![]() K+S AktiengesellschaftKasselH1/2020 HalbjahresfinanzberichtH1/2020HalbjahresfinanzberichtZahlen zu Q2:
Ausblick:
Maßnahmenpaket zum Abbau der Verschuldung:
KENNZAHLENscroll
scroll
1
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibung,
bereinigt um den erfolgsneutralen Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen,
das Ergebnis aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen
Sicherungsgeschäften und in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten
operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. LAGEBERICHTUNTERNEHMENSSTRATEGIE Für eine umfassende Darstellung der Unternehmensstrategie verweisen wir auf das entsprechende
Kapitel "Unternehmensstrategie" ab Seite 49 im Geschäftsbericht 2019. Am 11. März
2020 haben wir darüber hinaus bekannt gegeben, dass wir einen vollständigen Verkauf
der Operativen Einheit Americas, in der das nord- und südamerikanische Salzgeschäft
gebündelt ist, anstreben. Mit einer Verkaufsvereinbarung (Signing) wird noch in diesem
Jahr gerechnet. Die damit einhergehende Fokussierung auf das Geschäft mit mineralischen
Düngemitteln und Spezialitäten ist mit einer umfassenden Neuausrichtung von K+S verbunden.
Das schließt eine umfangreiche Restrukturierung der Verwaltungsfunktionen ein. Mit
der Umsetzung aller Maßnahmen strebt K+S den Abbau der Verschuldung bis Ende 2021
um deutlich mehr als 2 Mrd. € an und will damit die Voraussetzungen für ein stabiles
Crossover-Rating schaffen. Der derzeitige Verkaufsprozess der Operativen Einheit Americas
verläuft auch unter den aktuellen Bedingungen im Hinblick auf COVID-19 planmäßig. Die Operative Einheit Europe+ und die Holding werden zu einer schlankeren und leistungsfähigeren
K+S, mit dem Fokus auf Düngemittel und Spezialitäten, geformt. Das Projektteam für
die Restrukturierung hat in den vergangenen Wochen intensiv an der Entwicklung des
neuen, funktional ausgerichteten Organisationsmodells gearbeitet. Die künftige Organisationsstruktur
sieht eine Reduktion des Budgets für die Verwaltungsfunktionen um 30 % bzw. insgesamt
rund 60 Mio. € auf 140 Mio. € pro Jahr ab 2021 vor. Zukünftig arbeitet K+S in einer funktionalen Organisation. Ein operatives Führungsteam
wird mit dem Vorstand gemeinsam das Geschäft führen. Dabei werden zentrale Funktionen
gebündelt, so dass der operativ ausgerichtete Vorstand künftig von 15 Einheiten (bisher:
36 ohne die Operative Einheit Americas) unterstützt wird. Die künftigen Einheitenleiter
sind benannt, die konkrete Ausgestaltung der Funktionen wird nun definiert. Parallel
wurden die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen zu einem Freiwilligenprogramm
sowie einem Interessenausgleich und Sozialplan aufgenommen. Die mit den angestrebten
Einsparungen verbundenen erwarteten einmaligen Aufwendungen für die Restrukturierung
sind im Ausblick 2020 nun berücksichtigt. Dieser Aufwand könnte bis zu 40 Mio. € betragen.
Mit Beginn des Jahres 2021 soll dann die Reorganisation abgeschlossen sein. ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUFGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Die Preise wichtiger Agrarrohstoffe notierten zum Ende des zweiten Quartals auf einem
niedrigeren Niveau als zu Jahresbeginn. Während die Preise für Weizen und Sojabohnen
um rund 6 % bzw. 2 % zurückgingen, fiel der Maispreis mit rund 11 % deutlicher. Der
Preis für Palmöl lag Ende Juni mit rund 15 % unter dem Niveau des Jahresbeginns. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent verzeichnete im Verlauf des ersten Halbjahres
einen deutlichen Rückgang und notierte zwischenzeitlich sogar im Minus. Ende Juni
lag der Preis mit rund 40 USD pro Barrel etwa 39 % unter dem Niveau des Jahresbeginns.
Der Durchschnittswert des NCG-Natural-Gas-Year-Future, welcher schwerpunktmäßig West-
und Süddeutschland abbildet, fiel gegenüber dem Beginn des Jahres von rund 14 €/Mwh
auf rund 13 €/Mwh. Der Henry Hub Natural Gas Future, der im Wesentlichen Nordamerika
widerspiegelt, verzeichnete einen deutlichen Rückgang von 2,3 USD/mmBtu zu Beginn
des Jahres auf 1,7 USD/mmBtu Ende Juni 2020. ENTWICKLUNG DER ROHSTOFFPREISE AUF MONATSBASIS IM JAHR 2020 in % ![]() Quelle: Weltbank AUSWIRKUNGEN AUF K+S Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten im Wesentlichen
folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:
→ Weitere Informationen zum Fremdwährungssicherungssystem finden sich im Geschäftsbericht
2019 auf Seite 65. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN Die im Geschäftsbericht 2019 ab Seite 39 beschriebenen Gegebenheiten in den wesentlichen
Absatzregionen und Wettbewerbspositionen blieben für die einzelnen Kundensegmente
nahezu unverändert. KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT Die Nachfrage im Kundensegment Landwirtschaft war im Berichtszeitraum in der nördlichen
Hemisphäre und in Brasilien wie erwartet gut; in Südostasien blieb die Nachfragebelebung
aufgrund der Corona-Pandemie weitgehend aus. Die Vertragsabschlüsse in China und Indien
haben zu der erwarteten Bodenbildung bei den Preisen für Kaliumchlorid in Brasilien
sowie zu leicht steigenden Preisen im Laufe des zweiten Quartals geführt. Die Preise
für unsere Düngemittelspezialitäten blieben abgesehen von saisonalen Besonderheiten
in einigen Regionen (z. B. Staffelpreissystem in Europa) weitgehend stabil. KUNDENSEGMENT INDUSTRIE In beiden Operativen Einheiten kam es im zweiten Quartal 2020 im Zuge der Corona-Pandemie
zu Nachfragerückgängen bei Produkten für die Lebensmittelindustrie. Die Nachfrage
nach gewerblichen Wasserenthärtungssalzen sowie Produkten für die Öl- und Gasindustrie
war davon ebenfalls betroffen. Die Nachfrage der Chemieindustrie ging konjunkturbedingt
zurück. Während die Nachfrage nach Produkten für die Pharmaindustrie anstieg, blieb
sie für Tierernährungsprodukte relativ stabil. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHER Nachdem die Nachfrage nach Verbraucherprodukten bereits im ersten Quartal insbesondere
im Bereich Tafelsalz in beiden Operativen Einheiten aufgrund eines höheren Heimverzehrs
im Rahmen der Corona-Pandemie positiv beeinflusst war, kam im zweiten Quartal zu dieser
positiven Entwicklung noch eine Nachfragebelebung bei Pool- und Wasserenthärtungssalzen
nach Wiedereröffnung der Baumärkte in einigen europäischen Ländern hinzu. KUNDENSEGMENT GEMEINDEN Sowohl in Europa als auch in Nordamerika beeinflusste der historisch milde Winter
zu Beginn des Jahres die Nachfrage negativ und sorgte für ein insgesamt relativ schwaches
Frühbezugsgeschäft. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN Für eine umfassende Darstellung der wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
und Personen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang auf Seite
35. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE Wir leisten mit unseren Produkten und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag für
die systemrelevante Grundversorgung der Bevölkerung und wichtiger Schlüsselindustrien
in den Bereichen Medizin, Pharma, Lebensmittelproduktion und Futtermittel bis hin
zur Landwirtschaft. Im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus hat K+S an allen Standorten umgehend umfangreiche
Maßnahmen zur Minimierung der Ansteckungsrisiken umgesetzt. So erfolgen die Seilfahrten
der Belegschaft in die Bergwerke mit deutlich weniger Personen, um einen größeren
Abstand zwischen den Bergleuten zu gewährleisten. Auch wurden Schichten verkürzt beziehungsweise
zeitlich verschoben, um ein Aufeinandertreffen von zu vielen Mitarbeitern zu verhindern.
