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Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 25.05.2020: Es handelt sich hier nicht um den „Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019“, sondern um den „Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019“. |
![]() K+S AktiengesellschaftKasselJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Geschäftsbericht 2019Mit seinen mineralischen Produkten hilft K+S Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, hält Industrien am Laufen, bereichert das tägliche Leben der Konsumenten und sorgt für Sicherheit im Winter. Im Mittelpunkt stehen der Kunde und seine Bedürfnisse. Um uns global langfristig erfolgreich zu positionieren, handeln wir verstärkt nach innovativen Zukunftskonzepten, mit denen wir uns neue Produkte und Wachstumsmärkte erschließen können. Durch diese Transformationsphase trägt uns unsere Erfahrung aus mehr als 130 Jahren. Sie lässt uns sicher durch die Herausforderungen der Neuausrichtung navigieren: K+S ist wandelbar. K+S WELTWEITDie steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir im Wesentlichen aus Produktionsstätten in Europa, Nord - und Südamerika und über ein weltweites Vertriebsnetz. ![]() ZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE 1scroll
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Die Angaben beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten
Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Bis zum Jahr 2010 sind die nicht fortgeführten
Geschäftstätigkeiten des Nitrogen-Geschäfts enthalten. Die Bilanz und damit die Kennzahlen
Working Capital, Nettofinanzverbindlichkeiten, Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA
und Buchwert je Aktie beinhalten im Jahr 2010 auch die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten
des COMPO-Geschäfts und im Jahr 2011 auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten
des Nitrogen-Geschäfts. Für den Geschäftsbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. DREIJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE ZU NACHHALTIGKEITSKENNZAHLENscroll
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Das Basisjahr für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017. ÜBER DIESEN BERICHTDer Berichtszeitraum umfasst die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019. Der vorliegende Geschäftsbericht kombiniert den Finanzbericht mit dem Nachhaltigkeitsbericht. Die Finanzberichterstattung erfolgt nach dem internationalen Standard IFRS , der Lagebericht ist nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 20 verfasst und enthält die Angaben gemäß CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG). Bei der Darstellung zur Unternehmensführung folgen wir den Transparenzanforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Die Berichterstattung orientiert sich außerdem an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI Standards) und den Empfehlungen des International Integrated Reporting Council (IIRC). Der Geschäftsbericht ist gleichzeitig der Fortschrittsbericht für den un global compact. Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich. Veröffentlichung: 12. März 2020 LEGENDEDurch den Abschlussprüfer geprüfter Verweis innerhalb des Geschäftsberichts Nicht durch den Abschlussprüfer geprüfter Verweis innerhalb des Geschäftsberichts Nicht durch den Abschlussprüfer geprüfter Verweis in das Internet VORWORTDr. Burkhard LohrVorsitzender des Vorstands Sehr Aktionärinnen und Aktionäre,Sehr geehrte Damen und Herren,"When it rains, it pours" - so lautet der Slogan unserer amerikanischen Tochtergesellschaft Morton Salt. Er passt perfekt zum Produkt, denn das Speisesalz von Morton rieselt klumpenfrei selbst bei hoher Luftfeuchtigkeit. Leider passt der Satz momentan noch auf andere Weise zu uns. Denn seine ursprüngliche Bedeutung lautet: "Ein Unglück kommt selten allein." Und das ist eine treffende Beschreibung der letzten zwei Jahre bei K+S. War es im Jahr 2018 noch die extreme Trockenheit, die in Form von Entsorgungsengpässen unser Ergebnis belastet hat, so wirkte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Abschwächung des Kalimarkts negativ auf unsere Ertragslage aus. Zum zweiten Mal in Folge sind es damit im Wesentlichen externe Faktoren, die zu einem ergebnismäßig enttäuschenden Jahr und damit zum Nachjustieren unserer Strategie geführt haben. Doch der Reihe nach. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass die Strategie SHAPING 2030 die richtigen Antworten auf die Herausforderungen unserer Märkte und der für uns relevanten Megatrends gibt. Auch im abgelaufenen Jahr sind wir bei der Umsetzung sehr gut vorangekommen. Der Umbau des Konzerns hin zu einer kundenorientierten "One Company" ist weiter vorangeschritten. So haben wir in Deutschland mehrere K+S-Tochtergesellschaften zusammengelegt, um Synergien einfacher realisieren und die Nachfrage der Kunden noch besser bedienen zu können. Unsere neue Firmenkultur ist nun in konzernweit formulierten ONE K+S-Werten verankert. Nachhaltigkeit ist einer dieser Werte und integraler Bestandteil von SHAPING 2030. Bei der Umsetzung unseres Nachhaltigkeitsprogramms haben wir 2019 gute Fortschritte gemacht. Unsere Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik verfolgen wir weiter konsequent. Dabei lassen wir uns an konkreten Kennzahlen messen, wie ab Seite 52 in diesem Geschäftsbericht beschrieben. Im Zuge von SHAPING 2030 haben wir im abgelaufenen Jahr bereits Synergien von mehr als 100 Mio. € in der Verwaltung, im Einkauf, in der Logistik, der Produktion sowie bei Vertrieb und Marketing erreicht. Ab Ende 2020 werden es wie versprochen mehr als 150 Mio. € an Synergien jährlich sein. Die eingetrübten Rahmenbedingungen für einen Großteil unseres Geschäfts und die Unsicherheiten der Weltwirtschaft machen jedoch ein Nachschärfen unserer Strategie notwendig. Seit Frühherbst 2019 hat sich der Kalimarkt abgeschwächt. Wetterkapriolen in wichtigen Absatzregionen sowie ein temporärer Importstopp für Kaliumchlorid in China sorgten für einen massiven Rückgang bei Nachfrage und Preisen. In der Folge haben wir unsere ursprünglichen Ergebniserwartungen deutlich nach unten korrigieren. Dennoch haben wir im Jahr 2019 immerhin einen Zuwachs beim EBITDA um 6 % gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 640 Mio. € erreicht. Beim freien Cashflow haben wir allerdings geliefert! Erstmals seit 2013 haben wir wieder einen nennenswerten positiven freien Cashflow in Höhe von 140 Mio. € erzielt. Das ist umso wichtiger, da der Abbau unserer Verschuldung alternativlos ist. Unsere Verschuldung ist zum einen nach den strategisch wichtigen Investitionen zum Bau unseres neuen Kaliwerks in Kanada stark angestiegen. Zum anderen sind hier die hohen Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen an unseren deutschen Produktionsstandorten abzulesen. In den letzten acht Jahren haben wir in Summe fast 1 Mrd. € dafür aufgebracht. Unter den geschilderten Marktbedingungen sind wir allein aus operativer Kraft jedoch nicht in der Lage, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Verschuldung im vorgegebenen Zeitrahmen wieder deutlich zu reduzieren. Wir brauchen aber eine solide finanzielle Basis, um in die geplante Wachstumsphase unserer Strategie einzutreten. Zusätzlich macht es das Unternehmen robuster. Wir haben daher im Dezember 2019 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, anhand eines umfangreichen Maßnahmenpakets die Umsetzung von SHAPING 2030 zu beschleunigen. Unser Maßnahmenpaket zielt darauf ab, Unternehmensteile kurzfristig zu veräußern und somit rasch Werte zu realisieren. Ein wesentlicher Schwerpunkt dieser Maßnahmen zur Wertgenerierung richtet sich auf die operative Einheit Americas. Für das dortige Salzgeschäft können wir uns beispielsweise einen Anteilsverkauf vorstellen. In der operativen Einheit Europe+ stehen weitergehende Effizienz- und Produktionssteigerungen sowie Portfoliooptimierungen im Mittelpunkt. Unsere deutschen Produktionsstandorte müssen nachhaltig positive freie Cashflows erwirtschaften. Das gilt für jedes Werk. Ein dauerhaftes "Weiter so" ist in der aktuellen Situation allein aus Kostengründen nicht möglich, sonst gefährden wir unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem wollen wir Vermögensgegenstände verkaufen, die nicht direkt zu unserem Kerngeschäft gehören. Wenn Aktivitäten nicht wertsteigernd sind, werden wir sie restrukturieren oder aufgeben. Zusätzlich zur Entschuldung wollen wir die vorhandenen Werte von K+S deutlicher sichtbar machen, damit sie sich in einer angemessenen Bewertung am Kapitalmarkt widerspiegeln. Die Schwäche am Kalimarkt in Verbindung mit unserem hohen Verschuldungsgrad hat dazu geführt, dass der K+S-Aktienkurs im Kalenderjahr 2019 um fast 30 % gesunken ist. Eine Entwicklung, mit der selbstverständlich auch wir sehr unzufrieden sind. Das gilt insbesondere, da der Wert unseres Geschäfts am Kapitalmarkt weiterhin nicht adäquat abgebildet ist. Mit der Verkündung des Maßnahmenpakets haben wir uns dazu entschieden, nicht auf die Erholung des Kalimarktes zu warten, sondern das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Meine Damen und Herren, wie Sie wissen, nehmen wir in unserem Unternehmen durch unsere neue Strategie SHAPING 2030 große Veränderungen vor. Wir richten K+S noch stärker auf unsere Kunden und deren Bedürfnisse aus. Mit dieser Transformation sind große Chancen verbunden, die wir in diesem Bericht ab Seite 49 für Sie illustriert haben. Wer mich kennt, der weiß: Ich bin ein optimistischer Mensch, für den das Glas stets halbvoll ist. Trotz der herausfordernden vergangenen zwei Jahre bin ich auch im Hinblick auf unser Unternehmen optimistisch. In unserem kanadischen Kaliwerk Bethune erzielen wir bereits positive operative Cashflowbeiträge. Die Produktqualität erreicht mittlerweile das von unseren Kunden, aber auch von uns selbst erwartete hohe Niveau. Das angekündigte Maßnahmenpaket setzen wir zügig und entschlossen um und machen damit sichtbar, welche Werte tatsächlich im Unternehmen stecken. Unser Geschäftsmodell ist ebenso intakt wie die Märkte, in denen wir operieren. Wir sind mit unseren Produkten überall hervorragend aufgestellt. Und zu guter Letzt geben wir mit unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 die richtigen Antworten auf die vor uns liegenden Herausforderungen. Ich danke Ihnen, dass Sie K+S im Jahr 2019 die Treue gehalten haben, auch wenn dies sicherlich nicht immer leicht war. Ich kann Ihnen versichern, dass wir mit Hochdruck und Entschlossenheit an den vor uns liegenden Aufgaben arbeiten, um unser Unternehmen durch diese schwierige Phase zu führen.
Kassel, 12. März 2020 Dr. Burkhard Lohr, Vorsitzender des Vorstands UNSER VORSTANDNachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Je ein Vorstandsmitglied ist als persönlicher Sponsor für einen der drei Bereiche Umwelt, Menschen und Geschäftsethik verantwortlich und treibt die Umsetzung der Ziele aktiv voran. Dr. Burkhard LohrVorsitzender des Vorstands, Arbeitsdirektor Nachhaltigkeitsbereich UmweltDr. Burkhard Lohr ist Sponsor für den Bereich Umwelt und verantwortet die Umsetzung der Ziele in den Handlungsfeldern Wasser, Abfall (fester Rückstand) und Energie. Im Rahmen der innovativen Crowdsourcing-Initiative "K+S Brine Challenge" hat K+S im Jahr 2019 zwei Ideen zur Abdeckung der Rückstandshalden aus der Kaliproduktion ausgezeichnet und damit die eigene Expertise weiter ausgebaut. Lebenslauf - Dr. Burkhard Lohr (geboren 1963 in Essen) wurde am 1. Juni 2012 in den Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT berufen und übernahm am 12. Mai 2017 dessen Vorsitz. Er ist Vorsitzender des Vorstands und Arbeitsdirektor. Er verantwortet die Operative Einheit Europe+ sowie die Zentralfunktionen Communications & Brands, Corporate Board Office, Corporate Secretary, Environmental & Regulatory Affairs, Health, Safety, Management Systems & Sustainability, Human Resources, Investor Relations, Legal & GRC , Legal EUROPE und Strategy & Development gehören zu seiner Zuständigkeit. Mark RobertsMitglied des Vorstands Nachhaltigkeitsbereich MenschenMark Roberts ist Sponsor für den Bereich Menschen. Er verantwortet die Umsetzung der Ziele in den Handlungsfeldern Gesundheit & Arbeitssicherheit, Vielfalt & Inklusion und Menschenrechte. Im Jahr 2019 hat K+S eine umfassende Methodik für die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht entwickelt und diese in einem ersten Piloten in Chile erfolgreich angewendet. Lebenslauf - Mark Roberts (geboren 1963 in New Jersey/USA) ist seit 1. Oktober 2012 Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT . Er verantwortet die Operative Einheit Americas. Ferner ist er zuständig für die Zentralfunktionen Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten AGRICULTURE, Consumers, Industry, Communities, Supply Chain Management Excellence und Commercial Excellence sowie dem Operations and Technical Excellence Center. Thorsten BoeckersMitglied des VorstandsNachhaltigkeitsbereich GeschäftsethikThorsten Boeckers ist Sponsor für den Bereich Geschäftsethik und verantwortet die Zielerreichung in den Handlungsfeldern Nachhaltige Lieferketten und Compliance. Das erste Ziel hat K+S im Geschäftsjahr 2019 erreicht: 100 % der K+S Mitarbeiter wurden mit Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult. Lebenslauf - Thorsten Boeckers (geboren 1975 in Würselen) ist seit 12. Mai 2017 Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und Chief Financial Officer. Er ist unter anderem verantwortlich für die Zentralfunktionen Controlling, Finance & Accounting, Innovation & Digitalization, Insurance, Internal Auditing, it, Procurement und Tax. RessourcenschonungFrüchte aus der WüsteWeltweit werden die Anbauflächen knapper, während der Bedarf an Agrarerzeugnissen steigt. Da kommt es darauf an, jeden Quadratmeter optimal zu nutzen -sogar dort, wo bislang noch gar keine Pflanzen angebaut wurden. In besonders heißen und trockenen Regionen setzen Landwirte auf die sogenannte "Fertigation", also auf die Kombination aus Bewässerung (Irrigation) und Düngung (Fertilisation). Fertigation schont RessourcenErnten, auch wenn das Wasser knapp istBei diesem Verfahren kommen voll wasserlösliche Nährsalze zum Einsatz. Das Wasser-Dünger-Gemisch wird tröpfchenweise direkt bei der Pflanze in den Boden eingebracht. Selbst in Wüstenregionen gelangt die Flüssigkeit nahezu vollständig zu den Wurzeln, ohne vorher zu verdunsten. Und das Beste daran: Die Düngung erfolgt bedarfsgenau, damit die Pflanze zu jedem Zeitpunkt ihres Wachstums die richtigen Nährstoffe erhält. Fertigation bringt wortwörtlich die Wüste zum Blühen. Die Methode ist beispielsweise in Regionen des Mittleren Ostens und Nordafrikas gefragt, wo mittlerweile erfolgreich Gurken, Tomaten und Obst angebaut werden können. Aber nicht nur in trockenen und heißen Gegenden bietet sich Fertigation an - auch in Weinbauregionen kann dieses Verfahren die Erträge steigern. Unter dem Einfluss des Klimawandels muss die Welt sich auf immer extremere Hitze- und Dürreperioden einstellen. Fertigation ist ein Weg, um eine wachsende Weltbevölkerung auch unter diesen veränderten Bedingungen zu ernähren. Mit unseren zuverlässigen wasserlöslichen Düngern - darunter auch solche für den ökologischen Anbau - und unseren starken Marken tragen wir zum erwarteten Wachstum in diesem Bereich bei. Chancen
InnovationenErtragreiche Ideen auf dem Feld und in der StadtWer eine stetig wachsende Weltbevölkerung ernähren will, muss ideenreich sein. Vor allem, weil die verfügbaren Ackerflächen kleiner werden. Wir erforschen deshalb nicht nur, wie man mit Künstlicher Intelligenz ressourcenschonende Landwirtschaft fördert. Sondern auch, ob man Algen im Industriemaßstab wirtschaftlich sinnvoll anbauen kann. Innovationen für unsere ZukunftAn neuen Ideen wachsenDen gesamten Acker einheitlich düngen - das war gestern. Weil sich der Düngemittelbedarf innerhalb einer Nutzfläche alle paar Meter deutlich ändern kann, kommt es auf eine möglichst präzise Versorgung mit Nährstoffen an. Und hier kommen Satelliten und Smartphones ins Spiel: Gemeinsam mit dem Darmstädter Start-up Spacenus und dem Göttinger ForschungsinstitutI IAPN entwickeln wir den Agrar Nährstoff Assistenten ANA. Eine von Spacenus entwickelte Künstliche Intelligenz erkennt anhand von Smartphone-Fotos den Versorgungszustand einer einzelnen Pflanze - und anhand von Satellitenbildern die Nährstoffversorgung auf dem Feld. Damit daraus die korrekte Düngemenge berechnet wird, benötigt die Künstliche Intelligenz geeignete Daten zum Pflanzenwachstum. Diese Daten generieren wir gemeinsam mit dem IAPN in Versuchen mit Weizenpflanzen. Zur Düngesaison 2020 wird ANA bereits in der landwirtschaftlichen Praxis mit Pilotlandwirten getestet. Meeresalgen stehen in vielen Teilen der Welt auf dem Speisezettel. Und das ist gut so, denn die Pflanzen sind reich an Proteinen. Außerdem enthalten viele Algenarten Carrageen -ein wichtiger Rohstoff für die Kosmetik-, Pharma-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie. Makroalgen-Versuchsanlage im Innopark Sigmundshall. Aktuell werden Algen hauptsächlich in Aquakulturen gezüchtet oder direkt aus dem Meer geerntet, was aber aus Qualitäts- und Verfügbarkeitsgründen langfristig nicht ausreichen wird. In dem Geschäftsfeld artenreiner Massenkultivierung von Meeresalgen sehen wir großes Potenzial. Nach einer einjährigen Machbarkeitsstudie, unter Beratung durch den Meeresbiologen und -botaniker Prof. Dr. Klaus Lüning, planen wir nun eine größere Versuchsanlage im Innopark Sigmundshall. In diesem Projekt können wir unsere Erfahrung in der Gewinnung, Veredelung und Vermarktung von Rohstoffen gemäß zertifizierter Qualitätsstandards für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle nutzen. Pflanzenwachstum kennt keine GrenzenDas Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über einen Zeitraum von fünf Jahren das Innovationsprogramm NewFoodSystems (NFS) mit insgesamt bis zu 20 Mio. Euro. Wir haben erfolgreich an der Antragsformulierung mitgearbeitet und sind einer von mehreren deutschen Industriepartnern. Das Innovationsprogramm steht unter der Koordination des Max-Rubner-Instituts (MRI) in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) und vereint mehr als 50 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel von NFS ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Ernährung und Gesundheit der Menschen zu leisten. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen wissenschaftliche und technische Lösungen für neue Lebensmittel und Produktionsverfahren. Wir werden uns auf das Innovationsfeld Controlled Environment Cultivation (CEC) fokussieren. Hierbei steht die Kultivierung von Organismen, wie z. B. Pflanzen und Algen (Mikro- und Makroalgen), in geschlossenen und damit kontrollierbaren Systemen im Mittelpunkt. Was ein solches System sein kann? Der untertägige Bereich eines ehemaligen Bergwerks, zum Beispiel. Ob das in der Praxis die gewünschten Resultate bringt, wollen wir mit unserer bestehenden Infrastruktur in Sigmundshall untersuchen. Der potenzielle Nutzen ist jedenfalls enorm: CEC bietet die Möglichkeit, neue pflanzliche Produkte in Premium-Qualitäten zu erzeugen - unabhängig von Witterungsbedingungen und mit mehreren Ernten im Jahr. Der Prozess läuft fast ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ab und ermöglicht das Recycling von Wasser und Nährstoffen aus anfallenden Rest- und Abfallstoffen. Auch neue Proteinquellen werden hier erschlossen, die in der Lebens- und Futtermittelproduktion genauso eingesetzt werden können wie für die Gewinnung anderer hochwertiger Inhaltsstoffe, etwa spezielle Fettsäuren, Carotinoide und andere Farbstoffe, Aromakomponenten und Ballaststoffe. Chancen
ProdukteUnsere alltägliche VielseitigkeitK+S gehört zum Alltag von Menschen überall auf der Welt. Viele unserer Produkte tragen bekannte Markennamen, andere bleiben eher im Hintergrund. Einige haben sich schon seit Jahrzehnten etabliert, andere sind Antworten auf neue Kundenbedürfnisse. Die Produkte in unserem Portfolio decken viele Anwendungsgebiete ab und haben doch eine Gemeinsamkeit: Sie werden unserem hohen Anspruch an Qualität und Nutzerfreundlichkeit gerecht. Produkte für mehr LebensqualitätMarken, die wirkenWer an Speisesalz denkt, hat oftmals unsere Marken im Kopf. In den USA beispielsweise ist das "Umbrella Girl" von Morton Salt fast schon zum Synonym für Speisesalz geworden. Und in europäischen Märkten zählen die Markenprodukte von saldoro ebenfalls zum gewohnten Bild in der Küche. Kein Wunder also, dass das saldoro Meersalz von der Fachzeitschrift "Lebensmittel Praxis" mit dem Titel "Produkt des Jahres 2019" ausgezeichnet wurde und saldoro als Marke den German Brand Award 2019 gewonnen hat. Aber auch für neue Konsumentenbedürfnisse bieten wir neue Marken an. So gibt es etwa in Nord- und Südamerika sowie in Asien eine wachsende Nachfrage nach natriumreduzierter Ernährung. Denn wer übermäßig viel Natrium konsumiert, riskiert gesundheitliche Schäden wie etwa Bluthochdruck. Studien erwarten, dass der Markt für Mineralsalze als Natriumersatz jährlich um 10 % wachsen wird. Gute Aussichten für uns, denn unter der Marke KaliSel bieten wir ein einzigartiges Produkt für diesen Bedarf an: lebensmittelzertifiziertes Kaliumchlorid. Es hilft, den Natriumgehalt von Speisen und Getränken zu senken, ohne den Geschmack zu beeinflussen. Schon jetzt exportieren wir KaliSel in 35 Länder, wo es bei der Herstellung von Brot- und Backwaren, Fleisch- und Wurstwaren, Fertiggerichten, Milchprodukten und von Baby- und Kindernahrung verwendet wird. Wir stellen KaliSel am Standort Zielitz im Rahmen unserer industriellen Kaliproduktion her: Hochreine Kaliumchloridlösung wird gereinigt, gefiltert, gekühlt, auskristallisiert, entwässert, getrocknet und gesiebt. All das geschieht unter Reinraumbedingungen und unter Einhaltung der höchsten Qualitätsstandards, die bei der Herstellung von Lebensmittelprodukten angewendet werden können: den IFS (International Featured Standards). Eine Aufgabe für Spezialisten also - und vermutlich der Grund, warum wir Weltmarktführer für lebensmittelzertifiziertes Kaliumchlorid sind. Unsere Produkte sind auch dort, wo man sie nicht vermutetWenn Sie das nächste Mal eine Paketlieferung erhalten, steckt vielleicht ein wenig K+S darin. Genauer gesagt: im Karton. Denn in der Papierindustrie kommt eines unserer Spezialprodukte zum Einsatz - Magnesiumsulfat wasserfrei. Es hilft dabei, die beiden Holzbestandteile Zellstoff und Lignin voneinander zu trennen und die anschließende Bleichung des Zellstoffs zu optimieren. Das funktioniert am besten, wenn das Magnesiumsulfat möglichst frei von Schwermetallen ist - und gut wasserlöslich. Zwei Eigenschaften, die unser Produkt in besonderem Maße auszeichnen. Und die dafür sorgen, dass Papierfabriken teilweise schon seit Jahrzehnten auf unsere Qualität setzen. Aber nicht nur in der Papierindustrie spielt Magnesiumsulfat wasserfrei seine Stärken aus: In vielen Herstellungsprozessen kommt das Multitalent zum Einsatz. ![]() Chancen
Unverändert stark: K+S-KompetenzenK+S-KompetenzenNachhaltiges Wachstum braucht starke Wurzeln. Deshalb bauen wir in der Phase der Transformation auf unser Fundament. Eine 130-jährige Tradition der Expertise, der Werteorientierung und des Forscherdrangs sorgen dafür, dass wir die Neuausrichtung unseres Konzerns mutig und zielstrebig angehen. Erprobte ExpertiseONE K+S:Viel Tradition. Mehr Zukunft.Geforscht haben wir bei K+S schon immer. Zum Beispiel zu der Frage, wie man KALI am besten gewinnt und einsetzt. Denn im Gegensatz zum "klassischen" Salz, das schon seit Jahrtausenden vom Menschen verwendet wird, ist KALI ein eher junger Rohstoff. So jung, dass 1919 in Staßfurt eine eigene Kaliforschungsanstalt gegründet wurde. Das hat sich gelohnt: Mittlerweile besteht kein Zweifel an der Bedeutung von KALI für Landwirtschaft und Industrie. Heute ist unser Analytik- und Forschungszentrum in Unterbreizbach der Ort, an dem innovative Produktionsverfahren oder -verbesserungen entwickelt werden. Mit modernen Instrumenten und einer ausgeklügelten Laborautomatisierung werden hier jährlich mehr als 30.000 Proben bearbeitet und über 400.000 Analysen erstellt. Dank dieser Expertise auf dem Gebiet der Kaliforschung blicken wir selbstbewusst nach vorn: Sie ist die Grundlage dafür, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden auch in Zukunft mit neuen Lösungen zielgerichtet bedienen können. Fazit: Bei K+S sind wir aus Tradition innovativ. K+S ist heute weltweit der größte Anbieter von Salzprodukten, fünftgrößter Kaliproduzent der Welt und größter Anbieter von Kali- und Magnesiumprodukten in Westeuropa. Unsere Produktpalette ist vielfältig, und in vielen Industrien haben wir uns einen Ruf als verlässlicher Partner erarbeitet. Unsere Kaliforschung haben wir in den Dienst des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit gestellt. Unsere Forschungsarbeit und unsere Innovationsaktivitäten sind Ausdruck unserer Verantwortung als globaler Konzern und unsere Antwort auf die Themen, die die Welt heute beschäftigen: Wachsende Bevölkerungszahlen, der Klimawandel und ein weltweit verändertes Konsumverhalten rücken die nachhaltige Ernährungssicherung als drängende Herausforderung unserer Zeit immer stärker in den Fokus. Wir beschäftigen uns daher mit der Entwicklung von neuen Ideen für die Landwirtschaft und die Ernährung von morgen. K+S wandelt sich mit den Märkten und den Wünschen der Kunden. Auch in Zukunft machen wir das, worin wir richtig gut sind - wir fördern und veredeln Mineralien. Da wir langfristig denken, scheuen wir nicht die kritische Auseinandersetzung mit uns selbst. Unsere ambitionierte Strategie SHAPING 2030 setzen wir konsequent um. Mit dem Mut, etwas Neues zu entwickeln, investieren wir in die Kooperation mit Start-ups und erschließen uns angrenzende Geschäftsfelder. Volatilen Märkten und Preisschwankungen setzen wir unsere einzigartige Expertise und das Wissen entgegen, dass Qualität sich am Ende immer durchsetzt. Unverhandelbar: unsere Werte
BERICHT DES AUFSICHTSRATSDr. Andreas KreimeyerVorsitzender des Aufsichtsrats Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 hat uns erneut vor große Herausforderungen gestellt und deutlich werden lassen, dass sich K+S derzeit auf einem schwierigen Pfad bewegt. Nach einem erfreulichen ersten Halbjahr haben geopolitische Verwerfungen und ein zunehmend schwieriger werdendes Geschäftsumfeld für Kalidüngemittel im Verlauf des zweiten Halbjahres zu steigenden Lagerbeständen bei unseren Kunden und in der Folge zu Preisdruck für unsere Produkte, reduzierten Produktionsmengen und zu geringerer Profitabilität geführt. Damit konnten wir unsere EBITDA-Ziele nicht erreichen und unsere Verschuldung nicht wie geplant abbauen. In Folge davon ist unser Aktienkurs eingebrochen. Die hohe Verschuldung ist im Wesentlichen auf zwei Faktoren zurückzuführen: ERSTENSauf die erfolgreiche Realisierung der neuen Kaliproduktion in Kanada. Dieses Investment wurde im Jahr 2011 genehmigt und war strategisch richtig und wichtig, um die Zukunftsfähigkeit der K+S zu sichern. Auch wenn die Erwartungen der Kalipreisentwicklung derzeit unter den ursprünglichen Planungen liegen, wird K+S nach dem vollständigen Hochfahren der Anlage mit den in Bethune produzierten Kaliumchlorid-Mengen eine gute Profitabilität erzielen. Bethune gehört zu den wettbewerbsfähigsten Anlagen auf der Welt! ZWEITENSauf kaum mehr planbare, stetig steigende Forderungen nach hohen Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen an den deutschen Standorten. In den vergangenen acht Jahren hat K+S bereits rund 1 Mrd. € in Umweltmaßnahmen investiert, um die heimischen Standorte weiter betreiben zu können. Es war uns immer klar, dass ein rascher Abbau der hohen Verschuldung ein zentrales Ziel der Strategie SHAPING 2030 sein muss. Vor diesem Hintergrund sind klare Ziele formuliert worden: K+S wollte bis 2020 den Verschuldungsgrad halbieren und bis 2023 wieder die Voraussetzungen für ein Investment Grade Rating schaffen. Bis Mitte 2019 waren wir hier auch auf dem richtigen Weg! Das sich im Verlauf des zweiten Halbjahres, insbesondere durch den Handelskrieg zwischen USA und China sowie den Kali-Importstopp Chinas rasant eintrübende Geschäftsumfeld, hat dann allerdings deutlich werden lassen, dass die Erreichung dieser Ziele im gesteckten Zeitraum ohne weitergehende Maßnahmen nicht möglich sein wird. Im Zentrum der in 2019 erarbeiteten und im Dezember 2019 kommunizierten, zusätzlichen Maßnahmen steht daher das Ziel, den Abbau der Verschuldung zu intensivieren und diese rasch und nachhaltig zurückzuführen. Dabei werden wir uns nicht auf die Selbstheilungskräfte des Marktes verlassen, sondern entschlossen handeln und eine Reihe von Projekten zur Wertgenerierung und Kostensenkung konsequent vorantreiben. Im Namen des Aufsichtsrats bedanke ich mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz in diesem schwierigen Geschäftsumfeld. Unser Dank gilt ebenso den Mitgliedern des Vorstands, die K+S durch diese schwierige Phase führen und den Arbeitnehmervertretern und Betriebsräten, die konstruktiv und zukunftsorientiert an der Erreichung anspruchsvoller Zielsetzungen mitwirken. Bei Ihnen, unseren Aktionärinnen und Aktionären, bedanke ich mich dafür, dass Sie uns auch im herausfordernden Jahr 2019 kritisch, aber stets konstruktiv begleitet haben. BERATUNG UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG DES VORSTANDSDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl von Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei dessen Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und bei der Leitung des Unternehmens beraten. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage, die Beschäftigungssituation, den Fortgang wichtiger Investitionsprojekte, die Planungen sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risikosituation sowie das Risikomanagement wurden dabei gewissenhaft beachtet. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat jeweils schriftliche Berichte vom Vorstand. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende hielt auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand regelmäßigen engen persönlichen Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge sowie anstehende Entscheidungen. Die Anteilseigner und die Arbeitnehmervertreter haben regelmäßig in gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Im Jahr 2019 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Die Anwesenheitsquote der 16 Aufsichtsratsmitglieder lag bei diesen Sitzungen im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 95 %. Eine Sitzung fand in vollständiger Besetzung statt, an vier Sitzungen konnte jeweils ein Aufsichtsratsmitglied nicht teilnehmen. Die Abwesenden waren immer entschuldigt. Von den vier Präsenzsitzungen des Prüfungsausschusses wurden drei mit vollständiger Besetzung abgehalten, bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Nominierungsausschuss tagte 3 Mal in vollständiger Besetzung. Von den 7 Sitzungen des Personalausschusses wurden 6 Sitzungen in voller Besetzung abgehalten. Bei einer Sitzung fehlte ein Mitglied entschuldigt. Der Strategieausschuss tagte zweimal und jeweils in vollständiger Besetzung. BESETZUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13. November 2019 Frau Fabiola Fernandez Grund in den Vorstand berufen. Frau Fernandez Grund wird ihre Aufgabe voraussichtlich im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 antreten. Mit der Aufnahme ihrer Tätigkeit wird Frau Fernandez Grund auch die Arbeitsdirektorin der Gesellschaft. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Änderungen. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATSIm Geschäftsjahr 2019 fanden eine außerordentliche und vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In der ordentlichen Sitzung am 13. März 2019 hat der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte für das Geschäftsjahr 2018 geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und nach intensiver Diskussion beschlossen, sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands anzuschließen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert, zudem wurden die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2019 verabschiedet. Des Weiteren wurde das Ergebnis der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung mit den Prüfern erörtert. Zudem wurden die Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 und die Festlegung der Zielerreichung 2018 als auch die Anpassung der Pensionsobergrenzen beschlossen. Zuletzt haben wir mit dem Vorstand mögliche Akquisitionen besprochen. In der ordentlichen Sitzung am 14. Mai 2019 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat unter anderem detailliert über die Entwicklung der Geschäftslage, das Ergebnis im ersten Quartal 2019, mögliche Akquisitionen sowie den Stand des Projekts "Operations Excellence". Zudem wurde die Geschlechterquote für den Vorstand neu festgelegt. Darüber hinaus wurde die Nominierung der Kandidaten zur Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung 2020 vorgenommen. Dem voraus haben die Anteilseignervertreter einen Antrag auf Getrennterfüllung gestellt und dem Aufsichtsratsvorsitzenden zugeleitet. In der ordentlichen Sitzung am 22. August 2019 befassten wir uns unter anderem mit dem neuen Deutschen Corporate Governance Kodex, der aktuellen Geschäftslage und stimmten einer Finanzierungsmaßnahme zu. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über mögliche Akquisitionen und gab ein Update über die Strategie SHAPING 2030 der K+S GRUPPE. Zudem haben wir uns detailliert über den Stand der Digitalisierung informieren lassen und die langfristige Nachfolgeplanung im Vorstand diskutiert. Die Verlängerung der Vorstandsmandate von Herrn Dr. Lohr und Herrn Boeckers, die Einführung von Claw Back Klauseln in den Vorstandsverträgen, die Anpassung der Vergütungsstruktur des Vorstands sowie die Anpassung der Ausschussvergütung wurden beschlossen. Zudem wurde ein Beschluss über die Vergütung konzernexterner Mandate gefasst. In der außerordentlichen Sitzung am 13. November 2019 haben wir uns detailliert über die anstehende Mittelfristplanung und über den Status des Werkes Bethune informiert sowie über ein Maßnahmenpaket zum raschen Abbau der Verschuldung beraten. Des Weiteren wurde über die Besetzung der zusätzlichen Vorstandsposition beraten und Frau Fernandez Grund in den Vorstand berufen. In der letzten ordentlichen Sitzung des Jahres am 3. Dezember 2019 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz und das Ergebnis der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019. Die Planung der K+S GRUPPE für das Jahr 2020, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens, wurde eingehend - auch auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen - geprüft und sodann gebilligt. Anschließend erörterten wir mit dem Vorstand ausführlich das Maßnahmenpaket zur raschen Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung. Das Vorstandsmandat von Herrn Roberts wurde verlängert . Des Weiteren wurden Anpassungen zu Altersgrenzen und Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Anpassung der Ausschussvergütung beschlossen. Zudem haben wir uns auf Vorschlag des Prüfungsausschusses nach Durchführung eines strukturieren Ausschreibungsverfahrens für einen Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 ausgesprochen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete über dessen letzte Sitzung. Der Aufsichtsrat beschloss, die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung zu beauftragen. Die gemeinsame Entsprechenserklärung 2019/2020 von Vorstand und Aufsichtsrat wurde ebenfalls beschlossen. Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance, Seite 99 AUSSCHUSSSITZUNGENZur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss vier weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss, den Nominierungsausschuss sowie den Strategieausschuss. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung findet sich auf der Seite 104 im Lagebericht und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik "Über K+S". Dort finden Sie auch die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse. Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2019 insgesamt vier Mal zusammen. Der Ausschuss beschäftigte sich am 28. Februar gemeinsam mit dem Strategieausschuss mit möglichen Akquisitionen. Am 1. März 2019 prüfte der Ausschuss im Beisein des Abschlussprüfers sowie des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2018 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , den Konzernabschluss 2018, den zusammengefassten Lagebericht sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und sprach die Empfehlung aus, der Hauptversammlung erneut die Wahl der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT zum Abschlussprüfer vorzuschlagen. Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit der Ausschreibung der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2021. Am 22. August 2019 diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand umfassend das interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE, insbesondere Rechnungslegungs- , Rechungsprüfungs- und Buchhaltungsprozesse. Ferner nahm der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officers über den Status des Compliance-Management-Systems der K+S GRUPPE zustimmend zur Kenntnis. Des Weiteren wurden Empfehlungen zweier Prüfungsgesellschaften an das Aufsichtsratsplenum für die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021 beschlossen. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2019. In der Sitzung am 3. Dezember 2019 berichtete der Leiter der internen Revision über seine Arbeit in der K+S GRUPPE. Der Vorstand berichtete über die Entwicklung von Beraterkosten und Spenden sowie über die Beauftragung des Abschlussprüfers mit zulässigen Nichtprüfungsleistungen. Schließlich empfahl der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsratsplenum die Beauftragung des Abschlussprüfers mit der Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung. Darüber hinaus wurden der Verschuldungsgrad, die Liquidität sowie Maßnahmen zum Abbau der Verschuldung diskutiert. Zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand wurden am 8. Mai, 12. August und 12. November per Telefonkonferenz die jeweils abgelaufenen Quartale sowie die zur Veröffentlichung anstehenden Quartalsmitteilungen bzw. der Halbjahresfinanzbericht erörtert. Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2019 siebenmal zusammen. Er befasste sich mit den Zielvereinbarungen und Zielerreichungen der Vorstandsmitglieder, der Angemessenheit der Vorstandsvergütung im Verhältnis zu den Führungskreisen und der Gesamtbelegschaft, der Höhe der Fixeinkommen der Vorstandsmitglieder, der Neufestlegung der Geschlechterquote, der Anpassung der Pensionsobergrenzen, der Einführung von Claw Back Klauseln, der Erweiterung des Vorstands und der damit einhergehenden Berufung von Frau Fernandez Grund in den Vorstand sowie mit der Weiterentwicklung des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat. Des Weiteren wurde über die Mandatsverlängerungen der Vorstandsmandate beraten. Ferner wurde über die Entwicklungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Veränderung der Gesetzgebung bezüglich der 2. Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) beraten. Darüber hinaus befasste er sich mit der kurz- und langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2019 sowie die Struktur des aktuellen Vergütungssystems finden Sie auf den Seiten 142-146. Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2019 viermal zusammen; Gegenstand der Beratungen war insbesondere die langfristige Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Ferner befasste er sich mit der Altersgrenze sowie der Begrenzung der Anzahl von Wahlperioden für Aufsichtsratsmitglieder. Der Strategieausschuss tagte im Jahr 2019 zweimal. Er beriet hauptsächlich über mögliche Akquisitionen sowie die Mittelfristplanung und das Maßnahmenpaket zur raschen Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung. Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2019Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , den auf Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 geprüft. Jahresabschluss und Konzernabschluss wurden jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat der Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT mit der Prüfung der Konformität mit begrenzter Sicherheit der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß dem CSR-RUG beauftragt. DELOITTE hat die Ergebnisse dem Prüfungsausschuss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT in seiner Sitzung vom 2. März 2020 sowie dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. März 2020 berichtet. Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind DELOITTE keine Sachverhalte bekannt geworden, die DELOITTE zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c in Verbindung mit §§ 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden jeweils in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2020 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 11. März 2020 umfassend behandelt. In beiden Sitzungen wurden vom Vorstand und vom Abschlussprüfer alle Fragen zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung der vorgelegten Berichte keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2019. Der Jahresabschluss 2019 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands für die Erklärung zur Unternehmensführung (Seite 99). Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde insbesondere in Hinblick auf die derzeitige und die künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE ebenfalls überprüft. Nach intensiver Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat auch diesem Vorschlag des Vorstands an. Ein herzliches Glückauf!
Kassel, 11. März 2020 Für den Aufsichtsrat Dr. Andreas Kreimeyer, Vorsitzender des Aufsichtsrats K+S AM KAPITALMARKTWährend sich die K+S-Aktie in der ersten Jahreshälfte 2019 zunächst positiv entwickelte, verzeichnete sie im zweiten Halbjahr infolge der eingetretenen Nachfrageschwäche auf dem Weltkalimarkt eine negative Entwicklung. Zum Ende des Geschäftsjahres notierte unsere Aktie bei 11,12 €. KAPITALMARKTKENNZAHLEN B.6scroll
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Die bereinigten Kennzahlen beinhalten das Ergebnis aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, das Effekte aus den Marktwertschwankungen
der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 183). Ebenso werden darauf entfallende Effekte
auf latente und zahlungswirksame Steuern bereinigt; Steuersatz 2019: 30,0 % (2018:
30,0 %). DIE AKTIEWELTKONJUNKTUR BLEIBT VORERST OHNE SCHWUNGDas Wachstum der Weltwirtschaft verlor im Jahr 2019 weiter an Fahrt. Die Konjunktur wurde durch die Zuspitzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China belastet, zudem dämpfte die lange fortbestehende Unsicherheit über den Zeitpunkt und die Ausgestaltung des Austritts Großbritanniens aus der EU die wirtschaftliche Aktivität. Stützend wirkte sich eine Lockerung der Geldpolitik aus, die aktuell in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wieder stark expansiv ausgerichtet ist. Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete im Jahr 2019 eine positive Wertentwicklung von rund 25 % und schloss am Jahresende mit 13.249 Punkten. Auch der MDAX verzeichnete bei einem Schlussstand von 28.312 Punkten einen Zuwachs von gut 31 %. Der europäische Aktienindex DJ STOXX EUROPE 600 gewann rund 23 % und schloss bei 416 Punkten. Der globale Index MSCI WORLD entwickelte sich ebenfalls positiv und gewann 25 % bei einem Jahresschlussstand von 2.358 Punkten. MARKTSCHWÄCHE UND PRODUKTIONSKÜRZUNGEN IM ZWEITEN HALBJAHR BELASTETEN K+S-AKTIEIm ersten Quartal 2019 entwickelte sich die im MDAX notierte K+S-Aktie leicht positiv. Mit 18,51 € erreichte die Aktie am 22. April ihren Höchststand. In der zweiten Jahreshälfte kam die K+S Aktie in erster Linie aufgrund der Nachfrageschwäche am Weltkalimarkt und den damit verbundenen Korrekturen der Ergebniserwartungen unter Druck. Am 10. Dezember verzeichnete sie mit 9,70 € untertägig ihren niedrigsten Kurs im Jahresverlauf. Die Aktie schloss zum Ende des Berichtsjahres mit einem Kurs von 11,12 € (Jahresschlusskurs 2018: 15,72 €). Die Leerverkaufsquote (nur meldepflichtige Leerverkäufe ab 0,5 % berücksichtigt) notierte am Jahresende mit 7,55 % relativ konstant auf dem Jahresanfangsniveau von 7,42 % (Quelle: Bundesanzeiger). www.kpluss.com/aktie AKTIENKURSE DER NORDAMERIKANISCHEN WETTBEWERBERWir verfolgen die Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern. Hierzu gehören vor allem die Düngemittelproduzenten NUTRIEN aus Kanada und MOSAIC aus den USA sowie die überwiegend Salz produzierende US-amerikanische COMPASS MINERALS. Während NUTRIEN mit +2 % ein leichtes Plus erzielte, entwickelte sich der Aktienkurs von MOSAIC mit -27 % deutlich negativ. Die Aktie von COMPASS MINERALS (-42 %) zeigte eine noch deutlichere negative Entwicklung. Die K+S Aktie verlor im gleichen Zeitraum rund -29 % an Wert. AKTIONÄRSSTRUKTURNach der Streubesitzdefinition der deutsche BÖRSE AG beträgt der Freefloat 100 %. Bis Ende Februar 2020 haben uns folgende Aktionäre einen Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwellen mitgeteilt:
AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAMERIKAIn Nordamerika bieten wir ein American-Depositary-Receipts-(ADR-)Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale WERTENENTWICKLUNG DER K+S-AKTIEN IM VERGLEICH ZU DAX, MDAX, DJ STOXX 600 UND MSCI WORLD B.7![]() Quelle: Bloomberg WERTENENTWICKLUNG DER K+S-AKTIEN IM VERGLEICH ZU WETTBEWERN IM JAHR 2019 B.8![]() Quelle: Bloomberg Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRS in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRS liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRS werden in Form eines "Level 1"-ADR-Programms außerbörslich am OTC-(over the counter-)Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet. www.kpluss.com/adrAbsatzkontrolle www.otcmarkets.com ANLEIHEN UND RATINGDIE K+S-ANLEIHENAufgrund der anhaltend hohen Liquiditätsversorgung durch die großen Notenbanken blieben die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität am Kapitalmarkt weiterhin auf gutem Niveau - bei entsprechend niedrigen Renditen. Von dieser Situation konnten auch die K+S-Anleihen überwiegend partizipieren. RATINGNach einer Überprüfung der Bonitätsbewertung von K+S durch die Ratingagentur Standard & poor's erfolgte im September 2019 eine Rücknahme unseres Ratings von BB auf BB- mit dem Ausblick "stabil" (zuvor "negativ"). Ausschlaggebend hierfür war vor allem die langsame Entschuldung vor dem Hintergrund des anhaltend schwachen Marktumfeldes. Der neue Ratingausblick hatte keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzierungsfähigkeit unseres Unternehmens. INVESTOR RELATIONSRESEARCH-COVERAGE ÜBER K+SDie sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S GRUPPE blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken reicht dabei von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Im Geschäftsjahr 2019 analysierten uns 27 Bankhäuser regelmäßig (2018: 28). www.kpluss.com/analystenAbsatzkontrolle Ende Februar 2020 stuften uns laut Bloomberg 11 Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", 9 auf "Halten/Neutral" und 7 Bankhäuser auf "Reduzieren/Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 10,56 €. K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOTDem Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von 51 Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen (2018: 53). So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika und Asien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir durch die Teilnahme an Privataktionärsveranstaltungen in ganz Deutschland. Neben einem umfangreichen Informationsangebot auf unserer Internetseite veröffentlichen wir im Rahmen der regelmäßigen Finanzberichterstattung Interviews mit Vorstandsmitgliedern zusätzlich auf youtube. www.youtube.com/user/kplussagAbsatzkontrolle Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren. ANLEIHEKURSEN UND RENDITEN B.3scroll
AKTIONÄRSSTRUKTUR B.2![]() ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGESCHÄFTSMODELLK+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten im Wesentlichen in Europa, Nord- und Südamerika sowie über ein weltweites Vertriebsnetz. UnternehmensprofilIm Rahmen unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 haben wir eine neue Struktur im Sinne einer "One Company" geschaffen. Damit wollen wir verstärkt Synergiepotenziale heben. MATRIXSTRUKTURIn unserer Matrixorganisation verknüpfen wir regional orientierte operative Einheiten1 mit marktorientierten Kundensegmenten 2 und zentralen Exzellenzfunktionen, um deren jeweilige Stärke in Projekten und Lösungen für unsere Kunden überall nutzbar zu machen. Damit wollen wir Silos aufbrechen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzen. Während wir das operative Geschäft in den beiden operativen Einheiten Europe+ und Americas führen (siehe Abschnitt "Operative Einheiten"), sollen die Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden die gemeinsamen Kundeninteressen bündeln. Die Kundensegmente finden sich in den operativen Einheiten wieder und werden auch global betrachtet. In diesen wollen wir Innovationen vorantreiben, Megatrends verfolgen, neue Märkte entwickeln und das gruppenweite Produktportfolio gestalten. Außerdem sind sie der Motor für Wachstumsinitiativen und Investitionen. Die Einheit "Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence" bündelt die vier Kundensegmente. Sie ist dafür verantwortlich, Strategien für diese zu entwickeln, kontinuierliche Prozess- und Technologieverbesserungen voranzutreiben, globale Leistungsindikatoren festzulegen und - in ihren jeweiligen Excellence-Funktionen -einen regionalübergreifenden Vergleich zu gewährleisten. K+S-MATRIXSTRUKTUR B.1![]()
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Segmente im Sinne des IFRS 8. Der Bereich "Operations and Technical Excellence Center" (OTEC) soll zur angewandten Forschung von K+S beitragen und das Wachstum durch die Einführung neuer Technologien, Prozessverbesserungen, neuer Produktentwicklungen und Anwendungen sichern. Die Zentralfunktionen setzen als Business Partner der operativen Einheiten Standards, definieren Prozesse und erheben Kennzahlen. Außerdem unterstützen sie den Vorstand und nehmen gruppenweit Governance-Aufgaben wahr. OPERATIVE EINHEITENWir führen das operative Geschäft in zwei Einheiten (Segmente im Sinne des IFRS 8), in die sich auch die Segmentberichterstattung ab dem Berichtsjahr 2019 gliedert:
Die beiden operativen Einheiten sind in Kundensegmenten (keine Segmente im Sinne des IFRS 8) strukturiert und diese werden auch gruppenweit betrachtet. Das Geschäft der Kundensegmente Industrie, Verbraucher und Gemeinden ist regional geprägt, da die Produkte für diese Segmente transportkostenabhängig sind. In der Marktbearbeitung gibt es viele Synergien zwischen Süd- und Nordamerika, aber aufgrund der großen räumlichen Distanz nur wenige zwischen Amerika und Europa. Diese Kundensegmente finden sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten. Das Kundensegment Landwirtschaft, das ausschließlich der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, agiert in einem globalen Umfeld. Wir liefern Kaliprodukte aus Deutschland und Kanada in die ganze Welt. Zwar gibt es bei der Marktbearbeitung wenig Synergien zwischen Landwirtschaft und den anderen Kundensegmenten; aufgrund der räumlichen Nähe der Kali- und Salzbergwerke innerhalb Deutschlands bestehen jedoch vielfältige Synergien in Bezug auf Produktion, Technik und Logistik, die wir verstärkt nutzen wollen. Die operativen Einheiten haben den direkten, engen Draht zum Kunden. Für die optimale Marktbearbeitung haben beide Einheiten die Verantwortung für die gesamte Wertschöpfungskette von der Absatzplanung über die Produktion sowie Marketing und Vertrieb bis hin zur Auslieferung. Sie entwickeln auf Basis der zentralen Strategien mittelfristige Umsetzungskonzepte für ihre Märkte und implementieren zentrale Produktionsstandards. KUNDENSEGEMNTLANDWIRTSCHAFT: WIR WOLLEN LANDWIRTEN BEI DER SICHERUNG DER WELTERNÄHRUNG HELFENWir verkaufen unsere Düngemittel auf nahezu allen Kontinenten dieser Welt. Sie werden beispielsweise zur Düngung auf den Weizenfeldern Europas, den Reisterrassen Asiens und den Kaffeeplantagen Südamerikas genutzt. Das Kundensegment Landwirtschaft findet sich ausschließlich in der operativen Einheit Europe+ und war zuvor im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte abgebildet. Produkte und DienstleistungenDie Produkte des Kundensegments werden als Pflanzennährstoff in der Landwirtschaft eingesetzt. Als Naturprodukte sind diese nach EU-Recht größtenteils auch für den ökologischen Landbau zugelassen. B.2 Kaliumchlorid: Das universell einsetzbare mineralische Düngemittel Kaliumchlorid wird vor allem bei wichtigen Anbaukulturen wie Getreide, Mais, Reis und Sojabohnen angewendet. Kaliumchlorid wird als Granulat direkt auf die Äcker gebracht, mit anderen Einzeldüngern in Mischdüngeranlagen zu sogenannten "bulk blends" gemischt oder alternativ als feinkörnige "Standard"-Ware an die Düngemittelindustrie geliefert, die es mit anderen Nährstoffen zu Mehrnährstoffdüngern weiterverarbeitet. Düngemittelspezialitäten: Die Düngemittelspezialitäten unterscheiden sich vom Kaliumchlorid entweder durch Chloridfreiheit, durch unterschiedliche Nährstoffrezepturen mit Magnesium, Schwefel, Natrium und Spurenelementen oder durch ihre Wasserlöslichkeit. Diese Produkte werden für Kulturen eingesetzt, die einen erhöhten Magnesium- und Schwefelbedarf haben, wie z. B. Raps oder Kartoffeln, sowie bei chloridempfindlichen Sonderkulturen wie Zitrusfrüchten, Wein oder Gemüse. Voll wasserlösliche Düngemittel werden z. B. im Bereich der Fertigation (Einsatz von Düngemitteln in Bewässerungssystemen) vor allem für Obst und Gemüse eingesetzt. Die Düngemittelspezialitäten werden unter den folgenden Produktmarken vertrieben: KALISOP(r), KORN-KALI(r), PATENTKALI(r), ESTA(r) KIESERIT, MAGNESIA-KAINIT(r), SOLUMOP(r), SOLUSOP(r), SOLUNOP(r), HORTISUL(r), EPSO TOP(r), EPSO MICROTOP(r), EPSO COMBITOP(r), EPSO BORTOP(r). Wesentliche Absatzregionen und WettbewerbspositionenDie Hälfte des Umsatzes des Kundensegments Landwirtschaft wird in Europa erzielt. Hier profitieren wir von der logistisch günstigen Lage der Produktionsstätten zu den europäischen Kunden. Weitere Absatzschwerpunkte liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, und in Asien. B.3 Gemessen an der Absatzmenge ist K+S weltweit der fünftgrößte und in Westeuropa der größte Hersteller von Kaliprodukten. Mit dem neuen Werk in Bethune, Kanada, konnte K+S den Anteil am Weltkaliabsatz auf rund 9 % steigern (Quelle: IFA, K+S). Auch Düngemittelspezialitäten spielen in unserem Produktportfolio eine wichtige Rolle. Bedeutende Wettbewerber sind die nordamerikanische NUTRIEN sowie MOSAIC. Weitere bedeutende Wettbewerber sind die russischen Produzenten URALKALI und EUROCHEM, die weißrussische BELARUSKALI, die israelische ICL, die jordanische APC sowie die chilenische SQM. LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH REGIONEN B.3![]() LANDWIRTSCHAFT - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN B.2![]() INDUSTRIE: WIR WOLLEN LÖSUNGEN BIETEN, DIE INDUSTRIEN AM LAUFEN HALTENHaupteinsatzgebiet unserer Produkte im Industriebereich sind die Elektrolyse- und die Lebensmittelindustrien, wobei die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten weit reicht - von pharmazeutischer Produktion bis hin zur Kupfergewinnung. Ernährungslösungen sowie Kosmetik- und Pflegeprodukte beinhalten ebenfalls unsere Mineralien. Mit unseren Produkten und unserer technischen Expertise für die Lebensmittelindustrie wollen wir einen wichtigen Beitrag für die Welternährung leisten. Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher in beiden ehemaligen Geschäftsbereichen sowie den ehemaligen Ergänzenden Aktivitäten abgebildet. Produkte und DienstleistungenK+S bietet eine breite Palette an höherwertigen Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten für industrielle Anwendungen in verschiedenen Reinheitsstufen und speziellen Körnungen an. Diese kommen z. B. bei der Chloralkali-Elektrolyse in der chemischen Industrie als Bestandteil von verschiedenen Kunststoffen, zur Verbesserung des Geschmacks und des Nährstoffgehalts von Nahrungsmitteln, bei der Herstellung von Glas, in metallurgischen Prozessen, in der Textilindustrie, in der BIOTECHNOLOGIE, bei der Öl- und Gasexploration, in der Wasserenthärtung sowie beim Kunststoffrecycling zum Einsatz. Ergänzend steht ein Sortiment für die besonders hohen Anforderungen der Pharma-, Kosmetik-, Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie bereit. Zu den Produktmarken im Kundensegment Industrieprodukte gehören z. B.: APISAL(r), AXAL(r), BÄCKERSTOLZ(r), KADD(r), KASA(r), K-DRILL(r), MORTON(r) PUREX(r), MORTON(r) STAR FLAKE(r) DENDRITIC, NUTRIKS(r), SOLSEL(r). B.4 INDUSTRIE - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN B.4![]() Als Dienstleistung für Dritte und als ergänzende Aktivität nutzt K+S außerdem teilweise Hohlräume unter Tage, die durch die Rohsalzgewinnung entstanden sind. Einerseits werden Abfälle durch die Einlagerung in Untertagedeponien sicher der Biosphäre entzogen. Andererseits werden sie verwertet, indem Hohlräume mit Rückständen aus der Rauchgasreinigung als Versatzbaustoffe gefüllt werden. Die für diesen Zweck genutzten Salzlagerstätten sind vom laufenden Betrieb der Rohstoffgewinnung getrennt, nicht durchlässig für Gas und Flüssigkeiten und von den grundwasserführenden Schichten abgeschottet. Eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren gewährleistet höchstmögliche Sicherheit. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet K+S eine Komplettleistung rund um das Recycling von Salzschlacken. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Recycling über Tage von gering belasteten Baustoffen. Am Standort Salzdetfurth werden darüber hinaus große Teile der übertägigen Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks genutzt, um für die MARS GMBH u. a. das bekannte Markenprodukt CATSAN(r) für den Tierhygienebedarf zu granulieren. Die CHEMISCHE FABRIK KALK (CFK) betreibt Handel mit einer Auswahl an Basischemikalien wie Natronlauge, Salpetersäure, Natrium-carbonat (Soda) sowie Calcium - und Magnesiumchlorid. Wesentliche Absatzregionen und WettbewerbspositionenIn Europa und in Nordamerika werden jeweils 50 % bzw. 35 % des Umsatzes des Kundensegments Industrie erzielt. Weitere Absatzregionen liegen in Südamerika, insbesondere in Brasilien, sowie in Asien. B.5 INDUSTRIE - UMSATZ NACH REGIONEN B.5![]() Mit kali- und magnesiumhaltigen Produkten für industrielle, technische und pharmazeutische Anwendungen gehört K+S zu den leistungsstärksten Herstellern weltweit und ist in Europa der mit Abstand größte Anbieter. Bei Salzprodukten für die Lebensmittelindustrie, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen ist die K+S MINERALS AND AGRICULTURE neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS, WACKER CHEMIE und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend in Europa. Bei der Untertageverwertung ist die K+S MINERALS AND AGRICULTURE (vormals K+S KALI GMBH) hauptsächlich in Europa tätig und dort führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON Salt und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Salzproduzenten in Nordamerika. VERBRACUHER: WIE WOLLEN DAS LEBEN DER ENDVERBRACUHER BEI NAHRUNG UND WASSERENTHÄRTUNG BEREICHERNWir sind weltweit mit verschiedenen Marken in Einkaufsregalen vertreten. Die Marke MORTON SALT hat dabei den größten Anteil in unserem Portfolio. Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher sowohl im ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte als auch im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet. VERBRAUCHER - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN B.6![]() Produkte und DienstleistungenDie K+S-Produkte für den Endverbraucher umfassen u. a. Tafelsalz, Salz zur Wasserenthärtung, Geschirrspülsalz und Auftausalz für Privathaushalte. Auch höherpreisige Produkte wie Meersalz, Himalayasalz, koscheres oder natriumreduziertes Salz gehören zum Portfolio. Haushaltspackungen mit Auftausalz für Endverbraucher runden die Produktpalette in diesem Segment a B. Als Produktmarken werden z. B. BIOSAL(r), DIAMANTE BRANCO(r), CEREBOS(r), LOBOS(r), MORTON(r), SALDORO(r), VATEL(r), WINDSOR(r) für Tafelsalze, CLEAN AND PROTECT(r), PURE AND NATURAL(r), REGENIT(r), SYSTEM SAVER(r) für die Wasserenthärtung sowie ACTION MELT(r), SAFE-T-PET(r), SAFE-T-POWER(r) für Auftausalze verwendet. B.6 Unsere höherpreisige deutsche Tafelsalzmarke saldoro(r) haben wir im April 2018 einem Relaunch unterzogen. Im Jahr 2019 wurden bei der Einführung der Marke weitere Fortschritte erzielt: saldoro ist bundesweit im Produktsortiment von mehr als 10.000 Einzelhändlern vertreten. Wesentliche Absatzregionen und WettbewerbspositionenDer Umsatz des Kundensegments wird überwiegend in Nordamerika erzielt. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Frankreich, Benelux, Skandinavien und Osteuropa. B.7 VERBRAUCHER - UMSATZ NACH REGIONEN B.7![]() Bei Produkten für Verbraucher ist K+S in Europa neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE, GROUPE SALINS und NOURYON (vorher: AKZONOBEL) führend. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, hat K+S Zugang zu wachsenden Absatzregionen in Südamerika und Zentralamerika. MORTON Salt und K+S WINDSOR SALT gehören neben CARGILL und COMPASS MINERALS zu den größten Anbietern von Salzprodukten für Verbraucher in Nordamerika. GEMEINDEN: WIR WOLLEN FÜR SICHERHEIT GEMEINDEN IM WINTER SORGENUnsere Auftausalze sollen Unfälle im Winter verhindern. K+S ist der einzige Anbieter, der in allen wichtigen Auftausalzmärkten dieser Welt vertreten ist. Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und war bisher im ehemaligen Geschäftsbereich Salz abgebildet. Produkte und DienstleistungenÖffentliche Straßenbauverwaltungen, Winterdienstleister sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftausalz von K+S zum Großteil über öffentliche Ausschreibungen. Zudem werden Premium-Auftaumittel angeboten, die z. B. durch den Zusatz von Calcium- oder Magnesiumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee Wärme erzeugen und vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen effizienter wirken als konventionelle Produkte. BLIZZARD WIZARD(r) wird für diese Produkte als Marke in den USA genutzt, die Marke DI-MIX(r) in Europa. B.8 Wesentliche Absatzregionen und WettbewerbspositionenDer Umsatz des Kundensegments wird im Wesentlichen in Nordamerika erzielt. Dabei sind die Regionen Kanada, sowie in den USA der Mittlere Westen und die Ostküste von besonderer Bedeutung. Zu den wesentlichen europäischen Absatzregionen gehören Deutschland, Skandinavien, Osteuropa, Benelux und Frankreich. B.9 K+S ist gemessen an der Produktionskapazität der weltweit größte Anbieter von Salzprodukten. K+S MINERALS AND AGRICULTURE ist mit Auftausalzen neben den Wettbewerbern SÜDWESTDEUTSCHE SALZWERKE und GROUPE SALINS führend in Europa. Mit K+S CHILE, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, und MORTON SALT sowie K+S WINDSOR SALT ist K+S neben CARGILL und COMPASS MINERALS einer der größten Salzanbieter für Nordamerika. Auf witterungsbedingte Schwankungen der Auftausalznachfrage können wir mithilfe unseres globalen Produktions- und Logistiknetzwerks in Europa, Nord- und Südamerika flexibel reagieren und so eine zuverlässige Belieferung unserer Kunden sicherstellen. RECHTLICHE KONZERNSTRUKTURDie K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE und hält direkt und indirekt die Anteile ihrer Tochtergesellschaften im In- und Ausland, die maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. ,Anhang', Anteilsbesitzliste, Seite 222 GEMEINDEN - UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN B.8![]() GEMEINDEN - UMSATZ NACH REGIONEN B.9![]() Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, K+S HOLDING GMBH und K+S FINANCE BELGIUM BVBA. Unter der K+S HOLDING GMBH sind die K+S NETHERLANDS HOLDING B.V., die u. a. die Anteile an Konzerngesellschaften in Kanada hält, sowie die K+S BELGIUM HOLDING BVBA, die Anteile an Konzerngesellschaften in Chile und Brasilien hält, zusammengefasst. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON Salt, INC. (MORTON Salt). Die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH hält ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2018 wie folgt verändert: Am 25. Juli 2019 wurde die Verschmelzung der K+S TRANSPORT GMBH sowie der K+S Entsorgung GMBH auf die K+S KALI GMBH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 ins Handelsregister eingetragen. Am 30. August 2019 verkaufte MORTON SALT, INC. ihre Kommanditanteile an der K+S NORTH AMERICA SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG sowie der K+S BAHAMAS SALT ASSET MANAGEMENT GMBH & CO. KG an die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ; K+S NORTH AMERICA ASSET MANAGEMENT GMBH tritt in diesem Zusammenhang als Komplementär aus den beiden Gesellschaften aus. Am 29. Oktober 2019 wurde die K+S salz GMBH gespalten und die K+S HOLDING GMBH gegründet, die nun die Anteile an der K+S NETHERLANDS HOLDING B. V. sowie an der K+S BELGIUM HOLDING BVBA hält. Am 31. Oktober 2019 wuchs die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG an die K+S SALZ GMBH; die K+S SALZ GMBH wurde mit der K+S KALI GMBH mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2019 verschmolzen und die K+S KALI GMBH wurde in die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH umfirmiert. Wertschöpfung 1Im Folgenden stellen wir unser Geschäftsmodell anhand der Wertschöpfungskette dar, die sich über die folgenden sechs Abschnitte erstreckt: Exploration, Förderung, Produktion, Logistik, Vertrieb / Marketing und Anwendung. B.10 EXPLORATIONDie Exploration liefert Erkenntnisse über Ausdehnung und Struktur der Lagerstätten sowie zur Mächtigkeit und zu deren Wertstoffgehalten. Die dabei gewonnenen Daten nutzen wir zur Vorratsberechnung nach internationalen Standards. Die Exploration unter Tage erfolgt weltweit vorrangig über Bohrungen und durch seismische Messungen, die eine räumliche Darstellung der geologischen Strukturen des Untergrunds ermöglichen. RESERVEN UND RESSOURCENUnsere Kali- und Steinsalzlagerstätten befinden sich entweder im Eigentum der K+S GRUPPE, oder wir verfügen über entsprechende Lizenzen bzw. ähnliche Rechte, die den Abbau oder die Solung (Solungsbergbau) der Rohstoffvorkommen ermöglichen und langfristig absichern. ,Glossar', Seite 248 WERTSCHÖPFUNGSKETTE B.10![]() In unseren Kalilagerstätten in Deutschland befinden sich Reserven in Höhe von rund 0,9 Mrd. t Rohsalz sowie Ressourcen in Höhe von rund 1,5 Mrd. t Rohsalz. Reserven umfassen die als sicher oder wahrscheinlich nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorräte. Ressourcen sind Vorkommen, die aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden, aber noch nicht sicher nachgewiesen oder noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen überwiegend an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder es existiert ein Vorkaufsrecht. Für unseren Standort Bethune in Kanada geben wir die Reserven und Ressourcen in Mrd. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt an. Die Reserven belaufen sich auf 0,2 Mrd. t, die Ressourcen auf rund 0,9 Mrd. t. Die K+S GRUPPE verfügt über Reserven in ihren Steinsalzlagerstätten in Höhe von 0,2 Mrd. t Rohsalz in Europa sowie rund 1,2 Mrd. t in Nord - und Südamerika sowie über praktisch unendlich verfügbare Reserven für die Solarsalzgewinnung. Zusätzlich können Ressourcen in Höhe von rund 0,4 Mrd. t an Steinsalz in Europa sowie rund 0,9 Mrd. t in Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. FÖRDERUNGWir gewinnen Rohstoffe im konventionellen Bergbau unter und über Tage sowie durch Solung. Außerdem gewinnen wir Salz durch die Verdunstung von salzhaltigem Wasser, meist Meerwasser. Aufgrund weitgehend vergleichbarer Abbauverfahren lassen sich bei der Gewinnung von Kali- und Magnesiumprodukten sowie Salz Synergien erzielen. Dies betrifft den Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how ebenso wie eine koordinierte Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen. Bei der Gewinnung unter Tage wird das Rohsalz in der Regel mittels Bohren und Sprengen abgebaut. Anschließend übernehmen Großschaufellader den Transport des Rohsalzes zu Brecheranlagen. Von dort gelangt das zerkleinerte Salz über Bandanlagen zum Förderschacht. Auf diese Weise werden Kaliumchlorid (KCL) und Magnesiumsulfat (MgSO4) / Kieserit (MgSO4:H2O) in Deutschland sowie Steinsalz (NaCl) in Deutschland, den USA und Kanada gewonnen. In Chile wird in der Atacama-Wüste in dem Salar Grande de Tarapaca, einem großen ehemaligen Salzsee, Steinsalz im Tagebau abgebaut. In Brasilien, auf den Bahamas sowie am Großen Salzsee in Utah und in Arizona / USA gewinnen wir außerdem Meer- bzw. Solarsalz. Darüber hinaus verfügt K+S über Solebetriebe in den USA und Kanada sowie jeweils einen Solebetrieb in den Niederlanden und in Deutschland zur Gewinnung von Siedesalz. Seit Sommer 2017 gewinnen wir im neuen Kaliwerk Bethune in Saskatchewan, Kanada, auch Kaliumchlorid durch Solung. Im Jahr 2019 wurden 33,0 Mio. t Rohsalz aus Kalilagerstätten in Deutschland gefördert. Weiterhin wurden in Bethune 1,6 Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt produziert. Die Förderung aus Salzlagerstätten betrug 4,6 Mio. t in Europa sowie rund 21,1 Mio. t in Nord - und Südamerika. LANGFRISTIGE PLANUNG VON BERGWERKENWenn die Rohstoffe eines Bergbaubetriebes erschöpft sind oder deren Gewinnung unwirtschaftlich wird, werden Maßnahmen für dessen teilweise oder vollständige Stilllegung eingeleitet. In Deutschland ist die Stilllegung und Nachsorge u. a. im Bundesberggesetz geregelt. Am Standort Sigmundshall wurde die Kaliproduktion zum Ende des Jahres 2018 planmäßig eingestellt. Die technischen Maßnahmen zur Verwahrung des Bergwerkes, die noch einige Jahre in Anspruch nehmen werden, wurden im Rahmen eines umfangreichen Projektes erarbeitet und befinden sich zurzeit in Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Neben diesen Arbeiten hat K+S im November 2019 den Innopark, ein Innovationszentrum für die Erprobung und Ansiedlung neuer Geschäftsfelder, am Standort Sigmundshall eröffnet. ,Mitarbeiter', Seite 80 Die mögliche Wiederaufnahme der Kaliproduktion am 1987 stillgelegten Standort Siegfried-Giesen wurde im Januar 2019 per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. K+S wird unter Berücksichtigung der aktuellen Rahmen- und Marktbedingungen entscheiden, ob und wann das Projekt umgesetzt werden kann. Für die Standorte in den USA, Kanada und Chile gibt es ebenfalls detaillierte Pläne, die den Ablauf einer Standortschließung sowie die Nachsorge enthalten. Ist eine sinnvolle Nachnutzung eines stillgelegten Bergwerks nicht möglich, sind wir in Niedersachsen in der Regel verpflichtet, die verbleibenden Grubenhohlräume zu fluten. Dort sind bereits 25 Gruben geflutet, bei zweien geschieht das zurzeit und eine Grube wurde "trocken" verwahrt. Momentan läuft in Niedersachsen an fünf Standorten die Verwahrung, an 23 Standorten ist dieser Prozess bereits abgeschlossen. Für Sigmundshall ist eine Flutung ab 1. Juli 2021 vorgesehen. ProduktionDie Verarbeitung und Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Alle von uns abgebauten mineralischen Rohsalze durchlaufen zum Teil mehrstufige mechanische oder physikalische Prozesse, wobei ihre natürlichen Eigenschaften nicht verändert werden. Die jährliche Produktionskapazität von Kali- und Magnesiumprodukten betrug zum Jahresende 2019 bis zu 8 Mio. t. Die Kalilagerstätten in Deutschland enthalten nicht nur das Mineral Kalium (11 bis 25 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid), sondern auch Magnesium und Schwefel (9 bis 24 % Rohstoffgehalt Magnesiumsulfat). Je nach Rohsalzqualität setzen wir für die Aufbereitung die Verfahren Heißverlösung, Flotation und, teils in Verbindung mit beiden, die elektrostatische Trennung (ESTA(r)-Verfahren) ein. Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen feste Rückstände und salzhaltige Abwässer an. Eine ausführliche Beschreibung unserer Maßnahmen zum Haldenmanagement sowie zum Gewässerschutz finden Sie unter Umwelt in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung auf Seite 88. Die Kalilagerstätte in Bethune, Kanada, enthält das Mineral Kalium (26 % Rohstoffgehalt Kaliumchlorid). Hier nutzen wir Solungsbergbau (Solution Mining). Dabei werden Mineralien mit Wasser gelöst. Die gesättigte Lösung (Sole genannt) wird an die Erdoberfläche gepumpt, wo die Mineralien anschließend daraus extrahiert werden. Da der Lösungsprozess wasser- und energieintensiv ist, unternehmen wir große Anstrengungen, um einen möglichst großen Teil der natürlichen Ressourcen zu erhalten und wiederzuverwenden. K+S verfügt über eine jährliche Produktionskapazität von etwa 9 Mio. t Salz in Europa und 22 Mio. t in Nord- und Südamerika. Unter Tage und im Tagebau gewonnenes Steinsalz wird über Tage auf die gewünschte Körnung gemahlen. Siedesalz entsteht, indem das Wasser der Sole verdampft und dadurch gelöstes Salz gewonnen wird. Bei der Gewinnung von Meer- bzw. Solarsalz wird salzhaltiges Wasser in Verdunstungsbecken eingeleitet, die in einem Gefälle hintereinander angeordnet sind. Auf ihrem Weg durch die Becken wird die Salzlösung durch Sonneneinstrahlung immer stärker konzentriert, bis schließlich eine mehrere Zentimeter dicke Salzschicht geerntet werden kann. ,Glossar', Seite 248 Zur Errichtung einer Solarsalzanlage in Westaustralien (Ash-burton Salt Projekt) hat K+S bergbauliche Lizenzen von einer lokalen Investorengruppe erworben. Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Nach Einleitung des Umweltgenehmigungsverfahrens im Oktober 20'6 wurde im ersten Schritt der notwendige Studienumfang mit der Umweltbehörde abgestimmt. Nach Genehmigung dieses sogenannten "Scopings" haben wir mit den eigentlichen Umweltstudien begonnen. Aktuell arbeiten wir an der Vervollständigung der Machbarkeitsstudie für das Projekt. Nach Vorliegen aller erforderlichen Genehmigungen wird K+S eine endgültige Investitionsentscheidung - frühestens im Jahr 2021 - für den Bau der Solarsalzproduktion treffen. Im Endausbau könnte der Standort eine jährliche Produktionskapazität von 4,5 Mio. t Salz haben. OPERATIONS ESCELLENCEIm Rahmen der Strategie SHAPING 2030 wurde das Projekt Operations Excellence zur Optimierung der Arbeitsprozesse in der Gewinnung, Produktion und Instandhaltung angestoßen. Ziel ist eine nachhaltige Effizienzsteigerung durch Kosteneinsparungen und Volumenerhöhungen. Vor allem die Abläufe in den Werken und die Technik stehen dabei im Fokus. Das beste Verfahren bzw. die sinnvollste Technik sollen der Standard werden, nach denen K+S weltweit Mineralien abbaut und veredelt. Damit die Effekte nicht nur kurzfristig sind, ist Operations Excellence auch in der Organisationsstruktur verankert und wird die Gewinnung, Produktion und Instandhaltung auch zukünftig begleiten. EINKAUFK+S hat im Jahr 2019 bei rund 16.000 Lieferanten technische Güter, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen (inkl. Logistikdienstleistungen) für rund 2,6 Mrd. € eingekauft (2,6 Mrd. 2,5 Mrd. €). Der Großteil unseres Einkaufsvolumens fällt in der Produktion an sowie bei Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen. Stoffe, die in unsere Produktion bzw. in unsere Produkte eingehen, machen nur einen vergleichsweise geringen Anteil des Einkaufsvolumens aus. Entsprechend der Verteilung unserer Standorte bezieht die K+S GRUPPE Materialien und Dienstleistungen zum größten Teil aus Deutschland (40 %) und den USA (24 %), aber auch aus Kanada (19 %), Chile (4 %), den Niederlanden (3 %) und dem Rest der Welt (10 %). Insgesamt stammen 99 % unserer Vertragspartner aus den OECD-Staaten. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Geschäftsethik, Seite 97 Ein offenes und faires Miteinander ist der Anspruch unserer Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Mit unseren strategischen Lieferanten und Dienstleistern unterhalten wir langjährige Partnerschaften, nicht zuletzt um eine langfristige Versorgung und Frachtraumsicherung zu gewährleisten. LOGISTIKUnser Supply Chain Management steuert und überwacht die gesamte Lieferkette, um die zuverlässige weltweite Belieferung unserer Kunden zu wettbewerbsfähigen Konditionen sicherzustellen. Wir nutzen die verschiedenen Verkehrsträger unter Einbeziehung ihrer individuellen Vorteile und berücksichtigen, soweit möglich, die umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Schienen- und Wasserwege. Mithilfe gruppenweit gültiger Leistungskennzahlen überwachen wir die Kosten, messen die Leistungsfähigkeit der logistischen Systeme und verbessern diese in einem ständigen Prozess, um die Kundenzufriedenheit zu erhalten bzw. zu erhöhen. Pro Jahr befördert K+S, inklusive Doppelzählungen bei der Nutzung verschiedener Verkehrsträger, durchschnittlich über 50 Mio. t Ware. Dafür steht weltweit ein Netzwerk von Lager-, Hafen- und Distributionsstandorten zur Verfügung. EIGENE LOGISTIKAKTIVITÄTENMit der chilenischen EMPRESA MARITIMA S.A verfügen wir über einen eigenen Logistikdienstleister. Die K+S TRANSPORT GMBH wurde im Rahmen von SHAPING 2030 auf die K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH verschmolzen. Mit unserem Kalikai am Standort Hamburg betreibt nun die K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgutexporte in Europa mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t. Über 3 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte werden hier jährlich umgeschlagen. Um den Weitertransport der Ware zu gewährleisten, hat die K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH mit der Beteiligung an der modal 3 LOGISTIK GMBH (ehemals BÖRDE CONTAINER FEEDER GMBH) Zugriff auf einen multimodalen Logistikanbieter, der umweltfreundliche Verkehrskonzepte für den Containerverkehr fördert. K+S CHILE S.A. (K+S CHILE) wickelt über die Reederei EMPRESA MARITIMA S.A. mit zwei eigenen sowie zusätzlich gecharterten Schiffen die Seelogistik a B. Unser größter Hafen ist Patillos in Chile, wo im Jahr 2019 6,3 Mio. t Salz auf Seeschiffe verladen wurden. Die hochmoderne Umschlag- und Lageranlage für Kaliprodukte im Hafen von Vancouver (Port Moody) umfasst u. a. eine Entladestation für Güterwaggons, 1.260 Meter an Förderbändern sowie einen 263 Meter langen Lagerschuppen für insgesamt 160.000 t Kaliprodukte. Güterzüge mit 18.000 t Produkt können hier entladen und Schiffe mit einer Kapazität von 70.000 t am Kai der Anlage beladen werden. Für den Transport vom Werk Bethune zum Hafen verfügt K+S über 1.000 Güterwaggons, die speziell für unseren Bedarf konzipiert wurden. Auch für unseren europäischen Bahnverkehr haben wir in eine eigene Waggonflotte investiert und können nunmehr ab März 2020 über 404 Güterwaggons verfügen. LOGISTIKDIENSTLEISTERDie langfristige Frachtraumsicherung spielt für uns eine wichtige Rolle. Der Großteil unseres internationalen Transportvolumens wird von Dienstleistern befördert, mit denen wir langjährige Partnerschaften unterhalten. VERTRIEB / MARKETINGIm Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 wollen wir der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. Wir streben eine größtmögliche Nähe zu unseren Kunden an und wollen ihnen maßgeschneiderte Produkte anbieten, die wir in unserem etablierten und kundennahen Vertriebsnetz weltweit vertreiben. Das im Rahmen von SHAPING 2030 gestartete Projekt Commercial Excellence hat die verbesserte Vermarktung unserer Produkte zum Ziel. Gesicherte Qualität, termingerechte Lieferung und fachgerechte Beratung sollen maßgeblich zur Kundenbindung beitragen. Im Qualitätsmanagement wollen wir die Qualität unserer Produkte in allen Phasen der Wertschöpfungskette verbessern. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der DIN EN ISO 9001 und wird von externen, akkreditierten Zertifizierungsunternehmen geprüft. Wir bewerten unsere Produkte kontinuierlich in Bezug auf mögliche Risiken für Gesundheit und Sicherheit sowie auf ihre Umweltverträglichkeit und sorgen dafür, dass sie bei verantwortungsvoller und sachgerechter Nutzung für Mensch und Natur sicher sind. Unseren Kunden stellen wir umfangreiche Informationen zu Produkten und Dienstleistungen in Produkt- und Sicherheitsdatenblättern zur Verfügung. Da es sich bei dem Großteil unserer Produkte um chemisch nicht veränderte Naturstoffe handelt, sind sie von der Registrierpflicht im Rahmen der europäischen Chemikalienverordnung reach ausgenommen. Alle anderen Stoffe sind den Vorschriften entsprechend registriert. PATENT- UND MARKENPORTFOLIOWeltweit gehören der K+S GRUPPE 65 Patentfamilien (2018: 71, die durch 282 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet. Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2019 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2019 insgesamt 2.769 (2018: 2.743) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 566 Basismarken (2018: 563) resultieren. ANWENDUNGProdukte und Dienstleistungen, deren Anwendung sowie wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbspositionen werden im Abschnitt "Unternehmensprofil" innerhalb der vier Kundensegmente beschrieben. ANWENDUNGSBERATUNGIm Kundensegment Landwirtschaft beraten professionell ausgebildete und weltweit agierende Agronomen unsere Kunden und entwickeln bedarfsgerechte Lösungen. Wir betreiben außerdem eigene Forschung und Feldversuche, um die Nährstoffversorgung durch ein angepasstes Produktportfolio optimieren zu können. Schwerpunktkulturen sind dabei Kartoffeln, Mais, Ölpalmen, Raps und Soja. Wir erstellen für unsere Kunden individuelle Düngungsempfehlungen, die Voraussetzungen für eine "gute fachliche Praxis" der landwirtschaftlichen Bodennutzung sind. Diese dienen der langfristigen Sicherung der Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit der Böden als natürlicher Ressource. Als Dienstleistung bieten wir eine fachlich fundierte Kundenberatung im Agrarbereich an. Wir antizipieren Trends und erforschen die veränderten Rahmenbedingungen mit Blick auf Wasser- und Ressourceneffizienz und im Zusammenhang mit der Bodenfruchtbarkeit. Unser Ziel ist es, die Versorgung von Kulturen mit Pflanzennährstoffen auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen zu optimieren. Für unsere Industrieprodukte bieten wir weltweit technische Anwendungsberatung an. Im Jahr 2013 hat K+S begonnen, sich in Uganda über das Projekt "Growth for Uganda" in Kooperation mit der SASAKAWA AFRICA ASSOCIATION zu engagieren. Das Projekt zielte darauf ab, unter anderem durch Optimierung der Bodenfruchtbarkeit und Steigerung der Ernteerträge die Einkommensverhältnisse von Kleinbauern zu verbessern. In der zweiten Projektphase ging es um die Implementierung des Gedankens "Farming as a business". Die verschiedenen Maßnahmen sollten dazu führen, dass am Ende der fünfjährigen Projektzeit über 130.000 Kleinbauern in der Region geschult wurden und damit ein positiver Einkommenseffekt bei über 450.000 Menschen in der Region erreicht wurde. Seither arbeitet K+S daran, die Erkenntnisse und Kooperation in ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu überführen und eine Plattform für Kleinbauern aufzubauen. Als richtiger Partner für die Fortsetzung der Arbeit vor Ort wurde das Unternehmen GRAINPULSE LTD in der Hauptstadt Kampala identifiziert, in das K+S im Jahr 2018 investiert hat. Gemeinsam mit GRAINPULSE soll sichergestellt werden, dass Kleinbauern an allen relevanten Stellen entlang der Wertschöpfungskette einen guten und effizienten Marktzugang erhalten. So bietet GRAINPULSE pflanzenspezifische Düngemittelmischungen in kleineren Mengen an, die der Kleinbauer einfach entsprechend der Düngeempfehlungen ausbringen kann. Auf der anderen Seite kauft GRAINPULSE die Ernte wie Kaffee und Getreide von Kleinbauern auf, um sie im Anschluss weiterzuverarbeiten und schließlich an entsprechende Kunden zu verkaufen. Diese Handelsplattform soll gemeinsam mit weiteren Partnern ausgebaut werden, indem nach und nach digitale Lösungen für die größten Herausforderungen der Kleinbauern angeboten werden. Einen Ansatz hierfür bietet das lokale AGRITECH-STARTUP AKORION LTD, in das K+S und das südafrikanische Fintech-Unternehmen MFS AFRICA über ein gemeinsames Joint Venture im Jahr 2019 investiert haben. Dabei wird darauf abgezielt, die von AKORION entwickelte App "EZYAGRIC" weiter auszubauen. Über diese digitale Plattform erhalten sie Zugang zu landwirtschaftlichen Betriebsstoffen, zu einem Marktplatz für Ernteprodukte und auch zu Finanzierungen und Versicherungen oder landwirtschaftlichen Beratungsdienstleistungen. WERTSCHÖPFUNG - ENTSTEHUNG B.11scroll
Diese Partnerschaften stellen einen weiteren Schritt dar, um gemeinsam die führende landwirtschaftliche Plattform in der afrikanischen Sub-Sahara-Region zu werden. www.kpluss.com/uganda WERTSCHÖPFUNGSKETTEDie nachfolgende Wertschöpfungsrechnung zeigt den von uns erwirtschafteten Beitrag zum privaten sowie zum öffentlichen Einkommen. Die Wertschöpfung wird errechnet aus Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen nach Abzug von Materialaufwand, Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen. In der Verteilungsrechnung wird ausgewiesen, welche Anteile der Wertschöpfung an Mitarbeiter, Aktionäre, Staat und Darlehensgeber zuflossen und welcher Anteil im Unternehmen verblieb (Rücklagen). B.11 Im Jahr 2019 betrug unsere Wertschöpfung 1.382,1 Mio. € (2018: 1.341,8 Mio. €). Den größten Anteil (84 %) erhielten mit 1.161,9 Mio. € unsere Mitarbeiter (2018: 1.122,5 Mio. € (84 %)). Dieser Anteil setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersvorsorge. Die Gemeinden haben Steuern und Abgaben in Höhe von 33,4 Mio. € (2 %) erhalten (2018: 29,6 Mio. € (2 %)). Für den Zinsaufwand gingen 109,0 Mio. € (8 %) an die Kreditgeber (2018: 104,2 Mio. € (8 %)). Es wird unterstellt, dass die Aktionäre die vorgeschlagene Dividende in Höhe von 28,7 Mio. € (2 %) erhalten (2018: 47,9 Mio. € (3 %)) und das Unternehmen in Form von Rücklagen und Sonstigem 49,1 Mio. € (4 %) (2018: 37,6 Mio. € (3 %)) einbehalten hat. B.12 WERTSCHÖPFUNG - VERTEILUNG B.12scroll
UNTERNEHMENSSTRATEGIEBei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2050 kommen wir gut voran. Wir haben im Jahr 2019 weitere Meilensteine erreicht. Zum Ende des Jahres haben wir ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur kurzfristigen Wertgenerierung und zum schnellen Abbau der Verschuldung verabschiedet. 2017 startete die strategische Neuausrichtung der K+S GRUPPE. Im intensiven Dialog und unter Berücksichtigung der Interessen unserer Stakeholder haben wir die Strategie SHAPING 2030 entwickelt, um K+S auf einen ambitionierten, robusten und nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen. Dabei bauen wir auf unsere Kompetenz bei der Förderung und Verarbeitung von Mineralien und wollen die Chancen globaler Megatrends nutzen. Im Zuge der Strategieentwicklung haben wir auch unsere Vision und Mission grundlegend überarbeitet. Unsere Vision zeigt für uns als einprägsames Leitbild, wohin wir als Unternehmen gehen und wer wir im Jahr 2030 sein wollen: "Wir werden der am stärksten auf den Kunden fokussierte, eigenständige Anbieter von mineralischen Produkten sein und unser EBITDA 1 bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Hierzu werden wir
www.kpluss.com/vision Unsere Mission fasst in Worte, was uns jeden Tag antreibt und welchen Beitrag wir durch unsere Tätigkeit leisten wollen: "Wir bereichern das Leben durch die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien zu unverzichtbaren Produkten für Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden." Mit der strategischen Neuausrichtung ist auch ein Paradigmenwechsel verknüpft: Wir stellen den Kunden in den Mittelpunkt, und wir denken und handeln als ein Unternehmen - als "One K+S". Dieses Selbstverständnis bringen wir beispielsweise auf unserer neu gestalteten Website www.kpluss.com zum Ausdruck. Auch das K+S Logo wurde in diesem Zug modernisiert. In der Kommunikation mit unseren Kunden stellen wir die vier Kundensegmente Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden in den Vordergrund, z. B. bei Messeauftritten oder bei Produkteinführungen. Ebenso wichtig ist es uns, den Erfolg unserer Strategie messbar zu machen. Deshalb haben wir folgende Ambitionen für das Jahr 2030 formuliert: 3 Mrd. € EBITDA ' bei einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 % und einem Portfolio, welches nach 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von mindestens 4 % erzielen kann. Einen Großteil des Wachstums wollen wir allein mit der Weiterentwicklung unseres bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen. Zugleich haben wir unser Selbstverständnis als nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen in unsere Strategie aufgenommen. Wir haben für uns messbare Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik festgelegt, die wir mit Kennzahlen überprüfbar gemacht haben und bis spätestens 2030 umsetzen wollen. SHAPING 2030 unterliegt einer permanenten Überprüfung und Adjustierung. Der Erfolg der strategischen Maßnahmen wird laufend von uns evaluiert und wir nehmen bei Bedarf Anpassungen vor. So haben wir etwa ein Maßnahmenpaket beschlossen, um kurzfristig Werte in den operativen Einheiten zu realisieren und so unsere Verschuldung auch unter den aktuell schwierigen externen Rahmenbedingungen deutlich zu verringern. Das Maßnahmenpaket wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet und umgesetzt. SHAPING 2030SHAPING 2030 beschreibt den Weg vom Status quo hin zur Realisierung unserer Vision. www.kpluss.com/shaping2030 Bei der Umsetzung unserer Strategie kommen wir gut voran. Beschlossene Maßnahmen arbeiten wir planmäßig und Schritt für Schritt a B. TransformationsphaseIn der Transformationsphase wollen wir durch organisatorische Veränderungen und Effizienzsteigerungsmaßnahmen ein stabiles Fundament für künftiges Wachstum schaffen. Wir sind davon überzeugt, dass die für K+S beste Struktur die Matrixorganisation ist. In ihr verknüpfen wir die operativen Einheiten Europe+ und Americas (Segmente nach IFRS 8) mit den Kundensegmenten und globaler Produktionsexzellenz. Damit sollen Silos aufgebrochen und Teams über Bereichs- und Ländergrenzen hinweg stärker vernetzt werden. Herzstück ist die Integration unserer zwei bisherigen Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu "One K+S" sowie die zusätzliche Ausrichtung auf unsere vier Kundensegmente - Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden. ,Geschäftsmodell', Seite 37 Bei der Umsetzung der neuen Matrixorganisation sind wir im Berichtsjahr gut vorangekommen. Die wesentlichen Führungspositionen sind besetzt, die Teams aufgestellt und die neuen Prozesse erarbeitet. Die Matrixstruktur ist eine wichtige Voraussetzung für die stärkere Kundenorientierung. Sie soll uns darüber hinaus ermöglichen, unser Produktportfolio systematischer zu entwickeln und Synergien im Bestandsgeschäft zu heben. Diese wollen wir zum Großteil in den Bereichen Produktion und Technik, Verwaltungs- und Allgemeinkosten, Einkauf, Commercial Excellence sowie Supply Chain und Logistik erzielen. Für jeden dieser Bereiche ist ein Vorstand als "Sponsor" dafür verantwortlich, dass die geplanten Synergien gehoben werden. Schon jetzt verbessern diese Anstrengungen unser Ergebnis und wir erwarten einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € pro Jahr vor Inflation ab Ende 2020. 2019 haben wir wichtige Meilensteine erreicht. So haben wir im ersten Schritt vier operative Gesellschaften zur K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH verschmolzen. Mit dieser vereinfachten Struktur machen wir einen großen Schritt hin zu "ONE K+S", wir wollen Abläufe vereinfachen, Synergien heben und noch näher an unsere Kunden heranrücken. Auch der Verkauf des Baltic Train-Containerzugs an die modal 3 Logistik GMBH (ehemals: BÖRDE CONTAINER FEEDER GMBH) ist im Kontext von SHAPING 2030 zu sehen. Während sich der Baltic Train durch die Bündelung kombinierter Verkehrswege aus unserer Sicht als attraktives Angebot im Logistikmarkt etabliert hat, war sein Betrieb für uns mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden. Mit dem Verkauf reduzieren wir die Komplexität im Konzern und bleiben gleichzeitig als Minderheitsgesellschafter von modal 3 Logistik mit dem Baltic Train verbunden. Ein weiter Schritt ist die Einrichtung eines Shared-Service-Centers für die Operative Einheit Americas in Santiago, Chile, um standardisierte und prozessorientierte Aktivitäten an einem Standort zu bündeln. Dies soll nicht nur die Servicequalität dieser Prozesse verbessern, sondern auch die Kostensituation. SHAPING 2030 stellt nicht nur eine organisatorische Herausforderung dar, sondern auch eine kulturelle. Schließlich soll sich die Art, wie wir unser Geschäft führen und miteinander arbeiten, deutlich verändern. Entsprechend wichtig ist es uns, den Transformationsprozess aktiv zu moderieren und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich einzubeziehen. Im Rahmen zahlreicher Kommunikationsveranstaltungen und -maßnahmen haben Vorstand, Bereichsleiter und Führungskräfte allen Mitarbeitern im Berichtsjahr die Veränderungen so transparent wie möglich erläutert. Der Erfolg unserer Maßnahmen zeigt sich bereits in unseren Zahlen. Wie angekündigt können wir in diesem Jahr - auch in einem teilweise herausfordernden Umfeld (siehe Wirtschaftsbericht) - einen positiven freien Cashflow ausweisen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten konnten wir im Verhältnis zum EBITDA 1 ebenfalls reduzieren. Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung von SHAPING 2030 erschweren die aktuell schwierigen externen Rahmenbedingungen jedoch die Erreichung der Finanzziele. Es wurde deutlich, dass wir allein aus operativer Kraft nicht in der Lage sein werden, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Ziele, den Verschuldungsgrad bis Ende 2020 zu halbieren und im Jahr 2023 wieder die Voraussetzungen für ein Investment Grade Rating zu erfüllen, erreichen zu können. Wir haben daher im Dezember 2019 ein Maßnahmenpaket mit rund 30 möglichen Einzelmaßnahmen erarbeitet, um die Umsetzung von SHAPING 2030 zu unterstützen. In diesem Zusammenhang sind auch neue Zielsetzungen zum Abbau der Verschuldung definiert worden. Zusätzliches MaßnahmenpaketDas Maßnahmenpaket zielt darauf ab, rasch Werte zu realisieren und die Verschuldung schnell abzubauen. Ein wesentlicher Schwerpunkt dieser Maßnahmen zur Wertgenerierung richtet sich auf die operative Einheit Americas. Für das dortige Salzgeschäft können wir uns beispielsweise einen Anteilsverkauf vorstellen. In der operativen Einheit Europe+ stehen weitergehende Effizienz- und Produktionssteigerungen sowie Portfoliooptimierungen im Mittelpunkt, um zu gewährleisten, dass unsere deutschen Produktionsstandorte nachhaltig positive freie Cashflows erwirtschaften. Unseren Umweltverpflichtungen wollen wir durch intelligente Lösungen nachkommen und gleichzeitig den Investitionsbedarf optimieren. Zudem wollen wir Vermögenswerte verkaufen, die nicht direkt zu unserem Kerngeschäft gehören. So wollen wir unsere absolute Verschuldung deutlich reduzieren, unsere Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBiTDA 1 halbieren und ein solides Crossover-Rating erreichen. Der Zeitpunkt, wann wir diese Ziele erreichen, hängt davon ab, wann unsere Maßnahmen greifen. WachstumsphaseFür die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 haben wir einen Fahrplan mit Entwicklungszielen und aus unserer Sicht vielversprechenden Wachstumsoptionen entwickelt. Diese Wachstumsoptionen basieren auf unseren Einschätzungen zu Megatrends, die wir durch die Entwicklungen im Jahr 2019 bestätigt sehen: Wir erwarten weltweit bis 2030 eine wachsende Weltbevölkerung, eine erhöhte Durchschnittstemperatur, zunehmende Wasserknappheit sowie eine wachsende Mittelschicht. All diese Entwicklungen werden unser Geschäft prägen. Das gilt vor allem für die Landwirtschaft, die ihre Erträge pro Hektar steigern und ihre Pflanzen resistenter gegen Stress machen muss. Damit eröffnen sich Chancen im Spezialitätengeschäft, aber auch in neuen Geschäftsfeldern, wie etwa der Fertigation (Flüssigdüngung). Aber auch im Bereich der industriellen Anwendungen werden aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahlen vermehrt Salze benötigt. Deshalb wollen wir unser Produktportfolio im Kundensegment Industrie stärken und neue Angebote für die Pharmaindustrie entwickeln. Potenziale im Bestandsgeschäft ausschöpfen, das Spezialitätengeschäft ausbauen, neue Wachstumsfelder angrenzend an unsere bestehenden Aktivitäten entwickeln: Das sind die Schwerpunkte in der Wachstumsphase von SHAPING 2030. Wachstumsstarke Regionen wie Afrika oder Asien sollen dabei auch im Fokus stehen. All dies geschieht mit dem messbaren Ziel, unser EBITDAI bis 2030 auf 3 Mrd. € zu steigern. Nachhaltigkeitsprogramm 2Mit der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 bekennt sich K+S klar zum Thema Nachhaltigkeit. Wir haben uns ambitionierte Ziele in drei Bereichen gesetzt: Menschen, Umwelt und Geschäftsethik. So verbindlich wie mit unseren finanziellen Zielsetzungen wollen wir auch bezüglich unserer wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sein. Im Dialog mit unseren Stakeholdern entwickeln wir unser Nachhaltigkeitsmanagement ständig weiter - lokal an unseren Standorten und weltweit. HANDLUNGSFELDER DER K+S GRUPPERelevante Themen und gesellschaftliche Entwicklungen für unser Unternehmen bewerten wir frühzeitig und systematisch. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen der K+S GRUPPE haben wir zuletzt 2017 in einer onlinegestützten Umfrage ermittelt. Weltweit waren 690 interne und externe Stakeholder eingeladen, Nachhaltigkeitsaspekte aus der Leitlinie der global REPORTING INITIATIVE GRI STANDARDS zu bewerten. Die Rücklaufquote betrug gute 56 %. Das Ergebnis zeigt einen deutlichen Schwerpunkt im Bereich Umwelt mit den Themen "Abwässer", "Energie", "Emissionen" und "Wassereinsatz". Eine hohe Relevanz maßen unsere Stakeholder darüber hinaus den Themen "Gesundheit und Arbeitssicherheit" sowie "Compliance" bei. Das Nachhaltigkeitsprogramm der K+S GRUPPE greift die wesentlichen Themen auf und geht in den Handlungsfeldern noch darüber hinaus.
