverpflichtungen) ausgewiesen. Bei einem Überhang der Vermögensgegenstände erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENDer Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Abschlussstichtag ergibt sich ein Rechnungszins in Höhe von 3,68%. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes erfolgt im Finanzergebnis. Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8%. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G). Bedingt durch eine Änderung des § 253 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2016 ändert sich der für die Ermittlung des Abzinsungssatzes betrachtete Zeitraum von sieben auf zehn Jahre. ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGENÜbrige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen zum Gruben- und Schachtversatz werden mit dem Barwert der zukünftig zu erwartenden Aufwendungen bewertet. Der Barwertermittlung werden dabei der aktuelle Durchschnittsdiskontierungssatz für bergbauliche Verpflichtungen in Höhe von 2,75% und eine jährliche Preissteigerungsrate in Höhe von 1,5% zu Grunde gelegt. Der Diskontierungssatz basiert auf dem gewichteten Durchschnitt der durch die Bundesbank veröffentlichten Diskontierungssätze. Rückstellungen für Bergschädenwagnisse werden auf Basis von Schadenfällen der Vergangenheit ermittelt, um dem tatsächlichen Risiko Rechnung zu tragen. Die Rückstellungen für Dienstjubiläen werden für die zurückgelegten Dienstzeiten nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Grundlage des modifizierten Teilwertverfahrens ermittelt. Die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach dem Barwertverfahren. Der Ausweis von Effekten aus Änderungen des Zinssatzes für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt im Finanzergebnis. VERBINDLICHKEITENVerbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. LATENTE STEUERNLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Hierbei werden bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT neben Unterschieden bei eigenen Bilanzpositionen auch Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei Organgesellschaften berücksichtigt. Verlust- und Zinsvorträge werden berücksichtigt, insoweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz des Organkreises der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 29,9 % zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 14,1 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer insgesamt bestehenden Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Passive Unterschiedsbeträge ergeben sich insbesondere zum Abschlussstichtag aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden bei Wertpapieren. Aktive Unterschiedsbeträge resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden bei sonstigen Rückstellungen (insbesondere: bergbaulichen Rückstellungen), den immateriellen Vermögensgegenständen und innerhalb des Sachanlagevermögens. Nach Saldierung der aktiven und passiven Unterschiedsbeträge verbleibt im Berichtsjahr ein Aktivüberhang, der in der Bilanz nicht angesetzt wurde. BEWERTUNGSEINHEITEN UND DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEEs wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt in Übereinstimmung mit den allgemeinen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen imparitätisch. Aktivische derivative Finanzinstrumente werden maximal zu den Anschaffungskosten bilanziert. Sofern der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei negativem beizulegenden Zeitwert wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Passivische derivative Finanzinstrumente werden mindestens in Höhe der erhaltenen Stillhalterprämie angesetzt. Soweit der negative beizulegende Zeitwert die passivierte Verbindlichkeit übersteigt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSBETRÄGENDie Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Euro-Referenzkursen im Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) UMSATZERLÖSEUMSATZ NACH TÄTIGKEITSGEBIETENscroll
UMSATZ NACH REGIONENscroll
(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEscroll
Erträge in Höhe von 15.510 T€ (Vorjahr: 16.968 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. (3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENscroll
Aufwendungen in Höhe von 1.500 T€ (Vorjahr: 3.888 T€) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen und resultieren hauptsächlich aus Steuern für Vorjahre. (4) BETEILIGUNGSERGEBNISscroll
Die Erträge aus der Gewinnabführung setzen sich im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung der K+S KALI GMBH, der K+S ENTSORGUNG GMBH, der K+S TRANSPORT GMBH sowie der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH zusammen. Die übrigen Beteiligungserträge resultieren im Berichtsjahr mit 293 T€ (Vorjahr: 126.839 T€) aus verbundenen Unternehmen. (5) ZINSERGEBNISscroll
(6) STEUERNscroll
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge in Höhe von 5.272 T€ enthalten, die Vorjahre betreffen (Vorjahr: Aufwendungen: 3.823 T€). Die sonstigen Steuern sind den betrieblichen Funktionsbereichen zugeordnet. (7) MATERIALAUFWANDscroll