In relevanten Bereichen kommen Mund-Nasen-Schutzmasken zum Einsatz. Dadurch ist es
gelungen, die Produktion an fast allen Standorten aufrecht zu erhalten. Zudem arbeiten
die Verwaltungsangestellten von K+S seit Mitte März teilweise im Homeoffice. Auch
hier sehen wir, dass die Zusammenarbeit in allen Bereichen gut gelingt. Die Gesamtbetriebsvereinbarung
für deutsche Betriebe sieht unter anderem eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit
und die Unterstützung bei der Organisation der Kinderbetreuung vor. Die mit diesen Maßnahmen verbundenen Effizienzverluste sowie die kurzzeitigen, coronabedingten
Produktionsunregelmäßigkeiten einzelner Standorte haben unser Quartalsergebnis mit
rund 10 Mio. € negativ beeinflusst. ERTRAGSLAGEUMSATZKENNZAHLENscroll
Nach 878,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum sank der Umsatz der K+S GRUPPE im zweiten
Quartal 2020 um rund 4 % auf 840,1 Mio. €. Während der Umsatz in der Operativen Einheit
Americas stabil blieb, konnten geringere Durchschnittspreise in der Operativen Einheit
Europe+ nicht vollumfänglich von positiven Mengen- und Währungseffekten kompensiert
werden. Im ersten Halbjahr 2020 ging der Umsatz infolge der genannten Effekte sowie eines
schwächeren Auftausalzgeschäftes insbesondere im ersten Quartal um knapp 10 % auf
1.929,2 Mio. € zurück (H1/2019: 2.141,9 Mio. €). Im Berichtsquartal entfielen rund 70 % des Umsatzes auf die Operative Einheit Europe+
und 30 % auf die Operative Einheit Americas. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRscroll
UMSATZ NACH REGIONEN in % ![]() ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN Die Umsatzkosten beliefen sich im zweiten Quartal 2020 auf 744,6 Mio. € und blieben
damit etwa auf Vorjahresniveau (Q2/2019: 738,5 Mio. €). Die Marketing- und allgemeinen
Verwaltungskosten sanken im Berichtsquartal von 85,5 Mio. € im Vorjahr auf 84,4 Mio.
€. Im ersten Halbjahr 2020 betrugen die Umsatzkosten 1.613,4 Mio. € nach 1.715,7 Mio.
€ im Vorjahr, die Marketing- und allgemeinen Verwaltungskosten stiegen aufgrund von
Einmalkosten auf 175,1 Mio. € (H1/2019: 166,9 Mio. €). Für K+S sind insbesondere Personalaufwendungen sowie die Kosten für Frachten, Material
und Energie von Bedeutung. Der Personalaufwand erhöhte sich im zweiten Quartal 2020
im Wesentlichen aufgrund einer Änderung des Konsolidierungskreises (siehe S. 29) sowie
allgemeiner Gehaltssteigerungen leicht auf 301,5 Mio. € (Q2/2019: 289,4 Mio. €), im
ersten Halbjahr betrug er 593,4 Mio. € (H1/2019: 588,9 Mio. €). Die Frachtkosten lagen
sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2020 mit 138,1 Mio. € bzw. 358,7
Mio. € aufgrund einer optimierten Nutzung unseres Logistiknetzwerkes, insbesondere
in Nordamerika, sowie geringeren Liefermengen für das Auftausalzgeschäft jeweils deutlich
unter dem Vorjahreswert (Q2/2019: 178,1 Mio. €; H1/2019: 435,5 Mio. €). Die Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten) stiegen
im zweiten Quartal 2020 leicht auf 142,2 Mio. € (Q2/2019: 135,6 Mio. €), blieben über
das gesamte Halbjahr jedoch mit 286,1 Mio. € etwa auf dem Niveau der Vergleichsperiode
(H1/2019: 285,9 Mio. €). Für Energie entstanden K+S im zweiten Quartal Kosten in Höhe
von 68,1 Mio. € (Q2/2019: 62,7 Mio. €), im ersten Halbjahr stiegen die Energiekosten
nach 132,1 Mio. € im Vorjahr auf 142,8 Mio. €. Dabei wurden im Wesentlichen mengen-
und preisbedingt geringere Energiekosten durch höhere Aufwendungen für CO2 Emissionszertifikate mehr als aufgezehrt. ÜBERLEITUNG OPERATIVES ERGEBNIS UND EBITDAscroll
ERGEBNISENTWICKLUNG Das EBITDA der K+S GRUPPE betrug im Berichtsquartal 87,8 Mio. € nach 130,1 Mio. €
im Vorjahreszeitraum. Während sich das EBITDA in der Operativen Einheit Americas gegenüber
dem Vorjahreszeitraum insbesondere durch eine starke operative Performance und eine
hohe Kostendisziplin deutlich positiv entwickelte, konnte diese Verbesserung preisbedingt
geringere Durchschnittserlöse in der Operativen Einheit Europe+ nicht kompensieren. Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften betrug im Berichtsquartal 7,9 Mio.