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Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativer
Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich
auf Seite 61. K+S NACHHALTIGKEITS-KPIS UND ZIELSETZUNG 2030 B.13scroll
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Das Basisjahr für unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren ist 2017. DREIJAHRESÜBERSCIHT DER K+S GRUPPE ZU NACHHALTIGKEITSKENNZAHLEN, UMSCHLAGINNENSEITEK+S-HANDLUNGSFELDER B.14![]() KONKRETE NACHHALTIGKEITSZIELE BIS ZUM JAHR 2030Die Definition konkreter Ziele bis zum Jahr 2030 und die regelmäßige Berichterstattung von Leistungsindikatoren machen unseren Fortschritt messbar. Die vom Vorstand beschlossenen Ziele wurden von den Facheinheiten und der Nachhaltigkeitsabteilung erarbeitet. Jeder K+S-Vorstand ist zudem persönlicher Sponsor bestimmter Ziele und treibt deren Umsetzung aktiv voran. Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83 ,Corporate Governance', Seite 108 Stakeholder-Dialog 1Als Stakeholder verstehen wir alle Personen oder Organisationen, die Einfluss auf Themen nehmen oder nehmen könnten, welche mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind oder durch diese beeinflusst werden könnten. Die ONE K+S werte bilden die Grundlage unserer Zusammenarbeit und zeigen den Anspruch auf, den wir an unsere Arbeit haben. Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig zum Schutz der Umwelt, der Öffentlichkeit und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind (sicher & nachhaltig). Wir glauben an den Erfolg von K+S und setzen uns dafür ein, den Ruf von K+S als Branchenführer, Geschäftspartner und bevorzugter Arbeitgeber zu stärken (optimistisch). Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und pflegen vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit (partnerschaftlich). Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an und stellen dabei den Kunden und seine Erfahrungen mit K+S in den Mittelpunkt unseres Handelns (unternehmerisch), handeln schnell, um den Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden (AGIL), und sind veränderungsbereit und offen für andere Perspektiven (innovativ). ONE K+S WERTE, Seite 107 ÜBERSICHT STAKEHOLDERDIALOG: INHALTE UND DIALOGFORMATE B.15scroll
Geschäftspartner und bevorzugter Arbeitgeber zu stärken (optimistisch). Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um, unterstützen uns gegenseitig und pflegen vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Geschäftspartnern, Kunden und der Öffentlichkeit (partnerschaftlich). Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an und stellen dabei den Kunden und seine Erfahrungen mit K+S in den Mittelpunkt unseres Handelns (unternehmerisch), handeln schnell, um den Markt- und Kundenanforderungen gerecht zu werden (AGIL), und sind veränderungsbereit und offen für andere Perspektiven (innovativ). ONE K+S WERTE, Seite 107 Der Dialog mit unseren Kunden und Geschäftspartnern, dem Kapitalmarkt, Politikvertretern, Nichtregierungsorganisationen, Standortgemeinden und unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig. Ziel ist es, einen für beide Seiten gewinnbringenden Dialog zu führen, neue Entwicklungen aufzuspüren und Sichtweisen auszutauschen. K+S informiert seine Stakeholder mit unterschiedlichen Formaten und nutzt unterschiedliche Kanäle für den zielgruppenspezifischen Austausch und Dialog, wobei Veranstaltungen dabei eine besondere kommunikationsstrategische Bedeutung zukommt. Dem Dialog mit unseren Stakeholdern haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit unterschiedlichen Veranstaltungen Raum gegeben. So boten der Vorstand, die Leiter der Operativen Einheiten und Führungskräfte der Zentralfunktionen im Berichtsjahr beispielsweise im Rahmen mehrerer Mitarbeiterversammlungen und in Dialogformaten an unseren Standorten im In- und Ausland Gespräche zur Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie SHAPING 2030 an. Dabei nutzten sie auch den direkten Austausch in kleineren Gruppen, wie u. a. beim "Breakfast with the Boss" oder den KALI-Cafes. Hierbei standen Informationen und Gespräche über standortspezifische Herausforderungen, die neue Organisationsstruktur, die Geschäftsentwicklung des Unternehmens sowie aktuelle Projekte zur Effizienzsteigerung im Vordergrund. In einer ersten Kurzbefragung unserer Mitarbeiter (Puls-Befragung) wurden alle K+S-Mitarbeiter zu Vielfalt und Inklusion befragt. Die Umfrage soll Auskunft darüber geben, inwieweit K+S-Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als positiv inklusiv wahrnehmen. ,Vielfalt und Inklusion' Seite 85 Mit der Strategie SHAPING 2030 hat sich K+S zum Ziel gesetzt, den Kundenfokus nochmals deutlich zu erhöhen. Hierzu gehört die bessere und einfachere Bereitstellung von Informationen. Auch aus diesem Grund hat K+S die Internetpräsenz grundlegend überarbeitet, um die Bedürfnisse der Zielgruppen noch besser zu bedienen. Zudem stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit Vertretern des Kapitalmarkts. www.kpluss.com; Kapitalmarkt', Seite 32 Darüber hinaus führen wir regelmäßig Gespräche mit politischen Repräsentanten auf Standort-, Landes- und Bundesebene. Auf Bundesebene kommt unserem Hauptstadtbüro in Berlin besondere Bedeutung zu, um politische Akteure, wie Regierungsvertreter oder Parlamentarier, über die aktuelle Geschäftsentwicklung zu informieren und den Dialog zu suchen. Bei Interesse ermöglicht das Büro Einblicke in die Arbeit unter Tage an K+S-Standorten. Dabei wird auf die Bedeutung der heimischen Rohstoffgewinnung aufmerksam gemacht, und die Rahmenbedingungen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit werden erläutert. Ergänzend zeigt K+S Präsenz auf den Sommerfesten der Ländervertretungen in Berlin, z. B. beim Hessenfest. Weiterhin lädt K+S alljährlich zum Austausch bei den traditionellen Barbarafeierlichkeiten an verschiedenen deutschen Standorten ein. Im Berichtsjahr haben wir ferner den Stakeholder-Dialog mit Umweltverbänden, politischen Vertretern, Gemeinden und der interessierten Öffentlichkeit, insbesondere mit Blick auf aktuelle Projekte und Vorhaben, fortgesetzt. Zu den Formaten zählten Informationsveranstaltungen, z. B. zur Haldenerweiterung und zur Einstapelung flüssiger Rückstände unter Tage, der Unterhalt eines öffentlichen Informationsbüros bis Oktober 2019 in Hofgeismar und das direkte, persönliche Gespräch sowie Dialogangebote auf lokalen und regionalen Kulturveranstaltungen. In der sogenannten Brine Challenge, einem Crowdsourcing-Wettbewerb, haben wir nach neuen innovativen Ansätzen, Konzepten und Impulsen gesucht, um die Salzabwässer der Rückstandshalden, die durch Regen entstehen, deutlich zu reduzieren. Eine Jury aus externen Experten und Fachleuten von K+S wählte im Juni 2019 zwei Sieger aus über 40 eingereichten Vorschlägen aus 16 Ländern aus: einen US-amerikanischen Chemie-Ingenieur und einen australischen Wissenschaftler. Ihre Ideen wurden mit jeweils 20.000 € prämiert. Eine der beiden Ideen werden wir demnächst im Rahmen eines bereits laufenden Projektes mit dem von K+S entwickelten Infiltrationsverfahren zur Haldenabdeckung testen. Den zweiten Vorschlag werden wir zunächst einer genaueren technischen und wirtschaftlichen Analyse unterziehen, um die Machbarkeit zu überprüfen. Mit dem Resultat der "Brine Challenge" sind wir überaus zufrieden. Auch künftig werden wir kollaborative Formate nutzen, um die Innovationskraft von K+S zu steigern. Gleichzeitig suchen wir auf diese Weise den Dialog mit Menschen, die mit uns gemeinsam an nachhaltigen Lösungen arbeiten möchten. www.kpluss.com/brine-challengeAbsatzkontrolle Ende November 2019 lud K+S unter dem Motto "Kompetenzen bündeln für Innovationen von morgen" zum Food Frontiers Inno-Day nach Sigmundshall ein. Rund 100 Teilnehmer diskutierten, welche Allianzen zwischen Industrie, Forschung und Start-up-Szene geknüpft werden sollen und welche innovativen Geschäftsmodelle erfolgsversprechend sind. K+S engagiert sich für die "INITIATIVE FÜR TRANSPARENZ IM ROHSTOFFSEKTOR" (EITI: EXTRACTIVE INDUSTRIES TRANSPARENCY INITIATIVE) mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung und ist deshalb aktives Mitglied der MULTI-Stakeholder-Gruppe von D-EITI. www.d-eiti.deAbsatzkontrolle www.rohstofftransparenz.de SPENDEN UND SPONSORINGWir unterstützen ausgewählte Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur finanziell. Der Vorstand hat einheitliche Bedingungen für Spenden und Sponsoring festgelegt. So spendet K+S nicht an politische Parteien einschließlich ihnen nahestehender oder zugehöriger Organisationen oder Personen. Die Spenden für wissenschaftliche und gemeinnützige Zwecke betrugen im Jahr 2019 insgesamt 1,4 Mio. € (2018: knapp 1,9 Mio. €). www.kpluss.com/gesellschaft WIRTSCHAFTSBERICHTIm Geschäftsjahr 2019 haben wir sowohl unseren Umsatz als auch unser EBITDA 1 gesteigert. Der Umsatz der K+S GRUPPE erhöhte sich von 4.039,1 Mio. € im Vorjahr auf 4.070,7 Mio. €. Das EBITDA betrug 640,4 Mio. € und erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum moderat (2018: 606,3 Mio. €). Überblick über den GeschäftsverlaufGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDas weltweite Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2019 um 3,0 %, wobei die Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik zwischen den Ländern bzw. Regionen zunahmen. Die konjunkturelle Lage in den USA trübte sich ein, insbesondere aufgrund des Handelskonfliktes mit China. Auch im Euroraum war das Expansionstempo gedämpft: Die Wertschöpfung im Bereich Industrie verlor merklich an Schwung. Ebenso in den Schwellenländern verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum, wenn auch in sehr unterschiedlichem Ausmaß. In Brasilien, Russland und vielen asiatischen Ländern zog die Konjunktur in den vergangenen Monaten an, während sich die Rezession in Argentinien und der Türkei weiter vertiefte. ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFE AUF MONATSBASIS IM JAHR 2019 B.16![]() Quelle: Weltbank Die Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe blieben im Verlauf des Jahres 2019 auf niedrigem Niveau stabil, mit Ausnahme von Palmöl. Die Preise für Palmöl stiegen insbesondere im letzten Quartal 2019 stark an. Insgesamt verteuerte sich der Rohstoff im Jahresverlauf 2019 um mehr als 40 %. B.16 Der Preis für Rohöl der Sorte Brent lag im Dezember bei durchschnittlich rund 66 USD pro Barrel (31. Dezember 2018: 54 USD). Der Durchschnittspreis lag 2019 mit rund 64 USD spürbar unter dem Vorjahr (2018: 72 USD). Gründe für die Preiserholung insbesondere zum Ende des Jahres 2019 waren im Wesentlichen eine Reduktion des Angebots der OPEC-Länder und das Ausscheiden des Irans als Ölexporteur aufgrund der US-Sanktionen. Der NCG-Natural-Gas-Year-Future, der schwerpunktmäßig die Regionen West- und Süddeutschland abbildet, stieg zu Jahresbeginn zunächst von rund 20 € / MWh auf rund 22 € / MWh; dies stellt den Höchstwert des Jahres dar. Im weiteren Verlauf des Jahres verzeichnete der Preis einen stetigen Verfall und notierte zum Jahresende bei 14 € / MWh. Der Durchschnittswert verringerte sich gegenüber dem Vorjahr spürbar auf rund 18 € / MWh (2018: 21 € / MWh). Der Henry Hub Natural Gas Future, der schwerpunktmäßig Nordamerika abbildet, verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 2,8 USD / mmBtu zu Beginn des Jahres auf 2,2 USD / mmBtu Ende 2019. Zwischenzeitlich zog der Preis leicht an und erreichte am 5. März 2019 ein Jahreshoch von 3,0 USD / mmBtu. Der Jahresdurchschnitt 2019 lag bei 2,7 USD / mmBtu und damit spürbar unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 3,1 USD / mmBtu). Der Wert des US-Dollars lag im Jahresdurchschnitt bei 1,12 EUR / USD und notierte somit stärker als im Vorjahr (2018: 1,18 EUR / USD). B.17 Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, IWF, Weltbank, Bloomberg EUR / USD ENTWICKLUNG IM JAHR 2019 B.17![]() Index: 31. Dezember 2018 Quelle: Bloomberg AUSWIRKUNG AUF K+SDie Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
,Finanzlage', Seite 65
BRANCHANSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENKUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFTDie Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft war im ersten Halbjahr von einer guten Nachfrage geprägt. Abgesehen von saisonalen Besonderheiten in einigen Regionen (z. B. Staffelpreissystem für Düngemittelspezialitäten in Europa) blieben die internationalen Preise für Kaliumchlorid wie auch für unsere Spezialitäten nach den deutlichen Steigerungen im Jahresverlauf 2018 in unseren Hauptabsatzregionen Brasilien, Asien und Europa weitgehend stabil. Im dritten Quartal 2019 führte der chinesische Importstopp auch zu einer Kaufzurückhaltung in anderen Absatzregionen und einem Rückgang der Kaliumchloridpreise insbesondere in Übersee. Insgesamt belief sich die Weltkalinachfrage auf etwa 69 Mio. t (2018: knapp 72 Mio. t einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Die Produzenten von Kalidüngemitteln haben als Reaktion auf die Kaufzurückhaltung die Produktion im zweiten Halbjahr 2019 um schätzungsweise etwa 4 Mio. t gekürzt. KUNDENSEGMENT INDUSTRIEDie Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie in Europa entwickelte sich im Jahr 2019 insgesamt positiv. Auch in den Americas stieg die Nachfrage in allen Produktgruppen. Durch eine vorübergehend geringere Warenverfügbarkeit durch die Schließung des Werkes Sigmundshall Ende 2018 konnten wir nicht vollständig von der guten Nachfragesituation profitieren. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHERIn Europa entwickelte sich die Nachfrage nach Verbraucherprodukten insgesamt positiv. In den Americas stieg die Nachfrage, insbesondere nach Wasserenthärtungssalzen ebenfalls. KUNDENSEGMENT GEMEINDENWährend in Europa die winterliche Witterung zu Beginn des Jahres 2019 die Ausschreibungen für die kommende Wintersaison positiv beeinflusste, war die Nachfrage im vierten Quartal witterungsbedingt unter dem langjährigen Durchschnitt. Auch in Nordamerika wirkten sich vorteilhafte Wetterverhältnisse im späteren Verlauf des Winters 2018 / 2019, insbesondere im Mittleren Westen sowie in Kanada, zunächst positiv auf die Ausschreibungen aus. An der us-Ostküste blieb die Wettbewerbsintensität hoch. Die Nachfrage im vierten Quartal entsprach in Nordamerika insgesamt dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. WESENTLICHE FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHEREIGNISSE
VERGLEICH DER TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEM GESCHÄFTSVERLAUFERGEBNISPROGNOSEDas im Geschäftsbericht 2018 erwartete EBITDA-Niveau konnte nicht erreicht werden: Mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 am 14. März 2019 hatten wir das EBITDA der K+S GRUPPE in einer Spanne zwischen 700 und 850 Mio. € erwartet. Diese Einschätzung haben wir mit Veröffentlichung unserer Finanzzahlen zum ersten Quartal bestätigt. In unserem Halbjahresfinanzbericht H1 / 2019 haben wir die Ergebniserwartung auf eine Spanne zwischen 730 und 830 Mio. € angepasst: Dies basierte auf der Annahme, dass der positive Ergebniseffekt aus einer veränderten Euro-Dollar-Währungsrelation (Annahme eines durchschnittlichen Kassakurses von 1,15 EUR / USD für die offenen Monate statt davor 1,20 EUR / USD) eine temporär etwas vorsichtigere Einschätzung aufgrund des chinesischen Importstopps sowie Ergebniseffekte aus der um eine Woche verlängerten Instandhaltungspause in Bethune mehr als ausgleichen kann. Der oben beschriebene Importstopp für Kaliumchlorid in China dauerte länger an als zunächst erwartet und sorgte auch in anderen Absatzregionen für Zurückhaltung. Vor diesem Hintergrund hat K+S im Rahmen der Berichterstattung zum dritten Quartal, unter Berücksichtigung dieser Effekte, nur noch eine Steigerung auf rund 650 Mio. € (2018: 606,3 Mio. €) erwartet. Mit 640,4 Mio. € erreichte das EBITDA der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2019 trotz eines unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts in Europa diesen Wert annähernd. B.18 Für die operative Einheit Europe+ gingen wir mit Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 von einer deutlichen Steigerung des EBITDA aus. Hier konnten wir nach den genannten Anpassungen im Berichtszeitraum ein EBITDA von 437,0 Mio. € erzielen (2018: 443,3 Mio. €). Damit lagen wir leicht unter dem Vorjahresniveau und haben aus den genannten Gründen die Prognose aus dem Geschäftsbericht 2018 nicht erreichen können. In der Quartalsmitteilung Q3 / 2019 waren wir noch von einem leichten Anstieg ausgegangen. Die operative Einheit Americas erwirtschaftete ein EBITDA von 230,0 Mio. € (2018: 221,8 Mio. €) und entwickelte sich damit, wie bereits im Geschäftsbericht 2018 prognostiziert, weitgehend stabil. ,Darstellung der Segmente', Seite 72 Für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern hatten wir im Geschäftsbericht 2018 eine deutliche Steigerung gegenüber Vorjahr prognostiziert (2018: 85,4 Mio. €). Mit einem Rückgang auf 77,8 Mio. € haben wir diese Prognose nicht erfüllt. Wir mussten bereits im Zuge der unterjährigen Anpassung unserer EBITDA-Prognose auch die Einschätzung für das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern reduzieren: Zur Q3 /19-Quartalsmitteilung hatten wir eine in etwa stabile Entwicklung prognostiziert. Der ROCE erreichte 2,3 % und lag damit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 2,6 %). Auch hier hatten wir die Prognose im Jahresverlauf aus den bereits genannten Gründen auf eine stabile Entwicklung angepasst, nachdem wir zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2018 noch von einem "deutlichen Anstieg" ausgegangen waren. CASHFLOW-PROGNOSEUnsere Prognose eines positiven und gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten bereinigten freien Cashflows für das Geschäftsjahr 2019 aus dem Geschäftsbericht 2018 haben wir erfüllt. Selbst die Prognose eines bereinigten freien Cashflows von mindestens 100 Mio. € im Halbjahresfinanzbericht haben wir aufgrund unserer bis dato operativen Verbesserung, eines aktiven Working Capital Managements und unserer Investitionsdisziplin übertroffen. Er betrug im Berichtszeitraum +139,7 Mio. € (2018: -206,3 Mio. €) und lag damit 346,0 Mio. € über dem Vorjahreswert. Die Prognose eines Investitionsvolumens über dem des Vorjahres von 443,2 Mio. € hat sich mit 493,3 Mio. € bestätigt. SOLL-IST-VERGLEICH 2019 B.18scroll
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Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen
der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden
erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
(EBITDA). ErtragslageUMSATZIm Geschäftsjahr 2019 betrug der Umsatz der K+S GRUPPE 4.070,7 Mio. € nach 4.039,1 Mio. € im Vorjahr. Beide operativen Einheiten profitierten vom vorteilhaften EUR /USD-Wechselkursniveau. Zusätzlich wirkten sich insbesondere in der operativen Einheit Europe+ positive Preiseffekte aus, denen negative Mengeneffekte gegenüberstanden. Nach dem erfolgreichen Ausbau der Speicherkapazitäten konnten in diesem Jahr abwasserbedingte Produktionsunterbrechungen am Werk Werra trotz eines überdurchschnittlich trockenen Sommers verhindert werden. Die Produktionskürzungen im zweiten Halbjahr führten jedoch trotz der verbesserten Produktverfügbarkeit zu einem insgesamt geringeren Absatz im Kundensegment Landwirtschaft. B.21, B.22 ,Darstellung der Segmente', Seite 72 ,Segmentberichterstattung', Seite 162 Mit 62 % nahm der Umsatzbeitrag der operativen Einheit Europe+ den größeren Anteil am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE ein (operative Einheit Americas: 38 %). B.19 UMSATZ NACH SEGMENTEN B.19![]() UMSATZ NACH REGIONEN B.20![]() Die regionale Umsatzverteilung blieb im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert. Den größten Umsatzanteil erzielten wir mit gut 40 % weiterhin in Europa, gefolgt von Nordamerika mit rund 36 %. Auf Südamerika und Asien entfielen 13 % bzw. 9 % unseres Gesamtumsatzes. B.20 K+S Gruppe:ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHR B.21scroll
UMSATZ NACH SEGMENTEN 1 B.22scroll
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AUFTRAGSENTWICKLUNGFür den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Das Geschäft in der operativen Einheit Europe+ ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Bereich des Auftausalzgeschäfts in beiden operativen Einheiten werden Verträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir in der Regel ab dem zweiten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, zum Teil auch für darauf folgende Winter, teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Soweit die vertraglich vereinbarten Volumina - abhängig von der Witterung - rechtlich zulässigen Schwankungen unterliegen, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt ebenso, soweit Mengen bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung unserer kurz- und mittelfristigen Ertragskraft also nicht aussagekräftig. Entwicklung wesentlicher kostenIm Berichtsjahr gingen die Umsatzkosten von 3.410,4 Mio. € auf 3.372,6 Mio. € zurück; währungsbedingt höhere Kosten konnten durch Entlastungen infolge einer geringeren Absatzmenge in beiden operativen Einheiten mehr als ausgeglichen werden. Die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten stiegen im Berichtsjahr insbesondere währungsbedingt auf 362,8 Mio. € nach 349,7 Mio. € im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 133,3 Mio. € (2018: 118,0 Mio. €) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 230,6 Mio. € (2018: 186,4 Mio. €). Das Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften verbesserte sich in 2019 auf -16,9 Mio. € (2018: -49,5 Mio. €). ,Konzernabschluss', Seite 156 Die Kosten für Material, Personal, Energie und Frachten haben erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Mit 1.694,7 Mio. € stieg der Materialaufwand trotz einer geringeren Produktionsmenge währungsbedingt und aufgrund höherer Instandhaltungskosten leicht an (2018: 1.629,' Mio. €). Im Jahr 2019 betrug der Personalaufwand Mio. € und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (2018: 1.122,5 Mio. €). Bei den Frachtkosten kam es währungs- und preisbedingt trotz einer geringeren Menge zu einer leichten Steigerung auf 888,2 Mio. € (2018: 883,6 Mio. €). Die Kosten für Energie betrugen 267,4 Mio. € nach 261,7 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen preis- und währungsbedingt. ,Anhang', Seite 186 ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHROPERATIVES ERGEBNIS EBITDASeit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA. B.23 Das EBITDA lag im Berichtsjahr mit 640,4 Mio. € moderat über dem Wert des Vorjahres (2018: 606,3 Mio. €). Ursächlich waren, wie bereits bei der Umsatzentwicklung beschrieben, Preissteigerungen, denen jedoch Produktionskürzungen sowie insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung und Logistik, gegenüberstanden. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBiTDA 1 in Höhe von 54,0 Mio. €. Aus der Entkonsolidierung der K+S REAL ES-TATE GMBH & CO. KG (siehe Angaben zum Konsolidierungskreis S. 191) ergab sich ein positiver Effekt auf das EBITDA in Höhe des Veräußerungsgewinns von 24,3 Mio. €. Dieser Effekt schlug sich positiv in der Überleitung nieder und war der maßgebliche Grund für die Ergebnisverbesserung auf -26,6 Mio. € (2018: -58,8 Mio. €). B.24 ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDA B.23scroll
EBITDA NACH SEGMENTEN 1 , 2 B.24scroll
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Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich
auf Seite 61. FINANZERGEBNISDas Finanzergebnis verbesserte sich mit -97,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr deutlich (2018: -112,2 Mio. €). Die Differenz erklärt sich zum einen aus dem Wegfall der zusätzlichen Belastung durch die rechtzeitige Refinanzierung einer Anleihe in 2018, zum anderen aus positiven Währungseffekten im Rahmen der Liquiditätssteuerung. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen negativen Effekt auf das Finanzergebnis in Höhe von 15,3 Mio. €. KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIEDas Konzernergebnis nach Steuern konnte im Berichtsjahr aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses und eines verbesserten Ergebnisses aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften deutlich auf 88,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 42,1 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt. Das Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,46 € (2018: 0,22 €). Die Berechnung beruht wie im Vorjahr auf einer durchschnittlichen Anzahl von ausstehenden Aktien in Höhe von 191,4 Mio. Stückaktien. B.25 ,Anhang', Seite 190 ERGEBNIS JE AKTIE 1 B.25scroll
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Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der
Abschlussprüfung waren. HERLEITUNG DES BEREINIGTENKONZERNERGEBNISSES NACH STEUERN B.26scroll
BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIEAls Basis für unsere Dividende weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert und gleichzeitig als interne Steuerungsgröße dient. Zugleich werden auch die entsprechenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern herausgerechnet. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern dient als Grundlage für die Berechnung der Dividende im Rahmen unserer Ausschüttungspolitik und wird in Tabelle B.26 ermittelt. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern betrug 77,8 Mio. € (2018: 85,4 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsjahr 0,41 € (2018: 0,45 €). Auch hierfür wurden 191,4 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2019 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende somit unverändert auf 191,4 Mio. Stückaktien. KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGEMARGENKENNZAHLENDie Margenkennzahlen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: Unser EBITDA von 640,4 Mio. € führte zu einer leicht verbesserten EBITDA-Marge (EBITDA / Umsatz) von 16 % nach 15 % im Vergleichszeitraum. Die Umsatzrendite (Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt / Umsatz) lag unverändert bei rund 2 % (2018: 2 %). B.27 ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246 HERLEITUNG DER KAPITALKOSTENDer gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE errechnet sich als Summe der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital nach dem Peergroup-Verfahren gemäß IAS 36. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert. MEHRPERIODENÜBERSCIHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN 1 B.27scroll
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Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Die Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der barwertäquivalente Durchschnitt der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von 1 bis 30 Jahren gemäß der Svensson-Methode herangezogen. Zum 31. Dezember 2019 lag dieser bei 0,34 % (2018: 0,95 %). Die Risikoprämie wurde aus einer Marktrisikoprämie von 7,00 % (2018: 6,25 %) sowie mit dem aus der Peergroup abgeleiteten Betafaktor in Höhe von 1,14 gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World ermittelt. Daraus ermittelt sich ein rechnerischer Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 8,3 % (2018: 7,9 %). Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern lag bei 2,2 % (2018: 3,1 %) und ergibt sich aus dem Rating der Unternehmen der Peergroup und einem damit korrespondierenden Spread auf den risikolosen Basiszinssatz. Nach Berücksichtigung der bereinigten vorläufigen Konzernsteuerquote von 30 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 1,5 % (2018: 2,2 %). Per 31. Dezember 2019 betrug der nach dem Peergroup-Verfahren ermittelte Verschuldungsgrad 5',8 % (2018: 48,5 %). In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE, wie auch für die einzelnen operativen Einheiten, von 6,0 % (2018: 6,0 %) nach Steuern. Hieraus ergaben sich auf Basis einer durchschnittlichen operativ gebundenen Kapitalbindung von 8.944,8 Mio. € für das Jahr 2019 Kapitalkosten in Höhe von 560,8 Mio. € (2018: 524,7 Mio. €). Der entsprechende Kapitalkostensatz vor Steuern betrug 8,6 % (2018: 8,4 %). RENDITEKENNZAHLENDie Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug im Berichtsjahr 1,8 % (2018: 21 %) und die Gesamtkapitalrendite 2,6 % (2018: 2,4 %). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) der K+S GRUPPE ging im Berichtsjahr auf 2,3 % nach 2,6 % im Vorjahreszeitraum zurück. Der ROCE lag auch im Jahr 2019 unter unseren Kapitalkosten von 8,6 % vor Steuern. Damit musste die K+S GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Wertbeitrag (Value Added) in Höhe von -575,5 Mio. € verzeichnen (2018: -500,8 Mio. €)., ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246 HERLEITUNG DES ROCE B.28scroll
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Bereinigt um die im Goodwill aus der Erstkonsolidierung enthaltenen latenten Steuern. Die Herleitung der Eigenkapitalrendite sowie der Gesamtkapitalrendite ist in den Tabellen B.29 und B.30 dargestellt. HERLEITUNG EIGENKAPITALRENDITE B.29scroll
HERLEITUNG GESAMTKAPITALRENDITE B.30scroll
FinanzlageGRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS DER K+S GRUPPEFINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERTEs gehört zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE,
Mit einem zentralen Cashmanagement steuern wir die Liquidität und optimieren die Zahlungsströme innerhalb der K+S GRUPPE. Um unsere Finanzierungsfähigkeit zu erhalten bzw. günstige Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital zu erreichen, streben wir langfristig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein stabiles Crossover-Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Gegenwärtig liegt unser Rating im Wesentlichen aufgrund der Errichtung unseres neuen Kaliwerks Bethune in Kanada in den vergangenen Jahren im "Non-Investment Grade"-Bereich. Die Steuerung unserer Kapitalstruktur nehmen wir anhand der in Tabelle B.31 aufgeführten Kennzahlen vor. ,K+S am Kapitalmarkt', Seite 32 Das Währungs- und Zinsmanagement erfolgt zentral für alle wesentlichen Gruppengesellschaften. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen, zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt und kontinuierlich überwacht. FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSchwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar, wirken sich besonders in der operativen Einheit Europe+ auf die Höhe unserer Erlöse und den Gegenwert unserer Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden deshalb wesentliche Nettopositionen (d. h. Nettoumsatz in US-Dollar abzüglich Frachten und andere Kosten in US-Dollar) mithilfe von Derivaten, in der Regel Optionen oder Termingeschäften, gesichert. KENNZAHLEN DER KAPITALSTKUKTUR B.31scroll
WÄHRUNGSSICHERUNG OPERATIVE EINHEIT EUROPE+ 1 B.32scroll
Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften im Rahmen der Transaktionssicherung sichern wir uns gegen einen "worst case" ab, erhalten zugleich aber die Chance, an einer für uns günstigen Kursentwicklung teilzuhaben. Im Jahr 2019 lag der realisierte Kurs des Euros zum US-Dollar in der operativen Einheit Europe+ bei durchschnittlich 1,16 EUR / USD inkl. Sicherungskosten (2018: 1,14 EUR / USD). B.32 Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken): Zum einen werden die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen und zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Letzteres kann zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen. Translationseffekte aus der Umrechnung des US-Dollars treten in den operativen Einheiten Europe+ und Americas auf und werden nicht gesichert. InvestitionsanalyseIm Jahr 2019 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 493,3 Mio. € (2018: 443,2 Mio. €). Dabei entfällt ein Großteil auf Instandhaltungsinvestitionen. Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf Umweltinvestitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und Ausgaben für Haldenerweiterungen sowie auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen. B.34, B.35 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen für noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben in Höhe von 210,3 Mio. €. ,Darstellung der Segmente', Seite 72 ,Umwelt', Seite 88 Unsere Investitionen ermitteln wir wie folgt: B.33 ÜBERLEITUNG INVESTITIONEN B.33scroll
LIQUIDITÄTSANALYSEDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 639,8 Mio. € und lag somit deutlich über dem Vorjahresniveau (2018: 308,7 Mio. €). Hierzu trugen die positive Geschäftsentwicklung, geringere Ertragsteuerzahlungen sowie ein aktives Working Capital Management bei. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (bereinigt um Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) belief sich 2019 auf -500,0 Mio. € (2018: -512,7 Mio. €). Der bereinigte Freie Cashflow (ohne Erwerbe / Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen) verzeichnete mit 139,7 Mio. € eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (2018: -206,3 Mio. €). Der im EBITDA beschriebene positive Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 führte zu einem positiven Effekt im freien Cashflow in Höhe von 45,0 Mio. €. INVESTITIONEN NACH SEGMENTEN 1 , 2 B.34scroll
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Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive
der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019. INVESTITION IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNG UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT B.35![]()
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Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement. CASHFLOW-ÜBERSICHT 1 B.36scroll
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Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ging im Berichtsjahr auf 11,0 Mio. € zurück (2018: 187,3 Mio. €). Ursächlich hierfür war hauptsächlich eine höhere Tilgungsleistung im Vergleich zum Vorjahr. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Nettofinanzmittelbestand 316,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 162,2 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen sowie Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere mit Laufzeiten von bis zu drei Monaten. B.36 FINANZANALYSEDie Finanzierung erfolgte per 31. Dezember 2019 zu 87 % aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, das wiederum vorrangig aus Anleiheverbindlichkeiten besteht (31. Dezember 2018: 87 %). Auch Rückstellungen machen einen großen Teil des Fremdkapitals aus. EIGENKAPITAL ÜBER VORJAHRDas Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 4.495,1 Mio. € nach 4.144,1 Mio. € im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 42,4 % (31. Dezember 2018: 41,6 %). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf vorteilhafte Wechselkurseffekte zum Stichtag zurückzuführen. FREMDKAPITAL LEICHT GESUNKENAuch das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 auf 4.721,1 Mio. € (31. Dezember 2018: 4.528,4 Mio. €). Trotzdem reduzierte sich der Anteil des langfristigen Fremdkapitals auf 44,6 % der Bilanzsumme (31. Dezember 2018: 45,4 %). Das kurzfristige Fremdkapital betrug am Bilanzstichtag 1.376,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 1.293,7 Mio. €). Damit blieb der Anteil an der Bilanzsumme bei 13,0 % zum 31. Dezember 2019 (31. Dezember 2018: 13,0 %). ,Anhang', Seite 215 FINANZHVERBINDLICHKEITENFinanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2019 in Höhe von 3.398,9 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.283,3 Mio. €). Zuletzt wurde im Juli 2018 eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von insgesamt 600 Mio. € begeben. Weitere große Teile unseres langfristigen Fremdkapitals entfallen auf die im Juni 2012, Dezember 2013 und März 2017 begebenen Unternehmensanleihen sowie die im Sommer 2016 emittierten Schuldscheindarlehen. RÜCKSTELLUNGENDie langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen insbesondere bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen sind mit 910,6 Mio. € zum Bilanzstichtag aufgrund einer Anpassung des durchschnittlichen Diskontierungssatzes von 3,3 % in 2018 auf 3,5 % in 2019 spürbar gesunken (31. Dezember 2018: 1.015,1 Mio. €). Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verzeichneten einen Anstieg auf 232,2 Mio. € (2018: 187,0 Mio. €). Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 2,2 % (31. Dezember 2018: 3,1 %). Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. ,Anhang', Seite 168 Aktiva B.37![]() PASSIVA B.38![]() NETTOVERSCHULDUNG B.39scroll
BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDurch die Erstanwendung des IFRS 16 werden grundsätzlich alle Leasingverträge bilanzwirksam erfasst. Lediglich für Short-Term-, Low-Value- und variable Leasingverträge gibt es Ausnahmen. Diese haben keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der K+S GRUPPE. MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE B.40scroll
VermögenslageVERMÖGENSSTRUKTURANALYSEBilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 31. Dezember 2019 auf 10.592,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 9.966,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich moderat auf 7.210,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 6.687,9 Mio. €). Die Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte das Sachanlagevermögen per 1. Januar 2019 um 206,3 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken auf 724,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 836,7 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln, kurzfristigen und langfristigen Wertpapieren sowie sonstigen Finanzinvestitionen erhöhte sich und betrug zum Bilanzstichtag 340,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 185,8 Mio. €). Das Verhältnis von langfristigen zu kurzfristigen Vermögenswerten war mit 80:20 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. B.40 Per 31. Dezember 2019 ergab sich eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 4.565,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 4.443,6 Mio. €). Die Erstanwendung des IFRS 16 erhöhte die Nettoverschuldung per 1. Januar 2019 um 216,1 Mio. €. Die Nettofinanzverbindlichkeiten, ohne Berücksichtigung der langfristigen Rückstellungen, betrugen zum Stichtag 3.116,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 3.241,5 Mio. €). Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA) betrug das 4,9-fache (31. Dezember 2018: 5,3-fach). Neben dem operativen Geschäft soll auch das auf Seite 51 beschriebene Maßnahmenpaket zur Wertgenerierung und zum Abbau der Verschuldung beitragen. B.41 ,Unternehmensstrategie', Seite 49 ,Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246 ZWECKGEBUNDENES VERMÖGENIm Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) begonnen. Mit dieser Dotierung ist eine Zweckbindung von Finanzierungsmitteln verbunden. Das Gleiche gilt für das Planvermögen, welches zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen in Kanada dient. Darüber hinaus bestehen Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach IFRS zu qualifizieren sind. Derartige Verpflichtungen werden gemäß IFRS bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen zweckgebundene Vermögen lag im Jahr 2019 bei 448,1 Mio. € nach 399,0 Mio. € im Vorjahr. Zudem besteht zum Bilanzstichtag Planvermögen für Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 44,3 Mio. € (2018: 19,3 Mio. €), das bilanziell ebenfalls saldiert wurde. ,Anhang', Anmerkung (22), Seite 207 NICHT BILANZIERTES VERMÖGENSonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2019 auf 210,3 Mio. € (31. Dezember 2018: 397,1 Mio. €) und betreffen Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Neuregelung im IFRS 16 zurückzuführen, nach der Leasingverhältnisse grundsätzlich bilanzwirksam erfasst werden. AUSWIRKUNG VON GEÄNDERTEN BILANZIERUNGS- UND BWERTUNGSMETHODENSeit dem Beginn des Geschäftsjahres 2019 wenden wir die Neuregelungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" an. Entsprechend der von uns gewählten Übergangsmethode erfolgt keine Anpassung der Vorjahreszahlen. Die Neuregelungen führen dazu, dass grundsätzlich alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen sind. Die Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 auf 386,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 164,2 Mio. €) sowie der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen auf 437,0 Mio. € (31. Dezember 2018: Leasingvermögenswerte von 217,7 Mio. €) ist weitestgehend auf diese Rechnungslegungsänderung zurückzuführen. Der kurzfristige Anteil der Leasingverbindlichkeiten beträgt 91,6 Mio. € (31. Dezember 2018: 15,7 Mio. €). Die Nutzungsrechte werden im Sachanlagevermögen, die Leasingverbindlichkeiten in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Erstanwendung des IFRS 16 führte zu keinen wesentlichen Veränderungen des Eigenkapitals. ,Konzernanhang' "Neue oder geänderte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen" Seite 180 MEHRPERIODENÜBERSCIHT DER FINANZLAGE B.41scroll
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Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital. Darstellung der operativen Einheiten
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| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Operative Einheit Europe+ | 2.585,2 | 2.535,9 |
| - Kundensegment Landwirtschaft | 1.741,3 | 1.715,6 |
| - Kundensegment Industrie | 649,3 | 635,9 |
| - Kundensegment Verbraucher | 66,2 | 64,2 |
| - Kundensegment Gemeinden | 128,4 | 120,2 |
Das EBITDA reduzierte sich im Jahr 2019 leicht auf 437,0 Mio. € (2018: 443,3 Mio. €). Während das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft gesteigert werden konnte, blieb es im Kundensegment Verbraucher stabil und ging im Kundensegment Industrie verfügbarkeitsbedingt und im Kundensegment Gemeinden witterungsbedingt zurück. Ursächlich waren auch hier die bei der Umsatzentwicklung genannten Effekte. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA in Höhe von 22,2 Mio. €.
| in % | 2019 |
| Umsatzveränderung | -1,9 |
| - mengen- / strukturbedingt | -7,4 |
| - preis- / preisstellungsbedingt | +3,7 |
| - währungsbedingt | + 1,8 |
| - konsolidierungsbedingt |
In der operativen Einheit Europe+ investierten wir im Jahr 2019 404,2 Mio. € und damit 52,7 Mio. € mehr als im Vorjahr (2018: 351,5 Mio. €). Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem auf Umweltinvestitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und Ausgaben für Haldenerweiterungen sowie auf regulatorische Anforderungen zurückzuführen. Im Werk Bethune haben wir die Entwicklung der Kavernenfelder ("Pads") sowie die Erweiterung des Pipeline-Netzes weiter forciert. In den Niederlanden haben wir beim Salzstandort Frisia ebenfalls die Erschließung eines neuen Solfeldes vorangetrieben. In Deutschland investierten wir in den Kauf von neuen Schüttgutwaggons.
Neben der zunächst auf zwei Wochen verlängerten Instandhaltungspause in Bethune zur Verbesserung der Produktqualität hatte K+S vor dem Hintergrund der durch den Importstopp Chinas verursachten Kaufzurückhaltung am 23. September 2019 bekannt gegeben, dass die Produktion von Kaliumchlorid bis zum Jahresende um bis zu 300.000 t reduziert wird. Der damit verbundene Effekt auf das EBITDA wurde mit bis zu 80 Mio. € beziffert. Die Produktionsunterbrechung wurde für eine Verlängerung der Instandhaltungspause am Standort Bethune um eine weitere Woche auf insgesamt drei Wochen im September genutzt. Parallel zu dieser Verminderung der Produktion führte K+S weitere Instandhaltungsmaßnahmen an deutschen Standorten im vierten Quartal 2019 durch. Dadurch reduzierte sich die Kaliproduktion zusätzlich um 200.000 t.
Anfang August hat das Regierungspräsidium Kassel erstmals die Genehmigung zur temporären Speicherung von bis zu 400.000 m 3 salzhaltiger Abwässer unter Tage erteilt. Damit haben wir wie geplant die Speichermöglichkeiten am Werk Werra auf insgesamt rund eine Million m 3 erhöht. Dadurch konnten wir abwasserbedingte Stillstände in der Produktion an der Werra trotz eines erneut sehr trockenen Sommers vermeiden. Dazu trug zusätzlich die Nutzung der Möglichkeiten zur standortfernen Entsorgung von salzhaltigen Abwässern bei.
Ende 2021 werden wir die Versenkung von Salzwässern beenden und wollen neue Wege gehen. Unser Ziel ist es, Salzwässer unter Tage dauerhaft in nicht mehr genutzte Hohlräume verbringen zu können. Aus unserer Sicht ist die im Jahr 2019 erhaltene Genehmigung zur temporären Einstapelung ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin und die bisher vorliegenden Ergebnisse sind vielversprechend. Werra und Weser würden bei Nutzung dieser sogenannten Einstapelung unter Tage ab 2022 weiter entlastet.
Wie seit längerem geplant, konnte K+S die Qualität der im neuen kanadischen Kaliwerk Bethune hergestellten Kaliprodukte im Berichtsjahr nochmals deutlich verbessern. Ferner haben wir die für den Monat September vorgesehene Instandhaltungspause verlängert. Die bestehenden Anlagen wurden um weitere Komponenten zur Aufmahlung, Absiebung und Kühlung der Produkte ergänzt.
Das Jahr 2018 hat gezeigt, dass wir mit Blick auf die effizientere Nutzung unserer deutschen Lagerstätten noch besser werden müssen. Herausforderungen, die wir im Verlauf des Jahres 2018 identifiziert hatten, waren u. a. eine eingeschränkte Personal- und Maschinenverfügbarkeit am Werk Werra, niedrige Wertstoffgehalte (K2O) in Teilbereichen der Grube Unterbreizbach sowie bergtechnische Herausforderungen am Standort Neuhof. Aufgrund zahlreicher Maßnahmen, z. B. der teilweisen Erneuerung des Fuhrparks unter Tage, konnten wir die Situation im Jahresverlauf 2019 deutlich verbessern und können nun wieder im Rahmen der technisch möglichen Kapazitäten produzieren. Dazu trugen auch erste Erfolge aus dem im Rahmen unserer Strategie SHAPING 2030 ins Leben gerufenen Projekt Operations Excellence bei. Bis Ende 2020 wollen wir die Effizienz an allen Standorten deutlich steigern.
,Geschäftsmodell', Seite 37
| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
| Umsatz | 2.585,2 | 691,8 | 626,8 | 621,1 | 596,2 | 2.535,9 |
| EBITDA | 443,3 | 177,1 | 128,4 | 67,3 | 64,2 | 437,0 |
| Investitionen 2 | 351,5 | 57,8 | 74,0 | 125,2 | 147,2 | 404,2 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | 10.572 | 10.222 | 10.013 | 10.269 | - | 10.318 |
| in Mio. € | % |
| Umsatz | -1,9 |
| EBITDA | -1,4 |
| Investitionen 2 | + 15,0 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | -2,4 |
1
Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der
Abschlussprüfung waren.
2
Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive
der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
3
FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend
ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
Der Umsatz in der operativen Einheit Americas konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr insbesondere bedingt durch den Wechselkurs auf 1.532,2 Mio. € moderat gesteigert werden (2018: 1.451,0 Mio. €); dazu trugen alle Kundensegmente bei. In allen Kundensegmenten wirkten sich zusätzlich positive Preiseffekte und im Kundensegment Gemeinden negative Mengeneffekte aus. B.45, B.47
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Operative Einheit Americas | 1.451,0 | 1.532,2 |
| - Kundensegment Industrie | 483,4 | 512,0 |
| - Kundensegment Verbraucher | 387,6 | 420,5 |
| - Kundensegment Gemeinden | 580,0 | 599,7 |
Das EBITDA verbesserte sich leicht auf 230,0 Mio. € nach 221,8 Mio. € im Vorjahr; ein Ergebnisrückgang im Kundensegment Gemeinden konnte durch Ergebnisanstiege in den Kundensegmenten Industrie und Verbraucher mehr als ausgeglichen werden. Der beschriebenen Umsatzsteigerung standen insgesamt gestiegene Kosten, insbesondere für Instandhaltung und Logistik, gegenüber. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte einen positiven Effekt auf das EBITDA in Höhe von 30,0 Mio. €.
| in % | 2019 |
| Umsatzveränderung | +5,6 |
| - mengen- / strukturbedingt | -1,5 |
| - preis- / preisstellungsbedingt | +2,0 |
| - währungsbedingt | +5,1 |
| - konsolidierungsbedingt | - |
Im Jahr 2019 blieben die Investitionen in der operativen Einheit Americas mit 81,7 Mio. € etwa auf Vorjahresniveau (2018: 83,1 Mio. €). Die Erschließungen der jeweils nächsten Abbauhorizonte an den Standorten Ojibway, Kanada, und Weeks Island, USA, gehörten im Berichtsjahr zu den bedeutendsten mehrjährigen Projekten.
Die Ermittlung des Umsatzes und Absatzes in den Kundensegmenten erfolgt auf Basis einer vordefinierten Produktmatrix. Maßgeblich für die Zuordnung der Produktmatrix sind die Produktmerkmale: Kundengruppe, Absatzregion und Material. Herstellungs- und Absatzkosten, die den Produkten direkt zurechenbar sind, werden den Kundensegmenten direkt zugeordnet. Indirekte Kosten, die nicht direkt den Kundensegmenten (i. W. Verwaltungskosten) zurechenbar sind, werden über einen Umlageschlüssel auf die Kundensegmente verteilt. Nachdem die direkten und indirekten Kosten zugeordnet sind, liegt die Gewinn- und Verlustrechnung nach Segmenten vor.
| in Mio. € | 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 |
| Umsatz | 1.451,0 | 571,2 | 251,2 | 282,6 | 427,2 | 1.532,2 |
| EBITDA | 221,8 | 107,6 | 13,6 | 25,3 | 83,9 | 230,0 |
| Investitionen 2 | 83,1 | 14,2 | 17,3 | 16,7 | 33,5 | 81,7 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | 3.520 | 3.602 | 3.575 | 3.665 | - | 3.715 |
| in Mio. € | |
| Umsatz | +5,6 |
| EBITDA | +3,7 |
| Investitionen 2 | -1,7 |
| Mitarbeiter (FTE) 3 | +5,5 |
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Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der
Abschlussprüfung waren.
2
Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive
der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
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FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend
ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.
Das Kundensegment Landwirtschaft ist der operativen Einheit Europe+ zugeordnet.
Im Kundensegment Landwirtschaft lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 1.715,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 1.741,3 Mio. €); sowohl höhere Preise als auch positive Währungseffekte konnten eine infolge der Produktionskürzungen geringere Absatzmenge annähernd ausgleichen. Der Umsatz in Europa lag im Jahr 2019 bei 874,6 Mio. € (2018: 875,1 Mio. €), in Übersee bei 841,0 Mio. € (2018: 866,2 Mio. €). Insgesamt entfielen 995,8 Mio. € des Umsatzes im Kundensegment Landwirtschaft auf Kaliumchlorid (2018: 974,9 Mio. €) und 719,8 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten (2018: 766,4 Mio. €). B.48, B.49
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Das Absatzvolumen ging im Jahr 2019 auf insgesamt 6,30 Mio. t zurück (2018: 6,85 Mio. t). Hier wirkten sich insbesondere die Produktionskürzungen im zweiten Halbjahr aus. Im Berichtsjahr wurden 3,16 Mio. t in Europa (2018: 3,27 Mio. t) und 3,14 Mio. t in Übersee (2018: 3,58 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 3,88 Mio. t der Absatzmenge auf Kaliumchlorid (2018: 4,09 Mio. t) und 2,42 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten (2018: 2,76 Mio. t).
Der Absatzrückgang bei den Düngemittelspezialitäten ist auf geringere Verfügbarkeiten durch die Schließung des Standorts Sigmundshall zurückzuführen.
Das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft konnte im Jahr 2019 moderat auf 294,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 274,5 Mio. €). Ursächlich waren hierfür vor allem positive Preiseffekte.
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 1.741,3 | 461,0 | 440,1 | 425,0 | 389,5 | 1.715,6 |
| Absatz in Mio. t | 6,85 | 1,64 | 1,61 | 1,52 | 1,53 | 6,30 |
| EBITDA | 274,5 | 124,2 | 95,3 | 46,1 | 29,3 | 294,9 |
| % | |
| Umsatz | -1,5 |
| Absatz in Mio. t | -8,1 |
| EBITDA | 7,4 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.741,3 | 461,0 | 440,1 | 425,0 | 389,5 |
| Europa | Mio. € | 875,1 | 274,4 | 209,5 | 182,6 | 208,2 |
| Übersee | Mio. USD | 1.022,1 | 211,9 | 259,2 | 269,6 | 200,8 |
| Absatz | Mio. t eff. | 6,85 | 1,64 | 1,61 | 1,52 | 1,53 |
| Europa | Mio. t eff. | 3,27 | 0,98 | 0,75 | 0,66 | 0,78 |
| Übersee | Mio. t eff. | 3,58 | 0,66 | 0,87 | 0,86 | 0,75 |
| 0-Preis | € / t eff. | 254,2 | 281,7 | 272,6 | 279,7 | 254,9 |
| Europa | € / t eff. | 267,6 | 281,2 | 280,5 | 277,5 | 267,9 |
| Übersee | USD / t eff. | 285,5 | 320,8 | 298,7 | 312,9 | 267,5 |
| 2019 | % | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.715,6 | -1,5 |
| Europa | Mio. € | 874,6 | -0,1 |
| Übersee | Mio. USD | 941,5 | -7,9 |
| Absatz | Mio. t eff. | 6,30 | -8,1 |
| Europa | Mio. t eff. | 3,16 | -3,3 |
| Übersee | Mio. t eff. | 3,14 | -12,2 |
| 0-Preis | € / t eff. | 272,4 | +7,2 |
| Europa | € / t eff. | 277,0 | +3,5 |
| Übersee | USD / t eff. | 299,8 | +4,9 |
1
Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den
Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen EUR /USD-Kassakursen. Für den Großteil dieser
Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden
auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation
zu verstehen.
2
Die Angaben sind nicht vergleichbar mit den Informationen zum Geschäftsbereich Kali-
und Magnesiumprodukte im Geschäftsbericht 2018. Das Kundensegment Landwirtschaft umfasst
Kaliumchlorid und Düngemittelspezialitäten, wohingegen im Geschäftsbereich Kali- und
Magnesiumprodukte zusätzlich noch Industrieprodukte abgebildet waren.
3
Die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand der
Abschlussprüfung waren.
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 1.132,8 | 281,8 | 282,5 | 292,9 | 290,8 | 1.148,0 |
| Absatz in Mio. t | 10,30 | 2,44 | 2,47 | 2,66 | 2,52 | 10,09 |
| EBITDA | 225,5 | 58,5 | 55,8 | 44,8 | 58,7 B | 218,0 |
| % | |
| Umsatz | 1,3 |
| Absatz in Mio. t | -2,0 |
| EBITDA | -3,3 |
Das Kundensegment Industrie findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet.
Im Kundensegment Industrie konnte der Umsatz im Jahr 2019 insgesamt auf 1.148,0 Mio. € gesteigert werden (2018: 1.132,8 Mio. €); gestiegene Preise sowie positive Währungseffekte waren die Ursache.
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Insgesamt lag der Absatz mit 10,09 Mio. t unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 10,30 Mio. t). Während die Absatzmenge von Produkten für die Lebensmittelindustrie in der operativen Einheit Americas gesteigert werden konnte, blieb sie in der operativen Einheit Europe+ in etwa stabil. Die Absätze für die Öl - und Gasindustrie konnten in der operativen Einheit Europe+ erhöht werden und lagen in der operativen Einheit Americas unter dem Vorjahresniveau. Der Absatz von Produkten für die Tierernährung blieb in der operativen Einheit Europe+ in etwa stabil und lag in der operativen Einheit Americas unter dem Vorjahresniveau. Die verfügbarkeitsbedingt geringere Absatzmenge von Produkten für die Chemieindustrie in Europa konnte durch eine höhere Nachfrage in Nord- und Südamerika nicht vollständig ausgeglichen werden.
Das EBITDA betrug 218,0 Mio. € nach 225,5 Mio. € im Vorjahr. Der Umsatzanstieg konnte höhere Kosten, insbesondere höhere Logistikkosten, nicht vollständig ausgleichen. B.50
Das Kundensegment Verbraucher findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet.
Im Kundensegment Verbraucher lag der Umsatz im Berichtsjahr mit 484,7 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 453,7 Mio. €); höhere Preise, insbesondere in Nordamerika, eine Änderung des Produktmixes hin zu höherwertigen Produkten sowie positive Währungseffekte konnten einen leicht negativen Mengeneffekt mehr als ausgleichen.
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Der Absatz lag mit 1,79 Mio. t leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 1,81 Mio. t). Während die Absatzmengen für Tafelsalz in beiden operativen Einheiten in etwa stabil blieben, konnten sie bei Wasser- und Poolsalzen in der operativen Einheit Americas gesteigert werden und lagen in der operativen Einheit Europe+ etwa auf Vorjahresniveau. Der Absatz von Auftausalz für den Endverbraucher ging in beiden operativen Einheiten zurück.
Das EBITDA konnte im Jahr 2019 deutlich auf 59,7 Mio. € gesteigert werden (2018: 43,3 Mio. €). Ursächlich waren hierfür vor allem positive Preiseffekte sowie ein vorteilhafterer Produktmix. B.51
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 453,7 | 119,6 | 108,5 | 117,7 | 138,9 | 484,7 |
| Absatz in Mio. t | 1,81 | 0,48 | 0,40 | 0,42 | 0,49 | 1,79 |
| EBITDA | 43,3 | 16,4 | 9,0 | 13,9 | 20,4 | 59,7 |
| % | |
| Umsatz | 6,8 |
| Absatz in Mio. t | -1,1 |
| EBITDA | 37,9 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 708,4 | 400,6 | 47,0 | 68,2 | 204,1 | 719,9 |
| Absatz in Mio. t | 13,32 | 7,11 | 0,86 | 1,27 | 3,46 | 12,70 |
| EBITDA | 121,8 | 85,6 | -18,1 | -12,2 | 39,1 | 94,4 |
| % | |
| Umsatz | 1,6 |
| Absatz in Mio. t | -4,7 |
| EBITDA | -22,5 |
Das Kundensegment Gemeinden findet sich entsprechend der regionalen Zuordnung in beiden operativen Einheiten und wird sowohl dort als auch global betrachtet.
Im Kundensegment Gemeinden konnte der Umsatz im Jahr 2019 auf 719,9 Mio. € gesteigert werden (2018: 708,4 Mio. €). Hier wirkten sich insbesondere positive Währungseffekte aus, die eine geringere Absatzmenge mehr als ausgleichen konnten.
,Branchenspezifische Rahmenbedingungen', Seite 57
Insgesamt lag der Absatz von Auftausalz mit 12,70 Mio. t im Berichtsjahr unter dem hohen Niveau des Vorjahres (2018: 13,32 Mio. t) und in etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der letzten zehn Jahre. Während das Auftausalzgeschäft in der operativen Einheit Europe+ im ersten Quartal 2019 witterungsbedingt durchschnittlich und im vierten Quartal unterdurchschnittlich verlief, war das erste Quartal in der operativen Einheit Americas insgesamt über und das vierte Quartal in etwa auf dem langjährigen Durchschnitt.
Das EBITDA ging auf 94,4 Mio. € nach 121,8 Mio. € im starken Vorjahr zurück. Hier wirkten sich neben geringeren Absatzmengen gestiegene Instandhaltungs- und Logistikkosten negativ aus. B.52
Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030, der Verbesserung der operativen Performance, der Erhöhung der Produktionskapazität und Qualität in Bethune sowie des verbesserten Abwassermanagements haben erneut externe Faktoren zu einem ergebnismäßig enttäuschenden Jahr 2019 geführt: Seit Frühherbst 2019 hat sich der Kalimarkt abgeschwächt. Wetterkapriolen in wichtigen Absatzregionen sowie ein temporärer Importstopp für Kaliumchlorid in China sorgten für einen massiven Rückgang bei Nachfrage und Preisen. Vor diesem Hintergrund nahmen die Kaliproduzenten im zweiten Halbjahr Produktionskürzungen vor. Auch K+S hat die Produktion reduziert. In diesem Zusammenhang mussten wir unsere ursprünglichen Ergebniserwartungen deutlich nach unten korrigieren. Dennoch haben wir im Jahr 2019 immerhin einen Zuwachs beim EBITDA um 6 % gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 640,4 Mio. € erreicht. Beim freien Cashflow konnten wir unsere Prognose jedoch deutlich übertreffen: Erstmals seit 2013 haben wir wieder einen nennenswerten positiven bereinigten freien Cashflow in Höhe von 139,7 Mio. € erzielt. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverschuldung / EBITDA) belief sich zum Jahresende 2019 auf das 4,9-fache (31. Dezember 2018: 5,3-fach). Unter den geschilderten Marktbedingungen sind wir allein aus operativer Kraft nicht in der Lage, ausreichend freie Mittel zu erwirtschaften, um unsere Verschuldung im ursprünglich geplanten Zeitrahmen deutlich zu reduzieren. Wir brauchen aber eine solide finanzielle Basis, um in die geplante Wachstumsphase unserer Strategie einzutreten. Zusätzlich macht es das Unternehmen robuster. Wir haben daher im Dezember 2019 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket Werte zu realisieren und durch den Abbau der Verschuldung die Umsetzung von SHAPING 2030 zu beschleunigen.
Unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren entwickeln wir intern und gemeinsam mit externen Kooperationspartnern und Forschungseinrichtungen aktiv weiter. Unser Anspruch dabei ist es, die Qualität der Produkte zu verbessern, die Effizienz der Verfahren zu steigern und die Aufbereitungsprozesse noch nachhaltiger zu gestalten. Ein klarer Fokus liegt auf der Entwicklung neuer, innovativer Produkte, um gezielt Kundenbedürfnisse zu befriedigen und Wachstum zu ermöglichen.
Der Aufwand für Forschung betrug im Berichtszeitraum insgesamt 16,3 Mio. € und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (2018: 15,9 Mio. €). Davon entfielen Forschungstätigkeiten im Umfang von 9,5 Mio. € auf die operative Einheit Europe+ und 2,6 Mio. € auf die operative Einheit Americas. Die Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) lag mit 0,4 % auf dem Niveau des Vorjahres. Die aktivierten Entwicklungsinvestitionen lagen im Berichtsjahr mit 0,4 Mio. € (2018: 1,4 Mio. €) deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und fielen im Wesentlichen für ein Entwicklungsprojekt im Bereich Solungsbergbau im kanadischen Werk Bethune an. B.53
Für die Forschung und Entwicklung stehen uns eigene Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Wir arbeiten außerdem in öffentlich-privaten Partnerschaften zusammen, initiieren Forschungsprojekte mit Hochschulen und weiteren Forschungsinstituten und kooperieren mit Industriepartnern.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Forschungskosten | 15,9 | 16,3 |
| Operative Einheit Europe+ | 9,7 | 9,5 |
| Operative Einheit Americas | 2,5 | 2,6 |
| Sonstige Bereiche | 3,7 | 4,2 |
| Forschungsintensität (Forschungskosten / Umsatz) | 0,4 % | 0,4 % |
| Aktivierte Entwicklungsinvestitionen | 1,4 | 0,4 |
Für K+S arbeiten im Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) in Unterbeizbach, mitten im thüringischen/hessischen Kalirevier, über 100 Mitarbeiter. In Laboren und Versuchsanlagen forschen sie daran, bestehende Prozesse und Produkte zu optimieren sowie neues Wissen hervorzubringen und bis zur Praxistauglichkeit zu entwickeln. Aus dieser Arbeit resultieren neue Produkte, Verfahren und speziell adaptierte Analysemethoden. Im Zentrallabor des AFZ, welches nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert ist, wurden im Jahr 2019 rund 26.000 Proben bearbeitet und fast 350.000 Analysen-Parameter bestimmt.
Im Forschungs- und Entwicklungslabor mit Sitz in Elgin, Illinois, werden die technischen Fähigkeiten der Mitarbeiter weiter ausgebaut, um unsere bestehenden Salzprodukte durch Modifikationen von Produkteigenschaften und die Identifizierung neuer potenzieller Anwendungsbereiche zu differenzieren.
Die beiden Innolabs AgTech und Industrial Science ergänzen die Forschung und Entwicklung auf der Suche nach neuen Märkten und Geschäftsmodellen. Im November 2019 wurde ferner am ehemaligen Kalistandort Sigmundshall der Innopark Sigmundshall eröffnet. Der Innopark ist ein Ort für Start-ups; dort werden Machbarkeitsstudien im Rahmen von Forschungsprojekten durchgeführt und Pilotanlagen gebaut. Eines der ersten Pilotprojekte ist die Planung und der Bau einer Versuchsanlage für die Kultivierung von Makroalgen.
Das INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION (IAPN) wird als Public-Private-Partnership von K+S gemeinsam mit der GEORG-AUGUST-UNIVERSITÄT GÖTTINGEN betrieben. Das INTERNATIONAL MAGNESIUM INSTITUTE (IMI) mit Sitz in Fuzhou in China ist eine Kooperation zwischen K+S und der FUJIAN AGRICULTURE AND FORESTRY UNIVERSITY. Im Mittelpunkt der Arbeit im vergangenen Jahr stand die Erforschung des Zusammenhangs von abiotischen Stressfaktoren in der Landwirtschaft und einer optimierten Pflanzenernährung, vor allem in Bezug auf die Kalium- und Magnesiumversorgung der Pflanzen.
| ― |
Im Rahmen des Projektes "Einstapelung von Salzlösungen in untertägigen Grubenhohlräume" wurden unterschiedliche Forschungsvorhaben zur effizienten Konfektionierung von Salzwässern und zur sicheren Flutung durchgeführt. |
| ― |
Weiterhin im Fokus stehen Themen zur Haldenabdeckung: Beispielsweise wurde das Verfahren der Infiltrationshemmschicht weiter optimiert. Bei diesem Verfahren wird die natürliche Ablaugung des Haldenkörpers zur Anreicherung einer verdunstungsstarken Abdeckschicht genutzt. Dazu werden in einer letzten Schüttung (ca. 10 Meter dicke Schicht) unlösliche Additive zugefügt. Die sich ausbildende Schicht auf der Haldenoberfläche zeichnet sich durch ein höheres Wasserrückhaltevermögen und eine höhere Verdunstungsleistung aus. Untersuchungen zur anschließenden Biokrusten-etablierung auf dieser Abdeckschicht werden in Kooperation mit der Universität Rostock durchgeführt. |
| ― |
Die zwei prämierten Ideen zur alternativen Haldenabdeckung aus dem Crowdsourcing-Projekt "Brine Challenge" befinden sich in der Machbarkeitsprüfung. |
www.kpluss.com/brine-challenge
| ― |
Im AFZ wurden gemeinsam mit den Experten vor Ort Maßnahmen zur Qualitätsoptimierung der im neuen kanadischen Kaliwerk Bethune hergestellten Kaliprodukte entwickelt, die sich aktuell in der Umsetzung befinden. |
| ― |
Mit RollKALI wurde 2019 erstmals ein optimierter Kaliumdünger mit verbesserten Streueigenschaften auf den Markt gebracht, welcher auch für gezielte Düngermischungen geeignet ist. |
www.kpluss.com/rollkali
| ― |
K+S ist der einzige Kaliproduzent, der den trockenen, K+S -patentierten Aufbereitungsprozess der elektrostatischen Trennung (esta(r)) einsetzt. Im Technikum des AFZ wurden neue, von K+S entwickelte Apparate erfolgreich getestet, die die Performance und Einsatzfähigkeit nochmals erweitern sollen. |
| ― |
Im Zuge des Projektes "Wertstoffoptimierung und -steuerung" arbeitet K+S mit der Universität Heidelberg an zwei geologischen Forschungsvorhaben. Sie dienen dazu, die chemische Zusammensetzung der Fluidphasen und das Bildungsalter salinarer Gesteine zu charakterisieren, um dadurch bessere geologische Prognosen zukünftiger Abba Übereiche im Hinblick auf das CO2-Gasgeschehen zu erhalten. |
| ― |
In Zusammenarbeit mit GHH Fahrzeuge entwickeln wir eine neue Generation von Elektro-Lader, der Bestandteil des Arbeitsplatzgrenzwerte-Projekts zur Senkung der Schadstoffemissionen an den Arbeitsplätzen unter Tage ist. Ziel ist es, den Anteil der emissionsfreien Elektrolader an der Rohsalzförderung unter Tage zu erhöhen. |
| ― |
Den Nährstoffmangel einer Pflanze frühzeitig mit dem Smartphone erkennen und damit Ernteausfälle verhindern: Dies soll mit dem Agrar-Nährstoff-Assistenten (ANA) von Spacenus möglich werden und Landwirte bei der bedarfsgerechten Düngung von Pflanzen unterstützen. Zur Entwicklung dieser digitalen Technologie im Bereich Precision Farming haben K+S und Spacenus, ein Start-up-Unternehmen mit Sitz in Darmstadt, eine enge Zusammenarbeit vereinbart. |
www.kpluss.com/spacenus
Der K+S GRUPPE gehören weltweit 65 Patentfamilien (2018: 71), die durch 282 nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden u. a. in den Bereichen Granulatherstellung und Flotation angewendet.
Die Anzahl der K+S-Markenrechte erhöhte sich im Jahr 2019 leicht. Die K+S GRUPPE hielt zum Ende des Jahres 2019 insgesamt 2.769 (2018: 2.743) nationale bzw. regionale Markenschutzrechte, die aus 565 Basismarken (2018: 563) resultieren.
Mit der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030 findet eine umfassende Transformation auf mehreren Ebenen statt: K+S soll zur "One Company" zusammenwachsen und soll dadurch substanzielle Synergien nutzen. In beiden operativen Einheiten sowie in den Zentralfunktionen modernisieren, standardisieren und digitalisieren wir wichtige Geschäftsprozesse.
Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu ONE K+S war die Verschmelzung von vier operativen Gesellschaften zur K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, die im Herbst 2019 abgeschlossen wurde. Die seit 2018 zentral geführten Funktionsbereiche, wie Human Resources, Procurement und Finance & Accounting, sollen seither nach und nach ihre Geschäftsprozesse standardisieren, Synergien nutzen und zunehmend im globalen Kontext agieren.
Ferner wurde im Jahr 2019 die Einführung eines inteGRIerten, gruppenweiten Personalmanagementsystems vorbereitet: Mit der Implementierung ab 2020 soll eine optimierte Personalfunktion alle wesentlichen Prozesse zur Mitarbeiterführung deutlich verbessern. Prozesse zur Mitarbeiterführung, die unternehmensweit vereinheitlicht wurden, sollen nicht nur unsere Effektivität und Effizienz steigern; sie sollen auch dazu beitragen, dass wir unsere Ziele aus der Strategie SHAPING 2030 erreichen, und uns in der Transformation zur "One Company" unterstützen.
Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 31. Dezember 2019 insgesamt 15.011 Mitarbeiter bzw. 14.868 FTE (2018: 15.070 Mitarbeiter bzw. 14.931 fte). Der Rückgang der FTE ist unter anderem auf die Schließung des Werkes Sigmundshall zurückzuführen. B.54
Von unserer Belegschaft sind 87,7 % (2018: 88,3 %) tarifliche Mitarbeiter, 8,2 % (2018: 7,6 %) außertarifliche Mitarbeiter und 4,2 % (2018: 4,0 %) Auszubildende. Im Durchschnitt sind unsere Mitarbeiter 42 Jahre alt und seit 14 Jahren bei uns beschäftigt. Die Fluktuationsrate, also das Verhältnis der Personalabgänge zur durchschnittlichen Belegschaftsstärke, liegt bei 8,0 % (2018: 8,4 %).
K+S respektiert die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollekt IV Verhandlungen. Rund 73 % der Tarifmitarbeiter der Gruppengesellschaften in Deutschland sind gewerkschaftlich organisiert. Aus unserer Sicht ist die Beziehung zu den Betriebsräten sowie der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) durch eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt. In Chile sind 54 %, in den USA 57 % und in Kanada keine Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. Im Juni 2019 wurde mit dem Betriebsrat in Deutschland eine
| in Full Time Equivalents per 31.12. (FTE)1 | 2018 | % | 2019 | % |
| Operative Einheit Europe+ | 10.572 | 70,8 | 10.318 | 69,4 |
| Operative Einheit Americas | 3.520 | 23,6 | 3.715 | 25,0 |
| Sonstige Bereiche | 839 | 5,6 | 835 | 5,6 |
| K+S GRUPPE | 14.931 | 100,0 | 14.868 | 100,0 |
Einigung auf einen Sozialplan zur Umsetzung der Maßnahmen aus SHAPING 2030 erzielt. Für die Mehrheit der Funktionsbereiche wurden Interessenausgleiche vereinbart. Die noch laufenden Verhandlungen zu Interessenausgleichen sollen bis Ende 2020 umgesetzt sein.
Im Jahr 2019 betrug der Personalaufwand 1.161,9 Mio. €. Er lag damit gut 4 % über dem Niveau des Vorjahres (2018: 1.122,5 Mio. €). Der Personalaufwand je Mitarbeiter (FTE) betrug im Berichtsjahr 79.076 € (2018: 75.315€) und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der im Personalaufwand enthaltenen variablen Vergütungsbestandteile, mit denen wir unsere Mitarbeiter im Rahmen eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems am Unternehmenserfolg beteiligen, betrug im Jahr 2019 42,6 Mio. € bzw. etwa 4 % (2018: 35,7 Mio. € bzw. etwa 3 %).
Die Expertise und Innovationskraft der Belegschaft sind ein wesentlicher Treiber für den Unternehmenserfolg. Wir entwickeln daher die Potenziale der Mitarbeiter kontinuierlich weiter und nutzen sie bestmöglich. Gleichzeitig sind wir ständig auf der Suche nach Talenten, die unseren stetigen Entwicklungsprozess mit frischen Ideen vorantreiben.
Wir sind der Auffassung, dass zur erfolgreichen Umsetzung unserer Unternehmensstrategie SHAPING 2030 hervorragend ausgebildete und engagierte Fachkräfte unverzichtbar sind. In den deutschen Gesellschaften der K+S GRUPPE befanden sich zum 31. Dezember 2019 insgesamt 595 Frauen und Männer in einer qualifizierten Berufsausbildung oder in einem dualen Studienzweig (2018: 588). Mit 173 Neueinstellungen von Auszubildenden im Jahr 2019 liegen wir leicht unter dem Vorjahreswert (2018: 201). Die Ausbildungsquote bezogen auf die Mitarbeiter in Deutschland lag zum Jahresende mit 5,8 % in etwa auf Vorjahresniveau (2018: 5,6 %). Die Übernahmequote für Auszubildende lag bei rund 80 % (2018: rund 85 %).
Das globale K+S-Kompetenzmodell soll im Rahmen der strategischen Personalentwicklung ein gruppenweit einheitliches Vorgehen für die Personalentwicklung liefern.
Im Rahmen unseres Talentmanagement-Prozesses finden jährliche Talentrunden in den Managementteams auf lokaler, regionaler und seit 2018 auch auf globaler Ebene statt. Ziel des Talentmanagement-Prozesses ist es vor allem, Mitarbeiter mit hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung gezielt zu fördern. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Talentrunden konkrete Entwicklungsmaßnahmen zu erarbeiten, die insbesondere das Lernen im Rahmen der aktuellen Aufgaben und das Lernen voneinander fördern. Die Basis für diesen Prozess bildet das jährliche Entwicklungsgespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Dieses Gespräch bietet die Möglichkeit für die Gesprächspartner, sich auf Augenhöhe über Wünsche und Erwartungen hinsichtlich der fachlichen und persönlichen Entwicklung des Mitarbeiters auszutauschen und konkrete Maßnahmen zu vereinbaren. Zum jeweiligen Stand findet ein unterjähriger Austausch zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem statt.
Unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE sowie die K+S-Führungsakademie sind aus unserer Sicht wichtige Bausteine zur Befähigung unserer Mitarbeiter für die Umsetzung der Strategie SHAPING 2030.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 87
K+S bietet Fach- und Führungskräften zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Vermittlung von allgemeinen und unternehmensspezifischen Kenntnissen an. Abhängig vom Unternehmensbedarf vergeben wir Stipendien für Vollzeit-Bachelor- oder -Masterstudiengänge. In den USA, Kanada und Chile unterstützen wir Mitarbeiter, die sich ihrem Berufsbild entsprechend an einer von uns anerkannten Universität fortbilden, indem wir ihnen die Studiengebühren komplett oder teilweise erstatten. Die Investitionen in Fort- und Weiterbildung beliefen sich mit 13,5 Mio. € in 2019 auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 13,4 Mio. €).
Mit dem Ideenmanagement / Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) wollen wir den Mitarbeitern ermöglichen, sich aktiv in betriebliche Prozesse und Strukturen einzubringen und diese mitzugestalten. Zurzeit ist das Ideenmanagement / KVP in weiten Teilen in Deutschland und Nordamerika wirksam. Weitere Regionen der K+S werden im Rahmen von ONE K+S sukzessive hierin eingebunden. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 12.852 Ideen eingereicht (2018: 12.259). Der Nutzen über einen Zeitraum von 2,5 1 Jahren, also der generierte Wirtschaftlichkeitseffekt abzüglich der Kosten für das Ideenmanagement, ist mit 18,5 Mio. € (2018: 13,8 Mio. €) ein neuer Rekord.
K+S will Mitarbeiter bei der Sicherung des Lebensstandards im Alter unterstützen. Jeder Mitarbeiter der teilnehmenden deutschen Gesellschaften, der eines der drei Modelle zur betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch nimmt, wird durch K+S gefördert. K+S bezuschusst die Altersabsicherung mit zusätzlichen 13 % der Geldsumme, welche die Mitarbeiter selbst aus ihrem sozialversicherungspflichtigen Entgelt in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Die Altersvorsorge-Programme für die Mitarbeiter der ausländischen Gesellschaften bestehen mehrheitlich aus einem beitragsorientierten Vorsorgesparplan, der vorwiegend vom Arbeitnehmer selbst finanziert und durch den Arbeitgeber gefördert wird. Wir haben im Jahr 2019 für die beitragsorientierten Vorsorgepläne insgesamt 22,4 Mio. € (2018: 20,4 Mio. €) aufgewendet.
,Anhang', Anmerkung (20) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen', Seite 199
Die vorliegende zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung (NFE) ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach §§ 289c-289e HGB und §§ 315c HGB erstellt und nutzt die GRI Standards der global REPORTING INITIATIVE, option "kern", als internationales Rahmenwerk. Alle in der Erklärung gemachten Angaben und dargestellten Kennzahlen beziehen sich auf die K+S GRUPPE einschließlich der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , soweit nicht anders ausgewiesen. Der folgende Index dient der Auffindbarkeit der gesetzlich geforderten Informationen. Er ordnet diese den strategischen Handlungsfeldern der K+S GRUPPE einschließlich der relevanten ziele für NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, DEN SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDGS), zu.
| NFE-Bestandteil | Enthalten in Kapitel | SDG-relevante Informationen | Verweis |
| Geschäftsmodell | Geschäftsmodell | - | S. 37 S. 49-53 |
| Unternehmensstrategie | S. 108-109 | ||
| Nachhaltigkeitsmanagement | - | S. 119 | |
| Risiken | Risiko- und Chancenbericht | ||
| Aspekt | Handlungsfeld | Verweis | |
| Umweltbelange | Wasser | SDG 12.2, 15.1 | S. 90 |
| Abfall (fester Rückstand) | SDG 12.5 | S. 92 | |
| Energie & Klima | SDG 12.2, 13.1 | S. 94 | |
| Arbeitnehmerbelange | Gesundheit & Arbeitssicherheit Vielfalt & Inklusion | SDG 8.8 SDG 5.1, 5.5, 8.5 | S. 84 S. 85 |
| Sozialbelange | Stakeholderdialog | SDG 16.7 | S. 53-55 |
| Achtung von Menschenrechten | Menschenrechte | SDG 8.7 | S. 87 |
| Bekämpfung von Korruption und Bestechung | Compliance & Anti-Korruption | SDG 16.5 | S. 97 |
| Lieferkette (selbstbestimmt) | Lieferkette | SDG 8.7 | S. 97 |
Wir streben nach Nachhaltigkeit und bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Unsere Mission ist die nachhaltige Förderung und Veredelung von Mineralien. Dementsprechend ist das K+S-Nachhaltigkeitsprogramm Teil der Unternehmensstrategie SHAPING 2030. Wir haben uns Ziele in den Bereichen Menschen, Umwelt und Geschäftsethik gesetzt und entsprechende Konzepte entwickelt, die wir bis spätestens 2030 umsetzen wollen. Dazu haben wir sie mit nichtfinanziellen Indikatoren überprüfbar gemacht.
Eine tabellarische Darstellung unserer Handlungsfelder mit den zugehörigen Nachhaltigkeitszielen und nichtfinanziellen Indikatoren ist im Kapitel Unternehmensstrategie verortet. Die Reihenfolge der Aspekte folgt der strategischen Logik der Handlungsfelder des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms.
Im Kontext ihrer strategischen Unternehmensaktivitäten berücksichtigt die K+S GRUPPE auch die globalen ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS). Insbesondere wollen wir mit der Erschließung neuer Wachstumsfelder und unserer Arbeit an innovativenProdukten im Kundensegment Landwirtschaft einen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung und zur Anpassung an den Klimawandel leisten. Auf die für die Geschäftstätigkeit von K+S relevanten SDGS nehmen wir auf Ebene der Unterziele in der o. g. Tabelle Bezug. Neben den strategischen Aktivitäten des Unternehmens schätzen wir das Engagement der K+S-Mitarbeiter. Auch in Zukunft ermutigen wir sie zu verantwortungsvollem Handeln.
,Unternehmensstrategie', Seite 49
Wir arbeiten täglich für die Zufriedenheit unserer Kunden. Ihren Interessen und denen unserer wichtigen Stakeholder wollen wir mit ausgewählten Nachhaltigkeitsaktivitäten entsprechen und auch einen Beitrag zu den ZIELEN FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS) leisten. Im Handlungsfeld "Gesundheit & Arbeitssicherheit" bieten wir sichere Arbeitsumgebungen für unsere Mitarbeiter (SDG 8.8). Unsere Aktivitäten im Handlungsfeld "Vielfalt & Inklusion" wirken Diskriminierung entgegen (SDG 5.1), ermöglichen die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit (SDG 5.5) sowie menschenwürdige Arbeit (SDG 8.5). Im Handlungsfeld "Menschenrechte" setzen wir uns u. a. gegen Zwangsarbeit und Kinderarbeit ein (SDG 8.7).
,Mitarbeiter', Seite 80
,Nachhaltigkeitsmanagement', Seite 51
www.kpluss.com/menschen
Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat bei K+S höchste Priorität. Wir haben den Leitsatz: "Nichts ist wichtiger als Gesundheit und Sicherheit - nicht Produktion, nicht Umsatz, nicht Gewinn" und arbeiten kontinuierlich an der Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung zum effektiven Schutz unserer Mitarbeiter. Unsere "Goldenen Regeln" umfassen die grundlegenden Pflichten für Sicherheit am Arbeitsplatz und gelten für das Verhalten aller Mitarbeiter und Geschäftspartner an den Standorten der K+S GRUPPE. Auf Grundlage der K+S-Politik für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität bauen wir unsere Prozesse zum Schutz von Gesundheit und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit kontinuierlich aus und verbessern sie. So beginnt beispielsweise jede Vorstandssitzung mit dem Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit.
Überall, wo wir Gefährdungen sowie arbeitsbezogene Belastungen und Gesundheitsrisiken erkennen, führen wir Maßnahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes aktiv durch. Präventiv informieren wir unsere Mitarbeiter mittels Schulungen und Kampagnen. Die K+S GRUPPE führt mittelfristig an allen Produktionsstandorten Managementsysteme nach ISO 45001 ein. Ein konkreter Zeitplan ist in Abstimmung. Ein globales Kompetenzzentrum "Managementsysteme" unterstützt die Koordination der Umsetzung und die Integration anderer Standards. Darüber hinaus dient es zum Austausch von Maßnahmen und Methoden:
,Umwelt', Seite 88
,Mitarbeiter', Seite 80
Ein Austausch zu aktuellen Entwicklungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der K+S GRUPPE erfolgt in Komitees, Kompetenzzentren und Fachkreisen auf globaler und regionaler Ebene. In Deutschland beispielsweise berät der gemeinsame Ausschuss für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (HSE-Ausschuss), dem auch Betriebsratsmitglieder angehören, regelmäßig zu übergeordneten HSE-Themen.
Auch 2019 haben wir für Führungskräfte und Mitarbeiter Schulungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durchgeführt. Die geplante Einführung einer globalen einheitlichen Schulung zur Sensibilisierung für Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Führungsebene wird 2020 mit Priorität verfolgt.
Zielsetzung: Bereitstellung einer gesunden und sicheren Arbeitsumgebung, um unsere Mitarbeiter zu schützen, die unser wertvollstes Kapital darstellen. Die Vision von K+S ist es, Arbeitsunfälle gänzlich zu vermeiden. Bis 2030 wollen wir daher unsere Arbeitsunfälle von Mitarbeitern mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden (Lost Time Incident Rate (LTI-Rate)) auf null absenken.
Im Jahr 2019 ereigneten sich an unseren Standorten weltweit 822 Arbeitsunfälle (2018: 754), davon 260 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (2018: 217)1. Die LTI-Rate für die K+S GRUPPE im Jahr 2019 stieg auf 10,3 (2018: 8,5) gegenüber dem Basisjahr 2017 mit 8,6. Die Zunahme der Unfälle mit Ausfallzeit und der LTI-Rate ist auf eine Zunahme von Unfällen in Deutschland zurückzuführen. Im gleichen Zeitraum nahm die Anzahl der unfallbedingten Ausfalltage und damit auch die durchschnittliche Schwere der Unfälle weltweit a B. Wir führen dies u. a. auf die Einführung und Kommunikation unserer "Goldenen Regeln" zurück. Die Unfallrate (Arbeitsunfälle geteilt durch die geleisteten Arbeitsstunden, multipliziert mit einer Million) erhöhte sich auf 32,7 (2018: 29,5). 1 Im Jahr 2019 hatten wir keinen tödlichen Unfall.
1
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund von Nachmeldungen geringfügig angepasst.
Unsere Prozesse zur Gefährdungsbeurteilung sollen sicherstellen, dass arbeitsbezogene Gesundheits- und Sicherheitsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden. Wie gesetzlich gefordert führen wir zur Prävention psychischer Fehlbelastungen am Arbeitsplatz speziell an unseren Standorten in Deutschland (seit 2019) und Chile (seit 2014) Gefährdungsbeurteilungen hinsichtlich psychischer Belastung durch. Eine Verfahrensanweisung regelt weltweit ab 1. Januar 2020 die Mindest-Sicherheitsanforderungen für gefährliche Arbeiten.
Daneben haben wir 2019 unterschiedliche Maßnahmen und Kampagnen durchgeführt mit dem Ziel, die individuellen Handlungs- und Entscheidungskompetenzen sowie ein verantwortliches Sicherheits- und Gesundheitsverhalten zu fördern. Dazu zählt u. a. die Sensibilisierung zur Vermeidung von Handverletzungen im Rahmen eine Kampagne zum Thema Handsicherheit in Deutschland sowie Impfkampagnen in Deutschland und Chile.
Unsere Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen die Managementsysteme durch Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheitskompetenzen. Die Programme werden an den Standorten kommuniziert und stehen den Mitarbeitern zur Teilnahme offen. Die Maßnahmen reichen von klassischen Gesundheitskursen über Seminare bis zu Früherkennungsmaßnahmen und Beratungsangeboten. Die Planung der Programme und Maßnahmen erfolgt standortspezifisch. Sie orientiert sich am Bedarf und an den örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Organisation.
Die arbeitsmedizinische Vorsorge und Beratung in Deutschland wird durch Betriebsärzte gewährleistet. Sie unterstützen darüber hinaus bei der Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und wirken mit bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung sowie bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen.
Die von K+S gestiftete Professur für Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement an der Universität Witten/Herdecke ist seit dem Jahr 2018 mit Herrn Prof. Dr. Horst Christoph Broding besetzt. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im Bergbau und unterstützt K+S bei der Analyse arbeitsmedizinischer Prozesse und der Entwicklung von Projekten auf Standortebene in Deutschland.
Ein wichtiger Aspekt des Gesundheitsschutzes ist die konsequente Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW). Im Fall der in Deutschland vom BUNDESMINISTERIUM FÜR ARBEIT UND SOZIALES (BMAS) festgelegten AGW für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage haben wir unser breit angelegtes Umsetzungsprojekt für die deutschen Standorte weiter vorangetrieben. So konnten z. B. die begonnenen Vorhaben zum Einsatz modernster Dieselmotortechnik, zum Test emissionsärmerer Sprengstoffe sowie zur Optimierung der Bewetterung unter Tage vorangebracht werden. Mit der Präsentation eines entsprechenden Zwischenberichtes des untertägigen Bergbaus in Deutschland haben wir im Jahr 2019 der Auflage des AUSSCHUSSES FÜR GEFAHRSTOFFE DES BMAS entsprochen. Zur Untersuchung der physiologischen Wirkungen der genannten Stoffe auf die Mitarbeiter haben wir darüber hinaus eine Gesundheitsstudie an zwei Werken durchgeführt. Die Ergebnisse der Untersuchung werden für das Jahr 2020 erwartet.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
,Forschung und Entwicklung', Seite 78
Bei K+S wollen wir Vielfalt und Inklusion als wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur weiter ausbauen und in der Zusammenarbeit intensiver nutzen. Wenn wir unsere unterschiedlichen Fähigkeiten, Sichtweisen und Erfahrungen zusammenbringen, hilft uns das bei der Suche nach Lösungen für unsere Kunden und fördert die Offenheit und die Kompetenzen im Team. Vielfalt und Inklusion werden deshalb durch die Führungsebene konsequent eingefordert und unterstützt und von Personalfunktionen als Business Partner in allen Mitarbeiterprozessen gefördert.
Grundlage für Vielfalt und Inklusion ist die Wertschätzung aller Mitarbeiter. Bei K+S müssen alle Mitarbeiter diese Wertschätzung erfahren, unabhängig von z. B. Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Vielfalt definiert die Zusammensetzung unserer Belegschaft; Inklusion beschreibt die aktive Nutzung dieser Vielfalt im Arbeitsalltag. Wir akzeptieren keine Diskriminierung.
Die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und Inklusion haben wir in unseren ONE K+S werten festgeschrieben. Als Unterzeichner des UN global COMPACT und der CHARTA der VIELFALT bekräftigen wir unser Selbstverständnis in Form unternehmerischer Selbstverpflichtungen in Deutschland.
www.unglobalcompact.org;
www.charta-der-vielfalt.deAbsatzkontrolle
Zielsetzung: Wir wollen eine Belegschaft rekrutieren und entwickeln, die das Umfeld unserer Geschäftsstandorte reflektiert. Wir fördern ein inklusives Arbeitsumfeld, das allen Mitarbeitern den eigenen Erfolg ermöglicht und zu Innovation und Geschäftsergebnissen beiträgt.
Dieses Ziel ist erreicht, wenn bis spätestens 2030 mehr als 90 % unserer Mitarbeiter das Arbeitsumfeld als inklusiv wahrnehmen.
Das Stimmungsbild wird unternehmensintern im Rahmen themenspezifischer Puls-Befragungen evaluiert. Weil sich das Verständnis von Vielfalt und Inklusion gewandelt hat, betrachten wir die Zusammenstellung des Indexes wie in den Mitarbeiterbefragungen 2012 und 2015 nicht mehr als zeitgemäß. Stand zunächst die Geschlechterfrage im Zentrum, werden inzwischen Themen wie das ausgewogene Verhältnis von Berufs- und Privatleben, die Pflege Angehöriger oder Heterogenität in der Migrationsgesellschaft diskutiert. Vielfalt und Inklusion sind Teil unserer Unternehmenskultur und stützen einen ganzheitlichen Ansatz im Hinblick auf alle Mitarbeiter und insbesondere auch Führungskräfte. Auf Grundlage der bisher genutzten gruppenweiten sowie spezifischen US-amerikanischen und kanadischen Fragenkataloge zielt der neue Fragenkatalog noch genauer auf die Wahrnehmung von Vielfalt und Inklusion in der K+S GRUPPE ab und umfasst insgesamt zwölf Fragen (davon elf quantitative, die den Index bilden, und eine qualitative Frage) zum Umgang, zu Vertrauen, Inklusion, Ideenfindung und Zusammenarbeit.
Im November 2019 führten wir die erste themenspezifische Puls-Befragung durch. Um alle Mitarbeiter erreichen zu können, haben wir neben einem Onlinetool auch Papierfragebögen angeboten (Nutzung online: 67 %, Papier: 33 %). Insgesamt nahmen 30 % der Belegschaft an der Befragung teil, davon 65 % in Europa, 20 % in Nordamerika, 12 % in Südamerika, 2 % andere und 2 % machten keine Angabe über ihre Herkunft. 79 % der Teilnehmer waren männlich, 18 % weiblich und 3 % machten keine Angabe. 52 % der Teilnehmer gaben an, 40 Jahre und älter zu sein. 68 % der Teilnehmer sind in der Produktion (über oder unter Tage) beschäftigt, während 29 % in administrativen Tätigkeiten arbeiten und 4 % keine Angabe gemacht haben. Insgesamt sind 37 % der Teilnehmer als Führungskraft tätig.

Der in 2019 ermittelte Index zu Vielfalt und Inklusion der K+S GRUPPE auf Grundlage der teilnehmenden Mitarbeiter beträgt 54 % und berechnet sich aus der Zustimmungsquote "stimme eher zu" bzw. "stimme zu" auf einer Fünferskala. Ohne direkten Vergleichswert betrachten wir das Ergebnis als solide Ausgangsposition, die wir in den nächsten Jahren weiter verbessern wollen. Der Wert von 54 % bildet von nun an die Basis für den KPI zu Vielfalt und Inklusion. Die Befragungen zum Thema werden regelmäßig wiederholt.
Die Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion sind Querschnittsaufgaben und werden an die Anforderungen der jeweiligen Standorte angepasst. Unsere 15.011 Mitarbeiter sind zu 69 % in Deutschland beschäftigt und zu einem guten Viertel in den Amerikas.
Im Bergbau arbeiten traditionell mehr Männer als Frauen. Zum 31. Dezember 2019 waren gemessen an der Beschäftigtenanzahl in Personen für die Gesellschaften der K+S GRUPPE 87 % unserer Belegschaft Männer und 13 % Frauen. Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft beträgt 42 Jahre. Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter in der K+S GRUPPE in Deutschland liegt bei 6 % (2018: 6 %).
,Zielgrößen für Frauen', Seite 106
Mit der Talentgewinnung wollen wir sicherstellen, dass für alle Unternehmensbereiche die besten Talente gewonnen werden. K+S hat weltweit die Bemühungen intensiviert, die Anzahl an Bewerbern frei von Diskriminierung und unter Wahrung der Chancengleichheit zu erhöhen. So wurde beispielsweise eine Zusammenarbeit mit der Universität Saskatchewan initiiert, um Frauen in Ingenieurberufen zu fördern. In Deutschland unterstützt K+S u. a. den Zukunftstag, der Jungen und Mädchen die Möglichkeit bietet, verschiedene Berufe kennenzulernen, sowie die INITIATIVE KLISCHEEFREI.
K+S fördert das Bewusstsein für Vielfalt und Inklusion u. a. durch die Teilnahme am deutschen DIVERSITY-TAG oder den gezielten Ausbau der Aktivitäten in sozialen Medien. Wir bekennen uns dort zu einem vorurteilsfreien Arbeitsumfeld und zu Arbeitsbedingungen ohne Diskriminierung. Wir laden unsere Mitarbeiter gezielt dazu ein, ihre persönlichen Erlebnisse und Perspektiven unserer offenen Unternehmenskultur zu teilen.
Zur Bindung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter werden u. a. jährliche Talentrunden innerhalb der Managementteams auf lokaler, regionaler und globaler Ebene durchgeführt. Sie dienen dem Ziel, Mitarbeiter mit besonders hohem Potenzial zu identifizieren und sie in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Miteinander und voneinander zu lernen steht dabei im Vordergrund. Der so entstandene internationale K+S-Talentpool bietet eine vielfältige Mischung hinsichtlich Nationalität, Alter, Betriebszugehörigkeit und Geschlecht. Vor allem ist der Frauenanteil mit 33 % im Vergleich zum Anteil der Frauen in der Gesamtbelegschaft hoch.
Durch unsere Management-Entwicklungsprogramme TRACK+S PROFESSIONAL und TRACK+S EXECUTIVE fördern wir unsere Mitarbeiter und sichern gleichermaßen die Nachfolgeplanung. 16 Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten von verschiedenen Standorten weltweit und aus unterschiedlichen Funktionsbereichen absolvierten im Jahr 2019 erfolgreich das TRACK+S PROFESSIONAL Programm. Mit TRACK+S PROFESSIONAL werden die Mitarbeiter unterstützt, ihre Entwicklung bei K+S aus eigener Kraft voranzutreiben. Sie werden darin geschult, sich zu vernetzen und im Unternehmen sichtbar zu machen sowie eigenes Wissen und Kompetenzen auszubauen. Dafür stehen drei Hauptelemente zur Verfügung: (1) Mentoring, (2) globale interdisziplinäre Projektarbeit und (3) drei einwöchige Module, die durch die Frankfurt School of Finance & Management ausgestaltet wurden.
Ziel des TRACK+S EXECUTIVE Programms ist es, zukünftige Führungskräfte zu entwickeln, die über eine ganzheitliche Sicht für K+S sowie über vielfältiges unternehmerisches Denken und Handeln verfügen. Der erste Jahrgang 2019 bestand aus sieben Teilnehmern, die aus internen und externen Bewerbern ausgewählt worden sind. TRACK+S EXECUTIVE ist ein individuell ausgerichtetes Rotations- und Entwicklungsprogramm mit einer Dauer von 14 bis 18 Monaten. Dabei durchlaufen die Teilnehmer verschiedene Stationen im In- und Ausland in Verwaltungs- und Produktionsbereichen. Sie werden überwiegend in funktionsübergreifenden Bereichen eingesetzt.
Wir möchten organisatorisch sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter in der Matrixorganisation über alle Kulturen hinweg zusammenarbeiten. Dies fördern wir seit 2019 durch einen stärkeren Methodenmix auf Basis des 70:20:10-Modells. So soll durch eine stärkere Fokussierung auf das Lernen bei der Arbeit durch formelles Training u. a. der positive Austausch von K+S-Mitarbeitern in Projekten, Hospitationen in anderen Teams sowie durch Auslandserfahrungen verstärkt werden.
Über das unternehmensinterne soziale Netzwerk Yammer haben unsere Mitarbeiter weltweit die Möglichkeit, sich in Mentoring-Programmen zu vernetzen. Jeder potenzielle Teilnehmer, Mentor wie Mentee, bekundet sein Interesse an einem (internationalen) Austausch zu Fähigkeiten, Kompetenzen und zur beruflichen und persönlichen Entwicklung im System. Anhand dieser Einträge kann die selbstorganisierte Zuordnung beginnen.
Das Unternehmen führt seine Geschäfte in einer Weise, die die Menschenrechte und die Würde aller Menschen, die von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind, d. h. Mitarbeiter, Auftragnehmer und externe Interessengruppen, respektiert. Wir sind Unterzeichner des global COMPACT der VEREINTEN NATIONEN. Unser Engagement für die Menschenrechte basiert auf den UN-LEITPRINZIPIEN FÜR WIRTSCHAFT UND MENSCHENRECHTE der VEREINTEN NATIONEN und den OECD-LEITSÄTZEN FÜR MULTINATIONALE UNTERNEHMEN. Unser Ansatz wird durch die INTERNATIONALE MENSCHENRECHTSCHARTA und die ERKLÄRUNG ÜBER DIE GRUNDLEGENDEN PRINZIPIEN UND RECHTE BEI DER ARBEIT der INTERNATIONALEN ARBEITSORGANISATION geprägt. Wir haben im Jahr 2019 ein neues Kapitel im Globalen Organisationshandbuch von K+S zu Menschenrechten verabschiedet und die Achtung der Menschenrechte im neuen Verhaltenskodex verankert.
Zielsetzung: Unser gruppenweites Ziel ist die Beachtung der international anerkannten Menschenrechte an allen Standorten und die Sicherstellung, dass dieser Grundwert global angewendet wird. Dieses Ziel messen wir mit dem KPI "Standortabdeckung durch einen Due-Diligence-Prozess zu Menschenrechten" mit dem Zielwert 100 % bis zum Jahr 2030. Nachdem wir im Jahr 2019 unsere Methodik entwickelt und das erste Pilotprojekt einer menschenrechtlichen Wirkungsanalyse (Impact Assessment) durchgeführt haben, haben wir nun 8 % abgedeckt (2018: 0 %) und die Grundlagen für das weitere Vorgehen geschaffen.
Die Abteilung Sustainability leitet und koordiniert die unternehmensweiten Aktivitäten von K+S zur Achtung der Menschenrechte. Die Umsetzungsverantwortung in den jeweiligen Regionen liegt bei den Operativen Einheiten. In der praktischen Durchführung arbeiten Vertreter der Operativen Einheiten und die Abteilung Sustainability in einer globalen Arbeitsgruppe zusammen.
Wir sind bestrebt, unser Engagement durch einen Sorgfaltspflicht-Prozess im Einklang mit den UN-LEITPRINZIPIEN umzusetzen und berücksichtigen die folgenden fünf Kernelemente, wie sie im deutschen NATIONALEN AKTIONSPLAN FÜR WIRTSCHAFT UND MENSCHENRECHTE benannt sind: Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte, Verfahren, um die Auswirkungen auf die Menschenrechte zu erkennen, Ergreifen von Maßnahmen und Überprüfung der Wirksamkeit, Berichterstattung und Einrichtung von Beschwerdemechanismen.
Zur Umsetzung unserer unternehmerischen Sorgfaltspflicht für Menschenrechte (Human Rights Due Diligence) haben wir im Jahr 2019 damit begonnen, einen dokumentierten Prozess zu etablieren, der auf einer einheitlichen Methodik basiert und die länderspezifischen Gegebenheiten und unsere Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Im Kapitel Menschenrechte des Globalen Organisationshandbuchs von K+S ist unser Ansatz für die Due Diligence verankert und beschrieben sowie die wesentlichen Themen benannt. Im Frühjahr 2019 fand der erste Pilot für ein Human Rights Impact Assessment in Chile statt. Vor Ort in Chile sprachen wir mit mehr als 80 internen und externen Stakeholdern an fünf Standorten. Damit erreichten wir einen großen Teil von Interessenvertretern innerhalb der Wertschöpfungskette, von der Mine und dem Hafen über Produktion/Verpackung bis zur Zentrale in Chile. Über die Erkenntnisse wurde anschließend das Management informiert und ein Aktionsplan der operativen Einheit Americas entwickelt, dessen Umsetzung begonnen hat. Intern berichten wir regelmäßig über die Fortschritte der Aktivitäten z. B. im Nachhaltigkeitsausschuss, im unternehmensinternen Netzwerk oder in der Mitarbeiterzeitung scoop. Extern berichten wir in Veranstaltungen oder im Gespräch mit Politikvertretern.
Unser Hinweisgebersystem "speak UP!" bietet Stakeholdern wie Mitarbeitern, Auftragnehmern und Gemeinden die Möglichkeit, Bedenken, u. a. auch zu Menschenrechtsthemen, zu äußern. Sie können dies anonym und in verschiedenen Sprachen tun.
,SPEAK UP!' in "Compliance" Seite 98
Die K+S GRUPPE arbeitet kontinuierlich daran, die unvermeidlichen Eingriffe die Natur, die mit der Förderung und Aufbereitung von Rohstoffen verbunden sind, so gering wie möglich zu halten. Durch unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben wir am Puls der Zeit und entwickeln so den Stand der Technik weiter. Auch im Bereich der Entsorgung unserer Rückstände gehen wir zukünftig neue Wege und setzen Maßstäbe für den Stand der Technik. Im Rahmen der K+S-NACHHALTIGKEITSZIELE 2030 haben wir uns darüber hinaus Ziele in den Handlungsfeldern "Wasser", "Bergbaulicher Abfall" und "Energie & Klima" gesetzt.
www.kpluss.com/umweltAbsatzkontrolle
Den Fortschritt unserer Umweltziele verfolgen wir regelmäßig und leisten einen messbaren Beitrag zur Erreichung der ZIELE FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS). Wir fördern die effiziente Nutzung von natürlichen Ressourcen und die Vermeidung von Abfall (SDG 12.2, SDG 12.5) ebenso wie eine nachhaltige Nutzung der Land- und Binnensüßwasser-Ökosysteme (SDG 15.1). Unsere Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen stärken wir operativ und strategisch (SDG 13.1), z. B. durch eine Analyse unseres Produktportfolios hinsichtlich Megatrends.
Unser Umweltmanagement hilft uns bei der Erreichung unserer Ziele. Es wird gruppenweit und themenübergreifend koordiniert. Durch die Gesellschaften werden Erfordernisse spezifiziert und die Standorte bei der Umsetzung unterstützt. Auf Basis unserer integrierten Policy für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität streben wir durch die laufende weltweite Einführung von Managementsystemen nach DIN EN ISO 14001:2015 für Umweltmanagement und DIN EN ISO 50001:2015 für Energiemanagement für wesentliche Standorte eine Standardisierung und kontinuierliche Verbesserung unserer Managementsysteme und HSE-Performance an. Zum Erreichen der Effizienzsteigerung und für den Erfahrungsaustausch sind nationale und internationale Expertengremien eingerichtet.
Mit einer an allen Produktionsstandorten eingeführten Umweltdatensoftware werden Umweltkennzahlen auf Werks- und Gesellschaftsebene gesammelt und ausgewertet. Die berichteten Umweltkennzahlen erheben wir für alle wesentlichen konsolidierten Kali- und Salzproduktionsstandorte.
Für die im Rahmen der NACHHALTIGKEITSZIELE definierten nichtfinanziellen Kennzahlen weisen wir die Art der Erfassung sowie die Grenzen der Berichterstattung separat aus.
,Über diesen Bericht', Seite 236
Die Investitionen für den Umweltschutz lagen im Jahr 2019 mit 97,6 Mio. € annähernd auf dem Vorjahresniveau (2018: 99,1 Mio. €). Das Investitionsgeschehen war wie im Vorjahr zum größten Teil von Projekten im Bereich Gewässerschutz bestimmt. Während das Jahr 2018 maßgeblich von der Fertigstellung des Großprojektes Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF) am Standort Hattorf und dem Erwerb von Grundstücksflächen für die beantragte Haldenerweiterung am Kalistandort Zielitz geprägt war, standen in 2019 Investitionen in das Abwassermanagement des Werkes Werra und für Haldenerweiterungen im Vordergrund.
Um noch flexibler auf die Wasserführung der Werra reagieren zu können und die Produktion auch in längeren Trockenperioden aufrechtzuerhalten, wurde 2019 in einem stillgelegten Grubenfeld des Werkes Werra ein neuer Zwischenspeicher für Salzabwasser eingerichtet. Das Fassungsvermögen ist auf die vorübergehende Speicherung von rund 400.000 m 3 an Produktionsabwässern ausgelegt. Für den Betrieb wurde allein innerhalb des Bergwerks eine Rohrleitung von insgesamt 12 km Länge installiert. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten 2019 erste Maßnahmen für die ab 2022 geplante Einstapelung von Prozesswässern des Werkes Werra in den Altbergbau-Bereich der Grube Springen. Hierzu zählten Investitionen in Rohrleitungen, Pumpen und die ELEKTROTECHNISCHE Versorgung. Die Realisierung des Projektes soll die Versenkung in den Plattendolomit dauerhaft ersetzen, bergbauliche Altlasten sanieren, die Umwelt entlasten und die Produktion an der Werra zukunftssicher machen. Das in 2019 deutlich höhere Investitionsvolumen für die Haldenerweiterungen verteilt sich auf die bereits laufende Erweiterung der Rückstandshalde am Kalistandort Hattorf (Phase I) sowie die beantragten Haldenerweiterungen an den Standorten Wintershall und Zielitz. Die wertmäßig größten Teilprojekte entfielen dabei auf den Neubau eines Haldenwasserbeckens zur Fassung und Ableitung von Haldenwässern in Hattorf sowie auf Sachanlagenzugänge in den Bereichen Energieversorgung und Haldentechnik. Weitere Zuwächse im Bereich Gewässerschutz resultierten aus dem Baubeginn einer Trennwand zur Abdichtung der Rückstandsfläche am kanadischen Kalistandort Bethune.
Die geringeren Investitionen im Bereich Naturschutz und Bodensanierung sind auf das in 2018 umgesetzte Projekt zur Oberflächenabdichtung und Entwässerung einer ehemaligen Bauschuttdeponie am Kalistandort Neuhof-Ellers zurückzuführen. Die Abweichungen in den Bereichen Luftreinhaltung und Klimaschutz bzw. Abfallwirtschaft erklären sich aus kleineren Projekten, die abgeschlossen oder neu begonnen wurden. B.57
| in Mio. € | 2018 | 2019 | Veränderung | % |
| Gewässerschutz | 90,1 | 90,9 | 0,8 | 0,9 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 0,9 | 0,1 | -0,8 | -88,9 |
| Abfallwirtschaft | 2,1 | 3,3 | 1,2 | 57,1 |
| Naturschutz 2 und Bodensanierung | 5,1 | 2,9 | -2,2 | -43,1 |
| Sonstiges | 0,9 | 0,4 | -0,5 | -55,6 |
| Gesamt | 99,1 | 97,6 | -1,5 | -1,5 |
1
Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz
(UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2
Einschließlich Landschaftspflege.
| in Mio. € | 2018 | 2019 | Veränderung | % |
| Gewässerschutz | 169,9 | 158,7 | -11,2 | -6,6 |
| Luftreinhaltung und Klimaschutz | 31,0 | 29,2 | -1,8 | -5,8 |
| Abfallwirtschaft | 16,5 | 15,4 | -1,1 | -6,7 |
| Naturschutz 2 und Bodensanierung | 2,1 | 1,9 | -0,2 | -9,5 |
| Sonstiges | 5,1 | 5,1 | - | - |
| Gesamt | 224,6 | 210,3 | -14,3 | -6,4 |
1
Die Berichterstattung der Umweltinvestitionen orientiert sich am Umweltstatistikgesetz
(UStatG), umfasst aber auch die Posten aus unserer globalen Geschäftstätigkeit.
2
Einschließlich Landschaftspflege.
Die Betriebskosten für den Umweltschutz verminderten sich im Berichtsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr (224,6 Mio. €) um 14,3 Mio. € auf 210,3 Mio. €. Das moderat geringere Kostenniveau begründet sich insbesondere aus Sondereffekten, die im Bereich Gewässerschutz abgebildet sind. Durch die zum Jahresende 2018 erfolgte Stilllegung der Kaliproduktion am Standort Sigmundshall waren in 2018 vor allem hohe Aufwendungen für Rekultivierungsverpflichtungen zu berücksichtigen, die in 2019 entfallen sind. Darüber hinaus wurden Ende 2018 die Parameter für die Restnutzungsdauer des Kaliwerks Neuhof-Ellers überprüft und neu bewertet. Im Rahmen einer Aktualisierung der Kostenkalkulation konnten außerdem die Kosten für die Haldenverwahrung nach der Stilllegung des Standorts reduziert werden. In Verbindung mit der um fünf Jahre verlängerten bilanziellen Laufzeit verteilen sich die neu berechneten Aufwendungen für Nachsorgeverpflichtungen zur Haldenverwahrung in Neuhof-Ellers nun über einen längeren Zeitraum mit geringeren jährlich anzusetzenden Beträgen ab 2019.
Einen deutlichen Kostenanstieg im Bereich Gewässerschutz verzeichnete hingegen das Kaliwerk Werra. Ursächlich waren die in 2019 höheren Aufwendungen für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen. Am Standort Unterbreizbach betraf dies die Kosten für den Betrieb einer Feuchtversatz-Anlage, die seit dem vierten Quartal 2019 zur Entsorgung von Fabrikrückständen in den Grubenhohlräumen genutzt wird. Das ebenfalls höhere Kostenniveau der Standorte Hattorf und Wintershall resultierte insbesondere aus Instandhaltungsarbeiten an der Haldentechnik bzw. den Haldenwasser-Randgräben der Bestandshalden sowie angefallenen Kosten im Zusammenhang mit den erforderlichen Erweiterungen der Rückstandshalden. Die seit 2018 laufende Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) führte zu einem Mehrbedarf an Personal und zusätzlichen Kosten für planmäßige Abschreibungen auf Basisabdichtung, Maschinen und Anlagen. Am Standort Wintershall lag der Grund in einer notwendigen Verlängerung der Haldenbänder, die für die beantragte Haldenerweiterung vorgesehen sind.
Weitere Kostensteigerungen im Bereich Gewässerschutz sind auf die geplante vorzeitige Flutung der stillgelegten Grube Sigmundshall mit Salzabwässern des Werkes Werra zurückzuführen. Um den für Mitte 2021 vorgesehenen Flutungsbeginn vorzubereiten, waren in Sigmundshall bereits höhere Kosten für Personal, den Abbau der untertägigen Anlagen und den begonnenen Bau der Entladestelle über Tage zu verzeichnen.
Der Kostenrückgang im Bereich Luftreinhaltung und Klimaschutz erklärt sich im Wesentlichen aus stillgelegten Belüftungs- und Filtereinrichtungen am ehemaligen Kaliwerk Sigmundshall. Die ebenfalls niedrigeren Kosten im Bereich Abfallwirtschaft resultierten aus dem in 2018 abgeschlossenen Projekt zur Abdeckung und Abdichtung von bergbaulichen Abfällen, die in der Vergangenheit beim Reinigen von Salzabwasser-Stapelbecken entfernt und im Althaldenbereich des Standorts Hattorf deponiert wurden.
Die Betriebskosten umfassen im Wesentlichen ergänzende Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese Maßnahmen beziehen sich insbesondere auf Gewässerschutz, Luftreinhaltung und Klimaschutz, Abfallwirtschaft sowie Naturschutz und Bodensanierung und betreffen vom übrigen Produktionsprozess getrennte Anlagen. Betriebskosten und Abschreibungen für Produktionsanlagen zum Gewässerschutz, die in die Produktionsprozesse integriert sind und die Herstellung zusätzlicher Verkaufsprodukte ermöglichen, werden nicht mit einbezogen. In ihrer Gesamtheit sind sowohl die Kosten für die ergänzenden Maßnahmen zum Umweltschutz als auch die hier nicht ausgewiesenen integrierten Umweltkosten Bestandteile der Produktionskosten und erhöhen damit die spezifischen Kosten je produzierter Tonne Produkt. B.58
Wasser ist auch für K+S eine sehr wichtige Ressource. In vielen Prozessen setzen wir Wasser in unterschiedlichen Qualitäten ein. Wir brauchen Wasser beim Abbau und zur Förderung an bestimmten Lagerstätten, in der Produktion und in der Anwendung bestimmter Produkte, z. B. in der Landwirtschaft. Aus Meerwasser und anderen salzhaltigen Wässern gewinnen wir durch solare Eindampfung hochwertige Salzprodukte. Bei bestimmten Produktionsprozessen und im Bereich der Rückstandshalden entstehen dagegen salzhaltige Abwässer, die wir entsorgen müssen. Gruppenweit wollen wir wasserbezogene Auswirkungen auf ein Minimum beschränken. Dazu haben wir uns konkrete Ziele gesetzt.
| in Mio. m3 | 2018 | 2019 |
| Meerwasser und anderes salzhaltiges Wasser | 276,2 | 232,1 |
| Flusswasser | 137,0 | 133,9 |
| Grundwasser | 8,3 | 7,8 |
| Trinkwasser und Wasser aus kommunalem Wasserversorger | 1,3 | 1,5 |
| Gesamte Wasserentnahme | 422,8 | 375,3 |
Umweltrelevante Geschäftsrisiken bewerten wir im Rahmen unseres gruppenweiten Risiko- und Chancenmanagements. Im Jahr 2017 haben wir zudem eine gruppenweite Wasserrisiko-Analyse unter Berücksichtigung von Wasserstress für alle relevanten Produktionsstandorte durchgeführt. Die Ergebnisse hieraus werden konzeptionell im Umweltmanagement der Standorte berücksichtigt. Ein globaler Standard zum Wasserrisiko- und Chancenmanagement wird derzeit erarbeitet und soll zukünftig die standortbezogene Wasserrisikobetrachtung sowie die Priorisierung von wasserbezogenen Maßnahmen regeln.
,Chancen- und Risikobericht', Seite 119
Im Jahr 2019 hat die K+S GRUPPE insgesamt 375,3 Mio. m3 (2018: 422,8 Mio. m3) Wasser aus unterschiedlichen Quellen zur Gewinnung und Herstellung von Produkten entnommen. Die Flusswasserentnahme im Jahr 2019 liegt mit 133,9 Mio. m3 (2018: 137,0 Mio. m3) etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Die Entnahme von Salzwasser aus Meeren und anderen salzhaltigen Quellen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 232,1 Mio. m3 (2018: 276,2 Mio. m3). Der größte Teil (89 % (2018: 89 %)) unserer Wasserentnahme findet an Standorten ohne hohen Wasserstress statt.
Bei der Förderung und Aufbereitung unserer Rohstoffe sowie durch die Aufhaldung des Rückstands entstehen salzhaltige Abwässer. K+S arbeitet auch weiterhin intensiv daran, die Menge an salzhaltigen Abwässern aus Produktion und Rückstandsentsorgung nachhaltig zu senken. Die Menge und die Zusammensetzung der Prozessabwässer sowie der Haldenwässer sind von vielen Faktoren, wie z. B. der lokalen Rohsalzqualität, den verwendeten Aufbereitungsverfahren, den hergestellten Produkten und der erforderlichen Produktqualität, abhängig. Die Salzabwässer unterscheiden sich daher auch in ihrem Gesamtsalzgehalt.
| in Mio. m3 | 20182 | 2019 |
| Abwässer | ||
| Abwasser an kommunale Kläranlagen | 0,7 | 0,5 |
| Betriebswasser in Flusswasser | 112,1 | 111,5 |
| Salzabwasser 1 | ||
| Versenkung | 8,0 | 9,0 |
| Salzige Abwässer in Gruben oder Kavernen | 1,1 | |
| Salzige Abwässer ins Meerwasser und andere salzhaltige Gewässer | 50,8 | 48,6 |
| Salzige Abwässer ins Oberflächenwasser | 10,8 | 10,7 |
| Salzabwässer in der Kaliproduktion | 4,9 | 4,8 |
| Salzabwässer in der Salzproduktion | 5,9 | 5,8 |
1
Gesamtmineralisation (TDS, total dissolved solids) > 1 g/l.
2
Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer verbesserten Klassifizierung der Abwässer
angepasst.
Gruppenweit betrug die Menge an Salzabwasser, welches in Oberflächengewässer eingeleitet wurde, im Jahr 2019 bei der Kaliproduktion 4,8 Mio. m 3 (2018: 4,9 Mio. m 3) und bei der Salzproduktion 5,8 Mio. m3 (2018: 5,9 Mio. m 3). Weitere 9,0 Mio. m 3 (2018: 8,0 Mio. m 3) Salzabwasser wurden durch die Einleitung in den Untergrund (Versenkung) entsorgt. Die Versenkung in Deutschland blieb weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Durch die gestiegene Produktion des Werks Bethune in Kanada erhöht sich insgesamt die Menge zur Versenkung.
Die Einleitmenge von Salzabwasser aus der Kaliindustrie in Oberflächengewässer in Deutschland lag aufgrund erneuter Trockenheit und einer damit verbundenen niedrigen Wasserführung der Werra auch im Jahr 2019 unter dem normalen Niveau. Durch eine Reihe von Maßnahmen, wie die unterjährige Erweiterung temporärer Speicherkapazitäten für Salzabwasser und Maßnahmen im Bereich der Rückstandshalden, konnte K+S die Entsorgung der Salzabwässer ohne Produktionsstillstand des Verbundwerkes Werra sicherstellen.
Für die Entsorgung der Salzabwässer aus der Kaliindustrie stehen der Weg über die Einleitung in Oberflächengewässer und die Versenkung zur Verfügung. Zusätzlich haben wir im Jahr 2019 1,1 Mio. m 3 Salzabwässer in geeignete Gruben oder Kavernen transportiert und dort entsorgt bzw. für Verwahrungsarbeiten genutzt.
Im Bereich Salzwasser hat sich K+S viel vorgenommen. Bis Ende 2021 bzw. bis zum Jahr 2030 setzen wir uns folgende ambitionierte Ziele:
Zielsetzung: Ab Ende des Jahres 2021 wird K+S in Deutschland kein Salzwasser mehr in den Untergrund versenken. Wir erfüllen damit auch eine zentrale Maßnahme der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Weser. Im Jahr 2019 hat die K+S GRUPPE 1,1 Mio. m 3 (2018: 1,0 Mio. m3) salzhaltige Prozessabwässer am Standort Hattorf in den Untergrund versenkt. Entsprechend der Vereinbarung mit dem BUND FÜR UMWELT UND NATURSCHUTZ DEUTSCHLAND E.V. (BUND) wollen wir bis 2021 insgesamt bis zu 1 Mio. m 3 weniger Prozessabwasser im Vergleich zur genehmigten Menge versenken. Dieses Ziel haben wir im Jahr 2019 bereits zu mehr als 80 % erreicht.
Insgesamt wurden seit 2018 rund 0,8 Mio. m 3 weniger Prozessabwasser versenkt. Zur Entsorgung der Wässer nach Ende 2021 wird derzeit die Einstapelung von Prozesswässern unter Tage entwickelt. Unser Ziel ist es, in einem ersten Schritt rund 1,5 Mio. m 3 pro Jahr in geeignete Hohlräume im Werk Werra zu entsorgen. Im Jahr 2019 haben wir erste Infrastrukturmaßnahmen über und unter Tage umgesetzt und befinden uns im Genehmigungsprozess für die Zulassung dieses Projektes.
www.FGG-weser.de/
Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir in Deutschland die zu entsorgende Menge an Prozesswasser aus der Kaliproduktion um weitere 500.000 m 3 pro Jahr reduzieren. Die Einsparung erfolgt zusätzlich zu den Mengen, die durch die KKF-Anlage eingespart wurden, und ohne Berücksichtigung der Einsparungen durch das Ende der Produktion unseres Werks in Sigmundshall 2018. Aus der Kaliproduktion sollen daher ab dem Jahr 2030 nur noch 2,2 Mio. m 3 Prozesswasser entsorgt werden. Die geplanten Einsparungen von 500.000 m 3 Salzabwasser schließen unsere etablierten Kalistandorte in Deutschland ein. Das kanadische K+S-Werk Bethune befand sich 2018 in der Anlaufphase und ist nach dem Stand der Technik erbaut. Die Umweltauswirkungen des Werks wurden bereits vor Inbetriebnahme 2017 bewertet und umfassend berücksichtigt.
Im Jahr 2019 fielen aus der Kaliproduktion in Deutschland absolut 3,5 Mio. m 3 (2018: 3,4 Mio. m 3) an Prozessabwässern an. Bezogen auf das bereinigte Basisjahr 2017, also bei Berücksichtigung des vollen Effekts der KKF-Anlage (-1,5 Mio. m 3) sowie des Endes der Produktion in Sigmundshall (-0,3 Mio. m 3), stieg der Prozesswasseranfall in 2019 um 0,8 Mio. m 3 an. Dieser Effekt ist auf eine witterungsbedingt geringere Produktion im Basisjahr zurückzuführen.
Um unser Ziel bis 2030 zu erreichen und die deutsche Kaliproduktion sicherzustellen, arbeitet K+S in Deutschland im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben intensiv an der weiteren Optimierung der Gewinnungs- und Aufbereitungsprozesse sowie an Projekten zur Senkung der zu entsorgenden Prozesswassermenge.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
,Forschung und Entwicklung, Seite 78
Bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen fallen regelmäßig feste bergbauliche Rückstände an. Diese bilden den überwiegenden Teil unserer festen Abfälle. Die Aufschüttung der Rückstände auf Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen, der vorliegenden Genehmigungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiterentwicklung des Standes der Technik. Im Rahmen unserer umfangreichen und langjährigen Genehmigungsverfahren werden Umweltauswirkungen analysiert und die Vermeidungsoptionen optimiert. Unser betriebliches Umweltmanagement, die Einhaltung der behördlichen Anforderungen und der einschlägigen Gesetz sowie der fachliche Austausch in unterschiedlichen Gremien gewährleisten eine kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Standards.
Im Jahr 2019 haben wir an unseren Kalistandorten 27,1 Mio. t (2018: 27,6 Mio. t) feste Rückstände aufgehaldet. Umfangreiche Monitoring-Programme umfassen z. B. Grundwasser-, Verformungs- und Staubmessungen und überwachen eventuelle Auswirkungen der Halden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Daneben werden regelmäßige interne Befahrungen durch K+S durchgeführt. Zudem wird der Haldenbetrieb durch wiederkehrende Befahrungen der Genehmigungsbehörde überwacht. Über die Planung und Umsetzung von Maßnahmen stehen wir in engem Austausch mit den zuständigen Behörden. Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich.
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Die Erweiterung der Halde Hattorf (Phase I) wurde 2018 genehmigt und wird derzeit umgesetzt. Die erteilte Genehmigung bezieht sich auf eine rund 27 Hektar große Fläche, die sich nordwestlich an die bestehende Halde anschließt. Sie bietet Raum für fünf bis sechs Jahre Beschüttung. Darüber hinaus befindet sich die Phase ii der Haldenerweiterung in Planung. Die Kapazität soll bis Anfang der 2040er Jahre reichen. |
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Für das Haldenerweiterungsverfahren am Werk Zielitz hat K+S im Oktober 2017 die Antragsunterlagen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand im Sommer 2018 statt. Der Erörterungstermin wurde im zweiten Quartal 2019 durchgeführt. Die Zulassung des vorzeitigen Beginns, u. a. für die Vorbereitung der benötigten Flächen und Errichtung von Infrastrukturmaßnahmen, erfolgte im Oktober 2019. |
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Für die geplante Haldenerweiterung am Standort Wintershall hat K+S die Antragsunterlagen im April 2018 eingereicht. Bereits im Vorfeld des Genehmigungsverfahrens haben wir die Öffentlichkeit im Rahmen mehrerer Informationsveranstaltungen, durch Flyer und Informationen auf der K+S-Website umfassend über das Vorhaben informiert. Nach der Vollständigkeitserklärung der Antragsunterlagen durch das Regierungspräsidium Kassel fand der Erörterungstermin im November 2019 statt. |
Mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichsund Ersatzmaßnahmen verbunden. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig und großflächig ausgerichtete Projekte mit dem Ziel, neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende Lebensräume aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden vorrangig auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Zusätzlich führen wir vor Beginn der Eingriffe zeitlich vorgezogene Artenschutzmaßnahmen durch, die eine ökologisch-funktionale Kontinuität ohne zeitliche Unterbrechung gewährleisten.
Zielsetzung: Die weitere Reduzierung der Umweltauswirkungen und der Erhalt der natürlichen Ressourcen durch eine erneute Überprüfung des Verwertungs- bzw. Vermarktungspotenzials von bisher auf Halden gelagerten Rückständen sind unser gruppenweites Ziel. Ab dem Jahr 2030 wollen wir jährlich 3 Mio. t Rückstand für andere Zwecke verwenden, anstatt sie aufzuhalden. Dieses Ziel wollen wir über eine alternative Verwertung des Haldenmaterials und eine Rückstandsvermeidung durch die Erhöhung der Rohstoffausbeute erreichen. Die Kennzahl erfassen wir projektbezogen nach Art der Rückstandsverwertung.
Im Jahr 2019 konnten wir 1,5 Mio. t (2018: 1,0 Mio. t) Rückstand für die Siedesalzproduktion der FRISIA ZOUT B.V. verwerten und durch technische Maßnahmen zur Erhöhung der Rohstoffausbeute Rückstand einsparen. Die im Jahr 2018 initiierten Maßnahmen zur Rückstandsreduzierung, wie eine verbesserte Wertstofferkundung, die Steinsalzvorabtrennung unter Tage und der Prozessschritt der optischen Sortierung, haben wir fortgeführt. 2020 arbeiten wir weiter intensiv an den Möglichkeiten zur Erhöhung der Rohstoffausbeute.
Zielsetzung: Bis 2030 wollen wir weitere 155 ha Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter reduzieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von großen und mittelgroßen Halden, die zusätzlich zur bereits bestehenden Abdeckung im Basisjahr 2017 (ca. 70 ha) umgesetzt wird. Im Jahr 2030 werden wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt haben. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Aufstandsfläche der Rückstandshalde. Dafür wird die abgedeckte Fläche auf die Aufstandsfläche projiziert. Den Fortschritt überprüfen wir durch jährliche Messungen. Im Falle von zeitversetzten Messungen im Vergleich zur Berichtsperiode basieren die Jahreswerte auf Extrapolationen.
Im Jahr 2019 konnten zusätzlich 2,8 ha (2018: 5,9 ha) Haldenfläche abgedeckt werden. Seit dem Basisjahr 2017 haben wir damit eine Gesamtfläche von 8,7 ha abgedeckt.
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Am Standort Hattorf haben wir bereits im Jahr 2018 einen halbtechnischen Versuch zur Dünnschichtabdeckung auf einer Fläche von 0,5 ha fertiggestellt. Seitdem werden Untersuchungsergebnisse und Informationen aus dem Versuch erfasst und ausgewertet. Dabei liegt der Fokus auf der technischen Durchführbarkeit und dem langfristigen Materialverhalten. Auf dem Haldentop der Halde Hattorf hat das Werk Werra Anfang 2019 einen Polder von 1,0 ha Größe errichtet. Weitere Abdeckungsmaßnahmen in Form von Poldern sind in bautechnischer Vorbereitung und sollen 2020 umgesetzt werden. Ebenso ist die Abdeckung der Aufstandsfläche der ehemaligen Kieserithalde geplant. |
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K+S hat am Werk Neuhof-Ellers 2019 auf dem Haldentop ein Probefeld zur Abdeckung mit dem INNOVATIVENEROSIONSSCHUTZ sowie ein dazugehöriges Lysimeterfeld errichtet. Dieses wird langfristige Erkenntnisse über Verdunstungsleistung und Materialverhalten liefern. Zurzeit läuft das Genehmigungsverfahren für eine Fläche von 1 ha INNOVATIVEM EROSIONSSCHUTZ auf dem Haldentop. |
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Parallel läuft in Zielitz seit dem Jahr 2013 ein Pilotvorhaben zur Entwicklung einer standortangepassten Abdeckvariante, der sogenannten Infiltrationshemmschicht. Dazu wurden und werden verschiedene Schüttversuche erfolgreich durchgeführt. |
Gemäß der Althaldenstrategie hat K+S die Abdeckung der Halde Friedrichshall wie geplant fortgeführt. Die verbleibende Restfläche steht vor der Fertigstellung. Der Abschluss der Haldenabdeckung inklusive aller Restarbeiten ist bis Ende 2021 geplant. Weiterhin beantragte K+S die Abdeckung der Halde Niedersachsen bei Wathlingen. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens fand der Erörterungstermin hierzu 2019 statt und der vorzeitige Beginn zum Bau des Recycling-Platzes wurde erteilt. K+S erwartet den Planfeststellungsbeschluss planmäßig 2020.
Am Werk Sigmundshall führen wir die Haldenabdeckung fort und decken weitere Bereiche des Haldenplateaus sowie der Haldenflanken a B. In den kommenden Jahren wird das standortspezifische, bewährte Abdeckverfahren stetig weitergeführt.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
Als Rohstoffunternehmen betreiben wir viele energieintensive Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Abbau von Rohstoffen über die Produktion bis hin zum Transport des fertigen Produkts.
Den Großteil unseres weltweiten Energiebedarfs an Strom und Wärme erzeugt die K+S GRUPPE in eigenen Kraftwerken durch den Einsatz von Primärenergieträgern. Darüber hinaus benötigte Energie kaufen wir am Markt zu. An einer möglichst energieeffizienten Rohstoffgewinnung und Fabrikproduktion arbeiten wir kontinuierlich.
Zielsetzung: Wir wollen den spezifischen CO2-Fußabdruck für die insgesamt verbrauchte Elektroenergie an unseren Produktionsstandorten bis 2030 um 20 % reduzieren (Basisjahr 2017: 302,51 kg CO2e/MWh). Das bedeutet, dass wir in der Energieumwandlung noch effizienter werden, unser Potenzial im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umfangreicher nutzen und den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen. Das Ziel bezieht sich auf unsere Scope 1 und 2 Emissionen aus selbstgenutztem Strom, die zum einen durch direkte Energieumwandlung und zum anderen indirekt durch bezogenen Strom entstehen.
Im Geschäftsjahr 2019 betrug unser CO2-Fußabdruck für genutzten Strom 297,4 kg CO2e/MWh (2018: 298,1 kg CO2e/MWh), eine Veränderung von -1,7 % zum Basisjahr 2017. Die weitere Reduktion ist auf einen produktionsbedingt höheren Anteil von KWK-Eigenstromerzeugung am Gesamtstromverbrauch zurückzuführen.
An einer langfristigen CO2-Strategie über den Zeitraum 2030 hinaus arbeiten wir zurzeit.
| 2018 | 2019 | ||
| Direkte Energieträger | GWh | 11.403,1 | 11.546,2 |
| (Scope 1) | Mio. t CO2e | 2,4 | 2,4 |
| Erdgas | GWh | 10.683,9 | 10.827,0 |
| Kohle | GWh | 295,5 | 318,8 |
| Diesel | GWh | 406,2 | 384,2 |
| Heizöl | GWh | 1,3 | 1,3 |
| Flüssiggas (LPG) | GWh | 10,9 | 10,2 |
| Benzin | GWh | 5,3 | 4,7 |
| Indirekte Energieträger | GWh | 2.231,8 | 2.138,5 |
| (Scope 2) | Mio. t CO2e | 0,2 | 0,2 |
| Extern bezogener Strom | GWh | 707,8 | 657,5 |
| Extern bezogener Dampf | GWh | 1.521,3 | 1.477,9 |
| Extern bezogene Wärme | GWh | 2,8 | 3,1 |
| Gesamtenergieverbrauch | GWh | 13.634,9 | 13.684,7 |
| (Scope 1 & 2) | Mio. t CO2e | 2,6 | 2,6 |
| Verkaufter Strom | GWh | 42,0 | 65,1 |
| (Scope 3) Emissionen ausgehender Transporte (Logistikemissionen) | Mio. t CO2e | 1,0 | 0,9 |
In allen deutschen Gesellschaften mit produzierenden Standorten nutzen wir ein nach DIN EN ISO 50001 zertifiziertes Energiemanagementsystem. In allen anderen deutschen Gesellschaften führen wir regelmäßig Energieaudits nach DIN EN ISO 16247 durch. Ein gruppenweites Konzept für das Energiemanagement ist erarbeitet und die Einführung der ISO 50001 auf unseren Standorten außerhalb Deutschlands mit einem Energiebedarf > 10 GWh haben wir weitergeführt. Bis zum Jahr 2019 haben wir etwa 52 % des weltweiten Energiebedarfs in Anlehnung an die ISO 50001 abgedeckt.
Die Ambition des ENERGIEEFFIZIENZ-NETZWERKS (KEEN) nehmen wir in unserer 2018 gestarteten internen Expertengruppe "keen global" auf und prüfen die Anwendbarkeit und Umsetzung auf globaler Ebene. Zudem steuert die Gruppe Maßnahmen zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels "Energie & Klima" bis zum Jahr 2030.
www.effizienznetzwerke.org/initiative/unsere-netzwerke
Der Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2019 mit 13.684,7 GWh blieb etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr (2018: 13.634,9 GWh).
Die verwendeten Energieträger sind je nach Standort der Bergwerke und Produktionsanlagen unterschiedlich. Die Dampf- und Stromerzeugung von K+S in Deutschland basiert zu 85 % auf dem Primärenergieträger Erdgas und zu 15 % auf dem Energiebezug aus einer Müllverbrennungsanlage. Sechs unserer sieben deutschen Kalistandorte in 2019 verfügen über eigene Kraftwerke, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) betrieben werden. Ihr Brennstoffnutzungsgrad liegt bei 90 %. Zwei von sieben Trocknungsanlagen betreiben wir ebenfalls nach dem KWK-Prinzip. Im Jahr 2018 erfolgte ein Ausbau der Energieumwandlung in KWK am Standort Hattorf zum Betrieb der KKF-Anlage. Infolge dieser Maßnahme können zusätzlich 15 MW Strom aus KWK erzeugt werden, was zu einer Reduzierung von Fremdstrom führte.
Weitere Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung sind in der Umsetzung bis 2020 bzw. 2021: Erneuerung einer Gasturbine und eines Gaskessels an unseren deutschen Standorten. Beide Vorhaben sind förderfähig im Sinne der öffentlichen Energieeffizienzförderprogramme und leisten durch die Optimierung der Eigenenergieerzeugung einen signifikanten Beitrag zur Vermeidung von CO2-Emissionen.
Wir untersuchen weiterhin die Möglichkeit der Nutzung regenerativer Energiequellen - Sonne und/oder Wind - an mehreren Produktionsstandorten in Nordamerika.
Aufgrund der Solung als Abbaumethode in unserem neuen Werk Bethune in Kanada sowie der stetig wachsenden Ausdehnung der anderen untertägigen Rohstoffabbaugebiete und der damit verbundenen höheren energetischen Aufwendungen rechnen wir tendenziell mit einem steigenden spezifischen Bedarf an Primärenergie.
Im Rahmen des Pariser Weltklimaabkommens von 2016 hat sich die Weltgemeinschaft das Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber der vorindustrialisierten Zeit möglichst auf 1,5 °C zu begrenzen. Mit der UN-KLIMAKONFERENZ 2019 in Madrid, Spanien, wurde die Umsetzung abschließend konkretisiert. In Deutschland sollen die vertraglich im PARISER abkommen definierten Ziele mittels des Klimaschutzplans 2050 umgesetzt werden. Unter Beteiligung der Industrie ist das Ziel, Treibhausgasemissionen bis 2030 zunächst um 55 % zum Basisjahr 1990 zu senken.
Zur Senkung von Treibhausgasemissionen in energieintensiven Industrien trat bereits im Jahr 2005 das EUROPÄISCHE EMISSIONSHANDELSSYSTEM (EU ETS) in Kraft. Ziel des Emissionshandels ist es, Emissionen dort zu senken, wo die Minderung am effizientesten ist. Die K+S GRUPPE betreibt aktuell zwölf emissionshandelspflichtige Kraftwerke und Trocknungsanlagen in Deutschland, deren Emissionen auf Basis geltender EU-Monitoring-Leitlinien erfasst und von externen Prüfungsorganisationen verifiziert werden. Zudem wurde 2019 in Deutschland das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen (Brennstoffemissionshandelsgesetz - BEHG) beschlossen mit Gültigkeit ab 2021. Unsere Anlagen im EU ETS erfahren dadurch keine zusätzliche Belastung. Lediglich ein Teil des Primärenergiebedarfs (13 %) der K+S in Deutschland wird vom BEHG betroffen sein. Die Bepreisung der Kraftstoffemissionen unserer Logistikdienstleister in Deutschland (Scope 3-Emissionen) berücksichtigen wir in unserer Mittelfristplanung.
Im Rahmen der dritten Handelsperiode (bis zum Jahr 2020) erwarten wir keine zusätzlichen Kosten für den Emissionshandel. Ein kanadisches System zur Bewertung von Treibhausgasemissionen ist seitens der Regierung eingeführt. Unser Werk Bethune fällt unter das provinziale System und wird voraussichtlich ab dem Jahr 2021 betroffen sein. Gefordert wird eine Reduzierung der Emissionsintensität von 5 % bis zum Jahr 2030.
Wir berichten unsere Emissionen vollständig innerhalb der Betrachtungsräume Scope 1 und Scope 2 sowie Scope 3 für unsere Logistikemissionen ausgehender Transporte in CO2-Äquivalenten (CO2e). Diese geben das spezifische Erwärmungspotenzial der Treibhausgase verglichen mit dem von CO2 an. Die co2e-Emissionen aus dem Verbrauch aller direkten und indirekten Energieträger im Jahr 2019 (Scope 1 und 2) betrugen 2,6 Mio. t CO2e (2018: 2,6 Mio. t CO2e). Die Berechnungsgrundlage der Menge an CO2e bilden die Emissionsfaktoren aus dem greenhouse gas protocol.
