![]() K+S AktiengesellschaftKasselH1/19 HalbjahresfinanzberichtK+S GRUPPE+ EBITDA lag im zweiten Quartal mit 130 Mio. € um 24 % über dem Vorjahr + Bereinigter Freier Cashflow im zweiten Quartal aufgrund operativer Ergebnisverbesserung
und optimiertem Working Capital um rund 150 Mio. € auf 102 Mio. € gesteigert; im Halbjahr
sogar um rund 240 Mio. € auf 335 Mio. € verbessert + Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum EBITDA auf das 4,4-fache reduziert (31.12.2018:
5,3-fach) Ausblick für die K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2019 konkretisiert: + Deutliche Steigerung des EBITDA auf einen Wert zwischen 730 und 830 Mio. € erwartet
(bisher: 700 bis 850 Mio. €; 2018: 606 Mio. €) + Im Mittelwert unserer Ergebnisbandbreite rechnen wir nun mit einem bereinigten Freien
Cashflow in Höhe von mindestens 100 Mio. € (2018: -206 Mio. €) ECKDATEN DER GESCHÄFTSENTWICKLUNGKENNZAHLENscroll
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1
Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen
der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden
erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
(EBITDA). Für den Halbjahresfinanzbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen
auftreten. 1 LAGEBERICHT1.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEITIm Rahmen unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 haben wir eine neue Struktur geschaffen, die sich an unseren Kunden orientiert und die bisherige divisionale Organisation mit den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz im Sinne einer "One Company" stärker integriert. Aus unserer Sicht ist die beste Struktur für One K+S eine Matrixorganisation. In ihr verknüpfen wir regional orientierte operative Einheiten1 mit marktorientierten Kundensegmenten2 sowie Exzellenzfunktionen und zentralen Einheiten, um deren jeweilige Stärken in Projekten und Lösungen für unsere Kunden überall nutzbar zu machen. Damit wollen wir Silos aufbrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzen. K+S-MATRIXSTRUKTUR![]() Der Abschnitt "Veränderungen des Konsolidierungskreises" ist im Anhang dieses Halbjahresfinanzberichts auf Seite 24 zu finden. Darüber hinaus blieb die im Geschäftsbericht 2018 beschriebene Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit weitgehend unverändert. Für eine detaillierte Beschreibung der neuen Struktur verweisen wir im Geschäftsbericht 2018 auf die Seiten 31 bis 37. Wir führen das operative Geschäft in zwei Einheiten1 , in die sich auch die Segmentberichterstattung ab dem Berichtsjahr 2019 gliedert: + Operative Einheit Europe+, bestehend aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und
Magnesiumprodukte inkl. Werk Bethune, esco (bisher Teil des Geschäftsbereichs Salz)
und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte,
K+S TRANSPORT GMBH, CHEMISCHE FABRIK KALK GMBH) + Operative Einheit Americas, bestehend aus MORTON SALT, K+S WINDSOR SALT und den
Konzerngesellschaften in Südamerika (bisher Teile des Geschäftsbereichs Salz) Die Kundensegmente2 umfassen die Segmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Das Kundensegment Landwirtschaft bietet Pflanzennährstoffe an. Haupteinsatzgebiet unserer Produkte im Kundensegment Industrie sind die Elektrolyse- und die Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten weit reicht - von pharmazeutischer Produktion bis hin zur Kupfergewinnung. Die Produkte im Kundensegment Verbraucher umfassen u. a. Tafelsalz, inkl. Premiumprodukte wie Meersalz, koscheres oder natriumreduziertes Salz, Produkte zur Wasserenthärtung, Geschirrspülsalz und Auftausalz für Privathaushalte. Im Kundensegment Gemeinden liefert K+S Auftausalz an öffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher. 1
Segmente im Sinne des IFRS 8. 1.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNGIm zweiten Quartal 2019 ergaben sich keine Änderungen der Unternehmensstrategie und
-Steuerung. Für eine umfassende Darstellung der aktuellen Unternehmensstrategie und
-steuerung verweisen wir auf die entsprechenden Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung
und Corporate Governance" ab Seite 67 und "Unternehmensstrategie" ab Seite 43 im Geschäftsbericht
2018. 1.3 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENNach einem anfänglichen Rückgang verzeichneten die Preise für Agrarrohstoffe zum Ende
des zweiten Quartals eine positive Entwicklung gegenüber dem Niveau zu Jahresbeginn.
Der Maispreis legte mit einem Plus von 12 % am stärksten zu; die Weizen- und Sojapreise
stiegen um 5 %, bzw. 2 %. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent verzeichnete im Halbjahresverlauf einen deutlichen
Anstieg und lag Ende Juni bei rund 67 USD pro Barrel. Der Durchschnittspreis des zweiten
Quartals 2019 lag mit rund 69 USD jedoch noch moderat unter dem Vorjahreswert (Q2/18:
75 USD). Der Durchschnittswert des NCG-Natural-Gas-Year-Future, welcher schwerpunktmäßig
West- und Süddeutschland abbildet, notiert unverändert bei rund 19 €/MWh (Q2/18: 19
€/MWh). PREISENTWICKLUNG VON AGRARPRODUKTEN UND ROHÖL![]() Quelle: Bloomberg AUSWIRKUNGEN AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten im Wesentlichen
die folgenden Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S: + Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Kosten für den Bezug
von Erdgas beeinflusst. Unsere langfristig orientierten Einkaufsverträge mit günstigen
Konditionen machen uns unabhängiger von der Marktpreisentwicklung. Vor diesem Hintergrund
blieben die Energiekosten der K+S GRUPPE im ersten Halbjahr annähernd auf dem Niveau
des Vorjahres. + Fremdwährungssicherungssystem: Durch die eingesetzten Sicherungsinstrumente lag
der Umrechnungskurs im zweiten Quartal 2019 inkl. Sicherungskosten bei durchschnittlich
1,17 EUR/USD. Der durchschnittliche Kassakurs betrug 1,12 EUR/USD (Q2/18: Umrechnungskurs
1,14 EUR/USD bei einem durchschnittlichen Kassakurs von 1,19 EUR/USD). + Die Preise wichtiger Agrarrohstoffe notierten weiterhin auf einem im langfristigen
Vergleich noch niedrigen Niveau. Trotz höherer Kosten, z.B. für Düngemittel, boten
die daraus resultierenden Ertragsperspektiven, auch vor dem Hintergrund teils günstiger
Währungsverhältnisse, Landwirten im Berichtszeitraum dennoch weiterhin ausreichenden
Anreiz, den Ertrag je Hektar durch den Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. / Weitere Informationen zum Fremdwährungssicherungssystem finden sich im Geschäftsbericht
2018 auf Seite 99. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENDie im Geschäftsbericht 2018 ab Seite 33 beschriebenen Gegebenheiten in den wesentlichen
Absatzregionen und Wettbewerbspositionen blieben für die einzelnen Kundensegmente
nahezu unverändert. KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFTDie Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft war im Berichtszeitraum von
einer guten Nachfrage geprägt. Abgesehen von saisonalen Besonderheiten in einigen
Regionen (z. B. Staffelpreissystem für Düngemittelspezialitäten in Europa), blieben
die internationalen Preise für Kaliumchlorid wie auch für unsere Spezialitäten nach
den deutlichen Steigerungen im Jahresverlauf 2018 in unseren Hauptabsatzregionen Brasilien,
Asien und Europa weitgehend stabil. KUNDENSEGMENT INDUSTRIEDie Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie in Europa entwickelte sich
im zweiten Quartal 2019 insgesamt positiv. In den Americas blieb die Nachfrage nach
Produkten für die Lebensmittelindustrie weitgehend stabil, die Nachfrage nach Produkten
für die Chemieindustrie, die Öl- und Gasindustrie, die Tierernährung sowie für pharmazeutische
Anwendungen entwickelte sich positiv. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHERDie Rahmenbedingungen für den Verkauf von Verbraucherprodukten in Europa waren im
zweiten Quartal 2019 nahezu unverändert. In Südamerika spürten wir jedoch einen erhöhten
Wettbewerb. In Nordamerika entwickelte sich die Nachfrage nach Speisesalzen, insbesondere
nach Premiumprodukten (Meer- und Koschersalz) und Wasserenthärtungssalzen positiv. KUNDENSEGMENT GEMEINDENWährend in Europa die winterliche Witterung zu Beginn des Jahres die Ausschreibungen
im zweiten Quartal für die kommende Wintersaison positiv beeinflusste, wirkten sich
auch in Nordamerika vorteilhafte Wetterverhältnisse im späteren Verlauf des Winters,
insbesondere im Mittleren Westen sowie in Kanada im ersten Halbjahr, positiv aus.
