KAP AGFuldaHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024von 1. Januar bis 30. Juni 2024KENNZAHLENAusgewählte Kennzahlenscrollen
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BRIEF AN DIE AKTIONÄRESEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN, SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE,mit unserem diversifizierten und auf attraktive Nischen
spezialisierten Geschäftsmodell sind wir auch in
wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gut aufgestellt -
das haben unsere Segmente im ersten Halbjahr 2024 wieder
bewiesen. Obwohl die Weltwirtschaft weiterhin von
geopolitischen Krisen und einer ausgeprägten
Nachfrageschwäche in für uns relevanten
Teilmärkten geprägt ist, können wir auf eine
solide Entwicklung zurückblicken. Auf vergleichbarer
Basis, also ohne den im April 2023 veräußerten
Teilbereich des Segments flexible films, lag der
Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2024 mit 168,4 Mio. EUR
lediglich 6,9 % unter dem Vorjahreswert. Noch wichtiger:
Bei unserer bedeutendsten Ertragskennzahl, dem
normalisierten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA), haben wir auf vergleichbarer Basis
sogar um 15,5 % von 14,2 Mio. EUR auf 16,4 Mio. EUR
zugelegt.
Diese gute Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2024
zeigt, dass die strukturellen Maßnahmen, mit denen
wir konsequent auf die Nachfrageschwäche reagiert und
die wir zum Teil schon umgesetzt haben, greifen. Sie
entfalten bereits jetzt ihre Wirkung. Das bestätigt
uns: Wir sind auf dem richtigen Weg! Die Zahlen des zweiten
Quartals verdeutlichen unsere Fortschritte. Auf
vergleichbarer Basis konnten wir unseren Umsatz um 3,0 %
auf 85,3 Mio. EUR und gleichzeitig unser normalisiertes
EBITDA um 75,6 % auf 7,9 Mio. EUR steigern. Wir werden uns
auch in der zweiten Jahreshälfte darauf konzentrieren,
auf allen Ebenen noch effizienter und effektiver zu werden.
Auch wenn wir uns mit unserer normalisierten EBITDA-Marge
von 9,7 % wieder in Richtung zweistelliger Bereich bewegen,
sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen und können.
Als Industrieholding analysieren wir
naturgemäß ständig, welche
Veränderungen und Ergänzungen im
Beteiligungsportfolio sinnvoll und erfolgversprechend sind.
Kontinuierliche Weiterentwicklung bleibt auf unserer
Agenda. Vor diesem Hintergrund gestalten wir unsere
Segmente aktiv und der Erfolg gibt uns Recht. Ein Beispiel
für unser aktives Portfoliomanagement ist die
Entwicklung des Segments flexible films, dessen Profil wir
im vergangenen Jahr durch die Veräußerung eines
Teilbereichs geschärft haben. Bei aller
Zurückhaltung lässt sich schon jetzt sagen, dass
wir mit der Trennung von diesen Gesellschaften einen
wichtigen Schritt umgesetzt haben. Die Umsätze des
Segments stiegen im ersten Halbjahr 2024 auf vergleichbarer
Basis um 4,9 % und das normalisierte EBITDA um 25,0 %.
Entsprechend verbesserte sich auch die normalisierte
EBITDA-Marge um 2,9 Prozentpunkte auf 17,8 %. Insgesamt
sind wir - auch mit Blick auf die wieder leicht anziehende
Nachfrage in anderen Teilmärkten - vorsichtig
optimistisch. Aus dem für die Entwicklung unserer
Segmente wichtigen Teilmarkt Automotive erwarten wir
allerdings eine weiterhin schwache Nachfrage. Entsprechend
agieren wir in diesem schwierigen Umfeld bei unseren
Investitionen und der Umsetzung unserer Portfoliostrategie
mit Augenmaß und klarem Fokus auf Rentabilität.
Mit unserer strategischen Ausrichtung und der
Marktpositionierung in den Segmenten sind wir gut
gerüstet, um trotz aller Herausforderungen
optimistisch in die Zukunft zu blicken und unsere Ziele zu
erreichen. Mit unseren Segmenten konzentrieren wir uns auf
margenstarke Nischen in den jeweiligen Endmärkten, in
denen sie regelmäßig zu den führenden
Anbietern zählen. Dies bietet eine gewisse Resilienz
gegenüber kurzfristigen konjunkturellen
Einbrüchen, wenngleich diese nicht gänzlich ohne
Auswirkungen auf das operative Geschäft unserer
Segmente bleiben. Wir sehen in konjunkturellen Krisen aber
auch Chancen, nochmals verstärkt an Struktur- und
Effizienzthemen zu arbeiten.
Für die zweite Jahreshälfte 2024 erwarten wir
eine weitere Normalisierung der Märkte und eine
moderate Nachfrageerholung, ohne jedoch die
Wachstumsdynamik der Vorpandemiezeit zu erreichen.
Entsprechend gehen wir von weiterhin herausfordernden
Rahmenbedingungen aus. Unsere Prognose bleibt daher
unverändert: Auf vergleichbarer Basis wollen wir den
Umsatz gegenüber dem Vorjahr moderat und das
normalisierte EBITDA deutlich steigern. Zur besseren
Einschätzung: Im Vorjahr betrug der Umsatz ohne die
veräußerten Gesellschaften des Segments flexible
films 316,7 Mio. EUR und das normalisierte EBITDA 15,6 Mio.
EUR.
Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des
KAP-Konzerns, die mit ihrem täglichen Engagement die
Basis für unsere erfolgreiche Entwicklung legen.
Ebenso danken wir unseren Geschäftspartnerinnen und
Geschäftspartnern sowie unseren Aktionärinnen und
Aktionären für ihr großes Vertrauen und
ihre Treue.
Mit den besten Grüßen
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KonzernzwischenlageberichtKONZERNZWISCHENLAGEBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENDie Weltwirtschaft erholt sich im bisherigen
Jahresverlauf 2024 nur langsam von den vielfältigen
negativen Einflüssen. Die anhaltend hohen
Finanzierungskosten, weiterhin bestehende Belastungen durch
die russische Invasion in der Ukraine und die
Verschärfung des Nahostkonflikts wirken sich
spürbar auf die globale Konjunkturentwicklung aus und
dämpfen das Wachstumstempo der Weltwirtschaft. Nach
Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll
das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 3,2
% gegenüber dem Vorjahr wachsen, nachdem die
Wachstumsrate im Vorjahr revidiert bei 3,3 % lag. In seiner
im Juli 2024 aktualisierten Prognose hebt der IWF
insbesondere die leicht verringerten
Produktionsunterschiede zwischen den einzelnen
Volkswirtschaften hervor. Demnach haben sich die globale
Wirtschaftstätigkeit und der Welthandel dank einer
starken Exportentwicklung aus Asien zwar belebt, die
Entwicklung in den wichtigen Volkswirtschaften USA und
Japan blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Ein
wachsender Dienstleistungssektor in Europa und die Belebung
des Binnenkonsums in China trugen positiv zum globalen
Wirtschaftswachstum bei. Die Inflationsrate schwächte
sich weiter ab, sodass die Europäische Zentralbank
(EZB) den Leitzins im Juni 2024 um 25 Basispunkte senkte.
Gleichzeitig betonte die EZB jedoch, dass sie an ihrer eher
restriktiven Geldpolitik festhalten werde, bis das
mittelfristige Inflationsziel von 2 % erreicht ist. Im Juni
2024 lag die Inflationsrate in der EU bei 2,6 %.
Für die sogenannten fortgeschrittenen
Volkswirtschaften prognostiziert der IWF für 2024 eine
gegenüber dem Vorjahr unveränderte Wachstumsrate
von 1,7%. Deutlich unterproportional entwickeln sich dabei
die Volkswirtschaften des Euroraums. In diesem wichtigen
Wirtschaftsbereich soll das BIP nur um 0,9 % (i.V. 0,5 %)
zulegen. Wesentliche Impulse kommen vor allem von der
US-Wirtschaft, die mit einem Plus von 2,6 % an die starke
Entwicklung des Vorjahres anknüpfen kann, in dem eine
Wachstumsrate von 2,5 % erreicht wurde. Erst im Folgejahr
rechnet der IWF mit einer zunehmenden Konvergenz der
Wachstumsraten in beiden Wirtschaftsräumen.
Die deutsche Wirtschaft startete ohne großen
Schwung in das Jahr 2024. Nachdem das preis-, saison- und
kalenderbereinigte BIP nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes (Destatis) im ersten Quartal 2024 noch um 0,2 %
gegenüber dem Vorquartal gestiegen war, setzte sich
der leicht positive Trend im zweiten Quartal 2024 nicht
fort. Aufgrund rückläufiger Investitionen in
Ausrüstungen und Bauten sank die Wachstumsrate
gegenüber dem Vorquartal sogar um 0,1 %.