Unser internationales Logistiknetzwerk sorgt für einen reibungslosen Ablauf in der Lieferkette und transportiert unsere Produkte termingerecht und möglichst umweltschonend zu unseren Kunden in aller Welt. Unsere globalen Transportketten werden ganzheitlich gesteuert und regelmäßig optimiert, um eine hohe Effizienz sicherzustellen. Durch lokale und nationale Initiativen trägt K+S zur Optimierung der Emissionen in der Wertschöpfungskette bei. K+S beteiligt sich an der vom BUNDESMINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND REAKTORSICHERHEIT (BMU) geförderten Nachhaltigkeitsinitiative WIRTSCHAFT macht KLIMASCHUTZ und entwickelt gemeinsam mit anderen Unternehmen konkrete Klimaschutzmaßnahmen.
Zielsetzung: Unser Ziel ist es, die mit dem Transport unserer Produkte einhergehenden Umweltauswirkungen in Form von Treibhausgasemissionen auch in Zukunft weiter zu reduzieren. Bis zum Jahr 2030 will die K+S GRUPPE die spezifischen Treibhausgasemissionen im Logistikbereich um 10 % gegenüber dem Jahr 2017 senken. Dies gilt für die Emissionen unserer ausgehenden Transporte, gemessen in Kilogramm CO2-Äquivalente pro Tonne (Tank-To-Wheel).
Logistikemissionen machen einen bedeutenden Teil der Emissionen unserer Wertschöpfungskette und den größten Anteil unserer Scope 3 Emissionen aus. Die von uns berechneten Emissionen der ausgehenden Transporte entsprechen mit 0,9 Mio. t co2e (2018: 1,0 Mio. t CO2e) etwa der Hälfte unserer Scope 1 und 2 Emissionen. Der spezifische Wert pro Tonne lag im Jahr 2019 bei 16,3 kg CO2e/t (2018: 17,9 kg CO2e/t). Das entspricht einer Veränderung von -11,1 % zum Basisjahr 2017. Die Senkung unserer spezifischen Logistikemissionen wurde durch die veränderte Struktur unserer logistischen Warenströme verursacht und wesentlich durch externe Markt- und Umweltanforderungen beeinflusst. Auch verschiedene Maßnahmen, darunter die Erhöhung des Auslastungsgrades von Transportmitteln und Transportnetzwerkoptimierungen, haben insbesondere in unserer operativen Einheit Americas zur positiven Entwicklung der Emissionswerte beigetragen. In der operativen Einheit Europe+ konnten wir durch die Nutzung emissionsärmerer Transportmittel, so z. B. der Bahn anstelle des LKW, aber auch durch die Erhöhung des Auslastungsgrades der Transportmittel, positive Effekte erzielen.
Durch die Optimierung unseres Logistiknetzes in Europa ab 2019 wollen wir die Logistikemissionen reduzieren und die Auslastung unserer Transportfahrzeuge erhöhen. Derzeit berechnen wir die Emissionen auf Basis der DIN EN 16258. Um zukünftig auch die Auswirkungen unseres Lieferantenengagements auf dem amerikanischen Kontinent und neuer Technologien, zum Beispiel durch den Einkauf emissionsarmer Logistikdienstleistungen, abbilden zu können, planen wir langfristig die Substitution von Standardwerten durch reale Verbrauchsdaten unserer Dienstleister. Bereits heute engagieren wir uns im SMARTWAY-PROGRAMM der US-UMWELTSCHUTZBEHÖRDE (US EPA). Das Programm unterstützt Unternehmen dabei, durch Messung, Benchmarking und Effizienzsteigerung im Güterverkehr die Nachhaltigkeit der Lieferkette voranzutreiben.
K+S ist ein zuverlässiger Partner für Kunden, Lieferanten und das gesellschaftliche Umfeld. Ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln unserer Mitarbeiter ist für uns selbstverständlich und das erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Mit unseren strategischen Zielen und den Aktivitäten dazu leisten wir auch einen Beitrag zu den zielen FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG (SDGS): Im Handlungsfeld "Compliance & Anti-Korruption" tragen wir mit dazu bei, Korruption und Bestechung zu reduzieren (SDG 16.5). Im Handlungsfeld "Nachhaltige Lieferketten" tolerieren wir z. B. keine Zwangs- oder Kinderarbeit (SDG 8.7).
,Vielfalt und Inklusion', Seite 85
,Compliance-Management', Seite 107
www.kpluss.com/geschaeftsethik
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Der Kodex verpflichtet Lieferanten zur Anerkennung und Einhaltung unserer Werte. Er basiert auf internationalen Standards wie den Grundsätzen des UN global compact, der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, den ILO-KERNARBEITSABKOMMEN und den leitlinien für multinationale UNTERNEHMEN der OECD. Er umfasst die Themen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Umweltaspekte und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln.
www.kpluss.com/verhaltenskodexAbsatzkontrolle
Zielsetzung: Die Abdeckung unseres Einkaufsvolumens durch den Kodex soll bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % betragen. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben.
Im Jahr 2019 haben wir die globale Einführung des Kodex deutlich ausgeweitet. 45 % (2018: 29 %) unseres Einkaufsvolumens werden bereits davon erfasst. 23 % (2018: 15 %) unserer "kritischen" Lieferanten haben den Verhaltenskodex für Lieferanten anerkannt. Sie werden jährlich ermittelt. Berücksichtigt werden u. a. der Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) sowie die Umweltverträglichkeit der vom Lieferanten hauptsächlich gelieferten Produkte bzw. Dienstleistungen. Für den Fall des Bekanntwerdens eines Verstoßes gegen den Verhaltenskodex für Lieferanten sind klare Prozesse und Verantwortlichkeiten definiert.
Im Jahr 2020 soll "die Abdeckung durch" den Kodex ausgeweitet werden. Compliance sowie die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten sind uns bei der Auswahl all unserer Geschäftspartner wichtig. Wir arbeiten an einem Überwachungskonzept, welches sowohl Lieferanten als auch Kunden umfasst. Im Anschluss daran soll ein Konzept zur Lieferantenentwicklung aufgesetzt und eingeführt werden.
Compliance ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur bei K+S basierend auf unseren ONE K+S werten. Wichtig ist uns, dass "gute Unternehmensführung" auf allen Ebenen gelebt wird. Wir verstehen darunter mehr als die Einhaltung der jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften, behördlichen Genehmigungen, vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards, wie zum Beispiel unser Bekenntnis zum UN global compact, und interner Regelungen.
Wir wollen unternehmerisches Handeln innerhalb klar definierter Leitplanken fördern. Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen sind weder rechtlich noch im Sinne unseres Compliance-Verständnisses akzeptabel. Hinweisen auf Verstöße gegen Rechtsvorschriften und interne Regelungen gehen wir deshalb umgehend nach und klären den Sachverhalt auf. Festgestellte Compliance-Verstöße werden unverzüglich abgestellt und, sofern erforderlich, konsequent und angemessen sanktioniert.
Jeder Mitarbeiter wird mit unseren ONE K+S werten sowie den internen Regelungen vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden zielgruppenspezifische Schulungen für Mitarbeiter statt (z. B. Kartellrecht, Anti-Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfiinanzierung, Umgang mit sozialen Medien, Datenschutz, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Anti-Diskriminierung und sexuelle Belästigung).
,Compliance-Management', Seite 107
Zielsetzung: K+S verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, der Strafbarkeit, des Reputationsverlusts sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden. Wir haben die Grundsätze unseres Compliance-Management-Systems auch in unseren Nachhaltigkeitszielen verankert, mit einem Leistungsindikator versehen und mit Maßnahmen unterlegt.
Unser Ziel, Ende 2019 alle Mitarbeiter durch Kommunikationsmaßnahmen erreicht und angemessen in Compliance-Themen geschult zu haben, konnten wir erreichen (2018: 71 %, davon 100 % Kommunikation und 42 % Schulungen). Damit haben wir in 2019 mehr als 14.900 Mitarbeiter in Compliance-Themen schulen können. Langzeiterkrankte Mitarbeiter oder Mitarbeiter in Elternzeit, die nicht erreicht werden konnten, sind nicht in die Berechnung eingeflossen.
Den Wert konnten wir erreichen, da die Mitarbeiter der K+S GRUPPE eine verpflichtende Schulung absolviert haben. Über deren Einführung wurden alle Mitarbeiter durch Portalmeldungen, Beiträge in der Mitarbeiterzeitschrift sowie durch Plakate bzw. entsprechende Meldungen auf Monitoren in verschiedenen Unternehmensteilen informiert. Im Zuge der Schulung werden in einem dreijährigen Turnus verschiedene Compliance-Themen behandelt. In der ersten Periode wurde zu den Themen Geschäftsethik, Korruption und Bestechung, Interessenkonflikte und soziale Medien geschult. Ferner wurden die Mitarbeiter erneut mit den ONE K+S werten vertraut gemacht und über das Globale Organisationshandbuch informiert, welches alle global gültigen internen Regelungen der K+S GRUPPE enthält. Der neu entwickelte Verhaltenskodex fasst die Kernaussagen für alle Mitarbeiter verständlich zusammen. Ergänzend wurden weitere Compliance-Trainings zur Geschäftspartner-Compliance bzw. zu "Know Your Customer" (Kenne deinen Kunden) erarbeitet und in den Trainingsplan aufgenommen.
Zudem wurde die neue weltweite Compliance-Hotline "speak up!" eingerichtet, um die Erreichbarkeit zu erhöhen und mögliche Hürden bei der Meldung von Verdachtsfällen zu verringern. Mitarbeiter haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich Rat in Compliancerelevanten Angelegenheiten zu holen. Über unser Hinweisgebersystem "speak UP!" können Mitarbeiter und Dritte mögliche bzw. tatsächliche Verstöße gegen Gesetze oder Regelungen - auch anonym - melden sowie Fragen zu Compliance-Sachverhalten stellen. Die Kontaktdaten sind auf der K+S-Website und im Portal (Intranet) oder auf Aushängen zu finden. Selbstverständlich hat niemand, der einen Sachverhalt meldet, dadurch eine Benachteiligung zu befürchten (Non-Retaliation).
,Geschäftsmodell', Seite 37
www.kpluss.com/compliance-hotlineAbsatzkontrolle
Telefon 0561 9301-1177
E-Mail: compliance@k-plus-s.com
Im Sinne des Stellenwerts von Compliance im Unternehmen wollen wir das hohe Niveau der Schulungen halten und kontinuierlich zu Themen kommunizieren. Die Basisschulung mit weiteren Compliance-Themen wird auch 2020 für alle Mitarbeiter verpflichtend sein. Darüber hinaus werden die zielgruppenspezifischen Schulungen intensiviert. In Ergänzung dazu arbeiten wir an einem einheitlichen Geschäftspartner-Compliance-Prozess, mit dem die vorhandenen Prozesse harmonisiert werden, und an der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die vorgelagerten und nachgelagerten Lieferketten.
,Nachhaltige Lieferkette', Seite 97
Der Vorstand gibt gemäß §§ 289f sowie 315d HGB die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab, mit der Vorstand und Aufsichtsrat gleichzeitig gemäß den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten:
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Dezember 2019 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben:
"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 im Jahr 2019 in vollem Umfang entsprochen wurde und im Jahr 2020 in vollem Umfang entsprochen wird.
Kassel, im Dezember 2019"
Wir verfolgen das Ziel einer verantwortungsbewussten Unternehmenssteuerung und -überwachung, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.
Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. Die Kompetenzen und Aufgaben dieser Organe sind im Aktiengesetz, im Mitbestimmungsgesetz, in der Satzung und in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Gesellschaft durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip).
Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung. Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben lassen und diesem Weisungen erteilen oder per Briefwahl abstimmen. Dies ist auch über ein elektronisches System möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse auch im Internet.
www.kpluss.com/hv
Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 Satz 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt jeweils für rund fünf Jahre.
www.kpluss.com/corporategovernance
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensstrategie, die Planung, den Geschäftsverlauf, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, die Beschäftigungssituation sowie über besondere unternehmerische Chancen und Risiken. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach eingehender Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Beschlussvorlagen des Vorstands und - soweit erforderlich -zu weiteren Angelegenheiten Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung sind, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt im Zweijahresturnus eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Plenum wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.
,Bericht des Aufsichtsrats', Seite 24
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder fünf Ausschüsse gebildet:
| ― |
Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses sind zu gleichen Teilen Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. + Der Strategieausschuss ist zuständig für die Beratung des Vorstands bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens sowie deren Prüfung und die Berichterstattung darüber an den Aufsichtsrat. Zudem bereitet der Strategieausschuss zustimmungspflichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats vor, die Akquisitionen, Devestitionen, Investitionen, organisatorische Veränderungen oder Restrukturierungen betreffen. Der Strategieausschuss berät den Vorstand in Fragen der Unternehmensstrategie sowie bei Projekten mit strategischer Relevanz. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Strategieausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― |
Der Prüfungsausschuss nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Chancen- und Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance, der Vergabe von Aufträgen an den Abschlussprüfer der Gesellschaft sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen vor deren Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Kölbl (unabhängiger Finanzexperte), Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als Finanzvorstand (CFO) der Südzucker AG über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― |
Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Vertragsangelegenheiten der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt. |
| ― |
Der Nominierungsausschuss benennt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt. |
www.kpluss.com/corporategovernanceAbsatzkontrolle
Gemäß der gesetzlichen Regelung für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen beträgt der Mindestanteil an Frauen und Männern im Aufsichtsrat jeweils 30 %. Dem Aufsichtsrat gehören zurzeit zwei Vertreterinnen der Anteilseigner und zwei Vertreterinnen der Arbeitnehmer an.
Ziel der Besetzung des Aufsichtsrats ist, ein Kompetenzprofil und die Diversität der Gremiumsmitglieder sicherzustellen, die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrats erforderlich ist.
Der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde im Berichtsjahr darin gefolgt, dass der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann. Die Hauptversammlung ist an diese Wahlvorschläge nicht gebunden, eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht dem Aufsichtsrat als Gesellschaftsorgan nicht zu.
Im Jahr 2017 hat der Nominierungsausschuss unter professioneller Begleitung eines Vergütungsexperten eine Kompetenzanalyse des Aufsichtsrats durchgeführt. Im Zuge dieser Analyse wurden alle Anteilseignervertreter bezüglich des Soll- und Ist-Profils befragt. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass die Leistung des Gremiums als Ganzes wesentlich von der Vielfalt im Expertenmix, der Qualifikation, Integrität und Unabhängigkeit abhängt. Die Kultur sollte von Professionalität und Wertschätzung geprägt sein. Vor diesem Hintergrund umfasst das Anforderungsprofil insbesondere die nachfolgenden Aspekte:
| ― |
Die Mitglieder sollen über Kenntnisse bezüglich der Branche, Produktsegmenten, Produktion und relevanter Technologien verfügen. |
| ― |
Kenntnisse über internationale und für K+S relevante Märkte sollten vorhanden sein. |
| ― |
Erfahrung in der strategischen Führung eines Unternehmens ist eine wesentliche Anforderung. |
| ― |
Eine angemessene Anzahl von Mitgliedern sollte über Finanzkompetenz, insbesondere hinsichtlich Rechnungslegung und Bilanzprüfung, verfügen. |
| ― |
Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. |
| ― |
Kenntnisse in den Bereichen Recht, Compliance, HR inkl. Mitbestimmungsrecht sowie Restrukturierungs- und Krisenmanagement sollten in angemessenem Umfang vorhanden sein. |
Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die vorstehenden Ziesetzungen mit seiner aktuellen Zusammensetzung erfüllt sind.
Unternehmer (ehemaliges Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF AKTIENGESELLSCHAFT , Ludwigshafen (heute: BASF SE, Ludwigshafen))
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2020 Erstbestellung: 12. Mai 2015 weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
Karlsruher Institut für Technologie (kit), Karlsruhe (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 31. August 2019) |
weitere Kontrollgremien:
| ― |
C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG, Ingelheim |
(Mitglied im Beraterkreis)
Landesbezirksleiter Nord der IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2023 Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
Continental Reifen Deutschland GMBH, Hannover (stellv. Vorsitzender) |
| ― |
Deutsche Shell Holding GMBH, Hamburg |
| ― |
Deutsche Shell GMBH, Hamburg |
| ― |
She ll Deutschland Oil GMBH, Hamburg |
Vorstandssekretärin (Bereich Mitbestimmung/Recht/Gesundheitsschutz), IG Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate:
| ― |
cewe Stiftung & Co. KGaA, Oldenburg |
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra, K+S MINERALS and GRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Kontrollgremien:
| ― |
A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach (stellv. Vorsitzende) |
Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Betriebsratsvorsitzender des Werks Borth,
K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, KASSEL (VORMALS: ESCO -EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, HANNOVER)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
Unternehmer/Landwirt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 12. Mai 2015
weitere Kontrollgremien:
| ― |
Bernard Krone Holding SE & Co. KG, Spelle (Vorsitzender des Aufsichtsrats) (bis 31. Dezember 2019; ab 1. Januar 2020 ordentliches Mitglied) |
| ― |
DF World of Spices GMBH, Dissen (Mitglied des Beirats) |
| ― |
GRIMME GMBH & Co. KG, Damme (Vorsitzender des Beirats) |
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2020
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
| ― |
Board der Banque Havilland (Monaco) S.A.M., Monaco (Chairman, seit 5. Oktober 2019) |
Mitglied des Vorstands der TUI AKTIENGESELLSCHAFT , Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der TUI Group
| ― |
TUI Deutschland GMBH, Hannover |
| ― |
TUIFLY GMBH, Langenhagen |
weitere Kontrollgremien: Konzerngesellschaften der TUI Group
| ― |
TUI Belgium N.V., Oostende/Belgien |
| ― |
TUI Nederland N.V., Rijswijk/Niederlande |
Pensionär (ehemaliges Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Neuhof-Ellers, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 14. Mai 2013
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Zielitz, K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 11. Juli 2014
Finanzvorstand der Südzucker AG, Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2022
Erstbestellung: 10. Mai 2017
weitere Aufsichtsratsmandate:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
| ― |
CropEnergies AG, Mannheim (stellv. Vorsitzender) |
weitere Kontrollgremien:
Konzerngesellschaften der Südzucker Group
| ― |
AGRANA Stärke GMBH, Wien/Österreich |
(Mitglied des Aufsichtsrats)
| ― |
AGRANA Zucker GMBH, Wien/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― |
ED&F man Holdings Limited, London/Großbritannien (Mitglied des Board of Directors (non-executive)) |
| ― |
Freiberger Holding GMBH, Berlin (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― |
PortionPack EUROPE Holding B. V., Oud-Beijerland/Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| ― |
Raffinerie Tirlemontoise S. A., Brüssel/Belgien (Mitglied des Conseil d'Administration) |
| ― |
Saint Louis Sucre S. A. S., Paris/Frankreich (Mitglied des Comite de Supervision) (bis 31. Juli 2019) |
| ― |
Südzucker Polska S. A., Wroctaw/Polen (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― |
Südzucker Versicherungs-Vermittlungs-GMBH, Mannheim (Vorsitzender des Beirats) |
Leiter Mining, K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. Januar 2016
Selbständiger Berater/Unternehmer, NLM Management InC., London, Kanada
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 15. Mai 2018
weitere Kontrollgremien:
| ― |
Board Member der BioEnterprise Corporation (non-profit Canadian company) |
Vorsitzende des Betriebsrats des Standorts Hannover, K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover) Mitarbeiterin im Kundensegment Communities, K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, Kassel (vormals: ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, Hannover)
Mandat bis zum Ende der ordentlichen
Hauptversammlung im Jahr 2023
Erstbestellung: 1. April 2016
www.kpluss.com/aufsichtsrat
| ― |
Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― |
Ralf Becker |
| ― |
Axel Hartmann |
| ― |
Thomas Kölbl |
| ― |
Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― |
Andre Bahn (seit 3. Dezember 2019) |
| ― |
Ralf Becker |
| ― |
Philip Freiherr von dem Bussche |
| ― |
Thomas Kölbl (Vorsitzender) |
| ― |
Petra Adolph |
| ― |
Ralf Becker |
| ― |
Jella Benner-Heinacher |
| ― |
Axel Hartmann |
| ― |
Dr. Andreas Kreimeyer |
| ― |
Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― |
Ralf Becker |
| ― |
Dr. Elke Eller |
| ― |
Michael Knackmuß |
| ― |
Dr. Andreas Kreimeyer (Vorsitzender) |
| ― |
Jella Benner-Heinacher |
| ― |
Philip Freiherr von dem Bussche |
| ― |
George Cardona |
Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten.
Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt die Zusammenarbeit seiner Mitglieder, die Geschäftsverteilung sowie die gegenseitige Vertretung. Maßnahmen, die auch andere Verantwortungsbereiche betreffen oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den regelmäßig im Zwei- bzw. Drei-Wochen-Rhythmus stattfindenden Vorstandssitzungen besprochen und Maßnahmen ggf. dort beschlossen werden; über wichtige Geschäfte und Maßnahmen ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.
www.kpluss.com/statuten
Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die genaue Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 bestand der Vorstand aus drei männlichen Mitgliedern.
Kriterien bei der Besetzung von Vorstandspositionen sind die fachliche Eignung für die Leitung des jeweiligen Ressorts, nachgewiesene Leistungen auf dem bisherigen Berufsweg sowie eine ausgeprägte Führungskompetenz. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass Vielfalt auch im Vorstand wichtig ist. So sollte der Vorstand aus Personen bestehen, die sich in Bezug auf Berufs- und Lebenserfahrung ergänzen sowie unterschiedlichen Alters sind. Darüber hinaus sollte mindestens ein Vorstandsmitglied über ausgeprägte internationale Erfahrung verfügen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. Mai 2019 im Hinblick auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen eine neue Zielgröße von 25 % festgelegt. Diese soll bis zum 31. Dezember 2023 erreicht werden.
(Stand der Angaben zu Zuständigkeiten und Mandaten, sofern nicht anders ausgewiesen: 31. Dezember 2019)
| ― |
Operative Einheit EUROPE + |
| ― |
Communications & Brands |
| ― |
Corporate Board Office, Corporate Secretary |
| ― |
Environmental & Regulatory Affairs |
| ― |
Health, Safety, Management Systems & Sustainability |
| ― |
Human Resources |
| ― |
Investor Relations |
| ― |
Legal & GRC |
| ― |
Legal Europe |
| ― |
Strategy & Development |
Mandat bis 31. Mai 2025
Erstbestellung: 1. Juni 2012
Aufsichtsratsmandate:
| ― |
K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH (Vorsitzender), Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel) |
| ― |
Controlling |
| ― |
Finance & Accounting |
| ― |
Innovation & Digitalization (seit 1. Februar 2020) |
| ― |
Insurance |
| ― |
Internal Auditing |
| ― |
IT |
| ― |
Procurement |
| ― |
Tax |
| ― |
Einheiten des Chief Financial Officers der operativen Einheiten Americas sowie Europe+ und für alle unmittelbaren Beteiligungen der Gesellschaft, soweit diese nicht einem anderen Verantwortungsbereich zugeordnet sind |
Mandat bis 11. Mai 2025
Erstbestellung: 12. Mai 2017
Aufsichtsratsmandate:
| ― |
K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH, Kassel 1 (vormals: K+S KALI GMBH, Kassel) |
| ― |
Operative Einheit Americas |
| ― |
Global Marketing, Commercial and Supply Chain Excellence mit den Untereinheiten AGRICULTURE, Consumers, Industry, Communities, Supply Chain Management Excellence |
| ― |
Operations and Technical Excellence Center |
Mandat bis 30. September 2023
Erstbestellung: 1. Oktober 2012
www.kpluss.com/vorstand;
www.kpluss.com/corporategovernance
Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird im Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts ausgewiesen und kann auch auf der Website der Gesellschaft eingesehen werden.
,Vergütungsbericht', Seite 142
www.kpluss.com/corporategovernance
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Beschäftigungssituation sowie der besonderen unternehmerischen Risiken und Chancen. Darüber hinaus steht der Aufsichtsratsvorsitzende über alle wichtigen Themen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; Näheres regelt § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.
www.kpluss.com/statuten
Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden.
Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung u. a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögensschaden auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung. Die D&O-Versicherung findet auch auf Führungskräfte Anwendung.
Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung haben die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offenzulegen.
Im Jahr 2019 haben wir für den Aufsichtsrat und für den Vorstand folgende Directors'-Dealings-Meldungen veröffentlicht: B.62
www.kpluss.com/directorsdealings
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2019 zusammen einen Anteil von weniger als 1 % der Aktien der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bzw. sich darauf beziehender Finanzinstrumente.
Im Hinblick auf das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir Zielgrößen für den Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT bis 31. Dezember 2021 festgelegt. Obwohl wir in der ersten Ebene unterhalb des Vorstands den Frauenanteil um knapp einen Prozentpunkt steigern konnten, konnte per 31. Dezember 2019 die Zielgröße von 13 % noch nicht erreicht werden. Aufgrund eines leichten Rückgangs der Gesamtzahl der Führungsfunktionen auf dieser Führungsebene beträgt der Anteil von Frauen zum Stichtag 9 % (2018: 8 %). Erfreulicherweise konnte auf der zweiten Ebene unterhalb des Vorstands die Zielgröße von 11 % mit etwas mehr als 15 % per 31. Dezember 2019 übertroffen werden (2018: 22 %). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen Anstieg der Gesamtzahl der Führungsfunktionen zurückzuführen.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 87
| Datum | Transaktion | ISIN | Betrag | |
| Thorsten Boeckers | 26.08.2019 | Kauf Aktie | DE000KSAG888 | 35.625,00 € |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 26.08.2019 | Kauf Aktie | DE000KSAG888 | 71.345,37 € |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 26.08.2019 | Kauf Aktie | DE000KSAG888 | 93.206,82 € |
Jede organisatorische Einheit der K+S GRUPPE ist verpflichtet, unter Beachtung der Regelungen übergeordneter Einheiten die zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Steuerung und Überwachung notwendigen konkretisierenden Regelungen für ihren Verantwortungsbereich zu erlassen.
Die Inhalte von (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sowie regulatorischen Standards (= Regelwerke Dritter, zu deren Beachtung und Umsetzung sich die K+S GRUPPE oder Teile davon verpflichtet haben) stehen internen Regelungen gleich; dies gilt u. a. für den Deutschen Corporate Governance Kodex, soweit Vorstand und Aufsichtsrat nicht gemeinsam Abweichungen von dessen Empfehlungen oder Anregungen beschlossen haben.
Im zweiten Halbjahr 2019 wurde das neue globale Werteprogramm fertiggestellt: die ONE K+S Werte. Dieser unternehmensweite Wertekatalog unterstützt dabei, die Unternehmenskultur und das Verhalten am Arbeitsplatz weltweit aufeinander abzustimmen. Dies ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu "One Company" - ONE K+S. Die Identifikation der K+S GRUPPE mit gemeinsamen Werten ermöglicht den Aufbau einer stärkeren Unternehmenskultur:
| ― |
SICHER & NACHHALTIG: Wir setzen Arbeitssicherheit an erste Stelle und handeln stets nachhaltig |
| ― |
PARTNERSCHAFTLICH: Wir gehen vertrauens- und respektvoll miteinander um und unterstützen uns gegenseitig |
| ― |
UNTERNEHMERISCH: Wir sind Unternehmer und nehmen Herausforderungen mutig an |
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AGIL: Wir arbeiten in schlanken und flexiblen Strukturen |
| ― |
INNOVATIVE: Wir fördern Innovation und sind veränderungsbereit |
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OPTIMISTISCH: Wir glauben an den Erfolg von K+S |
www.kpluss.com/werte
Basierend auf dem Globalen Organisationshandbuch für die K+S GRUPPE sowie den ONE K+S Werten hat sich die K+S GRUPPE einen Verhaltenskodex gegeben.
Dieser gibt Orientierung, um bei der täglichen Arbeit gute Entscheidungen zu treffen. Als ONE K+S ist es wichtig, überall auf der Welt respektvoll miteinander umzugehen und das Handeln an den ONE K+S Werten auszurichten. Die Zusammenarbeit ist wichtig, um einen gemeinsamen hohen ethischen Standard für die Art und Weise zu setzen, wie die Geschäfte bei K+S und darüber hinaus geführt werden.
www.kpluss.com/verhaltenskodexAbsatzkontrolle
Nachfolgend werden zunächst die sowohl für die Steuerungs- als auch die Überwachungskomponente des Systems maßgeblichen Teilsysteme Governance, Compliance-Management, Risiko- und Chancenmanagement und Nachhaltigkeitsmanagement dargestellt. Diese ergänzen sich wechselseitig und überschneiden sich teilweise. Anschließend werden Steuerung und Überwachung erläutert.
Mit unserem Compliance-Management-System sorgen wir dafür, dass das jeweils geltende Recht sowie unsere internen und diesen gleich stehende Regelungen gruppenweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Strafbarkeits- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens, seiner Organe und Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstöße verfolgt und geahndet werden.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 97
www.kpluss.com/compliance
Das Risiko von Compliance-Verstößen einschließlich Korruptionsrisiken wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses bei K+S berücksichtigt. Durch regelmäßige Prüfungen der Einheit Internal Audit zu Compliance-Themen können ebenfalls Compliance-Risiken identifiziert werden.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 130
Der Vorstand hat den Leiter der Einheit "Legal & GRC " mit der Funktion des Chief Compliance Officers (CCO) und der Aufgabe betraut, für ein effektives und gesetzeskonformes Compliance-Management-System in der K+S GRUPPE Sorge zu tragen. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und leitet den globalen Ausschuss Governance, Risk und Compliance (GRC-Ausschuss), dem die Compliance-Beauftragten der operativen Einheiten sowie die Leiter Compliance-relevanter Zentralfunktionen der Gesellschaft angehören (z. B. interne Revision, Recht, Personal). Der GRC -Ausschuss hat u. a. zur Aufgabe, allgemeine Themen des Compliance-Managements zu beraten und gruppenweit abzustimmen sowie die generelle Eignung des Compliance-Management-Systems regelmäßig zu analysieren und bei erkanntem Handlungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT regelmäßig über das Compliance-Management-System.
Der CCO erhält bis zum Ende des ersten Quartals eines jeden Jahres eine Vollständigkeitsmeldung über gemeldete Compliance-Vorfälle aus der gesamten Organisation. Auch 2019 hatten wir keine Korruptionsvorfälle und mussten keine Strafzahlungen tätigen.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 97
Das Risiko- und Chancenmanagementsystem verfolgt das Ziel, in der gesamten K+S GRUPPE Risiken und Chancen rechtzeitig zu identifizieren, deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sowie etwaige nichtfiinanzielle Auswirkungen zu bewerten, Maßnahmen zur Vermeidung/Verminderung der Risiken bzw. zur Nutzung der Chancen zu ergreifen und dadurch den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu unterstützen. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne und externe Berichterstattung über Risiken und Chancen sichergestellt werden. Insoweit gelten folgende Grundsätze:
| ― |
Unternehmerisches Handeln ist notwendigerweise mit Risiken verbunden. Ziel ist es, die sich bietenden Chancen zu nutzen und dabei nur solche Risiken einzugehen, die zur Erschließung von Ertragspotenzialen unvermeidbar sind. |
| ― |
Keine Handlung oder Entscheidung darf ein Risiko nach sich ziehen, das vorhersehbar zu einer Bestandsgefährdung führen kann. |
Das Kapitel Risiko- und Chancenmanagement im Globalen Organisationshandbuch regelt die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten sowie den Risiko- und Chancenmanagementprozess selbst und definiert die Anforderungen an die Risiko- und Chancenberichterstattung.
Der GRC -Ausschuss hat die Aufgabe, allgemeine Themen des Risiko- und Chancenmanagements zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Weiterhin soll er die generelle Eignung des Risiko- und Chancenmanagementsystems regelmäßig analysieren und bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aussprechen.
Eine detaillierte Beschreibung des Prozesses zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Berichterstattung von Risiken und Chancen, eine Darstellung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente (IFRS 7) sowie der bedeutenden Risiken und Chancen finden sich im Risiko- und Chancenbericht ab Seite 119.
,Risiko- und Chancenbericht', Seite 119
Das unternehmerische Handeln der K+S GRUPPE ist auf die Erzielung nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs ausgerichtet. Um auf Dauer wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind auch ökologische und soziale Aspekte angemessen zu berücksichtigen; daher sind sie integraler Bestandteil unserer Strategie.
,Unternehmensstrategie', Seite 58
Die strategische Zielsetzung der K+S GRUPPE in Nachhaltigkeitsbelangen wird durch den Vorstand verantwortet. Je ein Vorstandsmitglied ist Sponsor der vom Vorstand beschlossenen Nachhaltigkeitsziele. Der Vorstand wird regelmäßig über die Entwicklung der zentralen nichtfinanziellen Indikatoren unterrichtet. Etwaige nichtfinanzielle Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements identifiziert und bewertet.
| Verantwortliches Vorstandsmitglied | |
| Nachhaltigkeitsziele | (Sponsor) |
| Gesundheit & | Mark Roberts, |
| Arbeitssicherheit | Mitglied des Vorstands 2 |
| Vielfalt & Inklusion | Mark Roberts, |
| Mitglied des Vorstands 2 | |
| Menschenrechte | Mark Roberts, |
| Mitglied des Vorstands 2 | |
| Wasser | Dr. Burkhard Lohr, CEO |
| Abfall | Dr. Burkhard Lohr, CEO |
| Energie & Klima | Mark Roberts, |
| Mitglied des Vorstands 2 | |
| Nachhaltige Lieferketten | Thorsten Boeckers, CFO |
| Compliance & | |
| Anti-Korruption | Thorsten Boeckers, CFO |
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Mark Roberts fungierte bis Dezember 2019 als COO.
Das Nachhaltigkeitsmanagement der K+S GRUPPE ist im Bereich "Health, Safety, Management Systems & Sustainability" verortet. Dessen Leiter berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden und sitzt dem Nachhaltigkeitsausschuss vor. Aufgabe der Einheit ist es, effektive Strukturen zur Erfassung und Bearbeitung von Nachhaltigkeitsthemen in der K+S GRUPPE zu schaffen. Zudem erfasst, analysiert und priorisiert die Einheit Nachhaltigkeitsanforderungen von bzw. an die K+S GRUPPE. Sie erarbeitet Vorschläge an den Vorstand für die strategische Ausrichtung zu Nachhaltigkeitsthemen und berichtet entsprechende Leistungsindikatoren. Die Einheit verantwortet darüber hinaus die externe Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Der zentrale Nachhaltigkeitsausschuss hat die Aufgabe, Nachhaltigkeitsthemen zu beraten und gruppenweit abzustimmen. Er analysiert regelmäßig die generelle Eignung des Nachhaltigkeitsmanagementsystems und spricht bei erkanntem Anpassungsbedarf gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen aus. Im Jahr 2019 ist der Ausschuss dreimal zusammengekommen, um die Umsetzung des K+S-Nachhaltigkeitsprogramms 2030 zu verfolgen sowie konkrete Maßnahmen und Programme zu diskutieren. Für eine ganzheitliche Steuerung von Nachhaltigkeitsthemen hat der Ausschuss grundlegende Nachhaltigkeits-Governance-Prozesse beschlossen. Zudem erfolgte die Abstimmung von umfassenden Kommunikationsmaßnahmen und Mitarbeiterengagement mittels verschiedener Kommunikationskanäle und Informationen zu aktuellen Trendthemen und politischen Entwicklungen.
Die Führungskräfte der zentralen Facheinheiten sind eng in den Strategieprozess zu Nachhaltigkeitsthemen einbezogen und entwickeln in Kooperation mit den operativen Einheiten Maßnahmen zur Umsetzung der Zielvorgaben. Quartalsweise berichten sie den Fortschritt der Zielerreichung über das Nachhaltigkeitsmanagement an den Vorstand.
,Unternehmenssteuerung und -Überwachung', Seite 111
Der Sollzustand eines effektiven und gesetzeskonformen Systems zur Unternehmenssteuerung und -überwachung (internes Kontrollsystem im weiteren Sinne) in der K+S GRUPPE ist in Ergänzung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben in dem Kapitel "Unternehmenssteuerung und -überwachung" des Globalen Organisationshandbuches definiert. Darin ist auch festgelegt, mit welchen regulatorischen und organisatorischen Maßnahmen dieser Sollzustand zu erreichen bzw. aufrechtzuerhalten ist. Mit diesem System sollen:
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die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu zählt auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
| ― |
eine verantwortungsvolle Unternehmensführung, |
| ― |
die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie |
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die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen Rechtsvorschriften sichergestellt werden. |
Die Ausgestaltung des Steuerungs- und Überwachungssystems im Einzelnen ist in ergänzenden internen Regelungen festgelegt, für deren Erarbeitung und Kommunikation einheitliche Standards vereinbart sind.
Die Einheit "Legal & GRC ", deren Leiter dem Vorstandsvorsitzenden direkt berichtet, ist dafür verantwortlich, auf Gruppenebene die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines gleichermaßen effektiven wie gesetzeskonformen Unternehmenssteuerungs -und überwachungssystems zu koordinieren.
Aufgabe des zentralen Ausschusses Governance, Risk, Compliance (GRC) ist es, die generelle Eignung des Steuerungs- und Überwachungssystems regelmäßig zu analysieren und bei erkannten Schwachstellen gegenüber dem jeweils verantwortlichen Management Handlungsempfehlungen auszusprechen.
Rahmenvorgaben und generelle Zielsetzungen für die Steuerung der K+S GRUPPE ergeben sich aus Mission und Vision, welche im Kapitel "Unternehmensstrategie" auf Seite 49 beschrieben sind.
Der Vorstand hat die Gruppenstrategie als Basis zur Erfüllung unserer Mission festgelegt. Zu deren Umsetzung werden auf der Grundlage eines regelmäßigen Dialogs des Vorstands mit den Leitern der ihm direkt unterstellten Zentralfunktionen sowie dem Management der operativen Einheiten Teilziele und -strategien, Prozesse und Maßnahmen festgelegt, die wiederum in einem kaskadierenden Prozess auf die jeweils nachgeordneten organisatorischen Ebenen heruntergebrochen werden. Deren jeweils relevanter Inhalt wird durch die Vorgesetzten an die betroffenen Mitarbeiter kommuniziert.
Die Qualität der Definition von Zielen ist entscheidend für ihre Erreichbarkeit und Überprüfbarkeit. Daher müssen sie spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert sein und dürfen nicht im Widerspruch zu anderen Zielen stehen.
Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen bedürfen der Zustimmung des Gesamtvorstands bzw. des für die betroffene Funktion/ Einheit zuständigen Vorstandsmitglieds.
Maßgebliche Steuerungsinstrumente sind die Mittelfristplanung, die Jahresplanung sowie die monatliche Hochschätzung. Die Mittelfristplanung der K+S GRUPPE umfasst einen Planungszeitraum von drei Jahren und setzt sich aus der Jahresplanung des kommenden Geschäftsjahres und der Planung der beiden Folgejahre zusammen. Hierbei werden in zahlreichen Teilprozessen und unter zentraler Vorgabe der wichtigsten Planungsprämissen wesentliche Kennzahlen durch die operativen Einheiten und Einheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT geplant. Das Controlling fasst die Mittelfristplanungen zur konsolidierten operativen Planung sowie zur Personal-, Investitions- und Finanzplanung der K+S GRUPPE zusammen und erläutert diese dem Vorstand. Nach erfolgter Billigung legt der Vorstand die Jahresplanung dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vor und erläutert die Planung der beiden Folgejahre. Nach Aufstellung des Konzernabschlusses erhalten Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen eines Plan-Ist-Vergleichs einen Überblick über die wesentlichen Abweichungen zur Jahresplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres der K+S GRUPPE.
Die monatliche Hochschätzung setzt auf der genehmigten Jahresplanung auf. Hierbei werden in der Regel monatlich alle wichtigen Kennzahlen, wie z. B. Umsatz, Ergebnis, Finanzlage und Investitionen für das laufende Geschäftsjahr, von den in den Konzernabschluss einzubeziehenden Einheiten hochgeschätzt und vom Controlling konsolidiert. Dabei fließen sukzessive die vorliegenden Ist-Werte und neue Erkenntnisse über die Geschäftsentwicklung in die Hochschätzung ein. Wesentliche Prämissen werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Abweichungen werden im Rahmen der monatlichen Hochschätzung analysiert und bewertet und dienen der Steuerung des operativen Geschäfts. Vorstand und Aufsichtsrat wird die konsolidierte monatliche Hochschätzung der K+S GRUPPE in schriftlicher und mündlicher Form erläutert.
Im Rahmen unserer Strategie SHAPING 2030 wurden die bisherigen Planungs- und Hochschätzungsprozesse auf den Prüfstand gestellt, um mögliche Effizienzverbesserungen aufzudecken. Ab dem Geschäftsjahr 2020 werden die neu ausgestalteten Prozesse implementiert. Während bei der Mittelfristplanung eine stärkere Verzahnung mit der strategischen Planung sowie ein verkürzter Zeitrahmen für die Erstellung der Planung im Vordergrund stehen, wird die unterjährig aktualisierte Hochschätzung wesentlicher Finanzkennzahlen in einem schlankeren Prozess erfolgen.
Die Steuerung der Aktivitäten erfolgt anhand der folgenden wesentlichen -finanziellen Steuerungskennzahlen, bei denen es sich um die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des Deutschen Rechnungslegungs-Standards (DRS) 20 handelt:
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EBiTDA 1 (K+S gruppe, operative Einheiten) |
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Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt (K+S gruppe) |
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Investitionen (K+S gruppe) |
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Bereinigter Freier Cashflow 2 (K+S gruppe) |
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Return on Capital Employed (ROCE) 3 (K+S gruppe) |
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Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 1 (K+S gruppe) |
Definition verwendeter Finanzkennzahlen', Seite 246
'Glossar', Seite 248
Seit dem Geschäftsjahr 2018 steuern wir das Unternehmen insbesondere über die Ergebnisgröße EBITDA 1. Eine Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 61. Auch das sogenannte Short Term Incentive (STI) als variable Komponente der Vergütung von Vorstand und Mitarbeitern basiert seit Jahresbeginn 2018 auf einem Vergleich des geplanten mit dem tatsächlich erreichten EBITDA 1 der K+S GRUPPE. Im Rahmen unserer Wachstumsstrategie SHAPING 2030 haben wir die EBITDA 1 -Ambition für das Jahr 2030 formuliert und als langfristige Wertperspektive für die Gruppe veröffentlicht. Dies unterstreicht die Bedeutung, die wir dem EBITDA 1 als vorrangige Steuerungsgröße beimessen.
Nachdem der Aufbau unserer kanadischen Produktionsstätte in Bethune als größtes Investitionsprojekt in der K+S-Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen wurde, konzentrieren wir uns nun auch auf die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße bereinigter freier Cashflow einschließlich der hier einfließenden auszahlungswirksamen Investitionen. Eine Herleitung der beiden Größen findet sich im Wirtschaftsbericht auf den Seiten 66 und 67. Damit forcieren wir das Ziel der Reduzierung des Verschuldungsgrades (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 1). Die Herleitung der Nettofinanzverbindlichkeiten findet sich auf Seite 69 des Wirtschaftsberichts. Die Leistungsindikatoren Investitionen und Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA sind seit dem Geschäftsjahr 2019 bedeutsamste finanzielle Leistungsdikatoren.
,Vergütungsbericht', Seite 142
Zur Überprüfung der finanziellen Zielsetzung nutzen wir zudem die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE 3), deren Relevanz im Rahmen der Kommunikation zu SHAPING 2030 nochmals betont wurde. Die Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 67. Aus dem ROCE 3 leiten wir mithilfe des gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab, der Eingang in die variable Vergütung von Vorstand und teilnahmeberechtigten Mitarbeitern findet. Auch die Kennzahl Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt, als Basis für die Dividendenvorschläge, ist wesentlich für die Steuerung des Unternehmens. Die Herleitung findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 63.
Der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf auf Seite 59 beinhaltet u. a. die genannten Steuerungskennzahlen.
Eine Darstellung und Beschreibung der Entwicklung der Ertragskennzahlen in den letzten fünf Jahren findet sich im Kapitel ,Ertragslage' auf Seite 63 und des Cashflows im Kapitel Finanzlage' auf Seite 71.
1
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Die Berechnung der Kennzahl "EBITDA"
findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 61.
2
Die Berechnung der Kennzahl "Bereinigter Freier Cashflow" findet sich im Wirtschaftsbericht
auf Seite 67.
3
Die Berechnung der Kennzahl "ROCE" findet sich im Wirtschaftsbericht auf Seite 64.
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements werden Anforderungen der bzw. an die K+S GRUPPE erfasst, analysiert und priorisiert, um spezifische NACHHALTIGKEITSZIELE für Teilbereiche (Standorte, Gesellschaften, operative Einheiten etC.) festzulegen. So wurden für die K+S GRUPPE in 2018 Leistungsindikatoren und Zielwerte im Nachhaltigkeitsmanagement festgelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2020 steuern wir das Unternehmen auch über die folgenden nichtfinanziellen Indikatoren. Diese bilden ab 2020 die Grundlage für einen Teil des Long Term Incentives (LTI) als variable Komponente der Vergütung des Vorstands. Sie sind die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20.
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Lost Time Incident Rate (LTI-Rate) |
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Salzhaltige Prozesswässer |
| ― |
Nachhaltige Lieferketten, konkretisiert durch die Leistungsindikatoren "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben" und "Rate der Anerkennung des Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" |
Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Salzhaltiges Prozesswasser ist das in den bergbaulichen Aufbereitungsprozessen der Kaliproduktion entstehende salzhaltige Wasser, das nicht mehr weiter in den Aufbereitungsprozessen eingesetzt, anderweitig verwendet oder als Produkt verkauft werden kann und für das somit eine Entsorgungsnotwendigkeit besteht. Dies ist der zweite bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator. Der "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben", in Prozent sowie die "Rate der Anerkennung des Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" bezogen auf das Einkaufsvolumen in Prozent sind die Unterziele der dritten Steuerungsgröße "Nachhaltige Lieferketten". Eine detaillierte Beschreibung findet sich im Vergütungsbericht auf den Seiten 143 und 144.
,Nachhaltigkeitsprogramm', Seite 51
,Vergütungsbericht', Seite 142
Weitere für die K+S GRUPPE relevante finanzielle sowie nichtfinanzielle Kennzahlen sind die Umsatzerlöse, Absatzmengen, Durchschnittserlöse sowie die Zahl der Mitarbeiter. All diese Kennzahlen werden jedoch nicht als bedeutsamste finanzielle bzw. nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20 betrachtet.
Das Überwachungssystem soll die Erreichung der im Rahmen des Steuerungssystems entwickelten Vorgaben des Managements sowie die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen (internes Kontrollsystem im engeren Sinne) sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.
prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen: Das für einen internen Prozess verantwortliche Management hat die für die gesetzeskonforme und den internen Regelungen entsprechende Zielerreichung bestehenden Risiken zu identifizieren und zu analysieren. In Abhängigkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos sind vorgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch welche der Eintritt des Risikos verhindert werden soll. Ferner sind nachgelagerte prozessintegrierte Kontrollen festzulegen, durch die aufgetretene Fehler/realisierte Risiken möglichst umgehend aufgedeckt werden sollen mit dem Ziel, entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen zu treffen. Abhängig von der Wesentlichkeit des jeweiligen Prozesses und seiner Risiken sind die durchgeführte Risikoanalyse, die festgelegten Kontrollen sowie die ausgeführten Maßnahmen zu dokumentieren.
Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen werden von der internen Revision durchgeführt. Über diese Prüfungen werden Berichte mit zusammengefassten Prüfungsergebnissen erstellt und dem jeweils verantwortlichen Management vorgelegt, um dieses bei der Beurteilung der generellen Eignung und tatsächlichen Wirksamkeit des Steuerungs- und Überwachungssystems zu unterstützen. Regelmäßig überprüft werden z. B. die Funktionsfähigkeit des Risiko- und Chancenmanagementsystems und des Compliance-Management-Systems.
Extern erfolgen prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen u. a. im Zusammenhang mit den Abschlussprüfungen sowie in Form von IT-Penetrationstests.
Für den Konzernabschluss der Gesellschaft werden die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze IFRS angewendet. Die Regelungen für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach IFRS geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor.
Zusätzlich stellen wir detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue externe Vorschriften zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, durch eine interne Regelung in den Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für die Einzelabschlüsse der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und deren inländische Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Regelungen und ergänzenden Vorschriften sind in Buchungsanweisungen dokumentiert. Alle Mitarbeiter werden ihren Aufgaben entsprechend ausgebildet und insbesondere bezüglich Änderungen in den Vorschriften oder den Prozessen regelmäßig geschult.
Wir verfügen über eine gruppenweite IT-Plattform für alle wesentlichen Gesellschaften, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und standardisierte maschinelle Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Vereinheitlichung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen und Kontrollmechanismen. Bilanzielle Bewertungen, wie z. B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, werden diese von externen Gutachtern durchgeführt.
Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten über eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt.
Außer durch die bestehende interne Überwachung werden die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Prüfung der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision. Darüber hinaus prüft der unabhängige Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems.
Die Abschlussprüfung für das Jahr 2019 wurde von der DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT, HANNOVER, durchgeführt. Sie bzw. ihre Vorgängergesellschaften führen die Abschlussprüfungen seit 1972 durch. Der unmittelbar verantwortliche Wirtschaftsprüfer war WP/STB Dr. Christian H. Meyer (Prüfer der K+S seit dem Jahresabschluss 2015). Das gesamte Mandat wurde von Herrn WP/STB Prof. Dr. Frank Beine als verantwortlichem Partner betreut. Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an den gewählten Abschlussprüfer erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses. Die Abschlussprüfung wird durch den Prüfungsausschuss begleitet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.
Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.
Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.
Uns sind keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital gemeldet worden.
Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.
Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus wenigstens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen.
Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i. V. m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Bei Durchführung einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
www.kpluss.com/hv2015;
www.kpluss.com/hv2016
Der Vorstand ist sowohl für das genehmigte Kapital als auch für das genehmigte Kapital II ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils insgesamt 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien) in den folgenden Fällen auszuschließen:
| ― |
Für Spitzenbeträge, die infolge des Bezugsrechts entstehen. |
| ― |
Bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. |
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Bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 19.140.000,00 € (entsprechend 19.140.000 Stückaktien), wenn die neuen Aktien beim Erwerb eines Unternehmens oder einer Unternehmensbeteiligung durch die Gesellschaft als Gegenleistung eingesetzt werden sollen. |
| ― |
Zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip Dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch ganz oder teilweise als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien in die Gesellschaft einzubringen. |
Von den vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand insgesamt nur in einem solchen Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreitet (10 %-Grenze), und zwar weder zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diese Ermächtigungen noch zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Ausnutzung. Sofern während der Laufzeit des genehmigten Kapitals bzw. des genehmigten Kapitals Ii bis zu der jeweiligen Ausnutzung von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, ist dies auf die vorstehend genannte 10 %-Grenze anzurechnen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital bzw. dem genehmigten Kapital II festzulegen.
Durch die dem Vorstand bis zum 11. Mai 2020 bzw. 10. Mai 2021 eingeräumte Möglichkeit, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung mit begrenztem Bezugsrechtsausschluss durchzuführen (genehmigtes Kapital bzw. genehmigtes Kapital II), wird der Gesellschaft ein weit verbreitetes Instrument an die Hand gegeben, mit dessen Hilfe zum Beispiel sich bietende Gelegenheiten zur Durchführung von Akquisitionen schnell und flexibel genutzt werden können. Der Vorstand darf von dieser Möglichkeit nur dann Gebrauch machen, wenn der Wert der neuen Aktien und der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/ oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 750.000.000,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der bei Wandlung auszugebenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen.
www.kpluss.com/hv2015
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert bei Ausgabe der Schuldverschreibung - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Schuldverschreibungen können auch durch Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, für die Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren oder ihnen aufzuerlegen. Die Anleiheemissionen können in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt werden.
Den Aktionären der Gesellschaft steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht für die folgenden Fälle ganz oder teilweise auszuschließen:
| ― |
Sofern die Schuldverschreibungen gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Der Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer sonstigen Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung von der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder indirekter Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. |
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Sofern und soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft bzw. den Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung dieser Rechte bzw. nach Erfüllung der Wandlungspflichten zustehen würde. |
| ― |
Um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. |
| ― |
Soweit die Schuldverschreibungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen gegen Sachleistungen ausgegeben werden, sofern der Wert der Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis zu dem Wert der Schuldverschreibungen steht. |
Die vorstehend beschriebenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gelten insgesamt nur für Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder -pflichten bzw. Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.
Im Falle der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht können die Gläubiger ihre Schuldverschreibungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen in Aktien der Gesellschaft umtauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann sich auch durch Division des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Schuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine neue Aktie der Gesellschaft ergeben. Das Umtauschverhältnis kann in jedem Fall auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Im Übrigen kann vorgesehen werden, dass Spitzen zusammengelegt und/oder in Geld ausgeglichen werden. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.
Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen. Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung nicht übersteigen.
Der jeweils festzusetzende Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft (Bezugspreis) muss entweder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder mindestens 80 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der Tage, an denen die Bezugsrechte an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsenhandelstage des Bezugsrechtshandels, entsprechen.
Bei mit Optionsrechten bzw. Wandlungsrechten oder -pflichten verbundenen Schuldverschreibungen können im Fall der wirtschaftlichen Verwässerung des Werts der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG die Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen wertwahrend angepasst werden, soweit die Anpassung nicht schon durch Gesetz geregelt ist. Die Anleihebedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung oder anderer außerordentlicher Maßnahmen beziehungsweise Ereignisse (wie z. B. Kontrollerlangung durch Dritte, ungewöhnlich hohe Dividenden) eine wertwahrende Anpassung der Optionsrechte bzw. Wandlungsrechte/-pflichten vorsehen.
Die Anleihebedingungen können auch eine Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit (oder zu einem früheren Zeitpunkt) begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit der mit einem Wandlungs- oder Optionsrecht verbundenen Schuldverschreibungen (dies umfasst auch eine Fälligkeit wegen Kündigung) den Gläubigern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Anleihebedingungen können weiter jeweils festlegen, dass die Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden können oder das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.
Schließlich können die Anleihebedingungen vorsehen, dass im Falle der Wandlung die Gesellschaft den Wandlungsberechtigten nicht Aktien der Gesellschaft gewährt, sondern einen Geldbetrag zahlt, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der K+S-Aktien im XETRA-Handel (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der zehn Börsenhandelstage nach Erklärung der Wandlung oder der Optionsausübung entspricht.
Der Vorstand ist ermächtigt, im Rahmen der vorstehend beschriebenen Vorgaben mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutz, und den Wandlungs- bzw. Optionszeitraum festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen der die Wandel - und/oder Optionsschuldverschreibungen begebenden Beteiligungsgesellschaften festzulegen.
Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung bis zum 11. Mai 2020 von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Stückaktien erfolgt zu dem jeweils festzulegenden Wandlungs- bzw. Optionspreis wie vorstehend beschrieben.
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandlungs- oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegeben wurden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger der von der Gesellschaft oder von einer Konzerngesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen mit Wandlungspflicht ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen oder soweit die Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 12. Mai 2015 bis zum 11. Mai 2020 ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen; abweichend hiervon kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festlegen, dass die neuen Stückaktien vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teilnehmen, für das im Zeitpunkt der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder der Erfüllung von Wandlungspflichten noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Einzelheiten der Durchführung einer bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Die Begebung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen kann zusätzlich zu den klassischen Möglichkeiten der Fremd- und Eigenkapitalaufnahme die Möglichkeit bieten, je nach Marktlage attraktive Finanzierungsalternativen am Kapitalmarkt zu nutzen. Aus Sicht des Vorstands besteht ein Interesse der Gesellschaft, dass auch ihr diese Finanzierungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Die Emission von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen ermöglicht die Aufnahme von Kapital zu attraktiven Konditionen. Die erzielten Wandel- bzw. Optionsprämien kommen der Kapitalbasis der Gesellschaft zugute und ermöglichen ihr so die Nutzung günstiger Finanzierungsmöglichkeiten. Die ferner vorgesehene Möglichkeit, neben der Einräumung von Wandel- und/oder Optionsrechten auch Wandelpflichten zu begründen, erweitert den Spielraum für die Ausgestaltung dieses Finanzierungsinstruments. Die Ermächtigung gibt der Gesellschaft die erforderliche Flexibilität, die Schuldverschreibungen selbst oder über unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaften zu platzieren. Durch die Möglichkeit, das Bezugsrecht auszuschließen, erhält die Gesellschaft die Möglichkeit, günstige Börsensituationen rasch wahrnehmen und eine Schuldverschreibung schnell und flexibel zu attraktiven Konditionen am Markt platzieren zu können.
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse, mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots. Bei einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem XETRA (oder einem an dessen Stelle tretenden, funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung der Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder einer Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann das Volumen des Angebots bzw. der Aufforderung begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots bzw. die Verkaufsangebote dieses Volumen überschreiten, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.
www.kpluss.com/hv2015
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben werden oder wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
| ― |
Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; |
| ― |
Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen; |
| ― |
Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind. |
Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet. Sofern während der Laufzeit der vorliegenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von anderen Ermächtigungen zur Ausgabe oder zur Veräußerung von Aktien der Gesellschaft oder zur Ausgabe von Rechten, die den Bezug von Aktien der Gesellschaft ermöglichen oder zu ihm verpflichten, Gebrauch gemacht und dabei das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf die Summe der insgesamt unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen oder veräußerten Aktien 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.
Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund vorstehender Ermächtigung oder einer früher von der Hauptversammlung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben werden oder wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 zweiter Halbsatz AktG ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden. Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z. B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Darüber hinaus soll es der Gesellschaft ermöglicht werden, die Aktien auch zur Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen zu verwenden. Es kann zweckmäßig sein, anstelle neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung ganz oder teilweise eigene Aktien zur Erfüllung der Wandlungs- oder Optionsrechte einzusetzen. Durch die Verwendung eigener Aktien wird die Verwässerung der Anteile der Aktionäre, wie sie bei einem Einsatz des bedingten Kapitals eintreten würde, ausgeschlossen. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Alternative zu deren Verwendung im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.
K+S hat im Jahr 2019 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € vereinbart. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Auch bei den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT emittierten Anleihen sowie bei den begebenen Schuldscheindarlehen haben die jeweiligen Gläubiger im Fall eines Kontrollwechsels das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Anleihen bzw. Schuldscheindarlehen zu kündigen.
Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.
Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf Seite 151 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.
Als international agierendes Unternehmen wird K+S regelmäßig mit einer Vielzahl von Entwicklungen und Ereignissen konfrontiert, die das Erreichen der finanziellen und nichtfinanziellen Ziele beeinflussen können. Den Ausgangspunkt für das Risiko- und Chancenmanagement bei K+S stellen Strategie und Planung dar.
Risiken verstehen wir als negative und Chancen als positive Abweichungen möglicher künftiger Entwicklungen von einem Plan- oder Zielwert.
Die Identifikation von Risiken und Chancen erfolgt regelmäßig in den jeweiligen Untemehmenseinheiten. Dafür stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung. Wir beschäftigen uns intensiv im laufenden Geschäftsbetrieb und im Projektmanagement u. a. mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, der Auswertung verschiedenster externer Informationen, den relevanten Umsatz- und Kostengrößen, bergtechnischen Gegebenheiten sowie der Verfolgung von Risikoindikatoren und Erfolgsfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen, rechtlichen und politischen Umfeld.
,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 99
Für das Management von Risiken und Chancen haben wir spezifische Prozesse etabliert und dokumentiert. Für jedes Risiko wird zunächst eine Bruttobewertung durchgeführt. Hierbei werden die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Schadenspotenzial hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen quantitativ bewertet. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risikoszenarien. Ziel ist es, das Schadenspotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Die Entscheidung über die Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt auch die notwendigen Kosten. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten übertragen werden. Sofern Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und/ oder Bruttoschadenspotenzial durch wirksame und angemessene Gegensteuerungsmaßnahmen zuverlässig gemindert werden können, liegt der Fokus der Betrachtung auf der sich hieraus ergebenden Nettoeintrittswahrscheinlichkeit und auf dem ergebniswirksamen Nettoschadenspotenzial.
Die interne Risikobewertung erfolgt hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenspotenzial jeweils für einen kurz-, mittel- und langfristigen Betrachtungszeitraum, d. h. für die kommenden 12, 36 und 120 Monate ab dem Zeitpunkt der Identifikation bzw. Überprüfung. Die für bereits identifizierte Risiken durchgeführten Bewertungen sowie die erarbeiteten und ggf. umgesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen werden laufend auf ihre Aktualität und Wirksamkeit überprüft, angepasst und bei wesentlichen Änderungen sowie bei Überschreitung definierter Schwellenwerte berichtet.
Zur Bewertung ihrer finanziellen Auswirkungen wird jede Chance auf ihre Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und damit verbundene mögliche Risiken hin untersucht. Um Chancen effektiv nutzen zu können, werden geeignete Fördermaßnahmen gezielt gesucht, verfolgt und umgesetzt. Das Nutzenpotenzial bezieht sich nur auf die Nettoperspektive nach Durchführung von angemessenen Fördermaßnahmen. Die Bewertungszeiträume sind mit denen der Risikobewertung identisch.
Identifizierte Risiken können auch negative Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung haben. Solche Auswirkungen können im Falle eines Risikoeintritts auch Reputationsrisiken nach sich ziehen, die sich nicht oder nur schwer quantifizieren lassen.
Die Identifikation und Bewertung der nichtfinanziellen Auswirkungen erfolgt auf der Grundlage unserer zentralen Nachhaltigkeitsanalysen sowie anhand des Schadenspotenzials und der Eintrittswahrscheinlichkeit.
Systeme und Konzepte zur Handhabung von Entwicklungen oder Ereignissen, die Einfluss auf die genannten Aspekte haben können, werden im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung beschrieben.
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 83
Der internen Risiko- und Chancenberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach berichten die Unternehmenseinheiten laufend über Risiken und Chancen, wenn definierte Schwellenwerte sowohl für die Eintrittswahrscheinlichkeit als auch für das Schadens- bzw. das Nutzenpotenzial überschritten werden. Ferner wird darüber informiert, ob ein Risiko bzw. eine Chance in der Hochschätzung bzw. Planung berücksichtigt ist.
Risiken und Chancen, deren finanzielle Auswirkungen in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung durch entsprechende Ergebnisabschläge bzw. -zuschläge berücksichtigt werden, sind nicht Gegenstand der Risiko- und Chancenberichterstattung. Risiken im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Aspekten entsprechend der Definition des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes müssten mindestens das Schadensausmaß "wesentlich" und eine mit "wahrscheinlich" angenommene Eintrittswahrscheinlichkeit (> 50 %) haben. Solche Risiken wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht identifiziert. Sofern jedoch bei Eintritt der identifizierten Risiken wesentliche bzw. schwerwiegende nichtfinanzielle Auswirkungen auf die Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung resultieren könnten, nennen wir diese im Rahmen der jeweiligen Risikobeschreibung.
Darüber hinaus sind bei der Festlegung der für die Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung maßgeblichen generellen Prämissen (z. B. Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze) die insoweit jeweils relevanten Risiken und Chancen auf Basis des wahrscheinlichsten Falls zu berücksichtigen. Zusätzlich ist für die einzelnen Planungsprämissen aufzuzeigen, welchen negativen/ positiven Einfluss bestimmte Abweichungen auf die einzelnen Planungsgrößen hätten ("Sensitivitäten").
Vorstand sowie Management haben in einem standardisierten Berichtswesen laufend einen Überblick über die aktuelle Risiko- und Chancensituation. Kurzfristig auftretende wesentliche Risiken werden unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich, informiert.
Unser Ziel ist es, finanzwirtschaftliche Risiken (z. B. Wechselkursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein spezielles Management zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuern wir unsere Kapitalstruktur, um die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit jederzeit nachhaltig sicherzustellen.
,Finanzlage', Seite 65
Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Erlösrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Regelungen bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Zinssätzen ergeben. Sofern hier zur Sicherung gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Partnern abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Partner bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken erfolgt generell eine ausgewogene Verteilung der eingesetzten Finanzderivate auf verschiedene Kontrahenten.
Die gewählten Instrumente werden ausschließlich zur ökonomischen Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte; damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i. d. R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte).
,Anhang', Seite 196
Im Folgenden werden diejenigen Risiken und Chancen beschrieben, die innerhalb der Mittelfristplanung (drei Jahre) Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S nehmen können und nicht bereits in der Planung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen bzw. -zuschlägen berücksichtigt sind. Dabei wird hinsichtlich des kumulierten Nettoschadens- bzw. Nettonutzenpotenzials wie folgt unterschieden:
| ― |
wesentliche finanzielle Auswirkung: > 200 Mio. € |
| ― |
moderate finanzielle Auswirkung: > 25-200 Mio. € |
Bezüglich der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit wird wie folgt differenziert:
| ― |
wahrscheinlich: > 50 % |
| ― |
möglich: 10-50 % |
| ― |
unwahrscheinlich: < 10 % |
Die Veränderung der Einschätzung der Risiken und Chancen stellen wir gegenüber der Vorperiode wie folgt dar:
| ― |
höher als im Vorjahr: |
| ― |
niedriger als im Vorjahr: |
Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber den unserer Mittelfristplanung zugrunde liegenden Annahmen kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung von Risiken und Chancen führen, die dann in unserer Zwischenberichterstattung entsprechend kommuniziert wird.
Tabelle B.64 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Risiken mit wesentlichem bzw. moderatem Nettoschadenspotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Risiken aus unterschiedlichen operativen Einheiten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Risiken verstehen sich als mögliche negative Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern keine operative Einheit hervorgehoben wird, betreffen die Risiken die gesamte K+S GRUPPE.
Tabelle B.63 gibt für einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren einen Überblick über die Chancen mit wesentlichem und moderatem Nettonutzenpotenzial und deren Nettoeintrittswahrscheinlichkeit sowie die Änderung der Einschätzung gegenüber dem Vorjahr. Vergleichbare Chancen aus unterschiedlichen operativen Einheiten werden aggregiert berichtet. Die aufgeführten Chancen verstehen sich als mögliche positive Abweichungen gegenüber den in der Mittelfristplanung gesetzten Prämissen (z. B. für Mengen, Erlöse, Kosten, Wechselkurse, Zinssätze). Sofern keine operative Einheit hervorgehoben wird, betreffen die Chancen die gesamte K+S GRUPPE.
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Nutzenpotenzial | |
| Externe und branchenspezifische Chancen | ||
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | moderat |
| Nachfrageanstieg/Preiserhöhung | möglich | wesentlich ↑ |
| Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen | möglich | wesentlich |
| Operative Chancen | ||
| Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Kapazitätserweiterungen, Kostenoptimierung, Akquisitionen und/oder strategische Partnerschaften, Innovation | möglich | moderat |
| Hebung von Synergien | möglich | moderat |
| Ramp-Up-Phase am Standort Bethune | möglich | moderat |
| Rechtsstreitigkeiten | möglich | moderat |
| Energiekosten | möglich | moderat |
| Finanzwirtschaftliche Chancen | ||
| Währung/Wechselkursschwankungen | möglich | wesentlich |
| Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | möglich | moderat |
| Verbesserung des Unternehmensratings | möglich | moderat |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Schadenspotenzial | |
| Externe und branchenspezifische Risiken | ||
| Gesamtwirtschaftliche Entwicklung | möglich | wesentlich |
| Nachfragerückgang/Angebotsausweitung/Preisverfall | möglich | wesentlich |
| Witterungsbedingte Nachfrageschwankungen | möglich | wesentlich |
| Witterungsbedingte Zusatzkosten | möglich | moderat |
| Risiken aus Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen | ||
| Bewirtschaftungsplanung nach der Wasserrahmenrichtlinie und Veränderung, Versagung oder gerichtliche Aufhebung behördlicher Genehmigungen für die Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen in Deutschland | möglich | wesentlich |
| Gestiegene Anforderungen an die Lagerung von Auftausalz in Nordamerika unter freiem Himmel | möglich | wesentlich |
| Bergrechtliche Sicherheitsleistungen | möglich | moderat |
| Restriktivere Auslegung bestehender Vorschriften zur Entsorgung bergbaulicher Abfälle unter Tage | möglich | moderat |
| Operative Risiken | ||
| Hebung von Synergien | möglich | moderat |
| Ramp-Up-Phase am Standort Bethune | möglich | moderat |
| Prozessrisiken und Rechtsstreitigkeiten | möglich | moderat |
| Energiekosten und Energieversorgung | möglich | moderat |
| Frachtkosten und Transportverfügbarkeit | möglich | moderat |
| Produktionstechnik | möglich | moderat |
| Veränderungen in der Rohsalzzusammensetzung | möglich | moderat |
| Kohlendioxid-Einschlüsse in Lagerstätten | möglich | moderat |
| Schäden durch Gebirgsschlag | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Wasserzutritt | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Compliance | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Lieferantenausfälle und Lieferengpässe | unwahrscheinlich | moderat |
| Personal | unwahrscheinlich | moderat |
| Informationssicherheit | unwahrscheinlich | moderat |
| Reputation | unwahrscheinlich | moderat |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Währung/Wechselkursschwankungen | möglich | wesentlich |
| Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus | möglich | moderat |
| Verschlechterung des Unternehmensratings | möglich | moderat |
| Liquidität | unwahrscheinlich | wesentlich |
| Ausfall von Forderungen an Kunden | unwahrscheinlich | moderat |
| Ausfall von Partnern bei Finanzgeschäften | unwahrscheinlich | moderat |
Die Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln und Düngemittelspezialitäten der operativen Einheit Europe+ wird deutlich durch das Wirtschaftswachstum und den damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den für uns relevanten Regionen, die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe und zum Teil auch durch politische Entscheidungen in einigen Verbraucherländern beeinflusst. Die internationalen Preise für Kaliumchlorid stiegen im Jahresverlauf 2018 deutlich an und setzten damit die seit Mitte 2016 anhaltende positive Entwicklung fort. Im ersten Halbjahr 2019 blieben die Preise weitgehend stabil. Seit September 2019 sind die Marktbedingungen insbesondere aufgrund des chinesischen Importstopps allerdings herausfordernd. Insgesamt sollte das Agrarpreisniveau im Mittelfristzeitraum unserer Einschätzung nach wieder einen Anreiz für die Landwirtschaft darstellen, den Ertrag je Hektar auch durch einen verstärkten Einsatz von Pflanzennährstoffen zu steigern. Es besteht ein Risiko, dass sich das Wachstum der Schwellenländer entgegen den Erwartungen verlangsamt und/oder die Staatsschuldenkrise im Euroraum wieder an Schärfe gewinnt. Sollte dies dazu führen, dass die Agrarpreise auf ein Niveau fallen, das bei den Landwirten Verunsicherung über ihre künftige Ertragssituation auslöst, könnte dies deren Nachfrageverhalten nach Pflanzennährstoffen negativ beeinflussen. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität des jeweiligen Szenarios abhängig.
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen', Seite 56
Der Einfluss der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Nachfrage nach Auftausalz und Salzprodukten für industrielle Anwendungen sowie Salzprodukten für den Endverbraucher ist von untergeordneter Bedeutung, da das Geschäft nur wenig konjunkturabhängig ist.
Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als erwartet und das Wachstum insbesondere in unseren Hauptabsatzregionen Europa, Nordamerika, Brasilien und Südostasien höher ausfallen als allgemein prognostiziert, könnte das zu positiven Abweichungen gegenüber der Planung führen.
Auf die oben beschriebenen Einflüsse würden wir mit bedarfsorientierter Produktionssteuerung reagieren.
Umwelt- und Industriepolitik sind weltweit weiter im Wandel. Die Auswirkungen des deutschen Klimapakets sind, soweit einschlägig, in unserer Planung oder im Rahmen des jeweiligen Risikos berücksichtigt. Die Folgen des Green Deal der EU, mit der Klimaneutralität und höhere Umweltstandards eingeführt werden sollen, können ambitionierter als die deutschen Ziele sein und sind noch nicht absehbar.
Die Planung von K+S basiert auf den im Prognosebericht wiedergegebenen Erwartungen; die Bewertung der künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation geht somit direkt in die Prognose für 2020 ein.
Vor allem die Produkte im Kundensegment Landwirtschaft der operativen Einheit Europe+ könnten durch äußere Einflüsse von erheblichen Rückgängen in der Nachfrage bedroht sein. Diese führen oftmals zu empfindlichen Preisrückgängen.
Auf der Nachfrageseite könnten makroökonomische Faktoren wie ungünstige Wechselkursveränderungen oder eine sinkende Liquidität landwirtschaftlicher Betriebe die Nachfrage in einzelnen Absatzregionen beeinflussen. Dies gilt auch für politische Markteingriffe beispielsweise durch regionale Subventionskürzungen, die Festlegung von Zöllen für Düngemittel und/oder Agrarprodukte oder die Einführung restriktiver Düngevorschriften. So hat der seit September 2019 anhaltende Importstopp für Kaliumchlorid in China auch in anderen Absatzregionen für Kaufzurückhaltung und sinkende Preise gesorgt. Umwelteinflüsse wie Krankheiten bei bestimmten Anbaukulturen, das Auftreten von Tierseuchen oder ungünstigen Witterungsbedingungen könnten ebenfalls zu einem Nachfragerückgang mit gleichzeitigem Preisverfall führen. Darüber hinaus könnte sich auch eine bewusste Kaufzurückhaltung unserer Kunden negativ auf die Nachfrage und die Preise auswirken.
Auf der Angebotsseite könnten sich Veränderungen aufgrund von Kapazitätsausweitungen ergeben. Sollte der Markt für zusätzliche Angebotsmengen nicht in voller Höhe aufnahmebereit sein, könnte dies den Wettbewerbsdruck für einen Übergangszeitraum erhöhen und zu sinkenden Preisen führen. Weiterhin könnten die Produzenten im Rahmen der gegebenen Kapazitäten versuchen, durch Angebotsausweitung Marktanteile dazu- bzw. verloren gegangene Marktanteile zurückzugewinnen. Zunehmender Wettbewerbsdruck mit Preisverfall könnte auch aus einem Nachfragerückgang resultieren.
Erhebliche Erhöhungen der Kapazitäten und deren Ausnutzung, Angebotsausweitungen einzelner Produzenten im Rahmen gegebener Kapazitäten sowie längerfristige Nachfragerückgänge könnten sich erheblich auf die Preisbildung und/oder die Absatzmöglichkeiten auswirken. Dabei könnte die bestehende Struktur des gesamten Marktes für Pflanzennährstoffe verändert werden. Daher kann ein Rückgang der Kalipreise und/oder der absetzbaren Mengen nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen für das Unternehmen sind von Dauer und Intensität dieser Ereignisse abhängig. Da die Erschließung neuer Kalikapazitäten sehr kapitalintensiv und in der Umsetzung langfristig ist, dürfte ein Anreiz für die Produzenten darin bestehen, eine attraktive Prämie auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Wir sehen die langfristigen Treiber als nach wie vor gültig an: Die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Pflanzennährstoffen wird von Megatrends wie dem demografischen Wandel sowie dem Bevölkerungswachstum und aufstrebenden Volkswirtschaften getragen. Pflanzennährstoffe mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung spielen daher in der Agrarproduktion auch künftig eine zentrale Rolle.
Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit arbeiten wir u. a. an der weiteren Verbesserung unserer Kosten- und Organisationsstrukturen sowie an dem Ausbau unserer Düngemittelspezialitäten.
Chancen mit wesentlichen positiven Effekten bestehen grundsätzlich bei der Nachfrage nach mineralischen Düngemitteln und Düngemittelspezialitäten der operativen Einheit Europe+.
Die Branchensituation im Kundensegment Landwirtschaft der operativen Einheit Europe+ war bis September 2019 sowohl von einer guten Nachfrage als auch einem guten Preisniveau geprägt. Seit September 2019 sind die Marktbedingungen vor dem Hintergrund des chinesischen Importstopps allerdings herausfordernd. Sofern Landwirte ihre gegebenenfalls noch zur Verfügung stehenden unbewirtschafteten Flächen nutzen oder die Intensität der bestehenden Bewirtschaftung erhöhen, würde dies einen zusätzlichen Einsatz an Pflanzennährstoffen erfordern und könnte dazu führen, dass die globale Nachfrage nach Kalidüngemitteln in Zukunft stärker wächst als bislang prognostiziert. Weiterhin könnte die Tendenz zu einem ausgewogeneren Einsatz der Hauptnährstoffe Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) (Balanced Fertilization) in wichtigen Absatzregionen wie Indien und China zu einem überproportionalen Wachstum der Kalinachfrage führen.
Die finanziellen Auswirkungen des damit verbundenen Nachfrageanstiegs sind stark von dem Ausmaß der dadurch ausgelösten Erhöhung der Düngemittelpreise abhängig. Positive Preiseffekte mit moderaten Auswirkungen halten wir gegenüber den Annahmen unserer Mittelfristplanung für möglich, wesentliche Auswirkungen sehen wir aufgrund des erwarteten Wettbewerbs mittelfristig jedoch nicht.
Im Kundensegment Gemeinden der operativen Einheiten Europe+ und Americas hat die Witterung besonders in den Auftausalzregionen Europas und Nordamerikas eine besondere Relevanz. Unsere Planung basiert dabei auf einem gleitenden Durchschnitt über die vergangenen zehn Jahre. Überdurchschnittlich strenge Winter in den Auftausalzregionen von K+S können sich aufgrund einer witterungsbedingten Nachfrageerhöhung deutlich positiv auf den Absatz von Auftausalz auswirken. Dies wiederum könnte zu einer angespannten Situation bei den Lagerbeständen führen und in Preiserhöhungen resultieren. Dagegen können milde Winter zu einem witterungsbedingten Nachfragerückgang führen und somit den Absatz erheblich verringern; hohe Lagerbestände an Auftausalz könnten die Folge sein und somit die Preise im Rahmen des Voreinlagerungsgeschäfts und der Ausschreibungen für die kommende Wintersaison belasten. Beide Fälle würden, bezogen auf ein Jahr, einen moderaten finanziellen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Unternehmens haben. Sollten sich solche für uns positive bzw. negative Witterungsbedingungen innerhalb des Mittelfristzeitraums wiederholen, könnten sich wesentliche Chancen bzw. Risiken ergeben.
Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung, bedarfsorientierter Produktionssteuerung und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Strategische Lagerbestände sowie eine flexible Anpassung der Produktion von Auftausalz ermöglichen es uns, ggf. auch kurzfristig eine stark steigende Nachfrage zu bedienen.
In der operativen Einheit Europe+ könnte sich im Kundensegment Landwirtschaft durch einen witterungsbedingten Nachfragerückgang ein Absatzrisiko ergeben und sinkende Preise nach sich ziehen. Beispielsweise könnte eine dauerhaft nasskalte Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Pflanzennährstoffen führen. Dies gilt auch für Wetterphänomene wie El Nino, La Nina oder Dürren, die bedeutende Ertragseinbußen für die Landwirte in den betroffenen Regionen und einen reduzierten Einsatz von Pflanzennährstoffen zur Folge haben könnten.