(8) PERSONALAUFWANDscroll
Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand im Zinsergebnis ausgewiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(9) ANLAGEVERMÖGENscroll
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(10) FINANZANLAGENDie Aufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB ist gesondert in der Anmerkung "Aufstellung des Anteilsbesitzes" dargestellt. UMLAUFVERMÖGEN(11) VORRÄTEscroll
(12) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen 101.462 T€ (Vorjahr: 128.746 T€) auf Forderungen aus dem konzerninternen Zahlungsverkehr und 76.331 T€ (Vorjahr: 116.270 T€) auf Forderungen aus Ergebnisabführung. Auf Forderungen aus Beteiligungserträgen entfallen 293 T€ (Vorjahr: 126.839 T€). Darüber hinaus entfallen 100.689 T€ auf Forderungen aus der Begebung eines kurzfristigen Darlehens an eine Tochtergesellschaft. Im Übrigen betreffen sie in Höhe von 11.502 T€ (Vorjahr: 17.854 T€) vornehmlich Lieferungen und Leistungen. (13) AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft in Höhe von 2.636 T€ (Vorjahr: 3.436 T€) Disagien i.S.v. § 250 Abs. 3 HGB. (14) EIGENKAPITALGEZEICHNETES KAPITALDas gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. GENEHMIGTES KAPITALZum 31. Dezember 2017 verfügte die Gesellschaft über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 38,28 Mio. €, das in Teilbeträgen und durch Ausgabe von bis zu 38,28 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautende Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). ANGABEN ZU EIGENEN ANTEILENIm Geschäftsjahr 2017 hat die Gesellschaft 114.000 eigene Aktien für Belegschaftsaktienprogramme zu einem durchschnittlichen Kurs von 22,21 € erworben. Der rechnerisch maximale Anteil der erworbenen Aktien am Grundkapital betrug 0,06 % und der auf die erworbenen Anteile entfallende Betrag des Grundkapitals belief sich auf 114 T€. Die Veräußerung der nicht an Mitarbeiter ausgegebenen Aktien am freien Markt erfolgte zu einem Kurs von 21,24 €. Der resultierende Differenzbetrag in Höhe von 9 T€ ist entsprechend § 272 Abs. 1b S. 2 HGB mit den Gewinnrücklagen verrechnet worden. Zum Abschlussstichtag hält die Gesellschaft keine eigenen Anteile. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Falle des Erwerbs über die Börse als auch eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten. KAPITALRÜCKLAGEscroll
ANDERE GEWINNRÜCKLAGENscroll
BILANZGEWINNscroll
(15) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGENBei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen keine Fehlbeträge. Im Rahmen des Bilanzausweises werden Pensionsrückstellungen mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen, verrechnet. Der Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum Abschlussstichtag 116.966 T€ (ohne Berücksichtigung von Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern). Verrechnet mit dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 114.398 T€ ergibt sich ein Bilanzansatz als Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 2.568 T€. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Arbeitnehmern ("deferred compensation") in Höhe von 1.895 T€, die durch kongruente Versicherungsverträge rückgedeckt sind. Der Erfüllungsbetrag wurde vollständig mit dem beizulegenden Zeitwert der Versicherungsverträge (1.895 T€) verrechnet. Aufgrund einer Gesetzesänderung im März 2016 ist der Durchschnittszeitraum, der für die Ermittlung der Höhe des Rechnungszinses bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen maßgebend ist, von 7 auf 10 Jahre angehoben worden. Der Unterschiedsbetrag beträgt 12.257 T€. Das Deckungsvermögen umfasst Wertpapiere, Rückdeckungsversicherungsverträge und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Wertpapiere sind mit ihren Marktpreisen und Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nennwert zum Abschlussstichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungsverträge wurde anhand des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals der Verträge zuzüglich eines ggf. vorhandenen Guthabens aus Überschussbeteiligung ermittelt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 114.796 T€. (16) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie ergeben sich hauptsächlich aus bergbaulichen Verpflichtungen. Daneben bestehen vornehmlich Rückstellungen für Personalverpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. (17) VERBINDLICHKEITENscroll
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 2.213.263 T€ (Vorjahr: 2.360.264 T€) auf Verbindlichkeiten aus der konzerninternen Finanzierung. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen: scroll
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beziehen sich auf: scroll
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren entfallen auf: scroll
SONSTIGE ANGABENNach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation. (18) HAFTUNSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENHAFTUNGSVERHÄLTNISSEscroll
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen als gering eingestuft. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENscroll
Es bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge mit verbundenen Unternehmen, die auch eine Verlustübernahme beinhalten. (19) ARBEITNEHMERscroll
(20) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEEs wurden im Geschäftsjahr keine Bewertungseinheiten i.S.v. § 254 HGB gebildet. Am 31. Dezember 2017 wurden folgende Derivate gehalten: scroll
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Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen. Die ermittelten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung zum Abschlussstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Abschlussstichtag geltenden Parameter zugrunde: + die Devisenkassakurse der betreffenden Währungen + das Zinsniveau + die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse und + die gehandelten Volatilitäten (21) ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGENAus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert (Deckungsvermögen) besteht zum Abschlussstichtag ein Ausschüttungssperrbetrag gem. § 268 Abs. 8 HGB sowie § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 29.152 T€ (Vorjahr: 23.075 T€). Die frei verfügbaren Rücklagen übersteigen den ausschüttungsgesperrten Betrag. Eine Ausschüttungssperre bezüglich des Bilanzgewinns besteht nicht. (22) HONORARE FÜR ABSCHLUSSPRÜFERDas für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist in der entsprechenden Anmerkungen im Anhang im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT enthalten. Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von Comfort Lettern, energierechtlichen Prüfungen und der EMIR Prüfung. Der Abschlussprüfer hat keine Steuerberatungsleistungen oder andere Beratungsleistungen durchgeführt. (23) GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDSscroll
(24) ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXDie Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2017/2018 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S Gruppe (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden. (25) AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZESAufstellung des Anteilsbesitzes der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gemäß § 285 Nr. 11 und 11b HGB (Angaben in Tausend): Stand 31.12.2017 scroll
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Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
mit Muttergesellschaft (Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Ergebnisabführung). (26) MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2017 (STAND DER ANGABEN ZU WEITEREN AUFSICHTSRATSMANDATEN UND KONROLLGREMIEN: 31. DEZEMBER 2017)DR. RER. NAT. ANDREAS KREIMEYER (JAHRGANG 1955), DIPLOM-BIOLOGE, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER ANTEILSEIGNERVERTRETERPensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF SE, Ludwigshafen) Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 scroll
MICHAEL VASSILIADIS (JAHRGANG 1964), CHEMIELABORANT, STELLV. VORSITZENDER ARBEITNEHMERVERTRETERVorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 scroll
RALF BECKER (JAHRGANG 1965), GEWERKSCHAFTSSEKRETÄR ARBEITNEHMERVERTRETERLandesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 scroll
JELLA S. BENNER-HEINACHER (JAHRGANG 1960), JURISTIN ANTEILSEIGNERVERTRETERINHauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., Düsseldorf Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 scroll
PHILIP FREIHERR VON DEM BUSSCHE (JAHRGANG 1950), DIPLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNERVERTRETERUnternehmer/Landwirt Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 scroll
GEORGE CARDONA (JAHRGANG 1951), ÖKONOM ANTEILSEIGNERVERTRETERÖkonom Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2020 Erstbestellung: 9. Oktober 2009 scroll
WESLEY CLARK (JAHRGANG 1952), MASTER IN BUSINESS ADMINISTRATION (BETRIEBSWIRTSCHAFT) ANTEILSEIGNERVERTRETEROperating Partner der Advent International Private Equity Group, Boston, Massachusetts, USA Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 scroll
HARALD DÖLL (JAHRGANG 1964), ENERGIEANLAGENELEKTRONIKER ARBEITNEHMERVERTRETERVorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. August 2009 AXEL HARTMANN (JAHRGANG 1958), EINZELHANDELSKAUFMANN ARBEITNEHMERVERTRETERStellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 MICHAEL KNACKMUß (JAHRGANG 1975), KFZ-SCHLOSSER ARBEITNEHMERVERTRETERVorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz der K+S KALI GMBH Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 11. Juli 2014 THOMAS KÖLBL (JAHRGANG 1962), DIPLOM-KAUFMANN ANTEILSEIGNERVERTRETERFinanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2022 Erstbestellung: 10. Mai 2017 scroll
GERD KÜBLER (JAHRGANG 1967), DIPLOM-INGENIEUR ARBEITNEHMERVERTRETERLeiter Mining, K+S Aktiengesellschaft, Kassel Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. Januar 2016 DIETER KUHN (JAHRGANG 1958), BERGBAUMASCHINIST ARBEITNEHMERVERTRETERErster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Bernburg der esco - european salt company GmbH & Co. KG Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 7. Mai 2003 DR. ANNETTE MESSEMER (JAHRGANG 1964), POLITIKWISSENSCHAFTLERIN ANTEILSEIGNERVERTRETERINBereichsvorstand der Commerzbank AG scroll