ENTWICKLUNG WICHTIGER ABNEHMERBRANCHENDie Segmentunternehmen des KAP-Konzerns sind in
verschiedenen Marktnischen aktiv und produzieren im
Wesentlichen Produkte und Lösungen für
Unternehmen aus dem industriellen Bereich. Die Daten zu
aktuellen Entwicklungen auf diesen Märkten sind
aufgrund des speziellen Zuschnitts nur eingeschränkt
öffentlich verfügbar. Wesentlich für die
Entwicklung der Segmente und damit auch der
Segmentunternehmen sind die allgemeine konjunkturelle Lage
sowie die der wichtigsten Kundenindustrien der
Segmentunternehmen: des Automobilsektor, der
Industrieproduktion und des Baugewerbes.
Die internationalen Automobilmärkte haben sich nach
Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) im ersten
Halbjahr 2024 überwiegend positiv entwickelt. Auf dem
europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden rund
6,9 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entspricht einem
Plus von 4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das
Vorkrisenniveau von 2019 wurde damit jedoch weiterhin
deutlich nicht erreicht: Die Absatzlücke liegt bei 18
%. Positiv entwickelte sich der US-Markt für Light
Vehicles (Pkw und Light Trucks) mit einem Absatzplus von
2,1 % auf 7,8 Mio. Fahrzeuge. Dagegen wirkte sich die
Konsumschwäche in China im zweiten Quartal 2024
spürbar auf den Pkw-Absatz aus. Während im ersten
Halbjahr mit 9,9 Mio. Fahrzeugen noch ein Anstieg um 3 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt wurde,
verzeichnete der chinesische Markt im Juni einen scharfen
Rückgang um 8 % auf nur noch 1,8 Mio. Pkw. Der
indische Markt setzte seinen Wachstumskurs im ersten
Halbjahr 2024 fort und legte um 7 % auf 2,2 Mio. verkaufte
Pkw zu.
In Deutschland stiegen die Pkw-Neuzulassungen im ersten
Halbjahr 2024 dem VDA zufolge nicht zuletzt aufgrund des im
historischen Vergleich schwachen Vorjahresniveaus um gut 5
% auf 1,47 Mio. Pkw. Trotz des erreichten Zuwachses blieb
der Abstand zum Vorkrisenniveau von 2019 mit rund 20 %
weiterhin hoch. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen blieb
schwach, was nach Analyse des VDA vor allem auf das
Auslaufen der Förderung durch die Bundesregierung
sowie die insgesamt schwache gesamtwirtschaftliche
Entwicklung zurückzuführen ist. Im ersten
Halbjahr sank die Zahl der Neuzulassungen von Elektro-Pkw
(BEV, PHEV, FCEV) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 %
auf 273.700 Fahrzeuge. Insbesondere der Absatz von BEV
verlief schleppend. Insgesamt wurden nur 184.100 BEV neu
zugelassen, 16 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Deutlich
stabiler entwickelte sich dagegen das PHEV-Segment mit
einem Plus von gut 13 % auf 89.500 Fahrzeuge.
Im produzierenden Gewerbe stieg die reale Produktion im
Juni 2024 gegenüber Mai 2024 nach vorläufigen
Angaben von Destatis saison- und kalenderbereinigt um 1,4
%. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die
Produktion im Zeitraum von April bis Juni allerdings um 1,3
% niedriger als in den drei Monaten zuvor. Auch die
Industrieproduktion (produzierendes Gewerbe ohne Energie
und Baugewerbe) nahm in diesem Zeitraum um 1,5 % zu.
Insbesondere die Produktion von Industriegütern (+2,5
%) und Vorleistungsgütern (+2,1 %) trug zu dieser
positiven Entwicklung bei. Dagegen sank die Produktion von
Konsumgütern im zweiten Quartal um 2,4 %.
GESCHÄFTS-, UMSATZ- UND ERGEBNISVERLAUF DES KAP-KONZERNSKAP-Konzernscrollen
Die Umsatzerlöse des KAP-Konzerns lagen im ersten
Halbjahr 2024 mit 168,4 Mio. EUR um 6,9 % unter dem
Vorjahresniveau von 180,9 Mio. EUR (auf vergleichbarer
Basis, also ohne den im April 2023 veräußerten
Teilbereich des Segments flexible films) bzw. um 16,3 %
unter dem Vorjahresniveau von 201,2 Mio. EUR (inklusive der
Umsatzbeiträge der Gesellschaften des
veräußerten Teilbereichs). Dabei ist zu
berücksichtigen, dass das Umsatzniveau insbesondere im
ersten Quartal 2023 aufgrund von Nachholeffekten besonders
hoch war, während sich die Nachfrage in wichtigen
Teilmärkten im ersten Halbjahr 2024 wieder zunehmend
normalisierte. Im zweiten Quartal 2024 stieg der Umsatz um
3,0 % auf 85,3 Mio. EUR (i. Vj. 82,8 Mio. EUR auf
vergleichbarer Basis). In dieser Entwicklung spiegeln sich
eine leichte Belebung der Kundennachfrage gegenüber
der Entwicklung im Vorjahr wider. Damit hat sich der
Konzern in einem nach wie vor herausfordernden
konjunkturellen Umfeld durchaus solide entwickelt. Positiv
verlief die Umsatzentwicklung im Segment flexible films,
während die anderen Segmente spürbar von der
schwachen Kundennachfrage aus dem Automotive-Bereich
betroffen waren. Diese heterogene Entwicklung der Segmente
zeigt einmal mehr, wie wichtig der hohe
Diversifikationsgrad im KAP-Konzern ist. So können
Sonderentwicklungen und Nachfrageschwächen in
einzelnen Segmenten durch eine gute Entwicklung in anderen
Segmenten zumindest teilweise kompensiert werden.
Die Gesamtleistung belief sich im Berichtszeitraum auf
164,0 Mio. EUR und lag damit 17,9 % unter dem Niveau des
Vorjahres (i. Vj. 199,8 Mio. EUR). Der Vorjahreswert
enthält gemäß den Berichtsrichtlinien die
Beiträge der im April 2023 veräußerten
Gesellschaften des Teilbereichs des Segments flexible
films. Dies gilt auch für die weiteren Kennzahlen,
sofern nicht explizit auf eine Darstellung auf
vergleichbarer Basis hingewiesen wird. Die
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen lagen mit -4,4 Mio. EUR aufgrund des bereits
erfolgten Abverkaufs von Lagerbeständen sowie der
Fortschritte im aktiven Working Capital Management deutlich
unter dem Vorjahreswert von -1,4 Mio. EUR.
Die Materialkosten sanken im Berichtszeitraum aufgrund
rückläufiger Rohstoff- und Energiekosten
überproportional zum Umsatz um 21,3 % auf 84,8 Mio.
EUR (i. Vj. 107,8 Mio. EUR). Entsprechend verringerte sich
die Materialaufwandsquote um 1,9 Prozentpunkte auf 51,7 %
(i. Vj. 53,6 %). Der Personalaufwand reduzierte sich im
ersten Halbjahr 2024 um 13,8 % auf 47,5 Mio. EUR (i.Vj.
55,1 Mio. EUR). Diese Entwicklung spiegelt sowohl die im
Segment engineered products durchgeführte
Verschlankung der Verwaltungsfunktionen in Fulda als auch
strukturelle Anpassungen an die aktuelle Auslastung wider.
Die Personalaufwandsquote gemessen an der Gesamtleistung
erhöhte sich um 1,4 Prozentpunkte auf 29,0 % (i. Vj.
27,6 %).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im
ersten Halbjahr 2024 deutlich von 57,4 Mio. EUR auf 7,2
Mio. EUR. Wesentlicher Grund für den Rückgang ist
der im Vorjahreszeitraum vereinnahmte
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf eines
Teilbereichs des Segments flexible films in Höhe von
44,0 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
verringerten sich weitgehend proportional zur
Umsatzentwicklung um 18,0 % auf 27,9 Mio. EUR (i. Vj. 34,0
Mio. EUR).
Das normalisierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) stieg im ersten Halbjahr um 15,5 %
auf 16,4 Mio. EUR (i.Vj. 14,2 Mio. EUR auf vergleichbarer
Basis). Der deutliche Anstieg spiegelt die positiven
Effekte der eingeleiteten und in Umsetzung befindlichen
strukturellen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
wider. Entsprechend verbesserte sich die normalisierte
EBlTDA-Marge um 1,9 Prozentpunkte auf 9,7 % (i.Vj. 7,8 %
auf vergleichbarer Basis). Die vorgenommenen
Normalisierungen in Höhe von 5,4 Mio. EUR (i.Vj. -44,4
Mio. EUR) betrafen hauptsächlich
Restrukturierungsaufwendungen im Segment engineered
products sowie M&A-Kosten. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass der Vorjahreswert im
Wesentlichen den Ergebnisbeitrag aus der
Veräußerung des Teilbereichs des Segments
flexible films enthält. Ohne Normalisierungen lag das
EBITDA bei 11,0 Mio. EUR (i.Vj. 60,3 Mio. EUR). Der Blick
auf die Entwicklung im zweiten Quartal 2024 zeigt im
Besonderen, dass die bereits umgesetzten strukturellen
Maßnahmen greifen und sich deutlich positiv
auswirken. So stieg das normalisierte EBITDA im Konzern um
75,6 % auf 7,9 Mio. EUR (i. Vj. 4,5 Mio. EUR auf
vergleichbarer Basis).