An der US-Ostküste blieb die Wettbewerbsintensität hoch. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENFür eine umfassende Darstellung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang auf Seite
28. 1.4 ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE ERTRAGSLAGEKENNZAHLENscroll
UMSATZNach 811,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz der K+S GRUPPE im zweiten
Quartal 2019 um rund 8 % auf 878,5 Mio. €. Beide operativen Einheiten profitierten
von höheren Absatzpreisen, die in der operativen Einheit Americas einen leichten Mengenrückgang
überkompensieren konnten. Zusätzlich wirkte sich das aktuelle Wechselkursniveau positiv
auf die Umsatzentwicklung aus. Im ersten Halbjahr 2019 stieg der Umsatz infolge der
genannten Effekte auf 2.141,9 Mio. € (H1/18: 1.981,7 Mio. €). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRscroll
Im Berichtsquartal entfielen rund 70 % des Umsatzes auf die operative Einheit Europe+
und 30 % auf die operative Einheit Americas. UMSATZ NACH REGIONEN APRIL - JUNI 2019 (IN %)![]() Vorjahreszahlen in Klammern ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTENDie Umsatzkosten beliefen sich im zweiten Quartal 2019 auf 738,5 Mio. € und verzeichneten
somit einen Anstieg (Q2/18: 711,3 Mio. €), der maßgeblich auf Bestandsveränderungen
und die allgemeine Kosteninflation zurückzuführen ist. Die Vertriebs- und allgemeinen
Verwaltungskosten sanken im Berichtsquartal von 87,0 Mio. € im Vorjahr auf 85,5 Mio.
€. Im ersten Halbjahr 2019 betrugen die Umsatzkosten 1.715,7 Mio. € nach 1.683,2 Mio.
€ im Vorjahr, die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sanken auf 166,9 Mio.
€ (H1/18: 172,5 Mio. €). Neben den dargestellten Effekten sind insbesondere die Personalaufwendungen sowie
die Kosten für Frachten, Material und Energie von Bedeutung für K+S. Der Personalaufwand
blieb im zweiten Quartal 2019 mit 289,4 Mio. € annähernd stabil (Q2/18: 288,4 Mio.
€), im ersten Halbjahr betrug er 588,9 Mio. € (H1/18: 571,7 Mio. €). Die Frachtkosten
lagen sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2019 mit 178,1 Mio. €
bzw. 435,5 Mio. € jeweils über dem Vorjahreswert (Q2/18: 173,2 Mio. €; H1/18: 416,9
Mio. €). Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
(Materialkosten) fielen im zweiten Quartal 2019 auf 135,6 Mio. € (Q2/18: 144,4 Mio.
€), wiesen über das gesamte Halbjahr jedoch einen Anstieg auf 285,9 Mio. € (H1/18:
270,0 Mio. €) aus. Für Energie entstanden K+S im zweiten Quartal Kosten in Höhe von
62,7 Mio. € (Q2/18: 62,1 Mio. €), auch im ersten Halbjahr blieben die Energiekosten
mit 132,1 Mio. € annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (H1/18: 130,2 Mio.
€). ERGEBNISENTWICKLUNGDas EBITDA der K+S GRUPPE betrug im Berichtsquartal 130,1 Mio. € (Q2/18: 105,1 Mio.
€). In der operativen Einheit Europe+ konnten preisbedingte Ergebnissteigerungen erzielt
werden. In der operativen Einheit Americas schlugen sich höhere Kosten, insbesondere
für Instandhaltung und Logistik, im saisonal schwächeren zweiten Quartal überproportional
nieder. Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) betrug im Berichtsquartal
aufgrund positiver Marktwertveränderungen der noch ausstehenden, antizipativen Sicherungsgeschäfte
42,4 Mio. € (Q2/18: - 18,8 Mio. €). Im ersten Halbjahr 2019 betrug das EBITDA 400,0 Mio. €, dies entspricht einer Steigerung
von 17 % gegenüber dem Vorjahreswert (H1/18: 341,9 Mio. €). Das EBIT II betrug im
ersten Halbjahr 2019 214,8 Mio. € (H1/18: 117,9 Mio. €). Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT ll beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen
Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse
aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung
von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich nicht
im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen. ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDAscroll
FINANZERGEBNISIm Berichtsquartal betrug das Finanzergebnis - 20,9 Mio. € (Q2/18: - 24,9 Mio. €).
Die Verbesserung ist vor allem auf positive Wechselkurseffekte im sonstigen Finanzergebnis
zurückzuführen, die den Anstieg der Zinsaufwendungen mehr als ausgleichen konnten.
Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf - 37,6 Mio. € nach - 55,7
Mio. € im Vorjahr. / Weitere Angaben zum Finanzergebnis und Rechnungszinsen für Rückstellungen finden
sich im Anhang ab Seite 25. (BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS UND (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIEDas Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter erreichte im zweiten Quartal
2019 einen Wert von 13,9 Mio. € (Q2/18: - 32,0 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie
ergibt sich daraus ein Wert von 0,07 € (Q2/18: - 0,17 €). Für die Berechnung wurde
eine durchschnittliche Anzahl von 191,4 Mio. ausstehender Stückaktien zugrunde gelegt.