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 14. Mai 2013 ANKE ROEHR (JAHRGANG 1964), INDUSTRIEKAUFFRAU ARBEITNEHMERVERTRETERINVorsitzende des Betriebsrats der esco - european salt company GmbH & Co. KG, Hannover Mitarbeiterin im Vertrieb Auftaumittel der esco - european salt company GmbH & Co. KG, Hannover Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 1. April 2016 DR. ECKART SÜNNER (JAHRGANG 1944), JURIST ANTEILSEIGNERVERTRETERSelbständiger Rechtsanwalt in Neustadt a.d. Weinstraße Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2018 Erstbestellung: 28. April 1992 scroll
IM JAHR 2017 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:DR. RALF BETHKE (JAHRGANG 1942), DIPLOM-KAUFMANN, EHEM. AUFSICHTSRATSVORSITZENDER ANTEILSEIGNERVERTRETERUnternehmer (als Mitglied in den unten genannten Aufsichtsräten) Ausgeschieden zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2017 Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008 Erstbestellung: 1. Juli 2007 scroll
AUFSICHTRATSAUSSCHÜSSEVERMITTLUNGSAUSSCHUSS+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) (ab 10. Mai 2017) + Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) (bis 10. Mai 2017) + Harald Döll + Dr. Eckart Sünner + Michael Vassiliadis STRATEGIEAUSSCHUSS (SEIT 10. MAI 2017)+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) + Philip Freiherr von dem Bussche + Michael Vassiliadis PRÜFUNGSAUSSCHUSS+ Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender) + Ralf Becker + Dr. Ralf Bethke (bis 10. Mai 2017) + Axel Hartmann + Thomas Kölbl (ab 10. Mai 2017) + Dr. Annette Messemer + Michael Vassiliadis PERSONALAUSSCHUSS+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) (ab 10. Mai 2017) + Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) (bis 10. Mai 2017) + Jella S. Benner-Heinacher + Harald Döll + Michael Vassiliadis NOMINIERUNGSAUSSCHUSS+ Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) (ab 10. Mai 2017) + Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender) (bis 10. Mai 2017) + Jella S. Benner-Heinacher (ab 10. Mai 2017) + Philip Freiherr von dem Bussche + George Cardona (27) MITGLIEDER DES VORSTANDS IM GESCHÄFTSJAHR 2017 (STAND DER ANGABEN ZU ZUSTÄNDIGKEITEN UND MANDATEN: 31. DEZEMBER 2017)DR. BURKHARD LOHR (JAHRGANG 1963), DIPLOM-KAUFMANN, VORSITZENDER (AB 12. MAI 2017)Corporate Board Office Corporate Communications Corporate Development Corporate HR Environmental & Regulatory Affairs Internal Auditing Investor Relations Legal, GRC, Corporate Secretary. Mandat bis 31. Mai 2020 Erstbestellung: 1. Juni 2012 scroll
THORSTEN BOECKERS (JAHRGANG 1975), BANKKAUFMANN, FINANZVORSTANDCorporate Controlling Corporate Finance and Accounting Corporate Procurement Corporate Tax sowie für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind Mandat bis 11. Mai 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2017 scroll
DR. THOMAS NÖCKER (JAHRGANG 1958), JURIST, ARBEITSDIREKTORCorporate HR Corporate IT Corporate Health, Safety & Environment Business Center mit Untereinheiten: Communication Services Financial Accounting Insurances IT Services Logistics Europe Procurement/Material Management Europe Project Management Real Estate & Facility Management K+S TRANSPORT GMBH K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH WOHNBAU SALZDETFURTH GMBH Mandat bis 31. August 2018 Erstbestellung: 1. August 2003 scroll
MARK ROBERTS (JAHRGANG 1963), BACHELOR OF SCIENCE (MARKETING)Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Geschäftsbereich Salz Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling Technical Center mit Untereinheiten: Digital Transformation Geology Mining Research and Development Technics/Energy Tierhygieneprodukte Mandat bis 30. September 2020 Erstbestellung: 1. Oktober 2012 IM JAHR 2017 AUSGESCHIEDENE MITGLIEDER:NORBERT STEINER (JAHRGANG 1954), JURIST, VORSITZENDER (BIS 11. MAI 2017)Corporate Communications Corporate Development Corporate Executive HR Internal Auditing Investor Relations Legal, GRC, Corporate Secretary Ausgeschieden zum 11. Mai 2017 Erstbestellung: 12. Mai 2000 scroll
OTTO LOSE (JAHRGANG 1971), JURISTGeschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling Ausgeschieden zum 28. November 2017 Erstbestellung: 1. Januar 2017 scroll
(28) BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFTPlatinum Investment Management Limited, Sydney (Australien), teilte uns am 10. Januar 2018 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,05 % beträgt. Bis Ende Februar 2018 wurde uns kein Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt. (29) GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAGDer im Geschäftsjahr 2017 erzielte Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beläuft sich auf 66.990 T€. Der Vorstand beabsichtigt, auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 die Ausschüttung einer Dividende von 0,35 € je nennwertloser Stückaktie (66.990 T€) vorzuschlagen.