In der operativen Einheit Europe+ spielen an einigen Produktionsstandorten die wasserrechtlichen Rahmenbedingungen eine besondere Rolle für die uneingeschränkte Nutzung der zur Verfügung stehenden technischen Produktionskapazitäten. Daher hat K+S die Flexibilität im Abwassermanagement des Werkes Werra deutlich erhöht. Mit dem kontinuierlichen übertägigen Ausbau von Speicherbeckenkapazitäten, der Inbetriebnahme der Kainit-Kristallisations- und Flotationsanlage (KKF-Anlage) im Januar 2018, der Genehmigung untertägiger Zwischenspeicherkapazitäten im August 2019 und unter der Annahme einer störungsfreien Nutzung der Versenkung bzw. der zukünftig geplanten, dauerhaften Einstapelung unter Tage ab dem Jahr 2022 gehen wir davon aus, dass die Produktion im Werk Werra in einem hydrologischen Normaljahr im Rahmen der bestehenden Genehmigungen gesichert ist. In einem trockenen Jahr müssten allerdings größere Mengen an Salzabwässern standortfern entsorgt werden, wodurch zusätzliche Kosten für den Transport dieser Rückstände anfallen würden. Bei extremer Trockenheit (vergleichbar mit dem Sommer/Herbst 2018) mit einer über einen sehr langen Zeitraum außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra könnte es zu Produktionsunterbrechungen kommen, sofern alle verfügbaren Ressourcen für eine standortferne Entsorgung ausgeschöpft sind. Neben der geringen Wasserführung kann auch die Wassertemperatur die Produktion des Werks Werra beeinflussen, da die Einleitung der Kühlwässer in Werra und Ulster zusätzlich durch behördlich festgelegte Temperaturgrenzwerte limitiert wird.
Für die Ausübung unserer Tätigkeiten, insbesondere in den Bereichen Bergbau/Gewinnung/Aufbereitung und Rückstandsentsorgung, ist eine Vielzahl öffentlich-rechtlicher Zulassungen und Erlaubnisse Voraussetzung. Der Rahmen für die Erteilung dieser Zulassungen und Erlaubnisse wird für die Produktion in Deutschland und Europa ganz maßgeblich durch die europäischen und nationalen Vorgaben des Umwelt-, Wasser- und Bergrechts vorgegeben. Die Regelungsdichte wird nach unserer Einschätzung künftig weiter zunehmen.
Für alle genehmigungsbedürftigen Tätigkeiten besteht nach Erteilung einer entsprechenden Zulassung oder Erlaubnis das Risiko, dass von dritter Seite Rechtsmittel gegen diese eingelegt und die Zulassung/Erlaubnis durch Gerichte aufgehoben wird. Darüber hinaus können Verlängerungen bestehender Zulassungen und Erlaubnisse oder neu erteilte inhaltlich begrenzt, zeitlich befristet, dauerhaft verändert, versagt oder mit weiteren Auflagen versehen werden. Außerdem können Nebenbestimmungen einzelner Zulassungen/Erlaubnisse dazu führen, dass diese ausgesetzt oder aufgehoben werden.
In der operativen Einheit Europe+ entstehen feste und flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Rückstandshalden. Die festen Rückstände werden entweder auf unsere Rückstandshalden verbracht oder unter Tage versetzt. Die Salzabwässer werden zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in begrenztem Umfang in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt. Ebenso werden damit stillgelegte Bergwerke zur langfristigen Sicherung geflutet.
Für die genannten Entsorgungswege der o. g. Rückstände der deutschen Standorte legen die Bewirtschaftungspläne auf der Basis der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des deutschen Wasserrechts wesentliche Rahmenbedingungen fest. Für die nächsten Jahre sind dabei die Bewirtschaftungspläne für die zweite Bewirtschaftungsperiode 2015 bis 2021 der einzelnen Flussgebietsgemeinschaften (FGG) relevant.
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Der zurzeit geltende Bewirtschaftungsplan bildet den regulatorischen Rahmen für die Zeit von 2015 bis 2021 und führt in diesem Zeitraum zu keinen unmittelbar nachteiligen Auswirkungen auf die Kaliproduktion. Weitere Maßnahmen und Zielwerte für die dritte Bewirtschaftungsperiode 2021 bis 2027 werden aktuell neu festgelegt. Sollten sich die im Bewirtschaftungsplan 2015 bis 2021 der FGG Weser enthaltenen Punkte (insbesondere die Zielwerte im Gewässer) auch im Plan für die Zeit ab 2022 wiederfinden, ohne dass weitere umsetzbare und verhältnismäßige Maßnahmen zur Verfügung stehen, sind erhebliche Risiken für die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen der Werke Werra und Neuhof nicht auszuschließen. Infolgedessen könnten sowohl die Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage der Region wesentlich negativ betroffen werden.
In der genannten Zeitspanne 2015 bis 2021 werden weitere Maß -nahmen der Salzabwasservermeidung und zusätzliche Entsorgungswege geprüft.
Für das Kaliwerk Werra besteht die Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigen Prozesswässern bis Ende 2021. Dabei besteht eine Begrenzung sowohl hinsichtlich der jährlichen Versenkmenge von 1,5 Mio. m 3 als auch bezogen auf eine Tagesmenge von 5.000 m 3 . K+S wird keinen Antrag auf Fortsetzung der Versenkung stellen. Wenn wider Erwarten Sachverhalte eintreten, die zu einer nachteiligen Beeinflussung von nutzbaren Grundwasserressourcen führen könnten, Nebenbestimmungen nicht eingehalten werden könnten oder Klagen gegen die bestehende Erlaubnis erfolgreich wären, könnte diese Genehmigung eingeschränkt oder aufgehoben werden.
Dies könnte zu Produktionsausfällen und/oder zu erheblichen Produktionseinschränkungen wegen fehlender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer (Versenkmengen) an den betroffenen Standorten und/oder zu zusätzlichen Kosten für den Transport zu standortfernen Entsorgungsalternativen führen. Wir gehen davon aus, dass die Entscheidungen der Behörde Bestand haben und eine Kaliproduktion im Werk Werra unter den gegebenen Rahmenbedingungen weiterhin gewährleistet ist. Die Ergebnisse eines 3D-Grundwassermodells bestätigen zudem, dass nachteilige Auswirkungen der Versenkung auf das Grundwasser ausgeschlossen werden können. Trotzdem ist ein Widerruf möglich, sofern die Einhaltung von Grenzwerten an zwei Brunnen einer Trinkwassergewinnungsanlage nicht gewährleistet wird.
K+S arbeitet weiterhin intensiv an Maßnahmen zur Verminderung des Anfalls salzhaltiger Abwässer und an alternativen Entsorgungsmöglichkeiten. Eine zentrale Maßnahme stellt dabei die Einstapelung von Salzwässern unter Tage im Grubenfeld Springen (Bergwerk Merkers) ab dem Jahr 2022 dar. Mit dieser Maßnahme soll zukünftig die Versenkung, die Ende 2021 beendet wird, dauerhaft ersetzt werden. Bei der Einstapelung unter Tage ist eine Versalzung des Grundwassers ausgeschlossen. Das Genehmigungsverfahren ist im Zeitplan. Damit soll zukünftig die Entsorgung anfallender Produktions- und Haldenwässer durch die Einleitung in die Werra und die Einstapelung unter Tage gewährleistet werden. Zusätzlich werden Forschung und Entwicklung sowie Innovationsaktivitäten weiter fortgesetzt. Ziel ist es, die Wertschöpfung und die damit verbundenen Arbeitsplätze dauerhaft zu erhalten sowie Werra und Weser weiter zu entlasten und damit die Zukunftsfähigkeit der Kalistandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.
,Umwelt', Seite 88
Sollten Genehmigungen zur Aufhaldung widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen zugelassen werden, würde den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für die festen Rückstände fehlen. Die vollständige Versagung bzw. die Aufhebung aller bestehenden Erlaubnisse und Zulassungen zur Aufhaldung halten wir für unwahrscheinlich, da die Erlaubnisse und Zulassungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vereinbar sind, dem Stand der Technik entsprechen und sich die Regierungen und weite Teile der Politik in den für uns relevanten Bundesländern für den Erhalt des Kalibergbaus in Deutschland ausgesprochen haben.
Einzelne Genehmigungen zu notwendigen Haldenerweiterungen könnten unter Umständen nicht gewährt bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies würde im ungünstigsten Fall eine Anpassung der Produktion und gegebenenfalls eine Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen wirtschaftlichen Folgen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigungslage sowie die wirtschaftliche Lage der betroffenen Region nach sich ziehen. Dies könnte gegebenenfalls durch die Entwicklung weiterer Sicherungsmaßnahmen und Umplanungen vermieden werden, die jedoch zu einer deutlichen Kostenerhöhung führen würden.
Die Genehmigungsbehörden haben am 11. Oktober 2018 den Antrag auf Erweiterung der Rückstandshalde am Standort Hattorf genehmigt. Der aktuelle Genehmigungsstatus bietet in einem ersten Schritt Raum für fünf bis sechs Jahre. Darüber hinaus befindet sich die behördliche Prüfung des Antrags für die zweite Phase der Haldenerweiterung, die bis Anfang der 2040er Jahre reichen soll, in Bearbeitung.
Die Genehmigung für den "Vorzeitigen Beginn" von Teilmaßnahmen zur Erweiterung der Haldenkapazität des Kaliwerks Zielitz wurde am 1. Oktober 2019 erteilt. Damit hat das Werk die Möglichkeit, die für die Fortführung der Produktion am Standort Zielitz erforderlichen vorbereitenden infrastrukturellen Teilmaßnahmen durchzuführen. Mit der Aufhaldung des Rückstands auf der Erweiterungsfläche soll in 2021 begonnen werden. Voraussetzung dafür ist die Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses, der für Ende 2020 erwartet wird. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls umfangreiche Investitionen in den Umweltschutz umgesetzt. Dazu gehören u. a. die Abdeckung der Althalden ab 2025 sowie weitere technische Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltsituation.
Das Genehmigungsverfahren zur Erweiterung der Haldenkapazität am Standort Wintershall entwickelt sich positiv. Der Antrag auf Zulassung des "Vorzeitigen Beginns" für die Flächenrodung wurde am 19. Dezember 2019 positiv beschieden. Wir sind zudem zuversichtlich, die erforderlichen weiteren Genehmigungen für die Haldenerweiterung am Standort Wintershall im Jahr 2020 zu erhalten.
,Haldenmanagement', Seite 92
In der Vergangenheit gab es in Nordamerika keine speziellen Umweltschutzanforderungen an die Lagerung von Auftausalz im Freien. Mittlerweile gehen jedoch Bundesstaaten und Kommunen vermehrt dazu über, entsprechende verbindliche Standards festzulegen. Eine Verschärfung dieser lokalen Anforderungen könnte umfangreiche Maßnahmen erforderlich machen, u. a. auch die Lagerung in Hallen.
In Zusammenarbeit mit Umweltexperten arbeiten wir weiterhin an Umweltaudits für die eigenen und angemieteten Lagerstandorte im Hinblick auf Übereinstimmung mit den neuen örtlichen Anforderungen.
Die Festsetzung bergrechtlicher Sicherheitsleistungen steht im pflichtgemäßen Ermessen der handelnden Behörden; bestehende Sicherheitsleistungen erfolgen derzeit i. d. R. durch die Bildung entsprechender Rückstellungen sowie durch Patronatserklärungen oder Konzernbürgschaften. Sofern zusätzlich Sicherheiten geleistet werden müssten, könnte dies den finanziellen Spielraum des Unternehmens insbesondere dann einengen, wenn diese durch Bankbürgschaften oder die Hinterlegung finanzieller Mittel zu erbringen wären.
Bei den Abfällen unter Tage sind die Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der allgemeinen Bundesbergverordnung (ABBERGV) einzuhalten. Eine zunehmend restriktivere Auslegung des Begriffes "bergbaulicher Abfall" führt zur Einschränkung der Art und Menge an bergbaulichen Abfällen, die unter Tage verbleiben dürfen. Somit erhöhen sich Art und Menge an bergbaulichen Abfällen, die übertägig und damit kostenintensiver zu entsorgen sind. Das würde sowohl zu einem Anstieg der laufenden Entsorgungskosten als auch zu einer Erhöhung der bei Stilllegung der Bergwerksstandorte erforderlichen Aufwendungen führen.
In allen Kundensegmenten nutzen wir Wachstumspotenziale, um unseren Marktanteil durch die Steigerung des Absatzes bei unseren Bestandskunden auszubauen und/oder die Gewinnung von neuen Kunden zu erhöhen. Weiterhin prüfen wir, ob wir mit unseren Produkten neue Absatzregionen erschließen können. Ebenso wollen wir durch Investitionen in neue Produkte und Geschäftsansätze marktseitige Chancen nutzen. Der Unternehmenswert soll dabei stetig gesteigert werden. Dazu ist neben einer organisatorischen Neuausrichtung auch externes Wachstum erforderlich. Darüber hinaus werden permanent Möglichkeiten zur Kostenoptimierung (z. B. durch die Digitalisierung der Prozesse in den Bergwerken unter Tage oder durch die Effizienzsteigerung von Maschinen, Prozessen und Organisationsstrukturen) intensiv geprüft und - sofern sinnvoll - realisiert.
Durch konsequente Umsetzung der in unserer Gruppenstrategie SHAPING 2030 im Detail definierten Wachstumsinitiativen wollen wir erfolgreich die sich bietenden Chancen nutzen und nachhaltig profitabel wachsen.
,Unternehmensstrategie', Seite 49
K+S geht von Synergien in Höhe von mindestens 150 Mio. € ab Ende 2020 vor Inflation im Vergleich zur Kostenbasis im Jahr 2017 aus. Deutliche Abweichungen gegenüber den in der Planung berücksichtigten Effekten stellen sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar.
Mitte der 2020er Jahre wird das neue Kaliwerk Bethune in Kanada seine volle Produktionskapazität erreichen. Bei der Neueinrichtung eines Standorts dieser Größe lassen sich negative Einflüsse beim Übergang in den Regelbetrieb (Ramp-up-Phase) nicht völlig ausschließen. Umgekehrt können die geplanten qualitativen und quantitativen Ziele auch übertroffen werden. Weiterhin können technische und logistische Herausforderungen zu erhöhten Kosten oder geringeren Produktionsmengen führen.
Mit konsequentem Kosten- und Qualitätsmanagement versuchen wir, negative Einflüsse zu begrenzen und Ergebnisbeiträge zu steigern.
K+S ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten.
Es ist nicht auszuschließen, dass K+S im Zusammenhang mit im Rahmen des Investitionsprojekts zur Errichtung des neuen Kaliwerks Bethune bezogenen Lieferungen und Leistungen in weitere Gerichts- und Schiedsverfahren mit Lieferanten involviert wird. Wir haben unsererseits bereits Rückforderungsansprüche gegenüber am Projekt beteiligten Vertragspartnern geltend gemacht. Der Ausgang von möglichen Rechtsstreitigkeiten, deren Klärung oftmals einen langen Zeitraum benötigt, lässt sich nur schwer vorhersagen. Hieraus können sich Zahlungsabflüsse bzw. Zahlungsrückflüsse ergeben, die die Wirtschaftlichkeit des Standorts negativ oder positiv beeinflussen können. Die Auswirkungen auf Liquiditäts- und Ergebnisebene unterscheiden sich deutlich. Durch interne Vorkehrungen wird ein durchgehender Claim-Management-Prozess sichergestellt mit dem Ziel, die bestehenden Forderungen von Lieferanten und Rückforderungen von K+S bestmöglich abzuwickeln.
Die K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH unterhält als Bergwerkseigentümer die Grube Merkers und führt dort Verwahrmaßnahmen durch. Die Kosten der Verwahrmaßnahmen trägt derzeit der Freistaat Thüringen gemäß Freistellungsvertrag zur Altlastensanierung vom Oktober 1999, wobei das Land die Kostentragungsverpflichtung nach dem Freistellungsvertrag gerichtlich überprüfen lässt. Das Verwaltungsgericht (VG) Meiningen hat in erster Instanz entschieden, dass der Freistaat Thüringen den Vertrag uneingeschränkt einzuhalten und somit die Kosten der Altlastensanierung zu tragen hat. Dieser Vertrag verpflichtet das Land Thüringen, die Kosten für die durch den DDR-Kalibergbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet bis 1990 entstandenen Umweltschäden zu übernehmen. Hiergegen ist das Land in Berufung gegangen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Weimar hat die Berufung des Landes Thüringen gegen das Urteil des VG Meiningen zugelassen. Eine Entscheidung des Gerichts in der Sache steht noch aus. Wir sind weiter von der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung überzeugt und halten daher wesentliche Auswirkungen für unwahrscheinlich.
Zur Finanzierung von Konzerngesellschaften nutzt die K+S AKTIENGESELLSCHAFT Tochtergesellschaften in Malta und Belgien. Im Rahmen der Betriebsprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 erfolgte in diesem Zusammenhang eine erneute Überprüfung und erstmalig eine Beanstandung, die zur steuerlichen Hinzurechnung von ausländischen Einkünften führte. Es wurden entsprechende Steuernachzahlungen festgesetzt. Ferner drohen Steuernachzahlungen für Folgejahre. Gegen vorliegende Steuerbescheide wurden Rechtsbehelfe eingelegt. Die Vollziehung der Steuerbescheide wurde durch die Finanzbehörde antragsgemäß ausgesetzt. Die Rechtsbehelfsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Es wird als unwahrscheinlich angesehen, dass sich die Finanzverwaltung in einem gerichtlichen Verfahren mit ihrer Auffassung durchsetzt.
Alle übrigen Prozessrisiken sind im Rahmen des jeweiligen Risikos dargestellt.
Die Energiekosten von K+S werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas und Strom bestimmt. Dies gilt in unterschiedlicher Ausprägung für sämtliche Unternehmenseinheiten. Energiepreise sind häufig starken Schwankungen unterworfen. Deutliche marktbedingte Energiepreissteigerungen gegenüber dem in der Planung berücksichtigten Preisniveau stellen ein Kostenrisiko dar und können in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Ebenso kann eine Novellierung des ErneuerbareEnergien-Gesetzes (EEG) oder eine Überprüfung der Kriterien zur Befreiung von der EEG-Umlage für stromkostenintensive Unternehmen zu Kostenerhöhungen führen. Auswirkungen des Energiesammelgesetzes (EnSaG), des Gesetzesentwurfs zum Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sowie der vierten Phase des europäischen Emissionsrechtehandels (EU ETS) wurden in der Planung berücksichtigt. Eine positive Entwicklung bei Energiekosten gegenüber den Planansätzen bietet K+S dagegen eine Chance.
Zur Begrenzung dieses Risikos haben wir den Erdgasbedarf unserer Kali- und Salzproduktion in Europa durch die Nutzung von Dampf aus Ersatzbrennstoff-Heizwerken reduziert. Darüber hinaus verfolgen wir weltweit eine Sicherungsstrategie, die es uns ermöglicht, durch den Abschluss fester Lieferverträge mittelfristig attraktive Erdgasbezugspreise zu sichern.
,Energie/Klima', Seite 94
,Umwelt', Seite 88
Unsere Gesamtkosten werden in erheblichem Maße von Frachtkosten beeinflusst. Ein mengenmäßig erheblicher Anteil unserer Produkte muss zum Teil über große Entfernungen zum Kunden transportiert werden. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Absatzmöglichkeiten und damit die Produktion einschränken.
Unser Ziel ist es, erwartete Kostensteigerungen zu begrenzen und über langfristige Verträge Transportraum für die Unternehmensgruppe abzusichern.
Die Produktionsanlagen der K+S GRUPPE zeichnen sich durch eine hohe Komplexität und Leistungsfähigkeit aus. Aufgrund von Betriebs- und Unfallrisiken und zunehmender Alterung, der unsere Anlagen, Produktionsstätten, Läger und Verladeanlagen ausgesetzt sind, können Betriebsstörungen eintreten sowie erhebliche Personen- und Sachschäden oder auch Umweltbelastungen entstehen.
Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, werden diese Risiken durch den Abschluss geeigneter Versicherungen begrenzt. Gezielte Schulungen und die Weiterbildung der Mitarbeiter sollen zusätzlich die Arbeitssicherheit erhöhen. Es werden Programme durchgeführt, um die Verfügbarkeit der kritischen Anlagenteile, wie Fördereinrichtungen, Dampfproduktion, Gebäude etc. mit effizientem Kapitaleinsatz zu gewährleisten.
Die Rohsalzgewinnung in unseren Grubenbetrieben ist die Basis für die Produktion in allen Kundensegmenten und operativen Einheiten. Für die weitere Entwicklung der Grubenbetriebe und zur Erschließung neuer Rohsalzvorräte führen wir ein umfangreiches geologisches Untersuchungsprogramm durch. Trotzdem kann es zu signifikanten Abweichungen der Rohsalzvorräte in Menge und Qualität kommen. Nicht vorhergesehene geologische Störungen im Gewinnungssalz mit geringeren Wertstoffgehalten können zu Zusatzkosten und geringeren Produktionsmengen führen.
Kohlendioxid-Einschlüsse stellen in bestimmten Bergwerken ein latentes Gefahrenpotenzial dar. Trotz unserer umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen könnte es zu unkontrollierten Ausbrüchen dieser Einschlüsse kommen. Daher bestehen Risiken von Produktionseinschränkungen/-ausfällen sowie von Personen- und Sachschäden. Die Gewinnung unter Tage wird daher stets unter Beachtung von besonderen Sicherheitsrichtlinien für eventuelle cO2-Ausbrüche durchgeführt.
An aktiven und inaktiven Bergbaustandorten besteht das spezifische Risiko einer plötzlich auftretenden großflächigen und unter Umständen starken Absenkung der Erdoberfläche (Gebirgsschlag). Sollte ein Gebirgsschlag eintreten, könnte es neben dem teilweisen oder vollständigen Verlust des Bergwerks und der Beschädigung der Anlagen zu Personenschäden sowie zu erheblichen Schädigungen am Eigentum Dritter kommen.
Der Sicherung der Tagesoberfläche, der langzeitsicheren Standfestigkeit der Grubengebäude und somit der Vermeidung von solchen Gebirgsschlägen dient unsere auf umfangreiche Forschungsarbeiten gestützte, fachgerechte Dimensionierung der untertägigen Sicherheitspfeiler. Nach Stilllegung eines Standorts werden Verwahrmaßnahmen durchgeführt, für die entsprechende Rückstellungen gebildet wurden. Eine ständige Überwachung der Grubengebäude soll rechtzeitig Hinweise liefern, ob zusätzliche Maßnahmen zur Sicherung der Grubengebäude und zur Vermeidung von Bergschäden erforderlich sind.
In Grubenbetrieben unter Tage bestehen hydrogeologische Risiken. Gefährdungspotenzial besteht im Zusammenhang mit Schächten, die wasserführende Gebirgsschichten durchörtern, und bei Salzlösungsvorkommen in Gebirgsschichten. Hydrogeologische Risiken werden aufgrund unserer umfangreichen Vorsorgemaßnahmen begrenzt, sie können jedoch, sofern nicht beherrschbar, erhebliche Schäden nach sich ziehen bis hin zum vollständigen Verlust des Bergwerks. In diesem Fall wären sowohl wesentliche negative Auswirkungen auf die Beschäftigung, die wirtschaftliche Lage der Region als auch Umwelt- und Sachschäden nahezu unvermeidbar.
Zur Absicherung der Gruben erfolgt eine umfangreiche Exploration mittels Seismik, Bohrungen und Georadar. Die Bewahrung von Schutzschichten und die ausreichende Dimensionierung der Sicherheitspfeiler sollen eine bestmögliche Grubensicherheit gewährleisten. Durch kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen an den Schächten ist das Risiko eines Zuflusses von Grundwasser im Normalfall nahezu auszuschließen. Wegen der Höhenlage der Schachtansatzpunkte ist auch bei Hochwasser nicht mit dem Zutritt von Oberflächenwässern in die Grubengebäude zu rechnen.
Es besteht das generelle Risiko, dass Mitglieder von Leitungs-/ Überwachungsorganen oder Mitarbeiter der K+S-Gruppengesellschaften gegen Gesetze, interne Regelungen oder vom Unternehmen anerkannte regulatorische Standards verstoßen. Dadurch könnte K+S Vermögens- und/oder Imageschäden erleiden.
Wir haben ein gruppenweites Compliance-Management etabliert, welches zur Sensibilisierung der Mitarbeiter beiträgt und Compliance-Verstößen u. a. durch Schulungen zu den wesentlichen Risikofeldern (z. B. Wettbewerbs- und Kartellrecht, Korruption, Geldwäsche) entgegenwirkt. Im Jahr 2019 wurde zudem eine Basisschulung zu Compliance-Themen für alle Mitarbeiter durchgeführt und ein neues Meldesystem für Compliance-Verdachtsfälle eingeführt. Das Compliance-Management wird fortlaufend überprüft und bei Bedarf beispielsweise aufgrund aktueller Entwicklungen angepasst.
,Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance', Seite 99
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die zukünftig anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte für Stickoxide und partikelförmige Dieselemissionen unter Tage festgelegt. Diese gesetzlichen Vorgaben sind für unsere deutschen Grubenbetriebe ab dem 31. Oktober 2021 bzw. ab dem 31. Oktober 2022 einzuhalten. Zur Erfüllung dieser Vorgaben hat K+S in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen zur Einhaltung der nach o. g. Übergangsfrist anzuwendenden Arbeitsplatzgrenzwerte unternommen. Im Rahmen eines umfangreichen Projektes wurden z. B. der Einsatz modernster Dieselmotortechnik, alternative Antriebstechnologien, die Entwicklung emissionsärmerer Sprengstoffe sowie die Optimierung der Bewetterung unter Tage untersucht. Es besteht zum einen das Risiko, dass die in der Planung berücksichtigten Investitionen nicht ausreichen. Zum anderen könnte auch die zur Verfügung stehende Zeit zur Erfüllung der Vorschriften nicht genügen (z. B. fehlende Marktverfügbarkeit von Maschinen, Sprengstoffen). Nach derzeitigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Obwohl wir die Umsetzung der relevanten Maßnahmen konsequent vorantreiben, sehen wir den zur Verfügung stehenden Zeitraum zur Umsetzung der technischen Entwicklungen kritisch. Aufgrund des höheren Zeitbedarfs für die Umsetzung der Maßnahmen ergibt sich, dass die bisherigen Übergangsfristen nicht ausreichen werden und das Erfordernis einer angemessenen Verlängerung absehbar ist. Sofern diese nicht gewährt wird, droht an den deutschen Standorten im Extremfall die vorübergehende Stilllegung oder es ist mit erheblichen Produktionseinschränkungen zu rechnen.
Die Anzahl der Lieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bergbauspezifische Maschinenausstattung und Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten trotz bestehender Gegensteuerungsmaßnahmen zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit dieser Materialien und damit zu einer deutlichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen.
Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken.
Der Wettbewerb um qualifizierte Führungs- und Fachkräfte ist in allen Regionen, in denen wir tätig sind, intensiv. Der potenzielle Verlust von Mitarbeitern in wichtigen Positionen stellt ein grundsätzliches Risiko dar. In Zukunft werden außerdem insbesondere in Europa und Nordamerika demografische Herausforderungen auf uns zukommen. Damit erhöht sich das Risiko, für offene Stellen geeignete Bewerber nicht oder nur mit erheblichem Aufwand zu finden.
Die K+S GRUPPE will nicht nur für Berufsanfänger, sondern auch für qualifizierte Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein. Durch praxisorientierte Nachwuchsförderung, gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie die berufliche Förderung von Leistungs- und Potenzialträgern wollen wir Mitarbeiter dauerhaft motivieren und qualifizierte Fach- und Führungskräfte langfristig an uns binden. Darüber hinaus wollen wir mit unserer Ausrichtung auf personelle Vielfalt (Diversität) das gesamte Arbeitsmarktpotenzial ausschöpfen. Mit dieser Strategie und einer verstärkten Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen bieten wir qualifizierten Fach- und Führungskräften vielversprechende berufliche Perspektiven. .Mitarbeiter', Seite 80
Unsere IT-Systeme unterstützen in hohem Maße nahezu alle Unternehmensfunktionen. Das Informationssicherheitsrisiko liegt primär in dem Verlust der Verfügbarkeit, InteGRItät, Vertraulichkeit von Informationen durch externe Angriffe (z. B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z. B. Technikausfall, Sabotage). Bei Risikoeintritt könnten gravierende Geschäftsunterbrechungen die Folge sein. Einen längeren Ausfall der IT-Systeme halten wir aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen allerdings für unwahrscheinlich.
Mit einer permanenten Überprüfung des Umfangs und der Wirksamkeit unserer vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen durch unabhängige Gutachter wollen wir solche Risiken begrenzen. Ein Versicherungsschutz zur Abdeckung von Schäden aus dem Ausfall von EDV-Anlagen wurde für Cyberangriffe mit einer Schadenssumme in Höhe von 50 Mio. € abgeschlossen.
Der Eintritt eines jeden Risikos könnte in Abhängigkeit von der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu Reputationsschäden mit nicht oder nur schwer quantifizierbaren finanziellen Auswirkungen für das Unternehmen führen. Dazu zählen besonders Risiken mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die nichtfinanziellen Aspekte Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie das Nichterreichen von selbst definierten Zielen.
Solchen Entwicklungen begegnen wir mit offener und frühzeitiger Kommunikation gegenüber unseren Stakeholdern.
Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in der Währung unserer Konzernberichterstattung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während sich das Risiko auf negative Wechselkursentwicklungen bezieht, können sich dagegen positive Wechselkursentwicklungen vorteilhaft auf Ergebnis und Eigenkapital auswirken und bieten daher eine Chance.
Die K+S GRUPPE hat einen maßgeblichen Umsatzanteil in US-Dollar. Daneben entstehen sowohl Umsätze als auch Kosten in anderen Landeswährungen (z. B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund). Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen. Wechselkursschwankungen, insbesondere des Euros zum US-Dollar sowie des kanadischen Dollars zum US-Dollar, wirken sich vor allem in der operativen Einheit Europe+ im Kundensegment Landwirtschaft auf die Höhe der Erlöse und Forderungen sowie Kosten und Verbindlichkeiten aus.
,Finanzlage', Seite 65
Um Wechselkursrisiken aus Transaktionen entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden signifikante Nettopositionen mithilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen "worst case"-Wechselkurs. Das zu sichernde Volumen wird anhand der Erlös- und Kostenplanung sowie erwarteter Investitionen unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.
,Anhang', Seite 196
Außerdem ergeben sich Währungseffekte in Bezug auf Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen umgerechnet werden. Das Nettovermögen dieser Gesellschaften wird hingegen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet. Diese Umrechnungssystematik könnte zu währungsbedingten Schwankungen im Ergebnis und Eigenkapital von K+S führen. Diese Translationseffekte betreffen die gesamte K+S GRUPPE und werden nicht gesichert.
Aus Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus ergeben sich sowohl Risiken als auch Chancen.
Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen sowie andererseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten aus. Auswirkungen auf Festzinsaufnahmen ergeben sich, wenn die Zinsbindung ausläuft und eine Prolongation angestrebt wird. Hinzu kommen Effekte auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten. Aufgrund der derzeitigen Finanzierungsstruktur sind allerdings nur moderate Auswirkungen zu erwarten.
Die K+S GRUPPE hat langfristige Rückstellungen, insbesondere aus bergbaulichen Verpflichtungen sowie Pensionen, mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Aufwendungen anzusetzen. In 2019 standen insbesondere für die sehr langfristigen bergbaulichen Verpflichtungen am Kapitalmarkt keine laufzeitkongruenten Zinssätze zur Verfügung. Das bisher praktizierte Verfahren der Extrapolation der am Markt zum Stichtag verfügbaren Zinssätze für diese Verpflichtungen führte deshalb zu unsachgerechten Realzinsen. Aus diesem Grund wurden zur Schätzung des Zinssatzes für langfristige bergbauliche Verpflichtungen ergänzend durchschnittliche Renditen von Staatsanleihen herangezogen. Zukünftig könnte eine Veränderung des Marktzinsniveaus im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag zu Änderungen der Diskontierungssätze führen und somit zu einer Anpassung der Höhe der langfristigen Rückstellungen. Sowohl bei sinkendem als auch steigendem Zinsniveau sind moderate Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE möglich.
Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen ist durch Planvermögen gedeckt, das aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und anderen Vermögensanlagen besteht. Rückläufige Erträge aus diesen Anlagen können sich ungünstig auf den Marktwert des Planvermögens auswirken. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens begegnen wir durch eine ausgewogene Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken.
,Anhang', Seite 196
Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i. d. R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Veränderung der Bonitätsbeurteilung von K+S durch eine Ratingagentur erfolgt.
Eine Herabstufung (Verschlechterung) könnte sich negativ auf die Kosten der Finanzierung von K+S auswirken. Eine Heraufstufung der Bonitätsbeurteilung und somit eine Verbesserung des Unternehmensratings wirkt dagegen positiv auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft.
,Finanzlage', Seite 65
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko der Liquiditätsbeschaffung bestehen.
Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel, zugesagte Kreditlinien und weitere Finanzierungsinstrumente zu decken.
Für einen Teil dieser zugesagten Kreditlinien ist daneben auch die Einhaltung einer marktüblichen finanziellen Kennzahl (Financial Covenant) vereinbart. Diese sieht für den jeweiligen Quartalsabschluss ein bestimmtes Verhältnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) und EBITDA vor. Bei Überschreitung dieser Kennzahl zum jeweils vereinbarten Stichtag besteht ein Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten sind im Regelfall über eine Cross-Default-Klausel in diesem Fall ebenfalls kündbar. Hieraus würden sich höhere Liquiditätsbeschaffungskosten ergeben.
In unserer Planung für den bereinigten Freien Cashflow sind Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capital berücksichtigt. Sollten diese Maßnahmen entfallen oder nicht greifen, hätte dies negative Auswirkungen auf den erwarteten Freien Cashflow. Dieses Risiko verstehen wir als Teil des Liquiditätsrisikos.
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über Cashpool-Systeme durch die zentrale Treasury-Einheit. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2019 auf 1.140,2 Mio. € und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis Mitte 2024 laufenden Konsortialkreditlinie. Damit lag die verfügbare Liquidität deutlich oberhalb unserer angestrebten Mindestreserve von 300 Mio. €. Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren.
,Anhang', Anmerkung (25) Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten', Seite 215
Wir unterhalten mit vielen Kunden umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Sollten ein oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Dies könnte die Finanzlage von K+S beeinträchtigen.
Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung.
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage von K+S führen. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Finanzinstituten bestehen nicht.
Die Einschätzungen in Bezug auf die Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder die finanziellen Auswirkungen der schon in den Vorperioden berichteten Risiken und Chancen sind den Tabellen B.63 und B.64 auf den Seiten 121 und 122 zu entnehmen.
Die Risiken in der operativen Einheit Europe+ im Zusammenhang mit der Entsorgung von flüssigen und festen Produktionsrückständen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Das Risiko einer Versagung oder gerichtlichen Aufhebung behördlicher Genehmigungen sowohl für die Entsorgung von festen Produktionsrückständen als auch für die Entsorgung von flüssigen Rückständen im Teilbereich Einleitung bleibt innerhalb der Risikowahrscheinlichkeit von 10 bis 50 %.
Maßnahmen zur Vorbereitung der Erweiterung der Halden Zielitz und Wintershall wurden genehmigt.
Aufgrund der aktuell volatilen Marktsituation halten wir Schwankungen bei der Nachfrage und den Düngemittelpreisen mit wesentlichen Auswirkungen für möglich.
Die Risikosituation bezüglich der Nichteinhaltung von Vorschriften zu Arbeitsplatzgrenzwerten unter Tage konkretisiert sich aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse unserer intensiven Untersuchungen. Wir gehen davon aus, dass wir die gesetzlich geforderten technischen Vorgaben dauerhaft erreichen werden. Kritisch sehen wir allerdings den zur Verfügung stehenden Zeitraum zur Umsetzung der technischen Entwicklungen.
Die Berichterstattung über die Erhöhung von Schwermetallwerten des Grund- und Oberflächenwassers im Umfeld der Rückstandshalden kann entfallen, da das erwartete Schadenspotenzial nunmehr deutlich unterhalb der Schwellenwerte für die Berichterstattung liegt.
Die nachfolgende Einschätzung der Risiko- und Chancenlage erfolgt auf Grundlage der Erkenntnisse aus unserem Risiko- und Chancenmanagementsystem in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen.
Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine zukünftige Entwicklung, bei der Risiken einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von K+S führen könnten.
Die Risikolage von K+S hat sich insbesondere wegen der herausfordernden Entwicklung am Kalimarkt sowie des ausbleibenden Winters zu Beginn des Jahres 2020 verschlechtert.
Die Chancen, die sich für K+S mittelfristig ergeben könnten, bieten eine positive Aussicht. Wir sind zuversichtlich, dass die operative Stärke von K+S eine solide Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen für eine Nutzung der Chancen zur Verfügung stehen.
Im Gesamtbild ist die Risiko- bzw. Chancenlage im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert und bedarf aufgrund der Rahmenbedingungen in der operativen Einheit Europe+ weiterhin hoher Aufmerksamkeit.
Aufgrund der aktuell hohen Volatilität beim Preis für Kaliumchlorid in den Überseeregionen gestaltet sich eine Ergebnisprognose besonders schwierig; zusätzlich könnte die weitere Ausbreitung des Coronavirus die Unsicherheit nochmals verstärken. Vor diesem Hintergrund wird das EBITDA in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. € erwartet (2019: 640,4 Mio. €). Dabei stehen im Kundensegment Landwirtschaft negative Preiseffekte einem höheren Absatz nach den Produktionskürzungen im Vorjahr gegenüber. Nach dem schwachen Start des Auftausalzgeschäfts im ersten Quartal rechnen wir im Kundensegment Gemeinden mit einer insgesamt geringeren Absatzmenge als im Vorjahr.
Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen auf den Einschätzungen des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF) SOWIE DES INSTITUTS FÜR WELTWIRTSCHAFT KIEL (IFW). B.65
Der INTERNATIONALE Währungsfonds sowie die Experten des IFW in Kiel prognostizieren, dass die Wachstumsrate für das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 mit 3,3 % bzw. 3,1 % leicht höher ausfällt als in 2019 (2018: 2,9 % bzw. 3,0 %). Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft, auch vor dem Hintergrund einer lockeren Finanzpolitik, allmählich wieder Tritt fassen sollte. Gegenläufig dazu wird erwartet, dass die bisher robuste US-Konjunktur zunächst noch an Fahrt verlieren wird und die wirtschaftliche Expansion in China sich weiterhin in der Grundtendenz leicht verlangsamt. Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich hingegen leicht beleben.
Eine nochmalige deutliche Verringerung des weltwirtschaftlichen Expansionstempos könnte dazu führen, dass sich die Rahmenbedingungen für den internationalen Handel weiter spürbar verschlechtern und das Investitionsklima zusätzlich belastet würde. Außerdem könnte die weitere Ausbreitung des Coronavirus das Expansionstempo drosseln. Ein Abschwung auf globaler Ebene könnte insbesondere dann eine negative Dynamik entwickeln, wenn sich die Schwäche in der Industrie in stärkerem Maße auf die Aktivität in der übrigen Wirtschaft auswirkt, als dies bisher der Fall war.
Für die Inflation wird im Jahr 2020 davon ausgegangen, dass diese sich nur wenig verändert. Vonseiten der Energiepreise wird nicht mit substanziellen Beiträgen zur Entwicklung der Inflation gerechnet.
Aus dem Brexit sind keine nennenswerten direkten Auswirkungen auf unsere künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten. Der Umsatzanteil Großbritanniens am Gesamtumsatz der K+S GRUPPE liegt lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
| in %; real | 2016 | 2017 | 2018 | 2019e | 2020e |
| Deutschland | +2,2 | +2,5 | + 1,5 | + 0,5 | + 1,1 |
| Euroraum | + 1,9 | +2,4 | + 1,8 | + 1,2 | + 1,3 |
| Welt | +3,3 | +3,8 | +3,7 | +2,9 | + 3,3 |
Quelle: IWF
Auch künftig kann der aufgrund einer stetig wachsenden Weltbevölkerung und sich verändernder Ernährungsgewohnheiten steigende Bedarf an Agrarrohstoffen bei begrenzter Verfügbarkeit von Ackerflächen nur durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gedeckt werden. Ein ausgewogener Einsatz mineralischer Pflanzennährstoffe ist dabei unerlässlich. Auch das Preisniveau für Agrarprodukte dürfte dem Landwirt weiterhin ausreichenden Anreiz bieten, den Ertrag je Hektar durch einen ausgewogenen bzw. - bei Unterversorgung - höheren Düngemitteleinsatz zu steigern.
Zu Jahresbeginn 2020 hält die Kaufzurückhaltung bei Kaliumchlorid in den Überseeregionen maßgeblich aufgrund des nach wie vor ausbleibenden Vertragsabschlusses mit China weiter an. Einige Produzenten reagierten darauf erneut mit Produktionskürzungen. Die im Frühjahr in der nördlichen Hemisphäre anstehende Düngesaison sowie die verbesserte Ertragssituation der Landwirte in Südostasien sollten zu einer Nachfragebelebung und einem Abbau der in den Abnehmerregionen in 2019 aufgebauten Lagerbestände führen. Ein erwarteter neuer Vertragsabschluss zur Belieferung Chinas sollte auch dort eine Nachfragebelebung nach sich ziehen. Insgesamt rechnen wir im Gesamtjahr 2020 mit einer Zunahme des Weltkaliabsatzes um gut 3 Mio. t auf etwa 72 Mio. t (einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Bei der Düngemittelspezialität Kaliumsulfat gehen wir von einer stabilen Nachfrage aus.
Ausgehend von der im vierten Quartal 2019 und zu Beginn des Jahres 2020 rückläufigen Preisentwicklung für Kaliumchlorid in Brasilien und Südostasien gehen wir von einer Bodenbildung im Verlauf des ersten Quartals, einer leichten Preisverbesserung während des zweiten Quartals und einer Preisstabilisierung auf einem spürbar höheren Niveau im zweiten Halbjahr aus. Bei den Düngemittelspezialitäten erwarten wir im Jahresdurchschnitt insgesamt ebenfalls ein niedrigeres Preisniveau, wenngleich in deutlich geringerem Ausmaß.
Die Nachfrage nach Kali-, Magnesium- sowie Salzprodukten des Kundensegments Industrie, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, sollte sich insgesamt mittelfristig leicht steigend entwickeln. Global dürfte der Bedarf an Produkten für chemische Anwendungen spürbar steigen. Zudem sollte die Nachfrage nach Pharmaprodukten angesichts der zunehmend älter werdenden Bevölkerung weiterhin moderate Wachstumsraten ermöglichen.
Im Jahr 2020 sollte sich die Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie für die operative Einheit Europe+ insgesamt positiv entwickeln. Trotz leichter Abkühlung des konjunkturellen Umfeldes wird die Nachfrage für chemische Anwendungen weiterhin auf gutem Niveau erwartet.
Für die operative Einheit Americas rechnen wir in Nordamerika in 2020 insgesamt ebenfalls mit einer stabilen Nachfrage nach Produkten im Kundensegment Industrie. In Südamerika erwarten wir eine leicht steigende Nachfrage in der chemischen Industrie und eine stabile Entwicklung in den übrigen Sub-Segmenten.
Nordamerika ist die bedeutendste Region für das Geschäft mit Verbraucherprodukten, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist. Im Tafelsalzbereich wird in beiden operativen Einheiten mit einem weiter anhaltenden Trend hin zu höherwertigen Produkten wie Meer- oder Koshersalz gerechnet. Bei Wasserenthärtungssalz schätzen wir die Nachfrage für die operative Einheit Europe+ regional leicht steigend und für die operative Einheit Americas als stabil ein. Bei verpacktem Auftausalz für Endverbraucher rechnen wir in Europa mit einer witterungsbedingt erneut schwachen Nachfrage, in Nordamerika im Durchschnitt der verschiedenen Regionen mit einer relativ stabilen Nachfrage.
Aufgrund milder Temperaturen zum Jahresbeginn rechnen wir für die operative Einheit Europe+ im ersten Quartal insgesamt mit einer stark unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz. Dies dürfte sich ebenfalls auf das Frühbezugsgeschäft und selbst bei einem Normalwinter im vierten Quartal insgesamt auf die Absatzmengen auswirken. Auch in der operativen Einheit Americas gehen wir aufgrund des unterdurchschnittlichen ersten Quartals über alle Regionen betrachtet für den weiteren Verlauf des Jahres von einer Nachfrage unter dem gleitenden Durchschnitts der vergangenen zehn Jahre aus. Wie in 2019 erwarten wir an der us-Ostküste einen anhaltend hohen Wettbewer B.
Aufgrund der aktuell hohen Volatilität beim Preis für Kaliumchlorid in den Überseeregionen gestaltet sich eine Ergebnisprognose besonders schwierig. Vor diesem Hintergrund erwarten wir ein EBITDA für die K+S GRUPPE zwischen 500 und 620 Mio. € (2019: 640,4 Mio. €).
Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2020 basiert im Wesentlichen auf den folgenden Annahmen:
| ― |
Gemäß unserer Einschätzung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft, das der operativen Einheit Europe+ zuzuordnen ist, gehen wir für 2020 insgesamt von einem leicht niedrigeren Durchschnittspreis für Kali- und Magnesiumdüngemittel in unserem Produktportfolio aus als im vierten Quartal 2019 (255 €). Dies setzt die in der künftigen Branchensituation für das Kundensegment Landwirtschaft beschriebene Preisentwicklung voraus. |
| ― |
Die erwartete Absatzmenge aller Produkte im Kundensegment Landwirtschaft dürfte insbesondere aufgrund der Rückkehr zur Normalproduktion in Deutschland sowie eines weiteren Hochfahrens der Produktion in Bethune (keine Produktionskürzungen) bei über 7 Mio. t liegen (2019: 6,30 Mio. t). |
| ― |
Aufgrund des insgesamt witterungsbedingt sehr schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir im Kundensegment Gemeinden, das entsprechend der regionalen Aufteilung beiden operativen Einheiten zuzuordnen ist, für das Geschäftsjahr 2020 einen Absatz zwischen 8 und 9 Mio. t (Normaljahr: zwischen 12,5 und 13,0 Mio. t; 2018: 12,7 Mio. t). |
| ― |
In Bezug auf die EUR/USD-Währungsrelation wird ein durchschnittlicher Kassakurs von 1,12 EUR/USD (2019: 1,12 EUR/ USD) unterstellt. |
In der operativen Einheit Europe+ (Segment nach IFRS 8) sollte der höhere Absatz im Kundensegment Landwirtschaft nach den Produktionskürzungen im Vorjahr negativen Preiseffekten gegenüberstehen. Das EBITDA sollte, abhängig von der weiteren Marktentwicklung in den Kundensegmenten Landwirtschaft und Gemeinden, spürbar zurückgehen bis stabil bleiben (EBITDA Europe+ 2019: 437,0 Mio. €). Das EBITDA der operativen Einheit Americas (Segment nach IFRS 8) dürfte aufgrund eines insgesamt unterdurchschnittlichen Auftausalzgeschäfts leicht bis spürbar zurückgehen (EBITDA Americas 2019: 230,0 Mio. €).
Die nachfolgenden Kennzahlen folgen der beschriebenen EBITDA-Entwicklung:
Wir erwarten beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern insbesondere aufgrund höherer Abschreibungen einen deutlichen Rückgang (2019: 77,8 Mio.
Obwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2020 insbesondere aufgrund fortschreitender Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland deutlich über dem Vorjahr (493,3 Mio. €) liegen dürfte, erwarten wir - unter der Annahme des Mittelwerts der EBITDA-Bandbreite - aufgrund weiterer geplanter Maßnahmen zur Verbesserung beim Working Capital einen in etwa ausgeglichenen bereinigten Freien Cashflow (2019: +139,7 Mio.€). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) wird voraussichtlich deutlich zurückgehen (2019: 2,3 %).
Sollte sich die Höhe der Nettofinanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2019 (3.116,6 Mio. €) nicht verändern, würde sich die Kennzahl der Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBITDA abhängig von der beschriebenen EBITDA-Bandbreite zum Jahresende 2020 erhöhen bis annähernd stabil bleiben (2019: 4,9-fach). Die Höhe der Nettofinanzverbindlichkeiten zum Jahresende hängt jedoch davon ab, wann unser Maßnahmenpaket zum Abbau der Verschuldung greift.
,Unternehmensstrategie', Seite 49
Unsere ertragsorientierte Dividendenpolitik spiegelt sich grundsätzlich in einer Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten KONZERNERGEBNISSES nach Steuern wider. Vor dem Hintergrund des Rückgangs des bereinigten KONZERNERGEBNISSES nach Steuern, der Prognose für das Jahr 2020 und des Maßnahmenpakets zum Abbau der Verschuldung beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 eine Dividende in Höhe von 0,15 € je Aktie (Vorjahr: 0,25 € je Aktie) vorzuschlagen. Damit liegt die Ausschüttungsquote mit 37 % (Vorjahr: 56 %) leicht unterhalb der Bandbreite der beschriebenen Dividendenpolitik.
Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens und daher hat der Aufsichtsrat beschlossen, einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an NACHHALTIGKEITSZIELE zu koppeln.
,Vergütungsbericht', Seite 142
,Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung', Seite 85
Die sogenannte LTI-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um 100 % Zielerfüllung zu erreichen. Für das Jahr 2020 erwarten wir, dass sich die LTI-Rate aufgrund von uns ergriffen er Maßnahmen gegenüber 2019 deutlich reduziert (2019: 10,3).
Das Unternehmen hat sich das Ziel gesetzt, die salzhaltigen Prozesswässer aus der Kali-Produktion in Deutschland um 500.000 m 3 bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Um 100 % Zielerfüllung zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Reduzierung von Prozesswässern um 115.385 m 3 erreicht werden. Für das Jahr 2020 rechnen wir mit einer leichten Reduktion gegenüber 2019 (3,5 Mio. m 3), womit wir auf einem guten Weg zur Zielerfüllung sind.
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert.
Die erste Zielsetzung ist, dass die Anerkennungsrate unseres Einkaufsvolumens bezogen auf den Kodex bis zum Jahr 2025 mehr als 90 % beträgt. Um 100 % Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate des Einkaufsvolumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine degressive Steigerung der Anerkennungsrate (siehe Grafik im Vergütungsbericht) erreicht werden. Wir erwarten, dass die für 2020 aus der Grafik ersichtliche angestrebte Anerkennungsrate (62,0 %) erreichbar sein sollte (Anerkennungsrate 2019: 44,9 %).
Ein weiteres, gleichwertiges Unterziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben. Um 100 % Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Prozentpunkte erreicht werden. Demnach würden wir pro Jahr eine Steigerung der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten um 11,1 Prozentpunkte anstreben. Für das Jahr 2020 sollten wir diese Steigerung übertreffen können (Anerkennungsrate 2019: 23,2 %).
Trotz der erzielten Fortschritte bei der Umsetzung der Unternehmensstrategie SHAPING 2030, der Verbesserung der operativen Performance, der Erhöhung der Produktionskapazität und Qualität in Bethune sowie des verbesserten Abwassermanagements trüben das weiterhin schwierige Marktumfeld für Kaliumchlorid sowie der witterungsbedingt sehr schwache Start ins Auftausalzgeschäft die Prognose für das Jahr 2020. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT das EBITDA der K+S GRUPPE im Jahr 2020 in einer Bandbreite zwischen 500 und 620 Mio. €. Des Weiteren wird unter der Annahme des Mittelwerts der EBITDA-Bandbreite ein in etwa ausgeglichener bereinigter Freier Cashflow der K+S GRUPPE erwartet.
Der Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sind zusammengefasst. Der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich beim Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB findet sich auf Seite 99.
Die Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB sowie der erläuternde Bericht des Vorstands finden sich auf Seite 113.
Die Angaben nach § 289a Abs. 2 HGB sind im Vergütungsbericht ab Seite 142 enthalten.
Angaben zu Geschäftstätigkeit, Unternehmensstrategie, Unternehmenssteuerung und -überwachung sowie ein Überblick über den Geschäftsverlauf finden sich auf den Seiten 37-59 sowie 109-118.
Der Umsatz der K+S AKTIENGESELLSCHAFT lag mit 137,3 Mio. € marginal unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 137,8 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Bereich Tierhygiene, im Bereich IT und die sonstigen Umsatzerlöse lagen nahezu auf dem Vorjahresniveau.
Vor allem höhere Kosten für IT-Reorganisation im Vorjahr führten zum Rückgang der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen von 152,4 Mio. € in 2018 auf 147,1 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 341,9 Mio. € auf 442,4 Mio. € (2018: 100,5 Mio. €). Wesentliche Ursachen waren die Realisierung von stillen Reserven im Rahmen einer Kapitalrückzahlung eines Beteiligungsunternehmens und gestiegene Erträge aus der Kostenverrechnung an Gruppengesellschaften. Dem stehen gesunkene Erträge aus Kurssicherungsgeschäften gegenüber.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Umsatzerlöse | 137,8 | 137,3 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 152,4 | 147,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | -14,6 | -9,8 |
| Vertriebs-, allgemeine Verwaltungs- und Forschungskosten | 37,3 | 36,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | -18,5 | 348,1 |
| Beteiligungsergebnis | 324,0 | 147,2 |
| Zinsergebnis | -168,7 | -135,5 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,1 | 0,0 |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - | - |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 84,8 | 313,3 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10,3 | 25,2 |
| Jahresüberschuss | 74,5 | 288,2 |
| Gewinnvortrag aus dem Ergebnis nach Steuern | - | 26,6 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus Jahresüberschuss | 0,0 | 144,1 |
| Bilanzgewinn | 74,5 | 170,7 |
| in Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 9,9 | 11,4 |
| Sachanlagen | 61,4 | 57,0 |
| Finanzanlagen | 6.663,0 | 6.206,6 |
| Anlagevermögen | 6.734,3 | 6.274,9 |
| Vorräte | 4,8 | 7,7 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 754,1 | 511,8 |
| Wertpapiere | 6,1 | 6,3 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 78,9 | 156,7 |
| Umlaufvermögen | 843,9 | 682,5 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 10,3 | 5,7 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung | - | 1,3 |
| AKTIVA | 7.588,6 | 6.964,5 |
| in Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Gezeichnetes Kapital | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | 701,6 | 701,6 |
| Gewinnrücklagen | 1.006,4 | 1.150,5 |
| Bilanzgewinn | 74,5 | 170,7 |
| Eigenkapital | 1.973,9 | 2.214,2 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 24,5 | 29,6 |
| Steuerrückstellungen | 9,7 | 5,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 224,6 | 227,5 |
| Rückstellungen | 258,8 | 262,3 |
| Verbindlichkeiten | 5.351,4 | 4.484,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 4,5 | 3,8 |
| PASSIVA | 7.588,6 | 6.964,5 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 119,0 Mio. € auf 94,3 Mio. € verringert. Dies ist vor allem auf den Rückgang von Kursverlusten zurückzuführen. Gestiegene Beratungskosten zeigten einen gegenläufigen Effekt.
Die Erträge aus Beteiligungen sind von 324,0 Mio. € in 2018 auf 147,2 Mio. € in 2019 gefallen. Im Vorjahr waren Erträge aus den Beteiligungen an der K+S salz GMBH mit 44,1 Mio. € sowie der K+S FINANCE BELGIUM BVBA mit 40,4 Mio. € enthalten. Die Ergebnisabführung der K+S MINERALS AND AGRICULTURE GMBH (vormals K+S KALI GMBH) fiel von 217,5 Mio. € in 2018 auf 146,3 Mio. € in 2019. Weitere Beteiligungserträge ergaben sich aus der Gewinnabführung der K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH mit 0,8 Mio. € (2018: 1,0 Mio. €).
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge verringerten sich im Wesentlichen wegen gesunkener Zinserträge als Folge von im Vorjahresvergleich gesunkenen Steuererstattungsansprüchen von 10,5 Mio. € auf 8,4 Mio. €.
Vor allem durch positive Effekte aus der Bewertung des Planvermögens, gesunkenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, verminderten Zinsaufwendungen gegenüber Gruppengesellschaften sowie geringeren Zinsaufwendungen für begebene Anleihen fielen die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 179,2 Mio. € auf 143,8 Mio. €.
Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 213,7 Mio. € auf 288,2 Mio. € (2018: 74,5 Mio. €). B.66
Das Anlagevermögen hat sich um 459,4 Mio. € auf 6.274,9 Mio. € (2018: 6.734,3 Mio. €) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die Kapitalherabsetzung von verbundenen Unternehmen im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Restrukturierung zurückzuführen. Damit betrug der Anteil des Anlagevermögens 90 % an der Bilanzsumme (2018: 89 %). Insgesamt verzeichnete die Bilanzsumme im Geschäftsjahr 2019 einen Rückgang um 624,1 Mio. € auf 6.964,5 Mio. €. Das Umlaufvermögen fiel um 161,4 Mio. € auf 682,5 Mio. € (2018: 843,9 Mio. €). Bedingt durch gesunkene Forderungen aus Ergebnisabführung sowie Forderungen aus dem Cashpool verminderten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 646,5 Mio. € im Vorjahr auf 419,6 Mio. € im laufenden Geschäftsjahr. B.67
Das Eigenkapital liegt mit 2.214,2 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2018: 1.973,9 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag 32 % (2018: 26 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.067,8 Mio. € (2018: 2.083,9 Mio. €) setzten sich im Wesentlichen aus Cashpool-Verbindlichkeiten zusammen.
Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich ein Rückgang aller Verbindlichkeiten um 867,3 Mio. € auf 4.484,1 Mio. € (2018: 5.351,4 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Ablösung von kurzfristigen Darlehen an Tochtergesellschaften zurückzuführen war. Die Gesellschaft wies zum Stichtag Rückstellungen in Höhe von 262,3 Mio. € mit überwiegend langfristigem Charakter aus. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte in erheblichem Maße aus langfristig zur Verfügung stehenden Mitteln. B.68
Im Jahresdurchschnitt waren 1.033 Mitarbeiter (2018: 1.029 Mitarbeiter) bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschäftigt. Wie im Vorjahr betrug der Anteil von Frauen 35 % und von Männern 65 % (2018: 35 % Frauen, 65 % Männer). Davon waren 25 Auszubildende (2018: 22 Auszubildende). Die Zahl der Arbeitsunfälle betrug 31 (2018: 30), mit einer Unfallrate von 19,3 (2018: 18,2) sowie Unfällen mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden von 1,9 (2018: 3,7). Der Anteil schwerbehinderter Mitarbeiter lag im Jahr 2019 mit 4,6 % ebenfalls auf Vorjahresniveau (2018: 4,6 %).
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT weist für das Geschäftsjahr 2019 einen Bilanzgewinn von 170,7 Mio. € (2018: 74,5 Mio. €) aus.
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen, der Hauptversammlung am 12. Mai 2020 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wie in Tabelle B.69 dargestellt zu verwenden.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Dividende je Aktie (€) | 0,25 | 0,15 |
| Ausschüttungssumme bei 191.400.000 dividendenberechtigten Stückaktien | 47,9 | 28,7 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | - | 142,0 |
| Gewinnvortrag | 26,6 | - |
| Bilanzgewinn | 74,5 | 170,7 |
Umfassende Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der K+S GRUPPE, die sich vor allem auf die Beteiligungsgesellschaften mit operativer Geschäftstätigkeit beziehen, finden sich auf Seite 78.
Die Geschäftsentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die K+S GRUPPE. An den Risiken und Chancen ihrer Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die K+S AKTIENGESELLSCHAFT entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Weitere Informationen finden sich im "Risiko- und Chancenbericht" ab Seite 119.
Die Beschreibung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (§ 289 Abs. 4 HGB) findet sich auf Seite 112.
Die Ergebnisentwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT hängt maßgeblich von der Entwicklung der Tochtergesellschaften a B. Die für die K+S GRUPPE erwartete Geschäftsentwicklung findet sich im Prognosebericht ab Seite 134.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss bzw. der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bzw. der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beschrieben sind.
Kassel, 4. März 2020
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Im Folgenden werden die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und die Leistung des Vorstands, der Vergleich mit der Vergütung von oberen Führungskräften weltweit und der Gesamtbelegschaft, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds.
Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige - fixe - als auch erfolgsbezogene - variable - Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen. Der erfolgsbezogene variable Anteil besteht aus zwei Elementen: der Tantieme (STI) sowie zwei kennzahlenbasierten variablen Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannte Long Term Incentives (LTI I und LTI II). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2020 enthalten die Vorstandsverträge Claw-Back-Klauseln (Rückzahlungsregelungen).
Die fixe, erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen.
Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile umfassen zwei Komponenten. Das sogenannte Short Term Incentive (STI) bezieht sich auf das laufende Geschäftsjahr und bildet - mit 40 % - den kleineren Teil der variablen Vergütung. Den wesentlicheren Teil - mit 60 % - bildet das Long Term Incentive (LTI) ab, das aus zwei gleichgewichtigen Komponenten besteht. Die eine Komponente (LTI I) knüpft im Berichtsjahr an den sogenannten Wertbeitrag (Value Added) an und wird ab dem 1. Januar 2020 über NACHHALTIGKEITSZIELE bemessen. Die zweite Komponente (LTI II) bezieht sich weiterhin auf die Aktienkursperformance. Die Laufzeit beträgt bei beiden Komponenten drei Jahre.
| Relative Struktur Jahresvergütung | Relative Struktur Gesamtvergütung | Zielerreichung 100 % |
Zielerreichung 0 % |
Maximale Zielerreichung | |
| in Tsd. € | |||||
| Fixum | 60 % | 37 % | 550,0 | 550,0 | 550,0 |
| Tantieme 10 | 40 % | 25 % | 380,0 1 | 0,0 2 | 912,0 3 |
| Jahresvergütung | 100 % | 930,0 | 550,0 | 1.462,0 | |
| LTI I 10 | 285,0 4 | 0,0 5 | 570,0 6 | ||
| LTI II 10 | 285,0 7 | 0,0 8 | 570,0 9 | ||
| Gesamtvergütung | 100 % | 1.500,0 | 550,0 | 2.602,0 |
1
Ist-EBITDA = Plan EBITDA; Performancefaktor = 1,0.
2
Ist-EBITDA = 0 %.
3
Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2.
4
Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = Planwertbeiträge (Durchschnitt
Vergleichswert).
5
Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
6
Ist-Wertbeiträge (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200%.
7
K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance M DAX (Durchschnitt
Vergleichswert).
8
K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 0 %.
9
K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %.
10
Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
Das STI wird an der Erreichung des EBITDA 1 der K+S GRUPPE der Jahresplanung gemessen. Wird der EBITDA-Wert der vom Aufsichtsrat genehmigten Jahresplanung erreicht, beträgt der STl-Basisbetrag 100 %. Über- oder unterschreitet das Ist-EBITDA das Plan-EBITDA, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Eine diskretionäre Einflussnahme des Aufsichtsrats auf die Zielerreichung ist ausgeschlossen.
Nach Ablauf des betreffenden Geschäftsjahres legt der Aufsichtsrat einen Performancefaktor für das gesamte Vorstandsteam fest. Dieser wirkt als Multiplikator auf den Basisbetrag des STI und liegt zwischen 0,8 und 1,2. Das Ergebnis des Performancefaktors richtet sich nach der Erreichung einer jährlichen, für den gesamten Vorstand geltenden Zielvereinbarung zwischen Aufsichtsrat und Gesamtvorstand. Für die Jahre bis 2020 ist insbesondere die Erreichung der Meilensteine aus der Strategie SHAPING 2030, z. B. die Rückführung des Verschuldungsgrades (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA) sowie die Identifizierung von Potenzialkandidaten, konkrete Zielsetzung.
Beispielrechnung für die Anwendung des Performancefaktors:
Erfüllungsgrad des STI, z. B. 100 % x Performancefaktor, z. B. 1,1 = 110 % oder 0,9 = 90 %
Der Vorstand hat aus den Jahren 2018 und 2019 Ansprüche aus laufenden LTl-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben:
Zur Ermittlung des LTI I für die Jahre 2018 und 2019 hat der Aufsichtsrat vor Beginn eines Performancezeitraums auf Basis der Mittelfristplanung Wertbeiträge (Value Added) für jedes Jahr des Performancezeitraums festgelegt. Der Planwertbeitrag entspricht dem arithmetischen Mittel der drei Wertbeiträge des Performancezeitraums. Nach Ablauf des Performancezeitraums wird der Ist-Wertbeitrag mit dem Planwertbeitrag verglichen. Entspricht der Ist-Wertbeitrag dem Planwertbeitrag, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet der Ist-Wertbeitrag den Planwertbeitrag, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen.
Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Da dieser LTI II - und damit 50 % der Long-Term-Vergütung - an die Performance der K+S-Aktie gekoppelt ist, gibt es darüber hinaus keine gesonderte "Ownership Guideline" (Weisung zum Aktienbesitz).



1
Durchschnitt des Börsenjahres; bildet den Vergleichswert.
2
Durchschnitt des Börsenjahres 2021, Basis für Performance-Abgleich gegenüber 2018.
Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache der Vergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
Eine nachhaltige Unternehmensführung hat einen zunehmend starken Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmen. Daher hat der Aufsichtsrat beschlossen einen wesentlichen Teil der Vergütung des Vorstands an NACHHALTIGKEITSZIELE zu koppeln. Das LT II, das 50 % des Long Term Incentives ausmacht, wurde in diesem Zuge neu geregelt.
Wie im Geschäftsbericht auf Seite 52 beschrieben, hat sich das Unternehmen in drei Kategorien, nämlich "Menschen", "Umwelt" und "Geschäftsethik", NACHHALTIGKEITSZIELE gesetzt. Für das weiterhin dreijährige LT II wurde aus jeder Kategorie ein Ziel gewählt. Als Maßstab für die Zielerreichung wurden jeweils Plan-Werte festgelegt.
Für die Kategorie "Menschen" wurde das Ziel "Gesundheit & Arbeitssicherheit" mit der Reduzierung der Lost Time Incident Rate gewählt. Aus der Kategorie "Umwelt" wurde das Ziel "Wasser" mit der zusätzlichen Reduzierung von salzhaltigem Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland gewählt und aus der Kategorie "Geschäftsethik" das Ziel "Nachhaltige Lieferketten" mit zwei Unterzielen:
1. den "Anteil von kritischen Lieferanten, die den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE anerkannt haben" zu maximieren sowie
2. die "Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE" zu erhöhen.
Die drei Oberziele stehen gleichgewichtig nebeneinander.
Die sogenannte LTI II-Rate misst Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit bezogen auf eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Diese Rate soll in einem Dreijahreszeitraum um drei Punkte reduziert werden, um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen. Wird das Ziel über- oder untererfüllt, steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):
LTI-Rate 5,8 = 100 % Zielerreichung
LTI-Rate 7,3 = 0 % Zielerreichung
LTI-Rate 4,3 = 200 % Zielerreichung
Das Unternehmen hat sich in dieser Kategorie das Ziel gesetzt, die salzhaltigen Prozesswasser aus der Kaliproduktion in Deutschland um 500.000 m 3 p. a. bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2017 zu reduzieren. Um eine 100 %-Zielerfüllung zu erreichen, muss entsprechend in einem Dreijahreszeitraum - unter der Annahme der Produktionsmenge von 2017 - eine Reduzierung von Prozesswasser um 115.385 m 3 erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022) 1 :
Prozesswasserreduzierung -115.385 m3 = 100 % Zielerreichung
Prozesswasserreduzierung -57.692 m3 = 0 % Zielerreichung
Prozesswasserreduzierung -173.078 m3= 200 % Zielerreichung
K+S fordert faire und nachhaltige Geschäftspraktiken in den Lieferketten und hat entsprechende Erwartungen und Anforderungen im Verhaltenskodex für Lieferanten der K+S GRUPPE (Kodex) formuliert. Die Zielsetzung ist, die Anerkennungsrate unseres Einkaufsvolumens (Anerkennungsrate II) durch den Kodex bis zum Jahr 2025 auf mehr als 90 % zu steigern. Ein weiteres Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 100 % unserer "kritischen" Lieferanten, das heißt Lieferanten mit einem hohen Nachhaltigkeitsrisiko, den Kodex anerkannt haben (Anerkennungsrate I).
Die beiden Unterziele in dieser dritten Kategorie stehen gleichgewichtig nebeneinander.
Um eine 100 %-Zielerfüllung bei der Anerkennungsrate der kritischen Lieferanten zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate um 33,3 Prozentpunkte erreicht werden (Plan-Wert). Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz linear auf 200 % bzw. auf 0 %.

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):
Anerkennungsrate I 66,6 % = 100 % Zielerreichung
Anerkennungsrate I 50,0 % = 0 % Zielerreichung
Anerkennungsrate I 83,3 % = 200 % Zielerreichung
Um eine 100 %-Zielerfüllung bei der Abdeckung des Einkaufsvolumens zu erreichen, muss in einem Dreijahreszeitraum eine Steigerung der Anerkennungsrate, die in der nachfolgenden Grafik dargestellt wird, erreicht werden (Plan-Wert). Da die Erwartung besteht, dass am Anfang eine schnellere Anerkennungsrate erreicht werden kann als im fortgeschrittenen Stadium, hat die Kurve einen degressiven Verlauf. Wird das Ziel über- oder untererfüllt (Vergleich von Plan- und Ist-Wert), steigt bzw. fällt der Prozentsatz auf 200 % bzw. auf 0 %.

Schematische Darstellung
Beispielrechnung LTI I-Programm (2020-2022):
Anerkennungsrate II 79,0 % = 100 % Zielerreichung
Anerkennungsrate II 62,0 % = 0 % Zielerreichung
Anerkennungsrate II 96,1 % = 200 % Zielerreichung
| Relative Struktur Jahresvergütung | Relative Struktur Gesamtvergütung | Zielerreichung 100 % |
Zielerreichung 0 % |
Maximale Zielerreichung | |
| in Tsd. € | |||||
| Fixum | 60 % | 37 % | 550,0 | 550,0 | 550,0 |
| Tantieme 10 | 40 % | 25 % | 380,0 1 | 0,0 2 | 912,0 3 |
| Jahresvergütung | 100 % | 930,0 | 550,0 | 1.462,0 | |
| LTI I 10 | 285,0 4 | 0,0 5 | 570,0 6 | ||
| - Menschen | 95,0 | 0,0 | 190,0 | ||
| - Umwelt | 95,0 | 0,0 | 190,0 | ||
| - Geschäftsethik | 38 % | 47,5 | 0,0 | 95,0 | |
| 47,5 | 0,0 | 95,0 | |||
| LTI II 10 | 285,0 7 | 0,0 8 | 570,0 9 | ||
| Gesamtvergütung | 100 % | 1.500,0 | 550,0 | 2.602,0 |
1
Ist-EBITDA = Plan EBITDA; Performancefaktor = 1,0.
2
Ist-EBITDA = 0 %.
3
Ist-EBITDA = 200 %; Performancefaktor = 1,2.
4
100 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
5
0 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
6
200 % Zielerreichung Nachhaltigkeits-KPI's.
7
K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = Performance MDAX (Durchschnitt
Vergleichswert).
8
Performance MDAX (Durchschnitt Vergleichswert).
9
K+S-Aktienkurs (Durchschnitt Performancezeitraum) = 200 %.
10
Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.

Der Vorstand hat aus den Jahren 2016 und 2017 Ansprüche aus laufenden LTI-Programmen, das System wird im Folgenden beschrieben:
Das System beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe erzielter sog. Wertbeiträge (LTI bis 2017). Der Wertbeitrag (LTI bis 2017) ergibt sich folgendermaßen:
+ Zinserträge des Geschäftsjahres
- Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres
= Wertbeitrag (LTI bis 2017).
Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahreszeiträumen der Unternehmenserfolg ermittelt. Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag (LTI bis 2017) besteht bei +/-500 Mio. € pro Geschäftsjahr.
Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTl-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTl-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTl-Laufzeit.
Zu Beginn eines LTl-Zeitraums wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Performancezeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge (LTI bis 2017) wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Entsprechen sich die Wertbeiträge (LTI bis 2017) des Vergleichs- und des Performancezeitraums, werden 100 % des lti ausgezahlt. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200 %. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache eines ordentlichen Vorstandsmitglieds.
Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres.
Wie in Abbildung B.78 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performancezeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge unter denen des Vergleichszeitraums.
Einzelheiten der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 sind in individualisierter Form in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der Unterschied zwischen der Gewährungs- bzw. der Zuflusstabelle bezieht sich allein auf die variablen Vergütungsbestandteile. Die Gewährungstabelle bildet Beträge ab, die bei 100%iger Zielerreichung in Aussicht gestellt wurden. Eine Ausnahme hiervon bildet als anteilsbasierte Vergütung der LTI II. Hier werden in der Gewährungstabelle die Beträge gezeigt, die den Vorstandsmitgliedern für die gesamte verbleibende Vertragslaufzeit zugesagt wurden. Die Zuflusstabelle zeigt hingegen die Beträge, die aufgrund der tatsächlich erreichten Ziele im Folgejahr zur Auszahlung kommen werden.
| Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 | ||||||
| in Tsd. € | 2018 | 2019 | 2019 (Min.) | 2019 (Max.) | 2018 | 2019 |
| Festvergütung | 727,5 | 825,0 | 825,0 | 825,0 | 485,0 | 550,0 |
| Nebenleistung 1 | 28,5 | 42,8 | 42,8 | 42,8 | 20,1 | 20,8 |
| Summe | 756,0 | 867,8 | 867,8 | 867,8 | 505,1 | 570,8 |
| Einjährige variable Vergütung 3 | 570,0 | 570,0 | 0,0 | 1.368,0 | 380,0 | 380,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 3 | 950,1 | 2.565,0 | 0,0 | 5.130,0 | 613,4 | 1.710,0 |
| - LTI I (ab 2018) | 344,4 | 427,5 | 0,0 | 855,0 | 224,6 | 285,0 |
| - LTI II (2018-2020) | 344,4 | 83,1 | 0,0 | 166,2 | 224,6 | 60,4 |
| - LTI II (2019-2021) | 201,9 | 225,6 | 0,0 | 451,2 | 129,6 | 155,4 |
| - LTI II (2020-2022) | 59,4 | 368,1 | 0,0 | 736,2 | 34,6 | 250,4 |
| - LTI II (2021-2023) | - | 427,5 | 0,0 | 855,0 | - | 285,0 |
| - LTI II (2022-2024) | - | 427,5 | 0,0 | 855,0 | - | 285,0 |
| - LTI II (2023-2025) | - | 344,4 | 0,0 | 688,8 | - | 224,6 |
| - LTI II (2024-2026) | - | 201,9 | 0,0 | 403,8 | - | 129,6 |
| - LTI II (2025-2027) | - | 59,4 | 0,0 | 118,8 | - | 34,6 |
| Summe | 2.276,1 | 4.002,8 | 867,8 | 7.365,8 | 1.498,5 | 2.660,8 |
| - Dienstzeitaufwand | 743,4 | 957,1 | 957,1 | 957,1 | 719,8 | 936,6 |
| Gesamtvergütung | 3.019,5 | 4.959,9 | 1.824,9 | 8.322,9 | 2.218,3 | 3.597,4 |
| Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | Mark Roberts2Im Vorstand seit 10/2012 | |||||
| in Tsd. € | 2019 (Min.) | 2019 (Max.) | 2018 | 2019 | 2019 (Min.) | 2019 (Max.) |
| Festvergütung | 550,0 | 550,0 | 485,0 | 550,0 | 550,0 | 550,0 |
| Nebenleistung 1 | 20,8 | 20,8 | 53,6 | 60,0 | 60,0 | 60,0 |
| Summe | 570,8 | 570,8 | 538,6 | 610,0 | 610,0 | 610,0 |
| Einjährige variable Vergütung 3 | 0,0 | 912,0 | 380,0 | 380,0 | 0,0 | 912,0 |
| Mehrjährige variable Vergütung 3 | 0,0 | 3.420,0 | 760,2 | 1.140,0 | 0,0 | 2.280,0 |
| - LTI I (ab 2018) | 0,0 | 570,0 | 261,3 | 285,0 | 0,0 | 570,0 |
| - LTI II (2018-2020) | 0,0 | 120,8 | 261,3 | 23,7 | 0,0 | 47,4 |
| - LTI II (2019-2021) | 0,0 | 310,8 | 166,3 | 118,7 | 0,0 | 237,4 |
| - LTI II (2020-2022) | 0,0 | 500,8 | 71,3 | 213,7 | 0,0 | 427,4 |
| - LTI II (2021-2023) | 0,0 | 570,0 | - | 261,3 | 0,0 | 522,6 |
| - LTI II (2022-2024) | 0,0 | 570,0 | - | 166,3 | 0,0 | 332,6 |
| - LTI II (2023-2025) | 0,0 | 449,2 | - | 71,3 | 0,0 | 142,6 |
| - LTI II (2024-2026) | 0,0 | 259,2 | - | 0,0 4 | 0,0 4 | 0,0 4 |
| - LTI II (2025-2027) | 0,0 | 69,2 | - | 0,0 4 | 0,0 4 | 0,0 4 |
| Summe | 570,8 | 4.902,8 | 1.678,8 | 2.130,0 | 610,0 | 3.802,0 |
| - Dienstzeitaufwand | 936,6 | 936,6 | 538,9 | 717,1 | 717,1 | 717,1 |
| Gesamtvergütung | 1.507,4 | 5.839,4 | 2.217,7 | 2.847,1 | 1.327,1 | 4.519,1 |
1
Nebenleistungen sind auf 75.000 € gedeckelt.
2
Vor Wechselkursausgleich: Für die Umrechnung der Vergütung ist ein US-Dollarkurs
festgeschrieben. Da die Auszahlungen zunächst mit aktuellen Kursen umgerechnet werden,
kommt es nach Ablauf des Jahres ggf. zu einem Ausgleich.
3
Gegebenenfalls zeitanteilig bis zum Ende der Berufung.
4
Mandat endet am 30. September 2023.
| Dr. Burkhard Lohr Vorstandsvorsitzender Im Vorstand seit 06/2012 | Thorsten Boeckers Finanzvorstand Im Vorstand seit 05/2017 | Mark Roberts1 Im Vorstand seit 10/2012 | ||||
| in Tsd. € | 2019 | 2018 | 20192 | 20182 | 2019 | 2018 |
| Festvergütung | 825,0 | 727,5 | 550,0 | 485,0 | 649,4 | 536,8 |
| Nebenleistungen | 42,8 | 28,5 | 20,8 | 20,1 | 60,0 | 53,6 |
| Summe | 867,8 | 756,0 | 570,8 | 505,1 | 709,4 | 590,4 |
| Einjährige variable Vergütung | 383,7 | 469,6 | 255,9 | 313,1 | 302,3 | 346,5 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| - LTI bis 2017 | 0,0 3 | 0,0 4 | 0,0 3 | 0,0 4 | 0,0 3 | 0,0 4 |
| - LTI I ab 2018 | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 1.251,5 | 1.225,6 | 826,7 | 818,2 | 1.011,7 | 936,9 |
| - Versorgungsaufwand | 957,1 | 743,4 | 936,6 | 719,8 | 717,1 | 538,9 |
| Gesamtvergütung | 2.208,6 | 1.969,0 | 1.763,3 | 1.538,0 | 1.728,8 | 1.475,8 |
1
Inklusive Währungskursausgleich.