Im ersten Halbjahr belief sich das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter
auf 123,0 Mio. € (H1/18: 44,4 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie bedeutet das im Vergleich
zum Vorjahr einen Anstieg um 0,41 € auf 0,64 € (H1/18: 0,23 €). Das um die Marktwertveränderungen der Derivate bereinigte Konzernergebnis nach Steuern
konnte im zweiten Quartal 2019 deutlich auf 2,6 Mio. € gesteigert werden (Q2/18: -
9,4 Mio. €). Je Aktie resultiert daraus ein Wert von 0,01 € nach - 0,05 € im Vorjahresquartal.
Nach den ersten sechs Monaten betrug das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern 110,4
Mio. € (H1/18: 74,2 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im gleichen
Zeitraum auf 0,58 € nach 0,39 € im Vorjahr. RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)Der Ertrag auf das eingesetzte Kapital per 30. Juni 2019 (LTM) verringerte sich gegenüber
dem Vergleichszeitraum von 3,2 % auf 3,0 %. Dem höheren Ertrag stand eine überproportional
gestiegene Bilanzsumme gegenüber. FINANZLAGELEICHTER ANSTIEG DER INVESTITIONEN IM ZWEITEN QUARTAL GEGENÜBER VORJAHRINVESTITIONEN1scroll
Im zweiten Quartal 2019 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 93,1 Mio. € (Q2/18: 91,2
Mio. €). Der leichte Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf
eine gleichmäßigere Verteilung der Gesamtjahresinvestitionen auf die jeweiligen Quartale
in der operativen Einheit Americas zurückzuführen. OPERATIVER UND FREIER CASHFLOW DEUTLICH VERBESSERTCASHFLOWÜBERSICHTscroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2019 konnte mit 517,6
Mio. € nach 292,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum gegenüber dem EBITDA überproportional
gesteigert werden. Hier wirkten sich höhere Zahlungseingänge nach einem erfolgreichen
operativen Geschäft im ersten Quartal, geringere Ertragssteuerzahlungen sowie ein
aktives Working Capital Managements positiv aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe/Verkäufe von Wertpapieren
und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich vor dem Hintergrund einer anhaltend
hohen Investitionsdisziplin auf lediglich - 183,0 Mio. € (H1/18: - 198,0 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow erreichte damit 334,6 Mio. € nach 94,2 Mio. € im Vorjahr.
Die Steigerung von rund 240 Mio. € erklärt sich zum einen aus der operativen Ergebnisverbesserung,
einer hohen Investitionsdisziplin, wie aber auch aus einer Optimierung unseres Nettoumlaufvermögens. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum aufgrund der
Tilgung von kurzfristigen Fremdkapital auf - 104,3 Mio. € (H1/18: - 24,8 Mio. €).
Zum 30. Juni 2019 lag der Nettofinanzmittelbestand bei 393,9 Mio. € (31.12.2018: 162,2
Mio. €; 30.06.2018: 199,1 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im Wesentlichen
Bankanlagen sowie um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten
bis zu drei Monaten. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 30. Juni 2019 auf 10.359,7 Mio. € (31.12.2018:
9.966,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich durch die Aktivierung von Nutzungsrechten
aus Leasingverträgen im Zusammenhang mit IFRS 16 sowie währungsbedingt auf 7.082,0
Mio. € (31.12.2018: 6.687,9 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen
und langfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen erhöhte sich aufgrund
des deutlich verbesserten Freien Cashflows auf 416,7 Mio. € (31.12.2018: 185,8 Mio.
€). AKTIVA (IN %)![]() Mit 4.388,7 Mio. € lag das Eigenkapital über dem Niveau vom 31. Dezember 2018 (4.144,1
Mio. €). Erhöhend wirkten sich positive Währungseffekte sowie das deutlich verbesserte
Ergebnis des ersten Halbjahres aus. Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 42,4
% nach 41,6 % zum 31. Dezember 2018. / Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen des Eigenkapitals finden sich im Anhang
auf Seite 28. PASSIVA (IN %)![]() / Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten finden sich
im Anhang ab Seite 27. Zum Stichtag ergab sich für die K+S GRUPPE eine Nettofinanzverschuldung von 2.893,7
Mio. € (31.12.2018: 3.241,5 Mio. €; 30.06.2018: 2.944,2 Mio. €). Ursächlich für den
Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2018 war der deutlich positive freie Cashflow. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) konnte seit dem 31. Dezember
2018 vom 5,3-fachen auf das 4,4-fache zum 30. Juni 2019 weiter deutlich reduziert
werden. Somit befinden wir uns auf einem guten Weg, den Verschuldungsgrad gegenüber
dem 1. Halbjahr 2017 (5,6-fach) wie beabsichtigt bis Ende 2020 zu halbieren. NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN UND NETTOVERSCHULDUNGscroll
1
Leasingverbindlichkeiten, die sich explizit aus abgeschlossenen Finanzierungsverträgen
ergeben. Vorjahreswerte ohne entsprechende Anpassung. 1.5 DARSTELLUNG DER OPERATIVEN EINHEITEN (SEGMENTE NACH IFRS 8)OPERATIVE EINHEIT EUROPE +KENNZAHLENscroll
UMSATZDer Umsatz der operativen Einheit Europe+ lag im Berichtsquartal mit 626,8 Mio. €
knapp 10 % über dem Wert des Vorjahres (Q2/18: 571,9 Mio. €). Höhere Preise, positive
Währungseffekte und verfügbare Mehrmengen nach Produktionsproblemen im Vorjahreszeitraum
am Werk Werra im Vorjahr und der Produktionssteigerung am Standort Bethune trugen
zu dieser Entwicklung bei. Im ersten Halbjahr 2019 lag der Umsatz der operativen Einheit mit 1.318,6 Mio. € knapp
7 % über dem Wert des Vorjahres (H1/18: 1.233,9 Mio. €). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRscroll
ERGEBNISENTWICKLUNGDas EBITDA stieg von 99,8 Mio. € im Vorjahr auf 128,4 Mio. € im Berichtsquartal. Hierfür
waren vor allem die zur Umsatzentwicklung genannten Gründe wesentlich, die inflationsbedingt
höhere Kosten mehr als ausgleichen konnten. Im ersten Halbjahr 2019 betrug das EBITDA 305,5 Mio. € und konnte damit im Vergleich
zum Vorjahr um knapp 20 % gesteigert werden (H1/18: 255,4 Mio. €). GENEHMIGUNG FÜR TEMPORÄRE EINSTAPELUNG UNTER TAGE AM WERK WERRA ERTEILTAnfang August hat das Regierungspräsidium Kassel die Genehmigung zur temporären Speicherung
von bis zu 400.000 Kubikmetern salzhaltiger Abwässer unter Tage genehmigt. Damit erhöhen
wir wie geplant die Speichermöglichkeiten am Werk Werra auf insgesamt eine Million
Kubikmeter. Wir sehen uns darin bestärkt, auch im Falle lang anhaltender Trockenheit
witterungsbedingte Stillstände in der Produktion an der Werra mit großer Wahrscheinlichkeit
ausschließen zu können. Dazu tragen zudem die Möglichkeiten zur standortfernen Entsorgung
von salzhaltigen Abwässern bei, von denen wir auch in diesem Jahr Gebrauch machen. Ende 2021 werden wir die Versenkung von Salzwässern beenden und neue Wege gehen. Unser
Ziel ist es, Salzwässer dauerhaft in nicht mehr genutzte Hohlräume unter Tage verbringen
zu können. Die bisher vorliegenden Ergebnisse sind vielversprechend. Werra und Weser
würden bei Nutzung dieser sogenannten Einstapelung unter Tage ab 2022 weiter entlastet.