€ (Q2/2019: 42,4 Mio. €) und war durch Marktwertveränderungen der noch ausstehenden,
antizipativen Sicherungsgeschäften in größerem Umfang begünstigt als im Vorjahreszeitraum. Die beschriebenen Effekte führten im ersten Halbjahr zu einem EBITDA von 288,9 Mio.
€ (H1/2019: 400,0 Mio. €) und einem Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften
von 63,1 Mio. € (H1/2019: 214,8 Mio. €). Nach IFRS werden die Marktwertschwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn-
und Verlustrechnung ausgewiesen. Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften
beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d. h. sowohl
stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen
Sicherungsderivaten. Das Ergebnis vor operativen Sicherungsgeschäften entspricht dem
operativen Ergebnis, inklusive dem Ergebnis aus realisierten operativen Sicherungsgeschäften,
bereinigt um die Marktwertschwankungen von noch nicht fällig gewordenen Sicherungsgeschäften.
Marktwertschwankungen von noch nicht fällig gewordenen Sicherungsgeschäften während
der Laufzeit werden somit eliminiert. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften
mit Finanzierungscharakter werden im Finanzergebnis ausgewiesen. FINANZERGEBNIS Das Finanzergebnis des Berichtsquartals betrug - 14,0 Mio. € (Q2/2019: - 20,9 Mio.
€) und war vor allem durch positive Wechselkurseffekte im sonstigen Finanzergebnis
begünstigt. Das Finanzergebnis im ersten Halbjahr 2020 belief sich auf - 71,7 Mio.
€ (H1/2019: - 37,6 Mio. €). → Weitere Angaben zum Finanzergebnis und Rechnungszinsen für Rückstellungen finden
sich im Anhang auf Seite 31. (BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS UND (BEREINIGTES) ERGEBNIS JE AKTIE Das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter erreichte im zweiten Quartal
2020 einen Wert von - 4,2 Mio. € (Q2/2019: 13,9 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie
ergibt sich daraus ein Wert von - 0,02 € (Q2/2019: 0,07 €). Für die Berechnung wurde
eine durchschnittliche Anzahl von 191,4 Mio. ausstehender Stückaktien zugrunde gelegt.
Im ersten Halbjahr belief sich das Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter
auf - 6,0 Mio. € (H1/2019: 123,0 Mio. €). Für das Ergebnis je Aktie bedeutet das eine
Verringerung auf - 0,03 € (H1/2019: 0,64 €). Das um die Marktwertveränderungen der Derivate bereinigte Konzernergebnis nach Steuern
sank im zweiten Quartal 2020 auf -30,6 Mio. € nach 2,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Je Aktie resultiert daraus ein Wert von - 0,16 € (Q2/2019: 0,01 €). Nach den ersten
sechs Monaten betrug das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern - 5,7 Mio. € (H1/2019:
110,4 Mio. €). Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich im gleichen Zeitraum auf
- 0,03 € nach 0,58 € im Vorjahr. RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE) Der Ertrag auf das eingesetzte Kapital per 30. Juni 2020 (LTM) verringerte sich gegenüber
dem Vergleichszeitraum von 3,0 % auf 0,8 %. FINANZLAGEDEUTLICHER ANSTIEG DER INVESTITIONEN IM ZWEITEN QUARTAL GEGENÜBER VORJAHRINVESTITIONEN 1scroll
Im zweiten Quartal 2020 investierte die K+S GRUPPE insgesamt 119,0 Mio. € (Q2/2019:
93,1 Mio. €). Der planmäßige Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist vor allem
auf die Solung einer neuen Kaverne in den Niederlanden, die Haldenerweiterung am Standort
Zielitz sowie zusätzliche Investitionen im Rahmen des Arbeitsplatzgrenzwerte-Projekts
zur gesetzlich geforderten Senkung der Schadstoffemissionen an den Arbeitsplätzen
unter Tage zurückzuführen. Im ersten Halbjahr 2020 stiegen die Investitionen infolge der genannten Effekte sowie
den Haldenerweiterungen an den Standorten Hattorf und Wintershall auf 206,8 Mio. €
gegenüber 165,7 Mio. € im Vergleichszeitraum. OPERATIVER UND FREIER CASHFLOW UNTER VORJAHR Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2020 mit 323,0
Mio. € deutlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (517,6 Mio. €) und folgte damit
der Ergebnisentwicklung. Zusätzlich wirkte sich eine höhere Zunahme der Vorräte infolge
des schwachen Auftausalzgeschäftes negativ aus. Eine Reduzierung des Nettoumlaufvermögens
im Rahmen unseres aktiven Working Capital Managements, z.B. durch Factoring, konnte
die oben genannten Effekte nur teilweise kompensieren. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich durch den Erhalt der Kaufpreiszahlung
aus der Entkonsolidierung der K+S Real Estate GmbH & Co. KG auf -156,8 Mio. € im ersten
Halbjahr 2020 gegenüber -182,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. CASHFLOWÜBERSICHTscroll
Der bereinigte Freie Cashflow erreichte damit 161,2 Mio. € nach 334,6 Mio. € im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum aufgrund
der Tilgung von kurzfristigem Fremdkapital auf - 312,9 Mio. € (H1/2019: - 104,3 Mio.
€). Zum 30. Juni 2020 lag der Nettofinanzmittelbestand bei 177,8 Mio. € (31.12.2019:
316,3 Mio. €; 30.06.2019: 393,9 Mio. €). Es handelt sich dabei um Geldanlagen, im
Wesentlichen Bankeinlagen sowie um Geldmarktpapiere und vergleichbare Wertpapiere
mit Laufzeiten bis zu drei Monaten. VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme der K+S GRUPPE belief sich zum 30. Juni 2020 auf 10.045,9 Mio. €
(31.12.2019: 10.592,2 Mio. €). Das Sachanlagevermögen ging im Wesentlichen währungsbedingt
auf 7.045,3 Mio. € zurück (31.12.2019: 7.210,0 Mio. €). Der Bestand an flüssigen Mitteln,
kurzfristigen Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen verringerte sich im Wesentlichen
aufgrund der Tilgung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 197,5 Mio. € (31.12.2019:
333,2 Mio. €). Mit 4.264,5 Mio. € lag das Eigenkapital im Wesentlichen währungsbedingt unter dem
Niveau vom 31. Dezember 2019 (4.495,1 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug zum Stichtag
42,5 % nach 42,4 % zum 31. Dezember 2019. AKTIVA in % ![]() PASSIVA in % ![]() → Weitere Angaben zu wesentlichen Veränderungen einzelner Bilanzposten und des Eigenkapitals
finden sich im Anhang auf Seite 34. Zum Stichtag ergaben sich für die K+S GRUPPE Nettofinanzverbindlichkeiten von 2.979,4
Mio. € (31.12.2019: 3.116,6 Mio. €; 30.06.2019: 2.893,7 Mio. €). Ursächlich für den
Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2019 war der positive freie Cashflow. NETTOFINANZVERSCHULDUNG UND NETTOVERSCHULDUNGscroll
1
Ab dem Geschäftsjahr 2019 unterscheiden wir zwischen Leasingverbindlichkeiten aus
Finanzierungsverträgen, die mit Banken abgeschlossen wurden (Leasingverbindlichkeiten
aus Finanzierungsverträgen), und sonstigen Leasingverbindlichkeiten (Leasingverbindlichkeiten
exklusive Verbindlichkeiten aus Finanzierungsverträgen). DARSTELLUNG DER OPERATIVEN EINHEITEN (SEGMENTE NACH IFRS 8)OPERATIVE EINHEIT EUROPE+KENNZAHLENscroll
1
davon intersegmentär: Q2/2020: 3,1 Mio. € (Q2/2019: 4,4 Mio. €); H1/2020: 5,3 Mio.