2
Übernahme der Restlaufzeiten der LTI-Ansprüche, die Herr Boeckers als Leiter Investor
Relations der K+S-AKTIENGESELLSCHAFT erhalten hat.
3
Laufzeit 2016-2019.
4
Laufzeit 2015-2018.
| Fixvergütung1 | STI | LTI bis 2017 | LTI I ab 2018 | LTI II ab 2018 | Gesamt | |
| Dr. Burkhard Lohr | 867,8 | 383,7 | 0,0 | - | 2.137,5 | 3.389,0 |
| Thorsten Boeckers | 570,8 | 255,9 | 0,0 | - | 1.425,0 | 2.251,7 |
| Mark Roberts | 709,4 2 | 302,3 2 | 0,0 | - | 855,0 | 1.866,7 |
1
Inklusive Nebenleistungen.
2
Inklusive Währungskursausgleich.
| Aufwand LTI II | Rückstellungen LTI II | |
| Dr. Burkhard Lohr | 337,2 | 575,2 |
| Thorsten Boeckers | 224,0 | 380,1 |
| Mark Roberts | 120,0 | 293,0 |
| Gesamt | 681,2 | 1.248,3 |
Im Zuge der Verkleinerung des Vorstands von fünf auf drei Mitglieder und der damit einhergehenden größeren Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat die fixe Vorstandsvergütung mit Wirkung zum 1. Januar 2019 auf 550.000 € für ein ordentliches Mitglied angehoben. Der Vorstandsvorsitzende erhält das 1,5-fache.
Mark Roberts erhält seine Vergütung in Euro. Um die Wechselkursrisiken zu beschränken, wurde eine Klausel vereinbart, nach der nach Ablauf eines jeden Jahres ein Wechselkursausgleich für den Fall erfolgt, dass der Ist-Kurs der jeweiligen Überweisungen vom Kurs bei Unterschrift des Vertrages (EUR 1,00 = USD 1,30) um mehr als 10 % im Einzelfall oder um mehr als 5 % im Durchschnitt des ganzen Jahres abweicht.
Durchschnittlich betrug das Gehalt des Vorstands im vergangenen Jahr damit das 6,0-fache (2018: 5,2-fache) des oberen Führungskreises weltweit sowie das 27,0-fache (2018: 23,6-fache) der Gesamtbelegschaft.
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen auf drei Mitglieder, die alle ganzjährig im Amt waren. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt.
Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d. h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet.
Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (> 15 Jahre) zu vermeiden. Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2019 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 10,5 % und 17,5 %. Die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Die Obergrenze für den Vorstandsvorsitzenden beträgt 340.000 € nach regulärer Überprüfung in 2019 und für die anderen Vorstandsmitglieder je 255.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus überprüft und ggf. angepasst - dies steht im Jahr 2022 erneut zur Überprüfung an.
Rentenleistungen werden erst bei Auszahlung entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Für künftige Pensionsverträge gelten die gesetzlichen Regelungen zur Unverfallbarkeit von Pensionsansprüchen. Demnach tritt eine Unverfallbarkeit der Pensionsansprüche erst nach fünf Dienstjahren ein. Für das Vorstandsmitglied Mark Roberts wurde ein fixer Umrechnungskurs zwischen Euro und US-Dollar vereinbart.
Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60 %, jede Vollwaise 30 % und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall wird sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, können die Ansprüche gemäß der Versorgungszusage zu diesem Zeitpunkt bereits geltend gemacht werden.
| in Tsd. € | Alter | Zeitwert zum 01.01. | Pensionsaufwand2 | Zeitwert zum 31.12. | |
| Dr. Burkhard Lohr | 2019 | 56 | 4.515,9 | 1.047,4 | 6.799,0 |
| 2018 | 3.545,3 | 814,3 | 4.515,9 | ||
| Thorsten Boeckers 3 | 2019 | 44 | 1.621,2 | 969,0 | 3.494,3 |
| 2018 | 796,0 | 735,8 | 1.621,2 | ||
| Dr. Thomas Nöcker | 2019 | 61 | - | - | - |
| (Mitglied bis 31.08.2018) | 2018 | 6.602,0 | 415,3 | 7.326,0 | |
| Mark Roberts | 2019 | 56 | 3.907,8 | 795,2 | 5.940,1 |
| 2018 | 3.068,6 | 600,3 | 3.907,8 | ||
| Summe | 2019 | 10.044,9 | 2.811,6 | 16.233,4 | |
| 2018 | 14.011,9 | 2.565,7 | 17.370,9 |
1
Angaben nach IFRS .
2
Einschließlich Zinsaufwand.
3
Enthält Pensionsansprüche aus der Zeit als Leiter Investor Relations der K+S-AKTIENGESELLSCHAFT
.
Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2019 folgende Beträge den Pensionsrückstellungen zugeführt. B.83
Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2019 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg der Zeitwerte gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr kürzeren Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.
Im Falle eines Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe des 1,5-fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags.
Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstandsvertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre. Die Ausgleichszahlung beträgt das 1,5-fache des Jahresfixums. Darüber hinaus besteht eine Obergrenze für Abfindungen, wonach Ansprüche aus der "Change of Control"-Klausel den Wert von drei Jahresvergütungen nicht überschreiten können. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.
Die Dienstverträge aller Vorstandsmitglieder enthalten sogenannte Claw-Back-Klauseln. Im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen gesetzliche Pflichten oder solche Pflichten, die sich aus der Satzung der Gesellschaft oder aus dem Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds ergeben, hat die Gesellschaft ein Rückforderungs- bzw. Einbehaltungsrecht in Bezug auf alle LT l -Tranchen LTI I und LTI II), die zum Zeitpunkt des Verstoßes laufen.
Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Altersgrenze eingeführt, die auf das 65. Lebensjahr festgelegt wurde.
Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt - dies beinhaltet auch keine Ausgabe von Darlehen. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahestehenden Personen.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2,4 Mio. € (2018: 2,1 Mio. €).
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung geregelt. Ein Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 €. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-fache der Vergütung.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 €, die Mitglieder des Personalausschusses von jeweils 7.500 €. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss erhält jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 €, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Der Aufsichtsrat wird der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2020 die Einführung einer Vergütung für den Strategieausschuss vorschlagen, der bisher ohne Vergütung gearbeitet hat. Dies erfolgt, um dem erheblichen Aufwand gerecht zu werden, so wie es auch der Deutsche Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vorsieht. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das 1,5-fache dieser Vergütung. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von je 750 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.
Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle. B.84
Die Aufwandsentschädigungen für das laufende Jahr 2019 betragen 48,9 Tsd. € (2018: 79,7 Tsd. €). Im Geschäftsjahr 2019 wurden den Aufsichtsratsmitgliedern keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gezahlt oder Vorteile gewährt.
Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen.
Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position.
Kandidaten für den Aufsichtsrat dürfen bei Wahl nicht älter als 70 sein. Darüber hinaus dürfen Mitglieder des Aufsichtsrats für maximal zwei Wahlperioden - in Ausnahmefällen drei Wahlperioden - im Amt sein. Die gesetzlichen Regelungen zur Mitbestimmung bleiben hiervon unberührt.
In der Tabelle B.85 wird in individualisierter Form die Anwesenheit der Aufsichtsratsmitglieder an Gremiums- und Ausschusssitzungen 2019 dargestellt.
| in € | Fixe Vergütung | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Nominierungsausschuss | Strategieausschuss3 | |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 2019 | 200.000 | 15.000 | 15.000 | 15.000 | 0 |
| 2018 | 200.000 | 10.000 | 15.000 | 15.000 | 0 | |
| Ralf Becker | 2019 | 150.000 | 15.000 | 7.500 | - | 0 |
| (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 2018 | 133.333 | 15.000 | 5.000 | - | 0 |
| Petra Adolph | 2019 | 100.000 | 15.000 | - | - | - |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | 10.000 | - | - | - |
| Andre Bahn | 2019 | 100.000 | - | - | - | 0 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | - | - | - |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2019 | 100.000 | 15.000 | - | 7.500 | - |
| 2018 | 100.000 | 10.000 | 3.125 | 7.500 | - | |
| Peter Bleckmann | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | - | - | - |
| George Cardona | 2019 | 100.000 | - | - | 7.500 | - |
| 2018 | 100.000 | - | - | 7.500 | - | |
| Dr. Elke Eller | 2019 | 100.000 | - | 7.500 | - | - |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | 5.000 | - | - |
| Gerd GRImmig | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | - | - | - |
| Axel Hartmann | 2019 | 100.000 | 15.000 | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | 15.000 | - | - | - | |
| Michael Knackmuß | 2019 | 100.000 | - | 7.500 | - | - |
| 2018 | 100.000 | - | 5.000 | - | - | |
| Thomas Kölbl | 2019 | 100.000 | 30.000 | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | 25.000 | - | - | - | |
| Gerd Kübler | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | - | - | - | - | |
| Nevin McDougall | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 66.667 | - | - | - | - |
| Anke Roehr | 2019 | 100.000 | - | - | - | - |
| 2018 | 100.000 | - | - | - | - | |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 2019 | 100.000 | - | - | 7.500 | 0 |
| 2018 | 100.000 | - | - | 7.500 | 0 | |
| Summe | 2019 | 1.750.000 | 105.000 | 37.500 | 37.500 | 0 |
| 2018 2 | 1.533.335 | 85.000 | 33.125 | 37.500 | 0 |
| in € | Sitzungsgelder4 | Gesamt | |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 2019 | 16.500 | 261.500 |
| 2018 | 8.250 | 248.250 | |
| Ralf Becker | 2019 | 15.000 | 187.500 |
| (seit 15.05.2018 stellvertr. Vorsitzender) | 2018 | 6.750 | 160.083 |
| Petra Adolph | 2019 | 8.250 | 123.250 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 1.500 | 78.167 |
| Andre Bahn | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 2.250 | 68.917 |
| Jella S. Benner-Heinacher | 2019 | 11.250 | 133.750 |
| 2018 | 8.250 | 128.875 | |
| Peter Bleckmann | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 2.250 | 68.917 |
| George Cardona | 2019 | 6.000 | 113.500 |
| 2018 | 5.250 | 112.750 | |
| Dr. Elke Eller | 2019 | 9.000 | 116.500 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 1.500 | 73.167 |
| Gerd GRImmig | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 2.250 | 68.917 |
| Axel Hartmann | 2019 | 7.500 | 122.500 |
| 2018 | 6.000 | 121.000 | |
| Michael Knackmuß | 2019 | 8.250 | 115.750 |
| 2018 | 4.500 | 109.500 | |
| Thomas Kölbl | 2019 | 8.250 | 138.250 |
| 2018 | 5.250 | 130.250 | |
| Gerd Kübler | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| 2018 | 3.750 | 103.750 | |
| Nevin McDougall | 2019 | 3.750 | 103.750 |
| (seit 15.05.2018) | 2018 | 1.500 | 68.167 |
| Anke Roehr | 2019 | 3.000 | 103.000 |
| 2018 | 3.750 | 103.750 | |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 2019 | 7.500 | 115.000 |
| 2018 | 6.000 | 113.500 | |
| Summe | 2019 | 119.250 | 2.049.250 |
| 2018 2 | 69.000 | 1.757.960 |
1
Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit
zu entrichtende Umsatzsteuer.
2
Ohne die in 2018 ausgeschiedenen Mitglieder.
3
Zurzeit ohne Vergütung; Einführung einer Vergütung wird der HV 2020 zur Abstimmung
gestellt.
4
Am 28. Februar 2019 fand eine gemeinsame Sitzung des Prüfungs- und Strategieausschusses
statt, für die aber nur einmal Sitzungsgeld gezahlt wurde.
| Aufsichtsräte | Sitzungen inkl. Ausschusssitzungen | Plenumssitzungen Gesamt | Plenumssitzungen Teilnahme | Ausschusssitzungen Gesamt |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 24 | 5 | 5 | 19 |
| Ralf Becker | 21 | 5 | 5 | 16 |
| Petra Adolph | 12 | 5 | 4 | 7 |
| Andre Bahn | 5 | 5 | 5 | - |
| Jella S. Benner-Heinacher | 15 | 5 | 5 | 10 |
| Peter Bleckmann | 5 | 5 | 5 | - |
| George Cardona | 8 | 5 | 5 | 3 |
| Dr. Elke Eller | 12 | 5 | 5 | 7 |
| Gerd GRImmig | 5 | 5 | 5 | - |
| Axel Hartmann | 12 | 5 | 4 | 7 |
| Michael Knackmuß | 12 | 5 | 5 | 7 |
| Thomas Kölbl | 12 | 5 | 4 | 7 |
| Gerd Kübler | 5 | 5 | 5 | - |
| Nevin McDougall | 5 | 5 | 5 | - |
| Anke Roehr | 5 | 5 | 4 | - |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 10 | 5 | 5 | 5 |
| Summe | 168 | 80 | 95% | 88 |
| Aufsichtsräte | Ausschusssitzungen Teilnahme | Teilnahme in % Gesamt |
| Dr. Andreas Kreimeyer | 19 | 100 % |
| Ralf Becker | 16 | 100 % |
| Petra Adolph | 7 | 92 % |
| Andre Bahn | - | 100 % |
| Jella S. Benner-Heinacher | 10 | 100 % |
| Peter Bleckmann | - | 100 % |
| George Cardona | 3 | 100 % |
| Dr. Elke Eller | 7 | 100 % |
| Gerd GRImmig | - | 100 % |
| Axel Hartmann | 6 | 83 % |
| Michael Knackmuß | 6 | 92 % |
| Thomas Kölbl | 7 | 92 % |
| Gerd Kübler | - | 100 % |
| Nevin McDougall | - | 100 % |
| Anke Roehr | - | 80 % |
| Philip Freiherr von dem Bussche | 5 | 100 % |
| Summe | 98 % | 96 % |
| in Mio. € | Anmerkung | 2018 (angepasst) | 2019 |
| Umsatzerlöse | (1) | 4.039,1 | 4.070,7 |
| Umsatzkosten 2 | (2) | 3.410,4 | 3.372,6 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 628,7 | 698,1 | |
| Marketing - und allgemeine Verwaltungskosten 2 | (2) | 349,7 | 362,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge 2 | (3) | 118,0 | 133,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 | (4) | 186,4 | 230,6 |
| Beteiligungsergebnis | (5) | 4,2 | 3,2 |
| Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | (6) | -49,5 | -16,9 |
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften 3 | 165,3 | 224,3 | |
| Zinserträge | (7) | 11,6 | 9,2 |
| Zinsaufwendungen | (7) | 120,7 | 144,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis | (8) | -3,1 | 37,7 |
| Finanzergebnis | -112,2 | -97,3 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53,1 | 127,0 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (9) | 10,9 | 38,1 |
| - davon latente Steuern | -17,9 | -29,4 | |
| Jahresüberschuss | 42,2 | 88,9 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | 0,1 | - | |
| Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 42,1 | 88,9 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) | (11) | 0,22 | 0,46 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2
Die Vorjahreszahlen wurden, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn-
und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst.
3
Es handelt sich um nicht im IFRS -Regelwerk definierte Kennzahlen.
| in Mio. € | Anmerkung | 2018 | 2019 |
| Jahresüberschuss | 42,2 | 88,9 | |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -49,0 | 317,4 | |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -49,0 | 317,4 | |
| Neubewertung von Nettoschulden /Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -5,2 | -17,1 | |
| Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten | 10,7 | 9,7 | |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 5,5 | -7,4 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | (19) | -43,5 | 310,0 |
| Gesamtergebnis der Periode | -1,3 | 398,9 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis | 0,1 | - | |
| Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | -1,4 | 398,9 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
AKTIVA 1 C.3
| in Mio. € | Anmerkung | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 982,3 | 998,5 |
| - davon Goodwill aus Unternehmenserwerben | (12) | 693,2 | 712,4 |
| Sachanlagen | 6.687,9 | 7.210,0 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (13) | 6,4 | 6,3 |
| Finanzanlagen | (14) | 89,1 | 106,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (17, 18) | 36,2 | 6,0 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 21,9 | 30,2 | |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 7,0 | 7,0 | |
| Latente Steuern | (15) | 92,6 | 95,5 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 28,0 | - | |
| Langfristige Vermögenswerte | 7.951,2 | 8.459,6 | |
| Vorräte | (16) | 691,5 | 789,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (17) | 836,7 | 724,7 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (17, 18) | 86,2 | 141,6 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 172,5 | 116,6 | |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 49,3 | 27,4 | |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 11,2 | 11,4 | |
| Flüssige Mittel | (29) | 167,6 | 321,8 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.015,0 | 2.132,6 | |
| AKTIVA | 9.966,2 | 10.592,2 | |
|
PASSIVA |
|||
| in MIO. € | Anmerkung | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Gezeichnetes Kapital | (19) | 191,4 | 191,4 |
| Kapitalrücklage | (19) | 645,7 | 645,7 |
| Andere Rücklagen und Bilanzgewinn | (19) | 3.305,4 | 3.656,4 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AKTIENGESELLSCHAFT | 4.142,5 | 4.493,5 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1,6 | 1,6 | |
| Eigenkapital | 4.144,1 | 4.495,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | (24) | 2.741,4 | 2.873,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (18, 24) | 154,9 | 296,1 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 13,2 | 17,5 | |
| Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 46,6 | 22,8 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (20) | 187,0 | 232,2 |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | (21) | 1.015,1 | 910,6 |
| Sonstige Rückstellungen | (21, 22) | 140,1 | 166,4 |
| Latente Steuern | (15) | 230,1 | 202,4 |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.528,4 | 4.721,1 | |
| Finanzverbindlichkeiten | (24) | 541,9 | 525,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (24) | 239,7 | 241,3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (18, 24) | 112,3 | 175,8 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 49,9 | 71,3 | |
| Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 35,3 | 32,7 | |
| Rückstellungen | (21, 23) | 314,6 | 329,0 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.293,7 | 1.376,0 | |
| PASSIVA | 9.966,2 | 10.592,2 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
| in Mio. € | Anmerkung | 2018 | 2019 |
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | (29) | 165,3 | 224,3 |
| Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | 25,7 | 6,1 | |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 36,2 | -22,0 | |
| Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen | 379,1 | 431,9 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) | 5,7 | -14,1 | |
| Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | 8,3 | 13,4 | |
| Gewinne (+) / Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte /Verbindlichkeiten | 27,9 | 35,3 | |
| Gezahlte Zinsen und Ähnliches (-) | -91,6 | -113,6 | |
| Gezahlte Ertragsteuern (-) | -99,6 | -45,9 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) | -0,1 | 1,5 | |
| Gewinn (-) / Verlust (+) aus Anlagen - und Wertpapierabgängen | 6,7 | -19,9 | |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) Vorräte | 6,8 | -82,7 | |
| Zunahme (-) / Abnahme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit | -134,7 | 205,3 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit | -37,6 | 32,3 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen | 32,1 | 14,8 | |
| Dotierung von Planvermögen | -21,5 | -26,9 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 308,7 | 639,8 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 6,4 | 11,8 | |
| Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen | -10,0 | -12,6 | |
| Auszahlungen für Sachanlagevermögen | -504,7 | -493,3 | |
| Auszahlungen für Finanzanlagen | -6,7 | -4,9 | |
| Liquide Mittel im Geschäftsjahr entkonsolidierter Gesellschaften | - | -1,1 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | 297,8 | 15,2 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen | -295,5 | -15,1 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -512,7 | -500,0 | |
| Dividendenzahlungen | -67,0 | -47,9 | |
| Tilgung (-) von Finanzverbindlichkeiten | -754,3 | -1.416,2 | |
| Aufnahme (+) von Finanzverbindlichkeiten | 1.008,6 | 1.475,0 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 187,3 | 11,0 | |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel | -16,7 | 150,8 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung des Bestands an Finanzmitteln | 3,2 | 3,3 | |
| Änderung des Bestands an Finanzmitteln | -13,5 | 154,1 | |
| Nettofinanzmittelbestand am 01.01. | 175,7 | 162,2 | |
| Nettofinanzmittelbestand am 31.12. | 162,2 | 316,3 | |
| - davon Flüssige Mittel | 167,6 | 321,8 | |
| - davon Kontokorrentkredite | - | -0,7 | |
| - davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder | -5,4 | -4,8 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
| in Mio. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen | Unterschiede aus Währungsumrechnung |
| Stand 01.01.2019 | 191,4 | 645,7 | 3.324,2 | 12,5 |
| Jahresüberschuss | - | - | 88,9 | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - | - | - | 317,4 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 88,9 | 317,4 |
| Dividende des Vorjahres | - | - | -47,9 | - |
| Stand 31.12.2019 | 191,4 | 645,7 | 3.365,2 | 329,9 |
| Stand 01.01.2018 | 191,4 | 645,7 | 3.349,0 | 61,5 |
| Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 | - | - | - | - |
| Stand 01.01.2018 (angepasst) | 191,4 | 645,7 | 3.349,0 | 61,5 |
| Jahresüberschuss | - | - | 42,1 | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - | - | - | -49,0 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 42,1 | -49,0 |
| Dividende des Vorjahres | - | - | -67,0 | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | 0,1 | - |
| Stand 31.12.2018 | 191,4 | 645,7 | 3.324,2 | 12,5 |
| in Mio. € | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten |
| Stand 01.01.2019 | -93,6 | 62,3 |
| Jahresüberschuss | - | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -17,1 | 9,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | -17,1 | 9,7 |
| Dividende des Vorjahres | - | - |
| Stand 31.12.2019 | -110,7 | 72,0 |
| Stand 01.01.2018 | -88,4 | - |
| Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 | - | 51,6 |
| Stand 01.01.2018 (angepasst) | -88,4 | 51,6 |
| Jahresüberschuss | - | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -5,2 | 10,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | -5,2 | 10,7 |
| Dividende des Vorjahres | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - |
| Stand 31.12.2018 | -93,6 | 62,3 |
| in Mio. € | Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital |
| Stand 01.01.2019 | 4.142,5 | 1,6 | 4.144,1 |
| Jahresüberschuss | 88,9 | - | 88,9 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 310,0 | - | 310,0 |
| Gesamtergebnis der Periode | 398,9 | - | 398,9 |
| Dividende des Vorjahres | -47,9 | - | -47,9 |
| Stand 31.12.2019 | 4.493,5 | 1,6 | 4.495,1 |
| Stand 01.01.2018 | 4.159,2 | 1,5 | 4.160,7 |
| Anpassungen aus Erstanwendung IFRS 9 | 51,6 | - | 51,6 |
| Stand 01.01.2018 (angepasst) | 4.210,8 | 1,5 | 4.212,3 |
| Jahresüberschuss | 42,1 | 0,1 | 42,2 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | -43,5 | - | -43,5 |
| Gesamtergebnis der Periode | -1,4 | 0,1 | -1,3 |
| Dividende des Vorjahres | -67,0 | - | -67,0 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | 0,1 | - | 0,1 |
| Stand 31.12.2018 | 4.142,5 | 1,6 | 4.144,1 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
| Anmerkung | Gesamtumsatz | davon Umsatz mit Dritten (35) | davon intersegmen. Umsätze | |||
| in Mio. € | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | |
| Operative Einheit Europe+ | 2.597,8 | 2.549,1 | 2.585,2 | 2.535,9 | 12,7 | |
| Operative Einheit Americas | 1.455,1 | 1.532,2 | 1.451,0 | 1.532,2 | 4,1 | |
| Summe der Segmente | 4.052,9 | 4.081,3 | 4.036,2 | 4.068,1 | 16,8 | |
| Überleitung 3 | (34) | -13,8 | -10,6 | 2,9 | 2,6 | -16,8 |
| K+S Gesamt | (30-36) | 4.039,1 | 4.070,7 | 4.039,1 | 4.070,7 | - |
| davon intersegmen. Umsätze | EBITDA4 | ||
| in Mio. € | 2019 | 2018 | 2019 |
| Operative Einheit Europe+ | 13,2 | 443,3 | 437,0 |
| Operative Einheit Americas | - | 221,8 | 230,0 |
| Summe der Segmente | 13,2 | 665,1 | 667,0 |
| Überleitung 3 | -13,2 | -58,8 | -26,6 |
| K+S Gesamt | - | 606,3 | 640,4 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2
Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird das operative Geschäft in den operativen Einheiten
Europe+ und Americas geführt, welche somit auch die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst, vgl. (30) Segmentabgrenzung.
3
Die Angaben zu den operativen Einheiten werden vor intersegmentärer Konsolidierung
dargestellt. Aufwendungen und Erträge, die den operativen Einheiten nicht zuordenbar
sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" zusammengefasst.
4
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäfte und in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich
auf Seite 184.
| in Mio. € | Anmerkung | Stand am 01.01.2019 | Erstanwendung IFRS 16 | Stand am 01.01.2019 (angepasst) | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 85,1 | - | 85,1 | - | 4,8 | |
| Kundenbeziehungen | 238,8 | - | 238,8 | - | - | |
| Marken | 123,8 | - | 123,8 | - | - | |
| Hafenkonzessionen | 35,7 | - | 35,7 | - | - | |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 693,2 | - | 693,2 | - | - | |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 31,1 | - | 31,1 | - | 0,2 | |
| Emissionsrechte | 15,2 | - | 15,2 | - | 4,6 | |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 7,9 | - | 7,9 | - | 3,0 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 1.230,8 | - | 1.230,8 | - | 12,6 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 2.239,8 | - | 2.239,8 | -42,5 | 151,1 | |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1,1 | 98,0 | 99,1 | - | 29,3 | |
| Rohstoffvorkommen | 704,9 | - | 704,9 | - | - | |
| Technische Anlagen und Maschinen 2 | 5.968,9 | - | 5.968,9 | - | 169,3 | |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen | 239,3 | 57,4 | 296,7 | - | 18,5 | |
| Schiffe | 54,6 | - | 54,6 | - | - | |
| Leasing für Schiffe | 1,8 | 38,9 | 40,7 | - | - | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 407,0 | - | 407,0 | -0,5 | 23,8 | |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | - | 12,0 | 12,0 | - | 7,0 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 553,4 | - | 553,4 | - | 293,4 | |
| Sachanlagen | 10.170,9 | 206,3 | 10.377,2 | -43,0 | 692,4 | |
| - davon Leasing | 242,2 | 206,3 | 448,5 | - | 54,8 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (13) | 11,0 | - | 11,0 | - | 0,1 |
| Bruttobuchwerte | ||||||
| in Mio. € | Abgänge | Umbuchungen | Währungsdifferenzen | Stand am 31.12.2019 | Stand am 01.01.2019 | Veränd. Kons.-Kreis |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8,4 | 1,6 | 1,3 | 84,3 | 53,6 | - |
| Kundenbeziehungen | - | - | 6,5 | 245,3 | 153,5 | - |
| Marken | - | - | 2,8 | 126,6 | 12,0 | - |
| Hafenkonzessionen | - | - | 0,7 | 36,4 | 1,6 | - |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | - | 19,2 | 712,4 | - | - |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | - | 1,4 | - | 32,6 | 27,8 | - |
| Emissionsrechte | 0,1 | - | - | 19,6 | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 0,5 | -3,6 | - | 6,8 | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 9,2 | -0,7 | 30,5 | 1.264,0 | 248,5 | - |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 222,6 | 28,7 | 72,1 | 2.226,6 | 595,8 | -18,7 |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1,0 | - | 0,8 | 128,2 | 1,0 | - |
| Rohstoffvorkommen | - | - | 30,7 | 735,6 | 54,3 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen 2 | 80,4 | 357,2 | 187,4 | 6.602,4 | 2.491,0 | - |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen | 7,2 | - | 17,1 | 325,1 | 22,4 | - |
| Schiffe | - | - | 1,0 | 55,6 | 14,0 | - |
| Leasing für Schiffe | 1,2 | - | 2,8 | 42,4 | 1,2 | - |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 16,4 | 13,2 | 4,3 | 431,3 | 303,1 | -0,5 |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0,3 | 0,1 | 0,1 | 18,8 | - | - |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3,1 | -398,5 | 19,9 | 465,2 | - | - |
| Sachanlagen | 332,2 | 0,7 | 336,1 | 11.031,1 | 3.483,0 | -19,2 |
| - davon Leasing | 9,7 | 0,1 | 20,8 | 514,5 | 24,6 | - |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0,2 | - | - | 10,9 | 4,6 | - |
| Abschreibungen und Wertminderungen | ||||||
| in Mio. € | Abschreibungen | Wertminderungen | Wertaufholungen | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 01.01.2019 |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 8,0 | - | - | 8,3 | - | 53,6 |
| Kundenbeziehungen | 8,9 | - | - | - | - | 153,5 |
| Marken | 0,2 | - | - | - | - | 12,0 |
| Hafenkonzessionen | 0,1 | - | - | - | - | 1,6 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | - | - | - | - | - |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 2,3 | - | - | - | - | 27,8 |
| Emissionsrechte | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 19,5 | - | - | 8,3 | - | 248,5 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 61,2 | 1,1 | - | 5,2 | - | 595,8 |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 17,3 | - | - | 1,0 | - | 1,0 |
| Rohstoffvorkommen | 10,4 | - | - | - | - | 54,3 |
| Technische Anlagen und Maschinen 2 | 259,5 | 6,5 | - | 72,4 | - | 2.491,0 |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen | 24,8 | - | - | 4,2 | - | 22,4 |
| Schiffe | 2,4 | - | - | - | - | 14,0 |
| Leasing für Schiffe | 8,7 | - | - | 1,2 | - | 1,2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 19,7 | - | - | 15,7 | - | 303,1 |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7,0 | - | - | 0,3 | - | - |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 411,0 | 7,6 | - | 100,0 | - | 3.483,0 |
| - davon Leasing | 57,8 | - | - | 6,7 | - | 24,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | - | - | - | - | 4,6 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | Nettobuchwerte | ||
| in Mio. € | Währungsdifferenzen | Stand am 31.12.2019 | Stand am 31.12.2019 |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,9 | 54,2 | 30,1 |
| Kundenbeziehungen | 4,8 | 167,2 | 78,1 |
| Marken | - | 12,3 | 114,3 |
| Hafenkonzessionen | - | 1,8 | 34,6 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | - | 712,4 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | - | 30,0 | 2,6 |
| Emissionsrechte | - | - | 19,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | - | 6,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5,8 | 265,5 | 998,5 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 5,7 | 639,9 | 1.586,7 |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | - | 17,3 | 110,9 |
| Rohstoffvorkommen | 2,1 | 66,9 | 668,8 |
| Technische Anlagen und Maschinen 2 | 26,8 | 2.711,3 | 3.891,0 2 |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen | 1,7 | 44,7 | 280,4 |
| Schiffe | 0,2 | 16,7 | 38,9 |
| Leasing für Schiffe | 0,2 | 8,9 | 33,5 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2,1 | 308,7 | 122,6 |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | - | 6,7 | 12,2 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | 465,2 |
| Sachanlagen | 38,7 | 3.821,1 | 7.210,0 |
| - davon Leasing | 1,9 | 77,6 | 437,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 4,6 | 6,3 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2
Davon nicht im juristischen Eigentum befindliches Sachanlagevermögen in Höhe von
42,7 Mio. €.
| in Mio. € | Anmerkung | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 83,9 | - | 7,0 | 11,9 | 5,3 | |
| Kundenbeziehungen | 231,2 | - | - | - | - | |
| Marken | 119,6 | - | - | - | - | |
| Hafenkonzessionen | 34,1 | - | - | - | - | |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 672,7 | - | - | - | - | |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 31,1 | - | 0,1 | 0,1 | - | |
| Emissionsrechte | 15,2 | - | 0,2 | 0,2 | - | |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 9,8 | - | 2,8 | - | -4,7 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (12) | 1.197,6 | - | 10,0 | 12,2 | 0,6 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 2.207,8 | - | 67,7 | 52,3 | 44,2 | |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 | 1,0 | - | - | - | - | |
| Rohstoffvorkommen | 703,1 | - | - | - | - | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.715,7 | - | 170,3 | 71,0 | 225,2 | |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 | 248,1 | - | 0,5 | 0,9 | 0,5 | |
| Schiffe | 52,6 | - | - | 0,1 | - | |
| Leasing für Schiffe 2 | 1,9 | - | - | - | - | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 465,7 | - | 18,4 | 85,2 | 9,6 | |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 | - | - | - | - | - | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 557,0 | - | 286,3 | 1,3 | -281,5 | |
| Sachanlagen | 9.952,9 | - | 543,2 | 210,8 | -1,8 | |
| - davon Leasing | 251,0 | - | 0,5 | 0,9 | 0,5 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (13) | 10,2 | - | - | 0,4 | 1,3 |
| Bruttobuchwerte | ||||||
| in Mio. € | Währungsdifferenzen | Stand am 31.12.2018 | Stand am 01.01.2018 | Veränd. Kons.-Kreis | Abschreibungen | Wertminderungen |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1,0 | 85,1 | 56,8 | - | 8,0 | |
| Kundenbeziehungen | 7,6 | 238,8 | 138,8 | - | 10,9 | - |
| Marken | 4,1 | 123,8 | 11,8 | - | 0,2 | - |
| Hafenkonzessionen | 1,6 | 35,7 | 1,4 | - | 0,1 | - |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 20,5 | 693,2 | - | - | - | - |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | - | 31,1 | 26,0 | - | 2,0 | - |
| Emissionsrechte | - | 15,2 | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | 7,9 | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | 34,8 | 1.230,8 | 234,7 | - | 21,3 | - |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | -27,7 | 2.239,8 | 519,2 | - | 80,4 | |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 | - | 1,1 | 0,9 | - | 0,1 | |
| Rohstoffvorkommen | 1,8 | 704,9 | 44,0 | - | 10,1 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen | -71,4 | 5.968,9 | 2.306,5 | - | 243,3 | - |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 | -8,9 | 239,3 | 12,6 | - | 10,5 | |
| Schiffe | 2,1 | 54,6 | 11,2 | - | 2,3 | - |
| Leasing für Schiffe 2 | -0,1 | 1,8 | 1,1 | - | 0,1 | - |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -1,5 | 407,0 | 364,9 | - | 16,8 | - |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 | - | - | - | - | - | - |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | -7,0 | 553,4 | - | - | - | - |
| Sachanlagen | -112,6 | 10.170,9 | 3.260,3 | - | 363,6 | - |
| - davon Leasing | -9,0 | 242,2 | 14,6 | - | 10,7 | - |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 11,0 | 4,9 | - | 0,1 | - |
| Abschreibungen und Wertminderungen | Abschreibungen und Wertminderungen | |||||
| in Mio. € | Wertauf-holungen | Abgänge | Umbuchungen | Stand am 01.01.2018 | Währungsdifferenzen | Stand am 31.12.2018 |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | - | 11,9 | - | 56,8 | 0,7 | 53,6 |
| Kundenbeziehungen | - | - | - | 138,8 | 3,7 | 153,5 |
| Marken | - | - | - | 11,8 | 0,1 | 12,0 |
| Hafenkonzessionen | - | - | - | 1,4 | 0,1 | 1,6 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | - | - | - | - | - | - |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | - | 0,1 | - | 26,0 | - | 27,8 |
| Emissionsrechte | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | - | - | - | - | - | - |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 12,1 | - | 234,7 | 4,6 | 248,5 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | - | 4,9 | - | 519,2 | 1,1 | 595,8 |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 | - | - | - | 0,9 | - | 1,0 |
| Rohstoffvorkommen | - | - | - | 44,0 | 0,4 | 54,3 |
| Technische Anlagen und Maschinen | - | 61,7 | - | 2.306,5 | 3,0 | 2.491,0 |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 | - | - | - | 12,6 | -0,6 | 22,4 |
| Schiffe | - | 0,1 | - | 11,2 | 0,6 | 14,0 |
| Leasing für Schiffe 2 | - | - | - | 1,1 | - | 1,2 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | - | 77,5 | - | 364,9 | -1,0 | 303,1 |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 | - | - | - | - | - | - |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| Sachanlagen | - | 144,2 | - | 3.260,3 | 3,2 | 3.483,0 |
| - davon Leasing | - | - | - | 14,6 | -0,6 | 24,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - | 0,4 | - | 4,9 | - | 4,6 |
| Nettobuchwerte | |
| in Mio. € | Stand am 31.12.2018 |
| Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 31,6 |
| Kundenbeziehungen | 85,3 |
| Marken | 111,7 |
| Hafenkonzessionen | 34,1 |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 693,2 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 3,3 |
| Emissionsrechte | 15,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte in der Fertigstellung | 7,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 982,3 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken | 1.643,9 |
| Leasing für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 | 0,1 |
| Rohstoffvorkommen | 650,5 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.477,9 |
| Leasing für Technische Anlagen und Maschinen 2 | 216,9 |
| Schiffe | 40,6 |
| Leasing für Schiffe 2 | 0,7 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 103,9 |
| Leasing für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 | - |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 553,4 |
| Sachanlagen | 6.687,9 |
| - davon Leasing | 217,7 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 6,4 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
2
Die Vermögenswerte aus Leasing im Geschäftsjahr 2018 resultieren aus Finanzierungsleasingverträgen
im Sinne des IAS 17.
| in Mio. € | Anmerkung | Stand am 01.01.2019 | Währungsdifferenzen | Veränd. Kons.-Kreis | Zuführung | Zinsanteil |
| Verfüllung Gruben und Schächte | 373,3 | 1,8 | - | 89,6 | 32,5 | |
| Haldenverwahrung | 563,8 | 0,4 | - | 0,2 | -1,9 | |
| Bergschädenwagnisse | 28,6 | - | - | 0,4 | 0,2 | |
| Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | 49,4 | - | - | 19,5 | 1,1 | |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | (21) | 1.015,1 | 2,2 | - | 109,7 | 31,9 |
| Jubiläen | 31,4 | - | - | 2,0 | 4,8 | |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 13,1 | 0,1 | - | 6,0 | - | |
| Personalverpflichtungen | (22) | 44,5 | 0,1 | - | 8,0 | 4,8 |
| Übrige Rückstellungen | (21) | 95,6 | 1,1 | - | 33,9 | -0,5 |
| Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) | 1.155,2 | 3,4 | - | 151,6 | 36,2 | |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | (21) | 7,3 | - | - | 0,1 | - |
| Personalverpflichtungen | (23) | 112,6 | 1,1 | - | 100,8 | - |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften | (23) | 55,0 | 0,3 | - | 64,3 | - |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen | (23) | 93,0 | 2,3 | - | 77,6 | - |
| Übrige Rückstellungen | 46,7 | 0,8 | - | 47,4 | -0,2 | |
| Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) | 314,6 | 4,5 | - | 290,2 | -0,2 | |
| Rückstellungen | 1.469,8 | 7,9 | 441,8 | 36,0 |
| in Mio. € | Anmerkung | Verbrauch | Auflösung | Umbuchung | Stand am 31.12.2019 |
| Verfüllung Gruben und Schächte | 17,3 | 23,7 | - | 456,2 | |
| Haldenverwahrung | 3,0 | 193,9 | - | 365,6 | |
| Bergschädenwagnisse | 0,7 | 0,9 | - | 27,6 | |
| Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | 3,6 | 5,2 | - | 61,2 | |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | (21) | 24,6 | 223,7 | - | 910,6 |
| Jubiläen | 1,7 | - | - | 36,5 | |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 0,2 | 0,3 | -2,5 | 16,2 | |
| Personalverpflichtungen | (22) | 1,9 | 0,3 | -2,5 | 52,7 |
| Übrige Rückstellungen | (21) | 3,1 | 13,1 | -0,2 | 113,7 |
| Rückstellungen (langfristiges Fremdkapital) | 29,6 | 237,1 | -2,7 | 1.077,0 | |
| Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen | (21) | 1,1 | 0,2 | - | 6,1 |
| Personalverpflichtungen | (23) | 96,6 | 6,2 | 1,7 | 113,4 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften | (23) | 38,0 | 12,5 | - | 69,1 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen | (23) | 86,8 | 5,0 | 0,2 | 81,3 |
| Übrige Rückstellungen | 20,9 | 15,0 | 0,3 | 59,1 | |
| Rückstellungen (kurzfristiges Fremdkapital) | 243,4 | 38,9 | 2,2 | 329,0 | |
| Rückstellungen | 273,0 | 276,0 | -0,5 | 1.406,0 |
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Der von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aufgestellte Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2019 ist nach den von dem International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt worden. Dabei wurden alle zum Bilanzstichtag verpflichtend anzuwendenden IFRS , sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden, sowie die zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen des § 3l5e HGB berücksichtigt.
Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist eine beim Amtsgericht Kassel unter der Registernummer HRB 2669 eingetragene börsennotierte AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in der Bertha-von-Suttner-Str. 7, 34131 Kassel, Deutschland.
Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Im Interesse einer übersichtlichen Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten.
Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 4. März 2020 aufgestellt und dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 11. März 2020 zur Billigung vorgelegt.
Die folgende Gesellschaft wurde 2019 in den Konsolidierungskreis aufgenommen:
| ― |
K+S Holding GMBH |
Durch Verschmelzung und Anwachsung sind folgende Gesellschaften im Jahr 2019 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden:
| ― |
K+S North America Salt Asset Management GMBH & Co. KG |
| ― |
K+S Bahamas Salt Asset Management GMBH & Co. KG |
| ― |
K+S Transport GMBH + K+S Entsorgung GMBH |
| ― |
K+S Salz GMBH |
| ― |
ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & Co. KG |
Im Rahmen von konzerninternen Umstrukturierungen von Gesellschaften in Deutschland wurden die K+S Transport GMBH und die K+S Entsorgung GMBH auf die K+S KALI GMBH verschmolzen. Die ESCO - european salt Company GMBH & Co. KG ist nach Austritt der ESCO Verwaltungs GMBH als Komplementär auf die K+S salz GMBH angewachsen. Die K+S salz GMBH wurde darauf auf die K+S KALI GMBH verschmolzen. Die K+S KALI GMBH firmiert nunmehr als K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH.
Die K+S Holding GMBH hält die Anteile an der K+S NETHERLANDS Holding B.V. und an der K+S Belgium Holding bvba nach Abspaltung von der K+S Salz GMBH.
Im Geschäftsjahr 2019 hat K+S die K+S Real Estate GMBH & Co. KG als hundertprozentige Tochtergesellschaft gegründet. An die neue Gesellschaft wurden von K+S selbst genutzte Verwaltungsgebäude samt Grundstücken (Grundvermögen) übertragen. Zum Jahresende 2019 wurden 89,9 % der Anteile an der K+S Real Estate GMBH & Co. KG an den K+S Vermögenstreuhänder e. V. zum Verkehrswert von 44,3 Mio. € veräußert. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt im Jahre 2020. Zwischen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und der K+S Real Estate GMBH & Co. KG wurde ein Mietvertrag über das Grundvermögen zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Die zurückbehaltenen Anteile von 10,1 % wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und nunmehr als Beteiligung nach IFRS 9 bilanziert.
Aus der Entkonsolidierung der K+S Real Estate GMBH & Co. KG resultiert der nachfolgend ermittelte Veräußerungsgewinn, der im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen wurde: C.11
| in Mio. € | |
| Veräußerungspreis Anteile (89,9 %) | 44,3 |
| Beizulegender Zeitwert zurückbehaltene Anteile (10,1 %) | 5,0 |
| Abgehende Vermögenswerte/Schulden | -25,0 |
| - davon Sachanlagen (Grundvermögen) | -23,9 |
| - davon Bankguthaben | -1,1 |
| Veräußerungsgewinn | 24,3 |
Im Wege der Vollkonsolidierung sind 11 (2018: 16) inländische und 42 (2018: 42) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 23 (2018: 24) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind.
Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden daher wie im Vorjahr wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 222 entnommen werden.
Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, die von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beherrscht werden. Beherrschung ist gegeben, wenn die K+S AKTIENGESELLSCHAFT über bestehende Rechte verfügt, die ihr die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, welche die Renditen der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT . Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die K+S AKTIENGESELLSCHAFT die Möglichkeit der Beherrschung erlangt.
Die Abschlüsse der einbezogenen Tochtergesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Tochtergesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet.
Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.
Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sind unmittelbar ertragswirksam zu erfassen.
Gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass eine vertragliche Vereinbarung besteht, gemäß der die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar die jeweiligen Aktivitäten mit einer konzernfremden Gesellschaft gemeinschaftlich führt.
Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT mittelbar oder unmittelbar über einen maßgeblichen Einfluss verfügt.
Umsatzerlöse beinhalten bei der K+S GRUPPE Erlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen sowie Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen. In nahezu allen Geschäftsvorfällen handelt K+S als Prinzipal.
Mehrkomponentengeschäfte liegen in Form von Güterlieferungen und nachfolgend erbrachten Transportdienstleistungen vor. Dabei wird der Transaktionspreis unter Berücksichtigung von etwaigen variablen Komponenten bestimmt und auf Basis der Einzelveräußerungspreise der jeweiligen Leistungsverpflichtungen auf diese verteilt. Sowohl für die gelieferten Güter als auch für die erbrachten Transportdienstleistungen liegen keine unmittelbar beobachtbaren Einzelveräußerungspreise vor. Zur Ermittlung der Einzelveräußerungspreise für die erbrachten Transportdienstleistungen erfolgt daher ein Rückgriff auf die Adjusted-Market-Approach-Methode, zur Ermittlung der Einzelveräußerungspreise für die Güter wird auf die Residualmethode abgestellt.
Umsatzerlöse aus Güterverkäufen werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Verfügungsgewalt über die Güter auf den Kunden übergeht (zeitpunktbezogene Erlösrealisierung). Im Regelfall entspricht der Zeitpunkt des Gefahrübergangs dem Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsgewalt.
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden über den Zeitraum der Erbringung der Leistungsverpflichtung erfasst. Erlöse aus Dienstleistungen werden linear über den Zeitraum der Erbringung der Dienstleistung erfasst. Erlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden anhand des Verhältnisses der angefallenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst (inputorientierte Methode). Aufgrund der Art der erbrachten Dienstleistungen und der vorherrschenden kundenspezifischen Fertigungsaufträge ist diese Methode am geeignetsten, ein getreues Bild der Übertragung der Verfügungsgewalt auf den Kunden zu vermitteln. Kann der Leistungsfortschritt nicht verlässlich ermittelt werden, werden Umsatzerlöse nur in Höhe der angefallenen Kosten erfasst, deren Wiedererlangung vom Unternehmen erwartet wird.
Abgegrenzte Umsatzerlöse aus noch nicht (vollständig) erbrachten Leistungsverpflichtungen (Vertragsverbindlichkeiten) werden in der Bilanz unter den "sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen.
Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sind Forderungen, für welche K+S einen bedingten Zahlungsanspruch gegenüber dem Kunden hat (sog. "Vertragsvermögenswert" i. S. d. IFRS 15). Derartige Forderungen werden in der Bilanz unter den "sonstigen finanziellen Vermögenswerten" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen.
Auflösungen von Rückstellungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Verkaufsgeschäfte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Verträge mit (explizit vereinbarten oder impliziten) bedeutenden Finanzierungskomponenten liegen i. d. R. derzeit nicht vor. Sollte dies auf künftige Kundenverträge zutreffen, wird von der Erleichterung, derartige Effekte erst ab einem Zahlungsziel größer 1 Jahr im Transaktionspreis zu berücksichtigen, Gebrauch gemacht. Vertragsanbahnungskosten für Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht aktiviert, sondern unmittelbar aufwandswirksam erfasst.
Sonstige betriebliche Erträge werden, sofern deren Höhe verlässlich bestimmt werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft oder Ereignis wahrscheinlich ist, zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein rechtlicher (vertraglicher oder gesetzlicher) Anspruch besteht.
Sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam erfasst.
Diese Position beinhaltet das Ergebnis (Ausschüttungen, Ergebnisabführungen) aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit dem immateriellen Vermögenswert verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben (Herstellungskosten) angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig abgeschrieben. Bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine Abschreibung vorgenommen, sondern, sofern erforderlich, ein Wertminderungsaufwand erfasst. Immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auch unterjährig, wird die Werthaltigkeit der entsprechenden Vermögenswerte überprüft. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Beim Goodwill wird grundsätzlich von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Diesen Vermögenswerten liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde: C.12
| in Jahren | |
| Kundenbeziehungen | 5-20 |
| Marken | 20 |
| Hafenkonzessionen | 250 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 2-50 |
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
| ― |
Umsatzkosten |
| ― |
Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten |
| ― |
sonstige betriebliche Aufwendungen |
Im Falle einer Wertminderung ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Entfallen die Gründe für einen zuvor erfassten Wertminderungsaufwand, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand darf nicht aufgeholt werden.
Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal pro Jahr und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, überprüft. Sofern erforderlich, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein etwaiger Wertminderungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welche den Goodwills zugeordnet sind, mit deren erzielbarem Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert wird anhand der diskontierten erwarteten künftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind.
Die Erstbewertung von co2-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen.
Werden immaterielle Vermögenswerte verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös (Veräußerungserlös abzgl. Veräußerungskosten) und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit der Sachanlage verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen, sofern relevant, auch künftige Rückbau- und Rekultivierungsaufwendungen, für welche eine Rückstellung gem. IAS 37 angesetzt wurde. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte.
Den Sachanlagen, welche nach der linearen Methode abgeschrieben werden, liegen die folgenden konzerneinheitlich angesetzten Nutzungsdauern zugrunde: C.13
| in Jahren | |
| Bauten | 15-50 |
| Rohstoffvorkommen | 17-250 |
| Technische Anlagen und Maschinen (Grubenbaue) | 14-122 |
| Technische Anlagen und Maschinen (Sonstige) | 8-39 |
| Schiffe | 25 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7-11 |
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
| ― |
Umsatzkosten |
| ― |
Marketing- und allgemeine Verwaltungskosten |
| ― |
sonstige betriebliche Aufwendungen |
Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung.
Grubenbaue (Hauptwetterstrecken, Hauptbandstrecken, Hauptabwetterstrecken, Hauptfahrstrecken, Werkstätten, Bunker, Läger) werden, sofern diese länger als eine Periode genutzt werden, ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen.
Immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, auch unterjährig, wird die Werthaltigkeit der entsprechenden Vermögenswerte überprüft. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen Abschreibungen hinaus, wird ein Wertminderungsaufwand als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertminderungen erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich der Buchwerte mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Wegfall der Gründe für erfasste Wertminderungsaufwendungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen.
Werden Sachanlagen verkauft oder stillgelegt, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös (Veräußerungserlös abzgl. Veräußerungskosten) und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. In der Kapitalflussrechnung werden die aktivierten Fremdkapitalkosten in der Position "Gezahlte Zinsen und Ähnliches" im "Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zur Nutzung eines Vermögenswerts berechtigt. Sämtliche Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen sind als Nutzungsrechte an den zugrunde liegenden Vermögenswerten und Leasingverbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen.
Die Leasingverbindlichkeit ist in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen zu bilden. Zur Bestimmung des Barwerts sind die Leasingzahlungen mit dem Zinssatz abzuzinsen, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt. Insofern dieser nicht bestimmbar ist, erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Bei K+S kommt sowohl die Abzinsung mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, als auch die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz vor. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden aufgezinst und um die geleisteten Leasingzahlungen getilgt. Der Ausweis der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt in den Zinsaufwendungen. Die Leasingverbindlichkeiten werden in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist seitens K+S eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit und eine korrespondierende Anpassung des Nutzungsrechts vorzunehmen. Dabei handelt es sich um die nachfolgenden Fälle der Neubewertung und Modifikation:
| ― |
Die Laufzeit des Leasingverhältnisses hat sich geändert oder es liegt ein wesentliches Ereignis oder eine Änderung der Umstände vor, die zu einer Änderung der Einschätzung der Ausübung oder Nichtausübung einer Kaufoption geführt haben. In diesen Fällen ist die Leasingverbindlichkeit basierend auf den geänderten Leasingraten, der ggf. geänderten Laufzeit des Leasingverhältnisses und einem neu bestimmten Diskontierungszinssatz neu zu bewerten. |
| ― |
Die Leasingraten ändern sich aufgrund von Änderungen eines Index oder basierend auf der Abhängigkeit von einem sonstigen Marktpreis oder aufgrund einer Änderung der voraussichtlich zu entrichtenden Beträge im Rahmen einer Restwertgarantie. In diesen Fällen ist die Leasingverbindlichkeit basierend auf den geänderten Leasingraten mit einem unveränderten Diskontierungssatz neu zu bewerten. Davon abweichend ist ein geänderter Diskontierungszinssatz zugrunde zu legen, wenn die Änderung der Leasingraten auf der Änderung eines variabel vereinbarten Zinssatzes beruht. |
| ― |
Ein Leasingvertrag wird modifiziert und die Modifikation des Leasingvertrags ist nicht als separates Leasingverhältnis zu behandeln. In diesen Fällen ist die Leasingverbindlichkeit basierend auf der Laufzeit des modifizierten Leasingverhältnisses, den geänderten Leasingraten und einem neuen Diskontierungszinssatz zum effektiven Zeitpunkt der Änderung neu zu bewerten. |
Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Diese setzen sich aus der Leasingverbindlichkeit, bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Anreizzahlungen, anfänglichen direkten Kosten und Rückbauverpflichtungen zusammen. Die Nutzungsrechte werden i. d. R. über die Dauer des jeweiligen Leasingvertrags abgeschrieben, ggf. sind Wertminderungen zu erfassen. Davon abweichend erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts, wenn dieser am Ende des Leasingvertrags auf den Leasingnehmer übergeht oder mit hinreichender Sicherheit von der Ausübung einer Kaufoption hinsichtlich des zugrunde liegenden Vermögenswerts auszugehen ist. Die Abschreibung des Nutzungsrechts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren sich im rechtlichen Eigentum befindlichen Vermögenswerten (lineare Abschreibungsmethode). Bestimmte Nutzungsrechte aus der Gruppe "Technische Anlagen und Maschinen" werden nach der leistungsabhängigen Methode abgeschrieben, da diese Methode in diesen Fällen geeigneter ist, den Verbrauch des wirtschaftlichen Nutzens widerzuspiegeln. Die Abschreibungen der Nutzungsrechte sind den Funktionskosten zugeordnet. Der Ausweis der Nutzungsrechte erfolgt unter demselben Posten im Sachanlagevermögen, unter dem der zugrunde liegende Vermögenswert im Falle eines Erwerbs ausgewiesen worden wäre.
Für kurzfristige Leasingverträge von bis zu einem Jahr (ohne Kaufoption) sowie für sogenannte Low-Value-Assets besteht ein Wahlrecht, auf die Erfassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit zu verzichten. K+S übt diese Wahlrechte aus und verzichtet bei kurzfristigen Leasingverträgen für die meisten Klassen von Vermögenswerten sowie bei Low-Value-Assets auf die bilanzielle Erfassung. Die Leasingzahlungen werden stattdessen als operativer Aufwand erfasst. Zudem wird bei einzelnen Klassen zugrunde liegender Vermögenswerte auf die Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten verzichtet und die Gesamtzahlung bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeit zugrunde gelegt.
Eine Vielzahl der Leasingverträge enthält Verlängerungs- und/ oder Kündigungsoptionen. Diese Vertragskonditionen bieten K+S eine größtmögliche betriebliche Flexibilität. Im Rahmen der Bestimmung der Laufzeit der jeweiligen Verträge werden alle Tatsachen und Umstände miteinbezogen, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Die Laufzeitoptionen werden in die Bestimmung der Laufzeit nur miteinbezogen, wenn ihre Ausübung bzw. Nicht-Ausübung hinreichend sicher ist.
Die K+S GRUPPE tritt nur in unwesentlichem Umfang als Leasinggeber auf.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie verbundener künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird, und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig ermittelbar sind. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen sowie, sofern erforderlich, Wertminderungsaufwendungen. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit einer Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert (bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen) wird kein Gebrauch gemacht. Die Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Dabei wird im Regelfall von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgegangen. Abschreibungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst.
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert.
Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ist u. a. abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens. K+S verfolgt grundsätzlich das Ziel, die vertraglichen Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert zu vereinnahmen. Daher wird bei der Klassifizierung und Bewertung das Geschäftsmodell "Halten" zugrunde gelegt.
Bei finanziellen Vermögenswerten in Form von Schuldinstrumenten hängt die Bilanzierung zudem von der Zahlungsstromeigenschaft a B. Stellen die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme ausschließlich eine Rückzahlung und Verzinsung des Nominalbetrags dar, erfolgt eine Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Ist die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt, wird eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen.
Gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Das betrifft insbesondere Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Diese werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option).
Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag. Die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) werden nicht angewandt.
Finanzielle Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivaten mit negativem Marktwert) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Für finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind grundsätzlich Wertminderungen auf Basis der erwarteten Verluste vorzunehmen.
Zum Zugangszeitpunkt ist grundsätzlich eine Wertminderung in Höhe des erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen. Die Zinsermittlung erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts.
Sofern sich in den Folgeperioden das Ausfallrisiko signifikant erhöht, bemisst sich die Wertminderung nach der Höhe des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit des Instruments. Die Zinsermittlung basiert unverändert auf dem Bruttobuchwert.
Liegen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vor (z. B. Insolvenz), ist ebenfalls eine Wertminderung in Höhe des erwarteten Verlusts über die Restlaufzeit des Instruments zu erfassen, allerdings basiert die Zinsermittlung in diesem Fall auf dem Nettobuchwert.
Hauptanwendungsfall der Wertminderungsvorschriften bei K+S sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für diese werden nach dem vereinfachten Modell des IFRS 9 bereits bei Zugang die über die Restlaufzeit erwarteten Verluste berücksichtigt.
Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung von Vermögenswerten oder im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).
Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Die Zuordnung der fixen Gemeinkosten erfolgt auf Basis der Normalkapazität. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.
Diese Position beinhaltet Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag vorliegenden Renditen für erstrangige Unternehmensanleihen ermittelt. Als erstrangig werden solche Unternehmensanleihen angesehen, die mit einem Rating von AA bewertet werden. Hierbei sind grundsätzlich solche Unternehmensanleihen heranzuziehen, die der voraussichtlichen Fristigkeit und Währung der Pensionsverpflichtungen entsprechen. Da entsprechend langfristige Unternehmensanleihen zum Bilanzstichtag zum Teil nur im unzureichenden Maße vorhanden waren, wurde der laufzeitkongruente Zins in diesen Fällen mittels Extrapolation ermittelt. Zudem werden z. B. die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen, Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen sowie Sterbewahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Verpflichtungen.
Die Nettozinsen einer Berichtsperiode sind mittels Multiplikation der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) mit dem oben aufgeführten Rechnungszins zu ermitteln. Beide Faktoren werden zu Beginn der Berichtsperiode unter Berücksichtigung erwarteter Dotierungen/Auszahlungen festgelegt.
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese umfassen:
| ― |
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, + den Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind, und |
| ― |
Veränderungen in den Auswirkungen der Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoschuld von leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) enthalten sind. |
Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist.
Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm der K+S GRUPPE ist als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich ausgestaltet und stellt einen Baustein der erfolgsabhängigen Vergütung dar (sog. "LTI II-Programm"). Es erfolgt ein aufwandswirksamer anteiliger Ansatz des beizulegenden Zeitwerts der Verpflichtung über den Leistungszeitraum. Der beizulegende Zeitwert und einhergehend der Rückstellungsbedarf wird zu jedem Bilanzstichtag neu ermittelt. Etwaige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts und entsprechende Änderungen des zurückzustellenden Betrages werden erfolgswirksam erfasst. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt mittels eines anerkannten Optionspreismodells (CRR Option Pricing Model).
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, erfolgswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften bzw. innerhalb steuerlicher Organkreise saldiert.
Die Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stillen Reserven und stillen Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert. Ein negativer Differenzbetrag wird unmittelbar ertragswirksam erfasst.
Die Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung der K+S GRUPPE wurde im Rahmen von SHAPING 2030 zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 angepasst. Den Umsatzerlösen stehen nun sämtliche Umsatzkosten gegenüber, welche ihnen direkt zurechenbar sind, diese umfassten u. a. die Ausgangsfrachten. Diese strukturelle Änderung bringt die interne und externe Sichtweise in Übereinstimmung und erhöht überdies die Aussagekraft des "Bruttoergebnis vom Umsatz". Die verbleibenden Vertriebskosten (insbesondere Marketingkosten) werden mit den Verwaltungskosten in der Position "Marketing - und allgemeine Verwaltungskosten" zusammengefasst. Die strukturellen Änderungen an der Gewinn- und Verlustrechnung verbessern die Vergleichbarkeit innerhalb der Branche. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die K+S GRUPPE werden die "Forschungs- und Entwicklungskosten" zukünftig nicht mehr einzeln in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Es erfolgt eine Verlagerung in die Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen". Die Vorjahresperiode wurde angepasst, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Anpassungsbeträge können der Tabelle C.14 entnommen werden: C.14
| Alte GuV-Struktur in Mio. € |
Neue GuV-Struktur | 2018 vor Änderungen | GuV-Struktur Änderung | Änderung Ausweis von Auflösung von Rückstellungen | 2018 nach Änderungen |
| Umsatzerlöse | Umsatzerlöse | 4.039,1 | - | - | 4.039,1 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | Umsatzkosten | 2.779,5 | 659,7 | -28,8 | 3.410,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | Bruttoergebnis vom Umsatz | 1.259,6 | -659,7 | 28,8 | 628,7 |
| Vertriebskosten | Marketing- und allgemeine | 779,8 | -658,6 | 349,7 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | Verwaltungskosten | 228,5 | |||
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - | 15,9 | -15,9 | - | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | Sonstige betriebliche Erträge | 146,8 | - | -28,8 | 118,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 171,6 | 14,8 | - | 186,4 |
| Beteiligungsergebnis | Beteiligungsergebnis | 4,2 | - | - | 4,2 |
| Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -49,5 | - | - | -49,5 |
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | 165,3 | - | - | 165,3 |
Darüber hinaus wird die Auflösung von Rückstellungen, die in Vorjahreszeiträumen gebildet worden sind, nicht mehr im Posten "sonstige betriebliche Erträge" erfasst. Die Erfassung der Auflösung der Rückstellungen erfolgt stattdessen in den Funktionsbereichen, in denen der jeweilige Aufwand für die Einbuchung der Rückstellung ursprünglich erfasst worden ist. Dies erhöht die Aussagekraft der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Vorjahresperiode wurde angepasst, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Anpassungsbeträge können der Tabelle C.14 entnommen werden: C.14
Die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten hängen mitunter von Ermessensentscheidungen in Bezug auf die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden a B. Dies betrifft insbesondere die folgenden Sachverhalte:
| ― |
die Bestimmung des Konsolidierungskreises, |
| ― |
die Bestimmung, ob ein Unternehmen im Rahmen eines Verkaufsgeschäfts mit einem Kunden als Prinzipal oder Agent handelt, |
| ― |
die Bestimmung, ob es hinreichend sicher ist, dass Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen im Rahmen eines Leasingverhältnisses i. S. d. IFRS 16 ausgeübt bzw. nicht ausgeübt werden, |
| ― |
die Bestimmung, ob es hinreichend sicher ist, dass eine Kaufoption im Rahmen eines Leasingverhältnisses i. S. d. IFRS 16 ausgeübt wird. |
Bestimmte Ansätze im IFRS -Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei:
| ― |
der Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens, |
| ― |
der Festlegung der Bewertungsannahmen und der zukünftigen Ergebnisse im Rahmen von Werthaltigkeitstests, insbesondere für bilanzierte Goodwills, |
| ― |
der Bestimmung des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens, |
| ― |
der Bestimmung der für die Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen notwendigen Parameter (z. B. Rechnungszinssatz, künftige Entwicklung der Löhne/Gehälter und Renten, Sterbewahrscheinlichkeiten, Kostentrend Gesundheitswesen), |
| ― |
der Bestimmung der für die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten notwendigen Parameter (Grenzfremdkapitalzinssatz), |
| ― |
der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zur Bewertung der Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütung gem. IFRS 2, |
| ― |
der Bestimmung von Höhe, Erfüllungszeitpunkten und Rechnungszinssätzen für die Bewertung bergbaulicher Rückstellungen, |
| ― |
der Wahl der Parameter im Rahmen der modellgestützten Bewertung der Derivate (z. B. Annahmen hinsichtlich der Volatilität und des Zinssatzes), |
| ― |
der Abgrenzung von Erlösen und Aufwendungen gem. IFRS 15 für noch nicht (vollständig) erbrachte Leistungen zum Stichtag, |
| ― |
der Bestimmung des Ergebnisses bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen nach dem Leistungsfortschritt (Schätzung des Auftragsfortschritts, der gesamten Auftragskosten, der bis zur Fertigstellung noch anfallenden Kosten, der gesamten Auftragserlöse und der Auftragsrisiken), |
| ― |
der Bestimmung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen, |
| ― |
der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden sowie der Bestimmung der Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen sowie |
| ― |
der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zur Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. |
Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung ist die Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem die Gesellschaft tätig ist, und entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.
Bei 14 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COCOMPANIA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS LTDA., EMPRESA MARI-TIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE, LTD., INVERSIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K+S ASIA PACIFICPTE. LTD., K+S BELGIUM HOLDING B.V. B.A., K+S CHILE S.A., K+S FINANCE BELGIUM BVBA, K+S PERU S.A.C., MORTON Bahamas LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A. und SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A. MINERA
| 2019 | |||
| je 1 € | Stichtagskurs zum 31.12. | Quartalsdurchschnittskurs Q1 | Quartalsdurchschnittskurs Q2 |
| US-Dollar (USD) | 1,123 | 1,136 | 1,124 |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,460 | 1,510 | 1,504 |
| Tschechische Krone (CZK) | 25,408 | 25,683 | 25,686 |
| Brasilianischer Real (BRL) | 4,516 | 4,278 | 4,407 |
| Chilenischer Peso (CLP) | 845,774 | 757,768 | 768,031 |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,851 | 0,873 | 0,875 |
| 2019 | ||
| je 1 € | Quartalsdurchschnittskurs Q3 | Quartalsdurchschnittskurs Q4 |
| US-Dollar (USD) | 1,112 | 1,107 |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,468 | 1,462 |
| Tschechische Krone (CZK) | 25,734 | 25,577 |
| Brasilianischer Real (BRL) | 4,408 | 4,559 |
| Chilenischer Peso (CLP) | 785,082 | 836,012 |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,902 | 0,861 |
| 2018 | |||
| je 1 € | Stichtagskurs zum 31.12. | Quartalsdurchschnittskurs Q1 | Quartalsdurchschnittskurs Q2 |
| US-Dollar (USD) | 1,145 | 1,229 | 1,191 |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,561 | 1,554 | 1,538 |
| Tschechische Krone (CZK) | 25,724 | 25,402 | 25,599 |
| Brasilianischer Real (BRL) | 4,444 | 3,989 | 4,294 |
| Chilenischer Peso (CLP) | 794,630 | 740,029 | 741,107 |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,895 | 0,883 | 0,876 |
| 2018 | ||
| je 1 € | Quartalsdurchschnittskurs Q3 | Quartalsdurchschnittskurs Q4 |
| US-Dollar (USD) | 1,163 | 1,141 |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,521 | 1,506 |
| Tschechische Krone (CZK) | 25,718 | 25,864 |
| Brasilianischer Real (BRL) | 4,597 | 4,344 |
| Chilenischer Peso (CLP) | 771,088 | 776,494 |
| Britisches Pfund (GBP) | 0,892 | 0,887 |
Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt: C.15, C.16
Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von -2,2 Mio. € (2018: -25,2 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z. B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die überwiegend in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden.
IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard IAS 17 "Leasingverhältnisse" sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", Sic 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreizvereinbarungen" und Sic 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Kerngedanke des neuen Standards ist die einheitliche bilanzielle Erfassung sämtlicher Leasingverhältnisse seitens des Leasingnehmers. Die bisher erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnissen entfällt für den Leasingnehmer. Zukünftig sind sämtliche Rechte und Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen als Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen. Ausnahmen bestehen lediglich für kurzfristige Leasingverträge von bis zu einem Jahr (ohne Kaufoption) sowie für sogenannte Low-Value-Assets.
Der neue Leasingstandard ist verpflichtend auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Die K+S GRUPPE hat die neuen Vorschriften ab dem 1. Januar 2019 modifiziert retrospektiv angewandt und auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Hierbei haben sich keine Auswirkungen auf das Eigenkapital ergeben. K+S übt das Wahlrecht aus, bei kurzfristigen Leasingverhältnissen für die meisten Klassen von Vermögenswerten und bei Low-Value-Assets auf die bilanzielle Erfassung zu verzichten und die Leasingzahlungen als operativen Aufwand auszuweisen. Zudem wird bei einzelnen Klassen von zugrunde liegenden Vermögenswerten auf die Trennung von Leasing- und Nichtleasingkomponenten verzichtet und die Gesamtzahlung bei der Bemessung der Leasingverbindlichkeit zugrunde gelegt. K+S hat von dem praktischen Behelf Gebrauch gemacht, zum Übergangszeitpunkt bestehende Verträge nicht nach IFRS 16 neu zu beurteilen, sondern die basierend auf IAS 17 und IFRIC4 getroffenen Einschätzungen hinsichtlich des Vorhandenseins eines Leasingverhältnisses zu übernehmen. Ferner hat K+S von der Vereinfachungsvorschrift zum Zeitpunkt der Erstanwendung Gebrauch gemacht, einen einheitlichen Diskontierungszinssatz auf ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge anzuwenden. Zum Erstanwendungszeitpunkt wurde teilweise von der Vereinfachung Gebrauch gemacht, Leasingverträge mit einem
| Standard/Interpretation | Zeitpunkt verpflichtende Anwendung K+S GRUPPE 1 | ||
| Neu | IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 01.01.2019 |
| Neu | IFRIC23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 01.01.2019 |
| Änderung | IFRS 9 | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2019 |
| Änderung | IAS 19 | Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen | 01.01.2019 |
| Änderung | IAS 28 | Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2019 |
| Änderung | Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS | Jährliche Verbesserungen an den IFRS -Standards, Zyklus 2015-2017 | 01.01.2019 |
Vertragsende im Jahr 2019 als kurzfristige Leasingverträge zu behandeln und keinen Bilanzansatz vorzunehmen. Anfängliche direkte Kosten wurden, entsprechend den gegebenen Vereinfachungsregelungen, bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung nicht berücksichtigt.
Zum 1. Januar 2019 wurden die Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen unter Beachtung der Regelungen des IFRS 16 mit dem jeweiligen Grenzfremdkapitalzins diskontiert, um die Leasingverbindlichkeit zum Erstanwendungszeitpunkt zu bestimmen. Der gewichtete durchschnittliche Zinssatz betrug 4,17 %. Das zu aktivierende Nutzungsrecht entsprach i. d. R. der Leasingverbindlichkeit. In Einzelfällen wurde es insbesondere um abgegrenzte Leasingverbindlichkeiten korrigiert.
Durch die Erstanwendung des IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 zusätzliche Nutzungsrechte an zugrunde liegenden Vermögenswerten i. H. v. 206,3 Mio. € und zusätzliche Leasingverbindlichkeiten i. H. v. 216,1 Mio. € erfasst. Die neu erfassten Nutzungsrechte betreffen überwiegend gemietete Immobilien und technische Anlagen und Maschinen. Die zusätzlich anzusetzenden Leasingverbindlichkeiten beinhalten Nichtleasingkomponenten, für die aufgrund der Wahlrechtsausübung auf eine Trennung von der Leasingkomponente verzichtet wurde und die nicht in den Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen zum 31. Dezember 2018 enthalten sind. Ausgehend von den operativen Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergibt sich die in Tabelle C.18 dargestellte Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019.
Aufgrund der Bilanzverlängerung haben sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöht. Für Leasingverhältnisse, die zuvor als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert worden waren, erfasst der Leasingnehmer Abschreibungen für das Nutzungsrecht und Zinsaufwand für die Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit anstatt des bisher erfassten Leasingaufwands. Diese Änderung hat im Geschäftsjahr 2019 zu einem Anstieg des EBITDA i. H. v. rund 54,0 Mio. € geführt. Aus dem geänderten Ausweis der Leasingaufwendungen aus ehemaligen Operating-Leasingverhältnissen resultiert zudem eine Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit und eine Verschlechterung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. Ferner führt der IFRS 16 zu neuen qualitativen und quantitativen Angabepflichten.
Angaben zur Entwicklung der Nutzungsrechte können der "Entwicklung des Anlagevermögens" auf den Seiten 164 bis 167 entnommen werden. Angaben zur Fälligkeitsstruktur der Leasingverbindlichkeiten finden sich in Anmerkung (24). Weitere Erläuterungen finden sich unter den entsprechenden Posten im Anhang sowie in Anmerkung (28) - Leasingverhältnisse.
Die sonstigen Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.
| in Mio. € | 01.01.2019 |
| Operative Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 | 224,0 |
| Mindestleasingzahlungen (Nominalwert) der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 | 187,7 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | -2,0 |
| Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Wirtschaftsgüter | -5,7 |
| Mietnahe Verpflichtungen (Service-Komponenten) | 43,1 |
| Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 447,1 |
| Abzinsung | -66,8 |
| Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 | 380,3 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 | 164,2 |
| Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 | 216,1 |
Die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden. C.19
Die Änderungen an den Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.
| Standard/Interpretation | Zeitpunkt verpflichtende Anwendung K+S GRUPPE1 | ||
| Änderung | IAS 1, IAS 8 | Definition von "wesentlich" | 01.01.2020 |
| Änderung | IFRS 9, IAS 39, IFRS 7 | Reform der Referenzzinssätze | 01.01.2020 |
| Änderung | Diverse | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS -Standards | 01.01.2020 |
| Änderung | IFRS 3 | Definition eines Geschäftsbetriebs | offen |
| Änderung | IAS 1 | Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig | offen |
Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf den Seiten 156-157 abgebildet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt worden.
Die K+S GRUPPE setzt Derivate zur Sicherung von Risiken aus sich verändernden Marktpreisen ein. Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (18) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 gebildet, sodass die Marktwertschwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit vom Sicherungszweck in den folgenden Positionen gezeigt:
Sämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden erfolgswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zu Effekten im Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind:
| ― |
die Sicherung von erwarteten USD-Umsätzen, |
| ― |
die Sicherung von erwarteten Zahlungsabflüssen (Investitionen, operative Aufwendungen) in kanadischen Dollar. |
In diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z. B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines EUR/USD-Termingeschäfts).
Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen (z. B. Zinsderivate).
Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u. a. auf Basis des EBITDA. Neben der Korrektur um Abschreibungen unterscheidet sich dieses von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften durch die Nichtberücksichtigung von Marktwertschwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IFRS 9 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben. Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften folgende Effekte zu eliminieren:
| ― |
Ertrag/Aufwand aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte |
Bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.
| ― |
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften |
Zum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBITDA ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IFRS 9 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwertschwankungen aus Vorperioden zu eliminieren.
Das im EBITDA erfasste Ergebnis aus Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert der Sicherungsgeschäfte zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien. C.20
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften | 165,3 | 224,3 |
| Ertrag (-) / Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte | 25,7 | 6,1 |
| Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | 36,2 | -22,0 |
| Abschreibungen (+) / Wertminderungen (+) / Wertaufholungen (-) des Anlagevermögens | 385,0 | 438,1 |
| Erfolgsneutrale Aktivierung von Abschreibungen (-) 1 | -5,9 | -6,1 |
| EBITDA 2 | 606,3 | 640,4 |
1
Es handelt sich um Abschreibungen von Vermögenswerten, die zur Herstellung anderer
Vermögenswerte des Sachanlagevermögens eingesetzt werden. Die Abschreibungen werden
als Teil der Herstellungskosten aktiviert und nicht ergebniswirksam erfasst.
2
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragssteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich
auf Seite 61.
Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 4.070,7 Mio. € (2018: 4.039,1 Mio. €) und lassen sich wie folgt aufteilen: C.21, C.22
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt zum einen anhand der marktorientierten Kundensegmente (Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden), welche gemeinsame Kundeninteressen bündeln, und zum anderen anhand der Produktgruppen.
Die gewählten Aufteilungen der Umsatzerlöse spiegeln den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen wider.
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist in den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (35) angegeben.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Operative Einheit Europe+ | 2.585,2 | 2.535,9 |
| - Kundensegment Landwirtschaft | 1.741,3 | 1.715,6 |
| - Kundensegment Industrie | 649,3 | 635,9 |
| - Kundensegment Verbraucher | 66,2 | 64,2 |
| - Kundensegment Gemeinden | 128,4 | 120,2 |
| Operative Einheit Americas | 1.451,0 | 1.532,2 |
| - Kundensegment Industrie | 483,4 | 512,0 |
| - Kundensegment Verbraucher | 387,6 | 420,5 |
| - Kundensegment Gemeinden | 580,0 | 599,7 |
| Überleitung | 2,9 | 2,6 |
| Gesamt | 4.039,1 | 4.070,7 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Operative Einheit Europe+ | 2.585,2 | 2.535,9 |
| - Kaliumchlorid | 974,9 | 995,8 |
| - Düngemittelspezialitäten | 766,4 | 719,7 |
| - Chemieprodukte | 195,0 | 159,4 |
| - Auftausalz | 134,3 | 125,8 |
| - Ergänzende Tätigkeiten | 101,8 | 113,0 |
| - Lebensmittelindustrie | 73,5 | 79,5 |
| - Tierernährung | 53,7 | 55,2 |
| - Wasserenthärtung | 45,6 | 46,3 |
| - Salz für Wasser und Pool | 30,7 | 30,4 |
| - Tafelsalz | 28,8 | 27,4 |
| - Pharmaindustrie | 26,8 | 26,5 |
| - Öl und Gas | 8,5 | 15,5 |
| - Sonstiges | 145,1 | 141,3 |
| Operative Einheit Americas | 1.451,0 | 1.532,2 |
| - Auftausalz | 612,2 | 637,2 |
| - Salz für Wasser und Pool | 204,0 | 220,9 |
| - Lebensmittelindustrie | 154,9 | 168,2 |
| - Tafelsalz | 145,4 | 157,1 |
| - Chemieprodukte | 91,9 | 104,5 |
| - Pharmaindustrie | 27,8 | 31,1 |
| - Tierernährung | 35,8 | - |
| - Öl und Gas | 13,8 | - |
| - Sonstiges | 165,2 | 213,2 |
| Überleitung | 2,9 | 2,6 |
| Gesamt | 4.039,1 | 4.070,7 |
| in Mio. € | Eröffnungsbuchwert zum 01.01.2019 | Schlussbuchwert zum 31.12.2019 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 836,7 | 724,7 |
| Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen | 3,0 | 2,1 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 5,5 | 5,9 |
Die Tabelle C.23 bildet die Eröffnungs- und Schlussbuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen sowie der Vertragsverbindlichkeiten a B. C.23
Der kumulierte Transaktionspreis aller noch zu erbringenden Leistungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2019 5,9 Mio. € (2018: 5,5 Mio. €). Es wird erwartet, dass die hieraus resultierenden Erlöse innerhalb der nächsten Berichtsperiode vollständig realisiert werden.
Des Weiteren enthalten die Umsatzerlöse zum 31. Dezember 2019 periodenfremde Erlöse i. H. v. 12,5 Mio. € (2018: 10,1 Mio. €), welche i. W. aus der erfolgswirksamen Auflösung von Rückstellungen für Verkaufsgeschäfte resultieren.