Für die Produktion bringt diese Lösung zudem eine größere Flexibilität. BETHUNE: WEITERE INITIATIVE ZUR VERBESSERUNG DER PRODUKTQUALITÄT GESTARTETWie seit längerem geplant, wird K+S die Qualität der im neuen kanadischen Kaliwerk
Bethune hergestellten Kaliprodukte bis zum ersten Halbjahr 2020 nochmals deutlich
verbessern. Dazu wird die für den Monat September vorgesehene Instandhaltungspause
auf insgesamt zwei Wochen verlängert. In dieser Zeit werden die bestehenden Anlagen
um weitere Komponenten zur Absiebung und Kühlung der Produkte ergänzt. Nach dem Start des neuen Kaliwerkes im Sommer 2017 hatte die Produktion im vergangenen
Jahr die für diese Phase des Anfahrbetriebes vorgesehene Kapazität von etwas mehr
als 1,4 Millionen Tonnen erreicht. Für das laufende Jahr wird eine Produktion von
rund 1,7 Millionen Tonnen erwartet. / Weitere Informationen hierzu finden sich im Risiko- und Chancenbericht auf Seite
15. OPERATIVE EINHEIT AMERICASKENNZAHLENscroll
UMSATZIm Berichtsquartal stieg der Umsatz in der operativen Einheit Americas preis- und
währungsbedingt auf 251,2 Mio. € (Q2/18: 239,3 Mio. €). Im ersten Halbjahr lag der Umsatz mit 822,4 Mio. € spürbar über dem Niveau des Vorjahres
(H1/18: 746,5 Mio. €). Dies resultierte insbesondere aus positiven Preiseffekten -
sowohl im nordamerikanischen Auftausalzgeschäft als auch in den Kundensegmenten Industrie
und Verbraucher - sowie positiven Währungseffekten. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRscroll
ERGEBNISENTWICKLUNGDas EBITDA der operativen Einheit Americas verringerte sich auf 13,6 Mio. € nach 22,1
Mio. € im Vorjahr. Dabei schlugen sich höhere Kosten, insbesondere für Instandhaltung
und Logistik, trotz des Umsatzanstiegs in einem saisonal schwächeren Quartal überproportional
nieder. Im ersten Halbjahr erreichte das EBITDA der operativen Einheit 121,2 Mio. € und lag
damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (H1/18: 118,0 Mio. €). Den beschriebenen
Umsatzsteigerungen standen insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung
und Logistik, gegenüber. AMERICAS BUSINESS CENTER ENTSTEHT IN SANTIAGO DE CHILEIm Rahmen von SHAPING 2030 hat die Operative Einheit Americas im Juli 2019 die Schaffung
eines Shared-Service-Centers in Santiago, Chile, angekündigt. Dieses dient der Zielsetzung,
standardisierte und prozessorientierte Aktivitäten, die nicht ortsgebunden sind, in
einem Servicecenter zu bündeln, um Kostensituation sowie Servicequalität dieser Prozesse
zu verbessern. 1.6 DARSTELLUNG DER KUNDENSEGMENTE (KEINE SEGMENTE NACH IFRS 8)KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFTKENNZAHLENscroll
/ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft findet sich auf
Seite 5 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. + Im Kundensegment Landwirtschaft konnte der Umsatz im Berichtsquartal spürbar auf
440,1 Mio. € gesteigert werden (Q2/2018: 383,1 Mio. €); sowohl höhere Preise als auch
positive Währungseffekte und eine höhere Absatzmenge trugen zu dieser Entwicklung
bei. Insgesamt entfielen 280,2 Mio. € des Umsatzes im Kundensegment Landwirtschaft
auf Kaliumchlorid (Q2/2018: 199,7 Mio. €) und 160,0 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten
(Q2/2018: 183,4 Mio. €). Im ersten Halbjahr betrug der Umsatz im Kundensegment Landwirtschaft
insgesamt 901,1 Mio. € nach 813,9 Mio. € im Vorjahr. + Das Absatzvolumen des Kundensegments Landwirtschaft stieg moderat auf insgesamt
1,61 Mio. t an (Q2/2018: 1,55 Mio. t). Die zur Verfügung stehenden Mengen lagen über
dem Niveau des Vorjahres, da geringere Mengen aus der Schließung des Standorts Sigmundshall
zum Jahresende 2018 durch zusätzliche Produktionsmengen am kanadischen Standort Bethune
sowie am Werk Werra durch eine verbesserte Personal- und Maschinenverfügbarkeit mehr
als ausgeglichen werden konnten. Im Berichtsquartal wurden 0,75 Mio. t in Europa (Q2/18:
0,77 Mio. t) und 0,87 Mio. t in Übersee (Q2/18: 0,78 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt
entfielen 1,08 Mio. t der Absatzmenge des Kundensegments Landwirtschaft auf Kaliumchlorid
(Q2/18: 0,88 Mio. t) und 0,54 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (Q2/18: 0,68 Mio.