€ (H1/2019: 7,6 Mio. €). UMSATZ In der Operativen Einheit Europe+ ging der Umsatz im Berichtsquartal moderat auf
insgesamt 588,3 Mio. € zurück (Q2/2019: 626,8 Mio. €). Positive Mengeneffekte in den
Kundensegmenten Landwirtschaft, Industrie und Verbraucher sowie positive Währungseffekte
konnten geringere Durchschnittspreise im Kundensegment Landwirtschaft sowie im Kundensegment
Industrie nur teilweise ausgleichen. Durch die Aufnahme der Gesellschaften Shenzen
K+S Trading Co. LTD. und K plus S Middle East FZE in den Konsoliderungskreis stieg
der Umsatz zudem leicht gegenüber der Vergleichs periode. Im ersten Halbjahr 2020 betrug der Umsatz der Operativen Einheit 1.233,3 Mio. € nach
1.318,6 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRscroll
ERGEBNISENTWICKLUNG Das EBITDA betrug 68,7 Mio. € nach 128,4 Mio. € im Vorjahresquartal. Im Kundensegment
Landwirtschaft konnten höhere Absatzmengen sowie niedrigere Durchschnittskosten infolge
einer guten operativen Performance sowie des weiteren Hochfahrens der Produktion in
Bethune ein preisbedingt geringeres Ergebnis nicht ausgleichen. Im Kundensegment Verbraucher
konnte ein deutlicher Ergebnisanstieg verzeichnet werden, der allerdings nicht ausreichte,
um das leicht unter dem Vorjahresquartal liegende Ergebnis im Kundensegment Industrie
zu kompensieren. Im Kundensegment Gemeinden schlug sich zudem die deutlich geringere
Absatzmenge im Ergebnis nieder. Im ersten Halbjahr 2020 ging das EBITDA auf 182,9 Mio. € zurück (H1/2019: 305,5 Mio.
€). OPERATIVE EINHEIT AMERICASKENNZAHLENscroll
1
im Betrachtungszeitraum sind keine intersegmentären Umsätze aufgetreten UMSATZ Im Berichtsquartal blieb der Umsatz in der Operativen Einheit Americas mit 251,4
Mio. € stabil (Q2/2019: 251,2 Mio. €). Die positive Umsatzentwicklung im Kundensegment
Verbraucher konnte geringere Umsätze in den Kundensegmenten Industrie und Gemeinden
vollständig ausgleichen. Im ersten Halbjahr überwogen deutlich geringere Auftausalzabsätze infolge des historisch
milden Winters, so dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 695,0 Mio. € deutlich
zurückging (H1/2019: 822,4 Mio. €). ABWEICHUNG GEGENÜBER VORJAHRscroll
ERGEBNISENTWICKLUNG Das EBITDA der Operativen Einheit Americas konnte im Berichtsquartal gegenüber dem
Vorjahr deutlich auf 37,9 Mio. € gesteigert werden (Q2/2019: 13,6 Mio. €). Gestiegene
Umsätze mit höherpreisigen Premiumprodukten im Kundensegment Verbraucher, eine starke
operative Performance sowie eine hohe Kostendisziplin und eine optimierte Nutzung
des Distributionsund Logistiknetzwerkes sorgten für Ergebnisverbesserungen in allen
Kundensegmenten. Im ersten Halbjahr erreichte das EBITDA 139,8 Mio. € und konnte damit trotz des schwachen
Auftausalzgeschäfts gegenüber dem Vorjahr um über 15 % gesteigert werden (H1/2019:
121,2 Mio. €). Das unterstreicht erneut die hohe Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells
und die breite Vielfalt der Endmärkte für unsere Produkte. DARSTELLUNG DER KUNDENSEGMENTE (KEINE SEGMENTE NACH IFRS 8)KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFTKENNZAHLEN KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFTscroll
→ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Landwirtschaft findet sich
ab Seite 5 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. Im Kundensegment Landwirtschaft ging der Umsatz im zweiten Quartal moderat auf 404,6
Mio. € zurück (Q2/2019: 440,1 Mio. €). Höhere Absatzmengen sowie positive Währungseffekte
konnten geringere Durchschnittserlöse nicht ausgleichen. Im Berichtsquartal lag der
Umsatz in Europa bei 195,6 Mio. € (Q2/2019: 209,5 Mio. €), in Übersee bei 209,0 Mio.
€ (Q2/2019: 230,6 Mio. €). Insgesamt entfielen 232,8 Mio. € des Umsatzes auf Kaliumchlorid
(Q2/2019: 280,2 Mio. €) und 171,8 Mio. € auf Düngemittelspezialitäten (Q2/2019: 160,0
Mio. €). Im ersten Halbjahr betrug der Umsatz 858,4 Mio. € nach 901,1 Mio. € im Vorjahr. Das Absatzvolumen stieg im zweiten Quartal spürbar auf insgesamt 1,75 Mio. t, nachdem
im Vorjahresquartal verfügbarkeitsbedingt lediglich 1,61 Mio. t abgesetzt worden waren.