Die Abschreibungen sanken um 34,0 % auf 14,9 Mio. EUR
(i. Vj. 22,5 Mio. EUR). Damit erreichte das
Abschreibungsvolumen wieder ein normales Niveau, nachdem im
Vorjahr im Zusammenhang mit dem Brand in einem polnischen
Werk im Segment Surface technologies
außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von 6,9 Mio. EUR hatten vorgenommen werden
müssen.
Das normalisierte Betriebsergebnis (EBIT) stieg
dementsprechend im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich
auf 2,0 Mio. EUR (i. Vj. 0,3 Mio. EUR). Ohne
Normalisierungen betrug das EBIT -3,8 Mio. EUR (i. Vj. 37,8
Mio. EUR). Positive Währungseffekte führten zu
einem um 66,8 % verbesserten Finanzergebnis von -1,1 Mio.
EUR (i. Vj. -3,3 Mio. EUR). Somit lag das Ergebnis vor
Ertragsteuern bei -4,9 Mio. EUR (i. Vj. 34,6 Mio. EUR). Der
Steueraufwand reduzierte sich auf 0 Mio. EUR, nachdem im
Vorjahr insbesondere aufgrund des Ertrages aus der
Veräußerung des Teilbereichs des Segments
flexible films ein Steueraufwand von 2,3 Mio. EUR
angefallen war. Insgesamt verringerte sich das
Konzernergebnis nach Steuern im ersten Halbjahr 2024
entsprechend auf -4,9 Mio. EUR (i. Vj. 32,9 Mio. EUR).
SEGMENTBERICHTSEGMENTENTWICKLUNG ENGINEERED PRODUCTSengineered productsscrollen
Im Segment engineered products resultierte der
rückläufige Umsatz im ersten Halbjahr 2024 sowohl
aus einer anhaltend schwachen Kundennachfrage aus dem
Automobilsektor als auch aus der Optimierung des
Produktportfolios im Bereich Förderbandgewebe.
Entsprechend verringerten sich die Umsatzerlöse des
Segments um 12,1 % auf 57,2 Mio. EUR (i.Vj. 65,1 Mio. EUR).
Die Umsetzung der strukturellen Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung in der Produktion sowie zur
Verschlankung der Verwaltungsfunktionen verlief
planmäßig und führte bereits zu ersten
positiven Beiträgen. Die Maßnahmen in der
Zentrale in Fulda sind bereits abgeschlossen, die
Optimierung des Produktportfolios schreitet wie geplant
voran und wird sukzessive fortgesetzt. Die Fortschritte
zeigen sich auch deutlich bei der Entwicklung des
normalisierten EBITDA, das um 30,0 % auf 4,1 Mio. EUR
(i.Vj. 3,2 Mio. EUR) stieg. Die normalisierte EBlTDA-Marge
verbesserte sich damit um 2,3 Prozentpunkte auf 7,2 %. Das
aktive Working Capital Management, das insbesondere
Maßnahmen zur effizienteren Vorratshaltung umfasst,
führte zu einer Reduzierung des Working Capital um
39,1 % auf 16,2 Mio. EUR (i.Vj. 26,6 Mio. EUR).
Die Investitionen gingen im Berichtszeitraum wie geplant
weiter zurück und reduzierten sich um 68,6 % auf 0,9
Mio. EUR (i.Vj. 2,8 Mio. EUR). Der Fokus liegt in diesem
Jahr auf den oben erwähnten strukturellen
Maßnahmen, entsprechend niedrig waren die
Investitionen im ersten Halbjahr 2024 in neue Anlagen.
Zum 30. Juni 2024 beschäftigte das Segment 682
Mitarbeiter (i.Vj. 803) und damit 15,1 % weniger als zum
Vorjahresstichtag. Der Rückgang der Mitarbeiterzahl
ist auf das fortgeschrittene Effizienzprogramm und die
Verschlankung der Verwaltung in Fulda
zurückzuführen.
SEGMENTENTWICKLUNG FLEXIBLE FILMSflexible filmsscrollen
Im Segment flexible films hat sich die Nachfrage im 1.
Halbjahr 2024 wieder normalisiert, sodass die
COVID-19-Effekte der Vorjahre - gekennzeichnet durch einen
zunächst starken Anstieg, gefolgt von einem deutlichen
Nachfragerückgang und einem langsamen Abbau der
Vorräte bei den Kunden des Segments - überwunden
sind. Die Umsatzerlöse stiegen um 4,9 % auf 53,5 Mio.
EUR (i. Vj. 51,0 Mio. EUR auf vergleichbarer Basis). Diese
Entwicklung spiegelt die gute Positionierung der
Segmentunternehmen im Bereich der Poolfolien in der ersten
normalen Saison nach der Pandemie wider. Die umgesetzten
strukturellen Maßnahmen zeigen auch in diesem Segment
bereits planmäßig Wirkung. Das normalisierte
EBITDA verbesserte sich entsprechend deutlich um 25,0 % auf
9,5 Mio. EUR (i.Vj. 7,6 Mio. EUR auf vergleichbarer Basis).
Dies ist gleichbedeutend mit einer Verbesserung der
normalisierten EBITDA-Marge um 2,9 Prozentpunkte auf 17,8 %
(i. Vj. 14,9 % auf vergleichbarer Basis). Auch das Working
Capital entwickelte sich positiv. Die Normalisierung der
Nachfrage führte zu einem spürbaren Vorratsabbau,
der ebenso wie das aktive Working Capital Management und
die verstärkte Nutzung von Factoringlösungen zum
Rückgang des Working Capital um 17,0 % auf 29,5 Mio.
EUR (i. Vj. 35,5 Mio. EUR) beitrug.
Im Berichtszeitraum stiegen die Investitionen des
Segments um 9,5 % auf 2,2 Mio. EUR (i. Vj.2,0 Mio. EUR).
Die Investitionen betrafen im Wesentlichen Maßnahmen,
um unsere bestehenden Produktionsprozesse effizienter zu
machen.
Die Zahl der Mitarbeiter lag zum 30. Juni 2024 bei 291
(i. Vj. 313) und damit aufgrund der durchgeführten
strukturellen Maßnahmen um 7,0 % unter dem
Vorjahreswert.
SEGMENTENTWICKLUNG SURFACE TECHNOLOGIESSurface technologiesscrollen
Die Umsatzentwicklung des Segments Surface technologies
war im ersten Halbjahr von einer unverändert
schwächelnden Nachfrage aus dem Automobilsektor
geprägt. Die Wachstumsdynamik blieb niedrig und
insbesondere in Deutschland gingen die Neuzulassungen von
Elektroautos und damit auch die Nachfrage nach
Oberflächenbeschichtungen von Autoteilen deutlich
zurück. Vor diesem Hintergrund sanken die
Umsatzerlöse um 11,2 % auf 32,5 Mio. EUR (i. Vj. 36,6
Mio. EUR). Geringere Effizienz durch eine
rückläufige Auslastung der vorhandenen
Kapazitäten führte zu einem normalisierten EBITDA
von 2,8 Mio. EUR (i.Vj. 3,5 Mio. EUR), gleichbedeutend mit
einem Rückgang von 0,7 Mio. EUR. Die normalisierte
EBITDA-Marge reduzierte sich um 1,1 Prozentpunkte auf 8,6 %
(i. Vj. 9,7 %). Ein aktives Working Capital Management
führte auch in diesem Segment zu einer deutlichen
Optimierung. Im ersten Halbjahr sank das Working Capital um
52,4 % auf 3,6 Mio. EUR (i. Vj. 7,6 Mio. EUR). Bei diesem
Rückgang ist zu berücksichtigen, dass der
Wiederaufbau des teilweise durch einen Brand
beschädigten Werks in Polen noch nicht abgeschlossen
ist.
Die Investitionen in diesem Segment gingen im
Berichtszeitraum um 45,4 % auf 5,8 Mio. EUR (i. Vj. 10,6
Mio. EUR) zurück. Einen Schwerpunkt der
Investitionstätigkeit bildete insbesondere der
Wiederaufbau einer Galvaniklinie und einer Produktionshalle
am polnischen Standort.
Zum 30. Juni 2024 beschäftigte das Segment 716
Mitarbeiter (i.Vj. 735), was einem leichten Rückgang
von 2,6 % gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht.