Im Geschäftsjahr betragen die Umsatzkosten 3.372,6 Mio. € (2018: 3.410,4 Mio. €) und die Marketing - und allgemeine Verwaltungskosten 362,8 Mio. € (2018: 349,7 Mio. €). In den Umsatzkosten enthalten sind Frachtkosten in Höhe von 888,2 Mio. €. (2018: 883,6 Mio. €). C.24
MATERIALAUFWAND C.24
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 532,2 | 586,4 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 835,2 | 840,9 |
| Energiekosten | 261,7 | 267,4 |
| Materialaufwand | 1.629,1 | 1.694,7 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentlich e Posten enthalten: C.25
Die Erträge aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen sind auf die Veräußerung der K+S Real Estate GMBH & Co. KG an den K+S Vermögenstreuhänder e. V. zurückzuführen (siehe Abschnitt "Konsolidierungskreis").
Der Ausweis der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erfolgt verursachungsgerecht in der entsprechenden Kostenposition. Die Vorjahreszahlen wurden, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst.
| in Mio. € | 2018 (angepasst) | 2019 |
| Gewinne aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften | 50,0 | 45,4 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 5,9 | 5,6 |
| Ertrag aus Entkonsolidierung von Tochterunternehmen | - | 24,3 |
| Auflösungen von Rückstellungen | 8,5 | 8,5 |
| Erhaltene Entschädigungen und Erstattungen | 17,7 | 7,7 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 5,0 | 4,3 |
| - davon aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1,3 | 0,9 |
| Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen | 0,5 | 0,3 |
| Übrige Erträge | 30,4 | 37,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 118,0 | 133,3 |
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentlich e Posten enthalten: C.26
Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend der internen Steuerungsstruktur und zur Verbesserung des Branchenvergleichs ab dem Geschäftsjahr 2019 geändert. Die Vorjahreszahlen wurden, wie im Abschnitt "Änderungen an der Struktur der Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt, angepasst. Dies hat auch Auswirkungen auf die Darstellung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahrs.
Im Geschäftsjahr wurden Beteiligungserträge im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen nicht konsolidierter Unternehmen in Höhe von 3,2 Mio. € (2018: 4,3 Mio. €) erzielt, davon entfielen 0,6 Mio. € (2018: 0,0 Mio. €) auf im Geschäftsjahr abgehende Unternehmen. Aufwendungen aus Wertminderungen fielen nicht an (2018: 0,1 Mio. €).
Weitere Informationen zum "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" sind in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 183 zu finden. C.27
| in Mio. € | 2018 (angepasst) | 2019 |
| Verluste aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften | 56,6 | 56,5 |
| Periodenfremder Aufwand | 10,5 | 29,8 |
| Aufwendungen für Beratungen, Gutachten und Rechtsanwaltshonorare | 23,8 | 29,3 |
| Investitionsnebenkosten | 23,4 | 17,9 |
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 12,9 | 11,5 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 15,9 | 16,0 |
| Abschreibungen | 3,5 | 13,0 |
| - davon Wertminderungsaufwendungen | - | 7,1 |
| Übrige Aufwendungen | 39,8 | 56,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 186,4 | 230,6 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Ergebnis aus der Realisierung von Devisensicherungsgeschäften | -23,8 | -10,8 |
| - davon positive Ergebnisbeiträge | 11,2 | 17,0 |
| - davon negative Ergebnisbeiträge | -35,0 | -27,8 |
| Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte | -25,7 | -6,1 |
| - davon positive Marktwertveränderungen | 1,5 | 10,8 |
| - davon negative Marktwertveränderungen | -27,2 | -16,9 |
| Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften | -49,5 | -16,9 |
Bei der Ermittlung der zu aktivierenden Fremdkapitalkosten wurde ein gewichteter Finanzierungskostensatz von 2,7 % (2018: 2,7 %) zugrunde gelegt. C.28
Der "Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen" setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen: C.29
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Zinsen von Kreditinstituten | 6,6 | 5,9 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Erträge | 5,0 | 3,3 |
| Zinserträge | 11,6 | 9,2 |
| Zinsaufwand Anleihen/Schuldscheindarlehen | -85,1 | -79,8 |
| Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen | -25,1 | -31,9 |
| Zinsaufwand Pensionsrückstellungen | -5,2 | -6,6 |
| Aktivierung Fremdkapitalkosten | 17,5 | 14,3 |
| Zinsaufwand Leasing | -6,6 | -15,1 |
| Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -16,2 | -25,1 |
| Zinsaufwendungen | -120,7 | -144,2 |
| Zinsergebnis | -109,1 | -135,0 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Zinseffekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen | - | -23,2 |
| Erhöhung der bergbaulichen Rückstellungen aufgrund des Zeitablaufs (Aufzinsung) | -32,3 | -11,4 |
| Zinseffekt aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen | 7,2 | 2,7 |
| Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen | -25,1 | -31,9 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Ergebnis aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | 28,3 | 34,6 |
| Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | -31,4 | 3,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -3,1 | 37,7 |
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt. Neben einem unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem unveränderten Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 14,2 % (2018: 14,2 %) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungsertragsteuersätzen berechnet. C.31
In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 30,0 % (2018: 30,0 %) zugrunde gelegt. C.32
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Laufende Steuern | 28,8 | 67,5 |
| - in Deutschland | 14,5 | 26,4 |
| - im Ausland | 14,3 | 41,1 |
| Latente Steuern | -17,9 | -29,4 |
| - in Deutschland | -12,0 | 4,8 |
| - im Ausland | -5,9 | -34,2 |
| - davon aus Verlustvorträgen und Tax Credits | 21,4 | -15,2 |
| - davon auf temporäre Differenzen zurückzuführen | -39,3 | -14,2 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10,9 | 38,1 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53,1 | 127,0 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand (Konzernsteuersatz: 30,0 %; Vorjahr: 30,0 %) | 15,9 | 38,1 |
| Veränderungen des erwarteten Steueraufwands: | ||
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten | -8,9 | -11,1 |
| - davon steuerfreie Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne | -1,1 | -3,3 |
| - davon sonstige Steuer freie Erträge | -7,8 | -7,8 |
| Hinzurechnungen/Kürzungen für Gewerbesteuer | 5,2 | 4,9 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und sonstiger Posten | 6,7 | 8,7 |
| Permanente Abweichungen | -0,1 | -0,1 |
| Steuermehrungen/-minderungen aufgrund der Bewertung aktiver latenter Steuern | -0,3 | 1,5 |
| Effekte aus Steuersatzdifferenzen | -5,1 | -2,6 |
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | 1,1 | -0,3 |
| Auswirkungen von sonstigen Steuerrechtsänderungen | -4,2 | - |
| Steuern für frühere Jahre | 0,5 | -0,7 |
| Sonstige Effekte | 0,1 | -0,3 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 10,9 | 38,1 |
| Steuerquote 1 | 20,5 % | 30,0 % |
1
Bezogen auf das Konzernergebnis vor Steuern.
,Mitarbeiter', Seite 80;
,Vergütungsbericht', Seite 142
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Löhne und Gehälter | 870,4 | 898,7 |
| Kosten der sozialen Sicherheit | 220,7 | 225,0 |
| Altersversorgung | 31,4 | 38,1 |
| Personalaufwand | 1.122,5 | 1.161,9 |
| Jahresdurchschnitt (FTE) | 2018 | 2019 |
| Inland | 10.405 | 10.097 |
| Ausland | 4.499 | 4.596 |
| Gesamt | 14.904 | 14.693 |
| - davon Auszubildende | 524 | 557 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien berechnet. Da bei der K+S GRUPPE derzeit keine der Bedingungen erfüllt sind, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. C.35
Im Falle einer Ausnutzung des genehmigten Kapitals oder einer bedingten Kapitalerhöhung (siehe Anmerkung (19), Seite 198) könnten die Ergebnisse je Aktie in Zukunft potenziell verwässert werden.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter | 42,1 | 88,9 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien (in Mio. Stück) | 191,4 | 191,4 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) | 0,22 | 0,46 |
Die Bilanz ist auf Seite 158 abgebildet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf den Seiten 164-167 dargestellt.
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet: C.36
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| ZGE Salz Amerika | 663,8 | 681,9 |
| ZGE Kali- und Magnesiumprodukte | 15,7 | 16,8 |
| ZGE Salz Europa | 13,7 | 13,7 |
| Goodwill Gesamt | 693,2 | 712,4 |
Die operative Einheit Europe+ besteht weitestgehend aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Kali- und Magnesiumprodukte und Salz Europa. Die operative Einheit Americas umfasst, abgesehen von untergeordneten Holdingtätigkeiten, die zahlungsmittelgenerierende Einheit Salz Amerika. Der Anstieg der Goodwills beruht auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung.
Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der erwarteten künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegt. Der ZGE Salz Amerika liegt die Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde. Die Laufzeiten der ZGEs Salz Europa und Kali- und Magnesiumprodukte sind durch die Rohstoffreserven und die jährliche Förderung determiniert. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuelle mittelfristige Planung der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen operativen Einheiten, denen eine Planung der jeweiligen Gesellschaften zugrunde liegt. Die mittelfristige Planung basiert auf eigenen Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung des operativen Geschäfts, Marktstudien, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Schätzung einzelner Einflussfaktoren, wie z. B. Absatzpreise und Absatzmengen, Energie- und Frachtkosten oder Wechselkursrelationen.
Für die ZGE Salz Amerika und die ZGE Salz Europa wird auf Basis der mittelfristigen Planung der Detailprognosezeitraum der Jahre 2020 bis 2022 zugrunde gelegt. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte umfasst der Detailplanungszeitraum die Jahre 2020 bis 2030. Dieser Prognosezeitraum berücksichtigt den sukzessiven Aufbau der Produktionskapazität im Rahmen der neuen Produktionsstätte Bethune in Kanada. Für die jeweils über den Detailplanungszeitraum hinausgehenden Jahre wurde neben der Fortentwicklung des Werks Bethune zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows von 1,5 % (2018: 2,0 %) berücksichtigt.
Tabelle C.37 stellt die Abzinsungssätze zum Ende des Geschäftsjahres dar. C.37
| 2018 | 2019 | |||
| Zinssätze in % |
Vor Steuern | Nach Steuern | Vor Steuern | Nach Steuern |
| ZGE Salz Amerika | 8,4 | 6,0 | 8,6 | 6,0 |
| ZGE Kali- und Magnesiumprodukte | 8,4 | 6,0 | 8,6 | 6,0 |
| ZGE Salz Europa | 8,4 | 6,0 | 8,6 | 6,0 |
Die Zinssätze der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern.
,Herleitung der Kapitalkosten', Seite 63
Die Preis- und Absatzprognosen für die ZGE Salz Amerika und Salz Europa gehen von einer leicht steigenden Absatzmenge und von konstanten bzw. leicht steigenden Preisen aus. Während die unterstellte Mengenentwicklung auf einer Normalisierung der Winterverhältnisse sowie unserer Strategie fußt, stellt die erwartete Preisentwicklung i. W. die Partizipation an der eingeschätzten Marktentwicklung dar. Für die ZGE Kali- und Magnesiumprodukte geht die Prognose aufgrund der steigenden Produktion des neuen Standorts Bethune in Kanada von einem leichten Anstieg der Absatzmenge aus. Zudem wurden leicht steigende Preise für Kaliumchlorid unterstellt.
Die am Ende des Geschäftsjahres 2019 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basiert, nicht dazu führen, dass die Buchwerte der ZGE Salz Amerika bzw. Salz Europa deren jeweiligen Nutzungswert übersteigt.
Der Nutzungswert der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte übersteigt den korrespondierenden Buchwert um rund 1,6 Mrd. €. Eine Reduktion des geplanten Kalipreisniveaus um 5,5 % würde bei Konstanz der übrigen Parameter dazu führen, dass der Nutzungswert der ZGE Kali- und Magnesiumprodukte deren Buchwert entspricht. Eine Verringerung der Wachstumsrate nach der Detailplanungsphase von 1,5 % auf 0,5 % p. a. bzw. eine Erhöhung des Abzinsungssatzes (nach Steuern) von 6,0 % auf 7,0 % hätten bei Konstanz der übrigen Parameter unverändert eine Überdeckung des Buchwerts zur Folge.
Markenrechte in Höhe von 113,0 Mio. € (2018: 110,3 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der ZGE Salz Amerika zugeordnet und werden auf dieser Ebene im Rahmen des Goodwill Wertminderungstests auf Werthaltigkeit geprüft.
Einen wesentlichen immateriellen Vermögenswert stellen die Kundenbeziehungen aus der Akquisition der MORTON-Gruppe dar. Der Buchwert zum 31. Dezember 2019 beträgt 77,8 Mio. € (2018: 84,9 Mio. €), die Restnutzungsdauer zum Bilanzstichtag beträgt rund 7 Jahre (2018: 8 Jahre).
Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Zum 31. Dezember 2019 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 15,4 Mio. € (2018: 16,4 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgeGRIffen. Die Bewertungsmethoden entsprechen der Stufe 3 der dreistufigen Bewertungshierarchie des IFRS 13.
Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen die Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidiert wurden.
Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern: C.38
Insgesamt wurde in Höhe von 35,4 Mio. € (2018: 22,0 Mio. €) auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 262,7 Mio. € (2018: 216,0 Mio. €) und verfallen überwiegend in den folgenden Zeiträumen. Für die Ermittlung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde das zu erwartende steuerliche Ergebnis aus der Unternehmensplanung und aus der Umkehr passiver latenter Steuern abgeleitet. C.39
Bei Gesellschaften mit steuerlich negativem Ergebnis im laufenden Jahr oder im Vorjahr bestand ein Überhang der aktiven latenten Steuern von 43,8 Mio. € (2018: 42,9 Mio. €). Grundlage für die Bildung dieser latenten Steuern ist die Einschätzung, dass in künftigen Geschäftsjahren positive steuerliche Ergebnisse erzielt werden.
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
| in Mio. € | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2,8 | 2,6 | 62,7 | 61,4 |
| Sachanlagen | 51,9 | 31,0 | 451,7 | 360,8 |
| Vorräte | 7,0 | 5,7 | 1,8 | 0,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,5 | 0,6 | 4,6 | 2,2 |
| Sonstige Vermögenswerte | 4,6 | 4,2 | 10,4 | 10,6 |
| - davon derivative Finanzinstrumente | - | - | 0,4 | 4,6 |
| Rückstellungen | 248,8 | 244,3 | 8,1 | 7,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | - | 2,9 | 2,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 53,8 | 3,8 | 19,9 | 20,0 |
| - davon derivative Finanzinstrumente | 1,3 | 2,6 | - | - |
| Bruttobetrag | 369,4 | 292,2 | 562,1 | 465,7 |
| - davon langfristig | 336,6 | 360,9 | 534,5 | 536,6 |
| Wertberichtigungen | -1,0 | -0,9 | - | - |
| Steuerliche Verlustvorträge | 36,5 | 51,8 | - | - |
| Konsolidierungen | 16,6 | 12,7 | -3,1 | -3,0 |
| Saldierungen | -328,9 | -260,3 | -328,9 | -260,3 |
| Bilanzansatz (Nettobetrag) | 92,6 | 95,5 | 230,1 | 202,4 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | 216,0 | 262,7 |
| - davon innerhalb eines Jahres verfallbare Verlustvorträge | 0,1 | - |
| - davon zwischen zwei und fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | 0,4 | - |
| - davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge | 163,8 | 207,0 |
| - davon unverfallbare Verlustvorträge | 51,7 | 55,7 |
Im Berichtsjahr wurden im sonstigen Ergebnis latente Steuern in Höhe von +8,6 Mio. € (2018: +3,8 Mio. €) erfasst.
Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich zum 31. Dezember 2019 um -30,5 Mio. € (2018: -19,9 Mio. €) verändert und setzt sich zusammen aus einem Aufbau aktiver latenter Steuern von 2,9 Mio. € (2018: -2,6 Mio. €) sowie einem Abbau passiver latenter Steuern von -27,6 Mio. € (2018: -22,5 Mio. €).
Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr im sonstigen Ergebnis erfassten latenten Steuern von 8,6 Mio. € (2018: 3,8 Mio. €) und währungsbedingten Effekten von -7,5 Mio. € (2018: -1,8 Mio. €) ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von 29,4 Mio. € (2018: 17,9 Mio. €).
Temporäre Unterschiede in Höhe von 38,5 Mio. € (2018: 293,7 Mio. €) stehen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, auf die wegen IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet werden.
In der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 27,0 Mio. € (2018: 8,0 Mio. €) vorgenommen. C.40
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 275,4 | 319,4 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 46,4 | 63,1 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 369,7 | 406,8 |
| Vorräte | 691,5 | 789,3 |
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten u. a. aus der Bilanzierung von kundenspezifischen Fertigungsaufträgen resultierende Forderungen und setzen sich wie folgt zusammen: C.41
Kundenspezifische Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo lagen zum 31. Dezember 2019, ebenso wie im Vorjahr, nicht vor.
In den kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind keine Vermögenswerte enthalten, die als Sicherheiten für Verpflichtungen hinterlegt wurden (2018: 23,0 Mio. €).
Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Verluste zu erfassen. Allerdings verfolgt K+S die Strategie, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen grundsätzlich durch geeignete Instrumente zu besichern. Zum Abschlussstichtag sind konzernweit 584,1 Mio. € = 93 % (2018: 676,9 Mio. € = 95 %) der absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Kreditversicherungen oder anderweitige Sicherungsinstrumente gegen einen Ausfall gesichert. Aufgrund der hohen Bonität der Kreditversicherer ist das Risiko im Wesentlichen auf den geringen Selbstbehalt beschränkt. Die nicht absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend gegenüber der öffentlichen Hand. Für diese sowie den ungesicherten Teil der grundsätzlich absicherbaren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 46,7 Mio. € = 7 % (2018: 39,0 Mio. € = 5 %) sind auf Basis der historischen Ausfallraten keine wesentlichen Ausfälle zu erwarten. Es besteht keine Indikation, dass die zukünftigen Ausfallraten von den historischen signifikant abweichen werden. Daher wurden lediglich erwartete Verluste in den Fällen erfasst, bei denen objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorlagen. Objektive Hinweise sind z. B. ein Insolvenzantrag, wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Kunden oder eine Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen, es sei denn, die Werthaltigkeit kann trotz Überfälligkeit begründet werden. Sofern es sich um versicherte Forderungen handelt, wurde eine Wertberichtigung maximal in Höhe des Selbstbehalts gebildet. C.42
Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2019 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 151,9 Mio. € (2018: 170,8 Mio. €).
| in Mio. € | 2018 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 2019 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 836,7 | - | 724,7 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 122,4 | 36,2 | 147,6 | 6,0 |
| - davon Derivate | 13,0 | 7,6 | 18,5 | 3,2 |
| - davon Kaufpreisforderung ggü. K+S Vermögenstreuhänder e.V. | - | - | 44,3 | - |
| - davon Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt | 20,4 | 20,2 | 20,4 | - |
| - davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 6,5 | - | 18,6 | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 959,1 | 36,2 | 872,3 | 6,0 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Abgesichert | 676,9 | 584,1 |
| Absicherbar, aber ungesichert | 39,0 | 46,7 |
| Summe absicherbare Forderungen | 715,9 | 630,8 |
| Nicht absicherbar | 131,8 | 105,2 |
| Summe Bruttobuchwerte | 847,7 | 736,0 |
| Wertberichtigungen | 11,0 | 11,3 |
| Nettobuchwerte | 836,7 | 724,7 |
Die nachfolgende Tabelle leitet die auf Basis objektiver Hinweise erfassten Wertberichtigungen vom Jahresanfang auf den Bestand am Jahresende über. Erwartete Verluste wurden wegen Unwesentlichkeit nicht erfasst und werden daher in der Tabelle nicht aufgeführt. Ebenso wird aus Wesentlichkeitsgründen auf weitere Angaben zum Ausfallrisiko und zu erwarteten Kreditverlusten der betroffenen Bilanzpositionen verzichtet. C.43
Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betrugen 0,1 Mio. € zum Bilanzstichtag (2018: 0,2 Mio. €). Zudem sind in der Position sonstige finanzielle Vermögenswerte bereits bei Zugang wertgeminderte Vermögenswerte mit einem Buchwert von 2,9 Mio. € (2018: 2,8 Mio. €) und einem nominalen Rückzahlungsbetrag von 5,7 Mio. € (2018: 5,6 Mio. €) enthalten. Es entfielen, wie im Vorjahr, keine Wertminderungen auf Forderungen aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen.
Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden sie basierend auf den Zinssätzen zum Bilanzstichtag diskontiert.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Stand am 1. Januar | 11,2 | 11,0 |
| Zuführung | 0,4 | 1,2 |
| Auflösung | 0,5 | 0,3 |
| Verbrauch | 0,1 | 0,6 |
| Stand am 31. Dezember | 11,0 | 11,3 |
Zum 31. Dezember 2019 wurden keine Abzinsungen für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen vorgenommen (2018: 0,0 Mio. €).
Tabelle C.44 gibt Informationen über das Ausmaß der in der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" enthaltenen Ausfallrisiken. C.44
Zum Bilanzstichtag waren 2,6 Mio. € (2018: 2,4 Mio. €) der nicht wertgeminderten sonstigen finanziellen Vermögenswerte überfällig.
Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell, und die Fakturendaten werden online auf die Debitorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt.
| Buchwert | davon zum Stichtag weder überfällig noch wertberichtigt | davon zum Stichtag nicht wertberichtigt, allerdings überfällig seit | ||||
| in Mio. € | < 30 Tagen | >31 und < 90 Tagen | >91 und < 180 Tagen | >180 Tagen | ||
| 2019 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 724,7 | 666,9 | 19,7 | 7,7 | 1,5 | 2,7 |
| 2018 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 836,7 | 776,0 | 24,7 | 7,2 | 2,1 | 3,2 |
Das Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z. B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht werden. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate.
Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen für Finanzverbindlichkeiten sowie Risiken aus sinkenden Zinserträgen aus Finanzanlagen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Da die ausstehenden Schuldscheine teilweise variabel verzinst sind, wurden sogenannte Zinscaps erworben, um das Risiko höherer Zinsbelastungen größtenteils auszuschließen. Für die Finanzanlagen wird derzeit aufgrund der kurzen Restlaufzeit sowie des geringen Zinsniveaus und des damit verbundenen geringen Risikos sinkender Zinsen kein Handlungsbedarf gesehen.
Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar und dem kanadischen Dollar sowie in geringerem Umfang gegenüber dem britischen Pfund und dem chilenischen Peso. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen sowie erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden.
Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen bis zu drei Jahre betragen. Das wesentliche Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung. Hierzu werden Termingeschäfte und einfache Optionen (Plain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung in der Regel durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient u. a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann.
Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen weniger als ein Jahr.
Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen in der operativen Einheit Europe+ für us-Dollar-Positionen sowie für die Produktion in Kanada in kanadischen Dollar zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden in der operativen Einheit Europe+ abgeschlossen.
Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im OTC-Geschäft. Bei Devisentermin- sowie Optionsgeschäften erfolgt der Abschluss grundsätzlich über eine Handelsplattform, über die Quotierungen von mehreren Banken eingeholt werden, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können.
Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber.
Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
| ― |
die Devisenkassa- und Devisenterminkurse der betreffenden Währungen, |
| ― |
das Zinsniveau, |
| ― |
die vereinbarten Sicherungsniveaus bzw. Ausübungskurse, |
| ― |
die gehandelten Volatilitäten und |
| ― |
das Kontrahentenrisiko. |
Am 31. Dezember 2019 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte: C.45
| 2018 | 2019 | |||
| in Mio. € | Nominalwert1 | Beizulegender Zeitwert | Nominalwert1 | Beizulegender Zeitwert |
| Devisentermingeschäfte GBP/EUR | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 7,1 | - | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - | 6,4 | 0,1 |
| Devisentermingeschäfte CAD/EUR | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 124,2 | -1,8 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - | 145,9 | 4,2 |
| Devisentermingeschäfte USD/EUR | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 1.104,3 | -6,6 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | - | - | 688,0 | 1,1 |
| - davon mit Fälligkeit in 2021 | - | - | 35,3 | 0,6 |
| Devisentermingeschäfte USD/CAD | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 44,0 | -1,1 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | 26,3 | -0,4 | 107,6 | 2,0 |
| Devisentermingeschäfte USD/CLP | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 62,0 | -1,5 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | 2,9 | -0,1 | 134,9 | -5,1 |
| - davon mit Fälligkeit in 2021 | - | - | 20,5 | 0,6 |
| Gekaufte einfache Devisenoptionen USD (gegen EUR) | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 356,0 | 1,9 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | 200,8 | 6,1 | 438,1 | 1,5 |
| - davon mit Fälligkeit in 2021 | - | - | 69,0 | 1,6 |
| Verkaufte einfache Devisenoptionen USD (gegen EUR) | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 383,6 | -6,1 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | 212,4 | -3,5 | 464,5 | -4,4 |
| - davon mit Fälligkeit in 2021 | - | - | 72,1 | -0,8 |
| Gekaufte einfache Devisenoptionen CAD (gegen USD) | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 275,0 | 1,1 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | 80,9 | 1,3 | 136,7 | 2,1 |
| Verkaufte einfache Devisenoptionen CAD (gegen USD) | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 258,6 | -6,4 | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2020 | 77,1 | -2,4 | 130,9 | -0,2 |
| Gekaufte Zinscaps | ||||
| - davon mit Fälligkeit in 2019 | 140,0 | - | - | - |
| - davon mit Fälligkeit in 2021 | 118,0 | 0,2 | 118,0 | - |
| Derivate Finanzgeschäfte insgesamt | 3.473,2 | -19,3 | 2.568,0 | 3,4 |
1
In Euro mit gewichteten Durschnittskursen.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 161 dargestellt.
Das gegenüber dem Vorjahr unveränderte gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien aufgeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. C.46 ^ ,Angaben nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB sowie erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG', Seite 113
| in Mio. € | Im Umlauf befindliche ausstehende Aktien | Gezeichnetes Kapital |
| 31.12.2017 | 191,4 | 191,4 |
| 31.12.2018 | 191,4 | 191,4 |
| 31.12.2019 | 191,4 | 191,4 |
Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 eigene Aktien bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2019 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Der Vorstand wurde am 12. Mai 2015 von der Hauptversammlung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Am 11. Mai 2016 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Mai 2021 einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 19.140.000,00 € durch Ausgabe von höchstens 19.140.000 neuen, auf Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Im Geschäftsjahr 2019 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von den Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
Das Grundkapital ist um bis zu 19.140.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 19.140.000 auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital).
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 11. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/ oder auf Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (Schuldverschreibungen) zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungsrechte oder -pflichten bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt 19.140.000,00 € zu gewähren bzw. aufzuerlegen. Im Geschäftsjahr 2019 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhaltene Agio.
Unter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn, die Unterschiede aus der Währungsumrechnung, die Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert und die Neubewertungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zusammengefasst.
Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position "Unterschiede aus Währungsumrechnung" werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen. C.47
Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 € pro Stückaktie (2018: 0,25 €), d. h. insgesamt 28,7 Mio. € (2018: 47,9 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 142,0 Mio. € in die Gewinnrücklagen einzustellen. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT : C.48
| 2018 | 2019 | |||||
| in Mio. € | Vor Steuern | Steuereffekt | Netto | Vor Steuern | Steuereffekt | Netto |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -47,5 | -1,5 | -49,0 | 317,8 | -0,4 | 317,4 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -47,5 | -1,5 | -49,0 | 317,8 | -0,4 | 317,4 |
| - davon Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste | -47,5 | -1,5 | -49,0 | 317,8 | -0,4 | 317,4 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 1,7 | 3,9 | 5,5 | -15,8 | 8,4 | -7,4 |
| Ergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten | 10,7 | 10,7 | 9,7 | 9,7 | ||
| Neubewertung von Nettoschulden/Vermögenswerten aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -9,0 | 3,8 | -5,2 | -25,5 | 8,4 | -17,1 |
| Sonstiges Ergebnis | -45,8 | 2,3 | -43,5 | 302,0 | 8,0 | 310,0 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 1. Januar | 67,0 | 74,5 |
| Dividendenausschüttung für das Vorjahr | -67,0 | -47,9 |
| Jahresüberschuss K+S AKTIENGESELLSCHAFT | 74,5 | 288,2 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss | - | -144,1 |
| Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT am 31. Dezember | 74,5 | 170,7 |
Die K+S GRUPPE hat eine Reihe von leistungsorientierten Versorgungszusagen erteilt. Der Großteil dieser Zusagen betrifft die Länder Deutschland und Kanada.
Ein bedeutsamer Versorgungsplan in Deutschland ist die K+S-Versorgungsordnung, die im Wesentlichen aus der Grundversorgung, der Zusatzversorgung ii sowie Besitzstandsregelungen besteht. Die Grundversorgung ist ein Bausteinsystem, bei dem jährlich fiktive Beiträge in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des pensionsfähigen Einkommens erhoben werden. Der Rentenanspruch ermittelt sich aus einem festen Prozentsatz und der Summe aller fiktiven Beiträge. Die Zusatzversorgung ii ist ein Endgehaltsplan, dessen Anspruch sich aus bestimmten Prozentsätzen von Gehaltsteilen oberhalb der gesetzlichen Renten- bzw. Knappschaftsversicherung multipliziert mit der Anzahl der pensionsfähigen Dienstjahre ergibt. Für die Dienstzeiten vor Einführung der Grund- und Zusatzversorgung ii wurden feste Euro-Beträge bzw. endgehaltsabhängige prozentuale Besitzstände gewährt. Mittlerweile wurde dieser Versorgungsplan geschlossen, sodass keine weiteren Arbeitnehmer Ansprüche erwerben können.
Neben der K+S-Versorgungsordnung wurde eine Vielzahl von Einzelzusagen erteilt, insbesondere im Bereich der Vorstände und oberen Führungskräfte. Diese sehen im Regelfall ein Bausteinsystem vor, das einen bestimmten Prozentsatz des pensionsfähigen Jahreseinkommens mittels eines altersabhängigen Faktors in eine lebenslange Altersrente umwandelt. Der Gesamtanspruch ergibt sich als Summe der einzelnen jahresbezogenen Bausteine. Dabei darf ein definiertes Versorgungsniveau in einigen Verträgen nicht überschritten werden.
Des Weiteren bestehen in Deutschland weitere gesellschaftsspezifische Versorgungszusagen, die bereits vor mehreren Jahren geschlossen wurden. Die Anspruchsberechtigten befinden sich zum überwiegenden Teil bereits in der Rentenphase.
Die beschriebenen Pensionsverpflichtungen werden in Deutschland grundsätzlich über ein Contractual Trust Arrangement (CTA) gedeckt. Als Vehikel dient der K+S Vermögenstreuhänder e. V., der die zur Bedienung der Pensionsverpflichtungen zweckgebundenen Vermögenswerte treuhänderisch verwaltet. Die Rentenzahlungen werden dabei weiterhin von der jeweiligen Gesellschaft geleistet, allerdings wird im Regelfall eine phasengleiche Erstattung dieser Zahlungen durch das CTA vorgenommen. Es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.
Darüber hinaus bestehen Entgeltumwandlungszusagen (deferred compensation) sowie Zusagen, die über eine Unterstützungskasse durchgeführt werden. Diese Verpflichtungen sind weitestgehend durch Rückdeckungsversicherungen gedeckt.
In Kanada bestehen neben leistungsorientierten Pensionszusagen weitere pensionsähnliche Pläne, die den Anspruchsberechtigten u. a. medizinische Leistungen nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zusagen.
Die Pensionspläne sehen vom Grundsatz Leistungen vor, die als Prozentsatz der durchschnittlich fünf höchsten Jahreseinkommen unter Berücksichtigung der geleisteten Dienstzeit berechnet werden. Dabei sind gewisse Obergrenzen zu beachten. Ab dem 1. Januar 2016 können sich sämtliche aktiven Planmitglieder keine weiteren Ansprüche erdienen, im Gegenzug nehmen diese an einem beitragsorientierten Plan teil. Diese Umstellung der Zusage erfolgte prospektiv, sodass die bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Ansprüche unverändert fortbestehen. Die Pensionspläne in Kanada sind gesetzlich reguliert, beispielsweise durch die "Financial Services Regulatory Authority" in Ontario und die "Canada Revenue Agency". Es bestehen Mindestdotierungsverpflichtungen nach dem "Pension Benefits Act (Ontario)". Zur Erfüllung dieser Vorgaben wird im Regelfall mindestens alle drei Jahre eine eigenständige aktuarische Bewertung vorgenommen. Diese hat das Ziel, in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben den Finanzierungsstatus des Pensionsplans zu ermitteln. Ergibt sich eine Unterdeckung des Plans, ist diese grundsätzlich in Abhängigkeit von der Art der Unterdeckung innerhalb eines Zeitraums von 5 bis 10 Jahren auszugleichen. Diese Bewertung unterscheidet sich von der IFRS -Bewertung, beispielsweise durch die Verwendung eines abweichenden Diskontierungssatzes.
Das kanadische Planvermögen wird treuhänderisch von einer externen Gesellschaft gehalten. Diese ist u. a. für die Auszahlungen der Renten an die Pensionäre sowie die Verwaltung des Planvermögens verantwortlich. Die Auswahl des Treuhänders obliegt dem "MORTON Salt, InC. Employee Benefits Committee", das sich aus Unternehmensvertretern und externen Beratern zusammensetzt. Es ist auch verantwortlich für die Festlegung der Anlagestrategie.
Die pensionsähnlichen Versorgungszusagen umfassen Leistungen für die Lebens-, Zahn- und Krankenversicherung. Dabei hängt die Höhe der Leistungen für die Zahn - und Krankenversicherung von der durchschnittlichen Schadensquote der Pensionäre ab, bei der Lebensversicherung wird vom Grundsatz ein fixer Betrag zugesagt. Für die pensionsähnlichen Leistungszusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen.
Die sonstigen Versorgungszusagen betreffen i. W. pensionsähnliche Pläne in den USA und auf den Bahamas, die Leistungen für Kranken- und Lebensversicherungen vorsehen. Für diese Zusagen wurde kein Planvermögen gebildet, es bestehen keine Mindestdotierungsverpflichtungen. Daneben bestehen im unwesentlichen Umfang Pensionszusagen im übrigen Ausland.
Die beschriebenen Pläne beinhalten eine Reihe von Risiken, insbesondere:
| ― |
Anlagerisiken: Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind mit einem Diskontierungssatz auf Basis von Unternehmensanleihen mit einem Rating von AA berechnet worden. Liegt die Rendite des Planvermögens unter diesem Zinssatz, entsteht eine entsprechende Unterdeckung. Die Anlagen erfolgen weit gestreut überwiegend in Anleihen und Aktien, insbesondere Letztere unterliegen signifikanten Marktpreisschwankungen. |
| ― |
Inflationsrisiken: In Deutschland ist gemäß BetrAVG grundsätzlich alle drei Jahre eine Überprüfung der Rentenhöhe vorzunehmen, die im Regelfall zu einer Inflationsanpassung der Renten führt. Die Pensionszusagen in Kanada werden jährlich in Höhe von 50 % des "Consumer Price Index (CPI)" angepasst. Ein Anstieg der jeweiligen Inflationsraten führt somit grundsätzlich zu einem entsprechenden Anstieg der jeweiligen Verpflichtungen. |
| ― |
Zinsrisiken: Eine Absenkung der Renditen für Unternehmensanleihen und damit des Diskontierungszinses führt zu einer Erhöhung der Verpflichtungen, die nur teilweise durch eine entsprechende Wertveränderung des Planvermögens kompensiert wird. |
| 2018 | 2019 | |||
| Angaben in % (gewichteter Durchschnitt) | Inland | Ausland | Inland | Ausland |
| Pensionszusagen | ||||
| Rechnungszins | 2,0 | 3,8 | 1,0 | 3,1 |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | 1,8 | 3,0 | 1,8 | 2,8 |
| Erwartete jährliche Rentensteigerung | 1,6 | 1,0 | 1,6 | 1,0 |
| Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen | ||||
| Rechnungszins | - | 4,6 | - | 3,9 |
| 2018 | 2019 | |||
| Angaben in % (gewichteter Durchschnitt) | Inland | Ausland | Inland | Ausland |
| Pensionszusagen | ||||
| Rechnungszins | 2,0 | 3,7 | 2,0 | 3,8 |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | 1,8 | 3,0 | 1,8 | 3,0 |
| Erwartete jährliche Rentensteigerung | 1,6 | 1,0 | 1,6 | 1,0 |
| Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen | ||||
| Rechnungszins | - | 3,9 | - | 4,6 |
| ― |
Kostentrend Gesundheitswesen (Nordamerika, insbesondere Kanada und Bahamas): Da die Leistungen für die medizinischen Versorgungszusagen grundsätzlich an den Kostentrend im Gesundheitswesen angepasst werden, führt ein Anstieg von Medikamentenpreisen, Krankenhauskosten etc. in dem jeweiligen Land zu einer Erhöhung der Verpflichtungen. |
| ― |
Langlebigkeitsrisiken: Bei der Berechnung der Verpflichtungshöhe wird die Lebenserwartung anhand von Sterbetafeln mit in die Kalkulation einbezogen. Ein Anstieg der Lebenserwartung führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Verpflichtungen. |
| ― |
Gehaltsrisiken: Übersteigt die tatsächliche Gehaltsentwicklung die angenommene Gehaltsentwicklung, führt dies zu einem Anstieg der Verpflichtungshöhe. |
Die K+S GRUPPE versucht die Risiken u. a. durch eine Umstellung von leistungsorientierten auf beitragsorientierte Pläne zu verringern. So erhält ein Großteil der Belegschaft in Deutschland mittlerweile ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Auch in Nordamerika wurden Leistungszusagen abgegolten bzw. eingefroren und in ein beitragsorientiertes System überführt.
Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen: C.49
Für die Ermittlung des Pensionsaufwands für das Jahr 2019 wurden die zum Ende des Geschäftsjahres 2018 festgelegten versicherungsmathematischen Annahmen in C.50 verwendet: C.50
Zum 31. Dezember 2019 wurden folgende Sterbetafeln verwendet:
| ― |
Deutschland: Heubeck-Richttafeln 2018 G (2018: Heubeck-Richttafeln 2018 G) |
| ― |
Kanada: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor (2018: CPM 2014 Private Scale B mit Anpassungsfaktor) |
| ― |
USA/Bahamas: PRI 2012 Scale MP-2019 (2018: RP 2014 Scale MP-2018) |
Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende jährliche Kostensteigerungen unterstellt:
| ― |
Kanada (Medikamente): 5,9 %, absinkend auf 4,0 % ab 2040 (2018: 6,1 %, absinkend auf 4,0 % ab 2040) |
| ― |
Bahamas: 5,5 % (2018: 5,5 %) |
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens: C.51, C.52
Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren: C.53
In der Gesamtergebnisrechnung wurden die Beträge in Tabelle C.54 erfasst: C.54
| 2018 | ||||||
| in Mio. € | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen | Gesamt | Inland Pensionen |
| Anwartschaftsbarwert am 1. Januar | 602,9 | 276,1 | 217,4 | 109,4 | 582,0 | 278,3 |
| Dienstzeitaufwand | 11,2 | 7,5 | 0,4 | 3,3 | 11,3 | 7,9 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,1 | 0,3 | 0,1 | -0,3 | ||
| Zinsaufwand | 17,3 | 5,4 | 7,6 | 4,3 | 17,9 | 5,4 |
| Neubewertungen | -16,1 | 2,8 | -0,3 | -18,6 | 70,5 | 47,5 |
| - davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | 2,4 | 2,8 | -0,4 | -5,1 | ||
| - davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | -20,2 | -1,5 | -2,5 | -16,2 | 84,3 | 51,8 |
| - davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | 1,7 | 1,5 | 2,2 | -2,0 | -8,7 | -4,3 |
| Pensionszahlungen | -26,7 | -13,8 | -10,5 | -2,4 | -27,0 | -13,6 |
| Plananpassungen/-abgeltungen | -0,3 | - | -0,3 | - | 4,4 | 4,4 |
| Wechselkursänderungen | -6,4 | - | -7,5 | 1,1 | 18,1 | - |
| Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember | 582,0 | 278,3 | 206,9 | 96,8 | 677,2 | 329,9 |
| 2019 | ||
| in Mio. € | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Anwartschaftsbarwert am 1. Januar | 206,9 | 96,8 |
| Dienstzeitaufwand | 0,6 | 2,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | ||
| Zinsaufwand | 7,9 | 4,6 |
| Neubewertungen | 20,5 | 2,5 |
| - davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | -3,7 | -1,4 |
| - davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | 19,3 | 13,2 |
| - davon versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | 4,9 | -9,3 |
| Pensionszahlungen | -11,0 | -2,4 |
| Plananpassungen/-abgeltungen | - | - |
| Wechselkursänderungen | 13,8 | 4,3 |
| Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember | 238,7 | 108,6 |
| 2018 | 2019 | |||||
| in Mio. € | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen |
| Planvermögen am 1. Januar | 441,3 | 230,5 | 210,8 | 399,0 | 207,3 | 191,7 |
| Zinserträge | 12,1 | 4,6 | 7,5 | 11,5 | 4,0 | 7,5 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 2,2 | 1,9 | 0,3 | 3,7 | 3,6 | 0,1 |
| Gewinne (+) / Verluste (-) aus Neubewertung (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) | -25,3 | -15,9 | -9,4 | 45,0 | 20,0 | 25,0 |
| Pensionszahlungen | -23,8 | -13,8 | -10,0 | -24,2 | -13,6 | -10,6 |
| Wechselkursänderungen | -7,5 | - | -7,5 | 13,1 | - | 13,1 |
| Planvermögen am 31. Dezember | 399,0 | 207,3 | 191,7 | 448,1 | 221,3 | 226,8 |
| 2018 | ||||||
| in Mio. € | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen | Gesamt | Inland Pensionen |
| Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember | 582,0 | 278,3 | 206,9 | 96,8 | 677,2 | 329,9 |
| Planvermögen am 31. Dezember | 399,0 | 207,3 | 191,7 | - | 448,1 | 221,3 |
| Bilanzwerte am 31. Dezember | 183,0 | 71,0 | 15,2 | 96,8 | 229,1 | 108,6 |
| - davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) | 187,0 | 75,0 | 15,2 | 96,8 | 232,2 | 111,7 |
| - davon Vermögenswert (-) | -4,0 | -4,0 | - | - | -3,1 | -3,1 |
| 2019 | ||
| in Mio. € | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember | 238,7 | 108,6 |
| Planvermögen am 31. Dezember | 226,8 | - |
| Bilanzwerte am 31. Dezember | 11,9 | 108,6 |
| - davon Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen (+) | 11,9 | 108,6 |
| - davon Vermögenswert (-) | - | - |
| 2018 | ||||||
| in Mio. € | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen | Gesamt | Inland Pensionen |
| Dienstzeitaufwand | 11,2 | 7,5 | 0,4 | 3,3 | 11,3 | 7,9 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,1 | 0,3 | 0,1 | -0,3 | ||
| Nettozinsaufwand (+) / -ertrag (-) | 5,2 | 0,8 | 0,1 | 4,3 | 6,4 | 1,4 |
| Aufwand (+) / Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen | -0,3 | -0,3 | 4,4 | 4,4 | ||
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge | 16,2 | 8,6 | 0,3 | 7,3 | 22,1 | 13,7 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) | 25,3 | 15,9 | 9,4 | -45,0 | -20,0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | 2,4 | 2,8 | -0,4 | -5,1 | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | -20,2 | -1,5 | -2,5 | -16,2 | 84,3 | 51,8 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | 1,7 | 1,5 | 2,2 | -2,0 | -8,7 | -4,3 |
| Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge | 9,2 | 18,7 | 9,1 | -18,6 | 25,5 | 27,5 |
| Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge) | 25,4 | 27,3 | 9,4 | -11,3 | 47,6 | 41,2 |
| 2019 | ||
| in Mio. € | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Dienstzeitaufwand | 0,6 | 2,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | ||
| Nettozinsaufwand (+) / -ertrag (-) | 0,4 | 4,6 |
| Aufwand (+) / Ertrag (-) Plananpassungen/-abgeltungen | ||
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge | 1,0 | 7,4 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Neubewertung des Planvermögens (ohne die im Zinsertrag erfassten Beträge) | -25,0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von demografischen Annahmen | -3,7 | -1,4 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung von finanziellen Annahmen | 19,3 | 13,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aufgrund von erfahrungsbedingten Anpassungen | 4,9 | -9,3 |
| Im sonstigen Gesamtergebnis erfasste Beträge | -4,5 | 2,5 |
| Summe (in der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge) | -3,5 | 9,9 |
| 2018 | 2019 | |||||
| in Mio. € | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen |
| Anleihen | 220,4 | 89,9 | 130,5 | 230,2 | 73,6 | 156,6 |
| - öffentlich-rechtliche Anleihen | 96,3 | 2,3 | 94,0 | 130,5 | 0,7 | 129,8 |
| - Unternehmensanleihen | 124,1 | 87,6 | 36,5 | 99,7 | 72,9 | 26,8 |
| Aktien | 127,8 | 73,6 | 54,2 | 146,6 | 78,3 | 68,3 |
| Anteile Immobiliengesellschaft | - | - | - | 44,3 | 44,3 | - |
| Rückdeckungsversicherungen | 31,3 | 31,3 | - | 38,9 | 38,9 | - |
| Flüssige Mittel | 10,6 | 5,2 | 5,4 | 26,2 | 24,3 | 1,9 |
| Verbindlichkeiten | - | - | - | -44,3 | -44,3 | - |
| Sonstiges | 8,9 | 7,3 | 1,6 | 6,2 | 6,2 | - |
| Planvermögen am 31. Dezember | 399,0 | 207,3 | 191,7 | 448,1 | 221,3 | 226,8 |
Der Dienstzeitaufwand (einschließlich des nachzuverrechnenden) wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter im jeweiligen Funktionsbereich im Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften erfasst. Der Nettozinsaufwand bzw. -ertrag wird im Zinsergebnis ausgewiesen.
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilt sich auf folgende Anlageklassen: C.55
Die über Investmentfonds gehaltenen Anlagen wurden in der obigen Aufstellung auf die einzelnen Anlageklassen aufgeteilt. Die Anleihen weisen zum Großteil ein Rating im "Investment Grade"-Bereich auf. Die Aktien werden regelmäßig an einem aktiven Markt gehandelt. Gleiches gilt grundsätzlich auch für die Anleihen, allerdings sind in dieser Position nicht an einem aktiven Markt gehandelte Papiere mit einem Buchwert von 21,0 Mio. € (2018: 17,7 Mio. €) enthalten. Für die Rückdeckungsversicherungen und die Anteile an der Immobiliengesellschaft existiert kein aktiver Markt.
Der K+S Vermögenstreuhänder e. V. hat die Anteile an der Immobiliengesellschaft im Geschäftsjahr 2019 von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu einem Preis von 44,3 Mio. € erworben. Die Immobiliengesellschaft hält als Hauptvermögenswert Verwaltungsgebäude in Deutschland, die von K+S im Rahmen eines langfristigen Mietvertrages zu marktüblichen Bedingungen genutzt werden. Die Kaufpreisverbindlichkeit von 44,3 Mio. € reduziert den Wert des Planvermögens entsprechend.
Im Vorjahr wurden zudem eigene Finanzinstrumente in Höhe von 3,0 Mio. € gehalten.
Die Sensitivitätsanalyse zeigt, wie sich der Barwert der Verpflichtung bei einer Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen verändern würde. Dabei wurden keine Korrelationen zwischen den einzelnen Annahmen berücksichtigt, d. h., bei der Variation einer Annahme wurden die übrigen Annahmen konstant gehalten. Das bei der Ermittlung der Bilanzwerte verwendete Anwartschaftsbarwertverfahren wurde auch bei der Sensitivitätsanalyse verwendet. C.57
Im Vorjahr ergaben sich folgende Werte: C.58
Es werden in den Folgejahren die in C.56 aufgeführten Fälligkeiten der undiskontierten Zahlungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen erwartet: C.56
| in Mio. € | 31.12.2018 | 31.12.2019 |
| Weniger als 1 Jahr | 28,6 | 29,3 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 114,6 | 117,7 |
| Zwischen 5 und 10 Jahren | 145,0 | 149,9 |
| Mehr als 1 0 Jahre | 946,2 | 884,1 |
| Summe | 1.234,4 | 1.181,0 |
| Änderung des Barwerts der Verpflichtungen | |||||
| in Mio. € | Änderung der Annahme | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Rechnungszins | + 100 Basispunkte | -94,3 | -47,5 | -29,2 | -17,6 |
| Rechnungszins | -100 Basispunkte | 120,9 | 62,4 | 36,4 | 22,1 |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | + 50 Basispunkte | 1,7 | 0,5 | 1,2 | - |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | -50 Basispunkte | -1,8 | -0,5 | -1,3 | - |
| Erwartete jährliche Rentensteigerung | + 50 Basispunkte | 33,6 | 19,9 | 13,7 | - |
| Erwartete jährliche Rentensteigerung | -50 Basispunkte | -29,7 | -18,0 | -11,7 | - |
| Medizinischer Kostentrend | + 50 Basispunkte | 9,1 | - | - | 9,1 |
| Medizinischer Kostentrend | -50 Basispunkte | -8,1 | - | - | -8,1 |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 26,6 | 14,3 | 7,3 | 5,0 |
| Lebenserwartung | -1 Jahr | -26,3 | -14,0 | -7,3 | -5,0 |
| Änderung des Barwerts der Verpflichtungen | |||||
| in Mio. € | Änderung der Annahme | Gesamt | Inland Pensionen | Ausland Pensionen | Ausland Pensionsähnliche Verpflichtungen |
| Rechnungszins | + 100 Basispunkte | -73,3 | -33,8 | -24,3 | -15,2 |
| Rechnungszins | -100 Basispunkte | 91,7 | 42,9 | 30,0 | 18,8 |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | + 50 Basispunkte | 1,6 | 0,5 | 1,1 | - |
| Erwartete jährliche Einkommenssteigerung | -50 Basispunkte | -1,6 | -0,5 | -1,1 | - |
| Erwartete jährliche Rentensteigerung | + 50 Basispunkte | 26,4 | 15,2 | 11,2 | - |
| Erwartete jährliche Rentensteigerung | -50 Basispunkte | -23,5 | -13,8 | -9,7 | - |
| Medizinischer Kostentrend | + 50 Basispunkte | 7,9 | - | - | 7,9 |
| Medizinischer Kostentrend | -50 Basispunkte | -7,0 | - | - | -7,0 |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 21,2 | 10,9 | 5,7 | 4,6 |
| Lebenserwartung | -1 Jahr | -21,1 | -10,7 | -5,8 | -4,6 |
Die durchschnittliche gewichtete Duration der Verpflichtungen zum 31. Dezember 2019 beträgt im Inland 16 Jahre (2018: 14 Jahre), für Pensionsverpflichtungen im Ausland 14 Jahre (2018: 13 Jahre) und für pensionsähnliche Verpflichtungen im Ausland 19 Jahre (2018: 18 Jahre). Die Duration und das Fälligkeitsprofil der Verpflichtungen weichen zwischen den Einzelgesellschaften zum Teil deutlich a B. Bei der Vermögensallokation wird diesem Umstand insbesondere im Inland grundsätzlich Rechnung getragen. Ziel ist es, die Rentenzahlungen aus den laufenden Erträgen des Planvermögens bedienen zu können.
Im Geschäftsjahr 2020 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 2,8 Mio. € (2019: 2,9 Mio. €) zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen in das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind.
Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer.
Im Rahmen der inzwischen geschlossenen Altersversorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. In 2011 wurden die ordentlichen Mitgliedschaften der K+S-Mitarbeiter durch die BASF Pensionskasse gekündigt, sodass seitdem nur noch außerordentliche Mitgliedschaften für die betroffenen Mitarbeiter bestehen, welche als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt werden. Darüber hinaus werden laufende Pensionskassen-Rentenzahlungen an (ehemalige) K+S-Mitarbeiter durch die BASF Pensionskasse geleistet. Der Anteil der Anwärter und Rentner von K+S-Gruppengesellschaften am Gesamtbestand der BASF Pensionskasse beträgt weniger als 10 %.
Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i. S. v. IAS 19.32 f. zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen insbesondere über das Planvermögen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.34 als beitragsorientiert behandelt.
Aufgrund der Beendigung der ordentlichen Mitgliedschaften sind grundsätzlich keine weiteren Beiträge an die BASF Pensionskasse zu entrichten. In der Vergangenheit wurden vereinzelt Sonderzuwendungen erhoben (z. B. aufgrund einer Rechnungszinsabsenkung der BASF-Pensionskasse). Weitere Sonderzuwendungen in der Zukunft können nicht ausgeschlossen werden.
Des Weiteren kann sich durch die im BetrAVG geregelte Subsidiärhaftung eine Einstandspflicht für K+S ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Inflationsanpassung der laufenden Rentenzahlungen. Von der BASF Pensionskasse nicht übernommene Rentenanpassungen sind von K+S zu tragen.
Für das Jahr 2020 werden keine Beitragszahlungen an die BASF Pensionskasse erwartet.
Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand: C.59
Zudem wurden Beiträge in Höhe von 86,9 Mio. € (2018: 88,2 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet.
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Diese überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfordern die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen. Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene mögliche Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Mögliche Verpflichtungen daraus sind durch Rückstellungen gedeckt. C.60
Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadensersatzleistungen. Die Ermittlung erfolgt durch interne Sachverständige und - sofern erforderlich - auch mithilfe von Gutachten Dritter auf Basis des aktuellen Standes der Technik und der gegenwärtigen rechtlichen Vorgaben. Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Da diese teilweise weit in der Zukunft liegen, können sich trotz sorgfältiger Methoden zur Ermittlung Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den geschätzten Aufwendungen ergeben. Diese können beispielsweise aus abweichenden Kostenentwicklungen, technologischen Neuerungen oder veränderten rechtlichen Vorgaben resultieren. Diesem Umstand wird durch eine regelmäßige Aktualisierung der Rückstellungskalkulation Rechnung getragen.
| 2018 | 2019 | |||||
| in Mio. € | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland |
| Aufwand beitragsorientierte Pläne | 20,4 | 2,1 | 18,3 | 22,4 | 2,0 | 20,4 |
| Aufwand leistungsorientierte Pläne | 11,0 | 7,8 | 3,2 | 15,7 | 12,3 | 3,4 |
| Aufwand Altersversorgung (im Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften erfasst) | 31,4 | 9,9 | 21,5 | 38,1 | 14,3 | 23,8 |
| 2018 | 2019 | |||
| in Mio. € | Gesamt | davon kurzfristig | Gesamt | davon kurzfristig |
| Gruben- und Schachtverfüllung | 373,9 | 0,6 | 456,7 | 0,5 |
| Haldenverwahrung | 563,8 | - | 365,6 | - |
| Bergschäden | 35,0 | 6,4 | 32,9 | 5,3 |
| Rückbau | 42,1 | - | 53,1 | - |
| Sonstige | 7,6 | 0,3 | 8,4 | 0,3 |
| Bergbauliche Rückstellungen | 1.022,4 | 7,3 | 916,7 | 6,1 |
Die bergbaulichen Rückstellungen betreffen zum weit überwiegenden Teil die deutschen Standorte. Die Rückstellungshöhe ergibt sich aus den auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbeträgen. Dabei wird eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5 % (2018: 1,5 %) zugrunde gelegt.
Bei der Ermittlung des Abzinsungsfaktors für Europa ist zu berücksichtigen, dass den bergbaulichen Rückstellungen sehr langfristige, teilweise unendlich laufende Verpflichtungen (Ewigkeitslasten) zugrunde liegen. Für diese stehen am Kapitalmarkt keine laufzeitkongruenten EUR-Zinssätze zur Verfügung. Das bislang praktizierte Verfahren der Extrapolation der am Markt verfügbaren, gemessen an den Ewigkeitslasten, sehr kurzfristigen EUR-Zinssätze würde zu einem nicht sachgerechten Realzins (Abzinsungsfaktor abzgl. Preissteigerungsrate) nahe null Prozent führen. Daher wurde das Zinsermittlungsverfahren zum 31. Dezember 2019 modifiziert.
Nunmehr werden für Restlaufzeiten bis 30 Jahre die am Kapitalmarkt verfügbaren Renditen von deutschen Staatsanleihen verwendet. Für den sehr langfristigen Teil der EUR-Verpflichtungen ohne verfügbare Kapitalmarktzinsen (Restlaufzeiten größer 30 Jahre) wird ein langfristiger Durchschnitt der Renditen von deutschen Staatsanleihen zur Diskontierung herangezogen. Der über sämtliche Auszahlungszeitpunkte retrograd ermittelte einheitliche EUR-Abzinsungsfaktor über alle Restlaufzeiten beträgt für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern 3,5 % (2018: 3,3 %). Der Anstieg des Abzinsungsfaktors im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Erhöhung der mittleren Fälligkeit der Verpflichtungen (Duration) zurückzuführen. Eine Erhöhung bzw. Absenkung des Abzinsungsfaktors um 0,1 Prozentpunkte würde den Barwert der Rückstellung um rund 30 Mio. € reduzieren bzw. um rund 32 Mio. € erhöhen.
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellen mit einem Bilanzwert von 36,4 Mio. € (2018: 31,4 Mio. €) eine wesentliche Position der langfristigen Personalverpflichtungen dar. Sie werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der Berechnung wurde ein Rechnungszins von 0,8 % (2018: 2,0 %) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8 % (2018: 1,8 %) zugrunde gelegt. Zudem bestehen Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 35,2 Mio. € (2018: 20,1 Mio. €), die durch Planvermögen in Höhe von 44,3 Mio. € (2018: 19,3 Mio. €) ausfinanziert sind.
Die Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten. " ,Mitarbeiter', Seite 80;
,Vergütungsbericht', Seite 142
Die folgenden Tabellen zeigen die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme: C.61, C.62
Die emittierten Anleihen und Schuldscheindarlehen setzen sich wie folgt zusammen: C.63
| Cashflows | |||||
| in Mio. € | 2019 Buchwert | 2019 Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.399,0 | 3.636,4 | 603,5 | 3.032,9 | - |
| - davon Anleihen | 2.241,7 | 2.465,9 | 92,2 | 2.373,7 | - |
| - davon Schuldscheindarlehen | 439,2 | 451,5 | 5,1 | 446,4 | - |
| - davon Commercial Paper | 434,9 | 435,0 | 435,0 | - | - |
| - davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 269,7 | 270,5 | 57,7 | 212,8 | - |
| - davon Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 13,5 | 13,5 | 13,5 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 241,4 | 241,4 | 239,8 | 1,0 | 0,6 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 386,6 | 446,5 | 98,6 | 217,4 | 130,5 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 70,2 | 70,2 | 70,2 | - | - |
| Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 4.097,2 | 4.394,5 | 1.012,1 | 3.251,3 | 131,1 |
| Cashflows | |||||
| in Mio. € | 2018 Buchwert | 2018 Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre |
| Finanzverbindlichkeiten | 3.283,5 | 3.603,9 | 623,8 | 2.370,3 | 609,8 |
| - davon Anleihen | 2.240,5 | 2.539,5 | 73,6 | 1.856,1 | 609,8 |
| - davon Schuldscheindarlehen | 764,3 | 784,2 | 332,7 | 451,5 | - |
| - davon Commercial Paper | 179,0 | 179,0 | 179,0 | - | - |
| - davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 99,7 | 101,2 | 38,5 | 62,7 | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 239,7 | 239,7 | 238,6 | 0,5 | 0,6 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing 1 | 164,2 | 187,7 | 16,9 | 119,7 | 51,1 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 70,5 | 70,5 | 70,5 | - | - |
| Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3.757,7 | 4.101,8 | 949,8 | 2.490,5 | 661,5 |
| 2018 | 2019 | |||
| Nominalwert in Mio. € |
Nominalzins p.a . | Nominalwert in Mio. € |
Nominalzins p.a . | |
| Anleihe 2012/22 | 500 | 3,000 % | 500 | 3,000 % |
| Anleihe 2013/21 | 500 | 4,125 % | 500 | 4,125 % |
| Anleihe 2017/23 | 625 | 2,625 % | 625 | 2,625 % |
| Anleihe 2018/24 | 600 | 3,250 % | 600 | 3,250 % |
| Schuldscheindarlehen (fix, Fälligkeit 2019-23) | 482 | Durchschnitt ca. 1 % | 327 | Durchschnitt ca. 1,2 % |
| Schuldscheindarlehen (variabel, Fälligkeit 2019-22) | 283 | Basis EURIBOR | 113 | Basis EURIBOR |
Die Tabellen C.64 und C.65 zeigen die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzverbindlichkeiten. Die Tabellen basieren auf undiskontierten Bruttozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden. C.64, C.65
Für Bankverbindlichkeiten in Höhe von 160 Mio. € und die Konsortialkreditlinie in Höhe von 800 Mio. € wurde neben anderen Pflichten auch die Einhaltung einer marktüblichen finanziellen Kennzahl (Financial Covenant) vereinbart. Diese sieht für den jeweiligen Quartalsabschluss ein bestimmtes Verhältnis zwischen Nettofinanzverbindlichkeiten (inkl. aller Leasingverbindlichkeiten) und EBITDA vor. Bei Überschreitung dieser Kennzahl zum jeweils vereinbarten Stichtag besteht ein Recht zur Kündigung durch die Finanzierungsgeber. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten sind im Regelfall über eine Cross-Default-Klausel in diesem Fall ebenfalls kündbar. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Kennzahl durchgängig eingehalten.
| Cashflows | |||||
| in Mio. € | 2019 Buchwert | 2019 Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre |
| Devisenderivate | -12,3 | -11,1 | -10,8 | -0,3 | - |
| Zahlungsverpflichtung 1 | -673,9 | -668,4 | -5,5 | - | |
| Zahlungsanspruch 1 | 662,8 | 657,6 | 5,3 | - | |
1
Umrechnung von Fremdwährungs-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.
| Cashflows | |||||
| in Mio. € | 2018 Buchwert | 2018 Gesamt | Restlaufzeit < 1 Jahr | Restlaufzeit >1 Jahr und < 5 Jahre | Restlaufzeit >5 Jahre |
| Devisenderivate | -26,6 | -7,8 | -7,7 | -0,2 | - |
| Zahlungsverpflichtung 1 | -1.623,1 | -1.546,0 | -77,1 | - | |
| Zahlungsanspruch 1 | -1.615,3 | -1.538,4 | -76,9 | - | |
1
Umrechnung von Fremdwährung-Zahlungstransaktionen zum Stichtagskurs.
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar: C.66
| 31.12.2018 | 31.12.2019 | ||||
| in Mio. € | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 88,8 | 88,8 | 101,0 | 101,0 |
| Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | - | 5,0 | 5,0 |
| Ausleihungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 0,3 | 0,3 | 0,2 | 0,2 |
| Finanzanlagen | 89,1 | 89,1 | 106,2 | 106,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 836,7 | 836,7 | 724,7 | 724,7 |
| Derivate mit positivem Marktwert | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | 13,0 | 13,0 | 18,5 | 18,5 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte | Fortgeführte Anschaffungskosten | 109,4 | 109,4 | 147,5 | 147,5 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 122,4 | 122,4 | 166,0 | 166,0 | |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 11,2 | 11,2 | 11,4 | 11,4 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 7,0 | 7,0 | 7,0 | 7,0 |
| Flüssige Mittel | Fortgeführte Anschaffungskosten | 167,6 | 167,6 | 321,8 | 321,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 3.283,3 | 3.315,2 | 3.398,9 | 3.535,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Fortgeführte Anschaffungskosten | 239,7 | 239,7 | 241,3 | 241,3 |
| Derivate mit negativem Marktwert | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | 32,3 | 32,3 | 15,0 | 15,0 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | 70,6 | 70,6 | 70,2 | 70,2 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing 1 | IFRS 7 | 164,2 | 164,2 | 386,6 | 386,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 267,1 | 267,1 | 471,9 | 471,9 | |
Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9, stellen sich wie folgt dar: C.67
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | ||
| Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 95,8 | 108,0 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Vermögenswerte) | 1.125,2 | 1.205,6 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (finanzielle Vermögenswerte) | 13,0 | 23,5 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Verbindlichkeiten) | 3.593,6 | 3.710,4 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam (finanzielle Verbindlichkeiten) | 32,3 | 15,0 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden weitestgehend basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach IFRS 13 zuzuordnen.
Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.
Die Tabellen C.68 und C.69 zeigen die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden.
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 2019 | ||||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Aktiva | - | 25,5 | 106,0 | 131,5 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | - | - | 101,0 | 101,0 |
| Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | - | 5,0 | 5,0 |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | 18,5 | - | 18,5 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 7,0 | 7,0 | ||
| Passiva | - | 15,0 | - | 15,0 | |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | 15,0 | - | 15,0 |
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | 2018 | ||||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Aktiva | - | 20,0 | 88,8 | 108,8 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | - | - | 88,8 | 88,8 |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | 13,0 | - | 13,0 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | - | 7,0 | - | 7,0 |
| Passiva | - | 32,3 | - | 32,3 | |
| Derivative Finanzinstrumente | Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | - | 32,3 | - | 32,3 |
Die in den Tabellen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert. Diese werden grundsätzlich langfristig und nicht zu Handelszwecken gehalten. Daher wurde soweit zulässig von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option). Der beizulegende Zeitwert wurde als Barwert der aktuellen dreijährigen Ergebnisplanung (Mittelfristplanung) und einer sich anschließenden ewigen Rente berechnet. Für die Diskontierung wurde der Kapitalkostensatz der Gesellschaft zugrunde gelegt. Änderungen der zukünftigen Ergebnisse bzw. des Kapitalkostensatzes haben entsprechende Auswirkungen auf die Barwertkalkulation. Die Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte im aktuellen Geschäftsjahr wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: C.70
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Bestand zum 1. Januar | 72,2 | 88,8 |
| Zugänge | 6,7 | 9,9 |
| Abgänge | 0,8 | 2,4 |
| Bewertungsergebnis (sonstiges Ergebnis) | 10,7 | 16,3 |
| Abgangsergebnis (sonstiges Ergebnis) | - | -6,6 |
| Währungsdifferenzen | - | - |
| Transfers (von Stufe 3/zu Stufe 3) | - | - |
| Bestand zum 31. Dezember | 88,8 | 106,0 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen teilen sich wie folgt auf: C.71
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Tochterunternehmen Deutschland | 8,1 | 7,1 |
| Tochterunternehmen Europa (ohne Deutschland) | 49,5 | 29,6 |
| Tochterunternehmen außerhalb Europas | 25,8 | 53,7 |
| Gemeinschafts-/assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen | 5,5 | 15,6 |
| Summe | 88,8 | 106,0 |
Die derivativen Finanzinstrumente bestehen im Wesentlichen aus Währungsderivaten (Devisentermingeschäfte, Optionen). Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften erfolgt mittels einer Schätzung der künftigen Cashflows auf Basis der notierten Devisenterminkurse zum Bilanzstichtag und der vereinbarten Devisenterminkurse, die anschließend mit einem laufzeit- und währungsadäquaten Zinssatz diskontiert werden. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Währungsoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet, in die am Markt beobachtbare Inputparameter zum Bilanzstichtag einfließen (insbesondere Devisenkurs, Zinssatz, Volatilität). Bei der Berechnung werden zudem Kontrahentenausfallrisiken berücksichtigt.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerten sowie flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen entsprechen den Barwerten der mit diesen Bilanzpositionen verbundenen Zahlungen (Stufe 2).
Für die Finanzverbindlichkeiten wird der beizulegende Zeitwert bei vorliegenden aktiven Märkten durch Marktpreise bestimmt (Stufe 1), ansonsten wird auf den Barwert der zukünftigen Zahlungsströme abgestellt (Stufe 2). Zur Diskontierung werden marktübliche, fristadäquate Zinssätze verwendet.
Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht-derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Leasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen vom Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die Tabelle C.72 stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar: C.72
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 in Mio. € |
2018 | 2019 |
| Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis | 14,9 | 12,9 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Vermögenswerte) | 4,5 | 5,1 |
| Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam | -36,7 | 2,6 |
| Fortgeführte Anschaffungskosten (finanzielle Verbindlichkeiten) | -29,6 | -9,4 |
Das Nettoergebnis aus zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bilanzierten finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Ausschüttungen und Bewertungseffekte aus nicht konsolidierten Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Effekte aus der Marktbewertung und Realisierung derivativer Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten aus der Währungsumrechnung.
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar: C.73
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Zinserträge | 11,4 | 8,9 |
| Zinsaufwendungen vor Aktivierung Fremdkapitalzinsen | 104,3 | 109,1 |
| Aktivierte Fremdkapitalzinsen | 17,5 | 14,3 |
| Zinsaufwendungen nach Aktivierung Fremdkapitalzinsen | 86,8 | 94,8 |
Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht oder nicht termingerecht beschafft werden können. Externe Faktoren, insbesondere eine allgemeine Finanzkrise, könnten dazu führen, dass Kreditlinien oder Anleihen im Bedarfsfall nicht zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen ersetzt werden können. Dann würde zusätzlich das Risiko steigender Kosten der Liquiditätsbeschaffung bestehen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird über unsere Liquiditätsplanung ermittelt. Die verfügbare Liquidität belief sich per 31. Dezember 2019 auf 1.140,2 Mio. € (2018: 1.187,0 Mio. €) und bestand aus Geldanlagen und flüssigen Mitteln sowie dem ungenutzten Teil unserer bis 2024 laufenden Konsortialkreditlinie. & ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131
Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Ein Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und ausdrücklicher Genehmigung. Der überwiegende Teil der nicht gesicherten Forderungen besteht gegenüber der öffentlichen Hand. ^ ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131
Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Partner, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Ein potenzieller Ausfall einer Bank oder eines anderen Partners könnte zu einer Beeinträchtigung der Finanzlage führen.
Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß IFRS 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde:
| ― |
Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr, |
| ― |
Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt, |
| ― |
Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist. |
,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131
Zum Bilanzstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten.
Eine Erhöhung des Referenzzinssatzes um 1 Prozentpunkt hätte für die langfristigen variabel verzinsten Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag zu einer weiteren Zinsbelastung in Höhe von 1,8 Mio. € geführt (2018: 2,2 Mio. €). Die erworbenen Zinscaps hätten diesen Effekt auf eine Zinsbelastung in Höhe von 1,3 Mio. € verringert. Eine Verringerung des Referenzzinssatzes um 1 Prozentpunkt hätte wie auch im Vorjahr keine Auswirkungen auf die Zinsaufwendungen der langfristigen variabel verzinsten Verbindlichkeiten.
Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Gemäß IFRS 7 sind Währungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10 % stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine erfolgswirksame Veränderung des Buchwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten um +/-22,3 Mio. € (2018: +/-32,1 Mio. €) ergeben.
Zum Bilanzstichtag bestanden zudem Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten - i. d. R. Banken -gestellt wurden. Hierbei handelt es sich um sog. Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlageklassen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden; d. h., bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt.
Ziel des Kapitalmanagements der K+S GRUPPE sind die Sicherstellung und effiziente gruppenweite Steuerung der Liquidität, der Erhalt und die Optimierung der Finanzierungsfähigkeit sowie die Reduktion finanzieller Risiken.
,Finanzlage', Seite 65
Die finanzpolitischen Instrumentarien zur Erreichung dieser Ziele umfassen grundsätzlich Finanzierungsmaßnahmen, die sowohl das Eigenkapital als auch das Fremdkapital betreffen können. Alle Finanzierungsmaßnahmen im Unternehmen, worunter unter anderem das Cash-, Währungs- und Zinsmanagement fällt, werden von der zentralen Treasury-Einheit koordiniert und gesteuert.
Das Kapitalmanagement wird anhand von Finanzkennzahlen wie der Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA, Nettoverschuldung/ Eigenkapital und der Eigenkapitalquote vorgenommen. C.74
| in Mio. € | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten/EBITDA 2 , 3 | 1,3 | 4,6 | 5,2 | 5,3 | 4,9 |
| Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) | 55,9 | 78,7 | 99,5 | 107,2 | 101,6 |
| Eigenkapitalquote | 51,9 | 47,2 | 42,7 | 41,6 | 42,4 |
1
Siehe "Definition verwendeter Finanzkennzahlen" auf Seite 246.
2
Das EBITDA wird in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung"
auf Seite 184 hergeleitet.
3
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragssteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmer von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.
Das gemanagte Kapital stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar: C.75
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Eigenkapital | 4.144,1 | 4.495,1 |
| Langfristiges Fremdkapital | 4.528,4 | 4.721,1 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 1.293,7 | 1.376,0 |
In der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen für einen Ansatz gemäß IAS 37 erfüllt wurden. Darüber hinaus besteht die Pflicht zur Angabe von Eventualverbindlichkeiten. Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, welche aufgrund einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme nicht zu einem Bilanzansatz führen. Im Jahr 2019 bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von rund 17,3 Mio. € (2018: rund 20,6 Mio. €), welche im Wesentlichen aus Rechtsrisiken resultieren. ^ ,Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen', Seite 131
Die Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen beliefen sich im Jahr 2019 auf 210,3 Mio. € (2018: 178,3 Mio. €) und resultieren nahezu ausschließlich aus nicht abgeschlossenen Investitionen in das Sachanlagevermögen. Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen verweisen wir auf die unter Anmerkung (28) gemachten Angaben.
Die K+S GRUPPE tritt in unterschiedlichen Leasingverhältnissen als Leasingnehmer auf. Die wesentlichen Leasingverhältnisse betreffen technische Anlagen und Maschinen - wie z. B. Leitungsnetze, Gleisanschlüsse, Eisenbahngüterwaggons sowie Blockheizkraftwerke - Schiffe, Fahrzeuge, Büroräume und Lagerkapazitäten. Die Entwicklung der aus diesen Leasingverhältnissen resultierenden Nutzungsrechte kann der "Entwicklung des Anlagevermögens" auf den Seiten 164 bis 165 entnommen werden. Im Zugang des Geschäftsjahres sind 23,3 Mio. € für den neu abgeschlossenen Mietvertrag über Verwaltungsgebäude mit dem K+S Vermögenstreuhänder e. V. enthalten. Die Fälligkeitsstruktur der korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten wird in Anmerkung (24) aufgegliedert.
Die sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs 2019 ergebenden Effekte sind in Tabelle C.76 zusammengefasst: C.76
| in Mio. € | 2019 |
| Abschreibungen auf Nutzungsrechte | 57,8 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | 15,3 |
| Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (short-term leases) | 12,6 |
| Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte (low-value leases) | 0,5 |
| Aufwendungen für variable Leasingverhältnisse | 3,0 |
Im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse auf insgesamt 87,2 Mio. €.
Die K+S GRUPPE ist zudem ein Leasingverhältnis eingegangen, welches noch nicht begonnen hat, aber in der Zukunft zu nominalen Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von rund 8,3 Mio. € über einen Vertragszeitraum von 15 Jahren führen wird. Die Fälligkeitsstruktur, der aus diesem Leasingverhältnis resultierenden, Zahlungsmittelabflüsse ist in Tabelle C.77 aufgegliedert: C.77
| in Mio. € | 2019 |
| - fällig im Folgejahr | - |
| - fällig im 2. bis 5. Jahr | 1,7 |
| - fällig nach 5 Jahren | 6,5 |
| Gesamt | 8,3 |
Darüber hinaus bestehen zukünftige Leasingverpflichtungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (short-term leases).
K+S unterhält Leasingverhältnisse mit variablen Leasingraten, welche aufwandswirksam erfasst werden. Das Volumen der variablen Leasingzahlungen entspricht 4,17 % des Volumens der fixen Leasingzahlungen. Leasingverhältnisse mit variablen Leasingraten werden seitens K+S insbesondere im Hinblick auf Lagerkapazitäten und Transporte abgeschlossen.
Mögliche Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von rund 22,7 Mio. € wurden bei der Ermittlung der Leasingverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 16 nicht berücksichtigt, da es nicht hinreichend sicher ist, dass die zugrunde liegenden Leasingverträge verlängert werden, oder da es hinreichend sicher ist, dass die zugrunde liegenden Leasingverträge gekündigt werden.
Im Geschäftsjahr 2018 wurden bestimmte technische Anlagen und Maschinen, wie z. B. Leitungsnetze, Gleisanschlüsse, Eisenbahngüterwaggons sowie Blockheizkraftwerke, im Rahmen des Finanzierungsleasings im Sinne des damals gültigen IAS 17 genutzt und entsprechend aktiviert, da der K+S GRUPPE das wirtschaftliche Eigentum an den geleasten Vermögenswerten zuzurechnen war. Die betroffenen Positionen können der Entwicklung des Anlagevermögens auf den Seiten 166-167 entnommen werden.
Tabelle C.78 stellt die Fälligkeit der entsprechenden Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasingverträgen im Sinne des IAS 17 zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 dar: C.78
| in Mio. € | Mindestleasingzahlungen | Enthaltener Zinsanteil | Leasingverbindlichkeiten |
| - fällig im Folgejahr | 16,9 | 1,2 | 15,7 |
| - fällig im 2. bis 5. Jahr | 119,7 | 12,0 | 107,7 |
| - fällig nach 5 Jahren | 51,1 | 10,3 | 40,8 |
| Gesamt | 187,7 | 23,5 | 164,2 |
Zusätzlich war die K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2018 Leasingnehmer im Rahmen von Operating-Leasingverträgen im Sinne des IAS 17. Die diesen Leasingverträgen zugrunde liegenden Vermögenswerte waren aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operating-Leasing belief sich im Jahr 2018 auf 53,2 Mio. €. Die Nominalwerte der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen verteilten sich zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 gemäß Tabelle C.79 auf die künftigen Perioden: C.79
Die wesentlichen Operating-Leasingverhältnisse betrafen Fahrzeuge, Büroräume, Lagerkapazitäten, technische Anlagen und Maschinen sowie Eisenbahngüterwaggons.
| in Mio. € | 2018 |
| - fällig im Folgejahr | 42,3 |
| - fällig im 2. bis 5. Jahr | 103,0 |
| - fällig nach 5 Jahren | 78,8 |
| Gesamt | 224,0 |
Sowohl Finanzierungsleasing- als auch Operating-Leasingverträge haben teilweise Mietverlängerungs- und/oder Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln beinhaltet. Bei den Operating-Leasingverträgen war der Ausübungspreis der Kaufoption nicht deutlich niedriger als der beizulegende Zeitwert der jeweiligen Vermögenswerte zum möglichen Optionsausübungszeitpunkt.
Die Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 160 dargestellt. Zahlungswirksame Transaktionen aus nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten waren nicht zu berücksichtigen.
,Finanzlage', Seite 65
Die flüssigen Mittel beinhalten Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Diese Finanzinvestitionen beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Anlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen.
Die Ein- und Auszahlungen aus Wertpapiergeschäften im Cashflow aus Investitionstätigkeit resultieren aus der unterjährigen Anlage bzw. Rückzahlung von Geldanlagen mit Restlaufzeit > 3 Monate.
Die gezahlten Zinsen betrugen in der Berichtsperiode 102,2 Mio. € (2018: 91,6 Mio. €).
Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" im kurzfristigen Bereich ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" im kurzfristigen Bereich.
| in Mio. € | Buchwert 01.01.2019 | Erstanwendung IFRS 16 | Buchwert 01.01.2019 (angepasst) | Finanzierungscashflow (netto) | Änderung Konsolidierungskreis | Zugang/ Abgang Leasing |
| Anleihen | 2.240,5 | - | 2.240,5 | - | - | - |
| Schuldscheindarlehen | 764,3 | - | 764,3 | -325,5 | - | - |
| Commercial Paper | 179,0 | - | 179,0 | 256,0 | - | - |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 99,7 | - | 99,7 | 170,6 | - | - |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | - | - | - | 13,5 | - | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 3.283,5 | - | 3.283,5 | 114,6 | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 164,2 | 216,1 | 380,3 | -55,8 | - | 45,1 |
| Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt | -20,2 | - | -20,2 | - | - | - |
| Summe | 3.427,5 | 216,1 | 3.643,6 | 58,8 | - | 45,1 |
| in Mio. € | Wechselkursänderungen | Sonstige Effekte | Buchwert 31.12.2019 |
| Anleihen | 0,4 | 0,8 | 2.241,7 |
| Schuldscheindarlehen | - | 0,4 | 439,2 |
| Commercial Paper | - | -0,1 | 434,9 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0,1 | -0,6 | 269,7 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | - | - | 13,5 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 0,5 | 0,5 | 3.399,0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing | 11,6 | 5,4 | 386,6 |
| Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt | -0,4 | 0,2 | -20,4 |
| Summe | 11,7 | 6,1 | 3.765,2 |
| in Mio. € | Buchwert 01.01.2018 | Finanzierungscashflow (netto) | Änderung Konsolidierungskreis |
| Anleihen | 2.142,4 | 101,1 | - |
| Schuldscheindarlehen | 763,8 | - | - |
| Commercial Paper | - | 179,0 | - |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 115,5 | -15,9 | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 3.021,7 | 264,2 | - |
| Verbindlichkeiten aus Leasing 1 | 173,0 | -9,8 | - |
| Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt | -19,6 | - | - |
| Summe | 3.175,1 | 254,4 | - |
| in Mio. € | Zugang/ Abgang Leasing1 | Wechselkursänderungen | Sonstige Effekte |
| Anleihen | - | 0,9 | -3,9 |
| Schuldscheindarlehen | - | - | 0,5 |
| Commercial Paper | - | - | - |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | - | 0,1 | - |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | - | 1,0 | -3,4 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing 1 | 0,5 | -6,1 | 6,6 |
| Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt | - | -0,9 | 0,3 |
| Summe | 0,5 | -6,0 | 3,5 |
| in Mio. € | Buchwert 31.12.2018 |
| Anleihen | 2.240,5 |
| Schuldscheindarlehen | 764,3 |
| Commercial Paper | 179,0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 99,7 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten (gem. Bilanz) | 3.283,5 |
| Verbindlichkeiten aus Leasing 1 | 164,2 |
| Erstattungsanspruch Anleihe MORTON Salt | -20,2 |
| Summe | 3.427,5 |
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Flüssige Mittel (laut Bilanz) | 167,6 | 321,8 |
| Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen | - | - |
| Kontokorrentkredite | - | -0,7 |
| Von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder | -5,4 | -4,8 |
| Nettofinanzmittelbestand | 162,2 | 316,3 |
Die von nicht konsolidierten Gesellschaften erhaltenen Ausschüttungen und Gewinnabführungen betrugen in der Berichtsperiode 3,1 Mio. € (2018: 4,4 Mio. €).
Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten aus Leasing sowie aus Lieferungen und Leistungen bzw. kurzfristige Rückstellungen in Höhe von insgesamt 344,4 Mio. € (2018: 224,0 Mio. €), die aus nicht zahlungswirksamen Zugängen im Sachanlagevermögen resultieren. Diese sind im Wesentlichen auf die Erstanwendung des IFRS 16 zurückzuführen.
Die Segmentberichterstattung ist auf Seite 162 dargestellt.
Seit dem Geschäftsjahr 2019 wird das operative Geschäft in den operativen Einheiten Europe+ und Americas gesteuert. Somit stellen diese operativen Einheiten seit diesem Geschäftsjahr die Segmente im Sinne des IFRS 8 dar. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die operative Einheit Europe+ besteht aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte inkl. Bethune, der früheren ESCO und den bisherigen Ergänzenden Aktivitäten (Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, der ehemaligen K+S TRANSPORT, chemische FABRIK kalk). In der operativen Einheit sind die Produktion und die Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Zudem beinhaltet die operative Einheit die Produktion und Vermarktung von Salz für Verbraucherprodukte und die Lebensmittelindustrie, Gewerbe- und Industriesalze sowie Auftausalz und Natriumchlorid-Sole. Darüber hinaus finden sich in der operativen Einheit Recyclingaktivitäten bzw. die Verwertung von Abfällen in Bergwerken, die Granulierung von CATSAN und THOMAS, der Handel mit Basischemikalien sowie die Erbringung von Logistikdienstleistungen.
Die operative Einheit Americas umfasst im Wesentlichen MORTON Salt, K+S WINDSOR SALT und K+S SALT LA. In der operativen Einheit erfolgt die Produktion und Vermarktung von Salz für Verbraucherprodukte, Salz für die Lebensmittelindustrie, Gewerbe- und Industriesalze, Auftausalz sowie Natriumchlorid-Sole.
Die für die Ermittlung der Segmentinformationen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen grundsätzlich mit den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der K+S GRUPPE überein.
Die Daten für die Ermittlung der Segmentergebnisse werden anhand von Gewinn- und Verlustrechnungen nach der internen Berichtsstruktur der K+S GRUPPE ermittelt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Gesellschaften werden den Segmenten im Rahmen der Profit-Center-Rechnungen zugeordnet.
Als wichtigste interne Ergebnisgröße und als Indikator für die Ertragskraft wird in der K+S GRUPPE das EBITDA verwendet. Das EBITDA ist definiert als das Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und die in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften (siehe auch "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung" auf Seite 183).
Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt auf konsolidierter Basis. Intrasegmentäre Liefer- und Leistungsbeziehungen werden konsolidiert.
Für Lieferungen und Leistungen zwischen Segmenten werden Verrechnungspreise festgelegt, welche in der jeweiligen konkreten Situation und unter gleichen Umständen von einem fremden Dritten zu zahlen wären. Die Methoden zur Bestimmung der Verrechnungspreise werden zeitnah dokumentiert und kontinuierlich beibehalten. Bei der Bestimmung von Verrechnungspreisen für Lieferungen und Leistungen kann die Preisvergleichsmethode, die Wiederverkaufspreismethode, die Kostenaufschlagsmethode oder eine Kombination dieser Methoden angewendet werden. Dabei wird die Methode gewählt, die den Verhältnissen am nächsten kommt, unter denen sich auf vergleichbaren Märkten Fremdpreise bilden.
In der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 45,0 Mio. € (2018: 37,5 Mio. €) aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2019 wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 7,6 Mio. € vorgenommen, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden. Im Vorjahr lagen keine Wertminderungen vor.
In der Berichtsperiode wurden für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 12,5 Mio. € (2018: 8,0 Mio. €) aufgelöst.
Die Überleitung der Summe der Segmente auf die Abschlusszahlen der K+S GRUPPE gliedert sich wie folgt: C.83
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Summe der Segmente | 665,1 | 667,0 |
| Holdingtätigkeiten | 221,5 | 102,7 |
| Konsolidierungsbedingte Effekte | -280,3 | -129,3 |
| K+S Gesamt | 606,3 | 640,4 |
(35) REGIONALE UMSATZERTEILUNG
Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt: C.84
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Europa | 1.655,7 | 1.635,6 |
| - davon Deutschland | 602,8 | 586,8 |
| Nordamerika | 1.398,3 | 1.453,0 |
| - davon USA | 1.031,6 | 1.118,0 |
| Südamerika | 523,4 | 531,7 |
| Asien | 364,6 | 347,5 |
| Afrika, Ozeanien | 97,1 | 102,9 |
| Gesamtumsatz | 4.039,1 | 4.070,7 |
Die Zuordnung orientiert sich an dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2019 und 2018 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10 % der Gesamterlöse.
Das langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen: C.85
Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Europa | 1.861,2 | 1.977,1 |
| - davon Deutschland | 1.803,4 | 1.903,1 |
| Nordamerika | 5.284,4 | 5.685,5 |
| - davon USA | 1.078,8 | 1.160,0 |
| - davon Kanada | 4.169,7 | 4.482,4 |
| Südamerika | 515,7 | 535,7 |
| - davon Chile | 502,8 | 518,8 |
| Asien | 10,6 | 10,0 |
| Afrika, Ozeanien | 4,7 | 6,5 |
| Gesamtvermögen | 7.676,6 | 8.214,8 |
Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm der K+S GRUPPE ist als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich ausgestaltet und stellt einen Baustein der erfolgsabhängigen Vergütung dar (sog. "LTI II-Programm"). Das anteilsbasierte Vergütungsprogramm "LTI II" ist seit dem 1. Januar 2018 aktiv. Programmbeginn ist jeweils der 1. Januar eines jeden Jahres. Teilnahmeberechtigt am jeweiligen Programm sind bestimmte außertarifliche Fach- und Führungskräfte, welche sich zum jeweiligen 1. Januar in einem aktiven Beschäftigungsverhältnis befinden, sowie alle Mitglieder des Vorstands.
,Vergütungsbericht', Seite 142
Das Programm sieht einen dreijährigen Betrachtungszeitraum vor. Maßgeblich für das LTI II ist die Kursentwicklung der K+S-Aktie (inkl. gezahlter Dividenden) im Vergleich zur Entwicklung des MDAX (Performance Index). Entspricht die Kursentwicklung der K+S-Aktie der Entwicklung des MDAX im Vergleichszeitraum, beträgt die Zielerreichung 100 %. Über- oder unterschreitet die Kursentwicklung der K+S-Aktie die Entwicklung des MDAX, so steigt oder fällt der Prozentsatz der Zielerreichung linear im gleichen prozentualen Verhältnis. Die Zielerreichung kann maximal 200 % und minimal 0 % betragen. Die Höhe der Auszahlung ergibt sich aus der Multiplikation des individuellen Zielbetrags des Anspruchsberechtigten zum jeweiligen Programmbeginn mit dem Zielerreichungsgrad des jeweils beendeten Programms.
Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres.
Für anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich (lLTI II) bestehen zum 31. Dezember 2019 Rückstellungen i. H. v. 7,0 Mio. € (2018: 3,8 Mio. €). Der Personalaufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen in 2019 betrug 3,4 Mio. € (2018: 3,8 Mio. €).
Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahestehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 222 entnommen werden.
Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen. C.86
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Umsätze aus Lieferungen und Leistungen | 24,4 | 47,1 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 25,7 | 22,1 |
| Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen | 4,3 | 3,2 |
| Sonstige Erträge | 0,2 | 0,1 |
| Sonstige Aufwendungen | 1,4 | 3,3 |
Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Unternehmen an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Lieferungen von Sprengmitteln und chemischen Produkten eines inländischen Tochterunternehmens sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden.
Am 31. Dezember 2019 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen: C.87
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 6,5 | 18,6 |
| - davon aus Bankverkehr | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 10,6 | 10,9 |
| - davon aus Bankverkehr | 5,4 | 4,8 |
Zum Bilanzstichtag bestanden, wie im Vorjahr, keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen. Ausfallversicherungen für Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen.
Gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag langfristige Ausleihungen mit einem Buchwert von 2,9 Mio. € (2018: 2,8 Mio. €).
Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat.
Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahestehenden Personen fanden nicht statt. C.88
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Kurzfristig fällige Leistungen | 3,6 | 3,1 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 2,3 | 2,6 |
| Andere langfristig fällige Leistungen | - | - |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - |
| Anteilsbasierte Vergütung | 0,6 | 0,7 |
| Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen | 2,0 | 2,0 |
Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
| ― |
laufende monatliche Bezüge (Fixgehalt); hinzugerechnet werden Sachbezüge, |
| ― |
erfolgsbezogene Einmalvergütung (sti inkl. Performance-Faktor), |
| ― |
Long Term Incentive (LTl-Programm) |
Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen im Berichtsjahr auf drei Mitglieder, die alle ganzjährig im Amt waren. Im Vorjahr bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern, davon waren drei Mitglieder ganzjährig im Amt.
Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 138.
Das Vergütungssystem des Aufsichtsrats setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
| ― |
fixe jährliche Vergütung, |
| ― |
zusätzliche fixe jährliche Vergütung in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit zu einem/mehreren Ausschüssen, |
| ― |
Sitzungsgelder |
Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer der K+S GRUPPE sind, Entgeltleistungen, die nicht im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen.
Ein Familienangehöriger eines Aufsichtsratsmitglieds ist im Angestelltenverhältnis bei der K+S GRUPPE beschäftigt. Die Vergütung erfolgt in Übereinstimmung mit den internen Vergütungsrichtlinien der K+S GRUPPE und entspricht der üblichen Vergütung von Personen in vergleichbarer Position.
Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2019 erfolgt im Abschnitt Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht auf Seite 153.
Eine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Lagebericht auf Seite 105; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.
Eine Aufstellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Lagebericht auf Seite 101; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss.
dimensional Holdings INC., Austin (USA), teilte uns am 11. November 2019 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und der Anteil an der Gesellschaft 3,01 % beträgt. DWS Investment GMBH, Frankfurt am Main (Deutschland), hält 5,69 % der Aktien (Meldung vom 2. Januar 2019). Bis Ende Februar 2020 wurde uns kein weiterer Anteilsbesitz oberhalb der gesetzlichen Meldeschwelle von 3 % mitgeteilt.
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats | 2,0 | 2,0 |
| - davon fix | 2,0 | 2,0 |
| Gesamtbezüge des Vorstands | 5,1 | 7,5 |
| - davon fix | 2,2 | 2,2 |
| - davon erfolgsbezogen | 1,4 | 0,9 |
| - davon anteilsbasierte Vergütung | 1,6 | 4,4 |
| Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen | 2,1 | 2,4 |
Die Werte der Tabelle C.90 gelten grundsätzlich auch für das Vorjahr. Sofern sich Abweichungen ergeben, sind diese in einer Fußnote bei der jeweiligen Gesellschaft vermerkt. C.90
| in % | Sitz der Gesellschaft | Anteile am Kapital | Anteil Stimmrechte | |
| Voll konsolidierte inländische Gesellschaften (11 Gesellschaften) | ||||
| K+S AKTIENGESELLSCHAFT | Kassel | Deutschland | - | - |
| Chemische Fabrik Kalk GMBH | Köln | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Deutscher Straßen-Dienst GMBH 2 | Hannover | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| ESCO international GMBH 1, 2 | Hannover | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S Baustoffrecycling GMBH 2 | Sehnde | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S Beteiligungs GMBH 1,2 | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S Holding GMBH 1 | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S MINERALS and AGRICULTURE GMBH 1, 2 | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S North America Asset Management GMBH | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S VERSICHERUNGSVERMITTLUNGS GMBH 2 | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH 1, 2 | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Voll konsolidierte ausländische Gesellschaften (42 Gesellschaften) | ||||
| Canadian Brine, Ltd. | Pointe-Claire | Kanada | 100,00 | 100,00 |
| Compania Minera Punta de Lobos Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00 | 100,00 |
| Empresa de Servicios Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00 | 100,00 |
| Empresa Maritima S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,59 | 99,59 |
| ESCO benelux N.V. | Diegem | Belgien | 100,00 | 100,00 |
| ESCO france S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| ESCO Spain S.L. | Barcelona | Spanien | 100,00 | 100,00 |
| Frisia Zout B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00 | 100,00 |
| Glendale Salt Development, LLC | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| Inagua General Store, Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00 | 100,00 |
| Inversiones Columbus Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00 | 100,00 |
| Inversiones Empremar Ltda. | Santiago de Chile | Chile | 100,00 | 100,00 |
| Inversiones K+S Sal de Chile SpA | Santiago de Chile | Chile | 100,00 | 100,00 |
| K plus S Salt Australia Pty Ltd | Perth | Australien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Asia Pacific Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | 100,00 | 100,00 |
| K+S Belgium Holding B.V. B.A. | Diegem | Belgien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Canada Holdings Ltd. | Vancouver | Kanada | 100,00 | 100,00 |
| K+S Chile S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,64 | 99,64 |
| K+S Czech Republic a.s. | Prag | Tschechische Republik | 100,00 | 100,00 |
| K+S FINANCE BELGIUM BVBA | Diegem | Belgien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Finance Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00 | 100,00 |
| K+S France S.A.S. | Dombaslesur-Meurthe | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| K+S (Huludao) Magnesium Products Co. Ltd. | Huludao | China | 100,00 | 100,00 |
| K+S Investments Ltd. | St. Julians | Malta | 100,00 | 100,00 |
| K+S KALI France S.A.S. | Reims | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| K+S KALI Wittenheim S.A.S. | Wittenheim | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| K+S Montana Holdings, LLC | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| K+S NETHERLANDS Holding B.V. | Harlingen | Niederlande | 100,00 | 100,00 |
| K+S North America Corporation | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| K+S Peru S.A.C. | Lima | Peru | 100,00 | 100,00 |
| K+S Potash Canada General Partnership | Vancouver | Kanada | 100,00 | 100,00 |
| K+S Salt LLC | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| K+S WINDSOR Salt Ltd. | Vancouver | Kanada | 100,00 | 100,00 |
| Montana US Parent InC. | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| MORTON Bahamas Ltd. | Nassau | Bahamas | 100,00 | 100,00 |
| MORTON Salt, InC. | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| Salina Diamante Branco Ltda. | Rio de Janeiro | Brasilien | 100,00 | 100,00 |
| Salines Cerebos S.A.S. | Levallois-Perret | Frankreich | 100,00 | 100,00 |
| Servicios Maritimos Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 100,00 | 100,00 |
| Servicios Portuarios Patillos S.A. | Santiago de Chile | Chile | 99,89 | 99,89 |
| VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. | Alverca | Portugal | 100,00 | 100,00 |
| Weeks Island Landowner, LLC | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| Nicht konsolidierte inländische Gesellschaften (7 Gesellschaften) 3 | ||||
| 4. K+S Verwaltungs GMBH | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Beienrode Bergwerks-GMBH | Kassel | Deutschland | 89,81 | 89,81 |
| ESCO Verwaltungs GMBH | Hannover | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Ickenroth GMBH | Staudt | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| K+S An-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH | Kassel | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| MSW-Chemie GMBH | Langelsheim | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Wohnbau Salzdetfurth GMBH | Bad Salzdetfurth | Deutschland | 100,00 | 100,00 |
| Nicht konsolidierte ausländische Gesellschaften (16 Gesellschaften) 3 | ||||
| Ezyagric B.V. | Harlingen | Niederlande | 51,00 | 51,00 |
| Imperial Thermal Products, InC. | Chicago | USA | 100,00 | 100,00 |
| K plus S Africa (Pty) Ltd. | Johannesburg | Südafrika | 100,00 | 100,00 |
| K plus S Middle East FZE | Jebel Ali, Dubai | Vereinigte Arabische Emirate | 100,00 | 100,00 |
| K+S Brasileira Fertilizantes e Produtos Industriais Ltda. | Sao Paulo | Brasilien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Denmark Holding ApS | Hellerup | Dänemark | 100,00 | 100,00 |
| K+S Fertilizers (India) Private Limited | Neu-Delhi | Indien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Italia S.r.L. | Verona | Italien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Legacy GP InC. | Vancouver | Kanada | 100,00 | 100,00 |
| K+S MINERALS and AGRICULTURE (Panama) S.A. | Panama City | Panama | 100,00 | 100,00 |
| K+S Mining Argentina S.A. | Buenos Aires | Argentinien | 100,00 | 100,00 |
| K+S Polska Sp. z o.o. | Posen | Polen | 100,00 | 100,00 |
| K+S UK & Eire Ltd. | Hertford | Vereinigtes Königreich | 100,00 | 100,00 |
| KALI AG | Frauenkappelen | Schweiz | 100,00 | 100,00 |
| OOO K+S Rus | Moskau | Russ. Föderation | 100,00 | 100,00 |
| Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. | Shenzhen | China | 100,00 | 100,00 |
| Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (5 Gesellschaften) 4 | ||||
| Al Biariq for Fertilizer Plant Co. Ltd. | Riad | Saudi-Arabien | 30,00 | 30,00 |
| Grainpulse Limited | Kampala | Uganda | 44,00 | 44,00 |
| modal 3 Logistik GMBH | Hamburg | Deutschland | 33,30 | 33,30 |
| MORTON China National Salt (Shanghai) Salt Co., Ltd. | Shanghai | China | 45,00 | HGB. |
| Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH | Philippsthal | Deutschland | 50,00 | 50,00 |
| Sonstige Beteiligungen (7 Gesellschaften) | ||||
| Fachschule f. Wirtschaft und Technik gGMBH | Clausthal | Deutschland | 9,40 | 9,40 |
| K+S Real Estate GMBH & Co. KG | Kassel | Deutschland | 10,10 | 10,10 |
| Lehrter Wohnungsbau GMBH | Lehrte | Deutschland | 6,67 | 6,67 |
| Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH | Hannover | Deutschland | 0,10 | 0,10 |
| Poldergemeinschaft Hohe Schaar | Hamburg | Deutschland | 8,66 | 8,66 |
| Pristav Pardubice a.s. | Pardubice | Tschechische Republik | 0,41 | 0,41 |
| Zoll Pool Hamburg AG | Hamburg | Deutschland | 1,43 | 1,43 |
1
Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 291 HGB.
2
Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
3
Keine Konsolidierung aufgrund untergeordneter Bedeutung.
4
Verzicht auf Equity-Methode aufgrund untergeordneter Bedeutung.
Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen bestehen im Wesentlichen aus der Erteilung von energierechtlichen Prüfungen und den EMIR-Prüfungen. Der Abschlussprüfer hat Steuerberatungsleistungen in Höhe von 5 TEUR (2018: Steuerberatungsleistungen in Höhe von 20 TEUR sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 10 TEUR) erbracht. C.91
Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2019/2020 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.kpluss.com) zugänglich gemacht worden sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance aus Seite 99 veröffentlicht.
Es ergaben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. der Branchensituation.
Kassel, 4. März 2020
K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
| in Mio. € | 2018 | 2019 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 0,8 | 0,8 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,4 | 0,4 |
| Honorar für den Abschlussprüfer | 1,2 | 1,2 |
An die K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel
Wir haben den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrvo") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrvo, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APRVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten a B.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bergbauliche Rückstellungen
2. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika"
3. Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts "Kali- und Magnesiumprodukte"
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
c) gegebenenfalls wichtige Erkenntnisse
a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 werden unter den langfristigen Rückstellungen bergbauliche Rückstellungen in Höhe von 910,6 Mio. € (d. s. 8,6 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen (in den kurzfristigen Rückstellungen sind 6,1 Mio. € enthalten). Auf die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens können sich Zinssatzänderungen erheblich auswirken. Zudem basieren die Rückstellungen aufgrund ihrer Langfristigkeit in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kostenentwicklungen und technologischer Neuerungen. Da bei geschätzten Werten ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung besteht und die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine direkte und deutliche Auswirkung auf den Konzernabschluss haben, wurde der Sachverhalt von uns als besonders bedeutsam eingestuft.
Die Angaben zu den bergbaulichen Rückstellungen sind in Abschnitt 21 des Konzernanhangs enthalten.
b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Fortentwicklung der im Vorjahr passivierten Rückstellungen kritisch gewürdigt und die Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zur Beurteilung der Vollständigkeit und Bewertung der bergbaulichen Verpflichtungen analysiert. In diesem Zusammenhang haben wir die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bildung bergbaulicher Rückstellungen im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Dabei haben wir unsere Analysen auf unseren Kenntnissen der gesetzlichen, vertraglichen und behördlichen Auflagen, der Aktualität der jeweiligen Verwahrkonzepte und Kostensätze sowie unter Hinzuziehung unserer Prüfungsergebnisse aus dem Vorjahr aufgebaut sowie den aktuellen Stand der behördlichen Auflagen und Verwahrkonzepte anhand von Nachweisen in Form des Schriftverkehrs mit den Bergbaubehörden und von detaillierten Einzelsachverhaltsaufstellungen betragsmäßig geprüft. Bei der Prüfung des Diskontierungszinssatzes haben wir uns die herangezogenen Parameter belegen lassen.
a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 681,9 Mio. € (d.s. 6,4 % der Konzernbilanzsumme) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "Salz Amerika" ausgewiesen. Dieser wesentliche Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der ZGE zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt. Die Diskontierung der erwarteten künftigen Cashflows erfolgt mittels der gewichteten Kapitalkostensätze der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter in Bezug auf die künftigen Cashflows sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate abhängig, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung war.
Die Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten.
b) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Einbezug von Bewertungsspezialisten die Aufbau- und Ablauforganisation des Prozesses zur Bewertung des Goodwills im Hinblick auf ihre Angemessenheit und die Wirksamkeit der prüfungsrelevanten Kontrollen geprüft. Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus den von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Drei-Jahresplanungen sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vorgenommen.
Da bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Abzinsungssatzes zugrunde gelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts in Bezug auf Konsistenz und Rechensystematik nachvollzogen.
Aufgrund der Wesentlichkeit des der ZGE "Salz Amerika" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand der durch uns durchgeführten Sensitivitätsanalysen geprüft, ob der Geschäfts- oder Firmenwert ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist.
Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft.
c) Eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt auf 7,0 % führt gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalyse nicht zu einer Unterschreitung des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts "Salz Amerika".
a) Im Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 wird unter dem Bilanzposten "Goodwill aus Unternehmenserwerben" ein der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneter Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 16,8 Mio. € (d.s. 0,2 % der Konzernbilanzsumme) ausgewiesen. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert und damit auch das Nettovermögen der gesamten zge, das durch die Investition in das Kaliwerk Bethune in Kanada maßgeblich geprägt ist, wird zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Der dem jeweiligen Buchvermögen der ZGE gegenüberzustellende Nutzungswert wird mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von Unsicherheiten in Bezug auf die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Unsicherheiten bezüglich der Zahlungsmittelzuflüsse resultieren aus der aktuellen Verfassung im Kalimarkt und der Preisentwicklung, den rechtlichen Unsicherheiten in Bezug auf die Entsorgung von Salzabwasser des Werks Werra und den Risiken hinsichtlich der Qualitäts- und Kapazitätsentwicklung am Standort Bethune. Deswegen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Die Angaben zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in Abschnitt 12 des Konzernanhangs enthalten.
b) Zur Prüfung der Angemessenheit der bei der Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir unter anderem einen Abgleich dieser Angaben mit den aktuellen Budgets aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Planung sowie einen Vergleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen vor dem Hintergrund der aktuellen Verfassung des Kalimarktes und der Preisentwicklung vorgenommen. Auch haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Folgen für den Konzern aus der Entsorgung von Salzabwasser kritisch gewürdigt. In Bezug auf das Werk Bethune haben wir die den sukzessiven Aufbau der Produktionskapazitäten berücksichtigende Prognose der Zahlungsmittelüberschüsse der ZGE bis 2030 an den Markterwartungen gespiegelt. In Anbetracht der Tatsache, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten Nutzungswerts haben können, haben wir uns auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes zugrundegelegten Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Beta-Faktor, einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") sowie die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen belegen lassen und das Berechnungsschema des Nutzungswerts in Bezug auf Konsistenz und Rechensystematik nachvollzogen. Aufgrund der mit dem der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts verbundenen Unsicherheiten sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung desselben auch von der allgemeinen Preisentwicklung und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeit des Konzerns liegen, haben wir anhand von Sensitivitätsanalysen nachvollzogen, ob der Geschäfts- oder Firmenwert und damit auch die gesamte ZGE ausreichend durch die diskontierten Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist.
Zudem haben wir die Vollständigkeit und Richtigkeit der nach IAS 36 geforderten Angaben im Konzernanhang geprüft.
c) Eine Reduktion des geplanten Kalipreisniveaus um 5,5 % würde bei Konstanz der übrigen Parameter dazu führen, dass der Nutzungswert der ZGE "Kali- und Magnesiumprodukte" deren Buchwert entspricht. Eine Verringerung der Wachstumsrate nach der Detailplanungsphase von 1,5 % auf 0,5 % p. a. bzw. eine Erhöhung des Abzinsungssatzes (nach Steuern) von 6,0 % auf 7,0 % hätten bei Konstanz der übrigen Parameter unverändert eine Überdeckung des Buchwerts zur Folge.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
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die in der Anlage zum Bestätigungsvermerk genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts, |
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die zusammengefasste Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss bzw. zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach §§ 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und §§ 289 Abs. 1 Satz 5 sowie 315 Abs. 1 Satz 5 HGB und |
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die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu a B.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APRVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS , wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht a B. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1972 als Konzernabschlussprüfer der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APRVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Christian H. Meyer.
Hannover, 4. März 2020
DELOITTE GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Prof. Dr. Frank Beine, Wirtschaftsprüfer
Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer
Anlage zum Bestätigungsvermerk: nicht inhaltlich geprüfte Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts
Folgende Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft:
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die in dem Kapitel "Nichtfinanzielle Erklärung" sowie im Kapitel "Unternehmensstrategie" in den Abschnitten "Nachhaltigkeitsprogramm", und "Stakeholder-Dialog" und im Kapitel "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" in dem Abschnitt "Nachhaltigkeitsmanagement" enthaltene zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 289b bis 289e sowie 315 b und 315c hgb, |
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die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate Governance" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB und |
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die anderen als ungeprüft gekennzeichneten Teile des zusammengefassten Lageberichts. |
Wir haben die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel (im Folgenden "das Unternehmen"), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Mutterunternehmens nach § 289b HGB zusammengefasst ist (im Folgenden "zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung"), für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.
Nicht Gegenstand unseres Auftrags war die inhaltliche Prüfung von Verweisen auf Internetseiten.
Die gesetzlichen Vertreter der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, sind verantwortlich für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den §§ 289b bis 289e und §§ 315b, 315c i. V. m. §§ 289c bis 289e HGB.
Die gesetzlichen Vertreter haben für die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung die in den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) in der Option "Core" genannten Grundsätze zugrunde gelegt und in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung angegeben.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Unternehmens umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung einer zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Die Genauigkeit und Vollständigkeit der Umweltdaten in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung unterliegen inhärent vorhandenen Grenzen, welche aus der Art und Weise der Datenerhebung und -berechnung sowie getroffenen Annahmen resultieren.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung abzugeben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Unsere Prüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1), die in Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 (ISQC 1) stehen.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit aussagen können, dass uns keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315 b, 315c i. V. m. §§ 289 c bis 289e HGB aufgestellt worden ist. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung, die wir in den Monaten September 2018 bis März 2019 durchgeführt haben, haben wir u. a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
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Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern |
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Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über die vorhandenen Maßnahmen und Vorkehrungen (System) zur Aufstellung der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung sowie über die Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung |
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Identifikation von Risiken wesentlicher falscher Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung |
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Analytische Beurteilung von Angaben der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung |
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Abgleich der Angaben in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung mit den entsprechenden Daten im Jahres- und Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lagebericht |
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Beurteilung der Darstellung der Angaben |
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung des Unternehmens für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i. V. m. 289c bis 289e HGB aufgestellt worden ist.
Nicht Gegenstand unseres Auftrag war die inhaltliche Prüfung von Verweisen auf Internetseiten.
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage der mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, geschlossenen Auftragsvereinbarung. Die Prüfung wurde für Zwecke des Unternehmens durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.
Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, gegenüber und ist auch nach Maßgabe der mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, getroffenen Auftragsvereinbarung vom 12. Dezember 2019 sowie der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFTEN" vom 1. Januar 2017 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. beschränkt. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Hannover, den 4. März 2020
DELOITTE GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
Prof. Dr. Frank Beine, Wirtschaftsprüfer
Dr. Christian H. Meyer, Wirtschaftsprüfer
Der K+S Geschäftsbericht fasst die Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zusammen. Die Informationen beziehen sich auf den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und werden jährlich aktuell berichtet.
Aussagen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen sind nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) in der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung des zusammengefassten Lageberichts enthalten und werden durch Verweise auf andere Stellen im Lagebericht ergänzt. Verweise auf Angaben außerhalb des zusammengefassten Lageberichts sind weiterführende Informationen und nicht Bestandteil der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung.
Die DELOITTE GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT hat die nichtfinanzielle Konzernerklärung nach § 315b HGB der K+S AKTIENGESELLSCHAFT , Kassel, die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Mutterunternehmens nach § 289 b HGB zusammengefasst wurde (im Folgenden "zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung"), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 nach ISAE 3000 rev. mit begrenzter Sicherheit geprüft.
Die Ergebnisse der Prüfung wurden dem Aufsichtsrat vorgestellt und vom Aufsichtsrat erörtert. Der Aufsichtsrat hat das Votum der WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT in seine eigenständige Prüfung einbezogen und die zusammengefasste nichtfinanziellen Erklärung freigegeben.
Der Geschäftsbericht 2019 ist gleichzeitig die sogenannte Fortschrittsmitteilung für den UN Global Compact, zu dem sich der Vorstand ausdrücklich bekennt. Als Mitglied des UN global compact unterstützt K+S die zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.
Die veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen sind gemäß der international anerkannten Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Version GRI-Standards, Option "Kern" erstellt. Außerdem berücksichtigt K+S die GRI G4 Sector Disclosures: Mining and Metals.
GRI-Inhaltsindex und UN-GLOBAL-COMPACT-PRINZIPIEN, Seite 239
Die folgende Tabelle weist die wesentlichen Themen von K+S, die zugehörigen GRI-Standards sowie die jeweilige Abgrenzung des Themas bezüglich seiner ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen entsprechend GRI 103-1 aus.
Zur Erreichung der siebzehn Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGS) sind Unternehmen ein wichtiger Partner. Auch K+S engagiert sich hier aktiv. Es geht um die "Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". Die K+S GRUPPE bewertet die aktuellen Unternehmensaktivitäten hinsichtlich der SDGS und berücksichtigt die SDGS auch strategisch im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele.
K+S erkennt an, dass die SDGS und Zielvorgaben integriert und unteilbar sind. Aus Transparenzgründen haben wir in der nachfolgenden Tabelle als Bezugsgröße für die SDGS die Ebene der 169 Zielvorgaben (und eingeschränkt die Ebene der 230 Indikatoren) genutzt. K+S leistet u. a. mit Produkten für das Kundensegment Landwirtschaft einen Beitrag für das Ziel 2 "Kein Hunger", insbesondere zu den Unterzielen 2.1, 2.3 und 2.4.
| Abgrenzung | ||||||
| K+S-Hand -lungsfelder | GRI-Standards | Exploration | Förderung | Produktion | Logistik | Vertrieb/ Marketing |
| Gesundheit & Arbeitssicherheit | GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018; GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016 | X | X | X | X | |
| Vielfalt & Inklusion | GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016; GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016 | X | X | X | X | |
| Menschenrechte | GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016; GRI 408: Kinderarbeit 2016; GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016; GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 | X | X | X | X | X |
| Wasser | GRI 303: Wasser und Abwasser 2018 | X | X | |||
| Abfall | GRI 306: Abwasser und Abfall 2016 | X | ||||
| Energie & Klima | GRI 302: Energie 2016; GRI 305: Emissionen 2016 | X | X | X | ||
| Nachhaltige Lieferketten | GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016; GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016 | X | X | X | X | X |
| Compliance & AntiKorruption | GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016; GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016; GRI 307: Umwelt-Compliance 2016; GRI 415: Politische Einflussnahme 2016; GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016 | X | X | X | X | X |
| Stakeholderdialog | GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; (40 -44) | X | X | X | X | X |
| Abgrenzung | |||
| K+S-Hand -lungsfelder | GRI-Standards | Anwendung | SDGS Unterziele |
| Gesundheit & Arbeitssicherheit | GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018; GRI 416: Kundengesundheit und -sicherheit 2016 | X | 8.8 |
| Vielfalt & Inklusion | GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016; GRI 406: Diskriminierungsfreiheit 2016 | X | 5.1 5.5 8.5 |
| Menschenrechte | GRI 407: Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016; GRI 408: Kinderarbeit 2016; GRI 409: Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016; GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 | X | 8.7 |
| Wasser | GRI 303: Wasser und Abwasser 2018 | X | 12.2 15.1 |
| Abfall | GRI 306: Abwasser und Abfall 2016 | 12.5 | |
| Energie & Klima | GRI 302: Energie 2016; GRI 305: Emissionen 2016 | X | 12.2 13.1 |
| Nachhaltige Lieferketten | GRI 308: Umweltbewertung der Lieferanten 2016; GRI 414: Soziale Bewertung der Lieferanten 2016 | 8.7 | |
| Compliance & AntiKorruption | GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016; GRI 206: Wettbewerbswidriges Verhalten 2016; GRI 307: Umwelt-Compliance 2016; GRI 415: Politische Einflussnahme 2016; GRI 419: Sozioökonomische Compliance 2016 | X | 16.5 |
| Stakeholderdialog | GRI 102: Allgemeine Angaben 2016; (40 -44) | X | 16.7 |
In den Konzernabschluss sind neben der K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. Für die weltweite Erhebung von Finanzdaten werden weitgehend SAP-Systeme genutzt. Diese weisen wir im vorliegenden Geschäftsbericht für alle voll konsolidierten Gesellschaften aus.
Auch unsere Personalkennzahlen erfassen wir weltweit weitestgehend über SAP-Systeme. Sie decken alle voll konsolidierten Gesellschaften a B. Die Erfassung der Kennzahl zur positiven Wahrnehmung eines inklusiven Arbeitsumfeldes durch die Mitarbeiter wird im Abschnitt "Vielfalt & Inklusion" entsprechend abgebildet. Kennzahlen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht werden derzeit über einzelne Datenblätter und für alle voll konsolidierten und nicht konsolidierten Gesellschaften der K+S GRUPPE zentral erfasst.
Die Erfassung von HSE-Kennzahlen erfolgt mehrheitlich über ein SAP-System für alle voll konsolidierten und nicht konsolidierten Gesellschaften, an denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist oder bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die gemeinsame Führung ausübt oder per Satzung oder (Gesellschafts-)Vertrag Einfluss auf Entscheidungen ausüben kann.
Umweltdaten messen wir an allen wesentlichen voll konsolidierten Kali- und Salzproduktionsstandorten. Zur einheitlichen Erfassung nutzt K+S das Standortinformationssystem SoFi. Leistungsindikatoren im Sinne des CSR-RUG werden auf Basis gemessener und extrapolierter Werte berechnet und über einzelne Datenblätter erfasst. Vom Konsolidierungskreis abweichende Berichtsgrenzen werden im Abschnitt "Umwelt" entsprechend abgebildet.
Die Erfassung des über den Einkauf bestellten Beschaffungsvolumens erfolgt mehrheitlich über das SAP-System für alle voll konsolidierten Gesellschaften.
Unsere Compliance-Kennzahlen erfassen wir derzeit über einzelne Datenblätter für voll konsolidierte und nichtkonsolidierte Gesellschaften.
Anteilsbesitzliste, Seite 222-224
| GRI-Standard | Seite | Kommentar und Online-Ergänzung | UN Global Compact | |
| GRI 101: | Grundlagen 2016 | |||
| GRI 102: | Allgemeine Angaben 2016 | |||
| Organisationsprofil | ||||
| 102-1 | Name der Organisation | Umschlag hinten | ||
| 102-2 | Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen | 37-48 | ||
| 102-3 | Hauptsitz der Organisation | Umschlag hinten | ||
| 102-4 | Betriebsstätten | Umschlag vorne | ||
| 102-5 | Eigentumsverhältnisse und Rechtsform | 33-34, 42-43, 222-224 | ||
| 102-6 | Belieferte Märkte | 38-43 | ||
| 102-7 | Größe der Organisation | Umschlag vorne | ||
| 102-8 | Informationen zu Angestellten und sonstigen Mitarbeitern | 80-81 | Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen. | 6 |
| 102-9 | Lieferkette | 46 | ||
| 102-10 | Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette | 42-43, 222-224 | ||
| 1 02-11 | Vorsorgeansatz oder Vorsorgeprinzip | 119-133 | ||
| 102-12 | Externe Initiativen | 55, 236 | ||
| 102-13 | Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | Einzusehen unter: www.kpluss.com/stakeholder | ||
| Strategie | ||||
| 102-14 | Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers | 2-5 | ||
| 102-15 | Wichtige Auswirkungen, Risiken und Chancen | 51-53, 119-133 | ||
| Ethik und InteGRItät | ||||
| 102-16 | Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen | 107 | 10 | |
| 102-17 | Verfahren zu Beratung und Bedenken in Bezug auf die Ethik | 97-98, 107-108 | 10 | |
| GRI-Standard | Seite | Kommentar und Online-Ergänzung | UN global Compact | |
| Unternehmensführung | ||||
| 102-18 | Führungsstruktur | 99-105 | ||
| 102-19 | Delegation von Befugnissen | 99-118 | ||
| 102-20 | Zuständigkeit auf Vorstandsebene für ökonomische, ökologische und soziale Themen | 108-109 | ||
| 102-21 | Dialog mit Stakeholdern zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen | 53-55 | ||
| 102-22 | Zusammensetzung des höchsten Kontrollorgans und seiner Gremien | 99-105 | ||
| 102-23 | Vorsitzender des höchsten Kontrollorgans | 24-31, 101 | ||
| 102-24 | Nominierungs- und Auswahlverfahren für das höchste Kontrollorgan | 99-105 | ||
| 102-25 | Interessenkonflikte | 99-105 | ||
| 102-26 | Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Festlegung von Zielen, Werten und Strategien | 24-31, 49-55 | ||
| 102-27 | Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans | 99-105 | ||
| 102-28 | Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans | 99-105 | ||
| 102-29 | Identifizierung und Umgang mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen | 51-55, 108-109 | ||
| 102-30 | Wirksamkeit der Verfahren zum Risikomanagement | 108, 119-133 | ||
| 102-31 | Überprüfung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen | 83-98 | ||
| 102-32 | Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 24-31, 234-235, 236 | ||
| 102-33 | Übermittlung kritischer Anliegen | 107-108 | ||
| 102-34 | Art und Gesamtanzahl kritischer Anliegen | 107-108 | ||
| 102-35 | Vergütungspolitik | 142-154 | ||
| 102-36 | Verfahren zur Festlegung der Vergütung | 142-154 | ||
| 102-37 | Einbindung der Stakeholder bei Entscheidungen zur Vergütung | 142-154 | ||
| 102-38 | Verhältnis der Jahresgesamtvergütung | 81, 147 | ||
| 102-39 | Prozentualer Anstieg des Verhältnisses der Jahresgesamtvergütung | 142-154 | ||
| Einbindung von Stakeholdern | ||||
| 102-40 | Liste der Stakeholder-Gruppen | 54 | ||
| 102-41 | Tarifverhandlungsvereinbarungen | 80-81 | 3 | |
| 102-42 | Ermittlung und Auswahl der Stakeholder | 53-55 | ||
| 102-43 | Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | 53-55 | ||
| 102-44 | Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen | 53-55 | ||
| Vorgehensweise bei der Berichterstattung | ||||
| 102-45 | Im Konzernabschluss enthaltene Entitäten | 169-170, 222-224 | ||
| 102-46 | Vorgehen zur Bestimmung des Berichtsinhalts und der Abgrenzung der Themen | 51-55, 236-238 | ||
| 102-47 | Liste der wesentlichen Themen | 51-55 | ||
| 102-48 | Neudarstellung von Informationen | 236-238 | ||
| 102-49 | Änderungen bei der Berichterstattung | 236-238 | ||
| 102-50 | Berichtszeitraum | 236 | ||
| 102-51 | Datum des letzten Berichts | 14. März 2019 | ||
| 102-52 | Berichtszyklus | 236 | ||
| 102-53 | Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht | Umschlag hinten | ||
| 102-54 | Erklärung zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards | 83, 236 | ||
| 102-55 | GRI-Inhaltsindex | 239-245 | ||
| 102-56 | Externe Prüfung | 83, 234-235 | ||
| GRI 200: | Ökonomie | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 | |||
| 103-1 | Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen | 37-48, 51-55, 83-98, 108-109, 236-238 | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | 51-55, 83-98, 108-109 | ||
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | 51-55, 108-109 | ||
| GRI 201: | Wirtschaftliche Leistung 2016 | |||
| 201-1 | Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert | 48 | ||
| 201-2 | Finanzielle Folgen des Klimawandels für die Organisation und andere mit dem Klimawandel verbundene Risiken und Chancen | Ergänzende Informationen stellen wir über die Teilnahme an CDP bereit: https://www.cdp.net/en/responses | 7 | |
| 201-3 | Verbindlichkeiten für leistungsorientierte Pensionspläne und sonstige Vorsorgepläne | 176 | ||
| GRI 205: | Korruptionsbekämpfung 2016 | |||
| 205-1 | Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | 52, 97-98, 107-108 | 10 | |
| 205-2 | Kommunikation und Schulungen zu Richtlinien und Verfahren zur Korruptionsbekämpfung | 52, 97-98, | 10 | |
| GRI 206: | Wettbewerbswidriges Verhalten 2016 | |||
| 206-1 | Rechtsverfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem Verhalten, Kartell- und Monopolbildung | 107-108 | 10 | |
| GRI 207: | Steuern 2019 | |||
| 207-1 | Vorgehensweise bei der Betreuung | 107-108 | ||
| 207-2 | Kontrolle und Risikomanagement von Steuern | 119-133 | ||
| 207-3 | Einbindung von Stakeholdern und Management bei Anliegen in Bezug auf Steuern | 53-55 | ||
| 207-4 | Berichterstattung nach Ländern | www.kpluss.com/konzernzahlungsbericht | ||
| GRI 300: | Ökologie | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 | |||
| 103-1 | Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen | 51-55, 83-98, 108-109, 236-238 | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | 51-55, 83-98, 108-109 | ||
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | 51-55, 108-109 | ||
| GRI 302: | Energie 2016 | |||
| 302-1 | Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 94-96 | 7,8 | |
| 302-2 | Energieverbrauch außerhalb der Organisation | 96 | 7,8 | |
| GRI 303: | Wasser 2018 | |||
| 303-1 | Wasser als gemeinsam genutzte Ressource | 90-92 | Die Feststellung der ab- und prozesswasserbedingten Auswirkungen findet im Rahmen des wasserrechtlichen Zulassungsverfahrens statt. | 7,8 |
| 303-2 | Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung | 90-92 | Wir halten uns an die geltenden Gesetze und betrieblichen Genehmigungen. Informationen zum Gewässerschutz finden Sie hier: www.kpluss.com/gewaesserschutz | 7,8 |
| 303-3 | Wasserentnahme | 90-92 | 7,8 | |
| 303-4 | Wasserrückführung | 90-92 | 7,8 | |
| GRI 305: | Emissionen 2016 | |||
| 305-1 | Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | 94-96 | 7,8 | |
| 305-2 | Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | 94-96 | 7,8 | |
| 305-3 | Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | 94-96 | Wir erfassen unsere Scope 3-Emissionen für den Bereich Upstream-Transport und -Verteilung. | 7,8 |
| 305-4 | Intensität der THG-Emissionen | 94 | 7,8 | |
| GRI 306: | Abwasser und Abfall 2016 | |||
| MM3 | Gesamtmenge von Abraum, Gestein, Bergmaterial und Schlämmen sowie Art der damit verbundenen Risiken | 92-94 | ||
| GRI 307: | Umwelt-Compliance 2016 | |||
| 307-1 | Nichteinhaltung von Umweltschutzgesetzen und -verordnungen | 107-108 | 7,8 | |
| GRI 308: | Umweltbewertung der Lieferanten 2016 | |||
| 308-1 | Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden | 97 | Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es, bis 2025 mehr als 90 Prozent ihres Einkaufsvolumens durch den K+S Supplier Code of Conduct (SCOC) abzudecken. Dies schließt langfristig auch unsere neuen Lieferanten mit ein. Der SCOC enthält umfangreiche Anforderungen im Umweltbereich. | 7 |
| GRI 400: | Soziales | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 | |||
| 103-1 | Erläuterung der wesentlichen Themen und ihrer Abgrenzungen | 51-55, 83-98, 108-109, 236-238 | ||
| 103-2 | Der Managementansatz und seine Bestandteile | 51-55, 83-98, 108-109 | ||
| 103-3 | Beurteilung des Managementansatzes | 51-55, 108-109 | ||
| GRI 401: | Beschäftigung 2016 | |||
| 401-1 | Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation | 80-81 | Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen. | 6 |
| GRI 402: | Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis 2016 | |||
| 402-1 | Mindestmitteilungsfrist für betriebliche Veränderungen | 80-81 | 3 | |
| MM4 | Streiks und Aussperrungen | 2019 gab es in den Betriebsstätten der K+S GRUPPE keine Streiks und Aussperrungen. | 3 | |
| GRI 403: | Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018 | |||
| 403-1 | Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 84-85 | ||
| 403-2 | Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen | 84-85 | ||
| 403-3 | Arbeitsmedizinische Dienste | 84-85 | ||
| 403-4 | Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 84-85 | ||
| 403-5 | Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 84-85 | ||
| 403-6 | Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter | 84-85 | ||
| 403-7 | Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz | 84-85 | ||
| 403-8 | Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind | Die Einführung der ISO 45001 umfasst alle eigenen Mitarbeiter der K+S GRUPPE sowie Fremdfirmenmitarbeiter, deren Arbeitsplatz von der K+S GRUPPE kontrolliert wird. | ||
| 403-9 | Arbeitsbedingte Verletzungen | 84-85 | ||
| GRI 404: | Aus- und Weiterbildung 2016 | |||
| 404-1 | Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten | 81 | 6 | |
| 404-2 | Programme zur Verbesserung der Kompetenzen der Angestellten und zur Übergangshilfe | 81 | ||
| 404-3 | Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung erhalten | 81 | 6 | |
| GRI 405: | Diversität und Chancengleichheit 2016 | |||
| 405-1 | Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten | 85-87, 107-108 | Aus rechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, die nicht veröffentlichten Informationen so wie von GRI gefordert zu veröffentlichen. | 6 |
| 405-2 | Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen zum Grundgehalt und zur Vergütung von Männern | 81 | 6 | |
| GRI 406: | Diskriminierungsfreiheit 2016 | |||
| 406-1 | Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Abhilfemaßnahmen | 85-87, 97-98, 107-108 | 1,2,6 | |
| GRI 407: | Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 2016 | |||
| 407-1 | Betriebsstätten und Lieferanten, bei denen das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen bedroht sein könnte | 107-108, 236 | Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Verstoß gegen die gewerkschaftliche Vereinigungsfreiheit gemeldet. | 3 |
| 408-1 | Betriebsstätten und Lieferanten mit einem erheblichen Risiko für Vorfälle von Kinderarbeit | 107-108, 236 | Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Fall von Zwangs- oder Pflichtarbeit gemeldet. | 1,2,5 |
| GRI 409: | Zwangs- oder Pflichtarbeit 2016 | |||
| 409-1 | Betriebsstätten und Lieferanten mit einem erheblichen Risiko für Vorfälle von Zwangs- oder Pflichtarbeit | 107-108, 236 | Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Fall von Zwangs- oder Pflichtarbeit gemeldet. | 1,2,4 |
| GRI 412: | Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 | |||
| 412-1 | Betriebsstätten, an denen eine Prüfung auf die Einhaltung der Menschenrechte oder eine menschenrechtliche Folgenabschätzung durchgeführt wurde | 52, 87-88 | 1,2 | |
| 412-2 | Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren | 87-88, 97-98 | 1,2 | |
| GRI 414: | Soziale Bewertung der Lieferanten 2016 | |||
| 414-1 | Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden | 97 | Ein Ziel der K+S GRUPPE ist es bis 2025 mehr als 90 Prozent ihres Einkaufsvolumens durch den K+S Supplier Code of Conduct (SCOC) abzudecken. Dies schließt langfristig auch unsere neuen Lieferanten mit ein. Der SCOC enthält umfangreiche Anforderungen im Sozialbereich. | 1,2 |
| GRI 415: | Politische Einflussnahme 2016 | |||
| 415-1 | Parteispenden | 55 | 10 | |
| GRI 416: | Kundengesundheit und -sicherheit 2016 | |||
| 416-1 | Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt- und Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit | 47 | ||
| GRI 417: | Marketing und Kennzeichnung 2016 | |||
| 417-1 | Anforderungen für die Produkt- und Dienstleistungsinformationen und Kennzeichnung | 47 | ||
| GRI 418: | Schutz der Kundendaten 2016 | |||
| 418-1 | Begründete Beschwerden in Bezug auf die Verletzung des Schutzes und den Verlust von Kundendaten | Im Rahmen unseres Compliance-Managements wurde kein Verstoß gemeldet. K+S beachtet strikt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). | ||
| GRI 419: | Sozioökonomische Compliance 2016 | |||
| 419-1 | Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich | 107-108 | ||
| GRI MM: Abschlussbetriebsplan | ||||
| MM10 | Abschlussbetriebsplan | 44-45 |
| BRUTTO-CASHFLOW = | Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften + Abschreibungen/- Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen + Zunahme/- Abnahme langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte) + erhaltene Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge + Gewinne/- Verluste aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten - gezahlte Zinsen - gezahlte Ertragssteuern + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen - sonstige zahlungsunwirksame Erträge |
| BUCHWERT JE AKTIE = | Eigenkapital/Gesamtzahl Aktien am 31.12. |
| EBITDA-MARGE = | EBITDA / Umsatz |
| EIGENKAPITALRENDITE = | Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern / Bereinigtes Eigenkapital 1 ' 2 |
| ENTERPRISE VALUE = | Marktkapitalisierung + Nettoverschuldung |
| GESAMTKAPITALRENDITE = | Bereinigtes Ergebnis vor Steuern 1 + Zinsaufwand / Bereinigte Bilanzsumme 1 , 2 , 3 |
| NETTOFINANZVERBINDLICHKEITEN = | Finanzverbindlichkeiten - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen |
| NETTOVERSCHULDUNG = | Finanzverbindlichkeiten + Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen + langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen |
| OPERATIVES ANLAGEVERMÖGEN = | Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Anteile an verbundenen Unternehmen + Beteiligungen |
| RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE) = | Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften / Operatives Anlagevermögen 2 + Working Capital 2 , 4 |
| UMSATZRENDITE = | Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern 1 / Umsatz |
| VALUE ADDED = (WERTBEITRAG) | (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) x (operatives Anlagevermögen 2 + Working Capital 2 , 4) |
| VERSCHULDUNGSGRAD I = | Finanzverbindlichkeiten / Eigenkapital |
| VERSCHULDUNGSGRAD II = | Nettoverschuldung / Eigenkapital |
| WORKING CAPITAL = | Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + sonstige Vermögenswerte 5 - kurzfristige Rückstellungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige Verbindlichkeiten 5 |
1
Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen aus operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften; beim bereinigten Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden
Steuereffekte eliminiert.
2
Jahresdurchschnitt.
3
Bereinigt um Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.
4
Bereinigt um die den Goodwill beeinflussenden latenten Steuern aus der Erstkonsolidierung.
5
Ohne Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, jedoch einschließlich
gezahlter Prämien für operativ genutzte Derivate; ohne Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
aus Geldanlagen; bereinigt um Erstattungsansprüche und CTA-Planvermögensüberschüsse.
Der Cashflow gibt Aufschluss über die Ertrags- und Finanzkraft eines Unternehmens. Er ist der Saldo der Zahlungsein - und -ausgänge während eines Berichtszeitraums.
Bei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mithilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte.
Compliance (Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung zwingender gesetzlicher Vorschriften, interner Regelungen und vom Unternehmen anerkannter regulatorischer Standards. Ein Compliance-Managementsystem soll die Einhaltung sicherstellen und aus Compliance-Verstößen resultierende straf- und bußgeldrechtliche Sanktionen sowie Schadensersatzansprüche und sonstige direkte oder indirekte (insbesondere durch Imageschäden verursachte) negative Einflüsse vermeiden, indem Compliance-Risiken rechtzeitig identifiziert und bewertet sowie Maßnahmen zur Verminderung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihres Schadenspotenzials ergriffen werden. Darüber hinaus soll eine strukturierte interne Compliance-Berichterstattung sichergestellt werden.
Das EBITDA soll Vergleiche der operativen Ertragskraft von Gesellschaften ermöglichen und beschreibt die Rentabilität von Unternehmen. K+S ermittelt das EBITDA auf Basis des operativen Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften zuzüglich der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Das EBITDA ist bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften.
Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten.
Das Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften entspricht dem operativen Ergebnis, inklusive dem Ergebnis aus realisierten operativen Sicherungsgeschäften, bereinigt um die Marktwertschwankungen von noch nicht fällig gewordenen Sicherungsgeschäften. Marktwertschwankungen von noch nicht fällig gewordenen Sicherungsgeschäften während der Laufzeit werden somit eliminiert.
Das ESTA(r)-Verfahren ist ein von K+S patentiertes trockenes Aufbereitungsverfahren für Kalirohsalze. Bei diesem Verfahrens-prozess werden die einzelnen Rohsalzelemente unterschiedlich aufgeladen, um schließlich mithilfe eines Spannungsfelds in die Bestandteile Natrium- und Kaliumchlorid getrennt zu werden. Im Vergleich zu klassischen nassen Aufbereitungsverfahren sind Energieaufwand und Produktionsrückstände deutlich vermindert.
Im Gegensatz zu flüssiger Sole ist Festsalz ein in fester Form vorliegendes Salz, wie z. B. Speisesalz und Auftausalz.
Das Flotationsverfahren trennt in der Produktion Steinsalz und KALI bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz heraus. Während des Verfahrensprozesses werden die Mineralien unter Luftzufuhr in einer gesättigten Salzlösung in ihre Bestandteile getrennt. An den zugeführten Luftblasen lagern sich unter der Zugabe von Flotationsmitteln die Wertstoffe an und können so nach dem Aufschwimmen abgeschöpft werden.
Die Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5 % der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern).
Die Granulatherstellung bezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können.
Die GRI ist eine unabhängige internationale MULTI-Stakeholder-Organisation, die auf dialogorientierte Weise einen Rahmen für die globale Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt hat. Der GRI-Berichtsleitfaden legt Prinzipien und Indikatoren fest, mit deren Hilfe Organisationen ihre ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungen messen können. Zielsetzung ist die Förderung von Transparenz und die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsberichten.
Die integrierte Berichterstattung (Integrated Reporting) ist ein ganzheitliches Konzept, das die klassische Finanzberichterstattung mit nichtfinanziellen Berichtselementen verbindet. Das Geschäftsmodell des Unternehmens und seine Strategie sollen im Mittelpunkt stehen. Ziel ist eine Berichterstattung, in der die Bedürfnisse aller Stakeholder Berücksichtigung finden. Die Absicht ist, u. a. die Wechselbeziehungen zwischen Umwelt-, sozialen, Governance- und finanziellen Faktoren von Entscheidungen widerzuspiegeln, die die langfristige Erfolgslage und Verfassung beeinflussen, indem die Verbindung zwischen Nachhaltigkeit und ökonomischen Werten verdeutlicht wird.
Die KKF (KAINIT-KRISTALLISATIONS- UND FLOTATIONSANLAGE) ist ein neues Verfahren zur Kaligewinnung, durch das die Salzabwassermenge deutlich reduziert und zugleich die Wertstoffausbeute erhöht wird. Unter Einsatz von Wärmeenergie wird Wasser verdampft. Dadurch kristallisiert ein Salzgemisch, welches unter anderem Kainit - ein kalium-/magnesiumhaltiges Salz - enthält. Der Kainit wird dann mithilfe eines Sortierverfahrens (Flotation) abgetrennt und anschließend zur Kaliumsulfat-Produktion verwendet.
Kaliumchlorid (KCl) ist ein Kaliumsalz, das als Pflanzennährstoff in Düngemitteln Verwendung findet. Darüber hinaus ist es der Ausgangsrohstoff für sämtliche anorganische und organische Kaliumverbindungen.
Kaliumsulfat dient als Düngemittel. Die Herstellung von Kalium -sulfat kann aus bergmännisch gewonnenen mineralischen Rohstoffen erfolgen sowie mittels eines chemischen Prozesses durch die Reaktion von Kaliumchlorid mit Schwefelsäure.
Auch WACC (Weighted Average Cost of Capital) genannt, bezeichnet die Kosten für das zur Verfügung gestellte Kapital, also die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.
Eine Kaverne ist eine im Bergbau verwendete Bezeichnung für einen größeren, künstlich geschaffenen Hohlraum unter Tage.
Mg[SO4]-H2O, Kieserit, ist ein mineralischer Bestandteil von Rohsalz, der sich aus den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel zusammensetzt. Chemisch gesehen ist es wasserhaltiges Magnesiumsulfat. Kieserit dient als Ausgangsrohstoff für die Herstellung von Pflanzennährstoffen.
Kohlenstoffdioxid (cO2) ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Es entsteht u. a. bei der Verbrennung von kohlestoffhaltigen Brennstoffen bzw. fossilen Energieträgern.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Technik, die es ermöglicht, neben der Stromproduktion auch Nutzwärme zu erzeugen. Gegenüber getrennten Produktionsanlagen nutzen KWK-Anlagen den eingesetzten Brennstoff, z. B. Erdgas, effizienter. Die in dem Kopplungsprozess entstandene Wärme steht in Form von warmem Wasser oder unter Hochdruck stehendem Dampf zur Verfügung.
Mehrnährstoffdünger enthalten mehr als einen Nährstoff, i. d. R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktions-prozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung, wodurch eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt wird.
In Mischdüngeranlagen (Bulk Blender) werden verschiedene Nährstoffe zusammengeführt.
Natriumchlorid (NaCl) bzw. Kochsalz ist ein kristallines Mineral, welches aus Steinsalz und Meersalz gewonnen wird. Als Speisesalz ist Natriumchlorid für den menschlichen Organismus ein unverzichtbarer Mineralstofflieferant. Auch für die Sicherheit im Straßenverkehr und als wichtiger Bestandteil für die Produktion von Glas, Papier und Kunststoff wird Natriumchlorid verwendet.
Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sind Empfehlungen von Regierungen an die multinationalen Unternehmen, die in oder von den Teilnehmerstaaten aus operieren. Sie enthalten nicht rechtsverbindliche Grundsätze und Maßstäbe in den Bereichen Grundpflichten, Informationspolitik, Menschenrechte, Beschäftigungspolitik, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung, Verbraucherinteressen, Wissenschaft und Technologie, Wettbewerb und Besteuerung.
Zur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen US-Dollar) setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktionsrisiko).
Zum typischen Solungsbergbau gehören Solfelder und Aufbereitungsanlagen. Ein Solfeld selbst ist in Bohrplätze, sogenannte Pads, organisiert. Diese sind über unterirdische Rohrleitungen mit der Aufbereitungsanlage verbunden. Jeder Bohrplatz hat eine Fläche von ca. 100 x 100 Meter, auf der die Bohrungen durchgeführt werden. Zur anschließenden Solung benötigt man weitere Infrastruktur wie z. B. Speichertanks und Gebäude zur Verteilung der ein- und ausgehenden Flüssigkeiten.
Das Planfeststellungsverfahren ist ein Genehmigungsverfahren für definierte Bauprojekte/Infrastrukturmaßnahmen mit dem Ziel, einen Planfeststellungsbeschluss zu erreichen. Dieser Beschluss stellt als Verwaltungsakt eine Baugenehmigung mit Konzentrationswirkung dar. Dabei schließt also eine Genehmigung mehrere andere mit ein. Der Ablauf des Verfahrens ist in Deutschland im Verwaltungsverfahrensgesetz festgeschrieben. Das Verfahren beinhaltet immer eine Beteiligung der festgestellten Betroffenen mit einer Anhörung und Abwägung ihrer Belange.
Das Plattendolomit (Leine-Karbonat) befindet sich über den Salzvorkommen im Werrarevier in ca. 400 bis 500 Meter Tiefe und wird durch Tonschichten beidseitig abgedeckt. Es ist ca. 10 Meter mächtig und besteht aus Kalk und Dolomitstein, der bereits natürlich mineralisiertes Wasser enthält.
Ratingagenturen vergeben Einschätzungen (Ratings) der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen, in Form standardisierter Einstufungen.
Return on Capital Employed (ROCE) ist die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird.
Salzhaltiges Prozesswasser ist das in den bergbaulichen Aufbereitungsprozessen der Kali-Produktion entstehende salzhaltige Wasser, das nicht mehr weiter in den Aufbereitungsprozessen eingesetzt, anderweitig verwendet oder als Produkt verkauft werden kann und für das somit eine Entsorgungsnotwendigkeit besteht.
Für die Herstellung von Solarsalz wird Meerwasser durch große, offene Verdunstungsbecken geleitet. Nach mehreren Monaten der Sonneneinstrahlung kristallisiert das Salz in den Endbecken aus.
Sole ist eine wässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen oder durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt.
Beim Solungsbergbau (Solution Mining) wird durch ein Bohrloch Frischwasser in lösefähiges (Salz-)Gestein eingebracht, wodurch mit Wasser-Salz-Lösung gefüllte Kammern, sogenannte Kavernen, entstehen. Anschließend wird die gesättigte Sole über eine weitere Rohrleitung an die Erdoberfläche gefördert.
Stakeholder sind Anspruchsgruppen im Umfeld oder innerhalb einer Organisation, die von den unternehmerischen Tätigkeiten gegenwärtig oder in Zukunft direkt oder indirekt betroffen sind und somit in einer Wechselbeziehung stehen. Zu ihnen zählen u. a. Mitarbeiter, Kunden, Investoren, Lieferanten, Anwohner oder die Politik.
Das synthetische Magnesiumsulfat ist wasserlöslich und hat unter anderem einen positiven Einfluss auf Wurzelentwicklung, Wasseraufnahme, Ertrag und Qualitätsparameter der Pflanzen.
Unter Tagebau wird eine oberflächennahe Abbauform für mineralische Rohstoffe verstanden. Im Gegensatz zu anderen Bergbauformen entstehen dabei keine unterirdischen Stollen oder Schächte.
Ein Transaktionsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass bei bestehenden Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer Fremdwährung entstehen kann, wenn eine Transaktion in Fremdwährung in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko.
Ein Translationsrisiko ist ein Währungsrisiko, dass aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen, entstehen kann. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko.
Das Treibhausgas-Protokoll ist ein Instrument zur Berechnung und zum Management von Treibhausgasemissionen von Unternehmen und Organisationen. Es umfasst direkte Emissionen der unternehmerischen Kernbereiche (Scope 1), indirekte Emissionen aus dem Verbrauch von zugekauftem Strom, Wärme und Dampf (Scope 2) sowie indirekte Emissionen, die der Unternehmenstätigkeit vorgelagert oder nachgelagert sind (Scope 3). Um das globale Erwärmungspotenzial unterschiedlicher Treibhausgase zu vergleichen, wird jedes Treibhausgas in cO2-Äquivalente umgerechnet. Dabei hat ein cO2-Äquivalent das gleiche globale Erwärmungspotenzial wie eine Einheit cO2-Emissionen.
Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine freiwillige strategische Initiative für Unternehmen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung und gesellschaftlichen Engagements. Die beteiligten Unternehmen erkennen die zehn universellen Prinzipien des Global Compact aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung an.
Der Unternehmenswert (Enterprise Value) ist eine häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Unternehmenswerts. Er wird häufig zu anderen Kennzahlen (z. B. Umsatz, EBIT) in Relation gesetzt.
Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt. Multipliziert man diese Überrendite mit dem durchschnittlich gebundenen Kapital (Jahresdurchschnitt des operativen Anlagevermögens + Working Capital), ergibt sich der im Berichtsjahr geschaffene Mehrwert des Unternehmens.
Wasserenthärtungssalze entfernen Härtebildner wie Kalzium und Magnesium durch ein Ionenaustauschverfahren aus dem Wasser. Weiches Wasser ist für zahlreiche industrielle Prozesse, aber auch in privaten Haushalten erforderlich bzw. vorteilhaft.
| A | |
| Abfall | 83, 92, 108 |
| Absatzregionen | 39, 40, 41, 42, 57, 123, 127 |
| Abschreibungen | 61, 67, 138, 160, 184 |
| Abwasser | 52, 73, 90, 91, 125 |
| Agrarpreise | 123 |
| Aktie | 32 |
| Aktionärsstruktur | 33 |
| Altersvorsorge | 82 |
| Americas | 37, 50, 135, 136 |
| Anleihen | 34, 204, 208, 209 |
| Anti-Korruption | 52, 83, 97, 108 |
| Anwendungsberatung | 47 |
| Arbeitsplatzgrenzwerte | 79, 85, 130 |
| Arbeitssicherheit | 52, 84, 107 |
| Aufsichtsrat | 24, 77, 99, 101, 113, 142, 153 |
| Auftausalz | 41, 42, 76, 124, 127, 134 |
| Ausbildung Ausblick | 81 134 |
| Ausschüsse | 27, 100, 109, 152 |
| B Bergbauliche Rückstellungen | 207, 227 |
| Bestätigungsvermerk | 226 |
| Bethune | 38, 72, 73, 127, 191, 218 |
| Betriebsrat | 80 |
| Bilanz | 139, 159, 191 |
| Branchensituation | 57, 135 |
| C | |
| Cashflow | 67, 71, 110, 160, 208 |
| Chancen | 51, 119 |
| Chemische Fabrik Kalk (CFK) | 38, 40, 218 |
| Compliance | 51, 83, 97, 107, 130 |
| Corporate Governance | 99 |
| D | |
| Derivative Finanzinstrumente | 120, 175, 196 |
| Directors' Dealings 106 | 106 |
| Diversität | 100, 130 |
| Dividende | 32, 136, 140, 187 |
| Düngemittelspezialitäten | 39, 75, 124 |
| E | |
| ebitda | 49, 56, 62, 134, 163, 184 |
| EBITDA-Marge | 63 |
| Eigenkapital | 64, 68, 139, 159 |
| Eigenkapitalquote | 65, 71, 214 |
| Eigenkapitalrendite | 63, 64 |
| Einstapelung unter Tage | 125, 126 |
| Energiekosten | 121, 128, 186 |
| Entsprechenserklärung | 99 |
| Ergebnis je Aktie | 32, 62, 190 |
| Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften | 61, 184 |
| Erklärung zur Unternehmensführung | 99 |
| Europe+ | 37, 60, 161 |
| F | |
| Finanzergebnis | 62, 156, 183 |
| Forschung und Entwicklung | 78 |
| Fortbildung | 81 |
| Frachtkosten | 61, 129, 186 |
| G | |
| Gemeinden | 37, 42, 72, 77, 135 |
| Gesamtkapitalrendite 65 | 65 |
| Geschäftsethik | 7, 49, 52, 97 |
| Geschäftsmodell 37 | 37 |
| Gesundheit | 47, 85 |
| Gewässerschutz | 90 |
| Gewerkschaften 80 | 80 |
| Gewinn- und Verlustrechnung | 156, 172, 183 |
| GRI-Inhaltsindex | 236 |
| Grundwerte und Prinzipien (Code of Conduct) | 58, 65, 76 |
| H | |
| Haldenmanagement, Haldenerweiterung | 45, 89, 92 |
| Hauptversammlung | 113 |
| I | |
| Industrie | 18, 37, 40, 135 |
| Industrieprodukte | 40, 47 |
| Industriesalz | 218 |
| Internes Kontrollsystem (IKS) | 29 |
| Investitionen | 66, 67, 89 |
| Innopark | 44, 78 |
| K | |
| K+S Chile | 41, 46, 180 |
| Kainit-Kristallisations- und | |
| Flotationsanlage (KKF-Anlage) | 92, 95, 125 |
| Kali- und Magnesiumprodukte | 38, 39, 41, 50, 191 |
| Kaliumchlorid | 18, 39, 57, 75, 134 |
| Kaliumsulfat | 135 |
| Kapitalflussrechnung | 160, 216 |
| Kapitalkosten | 63 |
| Kapitalstruktur | 65, 120 |
| Klima | 52, 83, 108 |
| Konzernergebnis | 62, 156, 190 |
| Konzernsteuerquote | 64, 189 |
| Kunden | 25, 37, 39 |
| Kundensegmente | 38, 60, 72, 134 |
| L | |
| Landwirtschaft | 37, 57, 75, 135 |
| Lebensmittelindustrie | 40, 76, 185, 218 |
| Lieferanten | 46, 52, 97, 136 |
| Liquidität | 65, 132 |
| Logistik | 46, 74 |
| Long-Term-Incentive-(LTl-)Programm | 143 |
| Lost Time Incident Rate (LTl-Rate) | 52, 84, 111, 137, 144 |
| M | |
| Marken | 18, 41 |
| Marktkapitalisierung | 32 |
| Materialaufwand | 48, 61, 186 |
| Matrixorganisation | 37, 50 |
| Menschen | 49, 53, 84 |
| Menschenrechte | 50, 87, 108 |
| Mission | 49 |
| Mitarbeiter | 48, 73, 80, 140 |
| MORTON Salt | 38, 43, 78, 200 |
| Maßnahmenpaket | 4, 28, 49, 70, 136 |
| N | |
| Nachhaltige Lieferketten | 7, 52, 97, 145 |
| Nachhaltigkeit | 6, 51, 83, 96, 249 |
| Nettofinanzverbindlichkeiten | 69, 70 |
| O | |
| OEcD-Leitsätze für multinationale Unternehmen | 250 |
| Operative Einheiten | 37, 58, 135 |
| Organisationsstruktur | 46, 55 |
| p | |
| Pensionsrückstellungen | 68, 151 |
| Personalaufwand | 61, 81, 190 |
| Personalentwicklung | 81 |
| Produktionskürzung | 33, 58, 134 |
| Produktqualität | 47, 72, 91 |
| Q | |
| Qualitätsmanagement | 47, 128 |
| R | |
| Rating | 25, 34, 65, 132 |
| Rechtsstreitigkeiten | 121, 128 |
| Research-Coverage | 34 |
| Reserven und Ressourcen | 43 |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 49, 59, 64, 136 |
| Risiken | 140 |
| Risiko- und Chancenmanagementsystem | 108 |
| Rückstellungen 64, | 68, 139, 159, 168, 199 |
| S | |
| Salz | 33, 40, 44 |
| Segmentberichterstattung | 162, 218 |
| SHAPING 2030 | 3, 25, 37, 46, 50 |
| Spenden und Sponsoring | 55 |
| Stakeholder | 49, 53 |
| Standorte | Umschlag vorne |
| Strategie | 49 |
| T | |
| Tierhygieneprodukte | 38, 218 |
| U | |
| Umsatz | 32, 39, 48, 56, 138, 156, 183 |
| Umsatzrendite | 63 |
| Umwelt | 53, 88 |
| Umweltmanagement | 88 |
| UN GLOBAL COMPACT | 236, 239 |
| Unternehmenssteuerung | 99, 109, 138 |
| US-Dollar | 34, 56, 65, 131, 179 |
| V | |
| Value Added | 63, 111, 142, 247, |
| Verbraucher | 7, 37, 41, 49, 76, 135 |
| Verbraucherprodukte | 57, 135, 218 |
| Vergütung | 138 |
| Verschuldung/Verschuldungsgrad | 25, 49, 64, 69, 143, 214 |
| Versenkung | 52, 73, 91, 126 |
| Vertriebskosten | 177 |
| Verwaltungskosten | 168 |
| Vision | 49 |
| Vorstand | 6, 26, 37, 77, 104 |
| W | |
| Wasser | 90 |
| Weiterbildung | 81 |
| Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen | 69, 158, 210 |
| Wettbewerber | 33, 39, 41, 42 |
| Working Capital | 58, 63, 71, 135 |
| Z | |
| Ziele | 49, 53, 65 |
| Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGS) | 83, 236, 237 |
| Zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung | 83 |
K+S GRUPPE
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 4039,1 | 1263,5 | 878,5 | 904,9 | 1023,8 | 4070,7 |
| EBITDA 2 | 606,3 | 269,9 | 130,1 | 80,6 | 159,8 | 640,4 |
| Investitionen 3 | 443,2 | 72,6 | 93,1 | 144,3 | 183,3 | 493,3 |
| Mitarbeiter (FTE) 4 | 14.931 | 14.655 | 14.535 | 14.780 | 14.868 | 14.868 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 2.585,2 | 691,8 | 626,8 | 621,1 | 596,2 | 2.535,9 |
| EBITDA 2 | 443,3 | 177,1 | 128,4 | 67,3 | 64,2 | 437,0 |
| Investitionen 3 | 351,5 | 57,8 | 74,0 | 125,2 | 147,2 | 404,2 |
| Mitarbeiter (FTE) 4 | 10.572 | 10.222 | 10.013 | 10.269 | 10.318 | 10.318 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 1.451,0 | 571,2 | 251,2 | 282,6 | 427,2 | 1.532,2 |
| EBITDA 2 | 221,8 | 107,6 | 13,6 | 25,3 | 83,9 | 230,0 |
| Investitionen 3 | 83,1 | 14,2 | 17,3 | 16,7 | 33,5 | 81,7 |
| Mitarbeiter (FTE) 4 | 3.520 | 3.602 | 3.575 | 3.665 | 3.715 | 3.715 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 1.741,3 | 461,0 | 440,1 | 425,0 | 389,5 | 1.715,6 |
| Absatz in Mio. t | 6,85 | 1,64 | 1,61 | 1,52 | 1,53 | 6,30 |
| EBITDA 2 | 274,5 | 124,2 | 95,3 | 46,1 | 29,3 | 294,9 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 1.132,8 | 281,8 | 282,5 | 292,9 | 290,8 | 1.148,0 |
| Absatz in Mio. t | 10,30 | 2,44 | 2,47 | 2,66 | 2,52 | 10,09 |
| EBITDA 2 | 225,5 | 58,5 | 55,8 | 44,8 | 58,7 | 218,0 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 453,7 | 119,6 | 108,5 | 117,7 | 138,9 | 484,7 |
| Absatz in Mio. t | 1,81 | 0,48 | 0,40 | 0,42 | 0,49 | 1,79 |
| EBITDA 2 | 43,3 | 16,4 | 9,0 | 13,9 | 20,4 | 59,7 |
| 2018 | Q1/19 | Q2/19 | Q3/19 | Q4/19 | 2019 | |
| Umsatz | 708,4 | 400,6 | 47,0 | 68,2 | 204,1 | 719,9 |
| Absatz in Mio. t | 13,32 | 7,11 | 0,86 | 1,27 | 3,46 | 12,70 |
| EBITDA 2 | 121,8 | 85,6 | -18,1 | -12,2 | 39,1 | 94,4 |
1
in Mio. €, die Quartalszahlen sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die nicht Gegenstand
der Abschlussprüfung waren.
2
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen vor aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden erfasste Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. Eine Überleitungsrechnung findet sich
auf Seite 61.
3
Betrifft zahlungswirksame Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
unter Berücksichtigung der Erstattungsansprüche aus dem Nachforderungsmanagement exklusive
der Leasingzugänge gem. IFRS 16. Die Erstanwendung erfolgte zum 01.01.2019.
4
FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil
gewichtet.
| Quartalsmitteilung zum 31. März 2020 | 11. Mai 2020 |
| Hauptversammlung, Kassel | 12. Mai 2020 |
| Dividendenzahlung (vorbehaltlich Beschluss der Hauptversammlung) | 15. Mai 2020 |
| Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2020 | 13. August 2020 |
| Quartalsmitteilung zum 30. September 2020 | 12. November 2020 |
| Geschäftsbericht 2020 | 11. März 2021 |
| Geschäftsbericht als PDF | www.kpluss.com/gb2019 |
| Hauptversammlung | www.kpluss.com/hv |
| Weitere Publikationen | www.kpluss.com/publikationen |
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