Insbesondere am Werk Werra hat sich die operative Performance deutlich verbessert
und am Standort Bethune sorgte das planmäßige weitere Hochfahren der Produktion für
eine höhere Produktverfügbarkeit. Auch die Produktqualität am Standort Bethune ist
nun auf dem gewünschten Niveau, was die Erschließung weiterer Märkte ermöglichte. KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT: ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONENscroll
scroll
Im Berichtsquartal wurden 0,76 Mio. t in Europa (Q2/2019: 0,74 Mio. t) und 0,99 Mio.
t in Übersee (Q2/2019: 0,87 Mio. t) abgesetzt. Insgesamt entfielen 1,15 Mio. t der
Absatzmenge auf Kaliumchlorid (Q2/2019: 1,08 Mio. t) und 0,60 Mio. t auf Düngemittelspezialitäten
(Q2/2019: 0,54 Mio. t). Im ersten Halbjahr betrug der Absatz 3,65 Mio. t nach 3,25
Mio. t im Vorjahr. Das EBITDA im Kundensegment Landwirtschaft lag im zweiten Quartal mit 39,2 Mio. €
deutlich unter dem Wert des Vorjahres (Q2/2019: 95,3 Mio. €). Höhere Absatzmengen
sowie eine verbesserte operative Performance konnten die geringeren Durchschnittserlöse
nicht kompensieren. Im ersten Halbjahr betrug das EBITDA 136,3 Mio. € nach 219,4 Mio.
€ im Vorjahr. KUNDENSEGMENT INDUSTRIEKENNZAHLEN KUNDENSEGMENT INDUSTRIEscroll
→ Eine Beschreibung des Marktumfelds im Kundensegment Industrie findet sich ab Seite
5 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'. Im Kundensegment Industrie lag der Umsatz im Berichtsquartal mit 269,2 Mio. € nur
leicht unter dem Wert des Vorjahresquartals (Q2/2019: 282,5 Mio. €). Trotz geringerer
Absatzmengen blieb der Umsatz aufgrund des Produktmixes in der Operativen Einheit
Europe+ stabil während er in der Operativen Einheit Americas mengenbedingt zurückging. Im ersten Halbjahr blieb der Umsatz trotz der Corona-Pandemie mit 563,3 Mio. € annähernd
stabil (H1/2019: 564,3 Mio. €). Insgesamt lag der Absatz mit 2,28 Mio. t moderat unter dem Niveau des Vorjahres (Q2/2019:
2,47 Mio. t). Die Absatzmengen von Produkten für die Gastronomie und die verarbeitende
Lebensmittelindustrie gingen im Rahmen der Nachfragerückgänge durch die Corona-Pandemie
zurück. Der Bedarf für gewerbliche Wasserenthärtungssalze sowie Produkte für die Öl-
und Gasindustrie waren davon ebenfalls betroffen. Während der Absatz von Produkten
für die Pharmaindustrie anstieg, blieb er für Tierernährung relativ stabil. In der
Chemieindustrie konnten Absatzrückgänge, unter anderem aus der Automobilproduktion,
durch höhere Absätze in anderen Anwendungsbereichen kompensiert werden. Aufgrund unserer
hohen Diversifikation hinsichtlich Anwendungsgebieten und Regionen konnte der Absatzrückgang
insgesamt jedoch begrenzt werden. Im ersten Halbjahr betrug die Absatzmenge 4,86 Mio. t (H1/2019: 4,91 Mio. t). Das EBITDA betrug 56,0 Mio. € nach 55,8 Mio. € im Vorjahresquartal. Die hohe Kostendisziplin
sowie eine optimierte Nutzung des Distributions- und Logistiknetzwerkes insbesondere
in der Operativen Einheit Americas sorgten für ein gleichbleibendes EBITDA bei niedrigeren
Umsätzen. Im ersten Halbjahr betrug das EBITDA 111,1 Mio. € nach 114,3 Mio. € im Vorjahr.
Das unterstreicht die hohe Widerstandsfähigkeit des Kundensegments und die breite
Vielfalt der Endmärkte für unsere Industrieprodukte. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHERKENNZAHLEN KUNDENSEGMENT VERBRAUCHERscroll
Im Kundensegment Verbraucher stieg der Umsatz im Berichtsquartal deutlich auf 132,7
Mio. € (Q2/2019: 108,5 Mio. €). Höhere Absatzmengen, der gestiegene Absatzanteil von
höherwertigen Produkten sowie positive Währungseffekte waren die Hauptursache. Im
ersten Halbjahr stieg der Umsatz auf 255,0 Mio. € (H1/2019: 228,0 Mio. €). Der Absatz lag mit 0,42 Mio. t über dem Niveau des Vorjahres (Q2/2019: 0,40 Mio.
t). Der Absatz von Tafelsalzen war weiterhin durch einen gestiegenen Heimverzehr und
einer wachsenden Nachfrage nach höherwertigen Produkten begünstigt. Auch der Absatz
von Wasserenthärtungs- und Poolsalzen konnte gesteigert werden. Im ersten Halbjahr
betrug die Absatzmenge 0,85 Mio. t (H1/2019: 0,88 Mio. t). Das EBITDA konnte im zweiten Quartal deutlich auf 23,1 Mio. € gesteigert werden (Q2/2019:
9,0 Mio. €), im ersten Halbjahr auf 44,3 Mio. € (H1/2019: 25,4 Mio. €). Hier wirkte
sich ebenfalls der gestiegene Absatzanteil höherwertiger Produkte, einer verbesserten
operativen Performance, die hohe Kostendisziplin sowie eine optimierte Nutzung des
Distributions- und Logistiknetzwerkes deutlich positiv aus. KUNDENSEGMENT GEMEINDENKENNZAHLEN KUNDENSEGMENT GEMEINDENscroll
Im Kundensegment Gemeinden ging der Umsatz im üblicherweise saisonal schwachen Berichtsquartal
auf 33,1 Mio. € zurück (Q2/2019: 47,0 Mio. €). Positive Preis- und Währungseffekte
konnten einen negativen Mengeneffekt nicht kompensieren. Im ersten Halbjahr 2020 erreichte
der Umsatz vor dem Hintergrund des historisch milden Winters 251,7 Mio. € nach 447,6
Mio. € im Vorjahr. Der Absatz von Auftausalz lag im zweiten Quartal wegen eines schwächeren Frühbezugsgeschäftes
mit insgesamt 0,60 Mio. t deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (Q2/2019: 0,86 Mio.
t). Ebenso lag die Absatzmenge im ersten Halbjahr mit 4,21 Mio. t deutlich unter dem
Wert des Vorjahreszeitraums (7,97 Mio. t). Das EBITDA verbesserte sich auf -11,8 Mio. € nach -18,1 Mio. € im Vorjahr. Auch hier
wirkten sich die hohe Kostendisziplin sowie eine optimierte Nutzung des Distributions-
und Logistiknetzwerkes dämpfend aus. Im ersten Halbjahr betrug das EBITDA 30,9 Mio.