SEGMENTENTWICKLUNG PRECISION COMPONENTSprecision componentsscrollen
Im Segment precision components verringerten sich die
Umsatzerlöse um 9,2 % auf 25,5 Mio. EUR (i. Vj. 28,1
Mio. EUR). Gründe für den Rückgang waren
insbesondere die Zurückhaltung der Kunden aus dem
Automotive-Bereich und die weiterhin schleppende Nachfrage
nach Komponenten für E-Bikes. Infolge der geringeren
Auslastung lag das normalisierte EBITDA bei 1,3 Mio. EUR
(i.Vj. 1,7 Mio. EUR). Die normalisierte EBITDA-Marge lag im
ersten Halbjahr 2024 mit 5,3 % (i. Vj. 6,0 %) um 0,7
Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Das Working
Capital reduzierte sich im Einklang mit der
schwächeren operativen Entwicklung leicht um 9,0 % auf
9,9 Mio. EUR (i. Vj. 10,9 Mio. EUR).
Im Berichtszeitraum sanken die Investitionen um 34,6 %
auf 0,9 Mio. EUR (i. Vj. 1,4 Mio. EUR). Grund ist die
schwächere Nachfrage, sodass der Fokus auf der
Auslastung der bestehenden Kapazitäten lag.
Die Zahl der Mitarbeiter lag zum 30. Juni 2024 bei 563
(i. Vj. 611). Dies entspricht einem Rückgang von 7,9 %
und ist ebenfalls auf die schwächere Nachfrage
zurückzuführen.
FINANZLAGEAusgewählte Kennzahlen zur Finanzlagescrollen
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
stieg im ersten Halbjahr 2024 deutlich um 54,3 % auf 12,5
Mio. EUR (i.Vj. 8,1 Mio. EUR). Zu diesem Anstieg hat
insbesondere das aktive Working Capital Management
beigetragen, das im Berichtszeitraum in nahezu allen
Segmenten erfolgreich umgesetzt wurde. Das Working Capital
verringerte sich um 26,9 % bzw. 21,7 Mio. EUR auf 58,8 Mio.
EUR (i. Vj. 80,5 Mio. EUR).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei
-10,8 Mio. EUR (i.Vj. 63,1 Mio. EUR) und ist im
Wesentlichen durch die getätigten Auszahlungen
für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte in Höhe von 10,0 Mio. EUR (i. Vj.
16,2 Mio. EUR) geprägt. Im Vorjahreszeitraum
führte der Teilverkauf des Segments flexible films zu
einem Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit in
Höhe von 79,9 Mio. EUR.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
Berichtszeitraum -3,1 Mio. EUR (i. Vj. -31,4 Mio. EUR) und
lag damit signifikant über dem Vorjahresniveau.
Nachdem im Vorjahr die aus dem Teilverkauf des Segments
flexible films zugeflossenen Mittel teilweise zur Tilgung
bestehender Finanzverbindlichkeiten verwendet worden waren,
bewegten sich die Tilgungsleistungen im Berichtszeitraum
wieder im normalen Rahmen.
VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme des KAP-Konzerns belief sich zum 30.
Juni 2024 auf 311,6 Mio. EUR und lag damit um 5,3 Mio. EUR
unter dem Wert zum Jahresende 2023 in Höhe von 316,9
Mio. EUR.
Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen
Vermögenswerte um 3,8 Mio. EUR auf 189,4 Mio. EUR
(31.12.2023: 193,2 Mio. EUR). Die immateriellen
Vermögenswerte sanken um 1;9 Mio. EUR auf 22,4 Mio.
EUR. Bedingt durch die planmäßigen
Abschreibungen, deren Volumen die getätigten
Investitionen übertraf, lag das
Sachanlagevermögen mit 157,6 Mio. EUR um 2,1 Mio. EUR
unter dem Niveau zum Jahresende 2023. Die übrigen
Finanzanlagen blieben mit 1,7 Mio. EUR unverändert.
Gegenüber dem 31. Dezember 2023 stiegen die aktiven
latenten Steueransprüche um 0,2 Mio. EUR auf 7,7 Mio.
EUR.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich
um 1,5 Mio. EUR auf 122,2 Mio. EUR (31.12.2023: 123,7 Mio.
EUR). Während die Vorräte aufgrund der
normalisierten Nachfrage und der weiteren Optimierung des
Working Capital Management um 8,3 Mio. EUR auf 49,7 Mio.
EUR reduziert werden konnten, erhöhten sich die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen
um 8,9 Mio. EUR auf 40,3 Mio. EUR. Die Forderungen aus
Ertragsteuern stiegen um 0,4 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR. Die
sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte umfassen
insbesondere abgegrenzte Aufwendungen und erhöhten
sich um 1,1 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR. Die liquiden Mittel
lagen zum 30. Juni 2024 bei 16,2 Mio. EUR (31.12.2023: 19,2
Mio. EUR).
Auf der Passivseite sank das Eigenkapital um 5,8 Mio.
EUR auf 155,9 Mio. EUR (31.12.2023: 161,6 Mio. EUR). Der
Rückgang ist im Wesentlichen auf das negative
Periodenergebnis im Berichtszeitraum
zurückzuführen. Darüber hinaus verringerten
sich die Kapitalrücklagen währungsbedingt um 0,9
Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag damit
bei komfortablen 50,0 % (31.12.2023: 51,0 %).
Die langfristigen Schulden sanken zum Stichtag am 30.
Juni 2024 um 5,8 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR.
Planmäßige Tilgungsleistungen führten zu
einem Rückgang der langfristigen
Finanzverbindlichkeiten um 4,4 Mio. EUR auf 49,9 Mio. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen veränderten sich nur
geringfügig um 0,3 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR. Die
latenten Steuerverbindlichkeiten lagen bei 10,8 Mio. EUR,
nachdem sie zum Stichtag am Jahresende 11,7 Mio. EUR
betragen hatten.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 6,2
Mio. EUR auf 81,9 Mio. EUR. Dabei gingen die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten leicht um 0,3 Mio. EUR auf 15,7
Mio. EUR zurück. Die Vertragsverbindlichkeiten stiegen
hingegen - ebenso stichtagsbezogen - um 0,4 Mio. EUR auf
2,7 Mio. EUR, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen erhöhten sich um 2,1 Mio. EUR auf 31,1 Mio.
EUR. Der Verbrauch bzw. die Auflösung von
Rückstellungen ließ die übrigen
Rückstellungen um 3,1 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR
sinken. Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern blieben mit
1,0 Mio. EUR unverändert. Die sonstigen
Verbindlichkeiten erhöhten sich stichtagsbedingt um
6,6 Mio. EUR auf 18,0 Mio. EUR. Die sonstigen
nichtfinanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich
geringfügig um 0,4 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR.
CHANCEN UND RISIKENEine Beschreibung der wesentlichen Chancen und Risiken
sowie der Grundsätze des Risikomanagementsystems des
KAP-Konzerns ist im Konzernlagebericht des
veröffentlichten Geschäftsberichts 2023 auf den
Seiten 47 ff. enthalten. Die dort dargestellte Chancen- und
Risikosituation des KAP-Konzerns hat sich im ersten
Halbjahr 2024 nicht wesentlich verändert.
Unter Berücksichtigung aller bekannten Tatsachen
sind aus heutiger Sicht keine Einzelrisiken erkennbar, die
den Fortbestand des KAP-Konzerns gefährden. Dies gilt
auch für die Gesamtbetrachtung aller Risiken.
NACHTRAGSBERICHTZwischen dem Beginn des Geschäftsjahres 2024 bis
zur Veröffentlichung dieses Berichts am 29. August
2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der
Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.
AUSBLICKFür das Geschäftsjahr 2024 gehen wir
unverändert davon aus, dass die
Geschäftsentwicklung des KAP-Konzerns weiterhin von
einem herausfordernden Marktumfeld geprägt sein wird.
Aufgrund unseres diversifizierten Beteiligungsmodells und
der guten Positionierung unserer Segmente in ihren
Nischenmärkten sowie der bereits eingeleiteten und
umgesetzten strukturellen Anpassungen gehen wir weiterhin
davon aus, von der erwarteten moderaten Markterholung
profitieren zu können. Trotz der unsicheren
konjunkturellen Entwicklung für das zweite Halbjahr
2024 gehen wir unverändert von einem moderat
steigenden Umsatz und einem deutlich steigenden
normalisierten EBITDA gegenüber dem Vorjahreswert auf
vergleichbarer Basis aus. Im Vorjahr wurde ohne die
veräußerten Gesellschaften des Segments flexible
films ein normalisiertes EBITDA von 15,6 Mio. EUR bei einem
Umsatz von 316,7 Mio. EUR erzielt.