t). Im ersten Halbjahr betrug der Absatz im Kundensegment Landwirtschaft insgesamt
3,25 Mio. t nach 3,34 Mio. t im Vorjahr. + Marktseitig wirkten die Preise im zweiten Quartal weiterhin unterstützend. Unser
Durchschnittspreis in Europa lag mit 280,5 €/t unverändert auf dem Niveau des ersten
Quartals 2019 (281,2 €/t). Der Rückgang des in Übersee erzielten Durchschnittspreises
gegenüber dem ersten Quartal 2019 erklärt sich fast ausschließlich durch einen veränderten
Produkt- und Regionalmix: Erwartungsgemäß reduzierte sich einerseits der Anteil unserer
Düngemittelspezialitäten sowie von Granulat gegenüber dem Standardprodukt innerhalb
unseres Produktmixes. Zudem führte der gestiegene Absatz aus kanadischer Produktion
zu einem veränderten Regionalmix. Die Marktpreise blieben in Übersee im zweiten Quartal
weitgehend stabil. + Das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft konnte im zweiten Quartal deutlich auf
95,3 Mio. € (Q2/18: 64,5 Mio. €) gesteigert werden. Ursächlich hierfür waren vor allem
die zur Umsatzentwicklung genannten Gründe. Im ersten Halbjahr betrug das EBITDA im
Kundensegment Landwirtschaft insgesamt 219,4 Mio. € nach 159,2 Mio. € im Vorjahr. KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT: ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN1scroll
scroll
KUNDENSEGMENT INDUSTRIEKENNZAHLENscroll
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Einschließlich Sole und ohne Ergänzende Absätze. / Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Industrie findet sich auf Seite
5 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. + Im Kundensegment Industrie konnte der Umsatz im Berichtsquartal auf 282,5 Mio. €
gesteigert werden (Q2/18: 277,3 Mio. €); gestiegene Preise sowie positive Währungseffekte
konnten eine insgesamt leicht geringere Absatzmenge überkompensieren. Im ersten Halbjahr
stieg der Umsatz im Kundensegment Industrie auf 564,3 Mio. € (H1/18: 552,7 Mio. €). + Insgesamt lag der Absatz mit 2,47 Mio. t nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (Q2/18:
2,52 Mio. t). Während die Absatzmengen von Industrieprodukten für die Lebensmittelindustrie
gesteigert werden konnten, blieb der Absatz von Produkten für die Pharmaindustrie
weitgehend stabil. Der Absatz von Produkten für die Öl- und Gasindustrie und die Tierernährung
ging verfügbarkeitsbedingt moderat zurück. Die ebenfalls verfügbarkeitsbedingt geringere
Absatzmenge von Produkten für die Chemieindustrie in Europa und Nordamerika konnte
durch eine Absatzsteigerung in Südamerika nicht vollständig ausgeglichen werden. Im
ersten Halbjahr betrug die Absatzmenge im Kundensegment Industrie insgesamt 4,91 Mio.
t (H1/18: 4,99 Mio. t). + Das EBITDA betrug 55,8 Mio. € nach 60,5 Mio. € im Vorjahr. Trotz eines Umsatzanstiegs
konnten höhere Kosten nicht vollständig ausgeglichen werden. Im ersten Halbjahr betrug
das EBITDA im Kundensegment Industrie insgesamt 114,3 Mio. € nach 124,5 Mio. € im
Vorjahr. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHERKENNZAHLENscroll
/ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Verbraucher findet sich auf
Seite 5 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. + Im Kundensegment Verbraucher stieg der Umsatz im Berichtsquartal auf 108,5 Mio.
€ (Q2/18: 102,7 Mio. €); höhere Preise, insbesondere für Wasserenthärtungssalze in
Nordamerika, sowie positive Währungseffekte konnten verfügbarkeitsbedingt geringere
Absatzmengen mehr als ausgleichen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz im Kundensegment
Verbraucher auf 228,0 Mio. € (H1/18: 212,8 Mio. €). + Der Absatz im Kundensegment Verbraucher lag mit 0,40 Mio. t auf dem Niveau des Vorjahres
(Q2/18: 0,41 Mio. t). Im ersten Halbjahr betrug die Absatzmenge 0,88 Mio. t (H1/18: 0,89 Mio. t). + Das EBITDA konnte im zweiten Quartal deutlich auf 9,0 Mio. € gesteigert werden (Q2/18:
7,5 Mio. €), im ersten Halbjahr auf 25,4 Mio. € (H1/18: 17,5 Mio. €). Die beschriebenen
Umsatzsteigerungen konnten höhere Kosten mehr als ausgleichen. KUNDENSEGMENT GEMEINDENKENNZAHLENscroll
/ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Gemeinden findet sich auf Seite
5 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. + Im Kundensegment Gemeinden ging der Umsatz im üblicherweise saisonal schwachen Berichtsquartal
leicht auf 47,0 Mio. € zurück (Q2/18: 48,2 Mio. €). Positive Preis- und Währungseffekte
konnten einen negativen Mengeneffekt nicht vollständig ausgleichen. Im ersten Halbjahr
erreichte der Umsatz im Kundensegment Gemeinden 447,6 Mio. € nach 401,1 Mio. € im
Vorjahr. + Nach dem relativ starken ersten Quartal lag der Absatz von Auftausalz mit insgesamt
0,86 Mio. t im zweiten Quartal unter dem Niveau des Vorjahres (Q2/18: 0,93 Mio. t).
Während die Absatzmengen gegenüber Vorjahr in Europa und dem Mittleren Westen der
USA gesteigert werden konnten, gingen sie in den übrigen amerikanischen Regionen zurück.
Im ersten Halbjahr konnte die Absatzmenge gegenüber Vorjahr jedoch auf insgesamt 7,97
Mio. t nach 7,79 Mio. t gesteigert werden. + Das EBITDA ging auf -18,1 Mio. € nach -10,6 Mio. € im Vorjahr zurück. Dabei schlugen
sich neben einem leichten Umsatzrückgang höhere Kosten, insbesondere für Instandhaltung
und Logistik, sowie Effekte aus einem ungünstigeren Regionalmix in einem saisonal
schwächeren Quartal überproportional nieder. Im ersten Halbjahr betrug das EBITDA
im Kundensegment Gemeinden insgesamt 67,5 Mio. € nach 72,1 Mio. € im Vorjahr. 1.7 MITARBEITERPERSONALZAHL LEICHT UNTER VORJAHRDie K+S GRUPPE beschäftigte zum 30. Juni 2019 insgesamt 14.535 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
Gegenüber dem 30. Juni 2018 (14.809 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit leicht gesunken.