Kassel, 7. März 2018 K+S Aktiengesellschaft Der Vorstand Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die K+S Aktiengesellschaft, KasselVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflicht-gemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir mit der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss), b) Prüferisches Vorgehen. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmena) Unter den Finanzanlagen weist die K+S Aktiengesellschaft in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.923,7 Mio. € aus. Das entspricht 92,4 % der Bilanzsumme. Die Anteile werden mindestens einmal jährlich von den gesetzlichen Vertretern auf Werthaltigkeit überprüft. Die Ableitung der beizulegenden Werte erfolgte im Rahmen eines Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung des Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM) zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten. Für die Ermittlung der Unternehmenswerte werden die geplanten Nettoausschüttungen aus der Mittelfristplanung für den Prognosezeitraum 2018 bis 2020 abgeleitet. Die geplanten Nettoausschüttungen außerhalb des Prognosezeitraums werden auf Basis des für 2020 erwarteten Ergebnisses mit einer Wachstumsrate von 1 % p.a. kalkuliert. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung und Beurteilung der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, die langfristige Wachstumsrate sowie den verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Entsprechend ist die Bewertung mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund ist dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu Anteilen an verbundenen Unternehmen sind im Anhang in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in den Abschnitten 10 und 25 enthalten. b) Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfung mit dem Prozess zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen auseinandergesetzt und eine Prüfung der darin enthaltenen prüfungsrelevanten Kontrollen vorgenommen. Wir haben uns von der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse überzeugt. Hierzu haben wir u.a. einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat jeweils gebilligten Drei-Jahresplanung sowie eine Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen. Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes zugrundegelegten Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz und die Marktrisikoprämie, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen und das Berechnungsschema nachvollzogen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Abschlussprüfer der K+S Aktiengesellschaft, Kassel, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer.
Hannover, 7. März 2018 Deloitte GmbH Kompenhans, Wirtschaftsprüfer Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer AN UNSERE AKTIONÄRE1.5 BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,ich freue mich, Sie erstmals in meiner neuen Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT über unsere Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2017 zu informieren. Im Aufsichtsrat sowie im neu geschaffenen Strategieausschuss haben wir uns 2017 insbesondere ausführlich mit der neuen Gruppenstrategie SHAPING 2030 und der darauf auftauenden zukunftsorientierten Organisation befasst. Basis der Neuausrichtung ist eine noch stärkere Fokussierung auf die relevanten Märkte und Kundensegmente. Wir sind davon überzeugt, dass unsere K+S gut gerüstet ist, um die ambitionierten mittel- und langfristigen Ziele von SHAPING 2030 zu erreichen. Dazu gehört als wichtiges Element der Gruppenstrategie auch der veränderte Umgang mit Umweltthemen zur nachhaltigen Sicherung unserer Produktion in Deutschland. Weitere Schwerpunkte der Aufsichtsratstätigkeit 2017 waren, neben der detaillierten Erörterung der Geschäftslage, die Eröffnung des neuen Kaliwerks Bethune, die Zukunft des Kaliwerks Sigmundshall, die Durchführung von Finanzierungsmaßnahmen sowie die Auswahl von geeigneten Kandidatinnen/-en für Vorstands- und Aufsichtsratsmandate. BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDSDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert und es wurden Beschlüsse über zustimmungsbedürftige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder an den fünf Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 98%. Drei Sitzungen fanden in vollständiger Besetzung statt, an zwei Sitzungen konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen. Somit nahm auch im Jahr 2017 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Bei den vier Sitzungen des Prüfungsausschusses wurden zwei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei zwei Sitzungen fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte sechsmal, davon viermal in vollständiger Besetzung und zweimal fehlte ein Mitglied entschuldigt. Von den fünf Sitzungen des Personalausschusses wurden drei Sitzungen in voller