FinanzinformationenEntwicklung des KAP-Konzerns im 1. Halbjahr 2024KONZERN GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024scrollen
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024scrollen
KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2024AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ZUM 30. JUNI 2024scrollen
scrollen
Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es bei der
Aufsummierung zu Rundungsdifferenzen kommen.
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGVOM 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2024scrollen
KONZERNANHANG1. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDer Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 der KAP AG wurde
in Übereinstimmung mit den in den EU-Mitgliedsstaaten
anzuwendenden International Financial Reporting Standards
(IFRS) aufgestellt. Der Zwischenbericht entspricht den
Vorschriften über die Zwischenberichterstattung des
IAS 34. Die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.
Der Zwischenabschluss enthält Angaben und
Erläuterungen zu Posten der Konzernbilanz, der
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, der
Konzern-Kapitalflussrechnung, zur Entwicklung des
Konzern-Eigenkapitals und zur Segmentberichterstattung,
sofern diese von Bedeutung sind.
Die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Berichtswährung des Konzerns ist Euro. Alle
Angaben werden, sofern nicht gesondert vermerkt, in tausend
Euro (TEUR) gemacht. Aufgrund der Darstellung in TEUR kann
es bei der Aufsummierung zu Rundungsdifferenzen kommen.
Die KAP AG ist eine börsennotierte
Industrieholding, die sich an mittelständisch
geprägten Unternehmen beteiligt. Die
Konzernunternehmen sind in vier (i.Vj. vier)
unterschiedlichen Segmenten tätig. Die KAP AG hat
ihren Sitz in der Edelzeller Straße 44, 36043 Fulda,
Deutschland, und ist beim Amtsgericht Fulda unter HRB 5859
im Handelsregister B eingetragen.
2. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2024 werden neben
der KAP AG sämtliche wesentlichen in- und
ausländischen Tochterunternehmen, die unter der
rechtlichen/faktischen Kontrolle der KAP AG stehen,
einbezogen.
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der KAP AG 22
inländische und 19 ausländische Unternehmen (i.
Vj. 22 inländische und 19 ausländische
Unternehmen).
Der Zeitpunkt für die Erst- und Entkonsolidierung
ist grundsätzlich der Übergang der Beherrschung.
Die sich aus der Veränderung des
Konsolidierungskreises ergebenden Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden, sofern von
Bedeutung, entsprechend erläutert.
3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEAuf alle Unternehmenszusammenschlüsse wird die
Erwerbsmethode angewendet. Die erworbenen
Vermögenswerte und Schulden der voll konsolidierten
Unternehmen werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten
angesetzt.
Ein nach der Kaufpreisallokation verbleibender aktiver
Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert
ausgewiesen. Für alle Geschäfts- oder Firmenwerte
erfolgt nach Zuordnung zu einer zahlungsmittelgenerierenden
Einheit regelmäßig eine Überprüfung
auf Wertminderung.
Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird
sofort erfolgswirksam vereinnahmt.
Nicht dem Mutterunternehmen zustehende Anteile an
Kapital und Ergebnis voll konsolidierter
Tochtergesellschaften werden als Anteile fremder
Gesellschafter innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.
Änderungen der Beteiligungsquote des
Mutterunternehmens an Tochterunternehmen, die nicht zu
Verlust oder Erwerb der Beherrschung führen, werden
als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und
Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und
Rückstellungen zwischen Konzerngesellschaften werden
ebenso eliminiert wie Ergebnisse aus konzerninternen
Transaktionen, sofern sich diese auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage auswirken würden.
4. WÄHRUNGSUMRECHNUNGIn den Einzelabschlüssen ausgewiesene
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden
bei Zugang mit dem Anschaffungskurs bilanziert. Zum
Bilanzstichtag entstandene Kursgewinne und -verluste aus
Veränderungen der Wechselkurse werden erfolgswirksam
im Periodenergebnis erfasst.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten
Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt
auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen
Währung anhand der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte
grundsätzlich in finanzieller, wirtschaftlicher und
organisatorischer Hinsicht eigenständig betreiben,
entspricht die funktionale Währung der
Landeswährung des Sitzes der Gesellschaft.
Sämtliche Vermögenswerte und Schulden werden
zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und
Erträge zum Periodendurchschnittskurs umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen, die sich aus abweichenden
Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Bei konsolidierten Gesellschaften, an denen die KAP AG
zu weniger als 100 % beteiligt ist, werden die durch die
Währungsumrechnung entstehenden
Umrechnungsdifferenzen, soweit sie auf die Anteile fremder
Gesellschafter entfallen, gesondert unter Anteile fremder
Gesellschafter ausgewiesen.
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der
Schuldenkonsolidierung werden grundsätzlich
erfolgswirksam behandelt.
Es wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
scrollen
5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEFür den Konzernabschluss der KAP AG werden die
Einzelabschlüsse sämtlicher in- und
ausländischer Tochtergesellschaften nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Beizulegender ZeitwertIn den International Financial Reporting Standards wird
mit dem IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) die
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einschließlich
der erforderlichen Angaben weitgehend einheitlich geregelt.
Der beizulegende Zeitwert ist der Wert, der durch den
Verkauf eines Vermögenswerts erzielt werden
würde, beziehungsweise der Preis, der gezahlt werden
müsste, um eine Schuld zu übertragen. Es wird die
dreistufige Fair-Value-Hierarchie nach IFRS 13 angewendet.
Der Hierarchiestufe 1 werden finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zugeordnet,
sofern ein Börsenpreis für Vermögenswerte
und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die
Zuordnung zur Hierarchiestufe 2 erfolgt, sofern ein
Bewertungsmodell angewendet wird oder der Preis aus
vergleichbaren Transaktionen abgeleitet wird. Finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der
Hierarchiestufe 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende
Zeitwert signifikant aus nicht beobachtbaren Parametern
ermittelt wird.
Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwertes eines
nichtfinanziellen Vermögenswertes wird die
Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt,
durch die wirtschaftlich sinnvollste und beste Verwendung
des Vermögenswertes oder durch dessen Verkauf an einen
anderen Marktteilnehmer, der für den
Vermögenswert die wirtschaftlich sinnvollste und beste
Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.
Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den
jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die
ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden
Zeitwertes zur Verfügung stehen. Dabei ist die
Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren
möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer
Inputfaktoren möglichst gering zu halten.
Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der
beizulegende Zeitwert bestimmt oder angegeben wird, werden
in die nachfolgend beschriebene Hierarchie gemäß
IFRS 13 eingeordnet, basierend auf dem Inputfaktor der
niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum
beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:
scrollen
Auf welcher Ebene die Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert insgesamt eingestuft wird, bestimmt sich nach dem
niedrigsten Level, dessen Input für die Bewertung als
Ganzes erheblich ist. Die unterschiedlichen Level der
Hierarchie bedingen unterschiedlich detaillierte Angaben.
Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden nur dann
bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der erwartete
künftige Nutzen zufließen wird und die
Anschaffungs- oder Herstellungskosten der
Vermögenswerte verlässlich bewertet werden
können.
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden bei
Zugang mit ihren Anschaffungskosten erfasst. Diese
beinhalten neben dem Kaufpreis alle direkt zurechenbaren
Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen
betriebsbereiten Zustand zu versetzen.
Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte
werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die
Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess
direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der
produktionsbezogenen Gemeinkosten.
Forschungs- und Entwicklungskosten werden
grundsätzlich als laufender Aufwand behandelt.
Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear
abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder
Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch
realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die
Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung
voraus, dass die Kosten mit hinreichender
Wahrscheinlichkeit durch künftige
Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden.
Immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend dem
Anschaffungskostenmodell nach erstmaligem Ansatz mit den
Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter
Berücksichtigung von planmäßigen
Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
fortgeführt.
Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear
über einen Zeitraum von drei bis neun Jahren.
Geschäfts- oder FirmenwertIm Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei
erstmaliger Erfassung mit ihren Anschaffungskosten
angesetzt und in den Folgeperioden zu Anschaffungskosten
abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen
bewertet. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert
angesetzt, der sich aus dem Überschuss der
übertragenen Gegenleistung des Erwerbs, dem Betrag der
nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen
sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher
gehaltenen Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum an dem zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen
ergibt. Ist die übertragene Gegenleistung geringer als
das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen
des erworbenen Tochterunternehmens, wird der
Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung
der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts-
oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich
kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck
des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines
Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts-
oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns
zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss den
Erwartungen zufolge profitieren werden.
Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer
zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und
ein Geschäftsbereich dieser Einheit
veräußert wird, wird der dem
veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende
Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des
Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des
Ergebnisses aus der Veräußerung dieses
Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des
veräußerten Anteils des Geschäfts- oder
Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des
veräußerten Geschäftsbereichs und des
verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
ermittelt.
SachanlagenSachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder
Herstellungskosten als Vermögenswert angesetzt, wenn
es wahrscheinlich ist, dass ein damit verbundener
künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird
und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten
verlässlich bewertet werden können.