Im Quartalsdurchschnitt waren 14.777 Mitarbeiter beschäftigt (Q2/18: 14.844). Knapp
ein Drittel der Mitarbeiter ist außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel
außerhalb von Europa beschäftigt. Die Anzahl der Auszubildenden in Deutschland lag
am 30. Juni 2019 bei 455 und damit über dem Vorjahreswert (30.06.2018: 413). MITARBEITER NACH REGIONEN PER 30. JUNI 2019 (IN %)![]() Vorjahreszahlen in Klammern 1.8 RISIKO- UND CHANCENBERICHTFür eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher
Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht
2018 ab Seite 110. Die Risiken der K+S GRUPPE sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen
Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des
Unternehmens. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen
werden nicht gegeneinander aufgerechnet. 1.9 PROGNOSEBERICHTKÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATIONDie nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen
auf den Einschätzungen des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF). PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSscroll
Quelle: IWF Der INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS prognostiziert, dass die Wachstumsrate für das globale
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 auf 3,2 % zurückgeht (2018: 3,6 %). Dieser Prognose
liegt die Annahme zugrunde, dass die Kapazitätsauslastung in den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften kaum noch zunehmen wird und die Produktion in Schwellenländern lediglich
mit moderater Dynamik expandiert. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATIONDie im Geschäftsbericht 2018 auf Seite 127 beschriebenen mittel- bis langfristigen
Trends, die die Nachfrage nach den Produkten der K+S GRUPPE positiv beeinflussen,
behalten ihre Gültigkeit. KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFTFür das Jahr 2019 erwarten wir für den Weltkalimarkt eine stabile Nachfrage gegenüber
dem starken Vorjahr (2018: gut 71 Mio. t einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat
und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Nach der deutlichen Erholung der
Überseepreise für Kaliumchlorid (MOP) im Jahresverlauf 2018 haben im ersten Halbjahr
2019 auch die Preise für Düngemittelspezialitäten nachgezogen. Während in Brasilien
mit einer unverändert robusten Nachfrage nach Kalidüngemitteln in der anstehenden
Saison zu rechnen ist, wird die Nachfrage in China vor dem Hintergrund des jüngst
verlautbarten vorübergehenden Importstopps für Kalidüngemittel temporär verhaltener
eingeschätzt. KUNDENSEGMENT INDUSTRIEWährend die Nachfrage nach Produkten für die Lebensmittelindustrie im Jahr 2019 in
etwa stabil bleiben sollte, dürfte die Nachfrage nach Salzen zur Wasserenthärtung
sowie nach Kali- und Salzprodukten zur Tierernährung insbesondere in Europa ansteigen.
Bei der Nachfrage nach Produkten für chemische Anwendungen erwarten wir global eine
leichte Abkühlung. In der Öl- und Gasindustrie dürfte sowohl die Nachfrage nach Kaliprodukten
in Europa als auch nach Salzprodukten in Nordamerika trotz der kürzlich zu beobachtenden
Volatilität des Ölpreises im Jahr 2019 über dem Vorjahresniveau liegen. In Südamerika
ist in 2019 nunmehr mit einer stabilen Nachfrage nach Salz zur Extraktion von Kupfer
aus gefördertem Roherz (Copper Leaching) zu rechnen. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHERFür das Geschäft mit Verbraucherprodukten gehört Nordamerika zu den bedeutendsten
Absatzregionen; die Nachfrage sollte sich hier in 2019 leicht positiv entwickeln.
In den Regionen Europa und Südamerika ist mit Verbräuchen auf Vorjahresniveau zu rechnen. KUNDENSEGMENT GEMEINDENDie Nachfrage nach Auftausalz lag in der Saison 2018/2019 über dem Vorjahr und die
Lagerbestände unserer Kunden, insbesondere im Mittleren Westen der USA und in Kanada
befinden sich deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dies sollte sich positiv auf die
Ausschreibungen der Regionen für die kommende Wintersaison auswirken. Aufgrund hoher
Lagerbestände nach einem erneut milden Winter an der US-Ostküste bleibt die Wettbewerbsintensität
weiterhin hoch. Für Europa, vor allem für Nord- und Osteuropa, erwarten wir ein reges
Voreinlagerungsgeschäft. ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNGFür das Gesamtjahr 2019 rechnen wir unverändert mit einer moderaten Umsatzsteigerung
in der K+S GRUPPE (2018: 4,04 Mrd. €). Für das EBITDA der K+S GRUPPE gehen wir unverändert
von einer deutlichen Steigerung aus. Der positive Ergebniseffekt aus einer veränderten
Euro-Dollar-Währungsrelation (Annahme eines durchschnittlichen Kassakurses von 1,15
EUR/USD für die offenen Monate statt bisher 1,20 EUR/USD) sollte eine temporär etwas
vorsichtigere Einschätzung aufgrund des chinesischen Importstopps sowie der Ergebniseffekte
aus der verlängerten Instandhaltungspause in Bethune mehr als ausgleichen können.
Vor diesem Hintergrund rechnen wir nun mit einem EBITDA der K+S GRUPPE zwischen 730
und 830 Mio. € (bisher: 700 bis 850 Mio. €, 2018: 606,3 Mio. €). In der operativen Einheit Europe+ sollten sich insbesondere die weiter ansteigende
Produktion unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada sowie der zu erwartende Wegfall
der abwasserbedingten Produktionsunterbrechungen im Werk Werra positiv auswirken.
Wir gehen hier unverändert davon aus, dass der Umsatz moderat und das EBITDA deutlich
steigen dürften (Umsatz 2018: 2,59 Mrd. €, EBITDA: 443,3 Mio. €). Umsatz und Ergebnis
der operativen Einheit Americas dürften derweil annähernd stabil bleiben (Umsatz 2018:
1,45 Mrd. €, EBITDA: 221,8 Mio. €). Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2019 basiert im Wesentlichen auf den folgenden
Annahmen: + Einem grundsätzlich positiven Marktumfeld im Kundensegment Landwirtschaft wirkt
ein veränderter Produktmix entgegen. Trotz der temporären Eintrübung aufgrund des
vorübergehenden Importstopps Chinas für Kalidüngemittel unterstellen wir bezogen auf
unser Produktportfolio für 2019 unverändert einen insgesamt moderat steigenden Durchschnittspreis
(2018: 254 €/t). + Unsere Herausforderungen an den Werken Werra und Neuhof wurden angegangen und die
Produktverfügbarkeit hat sich bereits verbessert. Dennoch erwarten wir, dass die deutschen
Standorte in 2019 noch hinter der technisch möglichen Kapazität zurückbleiben werden.
Im Zuge der beschriebenen zusätzlichen Arbeiten zur Erhöhung der Produktqualität am
Standort Bethune wird aus heutiger Sicht eine Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment
Landwirtschaft von 6,9 bis 7,1 Mio. t (bisher: 6,9 bis 7,2 Mio. t; 2018: 6,85 Mio.
t) erwartet. + Anfang August hat das Regierungspräsidium Kassel die Genehmigung zur temporären
Speicherung von bis zu 400.000 Kubikmetern salzhaltiger Abwässer unter Tage erteilt.