€ nach 67,5 Mio. € im Vorjahr. MITARBEITERPERSONALZAHL LEICHT ÜBER VORJAHR Die K+S GRUPPE beschäftigte zum 30. Juni 2020 insgesamt 14.738 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
Gegenüber dem 30. Juni 2019 (14.535 Mitarbeiter) ist die Anzahl durch die Aufnahme
der Gesellschaften Shenzen K+S Trading Co. LTD. und K plus S Middle East FZE in den
Konsoliderungskreis leicht gestiegen. Im Quartalsdurchschnitt waren 14.772 Mitarbeiter
beschäftigt (Q2/2019: 14.607). Rund ein Drittel der Mitarbeiter ist außerhalb von
Deutschland und mehr als ein Viertel außerhalb von Europa beschäftigt. Die Anzahl
der Auszubildenden in Deutschland lag am 30. Juni 2020 bei 502 und damit über dem
Vorjahreswert (30.06.2019: 455). MITARBEITER NACH REGIONEN![]() RISIKO- UND CHANCENBERICHT Für eine umfassende Darstellung des Risiko- und Chancenmanagementsystems sowie möglicher
Risiken und Chancen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen in unserem Geschäftsbericht
2019 ab Seite 119. Die dort beschriebenen Risiken und Chancen haben sich zum 30. Juni
2020 wie folgt verändert: Für das im Geschäftsbericht 2019 auf Seite 127 beschriebene Risiko Ramp-Up-Phase
am Standort Bethune ist die Höhe des Nettoschadenpotenzials durch das Erreichen einer
anhaltend hohen Produktqualität innerhalb der Bandbreite gesunken. K+S hat frühzeitig Krisenstäbe (Task Forces) eingerichtet, die die aktuelle Situation
im Zuge der Corona-Pandemie permanent beobachten, bewerten und erforderliche Maßnahmen
koordinieren. Dieses Vorgehen erlaubt es, alle Maßnahmen für Mitarbeiter und Geschäftspartner
aufeinander abzustimmen. Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und die Sicherstellung
der Belieferung unserer Kunden haben dabei oberste Priorität. K+S leistet einen wichtigen Beitrag für die systemrelevante Grundversorgung der Bevölkerung
und wichtiger Schlüsselindustrien. Aufgrund einer weitgehenden Aufrechterhaltung der
Produktion und einer stabilen globalen Nachfrage haben die Auswirkungen der Pandemie
das Ergebnis des 1. Halbjahres 2020 mit rund 20 Mio. € belastet. Da die weitere Entwicklung
unsicher ist, sind zukünftig wesentliche Belastungen jedoch nicht auszuschließen. Wegen der bestehenden Verunsicherung an den Kapital- und Finanzmärkten über die wirtschaftlichen
Folgen der Corona-Pandemie ist nicht auszuschließen, dass Refinanzierungen von auslaufenden
Finanzierungsinstrumenten erheblich erschwert sein können. Es ist ebenso nicht auszuschließen,
dass ein Zugang zum Finanzmarkt zwischenzeitlich gar nicht möglich sein kann. Die Risiken der K+S GRUPPE sind, sowohl einzeln als auch in Wechselwirkung mit anderen
Risiken, begrenzt und gefährden nach heutiger Einschätzung nicht den Fortbestand des
Unternehmens. Chancen und Risiken sowie deren positive und negative Veränderungen
werden nicht gegeneinander aufgerechnet. PROGNOSEBERICHTKÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen
auf den Einschätzungen des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWF). PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTSscroll
Quelle: IWF Der internationale Währungsfonds prognostiziert, dass durch die weltweite Corona-Pandemie
das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um -4,9 % zurückgehen wird (2019: +2,9
%). Die Implementierung von Schutzmaßnahmen und das Herunterfahren der Wirtschaftsaktivität
hatte deutlich negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und eine Erholung
in der zweiten Jahreshälfte ist nur graduell zu erwarten. KÜNFTIGE BRANCHENSITUATION Die im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 134 bis 137 beschriebenen mittel- bis
langfristigen Trends zur künftigen Branchensituation behalten weitgehend ihre Gültigkeit. KUNDENSEGMENT LANDWIRTSCHAFT Für das Jahr 2020 erwarten wir für den Weltkalimarkt insgesamt eine Zunahme des Weltkaliabsatzes
um rund 2 Mio. t auf etwa 70 Mio. t (einschließlich knapp 5 Mio. t Kaliumsulfat und
Kalisorten mit niedrigeren Wertstoffgehalten). Nach erfolgter Bodenbildung bei den
Preisen für Kaliumchlorid in Brasilien im Anschluss an die Vertragsabschlüsse in China
und Indien, unterstellen wir weiterhin eine moderate Erholung der Kaliumchloridpreise
in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 im Vergleich zum Preisniveau des zweiten
Quartals. Die Preise für Düngemittelspezialitäten sollten weitgehend stabil bleiben. KUNDENSEGMENT INDUSTRIE Während die Prognose für die Nachfrage nach Produkten für die Gastronomie in der
zweiten Jahreshälfte von der weiteren Entwicklung der Lockerungsmaßnahmen im Zusammenhang
mit der Corona-Pandemie abhängt, wird die Nachfrage nach Produkten für die Pharmaindustrie
weiterhin als robust eingeschätzt. Bei der Nachfrage nach Produkten für die Chemieindustrie
sollte uns auch im zweiten Halbjahr die Vielzahl der Anwendungen unserer Produkte
robust aufstellen; beispielsweise ist bei Produkten für die Chlorproduktion zur Herstellung
von Bleich- und Desinfektionsmitteln weiterhin eine hohe Nachfrage zu erwarten. Für
die Nachfrage nach Produkten für die verarbeitende Lebensmittelindustrie gehen wir
im zweiten Halbjahr von einer Normalisierung aus. In der Öl- und Gasindustrie dürfte
sich sowohl die Nachfrage nach Kaliprodukten in Europa als auch nach Salzprodukten
in Nordamerika im zweiten Halbjahr etwas erholen, auf Gesamtjahressicht aber noch
deutlich unter dem Vorjahr liegen. In Südamerika ist in 2020 weiterhin mit einer positiven
Nachfrageentwicklung bei Salz zur Extraktion von Kupfer aus gefördertem Roherz (Copper
Leaching) zu rechnen. KUNDENSEGMENT VERBRAUCHER Für das Geschäft mit Verbraucherprodukten gehört Nordamerika zu den bedeutendsten
Absatzregionen. Nachdem die Nachfrage im ersten Halbjahr 2020 bei Tafelsalz durch
einen höheren Heimverzehr beeinflusst war, wirkte sich die Wiedereröffnung von Baumärkten
in einigen europäischen Märkten auch auf den Absatz von Pool- und Wasserenthärtungssalzen
entsprechend positiv aus. Die Prognose für das zweite Halbjahr ist hier abhängig von
der weiteren Entwicklung der Lockerungen sowie von der wirtschaftlichen Situation
der Verbraucher. Derzeit gehen wir davon aus, dass sich das starke Momentum der ersten
Jahreshälfte auch in der zweiten Hälfte fortsetzen wird, wenn auch möglicherweise
mit einer geringeren Dynamik. In den Regionen Europa und Südamerika stellt sich die
Situation ähnlich dar. KUNDENSEGMENT GEMEINDEN Im Kundensegment Gemeinden gehen wir auch im dritten Quartal von einem schwachen
Frühbezugsgeschäft aus, so dass selbst bei durchschnittlichen Witterungsbedingungen
im vierten Quartal nach wie vor mit einer deutlich unterdurchschnittlichen Nachfrage
nach Auftausalz im Gesamtjahr zu rechnen ist. ERWARTETE ERGEBNISENTWICKLUNG Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir für die K+S GRUPPE unverändert ein EBITDA vor
einmaligen Restrukturierungsaufwendungen von rund 520 Mio. € (2019: 640 Mio. €); nach
Berücksichtigung dieses Einmalaufwandes, der bis zu 40 Mio. € betragen könnte, erwarten
wir ein EBITDA von rund 480 Mio. €. Unsere Einschätzung für das Gesamtjahr 2020 basiert im Wesentlichen auf den folgenden
Annahmen:
In der Operativen Einheit Europe+ (Segment nach IFRS 8) sollte der höhere Absatz
im Kundensegment Landwirtschaft nach den Produktionskürzungen im Vorjahr negativen
Preiseffekten gegenüberstehen. Daher gehen wir hier nach wie vor von einem spürbaren
Rückgang des EBITDA aus (2019: 437,0 Mio. €). Für das EBITDA der Operativen Einheit
Americas (Segment nach IFRS 8) gehen wir trotz eines insgesamt unterdurchschnittlichen
Auftausalzgeschäfts und einem höheren €/USD Wechselkurs aufgrund der verbesserten
operativen Performance, der hohen Kostendisziplin und der optimierte Nutzung des Distributions-
und Logistiknetzwerkes nunmehr nur von einem leichten Rückgang aus (bisherige Prognose:
moderater Rückgang; 2019: 230,0 Mio. €). Wir erwarten beim bereinigten Konzernergebnis nach Steuern insbesondere aufgrund
höherer Abschreibungen unverändert einen deutlichen Rückgang auf einen negativen Wert
(2019: 77,8 Mio. €). ERWARTETE FINANZLAGE UND GEPLANTE INVESTITIONEN Obwohl das Investitionsvolumen der K+S GRUPPE im Jahr 2020 insbesondere aufgrund
fortschreitender Erweiterungen unserer Haldenkapazitäten in Deutschland deutlich über
dem Vorjahr (2019: 493,3 Mio. €) liegen dürfte, erwarten wir aufgrund weiterer geplanter
Maßnahmen zur Verbesserung beim Working Capital einen in etwa ausgeglichenen bereinigten
Freien Cashflow (2019: +139,7 Mio.€). Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (roce)
wird voraussichtlich deutlich zurückgehen (2019: 2,3 %). ENTWICKLUNG DER PROGNOSEN FÜR DAS GESAMTJAHR 2020scroll
1
Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsen und Abschreibungen, bereinigt um den erfolgsneutralen
Abschreibungsbetrag im Rahmen von aktivierten Eigenleistungen, das Ergebnis aus Marktwertschwankungen
der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte, in Vorperioden
erfasste Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften. ABSCHLUSSGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. GESAMTERGEBNISRECHNUNG1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. BILANZ - AKTIVA 1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. BILANZ - PASSIVA1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. KAPITALFLUSSRECHNUNG1scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS1scroll
scroll
1
Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. ANHANGERLÄUTERNDE ANGABEN Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 wird nach den International Financial Reporting
Standards (IFRS) aufgestellt, sofern diese von der Europäischen Union anerkannt wurden.
Die Aufstellung erfolgt als verkürzter Abschluss mit ausgewählten erläuternden Anhangangaben
nach Maßgabe des IAS 34. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die im Zwischenbericht
angewendet werden, entsprechen mit Ausnahme der unten beschriebenen Änderungen denen,
die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 zur Anwendung kamen. Angaben zu den Segmenten nach IFRS 8 werden im Lagebericht und in der Quartalsübersicht
gemacht. Informationen zu den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die K+S Gruppe
sind im Lagebericht enthalten. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährungen werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Eine prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts
ist nicht erfolgt (§ 115 Abs. 5 WpHG). VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES Die folgenden Gesellschaften werden seit Beginn des Jahres 2020 in den Konsolidierungskreis
einbezogen:
UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse (Gesamtumsatz) lassen sich wie folgt unterteilen: GESAMTUMSATZscroll
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt zum einen anhand der marktorientierten
Kundensegmente (Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden), welche gemeinsame
Kundeninteressen bündeln, und zum anderen anhand der Produktgruppen. Die gewählten Aufteilungen der Umsatzerlöse spiegeln den Einfluss wirtschaftlicher
Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen
wieder. AUFTEILUNG UMSATZERLÖSE NACH SEGMENTEN/KUNDENSEGMENTEN (DRITTE)scroll
→ Weitergehende Informationen zu den Umsätzen finden Sie im Lagebericht ab Seite
7. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN In den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sind folgende wesentliche
Posten enthalten: SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGENscroll
FINANZERGEBNIS Im Finanzergebnis sind folgende wesentliche Posten enthalten: FINANZERGEBNISscroll
→ Weitere Informationen zum Finanzergebnis finden sich im Lagebericht auf Seite 9. RECHNUNGSZINS FÜR RÜCKSTELLUNGEN Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach
dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum Stichtag 2,1% (31.12.2019: 2,2
%; 30.06.2019: 2,2 %). Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen verzeichneten einen
Anstieg auf 931,8 Mio. €. Der für langfristige bergbauliche und ähnliche Verpflichtungen
über sämtliche Auszahlungszeitpunkte retrograd ermittelte einheitliche EUR-Abzinsungsfaktor
über alle Restlaufzeiten beträgt zum Stichtag 3,4% (31.12.2019: 3,5%; 30.06.2019:
3,3%). ERTRAGSTEUERN In den Ertragsteuern sind folgende wesentliche Posten enthalten: STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAGscroll
FINANZINSTRUMENTEBUCHWERTE UND BEIZULEGENDE WERTE VON FINANZINSTRUMENTENscroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend
auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer
der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen. Finanzinstrumente
der Stufe 1 ergeben sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven
Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Innerhalb der Stufe 2
wird die Bewertung der Finanzinstrumente mit Hilfe von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren
Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
werden aufgrund von unwesentlicher Bedeutung nicht konsolidiert. Der beizulegende
Zeitwert wurde als Barwert der aktuellen dreijährigen Ergebnisplanung (Mittelfristplanung)
und einer sich anschließenden ewigen Rente berechnet. Für die Diskontierung wurde
der Kapitalkostensatz der Gesellschaft zugrunde gelegt. Änderungen der zukünftigen
Ergebnisse bzw. des Kapitalkostensatzes haben entsprechende Auswirkungen auf die Barwertkalkulation.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich langfristig und nicht
zu Handelszwecken gehalten. Daher wurde, soweit zulässig, von dem Wahlrecht Gebrauch
gemacht, Wertänderungen im sonstigen Ergebnis zu erfassen, ohne diese beim Abgang
in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern (OCI-Option). ZUM BEIZULEGENEDEN ZEITWERTE BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENscroll
ZUM BEIZULEGENEDEN ZEITWERTE BEWERTETE VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENscroll
ÜBERLEITUNG ANTEILE NICHT KONSOLIDIERTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGEN (STUFE 3)scroll
WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN EINZELNER BILANZPOSTEN Im Vergleich zum Jahresabschluss 2019 reduzierte sich die Bilanzsumme zum 30. Juni
2020 um 546,3 Mio. €. Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 201,5 Mio.
€. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 344,8 Mio. €. Die Reduzierung der langfristigen
Vermögenswerte beruht im Wesentlichen auf der Verminderung des Sachanlagevermögens
um 164,7 Mio. €. Dieser Rückgang ist überwiegend auf Währungsdifferenzen zurückzuführen.
Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 186,0 Mio.
€ resultiert im Wesentlichen aus unserem aktiven Working Capital Managements (z.B.
durch Factoring). Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte gingen um
79,9 Mio. € zurück. Des Weiteren reduzierten sich die flüssigen Mittel um 137,2 Mio.
€. Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital um 230,6 Mio. €. Das langfristige
Fremdkapital reduzierte sich um 249,2 Mio. €. Im Wesentlichen resultiert die Verminderung
aus der Reduzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 239,1 Mio. € und
der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um 56,1 Mio. €. Der Rückgang der langfristigen
Finanzverbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf Fristigkeitsänderungen von bestehenden
Schuldscheindarlehen. Gegenläufig wirken sich höhere Rückstellungen für bergbauliche
Verpflichtungen um 21,2 Mio. € aus. Weiter erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen
um 12,4 Mio. € und die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um
10,8 Mio. €. Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich dagegen um 66,5 Mio. €.
Wesentliche Ursache ist die Abnahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um
56,3 Mio. € sowie der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 58,6 Mio. €. Gegenläufig
zu den umgegliederten Schuldscheindarlehen wirkten sich Rückzahlungen von Commercial
Papers aus. Des Weiteren steht ein Anstieg der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
um 52,9 Mio. € dem gegenüber. WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN DES EIGENKAPITALS Das Eigenkapital wird sowohl durch erfolgswirksame und erfolgsneutrale Geschäftsvorfälle
als auch durch Kapitaltransaktionen mit den Anteilseignern beeinflusst. Im Vergleich
zum Jahresabschluss 2019 haben sich der Bilanzgewinn und die anderen Rücklagen um
230,6 Mio. € verringert. Der Rückgang beruht vor allem auf erfolgsneutralen Veränderungen
des Eigenkapitals, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler
Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen CAD und usd). Unterschiede aus der Währungsumrechnung
werden in einer gesonderten Währungsumrechnungsrücklage erfasst; diese hat sich zum
30. Juni 2020 aufgrund von Wechselkursschwankungen um 189,5 Mio. € vermindert. Mindernd
wirkten sich zudem die Auszahlung der Dividende in Höhe von 7,7 Mio. € sowie das negative
Periodenergebnis der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 6,0
Mio. € aus. SAISONALE EINFLÜSSE Beim Verkauf von Pflanzennährstoffen und Salzprodukten bestehen unterjährig saisonale
Unterschiede. Bei Pflanzennährstoffen erzielen wir in den ersten sechs Monaten aufgrund
der europäischen Frühjahrsdüngung in der Regel die höchsten Absätze. Die Verkäufe
von Salzprodukten - speziell von Auftausalz - sind erheblich von der jeweiligen winterlichen
Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig. In Summe führen beide
Effekte dazu, dass das erste Halbjahr in der Regel umsatz- und besonders ergebnisseitig
stärker ausfällt. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2019 nicht
signifikant verändert und sind insgesamt als nicht wesentlich einzustufen. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN Innerhalb der K+S GRUPPE werden Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen
Konditionen abgewickelt. Neben Transaktionen zwischen konsolidierten Unternehmen der
K+S GRUPPE bestehen Geschäftsbeziehungen mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen
sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann
(assoziierte Unternehmen). Diese Beziehungen haben keinen signifikanten Einfluss auf
den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die Gruppe der nahestehenden Personen umfasst
bei der K+S GRUPPE im Wesentlichen den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT.
Wesentliche Transaktionen mit diesem Personenkreis fanden nicht statt. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Kassel, 13. August 2020 K+S Aktiengesellschaft Der Vorstand KENNZAHLENscroll
scroll
1
Segment im Sinne des IFRS 8. FINANZKALENDERTERMINEscroll
KONTAKTK+S Aktiengesellschaft Bertha-von-Suttner-Str. 7 34131 Kassel Tel.: 0561/9301-0 Fax: 0561/9301-1753 Internet: www.kpluss.com Investor Relations Tel.: 0561/9301-1100 Fax: 0561/9301-2425 E-Mail: investor-relations@k-plus-s.com IMPRESSUM Redaktion/Text K+S Investor Relations Layout und Umsetzung Kirchhoff Consult AG, Hamburg Veröffentlichung am 13. August 2020 ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige
Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen
Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung
stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten
Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht
des aktuellen Geschäftsberichts genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen
Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft
übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine
Verpflichtung, die in diesem Halbjahresfinanzbericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||