Die Anschaffungskosten umfassen alle direkt
zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den
Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu
versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten neben den
Einzelkosten auch angemessene Teile der
produktionsbezogenen Gemeinkosten.
In den Folgeperioden werden Sachanlagen entsprechend dem
Anschaffungskostenmodell mit ihren Anschaffungs- oder
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen und kumulierte Wertminderungsaufwendungen,
angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen für
Vermögenswerte, die ab dem 1. Januar 2004 zugegangen
sind, ausschließlich linear. Sofern Komponenten ein
signifikanter Anteil an den Anschaffungskosten eines
Vermögenswerts zugeordnet werden kann, werden diese
getrennt abgeschrieben. Bei im Mehrschichtbetrieb genutzten
Vermögenswerten erhöhen sich die Abschreibungen
entsprechend.
Den Vermögenswerten des Sachanlagevermögens
liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
scrollen
Abschreibungen werden so lange erfasst, wie der Restwert
des Vermögenswerts nicht höher als der Buchwert
ist.
FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder
der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts
zugeordnet werden können, werden als Teil der
Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Als
qualifizierte Vermögenswerte werden Bauprojekte oder
andere Vermögenswerte definiert, für die
notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich
sind, um sie in den beabsichtigten gebrauchsfertigen oder
veräußerbaren Zustand zu versetzen.
LeasingFür jedes Leasingverhältnis bilanziert der
KAP-Konzern als Leasingnehmer grundsätzlich ein
Nutzungsrecht und eine korrespondierende
Leasingverbindlichkeit. Hierbei wird von der Erleichterung
Gebrauch gemacht, das Nutzungsrecht am Betrag der
Leasingverbindlichkeit, angepasst um vorausbezahlte oder
mitabgegrenzte Mietaufwendungen, zu bemessen.
Von den Ausnahmeregelungen für kurzfristige
Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als
zwölf Monaten und Leasingverhältnisse über
geringwertige Vermögenswerte mit einem Neupreis unter
5.000 EUR wird Gebrauch gemacht. Die mit diesen
Leasingverhältnissen verbundenen Zahlungen werden als
Aufwand erfasst. Ebenso werden bei der Erfassung von
Leasingverhältnissen Leasing- und
Nicht-Leasing-Komponenten zusammengefasst.
Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden bei
Zugang zu Anschaffungskosten bewertet. Die
Anschaffungskosten umfassen die folgenden Komponenten:
Zugangswert der Leasingverbindlichkeit; Leasingzahlungen,
die vor oder zu Beginn des Leasingverhältnisses
geleistet wurden; abzüglich Anreizzahlungen zugunsten
des Leasingnehmers sowie etwaiger anfänglicher
direkter Kosten des Leasingnehmers.
Da der KAP-Konzern das Anschaffungskostenmodell
anwendet, werden die Nutzungsrechte zu fortgeführten
Anschaffungskosten abzüglich kumulierter
planmäßiger Abschreibungen und kumulierter
Wertminderungsaufwendungen erfasst. Als Basis für die
Ermittlung der Höhe der Abschreibungen wird
grundsätzlich die Laufzeit des
Leasingverhältnisses herangezogen. Dies gilt nicht,
sofern das Eigentum am Leasingobjekt durch
Kaufoptionsausübung oder aufgrund einer vertraglichen
Vereinbarung auf den KAP-Konzern als Leasingnehmer
übergeht. In diesem Fall wird für die Ermittlung
der Abschreibung die wirtschaftliche Nutzungsdauer des
Vermögenswerts herangezogen.
Für die Bestimmung, ob ein Nutzungsrecht im Wert
gemindert ist, wendet der KAP-Konzern IAS 36 an.
Die Fortschreibung der Leasingverbindlichkeit erfolgt
nach der Effektivzinsmethode. Die Leasingverbindlichkeit
wird um den Tilgungsanteil gekürzt und der auf die
Verbindlichkeit entfallende Zinsanteil aufwandswirksam im
Zinsergebnis realisiert.
Die Nutzungsrechte werden in den Bilanzposten
ausgewiesen, in denen die zugrunde liegenden
Vermögenswerte auszuweisen wären, wenn sich diese
im Besitz des Konzerns befinden würden.
Sale-and-lease-backBei Sale-and-lease-back-Transaktionen wird zunächst
beurteilt, ob es sich um einen Verkauf i.S.d. IFRS 15
handelt und somit eine solche Transaktion begründet
ist. Das Nutzungsrecht wird dabei in Höhe des
anteiligen ursprünglichen Buchwerts, der sich auf das
zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht, bilanziert. Als
Gewinn oder Verlust wird lediglich der Teil realisiert,
welcher sich auf den nicht zurückgeleasten Teil des
Nutzungsrechts bezieht. Die Ermittlung der
Leasingverbindlichkeit entspricht dem oben genannten
allgemeinen Vorgehen. Sofern die vereinbarten
Leasingzahlungen nicht marktüblich sind oder die Fair
Values von Gegenleistung und Vermögenswert einander
nicht entsprechen, sind weitergehende Wertkorrekturen
erforderlich.
Bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns
und des Buchwerts des zurückbehaltenen Nutzungsrechts
werden lediglich die preis- und wertbestimmenden Faktoren
und Kaufpreiszusagen berücksichtigt, die so gut wie
sicher sind.
Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden nur
erfasst, wenn ausreichend sicher ist, dass das beantragende
Unternehmen die Bedingungen erfüllt und die
Zuwendungen auch gewährt werden. Die Zuwendungen
werden planmäßig als Ertrag über den
Zeitraum verteilt, in dem die entsprechenden Aufwendungen
kompensiert werden sollen.
Zuwendungen für Vermögenswerte werden vom
Buchwert des betroffenen Vermögenswerts abgezogen.
Wertminderung langfristiger nichtfinanzieller VermögenswerteFür immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter
Nutzungsdauer sowie Sachanlagen erfolgt zu jedem
Bilanzstichtag eine Einschätzung, ob Anhaltspunkte
dafür vorliegen, dass Vermögenswerte in ihrem
Wert gemindert sein könnten. Falls solche
Anhaltspunkte vorliegen, wird der erzielbare Betrag des
jeweiligen einzelnen Vermögenswerts geschätzt, es
sei denn, ein Vermögenswert erzeugt
Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend
unabhängig von anderen Vermögenswerten oder
anderen Gruppen von Vermögenswerten
(zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) sind.
Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden der aus
dem Erwerb Nutzen ziehenden zahlungsmittelgenerierenden
Einheit zugeordnet. Als zahlungsmittelgenerierende
Einheiten werden die wirtschaftlich voneinander
unabhängig operierenden Unternehmensgruppen definiert.
Die Zuordnung erfolgt zum Ende der Periode, innerhalb
welcher der Erwerb erfolgte.
Für Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige
immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter
Nutzungsdauer erfolgt jährlich zu jedem Bilanzstichtag
- und wann immer Anhaltspunkte für eine Wertminderung
vorliegen - die Überprüfung der Werthaltigkeit,
indem der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag auf Ebene der
zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen wird. Wenn
der Buchwert der Einheit höher ist als ihr erzielbarer
Betrag, verringert der in Höhe der Differenz zu
erfassende Wertminderungsaufwand zuerst den Buchwert des
Geschäfts- oder Firmenwerts und dann anteilig die
Buchwerte der anderen Vermögenswerte. Jeglicher
Wertminderungsaufwand wird sofort im Periodenergebnis
erfasst. Bei Vermögenswerten mit bestimmter
Nutzungsdauer werden die Abschreibungsbeträge
zukünftiger Perioden entsprechend angepasst. Falls ein
Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass ein in früheren
Berichtsperioden erfasster Wertminderungsaufwand für
einen Vermögenswert mit Ausnahme des Geschäfts-
oder Firmenwerts nicht mehr oder nicht mehr in voller
Höhe besteht, ist der erzielbare Betrag dieses
Vermögenswerts neu zu schätzen. Die sich aus der
Änderung der Schätzung ergebende Differenz wird
als Wertaufholung unmittelbar im Periodenergebnis erfasst.
Eine Wertaufholung auf den neu zu ermittelnden erzielbaren
Betrag ist begrenzt auf den Buchwert, der sich bei
Fortführung der Anschaffungskosten ergeben hätte.
Die Abschreibungsbeträge zukünftiger Perioden
werden entsprechend angepasst.
Übrige FinanzanlagenAnteile an nicht konsolidierten Unternehmen werden
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als
Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst.
Latente SteuernAuf temporäre Bewertungsdifferenzen werden latente
Steuern gebildet. Die Ermittlung orientiert sich dabei am
Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode.
Sie umfasst alle erfolgswirksamen und -neutralen
Bilanzierungs- oder Bewertungsdifferenzen, sofern diese
künftig zu einer steuerlichen Be- oder Entlastung
führen.