Damit erhöhen wir wie geplant die Speichermöglichkeiten am Werk Werra auf insgesamt
eine Million Kubikmeter. Wir sehen uns darin bestärkt, auch im Falle lang anhaltender
Trockenheit witterungsbedingte Stillstände in der Produktion an der Werra mit großer
Wahrscheinlichkeit ausschließen zu können. Vor diesem Hintergrund unterstellen wir
für unsere oben genannte Prognose weiterhin keine wetterbedingten Ausfalltage bis
zum Jahresende an diesem Standort. Von den Möglichkeiten zur standortfernen Entsorgung
von salzhaltigen Abwässern machen wir auch in diesem Jahr Gebrauch. + Im Kundensegment Gemeinden erwarten wir für das Geschäftsjahr 2019 weiterhin einen
Absatz zwischen 12,5 und 13,0 Mio. t. Diese Prognose unterstellt, dass sich unser
Absatz für Auftausalz im zweiten Halbjahr 2019 auf dem langjährigen Durchschnittsniveau
bewegt. + In Bezug auf die Euro-Dollar-Währungsrelation wird für die verbleibenden Monate
des Jahres 2019 nun ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,15 EUR/USD (bisher: 1,20
EUR/USD) unterstellt; unter Einbeziehung des durchschnittlichen EUR/USD-Umrechnungskurses
nach Hedging entspricht dies einem Jahresdurchschnittskurs von 1,16 EUR/USD (2018:
1,16 EUR/USD). Beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern gehen wir aufgrund der oben beschriebenen
Effekte ebenfalls unverändert von einer deutlichen Steigerung aus (2018: 85,4 Mio.
€). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONENObwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2019 insbesondere aufgrund der
Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland über dem Vorjahr (443,2 Mio.
€) liegen dürfte, sollte sich der bereinigte Freie Cashflow aufgrund unserer operativen
Verbesserungen und eines aktiven Working Capital Managements gegenüber dem Vorjahr
deutlich verbessern (2018: - 206,3 Mio. €). Konkret erwarten wir für den Mittelwert
unserer Ergebnisbandbreite nun sogar einen Wert von mindestens 100 Mio. € (bisher:
deutlicher Anstieg, positiv). Trotz einer höheren Kapitalbindung wird die Rendite
auf das eingesetzte Kapital (ROCE) aufgrund der erwarteten signifikanten Ergebnisverbesserung
voraussichtlich deutlich ansteigen (2018: 2,6 %). Auf Ebene der operativen Einheiten
dürfte der ROCE der operativen Einheit Europe+ deutlich steigen (2018: 2,0 %), während
er für Americas deutlich unter Vorjahresniveau erwartet wird (2018: 7,9 %). ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2019scroll
2 ABSCHLUSS2.1 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.2 GESAMTERGEBNISRECHNUNGGESAMTERGEBNISRECHNUNG1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.3 BILANZBILANZ - AKTIVA1scroll
BILANZ - PASSIVA1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.4 KAPITALFLUSSRECHNUNGKAPITALFLUSSRECHNUNG1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.5 ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALSENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1scroll
scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2.6 ANHANGERLÄUTERNDE ANGABENDer Zwischenbericht zum 30. Juni 2019 wird nach den International Financial Reporting
Standards (ifrs) aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden.
Die Aufstellung erfolgt als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben
nach Maßgabe des IAS 34. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Zwischenbericht
angewendet werden, entsprechen mit Ausnahme der unten beschriebenen Änderungen denen,
die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung kamen. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Eine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts ist
nicht erfolgt (§ 115 Abs. 5 WpHG). VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISESIm ersten Halbjahr 2019 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen des Konsolidierungskreises. AUSWIRKUNGEN VON GEÄNDERTEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENSeit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 wenden wir die Neuregelungen des IFRS 16
"Leasingverhältnisse" an. Entsprechend der von uns gewählten Übergangsmethode erfolgt
keine Anpassung der Vorjahreszahlen. Die Neuregelungen führen dazu, dass der Leasingnehmer
grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten
in der Bilanz zu erfassen hat. Die bisher erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs-
und Operating Leasingverhältnissen entfällt. Die Leasingverbindlichkeit ist in Höhe
des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen zu bilden. Bei einzelnen Klassen von Vermögenswerten
wird auf die Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten verzichtet und die
Gesamtzahlung bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeit zugrunde gelegt. Das Nutzungsrecht
entspricht der Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglicher direkter Kosten, Vorauszahlungen
und Rückbaukosten sowie abzüglich erhaltener Anreizzahlungen. Für kurzfristige Leasingverträge bis zu einem Jahr (ohne Kaufoption) sowie für sogenannte
Low-Value-Assets besteht ein Wahlrecht, auf die Erfassung des Nutzungsrechts und der
Leasingverbindlichkeit zu verzichten. Wir üben dieses aus und erfassen die Leasingzahlungen
als operativen Aufwand. In den Folgeperioden wird das Nutzungsrecht grundsätzlich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses
abgeschrieben, ggf. sind außerplanmäßige Wertminderungen zu erfassen. Wird am Laufzeitende
von einem Eigentumsübergang ausgegangen, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche
Nutzungsdauer. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden aufgezinst und
erfolgsneutral um die Leasingzahlungen verringert. Die Abschreibungen des Nutzungsrechts
sind den Funktionskosten zugeordnet. Der Ausweis der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit
erfolgt in den Zinsaufwendungen. Die Leasingaufwendungen der bislang als Operating
Leasing klassifizierten Leasingverträge wurden hingegen vollständig in den Funktionskosten
erfasst. Zum Erstanwendungszeitpunkt am 1. Januar 2019 wurden die Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen
unter Beachtung der Regelungen des IFRS 16 mit dem jeweiligen Grenzfremdkapitalzins
diskontiert, um die Leasingverbindlichkeit zu bestimmen. Das zu aktivierende Nutzungsrecht
entsprach der Leasingverbindlichkeit, gegebenenfalls wurde dieses korrigiert um Vorauszahlungen
und abgegrenzte Leasingverbindlichkeiten bzw. -rückstellungen. Die zusätzlich anzusetzenden
Leasingverbindlichkeiten beinhalten Nichtleasingkomponenten, für die aufgrund der
Wahlrechtsausübung auf eine Trennung von der Leasingkomponente verzichtet wurde. Teilweise
wurde von der Vereinfachung Gebrauch gemacht, Leasingverträge mit einem Vertragsende
im Jahre 2019 als kurzfristige Leasingverträge zu behandeln und keinen Bilanzansatz
vorzunehmen. Die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 auf 380,6 Mio. € (31.
Dezember 2018: 164,2 Mio. €) sowie der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen auf
427,2 Mio. € (31. Dezember 2018: Leasingvermögenswerte von 217,7 Mio. €) ist weitestgehend
auf die Erstanwendung des IFRS 16 zurückzuführen. Der kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten
beträgt 55,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 15,7 Mio. €). Der Ausweis der Nutzungsrechte
erfolgt unter demselben Posten im Sachanlagevermögen, unter dem der zugrunde liegende
Vermögenswert im Falle eines Erwerbs ausgewiesen worden wäre. Die neu erfassten Nutzungsrechte
betreffen überwiegend gemietete Immobilien sowie technische Anlagen und Maschinen.