Besetzung abgehalten, bei den restlichen fehlte jeweils ein Mitglied entschuldigt. Der neu geschaffene Strategieausschuss tagte dreimal, davon zweimal vollständig und einmal fehlte ein Mitglied entschuldigt. BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATSIm Vorstand gab es folgende Änderungen: Am 1. Januar 2017 begann Dr. Otto Lose seine Arbeit als Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und verantwortete die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Entsorgung und Recycling. Mit Ablauf des 11. Mai 2017 endete nach 17 Jahren im Vorstand, zehn Jahre davon als Vorstandsvorsitzender, die Amtszeit von Herrn Norbert Steiner. Herr Steiner hat in den vergangenen Jahren das Wachstum und den Erfolg unserer K+S entscheidend mitgeprägt. Hierfür möchten wir uns noch einmal in aller Form bedanken. Dr. Burkhard Lohr, vormals Finanzvorstand der Gesellschaft, hat mit Beginn am 12. Mai 2017 den Vorsitz des Vorstands übernommen. Neuer Finanzvorstand ist seit diesem Zeitpunkt Thorsten Boeckers. In seiner Sitzung vom 28. November 2017 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Umsetzung der neuen Gruppenstrategie künftig mit einem verkleinerten und neu strukturierten Vorstand voranzutreiben, der durch ein erweitertes Managementteam unterstützt wird. Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, wird gemeinsam mit Thorsten Boeckers, Finanzvorstand, und Mark Roberts in neuer Funktion als Chief Operating Officer das verkleinerte Vorstandsteam bilden. Dr. Thomas Nöcker (59) wird am 1. September 2018 in den Ruhestand treten und bis zum Ablauf seines Mandats am 31. August 2018 die von ihm verantworteten Bereiche an seine Kollegen im Vorstand übergeben. Dr. Otto Lose ist vor dem Hintergrund der neuen Unternehmensstruktur im Rahmen von SHAPING 2030 im besten Einvernehmen zum 28. November 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Im Aufsichtsrat gab es 2017 folgende Änderungen: Dr. Ralf Bethke, seit Mai 2008 Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, ist mit Ablauf seines Mandats zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. Mai 2017 aus dem Gremium ausgeschieden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken Herrn Dr. Bethke für seine hervorragende und stets in die Zukunft gerichtete Führung des Gremiums, das von seinem umfangreichen Wissen und seiner internationalen Erfahrung als langjähriger Vorstandsvorsitzender des Unternehmens (1991 bis 2007) geprägt war. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der ordentlichen Hauptversammlung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT Dr. Andreas Kreimeyer (63), ehemaliges Vorstandsmitglied und Sprecher der Forschung der BASF SE, zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Ebenfalls hat die Hauptversammlung Herrn Thomas Kölbl (55), Finanzvorstand der SÜDZUCKER AG, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft berufen. Die Besetzung der weiteren Aufsichtsratsmandate blieb unverändert. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSIm Geschäftsjahr 2017 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der ordentlichen Sitzung am 14. März 2017 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, des Weiteren wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2017 sowie die Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand verabschiedet. Zudem wurde der Aufnahme weiterer Fremdmittel im Kapitalmarkt zugestimmt. Wir wurden ausführlich über den Fortschritt unseres neuen Produktionsstandorts Bethune in Kanada informiert sowie über die Absicht, das Werk am 2. Mai 2017 in Betrieb zu nehmen. In der ordentlichen Sitzung am 9. Mai 2017 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage sowie des Ergebnisses im ersten Quartal 2017. Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 10. Mai 2017 die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrats statt. Nach der Wahl des Vorsitzenden fanden die Wahlen des Personal-, Prüfungs- und Nominierungsausschusses statt (siehe Besetzung des Aufsichtsrats). Des Weiteren richteten wir einen Strategieausschuss ein und wählten dessen Mitglieder. Dr. Ralf Bethke, der zehn Jahre an der Spitze des Aufsichtsrats gestanden hatte, wurde aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste und seines besonderen persönlichen Engagements um die Entwicklung der K+S GRUPPE vom Aufsichtsrat zu seinem Ehrenvorsitzenden ernannt. In der ordentlichen Sitzung am 22. August 2017 befassten wir uns u. a. ausführlich mit der neuen Strategie SHAPING 2030 der K+S GRUPPE sowie der Neuausrichtung der Vorstandsarbeit. Außerdem wurden wir über die aktuelle Situation hinsichtlich der Umweltthemen informiert und uns wurde die Geschäftslage der K+S GRUPPE erläutert. Darüber hinaus haben wir uns mit der Zukunft des Werks Sigmundshall auseinandergesetzt und wurden über die Anlaufphase unseres neuen Werks Bethune in Kanada informiert. In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 28. November 2017 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den einzelnen Geschäftsbereichen und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2017. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2018, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Anschließend wurden wir über den Implementierungsstand der neuen Strategie SHAPING 2030 informiert. Ferner erläuterte uns der Vorstandsvorsitzende die aktuellen Umweltthematiken wie z. B. Haldenerweiterungen oder Überlegungen zur Ergänzungsfernleitung. Nach ausführlicher und intensiver Diskussion haben wir schließlich gemeinsam mit dem Vorstand der Einstellung des Betriebs des Werks Sigmundshall spätestens zum 31. Dezember 2018 zugestimmt. Darüber hinaus haben wir das Vergütungssystem für den Vorstand grundsätzlich überarbeitet. Das neue System tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über die letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Des Weiteren haben wir die Kandidaten nominiert, die wir der Hauptversammlung 2018 zur Wahl vorschlagen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2017/2018 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen. → ,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 64 AUSSCHUSSSITZUNGENZur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie seit der Aufsichtsratssitzung nach der Hauptversammlung 2017 den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 60 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik ,Corporate Governance'. Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2017 viermal zusammen. Der Ausschuss prüfte am 3. März 2017 im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2016 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2016, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Am 22. August 2017 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das Interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status der Compliance-Organisation der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2017. Am 14. November 2017 trat der Prüfungsausschuss in einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um über die Zukunft des Werks Sigmundshall zu beraten. In der Sitzung am 28. November 2017 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen gemäß dem Abschlussprüfungsreformgesetz. Schließlich wurde der Prüfungsausschuss über die neue gesetzliche Pflicht des Aufsichtsrats zur Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung unterrichtet und empfahl dem Aufsichtsratsplenum nach ausführlicher Diskussion die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Per Telefonkonferenz wurde am 3. Mai, 9. August sowie am 10. November 2017 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand die jeweils zur Veröffentlichung anstehende Quartalsmitteilung bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2017 fünfmal zusammen. Er beschäftigte sich dabei insbesondere mit der Struktur und der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Er befasste sich des Weiteren mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Geschlechterquote sowie mit der grundsätzlichen Überarbeitung des Vergütungssystems für den Vorstand, das im Vergütungsbericht ausführlich erläutert wird. Ferner wurde die Regelung bzgl. der Amtsniederlegung von Dr. Lose und des Mandatsablaufs von Dr. Nöcker abgeschlossen. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2017 sowie die Struktur des bisherigen sowie neuen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 122 - 131. Es ist vorgesehen, dass die Hauptversammlung 2018 über die Billigung des neuen Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen soll. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2017 sechsmal zusammen; Gegenstand der Beratungen war eine intensive Analyse der Struktur sowie des Kompetenzprofils des Aufsichtsrats und darauf aufbauend die Auswahl von Kandidaten für den Aufsichtsrat. Der neu gegründete Strategieausschuss tagte im Jahr 2017 insgesamt dreimal. Er beriet hauptsächlich über die neue Unternehmensstrategie SHAPING 2030 sowie die darauf aufbauende zukünftige Organisation der K+S GRUPPE. Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2017Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2018 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2018 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und dem Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2017. Der Jahresabschluss 2017 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 55). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere im Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an. Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus. Ein herzliches Glückauf!
KASSEL, 14. MARZ 2018 FÜR DEN AUFSICHTSRAT DR. ANDREAS KREIMEYER, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS |
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