Latente Steuern auf Verlustvorträge werden
aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass
künftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur
Verfügung stehen wird, um diese Verlustvorträge
nutzen zu können.
Die latenten Steuern werden auf Basis der
Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen
Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten
beziehungsweise erwartet werden. Aus früheren
Berichtsperioden resultierende temporäre
Bewertungsunterschiede werden bei Änderungen der
Steuersätze entsprechend angepasst.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden
saldiert, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung
tatsächlicher Erstattungsansprüche gegen
tatsächliche Steuerschulden besteht und sie sich auf
Ertragsteuern beziehen, die von derselben
Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben
werden.
VorräteDie Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu dem
niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten
und Nettoveräußerungswert.
Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und der Handelswaren umfassen alle direkt
zurechenbaren Kosten.
In die Ermittlung der Herstellungskosten der unfertigen
und fertigen Erzeugnisse werden neben den Einzelkosten auch
die produktionsbezogenen Gemeinkosten auf Basis einer
normalen Kapazitätsauslastung mit einbezogen.
Bestandsrisiken hinsichtlich Lagerdauer und
Verwertbarkeit, die zu einem unter den Anschaffungs- oder
Herstellungskosten liegenden
Nettoveräußerungswert führen, werden durch
angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Sofern
die Gründe für eine bereits in vorangegangenen
Perioden eingetretene Wertminderung nicht länger
bestehen, erfolgt eine Wertaufholung bis zu dem
berichtigten Nettoveräußerungswert.
Sonstige finanzielle Forderungen und VermögenswerteSonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte
werden, sofern es sich nicht um derivative
Finanzinstrumente handelt, als zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete finanzielle
Vermögenswerte klassifiziert. Beim erstmaligen Ansatz
am Erfüllungstag werden diese mit den
Anschaffungskosten unter Berücksichtigung direkt
zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Am Bilanzstichtag
erfolgt die Bewertung zu fortgeführten
Anschaffungskosten. Anhand der über die Laufzeit
erwarteten Kreditverluste werden angemessene
Wertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen
werden als Forderungsverluste erfasst. Unverzinsliche und
niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von
mehr als einem Jahr werden mit ihrem Barwert angesetzt.
Sofern sich eine bereits in früheren
Berichtsperioden vorgenommene Wertminderung aufgrund
zwischenzeitlich eingetretener Umstände im
abgelaufenen Geschäftsjahr verringert hat, wird die
ursprüngliche Wertberichtigung erfolgswirksam
angepasst, jedoch höchstens bis der Buchwert den
fortgeführten Anschaffungskosten entspricht, die sich
ohne Wertminderung ergeben hätten.
Forderungen aus den im Konzern vorgenommenen
Forderungsverkaufsprogrammen werden in der Bilanz nur als
Vermögenswert angesetzt, wenn die mit den Forderungen
verbundenen Risiken und Chancen, insbesondere das
Bonitäts- und Ausfallrisiko, im Wesentlichen nicht
übertragen werden. Etwaige
Rückzahlungsverpflichtungen aus diesen werden als
kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Ertragsteuererstattungsansprüche und ErtragsteuerschuldenDie Ertragsteuerschulden für laufende und
frühere Perioden werden mit dem noch zu zahlenden
Betrag als Verbindlichkeit passiviert. Falls die bereits
geleisteten Vorauszahlungen den geschuldeten Betrag
übersteigen, wird die Differenz als
Ertragsteuererstattungsanspruch aktiviert.
Als zur Veräußerung gehalten eingestufte Vermögenswerte und VeräußerungsgruppeLangfristige Vermögenswerte und/oder
Veräußerungsgruppen sowie Schulden, die im
Zusammenhang mit langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen stehen, werden als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn die
dazugehörigen Buchwerte überwiegend durch
Veräußerungsgeschäfte und nicht durch
fortgesetzte Nutzung realisiert werden.
Diese langfristigen Vermögenswerte und/oder
Veräußerungsgruppen werden am Bilanzstichtag zum
niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. In
der Bilanz erfolgt der Ausweis getrennt von anderen
Vermögenswerten. Schulden von als zur
Veräußerung gehalten klassifizierten
langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen werden getrennt von anderen
Schulden dargestellt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDen Rückstellungen für Pensionen liegen
jeweils zum Geschäftsjahresende
versicherungsmathematische Gutachten unter Verwendung der
Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Die Ermittlung der
Verpflichtungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren. Neben den bereits in
Vorperioden erdienten Altersversorgungsansprüchen
werden bei der Ermittlung bestimmte Trendannahmen
berücksichtigt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden
stets in voller Höhe als sonstiges Ergebnis im
Eigenkapital unter den Rücklagen erfasst. Der
Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand erfasst.
Qualifizierte Versicherungspolicen werden als
Planvermögen behandelt und am Bilanzstichtag mit ihrem
beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Wert des
Planvermögens vermindert den Barwert der
leistungsorientierten Verpflichtungen. Der Ausweis in der
Bilanz erfolgt saldiert, maximal bis zur Höhe des
Barwerts der Verpflichtungen.
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der
Pensionsrückstellungen sowie die Erträge aus dem
Planvermögen werden saldiert im Finanzergebnis
erfasst.
Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen umfassen alle
gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten,
die auf Ereignissen der Vergangenheit beruhen, deren
Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und deren
voraussichtliche Höhe hinreichend sicher
geschätzt werden kann.
Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung
zukünftiger Kostensteigerungen zum
Erfüllungsbetrag mit der höchsten
Eintrittswahrscheinlichkeit.
Restrukturierungsmaßnahmen werden nur
zurückgestellt, wenn eine faktische Verpflichtung zur
Restrukturierung besteht. Diese setzt voraus, dass ein
formaler Restrukturierungsplan unter Angabe des betroffenen
Geschäftsbereichs, der wichtigsten Standorte, der
Anzahl der betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
der Kosten und des Umsetzungszeitpunkts vorliegt sowie bei
den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt
wurde, dass die Maßnahme durch Beginn der Umsetzung
oder die Ankündigung gegenüber den Betroffenen
durchgeführt wird.
Aktienorientierte VergütungMit den derzeitigen Vorständen ist eine
anteilsbasierte Vergütungskomponente vereinbart
worden. Die anteilsbasierte Vergütung besteht in der
Gewährung von virtuellen Aktien. Die anteilsbasierte
Vergütung wird nach den Vorschriften von IFRS 2
bilanziert. Aus Sicht der KAP AG besteht im Zusammenhang
mit der anteilsbasierten Vergütung lediglich eine
Verpflichtung zum Barausgleich, weshalb gemäß
IFRS 2.42 nach den Vorschriften für anteilsbasierte
Vergütung mit dem Barausgleich bilanziert wird. Dabei
wird zum jeweiligen Stichtag eine Rückstellung
anteilig in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der
Zahlungsverpflichtung gebildet, wobei Änderungen des
beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam erfasst werden. Der
beizulegende Zeitwert wird mittels eines anerkannten
Bewertungsverfahrens ermittelt.
Finanzielle VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden als zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
klassifiziert. Direkt zurechenbare Transaktionskosten
werden unmittelbar als Aufwand im Periodenergebnis erfasst.
Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zu
fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode.
Verbindlichkeiten aus Leasing werden mit dem Barwert der
Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die daraus
resultierenden Finanzierungskosten werden im Finanzergebnis
als Zinsaufwand erfasst.
UmsatzrealisierungDie Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die
Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder
Dienstleistungen auf den Kunden übergeht. Das
bedeutet, dass der Kunde die Fähigkeit besitzt, die
Nutzung der übertragenen Güter oder
Dienstleistungen zu bestimmen, und im Wesentlichen den
verbleibenden Nutzen daraus zieht. Die Umsatzerlöse
werden realisiert, wenn ein durchsetzbarer Anspruch auf
Zahlung gegenüber dem Kunden besteht. Die Umsätze
entsprechen dem vertraglich festgelegten Transaktionspreis.
Wenn der vereinbarte Transaktionspreis variable
Komponenten enthält, wird der Betrag der Gegenleistung
entweder nach der Erwartungsmethode oder mit dem
wahrscheinlichsten Betrag ermittelt.
Der Zeitraum zwischen der Zahlung durch den Kunden und
der Übertragung von Waren oder Dienstleistungen an den
Kunden beträgt ein Jahr oder weniger. Wie nach IFRS
15.121 zulässig, wird der Transaktionspreis, der
diesen nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen
zugeordnet wird, nicht offengelegt. Im Transaktionspreis
wird keine Finanzierungskomponente berücksichtigt.
Wenn ein Vertrag mehrere abgrenzbare
Leistungsverpflichtungen enthält, wird der
Transaktionspreis auf Basis der
Einzelveräußerungspreise auf die einzelnen
Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. In der Regel werden
Güter und Dienstleistungen zu den
Einzelveräußerungspreisen verkauft. Die
Realisierung der Umsatzerlöse aus Verträgen mit
Kunden erfolgt sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen.