Die Leasingverbindlichkeiten werden in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
ausgewiesen. Die Erstanwendung des IFRS 16 führte zu einem moderaten Anstieg des EBITDA im ersten
Halbjahr und zu keinen wesentlichen Veränderungen des Eigenkapitals. Weitergehende
Erläuterungen zu den Regelungen und Auswirkungen des IFRS 16 finden sich im Geschäftsbericht
2018 auf den Seiten 171/172. UMSATZERLÖSEUmsatzerlöse (Gesamtumsatz) lassen sich wie folgt unterteilen: UMSATZERLÖSEscroll
Weitergehende Informationen zu den Umsätzen finden Sie im Lagebericht ab Seite 6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENIn den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche
Posten enthalten: SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENscroll
FINANZERGEBNISIm Finanzergebnis sind folgende wesentliche Posten enthalten: FINANZERGEBNISscroll
1
Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Weitere Informationen zum Finanzergebnis finden sich im Lagebericht auf Seite 7. RECHNUNGSZINS FÜR RÜCKSTELLUNGENDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum Stichtag 2,2 % (31.12.2018:
3,1 %; 30.06.2018: 2,9 %). Den bergbaulichen Rückstellungen liegen sehr langfristige Verpflichtungen zugrunde,
für die am Kapitalmarkt keine laufzeitkongruenten Zinssätze zur Verfügung stehen.
Das derzeit praktizierte Verfahren der Extrapolation der am Markt verfügbaren, gemessen
an den Ewigkeitslasten, sehr kurzfristigen Zinssätze würde zu einem nicht sachgerechten
Realzins nahe null Prozent führen. Daher wird für bergbauliche Verpflichtungen zum
30. Juni 2019 unverändert der durchschnittliche gewichtete Diskontierungsfaktor vom
31. Dezember 2018 verwendet. ERTRAGSTEUERNIn den Ertragsteuern sind folgende wesentliche Posten enthalten: STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGscroll
FINANZINSTRUMENTEBUCHWERTE UND BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON FINANZINSTRUMENTENscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf
den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der
drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente
der Stufe 1 ergeben sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Innerhalb der Stufe 2
wird die Bewertung der Finanzinstrumente mit Hilfe von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt.
Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
werden aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert. Der beizulegende
Zeitwert wurde als Barwert der aktuellen dreijährigen Ergebnisplanung (Mittelfristplanung)
und einer sich anschließenden ewigen Rente berechnet. Für die Diskontierung wurde
der Kapitalkostensatz der Gesellschaft zugrunde gelegt. scroll
scroll
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT hat am 26. April 2019 eine bestehende und bis 2020 laufende
Kreditlinie vorzeitig zu attraktiven Konditionen erneuert und reduziert. Die bisherige
nicht in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. € wird durch eine neue
Kreditlinie in Höhe von 800 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren bis zum Jahr
2024 ersetzt. Darüber hinaus hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 26. April 2019 ein
Laufzeitdarlehen in Höhe von 160 Mio. € aufgenommen, welches Anfang Mai ausgezahlt
wurde und ebenfalls eine Laufzeit von fünf Jahren bis zum Jahr 2024 hat. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN EINZELNER BILANZPOSTENIm Vergleich zum Jahresabschluss 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme zum 30. Juni 2019
um 393,5 Mio. €. Auf der Aktivseite erhöhte sich die langfristigen Vermögenswerte um 395,6 Mio. €.
Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 2,1 Mio. €. Die Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte
beruht im Wesentlichen aus dem Anstieg der Sachanlagen um 394,1 Mio. €. Diese ist
überwiegend auf die Erstanwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zurückzuführen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 151,5 Mio. € und
die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte um 76,1 Mio. €. Dem gegenüber steht
eine Erhöhung der flüssigen Mittel um 231,1 Mio. €. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 244,6 Mio. €. Das langfristige
Fremdkapital erhöhte sich um 333,9 Mio. €. Im Wesentlichen resultiert die Erhöhung
aus dem Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 111,8 Mio. € und der
sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 170,7 Mio. €. Der Anstieg der sonstigen
finanziellen Verbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf der Erstanwendung des IFRS
16 "Leasingverhältnisse" Weiter erhöhten sich die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen um 53,8 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte
sich dagegen um 185,0 Mio. €. Wesentliche Ursache ist die Abnahme der kurzfristen
Finanzverbindlichkeiten um 147,2 Mio. €, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen um 45,7 Mio. € und der kurzfristigen Rückstellungen um 36,2 Mio. €. Dem
gegenüber steht ein Anstieg der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 31,6 Mio.
€. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALSDas Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle
als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich
zum Jahresabschluss 2018 haben sich der Bilanzgewinn und die anderen Rücklagen um
244,6 Mio. € erhöht. Der Anstieg beruht vor allem auf erfolgsneutralen Veränderungen
des Eigenkapitals, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler
Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen CAD und USD). Unterschiede aus der Währungsumrechnung
werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich zum
30. Juni 2019 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 203,3 Mio. € erhöht. Eigenkapitalerhöhend
ist zudem das positive Periodenergebnis des ersten Halbjahres 2019 in Höhe von 123,0
Mio. €. Die Auszahlung der Dividende in Höhe von 47,9 Mio. € führte zu einer Minderung
des Eigenkapitals. SAISONALE EINFLÜSSEBeim Verkauf von Pflanzennährstoffen und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale
Unterschiede. Bei Pflanzennährstoffen erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund
der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Absätze. Die Verkäufe
von Salzprodukten - speziell von Auftausalz - sind erheblich von der jeweiligen winterlichen
Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide
Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig
stärker ausfällt. EVENTUALVERBINDLICHKEITENDie Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2018 nicht
signifikant verändert und sind insgesamt als nicht wesentlich einzustufen. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONENInnerhalb der K+S GRUPPE werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen
Konditionen abgewickelt. Neben Transaktionen zwischen konsolidierten Unternehmen der
K+S GRUPPE bestehen Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann
(assoziierte Unternehmen). Diese Beziehungen haben keinen signifikanten Einfluss auf
den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die Gruppe der nahestehenden Personen umfasst
bei der K+S GRUPPE im Wesentlichen den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
Wesentliche Transaktionen mit diesem Personenkreis fanden nicht statt. 2.7 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFTNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Kassel, 12. August 2019 QUARTALSÜBERSICHTUMSATZ UND OPERATIVES ERGEBNISscroll
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KENNZAHLENscroll
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Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen
der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden
erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
(EBITDA). FINANZKALENDERTERMINEscroll
KONTAKTK+S AktiengesellschaftBertha-von-Suttner-Str. 7 Investor RelationsTel.: 0561/9301-1100 IMPRESSUMRedaktion/TextK+S-Investor Relations Veröffentlichung am 15. August 2019ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung
der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen
dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden
Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen
nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht des aktuellen
Geschäftsberichts genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen
und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt
außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung,
die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. |
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