Sollten die Leistungserbringung und der Erhalt der Zahlung
eines Kunden zeitlich auseinanderfallen, können
vertragliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten
entstehen.
Bei dem Abschluss eines neuen Vertrages mit Kunden
können Auftragserlangungskosten entstehen. Da die
Laufzeit von Verträgen, bei denen die
Auftragserlangungskosten entstehen, und die entsprechende
Amortisationsdauer für diese Kosten ein Jahr oder
weniger betragen, werden Auftragserlangungskosten nicht
aktiviert, sondern als Aufwand erfasst.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren: Bei dem
Verkauf von Waren werden die Umsätze zum Zeitpunkt der
Lieferung realisiert, da dann die Verfügungsgewalt auf
den Kunden übergeht. Zum Zeitpunkt der Lieferung
besteht der Zahlungsanspruch.
Bill-and-hold-Vereinbarungen werden in der Regel nicht
abgeschlossen. Soll es auf ausdrücklichen Kundenwunsch
zu einer Bill-and-hold-Vereinbarung kommen, werden die
Umsätze zum Zeitpunkt der Fertigstellung realisiert,
da die Kontrolle auch ohne physische Auslieferung der Ware
auf den Kunden übergeht. Im Falle einer
Bill-and-hold-Vereinbarung werden die Waren separat als die
des Kunden ausgewiesen und dürfen nicht anderweitig
verwendet werden.
Bei einem Konsignationsvertrag geht die Kontrolle
über die Ware bei der Entnahme aus dem
Konsignationslager auf den Kunden über, da der Kunde
vor diesem Zeitpunkt keinen Nutzen aus der Verwendung der
Waren ziehen kann. Zu diesem Zeitpunkt werden Umsätze
realisiert.
Umsatzerlöse aus der Erbringung von
Dienstleistungen: Umsatzerlöse aus der Erbringung von
Dienstleistungen werden über den Zeitraum der
Leistungserbringung realisiert (linear oder nach dem
Fertigstellungsgrad). Der Zahlungsanspruch entsteht nach
der Erbringung einer Dienstleistung, wenn eine Rechnung
gestellt wird. Standardmäßig werden keine
variablen Zahlungen vereinbart. Im Fall von Anzahlungen
werden vertragliche Verbindlichkeiten gebildet.
Gewährleistungen: Das Unternehmen ist im Rahmen des
Verkaufes seiner Waren/Dienstleistungen lediglich
gesetzlichen oder branchenüblichen
Gewährleistungsverpflichtungen ausgesetzt.
Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ermittelt sich, indem das den
Stammaktionären des Mutterunternehmens zustehende
Periodenergebnis (Konzern-Jahresergebnis der Aktionäre
der KAP AG) durch die in der Berichtsperiode
durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien dividiert
wird.
SchätzungenIm Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses
müssen für verschiedene Sachverhalte
Schätzungen vorgenommen werden, die sich auf Ansatz
und Bewertung von Vermögenswerten, Schulden sowie
Finanzinstrumenten und auf Aufwendungen und Erträge
sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken können. Die
sich tatsächlich ergebenden Wertansätze
können von den geschätzten Beträgen
abweichen. Die Anpassung der Wertansätze erfolgt in
der Periode, in der die ursprüngliche Schätzung
geändert wird. Hieraus resultierende Aufwendungen und
Erträge werden in der jeweiligen Berichtsperiode
erfolgswirksam erfasst. Annahmen und Schätzungen
müssen vor allem bei der Festlegung von Nutzungsdauern
bei langfristigen Vermögenswerten, bei der Bestimmung
der Laufzeiten von Leasingverhältnissen und des
Grenzfremdkapitalzinssatzes bei Leasingverhältnissen,
bei Werthaltigkeitstests und Kaufpreisallokationen, bei der
Bildung von Rückstellungen für
Altersversorgungsleistungen, Steuern sowie Risiken aus dem
operativen Geschäft getroffen und vorgenommen werden.
6. NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENDie neuen oder geänderten IFRS-Vorschriften haben
keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den
Konzernzwischenabschluss des KAP-Konzerns.
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS7. ABSCHREIBUNGENIn den Abschreibungen sind 0,4 Mio. EUR
außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.
Diese betreffen das Segment precision components und
spiegeln die derzeitige politische Situation wider.
8. EIGENKAPITALDas gezeichnete Kapital beträgt 20.195.663,80 EUR
(i. Vj. 20.195.663,80 EUR) und ist eingeteilt in 7.767.563
(i.Vj. 7.767.563) auf den Inhaber lautende
Stückaktien.
9. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGBis zum 29. August 2024 (Freigabe zur
Veröffentlichung durch den Vorstand) waren keine
weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zu
verzeichnen.
10. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGIn der Kapitalflussrechnung werden die
Zahlungsströme getrennt nach Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus
Finanzierungstätigkeit dargestellt. Wechselkurs-,
konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte
Änderungen des Finanzmittelfonds werden
grundsätzlich eliminiert und gesondert ausgewiesen.
Der Finanzmittelfonds umfasst die am Bilanzstichtag
ausgewiesenen flüssigen Mittel. Der Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit wird anhand der
indirekten Methode ermittelt. Für die Darstellung der
Cashflows aus Investitions- und aus
Finanzierungstätigkeit wird die direkte Methode
verwendet.
11. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGAufgrund der im KAP-Konzern bestehenden internen
Finanzberichterstattung ist das primäre Berichtsformat
nach Geschäftssegmenten gegliedert.
Aus Gründen der Transparenz wird im KAP-Konzern
zwischen den Segmenten engineered products, flexible films,
precision components und surface technologies
unterschieden.
Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen denen des Konzernabschlusses. Konzerninterne
Umsätze werden zu marktüblichen Preisen
abgewickelt und entsprechen grundsätzlich denen im
Verhältnis zu fremden Dritten ("At Arm's
Length"-Prinzip).
Das Segmentergebnis ist definiert als Segment-EBITDA
(Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und
Abschreibungen).
Das Segment-EBITDA entspricht auf Konzernebene dem
EBITDA des Konzerns.
12. EVENTUALFORDERUNGEN UND -SCHULDENEine Eventualverbindlichkeit ergibt sich aus laufenden
Steuerverfahren bei unserer Tochter MEHLER ENGlNEERED
PRODUCTS INDIA PRIVATE LIMITED, Bangalore/Indien. Die
örtlichen Steuerbehörden verarbeiten derzeit die
von uns zur Verfügung gestellten Informationen und
Dokumente. Aufgrund der mangelhaften Datenlage ist eine
genaue Schätzung des Betrags aktuell nicht
möglich. Für den Konzern handelt es sich um
keinen wesentlichen Vorgang, welcher diesen gefährden
könnte.
13. PRÜFERISCHE DURCHSICHT DES VERKÜRZTEN KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSSESDer verkürzte Konzernhalbjahresabschluss und der
Konzernzwischenlagebericht wurden weder durch einen
Wirtschaftsprüfer geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen (§ 115 Abs. 5
WphG).
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGNACH GESCHÄFTSBEREICHENscrollen
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VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER"Nach bestem Wissen versichern wir, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsvorschriften für die
Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so
dargestellt ist, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns für das
verbleibende Geschäftsjahr beschrieben sind."
Fulda, 29. August 2024
KAP AG
Vorstand
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KONTAKTKai Knitter
Head of Investor Relations & Corporate
Communications
Edelzeller Straße 44
36043 Fulda
Tel. +49 661 103-327
E-Mail investorrelations@kap.de
ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen.
Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen
und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
verfügbaren Informationen. Solche Aussagen unterliegen
Risiken und Unsicherheiten, von denen die meisten schwierig
einzuschätzen sind und die im Allgemeinen
außerhalb der Kontrolle der KAP AG und ihrer
Tochtergesellschaften liegen. Hierzu gehören unter
anderem auch das zukünftige Marktumfeld und die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der
übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration
von Neuerwerbungen und die Realisierung der erwarteten
Synergieeffekte sowie Maßnahmen staatlicher Stellen.
Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und
Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die
Annahmen, auf denen die getroffenen Aussagen basieren, als
unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit
genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen.
Die KAP AG übernimmt keine gesonderte Verpflichtung,
die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgeht,
die in diesem Bericht getroffenen vorausschauenden Aussagen
zu aktualisieren.
RUNDUNGENDie Zahlenangaben in diesem Bericht wurden
kaufmännisch gerundet. Entsprechend können
Rundungsdifferenzen auftreten, sodass das Ergebnis einer
Addition der einzelnen Werte möglicherweise nicht
exakt der angegebenen Summe entspricht.
www.kap.de
KAP AG
Edelzeller Straße 44
36043 Fulda
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